USS JACCARD ( DE-355 )

USS JACCARD ( DE-355 )

Biografie

Richard Alonzo Jaccard
* 1. Juli 1918 in Troy, Missouri
† 15. September 1942 auf dem Flugzeugträger USS WASP ( CV-8 )
war ein Offizier in der US Navy

Richard Alonzo Jaccard war der Sohn von Clarence Leroy Jaccard ( 11. November 1889 – 26. Februar 1973 ) und Ruth Bright Jaccard ( 27. August 1892 in Olympia, Thurston County, Washington – 18. Februar 1972 in Manhattan, Riley County, Kansas ). Er hatte zwei Geschwister, Colonel Robert Bright Jaccard ( 24. Juli 1916 – 20. November 1965 ) und Jeanne Jaccard Parker ( 30. Januar 1923 – 8. Februar 2011 ). Die Familie zog kurz nach der Geburt von Richard nach Manhattan, Kansas. Hier ging er zur Schule. Am 29. oktober 1940 trat er freiwillig in die US Navy Reserve ein. Später absolvierte er eine Flugausbildung und wurde nach seinem Abschluss am 27. September 1941 zum Ensign befördert. Im April 1942 versetzte man ihn an Bord des Flugzeugträgers USS ENTERPRISE ( CV-6 ). Von diesem Träger aus beteiligte sich Ensign Jaccard an der Schlacht um Midway. Als sich die japanischen Flugzeugträger samt ihren Schiffseinheiten der Inselgruppe näherten, gehörte Jaccard zur Scouting Squadron 6 ( VS-6 ). Der Staffelführer war Lieutenant Clarence Wade McClusky, Jr. ( 1. Juni 1902 in Buffalo, New York – 27. Juni 1976 in Bethesda, Maryland ). Ensign Jaccard und Ensign Pittman waren die Flügelmänner von Lieutenant McClusky. Dieser steuerte zuerst auf den japanischen Flugzeugträger IJN AKAGI zu. In letzter Minute änderte aber McClusky seine Meinung und stürzte sich dann auf den feindlichen Träger IJN KAGA. Dabei kam es unter den angreifenden Piloten zu einiger Verwirrung. Nur Jaccard folgte McClusky. Doch Ensign Jaccard hatte dabei einige Probleme. Während des Angriffs auf den japanischen Flugzeugträger verwechselte Jaccard seinen Hebel zum Ausklinken der mitgeführten Bombe mit dem Flügelbremshebel. Das hieß, dass er nicht die Bremsklappen bewegte sondern das Fahrwerk ausfahren ließ. Dadurch verlangsamte sich das Flugzeug. Die Flugzeuge dieses Geschwaders richteten mit ihren Bomben einen verheerenden Schaden an. Beide Flugzeugträger waren anschließend nicht mehr einsatzbereit und mussten am Abend von den eigenen Zerstörern versenkt werden. Ensign Jaccard machte seinen Fehler auf dem japanischen Flugzeugträger IJN HIRYU wett. Seine abgeworfene Bombe ließ dieses feindliche Schiff erzittern und als Wrack auf dem Wasser treiben. Am folgenden Tag beteiligte sich Ensign Jaccard an der Bombardierung der japanischen Schweren Kreuzer IJN MIKUMA und IJN MOGAMI. Dabei traf seine Bombe die IJN MOGAMI mittschiffs bei den Torpedorohren. Man verlieh Jaccard nach dem großen Sieg das Navy Cross. Die USS ENTERPRISE verlegte man dann zur Unterstützung der Landeoperation nach Guadalcanal, Ostsalomonen. Hier wurde der amerikanische Flugzeugträger schwer beschädigt und musste zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Die Flugzeuge des Geschwaders VS-6 verlegte man auf den Flugzeugträger USS WASP ( CV-8 ). Am 15. September 1942 befand sich der Flugzeugträger mit seinen Begleitschiffen rund 150 Seemeilen südöstlich von San Cristobal Island, Salomonen, da lag das japanische U-Boot IJN I-19 in der Nähe und schoss sechs Torpedos ab. Drei davon trafen alleine die USS WASP. Ensign Jaccard befand sich während des Torpedoangriffs in den Mannschaftsräumen der Piloten und wurde sofort getötet.


USS JACCARD ( DE-355 )

Schiffsbiografie

Die USS JACCARD ( DE-355 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Richard Alonzo Jaccard benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das siebzehnte Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 25. Januar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ruth Bright Jaccard ( 27. August 1892 in Olympia, Thurston County, Washington – 18. Februar 1972 in Manhattan, Riley County, Kansas ), Mutter von Ensign Richard Alonzo Jaccard, taufte am 18. März 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles R. Hamilton (USNR) stellte am 26. Juli 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS JACCARD bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die Werft von Boston, Massachusetts. Hier installierte man neue elektronische Geräte wie das Radar und das Sonar. Am 29. September fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Dort gliederte man das Kriegsschiff in die CortDiv 82 ein. In dieser befand sich neben der USS GEORGE E DAVIS die Schwesterschiffe USS MACK ( DE-358 ), USS JACCARD ( DE-355 ), USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 ) und USS DOYLE C BARNES ( DE-353 ). Nachdem alle diese Geleitzerstörer in Norfolk waren, begannen sie mit mehreren Übungen. Darunter gehörte auch das Gefecht mit den Geschützen. Auf der USS JACCARD zeigte sich allerdings dabei ein erhebliches Problem. Man schaffte es nicht, die Geschütze zu kalibrieren. Der Geleitzerstörer musste mehrere Schiffe eines Konvois, die vor den Virginia Capes ankamen, bis zu den Hampton Roads eskortieren. Anschließend reparierte man die Geschütze auf dem Kriegsschiff. Außerdem begann man mit der Endausrüstung für den Wechsel in den Pazifik. Die Kriegsschiffe der CortDiv 82 stachen gemeinsam am 21. Oktober in See und fuhren zum Panamakanal. Dieser wurde am 31. Oktober durchquert. Die Fahrt der Geleitzerstörer ging über die Galapagos Islands und Bora Bora auf den Gesellschaftsinseln in Französisch Polynesien weiter. Die Kriegsschiffe fuhren am 12. November in die Lagune dieser Insel ein. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt über Espiritu Santo, Neue Hebriden bis nach Hollandia, Neuguinea weiter. In diese Bay fuhren die Schiffe am 28. November ein. Hier blieben die meisten Schiffe der CortDiv 82 bis zum 7. Dezember liegen. Für die Besatzung der USS JACCARD begann dann für mehrere Tage vor Hollandia das Anti-U-Boot Training. Anschließend eskortierte der Geleitzerstörer einen Schiffskonvoi, bestehend aus Versorgungsschiffen, zur San Pedro Bay, Leyte, Philippinen. Das Kriegsschiff und die Versorgungsfrachter fuhren am 21. Dezember in die Bucht von San Pedro ein. Einen Tag später gab es Luftalarm. Die Geschützmannschaften der USS JACCARD feuerten ihre Granaten auf die heranfliegenden japanischen Maschinen, konnten aber keines vernichten. Ab Januar 1945 begannen für den Geleitzerstörer elf Eskortierfahrten. Die zu begleitenden Schiffskonvois mit lebensnotwendigen Vorräten lagen entweder in der Humboldt Bay bei Hollandia oder im Seeadler Harbour, Manus Island, Admitalitätsinseln oder vor den Palau Islands und mussten alle nach Leyte, nachdem die alliierten Streitkräfte bei der Befreiung der Philippinen immer weiter vorstießen. Mitte März 1945 löste man die USS JACCARD von dieser Aufgabe ab und wurde ab dem 18. März in eine Anti-U-Boot Jagdgruppe versetzt. Die Kriegsschiffe dieser Gruppe operierten westlich der Philippinen. In den nun folgenden zwei Monaten begleitete die USS JACCARD unter anderem auch amerikanische U-Boote von der Subic Bay, Luzon, Philippinen in das Seegebiet westlich der Philippinen, von wo aus diese in ihr Einsatzgebiet fuhren. Der Geleitzerstörer begleitete dann die zurückkehrenden amerikanischen U-Boote wieder bis in die Subic Bay. Im Mai kehrte das Kriegsschiff in den Golf von Leyte zurück und führte für einen Monat von hier aus die Begleitung von Schiffskonvois wieder durch. Am 22. Juni kehrte die USS JACCARD in die amerikanische Marinebasis der Manila Bay zurück und führte von hier aus mehrere Eskortierfahrten von amerikanischen U-Booten durch. Diese Aufgabe behielt der Geleitzerstörer bis zur bedingungslosen Kapitulation Japans am 15. August bei. Ab dem 30. August begann das Kriegsschiff von Manila aus Versorgungsschiffe nach Okinawa zu eskortieren. Dazu fuhr der Geleitzerstörer hin und her. Ab Anfang 1946 setzte man die USS JACCARD als Eskortier- und Postschiff zwischen den Philippinen den Häfen von China und Korea ein. So sollten die dort stationierten amerikanischen Besatzungstruppen unterstützt werden und die Stabilität der Länder zu erhalten. Am 26. April 1946 verließ der Geleitzerstörer den Fernen Osten und fuhr an die US Westküste. Diese wurde am 17. Mai erreicht. Nach einer Zeit des Trainings entlang der Küste fuhr der Geleitzerstörer in die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington ein und wurde hier am 30. September 1946 außer Dienst gestellt. Noch am selben Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS JACCARD ( DE-355 ) strich man am 1. November 1967 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen setzte man den Schiffskörper als Seeziel ein. Am 4. Oktober 1968 versenkte man diesen während einer Übung.


USS JACCARD ( DE-355 )
Commanding Officer

LCDR Charles R. Hamilton  (USNR)         26. Juli 1944 – 24. August 1945
LCDR Edward L. Patton  (USNR)         24. August 1945 – 12. Dezember 1945
LCDR William Abraham Morgan        12. Dezember 1945 – 10. Juli 1946
LCDR John Dearborn Ainsworth        10. Juli 1946 – 30. September 1946

USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 )

USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 )

Biografie

Raymon William Herndon
* 1. November 1917 in Walterborto, Colleton County, South Carolina
† 14. September 1942 während der Schlacht um Guadalcanal, Salomonen
hielt den Rang eines Private First Class im US Marine Corps

Raymon William Herndon war das vierte und jüngste Kind von Lee Dennie Herndon ( 15. September 1881 – 28. Mai 1970 ) und Ella Padgett Herndon ( 3. Juli 1890 im Colleton County, South Carolina – 5. Februar 1966 in Walterboro, Colleton County, South Carolina ). Seine Geschwister waren Yarborough E. Herndon ( 18. Januar 1907 – 2. November 1983 ), Maude Herndon McManus ( 9. März 1909 in Ruffin, Colleton County, South Carolina – 7. September 2000 in Portsmouth, Virginia ) und Sergeant Riddick H. Herndon ( 10. Dezember 1910 – 31. Mai 1980 ) (USMC).
Raymon William Herndon meldete sich am 29. April 1942 in New River, North Carolina zum aktiven Dienst beim United State Marine Corps. Nach dem Abschluss seiner Grundausbildung verlegte man ihn zur Salomoneninsel Guadalcanal. Hier gehörte er zur 1. Marine Division. Private First Class Raymon William Herndon war in der Nacht vom 13. zum 14. September 1942 mit seiner Gruppe auf einer gefährlichen Aufklärungspatrouille am Südhang des Hügels Nummer 50 beim Henderson Field, Guadalcanal beteiligt. Diese Gruppe geriet in eine Angriffsaktion japanischer Truppen, die die Amerikaner versuchten einzukesseln. Dabei wurde PFC Herndon tödlich verwundet. Er verlangte mehrere Waffen um den Rückzug seiner Gruppe zu decken, damit diese über den Hügel zu den eigenen Truppen zurückkehren konnte.
Man verlieh Private First Class Raymon William Herndon für außergewöhnliches Heldentum und herausragenden Mut posthum das Navy Cross.


USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 )

Schiffsbiografie

Die USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Private First Class Raymon William Herndon benannt worden ist.
Der Schnelle Truppentransporter ist das dreiunddreißigste Schiff aus der CROSLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Company in Quincy, Massachusetts wurde am 12. Juni 1944 das Schiff als Geleitzerstörer USS RAYMON W HERNDON ( DE-688 ) aus der RUDDEROW – Klasse auf Kiel gelegt. Mrs. Ella Padgett Herndon ( 3. Juli 1890 im Colleton County, South Carolina – 5. Februar 1966 in Walterboro, Colleton County, South Carolina ), Mutter von PFC Raymon William Herndon, taufte am 15. Juli 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Am 17. Juli 1944 klassifizierte man die USS RAYMON W HERNDON in einen Schnellen Truppentransporter um und gab ihm die Kennung APD-121 ). Es erfolgten umgehend die notwendigen Umbauarbeiten. Lieutenant Commander Samuel Elijah Hale (USNR) stellte am 3. November 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS RAYMON W HERNDON verließ am 23. November 1944 den Ausrüstungskai im Hafen von Boston, Massachusetts und stach für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt in See. Der Schnelle Truppentransporter führte diese innerhalb von drei Wochen in den Gewässern vor der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas durch. Das Kriegsschiff legte anschließend am 13. Dezember im Hafen von Norfolk, Virginia an. Hier begann man das Schiff und die Besatzung auf die Fahrt in den Pazifik vorzubereiten. Am 1. Januar 1945 stach die USS RAYMON W HERNDON in See, verließ Hampton Roads, Virginia und fuhr zum Panamakanal. Dieser wurde am 7. Januar durchquert. Im Hafen von Balboa, Panama meldete sich LCDR Hale bei der Pazifikflotte zum Dienst und wartete auf weitere Befehle. Drei Tage später verließ das Kriegsschiff den Isthmus und fuhr zur kalifornischen Küste. In die dortige amerikanische Marinebasis San Diego lief es am 16. Januar ein. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Außerdem schiffte sich das Underwater Demolition Team 16 an Bord ein. Die RAYMON W HERNDON verließ am 25. Januar die kalifornische Küste und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier lief das Schiff sechs Tage später ein. Vor den Hawaiianischen Inseln begannen für das Underwater Demolition Team mehrere Wochen harten Trainings zur Vorbereitung auf den Landeangriff auf die japanische Insel Okinawa. Die weitere Fahrt des Schnellen Truppentransporters ging Anfang März mit den Zwischenstationen der Insel Majuro, Marshall Islands und dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands weiter. Die USS RAYMON W HERNDON erreichte am 26. März die Landungsstrände bei Hagushi Beach, Okinawa. Sofort begannen dort die Männer des Underwater Demolition Teams 16 mit der Räumung von Seeminen und anderen Landungshindernissen. Der Schnelle Truppentransporter selber sicherte diese Arbeiten mit seinen Schiffsgeschützen ab. Am 1. April begann die Landeoperation. Dafür zog sich das Kriegsschiff hinter die Landungsschiffe zurück und übernahm in dieser Phase den äußeren U-Boot-Schutzschirm. Dieser zog sich vollständig um das Transportgebiet am Hagushi Beach und bis zum Ankerplatz für Wasserflugzeuge und Logistikschiffe bei den Kerama Retto Inseln. Zusammen mit anderen Kriegsschiffen sicherte die USS RAYMON W HERNDON die Landungsschiffe vor dem Brückenkopf vor japanischen Flugzeugen ab. Später patrouillierte der Schnelle Truppentransporter vor den abseits gelegenen Radarvorwarnstationen und trug dabei die Hauptlast der unnachgiebig angreifenden japanischen Piloten. So konnten die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes am 6. April ein Kamikazeflugzeug abschießen und halfen bei der Vernichtung von zwei weiteren. Bis zum 19. Juni blieb die USS RAYMON W HERNDON auf ihre zugewiesene Posten vor Okinawa und sicherte die Kämpfe an Land ab. Zwei Tage später wurde Okinawa als gesichert erklärt. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik endete am 15. August 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation Japans. Schon am folgenden Tag befanden sich amerikanische Besatzungstruppen an Bord des Kriegsschiffes. Diese wurden an die Küste von China und in japanische Häfen transportiert. Anschließend begann die Heimfahrt an die US Westküste. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff in den Häfen von Pearl Harbor und San Diego, durchquerte die USS RAYMON W HERNDON wieder den Panamakanal und erreichte zur Inaktivierung Green Cove Springs, Florida. Man stellte den Schnellen Truppentransporter am 15. November 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Nach zwanzig Jahren der Inaktivität strich man am 1. September 1966 den Namen USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 ) von der US Navy – Liste. Im Rahmen des Militärhilfeprogramms verkaufte man im Oktober 1966 das Kriegsschiff an die Marine von Taiwan. Hier stellte man das Schiff unter dem namen ROCS HENG SHAN ( DE-39 ) in den Dienst. Wenige Monate später klassifizierte man das Kriegsschiff um und übergab ihm die Kennung PF-39. Im Jahre 1976 stellte man die ROCS HENG SHAN außer Dienst und verschrottete sie.


USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 )
Commanding Officer

LCDR Samuel Elijah Hale  (USNR)         3. November 1944 – März 1946
LT (jg) H. M. Sherwood Jr.  (USNR)        März 1946 – 1. September 1946
LT (jg) Marvin Earl Van Vleck  (USNR)         1. September 1946 – 15. November 1946

USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 )

USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 )

Biografie

Kenneth Martin Willett
* 9. April 1919 in Overland, Missouri
† 27. September 1942 auf See im Südatlantik
war ein Reserveoffizier

Kenneth Martin Willett trat am 9. juli 1940 als seemann in die Naval Reserve ein. Man versetzte ihn wegen seiner schnellen Auffassungsgabe an die Midshipman School der Naval Reserve. Nach Abschluss dieser Ausbildung beförderte man ihn zum Ensign und versetzte ihn an Bord des Schlachtschiffes USS CALIFORNIA ( BB-44 ). Hier diente er bis November 1941. Im Januar 1942 meldete sich Willett im 12. Naval District zum Einsatz im Armed Guard Center in San Francisco, Kalifornien. Hier ernannte man ihn am 15. Juni zum Lieutenant ( jg ) und zum Kommandeur der Naval Armed Guard, das waren Armeeangehörige auf Handelsschiffen, die die Sicherheit des Schiffes übernahmen, an Bord des Liberty Frachters SS STEPHEN HOPKINS. Dieses Schiff war erst nach Kapstadt, Südafrika und von dort aus nach Paramaribo, Niederländisch Guayana unterwegs. Am 27. September 1942 traf der Liberty Frachter auf zwei deutsche Schiffe. Das waren zum einen der schwer bewaffnete Hilfskreuzer STIER und das Blockadebrecherschiff TANNENFELS. Alle drei Schiffe lagen nur 3,2 km voneinander entfernt und konnten sich erst wahrnehmen nachdem sich der auf dem Wasser liegende Nebel verflüchtigt hatte. Der Hilfskreuzer ging sofort ohne Vorwarnung zum Angriff über. Lieutenant ( jg ) Kenneth Martin Willett besetzte die 4-Zoll Kanone und erwiderte das Feuer. Eine der ersten feindlichen Granaten schlug bei ihm ein und verwundete ihn schwer. Willett feuerte trotzdem Granate um Granate auf den Hilfskreuzer ab. Dieser war wie auch die SS STEPHEN HOPKINS bald darauf ein Wrack und wurde von der eigenen Besatzung, zwei Stunden nach dem Untergang des Liberty Frachters, versenkt. Eine der letzten von der STIER abgefeuerten Granate schlug unmittelbar in das Magazin der Kanone auf dem Liberty Frachter ein. Das Magazin explodierte und brachte die Kanone zum Schweigen. Lieutenant ( jg ) Kenneth Martin Willett weigerte sich vehement seinen Kampf für Schiff und Crew aufzugeben. Der Kapitän der SS STEPHEN HOPKINS, Master Paul Buck, gab kurz darauf den Befehl das brennende Schiff zu verlassen. Da half Willett noch, obwohl er schon sehr geschwächt war und leiden musste, Rettungsflöße zu Wasser zu lassen. Um 10:00 Uhr sank die SS STEPHEN HOPKINS. Da war er nicht mehr zu sehen.
Für seinen persönlichen Mut und seine Selbstaufopferung verlieh man Lieutenant ( jg ) posthum das Navy Cross.
Die Überlebenden der SS STEPHEN HOPKINS trieben einen Monat lang auf ihren Rettungsflößen, bevor sie die Küste von Brasilien erreichten.


USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 )

Schiffsbiografie

Die USS KENNET M WILLETT ( DE-354 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Kenneth Martin Willett benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das sechzehnte Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 10. Januar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. D. C. Willett, Mutter von Lieutenant ( jg ) Kenneth Martin Willett, taufte am 7. März 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander J. M. Stuart stellte am 19. Juli 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS KENNETH M WILLETT bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier befand sich das Kriegsschiff vom 1. bis zum 20. Oktober und diente als Trainingsschiff in die Chesapeake Bay. Noch am 20. oktober begann die Endausrüstung für den Wechsel in den Pazifik und man gliederte das Kriegsschiff in die CortDiv 82 ein. In dieser Division befand sich neben der USS KENNETH M WILLETT die Schwesterschiffe USS MACK ( DE-358 ), USS JACCARD ( DE-355 ), USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 ) und USS DOYLE C BARNES ( DE-353 ). Diese Schiffe stachen gemeinsam am 21. Oktober in See und fuhren zum Panamakanal. Dieser wurde am 31. Oktober durchquert. Die Fahrt der Geleitzerstörer ging über die Galapagos Islands, hier überquerte man am 31. Oktober den Äquator, und Bora Bora auf den Gesellschaftsinseln in Französisch Polynesien. Die Kriegsschiffe fuhren am 12. November in die Lagune dieser Insel ein. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt über Espiritu Santo, Neue Hebriden bis nach Hollandia, Neuguinea weiter. In diese Bay fuhren die Schiffe am 28. November ein. Hier blieben die meisten Schiffe der CortDiv 82 bis zum 7. Dezember liegen. Für die USS KENNETH M WILLETT war Hollandia in der Humboldt Bay, Neuguinea die Ausgangsbasis für sieben Konvoifahrten, die bis zum 25. Februar 1945 den Geleitzerstörer bis zum Leyte Golf, Philippinen hin und her führten. So befand sich das Kriegsschiff am 1. Januar 1945 in den Gewässern vor Hollandia und sicherte einen dorthin fahrenden Schiffskonvoi, da sah man von dem Geleitzerstörer aus wie ein feindliches Torpedoflugzeug ein amerikanisches Versorgungsschiff aus diesem Konvoi attackierte. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes beschossen das japanische Flugzeug bis der Pilot seinen Angriff abbrach und verschwand. Am 25. Februar erreichte die USS KENNETH M WILLETT mit einem Schiffskonvoi wieder den Leyte Golf. Man gliederte den Geleitzerstörer aus dem Eskortierdienst aus und wies ihm Patrouillenfahrten und den Anti-U-Boot Dienst zu. Das Kriegsschiff lag am 6. März in der Mindoro Bay. Vor den philippinischen Inseln Mindoro und Luzon führte das Kriegsschiff Hunter Killer Patrouillen durch. Der Geleitzerstörer kehrte am 4. Juni in den Leyte Golf zurück. Von hier aus eskortierte die USS KENNETH M WLLETT mehrere Versorgungsschiffe bis zum Atoll Ulithi, Westkarolinen und zurück. Nach zwei solchen Eskortierfahrten nahm der Geleitzerstörer ab dem 2. Juli wieder vor Mindoro seinen Patrouillendienst auf. Doch das Kriegsschiff dehnte seine Patrouillenfahrt weiter aus und erreichte am 10. Juli die San Pedro Bay, Leyte. Hier wartete ein Schiffskonvoi, bestehend aus Infanterielandungsfahrzeugen und Panzerlandungsschiffen. Dieser Schiffskonvoi verließ am 17. Juli die San Pedro Bay und fuhr nach Okinawa. Zwischendurch liefen die Schiffe sicherheitshalber in die Casiguran Bay, Luzon ein. Auf offener See tobte vom 30. zum 31. Juli ein Taifun, der den Schiffen und deren Besatzungen hätte gefährlich werden können. In die Buckner Bay von Okinawa liefen die Schiffe dann am 7. August ein. Die USS KENNETH M WILLETT verließ am nächsten Tag wieder Okinawa und fuhr in die San Pedro Bay zurück. Der Geleitzerstörer lief dort am 14. August ein. Am folgenden Tag war der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet. Das Kriegsschiff eskortierte nun in den folgenden sechzehn Wochen mehrere Schiffskonvois zwischen der San Pedro Bayund Manila, Luzon zum Atoll Ulithi, Tokyo und Shanghai, China. Vom 29. Dezember bis zum 29. Januar 1946 operierte die USS KENNETH M WILLETT von Guiuan Roadstead, Samar, Philippinen aus und war auf Wetterpatrouille. Grund dafür waren die sich ständig neubildenden Taifune in dem Seegebiet östlich des Leyte Golf, denen in den vergangenen Monaten schon mehrere amerikanische Schiffe samt Besatzung zum Opfer gefallen waren. Am 10. Februar verließ der Geleitzerstörer wieder dieses Seegebiet und fuhr nach Manila. In den dortigen Hafen lief das Kriegsschiff wenige Stunden später ein und verließ ihn am 15. Februar nach dem bunkern von Proviant und Treibstoff. Der Geleitzerstörer sollte vor der chinesischen Küste patrouillieren. Am 20. Februar lief das Kriegsschiff zusammen mit weiteren fünf Geleitzerstörern im Hafen von Tsingtao ein. Von hier aus begannen die Schiffe mit Patrouillenfahrten im Gelben Meer bis nach Shanghai. Die Geleitzerstörer sollten die Bemühungen der chinesischen Nationalisten unterstützen, damit diese den chinesischen Kommunisten die Kontrolle über das nordchinesische Festland entreißen konnten. Nach diesen gescheiterten Bemühungen operierte die USS KENNETH M WILLETT vom 1. bis zum 5. April nördlich des Gelben Meeres und beteiligte sich an Anti-U-Boot Übungen. Der Geleitzerstörer verließ am 15. April Tsingtao und fuhr ostwärts. Über die Insel Guam, Nördliche Marianen, dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands und der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor ging die Fahrt bis an die US Westküste. Das Kriegsschiff lief am 11. Mai in den Hafen von San Pedro, Kalifornien ein. Nach einer Überholung für die Zeit der Inaktivität, stellte man die USS KENNETH M WILLETT am 24. Oktober 1946 außer Dienst. Wenige Tage später schleppte man den Geleitzerstörer zur Marinebasis San Diego, Kalifornien und versetzte ihn am 10. November in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Auch die USS KENNETH M WILLETT stellte man auf die Verfügungsliste. Lieutenant Commander E. N. Weatherly stellte am 25. Mai 1951 den Geleitzerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Nach einer Erprobungs- und Ausbildungsfahrt ewntlang der kalifornischen Küste, verließ der Geleitzerstörer am 4. September San Diego. Nach der Durchquerung des Panamakanals fuhr das Kriegsschiff nach New Orleans, Louisiana. Hier traf die USS KENNETH M WILLETT am 18. September ein und wurde als Ausbildungsschiff für Navy Reservisten herangezogen. Der Geleitzerstörer gehörte nun zum 8. Naval District. Am 5. November verließ der Geleitzerstörer New Orleans und begab sich auf eine Naval Reserve Kreuzfahrt. Ziel war San Juan, Puerto Rico. Bis zum 16. Oktober 1958 unternahm der Geleitzerstörer 63 Kreuzfahrten. Von New Orleans aus fuhr das Kriegsschiff nach Südamerika, Kanada, entlang der US Ostküste und in die Karibik. In diesen Monaten leistete das Kriegsschiff lebenswichtige Dienste und stellte sicher, dass die Männer der Naval Reserve qualifiziert genug waren um kurzzeitig dienen zu können. Außerdem sollten sie jederzeit die Sicherheit der amerikanischen Nation auf hoher See schützen können. Am 16. Oktober 1958 lief die USS KENNETH M WILLETT von Havanna de Cuba kommend im Hafen von New Orleans ein. Damit war die letzte Trainingsreise der USS KENNETH M WILLETT beendet worden. Der Geleitzerstörer verließ am 30. November wieder diesen Hafen und fuhr nach Orange, Texas. Diesen erreichte das Kriegsschiff am folgenden Tag. Hier erhielt der Geleitzerstörer einen neuen Tarnanstrich. Die gesamte kriegstechnische Ausrüstung auf dem Schiff wurde verschlossen und mit einer Petschaft versehen. Das Kriegsschiff stellte man am 26. Februar 1959 außer Dienst du versetzte es in die Atlantikreserveflotte, die in Philadelphia, Pennsylvania lag. Den Namen USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 ) strich man am 1. Juli 1972 von der US Navy – Liste. Jetzt erst baute man alle kriegstechnischen Einrichtungen ab und bereitete den Schiffskörper als Zielschiff vor. Am 6. März 1974 versenkte man diesen während einer Übung vor der Küste von Puerto Rico.


USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 )
Commanding Officer

LCDR J. M. Stuart        19. Juli 1944 – ?
LCDR E. N. Weatherly         25. Mai 1951 – ?

USS MACK ( DE-358 )

USS MACK ( DE-358 )

Biografie

Harold John Mack
* 29. Dezember 1917 in LeMars, Iowa
† 10. August 1943 auf See, in der Nähe von Savo Island
war ein Seemann in der US Navy

Harold John Mack meldete sich am 18. Mai 1938 freiwillig bei der US Navy. Nach seiner Grundausbildung in den Great Lakes, Illinois versetzte man ihn an Bord des Schweren Kreuzers USS VINCENNES ( CA-44 ). Auf diesem Schiff erlebte er auch den Beginn des Zweiten Weltkrieges. Das Kriegsschiff war an mehreren Schlachten im Pazifik beteiligt. Am 27. Juli 1942 begann die Operation „Watchtower“. Hier ging es um die Eroberung von Guadalcanal, Ostsalomonen. Gegen 1:55 Uhr am 9. August 1942 begann eine Schlacht vor Savo Island, Ostsalomonen. Mindesten 85 Granaten von 200 mm und 130 mm Größe schlugen innerhalb der folgenden fünfzehn Minuten in den Schweren Kreuzer ein. Gunner´s Mate Second Class Harold John Mack wurde in diesen fünfzehn Minuten durch einen direkten Treffer auf sein Geschütz schwer verwundet. Er verlor beide Beine. Trotz seiner Verwundung erfüllte er weiterhin seine Pflichten als Gun Capitain bis er um 2:30 Uhr durch Captain Frederick Lois Riefkohl ( 27. Februar 1889 in Maunabo, Puerto Rico – September 1969 im Brevart County, Florida ), dem Kommandanten des Schweren Kreuzers, den Befehl zum Verlassen des Schiffes erhielt. Um 2:50 Uhr rollte die USS VINCENNES um ihre eigene Achse und sank.
Gunner´s Mate Second Class Harold John Mack wurde als vermisst gemeldet, so wie 331 andere Besatzungsmitglieder auch, und am 10. August 1943 für tot erklärt.
Für seinen außerordentlichen Heroismus verlieh man Gunner´s Mate Second Class Harold John Mack posthum das Navy Cross.


USS MACK ( DE-358 )

Schiffsbiografie

Die USS MACK ( DE-358 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Gunner´s Mate Second Class Harold John Mack benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das zwanzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 14. Februar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Gertrude, Mutter von Gunner´s Mate Second Class Harold John Mack, taufte am 11. April 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander John Frederick Nelson (USNR) stellte am 16. August 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS MACK bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia zur Endausrüstung für den Wechsel in den Pazifik. Dort gliederte man das Kriegsschiff in die CortDiv 82 ein. In dieser befand sich neben der USS MACK die Schwesterschiffe USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 ), USS JACCARD ( DE-355 ), USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 ) und USS DOYLE C BARNES ( DE-353 ). Diese Schiffe stachen gemeinsam am 21. Oktober in See und fuhren gemeinsam zum Panamakanal. Dieser wurde am 31. Oktober durchquert. Die Fahrt der Geleitzerstörer ging über die Galapagos Islands, hier überquerte man am 31. Oktober den Äquator, und Bora Bora auf den Gesellschaftsinseln in Französisch Polynesien. Die Kriegsschiffe fuhren am 12. November in die Lagune dieser Insel ein. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt über Espiritu Santo, Neue Hebriden bis nach Hollandia, Neuguinea weiter. In diese Bay fuhren die Schiffe am 28. November ein. Für die USS MACK wurde dieser Hafen die Ausgangsbasis für die nächsten Monate. Zur Versorgung der Kriegsschiffe der 7. US Flotte und zur Verstärkung der an Land kämpfenden Truppen eskortierte der Geleitzerstörer bis zum 1. März 1945 Schiffskonvois zwischen Hollandia; Kossol Roads, Palau Islands und der San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Am 2. März wechselte das Kriegsschiff ind Südchinesische Meer und patrouillierte hier vor den philippinischen Inseln. Die USS MACK war dabei auf der Suche nach japanischen U-Booten. Der Geleitzerstörer erhielt am 13. März einen Sonarkontakt in der Mangarin Bay an der Westküste der philippinischen Insel Mindoro. Dieser Sonarkontakt stammte nicht von einem amerikanischen U-Boot. Deshalb begann LCDR John Frederick Nelson mit dessen Untersuchung. Dabei geschah das Unglück. Der Geleitzerstörer lief auf Grund. Beide Schrauben und beide Wellen wurden beschädigt. Die USS MACK konnte nicht mehr aus eigener Kraft fahren und musste ins Schlepptau genommen warden. Man schleppte den Geleitzerstörer noch am selben Tag nach Hollandia, wo die ersten Reparaturarbeiten erfolgen sollten. Anfang April erreichten die Schiffe Hollandia. Hier begannen ab dem 14. April die Arbeiten. Diese dauerten bis zum 4. Juni. Es folgten Erprobungsfahrten in den Gewässern vor Neuguinea. Ab dem 14 Juni begann die USS MACK wieder mit dem Begleitdienst. Bis in den Juli hinein fuhr der Geleitzerstörer zwischen Hollandia und dem Hafen von Manila, philippinische Insel Luzon hin und her. Im Juli wechselte das Kriegsschiff in die Manila Bay, Luzon. Hier arbeitete es für den Hafenmeister aus dem Hafen von Manila. Hauptsächlich mussten alliierte Versorgungsschiffe nach San Fernando, Luzon eskortiert werden. Am 3. August unterstellte man die USS MACK dem Kommandanten der Subic Bay. Der Geleitzerstörer musste nun einen Konvoi aus Landungsbooten bis nach Okinawa eskortieren. Diese Insel erreichten sie am 10. August. Das Kriegsschiff verließ zwei Tage später Okinawa und fuhr zu den Philippinen zurück. Auf dem Weg dorthin, am 15. August, erfuhr man an Bord der USS MACK von der bedingungslosen Kapitulation Japans. Der Zweite Weltkrieg war im Pazifik beendet. Am 16. August erreichte der Geleitzerstörer die Subic Bay und begann noch am selben Tag mit den Luft-See-Rettungspatrouillen zwischen den Philippinen und den Palau Inseln. Doch schon wenige Stunden später musste das Kriegsschiff diese wieder aufgeben und in den Eskortierdienst zurückkehren. An diesem 16. August waren mehrere amerikanische Schiffe in einen Taifun geraten und wurden zum Teil schwer beschädigt. Die USS MACK begann diese langsamen und im Schlepptau liegenden Schiffe bis in die Buckner Bay, Okinawa zu begleiten. Nach der Ankunft in den Gewässern von Okinawa startete das Kriegsschiff mit seinen Patrouillenfahrten östlich von Samar, Philippinen. Erst am 6. Dezember entlastete man den Geleitzerstörer aus diesem Dienst. Das Kriegsschiff fuhr nach Okinawa, wo es am 8. Dezember ankam. Von hier aus operierte es in Richtung Shanghai und unterstützte die amerikanischen Besatzungstruppen. Nach Abschluss dieser Aufgabe kehrte die USS MACK am 27. Dezember in die Subic Bay zurück. Hier patrouillierte der Geleitzerstörer und begleitete die Versorgungsschiffe bis in die Gewässer vor dem Hafen von Manila. Am 10. Januar 1946 erhielt man auf dem Kriegsschiff einen Notruf von einem Versorgungsschiff aus dem Konvoi FS-74. Da war der Geleitzerstörer in San Fernando und eilte zur Position des behinderten Schiffes. Dieser Schiffskonvoi war bei schwerer See unterwegs und hatte sich aufgelöst. Am Morgen des 11. Januar erreichte die USS MACK das havarierte Versorgungsschiff. Bei schwerem Wetter und rauer See begann die Mannschaft des Geleitzerstörers mit der Übergabe von frischem Trinkwasser und Proviant. Dabei kollidierten beide Schiffe und die USS MACK wurde am Bug beschädigt. Der Geleitzerstörer konnte aber aus eigener Kraft weiterfahren und begleitete die Versorgungsschiffe in die schützende Subic Bay. Hier blieb auch das Kriegsschiff und wurde in den folgenden drei Wochen repariert. Für die Mannschaft selber stand in diesen Tagen der Drill an der Tagesordnung. Am 11. Februar verließ der Geleitzerstörer wieder die Subic Bay. Das Kriegsschiff gehörte nun der Escort Division 33 an und nahm Kurs auf Tsingtao, China. Hier befand sich die 7. US Flotte die die amerikanische China Politik unterstützte. Das hieß, dass die USS MACK, falls nötig, sich in die Kämpfe zwischen den chinesischen nationalistischen Truppen und den kommunistischen Truppen einmischen würde um die amerikanischen Interessen zu vertreten. Der Geleitzerstörer erreichte am 20. Februar die chinesische Küste und beteiligte sich sofort an mehreren Trainingsübungen und unternahm zwischendurch kurze Fahrten nach Shanghai und Taku. Am 15. April verließ das Kriegsschiff die chinesischen Gewässer wieder und fuhr über Okinawa an die US Westküste. In Okinawa schifften sich hunderte Kriegsveteranen auf dem Schiff ein und erreichten so am 11. Mai die Heimat. An diesem Tag lief die USS MACK in den Hafen von San Pedro, Kalifornien ein. Die ehemaligen Soldaten gingen von Bord. Man entlud von dem Kriegsschiff die gesamte Munition. Danach begann für den Geleitzerstörer die Phase der Inaktivität und Konservierung. Am 11. Dezember stellte man das Kriegsschiff in San Diego außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. In den 1960er Jahren schleppte man das ehemalige Kriegsschiff in die Mare Island Naval Shipyard, Kalifornien, wo die nicht mehr aktivierbare Pazifikreserveflotte lag. Den Namen USS MACK ( DE-358 ) strich man am 15. März 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 13. Juni 1973 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS MACK ( DE-358 )
Commanding Officer

LCDR John Frederick Nelson  (USNR)          16. August 1944 – 21. November 1945
LCDR Cyril G. Griffin       21. November 1945 – ?

USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 )

USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 )

Biografie

George Elliot Davis, Jr.
* 5. Dezember 1913 in Martin, Pennsylvani
† 4. Februar 1942 in der Nähe der Madoera Strait, Borneo

George Elliot Davis, Jr. absolvierte 1935 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Von 1935 bis 1937 diente er an Bord des Schlachtschiffe USS MARYLAND ( BB-46 ) an den Flugabwehrkanonen. Anschließend versetzt man Davis bis Juni 1938 an Bord des im Einsatz befindlichen Schlachtschiffes USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ). Danach diente Lieutenant George Elliott Davis ab dem 15. Juni 1938 an Bord des Schweren Kreuzers USS HOUSTON ( CA-30 ), der das Flaggschiff der asiatischen Flotte war. Am 4. Februar 1942 war der Schwere Kreuzer in der Schlacht in der Straße von Makassar beteiligt. Der achtere Hauptgeschützturm, Turm Nummer drei, in dem Lieutenant Davis diente, wurde während eines feindlichen Luftangriffs durch eine japanische Bombe außer Gefecht gesetzt. Alle die darin befindlichen Seeleute wurden getötet.


USS GEORGE E DAVIS ( DE-357)

Schiffsbiografie

Die USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant George Elliot Davis, Jr. benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das neunzehnte Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 15. Februar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Jane Hine Davis, Witwe von Lieutenant George Elliot Davis, taufte am 8. April 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Frederick L. Lincoln stellte am 11. August 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS GEORGE E DAVIS bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia zur Endausrüstung für den Wechsel in den Pazifik. Dort gliederte man das Kriegsschiff in die CortDiv 82 ein. In dieser befand sich neben der USS GEORGE E DAVIS die Schwesterschiffe USS MACK ( DE-358 ), USS JACCARD ( DE-355 ), USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 ) und USS DOYLE C BARNES ( DE-353 ). Diese Schiffe stachen gemeinsam am 21. Oktober in See und fuhren gemeinsam zum Panamakanal. Dieser wurde am 31. Oktober durchquert. Die Fahrt der Geleitzerstörer ging über die Galapagos Islands und Bora Bora auf den Gesellschaftsinseln in Französisch Polynesien. Die Kriegsschiffe fuhren am 12. November in die Lagune dieser Insel ein. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt über Espiritu Santo, Neue Hebriden bis nach Hollandia, Neuguinea weiter. In diese Bay fuhren die Schiffe am 28. November ein. Hier blieben die meisten Schiffe der CortDiv 82 bis zum 7. Dezember liegen. An diesem Tag verließ die USS GEORGE E DAVIS zusammen mit der USS DOYLE C BARNES Hollandia und eskortierte einen Schiffskonvoi bis in die San Pedro Bay, Leyte, Philippinen. In diese Gewässer fuhren die Schiffe am 12. Dezember ein. Die USS GEORGE E DAVIS gliederte man hier in die Task Force 75 ein. Diese TF kommandierte Vizeadmiral James Laurence Kauffman ( 18. April 1887 in Miamisburg, Ohio – 21. Oktober 1963 im Bethesda Naval Hospital in Bethesda, Maryland ). Innerhalb dieser TF stand die USS GEORGE E DAVIS zur freien Verfügung. Die philippinische Insel Leyte war in den folgenden Wochen für das Kriegsschiff die Hauptbasis. Von hier aus eskortierte der Geleitzerstörer ab dem 13. Dezember mehrere Schiffskonvois bis nach Neuguinea, zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln und zu den Palau Inseln. Außerdem führte der Geleitzerstörer im Südwesten des Pazifik U-Boot Patrouillen durch. Diese Aufgaben führte der Geleitzerstörer bis zum 23. März 1945 durch. An diesem Tag verließ USS GEORGE E DAVIS die San Pedro Bay und fuhr zu den westlichen Inseln der Philippinen. Die Fahrt führte den Geleitzerstörer über Mindoro bis in die Subic Bay, Luzon. Hier lief das Kriegsschiff am 30. März ein. In den nun folgenden zwei Monaten patrouillierte die USS GEORGE E DAVIS von der Subic Bay aus westlich von Luzon und Mindoro auf den Routen der alliierten Schiffskonvois und durchstreifte das Südchinesische Meer. Hier war das Kriegsschiff auf der Suche nach japanischen U-Booten. Am 3. Juni verließ der Geleitzerstörer wieder die Subic Bay und fuhr zum Atoll Ulithi, Westkarolinen. Hier traf das Kriegsschiff am 7. Juni ein. Vor dem Atoll lag ein Schiffskonvoi der von der Insel Saipan, Nördliche Marianen kam. Noch am selben Tag verließ die USS GEORGE E DAVIS zusammen mit dem Geleitzerstörer USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) und dem Zerstörer USS SHIELDS ( DD-596 ) wieder dieses Atoll und eskortierte den Schiffskonvoi über die San Pedro Bay, wo sie am 10. Juni anlegten, bis zur Subic Bay, die sie zwei Tage später erreichten. Die USS WILLIAM C COLE blieb hier zurück. Schon am 16. Juni ließ die USS GEORGE E DAVIS die Subic Bay wieder hinter sich und fuhr zum Atoll Ulithi. Dieses wurde vier Tage später erreicht. Der Geleitzerstörer verließ zusammen mit den Schiffen eines Versorgungskonvois am 27. Juni das Atoll und begleitete diese bis zum Golf von Leyte. In diesen liefen die Schiffe am 30. Juni ein. Nach dem anlegen beölte man das Kriegsschiff. Noch am selben Tag verließ die USS GEORGE E DAVIS den Golf von Leyte und eskortierte bis in den August mehrere Schiffskonvois zwischen den philippinischen Inseln und der japanischen Insel Okinawa hin und her. So verließ der Geleitzerstörer zusammen mit den Kriegsschiffen USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ) und USS METIVIER ( DE-582 ) am 23. Juli Okinawa und fuhren nach Leyte in die San Pedro Bay. Diese erreichten die Schiffe vier Tage später. Anfang August fuhr die USS GEORGE E DAVIS von den philippinischen Inseln in die Ostchinesische See. Hier begleitete der Geleitzerstörer mehrere Schiffkonvois und patrouillierte in diesen Gewässern. Am 15. August endete der Zweite Weltkrieg auch im Pazifischen Raum wegen der bedingungslosen Kapitulation Japans. Ab September bewachte der Geleitzerstörer mehrere Schiffskonvois, die Besatzungstruppen von den Philippinen nach Japan brachten. Anfang Dezember verließ der Geleitzerstörer wieder die Philippinen und fuhr an die chinesische Küste. Hier unterstützte das Kriegsschiff amerikanische und chinesisch nationalistische Truppen bei der Wiederbesetzung von nordchinesischen Küstenbereichen. Im Januar bis Mitte Februar 1946 operierte die USS GEORGE E DAVIS entlang der japanischen Küste. Am 20. Februar verließ der Geleitzerstörer diese Gewässer und kehrte nach Tsingtao, China zurück. Von hier aus patrouillierte das Kriegsschiff vor dem chinesischen Festland im Ostchinesischen Meer und dem Gelben Meer. Am 16. April verließ die USS GEORGE E DAVIS ihr Operationsgebiet und fuhr an die US Westküste. Der Geleitzerstörer lief am 11. Mai in den Hafen der Terminal Island Naval Shipyard in San Pedro, Kalifornien ein. Hier bugsierte man den Geleitzerstörer in ein Trockendock und begann eine umfangreiche Überholung. Anschließend wechselte das Kriegsschiff zur Marinebasis San Diego. In diesen Hafen stellte man es am 26. August 1946 außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte.
Man stellte am 11. Juli 1951 die USS GEORGE E DAVIS in San Diego wieder in den Dienst der US Navy. Den Geleitzerstörer rüstete man für seine Fahrt in den Atlantik aus, so dass das Kriegsschiff am 11. Oktober in See stechen konnte. Die Fahrt führte das Kriegsschiff durch den Panamakanal und entlang der US Ostküste. Am 27. Oktober lief der Geleitzerstörer in Newport, Rhode Island ein. Innerhalb der Atlantikflotte operierte das Kriegsschiff in den folgenden drei Jahren von Newport aus als Ausbildungsschiff für US Navy Reservisten. Während dieser Aufgabe fuhr das Kriegsschiff entlang der US Ostküste und in der Karibik und setzte diesen Dienst bis Juni 1954 fort.
Dann versetzte man den Geleitzerstörer nach Green Cove Springs, Florida. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Inaktivität vor. Am 11. November 1954 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 ) strich man am 1. Dezember 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 2. Januar 1974 zum verschrotten.


USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 )
Commanding Officer

LCDR Frederick L. Lincoln         11. August 1944 – ?

USS PAUL G BAKER ( DE-642 )

USS PAUL G BAKER ( DE-642 )

Biografie

Paul G. Baker
* 20. Februar 1910 in Joy, Illinois
† 7. Mai 1942 während der Schlacht in der Coral Sea
war ein Pilot in der US Navy der das Navy Cross verliehen bekam

Paul G. Baker meldete sich am 12. Dezember 1929 freiwillig bei der US Navy. Ab 1935 diente er in den verschiedensten Staffeln. Er wurde in dieser Zeit mehrmals befördert. Zu diesem Zeitpunkt hatte er den Rang eines Aviation Chief Radioman inne. Danach begann er eine Ausbildung als Pilot. Am 14. April 1942 versetzte man ihn an Bord des Flugzeugträgers USS LEXINGTON ( CV-2 ). Hier befand er sich in der Fighter Squadron 2 ( VF-2 ) und wurde zum Lieutenant ( jg ) für den kommenden Dienst befördert. Während der Schlacht im Korallenmeer am 7. Mai 1942 schoss Baker drei japanische Flugzeuge ab und konnte ein viertes beschädigen. Allerdings waren seine während des Kampfes erlittenen Verletzungen so schwer, so dass er den Weg bis zum Flugzeugträger nicht mehr schaffte und abstürzte.
Für seinen Heroismus und seinen Mut während der Schlacht verlieh man ihm posthum das Navy Cross.


USS PAUL G BAKER ( DE-642 )

Schiffsbiografie

Die USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Paul G. Baker benannt worden ist.
Es gab in der CANNON – Klasse noch die USS PAUL G BAKER ( DE-755 ), welche aber 1944 noch während des Baus und vor der Taufe annulliert und verschrottet wurde.
Der Geleitzerstörer ist das siebenundsiebzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 26. September 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Kathrine E. Baker taufte am 12. März 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Wallace Gordon Cornell (USNR) stellte am 25. Mai 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die PAUL G BAKER verließ am 18. Juni 1944 die Werft und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. In den dortigen Gewässern begann der Geleitzerstörer mit seiner Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Am 20. Juli kehrte das Kriegsschiff nach San Francisco zurück. Hier erfolgten mehrere Reparatur- und Umbauarbeiten. Diese waren Anfang August abgeschlossen, so dass man die USS PAUL G BAKER für die kommende Fahrt ausrüstete. Dafür stach der Geleitzerstörer am 11. August in See und fuhr nach Seattle, Washington. Das Kriegsschiff lief zwei Tage später in den dortigen Hafen ein. Im Port Angeles wartete ein Schiffskonvoi auf seine Eskorte. Die Schiffe verließen am 19. August den Hafen und nahmen Kurs auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Hafen der Hawaiianischen Insel Oahu liefen sie am 27. August ein. Bis zum 8. September blieb die USS PAUL G BAKER hier liegen. An diesem Tag stach der Geleitzerstörer wieder in See und beteiligte sich an der Eskorte von Geleitflugzeugträgern. Diese sollten über Emirau Island, Neuguinea zum natürlichen Tiefseehafen Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln begleitet werden. Der Schiffskonvoi lief am 19. September in den Seeadler Harbour ein. Auf der USS PAUL G BAKER bunkerte man frischen Treibstoff. Am 24. September verließ der Geleitzerstörer wieder Manus Island und fuhr zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In den dortigen Hafen lief das Kriegsschiff am 27. September ein. Die Hauptaufgaben des Geleitzerstörers zwischen den Inseln der Salomonen waren größtenteils Eskortierpflichten. Am 11. Oktober legte die USS PAUL G BAKER im Port Purvis wieder ab und fuhr zur Kaiserin Augusta Bay, Bougainville, Westsalomonen. Von hier sollte der Geleitzerstörer das Handelsschiff SS MORMACSEA abholen. Dieses Handelsschiff sollte nach Munda, New Georgia, Westsalomonen eskortiert werden. Der Geleitzerstörer lief am 15. Oktober im Hafen Port Purvis wieder ein. Eine ähnliche Begleitfahrt führte das Kriegsschiff vom 19. bis zum 24. Oktober aus. In diesen Tagen eskortierte die USS PAUL G BAKER das Handelsschiff SS SANTA MNICA von Lunga Point, Guadalcanal, Ostsalomonen über Treasury Island, südlich von Bougainville nach Sasavelle Harbor, Munda. Anschließend kehrte der Geleitzerstörer alleine zum Port Purvis zurück. Von Ende November bis Ende Dezember patrouillierte das Kriegsschiff zwischen Port Purvis und der Insel Espiritu Santo, New Hebrides. Ab dem 12. Januar 1945 beteiligte sich die USS PAUL G BAKER an den Vorbereitungen zur Invasion der Ryukyu Inseln. Am 15. März verließ der Geleitzerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) Russell Island, Salomonen und eskortierte zur Insel Saipan, Nördliche Marianen die Angriffsfrachtschiffe USS THEENIM ( AKA-63 ) und USS LACERTA ( AKA-29 ). Anschließend fuhren beide Kriegsschiffe zum Atoll Ulithi, Karolinen weiter. Hier gliederte man die USS PAUL G BAKER in die Task Undergroup 52.1.3 ein die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 in Buffalo, New York – 2. Oktober 1945 über Japan mit dem Flugzeug abgestürzt ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SUWANNEE ( CVE-27 ), USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS SANTEE ( CVE-29 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), die Zerstörer USS GUEST ( DD-472 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS DREXLER ( DD-741 ), USS METCALF ( DD-595 ), USS MASSEY ( DD-778 ) und USS HELM ( DD-388 ) sowie die Geleitzerstörer USS PAUL G BAKER, USS WILLIAM C COLE, USS EDMONDS ( DE-406 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS TISDALE ( DE-33 ), USS EISELE ( DE-34 ) und USS TILLS ( DE-748 ). Am 21. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Drei Tage später befanden sie sich südlich der Kerama Retto Inseln. Sofort begannen die Flugzeuge der Träger mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf den Inseln. Am folgenden Tag erreichten alle anderen Schiffe der Task Force 52 ihre Ausgangspositionen und am 26. März begann die Landeoperation auf den Kerama Retto Inseln. Gleich nach der Stabilisierung des Brückenkopfes wechselten die Piloten ihre Angriffsziele auf Okinawa. Die Geleitzerstörer USS PAUL G BAKER, USS BEBAS und USS WILLIAM C COLE wechselten am 31. März in die Task Group 53.6, die von Captain J. H. Wellings befehligte wurde. Die Schiffe dieser TG waren zur Sicherung der Truppentransportschiffe von der Task Group 53.2 während der Operation „Iceberg“ abgestellt worden. In der TG befanden sich die Zerstörer USS PRINGLE ( DD-477 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS MASSEY ( DD-778 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS LANG ( DD-399 ) und USS STACK ( DD-406 ), die Geleitzerstörer USS PAUL G BAKER, USS BEBAS, USS WILLIAM C COLE, USS FIEBERLING ( DE-640 ) und USS GENDREAU ( DE-639 ), die Schnellen Truppentransporter USS CHARLES LAWRENCE ( APD-37 ) und USS ROPER ( APD-20 ), zwei U-Boot-Jäger-Geleitboote und ein U-Boot-Jäger. Am 15. März verließ ein Teil dieser Schiffe den Hafen von Tulagi und fuhren über das Atoll Ulithi, Karolinen zur Insel Saipan, Nördliche Marianen. Am 27. März wurde diese Insel wieder verlassen und die Fahrt ging nach Okinawa weiter. In die Gewässer dieser Insel drangen die amerikanischen Kriegsschiffe am 31. März ein. Der Angriff auf diese letzte japanische Insel vor den Hauptinseln erfolgte ab dem 1. April 1945. Die USS PAUL G BAKER übernahm vor dem Hagushi Beach die Sicherung der dort angelandeten Schiffe. Gleich während der beginnenden Abenddämmerung des ersten Tages sahen sich die amerikanischen Schiffe vermehrt japanischen Kamikazepiloten gegenüber die sich auf sie stürzten. Die Geschützmannschaften des Geleitzerstörers eröffneten umgehend das Feuer auf einen dieser Selbstmordpiloten, der mit seiner Maschine das Kriegsschiff achtern kreuzte. Die Maschine erhielt mehrere Treffer, geriet ins Trudeln und explodierte noch in der Luft ohne Schaden anzurichten. Die Geleitzerstörer der TG beschützten die Transportschiffe während des Entladens am Tag und während der Ruhephase in der Nacht. In den ersten Tagen während des Angriffs gab es zahlreiche feindliche Luftangriffe auf alle an der Operationsbeteiligten alliierten Schiffe. Ständig waren die Besatzungen auf den Geleitzerstörern in Alarmbereitschaft. Die USS PAUL G BAKER verließ zusammen mit der USS WILLIAM C COLE am 5. April das Invasionsgebiet vor Okinawa und eskortierte die leeren Transportschiffe der Transport Division 42 ( TransDiv 42 ) über Saipan zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Im Apra Harbour liefen die Schiffe am 9. April ein. Noch am selben Tag verließen beide Geleitzerstörer wieder die Insel und fuhren zum Atoll Ulithi weiter. Von hier aus eskortierten die Kriegsschiffe einen Schiffskonvoi, bestehend aus Frachtschiffen der Trans Div 56, nach Okinawa. Die Gewässer in der Anlandungszone vor der japanischen Insel wurden am 18. April erreicht. Noch am selben Tag übernahm die USS PAUL G BAKER eine Position in der gefährlichen, aber lebensnotwendigen Radarvorwarnstation. Die Schiffe auf diesen Stationen schützten die Schiffe und Truppen der Alliierten während der Eroberung der Insel. Am 22. April um 17:45 Uhr griffen feindliche Flugzeuge ohne Vorwarnung mehrere dieser Postenschiffe an. Einer der Angreifer stürzte sich auf den Zerstörer USS ISHERWOOD ( DD-520 ) und um 18:47 Uhr raste ein japanischer Selbstmordpilot mit seiner Maschine auf die USS PAUL G BAKER zu. Dieser Pilot ließ sich durch die Geschützmannschaften von seinem Vorhaben abbringen und flog davon. Da der Pilot ohne Ergebnisse nicht zurückkehren durfte, stürzte er sich auf den Minensucher USS SWALLOW ( AM-65 ), der innerhalb von vier Minuten kenterte. Die Mannschaft des Geleitzerstörers versuchte die Besatzung des Minensuchers aus dem Wasser zu retten. Insgesamt neun Offiziere und 69 Mannschaftsmitglieder barg man aus dem Wasser. Nur ein Mannschaftsmitglied blieb verschollen. Die dann folgenden Luftangriffe der japanischen Selbstmordpiloten gegen die amerikanischen Kriegsschiffe vor Okinawa wurden immer häufiger und verbitterter geführt. Am Abend des 12. Mai nach dem Sonnenuntergang waren die Mannschaften der USS PAUL G BAKER und der USS BEBAS Zeuge eines Angriffs zweier japanischer Kamikazepiloten auf das Schlachtschiff USS NEW MEXIKO ( BB-40 ). Die Geschützmannschaften beider Geleitzerstörer feuerten ihre 20 mm Bordgeschütze auf diese beiden Maschinen ab. Die Geschützmannschaften beider Geleitzerstörer feuerten ihre 20 mm Bordgeschütze auf diese Maschine ab. Eine davon wurde getroffen und explodierte in der Luft, während die andere japanische Maschine sich auf das Schlachtschiff stürzte und erhebliche Schäden verursachte. Die USS PAUL G BAKER war am 24. Mai alleine auf ihrem Radarwarnposten, da überflog eine feindliche Maschine diesen Luftraum. Sofort wurde Alarm gegeben und die Geschützmannschaften des Geleitzerstörers konnten das Flugzeug abschießen. Am 11. Juni näherten sich mehrere Handelsschiffe in das Seegebiet vor Okinawa, im dem sich die USS PAUL G BAKER aufhielt, und wurden unter anderem von dem Landungsschiff USS LINDENWALD ( LSD-6 ) begleitet. Da stürzte ein einzelnes feindliches Flugzeug aus den Wolken direkt auf die USS LINDENWALD zu. Der Pilot bemerkte, dass er dieses Schiff bei diesem Angriffswinkel nicht mehr treffen konnte und schwenkte auf den Geleitzerstörer ab. Dessen Flugabwehr war aber so groß, dass der Pilot sich ein Handelsschiff aussuchte auf dem er seine Maschine zerschellen lassen konnte. Fünfzig Meter vor dem Ziel traf ein Geschoss der USS PAUL G BAKER den Benzintank dieser Maschine, die sofort explodierte und ins Meer fiel. Am 20. Juni verließ der Geleitzerstörer seinen Posten vor Okinawa und eskortierte zusammen mit anderen Geleitzerstörern ein Schlachtschiff und mehrere Kreuzer. Diese Großkampfschiffe patrouillierten südöstlich von der japanischen Insel. Die USS PAUL G BAKER lief am 1. Juli in die Lagune von Kerama Retto ein. Von hier aus begann der Begleitdienst für das Kriegsschiff. Fünf Mal war das Kriegsschiff nun zwischen Okinawa und Saipan unterwegs. Bis zum 30. August wurden nicht mehr benötigte Landungs- und Versorgungsschiffe vor Okinawa abgezogen. Zwischendurch, am 15. August, war der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet worden. Die USS PAUL G BAKER verließ am 11. September wieder Saipan und eskortierte das Frachtschiff USS MALABAR ( AF-37 ) bis in die Bucht von Tokyo. Sechs Tage später legte der Geleitzerstörer in der Yokosuka Naval Base an. Der Geleitzerstörer verließ am 22. September alleine die japanischen Gewässer wieder und fuhr zur Insel Saipan. Das Kriegsschiff legte am 25. September in dem dortigen Hafen an. Die PAUL G BAKER verließ am 4. November wieder die Insel und fuhr in Richtung der US Westküste. Am 21. November legte der Geleitzerstörer im Hafen von Astoria, Oregon an. Nach einer Überholung in der Werft von Portland, Oregon und Bremerton, Washington, kehrte das Kriegsschiff zu den Nördlichen Marianen zurück. Am 23. Mai 1946 legte es im Apra Harbour, Guam an. Von hier aus unternahm das Kriegsschiff mehrere Patrouillenfahrten in den Gewässern der Nördlichen Marianen. Dann erhielt der Geleitzerstörer neue Befehle. Am 26. Juni verließ er Guam und fuhr über die Buckner Bay, Okinawa nach Tsingtao, China. Hier legte der Geleitzerstörer am 2. Juli an. Zusammen mit anderen amerikanischen Zerstörern und Geleitzerstörern beteiligte sich die USS PAUL G BAKER an mehreren Trainingseinheiten vor der chinesischen Küste. Am 3. August verließ der Geleitzerstörer die Küste vor Tsingtao und fuhr nach Hongkong. Anschließend besuchte das Kriegsschiff Sasebo, Japan. Die USS PAUL G BAKER legte am 10. September dort ab und fuhr nach zwei Tagen auf See wieder in den Hafen von Tsingtao ein. In dem nun folgenden Monat beteiligte sich der Geleitzerstörer an mehreren Übungen mit kleinen Anti-U-Boot Trainingsgruppen, die sich in den Gewässern rund um Tsingtao aufhielten. Das Kriegsschiff stach am 12. Oktober von dort aus wieder in See und fuhr nach Guam. In den Apra Harbour lief es am 18. Oktober ein. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant. Nach Abschluss der Lagerarbeiten verließ die USS PAUL G BAKER wieder den Hafen und erreichte am 27. Oktober die Marinebasis Pearl Harbor. Am folgenden Tag bunkerte man erneut Treibstoff auf dem Kriegsschiff und verließ danach die Insel. Am 4. November erreichte der Geleitzerstörer die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier stellte man am 3. Februar 1947 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) strich man am 1. Dezember 1969 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper im Oktober 1970 zum verschrotten.


USS PAUL G BAKER ( DE-642 )
Commanding Officer

LCDR Wallace Gordon Cornell  (USNR)        25. Mai 1944 – 9. Januar 1945
LCDR E.C. Patterson, Jr.  (USNR)        9. Januar 1945 – 15. Dezember 1945
LCDR Oliver Scott Dwire  (USNR)        15. Dezember 1945 – 26. Juni 1946
LCDR Lawrence Stephen Lockett, Jr.        26. Juni 1946 – 2. März 1947

USS WILLIAM C COLE ( DE-641 )

USS WILLIAM C COLE ( DE-641 )

Biografie

William Carey Cole
* 23. August 1868 in Chicago, Illinois
† 28. Mai 1935 in Vallejo, Solano County, Kalifornien
war ein Vizeadmiral in der US Navy

William Carey Cole war der Sohn von Jirah Delano Cole und Julia Elizabeth Tucker Cole. Er wurde am 5. September 1885 als Marinekadett in der US Navy aufgenommen. Die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland absolvierte er am 7. Juni 1889 und diente an Bord der Kriegsschaluppe USS IROQUOIS ( 1859 ) und auf dem Geschützten Kreuzer USS CHARLESTON ( C-2 ). Man beförderte Cole am 1. Juli 1891 zum Ensign. Jetzt wechselte er an Bord des Kanonenbootes USS NIPSIC ( 1863 ). Vom 23. Oktober 1894 bis zum 10. September 1896 leitete er das Hydrographic Office in Cleveland, Ohio. Am 13. August 1895 heiratete William Carey Cole die junge Minnie Wetmore. Beide hatten sie eine Tochter, Louise Wetmore Cole Chapin ( 15. Juli 1896 in Cleveland, Ohio – 9. Oktober 1965 im Alameda County, Kalifornien ). Am 10. September 1896 übergab Cole die Leitung des Hydrographischen Büros ab und schiffte sich an Bord des Geschützten Kreuzers USS RALEIGH ( C-8 ) und danach auf dem Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ) ein. Nach einem Aufenthalt im Hydrographischen Büro in Washington DC und dem Einsatz von wenigen Wochen an der Washington Navy Yard, diente Cole erneut an Bord der USS DOLPHIN. Auf diesem Schiff nahm er an dem Spanisch – Amerikanischen Krieg vor Santiago de Cuba teil. Cole, der später wieder auf der Washington Navy Yard diente erhielt mit dem Hafenschlepper USS TECUMSEH ( YT-24 ) sein erstes Kommando. Danach kommandierte er die Yacht USS SYLPH ( PY-5 ). Im Sommer 1905 wechselte Cole an die Newport News Shipbuilding & Dry Dock Company um sich mit der Arbeit eines Marineinspekteurs vertraut zu machen. Anschließend wechselte er in die General Electric Company in Schenectady, New York und später in die New York Shipbuilding Company in Camden, New Jersey. Am 18. April 1907 wurde Lieutenant Commander William Carey Cole zum Navigator des neuen Schlachtschiffes USS KANSAS ( BB-21 ) ernannt. An Bord des Schlachtschiffes erhielt er später den Posten des Executive Officers. Nachdem sich Cole 1910 ausgeschifft hatte, wechselte er an die United States Naval Academy. Hier beförderte man ihn am 20. Oktober 1910 zum Commander. Gleichzeitig erhielt er das Kommando über alle im Hafen liegenden Schiffe die für die Akademie zur Ausbildung der Kadetten zur Verfügung standen. Darin eingeschlossen waren auch solch berühmten Schiffe wie die Dampfschaluppe USS HARTFORD ( 1858 ) die das Flaggschiff von Rear Admiral David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 in Campbells Station, Tennessee – 14. August 1870 in Portsmouth, New Hampshire ) während des amerikanischen Bürgerkrieges war und der Geschützte Kreuzer USS OLYMPIA ( C-6 ), der das Flaggschiff von Commodore George Dewey ( 26. Dezember 1837 in Montpelier, Vermont – 16. Januar 1917 in Washington DC ) während der Schlacht in der Manila Bay, Philippinen während des Spanisch – Amerikanischen Krieges. Nach seinem Dienstende an der Akademie Anfang 1913, wechselte Cole zur Asiatic Station, die in Olongapo, Philippinen stationiert war. Am 10. März 1913 meldete er sich dort zum Dienst. Er übernahm nacheinander die Kommandos über die Monitore USS MONADNOCK ( BM-3 ) und USS MONTEREY ( BM-6 ). Doch schon am 4. Dezember 1913 löste man Cole von diesem Dienst ab. Zwei Tage nach Weihnachten übernahm er das Kommando über das Kanonenboot USS HELENA ( PG-9 ), welches er bis zum 5. Juni 1914 behielt. Gleichzeitig übernahm Cole die Aufgaben des leitenden Offiziers im Yangtze Valley, China. Im Frühjahr 1915 begann Cole seine Weiterbildung am Naval War College in Newport, Rhode Island auf und wurde danach der Inspektor für Konstruktionsmaterial im Bostoner District. Am 10. April 1917, wenige Tage nach dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg, übernahm Captain Cole von Commander Charles Maxon Tozer ( 27. Juni 1876 in Little Falls, Herkimer County, New York – 27. April 1949 in San Diego, Kalifornien ) das Kommando über den Panzerkreuzer USS FREDERICK ( ACR-8 ). Ab Mai patrouillierte der Panzerkreuzer im Südosten des Atlantiks vor der Küste Südamerikas und war auf der Suche nach deutschen Schiffen. Am 23. September 1917 übergab Cole das Kommando an Captain John Havens Dayton ( 3. Februar 1869 im Rock Island County, Illinois – 7. September 1953 im Newport County, Rhode Island ). Nach einem Posten an Land übernahm Cole von Captain Andrew Theodore Lang am 14. Oktober 1918 das Kommando über das Schlachtschiff USS NEVADA ( BB-36 ). Captain William Carey Cole erhielt während der letzten Tage des Krieges keine Chance eines der deutschen Kriegsschiffe anzugreifen. Am 13. Dezember 1918 begleiteten neben der USS NEVADA noch neun andere Schlachtschiffe und 28 Zerstörer den Ozeandampfer SS GEORGE WASHINGTON bei dem sich an Bord der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) befand. Ziel war der französische Hafen Brest von wo aus der Präsident nach Paris fuhr um an den dortigen Friedensverhandlungen teilzunehmen. Ab 14:00 Uhr am 14. Dezember verließen die zehn Schlachtschiffe ihre Reede vor Brest und fuhren in Richtung US Ostküste. Am 26. Dezember erreichten sie den Hafen von New York und nahmen dort an den Feierlichkeiten mit einer Parade teil. Captain Cole gab am 7. Mai 1919 das Kommando über das Schlachtschiff an Captain Thomas Pickett Magruder ( 29. November 1867 im Yazoo County, Mississippi – 26. Mai 1938 in Newport, Newport County, Rhode Island ) ab. Captain William Carey Cole erhielt für außergewöhnliche Dienste, verdienstvolle Pflichten und großer Verantwortung während des Ersten Weltkrieges und dem innehalten des Kommandos der USS NEVADA das Navy Cross verliehen. Wenige Tage nach der Übergabezeremonie fuhr Cole nach England. Hier war er innerhalb der amerikanischen Botschaft in London der stellvertretende Attaché war. Dann kehrte er nach Washington DC zurück, wo er der stellvertretende Chief of Naval Operations wurde und bis Anfang 1922 tätig war. Am 28. Januar 1922 erreichte Cole den Flaggenrang. Schon wenige Tage später, am 10. März, entband man ihn von seinen Aufgaben als stellvertretenden CNO. Cole begab sich in die Panamakanalzone und übernahm hier das Kommando über die Special Service Squadron, die umgangssprachlich auch als „Bananenflotte“ bekannt war. Seinen Stander ließ er am 29. April 1922 auf dem Geschützten Kreuzer USS BIRMINGHAM ( C-2 ) aufziehen. Im Frühjahr 1923 verließ er wieder die Zone und wurde zum Stabschef des Oberbefehlshabers der US Flotte ernannt. Zwei Jahre lang behielt er diesen Posten, bevor er im Herbst 1926 die Kommandantur der Norfolk Navy Yard in Norfolk, Virginia erhielt. Vom 11. Juli 1928 bis zum 21. Mai 1929 war Rear Admiral Cole der Kommandant der Schlachtschiff Division 4 und im Rang des Vizeadmirals vom 21. Juni 1929 bis zum 14. Juni 1930 der Kommandant der Scouting Flotte. Im Sommer 1930 war er der Kommandant des 12. Naval Districts. Dieses Kommando übergab er am 1. Juni 1932. Nach wenigen Tagen der Ruhe war Cole vom 28. Juni bis zum 6. August 1932 der Inspektor der Petroleum Reserven. Am 1. September 1932 entließ man Vizeadmiral William Carey Cole in den wohlverdienten Ruhestand. Im Marinehospital in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien verstarb er am 28. Mai 1935.


USS WILLIAM C COLE ( DE-641 )

Schiffsbiografie

Die USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Vizeadmiral William Carey Cole benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das sechsundsiebzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 5. September 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Minnie Wetmore Cole, Witwe von Vizeadmiral William Carey Cole, taufte am 29. Dezember 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Clay Harrold stellte am 12. Mai 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Noch im Mai verließ die USS WILLIAM C COLE die Werft und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier begann der Geleitzerstörer mit seiner Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Danach kehrte das Kriegsschiff nach San Francisco zurück und unterzog sich in der dortigen Werft einer eingehenden Untersuchung der Schiffshaut und mehreren Änderungsarbeiten. Danach kehrte die USS WILLIAM C COLE nach San Diego zurück. Hier wurden die Geschütze kalibriert und die Endausrüstung für die kommende Fahrt abgeschlossen. Am 19. Juli verließ der Geleitzerstörer die Marinebasis und fuhr zu den Hawaiianischen Inseln. Die vor Oahu eingerichtete amerikanische Marinebasis Pearl Harbor wurde sechs Tage später erreicht. Die Mannschaft des Kriegsschiffes trainierte für den Rest des Monats mit ihrem Schiff. Die USS WILLIAM C COLE stach zusammen mit dem Geleitzerstörer USS SNYDER ( DE-745 ) am 1. August in See und eskortierten die Öltanker USS NECHES ( AO-47 ) und USS ATASCOSA ( AO-66 ), den Flugzeugtender USS KENNETH WHITING ( AV-14 ), die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ) und USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ) und das Kühlschiff USS ALDEBARAN ( AF- 10 ) sowie das Handelsschiff SS CAPE PILLAR zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Auf dieser Fahrt waren ständig Flugzeuge der beiden Träger in der Luft und suchten nach feindlichen U-Booten. Der Schiffskonvoi erreichte am 9. August das Atoll. Noch am selben Tag kehrten die beiden Geleitzerstörer und die beiden Geleitflugzeugträger nach Pearl Harbor zurück und legten dort am 18. August in der Marinebasis an. Hier blieb das Kriegsschiff für drei Tage zur Verfügung. Am 21. August stach die USS WILLIAM C COLE zusammen mit den Geleitzerstörern und USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ) und USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ) wieder in See und eskortierte einen Schiffskonvoi zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands, das sie am 28. August erreichten. Hier trennte sich der Geleitzerstörer von den beiden anderen und verließ noch am selben Tag wieder das Atoll und eskortierte Frachter SS CAPE PAGE zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Beide Schiffe fuhren am folgenden Tag in die Lagune dieses Atolls ein. Die USS WILLIAM C COLE verließ nach dem bunkern von frischem Treibstoff am 1. September wieder das Atoll und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor zurück. Der Geleitzerstörer fuhr acht Tage später in den Hafen ein und blieb hier bis zum 15. September zur Verfügung liegen. An diesem 15. September verließ das Kriegsschiff wieder die Hawaiianischen Gewässer und begleitete den Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) bis zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. In diesen natürlichen Tiefseehafen liefen beide Schiffe am 25. September ein. An der USS WILLIAM C COLE nahm man nun einige Reparaturen vor. Am 1. Oktober verließ der Geleitzerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS GENDREAU ( DE-639 ) wieder den Seeadler Harbour und fuhren zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diesen Hafen liefen die Geleitzerstörer drei Tage später ein. Noch ab demselben Tag gliederte man die USS WILLIAM C COLE in die CortDiv 73 und beteiligte sich mit anderen Schiffen der Escort Division an einem Training in der Purvis Bay. Dieses Training endete für den Geleitzerstörer am 11. Oktober. Sieben Tage später legte das Kriegsschiff im Port Purvis wieder ab und eskortierte das Handelsschiff SS CAPE JOHNSON von Lunga Point, Guadalcanal, Ostsalomonen nach Cape Torokina, Bougainville, Neuguinea. Die USS WILLIAM C COLE kehrte Ende Oktober allein nach Tulagi zurück. Ab November operierte der Geleitzerstörer von Port Purvis aus und führte lokale Eskortierdienste zwischen Guadalcanal, Bougainville und Noumea, Neukaledonien durch. So begleitete das Kriegsschiff bis zum 2. Februar 1945 das amerikanische U-Boote USS SEA CAT ( SS-399 ), den Militärtransporter SS SEA SNIPE, die Truppentransporter USS GENERAL O H ERNST ( AP-133 ), USS WHARTON ( AP-7 ) und USS GENERAL M M PATRICK ( AP-150 ), die Angriffstruppentransporter USS WINDSOR ( APA-55 ), USS ORMSBY ( APA-49 ) und USS CRESCENT CITY ( APA-21 ) und das Schlachtschiff USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ). Ab dem 3. Februar begann man auf der USS WILLIAM C COLE vor der Halbinsel Tulagi mit Schießübungen, die bis zum 23. Februar andauerten. Grund dafür waren vor Lunga Point, Guadalcanal mehrere Landungsübungen der Amphibious Squadron 4 ( PhibRon 4 ), die ab dem 24. Februar begannen und bis zum 9. März andauerten. Hier sollte der Geleitzerstörer die Sicherung der Transportschiffe übernehmen. Ab dem 10. März begann man die Transportschiffe der PhibRon 4 wieder zu beladen, was drei Tage dauerte. Die USS WILLIAM C COLE sicherte diese Aktion ab und verließ am Abend des 13. März Lunga Point. Ziel war Russell Island, Salomonen, das in den ersten Stunden des folgenden Tages erreicht wurde. Am 15. März verließ der Geleitzerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) Russell Island und eskortierte zur Insel Saipan, Nördliche Marianen die Angriffsfrachtschiffe USS THEENIM ( AKA-63 ) und USS LACERTA ( AKA-29 ). Anschließend fuhren beide Kriegsschiffe zum Atoll Ulithi, Karolinen weiter. Hier gliederte man die USS WILLIAM C COLE in die Task Undergroup 52.1.3 ein die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 in Buffalo, New York – 2. Oktober 1945 über Japan mit dem Flugzeug abgestürzt ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SUWANNEE ( CVE-27 ), USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS SANTEE ( CVE-29 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), die Zerstörer USS GUEST ( DD-472 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS DREXLER ( DD-741 ), USS METCALF ( DD-595 ), USS MASSEY ( DD-778 ) und USS HELM ( DD-388 ) sowie die Geleitzerstörer USS WILLIAM C COLE, USS PAUL G BAKER, USS EDMONDS ( DE-406 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS TISDALE ( DE-33 ), USS EISELE ( DE-34 ) und USS TILLS ( DE-748 ). Am 21. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und eskortierten die Schiffe der Amphibious Squadron 4 nach Okinawa. Drei Tage später befanden sie sich südlich der Kerama Retto Inseln. Sofort begannen die Flugzeuge der Träger mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf den Inseln. Am folgenden Tag erreichten alle anderen Schiffe der Task Force 52 ihre Ausgangspositionen und am 26. März begann die Landeoperation auf den Kerama Retto Inseln. Gleich nach der Stabilisierung des Brückenkopfes wechselten die Piloten ihre Angriffsziele auf Okinawa. Die Geleitzerstörer USS WILLIAM C COLE, USS BEBAS und USS PAUL G BAKER wechselten am 31. März in die Task Group 53.6, die von Captain J. H. Wellings befehligte wurde. Die Schiffe dieser TG waren zur Sicherung der Truppentransportschiffe von der Task Group 53.2 während der Operation „Iceberg“ abgestellt worden. In der TG befanden sich die Zerstörer USS PRINGLE ( DD-477 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS MASSEY ( DD-778 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS LANG ( DD-399 ) und USS STACK ( DD-406 ), die Geleitzerstörer USS PAUL G BAKER, USS BEBAS, USS WILLIAM C COLE, USS FIEBERLING ( DE-640 ) und USS GENDREAU ( DE-639 ), die Schnellen Truppentransporter USS CHARLES LAWRENCE ( APD-37 ) und USS ROPER ( APD-20 ), zwei U-Boot-Jäger-Geleitboote und ein U-Boot-Jäger. Am 15. März verließ ein Teil dieser Schiffe den Hafen von Tulagi und fuhren über das Atoll Ulithi, Karolinen zur Insel Saipan, Nördliche Marianen. Am 27. März wurde diese Insel wieder verlassen und die Fahrt ging nach Okinawa weiter. In die Gewässer dieser Insel drangen die amerikanischen Kriegsschiffe am 31. März ein. Der Angriff auf diese letzte japanische Insel vor den Hauptinseln erfolgte ab dem 1. April 1945. Die USS WILLIAM C COLE übernahm zusammen mit anderen Geleitzerstörern vor dem Hagushi Beach die Sicherung der dort angelandeten Schiffe. Gleich während der beginnenden Abenddämmerung des ersten Tages sahen sich die amerikanischen Schiffe vermehrt japanischen Kamikazepiloten gegenüber die sich auf sie stürzten. Die Geschützmannschaften des Geleitzerstörers eröffneten umgehend das Feuer, hatten aber keinen Abschuss zu vermelden. Die Geleitzerstörer beschützten die Transportschiffe während des Entladens am Tag und während der Ruhephase in der Nacht. In den ersten Tagen während des Angriffs gab es zahlreiche feindliche Luftangriffe auf alle an der Operationsbeteiligten alliierten Schiffe. Ständig waren die Besatzungen auf den Geleitzerstörern in Alarmbereitschaft. Bei einem japanischen Luftangriff auf die Schiffe im Invasionsgebiet konnten sich die Geschützmannschaften der USS WILLIAM C COLE dann doch noch auszeichnen. Sie schossen eine der feindlichen Maschinen ab und waren beim Absturz von zwei weiteren mitbeteiligt. Die USS WILLIAM C COLE verließ zusammen mit der USS PAUL G BAKER am 5. April das Invasionsgebiet vor Okinawa und eskortierte die leeren Transportschiffe der Transport Division 42 ( TransDiv 42 ) über Saipan zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Im Apra Harbour liefen die Schiffe am 9. April ein. Noch am selben Tag verließen beide Geleitzerstörer wieder die Insel und fuhren zum Atoll Ulithi weiter. Von hier aus eskortierten die Kriegsschiffe einen Schiffskonvoi, bestehend aus Frachtschiffen der Trans Div 56, nach Okinawa. Die Gewässer in der Anlandungszone vor der japanischen Insel wurden am 18. April erreicht. Noch am selben Tag übernahm die USS WILLIAM C COLE eine Position in der gefährlichen, aber lebensnotwendigen Radarvorwarnstation. Die Schiffe auf diesen Stationen schützten die Schiffe und Truppen der Alliierten während der Eroberung der Insel. Der Geleitzerstörer lag dabei bis zum 26. April in der Nähe der Ankerplätze der Transportschiffe. An diesem Tag verließ die USS WILLIAM C COLE die Gewässer von Okinawa und eskortierte zusammen mit dem Geleitzerstörer USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ) die Schnellen Truppentransporter USS BUNCH ( APD-79 ) und USS CHARLES LAWRENCE ( APD-37 ) aus der TransDiv 104 zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie am Abend des 30. April in der Dunkelheit. Die USS WILLIAM C COLE blieb vor dem Atoll bis zum 3. mai und stand zur weiteren Verfügung. Innerhalb dieser vier Tage wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen an dem Kriegsschiff ausgeführt und die Bunker aufgefüllt. Am 3. Mai verließ der Geleitzerstörer das Atoll Ulithi und fuhr südwärts zum Atoll Yap, Westkarolinen. Bis zum 13. Mai lag das Kriegsschiff dort und begann nach seinen vorgegebenen Positionen als Radarvorwarnstation den Luftraum nach feindlichen Flugzeugen abzusuchen. Am 13. Mai verließ die USS WILLIAM C COLE wieder diese Gewässer und kehrte am folgenden Tag zum Atoll Ulithi zurück. Hier wartete das Schlachtschiff USS WEST VIRGINIA, der Schwere Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) und der Schnelle Truppentransporter USS CHASE ( APD-54 ) auf ihr Sicherungsschiff. Am 14. Mai stachen diese vier Kriegsschiffe in See und fuhren nach Okinawa. Drei Tage später waren die Gewässer der Insel erreicht. Die USS WILLIAM C COLE begann bis zum 24. Mai mit der Sicherung der Schiffe und überwachte den Luftraum. Bis zum 23. Mai gab es dabei nur einen einzigen Luftalarm. Die in der Luft befindlichen japanischen Flugzeuge waren aber auf dem Weg zu einem anderen Einsatzgebiet. Am folgenden Tag ab 18:30 Uhr hatten sich allerdings mehrere feindliche Piloten eben diesen Geleitzerstörer herausgesucht und griffen ihn bis um 6:00 Uhr des 25. Mai fast ununterbrochen an. Ein Kamikazepilot griff zuerst mit seinem Jagdflugzeug Nakajima Ki-43 Hayabusa das Kriegsschiff an. Da befand sich die USS WILLIAM C COLE rund 4 Seemeilen nordöstlich von Ie Shima. Die Geschützmannschaften schossen mit ihren Waffen auf eben diese angreifende Maschine, dessen Pilot von der Steuerbordseite her in das Schiff einschlagen wollte. Das Kriegsschiff wich aber noch rechtzeitig nach Backbord aus, so dass der linke Flügel des mehrfach getroffenen Flugzeuges eines der Torpedoabschussrohre nur leicht verbog. Nur wenige Meter neben der Steuerbordseite des Kriegsschiffes schlug das Flugzeug auf dem Wasser auf und zerschellte. Das zweite Flugzeug war ein Kampfflugzeug vom Typ Kawasaki Ki-61. Auch dieser Selbstmordpilot steuerte seine Maschine von der Steuerbordseite her auf das Schiff zu. Die Geschützmannschaften mit ihren 20 mm und 40 mm Geschützen feuerten unentwegt auf diesen Angreifer. Der Kommandant der USS WILLIAM C COLE bemerkte noch rechtzeitig die Gefahr und ließ die Maschinen auf „Volle Fahrt zurück“ schalten. Der japanische Pilot raste mit seiner Maschine an dem Geleitzerstörer vorbei, schlug auf dem Wasser auf und versank. Am Morgen des 30. Mai verließ der Geleitzerstörer das Seegebiet in dem er eingesetzt worden war und fuhr zu den Kerama Retto Inseln. Hier bunkerte man frische Munition, Treibstoff und Proviant. Die Mannschaft des Kriegsschiffes bekam einige stunden Ruhe, so dass es erst am folgenden Tag diese Inseln verließ und nach Saipan fuhr. Auf diesem Weg eskortierte der Geleitzerstörer mehrere Schiffe wie den Schnellen Truppentransporter USS RINGNESS ( APD-100 ) und Handelsschiffe. Unterwegs trafen sie am 2. Juni auf See auf einen Schiffkonvoi der vom Atoll Ulithi aus ebenfalls Saipan ansteuerte. Vier Tage später trafen die Konvois vor Saipan ein. Hier lag ein Schiffskonvoi, der auf seine Eskorte zur San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte wartete. Die Eskorte bestand aus den Geleitzerstörern USS WILLIAM C COLE und USS GEORDE E DAVIS ( DE-357 ) und dem Zerstörer USS SHIELDS ( DD-596 ). Noch am 6. Juni verließen diese Schiffe Saipan und fuhren westwärts. Vier Tage später war die San Pedro Bay erreicht. Hier begann man mit einigen dringend notwendig gewordenen Reparaturarbeiten und beseitigte die während der Kamikazeangriffe vom 24. zum 25. Mai erlittenen Schäden. Zusammen mit dem Geleitzerstörer US VAMMEN verließ die USS WILLIAM C COLE am 16. Juni die San Pedro Bay und fuhr zur philippinischen Insel Luzon. Im dortigen Lingayen Golf warteten die Schiffe der Panzerlandungsschiffgruppe 104. auf ihre Begleitschiffe. Am 19. Juni gingen die Anker auf und der Schiffskonvoi fuhr nach Okinawa. In die Buckner Bay liefen sie am 24. Juni ein. Noch am selben Tag verließ die USS WILLIAM C COLE wieder die Gewässer und fuhr zu den Kerama Retto Inseln. Hier wartete der Wasserflugzeugtender USS CURTISS ( AV-4 ), die beiden Flottenschlepper USS ATA-124 und USS ATA-125 und das Infanterie Landungsfahrzeug LCI-993. Als Begleitschiffe war der Geleitzerstörer USS WITTER ( DE-636 ) und der Zerstörer und Minensucher USS FORREST ( DMS-24 ) eingesetzt. Am 25. Juni verließen diese Schiffe die Kerama Retto Inseln und fuhren nach Saipan. Diese Insel wurde am 30. Juni erreicht. Man teilte am 2. Juli die USS WILLIAM C COLE in ein Patrouillengebiet östlich von Saipan ein. Hier überwachte das Kriegsschiff den Luftraum und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 11. Juli löste der Geleitzerstörer USS FIEBERLING ( DE-640 ) die USS WILLIAM C COLE in diesem Seegebiet ab. Der Geleitzerstörer blieb nun bis zum 22. Juli dort vor Anker liegen. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer die Insel und fuhr südwärts zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Dort blieb das Kriegsschiff eine Woche lang vor Apra Harbour und patrouillierte in diesen Gewässern. Am 29. Juli verließ die USS WILLIAM C COLE wieder Guam und fuhr zusammen mit dem Geleitzerstörer USS AUSTIN ( DE-15 ) nach Saipan. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff verließ der Geleitzerstörer zusammen mit der USS AUSTIN noch am selben Tag der Ankunft die Insel und eskortierte das Angriffstransportschiff USS LOGAN ( APA-196 ) zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dort hielt sich das Kriegsschiff nicht lange auf, kehrte um und erreichte am 8. August wieder Saipan. Hier beteiligte sich die USS WILLIAM C COLE in den folgenden drei Tagen an Trainingsübungen mit U-Booten und an Flugabwehrübungen. Ab dem 11. August wechselte der Geleitzerstörer zur Nachbarinsel Tinian und patrouillierte für sechs Tage in den dortigen Gewässern. In der Zwischenzeit, am 15. August, war der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet worden. Am 18. August kehrte das Kriegsschiff nach Saipan zurück und eskortierte den U-Boot Jäger USS PC-1587 nach Iwo Jima. Hier blieb die USS WILLIAM C COLE für den Rest des Monats August und beteiligte sich in den Gewässern vor der Insel an See-Rettungsaufgaben. Im darauffolgenden Monat September und den ersten Tagen im Oktober operierte der Geleitzerstörer von Iwo Jima aus für Luft-See-Rettungsaufgaben. Danach kehrte das Kriegsschiff nach Saipan zurück und übernahm hier ähnliche Aufgaben bis es den Westpazifik verließ und zur US Westküste fuhr. Die USS WILLIAM C COLE legte in der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington an und stand zur weiteren Verfügung bereit. Im Frühjahr 1946 kehrte der Geleitzerstörer über Pearl Harbor und Guam in den Fernen Osten zurück. Das Kriegsschiff operierte bis in den Sommer hinein vor Shanghai, Okinawa und Tsingtao. Dann verließ der Geleitzerstörer diese Gewässer und fuhr über Guam, dem Atoll Kwajalein und Pearl Harbor zur Marinebasis San Diego. In diese lief das Kriegsschiff am 28. Juli ein. Nach einer Zeit der Überholung beteiligte sich die USS WILLIAM C COLE an kleineren Operationen entlang der US Westküste. Nach dem Jahreswechsel bereitete man das Kriegsschiff dann auf eine weitere Fahrt in den Fernen Osten vor. Diese dauerte vom 10. März bis zum 31. August 1947. Während dieser Einsatzfahrt besuchte der Geleitzerstörer Sasebo und Yokosuka, Japan; Pusan, Südkorea sowie Wakayama und Kagoshima, Japan. Nach der Ankunft in der amerikanischen Marinebasis San Diego, beteiligte sich die USS WILLIAM C COLE wieder entlang der US Westküste an kleineren Operationen. Am 28. April 1948 stellte man dann den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) strich man am 1. März 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 20. November 1972 an die Zidell Explorations, Inc. in Portland, oregon zum verschrotten.


USS WILLIAM C COLE ( DE-641 )
Commanding Officer

LT Clay Harrold         12. Mai 1944 – ?

USS BEBAS ( DE-10 )

USS BEBAS ( DE-10 )

Biografie

Constantine George „Gus“ Bebas
* 24. Februar 1914 in Chicago, Illinois
† 19. Juli 1942 bei Oahu in Hawaiianischen Gewässern
war ein Offizier und US Marineflieger

Am 26. Mai 1938 beförderte man Bebas zum Ensign innerhalb der US Naval Reserve. Er besuchte die School of Engineering der Northwestern University und erhielt 1939 einen Bachelor Abschluss in Commerce. In dieser Zeit diente er im Naval Reserve Officer Training Corps, welches vom 16. bis zum 30. Juni 1939 an Bord des Schweren Kreuzers USS WICHITA ( CA-45 ) trainierte. Constantine George Bebas spielte auch Baseball in der Northwestern University und kurz für ein Minigliateam der Chicago White Sox in der Tar Heel League. Seine Dienstzeit im Rang eines Ensign endete am 22. Januar 1940 ehrenvoll. Gleich am folgenden Tag meldete er sich im Rang eines Seaman Second Class bei der US Navy. Zwischen dem 14. Februar und dem 14. März 1940 absolvierte er einen Ausscheidungsflug auf der Naval Reserve Air Base in Chicago, Illinois und ein zweites zwischen dem 15. Dezember 1940 und dem 15. Januar 1941. Seine Einberufung endete am 19. Februar ehrenvoll. Bebas erhielt die Ernennung zum Aviation Cadet der USNR. Am 20. Februar meldete er sich freiwillig für die Ausbildung bei der Naval Air Station in Pensacola, Florida. Am 4. August versetzte man ihn an die Naval Air Station in Miami, Florida, wo er seinen aktiven Dienst weiter ausführen konnte. Sein Marinefliegerabzeichen Nr. 8779 erhielt er am 5. September. Zwanzig Tage später entließ man ihn aus dem aktiven Dienst. Am 26. September, einen Tag später, beförderte man Bebas zum AV (N) in der USNR. Noch am selben Tag gliederte man ihn der Advanced Carrier Training Group in der Atlantikflotte zu. Die USA wurden am 7. Dezember 1941 in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen durch den Angriff auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Zwei Tage vor Weihnachten 1941 versetzte man Constantine George Bebas in das Bombergeschwader 8 ( VB-8 ) das mit SBC-3 Curtiss Maschinen ausgerüstet und auf dem Flugzeugträger USS HORNET ( CV-8 ) stationiert war. Am 4. März 1942 durchquerte der Träger den Panamakanal und fuhr nach zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier erhielt das Bombergeschwader Douglas SBD-3 Dauntless, da diese Sturzkampfbomber in großen Stückzahlen zur Verfügung standen. Ensign Bebas nahm an der Schlacht um Midway teil. Am ersten Tag, am 4. Juni 1942, war das Bombergeschwader auf der Suche nach den feindlichen Schiffen. Diese konnten aber nicht ausfindig gemacht werden. Daher flogen die Piloten mit ihren Maschinen nach Midway Island, ließen die Flugzeuge dort auftanken und kehrten an Bord der USS HORNET zurück. Am nächsten Tag beteiligte sich das Bombergeschwader an der Suche nach dem schwer beschädigten japanischen Flugzeugträger IJN HIRYU, der angeblich in der Nähe des amerikanischen Trägers sein sollte. Aber man fand den japanischen Träger nicht, da dieser noch in der Nacht gesunken war. Stattdessen stürzten sich die Bomberpiloten mit ihren Maschinen auf den japanischen Zerstörer IJN TANIKAZE. Die von Bebas abgeworfene Bombe verfehlte das hart umkämpfte Schiff nur um 100 Meter auf der Steuerbordseite. Der japanische Zerstörer erhielt mehrere indirekte Treffer und wurde beschädigt, konnte aber aus eigener Kraft das Schlachtfeld verlassen. Am 6. Juni beteiligte sich Ensign Bebas an den Luftangriffen auf die feindlichen Schweren Kreuzer IJN MOGAMI und IJN MIKUMA und deren Zerstörer die sie begleiteten. Die von Bebas ausgelöste Bombe traf den Schweren Kreuzer in der Nähe der Torpedorohre. Die dort lagernden Torpedos und anderer Sprengstoff waren aber schon LCDR Masayushi Saruwatari und dessen Mannschaft über Bord geworfen worden damit es ihnen nicht so erging wie dem Schweren Kreuzer IJN MIKUMA. Dieses schwere Schiff wurde nach mehreren Bombentreffern durch die eigenen Torpedos versenkt. Ensign Constantine George Bebas erhielt für seinen Treffer das Distinguished Flying cross verliehen. Die USS HORNET fuhr nach der Schlacht um Midway zur Marinebasis Pearl Harbor zurück. Die auf dem Träger stationierte Luftgruppe wechselte dort an Land und begann mit dem operativen Training. Am Morgen des 19. Juli 1942 hatte Bebas einen routinemäßigen Flug vor sich und sollte mit einer Übungsbombe aus 600 Metern Höhe ein Zielschiff in den Gewässern vor Oahu angreifen. Vor Barber´s Point begann Bebas mit dem Angriff auf dieses Zielschiff und ging in den Sturzflug über. Anstatt nach dem Abwurf der Bombe die Maschine wieder hochzuziehen ging die Maschine in eine relativ steile Rechtskurve. Man vermutete, dass Bebas zu diesem Zeitpunkt schwarz vor Augen war, da er den auf ihn einwirkenden Kräften nicht standhalten konnte. Seine SBD-3 stürzte in den Ozean und zerschellte. Neben Ensign Constantine George Bebas verlor auch sein Schütze Ensign William M. Stevens ( USNR ) das Leben.


USS BEBAS ( DE-10 )

Schiffsbiografie

Die USS BEBAS ( DE-10 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Constantine George „Gus“ Bebas benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das sechste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Boston Navy Yard in Charlestown, Massachusetts wurde am 27. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-10 tragen. Die Taufe und der Stapellauf erfolgten am 9. Januar 1943. Doch am 25. Januar 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und das Kriegsschiff erhielt noch am selben Tag die Kennung DE-10 und den Namen USS BEBAS. Am 15. Mai 1943 taufte während einer speziellen Zeremonie Mrs. Angeline M. Bebas, Mutter von Ensign Constantine George Bebas, den Geleitzerstörer. Lieutenant Commander George Barton Gilbertson (USNR) stellte am selben Tag das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS BEBAS begann am 17. Juni vor der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Das Training wurde am 24. Juni unterbrochen. Der Geleitzerstörer fuhr zur New York Navy Yard in Brooklyn, New York und musste sich einer dringend notwendig gewordenen Reparatur unterziehen. Das Kriegsschiff verließ am 29. Juni wieder die Werft und fuhr zu den Bermudas um das Training fortzusetzen. Im Juli schloss man es in den Gewässern vor der Marinebasis ab und kehrte in den Hafen von New York zurück. Für die USS BEBAS begann nun der Eskortier- und Patrouillendienst zwischen der Casco Bay, Maine, den Häfen von Boston und New York. Am 21. August verließ das Kriegsschiff New York und fuhr nach Norfolk, Virginia. Hier erhielt der Geleitzerstörer die vollständige waffentechnische Ausrüstung. Am 24. August stach das Kriegsschiff von Hampton Roads aus wieder in See und fuhr zusammen mit dem Geleitzerstörer USS OSTERHAUS ( DE-164 ) und zwei weiteren Geleitzerstörern zum Panamakanal. Dieser wurde am 1. September durchquert. Von Balboa, Panama aus ging die Fahrt über die Galapagos Islands, den Society Islands und Amerikanisch Samoa nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Diese Insel wurde am 28. September erreicht. Damit sich die Mannschaft des Kriegsschiffes etwas erholen konnte, blieb der Geleitzerstörer bis zum 30. September im Hafen liegen. Danach begannen mehrere Übungen wegen des Eskortierdienstes. Am 3. Oktober verließ die USS BEBAS Espiritu Santo und eskortierte mehrere Schiffe bis zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Gleich nachdem dieser Schiffsverband dort angekommen war, fuhr der Geleitzerstörer nach Espiritu Santo zurück. Das Kriegsschiff lief am Abend des 6. Oktober in den dortigen Hafen ein. Man bunkerte hier frischen Treibstoff und Proviant. Am folgenden Tag verließ der Geleitzerstörer wieder die Insel und fuhr zusammen mit der USS OSTERHAUS nach Guadalcanal, Ostsalomonen. Hier sollten die beiden Geleitzerstörer vor Kola Point patrouillieren. Am 11. Oktober griffen zwei japanische Piloten mit ihren Maschinen die dort vor Anker liegenden Handelsschiffe SS GEORGE BLISS und SS JOHN H COUCH mit ihren Torpedos an. Die SS JOHN H COUCH erhielt einen Treffer und ging in Flammen auf. Die USS BEBAS und die USS OSTERHAUS sicherten das Schiff vor weiteren Angriffen ab. In den beiden folgenden Tagen entsandten beide Geleitzerstörer ihr Schadensbegrenzungsteam an Bord des Handelsschiffes, welche mit den Lösch- und Rettungsarbeiten begannen. Das Feuer konnte deshalb sehr schnell gelöscht und die Ladung, bestehend aus Munition, Ausrüstung und Pioniergerät gerettet werden. Die USS BEBAS sicherte anschließend beide Handelsschiffe bis diese entladen waren. Noch am Abend des 13. Oktober verließ der Geleitzerstörer Guadalcanal und eskortierte die SS GEORGE BLISS und SS JOHN H COUCH bis nach Espiritu Santo. Hier trafen die Schiffe am 15. Oktober ein. Das Kriegsschiff blieb bis zum 24. Oktober hier liegen damit sich die Mannschaft von den Strapazen erholen und mehrere Reparaturen erfolgen konnten. In diesen Tagen bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Am folgenden Tag stach das Kriegsschiff wieder in See und nahm seine Patrouillen- und Eskortieraufgaben zwischen Guadalcanal, Espiritu Santo und Noumea, Neukaledonien durch. Ab Januar 1944 verlegte die USS BEBAS zu den Fidschi Inseln. Hier unterstellte man den Geleitzerstörer dem kommandierenden General der Garnison. Das Kriegsschiff sollte in den dortigen Gewässern nach feindlichen U-Booten suchen und Eskortierdienste übernehmen. Danach setzte der Geleitzerstörer seine Eskortier- und Patrouillenaufgaben zwischen Guadalcanal, Port purvis, Espiritu Santo und Noumea wieder fort. Am 12. April verließ das Kriegsschiff diese Gewässer und fuhr über die Marinebasis Pearl Harbor nach San Francisco. Hier sollten umfangreiche Reparaturen und eine kleine Überholung erfolgen. Am 5. Mai bugsierte man die USS BEBAS in ein Trockendock auf der Hunters Point Naval Shipyard. Die Arbeiten sowie die anschließende Probefahrt waren am 31. Mai abgeschlossen. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer die kalifornischen Gewässer und wechselte in die Hawaiianischen Gewässer. Das Kriegsschiff lief am 9. Juni in den Hafen von Pearl Harbor ein. Hier blieb der Geleitzerstörer bis zum 12. Juni liegen. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff wieder die amerikanische Marinebasis und eskortierte einen Schiffskonvoi zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Die Schiffe fuhren am 27. Juni in die Lagune des Atolls ein. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff begann die USS BEBAS mit ihren Patrouillenfahrten innerhalb der Marshall Islands und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Von Ende Juli bis Mitte August übernahm der Geleitzerstörer den Eskortierdienst von Schiffskonvois zwischen Pearl Harbor und den Atollen Majuro und Eniwetok von den Marshall Islands. Man versetzte nun den Geleitzerstörer in die 3. US Flotte, die Flottenadmiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 16. August 1959 auf Fishers Island, New York ) kommandierte. Innerhalb dieser Flotte integrierte man die USS BEBAS in die Task Group 30.7, der Hunter Killer Group, die Captain William Vincent Saunders ( 8. September 1898 – ? ) befehligte und gleichzeitig der Kommandeur des Geleitflugzeugträgers USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ) war und sich an der Operation „Stalemate II“ beteiligte. In dieser TG befanden sich außerdem die Geleitzerstörer USS BEBAS, USS STEELE ( DE-8 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ) und USS SEID ( DE-256 ). Dazu verlegte die USS BEBAS zum Seeadler Harbor, Manus Island, Admiralitätsinseln. Dort trafen bis zum 21. August alle Schiffe der TG ein und waren ein Teil der großen Unterstützungsgruppen die den Schnellen Flugzeugträgern der Task Force 38 während des Angriffs auf die westlichen Karolinen folgten. Die Schiffe der TG 30.7 legten im Seeadler Harbor am 1. September ab. Am 6. September lagen die Schiffe schon vor den Palau Inseln und begannen mit der Unterstützung der TF 38, indem man in diesem Seegebiet nach feindlichen U-Booten suchte. Am 8. September lösten sich die Schiffe der TG 30.7 wieder von der TF 38 und vergrößerten ihren Patrouillenradius bis nach Mindanao, Philippinen. Die Schiffe wurden am 23. September dann betankt und zogen ihren Patrouillenbereich bis in den Nordosten der Palau Inseln wieder zurück. Am 3. Oktober erhielt die USS SAMUEL S MILES einen Oberflächenkontakt der als japanisches U-Boot identifiziert wurde. Der Geleitzerstörer konnte dieses U-Boot zur Strecke bringen und wurde nach einer gewaltigen Explosion selber an Sonar und Radar beschädigt. Feststellen konnte man allerdings nicht mehr um welches U-Boot es sich gehandelt hatte. Die USS BEBAS kehrte dann mit den Schiffen der TG 30.7 vom 9. bis zum 13. Oktober in den Seeadler Harbor zurück. Dort füllte man alle Magazine und Bunker auf und nahm kleine Reparaturen vor. Außerdem beteiligte sich der Geleitzerstörer bis zum 16. Oktober an Anti-U-Boot Übungen. Das Kriegsschiff beließ man in der TG 30.7. In dieser Task Group befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO ( CVE-57 ) und die Geleitzerstörer USS BEBAS, USS ROBERT F KELLER ( DE-419 ), USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 ), USS MELVIN R. NAWMAN ( DE-416 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ) und USS TABBERER ( DE-418 ). Diese Schiffe verließen am 16. Oktober die Marinebasis Pearl Harbor. Sie fuhren in Richtung Westen und waren dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 23. Oktober erreichten sie das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier blieben die Schiffe für vier Tage liegen und begannen mit dem bunkern von Treibstoff und Proviant. Am 27. Oktober stachen sie wieder in See und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. In die dortige Lagune fuhren die Schiffe am 1. November ein. Das Atoll verließen sie am 4. November wieder und am folgenden Tag trifft man auf den Leichten Kreuzer USS RENO ( CL-96 ), aus der TG 38.3, der von dem Hochseeflottenschlepper USS ZUNI ( ATF-95 ) ins Schlepptau genommen worden war. Auf der Backbordseite des Leichten Kreuzers waren zwei Torpedos, abgefeuert vom japanischen U-Boot IJN I-41, Kommandant LCDR Kondo, eingedrungen. Aber nur ein Torpedo war explodiert. Die Schiffe der TG 30.7 erhielten nun die Aufgabe nach dem U-Boot zu suchen. Am 8. November erreichten die Schiffe die Position der Schiffe aus der Task Group 30.8, welche für den Nachschub für die Kriegsschiffe der TF 38 zu sorgen hatte. Ständig waren nun Flugzeuge der USS ANZIO in der Luft und suchten das Wasser nach dem U-Boot ab. Am 17. November werden alle Besatzungsmitglieder auf ihre Kampfpositionen befohlen. Da befanden sich die Schiffe östlich der philippinischen Insel Samar. Man hatte das japanische U-Boot IJN I-26, mit einer Tonnage von 51.500 Tonnen, aufgespürt und durch die USS LAWRENCE C TAYLOR versenkt. Alle 105 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen dabei ums Leben. Auch am folgenden Tag war der Geleitzerstörer in demselben Seegebiet erfolgreich. Diesmal traf es das U-Boot IJN I-41. Es explodierte nach mehreren Hedgehogs Angriffen und nahm alle 111 Besatzungsmitglieder mit in den Tod. Wenige Tage später kehrten die Schiffe der TG 30.7 zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man die Kriegsschiffe auf ihren nächsten Einsatz vor. Man zog die USS BEBAS Anfang Dezember aus dem Kampfgeschehen. Der Geleitzerstörer sollte in den folgenden drei Monaten Patrouillenaufgaben vor der Insel Peleliu, Palau Islands und zwischen den Atollen Ulithi, Karolinen und Eniwetok durchführen. So verließ die USS BEBAS am 2. Februar das Atoll Eniwetok und eskortierte den Tanker USS COSSATOT ( AO-77 ) und das Handelsschiff SS EGG HARBOR zum Atoll Ulithi. In der zweiten Nacht auf see identifizierte man auf dem Geleitzerstörer einen anderen Schiffskonvoi, in dem sich ebenfalls amerikanische Schiffe befanden. Zur gleichen Zeit nahm man auf dem Geleitzerstörer einen Radarkontakt an der Wasseroberfläche wahr, der sich rasch als sehr verdächtig erwies. Nach dem Verlauf dieses Kontaktes musste er den Weg beider Schiffskonvois kreuzen. LCDR Jack Reuben Schweizer (USNR), Kommandant der USS BEBAS, erhielt die Erlaubnis diesen Kontakt zu untersuchen. Dieses unbekannte Schiff bemerkte das herannahende Kriegsschiff und tauchte. Die USS BEBAS reduzierte ihre Geschwindigkeit um einen ersten Angriff auf das feindliche U-Boot auszuführen. Nach dem ersten Angriff mit Hedgehogs folgte wenige Sekunden später auch gleich ein zweiter. Kurz danach gab es unter Wasser zwei gedämpfte und eine schwere Detonation. Der dritte Hedgehogs Angriff brachte ebenfalls ein negatives Ergebnis. Eine Stunde später trieben Holzfragmente im Bereich der Angriffsstelle auf dem Wasser. Die USS BEBAS suchte die gesamte Nacht über nach dem Kontakt. Am nächsten morgen schlossen sich weitere vier Geleitzerstörer und ein vom Atoll Eniwetok gestarteter Patrouillenbomber. Zwischen 8:00 Uhr und 15:25 Uhr wurden so über 1.600 km² des Ozeans abgesucht. Die Piloten der PBM sahen einen konzentrierten Ölteppich rund 6 km von dem letzten Hedgehogs Angriff entfernt. Die Mannschaft der USS BEBAS nahm von diesem Slick eine Probe, das war eine Mischung aus schwerem Ölschlamm aus Schmieröl und Heizöl und das darin gefundene Stück Holz an Bord. Am Nachmittag verließen die vier Geleitzerstörer wieder dieses Seegebiet. Nur der Minensucher USS BOND ( AM-152 ) blieb bei der USS BEBAS. Beide Schiffe suchten weiter nach Anzeichen des eventuell versenkten U-Bootes. Doch diese weiteren Untersuchungen ergaben keine weiteren Erkenntnisse, so dass am 6. Februar um 12:00 Uhr die weitere Suche abgebrochen wurde. Nach dem Krieg kontrollierten amerikanische Historiker die japanischen U-Boot Aufzeichnungen. An diesem Tag gab es keinen Vermerk über ein U-Boot Verlust. Damit blieb die Identität von dem versenkten Schiff ein Rätsel. Am 15. März verließ der Geleitzerstörer Port Purvis, Salomonen und fuhr über die Insel Saipan, Nördliche Marianen zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier gliederte man die USS BEBAS in die Task Undergroup 52.1.3 ein die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 in Buffalo, New York – 2. Oktober 1945 über Japan mit dem Flugzeug abgestürzt ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SUWANNEE ( CVE-27 ), USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS SANTEE ( CVE-29 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), die Zerstörer USS GUEST ( DD-472 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS DREXLER ( DD-741 ), USS METCALF ( DD-595 ), USS MASSEY ( DD-778 ) und USS HELM ( DD-388 ) sowie die Geleitzerstörer USS BEBAS, USS PAUL G BAKER ( DE-642 ), USS EDMONDS ( DE-406 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ), USS TISDALE ( DE-33 ), USS EISELE ( DE-34 ), USS TILLS ( DE-748 ) und USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ). Am 21. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Drei Tage später befanden sie sich südlich der Kerama Retto Inseln. Sofort begannen die Flugzeuge der Träger mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf den Inseln. Am folgenden Tag erreichten alle anderen Schiffe der Task Force 52 ihre Ausgangspositionen und am 26. März begann die Landeoperation auf den Kerama Retto Inseln. Gleich nach der Stabilisierung des Brückenkopfes wechselten die Piloten ihre Angriffsziele auf Okinawa. Die Geleitzerstörer USS PAUL G BAKER, USS BEBAS und USS WILLIAM C COLE wechselten am 31. März in die Task Group 53.6, die von Captain J. H. Wellings befehligte wurde. Die Schiffe dieser TG waren zur Sicherung der Transportschiffe von der Task Group 53.2 während der Operation „Iceberg“ abgestellt worden. In der TG befanden sich die Zerstörer USS PRINGLE ( DD-477 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS MASSEY ( DD-778 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS LANG ( DD-399 ) und USS STACK ( DD-406 ), die Geleitzerstörer USS BEBAS, USS FIEBERLING ( DE-640 ), USS GENDREAU ( DE-639 ), USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) und USS PAUL G BAKER ( DE-642 ), die Schnellen Truppentransporter USS CHARLES LAWRENCE ( APD-37 ) und USS ROPER ( APD-20 ), zwei U-Boot-Jäger-Geleitboote und ein U-Boot-Jäger. Am 15. März hatte ein Teil dieser Schiffe den Hafen von Tulagi verlassen und fuhren über das Atoll Eniwetok zur Insel Okinawa. In die Gewässer dieser Insel drangen die amerikanischen Kriegsschiffe am 31. März ein. Der Angriff auf diese letzte japanische Insel vor den Hauptinseln erfolgte ab dem 1. April 1945. Gleich ab dem ersten Tag sahen sich die amerikanischen Schiffe vermehrt japanischen Kamikazepiloten gegenüber die sich auf sie stürzten. Die USS BEBAS wurde an diesem 1. April zur Bedeckung der Landungsschiffe eingesetzt und führte Anti-U-Boot Patrouillen vor dem Brückenkopf durch. Ab dem 1. Mai begann die USS BEBAS in den Gewässern von Okinawa zu patrouillieren. Dabei konnte am 12. Mai Lieutenant Robert R. Klingman (USMC) von der Staffel VMF-312 aus dem Wasser gerettet werden. Dessen F4U Corsair hatte einen Ausfall am Hydrauliksystem erlitten und war über dem Meer abgestürzt. Am Abend nach dem Sonnenuntergang waren die Mannschaften der USS BEBAS und der USS PAUL G BAKER Zeuge eines Angriffs zweier japanischer Kamikazepiloten auf das Schlachtschiff USS NEW MEXIKO ( BB-40 ). Die Geschützmannschaften beider Geleitzerstörer feuerten ihre 20 mm Bordgeschütze auf diese Maschine ab. Eine davon wurde getroffen und explodierte in der Luft, während die andere japanische Maschine sich auf das Schlachtschiff stürzte und erhebliche Schäden verursachte. Am 22. Mai verließ die USS BEBAS die Kerama Retto Inseln, wo beschädigte amerikanische Schiffe repariert wurden. Der Geleitzerstörer eskortierte das Schlachtschiff USS COLORADO ( BB-45 ), das im Schlepptau den schwer beschädigten Geleitzerstörer USS ENGLAND ( DE-635 ) hatte. Das Ziel war die philippinische San Pedro Bay, Leyte, wo weitere Reparaturen an dem Kriegsschiff erfolgen konnten. Die USS BEBAS kehrte in danach in die Gewässer von Okinawa zurück und führte seine Patrouillenaufgaben wieder aus. Mitte Juni verließ der Geleitzerstörer wieder Okinawa und fuhr in die San Pedro Bay. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Group 30.8, der Logistical Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ANZIO, USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS BEBAS, USS LAKE ( DE-301 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS KYNE ( DE-744 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG unterstützten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Trägerflugzeuge bei deren Lugtangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu. Dazu verließen die Schiffe am 28. Juni Leyte und erreichten zwei Tage später das Atoll Ulithi. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 vor Honshu versorgt. Die USS BEBAS patrouillierte rund um die Kriegsschiffe der TG und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Dann Ende Juli waren aber die Reparaturrückstände schon erheblich, so dass der Geleitzerstörer die japanischen Gewässer verließ und zur Marinebasis Pearl Harbor fuhr. Diese wurde am 3. August erreicht. Das Kriegsschiff lag noch immer am 15. August in dem Hafen. An diesem Tag endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die USS BEBAS verließ am 4. September die Hawaiianische Insel Oahu und fuhr zur kalifornischen Küste. Fünf Tage später erreichte der Geleitzerstörer San Francisco und fuhr in die Terminal Island Naval Shipyard in San Pedro, Kalifornien. Dort stellte man am 18. Oktober 1945 das Kriegsschiff außer Dienst. Den Namen USS BEBAS ( DE-10 ) wurde am 1. November 1945 von der US Navy – Liste gestrichen. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man im Januar 1947 den Schiffskörper an die Pacific Bridge Company in San Francisco zum verschrotten.


USS BEBAS ( DE-10 )
Commanding Officer

LCDR George Barton Gilbertson  (USNR)         15. Mai 1943 – 29. Juni 1943
LCDR Frederic William Kinsley         29. Juni 1943 – 1. Februar 1944
LCDR Jack Reuben Schweizer  (USNR)        1. Februar 1944 – 21. März 1945
LCDR Melvin Myers Dichter  (USNR)         21. März 1945 – 3. Oktober 1945
LT Joseph Claude Sloane, Jr.         3. Oktober 1945 – 18. Oktober 1945

USS McCONNELL ( DE-163 )

USS McCONNELL ( DE-163 )

Biografie

Riley Franklin McConnell
* 22. Juli 1884 in Gate City, Scott County, Virginia
† 12. Juli 1940 in San Diego, Kalifornien
war ein Offizier in der US Navy

Riley Franklin McConnell war das älteste Kind von James Hopkins McConnell ( 30. Mai 1858 – 8. Juni 1923 ). Er hatte noch zwei Geschwister. Clara M. McConnell Broadwater ( 8. März 1889 in Gate City, Scott County, Virginia – November 1973 im Scott County, Virginia ) und Imogene McConnell Hartsock ( 26. September 1892 in Virginia – 1. juni 1923 in Macon, Bibb County, Georgia ). Er absolvierte am 7. Juni 1909 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Er diente über drei Jahrzehnte innerhalb der US Navy und führte die verschiedensten Aufgaben aus. Während des Ersten Weltkrieges diente er als Navigator an Bord des Schlachtschiffes USS ARKANSAS ( BB-33 ). Später führte er seinen Dienst als Executive Officer an Bord des Schlachtschiffes USS OHIO ( BB-12 ), des Hospitalschiffes USS RELIEF ( AH-1 ) und dem Schweren Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ). Nach einem Aufenthalt am Naval War College diente McConnell zwischen 1925 und 1927 im Stab des Oberbefehlshabers der Asiatischen Flotte. Am 1. September 1934 beförderte man ihn zum Captain. Vom 4. Juni 1935 bis 26. Mai 1936 befehligte er den Leichten Kreuzer USS MILWAUKEE ( CL-5 ). Am 30. Oktober 1936 kehrte McConnell zur Asiatischen Flotte zurück und übernahm den Posten des Stabschefs. Dieses behielt er bis zum 25. Juli 1939. Für hervorragende Verdienste in dieser Zeit verlieh man ihm das Navy Cross. Anschließend wechselte McConnell an die kalifornische Küste und übernahm am 22. August 1939 das Kommando über die Naval Training Station in San Diego, Kalifornien. Hier verstarb er am 12. Juli 1940 während des aktiven Dienstes.
Er war mit Grace Otteson ( 1888 – 1980 ) verheiratet.


USS McCONNELL ( DE-163 )

Schiffsbiografie

Die USS McCONNELL ( DE-163 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain Riley Franklin McConnell benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebzehnte Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Newark, New Jersey wurde am 19. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Grace Otteson McConnell ( 1888 – 1980 ), Witwe von Captain Riley Franklin McConnell, taufte am 28. März 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander David Dean Humphreys stellte am 18. Mai 1943 in der Brooklyn Navy Yard das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS McCONNELL bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend kehrte der Geleitzerstörer in die Brooklyn Navy Yard zurück, unterzog sich dort einer Begutachtung der Schiffshaut und einigen Änderungen. Danach wechselte das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Hier erfolgte die Endausrüstung für die Fahrt in den Pazifik. Am 24. August stach die USS McCONNELL in See und erreichte am 31. August den Panamakanal. Noch am selben Tag durchquerte der Geleitzerstörer den Isthmus und fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Das Kriegsschiff lief am 10. September in diesen Hafen ein. Hier blieb die USS McCONNELL bis zum 20. September. In San Francisco wartete ein Schiffskonvoi auf ihre Eskorte in Richtung des Kampfgebietes. Am 20. September verließ der Konvoi San Francisco und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Von dort aus ging die Fahrt nach Amerikanisch Samoa; Noumea, Neukaledonien; Espiritu Santo, Neue Hebriden nach Guadalcanal, Ostsalomonen weiter. Hier traf der Konvoi am 29. Oktober ein. Die USS McCONNELL integrierte man in die Escort Division 11, in der sich unter anderem die Geleitzerstörer USS PARKS und USS OSTERHAUS befanden. Sofort beteiligte sich die USS McCONNELL am Eskortierdienst zwischen den Salomonen und den Neuen Hebriden und an Anti-U-Boot Patrouillen im Südpazifik. So eskortierte der Geleitzerstörer mehrere Schiffe vom Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen bis nach Bougainville, Salomonen sowie von den Fidschi Inseln und Amerikanisch Samoa zu den amerikanischen Militärstützpunkten innerhalb der Salomonen. Zwischenzeitlich lag das Kriegsschiff am 1. Dezember und vom 9. bis zum 13. dezember in Espiritu Santo zum bunkern von Proviant und Treibstoff. Die USS McCONNELL verließ am 12. Juni 1944 die Gewässer der Salomonen und eskortierte einen Schiffskonvoi von Guadalcanal zum Atoll Einiwetok, Marshall Islands. Sechs Tage später lagen die Schiffe vor dem Atoll. Der Geleitzerstörer begann noch am selben Tag mit seinen Patrouillenfahrten zwischen den Atollen Eniwetok und Kwajalein, Marshall Islands. Diese führte das Kriegsschiff bis Mitte Juli aus. Dann integrierte man die USS McCONNELL wenige Tage später in die Task Force 53, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in Jamaica Bay, New York City ) während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS OSTERHAUS und USS PARKS sowie mehreren Zerstörern frei zur Verfügung. Die Kriegsschiffe der TF 53 lagen schon vor den Inseln Guam und Tinian, Nördliche Marianen und unterstützten die Anlandungen der amerikanischen Marines. Die USS McCONNELL verließ am 23. Juli Eniwetok und eskortierte mehrere Frachtschiffe nach Guam. Die Insel wurde am 28. Juli erreicht. Der Geleitzerstörer übernahm hier für einen Tag und eine Nacht die Sicherung der beladenen und entladenen Versorgungsschiffe und der Öltanker, die zur Versorgung der Angriffsschiffe vor Anker lagen und suchte nach Anzeichen von feindlichen U-Booten. Schon am 29. Juli verließ die USS McCONNELL wieder Guam und eskortierte mehrere leere Versorgungsschiffe zum Atoll Eniwetok. Dort traf der Geleitzerstörer am 2. August ein. Hier nahm das Kriegsschiff wieder seine Patrouillen innerhalb der Marshall Islands wieder auf. Am 20. August verließ die USS McCONNELL aber wieder diese Gewässer und fuhr zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Der Geleitzerstörer lief am 26. August in diesen natürlichen Tiefseehafen ein. Bis zum 1. September blieb er hier liegen. Hier gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 30.8 ein, der Flottenöltanker und Transportflugzeugträger Gruppe, die Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ) während der Operation „Stalemate II“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS McCONNELL, USS PARKS, USS LEVY, USS WESSON, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER , USS MITCHELL, USS SWEARER, USS LAMONS, USS OSTERHAUS, USS KYNE ( DE-744 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ) und USS WYMAN ( DE-38 ) und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen. An diesem Tag verließen die Schiffe der TG 30.8 den Seeadler Harbour und fuhren zu den Palau Inseln damit die dort kämpfenden Truppen ihren Nachschub erhielten. Während der nun beginnenden Invasion der Westlichen Karolinen, übernahm die USS McCONNELL die Sicherung der Öltanker und übernahm die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen japanischen U-Boot Angriffen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken. Dies erfolgte am 8., 11. und 16. September. Die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger sicherten in der Luft die Übergabeoperationen ab. Der Geleitzerstörer wurde aber auch zur Eskorte für die Öltanker benutzt, um diese zwischen dem Seeadler Harbour und den Westlichen Karolinen hin und her zu eskortieren. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Seabees der US Navy bereiteten die Inseln der Nördlichen Marianen für den bald beginnenden Angriff auf die philippinische Insel Leyte vor. Diese Inseln wurde als Aufenthaltsorte für US Navy Schiffe und Flugzeuge benötigt. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Dazu gliederte man die USS McCONNELL erneut in die TG 30.8. Captain Jasper Terry Acuff kommandierte diese Task Group. In der TG 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS PAUL HAMILTON, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS McCONNELL, USS PARKS, USS WATERMAN, USS WESSON, USS KYNE, USS LEVY, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WEAVER, USS OSTERHAUS, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen eingesetzt. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durchgeführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Die geleerten Öltanker wurden von der USS McCONNELL zum Atoll Ulithi, Karolinen eskortiert, wo sie am 5. November ankamen. Der Geleitzerstörer verließ noch am selben Tag wieder das Atoll und fuhr ostwärts, wo er am 12. November in der Marinebasis Pearl Harbor anlegte. Man bunkerte auf dem Kriegsschiff frischen Treibstoff und Proviant und legte noch am selben Tag wieder ab. Ziel war San Francisco. Am 22. November lief der Geleitzerstörer in die Mare Island Shipyard in Vallejo, Kalifornien ein und es begann noch am selben Tag eine umfangreiche Überholung. Diese war am 16. Januar 1945 angeschlossen. An diesem Tag verließ die USS McCONNELL die kalifornische Küste und fuhr nach Pearl Harbor in die Hawaiianischen Gewässer. Dort traf am 26. Januar der Geleitzerstörer ein und beteiligte sich bis zum 11. März an mehreren Übungen, Patrouillen- und Eskortierfahrten innerhalb dieser Gewässer. Das Kriegsschiff verließ am 11. März Pearl Harbor und eskortierte mehrere Versorgungsschiffe bis zum Atoll Eniwetok. Dort trafen die Schiffe am 24. März ein. In der Zeit zwischen diesem 24. März und dem 4. Mai unternahm die USS McCONNELL drei Eskortierfahrten zwischen dem Atoll Eniwetok und den Inseln Guam und Saipan, Nördlichen Marianen hin und zurück. Der Geleitzerstörer wechselte am 6. Mai zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Von hier aus patrouillierte das Kriegsschiff in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges vor den Inseln der Marshall Islands, die von den Japanern zwar noch besetzt waren. Der Geleitzerstörer führte periodische Bombardements gegen feindliche Stellungen auf solchen Inseln durch. Außerdem bot das Kriegsschiff Luft- und Seerettungsdienste bei Luftangriffen gegen die von den Feinden kontrollierten Inseln an. So lag die USS McCONNELL am 13. Mai vor dem Atoll Jaluit und rettete acht Marshallesen aus dem Wasser die sich wegen des Bombardements von dem Atoll Jaluit retten wollten. Der Geleitzerstörer war am 14. Mai und am 21. Mai in der Nähe der Insel Bikku im Atoll Erikub. Man konnte an beiden Tagen jeweils einen japanischen Soldaten gefangen nehmen der sich mit Hilfe eines Floßes in Richtung des Wotje Atolls absetzen wollte, wo immer noch eine starke japanische Garnison existierte. Der Zweite Weltkrieg endete im Pazifik am 15. August mit der bedingungslosen Kapitulation Japans. Am 28. August befanden sich an Bord der USS McCONNELL amerikanische Besatzungssoldaten die vom Atoll Majuro zum Mili Atoll transportiert werden mussten, um die dortigen feindlichen Soldaten zu entwaffnen. Der Geleitzerstörer befand sich am 5. September beim Jaluit Atoll. Zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde kamen die japanischen Offiziere der Garnison an Bord des Kriegsschiffes und übergaben ihre Truppen und deren Ausrüstung. Am 16. September verließ die USS McCONNEL die Marshall Islands und fuhr über Pearl Harbor an die kalifornische Küste. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff und Proviant stach der Geleitzerstörer wieder in See, durchquerte den Panamakanal und legte am 20. Oktober im Hafen von New York City an. Nach den Feierlichkeiten des Navy Day am 27. Oktober verließ das Kriegsschiff am 13. November New York City und fuhr entlang der US Ostküste wieder südwärts. Am 16. November erreichte es Green Cove Springs, Florida. Hier wurde das Schiff auf seine Inaktivität vorbereitet. Am 29. Juni 1946 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Einige Jahre später wechselte das Kriegsschiff zu einem Teil der Atlantikreserveflotte der in Norfolk, Virginia lag. Den Namen USS McCONNELL ( DE-163 ) strich man am 1. Oktober 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 21. März 1974 an die Texas Marine & Salvage in Port Neches, Texas zum verschrotten.


USS McCONNELL ( DE-163 )
Commanding Officer

CDR David Dean Humphreys         28. Mai 1943 – 31. August 1943
LT Richard C. Young  (USNR)          20. September 1943 – 23. Juli 1944
LCDR Loria C. Oglesby  (USNR)         23. Juli 1944 – 6. Juni 1945
LT Henry A. Breed  (USNR)         6. Juni 1945 – 16. Juli 1945
LCDR Frank M. Keathley  (USNR)        16. Juli 1945 – 13. Dezember 1945
LT (jg) Thomas A. Kelly  (USNR)       13. Dezember 1945 – 1. März 1946
LT (jg) Fred A. Baker  (USNR)         1. April 1946 – 1. Mai 1946
Keine Namensnennung ?          1. Juni 1946 – 29. Juni 1946

USS PARKS ( DE-165 )

USS PARKS ( DE-165 )

Biografie

Charles Wellman Parks
* 22. März 1863 in Woburn, Middlesex County, Massachusetts
† 25. Juni 1930 in Washington DC
war ein Rear Admiral im Corps of Civil Engineers

Charles Wellman Parks war mit Martha Frear Parks ( 18. Juni 1861 in Coxsackie, New York – 26. März 1939 in Washington DC ) verheiratet. Am 19. Juli 1897 ernannte man ihn zum Bauingenieur. Man berief ihn am 11. Januar 1918 zum Chef des Bureaus of Yards and Docks und beförderte Parks am 1. Dezember 1921 in den Rang eines Rear Admirals. Er erhielt für außergewöhnliche verdienstvolle Dienste die Distinguished Service Medal verliehen. Diese Verleihung ging mit der großen Verantwortung einher, die Parks als Chef des Bureaus of Yards and Docks übernommen und ausgebaut hatte.


USS PARKS ( DE-165 )

Schiffsbiografie

Die USS PARKS ( DE-165 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Charles Wellman Parks benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunzehnte Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Newark, New Jersey wurde am 11. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Patricia Yoder, Großnichte von Rear Admiral Charles Wellman Parks, taufte am 18. April 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Milford McQuilkin (USNR) stellte am 23. Juni 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS PARKS bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer zur Begutachtung des Schiffskörpers und zur Ausrüstung für die Fahrt in den Pazifik in die Werft in Hafen von New York. Im August stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zum Panamakanal. Die USS PARKS durchquerte diesen am 1. September. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt über die Galapagos Islands zur amerikanischen Militärversorgungsbasis Bora Bora weiter. Hier bunkerte man weiterhin alles Notwendige und stach wieder in See. Ziel war nun die Insel Noumea, Neukaledonien. Von hier aus begann der Geleitzerstörer zwischen den Inseln Noumea und Espiritu Santo, Neue Hebriden zu patrouillieren und Schiffskonvois zu eskortieren. So lag die USS PARKS am 18. Oktober und vom 23. zum 24. Oktober im Hafen von Espiritu Santo. Noch im selben Monat wurden die Patrouillen- und Eskortierfahrten bis zum Juni 1944 bis zur Insel Guadalcanal, Ostsalomonen und Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen ausgeweitet. In diesen Monaten lag der Geleitzerstörer vom 30. November bis zum 7. Dezember und vom 9. bis zum 12. Dezember wieder im Hafen von Espiritu Santo. Im Januar 1944 unternahm das Kriegsschiff eine kurze Reise zum Rendova Island, New Georgia. Im April folgte eine Patrouillenfahrt, gepaart mit der Eskorte von Öltankern, zur Insel Funafuti, Ellice Island und zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Innerhalb der Gewässer der Neuen Hebriden fuhr die USS PARKS auch zwei Mal auf Patrouille zur Insel Efate. Der Geleitzerstörer verließ Anfang Juni die Gewässer der Ostsalomonen und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier versetzte man die USS PARKS in die Task Group 50.17 in der sich Öltanker zur Versorgung der Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte während der Angriffsaktion gegen die Inseln der Nördlichen Marianen befanden. In dieser Fueling & Aircraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS HALL ( DD-583 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), die Geleitzerstörer USS PARKS, USS WESSON ( DE-184 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ) und USS MITCHELL ( DE-43 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Bis zum 6. Juni lagen die meisten Geleitzerstörer der TG zur Sicherung bei den Öltankern in der Lagune von Majuro, Marshall Islands. An diesem 6. Juni stachen die Geleitzerstörer in See und eskortierten die Öltanker in Richtung der Inseln der Marianen. Zum selben Zeitpunkt hatten auch die Kriegsschiffe der Task Force 58 das Atoll Majuro verlassen. Drei Tage später erfolgte schon die Beölung der Schiffe der TF 58. Ab diesem Tag blieben die Geleitzerstörer und Öltanker bei dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands zurück und warteten auf die Geleitflugzeugträger und Zerstörer der TG 50.17. Am 5. Juni hatten die Kriegsschiffe der TG 50.17 Pearl Harbor verlassen und fuhren über das Atoll Majuro und der anderen westlicher gelegenen Atolle der Marshall Islands in Richtung der Nördlichen Marianen. Ihnen voraus der Geleitflugzeugträger USS COPAHEE und der Zerstörer USS EVANS. Diese beiden Schiffe erreichten am 10. Juni das Atoll Eniwetok. Am 12. Juni erfolgte die Treibstoffübergabe an die Schiffe der TG 58.1. Zwei Tage später erreichten alle Schiffe der TG 50.17 die Gewässer vor Saipan und es begann eine Beölung aller Schiffe der TF 58. Diese war am 16. Juni abgeschlossen. Die USS PARKS verließ an diesem Tag mit mehreren Öltankern, die geleert waren, die Gewässer vor Saipan und eskortierte diese zum Atoll Eniwetok. Nach einem kurzen Aufenthalt vor dem Atoll begann für den Geleitzerstörer eine Hin- und Rückfahrt zwischen dem Atoll und zu den Nördlichen Marianen. Dann integrierte man die USS PARKS noch im Juli in die Task Force 53, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in Jamaica Bay, New York City ) während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS OSTERHAUS und USS McCONNELL sowie mehreren Zerstörern frei zur Verfügung. Die Kriegsschiffe der TF 53 lagen schon vor den Inseln Guam und Tinian, Nördliche Marianen und unterstützten die Anlandungen der amerikanischen Marines. Die USS PARKS erreichte am 23. Juli Guam. Der Geleitzerstörer übernahm hier die Sicherung der beladenen und entladenen Versorgungsschiffe und der Öltanker, die zur Versorgung der Angriffsschiffe vor Anker lagen. Außerdem übernahm das Kriegsschiff zwischen den Inseln Guam und Tinian die Luft- und Unterwasserüberwachung. Mitte August verließ die USS PARKS wieder die Gewässer und eskortierte Versorgungsschiffe von den Nördlichen Marianen zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier traf der Geleitzerstörer zusammen mit den Versorgungsschiffen Anfang September ein. Hier gliederte man die USS PARKS in die Task Group 30.8 ein, der Flottenöltanker und Transportflugzeugträger Gruppe, die Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ) während der Operation „Stalemate II“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS PARKS, USS LEVY, USS WESSON, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER , USS MITCHELL, USS SWEARER, USS LAMONS, USS OSTERHAUS, USS McCONNELL, USS KYNE ( DE-744 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ) und USS WYMAN ( DE-38 ) und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen. An diesem Tag verließen die Schiffe der TG 30.8 den Seeadler Harbour und fuhren zu den Palau Inseln damit die dort kämpfenden Truppen ihren Nachschub erhielten. Während der nun beginnenden Invasion der Westlichen Karolinen, übernahm die USS PARKS die Sicherung der Öltanker und übernahm die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen japanischen U-Boot Angriffen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken. Dies erfolgte am 8., 11. und 16. September. Die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger sicherten in der Luft die Übergabeoperationen ab. Der Geleitzerstörer wurde aber auch zur Eskorte für die Öltanker benutzt, um diese zwischen dem Seeadler Harbour und den Westlichen Karolinen hin und her zu eskortieren. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Seabees der US Navy bereiteten die Inseln der Nördlichen Marianen für den bald beginnenden Angriff auf die philippinische Insel Leyte vor. Diese Inseln wurde als Aufenthaltsorte für US Navy Schiffe und Flugzeuge benötigt. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Dazu gliederte man die USS PARKS erneut in die TG 30.8. Captain Jasper Terry Acuff kommandierte diese Task Group. In der TG 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS PAUL HAMILTON, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS PARKS, USS WATERMAN, USS WESSON, USS KYNE, USS LEVY, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WEAVER, USS OSTERHAUS, USS McCONNELL, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen eingesetzt. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durchgeführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Die geleerten Öltanker wurden von der USS PARKS zum Atoll Ulithi, Karolinen eskortiert. Von hier aus wechselte der Geleitzerstörer zum natürlichen Tiefseehafen Seeadler Harbour. Diesen erreichte das Kriegsschiff zusammen mit der USS OSTERHAUS am 20. November. Hier bunkerte man Proviant und frischen Treibstoff und beide Geleitzerstörer stachen noch am selben Tag wieder in See. Die Fahrt ging zur Marinebasis Pearl Harbor weiter. Die USS PARKS erreichte mit der USS OSTERHAUS Anfang Dezember diese Marinebasis. Doch es gab keine freie Stelle in eines der Trockendocks, wo eine vernünftige Überholung ausgeführt werden konnte. Außerdem wurde entschieden, dass der Geleitzerstörer eine neue Radaranlage erhalten sollte. Und diese wurde nur an der US Westküste montiert, wo auch das dafür notwendige Fachpersonal vor Ort war. Deshalb verließ das Kriegsschiff am 21. Februar 1945 Pearl Harbor und fuhr zur Marinebasis Newport Beach, Kalifornien. Hier begannen ab dem 1. März die Überholung und die Montage der Radaranlage. Die daran anschließenden Übungen in den Gewässern vor San Diego dauerten bis zum 16. April. An diesem Tag verließ die USS PARKS zusammen mit der USS OSTERHAUS die kalifornischen Gewässer und eskortierte einen Schiffskonvoi, bestehend aus Frachtschiffen und Truppentransporter, zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 23. April ein. Beide Geleitzerstörer bewachten diesen Schiffskonvoi, dessen Weiterfahrt erst Anfang Mai geplant war. Die Fahrt führte die Schiffe zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands, wo die USS PARKS und ein Teil des Schiffskonvois verblieben. Dieses Atoll wurde in der zweiten Maiwoche erreicht. Das Geleitzerstörer unternahm von diesem Atoll aus die Luft- Seerettung, eskortierte einen Schiffskonvoi zum Atoll Ulithi und war bis Mitte August bis in die Gewässer der Nördlichen Marianen auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 29. Juni erhielt die USS PARKS auf dem Weg vom Atoll Eniwetok nach Saipan einen Oberflächenkontakt von einem feindlichen U-Boot. Sofort begann man auf dem Geleitzerstörer mit der Attacke. Doch eindeutige Hinweise zur Versenkung dieses U-Bootes erhielt man nicht. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Das Kriegsschiff verließ am nächsten Tag das Atoll Eniwetok und fuhr zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Von dort aus fuhr die USS PARKS zum Mili Atoll, das südöstlich des Majuro Atolls liegt. Hier traf der Geleitzerstörer am 28. August ein. Die auf dem Atoll befindliche japanische Garnison wurde zur Kapitulation bewegt und eine Flaggenzeremonie durchgeführt. Es wehte nun das amerikanische Sternenbanner und der stellvertretende Atoll Kommandant von Majuro übernahm die Kontrolle über die Garnison. Lieutenant Commander Paul Christian Huelsenbeck, Kommandant der USS PARKS, erhielt den Auftrag für die Bewachung der 2.400 japanischen Soldaten zu sorgen sowie die Unterstützung zur Entmilitarisierung des Atoll zu sichern. Das hieß, alle Waffen, Munition, Sprengstoffe und Minenfelder zu vernichten. Der Geleitzerstörer verließ am 13. September wieder das Atoll Mili und fuhr zum Atoll Majuro. Hier schiffte sich der Kommandant über das Mili Atoll sowie sein Stab aus. Am 16. September verließ die USS PARKS zusammen mit allen Schiffen der Escort Division 11, darunter zählte auch die USS OSTERHAUS, das Flaggschiff der Division, die Lagune des Atolls Kwajalein, Marshall Islands und fuhr über Pearl Harbor zur Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant. Wenige Stunden nach dem Anlegen stach die USS PARKS zusammen mit den anderen Geleitzerstörern erneut in See und fuhr zum Panamakanal. Nach dessen Durchquerung fuhr der Geleitzerstörer bis nach New York und lief in die Brooklyn Naval Shipyard ein. Hier erfolgten Reparaturen an dem Kriegsschiff. Anschließend fuhr die USS PARKS nach Green Cove Springs, Florida. LCDR Paul Christian Huelsenbeck meldete sich beim Kommandanten der 16. Flotte für die Inaktivierung des Geleitzerstörers. Am 20. Juli 1946 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Auch die USS PARKS stellte man auf die Verfügungsliste. Doch im Mai 1951 strich man den Geleitzerstörer davon und beließ ihn in Green Cove Springs bei der Atlantikreserveflotte. 1970 schleppte man die USS PARKS in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania und bereitete das Kriegsschiff auf sein Lebensende vor. Den Namen USS PARKS ( DE-165 ) strich man am 1. Juli 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 15. Oktober 1973 zum verschrotten.


USS PARKS ( DE-165 )
Commanding Officer

LCDR Milford McQuilkin  (USNR)          23. Juni 1943 – 16. Januar 1944
LT Emery Reber Casstevens  (USNR)        16. Januar 1944 – 26. April 1945
LCDR Paul Christian Huelsenbeck  (USNR)         26. April 1945 – 1. Februar 1946
LT Richard J. Camp  (USNR)         1. Februar 1946 – 20. Juli 1946