USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 )

USS SEIVERLING ( DE-441 )

Biografie

William Frank Seiverling, Jr.
* 22. September 1920 in Elizabethtown, Pennsylvania
† 1. November 1942 auf Guadalcanal

William Frank Seiverling, Jr. trat am 2. Februar 1942 in das United States Marine Corps in Philadelphia, Pennsylvania ein. An den Marine Barracks, Parris Island, South Carolina erhielt er seine Grundausbildung vom 3. Februar bis zum 12. März 1942. Danach wechselte er in das Basislager am New River, North Carolina und diente dort bis zum 17. Mai 1942. Am 19. Juni verlegte man ihn nach Guadalcanal um die Insel den Japanern wieder zu entreißen. Private Seiverling wurde am 1. November 1942 bei einem feindlichen Angriff am Matanikau River getötet. Als die Japaner angriffen lief Seiverling eine Anhöhe hinunter und tötete dabei einen japanischen Scharfschützen und einige andere dort befindliche Japaner. Er evakuierte verwundete Marines seines Zuges aus der Gefahrenzone und bemerkte dabei das das 2D-Platoon in Schwierigkeiten steckte, weil er sah wie die Japaner dieses Platoon mit Maschinengewehrfeuer am Boden hielten. Er lief Seitwärts in die japanische Stellung und tötete dort mehrere Japaner mit seinem automatischen Gewehr und die Maschinengewehrbesatzung. Zurück in der eigenen Stellung wollte er seine Verletzungen verbinden lassen, dabei wurde er tödlich verwundet. Für den selbstlosen Einsatz für seine Kameraden bekam Private Seiverling posthum das Navy Cross verliehen.


USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 )

Schiffsbiografie

Die USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Private William Seiverling, Jr. benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das einundsechzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 2. Dezember 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Grace Seiverling, Mutter von Private William Seiverling, Jr., taufte am 7. März 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles Francis Adams IV (USNR) ( 2. Mai 1910 in Boston, Massachusetts – 5. Januar 1999 in Dover, Norfolk County, Massachusetts ) stellte am 1. Juni 1944 in der New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS WILLIAM SEIVERLING bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Am 26. Juli kehrte der Geleitzerstörer in die New York Naval Shipyard zurück. Die Überprüfung des Schiffskörpers und die daran anschließenden Reparaturen dauerten bis zum 8. August. Schon am folgenden Tag stach das Kriegsschiff in See. Ziel war der Pazifik. Nach einem Zwischenstopp im Hafen von Norfolk, Virginia, hier erfolgte die Endausrüstung, erreichte die USS WILLIAM SEIVERLING am 25. August den Panamakanal. Die Durchquerung des Kanals erfolgte noch am selben Tag. Der Geleitzerstörer blieb dann die folgenden Tage im Hafen von Balboa, Panama liegen. Am 30. August legte das Kriegsschiff dort ab und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Dort machte die USS WILLIAM SEIVERLING am 2. September fest. Der Geleitzerstörer wurde hier beölt, die Geschütze wurden kalibriert und man bunkerte Munition und Proviant. Das Kriegsschiff stach am 11. September wieder in See und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Die USS WILLIAM SEIVERLING lief am 17. September in den dortigen Hafen ein. Der Geleitzerstörer beteiligte sich dann in den Hawaiianischen Gewässern an Torpedo-, Geschütz- und Landbeschießungsübungen. Ab dem 8. Oktober begannen dann noch Anti-U-Boot Übungen. Am 30. Oktober integrierte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die Task Group 12.3, eine Hunter Killer Group. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ), USS ULVERT M MOORE ( DE-442 ) und USS SNYDER ( DE-745 ). Grund für die Erstellung dieser Group war das japanische U-Boot IJN I-12, Kommandant Commander Kudo Kaneo. Dieses hatte auf der Position 31° 55’ Nord, 139° 45’ West am Abend des 29. Oktober um 21:05 Uhr in einer untergetauchten Position das Liberty Schiff SS JOHN A JOHNSON ( 7.176 BRT ) torpediert. Das amerikanische Versorgungsschiff war auf dem Weg von San Francisco, Kalifornien nach Pearl Harbor und hatte 6.900 Tonnen Lebensmittel, 140 Tonnen Sprengstoff und eine Deckladung LKWs geladen. Das Versorgungsschiff erhielt einen Torpedotreffer auf der Steuerbordseite. Die massive Explosion lässt das Schiff in Höhe der Brücke auseinanderbrechen. Zehn Besatzungsmitglieder kommen dabei ums Leben. Die restlichen Mannschaftsmitglieder retten sich in die Rettungsboote. Eines davon wird von dem japanischen U-Boot gerammt und die anderen mit Maschinengewehren und Pistolen beschossen. Sechs weitere Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. 24 Stunden nach dem Angriff werden die Überlebenden von dem Patrouillenboot USS ARGUS ( PY-14 ) gerettet und nach San Francisco gebracht. Die Kriegsschiffe der TG 12.3 machen nun Jagd auf das feindliche U-Boot um es zu zerstören. Ständig sind Piloten aus der Staffel VC-83 der USS CORREGIDOR mit ihren Grumman TBM-1C „Avengers“ in der Luft und suchen. Am 2. November wird ein unbekanntes U-Boot entdeckt und angegriffen. Zwei Tage später erfolgt ein zweiter Angriff auf ein ebenfalls unbekanntes U-Boot das auch zwischen den Hawaiianischen und den Kalifornischen Gewässern operierte. Die Geleitzerstörer suchten an beiden Tagen nach den nichtidentifizierten U-Booten, fanden aber nichts. Am 19. November kehrten die Kriegsschiffe nach Pearl Harbor zurück. Die USS WILLIAM SEIVERLING ging längsseits zu dem Zerstörertender USS YOSEMITE ( AD-19 ). Bis zum 23. November wurden an dem Zerstörer Reparaturen vorgenommen. Gleichzeitig versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 12.4. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI ( CVE-72 ) und die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS KENDALL C CAMPBELL, USS ULVERT M MOORE, USS SNYDER und USS GOSS ( DE-444 ), der erst im Dezember zu dieser Gruppe stieß. Am 24. November verließen diese Kriegsschiffe die Hawaiianischen Gewässer und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Auf dem Weg dorthin begannen die Kriegsschiffe mit Anti-U-Boot Patrouillen auf den Versorgungswegen und erreichten am 2. Dezember das Atoll Eniwetok, Marshall Islands und am 7. Dezember das Atoll Ulithi. Von diesem Atoll aus begann nun der Geleitflugträger und die Geleitzerstörer mit ihrer Anti-U-Boot Patrouillenfahrt zwischen dem Atoll Eniwetok, dem Atoll Ulithi und der Insel Saipan, Nördliche Marianen. Bis zum 28. Dezember hielten diese Schiffe diese Fahrten bei. An diesem Tag kehrten sie zum Atoll Ulithi zurück. Hier integrierte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die Task Undergroup 77.5, einer Hunter Killer Group, die von Captain J. C. Cronin kommandiert wurde. In der TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI und die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS KENDALL C CAMPBELL, USS ULVERT M MOORE, USS GOSS und USS STAFFORD ( DE-411 ). Am 28. Dezember verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zur Kossol Roads bei den Palau Inseln. Diese Hunter Killer Group fuhr zuerst nach Leyte, Philippinen, von dort aus durch die Surigao Straße, wandte sich nach Westen und fuhr entlang der Nordküste von Mindanao, bevor sie nach Norden abbog um die Küsten von Negros, Panay und Mindoro zu umrunden. Ziel war die philippinische Insel Luzon. Am Nachmittag des 5. Januar befanden sich die Schiffe in der Mindoro Straße. Da gab man auf den Schiffen der TG Luftalarm. Acht japanische Flugzeuge näherten sich der TG. Umgehend begannen die Geschützmannschaften auf die Kamikazepiloten zu schießen. Vier davon wichen aus und suchten sich ein anderes Ziel. Drei der noch anfliegenden Maschinen konnten rechtzeitig abgeschossen werden, aber eines der Flugzeuge schlug in die USS STAFFORD ein. Zwei Tage später erreichten die Kriegsschiffe der TG 77.5 den Lingayen Golf und beginnen mit der Suche nach feindlichen U-Booten. Damit unterstützten sie die Angriffsflotte. Am 17. Januar versetzte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die neugebildete und umstrukturierte Task Group 77.4, die von Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS TULAGI, USS PETROF BAY ( CVE-80 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), die Zerstörer USS CHARRETTE ( DD-581 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS MAURY ( DD-401 ) und USS McCALL ( DD-400 ) und der Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING. Diese Schiffe operierten ab dem 17. Januar zusammen mit denen der TG 77.3 nördlich und westlich der philippinischen Insel Mindoro. Die USS WILLIAM SEIVERLING verließ am 1. Februar die Sulusee und erreichte am 5. Februar das Atoll Ulithi. Hier gliederte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die Task Undergroup 50.7.3 ein, die Captain J. C. Cronin kommandierte. In dieser TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI und die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS KENDALL C CAMPBELL, USS ULVERT M MOORE und USS GOSS. An den Schiffen werden einige Reparaturen vorgenommen. Am 19. Februar verlassen diese Kriegsschiffe das Atoll und fahren zur Bonine Insel Iwo Jima, wo an diesem Tag die Anlandungsoperation begann. In den Gewässern rund um die Inselgruppe beginnen die Schiffe der TU mit der Suche nach japanischen U-Booten. Bis zum 11. März bleiben sie und kehren erst an diesem Tag zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf die Operation „Iceberg“ zur Eroberung Okinawas vor, der größten amphibischen Operation im pazifischen Raum während des Krieges. Dazu versetzte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die Task Group 52.1.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS TULAGI, USS MARCUS ISLAND, USS PETROF BAY, USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ) und USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ), die Zerstörer USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS BRADFORD ( DD-545 ) und USS BOYD ( DD-544 ) sowie die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS KENDALL C CAMPBELL, USS ULVERT M MOORE, USS GOSS, USS FLEMING ( DE-32 ) und USS SEDERSTROM ( DE-31 ). Ab dem 11. März begannen für die Schiffe der TU mehrere Trainingsmanöver die bis zum 21. März andauerten. Während dieser Trainingsmanöver eskortierten die Schiffe der TU die Schlachtschiffe, Kreuzer und deren Sicherungsschiffe aus der Task Group 54.1. Die Schiffe der TU 52.1.2 verließen am 21. März das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung Okinawa. Dabei übernahmen die Trägerflugzeuge die Luftsicherung. Das Zielgebiet erreichten die Schiffe der TU 52.1.2 am folgenden Tag. Sofort wurden die japanischen Stellungen auf den Kerama Retto Inseln bombardiert. Am 25. März begann die Invasion der Inseln, die rund 20 Seemeilen südwestlich von Okinawa liegen. Schon am 26. März verlagerten die Schiffe der Task Group 52.1 ihre Positionen vor Okinawa und begannen dort ihr Bombardement gegen feindliche Küstenbefestigungen. Dieser Beschuss dauerte bis zum 31. März. Am 1. April begann die amphibische Landeoperation auf Okinawa und die Trägerflugzeuge der Task Group 52.1 unterstützten die Sturmtruppen. Noch stieß man auf geringen Widerstand. Doch schon drei Tage später befanden sich japanische Kamikazepiloten in der Luft und stürzten sich auf die Geleitflugzeugträger der Task Undergroup. Dabei befanden sich diese ungefähr 110 Seemeilen Östlich der Nakagusuku Bay, Okinawa. Diesen Angriff konnten die Zerstörer und Geleitzerstörer erfolgreich abwehren. Nur der USS WAKE ISLAND wurde erheblicher Schaden zugefügt. Am 13. April lagen die Schiffe der TU vor Sakishima Gunto. Man bombardierte dort japanische Stellungen. Drei Tage später befanden sich die Schiffe wieder in den Gewässern rund um Okinawa und beteiligten sich erneut an den Kämpfen um die wichtige japanische Insel. Es wurden nun nicht nur japanische Stellungen beschossen, sondern auch in den Gewässern vor Okinawa patrouilliert, auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 15. April versetzte man die US WILLIAM SEIVERLING in die Task Group 50.7, einer Antisubmarine Warfare Group, die Captain J. C. Cronin befehligte. Zu diesem Zeitpunkt waren in dieser TG der Geleitflugzeugträger USS TULAGI und die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS BOWERS ( DE-637 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ) kam am 20. April dazu und USS TABBERER ( DE-418 ) am 23. Mai. Zusammen mit dem Geleitflugzeugträger USS TULAGI ist die USS WILLIAM SEIVERLING auf der Schiffsroute zwischen Okinawa und dem Atoll Ulithi unterwegs. Beide Kriegsschiffe suchen nach feindlichen U-Booten. Dieser Patrouilleneinsatz dauerte für den Geleitzerstörer nur bis zum 30. April. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff die Task Group und fuhr zum Atoll Ulithi. Hier begann ab dem 3. Mai eine Reparatur an dem Hauptantrieb des Schiffes. Bis zum 15. Mai dauerten diese Reparaturen an. Am folgenden Tag stach die USS WILLIAM SEIVERLING wieder in See und eskortierte den Benzintanker USS GENESEE ( AOG-8 ) von dem Atoll aus bis nach Okinawa. Die Eskortierfahrt dauerte bis zum 20. Mai. Der Geleitzerstörer nahm seine Suche nach japanische U-Boote vor Okinawa wieder auf. Gleichzeitig war das Kriegsschiff als Luftabwehrstation eingesetzt. Während dieser Phase ihres Dienstes, war die USS WILLIAM SEIVERLING bis zum 28. Mai an mehreren Tagen feindlichen Luftangriffen ausgesetzt. So auch am 25. Mai. Der Geleitzerstörer lag wenige hundert Meter von dem Schnellen Truppentransporter USS BATES ( APD-47 ) entfernt. Beide hatten sie ihre Positionen rund zwei Seemeilen südlich von Ie Shima eingenommen. Da griffen sechs japanische Kamikazepiloten die USS BATES an. Die Geschützmannschaften der USS WILLIAM SEIVERLING konnte aus dieser Gruppe drei Flugzeuge abschießen, doch die drei anderen Flugzeuge schlugen in dem Kriegsschiff ein, so dass der Rumpf brach. Die USS WILLIAM SEIVERLING eilte dem Schiff zu Hilfe und übernahm unzählige Überlebende. Am Nachmittag nahm der Hochseeschlepper USS CREE ( ATF-84 ) das havarierte Schiff ins Schlepptau, doch um 19:23 brach der Rumpf der USS BATES vollständig auseinander und beide Teile versanken im Wasser. Am 28. Mai gliederte man die 5. US Flotte in die 3. US Flotte ein und das Kommando übernahm Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ). Die USS WILLIAM SEIVERLING versetzte man an diesem Tag in die TG 30.7, deren Schiffe wieder nach japanischen U-Booten suchten. In der TG waren die Geleitflugzeugträger USS ANZIO und USS TULAGI aushilfsweise und die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS OLIVER MITCHELL, USS TABBERER und ein weiterer. Gleich am ersten Tag erhalten die Schiffe der TG den Auftrag, in ein Seegebiet zu fahren das 400 Seemeilen nördlich von Guam liegt. Dort hat ein amerikanischer Minensucher ein feindliches U-Boot entdeckt. Man startet von der USS ANZIO daraufhin mehrere Flugzeuge aus der Staffel Composite Wing VC-13. 400 Seemeilen südöstlich von Okinawa erhält am 31. Mai um 4:36 Uhr der Radarbeobachter von dem Torpedobomber Grumman TBM-3E „Avenger“, Kommandant Lieutenant (jg) Sam L. Stovall, einen Kontakt. Daraufhin lässt LT Stovall das Flugzeug durch die Wolkendecke fallen und man entdeckt noch vor der Morgendämmerung auf der Wasseroberfläche ein U-Boot. Von dem Flugzeug werden vier 5-Zoll Raketen auf das U-Boot abgefeuert und zwei davon sollen eventuell getroffen haben. Man identifiziert das U-Boot. Es ist IJN I-361, Kommandant Lieutenant Matsuura. Gleich nach dem Raketenangriff lässt LT Matsuura alarmtauchen. Stovall hingegen lässt hingegen Sonobouys und einen Mark 24 „Fido“ Torpedo vom Typ D1 fallen, der selbständig die akustischen Propellergeräusche sucht. Fünfzehn Seemeilen von der dann entstandenen Explosion befanden sich die herannahenden Geleitzerstörer USS OLIVER MITCHELL und USS TABBERER, die eine schwere Unterwasserexplosion wahrnahmen. Als die beiden Kriegsschiffe dem Herd der Explosion näherten fanden sie einen großen Ölteppich, Teile von Deckplanken und andere Trümmer von IJN I-361 vor. Alle 76 Besatzungsmitglieder und 5 Kaiten Piloten kommen in dem U-Boot ums Leben. Die USS WILLIAM SEIVERLING verlässt zusammen mit der USS OLIVER MITCHELL dann am 4. Juni die TG 30.7 und fährt zum Atoll Ulithi. Hier musste der Geleitzerstörer in ein Trockendock bugsiert werden damit eine Überholung an dem Kriegsschiff erfolgen konnte. Am 24. Juni verlässt der Geleitzerstörer das Atoll und fährt in die San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Diese wird von dem Kriegsschiff zwei Tage später erreicht. Hier integrierte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die Task Group 30.8, der Logistical Group der 3. US Flotte. In TG befanden sich dafür die Geleitflugzeugträger USS ANZIO, USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS KENDALL C CAMPBELL, USS OLIVER MITCHELL, USS LAMONS ( DE-743 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS WATERMAN ( DD-740 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS KYNE ( DE-744 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), USS BANGUST ( DD-739 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG sollten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu unterstützten. Das Auslaufen der Schiffe der TG 30.8 war für den 28. Juni vorgesehen. Zwei Tage später erreichten sie das Atoll Ulithi. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 versorgt vor Honshu. Die USS WILLIAM SEIVERLING operierte zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern im Umkreis von 200 Seemeilen vor der japanischen Küste und sicherte dabei die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Der Geleitzerstörer eskortierte zusammen mit anderen Geleitzerstörern leere Öltanker zum Atoll Ulithi und kehrte zusammen mit den Kriegsschiffen an die japanische Küste zurück. So lag das Kriegsschiff am 23. Juli in der Lagune des Atolls Ulithi. Es wurde Proviant, Munition und Treibstoff gebunkert. Zwei Tage später stach der Geleitzerstörer wieder in See. Ziel war die Kampfgruppe, bestehend aus dem Geleitflugzeugträger USS SALAMAUA ( CVE-96 ) und dem Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE, welche ab dem 24. Juli die Insel Guam, Nördliche Marianen verlassen hatten und mit ihrer Anti-U-Boot Patrouille auf den Schifffahrtswegen zwischen den Nördlichen Marianen und Okinawa begannen. Am 28. Juli stieß die USS WILLIAM SEIVERLING dazu. Ab dem 30. Juli wurden die Patrouillenfahrten auf die Schifffahrtswege zwischen der philippinischen Insel Leyte und Okinawa verlegt. Dazu fuhren die drei Kriegsschiffe ab dem 1. August in Richtung der San Pedro Bay, Leyte. Hier trafen sie am 5. August ein und blieben für drei Tage. Am 8. August stachen alle drei Kriegsschiffe wieder in See und begannen ihre U-Boot Patrouille bis in den Nordosten der philippinischen Insel Luzon auszudehnen. Die Japaner akzeptierten am 15. August eine bedingungslose Kapitulation. Da operierte die USS WILLIAM SEIVERLING, die USS ULVERT M MOORE und die USS SALAMAUA östlich von der Insel Formosa im Südchinesischen Meer. Alle drei Kriegsschiffe verließen an diesem 15. August ihr Operationsgebiet und fuhren in die San Pedro Bay. Hier legten sie wenige Tage später an. Am 25. August legten sie gemeinsam wieder ab und eskortierten einen Schiffskonvoi bis in die Tokyo Bay, wo sie am 2. September eintrafen und an der historischen Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde, die auf dem Schlachtschiff USS MISSOURI ( BB-63 ) stattfand, teilnahmen. Bis zum 17. Oktober unterstützte die USS WILLIAM SEIVERLING die amerikanischen Besatzungstruppen in den japanischen Häfen innerhalb der Tokyo Bay. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer Yokosuka und eskortierte einen Schiffskonvoi, bestehend aus Panzerlandungsschiffen, nach Manila, Luzon. Dieses Ziel erreichten die Schiffe am 25. Oktober. Der Geleitzerstörer blieb hier bis zum 3. November liegen. Man nahm an dem Kriegsschiff mehrere Reparaturen vor, bunkerte Proviant und bereitete es für die Fahrt an die US Westküste vor. An diesem 3. November stach die USS WILLIAM SEIVERLING wieder in See und fuhr mit Zwischenstopps in Apra Harbour, Guam, Nördliche Marianen, dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands und der Marinebasis Pearl Harbor am 26. November in den Hafen von San Pedro, Kalifornien ein. Hier bereitete man den Geleitzerstörer auf seine Inaktivität vor und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. Am 21. März 1947 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS WILLIAM SEIVERLING aus der Pazifikreserveflotte und begann den Geleitzerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Lieutenant Commander Walter C. Cole stellte am 27. Dezember 1950 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Gleichzeitig versetzte man den Geleitzerstörer in das Eskortiergeschwader CortRon 9, zu dem auch der Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE gehörte. Die USS WILLIAM SEIVERLING verbrachte die ersten drei Monate mit Erprobungs- und Ausbildungsfahrten, die den Geleitzerstörer entlang der kalifornischen Küste führte. Am 16. April verließ das Kriegsschiff die amerikanische Marinebasis San Diego und fuhr in Begleitung eines Teils des Geleitgeschwaders 9 in Richtung Fernost. Nach den Zwischenstationen in der Marinebasis Pearl Harbor und bei Midway Island erreichte die USS WILLIAM SEIVERLING am 14. Mai den japanischen Hafen Sasebo. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Force 72. Diese Schiffe sollten Patrouillen vor der Insel Formosa, dem späteren Taiwan, durchführen, um mögliche Einfälle der kommunistischen Chinesen gegen die Nationalistischen Chinesen abzuwehren. Dazu fuhr der Geleitzerstörer nach Keelung, Taiwan. Anfang Juli versetzte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die koreanischen Gewässer, um sich an den dortigen Kämpfen zu beteiligen. Vom 6. bis zum 12. Juli führte der Geleitzerstörer in der Nähe von Songjin Landbombardierungen auf Nachschubwege der Nordkoreaner durch. Anschließend patrouillierte das Kriegsschiff vor der nordkoreanischen Küste und beteiligte sich dort an der Schiffsblockade, die die Schiffe unter der Aufsicht der Vereinten Nationen aufgebaut hatten. Damit sollte der Nachschubweg der Chinesen und der Sowjetunion für die nordkoreanischen Streitkräfte unterbunden werden. Anfang September gliederte man den Geleitzerstörer in die Blockadekräfte ein, die den Hafen von Wonsan absicherten. Am 8. September, während einer Sicherungsfahrt von Minensuchern im inneren Hafen von Wonsan, begann eine feindliche Küstenbatterie auf die USS WILIAM SEIVERLING zu feuern. Umgehend begann der Geleitzerstörer mit radikalen Manövrierwechseln und die Geschützmannschaften nahmen diese feindliche Küstenbatterie unter Feuer. Während der wenigen Minuten die diese Aktion dauerte, erzielte die koreanische Küstenbatterie drei direkte Treffer auf dem Geleitzerstörer. Eine der Granaten drang unterhalb der Wasserlinie in den Feuerraum Nummer 2 ein. Mehrere dort anwesende Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet oder schwer verwundet. Durch diesen direkten Treffer musste die USS WILLIAM SEIVERLING alle weiteren aktionen abbrechen und fuhr nach Sasebo. Hier begannen die ersten dringend notwendig gewordenen Reparaturen. Der Geleitzerstörer verließ erst am 22. November diesen Hafen wieder und fuhr zur US Westküste. Hier erfolgten in den folgenden zehn Monaten des Jahres 1952 die eigentlichen Reparaturen mit den daran anschließenden Probefahrten. Das Kriegsschiff verließ am 17. Oktober wieder San Diego und fuhr in den Fernen Osten. Die Zwischenstopps dorthin wurden wieder in Pearl Harbor und auf Midway Island abgehalten. Das Kriegsschiff lief am 11. November in den Hafen von Yokosuka ein. Fünf Tage später lag der Geleitzerstörer schon wieder vor Wonsan und beteiligte sich an der dortigen Schiffblockade. Bis zum 26. Dezember dauerte dieser Pflichteinsatz, der mit Küstenbombardements einherging. An diesem 26. Dezember fuhr das Kriegsschiff wieder nach Sasebo. Hier beölte man die USS WILLIAM SEIVERLING und bunkerte Proviant und Munition. Der Geleitzerstörer patrouillierte dann ab dem 5. Januar 1953 schon wieder in den koreanischen Gewässern. Dieser Einsatz im westlichen Pazifik dauerte bis Ende Mai und umfasste drei weitere Fahrten in die Küstengewässer Koreas. Das Kriegsschiff verließ am 22. Mai die japanischen Gewässer und fuhr am 9. Juni in die Marinebasis San Diego ein. Hier nahm der Geleitzerstörer bis Januar 1954 an lokalen Operationen teil. Dann bugsierte man ihn in die Long Beach Naval Shipyard in Los Angeles, Kalifornien und begann eine umfassende Überholung. Die Reparaturen im Trockendock waren am 26. März abgeschlossen. In den nun folgenden zwei Monaten begann in den Gewässern vor San Diego das offizielle Training der Schiffsbesatzung. Die USS WILLIAM SEIVERLING stach am 20. Mai wieder in See und fuhr in den Fernen Osten. Der Geleitzerstörer erreichte am 8. Juni die japanischen Gewässer und war wenige Tage später schon wieder vor der südkoreanischen Küste. Hier nahm das Kriegsschiff an einer Landungsübung bei Sokcho Ri teil. Zwischen dem 29. Juni und dem 26. Juli unternahm die USS WILLIAM SEIVERLING eine Reihe von Goodwill Besuchen in den japanischer Häfen Kobe, Nagoya, Muroran und Niigata. In den Tagen danach nahm der Geleitzerstörer seinen Dienst in der Task Force 95 wieder auf. Ende November beendete das Kriegsschiff seinen Einsatz im Westpazifik und fuhr an die kalifornische Küste zurück. Der Geleitzerstörer legte am 10. Dezember in seinem Heimathafen San Diego an. Nach mehreren lokalen Operationen führte der Geleitzerstörer 1955 erneut eine Kreuzfahrt in den Fernen Osten durch. Hier gliederte sich das Kriegsschiff in die 7. US Flotte ein und operierte im alten vertrauten nordwestlichen Pazifik nahe Japan, Korea und Taiwan. Während dieses Einsatzes besuchte die USS WILLIAM SEIVERLING auch den japanischen Hafen von Maizuru. Hier beteiligte sich der Geleitzerstörer an der Rücknahme von Lend – Lease Schiffen an die US Navy. Am 28. November 1955 legte das Kriegsschiff in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien an und es begann eine Überholung. Dazu wurde die USS WILLIAM SEIVERLING am 15. Dezember ins Dock bugsiert. Gleichzeitig waren dort zur Überholung die Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE, USS WISEMAN ( DE-667 ) und USS LEWIS ( DE-535 ). Am 18. Januar 1956 dockte man diese Schiffe wieder aus. Die Überholung der USS WILLIAM SEIVERLING und der USS ULVERT M MOORE war am 11. Februar abgeschlossen. Nach der Beteiligung an lokalen Operationen entlang der kalifornischen Küste, verlegte die USS WILLIAM SEIVERLING wieder in den Westpazifik. Diesmal aber besuchte der Geleitzerstörer zuerst den Südwesten des Pazifiks. Hier waren es hauptsächlich Häfen von Neuseeland und Australien. Anschließend fuhr das Kriegsschiff wieder nach Norden und beteiligte sich an den Patrouillenfahrten in den taiwanesischen Gewässern. Die USS WILLIAM SEIVERLING legte am 18. Februar 1957 in San Diego wieder an. Der Geleitzerstörer beteiligte sich noch bis zum 15. Juni an lokalen Operationen in den Gewässern vor San Diego. Ab diesem Tag begann man das Kriegsschiff auf seine inaktive Zeit vorzubereiten. Man stellte den Geleitzerstörer am 27. September 1957 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ) strich man am 1. Dezember 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 20. september 1973 an die Levin Metals Corporation in San Jose, Kalifornien zum verschrotten.


USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 )
Commanding Officer

LCDR Charles Francis Adams IV  (USNR)        1. Juni 1944 – ?
LCDR Walter C. Cole       27. Dezember 1950 – ?
LCDR Robert Gray Tower        ? – 1954
LCDR Hal M. Winner        1954 – 1955
LCDR Reed H. Nielson         1955 – 27. September 1957

USS LA PRADE ( DE-409 )

USS LA PRADE ( DE-409 )

Biografie

Robert Maitland La Prade
* 4. August 1916 in Kenedy, Texas
† 23. Januar 1943 während der Guadalcanal Kampagne

Robert Maitland La Prade war der Sohn von J. T. La Prade und Lillian B. La Prade.
Nach seinem Schulabschluss schrieb er sich freiwillig in die US Army ein. Nachdem er dort dann entlassen worden war, schrieb er sich am 16. April 1940 im US Marine Corps ein. Er schloss am 1. Juni 1942 seinen Bachelor of Arts am Rice Institut ab. Er wurde anschließend auf Guadalcanal, Ostsalomonen versetzt. Man beförderte ihn am 1. Januar 1943 zum First Lieutenant. Am 20. Januar führte La Prade eine Kampfpatrouille um ein gegnerisches Maschinengewehrnest zu vernichten. Auf dieser Patrouille wurde er zwei Mal hinter den feindlichen Linien verwundet. Trotz seiner Beharrlichkeit brachte man ihn zurück hinter die eigenen Linien, wo er unter unveränderter Missachtung seiner eigenen abebbenden Kraft die Richtung und die Formation seiner Truppe weiter gab, bis er das Bewusstsein verlor.
First Lieutenant Robert Maitland La Prade wurde für außerordentlichen Heldenmut mit dem Navy Cross ausgezeichnet.


USS LA PRADE ( DE-409 )

Schiffsbiografie

Die USS LA PRADE ( DE-409 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von First Lieutenant Robert Maitland La Prade benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das zweiundvierzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Houston, Texas wurde am 18. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Lillian B. La Prade, Mutter von First Lieutenant Robert Maitland La Prade, taufte am 31. Dezember 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander C. M. Fellows stellte am 20. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS LA PRADE bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die Werft von Norfolk, Virginia. Hier überprüfte man die Schiffshaut und rüstete danach das Kriegsschiff für die Fahrt in den Pazifik aus. Am 27. Juni stach die USS LA PRADE in See und durchquerte am 3. Juli den Panamakanal. Von dort aus ging die Fahrt zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien weiter. Hier beölte man den Geleitzerstörer und bunkerte Munition und Proviant. Am 18. Juli verließ das Kriegsschiff diese Basis und fuhr zu den Hawaiianischen Inseln. Die USS LA PRADE lief am 25. Juli in die dortige amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii ein. Hier beteiligte sich der Geleitzerstörer bis zum 8. September an mehreren Anti-U-Boot Übungen, an Patrouillen- und Eskortierfahrten. Das Kriegsschiff verließ an diesem 8. September die Marinebasis und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Das Atoll wurde sechs Tage später erreicht. Sofort wurde die USS LA PRADE für Patrouillen- und Eskortierfahrten und zur Suche nach feindlichen U-Booten zwischen dem Atoll Eniwetok, den Palau Inseln und dem Atoll Ulithi, Karolinen. Dies dauerte bis zum 9. Oktober. Ab diesem Tag kehrte der Geleitzerstörer in den Gewässern rund um das Atoll Eniwetok zurück und eskortierte und patrouillierte bis in den November hinein zur Sicherung der sich sammelnden Flotte. Die gesicherten Palau Inseln wurden nun als logistische Basis für die Invasion der philippinischen Inseln genutzt. Nachdem die ersten Landeanstrengungen auf der philippinischen Insel Leyte abgeschlossen waren, begann die USS LA PRADE mit der Eskorte von Schiffskonvois zwischen Leyte, dem Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln und dem Atoll Ulithi. Diese Aktion dauerte bis in den März 1945. Zwischendurch erhielt der Geleitzerstörer mehrere Aufgaben. So musste er ab dem 12. November die Sicherung des am 12. Oktober torpedierten Schweren Kreuzers USS CANBERRA ( CA-70 ) auf der Fahrt zum Seeadler Habour übernehmen. Dieser Schwere Kreuzer lag im Schlepptau des zum Hochseeschleppers USS MUNSEE ( ATF-107 ). Doch noch am selben Tag musste das Kriegsschiff die Eskorte wieder übergeben und sollte einem amerikanischen Wasserflugzeug zu Hilfe eilen das durch einen Luftkampf schwer beschädigt worden war. Schnell wurde dieses Flugzeug geortet und die Position weitergegeben damit der Kleine Wasserflugzeugtender ( USS ONSLOW ( AVP-48 ) die Bergung beginnen konnte. Im Januar 1945 befand sich die USS LA PRADE in der Nähe der Palau Inseln. Am westlichen Eingang zum Hafen der Kossol Roads gab es feindlichen U-Boot Alarm. Ein japanisches U-Boot hatte mehrere Kaiten, bemannte Torpedos, freigelassen. Die Piloten dieser Zwerg-U-Boote sollten selbständig handeln und amerikanische Schiffe angreifen. Der Geleitzerstörer wurde von dem Kleinen Wasserflugzeugtender USS CASCO ( AVP-12 ) zur Vernichtung solch eines Kaiten herangeführt. Die USS LA PRADE setzte bis zum März seinen alltäglichen Patrouillen- und Eskortierdienst fort. Am 13. März integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Undergroup 94.6.2, die Ulithi Patrol and Escort Group. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS LA PRADE, USS CORBESIER ( DE-438 ), USS CONKLIN ( DE-439 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS WITTER ( DE-636 ) und USS SANDERS ( DE-40 ). Am 13. März verließen diese Kriegsschiffe das Atoll Ulithi und begannen in den Gewässern rund um das Atoll zu patrouillieren, da hier die 5. US Flotte für den Angriff auf die japanische Insel Okinawa zusammengezogen wurde. Am 23. März integrierte man die USS LA PRADE in die Task Group 50.8, die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In der Hauptlogistikgruppe der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS THORN ( DD-647 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS LA PRADE, USS CORBESIER, USS STRAUS, USS CONKLIN, USS McCOY REYNOLDS, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS CROWLEY, USS LAMONS, USS HILBERT, USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS JACK MILLER ( DE-410 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Bei einer Eskortierfahrt, nach dem 6. April, griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker, der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz war. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser ohne Schaden anzurichten. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Am 14. Mai sichtete man in der Nähe der Schiffe der TG 50.8, bei Minami Ogari Shima mehrere bemannte japanische Torpedos. Diese sogenannten Kaiten wurden aber alle vernichtet noch bevor die Piloten ihre todbringende Waffe ins Ziel steuern konnten. Die Task Group 50.8 integrierte man ab dem 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS WINDHAM BAY, USS BOUGAINVILLE, USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS THORN, USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS KALK, USS AYLWIN, USS DALE und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS LA PRADE, USS CORBESIER, USS STRAUS, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS HOWARD F CLARK, USS DONALDSON, LAMONS, USS JACK MILLER, USS CONKLIN, USS CROWLEY, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Dieses Operationsgebiet sollte am 7. Juni erreicht werden. Doch die Schiffe laufen alle in einen Taifun. Vielen Schiffsbesatzungen der TG gelang es nicht ihre Schiffe ohne große Zerstörungen durch den Sturm zu bringen. Die USS LA PRADE übernahm nun den Transport von Passagieren, von Post und Fracht zwischen den einzelnen Schiffen der TF. Der Geleitzerstörer überwachte bis zum 26. Juni den Luftraum und sichte nach feindlichen U-Booten bis Okinawa für sicher erklärt wurde. Ab diesem Tag übernahm das Kriegsschiff wieder Eskortier- und Patrouillendienst in den Gewässern von Okinawa. Am 15. August war der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet worden. Die USS LA PRADE blieb bis zum 23. September in den Gewässern von Okinawa und wechselte an diesem Tag in den japanischen Hafen Sasebo zur Unterstützung der amerikanischen Besatzungstruppen. Am 10. Oktober kehrte der Geleitzerstörer in die Buckner Bay, Okinawa zurück. Vier Tage später stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr ostwärts. Der Geleitzerstörer fuhr über das Atoll Eniwetok und der Marinebasis Pearl Harbor an die kalifornische Küste. In dem Hafen der Marinebasis von San Diego machte man am 5. November das Kriegsschiff fest. Am 11. Mai 1946 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. Den namen USS LA PRADE ( DE-409 ) strich man am 15. Januar 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 15. Januar 1973 zum verschrotten.


USS LA PRADE ( DE-409 )
Commanding Officer

LCDR C. M. Fellows        20. April 1944 – ?

USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 )

USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 )

Biografie

Ensign Kendall Carl Campbell
* 25. Juli 1917 in Garden City, Kansas
† 4. Mai 1942 in der Schlacht in der Coral Sea

Nachdem sich Kendall Carl Campbell am 28. Oktober 1940 in die US Navy Reserve eingetragen hatte, meldete er sich am 15. November 1940 auf der Marine Aviation Base in Kansas City zum Flugtraining. Am 1. Februar 1941 ernannt man ihn zum Aviation Kadett und am 19. August 1941 zum Ensign. Er wurde dem Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-5 ) als Pilot dem Kampfgeschwader Scouting Squadron FIVE zugeteilt.
Campbell erhielt sein erstes Navy Cross für die Aktion gegen feindliche japanische Truppen in der Nähe von Salamaua und Lae, Neuguinea, am 10. März 1942. Sein zweites Navy Cross, den First Gold Star, erhielt er posthum für außergewöhnliche und mutige Heldentaten als Pilot eines Flugzeugs in der Scouting Squadron FIVE auf der USS YORKTOWN (CV-5) in Aktion gegen feindliche japanische Streitkräfte auf Tulagi Harbor am 4. Mai 1942.


USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 )

Schiffsbiografie

Die USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Kendall Carl Campbell benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das dreiundsechzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 16. Dezember 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ada B. Campbell, Mutter von Ensign Kendall Carl Campbell, taufte am 19. März 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Raymond Wilber Johnson stellte am 31. Juli 1944 in der New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Komplettausrüstung der USS KENDALL C CAMPBELL war am 20. August 1944 in der New York Naval Shipyard abgeschlossen. An diesem Tag begann der Geleitzerstörer mit der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, wohin es ihn bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte. Danach fuhr das Kriegsschiff in die Werft von Norfolk, Virginia. Hier kontrollierte man den Schiffskörper und bereitete das Schiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Am 5. Oktober stach die USS KENDALL C CAMPBELL zusammen mit dem Schwesterschiff USS ULVERT M MOORE ( DE-442 ) in See und eskortierten die Öltanker USS TALUGA ( AO-62 ) und USS ACUILLA ( AO-56 ) nach Aruba, Niederländisch – Westindien. Von dort aus fuhren beide Geleitzerstörer zum Panamakanal, den sie am 11. Oktober durchquerten. Für die Kriegsschiffe ging die Fahrt zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien weiter, wo sie am 22. Oktober anlegten. Hier beölte man die Geleitzerstörer und bunkerte Munition und Proviant. Am Morgen des 23. Oktober verließen beide Kriegsschiffe diese Marinebasis und fuhren zum Hafen von San Pedro, Kalifornien. Hier wartete das Schlachtschiff USS COLORADO ( BB-45 ) auf seine Eskorte. Am 24. Oktober verließen die drei Kriegsschiffe die kalifornische Küste und fuhren zu den Hawaiianischen Inseln. In die dortige amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii liefen sie am 30. Oktober ein. Ab diesem Tag integrierte man die USS KENDALL C CAMPBELL in die Task Group 12.3, eine Hunter Killer Group. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und die Geleitzerstörer USS KENDALL C CAMPBELL, USS ULVERT M MOORE, USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ) und USS SNYDER ( DE-745 ). Grund für die Erstellung dieser Group war das japanische U-Boot IJN I-12, Kommandant Commander Kudo Kaneo. Dieses hatte auf der Position 31° 55’ Nord, 139° 45’ West am Abend des 29. Oktober um 21:05 Uhr in einer untergetauchten Position das Liberty Schiff SS JOHN A JOHNSON ( 7.176 BRT ) torpediert. Das amerikanische Versorgungsschiff war auf dem Weg von San Francisco, Kalifornien nach Pearl Harbor und hatte 6.900 Tonnen Lebensmittel, 140 Tonnen Sprengstoff und eine Deckladung LKWs geladen. Das Versorgungsschiff erhielt einen Torpedotreffer auf der Steuerbordseite. Die massive Explosion lässt das Schiff in Höhe der Brücke auseinanderbrechen. Zehn Besatzungsmitglieder kommen dabei ums Leben. Die restlichen Mannschaftsmitglieder retten sich in die Rettungsboote. Eines davon wird von dem japanischen U-Boot gerammt und die anderen mit Maschinengewehren und Pistolen beschossen. Sechs weitere Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. 24 Stunden nach dem Angriff werden die Überlebenden von dem Patrouillenboot USS ARGUS ( PY-14 ) gerettet und nach San Francisco gebracht. Die Kriegsschiffe der TG 12.3 machen nun Jagd auf das feindliche U-Boot um es zu zerstören. Ständig sind Piloten aus der Staffel VC-83 der USS CORREGIDOR mit ihren Grumman TBM-1C „Avengers“ in der Luft und suchen. Am 2. November wird ein unbekanntes U-Boot entdeckt und angegriffen. Zwei Tage später erfolgt ein zweiter Angriff auf ein ebenfalls unbekanntes U-Boot das auch zwischen den Hawaiianischen und den Kalifornischen Gewässern operierte. Die Geleitzerstörer suchten an beiden Tagen nach den nichtidentifizierten U-Booten, fanden aber nichts. Am 19. November kehrten die Kriegsschiffe nach Pearl Harbor zurück. Die USS KENDALL C CAMPBELL ging längsseits zu dem Zerstörertender USS YOSEMITE ( AD-19 ). Bis zum 23. November wurden an dem Zerstörer Reparaturen vorgenommen. Gleichzeitig versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 12.4. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI ( CVE-72 ) und die Geleitzerstörer USS KENDALL C CAMPBELL, USS ULVERT M MOORE, USS SNYDER, USS WILLIAM SEIVERLING und USS GOSS ( DE-444 ), der erst im Dezember zu dieser Gruppe stieß. Am 24. November verließen diese Kriegsschiffe die Hawaiianischen Gewässer und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Auf dem Weg dorthin begannen die Kriegsschiffe mit Anti-U-Boot Patrouillen auf den Versorgungswegen und erreichten am 2. Dezember das Atoll Eniwetok, Marshall Islands und am 7. Dezember das Atoll Ulithi. Von diesem Atoll aus begann nun der Geleitflugträger und die Geleitzerstörer mit ihrer Anti-U-Boot Patrouillenfahrt zwischen dem Atoll Eniwetok, dem Atoll Ulithi und der Insel Saipan, Nördliche Marianen. Bis zum 28. Dezember hielten diese Schiffe diese Fahrten bei. An diesem Tag kehrten sie zum Atoll Ulithi zurück. Hier integrierte man die USS KENDALL C CAMPBELL in die Task Undergroup 77.5, einer Hunter Killer Group, die von Captain J. C. Cronin kommandiert wurde. In der TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI und die Geleitzerstörer USS KENDALL C CAMPBELL, USS ULVERT M MOORE, USS WILLIAM SEIVERLING, USS GOSS und USS STAFFORD ( DE-411 ). Am 28. Dezember verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zur Kossol Roads bei den Palau Inseln. Diese Hunter Killer Group fuhr zuerst nach Leyte, Philippinen, von dort aus durch die Surigao Straße, wandte sich nach Westen und fuhr entlang der Nordküste von Mindanao, bevor sie nach Norden abbog um die Küsten von Negros, Panay und Mindoro zu umrunden. Ziel war die philippinische Insel Luzon. Am Nachmittag des 5. Januar befanden sich die Schiffe in der Mindoro Straße. Da gab man auf den Schiffen der TG Luftalarm. Acht japanische Flugzeuge näherten sich der TG. Umgehend begannen die Geschützmannschaften auf die Kamikazepiloten zu schießen. Vier davon wichen aus und suchten sich ein anderes Ziel. Drei der noch anfliegenden Maschinen konnten rechtzeitig abgeschossen werden, aber eines der Flugzeuge schlug in die USS STAFFORD ein. Zwei Tage später erreichten die Kriegsschiffe der TG 77.5 den Lingayen Golf und beginnen mit der Suche nach feindlichen U-Booten. Damit unterstützten sie die Angriffsflotte. Am 5. Februar kehrten die Schiffe der TG 77.5 zum Atoll Ulithi zurück. Hier gliederte man die USS KENDALL C CAMPBELL in die Task Undergroup 50.7.3 ein, die Captain J. C. Cronin kommandierte. In dieser TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI und die Geleitzerstörer USS KENDALL C CAMPBELL, USS ULVERT M MOORE, USS WILLIAM SEIVERLING und USS GOSS. An den Schiffen werden einige Reparaturen vorgenommen. Am 19. Februar verlassen diese Kriegsschiffe das Atoll und fahren zur Bonine Insel Iwo Jima, wo an diesem Tag die Anlandungsoperation begann. In den Gewässern rund um die Inselgruppe beginnen die Schiffe der TU mit der Suche nach japanischen U-Booten. Bis zum 11. März bleiben sie und kehren erst an diesem Tag zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf die Operation „Iceberg“ zur Eroberung Okinawas vor, der größten amphibischen Operation im pazifischen Raum während des Krieges. Dazu versetzte man die USS KENDALL C CAMPBELL in die Task Group 52.1.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS TULAGI, USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS PETROF BAY ( CVE-80 ), USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ) und USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ), die Zerstörer USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS BRADFORD ( DD-545 ) und USS BOYD ( DD-544 ) sowie die Geleitzerstörer USS KENDALL C CAMPBELL, USS WILLIAM SEIVERLING, USS ULVERT M MOORE, USS GOSS, USS FLEMING ( DE-32 ) und USS SEDERSTROM ( DE-31 ). Ab dem 11. März begannen für die Schiffe der TU mehrere Trainingsmanöver die bis zum 21. März andauerten. Während dieser Trainingsmanöver eskortierten die Schiffe der TU die Schlachtschiffe, Kreuzer und deren Sicherungsschiffe aus der Task Group 54.1. Die Schiffe der TU 52.1.2 verließen am 21. März das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung Okinawa. Dabei übernahmen die Trägerflugzeuge die Luftsicherung. Das Zielgebiet erreichten die Schiffe der TU 52.1.2 am folgenden Tag. Sofort wurden die japanischen Stellungen auf den Kerama Retto Inseln bombardiert. Am 25. März begann die Invasion der Inseln, die rund 20 Seemeilen südwestlich von Okinawa liegen. Schon am 26. März verlagerten die Schiffe der Task Group 52.1 ihre Positionen vor Okinawa und begannen dort ihr Bombardement gegen feindliche Küstenbefestigungen. Dieser Beschuss dauerte bis zum 31. März. Am 1. April begann die amphibische Landeoperation auf Okinawa und die Trägerflugzeuge der Task Group 52.1 unterstützten die Sturmtruppen. Noch stieß man auf geringen Widerstand. Doch schon drei Tage später befanden sich japanische Kamikazepiloten in der Luft und stürzten sich auf die Geleitflugzeugträger der Task Undergroup. Dabei befanden sich diese ungefähr 110 Seemeilen Östlich der Nakagusuku Bay, Okinawa. Diesen Angriff konnten die Zerstörer und Geleitzerstörer erfolgreich abwehren. Nur der USS WAKE ISLAND wurde erheblicher Schaden zugefügt. Am 13. April lagen die Schiffe der TU vor Sakishima Gunto. Man bombardierte dort japanische Stellungen. Drei Tage später befanden sich die Schiffe wieder in den Gewässern rund um Okinawa und beteiligten sich erneut an den Kämpfen um die wichtige japanische Insel. Es wurden nun nicht nur japanische Stellungen beschossen, sondern auch in den Gewässern vor Okinawa patrouilliert, auf der Suche nach feindlichen Schiffen. So konnten Trägerflugzeuge der USS TULAGI rund 220 Seemeilen Südöstlich von Okinawa das japanische U-Boot I-44 versenken. Allerdings gab es fast jeden Tag feindliche Luftangriffe. Die Selbstmordpiloten konnten mit ihren Maschinen nur schwer gestoppt und abgeschossen werden. Unter den Schiffen der TU gab es einige Verluste zu beklagen. Die USS KENDALL C CAMPBELL blieb bis zum 28. Mai in der Task Undergroup 52.1.2. Der Geleitzerstörer beteiligte sich an der Sicherung der Geleitflugzeugträger, rettete abgeschossene Piloten, übernahm die Luftraumüberwachung und beteiligte sich an der Abwehr von Kamikazeangriffen. An diesem 28. Mai gliederte man die Task Force 52 um und integrierte deren Schiffe in die Task Force 32. In dieser TF versetzte man die Task Undergroup 32.1.2. In dieser befand sich der Zerstörer USS CAPPS und die Geleitzerstörer USS KENDALL C CAMPBELL und USS GOSS. Die drei Kriegsschiffe waren zur Sicherung der Geleitflugzeugträger aus der TU 32.1.1. abgestellt. Am 17. Juni verließ die USS KENDALL C CAMPBELL TU 32.1.2 und fuhr in die San Pedro Bay, Leyte. Hier sollte sich das Schiff auf den Angriff auf die japanischen Hauptinseln vorbereiten. Dazu versetzte man den Geleitzerstörer in die TG 30.8. In der 3. US Flotten Logistical Group TG 30.8 befanden sich dafür die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS KENDALL C CAMPBELL, USS WILLIAM SEIVERLING, USS CROWLEY ( DE-303 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS KYNE ( DE-744 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG unterstützten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu. Dazu verließen die Schiffe am 28. Juni Leyte und erreichten zwei Tage später das Atoll Ulithi. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 versorgt vor Honshu. Die USS KENDALL C CAMPBELL operierte zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern im Umkreis von 200 Seemeilen vor der japanischen Küste und sicherte dabei die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Am 9. August sollte die USS KENDALL C CAMPBELL einen Schiffskonvoi von Okinawa nach Leyte eskortieren. Da erhielt man südöstlich von Okinawa Gunto auf dem Geleitzerstörer einen Kontakt von einem japanischen Mini U-Boot. Sofort wurde dieser bemannte Torpedo attackiert und zerstört. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die USS KENDALL C CAMPBELL blieb aber mit den Schiffen der TG 30.8 weiterhin vor Honshu und sicherte die Öltanker der Invasionsflotte ab. In der ersten Septemberwoche fuhr der Geleitzerstörer noch Anti-U-Boot Patrouille für die Tokyo Occupation Force. Anschließend eskortierte das Kriegsschiff eine Gruppe von 54 Panzerlandungsschiffen von Tokyo nach Manila, Luzon und kehrte am 16. Oktober in den Hafen von Yokosuka zurück. Am 4. November verlässt die USS KENDALL C CAMPBELL die japanischen Gewässer und fährt in Richtung Osten. Nach einer Zwischenstation vor dem Atoll Eniwetok und der Marinebasis Pearl Harbor erreichte der Geleitzerstörer am 22. November San Pedro, Kalifornien. Hier erhielt das Kriegsschiff eine Überholung und wurde auf die Zeit der Inaktivierung vorbereitet. Man stellte am 31. Mai 1946 den Geleitzerstörer außer dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Dann wechselte das Kriegsschiff nach Stockton, Kalifornien. Den Namen USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ) strich man am 15. Januar 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 15. Januar 1973 zum verschrotten.


USS KENDALL C CAMBELL ( DE-443 )
Commanding Officer

LCDR Raymond Wilber Johnson  (USNR)         31. Juli 1944 – 21. Juni 1945
LCDR Henry R. Elmer  (USNR)         21. Juni 1945 – 1946
LCDR Richard E. Warner        1946 – 31. Mai 1946

USS ULVERT M MOORE ( DE-442 )

USS ULVERT M MOORE ( DE-442 )

Biografie

Ulvert Matthew Moore
* 26. August 1917 in Williamson, West Virginia
† 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway Island

Ulvert Matthew Moore war der Sohn von Lloyd Elmer Moore und Effie May Vines Moore, die am 1. September 1913 in Staunton, Virginia geheiratet hatten. Er hatte einen bruder, Ralph Norwood Moore. Ulvert schloss 1936 sein abitur ab und besuchte zwei Jahre lang das Bluefield College in Bluefield, West Virginia. Auf diesem College war er ein Mitglied von Eta Tau Beta, dem Varsity Club, im Tennis Team und war ein Cheer Leader. Im Herbst 1938 wechselte Ulvert an die Universität von west Virginia in Morgentown, wo er ein Mitglied der Kappa Alpha Bruderschaft war. Im Mai 1940 schloss er sein Studium ab. Wenige Monate später, am 16. September 1940 meldete er sich auf der Naval Reserve Air Base in Washington DC als Seaman Second Clas und schrieb sich in das US Naval Reserve Flugprogramm ( V-5 ) ein. Unter Anleitung absolvierte er am 15. November 1940 sein Eliminierungsflugtraining. Anschließend versetzte man ihn in den inaktiven Dienst und schickte ihn nach Hause, wo er weitere Befehle abwarten sollte. Seaman Second Clas Moore meldete sich bei der Naval Air Station in Jacksonville, Florida und wurde dort am 14.Januar 1941 zum Aviation Cadet ernannt. Nach der Flugausbildung in Jacksonville und Miami, Florida erhielt er sein Navy Pilotenabzeichen.
Man beförderte ihn am 6. Juni 1941 zum Ensign. Ab diesem Tag erhielt er dann eine fortgeschrittene Trägerausbildung in Norfolk, Virginia. Nach Abschluss der Ausbildung versetzte man Moore in das Torpedo Squadron Eight ( VT-8 ), welches auf dem Flugzeugträger USS HORNET ( CV-8 ) stationiert war. Nach monatelangem Shakedown-Training vor der US-Ostküste und in der Karibik durchquerte die USS HORNET mit Begleitschiffen am 11. März 1942 den Panamakanal und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Hier starteten die Douglas TBD-1 Devastator von dem Flugzeugträger auf und landeten auf dem Air Station. Die USS HORNET fuhr anschließend weiter zur Naval Air Station Alameda, Kalifornien. Hier wurden 16 B-25 Bomber verladen, die unter dem Kommando von Lieutenant Colonel Jimmie Doolittle den ersten Angriff auf das japanische Festland fliegen sollten. Die Piloten und ihre Funker der Torpedo Squadron Eight hoben wenige Tage später mit ihren Maschinen von der Air Station in San Diego ab und flogen zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Auch Ensign Moore flog zusammen mit seinem Funker und Kanonier ARM3 William Franklin Sawhill ( 8. Juli 1919 in Mansfield, Richland County, Ohio – 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway ). Das Geschwader führte Lieutenant Commander John Charles Waldron ( 21. August 1900 in Fort Pierre, Stanley County, South Dakota – 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway ). Nachdem von der USS HORNET die B-25 Bomber abgehoben waren und in Richtung japanisches Festland flogen, fuhr der Flugzeugträger zur Marinebasis Pearl Harbor um beölt zu werden. Das Geschwader der Douglas TBD-1 Devastator wechselte jetzt wieder an Bord des Trägers. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ die USS HORNET wieder die Hawaiianischen Gewässer und eilte in Richtung Korallenmeer, um die dortigen amerikanischen Träger USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS YORKTOWN ( CV-5 ) in der bevorstehenden Schlacht zu unterstützen. Aber die USS HORNET kam zu spät und kehrte um. Der Träger lief am 26. Mai wieder in Pearl Harbor ein. Zwei Tage später verließ der Flugzeugträger zusammen mit der USS ENTERPRISE ( CV-6 ) wieder die Marinebasis und fuhr zu den Midway Inseln. Da man durch die abgefangenen japanischen Funksprüche in der Annahme war, dass die nächste große Schlacht dort geschlagen werden würde. Früh am Morgen des 4. Juni 1942 starteten von der USS HORNET die gesamte Luftgruppe von 59 Flugzeugen, um die japanischen Träger anzugreifen. Torpedo Squadron Eight (VT-8) fand die feindlichen Träger und ohne Kämpferschutz begannen sie den Angriff auf die IJN AKAGI. Alle 15 Flugzeuge von VT- Eight brachten ihren Angriff durch einen Ansturm von japanischen Abfangjägern und Flugabwehrfeuer. Ein Torpedoflugzeug nach dem anderen ging in Flammen auf und stürzte ins Meer. Von den 30 Besatzungsmitgliedern fanden 29 den Tod. Auch Ensign Ulvert Matthew Moore und sein Funker und Kanonier ARM3 William Franklin Sawhill kehrten nicht zurück. Nach dem Action Report von der USS HORNET vom 13. Juni 1942 wurden nach der Schlacht die beiden als „Während des Einsatzes vermisst“ aufgelistet. Am 5. Juni 1943 wurden sie offiziell für Tot erklärt. In diesem Bericht schlug Captain Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ), Kommandant der USS HORNET, jedes Mitglied von Torpedo Squadron Eight, das am 4. Juni 1942 an der Schlacht teilgenommen hatte, für die Ehrenmedaille des Kongresses vor. Ensign Ulvert Matthew Moore erhielt posthum das Navy Cross, das Purple Heart und die Presidential Unit Citation verliehen.


USS ULVERT M MOORE ( DE-442 )

Schiffsbiografie

Die USS ULVERT M MOORE ( DE-442 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Ulvert Matthew Moore benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das zweiundsechzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Newark, New Jersey wurde am 2. Dezember 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Effie May Vines Moore, Mutter von Ensign Ulvert Matthew Moore, taufte am 7. März 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Franklin Delano Roosevelt, Jr. ( 17. August 1914 auf Campobello Island, Charlotte County, New Brunswick, Kanada – 17. August 1988 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York ), Sohn von US Präsident Franklin Delano Roosvelt, stellte am 18. Juli 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS ULVERT M MOORE bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte, begann in der New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York eine Kontrolle der Schiffshaut und die Endausrüstung. Am 18. September stach der Geleitzerstörer von der Werft aus in See und eskortierte den Geleitflugzeugträger USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) bis in den Hafen von Norfolk, Virginia. Am 5. Oktober stach die USS ULVERT M MOORE zusammen mit dem Schwesterschiff USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ) in See und eskortierten die Öltanker USS TALUGA ( AO-62 ) und USS ACUILLA ( AO-56 ) nach Aruba, Niederländisch – Westindien. Von dort aus fuhren beide Geleitzerstörer zum Panamakanal, den sie am 11. Oktober durchquerten. Für die Kriegsschiffe ging die Fahrt zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien weiter, wo sie am 22. Oktober anlegten. Hier beölte man die Geleitzerstörer und bunkerte Munition und Proviant. Am Morgen des 23. Oktober verließen beide Kriegsschiffe diese Marinebasis und fuhren zum Hafen von San Pedro, Kalifornien. Hier wartete das Schlachtschiff USS COLORADO ( BB-45 ) auf seine Eskorte. Am 24. Oktober verließen die drei Kriegsschiffe die kalifornische Küste und fuhren zu den Hawaiianischen Inseln. In die dortige amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii liefen sie am 30. Oktober ein. Ab diesem Tag integrierte man die USS ULVERT M MOORE in die Task Group 12.3, eine Hunter Killer Group. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und die Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE, USS KENDALL C CAMPBELL, USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ) und USS SNYDER ( DE-745 ). Grund für die Erstellung dieser Group war das japanische U-Boot IJN I-12, Kommandant Commander Kudo Kaneo. Dieses hatte auf der Position 31° 55’ Nord, 139° 45’ West am Abend des 29. Oktober um 21:05 Uhr in einer untergetauchten Position das Liberty Schiff SS JOHN A JOHNSON ( 7.176 BRT ) torpediert. Das amerikanische Versorgungsschiff war auf dem Weg von San Francisco, Kalifornien nach Pearl Harbor und hatte 6.900 Tonnen Lebensmittel, 140 Tonnen Sprengstoff und eine Deckladung LKWs geladen. Das Versorgungsschiff erhielt einen Torpedotreffer auf der Steuerbordseite. Die massive Explosion lässt das Schiff in Höhe der Brücke auseinanderbrechen. Zehn Besatzungsmitglieder kommen dabei ums Leben. Die restlichen Mannschaftsmitglieder retten sich in die Rettungsboote. Eines davon wird von dem japanischen U-Boot gerammt und die anderen mit Maschinengewehren und Pistolen beschossen. Sechs weitere Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. 24 Stunden nach dem Angriff werden die Überlebenden von dem Patrouillenboot USS ARGUS ( PY-14 ) gerettet und nach San Francisco gebracht. Die Kriegsschiffe der TG 12.3 machen nun Jagd auf das feindliche U-Boot um es zu zerstören. Ständig sind Piloten aus der Staffel VC-83 der USS CORREGIDOR mit ihren Grumman TBM-1C „Avengers“ in der Luft und suchen. Am 2. November wird ein unbekanntes U-Boot entdeckt und angegriffen. Zwei Tage später erfolgt ein zweiter Angriff auf ein ebenfalls unbekanntes U-Boot das auch zwischen den Hawaiianischen und den Kalifornischen Gewässern operierte. Die Geleitzerstörer suchten an beiden Tagen nach den nichtidentifizierten U-Booten, fanden aber nichts. Am 19. November kehrten die Kriegsschiffe nach Pearl Harbor zurück. Die USS ULVERT M MOORE ging längsseits zu dem Zerstörertender USS YOSEMITE ( AD-19 ). Bis zum 23. November wurden an dem Zerstörer Reparaturen vorgenommen. Gleichzeitig versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 12.4. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI ( CVE-72 ) und die Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE, USS KENDALL C CAMPBELL, USS SNYDER, USS WILLIAM SEIVERLING und USS GOSS ( DE-444 ), der erst im Dezember zu dieser Gruppe stieß. Am 24. November verließen diese Kriegsschiffe die Hawaiianischen Gewässer und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Auf dem Weg dorthin begannen die Kriegsschiffe mit Anti-U-Boot Patrouillen auf den Versorgungswegen und erreichten am 2. Dezember das Atoll Eniwetok, Marshall Islands und am 7. Dezember das Atoll Ulithi. Von diesem Atoll aus begann nun der Geleitflugträger und die Geleitzerstörer mit ihrer Anti-U-Boot Patrouillenfahrt zwischen dem Atoll Eniwetok, dem Atoll Ulithi und der Insel Saipan, Nördliche Marianen. Bis zum 28. Dezember hielten diese Schiffe diese Fahrten bei. An diesem Tag kehrten sie zum Atoll Ulithi zurück. Hier integrierte man die USS ULVERT M MOORE in die Task Undergroup 77.5, einer Hunter Killer Group, die von Captain J. C. Cronin kommandiert wurde. In der TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI und die Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE, USS KENDALL C CAMPBELL, USS WILLIAM SEIVERLING, USS GOSS und USS STAFFORD ( DE-411 ). Am 28. Dezember verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zur Kossol Roads bei den Palau Inseln. Diese Hunter Killer Group sollte auf der Fahrt zwischen den philippinischen Inseln für die Kriegsschiffe der TG 77.4 und der TG 77.2 der Radarvorposten sein. Die Schiffe der TG 77.5 fuhr zuerst nach Leyte, Philippinen, von dort aus durch die Surigao Straße, wandte sich nach Westen und fuhr entlang der Nordküste von Mindanao, bevor sie nach Norden abbog um die Küsten von Negros, Panay und Mindoro zu umrunden. Ziel war die philippinische Insel Luzon. Zwei Mal am Vormittag des 4. Januar musste die USS ULVERT M MOORE zu dem Öltanker USS SUAMICO ( AO-49 ). Der Geleitzerstörer wurde beim ersten Mal beölt und beim zweiten Mal übernahm er Post. Am Nachmittag desselben Tages wurde diese Post mit hoher Geschwindigkeit zu den einzelnen Schiffen gebracht. Während die USS ULVERT M MOORE noch längsseits zu dem Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) fuhr, bemerkte der Ausguck auf dem Geleitzerstörer das ein japanisches Flugzeug von hinten in den Luftraum der Geleitflugzeugträger eindrang. Dieser Kamikazepilot stürzte sich um 17:14 Uhr auf den Geleitflugzeugträger USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ). Der Geleitzerstörer war da nur 910 Meter entfernt. Dieses feindliche Flugzeug schlug von der Steuerbordseite her kommend auf dem Geleitflugzeugträger ein. Zwei mitgeführte Bomben brachten das große Schiff nach ihren Explosionen zum erzittern. Weitere schwere Explosionen folgten, die dem Schiff den Rest gaben. Es war verloren. Die USS ULVERT M MOORE eilte sofort zu dem verunglückten Kriegsschiff zu Hilfe. Auf dem Weg dorthin wurden vier Besatzungsmitglieder des Geleitflugzeugträgers aus dem Wasser gerettet. Einer davon verstarb noch während der Rettungsaktion. Alle drei geretteten hatten schwere Verbrennungen und standen unter Schock. Die USS OMMANEY BAY musste um 18:45 Uhr von dem Zerstörer USS BURNS ( DD-588 ) mit einem Torpedo versenkt werden. Um 0:39 Uhr des 5. Januar ging die USS ULVERT M MOORE längsseits zu dem Geleitflugzeugträger USS TULAGI und blieb dort bis 2:05 Uhr Noch drei weitere Male musste der Geleitzerstörer zu dem Führungsschiff der TG. Zwei Mal wegen feindlicher Flugzeuge und ein Mal wegen eines Unterwasserkontaktes, der sich aber als freundlich herausstellte. Am Nachmittag gegen 16:55 Uhr befanden sich die Schiffe in der Mindoro Straße. Da gab man auf den Schiffen der TG Luftalarm. Acht japanische Flugzeuge näherten sich der TG. Umgehend begannen die Geschützmannschaften auf die Kamikazepiloten zu schießen. Vier davon wichen aus und suchten sich ein anderes Ziel. Drei der noch anfliegenden Maschinen konnten rechtzeitig abgeschossen werden, eines der japanischen Flugzeuge hatten die Geschützmannschaften der USS ULVERT M MOORE abgeschossen, aber eines der Flugzeuge schlug in die USS STAFFORD ein und in unmittelbarer Nähe krachte ein Kamikazepilot mit seiner Maschine in den australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA. Die USS ULVERT M MOORE ging an der Backbordseite der USS STAFFORD längsseits. Der Kamikazepilot war von der Steuerbordseite her achtern zwischen dem Maschinenraum und dem Feuerraum eingeschlagen. Das Schiff schien verloren. Die USS ULVERT M MOORE übernahm 54 Mannschaftsmitglieder und 3 Offiziere, während auf der Steuerbordseite der Zerstörer USS HALLIGAN ( DD-584 ) längsseits lag und ebenfalls Überlebende an Bord nahm. Der Geleitzerstörer und der Zerstörer warteten nun gemeinsam auf den Flottenschlepper USS QUAPAW ( AT-110 ) der die USS STAFFORD ins Schlepptau nehmen sollte. Früh am Morgen des 6. Januar näherte sich ein japanischer Sturzkampfbomber den vier Schiffen und wurde abgeschossen. An diesem Tag, um 18:49 Uhr löste der Zerstörer USS RALPF TALBOT ( DD-390 ) die USS HALLIGAN ab. In den ersten stunden des 7. Januar näherte sich wieder ein japanisches Flugzeug den vier amerikanischen Schiffen. Die Geschützmannschaften der USS ULVERT M MOORE schossen es ab. Kurz nach dieser Episode übernahm die USS RALPF TALBOT die geretteten Crewmitglieder der USS STAFFORD von der USS ULVERT M MOORE. Der Geleitzerstörer verließ kurz danach die Formation und eilte den Schiffen der TG 77.5 hinterher. An diesem 7. Januar erreichten die Kriegsschiffe der TG 77.5 den Lingayen Golf und beginnen mit der Suche nach feindlichen U-Booten. Damit unterstützten sie die Angriffsflotte. Auf der Fahrt erhielt man auf der USS ULVERT M MOORE den Befehl den Zerstörer USS LA VALLETTE ( DD-448 ) bei der Suche eines U-Bootes, welches von einem Flugzeug aus entdeckt worden war da dies sich auf der Wasseroberfläche befand, behilflich zu sein. Zu der Gruppe stieß nun noch die USS GOSS und der Zerstörer USS JENKINS ( DD-447 ). Am 30. Januar um 15:57 Uhr erhält die USS LA VALLETTE einen Kontakt und lässt Wasserbomben abwerfen. Ohne Ergebnis. Bald danach ist der Kontakt auch weg. Die Gruppe von Kriegsschiffen sucht die gesamte Nacht über, mit negativem Ergebnis. Am 31. Januar 1945 um 16:07 Uhr verlässt die USS ULVERT M MOORE diese Formation und fährt näher an die Kriegsschiffe der TG 77.4. Unterwegs erhält der Geleitzerstörer eine Funknachricht von dem Leichten Kreuzer USS BOISE ( CL-47 ), wo von einem aufgetauchten U-Boot berichtet wird. 125 Meilen Südwestlich von Manila operiert der Leichte Kreuzer USS BOISE zusammen mit den Zerstörer USS JENKINS, USS BELL ( DD-587 ) und USS O´BANNON ( DD-450 ) um japanische Transporte nach Luzon abzufangen. Gegen 19:55 Uhr nimmt der Leichte Kreuzer USS BOISE ( CL-47 ) einen Oberflächen Radarkontakt auf. Die USS BELL, erkennt auf dem SG-Radar einen Kontakt bei 9250 Metern Entfernung. Die USS BELL und die USS O´BANNON untersuchen diesen Kontakt. Durch ihr Sonar erkennen sie diesen Kontakt als japanisches U-Boot und werfen Wasserbomben. Der Kontakt verliert sich. Um 20:37 Uhr eilte die USS ULVERT M MOORE zu Hilfe. Die USS BELL hat mittlerweile den Kontakt wieder aufgenommen und schießt wieder Wasserbomben über Bord. Es dauert nicht lange und ein Ölteppich bildet sich auf der Wasseroberfläche. Um 21:22 Uhr erreicht auch die USS JENKINS die USS BELL, übernimmt deren Aufgabe und jagt weiter das U-Boot. Die USS ULVERT M MOORE erhält um 22:10 Uhr einen Kontakt und feuert vier Minuten später ein Muster von 24 Mark 10 Hedgehogs ab. Um 22:27 folgt ein zweites Muster an 24 Hedgehogs. Drei Explosionen waren unter Wasser zu hören, die sich mit knirschenden Geräuschen vermischten. Um 23:02 wurde eine weitere Ladung Hedgehogs über dem sich langsam bildenden Ölteppich abgefeuert. 12 Sekunden später folgt ein scharfer Ton, gefolgt von deutlichen Blasen- und Zischgeräuschen. Eine große Luftblase platzt an der Wasseroberfläche. Gegen 00:15 Uhr schießt man den letzten Hedgehog ab. Einige Tage später ist es Gewissheit, dass es das japanische U-Boot RO-115 war. Dieses sollte japanische Piloten von Luzon evakuieren, hörte aber auf keinen Funkspruch mehr. Am 5. Februar kehrten die Schiffe der TG 77.5 zum Atoll Ulithi zurück. Hier gliederte man die USS KENDALL C CAMPBELL in die Task Undergroup 50.7.3 ein, die Captain J. C. Cronin kommandierte. In dieser TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI und die Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE, USS KENDALL C CAMPBELL, USS WILLIAM SEIVERLING und USS GOSS. An den Schiffen werden einige Reparaturen vorgenommen. Am 19. Februar verlassen diese Kriegsschiffe das Atoll und fahren zur Bonine Insel Iwo Jima, wo an diesem Tag die Anlandungsoperation begann. In den Gewässern rund um die Inselgruppe beginnen die Schiffe der TU mit der Suche nach japanischen U-Booten. Bis zum 11. März bleiben sie und kehren erst an diesem Tag zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf die Operation „Iceberg“ zur Eroberung Okinawas vor, der größten amphibischen Operation im pazifischen Raum während des Krieges. Dazu versetzte man die USS ULVERT M MOORE in die Task Group 52.1.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS TULAGI, USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS PETROF BAY ( CVE-80 ), USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ) und USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ), die Zerstörer USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS BRADFORD ( DD-545 ) und USS BOYD ( DD-544 ) sowie die Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE,USS KENDALL C CAMPBELL, USS WILLIAM SEIVERLING, USS GOSS, USS FLEMING ( DE-32 ) und USS SEDERSTROM ( DE-31 ). Ab dem 11. März begannen für die Schiffe der TU mehrere Trainingsmanöver die bis zum 21. März andauerten. Während dieser Trainingsmanöver eskortierten die Schiffe der TU die Schlachtschiffe, Kreuzer und deren Sicherungsschiffe aus der Task Group 54.1. Die Schiffe der TU 52.1.2 verließen am 21. März das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung Okinawa. Dabei übernahmen die Trägerflugzeuge die Luftsicherung. Das Zielgebiet erreichten die Schiffe der TU 52.1.2 am folgenden Tag. Sofort wurden die japanischen Stellungen auf den Kerama Retto Inseln bombardiert. Am 25. März begann die Invasion der Inseln, die rund 20 Seemeilen südwestlich von Okinawa liegen. Schon am 26. März verlagerten die Schiffe der Task Group 52.1 ihre Positionen vor Okinawa und begannen dort ihr Bombardement gegen feindliche Küstenbefestigungen. Dieser Beschuss dauerte bis zum 31. März. Am 1. April begann die amphibische Landeoperation auf Okinawa und die Trägerflugzeuge der Task Group 52.1 unterstützten die Sturmtruppen. Noch stieß man auf geringen Widerstand. Doch schon drei Tage später befanden sich japanische Kamikazepiloten in der Luft und stürzten sich auf die Geleitflugzeugträger der Task Undergroup. Dabei befanden sich diese ungefähr 110 Seemeilen Östlich der Nakagusuku Bay, Okinawa. Diesen Angriff konnten die Zerstörer und Geleitzerstörer erfolgreich abwehren. Nur der USS WAKE ISLAND wurde erheblicher Schaden zugefügt. Am 12. April ereilte die USS ULVERT M MOORE die Todesnachricht von US Präsident Franklin Delano Roosevelt. Für LCDR Roosevelt, Jr. war das der schrecklichste Kampftag vor Okinawa. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TU vor Sakishima Gunto. Man bombardierte dort japanische Stellungen. Drei Tage später befanden sich die Schiffe wieder in den Gewässern rund um Okinawa und beteiligten sich erneut an den Kämpfen um die wichtige japanische Insel. Es wurden nun nicht nur japanische Stellungen beschossen, sondern auch in den Gewässern vor Okinawa patrouilliert, auf der Suche nach feindlichen Schiffen. So konnten Trägerflugzeuge der USS TULAGI rund 220 Seemeilen Südöstlich von Okinawa das japanische U-Boot I-44 versenken. Allerdings gab es fast jeden Tag feindliche Luftangriffe. Die Selbstmordpiloten konnten mit ihren Maschinen nur schwer gestoppt und abgeschossen werden. Unter den Schiffen der TU gab es einige Verluste zu beklagen. Die USS ULVERT M MOORE blieb bis zum 28. Mai in der Task Undergroup 52.1.2. Der Geleitzerstörer beteiligte sich an der Sicherung der Geleitflugzeugträger, rettete abgeschossene Piloten, übernahm die Luftraumüberwachung und beteiligte sich an der Abwehr von Kamikazeangriffen. An diesem 28. Mai gliederte man die Task Force 52 um und integrierte deren Schiffe in die Task Force 32. Die USS ULVERT M MOORE blieb aber nicht in dem Kampfgebiet und eskortierte einen Schiffskonvoi zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Das Kriegsschiff lief am 6. Juni in den dortigen Hafen Apra Harbour ein. Noch am selben Tag verließ der Geleitzerstörer wieder diese Insel und fuhr zum Atoll Ulithi weiter. Hier unterzog sich das Kriegsschiff mehreren Reparaturen und einer umfangreichen Überholung. Die USS ULVERT M MOORE verließ am 19. Juli wieder das Atoll und fuhr nach Guam. Hier wartete der Geleitflugzeugträger USS SALAMAUA ( CVE-96 ), der nach seinen am 5. Juni erlittenen Beschädigungen während eines Taifuns hier zur Reparatur lag. Der Geleitzerstörer erreichte am 23. Juli Guam. Beide Kriegsschiffe begannen ab dem folgenden Tag mit ihrer Anti-U-Boot Patrouille auf den Schifffahrtswegen zwischen den Nördlichen Marianen und Okinawa. Am 28. Juli reihte sich der Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING in die Kampfgruppe ein. Ab dem 30. Juli wurden die Patrouillenfahrten auf die Schifffahrtswege zwischen der philippinischen Insel Leyte und Okinawa verlegt. Am 6. August warfen die amerikanischen Luftstreitkräfte eine Atombombe über Hiroshima ab und wiederholten dies am 9. August über Nagasaki. Grund dafür war der schnellere Zusammenbruch des japanischen Widerstandes. Zu diesem Zeitpunkt der beiden Abwürfe und der daraus am 15. August resultierenden bedingungslosen Kapitulation, operierte die USS ULVERT M MOORE, die USS WILLIAM SEIVERLING und die USS SALAMAUA östlich von der Insel Formosa im Südchinesischen Meer. Alle drei Kriegsschiffe verließen an diesem 15. August ihr Operationsgebiet und fuhren in die San Pedro Bay, Leyte. Hier legten sie wenige Tage später an. Am 25. August legten sie gemeinsam wieder ab und eskortierten einen Schiffskonvoi bis in die Tokyo Bay, wo sie am 2. September eintrafen und an der historischen Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde, die auf dem Schlachtschiff USS MISSOURI ( BB-63 ) stattfand, teilnahmen. Die USS ULVERT M MOORE begann nun in japanischen Gewässern mit U-Boot und Minenpatrouillen und der Begleitung von amerikanischen Besatzungstruppen vor der japanischen Küste. Anschließend wechselte der Geleitzerstörer in philippinische Gewässer und war dort auf der Suche nach Seeminen, die mit gezielten Schüssen vernichtet wurden. Anfang November verließ das Kriegsschiff die Philippinen und fuhr über das Atoll Eniwetok und der Marinebasis Pearl Harbor an die US Westküste. Am 22. November legte die USS ULVERT M MOORE in der Marinebasis San Diego an. Hier bereitete man das Schiff auf seine Inaktivität vor. Am 24. Mai 1946 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS ULVERT M MOORE aus der Pazifikreserveflotte und begann den Geleitzerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Man stellte den Geleitzerstörer am 27. Januar 1951 in den Dienst der US Navy und versetzte ihn in die CortRon 9. Zu dem Geleitzerstörergeschwader gehörte auch die USS WILLIAM SEIVERLING. Nach dem Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die das Kriegsschiff in den Gewässern vor San Diego durchführte, verließ die USS ULVERT M MOORE am 19. April die kalifornische Küste und fuhr in den Fernen Osten. Der Geleitzerstörer erreichte am 17. Mai Sasebo, Japan. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Force 72. Diese Schiffe sollten Patrouillen vor der Insel Formosa durchführen, um mögliche Einfälle der kommunistischen Chinesen gegen die Nationalistischen Chinesen abzuwehren. Am 10. Juni befreite man die USS ULVERT M MOORE von dieser Pflichtaufgabe und verlegte sie nach Okinawa. Der Geleitzerstörer legte in der dortigen Buckner Bay zwei Tage später an. Von hier aus beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Anti-U-Boot Übungen. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer zu den japanischen Hauptinseln. Am 16. Juni legte das Kriegsschiff im Hafen von Yokosuka an. Neun Tage später stach die USS ULVERT M MOORE wieder in See und fuhr in Richtung koreanische Westküste. Hier sollte der Geleitzerstörer die Eskorte über den britischen Flugzeugträger HMS GLORY ( R62 ) übernehmen, der sich im Patrouilleneinsatz befand. Im August lag die USS ULVERT M MOORE vor der Küste von Wonsan und beteiligte sich an dem Bombardement auf feindliche Ziele und an der verhängten Seeblockade. Außerdem führte das Kriegsschiff eine Minensuchoperation durch. Dabei wurden die daran beteiligten Schiffe von kommunistischen Landbatterien unter Beschuss genommen. Die Schiffsgeschütze der USS ULVERT M MOORE deckten den Rückzug der leichter gebauten Minensuchboote. Der Geleitzerstörer beteiligte sich dann an mehreren Patrouillen bis nach Songjin und Chongjin, Korea, wo er sich an Küstenbombardierungen beteiligte. Am 25. August kehrte das Kriegsschiff nach Sasebo zurück und musste sich hier einigen Reparaturen unterziehen. Im folgenden Monat setzte die USS ULVERT M MOORE ihre Operationen vor der koreanischen Küste fort. Der Geleitzerstörer beteiligte sich an Küstenbombardements und an Call – Fire – Missionen zur Unterstützung der Bodentruppen der Vereinten Nationen in Wonsan, Songjin und Chongjin an der Ostküste Koreas. Das Kriegsschiff verließ Ende September die koreanischen Gewässer und fuhr nach Okinawa. Auf dem Weg dorthin wurden mehrere Anti-U-Boot Übungen durchgeführt. Doch Taifun Ruth, der vom 8. bis zum 15. Oktober andauerte, verhinderte den erfolgreichen Abschluss dieser Übungen und zwang die Schiffe der CortDiv 9 nach Korea zurück. Am 14. Oktober erreichte die USS ULVERT M MOORE wieder die koreanische Küste und begann bei Hungnam mit ihrer Blockadepatrouille und beobachtete den feindlichen Nachschubverkehr an Land. Früh am Morgen des 17. Oktober beschossen kommunistische Küstenbatterien das Kriegsschiff. Eine Granate davon drang in den Maschinenraum ein und tötete einen der dortigen Crew. Außerdem wurden ein Offizier und ein weiteres Mannschaftsmitglied durch herumfliegende Splitter verletzt. Das sofort aktivierte Schadensbegrenzungsteam reagierte schnell und konnte den Schaden zügig beheben. Die USS ULVERT M MOORE konnte dadurch auf ihrem Posten bleiben, beteiligte sich an der Küstenbombardierung, diente bei der U-Boot Patrouille und suchte nach feindlichen Dschunken, die Kriegsmaterial transportierten, oder Minen und zerstörte beides. Am 26. Oktober verließ der Geleitzerstörer die koreanischen Gewässer und fuhr über Japan an die US Westküste. Das Kriegsschiff lief am 26. November in die Marinebasis San Diego ein. Von dort aus wechselte die USS ULVERT M MOORE in die San Francisco Naval Shipyard in San Francisco, Kalifornien und erhielt hier in der Werft eine umfassende Generalüberholung. Nach Abschluss dieser Arbeiten begann für den Geleitzerstörer ein Anti-U-Boot und Luftverteidigungstraining vor der kalifornischen Küste. Damit begann für das Kriegsschiff der zweite Einsatz vor der koreanischen Küste. Dieser begann am 18. Oktober 1952 mit dem Ablegen in San Diego. Die USS ULVERT M MOORE nahm während dieses Einsatzes an Operationen teil, die den kommunistischen Küstenschienenverkehr und die feindlichen Logistikbewegungen unterbrechen sollten. Diese Aufgaben nahm der Geleitzerstörer bis zum 19. Dezember wahr. Danach beteiligte sich das Kriegsschiff vom 27. Dezember bis zum 9. Januar 1953 vor der Küste von Okinawa an mehreren Hunter Killer Übungen. Am 31. März setzte man unter anderem die USS ULVERT M MOORE innerhalb der Task Group 95.3 zur bedingungslosen Durchsetzung japanischer und südkoreanischer Fischereirechte in nordkoreanischen Gewässern ein. Wenige Tage später verließ der Geleitzerstörer den Fernen Osten und fuhr an die kalifornische Küste zurück. In der Marinebasis San Diego machte man am 6. Juni das Kriegsschiff fest. Nach der Durchführung lokaler Operationen, einschließlich der U-Boot-Abwehr, der Luftverteidigung und dem Typentraining, verließ die USS ULVERT M MOORE am 20. Mai 1954 erneut die kalifornische Küste und fuhr in den Fernen Osten. Der erste Anlaufhafen war Yokosuka. Während dieses Einsatzes bestand für den Geleitzerstörer hauptsächlich die Aufgabe Flottentanker und Munitionsschiffe zu eskortieren. Außerdem nahm das Kriegsschiff an einer amphibischen Landungsübung, einer Hunter Killer Trainingsübung und einer U-Boot Übung mit Schiffen aus der kolumbianischen, der britischen und niederländischen Marine teil. Während dieses Einsatzes musste der Geleitzerstörer drei Taifune überstehen. Der erste hieß „Grace“, da lag das Kriegsschiff im Hafen von Sasebo. Der zweite, „June“, war während eines Einsatzes mit einer Taifun-Evasion Task Force in der Bucht von Tokyo und der dritte, „Lorna“, während die USS ULVERT M MOORE auf See vor der Südostküste Japans operierte. Nach Abschluss dieser Einsatzkreuzfahrt fuhr der Geleitzerstörer über Midway Island und der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor nach San Diego. Auf dieser Heimfahrt geriet das Kriegsschiff in einen Sturm, der zehn Tage lang anhielt. Die sturmgepeitschten Wellen erschütterten die USS ULVERT M MOORE in ihren Grundfesten und brachten den Geleitzerstörer ins Rollen. Nach mehreren lokalen Operationen führte der Geleitzerstörer 1955 ebenfalls eine Kreuzfahrt in den Fernen Osten durch. Am 28. November 1955 legte das Kriegsschiff in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien an und es begann eine Überholung. Dazu wurde die USS ULVERT M MOORE am 15. Dezember ins Dock bugsiert. Gleichzeitig waren dort zur Überholung die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS WISEMAN ( DE-667 ) und USS LEWIS ( DE-535 ). Am 18. Januar 1956 dockte man diese Schiffe wieder aus. Die Überholung der USS ULVERT M MOORE und der USS WILLIAM SEIVERLING war am 11. Februar abgeschlossen. In den beiden Jahren 1956 und 1957 fuhr die USS ULVERT M MOORE erneut zu Einsätzen in den Fernen Osten. Ab Anfang 1958 zog man den Geleitzerstörer zur Operation Skyhook mit heran. Hier wurden Skyhook Ballons von der United States Navy Office of naval Research für die atmosphärische Forschung verwendet, um konstante meteorologische Beobachtungen in sehr großen Höhen durchführen zu können. Die USS ULVERT M MOORE wechselte dann nach Astoria, Oregon. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 10. Oktober 1958 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Den namen USS ULVERT M MOORE ( DE-442 ) strich man am 1. Dezember 1965 von der US Navy – Liste. Man bereitete den ehemaligen Geleitzerstörer als Zielschiff vor. Am 13. Juli 1966 lag das Schiff vor Nicholas Isle, Kalifornien verankert. Flugzeuge von dem Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVA-43 ) attackierten an diesem Tag das Zielschiff. Es wurde zusammen mit dem Geschützfeuer des Trägers versenkt.


USS ULVERT M MOORE ( DE-442 )
Commanding Officer

LCDR Franklin D. Roosevelt, Jr.  (USNR)          18. Juli 1944 – ?

USS CORBESIER ( DE-106 )

USS CORBESIER ( DE-106 )

Biografie

Antoine Joseph Corbesier
* 22. Januar 1837 in Brüssel, Belgien
† 26. März 1915 im Naval Hospital in Annapolis, Maryland

Antoine Joseph Corbesier diente in der belgischen Armee. In der Zweit des amerikanischen Bürgerkrieges kam er in die USA. Hier wird er im Oktober 1865 zum Schwertmeister der United States Naval Academy in Annapois, Maryland ernannt. Für über vierzig Jahre war er der geliebte Schwertmeister der Midshipman in der Academy. Corbesier trat am 5. Juni 1897 seine Pensionierung an und erhielt den Rang eines Lieutenants des US Marine Corps. Durch einen besonderen Act of Congress beförderte man ihn am 4. März 1913 in den Rang eines First Lieutenant des US Marine Corps. Antoine Joseph Corbesier verstarb am 26. März 1915 im Naval Hospital der United States Naval Academy. Man begrub ihn mit allen militärischen Ehren auf dem Friedhof der US Naval Academy.


FFL SENEGALAIS ( T-22 )

Schiffsbiografie

Der Geleitzerstörer FFL SENEGALAIS trug anfangs den Namen USS CORBESIER ( DE-106 ) und war das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Antoine Joseph Corbesier benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer war ein Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Dravo Corporation in Wilmington, Delaware wurde am 24. April 1943 der Kiel des Schiffes USS CORBESIER ( DE-106 ) gelegt. Wegen der während des Krieges geschlossenen Verträge mit den Freien Französischen Seestreitkräften wurde am 24. September 1943 der amerikanische Name des Schiffes annulliert. Den Namen erhielt der Geleitzerstörer USS CORBESIER ( DE-438 ). Am 11. November 1943 erfolgte die Taufe und der Stapellauf des Schiffes. Am 2. Januar 1944 übergab man den Geleitzerstörer unter dem Leihvertrag an die Freien Französischen Seestreitkräften, welche es in FFL SENEGALAIS benannten.
Nach der Komplettausrüstung verließ die FFL SENEGALAIS die US Ostküste und fuhr ins Mittelmeer. Dort sollte der Geleitzerstörer Schiffskonvois sichern und die Suche nach feindlichen U-Booten aufnehmen. Im Hafen von Norfolk, Virginia wartete ein Schiffskonvoi mit der Bezeichnung UGS 38, in dem sich insgesamt 87 Handelsschiffe befanden, auf seine Eskorte. Am 3. April legten die Handelsschiffe in Norfolk ab und wurden von den Kriegsschiffen der Task Force 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ), USS FALGOUT ( DE-324 ), USS NEWELL ( DE-322 ) USS LOWE ( DE-325 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April. Am folgenden Tag wird der Schiffskonvoi in einen schweren Luftangriff von deutschen Maschinen verwickelt. Mehrere Schiffe werden getroffen und gehen unter. Der Schiffskonvoi UGS 38 erreicht Bizerte und wird entladen. Anschließend legten die Schiffe am 1. Mai wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS LANING, USS FALGOUT, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Kriegsschiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Die USS LANING übernahm nun die Spitze des Schiffskonvois. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entsandte man die FFL SENEGALAIS im Oktober 1945 in den Fernen Osten. Am 14. Oktober 1946 übernahm die französische Marine den Geleitzerstörer von der US Navy, strukturierte es in eine Fregatte um und gab ihm den Namen SENEGALAIS ( F-02 ).
Die Fregatte blieb im Fernen Osten und nahm am Ersten Indochinakrieg teil, der am 19. Dezember 1946 in Vietnam ausgebrochen war. Die Franzosen wollten ihre vor dem Zweiten Weltkrieg besessenen Kolonie wieder übernehmen und stießen dabei auf immer größer werdenden Widerstand.
Am 21. April 1952 übergab die US Navy im Rahmen des Mutual Defense Assistance Program vollständig die Fregatte an die französische Marine. Diese reklassifizierte das Kriegsschiff und übertrug ihm die Kennung F-702. Die US Navy strich daraufhin am 14. Mai 1952 den Namen von der US Navy – Liste. Im August 1962 erhielt die Fregatte den Namen YSER, wurde im Mai 1965 außer Dienst gestellt und im selben Jahr zur Verschrottung an die Firma Walter Ritscher in Hamburg verkauft.

USS STRAUS ( DE-408 )

USS STRAUS ( DE-408 )

Biografie

David H. Straus, Jr.
* 13. August 1916 in Houston, Texas
† 8. Mai 1942 auf dem Flugzeugträger USS LEXINGTON ( CV-2 ) während der Schlacht in der Coral Sea

David H. Straus, Jr. versetzte man am 31. Juli 1941 in den inaktiven Dienst der US Naval Reserve. Bis dahin war er für die Flugstaffel V-6 der Storekeeper Second Class. Doch schon am 18. August 1941 rief man Straus, Jr. in den aktiven Dienst. Er meldete sich in San Diego, Kalifornien zum Dienst. Am 13. Oktober versetzte man ihn an Bord des Flugzeugträgers USS LEXINGTON ( CV-2 ). Hier ernannte man David H. Straus, Jr. am 5. Mai 1942 zum Ensign der Naval Reserve. Doch noch bevor er seinen Amtseid dafür ablegen konnte kam es zur Schlacht im Korallenmeer, die am 7. Mai begann. Am Morgen des 8. Mai griffen japanische Torpedo- und Bombenflugzeuge die USS LEXINGTON an. Zwei Torpedos schlugen auf der Steuerbordseite des Trägers ein und explodierten. Dabei wurde auch das Ersatzteillager für die Flugzeuge getroffen. Ensign David H. Straus, Jr. und seine Crewmitglieder waren sofort tot.


USS STRAUS ( DE-408 )

Schiffsbiografie

Die USS STRAUS ( DE-408 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Storekeeper Second Class David H. Straus, Jr. benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das einundvierzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Houston, Texas wurde am 18. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Esther Straus, Mutter von Storekeeper Second Class David H. Straus, Jr., taufte am 30. Dezember 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Donald Albert Nienstedt stellte am 6. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS STRAUS führte erste Probefahrten nach der Indienststellung vor Galveston, Texas durch und wurde bis zum 25. April vollständig ausgerüstet. An diesem Tag begann für den Geleitzerstörer und dessen Mannschaft die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Die führte das Kriegsschiff bis zu der amerikanischen Marienbasis bei den Bermudas. Anschließend ging die Fahrt bis zur Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts weiter. Hier begann ab dem 28. Mai im Trockendock eine Überprüfung der Schiffshaut, die mit einigen Änderungsarbeiten bis zum 9. Juni andauerte. Noch am selben Tag stach die USS STRAUS in See und fuhr nach Norfolk, Virginia. Der Geleitzerstörer legte in diesem Hafen zwei Tage später an und blieb hier für eine Woche liegen. Das Kriegsschiff wartete auf den Öltanker USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), der eben erst seine Erprobungs- und Ausbildungsfahrt absolviert hatte. Beide Schiffe legten am 18. Juni in Norfolk ab und fuhren in die Karibik. In Aruba, Venezuela nahm der Öltanker vom 23. zum 24. Juni Schweröl auf. Die USS STRAUS und die USS MISSISSINEWA verließen nach der Verladung den Ölterminal und fuhren in Richtung Panamakanal weiter. Am Abend des 24. Juni erhielt man auf dem Geleitzerstörer einen Sonarkontakt von einem feindlichen U-Boot. Umgehend begann man auf dem Kriegsschiff mit einem Wasserbomben und Hedgehogs Angriff auf das untergetauchte Ziel. Nach den Explosionen stiegen Öl und Luftblasen an die Wasseroberfläche. Mit Sicherheit konnte man aber nicht sagen ob man das deutsche U-Boot vernichtet hat. Die USS STRAUS musste auf einen weiteren Angriff verzichten und unbedingt dem weitergefahrenen Öltanker folgen. Unversehrt lief die USS MISSISSINEWA in den Hafen von Cristobal, Panama ein. Hier verließ der Geleitzerstörer den Öltanker und durchquerte am 26. Juni den Panamakanal. Die Fahrt führte das Kriegsschiff bis zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier machte man den Geleitzerstörer am 6. Juli fest. Man bunkerte frischen Treibstoff, Munition und Proviant und musste einige notwendig gewordenen Reparaturen ausführen. Am 9. Juli stach die USS STRAUS wieder in See und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Der Geleitzerstörer fuhr am 16. Juli in diesen Hafen ein. Hier blieb das Kriegsschiff für eine Woche. Es beteiligte sich an mehreren Übungen und die Bunker wurden gefüllt. Am 24. Juli verließ der Geleitzerstörer die Hawaiianischen Gewässer und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dieses wurde am 2. August erreicht. Die USS STRAUS verließ drei Tage später wieder das Atoll und eskortierte einen Schiffskonvoi zur Insel Saipan Nördliche Marianen. Dort kamen die Schiffe am 10. August an. Sofort teilte man das Kriegsschiff für Anti-U-Boot Patrouillen in den Gewässern rund um Saipan ein. Auf dieser Patrouillenfahrt stieß die USS STRAUS am 13. August auf ein Stück Treibholz auf das sich zwei amerikanische Piloten gerettet hatten nachdem ihre Maschine abgestürzt war. Die Mannschaft des Geleitzerstörers ließ nichts Unversucht und nahm die beiden Piloten an Bord, die nach Saipan gebracht wurden. Doch schon am 14. August zog man die USS STRAUS von der Anti-U-Boot Patrouille wieder ab. Der Geleitzerstörer fuhr sofort zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Von hier aus eskortierte das Kriegsschiff Schiffskonvois zwischen Guam und dem Atoll Eniwetok bis zum 14. September hin und her. Ab diesem 14. September blieb der Geleitzerstörer für drei Tage in Guam liegen. Hier gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 30.8 ein, der Flottenöltanker und Transportflugzeugträger Gruppe, die Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ) während der Operation „Stalemate II“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS HALL ( DD-583 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS STRAUS, USS WEAVER ( DE-741 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS KYNE ( DD-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ) und USS WYMAN ( DE-38 ) und ein weiterer und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Die Operation hatte schon ab dem 26. August vom Atoll Eniwetok aus begonnen. Die Öltanker sollten die Versorgung der 3. US Flotte während des Kampfes um die Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen gewährleisten. Ab dem 6. September begann die Eroberung der Palau Inseln. Am 17. September verließ die USS STRAUS Apra Harbour und eskortierte mehrere Öltanker in Richtung der Palau Inseln. Der Geleitzerstörer erhielt am 23. September den Auftrag nach einem Rettungsfloß zu suchen das ein Pilot von einem der Trägerflugzeuge aus der TG westlich von Cocos Island gesichtet hatte. Der Ausguck auf dem Kriegsschiff konnte dieses Floß nach einigen Stunden der Suche ausmachen. Ein Beiboot wurde von der USS STRAUS abgelassen und einige Mitglieder der Mannschaft fuhren zu dem Rettungsfloß. Sie sollten das Floß zu dem Geleitzerstörer schleppen. Auf diesem Floß befanden sich drei japanische Armeeoffiziere und zwei einfache Soldaten. Noch bevor das amerikanische Beiboot das Rettungsfloß erreicht hatte, nahmen sich die beiden einfachen Soldaten das Leben. Einer der drei Armeeoffiziere hatte zwar eine gezündete Handgranate in der Hand, ergab sich aber und warf diese weit weg. Die drei feindlichen Offiziere nahm man nun an Bord und brachte diese zum Kriegsschiff. Am nächsten Tag erfolgte ein Rendezvous auf offener See zwischen den Schiffen der 3.US Flotte und denen der TG 30.8. Die Öltanker übergaben ihren mitgeführten Treibstoff und verließen anschließend die Übergabestelle. Die USS STRAUS und die Schiffe der TG eskortierten die Tanker bis zur Insel Saipan. Der Geleitzerstörer verließ am 1. Oktober wieder diese Insel und fuhr zum Atoll Eniwetok weiter. Am 3. Oktober erklärte man die Operation „Stalemate II“ für beendet. Am 4. Oktober erreichte das Kriegsschiff das Atoll. Hier sollte die USS STRAUS sich erneut an einer Konvoifahrt beteiligen. Dazu verließ der Geleitzerstörer am 8. Oktober das Atoll und eskortierte den Schiffskonvoi bis zum Atoll Ulithi, Westkarolinen. In die dortige Lagune fuhren die Schiffe am 12. Oktober ein. Hier ernannte man das Kriegsschiff zum Flaggschiff der CortDiv 65, an Bord befand sich der Kommandant der vor den Westkarolinen patrouillierenden Patrol und Escort Group, und integrierte es in die Task Force 94. Diese TF kommandierte Vizeadmiral John Howard Hoover ( 15. Mai 1887 in Seville, Ohio – 2. Dezember 1970 in Washington DC ). Zur CortDiv 65 gehörten neben der USS STRAUS die Geleitzerstörer USS MARTIN ( DE-30 ), USS OSMUS ( DE-701 ), McCOY REYNOLDS ( DE-440 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ). Wie die Geleitzerstörer waren abwechselnd die Zerstörer USS COWELL ( DD-547 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS FARENHOLT ( DD-491 ) zur Sicherung der Kommandanten eingesetzt. Am 15. November wechselten alle Geleitzerstörer der CortDiv 65 zu den Palau Inseln. Hier setzte man diese Kriegsschiffe zur Luft- und Unterwasserüberwachung in den Gewässern rund um die Inseln Peleliu und Angaur ein. Schon drei Tage später kam die USS STRAUS in diesem Gebiet des Pazifiks zum Einsatz. Man hatte berichtet, dass feindliche Soldaten im Schutz der Dunkelheit schwimmend vom Eli Malk Island aus in südwestlicher Richtung zur Insel Peleliu unterwegs seien. Die Mannschaft des Geleitzerstörers legte in den Nachthimmel einen Teppich von Leuchtraketen, während Schiffe einer Landungsflottille die japanischen Schwimmer mit Maschinengewehrfeuer erwarteten. Keiner der feindlichen Schwimmer konnte entkommen. Die USS STRAUS kehrte mit den Geleitzerstörern der CortDiv 65 am 26. November zum Atoll Ulithi zurück und begann dort bis zum März 1945 wieder mit dem alltäglichen Patrouillendienst. Am 13. März integrierte man die USS STRAUS in die Task Undergroup 94.6.2, die Ulithi Patrol and Escort Group. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS STRAUS, USS McCOY REYNOLDS, USS LA PRADE ( DE-409 ), USS WITTER ( DE-636 ), USS SANDERS ( DE-40 ), USS CONKLIN ( DE-439 ) und USS CORBESIER ( DE-438 ). Am 13. März verließen diese Kriegsschiffe das Atoll Ulithi und begannen in den Gewässern rund um das Atoll zu patrouillieren, da hier die 5. US Flotte für den Angriff auf die japanische Insel Okinawa zusammengezogen wurde. Am 23. März integrierte man die USS STRAUS in die Task Group 50.8, die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In der Hauptlogistikgruppe der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS THORN ( DD-647 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS STRAUS, USS CORBESIER, USS CONKLIN, USS LA PRADE, USS McCOY REYNOLDS, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS CROWLEY, USS LAMONS, USS HILBERT, USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS JACK MILLER ( DE-410 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Bei einer Eskortierfahrt, nach dem 6. April, griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker, der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz war. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser ohne Schaden anzurichten. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Am 14. Mai sichtete man in der Nähe der Schiffe der TG 50.8, bei Minami Ogari Shima mehrere bemannte japanische Torpedos. Diese sogenannten Kaiten wurden aber alle vernichtet noch bevor die Piloten ihre todbringende Waffe ins Ziel steuern konnten. Die Task Group 50.8 integrierte man ab dem 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS WINDHAM BAY, USS BOUGAINVILLE, USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS THORN, USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS KALK, USS AYLWIN, USS DALE und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS STRAUS, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LA PRADE, USS HOWARD F CLARK, USS DONALDSON, LAMONS, USS JACK MILLER, USS CORBESIER, USS CONKLIN, USS CROWLEY, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Doch die Schiffe laufen alle in einen Taifun. Vielen Schiffsbesatzungen der TG gelang es nicht ihre Schiffe ohne große Zerstörungen durch den Sturm zu bringen. Die Mannschaft der USS STRAUS hatte während des Taifuns viel Glück und konnte den Geleitzerstörer fast ohne Schäden durch den Sturm bringen. Bis zum 26. Juni verblieb das Kriegsschiff vor Okinawa und patrouillierte dort. An diesem Tag verließ die USS STRAUS allerdings die Gewässer und eilte zum Atoll Ulithi. Hier wartete ein Schiffskonvoi auf seine Begleitung. Kamu war die USS STRAUS am 28. Juni vor dem Atoll erschienen, da lief der Konvoi auch schon aus. Ziel der Versorgungsschiffe war Okinawa. Diese Insel wurde am 2. Juli erreicht. Hier teilte man den Geleitzerstörer in eine Anti-U-Boot Patrouille ein. Das Kriegsschiff patrouillierte in den Gewässern rund um Okinawa. Dort blieb der Geleitzerstörer auch noch, nachdem am 15. August der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet wurde. Erst am 19. September verließ die USS STRAUS zusammen mit den Schiffen der TF 55 Okinawa und fuhr zu den japanischen Hauptinseln. Schon am folgenden Tag lief der Geleitzerstörer in den Hafen von Sasebo ein. In der TF befanden sich ein Kreuzer, fünf Zerstörer und mehrere Geleitzerstörer. Diese zur Schau gestellte Macht sollte die Japaner bis zum eintreffen der Besatzungskräfte in Schach halten. Doch noch bevor die amphibischen Landungskräfte kamen wurde die USS STRAUS wieder von Sasebo abgezogen. Der Geleitzerstörer sollte zwei Flugzeugträger eskortieren, die zur Luftunterstützung nach Kyushu fuhren falls die Japaner den Besatzungstruppen Widerstand leisten sollten. Am 25. September kehrte die USS STRAUS nach Sasebo zurück und blieb dort als Stationsschiff bis zum 15. Oktober. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff die japanischen Hauptinseln und fuhr in Richtung Osten. Ziel war die US Westküste. Nach den Zwischenstopps bei dem amerikanischen Marinebasen Saipan und Pearl Harbor erreichte der Geleitzerstörer am 5. November die Naval Repair Base San Diego. Hier begann man das Kriegsschiff auf die Inaktivität vorzubereiten. Doch erst am 15. Januar 1947 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS STRAUS ( DE-408 ) strich man am 1. Mai 1966 von der US Navy – Liste. Danach bereitete man das ehemalige Kriegsschiff für Schießübungen vor. Im August 1973 wurde es dann während einer Übung versenkt.


USS STRAUS ( DE-408 )
Commanding Officer

LCDR Donald Albert Nienstedt  (USNR)         6. April 1944 – Dezember 1945
LT L. E. Jurgensen  (USNR)        Dezember 1945 – April 1946
LCDR Thiel John Kohne  (USNR)        April 1946 – 1. Juni 1946
LCDR Marion Chambliss Walley  (USNR)        1. Juni 1946 – 15. Januar 1947

USS CORBESIER ( DE-438 )

USS CORBESIER ( DE-438 )

Biografie

Antoine Joseph Corbesier
* 22. Januar 1837 in Brüssel, Belgien
† 26. März 1915 im Naval Hospital in Annapolis, Maryland

Antoine Joseph Corbesier diente in der belgischen Armee. In der Zweit des amerikanischen Bürgerkrieges kam er in die USA. Hier wird er im Oktober 1865 zum Schwertmeister der United States Naval Academy in Annapois, Maryland ernannt. Für über vierzig Jahre war er der geliebte Schwertmeister der Midshipman in der Academy. Corbesier trat am 5. Juni 1897 seine Pensionierung an und erhielt den Rang eines Lieutenants des US Marine Corps. Durch einen besonderen Act of Congress beförderte man ihn am 4. März 1913 in den Rang eines First Lieutenant des US Marine Corps. Antoine Joseph Corbesier verstarb am 26. März 1915 im Naval Hospital der United States Naval Academy. Man begrub ihn mit allen militärischen Ehren auf dem Friedhof der US Naval Academy.


USS CORBESIER ( DE-438 )

Schiffsbiografie

Die USS CORBESIER ( DE-438 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von First Lieutenant Antoine Joseph Corbesier benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtundfünfzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 4. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. G. V. Stewart taufte am 13. Februar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander W. B. Porter stellte am 31. März 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS CORBESIER bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte, fuhr der Geleitzerstörer in den Hafen von New York. Hier erfolgten die Kontrolle der Schiffshaut und die vollständige Ausrüstung für eine Fahrt in den Pazifik. Am 29. Mai stach das Kriegsschiff in See und fuhr entlang der US Ostküste bis in den Golf von Mexiko. Nach der Durchquerung des Panamakanals am 6. Juni fuhr die USS CORBESIER zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Am 19. Juni legte der Geleitzerstörer wieder ab und fuhr zu den Hawaiianischen Inseln. Das Kriegsschiff lief in die dortige amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii am 26. Juni ein. In den folgenden Tagen beteiligte sich der Geleitzerstörer an mehreren Übungen. Am 2. Juli stach die USS CORBESIER wieder in See und eskortierte zwei Schiffskonvois bis zum 9. August bis zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands und zurück. Nach ein paar Tagen Ruhe und einigen Übungen verließ der Geleitzerstörer wieder die Marinebasis Pearl Harbor und eskortierte ein Kabelschiff zu den Midway Islands. Hier sicherte das Kriegsschiff vom 29. August bis zum 16. September das Kabelschiff bei seinen Operationen ab. Am 16. September verließen beide Schiffe die Midway Islands und fuhren zuerst zum Atoll Eniwetok und anschließend zur Insel Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten die Schiffe am 2. Oktober. Drei Tage später kehrte der Geleitzerstörer zum Atoll Eniwetok zurück. Hier begann das Kriegsschiff mit seinen Patrouillenfahrten in den Gewässern zwischen dem Atoll Eniwetok und den Nördlichen Marianen. So befand sich der Geleitzerstörer am 12. Oktober in den Gewässern vor Saipan und eilte an diesem Tag zum Atoll Eniwetok. Am 14. Oktober erschien vor dem Atoll ein Schiffskonvoi, bestehend aus 10 Versorgungsschiffen und dem U-Boot Tender USS SPERRY ( AS-12 ). Die USS CORBESIER erreichte am 15. Oktober das Atoll und verließ es noch am selben Tag wieder. Der Geleitzerstörer eskortierte den U-Boot Tender zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Hier trafen beide Schiffe am 20. Oktober ein. Bis zum 11. November setzte das Kriegsschiff seine Patrouillenfahrten wieder fort. An diesem Tag übernahm die USS CORBESIER die Eskorte über einen Schwimmbagger. Der Geleitzerstörer begleitete diesen Schwimmbagger der US Army von Saipan bis zur philippinischen Insel Leyte. Hier sollte das Schwere Gerät in der San Pedro Bay eine befahrbare Rinne für die schweren Schiffe der US Navy schaffen. Insgesamt sieben Tage dauerte die Fahrt bis an das Ziel des Schwimmbaggers. Die USS CORBESIER verließ am 19. November wieder die San Pedro Bay und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Das Atoll wurde am 25. November erreicht. Von hier aus begannen am selben Tag für den Geleitzerstörer mehrere Anti-U-Boot und Eskortiermissionen die bis zum 18. März 1945 reichten. In dieser Zeit begleitete das Kriegsschiff von diesem Atoll aus mehrere Schiffskonvois zu den Inseln Guam und Saipan sowie zu den Kossol Roads, Palau Insel und zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Am 21. Januar 1945 um 19:30 Uhr stellt ein Pilot einer Martin PBM-3D Mariner einen Radarkontakt zu einem japanisches U-Boot her, das mit 18 Knoten Geschwindigkeit auf das Atoll Ulithi zusteuert. Da befindet sich das feindliche U-Boot rund 18 Seemeilen westlich des Atolls. Umgehend werden die Geleitzerstörer USS CORBESIER, USS CONKLIN ( DE-439 ) und USS RABY ( DE-698 ) darauf angesetzt. Von dem Wasserflugzeug werden zwei Wasserbomben und ein akustischer Torpedo abgeworfen nachdem das U-Boot mit dem Alarmtauchen begonnen hatte. Das U-Boot wird beschädigt, kann aber entkommen. Die drei Kriegsschiffe beginnen per Sonar mit der Suche nach dem japanischen U-Boot. Doch den Rest des 21. und am 22. Januars kann es nicht geortet werden. Alle drei Geleitzerstörer verschieben ihre Suche immer mehr in Richtung der Insel Yap, Westkarolinen. Am 23. Januar gegen 3:10 Uhr erhält die USS CORBESIER einen Radarkontakt in knapp neun Kilometern Entfernung. Da befindet sich der Geleitzerstörer rund 15 Seemeilen nördlich der Insel. Das Kriegsschiff erhöht sofort die Geschwindigkeit auf 18 Knoten und schließt auf den feindlichen Kontakt schnell auf. Das U-Boot IJN I-48 wird sofort zum Tauchen klargemacht und versinkt in den Fluten. Auf der USS CORBESIER erhält man um 3:36 Uhr einen Sonarkontakt. Es wird sofort eine Salve MK 10 Hedgehogs abgefeuert. Doch nach der Explosion ist der Sonarkontakt noch da. Während der Geleitzerstörer weitere fünf Salven Hedgehogs mit dem negativen Erfolg abfeuert schließen die beiden Geleitzerstörer USS CONKLIN und USS RABY auf und beteiligen sich an der Jagd. Doch dann verliert sich der Kontakt. Die drei Kriegsschiffe suchen aber weiter. Um 9:02 Uhr erhält man auf der USS CORBESIER wieder einen Sonarkontakt. Sofort wird wieder eine Salve Hedgehogs abgefeuert. Aber das Ergebnis ist erneut negativ. Um 9:12 Uhr erhält der Geleitzerstörer erneut einen Sonarkontakt, verliert aber diesen noch bevor eine weitere Salve Hedgehogs abgefeuert werden kann. Die USS CONKLIN ist rund 500 Meter von der USS CORBESIER entfernt und erhält um 9:34 Uhr einen Sonarkontakt. Es wird sofort eine Salve Hedgehogs abgefeuert. Siebzehn Sekunden später ertönen in einer geschätzten Tiefe von über 51 Metern fünf Explosionen. Zwei Minuten später gab es eine heftige Unterwasserexplosion. Diese setzte kurzzeitig die Motoren und das Lenkgetriebe der USS CONKLIN außer Gefecht. Nach riesigen Luftblasen kamen später Öl und Trümmer an die Wasseroberfläche. Große Mengen an menschlichen Überresten werden ebenfalls gesichtet. Das japanische U-Boot IJN I-48 ist mit allen 118 Mannschaftsmitgliedern und 4 Kaitenpiloten vernichtet. Die USS CORBESIER setzte bis zum März seinen alltäglichen Patrouillen- und Eskortierdienst fort. Am 13. März integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Undergroup 94.6.2, die Ulithi Patrol and Escort Group. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS CORBESIER, USS CONKLIN, USS STRAUS ( DE-408 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS WITTER ( DE-636 ) und USS SANDERS ( DE-40 ). Am 13. März verließen diese Kriegsschiffe das Atoll Ulithi und begannen in den Gewässern rund um das Atoll zu patrouillieren, da hier die 5. US Flotte für den Angriff auf die japanische Insel Okinawa zusammengezogen wurde. Am 23. März integrierte man die USS CORBESIER in die Task Group 50.8, die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In der Hauptlogistikgruppe der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS THORN ( DD-647 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS CORBESIER, USS STRAUS, USS CONKLIN, USS LA PRADE, USS McCOY REYNOLDS, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS CROWLEY, USS LAMONS, USS HILBERT, USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS JACK MILLER ( DE-410 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Bei einer Eskortierfahrt, nach dem 6. April, griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker, der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz war. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser ohne Schaden anzurichten. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Am 14. Mai sichtete man in der Nähe der Schiffe der TG 50.8, bei Minami Ogari Shima mehrere bemannte japanische Torpedos. Diese sogenannten Kaiten wurden aber alle vernichtet noch bevor die Piloten ihre todbringende Waffe ins Ziel steuern konnten. Die Task Group 50.8 integrierte man ab dem 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS WINDHAM BAY, USS BOUGAINVILLE, USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS THORN, USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS KALK, USS AYLWIN, USS DALE und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS CORBESIER, USS STRAUS, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LA PRADE, USS HOWARD F CLARK, USS DONALDSON, LAMONS, USS JACK MILLER, USS CONKLIN, USS CROWLEY, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Doch die Schiffe laufen alle in einen Taifun. Vielen Schiffsbesatzungen der TG gelang es nicht ihre Schiffe ohne große Zerstörungen durch den Sturm zu bringen. Die USS CORBESIER übernahm nun den Transport von Passagieren, von Post und Fracht zwischen den einzelnen Schiffen der TF. Am 15. Juni verließ der Geleitzerstörer die Task Group und fuhr von Okinawa nach Saipan. Sieben Tage später traf das Kriegsschiff dort ein. Man nahm hier mehrere dringend notwendig gewordene Reparaturen vor. Am 28. Juni verließ die USS CORBESIER wieder Saipan und erreichte am 4. Juli die Gewässer von Okinawa. Hier begann der Geleitzerstörer mit seinen Anti-U-Boot Patrouillen. Das Kriegsschiff befuhr die Gewässern rund um Okinawa. Dort blieb der Geleitzerstörer auch noch, nachdem am 15. August der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet wurde. Bis zum 24. September blieb das Kriegsschiff dann in der Buckner Bay, Okinawa vor Anker liegen. Erst an diesem Tag verließ die USS CORBESIER die Gewässer und fuhr zu den japanischen Hauptinseln. Ziel war Nagasaki. Der Geleitzerstörer erreichte am Abend des folgenden Tages den dortigen Hafen. Von hier aus sollte das Kriegsschiff die amerikanischen Besatzungstruppen unterstützen sowie Passagiere, Post und leichte güter zwischen Nagasaki, Sasebo und Okinawa transportieren. Am 15. Oktober verließ das Kriegsschiff die japanischen Hauptinseln und fuhr in Richtung Osten. Ziel war die US Westküste. Nach den Zwischenstopps bei dem amerikanischen Marinebasen Saipan und Pearl Harbor erreichte der Geleitzerstörer am 10. November die Naval Repair Base San Diego. Hier stellte man am 2. Juli 1946 den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS CORBESIER ( DE-438 ) strich man am 1. Dezember 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 3. Dezember 1973 zum verschrotten.


USS CORBESIER ( DE-438 )
Commanding Officer

LCDR W. B. Porter          31. März 1944 – ?

USS CONKLIN ( DE-439 )

USS CONKLIN ( DE-439 )

Biografie

George Emerson Conklin
* 3. Januar 1921 in Hamlin, Wayne County, Pennsylvania
† 7. Oktober 1942 während der Schlacht um Guadalcanal, Ostsalomonen

George Emerson Conklin war der Sohn von dem Farmer Reuben Emerson Conklin ( 13. Mai 1889 in Hamlin, Wayne County, Pennsylvania – 6. April 1964 in Hamlin, Wayne County, Pennsylvania ) und Theresa McLain Conklin ( 18. Mai 1899 in Moscow, Lackawanna County, Pennsylvania – 5. Juli 1977 in Virginia Beach City, Virginia ). Er war der älteste Sohn und hatte noch drei Geschwister. Am 13. Februar 1942 trat er in das US Marine Corps ein. Nach der Grundausbildung verlegte man die Einheit, in der Conklin diente, nach Guadalcanal, Ostsalomonen. Das war das 7. US Marineinfanterie Regiment. Am 18. September begann die Operation beim Matanikau River. Dann kam es Ende September zu einem Stillstand des amerikanischen Angriffs. Drei Kompanien des 7. US Marineinfanterie Regiments, darunter befand sich auch Soldat George Emerson Conklin als Maschinengewehrschütze, unter dem Befehl von Major Otho Rogers sollten mit Zuhilfenahme von Landungsbooten hinter dem Feind landen. Nach der Anlandung am Strand fiel Major Rogers und die drei Kompanien wurden von japanischen Truppen eingeschlossen. Bei den dann andauernden Abwehrkämpfen wurde Conklin am 5. Oktober tödlich verwundet. Er blieb aber auf seinem Posten und versuchte mit seiner Waffe die Gegner am Boden zu halten. Mithilfe von Luftunterstützung gelang es ab dem folgenden Tag die Kampfgruppe zu befreien und auszufliegen. Doch bis zu der Position wo Conklin lag, kam man erst am 7. Oktober. Kurz vor seinem Tod, er hatte nur noch sehr wenig Munition, zerlegte er an diesem 7. Oktober sein Maschinengewehr in alle Einzelteile und warf diese in alle Himmelsrichtungen damit der Feind es nicht gebrauchen kann.
Für seine heroische Tat verlieh man ihm posthum das Navy Cross.


USS CONKLIN ( DE-439 )

Schiffsbiografie

Die USS CONKLIN ( DE-439 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Soldat George Emerson Conklin benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunundfünfzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 4. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Theresa McLain Conklin ( 18. Mai 1899 in Moscow, Lackawanna County, Pennsylvania – 5. Juli 1977 in Virginia Beach City, Virginia ), Mutter von Soldat George Emerson Conklin, taufte am 13. Februar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Donald Cairns Brown stellte am 21. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS CONKLIN bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte, erfolgte im Hafen von New York eine Begutachtung des Schiffskörpers und der Endausrüstung. Der Geleitzerstörer stach am 9. Juli in See und fuhr entlang der US Ostküste bis in den Golf von Mexiko. Die Durchquerung durch den Panamakanal erfolgte am 16. Juli und sechs Tage später legte das Kriegsschiff im Hafen der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Am 23. Juli stach der Geleitzerstörer wieder in See und fuhr zu der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesen Hafen lief die USS CONKLIN am 30. Juli ein. In den folgenden Tagen beteiligte sich der Geleitzerstörer an mehreren Übungen in den Gewässern der Hawaiianischen Inseln. Das Kriegsschiff verließ am17. August Pearl Harbor und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dieses Atoll wurde am 23. August erreicht. Hier wartete der Geleitflugzeugträger USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) auf seine Begleitung. Am 28. August verließen beide Kriegsschiffe das Atoll und fuhren in Richtung Marinebasis Pearl Harbor. Auf dem Weg dorthin gab es am 29. August nördlich der Marshall Islands einen Zwischenfall. Auf der USS CONKLIN gab es ein Radarsignal das fälschlicherweise wegen mangelnder Vertrautheit als Signal eines feindliches Schiffes eingestuft wurde. Sofort befahl man die Geschützmannschaften auf ihre Stationen. Zu Glück schlugen die abgefeuerten Granaten zu weit weg von dem US Frachtschiff SS DOMINICAN VICRORY auf dem Wasser auf. Die USS CONKLIN und die USS KWAJALEIN erreichten am 4. September Pearl Harbor. Der Geleitzerstörer verließ noch am selben Tag wieder die Marinebasis und fuhr zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Ab dem 9. September begann das Kriegsschiff von hier aus Schiffskonvois bis zum Atoll Eniwetok zu eskortieren. Diesen Begleitdienst behielt der Geleitzerstörer bis zum 28. September aufrecht. An diesem Tag verließ die USS CONKLIN das Atoll und fuhr zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Hier traf der Geleitzerstörer am 3. Oktober ein und begann mit der Luftüberwachung und Anti-U-Boot Patrouillen. Mitte Oktober musste das Kriegsschiff wegen einiger Reparaturarbeiten an der Ausrüstung zum Atoll Eniwetok. Anschließend erreichte die USS CONKLIN am 29. Oktober die Insel Saipan, Nördliche Marianen. Hier übernahm der Geleitzerstörer bis zum 4. November die Überwachung von Truppentransportern. Diesen Schiffskonvoi eskortierte das Kriegsschiff vom 6. bis zum 11. November bis zum Atoll Ulithi, Karolinen. Von diesem Atoll aus ging die Eskorte zur philippinischen Insel Leyte. Dazu verließ die USS CONKLIN zusammen mit der USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ) am 11. November das Atoll und erreichten mit den Truppentransportern am 14. November die San Pablo Bay, Leyte. Noch am selben Tag verließen beide Zerstörer den Schiffskonvoi und eskortierten einen Schiffskonvoi, bestehend aus 35 Versorgungsschiffen, von der San Pablo Bay zur Humboldt Bay. Neuguinea. Am Abend des 18. November erreichte der Schiffskonvoi den westlichen Eingang der Kossol Roads, Palau Islands und legte in dem dortigen Hafen an. Am 19. November um 8:58 Uhr wird am westlichen Eingang zu den Kossol Roads durch den Netzleger USS WINTERBERRY ( AN-56 ) ein U-Boot gesichtet. Umgehend wird von dem Netzleger über den Eingang des Hafens ein Torpedonetz gelegt. Das U-Boot taucht zwanzig Sekunden später in einem steilen Winkel an derselben gesichteten Position wieder auf und gleich wieder ab. Der Hafenmeister wird über diesen Vorfall informiert. Der herbeigerufene Minensicher USS YMS-33 kann das U-Boot nicht lokalisieren. Um 9:15 Uhr werden die beiden Geleitzerstörer USS CONKLIN und USS McCOY REYNOLDS angewiesen nach dem gesichteten U-Boot zu suchen und zu zerstören. Zur Unterstützung starten von der Insel Peleliu aus Marineflugzeuge. Beide Kriegsschiffe beginnen mit dem Sonar die Suche. Um 15:04 Uhr erhalten beide Geleitzerstörer einen Kontakt und um 15:39 Uhr feuert die USS MCCOY REYNOLDS zwei Salven Mark 10 Hedgehogs ab. Das feindliche U-Boot geht auf eine Tauchstation von über 100 Metern und versucht sich durch Ausweichmanöver davonzuschleichen. Die USS McCOY REYNOLDS feuert eine dritte Salve Hedgehogs ab und verliert den Kontakt bei über 120 Metern Tiefe. Um 16:03 Uhr erhält die USS CONKLIN einen Kontakt und beginnt um 16:15 Uhr mit ihrem ersten Hedgehog Angriff. Fünfundzwanzig Sekunden später gibt es eine einzige Unterwasserexplosion zu hören. Daraufhin feuert der Geleitzerstörer zehn Minuten später seine zweite Salve Hedgehogs ab. Achtundzwanzig Sekunden später ist erneut nur eine Unterwasserexplosion zu hören. Die USS CONKLIN kann den Kontakt aufrechterhalten und folgt dem japanischen U-Boot das weiterhin manövriert. Der Geleitzerstörer feuert eine dritte Salve Hedgehogs ab, aber auch hier gibt es keinen Treffer. Der Kommandant der USS McCOY REYNOLDS, Lieutenant Commander Edwin K. Winns (USNR), hatte die gesamte Zeit über das Muster der USS CONKLIN beobachtet und übernimmt nun das taktische Kommando. Er befahl um 16:45 Uhr der USS CONKLIN mit der vierten Salve zu warten. Von seinem Geleitzerstörer werden jetzt 12 Hedgehogs abgefeuert, die auf eine Tiefe von 137 Metern eingestellt sind. Eine Luftblase mit einem Durchmesser von rund drei Metern schießt daraufhin bis in eine Höhe von fünf Metern. Gleich danach gibt es eine gewaltige Unterwasserexplosion. Gegen 17:00 Uhr erhalten beide Geleitzerstörer über das Sonar einen erneuten Kontakt. In diesem Moment werden beide Kriegsschiffe durch eine massive Explosion erschüttert und müssen alle Sonar-, Radar- und Ruderanlagen abstellen. Eine Minute später erscheint eine riesige Luftblase vor dem Bug beider Schiffe. Mehrere kleine Explosionen folgen. Nachdem man dann das Sonar wieder einstellte erhielt man keinen Kontakt. Plötzlich befinden sich beide Geleitzerstörer in einem riesigen Ölteppich in dem auch Wrackteile schwimmen. Es werden eine Reihe von Gegenständen wie Holz mit japanischen Schriftzeichen, polierte Teile eines Instrumentenkoffers und Deckplanken gesichert. Auch ein menschliches Stück Fleisch mit darin eingebetteten Stahlstücken wird geborgen. Bei Dunkelheit dehnt sich der Ölteppich auf mehrere Quadratkilometer aus und es tauchen neue Trümmerteile auf. Das japanische U-Boot IJN I-37 ist mit 113 Mann Besatzung und 4 Kaitenpiloten zerstört worden. Nach diesem Zwischenfall kehrte die USS CONKLIN zu ihrem Eskortierdienst zurück und begleitete im Hafen von Kosso Roads wartenden Schiffskonvoi bis in die Humboldt Bay. Danach eskortierte der Geleitzerstörer bis zum 21. Januar 1945 weitere Schiffskonvois zwischen den Atollen Eniwetok und Ulithi und der Insel Guam. Am 21. Januar 1945 um 19:30 Uhr stellt ein Pilot einer Martin PBM-3D Mariner einen Radarkontakt zu einem japanisches U-Boot her, das mit 18 Knoten Geschwindigkeit auf das Atoll Ulithi zusteuert. Da befindet sich das feindliche U-Boot rund 18 Seemeilen westlich des Atolls. Umgehend werden die Geleitzerstörer USS CONKLIN, USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS RABY ( DE-698 ) darauf angesetzt. Von dem Wasserflugzeug werden zwei Wasserbomben und ein akustischer Torpedo abgeworfen nachdem das U-Boot mit dem Alarmtauchen begonnen hatte. Das U-Boot wird beschädigt, kann aber entkommen. Die drei Kriegsschiffe beginnen per Sonar mit der Suche nach dem japanischen U-Boot. Doch den Rest des 21. und am 22. Januars kann es nicht geortet werden. Alle drei Geleitzerstörer verschieben ihre Suche immer mehr in Richtung der Insel Yap, Westkarolinen. Am 23. Januar gegen 3:10 Uhr erhält die USS CORBESIER einen Radarkontakt in knapp neun Kilometern Entfernung. Da befindet sich der Geleitzerstörer rund 15 Seemeilen nördlich der Insel. Das Kriegsschiff erhöht sofort die Geschwindigkeit auf 18 Knoten und schließt auf den feindlichen Kontakt schnell auf. Das U-Boot IJN I-48 wird sofort zum Tauchen klargemacht und versinkt in den Fluten. Auf der USS CORBESIER erhält man um 3:36 Uhr einen Sonarkontakt. Es wird sofort eine Salve MK 10 Hedgehogs abgefeuert. Doch nach der Explosion ist der Sonarkontakt noch da. Während der Geleitzerstörer weitere fünf Salven Hedgehogs mit dem negativen Erfolg abfeuert schließen die beiden Geleitzerstörer USS CONKLIN und USS RABY auf und beteiligen sich an der Jagd. Doch dann verliert sich der Kontakt. Die drei Kriegsschiffe suchen aber weiter. Um 9:02 Uhr erhält man auf der USS CORBESIER wieder einen Sonarkontakt. Sofort wird wieder eine Salve Hedgehogs abgefeuert. Aber das Ergebnis ist erneut negativ. Um 9:12 Uhr erhält der Geleitzerstörer erneut einen Sonarkontakt, verliert aber diesen noch bevor eine weitere Salve Hedgehogs abgefeuert werden kann. Die USS CONKLIN ist rund 500 Meter von der USS CORBESIER entfernt und erhält um 9:34 Uhr einen Sonarkontakt. Es wird sofort eine Salve Hedgehogs abgefeuert. Siebzehn Sekunden später ertönen in einer geschätzten Tiefe von über 51 Metern fünf Explosionen. Zwei Minuten später gab es eine heftige Unterwasserexplosion. Diese setzte kurzzeitig die Motoren und das Lenkgetriebe der USS CONKLIN außer Gefecht. Nach riesigen Luftblasen kamen später Öl und Trümmer an die Wasseroberfläche. Große Mengen an menschlichen Überresten werden ebenfalls gesichtet. Das japanische U-Boot IJN I-48 ist mit allen 118 Mannschaftsmitgliedern und 4 Kaitenpiloten vernichtet. Man lässt von der USS CONKLIN ein Beiboot zu Wasser und die darin befindlichen Mannschaftsmitglieder des Geleitzerstörers beginnen mit dem bergen von Trümmerteilen. Darunter befanden sich Teile der Beplankung, zersplittertes Holz, Kork, Innenholz mit lackierter Oberfläche, einen Ärmel eines gestrickten blauen Pullovers mit den Resten des Armes darin, Essstäbchen und ein Seemannshandbuch. Bis zum 14. Februar blieb die USS CONKLIN vor dem Atoll Ulithi und patrouillierte in den Gewässern. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer das Atoll und eskortierte einen Schiffskonvoi zu den Palau Inseln und von dort aus zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Dieser natürliche Tiefseehafen wurde am 27. Februar erreicht. Man bunkerte auf dem Kriegsschiff hier frischen Treibstoff fuhr zum Atoll Ulithi zurück. Am 13. März integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Undergroup 94.6.2, die Ulithi Patrol and Escort Group. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS CONKLIN, USS CORBESIER, USS McCOY REYNOLDS, USS STRAUS ( DE-408 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS WITTER ( DE-636 ) und USS SANDERS ( DE-40 ). Am 13. März verließen diese Kriegsschiffe das Atoll Ulithi und begannen in den Gewässern rund um das Atoll zu patrouillieren, da hier die 5. US Flotte für den Angriff auf die japanische Insel Okinawa zusammengezogen wurde. Am 23. März integrierte man die USS CONKLIN in die Task Group 50.8, die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In der Hauptlogistikgruppe der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS THORN ( DD-647 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS CONKLIN, USS CORBESIER, USS STRAUS, USS LA PRADE, USS McCOY REYNOLDS, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS CROWLEY, USS LAMONS, USS HILBERT, USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS JACK MILLER ( DE-410 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Bei einer Eskortierfahrt, nach dem 6. April, griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker, der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz war. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser ohne Schaden anzurichten. Am 12. April erfolgte ein weiterer feindlicher Luftangriff. Während der Abwehr dieser Kamikazepiloten explodierte eines der japanischen Flugzeuge in der Nähe der USS CONKLIN, wobei die Aufbauten des Schiffes durch die umherfliegenden Stahlsplitter erhebliche Schäden davontrugen. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Die USS CONKLIN hatte in diesen Tagen die Aufgaben zur Beförderung von Passagieren, Post und Fracht erhalten. Außerdem war der Geleitzerstörer zur Luftüberwachung und zum begleiten der Schiffskonvois, die den Nachschub von Guam oder dem Atoll Ulithi holten, eingeteilt. Am 14. Mai sichtete man in der Nähe der Schiffe der TG 50.8, bei Minami Ogari Shima mehrere bemannte japanische Torpedos. Diese sogenannten Kaiten wurden aber alle vernichtet noch bevor die Piloten ihre todbringende Waffe ins Ziel steuern konnten. Die Task Group 50.8 integrierte man ab dem 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS WINDHAM BAY, USS BOUGAINVILLE, USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS THORN, USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS KALK, USS AYLWIN, USS DALE und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS CONKLIN, USS CORBESIER, USS STRAUS, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LA PRADE, USS HOWARD F CLARK, USS DONALDSON, LAMONS, USS JACK MILLER, USS CROWLEY, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Doch die Schiffe laufen am folgenden Tag alle in einen Taifun. Vielen Schiffsbesatzungen der TG gelang es nicht ihre Schiffe ohne große Zerstörungen durch den Sturm zu bringen. Auch die USS CONKLIN wird dabei schwer beschädigt. Einer der Besatzungsmitglieder wurde während des Sturmes durch umherrutschende Teile erschlagen, viele erlitten Verletzungen und vier gingen über Bord. Drei davon konnten gerettet werden. Am 6. Juni verließ die USS CONKLIN aus eigener Kraft die Gewässer von Okinawa und fuhr zur Insel Guam. Hier begannen erste Reparaturarbeiten. Am 17. Juni verließ der Geleitzerstörer wieder die Insel und fuhr an die US Westküste. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien begannen ab dem 9. Juli die Reparaturen und eine umfangreiche Überholung. Erst im September waren die Arbeiten abgeschlossen, da war der Zweite Weltkrieg im Pazifik schon beendet. Die USS CONKLIN verließ die Werft und fuhr zur Marinebasis San Diego. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 17. Januar 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS CONKLIN ( DE-439 ) strich man am 1. Oktober 1970 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 12. Mai 1972 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS CONKLIN ( DE-439 )
Commanding Officer

CDR Donald Cairns Brown        21. April 1944 – 15. August 1944
LCDR Edmund C. McGibbon        15. August 1944 – 17. Januar 1946

USS FIEBERLING ( DE-640 )

USS FIEBERLING ( DE-640 )

Biografie

Langdon Kellogg Fieberling
* 3. Januar 1910 in Oakland, Alameda County, Kalifornien
† 5. Juni 1942 während der Schlacht um Midway

Langdon Kellogg Fieberling war der älteste Sohn von Charles August Fieberling ( 25. Februar 1883 in Oakland, Alamedy County, Kalifornien – 16. Mai 1959 im Alameda County, Kalifornien ) und Mary Louise Kellogg Fieberling ( 4. August 1881 in Oakland, Alameda County, Kalifornien – 26. Dezember 1974 im Alameda County, Kalifornien ). Beide hatten sie am 4. Juli 1908 in San Jose, Kalifornien geheiratet. Langdon schloss 1928 die High School ab. Ihm faszinierte das Meer. Daher heuerte er am 9. Januar 1929 als gewöhnlicher Seemann auf dem Dampfer SS ABSAROKA in San Francisco, Kalifornien an. Nachdem das Schiff den Panamakanal durchquert und im Hafen von San Juan, Puerto Rico einen Zwischenstopp eingelegt hatte, lief es am 12. Februar 1929 im Hafen von New York ein. Noch im selben Jahr heuerte er wieder ab und schrieb sich in der Universität von Kalifornien ein. Hier schloss er sich der Bruderschaft Phi Delta Theta an. Am Ende der Sommerpause seines ersten Studienjahres heuerte Langdon am 26. Juli 1930 erneut als gewöhnlicher Seemann auf dem Dampfer SS ABSAROKA in San Francisco an. Erneut fuhr das Schiff, das Holz geladen hatte, die Route nach New York, wo es am 25. August 1930 anlegte. Danach kehrte er an die Universität zurück und schloss diese 1933 ab. Am 7. Oktober 1935 trat er in die US Naval Reserve ein. Nach der Grundausbildung versetzte man ihn zur Ausbildung zum Piloten. Man ernannte ihn dafür am 27. Juni 1936 zum Aviation Cadet. Fieberling absolvierte sein Flugtraining und wurde am 1. März 1937 zum Ensign und am 1. März 1940 zum Lieutenant ( jg) befördert. Ab dem 1. April 1940 war Fieberling auf der US Naval Air Station in Pensacola, Florida stationiert. Hier half er ab dem 26. Juli 1941 mit dem Aufbau des Torpedo Squadron 8. Am 2. Januar 1942 ernannte man Langdon Kellogg Fieberling zum Lieutenant. Er hatte sich am 21. Mai 1942 auf dem Truppentransporter USS CHAUMONT ( AP-5 ) zusammen mit sechs Piloten seiner Staffel eingeschifft. Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier lag der Flugzeugträger USS HORNET ( CV-8 ) ab dem 26. Mai. Dieses Kriegsschiff verließ zwei Tage später die Marinebasis und fuhr zusammen mit anderen Kriegsschiffen zu den Midway Inseln, wo es zur nächsten Schlacht gegen die Japaner kommen sollte. Einen Tag nachdem der Flugzeugträger Pearl Harbor verlassen hatte, traf die USS CHAUMONT dort ein. Jetzt wurden schnell sechs nagelneue TBF-1 Torpedobomber zum Abflug vorbereitet. Am 1. Juni hoben die Flugzeuge ab und überwandten eine Distanz von 1200 Meilen über den offenen Ozean. Nach acht Stunden Flugzeit landeten die Flugzeuge auf der Naval Air Station auf Midway. Hier berichtete Lieutenant Fieberling dem Commander der Base Air Defense über die anrückende Streitmacht der Japaner. Am frühen Morgen am 4. Juni 1942 starteten die Torpedobomber von Midway. Nach anderthalb Stunden Flugzeit wurden die feindlichen Schiffe gesichtet. Sofort gingen die amerikanischen Flugzeuge zum Angriff über. Aber japanische Jagdflugzeuge und Flakabwehrgeschosse vernichteten innerhalb der ersten Minuten fünf der sechs angreifenden Maschinen. Nur Ensign Albert Earnest und Radioman Thirt Clas Harry Ferrier kehrten auf die USS HORNET zurück.
Noch am selben Tag hoben die fünfzehn anderen Torpedobomber der VT-8 von der USS HORNET ab. Keines der Flugzeuge kehrte von seinem Einsatz zurück.
Für seinen Heldenmut verlieh man Lieutenant Langdon Kellogg Fieberling postum das Navy Cross, das Purple Heart und die Presidential Unit Citation.


USS FIEBERLING ( DE-640 )

Schiffsbiografie

Die USS FIEBERLING ( DE-640 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Langdon Kellogg Fieberling benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfundsiebzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 19. März 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Louise Kellogg Fieberling ( 4. August 1881 in Oakland, Alameda County, Kalifornien – 26. Dezember 1974 im Alameda County, Kalifornien ), Mutter von Lieutenant Langdon Kellogg Fieberling, taufte am 2. April 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Edward Earl Lull stellte am 11. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt vor der Küste von San Diego, Kalifornien lag die USS FIEBERLING am 14. Mai im Hafen der Marinebasis San Diego und wurde für eine Übung vorbereitet. Diese fand in den Gewässern vor San Diego zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ) und dem Geleitzerstörer USS KYNE ( DE-744 ) vom 17. bis zum 19. Mai statt. Danach folgte eine Übung in der Nacht vom 22. zum 23. Mai für die USS FIEBERLING zusammen mit der USS DENVER. Danach lag der Geleitzerstörer vom 24. bis zum 26. Mai und vom 30. Mai bis zum 1. Juni in der Marinebasis. Dazwischen war das Kriegsschiff an einer weiteren Übung beteiligt. Am 1. Juni wechselte die USS FIEBERLING wieder nach San Francisco und unterzog sich hier einer Überprüfung sowie einigen Umbauarbeiten. Am 21. Juni 1944 legte die USS FIEBERLING im Hafen von San Francisco ab und fuhr zusammen mit dem Zerstörer USS WEDDERBURN ( DD-684 ) zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diese Marinebasis liefen die beiden Schiffe am 27. Juni ein. Gleich Anfang Juli begann sich die USS FIEBERLING an mehreren Übungen in den Hawaiianischen Gewässern zu beteiligen. Diese wurden bis zum 3. September durch drei Eskortierfahrten zwischen der Marinebasis Pearl Harbor und dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands unterbrochen. Am 8. September verließ der Geleitzerstörer dann die hawaiianische Insel und eskortierte wieder einen Schiffskonvoi zum Atoll Eniwetok. Von hier aus ging die Fahrt über den Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Das Kriegsschiff legte am 27. September im Port Purvis an. Dieser Hafen war für die USS FIEBERLING bis zum 15. Dezember die Operationsbasis. Von hier aus begleitete der Geleitzerstörer Luft-, See- und Rettungsschiffe. Anschließend wechselte der Geleitzerstörer zum Atoll Funafuti, Gilbert and Ellice Islands und war hier bis zum 17. Februar 1945 als Stationsschiff eingesetzt. An diesem Tag fuhr die USS FIEBERLING nach Guadalcanal, Ostsalomonen und beteiligte sich zur Vorbereitung auf den Angriff auf Okinawa, an mehreren amphibischen Landemanövern zusammen mit den Schiffen der 5. US Flotte. Dann versetzte man am 15. März die USS FIEBERLING in die Task Group 53.6 die Captain J. H. Wellings befehligte. Die Schiffe dieser TG waren zur Sicherung der Transportschiffe von der Task Group 53.2 während der Operation „Iceberg“ abgestellt worden. In der TG befanden sich die Zerstörer USS PRINGLE ( DD-477 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS MASSEY ( DD-778 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS LANG ( DD-399 ) und USS STACK ( DD-406 ), die Geleitzerstörer USS FIEBERLING, USS GENDREAU ( DE-639 ), USS WILLIAM C CODE ( DE-641 ), USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) und USS BEBAS ( DE-10 ), die Schnellen Truppentransporter USS CHARLES LAWRENCE ( APD-37 ) und USS ROPER ( APD-20 ), zwei U-Boot-Jäger-Geleitboote und ein U-Boot-Jäger. Am 15. März verließen die Schiffe der TG 53.6 den Hafen von Tulagi und fuhren nach Okinawa. In die Gewässer dieser Insel drangen die amerikanischen Kriegsschiffe am 31. März ein. Der Angriff auf diese letzte japanische Insel vor den Hauptinseln erfolgte ab dem 1. April 1945. Gleich ab dem ersten Tag sahen sich die amerikanischen Schiffe vermehrt japanischen Kamikazepiloten gegenüber die sich auf sie stürzten. Die USS FIEBERLING wurde an diesem 1. April zur Bedeckung der Landungsschiffe eingesetzt und führte Anti-U-Boot Patrouille vor der Insel durch. Am 5. April gab es U-Boot Alarm auf dem Geleitzerstörer. Ein Kaiten, ein japanisches bemanntes Torpedo, war in den Operationsraum der amerikanischen Schiffe eingerungen. Doch noch bevor der japanische Pilot des Zweg-U-Bootes sich ein lohnendes Ziel ausgesucht hatte, war der Geleitzerstörer schon in der Nähe und vernichtete es. Am folgenden Tag begann der massivste feindliche Luftangriff auf die amerikanischen Kriegsschiffe. Die USS FIEBERLING selber lag an diesem Tag rund 15 Seemeilen nordsöstlich von Ie Shima. Ein Kamikazepilot, der mit seiner Maschine den Geleitzerstörer angriff, konnte zwar abgeschossen werden, allerdings war dies unmittelbar in der Nähe des Schiffes. Die umherfliegenden Trümmerteile des japanischen Flugzeugs verursachten erhebliche Schäden an den aufbauten des Kriegsschiffes. An diesem 6. April hatte sich auch ein Kamikazepilot auf den Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) gestürzt und erheblichen Schaden verursacht. Das Kriegsschiff blieb Einsatztauglich und verweilte auf seiner Radarvorpostenstation. Doch die USS HOWORTH sollte dann doch das Einsatzgebiet verlassen und sich für die Reparaturarbeiten an die US Westküste begeben. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Undergroup 51.29.11. In dieser TU befand sich neben dem Zerstörer der Geleitzerstörer USS FIEBERLING und der Schnelle Truppentransporter USS BARR ( APD-39 ). Am 10. April verließen diese drei Schiffe und die der Task Undergroup 51.29.12 die Gewässer von Okinawa und eskortierten mehrere entleerte Landungsschiffe in Richtung Saipan. Auf dem Weg dorthin trifft man auf das japanische U-Boot IJN I-44. Sofort beginnt die USS FIEBERLING zusammen mit der USS HOWORTH mit der Jagd und wirft mehrere Hedgehogs über Bord. Die dadurch erzeugten Unterwasserexplosionen beschädigen das feindliche U-Boot, aber es kann entkommen. Am 19. April erreichen die Schiffe Saipan. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff und Munition verlässt der Geleitzerstörer wieder die Insel und fährt nach Okinawa zurück. Das Kriegsschiff erreicht am 29. April die Gewässer der Insel. Hier übernimmt die USS FIEBERLING bis zum 28. Juni mehrere Patrouillenfahrten und Radarvorpostenwarnstationen. In dieser Zeit, am 20. Mai, entdeckt man erneut einen bemannten Torpedo. Dieses Zwerg – U-Boot wird vernichtet. Ab dem 28. Juni operiert der Geleitzerstörer zwischen den Inseln Okinawa, Saipan und Guam, Westkarolinen. Dabei ist das Kriegsschiff auf der Suche nach feindlichen Schiffen oder amerikanischen Piloten deren Flugzeuge abgestürzt waren. Diese Patrouillenfahrten endeten für die USS FIEBERLING am 22. Oktober. An diesem Tag eskortierte der Geleitzerstörer mehrere Truppentransporter, die Besatzungstruppen an Bord hatten, von Saipan aus zu japanischen Häfen. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in Richtung der US Westküste. Am 22. November legte das Kriegsschiff im Hafen von Portland, Oregon an und unterzog sich einer intensiven Überholung. Nach Abschluss dieser Arbeiten wechselte die USS FIEBERLING zur Marinebasis San Diego. Hier erfolgten mehrere Auffrischungsübungen. Am 15. März 1946 stach der Geleitzerstörer in See und fuhr an die chinesische Küste. Hier operierte das Kriegsschiff und sollte zur Beruhigung der des erneut ausgebrochenen chinesischen Bürgerkrieges beitragen. Doch mehr wie einen Beobachtungsstatus hatte das Schiff nie. Das Kriegsschiff legte am 13. August wieder in der Marinebasis San Diego an und begann sich an Operationen entlang der US Westküste und in Hawaiianischen Gewässern zu beteiligen. Anschließend testete man auf dem Geleitzerstörer experimentelle Ausrüstungen.
In San Diego stellte man dann am 13. März 1948 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS FIEBERLING ( DE-640 ) strich man am 1. März 1972 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 20. November 1972 zum verschrotten.


USS FIEBERLING ( DE-640 )
Commanding Officer

LCDR Edward Earl Lull         11. April 1944 – ?
LCDR William L. Vaughen         November 1945 – 16. September 1946
LCDR Joseph Clark Spitler          1947 – 13. März 1948

USS FINNEGAN ( DE-307 )

USS FINNEGAN ( DE-307 )

Biografie

William Michael Finnegan
* 1897 in Bessemer, Gogebic County, Michigan
† 7. Dezember 1941 an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA ( BB-37 9 in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii

William Michael Finnegan trat am 22. Oktober 1917 in die US Navy ein und diente ununterbrochen bis zum 8. November 1929 als Chief Radio Electrician. Er war verheiratet. Seine letzte von vielen Aufgaben an Land wie auch zu Wasser war ab dem 30. August 1941 an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA ( BB-37 ). Finnegan beförderte man am 18. November 1941 zum Ensign. Am 7. Dezember 1941 griffen japanische Flugzeuge die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor an und versenkten unter anderem auch dieses Schlachtschiff. Dabei kam Ensign Finnegan ums Leben.


USS FINNEGAN ( DE-307 )

Schiffsbiografie

Die USS FINNEGAN ( DE-307 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Chief Radio Elektriker Ensign William Michael Finnegan benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das einundsechzigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien wurde am 5. Juli 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Charles Schroeder, Schwester von Chief Radio Elektriker Ensign William Michael Finnegan, taufte am 22. Februar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Huston Hoffman ( USNR ) stellte am 19. August 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt und der anschließenden Schiffshautüberprüfung, verließ die USS FINNEGAN am 1. November die kalifornische Küste und fuhr zur amerikanischen Marinestation Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Der Geleitzerstörer lief hier am 8. November ein und beteiligte sofort als Eskorte an einem Training amerikanischer U-Boote, die vor ihren beginnenden Kriegspatrouillen einige Szenarien durchspielen wollten. Am 11. November stach die USS FINNEGAN erneut in See und eskortierte diesmal einen Schiffskonvoi zu den Midway Islands. Von dort kehrte der Geleitzerstörer wieder nach Pearl Harbor zurück und legte am 20. November in der Marinebasis an. Ab diesem Tag bis zum 9. Januar 1945 übernahm das Kriegsschiff wieder die Eskorte bei den amerikanischen U-Booten. Währenddessen waren andere Schiffe bei amphibischen Übungen vor den Hawaiianischen Inseln beteiligt. Am 9. Januar übernahm die USS FINNEGAN die Eskorte über mehrere Panzerlandungsschiffe und U-Boot-Jäger Boote und begleitete diese bis zur Insel Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie Ende Januar. Hier begannen erneut mehrere Übungen. Am 15. Februar legte der Geleitzerstörer wieder ab und eskortierte mehrere Transportschiffe in Richtung der Bonin Insel Iwo Jima. Die Invasion auf dieser Insel sollte am 19. Februar starten. Die USS FINNEGAN begann vor der Bonin Insel mit der Suche nach feindlichen U-Booten und patrouillierte dazu im Rückraum der Angriffsflotte. Dabei stieß der Geleitzerstörer am 19. Februar mit dem Infanterielandungsfahrzeug USS LCI-627 zusammen und wurde leicht beschädigt. Beide Schiffe befanden sich zu diesem Zeitpunkt rund 120 Seemeilen von Iwo Jima entfernt, konnten aber ihren Dienst weiterführen. Am 26. Februar eskortierte die USS FINNEGAN neun geleerte Transportschiffe in Richtung Saipan. Da erhielt Radarman Robert N. Perry über die Radarantennen einen Oberflächenkontakt durch ein feindliches U-Boot. Dieses war IJN I-370, Kommandant LCDR Fujikawa, und machte sich gerade bereit alle bemannten Torpedos auf die geleerten Transportschiffe freizulassen. Der amerikanische Geleitzerstörer fährt sofort in Richtung des georteten U-Bootes. Acht Minuten später lässt LCDR Fujikawa Alarmtauchen. Keines der Kaiten konnte bis dahin freigelassen werden. Um 6:59 Uhr erhält der Geleitzerstörer per Sonar den ersten Kontakt von dem japanischen U-Boot. LCDR Huffman lässt daraufhin die ersten Mark 10 Hedgehogs abwerfen. Diese Salve liegt aber zu weit entfernt vom U-Boot. Sofort werden weitere 13 Hedgehogs auf eine größere Tiefe eingestellt und abgefeuert. Fünf Minuten später ist ein tiefes Grollen zu hören und viele Luftblasen stiegen an die Wasseroberfläche, gefolgt von einer kleineren Explosion auf der Position 22° 45’ Nord, 141° 26’ Ost. Später kommt Heizöl an die Wasseroberfläche und bedeckt eine Größe von vier mal zwei Meilen. Alle 79 Besatzungsmitglieder der IJN I-370 und die fünf Kaitenpiloten kamen bei dem Angriff ums Leben. Das japanische U-Boot war der erste Verlust der Chihaya – Gruppe, einer Gruppe aus japanischen U-Booten, die speziell zum Absetzen von bemannten Torpedos ausgestattet worden war. Nach diesem Zwischenfall eilte die USS FINNEGAN den neun Transportschiffen hinterher und eskortierte sie bis nach Saipan. Den dortigen Hafen erreichten sie am 1. März. Hier beölte man alle Schiffe, dann ging die Fahrt zur Insel Espiritu Santo, Neue Hebriden weiter. Die Schiffe liefen am 16. März in den Kriegshafen der dortigen Insel ein. Die USS FINNEGAN blieb hier bis zum 25. März liegen. In diesen Tagen gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Group 56.6, die die Expeditionary Troops Floating Reserve der Infanterie Division 27 transportierten. In der TG befanden sich die Geleitzerstörer USS FINNEGAN, USS HALLORAN ( DE-305 ), USS CONNOLLY ( DE-306 ), USS RALL ( DE-304 ), USS GRADY ( DE-445 ) und USS McCLELLAND ( DE-750 ) sowie die amphibischen Angriffstransportschiffe USS RUTLAND ( APA-192 ), USS LENAWEE ( APA-195 ) und USS TALLADEGA ( APA-208 ). Die drei amphibischen Angriffstransportschiffe hatten die Soldaten der Infanteriedivision 27 an Bord und die Fahrt ging nach Okinawa. Die USS RALL war das Flaggschiff der ComCortDiv 61. Am 25. März legte diese kleine Flotte in Espiritu Santo ab und erreichte am 9. April 1945 die Insel Okinawa. Auf dieser Fahrt erhielt man unterwegs einen unidentifizierten Kontakt von einem U-Boot. Aber man konnte trotz der beginnenden Suche keines finden. Die Schiffe legten vor dem Atoll Ulithi, Karolinen einen Zwischenstopp ein. Die Schlacht um die Insel hatte schon am 1. April begonnen und die Soldaten der Infanteriedivision 27 waren nur die Reservetruppen. Die Task Group 56.6 löste man hier auf. Die USS FINNEGAN und die anderen Geleitzerstörer begannen vor der Insel Okinawa zu patrouillieren. Sie waren auf der Suche nach japanischen U-Booten und überwachten den Luftraum. Außerdem nahm der Geleitzerstörer sofort seine Radarvorpostenwarnstation ein. In den folgenden Tagen war es ruhig, man musste nur Luftalarm für die weiter vor Okinawa liegenden Kriegsschiffe geben. In den folgenden Tagen war es ruhig, man musste nur Luftalarm für die weiter vor Okinawa liegenden Kriegsschiffe geben. Doch am 12. April ging der Tanz mit den japanischen Kamikazepiloten auch für die Geleitzerstörer rund um die USS FINNEGAN los. Am Abend dieses Tages war die USS RALL, das Flaggschiff der ComCortDiv 61, ein schwimmendes Wrack, konnte sich aber aus eigener Kraft aus dem Kampfgebiet bewegen. Man ernannte noch in der Nacht zum 13. April die USS FINNEGAN zum Flaggschiff der ComCortDiv 61. Am 20. Mai erhielt man auf dem Geleitzerstörer einen Oberflächenkontakt und sichtete später einen japanischen bemannten Torpedo, der sofort beschossen und zerstört wurde. Neun Tage später gab es Luftalarm. Ein Kamikazepilot wollte sich mit seinem Flugzeug auf Sturmtransportschiffe stürzen, die auf dem Weg nach Okinawa waren. Die Geschützmannschaften der USS FINNEGAN legten umgehend einen Teppich aus Flakgranaten und vertrieben so den Feind in der Luft. Am 10. Juli verließ der Geleitzerstörer die Gewässer vor Okinawa und fuhr in die San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Von hier aus operierte das Kriegsschiff auf lokalen Missionen und patrouillierte bis zur philippinischen Insel Luzon im Norden. Dies führte die USS FINNEGAN bis zum 15. September durch. Am folgenden Tag verließ der Geleitzerstörer die philippinischen Gewässer und fuhr über das atoll Eniwetok, Marshall Islands zur Marinebasis Pearl Harbor. Das Kriegsschiff verließ zusammen mit der USS CONNOLLY am 27. September diese Marinebasis und fuhr an die kalifornische Küste. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff in San Pedro, Kalifornien verließen beide Schiffe die US Westküste, durchquerten den Panamakanal und legten am 2. November im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 27. November 1945 außer Dienst und strich am 19. Dezember 1945 den Namen USS FINNEGAN ( DE-307 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper im Juni 1964 zum verschrotten.


USS FINNEGAN ( DE-307 )
Commanding Officer

LCDR Huston Hoffman  (USNR)          19. August 1944 – 27. November 1945