Archiv für den Monat: August 2019

USS SMITH THOMPSON ( DD-212 )

USS SMITH THOMPSON

Biografie

Smith Thompson
* 17. Januar 1768 in Amenia, Dutchess County, New York
† 18. Dezember 1843 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York
war von 1819 bis 1823 Minister der US Navy und von 1823 bis zu seinem Tod 1843 im Obersten Gerichtshof der USA

Smith Thompson war das zweite Kind von drei Kindern von Ezra Thompson ( 12. Oktober 1738 – 6. November 1816 ) und Rachel Smith Thompson ( 1739 – 5. März 1804 ). Seine älteste Schwester Tamma Thompson ( 1764 – 10. November 1790 in New York ) heiratete Major Solomon D. Sutherland ( 1762 in New York – 10. September 1802 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York ), der im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg kämpfte in Poughkeepsie ein angesehener Bürger, Farmer und Senator war. Beide hatten drei Kinder. Die jüngere Schwester von Smith Thompson war Rachel Thompson ( 27.Juni 1773 in New Milford, Litchfield County, Connecticut – 2. Januar 1849 im Dutchess County, New York ) heiratete 1808 Captain Eli Todd ( Dezember 1763 – 12. Februar 1846 in New Milford, Litchfield County, Connecticut ).
Smith Thompson schloss 1788 sein Studium an der Princeton University, zu seiner Zeit als College of New Jersey bekannt, ab, lehrte kurze Zeit später und studierte nebenbei Rechtswissenschaften bei James Kent ( 31. Juli 1763 in Fredericksburg, Dutchess County, New York – 12. Dezember 1847 in New York City ). Thompson gründete anschließend eine Anwaltskanzlei in Troy, New York von 1792 bis 1793 und in Poughkeepsie, New York von 1793 bis 1802. Er heiratete 1799 oder Anfang 1800 Sarah Livingston ( 2. März 1777 in Poughkeepsie , Dutchess County, New York – 22. September 1833 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York ), sie war die Tochter von Gilbert Livingston ( 17. Dezember 1742 – 14. September 1806 ) und Catherine Crannell Livingston ( 20. April 1745 – 17. Mai 1830 ). Mit ihr hatte er vier Kinder. Der eine Sohn davon war Gilbert Livingston Thompson ( 1800 – 4. Juli 1874 ). Smith Thompson wurde 1800 in die New York State Assembly gewählt und nahm 1801 am New York Constitutional Convention teil. Von 1802 bis 1814 diente Thompson im Obersten Gerichtshof des Staates New York als Associate Justice und vom 1814 bis 1818 als Chief Justice. US Präsident James Monroe ( 28. April 1758 in Monroe Hall, Virginia, britisch Amerika – 4. Juli 1831 in New York City ) ernannte Thompson am 1. Januar 1819 zum Minister der US Navy. Er löste Benjamin Williams Crowninshield ( 27. Dezember 1772 in Salem, Massachusetts Bay, britisch Amerika – 3. Februar 1851 in Boston, Massachusetts ) ab und übergab dieses Amt im September 1823 an Samuel Lewis Southard ( 9. Juni 1787 in Basking Ridge, New Jersey – 26. Juni 1842 in Fredericksburg, Virginia ). Gleich nach seiner Entlassung kämpfte Thompson von 1823 bis 1824 für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat in der Demokratisch – Republikanischen Partei. Aus diesem Wahlkampf zog er sich sofort zurück, nachdem er von anderen Kandidaten übertroffen wurde. Am 1. September 1823 ernannte US Präsident James Monroe Smith Thompson als Kandidaten für den Associate Justice of the Supreme Court of the United States of America. Dieser Platz wurde nach dem Tode von Henry Brockholst Livingston ( 25. November 1757 in New York City – 18. März 1823 in Washington DC ) frei. Diese Ernennung nahm Thompson nur widerwillig an. Doch am 5. Dezember 1823 nominierte man ihn offiziell und am 9. Dezember 1823 bestätigte ihn der Senat. Noch am selben Tag trat Thompson sein Amt in Washington DC an. Dort gab er seine politischen Ambitionen nicht auf und unternahm, den inzwischen als ungewöhnlich, aber damals als durchaus üblichen Schritt, alles um für ein politisches Amt zu kandidieren. Seine Bewerbung um den Gouverneur von New York im Jahre 1828 war jedoch erfolglos. Danach trat Thompson größtenteils aus dem politischen Leben aus und war überzeugter Gegner von Chief Justice John James Marshall 24. September 1755 in Germantown, Virginia, britisch Amerika – 6. Juli 1835 in Philadelphia, Pennsylvania ).
Smith Thomapson heiratete nach dem Tod von Sarah ein zweites Mal. Es war Elizabeth Davenport Livingston ( 17. März 1805 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York – 21. März 1886 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York ), Tochter von Henry Beekman Livingston, Jr. ( 13. Oktober 1748 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York – 29. Februar 1828 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York ) und Cousine von Sarah Livingston. Smith Thompson hatte mit ihr drei Kinder. Eines davon war Smith Thompson, Jr. ( 14. Februar 1843 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York – 5. Juli 1909 in Hudson, Columbia County, New York ).


USS SMITH THOMPSON ( DD-212 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS SMITH THOMPSON ( DD-212 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Marineminister Smith Thompson benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 24.
März 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Kate E. Lloyd, Enkelin von Marineminister Smith Thompson, taufte am 14. Juli 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Benjamin Grady Barthalow ( 6. Februar 1878 in Kimbolton, Guernsey County, Ohio – 18. August 1920 in San Francisco, Kalifornien ) stellte am 10. Dezember 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS SMITH THOMPSON entlang der US Ostküste führte, wurde in der Philadelphia Navy Yard die Schiffshaut überprüft und einige Reparaturen vorgenommen. Am 8. Februar 1920 legte der Zerstörer in der Marinebasis ab und stach in See. Ziel war das Mittelmeer. Im Hafen von Konstantinopel, Osmanisches Reich, legte das Kriegsschiff am 25. Februar an. In den nun folgenden Monaten operierte die USS SMITH THOMPSON in den Gewässern des östlichen Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres und stand dabei unter dem Oberkommando des US High Commissioner for Turkey, Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17. April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ). In diesen Monaten war der gesamte Nahe Osten durch die Veränderungen infolge des Ersten Weltkrieges in Aufruhr. Der Zerstörer besuchte Häfen im Osmanischen Reich, Russland, Rumänien, Bulgarien, Syrien, Griechenland und Ägypten. Aufgrund des Bürgerkrieges im Osmanischen Reich und in Russland erhielt Rear Admiral Mark Lambert Bristol häufig ungewöhnliche Aufgaben übertragen. Darunter befanden sich die Wartung von Funkanlagen, sowie die Post und die Passagierbeförderung. So mussten Vertreter des US Außenministeriums und Beamte anerkannter philanthropischer Gesellschaften zu den verschiedenen Häfen gefahren werden. Zusätzlich erfolgte auf der Krim, im Süden Russlands, im Schwarzen Meer die Evakuierung von Amerikanern, Gegner der Bolschewiki und Kranke und Verwundete aus kriegsbedrohten Häfen.
Vizeadmiral Newton Alexander McCully ( 19. Juni 1867 in Anderson, South Carolina – 14. Juni 1951 in St. Augustine, Florida ), der als Spezialagent des US Außenministeriums zu Beobachtungszwecken nach Südrussland entsandt worden war, erhielt jede erdenkliche Unterstützung der amerikanischen Seestreitkräfte. Bei mehreren Gelegenheiten fungierte die USS SMITH THOMPSON als dessen Flaggschiff. Am 2. Mai verließ die USS SMITH THOMPSON zusammen mit der USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), USS BORIE ( DD-215 ), USS WHIPPLE ( DD-217 ), USS BARKER ( DD-213 ) und USS TRACY ( DD-214 ) das Mittelmeer. Sie durchquerten den Suezkanal und fuhren nach Bombay, Indien. Die Fahrt führte die Schiffe weiter nach Colombo, Ceylon; Batavia, Java; Singapur, Straits Settlement und Saigon, Französisch – Indochina. Am 29. Juni erreichten die Kriegsschiffe ihren neuen Heimathafen Cavite, Manila Bay, Luzon auf den Philippinen. Während der nächsten vier Jahre diente die USS SMITH THOMPSON in der asiatischen Flotte. In diesen vier Jahren setzte man den Zerstörer zum Schutz von Leben und Eigentum der Amerikaner in dem von kriegerischen Konflikten heimgesuchten China ein. In den Wintermonaten operierte das Kriegsschiff von Cavite aus, der Hafen lag in der Nähe von Manila, und führte taktische Übungen zwischen den philippinischen Inseln durch. Sofort im beginnenden Frühjahr fuhr der Zerstörer nach Norden zu den Häfen von Nordchina und begann mit seinen Operationen entlang der chinesischen Küste und in japanischen Gewässern. Anfang September 1923 erfuhr man auf dem Kriegsschiff, dass am 30. und 31. August Tokyo und Yokohama durch ein Erdbeben, einen Tsunami und Feuersbrünste fast zerstört worden waren. Vizeadmiral Edwin Alexander Anderson, Jr. ( 16. Juli 1860 in Wilmington, North Carolina – 23. September 1933 in Masonboro Sound, Wilmington, North Carolina ), Oberbefehlshaber der asiatischen Flotte, entsandte sofort die USS SMITH THOMPSON und die Zerstörerdivision, in der sich die Zerstörer USS JOHN D EDWARDS, USS BORIE, USS WHIPPLE, USS BARKER und USS TRACY mit medizinischen Hilfsgütern, um Hilfe zu leisten. Die Zerstörer trafen am 5. September in der Tokyo Bay ein. Die USS SMITH THOMPSON fungierte hier bis zum 21. September als Funkweiterleitungsschiff in Yokohama und als Stationsschiff in Tokyo. Die amerikanischen Zerstörer waren die ersten ausländischen Schiffe, die in Yokohama eingetroffen waren und verdienten den Dank der japanischen Regierung. Im folgenden Jahr beteiligte sich die USS SMITH THOMPSON an einer weiteren Sondermission. Von April bis Mai 1924 half der Zerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS JOHN D FORD ( DD-228 ) beim Aufbau temporärer Luftwaffenstützpunkte auf den japanischen Kurilen und der Insel Hokkaido, um den weltweiten Pionierflug zwischen dem 9. April und dem 28. September durch den US Air Service zu unterstützen. Eine Gruppe von Piloten des US Air Service startete am 24. April in Seattle mit vier Torpedobombern vom Typ Douglas DWC zur ersten Weltumrundung per Flugzeug. Zwei der Flugzeuge erreichten nach 157 Tagen und einer Flugstrecke von 44.342 Kilometern am 28. September den Zielort Seattle. Zwischen dem 7. und 10. Juni 1924 sicherte die USS SMITH THOMPSON die Flugzeuge bis sie wieder starteten. Am 18. Mai 1925 verließen die Zerstörer USS WHIPPLE, USS JOHN D EDWARDS, USS BORIE, USS BARKER und USS TRACY die Philippinischen Inseln und fuhren über Guam, Nördliche Marianen; Midway und Pearl Harbor, Territorium Hawaii nach San Diego, Kalifornien. In den Hafen von San Diego liefen die Schiffe am 17. Juni ein. Die USS SMITH THOMPSON folgte ab dem 10. Juni von den japanischen Inseln aus und erreichte San Diego vier Tage später. Am 22. Juni stachen die Kriegsschiffe der kompletten Division wieder in See und machten sich auf den Weg an die US Ostküste. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte die USS SMITH THOMPSON am 17. Juli in Norfolk, Virginia an. Für den Zerstörer begann in der Norfolk Navy Yard eine umfassende Überholung. Anschließend schloss sich das Kriegschiff dem Zerstörergeschwader der Scouting Flotte an und fuhr auf Trainingskreuzfahrten entlang der US Ostküste und in der Karibik. In den Monaten September und Oktober 1926 sowie Januar 1927 war die USS SMITH THOMPSON vorübergehend beim US Sonderdienstgeschwader im Einsatz und operierte entlang der Küste von Nicaragua. Hier wurden die Bedingungen während des revolutionären Ausbruchs in diesem Land beobachtet sowie die amerikanischen Interessen geschützt und den Transport von Personal des Marine Corps ermöglicht. Zwischen Juni 1927 und Januar 1928 operierte das Kriegsschiff im Mittelmeer und an der adriatischen Küste. Danach fuhr die USS SMITH THOMPSON in die Karibik, durchquerte den Panamakanal und fuhr in seinen neuen Heimathafen San Diego. Hier integrierte man den Zerstörer in das Zerstörergeschwader der Schlachtschiffflotte. Mitte 1929 fuhr dieses Geschwader entlang der US Westküste nordwärts und legte in der Bremerton Naval Shipyard, Washington für Überholungsarbeiten an. Am 1. August legte die USS SMITH THOMPSON und die Zerstörer des Zerstörergeschwaders in Bremerton ab und fuhren in den Fernen Osten zur asiatischen Flotte. Der Zerstörer erreichte am 2. September Chefoo, China. Das Kriegsschiff nahm bis 1936 an Übungen mit der flotte in chinesischen und philippinischen Gewässern teil und unterzog sich den Überholungsperioden in der Cavite Navy Yard. Aufgrund des in China herrschenden Bürgerkrieges und der Bandentätigkeit mussten zusätzlich zu den Kanonenbootpatrouillen eine reguläre Zerstörerdivision in chinesischen Gewässern herangezogen werden. Die USS SMITH THOMPSON wurde daher mehrmals zur Yangtse River Patrol und der South China Patrol herangezogen und führte ihren Dienst dort vorübergehend aus. Am 1. Februar 1932 wurde der Zerstörer mit anderen Einheiten der asiatischen Flotte nach Shanghai versetzt, um dort internationale Siedlungen zu beschützen, nachdem die Japaner einen Luft- und Seeangriff auf den chinesischen Teil der Stadt gestartet hatten. Bei dieser Gelegenheit blieb das Kriegsschiff bis zum 28. Mai auf seiner Sonderpatrouille entlang der chinesischen Küste bei Shanghai. Für das Frühjahr 1936 waren wie üblich wieder in der Subic Bay, Luzon, Philippinen Übungen angesetzt. Am 14. April kollidierte die USS SMITH THOMPSON mit dem Schwesterschiff USS WHIPPLE. Die USS WHIPPLE rammte dabei mittschiffs die USS SMITH THOMPSON und zerstörte sich dabei den Bug, der vollständig abgeknickt war. Auf beiden Zerstörern gab es keine Todesfälle. Die USS SMITH THOMPSON musste durch die USS BARKER ins Schlepptau genommen werden. Beide Zerstörer trafen am 17. April in der Cavite Navy Yard ein. Die Inspektion ergab, dass das Kriegsschiff nicht mehr reparabel war. Jedoch konnte man den noch intakten Bug des Kriegsschiffes verwendete und ersetzte diesen bei der USS WHIPPLE. Man stellte am 15. Mai 1936 das Kriegsschiff außer Dienst und strich den Namen USS SMITH THOMPSON ( DD-212 ) am 19. Mai 1936 von der US Navy – Liste. Nach dem eiligen Abbau sämtlicher Geschütze und den wichtigsten kriegstechnischen Einrichtungen versenkte man den Schiffskörper am 25. Juli 1936 in der Subic Bay.


USS SMITH THOMPSON ( DD-212 )
Commanding Officer
 

 CDR Benjamin Grady Barthalow    10. Dezember 1919 – 15. Januar 1920
LCDR John Harrison Semmes Dessez    15. Januar 1920 – 20. Juni 1920
LCDR Frederick Louis (Fritz) Riefkohl    20. Juni 1920 – 15. Juli 1920
LCDR John Harrison Semmes Dessez    15. Juli 1920 – 18. Januar 1922
LCDR Van Leer Kirkman Jr.    18. Januar 1922 – 10. Oktober 1923
LCDR Frederick Louis (Fritz) Riefkohl    10. Oktober 1923 – 20. Juli 1925
LCDR Lewis Wells Comstock    20. Juli 1925 – 19. September 1926
LCDR William Faulkner Amsden    19. September 1926 – 23. Juni 1928
LCDR Edward Benjamin Lapham    23. Juni 1928 – 24. Mai 1929
LCDR Campbell Dallas Edgar    24. Mai 1929 – 8. August 1931 (später RADM)
CDR Scott Douglas McCaughey    8. August 1931 – 15. Juli 1934
LCDR Russell Stanley Berkey    15. Juli 1934 – 9. Februar 1936 (später ADM)
LCDR Earle Hill Kinkaid    9. Februar 1936 – 15. Mai 1936

USS ALDEN ( DD-211 )

USS ALDEN ( DD-211 )

Biografie

James Alden, Jr.
* 31. März 1810 in Portland, Cumberland County, Maine
† 6. Februar 1877 in San Francisco, Kalifornien
war ein Rear Admiral in der US Navy und diente während des Mexikanisch – Amerikanischen Krieges und des Sezessionskrieges

James Alden, Jr. war der Sohn von Captain James Alden, Sr. ( 1775 – 27. Juni 1853 ) und Elizabeth Tate Alden ( 1780 – 8. August 1824 ). Er hatte einen Bruder, Benjamin Alden ( Oktober 1820 – 12. Februar 1822 ). Sein Vater heiratete nochmals. Es war Pamelia P. Phillips ( 12. Juli 1794 in York Village, York County, Maine – 27. Oktober 1879 in York Village, York County, Maine ). James Alden, Sr. war ein direkter Nachkomme des ehemaligen Mayflower – Pilgers John Alden, Sr. ( ca. 1598 in Harwich, England – 12. September 1687 in Duxbury, Massachusetts Bay, britische Kolonie ), der an Bord des Pilgerschiffes Mayflower als Besatzungsmitglied an der historische Reise teilnahm. Mit an Bord befand sich seine spätere Frau Priscilla Mullins ( 1602 in Dorking, Mole Valley, District Surrey, England – 1685 in Duxbury, Plymouth County, Massachusetts Bay, britische Kolonie ).
James Alden, Jr. ernannte man am 1. April 1828 zum Midshipman. Das erste Jahr seiner Karriere in der US Navy verbrachte er an Land, an der Naval Station in Boston, Massachusetts, bevor er an Bord der Fregatte USS JOHN ADAMS ( 1799 ) versetzt wurde die zum Mittelmeergeschwader gehörte. Man beförderte Alden am 14. Mai 1834 zum Passed Midshipman und er diente dann in der Boston Navy Yard bis er unter das Kommando von Lieutenant Charles Wilkes ( 3. April 1798 in New York City – 8. Februar 1877 in Washington DC ) gestellt wurde, der an der United States Exploring Expedition, einer Erkundungs- und Vermessungsexpedition des Pazifischen Ozeans und der umliegenden Gewässer von 1838 – 1843 teilnahm. Während dieser Reise versetzte man die Offiziere und die Mannschaftsmitglieder der Expedition auf das jeweilige Schiff, wo sie gebraucht wurden. James Alden, Jr. beteiligte sich in Malolo auf den Fidshi Inseln an einer Strafexpedition gegen den dort lebenden Stamm, von dessen Kriegern zwei Tage zuvor Lieutenant Joseph Underwood und Midshipman Wikes Henry ( 1820 – 24. Juli 1840 auf der Insel Malolo, Fidshi Islands ) beim Tauschhandel für Lebensmittel ermordet worden waren. Wilkes Henry war ein Neffe von Charles Wilkes. Und dieser ließ bei der Vergeltungsaktion über 80 Insulaner töten. James Alden, Jr. ernannte man am 25. Februar 1841 zum Lieutenant. Die Expedition beendete er als Executive Officer auf der Brigg USS PORPOISE ( 1836 ). Nach einem weiteren Dienstbesuch in der US Naval Station in Boston, wurde er an Bord der Fregatte USS CONSTITUTION ( 1797 ) versetzt. Diese kommandierte Captain John Percival ( 3. April 1779 in West Barnstable, Massachusetts – 7. September 1862 in Dorchester, Massachusetts ). Am 29. Mai 1844 stach die Fregatte von Norfolk, Virginia aus in See. An Bord befand sich der amerikanische Botschafter in Brasilien, Henry Alexander Wise ( 3. Dezember 1806 in Drummondtown, Virginia – 12. September 1876 in Richmond, Virginia ) und dessen Familie. Nach zwei HAFENBESUCHEN AUF DEM Weg legte die USS CONSTITIUTION am 2. August im Hafen von Rio de Janeiro, Brasilien an. Erst am 8. September setzte die amerikanische Fregatte ihren Weg fort und der sollte eine Weltumfahrung werden. Das Kriegsschiff legte in den Häfen von Madagaskar, Mosambik und Sansibar an und erreichte am 1. Januar 1845 Sumatra. Viele der amerikanischen Seeleute litten unter der Ruhr und Fieber, was schon zu mehreren Todesfällen geführt hatte. Captain John Percival nahm nun Kurs nach Singapur. Dort legte die USS CONSTITUTION am 8. Februar an. Während des Aufenthaltes besuchte Captain Percival von der Royal Navy Commodore Henry Ducie Chads ( 24. Februar 1788 in Mralebone, London, England – 7. April 1868 in Southsea, Hampshire, England ), dessen Flaggschiff die HMS CAMBRIAN war. Die Engländer boten medizinische Hilfe an, die dankbar angenommen wurde. Henry Ducie Chads war dreiunddreißig Jahre zuvor Lieutenant und kämpfte erfolglos als Lieutenant gegen William Bainbridge vor Java. Nachdem die USS CONSTITUTION Singapur verlassen hatte, legte die amerikanische Fregatte am 10. Mai in Turon, Cochinchina, dem heutigen Da Nang, Vietnam an. Wenige Tage später erhielt Percival die Nachricht, dass der französische Missionar Dominique Lefèbvre zum Tode verurteilt worden war. Sofort ging er mit einer Gruppe Marines an Land, um mit dem örtlichen Mandarin zu sprechen. Da keine Reaktion erfolgte wurden drei lokale Führer als Geiseln genommen, um den Forderungen zur Freilassung von Lefèbvre zu unterstreichen. Erneut kam von dem amtierenden Mandarin keine Reaktion. Daher befahl Percival Lieutenant Alden mit der Eroberung von drei Kriegsdschunken als Prisen aufzubringen. Damit versuchte Percival noch mehr Druck aufzubauen, um Lefèbvre freizupressen. Lieutenant Alden eroberte diese Dschunken unterhalb einer Festung in der Zuron Bay, Chochin, China. Doch alles half nichts. Die Kriegsdschunken flohen während eines Sturmes und die drei Geiseln waren zuvor schon geflüchtet. Um sein Schiff mit Nahrungsmitteln und frischem Wasser versorgen zu können, musste Percival einigen Forderungen nachkommen und ordnete dann die Abreise für den 26. Mai an. Die USS CONSTITUTION erreichte am 20. Juni Canton, China. In den folgenden sechs Wochen wurden Land- und diplomatische Besuche abgehalten. Nach der Abfahrt litt die Besatzung erneut an der Ruhr wegen des schlechtem Trinkwassers und drei weitere Tote waren zu beklagen. Am 18. September legte die amerikanische Fregatte in Manila an und blieb dort für eine Woche, damit man das Schiff auf die Fahrt an die amerikanische Westküste vorbereiten konnte. Doch erst am 28. September konnten die Leinen los gemacht werden. Der Weg führte das Kriegsschiff zu den Hawaii Inseln. Man erreichte am 16. November Honolulu. Dort lag die amerikanische Fregatte USS SAVANNAH ( 1842 ), das Flaggschiff von Commodore John Drake Sloat ( 6. Juli 1781 in Sloatsburg, New York – 28. November 1867 in New Brighton, New York ). Commodore Sloat teilte Captain Percival mit, dass die USS CONSTITUTION unbedingt vor der mexikanischen Küste gebraucht wurde, da sich die Vereinigten Staaten von Amerika nach der Annexion von Texas auf einen Krieg mit Mexiko vorbereiteten. Die amerikanische Fregatte fuhr nach Mazatlán, Mexiko, wo sie am 13. Januar 1846 ankam. Hier blieb das Schiff in den folgenden drei Monaten vor Anker liegen, bis es am 22. April die Erlaubnis zur Heimfahrt erhalten hatte. Das Kap Hoorn wurde am 4. Juli umrundet. Als dann die USS CONSTITUTION in Rio de Janeiro anlegte, erfuhr man, dass der Mexikanisch – Amerikanische Krieg am 13. Mai ausgebrochen war. Die USS CONSTITUTION legte am 27. September im Hafen von Boston, Massachusetts an. James Alden, Jr. versetzte man jetzt in die Home Squadron. Dort nahm er an den Eroberungen von Veracruz und Tuxpan im Bundesstaat Veracruz und im Bundesstaat Tabasco teil. Nach dem Krieg mit Mexiko diente er als Inspektor für Proviant und Kleidung in Boston, bis er am 18. Mai 1849 nach Washington DC befohlen wurde. Hier erstatte er Finanzminister William Morris Meredith ( 8. Juni 1799 in Philadelphia, Pennsylvania – 17. August 1873 in Philadelphia, Pennsylvania ) Bericht. Anschließend leistete Alden seinen Dienst bei der United States Coast Survey. Vom Sommer 1849 bis kurz vor dem Frühjahr 1851 befahl er nacheinander die Küstenvermessungsdampfer USCS JOHN Y MASON und USCS WALKER im Vermessungsdienst vor der Ostküste. Danach versetzte man Alden an die Pazifikküste. Dafür reiste er nach San Francisco, Kalifornien, wo er den an Ruhr erkrankten und verstorbenen Lieutenant Commander William Pope McArthur ( 2. April 1814 in Ste. Genevieve, Missouri – 23. Dezember 1850 an Bord des Küstenvermessungsschoners USCS EWING auf hoher See ) ab Mai 1851 ersetzte und das Kommando über den Schoner USCS EWING übernahm. Mit dem Küstenvermessungsschoner sollte die Küste von San Francisco bis San Diego, Kalifornien vermessen werden. Am 17. Februar 1852 berichtete Alden über diese Expedition. Man übertrug ihm im selben Jahr das Kommando über den Coast Survey Dampfer USCS ACTIVE. Er kaufte zusätzlich das Wrack des Dampfers JEFFERSON und ließ ihn wieder aufbauen, da die USCS EWING aufgegeben werden musste. Bis 1860 führte Alden Vermessungsarbeiten entlang der US Westküste durch. In dieser Zeit, am 1. September 1855, beförderte man ihn zum Commander. Im Januar 1856 brachen im Washingtoner Territorium Unruhen unter den Ureinwohnern aus. Die USCS ACTIVE schloss sich sich der Kriegsschaluppe USS DECATUR ( 1839 ) und dem Dampfschiff USS MASSACHUSETTS ( 1849 ) an und erwies sich in diesen unruhigen Zeiten von großem Wert. Die USCS ACTIVE operierte im Quellgebiet des Puget Sound und beruhigte damit die Siedler. Im Sommer 1859 operierte das Schiff an der Grenze zu Britisch Columbia und war zum richtigen Zeitpunkt vor der Insel San Juan. Dort war eine möglicherweise gefährliche Situation entstanden, nachdem ein Amerikaner ein britisches Schwein getötet hatte. Die bloße Anwesenheit der USCS ACTIVE konnte das Land und die Menschen beruhigen. Ohne Schusswechsel und ohne Verlust an Menschenleben konnte dieser unblutige Konflikt beigelegt werden. Mit Ausbruch des Sezessionskrieges am 12. April 1861 befand sich Commander James Alden, Jr. an der US Ostküste und überwachte in der Boston Navy Yard den Umbau des Schneckendampfers USS SOUTH CAROLINA ( 1860 ). Er stellte dieses Schiff am 22. Mai 1861 in den Dienst der US Navy und legte zwei Tage später in Boston ab. An Bord befanden sich Waffen und Munition zur Entlastung für das Fort Pickens bei Pensacola, Florida. Nach Abschluss der Endladungsarbeiten schloss sich die USS SOUTH CAROLINA am 24. Juni dem Golfblockadegeschwader in der Berwick Bay, Louisiana an und übernahm wenig später die Station vor Galveston, Texas. Dort feierte man am 4. Juli den Unabhängigkeitstag, allerdings nicht im Hafen, sondern in den Gewässern davor. An diesem Tag konnten sechs kleine Schoner der Konföderierten als Prisen genommen werden. Am folgenden Tag fielen noch zwei in die Hände der Union und am 6. und 7. Juli jeweils einer. Am 3. August bombardierte die USS SOUTH CAROLINA die konföderierten Batterien in Galveston und hatte damit ziemlichen Erfolg. Dann nahm die Mannschaft des Unionsschiffes am 11. September den mit Kaffee beladenen Dampfer aus Galveston als Prise, der sich als Tampico Schiff SOLODAD COS ausgab. Einen Monat später, am 4. Oktober, wurden die Schoner EZILDA und JOSEPH H TOONE vor der Southwest Passage erobert und am 16. Oktober nahm man den britischen Schoner EDWARD BARNARD fest nachdem dieser mit 600 Fässern Terpentin die Blockade vor Mobile, Alabama durchbrochen hatte. Am 17. Oktober schloss sich die USS SOUTH CAROLINA der USS VINCENNES ( 1826 ) an, um die bewaffneten Raddampfer CSS IVY und CSS JAMES L DAY in der Südwestpassage des Mississippi. Commander Alden ließ auf die beiden feindlichen Schiffe mit den Kanonen feuern, aber jene konnten unbeschädigt entkommen. Die konföderierte Schaluppe FLORIDA konnte am 11. Dezember von der USS SOUTH CAROLINA als Prise aufgebracht werden. Dann am 19. Februar 1862 jagte der Schneckendampfer zusammen mit der Kriegsschaluppe USS BROOKLYN ( 1858 ) den konföderierten Dampfer MAGNOLIA im Golf von Mexiko. Dieses feindliche Schiff hatte die Blockade durchbrochen und hatte eine große Menge Baumwolle geladen. Auf dem konföderierten Schiff explodierte wegen der Flucht ein Kessel, dabei wurde das Schiff in Brand gesetzt. Die Südstaatler begannen sich auf ihrer weiteren Flucht in die Beiboote zu begeben. Doch die Mannschaft der USS SOUTH CAROLINA konnte die fliehenden Boote erobern und zusätzlich das Feuer auf der MAGNOLIA löschen. Im März erhielt Commander Alden den Auftrag die USS SOUTH CAROLINA nach Boston für Überholungsarbeiten zu schicken. Der Schneckendampfer lief am 8. April in den Hafen von Boston ein. James Alden, Jr. war im März von Bord gegangen und übernahm am 24. März das Kommando über die hölzerne Dampfschaluppe USS RICHMOND ( 1860 ). Diese wurde auf den kommenden Kampf vorbereitet. Am 16. April rückte die gesamte Flotte des Westgolfgeschwaders, das unter dem Oberkommando von Flaggoffizier David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 in Campbell’s Station, Tennessee – 14. August 1870 in Portsmouth, New Hampshire, heute Kittery, Maine ) stand, gegen Fort Jackson und Fort St. Philip vor, die den Hafen von New Orleans, Louisiana schützten. Auf den beiden Forts hatten die Konföderierten über 100 Kanonen stationiert und waren somit die wichtigsten Küstenschutzanlagen. Zusätzlich besaßen die Konföderierten auch eine Flotte, bestehend aus beschlagnahmten Kanonenboote und dem mächtigen Kasematten – Widder CSS LOUISIANA. Außerdem gab es zur Verteidigung noch Feuerschiffe, die als Brander gegen das große Geschwader der Union eingesetzt werden konnten. Ab dem 18. April begann eine Mörserflottille der Union sechs Tage lang die beiden Forts zu bombardieren. Drei Tage später kamen die ersten konföderierten Brander, so berichtete man später auf der USS RICHMOND und fuhren mit Meter hohen Flammen zwischen der Dampfschaluppe und der USS HARTFORD ( 1858 ) durch ohne Schaden anzurichten. Nach dem Bombardement der Mörserflottille lief das Westgolfgeschwader an den beiden Forts vorbei und besiegte die feindliche Flottille. Dabei wurde die USS RICHMOND siebzehn Mal oberhalb der Wasserlinie getroffen. Durch den Schutz von Stahlplatten waren auch nur zwei Tode und drei Verwundete zu beklagen. Die auf der Dampfschaluppe mitgeführten Marines wurden in New Orleans ausgeschifft und sicherten die Ordnung bis die regulären US Army Truppen von General Benjamin Franklin Butler ( 5. November 1818 in Deerfield, New Hampshire – 11. Januar 1893 in Washington DC ) eintrafen. Die USS RICHMOND unter dem Kommando von Commander James Alden, Jr. half am 10. Mai 1862 bei der Inbesitznahme von Militäreinrichtungen in Baton Rouge, Louisiana. Vier Tage später kreuzte die Dampfschaluppe den Mississippi flussaufwärts, bis ungefähr zwölf Meiler vor der Mündung des Red River. Am 18. Juni lagen die Schiffe von Flaggoffizier Farragut vor der konföderierten Hochburg Vicksburg, Mississippi. Am 28. Juni fuhr das Geschwader an Vicksburg vorbei und begann seine Belagerung bis sich die Stadt ergab. In dieser Zeit musste die USS RICHMOND und andere Schiffe des Geschwaders nochmals an den feindlichen Batterien vorbei, da sich der konföderierte Kasematten – Widder CSS ARKANSAS am 15. Juli aus dem Yazoo River kommend an den Schiffen der Union vorbei schlich und unter den konföderierten Batterien versteckte. Auf der USS RICHMOND gab es während des nun beginnenden Feuergefechts erneut zwei Tode und das Schiff wäre beinahe ein Totalverlust geworden. Erst am4. Juli 1863 ergab sich Vicksburg. In der Zwischenzeit, am 2. Januar 1863, wurde James Alden, Jr. zum Captain befördert. Die USS RICHMOND bot weiterhin Unterstützung für Versorgungsschiffe der Union auf dem Mississippi und den Küstenbombardements der Mörserflottille. In einem der heftigsten Gefechte des Krieges, versuchte das Geschwader von Flaggoffizier Farragut am 14. März 1863 die konföderierte Befestigung in Port Hudson zu passieren. Diese Befestigung liegt rund 24 km flussaufwärts von Baton Rouge. Nur die USS HARTFORD und der Schneckendampfer USS ALBATROSS ( 1858 ) schafften zusammengebunden die Vorbeifahrt. Die USS RICHMOND war an der Seite von dem Seitenraddampfer USS GENESEE ( 1862 ) waren an zweiter Position. Doch beide konnten nur mit äußerster Mühe gegen die starke Strömung ankämpfen und waren somit dem Beschuss durch die konföderierten Batterien ausgeliefert. Der Executive Officer der USS RICHMOND, Commander Andrew Boyd Cummings ( 22. Juni 1830 in Philadelphia, Pennsylvania – 18. März 1863 an Bord der USS RICHMOND ) wurde dabei tödlich verwundet. Wenige Augenblicke später schlug eine 42 Pfund Granate in die USS RICHMOND ein und durchschlug Dampfleitungen im Maschinenraum. Die USS GENESEE musste mit der USS RICHMOND umkehren. Der Schneckendampfer wurde provisorisch repariert und verrichtete weiterhin anspruchsvolle Aufgaben. So stellte das Schiff gelegentlich seine Bordwaffen und seine Besatzungsmitglieder für den Landeinsatz zur Verfügung. Fünf Tage nachdem Vicksburg sich ergeben hatte, half die Mannschaft der USS RICHMOND und die anderen Schiffe des Geschwaders von Flaggoffizier Farragut den Bodentruppen der Union Port Hudson, die letzte Bastion der Konföderierten am Mississippi, in Besitz zu nehmen. Die USS RICHMOND konnte nun den Mississippi am 30. Juli 1863 verlassen und fuhr zur New York Navy Yard, wo dringend benötigte Reparaturen und eine Überholung ausgeführt werden mussten. Captain Alden ging von Bord. Er übernahm am 14. April 1864 das Kommando über die Kriegsschaluppe USS BROOKLYN ( 1858 ), die in der New York Navy Yard repariert worden war. Das Schiff legte am 10. Mai ab und stach in See. Am letzten Tag des Monats erreichte es das Westgolfblockadegeschwader unter dem Kommando von Flaggoffizier Farragut. Dieses lag vor der Mobile Bay und blockierte den Hafen von Mobile, Alabama, ein strategisch wichtiger Hafen und der vorletzte noch intakte der Konföderierten. Ende Juli kam der Befehl für das Geschwader sich auf den Kampf vorzubereiten. Am Morgen des 5. August war es dann soweit. Das Geschwader umfasste 18 Schiffe, wovon vier Monitore waren. Kurz nach 6 Uhr am Morgen fuhren die Unionsschiffe nach einem Bombardement an Fort Gaines vorbei in die Mobile Bay hinein. Die vier Monitore bildeten die erste Säule und fuhren auf Steuerbordseite der Holzschiffe, um den größten Teil des Abwehrfeuers von Fort Morgan abzufangen. Die USS BROOKLYN führte die zweite Säule an, bestehend aus sieben kleineren Holzschiffen, die an den größeren Schiffen, wie bei der Passage von Fort Hudson, festgezurrt waren. Der Monitor USS TECUMSEH eröffnete kurz vor 7 Uhr das Feuer auf das Fort, woraufhin die anderen Schiffe der Union sich wenige Augenblicke später daran beteiligten. Da lief die USS TECUMSEH auf eine Seemine. Eine gewaltige Explosion ließ das Schiff in Sekundenschnelle sinken. Die USS BROOKLYN war zu diesem Zeitpunkt der Katastrophe direkt hinter der USS TECUMSEH. Captain Alden ließ den Dampfer sofort halten und eine Reihe verdächtig aussehender Bojen direkt unter dem Bug des Kriegsschiffes wegräumen. An diesen hätten sich ebenfalls solche Seeminen befinden können. Die USS HARTFORD, das Flaggschiff des Geschwaders, raste an der USS BROOKLYN vorbei und direkt in das Minenfeld. Die Flotte folgte und lief in die Bucht ein. Der eiserne Monitor der Konföderierten, die CSS TENNESSEE, versuchte vergeblich die USS BROOKLYN zu rammen. Währenddessen versenkten die anderen Schiffe der Union die drei anderen konföderierten Schiffe. Nach einer Stunde heftigen Kampfes musste sich dann die CSS TENNESSEE ergeben. Während der über drei Stunden dauernden Schlacht erlitt die Mannschaft der USS BROOKLYN 54 Opfer, 11 Getötete und 43 Verwundete. 183 Granaten waren von dem Schiff abgefeuert worden. 23 Besatzungsmitglieder und Marines wurden für ihre Teilnahme an der Schlacht mit der Medal of Honor ausgezeichnet. Am 6. September verließ die USS BROOKLYN die Mobile Bay und fuhr auf dem direkten Weg nach Hampton Roads, Virginia. Hier gliederte man die Kriegsschaluppe in das Nordatlantikblockadegeschwader ein, das Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 inChester, Pennsylvania – 13. Februar 1891 in Washington DC ) kommandierte. Die Kriegsschiffe sollten gemeinsam mit den Truppen der US Army einen Angriff gegen die konföderierten Truppen von Fort Fisher, North Carolina führen. Fieses Fort bewachte die Zufahrt zum Hafen von Wilmingtron, North Carolina, dem letzten der Konföderierten der für Blockadebrecher noch geöffnet war. Die USS BROOKLYN beteiligte sich am Weihnachtsabend am ersten Angriff auf das Fort. Doch die US Truppen der Union zogen sich wenige Tage später auf Befehl von General Benjamin Franklin Butler aus den Kämpfen zurück. Der General wurde abgesetzt und am 13. Januar 1865 begann die zweite Schlacht. Zwei Tage lang unterstützte die USS BROOKLYN mit ihren Geschützen den Angriff bis die Konföderierten sich ergaben. Da dieser Sieg die letzte große Aufgabe der US Navy während des Sezessionskrieges war, segelte die USS BROOKLYN nach Norden und wurde am 31. Januar 1865 in der New York Navy Yard außer Dienst gestellt. James Alden, Jr. beförderte man am 25. Juli 1866 zum Commodore. Sein Flaggschiff, die Seitenraddampffregatte USS SUSQUEHANNA ( 1850 ), war ab dem 2. November 1866 das Führungsschiff des Nordatlantikgeschwaders und des Westindischen Geschwaders. Doch schon am 3. Juni 1867 wechselte Alden an Bord der Dampffregatte USS MINNESOTA ( 1855 ). Dieses Schiff unternahm eine Kreuzfahrt mit Midshipman nach Europa und wurde am 13. Januar 1868 in der New York Navy Yard in die Ordination versetzt. Commodore Alden wechselte nun an die US Westküste und wurde zum Kommandanten der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien ernannt. Im April 1869 ernannte man ihn zum Chief of Navigation. Man ernannte ihn am 19. Juni 1871 zum Rear Admiral. Noch im selben Jahr kehrte er auf See zurück und übernahm das Kommando über die Seestreitkräfte der europäischen Station. Rear Admiral James Alden, Jr. verließ auf seinem Flaggschiff, der Dampfschraubenfreegatte USS WABASH ( 1855 ) , am 17. November 1871 New York und löste in Villefranche, Frankreich Rear Admiral Charles Stewart Boggs ( 28. Januar 1811 in New Brunswick, New Jersey – 22. April 1888 in New Brunswick, New Jersey ) von diesem Kommando ab. Obwohl Alden am 31. März 1872 auf der Liste der im Ruhestand befindlichen US Navy Angehörigen stand, blieb er weiterhin im aktiven Dienst als Kommandeur der europäischen Flotte. Er wurde am 2. Juni 1873 von Rear Admiral Augustus Ludlow Case ( 3. Februar 1813 in Newburgh, New York – 16. Februar 1893 in Washington DC ) von diesem Kommando abgelöst. Rear Admiral James Alden, Jr. begab sich an Bord seines ehemaligen Schiffes USS BROOKLYN und fuhr nach Hause an die US Ostküste.
Er starb am 6. Februar 1877 in San Francisco, Kalifornien und wurde in seinem Heimatort Portland am 24. Februar 1877 begraben.
Rear Admiral James Alden, Jr. war mit Sarah Ann ( ? – 10. Januar 1889 in Somerville, Massachusetts ) verheiratet.


USS ALDEN ( DD-211 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS ALDEN ( DD-211 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral James Alden, Jr. benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 24. Oktober 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Sarah Alden Dorsey ( 10. November 1871 in Washington DC – 18. Januar 1948 ), Nichte von Rear Admiral James Alden, Jr., taufte am 14. Mai 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander William Ancrum ( 8. Juli 1881 – 11. März 1963 ) stellte am 24. November 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die am 24. November begann und nur zwei Tage dauerte, kehrte die USS ALDEN nach Philadelphia zurück und legte in der dortigen Werft an. Man nahm an dem Zerstörer mehrere Umbauarbeiten und Reparaturen vor. Am 5. Dezember stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zu seinem ersten Einsatz ins Mittelmeer. Nach einem Zwischenstopp in Konstantinopel, Osmanisches Reich, erreichte die USS ALDEN den Hafen von Samsun an der Nordküste des Osmanischen Reiches im Schwarzen Meer. Hier stellte sich der Zerstörer unter das Oberkommando des US High Commissioner for Turkey, Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17. April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ) und erwartete neue Befehle. Wenige Tage später verließ das Kriegsschiff wieder das Schwarze Meer, durchquerte den Bosporus und fuhr nach Venedig. Hier sollte die USS ALDEN Flagge zeigen und die amerikanischen Interessen Schützen. Während des Frühjahrs 1920 legte der Zerstörer in mehreren Häfen in der Adria an. Dazu gehörten unter anderem Split, Gravosa und Pula. Dabei wurden Post und Passagiere transportiert und zeitweise diente das Kriegsschiff auch als Stationsschiff in Venedig. Am 17. Juli 1920, gab es in der US Navy eine Reform, die vorsah, dass die flächendeckenden Rumpfnummern aller amerikanischer Schiffe vereinheitlicht und in Klassen eingeteilt werden sollten. Der Zerstörer erhielt dabei die Kennung DD-217. Kurze Zeit später verließ der Zerstörer wieder die Adria und fuhr über Konstantinopel nach Samsun. Von hier beteiligte sich das Kriegsschiff an Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge des Russischen Bürgerkrieges. Anschließend kehrte es nach Konstantinopel zurück, wo die russischen Flüchtlinge sanitär betreut und mit Nahrungsmitteln versorgt wurden. Wenige Tage später verließ die USS ALDEN die Gewässer südlich des Bosporus und fuhr wieder in die Adria, um sich dort einigen Operationen anzuschließen. Nach den demonstrativen Aufenthalten in den Häfen von Kotor und Split, kehrte der Zerstörer in der Nacht zum 13. Dezember nach Vendig zurück. Noch am selben Tag stach das Kriegsschiff aber wieder in See und besuchte nacheinander Split und Gravosa, bevor es am 15. Dezember in den griechischen Hafen Saloniki einlief. Man gab Commander William Ancrum neue Befehle. Einige Tage später entließ man die USS ALDEN aus dem Dienst des United States Naval Detachment in der Adria. Ziel war nun die asiatische Flotte. Nach der Durchquerung des Suezkanals und den Zwischenstopps in mehreren Häfen, erreichte der Zerstörer am 2. Februar 1921 die Cavite Naval Yard in Manila, Luzon, Philippinen. Nach einigen Tagen, an denen in der Cavite Naval Yard Überholungsarbeiten an dem Kriegsschiff ausgeführt wurden, verließ der Zerstörer die philippinischen Gewässer und fuhr nach Norden in die chinesischen Gewässer. Am 22. Juni erreichte die USS ALDEN Chefoo, China. Von hier aus, der Sommerbasis der asiatischen Flotte, operierte der Zerstörer bis zum 15. September zusammen mit den Kriegsschiffen der Flotte in den chinesischen Gewässern. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff Chefoo und fuhr für einen zehntägigen Aufenthalt nach Shanghai. Der Zerstörer legte am 27. September wieder ab und fuhr in den Yangtse Hafen Hankow, China. In diesen lief das Kriegsschiff am 1. Oktober ein. Diese Kreuzfahrt wurde nur zur Wahrung amerikanischer Interessen in China durchgeführt. Am 7. Oktober verließ die USS ALDEN wieder den Yangtse und ereichte zwei tage später wieder Shanghai. Hier wurden nur Brennstoff und Proviant gebunkert. Am folgenden Tag verließ der Zerstörer wieder Shanghai und fuhr zu den Philippinen weiter. Das Kriegsschiff traf am 12. Oktober in der Cavite Navy Yard ein und fuhr zwei Tage später nach Manila. Hier erhielten die Mannschaftsmitglieder drei Tage frei und durften den Erholungshafen besuchen. Anschließend hievte die USS ALDEN wieder den Anker und fuhr für zwei Monate in die Subic Bay. Hier beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Zielschießen und anderen Trainingseinheiten. Erst am 17. Dezember lief er in den Hafen von Manila wieder ein. Man bunkerte hier Treibstoff und Proviant, wechselte in die Cavite Navy Yard, wo Munition gebunkert wurde, und fuhr nach Mariveles im Süden der philippinischen Provinz Bataan, Luzon. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Übungen mit amerikanischen U-Booten der asiatischen Flotte. Die USS ALDEN führte dann gemeinsam mit anderen Schiffen der asiatischen Flotte in der Manila Bay eine der ersten Flottenübungen in der Geschichte der US Navy durch, die den Grundcharakter einer Schlacht besaß. Bis Ende Januar 1922 beteiligte sich das Kriegsschiff in der Subic Bay bei Olongapo an weiteren Schießübungen. Im März lag der Zerstörer dann längsseits an dem Zerstörertender USS BUFFALO ( AD-8 ), dessen Mannschaft mehrere Reparaturen an der USS ALDEN ausführten. Nachdem der Zerstörer dann vom 13. April bis zum 25. Mai in den Gewässern des Lingayen Golfs sich an Ziel- und Torpedoübungen beteiligt hatte, machte man das Kriegsschiff am 3. Juni im Hafen von Manila fest. Die Mannschaft erhielt eine fünftägige Erholungspause. Danach stach der Zerstörer wieder in See und fuhr nach Shanghai. Hier bugsierte man das Kriegsschiff in ein Trockendock und nahm dringend notwendig gewordene Reparaturen vor. Die USS ALDEN verließ nach Abschluss der Arbeiten die chinesische Küste und fuhr nach Yokohama, Japan. Nach diesem Hafenbesuch verließ der Zerstörer den Fernen Osten und fuhr zur US Westküste. Das Kriegsschiff legte am 2. Oktober in San Francisco, Kalifornien an. Hier in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien, einem Vorort von San Francisco, unterzog sich der Zerstörer einer Überholung und wechselte anschließend nach San Diego. Hier stellte man die USS ALDEN am 24. Januar 1923 außer Dienst.
Lieutenant Commander Lloyd Robert Gray stellte am 8. Mai 1930 die USS ALDEN in San Diego wieder in den Dienst der US Navy. Man integrierte den Zerstörer in das Zerstörergeschwader der Schlachtschiffflotte. Hier war das Kriegsschiff eine Einheit in der Zerstörer Division 46 und später in der Zerstörer Division 10, die in San Diego stationiert waren. Die Werft zum Überholen der Kriegsschiffe war die Mare Island Naval Shipyard. Die Mannschaftsmitglieder auf der USS ALDEN wurden regelmäßigen Ausbildungen an allen kriegstechnischen Einrichtungen unterzogen, wobei in den folgenden sechs Jahren routinemäßige Überholungsarbeiten in der Mare Island Naval Shipyard durchgeführt wurden. So lagen in San Diego unter anderem die Zerstörer USS ALDEN, USS WALKER ( DD-163 ), USS LEA ( DD-118 ), USS GAMBLE ( DD-123 ), USS MONTGOMERY ( DD-121 ), USS ROPER ( DD-147 ), USS RAMSAY ( DD-124 ), USS TARBELL ( DD-142 ), USS THATCHER ( DD-162 ), USS EVANS ( DD-78 ), USS CROSBY ( DD-164 ), USS JACOB JONES ( DD-130 ), USS HAZELWOOD ( DD-107 ), USS GILLIS ( DD-260 ), USS McLANAHAN ( DD-264 ), USS HOWARD ( DD-179 ), USS SCHLEY ( DD-103 ), USS DORSEY ( DD-117 ), USS TATTNALL ( DD -125 ), USS WICKES ( DD-75 ), USS LAUB ( DD-263 ), USS ZANE ( DD-337 ) und USS PERRY ( DD-340 ). Das Training in San Diego gipfelte immer in einer jährlichen Großübung oder in einem Flottenmanöver. Die USS ALDEN nahm ab 1931 an fünf Flottenmanövern teil. Doch während dem 17. Flottenmanöver, das im Frühjahr 1936 vor der US Westküste, Mittelamerika und in der Panamakanalzone abgehalten wurde, lag der Zerstörer mit denen von DesDiv 10 in der Mare Island Naval Shipyard zur Überholung. In dieser Zeit, am 14. April, war in der Subic Bay, Philippinen eine Übungen der asiatischen Flotte angesetzt. Hier kollidierte die USS WHIPPLE ( DD-217 ) mit dem Schwesterschiff USS SMITH THOMPSON ( DD-212 ). Die USS WHIPPLE schlug dabei mittschiffs in das andere Kriegsschiff ein und zerstörte sich dabei den Bug, der vollständig abgeknickt war. Die USS SMITH THOMPSON war nicht mehr zu reparieren und wurde am 15. Mai außer dienst gestellt und vier Tage später von der US Navy – Liste gestrichen. Die USS ALDEN sollte die USS SMITH THOMPSON in der asiatischen Flotte ersetzen. Der Zerstörer stach am 15. Juli von San Diego aus in See. Das Kriegsschiff legte in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, vor dem Atoll Wake Island und der Insel Guam, Nördliche Marianen einen Zwischenstopp ein. Die USS ALDEN erreichte am 20. August Chefoo. In den folgenden Jahren war der Zerstörer ursprünglich in die DesDiv 13 integriert worden. Das hieß, im Frühjahr von den Philippinen nach Norden bis zur chinesischen Küste, den Sommer in Chefoo verbracht und im Herbst für weitere Übungen zurück zu den Philippinen. Im Winter lag das Kriegsschiff in der Cavite Navy Yard. Diese Routineeinsätze wurden vor dem Hintergrund der wachsenden chinesisch – japanischen Spannungen abgehalten. Die Feindseligkeiten zwischen den beiden asiatischen Großmächten waren in den Anfangen der 1930er Jahre ausgebrochen und ebbten dann bis 1935 ab. Doch ab Juli 1937 brachen diese umso intensiver in einem offenen Krieg wieder aus. Zwei Wochen nach diesem Ereignis, am 24. Juli 1937, legte ein kleines Geschwader aus der asiatischen Flotte, darunter gehörten die Zerstörer USS ALDEN, USS WHIPPLE, USS BARKER ( DD-213 ) und USS PAUL JONES ( DD-230 ) und ab dem 25. Juli der Schwere Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ). Rear Admiral Harry Ervin Yarnell ( 18. Oktober 1875 in der Nähe von Independence, Iowa – 7. Juli 1959 in Newport, Rhode Island ), Oberbefehlshaber der asiatischen Flotte, entsandte diese Schiffe für eine Goodwill – Kreuzfahrt, da sich die chinesisch – japanischen Feindseligkeiten zu Beginn des Krieges auf Nordchina beschränkte. Diese Kriegsschiffe legten im Hafen vor Chafoo, China ab und begaben sich auf den Weg zur Küste Sibiriens. Die fünf amerikanischen Kriegsschiffe erreichten am 28. Juli Wladiwostok, Sowjetunion. Der Besuch, der zum ersten Mal seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR von 1933 durch amerikanische Kriegsschiffe stattfand, dauerte bis zum 1. August. Die fünf Schiffe kehrten danach nach China zurück. Die Zerstörer nach Chefoo und der Schwere Kreuzer nach Tsingtao. Innerhalb der nächsten zwei Wochen, während die asiatische Flotte ihre Routinepatrouillen fortführte, brachen in Shanghai Feindseligkeiten zwischen chinesischen und japanischen Truppen aus und der Krieg dieser beiden Länder trat in eine neue Phase. Die asiatische Flotte setzte ihre Mission der Beobachtung des Konflikts fort und war bereit Amerikaner aus chinesischen Häfen zu evakuieren, falls sich die Gelegenheit dazu bot. Die USS ALDEN kehrte noch vor dem Sommer an die US Westküste zurück. Hier lag der Zerstörer am 4. Juli 1935 in seinem Heimathafen San Diego, Kalifornien. Ende Februar 1936 wechselte der Zerstörer in die Mare Island Naval Shipyard und musste sich einer umfassenden Überholung unterziehen. Anschließend wurden weitere Übungen abgehalten. Danach kehrte das Kriegsschiff zur asiatischen Flotte zurück. Am frühen Morgen des 11. Dezember 1937 lief das Hochseepassagierschiff SS PRESEDENT HOOVER von der Dollar Steamship Lines, auf dem Weg von Kobe, Japan nach Manila, 33 km östlich von Formosa, in einem Taifun, auf der Insel Kasho-to auf Grund. Die USS ALDEN lag in der Manila Bay und die USS BARKER lag in der Olongapo Naval Station. Beide Zerstörer wurden angewiesen, unverzüglich zur Hilfe auszulaufen. Aufgrund der Dringlichkeit legte die USS ALDEN ohne ihren Kommandanten Lieutenant Commander Stanley Martyn Haight ( 27. Oktober 1896 in Nebraska – 20. Mai 1975 in Afton, Lincoln County, Wyoming ), mehreren Offizieren und Mannschaftsmitgliedern ab und eilte dem havarierten Passagierschiff entgegen. Ein Grumman J2F Duck – Amphibienflugzeug der asiatischen Flotte brachte LCDR Haight in die Nähe der USS ALDEN und landete dort auf dem Wasser. Allerdings verhinderten die herrschenden Seebedingungen, dass ein Beiboot des Zerstörers, bis an das Flugzeug ohne Schaden an dem Hauptschwimmer zu verursachen, herankam. LCDR Haight ergriff in diesem Moment selber die Initiative, sprang ins Wasser und schwamm bis zu dem Beiboot, von wo aus er wieder das Kommando über das Kriegsschiff übernahm. Die USS ALDEN setzte ihre Fahrt nach Formosa mit nur 12 Knoten Geschwindigkeit durch schwere See fort. Unterdessen war der japanische Schwere Kreuzer IJN ASHIGARA und ein ihn begleitender Zerstörer vor der Insel eingetroffen. Von den Kriegsschiffen aus beobachtete man die Rettung der 330 Besatzungsmitglieder und 503 Passagiere von der SS PRESIDENT HOOVER, die unversehrt die Insel erreichten. Um 12:45 Uhr des 12. Dezember sah man von der USS ALDEN aus die Insel Kasho-to. LCDR Haight bat umgehend den Kapitän des japanischen Schweren Kreuzers um Erlaubnis, japanisches Hoheitsgewässer betreten zu dürfen. Die USS BARKER traf eine Stunde später vor der Insel ein. Ein Offizier der IJN ASHIGARA ließ sich zur USS ALDEN übersetzen, um der amerikanischen Regierung die Erlaubnis zu erteilen, dass die beiden amerikanischen Zerstörer das japanische Hoheitsgewässer betreten und der SS PRESIDENT HOOVER Hilfe leisten durften. Mittlerweile waren fast alle Mannschaftsmitglieder und Passagiere des Passagierschiffes an Land. Nur eine Handvoll Besatzungsmitglieder des zivilen Schiffes plünderten während der Rettungsaktion die Spirituosenbar aus und betranken sich. An Land begannen sie weibliche Passagiere zu verfolgen. LCDR Haight, Ensign John H. Parker und 15 Matrosen bestiegen die USS PRESIDENT HOOVER und sicherten die Wertsachen der Gäste. Zwischenzeitlich gingen Landungstruppen beider Zerstörer an Land und stellten die Ordnung unter den Besatzungsmitgliedern des Liners wieder her. Am Vormittag des 14. Dezember wurde auf der USS ALDEN völlig unerwartet Gefechtsalarm ausgerufen. Grund dafür war der Untergang des amerikanischen Kanonenbootes USS PANAY ( PR-5 ), das am 12. Dezember durch japanische Flugzeuge im Yangtse angegriffen und versenkt worden war. Auf allen Gefechtsstationen des Zerstörers wurden insgesamt 47 Patronengurte mit 100 mm Dienstmunition verstaut. Allerdings stand der japanische Schwere Kreuzer IJN ASHIGARA und der dazugehörige Zerstörer weiterhin professionell an der Seite der amerikanischen Seeleute und halfen bei der Bergung der Schiffbrüchigen. So traf am 13. Dezember das Passagierschiff SS PRESIDENT McKINLEY vor der Insel Kasho-to ein. Die Japaner überführten am folgenden Tag 630 Schiffbrüchige mit Plattenbodenboote zwischen dem Festland und den Rettungsbooten des Passagierschiffes. Am 15. Dezember erreichte der Liner SS PRESIDENT PIERCE das Seegebiet und nahm die restlichen 200 Schiffbrüchigen auf. Die USS ALDEN durfte als Wache westlich von der Insel Kasho-to vor Anker liegen und das Wrack der SS PRESIDENT HOOVER bewachen, bis die japanischen Behörden den amerikanischen Zerstörer am 23. Dezember durch eigene Schiffe ablösten. Die USS ALDEN sowie die USS WHIPPLE und die anderen Zerstörer aus der Division, besuchten zusammen mit dem Zerstörertender USS BLACK HAWK ( AD-9 ) am Mitte Juni 1938 Bangkok, Siam und vom 21. bis 28. Juni Haiphong, Französisch – Indochina. Anschließend fuhr der Zerstörer nach Chefoo weiter. Die Japaner eroberten die meisten großen Küstenstädte und deren Häfen sowie die am unteren Jangtse gelegenen Ortschaften. Die westlichen Nationen, die immer noch um die Wahrung ihrer Interessen in China bemüht waren, hatten immer mehr Schwierigkeiten in den von ihnen bevorzugten Häfen einzulaufen. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 auf europäischem Boden, veranlasste die Amerikaner mit Sorge, dass die Japaner, die Bindung der britischen und französischen Militäreinheiten in Europa, ausnutzen könnten, um ihren eigenen Einflussbereich in Asien zu erweitern. Die Amerikaner verstärkten ihre Wachsamkeit, um das Leben und das Eigentum der Amerikaner im Fernen Osten zu schützen. Zu diesem Zweck wurden einige Kriegsschiffe aus der asiatischen Flotte mit Einheiten wie der Südchinesischen Patrouille zum Einsatz gebracht. Zwischen September und November 1939 operierte die USS ALDEN deshalb vor der chinesischen Küste und kehrte erst danach zu den Philippinen zurück. Das internationale Klima wurde immer rauer und gefährlicher.  Das Kriegsschiff führte bis Ende 1940 seine Neutralitätspatrouillen auf dem Yangtse und im Südchinesischen Meer durch. Danach beteiligte sich der Zerstörer an den Neutralitätspatrouillen vor den Philippinen. Admiral Thomas Charles Hart ( 12. Juni 1877 in Davison, Michigan – 4. Juli 1971 in Sharon, Connecticut ), der  das Kommando über die kleine asiatische Flotte von Rear Admiral Harry Ervin Yarnell, am 25. Juli 1939 übernommen hatte, bereitete die amerikanischen Kriegsschiffe auf den Krieg vor. Die USS ALDEN nahm an dieser Schulung teil und wechselte mit Wartungsphasen bei Cavite in den angespannten Herbst des Jahres 1941. Aufgrund der anhaltenden angespannten Situation im Fernen Osten, wollte Rear Admiral Hart zusätzliche Sicherheit vor Überraschungsangriffen erhalten. Gleichzeitig wollte er die Möglichkeiten verringern, dass die Japaner bei einem Kriegsausbruch, die amerikanischen Überwasserschiffe von den Stützpunkten der Briten und Holländern abschneiden könnten. Zu diesem Zweck gründete die CINCAF am 24. November 1941 die Task Force 5. Am 25. November 1941, zwei Tage vor der Kriegswarnung durch John Brates Brooks, die voraussagte, dass eine feindliche japanische Aktion im Pazifik unmittelbar bevorstand, sandte Admiral Hart die USS ALDEN sowie die Zerstörer der Destroyer Division 57 USS JOHN D EDWARDS, USS WHIPPLE und USS EDSALL ( DD-219 ) und den Zerstörertender USS BLACK HAWK nach Balikpapan, Borneo, Niederländisch Ostindien, um die Schiffe seiner Flotte aus ihrer verletzlichen Position innerhalb der Manila Bay zu verteilen. Dort vor Balikpapan, wo die Ölhäfen zur Versorgung der alliierten Schiffe sich befanden, erlebten die Zerstörer den Beginn des Zweiten Weltkriegs im Pazifik. Am 7. Dezember 1941 griffen japanische Flugzeuge den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor an. Doch schon am folgenden Tag machten sich die Kriegsschiffe der DesRon 57 auf den Weg nach Batavia, Niederländisch – Ostindien. Auf dieser Fahrt erfuhr man auf den Zerstörern von dem Beginn des Krieges. Umgehend wurde ein Kurswechsel befohlen. Vorausgegangen waren Konferenzen am 5. und am 6. Dezember 1941 in Manila, in denen der britische Admiral Sir Thomas Spencer Vaughan Phillips ( 19. Februar 1888 in Falmouthm Cornwall – 10. Dezember 1941 im Südchinesischen Meer nahe Kuantan, Malaysia ) und Rear Admiral Hart. Admiral Phillips versuchte amerikanische Zerstörer aus der asiatischen Flotte auszuleihen, um die Sicherung über seine Großschiffe zu erweitern. Doch Rear Admiral Hart war bis zum 7. Dezember strikt dagegen. Dann bekam man Geheimdienstinformationen über die Bewegung eines japanischen Konvois im Golf von Siam und Rear Admiral Hart war faktisch wegen der bedrohlichen Lage umgestimmt worden. Admiral Phillips flog dann nach Singapur. Die USS ALDEN, USS WHIPPLE, USS ESDALL und USS JOHN D EDWARDS aus der DesDiv 57, sowie die USS BLACK HAWK, hatten am 7. Dezember den Auftrag nach Batavia, Java zu fahren und dort sich um Nachschub zu kümmern. Doch schon wenige Stunden nach dem Verlassen von Balikpapan erhielten die Schiffe den Befehl nach Singapur zu fahren. Hier sollten die Zerstörer die Sicherung der britischen Force Z vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen übernehmen. Diese Force Z bestand aus dem britischen Schlachtschiff HMS PRINCE of WALES, dem Schlachtkreuzer HMS REPULSE und die britischen Zerstörer HMS ELECTRA ( H27 ), HMS EXPRESS ( H61 ) und HMS TENEDOS ( H04 ) und der australische Zerstörer HMAS VAMPIRE ( D68 ). Admiral Philipps erhielt am 8. Dezember um 3:00 Uhr die Nachricht vom Kriegsbeginn im Pazifik. Am Abend desselben Tages legten die britischen Kriegsschiffe in Singapur ab und waren nun gezwungen nach dem japanischen Invasionskonvoi zu suchen. Diese sechs Schiffe sollten die japanische Amphibische Landung auf Malaya im Golf von Thailand unterbinden, ohne zu wissen wie groß die feindliche Schiffsflotte ist und welche Kriegsschifftypen involviert waren. Die vier Zerstörer der DesDiv 57 und der Zerstörertender erreichten am 10. Dezember um 11:13 Uhr Singapur. Ein britischer Verbindungsoffizier und vier Mannschaftsmitglieder von dem Leichten Kreuzer HMS MAURITIUS ( C-80 ) schiffte sich um 11:30 Uhr an Bord der USS EDSALL ein. An diesem 10. Dezember wurde während der sich entspinnenden Schlacht vor Kuantan, Malaysia die HMS PRINCE of WALES und die HMS REPULSE durch japanische Torpedobomber versenkt. 27 Bomber und 61 Torpedoflugzeuge waren an dem Angriff auf die britischen Schiffe beteiligt. Die japanische Flotte zum decken der Invasionsflotte bestand aus zwei Schlachtschiffen, sieben Kreuzern und vierzehn Zerstörer. Die vier amerikanischen Zerstörer der DesDiv 57 stachen um 15:09 Uhr von Singapur aus in See und eilten dem Schauplatz der Schlacht entgegen. Man verwendete nun nur noch zur Suche von Überlebenden des britischen Schlachtschiffes und Schlachtkreuzers. Doch die britischen und der australische Zerstörer können 1285 Mannschaftsmitglieder der HMS PRINCE of WALES und 796 der HMS REPULSE aus dem Wasser retten. Auf der Heimfahrt nach Singapur, bemerkte man auf der USS ALDEN um 6:30 Uhr des 11. Dezember, einen wahrscheinlichen U-Boot Angriff auf die USS EDSALL. Der Zerstörer verließ die Formation und begann nach der Sichtung der Torpedowachen Ausschau zu halten. Man fand jedoch nichts. Jedoch brachten die amerikanischen Kriegsschiffe den japanischen Fischtrawler IJN KOFUKU MARU, der später den Namen MV KRAIT in Australien erhielt, auf. Dieser japanische Trawler hatte vier kleinere Boote im Schlepptau. Kurz vor Singapur übergab man das feindliche Schiff an die australische Korvette HMAS GOULBURN ( J167 ). Am späten Morgen laufen die amerikanischen Zerstörer in Singapur ein. Die USS ALDEN füllt sofort ihre Treibstoffbunker auf. Zu Ehren der Männer der beiden versenkten britischen Kriegsschiffe, die in der Schlacht ihr Leben verloren hatten, wurde die Flagge auf Halbmast gesetzt. Bis zum 14. Dezember blieben die vier amerikanischen Zerstörer in dem Hafen. An diesem Tag legten sie in Singapur ab und fuhren nach Surabaya, Java. Am späten Nachmittag des 15. Dezember erreichten sie den niederländischen Hafen. An diesem Tag versetzte man die USS ALDEN in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS ALDEN, USS WHIPPLE, USS EDSALL, USS JOHN D EDWARDS, aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS BARKER, USS BULMER ( DD-222 ), USS PARROTT ( DD-218 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und aus der DesDiv 59 die Zerstörer USS PILLSBURY ( DD-227 ), USS POPE ( DD-225 ), USS JOHN D FORD ( DD-228 ) und USS PEARY ( DD-226 ). Die ABDA – Truppe ( American – British – Dutch – Australian Command ) kämpfte in diesen Tagen verzweifelt in Nachhutaktionen angesichts eines sich schnell bewegenden und gut organisierten Feindes. Am 20. Dezember stach die USS ALDEN von Surabaya aus wieder in See und eskortierte den Leichten Kreuzer USS HOUSTON nach Port Darwin, Australien. Noch vor den australischen Gewässern befanden sich viele kleinere Schiffe, deren Charakter man nicht eindeutig als freundlich lokalisieren konnte. Deshalb wurden mehrere Beiboote von dem Zerstörer aus zu diesen Schiffen entsandt, um diese zu überprüfen. Dann stießen die beiden amerikanischen Kriegsschiffe auf drei amerikanische Schiffe. Auf den Öltanker USS PECOS ( AO-6 ), den U-Boot Tender USS OTUS ( AS-20 ) und das Frachtschiff USS GOLD STAR ( AK-12 ). Die USS ALDEN bunkerte noch am selben Tag auf offener See Treibstoff von der USS PECOS. Der Zerstörererreichte zusammen mit der USS HOUSTON am 28. Dezember Port Darwin und ging dort um 13:05 Uhr vor Anker. Am 9. Januar 1942 gehörte die USS ALDEN zu einer Eskorte für das niederländische Handelsschiff BLOEMFONTEIN. Der Leichte Kreuzer USS BOISE und die Zerstörer USS PARROTT, USS POPE, USS STEWART, USS BULMER und USS BARKER fuhren von Port Darwin aus nach Surabaya. Das niederländische Handelsschiff war von Brisbane, Australien losgefahren, um alliierte Verstärkungen, die aus dem 2. Bataillon der 131. Feldartillerie,  diese gehörte zur Texas National Guard, und Nachschub bestand, nach Java zu bringen und gehörte vorher zum sogenannten PENSACOLA – Konvoi, der am 29. November 1941 in Pearl Harbor abgelegt hatte, damit auf den Philippinen Verstärkungen und Nachschub geliefert werden konnte. Doch der japanische Vormarsch ging schneller wie vermutet und so versuchten die Alliierten die südlicher gelegenen Inseln zu verstärken um Australien zu sichern. Die USS ALDEN fuhr zusammen mit der USS EDSALL und dem Kreuzer USS HOUSTON in Richtung Balikpapan, um die Sicherung über den Öltanker USS TRINITY ( AO-13 ) zu übernehmen. Am 14. Januar werden die vier Schiffe in der Banda See, nördlich von Timor, von dem japanischen U-Boot IJN I-124, Kommandant Lieutenant Commander Kishigami Koichi, gesichtet. Die vier amerikanischen Schiffe fuhren zunächst in die Koepang Bay, Westtimor und dann in die Kebola Bay, Insel Amor, Niederländisch – Ostindien. IJN I-124 fuhr derweil in Richtung von Port Darwin. In dem Hafen befanden sich vierzig alliierte Kriegsschiffe. Das japanische U-Boot legt am 16. Januar in der Nähe des Hafens 27 Seeminen aus. Drei alliierte Handelsschiffe wurden versenkt. In der Nacht zum 17. Januar verlassen die vier amerikanischen Schiffe wieder die Kebola Bay und fuhren in Richtung Australien. An diesem Morgen meldet man von der USS HOUSTON, dass man zwei feindliche U-Boote rund 180 Seemeilen nordwestlich von Port Darwin gesichtet habe. Es ist IJN I-124 und IJN I-123, Kommandant Lieutenant Commander Ueno Toshitake. Am 19. Januar meldet LCDR Kishigami um 17:40 Uhr die Ankunft von drei alliierten Transportern und einem Zerstörer im Hafen von Darwin. Der gleiche Text wurde um 22:36 Uhr wiederholt, das letzte Lebenszeichen des U-Bootes. Am folgenden Morgen, um 5:26 Uhr, nähert sich die USS ALDEN zusammen mit der USS EDSALL, USS HOUSTON und der USS TRINITY von Westen her Darwin und haben noch eine Strecke von 40 Seemeilen bis zum schützenden Hafen. Da greift IJN I-123 den amerikanischen Öltanker an, der den drei abgefeuerten Torpedos ausweichen kann. Die USS ALDEN suchte daraufhin nach dem Feind. Nach einer Kontaktaufnahme wurde ein Muster von Wasserbomben abgeworfen.   Es wird dabei zwar kein Erfolg erzielt, aber dafür das feindliche U-Boot abgedrängt. Die vier amerikanischen Schiffe können Darwin ungehindert erreichen. Gleichzeitig werden die australischen Korvetten HMAS DELORAINE ( J232 ), HMAS LITHGOW ( J206 ) und HMAS KATOOMBA ( J204 ) entsandt, um die japanischen U-Boote zu vernichten. Die HMAS DELORAINE erreicht um 13:35 Uhr als erstes Schiff den Angriffsort. Lieutenant Commander Desmond A. Menlove, Kommandant der Korvette, kann mit Glück einem abgefeuerten Torpedo von der IJN I-124 nur knapp ausweichen. Der Torpedo verpasst nur um einen Meter hinter dem Heck das australische Kriegsschiff. Drei Minuten später stellt man auf der Korvette einen Sonarkontakt zu dem U-Boot her. Nach weiteren acht Minuten wird der erste Wasserbombenangriff gestartet. Öl- und Luftblasen steigen anschließend an die Wasseroberfläche auf. Um 13:48 Uhr wird der zweite Angriff der Korvette gestartet, da IJN I-124 seinerseits sich zu einem weiteren Torpedoangriff in Periskoptiefe vorbereitet. Die abgefeuerten Wasserbomben schlagen rund drei Meter neben dem Periskop auf dem Wasser auf und explodieren ohne weiteren Schaden anzurichten. Das japanische U-Boot beginnt mit dem Alarmtauchen. Noch in den selben Minuten erschein ein Wasserflugzeug von dem Wasserflugzeugtender USS LANGLEY ( AV-3 ) und wirft eine Bombe in dem Zielgebiet über dem feindlichen U-Boot ab. Weitere Öl- und Luftblasen steigen auf. IJN I-124 liegt nun in 25 Meter Tiefe. Die HMAS DELORAINE startet um 13:56 Uhr einen weiteren Wasserbombenangriff. Aber noch immer ist das feindliche U-Boot nicht vernichtet. Um 14:30 Uhr stellt die Korvette einen weiteren Sonarkontakt zum Feind her und greift das Ziel mit den letzten Wasserbomben an. Ohne Erfolg. Die HMAS DELORAINE wird um 17:10 Uhr von der HMAS LITHGOW, Kommandant CDR Alfred V. Knight, abgelöst. Bis 18:39 führt diese Korvette insgesamt sieben Wasserbombenangriffe durch, wobei alle 40 Wasserbomben verbraucht werden. Doch es werden nur aufsteigende Öl- und Luftblasen gesichtet. Ab 17:48 Uhr beteiligt sich nun auch die HMAS KATOOMBA an den Angriffen. Ohne Erfolg. Gegen 16:20 Uhr erhielten die beiden amerikanischen Zerstörer USS ALDEN und USS EDSALL den Befehl zum Schauplatz zu fahren und die alliierten Schiffe bei der Suche des U-Bootes zu unterstützen. Die USS ALDEN ist gerade längsseits zum britischen Öltanker BRITISH SAILOR beim bunkern von Treibstoff. Zwanzig Minuten später sind beide Zerstörer auf dem Weg. Um 18:59 Uhr treffen sie auf dem Schauplatz ein. Auf der USS EDSALL erhält man einen Sonarkontakt an der Kante des Ölteppichs, der von IJN I-124 stammte. Sofort werden fünf Wasserbomben in das Zielgebiet abgefeuert. Es werden drei Unterwasserexplosionen verzeichnet. Die USS ALDEN greift nach 19:55 Uhr in das Geschehen ein. Um 00:30 Uhr des 21. Januars erreicht die HMAS DELORAINE wieder das Seegebiet in dem IJN I-124 vermutet wird. Drei weitere kurz aufeinanderfolgende Wasserbombenangriffe werden auf Grund eines Sonarkontaktes durchgeführt. Gegen 11:55 Uhr gesellt sich HMAS KATOOMBA dazu. Doch gegen Mittag wird wegen schlechten Wetters die weitere Suche abgebrochen. Am 26. Januar erscheint der amerikanische U-Boot Tender USS HOLLAND ( AS-3 ). 16 Taucher beginnen mit der Suche von IJN I-124. Sie finden das U-Boot mit aufgesprengter Luke, betreten es aber nicht. Alle 80 japanischen Mannschaftsmitglieder kamen ums Leben. Schon am 3. Februar verließ die USS ALDEN zusammen mit der USS EDSALL, anderen amerikanischen Kriegsschiffen und Versorgungsschiffen wieder Port Darwin und wechselten nach Tjilatjap, Java. Von hier aus sollten die Kriegsschiffe näher am Kampfgeschehen sein und leichter an Nachschub gelangen. Die USS ALDEN bunkerte während der Fahrt von dem frisch aufgefüllten Öltanker USS TRINITY. Am späten Nachmittag des 10. Februar erreichte der Schiffskonvoi sein Ziel an der Südküste von Java. Der Zerstörer lief am 12. Februar wieder aus und eskortierte zusammen mit der USS PAUL JONES das britische Handelsschiff BAN HONG LIONG ( 1.671 BRT ), welches AA-Kanonen geladen hatte, und den Öltanker USS PECOS bis in den Hafen von Koepang, Timor, wo die australische Garnison schon auf die Kanonen wartete. Für diese Fahrt benötigten die vier Schiffe vier Tage. Die beiden Zerstörer übernahmen von dem Öltanker frischen Treibstoff und fuhren nach Tjilatjap zurück. Am folgenden Tag patrouillierte die USS ALDEN vor der Hafeneinfahrt und deckte die USS BLACK HAWK, die auslaufen sollte. Hier lagen die letzten noch zur Verfügung stehenden Kriegsschiffe der Amerikanisch – Britisch- Niederländisch – Australischen Force ( ABDA-Force ). Die Alliierten waren in einer sehr kritischen Situation. Am Morgen des 22. Februar verließ Die USS ALDEN zusammen mit der USS PAUL JONES und der USS BLACK HAWK Tjilatjap. Ziel war Surabaya. Die beiden Zerstörer sicherten die Überfahrt und suchten nach möglichen feindlichen Schiffen. Doch ohne ein japanisches Kriegsschiff gesehen zu haben, liefen sie am 24. Februar in den Hafen des Bestimmungsortes ein. Aufgrund von Geheimdienstinformationen, die auf die Möglichkeit eines japanischen Landeversuchs auf Java hinwiesen, stellte man eine gemischte Kampfgruppe der ABDA-Force zusammen. Durch Treibstoff-, Munitions- und Torpedoknappheit und durch die Versenkung mehrerer Schiffe, sowie der Ausfall durch Kampfschaden und Reparaturbedarf, war allerdings nur noch eine Rumpfgruppe vorhanden. Mit dabei war der amerikanische Schwere Kreuzer USS HOUSTON, der britische Schwere Kreuzer HMS EXETER ( 68 ), die niederländischen Leichten Kreuzer HNLMS DE RUYTER und HNLMS JAVA sowie der australische Leichte Kreuzer HMAS PERTH ( D29 ), die britischen Zerstörer HMS ELECTRA ( H27 ), HMS ENCOUNTER ( H10 ), HMS JUPITER ( F85 ), die niederländischen Zerstörer HNLMS KORTENAER ( 1927 ) und HNLMS WITTE de WITH ( 1928 ) sowie die amerikanischen Zerstörer USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS, USS PAUL JONES und USS JOHN D FORD. Die ABDA Force wurde von Rear Admiral Karel Willem Frederik Marie Doorman ( 23. April 1889 in Utrecht, Niederlande – 28. Februar 1942 auf der HNLMS DE RUYTER in der Schlacht in der Java See ) kommandiert. Am 25. Februar, mit Einbruch der Dunkelheit, verließen diese Kriegsschiffe Surabaya und begaben sich auf die Suche nach einer großen feindlichen Amphibischen Kampfgruppe in der Java See. Dabei fuhren sie bis zur Nordküste der Insel Madura. Doch schon am folgenden Tag kehrten die britischen und australischen Kriegsschiffe um und fuhren nach Surabaya. Hier wollten sie ihre Treibstoffbunker füllen, um dann zu den Schiffen der ABDA-Force zurückzukehren. Doch noch immer hatte man keinen Kontakt zu einer japanischen Flotte gefunden. Rear Admiral Karel Willem Frederik Marie Doorman berief am Abend des 26. Februar die Kommandeure seiner Streitmacht zu sich, um ihnen seine weiteren Pläne zu verkünden. Gleich danach unternahmen die Kriegsschiffe eine erneute Sondierungsfahrt bis zur Nordküste der Insel Madura. Doch diese wurde dann ab 22:12 Uhr abgebrochen, nachdem wieder kein japanisches Schiff gesichtet werden konnte. Am Morgen des 27. Februar fuhren die alliierten Kriegsschiffe zu ihrer Basis zurück. Gegen 13:00 Uhr waren sie gezwungen Durch ihr eigenes Minenfeld zu fahren, um nach Surabaya zu kommen. Da gab es neue Kontaktberichte, die auf eine Anwesenheit einer japanischen Flotte hinwiesen. Diese Flotte sollte aus der Nähe von Bawean Island nach Süden marschieren. Diese Einsatzgruppe war zum Schutz von Truppentransportern von Konteradmiral Takeo Takagi ( 25. Januar 1892 in Iwaki, Fukushima – 8. Juli 1944 in der Schlacht um Saipan, Nördliche Marianen ) zusammengestellt worden. In dieser Einsatzgruppe befanden sich die Schweren Kreuzer IJN NACHI und IJN HAGURO, die Leichten Kreuzer IJN NAKA und IJN JINTSU sowie die Zerstörer IJN YUDACHI, IJN SAMIDARE, IJN MURASAME, IJN HARUSAME, IJN MINEGUMO, IJN ASAGUMO, IJN YUKUKAZE, IJN TOKITSUKAZE, IJN AMATSUKAZE, IJN HATSUKAZE, IJN YAMAKAZE, IJN KAWAKAZE, IJN SAZANAMI und IJN USHIO. Um 15:00 Uhr begann die USS ALDEN mit der Fahrt durch das Minenfeld, da signalisierte der niederländische Leichte Kreuzer HNLMS DE RUYTER von der Anwesenheit der feindlichen Kriegsschiffe. Die alliierten Kriegsschiffe eilten dem Feind entgegen und stellten sie sich den Angreifern vor der Nordküste von Java. Um 16:17 Uhr eröffneten die japanischen Schiffe das Feuer. Kurz darauf antworteten die USS HOUSTON, HNLMS DE RUYTER und HMS EXETER. Die amerikanischen Zerstörer, die USS ALDEN befand sich hier als zweites Schiff in der Kolonne, nahmen ihre Positionen auf der Steuerbordseite des niederländischen Leichten Kreuzers HNLMS JAVA ein. Die vier amerikanischen Zerstörer versuchen mit den Kreuzern Schritt zu halten. Um 17:14 Uhr beobachtet man von Bord der USS ALDEN aus, wie den niederländischen Zerstörer HNLMS KORTENAER ein feindlicher Torpedo traf und durch die Explosion in der Mitte zerbrach. Die alliierten Kriegsschiffe nahmen zwei Mal Kursänderungen vor, aber dies geschah nicht in einer stabilen Ordnung. Durch die genauen Schüsse der japanischen Kreuzer und Schlachtschiffe und den Torpedos durch die Zerstörer geriet alles in Unordnung. Dazu kam noch, dass die HMS EXETER schwer getroffen worden war. Der britische Schwere Kreuzer versuchte sich aus dem Kampfgeschehen zurückzuziehen. Die USS ALDEN und ihre drei Schwesterschiffe deckten diesen Rückzug mit einer Rauchwand. Auch Rear Admiral Karel Willem Frederik Marie Doorman tat sein übriges für das haltlose Durcheinander. Erst befahl er einen Gegenangriff mit Torpedos, wo die Lage noch günstig war für die Alliierten, und sagte diesen wenige Augenblicke später wieder ab. Dann gab er an die Zerstörer erneut einen Gegenangriff. Jetzt sollten es die vier amerikanischen Zerstörer richten, die ältesten Schiffe der ABDA-Force. Um 18:22 Uhr begann die USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS, USS PAUL JONES und USS JOHN D FORD auf die japanischen Kriegsschiffe zuzufahren. Aus den Steuerbordröhren schossen sie ihre Torpedos ab und kehrten um. Schlechte Sicht und zunehmende Reichweiten beendeten diese Phase der Schlacht und die alliierten Schiffe zogen sich zurück. Japanische Kundschafter ließen ab und an über den alliierten Schiffen Leuchtkugeln verschießen. Um 19:58 Uhr wandten sich die alliierten Kreuzer nach Westen, wo die HNLMS DE RUYTER und HNLMS JAVA noch in der Nacht versenkt wurden. Die USS HOUSTON und HMAS PERTH waren daraufhin zur Flucht gezwungen. Die USS ALDEN und die drei anderen amerikanischen Zerstörer fuhren indes nach Osten, um sich selbständig nach Surabaya zurückzuziehen. Ihre Torpedovorräte waren aufgebraucht. Um 22:30 Uhr erreichten die vier Schiffe die Minenfelder und wurden am 28. Februar um 2:10 Uhr festgemacht. Die Zerstörer blieben den gesamten Tag im Hafen. Man bunkerte nur am Holland Pier frischen Treibstoff. An diesem Tag beobachteten die Mannschaften zwei Wellen feindlicher Bomberstaffeln, die Angriffe gegen alliierte Stellungen flogen. An diesem Nachmittag bemerkte Lieutenant Lewis Elliott Coley ( 2. Oktober 1899 in Alexander City, Alabama – 1979 ), Kommandant der USS ALDEN, beobachtete Flugzeuge, die von einem Flugzeugträger stammten. Dies deutete darauf hin, dass bald feindliche Luftaktivitäten stark zunehmen würden. Er beriet sich mit den drei anderen Kommandanten. Sie beschlossen in der kommenden Nacht Surabaya zu verlassen und zu einer alliierten Basis zu gelangen, bevor sich die Schlinge um Java zuzog. Man holte sich die Erlaubnis für diese Fahrt zum Exmouth Golf im Nordwesten von Australien. Eine Stunde vor Mitternacht zum 1. März hatten die vier amerikanischen Kriegsschiffe und der Zerstörertender USS BLACK HAWK das Minenfeld durchquert und fuhren dicht an der Küste von Java entlang. Dann bogen sie in die Straße von Bali ein und durchquerten diese unentdeckt. Doch dann trafen sie auf die japanischen Zerstörer IJN HATSUHARU, IJN NENOSHI, IJN WAKABA und IJN HATSUSHIMO, die das südliche Ende der Meerenge bewachten. Von der USS ALDEN aus konnte um 2:15 Uhr einer der feindlichen Zerstörer östlich von ihr entdeckt werden. Wenige Minuten später weitere zwei. Die vier amerikanischen Zerstörer mussten wegen einem Riff die Küste verlassen und waren für die Japaner gut sichtbar. Diese begannen auch sofort mit dem Beschuss, der 15 Minuten andauerte. Die USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS, USS PAUL JONES und USS JOHN D FORD antworteten ihrerseits. Doch schon nach fünf Minuten war auch der letzte Munitionsvorrat verbraucht. Die vier Zerstörer legten eine Rauchwand, um zu entkommen. Die Japanischen Zerstörer folgten und eröffneten um 2:50 Uhr aus einer Reichweite von 12 Seemeilen wieder das Feuer. Sie wollten, dass die Amerikaner zurück schossen und so ihre Position preisgaben. Mit einer Geschwindigkeit von 28 Knoten konnten sich die vier amerikanischen Zerstöre von ihren Verfolgern absetzen. Das Ziel war nun Fremantle an der Westküste Australiens. Die USS JOHN D FORD und die USS PAUL JONES übernahmen auf dieser Fahrt die Sicherung über die USS BLACK HAWK. Die USS ALDEN blieb mit der USS JOHN D EDWARDS zusammen. In den Hafen von Fremantle liefen sie am Nachmittag des 4. März ein. Hier nahm man an der USS ALDEN mehrere Reparaturen vor. Anschließend fuhr der Zerstörer an die Ostküste Australiens. Hier meldete sich das Kriegsschiff am 28. März bei dem zuständigen Kommandeur für den australischen – neuseeländischen Raum. Hier operierte die USS ALDEN in den Gewässern des Südwestpazifiks, bis sie zusammen mit der USS WHIPPLE am 2. Mai ihre Fahrt nach Pearl Harbor antrat.
Nach den Zwischenstopps auf den Inseln Espiritu Santo, New Hebrides und Amerikanisch Samoa trafen die Zerstörer am 6. Juni in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii ein. Zusammen mit dem Schwesterschiff wurde diese Basis am 8. Juni verlassen und man fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Auf dieser Fahrt wurde ein Schiffskonvoi an die US Westküste eskortiert. Am 18. Juni erreichte man San Francisco. Noch am selben Tag bugsierte man die USS ALDEN in ein Trockendock der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Die dort ausgeführten Reparaturen und die dringend notwendig gewordene Überholung dauerten bis Anfang August. Man hatte an Bord des Zerstörers zwei neue 20 mm Flakgeschütze installierte und zwei Torpedorohre mittschiffs montiert. Am 10. August erfolgte die Test- und Ausbildungsfahrt. Am folgenden Tag verließ die USS ALDEN zusammen mit der USS WHIPPLE die kalifornische Küste und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Pearl Harbor. Beide Kriegsschiffe eskortierten so in den folgenden acht Monaten zusammen sieben Schiffskonvois zwischen San Francisco und Pearl Harbor und zurück. Die USS ALDEN legte am 9. April 1943 in der Mare Island Naval Shipyard ab und begann ihre Fahrt in den Atlantik. Nach einem kurzen Zwischenstopp in San Diego durchquerte das Kriegsschiff am 16. April den Panamakanal. Sechs Tage später traf der Zerstörer in Trinidad ein. In den folgenden zwei Monaten eskortierte die USS ALDEN Schiffskonvois zwischen Trinidad und der Guantanamo Bay, Kuba. Danach fuhr der Zerstörer in die New York Navy Yard in Brookly, New York City. Hier traf er am 28. Juni ein und man begann mit Reparaturen und einigen Umbauten die für die kommenden Aufgaben dringend notwendig wurden. Am 10. Juli legte der Zerstörer zusammen mit der USS WHIPPLE in der Werft ab und fuhr nach Norfolk, Virginia, wo sie am folgenden Tag anlegten. Von hier aus eskortierten die beiden Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen einen Schiffskonvoi nach Casablanca, Französisch Marokko. In den dortigen Hafen liefen sie am 28. Juli ein. Von Casablanca aus wechselten die amerikanischen Kriegsschiffe nach Gibraltar und übernahmen hier einen Schiffskonvoi, der das Mittelmeer verließ, und fuhren an die US Ostküste. Die USS ALDEN erreichte am 27. August die Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina und wurde dort in ein Trockendock bugsiert. Schon am 7. September stach der Zerstörer zusammen mit der USS WHIPPLE wieder in See und eskortierte einen langsamen Schleppkonvoi über Port of Spain, Trinidad bis nach Recife, Brasilien. Dort trafen sie am 8. Oktober ein. Noch am selben Tag der Ankunft verließ die USS ALDEN zusammen mit der USS WHIPPLE wieder die brasilianischen Gewässer und eskortierte einen Schiffskonvoi bis nach Trinidad. In den Hafen Port of Spain liefen sie am 4. November ein. Von hier aus fuhr die USS ALDEN bis zur brasilianischen Nordküste und übernahm am 26. November die Eskorte über den Armeetransporter USAT GEORGE WASHINGTON, der aus dem pazifischen Raum über Bombay, Indien und Kapstadt, Südafrika in den Atlantik kam. Am 1. Dezember erreichten die Schiffe Key West, Florida. Von hier aus sollte der Armeetransporter von anderen Kriegsschiffen bis nach New York eskortiert werden. Die USS ALDEN traf zwei Tage später in Charleston ein und unterzog sich einer Überholung. Von der Werft aus fuhr der Zerstörer in die Casco Bay, Maine. Hier erfolgte ab Mitte Dezember ein Anti-Submarine- und Auffrischungstraining, das Ende des Monats abgeschlossen war. Der Zerstörer wechselte von dort nach Norfolk, Virginia, wo er am 31. Dezember anlegte. Hier integrierte man das Kriegsschiff zur Sicherung des Geleitflugzeugträgers USS GUADALCANAL ( CVE-60 ) in die Task Group 21.12. In dieser befanden sich die Zerstörer USS ALDEN, USS WHIPPLE, USS JOHN D EDWARDS und USS JOHN D FORD sowie die Geleitzerstörer USS PILLSBURY ( DE-133 ), USS POPE ( DE-134 ), USS FLAHERTY ( DE-135 ) und USS CHATELAIN ( DE-149 ). Diese Kriegsschiffe legten am 5. Januar 1944 in Norfolk ab und fuhren in ihr Einsatzgebiet zum Schutz der Schiffskonvois vor feindlichen U-Booten auf dem Atlantik, die die Versorgung der kämpfenden Truppen in Europa zu sichern hatten. Am 16. Januar spürten zwei Avenger Flugzeuge aus der Geschwader VC-13 von der USS GUADALCANAL westlich der Azoren U-544, Kommandant Kapitänleutnant Willy Mattke ( 25. Januar 1909 in Graudenz – 16. Januar 1944 ) auf und versenkten es mit Raketen und Wasserbomben. Alle Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. U-544 hatte wenige Augenblicke vorher die beiden U-Boote U-129, Kommandant Oberleutnant zur See Richard von Harpe ( 19. August 1918 in Dorpat, Estland – 2. März 1945 in der Ostsee ), und U-516, Kommandant Kapitänleutnant Hans – Rutger Tillessen ( 16. April 1913 in Wilhelmshaven – 1. Juni 1986 ) mit frischem Brennstoff versorgt. Die Schiffe der TG 21.12 fuhren zur Auffüllung von Munition anschließend nach Casablanca und kehrten dann auf hohe See zurück und suchten in den Planquadraten die die amerikanischen Schiffskonvois durchfuhren nach deutschen U-Booten. Am 16. Februar legte die USS ALDEN und die Schiffe der TG in Norfolk wieder an. Wenige Tage später löste man den Zerstörer aus der Anti-U-Boot Gruppe und beorderte ihn in die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts. Hier musste sich das Kriegsschiff erneuten Reparaturen unterziehen. Am 13. März verließ die USS ALDEN zusammen mit den Kriegsschiffen der Task Force 64, die Captain Harold S. Berdine ( USCG ) kommandierte, die US Ostküste und beteiligte sich an der Eskorte des Schiffskonvois UGS 36, bestehend aus 72 Handelsschiffen und 18 Panzerlandungsschiffen, bis ins Mittelmeer. In der TF 64 befanden sich die amerikanischen Zerstörer USS ALDEN, USS WHIPPLE, USS JOHN D EDWARDS und USS DECATUR ( DD-341 ), den amerikanischen Geleitzerstörern USS MILLS ( DE-383 ), USS RAMSDEN ( DE-382 ), USS RHODES ( DE-384 ), USS SAVAGE ( DE-386 ), USS RICHEY ( DE-385 ), USS SELLSTROM ( DE-255 ), USS TOMICH ( DE-242 ) und USS SLOAT ( DE-245 ), die 37. britische Escort Group mit dem Flakkreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), der niederländischen Fregatte HNMS JOHAN MAZRITS van NASSAU ( K251 ), den britischen Schaluppen HMS BLACK SWAN ( L57 ), HMS AMETHYST ( F116 ) und HMS DEPTFORD ( L53 ), die niederländische Schaluppe HNMS FRISO ( K00 ), die britische Korvette HMS CAMPION ( K108 ) und ein britischer Minensucher mit JIG Störsender für Lenkbomben. Die Geleitzerstörer der TG spüren am Abend des 31. März ein feindliches U-Boot auf, das aber sich einem Angriff entziehen kann. Am 1. April kurz vor der Morgendämmerung, zwischen 4:05 Uhr und 4:20 Uhr, liegen der Schiffskonvoi und die Sicherungsschiffe westlich von Algier. Da werden die Schiffe von 20 deutschen Torpedobombern angegriffen. Nur das US Liberty – Schiff SS JARED INGERSOLL ( 7.191 BRT ) wird beschädigt, auf Grund gesetzt und später geborgen. Außerdem wird bei diesem feindlichen Luftangriff das amerikanische Panzerlandungsschiff USS LST-526 leicht beschädigt. Die USS ALDEN war in der Nachhut des Konvois und begann mit den Luftabwehrgeschützen jenen zu beschützen. Die Geleitzerstörer konnten zwei der angreifenden Bomber abschießen und zwei weitere beschädigen. Der amerikanische Schiffskonvoi erreichte am 3. April den Zielort Bizerte, Tunesien. Am 11. April verlässt der Schiffskonvoi GUS 36, gesichert von den Kriegsschiffen der TG 64 wieder das Mittelmeer und erreichte am 2. Mai den Hafen von New York. Von New York aus wechselte die USS ALDEN in die Boston Navy Yard und unterzog sich einer Überholung. Am 27. Mai stach der Zerstörer wieder in See und fuhr nach New York zurück. Hier meldete sich Lieutenant Commander Wayne Herkness II., Kommandant des Kriegsschiffes, zum Dienst beim Commander der Service Force innerhalb der Atlantikflotte. Im Juni operierte die USS ALDEN dann von Norfolk aus und war hauptsächlich für den Eskortierdienst entlang der US Ostküste eingesetzt. In dieser Zeit begleitete der Zerstörer auch das neugebaute und am 16. April 1944 in Dienst gestellte Schlachtschiff USS WISCONSIN ( BB-64 ) während der Erprobungs- und Ausbildungsphase. Dann musste der Zerstörer für eine Notreparatur in die Werft. Ein Propeller war beschädigt worden. Anschließend nahm das Kriegsschiff seinen Eskortierdienst wieder auf und begleitete den Öltanker USS ELOKOMIN ( AO-55 ) von Norfolk aus nach Baytown und Galveston, Texas zur Guantanamo Bay und zurück nach Galveston. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff legte der Öltanker dort wieder ab und die beiden Schiffe fuhren zur amerikanischen Marinebasis bei den Bermuda Inseln, in die Casco Bay und nach Norfolk. Hier wartete das amphibische Truppentransportschiff USS ADAIR ( APA-91 ) und das Munitionstransportschiff USS MOUNT HOOD ( AE-11 ) auf ihre Eskorte. Die drei Schiffe erreichten am 27. August den Panamakanal. Die USS ALDEN fuhr nach Norfolk und unterzog sich einer routinemäßigen Überholung in der Norfolk Navy Yard. Danach stach der Zerstörer am 28. Oktober in See und eskortierte den Öltanker USS CHICOPEE ( AO-34 ) bis zu den Bermudas. Von hier aus fuhr der Zerstörer zum Panamakanal weiter und löste das Schwesterschiff USS JOHN D EDWARDS von seinen Aufgaben ab. Das Kriegsschiff beteiligte sich an der Ausbildung von U-Boot Mannschaften und operierte im November als Trainingsschiff. Danach kehrte die USS ALDEN nach Norfolk zurück. Während dem erneuten Eskortierdienst entlang der US Ostküste, kollidierte der Zerstörer am 31. Januar 1945 in den Gewässern der Chesapeake Bay mit dem Geleitzerstörer USS HAYTER ( DE-212 ), der einen Schiffskonvoi bis nach Norfolk eskortiert hatte. Die USS ALDEN wurde dabei beschädigt und musste in die Norfolk Navy Yard geschleppt werden. Die Reparaturarbeiten dauerten bis zum 28. Februar an. Gleich am folgenden Tag, den 1. März, verließ der Zerstörer Norfolk und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGF 21 bis ins Mittelmeer. Anschließend kehrte das Kriegsschiff wieder an die US Ostküste zurück und beteiligte sich an der Eskorte des Konvois GUF 21. Bei der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas verließ die USS ALDEN diesen Schiffskonvoi und eskortierte von dort aus den Öltanker USS MATTAPONI ( AO-41 ) bis in die Guantanamo Bay. Hier übernahm der Zerstörer die Eskorte über den Öltanker USS CHIWAWA ( AO-68 ) und begleitete diesen bis zu den Bermudas. Erst dann kehrte das Kriegsschiff nach Norfolk zurück. Hier die USS ALDEN längsseits zu einem Zerstörertender, dessen Mannschaft einige Reparaturen vornahm. Nach Abschluss der Arbeiten fuhr der Zerstörer nach Tompkinsville, Staten Island, New York. Doch hier erhielt man neue Befehle und so fuhr das Kriegsschiff nach Mayport, Florida. Dort traf es am 2. Juni ein und übernahm die Sicherung des Geleitflugzeugträgers USS GUADALCANAL. Auf diesem Träger mussten die jungen Piloten, die in der Naval Air Station in Pensacola, Florida stationiert waren, ihre Qualifikation zum Landen und Starten auf eben solch einem großen Schiff erbringen. Schon am 13. Juni verließ die USS ALDEN wieder die Küste von Florida und fuhr nordwärts. Zwei Tage später erreichte der Zerstörer die Delaware Caps. Noch am selben Tag legte das Kriegsschiff in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania an. Hier wurde es am 20. Juli 1945 außer Dienst gestellt. Am 13. August 1945 strich man den Namen USS ALDEN von der US Navy – Liste und verkaufte am 30. November 1945 den Schiffskörper an die Boston Metals Salvage Company in Baltimore, Maryland zum verschrotten.      


USS ALDEN ( DD-211 )
Commanding Officer

 CDR William Ancrum    24. November 1919 – 5. Februar 1921
CDR Eldred Bewes Armstrong    5. Februar 1921 – Mai 1921
LCDR Edmund Weyman Strother    Mai 1921 – Dezember 1921
CDR William Alexander Glassford, Jr.       Dezember 1921 – 24. Januar 1923  (später VADM)
Außerdienststellung    24. Januar 1923 – 8. Mai 1930
LCDR Lloyd Robert Gray    8. Mai 1930 – 8. August 1930
LCDR John Franklin McClain     8. August 1930 – 30. Mai 1931
LCDR Paul Augustus Stevens    30. Mai 1931 – 10. Juli 1934
LCDR Oliver Owen Kessing    10. Juli 1934 – 3. Januar 1935
LCDR Stanley Martyn Haight         3. Januar 1935 – 10. März 1938 (später RADM)
LCDR Thomas Lee McCann    10. März 1938 – 22. Januar 1939
LCDR Stanley Fletcher Patten    22. Januar 1939 – 9. Juli 1940 (später RADM)
LCDR Lewis Elliott Coley         9. Juli 1940 – 15. März 1942
LT Jacob Elliott Cooper    15. März 1942 – 15. April 1942 (später RADM)
LCDR Ernest Edwin Evans    15. April 1942 – 7. Juli 1943
LCDR Wayne Herkness II    7. Juli 1943 – 27. Januar 1945
LT John Graham York    27. Januar 1945 – 20. Juli 1945


Noch am 1. Januar 1936 lag die USS ALDEN im Hafen von San Diego

 

 

 

USS WHIPPLE ( DD-217 )

USS WHIPPLE ( DD-217 )

Biografie

Abraham Whipple
* 26. September 1733 in Providence, Rhode Island, britische Kolonie
† 27. Mai 1819 in Marietta, Washington County, Ohio
war ein Offizier in der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und später der Gründer von Marietta, Ohio

Abraham Whipple war der Sohn von Noah Whipple, Jr. Er heiratete am 2. August 1761 Sarah Hopkins ( 1739 – 14. Oktober 1818 ). Deren Eltern waren Captain John Hopkins ( 1713 – 1. Februar 1744 oder 1745 ) und Catherine Turpin Hopkins ( 1719 – 1749 ). Abraham und Sarah hatten drei Kinder, John, Cathrine Whipple Sproat ( 25. Januar 1762 in East Providence, Providence County, Rhode Island – 15. Juli 1835 in Detroit, Wayne County, Michigan ), die von der Conitental Army Colonel Ebenezer Sproat ( 9. Februar 1752 in Middleboroughm Plymouth County, Massachusetts – 7. Januar 1805 in Marietta, Washington County, Ohio ) heiratete und mindestens ein gemeinsames Kind hatten, und Mary.
Als die amerikanischen Kolonisten anfingen, sich der von ihnen als unfair empfundenen Unterdrückung durch die britische Krone zu widersetzen, wurden sogenannte trotzige Taten immer häufiger. Ende Januar 1772 segelte Leutnant William Dudingston mit dem britischen Zollschoner HMS GASPEE in die Narragansett Bay von Rhode Island, um die Zollabfertigung und die obligatorische Kontrolle der Ladung auf den Handelsschiffen zu erzwingen. Dudingston legte Anfang Februar in Newport, Rhode Island an und traf sich dort mit Gouverneur Joseph Wanton, Sr. ( 15. August 1705 in Newport, Rhode Island, britische Kolonie – 19. Juli 1780 ). Beide tauschten sich über die zu kontrollierenden Steuervorschriften auf den Schiffen und Booten der Kolonisten aus. Wanton, Sr. appellierte dabei an die Vernuft von Lieutenant Dudington, Repressalien gegen die Kolonisten zu vermeiden. Kurz nachdem Dudingston begonnen hatte mit dem Zollschoner HMS GASPEE in der Narragansett Bay zu patrouillieren, wurde am 17. Februar die Schaluppe FORTUNE zum beidrehen aufgefordert und inspiziert. Auf der Schaluppe wurden 12 Fässer mit nicht deklariertem Rum beschlagnahmt. Die FORTUNE und der Rum wurden nach Boston geschickt, da Dudingston glaubte, dass die Kolonisten ihr Eigentum zurückfordern würden wenn dieses in Rhode Island bleibe. In den folgenden Monaten verschärfte der Lieutenant sogar noch die Repressalien gegen die Kolonisten. Selbst auf ein Schreiben von Wanton, Sr. an den britischen Admiral John Montagu ( 1719 in Lackham, Wiltshire – 1795 in Fareham, Hampshire ), dem Vorgesetzten von Dudingston, mit der Bitte die Kolonisten nicht zu verärgern, wurde höhnisch beantwortet. Dudingston verstieß nun offen gegen die Charta der Kolonie, indem er ohne Vorlage seiner Provision handelte und selbst Kolonisten an Land ausplünderte. Am 8. Juni 1772 traf aus New York kommend die Schaluppe HANNAH in Newport ein. Der Kapitän meldete sich wie üblich beim Zollamt und fuhr am folgenden Tag den Fluss hinauf. Dudingston nahm mit der HMS GASPEE die Verfolgung auf und wollte in seiner üblichen Weise die Schaluppe nochmals inspizieren und wenn nötig auch ohne Fund diese konfiszieren. Doch bei Namquit, in der Nähe von Pawtuxet, lief der britische Zollschoner auf Grund. Die HANNAH konnte fliehen. Dudingston hoffte nun auf die Flut damit er sein Schiff wieder flott bekam. Doch in der hereinbrechenden Nacht begannen sich fünfzig Kolonisten um Captain Abraham Whipple im Haus von James Sabin zu sammeln. John Brown I. ( 27. Januar 1736 in Providence, Rhode Island, Britische Kolonie – 20. September 1803 in Providence, Rhode Island ), amerikanischer Kaufmann, Sklavenhändler und Staatsmann, stellte den aufgebrachten Kolonisten acht Langboote mit je fünf Ruderer zur Verfügung. Kurz nach 22:00 Uhr legten die Männer unter dem Kommando von Captain Abraham Whipple ab und fuhren in Richtung der HMS GASPEE. Erst nach Mitternacht wurde das britische Zollschiff erreicht. Die britische Nachtwache grüßte die Ankommenden freundlich, erhielt aber keine Antwort. Lieutenant Dudingston wurde schnell gerufen, um weitere Befehle zu erhalten. Auch dieser rief den Ankommenden einen fröhlichen Gruß entgegen, erhielt aber ebenso keine Antwort. Nur Captain Whipple ließ sich herab und warf dem Briten mehrere Schimpfwörter entgegen. Daraufhin wurden von beiden Seiten die mitgeführten Pistolen und Musketen abgefeuert. Lieutenant Dudingston erhielt eine Kugel in die Leiste, abgefeuert von Joseph Bucklin. In dem Moment wie der Lieutenant zusammenbrach, enterten auch schon die Kolonisten den britischen Schoner und übernahmen das Kommando. Die britische Mannschaft wurde gefesselt und von Bord gebracht, während Dudingston von Dr. John Mawney ärztlich versorgt wurde, der allerdings etwas später an seiner Schussverletzung starb. Das war das erste britische Blutvergießen im heraufziehenden amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Ein Meilenstein der zeigte, dass sich die Kolonisten nicht alles von den Schergen der britischen Majestät gefallen ließen. Nachdem dann Lieutenant Dudingston dann ebenfalls von Bord der HMS GASPEE gebracht worden war, zündete Abraham Whipple und John Brown I. den Zollschoner an. Alle Kolonisten kehrten unversehrt nach Providence zurück. Am folgenden Tag erhielt Captain Whipple einen Brief von Captain James Wallace ( 1731 in Loddon, Norfolk, England – 6. März 1803 ), Kommandant des 20 Kanonen führenden Postschiffes HMS ROSE. In dem Schreiben stand, dass Abraham Whipple am 10. Juni 1772 das Schiff seiner Majestät, die HMS GASPEE, verbrannt habe. Dafür werde er hängen. Abraham Whipple schrieb dem Captain zurück: „Sir, hängen Sie immer schon einen Mann, während sie diesen noch einfangen müssen“. Die Briten forderten von Gouverneur Joseph Wanton, Sr. die Festnahme und den Prozess gegen all jene Personen die an der Vernichtung der HMS GASPEE und an der Ermordung von Lieutenant Dudingston beteiligt waren. Weder der Gouverneur von Rhode Island von seine Stellvertreter hatten einen Grund dieser Forderung nachzugehen.
Drei Jahre später erhoben sich dann die Kolonisten und der amerikanische Bürgerkrieg begann. Die Generalversammlung von Rhode Island übergab Commodore Abraham Whipple zwei Schiffe zur Verteidigung des Handels der Kolonie. Das war die Schaluppe KATY, die John Brown zur Verfügung stellte und die kleinere Schaluppe USS WASHINGTON. Am 15. Juni 1775, dem Tag an dem Seekapitän Abraham Whipple seine Ernennung zum Commodore erhielt, führte er seine Männer im Kampf um die Eroberung des Tenders der HMS ROSE. Whipple selber kreuzte in dieser Zeit mit den beiden kleinen Kriegsschiffen in der Narragansett Bay zur Sicherung der Handelsschiffe der Kolonisten. Mit dem Einzug des Winters segelte er in Richtung Süden bis zu den Bermudas, um Schießpulver zu beschaffen. Auf dem Rückweg transportierte Whipple auch Rekruten der Continental Army bis nach Philadelphia. Hier übernahmen Agenten des Kontinentalkongresses die USS KATY. Um dem Postschiff Paroli bieten zu können, wurde auf der Werft von John Brown diese Schaluppe in die Kriegsschaluppe USS PROVIDENCE ( 1775 ) umgebaut. Das Kommando über dieses Kriegsschiff erhielt am 3. Dezember 1775 First Lieutenant John Paul Jones ( 6. Juli 1747 in Arbigland, Kirkcudbrightshire, Schottland – 18. Juli 1792 in Paris, Frankreich ). Doch dieser erhielt schon zwei Tage später von der Continental Navy die Order sich an Bord der 24 Kanonen führenden Fregatte USS ALFRED zu melden. Am 22. Dezember ernannte man Abraham Whipple zum Captain der Continental Navy. Er erhielt das Kommando über das 24 Kanonen führende Schiff USS COLUMBUS, welches im November von Willing, Morris & Co. gekauft und umgerüstet worden war. Vom 17. Februar bis zum 8. April 1776 befehligte Whipple die USS COLUMBUS. In dieser Zeit nahm er zusammen mit den anderen fünf Schiffen des Geschwaders von Commodore Esek Hopkins ( 26. April 1718 in Scituate, Kolonie Rhode Island and Providence Plantations – 26. Februar 1802 in Providence, Rhode Island ) an der Expedition nach New Providence auf den Bahamas teil. Hier wurde die erste amphibische Marineoperation zwischen der Continental Navy und dem Marine Corps durchgeführt. Man beschlagnahmte in der britischen Besatzung in Nassau alle wichtigen militärischen Vorräte. Auf der Rückfahrt eroberte das amerikanische Geschwader am 4. April den britischen Schoner HAWK und am folgenden Tag die Brigg BOLTON. Am 6. April kam zu der Begegnung zwischen dem Geschwader und dem britischen Postschiff HMS GLASGOW das zwanzig Kanonen führte und auf seiner Jungfernfahrt war. Der Kampf tobte drei Stunden lang. Die HMS GLASGOW konnte entkommen, nur das mitgeführte Hilfsschiff konnte von den Kolonisten erobert werden. Aus Mangel an geeigneten Kapitänen beließ man Whipple das Kommando über die USS COLUMBUS. Mit diesem Schiff konnte er noch im selben Jahr vor der Küste New Englands fünf britische Handelsschiffe aufbringen. 1777 kreuzte er mit dem Schiff zur Sicherung vor der amerikanischen Küste. Am 27. März 1778 musste die Columbus vor einem britischen Geschwader fliehen und fuhr auf Point Judith, Rhode Island zu. Abraham Whipple ließ die USS COLUMBUS auf Grund fahren. Die gesamte Takelage und die Segel wurden von der Mannschaft geborgen und an Land gebracht. Von hier aus mussten sie unverrichteter Dinge zusehen wie ihr Schiff von den Briten in Brand geschossen wurde. Captain Whipple erhielt nun das Kommando über 28 Kanonen führende Fregatte USS PROVIDENCE ( 1776 ). Dieses Kriegsschiff war im Mai 1776 zu Wasser gelassen worden, konnte aber wegen einer britischen Blockade im Providence River nicht auslaufen. Whipple übernahm nun mit seinen Männern die Fregatte und ließ sie zum auslaufen startklar machen. Am 30. April 1778 startete er den Versuch mit der USS PROVIDENCE sich aus der Blockade zu befreien. Auf dieser riskanten Fahrt kam es auch zu Gefechten mit den Briten. So konnte die HMS LARK durch eine abgefeuerte Breitseite schwer beschädigt werden. Ein anderes britischen Kriegsschiff wurde auf der Flucht überholt. Dann war die PROVIDENCE frei und konnte unbehelligt nach Frankreich fahren. Whipple erreichte Paimboeuf. Abraham Whipple erwarb in Frankreich Waffen und militärisches Zubehör für Schiffe der Continental Navy, die sich noch im Bau befanden, und fuhren anschließend nach Brest, Frankreich. Hier lag schon die 24 Kanonen führende Fregatte USS BOSTON, die unter dem Kommando von Samuel Tucker ( 1. November 1747 in Marblehead, Massachusetts – 10. März 1833 in Bremen, Maine ) den amerikanischen Konsul John Adams ( 30. Oktober 1735 in Braintree, Massachusetts Bay, britische Kolonie – 4. Juli 1826 in Quincy, Massachusetts ) nach Frankreich gebracht hatte. Die beiden Schiffe verließen am 22. August Frankreich und fuhren nach Hause an die amerikanische Küste. Unterwegs brachten sie drei britische Prisen auf. Die USS PROVIDENCE erreichte am 15. Oktober Portsmouth, New Hampshire. Nach seiner Rückkehr wurde die Fregatte nach Boston, Massachusetts verlegt und Captain Whippel erhielt das Kommando über das kleine Geschwader, das aus der USS PROVIDENCE, der Schaluppe USS RANGER ( 1777 ) und der Fregatte USS QUEEN of FRANCE ( 1777 ). Hier in Boston sollten die Mannschaften auf den drei Schiffen mit Freiwilligen aufgefüllt werden. Am 18. Juni 1779 legte das kleine Geschwader in Boston ab und begannen eine Kreuzfahrt in Richtung Osten. In den frühen Morgenstunden Mitte Juli, befand sich das Geschwader von Commodore Abraham Whipple in dichtem Nebel vor der Küste der Newfoundland Banks. Hier begegnete man einem britischen Schiffskonvoi, bestehend aus rund 150 Segelschiffen, die nach Jamaika unterwegs waren. Whipple ließ alle Waffen auf den drei amerikanischen Schiffen verstecken und den britischen Union Jack aufziehen. So verkleidet fuhren sie den gesamten Tag mit dem Konvoi mit. Kein Kapitän der britischen Schiffe löste Alarm aus. Dann in der beginnenden Nacht schnitten die drei Kriegsschiffe den letzten elf britischen Handelsschiffen den Weg ab und nahmen diese als Prisen ohne Kampf. Acht dieser feindlichen Schiffe besaßen eine Kriegsbeute im Wert von über einer Million Dollar. Damit war das Unternehmen eine der reichsten Eroberungen während des gesamten amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Abraham Whipple kreuzte dann noch vor den Bermudas, konnte aber keine weiteren Prisen aufbringen und fuhr nach Charleston, South Carolina. Doch am 23. Dezember 1779 bedrohten britische Truppen Charleston, das zu dieser Zeit einer der wichtigsten Häfen der Continental Navy war. Whipple ließ daraufhin alle Kanonen von den drei Schiffen an Land bringen, um die Landbatterien zu stärken und den erwarteten britischen angriff abzuwehren. Nach einer harten viermonatigen Belagerung zwang der überwältigende Druck der britischen Truppen am 12. Mai 1780 die amerikanischen Streitkräfte zur Kapitulation. Commodore Abraham Whipple blieb ein Gefangener der Briten bis er nach Chester, Pennsylvania gebracht und dort Ende 1781 entlassen wurde. Nach der Unterzeichnung eines Vorfriedens zwischen der jungen Nation und Großbritannien am 30. November 1782 nahm Whipple in der Nähe von Cranston, Rhode Island seine Farmertätigkeit wieder auf. Für den Rest seines Lebens blieb er auch ein Farmer. Nur zwei Mal ging er als Handelsmeister wieder zur See. Zuerst auf der GENERAL WASHINGTON und dann auf der ST. CLAIR. Mit der Gründung der Ohio Company of Associates im Jahre 1788 und der anfänglichen Abwanderung nach Westen in dieses Gebiet, wurde Abraham Whipple und seine Familie zu Pionieren an der amerikanischen Grenze und gehörten zu den Gründern der Stadt Marietta, Ohio. Schon vorher erhielt Whipple zusammen mit seinen 50 bis 60 Schiffskameraden ein Stück Land in Vermont von der Continental Navy geschenkt. Darüber erhielten sie sogar eine Urkunde ausgestellt. Den Ort nannten sie Charleston. Dort siedelte 1803 Abner Allen aus Barton, Vermont als erster Siedler sich an.
Abraham Whipple erhielt eine Pension vom Kongress zur Anerkennung seiner Verdienste um die Erlangung der amerikanischen Unabhängigkeit. Er starb am 27. Mai 1819 in Marietta und wurde auf dem dortigen Mound Cemetery beigesetzt.


USS WHIPPLE ( DD-217 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS WHIPPLE ( DD-217 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Abraham Whipple benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechsundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Ship and Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 12.
Juni 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Gladys V. Mulvey, Ur-, Ur-, Urenkelin von Commodore Abraham Whipple, taufte am 6. November 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Richard Felid Bernard stellte am 23. April 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS WHIPPLE führte in den Gewässern vor der Guantanamo Bay, Kuba ihre Erprobungsfahrt durch. Gleichzeitig bildete man die Mannschaft auf ihren Stationen aus. Der Zerstörer kehrte anschließend in die Philadelphia Naval Yard zurück und wurde dort einer umfassenden Überprüfung unterzogen. Am 29. Mai 1920 legte das Kriegsschiff dort wieder ab und stach in See. Ziel war das östliche Mittelmeer. Die USS WHIPPLE erreichte am 13. Juni Konstantinopel, Osmanisches Reich. In den nun folgenden acht Monaten operierte der Zerstörer in den Gewässern des östlichen Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres und stand dabei unter dem Oberkommando des US High Commissioner for Turkey, Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17. April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ). In diesen Monaten war der gesamte Nahe Osten durch die Veränderungen infolge des Ersten Weltkrieges in Aufruhr. Ab dem 13. Juni schifften sich auf dem Kriegsschiff in Konstantinopel Vertreter der Britisch Amerikanischen Tobacco Company ein, die nach Samsun, Türkei im Süden des Schwarzen Meeres gebracht werden sollten. Die USS WHIPPLE erreichte am 16. Juni den Hafen der Stadt. Dort lag der Zerstörer USS CHANDLER ( DD-206 ), dessen Kommandant neue Befehle bekam. Die USS WHIPPLE verließ wenige Tage später wieder Samsun und fuhr nach Sewastopol auf der russischen Krim und nach Constanta, Rumänien. Der Zerstörer legte am Abend des 5. Juli in Samsun wieder an. Am folgenden Tag erhielt Lieutenant Bernard den Befehl umgehend mit dem Kriegsschiff nach Batum, Georgien zu fahren. Sofort wurde der Zerstörer klar zum Auslaufen gemacht und fuhr mit einer Geschwindigkeit von 30 Knoten seinem Ziel entgegen, wo er am folgenden Tag anlegte. Dort nahm die USS WHIPPLE an der friedlichen Übergabe der Stadt von britischen Truppen, die dort seit dem Beginn des Ersten Weltkriegs stationiert waren, unter die Kontrolle georgischer Sicherheitskräfte. Dann verließ der Zerstörer das Schwarze Mittelmeer und wechselte wieder ins Mittelmeer. Hier begann das Kriegsschiff eine südliche Kreuzfahrt entlang der levantinischen Küste. Dabei wurden die Häfen von Beirut, Großlibanon; Damaskus, Syrien unter französischem Mandat und Port Said, Ägypten besucht. Am 18. August legte die USS WHIPPLE in Konstantinopel wieder an. In dieser Zeit, am 17. Juli 1920, gab es in der US Navy eine Reform, die vorsah, dass die flächendeckenden Rumpfnummern aller amerikanischer Schiffe vereinheitlicht und in Klassen eingeteilt werden sollten. Der Zerstörer erhielt dabei die Kennung DD-217. Wenige Tage nachdem das Kriegsschiff Konstantinopel erreicht hatte, stach es auch wieder in See und nahm seine Patrouillenfahrten im Schwarzen Meer wieder auf. Dabei wurde Post für amerikanische Konsulate, Schiffe und dergleichen zu den Häfen von Rumänien, Russland und dem asiatischen Teil des Osmanischen Reiches befördert. Am 19. Oktober war die USS WHIPPLE wieder auf hoher See, da gewahrte man SOS Notsignale von dem griechischen Dampfer THETIS. Sofort eilte der Zerstörer zu Hilfe. Der Dampfer befand sich in einer misslichen Lage und war bei schwerer See vor der Einfahrt zum Hafen von Constanta auf Grund gelaufen. Zehn Stunden dauerte der Versuch die THETIS zu befreien. Das Kriegsschiff nahm den Dampfer dabei ins Schlepptau und hatte Erfolg. Der Divisionskommandeur sprach gegenüber Bernard eine Belobigung aus. Außerdem wurde Bernard zum Lieutenant Commander befördert. In den letzten Wochen des Jahres 1920, die USS WHIPPLE führte ihre Patrouillenfahrten immer noch durch, änderte sich die Situation im russischen Bürgerkrieg. Der Zerstörer eskortierte den beschädigten amerikanischen Dampfer SS HADDON, der Waffen für die Weißrussischen Truppen nach Sewastopol gebracht hatte, bis nach Konstantinopel. Von dort aus wechselte das Kriegsschiff nach Constanta zum bunkern von Kohle. Hier erfuhr man auf dem Kriegsschiff, dass bolschewistische Truppen sich der Krim näherten. General Baron Pjotr Nikolajewitsch Wrangel ( 27. August 1878 in Novalexandrovsk, Gouvernement Kowno, Russisches reich – 25. April 1928 in Brüssel, Belgien ), der die Weißrussischen Truppen in diesem Gebiet kommandierte, zog seine Truppen in einer Nachhutaktion nach Sewastopol zurück. Von hier aus wollte er diese mit einer Vielzahl von Schiffen über die offene See evakuieren, um den schnell heranrückenden bolschewistischen Streitkräften zu entkommen. Die USS WHIPPLE traf am Morgen des 14. November in Sewastopol ein und musste im Hafenbecken vor Anker gehen. LCDR Bernard meldete sich bei Vizeadmiral Newton Alexander McCully ( 19.
Juni 1867 in Anderson, South Carolina – 14. Juni 1951 in St. Augustine, Florida ), um weitere Befehle zu erhalten. Im Hafen von Sewastopol befanden sich schon hunderte Boote, in denen sich Soldaten der Weißrussen zur Evakuierung bereit machten. Dabei kam es oft vor, dass sich solch ein Boot quer zum Bug des amerikanischen Kriegsschiffes legte. Die amerikanische Mannschaft half den unerfahrenen Soldaten sich auf einen Lastkahn zu retten. Neben der USS WHIPPLE lag in dem Hafenbecken der Geschützte Kreuzer USS ST LOUIS ( C-20 ) und die beiden Zerstörer USS OVERTON ( DD-239 ) und USS HUMPHREYS ( DD-236 ). Diese Schiffe sollten ausgewählte Personen mit ausgestellten Pässen von Vizeadmiral McCully zur Evakuierung an Bord nehmen. Während der gesamten Zeit in der die USS WHIPPLE vor Sewastopol lag, war ihre Hauptbatterie ständig in Alarmbereitschaft. Die Geschützmannschaften hielten ihre Geschütze besetzt. Währenddessen brachten bewaffnete Mannschaftsmitglieder die zu Evakuierenden an Bord des Schiffes. Außerdem standen ständig Landungstruppen Gewehr bei Fuß. Als das letzte Beiboot des Zerstörers die Küste verließ, erreichten die bolschewistischen Truppen den Hafen von Sewastopol und begannen umgehend auf die fliehenden Weißrussen zu schießen. Für die USS WHIPPLE war es Zeit aus dem Hafenbecken zu fahren nachdem der letzte Passagier und Mannschaftsmitglied an Bord befand. Der Zerstörer hatte den Lastkahn im Schlepptau, der an die USS HUMPHREYS weitergegeben wurde nachdem man aus der Reichweite der bolschewistischen Kanonen und Maschinengewehre war. Auf der USS WHIPPLE gab es keinen Fleck mehr auf dem sich nicht ein weißrussischer Soldat befand. Auf Deck und unter Deck war alles voll. Ein jeder der weißrussischen Soldaten besaß nur noch das was er auf dem Leibe trug. Sie hatten keine Nahrungsmittel und kein Geld. Zusätzlich waren viele von denen krank oder verwundet. Nachdem die Flüchtlinge in Konstantinopel von Bord des Kriegsschiffes gebracht worden waren, nahm der Zerstörer seinen Dienst im Nahen Osten als Patrouillenschiff bis zum Frühjahr 1921 wieder auf. Am 2. Mai verließ die USS WHIPPLE zusammen mit der USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), USS BORIE ( DD-215 ), USS SMITH THOMPSON ( DD-212 ), USS BARKER ( DD-213 ) und USS TRACY ( DD-214 ) das Mittelmeer. Sie durchquerten den Suezkanal und fuhren nach Bombay, Indien. Die Fahrt führte die Schiffe weiter nach Colombo, Ceylon; Batavia, Java; Singapur, Straits Settlement; Saigon und Französisch – Indochina. Am 29. Juni erreichten die Kriegsschiffe ihren neuen Heimathafen Cavite, Manila Bay, Luzon auf den Philippinen. Während der nächsten vier Jahre diente die USS WHIPPLE in der asiatischen Flotte. In diesen vier Jahren setzte man den Zerstörer zum Schutz von Leben und Eigentum der Amerikaner in dem von kriegerischen Konflikten heimgesuchten China ein. In den Wintermonaten operierte das Kriegsschiff von Cavite aus, der Hafen lag in der Nähe von Manila, und führte taktische Übungen zwischen den philippinischen Inseln durch. Sofort im beginnenden Frühjahr fuhr der Zerstörer nach Norden zu den Häfen von Nordchina und begann mit seinen Operationen von Tsingtao aus. Anfang September 1923 erfuhr man auf dem Kriegsschiff, dass am 30. und 31. August Tokyo und Yokohama durch ein Erdbeben, einen Tsunami und Feuersbrünste fast zerstört worden waren. Vizeadmiral Edwin Alexander Anderson, Jr. ( 16. Juli 1860 in Wilmington, North Carolina – 23. September 1933 in Masonboro Sound, Wilmington, North Carolina ), Oberbefehlshaber der asiatischen Flotte, entsandte sofort die USS WHIPPLE und die Zerstörerdivision, in der sich die Zerstörer USS JOHN D EDWARDS, USS BORIE, USS SMITH THOMPSON, USS BARKER und USS TRACY mit medizinischen Hilfsgütern, um Hilfe zu leisten. Die Zerstörer trafen am 5. September in der Tokyo Bay ein. Die amerikanischen Zerstörer waren die ersten ausländischen Schiffe, die in Yokohama eingetroffen waren und verdienten den Dank der japanischen Regierung. Der Krieg zwischen lokale Kriegsherren um Shanghai ab Ende 1924 bis Anfang 1925 führte dazu, dass man die USS WHIPPLE als Truppentransporter einsetzen musste. Am 15. Januar 1925 ging ein Marine Detachment von 28 Marines von dem Kanonenboot USS SACRAMENTO ( PG-19 ) an Land, um amerikanisches Eigentum zu schützen. Sieben Tage später schiffte sich eine Expeditionstruppe von Marines, die Second Provisional Company, angeführt von Captain James P. Schwerin (USMC), von der USS WHIPPLE, USS BORIE und USS BARKER aus und ging an Land. Diese Kompanie löste die Marines von der USS SACRAMENTO ab. Am 18. Mai 1925 verließ die USS WHIPPLE zusammen mit der USS JOHN D EDWARDS, USS BORIE, USS BARKER, USS SMITH THOMPSON und USS TRACY den Fernen Osten und fuhr über Guam, Nördliche Marianen; Midway und Pearl Harbor, Territorium Hawaii nach San Diego, Kalifornien. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 17. Juni ein. Fünf Tage später stachen die Kriegsschiffe wieder in See und machten sich auf den Weg an die US Ostküste. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte die USS WHIPPLE am 17. Juli in Norfolk, Virginia an. Von hier aus operierte der Zerstörer entlang der Ostküste von Maine bis Florida und beteiligte sich mit der Atlantikflotte an Übungen in der Guantanamo Bay. In dieser Zeit, zwischen Ende 1926 und Anfang 1927 setzte man von dem Kriegsschiff eine Landungstruppe in Nicaragua an Land, um das Leben und den Besitz von Amerikanern zu schützen. In dem mittelamerikanischen Land herrschten massive Unruhen durch den ausgebrochenen Bürgerkrieg. Durch diese Landungstruppe, bestehend aus Mannschaftsmitgliedern des Zerstörers, erhielt das Kriegsschiff die Second Nicaraguan Campaign Medal verliehen. Die USS WHIPPLE legte am 26. Mai 1927 in Norfolk ab, um eine Kreuzfahrt zusammen mit den Kriegsschiffen aus ihrer Division durchzuführen. Ziel waren nordeuropäische Häfen. Auf dieser Tour durchquerte das Kriegsschiff den neuausgebauten Kaiser – Wilhelm – Kanal. Die Verbindung zwischen der Nordsee und der Ostsee. Anschließend fuhr der Zerstörer für eine kurze Tour ins Mittelmeer nach Süden. Das Kriegsschiff verließ am 29. Januar 1928 Gibraltar und fuhr nach Kuba in die Karibik. Hier beteiligte sich die USS WHIPPLE an mehreren Operationen und Übungen in den Gewässern der Karibik und vor der Guantanamo Bay. Am 26. März nahm der Zerstörer Kurs auf den Westpazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Kriegsschiff in seinem neuen Heimathafen San Diego an. Von dieser Marinebasis aus operierte das Kriegsschiff bis zum 1. August 1929 im Pazifik. Die USS WHIPPLE verließ an diesem Tag die kalifornische Küste und fuhr zur asiatischen Station und ihrer zweiten Tour zusammen mit den Schiffen der asiatischen Flotte. In dem nun folgenden Jahrzehnt beobachteten die Amerikaner mit wachsender Sorge den Aufstieg Japans über China und dem Fernen Osten. Mit den Kriegsschiffen der asiatischen Flotte nahm die USS WHIPPLE die für ihren Schiffstyp übliche Routine wieder auf. So wurden vor den philippinischen Inseln Winterübungen abgehalten und Sommermanöver vor Tsingtao mit zwischenzeitlichen Kreuzfahrten zu chinesischen Küstenhäfen. Am 8. Februar 1932 kam es zu einer Kollision zwischen dem Zerstörer und dem britischen Dampfschiff ROSALIE MOLLER auf dem Jangtse vor Shanghai, China. Das Kriegsschiff erlitt dabei erhebliche Schäden. Für das Frühjahr 1936 waren wie üblich wieder in der Subic Bay, Luzon, Philippinen Übungen angesetzt. Am 14. April kollidierte die USS WHIPPLE mit dem Schwesterschiff USS SMITH THOMPSON. Die USS WHIPPLE schlug dabei in das Heck des anderen Kriegsschiffes ein und zerstörte sich dabei den Bug, der vollständig abgeknickt war. Die USS SMITH THOMPSON war nicht mehr zu reparieren, doch man verwendete den noch intakten Bug des Kriegsschiffes und ersetzte diesen bei der USS WHIPPLE. Der Zerstörer war kurze Zeit später wieder einsatzbereit, während die USS SMITH THOMPSON verschrottet und versenkt wurde. Unterdessen verschärften sich die Spannungen zwischen China und Japan weiter, insbesondere in Nordchina. Am 7. Juli 1937 brachen nun die seit langem schwelenden Gegensätze in offenen Kämpfen in der Nähe von Peking bei der Marco – Polo – Brücke aus. Diese wandelten sich zu dem Zweiten Chinesisch – Japanischen Krieg in dem gesamten Gebiet. Zwei Wochen nach diesem Ereignis, am 24. Juli, legte ein kleines Geschwader aus der asiatischen Flotte, darunter gehörte auch die USS WHIPPLE, vor Chafoo, China ab. Der Zerstörer traf sich mit den Schwesterschiffen USS BARKER, USS ALDEN ( DD-211 ) und USS PAUL JONES ( DD-230 ) und dem Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ) auf dem Weg zur Küste Sibiriens. Die fünf amerikanischen Kriegsschiffe erreichten am 28. Juli Wladiwostok, Sowjetunion. Der Besuch, der zum ersten Mal seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR von 1933 durch amerikanische Kriegsschiffe stattfand, dauerte bis zum 1. August. Die fünf Schiffe kehrten danach nach China zurück. Innerhalb der nächsten zwei Wochen, während die asiatische Flotte ihre Routinepatrouillen fortführte, brachen in Shanghai Feindseligkeiten zwischen chinesischen und japanischen Truppen aus und der Krieg dieser beiden Länder trat in eine neue Phase. Die asiatische Flotte setzte ihre Mission der Beobachtung des Konflikts fort und war bereit Amerikaner aus chinesischen Häfen zu evakuieren, falls sich die Gelegenheit dazu bot. Mitte 1938, als der Krieg ins Landesinnere und den Jangtse hinaufzog, nahm die asiatische Flotte ihre frühere Routine wieder auf. Die USS WHIPPLE und die Zerstörer aus ihrer Division besuchten zusammen mit dem Zerstörertender USS BLACK HAWK ( AD-9 ) im Juni 1938 Bangkok, Siam. Die Japaner eroberten die meisten großen Küstenstädte und deren Häfen sowie die am unteren Jangtse gelegenen Ortschaften. Die westlichen Nationen, die immer noch um die Wahrung ihrer Interessen in China bemüht waren, hatten immer mehr Schwierigkeiten in den von ihnen bevorzugten Häfen einzulaufen. Im Frühjahr 1939 kam es in Amoy, China zu einem folgenschweren Zwischenfall. Ein chinesischer Schütze erschoss auf offener Straße einen japanischen Staatsbürger. Die Japaner reagierten sofort. Personal der Special Naval Landing Force landete in der Nähe der internationalen Siedlung von Koolangsu, wo Staatsbürger von 13 westlichen Nationen wohnten. Sofort wurden zum Schutze dieser Siedlung bewaffnete Matrosen von dem Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und dem britischen Leichten Kreuzer HMS BIRMINGHAM ( C19 ) angelandet. Im September 1939 diente die USS WHIPPLE als Stationsschiff bei Amoy. An Bord konnten sich die Soldaten der Landing Force ausruhen und Captain John T. G. Stapler, Commander der South China Patrol, befand sich an Bord. Am 3. September 1939 um 23:55 Uhr wurde in dem Logbuch der USS WHIPPLE festgehalten, dass Frankreich, zwei Tage nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Polen, Deutschland den Krieg erklärt hat. Der Zweite Weltkrieg hatte in Europa begonnen und das Kräfteverhältnis im Orient erheblich verändert, denn Großbritannien zog einen Großteil seiner China Station Flotte ab, um die Heimat- und Mittelmeerflotte zu stärken. Die USS WHIPPLE führte bis 1941 ihre Neutralitätspatrouillen vor den Philippinen weiter durch, bis Admiral Thomas Charles Hart ( 12. Juni 1877 in Davison, Michigan – 4. Juli 1971 in Sharon, Connecticut ) die kleine asiatische Flotte, die er seit dem 25. Juli 1939 kommandierte, auf den Krieg vorbereitete. Am 25. November 1941, zwei Tage vor der Kriegswarnung durch John Brates Brooks, die voraussagte, dass eine feindliche japanische Aktion im Pazifik unmittelbar bevorstand, sandte Admiral Hart die USS WHIPPLE sowie die Zerstörer der Destroyer Division 57 USS JOHN D EDWARDS, USS ALDEN ( DD-211 ) und USS EDSALL ( DD-219 ) und den Zerstörertender USS BLACK HAWK nach Balikpapan, Borneo, Niederländisch Ostindien, um die Schiffe seiner Flotte aus ihrer verletzlichen Position innerhalb der Manila Bay zu verteilen. Dort vor Balikpapan, wo die Ölhäfen zur Versorgung der alliierten Schiffe sich befanden, erlebte der Zerstörer den Beginn des Zweiten Weltkriegs im Pazifik. Am 7. Dezember 1941 griffen japanische Flugzeuge den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor an. Doch schon am folgenden Tag machten sich die Kriegsschiffe der DesRon 57 auf den Weg nach Batavia, Niederländisch – Ostindien. Auf dieser Fahrt erfuhr man auf den Zerstörern von dem Beginn des Krieges. Umgehend wurde ein Kurswechsel befohlen. Das Ziel war nun Singapur. Hier sollten die Zerstörer die Sicherung der britischen Force Z vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen übernehmen. Diese Force Z sollte an diesem Tage die japanische Amphibische Landung auf Malaya im Golf von Thailand unterbinden. Ein britischer Verbindungsoffizier und vier Mannschaftsmitglieder von dem Leichten Kreuzer HMS MAURITIUS ( C-80 ) schiffte sich in Singapur an Bord der USS EDSALL ein. Am 10. Dezember wurde während der Schlacht das britische Schlachtschiff HMS PRINCE of WALES und der Schlachtkreuzer HMS REPULSE durch feindliche Flugzeuge versenkt. Die amerikanischen Zerstörer der DesDiv 57 wurden nun nur noch zur Suche von Überlebenden des britischen Schlachtschiffes und Schlachtkreuzers eingesetzt. Auf der Heimfahrt nach Singapur brachten die amerikanischen Kriegsschiffe den japanischen Fischtrawler IJN KOFUKU MARU, der später den Namen MV KRAIT in Australien erhielt, auf. Dieser japanische Trawler hatte vier kleinere Boote im Schlepptau. Kurz vor Singapur übergab man das feindliche Schiff an die australische Korvette HMAS GOULBURN ( J167 ). Am 15. Dezember versetzte man die USS WHIPPLE in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS WHIPPLE, USS EDSALL, USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS und aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS BARKER, USS BULMER ( DD-222 ), USS PARROTT ( DD-218 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und aus der DesDiv 59 die Zerstörer USS PILLSBURY ( DD-227 ), USS POPE ( DD-225 ), USS JOHN D FORD ( DD-228 ) und USS PEARY ( DD-226 ). Die ABDA – Truppe ( American – British – Dutch – Australian Command ) kämpfte in diesen Tagen verzweifelt in Nachhutaktionen angesichts eines sich schnell bewegenden und gut organisierten Feindes. Die alliierten Schiffe sahen sich gewaltigen Hindernissen gegenüber auf ihrem Rückzug nach Süden. Ab Anfang Januar 1942 wechselten die Schiffe der TF 5 ihre Basis in die Kupang Bay, Timor. In diesen Tagen führte die USS WHIPPLE bis zum 4. Februar in der Java See Eskortier- und Patrouillenfahrten durch. Der Stützpunkt des Zerstörers war da Surabaya, Java. Mit dabei waren die Kreuzer USS HOUSTON und USS MARBLEHEAD und die Zerstörern USS STEWART, USS JOHN D EDWARDS, USS BARKER, USS BULMER, USS PAUL JOHNS und USS PILLSBURY. Am 12. Februar war die USS WHIPPLE im dichten Nebel in der Prigi Bay, Java und war auf dem weg nach Tjilatjap an der Südküste von Java. Hier kollidierte der amerikanische Zerstörer mit dem niederländischen Leichten Kreuzer DE RUYTER. Als das niederländische Kriegsschiff aus der Dunkelheit auftauchte, drehte die USS WHIPPLE nach Backbord bei um eine Kollision zu vermeiden. Durch diese Bewegung wurde ein größerer Schaden vermieden. Das amerikanische Kriegsschiff wurde am folgenden Tag in ein Trockendock in Tjilatjap bugsiert, um die entstandenen Schäden zu sichten. Doch man stellte fest, dass nur unerhebliche Schäden entstanden waren. Die USS WHIPPLE konnte ihren aktiven Dienst wieder aufnehmen. Am 18. Februar begannen die Japaner mit der Landung auf Bali. Die Schiffe des Amercan – Britisch – Niederländisch – Australischen Verbandes versuchten weitere Landungen in diesem Gebiet zu unterbinden oder wenigstens zu stören. Am 26. Februar stach die USS WHIPPLE von der Basis Tjilatjap aus in See und fuhr zusammen mit der USS EDSALL zum Rendezvous mit dem umgebauten Wasserflugzeugtender USS LANGLEY ( AV-3 ). An Bord dieses Tenders befanden sich 32 Curtiss P-40 E Jagdflugzeuge samt Besatzungen. Diese sollten zur Verteidigung von Java eingesetzt werden. Um 6:29 Uhr des 27. Februar nahmen die beiden Zerstörer und die USS LANGLEY Kontakt auf. Die drei amerikanischen Schiffe fuhren ihrem Ziel entgegen. Um 11:50 Uhr griffen sechzehn Mitsubishi G4M Bomber des kaiserlich japanischen Navy Air Services Takao Kokutai die USS LANGLEY und die beiden Zerstörer an. Diese Bomber wurden von Lieutenant Jiro Adachi angeführt und kamen von dem Flugplatz bei Den Pasar auf Bali, Indonesien. Fünfzehn A6M Jagdflugzeuge eskortierten diese Bomber. Den japanischen Flugzeugen schlug während ihres zweiten Angriffs ein heftiges Flugabwehrfeuer entgegen. Um 10:20 Uhr griffen drei der japanischen Bomber die Weihnachtsinseln an. Einer davon wählte später die USS WHIPPEL zum Angriff aus und warf eine Stabbombe auf den Zerstörer. Doch diese schlug auf dem Wasser auf und explodierte. Der Zerstörer konnte sehr schnell manövrieren und so dieser Stabbombe ausweichen. Während des Angriffs auf die amerikanischen Schiffe reichten allerdings die Ausweichmanöver der USS LANGLEY nicht mehr aus und wurde gegen 12:12 Uhr von einer Bombe beschädigt. Die USS WHIPPLE unterbrach ihr Abwehrfeuer nachdem um 12:24 Uhr die feindlichen Flugzeuge in nordöstlicher Richtung abdrehten. Von dem Zerstörer aus begutachtete man den Schaden an der USS LANGLEY. Wenige Minuten später erschienen vier weitere japanische Bomber. Einer davon wurde durch das Abwehrfeuer der Zerstörer beschädigt. Doch der Wasserflugzeugtender war nicht mehr zu retten und musste um 13:25 Uhr aufgegeben werden. Achtzehn Mannschaftsmitglieder der USS LANGLEY fanden während des Kampfes den Tod. Die USS WHIPPLE ging in 25 Meter Entfernung fast längsseits und nahm 308 Überlebende der Mannschaft des Wasserflugzeugtenders und dem Army Personal für die P-40 Jäger an Bord. Mit zwei Rettungsflößen des Zerstörers wurden diese aus dem Wasser gefischt. Frachtnetze und eine Reihe von Tauen hingen an der Steuerbordseite herab, woran sich die Überlebenden an Bord ziehen konnten. Die USS EDSALL nahm 177 Überlebende an Bord auf. Beide Zerstörer entfernten sich ab 13:58 von dem Wrack. Die USS WHIPPLE eröffnete um 14:29 Uhr das Feuer mit der 4-Zoll Hauptbatterie. Nach neun Granaten und zwei Torpedos sackte die USS LANGLEY immer tiefer ab. Zusammen mit der USS EDSALL versenkte man den Wasserflugzeugtender dann mit weiteren Torpedos. Wenige Augenblicke später erhielten beide Zerstörer den Befehl das Seegebiet wegen weiterer Bombenangriffe zu räumen. Die beiden Zerstörer fuhren in Richtung de Weihnachtsinseln. Hier trafen sie sich am Morgen des 28. Februar mit dem Öltransporter USS PECOS ( AO-6 ). Die Überlebenden von dem Wasserflugzeugtender mussten an Bord des Öltransporters verlegt werden. Gegen 8:00 Uhr am 1. März war dies abgeschlossen, da immer wieder landgestützte japanische Flugzeuge am Himmel erschienen und mit dem Angriff begannen. In der Zeit der Verlegung umkreiste der zweite Zerstörer immer um die beiden Schiffe und hielt einen U-Boot Schutzschirm aufrecht. Beide Zerstörer verließen dann die USS PECOS und wollten die Gewässer um Java verlassen. Der Öltanker sollte in Richtung Osten nach Amerikanisch Samoa fahren. Da erhielt der Cheffunker von der USS WHIPPEL den Hilferuf von der USS PECOS. Der Öltransporter wurde östlich der Weihnachtsinseln von japanischen Flugzeugen attackiert. Diese waren in zwei wellen von dem japanischen Flugzeugträger IJN SORYO aus gestartet. Die dritte Welle, die am Nachmittag angeflogen kam und die USS PECOS versenkte, stammte von dem Flugzeugträger KAGA. Die USS WHIPPLE raste zu dem sinkenden Öltransporter, um mögliche Hilfe zu leisten. Auf der Fahrt dorthin bereiteten alle Hände an Bord geknotete Leinen und Landungsnetze vor, um Überlebende so schnell wie möglich aus dem Wasser zu holen. Um 19:22 Uhr erreichte der Zerstörer die Stelle an dem die USS PECOS gesunken war. Mehrer kleine Lichter kündeten von den Positionen der Rettungsflöße. Langsam wurde ein Floß nach dem anderen angefahren und die dort befindlichen Seeleute aus dem Wasser geborgen. Zwischenzeitlich musste allerdings das Kriegsschiff diese Aufgabe unterbrechen und Jagd auf ein feindliches U-Boot beginnen, das sich in diesen Gewässern aufhielt. Aber die Angriffe darauf blieben erfolglos. Die USS WHIPPLE kehrte dann zu ihrer eigentlichen Aufgabe zurück und suchte nach weiteren Überlebenden. Insgesamt 231 Seeleute konnten noch gerettet werden. Der Zerstörer verließ dann eilig das Seegebiet, weil man an Bord glaubte, dass sich ein feindlicher Flugzeugträger in der Nähe aufhalte. Java fiel den Japanern wenige Tage später vollständig in die Hände während ihrer expandierenden Ostasiatischen Einflusssphäre. Die USS WHIPPLE schloss dich den Überresten der asiatischen Flotte an und fuhr in australische Gewässer. Am 23. März erreichte der Zerstörer Melbourne. Bis zum 2. Mai war das Kriegsschiff zusammen mit Schiffen aus der Niederländischen und Australischen Marine, die in die Task Force 44 zusammengefasst waren und von dem britischen Rear Admiral John Gregory Crace ( 6. Februar 1887 in Gungahlin, Australien – 11. Mai 1968 in Hampshire, England ) kommandiert wurde, am Great Barrier Reef unterwegs und eskortierte Versorgungsschiffe. Zur TF 44 gehörte der amerikanische Schwere Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ), der australische Schwere Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ), der Leichte australische Kreuzer HMAS HOBART ( D63 ) und die Zerstörer USS WHIPPLE, USS PERKINS ( DD-377 ) und ab dem 7. Mai die USS FARRAGUT ( DD-348 ) und USS WALKE ( DD-416 ). Am 10. April gliederte man die USS CHICAGO, HMAS AUSTRALIA und USS WHIPPLE und USS PERKINS in die Task Group 17.3. Die Sicherung der australischen Küste bei Sydney blieb dabei bestehen. Die USS WHIPPLE verließ zusammen mit der USS ALDEN am 2. Mai Sydney und fuhr ostwärts. Nach den Zwischenstopps auf den Inseln Espiritu Santo, New Hebrides und Amerikanisch Samoa trafen die Zerstörer am 6. Juni in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii ein. Zusammen mit dem Schwesterschiff  wurde diese Basis am 8. Juni verlassen und man fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Auf dieser Fahrt wurde ein Schiffskonvoi an die US Westküste eskortiert. Am 18. Juni erreichte man San Francisco. Noch am selben Tag bugsierte man die USS WHIPPLE in ein Trockendock der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Hier begann man mit einer Überholung. Gleichzeitig wurde das Gewicht des Zerstörers in der Mitte reduziert. Man installierte zwei 20 mm Flakgeschütze und zwei Torpedorohre. Am 10. August begann die erste Test- und Ausbildungsfahrt. Am folgenden Tag verließ die USS WHIPPLE zusammen mit der USS ALDEN die kalifornische Küste und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Pearl Harbor. Sieben Eskortierfahrten zwischen San Francisco und Pearl Harbor und zurück wurden bis Anfang Mai 1943 durchgeführt. Am 11. Mai verließ der Zerstörer San Francisco und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Von hier aus eskortierte das Kriegsschiff einen Schiffskonvoi bis zum Panamakanal, durchquerte diesen Ende Mai und fuhr in die Karibik bis in die Santa Anna Bay, Curacao, Niederländisch – Westindien. Hier wurden die Frachtschiffe mit Petroleum beladen und fuhren nach Abschluss der Arbeiten bis nach Kuba. Sie erreichten am 29. Mai die Guantanamo Bay. Von dieser Bucht aus eskortierte die USS WHIPPLE einen Schiffskonvoi bis nach Trinidad. Der Zerstörer kehrte am 19. Juni in die Guantanamo Bay zurück und fuhr nach Norden zur New York Navy Yard in Brooklyn, New York City. Hier wurden an dem Kriegsschiff Reparaturen vorgenommen und Vorbereitungen für die Atlantiküberquerung vorgenommen. Die USS WHIPPLE verließ am 10. Juli wieder die Werft in New York und fuhr nach Norfolk, Virginia. Von hier aus eskortierte der Zerstörer zusammen mit der USS ALDEN und anderen Kriegsschiffen einen Schiffskonvoi nach Casablanca, Französisch Marokko, wo sie am 28. Juli anlegten. Von Casablanca aus wechselten die amerikanischen Kriegsschiffe nach Gibraltar und übernahmen hier einen Schiffskonvoi, der das Mittelmeer verließ, und fuhren an die US Ostküste. Die USS WHIPPEL erreichte am 27. August Charleston, South Carolina. Schon am 7. September stach der Zerstörer zusammen mit der USS ALDEN wieder in See und eskortierte einen langsamen Schleppkonvoi über Port of Spain, Trinidad bis nach Recife, Brasilien. Noch am selben Tag der Ankunft verließ die USS WHIPPLE wieder die brasilianischen Gewässer und eskortierte einen Schiffskonvoi bis nach Trinidad. Von hier aus fuhr das Kriegsschiff die US Ostküste bis nach Charleston entlang. Dort lief der Zerstörer am 19. November ein. Nach einem weiteren Geleitzug von Norfolk aus bis in die Guantanamo Bay und in die Panamakanalzone, versetzte man die USS WHIPPLE nach Newport, Rhode Island. Hier erfolgte ab Mitte Dezember ein Anti-Submarine Training, das Ende des Monats abgeschlossen war. Der Zerstörer wechselte von dort nach Norfolk, Virginia. Hier integrierte man das Kriegsschiff zur Sicherung des Geleitflugzeugträgers USS GUADALCANAL ( CVE-60 ) in die Task Group 21.12. In dieser befanden sich außerdem die Zerstörer USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS und USS JOHN D FORD sowie die Geleitzerstörer USS PILLSBURY ( DE-133 ), USS POPE ( DE-134 ), USS FLAHERTY ( DE-135 ) und USS CHATELAIN ( DE-149 ). Diese Kriegsschiffe legten am 5. Januar 1944 in Norfolk ab und fuhren in ihr Einsatzgebiet zum Schutz der Schiffskonvois vor feindlichen U-Booten auf dem Atlantik, die die Versorgung der kämpfenden Truppen in Europa zu sichern hatten. Am 16. Januar spürten zwei Avenger Flugzeuge aus der Geschwader VC-13 von der USS GUADALCANAL westlich der Azoren U-544, Kommandant Kapitänleutnant Willy Mattke ( 25. Januar 1909 in Graudenz – 16. Januar 1944 ) auf und versenkten es mit Raketen und Wasserbomben. Alle Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. U-544 hatte wenige Augenblicke vorher die beiden U-Boote U-129, Kommandant Oberleutnant zur See Richard von Harpe ( 19. August 1918 in Dorpat, Estland – 2. März 1945 in der Ostsee ), und U-516, Kommandant Kapitänleutnant Hans – Rutger Tillessen ( 16. April 1913 in Wilhelmshaven – 1. Juni 1986 ) mit frischem Brennstoff versorgt. Die Schiffe der TG 21.12 fuhren zur Auffüllung von Munition anschließend nach Casablanca und kehrten dann auf hohe See zurück und suchten in den Planquadraten die die amerikanischen Schiffskonvois durchfuhren nach deutschen U-Booten. Am 16. Februar legte die USS WHIPPLE und die Schiffe der TG in Norfolk wieder an. Wenige Tage später löste man den Zerstörer aus der Anti-U-Boot Gruppe und beorderte ihn in die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts. Hier musste sich das Kriegsschiff erneuten Reparaturen unterziehen. Am 13. März verließ die USS WHIPPLE zusammen mit den Kriegsschiffen der Task Force 64, die Captain Harold S. Berdine ( USCG ) kommandierte, die US Ostküste und beteiligte sich an der Eskorte des Schiffskonvois UGS 36, bestehend aus 72 Handelsschiffen und 18 Panzerlandungsschiffen, bis ins Mittelmeer. In der TF 64 befanden sich die amerikanischen Zerstörer USS WHIPPLE, USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS und USS DECATUR ( DD-341 ), den amerikanischen Geleitzerstörern USS MILLS ( DE-383 ), USS RAMSDEN ( DE-382 ), USS RHODES ( DE-384 ), USS SAVAGE ( DE-386 ), USS RICHEY ( DE-385 ), USS SELLSTROM ( DE-255 ), USS TOMICH ( DE-242 ) und USS SLOAT ( DE-245 ), die 37. britische Escort Group mit dem Flakkreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), der niederländischen Fregatte HNMS JOHAN MAZRITS van NASSAU ( K251 ), den britischen Schaluppen HMS BLACK SWAN ( L57 ), HMS AMETHYST ( F116 ) und HMS DEPTFORD ( L53 ), die niederländische Schaluppe HNMS FRISO ( K00 ), die britische Korvette HMS CAMPION ( K108 ) und ein britischer Minensucher mit JIG Störsender für Lenkbomben. Am 1. April kurz vor der Morgendämmerung, zwischen 4:05 Uhr und 4:20 Uhr, liegen der Schiffskonvoi und die Sicherungsschiffe westlich von Algier. Da werden die Schiffe von 20 deutschen Torpedobombern angegriffen. Nur das US Liberty – Schiff SS JARED INGERSOLL ( 7.191 BRT ) wird beschädigt, auf Grund gesetzt und später geborgen. Außerdem wird bei diesem feindlichen Luftangriff das amerikanische Panzerlandungsschiff USS LST-526 leicht beschädigt. Am 11. April verlässt der Schiffskonvoi GUS 36 wieder das Mittelmeer und erreichte am 2. Mai den Hafen von New York. Für den Rest des Jahres 1944 bis zum Frühjahr 1945 führte die USS WHIPPLE vor der US Ostküste, über den Atlantik bis nach Casablanca und gelegentlich in der Karibik Geleitschutzaufgaben durch. Der Zerstörer legte am 6. Juni 1945 in New London, Connecticut an. Hier klassifizierte man das Kriegsschiff am 30. Juni 1945 zu einem Hilfsschiff um und gab ihm die Kennung AG-117. In den Gewässern vor New London verwendete man die USS WHIPPLE nun als Zielschiff für U-Boote. Am 9. Juli wechselte das Hilfsschiff in die New York Navy Yard und wurde hier zu einem Hochgeschwindigkeitszielschiff umgebaut. Das Schiff verließ am 5. August die Werft und fuhr zum Panamakanal. Dieser wurde sechs Tage später durchquert. Die USS WHIPPLE fuhr über San Diego nach Pearl Harbor, wo sie am 30. August anlegte. Zu diesem Zeitpunkt war der Zweite Weltkrieg auch im Pazifik beendet. In Pearl Harbor verwendete man das Hilfsschiff bis zum 21. September als Zielschiff für U-Boote des Ausbildungskommandos Pazifik. Da man die Dienste des Schiffes dann aber nicht mehr benötigte, verließ es die amerikanische Marinebasis und fuhr zurück an die US Ostküste, wo sie am 18. Oktober in der Philadelphia Naval Shipyard anlegte. Am 9. November 1945 stellte man das Hilfsschiff außer Dienst und strich den Namen USS WHIPPLE ( AG-117 ) am 5. Dezember 1945 von der US Navy – Liste. Den Schiffsrumpf verkaufte man am 30. September 1947 an die Northern Metals Company in Philadelphia zum verschrotten.


USS WHIPPLE ( DD-217 )
Commanding Officer
 

LT Richard Felid Bernard    23. April 1920 – 17. Oktober 1922
CDR Frank Jack Fletcher    17. Oktober 1922 – 10. August 1923 (später ADM)
LCDR Guy Carlton Barnes    10. August 1923 – 18. April 1924
LCDR James Madison Doyle    18. April 1924 – 24. April 1924
LCDR Earl Winfield Spencer Jr.    24. April 1925 – 18. Mai 1926
LCDR Miles Permenter Refo Jr.    18. Mai 1926 – 16. Mai 1927
CDR Francis Alfred Leopold Vossler    16. Mai 1927 – 25. Juni 1928
LCDR Emory Percival Eldredge    25. Juni 1928 – 9. April 1930
LCDR George Cascaden Kriner    9. April 1930 – 23. August 1931
LCDR John Hayes Jenkins    23. August 1931 – 10. März 1934
LCDR John Bacon McDonald Jr.    10. März 1934 – 12. Mai 1936
LCDR Thomas Greenhow Williams Settle    12. Mai 1936 – 10. März 1937 (später VADM)
LCDR Willis Williamson Pace    10. März 1937 – 15. Januar 1939
LCDR Rupert Meyrick Zimmerli    15. Januar 1939 – 11. Juni 1939
LCDR James Powell Clay    11. Juni 1939 – 25. Januar 1940
LCDR Charles Stillman Weeks    25. Januar 1940 – Februar 1941
LCDR Eugene Simon Karpe    15. März 1941 – 29. Juni 1942
LCDR Vincent James Meola    29. Juni 1942 – 5. September 1943
LCDR Sanford Elza (Red Dog) Woodard    5. September 1943 – 30. Oktober 1944
LT Richard Norman Reeves (USNR)    30. Oktober 1944 – 3. September 1945
LT Joseph William Leimert (USNR)   3. September 1945 – 9. November 1945

USS LAMSON ( DD-18 )

USS LAMSON ( DD-18 )

Biografie

Roswell Hawks Lamson
* 30. März 1838 in Burlington, Iowa
† 14. August 1903 in Portland, Oregon
war ein Offizier der United States Navy während des amerikanischen Bürgerkriegs

1847 begleitete Lamson seine Familie als diese auf dem Oregon Trail nach Westen auswanderte. Er war der erste Amerikaner aus dem Oregon Territorium der am 20. September 1858 an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland zugelassen wurde. Vier Jahre später machte er dort seinen Abschluss und trat seinen aktiven Dienst während des amerikanischen Bürgerkrieges an. Lieutenant Lamson bekam das Kommando über das Kanonenboot USS MOUNT WASHINGTON ( 1846 ) zugesprochen das die Navy am 21.April 1861 beschlagnahmt hatte. Dieses Schiff hieß noch bis zum 4. November 1861 MOUNT VERNON. Die US Navy ließ es wegen der Verwechslungsgefahr in USS MOUNT WASHINGTON umtaufen, da es schon den Schraubendampfer USS MOUNT VERNON ( 1859 ) gab den die US Navy am 12. September 1861 erworben hatte. Major General John James Peck ( 4. Januar 1821 – 21. April 1878 ) bekam im September 1862 das Kommando über alle Truppen der Union in Virginia südlich des James River übertragen. Anfang 1863 zeichnete sich ab, dass die Konföderierten Truppen unter Lieutenant General James Longstreet ( 8. Januar 1821 – 2. Januar 1904 ) eine Kampagne gegen die Stadt Suffolk starteten. Bei der US Navy wusste man sofort, dass wenn diese Stadt und ihre Umgebung um den Nansemond River an die Konföderierten verloren geht, sind die Marinewerften von Portsmouth und Norfolk bedroht. Rear Admiral Samuel Philips Lee
( 13. Februar 1812 – 7. Juni 1897 ) war der Befehlshaber des Nordatlantik Blockadegeschwaders und übertrug umgehend das Kommando über die Obere Nansemond Flotte an Lieutenant Roswell Hawks Lamson. In dieser Flotte waren die Dampfer USS STEPPING STONES ( 1861 ), USS ALERT, USS MOUNT WASHINGTON, USS ZOUAVE ( 1861 ) sowie der Seitenraddampfer USS COEUR de LION ( 1861 ) und die Briggs SMITH und WEST END. Die untere Nansemond Flotte bekam Lieutenant William Barker Cushing ( 4. November 1842 – 17. Dezember 1874 ) übertragen. Der Nansemond River, ein 31,9 km langer Nebenfluss des James River in Virginia, beginnt am Lake Meade, nördlich von Suffolk. Am 11. April 1863 überquerten die Konföderierten Kräfte von Lieutenant General Longstreet den Fluss und bauten bei Hills Point das ehemalige konföderierte Fort Huger wieder als Batterie aus. Eine zweite Küstenbatterie, am Norfleet House, errichteten sie an einer Flussbiegung südlich von Suffolk. Am 14. April sichteten die Matrosen von der USS MOUNT WASHINGTON diese Küstenbatterien und meldeten es Lamson. Dieser ließ mit seinen Schiffen das Feuer eröffnen. Die USS MOUNT WASHINGTON erhielt bei diesem Feuergefecht so viele Treffer, das die USS STEPPING STONES das schwer beschädigte Kanonenboot erst während der einsetzenden Flut aus der Gefahrenzone abschleppen konnte. Lieutenant Lamson wechselte auf die USS STEPPING STONES das nun sein Flaggschiff war. Die Unionstruppen unter Captain George Washington Getty ( 2. Oktober 1819 – 1. Oktober 1901 ) schafften am nächsten Tag nach einer dreistündigen Kanonade diese Küstenbatterie zum schweigen zu bringen. Damit war für alle Beteiligten der Union klar, dass man nur mit Schiffen keine Küstenlinie gegen den Feind halten konnte. Lamson und Cushing informierte man über die Eroberung von Norfleet House. Daraufhin ließen Lamson und Cushing ihre Schiffe noch in der Nacht zum 17. April die konföderierten Batterien bei Hill´s Point angreifen. Doch das war nicht von Erfolg gekrönt. Die Schiffe mussten sich wieder zurückziehen. Captain Hazard Stevens ( 9. Juni 1842 – 11. Oktober 1918 ), der Sohn des verstorbenen Generals Isaak Ingalls Stevens ( 25. März 1818 – 1. September 1862 ), gehörte zur Einheit unter Captain Getty und machte den Vorschlag das Fort mit beginnendem Tageslicht anzugreifen um dem Feind keine Chance zur Gegenwehr zu lassen. Am Morgen des 19. April eröffneten die Schiffe von Lamson und Cushing sowie die Einheiten von Getty das Feuer auf das Fort. Captain Getty ließ 270 Freiwillige an Bord der USS STEPPING STONES gehen. Lieutenant Lamson befahl seinen Matrosen eine Leinwand auf dem Schiff so zu befestigen das sich die Infanteristen dahinter verstecken konnten. Captain Getty führte diese Soldaten selber an. Lamson ließ das Schiff flussabwärts an Hill´s Point vorbei fahren. Man wollte damit versuchen das Fort zu umgehen und von der Flanke aus die Konföderierten Stellungen einzunehmen. Dreihundert Meter vor der geplanten Anlegestelle entfernte man die Leinwand. Dreißig Meter vor der Anlegestelle stieß die USS STEPPING STONES auf ein unsichtbares Hindernis im Fluss und hing fest. Die Infanteristen waren den Blicken vom Ufer her voll ausgesetzt und wollten wegen der unbekannten Wassertiefe nicht selbständig bis zum Ufer laufen. Zu ihrem Glück waren um diese Zeit die Konföderierten noch in ihrer Deckung wegen des Bombardements der anderen Schiffe und von Getty´s Einheiten. Captain Stevens stürzte sich als erster ins Wasser und watete an Land. Ihm folgten nun alle anderen Soldaten, die Gewehren über den Köpfen haltend damit sie nicht nass wurden. Inzwischen manövrierte Lieutenant Lamson das Schiff ruhig an die Küste wo die restlichen Infanteristen die Haubitzen entluden. Getty´s Trupp von 100 Soldaten erreichte mit aufgepflanztem Bajonett das Fort ohne einen Schuss abgeben zu müssen. Nach nur zehn Minuten nach dem Anlanden der Infanterie der Union ergaben sich die 130 Konföderierten und wurden gefangen genommen. Bis zum 21. April hielten die Truppen der Union dieses Fort. Danach begaben sie sich an Bord der USS STEPPING STONES und Lieutenant Lamson fuhr sie und Captain Getty zurück in ihre Ausgangsstellen. Die Konföderierten übernahmen wieder kampflos das Fort, hatten aber keine Artillerie mehr. Die Geschütze waren entweder auf das Schiff verladen oder zerstört worden. Am 4. Mai verließen die Konföderierten die Stellungen um nach Fredericksburg, Virginia zu eilen. Die Obere Nansemond Flotte unter dem Kommando von Lieutenant Lamson blieb für kurze Zeit danach noch zur Sicherung im Nansemond River um dann wieder in das Nordatlantik Blockadegeschwader integriert zu werden. Am 5. November 1863 brachten der Seitenraddampfer USS KEYSTONE STATE ( 1853 ) und die USS NANSEMOND ( 1862 ) vor Wilmington, North Carolina den konföderierten Blockadebrecher MARGERET AND JESSIE auf. Die aufgebrachte Prise wurde von dem New Yorker Prisengericht an die US Navy verkauft und in der New York Navy Yard neu ausgerüstet. In dieser Umbau- und Ausrüstungszeit bekam Lieutenant Lamson das Kommando über diese Schiff übertragen. Den Namen änderte man in USS GETTYSBURG ( 1858 ) und Lamson stellte es am 2. Mai 1864 in den Dienst der US Navy. Dieses Schiff gliederte man in das Nordatlantik Blockadegeschwader ein. Am 7. Mai verließ es New York und erreichte am 14. Mai Beauford, North Carolina. Von dort aus nahm Lamson mit dem Schiff seine Position am Eingang zum Cape Fear River ein. Damit sollte Wilmington blockiert werden. In den nächsten sieben Monaten jagte das Schiff potenzielle konföderierte Blockadebrecher und brachte diese als Prisen auf. Am 8. Oktober musste Lamson unfreiwillig Blockadebrechern helfen. Bei einer Sturmbö kenterte der konföderierte Schoner HOME. Sechs Überlebende konnten gerettet werden. Der neue Kommandant des Nordatlantik Blockadegeschwaders Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ) hatte seinen Posten am 12. Oktober 1864 von Rear Admiral Samuel Philips Lee übergeben bekommen. Er plante mit seinen Schiffen und den Truppen von Major General Benjamin Franklin Butler ( 5. November 1818 – 11. Januar 1893 ) die Eroberung von Fort Fisher um den Zugang zu Wilmington zu erzwingen. Die USS GETTYSBURG wartete auf den Rest des Blockadegeschwaders. Am 24. Dezember 1864 begann die erste Schlacht um Fort Fisher. Zwei Tage dauerte diese. Der Dampfer USS LOUISIANA ( 1861 ) war als schwimmende Bombe vor das Fort geschleppt worden, aber durch die Explosion nahm das Fort keinen Schaden. Alle vorhandenen Schiffe des Geschwaders begannen nun mit einem mörderischen Bombardement. Von der USS GETTYSBURG ließ man Boote zu Wasser und Lieutenant Lamson ließ Truppen an den nahen Strand bringen. Doch Major General Butler ließ das Landungsunternehmen abbrechen nachdem er erfuhr, dass das Fort bis dahin keinen Schaden genommen hätte. Rear Admiral Porter zog daraufhin sein Geschwader nach Hampton Roads zurück und ließ es auf einen neuen Angriff vorbereiten. Dieser begann am 13. Januar 1865. Die USS GETTYSBURG war von Anfang an in eine Reserverolle versetzt worden. Einen Tag nach dem ersten Bombardement ließ Lamson wieder Boote zu Wasser und er und eine Abteilung Matrosen setzten auf Land über. Bis zu den ersten Wällen schafft sie es vorzudringen, dann saßen sie fest. Die Nacht zum 15. Januar mussten sie in einem Graben verbringen bis die Verteidiger durch die anrückende Armee unter dem Kommando von Major General Alfred Howe Terry ( 10. November 1827 – 16. Dezember 1890 ) abgelenkt wurden. Erst dann konnten sie sich in die eigenen Reihen zurückziehen und bei der Eroberung von Fort Fisher mithelfen. Bis zum Ende des amerikanischen Bürgerkrieges führte die USS GETTYSBURG unter dem Kommando von Lieutenant Lamson noch Blockadepflichten vor Wilmington durch und von April bis Juni 1865 beförderte das Schiff zwischen Boston, Massachusetts und Norfolk, Virginia Fracht und Passagiere. Am 23. Juni legte man für Reparaturarbeiten das Schiff in der New York Navy Yard still. Lieutenant Lamson erhielt bei der US Navy kein neues Kommando über ein Schiff und so trat er 1866 aus der US Navy aus und kehrte nach Oregon zurück, wo man ihn als Angestellten beim US-Zoll einstellte. 1895 verabschiedete man ihn im Range eines Lieutenant entgültig von der US Navy und versetzte ihn in den Ruhestand. Am 14. August 1903 starb er in Portland.

Zu Ehren von Lieutenant Roswell Hawks Lamson wurden drei Zerstörer bei der US Navy benannt.
Der erste Zerstörer war der USS LAMSON ( DD-18 ) aus der SMITH – Klasse.
Der zweite Zerstörer war der USS LAMSON ( DD-328 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Der dritte Zerstörer war die USS LAMSON ( DD-367 ) aus der MAHAN – Klasse.


USS LAMSON ( DD-18 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS LAMSON ( DD-18 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren des Seehelden Lieutenant Roswell Hawkes Lamson benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweite Schiff aus der SMITH – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Shipbuilding Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 18.
März 1908 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Magdalene Stein Grove ( 12. Oktober 1854 im York County, Pennsylvania – 12. Dezember 1937 im York County, Pennsylvania ), war die Frau von Henry S. Grove ( 25. Juli 1853 in Windsor, York County, Pennsylvania – 28. April 1935 im York County, Pennsylvania ), taufte am 16. Juni 1909 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander John McClane Luby ( 9. Mai 1874 in Corpus Christi, Nueces County, Texas – 3. Januar 1955 in Corpus Christi, Nueces County, Texas ) stellte am 10. Februar 1910 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt gliederte man die USS LAMSON in das Atlantikgeschwader ein. Zusammen mit diesen Schiffen operierte der Zerstörer von 1910 bis 1916 entlang der US Ostküste und in der Karibik. Das Kriegsschiff nahm an Torpedo- und Flottenmanövern sowie an Küstenpatrouillen teil. Am 7. Mai 1916 stach die USS LAMSON in Key West, Florida in See und erreichte zwei Tage später die Dominikanische Republik. Dort sollte der Zerstörer die US Marines unterstützen, die US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) entsandt hatte, welche an diesem Tag mit ihrer Landung begannen. Am Anfang, dem 15. Mai, waren es 632 Marines unter dem Kommando von Admiral William Banks Caterton ( 30. Juni 1855 in Spring hills, Tennessee – 12. Dezember 1941 in Newport, Rhode Island ), dann folgten ab dem 1. Juni weitere. Im Osten der karibischen Insel waren Aufstände ausgebrochen, die nie vollständig niedergeschlagen werden konnten. In der Weltöffentlichkeit wurde der gegen die Staaten in der Karibik begonnene Feldzug als Bananenkrieg wahrgenommen. Mitte Juni kehrte die USS LAMSON nach Key West zurück. Doch schon am 28. Juni legte der Zerstörer wieder ab und fuhr in den Golf von Mexiko. Das Kriegsschiff erreichte wenige Tage später Vera Cruz, Mexiko. Die politische Lage in dem Land hatte sich noch immer nicht beruhigt. Doch schon am 11. Juli erreichte die USS LAMSON wieder Key West. Von hier aus begann der Zerstörer mit seinen Neutralitätspatrouillen entlang der US Ostküste bis tief in den Golf von Mexiko hinein. In Europa tobte derweil der Erste Weltkrieg. Am 6. April 1917 erklärten die USA dem Deutschen Kaiserreich den Krieg. Die USS LAMSON blieb in den ersten beiden Monaten noch an der amerikanischen Küste bevor sie auf die Fahrt über den Atlantik vorbereitet wurde. Der Zerstörer legte am 26. Juli 1917 im Hafen von Ponta Delgada, Azoren an. Diese Inselgruppe war ein strategisch wichtiger Stützpunkt für die US Navy, da man hier für die Überfahrt zwischen den USA und der Küste von Frankreich zum bunkern von Kohle einen Zwischenstopp einlegen konnte. In den nun folgenden drei Monaten beteiligte sich das Kriegsschiff am Eskortier- und Patrouillendienst. Die USS LAMSON stach am 6. Oktober wieder in See und fuhr nach Brest, Frankreich. Von hier aus sollte der Zerstörer seinen Eskortier- und Patrouillendienst wieder aufnehmen. Vor der französischen Küste unterstützte das Kriegsschiff am 28. Oktober ein finnisches Handelsschiff das von einem deutschen U-Boot Torpediert worden war. Der Zerstörer nahm die Überlebenden an Bord. In den Monaten, in denen der Erste Weltkrieg auf europäischem Boden noch tobte, half die USS LAMSON zusammen mit den alliierten Kräften die Bedrohung für Handelsschiffe auf hoher See durch deutsche U-Boote immer mehr zu neutralisieren. Der Zerstörer erledigte seine routinemäßigen Patrouillenaufgaben bis zum Ende der Feindseligkeiten. Am 11. Dezember fuhr die USS LAMSON zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN ( DD-14 ), USS STEWART ( DD-13 ), USS WORDEN ( DD-16 ), USS PRESTON ( DD-19 ) USS WHIPPLE ( DD-15 ) und USS FLUSSER ( DD-20 ) einem Schiffskonvoi entgegen. Dieser Konvoi war am 4. Dezember 1918 von New York aus in See gestochen. An Bord des Truppentransporters SS GEORGE WASHINGTON befand sich neben den amerikanischen Vertretern, die zur Pariser Friedenskonferenz wollten, auch der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ). Am 13. Dezember erreichte die SS GEORGE WASHINGTON die Gewässer vor dem französischen Hafen Brest. In diesen Hafen liefen neben der USS LAMSON, USS WHIPPLE, USS TRUXTUN, USS STEWART, USS WORDEN, USS PRESTON und USS FLUSSER  auch der Zerstörer USS CUMMINGS ( DD-44 ), zehn Schlachtschiffe und zwanzig weitere Zerstörer ein. Damit war eine eindrucksvolle Demonstration der amerikanischen Seestärke geschaffen. Am 18. Dezember 1918 verlässt die USS LAMSON die französische Küste und fuhr zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN, USS STEWART, USS PRESTON, USS WHIPPLE, USS FLUSSER und USS WORDEN zuerst nach Ponta Delgada, Azoren, danach zu den Bermudas und erreichte am 31. Dezember 1918 den Hafen von Charleston, South Carolina. Danach ging die Fahrt weiter und am 3. Januar 1919 lief der Zerstörer in den Delaware River. Noch am selben Tag legte die USS LAMSON in der Philadelphia Navy Yard an. Dort lagen an den Reserve Kais mehrere Zerstörer. So die USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS TRUXTUN, USS PAUL JONES, USS PERRY, USS STEWART, USS WORDEN, USS HULL, USS HOPKINS, USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Doch im März 1919 verlegte man den Zerstörer wieder nach Charleston. Hier erfolgte für den Zerstörer am 15. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS LAMSON ( DD-18 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 21. November 1919 an die T. A. Scott Company in New London, Connecticut für 18.000 Dollar zum verschrotten.


USS LAMSON ( DD-18 )
Commanding Officer
 

LCDR John McClane Luby    10. Februar 1910 – 23. März 1911
LT Herbert Fairfax Leary    23. März 1911 – 10. Februar 1913 (später VADM)
LCDR Harry Adrian McClure    10. Februar 1913 – 7. Juni 1913 (später COMO)
LTJG Henry Rupert Keller    16. September 1913 – 16. Oktober 1916
LT Francis John Comerford    16. Oktober 1916 – 30. April 1917
LCDR William Reynolds Purnell    30. April 1917 – 14. Juni 1918 (später RADM)
LCDR Donald Bradford Beary    14. Juni 1918 – 10. August 1918 (später VADM)
LCDR Clifford Evans Van Hook    10. August 1918 – 7. Februar 1919
LT John Kelvey Richards, Jr.    7. Februar 1919 – 15. Juli 1919

USS MACDONOUGH ( DD-9 )

USS MACDONOUGH ( DD-9 )

Biografie

Thomas Macdonough Jr.
* 21. Dezember 1783 im New Castle County (Delaware)
† 10. November 1825 auf See bei Gibraltar
war ein US-amerikanischer Marineoffizier, der vor allem durch seine Rolle im ersten Barbary Krieg und
als Befehlshaber der amerikanischen Seestreitkräfte im Krieg von 1812 bis 1814 mit Großbritannien Bekanntheit erreichte durch den Sieg bei der Schlacht von Lake Champlain.

Thomas McDonough, Jr. war das sechste Kind von zehn Geschwistern und der Sohn von Major Thomas McDonough Senior. Die Familie lebte auf einem Bauernhof der als „The Trap“ im County New Castle, Delaware bezeichnet wurde. Thomas McDonough erhielt für die damalige Zeit eine angemessene Ausbildung, allerdings ist es nicht überliefert ob er eine Schule besucht oder von einem Familienmitglied oder Tutor unterrichtet wurde. McDonough Senior war ein Mann des katholischen Glaubens und erzog nach diesen Regeln seine Kinder. Durch diese Erziehung basierte eine Reihe von standhaften Grundsätzen im persönlichen als auch im militärischen Leben von McDonough Junior. Als sein Bruder James, er hatte auf der USS CONSTELLATION ( 1797 ) gedient, 1799 von einer Seeschlacht mit einem französischen Kriegsschiff im Quasi-Krieg nach Middletown zurückkam, er hatte dabei ein Bein verloren, heuerte McDonough bei der US Navy an. Aus unbekannten Gründen hatte man in den Personallisten die Schreibweise des Nachnamens McDonough in MacDonough geändert. Man nahm ihn als Midshipman auf. Im Alter von sechzehn Jahren, am 27. Mai 1800, beförderte man ihn zum Ensign und kommandierte ihn an Bord der Korvette USS GANGES ( 1794 ) die mit 24 Kanonen bestückt war. Das Kommando über dieses Schiff führte Captain John Mullowny. Dieser hatte am 25. Mai den Befehl erhalten nach Havanna zu segeln. Zwei Tage später begann der Törn von Philadelphia, Pennsylvania aus. Vor der Küste von Kuba eroberte die Mannschaft der USS GANGES am 19. Juli den französischen Schoner PRUDENT, am 20. Juli eroberte sie die amerikanische Brigantine DISPATCH, die von französischen Piraten als Prise aufgebracht war, zurück und einen weiteren Tag später den amerikanischen Schoner PHOEBE der 135 afrikanische Sklaven für den amerikanischen Sklavenmarkt geladen hatte. Auch an dem kurzen Gefecht mit den französischen Freibeutern auf der LA FORTUNE et LOUIS war Thomas MacDonough am 28. Juli beteiligt. Bis September 1800 war die USS GANGES unterwegs auf Patrouillenfahrt in der Karibik. Danach kehrte sie nach Philadelphia zurück, im Schlepptau die Schoner PHOEBE und PRUDENT. Zum Fort Mifflin bei Philadelphia brachte man beide Prisen. Auf der dortigen Quarantänestation pflegte man die 135 ausgemergelten und kranken Afrikaner wieder gesund und gab ihnen den Nachnamen Ganges. In Pennsylvania zerstreute man sie danach lokal bei allen Betrieben die neue Arbeitskräfte suchten. Die Afrikaner waren nun ein Teil der freien Bürger. Am 31. Januar 1801 löste man wieder die Leinen in Philadelphia und die USS GANGES begleitete einen Konvoi nach Havanna. Unterwegs wurde das Schiff während eines Sturmes so schwer beschädigt, so dass es in den französischen Hafen von Basseterre, Saint Christophe einlaufen musste. Hier untersuchte am 2. März Commodore John Barry ( 25. März 1745 – 13. September 1803 ) das Schiff und fand es „ungeeignet für die See“. Unfähig die Fahrt weiterzuführen, blieb die USS GANGES in Guadeloupe Station bis in den Mai hinein. Diese Reparaturphase der USS GANGES erlebte auf diesem Schiff die zukünftige Seehelden James Lawrence ( 1. Oktober 1781 – 4. Juni 1813 ) und Jacob Nicholas Jones ( März 1768 – 3. August 1850 ) unter dem Kommando von John Barry auf der Fregatte USS UNITED STATES ( 1797 ). Ende Mai traf die USS GANGES dann auf einen Konvoi in Richtung Norden, den sie bis Philadelphia begleitete wo die Schiffe Anfang Juni eintrafen. Am 10. Juni 1801 schlossen Frankreich und die Vereinigten Staaten von Amerika Frieden. Thomas MacDonough begab sich dann von Bord der USS GANGES und bestieg am 20. Oktober 1801 die Bordplanken der 38 Kanonen Fregatte USS CONSTELLATION die unter dem Befehl von Captain Alexander Murray ( 12. Juli 1755 – 6. Oktober 1821 ) stand. Murray segelte mit seiner Mannschaft ins Mittelmeer. Während seiner Tätigkeit an Bord des Schiffes erhielt MacDonough eine gründliche Ausbildung in der Führung einer Seemannschaft, in Navigation, den nautischen Wissen-schaften und dem Geschützwissen. Die USS CONSTELLATION lief nicht ohne Grund in das Mittelmeer ein. Der Pascha von Tripolis, Yusuf Karamanli ( 1766 – 1838 ), hatte den USA am 10. Mai 1801 den Krieg erklärt, nicht durch irgendwelche formelle Schriftstücke, sondern in der üblichen Art und Weise der Barbaren mit der Senkung einer Fahne vor dem US-Konsulat. US Präsident Thomas Jefferson ( 13. April 1743 – 4. Juli 1826 ) hatte sich offen geweigert den Tribut von 225.000 $ zu leisten. Die Verbündeten von Tripolis, Algier und Tunis, folgten allerdings nicht dieser Kriegserklärung. Mit der USS CONSTELLATION waren noch die schweren Fregatten USS CHESAPEAKE ( 1799 ), USS CONSTITUTION ( 1797 ) und USS PRESIDENT ( 1800 ), das Flaggschiff von Commodore Richard Dale ( 6. November 1756 – 26. Februar 1826), der Fregatte USS PHILADELPHIA ( 1799 ) und dem Schoner USS ENTERPRISE ( 1799 ) in der amerikanischen Flotte die in das Mittelmeer einliefen und im Ersten Barbary Krieg kämpften. Bis April 1802 befehligte Commodore Dale die Flotte und diese eskortierte amerikanische Handelsschiffe durch das Mittelmeer. Dann liefen die USS CONSTELLATION und die USS PHILADELPHIA zurück in die Vereinigten Staaten um sich einer Generalüberholung zu unterziehen. Die zurückgebliebenen Schiffe setzten eine Seeblockade vor Tripolis durch und jedes Schiff das für den Pascha von Tripolis unterwegs war wurde als Prise aufgebracht. Später folgten in das Mittelmeer noch die Brigg USS ARGUS ( 1803 ) und die USS SYREN ( 1803 ). Der amerikanische Marineminister Robert Smith ( 3. November 1757 – 26. November 1842 ) wählte Thomas MacDonough aus, von der USS CONSTELLATION auf die 38 Kanonen Fregatte USS PHILADELPHIA im Mai 1803 zu wechseln. Diese Fregatte stand zu diesem Zeitpunkt unter dem Kommando von Captain William Bainbridge ( 7. Mai 1774 – 27. Juli 1833 ). Am 28. Juli verließ das Schiff die USA und langte am 24. August in Gibraltar an. Dort wurde zwei Tage später die amerikanische Brigg CELIA von dem marokkanischen Kriegsschiff MIRBOKA, 24 Kanonen und 100 Mann Besatzung an Bord, zurückerobert. Beide Schiffe brachte die USS PHILADELPHIA nach Gibraltar. Dann befolgte Bainbridge den Befehl vom Befehlshaber der amerikanischen Flotte, Commodore Edward Preble ( 15. August 1761 – 25. August 1807 ) sich unverzüglich dieser anzuschließen. Am 31. Oktober 1803 kreuzte die USS PHILADELPHIA vor dem Hafen von Tripolis und lief dabei auf ein unbekanntes Riff auf. Alle Bemühungen das Schiff wieder flott zu bekommen scheiterten. So mussten sich alle Offiziere und Mannschaften des Schiffes den Soldaten des Paschas von Tripolis ergeben. Nur Thomas MacDonough war nicht an Bord der USS PHILADELPHIA. Ihn hatte man noch am frühen Morgen des 31. Oktober in Syrakus auf die 12 Kanonen Schaluppe USS ENTERPRISE unter dem Kommando von Lieutenant Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 – 22. März 1820 ) versetzt. Die Tripolitaner verankerten die USS PHILADELPHIA im Hafen und drehten sie so in den Wind das sie als Geschützbatterie gegen jeden Angreifer eingesetzt werden konnte. So mussten die Amerikaner eine Entscheidung gegen das Schiff treffen. Ein aufgebrachtes tripolitanisches Segelschiff taufte man in USS INTREPID um und Commodore Edward Preble übergab das Kommando an Lieutenant Stephen Decatur, Jr. Mit an Bord waren sein Bruder James Decatur, Thomas MacDonough und 80 weitere Freiwillige Matrosen. In Begleitung der amerikanischen Brigg USS SYREN lief die USS INTREPID in Richtung Tripolis. Dort kamen beide Schiffe am 2. Februar an. Die USS INTREPID lief in den Hafen ein und die USS SYREN wartete in einiger Entfernung davor. Fünf Tage später lief die USS INTREPID aus dem Hafen wieder aus und gesellte sich zu der Brigg. Mit den gesammelten Informationen wurde ein Schlachtplan mit Commodore Edward Preble entwickelt. In der Nacht zum 16. Februar 1804 war es dann soweit. Die USS INTREPID lief in den Hafen von Tripolis wieder ein und die USS SYREN begleitete das Schiff bis zum Hafen wo Boote ausgebracht wurden um im Notfall die flüchtenden zu übernehmen. Die tripolitanischen Wachen an Bord der USS PHILADELPHIA konnten getäuscht werden und so enterten die amerikanischen Offiziere und Matrosen die amerikanische Fregatte. Im Stillen dezimierte man die Wache und zwang den Rest über Bord zu springen. Trotz aller Bemühungen bekam man das Schiff nicht flott. Thomas MacDonough stieg mit einigen Matrosen in die unteren Decks und entzündete dort brennbare Materialien und verteilte Schießpulver an mehreren Stellen. Da er erst vor kurzem an Bord dieses Schiffes gedient hatte, kannte er es vom Bug bis zum Heck. Decatur hatte den Befehl ausgegeben solange auf der USS PHILADELPHIA zu bleiben bis man sicher sein konnte das das Schiff nicht mehr zu retten war, erst dann verließen alle amerikanischen Angreifer die Fregatte. Mit der USS INTREPID legten sie ab und setzten die Segel als das Feuer das Geschützdeck erreicht hatte. Die Fässer mit Schießpulver explodierten und rissen die Fregatte in Stücke. In Syrakus kam das Schiff am 18. Februar an. Für seine Heldentat beförderte man MacDonough zum Lieutenant und versetzte ihn an Bord der Brigg USS SYREN. Mit dem Schoner USS NAUTILUS ( 1799 ) segelte die USS SYREN nach Tripolis um dort eine gewisse Seeblockade zu errichten. Bald nach der Ankunft beider Schiffe vor Tripolis, nahm man ein Pollacca Segelschiff, ein im Mittelmeer im 16. und 17. Jahrhundert gebräuchliches italienisches Segelschiff mittlerer Größe, mit dem Nmaen MADONA CATAPOLANCA gefangen und schickte es mit einer Prisenbesatzung nach Malta. Am 21. März eroberte man die bewaffnete Brigg TRANSFER des Paschas von Tripolis. Lieutenant Charles Stewart ( 28. Juli 1778 – 6. November 1869 ), Kommandant der USS SYREN, taufte die TRANSFER in USS SCOURGE um. Dieses Schiff ordnete man in das Blockadegeschwader ein. Die nachfolgenden Schlachten um Tripolis, die Commodore Preble führen ließen erreichten nicht ihre Wirkung. Erst nach der Schlacht von Derne ( 27. April – 13. Mai 1805 ) zwangen die Amerikaner den Pascha von Tripolis zu Friedensverhandlungen. Lieutenant Thomas MacDonough beförderte man zum First Lieutenant und er blieb bis August 1806 an Bord der USS SYREN die nach ihrer Heimkehr in die Vereinigten Staaten in die Washington Navy Yard zur Überholung einlief. Die neuen Befehle für MacDonough lauteten, Captain Isaak Hull ( 9. März 1773 – 13. Februar 1843 ) in der Werft von Middletown, Connecticut beim Bau von neuen Kriegsschaluppen zu unterstützen. Dort überwachte er den Bau der USS WASP ( 1807 ). 1807 stellte er das 18-Kanonen tragende Schiff in den Dienst der US Navy und übernahm als Kommandant die Befehlsgewalt. Seine Aufgabe mit diesem Schiff war, das amerikanische Embargogesetz von 1807 das durch den Kongress am 22. Dezember 1807 verabschiedet worden war, gegen Großbritannien. Da Großbritannien permanent amerikanische Handelsschiffe trotz der US-Neutralität während der Napoleonischen Kriege aufgebracht, beschlagnahmt und amerikanische Seeleute zu tausenden in die Royal Navy gepresst wurden, sollte mit der USS WASP und anderen Schiffen eine Atlantikblockade errichtet werden. Bis zum 1. März 1809 war das Embargogesetz in Kraft, welches aber nur für die amerikanischen Händler von Nachteil war. Nach dem 1. März verließ MacDonough die USS WASP und man unterstellte ihn Captain Smith auf der Fregatte USS ESSEX ( 1799 ). Noch im selben Jahr kehrte er nach Middletown zurück wo er die Arbeiten an Kriegsschaluppen überwachte. Dort lernte er Miss Lucy Ann Shaler kennen. Mit der Aufhebung der Embargo-Bestimmungen gegen Großbritannien und Frankreich wurden die Schiffe der US Navy in ihre Heimathäfen zurückbeordert und still gelegt. Sämtliche Neubauten stellte man ein und schickte ein Fünftel aller Navy Offiziere im Juni 1810 in den Urlaub für den halben Lohn. Macdonough nahm diese Beurlaubung an und fuhr für zwei Jahre als Kapitän eines britischen Handelsschiffes nach Indien. Als der Krieg gegen Großbritannien am 18. Juni 1812 ausbrach waren die amerikanischen Seestreitkräfte verhältnismäßig klein, so dass die Briten große Fortschritte auf den Großen Seen und auf den Wasserstraßen nördlich von New York zu verzeichnen hatten. Jedoch durch die Kommandeure Oliver Hazard Perry ( 23. August 1785 – 23. August 1819 ) am Lake Erie, Isaak Chauncey ( 20. Februar 1779 – 27. Januar 1840 ) auf dem Lake Ontario und Thomas MacDonough am Lake Champlain waren für den amerikanischen maritimen Erfolg während dieses Krieges verantwortlich. Als First Lieutenant kehrte MacDonough im Juni 1812 in den aktiven Dienst zurück. Die Befehlsgewalt über die Fregatte USS CONSTELLATION hatte Captain Charles Stewart. Dieses Schiff lag zur Reparatur und zur Ausrüstung in Washington D.C. und war noch Monate davon entfern in See stechen zu können. MacDonough beantragte daher eine aktivere Aufgabe zu bekommen. Er erhielt den Befehl sich nach Portland, Maine zu begeben wo ein Geschwader von Kanonenbooten die Stadt samt Hafen verteidigte. Sein Aufenthalt dort war sehr kurz. Der US Marineminister Paul Hamilton ( 16. Oktober 1762 – 30. Juni 1816 ) beförderte MacDonough zum Naval Lieutenant ( Kapitänleutnant ) und erließ den Befehl, das sich dieser unverzüglich nach Burlington, Vermont zu begeben habe um die Stadt am Lake Champlain gegen die Briten mit den bereitgestellten Schaluppen USS GROWLER ( 1812 ) und USS EAGLE ( 1812 ) zu verteidigen. Als die Vorbereitungen im Oktober 1812 abgeschlossen waren kehrte MacDonough mit der Erlaubnis des Marineministers nach Middletown zurück wo er am 12. Dezember 1812 Lucy Anne Shaler heiratete. In der Christ Church in Middletown traute Bischof Abraham Jarvis die Beiden. Danach kehrte Thomas MacDonough nach Burlington zurück. Am 2. Juni 1813 schickte er Lieutenant Sidney Smith mit der USS GROWLER und Segelmeister Loomis mit der USS EAGLE auf Erkundungsfahrt in die Nähe des Richelieu River an der kanadischen Grenze. Der ungeduldige Lieutenant Smith handelte entgegen seiner Befehle und segelte in britische Gewässer wo er auf ein britisches Geschwader stieß und nach vier Stunden Kampf sich ergeben musste. Beide Schiffe gingen für die US Navy verloren und die Briten hatten jetzt die uneingeschränkte Kontrolle über den Lake Champlain. Am 24. Juli 1813 beförderte man MacDonough in den Rang eines Master Kommandanten. In einem Gefecht von etwa zehn Minuten am 2. August 1813 beschossen die Briten Burlington. Die britische Kanonade wurde allerdings von den Amerikanern nicht erwidert. Um den strategisch wichtigen See wieder unter die Kontrolle der Amerikaner zu bringen, ließ MacDonough am 7. März 1814 die Korvette USS SARATOGA in der Werft Otter Creek in Vergennes, Vermont auf Kiel legen. Schon am 11. April war die Taufe. 746 Tonnen schwer, 44 Meter lang, 11,13 Meter breit und einen Tiefgang von 3,81 Metern hatte das Schiff. 212 Offiziere und Mannschaften befanden sich Bord. Acht lange 24-Pfüner-, sechs 42-Pfünder- und zwölf 32-Pfünder-Kanonen waren aufgestellt. MacDonough stellte selber die Korvette in den Dienst der US Navy und übernahm die Befehlsgewalt. Am 12. Mai 1814 kam noch der umgebaute Schoner USS TICONDEROGA ( 1814 ), auf dem 17 Kanonen aufgestellt wurden, dazu. Diesen kommandierte Lieutenant Stephen Cassin ( 16. Februar 1783 – 29. August 1857 ). Bis in den Mai bedeckte eigentlich Eis den Lake Champlain, aber im Jahr 1814 begann es schon Anfang April zu schmelzen und MacDonough befürchtete das das britische Geschwader die günstige Gelegenheit nutzen könnte um die beiden im Bau befindlichen amerikanischen Schiffe zu zerstören. Eine schwer bewaffnete Brigg und fünf große Kanonenboote waren von Isle Aux Noix aus auch schon auf dem Weg. Der britische Befehlshaber Daniel Pring ( zirka 1788 – 29. November 1846 ) musste sich aber wegen widriger Winde gedulden und kam erst nach dem 14. Mai nach Vergennes am Otter Creek. Gelernt hatte Thomas MacDonough von dem Beschuss auf Burlington. Er ließ an der Mündung des Otter Creek Kanonen von der USS SARATOGA entladen und dort als Küstenbatterie aufstellen. Eine Stunde währte der Kampf, dann ließ Pring beidrehen und das britische Geschwader kehrte nach Isle Aux Noix zurück. Dort blieb er bis zum Herbst und ließ die 37-Kanonen fassende Fregatte HMS CONFIANCE ( 1814 ) bauen. Für das Geschwader von Thomas MacDonough war nun der Weg nach Plattsburgh, New York frei. Er ließ dort den See ausloten und vermessen um dann die Schiffe auf günstigen Positionen vor der Hafeneinfahrt zu verankern. Ende August zog Sir George Prevest, 1. Baronet ( 19. Mai 1767 – 5. Januar 1816 ) 10.000 britische Soldaten vor Montreal zusammen. Er benötigte unbedingt das britische Geschwader bei Plattsburgh für den Nachschub. Der amerikanische General Alexander Macomb ( 3. April 1782 – 25. Juni 1841 ) hatte nur 2.000 Mann regulärer Einheiten sowie Milizen aus Vermont und New York. Genauso schlecht sah es auf dem Wasser aus. Master Kommandant Thomas MacDonough hatte noch nie eine Seeschlacht erlebt bis auf die Versenkung der USS PHILADELPHIA, aber er wusste das durch ihn und seinem Geschwader womöglich ein wichtige Kriegsentscheidende Rolle zukam. Am 3. September übertraten die Briten die kanadische Grenze und marschierten in Richtung Plattsburgh. Ein britisches Geschwader unter dem Kommando von Captain George Downie segelte nach Süden um sich zum Kampf mit dem amerikanischen Geschwader zu stellen wo es am 11. September eintraf. Sofort ließ Downie die Flotte von MacDonough angreifen. Durch das britische Flaggschiff HMS CONFIANCE erreichten die Briten sehr früh die Oberhand. Genau in dieser Phase traf eine amerikanische Kanonenkugel eine britische Kanone hinter der George Downie stand. Diese Kanone wurde aus ihrer Verankerung gerissen und zerquetschte ihn an der gegenüberliegenden Bordwand. Durch die Anker-Kabel-Taktik konnte MacDonough die USS SARATOGA ohne Segel ständig eine volle Breitseite auf die HMS CONFIANCE abfeuern. Auf diesem britischen Schiff, das hastig gebaut und schlecht ausgerüstet war und eine unerfahrenen Besatzung hatte, dauerte es nicht sehr lange bis die Mannschaft kapitulierte. Die britische Brigg HMS LINNET mit 16 Kanonen unter dem Kommando von Daniel Pring war das noch letzte kämpfende Schiff. Er hatte die selbe Anker-Kabel-Taktik wie MacDonough angewendet und großen Schaden an den amerikanischen Schiffen verursacht. Als sein Schiff nur noch allein kämpfte richteten die amerikanischen Schiffe ihre Kanonen auf sein Schiff aus und zerschossen es ohne Gnade. Erst als es kurz vor dem untergehen war, ergab sich Pring mit seiner Mannschaft und legte sein Leben in die Hände von Master Kommandant Thomas MacDonough. Dieser ließ alle gefangenen und verwundeten Seeleute an Land schaffen und medizinisch versorgen. Dadurch das für die Armee von George Prevest der Nachschubweg über den Lake Champlain abgeschnitten war, sah er sich nicht in der Lage weiter auf amerikanischen Boden vorzudringen und kehrte nach Kanada zurück. MacDonough beförderte man für seine Heldentat zum Captain und verlieh ihm die Congressional Gold Medal. Tausend Hektar Land schenkte ihm das Bundesland New York und Vermont legte einhundert Hektar obendrauf. Damit war Thomas MacDonough ein reicher Mann. Am 1. Juli 1815 übernahm er das Kommando über die Portsmouth Navy Yard von Commodore Isaak Hull. Für drei Jahre behielt er dieses. Danach begab er sich in die Boston Navy Yard wo er am 22. April 1818 die Fregatte USS GUERRIERE ( 1814 ) nach einer Überholung wieder in den Dienst der US Navy stellte. Bis zum Ablegen am 24. Juli ließ er das Schiff komplett ausstatten. Der amerikanische Gesandte für Russland begab sich und seine Familie an Bord und MacDonough ließ ablegen. Die Fahrt führte über Gibraltar, Cowes, einer Stadt auf Isle og Wight, Kopenhagen, Dänemark nach Kronstadt bei Sankt Petersburg wo sie am 17. September ankamen. Danach fuhr Thomas MacDonough noch im selben Jahr zurück in die Vereinigten Staaten. Im April 1818 hatte er sich eine Tuberkulose zugezogen, versuchte aber seinen Dienst wie gewohnt weiter zu führen. In der New York Navy Yard lag das begonnene Linienschiff USS OHIO ( 1820 ) das er bis 1823 als dessen Kapitän kommandierte aber nie aktiven Dienst damit auf See ausübte. Nachdem MacDonough mehrere Anträge auf Versetzung in den aktiven Dienst geschrieben hatte, übergab man ihm das Kommando über die Fregatte USS CONSTITUTION 1824. Mit diesem Schiff segelte er bis zum Mittelmeer wo er am 14. Oktober 1825 umkehren musste weil sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechterte. MacDonough übergab das Kommando über das Schiff an Lieutenant Elie Augustus Frederick La Valette ( 3. Mai 1790 – 18. November 1862 ). Er wechselte an Bord der USS EDWIN um nach New York zurück zu kehren, aber am 10. November 1825 starb er an Bord des Schiffes als dieses gerade Gibraltar passiert hatte. Seine sterblichen Überreste brachte man in die Vereinigten Staaten zurück wo er auf dem Friedhof von Middletown, Connecticut neben seiner Frau Lucy Anne, die wenige Monate vorher gestorben war, begraben wurde.

Bei der US Navy wurden vier Schiffe und ein Liberty Frachter nach Commodore Thomas MacDonough benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS MACDONOUGH ( DD-9 ) aus der BAINBRIDGE – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS MACDONOUGH ( DD-331 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS MACDONOUGH ( DD-351 ) aus der FARRAGUT – Klasse.
Das vierte Schiff war der Lenkwaffenzerstörer USS MACDONOUGH ( DDG-39 ) aus der FARRAGUT – Klasse.
Und den Liberty Frachter mit dem Namen SS THOMAS MACDONOUGH legte man am 21. Oktober 1941 auf Kiel. Den Stapellauf führte man am 28. Januar 1942 durch. Die Maritime Commission verleih diesem Frachter die Hull Nummer 179. 1967 verschrottete man das Schiff.


USS MACDONOUGH ( DD-9 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS MACDONOUGH ( DD-9 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Thomas Macdonough benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunte Schiff aus der BAINBRIDGE – Klasse.
Auf der Fore River Ship & Engine Company in Weymouth, Massachusetts wurde am 10.
April 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Lucy Shaler Macdonough ( 8. Dezember 1865 in Middletown, Middlesex County, Connecticut –  ? ), Tochter von Captain Charles Shaler Macdonough ( 28. Juni 1818 in Middletown, Middlesex County, Connecticut – 1. Dezember 1871 in Montclair, essex County, Connecticut ) und Enkelin von Commodore Thomas Macdonough, Jr., taufte am 24. Dezember 1900 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Charles Sumner Bookwalter ( 1873 – 28. April 1948 ) stellte am 5. September 1903 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Während der Erprobungsfahrten der USS MACDONOGH stellte sich heraus, dass der Zerstörer seine Entwurfsgeschwindigkeit von 30 Knoten nicht erreichen wird. Zusammen mit dem Schwesterschiff USS LAWRENCE ( DD-8 ) das ebenfalls in der Fore River Ship & Engine Company gebaut worden war, stellte sich heraus das die USS MACDONOUGH nicht gut in der See lag. Auf beiden Zerstörern wurden die zwei 3 Zoll Geschütze durch Sechspfünder Kanonen ersetzt. Damit waren sieben solcher Kanonen an Bord eines jeden Kriegsschiffes. Nach Abschluss der Ausbildungs- und Erprobungsfahrten verbrachte das Kriegsschiff für sieben Monate als Ausbildungsschiff für Midshipman an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Am 31. April 1904 gliederte man die USS MACDONOUGH in das Küstengeschwader der Nordatlantikflotte. Der Zerstörer operierte in den nun folgenden drei Jahren entlang der US Ostküste und in der Karibik. Das Kriegsschiff verlegte man am 16. Mai 1907 in die Reserve Torpedo Flotte, die in Norfolk, Virginia lag, und diente dort bis Ende des Jahres. Am 2. November 1907 stellte man die USS MACDONOUGH außer Dienst. Lieutenant Willis Gemmill Mitchell ( 30.
September 1877 in Warren, Pennsylvania – 3. Februar 1960 in Hudson Fall, Washington County, New York ) stellte am 21. November 1908 den Zerstörer, der unter seinem Kommando stand, wieder in den Dienst der US Navy. Das Kriegsschiff war das Flaggschiff der 3. Torpedo Flottille. Es fuhr wenige Tage später von Norfolk aus nach Pensacola, Florida. Hier nahm die USS MACDONOUGH an Operationen vor der Küste Floridas teil und blieb bis zum folgenden Frühjahr. Erst dann kehrte der Zerstörer an die US Ostküste zurück. Im Sommer 1909 operierte das Kriegsschiff zusammen mit den Schiffen des Atlantik Torpedo Geschwaders vor der Küste Neuenglands. Anschließend fuhr die USS MACDONOUGH in den Golf von Mexiko zurück und fuhr in den Mississippi River ein. Ziel war St Louis, Missouri. Hier wurde die 100 Jahrfeier der Stadt abgehalten. Der Zerstörer war extra dafür an einer Kreuzfahrt auf dem Mississippi beteiligt. So lag das Kriegsschiff am 26. September 1909 zusammen mit den Torpedobooten USS WILKES ( TB-35 ), USS THORNTON ( TB-33 ) und USS TINGEY ( TB-34 ) im Hafen von Cairo, Illinois. Ab dem 1. Oktober fuhr die USS MACDONOUGH wieder entlang der US Ostküste nordwärts bis nach New York. Hier wurde vom 25. September bis zum 9. Oktober 1909 das größte Ereignis, die Hudson – Fulton Celebration, im Hafen gefeiert. Anwesend waren Reproduktionen von Robert Fultons CLERMONT und Henry Hudsons HALF MOON, die den Hudson River bis nach Albany hinauf fuhren. Am 9. Oktober startete dann eine Schiffsparade. Anwesend waren von der US Navy die Schlachtschiffe USS CONNECTICUT ( BB-18 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS IDAHO ( BB-24 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MINNESOTA ( BB-22 ), USS MISSISSIPPI ( BB-23 ), USS MISSOURI ( BB-11 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW JERSEY ( BB-16 ), USS OHIO ( BB-12 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS VERMONT ( BB-20 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ) und USS WISCONSIN ( BB-9 ), die Panzerkreuzer USS MONTANA ( ACR-13 ) und USS NEW YORK ( ACR-2 ), die Scout Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CS-2 ), USS CHESTER ( CS-1 ) und USS SALEM ( CS-3 ), die Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1898 ), USS PANTHER ( 1898 ) und USS PRAIRIE ( 1898 ), der Geschützte Kreuzer USS MONTGOMERY ( C-9 ), die Torpedoboot Zerstörer USS MACDONOUGH und USS WORDEN ( DD-16 ), die Torpedoboote USS BIDDLE ( TB-26 ), USS BLAKELY ( TB-27 ), USS DE LONG ( TB-28 ), USS DUPONT ( TB-7 ), USS PORTER ( TB-6 ), USS SHUBRICK ( TB-31 ), USS STOCKTON ( TB-32 ), USS STRINGHAM ( TB-19 ), USS THORNTON ( TB-33 ), USS TINGEY ( TB-34 ) und USS WILKES ( TB-35 ), die U-Boote USS CUTTLEFISH ( SS-11 ), USS GRAYLING ( SS-18 ), USS OCTOPUS ( SS-9 ), USS PLUNGER ( SS-2 ), USS TARANTULA ( SS-12 ), USS TARPON ( SS-14 ) und USS VIPER ( SS-10 ), die Kanonenboote USS AILEEN ( 1896 ), USS CASTINE ( PG-6 ), USS GLOUCESTER ( 1891 ), USS NEWPORT ( PG-12 ), USS WASP ( 1898 ) und USS YANKTON ( 1893 ), die Kohlenschiffe USS ABARENDA ( AC-13 ), USS BRUTUS ( AC-15 ), USS HANNIBAL ( 1898 ), USS LEBANON ( 1898 ), USS LEONIDAS ( 1898 ), USS MARCELLUS ( 1898 ) und USS STERLING ( 1898 ), die Hochseeschlepper USS APACHE ( 1889 ), USS NINA ( 1865 ), USS PATUXENT ( AT-11 ), USS PAWNEE ( YT-21 ), USS POTOMAC ( AT-50 ) und USS SEMINOLE ( 1898 ), die Frachtschiffe USS CELTIC ( AF-2 ) und USS CULGOA ( AF-3 ), das selbstfahrende Frachtfahrzeug USS TRANSFER ( IX-46 ), die Schaluppe SS PORTSMOUTH, die Yacht SS MAYFLOWER, die Kutter der Küstenwache USRC ANDROSCOGGIN ( 1908 ), USRC CALUMET ( 1894 ), USRC GRESHAM ( 1896 ), USRC GUIDE, USRC ITASCA ( 1906 ), USRC MOHAWK ( 1904 ) und USS SENECA ( 1908 ). Von den ausländischen Marinen waren von der Kaiserlich Deutschen Marine die Leichten Kreuzer SMS BREMEN, SMS DRESDEN, der Große Kreuzer HERTHA und der Hilfskreuzer SMS VICRORIA LOUISE, von der französischen Marine die Panzerlinienschiffe LIBERTÉ, JUSTICE und VÉRITÉ, von Großbritannien die Panzerkreuzer HMS ARGYLL ( 1904 ), HMS DRAKE ( 1901 ), HMS DUKE of EDINBURGH ( 1904 ) und der Schlachtkreuzer HMS INFLEXIBLE ( 1907 ), die argentinische Segelfregatte ARA PRESIDENTE SARMIENTO, von der niederländischen Marine das Passagierschiff NIEUW AMSTERDAM und der Geschützte Kreuzer HNLMS UTRECHT ( 1898 ), die italienischen Geschützten Kreuzer ITS ETRURIA ( 1891 ) und ITS ETNA ( 1885 ) und das mexikanische Schiff ARM MORALES. Die USS MACDONOUGH blieb anschließend im Hafen von New York und beteiligte sich an mehreren Übungen entlang der US Ostküste. Am 16. Dezember legte  der Zerstörer im Hafen von Charleston, South Carolina an. Man versetzte den Zerstörer in die Reserve, wo er bis zum 14. Oktober 1912 blieb. Allerdings nahm das Kriegsschiff im Sommer 1910 an den jährlichen Übungen teil und kehrte anschließend nach Charleston zurück. Bis auf zwei Kreuzfahrten nach New York in den beiden folgenden Jahren, verblieb das Kriegsschiff nun in dem Hafen. Die eine Kreuzfahrt war zur Flottenschau vom 24. Oktober bis zum 2. November 1911 im Hafen von New York. US Präsident William Howard Taft ( 15. September 1857 in Cincinnati, Ohio – 8. März 1930 in Washington DC ), der die Flottenschau angeordnet hatte, befand sich während der Flottenschau an Bord der Yacht MAYFLOWER. An der Flottenschau nahmen die Schlachtschiffe USS DELAWARE ( BB-28 ), USS FLORIDA ( BB- 30 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS IDAHO ( BB-24 ), USS INDIANA ( BB-1 ), USS IOWA ( BB-4 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-2 ), USS MICHIGAN ( BB-27 ), USS MINNESOTA ( BB-22 ), USS MISSISSIPPI ( BB-23 ), USS MISSOURI ( BB-11 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW JERSEY ( BB-16 ), USS OHIO ( BB-12 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS SOUTH CAROLINA ( BB-26 ), USS UTAH ( BB-31 ), USS VERMONT ( BB-20 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ) und USS WISCONSIN ( BB-9 ), die Panzerkreuzer USS MAINE ( ACR-1 ), USS WASHINGTON ( ACR-11 ) und USS NORTH CAROLINA ( ACR-12 ), der Scout Kreuzer USS SALEM ( CS-3 ), der Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1898 ), der Geschützte Kreuzer USS DES MOINES ( C-15 ), die Zerstörer USS MACDONOUGH, USS WORDEN, USS AMMEN ( DD-35 ), USS BURROWS ( DD-29 ), USS DRAYTON ( DD-23 ), USS FLUSSER ( DD-20 ), USS LAMSON ( DD-18 ), USS MYRANT ( DD-31 ), USS McCALL ( DD-28 ), USS MONOGHAN ( DD-32 ), USS PATTERSON ( DD-36 ), USS PAULDING ( DD-22 ), USS PERKINS ( DD-26 ), USS PRESTON ( DD-19 ), USS REID ( DD-21 ), USS ROE ( DD-24 ), USS STERETT ( DD-27 ), USS TERRY ( DD-25 ), USS TRIPPE ( DD-33 ), USS WALKE ( DD-34 ) und USS WARRINGTON ( DD-30 ), die Torpedoboote USS BAGLEY ( TB-24 ), USS BAILEY ( TB-21 ) USS BARNEY ( TB-25 ), USS BIDDLE ( TB-26 ), USS BLAKELY ( TB-27 ), USS CRAVEN ( TB-10 ), USS DAHLGREN ( TB-9 ), USS DE LONG ( TB-28 ), USS DUPONT ( TB-7 ), USS MORRIS ( TB-14 ), USS PORTER ( TB-6 ), USS SHUBRICK ( TB-31 ), USS STOCKTON ( TB-32 ), USS STRINGHAM ( TB-19 ), USS TINGEY ( TB-34 ) und USS WILKES ( TB-35 ), die U-Boote USS BONITA ( SS-15 ), USS GRAYLING ( SS-18 ), USS NARWHAL ( SS-17 ), USS OCTOPUS ( SS-9 ), USS SALMON ( SS-19 ), USS SNAPPER ( SS-16 ), USS STINGRAY ( SS-13 ) und USS TARPON ( SS-14 ), die Kanonenboote USS CASTINE ( PG-6 ), USS MARIETTA ( PG-15 ), USS NASHVILLE ( PG-7 ), USS PETREL ( PG-2), die Kohlenschiffe USS AJAX ( AC-14 ), USS BRUTUS ( AC-15 ), USS CYCLOPS ( AC-4 ), USS HANNIBAL ( 1898 ), USS LEBANON ( 1898 ), USS MARS ( AC-6 ), USS STERLING ( 1898 ) und USS VULCAN ( AC-5 ), die Frachtschiffe USS ARETHUSA ( 1898 ), USS CELTIC ( AF-2 ) und USS CULGOA ( AF-3 ), der Minenkreuzer USS SAN FRANCISCO ( CM-2 ), der Hilfskreuzer USS PRAIRIE ( 1898 ), das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ), der U-Boot-Tender USS SEVERN ( 1898 ), das Reparaturschiff USS PANTHER ( 1889 ) und das US Küstenwachboot USRC MOHAWK ( 1904 ). Lieutenant Charles Adams Blakely ( 1. Oktober 1879 in Williamsburg, Whitley County, Kentucky – 12. September 1950 in San Diego, Kalifornien ) stellte am Morgen des 14. Oktober 1912 im Hafen von New York das unter seinem Kommando stehende Schiff wieder in den Dienst der US Navy. Ab Mittag desselben Tages gehörte der Zerstörer zur Flottenschau, die US Präsident William Howard Taft angeordnet hatte. Er  befand sich dabei an Bord der Yacht MAYFLOWER. An der Flottenschau nahmen die Schlachtschiffe USS ALABAMA ( BB-8 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ), USS CONNECTICUT ( BB-18 ),USS DELAWARE ( BB-28 ), USS FLORIDA ( BB- 30 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS IDAHO ( BB-24 ), USS ILLINOIS ( BB-7 ), USS INDIANA ( BB-1 ), USS IOWA ( BB-4 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS KEARSARGE ( BB-5 ), USS KENTUCKY ( BB-6 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-2 ), USS MICHIGAN ( BB-27 ), USS MINNESOTA ( BB-22 ), USS MISSOURI ( BB-11 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW JERSEY ( BB-16 ), USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ), USS OHIO ( BB-12 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS SOUTH CAROLINA ( BB-26 ), USS UTAH ( BB-31 ), USS VERMONT ( BB-20 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ), USS WISCONSIN ( BB-9 ) und USS WYOMING ( BB-32 ), die Panzerkreuzer USS MAINE ( ACR-1 ), USS MONTANA ( ACR-13 ), USS WASHINGTON ( ACR-11 ), USS NORTH CAROLINA ( ACR-12 ) und USS TENNESSEE ( ACR-10 ), die Geschützten Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ) und USS MONTGOMERY ( C-9 ), die Scout Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CS-2 ), USS CHESTER ( CS-1 )USS SALEM ( CS-3 ), der Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1898 ), der Minenkreuzer USS SAN FRANCISCO ( CM-2 ), die Zerstörer USS MACDONOUGH, USS WORDEN, USS AMMEN, USS BEALE ( DD-40 ), USS BURROWS ( DD-29 ), USS DRAYTON ( DD-23 ), USS FANNING ( DD-37 ), USS FLUSSER ( DD-20 ), USS JENKINS ( DD-42 ), USS JOUETT ( DD-41 ), USS LAMSON ( DD-18 ), USS McCALL ( DD-28 ), USS MONOGHAN ( DD-32 ), USS PATTERSON ( DD-36 ), USS PAULDING ( DD-22 ), USS PERKINS ( DD-26 ), USS PRESTON ( DD-19 ), USS REID ( DD-21 ), USS ROE ( DD-24 ), USS SMITH ( DD-17 ), USS STERETT ( DD-27 ), USS TERRY ( DD-25 ), USS TRIPPE ( DD-33 ) und USS WALKE ( DD-34 ), die Torpedoboote USS BAGLEY ( TB-24 ), USS BAILEY ( TB-21 ) USS BARNEY ( TB-25 ), USS BIDDLE ( TB-26 ), USS CRAVEN ( TB-10 ), USS DAHLGREN ( TB-9 ), USS DE LONG ( TB-28 ), USS DUPONT ( TB-7 ), USS PORTER ( TB-6 ), USS SHUBRICK ( TB-31 ), USS STOCKTON ( TB-32 ), USS STRINGHAM ( TB-19 ), USS THORNTON ( TB-33 ) unf USS TINGEY ( TB-34 ), die Kanonenboote USS AILEEN ( 1896 ), USS CASTINE ( PG-6 ), USS GLOUCESTER ( 1891 ), USS NEWPORT ( PG-12 ), USS MACHIAS ( PG-5 ), USS MARIETTA ( PG-15 ), USS NASHVILLE ( PG-7 ), USS PETREL ( PG-2), USS WASP ( 1898 ) und USS VIXEN ( 1896 ), die U-Boote USS C-1 ( SS-9 ), USS C-2 ( SS-13 ), USS C-3 ( SS-14 ), USS C-4 ( SS-15 ), USS C-5 ( SS-16 ), USS D-1 ( SS-17 ), USS D-2 ( SS-18 ), USS D-3 ( SS-19 ), USS E-1 ( SS-24 ) und USS E-2 ( SS-25 ), die Kohlenschiffe USS AJAX ( AC-14 ), USS BRUTUS ( AC-15 ), USS CAESAR ( AC-16 ), USS CYCLOPS ( AC-4 ), USS HECTOR ( AC-7 ), USS ORION ( AC-11 ), USS STERLING ( 1898 ) und USS VULCAN ( AC-5 ), die Frachtschiffe USS CELTIC ( AF-2 ) und USS CULGOA ( AF-3 ), das Reparaturschiff USS PANTHER ( 1889 ), das Munitionstransportschiff USS LEBANON ( 1898 ), das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ) und das Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ) von dem aus die Flottenschau überwacht wurde. Nach der Flottenschau  überführte Lieutenant Blakely die USS MACDONOUGH nach Boston zur Massachusetts Naval Militia. In Boston selber stellte man den Zerstörer am 1. Dezember 1912 außer Dienst. Lieutenant Charles Adams Blakely übernahm fünf Tage später in Philadelphia das Kommando über den Zerstörer US WORDEN ( DD-16 ). Die USS MACDONOUGH selber blieb bis zum 23. März 1914 und wurde an diesem Tag unter das Kommando von Ensign George Martin Cook gestellt. Das Kriegsschiff war das zweite Schiff, das im Juli 1914 in den neugebauten Cape Code Kanal, der nur begrenzt geöffnet war, einfuhr. Man versetzte den Zerstörer in die Reserve Torpedo Division in Newport, Rhode Island zur Unterstützung bei der Ausbildung von U-Boot Mannschaften. Dort in Newport lag ebenfalls die USS WORDEN. Ab dem 29. Januar 1915 wurde die USS MACDONOUGH von der Reserve Torpedo Flotte abgetrennt und der U-Boot Flotte innerhalb der Atlantikflotte zugeteilt. US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) beraumte vom 17. – 18. Juni 1915 eine Flottenparade vor der Hafeneinfahrt von New York an. Er selber beobachtete die Flottenparade von einem Ankerplatz vor Liberty Island und der Freiheitsstatue aus. Beteiligt waren die Schlachtschiffe USS DELAWARE ( BB-28 ), USS FLORIDA ( BB-30 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MICHIGAN ( BB-27 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS SOUTH CAROLINA ( BB-26 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS UTAH ( BB-31 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ) und USS WYOMING ( BB-32 ), der Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ), das Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ), der Minenkreuzer USS SAN FRANCISCO ( CM-2 ), die Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1893 ) und USS PRAIRIE ( 1898 ), die Zerstörer USS MACDONOUGH, USS AMMEN, USS BEALE ( DD-40 ), USS BURROWS ( DD-29 ), USS CASSIN ( DD-43 ), USS DRAYTON ( DD-23 ), USS FANNING ( DD-37 ), USS HENLEY ( DD-39 ), USS JARVIS ( DD-38 ), USS JENKINS ( DD-42 ), USS JOUETT ( DD-41 ), USS McDOUGAL ( DD-54 ), USS PATTERSON ( DD-36 ), USS PAULDING ( DD-22 ), USS TRIPPE ( DD-33 ) und USS WARRINGTON ( DD-30 ), die Torpedobootzerstörer USS PARKER ( DD-48 ) und USS DOWNES ( DD-45 ), die U-Boote USS C-1 ( SS-9 ), USS C-2 ( SS-13 ), USS C-3 ( SS-14 ), USS E-1 ( SS-24 ), USS E-2 ( SS-25 ), USS D-1 ( SS-17 ), USS D-2 ( SS-18 ), USS K-1 ( SS-32 ), USS K-2 ( SS-33 ), USS K-5 ( SS-36 ) und USS K-6 ( SS-37 ), die Kohlenschiffe USS CYCLOPE ( AC-4 ), USS JUPITER ( AC-3 ), USS NEPTUNE ( AC-8 ) und USS ORION ( AC-11 ), die Hochseeschlepper USS ONTARIO ( AT-13 ), USS PATAPASCO ( AT-10 ), USS PATUXENT ( AT-11 ) und USS SONOMA ( AT-12 ), die U-Boot Tender USS FULTON ( AS-1 ), USS TALLAHASSEE ( M-9 ) und USS TONOPAH ( M-8 ), die Frachtschiffe USS CELTIC ( AF-2 ) und USS OZARK ( M-7 ), das Reparaturschiff USS VESTAL ( AR-4 ), die Yacht USS MAYFLOWER, das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ), der Flottentender USS YANKTON ( 1893 ) und das Küstenwachboot USRC MOHAWK ( 1904 ). In den folgenden zwei Jahren operierte der Zerstörer zusammen mit U-Booten. Die Übungen und Manöver wurden zwischen Pensacola und Newport durchgeführt. Im Anschluss daran begann das Kriegsschiff ab dem 27. März 1917 eine Rekrutierungsfahrt entlang des Mississippi River. In dieser Zeit, am 6. April 1917, erklärten die USA dem Deutschen Kaiserreich den Krieg und beteiligten sich nun offiziell am Ersten Weltkrieg. Mitte Juni verließ die USS MACDONOUGH New Orleans und fuhr nach Charleston, wo sie sich der Destroyer Force in der Atlantikflotte anschloss. Bis zum 16. Januar 1918 patrouillierte der Zerstörer vor der US Ostküste. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff den Hafen von Philadelphia, Pennsylvania und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Brest, Frankreich. Dort traf es am 20. Februar ein. Die USS MACDONOUGH blieb bis zum 20. Mai 1919 vor der Küste von Frankreich und leistete Eskortier- und Patrouillendienste. An diesem Tag verließ der Zerstörer die französische Küste und fuhr in Richtung Westen an die US Ostküste. Am 24. Juni legte das Kriegsschiff an den Reserve Kais im Hafen der Philadelphia Navy Yard an. Hier stellte man den Zerstörer endgültig am 3. September 1919 außer Dienst. Den Namen USS MACDONOUGH ( DD-9 ) strich man am 7. November 1919 von der US Navy – Liste. Am 10. März 1920 verkaufte man den Schiffskörper an die Joseph G. Hitner Company in Philadelphia zum verschrotten.     


USS MACDONOUGH ( DD-9 )
Commanding Officer
 

LT Charles Sumner Bookwalter    6. September 1903 – 2. Juli 1904
LT Roland Irvin Cutin    2. Juli 1904 – 8. August 1905
LT Albert Henry MacCarthy    8. August 1905 – 20. Oktober 1905
LT Kenneth Marratt Bennett    20. Oktober 1905 – 14. September 1906
LT Julius Frederick Hellweg    14. September 1906 – 16. Mai 1907 (später RADM)
LT Louis Clark Richardson    16. Mai 1907 – 2. November 1907
Außerdienststellung     2. November 1907 – 21. November 1908
LT Willis Gemmill Mitchell    21. November 1908 – 16. Dezember 1909
In Reservestatus    16. Dezember 1909 – 14. Oktober 1912
LT Charles Adams Blakely    14. Oktober 1912 – 1. Dezember 1912 (später VADM)
Außerdienststellung     1. Dezember 1912 – 23. März 1914
ENS George Martin Cook    23. März 1914 – 1915
LT Lemuel Musetter Stevens    1915 – 29. Dezember 1915
LTJG John Harrison Semmes Dessez    29. Dezember 1915 – 1. Februar 1916
LCDR Robert Messinger Hinckley    1. Februar 1916 – 7. August 1918
LCDR William Dwight Chandler, Jr.   7. August 1918 – 6. Dezember 1918
LT Rawson James Valentine    6. Dezember 1918 – 3. September 1919

USS WORDEN ( DD-16 )

USS WORDEN ( DD-16 )

Biografie

John Lorimer Worden
* 12. März 1818 Sparta, Mount Pleasant Township Westchester County, New York
† 19. Oktober 1897 in Washington D.C.
war ein US- Konteradmiral, diente im amerikanischen Bürgerkrieg. Er befahl die USS MONITOR gegen das Konföderierten Schiff CSS VIRGINIA ( hatte ursprünglich den Namen USS MERRIMACK ) in der ersten Schlacht mit gepanzerten Schiffen 1862.

John Lorimer Worden ist der Sohn von Ananias Worden, Sr. ( 26. august 1790 in Mount Pleasant, Westchester County, New York – 1. Dezember 1861 im Kent County, Michigan ) und Harriet Graham Worden ( 25. Juli 1793 in Tarrytown, Westchester County, New York – 28. September 1883 in Michigan ). Er ist von elf das dritte Kind. Seine Geschwister waren Martha Ann Eliza Worden Kipp ( 2. Juli 1814 in Tarrytown, Westchester County, New York – 22. Dezember 1848 in Mount Pleasant, Westchester County, New York, die 1841 Moses J. Kipp ( 11. Oktober 1810 – 17. Januar 1890 ) heiratete, der nach ihrem Tod ihre Schwester Clara G. Worden heiratete; Jane Louisa Worden ( 14. Mai 1816 in Mount Pleasant, Westchester County, New York – 29. August 1894 in Rockford, Kent County, Michigan ); Lieutenant Colonel Frederick William Worden ( 20. März 1820 in Mount Pleasant, Westchester County, New York – 22. August 1898 im Kent County, Michigan ); Ananias Worden, Jr. ( 24. Februar 1822 – 12. Juli 1890 in Cannon Township, Kent County, Michigan ); Eugene Buchernois Worden ( 24. August 1823 – 11. Juni 1862 ); Clara G Worden Kipp ( 26. Februar 1824 in New York – 28. September 1909 im Kent County, Michigan ); Charles A. Worden ( 12. März 1826 – 15. Oktober 1854 ); Isaac Gilbert Worden ( 26. April 1828 in Mount Pleasant, Westchester County, New York – 2. Dezember 1902 in Detroit, Michigan ); Lucy Harriet Worden ( 8. oktober 1836 in Mount Pleasant, Westchester County, New York – 6. Januar 1893 im Kent County, Michigan ) und William Pinter Worden ( 17. April 1839 in Mount Pleasant, Westchester County, New York – 5. Oktober 1863 in New Albany, Union County, Mississippi ).
John Lorimer Worden wuchs in Swartwoutville, Dutchess County, New York auf. Man ernannte ihn am 10. Januar 1834 zum Midshipman in der US Navy. Seine ersten drei Jahre diente er auf der Kriegsschaluppe USS ERIE, die zum brasilianischen Geschwader gehörte. Danach befahl man ihn an Bord der Schaluppe USS CYANE. Für sieben Monate war er danach an der Naval School in Philadelphia, Pennsylvania zu lernen. Im Juli 1840 kehrte er auf das Meer zurück im Pacific Squadron. Zwischen 1844 und 1846 war Worden am Naval Observatory in Washington D.C. stationiert. Während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges kreuzte er mit der USS SOUTHAMPTON vor der Westküste und brachte dort Schiffe auf. 1850 kehrte er für weitere zwei Jahre Dienstzeit zum Naval Observatory zurück. Während der anschließenden 9 Jahre nahm er seine Dienstpflichten auf Reisen in die Karibik und ins Mittelmeer wahr. Anfang April 1861 hielt sich Worden im Fort Pickens, einer Festung auf der Insel Santa Rosa, Pensacila, Florida auf als eine Depesche aus Washington kam. Während der Rückreise nach Norden verhaftete man ihn in der Nähe von Montgomery, Alabama und hielt ihn sieben Monate gefangen bis er ausgetauscht wurde. Obwohl Lieutenant Worden auf Grund der Gefangenschaft noch krank war nahm er den Befehl zur Überwachung des Baus der USS MONITOR in Greenpoint, Brooklyn, Long Island an. Er stellte am 25. Februar 1862 dieses Panzerschiff in den Dienst der US Navy. Zwei Tage später fuhr er mit ihr nach Hampton Roads, aber das Ruder reagierte nicht korrekt und so fuhr er für Reparaturen nach New York zurück. Am 06. März waren die Arbeiten abgeschlossen und die Fahrt ging wieder nach Süden allerdings im Schlepptau der SETH LOW. Am Nachmittag des 08. März 1862 traf Worden mit der USS MONITOR vor dem Cape Henry, Virginia ein und musste zusehen wie das gepanzerte Kriegsschiff der Konföderierten, die CSS VIRGINIA, die Blockadeflotte der Nordstaaten zerschlug. Die USS CUMBERLAND war gesunken, die USS CONGRESS und die USS MINNESOTA waren schwer beschädigt. Worden konnte nicht mehr eingreifen, da es schon spät am Abend war. Bei Tagesanbruch des 9. März griff die CSS VIRGINIA aus Sewell´s Point kommend die USS MINNESOTA an um sie endgültig zu versenken. Im Schatten der Dampf Fregatte lauerte die USS MONITOR und stellte sich zum Kampf. Vier Stunden dauerte die Schlacht zwischen den dampfgetriebenen und gepanzerten Schiffen. Dieses Treffen endete Unentschieden. Worden erhielt bei diesem Gefecht Gesichtsverletzungen, so dass er das Kommando an seinen Exekutive Offizier, Lieutenant Samuel Dana Greene ( 11. Februar 1839 – 11. Dezember 1884 ), abgab. Dieser war über diese Situation sehr überrascht, schaffte aber die Pattsituation gegen die Konföderierten Kräfte. Schon am nächsten Tag, den 10. März, übergab er das Kommando über das Panzerschiff an Ensign Thomas Oliver Selfridge, Jr. ( 6. Februar 1836 in Charlestown, Suffolk County, Massachusetts – 4. Februar 1924 in Washington DC ) weiter und ging von Bord. Nach der Schlacht zog Worden an Land um von seinen Wunden zu genesen. Während dieser Zeit erhielt er die Auszeichnung einer dankbaren Nation, dem offiziellen Dank des Kongresses der Vereinigten Staaten und die Beförderung zum Commander. Ende 1862 übernahm er das Kommando über das Schlachtschiff USS MONTAUK und stellte es am 14. Dezember 1862 in den Dienst der US Navy. Am Ende des Monats Dezember stieß er zur Blockade von Unionsschiffen vor Port Royal, South Carolina. Am 27. Januar 1863 führte er sein Schiff vor das Fort McAllister um jenes zu beschießen. Einen Monat später beförderte man ihn zum Captain und Worden fuhr mit dem Schlachtschiff in den Ogeechee River wo sich ein Freibeuterschiff der Konföderierten befand, es war die ehemalige CSS NASHVILLE, ein Passagier-Raddampfer. Dieses Schiff versenkte er mit fünf gut platzierten Schüssen. Seine letzte Aktion mit der USS MONTAUK war, als er sich am Angriff auf Charleston, South Carolina beteiligte. Nicht lange nach dem Angriff auf Charleston versetzte man Captain Worden nach New York wo er die Aufsicht über den Bau von neuen Schlachtschiffen übertragen bekam. Dieser Auftrag dauerte bis Ende der 1860-er Jahre. 1869 begann Commodore Worden für fünf Jahre an der United States Naval Academy zu lehren. Zum Konteradmiral beförderte man ihn 1872. In den späten 1870-er Jahren befahl er eine Europäische Squadron, besuchte Häfen in Nordeuropa und führte Patrouillen im östlichen Mittelmeer während des russisch-türkischen Krieges von 1877-1878. Am 23. Dezember 1886 trat Worden in den Ruhestand und der Kongress bewilligte ihm eine Pension bis zum Lebensende. Der Rear Admiral residierte in Washington D.C. als er an einer Lungenentzündung am 19. Oktober 1897 verstarb. Die Bestattung erfolgte in der St. John´s Episcopal Church in Washington und auf dem Pawling Friedhof in New York begrub man ihn.
John Lorimer Worden war mit Olivia Akin Toffey ( 1820 in New York – 1. April 1903 in New Jersey ) verheiratet, der Tante von Daniel Toffey dem Captains Clerk auf der USS MONITOR, und hatte mit ihr vier Kinder wobei drei Kinder ihn überlebten. Sein ältester Sohn, John Lorimer Worden, Jr. ( 3. August 1845 in Washington DC – 4. Mai 1873 in Sacketts Harbor, Livingston County, New York ) diente als Volonteere Captain in der US-Army während des Bürgerkrieges und diente später als Second Lieutenant in der regulären Armee bis zu seinem Tod. Er heiratete am 13. April 1871 in der St. Peter’s Episcopal Church in Albany, New York Anna Marie Edson ( 17. Dezember 1847 in Albany, New York – 5. Februar 1872 in Albany, New York ). Nach dem Tod seiner Frau und seines Kindes am 5. Februar 1872 beging Lieutenant John Lorimer Worden, Jr. am 4. Mai 1873 in der Madison Barracks Selbstmord. Der zweite Sohn, Daniel Toffey Worden ( 27. April 1847 in Manhattan, New York – 9. Juli 1914 in Bar Harbor, Hancock County, Maine ) war an der Wall Street Börsenmakler. Er heiratete 1868 in Brookly, New York Anna Augusta Wilmot ( 14. August 1848 in Kanada – 27. Juni 1887 in Manhattan, New York ) und am 7. Januar 1892 Emelie Burton Neilson ( 14. Dezember 1857 in Pennsylvania – 1. Mai 1931 in Manhattan, New York ) mit der er die gemeinsame Tochter Florence Worden ( 29. Oktober 1892 in Manhattan, New York – 13. Dezember 1898 in Mahattan, New York hatte. Dann lebten noch seine Töchter Grace Worden ( 16. Juni 1852 in Washington DC – 25. Juni 1905 in Clifton Springs, Ontario County, New York ) und Olivia Steele Worden Hammond ( 19. November 1856 in Brooklyn, New York – 30. August 1933 in New York City ). Wordens Witwe und alle seine Kinder außer Daniel wurden bei ihm in Pawling, New York beigesetzt.
Zu Ehren von Rear Admiral John Lorimer Worden wurden bei der US Navy vier Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS WORDEN ( DD-16 ) aus der TRUXTUN – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS WORDEN ( DD-288 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS WORDEN ( DD-352 ) aus der FARRAGUT – Klasse.
Das vierte Schiff war der Lenkwaffenkreuzer USS WORDEN aus der LEAHY – Klasse.


USS WORDEN ( DD-16 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS WORDEN ( DD-16 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Admiral John Lorimer Worden benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dritte Schiff aus der TRUXTUN – Klasse.
Auf der Maryland Steel Company in Sparrows point, Maryland wurde am 13.
November 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Emelie Burton Neilson Worden ( 14. Dezember 1857 in Pennsylvania – 1. Mai 1931 in Manhattan, New York ), Ehefrau von Daniel Toffey Worden ( 27. April 1847 in Manhattan, New York – 9. Juli 1914 in Bar Harbor, Hancock County, Maine ) und Schwiegertochter von Admiral John Lorimer Worden, taufte am 15. August 1901 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Benjamin Bernard McCormick stellte am 17. März 1903 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach einer Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS WORDEN erfolgte eine Überprüfung der Schiffshaut und der Antriebsaggregate. Die endgültige Abnahmeprüfung am Zerstörer war für den 18. Juli 1903 festgelegt. Anschließend konnte das Kriegsschiff seinen Dienst in der 2. Torpedo – Flottille, mit Heimathafen Norfolk, Virginia, antreten. Dazu gehörte auch die USS MACDONOUGH ( DD-9 ). Das Flaggschiff der Flottille war die USS TRUXTUN ( DD-14 ). Über vier Jahre lang blieb die USS WORDEN in der 2. Torpedo – Flottille und beteiligte sich an Operationen der Atlantikflotte entlang der US Ostküste von Maine aus bis in die Karibik und in den Golf von Mexiko. Jährlich beteiligte sich das Kriegsschiff an den angesetzten Flottenmanövern in den warmen Gewässern der Karibik. Am 18. November 1907 stellte man den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in der Norfolk Navy Yard in die Reserve. Als Einheit der Reserve Torpedo Flottille lag die USS WORDEN zuerst in Norfolk und dann in Charleston, South Carolina.
Lieutenant Louis Clark Richardson ( 28. Oktober 1873 im Anderson County, South Carolina – 26. März 1937 im Anderson county, South Carolina ), der im Rang eines Captain verstarb, stellte am 16. Mai 1909 den unter seinem Kommando stehenden Zerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Abgesehen von einer sechsmonatigen Pause von Mai bis November 1909, gehörte die USS WORDEN mit zur Hudson – Fulton Feier vom 25. September bis zum 9. Oktober 1909 im Hafen von New York City. Anwesend waren Reproduktionen von Robert Fultons CLERMONT und Henry Hudsons HALF MOON, die den Hudson River bis nach Albany hinauf fuhren. Am 9. Oktober startete dann eine Schiffsparade. Anwesend waren von der US Navy die Schlachtschiffe USS CONNECTICUT ( BB-18 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS IDAHO ( BB-24 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MINNESOTA ( BB-22 ), USS MISSISSIPPI ( BB-23 ), USS MISSOURI ( BB-11 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW JERSEY ( BB-16 ), USS OHIO ( BB-12 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS VERMONT ( BB-20 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ) und USS WISCONSIN ( BB-9 ), die Panzerkreuzer USS MONTANA ( ACR-13 ) und USS NEW YORK ( ACR-2 ), die Scout Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CS-2 ), USS CHESTER ( CS-1 ) und USS SALEM ( CS-3 ), die Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1898 ), USS PANTHER ( 1898 ) und USS PRAIRIE ( 1898 ), der Geschützte Kreuzer USS MONTGOMERY ( C-9 ), die Torpedoboot Zerstörer USS WORDEN und USS MACDONOUGH , die Torpedoboote USS BIDDLE ( TB-26 ), USS BLAKELY ( TB-27 ), USS DE LONG ( TB-28 ), USS DUPONT ( TB-7 ), USS PORTER ( TB-6 ), USS SHUBRICK ( TB-31 ), USS STOCKTON ( TB-32 ), USS STRINGHAM ( TB-19 ), USS THORNTON ( TB-33 ), USS TINGEY ( TB-34 ) und USS WILKES ( TB-35 ), die U-Boote USS CUTTLEFISH ( SS-11 ), USS GRAYLING ( SS-18 ), USS OCTOPUS ( SS-9 ), USS PLUNGER ( SS-2 ), USS TARANTULA ( SS-12 ), USS TARPON ( SS-14 ) und USS VIPER ( SS-10 ), die Kanonenboote USS AILEEN ( 1896 ), USS CASTINE ( PG-6 ), USS GLOUCESTER ( 1891 ), USS NEWPORT ( PG-12 ), USS WASP ( 1898 ) und USS YANKTON ( 1893 ), die Kohlenschiffe USS ABARENDA ( AC-13 ), USS BRUTUS ( AC-15 ), USS HANNIBAL ( 1898 ), USS LEBANON ( 1898 ), USS LEONIDAS ( 1898 ), USS MARCELLUS ( 1898 ) und USS STERLING ( 1898 ), die Hochseeschlepper USS APACHE ( 1889 ), USS NINA ( 1865 ), USS PATUXENT ( AT-11 ), USS PAWNEE ( YT-21 ), USS POTOMAC ( AT-50 ) und USS SEMINOLE ( 1898 ), die Frachtschiffe USS CELTIC ( AF-2 ) und USS CULGOA ( AF-3 ), das selbstfahrende Frachtfahrzeug USS TRANSFER ( IX-46 ), die Schaluppe SS PORTSMOUTH, die Yacht SS MAYFLOWER, die Kutter der Küstenwache USRC ANDROSCOGGIN ( 1908 ), USRC CALUMET ( 1894 ), USRC GRESHAM ( 1896 ), USRC GUIDE, USRC ITASCA ( 1906 ), USRC MOHAWK ( 1904 ) und USS SENECA ( 1908 ). Von den ausländischen Marinen waren von der Kaiserlich Deutschen Marine die Leichten Kreuzer SMS BREMEN, SMS DRESDEN, der Große Kreuzer HERTHA und der Hilfskreuzer SMS VICRORIA LOUISE, von der französischen Marine die Panzerlinienschiffe LIBERTÉ, JUSTICE und VÉRITÉ, von Großbritannien die Panzerkreuzer HMS ARGYLL ( 1904 ), HMS DRAKE ( 1901 ), HMS DUKE of EDINBURGH ( 1904 ) und der Schlachtkreuzer HMS INFLEXIBLE ( 1907 ), die argentinische Segelfregatte ARA PRESIDENTE SARMIENTO, von der niederländischen Marine das Passagierschiff NIEUW AMSTERDAM und der Geschützte Kreuzer HNLMS UTRECHT ( 1898 ), die italienischen Geschützten Kreuzer ITS ETRURIA ( 1891 ) und ITS ETNA ( 1885 ) und das mexikanische Schiff ARM MORALES. Ansonsten blieb der Zerstörer bis zum 10. Februar 1912 inaktiv und lag bis auf eine Kreuzfahrt in Charleston in Reserve.

Bis auf zwei Kreuzfahrten nach New York in den beiden folgenden Jahren, verblieb das Kriegsschiff nun in dem Hafen. Die eine Kreuzfahrt war zur Flottenschau vom 24. Oktober bis zum 2. November 1911 im Hafen von New York. US Präsident William Howard Taft ( 15. September 1857 in Cincinnati, Ohio – 8. März 1930 in Washington DC ), der die Flottenschau angeordnet hatte, befand sich während der Flottenschau an Bord der Yacht MAYFLOWER. An der Flottenschau nahmen die Schlachtschiffe USS DELAWARE ( BB-28 ), USS FLORIDA ( BB- 30 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS IDAHO ( BB-24 ), USS INDIANA ( BB-1 ), USS IOWA ( BB-4 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-2 ), USS MICHIGAN ( BB-27 ), USS MINNESOTA ( BB-22 ), USS MISSISSIPPI ( BB-23 ), USS MISSOURI ( BB-11 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW JERSEY ( BB-16 ), USS OHIO ( BB-12 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS SOUTH CAROLINA ( BB-26 ), USS UTAH ( BB-31 ), USS VERMONT ( BB-20 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ) und USS WISCONSIN ( BB-9 ), die Panzerkreuzer USS MAINE ( ACR-1 ), USS WASHINGTON ( ACR-11 ) und USS NORTH CAROLINA ( ACR-12 ), der Scout Kreuzer USS SALEM ( CS-3 ), der Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1898 ), der Geschützte Kreuzer USS DES MOINES ( C-15 ), die Zerstörer USS WORDEN, USS MACDONOUGH, USS AMMEN ( DD-35 ), USS BURROWS ( DD-29 ), USS DRAYTON ( DD-23 ), USS FLUSSER ( DD-20 ), USS LAMSON ( DD-18 ), USS MYRANT ( DD-31 ), USS McCALL ( DD-28 ), USS MONOGHAN ( DD-32 ), USS PATTERSON ( DD-36 ), USS PAULDING ( DD-22 ), USS PERKINS ( DD-26 ), USS PRESTON ( DD-19 ), USS REID ( DD-21 ), USS ROE ( DD-24 ), USS STERETT ( DD-27 ), USS TERRY ( DD-25 ), USS TRIPPE ( DD-33 ), USS WALKE ( DD-34 ) und USS WARRINGTON ( DD-30 ), die Torpedoboote USS BAGLEY ( TB-24 ), USS BAILEY ( TB-21 ) USS BARNEY ( TB-25 ), USS BIDDLE ( TB-26 ), USS BLAKELY ( TB-27 ), USS CRAVEN ( TB-10 ), USS DAHLGREN ( TB-9 ), USS DE LONG ( TB-28 ), USS DUPONT ( TB-7 ), USS MORRIS ( TB-14 ), USS PORTER ( TB-6 ), USS SHUBRICK ( TB-31 ), USS STOCKTON ( TB-32 ), USS STRINGHAM ( TB-19 ), USS TINGEY ( TB-34 ) und USS WILKES ( TB-35 ), die U-Boote USS BONITA ( SS-15 ), USS GRAYLING ( SS-18 ), USS NARWHAL ( SS-17 ), USS OCTOPUS ( SS-9 ), USS SALMON ( SS-19 ), USS SNAPPER ( SS-16 ), USS STINGRAY ( SS-13 ) und USS TARPON ( SS-14 ), die Kanonenboote USS CASTINE ( PG-6 ), USS MARIETTA ( PG-15 ), USS NASHVILLE ( PG-7 ), USS PETREL ( PG-2), die Kohlenschiffe USS AJAX ( AC-14 ), USS BRUTUS ( AC-15 ), USS CYCLOPS ( AC-4 ), USS HANNIBAL ( 1898 ), USS LEBANON ( 1898 ), USS MARS ( AC-6 ), USS STERLING ( 1898 ) und USS VULCAN ( AC-5 ), die Frachtschiffe USS ARETHUSA ( 1898 ), USS CELTIC ( AF-2 ) und USS CULGOA ( AF-3 ), der Minenkreuzer USS SAN FRANCISCO ( CM-2 ), der Hilfskreuzer USS PRAIRIE ( 1898 ), das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ), der U-Boot-Tender USS SEVERN ( 1898 ), das Reparaturschiff USS PANTHER ( 1889 ) und das US Küstenwachboot USRC MOHAWK ( 1904 ). Am 10. Februar 1912 verlegte man die USS WORDEN nach Philadelphia, Pennsylvania zur Ausbildung an die Pennsylvania Naval Militia. Die USS WORDEN war dorthin bis zum 6. Dezember ausgeliehen und stationiert. Zwischendurch, am Morgen des 14. Oktober 1912 lag der Zerstörer im Hafen von New York. Ab Mittag desselben Tages gehörte das Kriegsschiff zur Flottenschau, die US Präsident William Howard Taft angeordnet hatte. Er  befand sich dabei an Bord der Yacht MAYFLOWER. An der Flottenschau nahmen die Schlachtschiffe USS ALABAMA ( BB-8 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ), USS CONNECTICUT ( BB-18 ),USS DELAWARE ( BB-28 ), USS FLORIDA ( BB- 30 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS IDAHO ( BB-24 ), USS ILLINOIS ( BB-7 ), USS INDIANA ( BB-1 ), USS IOWA ( BB-4 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS KEARSARGE ( BB-5 ), USS KENTUCKY ( BB-6 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-2 ), USS MICHIGAN ( BB-27 ), USS MINNESOTA ( BB-22 ), USS MISSOURI ( BB-11 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW JERSEY ( BB-16 ), USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ), USS OHIO ( BB-12 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS SOUTH CAROLINA ( BB-26 ), USS UTAH ( BB-31 ), USS VERMONT ( BB-20 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ), USS WISCONSIN ( BB-9 ) und USS WYOMING ( BB-32 ), die Panzerkreuzer USS MAINE ( ACR-1 ), USS MONTANA ( ACR-13 ), USS WASHINGTON ( ACR-11 ), USS NORTH CAROLINA ( ACR-12 ) und USS TENNESSEE ( ACR-10 ), die Geschützten Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ) und USS MONTGOMERY ( C-9 ), die Scout Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CS-2 ), USS CHESTER ( CS-1 )USS SALEM ( CS-3 ), der Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1898 ), der Minenkreuzer USS SAN FRANCISCO ( CM-2 ), die Zerstörer USS WORDEN, USS MACDONOUGH, USS AMMEN, USS BEALE ( DD-40 ), USS BURROWS ( DD-29 ), USS DRAYTON ( DD-23 ), USS FANNING ( DD-37 ), USS FLUSSER ( DD-20 ), USS JENKINS ( DD-42 ), USS JOUETT ( DD-41 ), USS LAMSON ( DD-18 ), USS McCALL ( DD-28 ), USS MONOGHAN ( DD-32 ), USS PATTERSON ( DD-36 ), USS PAULDING ( DD-22 ), USS PERKINS ( DD-26 ), USS PRESTON ( DD-19 ), USS REID ( DD-21 ), USS ROE ( DD-24 ), USS SMITH ( DD-17 ), USS STERETT ( DD-27 ), USS TERRY ( DD-25 ), USS TRIPPE ( DD-33 ) und USS WALKE ( DD-34 ), die Torpedoboote USS BAGLEY ( TB-24 ), USS BAILEY ( TB-21 ) USS BARNEY ( TB-25 ), USS BIDDLE ( TB-26 ), USS CRAVEN ( TB-10 ), USS DAHLGREN ( TB-9 ), USS DE LONG ( TB-28 ), USS DUPONT ( TB-7 ), USS PORTER ( TB-6 ), USS SHUBRICK ( TB-31 ), USS STOCKTON ( TB-32 ), USS STRINGHAM ( TB-19 ), USS THORNTON ( TB-33 ) unf USS TINGEY ( TB-34 ), die Kanonenboote USS AILEEN ( 1896 ), USS CASTINE ( PG-6 ), USS GLOUCESTER ( 1891 ), USS NEWPORT ( PG-12 ), USS MACHIAS ( PG-5 ), USS MARIETTA ( PG-15 ), USS NASHVILLE ( PG-7 ), USS PETREL ( PG-2), USS WASP ( 1898 ) und USS VIXEN ( 1896 ), die U-Boote USS C-1 ( SS-9 ), USS C-2 ( SS-13 ), USS C-3 ( SS-14 ), USS C-4 ( SS-15 ), USS C-5 ( SS-16 ), USS D-1 ( SS-17 ), USS D-2 ( SS-18 ), USS D-3 ( SS-19 ), USS E-1 ( SS-24 ) und USS E-2 ( SS-25 ), die Kohlenschiffe USS AJAX ( AC-14 ), USS BRUTUS ( AC-15 ), USS CAESAR ( AC-16 ), USS CYCLOPS ( AC-4 ), USS HECTOR ( AC-7 ), USS ORION ( AC-11 ), USS STERLING ( 1898 ) und USS VULCAN ( AC-5 ), die Frachtschiffe USS CELTIC ( AF-2 ) und USS CULGOA ( AF-3 ), das Reparaturschiff USS PANTHER ( 1889 ), das Munitionstransportschiff USS LEBANON ( 1898 ), das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ) und das Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ) von dem aus die Flottenschau überwacht wurde. Am 6. Dezember übernahm Lieutenant Charles Adams Blakely ( 1. Oktober 1879 in Williamsburg, Whitley County, Kentucky – 12. September 1950 in San Diego, Kalifornien ) wieder das Kommando über den Zerstörer. Erneut lag das Kriegsschiff in der Reserve Torpedo Flottille in Charleston. Ab dem 1. Januar 1914 versetzte man die USS WORDEN zur Reserve Torpedo Division in Annapolis, Maryland und noch im selben Jahr in die Reserve Torpedo Division in Newport, Rhode Island zur Unterstützung bei der Ausbildung von U-Boot Mannschaften. Dort in Newport lag ebenfalls die USS MACDONOUGH. Erst im März 1917 wechselte die USS WORDEN nach New York City im Rahmen einer Rekrutierungsmaßnahme, da die Wahrscheinlichkeit eines Eintritts der USA in den Ersten Weltkrieg immer größer wurde. Am 6. April 1917 erklärten die Vereinigten Staaten von Amerika dem Deutschen Kaiserreich den Krieg. Ab Juni gehörte der Zerstörer zur Division B innerhalb der Destroyer Force und patrouillierte bis zum ende des Jahres vor dem Hafen von New York. Am 31. Dezember 1917 lief das Kriegsschiff in den Hafen der Philadelphia Navy Yard ein und sollte hier für die Überquerung des Atlantiks ausgerüstet werden. Am 15. Januar 1918 legte die USS WORDEN zusammen mit der USS MACDONOUGH, USS PAUL JONES ( DD-10 ), USS HOPKINS ( DD-6 ) und USS STEWART ( DD-13 ) in Philadelphia ab und stach in See. Die Fahrt führte die Zerstörer über die Bermudas nach Ponta Delgada, Azoren. Dort legten die Kriegsschiffe am 29. Januar an. Die USS WORDEN und die USS STEWART lagen bis zum 4. Februar in diesem Hafen. Nachdem die beiden Zerstörer dann wieder in See gestochen waren, legten sie am 9. Februar im Hafen von Brest, Frankreich an. Ab dem 17. Februar begannen beide Kriegsschiffe mit dem Eskortierdienst von Schiffskonvois von diesem Hafen aus und begannen zusätzlich mit der Suche nach feindlichen U-Booten. In den nun folgenden neun Monaten hielt die USS WORDEN einen anstrengenden Zeitplan ein. Unentwegt eskortierte das Kriegsschiff entlang der französischen Küste Schiffskonvois. Am 11. Dezember 1918 fuhr die USS WORDEN zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN, USS WHIPPLE, USS STEWART, USS PRESTON ( DD-19 ), USS LAMSON ( DD-18 ) und USS FLUSSER ( DD-20 ) einem Schiffskonvoi entgegen. Dieser Konvoi war am 4. Dezember 1918 von New York aus in See gestochen. An Bord des Truppentransporters SS GEORGE WASHINGTON befand sich neben den amerikanischen Vertretern die zur Pariser Friedenskonferenz wollten, auch der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ). Am 13. Dezember erreichte die SS GEORGE WASHINGTON die Gewässer vor dem französischen Hafen Brest. In diesen Hafen liefen neben der USS WORDEN, USS TRUXTUN, USS WHIPPLE, USS STEWART, USS LAMSON, USS PRESTON und USS FLUSSER  auch der Zerstörer USS CUMMINGS ( DD-44 ), zehn Schlachtschiffe und zwanzig weitere Zerstörer ein. Damit war eine eindrucksvolle Demonstration der amerikanischen Seestärke geschaffen. Am 18. Dezember stach die USS WORDEN wieder in See und verlässt die französische Küste. Der Zerstörer fuhr zusammen mit der USS STEWART, USS FLUSSER, USS TRUXTUN, USS LAMSON, USS PRESTON und USS WHIPPLE zuerst nach Ponta Delgada, Azoren, danach zu den Bermudas und erreichte am 3. Januar 1919 den Delaware River. Noch am selben Tag legte die USS WORDEN in der Philadelphia Navy Yard an. Dort lagen an den Reserve Kais mehrere Zerstörer. So die USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS TRUXTUN, USS PAUL JONES, USS PERRY, USS STEWART, USS LAMSON, USS HULL, USS HOPKINS, USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Dann erfolgte für den Zerstörer am 13. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS WORDEN ( DD-16 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 3. Januar 1920 an die Joseph G. Hitner Company in Philadelphia. Das ehemalige Kriegsschiff wurde 1921 zu einem Handelsschiff umgebaut und transportierte unter niederländischer Flagge Bananen. Am 1. Mai 1942 befand sich die MS WORDEN ( 555 BRT ) vor der Ostküste Floridas und lag vor dem beschädigten britischen Handelsschiff MS LA PAZ ( 6.548 BRT ) das durch einen Torpedotreffer zu sinken begann. Da schlug auch in der MS WORDEN ein Torpedo ein, das vom deutschen U-Boot U-109, Kommandant Kapitänleutnant Heinrich Bleichrodt ( 21. Oktober 1909 in Berga, Thüringen – 9. Januar 1977 in München ), abgefeuert worden war. Die MS WORDEN brach in der Mitte auseinander und versank sehr schnell in den Fluten.


USS WORDEN ( DD-16 )
Commanding Officer
 

LT Benjamin Bernard McCormick    17. März 1903 – 5. Oktober 1905
LT Victor Stuart Houston    5. Oktober 1905 – 16. Mai 1907
LT Louis Clark Richardson    16. Mai 1907 – 18. November 1907
Außerdienststellung    18. November 1907 – 16. Mai 1909
LT Louis Clark Richardson    16. Mai 1909 – 24. September 1909
ENS Ralph Roderick Stewart    24. September 1909 – 22. Januar 1910
LCDR Frederick Newton Freeman    22. Januar 1910 – 12. Januar 1912
ENS William Robert Munroe    12. Januar 1912 – 10. Februar 1912 (später VADM)
Verliehen an die Pennsylvania State Militia 10. Februar 1912 – Rückgabe 6. Dezember 1912
LT Charles Adams Blakely    6. Dezember 1912 – 26. September 1913 (später VADM)
LT William Denny Brereton Jr.    26. September 1913 – 10. März 1914
LT Aquilla Gibbs Diberll    10. März 1914 – 25. Juli 1914
ENS Joseph McEvers Bayard Smith    25. Juli 1914 – ?
LCDR Oscar Charles Badger II.    10. August  1918 – 19. Oktober 1918 (später ADM)
LT Oscar William Erickson    19. Oktober 1918 – 13. Juli 1919

USS TRUXTUN ( DD-14 )

USS TRUXTUN ( DD-14 )

Biografie

Thomas Truxtun
* 17. Februar 1755 in Queens City, Nassau County, Long Island, New York
† 5. Mai 1822 in Philadelphia, Pennsylvania
war ein US-amerikanischer Marineoffizier und diente während des Unabhängigkeitskrieges und des Quasi Krieges

Thomas Truxtun wurde in Queens City, in der Nähe von Hemstead, Long Island, New York als einziger Sohn des englischen Anwalts Thomas Truxton ( ? – 1765 ) und Sarah Axtill Truxton ( etwa 1730 – 1761 ) geboren. Er hatte noch zwei ältere Schwestern, Sarah Cornelia Frances Truxton und Elizabeth Truxton. Nachdem der Vater 1765 verstarb, brachten Verwandte den jungen Truxtun nach Long Island, wo er von John Troup, einem guten freund seines Vaters erzogen wurde. Da Thomas Truxtun formal keine Chance auf eine Ausbildung hatte, begann er im Alter von zwölf Jahren die seemännische Karriere. Er heuerte auf dem britischen Handelsschiff PITT an. Damit verstieß er gegen den frühen Wunsch seines Vaters eine politische Karriere anzustreben. Zu dieser frühen Zeit segelte er mit Kapitän Joseph Holmes und James Chambers. Mit 16 Jahren bot man ihm den Dienst als Midshipman an Bord der HMS PRUDENT in der Royal Navy an, was er ablehnte. Im Alter von 20 Jahren heiratete Thomas Truxtun die sechzehnjährige Mary Fundran de Von Dreuil ( 27. Oktober 1759 in Perth Amboy, Middlesex County, New Jersey – 9. September 1823 in Philadelphia, Pennsylvania ). Beide hatten sie elf Kinder. Sarah Truxtun Benbridge ( 24. Oktober 1778 in Pittsburgh, Allegheny County, Pennsylvania – 2. Mai 1865 in Cincinnati, Hamilton County, Ohio ), Mary Truxtun ( 31. Dezember 1780 in Philadelphia, Pennsylvania – 22. Mai 1793 in Philadelphia, Pennsylvania ), Thomas Truxtun, III ( 9. Dezember 1782 in Philadelphia, Pennsylvania – 8. Februar 1802 ), Elizabeth Truxtun Talbot ( 9. Dezember 1782 in Philadelphia, Pennsylvania – 17. Oktober 1855 in Pontiac, Oakland County, Michigan ), Jane Truxtun ( 4. Januar 1785 in Philadelphia, Pennsylvania – 24. Januar 1785 in Philadelphia, Pennsylvania ), Evelina Truxtun Hammond ( 20. Mai 1786 in Philadelphia, Pennsylvania – 3. August 1838 in Philadelphia, Pennsylvania ), Anna Maria Truxtun Henderson ( 16. März 1792 in Virginia – 19. Oktober 1857 in Staunton, Augusta County, Virginia ), Mary Truxtun Swift ( 3. Juni 1794 in Philadelphia, Pennsylvania – 25. April 1877 in Philadelphia, Pennsylvania ), Emily Truxtun Beale ( 30. September 1798 – 21. Mai 1885 ), Cornelia Truxtun Nancrede ( 28. März 1803 in Perth Amboy, Middlesex County, New Jersey – 30. November 1848 in Philadelphia, Pennsylvania ) und Gertrude Parker Truxtun Houston ( 26. März 1804 in Philadelphia, Pennsylvania – 30. August 1870 in Englewood, Bergen county, New Jersey ). Thomas Truxtun erhielt nun mit zwanzig Jahren in Philadelphia, auf Grund seines Könnens, ab 1775 die Führung seines eigenen Schiffes, der ANDREW CALDWELL. Die britische Kolonie in Amerika strebte eine Lösung vom Mutterland England an. Damit begann der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Thomas Truxtun war daran als Privateer beteiligt und diente auf mehreren Schiffen. So war er als Lieutenant an Bord der CONGRESS. 1776 war er an der Aufbringung von vielen Prisen vor der Küste Kubas beteiligt. 1777 fuhr er auf der INDEPENDENCE und segelte mit ihr bis zu den Azoren. Dort brachte er drei Prisen auf. Nach seiner Rückkehr segelte Truxtun mit der MARS bis in den Ärmelkanal. Danach kommandierte er die INDEPENDENCE ein weiteres Mal und danach die COMMERCE und die ST. JAMES. Die Schiffe von Truxtun transportierten militärische Güter zu den Kolonien. Auf einer Reise transportierte die ST. JAMES Schießpulver und militärische Güter nach Philadelphia. Gekrönt wurde diese Reise mit einem Dinner bei George Washington. Auf einer weiteren Reise brachte Truxtun mit der ST. JAMES den amerikanischen Konsul nach Frankreich. Nach dem Krieg kehrte Thomas Truxtun zur Handelsmarine zurück, wo er zwölf Jahre lang blieb. Im Jahre 1786 befehligte er die in Philadelphia stationierte CANTON. Das war eines der ersten amerikanischen Schiffe das mit China Handel betrieb. Als am 4. Juni 1798 die United States Navy gegründet wurde, war Truxtun einer der ersten sechs Kapitäne, die von US Präsident George Washington ihre Offizierspatente erhielten. Thomas Truxtun bekam das Kommando über die neue Fregatte USS CONSTELLATION ( 1797 ). Den Bau dieses Schiffes beaufsichtigte er zusammen mit Silas Talbot ( 11. Januar 1751 in Digthon, Massachusetts – 30. Juni 1813 in New York City ) in der Marine Werft von Colonel David Stodder am Harris Creek in Baltimores Fell´s Point. Truxtun und Talbot waren bis dahin gute Freunde. Der Sohn von Silas Talbot, Theodore Foster Talbot ( 27. Juni 1779 in Providence, Providence County, Rhode Island – 6. Dezember 1836 in Leicester, Livingston County, New York ) heiratete 1803 Elezabeth Truxtun, die Tochter von Thomas Truxtun. Allerdings kam es dann während der Vergabe um das Kommando über die USS CONSTELLATION zum Streit zwischen Silas Talbot, Richard Dale ( 6. November 1756 in Portsmouth, Norfolk County, Virginia – 26. Februar 1826 in Philadelphia, Pennsylvania ) und Thomas Truxtun. US Präsident George Washington sprach daher ein Machtwort und legte fest wer wegen seiner bisherigen Verdienste am Prädestinierten sei das Kommando über die Fregatte zu führen. Mit diesem Kriegsschiff trat Truxtun in den Quasi Krieg gegen Frankreich ein. Dieser Krieg kam nur zustande, da die Vereinigten Staaten von Amerika sich weigerten ihre verbleibenden Schulden nach der Französischen Revolution an Frankreich zu zahlen, welche sie dem gestürzten Regime noch schuldeten. Die Empörung der Franzosen darüber war derart hoch, so dass sie Angriffe auf amerikanische Handelsschiffe führten, um damit die Schulden einzutreiben. Wegen der nun ständigen französischen Angriffe auf amerikanische Handelsschiffe wurde Thomas Truxtun mit einem Geschwader in die Karibik entsandt. Die Fregatte, begleitet von zahlreichen kleineren Schiffen, operierte in den westindischen Gewässern zwischen St. Christopher und Puerto Rico. Mit an Bord auf der USS CONSTELLATION befand sich der junge und später berühmte John Rodgers ( 11. Juli 1772 in Havre de Grace, Maryland – 1. August 1838 in Philadelphia, Pennsylvania ), der der Acting First Lieutenant war. Am 9. Februar 1799 erlangte Truxtun einen seiner zwei berühmtesten Siege. Mit seinem Flaggschiff USS CONSTELLATION segelte er unabhängig von den anderen Schiffen des Geschwaders. Da traf er auf die französische Fregatte L’INSURGENTE, einem größeren und stärker bewaffneten Schiff, das von Captain Barreau befehligt wurde. Es entspann sich nun eine stundenlange Jagd. Erst dann konnte Truxtun den Feind zu einem Kampf zwingen. Dieses dauerte genau eine stunde und vierzehn Minuten. Erst nachdem die L’INSURGENTE fast ein Wrack war ließ Captain Barreau die Fahnen senken. Die Verluste auf französischer Seite waren hoch, 29 Mann der Besatzung tot und 44 zum Teil schwer verwundet. Auf amerikanischer Seite gab es nur einen Toten und zwei Verwundete. Das war der erste große Kampf eines amerikanischen Kriegsschiffes seit dem Unabhängigkeitskrieg. Die USS CONSTELLATION nahm das französische Schiff nun ins Schlepptau und brachte es nach St. Christopher. Dort wurde es repariert und in die United States Navy eingegliedert als USS INSURGENTE. Ihr erster Kommandant war Captain Alexander Murray ( 12. Juli 1755 in Chestertown, Maryland – 6. Oktober 1821 in Philadelphia, Pennsylvania ). Ein Jahr später, am 31. Januar 1800, sichtete Thomas Truxtun die französische 50-Kanonen-Fregatte La Vengeance, welche eine Breitseite von 559 Pfund hatte. Im Vergleich dazu hatte die USS CONSTELLATION nur eine Breitseite von 372 Pfund. Das amerikanische Schiff war am 30. Januar von Saint Kitts aus in See gestochen und traf am folgenden Tag auf die französische Fregatte unter dem Kommando von Captain de Vaisseau Francois Pitot. An Bord der Fregatte befanden sich Passagiere und Spezialgut. Das Schiff war auf dem Weg nach Frankreich und wollte die USS CONSTELLATION überholen. Den gesamten Tag über belauerten sich beide Schiffe bis es zum Kampf kam. Die Schlacht dauerte mehrere Stunden. Im Verlauf dieses Gefechts schaffte es die französische Fregatte zu fliehen. Die Takelage von dem amerikanischen Schiff war zu stark beschädigt und somit konnte es nicht mehr folgen. Thomas Truxtun kehrte entmutigt nach Jamaika zurück, wo das Schiff und die Takelage repariert werden konnte. 36 Stunden nach diesem Gefecht traf die USS CONSTELLATION auf den Schoner USS ENTERPRISE ( 1799 ) unter dem Kommando von Lieutenant Commander John Shaw ( 1773 in Mountmellick, County Laois, Irland – 17 September 1823 in Philadelphia, Pennsylvania ). Thomas Truxtun schickte die USS ENTERPRISE mit wichtigen Informationen nach Philadelphia. Nach einer Reparatur der USS CONSTELLATION in Jamaica, kehrte Truxtun mit der USS CONSTELLATION im März nach Philadelphia zurück. Hier wartete schon die letzte von sechs genehmigten Fregatten. Die USS PRESIDENT ( 1800 ), das schnellste Segelschiff, das am 10. April 1800 seinen Stapellauf erlebte. Thomas Truxtun erhielt das Kommando und am 5. August 1800 stach die USS PRESIDENT das erste Mal in See. Die Fahrt führte die Fregatte nach Guadeloupe in der Karibik, um dort Captain Stephen Decatur ( 5. Januar 1779 in Sinepuxent, Maryland – 22. März 1820 in Washington DC ) im Kampf gegen die Franzosen zu entlasten. Thomas Truxtun führte mit der USS PRESIDENT Routinepatrouillen während der letzten Tage des Quasi Krieges durch und eroberte mehrere amerikanische Handelsschiffe zurück. Ansonsten gab es keine größeren kämpfe mehr gegen französische Kriegsschiffe. Im März 1801 kehrte er mit der Fregatte nach Philadelphia zurück, nachdem am 3. Februar 1801 ein Friedensvertrag mit Frankreich ratifiziert worden war. Die von Thomas Truxtun errungenen Siege auf See machten ihn zum Helden. Als er am 29. März 1801 in Philadelphia anlegte, verlieh man ihm die Goldmedaille des Kongresses als ausdruck nationaler Wertschätzung für herausragende Leistungen. Er war damit der achte Empfänger dieser hohen Auszeichnung. Doch auch ein Konflikt innerhalb der sechs führenden Marineoffiziere schwelte da schon. Diese sechs amerikanischen Offiziere stritten sich über ihre eigenen Ränge. Heftig aneinander gerieten dabei Thomas Truxtun und Richard Dale ( 6. November 1756 in Portsmouth, Norfolk County, Virginia – 26. Februar 1826 in Philadelphia, Pennsylvania ). Truxtun war für wenige Monate der Präsident der US Navy und zog sich wegen dieses Streits aus der Marine zurück. Zunächst wohnte er in Perth Amboy, New Jersey und später in Philadelphia. Nachdem dann der Erste Barbary Krieg 1801 voll entbrannte, bot man ihm ein Kommando an. Doch Truxtun lehnte ab. Er wollte seinen wohlverdienten Ruhestand und bei seiner Familie sein. Außerdem konnte er jetzt sein tiefes Verständnis für die Kunst der Himmelsnavigation ausleben und aufzeichnen. Er war einer der wenigen Männer seiner Zeit, die solch ein tiefes Wissen darüber besaßen. Daher entwarf er das ursprüngliche Signalhandbuch für die Marine, schrieb den Vorgänger der heute geltenden Navy – Bestimmungen und ein Buch über Seetaktiken. Thomas Truxtun führte eine erfolglose Kampagne, um einen Sitz im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten zu erhalten. Von 1816 bis 1819 übernahm Truxtun das Amt des Sheriffs im Philadelphia County. Er starb am 5. Mai 1822 in Philadelphia und ist auf dem Christ Church Burial Ground begraben.


USS TRUXTUN ( DD-14 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS TRUXTUN ( DD-14 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu ehren von Commodore Thomas Truxtun benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das erste Schiff bei der TRUXTUN – Klasse.
Auf der Maryland Steel Comoany in Sparrows point, Maryland wurde am 13. November 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Isabelle Truxtun ( 11. November 1879 – 28. Dezember 1976 ), spätere Frau von Admiral Frank Hardeman Brumby ( 11.
September 1874 – 19. Juli 1950 in Athens, Cleke County, Georgia ), Tochter von Commodore William Talbot Truxtun ( 11. März 1824 in Philadelphia, Pennsylvania – 26. Februar 1887 in Norfolk, Virginia ), taufte am 15. August 1901 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Archibald Hilliard Davis ( 22. September 1866 in North Carolina – 18. September 1934 in Washington DC ), er erreichte den Rang eines Commander, stellte am 11. September 1902 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Ausbildungsfahrt gliederte man die USS TRUXTUN in die 2. Torpedo – Flottille. Lieutenant Davis war der Befehlshaber dieser Einheit. In dieser befand sich auch die USS WORDEN ( DD-16 ). Bis zum 14. Januar 1903 wurden mehrere Erprobungsfahrten durchgeführt, bei denen mehrere Versuche in den Gewässern vor Norfolk, Virginia mit Whitehead Mark 1 Torpedos und Geschützen erfolgten. Die endgültige Einsatzzulassung des neugebauten Schiffstyps für die US Navy erfolgte am 24. April 1903. Im August desselben Jahres nahm der Zerstörer an Manövern vor der Frenchman Bay in Maine teil. Zwischen dem 2. und 4. September 1906 beteiligte sich das Kriegsschiff an einer Flottenschau, die US Präsident Theodore Roosevelt, Jr.
( 27. Oktober 1858 in New York City – 6. Januar 1919 in der Oyster Bay, New York ) in der Oyster Bay, New York angesetzt hatte. An dieser Flottenschau nahm unter anderem der Monitor USS FLORIDA ( BM-9 ), der Hilfskreuzer USS YANKEE ( 1892 ) und der Zerstörer USS TRUXTUN. In diesen drei Tagen war an der Küste vor Portland, Maine auch eine gemeinsame Übung zwischen der US Army und der US Navy, an der der Zerstörer ebenfalls teilnahm. Am 26. September 1906 wurde die 2. Torpedo – Flottille zum Küstengeschwader innerhalb der Nordatlantikflotte umbenannt. Die USS TRUXTUN beteiligte sich mit den Schiffen dieses Geschwaders am Zieltraining mit Torpedos vor der Küste von Massachusetts. Anschließend fuhr der Zerstörer in die Norfolk Navy Yard für Reparaturarbeiten. Im folgenden Jahr 1907 begann das Kriegsschiff an Operationen entlang der US Ostküste und in der Karibik zu beteiligen. Die USS TRUXTUN lag im Herbst 1907 zwischen den einzelnen angesetzten Übungen in der Norfolk Navy Yard zusammen mit den Zerstörern USS HULL ( DD-7 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS HOPKINS ( DD-6 ), USS WHIPPLE ( DD-15 ) und USS STEWART ( DD-13 ). Schon am 2. Dezember 1907 verließ die USS TRUXTUN zusammen mit den Zerstörern USS HULL, USS HOPKINS, USS LAWRENCE, USS STEWART und USS WHIPPLE in Norfolk ihr Pier und fuhr nach Hampton Roads, Virginia. Diese Zerstörer bildeten einen Teil der Sicherungsschiffe für die Great White Fleet, in der sich 16 Schlachtschiffe befanden, auf deren ersten Etappe ihrer Weltumfahrung. Am 16. Dezember ging die „Good Will“ Fahrt los. An diesem Tag nahm US Präsident Theodore Roosevelt, Jr. die Flottenschau ab. Der erste Zwischenstopp wurde vom 23. bis 29. Dezember in Port of Spain, Trinidad eingelegt. In den Hafen von Rio de Janeiro, Brasilien liefen die Kriegsschiffe am 12. Januar 1908 ein und blieben dort bis zum 21. Januar. Danach begannen die Schiffe das Kap Hoorn zu umrunden. Ein Hafenbesuch vom 1. bis zum 7. Februar stand in Punta Arenas, Chile an und vom 20. bis 29. Februar in Callao, Peru. In der Magdalena Bay, Mexiko begannen die Schlachtschiffe und die Zerstörer vom 12. März bis zum 11. April mit einem Zielschießen. Am 6. Mai 1908 erreichte die Great White Fleet San Francisco, Kalifornien. Zwei Tage später erfolgte eine Flottenüberprüfung an der die Schlachtschiffe und die Zerstörer teilnahmen. Die sechs Zerstörer blieben an der US Westküste und wurden in San Diego, Kalifornien stationiert. Sie wurden der Pacific Torpedo Fleet zugeteilt, einer Organisation die nicht der Pazifikflotte administrativ angehörte. Die USS TRUXTUN musste sich dann Mitte 1908 einigen Reparaturen in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien unterziehen. Danach kehrte der Zerstörer nach San Diego zurück. Am 24. August 1908 verließ das Kriegsschiff zusammen mit der USS STEWART, USS WHIPPLE, USS PREBLE ( DD-12 ) und USS PERRY ( DD-11 ) den Hafen und fuhr zu den Hawaiianischen Inseln. Dort wurden mehrere Flottenübungen abgehalten, an denen unter anderen auch die Panzerkreuzer USS VIRGINIA ( ACR-5 ) und USS MARYLAND ( ACR-8 ) beteiligt waren. Nach Abschluss der Übungen ging die Fahrt über Samoa und der Magdalena Bay, Baja California an die US Westküste zurück. Am 1. Dezember legten die Kriegsschiffe im Hafen von San Diego, der Operationsbasis, an. Im Jahr 1910 wurde eine Übung vor der Küste von Alaska abgehalten. Anschließend erfolgte ein Hafenbesuch in Vancouver, Britisch Columbia, Kanada. Mit dabei waren neben der USS TRUXTUN die Zerstörer USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS PAUL JONES und USS STEWART. Die USS TRUXTUN selber besuchte außerdem noch den Häfen von Seattle, Washington und in Alaska die Häfen von Sitka, Seward, Skagway und Juneau. Im folgenden Jahr blieb der Zerstörer mit der pazifischen Torpedoflotte aktiv und unternahm von San Diego aus mehrere Kreuzfahrten. Am 25. März 1912 gründete Rear Admiral Alfred Reynolds ( 7. September 1853 in Hampton City, Virginia – 9. September 1936 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) die Pazifik Reserveflotte. Diese Organisation wurde auf die Reaktion wegen des staken Arbeitskräftemangels hin gegründet und war mit der heutigen Reserveflotte nicht vergleichbar. Am 1. Juni 1912 versetzte man die USS TRUXTUN in diese Reserveflotte. Der Zerstörer blieb aber weitestgehend aktiv und stach regelmäßig in See, um die Maschinen zu überprüfen und damit die Mannschaft auf ihrem Ausbildungsstand blieb. Der Reservestatus war allerdings nur von kurzer Dauer. Man stellte das Kriegsschiff am 12. Oktober  1912 wieder in den Dienst der US Navy. Gleich darauf bugsierte man für umfangreiche Überholungsarbeiten die USS TRUXTUN auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo in das Trockendock Nummer 2, wo ebenfalls die Zerstörer USS PREBLE, USS PAUL JONES, USS STEWART und USS WHIPPLE noch am 26. Dezember 1912 lagen. Nach dem ausdocken folgten für die USS TRUXTUN Torpedo- und Schießübungen sowie Minensuchoperationen. Der Zerstörer fuhr zusammen mit der USS WHIPPLE und anderen amerikanischen Kriegsschiffen nach Mazatlan, Mexiko, nachdem dort Anfang 1914 Unruhen unter der Bevölkerung ausgebrochen waren. Die beiden Kriegsschiffe sollten die amerikanischen Interessen während der dortigen politischen Erschütterungen schützen. Daher überwachten beide Zerstörer am 26. April 1914 das mexikanische Kanonenboot MORALES. Auch im Sommer des Jahres 1916 waren beide Zerstörer vor der mexikanischen Westküste und patrouillierten dort während der mexikanischen Revolution und Bürgerkrieges zum Schutze amerikanischer Interessen. Das US Navy Department entschied am 24. Februar 1916, dass die Zerstörer Nummer 1 bis 16 wegen ihrer desolaten Verarbeitung nicht mehr für den Dienst innerhalb der Flotte eingesetzt werden können. Diese Zerstörer wurden fortan als Küstentorpedoschiffe eingestuft. Jedoch hinderte dies die USS TRUXTUN nicht, eine aktive Karriere am tobenden Krieg in Europa zu beginnen. Zuvor allerdings gehörte der Zerstörer bis Juli 1916 der Reservedivision der Coast Torpedo Force an. Anschließend führte das Kriegsschiff sporadische Kreuzfahrten entlang der kalifornischen Küste durch, damit die Mannschaft ihre Gefechtsbereitschaft halten konnte. In dieser Zeit hatte man allerdings ein Problem in Bezug der aktiven Offiziere und der vorhandenen aktiven Kriegsschiffe, die für einen eventuellen Kriegseintritt der USA in den Ersten Weltkrieg zur Verfügung hatte. Lieutenant ( Junior Grade ) James Grady Ware ( 20. August 1888 im Todd County, Kentucky – 6. November 1954 ) war diesbezüglich ein solcher spezieller Fall. Er übernahm am 16. September 1916 das Kommando über den Zerstörer USS HOPKINS ( DD-6 ), das er bis zum 10. April 1917 behielt. Gleichzeitig übernahm er am 11. November 1916 das Kommando über die USS TRUXTUN. Mit diesem Zerstörer durchquerte er am 18. Februar 1917 den Panamakanal und begann auf der atlantischen Seite vor Colon zu patrouillieren. Noch am selben Tag übergab er das Kommando über die USS TRUXTUN an Lieutenant ( Junior Grade ) Harvey Shadle Haislip ( 12. Juli 1889 in Fredericksburg, Rockbridge County, Virginia – 3. September 1978 in Santa Clara, Kalifornien ), dem nach ihm ranghöchsten Offizier an Bord, und wechselte bis zum 20. März 1917 an Bord der USS HOPKINS. An diesem Tag übernahm Ware wieder das Kommando über die USS TRUXTUN. LTJG Haislip blieb an Bord. Am 6. April traten die USA durch die Kriegserklärung an das Deutsche Kaiserreich in den Ersten Weltkrieg ein. An diesem Tag verließ die USS TRUXTUN ihr Einsatzgebiet vor dem Panamakanal und den Gewässern vor Colon und fuhr gezielt nach Süden zu den kolumbianischen Gewässern. Im Hafen von Puerto Colombia, Kolumbien lag das deutsche Passagierschiff SS PRINZ AUGUST WILHELM. Dieses war am 1. August 1914, mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs, in Santa Martha, Kolumbien interniert und später nach Puerto Colombia geschleppt worden. Von See aus wurden von der USS TRUXTUN bis zum 14. April sämtlichen Aktivitäten rund um das Passagierschiff beobachtet. An diesem 14. April wurde der Zerstörer von der USS STEWART abgelöst. Die SS PRINZ AUGUST WILHELM wurde am 22. April 1918 auf Anordnung der Deutschen Botschaft von der Besatzung in Brand gesetzt und sank vier Tage später. Die Feinde Deutschlands sollten das Schiff nicht in die Hände bekommen. Die USS TRUXTUN kehrte indes am 14. April nach Colon zurück. Fast drei Monate lang patrouillierte der Zerstörer nun auf der pazifischen Seite des Panamakanals und befuhr die Küstengewässer zwischen Kolumbien und Panama. Außerdem fungierte das Kriegsschiff in regelmäßigen abständen als U-Boot Tender. Am 4. Juli 1917 durchquerte die USS TRUXTUN den Panamakanal. Am folgenden Tag verließ der Zerstörer zusammen mit der USS WHIPPLE, USS STEWART und USS PREBLE die Gewässer und fuhr nach Norden. Am 13. Juli wurde Hampton Roads, Virginia erreicht. Bis Ende August patrouillierte die USS TRUXTUN in der Chesepeake Bay, Virginia und führte mehrere Übungen vor der Küste durch. Der Zerstörer besuchte in diesen Tagen die Häfen von New York und Philadelphia und eskortierte das Schlachtschiff USS TEXAS ( BB-35 ) entlang der US Ostküste. Dann legte die USS TRUXTUN in der Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania an und wurde auf die Fahrt über den Atlantik vorbereitet. Am 31. August stach der Zerstörer in See und fuhr in das sogenannte Atlantikkriegsgebiet. Durch dieses Gebiet mussten die Versorgungsschiffe, die nach Europa unterwegs waren. Hier lauerten auch deutsche U-Boote auf ihre Beute. Nach einem kurzen Zwischenstopp auf den Bermudas fuhr das Kriegsschiff zu den Azoren weiter. Dort machte man es am 16. September im Hafen von Ponta Delgada fest. Von hier aus operierte die USS TRUXTUN die nächsten drei Monate als Eskorte und sicherte die Transportschiffe von und zu den strategisch wichtigen Inseln. Zusammen mit der USS WHIPPLE eilte man dem einzeln fahrenden Transporter SS CAPRONI entgegen, der wegen mehrere Sichtungen von U-Booten um Hilfe bat, und übernahm am 30. September die Eskorte bis zu den Azoren. Dort legten die drei Schiffe am 3. Oktober in Ponta Delgada an. Mitte Oktober fuhr die USS TRUXTUN wegen einer Patrouillenfahrt bis nach Funchal, Madeira und zurück. Am Ende des Monats Oktober beteiligte sich der Zerstörer an der Suche Überlebender von einem Transportschiff das von einem deutschen U-Boot torpediert und versenkt worden war. Am 6. Dezember verließ das Kriegsschiff die Azoren und fuhr über Gibraltar nach Frankreich. Die USS TRUXTUN lief am 15. Dezember in den Hafen von Brest ein. Von diesem Hafen aus eskortierte der Zerstörer Schiffskonvois zu ihren Zielhäfen und führte während der letzten Tage des Ersten Weltkrieges Patrouillen gegen deutsche U-Boote durch. Am 17. April 1918 kam es dann zu einem folgenschweren Vorfall. In der Bucht von Quiberon lag das mit Sprengstoff beladene Transportschiff SS FLORENCE H. ( 3.819 BRT ). Gegen 23:00 Uhr lodern an Bord des Schiffes Flammen. Innerhalb weniger Minuten steht der Bug in einem gewaltigen Feuermeer. Die in ihren Kojen liegenden Seeleute versuchen verzweifelt ins Freie zu gelangen, da der Rauch und die Flammen schon in die Gänge eindringen. Vierzig Minuten lang gibt es im innern des Schiffes Explosionen. Dann beginnt es zu sinken. Der immer noch unter Volldampf stehende Kessel wird vom Wasser erreicht und explodiert. Diese Explosion zerreißt das Schiff. Ein Schauer von Metalltrümmern wurde in alle Richtungen geschleudert. Die USS TRUXTUN ereichte zusammen mit der USS STEWART und USS WHIPPLE die Unfallstelle. Von den 77 Besatzungsmitgliedern können 32 Männer gerettet werden. Davon sind 14 schwer verbrannt. Keiner der Offiziere überlebte das Inferno. Fünf Tage später werden die Überlebenden an Bord des Transportschiffes USS AMERICA ( 1905 ) übergeben und kommen am 1. Mai zurück in die Vereinigten Staaten. Lieutenant Ware und Lieutenant ( Junior Grade ) Haislip erhielten für ihren unerschütterlichen Mut, Überlebende des Munitionstransportschiffes zu retten, die Distinguished Service Medal verliehen. Am 18. Mai 1918 eskortierte die USS TRUXTUN einen Schiffskonvoi in Richtung der französischen Küste. Gegen 9:00 Uhr bemerkte man auf dem Zerstörer eine Störung unter Wasser und machte das Kriegsschiff klar zum Gefecht. Es wurden mehrere Wasserbomben abgeworfen nach einem vorgegebenen Muster. Außerdem feuerten die Geschützmannschaften mehrere Granaten auf das unter Wasser fahrende Schiff. Von den abgeworfenen Wasserbomben funktionierten nur wenige, die den Sprengstoff zur Explosion brachten. Das deutsche U-Boot, vermutlich war es SM UC-56, Kommandant Kapitänleutnant der Reserve Wilhelm Kiesewetter ( 28. Oktober 1878 in Leipzig –  ? ), konnte mit einigen Beschädigungen fliehen. Das U-Boot musste am 24. Mai in den spanischen Hafen Santander wegen mechanischen Problemen einlaufen und wurde hier interniert. Die USS TRUXTUN verließ gegen 9:30 Uhr den Schauplatz des Kampfes und eilete dem zu eskortierenden Schiffskonvoi hinterher. Der Zerstörer erledigte seine routinemäßigen Patrouillenaufgaben bis zum Ende der Feindseligkeiten. Am 11. Dezember fuhr die USS TRUXTUN zusammen mit den Zerstörern USS WHIPPLE, USS STEWART, USS WORDEN, USS PRESTON ( DD-19 ), USS LAMSON ( DD-18 ) und USS FLUSSER ( DD-20 ) einem Schiffskonvoi entgegen. Dieser Konvoi war am 4. Dezember 1918 von New York aus in See gestochen. An Bord des Truppentransporters SS GEORGE WASHINGTON befand sich neben den amerikanischen Vertretern, die zur Pariser Friedenskonferenz wollten, auch der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ). Am 13. Dezember erreichte die SS GEORGE WASHINGTON die Gewässer vor dem französischen Hafen Brest. In diesen Hafen liefen neben der USS TRUXTUN, USS WHIPPLE, USS STEWART, USS WORDEN, USS LAMSON, USS PRESTON und USS FLUSSER  auch der Zerstörer USS CUMMINGS ( DD-44 ), zehn Schlachtschiffe und zwanzig weitere Zerstörer ein. Damit war eine eindrucksvolle Demonstration der amerikanischen Seestärke geschaffen. Am 18. Dezember 1918 verlässt die USS TRUXTUN die französische Küste und fuhr zusammen mit den Zerstörern USS WHIPPLE, USS STEWART, USS PRESTON, USS LAMSON, USS FLUSSER ( DD-20 ) und USS WORDEN ( DD-16 ) zuerst nach Ponta Delgada, Azoren, danach zu den Bermudas und erreichte am 3. Januar 1919 den Delaware River. Noch am selben Tag legte die USS TRUXTUN in der Philadelphia Navy Yard an. Dort lagen an den Reserve Kais mehrere Zerstörer. So die USS TRUXTUN, USS PREBLE, USS WHIPPLE, USS PAUL JONES, USS PERRY, USS STEWART, USS WORDEN, USS LAMSON, USS HULL, USS HOPKINS, USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Dann erfolgte für den Zerstörer am 18. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS TRUXTUN ( DD-14 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 3. Januar 1920 an die Joseph G. Hitner Company in Philadelphia. Das ehemalige Kriegsschiff wurde 1921 zu einem Handelsschiff umgebaut und transportierte Bananen. Am 5. September 1938 brach an Bord des Schiffes im Hafen von Aux Cayes, Haiti Feuer aus. Nach den erfolgreichen Löscharbeiten wurde es wieder aufgebaut und erst 1956 verschrottete man das Schiff.    


USS TRUXTUN ( DD-14 )
Commanding Officer
 

 LT Archibald Hilliard Davis    11. September 1902 – 18. Juli 1903
LT Henry Kennedy Benham    18. Juli 1903 – 16. April 1904
LT Walter Selwyn Crosley    16. April 1904 – 30. März 1905
LCDR Clark Daniel Stearns     30. März 1905 – 7. Juli 1906
ENS John Vincent Babcock    7. Juli 1906 – 4. Juli 1907
LT Louis Clark Richardson    4. Juli 1907 – 18. November 1907
LT Charles Sylvanus Kerrick    18. November 1907 – 1. März 1909
ENS Randolph Perry Scudder    1. März 1909 – 27. Januar 1912
ENS Sydney Moses Kraus    27. Januar 1912 – 8. Juni 1912
LT Charles Adams Blakely    8. Juni 1912 – 20. Juli 1912
LT John Enoch Pond    20. Juli 1912 – 5. Oktober 1912
LTJG Thomas Alexander Symington    5. Oktober 1912 – 16. August 1913
LT Eugene Edward Wilson    16. August 1913 – 30. September 1913
LT Robert Frank Gross    30. September 1913 – 27. Dezember 1913
LT Edwin Guthrie    27. Dezember 1913 – 18. September 1914
LTJG Robert Grimes Coman    18. September 1914 – 6. Mai 1915
LT Gillette    6. Mai 1915 – 5. September 1915
LT Daniel Judson Callaghan    5. September 1915 – 11. November 1916 (später RADM)
LTJG James Grady Ware    11. November 1916 – 18. Februar 1917
LTJG Harvey Shadle Haislip    18. Februar 1917 – 20. März 1917
LT James Grady Ware    20. März 1917 – 30. April 1919
LT James Dawson Brown    30. April 1919 – 18. Juli 1919

USS FLUSSER ( DD-20 )

USS FLUSSER ( DD-20 )

Biografie

Charles Williamson Flusser
* 27. September 1832 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland
† 19. April 1864 auf der USS MIAMI bei einer Granatenexplosion bei Plymouth, Washington County, North Carolina
war ein Offizier in der United States Navy während des amerikanischen Bürgerkriegs

Charles Williamson Flusser war der Sohn von Charles Thomas Flusser ( 1798 in Prag, Böhmen – 1858 in Louisville, Jefferson County, Kentucky ) und Juliana Waters Flusser ( 1805 – 1875 ). Der Vater von Charles Thomas war Wilhelm Flusser in Prag der Handelsfürst schlechthin und seine Mutter Pauline Mayfield war die Tochter der Geldverleiher des Königs. Beide heirateten1797 in Calais. Charles Thomas wanderte 1816 über Genua nach Amerika aus und landete in Baltimore.1821 wechselte er nach Annapolis und heiratete 1827 Juliana Waters.
Charles Williamson Flusser war das achte von neun Kinder. Dabei waren zwei Zwillingsgeburten.
1847 trat er in die United States Naval Academy ein und schloss diese 1853 erfolgreich ab. Man beförderte Flusser am 15. September 1855 zum Master und am folgenden Tag zum Lieutenant. Er diente in diesen Tagen im südamerikanischen Geschwader. Anfang 1861 berief man Lieutenant Flusser in die United States Naval Academy in Annapolis. Hier sollte er den Umzug nach Fort Adams in Newport, Rhode Island überwachen. Ende 1861 diente er im Blockadedienst vor der Küste von Georgia, bevor er während des amerikanischen Bürgerkrieges das Kommando über das Kanonenboot USS COMMODORE PERRY ( 1858 ) übertragen bekam. Dieses Kanonenboot nahm an der Burnside Expedition gegen Häfen des konföderierten Staates North Carolina teil. Mit der USS COMMODORE PERRY war Flusser hauptsächlich am 10. Februar 1862 am Erfolg in der Schlacht um Elizabeth City, North Carolina beteiligt. Flusser wurde im Juli 1862 zum Lieutenant Commander befördert und übernahm das Kommando über alle Kanonenboote der Union im Albemarle Sound. Im Oktober 1862 erfolgte die Expedition gegen Franklin, Virginia, wobei sein Schiff nur knapp der Eroberung durch konföderierte Truppen entkam. LCDR Flusser befand sich in den ersten Monaten des Jahres 1864 an Bord des Seitenraddampfers USS MIAMI ( 1861 ) und patrouillierte an der Küste von North Carolina. Lieutenant Commander Flusser kämpfte an der Seite seiner Schiffsbesatzung auf der USS MIAMI als es zu einem Kampf am 19. April 1864 gegen das konföderierte Panzerschiff CSS ALBEMARLE kam. Während dieses Kampfes feuerte er selbst eine Granate mit 10 Sekunden Zeitzünder auf das konföderierte Panzerschiff ab. Doch diese Granate prallte an der Panzerung des Panzerschiffes ab und landete wieder auf dem Deck der USS MIAMI, vor den Füßen von Flusser, wo sie explodierte und ihn tötete.

Vier Schiffe wurden bei der US Navy zu Ehren von Charles Williamson Flusser benannt.
Das erste Schiff war der Schoner USS FLUSSER ( 1864 ).
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS FLUSSER ( DD-20 ) aus der SMITH – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS FLUSSER ( DD-289 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS FLUSSER ( DD-368 ) aus der MAHAN – Klasse.


USS FLUSSER ( DD-20 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS FLUSSER ( DD-20 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Commander Charles Williamson Flusser benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierte Schiff aus der SMITH – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Company in Bath, Maine wurde am 3. August 1908 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Genevieve Virden, Großnichte von LCDR Charles Williamson Flusser, taufte am 20. Juli 1909 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander James Proctor Morton ( 8. Februar 1874 in Rockford, Blount County, Tennessee – 12. November 1928 ) stellte am 28. Oktober 1909 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Wenige Tage nach der Indienststellung stach die USS FLUSSER von Bath aus in See und fuhr entlang der US Ostküste südwärts. Auf dieser Fahrt wurden die Ausbildung der Mannschaft und gleichzeitig eine Erprobung des Schiffes durchgeführt. Am 17. Dezember 1909 legte der Zerstörer im Hafen von Charleston, South Carolina an, seinem Heimathafen. Von hier aus nahm das Kriegsschiff an den regulären Einsätzen und Operationen der Atlantik Torpedo Flotte teil. So beteiligte die USS FLUSSER an Übungen in der Karibik und vor der Küste Neuenglands. Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs auf europäischem Boden stellten sich die USA vollständig hinter die Länder der Entente und öffneten ihre Häfen für deren Schiffe und internierten im Gegenzug zivile Schiffe des Deutschen Kaiserreichs. Ab August 1916 versetzte man die USS FLUSSER in den Hafen von New York. Von hier aus begann der Zerstörer mit seinen Neutralitätspatrouillen bis in den Long Island Sound. Grund dafür waren deutsche U-Boote die auf dem Atlantik Jagd auf Handelsschiffe der Entente durchführten. Ende 1916 musste das Kriegsschiff nach New Orleans, Louisiana. Hier waren dringend erforderliche Reparaturen auszuführen. Anfang 1917 kehrte die USS FLUSSER zu ihren Neutralitätspatrouillen vor New York zurück und blieb dort bis zum 30. Juli. Mittlerweile hatten die USA am 6. April 1917 dem Deutschen Kaiserreich den Krieg erklärt und begannen nun offen mit der Versorgung der Entente Mächte mit Kriegsmaterial und anderen Hilfsgütern. Am 30. Juli verließ der Zerstörer die US Ostküste und beteiligte sich an der Eskorte von Handelsschiffen bis nach Ponta Delgada, Azoren. Von hier aus patrouillierte das Kriegsschiff die folgenden zwei Monate und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Mitte Oktober verließ die USS FLUSSER wieder die Azoren und fuhr nach Brest, Frankreich. Der Zerstörer lief am 22. Oktober in den Hafen ein und beteiligte sich bis zum 9. Dezember 1918 an Patrouillen- und Eskortierfahrten entlang der französischen Küste bis in den Ärmelkanal hinein. Am 11. Dezember 1918 verließ die USS FLUSSER Brest und fuhr zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN ( DD-14 ), USS WHIPPLE ( DD-15 ), USS STEWART ( DD-13 ), USS WORDEN ( DD-16 ), USS LAMSON ( DD-18 ) und USS PRESTON ( DD-19 ) einem Schiffskonvoi entgegen. Dieser Konvoi war am 4. Dezember 1918 von New York aus in See gestochen. An Bord des Truppentransporters SS GEORGE WASHINGTON befand sich neben den amerikanischen Vertretern die zur Pariser Friedenskonferenz wollten, auch der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ). Am 13. Dezember erreichte die SS GEORGE WASHINGTON die Gewässer vor dem französischen Hafen Brest. In diesen Hafen liefen neben der USS FLUSSER, USS TRUXTUN, USS WHIPPLE, USS STEWART, USS PRESTON, USS LAMSON und USS  WORDEN auch der Zerstörer USS CUMMINGS ( DD-44 ), zehn Schlachtschiffe und zwanzig weitere Zerstörer ein. Damit war eine eindrucksvolle Demonstration der amerikanischen Seestärke geschaffen. Am 18. Dezember stach die USS FLUSSER wieder in See und verlässt die französische Küste. Der Zerstörer fuhr zusammen mit der USS STEWART, USS WORDEN, USS TRUXTUN, USS PRESTON, USS LAMSON und USS WHIPPLE zuerst nach Ponta Delgada, Azoren, danach zu den Bermudas, wo jedes Mal die Kohlebunker aufgefüllt wurden, und erreichte am 31. Dezember 1918 den Hafen von Charleston. Später wechselte der Zerstörer in die Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania und wurde an den Reserve Kais festgemacht. Dort lagen schon mehrere Zerstörer. So die USS WHIPPLE, USS TRUXTUN, USS STEWART, USS LAMSON, USS PREBLE ( DD-12 ), USS PAUL JONES ( DD-10 ), USS PERRY ( DD-11 ), USS HULL ( DD-7 ), USS HOPKINS ( DD-6 ), USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Dann erfolgte für den Zerstörer am 14. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS FLUSSER ( DD-20 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 21. November 1919 zum verschrotten.


USS FLUSSER ( DD-20 )
Commanding Officer
 

LCDR James Proctor Morton    28. Oktober 1909 – 12. Oktober 1911
LT William Henry Allen    12. Oktober 1911 – 20. August 1912 (später RADM)
LT William Frederick Halsey, Jr.    20. August 1912 – 5. September 1913 (später FADM)
LCDR William Ancrum    5. September 1913 – August 1916
LT Ralph Gordon Walling    August 1916 – 4. Dezember 1917
LCDR Francis Arthur LaRoche    4. Dezember 1917 – 15. Mai 1918
LCDR Edward Gladstone Haas    15. Mai 1918 – 10. Juli 1918
LCDR Harry George Black    10. Juli 1918 – 18. September 1918
LCDR Francis Arthur LaRoche    18. September 1918 – 3. März 1919
LT Alexander Dean Douglas    3. März 1919 – 30. April 1919
LCDR Benjamin Perlman    30. April 1919 – 14. Juli 1919

USS WHIPPLE ( DD-15 )

USS WHIPPLE ( DD-15 )

Biografie

Abraham Whipple
* 26. September 1733 in Providence, Rhode Island, britische Kolonie
† 27. Mai 1819 in Marietta, Washington County, Ohio
war ein Offizier in der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und später der Gründer von Marietta, Ohio

Abraham Whipple war der Sohn von Noah Whipple, Jr. Er heiratete am 2. August 1761 Sarah Hopkins ( 1739 – 14. Oktober 1818 ). Deren Eltern waren Captain John Hopkins ( 1713 – 1. Februar 1744 oder 1745 ) und Catherine Turpin Hopkins ( 1719 – 1749 ). Abraham und Sarah hatten drei Kinder, John, Cathrine Whipple Sproat ( 25. Januar 1762 in East Providence, Providence County, Rhode Island – 15. Juli 1835 in Detroit, Wayne County, Michigan ), die von der Conitental Army Colonel Ebenezer Sproat ( 9. Februar 1752 in Middleboroughm Plymouth County, Massachusetts – 7. Januar 1805 in Marietta, Washington County, Ohio ) heiratete und mindestens ein gemeinsames Kind hatten, und Mary.
Als die amerikanischen Kolonisten anfingen, sich der von ihnen als unfair empfundenen Unterdrückung durch die britische Krone zu widersetzen, wurden sogenannte trotzige Taten immer häufiger. Ende Januar 1772 segelte Leutnant William Dudingston mit dem britischen Zollschoner HMS GASPEE in die Narragansett Bay von Rhode Island, um die Zollabfertigung und die obligatorische Kontrolle der Ladung auf den Handelsschiffen zu erzwingen. Dudingston legte Anfang Februar in Newport, Rhode Island an und traf sich dort mit Gouverneur Joseph Wanton, Sr. ( 15. August 1705 in Newport, Rhode Island, britische Kolonie – 19. Juli 1780 ). Beide tauschten sich über die zu kontrollierenden Steuervorschriften auf den Schiffen und Booten der Kolonisten aus. Wanton, Sr. appellierte dabei an die Vernuft von Lieutenant Dudington, Repressalien gegen die Kolonisten zu vermeiden. Kurz nachdem Dudingston begonnen hatte mit dem Zollschoner HMS GASPEE in der Narragansett Bay zu patrouillieren, wurde am 17. Februar die Schaluppe FORTUNE zum beidrehen aufgefordert und inspiziert. Auf der Schaluppe wurden 12 Fässer mit nicht deklariertem Rum beschlagnahmt. Die FORTUNE und der Rum wurden nach Boston geschickt, da Dudingston glaubte, dass die Kolonisten ihr Eigentum zurückfordern würden wenn dieses in Rhode Island bleibe. In den folgenden Monaten verschärfte der Lieutenant sogar noch die Repressalien gegen die Kolonisten. Selbst auf ein Schreiben von Wanton, Sr. an den britischen Admiral John Montagu ( 1719 in Lackham, Wiltshire – 1795 in Fareham, Hampshire ), dem Vorgesetzten von Dudingston, mit der Bitte die Kolonisten nicht zu verärgern, wurde höhnisch beantwortet. Dudingston verstieß nun offen gegen die Charta der Kolonie, indem er ohne Vorlage seiner Provision handelte und selbst Kolonisten an Land ausplünderte. Am 8. Juni 1772 traf aus New York kommend die Schaluppe HANNAH in Newport ein. Der Kapitän meldete sich wie üblich beim Zollamt und fuhr am folgenden Tag den Fluss hinauf. Dudingston nahm mit der HMS GASPEE die Verfolgung auf und wollte in seiner üblichen Weise die Schaluppe nochmals inspizieren und wenn nötig auch ohne Fund diese konfiszieren. Doch bei Namquit, in der Nähe von Pawtuxet, lief der britische Zollschoner auf Grund. Die HANNAH konnte fliehen. Dudingston hoffte nun auf die Flut damit er sein Schiff wieder flott bekam. Doch in der hereinbrechenden Nacht begannen sich fünfzig Kolonisten um Captain Abraham Whipple im Haus von James Sabin zu sammeln. John Brown I. ( 27. Januar 1736 in Providence, Rhode Island, Britische Kolonie – 20. September 1803 in Providence, Rhode Island ), amerikanischer Kaufmann, Sklavenhändler und Staatsmann, stellte den aufgebrachten Kolonisten acht Langboote mit je fünf Ruderer zur Verfügung. Kurz nach 22:00 Uhr legten die Männer unter dem Kommando von Captain Abraham Whipple ab und fuhren in Richtung der HMS GASPEE. Erst nach Mitternacht wurde das britische Zollschiff erreicht. Die britische Nachtwache grüßte die Ankommenden freundlich, erhielt aber keine Antwort. Lieutenant Dudingston wurde schnell gerufen, um weitere Befehle zu erhalten. Auch dieser rief den Ankommenden einen fröhlichen Gruß entgegen, erhielt aber ebenso keine Antwort. Nur Captain Whipple ließ sich herab und warf dem Briten mehrere Schimpfwörter entgegen. Daraufhin wurden von beiden Seiten die mitgeführten Pistolen und Musketen abgefeuert. Lieutenant Dudingston erhielt eine Kugel in die Leiste, abgefeuert von Joseph Bucklin. In dem Moment wie der Lieutenant zusammenbrach, enterten auch schon die Kolonisten den britischen Schoner und übernahmen das Kommando. Die britische Mannschaft wurde gefesselt und von Bord gebracht, während Dudingston von Dr. John Mawney ärztlich versorgt wurde, der allerdings etwas später an seiner Schussverletzung starb. Das war das erste britische Blutvergießen im heraufziehenden amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Ein Meilenstein der zeigte, dass sich die Kolonisten nicht alles von den Schergen der britischen Majestät gefallen ließen. Nachdem dann Lieutenant Dudingston dann ebenfalls von Bord der HMS GASPEE gebracht worden war, zündete Abraham Whipple und John Brown I. den Zollschoner an. Alle Kolonisten kehrten unversehrt nach Providence zurück. Am folgenden Tag erhielt Captain Whipple einen Brief von Captain James Wallace ( 1731 in Loddon, Norfolk, England – 6. März 1803 ), Kommandant des 20 Kanonen führenden Postschiffes HMS ROSE. In dem Schreiben stand, dass Abraham Whipple am 10. Juni 1772 das Schiff seiner Majestät, die HMS GASPEE, verbrannt habe. Dafür werde er hängen. Abraham Whipple schrieb dem Captain zurück: „Sir, hängen Sie immer schon einen Mann, während sie diesen noch einfangen müssen“. Die Briten forderten von Gouverneur Joseph Wanton, Sr. die Festnahme und den Prozess gegen all jene Personen die an der Vernichtung der HMS GASPEE und an der Ermordung von Lieutenant Dudingston beteiligt waren. Weder der Gouverneur von Rhode Island von seine Stellvertreter hatten einen Grund dieser Forderung nachzugehen.
Drei Jahre später erhoben sich dann die Kolonisten und der amerikanische Bürgerkrieg begann. Die Generalversammlung von Rhode Island übergab Commodore Abraham Whipple zwei Schiffe zur Verteidigung des Handels der Kolonie. Das war die Schaluppe KATY, die John Brown zur Verfügung stellte und die kleinere Schaluppe USS WASHINGTON. Am 15. Juni 1775, dem Tag an dem Seekapitän Abraham Whipple seine Ernennung zum Commodore erhielt, führte er seine Männer im Kampf um die Eroberung des Tenders der HMS ROSE. Whipple selber kreuzte in dieser Zeit mit den beiden kleinen Kriegsschiffen in der Narragansett Bay zur Sicherung der Handelsschiffe der Kolonisten. Mit dem Einzug des Winters segelte er in Richtung Süden bis zu den Bermudas, um Schießpulver zu beschaffen. Auf dem Rückweg transportierte Whipple auch Rekruten der Continental Army bis nach Philadelphia. Hier übernahmen Agenten des Kontinentalkongresses die USS KATY. Um dem Postschiff Paroli bieten zu können, wurde auf der Werft von John Brown diese Schaluppe in die Kriegsschaluppe USS PROVIDENCE ( 1775 ) umgebaut. Das Kommando über dieses Kriegsschiff erhielt am 3. Dezember 1775 First Lieutenant John Paul Jones ( 6. Juli 1747 in Arbigland, Kirkcudbrightshire, Schottland – 18. Juli 1792 in Paris, Frankreich ). Doch dieser erhielt schon zwei Tage später von der Continental Navy die Order sich an Bord der 24 Kanonen führenden Fregatte USS ALFRED zu melden. Am 22. Dezember ernannte man Abraham Whipple zum Captain der Continental Navy. Er erhielt das Kommando über das 24 Kanonen führende Schiff USS COLUMBUS, welches im November von Willing, Morris & Co. gekauft und umgerüstet worden war. Vom 17. Februar bis zum 8. April 1776 befehligte Whipple die USS COLUMBUS. In dieser Zeit nahm er zusammen mit den anderen fünf Schiffen des Geschwaders von Commodore Esek Hopkins ( 26. April 1718 in Scituate, Kolonie Rhode Island and Providence Plantations – 26. Februar 1802 in Providence, Rhode Island ) an der Expedition nach New Providence auf den Bahamas teil. Hier wurde die erste amphibische Marineoperation zwischen der Continental Navy und dem Marine Corps durchgeführt. Man beschlagnahmte in der britischen Besatzung in Nassau alle wichtigen militärischen Vorräte. Auf der Rückfahrt eroberte das amerikanische Geschwader am 4. April den britischen Schoner HAWK und am folgenden Tag die Brigg BOLTON. Am 6. April kam zu der Begegnung zwischen dem Geschwader und dem britischen Postschiff HMS GLASGOW das zwanzig Kanonen führte und auf seiner Jungfernfahrt war. Der Kampf tobte drei Stunden lang. Die HMS GLASGOW konnte entkommen, nur das mitgeführte Hilfsschiff konnte von den Kolonisten erobert werden. Aus Mangel an geeigneten Kapitänen beließ man Whipple das Kommando über die USS COLUMBUS. Mit diesem Schiff konnte er noch im selben Jahr vor der Küste New Englands fünf britische Handelsschiffe aufbringen. 1777 kreuzte er mit dem Schiff zur Sicherung vor der amerikanischen Küste. Am 27. März 1778 musste die Columbus vor einem britischen Geschwader fliehen und fuhr auf Point Judith, Rhode Island zu. Abraham Whipple ließ die USS COLUMBUS auf Grund fahren. Die gesamte Takelage und die Segel wurden von der Mannschaft geborgen und an Land gebracht. Von hier aus mussten sie unverrichteter Dinge zusehen wie ihr Schiff von den Briten in Brand geschossen wurde. Captain Whipple erhielt nun das Kommando über 28 Kanonen führende Fregatte USS PROVIDENCE ( 1776 ). Dieses Kriegsschiff war im Mai 1776 zu Wasser gelassen worden, konnte aber wegen einer britischen Blockade im Providence River nicht auslaufen. Whipple übernahm nun mit seinen Männern die Fregatte und ließ sie zum auslaufen startklar machen. Am 30. April 1778 startete er den Versuch mit der USS PROVIDENCE sich aus der Blockade zu befreien. Auf dieser riskanten Fahrt kam es auch zu Gefechten mit den Briten. So konnte die HMS LARK durch eine abgefeuerte Breitseite schwer beschädigt werden. Ein anderes britischen Kriegsschiff wurde auf der Flucht überholt. Dann war die PROVIDENCE frei und konnte unbehelligt nach Frankreich fahren. Whipple erreichte Paimboeuf. Abraham Whipple erwarb in Frankreich Waffen und militärisches Zubehör für Schiffe der Continental Navy, die sich noch im Bau befanden, und fuhren anschließend nach Brest, Frankreich. Hier lag schon die 24 Kanonen führende Fregatte USS BOSTON, die unter dem Kommando von Samuel Tucker ( 1. November 1747 in Marblehead, Massachusetts – 10. März 1833 in Bremen, Maine ) den amerikanischen Konsul John Adams ( 30. Oktober 1735 in Braintree, Massachusetts Bay, britische Kolonie – 4. Juli 1826 in Quincy, Massachusetts ) nach Frankreich gebracht hatte. Die beiden Schiffe verließen am 22. August Frankreich und fuhren nach Hause an die amerikanische Küste. Unterwegs brachten sie drei britische Prisen auf. Die USS PROVIDENCE erreichte am 15. Oktober Portsmouth, New Hampshire. Nach seiner Rückkehr wurde die Fregatte nach Boston, Massachusetts verlegt und Captain Whippel erhielt das Kommando über das kleine Geschwader, das aus der USS PROVIDENCE, der Schaluppe USS RANGER ( 1777 ) und der Fregatte USS QUEEN of FRANCE ( 1777 ). Hier in Boston sollten die Mannschaften auf den drei Schiffen mit Freiwilligen aufgefüllt werden. Am 18. Juni 1779 legte das kleine Geschwader in Boston ab und begannen eine Kreuzfahrt in Richtung Osten. In den frühen Morgenstunden Mitte Juli, befand sich das Geschwader von Commodore Abraham Whipple in dichtem Nebel vor der Küste der Newfoundland Banks. Hier begegnete man einem britischen Schiffskonvoi, bestehend aus rund 150 Segelschiffen, die nach Jamaika unterwegs waren. Whipple ließ alle Waffen auf den drei amerikanischen Schiffen verstecken und den britischen Union Jack aufziehen. So verkleidet fuhren sie den gesamten Tag mit dem Konvoi mit. Kein Kapitän der britischen Schiffe löste Alarm aus. Dann in der beginnenden Nacht schnitten die drei Kriegsschiffe den letzten elf britischen Handelsschiffen den Weg ab und nahmen diese als Prisen ohne Kampf. Acht dieser feindlichen Schiffe besaßen eine Kriegsbeute im Wert von über einer Million Dollar. Damit war das Unternehmen eine der reichsten Eroberungen während des gesamten amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Abraham Whipple kreuzte dann noch vor den Bermudas, konnte aber keine weiteren Prisen aufbringen und fuhr nach Charleston, South Carolina. Doch am 23. Dezember 1779 bedrohten britische Truppen Charleston, das zu dieser Zeit einer der wichtigsten Häfen der Continental Navy war. Whipple ließ daraufhin alle Kanonen von den drei Schiffen an Land bringen, um die Landbatterien zu stärken und den erwarteten britischen angriff abzuwehren. Nach einer harten viermonatigen Belagerung zwang der überwältigende Druck der britischen Truppen am 12. Mai 1780 die amerikanischen Streitkräfte zur Kapitulation. Commodore Abraham Whipple blieb ein Gefangener der Briten bis er nach Chester, Pennsylvania gebracht und dort Ende 1781 entlassen wurde. Nach der Unterzeichnung eines Vorfriedens zwischen der jungen Nation und Großbritannien am 30. November 1782 nahm Whipple in der Nähe von Cranston, Rhode Island seine Farmertätigkeit wieder auf. Für den Rest seines Lebens blieb er auch ein Farmer. Nur zwei Mal ging er als Handelsmeister wieder zur See. Zuerst auf der GENERAL WASHINGTON und dann auf der ST. CLAIR. Mit der Gründung der Ohio Company of Associates im Jahre 1788 und der anfänglichen Abwanderung nach Westen in dieses Gebiet, wurde Abraham Whipple und seine Familie zu Pionieren an der amerikanischen Grenze und gehörten zu den Gründern der Stadt Marietta, Ohio. Schon vorher erhielt Whipple zusammen mit seinen 50 bis 60 Schiffskameraden ein Stück Land in Vermont von der Continental Navy geschenkt. Darüber erhielten sie sogar eine Urkunde ausgestellt. Den Ort nannten sie Charleston. Dort siedelte 1803 Abner Allen aus Barton, Vermont als erster Siedler sich an.
Abraham Whipple erhielt eine Pension vom Kongress zur Anerkennung seiner Verdienste um die Erlangung der amerikanischen Unabhängigkeit. Er starb am 27. Mai 1819 in Marietta und wurde auf dem dortigen Mound Cemetery beigesetzt.


USS WHIPPLE ( DD-15 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS WHIPPLE ( DD-15 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Abraham Whipple benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweite Schiff aus der TRUXTUN – Klasse.
Auf der Maryland Steel Company in Sparrows Point, Maryland wurde am 13.
November 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Elsie Pope taufte am 15. August 1901 den Zerstörer. Lieutenant Jehu Valentine Chase ( 10. Januar 1869 in Patterson, St. Mary Parish, Louisiana – 24. Mai 1937 in Coronado, San Diego County, Kalifornien ) stellte am 17. Februar 1903 das unter seinem commando stehende Schiff in den dienst der US Navy.
Nach der Ausbildungsfahrt für die Mannschaft, die die USS WHIPPLE in der Chesapeake Bay durchführte, versetzte man den Zerstörer in die 2. Torpedoflotte innerhalb der Atlantikflotte. Der Heimathafen des Kriegsschiffes war da Norfolk, Virginia. Die USS WHIPPLE diente regelmäßig als Flaggschiff in der Flottille und operierte entlang der US Ostküste und in der Karibik. Am 5. September 1905 machte man den Zerstörer für die nächsten Monate in Norfolk neben dem Kasernenschiff USS ATLANTA ( 1884 ) fest und versetzte ihn in die Reserve. Erst am 16. Juli 1906 kehrte das Kriegsschiff in den aktiven Dienst zurück. Die USS WHIPPLE operierte in den folgenden Monaten wieder entlang der US Ostküste und dann vor dem Jahreswechsel in der Karibik. Am 14. Januar 1907 ereignete sich an der Nordostküste und unter Kingston, der Hauptstadt von Jamaika, ein Erdbeben der Stärke 6,5. Drei Tage später erreichten die amerikanischen Schlachtschiffe USS MISSOURI ( BB-11 ) und USS INDIANA ( BB-1 ) sowie der Zerstörer USS WHIPPLE die Insel und brachten Hilfsgüter, Rettungs- und medizinisches Personal. Danach begann bis Anfang November für den Zerstörer und dessen Mannschaft wieder der normale Alltag mit taktischen Übungen und Routinetrainingseinheiten. Das Kriegsschiff lag im Herbst zwischen den einzelnen Übungen in der Norfolk Navy Yard zusammen mit den Zerstörern USS HULL ( DD-7 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS HOPKINS ( DD-6 ) und USS TRUXTUN ( DD-14 ). Schon am 2. Dezember 1907 verließ die USS WHIPPLE zusammen mit den Zerstörern USS HULL, USS HOPKINS, USS LAWRENCE, USS TRUXTUN und USS STEWART ( DD-13 ) in Norfolk ihr Pier und fuhr nach Hampton Roads, Virginia. Diese Zerstörer bildeten einen Teil der Sicherungsschiffe für die Great White Fleet, in der sich 16 Schlachtschiffe befanden, auf deren ersten Etappe ihrer Weltumfahrung. Am 16. Dezember ging die „Good Will“ Fahrt los. Der erste Zwischenstopp wurde vom 23. bis 29. Dezember in Port of Spain, Trinidad eingelegt. In den Hafen von Rio de Janeiro, Brasilien liefen die Kriegsschiffe am 12. Januar 1908 ein und blieben dort bis zum 21. Januar. Danach begannen die Schiffe das Kap Hoorn zu umrunden. Ein Hafenbesuch vom 1. bis zum 7. Februar stand in Punta Arenas, Chile an und vom 20. bis 29. Februar in Callao, Peru. In der Magdalena Bay, Mexiko begannen die Schlachtschiffe und die Zerstörer vom 12. März bis zum 11. April mit einem Zielschießen. Am 6. Mai 1908 erreichte die Great White Fleet San Francisco, Kalifornien. Zwei Tage später erfolgte eine Flottenüberprüfung an der die Schlachtschiffe und die Zerstörer teilnahmen. Die sechs Zerstörer blieben an der US Westküste und wurden in San Diego, Kalifornien stationiert. Am 24. August 1908 verließ die USS WHIPPLE zusammen mit der USS STEWART, USS TRUXTUN, USS PREBLE ( DD-12 ) und USS PERRY ( DD-11 ) den Hafen und fuhr zu den Hawaiianischen Inseln. Dort wurden mehrere Flottenübungen abgehalten, an denen unter anderen auch die Panzerkreuzer USS VIRGINIA ( ACR-5 ) und USS MARYLAND ( ACR-8 ) beteiligt waren. Nach Abschluss der Übungen ging die Fahrt über Samoa und der Magdalena Bay, Baja California an die US Westküste zurück. Am 1. Dezember legten die Kriegsschiffe im Hafen von San Diego an. Das war nun der Heimathafen der sogenannten „Big Five“ Zerstörer USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS STEWART, USS PERRY und USS HULL. Zu der Ersten Division gehörte unter anderem auch der Zerstörer USS PAUL JONES ( DD-10 ). Im Jahr 1910 wurde eine Übung vor der Küste von Alaska abgehalten. Anschließend erfolgte ein Hafenbesuch in Vancouver, Britisch Columbia, Kanada. Mit dabei waren neben der USS WHIPPLE die Zerstörer USS STEWART, USS PREBLE, USS PAUL JONES und USS TRUXTUN. Im Jahr 1912 bugsierte man für umfangreiche Überholungsarbeiten die USS WHIPPLE auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien in das Trockendock Nummer 2, wo ebenfalls die Zerstörer USS PREBLE, USS PAUL JONES, USS TRUXTUN und USS STEWART noch am 26. Dezember 1912 lagen. Nach dem ausdocken folgten für die USS WHIPPLE Torpedo- und Schießübungen sowie Minensuchoperationen. Der Zerstörer fuhr zusammen mit der USS TRUXTUN und anderen amerikanischen Kriegsschiffen nach Mazatlan, Mexiko, nachdem dort Anfang 1914 Unruhen unter der Bevölkerung ausgebrochen waren. Die beiden Kriegsschiffe sollten die amerikanischen Interessen während der dortigen politischen Erschütterungen schützen. Daher überwachten beide Zerstörer am 26. April 1914 das mexikanische Kanonenboot MORALES. Auch im Sommer des Jahres 1916 waren beide Zerstörer vor der mexikanischen Westküste und patrouillierten dort während der mexikanischen Revolution und Bürgerkrieges zum Schutze amerikanischer Interessen. Die USS WHIPPLE erhielt dafür in den beiden Jahren die Mexican Service Medal verliehen. Am 6. April 1917 traten die USA in den Ersten Weltkrieg ein und unterstützten Großbritannien, Frankreich und Italien auf Seiten der Alliierten. Die USS WHIPPLE verließ wenige Tage später San Diego und fuhr zum Panamakanal. Der Zerstörer durchquerte diesen und blieb bis zum 5. Juli auf der atlantischen Seite des Kanals und bewachte ihn. An diesem 5. Juli verließ das Kriegsschiff den Panamakanal und fuhr nach Philadelphia. In der dortigen Philadelphia Navy Yard wurde die USS WHIPPLE für den Dienst auf der anderen Seite des Atlantiks umgerüstet. Am 28. August stach der Zerstörer in See und fuhr in das sogenannte Atlantikkriegsgebiet. Durch dieses Gebiet mussten die Versorgungsschiffe, die nach Europa unterwegs waren. Hier lauerten auch deutsche U-Boote auf ihre Beute. Im September verließ das Kriegsschiff wieder dieses Gebiet und fuhr zu den Azoren. Dort machte man es am 17. September fest. Von hier aus operierte die USS WHIPPLE die nächsten drei Monate als Eskorte und sicherte die Transportschiffe von und zu den strategisch wichtigen Inseln. Dann erhielt Lieutenant Commander Robert Morris Doyle, Jr., Kommandant der USS WHIPPLE, den Befehl sich im Hafen von Brest, Frankreich zu melden. Bis zum Frühjahr 1918 wurden von hier aus U-Boot Patrouillen und Geleitschutzaufgaben durchgeführt. Am 17. April 1918 kam es dann zu einem folgenschweren Vorfall. In der Bucht von Quiberon lag das mit Sprengstoff beladene Transportschiff SS FLORENCE H. ( 3.819 BRT ). Gegen 23:00 Uhr lodern an Bord des Schiffes Flammen. Innerhalb weniger Minuten steht der Bug in einem gewaltigen Feuermeer. Die in ihren Kojen liegenden Seeleute versuchen verzweifelt ins Freie zu gelangen, da der Rauch und die Flammen schon in die Gänge eindringen. Vierzig Minuten lang gibt es im innern des Schiffes Explosionen. Dann beginnt es zu sinken. Der immer noch unter Volldampf stehende Kessel wird vom Wasser erreicht und explodiert. Diese Explosion zerreißt das Schiff. Ein Schauer von Metalltrümmern wurde in alle Richtungen geschleudert. Die USS WHIPPLE ereichte zusammen mit der USS STEWART und USS TRUXTUN die Unfallstelle. Von den 77 Besatzungsmitgliedern können 32 Männer gerettet werden. Davon sind 14 schwer verbrannt. Keiner der Offiziere überlebte das Inferno. Fünf Tage später werden die Überlebenden an Bord des Transportschiffes USS AMERICA ( 1905 ) übergeben und kommen am 1. Mai zurück in die Vereinigten Staaten. Die USS WHIPPLE erledigte ihre routinemäßigen Patrouillenaufgaben während des Krieges bis zum Ende der Feindseligkeiten. Am 11. Dezember fuhr die USS WHIPPLE zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN, USS STEWART, USS WORDEN, USS PRESTON ( DD-19 ), USS LAMSON ( DD-18 ) und USS FLUSSER ( DD-20 ) einem Schiffskonvoi entgegen. Dieser Konvoi war am 4. Dezember 1918 von New York aus in See gestochen. An Bord des Truppentransporters SS GEORGE WASHINGTON befand sich neben den amerikanischen Vertretern, die zur Pariser Friedenskonferenz wollten, auch der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ). Am 13. Dezember erreichte die SS GEORGE WASHINGTON die Gewässer vor dem französischen Hafen Brest. In diesen Hafen liefen neben der USS WHIPPLE, USS TRUXTUN, USS STEWART, USS WORDEN, USS PRESTON, USS LAMSON und USS FLUSSER  auch der Zerstörer USS CUMMINGS ( DD-44 ), zehn Schlachtschiffe und zwanzig weitere Zerstörer ein. Damit war eine eindrucksvolle Demonstration der amerikanischen Seestärke geschaffen. Am 18. Dezember 1918 verlässt die USS WHIPPLE die französische Küste und fuhr zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN, USS STEWART, USS FLUSSER, USS PRESTON, USS LAMSON und USS WORDEN zuerst nach Ponta Delgada, Azoren, danach zu den Bermudas und erreichte am 3. Januar 1919 den Delaware River. Noch am selben Tag legte die USS WHIPPLE in der Philadelphia Navy Yard an. Dort lagen an den Reserve Kais mehrere Zerstörer.
So die USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS TRUXTUN, USS PAUL JONES, USS PERRY, USS STEWART, USS WORDEN, USS HULL, USS LAMSON, USS HOPKINS, USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Dann erfolgte für den Zerstörer am 7. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS WHIPPLE ( DD-15 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 3. Januar 1920 an Joseph G. Hitner in Philadelphia zum verschrotten. Doch das ehemalige Kriegsschiff wurde zu einem Handelsschiff umgebaut und transportierte Bananen. Erst 1956 verschrottete man das Schiff.    


USS WHIPPLE ( DD-15 )
Commanding Officer
 

LT Jehu Valentine Chase    17. Februar 1903 – 3. Juni 1905 (später RADM)
LT Irvin Van Gorder Gillis    3. Juni 1905 – 11. Juli 1906
LT Thomas Drayton Parker    11. Juli 1906 – 8. August 1906
LT Frank Hardeman Brumby    8. August 1906 – 25. August 1906 (später ADM)
LT Edward Churchill Woods    25. August 1906 – 11. August 1907
LT Hutchinson Ingham Cone    11. August 1907 – 5. November 1907 (später RADM)
LT John Gaylord Church    5. November 1907 – ?
LT Rufus Fairchild Zogbaum Jr.    7. Oktober 1911 – 17. Dezember 1911
ENS Charles Lewis Best    17. Dezember 1911 – 24. Februar 1912
LT Ross Sherman Culp    24. Februar 1912 – 20. Juni  1912
LT Martin Kellog Metcalf    20. Juni 1912 – ?
LT Harry Jefferson Abbett    25. August 1915 – 15. September 1915
LTJG Frank Davis Pryor    15. September 1915 – 14. August 1917
LCDR Robert Morris Doyle Jr.    14. August 1917 – 20. Juli 1918
Master Chief William Burr Harrison    20. Juli 1918 – 7. Juli 1919

USS STEWART ( DD-13 )

USS STEWART ( DD-13 )

Biografie

Charles Stewart
* 28. Juli 1778 in Philadelphia, Pennsylvania
† 6. November 1869 in Bordentown, Burlington County, New Jersey
war ein Offizier in der United States Navy, der eine reihe von Schiffen der US Navy befehligte, darunter auch die USS CONSTITUTION
Er diente während des Quasi Krieges, den beiden Barbary Kriegen im Mittelmeer und dem Krieg von 1812.

Charles Stewart war der Sohn von Charles Stewart ( 28. Juli 1725 in Belfast, Irland – 1780 in Philadelphia, Pennsylvania ) und Sarah Harding Ford Stewart ( 1745 – ? ), die schottisch – irische Einwanderer aus Belfast waren. Er wurde am 28. Juli 1778 geboren, einen Monat nachdem die Briten sich aus Philadelphia zurückgezogen hatten. Sein Vater starb 1780 und hinterließ seiner Witwe minimale finanzielle Mittel, um die vier Kinder, darunter befand sich auch Sarah Stewart McCauley ( 10. Oktober 1772 in Philadelphia, Pennsylvania – 20. August 1819 in Philadelphia, Pennsylvania ) und Charles, zu unterstützen. Seine Mutter heiratete dann später Thomas Britton, einen ehemaligen Diener von George Washington. Charles Stewart besuchte die von Dr. Abercrombies geleitete Episcopal Academy in Philadelphia, wo er Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 in Sinepuxent, Worcester County, Maryland – 22. März 1820 in Washington DC ) und Richard Somers ( 15. September 1778 in Great Egg Harbor, Atlantic County, New Jersey – 4. September 1804 an Bord der USS INTREPID vor Tripolis ) kennen lernte. Im Alter von dreizehn Jahren ging Charles als Schiffsjunge zur See und diente sich mit den Jahren nach oben, bis er der Master auf einem Handelsschiff war. Während des beginnenden Quasi Krieges mit Frankreich, meldete sich der neunzehnjährige Charles Stewart am 9. März 1798 freiwillig bei der US Navy und war einer der ersten Offiziere bei der Wiedergeburt der amerikanischen Marine. Man ernannte ihn zum 4. Lieutenant und versetzte ihn an Bord der Fregatte USS UNITED STATES die Captain John Barry ( 25. März 1745 in Tacumshane, County Wexford, Irland – 13. September 1803 in Philadelphia, Pennsylvania ) kommandierte. An Bord befand sich auch Lieutenant Stephen Decatur. Die USS UNITED STATES sollte eine Kreuzfahrt in die Karibik durchführen, um französische Freibeuter, die die amerikanischen Handelswege unsicher machten, zu vernichten. Charles Stewart war auf der Fregatte für die Ausstattung und Rekrutierung der Besatzung des Schiffes verantwortlich. Am 16. Juli 1800 übertrug man Lieutenant Stewart das Kommando über den Schoner USS EXPERIMENT ( 1799 ). In Philadelphia rüstete man den Schoner um, der dann den Delaware River wieder verließ um in die Karibik zurück zukehren. Hier führte Charles Stewart mit dem Schiff erfolgreiche Patrouillen gegen die Franzosen durch. Er eroberte zwei bewaffnete Piratenschiffe, auf einem davon sich ein hochrangiger Armeeoffizier befand. Außerdem konnten mehrere amerikanische Handelsschiffe, die von den Franzosen als Prisen gefangen genommen worden waren, wieder zurückerobert werden. Dann musste Stewart die Insel Dominica anlaufen, um seine Wasservorräte aufzufüllen. Dort lag auch ein britisches Kriegsschiff. Auf diesem befand sich ein amerikanischer Matrose der in die Royal Navy gepresst worden war. Lieutenant Charles Stewart verhandelte mit dem britischen Kapitän bis der Matrose freigelassen wurde. Im Januar 1801 konnte die Mannschaft der USS EXPERIMENT noch rechtzeitig viele Menschenleben retten. Der spanische Schoner ELIZA war vor der Insel Saona, Santo Domingo in Seenot geraten und drohte an den Riffen zu zerschellen. 65 Spanier, hauptsächlich Frauen und Kinder, konnten gerettet werden. Dafür sandte der Gouverneur von Santo Domingo, Generalleutnant Joaquin Antonio Garcia y Moreno ( 5. Februar 1732 – 22. August 1811 in La Coruna ), ein Dankesschreiben an US Präsident Thomas Jefferson. Anfang Februar 1801 kehrte die USS EXPERIMENT nach Norfolk zurück. Lieutenant Stewart ging von Bord und übernahm das Kommando über die dreimastige schwere Fregatte USS CHESAPEAKE ( 1799 ) die 38 Kanonen an Bord hatte. Diese lag in Norfolk und sollte für eine Fahrt in das Mittelmeer ausgerüstet werden. Anfang 1802 wechselte er an Bord der Fregatte CONSTELLATION ( 1797 ). Diese Fregatte gehörte zu dem Mittelmeergeschwader das Commodore Richard Valentine Morris ( 8. März 1768 in Morrisania, Provinz New York, britische Kolonie – 13. Mai 1815 in New York City ) kommandierte. Doch noch bevor die USS CONSTELLATION die amerikanische Ostküste verließ, ging Stewart wieder von Bord. Er begab sich nach Philadelphia, wo der Bau der Brigg USS SYREN ( 1803 ) auf der Werft von Nathaniel Hutton begonnen hatte. Der Stapellauf erfolgte am 6. August 1803 und am 27. August 1803 stellte man das Kriegsschiff in den Dienst der US Navy. Das Kommando über die Brigg erhielt Lieutenant Charles Stewart. Noch am selben Tag legte die USS SYREN in Philadelphia ab und fuhr in Richtung Mittelmeer. Am 1. Oktober wurde Gibraltar erreicht und vierzehn Tage später lag die Brigg im Hafen von Livorno. An Bord befanden sich Geschenke und Geld für den Bey von Algier, Mustapha VI. ben Ibrahim. Von Livorno aus ging die Fahrt nach Algier weiter. Von dort segelte die USS SYREN nach Syrakus, Sizilien, wo sie Anfang 1804 anlegte. Mittlerweile hatte Commodore Edward Preble ( 15. August 1761 in Falmouth, Cumberland County, Maine – 25. August 1807 in Portland, Cumberland County, Maine ) das Kommando über das Mittelmeergeschwader übernommen. Preble ernannte Stewart zu seinem Stellvertreter und übertrug ihm die Aufgabe die amerikanische Fregatte USS PHILADELPHIA ( 1799 ), die von den Piraten aus Tripolis gefangen genommen worden war, zu verbrennen. Um dies zu erreichen, verließ die USS SYREN zusammen mit dem erst kürzlich eroberten Schiff, das man USS INTREPID taufte und von Lieutenant Stephen Decatur, Jr. kommandiert wurde, am 3. Februar 1804 Syrakus. Vier Tage später lagen beide Schiffe vor Tripolis. Bevor sie aber ihren Angriff starten konnten, wurden sie von einem heftigen Sturm vertrieben und kehrten erst am 16. Februar in die Gewässer vor Tripolis zurück. Noch am selben Tag fuhren beide Schiffe in den tripolitanischen Hafen ein und enterten die nichtfahrtüchtige Fregatte. Diese ging wenige Minuten später in Flammen auf. Am Morgen des 19. Februar erreichte die USS SYREN zusammen mit der USS INTREPID wieder Syrakus. Schon am 9. März verließ die Brigg zusammen mit dem Schoner USS NAUTILUS ( 1799 ) wieder den zizilianischen Hafen und segelten nach Tripolis. Dort trafen sie am 21. März ein und eroberten noch am selben Tag die Brigg TRANSFER, die den Blockadering der amerikanischen Kriegsschiffe durchbrechen wollte. Dieses Schiff gehörte einst einem französischen Freibeuter und wurde in Bordeaux gebaut. 1797 eroberten Schiffe der Royal Navy die QUATRE FRERES. Es wurde in den Dienst der Royal Navy genommen und auf den Namen HMS TRANSFER umbenannt. Es wechselte später ins Mittelmeer, wo es in Malta von Gaetano Andrea Schembri, Konsul von Tripolis, erworben wurde. Commodore Preble ließ die brigg in USS SCOURGE umbenennen. Das Schiff beteiligte sich an der Blockade vor tripolis. Am 22. März eroberte Lieutenant Charles Stewart mit seiner USS SYREN ein tripolitanisches Segelschiff namens MADONA CATAPOLCANA. Dieses wurde nach Malta entsandt. Die weiteren Operationen des amerikanischen Mittelmeergeschwaders vor Tripolis bis in den September 1804 hinein, zwangen dann den Pascha am 10. Juni 1805 auf die amerikanischen Forderungen einzugehen. Nach dem Ende des Ersten Barbarenkrieges nahm Lieutenant Charles Stewart auf der USS SYREN an einer Machtdemonstration vor dem Hafen von Tunis teil. Hier befanden sich alle im Mittelmeer operierenden amerikanischen Kriegsschiffe. Stewart kehrte wenige Wochen später nach Philadelphia zurück. Man beförderte ihn hier am 22. April 1806 zum Captain. Da aber für ihn kein Kommando über ein Schiff vorhanden war, erbat er sich Urlaub von der US Navy, der bis Ende 1811 andauerte, und ging zur Handelsflotte. Am 18. Juni 1812 erklärten die USA Großbritannien den Krieg. Captain Charles Stewart erhielt das Kommando über die Brigg USS ARGUS ( 1803 ). Mit dem Schiff operierte er vor der US Ostküste. Während einer Kreuzfahrt vom 8. Oktober bis zum 3. Januar 1813 konnten sechs wertvolle Prisen aufgebracht werden. In dieser Zeit konnte die Brigg während einer dreitägigen Verfolgungsjagd einem ganzen Geschwader britischer Kriegsschiffe entkommen. Die Krönung dabei war, dass Steward während der Verfolgungsjagd noch genügend Zeit hatte, um ein britisches Handelsschiff als Prise aufzubringen. Captain Stewart übernahm dann im Januar 1813 das Kommando über die Fregatte USS CONSTELLATION, die vor Hapmton Roads, Virginia lag. Diese Fregatte wurde dort von einem britischen Geschwader von Linienschiffen effektiv blockiert. Gleichzeitig lagen dort britische Truppen und warteten auf ihren Angriffsbefehl. Stewart ließ Segel setzen und fuhr in den Hafen von Norfolk als die Flut hereinbrach, damit die beiden dort liegenden Forts das amerikanische Schiff sicherten. Ein paar Tage später erschienen die britischen Schiffe und beschossen das, das auf Craney Island gebaut worden war. Captain Stewart bereitete alles zur Verteidigung vor. So lag die USS CONSTELLATION in der Mitte des Hafenkanals vor Anker, flankiert von mehreren Kanonenbooten. Mehrere Bordnetze wurden in halbfertigem Pech gekocht bis diese hart wie Stahldraht wurden. Diese wurde zusammengeknüpft und über den Yardarm aufgehängt. Wenn Angreifer mit Booten angreifen sollten, um die Fregatte zu entern, brauchte man nur die Haltetaue der Bordnetze kappen und der Ballast, bestehend aus Eisenplatten, zog diese Boote samt Besatzung unter Wasser. An Bord der USS CONSTELLATION waren alle Kanonen mit Kartätschen geladen, um eventuell angreifende Boote oder Schiffe unterhalb der Wasserlinie zu zerstören. Zweimal versuchten rund 2.000 Mann britischer Truppen in der Nacht einen Angriff, um die Verteidiger auf der amerikanischen Fregatte zu überraschen. Doch jedes Mal wurden sie von den Sicherungsposten und Wachbooten rechtzeitig entdeckt und beobachtet. Die Briten wagten nie den direkten Angriff. Captain Charles Stewart versetzte man nun an Bord der Schaluppe USS HORNET ( 1805 ), die zu einem Geschwader, bestehend aus den Fregatten USS UNITED STATES ( 1797 ) und USS MACEDONIAN, unter dem Kommando von Commodore Stephen Decatur am 24. Mai 1813 den Hafen von New York verließen. Diese drei amerikanischen Schiffe mussten aber vor einem größeren britischen Geschwader fliehen und fuhren in den Hafen von New London, Connecticut, wo sie blockiert wurden. Stewart entband man daher kurzerhand vom Kommando über die USS HORNET und befahl ihn nach Boston, Massachusetts. Hier lag die Fregatte USS CONSTITUTION, die nach ihrem Einsatz gegen die britische Fregatte HMS JAVA ( 1812 ), repariert werden musste. Er übernahm am 18. Juli 1813 das Kommando. Wegen einer Blockade britischer Schiffe musste die USS CONSTITUTION nach den Reparaturen zunächst untätig liegen bleiben. Doch dann Anfang 1814 konnte die amerikanische Fregatte den Blockadering durchbrechen. Am 14. Februar kam es zu einem Gefecht zwischen der USS CONSTITUTION und dem 16 Kanonen führenden britischen Schoner HMS PICTOU, der das bewaffnete Frachtschiff LOVELY ANN von den Bermudas nach Surinam eskortieren sollte. Mit einem gezielten Schuss durch die Segel des Schoners wurde dieser gestoppt und gekapert. Die Mannschaft der USS CONSTITUTION hatte schon wenige Stunden zuvor die LOVELY ANN als Prise genommen. Captain Charles Stewart ließ die HMS PICTOU evakuieren und dann versenken. Am 18. Dezember 1814 gelang es Stewart erneut die USS CONSTELLATION durch die britische Blockade vor Boston zu bringen. Die Fregatte war zu diesem Zeitpunkt das einzige amerikanische Kriegsschiff das noch gegen die Briten operieren konnte. Unterdessen zeichnete sich ein Friedensschluss zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten ab. Am 24. Dezember 1814 wurde in Gent von den USA und Großbritannien ein Friedensvertrag unterzeichnet, allerdings stand die Ratifizierung des Vertrages durch den US-Kongress noch aus. Noch im Dezember brachte die USS CONSTELLATION das britische Handelsschiff LORD NELSON auf und nahm es als Prise. Am 8. Februar befand sich die amerikanische Fregatte dann in der Nähe der Kanaren, da erhielt Captain Stewart die Nachricht über den bevorstehenden Friedensschluss. Dieser trat am 17. Februar 1815 ein. Einen Tag zuvor wurde von der Mannschaft der USS CONSTELLATION das britische Handelsschiff SUSANNA gekapert. Drei Tage später befand sich die amerikanische Fregatte etwa 180 Seemeilen ostnordöstlich von Madeira, als zwei Schiffe gesichtet wurden. Es handelte sich um die britischen Kriegsschiffe HMS CYANE und HMS LEVANT, welche als Nachhut für zwei britische Konvois fungierten. Beide britischen Schiffe hatten zwar zusammen mehr Kanonen an Bord gegenüber der USS CONSTELLATION, dafür aber nicht deren Reichweite und Durchschlagskraft. Captain Stewart nahm das Gefecht an und feuerte aus sicherer Entfernung eine Breitseite. Beide britischen Fregatten beantworteten den angriff mit mehreren Breitseiten. Das geschickte manövrieren von Captain Stewart verhinderte, dass die britischen Schiffe ihre theoretische Überlegenheit ausnutzen konnten. Mit den nächsten beiden Breitseiten von der USS CONSTITUTION gelang es die HMS CYANE zur Kapitulation zu zwingen und die HMS LEVANT schwer zu beschädigen. Stewart schickte eine Prisenmannschaft auf die HMS CYANE und nahm den Kampf gegen die HMS LEVANT wieder auf. Trotz hoffnungsloser Unterlegenheit stellte sich der britische Kapitän dem Kampf. Durch zwei weitere Breitseiten von der amerikanischen schweren Fregatte wurde aber auch die HMS LEVANT zur Aufgabe gezwungen. Beide erbeuteten Fregatten wurden mit Hilfe der britischen Besatzungen wieder seetüchtig gemacht. Auf der Heimfahrt allerdings trafen die drei Schiffe bei den Kapverdischen Inseln auf ein weitaus überlegenes britisches Geschwader. Es bestand aus den Fregatten HMS ACASTA ( 1797 ) mit 40 Kanonen, HMS LEANDER ( 1813 ) mit 50 Kanonen und HMS NEWCASTLE ( 1813 ) mit 50 Kanonen. Das Kommando über das britische Geschwader führte Sir George Ralph Collier, 1. Baronet ( 4. Juni 1772 in London – 24. März 1824 in London ). Die HMS LEANDER und HMS NEWCASTLE waren jeweils der USS CONSTITUTION artilleristisch ebenbürtig, da sie von den Briten eigens als Antwort auf die großen amerikanischen Fregatten gebaut worden waren. Durch das unkoordinierte Verhalten der drei britischen Kriegsschiffe konnte die USS CONSTITUTION und die USS CYANE entkommen. Nur die USS LEVANTE wurde von den Briten zurückerobert. Am 10. April 1815 erreichte die USS CYANE Boston und am 15. Mai die US CONSTITUTION. Captain Charles Stewart wurde nach seiner Rückkehr als Nationalheld gefeiert. Trotzdem das am 17. Februar von der britischen und amerikanischen Seite der Friedensvertrag ratifiziert worden war, waren sich die Kommandeure der drei Schiffe dieses Ereignisses nicht bewusst. Der „Daly National Intelligancer“, eine Zeitung in Washington DC, schlug vor, die USS CONSTITUTION als Nationales Erbe zu erhalten. Stewart erhielt am 22. Februar 1816 vom Kongress eine Goldmedaille verliehen. Im selben Jahr ernannte man ihn zum Ehrenmitglied der Pennsylvania Society of the Cincinnati. Währenddessen hatte der US Kongress auf Ersuchen von US Präsident am 2. März 1815 Algier den Krieg erklärt, da die dortigen Piraten erneut amerikanische Handelsschiffe überfielen und ausraubten. Captain Charles Stewart blieb 1815 in Boston. Hier heiratete er Delia Tudor ( 1787 in Boston, Suffolk County, Massachusetts – 1861 ). Beide hatten eine Tochter, Delia Tudor Stewart Parnell ( 1816 in Boston, Suffolk County, Massachusetts – 27. März 1898 in Rathdrum, County Wicklow, Irland ). Am 1. Februar 1818 übernahm Stewart, hierfür zum Commodore ernannt, das Kommando über das Mittelmeergeschwader von Commodore Isaac Chauncey ( 20. Februar 1772 in Black Rock, Provinz Connecticut, britische Kolonie – 20. Januar 1840 in Washington DC ). Mit diesem Geschwader wurden die amerikanischen Handelsschiffe vor feindliche Übergriffe gesichert. 1820 übergab Stewart das Kommando an Commodore William Bainbridge ( 1. Mai 1774 in Princeton, Provinz New Jersey, britische Kolonie – 27. Juli 1833 in Philadelphia, Pennsylvania ). Stewart erhielt im selben Jahr das Kommando über das Geschwader im Pazifik. Sein Flaggschiff war das 90 Kanonen führende Linienschiff USS FRANKLIN ( 1815 ). Am 11. Oktober 1821 stach das Linienschiff in See und sollte US Handelsschiffe eskortieren. An Bord des Kriegsschiffes befand sich Delia Tudor Stewart und ihre Tochter. Für südamerikanische Patrioten, die um ihre Unabhängigkeit kämpften, war das Verhalten von Commodore Stewart in peruanischen Gewässern umstritten. Er beanspruchte für sein Geschwader und den amerikanischen Handelsschiffen Neutrale Rechte und fuhr durch die Schiffsblockade der Patrioten, um mit spanischen Royalisten Handel zu treiben. Auf seinem Flaggschiff USS FRANKLIN befand sich außerdem ein spanischer Spion. Stewart behauptete später, dass er davon nichts gewusst hebe. Seine Frau hat den Spanier an Bord gebracht. Für diese und andere Aktionen unterwarf die US-Navy Commodore Stewart bei seiner Rückkehr 1824 in die Vereinigten Staaten einem öffentlich bekannt gewordenen Kriegsgericht. Delia Tudor Stewart weigerte sich vehement zur Verteidigung ihres Mannes während dieses Gerichtsprozesses auszusagen. Beide ließen sich wenige Wochen später scheiden. Commodore Charles Stewart wurde als „Nicht schuldig“ freigesprochen. Von 1830 bis 1832 gehörte Stewart dem Board of Naval Commissioners an. Dabei trug er ebenfalls den Höflichkeitsrang eines Commodore. Im Jahre 1836 kommandierte Captain Stewart ein Schiff in der Karibik, das den immer stärker zunehmenden Sklavenhandel unterbinden sollte. In diesem Jahr konnte ein portugiesisches Schiff vor der Küste von Havanna, Kuba aufbringen. Doch noch bevor die amerikanischen Seeleute dieses Sklavenschiff unter ihre Kontrolle bringen konnten, stürzte sich dessen Kapitän in die Fluten und schwamm an Land. Unter Deck des erbeuteten Schiffes befanden sich noch 250 Negerkinder die überlebt hatten. Viele waren während der Überfahrt von Afrika bis in die Karibik aus Wassermangel gestorben und über Bord geworfen worden. Empört über die Bedingungen und den Gesundheitszustand der Kinder informierte Captain Stewart den britischen Kommissar Kennedy in Havanna über die schlimme Situation. In den späteren Jahren seiner Karriere befehligte Captain Stewart von 1838 bis 1841, 1846 und erneut von 1853 bis 1861 die Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Nach dem Tod von Captain James Barron ( 15. September 1768 in Hampton, Kolonie Virginia, britische Kolonie – 21. April 1851 in Norfolk, Virginia ) wurde Captain Charles Stewart der ranghöchste US Navy Offizier. Mit dem Gesetzentwurf vom 2. März 1859 ernannte der Kongress ihn am 22. April 1859 zum Senior Flag Officer. Dieser Rang wurde extra für Stewart in Anerkennung seines ausgezeichneten und verdienstvollen Dienstes geschaffen. Man versetzte ihn am 21. Dezember 1861 in den Ruhestand, nachdem er 63 Jahre in der US Navy gedient hatte. Zum Zeitpunkt der Pensionierung war Charles Stewart 83 Jahre, 4 Monate und 24 Tage alt. Damit war er der älteste aktive Offizier in der Geschichte der US Navy. Man ernannte ihn am 16. Juli 1862 zum Rear Admiral. Kurz vor seinem Tod wurde Charles Stewart zum Companion des Pennsylvania Commandery of the Military Order of the Loyal Legion of the United States gewählt. Das ist eine militärische Gesellschaft von Offizieren, die innerhalb der Truppen der Unionsstaaten während des amerikanischen Bürgerkrieges gedient hatten. Ihm verlieh man das Abzeichen der Gesellschaft mit der Nummer 1119. Rear Admiral Charles Stewart starb am 6. November 1869 in Bordentown, New Jersey im Alter von 91 Jahren. Man begrub seine sterblichen Überreste unter einem Obelisken auf dem Woodlands Cemetery in Philadelphia.
Mehrere Neffen von Charles Stewart dienten in der US Navy, darunter Commodore Charles Stewart McCauley ( 3. Februar 1793 in Philadelphia, Pennsylvania -21. Mai 1869 in Washington DC ), der Sohn seiner Schwester Sarah. Der Enkel Charles Stewart Parnell ( 27. Juni 1846 – 6. Oktober 1891 in Hove, Brighton and Hove Unitary Authority, East Sussex, England ), Sohn seiner Tochter Delia Tudor Stewart Parnell, war ein bekannter politischer Führer Irlands, der bis zu seinem Tode im Jahre 1891 für die irische Heimherrschaft kämpfte. Charles Stewart heiratete beim zweiten Mal 1833 Margaretta W. Smith. Ihre gemeinsame Tochter Julia Smith Stewart Laguerenne ( 1. Juli 1834 in Maryland – 10. April 1910 in Philadelphia, Pennsylvania ) heiratete am 3. Oktober 1855 in Mt. Holly, New Jersey Henry Laguerenne ( 25. Oktober 1832 in Philadelphia, Pennsylvania – 30. März 1862 in Philadelphia, Pennsylvania ). Dieser war ein Wein- und Spirituosenimporteur in Philadelphia.


USS STEWART ( DD-13 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS STEWART ( DD-13 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Charles Stewart benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreizehnte Schiff aus der BAINBRIDGE – Klasse.
Auf der Gas Engine and Power Company in Morris Heights, New York wurde am 24.
Januar 1900 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Paul Lee Cocke, eine Enkelin von Rear Admiral Charles Stewart, taufte am 10. Mai 1902 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Andre Morton Proctor stellte am 17. Dezember 1902 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den dienst der US Navy.
Nach der Erprobungsfahrt diente die USS STEWART für wenige Wochen im Hafen der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Anschließend schloss sich der Zerstörer dem Küstengeschwader der Nordatlantikflotte an. Man versetzte das Kriegsschiff 1906 in die Atlantik Reserveflotte, die in der Norfolk Navy Yard, Virginia lag. Mit in dieser Reserveflotte lagen unter anderem die Zerstörer USS HOPKINS ( DD-6 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS HULL ( DD-7 ), das Torpedoboot USS TALBOT ( TB-15 ) und das U-Boot USS MOCCASSION ( SS-5 ). Anfang 1907 gliederte man die Zerstörer wieder in die Atlantikflotte ein. Der Heimathafen blieb Norfolk. Die USS STEWART lag im Herbst 1907 zwischen den einzelnen angesetzten Übungen in der Norfolk Navy Yard zusammen mit den Zerstörern USS HULL, USS LAWRENCE, USS HOPKINS, USS WHIPPLE ( DD-15 ) und USS TRUXTUN ( DD-14 ). Schon am 2. Dezember 1907 verließ die USS STEWART zusammen mit den Zerstörern USS HULL, USS HOPKINS, USS LAWRENCE, USS TRUXTUN und USS WHIPPLE in Norfolk ihr Pier und fuhr nach Hampton Roads, Virginia. Diese Zerstörer bildeten einen Teil der Sicherungsschiffe für die Great White Fleet, in der sich 16 Schlachtschiffe befanden, auf deren ersten Etappe ihrer Weltumfahrung. Am 16. Dezember ging die „Good Will“ Fahrt los. Der erste Zwischenstopp wurde vom 23. bis 29. Dezember in Port of Spain, Trinidad eingelegt. In den Hafen von Rio de Janeiro, Brasilien liefen die Kriegsschiffe am 12. Januar 1908 ein und blieben dort bis zum 21. Januar. Danach begannen die Schiffe das Kap Hoorn zu umrunden. Ein Hafenbesuch vom 1. bis zum 7. Februar stand in Punta Arenas, Chile an und vom 20. bis 29. Februar in Callao, Peru. In der Magdalena Bay, Mexiko begannen die Schlachtschiffe und die Zerstörer vom 12. März bis zum 11. April mit einem Zielschießen. Am 6. Mai 1908 erreichte die Great White Fleet San Francisco, Kalifornien. Zwei Tage später erfolgte eine Flottenüberprüfung an der die Schlachtschiffe und die Zerstörer teilnahmen. Die sechs Zerstörer blieben an der US Westküste und wurden in San Diego, Kalifornien stationiert. Am 24. August 1908 verließ die USS STEWART zusammen mit der USS WHIPPLE, USS TRUXTUN, USS PREBLE ( DD-12 ) und USS PERRY ( DD-11 ) den Hafen und fuhr zu den Hawaiianischen Inseln. Dort wurden mehrere Flottenübungen abgehalten, an denen unter anderen auch die Panzerkreuzer USS VIRGINIA ( ACR-5 ) und USS MARYLAND ( ACR-8 ) beteiligt waren. Nach Abschluss der Übungen ging die Fahrt über Samoa und der Magdalena Bay, Baja California an die US Westküste zurück. Am 1. Dezember legten die Kriegsschiffe im Hafen von San Diego an. Das war nun der Heimathafen der sogenannten „Big Five“ Zerstörer USS STEWART, USS PREBLE, USS WHIPPLE, USS PERRY und USS HULL. Zu der Ersten Division gehörte unter anderem auch der Zerstörer USS PAUL JONES ( DD-10 ). Im Jahr 1910 wurde eine Übung vor der Küste von Alaska abgehalten. Anschließend erfolgte ein Hafenbesuch in Vancouver, Britisch Columbia, Kanada. Mit dabei waren neben der USS STEWART die Zerstörer USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS PAUL JONES und USS TRUXTUN. Im Jahr 1912 bugsierte man für umfangreiche Überholungsarbeiten die USS STEWART auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien in das Trockendock Nummer 2, wo ebenfalls die Zerstörer USS PREBLE, USS PAUL JONES, USS TRUXTUN und USS WHIPPLE noch am 26. Dezember 1912 lagen. Nach dem ausdocken folgten für die USS STEWART Torpedo- und Schießübungen sowie Minensuchoperationen. Im Sommer 1915 beteiligte sich der Zerstörer USS STEWART an einer neuerlichen Kreuzfahrt nach Seward, Alaska zusammen mit den Schwesterschiffen USS PAUL JONES, USS PERRY und USS PREBLE, um logistische Informationen zu sammeln. Am 26. Dezember 1915 lag die USS STEWART zusammen mit der USS PREBLE und USS PAUL JONES vor Guaymas, Mexiko und sicherte dort die amerikanischen Interessen während des mexikanischen Bürgerkrieges. Gleichzeitig nahmen alle drei Zerstörer an mehreren Schieß- und Torpedoübungen teil. Ansonsten operierte der Zerstörer auch im folgenden Jahr entlang der US Westküste und besuchte dortige Häfen. Das US Navy Department entschied am 24. Februar 1916, dass die Zerstörer Nummer 1 bis 16 wegen ihrer desolaten Verarbeitung nicht mehr für den Dienst innerhalb der Flotte eingesetzt werden können. Diese Zerstörer wurden fortan als Küstentorpedoschiffe eingestuft. Jedoch hinderte dies die USS STEWART nicht, eine aktive Karriere am tobenden Krieg in Europa zu beginnen. Am 6. April 1917 traten die USA in den Ersten Weltkrieg ein. Der Zerstörer patrouillierte in diesen Tagen vor dem Panamakanal auf der atlantischen Seite und entlang der kolumbianischen Küste. Am 11. Mai durchquerte das Kriegsschiff den Kanal und bewachte ab diesem Tag die pazifische Seite des Panamakanals. Diesen Kanal durchquerte die USS STEWART erneut am 5. Juli. Diesmal führte den Zerstörer die Fahrt bis in die Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Das Kriegsschiff traf am 22. Juli in der Werft ein und wurde bis zum 11. August für seinen Einsatz im Atlantik ausgerüstet. Die USS STEWART legte an diesem 11. August ab und fuhr entlang der US Ostküste südwärts. Ziel waren die Bermudas. Zwei Tage später traf das Kriegsschiff dort ein und beteiligte sich bei der Eskorte von mehreren Schlachtschiffen aus der Atlantikflotte bis nach New York. Die USS STEWART war mit den Sicherungsschiffen USS PREBLE, USS TRUXTUN, USS PAUL JONES, USS HULL, USS HENLEY ( DD-39 ), USS DUNCAN ( DD-46 ), USS McDONOUGH ( DD-9 ) und USS HOPKINS ( DD-6 ) bis nach New York unterwegs. Für den Zerstörer ging die Fahrt bis nach Philadelphia weiter. Hier mussten dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt werden, die bis zum 10. Oktober andauerten. Die USS STEWART übernahm am 11. Oktober ihren Patrouillenstützpunkt im York River. Der Zerstörer kontrollierte die Abfertigung amerikanischer Handelsschiffe und übernahm den Begleitdienst. Bis auf eine Ausbildungsunterbrechung bestand diese Pflicht bis zum 31. Dezember 1917. An diesem Tag lief das Kriegsschiff erneut in den Hafen der Philadelphia Navy Yard ein und sollte hier für die Überquerung des Atlantiks ausgerüstet werden. Am 15. Januar 1918 legte die USS STEWART zusammen mit der, USS PAUL JONES, USS HOPKINS, USS MACDONOUGH und USS WORDEN ( DD-16 ) in Philadelphia ab und stach in See. Die Fahrt führte die Zerstörer über die Bermudas zu den Azoren. Die USS PAUL JONES musste nach dem Verlassen der Bermudas wegen einem Leck umkehren. Die USS STEWART und die USS WORDEN legten vom 29. Januar bis zum 4. Februar im Hafen von Ponta Delgada, Azoren an. Nachdem die beiden Zerstörer dann wieder in See gestochen waren, legten sie am 9. Februar im Hafen von Brest, Frankreich an. Ab dem 17. Februar begannen beide Kriegsschiffe mit dem Eskortierdienst von Schiffskonvois von diesem Hafen aus. Am 17. April 1918 fuhr die USS STEWART mit einem Schiffskonvoi in der Bucht von Quiberon an und warf den Anker. Hier kam es dann zu einem folgenschweren Vorfall. Das mit Sprengstoff beladene Transportschiff SS FLORENCE H. ( 3.819 BRT ) war eines der Schiffe aus dem Konvoi. Gegen 23:00 Uhr lodern an Bord des Schiffes Flammen. Innerhalb weniger Minuten steht der Bug in einem gewaltigen Feuermeer. Die in ihren Kojen liegenden Seeleute versuchen verzweifelt ins Freie zu gelangen, da der Rauch und die Flammen schon in die Gänge eindringen. Vierzig Minuten lang gibt es im innern des Schiffes Explosionen. Dann beginnt es zu sinken. Der immer noch unter Volldampf stehende Kessel wird vom Wasser erreicht und explodiert. Diese Explosion zerreißt das Schiff. Ein Schauer von Metalltrümmern wurde in alle Richtungen geschleudert. Die USS STEWART ereichte zusammen mit der USS WHIPPLE und USS TRUXTUN die Unfallstelle. Von den 77 Besatzungsmitgliedern können 32 Männer gerettet werden. Davon sind 14 schwer verbrannt. Keiner der Offiziere überlebte das Inferno. Fünf Tage später werden die Überlebenden an Bord des Transportschiffes USS AMERICA ( 1905 ) übergeben und kommen am 1. Mai zurück in die Vereinigten Staaten. Mannschaftsmitglieder der USS STEWART, wie der Quartiermeister Frank Monroe Upton ( 29. April 1896 in Loveland, Larimer County, Colorado – 25. Juni 1962 ), sprangen ins Wasser und retteten neun erschöpfte Überlebende das Leben. Der US Marineminister Josephus Daniels ( 18.
Mai 1862 in Washington, North Carolina, Konföderation – 15. Januar 1948 in Raleigh, North Carolina ) zeichnete Quartiermeister Upton und andere an der Rettung beteiligte Mannschaftsmitglieder mit der Medal of Honor aus. Sechs Tage nach diesem Vorfall sichtete man von der USS STEWART zwei amerikanische Wasserflugzeuge die Bomben abwarfen. Man vermutete ein feindliches U-Boot in diesem Seegebiet. Umgehend eilte der Zerstörer zu der Stelle. Von einem der Wasserflugzeuge wurde die Position des deutschen U-Bootes angegeben. Von der USS STEWART sah man zuerst nur das Kielwasser, dann das Periskop und schließlich die dunkle Form des Rumpfes unter Wasser von dem U-Boot. Noch im letzten Moment konnte der amerikanische Zerstörer beidrehen, da eine französische Korvette versuchte das U-Boot zu rammen. Der Rammversuch schlug aber fehl und so wurden zwei Wasserbombenangriffe geführt. Große Mengen an Öl trieb4n anschließend an der Wasseroberfläche. Für die französische Korvette war damit das U-Boot versenkt. Aber SM U-108, Kommandant Korvettenkapitän Martin Nitzsche ( 8. November 1883 – 25. August 1944 ), überlebte diesen Angriff. Am 28. April wurde das U-Boot durch den amerikanischen Zerstörer USS PORTER ( DD-59 ) schwer beschädigt, konnte aber noch am 15. Juli 1918 den britischen Dampfer BARUNGA ( 7.484 BRT ) versenken und ergab sich am 11. November 1918 bei Harwich, England. Die USS STEWART derweil kollidierte am 26. April 1918 bei dichtem Nebel mit einem nichtidentifizierten Dampfer in der Nähe von Brest. Dieser Schaden wurde als nicht gravierend beschrieben. Nur wenig Wasser drang durch ein Leck ins Innere des Kriegsschiffes, da es sich im Bug befand und man alle Schotten rechtzeitig schließen konnte. Die Rahmen und Stahlplatten am Bug mussten allerdings komplett erneuert werden. Die Reparaturen erfolgten in einem Trockendock in Brest und die letzten Arbeiten wurden von Mannschaftsmitgliedern des Reparaturschiffes USS PROMETHEUS ( AR-3 ) bis zum 28. Mai durchgeführt. Am 4. August erhielt man auf der USS STEWART erneut einen Hinweis von einem offensichtlichen feindlichen U-Boot. Umgehend begann der Zerstörer mit dem Angriff, jedoch konnte man danach keine eindeutigen Beweise für einen Erfolg finden. Die USS STEWART erledigte ihre routinemäßigen Patrouillenaufgaben in den letzten Tagen des Krieges bis am 11. November 1918 durch einen Waffenstillstand alle die Feindseligkeiten eingestellt wurden. Der Zerstörer stellte den Eskortierdienst ein und wurde am 26. November für Reparaturen in ein Trockendock in Brest bugsiert. Das Kriegsschiff konnte dieses am 9. Dezember verlassen. Zwei Tage später fuhr die USS STEWART zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN, USS WHIPPLE, USS WORDEN, USS PRESTON ( DD-19 ), USS LAMSON ( DD-18 ) und USS FLUSSER ( DD-20 ) einem Schiffskonvoi entgegen. Dieser Konvoi war am 4. Dezember 1918 von New York aus in See gestochen. An Bord des Truppentransporters SS GEORGE WASHINGTON befand sich neben den amerikanischen Vertretern die zur Pariser Friedenskonferenz wollten, auch der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ). Am 13. Dezember erreichte die SS GEORGE WASHINGTON die Gewässer vor dem französischen Hafen Brest. In diesen Hafen liefen neben der USS STEWART, USS TRUXTUN, USS WHIPPLE, USS WORDEN, USS PRESTON, USS LAMSON und USS FLUSSER  auch der Zerstörer USS CUMMINGS ( DD-44 ), zehn Schlachtschiffe und zwanzig weitere Zerstörer ein. Damit war eine eindrucksvolle Demonstration der amerikanischen Seestärke geschaffen. Am 18. Dezember stach die USS STEWART wieder in See und verlässt die französische Küste. Der Zerstörer fuhr zusammen mit der USS WORDEN, USS FLUSSER, USS TRUXTUN, USS PRESTON, LAMSON und USS WHIPPLE zuerst nach Ponta Delgada, Azoren, danach zu den Bermudas und erreichte am 3. Januar 1919 den Delaware River. Noch am selben Tag legte die USS STEWART in der Philadelphia Navy Yard an. Dort lagen an den Reserve Kais mehrere Zerstörer. So die USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS TRUXTUN, USS PAUL JONES, USS PERRY, USS WORDEN, USS LAMSON, USS HULL, USS HOPKINS, USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Dann erfolgte für den Zerstörer am 9. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS STEWART ( DD-13 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 3. Januar 1920 an die Joseph G. Hitner Company in Philadelphia zum verschrotten.


USS STEWART ( DD-13 )
Commanding Officer
 

LT Andre Morton Proctor   17. Dezember 1902 – 8. April 1903
LT Frederick August Traut    8. April 1903 – 17. Oktober 1904
LT David Foote Sellers    17. Oktober 1904 – 25. Juli 1905 (später ADM)
LT Roscoe Carlyle Bulmer    25. Juli 1905 – 25. Mai 1906
LT Thomas Drayton Parker    25. Mai 1906 – 30. Juni 1906
LT Irvin Van Gorder Gillis    30. Juni 1906 – 11. Mai 1907
LT Julius Frederick Hellweg    11. Mai 1907 – 28. Mai 1908 (später RADM)
LT Charles Earl Smith    28. Mai 1908 – 10. Juni 1909
LT William Tupper Lightle    10. Juni 1909 – 8. Juli 1911
LTJG William Flewellen Newton    8. Juli 1911 – 15. Juni 1912
LTJG Henry Gilbert Shoherd    15. Juni 1912 – 20. Juli 1912
LT John Enoch Pond    20. Juli 1912 – 8. November 1913
LT Charles Lewis Best    8. November 1913 – 17. Januar 1914
LT Claude Sexton Gillette    17. Januar 1914 – 6. Mai 1915
ENS Herbert Whitwell Underwood    6. Mai 1915 – 12. Juli 1915
LT Willis Winter Bradley, Jr.    12. Juli 1915 – 28. Februar 1916
LT Bernard Oviait Wills    28. Februar 1916 – 25. Juli 1916
LT Harry Jefferson Abett    25. Juli 1916 – 6. April 1917
LT Eugene Thompson Oates    6. April 1917 – 3. Januar 1918
LT Thomas Baxter    3. Januar 1918 – 9. Juli 1919