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USS TUCKER ( DD-374 )

USS TUCKER ( DD-374 )

Biografie

Samuel Tucker
* 1. November 1747 in Marblehead, Massachusetts
† 10. März 1833 in Bremen, Maine
war Offizier in der Continental Navy und der United States Navy

Als Schiffsjunge begann Samuel Tucker ab dem Frühjahr 1760 auf dem britischen Kriegsschiff HMS KING GEORGE. Seine Karriere bei der Marine wurde im Juli 1774 unterbrochen als er auf Befehl an Bord eines Handelsschiffes wechselte das nach England segelte. Er befand sich in England als der amerikanische Unabhängigkeitskriegam 19. April 1775 begann. Sofort heuerte er an Bord eines englischen Handelsschiffes an das nach Boston segelte, wo er im Herbst 1775 ankam. General George Washington ( 22. Februar 1732 – 14. Dezember 1799 ) hatte drei kleine Schoner bei Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges in Marblehead kaufen lassen und übergab diese kleine Flottille, die USS LEE ( 1775 ), die USS FRANKLIN ( 1775 ) und die USS HANCOCK ( 1775 ), Thomas Grant aus Marblehead damit dieser bewaffnete Kommandos gegen die britischen Nachschubschiffe einsetzen konnte. Samuel Tucker ernannte man zum Captain und übertrug ihm das Kommando über den Schoner USS FRANKLIN im Oktober 1775, es war ein ehemaliges Fischerboot von 60 Tonnen Gesamtgewicht, als dessen ehemaliger Kommandant und Thomas Grant auf eigene Rechnung Beute machen wollten. George Washington ließ sie in Unehren aus der „George Washington Navy“ entlassen. Zusammen mit dem Kommandanten des Schoners USS HANCOCK und neuen Befehlshabers der kleinen Flottille, Captain John Manley ( zirka 1733 – 1793 ), besorgte Tucker sechs Geschütze für die USS FRANKLIN und ließ diese dort aufstellen. Die kleine Flottille kreuzte vor der Küste von Massachusetts und brachte einige Prisen bis Anfang 1776 auf. Am 29. Februar 1776 brachten die beiden Continental Navy Schiffe USS FRANKLIN und die USS LEE das britische Handelsschiff HENRY AND ESTHER aus Halifax, Nova Scotia auf. Es hatte Holz für Boston geladen. Anfang April 1776 gab man die USS FRANKLIN an seinen Besitzer zurück. Captain Tucker bekam das Kommando über die USS HACOCK übertragen. Am 6. Mai 1776, auf der ersten Patrouillenfahrt, sichtete Tucker zwei britische Versorgungsschiffe in Boston die unter dem Schutze von britischen Kriegsschiffen auf Reede ankerten. In der Nacht ließ er die beiden Schiffe JANE und WILLIAM aus Irland überfallen und von Prisenkommandos übernehmen. Die Ladung bestand aus wertvollen Gegenständen und Lebensmitteln die die Continental Army dringend benötigte. Am Ende des Jahres 1776 war die USS HANCOCK nicht mehr für den Dienst in der Continental Navy geeignet und man entschied, dass das Schiff Anfang 1777 an den Eigentümer zurück gegeben werden sollte. Captain Tucker übergab man kein neues Kommando und entließ ihn aus der Continental Navy. Erst am 15. März 1777 nahm man seine Dienste in der Continental Navy wieder in Anspruch. Dann im September des selben Jahres erhielt er das Kommando über die 24-Kanonen Fregatte USS BOSTON ( 1777 ) zugesprochen. Sein Vorgänger auf diesem Schiff, Captain Hector McNeill ( 1728 – 1785 ), war zuvor wegen einer schwerwiegenden Fehleinschätzung den im Kampf mit britischen Kriegsschiffen liegenden USS HANCOCK ( 1776 ) und USS FOX ( 1773 ) ohne Hilfe zu leisten in den Sheepscot River geflohen und deshalb von seinem Posten enthoben worden. Für den Rest des Jahres 1777 durchpflügte die USS BOSTON das Wasser vor der nordöstlichen Küste Amerikas im Nordatlantik auf der Suche nach britischen Prisen. Im Januar 1778 entschied man sich in der Navy, dass Captain Tucker mit der Fregatte eine besondere Mission durchführen sollte. Am 15. Februar1778 begaben sich in Boston der neu ernannte amerikanische Gesandte in Frankreich, John Adams ( 30. Oktober 1735 – 4. Juli 1826 ), und dessen ältester Sohn John Quincy Adams ( 11. Juli 1767 – 23. Februar 1848 ) an Bord der USS BOSTON. Die Fahrt war wegen der Winterstürme sehr tückisch. Neunzehn Matrosen wurden auf dieser Kreuzfahrt verletzt und einer kam bei rauer See ums Leben. In der Mitte des Atlantik kreuzten einige britische Fregatten, aber Captain Tucker schaffte es immer wieder ihnen erfolgreich auszuweichen. Vor der Küste von Spanien half dann selbst John Adams mit der Waffe in der Hand bei der Eroberung eines schwerbewaffneten britischen Schiffes, der MARTHA einem Freibeuterschiff, die Captain Tucker als Prise mit nach Frankreich überführte. Bordeaux, Frankreich erreichte die USS BOSTON am 31. März und John Adams schiffte sich mit seinem Sohn aus. Captain Tucker legte umgehend für die Heimreise wieder ab. In europäischen Gewässern wurden vier weitere britische Handelsschiffe aufgebracht. Mit diesen Schiffen im Schlepptau kehrte er am 15. Oktober 1778 in Portsmouth, New Hampshire zurück. Im Jahre 1779 machte Captain Tucker zwei Kreuzfahrten mit der USS BOSTON. Die erste dauerte vom
29. Juli bis zum 6. September und die zweite vom 23. November bis zum 23. Dezember. Während dieser beiden Fahrten eroberten Captain Tucker und seine Crew neun Prisen. Darunter war auch die HMS THORN. Anfang 1780 verlegte man die USS BOSTON nach Charleston, South Carolina wo das Schiff in einem amerikanischen Geschwader die Stadt vor der Einnahme durch die Briten mit beschützen sollte. Die Briten belagerten die Stadt schon seit dem 29. März. Am 12. Mai 1780 jedoch musste der amerikanische Generalmajor Benjamin Lincoln ( 24. Januar 1733 – 9. Mai 1810 ) vor der Übermacht der Briten kapitulieren und Charleston übergeben. Captain Samuel Tucker, seine Mannschaft und die USS BOSTON wurden von den Briten ebenfalls gefangen genommen. Acht Tage später, am 20. Mai, tauschte man Captain Tucker gegen den britischen Captain Wardlaw, der Kommandant der HMS THORN, auf Ehrenwort aus. Captain Samuel Tucker meldete sich in der Continental Navy zurück und bekam das Kommando über die von ihm eingefangene HMS THORN am 11. Januar 1781 zugesprochen. Er selber diente mit dem Schiff als Freibeuter vor der amerikanischen Küste. Sieben britische Prisen brachten er und seine Crew auf bis sie von der HMS HIND an der Mündung des St. Lawrence River selber als Prise gefangen genommen wurden. Auf der HMS HIND hielt man ihn und seine Mannschaft gefangen und brachte sie auf das Prince Edward Island im St. Lawrence River. Captain Samuel Tucker erhielt eines Tages die Erlaubnis sich nach Halifax zu begeben. Auf dem Weg dorthin entkam er seinen Bewachern und schlug sich nach Boston durch. Dort schrieb er einen Brief an den britischen Garnisions-Kommandanten und entschuldigte sich für seine Flucht. Außerdem bat er in diesem Brief aus der Gefangenschaft auf Bewährung entlassen zu werden was der Kommandant auch tat. Als der amerikanische Unabhängigkeitskrieg am 3. September 1783 im Frieden von Paris als Beendet erklärt wurde, erhielt Samuel Tucker vom amerikanischen Kongress ein Dankesschreiben für seine geleisteten Dienste während des Krieges. Als alter Seemann übernahm er nun in den Friedenszeiten ein Paketschiff und segelte zwischen Marblehead und Bremen in Deutschland bis 1792 hin und her. Danach wollte er sich zur Ruhe setzen und nur noch in der Landwirtschaft tätig sein. Doch als der Krieg von 1812 ausbrach meldete sich Samuel Tucker zum aktiven Dienst zurück. Er bekam das Kommando über einen Schoner übertragen, mit dem er die amerikanische Küste vor Maine vor britischen Freibeutern schützen sollte. 1813 eroberte er nach einem kurzen aber harten Kampf das britische Freibeuterschiff CROWN. Nach dem Krieg siedelte Tucker nach Massachusetts über und versuchte sich wieder in der Landwirtschaft. 1823 erhielt er für seine treuen Dienst eine kleine Rente zugesprochen die Rückwirkend bis 1818 ausgezeichnet war.
Seiner Frau Mary Gatchell hatte Samuel Tucker 1768 in Marblehead geheiratet. Sie war die Tochter von Samuel und Ann Gatchell. Die Tuckers waren 63 Jahre verheiratet bis zu ihrem Tode.

Zwei Zerstörer wurden bei der US Navy zu Ehren von Samuel Tucker benannt.
Der erste Zerstörer war die USS TUCKER ( DD-57 ) aus der gleichnamigen Klasse.
Der zweite Zerstörer war die USS TUCKER ( DD-374 ) aus der MAHAN – Klasse.


USS TUCKER ( DD-374 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS TUCKER ( DD-374 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Samuel Tucker, einem Offizier aus der Continental Navy und der United States Navy, benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das elfte Schiff aus der MAHAN – Klasse.
Auf der Norfolk Navy Yard in Portsmouth,Virginia wurde am 15. August 1934 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Elizabeth Tucker Thorner ( 2. Mai 1885 in Marblehead, Essex County, Massachusetts – 5.
April 1976 in Marblehead, Essex County, Massachusetts ), Ehefrau von Leonard Phillips Thorner ( 15. Februar 1883 in Marblehead, Essex County, Massachusetts – 1955 in Marblehead, Essex County, Massachusetts ), taufte am 26. Februar 1936 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander George Turner Howard stellte am 23. Juli 1936 das unter seinem Kommando stehende Kriegsschiff in den Dienst der US Navy.
Die USS TUCKER führte nach der Indienststellung ihre Erprobungs- und Ausbildungsfahrt in der Massachusetts Bay durch. Bis Ende 1937 blieb der Zerstörer dort und legte zwischendurch immer wieder im Hafen von Norfolk, Virginia an. So auch am 30. Mai 1937. Erst mit Beginn des Jahres 1938 fuhr das Kriegsschiff in die Karibik und beteiligte sich dort an mehreren Übungen Daran anschließend durchquerte die USS TUCKER den Panamakanal und fuhr zu ihrem neuen Heimathafen in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier integrierte man den Zerstörer in das Zerstörergeschwader 3 der Zerstörerdivision 6. Das Kriegsschiff operierte mit entlang der US Westküste und in den Gewässern der Hawaiianischen Inseln. Im Februar 1939 standen die Manöver und Operationen des Fleet Problem XX an. Diese Manöver wurden in der Karibik und im Atlantik durchgeführt.
US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ) hatte diese anberaumt und beobachtete sie von dem Schweren Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ) aus. Die Manöver simulierten die Verteidigung der US Ostküste und Lateinamerikas durch das schwarze Team vor dem einfallenden weißen Team. Insgesamt 134 Schiffe, 600 Flugzeuge und über 52.000 Offiziere und Mannschaften nahmen daran teil. Wegen der ständig steigenden Spannungen mit Japan, befahl man der US TUCKER nach San Diego zurückzukehren. Am 27. Dezember 1939 lag der Zerstörer in der Marinebasis. Im Juni 1940 fuhr das Kriegsschiff für eine Flottenübung von Hawaii aus nach Wake Island. Auf dieser Fahrt erprobte man eine neuartige Technik an Bord des Zerstörers. Man hatte ein Focksegel und ein Großsegel aufgebaut, um Treibstoff zu sparen. Die USS TUCKER operierte bis Februar 1941 zwischen der US Westküste und Hawaii. Dann nahm der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS CASE ( DD-370 ), USS SHAW ( DD-373 ) und USS CUMMINGS ( DD-365 ) aus der DesDiv 6 und DesRon 3 sowie dem Leichten Kreuzer USS BROOKLYN ( CL-40 ) Kurs auf Neuseeland für eine Goodwill – Tour. Im Hafen von Auckland lagen diese Kriegsschiffe ab dem 17. März. Von dort aus ging die Fahrt nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Von hier aus nahm die USS TUCKER an Routineübungen auf See teil, bevor der Zerstörer am 19. September in seinen Heimathafen San Diego zurückkehrte. Nach einem kurzen Aufenthalt kehrte das Kriegsschiff zusammen mit den Schiffen der Task Force 19 im November nach Hawaii zurück. In den dortigen Gewässern beteiligte sich die USS TUCKER an mehreren Übungen. Nach deren Abschluss fuhr der Zerstörer nach Pearl Harbor und ging längsseits zu einem Zerstörertender. Während der Liegezeit wurden mehrere Reparaturen ausgeführt. Am 7. Dezember 1941 griffen die Japaner die amerikanische Marinebasis auf Oahu an und zogen so die USA mit in den Zweiten Weltkrieg. An diesem Tag lag die USS TUCKER zusammen mit den Zerstörern USS CASE, USS REID ( DD-369 ), USS SELFRIDGE ( DD-357 ) und USS CONYNGHAM ( DD-371 ) sowie dem Zerstörertender USS WHITNEY ( AD-4 ) am Liegeplatz X-9 in East loch. Während an allen Zerstörern Überholungsarbeiten durchgeführt wurden, gelang es den Mannschaften dennoch das Feuer auf die Angreifer zu eröffnen. Nach der Überholung patrouillierte die USS TUCKER vor der Marinebasis und eskortierte in den folgenden Monaten Schiffskonvois zwischen den Hawaiianischen Inseln und San Francisco, Kalifornien. Anfang April erhielt der Zerstörer eine neue Aufgabe. Das Kriegsschiff sollte den Wasserflugzeugtender USS WRIGHT ( AV-1 ) in den Südpazifik eskortieren. Dazu verließen sie Pearl Harbor und fuhren zuerst nach Tutuila, Amerikanisch Samoa. Hier wurden zur Befestigung des Außenpostens mehrere Wasserflugzeuge, verpackt in Kisten, samt Personal an Land gebracht. Dann ging die Fahrt gleich nach Suva, Fidschi Island und Noumea, Neukaledonien weiter. Nach dem bunkern von Treibstoff, legte das Kriegsschiff zusammen mit der USS WRIGHT in Noumea wieder ab und fuhr nach Sydney, Australien. Dort legte es am 27. April 1942 an. Nachdem erneut genügend Treibstoff gebunkert worden war, besuchten beide Schiffe Melbourne, Perth und Fremantle, bevor sie nach Sydney zurück kehrten. Die USS TUCKER und USS WRIGHT verließen Ende Mai Sydney und fuhren nach Suva. Dort trafen sie am 3. Juni ein. Bis zum 10. Juli blieb der Zerstörer hier liegen oder operierte in dem Seegebiet. Am 10. Juli verließ das Kriegsschiff wieder Suva und fuhr einem Schiffskonvoi entgegen, der von dem Leichten Kreuzer USS BOISE ( CL-47 ) eskortiert  wurde. Das Ziel dieses Konvois war Auckland. Die USS TUCKER legte dort am 30. Juli an und blieb über Nacht festgemacht. Am 31. Juli stach der Zerstörer wieder in See und fuhr nach Suva zurück. Hier erhielt Lieutenant Commander William Reginald Terrell ( 1901 – 1987 im Douglas County, Kansas ), Kommandant des Zerstörers, den Befehl das Frachtschiff SS NIRA LUCKENBACH nach Espiritu Santo, Neue Hebriden zu eskortieren. Noch am 1. August verlassen beide Schiffe Suva und nahmen eine Route nördlich von der Insel Efate, Sandwich Islands und westlich der Insel Malekula. Auf dem Weg durch den Bruat – Kanal nehmen beide Schiffe Kurs auf den Segond – Kanal von Espiritu Santo. Das sollte die letzte Fahrt der USS TUCKER werden. Am 3. August hatten die Zerstörer und Minenleger USS TRACY ( DM-19 ), USS BREESE ( DM-18 ) und USS GAMBLE ( DM-15 ) ein Minenfeld im Eingang zum Segond Kanal vor Espiritu Santo gelegt. Am 4. August fuhren die USS TUCKER und die SS NIRA LUCKENBACH in den Segond – Kanal ein. Beide wurden über dieses Minenfeld vorher nicht gewarnt. Während das Frachtschiff unbeschadet den Hafen erreichte, schlug mindestens eine Mine an dem Zerstörer an. Die Explosion riss den Rumpf in zwei Teile. Alle drei Mannschaftsmitglieder, die im vorderen Feuerraum Wache hielten wurden sofort getötet, drei weitere wurde als Vermisst gemeldet. Die USS TUCKER sank langsam. Die SS NIRA LUCKENBACH und andere Schiffe begannen die Mannschaft des Zerstörers zu retten. Das Heck des Kriegsschiffes verschwand zuerst am nächsten Morgen unter dem Wasser. Eine Tauchergruppe musste herangezogen werden, die den Bug ebenfalls zum sinken brachte. Die USS TUCKER lag in 18 Metern Tiefe. Eine eingesetzte Untersuchungskommission stellte später fest, dass LCDR Terrell keinerlei Informationen über die Existenz dieses Minenfeld erhalten hatte. Am 2. Dezember 1944 strich man den Namen USS TUCKER ( DD-374 ) von der US Navy – Liste.

Drei Tage nach dem Untergang des Zerstörers erreichte der Hochseeschlepper USS NAVAJO (AT-64 ) Espiritu Santo. Taucher dieses Schiffes sollten sich an den Bergungsarbeiten beteiligen. So wurden die Waffen, Turbinen, Anker und Ketten geborgen. Während der letzten Monate des Zweiten Weltkrieges nutzte die US Navy eben diese Wrackstelle zur Ausbildung von Tauchern. Es wurden keine weiteren Bergungsarbeiten durchgeführt. Doch nach dem Krieg begannen Zivilisten mit dem privaten Tauchen an der Wrackstelle und bargen Wertgegenstände, wie Kupfer, Messing und einige Ausrüstungsgegenstände des Schiffes. Mit der Zeit verwandelte sich aber die idyllische Unterwasserwelt einem Schrittplatz.      


USS TUCKER ( DD-374 )
Commanding Officer
 

LCDR George Turner Howard    23. Juli 1936 – 2. Mai 1938
LCDR Hilyer Fulford Gearing    2. Mai 1938 – 1. Juni 1941 (später RADM)
LCDR William Reginald Terrell    1. Juni 1941 – 4. August 1942 (später RADM)


Indienststellung der USS TUCKER am 23. Juli 1936

USS TRACY ( DD-214 )

USS TRACY ( DD-214 )

Biografie

Benjamin Franklin Tracy
* 26. April 1830 in Apalachin, Tioga County, New York
† 6. August 1915 in Owego, Tioga County, New York
war unter Präsident Benjamin Harrison von 1889 bis 1893 Marineminister

Benjamin Franklin Tracy war der Sohn von Benjamin Tracy ( August 1794 – 31. Januar 1882 ) und Bathseba Woodin Tracy ( 1793 – 24. September 1866 ), welche 1821 geheiratet hatten. Benjamin Franklin hatte die Halbgeschwister Maurice W. Jewett ( 10. April 1812 – 12. März 1887 ) und Matilda Jewett Dodge ( 7. März 1819 – 14. Dezember 1890 ), da seine Mutter ab 1811 mit Asa Jewett ( 2. März 1788 im Dutchess County, New York – 23. Februar 1819 ) verheiratet war. Seine Geschwister waren George W. Tracy ( 1822 – 11. August 1870 ), Harrison Tracy ( 1828 – 1904 ) und Harvey J. Tracy ( 1836 – 1903 ).
Nach seinem Schulabschluss studierte Tracy Jura und war in den 1850er Jahren als Rechtsanwalt tätig. Seine politischen Ambitionen sah er in der Republikanischen Partei verwirklicht. 1854 heiratete er Delinda E. Catlin ( 15. Dezember 1832 in New York – 3. Februar 1890 in Washington DC ). Mit ihr hatte er zwei Kinder. Emma Louise Tracy Wilmerding ( 23. September 1852 im Tioga County, New York – 11. August 1934 in Manhattan, New York ) und Mary Farrington Tracy ( Mai 1854 im Tioga County, New York – 3. Februar 1890 in Washington DC ). Delinda E. Carlin Tracy und ihre Tochter Mary Farrington Tracy sind am 3. Februar 1890 bei einem Brand in ihrem Haus in Washington DC tragisch ums Leben gekommen.
Benjamin Franklin Tracy war ab dem 1. Januar 1862 bis zum 31. Dezember 1862 ein Mitglied der New York State Assembly im Tioga County, New York. Nachdem 1861 der Sezessionskrieg in den USA ausgebrochen war, meldete er sich freiwillig bei der US Army. Er erhielt das Kommando über das 109. New Yorker Infanterieregiment. Vom 5. bis zum 7. Mai 1864 war Tracy an der Schlacht in der Wildnis von Spotsylvania, Virginia beteiligt. Er war am Abend des 6. Mai fähig seine Männer zu sammeln, nachdem der konföderierte Brigadegeneral John Brown Gordon ( 6. Februar 1832 im Upson County, Georgia – 9. Januar 1904 in Miami, Florida ) die rechte Flanke der US Army angriff. Diese Unionstruppen hielten dem Angriff stand und hielten ihre Linien. Dafür wurde Tracy mit der Medal of Honor ausgezeichnet. Wenige Wochen nach dieser Schlacht wurde Tracy zum Kommandanten des Kriegsgefangenenlagers Elmira, New York ernannt. Doch am 23. August 1864 beförderte man ihn zum Colonel und gab ihm das Kommando über das 127. Infanterieregiment der US Colored Troops. Man entließ ihn am 13. Juni 1865 aus dem Freiwilligendienst nachdem am 9. Mai der amerikanische Bürgerkrieg durch die Kapitulation der Konföderation zu Ende gegangen war. Der 17. US Präsident, Andrew Jackson ( 29. Dezember 1808 in Raleigh, North Carolina – 31. Juli 1875 in Elizabethton, Tennessee ), nominierte Tracy am 18. Januar 1867 für die Ernennung zum Brigadegeneral der Freiwilligen. Die Freiwilligen hatten Tracy schon am 13. März 1865 in diesen Rang gewählt. Der US Senat bestätigte am 21. Februar 1867 diese Ernennung. Nach dem Krieg nahm Benjamin Franklin Tracy seine Arbeit in der Anwaltskanzlei wieder auf und wurde im Staat New York politisch aktiv. Er war von 1866 bis 1867 der US Anwalt des östlichen Distrikts von New York. Im Januar 1875 verteidigte Tracy den wohl bekanntesten Prediger Amerikas, Henry Ward Beecher ( 24. Juni 1813 in Litchfield, Connecticut – 8. März 1887 in Brooklyn, New York ), der wegen Ehebruchs mit Elizabeth Richards Tilton ( 1834 in New York – 14. April 1897 in Brooklyn, New York ) von seinem Assistenten Theodore Tilton ( 2. Oktober 1835 in New York City – 29. Mai 1907 in Paris ) angezeigt worden war. Beecher wurde in allen Punkten freigesprochen, obwohl sein Ehebruch in der Öffentlichkeit bekannt war. Gouverneur Alonzo Barton Cornell ( 22.Januar 1832 in Ithaca, New York – 15. Oktober 1904 in Ithaca, New York ) berief im Dezember 1881 Tracy als Oberster Richter an das New Yorker Berufungsgericht, aber Charles Andrews ( 27. Mai 1837 in New York Mills, Oneida County, New York – 22.Oktober 1918 in Syracuse, Onondaga County, New York ) trat das Amt des Obersten Richters im Bundesstaat New York an, nachdem Charles James Folger (16. April 1818 in Nuntucket, Massachusetts – 4. September 1884 in Genf, New York ) zurück getreten war, um das Amt des US Finanzministers auszufüllen. Ende 1882 bewarb sich Tracy erneut um das Amt des Obersten Richters im Bundesstaat New York. Doch diesmal unterlag er William Crawford Ruger ( 30. Januar 1824 in Bridgewater, Oneida County, New York – 14. Januar 1892 in Syracuse, Onondaga County, New York. Daraufhin kehrte Tracy in seine Kanzlei zurück. Er war in Washington DC für seine Unterstützung im Kampf zur Schaffung einer Neuen Marine bekannt. Daher wurde er von US Präsident Benjamin Harrison ( 20. August 1833 in North Bend, Ohio – 13. März 1901 in der Indianapolis, Indiana ) am 6. März 1889 als Marineminister eingesetzt. Tracy übernahm dieses Amt von William Collins Whitney ( 5. Juli 1841 in Conway, Massachusetts – 2. Februar 1904 in New York City ) und übergab es am 4. März 1893 an Hilary Abner Herbert ( 12. März 1834 in Laurens, South Carolina – 6. März 1919 in Tampa, Florida ). Tracy forderte außerdem eine große Dienstreform innerhalb der US Navy, da die bis zu diesem Zeitpunkt gültige aus dem Sezessionskrieg stammte. Wie US Präsident Benjamin Harrison ( 20. August 1833 in North Bend, Ohio – 13. März 1901 in der Indianapolis, Indiana ) unterstützte Tracy eine neue US Navy Strategie, die sich mehr auf Angriffe als auf Küstenverteidigung und Handelskriege konzentriert. Ein wichtiger Vertreter in diesen Bemühungen war der US Navy Theoretiker Alfred Thayer Mahan ( 27. September 1840 in West Point, New York – 1. Dezember 1914 in Washington DC ), der als Professor am neugegründeten Naval War College lehrte. 1890 veröffentlichte Mahan sein Hauptwerk „Der Einfluss der Seemacht auf die Geschichte“, ein Buch das die Seemächte von 1660 bis 1783 analysierte, erreichte eine große internationale Leserschaft. Mahan stützte sich auf historische Beispiele und forderte den Bau einer US Navy die auch auf hoher See kämpfen konnte. Benjamin Franklin Tracy unterstützte auch den Bau von modernen Kriegsschiffen. Am 30. Juni 1890 verabschiedete der Kongress für das Geschäftsjahr 1891 den Naval Appropriations Act zum Bau von drei Schlachtschiffen. Diese waren die USS INDIANA ( BB-1 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-2 ) und USS OREGON ( BB-3 ). Zwei Jahre später folgte die USS IOWA ( BB-4 ). Nachdem Tracy am 4. März 1893 das Navy Department verlassen hatte, nahm er seine Arbeit in seiner Anwaltskanzlei wieder auf. 1896 verteidigte er den New York City Polizeikommissar Andrew Parker in einem Prozess gegen den Präsidenten des New York City Board of Police Commissioners Theodore Roosevelt, Jr. ( 27. Oktober 1858 in New York City – 6. Januar 1919 in Oyster Bay, New York ), der dadurch in Verlegenheit geriet. Dessen Vorgänger James J. Martin wurde während dieses Prozesses der Nachlässigkeit und der Inkompetenz überführt. Tracy half auch die Venezuela Krise von 1895 zu beenden, indem er Venezuela bei der Aushandlung einer Regelung für ihren Streit mit Großbritannien unterstützte. In diesem Streit ging es um das Territorium von Essequibo und Guayana Esequiba, das von Großbritannien als Teil von Britisch Guayana betrachtete. Benjamin Franklin Tracy war der republikanische Kandidat 1898 für das Amt des Oberbürgermeisters von Greater New York City, wo alle fünf Bezirke zusammengelegt worden waren. Von den 523.560 abgegebenen Stimmen erhielt er 101.863 und war damit hinter dem Demokraten Robert Anderson Van Wyck ( 20. Juli 1849 in New York City – 14. November 1918 in Paris, Frankreich ) und Seth Low ( 18. Januar 1850 in Brooklyn, New York – 17. September 1916 in Bedford Hills, New York ) von der Citizens Union dritter. Am 3. April 1900 wurden sieben Männer der International Banking and Trust Company zu Direktoren der North American Trust Company gewählt. Dazu gehörte neben Tracy auch der Präsident von der International, Oakleigh Thorne ( 31. Juli 1866 in New Hamburg, New York – 23. Mai 1948 in New York City ).
Benjamin Franklin Tracy sarb am 6. August 1915 um 3:30 Uhr im Haus seiner Tochter Emma Louise Tracy Wilmerding auf der Farm im Tioga County, New York.


USS TRACY ( DD-214 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS TRACY ( DD-214 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von US Marineminister Benjamin Franklin Tracy benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreiundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons, Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 3.
April 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Elizabeth L. Cornell Tracy (1883 – 1968 ), Ehefrau von Frank Brodhead Tracy ( 1856 – 1945 ) und Schwiegertochter von US Marineminister Benjamin Franklin Tracy, taufte am 13. August 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Lawrence Oenfield Treadwell, Sr. stellte am 9. März 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS TRACY bis zu den Dry Tortugas, westlich von Key west, Florida, führte, kehrte der Zerstörer zur Überprüfung der Schiffshaut und einigen Reparaturen in die Werft  von Philadelphia zurück. Hier gliederte man das Kriegsschiff in die Zerstörer Division 38 ( DesDiv 38 ). Diese Division wurde für den Dienst im Nahen Osten vorgesehen. Anfang Juni 1920 erreichte die USS TRACY den Hafen von Konstantinopel, Osmanisches Reich. Angesichts der schweren Internationalen Lage im Nahen Osten nach dem Ersten Weltkrieg, zeigten die amerikanischen Seestreitkräfte Flagge und standen bereit, um das Leben und das Eigentum der Amerikaner dort zu beschützen. Dabei standen die US Navy Kriegsschiffe unter dem Oberkommando des US High Commissioner for Turkey, Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17.
April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ). Die USS TRACY besuchte in den folgenden Monaten die wichtigsten Häfen im Osmanischen Reich, Russland, Rumänien, Bulgarien, Syrien, Griechenland, Palästina und Ägypten. Zusätzlich erfolgte auf der Krim, im Süden Russlands, im Schwarzen Meer die Evakuierung von Amerikanern, Gegner der Bolschewiki und Kranke und Verwundete aus kriegsbedrohten Häfen. Vizeadmiral Newton Alexander McCully ( 19. Juni 1867 in Anderson, South Carolina – 14. Juni 1951 in St. Augustine, Florida ), der als Spezialagent des US Außenministeriums zu Beobachtungszwecken nach Südrussland entsandt worden war, erhielt jede erdenkliche Unterstützung der amerikanischen Seestreitkräfte. So gehörte die USS TRACY zu einer Vielzahl von amerikanischen Kriegsschiffen, die Hunderte von Flüchtlingen im Hafen von Sewastopol aufnahmen, diese waren hauptsächlich weißrussische Streitkräfte, die dem Ansturm der bolschewistischen Armeen nichts mehr entgegenzusetzen hatten, und brachten diese nach Konstantinopel. Am 2. Mai verließ die USS TRACY zusammen mit der USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), USS BORIE ( DD-215 ), USS WHIPPLE ( DD-217 ), USS BARKER ( DD-213 ) und USS SMITH THOMPSON ( DD-212 ), alle diese Zerstörer gehörten zur DesDiv 38, das Mittelmeer. Diese Zerstörer durchquerten den Suezkanal und fuhren zuerst nach Bombay, Indien. Die Fahrt führte die Schiffe weiter nach Colombo, Ceylon; Batavia, Java; Singapur, Straits Settlement und Saigon, Französisch – Indochina. Am 29. Juni erreichten die Kriegsschiffe ihren neuen Heimathafen Cavite, Manila Bay, Luzon auf den Philippinen. Die USS TRACY operierte zunächst unabhängig von der South China Patrol und beteiligte sich in allen angelaufenen chinesischen Häfen an der Durchsetzung amerikanischer Interessen. Im Frühjahr 1923 entband man den Zerstörer von seinen bisherigen Aufgaben. Das Kriegsschiff sollte sich an einer Goodwill Kreuzfahrt nach Japan beteiligen, bevor es zu seinen Sommermanövern nach Chefoo, China fuhr. Die USS TRACY lag Anfang September in Dairen, Mandschurei vor Anker und zeigte hier die amerikanische Flagge. Da erhielt Commander William Alexander Glassford, Jr. ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien –  30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ), Kommandeur des Zerstörers, den Befehl, umgehend nach Yokohama, Japan zu fahren. Dort waren am 30. und 31. August Tokyo und Yokohama durch ein Erdbeben, einen Tsunami und Feuersbrünste fast zerstört worden. Vizeadmiral Edwin Alexander Anderson, Jr. ( 16. Juli 1860 in Wilmington, North Carolina – 23. September 1933 in Masonboro Sound, Wilmington, North Carolina ), Oberbefehlshaber der asiatischen Flotte, entsandte sofort die USS TRACY und die Zerstörerdivision, in der sich die Zerstörer USS JOHN D EDWARDS, USS BORIE, USS WHIPPLE, USS BARKER und USS SMITH THOMPSON mit medizinischen Hilfsgütern, um Hilfe zu leisten. Die Zerstörer trafen am 5. September in der Tokyo Bay ein. Die amerikanischen Zerstörer waren die ersten ausländischen Schiffe, die in Yokohama eingetroffen waren und verdienten den Dank der japanischen Regierung. Nach der Ankunft der Zerstörer nahmen die amerikanischen Mannschaften die ersten Hilfsarbeiten in Angriff und brachten Flüchtlinge von Yokohama nach Tokyo. Reparaturtrupps der Kriegsschiffen gingen an Land und halfen beim Verlegen von neuen Frischwasserleitungen. Die USS TRACY blieb für zwei Wochen in dem Katastrophengebiet. Danach stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr nach Shanghai, China. Dort ging eine Gruppe von Mannschaftsmitgliedern an Land, um den in Shanghai befindlichen amerikanischen Besitz der Light and Power Company zu beschützen. Diese Gruppe von dem Zerstörer wurde am 12. Oktober von Mannschaftsmitgliedern des Panzerkreuzers USS SOUTH DAKOTA ( ACR-9 ) abgelöst. Die USS TRACY fuhr anschließend nach Manila und verbrachte einige Zeit dort in diesem Hafen. Am 26. November stach der Zerstörer wieder in See und begann eine Kreuzfahrt zu den südlichen Häfen auf den südphilippinischen Inseln. Im Jahr 1924 und in den ersten Monaten des Jahres 1925 führte der Zerstörer mehrere Flaggenkreuzfahrten entlang der chinesischen Küste und beteiligte sich an mehreren Übungen bei den philippinischen Inseln. Am 18. Mai 1925 verließen die Zerstörer USS TRACY, USS JOHN D EDWARDS, USS BORIE, USS BARKER und USS WHIPPLE die Philippinischen Inseln und fuhren über Guam, Nördliche Marianen; Midway und Pearl Harbor, Territorium Hawaii nach San Diego, Kalifornien. Hier trafen die Zerstörer am 17. Juni ein. Die USS TRACY bugsierte man noch am selben Tag in ein Trockendock und baute auf dem Kriegsschiff neue Instrumente für die Feuerleittechnik ein. Sieben Tage später stachen die Kriegsschiffe der kompletten Division wieder in See und machten sich auf den Weg an die US Ostküste. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte die USS TRACY im Hafen von New York City an. In den folgenden zwei Jahren befand sich der Zerstörer in der Scouting Fleet. In dieser Zeit, zwischen Ende 1926 und Anfang 1927 versetzte man das Kriegsschiff in die Gewässer von Nicaragua, wo es sich an den Operationen der Special Service Squadron beteiligte. Dieses Geschwader war dort aktiv, um das Leben und den Besitz von Amerikanern zu schützen. In dem mittelamerikanischen Land herrschten massive Unruhen durch den ausgebrochenen Bürgerkrieg. Nach einer umfassenden Überholung in der Norfolk Navy Yard in Norfolk, Virginia kehrte die USS TRACY im März 1927 für wenige Wochen in die nicaraguanischen Gewässer zurück. Anschließend fuhr der Zerstörer nach Norfolk, wo sich alle Schiffe aus der DesDiv 38 trafen. Die Zerstörer legten dort am 26. Mai ab und fuhren nach Newport, Rhode Island. Hier wurden die Munitionsmagazine aufgefüllt. Am 1. Juni stachen die Kriegsschiffe endgültig zu ihrer Kreuzfahrt in europäische Gewässer in See. Die erste Station war Queenstown, Nordirland. Von hier aus ging es nach Schottland, England, Belgien und dem Deutschen Reich. Speziell im Deutschen Reich durchquerten die Kriegsschiffe den neuausgebauten Kaiser – Wilhelm – Kanal. Die Verbindung zwischen der Nordsee und der Ostsee. Anschließend fuhren die Zerstörer für eine kurze Tour ins Mittelmeer nach Süden. Auf diesem Weg besuchten die Kriegsschiffe Häfen in Frankreich, Portugal, Spanien, Algerien, Tunesien und Italien. Die USS TRACY verließ am 29. Januar 1928 zusammen mit allen Zerstörern der DesDiv 38 Gibraltar und fuhr nach Kuba in die Karibik. Hier beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Operationen und Übungen in den Gewässern der Karibik und vor der Guantanamo Bay. Gleich im Anschluss an die Übungen nahm der Zerstörer Kurs auf den Pazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Kriegsschiff am 1. April in seinem neuen Heimathafen San Diego an. Die USS TRACY war hier bis zum Frühjahr 1929 stationiert und diente gelegentlich als Sicherungsschiff für die Flugabwehr der Flugzeugträger USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ). Im Juni und Juli bereitete man den Zerstörer dann auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien auf seinen Einsatz im Fernen Osten vor. Die Zerstörer der DesDiv 38 lösten in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor die Zerstörer der DesDiv 45 ab und fuhren nach Japan. Dort trafen sie am 26. August im Hafen von Yokohama ein. Gemäß der Routine der asiatischen Flotte, wechselte die USS TRACY im Sommer den Dienst vor der chinesischen Küste mit dem Einsatz in den philippinischen Gewässern im Winter. Im Herbst 1930 unternahm der Zerstörer eine Kreuzfahrt nach Niederländisch – Ostindien. Anschließend rüstete man das Kriegsschiff in Cavite, Manila Bay aus, damit es selbständige Aufgaben als Stationsschiff vor Chefoo, China absolvieren konnte. Die USS TRACY gliederte man am 7. Dezember 1931 in die neugeschaffene Zerstörer Division 17. In dieser Division befanden sich außerdem die Schwesterschiffe USS SIMPSON, USS MACLEISH, USS McCORMICK ( DD-223 ), USS TRUXTUN ( DD-229 ) und USS BORIE ( DD-215 ). Diese sechs Zerstörer wurden aus der asiatischen Flotte herausgelöst und erhielten spezielle Aufgaben. Grund dafür war die japanische Eroberung der Mandschurei im September 1931 und die Kämpfe zwischen japanischen und chinesischen Streitkräften im Februar 1932 um Shanghai. Zu diesem Zeitpunkt erfüllten die Kriegsschiffe der asiatischen Flotte ihre Pflicht und achteten auf die amerikanischen Interessen. Im April verließ die USS TRACY den Fernen Osten und fuhr an die US Westküste. Hier lief der Zerstörer in die Mare Island Naval Shipyard, Vallejo, Kalifornien ein. Man begann sofort mit einer intensiven Überholung des Kriegsschiffes. In dieser Zeit versetzte man die USS TRACY in das Rotating Reserve Squadron 20, das in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien lag. Die dort eingelagerten Zerstörer erhielten kurzfristige Aufgaben und wurden nur für wenige Wochen im Jahr in den aktiven Dienst überführt. Sie wechselten ab dem 28. September nach San Diego. Dann zog man im Frühjahr 1934 für das Flottenmanöver Nummer 15 die Kriegsschiffe der Pazifikflotte vor der Hawaiianischen Küste zusammen und es wurde die Eroberung eines Stützpunktes geprobt. Anschließend zog man die Kriegsschiffe an den Panamakanal auf der pazifischen Seite zusammen. Hier sollte die Verteidigung des Kanals geprobt werden. Am 23. April 1934 lagen im Hafenbereich vor Balboa die Zerstörer USS TRACY, USS SIMPSON, USS MACLEISH, USS McCORMICK, USS TRUXTUN, USS ELLIOT ( DD-146 ), USS ROPER ( DD-147 ), USS HALE ( DD-133 ), USS DORSEY ( DD-117 ), USS LEA ( DD-118 ), USS RATHBURNE ( DD-113 ), USS TALBOT ( DD-114 ), USS WATERS ( DD-115 ), USS DENT ( DD-116 ), USS AARON WARD ( DD-132 ), USS BUCHANAN ( DD-131 ), USS CROWNINSHIELD ( DD-134 ), USS PREBLE ( DD-345 ), USS WILLIAM B. PRESTON ( DD-344 ), USS YARNALL ( DD-143 ), USS SANDS ( DD-243 ), USS LAWRENCE ( DD-250 ), USS FOX ( DD-234 ), USS GREER ( DD-145 ), USS BARNEY ( DD-149 ), USS TARBELL ( DD-142 ), USS SOUTHARD ( DD-207 ), USS CHANDLER ( DD-206 ), USS FARENHOLT ( DD-332 ), USS PERRY ( DD-340 ), USS WASMUTH ( DD-338 ), USS TREVER ( DD-339 ), USS HOVEY ( DD-208 ), USS LONG ( DD-209 ), USS LITCHFIELD ( DD-336 ), USS DAHLGREN ( DD-187 ), USS PRUITT ( DD-347 ), USS J. FRED TALBOTT ( DD-156 ) und USS DALLAS ( DD-199 ), die Schwere Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ), der Zerstörertender USS MELVILLE ( AD-2 ) und das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ). Nach dem Manöver auf der pazifischen Seite folgte auf der atlantischen Seite des Panamakanals ein weiteres Manöver. Diesmal sollte ein Angriff auf den Kanal geprobt werden. An diesem Manöver, das am 6. Mai begann, beteiligte sich auch das Luftschiff USS MACON ( ZRS-5 ). Die Kriegsschiffe der Zerstörer Division 17 fuhren in diesem Monat von der Guantanamo Bay, Kuba aus nach New York. Hier hatte US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ), als Oberbefehlshaber der US Flotte für den 31. Mai 1934 zu einer Präsidenten Flottenschau geladen. Er selber befand sich dabei an Bord des Schlachtschiffes USS INDIANAPOLIS das vor Ambrose Light vor Anker lag. Anschließend ankerten die Schiffe vom 31. Mai bis zum 18. Juni in einer Linie im Hudson River von Midtown Manhattan bis nach Norden vor Yonkers. An der Flottenschau waren die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS TEXAS ( BB-35 ) und USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Flugzeugträger USS LANGLEY ( CV-1 ), USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS, USS CHICAGO, USS CHESTER ( CA-27 ), USS HOUSTON ( CA-30 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS NORTHAMPTON ( CA-26 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT, USS RALEIGH, USS CINCINNATI ( CL-6 ), USS CONCORD ( CL-10 ), USS MARBLEHEAD ( CL-12 ), USS MEMPHIS ( CL-13 ), USS MILWAUKEE ( CL-5 ) und USS OMAHA ( CL-4 ), die Zerstörer USS TRACY, USS MACLEISH, USS McCORMICK, USS TRUXTUN, USS SIMPSON, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DORSEY, USS ELLIOT, USS FOX, USS GREER, USS HOVEY, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LITCHFIELD, USS LONG, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS ROPER, USS SANDS, USS SOUTHARD, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS YARNALL, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS BAINBRIDGE ( DD-246 ), USS BARRY ( DD-248 ), USS UPSHUR ( DD-144 ), USS DECATUR ( DD-187 ), USS DENT ( DD-116 ), USS DICKERSON ( DD-157 ), USS FAIRFAX ( DD-93 ), USS CHILDS ( DD-241 ), USS HERBERT ( DD-160 ), USS HULBERT ( DD-342 ), USS HUMPHREYS ( DD-236 ), USS LEARY ( DD-158 ), USS HOPKINS ( DD-249 ), USS McFARLAND ( DD-237 ), USS NOA ( DD-343 ), USS OVERTON ( DD-239 ), USS SCHENCK ( DD-159 ), USS REUBEN JAMES ( DD-245 ), USS WILLIAMSON ( DD-244 ), USS GILMER ( DD-233 ), USS GOFF ( DD-247 ), USS STURTEVANT ( DD-240 ) und USS ZANE ( DD-337 ), die Zerstörer Tender USS MELVILLE und USS WHITNEY ( AD-4 ), die Flottenöltanker USS CUYAMA ( AO-3 ), USS NECHES ( AO-5 ) und USS SALINAS ( AO-19 ), die Reparaturschiffe USS MEDUSA und USS VESTAL ( AR-4 ), das Vielseitige Hilfsschiff USS BOGGS ( AG-19 ), die Frachtschiffe USS BRIDGE ( AF-1 ) und USS ARCTIC ( AF-7 ), das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ) und der U-Boot Tender USS ARGONNE ( AS-10 ) beteiligt. Von ausländischen Marinen war der französische Schulkreuzer JEANNE D´ARC anwesend. In der Brooklyn Navy Yard lag zur Notfallversorgung der Flottenöltanker USS BRAZOS ( AO-4 ) und das Unklassifizierte Schiff USS SEATTLE ( IX-39 ). Die folgenden Schiffe der US Küstenwache waren in New York stationiert und haben möglicherweise  Überwachungs-  oder andere Regelungen während der Flottenschau übernommen. Die Patrouillenboote USCGC ARGO ( WPC-100 ), USCGC AURORA ( WPC-103 ), USCGC CALYPSO ( WPC-104 ), USCGC DAPHNE ( WPC-106 ), USCGC GALATEA ( WPC-108 ), USCGC HERMES ( WPC-109 ), USCGC ICARUS ( WPC-110 ), USCGC PERSEUS ( WPC-114 ) und USCGC THETIS ( WPC-115 ), die Patrouillenboote USCGC CHAMPLAIN ( 1929 ), USCGC MANHATTAN ( CG-30 ), USCGC PATROL ( 1917 ), USCGC SEBAGO ( 1930 ), USCGC TAMPA ( 1921 ) und USCGC WISSAHICKON ( CG-12 ) und die Hafenschlepper USCGC CALUMET ( 1894 ), USCGC GUTHRIE ( 1895 ), USCGC HUDSON ( 1893 ), USCGC LEOPARD ( 1920 ), USCGC LIGHTNING, USCGC RARITAN ( 1905 ). Die USS TRACY wechselte nach der Flottenschau, zusammen mit den Kriegsschiffen der Zerstörer Division 17, zuerst nach Newport, Rhode Island und fuhr dann wieder in den Pazifik. Am 10. November legte der Zerstörer in San Diego an. Doch schon am 29. Dezember lag der Zerstörer erneut im Hafen von Balboa, Panamakanalzone. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff an erneuten Übungen. In den folgenden Jahren nahm die USS TRACY an Manövern und Übungen entlang der US Westküste teil. Dann, am 30. Juni 1937, klassifizierte man den Zerstörer in einen Zerstöre und Minenleger um und gab ihm die Kennung DM-19. Dazu lag das Kriegsschiff in der Mare Island Naval Shipyard und wurde für die gestellten Aufgaben umgerüstet. Die USS TRACY gliederte man anschließend in die Mine Division 1 in der ein, zu der ebenfalls die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE ( DM-20 ), USS SICARD ( DM-21 ) und USS PRUITT ( DM-22 ) gehörten, die in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii stationiert war und operierte in den folgenden Jahren zusammen mit der Battle Force. So lag der Zerstörer und Minenleger am 27. Oktober 1938, am Ehrentag der US Navy, im Hafen von Honolulu, Hawaii. In den letzten Wochen des Jahres 1941 verlegte man die vier Zerstörer und Minenleger in die Navy Yard von Pearl Harbor, um eine Überholung an den Kriegsschiffen vorzunehmen. Am 7. Dezember 1941 griffen japanische Kampfflugzeuge diesen amerikanischen Stützpunkt an und zogen so die USA in den Zweiten Weltkrieg. Die USS TRACA lag an diesem Tag mit zerlegten Maschinen, Kesseln und Waffen am Liegeplatz Nummer 15. Die meisten Besatzungsmitglieder des Kriegsschiffes lebten zu diesem Zeitpunkt der Überholung in einer Kaserne an Land. Nur eine Rumpfmannschaft befand sich für die Arbeiten an Bord. Zu dem Zeitpunkt, an dem die japanischen Flugzeuge am Himmel erschienen, ging fast die gesamte Mannschaft des Zerstörers und Minensuchers an Bord und suchte händeringend nach Möglichkeiten das Schiff vor dem Angriff zu schützen. Nur drei Lewis – Kanonen des Kalibers 30 mm und zwei Brownings des Kalibers 50 mm konnten eilig zusammen gebaut werden, um die Angreifer zu vertreiben. Andere Mannschaftsmitglieder des Schiffes eilten an Bord des Schlachtschiffes USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und halfen dort beim bedienen der Flugabwehrbatterien. Weitere gingen an Bord des Zerstörers USS CUMMINGS ( DD-365 ) und besetzten dort die Waffen zur Verteidigung des Schiffes. Als der japanische Angriff endete, eilten zehn Mannschaftsmitglieder der USS TRACY an Bord des Schlachtschiffes USS CALIFORNIA ( BB-44 ) und beteiligten sich an der Bekämpfung der ausgebrochenen Brände. Nach der unterbrochenen Überholung auf der Naval Yard, schloss man Anfang 1942 die begonnen Arbeiten ab und die USS TRACY konnte wieder in See stechen. Das Kriegsschiff konnte nun für den Kriegseinsatz herangezogen werden. Am 31. März lief der Zerstörer und Minenleger zusammen mit der USS PREBLE, USS SICARD und USS PRUITT zu den French Frigate Shoals, das ist das größte Atoll der nordwestlichen Hawaii Inseln, und legten bei Tatuila eine Minensperre. Anschließend kehrten die vier Kriegsschiffe nach Pearl Harbor zurück, wo sie am 3. April anlegten. Von hier aus beteiligten sie sich in den folgenden Monaten an lokale Operationen. Am 23. Juli legte die USS TRACY in der amerikanischen Marinebasis ab und fuhr nach Suva auf den Fidshi Inseln. Sieben Tage später traf der Zerstörer und Minenleger in Begleitung der Zerstörer und Minenleger USS BREESE ( DM-18 ) und USS GAMBLE ( DM-15 ) aus der Mine Division 2 dort ein. Von dort aus ging die Fahrt nach Espiritu Santo, Neue Hebriden weiter. Die drei Schiffe legten am 3. August im Eingang zum Segond Kanal vor Espiritu Santo ein Minenfeld aus. In dieses lief am folgenden Tag der Zerstörer USS TUCKER ( DD-374 ), der auf einer Eskortierpatrouille war und einen Frachter begleitete, und sank nach mindestens einer Explosion durch eine dieser Minen. Am 4. August versetzte man die USS TRACY in die Task Force 62. Die TF befehligte Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Watchtower“. In der TF befanden sich die amerikanischen Schweren Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ), USS VINCENNES ( CA-44 ), USS QUINCY ( CA-39 ) und USS ASTORIA ( CA-34 ), die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ) und HMAS CANBERRA ( D-33 ), der amerikanische Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und der australische Leichte Kreuzer HMAS HOBART ( D-63 ), die amerikanischen Zerstörer USS JARVIS ( DD-393 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS BLUE ( DD-387 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS MONSSEN ( DD-436 ), USS HELM ( DD-388 ), USS SELFRIDGE ( DD-357 ), USS HENLEY ( DD-391 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS HULL ( DD-350 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ) und USS ELLET ( DD-398 ), die Zerstörer und Minensucher USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS ZANE ( DMS-14 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ) und USS HOVEY ( DMS-11 ), der Zerstörer und Minenleger USS TRACY ( DM-19 ), die Schnellen Truppentransporter USS LITTLE ( APD-4 ), USS McKEAN ( APD-5 ), USS GREGORY ( APD-3 ) und USS CALHOUN ( APD-2 ), die Truppentransporter USS GEORGE F ELLIOT ( AP-13 ) und USS PRESIDENT HAYES ( AP-39 ), die Angriffstruppentransporter USS FULLER ( APA-7 ), USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), USS NEVILLE ( APA-9 ), USS HUNTER LIGGETT ( APA-14 ), USS HEYWOOD ( APA-6 ), USS ZELIN ( APA-3 ), USS McCAWLEY ( APA-4 ), USS BARNETT ( APA-5 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ), USS PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ) und USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), die Angriffsfrachtschiffe USS BELLATRIX ( AKA-3 ), USS FORMALHAUT ( AKA-5 ), USS ATHENA ( AKA-9 ), USS BETELGEUCE ( AKA-11 ) und USS LIBRA ( AKA-12 ) und das Frachtschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Die Truppentransportschiffe hatten insgesamt 20.000 Marines an Bord. Die Schiffe der TF 62 gehörten zu den insgesamt 84 Schiffen, die die Invasion von Guadalcanal, Salomonen durchführen sollten. Am 22. Juli legten fast alle Schiffe der TF im Hafen von Wellington ab und fuhren zuerst zu den Fidschi Inseln. Hier wurden vom 28. bis zum 30. Juli die Anlandungen auf Guadalcanal geprobt. Auf der Fahrt dann zu den Salomonen verschlechterte sich immer mehr das Wetter. Es begann zu regnen und schwerer Nebel strich über das Wasser. Japanische Suchflugzeuge konnten bei solch einem Wetter nicht aufsteigen. In der Nacht vom 6. zum 7. August schloss die USS TRACY zur TF 62 auf. In der Morgendämmerung des 7. August erreichten die Schiffe der TF 62 ihr Einsatzgebiet. Um 6:50 Uhr begann die erste amphibische Landeoperation der Alliierten im Pazifik während des Zweiten Weltkrieges. Da waren schon durch die Trägerflugzeuge der Task Force 61 und die Flugzeuge der Task Force 63 mehrere Luftangriffe auf die japanischen Verteidiger geflogen worden. Auch die Kreuzer ließen zuvor ihre Granaten auf japanische Stellungen niedergehen. Die USS TRACY nahm an der hart umkämpften Kampagne gegen die japanischen Aggressoren auf Guadalcanal teil. Dabei übernahm der Zerstörer und Minenleger die unscheinbaren, aber lebensnotwendigen Aufgaben der Eskorte von Frachtschiffen und der Abwehr von feindlichen U-Booten. Das Kriegsschiff operierte in dieser Zeit zwischen der Insel Espiritu Santo und dem Kampfgebiet im Sommer und im Herbst 1942. Ende November verließ die USS TRACY die Gewässer von den Salomonen und fuhr zurück zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. Hier traf das Kriegsschiff Anfang Dezember ein und wurde augenblicklich einer Überholung unterzogen, die am 18. Dezember abgeschlossen war. Noch am selben Tag stach der Zerstörer und Minenleger wieder in See und beteiligte sich an der Eskorte von einem Schiffskonvoi bis zur amerikanischen Marinebasis Noumea, Neukaledonien. Die Insel wurde am 2. Januar 1943 erreicht. Hier integrierte man die USS TRACY in die Task Force 66. Innerhalb dieser TF gehörte der Zerstörer und Minenleger in eine Task Group, in der sich ebenfalls die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE und USS MONTGOMERY ( DM-17 ) befanden. Diese drei Kriegsschiffe operierten im Januar in den Gewässern zwischen Noumea und der amerikanischen Basis Nadi auf den Fidschi Inseln. Sie verlegten außerdem vor diesen amerikanischen und alliierten Stützpunkten Minenfelder. Zwischendurch lieferten die drei Zerstörer und Minenleger auch dringend benötigtes Benzin für die Flugzeuge der Cactus Air Force, welche auf Henderson Field auf Guadalcanal stationiert waren. Ende Januar hatten die Japaner beschlossen diese Insel in den Ostsalomonen endgültig zu verlassen und so viele Soldaten wie möglich zu evakuieren. Verstärkte japanische Aktivitäten mit Überwasserkriegsschiffen und der dazugehörigen Luftsicherung, gaben den Amerikanern den Hinweis, dass große feindliche Truppenbewegungen stattfinden sollten. Von den alliierten wurde der Befehl ausgegeben, dass mit allen möglichen Mitteln der sogenannte Tokyo Express zu unterbinden sei. Dazu wurden auch die Minenleger und Patrouillen – Boote herangezogen. Am 1. Februar wurde eine große Gruppe japanischer Zerstörer entdeckt, die sich auf dem Weg zum Ironbottom Sound, den Gewässern zwischen Guadalcanal, Savo Island und Florida Island, Ostsalomonen, befanden. Umgehend wurde die USS TRACY zusammen mit der USS PREBLE und USS MONTGOMERY herangezogen, damit diese drei Zerstörer und Minenleger rund 300 Seeminen in einem Feld zwischen dem Doma Reef und Cape Esperance entlang der Nordostküste von Guadalcanal und bis nach Savo Island. Noch in der Nacht, bevor der 2. Februar begann, traf der japanische Zerstörer IJN MAKIGUMO beim manövrieren, um einen PT-Boot angriff auszuweichen, auf eine dieser ausgelegten Minen. Das Schwesterschiff IJN YUGUMO konnte 237 Überlebende aus dem Wasser retten und versenkte dann mit einem Torpedo die schwer angeschlagene IJN MAKIGUMO rund 4,8 km südsüdwestlich von Savo Island. Trotzdem gelang es den Japanern ihre Soldaten aus deren Garnison auf Guadalcanal zu evakuieren. Im Anschluss an diese Aktion kehrte die USS TRACY wieder zu ihrem Eskortierdienst zusammen mit den Kriegsschiffen der Task Force 62 zurück. Während dieser Eskortierfahrten pendelte der Zerstörer und Minenleger zwischen Noumea; Tulagi, Florida Island und Efate, Sandwich Islands. Dort in der amerikanischen Marinebasis in Port Vila, Efate, lag das Kriegsschiff vom 5. bis zum 7. April vor Anker. Am 19. April brach die USS TRACY dann auf und fuhr von den Gewässern aus nach Pearl Harbor, wo sie am 1. Mai anlegte. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 12. Mai und legte an diesem Tag wieder in der Marinebasis ab und fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Sieben Tage später wurde der dortige Hafen erreicht, von dem aus der Zerstörer und Minenleger dann in die Mare Island Naval Shipyard wechselte, um sich einer dringend notwendig gewordenen Überholung zu unterziehen. Anschließend erfolgte in San Francisco noch eine Umrüstung. Die USS TRACY verließ im Anschluss daran die kalifornische Küste und begann in den folgenden beiden Monaten zwischen der US Westküste und Pearl Harbor Versorgungsschiffe zu eskortieren. Diese Begleitfahrten endeten am 10. August. An diesem Tag verließ der Zerstörer und Minenleger Pearl Harbor und fuhr über Amerikanisch Samoa zur Insel Espiritu Santo. Die Insel wurde am 23. August erreicht. Hier blieb das Kriegsschiff über Nacht und man bunkerte frischen Treibstoff. Die USS TRACY verließ bis zum 26. August den Hafen von Espiritu Santo und begann eine Patrouillenfahrt. Dann lag das Kriegsschiff wieder bis zum 30. August in dem schützenden Hafen. Für den Zerstörer und Minenleger begann in den folgenden Tagen erneut eine Zeit mit Patrouillen- und Eskortierfahrten. So begleitete das Kriegsschiff am 17. September zusammen mit dem Zerstörer USS WADSWORTH ( DD-516 ) einen Schiffskonvoi bis nach Guadalcanal. Die Schiffe erreichten drei tage später ihren Zielhafen bei Henderson Field und die USS TRACY kehrte nach Espiritu Santo zurück. Von hier aus gingen dann die weiteren Operationen für das Kriegsschiff aus. Am 17. Oktober lag der Zerstörer und Minenleger in dem Hafen von Espiritu Santo und nahm Brennstoff, Proviant und Munition an Bord. Noch am selben Tag legte das Kriegsschiff wieder ab und begann seine Patrouillenfahrt bis nach Port Purvis, Tulagi, Florida Island. Dort lag die USS TRACY vom 30. bis zum 31. Oktober und am 7. November vor Anker. Am 24. November befand sich der Zerstörer und Minenleger zusammen mit seinen Schwesterschiffen USS SICARD und USS PRUITT südlich von Bougainville, Salomonen und legte ein Minenfeld aus, um die Alliierte Landeoperation am Kap Torokina zu unterstützen. Nach Abschluss der Arbeiten verließ die USS TRACY wieder die Gewässer von Bougainville und fuhr nach Noumea. Von dort aus begann der Zerstörer und Minenleger für den Rest des Jahres mit seinen Patrouillenfahrten zwischen dem Atoll Funafuti, Tuvalu; Espiritu Santo und Guadalcanal. In dieser Zeit lag das Kriegsschiff vom 5. bis zum 7. Dezember und vom 13. zum 14. Dezember im sicheren Hafen von Espiritu Santo. Am 1. Januar 1944 übernahm die USS TRACY die Eskorte über die Truppentransporter USS PRESIDENT JACKSON ( AP-37 ), USS PRESIDENT HAYES ( AP-39 ) und USS PRESIDENT ADAMS ( AP-38 ) sowie den Frachtschiffen USS TITANIA ( AK-55 ) und USS ALHENA ( AK-26 ). Für die Fahrt bis nach Nandi. Fidschi Islands benötigten die Schiffe vier Tage. Gleich am folgenden Tag, dem 6. Januar, verließ die USS TRACY wieder Nandi und eskortierte einen neu zusammengestellten Schiffskonvoi bis nach Guadalcanal. Die fest in amerikanischer Hand befindliche Insel wurde am 10. Januar erreicht. Auf dem Weg dorthin befahl Lieutenant Commander Clayton Hays Raney, Kommandant der USS TRACY, den Geschützmannschaften mehrere Schießübungen durchzuführen. Am 12. Januar verließ der Zerstörer und Minenleger wieder Guadalcanal und eskortierte neben der USS PRESIDENT HAYES noch andere Versorgungsschiffe bis nach Noumea. Auf dem Weg dorthin mussten diese Schiffe gegen einen Sturm ankämpfen. Am 19. Januar wurde Noumea erreicht. Nachdem dann das Bunkern von frischem Treibstoff auf dem Kriegsschiff abgeschlossen war, legte es in dem Hafen von Neukaledonien wieder ab und fuhr nach Wellington, Neuseeland. Dort traf das Kriegsschiff Ende Januar ein. Bis Anfang Mai eskortierte die USS TRACY nun Schiffskonvois im Südostpazifik von Insel zu Insel und führte unterwegs mehrere Übungen durch. Noch im Mai verließ der Zerstörer und Minenleger die Gewässer und fuhr an die kalifornische Küste. Am dem 3. Juni begann in der Hunters Point Naval Shipyard in San Francisco eine umfassende Überholung. Nach dem Abschluss der Arbeiten in der Werft, unterzog sich die Mannschaft des Kriegsschiffes einem Auffrischungstraining entlang der US Westküste. Diese Fahrt führte die USS TRACY bis nach Seattle und Bremerton, Washington. Am 31. August verließ das Kriegsschiff Seattle und eskortierte das Liberty Schiff SS CUSHMAN K DAVIS ( MC hull Nummer 2003 ) bis zu der Hawaiianischen Insel Oahu. Am 9. September liefen beide Schiffe in der Marinebasis von Pearl Harbor ein. Für den Zerstörer und Minenleger begann ab dem 12. September eine allumfassunde Überholung in der Pearl Harbor Navy ür den Zerstörer und Minenleger begann ab dem 12. September eine allumfassende Überholung in der Pearl Harbor Navy Yard, die bis zum 24. September dauerte. Am 29. September stach die USS TRACY wieder in See und eskortierte den Schiffskonvoi BD-110T von Pearl Harbo aus bis zu dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands, das zu einer amerikanischen Marinebasis ausgebaut worden war. Da Atoll wurde am 8. Oktober erreicht. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff wieder Eniwetok und eskortierte einen Schiffskonvoi bis nach Pearl Harbor und von dort aus bis nach San Francisco. Der Zerstörer und Minenleger lief am 6. November in den kalifornischen Hafen ein. Die USS TRACY begleitete von der kalifornischen Küste dann wieder einen Schiffskonvoi bis nach Pearl Harbor und zurück. Am 24. Dezember erreichte das Kriegsschiff nach dem erfolgreichen Pendelverkehr erneut die amerikanische Marinebasis auf den Hawaiianischen Inseln. An diesem Tag stach der Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) wieder in See nach seiner Überholung, die ab dem 6. Dezember begonnen hatte. Der Zerstörer und Minenleger eskortierte dieses Schiff bis zum Atoll Eniwetok, wo sie am 29. Dezember ankamen. Die USS TRACY blieb vor dem Atoll liegen und übernahm Patrouillenaufgaben. Mit Beginn der Landeoperation auf die Bonin Insel Iwo Jima, versetzte man das Kriegsschiff in die Task Force 52. Innerhalb dieser TF gehörte der Zerstörer und Minenleger zur Minesweeping Groupm die Rear Admiral Alexander Sharp, Jr. ( 13. August 1885 in Washington DC – 20. Juni 1975 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) befehligte. Die USS TRACY hatte hier die Aufgabe übertragen bekommen, die in den Gewässern der Bonin Inseln befindlichen Seeminen unschädlich zu machen. Gleich nachdem die strategisch wichtige Insel Iwo Jima eingenommen worden war, wandte die US Navy ihre gesamte Aufmerksamkeit auf die japanische Insel Okinawa. Den Zerstörer und Mineleger gliederte man hier in die Task Group 52.8 ein. In diese TG gehörte unter anderem auch das Netzfrachtschiff USS SAGITTARIUS ( AKN-2 ). Die USS TRACY diente in den Gewässern vor Okinawa als Bojenleger und Minenräumschiff. Am 1. April, dem Tag, an dem die Landeoperation begann, erreichte der Zerstörer und Minenleger sein Einsatzgebiet. Zur Unterstützung der Invasion unternahm das Kriegsschiff die U-Boot Abwehr und die Kleinboot – Patrouille vor den Ankerplätzen der US Flotte. In diesen Tagen, am 4. April 1945 in der Buckner Bay, rettete die Mannschaft der USS TRACY während ihres Kontrolldienstes die Überlebenden des Infanterie Landungsbootes LCI (G)-82, das durch ein Selbstmordmotorboot getroffen worden war. Der Zerstörer und Minenleger selber hat diese effektive Phase der Kamikaze Angriffe aus der Luft und auf der See, die ständig vor Okinawa auf die US Flotte geführt wurde, unbeschadet überstanden. Am 16. April verließ die USS TRACY die Gewässer vor Okinawa und eskortierte einen Schiffskonvoi bis zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dort traf das Kriegsschiff am 22. April ein. Hier begann für den Zerstörer und Minenleger eine bis zum 2. Mai andauernde Wartungs- und Verfügbarkeitsphase. Ab dem 2. Mai begann dann die USS TRACY mit ihren Aktivitäten im Westpazifik. Das Kriegsschiff nahm bis zum Juli an Begleit- und Sicherungsaufgaben teil. Ab dem 1. Juli übernahm der Zerstörer und Minenleger die Eskorte über einen Schiffskonvoi, bestehend aus Panzerlandungsschiffen, ab der Buckner Bay, Okinawa bis zur philippinischen Insel Leyte, wo sie in der San Pedro Bay vor Anker gingen. Dort legten die Schiffe am 3. Juli an. Die USS TRACY selber lag vom 5. bis zum 17. Juli in der San Pedro Bay längsseits zu einem Zerstörertender. In dieser Zeit wurden mehrere Reparaturen an dem Schiff vorgenommen. Ab dem 17. Juli konnte der Zerstörer und Minenleger in das Schwimmende Trockendock USS ARB-2 einfahren, um sich einer Reparatur am Rumpf zu unterziehen. Diese Arbeiten dauerten mehrere Tage. Bis zum 15. August, an diesem Tag wurde der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet, blieb die USS TRACY in der San Pedro Bay. Man versetzte an diesem Tag das Kriegsschiff in die Task Undergroup 72.5.38. Der Zerstörer und Minenleger stach noch am selben Tag in See. Das Kriegsschiff unterstand der operativen Kontrolle der Minensucher innerhalb der Pazifikflotte. Gleichzeitig erhielt man an Bord des Kriegsschiffes die Nachricht, dass alle offensiven Aktivitäten einzustellen sind. Am 20. August erreichte die USS TRACY die Buckner Bay. Hier lag das Kriegsschiff für fünf Tage vor Anker. Dann traf der Minenleger USS WEEHAWKEN ( CM-12 ) ein und übergab an alle anderen Minensuchbooten Mark VI – Bojen. Diese wurden als Sichtpunkt bei den gefundenen Seeminen ausgelegt, bis diese dann unschädlich gemacht werden konnten. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann für die USS TRACY, sowie für all die anderen Minensuchbooten der US Navy, eine gigantische Minenberäumung in den japanischen Gewässern. Von der Buckner Bay aus fuhr der Zerstörer und Mineleger nach Japan und erreichte am 11. September die Bucht Nagasaki Wan. Die USS TRACY war eines der ersten alliierten Schiffe, die in diese Bucht eingelaufen waren. Das Kriegsschiff begann umgehend als Bojenleger und Minenräumer, damit die Seewege außerhalb des äußerst wichtigen Hafens von Nagasaki von Minen beräumt war. Diese Aufgabe setzte der Zerstörer und Minenleger bis Ende Oktober fort. Am 25. Oktober verließ die USS TRACY die japanischen Gewässer und fuhr nach Pearl Harbor. Die Fahrt führte das Kriegsschiff dabei über die Buckner Bay. Mitte November erreichte es die Marinebasis auf der Hawaiianischen Insel. Schon am 18. November legte der Zerstörer und Minenleger dort wieder ab und fuhr nach San Diego. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, legte die USS TRACY wieder ab und fuhr nach Salin Cruz, Mexiko, durchquerte den Panamakanal und erreichte im Dezember den Hafen von New York. Am 19. Januar 1946 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst und am 7. Februar 1946 strich man den Namen USS TRACY ( DM-19 ) von der US Navy – Liste. Im Mai 1946 verkaufte man den Schiffskörper an die Northern Metals Company in Philadelphia, Pennsylvania zum verschrotten.     


USS TRACY ( DD-214 )
Commanding Officer
 

CDR Lawrence Penfield Treadwell Sr.    9. März 1920 – 28. Dezember 1921
CDR William Alexander Glassford, Jr.  28. Dezember 1921 – 13. Juli 1922 (später VADM)
LCDR George Martin Baum        13. Juli 1922 – 1. März 1923
CDR William Alexander Glassford, Jr.       1. März 1923 – 16. Dezember 1924 (später VADM)
CDR Sam Colby Loomis     16. Dezember 1924 – 18. Juni 1925
CDR Hamilton Freer Glover    18. Juni 1925 – 16. Mai 1927
CDR Webb Cook Heyes    16. Mai 1927 – 12. Januar 1928 (später RADM)
LCDR Charles Adams Baker    12. Januar 1928 – 15. Juni 1929
LCDR Valentine Wood    15. Juni 1929 – 6. Mai 1931
LCDR Henry Jadwin Shields    6. Mai 1931 – 6. Mai 1932
LCDR Thomas Dashiell Ross    6. Mai 1932 – 25. Juni 1934
LCDR Wilbur William Feineman    25. Juni 1934 – 4. Februar 1936
CDR Robert Bruce Crichton    4. Februar 1936 – 10. Juli 1939
LCDR John Harold Sides        10. Juli 1939 – 20. November 1940 (später ADM)
LCDR George Richardson Phelan    20. November 1940 – 1. April 1942 (später RADM)
CDR John Leon Collis    1. April 1942 – 1. Oktober 1943
CDR William Julius Richter    1. Oktober 1943 – 15. November 1943
LCDR Clayton Hays Raney    15. November 1943 – 12. Januar 1945
LCDR Richard Edward Carpenter    12. Januar 1945 – 17. November 1945
LT Joseph Paul Murphy Jr.    17. November 1945 – 16. Januar 1946

USS SIMPSON ( DD-221 )

USS SIMPSON ( DD-221 )

Biografie

Edward Simpson, Sr.
* 3. März 1824 in New York City
† 1. Dezember 1888 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Mexikanisch – Amerikanischen Krieges und des amerikanischen Bürgerkrieges

Edward Simpson, Sr. wurde im Februar 1840, kurz vor seinem sechzehnten Geburtstag, als Midshipman in die US Navy aufgenommen. Er diente so bis Ende 1945 und wurde als Mitglied der ersten Klasse von Midshipman in der neugeschaffenen United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ausgebildet. Nach seinem Abschluss, am 9. Juli 1846, versetzte man Simpson ein Jahr später an Bord des Dampfschiffes USS VIXEN ( 1846 ), das von Commander Joshua Ratoon Sands ( 13. Mai 1795 in Brooklyn, New York – 2. Oktober 1883 in Baltimore, Maryland ) befehligt wurde. Dieses Schiff gehörte zur Blockadestaffel an der mexikanischen Golfküste während des Mexikanisch – Amerikanischen Krieg. Simpson war auf dem Dampfschiff an der Belagerung und Bombardierung von Veracruz und der Eroberung von Tampico und Tuxpan im Jahre 1847 beteiligt. 1848 versetzte man Midshipman Simpson zur US Coastal Survey, wo er an der Küstenvermessung teilnahm. Dies dauerte bis Ende 1849. Im Mai 1850 versetzte man ihn an Bord der Segelfregatte USS CONGRESS ( 1841 ). Dieses Kriegsschiff gehörte zum Brasilianischen Geschwader und war dessen Flaggschiff. Das Geschwader hatte die Aufgabe die amerikanischen Interessen zwischen der Amazonasmündung und dem Kap Hoorn zu schützen. Außerdem den afrikanischen Sklavenhandel zu unterbinden und die Wahrung neutraler Rechte bei Feindseligkeiten zwischen südamerikanischen Staaten zu sichern. Im Juni 1850 legte die Segelfregatte in Hampton Roads, Virginia ab und traf am 1. September im Hafen von Rio de Janeiro, Brasilien ein. Am 20. Juli 1853 legte das Kriegsschiff in New York City wieder an. Am 10. Juli 1854 beförderte man Simpson zum Master und am 18. April 1855 zum Lieutenant. Man versetzte ihn am 5. April an Bord der Kriegsschaluppe USS PORTSMOUTH ( 1843 ). An diesem Tag legte das Kriegsschiff in der Norfolk Navy Yard in Norfolk, Virginia an. Es erfolgte eine Überholung des Schiffes, die am 3. Mai 1856 abgeschlossen war. An diesem Tag ließ Commander Andrew Hull Foote ( 12. September 1806 in New Haven, Connecticut – 26. Juni 1863 in New York City ), Kommandant der Kriegsschaluppe, die Segel setzen. Das erste Ziel war Batavia, Indonesien, das nach 94 Tagen erreicht wurde. Von hier aus ging die Fahrt weiter bis nach China. Dort nahm das Kriegsschiff zusammen mit anderen Kriegsschiffen des China Geschwaders am 16. und 22. November 1856 an der Beschießung des Barrier Forts von Canton teil. Im Januar 1858 verließ die USS PORTSMOUTH wieder die pazifischen Gewässer und fuhr zurück an die US Ostküste. Hier legte das Kriegsschiff in Portsmouth, New Hampshire an. Simpson wurde gleich an die US Naval Academy versetzt. Hier blieb er bis 1862 und war der Leiter der Abteilung für Kampfmittel und Geschütze. In seiner Zeit dort, 1859, schrieb er ein Buch mit der Abhandlung über die Waffengewalt und dem Seekampf. Nachdem am 12. April 1861 der Sezessionskrieg ausgebrochen war, beteiligte sich Simpson an der Verlegung der US Naval Academy nach Newport, Rhode Island. Am 16. Juli 1862 ernannte man ihn zum Lieutenant Commander und übernahm 1863 kurzzeitig das Kommando über die Dampfschraubenfregatte USS WABASH ( 1855 ). Im Juni 1863 übernahm Simpson das Kommando über den Küstenmonitor USS PASSAIC ( 1862 ), der zur Reparatur in der New York Navy Yard lag. Er stellte am 19. Juli das Kriegsschiff wieder in den Dienst der US Navy und legte noch am selben Tag in New York ab. Am 25. Juli erreichte der Monitor Morris Island vor der Hafeneinfahrt von Charleston, South Carolina. Das Kriegsschiff war zu dieser Zeit das Flaggschiff von Rear Admiral John Adolphus Bernard Dahlgren ( 13. November 1809 in Philadelphia, Pennsylvania – 12. Juli 1870 in Philadelphia, Pennsylvania ). Vor Charleston beteiligte sich die USS PASSAIC an allen Operationen gegen diese Hafenstadt. Im Mai 1864 entband man Simpson von seinem Kommando und versetzte ihn an die New York Navy Yard. Hier hatte die US Navy den Passagierdampfer USS ISONOMIA gekauft und ließ diesen ab dem 16. Juli zu einem Kanonenboot umbauen. Lieutenant Commander Edward Simpson, Sr. stellte dieses Schiff am 16. August 1864 in den Dienst der US Navy. Drei Tage später stach das Kanonenboot in See und fuhr nach Beaufort, North Carolina, wo es am 23. August eintraf. Hier schloss es sich dem North Atlantic Blockadegeschwader an. Das Kriegsschiff patrouillierte dabei vor New Inlet, North Carolina, bis es am 18. September nach Key West, Florida verlegt wurde. Von hier aus operierte die USS ISONOMIA bis zum 15. November vor dem West Pass, Florida. Danach kehrte es nach Key West zurück und sollte für eine Kreuzfahrt vor den Bahamas ausgerüstet werden. Im Dezember gab Simpson das Kommando ab und wurde nach Washington befohlen. Hier erhielt er ab Februar 1865 als Flottenkapitän das Kommando über eine Staffel im Westgolfgeschwader, das an dem Angriff auf Mobile, Alabama beteiligt war. Im April gab er das Kommando wieder ab. In dieser Zeit, am 3. März 1865, ernannte man Simpson zum Commander. Nach dem Sezessionskrieg übernahm er 1866 die Kriegsschaluppe USS MOHICAN ( 1859 ) und stellte in der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts das Schiff am 18. August 1866 wieder in den Dienst der US Navy. Man hatte es in das Pazifikgeschwader integriert. Am 6. September stach es in See und fuhr über St. Thomas, Jungferninseln in der Karibik, mehreren Häfen von Brasilien, Montevideo, Uruguay, dem Kap Hoorn, nach Valparaiso, Chile bis nach Callao, Peru. Dort legte die USS MOHICAN im April 1867 an. Hier lag die Pazifikflotte unter dem Kommando von Rear Admiral Dahlgren. Diese Flotte verließ wenige Tage später Callao und fuhr entlang der amerikanischen Küste nach Norden. Am 28. Juli wurde San Francisco, Kalifornien erreicht. 1868 gab Simpson das Kommando über die USS MOHICAN ab und kehrte nach Washington zurück. Von hier erhielt er einen Auftrag, ab 1870 in Europa mehrere Besichtigungsmissionen durchzuführen. Dafür beförderte man ihn am 15. August 1870 zum Captain. Erst 1872 kehrte er in die USA zurück. Hier übernahm er für ein Jahr in Newport die Führung der US Navy Torpedo Station. 1873 übertrug man Simpson das Kommando über die Dampfschraubenfregatte USS WABASH ( 1859 ). Dieses Schiff führte er bis zum 25. April 1874, wo es in der Boston Navy Yard außer dienst gestellt wurde. Gleich von Boston aus wechselte er wieder nach Newport und übernahm für ein Jahr das Kommando über die US Navy Torpedo Station in Newport. Nachdem man ihn dort abgelöst hatte, erhielt er das Kommando über die Kriegsschaluppe USS OMAHA ( 1869 ). Dieses Kriegsschiff hatte seinen Einsatz abwechselnd in der South Atlantic Station und North Atlantik Station. 1877 gab er das Kommando über dieses Schiff ab und wechselte an die New London Naval Station in New London, Connecticut. Hier schrieb er auch eine Abhandlung über seine Seemission nach Europa, die sich besonders mit dem Material und dem Bau von Artillerie befasste. Außerdem zeigte er hier, dass er ein langjähriger Verfechter der Modernisierung und Wartung der US Navy war. Am 26. April 1878 ernannte man Simpson zum Commodore. Ab 1880 war er dann der Kommandeur der Legue Island Navy Yard am Delaware River bei Philadelphia, Pennsylvania. Dieses Kommando hatte er drei Jahre. Ab 1883 ernannte man ihn zum Präsidenten des Gun Foundry Board, das einen passenden Standort für eine staatliche Waffenfabrik suchte. In dieser Zeit beförderte man Simpson, am 9. Februar 1884, zum Rear Admiral. Noch im selben Jahr begann er eine weitere Studienreise durch Europa und leitete dabei das Naval Advisory Board. 1885 kehrte er in die USA zurück und übernahm den Vorsitz des Inspection Board. Diesen gab er am 3. März 1886 ab und wurde noch am selben Tag in den Ruhestand versetzt. Rear Admiral Edward Simpson, Sr. starb am 1. Dezember 1888 in Washington DC.


USS SIMPSON ( DD-221 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS SIMPSON ( DD-221 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Edward Simpson benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreißigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Werft von William Cramp and Sons Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 9.
Oktober 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Caroline Sterett Simpson, Tochter von Rear Admiral Edwrad Simpson, taufte am 28. April 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Fred Thomas Berry ( 23. November 1887 in Logan, Harrison County, Iowa – 4. April 1933 ), dem zu Ehren der Zerstörer USS FRED T BERRY ( DD-858 ) benannt worden war, stellte am 3. November 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS SIMPSON, kehrte der Zerstörer nach Philadelphia zurück und wurde in der dortigen Werft einer umfassenden Überprüfung unterzogen. Anschließend stach das Kriegschiff wieder in See und fuhr zum Panamakanal, den am 12. Juli US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) offiziell für den Schiffsverkehr eröffnet hatte. Die USS SIMPSON durchquerte diesen Kanal und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Hier integrierte man den Zerstörer innerhalb der Pazifikflotte in die Zerstörer Division 38. Der Zerstörer fuhr allerdings nicht an die US Westküste, sondern, zusammen mit dem Schwesterschiff USS PARROTT ( DD-218 ), bis nach Valparaiso, Chile. Erst von hier aus fuhren beide Kriegsschiffe bis zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier integrierte man die USS SIMPSON in die Pazifikflotte. Das Kriegsschiff beteiligte sich zusammen mit den Schwesterschiffen USS PARROTT, USS EDSALL ( DD-219 ), USS McCORMICK ( DD-223 ), USS MACLEISH ( DD-220 ) und USS BULMER ( DD-222 ) an mehreren Übungen und Manövern entlang der US Westküste und vor den Inseln von Hawaii. Doch schon Anfang Dezember 1921 wurde die USS MACLEISH der Atlantikflotte zugeteilt und nach Philadelphia befohlen. Auf der Fahrt durchquerte der Zerstörer erneut den Panamakanal. In der Philadelphia Navy Yard unterzog man das Kriegsschiff einer intensiven Überholung. Am 6. Juni 1922 stach der Zerstörer wieder in See und fuhr nach Newport, Rhode Island. Hier wurde das Kriegsschiff für den europäischen Dienst ausgerüstet. Am 12. Juni legte die USS SIMPSON zusammen mit der USS BULMER, USS PARROTT, USS EDSALL, USS MACLEISH und USS McCORMICK dort ab und fuhr mit diesen Kriegsschiffen ins Mittelmeer. Ziel war Konstantinopel, wo sich der Kommandeur des US Naval Detachments Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17. April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ) aufhielt. Innerhalb der türkischen Gewässer sollte das Kriegsschiff die amerikanische Hilfsorganisation American Relief Association bei der Hilfe politischer Flüchtlinge und beim Schutz des Lebens und der Interessen der Amerikaner im Schwarzen Meer und entlang der Küste des Nahen Ostens unterstützen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges begannen im Osmanischen Reich massive Unruhen auszubrechen. Am 29. Juni legte die USS SIMPSON im Hafen von Konstantinopel an. Ab dem 13. September beteiligte sich der Zerstörer an der Evakuierung hauptsächlich hunderter Amerikaner aus der Stadt Smyrna. In die Stadt waren vier Tage zuvor türkische Truppen eingedrungen und begannen mit der systematischen Säuberung in den griechischen und armenischen Vierteln. Dort brach auch am 13. September ein Großfeuer aus. Alle zur Verfügung stehenden Zerstörer wurden zur Evakuierung der Flüchtlinge eingesetzt. Zwischen 10.000 und geschätzten 100.000 Menschen fielen in den vier Tagen den türkischen Truppen zum Opfer. Vom 1. bis zum 5. Oktober wurden mehrere Besatzungsmitglieder zur Organisation der Evakuierung von Flüchtlingen aus Smyrna zur Verfügung gestellt. Am 25. Oktober war die Evakuierung abgeschlossen. Die USS SIMPSON patrouillierte nun im Schwarzen Meer und in den Dardanellen. Der Zerstörer verließ am 26. Februar 1924 das östliche Mittelmeer und begann auf der Fahrt bis nach Gibraltar mehrere europäische Häfen zu besuchen. Das Kriegsschiff fuhr von der Meerenge aus weiter nach Norden und legte im Hafen von Southampton, England als letzten europäischen Hafen an. Von diesem legte der Zerstörer am 1. Juli ab und fuhr zurück an die US Ostküste. In der Norfolk Navy Yard in Portsmouth, Virginia wurde an der USS SIMPSON eine Generalüberholung durchgeführt. Anschließend fuhr das Kriegsschiff in die Karibik, wo die Besatzung des Zerstörers eine umfassende Ausbildung absolvierte. Wenige Tage später durchquerte das Kriegsschiff den Panamakanal und fuhr zur amerikanischen Marinebasis in San Diego, Kalifornien. Von hier aus ging die Fahrt zur asiatischen Flotte weiter, deren Kriegsschiffe vor der chinesischen Küste lagen. Die USS SIMPSON erreichte am 14. Juni 1925 den Hafen von Chefoo, China. Hier beteiligte sich der Zerstörer an den routinemäßigen Aufgaben der asiatischen Flotte. Diese Flotte hatte die Hauptaufgabe, die amerikanischen Interessen in China zu beschützen. Daher wurden in den Wintermonaten Übungen und Manöver bei den philippinischen Inseln abgehalten und in den Sommermonaten waren die Schiffe in den Häfen Chefoo, Tsingtao oder Shanghai, China stationiert, wo ebenfalls mehrere Übungen abgehalten wurden. Während des Jahres 1925 nahmen die Unruhen in China zu, was auf die Zunahme der Stärke der Kuomintang – Truppen unter Chiank Kai-shek ( 31. Oktober 1887 in Xikou, Landkreis Fenghua, Provinz Zejiang – 5. April 1975 in Taipeh, Taiwan ) und den zunehmenden Ausländern in Shanghai und Kanton zurückzuführen war. In diesem Zuge löste man die USS SIMPSON aus den alltäglichen Aufgaben der asiatischen Flotte heraus und verlegte den Zerstörer in die Mündung des Yangtse und entlang der südlichen Küste Chinas bis nach Kanton. Hier sollte das Kriegsschiff den amerikanischen Kanonenbooten bei deren Patrouillen helfen. In der Deep Bay, China, einer Bucht zwischen Yuen Long, Hongkong und der Stadt Shenzhen, rettete die Mannschaft am 2. und 3. Juli 1925 einigen amerikanischen Missionaren das Leben vor einem heranrückenden Mob. In den dann folgenden Jahren führte die USS SIMPSON zahlreiche Patrouillen in den chinesischen Gewässern durch, um das Leben und das Eigentum der Amerikaner zu schützen. Am 26. August 1928 war der Minensucher USS AVOCET ( AM-19 ) vor der chinesischen Küste von Chefoo durch die starken Winde eines Taifuns gegen 20:15 Uhr auf eine Sandbank gedrückt worden. Es herrschte Windstärke 8. Die gesamte Nacht über musste der Minensucher in seiner misslichen Lage verharren. Zum Glück erlitt das Kriegsschiff keinen größeren Schaden. Der Commander, Aircraft Squadrons, Asiatic, Commander Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) übernahm auf seinem Flaggschiff, den Minensucher USS BITTERN ( AM-26 ) die Bergungsarbeiten. Erfolglos versuchte der Minensucher USS HERON ( AM-10 ) das Schwesterschiff ins Schlepptau zu nehmen, um es wieder in tieferes Wasser zu ziehen. Besatzungsmitglieder des Zerstörertenders USS BLACK HAWK ( AD-9 ) und des Leichten Kreuzers USS TRENTON ( CL-11 ) kamen um zu helfen. Die Minensucher USS BITTERN, USS HERON und USS FINCH ( AM-9 ) versuchten nun gemeinsam das gestrandete Schiff zu befreien. Doch es war erfolglos. Selbst Taucher mit Hochdruckschläuchen, die den Schlamm unter dem havarierten Minensucher wegspülen sollten, kamen nicht zum Einsatz, da die von der Küste her auftreffenden Wellen dieses Unterfangen verhinderten. Da beorderte man die Zerstörer USS SIMPSON, USS PARROTT und USS MACLEISH zu den Bergungsaktionen heran. Diese drei Kriegsschiffe sollten mit hoher Geschwindigkeit bei einer Vorbeifahrt eine hohe Welle erzeugen, durch die man die USS AVOCET wieder flott bekommen wollte. Doch auch das misslang. Nun holte man drei Versorgungsschiffe heran. Man begann mit dem Umladen von Munition und allem nicht unbedingt notwendigen Ballast. Ein Öltanker ging längsseits und pumpte das Schweröl ab und auf dem dritten Schiff befand sich ein Bagger, mit dem man eine Fahrrinne zog. Jetzt nahmen die drei Minensucher ihr Schwesterschiff wieder ins Schlepptau und die drei Zerstörer versuchten mit hoher Geschwindigkeit eine hohe Welle zu erzeugen. Mit Hilfe der eigenen Schiffsmotoren kam dann die USS AVOCET am 29. August um 21:35 Uhr wieder frei. Am 16. November 1928 lag die USS SIMPSON zusammen mit den Zerstörern USS McCORMICK, USS BULMER, USS POPE ( DD-225 ), USS PREBLE ( DD-345 ), USS JOHN D FORD ( DD-228 ), USS SICARD ( DD-346 ), USS DECATUR ( DD-341 ) und USS PRUITT ( DD-347 ) in der Manila Bay, dem amerikanischen Marinestützpunkt in den Philippinen, vor Anker. In diesen Jahren wurden in der Cavite Navy Yard, Manila, Luzon, Philippinen die Überholungen an den Zerstörern vorgenommen. Dann stationierte man die USS SIMPSON im Hafen von Nanking. Die USS SIMPSON gliederte man am 7. Dezember 1931 in die neugeschaffene Zerstörer Division 17. In dieser Division befanden sich außerdem die Schwesterschiffe USS McCORMICK, USS MACLEISH, USS TRACY ( DD-214 ), USS TRUXTUN ( DD-229 ) und USS BORIE ( DD-215 ). Diese sechs Zerstörer wurden aus der asiatischen Flotte herausgelöst und erhielten spezielle Aufgaben. Die USS SIMPSON blieb mit der USS TRUXTUN zusammen. Ende Januar 1932 begannen die Japaner einen Luft- und Seeangriff auf Shanghai. Die SIMPSON unterstützte hier in diesen Tagen amerikanische Diplomaten in der kritischen Anfangszeit der Krise und sandte wichtige Dokumente nach Washington. Am 2. Februar befand sich das Kriegsschiff vor dem Hafen von Nanjing, China und erreichte am 23. Februar Swatow, China. Hier blieb es bis zum 2. April und fuhr nach Manila. Von dem dortigen Hafen aus stach die USS SIMPSON zusammen mit der USS TRUXTUN am 18. April wieder in See und fuhr zur US Westküste. Gleich nachdem die Kriegsschiffe die amerikanische Küste erreicht hatten, liefen sie in die Mare Island Naval Shipyard, Vallejo, Kalifornien ein. Hier begann man mit einer intensiven Überholung des Kriegsschiffes. In dieser Zeit versetzte man die USS SIMPSON in das Rotating Reserve Squadron 20, das in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien lag. Die dort eingelagerten Zerstörer erhielten kurzfristige Aufgaben und wurden nur für wenige Wochen im Jahr in den aktiven Dienst überführt und wechselten nun ab dem 28. September nach San Diego. So befand sich der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS MACLEISH und USS McCORMICK vom 17. bis zum 22. Juli 1933 in Seattle, Washington und beteiligte sich an der dortigen Fleet Week. Von Seattle aus fuhren die Zerstörer nach Tacoma, Washington. Hier wurde vom 27. Juli bis zum 7. August 1933 eine Fleet Week durchgeführt. Dann zog man im Frühjahr 1934 für das Flottenmanöver Nummer 15 die Kriegsschiffe der Pazifikflotte vor der Hawaiianischen Küste zusammen und es wurde die Eroberung eines Stützpunktes geprobt. Anschließend zog man die Kriegsschiffe an den Panamakanal auf der pazifischen Seite zusammen. Hier sollte die Verteidigung des Kanals geprobt werden. Am 23. April 1934 lagen im Hafenbereich vor Balboa die Zerstörer USS SIMPSON, USS MACLEISH, USS McCORMICK, USS TRUXTUN, USS TRACY, USS ELLIOT ( DD-146 ), USS ROPER ( DD-147 ), USS HALE ( DD-133 ), USS DORSEY ( DD-117 ), USS LEA ( DD-118 ), USS RATHBURNE ( DD-113 ), USS TALBOT ( DD-114 ), USS WATERS ( DD-115 ), USS DENT ( DD-116 ), USS AARON WARD ( DD-132 ), USS BUCHANAN ( DD-131 ), USS CROWNINSHIELD ( DD-134 ), USS PREBLE ( DD-345 ), USS WILLIAM B. PRESTON ( DD-344 ), USS YARNALL ( DD-143 ), USS SANDS ( DD-243 ), USS LAWRENCE ( DD-250 ), USS FOX ( DD-234 ), USS GREER ( DD-145 ), USS BARNEY ( DD-149 ), USS TARBELL ( DD-142 ), USS SOUTHARD ( DD-207 ), USS CHANDLER ( DD-206 ), USS FARENHOLT ( DD-332 ), USS PERRY ( DD-340 ), USS WASMUTH ( DD-338 ), USS TREVER ( DD-339 ), USS HOVEY ( DD-208 ), USS LONG ( DD-209 ), USS LITCHFIELD ( DD-336 ), USS DAHLGREN ( DD-187 ), USS PRUITT ( DD-347 ), USS J. FRED TALBOTT ( DD-156 ) und USS DALLAS ( DD-199 ), die Schwere Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ), der Zerstörertender USS MELVILLE ( AD-2 ) und das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ). Nach dem Manöver auf der pazifischen Seite folgte auf der atlantischen Seite des Panamakanals ein weiteres Manöver. Diesmal sollte ein Angriff auf den Kanal geprobt werden. Dabei kam es am 7. Mai in der Guantanamo Bay, Kuba zu einer Kollision zwischen der USS SIMPSON und dem Leichten Kreuzer USS MILWAUKEE ( CL-5 ). Beide Kriegsschiffe musste für die Reparaturarbeiten in die Philadelphia Navy Yard fahren. Gleich nach Abschluss der Arbeiten wechselten sie nach New York. Hier hatte US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ), als Oberbefehlshaber der US Flotte für den 31. Mai 1934 zu einer Präsidenten Flottenschau geladen. Er selber befand sich dabei an Bord des Schlachtschiffes USS INDIANAPOLIS das vor Ambrose Light vor Anker lag. Anschließend ankerten die Schiffe vom 31. Mai bis zum 18. Juni in einer Linie im Hudson River von Midtown Manhattan bis nach Norden vor Yonkers. An der Flottenschau waren die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS TEXAS ( BB-35 ) und USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Flugzeugträger USS LANGLEY ( CV-1 ), USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS, USS CHICAGO, USS CHESTER ( CA-27 ), USS HOUSTON ( CA-30 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS NORTHAMPTON ( CA-26 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT, USS RALEIGH, USS CINCINNATI ( CL-6 ), USS CONCORD ( CL-10 ), USS MARBLEHEAD ( CL-12 ), USS MEMPHIS ( CL-13 ), USS MILWAUKEE ( CL-5 ) und USS OMAHA ( CL-4 ), die Zerstörer USS SIMPSON, USS MACLEISH, USS McCORMICK, USS TRUXTUN, USS TRACY, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DORSEY, USS ELLIOT, USS FOX, USS GREER, USS HOVEY, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LITCHFIELD, USS LONG, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS ROPER, USS SANDS, USS SOUTHARD, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS YARNALL, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS BAINBRIDGE ( DD-246 ), USS BARRY ( DD-248 ), USS UPSHUR ( DD-144 ), USS DECATUR ( DD-187 ), USS DENT ( DD-116 ), USS DICKERSON ( DD-157 ), USS FAIRFAX ( DD-93 ), USS CHILDS ( DD-241 ), USS HERBERT ( DD-160 ), USS HULBERT ( DD-342 ), USS HUMPHREYS ( DD-236 ), USS LEARY ( DD-158 ), USS HOPKINS ( DD-249 ), USS McFARLAND ( DD-237 ), USS NOA ( DD-343 ), USS OVERTON ( DD-239 ), USS SCHENCK ( DD-159 ), USS REUBEN JAMES ( DD-245 ), USS WILLIAMSON ( DD-244 ), USS GILMER ( DD-233 ), USS GOFF ( DD-247 ), USS STURTEVANT ( DD-240 ) und USS ZANE ( DD-337 ), die Zerstörer Tender USS MELVILLE und USS WHITNEY ( AD-4 ), die Flottenöltanker USS CUYAMA ( AO-3 ), USS NECHES ( AO-5 ) und USS SALINAS ( AO-19 ), die Reparaturschiffe USS MEDUSA und USS VESTAL ( AR-4 ), das Vielseitige Hilfsschiff USS BOGGS ( AG-19 ), die Frachtschiffe USS BRIDGE ( AF-1 ) und USS ARCTIC ( AF-7 ), das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ) und der U-Boot Tender USS ARGONNE ( AS-10 ) beteiligt. Von ausländischen Marinen war der französische Schulkreuzer JEANNE D´ARC anwesend. In der Brooklyn Navy Yard lag zur Notfallversorgung der Flottenöltanker USS BRAZOS ( AO-4 ) und das Unklassifizierte Schiff USS SEATTLE ( IX-39 ). Die folgenden Schiffe der US Küstenwache waren in New York stationiert und haben möglicherweise  Überwachungs-  oder andere Regelungen während der Flottenschau übernommen. Die Patrouillenboote USCGC ARGO ( WPC-100 ), USCGC AURORA ( WPC-103 ), USCGC CALYPSO ( WPC-104 ), USCGC DAPHNE ( WPC-106 ), USCGC GALATEA ( WPC-108 ), USCGC HERMES ( WPC-109 ), USCGC ICARUS ( WPC-110 ), USCGC PERSEUS ( WPC-114 ) und USCGC THETIS ( WPC-115 ), die Patrouillenboote USCGC CHAMPLAIN ( 1929 ), USCGC MANHATTAN ( CG-30 ), USCGC PATROL ( 1917 ), USCGC SEBAGO ( 1930 ), USCGC TAMPA ( 1921 ) und USCGC WISSAHICKON ( CG-12 ) und die Hafenschlepper USCGC CALUMET ( 1894 ), USCGC GUTHRIE ( 1895 ), USCGC HUDSON ( 1893 ), USCGC LEOPARD ( 1920 ), USCGC LIGHTNING, USCGC RARITAN ( 1905 ). Die USS SIMPSON wechselte nach der Flottenschau, zusammen mit den Kriegsschiffen der Zerstörer Division 17, zuerst nach Newport, Rhode Island und fuhr dann wieder in den Pazifik. Am 10. November legte der Zerstörer in San Diego an. Die USS SIMPSON setzte man vom 1. – 4. August 1935 zur Flottenschau in Seattle, Washington ein. Dort waren unter anderen die Schlachtschiffe USS NEVADA ( BB-36 ), USS ARIZONA ( BB-39 ), USS MARYLAND ( BB-46 ) und USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), die Zerstörer USS SIMPSON, USS BROOKS ( DD-232 ), USS BARNEY ( DD-149 ), USS CHILDS ( DD-241 ), USS COLE ( DD-155 ), USS KANE ( DD-235 ). USS LAWRENCE ( DD-250 ), USS BLAKELEY ( DD-150 ), USS DU PONT ( DD-152 ) und das U-Boot USS DOLPHIN ( SS-169 ) anwesend. In den nun folgenden drei Jahren beteiligte sich das Kriegsschiff an den jährlichen Flottenmanövern der Pazifikflotte. Das Flottenmanöver Nummer 19 wurde im April und Mai abgehalten. Danach wechselte die USS SIMPSON erneut in den Atlantik, um an die von US Präsident Franklin Delano Roosevelt angesetzte Flottenparade, die vom 31. Mai bis zum 18. Juni 1938 in New York andauerte, teilzunehmen. An der Flottenparade beteiligten sich die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA, USS COLORADO, USS MARYLAND, USS MISSISSIPPI, USS NEW MEXIKO, USS NEW YORK, USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE, USS TEXAS und USS WEST VIRGINIA, die Flugzeugträger USS LANGLEY, USS LEXINGTON und USS SARATOGA, die Schweren Kreuzer USS CHESTER, USS CHICAGO, USS HOUSTON, USS INDIANAPOLIS, USS LOUISVILLE, USS NORTHAMPTON, USS PENSACOLA, USS PORTLAND und USS SALT LAKE CITY, die Leichten Kreuzer USS CINNCINATTI, USS CONCORD, USS DETROIT, USS MARBLEHEAD, USS MEMPHIS, USS MILWAUKEE, USS OMAHA und USS RALEIGH, die Zerstörer USS SIMPSON, USS MACLEISH, USS McCORMICK, USS BAINBRIDGE, USS BARRY, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DECATUR, USS DENT, USS ELLIOT, USS FAIRFAX, USS FOX, USS GILMER, USS GOFF, USS GRIER, USS HERBERT, USS HOVEY, USS HULBERT, USS HUMPHREYS, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LEARY  USS LITCHFIELD, USS LONG, USS McFARLAND, USS NOA, USS OVERTON, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS REUBEN JAMES, USS ROPER, USS SANDS, USS SCHENCK, USS SOUTHARD, USS STURTEVANT, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS TRUXTUN, USS UPSHUR, USS DORSEY, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS WILLIAMSON, USS HOPKINS, USS YARNALL, USS ZANE, USS CHILDS und USS DICKERSON, der Zerstörer und Minensucher USS TRACY ( DM-19 ), die Zerstörertender USS MELVILLE und USS WHITNEY, die Flottentanker USS CUYAMA, USS NECHES und USS SALINAS, die Werkstatt- und Reparaturschiffe USS VESTAL und USS MEDUSA, das Vielseitige Hilfsschiff  USS BOGGS, die Vorratsschiffe USS BRIDGE und USS ARCTIC, das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ), der U-Boote Tender USS ARGONNE ( AS-10 ). Von den Internationalen Marinen war der französische Panzerkreuzer JEANNE D ARC anwesend. Die USS SIMPSON wechselte nach der Flottenparade wieder in den Pazifik und fuhr nach San Diego. Doch wegen der in Europa aufkommenden Kriegsangst verlegte man den Zerstörer in den Atlantik. Dazu durchquerte das Kriegsschiff am 6. März 1939 den Panamakanal und fuhr nach Annapolis, Maryland. Zwischen dem 5. Juni und dem 30. August unternahm die USS SIMPSON von der United States Naval Academy in Annapolis aus drei Kreuzfahrten zur Ausbildung von Midshipman. Anschließend folgten Kreuzfahrten zur Ausbildung von Navy Reservisten. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 1. September wies man dem Kriegsschiff die Neutralitätspatrouille zu. Dazu verließ es die US Ostküste und erreichte am 6. September das Einsatzgebiet in der Karibik. Vom 14. Februar bis zum 10. März 1940 nahm der Zerstörer an mehreren Übungen, darunter befand sich auch eine Flottenlandungsübung auf der Insel Culebra, Puerto Rico. Nach einer Schulungsfahrt für Midshipman und einer für Reservisten im Sommer, die in europäischen Gewässern durchgeführt wurden, nahm das Kriegsschiff im Oktober seine Neutralitätspatrouille in der Karibik wieder auf. Am 3. Dezember laufen die beiden deutschen Blockadebrecher IDARWALD ( 5.033 BRT ) und RHEIN ( 6.031 BRT ) von Tampico, Mexiko aus. Diese beiden Frachter versuchten einen Durchbruchsversuch in europäische Gewässer. Die RHEIN wird ab dem 4. Dezember von der USS SIMPSON verfolgt. Ab dem 9. Dezember lösen die Schwesterschiffe USS MACLEISH und die USS McCORMICK vor der Florida Straße den Zerstörer von seinen Aufgaben ab. Das niederländische Kanonenboot HNLMS VAN KINSBERGEN ( 1939 ) wird herangeführt an den Blockadebrecher. Ein Enterversuch misslingt. Die Besatzung der RHEIN setzt ihr Schiff daraufhin in Brand. Der britische Leichte Kreuzer HMS CARADOC ( D60 ) versenkt am 11. Dezember das brennende Wrack. Die USS SIMPSON gliederte man ab dem 1. März 1941 nach der Unterzeichnung des Lend Lease Act, zwischen den USA und Großbritannien, in den Konvoidienst ein, um Schiffskonvois zwischen den beiden Ländern auf dem Nordatlantik vor Angriffen von deutschen U-Booten zu beschützen. Kommandant der Support Force Atlantic Fleet wurde Rear Admiral Arthur LeRoy Bristol, Jr. ( 15. Juli 1886 in Charleston, South Carolina – 27. April 1942 in Argentia, Neufundland, Kanada ). Die USS SIMPSON gliederte man in die DesRon 31 ein, die von Captain Charles Adams Baker ( 27. September 1893 – 18. Juli 1970 ) kommandiert wurde. In der DesRon 31 befanden sich die Zerstörer USS SIMPSON, USS MACLEISH, USS McCORMICK, USS TRUXTUN, USS BAINBRIDGE, USS OVERTON, USS STURTEVANT und USS REUBEN JAMES. Diese Kriegsschiffe eskortierten anfangs entlang der US Ostküste mehrere Schiffskonvois und sicherten diese vor feindlichen Angriffen. Die USS SIMPSON begann für mehrere Monate entlang der US Ostküste mehrere Schiffskonvois zu eskortieren und führte Patrouillen durch. Dann, ab dem 30. Juni, beteiligte sich der Zerstörer an zwei Schiffskonvois, die von der Naval Station in Argentia bis nach Grönland und Island begleitet wurden. Dort übernahmen britische Kriegsschiffe die Eskorte bis zu den britischen Inseln. Nach der zweiten Fahrt bis nach Reykjavik, Island, begann am 10. September die Rückfahrt nach Argentia. Die USS SIMPSON eskortierte zusammen mit der USS BROOME ( DD-210 ), USS COLE ( DD-155 ) und USS ELLIS ( DD-154 ) vier Transporter bis nach Neufundland. Am 24. September lag die USS SIMPSON zusammen mit den Zerstörern der Task Undergroup 4.1.2, bestehend aus USS SIMPSON, USS GLEAVES ( DD-423 ), USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ), USS LANSDALE ( DD-426 ) und USS MADISON ( DD-425 ) vor Island und übernahm von der britischen Geleitgruppe EG 2 insgesamt 25 Fracht- und Transportschiffe aus dem Geleitzug ON 18. Am 2. Oktober erreichten sie Neufundland. Am 11. Oktober legten die Schiffe des Konvois HX 154 in Argentia ab. In diesem Konvoi befanden sich 52 Handelsschiffe von denen fünf für Island bestimmt waren. Eskortiert wurden diese Handelsschiffe von den Zerstörern aus der Task Undergroup 4.1.2. Gleichzeitig legten an diesem Tage auch die Schiffe des Konvois SC 49 ab, die aber von britischen und kanadischen Kriegsschiffen eskortiert wurden. Beide Konvois werden nördlich um die Schlacht um Konvoi SC 48 herumgeführt, auf einem Gebiet, wo keine deutschen U-Boote sich befinden sollten. Am 16. Oktober nimmt die Besatzung der USS CHARLES F HUGHES sieben Männer aus einem Rettungsboot an Bord, deren Schiff am Vortag torpediert worden war. Ohne weitere Unterbrechungen erreicht der Konvoi HX 154 Island. Hier werden die Frachtschiffe an die britische Eskortiergroup EG 2 übergeben. Auf der Rückfahrt nach Argentia übernahmen die Zerstörer der TU 4.1.2 von der EG 8 den Konvoi ON 30 in dem sich 42 Schiffe befanden. Am 1. November legten die Zerstörer und die Handelsschiffe ab und fuhren mit einem weiten Umweg südwärts, um die nördliche Aufstellung deutscher U-Boote vor Argentia zu umgehen. Ohne auf ein feindliches U-Boot zu stoßen, erreicht der Geleitzug am 9. November Neufundland. Erst am 29. Dezember setzte man die USS SIMPSON für die Fahrt nach Island wieder ein. Der Zerstörer gehörte hier zur TU 4.1.5. In dieser TU befinden sich die amerikanischen Zerstörer USS MAYO ( DD-422 ), USS BABBITT ( DD-128 ), USS SCHENCK ( DD-159 ) und USS LEARY ( DD-158 ). Insgesamt 41 Fracht- und Transportschiffe aus dem Konvoi HX 167 werden erfolgreich eskortiert und am 7. Januar 1942 an die britischen Kriegsschiffe der BG 8 übergeben. Man hatte in diesen Tagen eine erste strukturelle Umgruppierung vorgenommen. Die fünf Zerstörer fuhren nun als TU 4.1.7 wieder in Richtung Neufundland zurück. Am 15. Januar übernahmen sie von den britischen Kriegsschiffen der BG 2 den Schiffskonvoi ON 55 mit sechsundzwanzig Fracht- und Transportschiffe von ehemals losgefahrenen achtundzwanzig. Einen Tag zuvor hatte das deutsche U-Boot U-43, Kommandant Kapitänleutnant Wolfgang Lüth ( 15. Oktober 1913 in Riga – 13. Mai 1945 in Flensburg – Mürwik ), um 2:54 Uhr zwei Torpedos auf den britischen Frachter EMPIRE SURF ( 6.641 BRT ) abgefeuert. Der Frachter sank sofort. Dann feuerte U-43 um 5:20 Uhr einen Torpedo auf den panamesischen Frachter CHEPO ( 5.707 BRT ), der 1.769 Tonnen Stückgut und 820 Postsäcke geladen hatte. Das Frachtschiff sank sofort. 17 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben und 21 weitere konnten später gerettet werden. Ohne weitere Vorkommnisse werden die Schiffe von ON 55 bis zum 24. Januar eskortiert. An diesem Tag löste sich der Konvoi auf und jedes Fracht- und Transportschiff fuhr seinem eigenen Zielhafen entgegen. An diesem Tag lauerte das deutsche U-Boot U-333, Kommandant Kapitänleutnant Peter-Erich Cremer ( 25. März 1911 in Metz – 5. Juli 1992 in Reinbeck ), und versenkte das norwegische Frachtschiff RINGSTAD ( 4.765 BRT ). Am 15. Februar legen 27 Fracht- und Transportschiffe des Konvois HX 175 in Argentia ab und werden von den Kriegsschiffen der TU 4.1.5, USS SIMPSON, USS MAYO, USS LEARY und USS DECATUR ( DD-341 ), bis nach Londonderry, Nordirland eskortiert. Vor dem Hafen von Londonderry erfolgte am 23. Februar die Übergabe an die britischen Kriegsschiffe der BG 6. Am Morgen dieses Tages gab es vier Angriffe durch die deutschen U-Boote U-136, Kommandant Kapitänleutnant Heinrich Zimmermann ( 27. Januar 1907 in Duisburg – 11. Juli 1942 im Nordatlantik ) und U-752, Kommandant Kapitänleutnant Karl-Ernst Schroeter ( 3. Dezember 1912 in Freystadt, Schlesien – 23. Mai 1943 im Nordatlantik ) auf den Konvoi, doch wegen eines Fehlers an der Rechenanlage gehen alle 14 Torpedos verloren. In diesen Tagen war die strukturelle Umstrukturierung für die Sicherungsschiffe der Geleitzüge abgeschlossen. Die USS SIMPSON gehörte nun zur Middle Ocean Escort Force 4 ( MoEF 4 ). In dieser befanden sich außerdem der amerikanische Zerstörer USS MAYO und die britischen Korvetten HMS CALENDULA ( K28 ), HMS EGLANTINE ( K197 ) und der britische Zerstöre HMS IMPULSIVE ( D11 ) sowie die norwegischen Korvetten HNoMS ROSE, HNoMS ANDENES, HNoMS POTENTILLA ( K214 ) und HNoMS MIGNONETTE ( K38 ). Am 4. März wurde die USS SIMPSON zusammen mit der USS MAYO und dem britischen Zerstörer HMS HAVOCK ( H43 ) vor Lough Foyle, Nordirland zu Anti – U-Boot Übungen herangezogen. Zwei Tage später begann die Rückfahrt nach Neufundland. Hier sicherte die MoEF 4 ab Londonderry vom 6. bis zum 16. März den Konvoi ON 73. Den letzten Begleitdienst bis nach Nordirland hatte die MoEF 4 vom 30. März bis zum 7. April 1942 mit dem Schiffskonvoi HX 182. Dieser wurde wieder bis Londonderry eskortiert. Noch bevor am 14. März die Rückfahrt nach Neufundland begann, war für die amerikanischen Zerstörer USS SIMPSON, USS MAYO, die britischen Zerstörer HMS VENOMOUS ( G98 ) und HMS BURWELL ( H94 ), die britische Fregatte HMS EGLANTINE und die norwegischen Korvetten HNoMS ROSE, HNoMS POTENTILLA und HNoMS ACANTHUS ( K01 ) eine Anti – U-Boot Übung in Lough Foyle angesetzt worden. Als Zielschiff diente hier das niederländische U-Boot HRMS O 10 ( P10 ). Noch am selben Tag verließen die Kriegsschiffe von MoEF 4 dann Nordirland und eskortierten bis zum 26. April den Schiffskonvoi ON 86 nach Neufundland. Gleich nach der Auflösung dieses Konvois, fuhr die USS SIMPSON in die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts. Hier begann für den Zerstörer eine umfassende Überholung. Diese war im Mai abgeschlossen und man verlegte das Kriegsschiff zum Konvoidienst entlang der US Ostküste. Mit dem 1. Dezember gliederte man die USS SIMPSON in die MoEF Gruppe 3 ein, die ab dem 1. bis zum 16. Dezember den Schiffskonvoi SC 111 von Argentia bis nach Londonderry eskortierte. Im Januar 1943 kehrte der Zerstörer an die amerikanische Küste zurück. Hier gliederte man das Kriegsschiff in einen Schiffskonvoi, der im Februar nach Casablanca, Französisch Marokko fuhr. Nach der Heimfahrt begann am 28. April in der New York Navy Yard in Camden, New Jersey eine Überholung. Im Mai war die USS SIMPSON wieder auf hoher See und fuhr nach Curacao, Westindien in der Karibik. Von hier aus eskortierte der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen ab dem 21. Mai einen Schiffskonvoi, bestehend aus Tankern, bis nach Liverpool, England. In den dortigen Hafen liefen sie am 5. Juni ein. Nach dem Entleeren der Tanker, jetzt hatte der Konvoi den Namen UC 3, legten die Schiffe am 10. Juni in Liverpool ab und erreichten am 26. Juni wieder Curacao. Erneut befüllte man die Tanker. Am 11. Juli stachen die Schiffe und die Eskorte in See und erreichten am 24. Juli Firth of Clyde. Die USS SIMPSON wechselte am 28. Juli zusammen mit der USS BROOME und USS HUGHES ( DD-410 ) und den britischen Zerstörern HMS WALKER ( D27 ) und HMS HIGHLANDER ( H44 ) nach Lough Foyle und begann dort mit Anti – U-Boot Übungen. Am 29. Juli waren zu diesen Übungen nur noch die USS SIMPSON und USS BROOME anwesend. Beide Zerstörer kehrten anschließend nach Liverpool zurück. Hier wartete der Schiffskonvoi UC 3A. Die Abfahrt der Tanker erfolgte am folgenden Tag. Sie erreichten zusammen mit ihren Begleitschiffen am 10. August Curacao. Die USS SIMPSON eilte von der Karibik zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermuda Inseln. Hier integrierte man den Zerstörer in die Task Group 21.11. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS SANTEE und die Zerstörer USS SIMPSON, USS BAINBRIDGE und USS MACLEISH. In den Gewässern begannen die Kriegsschiffe mit mehreren Übungen zur Abstimmung auf ihre gestellten Aufgaben. Am 29. August verließen diese Kriegsschiffe die Bermudas und begleiteten den aus New York kommenden Schiffskonvoi UGS 16, der von den Kriegsschiffen der TF 61 eskortiert wurde. In der TF 61 befanden sich die Geleitzerstörer USS EVARTS ( DE-5 ), USS WYFFELS ( DE-6 ), USS DECKER ( DE-47 ), USS DOBLER ( DE-47 ), USS SMARTT ( DE-257 ) und USS WALTER C BROWN ( DE-258 ). Die Kriegsschiffe der TG 21.11 übernahmen ab den Azoren die Sicherung bis Gibraltar. Flugzeuge der USS SANTEE übernahmen dabei die Vorhut und suchten nach deutschen U-Booten. Am 11. September wird der Konvoi UGS 16 an britische Sicherungsschiffe übergeben. Noch am selben Tag übernehmen die Schiffe der TG den Schiffskonvoi GUF 10, der von den Kriegsschiffen der TF 68 eskortiert wurde. In der TF befand sich das Schlachtschiff USS TEXAS ( BB-35 ), die Zerstörer USS PARKER ( DD-604 ), USS LAUB ( DD-613 ), USS MACKENZIE ( DD-614 ), USS McLANAHAN ( DD-615 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS CHAMPLIN ( DD-601 ), USS NIELDS ( DD-616 ), USS ORDRONAUX ( DD-617 ), USS DAVISON ( DD-618 ), USS MERVINE ( DD-489 ) und USS BEATTY ( DD-640 ). Bis zum 14. September begleiten die vier Kriegsschiffe der TG 21.11 den Schiffskonvoi GUF 10 und fuhren dann schnellstens nach Gibraltar zurück. Hier übernahmen sie am 18. September den Schiffskonvoi GUS 15, der durch die Kriegsschiffe der TF 61 gesichert wurde. In der TF 61 befanden sich die Zerstörer USS HOBBY ( DD-610 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) und USS KALK ( DD-611 ) und die Geleitzerstörer USS EVARTS, USS WYFFELS, USS DECKER, USS DOFFLER, USS SMARTT und USS WALTER C BROWN. Ohne nennenswerte Ereignisse ereichten die Schiffe von GUS 15 am 4. Oktober Norfolk. Die USS SANTEE operierte noch wenige Tage in den Gewässern bei den Azoren und kehrte mit den drei Zerstörern am 12. Oktober an die US Ostküste zurück. Die Kriegsschiffe von TG 21.11 bunkerten Treibstoff, Munition und Proviant. Wenige Tage später legten die vier Kriegsschiffe erneut ab und operierten zwischen dem 28. Oktober und dem 9. Dezember wieder vor den Azoren und führten ihre Patrouillen auf der Suche nach deutschen U-Booten durch. Die Führung der US Navy plante ab dem 1. Dezember, die USS SIMPSON für den Umbau zu einem Schnellen Truppentransporter, mit der Kennung APD-27, heranzuziehen. Doch mit den ersten Tagen des Januars 1944 änderte man dieses Vorhaben und wollte den Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS WILLIAMSON ( AVD-27 ) zu einem Schnellen Truppentransporter umbauen, da es schon modernere Kleinen Wasserflugzeugtender in der Flotte gab. Doch auch dieses zerschlug sich, da man das Kriegsschiff unbedingt im Pazifik benötigte. Die USS SIMPSON eskortierte daher ab dem 29. Dezember bis zum 9. April 1944 das Vielseitige Hilfsschiff USS ANTAEUS ( AG-67 ) entlang der US Ostküste auf und ab. Die USS ANTAEUS transportierte Truppen von Militärstützpunkten in New York City und Davisville, Rhode Island, zu den Militärstützpunkten in der Karibik, der Panamakanalzone und nach Argentia. Anschließend erfolgte für den Zerstörer eine Phase der Überholungsarbeiten. Für den Rest des Jahres 1944 und dem Anfang des Jahres 1945, eskortierte die USS SIMPSON neu in Dienst gestellte schwere Kampfschiffe zu ihren Erprobungs- und Ausbildungsübungen entlang der US Ostküste. Unter den Kriegsschiffen die der Zerstörer so begleitete, gehörten die Schlachtschiffe USS MISSOURI ( BB-63 ) du USS WISCONSIN ( BB-64 ), der Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ) und die Flugzeugträger TICONDEROGA ( CV-14 ) und USS ANTIETAM ( CV-36 ). Am 23. Mai 1945 klassifizierte man die USS SIMPSON in ein Vielseitiges Hilfsschiff um und gab dem Zerstörer die Kennung AG-97. Man entfernte sämtliche Bewaffnung und baute Gestelle zum Abfangen von Übungstorpedos sowie einer Winde für ein Schleppseil zum ziehen eines Zielschiffes an. Nach dem Umbau erreichte das Vielseitige Hilfsschiff am 16. Juni die Guantanamo Bay und beteiligte sich für fast ein Jahr an den Schulungen für U-Boot Mannschaften. Am 29. März 1946 stellte man das Schiff in der Philadelphia Navy Yard außer Dienst. Den Namen USS SIMPSON ( AG-97 ) strich man am 19. Juni 1946 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 21. November 1946 an die Northern Metals in Philadelphia zum verschrotten.


USS SIMPSON ( DD-221 )
Commanding Officer
 

LCDR Fred Thomas Berry    3. November 1920 – 25. Juli 1921
LCDR Harrison Edward Knauss    25. Juli 1921 – 19. Februar 1923
LCDR Harry Asher Badt    19. Februar 1923 – 10. Dezember 1924
LCDR Allen Herschel Guthrie    10. Dezember 1924 – 27. Juni 1925
CDR Clarence Nelson Hinkamp    27. Juni 1925 – 20. Juni 1926
LCDR Rivers Johnson Carstarphen     20. Juni 1926 – 20. Oktober 1927
LCDR Walter Arthur Riedel    20. Oktober 1927 – 1. Juli 1928
LCDR Jefferson Davis Smith    1. Juli 1928 – 10. Januar 1929
LT Jesse Benjamin Goode    10. Januar 1929 – 6. Juni 1929 (XOIC)
LCDR Clarkson Joel Bright    6. Juni 1929 – 19. Juli 1930
LCDR Otto Marquard Forster    19. Juli 1930 – 9. Januar 1932
LCDR Paul White Rutledge    9. Januar 1932 – 13. Juli 1932
LT Wilbur Glen Jones    13. Juli 1932 – 10. August 1932 (XOIC)
LCDR Gordon Bentley Woolley    10. August 1932 – 12. Juli 1933
LCDR Humbert William Ziroli    12. Juli 1933 – 10. September 1934 (später RADM)
CDR William Henry Purnell Blandy    10. September 1934 – 29. Juni 1936 (später ADM)
LCDR Milton Orem Carlson    29. Juni 1936 – 10. Juni 1937
LCDR Richard Harold Cruzen    10. Juni 1937 – 12. Juni 1939
LCDR Hubert Winthrop Chanler    12. Juni 1939 – 9. August 1940 (später RADM)
LCDR Daniel Newman Cone Jr.    9. August 1940 – 20. Juni 1941
LT Alexander McIntyre    20. Juni 1941 – 19. September 1941
LCDR Francis Douglas McCorkle    19. September 1941 – 7. Dezember 1941 (später RADM)
LCDR Edward Joseph Burke    7. Dezember 1941 – 8. Januar 1943
LCDR Robert Schley Fahle    8. Januar 1943 – 16. August 1943
LCDR Leigh Winfield Sedgwick    16. August 1943 – 1. März 1945
LCDR Donald James Donahue    1. März 1945 – 29. März 1946

USS MACLEISH ( DD-220 )

USS MACLEISH ( DD-220 )

Biografie

Kenneth MacLeish
19. September 1894 in Glencoe, Chicago, Cook County, Illinois
† 15. Oktober 1918 über Belgien
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Ersten Weltkrieges als Marineflieger

Kenneth MacLeish war der Sohn von Andrew MacLeish ( 28. Juni 1838 in Glasgow, Schottland – 14. Januar 1928 in Glencoe, Cook County, Illinois ) und Martha Hillard MacLeish ( 17. August 1856 in Hadlyme, New London County, Connecticut – 19. Dezember 1947 in Chicago, Cook County, Illinois ). Kenneth hatte zwei Geschwister, Archibald MacLeish ( 7. Mai 1892 in Glencoe, Cook County, Illinois – 20. April 1982 in Boston, Massachusetts ) und Ishbel Marjoribanks MacLeish Campbell ( 20. März 1897 in Glencoe, Cook County, Illinois – 16. August 1991 ).
Kenneth MacLeish war einer der achtundzwanzig Freiwilligen, die am 26. März 1917 der ersten Yale – Einheit beitraten. Er erhielt den Rang eines Marineelektrikers 2. Klasse. Schon am 31. August 1917 beförderte man ihn wegen seiner Leistungen zum Ensign im Navy Reserve Flying Corps. Am 1. Juni 1918 erfolgte die Ernennung zum Lieutenant ( jg ) und wenige Tage später zum Lieutenant. Kenneth MacLeish war der jüngere Bruder von Archibals MacLeish, dessen Arbeiten mit drei Pulitzer – Preisen ausgezeichnet worden waren, und besuchte wie er das Yale – College. Der junge Offizier schrieb ständig nach Hause und seine Briefe zeigten anfangs die jugendliche Begeisterung und die anschließende Müdigkeit des Krieges, die für die Männer im Krieg so charakteristisch war. In Frankreich nahm er an mehreren Luftkämpfen teil, die über den feindlichen Linien ausgetragen wurden. Im September 1918 verlegte man aber seine Einheit nach Eastleigh, England. Bei einem Angriff zusammen mit Piloten der Royal Air Force am 14. Oktober, wurde sein Flugzeug, eine Sopwith Camel, abgeschossen. Lieutenant Kenneth MacLeish stürzte mit der Maschine in der Nähe von Schoore, Belgien ab und überlebte wahrscheinlich dieses Ereignis mit schweren Verletzungen. Doch unweit dieser Absturzstelle wurde einige stunden später sein Leichnam gefunden. Der Landbesitzer Alfred Rouse begrub die sterblichen Überreste von MacLeish eben an jener Stelle. Nach dem Krieg exhumierte man ihn und brachte diese auf den Flanders Field American Cemetery in Waregem, Belgien. Man verlieh Lieutenant Kenneth MacLeish posthum das Navy Cross für herausragende Leistungen und außergewöhnlichem Heldentum.


USS MACLEISH ( DD-220 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS MACLEISH ( DD-220 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Kenneth MacLeish benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Werft von William Cramp and Sons Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 19. August 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss
Ishbel Marjoribanks MacLeish ( 20. März 1897 in Glencoe, Cook County, Illinois – 16. August 1991 ), Schwester von Lieutenant Kenneth MacLeish, taufte am 18. Dezember 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Fred Thomas Berry ( 23. November 1887 in Logan, Harrison County, Iowa – 4. April 1933 ), dem zu Ehren der Zerstörer USS FRED T BERRY ( DD-858 ) benannt worden war, stellte am 2. August 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS MACLEISH, kehrte der Zerstörer nach Philadelphia zurück und wurde in der dortigen Werft einer umfassenden Überprüfung unterzogen. Anschließend stach das Kriegschiff wieder in See und fuhr zum Panamakanal, der am 12. Juli, durch US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ), offiziell für den Schiffsverkehr eröffnet hatte. Die USS MACLEISH durchquerte diesen Kanal und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Hier integrierte man den Zerstörer in die Pazifikflotte. Das Kriegsschiff beteiligte sich zusammen mit den Schwesterschiffen USS EDSALL ( DD-219 ), USS McCORMICK ( DD-223 ), USS PARROTT ( DD-218 ), USS SIMPSON ( DD-221 ) und USS BULMER ( DD-222 ) an mehreren Übungen und Manövern entlang der US Westküste und vor den Inseln von Hawaii. Doch schon am 3. Dezember 1921 wurde die USS MACLEISH der Atlantikflotte zugeteilt und nach Philadelphia befohlen. Hier unterzog man das Kriegsschiff einer intensiven Überholung. Am 5. Juni 1922 stach der Zerstörer wieder in See und fuhr nach Newport, Rhode Island. Hier wurde das Kriegsschiff für den europäischen Dienst ausgerüstet. Am 12. Juni legte die USS MACLEISH zusammen mit der USS BULMER, USS PARROTT, USS EDSALL, USS SIMPSON und USS McCORMICK dort ab und fuhr mit diesen Kriegsschiffen ins Mittelmeer. Ziel war Konstantinopel, wo sich der Kommandeur des US Naval Detachments aufhielt. Innerhalb der türkischen Gewässer sollte das Kriegsschiff die amerikanischen Hilfsorganisationen bei der Hilfe politischer Flüchtlinge und beim Schutz des Lebens und der Interessen der Amerikaner unterstützen. So wurden ab dem 1. Oktober mehrere Besatzungsmitglieder zur Organisation der Evakuierung von Flüchtlingen aus Smyrna zur Verfügung gestellt. In dem vom Bürgerkrieg heiß umkämpften Osmanischen Reich, mussten Angehörige der griechischen Einwohner sicher herausgeführt werden. Diese Aktion war am 5. Oktober abgeschlossen. Bis Juni 1924 blieb die USS MACLEISH in den Gewässern des Schwarzen Meeres und des östlichen Mittelmeeres, beteiligte sich an humanitären Bemühungen in einem chaotischen Gebiet, schützte dort die amerikanischen Interessen und beteiligte sich an weiteren Evakuierungen von Flüchtlingen aus dem hart umkämpften Gebieten. Anschließend gliederte man den Zerstörer in die Pfadfinderflotte. Das Kriegsschiff unternahm wieder einige Hafenbesuche in den europäischen Gewässern. Im Juli kehrte die USS MACLEISH an die US Ostküste zurück. Hier musste sich der Zerstörer in der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts einer neuerlichen Überholung unterziehen und wurde auf die Fahrt in den Pazifik vorbereitet. Anfang 1925 durchquerte das Kriegsschiff den Panamakanal und fuhr wieder bis zur kalifornischen Küste. Am 7. Mai verließ der Zerstörer San Diego. Ziel war nun der Ferne Osten. Hier integrierte man die USS MACLEISH in die asiatische Flotte. Diese Flotte hatte die Hauptaufgabe, die amerikanischen Interessen in China zu beschützen. Daher wurden in den Wintermonaten Übungen und Manöver bei den philippinischen Inseln abgehalten und in den Sommermonaten waren die Schiffe in den Häfen Chefoo oder Shanghai, China stationiert. Am 21. Juni lief der Zerstörer in den Hafen von Shanghai ein. Eine Gruppe von Besatzungsmitgliedern meldete sich freiwillig, um sich an einer Aktion im Ausländerviertel zu beteiligen. In der Stadt kam es zu Unruhen, nachdem die dortige Polizei mehrere chinesische Studenten erschossen hatte. Am 26. August 1928 war der Minensucher USS AVOCET ( AM-19 ) vor der chinesischen Küste von Chefoo durch die starken Winde eines Taifuns gegen 20:15 Uhr auf eine Sandbank gedrückt worden. Es herrschte Windstärke 8. Die gesamte Nacht über musste der Minensucher in seiner misslichen Lage verharren. Zum Glück erlitt das Kriegsschiff keinen größeren Schaden. Der Commander, Aircraft Squadrons, Asiatic, Commander Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) übernahm auf seinem Flaggschiff, den Minensucher USS BITTERN ( AM-26 ) die Bergungsarbeiten. Erfolglos versuchte der Minensucher USS HERON ( AM-10 ) das Schwesterschiff ins Schlepptau zu nehmen, um es wieder in tieferes Wasser zu ziehen. Besatzungsmitglieder des Zerstörertenders USS BLACK HAWK ( AD-9 ) und des Leichten Kreuzers USS TRENTON ( CL-11 ) kamen um zu helfen. Die Minensucher USS BITTERN, USS HERON und USS FINCH ( AM-9 ) versuchten nun gemeinsam das gestrandete Schiff zu befreien. Doch es war erfolglos. Selbst Taucher mit Hochdruckschläuchen, die den Schlamm unter dem havarierten Minensucher wegspülen sollten, kamen nicht zum Einsatz, da die von der Küste her auftreffenden Wellen dieses Unterfangen verhinderten. Da beorderte man die Zerstörer USS MACLEISH, USS PARROTT und USS SIMPSON zu den Bergungsaktionen heran. Diese drei Kriegsschiffe sollten mit hoher Geschwindigkeit bei einer Vorbeifahrt eine hohe Welle erzeugen, durch die man die USS AVOCET wieder flott bekommen wollte. Doch auch das misslang. Nun holte man drei Versorgungsschiffe heran. Man begann mit dem Umladen von Munition und allem nicht unbedingt notwendigen Ballast. Ein Öltanker ging längsseits und pumpte das Schweröl ab und auf dem dritten Schiff befand sich ein Bagger, mit dem man eine Fahrrinne zog. Jetzt nahmen die drei Minensucher ihr Schwesterschiff wieder ins Schlepptau und die drei Zerstörer versuchten mit hoher Geschwindigkeit eine hohe Welle zu erzeugen. Mit Hilfe der eigenen Schiffsmotoren kam dann die USS AVOCET am 29. August um 21:35 Uhr wieder frei. Die USS MACLEISH gliederte man am 7. Dezember 1931 in die neugeschaffene Zerstörer Division 17. In dieser Division befanden sich außerdem die Schwesterschiffe USS McCORMICK, USS SIMPSON, USS TRACY ( DD-214 ), USS TRUXTUN ( DD-229 ) und USS BORIE ( DD-215 ). Diese sechs Zerstörer wurden aus der asiatischen Flotte herausgelöst und erhielten spezielle Aufgaben. Die USS MACLEISH fuhr zusammen mit der USS McCORMICK und USS BORIE an die US Westküste zurück. Hier stellte man am 11. März 1932 die USS MACLEISH in das Rotating Reserve Squadron 20, das in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien lag. Die dort eingelagerten Zerstörer erhielten kurzfristige Aufgaben und wurden nur für wenige Wochen im Jahr in den aktiven Dienst überführt. Am 28. September wechselten die Zerstörer nach San Diego. So befand sich der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS McCORMICK und USS SIMPSON vom 17. bis zum 22. Juli 1933 in Seattle, Washington und beteiligte sich an der dortigen Fleet Week. Von Seattle aus fuhren die Zerstörer nach Tacoma, Washington. Hier wurde vom 27. Juli bis zum 7. August 1933 eine Fleet Week durchgeführt. Dann zog man im Frühjahr 1934 für das Flottenmanöver Nummer 15 die Kriegsschiffe der Pazifikflotte vor der Hawaiianischen Küste zusammen und es wurde die Eroberung eines Stützpunktes geprobt. Anschließend zog man die Kriegsschiffe an den Panamakanal auf der pazifischen Seite zusammen. Hier sollte die Verteidigung des Kanals geprobt werden. Am 23. April 1934 lagen im Hafenbereich vor Balboa die Zerstörer USS MACLEISH, USS SIMPSON, USS McCORMICK, USS TRUXTUN, USS TRACY, USS ELLIOT ( DD-146 ), USS ROPER ( DD-147 ), USS HALE ( DD-133 ), USS DORSEY ( DD-117 ), USS LEA ( DD-118 ), USS RATHBURNE ( DD-113 ), USS TALBOT ( DD-114 ), USS WATERS ( DD-115 ), USS DENT ( DD-116 ), USS AARON WARD ( DD-132 ), USS BUCHANAN ( DD-131 ), USS CROWNINSHIELD ( DD-134 ), USS PREBLE ( DD-345 ), USS WILLIAM B. PRESTON ( DD-344 ), USS YARNALL ( DD-143 ), USS SANDS ( DD-243 ), USS LAWRENCE ( DD-250 ),
USS FOX ( DD-234 ), USS GREER ( DD-145 ), USS BARNEY ( DD-149 ), USS TARBELL ( DD-142 ), USS SOUTHARD ( DD-207 ), USS CHANDLER ( DD-206 ), USS FARENHOLT ( DD-332 ), USS PERRY ( DD-340 ), USS WASMUTH ( DD-338 ), USS TREVER ( DD-339 ), USS HOVEY ( DD-208 ), USS LONG ( DD-209 ), USS LITCHFIELD ( DD-336 ), USS DAHLGREN ( DD-187 ), USS PRUITT ( DD-347 ), USS J. FRED TALBOTT ( DD-156 ) und USS DALLAS ( DD-199 ), die Schwere Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ), der Zerstörertender USS MELVILLE ( AD-2 ) und das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ). Nach dem Manöver auf der pazifischen Seite folgte auf der atlantischen Seite des Panamakanals ein weiteres Manöver. Diesmal sollte ein Angriff auf den Kanal geprobt werden. Die Kriegsschiffe der Zerstörer Division 17 fuhren in diesem Monat von der Guantanamo Bay, Kuba aus nach New York. Hier hatte US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ), als Oberbefehlshaber der US Flotte für den 31. Mai 1934 zu einer Präsidenten Flottenschau geladen. Er selber befand sich dabei an Bord des Schlachtschiffes USS INDIANAPOLIS das vor Ambrose Light vor Anker lag. Anschließend ankerten die Schiffe vom 31. Mai bis zum 18. Juni in einer Linie im Hudson River von Midtown Manhattan bis nach Norden vor Yonkers. An der Flottenschau waren die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS TEXAS ( BB-35 ) und USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Flugzeugträger USS LANGLEY ( CV-1 ), USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS, USS CHICAGO, USS CHESTER ( CA-27 ), USS HOUSTON ( CA-30 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS NORTHAMPTON ( CA-26 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT, USS RALEIGH, USS CINCINNATI ( CL-6 ), USS CONCORD ( CL-10 ), USS MARBLEHEAD ( CL-12 ), USS MEMPHIS ( CL-13 ), USS MILWAUKEE ( CL-5 ) und USS OMAHA ( CL-4 ), die Zerstörer USS MACLEISH, USS McCORMICK, USS TRUXTUN, USS TRACY, USS SIMPSON, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DORSEY, USS ELLIOT, USS FOX, USS GREER, USS HOVEY, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LITCHFIELD, USS LONG, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS ROPER, USS SANDS, USS SOUTHARD, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS YARNALL, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS BAINBRIDGE ( DD-246 ), USS BARRY ( DD-248 ), USS UPSHUR ( DD-144 ), USS DECATUR ( DD-187 ), USS DENT ( DD-116 ), USS DICKERSON ( DD-157 ), USS FAIRFAX ( DD-93 ), USS CHILDS ( DD-241 ), USS HERBERT ( DD-160 ), USS HULBERT ( DD-342 ), USS HUMPHREYS ( DD-236 ), USS LEARY ( DD-158 ), USS HOPKINS ( DD-249 ), USS McFARLAND ( DD-237 ), USS NOA ( DD-343 ), USS OVERTON ( DD-239 ), USS SCHENCK ( DD-159 ), USS REUBEN JAMES ( DD-245 ), USS WILLIAMSON ( DD-244 ), USS GILMER ( DD-233 ), USS GOFF ( DD-247 ), USS STURTEVANT ( DD-240 ) und USS ZANE ( DD-337 ), die Zerstörer Tender USS MELVILLE und USS WHITNEY ( AD-4 ), die Flottenöltanker USS CUYAMA ( AO-3 ), USS NECHES ( AO-5 ) und USS SALINAS ( AO-19 ), die Reparaturschiffe USS MEDUSA und USS VESTAL ( AR-4 ), das Vielseitige Hilfsschiff USS BOGGS ( AG-19 ), die Frachtschiffe USS BRIDGE ( AF-1 ) und USS ARCTIC ( AF-7 ), das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ) und der U-Boot Tender USS ARGONNE ( AS-10 ) beteiligt. Von ausländischen Marinen war der französische Schulkreuzer JEANNE D´ARC anwesend. In der Brooklyn Navy Yard lag zur Notfallversorgung der Flottenöltanker USS BRAZOS ( AO-4 ) und das Unklassifizierte Schiff USS SEATTLE ( IX-39 ). Die folgenden Schiffe der US Küstenwache waren in New York stationiert und haben möglicherweise  Überwachungs-  oder andere Regelungen während der Flottenschau übernommen. Die Patrouillenboote USCGC ARGO ( WPC-100 ), USCGC AURORA ( WPC-103 ), USCGC CALYPSO ( WPC-104 ), USCGC DAPHNE ( WPC-106 ), USCGC GALATEA ( WPC-108 ), USCGC HERMES ( WPC-109 ), USCGC ICARUS ( WPC-110 ), USCGC PERSEUS ( WPC-114 ) und USCGC THETIS ( WPC-115 ), die Patrouillenboote USCGC CHAMPLAIN ( 1929 ), USCGC MANHATTAN ( CG-30 ), USCGC PATROL ( 1917 ), USCGC SEBAGO ( 1930 ), USCGC TAMPA ( 1921 ) und USCGC WISSAHICKON ( CG-12 ) und die Hafenschlepper USCGC CALUMET ( 1894 ), USCGC GUTHRIE ( 1895 ), USCGC HUDSON ( 1893 ), USCGC LEOPARD ( 1920 ), USCGC LIGHTNING, USCGC RARITAN ( 1905 ). Die USS MACLEISH wechselte nach der Flottenschau, zusammen mit den Kriegsschiffen der Zerstörer Division 17, wieder in den Pazifik. Hier fuhr der Zerstörer in die Mare Island Naval Shipyard für eine Überholung. Ansonsten lag der Zerstörer in der Marinebasis San Diego. In den folgenden Jahren blieb das Kriegsschiff vor der kalifornischen Küste. So stellte man am 11. März 1938 das Kriegsschiff außer Dienst. Zu diesem Zeitpunkt lag der Zerstörer in San Diego und der Kommandeur war Lieutenant L. E. Ellis. Für die von US Präsident Franklin Delano Roosevelt angesetzte Flottenparade, die vom 31. Mai bis zum 18. Juni 1938 in New York andauerte, wechselte die USS MACLEISH wieder in den Atlantik. An der Flottenparade beteiligten sich die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA, USS COLORADO, USS MARYLAND, USS MISSISSIPPI, USS NEW MEXIKO, USS NEW YORK, USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE, USS TEXAS und USS WEST VIRGINIA, die Flugzeugträger USS LANGLEY, USS LEXINGTON und USS SARATOGA, die Schweren Kreuzer USS CHESTER, USS CHICAGO, USS HOUSTON, USS INDIANAPOLIS, USS LOUISVILLE, USS NORTHAMPTON, USS PENSACOLA, USS PORTLAND und USS SALT LAKE CITY, die Leichten Kreuzer USS CINNCINATTI, USS CONCORD, USS DETROIT, USS MARBLEHEAD, USS MEMPHIS, USS MILWAUKEE, USS OMAHA und USS RALEIGH, die Zerstörer USS MACLEISH, USS McCORMICK, USS BAINBRIDGE, USS BARRY, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DECATUR, USS DENT, USS ELLIOT, USS FAIRFAX, USS FOX, USS GILMER, USS GOFF, USS GRIER, USS HERBERT, USS HOVEY, USS HULBERT, USS HUMPHREYS, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LEARY  USS LITCHFIELD, USS LONG, USS McFARLAND, USS NOA, USS OVERTON, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS REUBEN JAMES, USS ROPER, USS SANDS, USS SCHENCK, USS SIMPSON, USS SOUTHARD, USS STURTEVANT, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS TRUXTUN, USS UPSHUR, USS DORSEY, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS WILLIAMSON, USS HOPKINS, USS YARNALL, USS ZANE, USS CHILDS und USS DICKERSON, der Zerstörer und Minensucher USS TRACY ( DM-19 ), die Zerstörertender USS MELVILLE und USS WHITNEY, die Flottentanker USS CUYAMA, USS NECHES und USS SALINAS, die Werkstatt- und Reparaturschiffe USS VESTAL und USS MEDUSA, das Vielseitige Hilfsschiff  USS BOGGS, die Vorratsschiffe USS BRIDGE und USS ARCTIC, das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ), der U-Boote Tender USS ARGONNE ( AS-10 ). Von den Internationalen Marinen war der französische Panzerkreuzer JEANNE D ARC anwesend. Die USS MACLEISH wechselte nach der Flottenparade wieder in den Pazifik und fuhr nach San Diego. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs auf europäischem Boden, benötigte die US Navy alle zur Verfügung stehenden Kriegsschiffe. Lieutenant Commander Arthur Crosby Wood ( 23. Juli 1901 –  ? ) stellte am 25. September 1939 den Zerstörer in San Diego offiziell wieder in den Dienst der US Navy. Man rüstete das Kriegsschiff für seine kommende Fahrt in der Mare Island Naval Shipyard aus und begann mit der Ausbildung der Mannschaft. Am 13. November 1939 öffnete das Bordpostamt auf dem Kriegsschiff. Noch in den letzten Wochen des Jahres 1939 stach die USS MACLEISH in See und fuhr zum Panamakanal. Nach dessen Durchquerung ging die Fahrt weiter in Richtung Philadelphia. Hier lief das Kriegsschiff in die Philadelphia Navy Yard ein und unterzog sich einer Überholung. Am 25. Januar 1940 befand sich der Zerstörer während seiner ersten Fahrt nach der Überholung vor dem stromabwärts liegenden Turkey´s Neck im Delaware River. Die Ausbildungs- und Erprobungsfahrten waren am 1. Februar abgeschlossen. Die USS MACLEISH fuhr an diesem Tag in Richtung der Karibik. Hier sollte der Zerstörer an Manövern und an Patrouillendiensten teilnehmen. Dies waren die Grundlagen für die Mannschaft des Kriegsschiffes, um dann für den Konvoidienst im Atlantik gerüstet zu sein. Ab Oktober nahm die USS MACLEISH ihre Neutralitätspatrouillen in der Karibik auf. Am 3. Dezember laufen die beiden deutschen Blockadebrecher IDARWALD ( 5.033 BRT ) und RHEIN ( 6.031 BRT ) von Tampico, Mexiko aus. Diese beiden deutschen Frachter versuchten einen Durchbruchsversuch in europäische Gewässer. Die RHEIN wird ab dem 4. Dezember von der USS SIMPSON verfolgt. Die USS MACLEISH und die USS McCORMICK lösen ihr Schwesterschiff ab dem 9. Dezember vor der Florida Straße ab. Das niederländische Kanonenboot HNLMS VAN KINSBERGEN ( 1939 ) wird herangeführt an den Blockadebrecher. Ein Enterversuch misslingt. Die Besatzung der RHEIN setzt ihr Schiff daraufhin in Brand. Der britische Leichte Kreuzer HMS CARADOC ( D60 ) versenkt am 11. Dezember das brennende Wrack. Noch im Dezember fährt die USS MACLEISH wieder an die US Ostküste. In der New York Navy Yard erhält der Zerstörer neue Bewaffnung und zusätzliche Treibstofftanks. Ende Januar 1941 beginnt dann die intensive Ausbildung für die Mannschaft. Anschließend gliedert man ab dem 1. März den Zerstörer in die DesRon 31 ein, die von Captain Charles Adams Baker ( 27. September 1893 – 18. Juli 1970 ) kommandiert wurde. In der DesRon 31 befanden sich die Zerstörer USS MACLEISH, USS McCORMICK, USS TRUXTUN, USS SIMPSON, USS BAINBRIDGE, USS OVERTON, USS STURTEVANT und USS REUBEN JAMES. Diese Kriegsschiffe eskortierten entlang der US Ostküste mehrere Schiffskonvois und sicherten diese vor Angriffen deutscher U-Boote. Die USS MACLEISH verlegte man dann an die Naval Station in Argentia, Neufundland, Kanada. Von hier aus fuhren die meisten Schiffskonvois in Richtung Island. Am 6. September 1941 lief die Operation „Indigo III“ an. Die USS MACLEISH gehörte zur Sicherung eines Nachschubkonvois, der nach Island fahren sollte.  Dieser Nachschubgeleitkonvoi bestand aus vier Truppentransportern, die für die auf Island stationierten Marines eine Armeebrigade zur Ablösung transportierten, drei Frachtschiffen, den Flottentanker USS CIMARRON ( AO-22 ) und dem Werkstattschiff USS DELTA ( AR-9 ). Den Konvoi selber eskortierten die Zerstörer USS MACLEISH, USS BAINBRIDGE, USS OVERTON, USS REUBEN JAMES, USS TRUXTUN, USS WALKE ( DD-416 ) und USS MORRIS ( DD-417 ). Für die Ferndeckung waren die Kriegsschiffe der Task Force 15 zuständig, die Rear Admiral William Robert Munroe ( 4. April 1886 – 1. März 1966 ) befehligte. In dieser TF 15 befand sich das Schlachtschiff USS IDAHO ( BB-42 ), die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) und USS VINCENNES ( CA-44 ), sowie die Zerstörer USS SAMPSON ( DD-394 ), USS BENSON ( DD-421 ), USS NIBLACK DD-424 ), USS HILARY P JONES ( DD-427 ), USS WINSLOW ( DD-359 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS MUSTIN ( DD-413 ) und USS O`BRIEN ( DD-415 ). Die Zerstörer der Sicherungsgruppe fuhren am 11. und 12. September mehrere Wasserbombenangriffe gegen acht Sonarkontakte, die sich aber später als Falschziele herausstellten. Doch am 14. September kam es zu einem wirklichen Zwischenfall. Die USS TRUXTUN sichtete ein U-Boot. Zusammen mit der USS MACLEISH und der USS SAMPSON wurden mehrere Wasserbomben in den Bereich der Tauchstelle des U-Bootes abgeworfen. Zwei Tage später erreichten die Schiffe der TF 15 den Hafen von Hvalfjödhur, Island. Dort verteilte man die Zerstörer in einzelne Gruppen die die Geleitzüge zu eskortieren hatten. Die USS MACLEISH gehörte zur Task Undergroup 4.1.6. In dieser befanden sich außerdem die Zerstörer USS SAMPSON, USS LEA ( DD-118 ), USS BERNADOU ( DD-153 ) und USS DUPONT ( DD-152 ). Am 5. Oktober verließen diese Schiffe Argentia und eskortierten 59 Handelsschiffe aus dem Schiffskonvoi HX 153 bis nach Island. Dort kamen sie am 13. Oktober an und übergaben die Eskorte an die britischen Kriegsschiffe der Task Group EG 8. Wenige Tage später, am 25. Oktober, übernehmen die Kriegsschiffe der TU 4.1.6 zusammen mit dem Öltanker USS SALINAS ( AO-19 ) vor Island 43 Handelsschiffe aus dem Konvoi ON 28. Drei Tage später warten schon deutsche U-Boote der Gruppe „Reißwolf“ südwestlich von Neufundland auf diesen Schiffskonvoi. Alle Frachtschiffe erreichen am 3. November Argentia. Nur am 31. Oktober wird der britische Einzelfahrer ROSE SCHIAFFINO ( 3.349 BRT ), der 4.200 Tonnen Eisenerz geladen hatte, von U-374, Kommandant Oberleutnant zur See Unno von Fischel ( 5. November 1915 in Kiel – 12. Januar 1942 im Mittelmeer ), versenkt. Alle 41 Mannschaftsmitglieder des Frachtschiffes kommen ums Leben. Schon am 21. November verlassen 42 Frachtschiffe des Konvois HX 161 Argentia und wurden von den Sicherungsschiffen der TU 4.1.6 bis nach Island eskortiert. In der TU befanden sich die Zerstörer USS MACLEISH, USS LEA, USS DUPONT, USS BERNADOU, USS ROE ( DD-418 ) und USS WOOLSEY ( DD-437 ). Am 30. November erreichte der Schiffskonvoi ohne Verluste den Übergabepunkt bei Island, wo die Handelsschiffe an die britischen Kriegsschiffe der TG EG 2 übergeben wurden. Bis zum 8. Dezember patrouillierten die Zerstörer in isländischen Gewässern und übernahmen an diesem Tag 18 Frachtschiffe aus dem Konvoi ON 43 von den britischen Kriegsschiffen aus der TG EG 6. Ohne Verluste legten die Schiffe des Konvois am 15. Dezember bei Argentia an. In diesen Tagen traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein und erklärten Deutschland den Krieg. Nun konnten die amerikanischen Kriegsschiffe die Frachtschiffe bis nach Irland eskortieren. Die USS MACLEISH versetzte man dazu in die Mid-Ocean Escort Force ( MoEF ) Group A1. Mit in dieser Group befanden sich die USS BENSON, USS McCORMICK und USS BROOME ( DD-210 ) sowie die kanadischen Korvetten HMCS ALBERNI ( K103 ), HMCS COLLINGWOOD ( K180 ) und HMCS HEPATICA ( K159 ). Diese Kriegsschiffe eskortierten in der Zeit vom 23. Februar bis zum 5. März 1942 ohne Verluste 24 Handelsschiffe des Geleitzuges HX 176 von Neufundland bis in den Hafen von Londonderry, Nordirland. Auf dem Rückweg wurden 12 Handelsschiffe des Geleitzuges ON 75 vom 11. bis zum 19. März ohne Verluste eskortiert. Auf der zweiten Überquerung des Atlantiks vom 6. bis zum 14. April wurden 23 Handelsschiffe des Geleitzuges HX 183 nach Nordirland und 49 Handelsschiffe des Geleitzuges ON 89 vom 24. April bis zum 2. Mai 1942 nach Neufundland ohne Verluste begleitet. Bis Februar 1943 eskortierte die USS MACLEISH nun insgesamt zwölf Schiffskonvois zwischen Norfolk, Virginia und Key West, Florida und neun zwischen New York und der Guantanamo Bay, Kuba. Nach einer intensiven Überholung und Ausstattung in Norfolk, stach der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS OVERTON und USS BAINBRIDGE am 13. Juni in See und begleitete den Flugzeugträger USS SANTEE ( CVE-29 ), alle vier Kriegsschiffe gehören zur Task Group 21.11, in das Einsatzgebiet rund um die Azoren, um die Schifffahrtswege nach und von Casablanca, französisch Marokko, vor deutschen U-Booten freizuhalten. Auf dem Weg dorthin übernehmen Flugzeuge der USS SANTEE die Voraussicherung für den Schiffskonvoi UGS 10, bestehend aus 70 Fracht- und Transportschiffen, und den Sicherungsschiffen der Task Force 61. In dieser befinden sich die Zerstörer USS McCORMICK, USS PARROTT, USS EBERLE ( DD-430 ), USS LIVERMORE ( DD-429 ), USS KEARNY ( DD-432 ) und USS ERICSSON ( DD-440 ) sowie die Minensucher USS PREVAIL ( AM-107 ) und USS PILOT AM-104 ). Am 22. Juni überlaufen die Schiffe des Geleitzuges UGS 10 1.100 Seemeilen westnordwestlich der Kapverdischen Inseln das südlich ausmarschierende deutsche U-Boot U-572, Kommandant Oberleutnant zur See Heinz Kummetat ( 19. November 1918 – 3. August 1943 ). Gegen 20:46 Uhr desselben Tages tauchte das deutsche U-Boot auf und torpedierte den französischen Flottentanker LOT ( 4.220 BRT ). Der Tanker hatte 6.000 Tonnen Heizöl geladen und wurde auf der Steuerbordseite getroffen. Nach mehreren Explosionen sank das Schiff innerhalb von drei Minuten. Von der 136 Mann starken Besatzung können durch den amerikanischen Tanker USS MERRIMACK ( AO-37 ) 112 gerettet werden. Die anderen kamen in den Flammen oder im Wasser ums Leben. Nachdem der Schiffskonvoi UGS 10 Gibraltar passiert hatte, blieb die USS SANTEE mit den drei Zerstörern der TG 21.11 in den Gewässern vor den Azoren und legte erst am 3. Juli im Hafen von Casablanca an, um die Treibstoffbunker zu füllen. Wenige Tage später verlassen die Kriegsschiffe der TF 61 das Mittelmeer und eskortierten den Schiffskonvoi GUS 9, bestehend aus 41 Fracht- und Handelsschiffe. Die USS SANTEE sowie die USS MACLEISH, USS BAINBRIDGE und USS OVERTON übernehmen wieder die Voraussicherung. Am 14. Juli 1943 sichten Avenger und Wildcat Flugzeuge aus der VC-29 Staffel von der USS SANTEE das deutsche U-Boot U-160, Kommandant Oberleutnant zur See Gerd von Pommer-Esche ( 22. Januar 1918 – 14. Juli 1943 ), südlich der Azoren und versenken es. Keiner der U-Boot Besatzungsmitglieder überlebt den Angriff. Am folgenden Tag sichtete ein anderes Team aus dieser Staffel nordwestlich von Madeira das U-Boot U-509, Kommandant Korvettenkapitän Werner Witte ( 5. Januar 1915 – 15. Juli 1943 ), und torpedierte es. Auch hier überlebte kein U-Boot Besatzungsmitglied den Angriff. In diesem Operationsgebiet trennen sich die Schiffe der TF 61 von der Support Group 21.11 und eskortieren die Frachtschiffe von GUS 9 bis an die Ostküste der USA. Im August legte der Schiffskonvoi UGS 16 in New York ab und wurde von den Kriegsschiffen der TF 61 auf der Fahrt an die nordafrikanische Küste gesichert. In der TF 61 befanden sich die Geleitzerstörer USS EVARTS ( DE-5 ), USS WYFFELS ( DE-6 ), USS DECKER ( DE-47 ), USS DOBLER ( DE-47 ), USS SMARTT ( DE-257 ) und USS WALTER C BROWN ( DE-258 ). Die Kriegsschiffe der TG 21.11 übernahmen ab den Azoren die Sicherung bis Gibraltar. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS SANTEE und die Zerstörer USS MACLEISH, USS BAINBRIDGE und USS SIMPSON. Am 11. September wird der Konvoi UGS 16 an britische Sicherungsschiffe übergeben. Noch am selben Tag übernehmen die Schiffe der TG den Schiffskonvoi GUF 10, der von den Kriegsschiffen der TF 68 gesichert wurde. In der TF befand sich das Schlachtschiff USS TEXAS ( BB-35 ), die Zerstörer USS PARKER ( DD-604 ), USS LAUB ( DD-613 ), USS MACKENZIE ( DD-614 ), USS McLANAHAN ( DD-615 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS CHAMPLIN ( DD-601 ), USS NIELDS ( DD-616 ), USS ORDRONAUX ( DD-617 ), USS DAVISON ( DD-618 ), USS MERVINE ( DD-489 ) und USS BEATTY ( DD-640 ). Bis zum 14. September begleiten die vier Kriegsschiffe der TG 21.11 den Schiffskonvoi GUF 10 und fuhren dann schnellstens nach Gibraltar zurück. Hier übernahmen sie am 18. September den Schiffskonvoi GUS 15, der durch die Kriegsschiffe der TF 61 gesichert wurde. In der TF 61 befanden sich die Zerstörer USS HOBBY ( DD-610 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) und USS KALK ( DD-611 ) und die Geleitzerstörer USS EVARTS, USS WYFFELS, USS DECKER, USS DOFFLER, USS SMARTT und USS WALTER C BROWN. Ohne nennenswerte Ereignisse ereichten alle diese Schiffe am 4. Oktober Norfolk. Für die USS MACLEISH begann nun wieder eine Überholung. Anschließend rüstete man den Zerstörer für mehrere Übungen aus. Das Kriegsschiff fuhr dann in den ersten drei Monaten des Jahres 1944 nach Key West. Hier beteiligte es sich an Übungen von US Navy Torpedoflugzeugen. Nach der daran anschließenden Überholung kehrte die USS MACLEISH zum Konvoidienst zurück. Als Flaggschiff der Task force 63 fuhr der Zerstörer ins Mittelmeer und eskortierte dort Transportschiffe zu den Häfen von der nordafrikanischen zur italienischen Küste. Nach dem D-Day eskortierte die USS MACLEISH einen weiteren Schiffskonvoi in europäische Gewässer. Diesmal nach Cherbourg, Frankreich. Nach der Rückkehr an die US Ostküste verwendete man den Zerstörer als Konvoieskorte bis in die Karibik. Das Kriegsschiff fuhr von dort aus gleich weiter bis in die Panama Bay an der Panamakanalzone. Hier fungierte die USS MACLEISH am 17. und 18. Dezember als Ausbildungsschiff für das neu in Dienst gestellte U-Boot USS BRILL ( SS-330 ) und deren Besatzung. Mit an der Ausbildung für das U-Boot war die USS PAUL JONES und USS BARKER ( DD-213 ) beteiligt. Gleich nach dieser Ausbildung fuhr die USS MACLEISH in die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts. Hier rüstete man den Zerstörer ab. Am 5. Januar 1945 klassifizierte man das Kriegsschiff um und übergab ihm die Kennung AG-87 für ein Vielseitiges Hilfsschiff. Die USS MACLEISH kehrte nach Abschluss der Arbeiten in die Panama Bay zurück und beteiligte sich wieder an der Ausbildung von U-Boot Mannschaften. Vom 7. bis zum 9. März musste das amerikanische U-Boot USS BUMPER ( SS-333 ) zur Ausbildung in diese Gewässer. Hier waren die Zerstörer USS MACLEISH, USS PAUL JONES und USS BULMER ( DD-222 ) und die U-Boot Jäger USS PC-1191 und USS SC-1299 an allen drei Tagen und am 8. und 9. März zusätzlich der U-Boot Jäger USS PC-592 anwesend. Am 10. März trainierte die USS MACLEISH zusammen mit dem U-Boot USS BUMPER. Am 11. März kommen die USS PAUL JONES und USS PC-592 hinzu. Die drei Zerstörer USS MACLEISH, USS PAUL JONES und USS BULMER gehörten vom 20. bis 22. März zur Ausbildung für die Mannschaft des U-Bootes USS CAPITAINE ( SS-336 ). Zusätzlich waren am 20. März die U-Boot Jäger USS PC-1221 und USS SC-980, am 21. März die U-Boot Jäger USS PC-1215 und USS SC-1299 und am 22. März USS PC-1215 und USS SC-1221 anwesend. Ab dem 23. März begann für die Mannschaft von USS CABEZON ( SS-334 ) die Ausbildung und dauerte vier Tage. An allen diesen Tagen waren die drei ehemaligen Zerstörer beteiligt. Ab dem 23. März der U-Boot Jäger USS SC-1299 und am 25. März zusätzlich die U-Boot Jäger USS PC-1215 und USS PC-1221. Ab dem 19. April trainierte die USS MACLEISH die Mannschaft des U-Bootes USS CARBONERO ( SS-337 ). Insgesamt vier hintereinander liegende Tage werden für die Übungen genutzt. Für den 30. April war USS CARP ( SS-338 ) zur Ausbildung vorgesehen. An der Übung beteiligten sich die Vielseitigen Hilfsschiffe USS MACLEISH und USS BULMER sowie die U-Boote USS MORAY ( SS-300 ) und USS RUNNER ( SS-476 ). Die Ausbildung der USS CARP in der Panama Bay gestaltete die USS MACLEISH am 1. April alleine. Das U-Boot USS CATFISH ( SS-339 ) erschien am 5. April in der Panama Bay. An diesem und am folgenden Tag trainierte die USS MACLEISH mit jener Mannschaft. Dabei wurde der ehemalige Zerstörer durch das U-Boot USS ENTEMEDOR ( SS-340 ) unterstützt. Vom 7. bis zum 9. Juni war das U-Boot USS CATFISH dann in den Gewässern zur Ausbildung mit den beiden Vielseitigen Hilfsschiffen USS MACLEISH und USS BULMER. Nach diesen Trainingseinheiten fuhr die USS MACLEISH nach Newport, Rhode Island. Hier nahm das Vielseitige Hilfsschiff mehrere Zielattrappe ins Schlepptau, an denen US Navy Piloten trainieren konnten.  Am 8. März 1946 stellte man dann den ehemaligen Zerstörer außer Dienst und strich am 13. November 1946 den Namen USS MACLEISH ( AG-87 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 18. Dezember 1946 an die Boston Metals Company in Baltimore, Maryland zum verschrotten.


USS MAC LEISH ( DD-220 )
Commanding Officer

LCDR Fred Thomas Berry    2. August 1920 – 12. November 1920
LCDR Schuyler Franklin Heim    12. November 1920 – 24. Februar 1922
LCDR Herbert Aloysius Ellis    24. Februar 1922 – 8. Mai 1923
LCDR Walter Sherman Davidson       8. Mai 1923 – 21. April 1924
LCDR Ewart Gladstone Haas    21. April 1924 – 2. Juni 1925
LCDR Theodore Hugh Winters    2. Juni 1925 – 16. Juni 1927
LTJG Elwood Eclair Burgess    16. Juni 1927 – 3. Juli 1927 (XOIC)
LT Wyatt Craig    3. Juli 1927 – 26. Januar 1928
LCDR James Boyd Rutter    26. Januar 1928 – 7. Juni 1928
LCDR Thomas Lewis Nash    7. Juni 1928 – 30. Juni 1930
CDR Norman Scott       30. Juni 1930 – 11. März 1932 (später RADM)
LT L. E. Ellis   ? – 11. März 1938
Außerdienststellung    11. März 1938 – 25. September 1939
LCDR Arthur Crosby Wood    25. September 1939 – 22. November 1941
LT William Rowell Caruthers    22. November 1941 – 26. Dezember 1941
LT Ray Russell Conner    26. Dezember 1941 – 31. Juli 1942
LCDR Wilfred Aves Walter    31. Juli 1942 – 11. April 1943
LCDR George Evald Theodore Parsons    11. April 1943 – 17. August 1943
LCDR Robert Paul Winkel    17. August 1943 – 6. Juli 1944
LCDR Joseph W. Fitzpatrick    6. Juli 1944 – 16. Dezember 1944
LCDR Donald Stanley Cramer    16. Dezember 1944 – 16. Januar 1946
LT Donald Thomas Burke    16. Januar 1946 – 8. März 1946

USS McCORMICK ( DD-223 )

USS McCORMICK ( DD-223 )

Biografie

Alexander Agnew McCormick, Jr.
15. Dezember 1897 in Chicago, Illinois
† 24. September 1918 in Calai, Departement du pas-de-Calai, Nord-Pas-de-Calai, Frankreich
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Ersten Weltkriegs

Alexander Agnew McCormick, Jr. war der Sohn des Chefredakteurs der „Chicago Evening Post“ und des Stadtrates von Chicago Alexander Agnew McCormick, Sr. ( 21. Februar 1863 in Pennsylvania – 27. November 1925 in Lake Forest, Lake County, Illinois ) und Maud Warner McCormick ( 12. November 1867 in Chicago, Illinois – 15. Juli 1945 in Lake Forest, Lake County, Illinois ). Alexander hatte eine Schwester, Katherine McCormick ( 31. August 1900 – 6. Mai 1971 ), die am 24. Juni 1922 Justin H. Sturm, Sr. ( 21. April 1899 – 6. August 1967 in Connecricut ) geheiratet hatte. McCormick, Jr. besuchte die University of Chicago High School und trat in die Klasse von 1919 in der Yale University ein. Die Vereinigten Staaten von Amerika traten am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg ein. McCormick, Jr. meldete sich zehn Tage später freiwillig als Seemann 2. Klasse in die US Naval Aviation Forces. Er trainierte in Buffalo, New York mit den Piloten der Aerial Coast Patrol Unit Nummer 2, die kurz nach dem Kriegseintritt der USA in Yale gegründet worden war. Man beförderte McCormick, Jr. am 2. November 1917 zum Ensign und wurde an der US Naval Reserve Force eingesetzt. Bis zum 28. Mai 1918 war McCormick, Jr. dann an der Naval Air Station in Pensacola, Florida stationiert. Das Geschwader 214 der Royal Air Force, zu dem er später gehörte, diente in Frankreich. Am 24. September 1918 war Lieutenant ( jg ) Alexander Agnew McCormick, Jr. an einer Mission in der Nähe von Calai, Jagdflugzeuge sollten die Northern Bombing Group sichern, beteiligt. Während eines sich entwickelnden Luftkampfes mit feindlichen Piloten, erlitt McCormicl tödliche Verletzungen.
Man bestattete seine sterblichen Überreste auf dem Soldatenfriedhof in der Nähe von Calais. Man verlieh Lieutenant ( jg ) Alexander Agnew McCormick, Jr. posthum das Navy Cross. Von der Yale University wurde ihm im Juni 1919 der Bachelor, post obitum, honoris causa zugesprochen. Später betete man seine sterblichen Überreste auf den amerikanischen Somme – Friedhof in Aisne, Frankreich um.


USS McCORMICK ( DD-223 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS McCORMICK ( DD-223 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Alexander Agnew McCormick, Jr. benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweiunddreißigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Werft von William Cramp and Sons Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 11.
August 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Katherine McCormick ( 31. August 1900 – 6. Mai 1971 ), Schwester von Lieutenant ( jg ) Alexander Agnew McCormick, Jr., taufte am 14. Februar 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Louis Collin Scheibla stellte am 30. August 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS McCORMICK, kehrte der Zerstörer nach Philadelphia zurück und wurde in der dortigen Werft einer umfassenden Überprüfung unterzogen. Anschließend stach das Kriegschiff wieder in See und fuhr zum Panamakanal, der am 12. Juli, durch US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ), offiziell für den Schiffsverkehr eröffnet hatte. Die USS McCORMICK durchquerte diesen Kanal und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Hier integrierte man den Zerstörer in das 5. Zerstörergeschwader in der Pazifikflotte. Das Kriegsschiff beteiligte sich zusammen mit den Schwesterschiffen USS EDSALL ( DD-219 ), USS MACLEISH ( DD-220 ), USS PARROTT ( DD-218 ), USS SIMPSON ( DD-221 ) und USS BULMER ( DD-222 ) an mehreren Übungen und Manövern entlang der US Westküste und vor den Inseln von Hawaii. Doch schon am 3. Dezember 1921 wurde die USS McCORMICK der Atlantikflotte zugeteilt und nach Philadelphia befohlen. Hier unterzog man das Kriegsschiff einer intensiven Überholung. Am 5. Juni 1922 stach der Zerstörer wieder in See und fuhr nach Newport, Rhode Island. Hier wurde das Kriegsschiff für den europäischen Dienst ausgerüstet. Am 12. Juni legte die USS McCORMICK zusammen mit der USS BULMER, USS PARROTT, USS EDSALL, USS SIMPSON und USS MACLEISH dort ab und fuhr mit diesen Kriegsschiffen ins Mittelmeer. Ziel war Konstantinopel, wo sich der Kommandeur des US Naval Detachments aufhielt. Innerhalb der türkischen Gewässer sollte das Kriegsschiff die amerikanischen Hilfsorganisationen bei der Hilfe politischer Flüchtlinge und beim Schutz des Lebens und der Interessen der Amerikaner unterstützen. Bis Juni 1924 blieb die USS McCORMICK in den Gewässern des Schwarzen Meeres und des östlichen Mittelmeeres. Der Zerstörer beteiligte sich bis dahin an humanitären Bemühungen in einem chaotischen Gebiet und beteiligte sich an weiteren Evakuierungen von Flüchtlingen aus dem hart umkämpften Gebieten. Im Juli kehrte die USS McCORMICK an die US Ostküste zurück. Hier musste sich der Zerstörer in der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts einer Überholung unterziehen und wurde auf die Fahrt in den Pazifik vorbereitet. Anfang 1925 durchquerte das Kriegsschiff den Panamakanal und fuhr wieder bis zur kalifornischen Küste. Einige Wochen später verließ der Zerstörer San Diego. Ziel war nun der Ferne Osten. Hier integrierte man die USS McCORMICK in die asiatische Flotte, wo der Zerstörer das Flaggschiff der DesDiv 39 und später der DesDiv 14 war. Diese Flotte hatte die Hauptaufgabe, die amerikanischen Interessen in China zu beschützen. Daher wurden in den Wintermonaten Übungen und Manöver bei den philippinischen Inseln abgehalten und in den Sommermonaten waren die Schiffe in den Häfen Chefoo oder Shanghai, China stationiert. Diese Kriegsschiffe unterstützten die Yangtze River Patrol und die South China Patrol. Am 16. November 1928 lag die USS McCORMICK zusammen mit den Zerstörern USS SIMPSON, USS BULMER, USS POPE ( DD-225 ), USS PREBLE ( DD-345 ), USS JOHN D FORD ( DD-228 ), USS SICARD ( DD-346 ), USS DECATUR ( DD-341 ) und USS PRUITT ( DD-347 ) in der Manila Bay, dem amerikanischen Marinestützpunkt in den Philippinen, vor Anker. In diesen Jahren wurden in der Cavite Navy Yard, Manila, Luzon, Philippinen die Überholungen an den Zerstörern vorgenommen. Die USS McCORMICK gliederte man am 7. Dezember 1931 in die neugeschaffene Zerstörer Division 17. In dieser Division befanden sich außerdem die Schwesterschiffe USS SIMPSON, USS MACLEISH, USS TRACY ( DD-214 ), USS TRUXTUN ( DD-229 ) und USS BORIE ( DD-215 ). Diese sechs Zerstörer wurden aus der asiatischen Flotte herausgelöst und erhielten spezielle Aufgaben. Die USS McCORMICK fuhr zusammen mit der USS MACLEISH und USS BORIE an die US Westküste zurück. Hier stellte man am 11. März 1932 die USS McCORMICK in das Rotating Reserve Squadron 20, das in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien lag. Die dort eingelagerten Zerstörer erhielten kurzfristige Aufgaben und wurden nur für wenige Wochen im Jahr in den aktiven Dienst überführt. Am 28. September wechselten die Zerstörer nach San Diego. So befand sich der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS MACLEISH und USS SIMPSON vom 17. bis zum 22. Juli 1933 in Seattle, Washington und beteiligte sich an der dortigen Fleet Week. Von Seattle aus fuhren die Zerstörer nach Tacoma, Washington. Hier wurde vom 27. Juli bis zum 7. August 1933 eine Fleet Week durchgeführt. Dann zog man im Frühjahr 1934 für das Flottenmanöver Nummer 15 die Kriegsschiffe der Pazifikflotte vor der Hawaiianischen Küste zusammen und es wurde die Eroberung eines Stützpunktes geprobt. Anschließend zog man die Kriegsschiffe an den Panamakanal auf der pazifischen Seite zusammen. Hier sollte die Verteidigung des Kanals geprobt werden. Am 23. April 1934 lagen im Hafenbereich vor Balboa die Zerstörer USS McCORMICK, USS MACLEISH, USS SIMPSON, USS TRUXTUN, USS TRACY, USS ELLIOT ( DD-146 ), USS ROPER ( DD-147 ), USS HALE ( DD-133 ), USS DORSEY ( DD-117 ), USS LEA ( DD-118 ), USS RATHBURNE ( DD-113 ), USS TALBOT ( DD-114 ), USS WATERS ( DD-115 ), USS DENT ( DD-116 ), USS AARON WARD ( DD-132 ), USS BUCHANAN ( DD-131 ), USS CROWNINSHIELD ( DD-134 ), USS PREBLE ( DD-345 ), USS WILLIAM B. PRESTON ( DD-344 ), USS YARNALL ( DD-143 ), USS SANDS ( DD-243 ), USS LAWRENCE ( DD-250 ),
USS FOX ( DD-234 ), USS GREER ( DD-145 ), USS BARNEY ( DD-149 ), USS TARBELL ( DD-142 ), USS SOUTHARD ( DD-207 ), USS CHANDLER ( DD-206 ), USS FARENHOLT ( DD-332 ), USS PERRY ( DD-340 ), USS WASMUTH ( DD-338 ), USS TREVER ( DD-339 ), USS HOVEY ( DD-208 ), USS LONG ( DD-209 ), USS LITCHFIELD ( DD-336 ), USS DAHLGREN ( DD-187 ), USS PRUITT ( DD-347 ), USS J. FRED TALBOTT ( DD-156 ) und USS DALLAS ( DD-199 ), die Schwere Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ), der Zerstörertender USS MELVILLE ( AD-2 ) und das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ). Nach dem Manöver auf der pazifischen Seite folgte auf der atlantischen Seite des Panamakanals ein weiteres Manöver. Diesmal sollte ein Angriff auf den Kanal geprobt werden. Die Kriegsschiffe der Zerstörer Division 17 fuhren in diesem Monat von der Guantanamo Bay, Kuba aus nach New York. Hier hatte US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ), als Oberbefehlshaber der US Flotte für den 31. Mai 1934 zu einer Präsidenten Flottenschau geladen. Er selber befand sich dabei an Bord des Schlachtschiffes USS INDIANAPOLIS das vor Ambrose Light vor Anker lag. Anschließend ankerten die Schiffe vom 31. Mai bis zum 18. Juni in einer Linie im Hudson River von Midtown Manhattan bis nach Norden vor Yonkers. An der Flottenschau waren die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS TEXAS ( BB-35 ) und USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Flugzeugträger USS LANGLEY ( CV-1 ), USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS, USS CHICAGO, USS CHESTER ( CA-27 ), USS HOUSTON ( CA-30 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS NORTHAMPTON ( CA-26 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT, USS RALEIGH, USS CINCINNATI ( CL-6 ), USS CONCORD ( CL-10 ), USS MARBLEHEAD ( CL-12 ), USS MEMPHIS ( CL-13 ), USS MILWAUKEE ( CL-5 ) und USS OMAHA ( CL-4 ), die Zerstörer USS McCORMICK, USS MACLEISH, USS TRUXTUN, USS TRACY, USS SIMPSON, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DORSEY, USS ELLIOT, USS FOX, USS GREER, USS HOVEY, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LITCHFIELD, USS LONG, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS ROPER, USS SANDS, USS SOUTHARD, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS YARNALL, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS BAINBRIDGE ( DD-246 ), USS BARRY ( DD-248 ), USS UPSHUR ( DD-144 ), USS DECATUR ( DD-187 ), USS DENT ( DD-116 ), USS DICKERSON ( DD-157 ), USS FAIRFAX ( DD-93 ), USS CHILDS ( DD-241 ), USS HERBERT ( DD-160 ), USS HULBERT ( DD-342 ), USS HUMPHREYS ( DD-236 ), USS LEARY ( DD-158 ), USS HOPKINS ( DD-249 ), USS McFARLAND ( DD-237 ), USS NOA ( DD-343 ), USS OVERTON ( DD-239 ), USS SCHENCK ( DD-159 ), USS REUBEN JAMES ( DD-245 ), USS WILLIAMSON ( DD-244 ), USS GILMER ( DD-233 ), USS GOFF ( DD-247 ), USS STURTEVANT ( DD-240 ) und USS ZANE ( DD-337 ), die Zerstörer Tender USS MELVILLE und USS WHITNEY ( AD-4 ), die Flottenöltanker USS CUYAMA ( AO-3 ), USS NECHES ( AO-5 ) und USS SALINAS ( AO-19 ), die Reparaturschiffe USS MEDUSA und USS VESTAL ( AR-4 ), das Vielseitige Hilfsschiff USS BOGGS ( AG-19 ), die Frachtschiffe USS BRIDGE ( AF-1 ) und USS ARCTIC ( AF-7 ), das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ) und der U-Boot Tender USS ARGONNE ( AS-10 ) beteiligt. Von ausländischen Marinen war der französische Schulkreuzer JEANNE D´ARC anwesend. In der Brooklyn Navy Yard lag zur Notfallversorgung der Flottenöltanker USS BRAZOS ( AO-4 ) und das Unklassifizierte Schiff USS SEATTLE ( IX-39 ). Die folgenden Schiffe der US Küstenwache waren in New York stationiert und haben möglicherweise  Überwachungs-  oder andere Regelungen während der Flottenschau übernommen. Die Patrouillenboote USCGC ARGO ( WPC-100 ), USCGC AURORA ( WPC-103 ), USCGC CALYPSO ( WPC-104 ), USCGC DAPHNE ( WPC-106 ), USCGC GALATEA ( WPC-108 ), USCGC HERMES ( WPC-109 ), USCGC ICARUS ( WPC-110 ), USCGC PERSEUS ( WPC-114 ) und USCGC THETIS ( WPC-115 ), die Patrouillenboote USCGC CHAMPLAIN ( 1929 ), USCGC MANHATTAN ( CG-30 ), USCGC PATROL ( 1917 ), USCGC SEBAGO ( 1930 ), USCGC TAMPA ( 1921 ) und USCGC WISSAHICKON ( CG-12 ) und die Hafenschlepper USCGC CALUMET ( 1894 ), USCGC GUTHRIE ( 1895 ), USCGC HUDSON ( 1893 ), USCGC LEOPARD ( 1920 ), USCGC LIGHTNING, USCGC RARITAN ( 1905 ). Die USS McCORMICK wechselte nach der Flottenschau, zusammen mit den Kriegsschiffen der Zerstörer Division 17, wieder in den Pazifik. Auf dem Weg dorthin legte der Zerstörer am 4. Juli eine Zwischenstation in Bristol, Rhode Island ein. Anschließend fuhr der Zerstörer in die Mare Island Naval Shipyard für eine Überholung, wo er unter anderem auch am 4. Juli und am 11. November 1937 lag. Ansonsten lag der Zerstörer in der Marinebasis San Diego. In den folgenden Jahren blieb das Kriegsschiff vor der kalifornischen Küste. Für die von US Präsident Franklin Delano Roosevelt angesetzte Flottenparade, die vom 31. Mai bis zum 18. Juni 1938 in New York andauerte, wechselte die USS McCORMICK wieder in den Atlantik. An der Flottenparade beteiligten sich die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA, USS COLORADO, USS MARYLAND, USS MISSISSIPPI, USS NEW MEXIKO, USS NEW YORK, USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE, USS TEXAS und USS WEST VIRGINIA, die Flugzeugträger USS LANGLEY, USS LEXINGTON und USS SARATOGA, die Schweren Kreuzer USS CHESTER, USS CHICAGO, USS HOUSTON, USS INDIANAPOLIS, USS LOUISVILLE, USS NORTHAMPTON, USS PENSACOLA, USS PORTLAND und USS SALT LAKE CITY, die Leichten Kreuzer USS CINNCINATTI, USS CONCORD, USS DETROIT, USS MARBLEHEAD, USS MEMPHIS, USS MILWAUKEE, USS OMAHA und USS RALEIGH, die Zerstörer USS McCORMICK, USS MACLEISH, USS BAINBRIDGE, USS BARRY, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DECATUR, USS DENT, USS ELLIOT, USS FAIRFAX, USS FOX, USS GILMER, USS GOFF, USS GRIER, USS HERBERT, USS HOVEY, USS HULBERT, USS HUMPHREYS, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LEARY  USS LITCHFIELD, USS LONG, USS McFARLAND, USS NOA, USS OVERTON, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS REUBEN JAMES, USS ROPER, USS SANDS, USS SCHENCK, USS SIMPSON, USS SOUTHARD, USS STURTEVANT, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS TRUXTUN, USS UPSHUR, USS DORSEY, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS WILLIAMSON, USS HOPKINS, USS YARNALL, USS ZANE, USS CHILDS und USS DICKERSON, der Zerstörer und Minensucher USS TRACY ( DM-19 ), die Zerstörertender USS MELVILLE und USS WHITNEY, die Flottentanker USS CUYAMA, USS NECHES und USS SALINAS, die Werkstatt- und Reparaturschiffe USS VESTAL und USS MEDUSA, das Vielseitige Hilfsschiff  USS BOGGS, die Vorratsschiffe USS BRIDGE und USS ARCTIC, das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ), der U-Boote Tender USS ARGONNE ( AS-10 ). Von den Internationalen Marinen war der französische Panzerkreuzer JEANNE D ARC anwesend. Die USS McCORMICK wechselte nach der Flottenparade wieder in den Pazifik und fuhr nach San Diego. Hier stellte man den Zerstörer am 15. September 1938 außer Dienst. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, am 1. September 1939 auf europäischem Boden, benötigte die US Navy alle zur Verfügung stehenden Kriegsschiffe. Lieutenant Commander John Hampden Lewis stellte am 26. September 1939 das Kriegsschiff in San Diego offiziell wieder in den Dienst der US Navy. Man rüstete das Kriegsschiff für seine kommende Fahrt in der Mare Island Naval Shipyard aus und begann mit der Ausbildung der Mannschaft. Am 4. Januar 1940 öffnete das Bordpostamt auf dem Kriegsschiff. Wenige Tage später stach die USS McCORMICK in See und fuhr zum Panamakanal. Nach dessen Durchquerung blieb der Zerstörer in der Karibik. Hier sollte das Kriegsschiff an Manövern und an Patrouillendiensten teilnehmen. Dies waren die Grundlagen für die Mannschaft des Zerstörers, um dann für den Konvoidienst im Atlantik gerüstet zu sein. Allerdings führte das Kriegsschiff erst entlang der US Ostküste einige Neutralitätspatrouillen durch. Ab Oktober nahm die USS McCORMICK ihre Neutralitätspatrouillen in der Karibik auf. Der deutsche Frachter PHRYGIA ( 4.138 BRT ) versucht am 16. November von Tampico, Mexiko aus nach Westfrankreich zu gelangen. Die amerikanischen Zerstörer USS McCORMICK, USS BROOME ( DD.210 ) und USS PLUNKETT ( DD-431 ) beschatten dieses Schiff. Die Mannschaft des deutschen Frachters glaubt in der USS PLUNKETT einen britischen Zertörer zu erkennen und versenkt ihr Schiff selber. Am 3. Dezember laufen die beiden deutschen Blockadebrecher IDARWALD ( 5.033 BRT ) und RHEIN ( 6.031 BRT ) von Tampico, Mexiko aus. Diese beiden deutschen Frachter versuchten einen Durchbruchsversuch in europäische Gewässer. Die RHEIN wird ab dem 4. Dezember von der USS SIMPSON verfolgt. Die USS McCORMICK und die USS MACLEISH lösen ihr Schwesterschiff ab dem 9. Dezember vor der Florida Straße ab. Das niederländische Kanonenboot HNLMS VAN KINSBERGEN ( 1939 ) wird herangeführt an den Blockadebrecher. Ein Enterversuch misslingt. Die Besatzung der RHEIN setzt ihr Schiff daraufhin in Brand. Der britische Leichte Kreuzer HMS CARADOC ( D60 ) versenkt am 11. Dezember das brennende Wrack. Noch im Dezember fährt die USS McCORMICK wieder an die US Ostküste. In der New York Navy Yard erhält der Zerstörer neue Bewaffnung und zusätzliche Treibstofftanks. Ende Januar 1941 beginnt dann die intensive Ausbildung für die Mannschaft. Anschließend gliedert man ab dem 1. März den Zerstörer in die DesRon 31 ein, die von Captain Charles Adams Baker ( 27. September 1893 – 18. Juli 1970 ) kommandiert wurde. In der DesRon 31 befanden sich die Zerstörer USS McCORMICK, USS MACLEISH, USS TRUXTUN, USS SIMPSON, USS BAINBRIDGE, USS OVERTON, USS STURTEVANT und USS REUBEN JAMES. Diese Kriegsschiffe eskortierten entlang der US Ostküste mehrere Schiffskonvois und sicherten diese vor Angriffen deutscher U-Boote. Die USS McCORMICK verlegte man dann an die Naval Station in Argentia, Neufundland, Kanada. Von hier aus fuhren die meisten Schiffskonvois ab September in Richtung Island. Hier gehörte der Zerstörer zur DESDIV 62, in der sich außerdem die Zerstörer USS REUBEN JAMES, USS STURTEVANT und USS BAINBRIDGE befanden. Am 3. November legten 40 Transportschiffe aus dem Konvoi HX 158 in Argentia ab und wurden von den Zerstörern USS McCORMICK, USS SWANSON ( DD 443 ), USS BUCK ( DD-420 ), USS GREER ( DD-145 ) und USS LUDLOW ( DD-438 ), aus der US – Geleitgruppe Task Undergroup 4.1.8, in Richtung Island eskortiert. Zur Verstärkung dieses Konvois entsandte man umgehend die beiden Zerstörer USS WILKES ( DD-441 ) und die USS WOOLSEY ( DD-437 ) dem Geleitzug hinterher, damit die Transportschiffe besser gegen die feindlichen deutschen U-Boote aus der Gruppe „Raubritter“, diese operierten südöstlich von Grönland, geschützt werden konnten. Den Übergabepunkt bei Island, wo die Transportschiffe an englische Kriegsschiffe aus der Geleitgruppe EG 4 übergeben wurden, erreichte der Geleitzug am 13. November. Die Transportschiffe von HX 158 erreichte fünf Tage später seinen Bestimmungshafen. Die USS WILKES und die USS WOOLSEY kehrten kurz vor Island um und fuhren nach Argentia zurück. Die USS McCORMICK übernahm mit den anderen Zerstörern aus der Task Undergroup 4.1.8 am 20. November den Geleitzug ON 37, bestehend aus 43 Fracht- und Transportschiffen, am Übergabepunkt WESTOMP und eskortierte diese ohne Verluste zusammen mit den anderen vier Kriegsschiffen nach Argentia. Dort trafen die Schiffe am 30. November ein. In diesen Tagen traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein und erklärten Deutschland den Krieg. Schon fünfzehn Tage später, am 15. Dezember, legte die Task Undergroup 4.1.8, bestehend aus USS McCORMICK, USS BUCK, USS SWANSON, USS GREER und USS HERBERT ( DD-160 ), zusammen mit 48 Transportschiffen aus dem Geleitzug HX 165 in Argentia ab. Die Transportschiffe werden am 24. Dezember am Übergabepunkt an die britischen Kriegsschiffe der Geleitgruppe EG 4 übergeben. Am 30. Dezember legen die Fracht- und Transportschiffe in ihrem Zielhafen an. Die amerikanischen Zerstörer mussten auf ihrem Übernahmepunkt bis zum 2. Januar 1942 warten, bis sie den Geleitzug ON 51, bestehend aus 25 Transportschiffen, von den britischen Begleitschiffen übernehmen konnten. Diese zivilen Schiffe eskortierten sie ohne Verluste bis nach Argentia, wo sie am 11. Januar anlegten. Am 28. Januar 1942 übernahmen die Schiffe dieser TU den Geleitzug HX 172, bestehend aus 53 Transport- und Frachtschiffen. Ohne Verluste wurden diese Schiffe am 4. Februar am Übergabepunkt an britische Kriegsschiffe, der Begleitgruppe B 3, übergeben. Erst am 15. Februar übernahmen die Schiffe der TU 4.1.8 den rückläufigen Konvoi ON 65. Dieser bestand aus 40 Transport- und Frachtschiffen. Am 21. Februar ereignete sich ein Angriff des deutschen U-Bootes U-107, Kommandant Oberleutnant zur See Harald Gelhaus ( 24. Juli 1915 – 2. Dezember 1997 ) auf das norwegische Motortankschiff EGDA ( 10.068 BRT ). Gegen 10:44 Uhr trafen zwei Torpedos das norwegische Schiff zwischen dem 3. und 4. Tank auf der Backbordseite. Der Kapitän des Motortankschiffes ließ es kurz stoppen zur Schadensbesichtigung und zur Ballastumverteilung. Danach ließ er wieder Fahrt aufnehmen. Um 11:20 Uhr schoss U-107 einen weiteren Torpedo auf das Schiff ab, der es aber verfehlte. Wegen zu schwerer See unterließ es Oberleutnant zur See Harald Gelhaus einen weiteren Torpedo abfeuern zu lassen oder die Deckgeschütze zur Vernichtung des Motortankschiffes verwenden zu lassen. Die EGDA erreichte mit allen anderen Schiffen des Geleitzuges am 24. Februar die Küste Kanadas. Die USS McCORMICK versetzte man nun in die Mid-Ocean Escort Force ( MoEF ) Group A1. Mit in dieser Group befanden sich die Zerstörer USS BROOME, USS MACLEISH und USS BENSON ( DD-421 )  sowie die kanadischen Korvetten HMCS ALBERNI ( K103 ), HMCS COLLINGWOOD ( K180 ) und HMCS HEPATICA ( K159 ). Zusammen mit diesen Schiffen begann die USS McCORMICK mit der Überquerung des Atlantiks vom 6. bis zum 14. April. Dabei wurden 23 Handelsschiffe des Geleitzuges HX 183 nach Londonderry, Nordirland und 49 Handelsschiffe des Geleitzuges ON 89 vom 24. April bis zum 2. Mai 1942 nach Neufundland ohne Verluste begleitet. Bis Ende 1942 beteiligte sich die USS McCORMICK an weiteren Begleitaktionen von Schiffskonvois zwischen Argentia und Londonderry. Ab dem 7. Februar 1943 versetzte man den Zerstörer nach New York. Von dort aus stachen Schiffskonvois zur Versorgung alliierter Truppen, auf nordafrikanischem Boden, in See. Nach einer intensiven Überholung versetzte man den Zerstörer in die Task Group 61. In dieser befinden sich die Zerstörer USS McCORMICK, USS PARROTT, USS EBERLE ( DD-430 ), USS LIVERMORE ( DD-429 ), USS KEARNY ( DD-432 ) und USS ERICSSON ( DD-440 ) sowie die Minensucher USS PREVAIL ( AM-107 ) und USS PILOT AM-104 ). Diese Kriegsschiffe sollen den Schiffskonvoi UGS 10, bestehend aus 70 Fracht- und Transportschiffen, sicher bis an die nordafrikanische Küste bringen. Nachdem der Konvoi am 12. Juni die US Ostküste verlassen hatte, stieß die Task Group 21.11 dazu. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS SANTEE ( CVE-29 ) und die Zerstörer USS MACLEISH, USS OVERTON und USS BAINBRIDGE. Diese vier Kriegsschiffe sollten in das Einsatzgebiet rund um die Azoren, um die Schifffahrtswege nach und von Casablanca, französisch Marokko, vor deutschen U-Booten freizuhalten. Auf dem Weg dorthin übernehmen Flugzeuge der USS SANTEE die Voraussicherung für den Schiffskonvoi UGS 10. Am 22. Juni überlaufen die Schiffe des Geleitzuges rund 1.100 Seemeilen westnordwestlich der Kapverdischen Inseln das südlich ausmarschierende deutsche U-Boot U-572, Kommandant Oberleutnant zur See Heinz Kummetat ( 19. November 1918 – 3. August 1943 ). Gegen 20:46 Uhr desselben Tages tauchte das deutsche U-Boot auf und torpedierte den französischen Flottentanker LOT ( 4.220 BRT ). Der Tanker hatte 6.000 Tonnen Heizöl geladen und wurde auf der Steuerbordseite getroffen. Nach mehreren Explosionen sank das Schiff innerhalb von drei Minuten. Von der 136 Mann starken Besatzung können durch den amerikanischen Tanker USS MERRIMACK ( AO-37 ) 112 gerettet werden. Die anderen kamen in den Flammen oder im Wasser ums Leben. Nachdem der Schiffskonvoi UGS 10 Gibraltar passiert hatte, blieb die USS SANTEE mit den drei Zerstörern der TG 21.11 zurück und sicherten die Gewässer vor den Azoren. Am 8. Juli verlassen die Kriegsschiffe der TF 61 das Mittelmeer und eskortierten den Schiffskonvoi GUS 9, bestehend aus 41 Fracht- und Handelsschiffen, in Richtung US Ostküste. Die USS SANTEE sowie die USS MACLEISH, USS BAINBRIDGE und USS OVERTON übernehmen wieder die Voraussicherung. Die USS SANTEE sollte in dem Gebiet um die Azoren von dem Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ) abgelöst werden. Daher blieb die USS SANTEE bei dem Schiffskonvoi GUS 9. Die ausgeschwärmten Flugzeuge sichteten vier feindliche U-Boote. So konnte am 14. Juli U-160, Kommandant Oberleutnant zur See Gerd von Pommer – Esche ( 22. Januar 1918 in Nordhausen – 14. Juli 1943 im Mittelatlantik ) und am 15. Juli U-509, Kommandant Kapitänleutnant Werner Witte ( 5. Januar 1915 in Berlin – Friedenau – 15. Juli 1943 im Mittelatlantik ) versenkt werden. Es gab keine Überlebenden. Die beiden anderen deutschen U-Boote konnten von Flugzeugen der USS CORE vernichtet werden. Darunter befand sich auch U-67, Kommandant Kapitänleutnant Günther Müller-Stöckheim ( 17. Dezember 1913 in Klein stöckeim, Kreis Braunschweig – 16. Juli 1943 im Nordatlantik ), von dem sich drei der 51 Besatzungsmitglieder retten können. Diese drei Überlebenden wurden von der Mannschaft von USS McCORMICK aus dem Wasser gerettet und zur USS SANTEE überstellt. Am 24. Juli erreichen die Schiffe von GUS 9 New York. Die USS McCORMICK eskortierte noch bis zum 5. Dezember Schiffskonvois zwischen der US Ostküste und der nordafrikanischen Küste hin und her. Anschließend begleitete der Zerstörer den Geleitflugzeugträger USS CROATAN ( CVE-25 ) zwischen dem 14. Januar und dem 27. Februar 1944 auf einer Sicherungsfahrt zwischen New York nach Casablanca, Französisch Marokko und zurück. Gleich nach der Ankunft im Hafen von New York begann man mit einer Überholung des Zerstörers. Nach Abschluss der Arbeiten versetzte man die USS McCORMICK nach Natal, Brasilien und dann nach Casablanca. Vor beiden Häfen sicherte der Zerstörer den Wasserflugzeugtender USS ALBEMARLE ( AV-5 ). Am 1. April beorderte man die USS McCORMICK zurück nach Boston in die Boston Naval Shipyard. Von hier aus übernahm der Zerstörer wieder seine Arbeit als Eskorte und U-Boot Abwehr. Anfang Mai fuhr das Kriegsschiff wieder in europäische Gewässer des Ostatlantiks. Hier gliederte man die USS McCORMICK in die ResRon 18 ein, deren Kriegsschiffe an der Operation „Overlord“ beteiligt waren. In dieser DesRon 18 befanden sich die Zerstörer USS McCORMICK, USS McCOOK ( DD-496 ), USS DOYLE ( DD-494 ), USS BALDWIN ( DD-614 ), USS HARDING ( DD-625 ), USS SATTERLEE ( DD-626 ) und USS THOMPSON ( DD-627 ). Diese Zerstörer waren der Western Naval Task Force unterstellt, die Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 in Philadelphia, Pennsylvania – 15. Oktober 1963 in New York City ) befehligte. Zu der Unterstützungsgruppe, die die Anlandungszone „Omaha Beach“ in der Normandie sichern sollte, gehörten die amerikanischen Schlachtschiffe USS TEXAS ( BB-35 ) und USS ARKANSAS ( BB-33 ), der britische Leichte Kreuzer HMS GLASGOW ( C21 ), die französischen Leichten Kreuzer FFS MONTCALM ( 1935 ) und FFS GEORGES LEYGUES ( 1936 ), die amerikanischen Zerstörer der DesDiv 18 sowie die USS EMMONS ( DD-457 ) sowie die britischen Zerstörer HMS MELBREAK ( L73 ), HMS TANATSIDE ( L69 ) und HMS TALYBONT ( L18 ). Am 6. Juni 1944 begann die Invasion an der Küste der Normandie. Die an die großen Kampfschiffe ausgegebenen Zielmarken wurden mit dem Beginn der Operation pausenlos bombardiert. Nachdem die Landungstruppen einen Brückenkopf gebildet und ausgebaut hatten, benötigte man die Kriegsschiffe für andere Aktionen. Die USS McCORMICK eskortierte in den folgenden vier Monaten Versorgungsschiffe zwischen den Häfen Bizerte, Tunesien; Oran, Algerien; Cherbourg, Frankreich; Falmouth, England; Belfast, Irland und Milford Haven, England. Am 1. Oktober legte der Zerstörer im Hafen von Boston an und verbrachte die folgenden drei Monate mit Konvoi – und Patrouillendienst entlang der US Ostküste und in der Karibik. Im Januar 1945 trat das Kriegsschiff noch eine Eskortierfahrt bis nach Casablanca an. Nach der Rückkehr an die US Ostküste, stach die USS McCORMICK am 31. März wieder in See und fuhr nach Balboa, Panamakanalzone. Hier sollte sich der Zerstörer an der Ausbildung der Mannschaften von U-Booten aus der SubRon 3 beteiligen. Am 19. und 21. April war das U-Boot USS DENTUDA ( SS-335 ) in der Panama Bay. An beiden Tagen führten die ehemaligen Zerstörer USS McCORMICK und USS BULMER die Ausbildung durch. Das Kriegsschiff klassifizierte man am 30. Juni 1945 zu einem Vielseitigen Hilfsschiff mit der Kennung AG-118 um. Im Juli verließ die USS McCORMICK dann wieder die Panamakanalzone und legte am 21. Juli in der Boston Naval Shipyard an. Man stellte das Vielseitige Hilfsschiff und ehemaligen Zerstörer am 4. Oktober 1945 außer Dienst und strich am 24. Oktober 1945 den Namen USS McCORMICK ( AG-118 ) von der US Navy – Liste. Man verkaufte den Schiffskörper am 15. Dezember 1946 an die Boston metals Company in Baltimore, Maryland zum verschrotten.      


USS McCORMICK ( DD-223 )
Commanding Officer

 LCDR Louis Collin Scheibla    30. August 1920 – 10. Juli 1921
LTJG James Lemuel Holloway Jr.    10. Juli 1921 – 10. August 1921 (XOIC später ADM)
CAPT Samuel Woods Bryant    10. August 1921 – 30. August 1921 (später RADM)
CDR Allan Shannon Farquhar    30. August 1921 – 2. Dezember 1923
LT John Howard Cassady    2. Dezember 1923 – 10. Januar 1924 (später ADM)
LCDR Walter Sherman Davidson    10. Januar 1924 – 21. Juli 1924
LCDR Thalbert Nelson Alford    21. Juli 1924 – 20. Juni 1925
CDR Wilfred Everett Clarke    20. Juni 1925 – 10. März 1926
LCDR Rivers Johnson Carstarphen    10. März 1926 – 27. August 1926
LCDR Ellis Mark Zacharias Sr.    27. August 1926 – 30. Dezember 1926 (später RADM)
CDR John Morris Smeallie    30. Dezember 1926 – 17. September 1928
CDR Francis Compton Denebrink    17. September 1928 – 29. Juni 1929 (später VADM)
LCDR Joseph Hardin Lawson    29. Juni 1929 – 16. Mai 1932
LCDR Wilbur Victor Shown    16. Mai 1932 – 5. Juni 1933
LCDR Malcolm Whitfield Callahan    5. Juni 1933 – 28. Mai 1935
LCDR Willard Augustus Kitts III    28. Mai 1935 – 8. Juni 1936
LCDR William Bernard Goggins    8. Juni 1936 – 15. September 1938
Außerdienststellung     15. September 1938 – 26. September 1939
LCDR John Hampden Lewis    26. September 1939 – 27. Oktober 1939
CDR Thomas Valentine Cooper    27. Oktober 1939 – 10. April 1940
LT Albert Collins Burrows    10. April 1940 – 10. Mai 1940 (XOIC)
CDR Thomas Valentine Cooper    10. Mai 1940 – 20. Juli 1940
LT John David Huntley    20. Juli 1940 – 13. August 1940
CDR Thomas Valentine Cooper    13. August 1940 – 12. Oktober 1940
LCDR John Hampden Lewis    12. Oktober 1940 – 1. Oktober 1941
LT Emmett John Sullivan    1. Oktober 1941 – 10. Oktober 1941 (XOIC)
LCDR Eugene Sylvester Sarsfield    10. Oktober 1941 – 15. Oktober 1941
LT Emmett John Sullivan    15. Oktober 1941 – 20. Oktober 1941 (XOIC)
CDR Ralph Waldo Hungerford    20. Oktober 1941 – 4. November 1941
LT Emmett John Sullivan    4. November 1941 – 22. Januar 1942 (XOIC)
LCDR Eugene Sylvester Sarsfield    22. Januar 1942 – 6. Februar 1942
LT George Evald Theodore Parsons    6. Februar 1942 – 26. Februar 1942 (XOIC)
LCDR Eugene Sylvester Sarsfield    26. Februar 1942 – 20. Mai 1942
LT George Evald Theodore Parsons    20. Mai 1942 – 12. Juni 1942 (XOIC)
LCDR Eugene Sylvester Sarsfield    12. Juni 1942 – 4. Oktober 1942
LCDR Seymour Dunlop Owens    4. Oktober 1942 – 11. Oktober 1943
LCDR Fenelon Aveilhe Brock    11. Oktober 1943 – 12. Juli 1944
LCDR Thomas James Moriarty    12. Juli 1944 – 4. Juni 1945
LT Prentice Wilson Brower    4. Juni 1945 – 4. Oktober 1945

USS BARKER ( DD-213 )

USS BARKER ( DD-213 )

Biografie

Albert Smith Barker
* 31. März 1843 in Hanson, Plymouth Coundy, Massachusetts
† 1. Februar 1916 in Washington DC
war ein Admiral der United States Navy der während des amerikanischen Bürgerkriegs und des spanisch-amerikanischen Krieges diente

Albert Smith Barker absolvierte 1862 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland und wurde zum Ensign befördert. Während des Sezessionskrieges diente er an Bord der Paddelfregatte USS MISSISSIPPI ( 1841 ), der Barke USS MONOGAHELA ( 1862 ) und der Schraubenfregatte USS NIAGARA ( 1855 ). Am 22. Februar 1864 ernannte man ihn zum Lieutenant, am 25. Juli 1866 zum Lieutenant Commander und am 28. März 1877 zum Commander. Im Juli 1883 übernahm Barker das Kommando über Schaluppe USS ENTERPRISE ( 1874 ). Das Schiff nahm an einer dreijährigen hydrographischen Vermessung teil, die es vollständig um die gesamte Welt führen sollte. Die dort auf der Kreuzfahrt gesammelten Erkenntnisse trugen wesentlich zur Kenntnis der Ozeane, ihrer Strömungen und ihres Bodens bei. Commander Barker schrieb während der Fahrt einen Bericht über den „Handel mit Sansibar“, mit Importen und Exporten für die Jahre 1882 und 1883. Der Handel erfolgte hauptsächlich mit den Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Viele Schiffe aus diesen ländern waren in diesem Handelsprozess mit den USA involviert, wie das britische Kriegsschiff HMS LONDON ( 1840 ) das als Handelsschiff vor Sansibar stationiert war. Auf der weiteren reise der USS ENTERPRISE waren die amerikanischen Seeleute Zeuge der Schlacht von Fuzhou am 23. August 1884 während des chinesisch – französischen Krieges. Barker beförderte man am 5. Mai 1892 zum Captain. Er heiratete 1894 die verwitwete Mary Ellen Blackmar ( 6. Juli 1852 in West Springfield, Erie County, Pennsylvania – 21. Dezember 1938 in Albany, New York ), die bis 1890 mit Reverend Allen J. Maxwell ( 31. Mai 1851 – 20. Oktober 1890 ) verheiratet war. Mary brachte ihre Tochter Louise Maxwell Corning ( 13. Januar 1885 in Kanpur, Uttar Pradesh, Indien – 24. Mai 1976 in Albany, New York ) mit in die Ehe. Noch vor dem Spanisch – Amerikanischen Krieg, der am 23. April 1898 begann und bis zum 12. August 1898 dauerte, kommandierte Barker das Schlachtschiff USS OREGON ( BB-3 ) vom 20. März 1897 bis zum 11. Februar 1898. Im Winter von 1897 zu 1898 lag das Schlachtschiff im Trockendock in San Francisco, Kalifornien, wo ein neuer Kiel installiert wurde, um die Stabilität des Schiffes zu verbessern. Die USS OREGON verließ am 16. Februar die Werft. Captain Barker übernahm nach dem Krieg, am 20. August 1989 erneut das Kommando über das Schlachtschiff und behielt es bis zum 9. Mai 1899. In dieser Zeit annektierten die Vereinigten Staaten die spanischen Kolonien Guam, Nördliche Marianen und die Philippinen im pazifischen Raum. Auf den Philippinen hatten sich revolutionäre Kräfte den USA angeschlossen und hatten gegen die spanische Besatzungsmacht gekämpft. Nach dem Krieg erklärten diese die Philippinen für unabhängig und gründeten die Erste Philippinische Republik, was den USA überhaupt nicht gefiel. Man anerkannte die neue Regierung auf der Inselrepublik nicht an und begannen ab dem 4. Februar 1899 den Philippinisch – Amerikanischen Krieg. Die USS OREGON beorderte man in die Gewässer, um sie für die Kanonendiplomatie zu verwenden. Am 18. März 1988 erreichte das Schlachtschiff Manila. Noch im selben Jahr beförderte man Barker zum Commodore und übergab ihm ein Kommando innerhalb der asiatischen Flotte. 1903 wechselte er auf die atlantische Seite der USA und übernahm im Juli das Kommando über die Nordatlantikflotte. Dieses Kommando behielt er bis zum März 1905. Im Oktober 1905 ernannte man ihn zum Rear Admiral und versetzte ihn in den Ruhestand. Er verstarb am 30. Januar 1916 in Washington DC und wurde auf dem Arlington National Cemetery, Virginia beigesetzt.


USS BARKER ( DD-213 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS BARKER ( DD-213 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Albert Smith Barker benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweiundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons, Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 30. April 1919 der Kiel des Schiffes gelegt.
Mrs. Mary Ellen Blackmar ( 6. Juli 1852 in West Springfield, Erie County, Pennsylvania – 21. Dezember 1938 in Albany, New York ), Witwe von Rear Admiral Albert Smith Barker, taufte am 11. September 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Ellis Lando stellte am 27. Dezember 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS BARKER folgte eine Begutachtung der Schiffshaut des Zerstörers. Es mussten mehrere Änderungen und Reparaturen vorgenommen werden. Dann im Juni 1920 stach das Kriegsschiff in See und fuhr zum Mittelmeer. Hier stellte sich der Zerstörer unter das Oberkommando des US High Commissioner for Turkey und wurde in die Division 35 eingegliedert. Die USS BARKER diente mehrere Monate bei der American Relief of Armenia und besuchte Häfen im Osmanischen reich und im Nahen Osten. Dann Ende 1921 durchquerte der Zerstörer den Suezkanal und fuhr in den Fernen Osten. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die asiatische Flotte. Die Marinebasis dieser Flotte war die Cavite Naval Yard in Manila, Luzon, Philippinen. Innerhalb der folgenden vier Jahre wechselte die USS BARKER in den Sommermonaten an die chinesische Küste und beteiligte sich an der Sicherung amerikanischer Interessen. In den Wintermonaten befand sich der Zerstörer bei den philippinischen Inseln und beteiligte sich bei den festgesetzten Übungen. Im Mai 1925 verließ das Kriegsschiff Manila und fuhr zur US Ostküste zurück. Hier diente die USS BARKER in den folgenden zwei Jahren in der Scouting Force entlang der Ostküste der USA und patrouillierte vom 10. bis zum 31. Januar 1927 in den Gewässern vor Nicaragua. Anschließend absolvierte das Kriegsschiff ein zweijährige Kreuzfahrt zusammen mit den Schiffen der US Naval Forces Europe und beteiligte sich an mehreren Goodwill Besuchen in europäischen Häfen. Ab August 1929 war die USS BARKER erneut in den pazifischen Gewässern und gehörte zur asiatischen Flotte. In den folgenden Jahren engagierte sich der Zerstörer an dem Schutz amerikanischer Interessen während der nun beginnenden Unruhen auf chinesischem Boden und den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen China und Japan. Doch ab Juli 1937 brachen diese Auseinandersetzungen umso intensiver in einem offenen Krieg wieder aus. Zwei Wochen nach diesem Ereignis, am 24. Juli 1937, legte ein kleines Geschwader aus der asiatischen Flotte, darunter gehörten die Zerstörer USS BARKER, USS WHIPPLE ( DD-217 ), USS ALDEN ( DD-211 ) und USS PAUL JONES ( DD-230 ) und ab dem 25. Juli der Schwere Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ). Rear Admiral Harry Ervin Yarnell ( 18. Oktober 1875 in der Nähe von Independence, Iowa – 7. Juli 1959 in Newport, Rhode Island ), Oberbefehlshaber der asiatischen Flotte, entsandte diese Schiffe für eine Goodwill – Kreuzfahrt, da sich die chinesisch – japanischen Feindseligkeiten zu Beginn des Krieges auf Nordchina beschränkte. Diese Kriegsschiffe legten im Hafen vor Chefoo, China ab und begaben sich auf den Weg zur Küste Sibiriens. Die fünf amerikanischen Kriegsschiffe erreichten am 28. Juli Wladiwostok, Sowjetunion. Der Besuch, der zum ersten Mal seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR von 1933 durch amerikanische Kriegsschiffe stattfand, dauerte bis zum 1. August. Die fünf Schiffe kehrten danach nach China zurück. Die Zerstörer nach Chefoo und der Schwere Kreuzer nach Tsingtao. Innerhalb der nächsten zwei Wochen, während die asiatische Flotte ihre Routinepatrouillen fortführte, brachen in Shanghai Feindseligkeiten zwischen chinesischen und japanischen Truppen aus und der Krieg dieser beiden Länder trat in eine neue Phase. Die asiatische Flotte setzte ihre Mission der Beobachtung des Konflikts fort und war bereit Amerikaner aus chinesischen Häfen zu evakuieren, falls sich die Gelegenheit dazu bot. Am frühen Morgen des 11. Dezember 1937 lief das Hochseepassagierschiff SS PRESEDENT HOOVER von der Dollar Steamship Lines, auf dem Weg von Kobe, Japan nach Manila, 33 km östlich von Formosa, in einem Taifun, auf der Insel Kasho-to auf Grund. Die USS ALDEN lag in der Manila Bay und die USS BARKER lag in der Olongapo Naval Station. Beide Zerstörer wurden angewiesen, unverzüglich zur Hilfe auszulaufen. Aufgrund der Dringlichkeit legte die USS ALDEN ohne ihren Kommandanten Lieutenant Commander Stanley Martyn Haight ( 27. Oktober 1896 in Nebraska – 20. Mai 1975 in Afton, Lincoln County, Wyoming ), mehreren Offizieren und Mannschaftsmitgliedern ab und eilte dem havarierten Passagierschiff entgegen. Ein Grumman J2F Duck – Amphibienflugzeug der asiatischen Flotte brachte LCDR Haight in die Nähe der USS ALDEN und landete dort auf dem Wasser. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte LCDR Haight das Kommando über die USS ALDEN wieder übernehmen. Der Zerstörer setzte seine Fahrt nach Formosa mit nur 12 Knoten Geschwindigkeit durch schwere See fort. Unterdessen war der japanische Schwere Kreuzer IJN ASHIGARA und ein ihn begleitender Zerstörer vor der Insel eingetroffen. Von den Kriegsschiffen aus beobachtete man die Rettung der 330 Besatzungsmitglieder und 503 Passagiere von der SS PRESIDENT HOOVER, die unversehrt die Insel erreichten. Um 12:45 Uhr des 12. Dezember sah man von der USS ALDEN aus die Insel Kasho-to. LCDR Haight bat umgehend den Kapitän des japanischen Schweren Kreuzers um Erlaubnis, japanisches Hoheitsgewässer betreten zu dürfen. Die USS BARKER traf eine Stunde später vor der Insel ein. Ein Offizier der IJN ASHIGARA ließ sich zur USS ALDEN übersetzen, um der amerikanischen Regierung die Erlaubnis zu erteilen, dass die beiden amerikanischen Zerstörer das japanische Hoheitsgewässer betreten und der SS PRESIDENT HOOVER Hilfe leisten durften. Mittlerweile waren fast alle Mannschaftsmitglieder und Passagiere des Passagierschiffes an Land. Nur eine Handvoll Besatzungsmitglieder des zivilen Schiffes plünderten während der Rettungsaktion die Spirituosenbar aus und betranken sich. An Land begannen sie weibliche Passagiere zu verfolgen. LCDR Haight, Ensign John H. Parker und 15 Matrosen bestiegen die USS PRESIDENT HOOVER und sicherten die Wertsachen der Gäste. Zwischenzeitlich gingen Landungstruppen beider Zerstörer an Land und stellten die Ordnung unter den Besatzungsmitgliedern des Liners wieder her. Am Vormittag des 14. Dezember wurde auf beiden amerikanischen Zerstörern völlig unerwartet Gefechtsalarm ausgerufen. Grund dafür war der Untergang des amerikanischen Kanonenbootes USS PANAY ( PR-5 ), das am 12. Dezember durch japanische Flugzeuge im Yangtse angegriffen und versenkt worden war. Allerdings stand der japanische Schwere Kreuzer IJN ASHIGARA und der dazugehörige Zerstörer weiterhin professionell an der Seite der amerikanischen Seeleute und halfen bei der Bergung der Schiffbrüchigen. So traf am 13. Dezember das Passagierschiff SS PRESIDENT McKINLEY vor der Insel Kasho-to ein. Die Japaner überführten am folgenden Tag 630 Schiffbrüchige mit Plattenbodenboote zwischen dem Festland und den Rettungsbooten des Passagierschiffes. Am 15. Dezember erreichte der Liner SS PRESIDENT PIERCE das Seegebiet und nahm die restlichen 200 Schiffbrüchigen auf. Die USS ALDEN durfte als Wache westlich von der Insel Kasho-to vor Anker liegen und das Wrack der SS PRESIDENT HOOVER bewachen, bis die japanischen Behörden die amerikanischen Zerstörer USS BARKER und USS ALDEN am 23. Dezember durch eigene Schiffe ablösten. Die USS BARKER fuhr nach Manila weiter. Die westlichen Nationen, die immer noch um die Wahrung ihrer Interessen in China bemüht waren, hatten immer mehr Schwierigkeiten in den von ihnen bevorzugten Häfen einzulaufen. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 auf europäischem Boden, veranlasste die Amerikaner mit Sorge, dass die Japaner, die Bindung der britischen und französischen Militäreinheiten in Europa, ausnutzen könnten, um ihren eigenen Einflussbereich in Asien zu erweitern. Die Amerikaner verstärkten ihre Wachsamkeit, um das Leben und das Eigentum der Amerikaner im Fernen Osten zu schützen. Zu diesem Zweck wurden einige Kriegsschiffe aus der asiatischen Flotte mit Einheiten wie der Südchinesischen Patrouille zum Einsatz gebracht. Das internationale Klima wurde immer rauer und gefährlicher. Die USS BARKER beteiligte sich an den Neutralitätspatrouillen vor den Philippinen. Admiral Thomas Charles Hart ( 12. Juni 1877 in Davison, Michigan – 4. Juli 1971 in Sharon, Connecticut ), der  das Kommando über die kleine asiatische Flotte von Rear Admiral Harry Ervin Yarnell, am 25. Juli 1939 übernommen hatte, bereitete die amerikanischen Kriegsschiffe auf den Krieg vor. Die USS BARKER nahm an dieser Schulung teil und wechselte mit Wartungsphasen bei Cavite in den angespannten Herbst des Jahres 1941. Aufgrund der anhaltenden schwierigen Situation im Fernen Osten, wollte Rear Admiral Hart zusätzliche Sicherheit vor Überraschungsangriffen erhalten. Gleichzeitig wollte er die Möglichkeiten verringern, dass die Japaner bei einem Kriegsausbruch, die amerikanischen Überwasserschiffe von den Stützpunkten der Briten und Holländern abschneiden könnten. Zu diesem Zweck gründete die CINCAF am 24. November 1941 die Task Force 5. Am 25. November 1941, zwei Tage vor der Kriegswarnung durch John Brates Brooks, die voraussagte, dass eine feindliche japanische Aktion im Pazifik unmittelbar bevorstand, hatte die USS BARKER ihre Aufgaben als Offshore Sicherungsposten am Eingang der Manila Bay übernommen und überwachte den Bereich über und unter Wasser. Die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii wurde am 7. Dezember 1941 von den Japanern überfallen. Damit zog man die USA in den Zweiten Weltkrieg mit hinein. Zu diesem Zeitpunkt patrouillierte der Zerstörer vor der Insel Tarakan, Borneo, Niederländisch – Ostindien. Am 15. Dezember versetzte man die USS BARKER in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS ALDEN, USS WHIPPLE, USS EDSALL ( DD-219 ) und USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS BARKER, USS PARROTT ( DD-218 ), USS BULMER ( DD-222 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und aus der DesDiv 59 die Zerstörer USS JOHN D FORD ( DD-228 ), USS PEARY ( DD-226 ), USS PILLSBURY ( DD-227 ) und USS POPE ( DD-225 ). In den letzten Tagen des Dezembers patrouillierte und eskortierte die USS BARKER Konvois innerhalb der Inseln von Niederländisch – Ostindien. Als die Japaner damit begannen die Philippinen an sich zu reißen, bewegte sich die asiatische Flotte nach Süden und operierte von der Basis in Surabaya, Java aus unter einem einheitlichen amerikanische – britisch – niederländisch – australischen Kommando ( ABDA ). Am 9. Januar 1942 gehörte der Zerstörer zu einer Eskorte für das niederländische Handelsschiff BLOEMFONTEIN. Der Leichte Kreuzer USS BOISE und die Zerstörer USS BARKER, USS PARROTT, USS POPE, USS STEWART, USS BULMER und USS ALDEN fuhren von Darwin, Australien aus nach Surabaya. Das niederländische Handelsschiff war von Brisbane, Australien aus losgefahren, um alliierte Verstärkungen, die aus dem 2. Bataillon der 131. Feldartillerie,  diese gehörte zur Texas National Guard, und Nachschub bestand, nach Java zu bringen und gehörte vorher zum sogenannten PENSACOLA – Konvoi, der am 29. November 1941 in Pearl Harbor abgelegt hatte, damit auf den Philippinen Verstärkungen und Nachschub geliefert werden konnte. Doch der japanische Vormarsch ging schneller wie vermutet und so versuchten die Alliierten die südlicher gelegenen Inseln zu verstärken um Australien zu sichern. Zu dem PENSACOLA – KONVOI gehörte der Schwere Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), der zusammen mit dem Kanonenboot USS NIAGARA ( PG-52 ), den Truppentransportern USS REPUBLIC ( AP-33 ) und USS CHAUMONT ( AP-5 ), den zwei US Army Transportschiffen USAT WILLARD A HOLBROOK und USAT MEIGS, den US Handelsschiffen SS ADMIRAL HALSTEAD und SS COASTER FARMER sowie dem niederländischen Handelsschiff BLOEMFONTEIN. An Bord der Schiffe befanden sich Truppen der amerikanischen Nationalgarde sowie US Army Air Force Truppen mit ihren in Kisten verpackten Flugzeugen. Die Japaner nahmen mit ihren Landungstruppen eine Insel nach der anderen im philippinischen Archipel ein. Die USS BARKER verlegte nun zusammen mit einigen Schiffen der TF 5 ihre Basis in die Kupang Bay, Timor. In diesen Tagen führte der Zerstörer bis zum 4. Februar in der Java See Eskortier- und Patrouillenfahrten durch. Der Stützpunkt des Zerstörers war da Surabaya, Java. Mit dabei waren die Kreuzer USS HOUSTON und USS MARBLEHEAD und die Zerstörern USS BARKER USS STEWART, USS JOHN D EDWARDS, USS BULMER, USS PAUL JOHNS und USS PILLSBURY. Die USS BARKER und andere Zerstörer befanden sich am 4. Februar vor der Insel Bali. An diesem Tag begannen japanische Bomber mit dem Angriff auf alliierte Stellungen. Die Zerstörer beteiligten sich an der Flugabwehr, konnten aber keine großen Erfolge erzielen. Trotzdem versuchten sie alles, um den japanischen Vormarsch nach Niederländisch – Ostindien einzudämmen. Vor Banka Island kam es am 15. Februar zu weiteren Angriffen der feindlichen Luftwaffe. Doch diesmal warfen die Piloten auch ihre mitgeführten Bomben auf die amerikanischen Schiffe ab. Dabei hatte die USS BARKER unheimliches Glück. Eine der Bomben schlug knapp mittschiffs neben der Backbordseite des Zerstörers auf dem Wasser auf und explodierte. Die Schiffshaut wurde aufgerissen und konnte durch das Schadensbegrenzungsteam notdürftig verschlossen werden. Getötet oder verwundet wurde auf dem Kriegsschiff kein Mannschaftsmitglied. Trotzdem musste die USS BARKER die Gewässer verlassen und sich zum Exmouth Golf im Nordwesten Australiens zurückziehen. Das Kriegsschiff wurde dabei von dem Schwesterschiff USS BULMER und dem Zerstörertender USS BLACK HAWK ( AD-9 ) begleitet. Dort trafen die drei Schiffe am 19. Februar ein. Es folgten mehrere Reparaturen und eine dringend notwendig gewordene Überholung. Zwischen März und Mai 1942 operierte die USS BARKER zusammen mit der USS BULMER von Fremantle, Australien aus. Beide Zerstörer patrouillierten vor der australischen Küste und eskortierten alliierte Schiffe zu den unterschiedlichsten Häfen. Ab Mitte Mai verließen sie die australischen Gewässer und fuhren über Noumea, Neukaledonien nach Tongatapu, Tonga, wo sie ab dem 24. Mai ankerten. Dort blieb die USS BARKER bis zum 29. Juni, es mussten erneut Reparaturen für die lange Fahrt vorgenommen werden. Anschließend fuhr der Zerstörer über Amerikanisch – Samoa zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. Im August fuhr das Kriegsschiff an die US Westküste, wo es in ein Trockendock auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien bugsiert wurde. Hier erfolgten die weiteren Reparaturen und eine Überholung. Zwischen Oktober 1942 und Mai 1943 beteiligte sich die USS BARKER an der Eskorte, in der sich auch die USS BULMER befand, von Schiffskonvois zwischen San Francisco, Kalifornien und Pearl Harbor sowie zurück an die kalifornische Küste. Am 23. Mai stachen die beiden Zerstörer von San Diego, Kalifornien aus in See. Ihr Ziel war der Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals am 28. Mai, liefen sie am 2. Juni in die Casco Bay, Maine ein. Hier sicherte die USS BARKER zusammen mit der USS BULMER, USS TERRY ( DD-513 ) und USS WALKER ( DD-517 ) am 10. Juni die Versuche und Übungen der Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS TEXAS ( BB-35 ) ab. Anschließend begann für die USS BARKER zusammen mit der USS BULMER, der USS BADGER ( DD-126 ) und dem Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ) ein Anti-U-Boot Training in der Casco Bay. Diese vier Kriegsschiffe fuhren danach in die Werft von New York und wurden mit Munition ausgestattet und zur Task Group 21.12 zusammengefügt. Diese TG befehligte Captain Marshall Raymond Greer ( 1. März 1896 – 12. August 1981 ), Kommandant der USS CORE. Am 27. Juni verließen sie wieder New York und fuhren in Richtung der Azoren, der Hauptversorgungsweg der alliierten Schiffe für den Mittelmeerraum, und machten dort Jagd auf deutsche U-Boote. Von der USS CORE stiegen ständig Flugzeuge auf und patrouillierten in den vorgegebenen Planquadraten. Man hatte an Bord der Flugzeuge, für die Entdeckung der deutschen U-Boote, das für die benutzte Verschlüsselung des Funkverkehrs mit dem BdU benutzte Schlüsselnetz, mit Namen „Triton“, seit April 1943 entziffert. Dadurch konnten direkt die Boote bei Funkverkehr angelaufen werden. Eine Grumman TBF Avenger, geflogen von LT Schoby, und zwei Grumman F4F Wildcat, geflogen von LCDR Brewer und LT Steiger, aus dem Geschwader VC-13, sichteten am 13. Juli U-487, Kommandant Oberleutnant zur See der Reserve Helmut Metz ( 26. September 1906 in Möllenbeck – 13. Juli 1943 im Mittelatlantik ), im Navy – Planquadrat FD 9963 auf der Position 27° 15’ Nord, 34° 18’ West. Alle drei Flugzeuge begannen das feindliche U-Boot mit den Bordwaffen zu beschießen und warfen Wasserbomben ab. Die Wildcat von LT Steiger wurde während des Kampfes abgeschossen. U-487 sank nach mehreren Treffern. Die USS BARKER wurde von den beiden übriggebliebenen Flugzeugen an die Untergangsstelle herangeführt. 32 deutsche Matrosen und LT Steiger konnten lebend aus dem Wasser geborgen werden. 31 Mannschaftsmitglieder des U-Bootes fanden während des Kampfes den Tod. Ab dem 14. Juli eskortierten die Schiffe der TG den Schiffskonvoi UGS 11, bestehend aus 59 Handelsschiffen,  in Richtung Mittelmeer und hielten die Sicherung bis zum 19. Juli aufrecht. In diesen Tagen, am 16. Juli, spürte LT Williams mit seiner Grumman TBF Avenger, aus dem Geschwader VC-13 im Planquadrat 4737 U-67, Kommandant Korvettenkapitän Günther Müller-Stöckheim ( 17. Dezember 1913 in Klein Stöckheim, Kreis Braunschweig – 16. Juli 1943 im Mittelatlantik ), auf und versenkte das U-Boot mit vier Mk – 47 Torpex – Wasserbomben. U-67 war das erste deutsche U-Boot das mit einer Anti – Ortungsbeschichtung mit dem Codenamen „Alberich“ ausgerüstet war. Von den 51 Mannschaftsmitgliedern von U-67 konnten nur drei von der Mannschaft des Zerstörers USS McCORMICK ( DD-223 ) aus dem Wasser gerettet werden. Die anderen 48 gingen mit dem Boot unter. Ab dem19. Juli fuhren die Kriegsschiffe der TG 21.12 an die US Ostküste. Am 1. August erreichten sie wieder den Hafen von New York. Dort gingen die deutschen U-Boot Fahrer in Kriegsgefangenschaft. Für den 16. August war ein erneutes Auslaufen des Geleitflugzeugträgers USS CORE und der Zerstörer USS BARKER, USS BULMER und USS BADGER vorgesehen. Diesmal gehörten die Kriegsschiffe zur Task Group 21.16. Gleichzeitig legten die Schiffe vom Konvoi UGS 15, bestehend aus 58 Handelsschiffen die von den Kriegsschiffen der Task Force 66 gesichert wurden, in New York ab. In der TF 66 befanden sich die Geleitzerstörer USS CHARLES LAWRENCE ( DE-53 ), USS HOPPING ( DE-155 ), USS REEVES ( DE-156 ), die Zerstörer USS McCORMICK, USS BALDWIN ( DD-624 ), USS HARDING ( DD-625 ) und USS ENDICOTT ( DD-495 ), sowie der Minensucher USS SYMBOL ( AM-123 ) und der U-Boot Tender USS GRIFFIN ( AS-13 ). Die Kriegsschiffe der TG 21.16 übernahmen auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch Marokko den U-Boot Schutz. Am 24. August wird rund 600 Seemeilen südwestlich der Azoren U-185, Kommandant Kapitänleutnant August Maus ( 7. Februar 1915 in Wuppertal – 28. September 1996 in Hamburg ), auf der Fahrt nach Norden ins Versorgungsgebiet anderer deutscher U-Boote im Planquadrat 9759 durch eine Grumman TBF Avenger, geflogen von LT Robert T. Williams, und eine Grumman F4F Wildcat, geflogen von LT Martin G. O’Neill, aufgespürt. Aus der Höhe von 75 Metern werden zwei Wasserbomben vom Typ Mk – 47 abgeworfen. Eine der Bomben explodierte unterhalb des Rumpfes im Bereich des Turmes, die zweite auf Backbord beim Bug. U-185 drehte gleich nach den Explosionen um 90 Grad nach Backbord und zog niedrig hängenden Rauch hinter sich her. Das Heck ging immer tiefer und das U-Boot erhielt mehr Schlagseite nach Backbord. Dort war in Höhe des Turmes die Schiffshaut aufgerissen. Nach 15 Minuten war U-185 gesunken. Drei Stunden später konnte die USS BARKER 36 Besatzungsmitglieder des deutschen U-Bootes aus dem Wasser retten. Unter diesen Überlebenden befanden sich neun von dem am 11. August 1943 selbstversenkten U-Boot U-604, Kommandant Kapitänleutnant Horst Höltring ( 30. Juni 1913 in Altona – 24. August 1943 im Mittelatlantik ), das im Planquadrat 9581 nach schwerer Beschädigung durch eine Lockheed Ventura des US Navy Geschwaders VB-129 unter gegangen war. Unter den Toten auf U-185 befanden sich auch 14 von U-604. Von den insgesamt 36 geborgenen Überlebenden starben auf der USS CORE am 25. und 26. August noch vier weitere an ihren Verletzungen. Die vier Kriegsschiffe der TG 21.16 sicherten vom 27. August bis zum 2. September den Schiffskonvoi UGS 15, bestehend aus 50 Handelsschiffen und die dazugehörigen Sicherungsschiffe, in Richtung Mittelmeer vor feindlichen U-Booten. kehrten wenige Tage später nach New York zurück. Die USS BARKER blieb in der TG, allerdings kam nun der Flugzeugträger USS BLOCK ISLAND ( CVE-21 ) dazu und die USS CORE erhielt eine Überholung. Die Kriegsschiffe legten am 6. September in New York wieder ab, nachdem die Treibstoff- und Munitionsbunker aufgefüllt waren und eskortierten einen Schiffskonvoi samt Sicherungsschiffe auf einer transatlantischen Fahrt nach Swansea, Wales. Nach der Rückkehr der Kriegsschiffe in New York, am 4. Oktober, strukturierte man die TG 21.16 erneut um. Diesmal befindet sich der Geleitflugzeugträger USS BLOCK ISLAND und die Zerstörer USS BARKER, USS BULMER, USS PARROTT und USS PAUL JONES. Auch diese U-Boot Abwehrgruppe operierte in den atlantischen Gewässern zur Sicherung der Schiffskonvois zwischen der US Ostküste und nordafrikanischen Küste. Am 28. Oktober stieß eine Avenger und eine Grumman im Mittelatlantik auf die beiden deutschen U-Boote U-220, Kommandant Oberleutnant zur See Bruno Barber ( 6. März 1904 in Deichhausen, Delmenhorst – 28. Oktober 1943 ) und auf U-256, Kommandant Oberleutnant zur See Wilhelm Brauel ( 17. September 1914 in Hamburg – September 2002 ). U-256 betankte in diesem Augenblick U-220 mit frischem Brennstoff. Sofort gingen die beiden amerikanischen Piloten mit ihren Maschinen, die auf der USS BLOCK ISLAND stationiert waren, zum Angriff über. Mit zwei Wasserbomben wurde U-220 versenkt. Alle 55 Mannschaftsmitglieder kommen dabei ums Leben. Während der Patrouillenfahrt von TG 21.16 geschah etwas Ungewöhnliches. Am 20. Dezember fuhr dicht hinter den Schiffen der TG und des in Richtung Westen fahrenden Schiffskonvois GUS 23 und des in Richtung Osten fahrenden Schiffskonvois UGS 27 der deutsche Blockadebrecher OSORNO. Dieses Schiff wurde nicht aufgespürt und konnte fast ungefährdet bis in die Gironde – Mündung einlaufen. Die USS BARKER blieb bis zum 1. Oktober 1944 in der TG 21.16 und beteiligte sich an den Sicherungen von drei weiteren Schiffskonvois bis ins Mittelmeer und einen bis nach England. Danach verwendete man den Zerstörer als Konvoieskorte bis in die Karibik. Das Kriegsschiff fuhr von dort aus gleich weiter bis in die Panama Bay an der Panamakanalzone. Hier fungierte die USS BARKER am 16., 17. und 18. Dezember als Ausbildungsschiff für das neu in Dienst gestellte U-Boot USS BRILL ( SS-330 ) und deren Besatzung. Mit an der Ausbildung für das U-Boot war die USS PAUL JONES an diesen Tagen beteiligt. Am 17. und 18. Dezember kam noch die USS MacLEISH ( DD-220 ) dazu. Am 1. Januar 1945 wurden diese Übungen zwischen der USS BARKER, der USS PAUL JONES und dem U-Boot USS CHUB ( SS-329 ) durchgeführt. Die USS BARKER nahm anschließend ihren Konvoidienst entlang der US Ostküste bis nach Neufundland wieder auf. Der Zerstörer legte dann am 4. Juni 1945 in der Philadelphia Naval Shipyard an. Hier stellte man das Kriegsschiff am 18. Juli 1945 außer Dienst und strich am 13. August 1945 den Namen USS BARKER ( DD-213 ) von der US Navy – Liste. Schon am 30. November 1945 verkaufte man den Schiffskörper zum verschrotten. 


USS BARKER ( DD-213 )
Commanding Officer
 

LCDR Ellis Lando    27. Dezember 1919 – 12. März 1920
LCDR Charles Clifford Windsor    12. März 1920 – 5. Juli 1921
LCDR Fred Fremont Rogers    5. Juli 1921 – 1. Juli 1922
LT Delorimer Mortimer Steece    1. Juli 1922 – 8. Juni  1923
LCDR Joel William Bunkley    8. Juni 1923 – 15. Oktober 1923 (später RADM)
LCDR William Dwight Chandler, Jr.    15. Oktober 1923 – 3. Januar 1924
CDR William Alden Hall    3. Januar 1924 – 17. Januar 1925
LCDR James Perdue Olding    17. Januar 1925 – 20. April 1925
LCDR Banjamin Perlman    20. April 1925 – 6. Februar 1926
CDR Roland Marcy Comfort    6. Februar 1926 – 12. April 1928
LCDR Edwin James Gillam    12. April 1928 – 20. Juli 1930
LCDR Leonard Doughty Jr.    20. Juli 1930 – 20. März 1931 (später COMO)
LCDR James Kepler Davis    20. März 1931 – 2. Januar 1934
CDR Pat Buchanan    2. Januar 1934 – 15. März 1935
LCDR Leland Pearson Lovett    15. März 1935 – 27. Juni 1936
LCDR William Daniel Thomas    27. Juni 1936 – 20. April 1937
LCDR William Hartwell Wallace    20. April 1937 – 10. Mai 1938
LCDR Justin Stephen Fitzgerald    10. Mai 1938 – 20. Juni 1940
LCDR Lewis Gerard McGlone    20. Juni 1940 – 28. Januar 1942
LCDR Adolph Jerome Miller   28. Januar 1942 – 8. August 1943
LCDR Richard G. Colbert    8. August 1943 – 22. Juli 1944 (später ADM)
LCDR Hoke Smith    22. Juli 1944 – 3. April 1945 (später ADM)
LT George E. Cohee    3. April 1945 – 18. Juli 1945

 

USS BULMER ( DD-222 )

USS BULMER ( DD-222 )

Biografie

Roscoe Carlyle Bulmer
* 4. November 1874 in Virginia City, Storey County, Nevada
† 5. August 1919 Kirkwall, Orkney Islands, Schottland

Roscoe Carlyle Bulmer war der zweite Sohn von Richard A. Bulmer und Jane Anderson Bulmer. Er trat in die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ein und wurde am 26. September 1890 zum Naval Cadet ernannt. Am 1. Juli 1896 beförderte man ihn zum Ensign. Während des Spanisch – Amerikanischen Krieges diente er auf dem Kanonenboot USS BENNINGTON ( Gunboat Nr. 4 ). Das Schiff wurde nach dem Ausbruch des Krieges an die kalifornische Küste beordert und leistete dort Patrouillendienste. Es wurde in keine Kampfhandlungen verwickelt. Bulmer ernannte man am 1. Juli 1899 zum Lieutenant ( Junior Grade ), am 9. Februar 1902 zum Lieutenant, am 3. Januar 1908 zum Lieutenant Commander, am 1. Juli 1918 zum Commander und den temporären Rang eines Captain auf Zeit. Lieutenant Bulmer diente von 1904 bis Mitte 1905 im Naval Facitilities Engineering Service Center in der Washington Navy Yard. In dieser Zeit heiratete er am 7. März 1905 Anita Tyler Poor ( 16. September 1883 in Skaneateles, Onondaga County, New York – 17. Dezember 1948 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ). Beide hatte sie nur eine Tochter, Anita Carlyle Poor Bulmer ( 1906 – 1952 ). Man versetzte ihn von der Washington Navy Yard als Navy Adjutant ins weiße Haus und war US Präsident Theodore Roosevelt, Jr. unterstellt. Dann erhielt Lieutenant Bulmer sein erstes Kommando. Er übernahm von Lieutenant David Foote Sellers ( 4. Februar 1874 in Austin, Travis County, Texas – 27. Januar 1949 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) am 25. Juli 1905 den Zerstörer USS STEWART ( DD-13 ) und übergab am 25. Mai 1906 das Kommando an Lieutenant Thomas Drayton Parker ( 3. August 1871 in Abbeville, South Carolina – 5. Januar 1950 in Charleston, South Carolina ). Bulmer kehrte anschließend wieder in die Washington Navy Yard zurück und übernahm die Präsidentenjacht USS SYLPH ( PY-5 ), die er vom 2. Juni 1906 bis zum 16. Mai 1908 kommandierte. Von 1911 bis 1913 diente er als Ausbilder an der US Naval Academy in Annapolis. Am 3. August 1914 übernahm Lieutenant Commander Bulmer das Kommando über das Kanonenboot USS SACRAMENTO ( PG-19 ) von Commander Luke McNamee ( 4. April 1871 in Mount Hope, Grant County, Wisconsin – 30. Dezember 1952 in Newport, Rhode Island ) und übergab es am 15. August 1917 an Commander William Winton Galbraith vor Gibraltar. Bulmer hatte einen neuen Auftrag erhalten und fuhr zurück an die US Ostküste. In der William Cramp & Sons Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania lag das Handelsschiff SS SANTA CATALINA, das die US Navy am 3. Dezember 1917 gekauft hatten. Ab dem 18. Dezember überwachte Lieutenant Commander die Umbauarbeiten zu einem Zerstörertender. Das Schiff erhielt den Namen USS BLACK HWAK und die Kennung ( ID-2140 ) und sollte das Flaggschiff der Mine Force werden. Am 15. Mai 1918 stellte Bulmer das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Während seines Dienstes als Ausbilder an der US Naval Academy, hatte Bulmer Anerkennung für sein Verständnis von Seeminen und der Minentechnik sowie deren Beräumung erhalten. Deswegen ernannte man ihn am 1. Juli 1918 zum Commander und gleichzeitig auf Zeit zum Captain, um als US Vertreter an der Konferenz der britischen Admiralität am 31. Oktober 1918 über Minenräumung teilnehmen zu können. Zu diesem Zeitpunkt lag die USS BLACK HAWK in Inverness, Schottland und wechselte mit dem Ende des Ersten Weltkrieges in die neue Basis Kirkwall, Orkney Islands, Schottland. In den Gewässern der Nordsee, im Norden der britischen Inseln, waren die Schiffe der Mine Force bei der Beräumung der ausgelegten Seeminen. Am 9. Juli 1919 wechselte Bulmer an Bord des Minensuchbootes USS AUK ( AM-38 ). Grund dafür war das Minensuchboot USS PELICAN ( AM-27 ). Die Mannschaft dieses Schiffes hatte sechs Seeminen ausgemacht. Diese konnten recht zügig unschädlich gemacht werden, aber unter dem Rumpf des Schiffes befand sich noch eine weitere die nicht entdeckt worden war. Diese Mine explodierte. Durch die Druckwelle wurde viel Wasser an Bord des Bootes gespült, so dass der Bug unter Wasser gedrückt wurde. Captain Bulmer leitete nun die Rettungsaktion des schwer beschädigten Schiffes aus nächster Nähe. Die USS PELICAN konnte nach einem neunzehnstündigen Kampf gegen die Elemente durch die USS AUK und der USS EIDER ( AM-17 ) ins Schlepptau genommen werden. Für die ersten notdürftigen Reparaturen kam die USS PELICAN in den Hafen von Scapa Flow. Der Oberbefehlshaber der Mine Force innerhalb der Atlantikflotte, Rear Admiral Joseph Strauss ( 16. November 1861 in Mount Morris, New York – 30. Dezember 1948 ), belobigte Bulmer für dessen Einsatz. Knapp einen Monat später, Captain Bulmer ließ sich von Lieutenant ( jg ) Dudley A. Nichols (USNRF) auf den Orkney Islands von Stromness nach Kirkwall mit einem Auto fahren. Ein leichtes Gefälle auf der regennassen Straße führte dazu, dass der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Das Fahrzeug kam ins schleudern. Captain Roscoe Carlyle Bulmer wurde aus dem Auto herausgeschleudert und erlitt unter anderem einem Schlüsselbeinbruch. Man brachte ihn sofort auf die USS BLACK HAWK, wo er am 5. August 1919 verstarb. In einem Nachruf am 8. August 1919 von US Marineminister Josephus Daniels ( 18. Mai 1862 in Washington DC – 15. Januar 1948 in Raleigh, Wake County, North Carolina ), wurde sein Eifer und sein Mut, kombiniert mit solidem Wissen, was maßgeblich zum Erfolg der Minentruppe führte, herausgestellt.
Die sterblichen Überreste von Captain Roscoe Carlyle Bulmer sowie seiner Familienangehörigen wurden auf dem Arlington National Cemetery in Arlington, Virginia feierlich beigesetzt.


USS BULMER ( DD-222 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS BULMER ( DD-222 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain Roscoe Carlyle Bulmer benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einunddreißigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons, Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 11.
August 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Anita Carlyle Poor Bulmer ( 1906 – 1952 ), Tochter von Captain Roscoe Carlyle Bulmer, taufte am 22. Januar 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander John Calvin Jennings stellte am 16. August 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS BULMER, kehrte der Zerstörer nach Philadelphia zurück und wurde in der dortigen Werft einer umfassenden Überprüfung unterzogen. Mehrere Änderungen und Reparaturen mussten vorgenommen werden. Anschließend stach das Kriegschiff wieder in See und fuhr zum Panamakanal. Die USS BULMER durchquerte diesen und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Hier integrierte man den Zerstörer in die Pazifikflotte. Das Kriegsschiff beteiligte sich zusammen mit den Schwesterschiffen USS EDSALL ( DD-219 ), USS McCORMICK ( DD-223 ), USS PARROTT ( DD-218 ), USS SIMPSON ( DD-221 ) und USS MacLEISH ( DD-220 ) an mehreren Übungen und Manövern entlang der US Westküste und vor den Inseln von Hawaii. Doch schon Anfang Dezember 1921 kehrte die USS BULMER an die US Ostküste zurück. In der Werft von Philadelphia, Pennsylvania unterzog sich hier der Zerstörer einer Überholung und fuhr anschließend zur Endausrüstung nach Newport, Rhode Island. Am 12. Juni 1922 legte die USS BULMER zusammen mit der USS MACLEISH, USS PARROTT, USS EDSALL, USS SIMPSON und USS McCORMICK dort wieder ab und fuhr in europäische Gewässer.
Noch im selben Jahr wechselte der Zerstörer ins Mittelmeer und diente in einem US Zerstörergeschwader in türkischen Gewässern. Anfang 1925 fuhr die USS BULMER in den Fernen Osten. Hier integrierte man den Zerstörer in die asiatische Flotte. Diese Flotte hatte die Hauptaufgabe, die amerikanischen Interessen in China zu beschützen. Daher wurden in den Wintermonaten Übungen und Manöver bei den philippinischen Inseln abgehalten und in den Sommermonaten in den Häfen Chefoo oder Shanghai, China stationiert. Am 16. November 1928 lag die USS BULMER zusammen mit den Zerstörern USS McCORMICK, USS SIMPSON, USS POPE ( DD-225 ), USS PREBLE ( DD-345 ), USS JOHN D FORD ( DD-228 ), USS SICARD ( DD-346 ), USS DECATUR ( DD-341 ) und USS PRUITT ( DD-347 ) in der Manila Bay, dem amerikanischen Marinestützpunkt in den Philippinen, vor Anker. In diesen Jahren wurden in der Cavite Navy Yard, Manila, Luzon, Philippinen die Überholungen an den Zerstörern vorgenommen. Ab dem Jahre 1925 nahmen in China die Unruhen zu, einmal wegen der Zunahme der Kuomintang – Truppen unter Chiank Kai-shek ( 31. Oktober 1887 in Xikou, Landkreis Fenghua, Provinz Zejiang – 5. April 1975 in Taipeh, Taiwan ) und den zunehmenden Ausländern in Shanghai und Kanton. Deshalb löste man die USS BULMER aus ihren alltäglichen Aufgaben in der asiatischen Flotte heraus und erhielt den Befehl, den amerikanischen Kanonenbooten bei deren Patrouillen auf dem Yangtze River zu helfen. Daher lag der Zerstörer am 3. Februar 1930 im Hafen von Zhenjiang. Wenn die Kriegsschiffe in Chefoo zur Wahrung der amerikanischen Interessen stationiert waren, so wie die USS BULMER am 4. Juli 1936, befand sich dort immer der Zerstörertender USS BLACK HAWK ( AD-9 ), über den die Post weiterbefördert wurde. So im Juni 1933. Da lag die USS BULMER zusammen mit den Zerstörern USS POPE, USS JOHN D FORD, USS EDSALL, USS PILLSBURY ( DD-227 ) und USS PEARY ( DD-226 ) längsseits an dem Zerstörertender. Ab Juli 1937 brachen die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen China und Japan in einem offenen Krieg aus. Die westlichen Nationen, die immer noch um die Wahrung ihrer Interessen in China bemüht waren, hatten immer mehr Schwierigkeiten in den von ihnen bevorzugten Häfen einzulaufen. Daher gliederte man die USS BULMER Anfang 1939 in die Patrouille in den Südchinesischen Gewässern. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 auf europäischem Boden, veranlasste die Amerikaner mit Sorge, dass die Japaner, die Bindung der britischen und französischen Militäreinheiten in Europa, ausnutzen könnten, um ihren eigenen Einflussbereich in Asien zu erweitern. Die Amerikaner verstärkten ihre Wachsamkeit, um das Leben und das Eigentum der Amerikaner im Fernen Osten zu schützen. Das internationale Klima wurde immer rauer und gefährlicher. Die USS BARKER beteiligte sich nun auch an den Neutralitätspatrouillen vor den Philippinen. Admiral Thomas Charles Hart ( 12. Juni 1877 in Davison, Michigan – 4. Juli 1971 in Sharon, Connecticut ), der  das Kommando über die kleine asiatische Flotte von Rear Admiral Harry Ervin Yarnell, am 25. Juli 1939 übernommen hatte, und der Kommandant des 16. Naval Districts war, bereitete die amerikanischen Kriegsschiffe auf den bevorstehenden Krieg vor. Die USS BULMER lag am 10. April 1940 im Hafen von Manila, Philippinen. Der Zerstörer nahm im Januar 1941 an dem Manöver der asiatischen Flotte in den philippinischen Gewässern teil. Der Zerstörer wechselte mit Wartungsphasen bei Cavite in den angespannten Herbst des Jahres 1941. Aufgrund der anhaltenden schwierigen Situation im Fernen Osten, wollte Rear Admiral Hart zusätzliche Sicherheit vor Überraschungsangriffen erhalten. Gleichzeitig wollte er die Möglichkeiten verringern, dass die Japaner bei einem Kriegsausbruch, die amerikanischen Überwasserschiffe von den Stützpunkten der Briten und Holländern abschneiden könnten. Zu diesem Zweck gründete die CINCAF am 24. November 1941 die Task Force 5. Am 25. November 1941, zwei Tage vor der Kriegswarnung durch John Brates Brooks, die voraussagte, dass eine feindliche japanische Aktion im Pazifik unmittelbar bevorstand, hatte die USS BARKER ihre Aufgaben als Offshore Sicherungsposten am Eingang der Manila Bay übernommen und überwachte den Bereich über und unter Wasser. Die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii wurde am 7. Dezember 1941 von den Japanern überfallen. Damit zog man die USA in den Zweiten Weltkrieg mit hinein. Zu diesem Zeitpunkt patrouillierte der Zerstörer vor der Insel Tarakan, Borneo, Niederländisch – Ostindien. Am 15. Dezember versetzte man die USS BULMER in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS EDSALL, USS ALDEN ( DD-211 ), USS WHIPPLE ( DD-217 ) und USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS BULMER, USS PARROTT, USS BARKER ( DD-213 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und aus der DesDiv 59 die Zerstörer USS JOHN D FORD, USS PEARY, USS PILLSBURY und USS POPE. In den letzten Tagen des Dezembers patrouillierte und eskortierte die USS BARKER Konvois innerhalb der Inseln von Niederländisch – Ostindien. Als die Japaner begannen die Philippinen an sich zu reißen, bewegte sich die asiatische Flotte nach Süden und operierte von der Basis in Surabaya, Java aus unter einem einheitlichen amerikanische – britisch – niederländisch – australischen Kommando ( ABDA ). Am 9. Januar 1942 gehörte die USS PARROTT zu einer Eskorte für das niederländische Handelsschiff BLOEMFONTEIN. Der Leichte Kreuzer USS BOISE und die Zerstörer USS BULMER, USS PARROTT, USS POPE, USS STEWART, USS ALDEN und USS BARKER fuhren von Darwin, Australien aus nach Surabaya. Das niederländische Handelsschiff war von Brisbane, Australien aus losgefahren, um alliierte Verstärkungen, die aus dem 2. Bataillon der 131. Feldartillerie,  diese gehörte zur Texas National Guard, und Nachschub bestand, nach Java zu bringen und gehörte vorher zum sogenannten PENSACOLA – Konvoi, der am 29. November 1941 in Pearl Harbor abgelegt hatte, damit auf den Philippinen Verstärkungen und Nachschub geliefert werden konnte. Doch der japanische Vormarsch ging schneller wie vermutet und so versuchten die Alliierten die südlicher gelegenen Inseln zu verstärken um Australien zu sichern. Zu dem PENSACOLA – KONVOI gehörte der Schwere Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), der zusammen mit dem Kanonenboot USS NIAGARA ( PG-52 ), den Truppentransportern USS REPUBLIC ( AP-33 ) und USS CHAUMONT ( AP-5 ), den zwei US Army Transportschiffen USAT WILLARD A HOLBROOK und USAT MEIGS, den US Handelsschiffen SS ADMIRAL HALSTEAD und SS COASTER FARMER sowie dem niederländischen Handelsschiff BLOEMFONTEIN. An Bord der Schiffe befanden sich Truppen der amerikanischen Nationalgarde sowie US Army Air Force Truppen mit ihren in Kisten verpackten Flugzeugen. Die Japaner nahmen mit ihren Landungstruppen eine Insel nach der anderen im philippinischen Archipel ein. Die USS BULMER verlegte nun zusammen mit einigen Schiffen der TF 5 ihre Basis in die Kupang Bay, Timor. In diesen Tagen führte der Zerstörer bis zum 4. Februar in der Java See Eskortier- und Patrouillenfahrten durch. Der Stützpunkt des Zerstörers war da Surabaya, Java. Mit dabei waren die Kreuzer USS HOUSTON und USS MARBLEHEAD und die Zerstörern USS BULMER, USS BARKER USS STEWART, USS JOHN D EDWARDS, USS PAUL JOHNS und USS PILLSBURY. Die USS BULMER und andere Zerstörer befanden sich am 4. Februar vor der Insel Bali. An diesem Tag begannen japanische Bomber mit dem Angriff auf alliierte Stellungen. Die Zerstörer beteiligten sich an der Flugabwehr, konnten aber keine großen Erfolge erzielen. Trotzdem versuchten sie alles, um den japanischen Vormarsch nach Niederländisch – Ostindien einzudämmen. Vor Banka Island kam es am 15. Februar zu weiteren Angriffen der feindlichen Luftwaffe. Doch diesmal warfen die Piloten auch ihre mitgeführten Bomben auf die amerikanischen Schiffe ab. Eine der Bomben schlug knapp mittschiffs neben der Backbordseite des Zerstörers USS BARKER auf dem Wasser auf und explodierte. Die Schiffshaut wurde aufgerissen und konnte durch das Schadensbegrenzungsteam notdürftig verschlossen werden. Die USS BULMER eskortierte des havarierten Zerstörer und den Zerstörertender USS BLACK HAWK zum Exmouth Golf im Nordwesten Australiens. Dort trafen die drei Schiffe am 19. Februar ein. Es folgten mehrere Reparaturen und eine dringend notwendig gewordene Überholung. Zwischen März und Mai 1942 operierte die USS BULMER zusammen mit der USS BARKER von Fremantle, Australien aus. Beide Zerstörer patrouillierten vor der australischen Küste und eskortierten alliierte Schiffe zu den unterschiedlichsten Häfen. Ab Mitte Mai verließen sie die australischen Gewässer und fuhren über Noumea, Neukaledonien nach Tongatapu, Tonga, wo sie ab dem 24. Mai ankerten. Die USS BULMER fuhr dann alleine weiter und erreichte am 16. Juni Pearl Harbor. Schon wenige Tage später verließ der Zerstörer wieder die amerikanische Marinebasis und beteiligte sich an der Eskorte von einem Schiffskonvoi an die US Westküste. Bis Anfang August fuhr das Kriegsschiff noch einmal diese Strecke mit Versorgungsschiffen hin und her. Danach bugsierte man die USS BULMER auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien in ein Trockendock. Hier erfolgten Reparaturen und eine Überholung. Zwischen Oktober 1942 und Mai 1943 beteiligte sich der Zerstörer an der Eskorte, in der sich auch die USS BARKER befand, von Schiffskonvois zwischen San Francisco, Kalifornien und Pearl Harbor sowie zurück an die kalifornische Küste. Am 23. Mai stachen die beiden Zerstörer von San Diego, Kalifornien aus in See. Ihr Ziel war der Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals am 28. Mai, liefen sie am 2. Juni in die Casco Bay, Maine ein. Hier sicherte die USS BARKER zusammen mit der USS BULMER, USS TERRY ( DD-513 ) und USS WALKER ( DD-517 ) am 10. Juni die Versuche und Übungen der Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS TEXAS ( BB-35 ) ab. Anschließend begann für die USS BULMER zusammen mit der USS BARKER, der USS BADGER ( DD-126 ) und dem Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ) ein Anti-U-Boot Training in der Casco Bay. Diese vier Kriegsschiffe fuhren danach in die Werft von New York und wurden mit Munition ausgestattet und zur Task Group 21.12 zusammengefügt. Diese TG befehligte Captain Marshall Raymond Greer ( 1. März 1896 – 12. August 1981 ), Kommandant der USS CORE. Am 27. Juni verließen sie wieder New York und fuhren in Richtung der Azoren, der Hauptversorgungsweg der alliierten Schiffe für den Mittelmeerraum, und machten dort Jagd auf deutsche U-Boote. Von der USS CORE stiegen ständig Flugzeuge auf und patrouillierten in den vorgegebenen Planquadraten. Man hatte an Bord der Flugzeuge, für die Entdeckung der deutschen U-Boote, das für die benutzte Verschlüsselung des Funkverkehrs mit dem BdU benutzte Schlüssenetz, mit Namen „Triton“, seit April 1943 entziffert. Dadurch konnten direkt die Boote bei Funkverkehr angelaufen werden. Eine Grumman TBF Avenger, geflogen von LT Schoby, und zwei Grumman F4F Wildcat, geflogen von LCDR Brewer und LT Steiger, aus dem Geschwader VC-13, sichteten am 13. Juli U-487, Kommandant Oberleutnant zur See der Reserve Helmut Metz ( 26. September 1906 in Möllenbeck – 13. Juli 1943 im Mittelatlantik ), im Navy – Planquadrat FD 9963 auf der Position 27° 15’ Nord, 34° 18’ West. Alle drei Flugzeuge begannen das feindliche U-Boot mit den Bordwaffen zu beschießen und warfen Wasserbomben ab. Die Wildcat von LT Steiger wurde während des Kampfes abgeschossen. U-487 sank nach mehreren Treffern. 32 deutsche Matrosen und LT Steiger konnten lebend aus dem Wasser geborgen werden. 31 Mannschaftsmitglieder des U-Bootes fanden während des Kampfes den Tod. Ab dem 14. Juli eskortierten die Schiffe der TG den Schiffskonvoi UGS 11, bestehend aus 59 Handelsschiffen,  in Richtung Mittelmeer und hielten die Sicherung bis zum 19. Juli aufrecht. In diesen Tagen, am 16. Juli, spürte LT Williams mit seiner Grumman TBF Avenger, aus dem Geschwader VC-13 im Planquadrat 4737 U-67, Kommandant Korvettenkapitän Günther Müller-Stöckheim ( 17. Dezember 1913 in Klein Stöckheim, Kreis Braunschweig – 16. Juli 1943 im Mittelatlantik ), auf und versenkte das U-Boot mit vier Mk – 47 Torpex – Wasserbomben. U-67 war das erste deutsche U-Boot das mit einer Anti – Ortungsbeschichtung mit dem Codenamen „Alberich“ ausgerüstet war. Von den 51 Mannschaftsmitgliedern von U-67 konnten nur drei von der Mannschaft des Zerstörers USS McCORMICK ( DD-223 ) aus dem Wasser gerettet werden. Die anderen 48 gingen mit dem Boot unter. Ab dem19. Juli fuhren die Kriegsschiffe der TG 21.12 an die US Ostküste. Am 1. August erreichten sie wieder den Hafen von New York. Dort gingen die deutschen U-Boot Fahrer in Kriegsgefangenschaft. Für den 16. August war ein erneutes Auslaufen des Geleitflugzeugträgers USS CORE und der Zerstörer USS BULMER, USS BARKER und USS BADGER vorgesehen. Diesmal gehörten die Kriegsschiffe zur Task Group 21.16. Gleichzeitig legten die Schiffe vom Konvoi UGS 15, bestehend aus 58 Handelsschiffen die von den Kriegsschiffen der Task Force 66 gesichert wurden, in New York ab. In der TF 66 befanden sich die Geleitzerstörer USS CHARLES LAWRENCE ( DE-53 ), USS HOPPING ( DE-155 ), USS REEVES ( DE-156 ), die Zerstörer USS McCORMICK, USS BALDWIN ( DD-624 ), USS HARDING ( DD-625 ) und USS ENDICOTT ( DD-495 ), sowie der Minensucher USS SYMBOL ( AM-123 ) und der U-Boot Tender USS GRIFFIN ( AS-13 ). Die Kriegsschiffe der TG 21.16 übernahmen auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch Marokko den U-Boot Schutz. Am 24. August wird rund 600 Seemeilen südwestlich der Azoren U-185, Kommandant Kapitänleutnant August Maus ( 7. Februar 1915 in Wuppertal – 28. September 1996 in Hamburg ), auf der Fahrt nach Norden ins Versorgungsgebiet anderer deutscher U-Boote im Planquadrat 9759 durch eine Grumman TBF Avenger, geflogen von LT Robert T. Williams, und eine Grumman F4F Wildcat, geflogen von LT Martin G. O’Neill, aufgespürt. Aus der Höhe von 75 Metern werden zwei Wasserbomben vom Typ Mk – 47 abgeworfen. Eine der Bomben explodierte unterhalb des Rumpfes im Bereich des Turmes, die zweite auf Backbord beim Bug. U-185 drehte gleich nach den Explosionen um 90 Grad nach Backbord und zog niedrig hängenden Rauch hinter sich her. Das Heck ging immer tiefer und das U-Boot erhielt mehr Schlagseite nach Backbord. Dort war in Höhe des Turmes die Schiffshaut aufgerissen. Nach 15 Minuten war U-185 gesunken. 36 Besatzungsmitglieder des deutschen U-Bootes konnten aus dem Wasser gerettet werden. Unter diesen Überlebenden befanden sich neun von dem am 11. August 1943 selbstversenkten U-Boot U-604, Kommandant Kapitänleutnant Horst Höltring ( 30. Juni 1913 in Altona – 24. August 1943 im Mittelatlantik ), das im Planquadrat 9581 nach schwerer Beschädigung durch eine Lockheed Ventura des US Navy Geschwaders VB-129 unter gegangen war. Unter den Toten auf U-185 befanden sich auch 14 von U-604. Von den insgesamt 36 geborgenen Überlebenden starben auf der USS CORE am 25. und 26. August noch vier weitere an ihren Verletzungen. Die vier Kriegsschiffe der TG 21.16 sicherten vom 27. August bis zum 2. September den Schiffskonvoi UGS 15, bestehend aus 50 Handelsschiffen und die dazugehörigen Sicherungsschiffe, in Richtung Mittelmeer vor feindlichen U-Booten. kehrten wenige Tage später nach New York zurück. Die USS BULMER blieb in der TG, allerdings kam nun der Flugzeugträger USS BLOCK ISLAND ( CVE-21 ) dazu und die USS CORE erhielt eine Überholung. Die Kriegsschiffe legten am 6. September in New York wieder ab, nachdem die Treibstoff- und Munitionsbunker aufgefüllt waren und eskortierten einen Schiffskonvoi samt Sicherungsschiffe auf einer transatlantischen Fahrt nach Swansea, Wales. Nach der Rückkehr der Kriegsschiffe in New York, am 4. Oktober, strukturierte man die TG 21.16 erneut um. Diesmal befindet sich der Geleitflugzeugträger USS BLOCK ISLAND und die Zerstörer USS BULMER, USS BARKER, USS PARROTT und USS PAUL JONES. Auch diese U-Boot Abwehrgruppe operierte in den atlantischen Gewässern zur Sicherung der Schiffskonvois zwischen der US Ostküste und nordafrikanischen Küste. Am 28. Oktober stieß eine Avenger und eine Grumman im Mittelatlantik auf die beiden deutschen U-Boote U-220, Kommandant Oberleutnant zur See Bruno Barber ( 6. März 1904 in Deichhausen, Delmenhorst – 28. Oktober 1943 ) und auf U-256, Kommandant Oberleutnant zur See Wilhelm Brauel ( 17. September 1914 in Hamburg – September 2002 ). U-256 betankte in diesem Augenblick U-220 mit frischem Brennstoff. Sofort gingen die beiden amerikanischen Piloten mit ihren Maschinen, die auf der USS BLOCK ISLAND stationiert waren, zum Angriff über. Mit zwei Wasserbomben wurde U-220 versenkt. Alle 55 Mannschaftsmitglieder kommen dabei ums Leben. Während der Patrouillenfahrt von TG 21.16 geschah etwas Ungewöhnliches. Am 20. Dezember fuhr dicht hinter den Schiffen der TG und des in Richtung Westen fahrenden Schiffskonvois GUS 23 und des in Richtung Osten fahrenden Schiffskonvois UGS 27 der deutsche Blockadebrecher OSORNO. Dieses Schiff wurde nicht aufgespürt und konnte fast ungefährdet bis in die Gironde – Mündung einlaufen. Die USS BULMER beteiligte sich bis zum 31. Juli 1944 an mehreren Geleitschutzfahrten zwischen den US Häfen New York und Norfolk und den Häfen Nordafrikas zur Sicherung des Nachschubs amerikanischer und britischer Truppen auf italienischem Boden. In dieser Zeit gehörte der Zerstörer noch zur Gruppe um den Geleitflugzeugträger USS BLOCK ISLAND. Am 13. Januar beteiligten sich die amerikanischen Kriegsschiffe an der Sicherung der britischen Konvois MKS.35/ SL.144. Auf diese Konvois waren mehrere deutsche U-Boote angesetzt. An diesem Tag entdeckte ein Trägerflugzeug von der USS BLOCK ISLAND das aufgetauchte feindliche U-Boot U-231, Kommandant Kapitänleutnant Wolfgang Wenzel ( 29. März 1910 in Dresden – 14. April 1992 ), und führte eine Vickers Wellington L des RAF Geschwaders 172 heran. Im Planquadrat BE 7666 begann die Vickers mit drei Wasserbomben, trotz heftiger Gegenwehr mit einem Flakabwehrgeschütz, den Angriff und beschädigte das U-Boot so schwer, dass es aufgegeben werden musste. Auf der Position 44° 15’ Nord, 20° 38’ West begann man mit der Selbstversenkung. Alle sieben Besatzungsmitglieder die daran beteiligt waren kamen dabei ums Leben. Dreiundvierzig konnten rechtzeitig in ihre Rettungsboote umsteigen. Von denen wurden siebzehn von der USS BULMER aufgenommen und die anderen wenig später von der Besatzung der  Geleitflugzeugträgers aus dem Wasser gerettet. Am folgenden Tag spürt die USS BULMER zusammen mit der USS PARROTT U-382, Kommandant Oberleutnant zur See Rudolf Zorn ( 20. Juli 1917 in Ochsenfurt, Mainfranken – 9. Dezember 1944 im Nordatlantik ), auf. Es werden mehrere Wasserbombenangriffe gegen das U-Boot geführt, das aber entkommen konnte. Am 17. Januar wird U-377, Kommandant Oberleutnant zur See Gerhard Kluth ( 31. August 1918 in Dresden – 17. Januar 1944 im Nordatlantik ) von den britischen Kriegsschiffen HMS WANDERER ( D74 ) und HMS GLENARM ( K258 ) nordwestlich der Azoren mit Wasserbomben angegriffen und versenkt. Die USS BULMER beteiligte sich noch an weiteren Eskorten. So im März zusammen mit dem Küstenwachtkutter USCGC SPENCER ( WPG-36 ) und den Kriegsschiffen der Task Force 62 bei der Sicherung des Schiffskonvois UGS – 62 bis an die nordafrikanische Küste. Zusammen mit GUS – 62 und TF 62 kehrte der Zerstörer am 14. April nach New York zurück. Ende Juli kehrte die USS BULMER an die US Ostküste zurück. Hier begann der Zerstörer ab dem 1. August mit mehreren Übungsoperationen in der Narragansett Bay, die bis zum 4. Oktober andauerten. Anschließend fuhr der Zerstörer in die New York Navy Yard und wurde für die folgenden Aufgaben vorbereitet. Dazu wurden alle nichtbenötigten Geschütze abgebaut. Am 1. Dezember 1944 erhielt das Kriegsschiff die Kennung AG-86 für ein Vielseitiges Hilfsschiff. Es sollte nun zur Ausbildung von U-Boot – Mannschaften dienen. Dazu meldete es sich am 27. Dezember in der Panamakanalzone. Die Ausbildung von U-Boot – Mannschaften erfolgte in der Panama Bay. So war das U-Boot USS BULLHEAD ( SS-332 ) vom 5. bis zum 8. Februar 1945 dort anwesend. Die Ausbildung führten am 5. Februar die Zerstörer USS BULMER und USS PAUL JONES ( AG-120 ), am 6., 7. und 8. Februar die beiden Zerstörer sowie die U-Boot Jäger USS SC-684, USS SC-986, USS SC-996 und USS SC-1017 durch. Vom 7. bis zum 9. März musste das amerikanische U-Boot USS BUMPER ( SS-333 ) zur Ausbildung in diese Gewässer. Hier waren die Zerstörer USS BULMER, USS PAUL JONES und USS MACLEISH ( AG-87 ) und die U-Boot Jäger USS PC-1191 und USS SC-1299 an allen drei Tagen und am 8. und 9. März und zusätzlich der U-Boot Jäger USS PC-592. Die drei Zerstörer gehörten vom 20. bis 22. März zur Ausbildung für die Mannschaft des U-Bootes USS CAPITAINE ( SS-336 ). Zusätzlich waren am 20. März die U-Boot Jäger USS PC-1221 und USS SC-980, am 21. März die U-Boot Jäger USS PC-1215 und USS SC-1299 und am 22. März USS PC-1215 und USS SC-1221 anwesend. Ab dem 23. März begann für die Mannschaft von USS CABEZON ( SS-334 ) die Ausbildung und dauerte vier Tage. An allen diesen Tagen waren die Zerstörer beteiligt. Ab dem 23. März der U-Boot Jäger USS SC-1299 und am 25. März zusätzlich die U-Boot Jäger USS PC-1215 und USS PC-1221. Am 19. und 21. April war das U-Boot USS DENTUDA ( SS-335 ) in der Panama Bay. An beiden Tagen führten die ehemaligen Zerstörer USS BULMER und USS McCORMICK die Ausbildung durch. Für den 30. April war USS CARP ( SS-338 ) zur Ausbildung vorgesehen. An der Übung beteiligten sich die Vielseitigen Hilfsschiffe USS BULMER und USS MACLEISH sowie die U-Boote USS MORAY ( SS-300 ) und USS RUNNER ( SS-476 ). Vom 7. bis zum 9. Juni war das U-Boot USS CATFISH ( SS-339 ) zur Ausbildung an der Reihe. Nur die beiden Hilfsschiffe USS BULMER und USS MACLEISH wurden dazu herangezogen. Nach diesen Übungen, der Zweite Weltkrieg auf europäischem Boden war seit dem 8. Mai 1945 beendet worden, fuhr die USS BULMER im Juli an die US Ostküste zurück und wurde der operativen Kontrolle des Commander der Air Force in der Atlantikflotte unterstellt. Das Vielseitige Hilfsschiff operierte von Port Everglades, Florida aus. Hier stellte man das Schiff am 16. August 1946 außer Dienst und strich am 25. September 1946 den Namen USS BULMER ( AG-86 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 27. Februar 1947 zum verschrotten.           


USS BULMER ( DD-222 )
Commanding Officer
 

LCDR John Calvin Jennings    16. August 1920 – 10. April 1921
LCDR Lee Payne Johnson    10. April 1921 – 29. Juli 1921
CDR Thomas Alexander Symington    29. Juli 1921 – 23. Juli 1922
CDR Alfred Walton Atkins    23. Januar 1922 – 9. Juni 1924
LCDR Raymond Ames Spruance    9. Juni 1924 – 10. September 1924 (später ADM)
LT Alfred Jensen Byrholdt    10. September 1924 – 24. Dezember 1924 (XOIC)
LCDR Francis Eliot Maynard Whiting    24. Dezember 1924 – 4. Januar 1925
LCDR Murphy John Foster    4. Januar 1925 – 20. April 1928
LCDR DuPree Julien Friedell    20. April 1928 – 26. Januar 1929
LCDR Allan Withers Ashbrook    26. Januar 1929 – 28. Juni 1930
LCDR Harry Draper ‚The Horse‘ Hoffman    28. Juni 1930 – 9. Oktober 1931
LCDR Lawrence Philip Bischoff    9. Oktober 1931 – 20. April 1932
LCDR Melville Cochran Partello    20. April 1932 – 18. April 1933
CDR Francis Philip Traynor    18. April 1933 – 10. Februar 1934
LCDR Edward Sparrow    21. April 1935 – 8. Juli 1935
LCDR Thomas Valentine Cooper    8. Juli 1935 – 7. Mai 1937
LT Robert De Coursey Baker    7. Mai  1937 – 19. Juni 1937 (XOIC)
LCDR Walter Charles Ansel    19. Juni 1937 – 21. April 1939
LCDR James Joseph McGlynn    21. April 1939 – 5. Januar 1940
LCDR John Hampden Lewis    5. Januar 1940 – 19. Oktober 1940
LCDR Leon Jackson Manees    19. Oktober 1940 – 28. Januar 1942 (später RADM)
LT David Alonzo Harris    28. Januar 1942 – 16. Juni 1942
LCDR Louis Frank Volk    16. Juni 1942 – 21. Oktober 1943
LCDR George Towne Baker    21. Oktober 1943 – 1. Dezember 1944
LT Thomas Charles Farrell  (USNR)    1. Dezember 1944 – 17. Oktober 1945
LT George Means Heinitsh Jr.  (USNR)    17. Oktober 1945 – 24. November 1945
LT John Lawrence Henderson  (USNR)    24. November 1945 – 18. August 1946

USS SMITH THOMPSON ( DD-212 )

USS SMITH THOMPSON

Biografie

Smith Thompson
* 17. Januar 1768 in Amenia, Dutchess County, New York
† 18. Dezember 1843 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York
war von 1819 bis 1823 Minister der US Navy und von 1823 bis zu seinem Tod 1843 im Obersten Gerichtshof der USA

Smith Thompson war das zweite Kind von drei Kindern von Ezra Thompson ( 12. Oktober 1738 – 6. November 1816 ) und Rachel Smith Thompson ( 1739 – 5. März 1804 ). Seine älteste Schwester Tamma Thompson ( 1764 – 10. November 1790 in New York ) heiratete Major Solomon D. Sutherland ( 1762 in New York – 10. September 1802 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York ), der im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg kämpfte in Poughkeepsie ein angesehener Bürger, Farmer und Senator war. Beide hatten drei Kinder. Die jüngere Schwester von Smith Thompson war Rachel Thompson ( 27.Juni 1773 in New Milford, Litchfield County, Connecticut – 2. Januar 1849 im Dutchess County, New York ) heiratete 1808 Captain Eli Todd ( Dezember 1763 – 12. Februar 1846 in New Milford, Litchfield County, Connecticut ).
Smith Thompson schloss 1788 sein Studium an der Princeton University, zu seiner Zeit als College of New Jersey bekannt, ab, lehrte kurze Zeit später und studierte nebenbei Rechtswissenschaften bei James Kent ( 31. Juli 1763 in Fredericksburg, Dutchess County, New York – 12. Dezember 1847 in New York City ). Thompson gründete anschließend eine Anwaltskanzlei in Troy, New York von 1792 bis 1793 und in Poughkeepsie, New York von 1793 bis 1802. Er heiratete 1799 oder Anfang 1800 Sarah Livingston ( 2. März 1777 in Poughkeepsie , Dutchess County, New York – 22. September 1833 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York ), sie war die Tochter von Gilbert Livingston ( 17. Dezember 1742 – 14. September 1806 ) und Catherine Crannell Livingston ( 20. April 1745 – 17. Mai 1830 ). Mit ihr hatte er vier Kinder. Der eine Sohn davon war Gilbert Livingston Thompson ( 1800 – 4. Juli 1874 ). Smith Thompson wurde 1800 in die New York State Assembly gewählt und nahm 1801 am New York Constitutional Convention teil. Von 1802 bis 1814 diente Thompson im Obersten Gerichtshof des Staates New York als Associate Justice und vom 1814 bis 1818 als Chief Justice. US Präsident James Monroe ( 28. April 1758 in Monroe Hall, Virginia, britisch Amerika – 4. Juli 1831 in New York City ) ernannte Thompson am 1. Januar 1819 zum Minister der US Navy. Er löste Benjamin Williams Crowninshield ( 27. Dezember 1772 in Salem, Massachusetts Bay, britisch Amerika – 3. Februar 1851 in Boston, Massachusetts ) ab und übergab dieses Amt im September 1823 an Samuel Lewis Southard ( 9. Juni 1787 in Basking Ridge, New Jersey – 26. Juni 1842 in Fredericksburg, Virginia ). Gleich nach seiner Entlassung kämpfte Thompson von 1823 bis 1824 für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat in der Demokratisch – Republikanischen Partei. Aus diesem Wahlkampf zog er sich sofort zurück, nachdem er von anderen Kandidaten übertroffen wurde. Am 1. September 1823 ernannte US Präsident James Monroe Smith Thompson als Kandidaten für den Associate Justice of the Supreme Court of the United States of America. Dieser Platz wurde nach dem Tode von Henry Brockholst Livingston ( 25. November 1757 in New York City – 18. März 1823 in Washington DC ) frei. Diese Ernennung nahm Thompson nur widerwillig an. Doch am 5. Dezember 1823 nominierte man ihn offiziell und am 9. Dezember 1823 bestätigte ihn der Senat. Noch am selben Tag trat Thompson sein Amt in Washington DC an. Dort gab er seine politischen Ambitionen nicht auf und unternahm, den inzwischen als ungewöhnlich, aber damals als durchaus üblichen Schritt, alles um für ein politisches Amt zu kandidieren. Seine Bewerbung um den Gouverneur von New York im Jahre 1828 war jedoch erfolglos. Danach trat Thompson größtenteils aus dem politischen Leben aus und war überzeugter Gegner von Chief Justice John James Marshall 24. September 1755 in Germantown, Virginia, britisch Amerika – 6. Juli 1835 in Philadelphia, Pennsylvania ).
Smith Thomapson heiratete nach dem Tod von Sarah ein zweites Mal. Es war Elizabeth Davenport Livingston ( 17. März 1805 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York – 21. März 1886 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York ), Tochter von Henry Beekman Livingston, Jr. ( 13. Oktober 1748 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York – 29. Februar 1828 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York ) und Cousine von Sarah Livingston. Smith Thompson hatte mit ihr drei Kinder. Eines davon war Smith Thompson, Jr. ( 14. Februar 1843 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York – 5. Juli 1909 in Hudson, Columbia County, New York ).


USS SMITH THOMPSON ( DD-212 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS SMITH THOMPSON ( DD-212 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Marineminister Smith Thompson benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 24.
März 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Kate E. Lloyd, Enkelin von Marineminister Smith Thompson, taufte am 14. Juli 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Benjamin Grady Barthalow ( 6. Februar 1878 in Kimbolton, Guernsey County, Ohio – 18. August 1920 in San Francisco, Kalifornien ) stellte am 10. Dezember 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS SMITH THOMPSON entlang der US Ostküste führte, wurde in der Philadelphia Navy Yard die Schiffshaut überprüft und einige Reparaturen vorgenommen. Am 8. Februar 1920 legte der Zerstörer in der Marinebasis ab und stach in See. Ziel war das Mittelmeer. Im Hafen von Konstantinopel, Osmanisches Reich, legte das Kriegsschiff am 25. Februar an. In den nun folgenden Monaten operierte die USS SMITH THOMPSON in den Gewässern des östlichen Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres und stand dabei unter dem Oberkommando des US High Commissioner for Turkey, Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17. April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ). In diesen Monaten war der gesamte Nahe Osten durch die Veränderungen infolge des Ersten Weltkrieges in Aufruhr. Der Zerstörer besuchte Häfen im Osmanischen Reich, Russland, Rumänien, Bulgarien, Syrien, Griechenland und Ägypten. Aufgrund des Bürgerkrieges im Osmanischen Reich und in Russland erhielt Rear Admiral Mark Lambert Bristol häufig ungewöhnliche Aufgaben übertragen. Darunter befanden sich die Wartung von Funkanlagen, sowie die Post und die Passagierbeförderung. So mussten Vertreter des US Außenministeriums und Beamte anerkannter philanthropischer Gesellschaften zu den verschiedenen Häfen gefahren werden. Zusätzlich erfolgte auf der Krim, im Süden Russlands, im Schwarzen Meer die Evakuierung von Amerikanern, Gegner der Bolschewiki und Kranke und Verwundete aus kriegsbedrohten Häfen.
Vizeadmiral Newton Alexander McCully ( 19. Juni 1867 in Anderson, South Carolina – 14. Juni 1951 in St. Augustine, Florida ), der als Spezialagent des US Außenministeriums zu Beobachtungszwecken nach Südrussland entsandt worden war, erhielt jede erdenkliche Unterstützung der amerikanischen Seestreitkräfte. Bei mehreren Gelegenheiten fungierte die USS SMITH THOMPSON als dessen Flaggschiff. Am 2. Mai verließ die USS SMITH THOMPSON zusammen mit der USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), USS BORIE ( DD-215 ), USS WHIPPLE ( DD-217 ), USS BARKER ( DD-213 ) und USS TRACY ( DD-214 ) das Mittelmeer. Sie durchquerten den Suezkanal und fuhren nach Bombay, Indien. Die Fahrt führte die Schiffe weiter nach Colombo, Ceylon; Batavia, Java; Singapur, Straits Settlement und Saigon, Französisch – Indochina. Am 29. Juni erreichten die Kriegsschiffe ihren neuen Heimathafen Cavite, Manila Bay, Luzon auf den Philippinen. Während der nächsten vier Jahre diente die USS SMITH THOMPSON in der asiatischen Flotte. In diesen vier Jahren setzte man den Zerstörer zum Schutz von Leben und Eigentum der Amerikaner in dem von kriegerischen Konflikten heimgesuchten China ein. In den Wintermonaten operierte das Kriegsschiff von Cavite aus, der Hafen lag in der Nähe von Manila, und führte taktische Übungen zwischen den philippinischen Inseln durch. Sofort im beginnenden Frühjahr fuhr der Zerstörer nach Norden zu den Häfen von Nordchina und begann mit seinen Operationen entlang der chinesischen Küste und in japanischen Gewässern. Anfang September 1923 erfuhr man auf dem Kriegsschiff, dass am 30. und 31. August Tokyo und Yokohama durch ein Erdbeben, einen Tsunami und Feuersbrünste fast zerstört worden waren. Vizeadmiral Edwin Alexander Anderson, Jr. ( 16. Juli 1860 in Wilmington, North Carolina – 23. September 1933 in Masonboro Sound, Wilmington, North Carolina ), Oberbefehlshaber der asiatischen Flotte, entsandte sofort die USS SMITH THOMPSON und die Zerstörerdivision, in der sich die Zerstörer USS JOHN D EDWARDS, USS BORIE, USS WHIPPLE, USS BARKER und USS TRACY mit medizinischen Hilfsgütern, um Hilfe zu leisten. Die Zerstörer trafen am 5. September in der Tokyo Bay ein. Die USS SMITH THOMPSON fungierte hier bis zum 21. September als Funkweiterleitungsschiff in Yokohama und als Stationsschiff in Tokyo. Die amerikanischen Zerstörer waren die ersten ausländischen Schiffe, die in Yokohama eingetroffen waren und verdienten den Dank der japanischen Regierung. Im folgenden Jahr beteiligte sich die USS SMITH THOMPSON an einer weiteren Sondermission. Von April bis Mai 1924 half der Zerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS JOHN D FORD ( DD-228 ) beim Aufbau temporärer Luftwaffenstützpunkte auf den japanischen Kurilen und der Insel Hokkaido, um den weltweiten Pionierflug zwischen dem 9. April und dem 28. September durch den US Air Service zu unterstützen. Eine Gruppe von Piloten des US Air Service startete am 24. April in Seattle mit vier Torpedobombern vom Typ Douglas DWC zur ersten Weltumrundung per Flugzeug. Zwei der Flugzeuge erreichten nach 157 Tagen und einer Flugstrecke von 44.342 Kilometern am 28. September den Zielort Seattle. Zwischen dem 7. und 10. Juni 1924 sicherte die USS SMITH THOMPSON die Flugzeuge bis sie wieder starteten. Am 18. Mai 1925 verließen die Zerstörer USS WHIPPLE, USS JOHN D EDWARDS, USS BORIE, USS BARKER und USS TRACY die Philippinischen Inseln und fuhren über Guam, Nördliche Marianen; Midway und Pearl Harbor, Territorium Hawaii nach San Diego, Kalifornien. In den Hafen von San Diego liefen die Schiffe am 17. Juni ein. Die USS SMITH THOMPSON folgte ab dem 10. Juni von den japanischen Inseln aus und erreichte San Diego vier Tage später. Am 22. Juni stachen die Kriegsschiffe der kompletten Division wieder in See und machten sich auf den Weg an die US Ostküste. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte die USS SMITH THOMPSON am 17. Juli in Norfolk, Virginia an. Für den Zerstörer begann in der Norfolk Navy Yard eine umfassende Überholung. Anschließend schloss sich das Kriegschiff dem Zerstörergeschwader der Scouting Flotte an und fuhr auf Trainingskreuzfahrten entlang der US Ostküste und in der Karibik. In den Monaten September und Oktober 1926 sowie Januar 1927 war die USS SMITH THOMPSON vorübergehend beim US Sonderdienstgeschwader im Einsatz und operierte entlang der Küste von Nicaragua. Hier wurden die Bedingungen während des revolutionären Ausbruchs in diesem Land beobachtet sowie die amerikanischen Interessen geschützt und den Transport von Personal des Marine Corps ermöglicht. Zwischen Juni 1927 und Januar 1928 operierte das Kriegsschiff im Mittelmeer und an der adriatischen Küste. Danach fuhr die USS SMITH THOMPSON in die Karibik, durchquerte den Panamakanal und fuhr in seinen neuen Heimathafen San Diego. Hier integrierte man den Zerstörer in das Zerstörergeschwader der Schlachtschiffflotte. Mitte 1929 fuhr dieses Geschwader entlang der US Westküste nordwärts und legte in der Bremerton Naval Shipyard, Washington für Überholungsarbeiten an. Am 1. August legte die USS SMITH THOMPSON und die Zerstörer des Zerstörergeschwaders in Bremerton ab und fuhren in den Fernen Osten zur asiatischen Flotte. Der Zerstörer erreichte am 2. September Chefoo, China. Das Kriegsschiff nahm bis 1936 an Übungen mit der flotte in chinesischen und philippinischen Gewässern teil und unterzog sich den Überholungsperioden in der Cavite Navy Yard. Aufgrund des in China herrschenden Bürgerkrieges und der Bandentätigkeit mussten zusätzlich zu den Kanonenbootpatrouillen eine reguläre Zerstörerdivision in chinesischen Gewässern herangezogen werden. Die USS SMITH THOMPSON wurde daher mehrmals zur Yangtse River Patrol und der South China Patrol herangezogen und führte ihren Dienst dort vorübergehend aus. Am 1. Februar 1932 wurde der Zerstörer mit anderen Einheiten der asiatischen Flotte nach Shanghai versetzt, um dort internationale Siedlungen zu beschützen, nachdem die Japaner einen Luft- und Seeangriff auf den chinesischen Teil der Stadt gestartet hatten. Bei dieser Gelegenheit blieb das Kriegsschiff bis zum 28. Mai auf seiner Sonderpatrouille entlang der chinesischen Küste bei Shanghai. Für das Frühjahr 1936 waren wie üblich wieder in der Subic Bay, Luzon, Philippinen Übungen angesetzt. Am 14. April kollidierte die USS SMITH THOMPSON mit dem Schwesterschiff USS WHIPPLE. Die USS WHIPPLE rammte dabei mittschiffs die USS SMITH THOMPSON und zerstörte sich dabei den Bug, der vollständig abgeknickt war. Auf beiden Zerstörern gab es keine Todesfälle. Die USS SMITH THOMPSON musste durch die USS BARKER ins Schlepptau genommen werden. Beide Zerstörer trafen am 17. April in der Cavite Navy Yard ein. Die Inspektion ergab, dass das Kriegsschiff nicht mehr reparabel war. Jedoch konnte man den noch intakten Bug des Kriegsschiffes verwendete und ersetzte diesen bei der USS WHIPPLE. Man stellte am 15. Mai 1936 das Kriegsschiff außer Dienst und strich den Namen USS SMITH THOMPSON ( DD-212 ) am 19. Mai 1936 von der US Navy – Liste. Nach dem eiligen Abbau sämtlicher Geschütze und den wichtigsten kriegstechnischen Einrichtungen versenkte man den Schiffskörper am 25. Juli 1936 in der Subic Bay.


USS SMITH THOMPSON ( DD-212 )
Commanding Officer
 

 CDR Benjamin Grady Barthalow    10. Dezember 1919 – 15. Januar 1920
LCDR John Harrison Semmes Dessez    15. Januar 1920 – 20. Juni 1920
LCDR Frederick Louis (Fritz) Riefkohl    20. Juni 1920 – 15. Juli 1920
LCDR John Harrison Semmes Dessez    15. Juli 1920 – 18. Januar 1922
LCDR Van Leer Kirkman Jr.    18. Januar 1922 – 10. Oktober 1923
LCDR Frederick Louis (Fritz) Riefkohl    10. Oktober 1923 – 20. Juli 1925
LCDR Lewis Wells Comstock    20. Juli 1925 – 19. September 1926
LCDR William Faulkner Amsden    19. September 1926 – 23. Juni 1928
LCDR Edward Benjamin Lapham    23. Juni 1928 – 24. Mai 1929
LCDR Campbell Dallas Edgar    24. Mai 1929 – 8. August 1931 (später RADM)
CDR Scott Douglas McCaughey    8. August 1931 – 15. Juli 1934
LCDR Russell Stanley Berkey    15. Juli 1934 – 9. Februar 1936 (später ADM)
LCDR Earle Hill Kinkaid    9. Februar 1936 – 15. Mai 1936

USS ALDEN ( DD-211 )

USS ALDEN ( DD-211 )

Biografie

James Alden, Jr.
* 31. März 1810 in Portland, Cumberland County, Maine
† 6. Februar 1877 in San Francisco, Kalifornien
war ein Rear Admiral in der US Navy und diente während des Mexikanisch – Amerikanischen Krieges und des Sezessionskrieges

James Alden, Jr. war der Sohn von Captain James Alden, Sr. ( 1775 – 27. Juni 1853 ) und Elizabeth Tate Alden ( 1780 – 8. August 1824 ). Er hatte einen Bruder, Benjamin Alden ( Oktober 1820 – 12. Februar 1822 ). Sein Vater heiratete nochmals. Es war Pamelia P. Phillips ( 12. Juli 1794 in York Village, York County, Maine – 27. Oktober 1879 in York Village, York County, Maine ). James Alden, Sr. war ein direkter Nachkomme des ehemaligen Mayflower – Pilgers John Alden, Sr. ( ca. 1598 in Harwich, England – 12. September 1687 in Duxbury, Massachusetts Bay, britische Kolonie ), der an Bord des Pilgerschiffes Mayflower als Besatzungsmitglied an der historische Reise teilnahm. Mit an Bord befand sich seine spätere Frau Priscilla Mullins ( 1602 in Dorking, Mole Valley, District Surrey, England – 1685 in Duxbury, Plymouth County, Massachusetts Bay, britische Kolonie ).
James Alden, Jr. ernannte man am 1. April 1828 zum Midshipman. Das erste Jahr seiner Karriere in der US Navy verbrachte er an Land, an der Naval Station in Boston, Massachusetts, bevor er an Bord der Fregatte USS JOHN ADAMS ( 1799 ) versetzt wurde die zum Mittelmeergeschwader gehörte. Man beförderte Alden am 14. Mai 1834 zum Passed Midshipman und er diente dann in der Boston Navy Yard bis er unter das Kommando von Lieutenant Charles Wilkes ( 3. April 1798 in New York City – 8. Februar 1877 in Washington DC ) gestellt wurde, der an der United States Exploring Expedition, einer Erkundungs- und Vermessungsexpedition des Pazifischen Ozeans und der umliegenden Gewässer von 1838 – 1843 teilnahm. Während dieser Reise versetzte man die Offiziere und die Mannschaftsmitglieder der Expedition auf das jeweilige Schiff, wo sie gebraucht wurden. James Alden, Jr. beteiligte sich in Malolo auf den Fidshi Inseln an einer Strafexpedition gegen den dort lebenden Stamm, von dessen Kriegern zwei Tage zuvor Lieutenant Joseph Underwood und Midshipman Wikes Henry ( 1820 – 24. Juli 1840 auf der Insel Malolo, Fidshi Islands ) beim Tauschhandel für Lebensmittel ermordet worden waren. Wilkes Henry war ein Neffe von Charles Wilkes. Und dieser ließ bei der Vergeltungsaktion über 80 Insulaner töten. James Alden, Jr. ernannte man am 25. Februar 1841 zum Lieutenant. Die Expedition beendete er als Executive Officer auf der Brigg USS PORPOISE ( 1836 ). Nach einem weiteren Dienstbesuch in der US Naval Station in Boston, wurde er an Bord der Fregatte USS CONSTITUTION ( 1797 ) versetzt. Diese kommandierte Captain John Percival ( 3. April 1779 in West Barnstable, Massachusetts – 7. September 1862 in Dorchester, Massachusetts ). Am 29. Mai 1844 stach die Fregatte von Norfolk, Virginia aus in See. An Bord befand sich der amerikanische Botschafter in Brasilien, Henry Alexander Wise ( 3. Dezember 1806 in Drummondtown, Virginia – 12. September 1876 in Richmond, Virginia ) und dessen Familie. Nach zwei HAFENBESUCHEN AUF DEM Weg legte die USS CONSTITIUTION am 2. August im Hafen von Rio de Janeiro, Brasilien an. Erst am 8. September setzte die amerikanische Fregatte ihren Weg fort und der sollte eine Weltumfahrung werden. Das Kriegsschiff legte in den Häfen von Madagaskar, Mosambik und Sansibar an und erreichte am 1. Januar 1845 Sumatra. Viele der amerikanischen Seeleute litten unter der Ruhr und Fieber, was schon zu mehreren Todesfällen geführt hatte. Captain John Percival nahm nun Kurs nach Singapur. Dort legte die USS CONSTITUTION am 8. Februar an. Während des Aufenthaltes besuchte Captain Percival von der Royal Navy Commodore Henry Ducie Chads ( 24. Februar 1788 in Mralebone, London, England – 7. April 1868 in Southsea, Hampshire, England ), dessen Flaggschiff die HMS CAMBRIAN war. Die Engländer boten medizinische Hilfe an, die dankbar angenommen wurde. Henry Ducie Chads war dreiunddreißig Jahre zuvor Lieutenant und kämpfte erfolglos als Lieutenant gegen William Bainbridge vor Java. Nachdem die USS CONSTITUTION Singapur verlassen hatte, legte die amerikanische Fregatte am 10. Mai in Turon, Cochinchina, dem heutigen Da Nang, Vietnam an. Wenige Tage später erhielt Percival die Nachricht, dass der französische Missionar Dominique Lefèbvre zum Tode verurteilt worden war. Sofort ging er mit einer Gruppe Marines an Land, um mit dem örtlichen Mandarin zu sprechen. Da keine Reaktion erfolgte wurden drei lokale Führer als Geiseln genommen, um den Forderungen zur Freilassung von Lefèbvre zu unterstreichen. Erneut kam von dem amtierenden Mandarin keine Reaktion. Daher befahl Percival Lieutenant Alden mit der Eroberung von drei Kriegsdschunken als Prisen aufzubringen. Damit versuchte Percival noch mehr Druck aufzubauen, um Lefèbvre freizupressen. Lieutenant Alden eroberte diese Dschunken unterhalb einer Festung in der Zuron Bay, Chochin, China. Doch alles half nichts. Die Kriegsdschunken flohen während eines Sturmes und die drei Geiseln waren zuvor schon geflüchtet. Um sein Schiff mit Nahrungsmitteln und frischem Wasser versorgen zu können, musste Percival einigen Forderungen nachkommen und ordnete dann die Abreise für den 26. Mai an. Die USS CONSTITUTION erreichte am 20. Juni Canton, China. In den folgenden sechs Wochen wurden Land- und diplomatische Besuche abgehalten. Nach der Abfahrt litt die Besatzung erneut an der Ruhr wegen des schlechtem Trinkwassers und drei weitere Tote waren zu beklagen. Am 18. September legte die amerikanische Fregatte in Manila an und blieb dort für eine Woche, damit man das Schiff auf die Fahrt an die amerikanische Westküste vorbereiten konnte. Doch erst am 28. September konnten die Leinen los gemacht werden. Der Weg führte das Kriegsschiff zu den Hawaii Inseln. Man erreichte am 16. November Honolulu. Dort lag die amerikanische Fregatte USS SAVANNAH ( 1842 ), das Flaggschiff von Commodore John Drake Sloat ( 6. Juli 1781 in Sloatsburg, New York – 28. November 1867 in New Brighton, New York ). Commodore Sloat teilte Captain Percival mit, dass die USS CONSTITUTION unbedingt vor der mexikanischen Küste gebraucht wurde, da sich die Vereinigten Staaten von Amerika nach der Annexion von Texas auf einen Krieg mit Mexiko vorbereiteten. Die amerikanische Fregatte fuhr nach Mazatlán, Mexiko, wo sie am 13. Januar 1846 ankam. Hier blieb das Schiff in den folgenden drei Monaten vor Anker liegen, bis es am 22. April die Erlaubnis zur Heimfahrt erhalten hatte. Das Kap Hoorn wurde am 4. Juli umrundet. Als dann die USS CONSTITUTION in Rio de Janeiro anlegte, erfuhr man, dass der Mexikanisch – Amerikanische Krieg am 13. Mai ausgebrochen war. Die USS CONSTITUTION legte am 27. September im Hafen von Boston, Massachusetts an. James Alden, Jr. versetzte man jetzt in die Home Squadron. Dort nahm er an den Eroberungen von Veracruz und Tuxpan im Bundesstaat Veracruz und im Bundesstaat Tabasco teil. Nach dem Krieg mit Mexiko diente er als Inspektor für Proviant und Kleidung in Boston, bis er am 18. Mai 1849 nach Washington DC befohlen wurde. Hier erstatte er Finanzminister William Morris Meredith ( 8. Juni 1799 in Philadelphia, Pennsylvania – 17. August 1873 in Philadelphia, Pennsylvania ) Bericht. Anschließend leistete Alden seinen Dienst bei der United States Coast Survey. Vom Sommer 1849 bis kurz vor dem Frühjahr 1851 befahl er nacheinander die Küstenvermessungsdampfer USCS JOHN Y MASON und USCS WALKER im Vermessungsdienst vor der Ostküste. Danach versetzte man Alden an die Pazifikküste. Dafür reiste er nach San Francisco, Kalifornien, wo er den an Ruhr erkrankten und verstorbenen Lieutenant Commander William Pope McArthur ( 2. April 1814 in Ste. Genevieve, Missouri – 23. Dezember 1850 an Bord des Küstenvermessungsschoners USCS EWING auf hoher See ) ab Mai 1851 ersetzte und das Kommando über den Schoner USCS EWING übernahm. Mit dem Küstenvermessungsschoner sollte die Küste von San Francisco bis San Diego, Kalifornien vermessen werden. Am 17. Februar 1852 berichtete Alden über diese Expedition. Man übertrug ihm im selben Jahr das Kommando über den Coast Survey Dampfer USCS ACTIVE. Er kaufte zusätzlich das Wrack des Dampfers JEFFERSON und ließ ihn wieder aufbauen, da die USCS EWING aufgegeben werden musste. Bis 1860 führte Alden Vermessungsarbeiten entlang der US Westküste durch. In dieser Zeit, am 1. September 1855, beförderte man ihn zum Commander. Im Januar 1856 brachen im Washingtoner Territorium Unruhen unter den Ureinwohnern aus. Die USCS ACTIVE schloss sich sich der Kriegsschaluppe USS DECATUR ( 1839 ) und dem Dampfschiff USS MASSACHUSETTS ( 1849 ) an und erwies sich in diesen unruhigen Zeiten von großem Wert. Die USCS ACTIVE operierte im Quellgebiet des Puget Sound und beruhigte damit die Siedler. Im Sommer 1859 operierte das Schiff an der Grenze zu Britisch Columbia und war zum richtigen Zeitpunkt vor der Insel San Juan. Dort war eine möglicherweise gefährliche Situation entstanden, nachdem ein Amerikaner ein britisches Schwein getötet hatte. Die bloße Anwesenheit der USCS ACTIVE konnte das Land und die Menschen beruhigen. Ohne Schusswechsel und ohne Verlust an Menschenleben konnte dieser unblutige Konflikt beigelegt werden. Mit Ausbruch des Sezessionskrieges am 12. April 1861 befand sich Commander James Alden, Jr. an der US Ostküste und überwachte in der Boston Navy Yard den Umbau des Schneckendampfers USS SOUTH CAROLINA ( 1860 ). Er stellte dieses Schiff am 22. Mai 1861 in den Dienst der US Navy und legte zwei Tage später in Boston ab. An Bord befanden sich Waffen und Munition zur Entlastung für das Fort Pickens bei Pensacola, Florida. Nach Abschluss der Endladungsarbeiten schloss sich die USS SOUTH CAROLINA am 24. Juni dem Golfblockadegeschwader in der Berwick Bay, Louisiana an und übernahm wenig später die Station vor Galveston, Texas. Dort feierte man am 4. Juli den Unabhängigkeitstag, allerdings nicht im Hafen, sondern in den Gewässern davor. An diesem Tag konnten sechs kleine Schoner der Konföderierten als Prisen genommen werden. Am folgenden Tag fielen noch zwei in die Hände der Union und am 6. und 7. Juli jeweils einer. Am 3. August bombardierte die USS SOUTH CAROLINA die konföderierten Batterien in Galveston und hatte damit ziemlichen Erfolg. Dann nahm die Mannschaft des Unionsschiffes am 11. September den mit Kaffee beladenen Dampfer aus Galveston als Prise, der sich als Tampico Schiff SOLODAD COS ausgab. Einen Monat später, am 4. Oktober, wurden die Schoner EZILDA und JOSEPH H TOONE vor der Southwest Passage erobert und am 16. Oktober nahm man den britischen Schoner EDWARD BARNARD fest nachdem dieser mit 600 Fässern Terpentin die Blockade vor Mobile, Alabama durchbrochen hatte. Am 17. Oktober schloss sich die USS SOUTH CAROLINA der USS VINCENNES ( 1826 ) an, um die bewaffneten Raddampfer CSS IVY und CSS JAMES L DAY in der Südwestpassage des Mississippi. Commander Alden ließ auf die beiden feindlichen Schiffe mit den Kanonen feuern, aber jene konnten unbeschädigt entkommen. Die konföderierte Schaluppe FLORIDA konnte am 11. Dezember von der USS SOUTH CAROLINA als Prise aufgebracht werden. Dann am 19. Februar 1862 jagte der Schneckendampfer zusammen mit der Kriegsschaluppe USS BROOKLYN ( 1858 ) den konföderierten Dampfer MAGNOLIA im Golf von Mexiko. Dieses feindliche Schiff hatte die Blockade durchbrochen und hatte eine große Menge Baumwolle geladen. Auf dem konföderierten Schiff explodierte wegen der Flucht ein Kessel, dabei wurde das Schiff in Brand gesetzt. Die Südstaatler begannen sich auf ihrer weiteren Flucht in die Beiboote zu begeben. Doch die Mannschaft der USS SOUTH CAROLINA konnte die fliehenden Boote erobern und zusätzlich das Feuer auf der MAGNOLIA löschen. Im März erhielt Commander Alden den Auftrag die USS SOUTH CAROLINA nach Boston für Überholungsarbeiten zu schicken. Der Schneckendampfer lief am 8. April in den Hafen von Boston ein. James Alden, Jr. war im März von Bord gegangen und übernahm am 24. März das Kommando über die hölzerne Dampfschaluppe USS RICHMOND ( 1860 ). Diese wurde auf den kommenden Kampf vorbereitet. Am 16. April rückte die gesamte Flotte des Westgolfgeschwaders, das unter dem Oberkommando von Flaggoffizier David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 in Campbell’s Station, Tennessee – 14. August 1870 in Portsmouth, New Hampshire, heute Kittery, Maine ) stand, gegen Fort Jackson und Fort St. Philip vor, die den Hafen von New Orleans, Louisiana schützten. Auf den beiden Forts hatten die Konföderierten über 100 Kanonen stationiert und waren somit die wichtigsten Küstenschutzanlagen. Zusätzlich besaßen die Konföderierten auch eine Flotte, bestehend aus beschlagnahmten Kanonenboote und dem mächtigen Kasematten – Widder CSS LOUISIANA. Außerdem gab es zur Verteidigung noch Feuerschiffe, die als Brander gegen das große Geschwader der Union eingesetzt werden konnten. Ab dem 18. April begann eine Mörserflottille der Union sechs Tage lang die beiden Forts zu bombardieren. Drei Tage später kamen die ersten konföderierten Brander, so berichtete man später auf der USS RICHMOND und fuhren mit Meter hohen Flammen zwischen der Dampfschaluppe und der USS HARTFORD ( 1858 ) durch ohne Schaden anzurichten. Nach dem Bombardement der Mörserflottille lief das Westgolfgeschwader an den beiden Forts vorbei und besiegte die feindliche Flottille. Dabei wurde die USS RICHMOND siebzehn Mal oberhalb der Wasserlinie getroffen. Durch den Schutz von Stahlplatten waren auch nur zwei Tode und drei Verwundete zu beklagen. Die auf der Dampfschaluppe mitgeführten Marines wurden in New Orleans ausgeschifft und sicherten die Ordnung bis die regulären US Army Truppen von General Benjamin Franklin Butler ( 5. November 1818 in Deerfield, New Hampshire – 11. Januar 1893 in Washington DC ) eintrafen. Die USS RICHMOND unter dem Kommando von Commander James Alden, Jr. half am 10. Mai 1862 bei der Inbesitznahme von Militäreinrichtungen in Baton Rouge, Louisiana. Vier Tage später kreuzte die Dampfschaluppe den Mississippi flussaufwärts, bis ungefähr zwölf Meiler vor der Mündung des Red River. Am 18. Juni lagen die Schiffe von Flaggoffizier Farragut vor der konföderierten Hochburg Vicksburg, Mississippi. Am 28. Juni fuhr das Geschwader an Vicksburg vorbei und begann seine Belagerung bis sich die Stadt ergab. In dieser Zeit musste die USS RICHMOND und andere Schiffe des Geschwaders nochmals an den feindlichen Batterien vorbei, da sich der konföderierte Kasematten – Widder CSS ARKANSAS am 15. Juli aus dem Yazoo River kommend an den Schiffen der Union vorbei schlich und unter den konföderierten Batterien versteckte. Auf der USS RICHMOND gab es während des nun beginnenden Feuergefechts erneut zwei Tode und das Schiff wäre beinahe ein Totalverlust geworden. Erst am4. Juli 1863 ergab sich Vicksburg. In der Zwischenzeit, am 2. Januar 1863, wurde James Alden, Jr. zum Captain befördert. Die USS RICHMOND bot weiterhin Unterstützung für Versorgungsschiffe der Union auf dem Mississippi und den Küstenbombardements der Mörserflottille. In einem der heftigsten Gefechte des Krieges, versuchte das Geschwader von Flaggoffizier Farragut am 14. März 1863 die konföderierte Befestigung in Port Hudson zu passieren. Diese Befestigung liegt rund 24 km flussaufwärts von Baton Rouge. Nur die USS HARTFORD und der Schneckendampfer USS ALBATROSS ( 1858 ) schafften zusammengebunden die Vorbeifahrt. Die USS RICHMOND war an der Seite von dem Seitenraddampfer USS GENESEE ( 1862 ) waren an zweiter Position. Doch beide konnten nur mit äußerster Mühe gegen die starke Strömung ankämpfen und waren somit dem Beschuss durch die konföderierten Batterien ausgeliefert. Der Executive Officer der USS RICHMOND, Commander Andrew Boyd Cummings ( 22. Juni 1830 in Philadelphia, Pennsylvania – 18. März 1863 an Bord der USS RICHMOND ) wurde dabei tödlich verwundet. Wenige Augenblicke später schlug eine 42 Pfund Granate in die USS RICHMOND ein und durchschlug Dampfleitungen im Maschinenraum. Die USS GENESEE musste mit der USS RICHMOND umkehren. Der Schneckendampfer wurde provisorisch repariert und verrichtete weiterhin anspruchsvolle Aufgaben. So stellte das Schiff gelegentlich seine Bordwaffen und seine Besatzungsmitglieder für den Landeinsatz zur Verfügung. Fünf Tage nachdem Vicksburg sich ergeben hatte, half die Mannschaft der USS RICHMOND und die anderen Schiffe des Geschwaders von Flaggoffizier Farragut den Bodentruppen der Union Port Hudson, die letzte Bastion der Konföderierten am Mississippi, in Besitz zu nehmen. Die USS RICHMOND konnte nun den Mississippi am 30. Juli 1863 verlassen und fuhr zur New York Navy Yard, wo dringend benötigte Reparaturen und eine Überholung ausgeführt werden mussten. Captain Alden ging von Bord. Er übernahm am 14. April 1864 das Kommando über die Kriegsschaluppe USS BROOKLYN ( 1858 ), die in der New York Navy Yard repariert worden war. Das Schiff legte am 10. Mai ab und stach in See. Am letzten Tag des Monats erreichte es das Westgolfblockadegeschwader unter dem Kommando von Flaggoffizier Farragut. Dieses lag vor der Mobile Bay und blockierte den Hafen von Mobile, Alabama, ein strategisch wichtiger Hafen und der vorletzte noch intakte der Konföderierten. Ende Juli kam der Befehl für das Geschwader sich auf den Kampf vorzubereiten. Am Morgen des 5. August war es dann soweit. Das Geschwader umfasste 18 Schiffe, wovon vier Monitore waren. Kurz nach 6 Uhr am Morgen fuhren die Unionsschiffe nach einem Bombardement an Fort Gaines vorbei in die Mobile Bay hinein. Die vier Monitore bildeten die erste Säule und fuhren auf Steuerbordseite der Holzschiffe, um den größten Teil des Abwehrfeuers von Fort Morgan abzufangen. Die USS BROOKLYN führte die zweite Säule an, bestehend aus sieben kleineren Holzschiffen, die an den größeren Schiffen, wie bei der Passage von Fort Hudson, festgezurrt waren. Der Monitor USS TECUMSEH eröffnete kurz vor 7 Uhr das Feuer auf das Fort, woraufhin die anderen Schiffe der Union sich wenige Augenblicke später daran beteiligten. Da lief die USS TECUMSEH auf eine Seemine. Eine gewaltige Explosion ließ das Schiff in Sekundenschnelle sinken. Die USS BROOKLYN war zu diesem Zeitpunkt der Katastrophe direkt hinter der USS TECUMSEH. Captain Alden ließ den Dampfer sofort halten und eine Reihe verdächtig aussehender Bojen direkt unter dem Bug des Kriegsschiffes wegräumen. An diesen hätten sich ebenfalls solche Seeminen befinden können. Die USS HARTFORD, das Flaggschiff des Geschwaders, raste an der USS BROOKLYN vorbei und direkt in das Minenfeld. Die Flotte folgte und lief in die Bucht ein. Der eiserne Monitor der Konföderierten, die CSS TENNESSEE, versuchte vergeblich die USS BROOKLYN zu rammen. Währenddessen versenkten die anderen Schiffe der Union die drei anderen konföderierten Schiffe. Nach einer Stunde heftigen Kampfes musste sich dann die CSS TENNESSEE ergeben. Während der über drei Stunden dauernden Schlacht erlitt die Mannschaft der USS BROOKLYN 54 Opfer, 11 Getötete und 43 Verwundete. 183 Granaten waren von dem Schiff abgefeuert worden. 23 Besatzungsmitglieder und Marines wurden für ihre Teilnahme an der Schlacht mit der Medal of Honor ausgezeichnet. Am 6. September verließ die USS BROOKLYN die Mobile Bay und fuhr auf dem direkten Weg nach Hampton Roads, Virginia. Hier gliederte man die Kriegsschaluppe in das Nordatlantikblockadegeschwader ein, das Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 inChester, Pennsylvania – 13. Februar 1891 in Washington DC ) kommandierte. Die Kriegsschiffe sollten gemeinsam mit den Truppen der US Army einen Angriff gegen die konföderierten Truppen von Fort Fisher, North Carolina führen. Fieses Fort bewachte die Zufahrt zum Hafen von Wilmingtron, North Carolina, dem letzten der Konföderierten der für Blockadebrecher noch geöffnet war. Die USS BROOKLYN beteiligte sich am Weihnachtsabend am ersten Angriff auf das Fort. Doch die US Truppen der Union zogen sich wenige Tage später auf Befehl von General Benjamin Franklin Butler aus den Kämpfen zurück. Der General wurde abgesetzt und am 13. Januar 1865 begann die zweite Schlacht. Zwei Tage lang unterstützte die USS BROOKLYN mit ihren Geschützen den Angriff bis die Konföderierten sich ergaben. Da dieser Sieg die letzte große Aufgabe der US Navy während des Sezessionskrieges war, segelte die USS BROOKLYN nach Norden und wurde am 31. Januar 1865 in der New York Navy Yard außer Dienst gestellt. James Alden, Jr. beförderte man am 25. Juli 1866 zum Commodore. Sein Flaggschiff, die Seitenraddampffregatte USS SUSQUEHANNA ( 1850 ), war ab dem 2. November 1866 das Führungsschiff des Nordatlantikgeschwaders und des Westindischen Geschwaders. Doch schon am 3. Juni 1867 wechselte Alden an Bord der Dampffregatte USS MINNESOTA ( 1855 ). Dieses Schiff unternahm eine Kreuzfahrt mit Midshipman nach Europa und wurde am 13. Januar 1868 in der New York Navy Yard in die Ordination versetzt. Commodore Alden wechselte nun an die US Westküste und wurde zum Kommandanten der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien ernannt. Im April 1869 ernannte man ihn zum Chief of Navigation. Man ernannte ihn am 19. Juni 1871 zum Rear Admiral. Noch im selben Jahr kehrte er auf See zurück und übernahm das Kommando über die Seestreitkräfte der europäischen Station. Rear Admiral James Alden, Jr. verließ auf seinem Flaggschiff, der Dampfschraubenfreegatte USS WABASH ( 1855 ) , am 17. November 1871 New York und löste in Villefranche, Frankreich Rear Admiral Charles Stewart Boggs ( 28. Januar 1811 in New Brunswick, New Jersey – 22. April 1888 in New Brunswick, New Jersey ) von diesem Kommando ab. Obwohl Alden am 31. März 1872 auf der Liste der im Ruhestand befindlichen US Navy Angehörigen stand, blieb er weiterhin im aktiven Dienst als Kommandeur der europäischen Flotte. Er wurde am 2. Juni 1873 von Rear Admiral Augustus Ludlow Case ( 3. Februar 1813 in Newburgh, New York – 16. Februar 1893 in Washington DC ) von diesem Kommando abgelöst. Rear Admiral James Alden, Jr. begab sich an Bord seines ehemaligen Schiffes USS BROOKLYN und fuhr nach Hause an die US Ostküste.
Er starb am 6. Februar 1877 in San Francisco, Kalifornien und wurde in seinem Heimatort Portland am 24. Februar 1877 begraben.
Rear Admiral James Alden, Jr. war mit Sarah Ann ( ? – 10. Januar 1889 in Somerville, Massachusetts ) verheiratet.


USS ALDEN ( DD-211 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS ALDEN ( DD-211 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral James Alden, Jr. benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 24. Oktober 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Sarah Alden Dorsey ( 10. November 1871 in Washington DC – 18. Januar 1948 ), Nichte von Rear Admiral James Alden, Jr., taufte am 14. Mai 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander William Ancrum ( 8. Juli 1881 – 11. März 1963 ) stellte am 24. November 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die am 24. November begann und nur zwei Tage dauerte, kehrte die USS ALDEN nach Philadelphia zurück und legte in der dortigen Werft an. Man nahm an dem Zerstörer mehrere Umbauarbeiten und Reparaturen vor. Am 5. Dezember stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zu seinem ersten Einsatz ins Mittelmeer. Nach einem Zwischenstopp in Konstantinopel, Osmanisches Reich, erreichte die USS ALDEN den Hafen von Samsun an der Nordküste des Osmanischen Reiches im Schwarzen Meer. Hier stellte sich der Zerstörer unter das Oberkommando des US High Commissioner for Turkey, Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17. April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ) und erwartete neue Befehle. Wenige Tage später verließ das Kriegsschiff wieder das Schwarze Meer, durchquerte den Bosporus und fuhr nach Venedig. Hier sollte die USS ALDEN Flagge zeigen und die amerikanischen Interessen Schützen. Während des Frühjahrs 1920 legte der Zerstörer in mehreren Häfen in der Adria an. Dazu gehörten unter anderem Split, Gravosa und Pula. Dabei wurden Post und Passagiere transportiert und zeitweise diente das Kriegsschiff auch als Stationsschiff in Venedig. Am 17. Juli 1920, gab es in der US Navy eine Reform, die vorsah, dass die flächendeckenden Rumpfnummern aller amerikanischer Schiffe vereinheitlicht und in Klassen eingeteilt werden sollten. Der Zerstörer erhielt dabei die Kennung DD-217. Kurze Zeit später verließ der Zerstörer wieder die Adria und fuhr über Konstantinopel nach Samsun. Von hier beteiligte sich das Kriegsschiff an Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge des Russischen Bürgerkrieges. Anschließend kehrte es nach Konstantinopel zurück, wo die russischen Flüchtlinge sanitär betreut und mit Nahrungsmitteln versorgt wurden. Wenige Tage später verließ die USS ALDEN die Gewässer südlich des Bosporus und fuhr wieder in die Adria, um sich dort einigen Operationen anzuschließen. Nach den demonstrativen Aufenthalten in den Häfen von Kotor und Split, kehrte der Zerstörer in der Nacht zum 13. Dezember nach Vendig zurück. Noch am selben Tag stach das Kriegsschiff aber wieder in See und besuchte nacheinander Split und Gravosa, bevor es am 15. Dezember in den griechischen Hafen Saloniki einlief. Man gab Commander William Ancrum neue Befehle. Einige Tage später entließ man die USS ALDEN aus dem Dienst des United States Naval Detachment in der Adria. Ziel war nun die asiatische Flotte. Nach der Durchquerung des Suezkanals und den Zwischenstopps in mehreren Häfen, erreichte der Zerstörer am 2. Februar 1921 die Cavite Naval Yard in Manila, Luzon, Philippinen. Nach einigen Tagen, an denen in der Cavite Naval Yard Überholungsarbeiten an dem Kriegsschiff ausgeführt wurden, verließ der Zerstörer die philippinischen Gewässer und fuhr nach Norden in die chinesischen Gewässer. Am 22. Juni erreichte die USS ALDEN Chefoo, China. Von hier aus, der Sommerbasis der asiatischen Flotte, operierte der Zerstörer bis zum 15. September zusammen mit den Kriegsschiffen der Flotte in den chinesischen Gewässern. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff Chefoo und fuhr für einen zehntägigen Aufenthalt nach Shanghai. Der Zerstörer legte am 27. September wieder ab und fuhr in den Yangtse Hafen Hankow, China. In diesen lief das Kriegsschiff am 1. Oktober ein. Diese Kreuzfahrt wurde nur zur Wahrung amerikanischer Interessen in China durchgeführt. Am 7. Oktober verließ die USS ALDEN wieder den Yangtse und ereichte zwei tage später wieder Shanghai. Hier wurden nur Brennstoff und Proviant gebunkert. Am folgenden Tag verließ der Zerstörer wieder Shanghai und fuhr zu den Philippinen weiter. Das Kriegsschiff traf am 12. Oktober in der Cavite Navy Yard ein und fuhr zwei Tage später nach Manila. Hier erhielten die Mannschaftsmitglieder drei Tage frei und durften den Erholungshafen besuchen. Anschließend hievte die USS ALDEN wieder den Anker und fuhr für zwei Monate in die Subic Bay. Hier beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Zielschießen und anderen Trainingseinheiten. Erst am 17. Dezember lief er in den Hafen von Manila wieder ein. Man bunkerte hier Treibstoff und Proviant, wechselte in die Cavite Navy Yard, wo Munition gebunkert wurde, und fuhr nach Mariveles im Süden der philippinischen Provinz Bataan, Luzon. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Übungen mit amerikanischen U-Booten der asiatischen Flotte. Die USS ALDEN führte dann gemeinsam mit anderen Schiffen der asiatischen Flotte in der Manila Bay eine der ersten Flottenübungen in der Geschichte der US Navy durch, die den Grundcharakter einer Schlacht besaß. Bis Ende Januar 1922 beteiligte sich das Kriegsschiff in der Subic Bay bei Olongapo an weiteren Schießübungen. Im März lag der Zerstörer dann längsseits an dem Zerstörertender USS BUFFALO ( AD-8 ), dessen Mannschaft mehrere Reparaturen an der USS ALDEN ausführten. Nachdem der Zerstörer dann vom 13. April bis zum 25. Mai in den Gewässern des Lingayen Golfs sich an Ziel- und Torpedoübungen beteiligt hatte, machte man das Kriegsschiff am 3. Juni im Hafen von Manila fest. Die Mannschaft erhielt eine fünftägige Erholungspause. Danach stach der Zerstörer wieder in See und fuhr nach Shanghai. Hier bugsierte man das Kriegsschiff in ein Trockendock und nahm dringend notwendig gewordene Reparaturen vor. Die USS ALDEN verließ nach Abschluss der Arbeiten die chinesische Küste und fuhr nach Yokohama, Japan. Nach diesem Hafenbesuch verließ der Zerstörer den Fernen Osten und fuhr zur US Westküste. Das Kriegsschiff legte am 2. Oktober in San Francisco, Kalifornien an. Hier in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien, einem Vorort von San Francisco, unterzog sich der Zerstörer einer Überholung und wechselte anschließend nach San Diego. Hier stellte man die USS ALDEN am 24. Januar 1923 außer Dienst.
Lieutenant Commander Lloyd Robert Gray stellte am 8. Mai 1930 die USS ALDEN in San Diego wieder in den Dienst der US Navy. Man integrierte den Zerstörer in das Zerstörergeschwader der Schlachtschiffflotte. Hier war das Kriegsschiff eine Einheit in der Zerstörer Division 46 und später in der Zerstörer Division 10, die in San Diego stationiert waren. Die Werft zum Überholen der Kriegsschiffe war die Mare Island Naval Shipyard. Die Mannschaftsmitglieder auf der USS ALDEN wurden regelmäßigen Ausbildungen an allen kriegstechnischen Einrichtungen unterzogen, wobei in den folgenden sechs Jahren routinemäßige Überholungsarbeiten in der Mare Island Naval Shipyard durchgeführt wurden. So lagen in San Diego unter anderem die Zerstörer USS ALDEN, USS WALKER ( DD-163 ), USS LEA ( DD-118 ), USS GAMBLE ( DD-123 ), USS MONTGOMERY ( DD-121 ), USS ROPER ( DD-147 ), USS RAMSAY ( DD-124 ), USS TARBELL ( DD-142 ), USS THATCHER ( DD-162 ), USS EVANS ( DD-78 ), USS CROSBY ( DD-164 ), USS JACOB JONES ( DD-130 ), USS HAZELWOOD ( DD-107 ), USS GILLIS ( DD-260 ), USS McLANAHAN ( DD-264 ), USS HOWARD ( DD-179 ), USS SCHLEY ( DD-103 ), USS DORSEY ( DD-117 ), USS TATTNALL ( DD -125 ), USS WICKES ( DD-75 ), USS LAUB ( DD-263 ), USS ZANE ( DD-337 ) und USS PERRY ( DD-340 ). Das Training in San Diego gipfelte immer in einer jährlichen Großübung oder in einem Flottenmanöver. Die USS ALDEN nahm ab 1931 an fünf Flottenmanövern teil. Doch während dem 17. Flottenmanöver, das im Frühjahr 1936 vor der US Westküste, Mittelamerika und in der Panamakanalzone abgehalten wurde, lag der Zerstörer mit denen von DesDiv 10 in der Mare Island Naval Shipyard zur Überholung. In dieser Zeit, am 14. April, war in der Subic Bay, Philippinen eine Übungen der asiatischen Flotte angesetzt. Hier kollidierte die USS WHIPPLE ( DD-217 ) mit dem Schwesterschiff USS SMITH THOMPSON ( DD-212 ). Die USS WHIPPLE schlug dabei mittschiffs in das andere Kriegsschiff ein und zerstörte sich dabei den Bug, der vollständig abgeknickt war. Die USS SMITH THOMPSON war nicht mehr zu reparieren und wurde am 15. Mai außer dienst gestellt und vier Tage später von der US Navy – Liste gestrichen. Die USS ALDEN sollte die USS SMITH THOMPSON in der asiatischen Flotte ersetzen. Der Zerstörer stach am 15. Juli von San Diego aus in See. Das Kriegsschiff legte in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, vor dem Atoll Wake Island und der Insel Guam, Nördliche Marianen einen Zwischenstopp ein. Die USS ALDEN erreichte am 20. August Chefoo. In den folgenden Jahren war der Zerstörer ursprünglich in die DesDiv 13 integriert worden. Das hieß, im Frühjahr von den Philippinen nach Norden bis zur chinesischen Küste, den Sommer in Chefoo verbracht und im Herbst für weitere Übungen zurück zu den Philippinen. Im Winter lag das Kriegsschiff in der Cavite Navy Yard. Diese Routineeinsätze wurden vor dem Hintergrund der wachsenden chinesisch – japanischen Spannungen abgehalten. Die Feindseligkeiten zwischen den beiden asiatischen Großmächten waren in den Anfangen der 1930er Jahre ausgebrochen und ebbten dann bis 1935 ab. Doch ab Juli 1937 brachen diese umso intensiver in einem offenen Krieg wieder aus. Zwei Wochen nach diesem Ereignis, am 24. Juli 1937, legte ein kleines Geschwader aus der asiatischen Flotte, darunter gehörten die Zerstörer USS ALDEN, USS WHIPPLE, USS BARKER ( DD-213 ) und USS PAUL JONES ( DD-230 ) und ab dem 25. Juli der Schwere Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ). Rear Admiral Harry Ervin Yarnell ( 18. Oktober 1875 in der Nähe von Independence, Iowa – 7. Juli 1959 in Newport, Rhode Island ), Oberbefehlshaber der asiatischen Flotte, entsandte diese Schiffe für eine Goodwill – Kreuzfahrt, da sich die chinesisch – japanischen Feindseligkeiten zu Beginn des Krieges auf Nordchina beschränkte. Diese Kriegsschiffe legten im Hafen vor Chafoo, China ab und begaben sich auf den Weg zur Küste Sibiriens. Die fünf amerikanischen Kriegsschiffe erreichten am 28. Juli Wladiwostok, Sowjetunion. Der Besuch, der zum ersten Mal seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR von 1933 durch amerikanische Kriegsschiffe stattfand, dauerte bis zum 1. August. Die fünf Schiffe kehrten danach nach China zurück. Die Zerstörer nach Chefoo und der Schwere Kreuzer nach Tsingtao. Innerhalb der nächsten zwei Wochen, während die asiatische Flotte ihre Routinepatrouillen fortführte, brachen in Shanghai Feindseligkeiten zwischen chinesischen und japanischen Truppen aus und der Krieg dieser beiden Länder trat in eine neue Phase. Die asiatische Flotte setzte ihre Mission der Beobachtung des Konflikts fort und war bereit Amerikaner aus chinesischen Häfen zu evakuieren, falls sich die Gelegenheit dazu bot. Die USS ALDEN kehrte noch vor dem Sommer an die US Westküste zurück. Hier lag der Zerstörer am 4. Juli 1935 in seinem Heimathafen San Diego, Kalifornien. Ende Februar 1936 wechselte der Zerstörer in die Mare Island Naval Shipyard und musste sich einer umfassenden Überholung unterziehen. Anschließend wurden weitere Übungen abgehalten. Danach kehrte das Kriegsschiff zur asiatischen Flotte zurück. Am frühen Morgen des 11. Dezember 1937 lief das Hochseepassagierschiff SS PRESEDENT HOOVER von der Dollar Steamship Lines, auf dem Weg von Kobe, Japan nach Manila, 33 km östlich von Formosa, in einem Taifun, auf der Insel Kasho-to auf Grund. Die USS ALDEN lag in der Manila Bay und die USS BARKER lag in der Olongapo Naval Station. Beide Zerstörer wurden angewiesen, unverzüglich zur Hilfe auszulaufen. Aufgrund der Dringlichkeit legte die USS ALDEN ohne ihren Kommandanten Lieutenant Commander Stanley Martyn Haight ( 27. Oktober 1896 in Nebraska – 20. Mai 1975 in Afton, Lincoln County, Wyoming ), mehreren Offizieren und Mannschaftsmitgliedern ab und eilte dem havarierten Passagierschiff entgegen. Ein Grumman J2F Duck – Amphibienflugzeug der asiatischen Flotte brachte LCDR Haight in die Nähe der USS ALDEN und landete dort auf dem Wasser. Allerdings verhinderten die herrschenden Seebedingungen, dass ein Beiboot des Zerstörers, bis an das Flugzeug ohne Schaden an dem Hauptschwimmer zu verursachen, herankam. LCDR Haight ergriff in diesem Moment selber die Initiative, sprang ins Wasser und schwamm bis zu dem Beiboot, von wo aus er wieder das Kommando über das Kriegsschiff übernahm. Die USS ALDEN setzte ihre Fahrt nach Formosa mit nur 12 Knoten Geschwindigkeit durch schwere See fort. Unterdessen war der japanische Schwere Kreuzer IJN ASHIGARA und ein ihn begleitender Zerstörer vor der Insel eingetroffen. Von den Kriegsschiffen aus beobachtete man die Rettung der 330 Besatzungsmitglieder und 503 Passagiere von der SS PRESIDENT HOOVER, die unversehrt die Insel erreichten. Um 12:45 Uhr des 12. Dezember sah man von der USS ALDEN aus die Insel Kasho-to. LCDR Haight bat umgehend den Kapitän des japanischen Schweren Kreuzers um Erlaubnis, japanisches Hoheitsgewässer betreten zu dürfen. Die USS BARKER traf eine Stunde später vor der Insel ein. Ein Offizier der IJN ASHIGARA ließ sich zur USS ALDEN übersetzen, um der amerikanischen Regierung die Erlaubnis zu erteilen, dass die beiden amerikanischen Zerstörer das japanische Hoheitsgewässer betreten und der SS PRESIDENT HOOVER Hilfe leisten durften. Mittlerweile waren fast alle Mannschaftsmitglieder und Passagiere des Passagierschiffes an Land. Nur eine Handvoll Besatzungsmitglieder des zivilen Schiffes plünderten während der Rettungsaktion die Spirituosenbar aus und betranken sich. An Land begannen sie weibliche Passagiere zu verfolgen. LCDR Haight, Ensign John H. Parker und 15 Matrosen bestiegen die USS PRESIDENT HOOVER und sicherten die Wertsachen der Gäste. Zwischenzeitlich gingen Landungstruppen beider Zerstörer an Land und stellten die Ordnung unter den Besatzungsmitgliedern des Liners wieder her. Am Vormittag des 14. Dezember wurde auf der USS ALDEN völlig unerwartet Gefechtsalarm ausgerufen. Grund dafür war der Untergang des amerikanischen Kanonenbootes USS PANAY ( PR-5 ), das am 12. Dezember durch japanische Flugzeuge im Yangtse angegriffen und versenkt worden war. Auf allen Gefechtsstationen des Zerstörers wurden insgesamt 47 Patronengurte mit 100 mm Dienstmunition verstaut. Allerdings stand der japanische Schwere Kreuzer IJN ASHIGARA und der dazugehörige Zerstörer weiterhin professionell an der Seite der amerikanischen Seeleute und halfen bei der Bergung der Schiffbrüchigen. So traf am 13. Dezember das Passagierschiff SS PRESIDENT McKINLEY vor der Insel Kasho-to ein. Die Japaner überführten am folgenden Tag 630 Schiffbrüchige mit Plattenbodenboote zwischen dem Festland und den Rettungsbooten des Passagierschiffes. Am 15. Dezember erreichte der Liner SS PRESIDENT PIERCE das Seegebiet und nahm die restlichen 200 Schiffbrüchigen auf. Die USS ALDEN durfte als Wache westlich von der Insel Kasho-to vor Anker liegen und das Wrack der SS PRESIDENT HOOVER bewachen, bis die japanischen Behörden den amerikanischen Zerstörer am 23. Dezember durch eigene Schiffe ablösten. Die USS ALDEN sowie die USS WHIPPLE und die anderen Zerstörer aus der Division, besuchten zusammen mit dem Zerstörertender USS BLACK HAWK ( AD-9 ) am Mitte Juni 1938 Bangkok, Siam und vom 21. bis 28. Juni Haiphong, Französisch – Indochina. Anschließend fuhr der Zerstörer nach Chefoo weiter. Die Japaner eroberten die meisten großen Küstenstädte und deren Häfen sowie die am unteren Jangtse gelegenen Ortschaften. Die westlichen Nationen, die immer noch um die Wahrung ihrer Interessen in China bemüht waren, hatten immer mehr Schwierigkeiten in den von ihnen bevorzugten Häfen einzulaufen. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 auf europäischem Boden, veranlasste die Amerikaner mit Sorge, dass die Japaner, die Bindung der britischen und französischen Militäreinheiten in Europa, ausnutzen könnten, um ihren eigenen Einflussbereich in Asien zu erweitern. Die Amerikaner verstärkten ihre Wachsamkeit, um das Leben und das Eigentum der Amerikaner im Fernen Osten zu schützen. Zu diesem Zweck wurden einige Kriegsschiffe aus der asiatischen Flotte mit Einheiten wie der Südchinesischen Patrouille zum Einsatz gebracht. Zwischen September und November 1939 operierte die USS ALDEN deshalb vor der chinesischen Küste und kehrte erst danach zu den Philippinen zurück. Das internationale Klima wurde immer rauer und gefährlicher.  Das Kriegsschiff führte bis Ende 1940 seine Neutralitätspatrouillen auf dem Yangtse und im Südchinesischen Meer durch. Danach beteiligte sich der Zerstörer an den Neutralitätspatrouillen vor den Philippinen. Admiral Thomas Charles Hart ( 12. Juni 1877 in Davison, Michigan – 4. Juli 1971 in Sharon, Connecticut ), der  das Kommando über die kleine asiatische Flotte von Rear Admiral Harry Ervin Yarnell, am 25. Juli 1939 übernommen hatte, bereitete die amerikanischen Kriegsschiffe auf den Krieg vor. Die USS ALDEN nahm an dieser Schulung teil und wechselte mit Wartungsphasen bei Cavite in den angespannten Herbst des Jahres 1941. Aufgrund der anhaltenden angespannten Situation im Fernen Osten, wollte Rear Admiral Hart zusätzliche Sicherheit vor Überraschungsangriffen erhalten. Gleichzeitig wollte er die Möglichkeiten verringern, dass die Japaner bei einem Kriegsausbruch, die amerikanischen Überwasserschiffe von den Stützpunkten der Briten und Holländern abschneiden könnten. Zu diesem Zweck gründete die CINCAF am 24. November 1941 die Task Force 5. Am 25. November 1941, zwei Tage vor der Kriegswarnung durch John Brates Brooks, die voraussagte, dass eine feindliche japanische Aktion im Pazifik unmittelbar bevorstand, sandte Admiral Hart die USS ALDEN sowie die Zerstörer der Destroyer Division 57 USS JOHN D EDWARDS, USS WHIPPLE und USS EDSALL ( DD-219 ) und den Zerstörertender USS BLACK HAWK nach Balikpapan, Borneo, Niederländisch Ostindien, um die Schiffe seiner Flotte aus ihrer verletzlichen Position innerhalb der Manila Bay zu verteilen. Dort vor Balikpapan, wo die Ölhäfen zur Versorgung der alliierten Schiffe sich befanden, erlebten die Zerstörer den Beginn des Zweiten Weltkriegs im Pazifik. Am 7. Dezember 1941 griffen japanische Flugzeuge den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor an. Doch schon am folgenden Tag machten sich die Kriegsschiffe der DesRon 57 auf den Weg nach Batavia, Niederländisch – Ostindien. Auf dieser Fahrt erfuhr man auf den Zerstörern von dem Beginn des Krieges. Umgehend wurde ein Kurswechsel befohlen. Vorausgegangen waren Konferenzen am 5. und am 6. Dezember 1941 in Manila, in denen der britische Admiral Sir Thomas Spencer Vaughan Phillips ( 19. Februar 1888 in Falmouthm Cornwall – 10. Dezember 1941 im Südchinesischen Meer nahe Kuantan, Malaysia ) und Rear Admiral Hart. Admiral Phillips versuchte amerikanische Zerstörer aus der asiatischen Flotte auszuleihen, um die Sicherung über seine Großschiffe zu erweitern. Doch Rear Admiral Hart war bis zum 7. Dezember strikt dagegen. Dann bekam man Geheimdienstinformationen über die Bewegung eines japanischen Konvois im Golf von Siam und Rear Admiral Hart war faktisch wegen der bedrohlichen Lage umgestimmt worden. Admiral Phillips flog dann nach Singapur. Die USS ALDEN, USS WHIPPLE, USS ESDALL und USS JOHN D EDWARDS aus der DesDiv 57, sowie die USS BLACK HAWK, hatten am 7. Dezember den Auftrag nach Batavia, Java zu fahren und dort sich um Nachschub zu kümmern. Doch schon wenige Stunden nach dem Verlassen von Balikpapan erhielten die Schiffe den Befehl nach Singapur zu fahren. Hier sollten die Zerstörer die Sicherung der britischen Force Z vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen übernehmen. Diese Force Z bestand aus dem britischen Schlachtschiff HMS PRINCE of WALES, dem Schlachtkreuzer HMS REPULSE und die britischen Zerstörer HMS ELECTRA ( H27 ), HMS EXPRESS ( H61 ) und HMS TENEDOS ( H04 ) und der australische Zerstörer HMAS VAMPIRE ( D68 ). Admiral Philipps erhielt am 8. Dezember um 3:00 Uhr die Nachricht vom Kriegsbeginn im Pazifik. Am Abend desselben Tages legten die britischen Kriegsschiffe in Singapur ab und waren nun gezwungen nach dem japanischen Invasionskonvoi zu suchen. Diese sechs Schiffe sollten die japanische Amphibische Landung auf Malaya im Golf von Thailand unterbinden, ohne zu wissen wie groß die feindliche Schiffsflotte ist und welche Kriegsschifftypen involviert waren. Die vier Zerstörer der DesDiv 57 und der Zerstörertender erreichten am 10. Dezember um 11:13 Uhr Singapur. Ein britischer Verbindungsoffizier und vier Mannschaftsmitglieder von dem Leichten Kreuzer HMS MAURITIUS ( C-80 ) schiffte sich um 11:30 Uhr an Bord der USS EDSALL ein. An diesem 10. Dezember wurde während der sich entspinnenden Schlacht vor Kuantan, Malaysia die HMS PRINCE of WALES und die HMS REPULSE durch japanische Torpedobomber versenkt. 27 Bomber und 61 Torpedoflugzeuge waren an dem Angriff auf die britischen Schiffe beteiligt. Die japanische Flotte zum decken der Invasionsflotte bestand aus zwei Schlachtschiffen, sieben Kreuzern und vierzehn Zerstörer. Die vier amerikanischen Zerstörer der DesDiv 57 stachen um 15:09 Uhr von Singapur aus in See und eilten dem Schauplatz der Schlacht entgegen. Man verwendete nun nur noch zur Suche von Überlebenden des britischen Schlachtschiffes und Schlachtkreuzers. Doch die britischen und der australische Zerstörer können 1285 Mannschaftsmitglieder der HMS PRINCE of WALES und 796 der HMS REPULSE aus dem Wasser retten. Auf der Heimfahrt nach Singapur, bemerkte man auf der USS ALDEN um 6:30 Uhr des 11. Dezember, einen wahrscheinlichen U-Boot Angriff auf die USS EDSALL. Der Zerstörer verließ die Formation und begann nach der Sichtung der Torpedowachen Ausschau zu halten. Man fand jedoch nichts. Jedoch brachten die amerikanischen Kriegsschiffe den japanischen Fischtrawler IJN KOFUKU MARU, der später den Namen MV KRAIT in Australien erhielt, auf. Dieser japanische Trawler hatte vier kleinere Boote im Schlepptau. Kurz vor Singapur übergab man das feindliche Schiff an die australische Korvette HMAS GOULBURN ( J167 ). Am späten Morgen laufen die amerikanischen Zerstörer in Singapur ein. Die USS ALDEN füllt sofort ihre Treibstoffbunker auf. Zu Ehren der Männer der beiden versenkten britischen Kriegsschiffe, die in der Schlacht ihr Leben verloren hatten, wurde die Flagge auf Halbmast gesetzt. Bis zum 14. Dezember blieben die vier amerikanischen Zerstörer in dem Hafen. An diesem Tag legten sie in Singapur ab und fuhren nach Surabaya, Java. Am späten Nachmittag des 15. Dezember erreichten sie den niederländischen Hafen. An diesem Tag versetzte man die USS ALDEN in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS ALDEN, USS WHIPPLE, USS EDSALL, USS JOHN D EDWARDS, aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS BARKER, USS BULMER ( DD-222 ), USS PARROTT ( DD-218 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und aus der DesDiv 59 die Zerstörer USS PILLSBURY ( DD-227 ), USS POPE ( DD-225 ), USS JOHN D FORD ( DD-228 ) und USS PEARY ( DD-226 ). Die ABDA – Truppe ( American – British – Dutch – Australian Command ) kämpfte in diesen Tagen verzweifelt in Nachhutaktionen angesichts eines sich schnell bewegenden und gut organisierten Feindes. Am 20. Dezember stach die USS ALDEN von Surabaya aus wieder in See und eskortierte den Leichten Kreuzer USS HOUSTON nach Port Darwin, Australien. Noch vor den australischen Gewässern befanden sich viele kleinere Schiffe, deren Charakter man nicht eindeutig als freundlich lokalisieren konnte. Deshalb wurden mehrere Beiboote von dem Zerstörer aus zu diesen Schiffen entsandt, um diese zu überprüfen. Dann stießen die beiden amerikanischen Kriegsschiffe auf drei amerikanische Schiffe. Auf den Öltanker USS PECOS ( AO-6 ), den U-Boot Tender USS OTUS ( AS-20 ) und das Frachtschiff USS GOLD STAR ( AK-12 ). Die USS ALDEN bunkerte noch am selben Tag auf offener See Treibstoff von der USS PECOS. Der Zerstörererreichte zusammen mit der USS HOUSTON am 28. Dezember Port Darwin und ging dort um 13:05 Uhr vor Anker. Am 9. Januar 1942 gehörte die USS ALDEN zu einer Eskorte für das niederländische Handelsschiff BLOEMFONTEIN. Der Leichte Kreuzer USS BOISE und die Zerstörer USS PARROTT, USS POPE, USS STEWART, USS BULMER und USS BARKER fuhren von Port Darwin aus nach Surabaya. Das niederländische Handelsschiff war von Brisbane, Australien losgefahren, um alliierte Verstärkungen, die aus dem 2. Bataillon der 131. Feldartillerie,  diese gehörte zur Texas National Guard, und Nachschub bestand, nach Java zu bringen und gehörte vorher zum sogenannten PENSACOLA – Konvoi, der am 29. November 1941 in Pearl Harbor abgelegt hatte, damit auf den Philippinen Verstärkungen und Nachschub geliefert werden konnte. Doch der japanische Vormarsch ging schneller wie vermutet und so versuchten die Alliierten die südlicher gelegenen Inseln zu verstärken um Australien zu sichern. Die USS ALDEN fuhr zusammen mit der USS EDSALL und dem Kreuzer USS HOUSTON in Richtung Balikpapan, um die Sicherung über den Öltanker USS TRINITY ( AO-13 ) zu übernehmen. Am 14. Januar werden die vier Schiffe in der Banda See, nördlich von Timor, von dem japanischen U-Boot IJN I-124, Kommandant Lieutenant Commander Kishigami Koichi, gesichtet. Die vier amerikanischen Schiffe fuhren zunächst in die Koepang Bay, Westtimor und dann in die Kebola Bay, Insel Amor, Niederländisch – Ostindien. IJN I-124 fuhr derweil in Richtung von Port Darwin. In dem Hafen befanden sich vierzig alliierte Kriegsschiffe. Das japanische U-Boot legt am 16. Januar in der Nähe des Hafens 27 Seeminen aus. Drei alliierte Handelsschiffe wurden versenkt. In der Nacht zum 17. Januar verlassen die vier amerikanischen Schiffe wieder die Kebola Bay und fuhren in Richtung Australien. An diesem Morgen meldet man von der USS HOUSTON, dass man zwei feindliche U-Boote rund 180 Seemeilen nordwestlich von Port Darwin gesichtet habe. Es ist IJN I-124 und IJN I-123, Kommandant Lieutenant Commander Ueno Toshitake. Am 19. Januar meldet LCDR Kishigami um 17:40 Uhr die Ankunft von drei alliierten Transportern und einem Zerstörer im Hafen von Darwin. Der gleiche Text wurde um 22:36 Uhr wiederholt, das letzte Lebenszeichen des U-Bootes. Am folgenden Morgen, um 5:26 Uhr, nähert sich die USS ALDEN zusammen mit der USS EDSALL, USS HOUSTON und der USS TRINITY von Westen her Darwin und haben noch eine Strecke von 40 Seemeilen bis zum schützenden Hafen. Da greift IJN I-123 den amerikanischen Öltanker an, der den drei abgefeuerten Torpedos ausweichen kann. Die USS ALDEN suchte daraufhin nach dem Feind. Nach einer Kontaktaufnahme wurde ein Muster von Wasserbomben abgeworfen.   Es wird dabei zwar kein Erfolg erzielt, aber dafür das feindliche U-Boot abgedrängt. Die vier amerikanischen Schiffe können Darwin ungehindert erreichen. Gleichzeitig werden die australischen Korvetten HMAS DELORAINE ( J232 ), HMAS LITHGOW ( J206 ) und HMAS KATOOMBA ( J204 ) entsandt, um die japanischen U-Boote zu vernichten. Die HMAS DELORAINE erreicht um 13:35 Uhr als erstes Schiff den Angriffsort. Lieutenant Commander Desmond A. Menlove, Kommandant der Korvette, kann mit Glück einem abgefeuerten Torpedo von der IJN I-124 nur knapp ausweichen. Der Torpedo verpasst nur um einen Meter hinter dem Heck das australische Kriegsschiff. Drei Minuten später stellt man auf der Korvette einen Sonarkontakt zu dem U-Boot her. Nach weiteren acht Minuten wird der erste Wasserbombenangriff gestartet. Öl- und Luftblasen steigen anschließend an die Wasseroberfläche auf. Um 13:48 Uhr wird der zweite Angriff der Korvette gestartet, da IJN I-124 seinerseits sich zu einem weiteren Torpedoangriff in Periskoptiefe vorbereitet. Die abgefeuerten Wasserbomben schlagen rund drei Meter neben dem Periskop auf dem Wasser auf und explodieren ohne weiteren Schaden anzurichten. Das japanische U-Boot beginnt mit dem Alarmtauchen. Noch in den selben Minuten erschein ein Wasserflugzeug von dem Wasserflugzeugtender USS LANGLEY ( AV-3 ) und wirft eine Bombe in dem Zielgebiet über dem feindlichen U-Boot ab. Weitere Öl- und Luftblasen steigen auf. IJN I-124 liegt nun in 25 Meter Tiefe. Die HMAS DELORAINE startet um 13:56 Uhr einen weiteren Wasserbombenangriff. Aber noch immer ist das feindliche U-Boot nicht vernichtet. Um 14:30 Uhr stellt die Korvette einen weiteren Sonarkontakt zum Feind her und greift das Ziel mit den letzten Wasserbomben an. Ohne Erfolg. Die HMAS DELORAINE wird um 17:10 Uhr von der HMAS LITHGOW, Kommandant CDR Alfred V. Knight, abgelöst. Bis 18:39 führt diese Korvette insgesamt sieben Wasserbombenangriffe durch, wobei alle 40 Wasserbomben verbraucht werden. Doch es werden nur aufsteigende Öl- und Luftblasen gesichtet. Ab 17:48 Uhr beteiligt sich nun auch die HMAS KATOOMBA an den Angriffen. Ohne Erfolg. Gegen 16:20 Uhr erhielten die beiden amerikanischen Zerstörer USS ALDEN und USS EDSALL den Befehl zum Schauplatz zu fahren und die alliierten Schiffe bei der Suche des U-Bootes zu unterstützen. Die USS ALDEN ist gerade längsseits zum britischen Öltanker BRITISH SAILOR beim bunkern von Treibstoff. Zwanzig Minuten später sind beide Zerstörer auf dem Weg. Um 18:59 Uhr treffen sie auf dem Schauplatz ein. Auf der USS EDSALL erhält man einen Sonarkontakt an der Kante des Ölteppichs, der von IJN I-124 stammte. Sofort werden fünf Wasserbomben in das Zielgebiet abgefeuert. Es werden drei Unterwasserexplosionen verzeichnet. Die USS ALDEN greift nach 19:55 Uhr in das Geschehen ein. Um 00:30 Uhr des 21. Januars erreicht die HMAS DELORAINE wieder das Seegebiet in dem IJN I-124 vermutet wird. Drei weitere kurz aufeinanderfolgende Wasserbombenangriffe werden auf Grund eines Sonarkontaktes durchgeführt. Gegen 11:55 Uhr gesellt sich HMAS KATOOMBA dazu. Doch gegen Mittag wird wegen schlechten Wetters die weitere Suche abgebrochen. Am 26. Januar erscheint der amerikanische U-Boot Tender USS HOLLAND ( AS-3 ). 16 Taucher beginnen mit der Suche von IJN I-124. Sie finden das U-Boot mit aufgesprengter Luke, betreten es aber nicht. Alle 80 japanischen Mannschaftsmitglieder kamen ums Leben. Schon am 3. Februar verließ die USS ALDEN zusammen mit der USS EDSALL, anderen amerikanischen Kriegsschiffen und Versorgungsschiffen wieder Port Darwin und wechselten nach Tjilatjap, Java. Von hier aus sollten die Kriegsschiffe näher am Kampfgeschehen sein und leichter an Nachschub gelangen. Die USS ALDEN bunkerte während der Fahrt von dem frisch aufgefüllten Öltanker USS TRINITY. Am späten Nachmittag des 10. Februar erreichte der Schiffskonvoi sein Ziel an der Südküste von Java. Der Zerstörer lief am 12. Februar wieder aus und eskortierte zusammen mit der USS PAUL JONES das britische Handelsschiff BAN HONG LIONG ( 1.671 BRT ), welches AA-Kanonen geladen hatte, und den Öltanker USS PECOS bis in den Hafen von Koepang, Timor, wo die australische Garnison schon auf die Kanonen wartete. Für diese Fahrt benötigten die vier Schiffe vier Tage. Die beiden Zerstörer übernahmen von dem Öltanker frischen Treibstoff und fuhren nach Tjilatjap zurück. Am folgenden Tag patrouillierte die USS ALDEN vor der Hafeneinfahrt und deckte die USS BLACK HAWK, die auslaufen sollte. Hier lagen die letzten noch zur Verfügung stehenden Kriegsschiffe der Amerikanisch – Britisch- Niederländisch – Australischen Force ( ABDA-Force ). Die Alliierten waren in einer sehr kritischen Situation. Am Morgen des 22. Februar verließ Die USS ALDEN zusammen mit der USS PAUL JONES und der USS BLACK HAWK Tjilatjap. Ziel war Surabaya. Die beiden Zerstörer sicherten die Überfahrt und suchten nach möglichen feindlichen Schiffen. Doch ohne ein japanisches Kriegsschiff gesehen zu haben, liefen sie am 24. Februar in den Hafen des Bestimmungsortes ein. Aufgrund von Geheimdienstinformationen, die auf die Möglichkeit eines japanischen Landeversuchs auf Java hinwiesen, stellte man eine gemischte Kampfgruppe der ABDA-Force zusammen. Durch Treibstoff-, Munitions- und Torpedoknappheit und durch die Versenkung mehrerer Schiffe, sowie der Ausfall durch Kampfschaden und Reparaturbedarf, war allerdings nur noch eine Rumpfgruppe vorhanden. Mit dabei war der amerikanische Schwere Kreuzer USS HOUSTON, der britische Schwere Kreuzer HMS EXETER ( 68 ), die niederländischen Leichten Kreuzer HNLMS DE RUYTER und HNLMS JAVA sowie der australische Leichte Kreuzer HMAS PERTH ( D29 ), die britischen Zerstörer HMS ELECTRA ( H27 ), HMS ENCOUNTER ( H10 ), HMS JUPITER ( F85 ), die niederländischen Zerstörer HNLMS KORTENAER ( 1927 ) und HNLMS WITTE de WITH ( 1928 ) sowie die amerikanischen Zerstörer USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS, USS PAUL JONES und USS JOHN D FORD. Die ABDA Force wurde von Rear Admiral Karel Willem Frederik Marie Doorman ( 23. April 1889 in Utrecht, Niederlande – 28. Februar 1942 auf der HNLMS DE RUYTER in der Schlacht in der Java See ) kommandiert. Am 25. Februar, mit Einbruch der Dunkelheit, verließen diese Kriegsschiffe Surabaya und begaben sich auf die Suche nach einer großen feindlichen Amphibischen Kampfgruppe in der Java See. Dabei fuhren sie bis zur Nordküste der Insel Madura. Doch schon am folgenden Tag kehrten die britischen und australischen Kriegsschiffe um und fuhren nach Surabaya. Hier wollten sie ihre Treibstoffbunker füllen, um dann zu den Schiffen der ABDA-Force zurückzukehren. Doch noch immer hatte man keinen Kontakt zu einer japanischen Flotte gefunden. Rear Admiral Karel Willem Frederik Marie Doorman berief am Abend des 26. Februar die Kommandeure seiner Streitmacht zu sich, um ihnen seine weiteren Pläne zu verkünden. Gleich danach unternahmen die Kriegsschiffe eine erneute Sondierungsfahrt bis zur Nordküste der Insel Madura. Doch diese wurde dann ab 22:12 Uhr abgebrochen, nachdem wieder kein japanisches Schiff gesichtet werden konnte. Am Morgen des 27. Februar fuhren die alliierten Kriegsschiffe zu ihrer Basis zurück. Gegen 13:00 Uhr waren sie gezwungen Durch ihr eigenes Minenfeld zu fahren, um nach Surabaya zu kommen. Da gab es neue Kontaktberichte, die auf eine Anwesenheit einer japanischen Flotte hinwiesen. Diese Flotte sollte aus der Nähe von Bawean Island nach Süden marschieren. Diese Einsatzgruppe war zum Schutz von Truppentransportern von Konteradmiral Takeo Takagi ( 25. Januar 1892 in Iwaki, Fukushima – 8. Juli 1944 in der Schlacht um Saipan, Nördliche Marianen ) zusammengestellt worden. In dieser Einsatzgruppe befanden sich die Schweren Kreuzer IJN NACHI und IJN HAGURO, die Leichten Kreuzer IJN NAKA und IJN JINTSU sowie die Zerstörer IJN YUDACHI, IJN SAMIDARE, IJN MURASAME, IJN HARUSAME, IJN MINEGUMO, IJN ASAGUMO, IJN YUKUKAZE, IJN TOKITSUKAZE, IJN AMATSUKAZE, IJN HATSUKAZE, IJN YAMAKAZE, IJN KAWAKAZE, IJN SAZANAMI und IJN USHIO. Um 15:00 Uhr begann die USS ALDEN mit der Fahrt durch das Minenfeld, da signalisierte der niederländische Leichte Kreuzer HNLMS DE RUYTER von der Anwesenheit der feindlichen Kriegsschiffe. Die alliierten Kriegsschiffe eilten dem Feind entgegen und stellten sie sich den Angreifern vor der Nordküste von Java. Um 16:17 Uhr eröffneten die japanischen Schiffe das Feuer. Kurz darauf antworteten die USS HOUSTON, HNLMS DE RUYTER und HMS EXETER. Die amerikanischen Zerstörer, die USS ALDEN befand sich hier als zweites Schiff in der Kolonne, nahmen ihre Positionen auf der Steuerbordseite des niederländischen Leichten Kreuzers HNLMS JAVA ein. Die vier amerikanischen Zerstörer versuchen mit den Kreuzern Schritt zu halten. Um 17:14 Uhr beobachtet man von Bord der USS ALDEN aus, wie den niederländischen Zerstörer HNLMS KORTENAER ein feindlicher Torpedo traf und durch die Explosion in der Mitte zerbrach. Die alliierten Kriegsschiffe nahmen zwei Mal Kursänderungen vor, aber dies geschah nicht in einer stabilen Ordnung. Durch die genauen Schüsse der japanischen Kreuzer und Schlachtschiffe und den Torpedos durch die Zerstörer geriet alles in Unordnung. Dazu kam noch, dass die HMS EXETER schwer getroffen worden war. Der britische Schwere Kreuzer versuchte sich aus dem Kampfgeschehen zurückzuziehen. Die USS ALDEN und ihre drei Schwesterschiffe deckten diesen Rückzug mit einer Rauchwand. Auch Rear Admiral Karel Willem Frederik Marie Doorman tat sein übriges für das haltlose Durcheinander. Erst befahl er einen Gegenangriff mit Torpedos, wo die Lage noch günstig war für die Alliierten, und sagte diesen wenige Augenblicke später wieder ab. Dann gab er an die Zerstörer erneut einen Gegenangriff. Jetzt sollten es die vier amerikanischen Zerstörer richten, die ältesten Schiffe der ABDA-Force. Um 18:22 Uhr begann die USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS, USS PAUL JONES und USS JOHN D FORD auf die japanischen Kriegsschiffe zuzufahren. Aus den Steuerbordröhren schossen sie ihre Torpedos ab und kehrten um. Schlechte Sicht und zunehmende Reichweiten beendeten diese Phase der Schlacht und die alliierten Schiffe zogen sich zurück. Japanische Kundschafter ließen ab und an über den alliierten Schiffen Leuchtkugeln verschießen. Um 19:58 Uhr wandten sich die alliierten Kreuzer nach Westen, wo die HNLMS DE RUYTER und HNLMS JAVA noch in der Nacht versenkt wurden. Die USS HOUSTON und HMAS PERTH waren daraufhin zur Flucht gezwungen. Die USS ALDEN und die drei anderen amerikanischen Zerstörer fuhren indes nach Osten, um sich selbständig nach Surabaya zurückzuziehen. Ihre Torpedovorräte waren aufgebraucht. Um 22:30 Uhr erreichten die vier Schiffe die Minenfelder und wurden am 28. Februar um 2:10 Uhr festgemacht. Die Zerstörer blieben den gesamten Tag im Hafen. Man bunkerte nur am Holland Pier frischen Treibstoff. An diesem Tag beobachteten die Mannschaften zwei Wellen feindlicher Bomberstaffeln, die Angriffe gegen alliierte Stellungen flogen. An diesem Nachmittag bemerkte Lieutenant Lewis Elliott Coley ( 2. Oktober 1899 in Alexander City, Alabama – 1979 ), Kommandant der USS ALDEN, beobachtete Flugzeuge, die von einem Flugzeugträger stammten. Dies deutete darauf hin, dass bald feindliche Luftaktivitäten stark zunehmen würden. Er beriet sich mit den drei anderen Kommandanten. Sie beschlossen in der kommenden Nacht Surabaya zu verlassen und zu einer alliierten Basis zu gelangen, bevor sich die Schlinge um Java zuzog. Man holte sich die Erlaubnis für diese Fahrt zum Exmouth Golf im Nordwesten von Australien. Eine Stunde vor Mitternacht zum 1. März hatten die vier amerikanischen Kriegsschiffe und der Zerstörertender USS BLACK HAWK das Minenfeld durchquert und fuhren dicht an der Küste von Java entlang. Dann bogen sie in die Straße von Bali ein und durchquerten diese unentdeckt. Doch dann trafen sie auf die japanischen Zerstörer IJN HATSUHARU, IJN NENOSHI, IJN WAKABA und IJN HATSUSHIMO, die das südliche Ende der Meerenge bewachten. Von der USS ALDEN aus konnte um 2:15 Uhr einer der feindlichen Zerstörer östlich von ihr entdeckt werden. Wenige Minuten später weitere zwei. Die vier amerikanischen Zerstörer mussten wegen einem Riff die Küste verlassen und waren für die Japaner gut sichtbar. Diese begannen auch sofort mit dem Beschuss, der 15 Minuten andauerte. Die USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS, USS PAUL JONES und USS JOHN D FORD antworteten ihrerseits. Doch schon nach fünf Minuten war auch der letzte Munitionsvorrat verbraucht. Die vier Zerstörer legten eine Rauchwand, um zu entkommen. Die Japanischen Zerstörer folgten und eröffneten um 2:50 Uhr aus einer Reichweite von 12 Seemeilen wieder das Feuer. Sie wollten, dass die Amerikaner zurück schossen und so ihre Position preisgaben. Mit einer Geschwindigkeit von 28 Knoten konnten sich die vier amerikanischen Zerstöre von ihren Verfolgern absetzen. Das Ziel war nun Fremantle an der Westküste Australiens. Die USS JOHN D FORD und die USS PAUL JONES übernahmen auf dieser Fahrt die Sicherung über die USS BLACK HAWK. Die USS ALDEN blieb mit der USS JOHN D EDWARDS zusammen. In den Hafen von Fremantle liefen sie am Nachmittag des 4. März ein. Hier nahm man an der USS ALDEN mehrere Reparaturen vor. Anschließend fuhr der Zerstörer an die Ostküste Australiens. Hier meldete sich das Kriegsschiff am 28. März bei dem zuständigen Kommandeur für den australischen – neuseeländischen Raum. Hier operierte die USS ALDEN in den Gewässern des Südwestpazifiks, bis sie zusammen mit der USS WHIPPLE am 2. Mai ihre Fahrt nach Pearl Harbor antrat.
Nach den Zwischenstopps auf den Inseln Espiritu Santo, New Hebrides und Amerikanisch Samoa trafen die Zerstörer am 6. Juni in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii ein. Zusammen mit dem Schwesterschiff wurde diese Basis am 8. Juni verlassen und man fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Auf dieser Fahrt wurde ein Schiffskonvoi an die US Westküste eskortiert. Am 18. Juni erreichte man San Francisco. Noch am selben Tag bugsierte man die USS ALDEN in ein Trockendock der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Die dort ausgeführten Reparaturen und die dringend notwendig gewordene Überholung dauerten bis Anfang August. Man hatte an Bord des Zerstörers zwei neue 20 mm Flakgeschütze installierte und zwei Torpedorohre mittschiffs montiert. Am 10. August erfolgte die Test- und Ausbildungsfahrt. Am folgenden Tag verließ die USS ALDEN zusammen mit der USS WHIPPLE die kalifornische Küste und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Pearl Harbor. Beide Kriegsschiffe eskortierten so in den folgenden acht Monaten zusammen sieben Schiffskonvois zwischen San Francisco und Pearl Harbor und zurück. Die USS ALDEN legte am 9. April 1943 in der Mare Island Naval Shipyard ab und begann ihre Fahrt in den Atlantik. Nach einem kurzen Zwischenstopp in San Diego durchquerte das Kriegsschiff am 16. April den Panamakanal. Sechs Tage später traf der Zerstörer in Trinidad ein. In den folgenden zwei Monaten eskortierte die USS ALDEN Schiffskonvois zwischen Trinidad und der Guantanamo Bay, Kuba. Danach fuhr der Zerstörer in die New York Navy Yard in Brookly, New York City. Hier traf er am 28. Juni ein und man begann mit Reparaturen und einigen Umbauten die für die kommenden Aufgaben dringend notwendig wurden. Am 10. Juli legte der Zerstörer zusammen mit der USS WHIPPLE in der Werft ab und fuhr nach Norfolk, Virginia, wo sie am folgenden Tag anlegten. Von hier aus eskortierten die beiden Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen einen Schiffskonvoi nach Casablanca, Französisch Marokko. In den dortigen Hafen liefen sie am 28. Juli ein. Von Casablanca aus wechselten die amerikanischen Kriegsschiffe nach Gibraltar und übernahmen hier einen Schiffskonvoi, der das Mittelmeer verließ, und fuhren an die US Ostküste. Die USS ALDEN erreichte am 27. August die Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina und wurde dort in ein Trockendock bugsiert. Schon am 7. September stach der Zerstörer zusammen mit der USS WHIPPLE wieder in See und eskortierte einen langsamen Schleppkonvoi über Port of Spain, Trinidad bis nach Recife, Brasilien. Dort trafen sie am 8. Oktober ein. Noch am selben Tag der Ankunft verließ die USS ALDEN zusammen mit der USS WHIPPLE wieder die brasilianischen Gewässer und eskortierte einen Schiffskonvoi bis nach Trinidad. In den Hafen Port of Spain liefen sie am 4. November ein. Von hier aus fuhr die USS ALDEN bis zur brasilianischen Nordküste und übernahm am 26. November die Eskorte über den Armeetransporter USAT GEORGE WASHINGTON, der aus dem pazifischen Raum über Bombay, Indien und Kapstadt, Südafrika in den Atlantik kam. Am 1. Dezember erreichten die Schiffe Key West, Florida. Von hier aus sollte der Armeetransporter von anderen Kriegsschiffen bis nach New York eskortiert werden. Die USS ALDEN traf zwei Tage später in Charleston ein und unterzog sich einer Überholung. Von der Werft aus fuhr der Zerstörer in die Casco Bay, Maine. Hier erfolgte ab Mitte Dezember ein Anti-Submarine- und Auffrischungstraining, das Ende des Monats abgeschlossen war. Der Zerstörer wechselte von dort nach Norfolk, Virginia, wo er am 31. Dezember anlegte. Hier integrierte man das Kriegsschiff zur Sicherung des Geleitflugzeugträgers USS GUADALCANAL ( CVE-60 ) in die Task Group 21.12. In dieser befanden sich die Zerstörer USS ALDEN, USS WHIPPLE, USS JOHN D EDWARDS und USS JOHN D FORD sowie die Geleitzerstörer USS PILLSBURY ( DE-133 ), USS POPE ( DE-134 ), USS FLAHERTY ( DE-135 ) und USS CHATELAIN ( DE-149 ). Diese Kriegsschiffe legten am 5. Januar 1944 in Norfolk ab und fuhren in ihr Einsatzgebiet zum Schutz der Schiffskonvois vor feindlichen U-Booten auf dem Atlantik, die die Versorgung der kämpfenden Truppen in Europa zu sichern hatten. Am 16. Januar spürten zwei Avenger Flugzeuge aus der Geschwader VC-13 von der USS GUADALCANAL westlich der Azoren U-544, Kommandant Kapitänleutnant Willy Mattke ( 25. Januar 1909 in Graudenz – 16. Januar 1944 ) auf und versenkten es mit Raketen und Wasserbomben. Alle Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. U-544 hatte wenige Augenblicke vorher die beiden U-Boote U-129, Kommandant Oberleutnant zur See Richard von Harpe ( 19. August 1918 in Dorpat, Estland – 2. März 1945 in der Ostsee ), und U-516, Kommandant Kapitänleutnant Hans – Rutger Tillessen ( 16. April 1913 in Wilhelmshaven – 1. Juni 1986 ) mit frischem Brennstoff versorgt. Die Schiffe der TG 21.12 fuhren zur Auffüllung von Munition anschließend nach Casablanca und kehrten dann auf hohe See zurück und suchten in den Planquadraten die die amerikanischen Schiffskonvois durchfuhren nach deutschen U-Booten. Am 16. Februar legte die USS ALDEN und die Schiffe der TG in Norfolk wieder an. Wenige Tage später löste man den Zerstörer aus der Anti-U-Boot Gruppe und beorderte ihn in die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts. Hier musste sich das Kriegsschiff erneuten Reparaturen unterziehen. Am 13. März verließ die USS ALDEN zusammen mit den Kriegsschiffen der Task Force 64, die Captain Harold S. Berdine ( USCG ) kommandierte, die US Ostküste und beteiligte sich an der Eskorte des Schiffskonvois UGS 36, bestehend aus 72 Handelsschiffen und 18 Panzerlandungsschiffen, bis ins Mittelmeer. In der TF 64 befanden sich die amerikanischen Zerstörer USS ALDEN, USS WHIPPLE, USS JOHN D EDWARDS und USS DECATUR ( DD-341 ), den amerikanischen Geleitzerstörern USS MILLS ( DE-383 ), USS RAMSDEN ( DE-382 ), USS RHODES ( DE-384 ), USS SAVAGE ( DE-386 ), USS RICHEY ( DE-385 ), USS SELLSTROM ( DE-255 ), USS TOMICH ( DE-242 ) und USS SLOAT ( DE-245 ), die 37. britische Escort Group mit dem Flakkreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), der niederländischen Fregatte HNMS JOHAN MAZRITS van NASSAU ( K251 ), den britischen Schaluppen HMS BLACK SWAN ( L57 ), HMS AMETHYST ( F116 ) und HMS DEPTFORD ( L53 ), die niederländische Schaluppe HNMS FRISO ( K00 ), die britische Korvette HMS CAMPION ( K108 ) und ein britischer Minensucher mit JIG Störsender für Lenkbomben. Die Geleitzerstörer der TG spüren am Abend des 31. März ein feindliches U-Boot auf, das aber sich einem Angriff entziehen kann. Am 1. April kurz vor der Morgendämmerung, zwischen 4:05 Uhr und 4:20 Uhr, liegen der Schiffskonvoi und die Sicherungsschiffe westlich von Algier. Da werden die Schiffe von 20 deutschen Torpedobombern angegriffen. Nur das US Liberty – Schiff SS JARED INGERSOLL ( 7.191 BRT ) wird beschädigt, auf Grund gesetzt und später geborgen. Außerdem wird bei diesem feindlichen Luftangriff das amerikanische Panzerlandungsschiff USS LST-526 leicht beschädigt. Die USS ALDEN war in der Nachhut des Konvois und begann mit den Luftabwehrgeschützen jenen zu beschützen. Die Geleitzerstörer konnten zwei der angreifenden Bomber abschießen und zwei weitere beschädigen. Der amerikanische Schiffskonvoi erreichte am 3. April den Zielort Bizerte, Tunesien. Am 11. April verlässt der Schiffskonvoi GUS 36, gesichert von den Kriegsschiffen der TG 64 wieder das Mittelmeer und erreichte am 2. Mai den Hafen von New York. Von New York aus wechselte die USS ALDEN in die Boston Navy Yard und unterzog sich einer Überholung. Am 27. Mai stach der Zerstörer wieder in See und fuhr nach New York zurück. Hier meldete sich Lieutenant Commander Wayne Herkness II., Kommandant des Kriegsschiffes, zum Dienst beim Commander der Service Force innerhalb der Atlantikflotte. Im Juni operierte die USS ALDEN dann von Norfolk aus und war hauptsächlich für den Eskortierdienst entlang der US Ostküste eingesetzt. In dieser Zeit begleitete der Zerstörer auch das neugebaute und am 16. April 1944 in Dienst gestellte Schlachtschiff USS WISCONSIN ( BB-64 ) während der Erprobungs- und Ausbildungsphase. Dann musste der Zerstörer für eine Notreparatur in die Werft. Ein Propeller war beschädigt worden. Anschließend nahm das Kriegsschiff seinen Eskortierdienst wieder auf und begleitete den Öltanker USS ELOKOMIN ( AO-55 ) von Norfolk aus nach Baytown und Galveston, Texas zur Guantanamo Bay und zurück nach Galveston. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff legte der Öltanker dort wieder ab und die beiden Schiffe fuhren zur amerikanischen Marinebasis bei den Bermuda Inseln, in die Casco Bay und nach Norfolk. Hier wartete das amphibische Truppentransportschiff USS ADAIR ( APA-91 ) und das Munitionstransportschiff USS MOUNT HOOD ( AE-11 ) auf ihre Eskorte. Die drei Schiffe erreichten am 27. August den Panamakanal. Die USS ALDEN fuhr nach Norfolk und unterzog sich einer routinemäßigen Überholung in der Norfolk Navy Yard. Danach stach der Zerstörer am 28. Oktober in See und eskortierte den Öltanker USS CHICOPEE ( AO-34 ) bis zu den Bermudas. Von hier aus fuhr der Zerstörer zum Panamakanal weiter und löste das Schwesterschiff USS JOHN D EDWARDS von seinen Aufgaben ab. Das Kriegsschiff beteiligte sich an der Ausbildung von U-Boot Mannschaften und operierte im November als Trainingsschiff. Danach kehrte die USS ALDEN nach Norfolk zurück. Während dem erneuten Eskortierdienst entlang der US Ostküste, kollidierte der Zerstörer am 31. Januar 1945 in den Gewässern der Chesapeake Bay mit dem Geleitzerstörer USS HAYTER ( DE-212 ), der einen Schiffskonvoi bis nach Norfolk eskortiert hatte. Die USS ALDEN wurde dabei beschädigt und musste in die Norfolk Navy Yard geschleppt werden. Die Reparaturarbeiten dauerten bis zum 28. Februar an. Gleich am folgenden Tag, den 1. März, verließ der Zerstörer Norfolk und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGF 21 bis ins Mittelmeer. Anschließend kehrte das Kriegsschiff wieder an die US Ostküste zurück und beteiligte sich an der Eskorte des Konvois GUF 21. Bei der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas verließ die USS ALDEN diesen Schiffskonvoi und eskortierte von dort aus den Öltanker USS MATTAPONI ( AO-41 ) bis in die Guantanamo Bay. Hier übernahm der Zerstörer die Eskorte über den Öltanker USS CHIWAWA ( AO-68 ) und begleitete diesen bis zu den Bermudas. Erst dann kehrte das Kriegsschiff nach Norfolk zurück. Hier die USS ALDEN längsseits zu einem Zerstörertender, dessen Mannschaft einige Reparaturen vornahm. Nach Abschluss der Arbeiten fuhr der Zerstörer nach Tompkinsville, Staten Island, New York. Doch hier erhielt man neue Befehle und so fuhr das Kriegsschiff nach Mayport, Florida. Dort traf es am 2. Juni ein und übernahm die Sicherung des Geleitflugzeugträgers USS GUADALCANAL. Auf diesem Träger mussten die jungen Piloten, die in der Naval Air Station in Pensacola, Florida stationiert waren, ihre Qualifikation zum Landen und Starten auf eben solch einem großen Schiff erbringen. Schon am 13. Juni verließ die USS ALDEN wieder die Küste von Florida und fuhr nordwärts. Zwei Tage später erreichte der Zerstörer die Delaware Caps. Noch am selben Tag legte das Kriegsschiff in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania an. Hier wurde es am 20. Juli 1945 außer Dienst gestellt. Am 13. August 1945 strich man den Namen USS ALDEN von der US Navy – Liste und verkaufte am 30. November 1945 den Schiffskörper an die Boston Metals Salvage Company in Baltimore, Maryland zum verschrotten.      


USS ALDEN ( DD-211 )
Commanding Officer

 CDR William Ancrum    24. November 1919 – 5. Februar 1921
CDR Eldred Bewes Armstrong    5. Februar 1921 – Mai 1921
LCDR Edmund Weyman Strother    Mai 1921 – Dezember 1921
CDR William Alexander Glassford, Jr.       Dezember 1921 – 24. Januar 1923  (später VADM)
Außerdienststellung    24. Januar 1923 – 8. Mai 1930
LCDR Lloyd Robert Gray    8. Mai 1930 – 8. August 1930
LCDR John Franklin McClain     8. August 1930 – 30. Mai 1931
LCDR Paul Augustus Stevens    30. Mai 1931 – 10. Juli 1934
LCDR Oliver Owen Kessing    10. Juli 1934 – 3. Januar 1935
LCDR Stanley Martyn Haight         3. Januar 1935 – 10. März 1938 (später RADM)
LCDR Thomas Lee McCann    10. März 1938 – 22. Januar 1939
LCDR Stanley Fletcher Patten    22. Januar 1939 – 9. Juli 1940 (später RADM)
LCDR Lewis Elliott Coley         9. Juli 1940 – 15. März 1942
LT Jacob Elliott Cooper    15. März 1942 – 15. April 1942 (später RADM)
LCDR Ernest Edwin Evans    15. April 1942 – 7. Juli 1943
LCDR Wayne Herkness II    7. Juli 1943 – 27. Januar 1945
LT John Graham York    27. Januar 1945 – 20. Juli 1945


Noch am 1. Januar 1936 lag die USS ALDEN im Hafen von San Diego

 

 

 

USS WHIPPLE ( DD-217 )

USS WHIPPLE ( DD-217 )

Biografie

Abraham Whipple
* 26. September 1733 in Providence, Rhode Island, britische Kolonie
† 27. Mai 1819 in Marietta, Washington County, Ohio
war ein Offizier in der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und später der Gründer von Marietta, Ohio

Abraham Whipple war der Sohn von Noah Whipple, Jr. Er heiratete am 2. August 1761 Sarah Hopkins ( 1739 – 14. Oktober 1818 ). Deren Eltern waren Captain John Hopkins ( 1713 – 1. Februar 1744 oder 1745 ) und Catherine Turpin Hopkins ( 1719 – 1749 ). Abraham und Sarah hatten drei Kinder, John, Cathrine Whipple Sproat ( 25. Januar 1762 in East Providence, Providence County, Rhode Island – 15. Juli 1835 in Detroit, Wayne County, Michigan ), die von der Conitental Army Colonel Ebenezer Sproat ( 9. Februar 1752 in Middleboroughm Plymouth County, Massachusetts – 7. Januar 1805 in Marietta, Washington County, Ohio ) heiratete und mindestens ein gemeinsames Kind hatten, und Mary.
Als die amerikanischen Kolonisten anfingen, sich der von ihnen als unfair empfundenen Unterdrückung durch die britische Krone zu widersetzen, wurden sogenannte trotzige Taten immer häufiger. Ende Januar 1772 segelte Leutnant William Dudingston mit dem britischen Zollschoner HMS GASPEE in die Narragansett Bay von Rhode Island, um die Zollabfertigung und die obligatorische Kontrolle der Ladung auf den Handelsschiffen zu erzwingen. Dudingston legte Anfang Februar in Newport, Rhode Island an und traf sich dort mit Gouverneur Joseph Wanton, Sr. ( 15. August 1705 in Newport, Rhode Island, britische Kolonie – 19. Juli 1780 ). Beide tauschten sich über die zu kontrollierenden Steuervorschriften auf den Schiffen und Booten der Kolonisten aus. Wanton, Sr. appellierte dabei an die Vernuft von Lieutenant Dudington, Repressalien gegen die Kolonisten zu vermeiden. Kurz nachdem Dudingston begonnen hatte mit dem Zollschoner HMS GASPEE in der Narragansett Bay zu patrouillieren, wurde am 17. Februar die Schaluppe FORTUNE zum beidrehen aufgefordert und inspiziert. Auf der Schaluppe wurden 12 Fässer mit nicht deklariertem Rum beschlagnahmt. Die FORTUNE und der Rum wurden nach Boston geschickt, da Dudingston glaubte, dass die Kolonisten ihr Eigentum zurückfordern würden wenn dieses in Rhode Island bleibe. In den folgenden Monaten verschärfte der Lieutenant sogar noch die Repressalien gegen die Kolonisten. Selbst auf ein Schreiben von Wanton, Sr. an den britischen Admiral John Montagu ( 1719 in Lackham, Wiltshire – 1795 in Fareham, Hampshire ), dem Vorgesetzten von Dudingston, mit der Bitte die Kolonisten nicht zu verärgern, wurde höhnisch beantwortet. Dudingston verstieß nun offen gegen die Charta der Kolonie, indem er ohne Vorlage seiner Provision handelte und selbst Kolonisten an Land ausplünderte. Am 8. Juni 1772 traf aus New York kommend die Schaluppe HANNAH in Newport ein. Der Kapitän meldete sich wie üblich beim Zollamt und fuhr am folgenden Tag den Fluss hinauf. Dudingston nahm mit der HMS GASPEE die Verfolgung auf und wollte in seiner üblichen Weise die Schaluppe nochmals inspizieren und wenn nötig auch ohne Fund diese konfiszieren. Doch bei Namquit, in der Nähe von Pawtuxet, lief der britische Zollschoner auf Grund. Die HANNAH konnte fliehen. Dudingston hoffte nun auf die Flut damit er sein Schiff wieder flott bekam. Doch in der hereinbrechenden Nacht begannen sich fünfzig Kolonisten um Captain Abraham Whipple im Haus von James Sabin zu sammeln. John Brown I. ( 27. Januar 1736 in Providence, Rhode Island, Britische Kolonie – 20. September 1803 in Providence, Rhode Island ), amerikanischer Kaufmann, Sklavenhändler und Staatsmann, stellte den aufgebrachten Kolonisten acht Langboote mit je fünf Ruderer zur Verfügung. Kurz nach 22:00 Uhr legten die Männer unter dem Kommando von Captain Abraham Whipple ab und fuhren in Richtung der HMS GASPEE. Erst nach Mitternacht wurde das britische Zollschiff erreicht. Die britische Nachtwache grüßte die Ankommenden freundlich, erhielt aber keine Antwort. Lieutenant Dudingston wurde schnell gerufen, um weitere Befehle zu erhalten. Auch dieser rief den Ankommenden einen fröhlichen Gruß entgegen, erhielt aber ebenso keine Antwort. Nur Captain Whipple ließ sich herab und warf dem Briten mehrere Schimpfwörter entgegen. Daraufhin wurden von beiden Seiten die mitgeführten Pistolen und Musketen abgefeuert. Lieutenant Dudingston erhielt eine Kugel in die Leiste, abgefeuert von Joseph Bucklin. In dem Moment wie der Lieutenant zusammenbrach, enterten auch schon die Kolonisten den britischen Schoner und übernahmen das Kommando. Die britische Mannschaft wurde gefesselt und von Bord gebracht, während Dudingston von Dr. John Mawney ärztlich versorgt wurde, der allerdings etwas später an seiner Schussverletzung starb. Das war das erste britische Blutvergießen im heraufziehenden amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Ein Meilenstein der zeigte, dass sich die Kolonisten nicht alles von den Schergen der britischen Majestät gefallen ließen. Nachdem dann Lieutenant Dudingston dann ebenfalls von Bord der HMS GASPEE gebracht worden war, zündete Abraham Whipple und John Brown I. den Zollschoner an. Alle Kolonisten kehrten unversehrt nach Providence zurück. Am folgenden Tag erhielt Captain Whipple einen Brief von Captain James Wallace ( 1731 in Loddon, Norfolk, England – 6. März 1803 ), Kommandant des 20 Kanonen führenden Postschiffes HMS ROSE. In dem Schreiben stand, dass Abraham Whipple am 10. Juni 1772 das Schiff seiner Majestät, die HMS GASPEE, verbrannt habe. Dafür werde er hängen. Abraham Whipple schrieb dem Captain zurück: „Sir, hängen Sie immer schon einen Mann, während sie diesen noch einfangen müssen“. Die Briten forderten von Gouverneur Joseph Wanton, Sr. die Festnahme und den Prozess gegen all jene Personen die an der Vernichtung der HMS GASPEE und an der Ermordung von Lieutenant Dudingston beteiligt waren. Weder der Gouverneur von Rhode Island von seine Stellvertreter hatten einen Grund dieser Forderung nachzugehen.
Drei Jahre später erhoben sich dann die Kolonisten und der amerikanische Bürgerkrieg begann. Die Generalversammlung von Rhode Island übergab Commodore Abraham Whipple zwei Schiffe zur Verteidigung des Handels der Kolonie. Das war die Schaluppe KATY, die John Brown zur Verfügung stellte und die kleinere Schaluppe USS WASHINGTON. Am 15. Juni 1775, dem Tag an dem Seekapitän Abraham Whipple seine Ernennung zum Commodore erhielt, führte er seine Männer im Kampf um die Eroberung des Tenders der HMS ROSE. Whipple selber kreuzte in dieser Zeit mit den beiden kleinen Kriegsschiffen in der Narragansett Bay zur Sicherung der Handelsschiffe der Kolonisten. Mit dem Einzug des Winters segelte er in Richtung Süden bis zu den Bermudas, um Schießpulver zu beschaffen. Auf dem Rückweg transportierte Whipple auch Rekruten der Continental Army bis nach Philadelphia. Hier übernahmen Agenten des Kontinentalkongresses die USS KATY. Um dem Postschiff Paroli bieten zu können, wurde auf der Werft von John Brown diese Schaluppe in die Kriegsschaluppe USS PROVIDENCE ( 1775 ) umgebaut. Das Kommando über dieses Kriegsschiff erhielt am 3. Dezember 1775 First Lieutenant John Paul Jones ( 6. Juli 1747 in Arbigland, Kirkcudbrightshire, Schottland – 18. Juli 1792 in Paris, Frankreich ). Doch dieser erhielt schon zwei Tage später von der Continental Navy die Order sich an Bord der 24 Kanonen führenden Fregatte USS ALFRED zu melden. Am 22. Dezember ernannte man Abraham Whipple zum Captain der Continental Navy. Er erhielt das Kommando über das 24 Kanonen führende Schiff USS COLUMBUS, welches im November von Willing, Morris & Co. gekauft und umgerüstet worden war. Vom 17. Februar bis zum 8. April 1776 befehligte Whipple die USS COLUMBUS. In dieser Zeit nahm er zusammen mit den anderen fünf Schiffen des Geschwaders von Commodore Esek Hopkins ( 26. April 1718 in Scituate, Kolonie Rhode Island and Providence Plantations – 26. Februar 1802 in Providence, Rhode Island ) an der Expedition nach New Providence auf den Bahamas teil. Hier wurde die erste amphibische Marineoperation zwischen der Continental Navy und dem Marine Corps durchgeführt. Man beschlagnahmte in der britischen Besatzung in Nassau alle wichtigen militärischen Vorräte. Auf der Rückfahrt eroberte das amerikanische Geschwader am 4. April den britischen Schoner HAWK und am folgenden Tag die Brigg BOLTON. Am 6. April kam zu der Begegnung zwischen dem Geschwader und dem britischen Postschiff HMS GLASGOW das zwanzig Kanonen führte und auf seiner Jungfernfahrt war. Der Kampf tobte drei Stunden lang. Die HMS GLASGOW konnte entkommen, nur das mitgeführte Hilfsschiff konnte von den Kolonisten erobert werden. Aus Mangel an geeigneten Kapitänen beließ man Whipple das Kommando über die USS COLUMBUS. Mit diesem Schiff konnte er noch im selben Jahr vor der Küste New Englands fünf britische Handelsschiffe aufbringen. 1777 kreuzte er mit dem Schiff zur Sicherung vor der amerikanischen Küste. Am 27. März 1778 musste die Columbus vor einem britischen Geschwader fliehen und fuhr auf Point Judith, Rhode Island zu. Abraham Whipple ließ die USS COLUMBUS auf Grund fahren. Die gesamte Takelage und die Segel wurden von der Mannschaft geborgen und an Land gebracht. Von hier aus mussten sie unverrichteter Dinge zusehen wie ihr Schiff von den Briten in Brand geschossen wurde. Captain Whipple erhielt nun das Kommando über 28 Kanonen führende Fregatte USS PROVIDENCE ( 1776 ). Dieses Kriegsschiff war im Mai 1776 zu Wasser gelassen worden, konnte aber wegen einer britischen Blockade im Providence River nicht auslaufen. Whipple übernahm nun mit seinen Männern die Fregatte und ließ sie zum auslaufen startklar machen. Am 30. April 1778 startete er den Versuch mit der USS PROVIDENCE sich aus der Blockade zu befreien. Auf dieser riskanten Fahrt kam es auch zu Gefechten mit den Briten. So konnte die HMS LARK durch eine abgefeuerte Breitseite schwer beschädigt werden. Ein anderes britischen Kriegsschiff wurde auf der Flucht überholt. Dann war die PROVIDENCE frei und konnte unbehelligt nach Frankreich fahren. Whipple erreichte Paimboeuf. Abraham Whipple erwarb in Frankreich Waffen und militärisches Zubehör für Schiffe der Continental Navy, die sich noch im Bau befanden, und fuhren anschließend nach Brest, Frankreich. Hier lag schon die 24 Kanonen führende Fregatte USS BOSTON, die unter dem Kommando von Samuel Tucker ( 1. November 1747 in Marblehead, Massachusetts – 10. März 1833 in Bremen, Maine ) den amerikanischen Konsul John Adams ( 30. Oktober 1735 in Braintree, Massachusetts Bay, britische Kolonie – 4. Juli 1826 in Quincy, Massachusetts ) nach Frankreich gebracht hatte. Die beiden Schiffe verließen am 22. August Frankreich und fuhren nach Hause an die amerikanische Küste. Unterwegs brachten sie drei britische Prisen auf. Die USS PROVIDENCE erreichte am 15. Oktober Portsmouth, New Hampshire. Nach seiner Rückkehr wurde die Fregatte nach Boston, Massachusetts verlegt und Captain Whippel erhielt das Kommando über das kleine Geschwader, das aus der USS PROVIDENCE, der Schaluppe USS RANGER ( 1777 ) und der Fregatte USS QUEEN of FRANCE ( 1777 ). Hier in Boston sollten die Mannschaften auf den drei Schiffen mit Freiwilligen aufgefüllt werden. Am 18. Juni 1779 legte das kleine Geschwader in Boston ab und begannen eine Kreuzfahrt in Richtung Osten. In den frühen Morgenstunden Mitte Juli, befand sich das Geschwader von Commodore Abraham Whipple in dichtem Nebel vor der Küste der Newfoundland Banks. Hier begegnete man einem britischen Schiffskonvoi, bestehend aus rund 150 Segelschiffen, die nach Jamaika unterwegs waren. Whipple ließ alle Waffen auf den drei amerikanischen Schiffen verstecken und den britischen Union Jack aufziehen. So verkleidet fuhren sie den gesamten Tag mit dem Konvoi mit. Kein Kapitän der britischen Schiffe löste Alarm aus. Dann in der beginnenden Nacht schnitten die drei Kriegsschiffe den letzten elf britischen Handelsschiffen den Weg ab und nahmen diese als Prisen ohne Kampf. Acht dieser feindlichen Schiffe besaßen eine Kriegsbeute im Wert von über einer Million Dollar. Damit war das Unternehmen eine der reichsten Eroberungen während des gesamten amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Abraham Whipple kreuzte dann noch vor den Bermudas, konnte aber keine weiteren Prisen aufbringen und fuhr nach Charleston, South Carolina. Doch am 23. Dezember 1779 bedrohten britische Truppen Charleston, das zu dieser Zeit einer der wichtigsten Häfen der Continental Navy war. Whipple ließ daraufhin alle Kanonen von den drei Schiffen an Land bringen, um die Landbatterien zu stärken und den erwarteten britischen angriff abzuwehren. Nach einer harten viermonatigen Belagerung zwang der überwältigende Druck der britischen Truppen am 12. Mai 1780 die amerikanischen Streitkräfte zur Kapitulation. Commodore Abraham Whipple blieb ein Gefangener der Briten bis er nach Chester, Pennsylvania gebracht und dort Ende 1781 entlassen wurde. Nach der Unterzeichnung eines Vorfriedens zwischen der jungen Nation und Großbritannien am 30. November 1782 nahm Whipple in der Nähe von Cranston, Rhode Island seine Farmertätigkeit wieder auf. Für den Rest seines Lebens blieb er auch ein Farmer. Nur zwei Mal ging er als Handelsmeister wieder zur See. Zuerst auf der GENERAL WASHINGTON und dann auf der ST. CLAIR. Mit der Gründung der Ohio Company of Associates im Jahre 1788 und der anfänglichen Abwanderung nach Westen in dieses Gebiet, wurde Abraham Whipple und seine Familie zu Pionieren an der amerikanischen Grenze und gehörten zu den Gründern der Stadt Marietta, Ohio. Schon vorher erhielt Whipple zusammen mit seinen 50 bis 60 Schiffskameraden ein Stück Land in Vermont von der Continental Navy geschenkt. Darüber erhielten sie sogar eine Urkunde ausgestellt. Den Ort nannten sie Charleston. Dort siedelte 1803 Abner Allen aus Barton, Vermont als erster Siedler sich an.
Abraham Whipple erhielt eine Pension vom Kongress zur Anerkennung seiner Verdienste um die Erlangung der amerikanischen Unabhängigkeit. Er starb am 27. Mai 1819 in Marietta und wurde auf dem dortigen Mound Cemetery beigesetzt.


USS WHIPPLE ( DD-217 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS WHIPPLE ( DD-217 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Abraham Whipple benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechsundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Ship and Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 12.
Juni 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Gladys V. Mulvey, Ur-, Ur-, Urenkelin von Commodore Abraham Whipple, taufte am 6. November 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Richard Felid Bernard stellte am 23. April 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS WHIPPLE führte in den Gewässern vor der Guantanamo Bay, Kuba ihre Erprobungsfahrt durch. Gleichzeitig bildete man die Mannschaft auf ihren Stationen aus. Der Zerstörer kehrte anschließend in die Philadelphia Naval Yard zurück und wurde dort einer umfassenden Überprüfung unterzogen. Am 29. Mai 1920 legte das Kriegsschiff dort wieder ab und stach in See. Ziel war das östliche Mittelmeer. Die USS WHIPPLE erreichte am 13. Juni Konstantinopel, Osmanisches Reich. In den nun folgenden acht Monaten operierte der Zerstörer in den Gewässern des östlichen Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres und stand dabei unter dem Oberkommando des US High Commissioner for Turkey, Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17. April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ). In diesen Monaten war der gesamte Nahe Osten durch die Veränderungen infolge des Ersten Weltkrieges in Aufruhr. Ab dem 13. Juni schifften sich auf dem Kriegsschiff in Konstantinopel Vertreter der Britisch Amerikanischen Tobacco Company ein, die nach Samsun, Türkei im Süden des Schwarzen Meeres gebracht werden sollten. Die USS WHIPPLE erreichte am 16. Juni den Hafen der Stadt. Dort lag der Zerstörer USS CHANDLER ( DD-206 ), dessen Kommandant neue Befehle bekam. Die USS WHIPPLE verließ wenige Tage später wieder Samsun und fuhr nach Sewastopol auf der russischen Krim und nach Constanta, Rumänien. Der Zerstörer legte am Abend des 5. Juli in Samsun wieder an. Am folgenden Tag erhielt Lieutenant Bernard den Befehl umgehend mit dem Kriegsschiff nach Batum, Georgien zu fahren. Sofort wurde der Zerstörer klar zum Auslaufen gemacht und fuhr mit einer Geschwindigkeit von 30 Knoten seinem Ziel entgegen, wo er am folgenden Tag anlegte. Dort nahm die USS WHIPPLE an der friedlichen Übergabe der Stadt von britischen Truppen, die dort seit dem Beginn des Ersten Weltkriegs stationiert waren, unter die Kontrolle georgischer Sicherheitskräfte. Dann verließ der Zerstörer das Schwarze Mittelmeer und wechselte wieder ins Mittelmeer. Hier begann das Kriegsschiff eine südliche Kreuzfahrt entlang der levantinischen Küste. Dabei wurden die Häfen von Beirut, Großlibanon; Damaskus, Syrien unter französischem Mandat und Port Said, Ägypten besucht. Am 18. August legte die USS WHIPPLE in Konstantinopel wieder an. In dieser Zeit, am 17. Juli 1920, gab es in der US Navy eine Reform, die vorsah, dass die flächendeckenden Rumpfnummern aller amerikanischer Schiffe vereinheitlicht und in Klassen eingeteilt werden sollten. Der Zerstörer erhielt dabei die Kennung DD-217. Wenige Tage nachdem das Kriegsschiff Konstantinopel erreicht hatte, stach es auch wieder in See und nahm seine Patrouillenfahrten im Schwarzen Meer wieder auf. Dabei wurde Post für amerikanische Konsulate, Schiffe und dergleichen zu den Häfen von Rumänien, Russland und dem asiatischen Teil des Osmanischen Reiches befördert. Am 19. Oktober war die USS WHIPPLE wieder auf hoher See, da gewahrte man SOS Notsignale von dem griechischen Dampfer THETIS. Sofort eilte der Zerstörer zu Hilfe. Der Dampfer befand sich in einer misslichen Lage und war bei schwerer See vor der Einfahrt zum Hafen von Constanta auf Grund gelaufen. Zehn Stunden dauerte der Versuch die THETIS zu befreien. Das Kriegsschiff nahm den Dampfer dabei ins Schlepptau und hatte Erfolg. Der Divisionskommandeur sprach gegenüber Bernard eine Belobigung aus. Außerdem wurde Bernard zum Lieutenant Commander befördert. In den letzten Wochen des Jahres 1920, die USS WHIPPLE führte ihre Patrouillenfahrten immer noch durch, änderte sich die Situation im russischen Bürgerkrieg. Der Zerstörer eskortierte den beschädigten amerikanischen Dampfer SS HADDON, der Waffen für die Weißrussischen Truppen nach Sewastopol gebracht hatte, bis nach Konstantinopel. Von dort aus wechselte das Kriegsschiff nach Constanta zum bunkern von Kohle. Hier erfuhr man auf dem Kriegsschiff, dass bolschewistische Truppen sich der Krim näherten. General Baron Pjotr Nikolajewitsch Wrangel ( 27. August 1878 in Novalexandrovsk, Gouvernement Kowno, Russisches reich – 25. April 1928 in Brüssel, Belgien ), der die Weißrussischen Truppen in diesem Gebiet kommandierte, zog seine Truppen in einer Nachhutaktion nach Sewastopol zurück. Von hier aus wollte er diese mit einer Vielzahl von Schiffen über die offene See evakuieren, um den schnell heranrückenden bolschewistischen Streitkräften zu entkommen. Die USS WHIPPLE traf am Morgen des 14. November in Sewastopol ein und musste im Hafenbecken vor Anker gehen. LCDR Bernard meldete sich bei Vizeadmiral Newton Alexander McCully ( 19.
Juni 1867 in Anderson, South Carolina – 14. Juni 1951 in St. Augustine, Florida ), um weitere Befehle zu erhalten. Im Hafen von Sewastopol befanden sich schon hunderte Boote, in denen sich Soldaten der Weißrussen zur Evakuierung bereit machten. Dabei kam es oft vor, dass sich solch ein Boot quer zum Bug des amerikanischen Kriegsschiffes legte. Die amerikanische Mannschaft half den unerfahrenen Soldaten sich auf einen Lastkahn zu retten. Neben der USS WHIPPLE lag in dem Hafenbecken der Geschützte Kreuzer USS ST LOUIS ( C-20 ) und die beiden Zerstörer USS OVERTON ( DD-239 ) und USS HUMPHREYS ( DD-236 ). Diese Schiffe sollten ausgewählte Personen mit ausgestellten Pässen von Vizeadmiral McCully zur Evakuierung an Bord nehmen. Während der gesamten Zeit in der die USS WHIPPLE vor Sewastopol lag, war ihre Hauptbatterie ständig in Alarmbereitschaft. Die Geschützmannschaften hielten ihre Geschütze besetzt. Währenddessen brachten bewaffnete Mannschaftsmitglieder die zu Evakuierenden an Bord des Schiffes. Außerdem standen ständig Landungstruppen Gewehr bei Fuß. Als das letzte Beiboot des Zerstörers die Küste verließ, erreichten die bolschewistischen Truppen den Hafen von Sewastopol und begannen umgehend auf die fliehenden Weißrussen zu schießen. Für die USS WHIPPLE war es Zeit aus dem Hafenbecken zu fahren nachdem der letzte Passagier und Mannschaftsmitglied an Bord befand. Der Zerstörer hatte den Lastkahn im Schlepptau, der an die USS HUMPHREYS weitergegeben wurde nachdem man aus der Reichweite der bolschewistischen Kanonen und Maschinengewehre war. Auf der USS WHIPPLE gab es keinen Fleck mehr auf dem sich nicht ein weißrussischer Soldat befand. Auf Deck und unter Deck war alles voll. Ein jeder der weißrussischen Soldaten besaß nur noch das was er auf dem Leibe trug. Sie hatten keine Nahrungsmittel und kein Geld. Zusätzlich waren viele von denen krank oder verwundet. Nachdem die Flüchtlinge in Konstantinopel von Bord des Kriegsschiffes gebracht worden waren, nahm der Zerstörer seinen Dienst im Nahen Osten als Patrouillenschiff bis zum Frühjahr 1921 wieder auf. Am 2. Mai verließ die USS WHIPPLE zusammen mit der USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), USS BORIE ( DD-215 ), USS SMITH THOMPSON ( DD-212 ), USS BARKER ( DD-213 ) und USS TRACY ( DD-214 ) das Mittelmeer. Sie durchquerten den Suezkanal und fuhren nach Bombay, Indien. Die Fahrt führte die Schiffe weiter nach Colombo, Ceylon; Batavia, Java; Singapur, Straits Settlement; Saigon und Französisch – Indochina. Am 29. Juni erreichten die Kriegsschiffe ihren neuen Heimathafen Cavite, Manila Bay, Luzon auf den Philippinen. Während der nächsten vier Jahre diente die USS WHIPPLE in der asiatischen Flotte. In diesen vier Jahren setzte man den Zerstörer zum Schutz von Leben und Eigentum der Amerikaner in dem von kriegerischen Konflikten heimgesuchten China ein. In den Wintermonaten operierte das Kriegsschiff von Cavite aus, der Hafen lag in der Nähe von Manila, und führte taktische Übungen zwischen den philippinischen Inseln durch. Sofort im beginnenden Frühjahr fuhr der Zerstörer nach Norden zu den Häfen von Nordchina und begann mit seinen Operationen von Tsingtao aus. Anfang September 1923 erfuhr man auf dem Kriegsschiff, dass am 30. und 31. August Tokyo und Yokohama durch ein Erdbeben, einen Tsunami und Feuersbrünste fast zerstört worden waren. Vizeadmiral Edwin Alexander Anderson, Jr. ( 16. Juli 1860 in Wilmington, North Carolina – 23. September 1933 in Masonboro Sound, Wilmington, North Carolina ), Oberbefehlshaber der asiatischen Flotte, entsandte sofort die USS WHIPPLE und die Zerstörerdivision, in der sich die Zerstörer USS JOHN D EDWARDS, USS BORIE, USS SMITH THOMPSON, USS BARKER und USS TRACY mit medizinischen Hilfsgütern, um Hilfe zu leisten. Die Zerstörer trafen am 5. September in der Tokyo Bay ein. Die amerikanischen Zerstörer waren die ersten ausländischen Schiffe, die in Yokohama eingetroffen waren und verdienten den Dank der japanischen Regierung. Der Krieg zwischen lokale Kriegsherren um Shanghai ab Ende 1924 bis Anfang 1925 führte dazu, dass man die USS WHIPPLE als Truppentransporter einsetzen musste. Am 15. Januar 1925 ging ein Marine Detachment von 28 Marines von dem Kanonenboot USS SACRAMENTO ( PG-19 ) an Land, um amerikanisches Eigentum zu schützen. Sieben Tage später schiffte sich eine Expeditionstruppe von Marines, die Second Provisional Company, angeführt von Captain James P. Schwerin (USMC), von der USS WHIPPLE, USS BORIE und USS BARKER aus und ging an Land. Diese Kompanie löste die Marines von der USS SACRAMENTO ab. Am 18. Mai 1925 verließ die USS WHIPPLE zusammen mit der USS JOHN D EDWARDS, USS BORIE, USS BARKER, USS SMITH THOMPSON und USS TRACY den Fernen Osten und fuhr über Guam, Nördliche Marianen; Midway und Pearl Harbor, Territorium Hawaii nach San Diego, Kalifornien. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 17. Juni ein. Fünf Tage später stachen die Kriegsschiffe wieder in See und machten sich auf den Weg an die US Ostküste. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte die USS WHIPPLE am 17. Juli in Norfolk, Virginia an. Von hier aus operierte der Zerstörer entlang der Ostküste von Maine bis Florida und beteiligte sich mit der Atlantikflotte an Übungen in der Guantanamo Bay. In dieser Zeit, zwischen Ende 1926 und Anfang 1927 setzte man von dem Kriegsschiff eine Landungstruppe in Nicaragua an Land, um das Leben und den Besitz von Amerikanern zu schützen. In dem mittelamerikanischen Land herrschten massive Unruhen durch den ausgebrochenen Bürgerkrieg. Durch diese Landungstruppe, bestehend aus Mannschaftsmitgliedern des Zerstörers, erhielt das Kriegsschiff die Second Nicaraguan Campaign Medal verliehen. Die USS WHIPPLE legte am 26. Mai 1927 in Norfolk ab, um eine Kreuzfahrt zusammen mit den Kriegsschiffen aus ihrer Division durchzuführen. Ziel waren nordeuropäische Häfen. Auf dieser Tour durchquerte das Kriegsschiff den neuausgebauten Kaiser – Wilhelm – Kanal. Die Verbindung zwischen der Nordsee und der Ostsee. Anschließend fuhr der Zerstörer für eine kurze Tour ins Mittelmeer nach Süden. Das Kriegsschiff verließ am 29. Januar 1928 Gibraltar und fuhr nach Kuba in die Karibik. Hier beteiligte sich die USS WHIPPLE an mehreren Operationen und Übungen in den Gewässern der Karibik und vor der Guantanamo Bay. Am 26. März nahm der Zerstörer Kurs auf den Westpazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Kriegsschiff in seinem neuen Heimathafen San Diego an. Von dieser Marinebasis aus operierte das Kriegsschiff bis zum 1. August 1929 im Pazifik. Die USS WHIPPLE verließ an diesem Tag die kalifornische Küste und fuhr zur asiatischen Station und ihrer zweiten Tour zusammen mit den Schiffen der asiatischen Flotte. In dem nun folgenden Jahrzehnt beobachteten die Amerikaner mit wachsender Sorge den Aufstieg Japans über China und dem Fernen Osten. Mit den Kriegsschiffen der asiatischen Flotte nahm die USS WHIPPLE die für ihren Schiffstyp übliche Routine wieder auf. So wurden vor den philippinischen Inseln Winterübungen abgehalten und Sommermanöver vor Tsingtao mit zwischenzeitlichen Kreuzfahrten zu chinesischen Küstenhäfen. Am 8. Februar 1932 kam es zu einer Kollision zwischen dem Zerstörer und dem britischen Dampfschiff ROSALIE MOLLER auf dem Jangtse vor Shanghai, China. Das Kriegsschiff erlitt dabei erhebliche Schäden. Für das Frühjahr 1936 waren wie üblich wieder in der Subic Bay, Luzon, Philippinen Übungen angesetzt. Am 14. April kollidierte die USS WHIPPLE mit dem Schwesterschiff USS SMITH THOMPSON. Die USS WHIPPLE schlug dabei in das Heck des anderen Kriegsschiffes ein und zerstörte sich dabei den Bug, der vollständig abgeknickt war. Die USS SMITH THOMPSON war nicht mehr zu reparieren, doch man verwendete den noch intakten Bug des Kriegsschiffes und ersetzte diesen bei der USS WHIPPLE. Der Zerstörer war kurze Zeit später wieder einsatzbereit, während die USS SMITH THOMPSON verschrottet und versenkt wurde. Unterdessen verschärften sich die Spannungen zwischen China und Japan weiter, insbesondere in Nordchina. Am 7. Juli 1937 brachen nun die seit langem schwelenden Gegensätze in offenen Kämpfen in der Nähe von Peking bei der Marco – Polo – Brücke aus. Diese wandelten sich zu dem Zweiten Chinesisch – Japanischen Krieg in dem gesamten Gebiet. Zwei Wochen nach diesem Ereignis, am 24. Juli, legte ein kleines Geschwader aus der asiatischen Flotte, darunter gehörte auch die USS WHIPPLE, vor Chafoo, China ab. Der Zerstörer traf sich mit den Schwesterschiffen USS BARKER, USS ALDEN ( DD-211 ) und USS PAUL JONES ( DD-230 ) und dem Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ) auf dem Weg zur Küste Sibiriens. Die fünf amerikanischen Kriegsschiffe erreichten am 28. Juli Wladiwostok, Sowjetunion. Der Besuch, der zum ersten Mal seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR von 1933 durch amerikanische Kriegsschiffe stattfand, dauerte bis zum 1. August. Die fünf Schiffe kehrten danach nach China zurück. Innerhalb der nächsten zwei Wochen, während die asiatische Flotte ihre Routinepatrouillen fortführte, brachen in Shanghai Feindseligkeiten zwischen chinesischen und japanischen Truppen aus und der Krieg dieser beiden Länder trat in eine neue Phase. Die asiatische Flotte setzte ihre Mission der Beobachtung des Konflikts fort und war bereit Amerikaner aus chinesischen Häfen zu evakuieren, falls sich die Gelegenheit dazu bot. Mitte 1938, als der Krieg ins Landesinnere und den Jangtse hinaufzog, nahm die asiatische Flotte ihre frühere Routine wieder auf. Die USS WHIPPLE und die Zerstörer aus ihrer Division besuchten zusammen mit dem Zerstörertender USS BLACK HAWK ( AD-9 ) im Juni 1938 Bangkok, Siam. Die Japaner eroberten die meisten großen Küstenstädte und deren Häfen sowie die am unteren Jangtse gelegenen Ortschaften. Die westlichen Nationen, die immer noch um die Wahrung ihrer Interessen in China bemüht waren, hatten immer mehr Schwierigkeiten in den von ihnen bevorzugten Häfen einzulaufen. Im Frühjahr 1939 kam es in Amoy, China zu einem folgenschweren Zwischenfall. Ein chinesischer Schütze erschoss auf offener Straße einen japanischen Staatsbürger. Die Japaner reagierten sofort. Personal der Special Naval Landing Force landete in der Nähe der internationalen Siedlung von Koolangsu, wo Staatsbürger von 13 westlichen Nationen wohnten. Sofort wurden zum Schutze dieser Siedlung bewaffnete Matrosen von dem Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und dem britischen Leichten Kreuzer HMS BIRMINGHAM ( C19 ) angelandet. Im September 1939 diente die USS WHIPPLE als Stationsschiff bei Amoy. An Bord konnten sich die Soldaten der Landing Force ausruhen und Captain John T. G. Stapler, Commander der South China Patrol, befand sich an Bord. Am 3. September 1939 um 23:55 Uhr wurde in dem Logbuch der USS WHIPPLE festgehalten, dass Frankreich, zwei Tage nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Polen, Deutschland den Krieg erklärt hat. Der Zweite Weltkrieg hatte in Europa begonnen und das Kräfteverhältnis im Orient erheblich verändert, denn Großbritannien zog einen Großteil seiner China Station Flotte ab, um die Heimat- und Mittelmeerflotte zu stärken. Die USS WHIPPLE führte bis 1941 ihre Neutralitätspatrouillen vor den Philippinen weiter durch, bis Admiral Thomas Charles Hart ( 12. Juni 1877 in Davison, Michigan – 4. Juli 1971 in Sharon, Connecticut ) die kleine asiatische Flotte, die er seit dem 25. Juli 1939 kommandierte, auf den Krieg vorbereitete. Am 25. November 1941, zwei Tage vor der Kriegswarnung durch John Brates Brooks, die voraussagte, dass eine feindliche japanische Aktion im Pazifik unmittelbar bevorstand, sandte Admiral Hart die USS WHIPPLE sowie die Zerstörer der Destroyer Division 57 USS JOHN D EDWARDS, USS ALDEN ( DD-211 ) und USS EDSALL ( DD-219 ) und den Zerstörertender USS BLACK HAWK nach Balikpapan, Borneo, Niederländisch Ostindien, um die Schiffe seiner Flotte aus ihrer verletzlichen Position innerhalb der Manila Bay zu verteilen. Dort vor Balikpapan, wo die Ölhäfen zur Versorgung der alliierten Schiffe sich befanden, erlebte der Zerstörer den Beginn des Zweiten Weltkriegs im Pazifik. Am 7. Dezember 1941 griffen japanische Flugzeuge den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor an. Doch schon am folgenden Tag machten sich die Kriegsschiffe der DesRon 57 auf den Weg nach Batavia, Niederländisch – Ostindien. Auf dieser Fahrt erfuhr man auf den Zerstörern von dem Beginn des Krieges. Umgehend wurde ein Kurswechsel befohlen. Das Ziel war nun Singapur. Hier sollten die Zerstörer die Sicherung der britischen Force Z vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen übernehmen. Diese Force Z sollte an diesem Tage die japanische Amphibische Landung auf Malaya im Golf von Thailand unterbinden. Ein britischer Verbindungsoffizier und vier Mannschaftsmitglieder von dem Leichten Kreuzer HMS MAURITIUS ( C-80 ) schiffte sich in Singapur an Bord der USS EDSALL ein. Am 10. Dezember wurde während der Schlacht das britische Schlachtschiff HMS PRINCE of WALES und der Schlachtkreuzer HMS REPULSE durch feindliche Flugzeuge versenkt. Die amerikanischen Zerstörer der DesDiv 57 wurden nun nur noch zur Suche von Überlebenden des britischen Schlachtschiffes und Schlachtkreuzers eingesetzt. Auf der Heimfahrt nach Singapur brachten die amerikanischen Kriegsschiffe den japanischen Fischtrawler IJN KOFUKU MARU, der später den Namen MV KRAIT in Australien erhielt, auf. Dieser japanische Trawler hatte vier kleinere Boote im Schlepptau. Kurz vor Singapur übergab man das feindliche Schiff an die australische Korvette HMAS GOULBURN ( J167 ). Am 15. Dezember versetzte man die USS WHIPPLE in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS WHIPPLE, USS EDSALL, USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS und aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS BARKER, USS BULMER ( DD-222 ), USS PARROTT ( DD-218 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und aus der DesDiv 59 die Zerstörer USS PILLSBURY ( DD-227 ), USS POPE ( DD-225 ), USS JOHN D FORD ( DD-228 ) und USS PEARY ( DD-226 ). Die ABDA – Truppe ( American – British – Dutch – Australian Command ) kämpfte in diesen Tagen verzweifelt in Nachhutaktionen angesichts eines sich schnell bewegenden und gut organisierten Feindes. Die alliierten Schiffe sahen sich gewaltigen Hindernissen gegenüber auf ihrem Rückzug nach Süden. Ab Anfang Januar 1942 wechselten die Schiffe der TF 5 ihre Basis in die Kupang Bay, Timor. In diesen Tagen führte die USS WHIPPLE bis zum 4. Februar in der Java See Eskortier- und Patrouillenfahrten durch. Der Stützpunkt des Zerstörers war da Surabaya, Java. Mit dabei waren die Kreuzer USS HOUSTON und USS MARBLEHEAD und die Zerstörern USS STEWART, USS JOHN D EDWARDS, USS BARKER, USS BULMER, USS PAUL JOHNS und USS PILLSBURY. Am 12. Februar war die USS WHIPPLE im dichten Nebel in der Prigi Bay, Java und war auf dem weg nach Tjilatjap an der Südküste von Java. Hier kollidierte der amerikanische Zerstörer mit dem niederländischen Leichten Kreuzer DE RUYTER. Als das niederländische Kriegsschiff aus der Dunkelheit auftauchte, drehte die USS WHIPPLE nach Backbord bei um eine Kollision zu vermeiden. Durch diese Bewegung wurde ein größerer Schaden vermieden. Das amerikanische Kriegsschiff wurde am folgenden Tag in ein Trockendock in Tjilatjap bugsiert, um die entstandenen Schäden zu sichten. Doch man stellte fest, dass nur unerhebliche Schäden entstanden waren. Die USS WHIPPLE konnte ihren aktiven Dienst wieder aufnehmen. Am 18. Februar begannen die Japaner mit der Landung auf Bali. Die Schiffe des Amercan – Britisch – Niederländisch – Australischen Verbandes versuchten weitere Landungen in diesem Gebiet zu unterbinden oder wenigstens zu stören. Am 26. Februar stach die USS WHIPPLE von der Basis Tjilatjap aus in See und fuhr zusammen mit der USS EDSALL zum Rendezvous mit dem umgebauten Wasserflugzeugtender USS LANGLEY ( AV-3 ). An Bord dieses Tenders befanden sich 32 Curtiss P-40 E Jagdflugzeuge samt Besatzungen. Diese sollten zur Verteidigung von Java eingesetzt werden. Um 6:29 Uhr des 27. Februar nahmen die beiden Zerstörer und die USS LANGLEY Kontakt auf. Die drei amerikanischen Schiffe fuhren ihrem Ziel entgegen. Um 11:50 Uhr griffen sechzehn Mitsubishi G4M Bomber des kaiserlich japanischen Navy Air Services Takao Kokutai die USS LANGLEY und die beiden Zerstörer an. Diese Bomber wurden von Lieutenant Jiro Adachi angeführt und kamen von dem Flugplatz bei Den Pasar auf Bali, Indonesien. Fünfzehn A6M Jagdflugzeuge eskortierten diese Bomber. Den japanischen Flugzeugen schlug während ihres zweiten Angriffs ein heftiges Flugabwehrfeuer entgegen. Um 10:20 Uhr griffen drei der japanischen Bomber die Weihnachtsinseln an. Einer davon wählte später die USS WHIPPEL zum Angriff aus und warf eine Stabbombe auf den Zerstörer. Doch diese schlug auf dem Wasser auf und explodierte. Der Zerstörer konnte sehr schnell manövrieren und so dieser Stabbombe ausweichen. Während des Angriffs auf die amerikanischen Schiffe reichten allerdings die Ausweichmanöver der USS LANGLEY nicht mehr aus und wurde gegen 12:12 Uhr von einer Bombe beschädigt. Die USS WHIPPLE unterbrach ihr Abwehrfeuer nachdem um 12:24 Uhr die feindlichen Flugzeuge in nordöstlicher Richtung abdrehten. Von dem Zerstörer aus begutachtete man den Schaden an der USS LANGLEY. Wenige Minuten später erschienen vier weitere japanische Bomber. Einer davon wurde durch das Abwehrfeuer der Zerstörer beschädigt. Doch der Wasserflugzeugtender war nicht mehr zu retten und musste um 13:25 Uhr aufgegeben werden. Achtzehn Mannschaftsmitglieder der USS LANGLEY fanden während des Kampfes den Tod. Die USS WHIPPLE ging in 25 Meter Entfernung fast längsseits und nahm 308 Überlebende der Mannschaft des Wasserflugzeugtenders und dem Army Personal für die P-40 Jäger an Bord. Mit zwei Rettungsflößen des Zerstörers wurden diese aus dem Wasser gefischt. Frachtnetze und eine Reihe von Tauen hingen an der Steuerbordseite herab, woran sich die Überlebenden an Bord ziehen konnten. Die USS EDSALL nahm 177 Überlebende an Bord auf. Beide Zerstörer entfernten sich ab 13:58 von dem Wrack. Die USS WHIPPLE eröffnete um 14:29 Uhr das Feuer mit der 4-Zoll Hauptbatterie. Nach neun Granaten und zwei Torpedos sackte die USS LANGLEY immer tiefer ab. Zusammen mit der USS EDSALL versenkte man den Wasserflugzeugtender dann mit weiteren Torpedos. Wenige Augenblicke später erhielten beide Zerstörer den Befehl das Seegebiet wegen weiterer Bombenangriffe zu räumen. Die beiden Zerstörer fuhren in Richtung de Weihnachtsinseln. Hier trafen sie sich am Morgen des 28. Februar mit dem Öltransporter USS PECOS ( AO-6 ). Die Überlebenden von dem Wasserflugzeugtender mussten an Bord des Öltransporters verlegt werden. Gegen 8:00 Uhr am 1. März war dies abgeschlossen, da immer wieder landgestützte japanische Flugzeuge am Himmel erschienen und mit dem Angriff begannen. In der Zeit der Verlegung umkreiste der zweite Zerstörer immer um die beiden Schiffe und hielt einen U-Boot Schutzschirm aufrecht. Beide Zerstörer verließen dann die USS PECOS und wollten die Gewässer um Java verlassen. Der Öltanker sollte in Richtung Osten nach Amerikanisch Samoa fahren. Da erhielt der Cheffunker von der USS WHIPPEL den Hilferuf von der USS PECOS. Der Öltransporter wurde östlich der Weihnachtsinseln von japanischen Flugzeugen attackiert. Diese waren in zwei wellen von dem japanischen Flugzeugträger IJN SORYO aus gestartet. Die dritte Welle, die am Nachmittag angeflogen kam und die USS PECOS versenkte, stammte von dem Flugzeugträger KAGA. Die USS WHIPPLE raste zu dem sinkenden Öltransporter, um mögliche Hilfe zu leisten. Auf der Fahrt dorthin bereiteten alle Hände an Bord geknotete Leinen und Landungsnetze vor, um Überlebende so schnell wie möglich aus dem Wasser zu holen. Um 19:22 Uhr erreichte der Zerstörer die Stelle an dem die USS PECOS gesunken war. Mehrer kleine Lichter kündeten von den Positionen der Rettungsflöße. Langsam wurde ein Floß nach dem anderen angefahren und die dort befindlichen Seeleute aus dem Wasser geborgen. Zwischenzeitlich musste allerdings das Kriegsschiff diese Aufgabe unterbrechen und Jagd auf ein feindliches U-Boot beginnen, das sich in diesen Gewässern aufhielt. Aber die Angriffe darauf blieben erfolglos. Die USS WHIPPLE kehrte dann zu ihrer eigentlichen Aufgabe zurück und suchte nach weiteren Überlebenden. Insgesamt 231 Seeleute konnten noch gerettet werden. Der Zerstörer verließ dann eilig das Seegebiet, weil man an Bord glaubte, dass sich ein feindlicher Flugzeugträger in der Nähe aufhalte. Java fiel den Japanern wenige Tage später vollständig in die Hände während ihrer expandierenden Ostasiatischen Einflusssphäre. Die USS WHIPPLE schloss dich den Überresten der asiatischen Flotte an und fuhr in australische Gewässer. Am 23. März erreichte der Zerstörer Melbourne. Bis zum 2. Mai war das Kriegsschiff zusammen mit Schiffen aus der Niederländischen und Australischen Marine, die in die Task Force 44 zusammengefasst waren und von dem britischen Rear Admiral John Gregory Crace ( 6. Februar 1887 in Gungahlin, Australien – 11. Mai 1968 in Hampshire, England ) kommandiert wurde, am Great Barrier Reef unterwegs und eskortierte Versorgungsschiffe. Zur TF 44 gehörte der amerikanische Schwere Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ), der australische Schwere Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ), der Leichte australische Kreuzer HMAS HOBART ( D63 ) und die Zerstörer USS WHIPPLE, USS PERKINS ( DD-377 ) und ab dem 7. Mai die USS FARRAGUT ( DD-348 ) und USS WALKE ( DD-416 ). Am 10. April gliederte man die USS CHICAGO, HMAS AUSTRALIA und USS WHIPPLE und USS PERKINS in die Task Group 17.3. Die Sicherung der australischen Küste bei Sydney blieb dabei bestehen. Die USS WHIPPLE verließ zusammen mit der USS ALDEN am 2. Mai Sydney und fuhr ostwärts. Nach den Zwischenstopps auf den Inseln Espiritu Santo, New Hebrides und Amerikanisch Samoa trafen die Zerstörer am 6. Juni in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii ein. Zusammen mit dem Schwesterschiff  wurde diese Basis am 8. Juni verlassen und man fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Auf dieser Fahrt wurde ein Schiffskonvoi an die US Westküste eskortiert. Am 18. Juni erreichte man San Francisco. Noch am selben Tag bugsierte man die USS WHIPPLE in ein Trockendock der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Hier begann man mit einer Überholung. Gleichzeitig wurde das Gewicht des Zerstörers in der Mitte reduziert. Man installierte zwei 20 mm Flakgeschütze und zwei Torpedorohre. Am 10. August begann die erste Test- und Ausbildungsfahrt. Am folgenden Tag verließ die USS WHIPPLE zusammen mit der USS ALDEN die kalifornische Küste und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Pearl Harbor. Sieben Eskortierfahrten zwischen San Francisco und Pearl Harbor und zurück wurden bis Anfang Mai 1943 durchgeführt. Am 11. Mai verließ der Zerstörer San Francisco und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Von hier aus eskortierte das Kriegsschiff einen Schiffskonvoi bis zum Panamakanal, durchquerte diesen Ende Mai und fuhr in die Karibik bis in die Santa Anna Bay, Curacao, Niederländisch – Westindien. Hier wurden die Frachtschiffe mit Petroleum beladen und fuhren nach Abschluss der Arbeiten bis nach Kuba. Sie erreichten am 29. Mai die Guantanamo Bay. Von dieser Bucht aus eskortierte die USS WHIPPLE einen Schiffskonvoi bis nach Trinidad. Der Zerstörer kehrte am 19. Juni in die Guantanamo Bay zurück und fuhr nach Norden zur New York Navy Yard in Brooklyn, New York City. Hier wurden an dem Kriegsschiff Reparaturen vorgenommen und Vorbereitungen für die Atlantiküberquerung vorgenommen. Die USS WHIPPLE verließ am 10. Juli wieder die Werft in New York und fuhr nach Norfolk, Virginia. Von hier aus eskortierte der Zerstörer zusammen mit der USS ALDEN und anderen Kriegsschiffen einen Schiffskonvoi nach Casablanca, Französisch Marokko, wo sie am 28. Juli anlegten. Von Casablanca aus wechselten die amerikanischen Kriegsschiffe nach Gibraltar und übernahmen hier einen Schiffskonvoi, der das Mittelmeer verließ, und fuhren an die US Ostküste. Die USS WHIPPEL erreichte am 27. August Charleston, South Carolina. Schon am 7. September stach der Zerstörer zusammen mit der USS ALDEN wieder in See und eskortierte einen langsamen Schleppkonvoi über Port of Spain, Trinidad bis nach Recife, Brasilien. Noch am selben Tag der Ankunft verließ die USS WHIPPLE wieder die brasilianischen Gewässer und eskortierte einen Schiffskonvoi bis nach Trinidad. Von hier aus fuhr das Kriegsschiff die US Ostküste bis nach Charleston entlang. Dort lief der Zerstörer am 19. November ein. Nach einem weiteren Geleitzug von Norfolk aus bis in die Guantanamo Bay und in die Panamakanalzone, versetzte man die USS WHIPPLE nach Newport, Rhode Island. Hier erfolgte ab Mitte Dezember ein Anti-Submarine Training, das Ende des Monats abgeschlossen war. Der Zerstörer wechselte von dort nach Norfolk, Virginia. Hier integrierte man das Kriegsschiff zur Sicherung des Geleitflugzeugträgers USS GUADALCANAL ( CVE-60 ) in die Task Group 21.12. In dieser befanden sich außerdem die Zerstörer USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS und USS JOHN D FORD sowie die Geleitzerstörer USS PILLSBURY ( DE-133 ), USS POPE ( DE-134 ), USS FLAHERTY ( DE-135 ) und USS CHATELAIN ( DE-149 ). Diese Kriegsschiffe legten am 5. Januar 1944 in Norfolk ab und fuhren in ihr Einsatzgebiet zum Schutz der Schiffskonvois vor feindlichen U-Booten auf dem Atlantik, die die Versorgung der kämpfenden Truppen in Europa zu sichern hatten. Am 16. Januar spürten zwei Avenger Flugzeuge aus der Geschwader VC-13 von der USS GUADALCANAL westlich der Azoren U-544, Kommandant Kapitänleutnant Willy Mattke ( 25. Januar 1909 in Graudenz – 16. Januar 1944 ) auf und versenkten es mit Raketen und Wasserbomben. Alle Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. U-544 hatte wenige Augenblicke vorher die beiden U-Boote U-129, Kommandant Oberleutnant zur See Richard von Harpe ( 19. August 1918 in Dorpat, Estland – 2. März 1945 in der Ostsee ), und U-516, Kommandant Kapitänleutnant Hans – Rutger Tillessen ( 16. April 1913 in Wilhelmshaven – 1. Juni 1986 ) mit frischem Brennstoff versorgt. Die Schiffe der TG 21.12 fuhren zur Auffüllung von Munition anschließend nach Casablanca und kehrten dann auf hohe See zurück und suchten in den Planquadraten die die amerikanischen Schiffskonvois durchfuhren nach deutschen U-Booten. Am 16. Februar legte die USS WHIPPLE und die Schiffe der TG in Norfolk wieder an. Wenige Tage später löste man den Zerstörer aus der Anti-U-Boot Gruppe und beorderte ihn in die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts. Hier musste sich das Kriegsschiff erneuten Reparaturen unterziehen. Am 13. März verließ die USS WHIPPLE zusammen mit den Kriegsschiffen der Task Force 64, die Captain Harold S. Berdine ( USCG ) kommandierte, die US Ostküste und beteiligte sich an der Eskorte des Schiffskonvois UGS 36, bestehend aus 72 Handelsschiffen und 18 Panzerlandungsschiffen, bis ins Mittelmeer. In der TF 64 befanden sich die amerikanischen Zerstörer USS WHIPPLE, USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS und USS DECATUR ( DD-341 ), den amerikanischen Geleitzerstörern USS MILLS ( DE-383 ), USS RAMSDEN ( DE-382 ), USS RHODES ( DE-384 ), USS SAVAGE ( DE-386 ), USS RICHEY ( DE-385 ), USS SELLSTROM ( DE-255 ), USS TOMICH ( DE-242 ) und USS SLOAT ( DE-245 ), die 37. britische Escort Group mit dem Flakkreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), der niederländischen Fregatte HNMS JOHAN MAZRITS van NASSAU ( K251 ), den britischen Schaluppen HMS BLACK SWAN ( L57 ), HMS AMETHYST ( F116 ) und HMS DEPTFORD ( L53 ), die niederländische Schaluppe HNMS FRISO ( K00 ), die britische Korvette HMS CAMPION ( K108 ) und ein britischer Minensucher mit JIG Störsender für Lenkbomben. Am 1. April kurz vor der Morgendämmerung, zwischen 4:05 Uhr und 4:20 Uhr, liegen der Schiffskonvoi und die Sicherungsschiffe westlich von Algier. Da werden die Schiffe von 20 deutschen Torpedobombern angegriffen. Nur das US Liberty – Schiff SS JARED INGERSOLL ( 7.191 BRT ) wird beschädigt, auf Grund gesetzt und später geborgen. Außerdem wird bei diesem feindlichen Luftangriff das amerikanische Panzerlandungsschiff USS LST-526 leicht beschädigt. Am 11. April verlässt der Schiffskonvoi GUS 36 wieder das Mittelmeer und erreichte am 2. Mai den Hafen von New York. Für den Rest des Jahres 1944 bis zum Frühjahr 1945 führte die USS WHIPPLE vor der US Ostküste, über den Atlantik bis nach Casablanca und gelegentlich in der Karibik Geleitschutzaufgaben durch. Der Zerstörer legte am 6. Juni 1945 in New London, Connecticut an. Hier klassifizierte man das Kriegsschiff am 30. Juni 1945 zu einem Hilfsschiff um und gab ihm die Kennung AG-117. In den Gewässern vor New London verwendete man die USS WHIPPLE nun als Zielschiff für U-Boote. Am 9. Juli wechselte das Hilfsschiff in die New York Navy Yard und wurde hier zu einem Hochgeschwindigkeitszielschiff umgebaut. Das Schiff verließ am 5. August die Werft und fuhr zum Panamakanal. Dieser wurde sechs Tage später durchquert. Die USS WHIPPLE fuhr über San Diego nach Pearl Harbor, wo sie am 30. August anlegte. Zu diesem Zeitpunkt war der Zweite Weltkrieg auch im Pazifik beendet. In Pearl Harbor verwendete man das Hilfsschiff bis zum 21. September als Zielschiff für U-Boote des Ausbildungskommandos Pazifik. Da man die Dienste des Schiffes dann aber nicht mehr benötigte, verließ es die amerikanische Marinebasis und fuhr zurück an die US Ostküste, wo sie am 18. Oktober in der Philadelphia Naval Shipyard anlegte. Am 9. November 1945 stellte man das Hilfsschiff außer Dienst und strich den Namen USS WHIPPLE ( AG-117 ) am 5. Dezember 1945 von der US Navy – Liste. Den Schiffsrumpf verkaufte man am 30. September 1947 an die Northern Metals Company in Philadelphia zum verschrotten.


USS WHIPPLE ( DD-217 )
Commanding Officer
 

LT Richard Felid Bernard    23. April 1920 – 17. Oktober 1922
CDR Frank Jack Fletcher    17. Oktober 1922 – 10. August 1923 (später ADM)
LCDR Guy Carlton Barnes    10. August 1923 – 18. April 1924
LCDR James Madison Doyle    18. April 1924 – 24. April 1924
LCDR Earl Winfield Spencer Jr.    24. April 1925 – 18. Mai 1926
LCDR Miles Permenter Refo Jr.    18. Mai 1926 – 16. Mai 1927
CDR Francis Alfred Leopold Vossler    16. Mai 1927 – 25. Juni 1928
LCDR Emory Percival Eldredge    25. Juni 1928 – 9. April 1930
LCDR George Cascaden Kriner    9. April 1930 – 23. August 1931
LCDR John Hayes Jenkins    23. August 1931 – 10. März 1934
LCDR John Bacon McDonald Jr.    10. März 1934 – 12. Mai 1936
LCDR Thomas Greenhow Williams Settle    12. Mai 1936 – 10. März 1937 (später VADM)
LCDR Willis Williamson Pace    10. März 1937 – 15. Januar 1939
LCDR Rupert Meyrick Zimmerli    15. Januar 1939 – 11. Juni 1939
LCDR James Powell Clay    11. Juni 1939 – 25. Januar 1940
LCDR Charles Stillman Weeks    25. Januar 1940 – Februar 1941
LCDR Eugene Simon Karpe    15. März 1941 – 29. Juni 1942
LCDR Vincent James Meola    29. Juni 1942 – 5. September 1943
LCDR Sanford Elza (Red Dog) Woodard    5. September 1943 – 30. Oktober 1944
LT Richard Norman Reeves (USNR)    30. Oktober 1944 – 3. September 1945
LT Joseph William Leimert (USNR)   3. September 1945 – 9. November 1945