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USS SHUBRICK ( DD-268 )

USS SHUBRICK ( DD-268 )

Biografie

William Branford Shubrick
* 31. Oktober 1790 in „Belvedere“, Bull Island, South Carolina
† 27. Mai 1874 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Krieges von 1812, während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und in den ersten Monaten des amerikanischen Bürgerkrieges

Drei Brüder von William Branford Shubrick, John Templar Shubrick ( 1788 – 1815 ), Edward Rutledge Shubrick ( 1794 – 1844 ) und Irvine Shubrick ( 1798 – 1849 ) waren wie er Offiziere in der US Navy. William Branford Shubrick begann sein Harvard Studium noch bevor er 1806 zum Midshipman in der US Navy ernannt wurde. Seinen Dienst versah er auf der Korvette USS WASP ( 1807 ) die unter dem Kommando von Master Commander John Smith stand. Die erste Kreuzfahrt der Korvette führte Shubrick in das Mittelmeer wo man für ein halbes Jahr blieb. Dann kehrte die USS WASP an die Ostküste der Vereinigten Staaten zurück und man verlegte mit dem Schiff ab Juni 1808 eine Garnison von New York City nach Passamaquoddy. Im Winter von 1808 zu 1809 patrouillierte das Schiff vor der Casco Bay, Maine um dort das Jefferson Embargo gegen England und Frankreich durchzusetzen. Danach blieb es bis Mai 1809 in Portland, Maine. In Portland übergab Master Commander Smith das Kommando über die USS WASP an Captain James Lawrence ( 1. Oktober 1781 – 4. Juni 1813 ). Am 13. November 1809 versetzte man Midshipman James Fenimore Cooper ( 15. September 1789 – 14. September 1851 ) an Bord der Korvette. Cooper war ein Freund von Lawrence, da beide aus Burlington, New Jersey stammten. Midshipman Shubrick freundete sich auch sehr schnell mit dem Wortgewandten Cooper an und diese Freundschaft sollte ein Leben lang halten. Seinem Freund Shubrick widmete Cooper später die Bücher „Der Pilot“ und „The Red Rover“. Doch die beiden konnten nicht lange zusammen bleiben. Noch im selben Jahr versetzte man Shubrick auf die Brigg USS ARGUS ( 1803 ) die vor der Atlantikküste Amerikas das Jefferson Embargo durchsetzen sollte. Dort blieb er bis zum Ausbruch des Krieges von 1812. Dieser brach am 18. Juni 1812 gegen England offen aus. Man versetzte Shubrick auf die Brigg USS HORNET ( 1803 ) die Captain James Lawrence befehligte. Die USS HORNET segelte nach Südamerika wo am 9. Juli 1812 das britische Piratenschiff DOLPHIN aufgebracht wurde. Die Crew der USS HORNET musste aber das britische Schiff wieder freigeben wegen einer Übermacht an britischen Kriegsschiffen im Hafen von Salvador da Bahia, Brasilien. Die HORNET kehrte kurz nach Washington zurück. Dort ging Shubrick von Bord der Brigg und wechselte an Bord der Fregatte USS CONSTELLATION ( 1797 ) die in der Werft zur Reparatur lag. Die Fregatte kommandierte Captain Charles Stewart ( 28. Juli 1778 – 6. November 1869 ). Nach der Fertigstellung der Reparaturen legte die Fregatte ab und segelte nach Hamton Roads. Kurz nach ihrer Ankunft im Januar 1813 blockierten britische Schiffe die Hafenausfahrt. Captain Stewart ließ Vorbereitungen zur Verteidigung der Fregatte treffen. Anfang Juni übertrug er Shubrick das Kommando über eine Gruppe von 150 Matrosen und Marinesoldaten die Craney Island mit 580 Militärs und Milizen besetzten. Am 22. Juni 1813 kam es dort zur Schlacht. 1.300 britische Soldaten griffen die Insel an. 81 von ihnen blieben auf dem Schlachtfeld liegen. Auf der amerikanischen Seite gab es keine Verluste. Mit diesem Sieg wurde Norfolk und Portsmouth vor der Plünderung gerettet. Mit Captain Stewart wechselte Shubrick dann an Bord der Fregatte USS CONSTITUTION ( 1797 ). Am 20. Februar 1815 wurden die Segel der beiden britischen Kriegsschiffe HMS LEVANT ( 1813 ) und HMS CYANE ( 1806 ) bei Kap Finisterre gesichtet. Beide Schiffe gaben nach einer kurzen Gegenwehr auf und wurden von den Amerikanern aufgebracht. Für sein heldenhaftes Verhalten während dieses Kampfes, erhielt Shubrick später eine Congressional Medaille verliehen. Am 9. Juli 1829 übernahm Commander Shubrick das Kommando über die Schaluppe USS NATCHEZ ( 1827 ) die in der Karibik und entlang der Atlantikküste operierte. Das Schiff wurde dann am 24. August 1831 außer Dienst gestellt. Shubrick wechselte an Bord der Fregatte USS POTOMAC ( 1822 ) wo man die Gräueltaten erfuhr die der Besatzung des Handelsschiffes Friendship aus SALEM, Massachusetts in dem Hafen von Quallah Battoo nahe der Pedir Küste von Sumatra widerfahren war. Der Kapitän der USS POTOMAC, Captain John Downes ( 1786 – 11. August 1854 ), sollte diese rächen. Downes Instruktionen sahen vor, wenn es eine reguläre Regierung dort in Quallah Battoo gab sollte er mit dieser über die Bestrafung der Piratenbande verhandeln, wenn es allerdings dort keine Regierung gab waren ihm nicht die Hände gebunden jede „Bande von Gesetzlosen Piraten“ zu verfolgen und festzunehmen um diese Gräueltat zu rächen. Die USS POTOMAC verließ am 28. August 1831 New York mit dem Ziel Quallah Battoo. Über das Kap der Guten Hoffnung erreichte das Schiff den Indischen Ozean. An seinem Ziel kam es am 5. Februar 1832 an. Downes ging ohne zu verhandeln sofort in den Angriff über da seiner Meinung nach die Eingeborenen nur mit einem Messer an der Kehle verhandeln würden. So schickte er am 7. Februar Frühmorgens eine Abteilung Marines und drei Abteilungen Matrosen unter dem Kommando von Shubrick und Lieutenant Henry Kuhn Hoff ( 1809 – 25. Dezember 1878 ), insgesamt 282 Männer, an Land, mit dem Auftrag die vier Malaysischen Festungen entlang der Küste zu nehmen. Mit Hilfe der Schiffsgeschütze legte man die Festungen in Schutt und Asche und die Landtruppen erledigten den Rest. Nach fünf Stunden war das Massaker zu Ende. 150 Eingeborene samt ihrer Häuptlinge kämpften bis in den Tod. Zwei Tage später beschoss man das Dorf selber, welches dabei Feuer fing und abbrannte. Diese Aktion führte zu weiteren 300 Toten. Danach legte die Fregatte wieder ab und umsegelte das Kap Horn. Nach der Weltumrundung legte die Fregatte am 23. Mai 1834 wieder in Boston an. Danach versetzte man Shubrick an Bord der Schaluppe USS LEXINGTON ( 1825 ) deren Kommando er übernahm. Und von 1838 bis 1840 übertrug man Shubrick das Kommando über das Karibik Geschwader. Das Bureau of Provisions and Clothing leitete Shubrick von 1845 bis 1846. Am 25. April 1846, brach der Mexikanisch-Amerikanische Krieg aus. Shubrick, nun im Rang eines Commodore, forderte vom Marineminister seinen Dienst auf See ausführen zu dürfen. Er erhielt das Linienschiff USS INDEPENDENCE ( 1814 ) welches sein Flaggschiff des Pazifik Geschwaders war. Es traf am 22. Januar 1847 in der Monterey Bay ein und Shubrick begab sich an Bord. Er übernahm dieses Kommando von Commodore John Drake Sloat ( 6. Juli 1781 – 28. November 1867 ) der aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste. Doch Commodore James Biddle ( 18. Februar 1783 – 1. Oktober 1848 ) kam mit seinem East India Squadron eine Woche nach der Kommandoübergabe an Shubrick aus Japan und landete ebenfalls in Monterey. Er übernahm am 2. März das Oberkommando über beide Geschwader. Im April segelte Shubrik auf Befehl von Biddle mit seinem Geschwader entlang der mexikanischen Küste und blockierte die Häfen von Guaymas und Mazatlán. Anfang Juni beorderte Biddle ihn wieder an die kalifornische Küste und übergab ihm am 19. Juli das Kommando über das Pazifik Geschwader. Biddle selber kehrte mit seinem Geschwader an die Ostküste zurück. Unter Shubrick wurden die US Navy Operationen entlang der Pazifikküste während des Krieges erfolgreich beendet. Der Höhepunkt dieser Kämpfe war die Eroberung von Guaymas im Oktober und die Besetzung von Mazatlán im November 1847. Die Stadt San Blas fiel im Januar 1848 in die Hände der Amerikaner. Das Kommando über das Pazifik Geschwader übergab Shubrick 1848 an Commodore Thomas ap Catesby Jones ( 1790 – 1858 ). Commoodre Shubrick übernahm dafür im folgenden Frühjahr 1849 das Kommando über die Philadelphia Navy Yard. Ab dem 1. März 1852 übernahm er die Leitung des Bureau of Construction and Repair. Dies hatte er bis zum 30. Juni 1853. Flag Officer Shubrick war dann von 1854 bis 1858 der Vorsitzende des Lighthouse Board. Am 1. Februar 1855 war von Seiten Paraguays auf das Seitenrad Kanonenboot USS WATER WITCH ( 1851 ) geschossen worden bei dem der Steuermann des Schiffes tödlich getroffen wurde. In den anschließenden Jahren versuchten Diplomaten vergeblich diese Situation friedlich aus dem Weg zu räumen was allerdings fehl schlug. US Präsident James Buchanan, Jr. ( 23. April 1791 – 1. Juni 1868 ) ernannte daraufhin den ehemaligen Kongressabgeordneten von Missouri, James Butler Bowlin ( 16. Januar 1804 – 19. Juli 1874 ) zum amerikanischen Verhandlungsführer. Um Bowlins Glaubwürdigkeit und Kraft für seine Forderungen zu verleihen, wurden von der US Navy Schiffe angefordert. Diese hatte aber nur eine Handvoll Segelschiffe und das Brasilien Geschwader für diese Aufgabe bereitgestellt. Um den Bedürfnissen dieser Expedition aber zu genügen wurden von der US Navy sieben Handelsschiffe mit Dampfantrieb gechartert und umgerüstet. Bowlin begab sich an Bord der Fregatte USS SABINE ( 1855 ). Am 17. Oktober 1858 hob das Geschwader im Hafen von New York City den Anker und alle neunzehn Schiffe fuhren größtenteils unabhängig in Richtung Süden. Im Hafen von Montevideo, Uruguay begann dann das große Warten auf die Nachzügler. Erst am 29. Dezember erreichte der Dampfer USS MV CHAPIN ( 1856 ) den Hafen. Am folgenden Tag fuhr das Geschwader geschlossen in den Rio de la Plata stromaufwärts. Bis Rosario gelangte das Geschwader und dort trennten sich die USS WATER WITCH und der Dampfer USS FULTON ( 1837 ) die weiter Stromaufwärts fuhren bis Asunción. An Bord der beiden Schiffe waren Bowlin und Flag Officer Shubrick. Asunción erreichte man am 25. Januar 1859. Bowlin begab sich an Land und verhandelte zwei Wochen lang mit dem paraguayischen Präsidenten Carlos Antonio López Ynsfrán ( 4. November 1792 – 10. September 1862 ). Das Ergebnis dieser Kanonenbootpolitik war, dass Paraguay sich bei den Vereinigten Staaten für den Vorfall entschuldigte, die Familie des getöteten Steuermanns von der USS WATER WITCH entschädigte und obendrein noch einem Neuen und vorteilhaften Handelsvertrag für die USA unterzeichnete. Zwei Jahre später brach der amerikanische Bürgerkrieg aus. Flag Officer Shubrick trat im Dezember 1861 in den Ruhestand. Zum Rear Admiral im Ruhestand ernannte man ihn am 16. Juli 1862. William Branford Shubrick verstarb am 27. Mai 1874 in Washington DC.

Zu Ehren von Rear Admiral im Ruhestand William Branford Shubrick wurden bei der US Navy vier Schiffe benannt.
Das erste Schiff war das Seitenraddampfschiff USS SHUBRICK ( 1865 ) das am 23. August 1861 vom Navy Departement an die US Küstenwache übergeben wurde.
Das zweite Schiff war das Torpedoboot USS SHUBRICK ( TB-31 ) das 1901 in Coast Torpedoboot Nr. 15 umbenannt wurde.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS SHUBRICK ( DD-268 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS SHUBRICK ( DD-639 ) aus der GLEAVES – Klasse.


USS SHUBRICK ( DD-268 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS SHUBRICK ( DD-268 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral William Branford Shubrick benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das siebenundsiebzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in Squantum, Massachusetts wurde am 3. Juni 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Willing Clymer Bayard ( 20. Mai 1848 in Washington DC – 8. Januar 1933 in Washington DC ), Ehefrau des US Senators von Delaware Thomas Francis Bayard, Sr. ( 29. Oktober 1828 in Wilmington, New Castle County, Delaware – 28. September 1898 in Dedham, Norfolk County, Massachusetts ) und Enkelin von  Rear Admiral William Branford Shubrick, taufte am 31. Dezember 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf.
Lieutenant Commander Creed Haymond Boucher ( 3. März 1888 in Chico, Butte County, Kalifornien – 7. Januar 1964 in Palo Alto, Santa Clara County, Kalifornien ) stellte am 3. Juli 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS SHUBRICK in den Gewässern vor Newport, Rhode Island durchführte, wechselte der Zerstörer nach New York. Hier überprüfte man die Schiffshaut des Kriegsschiffes. Am 27. Oktober legte die USS SHUBRICK in New York wieder ab und stach in See. An Bord des Zerstörers befanden sich diplomatische Vertreter der US Amerikanischen Regierung und Geld. Ziel des Kriegsschiffes war Port-au-Prince, die Hauptstadt von Haiti. Das Land war seit 1915 von US Marines besetzt. Am 6. oder 7. Oktober 1919 hatte es eine Schlacht zwischen US Militär und Haitianische Regierungstruppen gegen eine angreifende Rebellengruppe gegeben. Das Kriegsschiff erreichte am 31. Oktober Port-au-Prince. Nachdem die diplomatischen Vertreter von Bord gegangen waren und auch das mitgeführte Geld entladen war, legte der Zerstörer umgehend wieder ab. Die USS SHUBRICK durchquerte den Panamakanal. Mehrere Tage lang blieb der Zerstörer dann auf der pazifischen Seite des Kanals liegen. Man musste die Kohlebunker füllen. Erst dann nahm das Kriegsschiff seine Fahrt entlang der amerikanischen Westküste auf. Am 27. November lief die USS SHUBRIK in den Hafen von San Diego, Kalifornien ein. Hier gliederte man den Zerstörer sofort in eine Reserve Zerstörer Division ein. Das Kriegsschiff nahm sehr selten an Übungen entlang der US Westküste teil. Das Kriegsschiff lag unter anderem am 8. April
1922 längsseits zusammen mit den Zerstörern USS YOUNG ( DD-312 ), USS JACOB JONES ( DD-130 ), USS HULL ( DD-330 ), USS THOMPSON ( DD-305 ), USS CORRY ( DD-334 ), USS KENNEDY ( DD-306 ), USS RENO ( DD-303 ), USS STODDERT ( DD-302 ), USS YARBOROUGH ( DD-314 ), USS SLOAT ( DD-316 ), USS LITCHFIELD ( DD-336 ) und USS SHUBRICK ( DD-268 ) an dem Öltanker USS CYAMA ( AO-3 ). Man stellte die USS SHUBRIK am 8. Juni 1922 außer Dienst und wurde in der San Diego Destroyer Base zusammen mit 64 weiteren Zerstörern und den Zerstörer Tendern USS PRAIRIE ( AD-5 ) und USS BUFFALO ( AD-8 ) festgemacht.
Am 18. Dezember 1939 stellte man die USS SHUBRIK wieder in den Dienst der US Navy, nachdem in Europa der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war. Das Kommando über den Zerstörer hatte Lieutenant Commander Louis Allen Bryan ( 17. Oktober 1908 in Lexington, Fayette County, Kentucky – 27. Februar 1966 ). Das Bordpostamt eröffnete am 14. Februar 1940. Auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien rüstete man das Kriegsschiff für den kommenden Einsatz vom 26. Februar bis zum 16. März um. Sechs Tage später stach die USS SHUBRIK in See und fuhr zum Panamakanal. Nach dessen Durchquerung operierte der Zerstörer bis zum 29. Juni in der Karibik. In dieser Zeit, vom 13. bis zum 22. Mai, gehörte das Kriegsschiff der neugebildeten West Golf Patrouille an. An Bord der USS SHUBRIK trainierten vom 2. Juli bis zum 30. August Marine Reservisten in Miami, Florida; Boston, Massachusetts und in New York. In der New Yorker Navy Yard und in der Werft in Norfolk, Virginia mussten anschließend an dem Zerstörer mehrere Reparaturen vorgenommen werden. Das Kriegsschiff legte am 6. November in Norfolk ab und fuhr nach Halifax, Nova Scotia, Kanada. Die USS SHUBRIK gehörte dabei zum
Zerstörer Geschwader 33, das Captain Schuyler F. Heim kommandierte. In diesem Geschwader befanden sich die Zerstörer USS SHUBRICK, USS SIGOURNEY ( DD-81 ), USS MEADE ( DD-274 ), USS SWASEY ( DD-273 ), USS CLAXTON ( DD-140 ), USS FAIRFAX ( DD-93 ), USS ROBINSON ( DD-88 ), USS RINGGOLD ( DD-89 ) und USS TILLMAN ( DD-135 ). Im Rahmen des Abkommens über den Austausch von amerikanischen Zerstörern gegen britische Marinebasen wurden am 26. November 1940 diese amerikanischen Zerstörer an die Royal Navy übergeben. Noch am selben Tag benannte man die USS SHUBRIK in HMS RIPLEY ( G79 ) um. Außerdem stellte man an diesem Tag das amerikanische Schiff aus dem Dienst der US Navy.  Eine Pflege- und Wartungsgruppe der Royal Canadian Navy übernahm den Zerstörer und begann sofort mit der ersten Überprüfung aller wichtigen Bauteile. Am 5. Dezember 1940 stellte die Royal Navy das Kriegsschiff in ihren Dienst und Lieutenant Commander John Andrew Agnew ( 26. September 1903 – 3. Mai 1977 ) übernahm das Kommando. Den Namen USS SHUBRIK ( DD-268 ) strich man am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
Die HMS RIPLEY erhielt, wie all die anderen übergebenen Kriegsschiffe aus dieser Klasse, einen gemeinsamen Namen für drei Städte in Großbritannien und sechs Städten in den USA. Der Name HMS RIPLEY war in der Royal Navy zuvor noch nicht verwendet worden.
Noch am 5. Dezember 1940 legte die HMS RIPLEY in Halifax ab und fuhr ostwärts. Der erste Zwischenstopp war Belfast, Irland und das Ziel lautete Plymouth, England. Am 20. Dezember wurde Belfast erreicht und am 27. Dezember Plymouth. Hier dockte man den Zerstörer in die HM Dockyard Devonport zur Überholung ein. Die Umrüstungen und Modifizierungen an dem Kriegsschiff dauern bis zum 13. Februar. So werden, um dem Royal Navy Einsatz für den Geleitschutz zu entsprechen, der Hauptmast entfernt und der Vormast verkürzt. Man entfernte die Torpedorohre und die ursprünglichen 3 – Zoll und 4 – Zoll Geschütze. Diese wurden gegen 12 Pfund HA – Geschütze ersetzt. So reduzierte man das Gewicht, damit am Heck zusätzliche Wasserbombenabroller und hinter dem letzten Schornstein die britischen Tiefenladungswerfer Hedgehogs installiert werden konnten. Ab dem 13. Februar begannen erste Fahrversuche der HMS RIPLEY, gleichzeitig gliederte man den Zerstörer in die 5. Escort Group ein. Doch während der Erprobungs- und Ausbildungsfahrten kam es zu Kollisionen mit dem Schwesterschiff HMS BURWELL ( H94 ), ehemals USS LAUB ( DD-263 ), und dem Trawler NOIRE DAME DE FRANCE. Erneut musste die HMS RIPLEY ins Trockendock von Devonport und sich mehreren Reparaturen unterziehen. Diese waren am 3. März abgeschlossen. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff die Werft und beteiligte sich an der Suche nach einem deutschen Blockadeläufer in dem südwestlichen Seegebiet der britischen Inseln. Doch dann löste man den Zerstörer von dieser Aufgabe ab und unterstellte ihn dem Western Approaches Command, welches von Admiral Sir Percy Lockhart Harnam Noble ( 16. Januar 1880 in Bengalen, Indien – 25. Juli 1955 in London ) befehligt wurde. Die erste Eskorte führte die HMS RIPLEY am 6. April durch. An diesem Tag verließen die Handelsschiffe des Konvois OB 308 ihren Hafen und fuhren nach Island. Erst am 11. April verließen die Kriegsschiffe der Sicherungsgruppe in den Western Approaches den Schiffskonvoi. Doch schon zwei Tage später beteiligt sich die HMS RIPLEY an der Eskorte des Konvois HX 118. Die Schiffe erreichen am 18. April ihren Zielhafen. In den folgenden Tagen nahm man in Londonderry, Nordirland einige kleinere Reparaturen an dem Zerstörer vor. Vom 10. bis zum 12. Mai beteiligte sich das Kriegsschiff dann an der nächsten Eskorte von einem Konvoi, der westwärts fuhr. Dann verließ der Schiffskonvoi HX 125 / mit insgesamt 67 Handelsschiffen, am 18. Mai Island An diesem Tag war auch die HMS RIPLEY an der Eskorte bis Irland beteiligt. Ab dem 18. Mai verließ das deutsche Schlachtschiff BISMARCK und der Schwere Kreuzer PRINZ EUGEN Gotenhafen und fuhren in die Nordsee ein. Um diesen beiden feindlichen Kriegsschiffen die Fahrt in den Atlantik zu verwehren, zog die Royal Navy ihre Heimatflotte in der Nordsee zusammen. Am 24. Mai kam es dann in der Dänemarkstraße zur Schlacht und der Schlachtkreuzer HMS HOOD ( 51 ) ging dabei verloren. Die deutschen Schweren Schiffe konnten anschließend in den Atlantik durchbrechen. Die HMS RIPLEY zog man aus dem Konvoidienst ab und musste sich in die Home Fleet eingliedern. Der Zerstörer wurde zusammen mit anderen Kriegsschiffen seiner Klasse zum Beschatten der BISMARCK herangezogen. Am 27. Mai wurde die BISMARCK versenkt. Die HMS RIPLEY sicherte bis zum 28. Mai die Western Approaches. Noch am selben Tag beteiligte sich der Zerstörer an der Sicherung des Konvois OB 327. Das Kriegsschiff verließ am folgenden Tag die Handelsschiffe. Aus Island kam dann schon am 3. Juni der Schiffskonvoi HX 128. Drei Tage später ist der Zielhafen erreicht. Zehn Tage später legten die Transportschiffe des Konvois OB 335 in ihrem Hafen ab. Die HMS RIPLEY eskortierte diese Schiffe zusammen mit anderen Zerstörern innerhalb der Western Approaches. Am 24. Juni verlässt das Kriegsschiff den Schiffskonvoi. Drei Tage später ist der Konvoi HX 133 von Island aus wieder in Richtung Großbritannien unterwegs. Auch hier beteiligte sich der Zerstörer an der Eskorte. Bis dahin wurden drei Transportschiffe durch deutsche U-Boote versenkt. Am 29. Juni verlässt die HMS RIPLEY den Konvoi. Ab dem 8. Juli begleitet der Zerstörer den Konvoi OB 341A bis zum 15. Juli und vom 23. bis zum 26. Juli die Schiffe des Konvois TC 012. Am 4. August verlässt das britische Schlachtschiff HMS PRINCE of WALES ( 53 ) Scapa Flow und fährt in Richtung Placentia Bay, Neufundland. An Bord befindet sich Premierminister Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 in Blenheim Palace, Oxfordshire – 24. Januar 1965 in London ), der sich mit dem amerikanischen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ) zu einer Unterredung treffen wollte. Das britische Schlachtschiff wurde von den Zerstörern HMS HARVESTER ( H19 ), HMS HAVELOCK ( H88 ) und HMS HESPERUS ( H57 ) eskortiert. Aber wegen schwerer See mussten sich diese drei Kriegsschiff ab 1:00 Uhr des 5. August von dem schnelleren Schlachtschiff trennen. Ab um 12:00 Uhr übernahmen die Zerstörer HMS RIPLEY, HMCS ASSINIBOINE ( I 18 ) und HMCS RESTIGOUCHE ( H 00 ) die Eskorte für das Schlachtschiff. Die HMS PRINCE of WALES verlässt am 12. August wieder die Placentia Bay und fährt in Richtung Hvalfjord, Island. Das britische Schlachtschiff wurde von den amerikanischen Zerstörern USS RHIND ( DD-404 ) und USS MAYRANT ( DD-402 ), die britischen Zerstörer HMS RIPLEY und HMS READING ( G71 ), ehemals USS BAILEY ( DD-269 ), und die kanadischen Zerstörer HMCS ASSINIBOINE und HMCS SAGUENAY ( D79 ) eskortiert. Am 14. August verlässt die HMS RIPLEY zusammen mit der HMS READING den Konvoi und übernimmt bis zum 24. August die Sicherung über den Schiffskonvoi ON 006 in den Western Approaches. Dann ab dem 27. August beteiligte sich der Zerstörer an der Sicherung des Militärkonvois TC 12B. Die Schiffe kommen am 1. September in Clyde, Schottland an. Jetzt sollte das Kriegsschiff an die schottische Küste für Überholungsarbeiten wechseln. Am 4. September läuft die HMS RIPLEY auf der Fahrt nach Middlesborough in Flamborough Head auf Grund. Da man strukturelle Schäden an dem Kriegsschiff fürchtete, schleppte man es am 8. September in die zivile Werft bei Grimsby. Nachdem dort die notwendig gewordenen Reparaturen abgeschlossen waren, konnte der Zerstörer ab dem 15. September aus eigener Kraft nach Middlesborough fahren. Hier begannen neben der Überholung auch umfangreiche Umrüstungen. So erhielt die HMS RIPLEY das Naval Radar vom Type 286M und im Dezember ein Air – Surface – Vessel – Radar. Die ersten Erprobungs- und Ausbildungsfahrten beginnen im Januar 1942. Bis zum 15. März müssen noch mehrere Nachrüstarbeiten unternommen werden. An diesem Tag verlässt der Zerstörer die Werft in Middlesborough und fährt nach Tobermory, Innere Hebriden. Sieben Tage später soll das Kriegsschiff an ihre unterbrochenen Konvoifahrten anschließen. So bei SC 86 und ON 107. Am 21. Juni legte die HMS RIPLEY zusammen mit den Zerstörern HMS GEORGETOWN ( I 40 ), ehemals USS MADDOX ( DD-168 ), HMS SALISBURY ( I 52 ), ehemals USS CLAXTON ( DD-140 ), HMS BEAGLE ( H30 ), HMS ST ALBANS ( I 15 ), ehemals USS THOMAS ( DD-182 ), HMS VIDETTE ( D48 ), HMS WOLVERINE ( D78 ), HMS BOADICEA ( H65 ) und HMS VANSITTART ( D64 ) in Clyde ab und eskortierte die Truppentransportschiffe des Konvois WS 20 durch die Western Approaches. Am 24. Juni trennte sich die HMS RIPLEY zusammen mit der HMS BOADICEA von dem Schiffskonvoi und übernahm bis Clyde die Sicherung über den Schiffskonvoi EIN 106, wo sie am 3. Juli anlegten. Vom 18. bis zum 22. Juli beteiligte sich das Kriegsschiff an der Eskorte des Konvois HX 198 und vom 2. Bis zum 10. August bei ONS 117. Ab hier gehörte die HMS RIPLEY zur britischen 7. Escort Group. Dazu gehörte unter anderem auch die Zerstörer HMS FIREDRAKE ( H79 ), HMS CHESTERFIELD ( I 28 ), ehemals USS WELBORN C WOOD ( DD-195 ) und die Korvetten HMS SUNFLOWER ( K41 ), HMS LOOSESTRIFE ( K105 ), HMS PINK ( K137 ) und HMS ALISMA ( K185 ). Diese Kriegsschiffe begleiteten den Konvoi ONS 117 bis nach Kanada. Am 19. August legten die Schiffe der 7. Escort Group in Halifax ab und begleiteten den Schiffskonvoi HA 004. Am 28. August wurde Clyde erreicht. Vom 2. bis zum 10. September folgte der Schiffskonvoi AH 003. Nach diesem Geleitzug blieb die HMS RIPLEY wieder in dem Gebiet der Western Approaches. Der erste von New York ausgelaufene Schiffskonvoi HX 208 hatte dort am 17. September den Hafen verlassen. Ab dem 20. September blieb der Zerstörer bei der Eskorte und führte diese bis zum 23. September durch. Vier Tage später folgte die Sicherung des Schiffskonvois ON 131. Das Kriegsschiff blieb bis zum 2. Oktober. Gleich am folgenden Tag beteiligte sich die HMS RIPLEY ab Halifax an der Sicherung über den Konvoi SC 103. Dieser erreichte sicher am 13. Oktober Liverpool. Der Zerstörer legte am folgenden Tag in Holyhead an, wo mehrere dringend notwendig gewordenen Reparaturen ausgeführt werden mussten. Der Schiffskonvoi ONS 142, bestehend aus 51 Transportschiffen, legte am 31. Oktober in Liverpool ab und wurde nördlich des Schiffskonvois HX 212 umgeleitet, wo deutsche U-Boote lauerten. Die HMS RIPLEY war bei der Sicherung dieses Geleitzuges nur am 2. November anwesend. Wegen permanenter Reparaturbedarf nahm man den Zerstörer aus dem Geleitdienst. Der Zerstörer fuhr nach Liverpool in eine kommerzielle Werft. Hier begann man neben den Reparaturarbeiten auch an der Modifikation des Kriegsschiffes zur Anpassung an die Royal Navy Bereitstellung für die Sicherung von Schiffskonvois. Dazu gehörte unter anderem das neuentwickelte Oberflächenradar vom Typ 271, das vom Typ 286M wurde durch den Typ 266P ersetzt. Ebenso wurden die von der letzten Modifizierung übrig gebliebenen Torpedoabschussrohre abgebaut und an deren Stelle eine Dreifachmodifizierung für Torpedos aus der Entwicklung der Royal Navy. Außerdem wurden 20 mm AA Kanonen von Oerlikon aufgebaut und die Antenne des HF – Peil Sender am Hauptmast montiert. Anfang Mai 1943 waren die Arbeiten sowie die Erprobungs- und Ausbildungsfahrten abgeschlossen. Noch während der Überholung wies man den Zerstörer dem Orkney and Shetland Kommando zu. Bis Mitte Juni werden noch Nachrüstversuche unternommen. Danach eskortierte die HMS RIPLEY das britische U-Boot HMS UPSTART ( P65 ) von Scapa Flow nach Lerwick. Am folgenden Tag verlässt das U-Boot wieder Lerwick und fuhr nach Holy Loch. Unterwegs traten einige schwerwiegenden Probleme mit den Generatoren auf, so dass der Zerstörer das U-Boot zurück in die Werft eskortieren musste. Die HMS RIPLEY setzte man danach wieder für die lokalen Eskortierfahrten in den Western Approaches und in der Nordsee ein. Am 25. Juli löste man den Zerstörer dort heraus, damit er seinen Dienst bei der Home Fleet durchführen konnte. So sollte das Kriegsschiff, zusammen mit Einheiten der Home Fleet, vor der norwegischen Küste mit der Operation „Governor“ eine Ablenkung schaffen, damit die deutschen Schiffe bei der alliierten Landung auf Sizilien während der Operation „Husky“ gebunden waren. Im August kehrte der Zerstörer zu seinen Eskortierfahrten von Küstenkonvois und Truppenkonvois zu den Färöern zurück und beteiligte sich bei diesen bis in den November hinein. Im Dezember versetzte man die HMS RIPLEY in den Reservestatus und nahm den Zerstörer aus dem operativen Dienst. Der Zerstörer erreichte am 4. Januar 1944 Newcastle upon Tyne. Hier begann man auf dem Kriegsschiff mit dem Rückbau der Waffen. Nach Abschluss der Arbeiten im Februar, nahm man den Zerstörer in die Reserveflotte auf. Bis in den Dezember hinein verblieb das Kriegsschiff in den Hafen. Zwischen Januar und Februar 1945 setzte man die HMS RIPLEY auf die Entsorgungsliste. Das ehemalige Kriegsschiff verkaufte man am 20. März 1945 an T. W. Young in Sunderland zum Verschrotten. Den Schiffskörper schleppte man am 14. April in die Abbruchwerft, die sich nur wenige Meilen von Tyne entfernt befindet.


USS SHUBRICK ( DD-268 )
Commanding Officer
 

LCDR Creed Haymond Boucher    3. Juli 1919 – 1920
LCDR Arthur Dewey Struble    1920 – April 1920
LT Leslie Kennedy Orr     5. Mai 1920 – 19. August 1921
ENS Thomas Smith Thorne     19. August 1921 – 8. Juni 1922
Außerdienststellung am 8. Juni 1922 – 18. Dezember 1939
LCDR Louis Allen Bryan     18. Dezember 1939 – 26. November 1940 (später RADM)

Kommandeure der Royal Navy

LCDR John Andrew Agnew    26. November 1940 – 10. November 1941
LT Christopher Robert Bax     10. November 1941 – 27. Januar 1942
LCDR George William Emil Castens     27. Januar 1942 – 23. April 1943
LT Louis George Toone    30. April 1943 – 16. Oktober 1943
LT William Frank Broughton     16. Oktober 1943 – 2. November 1943
LT Basil Churchill Hutchinson    2. November 1943 – 24. Februar 1944
LCDR William Fleming McAusland  (RNVR)   24. Februar 1944 – Mitte 1945

USS BRONSTEIN ( DE-189 )

USS BRONSTEIN ( DE-189 )

Biografie

Benjamin Richard Bronstein
* 10. April 1915 in Manchester, Hillsborogh County, New Hampshire
† 28. Februar 1942 auf hoher See an Bord des Zerstörers USS JACOB JONES ( DD-130 )
war ein Offizier in der US Navy

Benjamin Richard Bronstein war der Sohn von Max Bronstein und Dina Kurtz Bronstein, welche aus Russland ausgewandert waren. Er schloss 1936 sein Studium an der University of New Hampshire ab und wechselte an das Tufts College der Medical School in Boston, Massachusetts. Dieses beendete er 1940. Am 4. Oktober 1940 wurde Dr. Bronstein zum Assistant Surgeon des Medical Corps mit dem Rang eines Lieutenant ( jg ) ernannt. Man versetzte ihn Ende Dezember 1941 an Bord des Zerstörers USS JACOB JONES ( DD-130 ). Am Morgen des 27. Februar 1942 verließ der Zerstörer den Hafen von New York und fuhr entlang der Küste von New Jersey nach Süden. Das Kriegsschiff sollte zwischen Barnegat Light und der Five Fathom Bank patrouillieren. Um 15:30 Uhr entdeckte man dann das brennende Wrack des Tankers RP RESOR ( 7.541 BRT ). Zwei Stunden umkreiste die USS JACOB JONES das Wrack und suchte nach Überlebenden der 41-köpfigen Besatzung. Danach fuhr der Zerstörer weiter nach Süden und war auf der Suche nach dem feindlichen U-Boot. In der Morgendämmerung des 28. Februar feuerte das unentdeckte deutsche U-Boot U-578 Torpedos auf das ahnungslose Kriegsschiff. Auch die Laufspur der Torpedos wurde nicht erkannt. Zwei Stück schlugen unmittelbar hintereinander in den Zerstörer ein. Alle außer 25 oder 30 Offiziere und Mannschaftsmitglieder kamen bei dem Torpedoangriff ums Leben. Die Überlebenden hatten 45 Minuten Zeit, um das Schiff zu verlassen. Durch die im Wasser befindlichen Trümmerteile war dies allerdings nicht sehr einfach. Während dann das Heck begann zu sinken, explodierten die dort befindlichen Wasserbomben und töteten weitere Mannschaftsmitglieder auf einem nahe gelegenen Floß. Von den 149 Besatzungsmitgliedern überlebten nur 11 diesen Angriff.


USS BRONSTEIN ( DE-189 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS BRONSTEIN ( DE-189 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Benjamin Richard Bronstein benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das dreiundvierzigste Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Port Newark, New Jersey wurde am 26. August 1943 der Kiel des Schiffes gelegt.
Mrs. Dina Kurtz Bronstein, Mutter von Lieutenant ( jg ) Benjamin Richard Bronstein, taufte am 14. November 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Sheldon Hoard Kinney stellte am 13. Dezember 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Unmittelbar nach der Indienststellung verließ die USS BRONSTEIN die Werft in Kearny, New Jersey und fuhr zu den Bermudas. Vor der dortigen amerikanischen Marinebasis begann der Geleitzerstörer mit seinen Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. Anschließend kehrte das Kriegsschiff an die US Ostküste zurück und legte im Januar 1944 im Hafen von Norfolk, Virginia an. Hier integrierte man die USS BRONSTEIN in die Task Group 21.16, einer Hunter Killer Group die in den Gewässern zwischen den Bermudas und den Azoren operieren sollte. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS BLOCK ISLAND ( CVE-21 ), der Zerstörer USS CORRY ( DD-463 ) und die Geleitzerstörer USS BRONSTEIN, USS BREEMAN ( DE-104 ), USS BOSTWICK ( DE-103 ) und USS THOMAS ( DE-102 ). Am 16. Februar verließen die Schiffe der TG Norfolk und fuhren in ihr vorgegebenes Operationsgebiet. Das Oberkommando der Atlantikflotte hatte erfahren, dass ein japanisches U-Boot sich angeblich genau in dem Operationsgebiet der TG 21.16 aufhalten sollte. Allerdings war die Suche nach diesem U-Boot vergeblich. Daher konzentrierte sich die Hunter Killer Group auf ein Wolfsrudel, bestehend aus neun deutschen U-Booten, das in der Nähe der Azoren operierte. Diese U-Boote lagen in der Nähe der Fahrtroute der alliierten Schiffskonvois nach Gibraltar. Ständig waren die Trägerflugzeuge der USS BLOCK ISLAND in der Luft und suchten nach dem lauernden Feind. Am Abend des 28. Februar erhielt eines der Flugzeuge des Geleitflugzeugträgers einen Radarkontakt. Captain Logan Carlisle Ramsey ( 26. Februar 1898 in Jackson, Hinds County, Mississippi – 26. September 1972 im Delaware County, Pennsylvania ), Kommandant der USS BLOCK ISLAND und Kommandant der TG 21.16, schickte die USS BRONSTEIN in dieses Seegebiet, um diesen Kontakt zu identifizieren. Um 22:05 Uhr erhielt der Geleitzerstörer seinen ersten Radarkontakt. Das deutsche U-Boot U-709, Kommandant Oberleutnant zur See Rudolf Ites ( 5. Februar 1918 in Norden, Ostfriesland – 1. März 1944 im Nordatlantik bei den Azoren ) war ungefähr 6.000 Meter entfernt. Lieutenant Commander Sheldon Hoard Kinney beorderte umgehend den am nächsten stehenden Geleitzerstörer zu sich. Das war die USS THOMAS unter dem Kommando von Lieutenant Commander David M. Kolleg (USNR). Mit der Höchstgeschwindigkeit von 24 Knoten und dem Abschießen von Leuchtraketen, näherten sich beide Schiffe dem U-Boot. Von seiner Kommandobrücke aus konnte LCDR Kinney bald die schwarze Silhouette eines U-Bootes erkennen, die sich wegen der abgefeuerten Leuchtraketen schattenspielartig von der silbrig schimmernden Wasseroberfläche abhob. Das feindliche U-Boot lag dabei regungslos im Wasser. Plötzlich setzte es sich in Bewegung und schlich sich auf die in der Nähe liegenden USS BOSTWICK zu, um einen Torpedo abzufeuern. Oberleutnant zur See Rudolf Ites konzentrierte sich so sehr auf diesen Geleitzerstörer, so dass er die Gefahr in seinem Rücken nicht erkannte. Gemeinsam eröffnete die USS BRONSTEIN und die USS THOMAS nun mit den Geschützen und Maschinengewehren das Feuer, nachdem sie sich in Schussweite befanden. Die Maschinengewehrsalven schlugen in dem Turm ein und die Granaten der Geschütze neben dem Rumpf in das Wasser. Umgehend begann U-709 zu tauchen. Von der USS BRONSTEIN wurden zwei Salven Hedgehogs Projektoren auf die Tauchstelle des U-Bootes abgefeuert. Danach stellte man das Feuer ein und es herrschte wieder Stille über dem Meer. Oberleutnant zur See Rudolf Ites versuchte das U-Boot nun in tiefen Gewässern zu entkommen. Aber einer der Geleitzerstörer ortete es mit Asdic und nahm die Verfolgung auf. Von diesem Augenblick an war für U-709 jegliche Hoffnung verloren. Hartnäckig hängten sich die Geleitzerstörer an ihre Jagdbeute, wie Jagdhunde die ihr Wild zu Tode hetzten. Mit diesem unsichtbaren Asdic Strahl konnten die amerikanischen Kriegsschiffe leicht dem U-Boot folgen und brauchten nur noch zu warten bis es entweder wegen Luft- oder Energiemangels oder beschädigt auftauchen musste. Fünf Stunden lang dauerte die Verfolgung mit Wasserbomben und Hedgehog Salven. Am 1. März 1944 um 3:00 Uhr, rund 600 Seemeilen nördlich der Azoren, schoss das U-Boot plötzlich völlig unerwartet aus dem Wasser und ging im nächsten Augenblick für immer wieder unter. Die drei amerikanischen Geleitzerstörer suchten vergeblich nach Überlebenden von U-709. Mit dem U-Boot fanden alle 52 Besatzungsmitglieder den Tod. Die Geleitzerstörer kehrten nun zur USS BLOCK ISLAND zurück. Die USS BRONSTEIN war dabei in vorderster Front und erhielt mit dem Sonar einen Kontakt, der sich unweit von dem Geleitflugzeugträger befand. U-603, Kommandant Kapitänleutnant Hans-Joachim Bertelsmann ( 29. April 1916 in Cuxhaven – 1. März 1944 im Nordatlantik nördlich der Azoren ) hatte sich in Periskoptiefe herangeschlichen und war schon fast in Schussweite mit den Torpedos. LCDR Kinney reagierte umgehend und ließ eine Hedgehog Salve auf die Position des Sonarkontaktes feuern. Sofort brach U-603 seinen Angriff ab und versuchte schnell in die Tiefe zu gelangen. Da feuerte die USS BRONSTEIN auch schon die zweite Hedgehog Salve ab. Eine gewaltige Unterwasserexplosion zerriss das deutsche U-Boot. Alle 51 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Nach diesem Erfolg operierten die Kriegsschiffe der TG 21.16 weiter in ihrem Operationsgebiet und erreichten am 8. März Casablanca, Französisch Marokko. Hier führte man Reparaturen an den Schiffen durch und bunkerte frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Am 10. März löste Captain Francis Massie Hughes ( 27. Juni 1899 in Charlottesville, Virginia – 23. Dezember 1960 in Norfolk, Virginia ) den bisherigen Kommandeur der USS BLOCK ISLAND und der TG, Captain Logan Carlisle Ramsey, ab. Am folgenden Tag stachen die Schiffe der Task Force wieder in See. Vier Tage später erhielten die Kriegsschiffe der TG 21.16 einen Radarkontakt zu einem U-Boot. Ab diesen Minuten begann die Verfolgung. Ständig waren Trägerflugzeuge in der Luft, damit der Kontakt nicht abbrechen konnte. Am Abend des 16. März musste das deutsche U-Boot notgedrungen auftauchen, da die Batterien leer waren. Das war südwestlich der Azoren. Sofort griffen zwei GRUMMAN TBF Avenger, geflogen von Lieutenant Woodell und von Lieutenant Dowdy, und eine Grumman F4F Wildcat, geflogen von Lieutenant Sorenson, aus dem VC-6 Geschwader das feindliche Schiff an. U-801, Kommandant Kapitänleutnant Hans-Joachim Brans ( 21. August 1915 in Heidelberg – 17. März 1944 im Mittelatlantik bei den Azoren ), tauchte sofort wieder ab und konnte bis in die frühen Morgenstunden des 17. März seinen Häschern entkommen. Doch dann sendete Kapitänleutnant Brans einen Funkspruch und die USS BRONSTEIN und die USS CORRY waren sofort zur Stelle. Mit Hedgehogs Projektoren wurden die Bewegungen des U-Bootes immer weiter eingeschränkt, bis es wegen völlig leerer Batterien auftauchen musste. Während sich 47 Besatzungsmitglieder auf Deck des Schiffes aufstellten und sich den Amerikanern ergaben, öffneten neun weitere Besatzungsmitglieder, unter der Aufsicht von Kapitänleutnant Brans, die Lenzventile. Alle zehn Beteiligten gingen mit U-801 unter. Zwei Tage später erhielten südwestlich der Kanarischen Inseln zwei Flugzeuge des Geleitflugzeugträgers einen Radarkontakt zu einem feindlichen U-Boot das über Wasser fuhr. Lieutenant Dowdy ging mit seiner Grumman TBF sofort zum Angriff über. Lieutenant Cole, ebenfalls aus dem VC-6 Geschwader, folgte mit seiner Grumman F4F Wildcat. Das deutsche U-Boot war ein Torpedotransporter und hatte die Kennung U-1059, Kommandant Oberleutnant zur See Günter Leupold ( 11.Februar 1921 in Kittnau, Kreis Graudenz – 20. Dezember 2001 in Hannover ). Es war auf dem Weg nach Ostasien. Lieutenant Dowdy warf seine Wasserbomben während seines Angriffs ab und wurde dabei von der Mannschaft des U-Bootes abgeschossen. Lieutenant Cole warf ebenfalls seine Wasserbomben ab und gab einen Funkspruch zur Lage ab. Das U-Boot sank schwer beschädigt und nahm 47 Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe. Nur acht Überlebende konnten aus dem Wasser gerettet werden, unter ihnen der Kommandant von U-1059. Am 20. März löste die Task Group 21.11 die TG 21.16 ab. Die Kriegsschiffe um die USS BLOCK ISLAND fuhren nach Norfolk. Dort sollen sie für eine weitere Patrouillenfahrt vorbereitet werden. Nur die USS BRONSTEIN und die USS BREEMAN folgen nicht, sie bleiben in den Gewässern und warteten auf weitere Befehle. Beide Geleitzerstörer fuhren ab dem 22. März nach Dakar, Senegal. Hier legen sie drei Tage später an. In der Bank von Dakar lagerten 15 Tonnen Goldbarren der polnischen Bank mit einem Gesamtwert von über 60 Millionen Dollar. Diese Goldbarren wurden auf beiden Geleitzerstörern zu gleichen Teilen geladen. Sobald dies geschehen war legten sie ab und fuhren ohne ihren Kurs zu verlassen direkt nach New York. Am 3. April legten sie dort an. Eine Armee von Polizei und gepanzerten Wagen warteten schon auf sie und die kostbare Fracht. Nach dem Entladen fuhr die USS BRONSTEIN in die New York Navy Yard. Hier erfolgte innerhalb von zehn Tagen eine Überholung. Anschließend gliederte man den Geleitzerstörer als Eskorte in einen Schiffskonvoi ein, der nach Nordafrika fuhr. Die Fahrt bis ins Mittelmeer war ereignislos und die Schiffe erreichten am 4. Mai Bizerte, Tunesien. Die USS BRONSTEIN eskortierte auch den abgehenden Schiffskonvoi, der am 11. Mai ablegte. Drei Tage später griff ein deutsches U-Boot zwei Handelsschiffe an. Beide erlitten nur leichte Beschädigungen. Doch der Geleitzerstörer machte nun Jagd auf das U-Boot und verwehrte ihm den Weg zu den beschädigten Schiffen, um diesen den Fangschuss geben zu können. Noch am selben Tag lösten Zerstörer aus der DesDiv 19 den Geleitzerstörer ab und machten ihrerseits Jagd auf das U-Boot. Die USS BRONSTEIN eilte dem Schiffskonvoi hinterher. Ohne weitere Ereignisse legten die Handelsschiffe am 29. Mai im Hafen von New York an. Man nahm in der New York Navy Yard einige Reparaturen an dem Geleitzerstörer vor und füllte die Bunker wieder auf. Am 10. Juni fuhr das Kriegsschiff zur Casco Bay, Maine. Hier sollte sich der Geleitzerstörer einem Auffrischungstraining unterziehen. Im Anschluss daran wechselte das Kriegsschiff nach Norfolk und schloss sich dort einer Hunter Killer Groupe an. In der Task Group 21.10 befand sich der Geleitflugzeugträger USS CARD ( CVE-11 ) und die Geleitzerstörer USS BRONSTEIN, USS BREEMAN, USS THOMAS, USS BOSTWICK und USS BAKER ( DE-190 ). Das Einsatzgebiet der TG war in den Gewässern vor Neufundland, Kanada. In diesen Gewässern sollte sich ein deutsches U-Boot aufhalten. Am Nachmittag des 5. Juli stieß U-233, Kommandant Kapitänleutnant Hans Steen ( 28. September 1907 in Kiel – 5. Juli 1944 im Nordatlantik vor Neufundland ) vor Halifax, Neufundland auf die beiden amerikanischen Geleitzerstörer USS BAKER und USS THOMAS. Ein schwerer Bomber vom Typ Handley Page Halifax aus dem Geschwader VC-12 der USS CARD hatte das U-Boot östlich von Sable Island gesichtet und die beiden Geleitzerstörer herangeführt. U-233 tauchte sofort ab, wurde aber von der USS BAKER mit Wasserbomben attackiert. Die dadurch erfolgten Explosionen lösten an Bord des U-Bootes einen Torpedo aus seiner Verankerung, der die Klappe zur hinteren Torpedozelle zerstörte. Das U-Boot wurde am Heck geflutet. Um nicht weiter abzusacken, musste das U-Boot auftauchen. Die USS BAKER befand sich rund 10.000 Meter entfernt von dem Punkt wo es die Wasseroberfläche durchbrach. Der Zerstörer griff sofort an und schoss mit seinen Geschützen auf den Feind. Die USS THOMAS lag rund 8.000 Meter entfernt und auch ihr vorderes Geschütz wurden abgefeuert. 29 Granaten schlugen in U-233 ein. Flammen schossen aus dem Turm. Aber als die beiden Geleitzerstörer nur noch rund 6.300 Meter entfernt waren, verzog sich der Rauch und U-233 versuchte mit hoher Fahrt den Durchbruch zu einer zwei Seemeilen entfernten Nebelbank. Dort wollte Kapitänleutnant Steen das Boot verbergen.
Die USS THOMAS erhielt von Captain Rufus Calhous Young, Jr. ( 13. August 1900 in Lawrence, Kansas –  ? ), Kommandant der USS CARD und der TG, den Befehl, das U-Boot zu rammen. Sofort ging der Geleitzerstörer auf Rammkurs. In Höhe des Turmes schlug das Kriegsschiff ein. Der Bug des U-Bootes hob sich weit aus dem Wasser und versank dann sehr schnell in den Fluten. Der Geleitzerstörer wurde dabei am Bug beschädigt und die vorderen Abteilungen liefen voll Wasser. Die Schotts hielten aber dicht und das Kriegsschiff blieb schwimmfähig. Die Mannschaften der USS BAKER und der USS THOMAS konnten 30 der 61 Mann Besatzung des U-Bootes aus dem Wasser retten. Kapitänleutnant Hans Steen erlag noch am selben Tag seinen schweren Verletzungen. Er wurde mit militärischen Ehren auf hoher See bestattet. Die Kriegsschiffe der TG 21.10 verließen noch am selben Tag ihr Einsatzgebiet und fuhren nach Boston, Massachusetts. Hier sollten die Gefangenen angelandet und die USS THOMAS zur Reparatur in die Werft eingedockt werden. Die USS CARD und die vier Geleitzerstörer verließen schon am 10. Juli wieder Boston und fuhren in die Karibik. Zu dieser TG stieß am selben Tag der Geleitzerstörer USS COFFMAN ( DE-191 ). In der Karibik sollten die Kriegsschiffe auf U-Boot Patrouille gehen. Am 16. Juli entdeckte ein Flugzeug einen Radarkontakt rund 60 Seemeilen nordwestlich der TG. Sofort begann die USS BRONSTEIN und die USS BOSTWICK mit hoher Fahrt in das Zielgebiet zu gelangen und die Suche nach dem U-Boot aufzunehmen. Am frühen Abend erlitt die USS CARD allerdings einen kompletten Antriebsausfall und lag für sechs Stunden wie tot im Wasser. Dadurch konnte der Geleitflugzeugträger auch das ausgesandte Flugzeug nicht aufnehmen. Die USS BRONSTEIN unterbrach daher ihre Suche nach dem vermeintlichen Feind und leitete das Flugzeug sicher bis nach Puerto Rico. Anschließend nahm der Geleitzerstörer in der Nacht die fruchtlose Suche nach dem vermeintlichen U-Boot wieder auf. Am 18. Juli sammelten sich dann die Kriegsschiffe der TG 21.10 im Hafen von San Juan, Puerto Rico. Nach dem Auftanken nahmen die drei Geleitzerstörer USS COFFMAN, USS BOSTWICK und USS BREEMAN die Suche wieder auf. Die USS BRONSTEIN und die USS BAKER lösten am 24. Juli zwei davon ab. Doch das U-Boot war nicht auffindbar. Daher wechselte die Hunter Killer Group zu den Azoren und setzte bis zum 17. August nordöstlich der Inselgruppe ihre Suche fort. Es wurde aber kein feindliches U-Boot per Radar oder Sonar aufgespürt. Ende August liefen die Kriegsschiffe in die New York Navy Yard ein und unterzogen sich einigen Reparaturen. Nach dem Werftaufenthalt durchlief die USS BRONSTEIN erneut ein Auffrischungstraining in der Casco Bay. Danach lief der Geleitzerstörer nach Norfolk und traf sich dort mit der USS CARD. Der Geleitflugzeugträger gehörte mittlerweile zur Task Group 22.2. In dieser TG befanden sich noch die Geleitzerstörer USS BRONSTEIN, USS BAKER, USS THOMAS, USS BREEMAN, USS COFFMAN und USS BOSTWICK. Am 18. September verließen diese Schiffe Norfolk und fuhren zu den Bermudas. Hier wurden vor der amerikanischen Marinebasis koordinierte Luft-, See- und Anti-U-Boot Trainingseinheiten durchgeführt. Danach setzte man die Kriegsschiffe der TG zur Suche von einem gemeldeten feindlichen U-Boot ein. Aber die Suche nördlich der Azoren blieb erfolglos. Von den Azoren fuhren die Schiffe dann nach Casablanca. Hier bunkerte man vom 25. zum 26. Oktober frischen Treibstoff und Proviant. Danach ging die Fahrt nach New York. Aber auch hier verweilten die Kriegsschiffe nur sehr kurz, denn am 13. November lagen sie schon wieder bei den Bermudas und absolvierten ihre Trainingseinheiten. Die Weihnachtsfeiertage verbrachten die Besatzungen auf den Antillen. Rechtzeitig zum Jahreswechsel legten sie dann in New York wieder an und konnten sich an den Feierlichkeiten beteiligen. In den Januarwochen und den beiden ersten Februarwochen begannen für die Besatzung der USS BRONSTEIN erneute Trainingseinheiten. So musste in der Casco Bay die Qualifikation zur Rettung von Piloten aus dem Wasser erbracht werden, damit der Geleitzerstörer weiterhin an der Seite eines Geleitflugzeugträgers dienen konnte. Es wurden Konvoifahrten entlang der Küste geübt und die Jagd von U-Booten. Am 11. Februar verließ die USS BRONSTEIN die Casco Bay und reihte sich in die Task Group 22.4 ein, die von dem Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ) angeführt wurde. In dieser TG befand sich unter anderem auch die USS BOSTWICK und USS COFFMAN. Am 16. Februar verschmolz diese TG mit der TG 22.3 zur Task Group 22.4. Diese bestand jetzt aus den Geleitflugzeugträgern USS CORE und USS BOGUE ( CVE-9 ) und den Geleitzerstörern USS BRONSTEIN, USS BOSTWICK, USS THOMAS, USS BAKER, USS BREEMAN, USS COFFMAN und sechs weitere. Die Fahrt der Kriegsschiffe sollte sie südlich von Island bringen. Hier begannen sie sich in eine sogenannte Pfadfinderlinie, von einer Länge von 90 Seemeilen, auseinanderzuziehen und nach einem deutschen Wetter-U-Boot zu suchen, das sich ganz in der Nähe befinden sollte. Das U-Boot wurde allerdings nicht gefunden, jedoch mussten die Kriegsschiffe einen Sturm und hohe Wellen aushalten. Die Schiffe der TG 22.4 fuhren daraufhin am 23. Februar in den Hafen von Hvalfjördur, Island ein und wollten hier das abflauen des Sturmes abwarten. In den folgenden zwei Tagen wurden an den Kriegsschiffen Reparaturen vorgenommen. Doch erst am letzten Tag des Februars konnten die Kriegsschiffe den sicheren Hafen wieder verlassen und stachen erneut in See. Sie waren auf der Suche nach mehreren deutschen U-Booten, die den Berichten zufolge Richtung Westen unterwegs waren und im Moment auf die Flemish Cap zusteuerten. Obwohl sich das Wetter gebessert hatte, waren die Wellen immer noch sehr hoch. Die Decks wurden ständig überspült und die Mannschaften hatten keinen trockenen Stoff mehr auf dem Leib. Dankbar waren sie, dass die Schiffe der TG am 14. März abgelöst wurden. Die USS BRONSTEIN lief am 17. März im Hafen von New York ein. Hier wurden in der New York Navy Yard angefallene Reparaturen von der Reise ausgeführt, die insgesamt fünf Tage beanspruchten. Gleich daran anschließend fuhr der Geleitzerstörer zusammen mit der USS BAKER nach New London, Connecticut und diente hier als Begleit- und Zielschiff für das U-Boot Training angehender U-Boot Mannschaften. Am 14. April kehrte die USS BRONSTEIN zum Patrouillendienst zurück. Alle Kriegsschiffe der Division hatten am 18. April den Befehl erhalten vor dem Eingang der Cheseapeake Bay nach einem feindlichen U-Boot zu suchen. In dem Seegebiet, etwa 145 Seemeilen nordöstlich von Cape Henry, war der alleinfahrende amerikanische Dampftanker SS SWIFTSCOUT, Kommandant Master Peter Katsaris, ( 8.300 BRT ) versenkt worden. Es gab dabei einen Toten und siebenundvierzig Überlebende. Wahrscheinlich hatte U-857 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Rudolf Pemauer ( 8. Mai 1919 in Stuttgart – April 1945 im Nordatlantik ) diese Torpedierung vorgenommen. Die USS BRONSTEIN suchte zusammen mit der USS BAKER und USS BREEMAN die südlichen Kanäle nach dem vermeintlichen U-Boot ab, fanden aber nichts. Die Gruppe, die den nördlichen Kanal durchsuchte, griff in der Nacht vom 29. zum 30. April ein U-Boot an und versenkte es. Wahrscheinlich war dies U-857. Nach wenigen Tagen der weiteren Suche fuhren die Kriegsschiffe nach New York. Hier erhielt man an Bord die Nachricht vom Ende des Zweiten Weltkrieges auf europäischem Boden durch die Kapitulation Deutschlands. Am 9. Mai kehrte die USS BRONSTEIN zu ihren Aufgaben zur Sicherung von Geleitflugzeugträgern und der Überwachung des Luftraumes zurück. Der Geleitzerstörer sicherte zusammen mit anderen Geleitzerstörern die Träger USS CARD, USS MISSION BAY ( CVE-59 ) und USS CROATAN ( CVE-25 ) ab. Die USS BRONSTEIN unterbrach diese Pflicht erst Mitte Juli und kehrte nach New York zurück. Hier beteiligte sich der Geleitzerstörer an einer dreitägigen Demonstrationskreuzfahrt für zivile Beobachter des „Industrial Incentice Programms“, welches die US Navy anberaumt hatte. Anschließend kehrte das Kriegsschiff zu den Geleitflugzeugträgern zurück und übernahm die unterbrochenen Pflichten. Danach fuhr die USS BRONSTEIN in das Trockendock der Brooklyn Navy Yard. Hier wurden Reparaturen an den Hauptantriebsanlagen durchgeführt. Am 23. Oktober begannen sich dann mehrere Kriegsschiffe im Hafen von New York zu versammeln und an der am 27. Oktober, dem Navy Day, von US Präsident Harry S. Truman ( 8. Mai 1884 – 26. Dezember 1972 ) anberaumten Flottenparade teilzunehmen. Anwesend waren die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CV-42 ), der Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ) und der Geleitflugzeugträger USS CROATAN ( CVE-25 ), die Schlachtschiffe USS NEW YORK ( BB-34 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), die Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ), USS COLUMBUS ( CA-74 ) und USS MACON ( CA-132 ), die Leichten Kreuzer USS HELENA ( CL-113 ) und USS BOISE ( CL-47 ), die Zerstörer USS AULICK ( DD-569 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS CASE ( DD-370 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS GANSEVOORT ( DD-608 ), USS USS HARRISON ( DD-573 ),USS HOBBY ( DD-610 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS LEARY ( DD-879 ), USS PORTER ( DD-800 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SARSFIELD ( DD-837 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS STEINAKER ( DD-863 ), USS VOGELGESANG ( DD-862 ), USS YOUNG ( DD-580 ) und USS ZELLARS ( DD-777 ), die Geleitzerstörer USS BRONSTEIN, USS BAKER, USS BOSTWICK, USS THOMAS, USS BORUM ( DE-790 ) und USS MALOY ( DE-791 ), die Schnellen Truppentransportschiffe USS BEVERLY W REID ( APD-119 ), USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 ) und USS MYERS ( APD-105 ), die U-Boote USS BOWFIN ( SS-287 ), USS CREVALLE ( SS-291 ), USS CATLESS ( SS-478 ), USS FLOUNDER ( SS-251 ), USS GATO ( SS-212 ), USS RASHER ( SS-269 ), USS SNAPPER ( SS-185 ) und USS THREADFIN ( SS-410 ), die U-Boot Tender USS HOWARD W GILMORE ( AS-16 ) und USS ORION ( AS-18 ). Die USS BRONSTEIN verließ am 3. November New York und fuhr nach Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 17. Juni 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte die im St. Johns River lag. Am 3. Mai 1952 verkaufte die US Navy das Kriegsschiff an die Marine von Uruguay. Hier erhielt es den Namen ROU ARTIGAS ( DE-2 ) und wurde noch am selben Tag in den Dienst von Uruguay gestellt. Den Namen USS BRONSTEIN ( DE-189 ) strich man am 14. Mai 1952 von der US Navy – Liste.

Die ROU ARTIGAS diente bis 1988 in der Marine von Uruguay und wurde in diesem Jahr außer Dienst gestellt und verschrottet.


USS BRONSTEIN ( DE-189 )
Commanding Officer

 LCDR Sheldon Hoard Kinney      13. Dezember 1943 – 26. November 1944
LCDR John H. Longley  (USNR)      26. November 1944 – 1. Dezember 1945
LT (jg) Paul F. Stark  (USNR)       1. Dezember 1946 – 1. Januar 1946
LT (jg) George Heard  (USNR)        1. Januar 1946 – 1. Mai 1946
LT (jg) Walter K. Banner  (USNR)      1. Mai 1946 – 17. Juni 1946

 

USS DIONNE ( DE-261 )

USS DIONNE ( DE-261 ) 

Biografie 

Arthur Louis Dionne
* 6. Juni 1915 in Walpole, Norfolk County, Massachusetts
† 30. November 1942 während der Schlacht von Tassafaronka, Salomon Islands auf dem Schweren Kreuzer USS NORTHAMPTON ( CA-26 )
war ein US Navy Reserve Offizier
 

Arthur Louis Dionne war der Sohn von Otis J. A. Dionne ( 2. Juli 1886 – 19. Januar 1946 in Walpole, Norfolk County, Massachusetts und Lea E. Amiot Dionne ( 18. Oktober 1886 – 24. Juni 1964 ), die am 23. Juni 1914 in Walpole, Norfolk County, Massachusetts geheiratet hatten. Dionne meldete sich am 4. November 1941 freiwillig zur Naval Reserve und am 9. Februar 1942 ernannte man ihn zum Midshipman. Man versetzte ihn an Bord des Schweren Kreuzers USS NORTHAMPTON ( CA-26 ). Am 30. November, kurz vor Mitternacht, kam es zu der Schlacht von Tassafaronga. Dabei erhielt der Schwere Kreuzer zwei Torpedotreffer auf der Backbordseite und sank am folgenden Tag. Während der Schlacht kam Ensign Arthur Louis Dionne ums Leben. Seine sterblichen Überreste wurden auf dem Manila American Cemetery and Memorial in Manila, Philippinen begraben.


USS DIONNE ( DE-261 )

Schiffsbiografie

Die USS DIONNE ( DE-261 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Arthur Louis Dionne benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfzigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Boston Naval Shipyard in Charlestown, Massachusetts wurde am 27. Januar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Lea E. Amiot Dionne ( 18. Oktober 1886 – 24. Juni 1964 ), Mutter von Ensign Arthur Louis Dionne, taufte am 10. März 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Richard Starr Paret (USNR) stellte am 16. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS DIONNE bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend kehrte der Geleitzerstörer nach Boston zurück. Hier untersuchte man den Schiffskörper und nahm einige Veränderungen vor. Am 7. September 1943 stach das Kriegsschiff zusammen mit dem Schwesterschiff USS CABANA ( DE-260 ) von Boston aus in See und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Norfolk, Virginia. Hier führten beide Kriegsschiffe in den Gewässern der Chesapeake Bay bis zum 2. Oktober mehrere Trainingseinheiten durch und wurden auf die Fahrt in den Pazifik vorbereitet. An diesem 2. Oktober verließ die USS DIONNE zusammen mit der USS CABANA Norfolk und fuhr zum Panamakanal. Diesen durchquerten sie am 10. Oktober und fuhren zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Am 20. Oktober stachen beide Geleitzerstörer wieder in See und fuhren zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den dortigen Hafen liefen sie am 26. Oktober ein. Die USS DIONNE erhielt sofort nach ihrer Ankunft in Pearl Harbor den Befehl wieder auszulaufen. Man setzte den Geleitzerstörer Nachts als Radarvorwarnposten in den Gewässern von Oahu ein. Erst am 15. November endete diese Aktion, da man ein Sicherungsschiff für einen Schiffskonvoi benötigte. An diesem Tag stach die USS DIONNE wieder in See und eskortierte die Öltanker USS NECHES ( AO-47 ) und USS SCHUYKILL ( AO-76 ) bis zum Atoll Funafuti, Ellice Island. Dieses wurde zwölf Tage später erreicht und man integrierte die Tanker in die Task Undergroups 16.10.3 und 16.10.4. Die USS DIONNE blieb bei den beiden Task Undergroups, ohne in sie eingebunden zu sein, und begleitete diese ab dem 27. November bis zu den Gilbert Inseln. Hier sicherte der Geleitzerstörer ab dem 4. Dezember die Beölungsaktionen der amerikanischen Kampfschiffe aus der 5. US Flotte. Nach vier Tagen war die Beölung abgeschlossen und die TU 16.10.3 und TU 16.10.4 verließen die Gilbert Inseln und fuhren zum Atoll Funafuti zurück. Die USS DIONNE verließ an diesem Tag die beiden Task Undergroups und fuhr zur Insel Espiritu Santo, Neue Hebriden. Diese wurde am 13. Dezember erreicht. Hier wollte man an dem Kriegsschiff mehrere Reparaturen vornehmen, aber die dringend notwendigen Ersatzteile waren nicht vorhanden. So verließ der Geleitzerstörer am folgenden Tag wieder die Insel und fuhr nach Pearl Harbor zurück. Die USS DIONNE legte am 12. Januar 1944 in der Marinebasis an. Sofort begann man mit den Reparaturarbeiten, die am 3. Februar mit einer Probefahrt abgeschlossen waren. Am 4. Februar verließ der Geleitzerstörer wieder Pearl Harbor und beteiligte sich an der Eskorte von einem Schiffskonvoi, dessen Ziel das Atoll Kwajalein, Marshall Islands war. Vor dem Atoll selber begann das Kriegsschiff dann den Hafen vor feindlichen Angriffen zu bewachen. Da die in Pearl Harbor erfolgten Reparaturen nicht zufriedenstellend waren, verließ die USS DIONNE am 1. März wieder das Atoll Kwajalein und fuhr an die US Westküste. Am 12. März bugsierte man den Geleitzerstörer in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien in ein Trockendock. Hier begann man eine umfangreiche Überholung. Diese war am 8. April abgeschlossen. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff die Werft und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen von San Francisco, Kalifornien aus, einen Schiffskonvoi bis zu den Atollen Kwajalein und Eniwetok, Marshall Islands. Anschließend kehrte die USS DIONNE nach Pearl Harbor zurück und wurde dort am 10. Mai festgemacht. Hier beteiligte sich der Geleitzerstörer an amphibischen Übungen zur Vorbereitung auf die Anlandungen auf der Insel Saipan, nördliche Marianen. Am 1. Juni stach das Kriegsschiff in See und fuhr zusammen mit Kriegsschiffen der 5. US Flotte zu den Marianen. Ab dem 13. Juni begann das Bombardement auf feindliche Stellungen auf Saipan. Die USS DIONNE selber patrouillierte am Tag in den Gewässern der Inseln und war auf der Suche nach Verstärkungen der Japaner und überwachte den Luftraum. Nachts wurden alle angetroffenen Boote und Schiffe untersucht. Dabei konnten sieben japanische Soldaten, die zur Insel Tinian flüchten wollten, gefangen genommen werden. Auch ein neunjähriges japanisches Mädchen war mit auf dem Boot. Dann am 21. Juni erhielt Lieutenant Hugh E. Love, Jr. (USNR), Kommandant der USS DIONNE, den Befehl das Schlachtschiff USS CALIFORNIA ( BB-44 ) zum Atoll Eniwetok für Reparaturen zu begleiten. Das Schlachtschiff hatte am 14. Juni einen Treffer durch eine japanische Küstenbatterie und am 18. Juni mehrere Treffer durch amerikanische Schiffe erhalten. Beide Kriegsschiffe erreichten am 25. Juni das Atoll. An dem Schlachtschiff begannen bis zum 15. Juli Reparaturarbeiten. Die USS DIONNE blieb ebenfalls vor dem Atoll vor Anker liegen. Die Mannschaft des Geleitzerstörers erhielt eine Atempause. Alle Bunker des Kriegsschiffes wurden aufgefüllt. Am 16. Juli verließ das Kriegsschiff wieder das Atoll und eskortierte das Schlachtschiff USS CALIFORNIA zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Vier Tage später trafen beide Kriegsschiffe dort ein. Die USS DIONNE beteiligte sich hier für einen Tag an der Bombardierung feindlicher Ziele. Am 21. Juli begannen dann dort die Landungen und der Geleitzerstörer unterstützte diese mit seinen Kanonen. Drei Tage später lag die USS DIONNE vor der Insel Tinian und bombardierte dort japanische Stellungen im Küstenbereich während der beginnenden Landeoperation. Anschließend patrouillierte der Geleitzerstörer in den Gewässern der Nördlichen Marianen. Am 21. August verließ das Kriegsschiff dann diese Gewässer und fuhr nach Pearl Harbor. Die USS DIONNE lief am 29. August in die dortige Marinebasis ein. Hier gliederte sich der Geleitzerstörer in eine Übungskampfgruppe ein. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS THETIS BAY ( CVE-90 ) und der Geleitzerstörer USS STAFFORD ( DE-411 ). Die drei Kriegsschiffe legten am 3. September in Pearl Harbor ab und begannen in den Hawaiianischen Gewässern sich an mehreren Anti-U-Boot Übungen zu beteiligen. Schon am 23. September verließ der Geleitzerstörer Pearl Harbor wieder und stach in See. Er eskortierte Truppentransporter, auf denen sich Besatzungstruppen befanden, zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dort trafen die Schiffe am 8. Oktober ein. Das Kriegsschiff begann nun bis zum 24. Oktober in den Gewässern rund um das Atoll zu patrouillieren und führte Begleitdienste durch. Dann eskortierte die USS DIONNE mehrere Schiffe zuerst zum Atoll Eniwetok und dann nach Saipan. Dort füllte man die Treibstoffbunker des Geleitzerstörers auf. Am 10. November verließ dieser wieder die Insel. Das Kriegsschiff eskortierte das beschädigte amerikanische U-Boot USS SALMON ( SS-182 ), das während eines Angriffs auf einen feindlichen Tanker durch das japanische U-Boot Patrouillenschiff IJN CD-22 Schaden erlitt, und den U-Boot Tender USS HOLLAND ( AS-3 ) nach Pearl Harbor. Die drei Schiffe liefen am 23. November in die Marinebasis ein. Hier beteiligte sich die USS DIONNE bis zum 20. Januar 1945 an Anti-U-Boot Übungen und an amphibischen Trainingseinheiten, die auf den Hawaiianischen Inseln abgehalten wurden. Ab dem 20. Januar begann der Geleitzerstörer mit einem Eskortierdienst zwischen der Marinebasis und dem Atoll Eniwetok und begleitete Versorgungsschiffe hin und her. Am 21. Februar erreichte das Kriegsschiff wieder das Atoll. Es hatte Truppentransporter dorthin eskortiert. Noch am selben Tag verließ die USS DIONNE zusammen mit anderen Kriegsschiffen und den Truppentransportern das Atoll und fuhren nach Saipan. Von dort aus ging die Fahrt zu der Vulkaninsel Iwo Jima, Bonin Islands weiter. Am 7. März wurde die Insel erreicht. Der Geleitzerstörer begann bis zum 20. März vor Iwo Jima zu patrouillieren. An diesem 20. März verließen die Geleitzerstörer USS DIONNE, USS CABANA, USS DEEDE ( DE-263 ) und USS CANFIELD ( DE-262 ) zusammen wieder die Insel und eskortierten Truppentransporter nach Pearl Harbor, die die Truppen der 4. Marine Division an Bord hatten. Am 4. April liefen die Schiffe in die Marinebasis ein. Vier Tage später verließ die USS DIONNE zusammen mit den Schwesterschiffen  USS CABANA und USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ) Pearl Harbor und lief sechs Tage später in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien ein. Dort begann für die USS DIONNE ab dem 16. April eine umfangreiche Überholung, die bis zum 28. Mai andauerte. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer die Werft und fuhr nach San Diego. Hier wurden Auffrischungskurse für die Mannschaft und mehrere Übungen durchgeführt. Am 9. Juni verließ das Kriegsschiff die kalifornische Küste und fuhr nach Pearl Harbor. Dort legte es am 15. Juni an und wurde noch am selben Tag für eine Konvoifahrt vorbereitet. Der Schiffskonvoi verließ an diesem 15. Juni und fuhr zuerst zum Atoll Eniwetok und von dort aus zum Atoll Ulithi. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf den nächsten Einsatz vor. Man versetzte am 25. Juli den Geleitzerstörer in die Task Group 30.8, die Logistical Group der 3. US Flotte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS DIONNE, USS CABANA, USS WILLIAM C MILLER, USS LAKE ( DE-301 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS KYNE ( DE-744 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die USS DIONNE verließ an diesem 25. Juli das Atoll Ulithi und fuhr den Öltankern der TG entgegen, die hauptsächlich die Kampfschiffe der Task Force 38, die vor Honshu lagen und feindliche Ziele angriffen, beölen sollten. Anschließend sicherte der Geleitzerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen die leeren Öltanker auf der Fahrt zum Atoll zurück. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Ab dem 4. September begleitete die USS DIONNE Öltanker, die die Kriegsschiffe der 7. US Flotte im Gelben Meer und vor Jinsen, Korea versorgen sollten. Der Geleitzerstörer verließ am 5. Oktober den koreanischen Hafen Jinsen und fuhr nach Pearl Harbor. Hier setzte man das Kriegsschiff als Wetterstation zwischen den Hawaiianischen Inseln ein. Am 19. November verließ der Geleitzerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS CABANA, USS DEEDE und USS CANFIELD wieder Pearl Harbor und fuhr nach San Francisco, wo diese vier Kriegsschiffe am 25. November in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien anlegten. Man stellte am 18. Januar 1946 den Geleitzerstörer außer Dienst. Den Namen US DIONNE ( DE-261 ) strich man am 7. Februar 1946 von der US Navy – Liste. Nach dem abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 12. Juni 1947 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS DIONNE ( DE-261 )

Commanding Officer

LCDR Richard Starr Paret  (USNR)      16. Juli 1943 – 7. September 1943
LT Fred E. Lawton  (USNR)       7. September 1943 – 17. Januar 1944
LT Hugh E. Love, Jr.  (USNR)       17. Januar 1944 – 8. September 1945
LCDR Laurance Armistead Peters  (USNR)       8. September 1945 – 18. Januar 1946

 

USS LAMBERTON ( DMS-2 )

USS LAMBERTON ( DMS-2 )

Biografie

Benjamin Peffer Lamberton
* 25. Februar 1844 in Carlisle, Cumberland County, Pennsylvania
† 9. Juni 1912 in Washington DC
war ein Rear Admiral in der US Navy und diente unter anderem im spanisch – amerikanischen Krieg

Benjamin Peffer Lamberton ist der einzige Sohn von James Findley Lamberton ( 22. November 1817 in Carlisle, Cumberland County, Pennsylvania – 1. März 1856 in Baltimore City, Maryland ) und Elizabeth Peffer Lamberton ( 10. Dezember 1822 in Carlisle, Cumberland County, Pennsylvania – 12. Februar 1909 in Carlisle, Cumberland County, Pennsylvania ). Benjamin besuchte in seinen jungen Jahren die High School und die Dickinson Preparatory School in Carlisle bevor er für drei Jahre an das Dickinson College in Carlisle wechselte und zur Klasse von 1862 gehörte. Hier war er ein Mitglied der Belles Lettres Literary Society. Nachdem sich Lamberton für eine Marinekarriere entschieden hatte, wechselte er schon Mitte 1861 an die US Naval Academy in Annapois, Maryland und wurde am 21. September zum Midshipman ernannt. Das Studium an der Akademie schloss er am 22. November 1864 ab, rechtzeitig um seinen aktiven Dienst an Bord der Yacht USS AMERICA anzutreten. Auf diesem Schiff beteiligte er sich an der Jagd auf die konföderierte Kriegsschaluppe CSS FLORIDA und dem Doppelschneckendampfer CSS TALLAHASSEE. Im Jahre 1865 wechselte Lamberton auf die Dampfschaluppe USS SUSQUEHANNA ( 1850 ) die zum brasilianischen Geschwader gehörte. Anschließend wechselte er am 17. Juni 1866 an Bord der Dampfschaluppe USS JUNIATA ( 1862 ) die in Port Royal, South Carolina für Reparaturarbeiten lag. An diesem 17. Juni legte das Schiff ab und erreichte am 8. August Bahia, Brasilien. Hier ging der neue US Amerikanische Konsul für Brasilien von Bord. Mit Ausnahme einer Kreuzfahrt entlang der afrikanischen Küste vom 12. Juni bis zum 30. September 1866 blieb die die Dampfschaluppe bis zum 30. April 1867 in südamerikanischen Gewässern. An diesem Tag legte das amerikanische Kriegsschiff in Rio de Janeiro ab und erreichte am 24. Juni Philadelphia. Noch während des Dienstes vor der brasilianischen Küste, beförderte man Lamberton am 1. November 1866 zum Ensign und am 1. Dezember 1866 zum Master. Hier in Philadelphia wechselte Lambert auf das Trainingsschiff USS SARATOGA ( 1842 ). Auf diesem Schiff wurden vom 1. Oktober 1867 bis zum 7. Juli 1869 bei Fahrten entlang der US Atlantikküste mehrere zukünftige Navy Angehörige ausgebildet. In dieser Zeit, am 12. März 1867, beförderte man Benjamin Peffer Lamberton zum Lieutenant und am 18. Dezember 1868 zum Lieutenant Commander. Im Februar 1873 heiratete er Elizabeth Marshall Stedman ( Juli 1851 in Massachusetts – 29. Juni 1911 in Washington DC ). Beide hatten sie drei Kinder. Benjamin Peffer Lamberton diente bis zum 2. Juni 1885 im Rang eines Lieutenant Commander und wurde an diesem Tage zum Commander befördert und dem Lighthouse Board in Charleston, South Carolina als Inspektor zugewiesen. Man versetzte Lamberton zum asiatischen Geschwader. Er sollte den Geschützten Kreuzer USS BOSTON ( 1884 ) von Captain George Francis Faxon Wilde ( 23. Februar 1845 in Braintree, Norfolk County, Massachusetts – 3. Dezember 1911 in Easton, Bristol County, Massachusetts ) in Hongkong übernehmen. Doch wegen des am 23. April ausgebrochenen Spanisch – Amerikanischen Krieges ernannte Commodore George Dewey ( 26. Dezember 1837 – 16. Januar 1917 ) Lamberton zum Stabschef an Bord seines Flaggschiffes USS OLYMPIA ( 1895 ). Am 25. April legte dieses asiatische Geschwader in Hongkong ab und fuhr zu den philippinischen Inseln. Auf der USS OLYMPIA erlebte Lamberton am 1. Mai die Schlacht in der Manila Bay. Commodore Dewey wollte während der Schlacht der Schiffsbesatzung eine Pause gönnen, gegen diese Entscheidung intervenierte Benjamin Peffer Lamberton mit Nachdruck. Dadurch konnten die amerikanischen Schiffe dieses erste Kräftemessen beider Marinen für sich entscheiden. Auf der USS OLYMPIA ernannte man Lamberton am 17. Mai zum Captain. Am 25. Mai musste Captain Charles Vernon Gridley ( 24. November 1844 in Longansport, Indiana – 5. Juni 1898 in Kobe, Japan ) aus gesundheitlichen Gründen das Kommando über den Geschützten Kreuzer an Captain Benjamin Peffer Lamberton übergeben. Commodore Deweys Sieg über die spanische Flotte erreichte schnell die USA. Lamberton wurde genauso wie die USS OLYMPIA als erste Sieger des Krieges berühmt. Man benutzte nun eine Expeditions Force um die Eroberung der Philippinen anzuschließen. Captain Lamberton blieb mit der USS OLYMPIA in den philippinischen Gewässern und unterstützte die US Army in dem der Geschützte Kreuzer auf die sich an Land befindlichen spanischen Truppen schoss. An die chinesische Küste kehrte die USS OLYMPIA am 20. Mai 1899 zurück und verweilte dort für einen Monat. Anschließend verließ das Kriegsschiff wieder diese Küste und fuhr in Richtung Westen. Nach der Durchquerung des Indischen Ozeans, des Suezkanals und des Mittelmeeres, legte die USS OPLYMPIA am 10. oktober im Hafen von Boston, Massachusetts an. Mit der Rückkehr des Geschützten Kreuzers wurden dessen Offiziere und Besatzung in den USA gefeiert. Das Schiff selber ging ins Dock. Hier wurde es frisch gestrichen und mit einem vergoldeten Bogenschmuck geschmückt. Captain Benjamin Peffer Lamberton ging am 8. November von Bord der USS OLYMPIA und am folgenden Tag stellte man den Geschützten Kreuzer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Lambert selber wurde am 11. September 1903 zum Rear Admiral befördert und übernahm das Kommando über das Südatlantik Geschwader. Der Vorsitz des Lighthouse Board war der letzte Posten den Lamberton vor seiner Pensionierung noch ausübte. Am 25. Februar 1906, an seinem zweiundsechzigsten Geburtstag, verließ Lamberton die US Navy nach fünfundvierzig Dienstjahren. Seinen Ruhestand verlebte Benjamin Peffer Lamberton in Washington DC und war ein persönlicher Freund vom ehemaligen US Präsidenten Stephen Grover Cleveland ( 18. März 1837 in Caldwell, New Jersey – 25. Juni 1908 in Princeton, New Jersey ).


USS LAMBERTON ( DMS-2 )

Schiffsbiografie

Die USS LAMBERTON ( DD-119 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Admiral Benjamin Peffer Lamberton benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das fünfundvierzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Newport News Shipbuilding and Dry Dock Company in Newport News, Virginia wurde am 1. Oktober 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Isabell Stedman Lamberton, Enkelin von Admiral Benjamin Peffer Lamberton, taufte am 30. März 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Frank L. Slingluff, Jr. stellte am 22. August 1918 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Zerstörer bis in die Karibik führte, gliederte man das Kriegsschiff im Frühjahr 1919 in die Atlantikflotte ein. Die USS LAMBERTON nahm dabei an mehreren diversen Geschwader- und Flottenmanövern teil, die den Zerstörer bis zu den Azoren führten. Man verlegte dann die USS LAMBERTON in die neuformierte Pazifikflotte. Dazu legte am 19. Juli 1919 das Kriegsschiff in Hampton Roads, Virginia ab und traf am 7. August im Hafen von San Diego, Kalifornien ein. Ab August 1919 bis Juni 1922 operierte die USS LAMBERTON entlang der US Westküste. In dieser Zeit beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Ausbildungsprogrammen und an Experimenten zur Weiterentwicklung von Marinetaktiken. Die erste Außerdienststellung des Zerstörers erfolgte am 30. Juni 1922 in San Diego. Man versetzte das Kriegsschiff anschließend in die Pazifikreserveflotte.
Lieutenant Samuel Nobre Moore ( 7. September 1891 in Washington DC – 9. August 1942 auf dem Schweren Kreuzer USS QUINCY ( CA-39 ) während der Schlacht um Guadalcanal Ostsalomonen ) stellte am 15. November 1930 die unter seinem Kommando stehende USS LAMBERTON erneut in den Dienst der US Navy. In den folgenden eineinhalb Jahren führte der Zerstörer entlang der US Westküste mehrere Ausbildungsfahrten durch. Am 15. März 1932 lag der Zerstörer im Hafen von SAan Francisco, dem zwölften Naval District in Reserve. Die USS LAMBERTON klassifizierte man am 16. April 1932 zu einem Vielseitigen Hilfskriegsschiff um und übergab ihm die Kennung AG-21. Fortan fungierte das Schiff als Zielschlepper. Von 1933 bis Ende 1940 war die USS LAMBERTON in dieser Funktion vor dem Küstenabschnitt von San Diego im Einsatz. Außerdem beteiligte sich das Kriegsschiff an experimentellen Minenräum- Ausbildungsphasen. Deswegen klassifizierte man am 19. November 1940 das Schiff erneut um. Diesmal zum Schnellen Minenräumschiff mit der Kennung DMS-2. Nach weiteren Umbauten und Übungen verlegte man die USS LAMBERTON nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii, wo sie am 11. September 1941 eintraf. An Bord diente der Schauspieler Ernest Borgnine ( geboren als Ernes Effron Borgnino ( 24. Januar 1917 in Hamden, Connecticut – 8. Juli 2012 in Los Angeles, Kalifornien ) der hier in Pearl Harbor im September aus der US Navy entlassen wurde. Im Januar 1942 meldete er sich wieder freiwillig bei der US Navy und wurde in die US Atlantikflotte versetzt. In den Hawaiianischen Gewässern benutzte man das Kriegsschiff erneut als Zielschlepper und in der U-Boot Abwehr. Während die Japaner am 7. Dezember 1941 Pearl Harbor angriffen und damit die USA in den Zweiten Weltkrieg zogen, eskorteirte die USS LAMBERTON den Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) zur Hawaiianischen Insel Oahu. Noch am selben Tag kehrte der Schnelle Minenräumer nach Pearl Harbor zurück und patrouillierte in den folgenden sieben Monaten in den Hawaiianischen Gewässern. Nur am 25. Januar 1942 verließ die USS LAMBERTON ihren Posten und eskortierte amerikanische U-Boote. Den Hafen von Pearl Harbor verließ der Schnelle Minenräumer am 11. Juli und fuhr nordwärts nach Kodiak, Alaska. Diesen Hafen erreichte das Schiff am 18. Juli. Die USS LAMBERTON setzte man hier während des Feldzuges gegen die Aleuten im Patrouillen- und Geleitzugdienst für die Task Force 8, der North Pacific Force, kommandiert von Rear Admiral Robert Alfred Theobald ( 25. Januar 1884 in San Francisco, Kalifornien – 13. Mai 1957 ), zusammen mit den Schnellen Minenräumern USS CHANDLER ( DMS-9 ) und USS LONG ( DMS-12 ) und dem Zerstörer USS MONAGHAN ( DD-354 ) ein. Am 27. Juli kollidierte die USS LAMBERTON während einer solchen Patrouillenfahrt vor Kiska mit der USS CHANDLER. Nach dem Abschluss der Reparaturarbeiten an den beiden Schnellen Minenräumern verlegte man die USS LAMBERTON in die Task Group 16.2 die Rear Admiral John W. Reeves, Jr. ( 25. April 1888 – 16. Juli 1967 ) während der Operation „Landcrab“ befehligte. Das Kriegsschiff eskortierte am 15. Mai 1943 von Kiska aus mehrere Schiffe, die Verstärkungstruppen an Bord hatten, zur Massacre Bay vor der Insel Attu. Anschließend folgten weitere Patrouillenfahrten bis Ende Juni in der Bay. Danach wechselte das Kriegsschiff in die Kuluk Bay vor Adak Island. Hier bereitete man die USS LAMBERTON auf die kommende Fahrt vor. Am 16. Juli verließ das Schiff die Aleuten und erreichte sieben Tage später wieder San Diego. Von hier aus fuhr der Schnelle Minenräumer in die Hawaiianischen Gewässer und diente dort bei Zielschießübungen als Zielschlepper. Man Reklassifizierte am 5. Juni 1945 die USS LAMBERTON ernut zu einem Vielseitigen Hilfskriegsschiff und übertrug ihm die Kennung AG-21. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges blieb das Schiff vor der US Westküste und diente hier als Zielschlepper. Ende 1946 wechselte das Kriegsschiff nach Bremerton, Washington. Hier stellte man am 13. Dezember das Schiff außer Dienst. Den Namen USS LAMBERTON ( AG-21 ) strich man am 28. Januar 1947 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 9. Mai 1947 an die National Metal & Steel, Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien zum verschrotten.


USS LAMBERTON ( DMS-2 )
Commanding Officer

LCDR Frank L. Slingluff Jr.          22. August 1918 – 27. Juni 1919
LTJG Carl Victor Schlaet           27. Juni 1919 – 26. Juli 1919
CDR John Howard Hoover          26. Juli 1919 – 31. Mai 1920
LTJG Louis Verbrugge           31. Mai 1920 – 10. Dezember 1920
CDR James David Willson           10. Dezember 1920 – 20. November 1921
CDR Robert Andrew Abernathy         20. November 1921 – 10. Januar 1922
LCDR Thomas Alexander Symington          10. Januar 1922 – 30. Juni 1922
Außerdienststellung            30. Juni 1922 – 15. November 1930
LCDR Samuel Nobre Moore         15. November 1930 – 23. Januar 1932
als USS LAMBERTON ( AG-21 )
LCDR Edward Francis McCartin             23. Januar 1932 – 7. Juni 1934
LCDR Harold Samuel Klein         7. Juni 1934 – 8. Juli 1937
LCDR John Edwin Murphy          8. Juli 1937 – 21. Juni 1939
LCDR William Lewis Benson           21. Juni 1939 – 15. Juli 1941
als USS LAMBERTON ( DMS-2 )
LCDR William John O’Brien            15. Juli 1941 – 1. August 1942
LT Howard Weldie Baker            1. August 1942 – 1. Dezember 1942
LCDR Baxter Morrison McKay            1. Dezember 1942 – 15. Januar 1944
LT Charles Raymond Calhoun Jr.          15. Januar 1944 – 1. August 1944
LT Edward Revis Hunt           1. August 1944 – 13. Dezember 1945

USS LAMBERTON ( AG-21 )

USS LAMBERTON ( AG-21 )

Biografie

Benjamin Peffer Lamberton
* 25. Februar 1844 in Carlisle, Cumberland County, Pennsylvania
† 9. Juni 1912 in Washington DC
war ein Rear Admiral in der US Navy und diente unter anderem im spanisch – amerikanischen Krieg

Benjamin Peffer Lamberton ist der einzige Sohn von James Findley Lamberton ( 22. November 1817 in Carlisle, Cumberland County, Pennsylvania – 1. März 1856 in Baltimore City, Maryland ) und Elizabeth Peffer Lamberton ( 10. Dezember 1822 in Carlisle, Cumberland County, Pennsylvania – 12. Februar 1909 in Carlisle, Cumberland County, Pennsylvania ). Benjamin besuchte in seinen jungen Jahren die High School und die Dickinson Preparatory School in Carlisle bevor er für drei Jahre an das Dickinson College in Carlisle wechselte und zur Klasse von 1862 gehörte. Hier war er ein Mitglied der Belles Lettres Literary Society. Nachdem sich Lamberton für eine Marinekarriere entschieden hatte, wechselte er schon Mitte 1861 an die US Naval Academy in Annapois, Maryland und wurde am 21. September zum Midshipman ernannt. Das Studium an der Akademie schloss er am 22. November 1864 ab, rechtzeitig um seinen aktiven Dienst an Bord der Yacht USS AMERICA anzutreten. Auf diesem Schiff beteiligte er sich an der Jagd auf die konföderierte Kriegsschaluppe CSS FLORIDA und dem Doppelschneckendampfer CSS TALLAHASSEE. Im Jahre 1865 wechselte Lamberton auf die Dampfschaluppe USS SUSQUEHANNA ( 1850 ) die zum brasilianischen Geschwader gehörte. Anschließend wechselte er am 17. Juni 1866 an Bord der Dampfschaluppe USS JUNIATA ( 1862 ) die in Port Royal, South Carolina für Reparaturarbeiten lag. An diesem 17. Juni legte das Schiff ab und erreichte am 8. August Bahia, Brasilien. Hier ging der neue US Amerikanische Konsul für Brasilien von Bord. Mit Ausnahme einer Kreuzfahrt entlang der afrikanischen Küste vom 12. Juni bis zum 30. September 1866 blieb die die Dampfschaluppe bis zum 30. April 1867 in südamerikanischen Gewässern. An diesem Tag legte das amerikanische Kriegsschiff in Rio de Janeiro ab und erreichte am 24. Juni Philadelphia. Noch während des Dienstes vor der brasilianischen Küste, beförderte man Lamberton am 1. November 1866 zum Ensign und am 1. Dezember 1866 zum Master. Hier in Philadelphia wechselte Lambert auf das Trainingsschiff USS SARATOGA ( 1842 ). Auf diesem Schiff wurden vom 1. Oktober 1867 bis zum 7. Juli 1869 bei Fahrten entlang der US Atlantikküste mehrere zukünftige Navy Angehörige ausgebildet. In dieser Zeit, am 12. März 1867, beförderte man Benjamin Peffer Lamberton zum Lieutenant und am 18. Dezember 1868 zum Lieutenant Commander. Im Februar 1873 heiratete er Elizabeth Marshall Stedman ( Juli 1851 in Massachusetts – 29. Juni 1911 in Washington DC ). Beide hatten sie drei Kinder. Benjamin Peffer Lamberton diente bis zum 2. Juni 1885 im Rang eines Lieutenant Commander und wurde an diesem Tage zum Commander befördert und dem Lighthouse Board in Charleston, South Carolina als Inspektor zugewiesen. Man versetzte Lamberton zum asiatischen Geschwader. Er sollte den Geschützten Kreuzer USS BOSTON ( 1884 ) von Captain George Francis Faxon Wilde ( 23. Februar 1845 in Braintree, Norfolk County, Massachusetts – 3. Dezember 1911 in Easton, Bristol County, Massachusetts ) in Hongkong übernehmen. Doch wegen des am 23. April ausgebrochenen Spanisch – Amerikanischen Krieges ernannte Commodore George Dewey ( 26. Dezember 1837 – 16. Januar 1917 ) Lamberton zum Stabschef an Bord seines Flaggschiffes USS OLYMPIA ( 1895 ). Am 25. April legte dieses asiatische Geschwader in Hongkong ab und fuhr zu den philippinischen Inseln. Auf der USS OLYMPIA erlebte Lamberton am 1. Mai die Schlacht in der Manila Bay. Commodore Dewey wollte während der Schlacht der Schiffsbesatzung eine Pause gönnen, gegen diese Entscheidung intervenierte Benjamin Peffer Lamberton mit Nachdruck. Dadurch konnten die amerikanischen Schiffe dieses erste Kräftemessen beider Marinen für sich entscheiden. Auf der USS OLYMPIA ernannte man Lamberton am 17. Mai zum Captain. Am 25. Mai musste Captain Charles Vernon Gridley ( 24. November 1844 in Longansport, Indiana – 5. Juni 1898 in Kobe, Japan ) aus gesundheitlichen Gründen das Kommando über den Geschützten Kreuzer an Captain Benjamin Peffer Lamberton übergeben. Commodore Deweys Sieg über die spanische Flotte erreichte schnell die USA. Lamberton wurde genauso wie die USS OLYMPIA als erste Sieger des Krieges berühmt. Man benutzte nun eine Expeditions Force um die Eroberung der Philippinen anzuschließen. Captain Lamberton blieb mit der USS OLYMPIA in den philippinischen Gewässern und unterstützte die US Army in dem der Geschützte Kreuzer auf die sich an Land befindlichen spanischen Truppen schoss. An die chinesische Küste kehrte die USS OLYMPIA am 20. Mai 1899 zurück und verweilte dort für einen Monat. Anschließend verließ das Kriegsschiff wieder diese Küste und fuhr in Richtung Westen. Nach der Durchquerung des Indischen Ozeans, des Suezkanals und des Mittelmeeres, legte die USS OPLYMPIA am 10. oktober im Hafen von Boston, Massachusetts an. Mit der Rückkehr des Geschützten Kreuzers wurden dessen Offiziere und Besatzung in den USA gefeiert. Das Schiff selber ging ins Dock. Hier wurde es frisch gestrichen und mit einem vergoldeten Bogenschmuck geschmückt. Captain Benjamin Peffer Lamberton ging am 8. November von Bord der USS OLYMPIA und am folgenden Tag stellte man den Geschützten Kreuzer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Lambert selber wurde am 11. September 1903 zum Rear Admiral befördert und übernahm das Kommando über das Südatlantik Geschwader. Der Vorsitz des Lighthouse Board war der letzte Posten den Lamberton vor seiner Pensionierung noch ausübte. Am 25. Februar 1906, an seinem zweiundsechzigsten Geburtstag, verließ Lamberton die US Navy nach fünfundvierzig Dienstjahren. Seinen Ruhestand verlebte Benjamin Peffer Lamberton in Washington DC und war ein persönlicher Freund vom ehemaligen US Präsidenten Stephen Grover Cleveland ( 18. März 1837 in Caldwell, New Jersey – 25. Juni 1908 in Princeton, New Jersey ).


USS LAMBERTON ( AG-21 )

Schiffsbiografie

Die USS LAMBERTON ( DD-119 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Admiral Benjamin Peffer Lamberton benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das fünfundvierzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Newport News Shipbuilding and Dry Dock Company in Newport News, Virginia wurde am 1. Oktober 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Isabell Stedman Lamberton, Enkelin von Admiral Benjamin Peffer Lamberton, taufte am 30. März 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Frank L. Slingluff, Jr. stellte am 22. August 1918 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Zerstörer bis in die Karibik führte, gliederte man das Kriegsschiff im Frühjahr 1919 in die Atlantikflotte ein. Die USS LAMBERTON nahm dabei an mehreren diversen Geschwader- und Flottenmanövern teil, die den Zerstörer bis zu den Azoren führten. Man verlegte dann die USS LAMBERTON in die neuformierte Pazifikflotte. Dazu legte am 19. Juli 1919 das Kriegsschiff in Hampton Roads, Virginia ab und traf am 7. August im Hafen von San Diego, Kalifornien ein. Ab August 1919 bis Juni 1922 operierte die USS LAMBERTON entlang der US Westküste. In dieser Zeit beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Ausbildungsprogrammen und an Experimenten zur Weiterentwicklung von Marinetaktiken. Die erste Außerdienststellung des Zerstörers erfolgte am 30. Juni 1922 in San Diego. Man versetzte das Kriegsschiff anschließend in die Pazifikreserveflotte.
Lieutenant Samuel Nobre Moore ( 7. September 1891 in Washington DC – 9. August 1942 auf dem Schweren Kreuzer USS QUINCY ( CA-39 ) während der Schlacht um Guadalcanal Ostsalomonen ) stellte am 15. November 1930 die unter seinem Kommando stehende USS LAMBERTON erneut in den Dienst der US Navy. In den folgenden eineinhalb Jahren führte der Zerstörer entlang der US Westküste mehrere Ausbildungsfahrten durch. Die USS LAMBERTON klassifizierte man am 16. April 1932 zu einem Vielseitigen Hilfskriegsschiff um und übergab ihm die Kennung AG-21. Fortan fungierte das Schiff als Zielschlepper. Von 1933 bis Ende 1940 war die USS LAMBERTON in dieser Funktion vor dem Küstenabschnitt von San Diego im Einsatz. Außerdem beteiligte sich das Kriegsschiff an experimentellen Minenräum- Ausbildungsphasen. Deswegen klassifizierte man am 19. November 1940 das Schiff erneut um. Diesmal zum Schnellen Minenräumschiff mit der Kennung DMS-2. Nach weiteren Umbauten und Übungen verlegte man die USS LAMBERTON nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii, wo sie am 11. September 1941 eintraf. An Bord diente der Schauspieler Ernest Borgnine ( geboren als Ernes Effron Borgnino ( 24. Januar 1917 in Hamden, Connecticut – 8. Juli 2012 in Los Angeles, Kalifornien ) der hier in Pearl Harbor im September aus der US Navy entlassen wurde. Im Januar 1942 meldete er sich wieder freiwillig bei der US Navy und wurde in die US Atlantikflotte versetzt. In den Hawaiianischen Gewässern benutzte man das Kriegsschiff erneut als Zielschlepper und in der U-Boot Abwehr. Während die Japaner am 7. Dezember 1941 Pearl Harbor angriffen und damit die USA in den Zweiten Weltkrieg zogen, eskorteirte die USS LAMBERTON den Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) zur Hawaiianischen Insel Oahu. Noch am selben Tag kehrte der Schnelle Minenräumer nach Pearl Harbor zurück und patrouillierte in den folgenden sieben Monaten in den Hawaiianischen Gewässern. Nur am 25. Januar 1942 verließ die USS LAMBERTON ihren Posten und eskortierte amerikanische U-Boote. Den Hafen von Pearl Harbor verließ der Schnelle Minenräumer am 11. Juli und fuhr nordwärts nach Kodiak, Alaska. Diesen Hafen erreichte das Schiff am 18. Juli. Die USS LAMBERTON setzte man hier während des Feldzuges gegen die Aleuten im Patrouillen- und Geleitzugdienst für die Task Force 8, der North Pacific Force, kommandiert von Rear Admiral Robert Alfred Theobald ( 25. Januar 1884 in San Francisco, Kalifornien – 13. Mai 1957 ), zusammen mit den Schnellen Minenräumern USS CHANDLER ( DMS-9 ) und USS LONG ( DMS-12 ) und dem Zerstörer USS MONAGHAN ( DD-354 ) ein. Am 27. Juli kollidierte die USS LAMBERTON während einer solchen Patrouillenfahrt vor Kiska mit der USS CHANDLER. Nach dem Abschluss der Reparaturarbeiten an den beiden Schnellen Minenräumern verlegte man die USS LAMBERTON in die Task Group 16.2 die Rear Admiral John W. Reeves, Jr. ( 25. April 1888 – 16. Juli 1967 ) während der Operation „Landcrab“ befehligte. Das Kriegsschiff eskortierte am 15. Mai 1943 von Kiska aus mehrere Schiffe, die Verstärkungstruppen an Bord hatten, zur Massacre Bay vor der Insel Attu. Anschließend folgten weitere Patrouillenfahrten bis Ende Juni in der Bay. Danach wechselte das Kriegsschiff in die Kuluk Bay vor Adak Island. Hier bereitete man die USS LAMBERTON auf die kommende Fahrt vor. Am 16. Juli verließ das Schiff die Aleuten und erreichte sieben Tage später wieder San Diego. Von hier aus fuhr der Schnelle Minenräumer in die Hawaiianischen Gewässer und diente dort bei Zielschießübungen als Zielschlepper. Man Reklassifizierte am 5. Juni 1945 die USS LAMBERTON ernut zu einem Vielseitigen Hilfskriegsschiff und übertrug ihm die Kennung AG-21. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges blieb das Schiff vor der US Westküste und diente hier als Zielschlepper. Ende 1946 wechselte das Kriegsschiff nach Bremerton, Washington. Hier stellte man am 13. Dezember das Schiff außer Dienst. Den Namen USS LAMBERTON ( AG-21 ) strich man am 28. Januar 1947 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 9. Mai 1947 an die National Metal & Steel, Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien zum verschrotten.


USS LAMBERTON ( AG-21 )
Commanding Officer

LCDR Frank L. Slingluff Jr.        22. August 1918 – 27. Juni 1919
LTJG Carl Victor Schlaet         27. Juni 1919 – 26. Juli 1919
CDR John Howard Hoover           26. Juli 1919 – 31. Mai 1920
LTJG Louis Verbrugge             31. Mai 1920 – 10. Dezember 1920
CDR James David Willson         10. Dezember 1920 – 20. November 1921
CDR Robert Andrew Abernathy           20. November 1921 – 10. Januar 1922
LCDR Thomas Alexander Symington           10. Januar 1922 – 30. Juni 1922
Außerdienststellung         30. Juni 1922 – 15. November 1930
LCDR Samuel Nobre Moore            15. November 1930 – 23. Januar 1932
als USS LAMBERTON ( AG-21 )
LCDR Edward Francis McCartin          23. Januar 1932 – 7. Juni 1934
LCDR Harold Samuel Klein          7. Juni 1934 – 8. Juli 1937
LCDR John Edwin Murphy          8. Juli 1937 – 21. Juni 1939
LCDR William Lewis Benson          1. Juni 1939 – 15. Juli 1941
als USS LAMBERTON ( DMS-2 )
LCDR William John O’Brien            15. Juli 1941 – 1. August 1942
LT Howard Weldie Baker            1. August 1942 – 1. Dezember 1942
LCDR Baxter Morrison McKay           1. Dezember 1942 – 15. Januar 1944
LT Charles Raymond Calhoun Jr.          15. Januar 1944 – 1. August 1944
LT Edward Revis Hunt           1. August 1944 – 13. Dezember 1945

USS HAGGARD ( DD-555 )

USS HAGGARD ( DD-555 )

Biografie

Kapitän Thomas Haggard
* ?
† ?
war ein amerikanischer Freibeuter während des Quasi Krieges gegen Frankreich

Das Handelsschiff LOUISA aus Philadelphia wurde von Captain Haggard befohlen. Dieser hatte einen Kaperbrief der ihm erlaubte wie ein Freibeuter französische Schiffe zu entern und gefangen zu nehmen. Haggard besetzte das Schiff mit einer Crew aus dreißig Seeleuten sowie 12 Sechspfund Kanonen. Er erhielt den Befehl bei Gibraltar Französische und Spanische Seeräuber aufzuspüren und zu vernichten da diese die Handelsrouten der amerikanischen Schiffe störten. Am 20. August 1800 befand sich Haggard mit seinem Schiff in seinem Einsatzgebiet und wurde auch gleich von einem französischen Freibeuter aus Algeciras angegriffen. Während der sich entwickelnden Schlacht wurde Captain Haggard verwundet und in seine Kabine gebracht. Die Mannschaft seines Schiffes wehrte schließlich diesen Angriff ab und Captain Haggard bei Gibraltar an Land gebracht wo er verstarb.


USS HAGGARD ( DD-555 )

Schiffsbiografie

Die USS HAGGARD ( DD-555 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain Thomas Haggard benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweiundsiebzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Seattle – Tacoma Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington ist am 27. März 1942 der Kiel des Schiffes gelegt worden. Mrs. E. B. McKinney taufte am 9. Februar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander David Alonzo Harris ( 15. Juli 1908 – 9. April 1982 ) stellte am 31. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS HAGGARD verließ am 29. September die Werft in Seattle und begann entlang der kalifornischen Küste mit der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Nach dem Abschluss der daran anschließenden Überprüfungen des Schiffskörpers, legte am 24. November der Zerstörer in Seattle endgültig ab und fuhr nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In dem dortigen Hafen legte das Schiff sechs Tage später an. Vom 30. November bis zum 22. Januar 1944 führte die Besatzung der USS HAGGARD mit ihrem Schiff mehrere taktische Übungen zusammen mit anderen Zerstörern in den Hawaiianischen Gewässern durch. Dabei kamen auch alle an Bord befindlichen Waffen zum Einsatz. Noch vor dem 22. Januar gliederte man den Zerstörer in die Task Group 52.7 ein, die während der Operation „Flintlock“ von Captain E. M. Thompson befehligt wurde. Die Schiffe der TG sollten während der Landeoperationen bei dem Atoll Kwajalein, Marshall Islands die Transportschiffe schützen. Innerhalb dieser TG gehörte die USS HAGGARD zur Task Undergroup 52.7.2. In dieser befanden sich die Zerstörer USS HARRARD, USS FRANKS ( DD-554 ), USS HAILEY ( DD-556 ) und ab dem 1. Februar die USS SCHROEDER ( DD-501 ), die Zerstörer und Minensucher USS ZANE ( DMS-14 ) und USS PERRY ( DMS-17 ) und die U-Boot Jäger USS 1068 und USS 1033. Am 22. Januar legten die Schiffe der TU in Pearl Harbor ab und fuhren zu den Marshall Islands. Hier begannen am 30. Januar die Schiffe mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dem Korallenatoll Majuro. Doch auf den Inseln dieses Atoll befanden sich keine japanischen Soldaten mehr. Diese hatte man rechtzeitig nach Kwajalein evakuiert. So begann die Landeoperation auf Majuro. Ohne einen abgegebenen Schuss wurde das Atoll eingenommen. Man baute es anschließend zu einem der wichtigsten Marineoperationsbasen im Pazifischen Ozean aus. Von Majuro aus fuhren nun die Schiffe weiter zum Atoll Kwajalein. Auf dem Weg dorthin ereignete sich eine Explosion an Bord der USS HAGGARD die den Zerstörer beschädigte. Dabei befand sich das Schiff Nordwestlich von Kwajalein. Aus eigener Kraft konnte der Zerstörer aber weiter fahren und befand sich am 2. Februar in seiner zugewiesenen Feuerstellung. Mit seinen Schiffsgeschützen unterstützte der Zerstörer die vorrückenden Marines in den folgenden drei Tagen bis das Atoll gesichert war. In den nächsten Tagen patrouillierte die USS HAGGARD in den Gewässern rund um das Atoll und sicherte Nachschubschiffe. Der Zerstörer fuhr am 12. Februar zum Atoll Majuro. Dort gliederte man ihn in die Task Group 51.17 ein die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) während der Operation „Catchpole“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS COLORADO ( BB-45 ) und USS MARYLAND ( BB-46 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Zerstörer USS HAGGARD, USS FRANKS, USS HAILEY, USS McCORD ( DD-534 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS HALL ( DD-583 ), USS PHELPS ( DD-350 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS DALE ( DD-353 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS FARRAGUT ( DD-348 ), das amphibische Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ) und die U-Boot Jäger USS 1066 und USS 539. Diese Schiffe sicherten die Task Group 51.11 die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 – 19. Juli 1971 ) befehligte. In dieser TG befand sich das Angriffstransportschiff USS LEONARD WOOD ( APA-12 ) und sieben weitere, zwei Schnelle Truppentransportschiffe, ein Angriffsvorratsschiff, ein Docklandungsschiff, neun Panzerlandungsschiffe und sechs Infanterielandungsschiffe die insgesamt 8.000 Soldaten von dem verstärkten 22. Marine RCT und dem 2. Bataillon des 106 Regiments der 27. US Infanteriedivision transportierten. Die Luftsicherung übernahmen die Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) die von den Zerstörern USS MORRIS ( DD-417 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS HUGHES ( DD-410 ) und USS ELLET ( DD-398 ) gesichert wurden. Diese Schiffe gehörten zur Task Group 53.6 die Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 – 11. Oktober 1953 ) kommandierte. Am 12. Februar verließen die Schiffe der TG 51.17 Majuro und fuhren nach Kwajalein. Dort legten sie zusammen mit den Schiffen aus der TG 51.11 und TG 53.6 am 15. Februar nach dem Betanken und Aufmunitionieren wieder ab. Zwei Tage später befanden sie sich vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurde die Insel Engebi ab 7:00 Uhr sturmreif geschossen und am folgenden Tag begann die Anlandung der Soldaten. Nach nur sechs Stunden war die Insel in amerikanischer Hand. Am 19. Februar begannen alle Schiffe und Trägerflugzeuge mit dem Bombardement auf Eniwetok damit anschließend die Marines anlanden konnten. Doch hier leisteten die Japaner erbitterten Widerstand. Erst am 21. Februar war dieser gebrochen. Vom 20. bis zum 22. Februar wurde Pharry Island von See und aus der Luft bombardiert. Diese letzte Insel des Atolls war dann am 22. Februar gegen 19:30 Uhr durch die amerikanischen Soldaten vollständig besetzt. Die Schiffe der TG 51.11 und 53.6 verließen am 24. Februar das Atoll. Erst vier Tage später verließen die der TG 51.17 Eniwetok und fuhren nach Majuro, wo sie am 1. März eintrafen. Noch am selben Tag fuhren sie aber weiter. Erst am 4. März legte der Zerstörer mit dem Schiffsverband in Pearl Harbor wieder an. Seine Treibstoffreserven waren fast aufgebraucht. Man füllte erneut die Treibstoffbunker auf und das Schiff legte noch am selben Tag wieder ab. Diesmal hieß das Ziel Port Purvis. Ein Hafen auf der Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Dort legte die USS HAGGARD am Abend des 14. März an. Hier gliederte man die USS HAGGARD in die Task Group 39. 2 ein die Commodore Lawrence Fairfax Reifsnider ( 26. November 1887 – 14. Mai 1956 ) während der Operation „Emirau Landing“ befehligte. In dieser TG befand sich der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ), die Zerstörer USS HAGGARD USS FRANKS, USS HAILEY, USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS SPENCE ( DD-512 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS FULLAM ( DD-474 ) und USS HEERMANN ( DD-532 ) und die Schnellen Truppentransporter USS DENT ( APD-9 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS DICKERSON ( APD-21 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS WATERS ( APD-8 ) und USS NOA ( APD-24 ). Die Schiffe der TG 39.2 verließen am 15. März die Purvis Bay, Halbinsel Tulagi auf Florida Island, Ostsalomonen. Ihr Ziel war die Insel Emirau, Bismarck Archipel auf dem man einen japanischen Flugplatz vermutete. Am 20. März begann die Landeoperation der Soldaten aus der 4. Marine Division mit Unterstützung der Schiffe aus der Task Group 31.2. Es gab keinen Widerstand und so konnte ein Flugplatz und eine Patrouillenbootbasisstation gebaut werden. Zusammen mit den Zerstörern aus der Zerstörerdivision 94, der USS FRANKS, USS HAILEY und USS JOHNSTON, blieb die USS HAGGARD in diesen Gewässern und führte Patrouillen auf der Suche nach feindlichen U-Booten durch. Außerdem beschoss die USS HAGGARD zusammen mit der USS FRANKS am 23. März japanische Küstenbefestigungen auf Mussau Island im Bismarck Archipel. Alle vier Zerstörer wandten sich dann zur Insel New Irland, Neuguinea und beschossen nördlich davon am 28. März auf dem Atoll Kapingamarangi japanische Küstenbefestigungen. Diese Patrouillenfahrten dauerten für die USS HAGGARD bis zum 21. Mai. Zwischendurch sicherte der Zerstörer am 9. Mai eine Minenlegeoperation zwischen Buka Island und Bougainville, Westsalomonen. Der achthundert Meter lange verminte Strand vor der Buka Passage diente zur Sicherung damit kein japanischer Nachschub die Insel erreichte. Am Morgen des 16. Mai erhielt man tatsächlich einen Unterwasserschallkontakt von einem japanischen U-Boot. Die USS HAILEY spürte das U-Boot I-176 auf und begann es zu jagen. Zur Unterstützung rief man die anderen Zerstörer der Zerstörerdivision 94 hinzu. Doch dann ging der Kontakt verloren. Am Abend des 16. Mai um 21:45 Uhr erhielt man erneut diesen Kontakt von diesem U-Boot der sich rund 150 Seemeilen nördlich von Cape Alexander, Buka befand. Sofort begannen die Zerstörer USS HAGGARD, USS FRANKS und USS JOHNSTON Wasserbomben nach einem Muster über Bord zu werfen. Für mehrere Stunden wurden diese Angriffsbemühungen fortgesetzt. Erst am Morgen des 17. Mai fand man durch Fragmente von Sandelholz, Kork und Papier mit japanischen Zeichen versehen die Beweise das I-176 vernichtet worden war. Außerdem fand man keine Leichen oder Überlebende. Gleich im Anschluss daran verließ die USS HAGGARD die Gewässer vor den Westsalomonen und fuhr zum Atoll Eniwetok. Dort ankerte der Zerstörer am 21. Mai. Man bereitete hier das Schiff auf die Eroberung der Marianen Inseln vor und gliederte es in die 5. US Flotte ein. Man integrierte die USS HAGGARD in die Task Group 53.5, der Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) während der Operation kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS IDAHO ( BB-42 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ) sowie drei weitere, die Leichten Kreuzer USS ST LOUIS ( CL-49 ) und zwei weitere und die Zerstörer USS HAGGARD, USS GUEST ( DD-472 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS NORMAN SCOTT ( DD-680 ), USS DALE ( DD-353 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS AYLWIN ( DD-355 ). Am 8. Juli verließen die Schiffe der TG 53.5 das Atoll Eniwetok und erreichten vier Tage später die Gewässer rund um Guam, Marianen. Sofort begannen sie mit dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen. Diesen Beschuss setzten sie auch an den folgenden Tagen fort. Am 21. Juli begann um 7:00 Uhr die Landeoperation im Westen der Insel bei der Halbinsel Orote die die Schiffe mit ihren Geschützen unterstützten. Noch bevor die Landeoperation begann, versetzte man die USS HAGGARD in die Northern Attack Group die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 – 1. März 1962 ) befehligte. Diese Schiffe sollten die Landungsfahrzeuge der 77. Infanteriedivision bis zur Hauptstadt Agana im Norden von Orote eskortieren. Diese Truppen kommandierte Generalmajor Allen Hal Turnage ( 3. Januar 1891 – 22. Oktober 1971 ). In der TG befanden sich die Zerstörer USS HAGGARD, USS HAILEY, USS SCHROEDER, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS STEVENS ( DD-479 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS McKEE ( DD-575 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ) und USS DASHIELL ( DD-659 ), der Zerstörer und Minensucher USS PERRY ( DMS-17 ) und zwei weitere, zwei Minenleger, elf amphibische Transportschiffe, ein Lazarettschiff und sechzehn Panzerlandungsschiffe. Exakt um 8:28 Uhr landeten die Infanteriesoldaten in der Nähe der Hauptstadt. Die Zerstörer gaben während dieser Landeoperation präzise Schüsse auf die feindlichen Küstenbefestigungen ab. Die Kämpfe an Land dauerten bis zum 10. August. Die USS HAGGARD blieb bis zum 24. August in den Gewässern rund um Guam und patrouillierte dort. Am 24. August verließ der Zerstörer nun ebenfalls die Insel und fuhr zuerst nach Tulagi. Dort blieb das Schiff vom 29. August bis zum Morgen des 4. September im Hafen Port Purvis liegen. An diesem frühen Morgen stach der Zerstörer wieder in See und erreichte gegen Mittag die Insel Espiritu Santo, New Hebrides. Hier erhielt Commander David Alonzo Harris den Befehl sofort wieder nach Tulagi zu fahren. Ohne sich weiter aufzuhalten kehrte der Zerstörer um und erreichte am Abend Port Purvis. Man gliederte hier die USS HAGGARD gleich nach der Ankunft in die Task Undergroup 32.7.2 ein die Rear Admiral George Raymond Henderson ( 6. Juli 1893 – 29. November 1964 ) während der Operation „Stalemate II“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ), USS KALININ BAY ( CVE-68 ) und USS PETROF BAY ( CVE-80 ) die von den Zerstörern USS HAGGARD, USS HAILEY, USS JOHNSTON und USS WELLES ( DD-628 ) gesichert wurden. Am 4. September verließen die Schiffe Port Purvis. Ihr Ziel waren die Palau Inseln. Diese benötigte die amerikanische Luftwaffe als Basis für Flüge zum japanischen Kernland. Nach der Überquerung des Äquators, erreichten die Schiffe der TU am 12. September die Gewässer rund um Peleliu und Angaur. Sofort begannen die Trägerflugzeuge aufzusteigen und bombardierten japanische Stellungen. Die Zerstörer indes sicherten die Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen ab. Am 15. September begann dann die Invasion auf Peleliu und zwei Tage später auf Angaur. Dann verließen die Träger und die Zerstörer der TG 32.7 am 20. September die Inseln und beendeten die Unterstützung für die gelandeten Marines. Dafür begannen die Trägerflugzeuge rund um die Inseln nach feindlichen Schiffen Ausschau zu halten die sie dann auch bombardierten und versenkten. So waren dies am 25. September drei japanische Versorgungsschiffe und sechs Barken. Endgültig verließen die Schiffe der TG am 30. September die Palau Inseln und fuhren zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. In dem dortigen Hafen legten die Träger und Zerstörer am 3. Oktober an. Hier versetzte man die USS HAGGARD in die Task Undergroup 77.4.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 – 13. Juni 1972 ) während der Operation „King II“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS KADASHAN BAY ( CVE-76 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ), die Zerstörer USS HAGGARD, USS HAILEY, USS FRANKS und vom 27. bis 29. Oktober die USS AMMEN ( DD-527 ) sowie die Geleitzerstörer USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ), USS ABERCROMBIE ( DE-343 ), USS OBERRENDER ( DE-344 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ) und USS WALTER C WANN ( DE-412 ). Aufgabe der Task Group 77.4 bestand darin den Landeeinheiten die für die Insel Leyte, Philippinen vorgesehen waren einen Korridor vor der Insel Samar, Philippinen freizuhalten durch diesen sie die Insel erreichen konnten. Außerdem bombardierten die Trägerflugzeuge schon im Vorfeld der Landung japanische Stellungen und Einrichtungen im Bereich der Landezone und unterstützten die Landung am 17. Oktober. Auf japanischer Seite gab es den Plan die Flugzeugträger der 3. US Flotte soweit wie möglich von deren Sicherungspunkt wegzulocken um dann die Landungsflotte für Leyte zu zerschlagen. Anfangs hatte diese Taktik auch ihren Erfolg, so dass Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) mit seinen Schiffen in diesen geschaffenen Freiraum sich schieben konnte. Doch da traf er am Morgen des 25. Oktober auf die drei Verbände der Task Group 77.4 die ihrerseits über das Erscheinen einer japanischen Flotte überrascht waren. Die Hauptlast in dieser sich entwickelnden Schlacht hatte die Task Undergroup 77.4.3 zu tragen die auch die meisten Schiffe verlor. Die Flugzeuge der drei Task Groups griffen pausenlos die japanische Flotte an. Die USS HAGGARD nahm indes achteraus vor den Trägern der TU 77.4.2 ihre Stellung ein um diese zu schützen. Viele Granaten der japanischen Schlachtschiffe und Schweren Kreuzer trafen nicht ihr Ziel und landeten im Wasser. Dafür trafen die Zerstörer und Geleitzerstörer der TU 77.4.3 mehrere japanische Schiffe bis diese selber versenkt oder beschädigt wurden. Vizeadmiral Kurita zog sich dann mit seiner Flotte nach Norden zurück nachdem er von der Vernichtung einer gesamten japanischen Flotte in der Surigao Straße erfuhr und nach der Versenkung der Schweren Kreuzer CHOKAI, KUMANO und CHIKUMA während dieser Schlacht. Die USS HAGGARD blieb bei der Task Group 77.4. Nur wurde diese ab dem 10. November neu zusammen gestellt. So befanden sich in dieser TG die beiden Geleitflugzeugträger USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) und USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ) welche von den Zerstörern USS HAGGARD, USS FOOTE ( DD-511 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und den Geleitzerstörern USS LE RAY WILSON und USS COOLBAUGH ( DE-217 ) gesichert wurden. Bis zum 25. November blieb die USS HAGGARD bei der Task Group, während die Flugzeuge der Geleitflugzeugträger Luftangriffe zur Unterstützung der Landungstruppen auf Leyte flogen. Am 25. November verließ der Zerstörer die philippinischen Gewässer und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Bis zum 10. Dezember blieb das Schiff dort liegen damit sich die Besatzung von den vergangenen Kämpfen etwas erholen konnte. Am 10. Dezember gliederte man die USS HAGGARD in die Task Force 38 ein die Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. ( 9. August 1884 – 6. September 1945 ) während der Operation „Love III“ befehligte. Diese TF war an der Invasion von Luzon beteiligt. In dieser TF gab es sieben Flugzeugträger, sechs Leichte Flugzeugträger, acht Schlachtschiffe, vier Schwere Kreuzer, elf Leichte Kreuzer und achtundfünfzig Zerstörer. Hier war die USS HAGGARD nicht in einer Task Group gebunden, sondern stand frei zur Verfügung und sollte außerdem U-Boot Patrouillen durchführen. Mit ihr waren es die Zerstörer USS FRANKS, USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS HICKOX ( DD-673 ), USS LEWIS HANCOCK ( DD-675 ), USS SPENCE ( DD-512 ), USS BROWN ( DD-546 ), USS DYSON ( DD-572 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS BELL ( DD-587 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS GATLING ( DD-671 ), USS HEALY ( DD-672 ), USS COGSWELL ( DD-651 ), USS CAPERTON ( DD-650 ) und USS KNAPP ( DD-653 ). Am 11. Dezember verließ die USS HAGGARD zusammen mit allen anderen Schiffen der TF 38, die noch nicht abgelegt hatten, das Atoll Ulithi. Zwei Tage später lagen alle vor der Anlandungszone bei Luzon und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen. Diese dauerten bis zum Morgen des 16. Dezembers an. An diesem Tage befehligte Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ), Kommandant der 3. US Flotte in der sich auch die TF 38 befand, ein allgemeines Betanken der Schiffe des Verbandes. Die Treibstoffübergabe sollte außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge vonstatten gehen. Und so fuhren die Schiffe der TF 38 von Luzon aus rund 300 Seemeilen nach Osten. Dort sollte sich die Task Group 30.8, die Sea Logistical Group, unter dem Kommando von Captain Jasper T. Acuff, die aus zwölf Flottentankern, drei Schleppern, fünf Zerstörern, zehn Geleitzerstörern und fünf Geleitflugzeugträgern bestand, aufhalten. Die Treibstofftanks der meisten Zerstörer aus der TF 38 waren nur noch mit rund 15% Treibstoff gefüllt. Die erste Meldung für einen heraufziehenden Sturm erreichte den Wetterdienst der US Navy am 14. Dezember nachdem ein Pilot etwa 60 Seemeilen südöstlich von Samar eine Tropische Störung meldete. Commander G. F. Kosco, der zuständige meteorologische Offizier der 3. US Flotte, vermutete am 17. Dezember diesen heraufziehenden Sturm etwa 450 Seemeilen weiter östlich des Verbandes. Nachdem an diesem Tag der Kampfverband und der Logistikverband aufeinandertrafen begann man sofort mit der Treibstoffübergabe. Trotz unruhiger See und Windstärke 8 konnten einige Schiffe erfolgreich Treibstoff übernehmen. Doch dann scheiterten weitere Versuche da die Treibstoffschläuche rissen und die Schiffe in der rauer werdenden See zu kollidieren drohten. Kurz nach Mittag wurden alle Betankungsversuche abgebrochen und die Schiffe sollten sich weiter nordwestlich wieder sammeln damit am nächsten Morgen die Betankung fortgeführt werden sollte. In der Nacht zum 18. Dezember behielt die 3. US Flotte ihren Nordwestkurs bei. Dabei gab es keine Anzeichen das die Flotte direkt in den Taifun „Cobra“ fuhr. Erst in den Morgenstunden mehrten sich diese. Das Barometer fiel und der Wind steigerte sich auf 30 Knoten. Gegen 10:00 Uhr lag die Windgeschwindigkeit bei 43 Knoten und das Barometer fiel rasant ab. Während des Sturmes verlor die US Navy mehrere Schiffe. So sank der Zerstörer USS SPENCE und beschädigt wurden die Zerstörer USS BUCHANAN, USS DYSON, USS HICKOX und USS BENHAM ( DD-796 ), der Leichte Kreuzer USS MIAMI ( CL-89 ) und die Leichten Flugzeugträger USS SAN JACINTO ( CVL-30 ), USS CABOT ( CVL-28 ), USS MONTEREY ( CVL-26 ) und USS COWPENS ( CVL-25 ). Am Morgen des 21. Dezember fuhren die Schiffe der Task Force 38 in Richtung ihres Stützpunktes auf dem Atoll Ulithi, wo die Schäden durch den Sturm behoben und die Besatzungen sich erholen konnten. Unterwegs wurden sie betankt und erreichten Ulithi am 24. Dezember 1944. Die Schiffe der Task Force 38, zu der die USS HAGGARD immer noch gehörte, legten am 30. Dezember 1944 in Ulithi schon wieder ab und fuhren erneut nach Luzon um an den beginnenden Kämpfen teilzunehmen. Die USS HAGGARD stand auch diesmal wieder frei zur Verfügung und führte U-Boot Patrouille durch. Diesmal erhielt die Operation den Namen „Mike I“ und die Schiffe der TF 38 wurden zur Unterstützung der Landungsoperation auf Luzon eingesetzt in dem die Nachschubwege von Formosa aus abgeschnitten wurden. Ab dem 3. Januar wurden japanische Stellungen auf Formosa bombardiert und japanische Schiffe versenkt. Zwei Tage später lagen die Schiffe der TG 30.8 rund 300 Seemeilen Nordöstlich von Luzon und betankten die Schiffe der TF 38. Gleich im Anschluss daran näherte sich die Task Force von Norden her Luzon und ab 6. Januar wurden japanische Stellungen auf Luzon bombardiert. Am 12. Januar folgte gleich die Operation „Gratitude“, die bis zum 25. Januar dauerte und die Südöstlichen Gebiete von Französisch Indochina angegriffen wurden. Sämtliche japanischen Schiffe wurden nun in der Südchinesischen See angegriffen und wenn möglich versenkt. Der Einsatz der Task Force 38 war während der Kämpfe eine Demonstration der mobilen Seemacht und der Stärke der amerikanischen Marine. Am 26. Januar verließen die Schiffe der TF 38 wieder ihr Einsatzgebiet und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Dort versetzte man die USS HAGGARD in die Task Group 58.4 die Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 – 17. August 1973 ) während der Operationen „Detachment“ und „Jamboree“ befehligte. Innerhalb der TG war der Zerstörer in der Task Undergroup 58.4.3 in der sich ausschließlich Zerstörer befanden und zur Sicherung der Flugzeugträger, Schlachtschiffe und Kreuzer aus der TG eingesetzt wurden. In der TU befanden sich die USS HAGGARD, USS FRANKS, USS HAILEY, USS TRATHEN, USS McCORD, USS HEERMANN, USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ) und USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ). Am 10. Februar verließen die Schiffe der Task Group 58.4 Ulithi und fuhren in Richtung Japan. Fünf Tage später wurden vor Iwo Jima die Schiffe der TG betankt. Dabei kollidierten die USS BARTON mit der USS INGRAHAM. Beide Schiffe wurden beschädigt. Die TG schob sich immer weiter nördlich. Vom 16. zum 17. Februar bombardierten dann Trägerflugzeuge Tokyo. Am 19. Februar begann die Invasion von Iwo Jima. Die Schiffe der Task Group 58.4 beteiligten sich dabei intensiv an der Bombardierung der japanischen Befestigungen auf der Insel. Doch schon am 27. Februar verließen die Schiffe ihre Positionen und fuhren nach Ulithi zurück wo sie am 1. März 1945 anlegten. Hier bereitete man die Schiffe auf die kommende Invasion auf Okinawa vor. Dazu blieb die USS HAGGARD in der Task Group 58.4 die wiederum Rear Admiral Arthur William Radford während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ), USS INTREPID ( CV-11 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS MISSOURI ( BB-63 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM ( CB-2 ) und USS ALASKA ( CB-1 ), die Leichten Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ), USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS HAGGARD, USS FRANKS, USS HAILEY, USS TRATHEN, USS HEERMANN, USS McCORD, USS HAZELWOOD, USS COLAHAN, USS BENHAM, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Mit dieser geplanten Invasion auf Okinawa begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. Dazu verließen die Schiffe am 14. März das Atoll Ulithi. Zwei Tage später befanden sie sich auf ihren Positionen und ab dem 18. März flogen die Trägerflugzeuge zwei Tage lang Angriffe auf Flugplätze von Kjushu, Kure und Kobe, auf militärische Ziele auf Honshu und Shikoku. Die USS HAGGARD sowie die anderen Zerstörer der Task Group sicherten die Flugzeugträger in diesen Tagen vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Doch mit den massiven Angriffen der Kamikazepiloten hatte eigentlich niemand gerechnet. Allerdings konnten sich jetzt die Flugabwehrkanoniere des Zerstörers auszeichnen. Mehrere dieser Selbstmordpiloten konnten sie noch rechtzeitig abschießen bevor diese sich auf die Flugzeugträger stürzen konnten. Das gelang allerdings bei der USS FRANKLIN ( CV-13 ) und USS ENTERPRISE nicht direkt. Beide Träger wurden beschädigt. Ab dem 20. März begann man die Schiffe der TG zu betanken und am 22. März lagen sie bei Okinawa. An diesem Tage war die USS HAGGARD der Radarvorposten der Task Group und befand sich 12 Seemeilen vor der Formation. Kurz nach Mitternacht entdeckte man durch das Radar von dem Zerstörer aus ein japanisches U-Boot das an der Wasseroberfläche fuhr. Lieutenant Commander Verner Jensen Soballe, Kommandant der USS HAGGARD, ließ umgehend Wasserbomben abwerfen während das U-Boot tauchte. Doch schon zehn Minuten später tauchte dieses an der Backbordseite des Zerstörers wieder auf. LCDR Soballe ließ das Schiff hart nach Backbord wenden und mit den Schiffsgeschützen auf das U-Boot schießen. Mit Voller Kraft raste der Zerstörer auf das feindliche Schiff zu. Die USS HAGGARD rammte I-137 mittschiffs. Das japanische U-Boot versank innerhalb von drei Minuten in den Fluten ohne das sich eines der 82 Besatzungsmitglieder an der Wasseroberfläche zeigte. Das Schadensbegrenzungsteam des Zerstörers musste eine Notfallreparatur am Bug des Schiffes vornehmen der durch den Rammstoß stark beschädigt wurde. Mit Hilfe der USS UHLMANN verließ die USS HAGGARD am 25. März seine Position vor Okinawa und fuhr zum Atoll Ulithi. Die dortige amerikanische Marinebasis erreichte der Zerstörer am 29. März. Sofort begannen dort die Reparaturarbeiten die sich bis zum 21. April hinzogen. An diesem Tag verließ die USS HAGGARD wieder das Atoll und eskortierte das Schlachtschiff USS IOWA nach Okinawa. Am 24. April übernahm der Zerstörer innerhalb der TG 58.4 wieder seine Aufgaben und beschützte die Flugzeugträger vor feindlichen Kamikazeflugzeugen die damit die Invasion stoppen wollten. Fünf Tage später fuhr der Zerstörer auf seinen Radarvorposten. Kaum war das Schiff dort eingetroffen, da stürzte sich auch schon ein Kamikazepilot von Steuerbord kommend darauf zu. Die Flugabwehrkanoniere beschossen dieses Flugzeug. Nach mehreren Treffern und fast zerfetzt schlug es dicht neben dem Zerstörer auf der Wasseroberfläche auf und versank. Da explodierte die mitgeführte Bombe und riss die Schiffshülle in Höhe des Maschinenraums auf. Durch das entstandene Leck strömte das Wasser ins Schiff ein. Nur durch die schnelle und geschickte Arbeit des Schadensbegrenzungsteam wurde das Leck notdürftig geschlossen und das Schiff vor dem Sinken bewahrt. Mittlerweile griff aber ein weiteres japanisches Flugzeug die USS HAGGARD an. Doch diesmal nahmen die Flugabwehrkanoniere richtig Maß und zerfetzten es in der Luft noch bevor es auch nur in die Nähe des Schiffes geschafft hätte. Der in der Nähe befindliche Leichte Kreuzer USS SAN DIEGO kam längsseits zu der USS HAGGARD und übernahm die vierzig Verwundeten Besatzungsmitglieder. Elf waren durch die Explosion und durch das hereinströmende Wasser getötet worden. Der Zerstörer USS WALKER ( DD-517 ) aus der Task Group 58.3 nahm das beschädigte Schiff ins Schlepptau und schleppte es zur Marinebasis bei den Kerama Retto Inseln. In eines der dort liegenden Trockendocks wurde die USS HAGGARD am 1. Mai geschleppt. Die Reparaturen dauerten länger wie geplant. Durch Mangel an Material und ständigen Luftangriffen, schaffte die Crew der USS HAGGARD bis zum 18. Juni den Zerstörer wieder Seetüchtig zu machen. Nachdem das Schiff wieder Ausgedockt war, verließ der Zerstörer die Kerama Retto Inseln und fuhr über Saipan und Guam nach Pearl Harbor. In den dortigen Hafen lief das Schiff am 12. Juli ein. Nach nur wenigen Stunden Aufenthalt zum befüllen der Treibstofftanks, legte die USS HAGGARD am folgenden Tag wieder ab und fuhr zuerst nach San Diego an die US Westküste, durchquerte den Panamakanal und legte am 5. August im Hafen von Norfolk an. Hier erreichte die Besatzung am 15. August die Nachricht über das Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik. Man überprüfte nun in der Werft den Schiffskörper wegen der Kriegsschäden und kam zu dem Schluss das man sich die Reparatur ersparen kann. So stellte man am 1. November 1945 die USS HAGGARD außer Dienst. Schon am 16. November 1945 strich man den Namen USS HAGGARD ( DD-555 ) von der US Navy – Liste und begann am 3. März 1946 in der Norfolk Navy Yard mit dem Abbruch des Schiffes.


USS HAGGARD ( DD-555 )
Commanding Officer

CDR David Alonzo Harris            31. August 1943 – 30. Januar 1945
LCDR Verner Jensen Soballe           30. Januar 1945 – 26. September 1945
LT Lendall Barton Knight            26. September 1945 – 1. November 1945

USS AARON WARD ( DD-132 )

USS AARON WARD ( DD-132 )

Biografie

Aaron Ward
* 10. Oktober 1851 in Philadelphia, Pennsylvania
† 5. Juli 1918 in Brooklyn, New York City
War ein Offizier in der US Navy und diente während des Spanisch-Amerikanischen Krieges

Aaron Ward trat am 28. September 1867 im Rang eines Midshipman in die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ein. Sein Studium schloss er am 6. Juni 1871 ab. Man versetzte ihn danach auf die Dampffregatte USS CALIFORNIA ( 1867 ) die zum Pazifik Geschwader gehörte. Am 14. Juli 1872 beförderte man ihn zum Ensign. Von 1873 bis 1874 befand sich Ward an Bord der Dampfschaluppe USS BROOKLYN ( 1858 ) die in der Karibik operierte. Danach wechselte er auf die Schraubenfregatte USS FRANKLIN ( 1864 ) die das Flaggschiff des europäischen Geschwaders war. Zum Master beförderte man Ward am 8. Februar 1875. Auf der Fahrt passierte in der Nähe von Lissabon ein Unglück. Ein Mitglied der Mannschaftscrew stürzte und fiel über Bord der USS FRANKLIN. Ohne nachzudenken sprangen der leichtmatrose Edward Maddin ( 15. Mai 1852 – ? ) und der Seemann John Handran ( 1852 – ? ) über Bord und retteten das Crewmitglied vor dem Ertrinken. Dafür erhielten beide die Medal of Honor verliehen. Nachdem die USS FRANKLIN wieder an der Ostküste war, ging Ward von Bord und drückte von 1876 bis 1879 die Schulbank in der Navy School. Danach versetzte man ihn im Jahre 1879 an Bord der Fregatte USS CONSTITUTION ( 1797 ) die zum Trainingsgeschwader gehörte. Dort blieb er bis 1882. In dieser Zeit, am 25. November 1881, beförderte man ihn zum Lieutenant. Danach hatte er seinen Dienst auf der Naval Torpedo Station in Newport, Rhode Island und an der New York Navy Yard zu versehen. 1885 wechselte Ward wieder zur Pazifik Station wo er zuerst an Bord der Schaluppe USS HARTFORD ( 1858 ) und danach bis Ende 1888 auf der Korvette USS MONONGAHELA ( 1862 ). Anfang 1889 berief man Aaron Ward zum Marineattaché. Er diente in Paris, Berlin und Sankt Petersburg. 1894 kehrte er in die Vereinigten Staaten von seiner diplomatischen Mission zurück. Noch im selben Jahr versetzte man ihn an Bord des Panzerkreuzers USS NEW YORK ( ACR-2 ) der zum Südatlantikgeschwaders gehörte und in der Karibik und dem Norden von Brasilien kreuzte. Ende 1894 kehrte die USS NEW YORK nach New York zurück. Dort wechselte Ward Ende Dezember 1894 an Bord des Geschützten Kreuzers USS SAN FRANCISCO ( C-5 ) der das Flaggschiff des Nordatlantikgeschwaders war. Im Januar 1895 lief der Geschützte Kreuzer aus mit dem Ziel östliches Mittelmeer. Durch die politischen Spannungen innerhalb des Osmanischen Reiches wurde eine politische Unruhe in dieser Region entfacht. Die USS SAN FRANCISCO sollte dort durch bloßes Erscheinen wieder für Ruhe sorgen. Später verlagerte man den geschützten Kreuzer in andere europäische Gewässer. Im März 1896 kehrte das Schiff an die Ostküste der USA wieder zurück und kreuzte dort bis kurz vor dem Ausbruch des Spanisch-Amerikanischen Krieg. Aaron Ward versetzte man Anfang 1898 an die Werft von William Cramp & Sons in Philadelphia wo für Joseph Harvey Ladew, Sr. ( 10. April 1865 – 16. Februar 1940 ) eine Yacht gebaut worden war. Das Schiff hatte man am 23. August 1893 getauft. Dieses beschlagnahmte die US Navy und ließ es für ihre Zwecke umbauen. Am 11. April 1898 stellte Aaron Ward das unter seinem Kommando stehende Schiff mit dem Namen USS WASP ( 1898 ) in den Dienst der US Navy. Der Spanisch-Amerikanische Krieg brach am 25. April aus. Ward legte einen Tag später in New York ab mit Richtung Süden. Vom 1. bis zum 7. Mai lag die Yacht in Key West, Florida. Noch am Morgen des 7. Mai legte die Yacht in Key West ab mit dem Ziel Havanna. Dort kam das Schiff nach wenigen Stunden an und kreuzte entlang der Westküste bis Bahia Honda um dort zu ankern. Am 12. Mai verließ Ward mit dem Schiff die Position und begann zwischen Bahia Honda und Havanna zu kreuzen und seine Blockade Station einzunehmen. Da erschien der Zollkutter USRC MANNING ( 1898 ), der Marineschlepper USS TRITON und die Handelsschiffe SS GUSSIE und DEWEY. Diese Schiffe eskortierte Ward mit der USS WASP bis Cabanas wo amerikanische Marinesoldaten gegen 15:00 Uhr landeten. Doch nachdem es zu einem Gefecht mit den spanischen Truppen kam, zogen sich die Marinesoldaten wieder auf ihre Schiffe zurück. Am 15. Mai kehrte die USS WASP nach Key West zurück und blieb dort bis Ende Mai. Danach kehrte die Yacht auf dem Kriegsschauplatz zurück und beteiligte sich am 29. Mai an der Blockade von Cienfuegos. Doch am 31. Mai war das Schiff wieder in Key West. Im Juni kehrte die USS WASP in regelmäßigen Abständen wieder vor der Küste von Kuba. So vom 9. bis zum 11. Juni vor Havanna. Am 20. Juni befand sie sich vor der südöstlichen Blockadestation zwischen Santiago de Cuba und der Guantanamo Bay. An der Seeschlacht um Santiago de Cuba am 3. Juli war Ward mit der USS WASP nur ein Beobachter um eventuell fliehende Spanische Schiffe aufzubringen. Danach befand sich die Yacht wieder für fünf Tage in Key West und kehrte am 10. Juli in den Bereich von Santiago de Cuba zurück. Ward erhielt am 19. Juli den Befehl mit dem bewaffneten Schlepper USS LEYDEN ( 1865 ) in Richtung des Hafens von Nipe zu fahren und diese Gegend zu erkunden. Am 21. Juli kamen beide Schiffe dort an und man sichtete ein spanisches Kriegsschiff das in vier Meilen Entfernung ankerte. Umgehend ließ Ward seine Bordkanone fertig machen und begann mit dem Beschuss des feindlichen Schiffes. Gegen 12:44 Uhr erwiderte das spanische Schiff das Feuer, war aber für seine Kanonen zu weit entfernt. Zu der USS WASP und der USS LEYDEN gesellten sich nun noch die Kanoneboote USS ANNAPOLIS ( Pg-10 ) und USS TOPEKA ( PG-35 ). Alle vier amerikanischen Schiffe schossen sich ein und gegen 13:12 Uhr sank das spanische Schiff. Ward befuhr sofort die Hafeneinfahrt und erkundete den südlichen und westlichen Teil davon. Dabei betrachtete er die Überreste der spanischen Korvette JORGE JUAN ( 1876 ). Über Nacht ließ Ward dort ankern. Am 23. Juli verlegte man die USS WASP an die Küste von Puerto Rico. Für die folgenden sieben Wochen kreuzte das Schiff mit dem Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1893 ) und den Kanonebooten USS ANNAPOLIS und USS GLOUCESTER ( 1891 ). In diesen Wochen kam es nur zu einem Zwischenfall. Bei Ponce wurden drei spanische Brigantinen gesichtet die man aber als zu unbedeutend erachtete und nicht für lohnenswert hielt sie aufzubringen. Nach dem Ende des Spanisch-Amerikanischen Krieges am 12. August verließ die USS WASP am 8. September Puerto Rico und kehrte in die USA zurück. Nach einem fünftägigen Halt in Charleston, South Carolina stach die USS WASP am 18. September wieder in See und erreichte am 21. September 1898 die Norfolk Navy Yard in Norfolk, Virginia. Am 27. September stellte man die USS WASP außer Dienst. Zur gleichen Zeit legte im Hafen der Hilfskreuzer USS PANTHER ( 1889 ) an. Ward übernahm von CDR George Cook Reiter das Kommando über dieses Schiff. Ward kreuzte mit ihm in der Karibik und an der Ostküste entlang. Am 3. März 1899 beförderte man ihn zum Lieutenant Commander. Bis zum 20.Oktober 1899 behielt er das Kommando über die USS PANTHER, dann wurde das Schiff auch außer Dienst genommen. Von der Ostküste versetzte man Ward zum asiatischen Geschwader auf den Philippinen wo er den Rang des Stabschefs erhielt. Ab 1901 erhielt Aaron Ward das Kommando über das Kanonenboot USS YORKTOWN ( PG-1 ). Danach übernahm er das Kommando über den Ungeschützten Kreuzer USS DON JUAN DE AUSTRIA ( 1887 ), ein ehemaliges spanisches Schiff. Von dort aus übernahm Aaron Ward im März 1907 das Kommando über den Panzerkreuzer USS PENNSYLVANIA ( ACR-4 ). Dieses Kommando behielt er bis zum 17. März 1908. Danach versetzte man Ward in den Hafen von New York wo er der Supervisor war. Der am 6. März 1909 neu vereidigte Marineminister George von Lengerke Meyer ( 24. Juni 1858 – 9. März 1918 ) holte sich Ward als Berater kurz nach seiner Vereidigung. 1910 beförderte man Aaron Ward zum Rear Admiral. Unter dem Oberkommando von Rear Admiral Hugo Osterhaus ( 15. Juni 1851 – 11. Juni 1927 ) der ab Juni 1911 die Atlantikflotte befehligte, war Ward dessen Stellvertreter. Am 10. Oktober 1913 zog sich Rear Admiral Aaron Ward aus dem aktiven Dienst in der US Navy zurück. Er verstarb am 5. Juli 1918 in Brooklyn, New York City und wurde auf dem Green-Wood Friedhof begraben.

Drei Schiffe sind zu Ehren von Rear Admiral Aaron Ward bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS AARON WARD ( DD-132 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS AARON WARD ( DD-483 ) aus der GLEAVES – Klasse.
Das dritte Schiff war der Minenleger USS AARON WARD ( DM-34 ), einem ehemaligen Zerstörer mit der Kennung ( DD-773 ) aus der ALLEN M SUMNER – Klasse.


USS AARON WARD ( DD-132 )

Schiffsbiografie

Die USS AARON WARD ( DD-132 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Aaron Ward benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achtundfünfzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 1. August 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Edna Ward Capps ( 29. April 1881 – Mai 1948 ), Ehefrau von Rear Admiral Washington Lee Capps ( 31. Januar 1864 – 31. Mai 1935 ) und Tochter von Rear Admiral Aaron Ward, taufte am 10. April 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 – 13. Dezember 1969 ) stellte am 21. April 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung des Zerstörers versetzte man ihn in die Atlantikflotte. Dort gliederte man ihn in die Zerstörer Division 13 ( DESDIV 13 ) im Zerstörergeschwader 2 ( DESRON 2 ) ein. Die erste bedeutende Aufgabe des Zerstörers spielte sich im Mai 1919 in der Trepassey Bay, Neufundland ab. Dort stationierte man den Zerstörer zur Überwachung des ersten transatlantischen Flugversuchs von drei Curtiss NC Flugbooten, den NC-1, NC-3 und NC-4. Der Start erfolgte am 8. Mai und sollte die Flugboote von Neufundland bis zu den Azoren führen. Einer der Piloten war der spätere Admiral Marc Andrew Mitcher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ). Nur die Piloten der NC-4 Maschine schafften den Überflug und konnten bei widrigen Witterungsverhältnissen auf den Azoren landen. Die beiden anderen Maschinen mussten vor dem Ziel notgewassert werden.
Bis zum September diente die USS AARON WARD weiterhin in der Atlantikflotte, dann versetzte man den Zerstörer in die Pazifikflotte. Nach der Durchquerung des Panamakanals erhielt der Zerstörer sofort die Aufgabe in der Angeles Bay, Mexiko eine abgestürzte US Air Maschine und deren Besatzung aus dem Wasser zu bergen. Nach dem Abschluss dieser Bergungsaktion begannen für das Schiff und dessen Besatzung innerhalb der pazifischen Schlachtflotte mehrere Bildungs- und Übungsmaßnahmen. Am 17. Juli 1920 erhielt der Zerstörer seine Kennnummer DD-132 nach dem alphanumerischen System verliehen. Anfang 1921 überschatteten zwei Rettungsaktionen in der Nähe der Panamakanalzone die Übungen mit der Schlachtflotte. So kreuzte der Zerstörer zwischen Januar und März 1921 entlang der panamesischen Küste auf der Suche nach dem Flugboot NC-6, welches dort abgestürzt war. Im Februar entband man die USS AARON WARD von dieser Mission und entsandte das Schiff zur Rettung der Überlebenden des Zerstörers USS WOOLSEY ( DD-77 ). Dieser Zerstörer war am Morgen des 26. Februar 1921 in der Nähe von Coiba Island mit dem Handelsschiff SS STEEL INVENTOR kollidiert. Dabei wurde das Kriegsschiff in zwei Teile zerschnitten und versank sofort in den Fluten. Ab März konnte die USS AARON WARD wieder ihren Normalbetrieb in der Schlachtflotte aufnehmen. Am 17. Juni 1922 stellte man den Zerstörer wegen dringend notwendig gewordener Umbaumaßnahmen in der San Diego Navy Yard, Kalifornien außer Dienst. Danach versetzte man das Schiff in die Reserveflotte.
s40004Am 24. Mai 1930 erfolgte die erneute Indienststellung. Allerdings ließ man den Zerstörer dann wegen mangels an notwendigem Personal ab Mitte Mai 1932 in die Rotating Reserve versetzen. Hier wechselten für die USS AARON WARD die aktiven und inaktiven Perioden bis Dezember 1934 einander ab. Während der inaktiven Zeit befand sich nur eine minimale Besatzung an Bord des Schiffes, welches dann in San Diego vor Anker liegen blieb. Ansonsten fuhr der Zerstörer entlang der US Westküste und besuchte mehrere Häfen, wie Mare Island und Vallejo, Kalifornien sowie Seattle, Washington. Die volle Aktivität erhielt die USS AARON WARD erst im Dezember 1934 s40006zurück. Jetzt unterstützte der Zerstörer wieder die pazifische Schlachtflotte. Doch am 1. April 1937 wurde die USS AARON WARD wieder außer Dienst gestellt. Man versetzte den Zerstörer wieder in die Reserveflotte. Nachdem der amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ) die Gründung der Neutralitätspatrouillen wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieges ausgerufen hatte, stellte man die USS AARON WARD am 30. September 1939 wieder in den Dienst der US Navy. Das Bordpostamt eröffnete man am 17. November 1939. Die USS AARON WARD wurde das Flaggschiff der DESDIV 65 innerhalb der Pazifikflotte. Doch schon im Dezember verlegte man den Zerstörer in die Atlantikflotte. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Schiff am 11. Dezember im Hafen von Key West, Florida an. Dort beginnt die USS AARON WARD mit Neutralitätspatrouillen im Golf von Mexiko und vor den Inseln der Karibik.
Man verlegte dann Anfang September 1940 den Zerstörer nach Halifax, Nova Scotia. Dort stellte man das Schiff am 9. September 1940 außer Dienst und übergab es der britischen Royal Navy. Es war einer von fünfzig alten Zerstörern die so übergeben wurden. Im Gegenzug erhielt die US Navy das Recht amerikanische Stützpunkte auf britischen Besitzungen aufzubauen.
Noch am selben Tag stellte die Royal Navy den Zerstörer in ihren Dienst und benannte ihn in HMS CASTLETON ( I23 ) um. Am 8. Januar 1941 strich man den Namen USS ARON WARD ( DD-132 ) von der US Navy – Liste.


USS AARON WARD ( DD-132 )
Commanding Officer

CDR Raymond Ames Spruance          21. April 1919 – Januar 1920 (erreichter Rang ADM)
Außerdienststellung           17.Juni 1922 – 25. Mai 1930
LCDR Karl Rathbun Shears            8. Juni 1931 – ?
LCDR Lowell Cooper           ? 1934 – ?
LT Harold Avery Carlisle         ? 1936 – ?
Außerdienststellung           1. April 1937 – 30. September 1939
CDR Henry Bryan Broadfoot           ? 1939 – ?


 

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8. September 1934, Vallejo, Kalifornien