Archiv der Kategorie: Zerstörer

USS YARBOROUGH ( DD-314 )

USS YARBOROUGH ( DD-314 )

Biografie

George Hampton Yarborough, Jr.
* 14. Oktober 1895 in Roxboro, Person County, North Carolina
† 27. Juni 1918 in Frankreich
War ein Offizier im US Marine Corps und erhielt das Navy Cross und das Distinguished Service Cross

George Hampton Yarborough, Jr. war der Sohn von George Hampton Yarborough ( 4. Juni 1860 – 14. Oktober 1923 ) und Dora Yancey Yarborough ( 3. Dezember 1865 in Allensville, Person County, North Carolina – 7. November 1942 im Marion County, South Carolina ). 1896 zog die Familie nach Mullins, South Carolina, wo sein Vater eine Anstellung als Aufkäufer in der American Tobacco Company erhalten hatte und später auch seine eigenen Warenlager besaß. George Hampton Yarborough war das dritte von sieben Kindern. Er schloss 1916 sein Studium an der Citadel, dem Militärischen College von South Carolina, ab. Am 7. April 1917, ein Tag nach der Kriegserklärung der USA an das Deutsche Kaiserreich, versetzte man ihn in das 4. Marine Corps der Reserve. Nach der ersten Grundausbildung in der Marine Barracks in Parris Island, South Carolina, meldete er sich am 4. Juni 1917 bei der Marine Barracks in Philadelphia, Pennsylvania zum Dienst in der 16. Kompanie des 5. Marine Regiments. Hier schiffte er sich zusammen mit den Soldaten des Regiments auf dem Panzerkreuzer USS SEATTLE ein und wurde nach New York gebracht. Hier wechselte er mit seinen Soldaten am 14. Juni 1917 an Bord des Transportschiffes USS HENDERSON. Dieses Schiff brachte die amerikanischen Soldaten nach Frankreich, wo es am 27. Juni im Hafen von St. Nazaire anlegte. Am 11. August 1917 beförderte man Yarborough zum First Lieutenant. Zusammen mit den Soldaten des 5. Regiments war er vom 8. Dezember bis zum 4. Januar 1918 in Cosne, Frankreich und in Gondrecourt, Frankreich zwischen dem 22. Februar bis zum 29. April eingesetzt. Am 23. Juni 1918 kam es zum Höhepunkt in der Schlacht von Belleau Wood. First Lieutenant Yarborough war mit an vorderster Front. Am folgenden Tag sollten seine Soldaten aus seinem Zug gegen ein geschickt platziertes feindliches Maschinengewehr vorgehen. Dieser Zug befand sich in der vordersten amerikanischen Linie. Der junge Offizier sprang von einem Granatenloch zum anderen und war für seine Soldaten ein wahres Vorbild für die Erfüllung des gestellten Auftrages. Doch dann wurde Yarborough von einer Maschinengewehrkugel getroffen und schwer verwundet und der Angriff brach zusammen. First Lieutenant Yarborough verweigerte jegliche medizinische Hilfe bis auch der letzte seiner verwundeten Männer aus dem Zug medizinisch versorgt waren. Dann am Abend des 26. Juni erlag er seinen schweren Verletzungen.
First Lieutenant George Hampton Yarborough erhielt posthum für seine gezeigte Tapferkeit das Distinguished Service Cross und das Navy Cross.


USS YARBOROUGH ( DD-314 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS YARBOROUGH ( DD-314 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von First Lieutenant George Hampton Yarborough, Jr. benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertdreiundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Union Iron Works in der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 27. Februar 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Kate Burch ( 2. Februar 1896 – 2. Januar 1994 ), die Verlobte von First Lieutenant George Hampton Yarborough, Jr., taufte den Zerstörer am 20. Juni 1919 noch vor dessen Stapellauf. Am 17. Juli 1920 erhielt das Kriegsschiff nach der umfassenden Reformation der US Navy die Kennung DD-314. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien stellte Lieutenant Commander Charles Emery Rosendahl ( 15. Mai 1892 in Chicago, Illinois – 17. Mai 1977 im Naval Hospital Philadelphia, Pennsylvania ) am 31. Dezember 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung rüstete man in der Mare Island Naval Shipyard die USS YARBOROUGH bis Ende Januar 1921 vollständig aus. Am 25. Januar stach der Zerstörer dann in See und fuhr nach Port Richmond, Kalifornien. Hier bunkerte man auf dem Kriegsschiff frischen Kraftstoff. Nach ersten Versuchen in der Bucht von San Francisco, dann in der Bucht vor Monterey und in der Bucht von San Pedro, wechselte die USS YARBOROUGH zur Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier machte man den neuen Zerstörer ab dem 2. Februar in einem Reservedock fest. In diesem Pier blieb das Kriegsschiff bis Mitte April liegen. Am 18. April legte die USS YARBOROUGH wieder ab und eskortierte den Schweren Kreuzer USS CHARLESTON ( CA-19 ) und den Leichten Kreuzer USS SALEM ( CL-3 ). An Bord der beiden Kreuzer befanden sich Soldaten des Marine Corps, welche von First Lieutenant J. K. Martensteen befehligt wurden. Um 6:15 Uhr verließen die Kriegsschiffe die Gewässer von San Diego und erreichten um 11:45 Uhr den Isthmus Cove vor der Insel Santa Catalina. Hier warf man Anker und die Marines begannen mit dem Übersetzen an Land. Dort bereiteten sie alles für das Einschiffen eines Passagiers vor.
Dieser Passagier war Captain Franck Taylor Evans ( 9. September 1875 in Genf, Schweiz – 7. März 1934 in East New York, Kings County, Brooklyn, New York ), der Stabschef des Kommandeurs der Destroyer Force in der Pazifikflotte und der Sohn von Admiral Robley Dunglison Evans ( 18. August 1846 in Floyd, Floyd County, Virginia – 3. Januar 1912 in Washington DC ). Nachdem Captain Evans an Bord der USS YARBOROUGH war, hob man die Anker wieder auf und die Fahrt ging weiter. Für den Zerstörer und dessen Kapitän gab es in den folgenden Minuten ein peinliches Ereignis. In Anwesenheit des hochrangigen Passagiers kollidierte der Zerstörer in der Hafeneinfahrt von San Pedro mit einer Boje. Glücklicherweise wurde nur ein Propellerblatt bei dieser Kollision geringfügig beschädigt. Gegen LCDR Charles Emery Rosendahl wurden keine Disziplinarmaßnahmen ergriffen. Die USS YARBOROUGH blieb bis zum 30. Juni neben dem Santa Fe Dock in San Diego längsseits liegen. An diesem Tag nahm man den Zerstörer ins Schlepptau und brachte ihn für Reparaturarbeiten in die Mare Island Naval Shipyard. Nach dem Verlassen des Trockendocks führte das Kriegsschiff vor der südkalifornischen Küste mehrere Versuche durch. In diesen Tagen herrschte schwere See, die selbst über das Vorschiff rollte. Dabei wurde am 11. Juli die Brücke der USS YARBOROUGH beschädigt. Daraufhin musste der Zerstörer in den Hafen von San Francisco einlaufen, wo man innerhalb von zwei Tagen die entstandenen Schäden behob. Anschließend fuhr das Kriegsschiff wieder nach San Diego. Doch schon Anfang August verließ das Kriegsschiff wieder seinen Heimathafen und lag zusammen mit den Schwesterschiffen USS SLOAT ( DD-316 ), USS LA VALLETTE ( DD-315 ), USS WOOD ( DD-317 ), USS SHIRK ( DD-318 ) und USS KIDDER ( DD-319 ) vom 13. bis 25. August im Trockendock Nummer 2 für eine Überholung. Danach wechselte es wieder nach San Diego und blieb bis Mitte Oktober am Pier liegen. Ende Oktober stach die USS YARBOROUGH zusammen mit dem Schwesterschiff USS WOOD wieder in See. Auf beiden Zerstörern wurde die Mannschaft durch die Mannschaftsmitglieder des am 22. Juni 1922 außer Dienst gestellten Zerstörers USS JACOB JONES ( DD-130 ) aufgefüllt. Beide Zerstörer führten vor der südkalifornischen Küste Schießübungen und andere Übungen durch. Die USS YARBOROUGH gehörte zu diesem Zeitpunkt zum operativen Segment der sogenannten rotierenden Reserve. Für den Rest des Jahres 1922 operierte der Zerstörer nun in den Gewässern vor San Diego und San Pedro sowie im pazifischen Nordwesten vor Port Angeles und Seattle. Dabei operierte das Kriegsschiff gelegentlich mit der Schlachtschiff Force und beteiligte sich am Drill der Mannschaft. Die dabei durchgeführten Übungen beinhalteten die Abschirmung der Schlachtschiffe vor U-Boot Angriffen, das Abfeuern von Torpedos, das Schießen mit den Geschützen, das Fahren in Formation und das Übernehmen von Gütern während der Fahrt. Mit dem Jahreswechsel zu 1923 änderten sich die üblichen Routine Einsätze entlang der Westküste. Noch im Januar beteiligte sich die USS YARBOROUGH an einem Manöver mit den Schiffen der Schlachtflotte in den Gewässern vor San Pedro. Gleich im Anschluss daran verließ der Zerstörer am 6. Februar die südkalifornische Küste der USA und fuhr in Richtung der Magdalena Bay, Baya California Sur, Mexiko. Das Kriegsschiff erreichte diese Bucht drei Tage später und ging an dem Zerstörertender USS MELVILLE ( AD-2 ) längsseits. Mit der USS YARBOROUGH waren die Zerstörer aus den Zerstörergeschwadern 11 und 12 festgemacht. Am 11. Februar legten die Zerstörer von dem Tender wieder ab und fuhren nach Panama. Hier sollte die erste große Flottenübung der US Navy durchgeführt werden. Man probte dabei den Kampf zur Verteidigung des Panamakanals. Die angreifende Flotte bestand aus Schlachtschiffen, die Flugzeugträger simulieren sollten. Von der USS OKLAHOMA ( BB-37 ) war ein Flugzeug per Katapult gestartet worden und repräsentierte eine Flugzeugträgerstaffel. Fast ohne Luftabwehr konnte dieses Flugzeug zehn Miniaturbomben abwerfen, die theoretisch den Gatun Staudamm zerstört hätten. Die USS YARBOROUGH selber gehörte während des Manövers zur Scouting Force. Der Zerstörer sicherte die Schweren Einheiten zusammen mit anderen Zerstörern in einer speziellen Abschirmanordnung vor feindlichen angriffen. Bis Ende März dauerte dieses Manöver an. Am 14. März war eine Pause anberaumt worden. An diesem Tag fuhr das Transportschiff USS HENDERSON ( AP-1 ) in das Manövergebiet. An Bord des Schiffes befand sich der Marineminister Edwin C. Denby ( 18. Februar 1870 in Evansville, Vanderburgh County, Indiana – 8. Februar 1929 in Detroit, Wayne County, Michigan ) und wollte die versammelten Kriegsschiffe und den Ausbildungsstand deren Mannschaften überprüfen. Am 31. März verließ die USS YARBOROUGH die Gewässer vor Panama und sicherte zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Fahrt der Schlachtschiffe in Richtung Norden. Am 11. April legte der Zerstörer in San Diego wieder an. Für den Rest des Jahres erfolgten von dem Kriegsschiff nach einem vorgegebenen Zeitplan wieder Routineeinsätze mit Operationen vor der Küste von San Diego, San Francisco und San Pedro. Anschließend folgten periodische Reparaturen in der Mare Island Naval Shipyard und danach eine Überholung im Trockendock in San Diego. Am 2. Januar 1924 befand sich die USS YARBOROUGH wieder auf hoher See und fuhr nach Panama. Hier sollten gleich mehrere Flottenmanöver durchgeführt werden. Das waren die Flottenübungen Nummer zwei, drei und vier. Während der Flottenübung Nummer zwei wurde ein Anmarsch einer feindlichen Schiffsflotte von Westen her kommend auf den Panamakanal simuliert. Die Flottenübung Nummer drei sollte sich auf die Verteidigung des Panamakanals von der Karibik aus konzentrieren. Eine auf den Azoren stationierte feindliche Flotte sollte den Kanal einnehmen. Während dieser Übung wurden zur Verteidigung amphibische Landtechniken und die Schnelligkeit des Transits der amerikanischen Verteidigungsflotte geprobt. In dieser Übung führte eine Spezialaktion der Angreifer zum Untergang des Schlachtschiffes USS NEW YORK ( BB-34 ) im Culebra Cut und somit zur Blockade des Kanals. In der Flottenübung Nummer vier wurde die Bewegung einer feindlichen Flotte von seiner Hauptbasis im westlichen Pazifik zu den japanischen Hauptinseln aus simuliert. Für diese Übung standen die Inseln und Häfen in der Karibik zur Verfügung. Die Rolle des Zerstörers während dieser Manöver war ähnlich wie die, die er schon während des Manövers im vorangegangenen Jahr gespielt hatte. Es gab allerdings eine Ausnahme. Während einer Phase dieser Übungen operierte die USS YARBOROUGH mit dem Flugzeugträger USS LANGLEY ( CV-1 ) zusammen und sollte diesen sichern. Man erlebte von dem Zerstörer aus einen Luftangriff der „feindlichen Luftflotte“ auf eben diesen Flugzeugträger. Das Kriegsschiff führte ansonsten auch die aufgaben aus, für die es vorgesehen war. Das beinhaltete Torpedoangriffe und Sicherungsmanöver sowohl auch mit und gegen die Schlachtschiffe. Die USS YARBOROUGH und ihre Schwesterschiffe nahmen bis Ende Februar an den intensiven Übungen teil. Zwischendurch besuchte der Zerstörer am 1. und am 11. März den Hafen von New Orleans, Louisiana. Nach weiteren Übungen vor Culebra Island, Puerto Rico machte sich die USS YARBOROUGH auf den weg zum Heimathafen im Pazifik. Dazu durchquerte der Zerstörer am 8. April den Panamakanal und legte am 22. April in San Diego an. Für den Rest des Jahres blieb das Kriegsschiff in den Gewässern von San Diego und beteiligte sich hier an einigen Übungen zur Ausbildung der Mannschaft. Anfang März 1925 gliederte man die USS YARBOROUGH in die Scouting Flotte ein, welche auch sofort mit dem Flottenmanöver Nummer fünf begann. Dazu lagen diese Kriegsschiffe vor der Küste von Guadelupe Island, Baja California und sollten eine Angriffsschlachtflotte abwehren. Nach einer Reihe von Übungen, darin waren Schutzsicherung, Ergreifen und Besetzen eines feindlichen Ankerplatzes, Betanken auf hoher See und das Abwehren von U-Boot Angriffen integriert, nahm die Flotte Kurs nach San Francisco. Die Kriegsschiffe verließen am 15. April wieder den dortigen Hafen und fuhren in Richtung Westen. Ziel waren die Inseln von Hawaii. Dort wurde die Flottenübungen Nummer fünf zur Abwehr einer feindlichen Angriffsflotte geprobt. Die USS YARBOROUGH gehörte in diesen Tagen zur Zerstörerdivision 34 innerhalb der Schlachtschiffdivision 5. Dazu gehörten die Zerstörer USS SLOAT und USS MERVIN. Diese Division fuhr über die Mamala Bay, Oahu und erreichte am 28. April Pearl Harbor. Später, als siech die Flotte auf die Gewässer von Lahaina Roads vor Maui konzentrierte, diente der Zerstörer kurz als Patrouillen- und Wachposten vor der Einfahrt zum Ankerplatz. Während der dann stattfindenden Manöver vor Lahaina, gehörte die USS YARBOROUGH und die Zerstörer der Zerstörerdivision 34 vom 19. bis zum 29. Mai zur Kreuzerdivision 1. Die Angriffsflotte bekam den Flugzeugträger USS LANGLEY zusammen mit zwei Wasserflugzeugtendern und weiteren Schiffen auf denen Flugzeuge stationiert waren. Die Verteidigungsflotte erhielt keine Möglichkeit die Hawaiianischen Inseln von See aus zu verteidigen. Die durch die USS LANGLEY und deren Trägerflugzeuge erzielten Erfolge während des Manövers, trugen maßgeblich dazu bei, dass die Fertigstellung der USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) forciert wurden. Nach dem Manöver legte der Zerstörer in Pearl Harbor an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant. Nach einem Besuch des Hafens Hilo, Hawaii, verließ das Kriegsschiff zusammen mit der Schlachtflotte am 1. Juli die Hawaiianischen Gewässer und begann eine Goodwill Kreuzfahrt im Südwestpazifik. Auf dieser Fahrt besuchte die USS YARBOROUGH vom 10. zum 11. Juli Pago Pago, Amerikanisch Samoa; vom 23. bis 30. Juli Melbourne, Australien; vom 11. bis zum 21. August Lyttelton und vom 22. bis zum 24. August Wellington, Neuseeland. Die Schiffe fuhren dann über Pago Pago wieder zurück an die US Westküste. Am 7. September erhielt der Zerstörer und die Schiffe des Zerstörergeschwaders 34 den Befehl nach dem abgestürzten Flugboot PN-9 Nummer 1 zu suchen, das auf dem Weg von der Westküste nach Hawaii war. In Abständen von 34 Kilometern begannen die Zerstörer wie auf einer Erkundungslinie drei Tage lang mit der Suche. Erst dann meldete man, dass das Flugboot in der Nähe von Oahu gefunden worden war. Die Crew hatte nach der Wasserung ein Segel gesetzt. So konnten sie sich aus eigener Kraft retten. Am 19. September erreichte die USS YARBOROUGH zusammen mit allen anderen Zerstörern der Division San Diego. Für den Rest des Jahres 1925 blieb der Zerstörer in den Gewässern des Heimathafens. Das Kriegsschiff verließ diese Basis am 1. Februar 1926 und nahm vom 15. Februar bis zum 8. März an der Flottenübung Nummer sechs vor der Westküste von Panama und Mittelamerika teil. Die USS YARBOROUGH fuhr anschließend in die Mare Island Naval Shipyard und unterzog sich hier vom 22. März bis zum 4. Mai einer intensiven Überholung. Danach besuchte der Zerstörer später Port Aberdeen, Port Angeles und die Puget Sound Naval Shipyard. Das Kriegsschiff kehrte dann nach San Diego zurück und operierte bis zum Jahresende in den dortigen Gewässern. Das Jahr 1927 wurde für die USS YARBOROUGH ein arbeitsreiches Jahr. Am 17. Februar stach der Zerstörer in See, durchquerte am 5. März den Panamakanal. Doch der Verlust des deutschen Dampfschiffes ALBATROSS erzwang eine Planänderung. Das Kriegsschiff durchquerte vier Tage später erneut den Panamakanal und machte sich zusammen mit den Zerstörern aus der Zerstörerdivision 34 auf den Weg zu den Galapagos Islands. Die Flachdecker bildeten eine Erkundungslinie und kämmten den Ozean nach Überlebenden der ALBATROS durch. Die USS YARBOROUGH blieb während dieser Erkundungslinie meist in Sichtweite ihrer Schwesterschiffe USS SLOAT und USS SHIRK. Doch man fand nichts. Die Suche wurde dann am 13. März abgebrochen. Die Zerstörer durchquerten erneut den Panamakanal und gliederten sich auf ihrem Posten in die Flotte ein. Noch im selben Monat begann das Flottenmanöver Nummer sieben, das bis zum 22. April andauerte. Hier sollte wiederholt die Verteidigung des Panamakanals geprobt werden. Der Höhepunkt der Übung war aber der erfolgreiche Luftangriff der Trägerflugzeuge von der USS LANGLEY aus, die zur Folge die Zerstörung des Kanals hatte. Anschließend fuhr die Flotte nach New York. In der Narragansett Bay, Rhode Island führten die Kriegsschiffe zusammen mit Einheiten der US Army eine Übung durch. Die USS YARBOROUGH fuhr danach am 29. Mai in die Hampton Roads, Virginia und wurde für eine Presidential Review vorbereitet. US Präsident John Calvin Coolidge, Jr. ( 4. Juli 1872 in Plymouth Notch, Vermont – 5. Januar 1933 in Northampton, Massachusetts ) hatte dazu die Flotte einberufen. Am 4. Juni erfolgte in der Hampton Roads die Vorbeifahrt vor der Präsidentenyacht USS MAYFLOWER. Mit anwesend waren unter anderem der Schwere Kreuzer USS SEATTLE ( CA-11 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS YARBOROUGH, USS SLOAT, USS LA VALLETTE, USS SHIRK, USS MELVIN ( DD-335 ), USS SOMERS ( DD-301 ) und USS COGHLAN ( DD-326 ) und der U-Boot Tender USS CAMDEN ( AS-6 ). Die USS YARBOROUGH fuhr noch am selben Tag von Hampton Roads aus bis nach Panama. Der Zerstörer legte am 9. Juni in Colon an. Doch wenige Tage später wechselte das Kriegsschiff zusammen mit dem Zerstörer USS ROBERT SMITH ( DD-324 ) und dem Kanonenboot USS DENVER ( PG-28 ) nach Puerto Cabezas, Nicaragua, da dort Unruhen unter der Bevölkerung ausgebrochen waren. Seit dem 2. Mai 1926 herrschte in diesem Land ein Bürgerkrieg. Die Mission der drei amerikanischen Kriegsschiffe war das Leben und das Eigentum von US Bürgern und anderen Ausländern in Nicaragua zu schützen und zur Aufrechterhaltung der Ordnung beizutragen. Doch die USS YARBOROUGH musste wenige Tage später nach Colon, durchquerte den Panamakanal und wurde in ein Trockendock in Balboa bugsiert. Hier mussten dringend notwendig gewordene Reparaturen vorgenommen werden. Am 9. Juli kehrte der Zerstörer vor Puerto Cabezas zurück. Im Hafen lag das Kanonenboot USS TULSA ( PG-22 ) und der Zerstörer USS SHIRK. Bis Anfang August blieb die USS YARBOROUGH dort. Auf dem Zerstörer waren Matrosen mit Marschbefehl an Land eingeteilt, um für jeden eventuell eintretenden Notfall gerüstet zu sein falls es zu Spannungen kommen sollte. Das Kriegsschiff stach am 5. August wieder in See und durchquerte zwei Tage später den Panamakanal. Am 23. August legte es in San Diego an. Für den Rest des Jahres 1927 beteiligte sich die USS YARBOROUGH an mehreren Übungen in den Gewässern vor San Diego und San Clemente Island. Im darauffolgenden Jahr, am 9. April, legte das Kriegsschiff in San Diego wieder ab und fuhr zusammen mit der in San Diego stationierten Schiffsflotte in Richtung Westen. Auf dem Weg in die Hawaiianischen Gewässer beteiligte sich der Zerstörer an der Flottenübung Nummer acht. Diese Übung umfasste eine Schiffskonvoi Suche und Anti-U-Boot Operationen. Am 28. April erreichte die USS YARBOROUGH Pearl Harbor. Wenige Tage später verließ der Zerstörer wieder diese amerikanische Marinebasis und fuhr an die kalifornische Küste zurück. Dort setzte das Kriegsschiff seinen regulären Einsatzplan in Taktik und Schießübungen vor Port angeles, San Diego und San Pedro fort. Der Zerstörer nahm 1929 an seinem letzten Manöver teil. Dazu fuhr das Kriegsschiff erneut nach Panama. Hier sollte ab dem 27. Januar die Flottenübung Nummer neun beginnen. Diesmal sollten die Auswirkungen eines feindlichen Angriffs auf den Kanal geprobt werden und die erforderlichen Operationen, um eine solche Eventualität durchzuführen. An diesem Manöver nahm nun zum ersten Mal der Flugzeugträger USS LEXINGTON teil. Jetzt sollte eine Schlachtflotte, ohne U-Boote und Flugzeugträger, gegen eine Kombination von Streitkräften aus mehreren Gattungen, so der Scouting Force mit der USS LEXINGTON, einer Control Force, dem Train Squadron 1 aus dem 15. Naval District sowie der örtliche US Army. Dieses ausgedachte Szenario untersuchte die Auswirkungen eines Angriffs auf den Panamakanal und die zur Ausführung eines solchen Falles gestarteten Gegenoperationen. Durch die an dem Manöver beteiligten Flugzeugträger konnte man die Vielseitigkeit der auf den Trägern stationierten schnellen Eingreifgruppe demonstrieren. Die USS YARBOROUGH hatte nach wie vor ihre Rolle in der Schlachtflotte und sicherte die Schlachtschiffe vor Angriffe durch U-Boote ab. Nach dem Manöver kehrte der Zerstörer nach San Diego zurück. In den folgenden Monaten operierte das Kriegsschiff in den Gewässern vor dem Heimathafen. Im Herbst machte man das Kriegsschiff in der Zerstörerbasis von San Diego fest und bereitete es auf seine Inaktivität vor. Gleichzeitig versetzte man Mannschaftsmitglieder auf die erneut in Dienst gestellten Zerstörer USS UPSHUR ( DD-144 ) und USS TARBELL ( DD-142 ). Am 29. Mai 1930 stellte man den Zerstörer außer Dienst. Den Namen USS YARBOROUGH ( DD-314 ) strich man am 3. November 1930 von der US Navy – Liste. Noch am 20. Dezember 1930 begann die Verschrottung. Den entstandenen Schrott verkaufte man am 25. Februar 1932 an Bethlehem Steel in Alameda, Kalifornien.     


USS YARBOROUGH ( DD-314 )
Commanding Officer
 

 LCDR Charles Emery Rosendahl    31. Dezember 1920 – ? (später VADM)
LCDR Francis Alfred Leopold Vossler    ? 1923 – ?
LCDR Newton Lord Nichols    14. August 1923 – ?
CDR George Sloan Bryan    20. Juni 1925 – ? (später RADM)
CDR Cary Walthall Magruder    21. August 1926 – 24. Juni 1928
LCDR Charles Kyle Osborne    24. Juni 1928 – 29. Mai 1930

USS EDSALL ( DD-219 )

USS EDSALL ( DD-219 )

Biografie

Norman Eckley Edsall
* 3. Juni 1873 in Trenton, Gibson County, Tennessee
† 1. April 1899 in Vailima, Tuamasaga, Samoa
war ein Seemann in der US Navy und diente während des Spanisch – Amerikanischen Krieges

Norman Eckley Edsall war der Sohn von Thomas Jefferson Reynolds und Sarah Virginia Eckley Reynolds. Norman hatte eine Schwester, Elizabeth Eleanor Reynolds Edsall Bracey ( 5. März 1876 in Trenton, Gibson County, Tennessee – 22. Juli 1948 in Sheridan, Montcalm County, Michigan ). Nach der Geburt von Elizabeth zog die Familie als Homesteader nach Hutchinson, Kansas. Dort verstarb Sarah an einer Komplikation nach der Gebrurt ihres dritten Kindes, Jeannie Eckley Reynolds. Jeanie wurde daraufhin von der Familie von Jesse Brainard adoptiert. Normans Vater wurde in dieser Zeit ebenfalls krank. Seine letzte Bestimmung aus Liebe zu seinen beiden anderen Kindern, bestimmte er, dass sie noch vor seinem Tode ebenfalls adoptiert werden sollten. Am 2. August 1879 wurden Norman und Elizabeth von John A. Edsall ( 24. Mai 1835 in New York City – 5. Dezember 1917 in Greenville, Montcalm County, Michigan ) und Alwilda E. Edsall ( Oktober 1855 – 6. Dezember 1942 im Montcalm County, Michigan ) adoptiert. Thomas Jefferson Reynolds verstarb am 7. August 1879. Die Edsalls zogen später nach Greenville, Michigan.
Norman Eckley Edsall trat am 27. Juni 1898 in die US Navy als Seemann ein. Man versetzte ihn an Bord des Geschützten Kreuzers USS PHILADELPHIA ( 1889 ). Am 1. April 1899 gehörte Edsall zu einer Landungsgruppe unter dem Kommando von Lieutenant Philip Van Horne Lansdale ( 15. Februar 1858 in Washington DC – 1. April 1899 in Vailima, Tuamasaga, Samoa ). Diese amerikanischen Seeleute sollten feindlich eingestellte Eingeborene unter der Führung von König Mataafa, in der Nähe von Vailele, Samoa unterdrücken. Doch diese eingeborene Streitmacht konnte die Amerikaner zurücktreiben. Lieutenant Lansdale wurde dabei schwer verwundet. Ensign John R. Monaghan ( 26. März 1873 in Chewelah, Washington – 1. April 1899 bei Vailima, Tuamasaga, Samoa ) trug seinen Kommandanten bis zur Erschöpfung. Seaman Edsall und ein weiterer Seemann verteidigten diese beiden, bis sie selber von den Eingeborenen getötet wurden.
Die sterblichen Überreste von Seaman Norman Eckley Edsall wurden auf Samoa beerdigt.


USS EDSALL ( DD-219 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS EDSALL ( DD-219 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seaman Norman Eckley Edsall benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achtundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp and Sons Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 15.
September 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Elizabeth Eleanor Reynolds Edsall Bracey ( 5. März 1876 in Trenton, Gibson County, Tennessee – 22. Juli 1948 in Sheridan, Montcalm County, Michigan ), Schwester von Seaman Norman Eckley Edsall, taufte am 29. Juli 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Arthur Hopkins Rice, Jr. ( 18. Februar 1883 in Mississippi – 22. Oktober 1932 in Massachusetts ) stellte am 26. November 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS EDSALL stach am 6. Dezember 1920 in See und verließ Philadelphia. Das Ziel des Zerstörers war der Pazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Kriegsschiff am 11. Januar 1921 in der US Navy Marinebasis San Diego, Kalifornien an. Bis zum Dezember dieses Jahres blieb die USS EDSALL an der US Westküste und beteiligte sich an Gefechtsübungen und Schießübungen mit Teilen der Pazifikflotte. Der Zerstörer verließ Anfang Dezember wieder den Pazifik, durchquerte den Panamakanal und legte am 28. Dezember im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in das Mittelmeer vor. Am 26. Mai 1922 verließ die USS EDSALL Charleston. Einen Monat später, am 28. Juni, erreichte der Zerstörer Konstantinopel und wurde in das US Navy Detachment innerhalb der türkischen Gewässern eingegliedert. Das Kriegsschiff sollte amerikanische Interessen und die dort lebenden Amerikaner beschützen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam es in der Türkei zu Aufständen gegen die Besatzer aus Griechenland, Frankreich, Russland und Großbritannien. Die USS EDSALL setzte man in diesen Tagen zur Verstärkung der  internationalen Beziehungen ein. So beteiligte sich der Zerstörer am Transport von Lebensmitteln zur Verringerung von Hungersnöten in Osteuropa nach dem Krieg. Außerdem transportierte das Kriegsschiff  amerikanische Handelsvertreter, evakuierte Flüchtlinge und die Mannschaft baute für den Nahen Osten für eventuell eintretende Notfälle ein Kommunikationszentrum auf. Dann vertrieben die Türken die anatolischen Griechen aus Smyrna. Die USS EDSALL war bei der Evakuierung tausender Flüchtlinge eines von mehreren amerikanischen Kriegsschiffen, die diese Menschen bis zu den Stränden des griechischen Festlandes transportierten. Dieses Geschwader an amerikanischen Kriegsschiffen wurde von dem US High Commissioner for Turkey, Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17. April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ), befehligt. Die USS EDSALL transportierte zusammen mit dem Zerstörer USS LITCHFIELD ( DD-336 ) am 14. September 1922 insgesamt 607 griechische Flüchtlinge von Smyrna aus nach Saloniki. Zwei Tage später kehrte der Zerstörer nach Smyrna zurück und wurde zum Flaggschiff der Naval Force ernannt. Im Oktober brachte die USS EDSALL griechische Flüchtlinge von Smyrna nach Myteline auf der Insel Lesbos. Immer wieder besuchte der Zerstörer in seiner Zeit im Mittelmeer mehrere Häfen. So in der Türkei, in Bulgarien, Russland, Griechenland, Ägypten, Palästina, Syrien, Tunesien, Dalmatien und Italien. In den freien Tagen, die der Mannschaft des Kriegsschiffes zur Verfügung standen, wurden zusammen mit anderen Schwesterschiffen mehrere Übungen mit den Geschützen und Torpedos ausgeführt. Dann Anfang Juli 1924 verließ die USS EDSALL ihren Einsatzort im Mittelmeer und fuhr zur US Ostküste zurück. Dort machte man den Zerstörer am 26. Juli im Hafen von Boston, Massachusetts fest. In den folgenden Monaten beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren lokalen Operationen und musste sich einer umfangreichen Überholung unterziehen. Diese war die Vorbereitung auf die Fahrt in den Pazifik. Am 3. Januar 1925 stach die USS EDSALL zusammen mit der USS PARROTT ( DD-218 ) von Philadelphia aus in See und fuhr in die Karibik. In der Guantanamo Bay, Kuba fand ein Manöver statt. Das war die Vorbereitung auf das Flottenmanöver Nummer Fünf. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten die Zerstörer die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Das anstehende Flottenmanöver fand im März und April vor den Hawaiianischen Inseln statt. Während des simulierten Angriffs auf Hawaii war auch der erste Flugzeugträger der USA, die USS LANGLEY ( CV-1 ), beteiligt, was dazu bewog den Bau der beiden folgenden Träger, die USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) zu forcieren. Eine weitere Übung während des Flottenmanövers fand in der Nähe von Guadalupe Island, Baja California, Mexiko statt. Hier wurde das Betanken auf See und das Verteidigen einer leicht zu haltenden Position geübt. Nach dem Flottenmanöver fuhr die USS EDSALL zusammen mit der USS PARROTT weiter in Richtung nach Westen und wurde am 14. Juni im Hafen von Chefoo, China festgemacht. Doch schon am 22. Juni wechselten die Zerstörer zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen in den Hafen von Shanghai, China. Hier sollte der Zerstörer ein Fixpunkt der asiatischen Flotte entlang der chinesischen Küste, auf den Philippinen und in Japan sein. Hauptaufgabe des Kriegsschiffes war der Schutz amerikanischer Interessen im Fernen Osten. So war die USS EDSALL in diesen Gewässern während des Chinesischen Bürgerkrieges und des frühen Chinesisch – Japanischen Krieges. Die Manöver, an die sich der Zerstörer beteiligte, sowie eine gewisse Kampfpraxis und Diplomatie führten das Kriegsschiff am häufigsten in die Häfen von Shanghai, Chefoo, Hankow, Hongkong, Nanking, Kobe, Bangkok und Manila. Ende Oktober 1927 besuchte die USS EDSALL die siamesische Hauptstadt Bangkok. Drei der königlichen Prinzessinnen lud man dabei an Bord des Zerstörers zum Tee. Im Gegenzug erhielt Commander Jules James ( 15. Februar 1885 in Danville, Virginia – 12. März 1957 in Bethesda, Maryland ), der am 23. Oktober von Lieutenant Maxwell Boehn Saben das Kommando über das Kriegsschiff übernommen hatte, eine gravierte silberne Zigarettenschachtel von der königlichen Familie. Die USS EDSALL verblieb in den nächsten Jahren innerhalb der asiatischen Flotte und beteiligte sich an deren Manöver und Einsätzen. Am 7. Dezember 1941, an dem Tag, an dem die Japaner die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii überfallen und damit die USA in den Zweiten Weltkrieg gezogen haben, war der Zerstörer innerhalb der DesRon 29 in der DesDiv 57 integriert. In dieser DesDiv 57 befanden sich außerdem die Zerstörer USS ALDEN ( DD-211 ), USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ) und USS WHIPPLE ( DD-217 ). An diesem Tag befanden sich diese Kriegsschiffe südöstlich von Balikpapan bei den Ölhäfen der Insel Borneo. Hier waren sie kurzfristig stationiert. Doch schon am folgenden Tag machten sich diese Kriegsschiffe auf den weg nach Batavia, Niederländisch – Ostindien. Auf dieser Fahrt erfuhr man auf den Zerstörern von dem Beginn des Krieges. Umgehend wurde ein Kurswechsel befohlen. Das Ziel war nun Singapur. Hier sollten die Zerstörer die Sicherung der britischen Force Z vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen übernehmen. Diese Force Z sollte an diesem Tage die japanische Amphibische Landung auf Malaya im Golf von Thailand unterbinden. Auf der USS EDSALL schiffte sich daher von dem Leichten Kreuzer HMS MAURITIUS ( C-80 ) in Singapur ein britischer Verbindungsoffizier und vier Mannschaftsmitglieder ein. Das war am 10. Dezember. An diesem Tag wurde während der Schlacht das britische Schlachtschiff HMS PRINCE of WALES und der Schlachtkreuzer HMS REPULSE durch feindliche Flugzeuge versenkt. Die amerikanischen Zerstörer der DesDiv 57 wurden nun nur noch zur Suche von Überlebenden des britischen Schlachtschiffes und Schlachtkreuzers eingesetzt. Auf der Heimfahrt nach Singapur brachten die amerikanischen Kriegsschiffe den japanischen Fischtrawler IJN KOFUKU MARU, der später den Namen MV KRAIT in Australien erhielt, auf. Dieser japanische Trawler hatte vier kleinere Boote im Schlepptau. Kurz vor Singapur übergab man das feindliche Schiff an die australische Korvette HMAS GOULBURN ( J167 ). Am 15. Dezember versetzte man die USS EDSALL in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS EDSALL, USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS und USS WHIPPLE, aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS BARKER ( DD-213 ), USS BULMER ( DD-222 ), USS PARROTT ( DD-218 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und aus der DesDiv 59 die Zerstörer USS JOHN D FORD ( DD-228 ), USS PEARY ( DD-226 ), USS PILLSBURY ( DD-227 ) und USS POPE ( DD-225 ). Noch am selben Tag verließ die USS HOUSTON zusammen mit den Zerstörern USS EDSALL, USS ALDEN und USS WHIPPLE Singapur und fuhr über Balikpapan und Surabaya, Indonesien nach Darwin, Australien. Dort legten die Schiffe am 28. Dezember an. Auf dem Weg dorthin traf man auf den Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), der zusammen mit dem Kanonenboot USS NIAGARA ( PG-52 ), den Truppentransportern USS REPUBLIC ( AP-33 ) und USS CHAUMONT ( AP-5 ), den zwei US Army Transportschiffen USAT WILLARD A HOLBROOK und USAT MEIGS, den US Handelsschiffen SS ADMIRAL HALSTEAD und SS COASTER FARMER sowie dem niederländischen Handelsschiff BLOEMFONTEIN Nachschub zu den Philippinen beförderten, damit die dort kämpfenden amerikanischen Truppen unter Army General Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 in Little Rock, Arkansas – 5. April 1964 in Washington DC ) den Japanern Widerstand leisten konnten. Doch die Japaner waren bereits auf den Philippinen gelandet und überrannten die alliierten Stellungen. Daher übernahmen die Kriegsschiffe der TF 5 in Surabaya die Eskorte und brachten die Schiffe sicher durch die Torres – Straße zwischen Indonesien und Australien. Am 28. Dezember erreichte der Konvoi Port Darwin. Zur Sicherung alliierter Kriegsschiffe verlässt die USS HOUSTON zusammen mit der USS EDSALL und USS ALDEN wieder Port Darwin und fährt nach Balikpapan. Dort wird die Eskorte über den Öltransporter USS TRINITY ( AO-13 ) übernommen. Am 14. Januar werden die vier Schiffe in der Banda See, nördlich von Timor, von dem japanischen U-Boot IJN I-124, Kommandant Lieutenant Commander Kishigami Koichi, gesichtet. Die vier amerikanischen Schiffe fuhren zunächst in die Koepang Bay, Westtimor und dann in die Kebola Bay, Insel Amor, Niederländisch – Ostindien. IJN I-124 fuhr derweil in Richtung von Port Darwin. In dem Hafen befanden sich vierzig alliierte Kriegsschiffe. Das japanische U-Boot legt am 16. Januar in der Nähe des Hafens 27 Seeminen aus. Am folgenden Tag meldet man von der USS HOUSTON zwei feindliche U-Boote rund 180 Seemeilen nordwestlich von Darwin gesichtet zu haben. Es ist IJN I-124 und IJN I-123, Kommandant Lieutenant Commander Ueno Toshitake. Am 19. Januar meldet LCDR KISHIGAMI um 17:40 Uhr die Ankunft von drei alliierten Transportern und einem Zerstörer im Hafen von Darwin. Der gleiche Text wurde um 22:36 Uhr wiederholt, das letzte Lebenszeichen des U-Bootes. Am folgenden Morgen, um 5:26 Uhr, nähert sich die USS EDSALL zusammen mit der USS ALDEN, USS HOUSTON und der USS TRINITY von Westen her Darwin und haben noch eine Strecke von 40 Seemeilen bis zum schützenden Hafen. Da greift IJN I-123 den amerikanischen Öltanker an, der den drei abgefeuerten Torpedos ausweichen kann. Die USS ALDEN feuerte gleich daran anschließend eine Ladung Wasserbomben auf den gefundenen Sonarkontakt ab. Es wird dabei zwar kein Erfolg erzielt, aber dafür das feindliche U-Boot abgedrängt. Die vier amerikanischen Schiffe können Darwin ungehindert erreichen. Gleichzeitig werden die australischen Korvetten HMAS DELORAINE ( J232 ), HMAS LITHGOW ( J206 ) und HMAS KATOOMBA ( J204 ) entsandt, um die japanischen U-Boote zu vernichten. Die HMAS DELORAINE erreicht um 13:35 Uhr als erstes Schiff den Angriffsort. Lieutenant Commander Desmond A. Menlove, Kommandant der Korvette, kann mit Glück einem abgefeuerten Torpedo von der IJN I-124 nur knapp ausweichen. Der Torpedo verpasst nur um einen Meter hinter dem Heck das australische Kriegsschiff. Drei Minuten später stellt man auf der Korvette einen Sonarkontakt zu dem U-Boot her. Nach weiteren acht Minuten wird der erste Wasserbombenangriff gestartet. Öl- und Luftblasen steigen anschließend an die Wasseroberfläche auf. Um 13:48 Uhr wird der zweite Angriff der Korvette gestartet, da IJN I-124 seinerseits sich zu einem weiteren Torpedoangriff in Periskoptiefe vorbereitet. Die abgefeuerten Wasserbomben schlagen rund drei Meter neben dem Periskop auf dem Wasser auf und explodieren ohne weiteren Schaden anzurichten. Das japanische U-Boot beginnt mit dem Alarmtauchen. Noch in den selben Minuten erschein ein Wasserflugzeug von dem Wasserflugzeugtender USS LANGLEY ( AV-3 ) und wirft eine Bombe in dem Zielgebiet über dem feindlichen U-Boot ab. Weitere Öl- und Luftblasen steigen auf. IJN I-124 liegt nun in 25 Meter Tiefe. Die HMAS DELORAINE startet um 13:56 Uhr einen weiteren Wasserbombenangriff. Aber noch immer ist das feindliche U-Boot nicht vernichtet. Um 14:30 Uhr stellt die Korvette einen weiteren Sonarkontakt zum Feind her und greift das Ziel mit den letzten Wasserbomben an. Ohne Erfolg. Die HMAS DELORAINE wird um 17:10 Uhr von der HMAS LITHGOW, Kommandant CDR Alfred V. Knight, abgelöst. Bis 18:39 führt diese Korvette insgesamt sieben Wasserbombenangriffe durch, wobei alle 40 Wasserbomben verbraucht werden. Doch es werden nur aufsteigende Öl- und Luftblasen gesichtet. Ab 17:48 Uhr beteiligt sich nun auch die HMAS KATOOMBA an den Angriffen. Ohne Erfolg. Um 18:59 Uhr treffen die USS EDSALL und USS ALDEN auf dem Schauplatz ein. Auf der USS EDSALL erhält man einen Sonarkontakt an der Kante des Ölteppichs, der von IJN I-124 stammte. Sofort werden fünf Wasserbomben in das Zielgebiet abgefeuert. Es werden drei Unterwasserexplosionen verzeichnet. Die USS ALDEN greift nach 19:55 Uhr in das Geschehen ein. Um 00:30 Uhr des 21. Januars erreicht die HMAS DELORAINE wieder das Seegebiet in dem IJN I-124 vermutet wird. Drei weitere kurz aufeinanderfolgende Wasserbombenangriffe werden auf Grund eines Sonarkontaktes durchgeführt. Gegen 11:55 Uhr gesellt sich HMAS KATOOMBA dazu. Doch gegen Mittag wird wegen schlechten Wetters die weitere Suche abgebrochen. Am 26. Januar erscheint der amerikanische U-Boot Tender USS HOLLAND ( AS-3 ). 16 Taucher beginnen mit der Suche von IJN I-124. Sie finden das U-Boot mit aufgesprengter Luke, betreten es aber nicht. Alle 80 japanischen Mannschaftsmitglieder kamen ums Leben. Die USS EDSALL eskortierte nach der Versenkung von dem japanischen U-Boot weiterhin alliierte Schiffskonvois in den nordaustralischen Gewässern. Am 23. Januar befand sich der Zerstörer dabei im Flachwasser des Howard Kanals vor Darwin. Hier erhielt man auf dem Kriegsschiff einen Sonarkontakt von einem feindlichen U-Boot. Umgehend begann man auf der USS EDSALL mit einem Wasserbombenangriff. Einer dieser Stahlkanister explodierte nach dem Abwurf noch in der Luft und beschädigte das Heck des Zerstörers. Die anschließenden Reparaturen waren sehr schnell abgeschlossen. Schon am 3. Februar verließ die USS EDSALL zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen wieder Port Darwin und wechselte nach Tjilatjap, Java. Von hier aus sollten die Kriegsschiffe näher am Kampfgeschehen sein und leichter an Nachschub gelangen. Von hier aus operierte der Zerstörer als Patrouillenschiff vor Süd – Java. Am 23. Februar übernahm das Kriegsschiff zusammen mit dem veralteten Kanonenboot USS ASHVILLE ( PG-21 ) seinen Anti-U-Boot Patrouillendienst vor Tjilatjap. Drei Tage später stach die USS EDSALL von dieser Basis aus in See und fuhr zusammen mit der USS WHIPPLE zum Rendezvous mit dem umgebauten Wasserflugzeugtender USS LANGLEY. An Bord dieses Tenders befanden sich 32 Curtiss P-40 E Jagdflugzeuge samt Besatzungen. Diese sollten zur Verteidigung von Java eingesetzt werden. Doch schon am 27. Februar wurde die USS LANGLEY und die beiden Zerstörer von sechzehn Mitsubishi G4M Bomber des kaiserlich japanischen Navy Air Services Takao Kokutai. Diese Bomber wurden von Lieutenant Jiro Adachi angeführt und kamen von dem Flugplatz bei Den Pasar auf Bali, Indonesien. Diese Bomber wurden durch fünfzehn A6M Jagdflugzeuge eskortiert. Während des Angriffs auf die amerikanischen Schiffe wurde die USS LANGLEY so schwer beschädigt, das man sie aufgeben musste. Achtzehn Mannschaftsmitglieder fanden während des Kampfes den Tod. Die USS EDSALL nahm 177 und die USS WHIPPLE 308 Überlebende an Bord auf. Beide Zerstörer versenkten dann mit mehreren Torpedos den Wasserflugzeugtender. Schon am folgenden Tag trafen sich die beiden Kriegsschiffe mit dem Öltanker USS PECOS ( AO-6 ) vor der Flying Fish Cove auf den Weihnachtsinseln. Da befanden sie sich rund 400 Kilometer südwestlich von Tjilatjep. Weitere angreifende japanische Bomber zwangen allerdings die drei amerikanischen Schiffe sich weiter bis in den Indischen Ozean zurück zu ziehen. Es herrschte starker Wind und schwere See. In den frühen Morgenstunden des 1. März bunkerten beide Kriegsschiffe frischen Treibstoff und alle Mannschaftsmitglieder der USS LANGLEY wurden auf den Öltanker übergesetzt. Dies geschah von 4:30 Uhr bis 8:15 Uhr. Die USS WHIPPLE machte sich danach auf den Weg zu den Cocos Islands. Dort sollte der Zerstörer die Eskorte über den Öltanker SS BELITA übernehmen. Die USS PECOS wurde mit den Überlebenden der USS LANGLEY nach Australien geschickt. An Bord der USS EDSALL befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch 32 USAAF Mitglieder von der USS LANGLEY. Diese sollten umgehend nach Tjilatjap gebracht werden. Dort lag das Transportschiff MV SEA WITCH und hatte 27 P-40E Jäger an Bord. Die Air Force Mitarbeiter sollten auf Java diese Flugzeuge montieren und zu ihren jeweiligen Einsatzorten fliegen. Dieser Befehl für die USS EDSALL kam um 8:30 Uhr. Der Zerstörer fuhr daraufhin nach Nordosten in Richtung Java. Das war das letzte Mal, dass man eine Nachricht von dem Kriegsschiff erhalten hat.
Die USS PECOS wurde noch am selben Morgen von japanischen Patrouillenflugzeugen entdeckt. Mehrere feindliche Bomber stiegen daraufhin von ihren Trägern auf. Der Öltanker geriet in einen schweren Luftangriff. Der Funker des Schiffes setzte mehrere Notsignale ab, um eventuell in der Nähe befindliche alliierten Schiffe um Hilfe zu bitten. Die USS WHIPPLE war zu diesem Zeitpunkt 160 Kilometer schon entfernt. Die Hilferufe konnte man zwar noch wahrnehmen, war aber für eine Hilfsaktion schon zu weit weg um notwendige Hilfe zu leisten. Der Truppentransporter USS MOUNT VERNON ( AP-22 ) lag mehrere hundert Kilometer entfernt im Indischen Ozean. Auch dessen Funker konnte den Hilferuf auffangen. Gegen 15:48 Uhr sank die USS PECOS, nachdem vier Wellen feindlicher Flugzeuge ihre Angriffe durchgeführt hatten. Die letzte Welle stammte von dem japanischen Flugzeugträger IJN KAGA. Die USS WHIPPLE erreichte dann den Ort des Untergangs und konnte noch 232 Überlebende aus dem Wasser retten. Die anderen Überlebenden, die auf dem Wasser schwammen, wurden nicht geborgen, da man von zwei feindlichen U-Booten Sonarkontakte hergestellt hatte. Der Zerstörer verließ den Bereich eiligst.
Um 15:50 Uhr wurde ein einzelner „Leichter Kreuzer“ etwa 26 Kilometer hinter der japanischen Einsatzgruppe entdeckt. Das war die USS EDSALL. Der Zerstörer war nicht weiter als 38 bis 54 Kilometer von der USS PECOS entfernt bei ihrer zu letzt gemeldeten Position. Das Kriegsschiff versuchte wahrscheinlich auch zu dem angeschlagenen Öltanker zu gelangen. Um 16:03 Uhr sichtete man aber von dem japanischen Schweren Kreuzer IJN CHIKUMA aus das amerikanische Kriegsschiff. Innerhalb der folgenden fünf Minuten eröffnete der Kreuzer das Feuer mit seinen 203 mm Kanonen. Eine Viertelstunde später griffen die Schlachtschiffe IJN HIEI und IJN KIRISHIMA mit ihren Hauptbatterien, diese hatten 356 mm Kanonen, in das Geschehen ein. Dabei befanden sie sich rund 27 Kilometer von der USS EDSALL entfernt. Alle abgefeuerten Granaten verfehlten ihr Ziel. Die Maschinen der USS EDSALL leisteten während der Flucht Höchstleistungen. Um den Granaten auszuweichen mussten diese eine Geschwindigkeit von 26 Knoten innerhalb von wenigen Augenblicken erbringen, bzw. innerhalb von Sekunden durch Umkehrschub das Schiff zum vollständigen Stopp bringen. Außerdem waren radikale Wendemanöver und ununterbrochener Nebel von Nöten. Auch die Kanonen und Torpedos der USS EDSALL schwiegen in diesen Minuten nicht. Alle abgefeuerten Torpedos liefen nur ganz knapp an dem Schweren Kreuzer IJN CHIKUMA vorbei. Die abgefeuerten Granaten erreichten allerdings wegen der großen Entfernung nicht ihre Ziele. Der Funker des Zerstörers setzte einen Hilferuf ab. Dieser wurde von dem niederländischen Handelsschiff SIANTAR, es war da rund 160 Kilometer entfernt, empfangen. Die feindlichen Überwasserschiffe feuerten an diesem Nachmittag insgesamt 1.335 Granaten auf die USS EDSALL ab. Nur zwei davon trafen. Daraufhin wurden von den Trägern IJN KAGA, IJN HIRYU und IJN SORYU Bomber angefordert. In drei Wellen griffen die japanischen Piloten an und warfen ihre 250 kg Bomben ab. Die USS EDSALL war nach mehreren Treffern bewegungsunfähig. Ab 17:22 Uhr feuerten die japanischen Überwasserschiffe erneut auf den Zerstörer. Ein japanischer Kameramann, wahrscheinlich von dem Schweren Kreuzer IJN TONE aus, filmte etwa 90 Sekunden lang den Kampf bis zum Untergang der USS EDSALL. Um 17:31 Uhr rollte der amerikanische Zerstörer über die Backbordseite und lag für einige Sekunden mit dem Kiel nach oben auf dem Wasser. Inmitten von Dampf- und Rauchwolken sowie dem knirschen von Metall versank das Kriegsschiff in den Fluten. Mehrere der Überlebenden von der USS EDSALL wurden aus dem Wasser gerettet. Sie kamen allesamt auf den Schweren Kreuzer IJN CHIKUMA. Hier wurden sie eingekleidet, versorgt und verhört. Die anderen Überlebenden, die auf ihren Flößen oder Trümmern befanden, wurden ihrem Schicksal überlassen. Am 11. März 1942, zehn Tage später, erreichte der Kreuzer seinen Vormarschstützpunkt.
Am 21. September 1946 wurden mehrere Massengräber an einem abgelegenen Ort in Ostindien geöffnet. Über 1.000 Seemeilen von der Schlacht entfernt, in der die USS EDSALL versank. In zwei der geöffneten Gräber fand man Überreste von 34 enthaupteten Leichen. Sechs davon wurden als Angehörige Mannschaftsmitglieder der USS EDSALL identifiziert und fünf weitere von den US Air Force Mitarbeitern von der USS LANGLEY. Die sterblichen Überreste der Amerikanischen Mannschaftsmitglieder wurden zwischen Dezember 1949 und März 1950 auf US amerikanischen Friedhöfen bestattet.


USS EDSALL ( DD-219 )
Commanding Officer
 

CDR Arthur Hopkins Rice, Jr.    26. November 1920 – 14. Juni 1921
CDR Halsey Powell    14. Juni 1921 – 13. September 1921
LCDR Harry Robert Bougush    13. September 1921 – 19. November 1921
LCDR William Callender Irving Stiles    19. November 1921 – Mai 1923
LCDR Robert Todd Young    Mai 1923 – 14. Dezember 1924
LCDR Lemuel Earl Lindsay    14. Dezember 1924 – 3. September 1927
LT Maxwell Boehn Saben    3. September 1927 – 23. Oktober 1927 (XOIC)
CDR Jules James    23. Oktober 1927 – 13. August 1928 (später VADM)
LCDR Thomas Cross Singluff    13. August 1928 – 20. Juni 1930
LCDR Byron Scott Dague    20. Juni 1930 – 19. April 1932
LCDR Bruce Pepper Flood    19. April 1932 – 25. November 1932
LCDR Walker Cochran    25. November 1932 – 12. Juli 1933
LCDR Frederick Dodge Powers    12. Juli 1933 – 9. April 1935
LT Andrew Mack Parks    9. April 1935 – 15. Mai 1935 (XOIC)
LCDR Charles Adams Baker    15. Mai 1935 – 10. März 1937
LT William Schuetze Veeder    10. März 1937 – 15. April 1937 (XOIC)
LCDR Charles Adams Baker    15. April 1937 – 21. Februar 1938
CDR Frederick Sears Conner    21. Februar 1938 – 9. Mai 1939
LCDR Abel Charles Jules Sabalot    9. Mai 1939 – 24. Mai 1939
LCDR Edwin Mason Croch    24. Mai 1940 – 13. Oktober 1941
LCDR Joshua James Nix    13. Oktober 1941 – 1. März 1942

 

USS PILLSBURY ( DD-217 )

USS PILLSBURY ( DD-227 )

Biografie

John Elliott Pillsbury
* 15. Dezember 1848 in Lowell, Middlesex County, Massachusetts
† 30. Dezember 1919
war ein Rear Admiral in der US Navy

John Elliott Pillsbury war der älteste Sohn von John Gilman Pillsbury ( 2. November 1812 – 16. August 1858 in Chelsea, Suffolk County, Massachusetts ) und Elizabeth W. Smith ( 1813 – 13. Mai 1883 in Chelsea, Suffolk County, Massachusetts ), die am 26. ugust 1834 geheiratet hatten. John hatte drei Geschwister, Florence Jane Pillsbury Cranden ( 11. August 19848 in Lowell, Middlesex County, Massachusetts – ? ), Albert Smith Pillsbury ( 23. Februar 1851 in Lowell, Middlesex County, Massachusetts – ? ) und Lucretia Smith Pillsbury Remick ( 21. Mai 1856 in Chelsea, Massachusetts – ? ). John Elliott Pillsbury ernannte man 1862 in der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland zum Midshipman. Nach vier Jahren Studium versetzte man ihn an Bord eines Kriegsschiffes, damit er sich, wie das so üblich war, bewähren konnte. 1868 beförderte man ihn dann zum Ensign. Nachdem Pillsbury dann auf verschiedenen Schiffen gedient hatte und auch an Land mehrere Stationen durchlaufen war, übernahm er 1884 das Kommando über den Küstendampfer USS BLACK. Bis 1891 behielt er das Kommando und leistete in dieser Zeit mit seinem selbst erfundenen Forschungsinstrumenten, den Current Meter, hervorragende wissenschaftliche Arbeit bei der Erforschung des Golfstroms. Am 12. Januar 1897 übernahm Lieutenant Commander Pillsbury das Kommando über den Dynamit Kanonen Kreuzer USS VESUVIUS ( 1888 ). Im Frühjahr 1898 verschlechterten sich die amerikanischen Beziehungen zu Spanien. Die amerikanische Flotte sammelte sich in den Gewässern vor der Küste Floridas. Die USS VESUVIUS stach am 13. Mai in Newport, Rhode Island in See und eilte ebenfalls nach Florida und blieb vor Key West liegen. Erst am 28. Mai verließ das Schiff seinen Ankerplatz und fuhr in die kubanischen Gewässer. Hier sollte sich der Dynamit Kanonen Kreuzer an dem Blockadedienst beteiligen. Das Schiff operierte dabei in der Nähe von Morro Castle, Santiago de Cuba und bombardierte diese Festung in acht Etappen. So lief die USS VESUVIUS im Schutz der Dunkelheit heimlich in den Hafen von Santiago de Cuba und löste mindestens alle zehn an Bord befindlichen Dynamitgranaten aus. Den spanischen Verteidigern bereiteten diese zerstörerischen Granaten einige psychologische Sorgen, da man in der Nacht kein Geschützfeuer sehen konnte. Denn diese Granaten wurden per Druckluft verschossen. Zwischen den Tagen, in denen der Beschuss spanischer Anlagen eingestellt worden war, diente die USS VESUVIUS bis Juli als Versorgungsschiff zwischen Kuba und Florida. Nach dem Krieg übernahm Pillsbury wieder Aufgaben zur Erforschung des Atlantiks und der Karibik. 1905 diente er dann als Stabschef der Nordatlantikflotte und war von 1908 bis 1909 der Kommandant des Bureau of Navigation. Obwohl Rear Admiral John Elliott Pillsbury hervorragende Leistungen als Seemann und Kämpfer während kriegerischer Auseinandersetzungen gezeigt hatte, gilt er doch weltweit als führender Geograph und eine Autorität im Wissen über den Golfstrom. Viele Jahre war Pillsbury aktiv mit der National Geographic Society verbunden und zum Zeitpunkt seines Todes, am 30. Dezember 1919 der Präsident dieser Gesellschaft.
Seine serblichen Überreste wurden mit militärischen Ehren auf dem Arlington National Cemetery im Abschnitt 1 beigesetzt. Seine Frau Florence Greenwood Aitchinson Pillsbury ( 16. Mai 19847 – 21. Februar 1925 ) wurde mit bei ihm begraben.


USS PILLSBURY ( DD-227 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS PILLSBURY ( DD-227 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral John Elliott Pillsbury benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechsunddreißigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Werft von William Cramp and Sons in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 23. Oktober 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Helen Langdon Richardson ( 6. Juli 1905 in Boston, Massachusetts – 1991 ), Enkelin von Rear Admiral John Elliott Pillsbury, taufte am 3. August 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Hal Williams Barnes stellte am 15. Dezember 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS PILLSBURY blieb nach der Indienststellung in Philadelphia liegen und wurde dem Zerstörergeschwader Nummer 3 in der Zerstörerdivision 39 der Atlantikreserveflotte zugeordnet. Hier befand sich die USS PILLSBURY zusammen mit seinen Schwesterschiffen USS POPE ( DD-225 ) und USS PEARY ( DD-226 ). Mit Beginn des Jahres 1921 wechselte der Zerstörer nach Charleston, South Carolina. Das war für das Kriegsschiff die Basis im Winter. Nur in den Sommermonaten fuhr die USS PILLSBURY nach Newport, Rhode Island und  beteiligte sich an Übungseinheiten mit dem Torpedo und den Geschützen. Vom 12. Januar 1922 an beteiligte sich der Zerstörer zusammen mit Schlachtschiffen und anderen Zerstörern vor der Guantanamo Bay, Kuba an mehreren Manövern. Erst am 27. April legte das Kriegsschiff in Philadelphia wieder an. In der dortigen Werft unterzog man die USS PILLSBURY einer umfangreichen Überholung. Der Zerstörer legte am 12. Mai zusammen mit der USS POPE in der Werft wieder ab und begann seine Fahrt in den Pazifik. Dazu passierten die Kriegsschiffe am 3. Juli die Straße von Gibraltar und führten mehrere Hafenbesuche im Mittelmeer durch. Am 15. Juli lag die USS PILLSBURY und die USS POPE vor dem Suezkanal, konnte ihn aber erst am 25. Juli durchqueren. Das Ziel beider Zerstörer war die asiatische Flotte, die in Chefoo, China lag. Hier gliederte man sie in die Division 43 des Zerstörergeschwaders 15 ein. Die USS PILLSBURY sollte im Fernen Osten das Leben und die Interessen der Amerikaner während des Bürgerkrieges in China schützen. Dazu beteiligte sich der Zerstörer für viele Jahre auch bei der Yangtse River Patrouille. Dann kam es am 21. März 1927 zum Nanjing – Vorfall. Die Nationale Revolutionsarmee näherte sich sehr schnell der chinesischen Stadt und es begannen ab dem 21. März Plünderungen in den Stadtteilen der Ausländer. Zum Schutz der Amerikaner wurden fünf amerikanische Zerstörer in den Hafen beordert. Das waren neben der USS PILLSBURY die USS NOA ( DD-343 ), USS WILLIAM B PRESTON ( DD-344 ),USS JOHN D FORD ( DD-228 ) und USS SIMPSON ( DD-221 ). Die USS PILLSBURY übernahm dabei die Sicherung der gelandeten Soldaten des Marine Corps. Auch in den folgenden Jahren blieb der Zerstörer in der asiatischen Flotte. Diese Flotte sollte nun vermehrt wegen des aggressiven japanischen Auftretens im pazifischen Raum die Philippinen, der Inselstaat war noch eine Kolonie der USA, beschützen. Am 31. Juli 1940 übernahm Lieutenant Commander Harold Clay Pound ( 20. Dezember 1903 in Hutchinson, Reno County, Kansas – 1. März 1942 auf See ) von Lieutenant Commander Arthur Ainslie Ageton ( 25. Oktober 1900 in Fromberg, Montana – 23. April 1971 in Washington DC ) das Kommando über die USS PILLSBURY.
Rear Admiral Thomas Charles Hart ( 12. Juni 1877 in Davison, Michigan – 4. Juli 1971 in Sharon, Connecticut ) verließ am 27. November 1941 die asiatische Flotte, die jetzt in Manila stationiert war und in die Pazifikflotte integriert wurde. Diese kommandierte Admiral Husband Edward Kimmel ( 26. Februar 1882 in Henderson, Kentucky – 14. Mai 1968 in Groton, Connecticut ). Am 7. Dezember 1941, an dem Tag an dem die Japaner Pearl Harbor, Territorium Hawaii überfallen und die USA in den Zweiten Weltkrieg zogen, operierte die USS PILLSBURY in der Nähe von Borneo. Zusammen mit anderen amerikanischen, niederländischen und australischen Kriegsschiffen fuhr der Zerstörer von Balikpapan, Niederländisch – Ostindien aus Aufklärungs- und U-Boot Patrouillen. Doch schon wenige Tage später verlegte man den Zerstörer nach Surabaya, Java. Von dort aus beteiligte sich das Kriegsschiff den Vormarsch der Japaner zu stoppen oder wenigstens zu verlangsamen. Dazu versetzte man am 15. Dezember die USS PILLSBURY in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS EDSALL ( DD-219 ), USS ALDEN ( DD-211 ), USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ) und USS WHIPPLE ( DD-217 ), aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS BARKER ( DD-213 ), USS BULMER ( DD-222 ), USS PARROTT ( DD-218 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und aus der DesDiv 59 die Zerstörer USS PILLSBURY, USS POPE, USS JOHN D FORD ( DD-228 ) und USS PEARY ( DD-226 ). Ab Anfang Januar 1942 wechselten diese Schiffe ihre Basis in die Kupang Bay, Timor. Die USS PILLSBURY selber fuhr von dort aus bis Surabaya, Java und patrouillierte ab dem 4. Februar nachts zusammen mit den Kreuzern USS HOUSTON und USS MARBLEHEAD und den Zerstörern USS STEWART, USS HOHN D EDWARDS, USS BARKER, USS BULMER, USS PAUL JOHNS und USS WHIPPLE. Am 18. Februar begannen die Japaner mit der Landung auf Bali. Die Schiffe des Amercan – Britisch – Niederländisch – Australischen Verbandes versuchten weitere Landungen in diesem Gebiet zu unterbinden oder wenigstens zu stören. In der Nacht vom 19. zum 20. Februar kam es zur Schlacht um die Badoeng Straße. Die alliierten Schiffe hatten dabei den Nachteil, dass sie nicht als Verband agieren konnten, obwohl sie zahlenmäßig in der Überzahl waren. An den Kämpfen beteiligten sich die U-Boote USS SEAWOLF ( SS-197 ) und HMS TRUANT ( N68 ), die schon am Morgen des 18. Februar den japanischen Konvoi meldeten und angriffen. Doch ohne Erfolg mussten sie schleunigst das Weite suchen nachdem mehrere Wasserbombenangriffe auf sie geführt worden sind. Noch am Abend desselben Tages griffen 20 US Army Air Force Flugzeuge diesen feindlichen Konvoi an und konnten nur den Transporter SAGAMI MARU beschädigen. Der Invasionskonvoi zog sich daraufhin nach Norden zurück. Der Transporter SASAGO MARU wurde dabei von den Zerstörern IJN ASASHIO und IJN OSHIO und der beschädigte SAGAMI MARU von den Zerstörern IJN MICHISHIO und IJN ARASHIO eskortiert. Der Sicherungsverband mit dem Leichten Kreuzer IJN NAGARA und den Zerstörern IJN WAKABA, IJN HATSUSHIMU und IJN NENOHI waren bis dahin noch nicht in Aktion getreten, da sie zu weit weg waren. Die erste alliierte Gruppe, bestehend aus den niederländischen Leichten Kreuzern HNLMS DE RUYTER und HNLMS JAVA, dem niederländischen Zerstörer HNLMS PIET HEIN und den amerikanischen Zerstörern USS JOHN D FORD und USS POPE erreichte das Seegebiet. Um 22:00 Uhr entdeckten diese Kriegsschiffe die vier japanischen Zerstörer und die beiden Transporter. Nur fünfundzwanzig Minuten später eröffneten die alliierten Schiffe das Feuer. Die abgefeuerten Granaten der beiden niederländischen Kreuzer trafen kein Ziel und fuhren daher weiter nach Nordosten damit die Zerstörer mit ihren Torpedos agieren konnten. Doch noch bevor die drei Zerstörer in Reichweite waren traf ein Long – Lance Torpedo, abgefeuert von der IJN ARASHIO, die HNLMS PIET HEIN. Der Zerstörer ging sofort unter. Die Mannschaft hatte keine Chance sich zu retten. Es entspann sich daraufhin ein Gefecht zwischen den japanischen Zerstörern IJN OSHIO und IJN ARASHIO und den amerikanischen Zerstörern USS POPE und USS JOHN D FORD. Die Amerikaner mussten sich nach Südosten zurückziehen anstatt den Kreuzern zu folgen. Die beiden japanischen Zerstörer schossen dann in der Dunkelheit mehrere Minuten lang auf sich selber, da man sich mit feindlichen Schiffen verwechselte. Keine der abgefeuerten Granaten traf ihr Ziel. Erst drei Stunden später erreichte die zweite alliierte Gruppe das Seegebiet in der Badoeng Straße. Dabei war der niederländische Leichte Kreuzer HNLMS TROMP und die amerikanischen Zerstörer USS PILLSBURY, USS JOHN D EDWARDS, USS PARROTT und USS STEWART. Um 1:36 Uhr startete die USS PILLSBURY drei Torpedos auf den feindlichen Schiffskonvoi. Auch die USS STEWART und USS PARROTT feuerten Torpedos ab, aber trafen ebenfalls nichts. Jetzt feuerten die IJN OSHIO und IJN ASASHIO mit ihren Geschützen auf die neuen Angreifer. Das Feuer wurde von denen erwidert. Dabei wurde die HNLMS TROMP von elf 12,7 cm Granaten der IJN ASASHIO getroffen und schwer beschädigt. Erst jetzt fuhren die beiden Zerstörer IJN ARASHIO und IJN MICHISHIO zu dem Kampfplatz und erreichten diesen gegen 2:10 Uhr. Die IJN MICHISHIO wurde durch Granaten von der USS PILLSBURY, USS JOHN D FORD und HNLMS TROMP getroffen. Dabei fanden 13 Mannschaftsmitglieder den Tod und 83 wurden zum Teil schwer verletzt. Von der USS PILLSBURY wurden die Geschütze und Maschinengewehre auf den feindlichen Zerstörer abgefeuert. Das Ziel war Mittschiffs. Dort kamen auch die meisten japanischen Besatzungsmitglieder ums Leben. Mindestens drei Granaten trafen die IJN MICHISHIO direkt. Es brach dann Feuer auf dem Zerstörer aus und es konnte sich nicht mehr wehren. Die USS PILLSBURY selber musste dieses Gefecht vorzeitig abbrechen, da ein Suchscheinwerfer von der IJN ARASHIO auf sie gerichtet war und dadurch mehrere Granaten auf sie abgefeuert wurden. Der Zerstörer wandte sich sofort nach Steuerbord und legte eine Nebelwand um dem Scheinwerfer zu entkommen. Wenige Minuten später zogen sich beide Gruppen zurück. Die USS PILLSBURY und die USS PARROTT wurden nach Tjilatjap, Java geschickt. Hier sollten sie frische Munition an Bord nehmen und sich einer dringend notwendig gewordenen Überholung unterziehen. Einige Tage später wurde die USS PILLSBURY genauso wie der Zerstörer USS EDSALL ( DD-219 ) und das Kanonenboot USS ASHVILLE ( PG-21 ) versenkt. Es gibt darüber keine Berichte. Erst nach dem Krieg konnte man japanische Protokolle sichten. So wurde in das Seegebiet südlich von Java eine mächtige japanische Flotte entsandt, um die Flucht alliierter Schiffe aus diesem Gebiet zu verhindern. Die japanische Flotte bestand aus vier Schlachtschiffen, fünf Kreuzern, vier Flugzeugträgern und den Zerstörern aus der Zerstörerstaffel 4.
Die USS EDSALL ging am 1. März 1942 verloren. Nur wenige Mannschaftsmitglieder wurden von den Japanern aus dem Wasser gerettet. Fünf davon fand man hingerichtet in Indonesien in einem Massengrab.
Die USS ASHVILLE wurde am 3. März 1942 versenkt. Nur ein Mannschaftsmitglied wurde von den Japanern gerettet. Dieser verstarb am 18. März 1945 im japanischen Kriegsgefangenenlager Makassar.
Die USS PILLSBURY traf in der Nacht des 2. März 1942 auf die beiden japanischen Schweren Kreuzer IJN TAKAO und IJN ATAGO. Der Kampf war kurz. Um 21:02 sank der Zerstörer mit allen Besatzungsmitgliedern.
Alle drei Versenkungen fanden rund 200 Seemeilen östlich der Christmas Islands statt. Nach dem Untergang der drei amerikanischen Kriegsschiffe zog sich die japanische Flotte aus dem Seegebiet zurück.     


USS PILLSBURY ( DD-227 )
Commanding Officer
 

LT Hal Williams Barnes    15. Dezember 1920 – 9. Juli 1921
LCDR Charles Talley Blackburn    9. Juli 1921 – 28. Dezember 1921
LCDR Harold Vincent McKittrick    28. Dezember 1921 – 25. Juni 1924
LCDR Williams Carter Wickham    25. Juni 1924 – 9. Juli 1926
CDR Schuyler Franklin Heim    9. Juli 1926 – ?
LCDR Thomas Shore McCloy    16. Juni 1926 – 26. Mai 1929
LCDR Hubert Vance LaBombard    26. Mai 1929 – 8. Oktober 1930
LT Donald McKenzie Weld    8. Oktober 1930 – 9. Januar 1931 (XOIC)
LCDR Lee Cummins Carey    9. Januar 1931 – 26. Juli 1931
CDR Lucius Claude Dunn    26. Juli 1931 – 3. Juli 1933
CDR John Culbertson Thom    3. Juli 1933 – 21. Januar 1934
LCDR Roy Pfaff    21. Januar 1934 – 10. Februar 1936
LCDR Harold George Eberhart    10. Februar 1936 – 19. Juli 1936
LCDR Frank Ernest Vensel Jr.    19. Juli 1936 – 21. Juni 1937
LCDR Alva Joseph Spriggs    21. Juni 1937 – 18. April 1939
LCDR Arthur Ainslie Ageton    18. April 1939 – 31. Juli 1940 (später RADM)
LCDR Harold Clay Pound    31. Juli 1940 – 1. März 1942

USS PARROTT ( DD-218 )

USS PARROTT ( DD-218 )

Biografie

George Fountaine Parrott
* 23. Dezember 1887 in Falling Creek, Lenoir County, North Carolina
† 9. Oktober 1918 auf See
war ein US Navy Offizier und diente während des Ersten Weltkrieges

George Fountaine Parrott war das dritte von sieben Kindern von dem Farmer George Franklin Parrott ( 6. Juni 1858 im Lenoir County, North Carolina – 10. Dezember 1928 in Kinston, Lenoir County, North Carolina ) und dessen Frau Julia Filyaw Bizzell Parrott ( 21. Juni 1861 in Newton Grove, Sampson County, North Carolina – 6. Oktober 1942 in Kinston, Lenoir County, North Carolina ). Ein Cousin von ihn war Marion Arendell Parrott ( 23. August 1918 – 27. Oktober 2000 ), der während des Zweiten Weltkrieges als Fallschirmjäger bei der 101. Airborne Division der US Army gedient und am 6. Juni 1944 an der Schlacht um die Normandie beteiligt gewesen war. Der Großvater mütterlicherseits von George Fountaine Parrott, Fountain Birrell, hatte in der Kompanie G des 55. Infanterieregiments von North Carolina gedient. George besuchte in seinen jungen Jahren die Kinston Graded School, dann das Rhodes Military Institute und absolvierte schließlich das Oak Ridge Institute in North Carolina. George konnte an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland teilnehmen, nachdem er vom Kongressabgeordneten Claude Kitchin ( 24. März 1869 in Scotland Neck, North Carolina – 31. Mai 1923 in Wilson. North Carolina ) aus dem 2. Bezirk von North Carolina als Teilnehmer ernannt worden war. George Fountaine Parrott wurde am 3. Juli 1906 zum Midshipman ernannt und absolvierte 1911 die US Naval Academy. Im März 1912 beförderte man Parrott zum Ensign. Weitere Beförderungen erfolgten im März 1914 zum Lietenant ( jg ), im April 1917 zum Lieutenant ( sg ) und im August 1918 zum Lieutenant Commander. Während des Ersten Weltkrieges diente LCDR Parrott an Bord des Zerstörers USS SHAW ( DD-68 ), wo er der Executive Officer war. Am 9. Oktober 1918 kam es zu einem folgenschweren Ereignis. Die USS SHAW eskortierte den riesigen britischen Truppentransporter AQUITANIA durch den Ärmelkanal. Der Zerstörer lief einige Schiffslängen vor dem Transporter. Beide Schiffe hatten gerade während ihrer Zickzack –Fahrt die Richtung nach Steuerbord beendet und wollten wieder nach Backbord drehen. Da klemmte das Ruder an der USS SHAW. Die AQUITANIA steuerte ohne Fahrt zu verlieren direkt auf den Zerstörer zu. Der Truppentransporter rammte das Kriegsschiff rund siebenundzwanzig Meter hinter dem Bug mit voller Fahrt. Dort befand sich die Brücke. Diese wurde vollständig zerstört und ein Feuer brach aus. LCDR Parrott befand sich zu diesem Zeitpunkt auf der Brücke. Durch die Kollision wurden zwölf Besatzungsmitglieder getötet. Eine Notbesatzung, bestehend aus 21 Mannschaftsmitgliedern, konnte den Zerstörer aus eigener Kraft bis in den 60 km entfernt liegenden Hafen Portsmouth, England bringen.
Lieutenant Commander George Fountaine Parrott verlieh man posthum das Navy Cross und er wurde in der Ehrenliste des Ersten Weltkrieges und auf den Tafeln der Vermissten auf dem amerikanischen Friedhof und Gedenkstätte des Brookwood Cemetery in Brookwood, Surrey County, England aufgeführt.


USS PARROTT ( DD-218 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS PARROTT ( DD-218 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Commander George Fountain Parrott benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das siebenundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Werft von William Cramp and Sons Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 23.
Juli 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Julia B. Parrott ( 24. Mai 1891 in North Carolina – 16. März 1963 ), Schwester von LCDR George Fountain Parrott, taufte am 25. November 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Williams Carter Wickham ( 17. Juli 1887 – Juli 1985 ) stellte am 11. Mai 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt wurde die USS PARROTT der Zerstörer Division 38 zugeteilt, die zur Pazifikflotte gehörte. Am 7. August 1920 stach der Zerstörer in See und verließ den Hafen von Boston, Massachusetts. Das Kriegsschiff durchquerte den am 12. Juli durch US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) offiziell für den Schiffsverkehr eröffneten Panamakanal und erreichte am 7. Dezember die US Navy Marinebasis San Diego, Kalifornien. Die USS PARROTT operierte von hier aus in den Gewässern der kalifornischen Küste und entlang des amerikanischen Kontinents bis nach Valparaiso, Chile. Am 3. Dezember 1921 wurde der Zerstörer der Atlantikflotte zugeteilt und nach Philadelphia befohlen. Hier unterzog man das Kriegsschiff einer intensiven Überholung. Vom 26. bis zum 30. Mai 1922 eskortierte die USS PARROTT die Präsidentenyacht USS MAYFLOWER ( PY-1 ) von Hampton Roads, Virginia über die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland bis nach Washington DC. Von Washington DC aus wechselte der Zerstörer nach Newport, Rhode Island. Hier wurde das Kriegsschiff für den europäischen Dienst ausgerüstet. Am 12. Juni legte die USS PARROTT dort ab und fuhr zusammen mit den Schiffen der Zerstörer Division ins Mittelmeer. Ziel war Konstantinopel, wo sich der Kommandeur des US Naval Detachments aufhielt. Innerhalb der türkischen Gewässer sollte das Kriegsschiff die amerikanischen Hilfsorganisationen bei der Hilfe politischer Flüchtlinge und beim Schutz des Lebens und der Interessen der Amerikaner unterstützen. So kam es nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in der Türkei zu Aufständen gegen die Besatzer aus Griechenland, Frankreich, Russland und Großbritannien. Die USS PARROTT diente von Zeit zu Zeit als Kommunikations- und Stationsschiff im Schwarzen Meer, in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer. Dann vertrieben die Türken die anatolischen Griechen aus Smyrna. Der Zerstörer war bei der Evakuierung tausender Flüchtlinge eines von mehreren amerikanischen Kriegsschiffen, die diese Menschen bis zu den Stränden des griechischen Festlandes transportierten. Dieses Geschwader an amerikanischen Kriegsschiffen wurde von dem US High Commissioner for Turkey, Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17. April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ), befehligt. In diesem Geschwader befanden sich unter anderem auch die Schwesterschiffe USS EDSALL ( DD-219 ) und USS LITCHFIELD ( DD-336 ). Vom 13. September an bis zum 25. Oktober beteiligte sich die USS PARROTT so an der Evakuierung tausender griechischer und armenischer Flüchtlinge. Am 9. September 1922 drangen in Smyrna türkische Truppen ein. Vier Tage später brach in den griechischen und armenischen Vierteln ein Großfeuer aus, dem zwischen 10.000 und geschätzte 100.000 Menschen zum Opfer fielen. Der Zerstörer eskortierte außerdem in diesen Tagen an der Evakuierung beteiligte Schiffe anderer Nationen, um Personen zu helfen die um Schutz gebeten hatten. Nachdem sich die Lage in der Türkei wieder beruhigt hatte, unternahm die USS PARROTT vom 6. Juli bis zum 24. August 1923 mehrere Hafenbesuche. So lief der Zerstörer Griechenland, die Türkei, Rumänien, Bulgarien und Russland an. Dort wurden Beamte der jeweiligen Staaten an Bord gebeten und unter der amerikanischen Flagge Verhandlungen geführt. Im darauffolgenden Jahr führte das Kriegsschiff ähnliche Besuche durch und lief die Häfen Bizerta und Tunis, Tunesien; Livorno und Genua, Italien; Patmos, Griechenland; Villefranche – sur – Mer, Frankreich und Cagliari, Sardinien an. Im Juli 1924 kehrte die USS PARROTT zusammen mit der USS EDSALL aus dem Mittelmeer nach New York zurück und wechselten dann nach Boston. Dort machte man sie am 26. Juli fest. In den folgenden Monaten musste sich der Zerstörer einer umfangreichen Überholung unterziehen und beteiligte sich anschließend an mehreren lokalen Operationen. Dann begannen die Vorbereitungen auf die Fahrt in den Pazifik. Am 3. Januar 1925 stach die USS PARROTT zusammen mit der USS EDSALL von Philadelphia aus in See und fuhr in die Karibik. In der Guantanamo Bay, Kuba fand ein Manöver statt. Das war die Vorbereitung auf das Flottenmanöver Nummer Fünf. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten die Zerstörer die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Das anstehende Flottenmanöver fand im März und April vor den Hawaiianischen Inseln statt. Während des simulierten Angriffs auf Hawaii war auch der erste Flugzeugträger der USA, die USS LANGLEY ( CV-1 ), beteiligt, was dazu bewog den Bau der beiden folgenden Träger, die USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) zu forcieren. Die USS PARROTT legte am 27. April in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an. Hier bereitete man das Schiff und die Mannschaft auf den kommenden Einsatz vor. Am 29. Mai verließ der Zerstörer zusammen mit der USS EDSALL wieder die Hawaiianischen Gewässer und fuhr über Midway Island nach Chefoo, China. In diesem Hafen legten die Kriegsschiffe am 14. Juni an. Doch schon am 22. Juni wechselten die Zerstörer zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen in den Hafen von Shanghai, China. Hier waren die politischen Gegebenheiten unklar. Deshalb sollte eine Anlandung amerikanischer Marines gesichert werden. Hauptaufgabe der Kriegsschiffe war der Schutz amerikanischer Interessen im Fernen Osten. Die USS PARROTT blieb bis zum 31. Juli in den Gewässern vor Shanghai. Der Zerstörer fuhr in den folgenden Wochen entlang der chinesischen Küste Patrouille und kehrte erst am 10. September nach Shanghai zurück. Von hier aus beteiligte sich das Kriegsschiff am Dienst in der Yangtze River Patrouille. Doch schon am 16. Oktober verließ die USS PARROTT diesen Einsatzort und fuhr zu den Philippinen. Dort wurde der Zerstörer in Manila, Luzon, Philippinen stationiert. Das Kriegsschiff beteiligte sich von dieser Basis aus ab dem 19. Oktober 1925 bis zum 15. März 1926 an mehreren Operationen. Die USS PARROTT eilte nun wieder an die chinesische Küste und wurde dort bis zum 14. Juni dem Commander South China Patrol in Shantou, Guangdong unterstellt. Zu dieser Zeit verursachte die Revolution in China, die ein Jahr später in einen Bürgerkrieg endete, eine intensive Aktivität der US Navy. Praktisch die gesamte asiatische Flotte befand sich in chinesischen Gewässern. Die USS PARROTT sowie alle anderen amerikanischen Kriegsschiffe hatte einen sehr strengen Zeitplan bekommen, um das Interesse der Amerikaner und anderer neutraler Nationen wieder zu fördern und zu beschützen. Am 25. Oktober 1927 löste man den Zerstörer von diesen Aufgaben ab. Das Kriegsschiff fuhr nach Süden über Hongkong, Bangkok und Saigon zur US Navy Marinebasis bei Manila. Der Zerstörer legte dort am 18. November an. Während des Jahres 1928 besuchte die USS PARROTT mehrere philippinische Häfen, die von amerikanischen Zivilschiffen oder Kriegsschiffen so gut wie nie angelaufen wurden. Bis 1934 blieb der Zerstörer in Manila stationiert und beteiligte sich an den Operationen und Patrouillen der asiatischen Flotte. Ab 1935 begann das Kriegsschiff vor Französisch – Indochina hydrographische Daten in und um Saigon zu sammeln. Im Jahr 1936 nahm die USS PARROTT ihre Neutralitätspatrouille vor der chinesischen Küste wieder auf und diente hier bis 1940 als Stationsschiff vor Amoy und Swatow. Vom 7. Juli bis zum 4. Oktober 1940 patrouillierte der Zerstörer in den chinesischen Gewässern vor Tsingtao und legte in anderen nordchinesischen Häfen an. Nach Manila kehrte das Kriegsschiff am 11. Oktober zurück. In der Cavite Navy Yard in Manila wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres 1941 auf der USS PARROTT Minenabwehr-, Radar- und Sonargeräte installiert. Danach trainierte der Zerstörer zusammen mit anderen Zerstörern und U-Booten damit die Mannschaft sich mit diesen Neuinstallationen vertraut machen konnte. Das Kriegsschiff übernahm ab dem 6. Oktober seine Aufgaben als Offshore Sicherungsposten am Eingang der Manila Bay und überwachte den Bereich über und unter Wasser. Die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor wurde am 7. Dezember 1941 von den Japanern überfallen. Damit zog man die USA in den Zweiten Weltkrieg mit hinein. Am 15. Dezember versetzte man die USS PARROTT in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS EDSALL, USS ALDEN ( DD-211 ), USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ) und USS WHIPPLE ( DD-217 ), aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS PARROTT, USS BARKER ( DD-213 ), USS BULMER ( DD-222 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und aus der DesDiv 59 die Zerstörer USS JOHN D FORD ( DD-228 ), USS PEARY ( DD-226 ), USS PILLSBURY ( DD-227 ) und USS POPE ( DD-225 ). Als die Japaner begannen die Philippinen an sich zu reißen, bewegte sich die asiatische Flotte nach Süden und operierte von der Basis in Surabaya, Java aus unter einem einheitlichen amerikanische – britisch – niederländisch – australischen Kommando ( ABDA ). Am 9. Januar 1942 gehörte die USS PARROTT zu einer Eskorte für das niederländische Handelsschiff BLOEMFONTEIN. Der Leichte Kreuzer USS BOISE und die Zerstörer USS PARROTT, USS POPE, USS STEWART, USS BULMER und USS BARKER fuhren von Darwin, Australien aus nach Surabaya. Das niederländische Handelsschiff war von Brisbane, Australien aus losgefahren, um alliierte Verstärkungen, die aus dem 2. Bataillon der 131. Feldartillerie,  diese gehörte zur Texas National Guard, und Nachschub bestand, nach Java zu bringen und gehörte vorher zum sogenannten PENSACOLA – Konvoi, der am 29. November 1941 in Pearl Harbor abgelegt hatte damit auf den Philippinen Verstärkungen und Nachschub geliefert werden konnte. Doch der japanische Vormarsch ging schneller wie vermutet und so versuchten die Alliierten die südlicher gelegenen Inseln zu verstärken um Australien zu sichern. Zu dem PENSACOLA – KONVOI gehörte der Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), der zusammen mit dem Kanonenboot USS NIAGARA ( PG-52 ), den Truppentransportern USS REPUBLIC ( AP-33 ) und USS CHAUMONT ( AP-5 ), den zwei US Army Transportschiffen USAT WILLARD A HOLBROOK und USAT MEIGS, den US Handelsschiffen SS ADMIRAL HALSTEAD und SS COASTER FARMER sowie dem niederländischen Handelsschiff BLOEMFONTEIN. An Bord der Schiffe befanden sich Truppen der amerikanischen Nationalgarde sowie US Army Air Force Truppen mit ihren in Kisten verpackten Flugzeugen. Die Japaner nahmen mit ihren Landungstruppen eine Insel nach der anderen im philippinischen Archipel ein. Am 20. Januar 1942 liefen die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS MARBLEHEAD sowie die Zerstörer USS PARROTT, USS POPE, USS JOHN D FORD und USS PAUL JONES von Surabaya aus in Richtung Balikpapan, Borneo, Niederländisch Ostindien. Das war von den Alliierten der Ölhafen, von wo sie ihren Treibstoff erhielten. In das Seegebiet vor der Bucht Balikpapan liefen in der Nacht vom 23. zum 24. Januar die vier Zerstörer ein. Im Hafen lagen 16 japanische Transporter und drei Torpedoboote vor Anker, die von einem Zerstörergeschwader gesichert wurden. Die vier amerikanischen Zerstörer feuerten aus sicherer Entfernung fast all ihre Torpedos auf die feindlichen Schiffe ab. Die japanischen Transporter TSURUGA MARU, SUMANOURA MARU und TACUKAMI MARU und das Versorgungsschiff KURETAKI MARU sanken. Das Torpedoboot P-37 erhielt einen Torpedotreffer durch die USS PARROTT und sank. Die Japaner waren über diesen Angriff verwirrt. Die japanischen Zerstörer suchten daraufhin die Bucht nach feindlichen U-Booten ab. Die kleine amerikanische Kampfgruppe zog sich unerkannt aus dem Kampfgebiet zurück und erreichte am 25. Januar Surabaya. Fünf Tage später stach die USS PARROTT mit anderen Zerstörern als Teil einer Eskorte wieder in See und sicherte zwei niederländische Schiffe bis zur Lombok – Straße, zwischen den indonesischen Inseln Bali und Lombok. Am 15. Februar wehrte sich der Zerstörer zusammen mit anderen alliierten Schiffen gegen drei japanische Luftangriffe, als die Schiffe versuchten eine japanische Landeoperation an der Küste Sumatras zu behindern. Vier Tage später erreichte die USS PARROTT wieder Surabaya. Hier wurde frischer Treibstoff und Munition gebunkert. Noch am selben Tag musste wieder abgelegt werden. Die japanischen Streitkräfte waren ab dem 18. Februar dabei auf Bali anzulanden. In der Nacht vom 19. zum 20. Februar kam es zur Schlacht um die Badoeng Straße. Die alliierten Schiffe hatten dabei den Nachteil, dass sie nicht als Verband agieren konnten, obwohl sie zahlenmäßig in der Überzahl waren. An den Kämpfen beteiligten sich die U-Boote USS SEAWOLF ( SS-197 ) und HMS TRUANT ( N68 ), die schon am Morgen des 18. Februar den japanischen Konvoi meldeten und angriffen. Doch ohne Erfolg mussten sie schleunigst das Weite suchen nachdem mehrere Wasserbombenangriffe auf sie geführt worden sind. Noch am Abend desselben Tages griffen 20 US Army Air Force Flugzeuge diesen feindlichen Konvoi an und konnten nur den Transporter SAGAMI MARU beschädigen. Der Invasionskonvoi zog sich daraufhin nach Norden zurück. Der Transporter SASAGO MARU wurde dabei von den Zerstörern IJN ASASHIO und IJN OSHIO und der beschädigte SAGAMI MARU von den Zerstörern IJN MICHISHIO und IJN ARASHIO eskortiert. Der Sicherungsverband mit dem Leichten Kreuzer IJN NAGARA und den Zerstörern IJN WAKABA, IJN HATSUSHIMU und IJN NENOHI waren bis dahin noch nicht in Aktion getreten, da sie zu weit weg waren. Die erste alliierte Gruppe, bestehend aus den niederländischen Leichten Kreuzern HNLMS DE RUYTER und HNLMS JAVA, dem niederländischen Zerstörer HNLMS PIET HEIN und den amerikanischen Zerstörern USS JOHN D FORD und USS POPE erreichte das Seegebiet. Um 22:00 Uhr entdeckten diese Kriegsschiffe die vier japanischen Zerstörer und die beiden Transporter. Nur fünfundzwanzig Minuten später eröffneten die alliierten Schiffe das Feuer. Die abgefeuerten Granaten der beiden niederländischen Kreuzer trafen kein Ziel und fuhren daher weiter nach Nordosten damit die Zerstörer mit ihren Torpedos agieren konnten. Doch noch bevor die drei Zerstörer in Reichweite waren traf ein Long – Lance Torpedo, abgefeuert von der IJN ARASHIO, die HNLMS PIET HEIN. Der Zerstörer ging sofort unter. Die Mannschaft hatte keine Chance sich zu retten. Es entspann sich daraufhin ein Gefecht zwischen den japanischen Zerstörern IJN OSHIO und IJN ARASHIO und den amerikanischen Zerstörern USS POPE und USS JOHN D FORD. Die Amerikaner mussten sich nach Südosten zurückziehen anstatt den Kreuzern zu folgen. Die beiden japanischen Zerstörer schossen dann in der Dunkelheit mehrere Minuten lang auf sich selber, da man sich mit feindlichen Schiffen verwechselte. Keine der abgefeuerten Granaten traf aber ihr Ziel. Erst drei Stunden später erreichte die zweite alliierte Gruppe das Seegebiet in der Badoeng Straße. Dabei war der niederländische Leichte Kreuzer HNLMS TROMP und die amerikanischen Zerstörer USS PARROTT, USS JOHN D EDWARDS, USS PILLSBURY und USS STEWART. Um 1:36 Uhr startete die USS PILLSBURY drei Torpedos auf den feindlichen Schiffskonvoi. Auch die USS PARROTT und USS STEWART feuerten Torpedos ab, aber trafen ebenfalls nichts. Jetzt feuerten die IJN OSHIO und IJN ASASHIO mit ihren Geschützen auf die neuen Angreifer. Das Feuer wurde von denen erwidert. Dabei wurde die HNLMS TROMP von elf 12,7 cm Granaten der IJN ASASHIO getroffen und schwer beschädigt. Erst jetzt fuhren die beiden Zerstörer IJN ARASHIO und IJN MICHISHIO zu dem Kampfplatz und erreichten diesen gegen 2:10 Uhr. Die IJN MICHISHIO wurde durch Granaten von der USS PILLSBURY, USS JOHN D FORD und HNLMS TROMP getroffen. Wenige Minuten später zogen sich beide Gruppen zurück. Die USS PARROTT und die USS PILLSBURY wurden nach Tjilatjap, Java geschickt. Hier sollten sie frische Munition an Bord nehmen und sich einer dringend notwendig gewordenen Überholung unterziehen. Die USS PARROTT war während der Absetzbewegung vor Bali auf Grund gelaufen. Der Zerstörer konnte sich aber aus eigener Kraft befreien. Nur wusste man nicht wie der Kiel aussah. Nach der Überholung erhielt der Zerstörer am 28. Februar die Aufgabe die MS SEA WITCH, das Handelsschiff hatte 27 P-40 Flugzeuge in Kisten verpackt an Bord, nach Tjilatjap zu eskortieren. Danach sollte das Kriegsschiff nach Fremantle, Australien fahren. Zur gleichen Zeit versuchten die Kriegsschiffe des ABDA – Verbandes verzweifelt die Invasion von Java durch die Japaner zu verhindern. Während der Schlacht wurde der Verband fast vollständig zerstört. Die USS PARROTT verließ wenige Tage später die australischen Gewässer und fuhr zur US Westküste. Ab Mai bis Anfang Juli wurden in der San Francisco Navy Yard Reparaturen an dem Zerstörer vorgenommen. Nach Abschluss der Arbeiten begann das Kriegsschiff mit acht Eskortierfahrten zwischen San Francisco und Pearl Harbor. Am 21. Mai 1943 verließ die USS PARROTT zum letzten Mal San Francisco. Diesmal war das Ziel New York. Der Zerstörer durchquerte am 30. Mai den Panamakanal und lief am 12. Juni in den Hafen von New York ein. Hier wurde das Kriegsschiff dem Transatlantischen Konvoidienst zugeteilt. Noch am selben Tag wird Treibstoff, Munition und Proviant gebunkert. Gleichzeitig versetzte man die USS PARROTT in die Task Group 61, deren Kriegsschiffe die zu eskortierenden Geleitzüge bis an die nordafrikanische Küste sicherten. In der TG 61 befinden sich die Zerstörer USS PARROTT, USS EBERLE ( DD-430 ), USS LIVERMORE ( DD-429 ), USS KEARNY ( DD-432 ), USS ERICSSON ( DD-440 ) und USS McCORMICK ( DD-223 ) sowie die Minensucher USS PREVAIL ( AM-107 ) und USS PILOT AM-104 ). Außerdem werden diese Schiffe von der Support Group 21.11 begleitet. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS SANTEE ( CVE-29 ) und die Zerstörer USS OVERTON ( DD-239 ), USS MacLEISH ( DD-220 ) und USS BAINBRIDGE ( DD-246 ). All diese Kriegsschiffe eskortierten den Geleitzug UGS 10, bestehend aus 70 Fracht- und Transportschiffen, ab dem 12. Juni von New York aus. Am 22. Juni überlaufen die Schiffe des Geleitzuges UGS 10 1.100 Seemeilen westnordwestlich der Kapverdischen Inseln das südlich ausmarschierende deutsche U-Boot U-572, Kommandant Oberleutnant zur See Heinz Kummetat ( 19. November 1918 – 3. August 1943 ). Gegen 20:46 Uhr desselben Tages tauchte das deutsche U-Boot auf und torpedierte den französischen Flottentanker LOT ( 4.220 BRT ). Der Tanker hatte 6.000 Tonnen Heizöl geladen und wurde auf der Steuerbordseite getroffen. Nach mehreren Explosionen sank das Schiff innerhalb von drei Minuten. Von der 136 Mann starken Besatzung können durch den amerikanischen Tanker USS MERRIMACK ( AO-37 ) 112 gerettet werden. Die anderen kamen in den Flammen oder im Wasser ums Leben. Die USS PARROTT und die TG 61 übernehmen an der nordafrikanischen Küste den Geleitzug GUS 9, bestehend aus 41 Transport- und Frachtschiffen, der an die Ostküste der USA zurück begleitet werden muss. Mit dabei ist wieder die Support Group 21.11. Am 14. Juli 1943 sichten Avenger und Wildcat Flugzeuge aus der VC-29 Staffel von der USS SANTEE das deutsche U-Boot U-160, Kommandant Oberleutnant zur See Gerd von Pommer-Esche ( 22. Januar 1918 – 14. Juli 1943 ), südlich der Azoren und versenken es. Keiner der U-Boot Besatzungsmitgliede überlebt den Angriff. Am folgenden Tag sichtete ein anderes Team aus dieser Staffel nordwestlich von Madeira das U-Boot U-509, Kommandant Korvettenkapitän Werner Witte ( 5. Januar 1915 – 15. Juli 1943 ), und torpedierte es. Auch hier überlebte kein U-Boot Besatzungsmitglied den Angriff. In diesem Operationsgebiet trennen sich die Schiffe der TF 61 von der Support Group 21.11 und eskortieren die Frachtschiffe von GUS 9 bis an die Ostküste der USA. Dort gruppierte man die Task Force um. So vereinigte man die TF 61 mit der TF 65. Die Schiffe dieser neugegründeten TF übernehmen die Eskorte des Geleitzuges UGS 14, bestehend aus 67 Fracht- und Transportschiffen, und legen am 3. August in New York ab. Die USS PARROTT versetzte man in die Task Group 21.15. . In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CROATAN ( CVE-25 ) und die Zerstörer USS PARROTT, USS PAUL JONS und USS BELKNAP ( DD-251 ). Auf dem Weg an die nordafrikanische Küste verstärkt die Task Group 21.15 am 12. August den Geleitschutz für den Schiffskonvoi UGS 14. Am 27. August  erreichte der Verband seinen Zielhafen. Die USS PARROTT blieb bis zum 15. Oktober in dieser TG. Dann versetzte man den Zerstörer in die Task Group 21.16. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS BLOCK ISLAND ( CVE-21 ) und die Zerstörer USS PARROTT, USS PAUL JONES, USS BULMER und USS BARKER. Auch diese U-Boot Abwehrgruppe operierte in den atlantischen Gewässern zur Sicherung der Schiffskonvois zwischen der US Ostküste und nordafrikanischen Küste. Am 28. Oktober stieß eine Avenger und eine Grumman im Mittelatlantik auf die beiden deutschen U-Boote U-220, Kommandant Oberleutnant zur See Bruno Barber ( 6. März 1904 in Deichhausen, Delmenhorst – 28. Oktober 1943 ) und auf U-256, Kommandant Oberleutnant zur See Wilhelm Brauel ( 17. September 1914 in Hamburg – September 2002 ). U-256 betankte in diesem Augenblick U-220 mit frischem Brennstoff. Sofort gingen die beiden amerikanischen Piloten mit ihren Maschinen, die auf der USS BLOCK ISLAND stationiert waren, zum Angriff über. Mit zwei Wasserbomben wurde U-220 versenkt. Alle 55 Mannschaftsmitglieder kommen dabei ums Leben. Während der Patrouillenfahrt von TG 21.16 geschah etwas Ungewöhnliches. Am 20. Dezember fuhr dicht hinter den Schiffen der TG und des in Richtung Westen fahrenden Schiffskonvois GUS 23 und des in Richtung Osten fahrenden Schiffskonvois UGS 27 der deutsche Blockadebrecher OSORNO. Dieses Schiff wurde nicht aufgespürt und konnte fast ungefährdet bis in die Gironde – Mündung einlaufen. Ende Februar 1944 versetzte man die USS PARROTT wieder zur Eskorte für einen Schiffskonvoi. UGS 35 sollte auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch – Marokko gesichert werden. Die Schiffe legten in Norfolk ab und erreichten am 26. März den marokkanischen Hafen. Der Zerstörer war am folgenden Tag an einem Bombardement auf feindliche Kräfte südlich von Cape Spartel, Spanisch – Marokko beteiligt. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Casablanca zurück und übernahm mit anderen Kriegsschiffen die Eskorte des Schiffskonvois GUS 34. Dieser Schiffskonvoi wurde bis nach Boston eskortiert, wo die Handelsschiffe am 15. April anlegten. Die USS PARROTT selber wurde hier in der Boston Naval Shipyard ins Trockendock bugsiert und musste sich einer Überholung unterziehen. Der Zerstörer verließ am 2. Mai die werft und sollte nach Norfolk fahren. An diesem Tag herrschte dichter Nebel vor dem Ziel. Das Kriegsschiff kollidierte dabei mit dem Frachter SS JOHN MORTON. Sofort herbeigeeilte Schlepper konnten die USS PARROTT erstmal nur auf den Strand bugsieren, da der Rumpf verzogen und schwer beschädigt war. Einige Tage später, als man alle entstandenen Lecks notdürftig abgedichtet hatte, schleppte man die USS PARROTT in die Norfolk Navy Yard zu Begutachtung. Das Resultat war niederschmetternd. Das Kriegsschiff war nicht mehr reparabel. Daher erfolgte am 16. Juni 1944 die Außerdienststellung des Zerstörers. Den Namen USS PARROTT ( DD-218 ) strich man am 18. Juli 1944 von der US Navy – Liste. Erst am 5. April 1947 verkaufte man den Schiffsrumpf an die Marine Salvage Company in Richmond, Virginia zum verschrotten.     


USS PARROTT ( DD-218 )
Commanding Officer
 

LCDR Williams Carter Wickham    11. Mai 1920 – 6. Juni 1920
LCDR Herndon Browning Kelly    6. Juni 1920 – 8. Januar 1921
LT George Karl Weber    8. Januar 1921 – 13. April 1921
CDR Byron McCandless    13. April 1921 – 27. November 1923
LCDR Robert Stockton Field    27. November 1923 – 9. Oktober 1924
LCDR Stewart Allan Manahan    9. Oktober 1924 – 6. Dezember 1926 (später COMO)
CDR William Hubbell Pashley   6. Dezember 1926 – 16. Juni 1928
LCDR John Walter Reeves Jr.    16. Juni 1928 – 16. Juni 1929 (später ADM)
LCDR Paul White Rutledge    16. Juni 1929 – 10. Juli 1931
LCDR Philip Wilson Warren    10. Juli 1931 – 21. Juni 1932
LCDR Otto Marquard Forster    21. Juni 1932 – 10. Dezember 1934
LCDR William Shannon Heath    10. Dezember 1934 – 28. Mai 1935
LCDR Lewis Richard McDowell    28. Mai 1935 – 27. März 1939 (später RADM)
LCDR Robert Emmet Melling    27. März 1937 – 28. März 1938
LCDR Wilkie Hill Brereton    28. März 1938 – 3. Dezember 1939
LCDR Edward Nelson Parker    3. Dezember 1939 – 12. Januar 1942 (später VADM)
LCDR John Nelson Hughes    12. Januar 1942 – 15. Februar 1944
LT Edward Falka Rye    15. Februar 1944 – 16. Juni 1944

USS POPE ( DD-225 )

USS POPE ( DD-225 )

Biografie

John Pope
* 17. Dezember 1798 in Sandwich, Massachsetts
† 14. Januar 1876 in Dorchester, Massachusetts
war ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges

John Pope meldete sich am 30. Mai 1816 in Maine zur US Navy und wurde dort zum Midshipman ernannt. Vor dem amerikanischen Bürgerkrieg diente er an Bord von vielen Kriegsschiffen, welche zu den Geschwadern im Mittelmeer, in der Karibik, vor Brasilien, entlang der Westküste von Afrika und vor Ostindien operierten. Vom 1. Juli bis zum 24. Oktober 1861 kommandierte Pope die hölzerne Dampfschaluppe USS RICHMOND ( 1860 ). Am 3. Juli lief die Kriegsschaluppe im Hafen von New York City ein und wurde wegen des begonnenen Sezessionskrieges ausgerüstet. Das Kriegsschiff stach am 31. Juli wieder in See und fuhr nach Kingston, Jamaika. Von hieraus sollte sich die USS RICHMOND an der Ergreifung des schwer fassbaren konföderierten Dampfkreuzers CSS SUMTER ( 1861 ), das von Commander Raphael Semmes ( 27. September 1809 im Charles County, Maryland – 30. August 1877 in Mobile, Alabama ) kommandiert wurde, sich beteiligte. Am 5. August verließ die USS RICHMOND Trinidad und operierte entlang der Südküste Kubas und um das Kap San Antonio. Doch Commander Semmes erreichte mit der USS SUMTER unbehelligt New Orleans. Am 22. August musste die USS RICHMOND ihre Kohlebunker in Kingston wieder auffüllen. Die hölzerne Dampfschaluppe stach am 25. August wieder in See und erreichte am 2. September Key West. Hier integrierte man das Kriegsschiff in das Golfblockadegeschwader. Nach einer Kreuzfahrt vor Fort Pickens, Santa Rosa Island, Pensacola, Florida, wurde die USS RICHMOND zum Head of the Passes, an der Mündung zum Mississippi befohlen. In dieser Mündung sollte das Kriegsschiff patrouillieren und die Blockade aufrechterhalten. Captain Pope erhielt dabei das Kommando über eine kleine Flotte, zu der auch die Kriegsschaluppen USS PREBLE ( 1839 ), USS VINCENNES ( 1826 ) und das Seitenrad Kanonenboot USS WATER WITCH ( 1851 ) gehörten. Am 12. Oktober griffen am frühen Morgen, noch in der Dunkelheit, der konföderierte Widder CSS MANASSAS ( 1861 ) und drei weitere Schiffe der konföderierten Moskitoflotte, unter dem Kommando von Commodore Hollins, die USS RICHMOND und die anderen Kriegsschiffe der US Navy, die sich in der Mississippi Mündung befanden, an. In der Schlacht am Head of the Passes sollte die Blockader der Nordstaaten gebrochen werden. Während des Überraschungsangriffes befand sich die USS RICHMOND noch längsseits zu dem Kohleschiff USS JOSEPH N TOONE und bunkerte Kohle. Die CSS MANASSAS rammte die hölzerne Dampfschaluppe und schlug auf der Backbordseite ein Leck. Der konföderierte Widder passierte anschließend achtern die föderierte Dampfschaluppe, um ein weiteres Leck zu schlagen. Doch die Artilleristen auf der USS RICHMOND feuerten von der Steuerbordseite eine gesamte Breitseite auf das feindliche Schiff ab. Die Moskitoflotte zog sich dann mit Beginn des Sonnenaufgangs zurück. John Pope übergab am 24. Oktober das Kommando über die USS RICHMOND auf eigenem Wunsch wegen einer Krankheit. Er wurde am 16. Juli 1862 zum Commodore befördert und anschließend in den Ruhestand versetzt. John Pope verstarb am 14. Januar 1876 in Dorchester, Massachusetts.


USS POPE ( DD-225 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS POPE ( DD-225 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore John Pope benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierunddreißigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Werft von William Cramp and Sons Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 9.
September 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Augusta Wyse Benson ( 7. Dezember 1854 – 15. Mai 1953 ), Ehefrau von Admiral William Shepherd Benson ( 25. September 1855 in Macon, Georgia – 20. Mai 1932 in Washington DC ), taufte am 23. März 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Richard Somers Galloway ( 1884 – 1938 ) stellte am 27. Oktober 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS POPE blieb nach der Indienststellung in Philadelphia liegen und wurde dem Zerstörergeschwader Nummer 3 in der Zerstörerdivision 39 der Atlantikreserveflotte zugeordnet. Hier befand sich der Zerstörer zusammen mit seinen Schwesterschiffen USS PILLSBURY ( DD-227 ) und USS PEARY ( DD-226 ). Mit Beginn des Jahres 1921 wechselte das Kriegsschiff nach Charleston, South Carolina. Das war für den Zerstörer die Basis im Winter. Nur in den Sommermonaten fuhr die USS POPE nach Newport, Rhode Island und  beteiligte sich an Übungseinheiten mit Torpedos und den Geschützen. Vom 12. Januar 1922 an beteiligte sich der Zerstörer zusammen mit Schlachtschiffen und anderen Zerstörern vor der Guantanamo Bay, Kuba an mehreren Manövern. Erst am 27. April legte das Kriegsschiff in Philadelphia wieder an. In der dortigen Werft unterzog man die USS PILLSBURY einer umfangreichen Überholung. Der Zerstörer legte am 12. Mai zusammen mit der USS PILLSBURY in der Werft wieder ab und begann seine Fahrt in den Pazifik. Dazu passierten die Kriegsschiffe am 3. Juli die Straße von Gibraltar und führten mehrere Hafenbesuche im Mittelmeer durch. Am 15. Juli lag die USS POPE und die USS PILLSBURY vor dem Suezkanal, konnte ihn aber erst am 25. Juli durchqueren. Das Ziel beider Zerstörer war die asiatische Flotte, die in Chefoo, China lag. Hier gliederte man sie in die Division 43 des Zerstörergeschwaders 15 ein. Die USS POPE sollte im Fernen Osten das Leben und die Interessen der Amerikaner während des Bürgerkrieges in China schützen. Der Zerstörer nahm noch in den folgenden Monaten an Flottenübungen vor Chefoo teil. Am 28. Oktober verließ das Kriegsschiff die chinesischen Gewässer und fuhr zu seiner Winterbasis in Cavite, Insel Luzon, Philippinen. Die USS POPE kehrte am 9. September 1923 nach Shanghai, China zurück und beteiligte sich zum ersten Mal bis zum 9. Oktober an der Yangtze River Patrouille. Diese wurden mit einigen Ausnahmen bis 1931 permanent durchgeführt. Zu diesen Ausnahmen gehörte 1924 ein Pflichtdienst vor der japanischen Küste im Zusammenhang mit dem „Round the World Flight“, im Jahre 1926 ein Besuch in Französisch – Indochina und 1929 ein Besuch in Japan. Von 1931 bis 1937 operierte die USS POPE im Sommer weiterhin vor der chinesischen Küste und im Winterhalbjahr auf den Philippinen mit Divisionsmanövern. Den Zerstörer gliederte man am 3. Februar 1933 in das 5. Geschwader der 15. Division. Das Kriegsschiff stattete 1935 und 1938 Französisch – Indochina zwei Besuche ab. Ebenfalls 1935 wurden Häfen in Japan und 1936 Häfen in Niederländisch – Ostindien angelaufen. Wegen der zunehmenden Spannungen an Chinas Nordgrenzen aufgrund der japanischen Invasion in der Mandschurei, nutzte man die USS POPE ab dem 19. September 1937 für die Evakuierung von Amerikanern in den Hafenstädten von Lao Yao und Tsingtao nach Shanghai. Vom 15. Juli bis zum 20. September 1938 kreuzte der Zerstörer in chinesischen Gewässern vor Qinhuangdao. Danach fuhr das Kriegschiff wieder nach Cavite. Am 5. Juni 1939 kehrte die USS POPE zur South Patrol Force zurück und beteiligte sich an der Evakuierung amerikanischer Konsulate und amerikanischer Staatsangehöriger. Der Zerstörer war dann vom 14. Juni bis zum 19. August vor Beidaihe, Provinz Hebei und Shantou, Provinz Guangdong stationiert. Vor diesen beiden Häfen beobachtete man von dem amerikanischen Kriegsschiff aus die japanische Marine auf ihrem Weg nach Shantou sowie die anschließende Bombardierung und Besetzung der Stadt. Die USS POPE blieb bis Anfang Oktober in den chinesischen Gewässern und fuhr dann nach Cavite in die Manila Bay. Dort legte der Zerstörer am 12. Oktober an und beteiligte sich an den Neutralitätspatrouillen vor und zwischen den Inseln der Philippinen. Das Kriegsschiff gliederte man am 6. Mai 1940 in die Zerstörer Division 59 innerhalb der asiatischen Flotte. In dieser Zerstörer Division befanden sich außerdem noch die Zerstörer USS PILLSBURY, USS PEARY und USS JOHN D FORD ( DD-228 ). Vom 11. Mai bis zum 24. Juni patrouillierte die USS POPE wieder in chinesischen Gewässern. Erst Ende Juni kehrte der Zerstörer aus Neutralitätsgründen nach Manila zurück. Dort blieb das Kriegsschiff bis zum 11. Dezember 1941, als es nach Balikpapan, Borneo, Niederländisch – Ostindien aufbrach. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die USA schon im Zweiten Weltkrieg. Die Japaner hatten vier Tage zuvor die US Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii angegriffen. Am 15. Dezember versetzte man die USS POPE in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS EDSALL ( DD-219 ), USS ALDEN ( DD-211 ), USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ) und USS WHIPPLE ( DD-217 ), aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS PARROTT ( DD-218 ), USS BARKER ( DD-213 ), USS BULMER ( DD-222 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 59. Als die Japaner begannen die Philippinen an sich zu reißen, bewegte sich die asiatische Flotte nach Süden und operierte von der Basis in Surabaya, Java aus unter einem einheitlichen amerikanische – britisch – niederländisch – australischen Kommando ( ABDA ). Am 9. Januar 1942 gehörte die USS POPE zu einer Eskorte für das niederländische Handelsschiff BLOEMFONTEIN. Der Leichte Kreuzer USS BOISE und die Zerstörer USS POPE, USS PARROTT, USS STEWART, USS BULMER und USS BARKER fuhren von Darwin, Australien aus nach Surabaya. Das niederländische Handelsschiff war von Brisbane, Australien aus losgefahren, um alliierte Verstärkungen, die aus dem 2. Bataillon der 131. Feldartillerie,  diese gehörte zur Texas National Guard, und Nachschub bestand, nach Java zu bringen und gehörte vorher zum sogenannten PENSACOLA – Konvoi, der am 29. November 1941 in Pearl Harbor abgelegt hatte damit auf den Philippinen Verstärkungen und Nachschub geliefert werden konnte. Doch der japanische Vormarsch ging schneller wie vermutet und so versuchten die Alliierten die südlicher gelegenen Inseln zu verstärken um Australien zu sichern. Zu dem PENSACOLA – KONVOI gehörte der Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), der zusammen mit dem Kanonenboot USS NIAGARA ( PG-52 ), den Truppentransportern USS REPUBLIC ( AP-33 ) und USS CHAUMONT ( AP-5 ), den zwei US Army Transportschiffen USAT WILLARD A HOLBROOK und USAT MEIGS, den US Handelsschiffen SS ADMIRAL HALSTEAD und SS COASTER FARMER sowie dem niederländischen Handelsschiff BLOEMFONTEIN. An Bord der Schiffe befanden sich Truppen der amerikanischen Nationalgarde sowie US Army Air Force Truppen mit ihren in Kisten verpackten Flugzeugen. Die Japaner nahmen mit ihren Landungstruppen eine Insel nach der anderen im philippinischen Archipel ein. Am 20. Januar 1942 liefen die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS MARBLEHEAD sowie die Zerstörer USS POPE, USS PARROTT, USS JOHN D FORD und USS PAUL JONES von Surabaya aus in Richtung Balikpapan, Borneo, Niederländisch Ostindien. Das war von den Alliierten der Ölhafen, von wo sie ihren Treibstoff erhielten. In das Seegebiet vor der Bucht Balikpapan liefen in der Nacht vom 23. zum 24. Januar die vier Zerstörer ein. Im Hafen lagen 16 japanische Transporter und drei Torpedoboote vor Anker, die von einem Zerstörergeschwader gesichert wurden. Die vier amerikanischen Zerstörer feuerten aus sicherer Entfernung fast all ihre Torpedos auf die feindlichen Schiffe ab. Die japanischen Transporter TSURUGA MARU, SUMANOURA MARU und TACUKAMI MARU, das Versorgungsschiff KURETAKI MARU und das Torpedoboot P-37 sanken. Die USS POPE und die USS PAUL JONES versenkten mit ihren Torpedos den Transporter TACUKAMI MARU. Die Japaner waren über diesen Angriff verwirrt. Die japanischen Zerstörer suchten daraufhin die Bucht nach feindlichen U-Booten ab. Die kleine amerikanische Kampfgruppe zog sich unerkannt aus dem Kampfgebiet zurück und erreichte am 25. Januar Surabaya. Fünf Tage später stach die USS POPE mit anderen Zerstörern als Teil einer Eskorte wieder in See und sicherte zwei niederländische Schiffe bis zur Lombok – Straße, zwischen den indonesischen Inseln Bali und Lombok. Am 15. Februar wehrte sich der Zerstörer zusammen mit anderen alliierten Schiffen gegen drei japanische Luftangriffe, als die Schiffe versuchten eine japanische Landeoperation an der Küste Sumatras zu behindern. Vier Tage später erreichte die USS POPE wieder Surabaya. Hier wurde frischer Treibstoff und Munition gebunkert. Noch am selben Tag musste wieder abgelegt werden. Die japanischen Streitkräfte waren ab dem 18. Februar dabei auf Bali anzulanden. In der Nacht vom 19. zum 20. Februar kam es zur Schlacht um die Badoeng Straße. Die alliierten Schiffe hatten dabei den Nachteil, dass sie nicht als Verband agieren konnten, obwohl sie zahlenmäßig in der Überzahl waren. An den Kämpfen beteiligten sich die U-Boote USS SEAWOLF ( SS-197 ) und HMS TRUANT ( N68 ), die schon am Morgen des 18. Februar den japanischen Konvoi meldeten und angriffen. Doch ohne Erfolg mussten sie schleunigst das Weite suchen nachdem mehrere Wasserbombenangriffe auf sie geführt worden sind. Noch am Abend desselben Tages griffen 20 US Army Air Force Flugzeuge diesen feindlichen Konvoi an und konnten nur den Transporter SAGAMI MARU beschädigen. Der Invasionskonvoi zog sich daraufhin nach Norden zurück. Der Transporter SASAGO MARU wurde dabei von den Zerstörern IJN ASASHIO und IJN OSHIO und der beschädigte SAGAMI MARU von den Zerstörern IJN MICHISHIO und IJN ARASHIO eskortiert. Der Sicherungsverband mit dem Leichten Kreuzer IJN NAGARA und den Zerstörern IJN WAKABA, IJN HATSUSHIMU und IJN NENOHI waren bis dahin noch nicht in Aktion getreten, da sie zu weit weg waren. Die erste alliierte Gruppe, bestehend aus den niederländischen Leichten Kreuzern HNLMS DE RUYTER und HNLMS JAVA, dem niederländischen Zerstörer HNLMS PIET HEIN und den amerikanischen Zerstörern USS POPE und USS JOHN D FORD erreichte das Seegebiet. Um 22:00 Uhr entdeckten diese Kriegsschiffe die vier japanischen Zerstörer und die beiden Transporter. Nur fünfundzwanzig Minuten später eröffneten die alliierten Schiffe das Feuer. Die abgefeuerten Granaten der beiden niederländischen Kreuzer trafen kein Ziel und fuhren daher weiter nach Nordosten damit die Zerstörer mit ihren Torpedos agieren konnten. Doch noch bevor die drei Zerstörer in Reichweite waren traf ein Long – Lance Torpedo, abgefeuert von der IJN ARASHIO, die HNLMS PIET HEIN. Der Zerstörer ging sofort unter. Die Mannschaft hatte keine Chance sich zu retten. Es entspann sich daraufhin ein Gefecht zwischen den japanischen Zerstörern IJN OSHIO und IJN ARASHIO und den amerikanischen Zerstörern USS POPE und USS JOHN D FORD. Die Amerikaner mussten sich nach Südosten zurückziehen anstatt den Kreuzern zu folgen. Die beiden japanischen Zerstörer schossen dann in der Dunkelheit mehrere Minuten lang auf sich selber, da man sich mit feindlichen Schiffen verwechselte. Keine der abgefeuerten Granaten traf aber ihr Ziel. Erst drei Stunden später erreichte die zweite alliierte Gruppe das Seegebiet in der Badoeng Straße. Die USS POPE zog sich nach Surabaya zurück. Hier nahm man einige Reparaturen vor. Am Morgen des 28. Februar legte der beschädigte britische Schwere Kreuzer HMS EXETER ( 68 ) in Begleitung des britischen Zerstörers HMS ENCOUNTER ( H10 ) in Surabaya an. Nach dem bunkern von Munition, Treibstoff und Proviant sollte die USS POPE diese beiden britischen Schiffe bis nach Colombo, Ceylon eskortieren. Noch am Abend des 28. Februar stachen die drei Kriegsschiff in See. Am Morgen des 1. März, gegen 8:00 Uhr, trafen sie auf eine kleine japanische Streitmacht in der Java – See zwischen Borneo und Java. Diese bestand aus den Schweren Kreuzern IJN NACHI, IJN HAGURO, IJN MYOKO und IJN ASHIGARA sowie den Zerstörern IJN AKEBONO, IJN INAZUMA, IJN YAMAKAZE und IJN KAWAKAZE. Die japanischen Kriegsschiffe waren in zwei Gruppen eingeteilt. Von den Schweren Kreuzern stiegen Flugzeuge auf und gegen 14:20 Uhr begannen sie mit dem Bombardement der alliierten Kriegsschiffe. Die HMS EXETER bekam neuerlich einen Volltreffer in den Heizraum. Dadurch war der britische Schwere Kreuzer nicht mehr Manövrierfähig und es gab keinen Strom. Jetzt begannen die japanischen Zerstörer mit ihren Torpedoangriffen. Der britische Schwere Kreuzer wurde auf der Steuerbordseite von zwei Torpedos getroffen und kenterte um 11:40 Uhr, ungefähr 78 Seemeilen Nordwestlich von Bawean Island. Jetzt richteten die Japaner ihr Augenmerk auf die beiden alliierten Zerstörer. Die USS POPE feuerte alle ihre Torpedos ab und verschoss 140 Granaten auf die feindlichen Schiffe. Zwar wurden dabei mehrere japanische Kriegsschiffe beschädigt, was aber auf die weitere Schlacht keine Auswirkungen hatte. Dann kam für die beiden Zerstörer ein Unwetter zu Hilfe. Doch dieses währte nicht lange. Sechs japanische Piloten fanden mit ihren Maschinen die fliehenden Schiffe. Die einzige an Bord befindliche Luftabwehrkanone auf der USS POPE streikte. Einer der Bomber konnte einen nahen Treffer zum Kriegsschiff erzielen. Die Explosion zerstörte die Welle auf Steuerbord des Zerstörers und im Heck begann durch ein Leck Wasser einzudringen. Die USS POPE wollte sechs weiteren Bomben ausweichen, was aber mit nur einer Welle nicht gelang. Während dieses Angriffs kam nur ein Besatzungsmitglied ums Leben.
Lieutenant Commander Welford Charles Blinn ( 12. Oktober 1902 in Spartam Ohio – 18. Februar 1990 in Riverside, Kalifornien ), Kommandant des Zerstörers, gab das Kommando zum Verlassen des Kriegsschiffes, nachdem immer mehr Wasser ins Schiff eindrang und die Lenzpumpen ihre Arbeit nicht mehr leisten konnten. Die Besatzungsmitglieder gingen in ihre Rettungsflöße und verließen die USS POPE die manövrierunfähig über Wasser lag. Da schlug eine Salve eines japanischen Kreuzers in den Zerstörer ein, die das amerikanische Kriegsschiff in der Mitte zerbrechen ließ und unmittelbar danach versank. Auch die HMS ENCOUNTER erlitt das gleiche Schicksal. Die Überlebenden der drei alliierten Kriegsschiffe befanden sich rund zwanzig Stunden in ihren Flößen oder mit Öl überzogenen Schwimmwesten im Wasser. Zahlreiche von ihnen waren durch Verbrennungen verwundet. Lieutenant Commander Shunsaku Kudo ( 7. Januar 1901 – 12. Januar 1979 ), Kommandant des japanischen  Zerstörers IJN IKAZUCHI, setzte sein Kriegsschiff einem Angriffsrisiko aus während seine Mannschaft und die Mannschaft des japanischen Zerstörers INAZUMA 442 Überlebende der USS POPE, HMS ENCOUNTER und HMS EXETER aus dem Wasser retteten. Insgesamt wurden nach der Schlacht über 800 alliierte Mannschaftsmitglieder von den Japanern aus dem Wasser gerettet. Von der USS POPE waren es alleine 151. Alle diese Geretteten gingen in Kriegsgefangenschaft, von denen 190 dort starben. Unter diesen Toten befanden sich 27 von der USS POPE.
Den Namen USS POPE ( DD-225 ) strich man am 8. Mai 1942 von der US Navy – Liste.
Das Wrack des Zerstörers wurde im Dezember 2008 durch das Tauchboot MV EMPRESS entdeckt und identifiziert. 


USS POPE ( DD-225 )
Commanding Officer
 

CDR Richard Somers Galloway    27. Oktober 1920 – 2. Februar 1921
LCDR James Bothwell Will    2. Februar 1921 – 24. Dezember 1921
CDR Henry George Stewart Wallace    24. Dezember 1921 – 22. Januar 1922
LT Benjamin Perlman    22. Januar 1922 – 30. September 1922
CDR Henry George Stewart Wallace    30. September 1922 – 13. Oktober 1923
LCDR Howard Melvin Lammers    13. Oktober 1923 – 1. Januar 1924
LCDR John Walter McClaran    1. Januar 1924 – 10. Dezember 1924
LCDR George Wirt Simpson    10. Dezember 1924 – 21. Januar 1925
LT Benjamin Perlman    21. Januar 1925 – 19. April 1925
CDR James Perdue Olding    19. April 1925 – 1. September 1925
CDR Harold Hofmann Ritter    1. September 1925 – 3. Juni 1926
LCDR Romuald Peter Paul Meclewski    3. Juni 1926 – 8. Juni 1928
CDR Stuart Southerlans Brown    8. Juni 1928 – 2. Februar 1929
LT Ernest Herman Von Heimberg    2. Februar 1929 – 25. März 1929 (später VADM)
LCDR Theodore Edson Chandler    25. März 26 1929 – 26. Oktober 1930 (später RADM)
LCDR George Platt Brewster    26. Oktober 1930 – 28. Januar 1931
CDR Walter Elliot Brown    28. Januar 1931 – 10. Juni 1932
LCDR Robert John Walker    10. Juni 1932 – 1. Juli 1934
LCDR Robert Ogden Glover    1. Juli 1934 – 10. März 1935 (später RADM)
LT Henry Howard Caldwell    10. März 1935 – 27. April 1935 (später RADM)
LCDR Nelson Nelles Gates    27. April 1935 – 18. Juli 1936
LCDR Alexander John Couble    18. Juli 1936 – 10. April 1937
LCDR Wade DeWeese    10. April 1937 – 5. August 1939
LCDR Clarence Lee Conner Atkeson Jr.    5. August 1939 – 20. Juli 1940 (später RADM)
LCDR Henry Theodore Wray    20. Juli 1940 – 23. Januar 1941
LT Richard Nott Antrim    23. Januar 1941 – 10. Februar 1941 (O-in-Ch Larer RADM)
LCDR Welford Charles Blinn    10. Februar 1941 – 1. März 1942

USS SLOAT ( DD-316 )

USS SLOAT ( DD-316 )

Biografie

John Drake Sloat
* 26. Juli 1781 in Sloats House, Sloatsburg, Rockland County, New York
† 26. November 1867 in New Brighton, Richmond County, New York
war ein Rear Admiral in der US Navy, der 1846 Kalifornien für die Vereinigten Staaten beanspruchte

John Drake Sloat hatte eine niederländische Abstammung. Sein Vater, Captain John Sloat ( 1754 in Sloatsburg, Rockland County, New York – 4. April 1781 in Sloatsburg, Rockland County, New York ), wurde zwei Monate vor seiner Geburt irrtümlich von einem seiner eigenen Wachposten, die er selber angeworben hatte, in der Tür von Sloat House erschossen. Auch seine Mutter starb schon wenige Jahre nach seiner Geburt, so dass John von seinen Großeltern mütterlicherseits erzogen wurde. Sloat ernannte man 1800 in der US Navy zum Midshipman. Er diente ab dem 10. Januar 1812 als Segelmeister während des Krieges von 1812 auf der amerikanischen Fregatte USS UNITED STATES ( 1797 ) unter Commodore Stephen Decatur ( 5. Januar 1779 in Sinepuxent, heute Berlin, Worcester County, Maryland – 22. März 1820 in Washington DC ). Am 25. Oktober 1812 traf die amerikanische Fregatte, mit 44 Kanonen und 864 Pfund Metall einer Breitseite, auf die britische Fregatte HMS MACEDONIAN ( 1810 ), 38 Kanonen und 528 Pfund Metall einer Breitseite. Die USS UNITED STATES wendete und zwang die HMS MACEDONIAN sie zu verfolgen. Doch schon nach wenigen Minuten wurden die Geschützklappen auf der amerikanischen Fregatte geöffnet und eine Breitseite von Steuerbord wurde auf die britische Fregatte abgefeuert. Auf diesem Schiff gingen alle drei Masten gleich zu Bruch und mehrere Einschusslöcher gab es unter der Wasserlinie. Comodore Decatur ließ die USS UNITED STATS außer Reichweite der britischen Kanonen bringen, damit man auf dem feindlichen Schiff über die weitere Vorgehensweise beraten konnte. Außerdem sollten die amerikanischen Kanoniertrupps genügend Zeit zum Nachladen ihrer Kanonen erhalten. Aus Mangel an weiteren Optionen ließ man auf der HMS MACEDONIAN die Flagge einziehen. John Drake Sloat wurde für sein gezeigtes auffälliges Engagement während des Kampfes am 24. Juli 1813 zum Lieutenant befördert. Er erhielt ab 1824 das Kommando über den Schoner USS GRAMPUS ( 1821 ). Am 5. März 1825 war Sloat mit dem Schoner ein Hauptakteur bei der Festnahme des aus Puerto Rico stammenden Piraten Roberto Cofresí y Ramírez de Arellano. Eine Allianz aus Spaniern, Dänen und Amerikanern hatte sich in der Karibik gebildet, um dort das Piratentum auszulöschen. Sloat wurde am 21. März 1826 zum Master Commander ernannt und diente auf dem Linienschiffen USS FRANKLIN ( 1815 ) und USS WASHINGTON ( 1814 ). Sloat stellte am 20. Dezember 1828 die neugebaute Schaluppe USS ST LOUIS ( 1828 ) in den Dienst der US Navy und übernahm das Kommando über das Kriegsschiff. Er überführte den Schoner in den Pazifik. Dazu umrundete das Kriegsschiff das Kap Horne. Am 20. Juni 1829 gliederte man den Schoner in das Pazifikgeschwader. Sloat beförderte man am 9. Februar 1837 zum Captain. In der Zeit von 1840 bis 1844 war er für die Portsmouth Navy Yard verantwortlich. 1844 erhielt er das Kommando über das Pazifikgeschwader, in dem sich fünf Kriegsschiffe befanden. 1845 stiegen die Spannungen zwischen den USA und Mexiko stetig an. Man beorderte Sloat in diesen Tagen nach Alta California. Hier sollte er landen und das Land für die USA einfordern, falls der fast unausweichliche Krieg ausbrechen sollte. Und dieser brach am 25. April 1846 aus. Sloat wurde über die ersten Kämpfe vor Mazatlan an der texanischen Grenze informiert, da eilten seine Kriegsschiffe auch schon nach Norden. Neben den Amerikanern hatten die Briten ebenfalls schon ein Auge auf dieses Land geworfen. Das Pazifikgeschwader nahm Kurs auf Monterey. Dort kam es am 7. Juli zu einem kurzen Gefecht und die Amerikaner gingen an Land. Hier wurde auf dem Zollhaus die amerikanische Flagge gehisst und eine Proklamation verkündet, dass ab diesem Tage Kalifornien zu den USA gehöre. Für ganze 22 Tage war John Drake Sloat der Militärgouverneur von Kalifornien. Am 23. Juli übergab er es an Commodore Robert Field Stockton ( 20. August 1795 in Princeton, New Jersey – 7. Oktober 1866 in Princeton, New Jersey ). Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes konnte Sloat nicht mehr zur See fahren. So übernahm er ab 1847 das Kommando über die Norfolk Navy Yard, das er bis 1851 behielt. Anschließend leitete er bis 1855 den Bau der Stevens Battery, einem Vorläufer der späteren Monitore, und war an der Planung der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien beteiligt. Am 27. September 1855 versetzte man ihn auf die Reservistenliste und am 21. Dezember 1861 trat er als Captain in den Ruhestand. Wenige Monate später, am 16. Juli 1862 ernannte man Sloat zum Commodore im Ruhestand und am 25. Juli 1866 zum pensionierten Rear Admiral. John Drake Sloat war ein Freimaurer und gehörte zur St. Nicholas Lodge Nummer 321 an in New York City an. Er starb am 26. November 1867 in New Brighton, New York und wurde auf dem Green – Wood – Cemetery in Brooklyn beigesetzt.
John Drake Sloat war mit Abbey Gordon ( 6. November 1785 in Norwich, New London County, Connecticut – 15. November 1878 im Richmond County, New York ) verheiratet.

Ihm zu Ehren wurden drei Schiffe benannt. Das erste Schiff war der Zerstörer USS SLOAT ( DD-316 ), das zweite der Geleitzerstörer USS SLOAT ( DE-245 ) und das aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Liberty Schiff SS JOHN DRAKE SLOAT.


USS SLOAT ( DD-316 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS SLOAT ( DD-316 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral John Drake Sloat benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertfünfundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 18. Januar 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Edwin A. Sherman taufte am 14. Mai 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf.
Lieutenant Commander John Roy Palmer 30. März 1889 in Ethlyn, Lincoln County, Missouri – 29. September 1962 ) stellte am 30. Dezember 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach Abschluss der Endausrüstung an der USS SLOAT, verließ der Zerstörer die Werft in San Francisco und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Das Kriegsschiff lief am 24. Januar 1921 in den dortigen Hafen ein. Von hier aus begann die USS SLOAT in den Gewässern vor San Diego mit ihrer Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Anschließend versetzte man den Zerstörer bis zum Oktober in die Reserve. Im darauffolgenden Winter unternahm das Kriegsschiff mehrere Schießübungen und im April und Mai 1922 mehrere Torpedoversuche. Am 27. Juni stach die USS SLOAT, zusammen mit der in San Diego stationierten Flotte, in See und fuhr nach Puget Sound, Washington. In dem komplexen Mündungssystem operierten die amerikanischen Kriegsschiffe und probten mehrere Angriffsvarianten feindlicher Marinen. Von der Küste des Bundesstaates Washington aus fuhr der Zerstörer nach diesen Operationen in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Hier lag das Kriegsschiff zusammen mit den Schwesterschiffen USS YARBOROUGH ( DD-314 ), USS LA VALLETTE ( DD-315 ), USS WOOD ( DD-317 ), USS SHIRK ( DD-318 ) und USS KIDDER ( DD-319 ) vom 13. bis 25. August im Trockendock Nummer 2 für eine Überholung. Am 19. September kehrte die USS SLOAT nach San Diego zurück. Dort blieb der Zerstörer bis zum folgenden Jahr. Am 6. Februar 1923 verließ das Kriegsschiff zusammen mit den Schiffen der Flotte, die in San Diego stationiert waren, San Diego und fuhr für eine Übung nach Panama. Hier probte man, während des ersten offiziellen Manövers, den Kampf zur Verteidigung des Panamakanals. Die angreifende Flotte bestand aus Schlachtschiffen, die Flugzeugträger simulieren sollten. Von der USS OKLAHOMA ( BB-37 ) war ein Flugzeug per Katapult gestartet worden und repräsentierte eine Flugzeugträgerstaffel. Fast ohne Luftabwehr konnte dieses Flugzeug zehn Miniaturbomben abwerfen, die theoretisch den Gatun Staudamm zerstört hätten. Am 11. April legte die USS SLOAT in San Diego wieder an. Der Zerstörer verbrachte den Rest des Jahres in der Mare Island Naval Shipyard. Mit dem neuen Jahr wechselte das Kriegsschiff in die Karibik und beteiligte sich dort an den Flottenübungen Nummer zwei, drei und vier. Während der Flottenübung Nummer zwei wurde ein Anmarsch einer feindlichen Schiffsflotte von Westen her kommend auf den Panamakanal simuliert. Die Flottenübung Nummer drei sollte sich auf die Verteidigung des Panamakanals von der Karibik aus konzentrieren. Eine auf den Azoren stationierte feindliche Flotte sollte den Kanal einnehmen. Während dieser Übung wurden zur Verteidigung amphibische Landtechniken und die Schnelligkeit des Transits der amerikanischen Verteidigungsflotte geprobt. In dieser Übung führte eine Spezialaktion der Angreifer zum Untergang des Schlachtschiffes USS NEW YORK ( BB-34 ) im Culebra Cut und somit zur Blockade des Kanals. In der Flottenübung Nummer vier wurde die Bewegung einer feindlichen Flotte von seiner Hauptbasis im westlichen Pazifik zu den japanischen Hauptinseln aus simuliert. Für diese Übung standen die Inseln und Häfen in der Karibik zur Verfügung. Mitte Februar 1924 lief die USS SLOAT in den Hafen von Culebra, einer Insel die zu Puerto Rico gehört. Mit dabei war unter anderem auch die USS LA VALLETTE, USS HULL ( DD-330 ), USS SUMNER ( DD-333 ), USS MERVINE ( DD-322 ), USS MULLANY ( DD-325 ), USS NOA ( DD-343 ), das U-Boot USS S-20 ( SS-125 ) und das Flaggschiff USS PROCYON ( AG-11 ). Bis Ende des Jahres blieb die USS SLOAT in den Gewässern der Karibik. Dann Mitte Dezember durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und legte am 22. Dezember in San Diego an. Am 3. April 1925 stach das Kriegsschiff zusammen mit den Schiffen der Flotte von der Marinebasis aus wieder in See und fuhr zu einer Übungsfahrt in die Hawaiianischen Gewässer. Dort wurde die Flottenübungen Nummer fünf zur Abwehr einer feindlichen Angriffsflotte geprobt. Die Angriffsflotte bekam die USS LANGLEY ( CV-1 ), den ersten Flugzeugträger der US Navy, zusammen mit zwei Wasserflugzeugtendern und weiteren Schiffen auf denen Flugzeuge stationiert waren. Die Verteidigungsflotte erhielt keine Möglichkeit die Hawaiianischen Inseln von See aus zu verteidigen. Die durch die USS LANGLEY und deren Trägerflugzeuge erzielten Erfolge während des Manövers, trugen maßgeblich dazu bei, dass die Fertigstellung der USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) forciert wurden. Ein weiterer Aspekt während der Flottenübung Nummer fünf war das Auftanken auf See und der Angriff auf eine leicht zu haltende Position in der Nähe von Guadelupe Island vor Baja California. Die Schlachtflotte verließ am 1. Juli Hawaii und begann eine Goodwill Kreuzfahrt im Südwestpazifik. Die USS SLOAT legte während dieser Kreuzfahrt zusammen mit der USS MERVIN in den Häfen von Melbourne, Australien; Lyttelton und Wellington, Neuseeland und in Amerikanisch Samoa an. Am 19. September erreichte der Zerstörer wieder San Diego. Das Kriegsschiff verließ diese Basis am 1. Februar 1926 und nahm vom 15. Februar bis zum 8. März an der Flottenübung Nummer sechs vor Panama teil. Anschließend fuhr die USS SLOAT in die Mare Island Naval Shipyard und unterzog sich hier vom 22. März bis zum 4. Mai einer intensiven Überholung. Nach dem Ausdocken begann der Zerstörer ab dem Sommer mit Reservistentrainingskreuzfahrten. Doch dann musste das Kriegsschiff vom 30. Dezember bis zum 3. Februar 1927 erneut in die Mare Island Naval Shipyard. Nicht aufschiebbare Reparaturen mussten an dem Zerstörer vorgenommen werden. Nach dem Verlassen der Werft fuhr die USS SLOAT am 17. Februar zusammen mit der Schlachtflotte für die Flottenübung Nummer sieben nach Panama. Der Zerstörer selber durchquerte am 5. März den Panamakanal. Doch der Verlust des deutschen Dampfschiffes ALBATROSS erzwang eine Planänderung. Das Kriegsschiff durchquerte vier Tage später erneut den Panamakanal und machte sich zusammen mit den Zerstörern aus der Zerstörerdivision 34 auf den Weg zu den Galapagos Islands. Die Flachdecker bildeten eine Erkundungslinie und kämmten den Ozean nach Überlebenden der ALBATROS durch. Die USS SLOAT blieb während dieser Erkundungslinie meist in Sichtweite ihrer Schwesterschiffe USS YARBOROUGH und USS SHIRK. Doch man fand nichts. Die Suche wurde dann am 13. März abgebrochen. Die Zerstörer durchquerten erneut den Panamakanal und gliederten sich auf ihrem Posten in die Flotte ein. Jetzt nahm das Kriegsschiff an den anschließenden Übungen in der Karibik teil. Diese dauerten bis zum 22. April. Hier sollte wiederholt die Verteidigung des Panamakanals geprobt werden. Der Höhepunkt der Übung war aber der erfolgreiche Luftangriff der Trägerflugzeuge von der USS LANGLEY aus, die zur Folge die Zerstörung des Kanals hatte. Anschließend fuhr die Flotte nach New York. In der Narragansett Bay, Rhode Island führten die Kriegsschiffe zusammen mit Einheiten der US Army eine Übung durch. Die USS SLOAT fuhr danach am 29. Mai in die Hampton Roads, Virginia und wurde für eine Presidential Review vorbereitet.
US Präsident John Calvin Coolidge, Jr. ( 4. Juli 1872 in Plymouth Notch, Vermont – 5. Januar 1933 in Northampton, Massachusetts ) hatte dazu die Flotte einberufen. Am 4. Juni erfolgte in der Hampton Roads die Vorbeifahrt vor der Präsidenetnyacht USS MAYFLOWER. Mit anwesend waren unter anderem der Schwere Kreuzer USS SEATTLE ( CA-11 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS SLOAT, USS LA VALLETTE, USS YARBOROUGH, USS SHIRK, USS MELVIN ( DD-335 ), USS SOMERS ( DD-301 ) und USS COGHLAN ( DD-326 ) und der U-Boot Tender USS CAMDEN ( AS-6 ). Die USS SLOAT fuhr noch am selben Tag von Hampton Roads aus bis nach Panama. Hier legte man den Zerstörer längsseits zu einen Zerstörertender im Gatun Lake, Kanalzone an. Mehrere dringend notwendig gewordene Reparaturen mussten durchgeführt werden. Nach Abschluss der Arbeiten fuhr die USS SLOAT an die nicaraguanische Küste auf der karibischen Seite. Hier löste der Zerstörer das Schwesterschiff USS MERVINE von seinen Aufgaben im Special Servive Squadron ab, das von Rear Admiral Julian Lane Latimer ( 10. Oktober 1868 in Shepherdstown, Jefferson County, West Virginia – 4. Juni 1939 in New York City ) und ab dem 8. Juli Rear Admiral David F. Sellers ( 4. Februar 1874 in Austin, Texas – 27. Januar 1949 in Bethesda, Maryland ). Nicaragua war seit 1912 von den USA besetzt worden, damit keine andere Macht der Welt ebenfalls einen Kanal zwischen dem Atlantik und Pazifik errichten könne. Daher kam es immer wieder zu Aufständen innerhalb der nicaraguanischen Bevölkerung. Doch ab dem 2. Mai 1926 begann in dem Land ein Bürgerkrieg. Jetzt wurden auch Schiffe der US Navy herangezogen. Ihre Mission war es das Leben und das Eigentum von US Bürgern und anderen Ausländern in Nicaragua zu schützen und zur Aufrechterhaltung der Ordnung beitragen. Die USS SLOAT war im Rahmen des Special Service Squadrons an zwei Patrouillenfahrten beteiligt. Zum einen vom 25. Juni bis zum 6. Juli und vom 22. Juli bis zum 8. August 1927. Am 10. August durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und legte am 23. August in der Marinebasis San Diego an. Ab dem 19. Februar 1928 lag das Kriegsschiff für eine weitere Überholung in der Mare Island Naval Shipyard, die bis zum 31. März andauerte. Die USS SLOAT stach am 9. April wieder in See und fuhr zusammen mit der in San Diego stationierten Schiffsflotte in Richtung Westen. Auf dem Weg nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii beteiligte sich der Zerstörer an der Flottenübung Nummer acht. Diese Übung umfasste eine Schiffskonvoi Suche und Anti-U-Boot Operationen. Am 28. April erreichte die USS SLOAT Pearl Harbor. Nur für wenige Tage blieb der Zerstörer dort und kehrte am 23. Juni nach San Diego zurück. Aber auch hier blieb das Kriegsschiff nicht sehr lange, da ab dem 9. Juli schon die Sommerübungen im Puget Sound beginnen sollten. Erst am 1. September legte die USS SLOAT in San Diego wieder an und blieb für den Rest des Jahres dort. Doch mit dem beginnenden neuen Jahr 1929 lief der Zerstörer von San Diego wieder aus und fuhr zum Panamakanal. Hier sollte ab dem 27. Januar die Flottenübung Nummer neun beginnen. Diesmal sollten die Auswirkungen eines feindlichen Angriffs auf den Kanal geprobt werden und die erforderlichen Operationen, um eine solche Eventualität durchzuführen. Durch die an dem Manöver beteiligten Flugzeugträger konnte man die Vielseitigkeit der auf den Trägern stationierten schnellen Eingreifgruppe demonstrieren. Die USS SLOAT war während des Manövers zur Absicherung außerhalb der Kanalzone eingeteilt. Anschließend kehrte der Zerstörer in den Pazifik zurück und stellte sich vom 3. März bis zum 13. April in der Mare Island Naval Shipyard einer weiteren Überholung. Im Sommer beteiligte sich das Kriegsschiff in den Gewässern vor der Marinebasis an einigen Übungen und war Mitte August für eine Woche in San Francisco, von wo es am 28. August nach San Diego zurück kehrte. Durch die erneut in Dienst gestellte USS UPSHUR ( DD-144 ) sah man von einer weiteren Dienstzeit der USS SLOAT ab. Daher stellte man am 2. Juni 1930 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Reserveflotte. Doch am 28. Januar 1935 strich man den Namen USS SLOAT ( DD-316 ) von der US Navy – Liste. Man bereitete das ehemalige Kriegsschiff für ein Manöver vor. Am 26. Juni 1935 wurde es als Zielschiff vor San Diego versenkt.               


USS SLOAT ( DD-316 )
Commanding Officer
 

LCDR John Roy Palmer    30. Dezember 1920 – 2. Januar 1922  (später COMO)
LCDR Lewis Hancock Jr.    2. Januar 1922 – 3. August 1922
LCDR Harry Dickson McHenry    3. August 1922 – 21. März 1925
LCDR George Mastick Ravenscroft    21. März 1925 – 26. Mai 1927
LCDR Howard Hartwell James Benson    26. Mai 1927 – 7. Juni 1929 (apäter COMO)
LCDR Morton Lyndholm Deyo    7. Juni 1929 – 2. Juni 1930 (später RADM)

USS TIMMERMAN ( DD-828 )

USS TIMMERMAN ( DD-828 )

Biografie

Grant Fredrerick Timmerman
* 19. Februar 1918 in Americus, Kansas
† 8. Juli 1944 im Kampf auf Saipan
war ein US Marine der für seine Heldentat während des Zweiten Weltkrieges mit der Medal of Honor ausgezeichnet wurde

Grant Frederick Timmerman lernte an öffentlichen Schulen in Emporia, Kansas. Seine Hochschulreife absolvierte er 1936 auf der Emporia High School. Dort spielte er in der High School Band Saxophon für zwei Jahre. Nach seinem Abschluss konnte er perfekt Französisch und Russisch schreiben, lesen und sprechen. Außerdem liebte Timmerman die Fuchsjagd. Er besuchte für ein Jahr nach der High School das Kansas State Teacher College in Emporia wo er einen Kurs in einem Ingenieursberuf besuchte. Im Sommer 1937 reiste Timmerman nach Kalifornien und arbeitete in San Mateo als Elektroschweißer. Am 28. Oktober 1937 trat er freiwillig in das US Marine Corps ein und durchlief eine Ausbildung im United States Marien Corps Recruit Training in San Diego. Nach ein paar Wochen Dienst auf der Puget Sound Navy Yard in Mremerton, Washington, verlegte man Privat Timmerman an die Mare Island Naval Shipyard in Kalifornien wo er sich auf dem Transportschiff USS HENDERSON ( AP-1 ) einschiffte das Truppen nach China transportierte. Am 10. April 1938 überquerte die USS HENDERSON den 180. Meridian und legte am 5. Mai im Hafen von Wusong, China an, einer Hafenstadt die 14 Meilen von Shanghai entfernt lag. Pvt Timmerman verlegte man zur Motor Transport Kompanie der 4. Marines wo er LKW-Fahrer und Kradfahrer war. In Shanghai hatte Timmerman mit einem anderen Marine einmal einen Auftrag auszuführen. Da beobachteten beide wie eine weiße Frau von einem chinesischen Mob umstellt war. Mit seinem Kameraden eilte Timmerman der Frau zu Hilfe und verjagte die wütende und aufgebrachte Menge. Nachdem ein chinesischer Polizist gerufen worden war, stellte es sich heraus, dass die weiße Frau die Ehefrau eines US Marine Kommandanten war. Für die Hilfe der Marines erhielten diese einen „Brief der Kommandantur“ in dem der Kommandant seine Wertschätzung zum Ausdruck brachte und diese auch in das noch junge Rekordbuch eintragen ließ. Im Juli 1940 beförderte man Timmerman zum Privat First Class. Nachdem sein 18-monatiger Dienst bei den Marines abgelaufen war, beantragte PFC Timmerman einen erneuten 18-monatigen Folgevertrag. Seinem Antrag wurde stattgegeben und es sollten insgesamt 33 Monate fern der Heimat werden bis Timmerman wieder einen Fuß auf Kalifornischen Boden setzen würde. Im April 1941 war es dann soweit. Er kehrte nach Mare Island zurück wo er seinen Dienst im Marinegefängnis antrat. In diesem Amt blieb er bis zum 27. Oktober 1941. Da waren 4 Dienstjahre vorbei für die er sich verpflichtet hatte und wurde entlassen. Im zivilen Leben suchte Timmerman nun einen Job auf der Werft Bethlehem Steel Corporation in San Francisco wo er sein erlerntes Elektroschweißen ausführen durfte. Timmerman schweißte mit elektrischen Schweißvorrichtungen die Panzerplatten auf Zerstörern zusammen. Nach fünf Wochen des zivilen Lebens griffen die Japaner am 7. Dezember 1941 Pearl Harbor an. Schon im Februar 1942 nahm man Timmerman wieder bei den US Marines auf und setzte ihn in seinem alten Rang Privat First Class ein. Da er erst vor vier Monaten aus dem Marine Corps ausgetreten war, brauchte der 23-jährige die Grundausbildung nicht zu wiederholen. Man versetzte ihn an die Marine Corps Base in San Diego wo er in eine Transport Kompanie eingegliedert wurde. Fünf Wochen später verlegte man Timmerman nach San Francisco wo er ein Angestellter im Büro des Kommandierenden Generals vom Department of the Pacific für zwei Monate war. Danach versetzte man ihn zum 2. Panzerbataillon der 2. Marine Division wo er im Juli zum Korporal und im Oktober 1942 zum Sergeanten befördert wurde. Im November verlegte man ihn wieder nach Übersee. Sein Bataillon transportierte man nach Wellington, Neuseeland. An dem Tag wo das Transportschiff den Äquator überquerte, wurde auch Sergeant Timmerman in das Reich des Meeresgottes Neptun eingeführt. Nach einer Zeit des Intensiven Trainings in Wellington, schiffte sich die 2. Division wieder ein und landete am 20. November 1943 auf Tarawa, Gilbert Inseln. Zwei Tage später landete Sergeant Timmerman auf der Insel mit den Panzern. Im Dezember zog man diese Division wieder aus dem Kampfgeschehen heraus und verlegte sie zur Erholung nach Hawaii. Nach einem weiteren Training dort, bereitete sich die Division im Mai 1944 auf ihren nächsten Kampfeinsatz vor. Am 15. Juni 1944, dem D-Day in der Normandy, landete Sergeant Timmerman auf Saipan. Dort erlitt er am 28. Juni eine leichte Wunde am rechten Unterarm durch ein Schrapnellgeschoss. Ein paar Tage später, am 8. Juli 1944, Sergeant Timmerman war mittlerweile der Kommandant seines Panzers, griff er mit einigen wenigen Metern Vorsprung vor der Infanterie japanische Bunker und Schützengräben an. Mit seinem Maschinengewehr beschoss er stetig in der Luke stehend die feindlichen Linien. Um ein feindliches Ziel zerstören zu können ließ Timmerman den Panzer anhalten und seine 75 mm Kanone abfeuern. Er warnte die Infanteristen vor dem Mündungsknall und der ungeheuerlichen Druckwelle durch seine Granate. Da warf ein japanischer Soldat eine Handgranate auf den Panzer. Sergeant Timmerman bedeckte die Turmluke mit seinem Körper damit die Handgranate nicht in den Panzer fallen konnte und die Mannschaft tötete. Diese Handgranate landete auf seiner Brust und explodierte. Timmermann war sofort tot. Zwei seiner Besatzungsmitglieder erlitten durch die Explosion nur unbedeutende Wunden. Sergeant Grant Frederick Timmerman verlieh man posthum die Medal of Honor.
Zunächst begrub man seine sterblichen Überreste auf dem Friedhof der 2. Marine Division auf Saipan. Später exhumierte man diese und überführte sie auf den Nationalfriedhof des Pazifik auf Honolulu, Hawaii.


USS TIMMERMAN ( DD-828 )

Schiffsbiografie

Die USS TIMMERMAN ( DD-828 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Sergeant Grant Frederick Timmerman benannt worden ist.
Eigentlich sollte der Zerstörer mit der Kennung DD-816 diesen Namen tragen. Im Juli 1943 ging daher der Auftrag an die Consolidated Steel in Orange, Texas, aber auf Grund von Arbeitskräftemangel auf dieser Werft wurde nie mit der Arbeit an diesem Schiff begonnen und der Vertrag aufgelöst und die Kennung DD-816 nicht wieder vergeben.
Der Zerstörer ist das vierzigste Schiff aus der GEARING – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 1. Oktober 1945 der Kiel des Schiffes gelegt. Am 19. November 1945 versetzte man das eben begonnene Schiff in die Atlantikreserveflotte. Bei einem Stand von 45,5 % wurden am 7. Januar 1946 die Arbeiten eingestellt. Die in das Schiff integrierte Maschine war für den Zerstörer USS PERCIVAL ( DD-452 ) aus der FLETCHER – Klasse vorgesehen, dessen Bau aber am 7. Januar 1946 noch vor der Kiellegung abgesagt wurde, und war ein Hochdruckdampfsystem von General Electric. Die USS TIMMERMAN wurde später zu einem Experimentellen Zerstörer umbenannt und erhielt die Kennung EDD-828. Der Motor wurde so konstruiert, dass er den gleichen Platz in den Motorräumen einnahm wie in allen anderen Zerstörern aus der GEARING – Klasse. Dieser Motor leistete 75.000 kW. Die USS TIMMERMAN erhielt außerdem einen Aluminiumaufbau. Mrs. Esther Marburger Timmerman ( 9. Oktober 1899 in Emporia, Lyon County, Kansas – 28. April 1981 in El Paso, Texas ), Mutter von Sergeant Grant Frederick Timmerman, taufte am 19. Mai 1951 den Experimentellen Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Edward Earl Hoffman stellte am 26. September 1952 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
In den nun folgenden Jahren sollte der leichte und fortschrittlich konstruierte Design-Zerstörer unter Betriebsbedingungen getestet werden. Dazu operierte das Kriegsschiff in der Massachusetts Bay, in der Mündung zum Kennebec River, Maine und in den Gewässern vor Newport, Rhode Island. Dabei sollten die Konstruktionstechniken getestet und bewertet werden. Außerdem sollte die USS TIMMERMAN als Einheit der Operational Development Force im 1. Naval District in Boston, Massachusetts das neue Antriebssystem testen. Doch schon am 11. Januar 1954 änderte man die Sichtweise auf das Experimentelle Schiff und gliederte es in die Kategorie eines Vielseitigen Hilfsschiffes ein und gab ihm die Kennung AG-152. Die Experimente mit der USS TIMMERMAN wurden am 27. Juli 1956 beendet und man stellte den Zerstörer an diesem Tag in der Boston Naval Shipyard außer Dienst. Im September des selben Jahres verlegte man das Kriegsschiff in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania, wo das Schiff in die Atlantikreserveflotte integriert wurde. Doch schon Anfang 1958 erklärte man den Zerstörer für unbrachbar. Daher strich man am 4. April 1958 den Namen USS TIMMERMAN ( AG-152 ) von der US Navy – Liste. Am 21. April 1959 verkaufte man den Schiffskörper an die Boston Metals Company in Baltimore, Maryland zum verschrotten.


USS TIMMERMAN ( DD-828 )
Commanding Officer

CDR Edward Earl Hoffman         26. September 1952 – 13. November 1953
CDR Stanley Edmund Wagenhals         13. November 1953 – 29. Oktober 1954
CDR John Joseph Reidy Jr.        29. Oktober 1954 – ?
LCDR Earl Robert Schwass        1. Februar 1956 – 4. Juni 1956
LCDR Frank Benjamin Guest Jr.        4. Juni 1956 – 27. Juli 1956

USS KIDD ( DD-661 )

USS KIDD ( DD-661 )

Biografie

Isaac Campbell Kidd
* 26. März 1884 in Cleveland, Ohio
† 7. Dezember 1941 an Bord des Schlachtschiffes USS ARIZONA ( BB-39 ) in Pearl Harbor
war der erste gefallene US amerikanische Admiral im Zweiten Weltkrieg

Im Jahre 1902 trat Kidd in die United Stats Naval Academy in Annapolis ein. Das Studium schloss er im Februar 1906 ab. Man versetzte ihn 1907 an Bord des Schlachtschiffes USS NEW JERSEY ( BB-16 ) wo er 1908 zum Ensign ernannt wurde. Auf dem Schlachtschiff nahm er bis 1909 an der Weltumrundung mit der Großen Weißen Flotte teil. Es folgte der Dienst an Bord des Schlachtschiffes USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ) und an Bord des Panzerkreuzers USS PENNSYLVANI ( ACR-4 ). Danach versetzte man Kidd zur Pazifikflotte wo er der Flaggenbeauftragte des Oberbefehlshabers der Flotte, Rear Admiral Cameron McRae Winslow ( 29. Juli 1854 – 2. Januar 1932 ), auf dessen Flaggschiff war. Von 1916 bis 1917 versetzte man Kidd an die Militärakademie wo er dozierte. Während des Ersten Weltkriegs stationierte man Kidd an Bord des Schlachtschiffes USS NEW MEXIKO ( BB-40 ). Nachdem der Krieg zu Ende war, kehrte er zur Militärakademie zurück und versah dort seinen Dienst. Von 1925 bis 1926 war Kidd der Exekutive Offizier auf dem Schlachtschiff USS UTAH ( BB-31 ) und wechselte dann auf das Frachtschiff USS VEGA ( AK-17 ). Man ernannte ihn dann 1927 zum Hafenkommandanten von Christobal, Panama Kanalzone wo er bis 1930 blieb. Nach der Rückkehr in die Vereinigten Staaten beförderte man Kidd zum Captain und ernannte ihn zum Stabschef des Kommandanten der Base Force, US Flotte. Bis 1932 blieb er dort. Dann wechselte Kidd an das Bureau of Navigation in Washington DC für drei Jahre. Von 1935 bis 1936 übernahm er das Zerstörer Geschwader 1 innerhalb der Scouting Force. Nach einer weiteren Dienstzeit an der Marineakademie war Kidd von September 1938 bis November 1940 Kommandant des Schlachtschiffes USS ARIZONA. Im November 1940 ernannte man ihn zum Rear Admiral und wurde der Stabschef des Befehlshabers der Schlachtflotte sowie der Befehlshaber der 1. Schlachtschiff Division. Diese bestand aus den Schlachtschiffen USS NEVADA ( BB-36 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-39 ) und der USS ARIZONA. Zu Beginn des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941, befand sich Rear Admiral Kidd an Bord seines Flaggschiffes der USS ARIZONA. Bei seiner Kenntnisnahme über den Angriff eilte er sofort auf die Brücke um von dort aus seine Aufgaben als Vorgesetzter wahr zu nehmen. Bevor er jedoch irgendwelche Maßnahmen anordnen konnte, fand er um 8.10 Uhr zusammen mit dem Großteil der Besatzung bei der Explosion der vorderen Munitionskammer und einem direkten Bombentreffer der Brücke den Tod. Den einzigen Überrest von Rear Admiral Kidd fand man nach dem Angriff auf seiner Gefechtsstation. Der Siegelring den er 1906 als Absolvent von der Militärakademie erhalten hatte, war mit den Trümmern der Brücke verschmolzen. Für seinen außerordentlichen Heldenmut und seine herausragende Furchtlosigkeit verlieh ihm der Kongress posthum die Medal of Honor.
Rear Admiral Isaac Campbell Kidd war der Vater von Isaac Campbell Kidd, Jr. ( 14. august 1919 – 27. Juni 1999 ). Dieser war der Kommandeur der US Atlantikflotte

Drei Schiffe wurden zu Ehren von Rear Admiral Isaac Campbell Kidd bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS KIDD ( DD-661 ) aus der FLETCHER – Klasse.
Das zweite Schiff war der Lenkwaffenzerstörer USS KIDD ( DDG-993 ) aus der KIDD – Klasse.
Das dritte Schiff war der Lenkwaffenzerstörer USS KIDD ( DDG-100 ) aus der ARLEIGH BURKE – Klasse.


USS KIDD ( DD-661 )

Schiffsbiografie

Die USS KIDD ( DD-661 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Isaac Campbell Kidd benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertzweiunddreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in kearny, New Jersey wurde am 16. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Inez Nellie Gilmore Kidd ( 3. November 1888 – 11. Mai 1978 ), Witwe von Rear Admiral Isaac Campbell Kidd, taufte am 28. Februar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Allan Barkhurst Roby, Sr. ( 9. Dezember 1907 – 24. Dezember 1997 ) stellte am 23. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS KIDD bis in die Casco Bay, Maine und dauerte bis zum 1. Juni. Am 3. Juni eskortierte der Zerstörer zusammen mit der USS ABBOT ( DD-629 ) das Schlachtschiff USS IOWA ( BB-61 ) zu Versuchen und Übungen bis in die Casco Bay und sicherte das schwere Schiff dabei ab. Bis zum 6. Juni dauerten diese Übungen. Der Zerstörer übernahm auch danach noch weitere Eskorten großer Kampfschiffe, die ihrerseits im Atlantik und in der Karibik ihre Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durchführen mussten. Dann im August lief der Zerstörer in den Hafen von Norfolk, Virginia ein. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Am 20. August legte die USS KIDD in Norfolk ab und eskortierte die beiden Schlachtschiffe USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ). Diese Kriegsschiffe durchquerten am 25. August den Panamakanal. Bei dem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien trennten sich die Wege der Kriegschiffe. Die USS KIDD fuhr weiter nach San Francisco, Kalifornien und erreichte am 17. September die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Bis zum 29. September blieb die USS KIDD in den Hawaiianischen Gewässern und beteiligte sich an mehreren Übungen zur Vorbereitung auf die Eroberung der Gilbert Islands während der Operation „Galvanic“. Bei solch einer Übung Ende September kam es auch zu simulierten Torpedoangriffen auf das Schlachtschiff USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ). Dabei erlitt der Zerstörer einige Beschädigungen. Nun gliederte man die USS KIDD in die Task Force 14 ein, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 25. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation zur Bombardierung japanischer Truppen und Stellungen auf dem Atoll Wake Island, Nördliche Marianen befehligte. Dieses Atoll befindet sich 12 Meilen nördlich der Marshall Inseln. In der TF 14 waren die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS LEXINGTON ( CV-16 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), USS COWPENS ( CVL-25 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), USS MOBILE ( CL-63 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ), sowie die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD ( DD-660 ), USS DASHIELL ( DD-659 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS HULL ( DD-350 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS CONNER ( DD-582 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 29. September verließen diese Schiffe Pearl Harbor und erreichten am 5. Oktober das Atoll Wake Island. An diesem 5. und am 6. Oktober bombardierten die Schiffe und die Trägerflugzeuge die Insel. Nach dem Bombardement am 6. Oktober verließen sie wieder die Gewässer rund um die Insel und wurden zwei Tage später auf offener See von Tankern erwartet. Man füllte die Treibstofftanks und am 11. Oktober legten die Schiffe in Pearl Harbor wieder an. Man versetzte nun die USS KIDD in die Task Group 50.3, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands, befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ) und USS WILSON ( DD-708 ) und die Zerstörer USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALE ( DD-642 ), McKEE ( DD-575 ) und USS MURRAY ( DD-576 ) kamen erst ab dem 15. November in Espiritu Santo, New Hebrides dazu. Am 21. Oktober verließen alle Schiffe der Task Force 50 Pearl Harbor und fuhren in Richtung der Ostsalomonen. Die Kriegsschiffe der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo. Am 8. November laufen die Schiffe der TG 50.3 und TG 50.4 in Espiritu Santo wieder aus. Das erste Ziel beider Task Group war der japanische Stützpunkt in Rabaul, Neuguinea. Den erreichten sie am Morgen des 11. November und begannen japanische Stellungen und Schiffe im Hafen von Rabaul und Flugplätze auf dem Festland zu beschießen. Dabei wurde der Schwere Kreuzer IJN ABANO beschädigt, der japanische Zerstörer IJN NAGANAMI teilweise ausgeschaltet und der erst am 27. Juli 1943 in Dienst gestellte Zerstörer IJN SUZUNAMI versenkt. Die USS KIDD selber befand sich während des Bombardements auf die japanischen Stellungen hinter der Formation der amerikanischen Kriegsschiffe und deckte diese von dort. Da erhielt Commander Allan Barkhurst Roby, Sr. den Befehl eine Flugzeugbesatzung der USS ESSEX aus dem Wasser zu retten. Umgehend ließ der Kommandant des Zerstörers das Kriegsschiff in Richtung der angegebenen Koordinaten fahren. Zu diesem Zeitpunkt, es war gegen Mittag, stieg die erste japanische Flugstaffel auf und begann den Angriff auf die amerikanischen Schiffe. Eine Gruppe feindlicher Flugzeuge stürzten sich auf die USS KIDD, die Mannschaft des Zerstörers hatte gerade mit der Rettung der amerikanischen Piloten begonnen und musste erst einmal diese hinten anstellen. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes schossen drei der angreifenden japanischen Maschinen ab. Commander Allan Barkhurst Roby, Sr. gab präzise Kommandos um den entgegenkommenden Torpedos und Bomben auszuweichen. Dafür erhielt er den Silver Star verliehen. Die Rettung der amerikanischen Piloten war anschließend schnell abgeschlossen. Alle amerikanischen Kriegsschiffe verließen noch während des Luftangriffs den Kampfplatz ohne auch nur ein weiteres der feindlichen Flugzeuge abzuschießen. Wichtig war, dass keines der Schiffe durch eine Unachtsamkeit an den kommenden Kämpfen nicht teilnehmen konnte. Vor Rabaul trennen sich die Schiffe der TG 50.3 und der TG 50.4 nach der Beendigung des Bombardements. Die der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo, wo sie am 14. November anlegten. Jetzt gliederten sich die vier noch fehlenden Zerstörer ein. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Bunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Dort wurden die Schiffe, wie schon bei den anderen Verbänden, die Treibstoffbunker gefüllt. Am folgenden Tag vereinigten sich die Schiffsverbände der TF 52, TF 53 und TF 50 zwischen Baker und Nanomea, Ellice Islands. Von hier aus marschieren die Verbände zusammen zu ihren Einsatzorten. Die Schiffe der TG 50.3 beginnen am 19. November mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf Tarawa. Am folgenden Tag landen die ersten Marines und nehmen das Atoll Tarawa ein. Zur Unterstützung der Landungseinheiten vor Betio, wechseln die Schiffe der TG 50.3 dorthin und führen ihr Bombardement gegen japanische Stellungen weiter. Die USS KIDD bot dabei zusammen mit den anderen Zerstörern den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den sich nähernden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag des 24. November 15 japanische Sturzkampfbomber die auf die schweren Schiffe zusteuerten. Die USS KIDD warnte die Schiffe der TG vor dem Luftangriff und die Geschützmannschaften des Zerstörers schossen zwei der Aichi D3A Sturzkampfbomber ab. Am 28. November zog man die USS KIDD aus der TG 50.3 ab und integrierte den Zerstörer in die TG 50.1, die Rear Admiral Pownall ( 4. Oktober 1887 in Atglen, Chester County – 19. Juli 1975 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Galvanic“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN und USS LEXINGTON, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Schweren Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN und USS OAKLAND und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS NICHOLAS ( DD-449 ). Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.1 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.2 und TG 50.3 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Auf Amerikanischer Seite wurde die USS LEXINGTON durch ein Torpedo und die USS TAYLOR durch Granaten der USS OAKLAND beschädigt. Am 6. Dezember ziehen sich die Schiffe der TG 50.1 von Kwajalein zurück und erreichen drei Tage später den Hafen von Pearl Harbor. Hier blieb die USS KIDD bis zum 11. Januar 1944 und beteiligte sich an mehreren Übungen innerhalb der Hawaiianischen Gewässer zur Vorbereitung auf die Kämpfe um die Marshall Islands. Außerdem konnte sich die Mannschaft etwas erholen und Reparaturen ausführen. Dazu stellte man am 6. Januar 1944 die Task Force 53 zusammen, die Rear Admiral Richard Lansing Connolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in der Jamaica Bay, New York City ) während der Operation „Flintlock“ und „Catchpole“ befehligte. Innerhalb der TF stand die USS KIDD frei zur Verfügung. Doch dann versetzte man den Zerstörer in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ). Zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Am 2. Februar laufen die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) samt ihrer Eskorte aus der Task Force 58 als erste Kriegsschiffe in die Lagune ein. Am 4. Februar gliederte man die USS KIDD wieder in die Task Group 53 ein und wurde zur Sicherung der Landungsflotte abgestellt. Zusammen mit den Zerstörern USS HOPEWELL ( DD-681 ), USS HULL DD-350 ), USS MacDONOUGH ( DD-331 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ) und USS REMEY ( DD-688 ) eskortierte die USS KIDD die Zerstörer und Minensucher USS PALMER ( DMS-5 ) und USS STANSBURY ( DMS-8 ), die beiden amphibischen Docklandungsschiffe USS EPPING FORREST ( LSD-4 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ), 12 Truppentransporter, 3 Angriffsfrachtschiffe und 15 Panzerlandungsschiffe, welche die Soldaten und der Ausrüstung der 4. Marine Division, Kommandeur Generalmajor Oliver Prince Smith ( 26. Oktober 1893 – 25. Dezember 1977 ), transportierten, bis zum Atoll Funafuti, Ellice Islands. Dieses Atoll erreichten die Schiffe vier Tage später. Danach ging die Fahrt am 15. Februar zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands weiter. Der Angriff auf dieses Atoll begann zwei Tage später. Die USS KIDD patrouillierte dann bis zum 26. Februar vor dem Atoll und übernahm die Luftsicherung. An diesem Tag verließ der Zerstörer das Atoll und fuhr zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff nach Emirau Island, Bismarck Archipel, Neuguinea und patrouillierte bis zum 14. April in den dortigen Gewässern. Hauptaufgabe des Zerstörers war eine Landebahn zu bewachen. Man gliederte nun die USS KIDD in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY, USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS HALE( DD-642 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Diese Schiffe fuhren nicht geschlossen in die Humboldt Bay, Neuguinea, um sich dort an der Eroberung von Hollandia zu beteiligen. Mehrere der Kriegsschiffe hatten die unterschiedlichsten Aufgaben erhalten. Sie trafen sich aber alle in der Milne Bay, Neuguinea. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April zusammen mit Truppentransportern die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea weiter. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen an Land besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS KIDD sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia wieder und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS KIDD, USS BULLARD und USS CHAUNCEY verließen den Seeadler Harbour wenige Tage später und eskortierten mehrere Truppentransporter bis nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Man versetzte hier die USS KIDD in die Task Group 52.11. die Rear Admiral H. B. Sallada während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.11.2, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR, USS SANGAMON ( CVE-26 ) und USS SUWANNEE ( CVE-27 ) ab dem 20. Juni, der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS BLACK und USS WADSWORTH ( DD-516 ). Vor Espiritu Santo sammelten sich die Kriegsschiffe. Nach mehreren Übungen und dem auffüllen aller Bunker, verließen die Kriegsschiffe am 8. Juni die Insel und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie am Abend des 14. Juni. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dieser Insel. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS KIDD sicherte dabei, zusammen mit den anderen Zerstörern, die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Für die weiteren Kämpfe um die Marianen gliederte man die USS KIDD ab dem 21. Juni in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) während der Operation „Forager“ bis zum 27. Juli befehligt wurde. Innerhalb der TG gehörte die USS KIDD zur Task Undergroup 53.7.1, die Rear Admiral Felix Budwell Stump kommandierte. Innerhalb der TU befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD und USS CHAUNCEY. Diese Schiffe verließen am 25. Juni die Marianen und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurden auf allen Schiffen alle Bunker und auf den Flugzeugträgern zusätzlich die Flugzeugstaffeln aufgefüllt. Dann ging die Fahrt zurück nach Saipan. Am Abend des 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7.1 die Gewässer um Saipan und fuhren erneut zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Außerdem füllte man die Munitions-, Proviant- und Treibstoffbunker auf. Am 9. Juli lagen die Kriegsschiffe der TU in den Gewässern von Guam und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement feindlicher Stellungen. Um noch effektiver die japanischen Stellungen im Bereich des kommenden Landungsgebietes zu vernichten, versetzte man die USS KIDD in die Task Group 53.18, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 in St. Louis, Missouri – 6. Juni 1956 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer zur TU 53.18.2. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS BLACK und USS ANTHONY ( DD-515 ). Ab dem 12. Juli wurde auf Guam durch die Trägerflugzeuge der TG alles bombardiert was sich bewegte. Dies hielt man bis zum 16. Juli aufrecht. Anschließend zog man die Kriegsschiffe der TU 53.18.2 aus dem Kampgeschehen heraus. Sie fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier löste man die TU auf. Die USS KIDD, sowie die anderen Kriegsschiffe, kehrte, bis auf die USS CORAL SEA, nach Guam zurück und reihte sich in die TG 53.7 wieder ein. Bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier beteiligte sich die USS KIDD in den folgenden Tagen an mehreren Trainingsübungen. Den Zerstörer setzte man zu keiner weiteren Kampfhandlung in den nächsten Tagen ein. Das Kriegsschiff verließ dann das Atoll und fuhr nach Pearl Harbor. Hier bugsierte man am 26. August die USS KIDD in ein Trockendock der Pearl Harbor Naval Shipyard und begann mit einer Überholung. Schon am 15. September verließ der Zerstörer die Reparaturwerft und fuhr zum Atoll Eniwetok. Dieser Fahrt nutzte man als Erprobungs- und Ausbildungsfahrt und das Kriegsschiff erreichte am 26. September das Atoll. Hier blieb die USS KIDD nur für wenige Stunden damit die Bunker wieder aufgefüllt werden konnten. Anschließend verließ der Zerstörer wieder die Gewässer und fuhr zum Seeadler Harbour , wo das Kriegsschiff am 3. Oktober anlegte. Hier bereitete man eine Invasionsflotte vor, die die philippinischen Inseln angreifen sollte. Dazu integrierte man die USS KIDD in die Task Group 77.2, die Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS TENNESSEE ( BB-43 ), die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und der australische Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS DENVER ( CL-58 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS CONY ( DD-508 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS THORN ( DD-647 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS BRYANT ( DD-665 ) USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ). USS BACHE ( DD-470 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS McDERMUT ( DD-677 ) und USS McNAIR ( DD-679 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA. Am 12. Oktober verlassen diese Schiffe der TG 77.2 Manus Island und fuhren nach Leyte. Sechs Tage später liefen sie in den Leyte Gulf ein und begannen am 19. Oktober mit dem Bombardement japanischer Stellungen in und um von Tacloban in der San Pablo Bay. Am frühen Morgen des 20. Oktober beginnen die Landungen der Soldaten der 7. Infanteriedivision und der 1. Kavalleriedivision auf Leyte. Die Schiffe der TG 77.2 sind nun entlang der Ostküste von Leyte unterwegs und bekämpfen den Feind an allen erreichbaren Stellen bis in den Süden von Abuyog. Die USS KIDD begann dann mit allen anderen Schiffen der TG 77.2 mit ihren Patrouillenfahrten im Süden des Leyte Gulf zum Schutz der Anlandungsschiffe. Im Norden von Leyte lagen Geleitflugzeugverbände und bombardierten die japanische Hauptstreitmacht auf See. Zum Entsatz sollten zwei japanische Kriegsschiffverbände von Süden her nach Leyte vordringen. Zur Abwehr dieser feindlichen Schiffsverbände strukturierte man die TG 77.2 um und gliederte diese in drei Teile. Die USS KIDD allerdings blieb bei den Landungsschiffen und patrouillierte weiterhin vor Tacloban. Nachdem dann die japanischen Schiffsverbände fast vollständig vernichtet worden waren, kehrten die amerikanischen Schiffe der TG 77.2 in den Leyte Golf zurück und übernahmen wieder ihre Aufgaben. Die meisten Kriegsschiffe der TG verließen dann ihr Einsatzgebiet und fuhren zum Seeadler Harbour damit sich die Besatzungen von den Strapazen der letzten Tage etwas erholen konnten. Die USS KIDD selber blieb bis zum 14. November im Leyte Golf. Erst an diesem Tag verließ der Zerstörer sein Einsatzgebiet und fuhr zur Humboldt Bay, die er fünf Tage später erreichte. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 9. Dezember. An diesem Tag verließ die USS KIDD die Gewässer von Neuguinea und fuhr an die kalifornische Küste. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien bugsierte man am 25. Dezember den Zerstörer in ein Trockendock und setzte die in Pearl Harbor begonnene Überholung fort. Die umfangreiche Überholung war am 18. Februar abgeschlossen und der Zerstörer fuhr zusammen mit den Schwesterschiffen USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS BULLARD, USS HALE und USS BLACK wieder in den Westpazifik. Ziel war das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS BLACK, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanischer Gewässer. Zwei Tage später lagen sie rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten zum ersten Mal frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum 17. März. Noch am Nachmittag dieses zweiten Tages, nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen jene rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Nachdem das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Da lagen die Kriegsschiffe 125 Seemeilen südlich von dem Einsatzgebiet der Trägerflugzeuge. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der beginnenden Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS KIDD auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen. Insgesamt drei feindliche Luftangriffe verzeichnete man an diesem Tag. Die Geschützmannschaften der USS KIDD, wie alle anderen Mannschaften der USS BLACK, USS BULLARD und USS CHAUNCEY auch, eröffneten das Feuer auf diese Selbstmordpiloten. Mehrere japanische Flugzeuge wurden noch rechtzeitig abgeschossen, aber einige wenige schafften es trotzdem bis zu einem amerikanischen Schiff und stürzten sich darauf. Auf die USS KIDD selber stürzte sich während dieses Kampfes am Nachmittag ein einzeln fliegendes japanisches Flugzeug. Dieser Kamikazepilot schlug Mittschiffs ein. Er riss insgesamt 38 Besatzungsmitglieder mit in den Tod und 55 wurden zum Teil schwer verwundet. Unter den getöteten Besatzungsmitgliedern befand sich auch CDR Harry Grimshaw Moore, Kommandeur des Zerstörers. Die USS KIDD blieb aber schwimmfähig und eilte den anderen drei Zerstörern hinterher. Auf dieser Fahrt versuchten nun weitere Kamikazepiloten sich auf das angeschlagene Schiff zu stürzen, aber die Geschützmannschaften des Zerstörers konnten weitere Angreifer vernichten. Die USS KIDD verließ nach dem letzten abgewiesenen Luftangriff an diesem Tag die Gewässer von Okinawa und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier nahm man vom 20. April bis zum 2. Mai eine Notreparatur durch die Mannschaft des Zerstörertenders USS HAMUL ( AD-20 ) durch. Am 2. Mai verließ die USS KIDD aus eigener Kraft wieder das Atoll und fuhr über Pearl Harbor an die US Westküste. Hier erreichte der Zerstörer am 25. Mai die Hunter’s Point Naval Shipyard in San Francisco, Kalifornien und wurde in ein Trockendock bugsiert. Die Reparatur- und Überholungsarbeiten waren am 1. August abgeschlossen. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff die US Westküste und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. In diese Basis fuhr die USS KIDD sechs Tage später ein. Für den Zerstörer und dessen Besatzung begann nun eine Zeit der Ausbildung die für eine Dauer von einem Monat angesetzt war. In dieser Zeit kapitulierte Japan am 15. August bedingungslos und der Zweite Weltkrieg war auch im Pazifik nun beendet. Die USS KIDD verließ Mitte September Pearl Harbor und erreichte am 24. September die amerikanische Marinebasis San Diego. Hier bereitete man den Zerstörer auf seine Zeit der Inaktivität vor. Das Kriegsschiff stellte man dann am 10. Dezember 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS KIDD aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Robert Emmett Jeffery stellte am 28. März 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der Indienststellung erfolgte in den Gewässern vor San Diego die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Am 18. Juni verließ dann der Zerstörer die US Westküste und fuhr in den Westpazifik. Im japanischen Hafen von Yokosuka legte das Kriegsschiff am 15. Juli an. Hier integrierte man die USS KIDD in die Task Force 77. Der Zerstörer sollte bis zum 21. September vor der koreanischen Westküste patrouillieren. Anschließend fuhr der Zerstörer an die koreanische Ostküste. Vom 21. Oktober bis zum 22. Januar 1952 bombardierte das Kriegsschiff feindliche Versorgungswege von Wando Island im Süden Koreas. Nach diesem Bombardement fuhr die USS KIDD zusammen mit den Zerstörern der Zerstörerdivision 152 nach San Diego, Hier treffen sie am 6. Februar ein. Der Zerstörer beteiligte sich in den folgenden Monaten an mehreren Übungen entlang der kalifornischen Küste und wurde auf den neuerlichen Einsatz im Westpazifik vorbereitet. Am 8. September verließ der Zerstörer San Diego und trat in der Nähe von Kojo, Nordkorea einer Anti-U-Boot bei. Im November begann das Kriegsschiff wieder mit einem Bombardement auf nordkoreanische Zeile. Kurz danach begannen Waffenstillstandsgespräche. Während der Verhandlungen patrouillierte die USS KIDD weiterhin vor der koreanischen Küste. Erst am 3. März 1953 verließ der Zerstörer die koreanischen Gewässer und verließ den Fernen Osten. Die Rückfahrt an die US Westküste führte das Kriegsschiff nach Midway und Pearl Harbor. In die Marinebasis San Diego lief die USS KIDD am 20. März ein und wurde für eine Überholung in ein Trockendock bugsiert. Nach Abschluss dieser Überholung fuhr der Zerstörer am 20. April nach Long Beach, Kalifornien. In diesem Hafen kollidierte der Zertörer am folgenden Tag mit dem schwedischen Frachter HAINAN. Jetzt musste das Kriegsschiff erneut in ein Trockendock und die Reparaturarbeiten dauerten bis zum 11. Mai. Von Ende 1953 bis Ende 1959 wechselte die USS KIDD jedes Jahr mit einer Kreuzfahrt in den Westpazifik. Hier und entlang der US Westküste beteiligte sich der Zerstörer an Operationen zur Verbesserung der Einsatzfähigkeit. In den Jahren im Westpazifik wurden unzählige Hafenbesuche in Japan, Okinawa, Hongkong und auf den Philippinen durchgeführt. Das Kriegsschiff besuchte während solch einer Kreuzfahrt am 29. März 1958 auch Sydney, Australien und patrouillierte einige Tage später in der Taiwanstraße. Am 5. Januar 1960 verließ die USS KIDD wieder San Diego. Diesmal durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und legte am 25. Januar im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania an. Von hier aus unternahm das Kriegsschiff Trainingsfahrten für Navy Reservisten und legte an den verschiedensten US Ostküstenhäfen an. Während der Berliner Krise im August 1961 versetzte man den Zerstörer zu den Flottenführungskräften. Doch kaum war diese Krise überwunden patrouillierte das Kriegsschiff im Dezember 1961 vor der Küste der Dominikanischen Republik. Diese Patrouille nannte man später die „Show of Force“. Die amerikanischen Navy Schiffe, die während dieser Krise in der Karibik zum Einsatz kamen, versuchten ein wenig Sicherheit innerhalb der unruhigen Karibik zu bieten. Die USS KIDD verließ dann die Region und legte am 5. Februar 1962 in Norfolk, Virginia an. Hier integrierte man den Zerstörer in die Task Force Alfa, welche für die Anti-U-Boot Kriegsführung ausgerüstet war. Der Naval Destroyer School in Newport, Rhode Island teilte man die USS KIDD zu. Nach einer Kreuzfahrt in die Karibik nahm der Zerstörer ab dem 1. Juli wieder das Naval Reserve Training auf. Man stellte am 19. Juni 1964 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die in der Philadelphia Naval Shipyard liegenden Atlantikreserveflotte. Den Namen USS KIDD ( DD-661 ) strich man am 1. Dezember 1974.
Die US Navy stellte drei Zerstörer aus der FLETCHER – Klasse als Gedenkstätten innerhalb der USA zur Verfügung. Ausgewählt waren da schon die USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), liegt in buffalo, New York, und USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ), liegt in Boston, Massachusetts. Der Kongressabgeordnete von Louisiana William Henson Moore III. ( 4. Oktober 1939 – ) wählte da die USS KIDD aus, um als Denkmal für die Louisiana Veteranen des Zweiten Weltkrieges zu dienen. Man nahm die USS KIDD Anfang Mai 1982 ins Schlepptau und überführte den Zerstörer von Philadelphia nach Baton Rouge, Louisiana. Am 23. Mai 1982 erreichten die Schlepper zusammen mit dem Zerstörer das Marinemuseum und das ehemalige Kriegsschiff wurde an das Louisiana Naval War Memorial übergeben. Man konnte nun der Öffentlichkeit dieses Museumsschiff zeigen. Die USS KIDD wurde nie modernisiert und ist der einzige Zerstörer seiner Klasse, der sein Aussehen aus dem Zweiten Weltkrieg beibehalten hat. Im laufe der Jahre versetzte man den Zerstörer in seine Konfiguration und Bewaffnung in den August von 1945 zurück. Höhepunkt für viele Schiffsenthusiasten war der 3. Juli 1997 auf der USS KIDD. An diesem Tag lud man die Torpedorohre mit Torpedos nach. Der besondere Liegeplatz des Zerstörers im Mississippi ist so ausgelegt, dass das Kriegsschiff die jährlich schwankende Flusstiefe von bis zu 40 Fuß bewältigen kann. So schwimmt die USS KIDD in der ersten Hälfte des Jahres im Fluss und in der zweiten Hälfte ragt sie aus dem Wasser.
In einem Museumshafen bei Palaio Faliro, Griechenland liegt der Zerstörer HNS VELOS ( D-16 ), die ehemalige USS CHARRETTE ( DD-581 ).


USS KIDD ( DD-661 )
Commanding Officer

CDR Allan Barkhurst Roby Sr.        23. April 1943 – 28. August 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Harry Grimshaw Moore          28. August 1944 – 11. April 1945 (in Aktion getötet)
LT Burdick Heinkel Brittin        11. April 1945 – 12. April 1945 (Übernahme)
LT Robert Mannion Kenney         12. April 1945 – 29. April 1945 (Übernahme)
CDR Fred Marshall Bush Jr.         29. April 1945 – 10. Dezember 1946
Außerdienststellung         10. Dezember 1946 – 28. März 1951
CDR Robert Emmett Jeffery         28. März 1951 – 28. Februar 1952
CDR Charles Arthur Bellis         28. Februar 1952 – 15. April 1953
CDR Lyttleton Brockenbrough Ensey         15. April 1953 – 2. Juli 1955 (erreichter Rang VADM)
CDR Daniel Edward Bergin          2. Juli 1955 – 17. Dezember 1956 (erreichter Rang RADM)
CDR William Eells Betzer         17. Dezember 1956 – 5. August 1958
CDR Robert John Baxter          5. August 1958 – 12. April 1960
CDR David Thomas Hafner        12. April 1960 – 7. August 1961
CDR Robert Harry Cook          7. August 1961 – 30. Oktober 1961
CDR Raymond V. Moser Jr.       30. Oktober 1961 – 31. Juli 1962
CDR Robert J. Winton          31. Juli 1962 – 30. September 1963
CDR Robert Edgar Adams         30. September 1963 – 15. April 1964
LCDR Porter Eugene May        15. April 1964 – 19. Juni 1964

USS CHAUNCEY ( DD-667 )

USS CHAUNCEY ( DD-667 )

Biografie

Isaac Chauncey
* 20. Februar 1779 in Black Rock, Connecticut
† 27. Januar 1840 in Washington
war Offizier in der United States Navy

Chaubcey ernannte man am 17. September 1798 zum Lieutenant. Er kämpfte mit Umsicht in der Karibik gegen die Piraten und während des Quasi-Krieges gegen Frankreich. Er war im ersten Barbary Krieg im Mittelmeer dabei und befehligte von 1804 bis 1805 die Fregatte USS JOHN ADAMS. Danach folgte die Kriegsschaluppe USS HORNET von 1805 bis 1806. Im Krieg gegen die Briten von 1812 befehligte er die Seestreitkräfte auf dem Lake Ontario und führte mit ihnen und der Zusammenarbeit mit der Armee amphibische Operationen durch und hielt damit die kleine britische Flotte unter Sir James Lucas Yeo von amerikanischen Boden fern. Mit dem Linienschiff USS WASHINGTON als Flaggschiff befehligte Chauncey die Mittelmeer Squadron von 1815 bis 1820. Nach seinem Einsatz im Mittelmeer ernannte man ihn zum Kommandanten der New York Naval Shipyard. Seine letzten Dienste für die US Navy waren vier Jahre als Präsident des Verwaltungsrates der Navy Commissioners.
Chauncey starb am 27. Januar 1840 in Washington

Zu Ehren von Commodore Chauncey benannte man drei Zerstörer.
Der Erste Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-3 ).
Der Zweite Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-296 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Der Dritte Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-667 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS CHAUNCEY ( DD-667 )

Schiffsbiografie

Die USS CHAUNCEY ( DD-667 ) ist das dtrite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Issac Chauncey benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertachtunddreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 14. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. R. K. Anderson taufte am 28. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Merle Van Metre ( 3. Februar 1903 in Alexandria, Indiana – 27. Mai 1968 ) stellte am 31. Mai 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS CHAUNCEY in den Neuenglischen Gewässern durch. Nach dem Abschluss der daran anschließenden Begutachtung des Schiffskörpers, fuhr der Zerstörer in den Hafen von New York. Hier rüstete man das Kriegsschiff für die Fahrt in den Pazifik aus. Am 28. August stach die USS CHAUNCEY in See. Nach der Durchquerung des Panamakanals Anfang September, erreichte der Zerstörer die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Man bunkerte hier frischen Treibstoff und Proviant. Am 13. September verließ das Kriegsschiff den Hafen und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den dortigen Hafen lief die USS CHAUNCEY am 19. September ein. In den nun folgenden zehn Tagen beteiligte man sich an mehreren Übungen und weiteren Ausbildungen der Besatzung. In diesen Tagen gliederte man den Zerstörer in die Task Force 14 ein, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 25. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation zur Bombardierung japanischer Truppen und Stellungen auf dem Atoll Wake Island, Nördliche Marianen befehligte. Dieses Atoll befindet sich 12 Meilen nördlich der Marshall Inseln. In der TF 14 waren die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS LEXINGTON ( CV-16 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), USS COWPENS ( CVL-25 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), USS MOBILE ( CL-63 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ), sowie die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD ( DD-660 ), USS DASHIELL ( DD-659 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS HULL ( DD-350 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CONNER ( DD-582 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 29. September verließen diese Schiffe Pearl Harbor und erreichten am 5. Oktober das Atoll Wake Island. An diesem 5. und am 6. Oktober bombardierten die Schiffe und die Trägerflugzeuge die Insel. Nach dem Bombardement am 6. Oktober verließen sie wieder die Gewässer rund um die Insel. In diesen beiden Tagen konnte die Besatzung der USS CHAUNCEY drei amerikanische Piloten aus dem Wasser bergen, deren Flugzeuge abgeschossen worden waren. Am 8. Oktober wurden die Schiffe der TF 14 auf offener See von Tankern erwartet. Man füllte die Treibstofftanks und am 11. Oktober legten die Schiffe in Pearl Harbor wieder an. Man versetzte nun die USS CHAUNCEY in die Task Group 50.3, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands, befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ) und USS WILSON ( DD-708 ) und die Zerstörer USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALE ( DD-642 ), McKEE ( DD-575 ) und USS MURRAY ( DD-576 ) kamen erst ab dem 15. November in Espiritu Santo, New Hebrides dazu. Am 21. Oktober verließen alle Schiffe der Task Force 50 Pearl Harbor und fuhren in Richtung der Ostsalomonen. Die Kriegsschiffe der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo. Am 8. November laufen die Schiffe der TG 50.3 und TG 50.4 in Espiritu Santo wieder aus. Das erste Ziel beider Task Group war der japanische Stützpunkt in Rabaul, Neuguinea. Die dort stationierten japanischen Flugzeuge sollten gebunden werden während der Landeoperation auf Bougainville. Das Einsatzgebiet vor Rabaul erreichten die amerikanischen Schiffe am 11. November und begannen japanische Stellungen und Schiffe im Hafen von Rabaul und Flugplätze im Landesinneren zu beschießen. Dabei wurde der Schwere Kreuzer IJN ABANO beschädigt, der japanische Zerstörer IJN NAGANAMI teilweise ausgeschaltet und der erst am 27. Juli 1943 in Dienst gestellte Zerstörer IJN SUZUNAMI versenkt. Gegen Mittag stieg die erste japanische Flugstaffel auf und begann den Angriff auf die amerikanischen Schiffe. Sie sollten Rache nehmen für den von den japanischen Militär unerwarteten Angriff auf ihre Basis. 46 Minuten lang dauerte der japanische Angriff. Die Geschützmannschaften der USS CHAUNCEY feuerten unablässig auf die angreifenden japanischen Maschinen und konnten so zusammen mit den Mannschaften der anderen Zerstörer diese auf Distanz halten. Die Flugzeugträger der TG 50.3 verließen zusammen mit ihren Sicherungsschiffen umgehend den Kampfplatz. Wichtig war, dass keines der Schiffe durch eine Unachtsamkeit an den kommenden Kämpfen nicht teilnehmen konnte. Dann trennten sich die Schiffe der TG 50.3 und der TG 50.4 nach der Beendigung des Bombardements. Die der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo, wo sie am 14. November anlegten. Jetzt gliederten sich die vier noch fehlenden Zerstörer ein. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Bunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Dort wurden die Schiffe, wie schon bei den anderen Verbänden, die Treibstoffbunker gefüllt. Am folgenden Tag vereinigten sich die Schiffsverbände der TF 52, TF 53 und TF 50 zwischen Baker und Nanomea, Ellice Islands. Von hier aus marschieren die Verbände zusammen zu ihren Einsatzorten. Die Schiffe der TG 50.3 beginnen am 19. November mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf Tarawa. Am folgenden Tag landen die ersten Marines und nehmen das Atoll Tarawa ein. Zur Unterstützung der Landungseinheiten vor Betio, wechseln die Schiffe der TG 50.3 dorthin und führen ihr Bombardement gegen japanische Stellungen weiter. Die USS CHAUNCEY bot dabei wie gewohnt zusammen mit den anderen Zerstörern den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den sich nähernden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag 13 japanische Torpedobomber. Am 28. November zog man die USS BULLARD aus der TG 50.3 ab und integrierte den Zerstörer in die TG 50.1, die Rear Admiral Pownall ( 4. Oktober 1887 in Atglen, Chester County, Pennsylvania – 19. Juli 1975 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Galvanic“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN und USS LEXINGTON, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Schweren Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN und USS OAKLAND und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS NICHOLAS ( DD-449 ). Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.1 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.2 und TG 50.3 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Auf Amerikanischer Seite wurde die USS LEXINGTON durch ein Torpedo und die USS TAYLOR durch Granaten der USS OAKLAND beschädigt. Bis Anfang Dezember werden nun von den Flugzeugträgern Kampfluftpatrouillen gestartet, die Jagd auf feindliche U-Boot machten und den an Land kämpfenden Marines Luftunterstützung boten. So geschah dies unter anderem am 4. Dezember mit einem Luftangriff auf japanische Stellungen auf Kwajalein und Wotje. Noch am selben Tag starteten die Japaner einen weiteren Luftangriff, der aber keine Verluste auf amerikanischer Seite einbrachte. Auch hier konnten die Geschützmannschaften der Zerstörer die feindlichen Angreifer auf Distanz halten. Am 6. Dezember ziehen sich die Schiffe der TG 50.1 von Kwajalein zurück und erreichen drei Tage später den Hafen von Pearl Harbor. Für die Mannschaft der USS CHAUNCEY gibt es aber keine Ruhe. Schon wenige Tage nach der Ankunft verlässt die USS CHAUNCEY wieder Pearl Harbor und fuhr nach Funafuti, Ellis Island. Hier wartete ein Wasserflugzeugtender und ein weiterer Zerstörer auf seine Ankunft. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff verließen diese drei Kriegsschiffe Funafuti und fuhren nach Tarawa. Hier begann die US CHAUNCEY für wenige Tage mit der Patrouille in diesen Gewässern. Anschließend fuhr der Zerstörer zurück nach Funafuti und von dort aus nach Pearl Harbor. Hier begann die Mannschaft das Kriegsschiff auf die nächste Operation zur Eroberung des Majuro Atolls vorzubereiten. Dazu stellte man am 6. Januar 1944 die Task Force 58 zusammen, die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) während der Operation „Flintlock“ und „Catchpole“ befehligte. Innerhalb der TF stand die USS CHAUNCEY genauso wie die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS CANBERRY ( CA-70 ), die Leichten Kreuzer USS BILOXI ( CL-80 ), USS SANTA FE ( CL-60 ) und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS LANG ( DD-399 ), USS STACK ( DD-406 ), USS DEWEY ( DD-349 ) und USS CUMMINGS ( DD-365 ) frei zur Verfügung. Doch dann versetzte man die USS CHAUNCEY in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ). Zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Am 2. Februar laufen die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) samt ihrer Eskorte aus der Task Force 58 als erste Kriegsschiffe in die Lagune ein. Die USS CHAUNCEY versetzte man nun wieder in die TF 58 und stand dort erneut zur freien Verfügung. Am 13. Februar lief der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen der TF in Majuro aus und begann mit der Luft- und Unterwasserüberwachung zum Schutz der im Kampf befindlichen Kriegsschiffe. Am 1. März erreichten die Schiffe der TF 58 wieder das Atoll und wurden auf die Kämpfe um die Palau Inseln vorbereitet. Die USS CHAUNCEY blieb in der Task Force 58, der Schnellen Flugzeugträger Task Force die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher befehligte, und sollte sich an der Operation „Desecrate I“ beteiligen. Die Schiffe der TF 58 legten am 22. März vom Atoll Majuro ab und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS CHAUNCEY wurde keiner Task Group direkt unterstellt, sondern sollte den Schutz der Flugzeugträger innerhalb der TF verstärken und befand sich daher zur Sicherung der Trägereinheiten auf Patrouillen- und Aufklärungsfahrt zwischen den Atollen von Kwajalein und Majuro. Am 28. März erreichten die Schiffe der TF 58 die Palau Inseln. Noch am selben Tag begann der Angriff auf die Inseln. Es waren keine Landungstruppen während dieses Bombardements anwesend. Die Hauptaufgabe der Task Force war es, die japanische Basis so sehr zu schwächen das sie nicht in der Lage wäre in die Kämpfe um Neuguinea einzugreifen. Eine Vielzahl von japanischen Kriegs- und Hilfsschiffen wurden in der dreitägigen Schlacht versenkt. So der Truppentransporter T-31, vier U-Boot-Jäger, einunddreißig Hilfskriegs- und Handelsschiffe ( zusammen 129.807 BRT ). Darunter die Flottentanker AKEBONO MARU, AMATSU MARU, IRO und SATA. Außerhalb der Häfen von Palau sinken das Torpedoboot WAKATAKE und das Werkstattschiff AKASHI. Danach zogen sich die amerikanischen Einheiten zurück und griffen auf dem Weg nach Majuro am 1. April das Atoll Woleai an. Am 6. April 1944 erreichten die Schiffe der TF 58 wieder ihre Ausgangsstellung in Majuro. Ab Anfang April gliederte nun die USS CHAUNCEY in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY, USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS HALE( DD-642 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Diese Schiffe fuhren nicht geschlossen in die Humboldt Bay, Neuguinea, um sich dort an der Eroberung von Hollandia zu beteiligen. Mehrere der Kriegsschiffe, so auch die USS CHAUNCEY, der Zerstörer selber blieb bis Mitte April in den Gewässern von der eben erst besetzten Insel Emirau und patrouillierte dort, hatten die unterschiedlichsten Aufgaben erhalten. Sie trafen sich aber alle in der Milne Bay, Neuguinea. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April zusammen mit den Truppentransportern die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea weiter. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS CHAUNCEY sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia wieder und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS CHAUNCEY, USS KIDD und USS BULLARD verließen den Seeadler Harbour wenige Tage später und eskortierten mehrere Truppentransporter bis nach Espiritu Santo. Man versetzte hier die USS CHAUNCEY in die Task Group 52.11. die Rear Admiral H. B. Sallada während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.11.2, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und USS SANGAMON ( CVE-26 ) und USS SUWANNEE ( CVE-27 ) ab dem 20. Juni, der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS BLACK, USS KIDD und USS WADSWORTH ( DD-516 ). Vor Espiritu Santo sammelten sich die Kriegsschiffe. Nach mehreren Übungen und dem auffüllen aller Bunker, verließen die Kriegsschiffe am 8. Juni die Insel und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie am Abend des 14. Juni. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dieser Insel. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS CHAUNCEY sicherte dabei, zusammen mit den anderen Zerstörern, die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Für die weiteren Kämpfe um die Marianen gliederte man die USS CHAUNCEY ab dem 21. Juni in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) während der Operation „Forager“ bis zum 27. Juli befehligt wurde. Innerhalb der TG gehörte die USS CHAUNCEY zur Task Undergroup 53.7.1, die Rear Admiral Felix Budwell Stump kommandierte. Innerhalb der TU befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS KIDD und USS BULLARD. Diese Schiffe verließen am 25. Juni die Marianen und fuhren zum Geleit von Transportschiffen zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurden auf allen Schiffen alle Bunker und auf den Flugzeugträgern zusätzlich die Flugzeugstaffeln aufgefüllt. Dann ging die Fahrt zurück nach Saipan. Am Abend des 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7.1 die Gewässer um Saipan und fuhren erneut zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Außerdem füllte man die Munitions-, Proviant- und Treibstoffbunker auf. Am 9. Juli lagen die Kriegsschiffe der TU in den Gewässern von Guam und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement feindlicher Stellungen. Um noch effektiver die japanischen Stellungen im Bereich des kommenden Landungsgebietes zu vernichten, versetzte man die USS CHAUNCEY in die Task Group 53.18, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 in St. Louis, Missouri – 6. juni 1956 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer zur TU 53.18.2. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS BLACK und USS ANTHONY ( DD-515 ). Ab dem 12. Juli wurde auf Guam durch die Trägerflugzeuge der TG alles bombardiert was sich bewegte. Dies hielt man bis zum 16. Juli aufrecht. Anschließend zog man die Kriegsschiffe der TU 53.18.2 aus dem Kampgeschehen heraus. Sie fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier löste man die TU auf. Die USS CHAUNCEY, sowie die anderen Kriegsschiffe, kehrte, bis auf die USS CORAL SEA, nach Guam zurück und reihte sich in die TG 53.7 wieder ein. Bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Die USS CHAUNCEY blieb zur Sicherung der Landungstruppen, die am 21. Juli mit der Landeoperation auf Guam begonnen hatten, und verließ erst am 10. August die Gewässer um die Insel und eskortierte zum Atoll Eniwetok mehrere unbeladene Transportschiffe. Vier Tage später erreichte der Zerstörer das Atoll. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und noch am selben Tag stach das Kriegsschiff wieder in See. Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Innerhalb dieser Basis bugsierte man die USS CHAUNCEY am 22. August in ein Trockendock und begann mit einer Überholung und mehreren Reparaturarbeiten. Diese dauerten bis in den September hinein. Anschließend beteiligte sich das Kriegsschiff in den Hawaiianischen Gewässern an mehreren Übungen, die die Angriffs- und Unterstützungsoperationen für die Rückeroberung der philippinischen Insel Leyte beinhalteten. Diese Übungen dauerten bis zum 15. September. An diesem Tag verließ die USS CHAUNCEY zusammen mit der USS HALE wieder Pearl Harbor und eskortierte mehrere Truppentransporter bis zum Seeadler Harbour, Manus Island. In diesem natürlichen Hafen blieb der Zerstörer bis zum 11. Oktober liegen damit sich die Mannschaft des Zerstörers sich auf die kommenden Kämpfe um die Inseln der Philippinen vorbereiten konnte. Dazu integrierte man die USS CHAUNCEY in die Task Force 79 und stand dort zur freien Verfügung. Diese TF befehligte Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „King II“. In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS HALE, USS HALFORD ( DD-480 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS PICKING ( DD-685 ) und USS GANSEVOORT ( DD-608 ), das Angriffsfrachtschiff USS CAPRICORNUS ( AKA-57 ), das Angriffstransportschiff USS CAVALIER ( APA-37 ) und die Docklandungsschiffe USS ASHLAND ( LSD-1 ) und USS CASA GRANDE ( LSD-13 ). Am 14. Oktober verließen diese Schiffe zusammen mit denen der Southern Attack Force den Seeadler Harbour und fuhren zu den philippinischen Inseln. Am 18. Oktober kam der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ) hinzu. An Bord dieses Kriegsschiffes befand sich General Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 in Little Rock, Arkansas – 5. April 1964 in Washington DC ), der Oberbefehlshaber der US Army im Südwestpazifik. Am Morgen des 20. Oktober begann der Angriff auf Dulag im Leyte Golf. Hier gingen die amerikanischen Sturmtruppen an Land. Die USS CHAUNCY unterstützte sie in den folgenden Tagen dabei mit ihren Schiffsgeschützen die Sturmtruppen und feuerte auf japanische Stellungen, die sich in Küstennähe befanden. In der folgenden Nacht umkreiste der Zerstörer wachsam die Transportschiffe, die gefährlich nahe ans Ufer, zum beschleunigten Entladen, kamen. Das erste Ziel der Landungstruppen war dann der nahegelegene japanische Flugplatz. Am 22. Oktober, zwei Tage vor der ersten entscheidenden Schlacht im Leyte Golf, verließ die USS CHAUNCEY zusammen mit entladenen Transportschiffen die philippinischen Gewässer und eskortierte jene bis zum Seeadler Harbour, Manus Island. Hier legten die Schiffe Ende Oktober an. Im November machte die USS CHAUNCEY noch zwei Eskortierfahrten. Der Zerstörer begleitete dabei Transportschiffe vom Seeadler Harbour zu den Palau Islands und dem Leyte Golf. Gleich im Anschluss daran verließ das Kriegsschiff die Gewässer des Fernen Ostens und fuhr nach San Diego. Hier begann ab Dezember eine umfangreiche Überholung. Die daran anschließende Ausbildung der Besatzung dauerte bis zum 18. Februar 1945. An diesem Tag verließ die USS CHAUNCEY und fuhr nach San Francisco. Der Zerstörer verließ zusammen mit der USS ERBEN, USS BULLARD, USS KIDD, USS HALE und USS BLACK ( DD-666 ) am 19. Februar die kalifornische Küste. Sechs Tage später erreichten die Kriegsschiffe die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Hier begannen ab dem 25. Februar umfangreiche Übungen. Diese dauerten bis zum 4. März. Ab diesem Tag eskortierten die fünf Zerstörer den Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ) zuerst zum Atoll Eniwetok, wo sie am 9. März ankamen. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, Proviant und Munition verließen diese Schiffe am folgenden Tag wieder das Atoll und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen weiter. Dieses erreichten sie am 13. März. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS BLACK, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanischer Gewässer. Zwei Tage später lagen sie rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten zum ersten Mal frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum 17. März. Noch am Nachmittag dieses zweiten Tages, nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Am 19. März kam es zu einem massiven Vergeltungsschlag aus der Luft durch japanische Kamikazepiloten. Dabei wurde der Flugzeugträger USS FRANKLIN ( CV-13 ) aus der TG 58.2 schwer beschädigt. Mehrere Kriegsschiffe der TG zogen sich daraufhin aus dem Kampfgeschehen zurück um den Flugzeugträger zum Atoll Ulithi sicher zu eskortieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG 58.3 zu attackieren. Da lagen jene rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Alle Geschützmannschaften der Zerstörer neben der USS CHAUNCEY hatten dabei alle Hände voll zu tun um diese Selbstmordpiloten abzuwehren. Nachdem dann das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Man hatte am Vorabend des 24. März die Task Group 59.7 gebildet, die Vizeadmiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 im Natlee Owen County, Kentucky – 25. August 1956 auf dem Schlachtschiff USS WYOMING ( BB-32 ), in der Casco Bay, vor Portland, Maine ) kommandierte. In der TG befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS WISCONSIN ( BB-32 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS und der Zerstörer USS CHAUNCEY. Diese Schiffe lagen am 24. März südöstlich von Okinawa und bombardierten einen Tag lang wichtige Hafen- und Befestigungsanlagen im Bereich der am 1. April beginnenden Landung der Alliierten. Außerdem sollten während des Bombardements die Schiffe der TG 52.3 bei ihrer Minensuchoperation gedeckt werden. Nebenbei versenkten die Schlachtschiffe die japanischen Transportschiffe TOSAN MARU und MAIKO MARU Nr. 10. Die USS CHAUNCEY selber überwachte den Luftraum um vor angreifenden japanischen Flugzeugen rechtzeitig zu warnen. Diese amerikanischen Schiffe verließen am Abend ihren Einsatzort und fuhren denen der TG 58.3 hinterher und integrierten sich wieder. Am 25. März befanden sich die Schiffe der TG rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa und übernahmen erneut frischen Treibstoff. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Da lagen die Kriegsschiffe 125 Seemeilen südlich von dem Einsatzgebiet der Trägerflugzeuge. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der beginnenden Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS CHAUNCEY auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen. Die Geschützmannschaften der USS CHAUNCEY eröffneten, wie alle anderen Mannschaften der Zerstörer auch, das Feuer auf diese Selbstmordpiloten. Mehrere japanische Flugzeuge wurden noch rechtzeitig abgeschossen, aber einige wenige schafften es trotzdem bis zu einem amerikanischen Schiff und stürzten sich darauf. Am 14. April lagen die Schiffe der TG 58.3 wieder rund 300 Seemeilen östlich von Okinawa und wurden betankt. Gleich nach dem Abschluss dieser Arbeiten fuhren die Kriegsschiffe zusammen mit denen der TG 58.1 und TG 58.2 nach Norden. Ziel waren wieder militärische Einrichtungen auf Kjushu, auf die die Trägerflugzeuge ihre Bomben abwarfen. Bis zum 17. April blieben die Schiffe der TG 58.3 in der Nähe von Kjushu, dann wandten sie sich wieder in Richtung Okinawa. Da am 16. April die Schiffe der TG 58.2 schwere Verluste durch Kamikazepiloten zu verbuchen hatten, zog man diese aus dem Kampfgeschehen heraus. Sie sollten zum Atoll Ulithi fahren damit sich dort die Besatzungen etwas erholen konnten. Nur die Zerstörer THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS OWEN, USS MILLER, USS TINGEY, USS TWINING, USS HUNT, USS MARSHALL und USS LEWIS HANCOCK verblieben in diem Gebiet und wechselten zur TG 58.3. Innerhalb dieser TG befanden sich alle Zerstörer nun in der TU 58.3.4 die Captain John Philip Womble, Jr. ( 13. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) kommandierte. Alle Kriegsschiffe der TG lagen am 18. April rund 325 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Hier wurden sie betankt und nahmen frische Munition an Bord. Ab dem 19. April begannen die Trägerflugzeuge der TG mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa, was fast täglich stattfand. Die Luftangriffe wurden nur eingestellt, wenn die Kriegsschiffe der TG Treibstoff übergeben bekamen. Da zogen sie sich wieder auf eine Position zurück die die Kamikazepiloten nicht ohne weiteres erreichen konnten. Die USS CHAUNCEY selber übernahm in den vergangenen und folgenden Tagen vor Kjushu und Okinawa die Luftsicherung für die Flugzeugträger. Die Geschützmannschaften feuerten mit großem Erfolg auf die angreifenden Kamikazepiloten. Außerdem nahmen sie immer wieder in der Küstennähe feindliche Landziele ins Visier. Ab dem 15. Mai lagen die Schiffe der TG 58.3 rund zweihundert Seemeilen östlich von Okinawa und wurden bis zum folgenden Tag durch die Öltanker der TG 50.8 mit frischem Treibstoff versorgt. Von dieser Position aus begannen die Trägerflugzeuge auch mit dem weiteren Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa. Erst am 20. Mai näherte man sich auf 80 Seemeilen bis zu der Insel um die Distanz in den folgenden Tagen wieder zu vergrößern. Bis zum 28. Mai hielt das Bombardement der Trägerflugzeuge auf Okinawa an. An diesem Tag versetzte man die USS CHAUNCEY zur Task Group 38.3. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS ESSEX, das Schlachtschiff USS WASHINGTON, die Leichten Kreuzer USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS OAKLAND und USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BLACK, USS THE SULLIVANS, USS OWEN, USS MILLER, USS STEPHEN POTTER, USS TINGEY, USS ENGLISH, USS AULT, USS WALLACE L LIND, USS WALDRON und USS WALKER. Gleich am folgenden Tag zog man die Schiffe dieser Task Group aus dem Kampfgeschehen vor Okinawa. Ziel war die philippinische Insel Leyte. Hier legte man am 1. Juni in der San Pedro Bay an. Hier begannen Reparaturarbeiten an den Einrichtungen der USS CHAUNCEY. Außerdem konnte sich die Mannschaft des Zerstörers von den Kämpfen erholen. Dann legten ab dem 13. Juni die anderen Kriegsschiffe der Task Force an. Nun wurden wieder Übungen abgehalten. Man stellte dann die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS CHAUNCEY versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS BLACK, USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS HALE, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. Die wenigen japanischen Flugzeuge, die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten, wurden von der USS CHAUNCEY und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Die USS CHAUNCEY sicherte in diesen Tagen die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Auch in den folgenden Tagen blieb die USS CHAUNCEY als Sicherungsschiff bei dem Flugzeugträger USS WASP ( CV-18 ). Die Trägerflugzeuge hatten nun nach dem Ende des Krieges die Aufgabe gestellt bekommen, über den noch vorhandenen und intakten japanischen Flugplätzen und Schiffen zu patrouillieren. Außerdem sollten die Piloten auf ihren Patrouillenflügen Kriegsgefangenenlager lokalisieren damit die dort immer noch internierten alliierten Soldaten versorgt werden konnten. Am 25. August geriet die USS WASP und die USS CHAUNCEY in einen Taifun. Dabei befanden sich die beiden Kriegsschiffe rund 200 Seemeilen südöstlich von Honshu entfernt. Beide Schiffe erlitten während des Taifuns erhebliche Schäden. Nach den daran anschließenden Reparaturarbeiten an der USS CHAUNCEY, blieb der Zerstörer noch bis zum 11. November auf Patrouillenfahrt im Fernen Osten. An diesem Tag lag das Kriegsschiff im Hafen von Tsingtao, China und begann die Heimfahrt an die US Westküste. Nachdem die USS CHAUNCEY dann in San Diego angelegt hatte, bereitete man den Zerstörer auch schon auf seine Inaktivität vor. Am 19. Dezember 1945 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS CHAUNCEY aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander James Wallace Daniel, Jr. stellte am 18. Juli 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach dem Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ die USS CHAUNCEY zusammen mit der USS BLACK am 1. November die amerikanische Marinebasis San Diego und fuhr in Richtung Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten beide Zerstörer Norfolk, Virginia, ihren neuen Heimathafen. Von hier aus operierte das Kriegsschiff entlang der US Ostküste und in der Karibik und beteiligte sich dabei bis zum 10. Januar 1953 an mehreren Ausbildungseinsätzen. An diesem 10. Januar legte die USS CHAUNCEY zusammen mit dem Schwesterschiff USS BLACK in Norfolk ab und beide Zerstörer begannen ihre Weltreise. Das erste Ziel war dabei der Ferne Osten. Dazu durchquerte das Kriegsschiff vom 14. zum 15. Januar den Panamakanal. Die Marinebasis San Diego wurde am 22. Januar erreicht. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt am nächsten Morgen gleich weiter. In die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor lief die USS CHAUNCEY am 29. Januar ein und blieb hier bis zum 3. Februar. An diesem Tag verließ der Zerstörer wieder die Marinebasis und fuhr nach Sasebo, Japan und legte dort am 12. Februar an. Auf der Fahrt dorthin überquerte das Kriegsschiff am 5. Februar den 180. Meridian. Schon am 15. Februar lag die USS CHAUNCEY vor der nordkoreanischen Stadt Wonsan und begann die in Küstennähe befindlichen feindlichen Stellungen und Versorgungswege zu bombardieren. Dieses Bombardement dauerte bis zum 13. März und der Zerstörer verließ die nordkoreanischen Küstengewässer. Zwei Tage später lag das Kriegsschiff wieder in dem japanischen Hafen Sasebo. Hier blieb die USS CHAUNCEY für notwendig gewordene Reparaturarbeiten bis zum 26. März liegen. Vom 26. März bis zum 18. April gehörte der Zerstörer zur Task Force 77 und übernahm die Sicherung über die dort befindlichen Flugzeugträger. An diesem 18. April legte der Zerstörer im Hafen von Yokosuka an und blieb über Nacht zum Auffüllen aller Bunker. Nach Abschluss der Arbeiten legte die USS CHAUNCEY noch am 19. April wieder ab und beteiligte sich bis zum 29. April an mehreren Anti-U-Boot Übungen. Noch am selben Tag erreichte der Zerstörer Okinawa und fuhr am Nachmittag des folgenden Tages wieder nach Yokosuka. In diesem Hafen blieb der Zerstörer bis zum 14. Mai. Gleich am folgenden Tag gehörte das Kriegsschiff wieder zur Task Force 77 und verblieb dort bis zum 22. Mai. Schon ab dem Abend des 23. Mai lag das Kriegsschiff in den koreanischen Gewässern von Inchon und fuhr am nächsten Tag nach Wonsan. Diese Gewässer erreichte die USS CHAUNCEY am 27. Mai und fuhr zur Sicherung der Flugzeugträger in der TF 77 noch am selben Tag weiter. Die USS CHAUNCEY erreihte am 29. Mai erneut die Kriegsschiffe der TF 77 und blieb nur diesen Tag dort. So lag der Zerstörer am 30. Mai in den koreanischen Gewässern von Wonsan und am 31. Mai in den koreanischen Gewässern von Hungam. Am 1. Juni operierte das Kriegsschiff wieder mit den Schiffen der TF 77 und am 2. Juni lag es in den Gewässern von Pusan. Noch am selben Tag verließ die USS CHAUNCEY die koreanischen Gewässer und fuhr nach Sasebo ein. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 7. Juni liegen und wartete auf die USS BLACK. Beide Kriegsschiffe begann nun die Heimfahrt. Vom 10. bis zum 12. Juni lagen sie im Hafen von Hongkong und am 15. Juni überquerten die Zerstörer auf der Länge von 106° den Äquator. Dann legte die USS CHAUNCEY und die USS BLACK vom 16. bis zum 18. Juni in Singapor, Malaysia, vom 22. bis zum 26. Juni in Colombo, Ceylon, vom 2. bis zum 4. Juli im Hafen von Aden, Jemen an. Vom 7. zum 8. Juli erfolgte die Durchquerung des Suezkanals. Vom10. bis zum 13. Juli lagen beide Zerstörer im Hafen von Athen, Griechenland, vom 15. bis zum 19. Juli in Neapel, Italien, vom 20. bis zum 24. Juli im Hafen von Cannes, Frankreich, am 26. Juli in Gibraltar und am 6. August legten beide Kriegsschiffe in Norfolk wieder an. Jetzt nahm die USS CHAUNCEY an Operationen entlang der US Ostküste und in der Karibik bis zum 14. Mai 1954 teil. An diesem Tag stellte man den Zerstörer erneut außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Erst am 1. Oktober 1972 strich man den Namen USS CHAUNCEY ( DD-667 ) von der US Navy – Liste. Nach dem abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 2. Januar 1974 für 134.377,60 Dollar an die Southern Scrap in New Orleans, Louisiana zum verschrotten.


USS CHAUNCEY ( DD-667 )
Commanding Officer

LCDR Merle Van Metre           31. Mai 1943 – 1. November 1943 (erreichter Rang RADM)
LCDR Lester Cameron Conwell           1. November 1943 – 2. März 1945
LCDR Preston Bennett Haines Jr.          2. März 1945 – 19. Dezember 1945
Außerdienststellung         19. Dezember 1945 – 17. Juli 1951
CDR James Wallace Daniel Jr.          17. Juli 1951 – 1. August 1953
CDR George Woodruff Forbes Jr.           1. August 1953 – 14. Mai 1954

USS BLACK ( DD-666 )

USS BLACK ( DD-666 )

Biografie

Hugh David Black
* 29. Juni 1903 in Oradell, New Jersey
† 28. Februar 1942 auf dem Zerstörer USS JACOB JONES ( DD-130 )
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Zweiten Weltkriegs

Im Jahre 1922 trat Hugh David Schwarz in die United States Naval Academy in Annapolis ein. Sein Studium absolvierte er im Jahre 1926 und diente an Bord des Leichten Kreuzers USS RICHMOND ( CL-9 ) bis 1928. Dieses Schiff kreuzte hauptsächlich im Fernen Osten. In den folgenden Jahren diente er an Bord des Schlachtschiffes USS NEW YORK ( BB-34 ), dem Kanonenboot USS ASHVILLE ( PG-21 ), auf den Zerstörern USS PARROTT ( DD-218 ), USS RIZAL ( DD-174 ) und USS MONTGOMERY ( DD-121 ). Danach versetzte man Lieutenant ( JG ) Black zur Naval Training Station in San Francisco, Kalifornien. Von 1933 bis 1934 diente er an Bord des Zerstörers USS UPSHUR ( DD-144 ). Am 2. Januar 1935 erhielt Lieutenant Black das Kommando über das Minensuchboot USS LARK ( AM-21 ). Dieses Kommando behielt er bis zum 15. Januar 1938. Nach der Übergabe des Kommandos an Lieutenant John Orla Jenkins, ging Black seiner Dienstpflicht im Bureau of Navigation in Washington DC nach. Mitte 1938 wechselte er an die Harvard Universität und studierte dort für zwei Jahre. Nach diesem Studium versetzte man ihn an Bord des neugebauten Zerstörers USS BENSON ( DD-421 ) wo er der Exekutive Offizier war. Commander Clifford Ashton Fines stellte das unter seinem Kommando stehende Schiff am 25. Juli 1940 in den Dienst der US Navy. Auf dem Zerstörer befand sich Black bis Anfang 1941. Am 14. April 1941 übernahm Lieutenant Commander Black das Kommando über den Zerstörer USS JACOB JONES ( DD-130 ). Am Morgen des 27. Februar 1942 lief die USS JACOB JONES aus dem Hafen von New York aus. Das Schiff sollte Patrouille fahren entlang der Küste bis nach New Jersey und den Bereich zwischen Barnegat Light und Fathom Five Bank abdecken. Kurz nach dem Ablegen erhielt Black den Befehl sich mehr auf Cape May und den Delaware Capes zu konzentrieren. Gegen 15:30 Uhr entdeckte man das brennende Wrack des Tankers R P RESOR das am Vortag östlich von Barbegat Light torpediert worden war. Black umrundete mit der USS JACOB JONES für zwei Stunden das Wrack um nach Überlebenden zu suchen. Ab 20:00 Uhr herrschte Funkstille. Beim ersten Licht der Morgendämmerung am 28. Februar entdeckte das deutsche U-Boot U-578 den ahnungslosen Zerstörer. Drei Torpedos wurden als Fächer umgehend abgefeuert. Alle drei schlugen in der Backbordseite ein. Bis auf 30 Überlebende starben alle übrigen der 113-köpfige Besatzung. Unter ihnen auch Lieutenant Commander Black. Die Überlebenden retteten sich auf ein Rettungsfloß. Durch die explodierenden Wasserbomben kamen weitere Besatzungsmitglieder ums Leben. Das Patrouillenboot USS EAGLE ( PE-56 ) konnte nur noch 12 Überlebende retten von der Besatzung.


USS BLACK ( DD-666 )

Schiffsbiografie

Die USS BLACK ( DD-666 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Commander Hugh David Black benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsiebenunddreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 14. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Hugh David Black, Witwe von Lieutenant Commander Hugh David Black, taufte am 28. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Jack Maginnis stellte am 21. Mai 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS BLACK bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas führte, rüstete man den Zerstörer im Hafen von Norfolk, Virginia vollständig aus. In den dann folgenden Wochen schloss man die Begutachtung des Schiffskörpers ab und das Kriegsschiff eskortierte größere Einheiten während deren Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. New York. Hier rüstete man das Kriegsschiff für die Fahrt in den Pazifik aus. Am 25. Oktober verließ die USS BLACK die US Ostküste, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 8. November die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man über Nacht frischen Treibstoff, Proviant, Post für andere Schiffe und Munition. Am Morgen des folgenden Tages stach der Zerstörer in See und fuhr zu der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diese Basis lief das Kriegsschiff am 15. November ein. Hier blieb die USS BLACK nur wenige Tage. Man füllte die Treibstoffbunker, beteiligte sich an Übungen zur Kalibrierung der Geschütze und verließ anschließend wieder Pearl Harbor. Ziel war die Gilbertinsel Tarawa. Der Zerstörer erreichte Anfang Dezember dieses Atoll und begann in den Gewässern vor der Laguneneinfahrt bis zum 22. Januar 1944 zu patrouillieren. In dieser Zeit verließ das Kriegsschiff aber auch seinen Posten und eskortierte Transportschiffe zu südlichen Inseln der Marshall Islands und am 15. Januar rettete die Schiffsbesatzung, 50 Seemeilen südlich vom Korallenatoll Jaluit, Ralik Archipel, Marshall Islands, 22 Überlebende von zwei abgeschossenen Patrouillenflugzeugen aus dem Wasser. Am 22. Januar verlässt die USS BLACK wieder das Atoll Tarawa und fuhr in Richtung Pearl Harbor. Auf dem weg dorthin versetzte man den Zerstörer in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS USS CHAUNCEY ( DD-667 ), BULLARD ( DD-660 ) und USS KIDD ( DD-661 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ), zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar hatten diese Schiffe die Marinebasis Pearl Harbor verlassen, zusammen mit denen der TG 51.1, und fuhren zu den Marshall Islands. Unterwegs traf die USS BLACK am 29. Januar auf die Schiffe der TG 51.2 und übernahm ihre gestellten Aufgaben zur Sicherung der Geleitflugzeugträger. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Am 2. Februar laufen die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) samt ihrer Eskorte aus der Task Force 58 als erste Kriegsschiffe in die Lagune ein. Die USS BLACK versetzte man nun in die TF 58 und stand dort zur freien Verfügung. Am 13. Februar lief der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen der TF in Majuro aus und begann mit der Luft- und Unterwasserüberwachung zum Schutz der im Kampf befindlichen Kriegsschiffe. Am 1. März erreichten die Schiffe der TF 58 wieder das Atoll und wurden auf die Kämpfe um die Palau Inseln vorbereitet. Die USS BLACK blieb in der Task Force 58, der Schnellen Flugzeugträger Task Force, die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) befehligte, und sollte sich an der Operation „Desecrate I“ beteiligen. Die Schiffe der TF 58 legten am 22. März vom Atoll Majuro ab und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS BLACK wurde keiner Task Group direkt unterstellt, sondern sollte den Schutz der Flugzeugträger innerhalb der TF verstärken und befand sich daher zur Sicherung der Trägereinheiten auf Patrouillen- und Aufklärungsfahrt zwischen den Atollen von Kwajalein und Majuro. Am 28. März erreichten die Schiffe der TF 58 die Palau Inseln. Noch am selben Tag begann der Angriff auf die Inseln. Es waren keine Landungstruppen während dieses Bombardements anwesend. Die Hauptaufgabe der Task Force war es, die japanische Basis so sehr zu schwächen das sie nicht in der Lage wäre in die Kämpfe um Neuguinea einzugreifen. Eine Vielzahl von japanischen Kriegs- und Hilfsschiffen wurden in der dreitägigen Schlacht versenkt. So der Truppentransporter T-31, vier U-Boot-Jäger, einunddreißig Hilfskriegs- und Handelsschiffe ( zusammen 129.807 BRT ), darunter die Flottentanker AKEBONO MARU, AMATSU MARU, IRO und SATA. Außerhalb der Häfen von Palau sinken das Torpedoboot WAKATAKE und das Werkstattschiff AKASHI. Danach zogen sich die amerikanischen Einheiten zurück und griffen auf dem Weg nach Majuro am 1. April das Atoll Woleai an. Am 6. April 1944 erreichten die Schiffe der TF 58 wieder ihre Ausgangsstellung in Majuro. Ab Anfang April gliederte nun die USS BLACK in die Task Group 78.1 ein, die Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Toccoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANEE ( CVE-27 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ) und USS SANTEE ( CVE-29 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS LANSDOWNE ( DD-486 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS MUSTIN ( DD-413 ) und USS ELLET ( DD-398 ). Diese Schiffe zog man vor der Insel Manus, Admiralitätsinseln, Papua Neuguinea zusammen, wo sich die Schiffe der Task Force 77 ebenfalls trafen um die Operation „Persecution“ durchzuführen. Gemeinsam wurde die Stadt Aitape und Umgebung sowie die Tanahmera Bay, die Humboldt Bay und die Halbinsel Hollandia, Neuguinea am 22. April 1944 angegriffen. Zwei Tage später mussten die Schiffe der TG 78.1 wieder zum Seeadler Harbour, Manus Island zurück. Dort füllte man sämtliche Magazine und Bunker mit allem Notwendigen für die kommenden Tage auf. Am 27. April lagen die Schiffe wieder vor Hollandia und begannen mit dem Bombardement auf feindliche Küstenbefestigungen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.1 wieder die Halbinsel und kehrten nach Espiritu Santo zurück, wo sie zwei Tage später anlegten. Man versetzte hier die USS BLACK in die Task Group 52.11. die Rear Admiral H. B. Sallada während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.11.2, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE, ab dem 20. Juni, und USS CORREGIDOR ( CVE-58 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CV-43 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS BLACK und USS WADSWORTH ( DD-516 ). Vor Espiritu Santo sammelten sich die Kriegsschiffe. Nach mehreren Übungen und dem auffüllen aller Bunker, verließen die Kriegsschiffe am 8. Juni die Insel und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie am Abend des 14. Juni. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dieser Insel. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS BLACK sicherte dabei, zusammen mit den anderen Zerstörern, die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Für die weiteren Kämpfe um die Marianen gliederte man die Task Group 52.11 ab dem 21. Juni um und bildete die Task Group 53.7. Doch die USS BLACK blieb zusammen mit der USS WADSWORTH zur Sicherung der Geleitflugzeugträger USS SANGAMON und USS SUWANEE innerhalb der TG 52.11. Die Trägerflugzeuge bombardierten weiterhin feindliche Stellungen. Am 26. Juni griffen in der Abenddämmerung wieder japanische Piloten mit ihren Maschinen die Kriegsschiffe der TG an. Die Geschützmannschaften der USS BLACK hatten alle Hände voll zu tun um die feindlichen Flugzeuge abzuwehren. Am 4. Juli verließen dann die vier Kriegsschiffe die Gewässer um Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Außerdem füllte man die Munitions-, Proviant- und Treibstoffbunker auf und die Schiffe der TU 53.7.1 gliederten sich in die TU 52.11.2 wieder ein. Am 9. Juli lagen die Kriegsschiffe der TU in den Gewässern von Guam und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement feindlicher Stellungen. Um noch effektiver die japanischen Stellungen im Bereich des kommenden Landungsgebietes zu vernichten, versetzte man die USS BLACK in die Task Group 53.18, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 in St. Louis, Missouri – 6. Juni 1956 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer zur TU 53.18.2. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS BLACK, USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY und USS ANTHONY ( DD-515 ). Ab dem 12. Juli wurde auf Guam durch die Trägerflugzeuge der TG alles bombardiert was sich bewegte. Dies hielt man bis zum 16. Juli aufrecht. Anschließend zog man die Kriegsschiffe der TU 53.18.2 aus dem Kampgeschehen heraus. Sie fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier löste man die TU auf. Die USS BLACK gliederte man in die Task Force 53 ein die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in der Jamaica Bay, New York ) kommandierte. Innerhalb dieser TF gehörte der Zerstörer zur Task Undergroup 53.2.1. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS BLACK, USS ANTHONY, USS WADSWORTH, USS FRANKS ( DD-554 ), USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS PRESTON ( DD-795 ) und USS WEDDERBURN ( DD-684 ). Diese Schiffe sollten während der Operation „Forager“ die südliche Angriffsgruppe der Task Group 53.2, befehligt durch Rear Admiral Lawrence Fairfax Reifsneider ( 26. November 1887 in Westminster, Carroll County, Maryland – 14. Mai 1956 in San Diego, Kalifornien ), vor Guam sichern. Am 17. Juli verließen die Schiffe der Task Group 53.2 das Atoll Eniwetok. Bei Agrat landeten am 21. Juli 12 APA, 3 AKA, 1 LSD und 14 LST die Soldaten der 1. Marine Brigade, Teile der 77. Infanterie Division und deren Kampfmittel. Mit ihren Schiffsgeschützen unterstützte die USS BLACK die Angriffsbemühungen der Sturmtruppen und beschoss japanische Küstenbefestigungen. Am 10. August erklärte man Guam für sicher und die meisten Kriegsschiffe wurden wieder abgezogen und fuhren in ihre Bereitstellungsbasen. Die USS BLACK blieb aber noch in den Gewässern der Nördlichen Marianen und patrouillierte rund um Guam. Erst Ende August verließ der Zerstörer die Gewässer von Guam und und fuhr zum Seeadler Harbour, Manus Island. Hier bereitete man die Mannschaft und die USS BLACK auf den Angriff auf die Philippinen während der Operation „King II“ vor. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Force 77, die Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hanover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) befehligte. Innerhalb dieser TF befanden sich die Zerstörer USS BLACK, USS ERBEN ( DD-631 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS LANG ( DD-399 ), USS DALY ( DD-519 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS McDONOUGH ( DD-351 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) und standen zur freien Verfügung innerhalb der TF 77. Diese Zerstörer sollten Truppentransport- und Versorgungsschiffe für die Landung auf der philippinischen Insel eskortieren. Dazu legten die Zerstörer am 14. Oktober im Seeadler Harbour ab. Am 20. Oktober erreichte dieser Schiffskonvoi die Landungszone vor Leyte. Die USS BLACK patrouillierte nun sofort bis zum 24. Oktober zum Schutz der Landungsschiffe und übernahm zusammen mit anderen Zerstörern die Luftüberwachung und das Flugabwehrfeuer gegen anfliegende japanische Maschinen. Dann, als die Seeschlacht um den Leyte tobte, verließ die USS BLACK am 24. Oktober die Insel Leyte und fuhr zur Humboldt Bay, Neuguinea. Hier warteten Panzerlandungsschiffe, die Verstärkungen der Landungseinheiten auf Leyte geladen hatten. Außerdem sollten diese Schiffe vor eventuellen Angriffen der Japaner geschützt werden. Wenige Tage nach der Ankunft des Zerstörers, verließ er auch schon wieder die Humboldt Bay und eskortierte die Panzerlandungsschiffe nach Leyte. Die Landungsstelle in der San Pedro Bay erreichten sie am 17. November. Noch am selben Tag verließ die USS BLACK die philippinischen Gewässer und fuhr über den Seeadler Harbour und dem Atoll Majuro nach Pearl Harbor. Von dieser Marinebasis aus fuhr der Zerstörer an die US Westküste, die er im Dezember erreichte, und wurde in ein Trockendock in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien für eine umfangreiche Überholung bugsiert. Die umfangreiche Überholung war am 18. Februar abgeschlossen und die USS BLACK Zerstörer fuhr zusammen mit der USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS KIDD, USS HALE und USS BULLARD wieder in den Westpazifik. Ziel war das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanischer Gewässer. Zwei Tage später lagen sie rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten zum ersten Mal frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum 17. März. Noch am Nachmittag dieses zweiten Tages nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen jene rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Nachdem das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Da lagen die Kriegsschiffe 125 Seemeilen südlich von dem Einsatzgebiet der Trägerflugzeuge. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der beginnenden Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS BULLARD auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen. Die Geschützmannschaften der USS BLACK, wie alle anderen Mannschaften der Zerstörer auch, das Feuer auf diese Selbstmordpiloten. Mehrere japanische Flugzeuge wurden noch rechtzeitig abgeschossen, aber einige wenige schafften es trotzdem bis zu einem amerikanischen Schiff und stürzten sich darauf. Die USS BLACK selber erhielt einen Bombentreffer während dieses Kampfes. Der entstandene Schaden war gering und der Zerstörer blieb schwimmfähig. Allerdings erlitten mehrere Besatzungsmitglieder durch die Explosion oder während der anschließenden Löscharbeiten Verletzungen. Das Kriegsschiff brauchte vorerst nicht zur Reparatur zu den Kerama Retto Inseln fahren und versah seinen Dienst weiter. Am 14. April lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 300 Seemeilen östlich von Okinawa und wurden betankt. Gleich nach dem Abschluss dieser Arbeiten fuhren die Kriegsschiffe zusammen mit denen der TG 58.1 und TG 58.2 nach Norden. Ziel waren wieder militärische Einrichtungen auf Kjushu, auf die die Trägerflugzeuge ihre Bomben abwarfen. Bis zum 17. April blieben die Schiffe der TG 58.3 in der Nähe von Kjushu, dann wandten sie sich wieder in Richtung Okinawa. Da am 16. April die Schiffe der TG 58.2 schwere Verluste durch Kamikazepiloten zu verbuchen hatten, zog man diese aus dem Kampfgeschehen heraus. Sie sollten zum Atoll Ulithi fahren damit sich dort die Besatzungen etwas erholen konnten. Nur die Zerstörer THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS OWEN, USS MILLER, USS TINGEY, USS TWINING, USS HUNT, USS MARSHALL und USS LEWIS HANCOCK verblieben in diem Gebiet und wechselten zur TG 58.3. Innerhalb dieser TG befanden sich alle Zerstörer nun in der TU 58.3.4 die Captain John Philip Womble, Jr. ( 13. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) kommandierte. Alle Kriegsschiffe der TG lagen am 18. April rund 325 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Hier wurden sie betankt und nahmen frische Munition an Bord. Ab dem 19. April begannen die Trägerflugzeuge der TG mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa, was fast täglich stattfand. Die Luftangriffe wurden nur eingestellt, wenn die Kriegsschiffe der TG Treibstoff übergeben bekamen. Da zogen sie sich wieder auf eine Position zurück die die Kamikazepiloten nicht ohne weiteres erreichen konnten. Die USS BLACK selber übernahm wie in den vergangenen nun auch in den folgenden Tagen vor Kjushu und Okinawa die Luftsicherung für die Flugzeugträger. Die Geschützmannschaften feuerten mit großem Erfolg auf die angreifenden Kamikazepiloten. Außerdem nahmen sie immer wieder in der Küstennähe feindliche Landziele ins Visier. Ab dem 15. Mai lagen die Schiffe der TG 58.3 rund zweihundert Seemeilen östlich von Okinawa und wurden bis zum folgenden Tag durch die Öltanker der TG 50.8 mit frischem Treibstoff versorgt. Von dieser Position aus begannen die Trägerflugzeuge auch mit dem weiteren Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa. Erst am 20. Mai näherte man sich auf 80 Seemeilen bis zu der Insel um die Distanz in den folgenden Tagen wieder zu vergrößern. Bis zum 28. Mai hielt das Bombardement der Trägerflugzeuge auf Okinawa an. An diesem Tag versetzte man die USS BLACK zur Task Group 38.3. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS ESSEX, das Schlachtschiff USS WASHINGTON, die Leichten Kreuzer USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS OAKLAND und USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS CHAUNCEY, USS THE SULLIVANS, USS OWEN, USS MILLER, USS STEPHEN POTTER, USS TINGEY, USS ENGLISH, USS AULT, USS WALLACE L LIND, USS WALDRON und USS WALKER. Gleich am folgenden Tag zog man die Schiffe dieser Task Group aus dem Kampfgeschehen vor Okinawa. Ziel war die philippinische Insel Leyte. Hier legte man am 1. Juni in der San Pedro Bay an. Es begannen sofort Reparaturarbeiten an den Einrichtungen der USS BLACK. Außerdem konnte sich die Mannschaft des Zerstörers von den Kämpfen erholen. Dann legten ab dem 13. Juni die anderen Kriegsschiffe der Task Force an. Nun wurden wieder Übungen abgehalten. Man stellte dann die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS BLACK versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August die USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS BLACK, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS HALE, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. Die wenigen japanischen Flugzeuge, die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten, wurden von der USS BLACK und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. . Die USS BLACK sicherte in diesen Tagen die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Bis zum 1. September blieb die USS BLACK in den Gewässern von Okinawa und nahm Besatzungsaufgaben wahr. Ab diesem Tag versetzte man den Zerstörer in die Task Force 72. In dieser TF befanden sich die Flugzeugträger USS HORNET und USS YOTKTOWN aus der Flugzeugträger Division 5 ( CarDiv 5 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS BURNS ( DD-588 ), USS BELL ( DD-587 ) und USS STEVENS ( DD-479 ). Diese Kriegsschiffe verließen am 1. September die Gewässer von Okinawa und fuhren ins Gelbe Meer, um die in Inchon, Korea und in Tsintao, China angelandeten Invasionstruppen zu unterstützen. Mit gezielten Schüssen konnten die Schiffsbesatzungen der Zerstörer 28 Seeminen unschädlich machen. Danach patrouillierte die USS BLACK zusammen mit den anderen Kriegsschiffen im Gelben Meer und besuchte Häfen in Korea und China. So in Shanghai, Tsingtao und Jinsen. Am 10. November verließ die USS BLACK Tsingtao und fuhr in Richtung der US Westküste. Hier stellte man am 5. August 1946 den Zerstörer in dem Hafen von Long Beach, Kalifornien auße Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS BLACK aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander John Reginald Beardall, Jr. ( 8. April 1919 – 1. November 1993 ) stellte am 18. Juli 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach dem Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ die USS BLACK zusammen mit der USS CHAUNCEY am 1. November die amerikanische Marinebasis San Diego und fuhr in Richtung Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten beide Zerstörer Norfolk, Virginia, ihren neuen Heimathafen. Von hier aus operierte das Kriegsschiff entlang der US Ostküste und in der Karibik und beteiligte sich dabei bis zum 10. Januar 1953 an mehreren Ausbildungseinsätzen. An diesem 10. Januar legte die USS CHAUNCEY zusammen mit dem Schwesterschiff USS BLACK in Norfolk ab und beide Zerstörer begannen ihre Weltreise. Das erste Ziel war dabei der Ferne Osten. Dazu durchquerten die Kriegsschiffe vom 14. zum 15. Januar den Panamakanal. Die Marinebasis San Diego wurde am 22. Januar erreicht. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt am nächsten Morgen gleich weiter. In die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor lief die USS BLACK und die USS CHAUNCEY am 29. Januar ein und blieben hier bis zum 3. Februar. An diesem Tag verließen beide Zerstörer wieder die Marinebasis und fuhren nach Sasebo, Japan und legten dort am 12. Februar an. Hier trennten sich erst einmal die Wege der Zerstörer. Die USS BLACK lag mehrere Tage im Hafen von Sasebo und fuhr dann in die koreanischen Gewässer. Ab dem 4. März begann das Kriegsschiff vor der koreanischen Küste zu patrouillieren und ab dem 6. März begann der Zerstörer mit dem Bombardement von Nachschubwegen der Nordkoreaner. Bis zum 4. Juni setzte so die USS BLACK ihre Operationen in den koreanischen Gewässern fort. An diesem Tag verließ der Zerstörer das Gelbe Meer und fuhr nach Sasebo. Hier lag schon die USS CHAUNCEY. Beide Zerstörer liefen am 7. Juni wieder aus und begannen die Heimfahrt. Vom 10. bis zum 12. Juni lagen sie im Hafen von Hongkong und am 15. Juni überquerten die Zerstörer auf der Länge von 106° den Äquator. Dann legte die USS BLACK und die USS CHAUNCEY vom 16. bis zum 18. Juni in Singapor, Malaysia, vom 22. bis zum 26. Juni in Colombo, Ceylon, vom 2. bis zum 4. Juli im Hafen von Aden, Jemen an. Vom 7. zum 8. Juli erfolgte die Durchquerung des Suezkanals. Vom10. bis zum 13. Juli lagen beide Zerstörer im Hafen von Athen, Griechenland, vom 15. bis zum 19. Juli in Neapel, Italien, vom 20. bis zum 24. Juli im Hafen von Cannes, Frankreich, am 26. Juli in Gibraltar und am 6. August legten beide Kriegsschiffe in Norfolk wieder an. Bis zum Januar 1955beteiligte sich die US BLACK entlang der US Ostküste und in der Karibik an Trainingsübungen, Flottenoperationen und der Sicherungsdienst von Flugzeugträgern. Im Januar 1955 versetzte man den Zerstörer in die Pazifikflotte. Dazu durchquerte das Kriegsschiff erneut den Panamakanal und legte am 26. Januar im Hafen von Long Beach an. In den nun folgenden anderthalb Jahrzehnten fuhr die USS BLACK regelmäßig in den Westpazifik und beteiligte sich an Operationen der 7. US Flotte. Der Zerstörer diente dort als Flugzeugeskorte, nahm an Anti-U-Boot – Kriegsübungen teil, patrouillierte in der Taiwanstraße und besuchte Häfen im gesamten Fernen Osten. Dann ab dem 11. März 1965 beteiligte sich die USS BLACK an der Operation Market Time und damit vier Jahre lang am Vietnamkrieg. Zu den Aufgaben des Zerstörers gehörten während dieser Zeit die Küstenpatrouillen entlang der 1.000 km langen südvietnamesischen Küste, die Luft- und Unterwassersicherung für die amerikanischen Flugzeugträger, Bombardement von Versorgungslinien der feindlichen Truppen, Feuerunterstützung der eigenen Truppen an Land und die Blockade für Versorgungsschiffe für Nordvietnam. Im Juli 1969 endete für die USS BLACK die letzte Einsatzfahrt vor der vietnamesischen Küste und der Zerstörer kehrte in seinen Heimathafen zurück. Hier stellte man am 21. September 1969 den Zerstörer außer Dienst. Den Namen USS BLACK ( DD-666 ) strich man am 26. September 1969 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 17. Februar 1971 den Schiffskörper an die Chou’s Iron & Steel in Kaohsiung, Taiwan für 101.595 Dollar zum verschrotten.


USS BLACK ( DD-666 )
Commanding Officer

LCDR Jack Maginnis        21. Mai 1943 – 18. März 1944
CDR Edward Reuben King Jr.         18. März 1944 – 22. Oktober 1945 (erreichter Rang RADM)
LCDR Eugene Howard Simpson         22. Oktober 1945 – 5. August 1946
Außerdienststellung         5. August 1946 – 18. Juli 1951
CDR John Reginald Beardall Jr.        18. Juli 1951 – 3. Januar 1952
CDR Sigmund Albert Bobczynski           3. Januar 1952 – 3. Juli 1954
CDR Richard Arthur Sexton        3. Juli 1954 – 3. Januar 1955
CDR William Oliver Hill         3. Januar 1955 – 8. Juni 1956
CDR Alan Robert Bruggemann          8. Juni 1956 – 30. Mai 1958
CDR Arthur Hutchison Murray Jr.         30. Mai 1958 – 24. Juni 1960
CDR Charles Eugene Stastny           24. Juni 1960 – 24. Januar 1962
CDR Robert Earl Bondy Jr.         24. Januar 1962 – 14. Dezember 1963
CDR James Patrick McMahon           14. Dezember 1963 – 17. Juli 1965
CDR Brooks Walker Setzer Jr.          17. Juli 1965 – 19. August 1966
CDR Kenneth Clay Reynolds          19. August 1966 – 1. Juni 1968
CDR Bert Myatt Jr.        1. Juni 1968 – 21. September 1969