Archiv für den Monat: Dezember 2019

USS LONG ( DD-209 )

USS LONG ( DD-209 )

Biografie

John Davis Long
*27. Oktober 1838 in Buckfield, Oxford County, Maine
† 28. August 1915 in Hingham, Plymouth County, Massachusetts
war ein US-amerikanischer Anwalt, Politiker und Schriftsteller aus Massachusetts
Er war der 32. Gouverneur von Massachusetts, der von 1880 bis 1883 diente. Später war er von 1897 bis 1902 der Marineminister, in eine Periode, die hauptsächlich den Spanisch – Amerikanischen Krieg umfasste.

John Davis Long war der Sohn von Zadoc Long ( 28. Juli 1800 in Middleborough, Plymouth County, Massachusetts – 3. Februar 1873 in Winchendon, Worcester County, Massachusetts ) und Julia Temple Davis Long ( 17. Februar 1807 in Deering, Cumberland County, Maine – 19. September 1869 in Buckfield, Oxford County, Maine ). Er hatte drei Gewschwister, Julia Davis Long White ( 16. August 1825 in Buckfield, Oxford County, Maine – 31. Oktober 1882 in Winchendon Springs, Worcester County, Massachusetts ), Persis Seaver Long Bartlett ( 14. Februar 1828 in Buckfield, Oxford County, Maine – 27. April 1893 in Boston, Massachusetts ) und Zadoc Long, Jr. ( 26. April 1834 in Buckfield, Oxford County, Maine – 14. September 1866 in Cleveland, Ohio ), die das Kindesalter überschritten Fünf weitere Geschwister starben schon im ersten Jahr ihres Lebens. John Davis Long wurde nach einem Cousin seines Großvaters mütterlicherseits, dem zweimaligen Gouverneur von Massachusetts John Davis ( 13. Januar 1787 in Northborough, Worchester County, Massachusetts – 19. April 1854 in Worcester, Massachusetts ), benannt. Er erhielt seine Grundausbildung an der Hebron Academy, bi ser 1857 an der Harvard University die Phi Beta Kappa abschloss. In Harvard war Mitglied des Alpha – Kapitels der Delta Kappa Epsilon Bruderschaft. Long schrieb in dieser Zeit sowohl Prosa, als auch Verse für ein Studentenmagazin. Man wählte ihn daraufhin aus, eine Ode für den Abschluss seiner Klasse zu schreiben. Einige Zeit, bevor er in die Harvard University eintrat, begann Long ein privates Tagebuch zu schreiben, das er zeitlebens weiterführte. Nach dem Abschluss auf der Harvard University erhielt Long eine Anstellung als Headmaster an der Westford Academy in Westford, Massachusetts. Dort blieb er für zwei Jahre. Danach besuchte er die Harvard Law School und wurde 1861 Mitglied der Anwaltskammer von Massachusetts. Er praktizierte nun als Anwalt, zunächst erfolglos in Buckfield, dann erfolgreicher in Boston. Hier trat er aktiv in die staatliche Miliz während des Sezessionskrieges ein. 1869 zog Long nach Hingham, Massachusetts. Im folgenden Jahr heiratete er Mary Woodward Glover ( 29. Juni 1845 in Roxbury, Suffolk County, Massachusetts – 16. Februar 1882 ). Ihre erste Tochter, Dr. Margaret Long ( 1873 – 29. August 1957 ), erreichte das Erwachsenenalter, die zweite Tochter war eine Totgeburt. Long begann nun sein Engagement in der Politik auf lokaler ebene in Hingham ab dem Jahr 1870. Er stand dabei der Temperance – Bewegung zur Eindämmung des Alkoholkonsums sehr nahe. Daher war sein wichtigstes Thema der Mäßigung gegenüber dem Alkohol gewidmet, das auch seine politische Überzeugung beherrschte. Seine frühe Politik war einigermaßen unabhängig. So unterstützte er den reformistischen Republikaner Benjamin Franklin Butler ( 5. November 1818 in Deerfield, New Hampshire – 11. Januar 1893 in Washington DC ), der 1871 als Gouverneur in Massachusetts kandidierte. Long erhielt noch im selben Jahr von den Demokraten eine Nominierung für einen Sitz im Repräsentantenhaus von Massachusetts. Er kämpfte allerdings nicht und verlor die Wahl. Ein Jahr später nominierten ihn die Demokraten und die reformistischen Republikaner erneut, aber Long verlor auch diese Wahl. Long zog es nun mehr zu den Republikanern, da er überzeugt war, dass eine Reform am besten innerhalb der Parteiorganisation durchgeführt werden könne. Er präsentierte sich daher 1874 dem republikanischen Staatskonvent und gewann schließlich die Wahl in das Repräsentantenhaus. Hier knüpfte er eine enge Beziehung zum Sprecher John Elliot Sanford ( 22. November 1830 in Dennis, Massachusetts – 11. Oktober 1907 in Taunton, Massachusetts ). Über diesen unterstützte Long 1875, was der Historiker James Hess als wahrscheinlichen Schritt der politischen Kalkulation bezeichnete, den erfolgreichen republikanischen Gouverneurskandidaten Alexander Hamilton Rice ( 30. August 1818 in Newton Lower Falls, Massachusetts – 22. Juli 1895 in Melrose, Massachusetts ), obwohl dieser ein liberales Gesetz zum Alkoholverkauf unterstützte und Long stickt dagegen war. Long war damit in der Lage, in seine eigene Wahl zum Sprecher des Repräsentantenhauses im Jahre 1876, dies einzubringen. Er erweiterte seine Reformansichten auf die nationale Bühne, indem er Benjamin Helm Bristow ( 20. Juni 1832 in Elkton, Kentucky – 22. Juni 1896 in New York City ) bei dessen erfolglosen Angebot zur Ernennung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten unterstützte. John Davis Long forderte 1878 den amtierenden Gouverneur Alexander Hamilton Rice erfolglos auf, ihn für die Ernennung zum Gouverneur vorzuschlagen. Rice trat im folgenden Jahr von seinem Amt zurück und Long bewarb sich erneut für die Nominierung. Doch diese erhielt der ehemalige Vizegouverneur Thomas Talbot ( 7. September 1818 in Cambridge, New York – 6. Oktober 1885 in Lowell, Massachusetts ). Long gewann die Ernennung zum Vizegouverneur durch Zuruf. Die demokratische Opposition wurde durch die Rückkehr von Benjamin Franklin Butler eben in diese Partei der Demokraten gespalten und die Republikaner gewannen die allgemeinen Wahlen. John Davis Long nutzte seine Zeit als Vizegouverneur, einem Amt von relativ geringer Bedeutung, um einen hohen Bekanntheitsgrad zu erreichen, da Thomas Talbot öffentliche Zeremonien und Auftritte hasste und vertrat diesen dort. Als Talbot ankündigte, dass er wegen mangelnder Unterstützung durch die Parteiführung nicht zur Wiederwahl kandidieren würde, war der Weg für Long zur Wahl des Gouverneurs geebnet. Die Wahlen wurden zwischen Long und dem Demokraten Butler, dessen Partei gespalten war, ausgetragen. Man kritisierte Long während dieser Wahl wegen seines mangelnden Dienstes im Sezessionskrieg und für seine Ablenkung von der Parteilinie. Long fuhr aber einen komfortablen Sieg ein. In den beiden folgenden Jahren wurde er mit gutem Erfolg wiedergewählt. Von Historikern wird die Zeit von Long als Gouverneur als relativ ereignislos beschrieben. Long schlug zwar eine Reihe von bescheidenen Reformen vor, einschließlich einer angemessenen Ausweitung des Frauenwahlrechts, was sich ausschließlich auf die Wahl von Schulausschüssen beschränkte, und der Möglichkeit, dass Frauen in staatlichen Gremien sitzen. Die meisten dieser Reformen wurden aber während seiner Amtszeit nicht umgesetzt, woran sich dann einige seiner Nachfolger heranwagten. John Davis hatte einen vollen Terminkalender und nahm an allen möglichen Veranstaltungen im gesamten Staat teil. In seiner letzten Amtszeit als Gouverneur, ernannte er Oliver Wendell Holmes, Jr. ( 8. März 1841 in Boston, Massachusetts – 6. März 1935 in Washington DC ) zum Richter am Obersten Gerichtshof von Massachusetts. Am 8. Dezember 1882 war der letzte Tag für John Davis Long als Gouverneur. Der plötzliche Rücktritt von Judge Otis Phillips Lord ( 11. Juli 1812 in Ipswich, Massachusetts – 13. März 1884 in Salem, Massachusetts ), einem Republikaner, der möglicherweise zurückgetreten ist, um dem neuen demokratischen Gouverneur Benjamin Butler die Ernennungsmöglichkeit zu verweigern, verschaffte Long zu einer „lame Duck“. Doch der Gouverneursrat trat noch an diesem Tag zusammen, der die Ernennung von Butler genehmigen musste, was eine Formsache war. Für Long ist dies ebenfalls nur eine Formsache, da er schon im selben Jahr in den Kongress der Vereinigten Staaten gewählt worden war. Er diente hier von 1882 bis 1889 und lehnte es kategorisch ab, sich bei den Wahlen von 1888 zur Wiederwahl aufstellen zu lassen. 1886 wurde Long von Henry Cabot Lodge ( 12. Mai 1850 in Beverly, Massachusetts – 9. November 1924 in Cambridge, Massachusetts ) ermutigt, für den Senat zu kandidieren. Doch von Lodge war dies wahrscheinlich ein Teil einer List, mit der er die Stärke der Führung der regierenden Partei auf die Probe stellen wollte. In letzter Minute zog Lodge seine Unterstützung für Long zurück und gab stattdessen dem amtierenden Senatsmitglied Henry Laurens Dawes ( 30. Oktober 1816 in Cummington, Massachusetts – 5. Februar 1903 in Pittsfield, Massachusetts ) seine Stimme. Der Vorfall kühlte die Beziehungen zwischen Long und Lodge dramatisch ab. Jetzt brachte sich Benjamin Butler in Stellung und unterbreitete die Unterstützung für Long. Doch in den daran anschließenden Verhandlungen zog sich Butler von seiner Ankündigung zurück, da er glaubte, dass solch ein politischer Deal die Abstimmungen verklären würde. Longs Amtszeit im Kongress verlief daher ereignislos, da der Kongress während seiner sechsjährigen Amtszeit unter der Kontrolle der Demokratischen Partei stand. Zusätzlich zu seiner Lobbyarbeit, setzte sich Long in einem überparteilichen Ausschuss für die Prüfung der Interessen von Schiffsbauern und Reedern, sowie in Konferenzausschüssen für Renten- und Marinefinanzierungen ein. 1886 heiratete John Davis Long erneut. Es war Agnes Pierce ( 1860 – 25. Juli 1934 ), eine Lehrerin und Tochter eines universalistischen Ministers. Beide hatten sie einen gemeinsamen Sohn, Peirce Long ( 1887 – 24. November 1941 ). Nachdem sich Long 1888 durchgerungen hatte, nicht für eine weitere Amtszeit im Kongress zu kandidieren, arbeitete er die folgenden acht Jahre in seiner Rechtsanwaltkanzlei. Seine Mandanten waren in der Regel Unternehmer, deren Interessen er sowohl vor Gericht wie auch in Anhörungen von Gesetzgebungsausschüssen vertrat. Long war ein gefragter Redner und blieb in der Republikanischen Partei aktiv. So unterstützte er unter anderem den Republikanischen Club für junge Männer, den Roger Walcott ( 13. Juli 1847 in Boston, Massachusetts – 21. Dezember 1900 in Boston, Massachusetts ) gegründet und der Partei neues Blut einbringen wollte. Als Long die Gelegenheit erhielt, den langjährigen republikanischen Senator George Frisbie Hoar ( 29. August 1826 in Concord, Massachusetts – 30. September 1904 in Worcester, Massachusetts ) herauszufordern, lehnte er ab. 1889 berief man Long in das Komitee, das die Erweiterung des Massachusetts State House beaufsichtigen sollte, ein Amt das er bis 1897 innehatte. Als Kongressabgeordneter war Long ein enger Freund von William McKinley, Jr. ( 29. Januar 1843 in Niles, Ohio – 14. September 1901 in Bufallo, New York ), der 1896 zum Präsidenten gewählt worden war. McKinley bot John Davis Long die Wahl unter mehreren Kabinettsposten an. Long wählte den Marineminister. Er wurde vom Senat der Vereinigten Staaten am 2. März 1897 in seinem Amt bestätigt. Die Ernennung löste einen Sturm der Kritik von Seiten von Henry Cabot Lodge aus. Lodge war kurz zuvor in den Senat gewählt worden, hatte die Republikanische Partei in Massachusetts bis dahin dominiert und erwartete nun, das er als Gegenleistung für seine Unterstützung von McKinley, ein Mitspracherecht bei der Wahl eines Kabinettskandidaten habe. Einer von Lodges Anhängern beklagte, dass Long bei schlechter Gesundheit wäre und damit der Regierung nicht im umfänglichen Sinne mit Tatkraft zur Verfügung stände. Damit zielte man auf einen Nervenzusammenbruch von Long, den er in diesen Tagen in seiner Anwaltskanzlei erlitten hatte. Lodge wurde für dieses Ränkespiel entschädigt, das Theodore Roosevelt, Jr. ( 27. Oktober 1858 in New York City – 6. Januar 1919 in Oyster Bay, New York ), ein dreister und aggressiver New Yorker, als stellvertretender Marineminister eingesetzt wurde. Long und Roosevelt kamen nicht miteinander aus. Zusätzlich zu den Persönlichkeitsunterschieden vertrat Roosevelt die ansicht, die US Navy aggressiv zu modernisieren und auszubauen. Long stand dabei eher für einen konservativen Ansatz. Er zog es vor, die US Navy schrittweise zu modernisieren und auszubauen. Als die globalen Interessen der amerikanischen Nation wuchsen, verpflichtete sich Long im Einklang der McKinley Politik zu einem friedlichen Wachstum der Nation. Infolge seiner Meinungsverschiedenheiten mit Roosevelt, unternahm Long Schritte, um seinen Untergebenen zu kontrollieren. Roosevelt suchte seinerseits nach Wegen, Long zum schnelleren Handeln anzuregen. Er verwahrte sich auch gegen Longs Politik, einen Großteil der Arbeit der einzelnen Abteilungen an ihre zuständigen Büroleiter zu übergeben, was zu Einschränkungen des Informationsflusses führte, den die Verwaltung erhielt. Long war einigermaßen stolz auf die Tatsache, dass er wenig über die Einzelheiten der Angelegenheiten in der US Navy wusste und erklärte, dass er als Zivilist nicht den Bug vom Heck eines Schiffes unterscheiden könne. Long glaubte, dass anhaltende Spannungen zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten wahrscheinlich nicht zu einem Krieg führen würden, und sollte dies der Fall sein, würde der Krieg von den USA leicht gewonnen werden können. Folglich unternahm er keine nennenswerten Schritte, um die US Navy auf dieses Ereignis vorzubereiten. Im Januar 1898 befahl er dem Panzerkreuzer USS MAINE ( ACR-1 ), im Rahmen der „üblichen Beziehungen“ nach Havanna, Kuba zu reisen. Er und McKinley sorgten sich um die Sicherheit der Amerikaner auf Kuba wegen des andauernden kubanischen Unabhängigkeitskrieges. Anfang Februar 1898 hatten die Spannungen ein krisenhaftes ausmaß erreicht und Long war gezwungen, mit der Ausarbeitung von Kriegsplänen zu beginnen. Die Explosion und der Untergang der USS MAINE im Hafen von Havanna am 15. Februar war der Auslöser des Spanisch – Amerikanischen Krieges. Die Regierung war gegen den Krieg, aber der öffentliche Aufschrei über den Untergang konnte nicht ignoriert werden. Zehn Tage nach dem Sinken der USS MAINE nahm sich Long einen Tag frei. Roosevelt nutzte seine Autorität während Longs Abwesenheit aus, um eine reihe von Befehlen zu erlassen, die die Kriegsbereitschaft der US Navy erhöhen sollte. Noch in diesen Stunden gab es den berühmten Befehl an Commodore George Dewey ( 26. Dezember 1837 in Montpelier, Vermont – 16. Januar 1917 in Washington DC ), die Asiatische Flotte in eine aggressive Angriffsposition auf den spanischen Philippinen zu bringen. Long widersprach einige von Roosevelts Befehlen du hob diese wieder auf, begann jedoch die Vorbereitungen des Seekrieges zu intensivieren. Nach dem Verlust der USS MAINE erkannte die Regierung den Mangel an modernen Kriegsschiffen deutlich und löste einen Kampf für den Erwerb weiterer Schiffe aus. Ein wichtiger Befehl von Long bestand darin, das Schlachtschiff USS OREGON ( BB-3 ), eines der mächtigsten Schiffe der US Navy, von der Westküste in die Karibik zu verlegen. Das Schlachtschiff legte in San Francisco, Kalifornien ab, umrundete Kap Hoorn und erreichte nach 66 Tagen Key West, Florida. Am 21. April 1898 wurde der Krieg von Spanien und den USA erklärt. Roosevelt legte sein Amt im folgenden Monat nieder, ein Schachzug den Long für tollkühn hielt, der jedoch später für Roosevelt Karriere von Bedeutung war, und baute zusammen mit Lieutenant Colonel Leonard Wood ( 9. Oktober 1860 in Winchester, New Hampshire – 7. August 1927 in Boston, Massachusetts ) das erste freiwillige Kavallerieregiment, das den Spitznamen „The Rough Riders“ trug, auf. John Davis Long leitete die Aktivitäten der US Navy während des Krieges und vergrößerte dabei ihre Schlagkraft erheblich. Er befahl Commodore Dewey, die spanische Flotte auf den Philippinen zu neutralisieren, befahl die Eroberung von Spanisch – Guam und setzte sich für eine Blockade und Offensive gegen Kuba ein. Er lenkte auch die Ressourcen der US Navy in Drohstellungen gegen das spanische Festland, um den spanischen Rückruf einer für die Philippinen bestimmten Flotte zu fördern. Als Reaktion auf den zunehmenden Druck des Marineministers, schuf Long nach dem Krieg einen ständigen Beraterstab. Das Board, das im März 1900 gegründet wurde, sollte die Arbeit des Office of Naval Intelligence, des Naval War College und das Flottenkommando für die Erstellung von Kriegsplänen und die ordnungsgemäße Vorbereitung, Planung und Einsatz von Seeressourcen bei der Verfolgung der festgelegten Ziele an diesen Plänen vereinen. Nach dem Krieg trieb Long Pläne zur Errichtung eines Marinestützpunktes auf den Philippinen voran. Die Finanzierung der Pläne wurde jedoch vom Kongress einkassiert und selber überwacht, indem wiederholt die Überprüfung der Stützpunkte auf den Inseln angestrebt wurde. Die Angelegenheit geriet auch in eine Rivalität zu dem Kriegsministerium, das Einwände gegen solche Einrichtungen und einer ständigen Basis der US Navy vornahm, da diese dann ihrer Autorität nicht mehr unterstanden. Der Bau der Subic Bay Naval Base begann erst, nachdem Long sein amt niedergelegt hatte. John Davis Long wurde von der Massachusetts – Delegation auf dem Republikanischen Nationalkongress 1900 als potenzieller Vizepräsidentschaftskandidat vorgeschlagen. Außerdem war er ein persönlicher Favorit von McKinley auf dieser Position. Die Parteiführer erhoben jedoch aus geografischen Gründen Einwände gegen Long. Henry Cabot Lodge, mit dem Long noch immer in Fehde stand, trug zu diesen Gründen ebenfalls bei, da er vor der Abstimmung für Long plädierte, aber dann während der Abstimmung für Roosevelt seine Stimme gab. Theodore Roosevelt, Jr. gewann die Nominierung. Das McKinley – Roosevelt – Gespann gewann die Präsidentschaftswahl und Long entschied sich für eine zweite Amtszeit unter William McKinley als Marineminister. Am 6. September 1901 schoss der Anarchist Leon Frank Czolgosz ( 5. Mai 1873 in Alpena, Michigan – 29. Oktober 1901 in Auburn, New York ) aus nächster Nähe auf William McKinley und verwundete ihn schwer. Acht Tage später starb der Präsident durch eine Infektion im Bauchraum. Jetzt nach dem Tod seines Freundes, änderte John Davis Long seine Meinung und gab am 1. Mai 1902 seinen Rücktritt gegenüber Präsident Theodore Roosevelt, Jr. bekannt. Die genauen Hintergründe dafür sind unklar, aber verschiedene Faktoren haben wahrscheinlich dazu beigetragen. Das eine wäre die enge Beziehung zwischen Roosevelt und Lodge, dem politischen Rivalen von Long, dann die Meinungsverschiedenheit mit Roosevelt in den Angelegenheiten der US Navy, und Roosevelt begrüßte auch nicht die Anwesenheit von Long im Weißen Haus. Dann trat noch zu Tage, dass eine Untersuchung der Aktionen von Admiral Winfield Scott Schley ( 9. Oktober 1839 in der Nähe von Frederick, Maryland – 2. Oktober 1911 in New York City ) während der Schlacht um Santiago de Cuba im Juli 1898 eingesetzt werden sollte. Dabei wurde auch erhebliche Kritik über die Rolle von Long während des Krieges gesprochen. Zusätzlich starb seine jüngste Tochter Anfang Oktober 1901, die er mit seiner zweiten Frau Agnes hatte, nur weniger als einen Monat nach dem Tod von William McKinley. Diese Dinge trieben Long in eine Depression, und die Situation verschärfte sich noch weiter, als Roosevelt sich über den beginn des Krieges mit ihm stritt und dann einige seiner Entscheidungen außer Kraft setzte. Roosevelt hatte ein großes persönliches Interesse an der US Navy und dadurch Schwierigkeiten hatte mit den nachfolgenden Marineministern zusammen zu arbeiten. John Davis Long kehrte nach Massachusetts zurück, wo er seine Anwaltskanzlei wieder öffnete und sich weiterhin für Parteipolitik interessierte. Er saß in einigen Unternehmensvorständen und war Präsident der Puritan Trust Company. Long setzte sich weiterhin für das Frauenwahlrecht ein und war Mitglied in den Vorständen mehrerer Privatschulen, darunter seiner Alma Mater an der Hebron Academy. Er verbrachte regelmäßig Zeit in Maine, nachdem er 1882 das Haus der Familie in Buckfield zurückgekauft hatte, und erkrankte dort im August 1915. John Davis Long kehrte nach Hingham zurück, wo er am 28. August 1915 verstarb.


USS LONG ( DD-209 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS LONG ( DD-209 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren des ehemaligen Marineministers John Davis Long benannt wurde.
Der Zerstörer ist das achtzehnte Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons,
Shipbuilding Division in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 23. September 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Arnold Knapp taufte am 26. April 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Arthur Byron Cook ( 11. Dezember 1881 in Evansville, Vanderburgh County, Indiana – 11. Januar 1952 ) stellte am 20. Oktober 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS LONG entlang der US Ostküste
bis nach Floridas. Man beorderte den Zerstörer vorzeitig nach New York City und gliederte ihn in das Zerstörergeschwader 3 innerhalb der Atlantikflotte. In diesem Zerstörergeschwader 3 befanden sich die Schwesterschiffe USS HOVEY ( DD-208 ), USS SOUTHARD ( DD-207 ) und USS CHANDLER ( DD-206 ). Von hier aus stachen die vier Kriegsschiffe, zusammen mit drei weiteren Zerstörern, wenige Tage später wieder in See und beteiligten sich an der Eskorte des britischen Schlachtkreuzers HMS RENOWN ( 1916 ). An Bord befand sich Edward, Prinz of Wales ( 23. Juni 1894 in der White Lodge in London – 28. Mai 1972 in Paris ). Anschließend nahmen die Zerstörer ihre Ausbildungsfahrt vor der Küste von Florida wieder auf und verließen diese am 15. November. Nach der Überprüfung der Schiffshaut in der Werft in Philadelphia, verließ der Zerstörer am 19. Dezember 1919 die amerikanische Atlantikküste und fuhr über die Azoren, wo er für über einen Monat patrouillierte, an die französische Küste. Hier lag das Kriegsschiff am 22. Februar 1920 zusammen mit den Schwesterschiffen USS SOUTHARD ( DD-207 ), USS HOVEY ( DD-208 ), USS CHANDLER  ( DD-206 ) und USS BORIE ( DD-215 ) im Hafen von Brest, Frankreich. Wenige Tage später verließ die USS LONG die französische Atlantikküste und fuhr ins Mittelmeer. Hier gliederte man den Zerstörer in die Zerstörer Division 26 ( DesDiv 26 ) ein. Das Kriegsschiff patrouillierte in der Adria, um dort die amerikanischen Interessen zu vertreten. Außerdem war es dort auch zeitweise ein Stationsschiff. Anfang 1921 verließ die USS LONG das Mittelmeer, durchquerte dazu den Suezkanal und fuhr zu den Philippinen. Hier integrierte man den Zerstörer in die Asiatische Flotte. Das Kriegsschiff versah zuerst seinen Dienst in Cavite, Manila Bay, Luzon, Philippinen. Bis Juli 1922 patrouillierte die USS LONG im Südchinesischen Meer. In diesem Monat verließ der Zerstörer die chinesische Küste und fuhr in Richtung Osten. Das Kriegsschiff fuhr entlang der kalifornischen Küste und legte dort in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien an. Hier stellte man den Zerstörer am 30. Dezember 1922 außer Dienst. Im Zuge des Londoner Flottenvertrages, die USA durften Zerstörer bis zu einer Tonnage von 1.850 t in der Flotte behalten und eine Gesamttonnage aller Zerstörer durften nicht 150.000 Tonnen überschreiten, stellte man die kleinen Zerstörer der CLEMSON – Klasse wieder in den Dienst der US Navy und verschob den Neubau von Zerstörern. Daher erhielt die USS LONG eine zweite Chance. Am 29. März 1930 stellte Lieutenant Commander William Joseph Butler den unter seinem Kommando stehenden Zerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Das Kriegsschiff operierte in den folgenden Jahren entlang der US Westküste, in den Hawaiianischen Gewässern und vor Mittelamerika. Der Heimatstützpunkt war San Diego. Es kam aber immer wieder vor, dass während eines Flottenmanövers ein Teil der Pazifikflotte durch den Panamakanal in die Karibik wechselte. So befand sich während des Flottenmanövers Nummer 12 die USS LONG am 24. April 1931, zusammen mit dem Schwesterschiff USS HOVEY ( DD-208 ) und dem Schlachtschiff USS MARYLAND ( BB-46 ), im Panamakanal. Ab 1933 wechselte der Zerstörer in die Rotierende Reserve und wurde nur noch mit voller Mannschaftsstärke zu Operationen außerhalb der kalifornischen Küste herangezogen. Dann zog man im Frühjahr 1934 für das Flottenmanöver Nummer 15 die Kriegsschiffe der Pazifikflotte vor der Hawaiianischen Küste zusammen und es wurde die Eroberung eines Stützpunktes geprobt. Anschließend zog man die Kriegsschiffe an den Panamakanal auf der pazifischen Seite zusammen. Hier sollte die Verteidigung des Kanals geprobt werden. Am 23. April 1934 lagen im Hafenbereich vor Balboa die Zerstörer USS LONG, USS ELLIOT( DD-146 ), USS LEA ( DD-118 ), USS GREER ( DD-145 ), USS YARNALL ( DD-143 ), USS TARBELL ( DD-142 ), USS LITCHFIELD ( DD-336 ), USS TRACY ( DD-214 ), USS SIMPSON ( DD-221 ), USS MACLEISH ( DD-220 ), USS McCORMICK ( DD-223 ), USS TRUXTUN ( DD-229 ), USS ROPER ( DD-147 ), USS HALE ( DD-133 ), USS DORSEY ( DD-117 ), USS RATHBURNE ( DD-113 ), USS TALBOT ( DD-114 ), USS WATERS ( DD-115 ), USS DENT ( DD-116 ), USS AARON WARD ( DD-132 ), USS BUCHANAN ( DD-131 ), USS CROWNINSHIELD ( DD-134 ), USS PREBLE ( DD-345 ), USS WILLIAM B. PRESTON ( DD-344 ), USS SANDS ( DD-243 ), USS LAWRENCE ( DD-250 ), USS FOX ( DD-234 ), USS BARNEY ( DD-149 ), USS SOUTHARD ( DD-207 ), USS CHANDLER ( DD-206 ), USS FARENHOLT ( DD-332 ), USS PERRY ( DD-340 ), USS WASMUTH ( DD-338 ), USS TREVER ( DD-339 ), USS HOVEY ( DD-208 ), USS DAHLGREN ( DD-187 ), USS PRUITT ( DD-347 ), USS J. FRED TALBOTT ( DD-156 ) und USS DALLAS ( DD-199 ), die Schwere Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ), der Zerstörertender USS MELVILLE ( AD-2 ) und das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ). Nach dem Manöver auf der pazifischen Seite folgte auf der atlantischen Seite des Panamakanals ein weiteres Manöver. Diesmal sollte ein Angriff auf den Kanal geprobt werden. An diesem Manöver, das am 6. Mai begann, beteiligte sich auch das Luftschiff USS MACON ( ZRS-5 ). Nach Abschluss des Manövers, fuhren fast alle Kriegsschiffe aus der Pazifikflotte nach New York. Hier hatte US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ), als Oberbefehlshaber der US Flotte, für den 31. Mai 1934 zu einer Präsidenten Flottenschau geladen. Er selber befand sich dabei an Bord des Schweren Kreuzers USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), der vor Ambrose Light vor Anker lag. Anschließend ankerten die Schiffe vom 31. Mai bis zum 18. Juni in einer Linie im Hudson River von Midtown Manhattan bis nach Norden vor Yonkers. An der Flottenschau waren die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS TEXAS ( BB-35 ) und USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Flugzeugträger USS LANGLEY ( CV-1 ), USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS, USS CHICAGO, USS CHESTER ( CA-27 ), USS HOUSTON ( CA-30 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS NORTHAMPTON ( CA-26 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT, USS RALEIGH, USS CINCINNATI ( CL-6 ), USS CONCORD ( CL-10 ), USS MARBLEHEAD ( CL-12 ), USS MEMPHIS ( CL-13 ), USS MILWAUKEE ( CL-5 ) und USS OMAHA ( CL-4 ), die Zerstörer USS LONG, USS ELLIOT, USS TRACY, USS MACLEISH, USS McCORMICK, USS TRUXTUN, USS SIMPSON, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DORSEY, USS FOX, USS GREER, USS HOVEY, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LITCHFIELD, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS ROPER, USS SANDS, USS SOUTHARD, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS YARNALL, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS BAINBRIDGE ( DD-246 ), USS BARRY ( DD-248 ), USS UPSHUR ( DD-144 ), USS DECATUR ( DD-187 ), USS DENT ( DD-116 ), USS DICKERSON ( DD-157 ), USS FAIRFAX ( DD-93 ), USS CHILDS ( DD-241 ), USS HERBERT ( DD-160 ), USS HULBERT ( DD-342 ), USS HUMPHREYS ( DD-236 ), USS LEARY ( DD-158 ), USS HOPKINS ( DD-249 ), USS McFARLAND ( DD-237 ), USS NOA ( DD-343 ), USS OVERTON ( DD-239 ), USS SCHENCK ( DD-159 ), USS REUBEN JAMES ( DD-245 ), USS WILLIAMSON ( DD-244 ), USS GILMER ( DD-233 ), USS GOFF ( DD-247 ), USS STURTEVANT ( DD-240 ) und USS ZANE ( DD-337 ), die Zerstörer Tender USS MELVILLE und USS WHITNEY ( AD-4 ), die Flottenöltanker USS CUYAMA ( AO-3 ), USS NECHES ( AO-5 ) und USS SALINAS ( AO-19 ), die Reparaturschiffe USS MEDUSA und USS VESTAL ( AR-4 ), das Vielseitige Hilfsschiff USS BOGGS ( AG-19 ), die Frachtschiffe USS BRIDGE ( AF-1 ) und USS ARCTIC ( AF-7 ), das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ) und der U-Boot Tender USS ARGONNE ( AS-10 ) beteiligt. Von ausländischen Marinen war der französische Schulkreuzer JEANNE D´ARC anwesend. In der Brooklyn Navy Yard lag zur Notfallversorgung der Flottenöltanker USS BRAZOS ( AO-4 ) und das Unklassifizierte Schiff USS SEATTLE ( IX-39 ). Die folgenden Schiffe der US Küstenwache waren in New York stationiert und haben möglicherweise  Überwachungs-  oder andere Regelungen während der Flottenschau übernommen. Die Patrouillenboote USCGC ARGO ( WPC-100 ), USCGC AURORA ( WPC-103 ), USCGC CALYPSO ( WPC-104 ), USCGC DAPHNE ( WPC-106 ), USCGC GALATEA ( WPC-108 ), USCGC HERMES ( WPC-109 ), USCGC ICARUS ( WPC-110 ), USCGC PERSEUS ( WPC-114 ) und USCGC THETIS ( WPC-115 ), die Patrouillenboote USCGC CHAMPLAIN ( 1929 ), USCGC MANHATTAN ( CG-30 ), USCGC PATROL ( 1917 ), USCGC SEBAGO ( 1930 ), USCGC TAMPA ( 1921 ) und USCGC WISSAHICKON ( CG-12 ) und die Hafenschlepper USCGC CALUMET ( 1894 ), USCGC GUTHRIE ( 1895 ), USCGC HUDSON ( 1893 ), USCGC LEOPARD ( 1920 ), USCGC LIGHTNING, USCGC RARITAN ( 1905 ). Auf der Rückfahrt in den Pazifik besuchte die USS LONG mehrere Häfen entlang der US Ostküste. So am 4. Juli 1934 Salem, Massachusetts. Ab September beteiligte sich der Zerstörer in der Karibik an einem weiteren Manöver und lag am 5. Oktober in der Guantanam Bay, Kuba. Anschließend durchquerte das Kriegsschiff wieder den Panamakanal und fuhr nach San Diego. Bis 1935 gehörte die USS LONG noch der rotierenden Reserve an und war in die Zerstörer Division 18 ( Des Div 18 ) integriert. In dieser Des Div 18 befanden sich außerdem noch die USS SOUTHARD, das Flaggschiff, USS CHANDLER und USS HOVEY. Immer wieder kehrte die USS LONG zwischen den Operationen entlang der Westküste in ihre Heimatbasis San Diego zurück. So lag der Zerstörer am 14. Februar 1936 dort im Hafen. Noch im selben Jahr wechselte das Kriegsschiff für eine Überholung in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Dort lag es am 12. Oktober 1936. Während einer Kreuzfahrt entlang der Westküste, besuchte die USS LONG 1937 zusammen mit dem Schwesterschiff USS WASMUTH ( DD-338 ) den Fitzhugh Sound, Britisch Columbia, Kanada und Häfen in Alaska. US Präsident Franklin Delano Roosevelt setzte eine Flottenparade an, die vom 31. Mai bis zum 18. Juni 1938 in New York andauerte. Dazu wechselte die USS LONG, und andere Kriegsschiffe der Pazifikflotte, wieder in den Atlantik. An der Flottenparade beteiligten sich die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA, USS COLORADO, USS MARYLAND, USS MISSISSIPPI, USS NEW MEXIKO, USS NEW YORK, USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE, USS TEXAS und USS WEST VIRGINIA, die Flugzeugträger USS LANGLEY, USS LEXINGTON und USS SARATOGA, die Schweren Kreuzer USS CHESTER, USS CHICAGO, USS HOUSTON, USS INDIANAPOLIS, USS LOUISVILLE, USS NORTHAMPTON, USS PENSACOLA, USS PORTLAND und USS SALT LAKE CITY, die Leichten Kreuzer USS CINNCINATTI, USS CONCORD, USS DETROIT, USS MARBLEHEAD, USS MEMPHIS, USS MILWAUKEE, USS OMAHA und USS RALEIGH, die Zerstörer USS LONG, USS ELLIOT, USS McCORMICK, USS MACLEISH, USS BAINBRIDGE, USS BARRY, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DECATUR, USS DENT, USS FAIRFAX, USS FOX, USS GILMER, USS GOFF, USS GRIER, USS HERBERT, USS HOVEY, USS HULBERT, USS HUMPHREYS, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LEARY  USS LITCHFIELD, USS McFARLAND, USS NOA, USS OVERTON, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS REUBEN JAMES, USS ROPER, USS SANDS, USS SCHENCK, USS SIMPSON, USS SOUTHARD, USS STURTEVANT, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS TRUXTUN, USS UPSHUR, USS DORSEY, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS WILLIAMSON, USS HOPKINS, USS YARNALL, USS ZANE, USS CHILDS und USS DICKERSON, der Zerstörer und Minensucher USS TRACY ( DM-19 ), die Zerstörertender USS MELVILLE und USS WHITNEY, die Flottentanker USS CUYAMA, USS NECHES und USS SALINAS, die Werkstatt- und Reparaturschiffe USS VESTAL und USS MEDUSA, das Vielseitige Hilfsschiff  USS BOGGS, die Vorratsschiffe USS BRIDGE und USS ARCTIC, das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ), der U-Boote Tender USS ARGONNE ( AS-10 ). Von den Internationalen Marinen war der französische Panzerkreuzer JEANNE D ARC anwesend. Die USS LONG wechselte nach der Flottenparade wieder in den Pazifik und fuhr nach San Diego. Nach weiteren Übungen entlang der US Westküste, lag der Zerstörer im Jahre 1940 längsseits zu dem Zerstörertender USS DIXIE ( AD-14 ). Hier wurden die Vorbereitungen für den Umbau in ein Hochgeschwindigkeitsminensuchboot getroffen. Noch im selben Jahr versetzte man das Kriegsschiff zur Marinebasis Pearl Harbor. In der dortigen Pearl Harbor Navy Yard wurden die Umbauarbeiten abgeschlossen. Am 19. November 1940 klassifizierte man dann die USS LONG um und übergab ihr die Kennung DMS-12. Zusammen mit den Hochgeschwindigkeitsminensuchbooten aus dem Mine Squadron 2, dazu gehörte die USS CHANDLER ( DMS-9 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ) und USS HOVEY ( DMS-11 ), operierte das Kriegsschiff ab 1941 entlang der US Westküste und in den Hawaiianischen Gewässern. Am 7. Dezember 1941, an dem Tag an dem die Japaner Pearl Harbor angriffen und somit die USA in den Zweiten Weltkrieg mit hineinzogen, befand sich USS LONG zusammen mit den Kriegsschiffen aus der Task Force 3, die Vizeadmiral Wilson Brown, Jr. ( 27. April 1882 in Philadelphia, Pennsylvania – 2. Januar 1957 in New Haven, Connecticut ) befehligte, vor dem Johnston Atoll, das sich rund 1.390 km südwestlich der Hawaiianischen Inseln befindet. Die Kriegsschiffe der TF 3 hatten bereits am 5. Dezember Pearl Harbor verlassen. In der TF 3 befand sich zu dieser Zeit der Flugzeugträger USS Lexington ( CV-2 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), USS CHICAGO ( CA-29 ), USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), USS ASTORIA ( CA-34 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Zerstörer USS MAHAN ( DD-364 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS CUSHING ( DD-376 ), USS PERKINS ( DD-377 ), USS SMITH ( DD-378 ) und USS PRESTON ( DD-379 ), die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS LONG, USS CHANDLER, USS SOUTHARD, USS HOVEY, USS ELLIOT ( DMS-4 ), USS LAMBERTON ( DMS-2 ), USS DORSEY ( DMS-1 ), USS BOGGS ( DMS-3 ), USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS ZANE ( DMS-14 ), USS WASMUTH ( DMS-15 ), USS TREVER ( DMS-16 ) und USS PERRY ( DMS-17 ), die Truppentransportschiffe USS HENDERSON ( AP-1 ), USS CHAUMONT ( AP-5 ), USS WILLIAM WARD BURROWS ( AP-6 ), USS HARRIS ( AP-8 ), USS ST MIHIEL ( AP-32 ), USS REPUBLIC ( AP-33 ) und USS U S GRANT ( AP-29 ), sowie das Transportschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Noch am selben Tag, nachdem die Japaner ihren Angriff auf Pearl Harbor beendet hatten, fuhren die Schiffe der TF 3 zur Hawaiianischen Marinebasis zurück und erreichten diese zwei Tage später. Die USS LONG begann sofort in den Hawaiianischen Gewässern mit ihren Anti –U-Boot Patrouillenfahrten und eskortierte in diesen Gewässern mehrere Versorgungsschiffe. Das Kriegsschiff behielt diese Aufgaben bis März 1942. Zwischen März und Juni begann das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot mit Eskortierfahrten zwischen den Hawaiianischen Inseln, Midway, dem Atoll Kanton Island, Phoenix Islands und dem Palmyra Atoll. Am 30. Juni verließ die USS LONG zusammen mit der USS CHANDLER ihre Heimatbasis Pearl Harbor und fuhr zu den Aleuten, wo sie in die Task Force 8 integriert wurden, welche Rear Admiral Robert Alfred Theobald ( 25. Januar 1884 in San Francisco, Kalifornien – 13. Mai 1957 in Boston, Massachusetts ) kommandierte. Für spezielle Eskortieraufgaben zog man unter anderem die Zerstörer USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS AYLWIN ( DD-355 ) und die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS LONG, USS CHANDLER und USS LAMBERTON heran. Ab dem 7. Juli begannen die Begleitoperationen, wo Versorgungsschiffe, wie den Öltanker USS KASKASKIA ( AO-27 ), eskortiert werden mussten, damit der Nachschub für die kämpfende Truppe immer aufrecht erhalten werden konnte. Am 27. Juli herrschte dichter Nebel vor der Aleuteninsel Kiska. Hier kollidierte die USS LONG mit dem Zerstörer USS MONAGHAN. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot fuhr sofort nach San Francisco, Kalifornien für die dringend notwendig gewordenen Reparaturarbeiten. Diese Erfolgten zwischen August und September. Am 27. September kehrte die USS LONG zu den Aleuten zurück und fuhr in den Hafen der Insel Kodiak ein. Von hier aus unternahm das Kriegsschiff Anti – U-Boot Patrouillen. Während des arktischen Winters patrouillierte das Hochgeschwindigkeits-minensuchboot bis zur Aleuteninsel Adak und bewachte bis dorthin Versorgungskonvois, als amerikanische Truppen versuchten japanische Garnisonen von den westlichen Aleuteninseln zu vertreiben. Dann gliederte man das Kriegsschiff in die Task Forc B ein, der Alaskan Sector Escort Group. Diese kommandierte Rear Admiral John Walter Reeves, Jr. ( 25. April 1888 – 15. Juli 1967 in Pensacola, Florida ). In der TF B befand sich 1 Kanonenboot, 1 Minensucher und die Hochgeschwindigkeitsminensucher USS LONG, USS CHANDLER und USS LAMBERTON. Am 12. Januar 1943 begann die Landeoperation im Constantine Harbor auf der Aleuteninsel Amchitka. Die USS LONG patrouillierte entlang der Insel und sicherte die Versorgungs- und Landungsschiffe vor feindliche Angriffe. Dazu wehrte das Kriegsschiff am folgenden Tag  und am 1. Februar japanische Luftangriffe ab. Dann versetzte man das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot am 3. Mai in die Task Force 51, die Rear Admiral Francis Warren Rockwells ( 2. Juli 1886 in South Woodstock, Connecticut – 2. Januar 1979 auf St. Simons Island, Glynn County, Georgia ) während der Operation „Landcrab“ befehligte. Innerhalb dieser TF gehörte das Kriegsschiff in die Minesweeper Group zusammen mit der USS CHANDLER. Am 7. Mai befanden sich diese Kriegsschiffe vor der Aleuteninsel Attu und begannen in einem Seeminefeld eine Schneise für die folgende Invasion amerikanischer Truppen zu ziehen. Schwere Frühlingsstürme und dichter Nebel, über dem Beringmeer, erschwerten diese Arbeiten. Bis zum 11. Mai benötigten die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote, bis alle Minen beseitigt waren und die Landung begann an diesem Tag. Die USS LONG übernahm nun Eskortier- und Patrouilleneinsätze für die Besatzung von Attu während des Sommers. Für den Angriff auf die Aleuteninsel Kiska versetzte man die USS LONG am 10. August in die Task Force 16, die Rear Admiral Francis Warren Rockwells während der Operation „Cottage“ kommandierte. Hier gehörte das Kriegsschiff in die Hochgeschwindigkeits-minensuchbootgruppe. Neben der USS LONG waren auch die USS CHANLER und USS PERRY ( DMS-17 ) in dieser Group. Zwei Tage später befanden sich diese Minensucher vor der Insel und begannen mit der Beräumung von Seeminen. Die Invasion war für den 15. August festgesetzt worden. Insgesamt 20 Transportschiffe, 42 Landungsschiffe und Landungsboote sowie 20 Hilfsfahrzeuge transportierten 29.126 Soldaten der US Army und 5.300 kanadische Soldaten für die Eroberung der verlassenen Insel Kiska. An diesem Tag wurde ein erneutes Bombardement mit schweren Kalibern vor der Invasionsoperation durchgeführt. Doch die 5.183 Mann starke japanische Garnison von Kiska, war schon am 30. Juli innerhalb von 55 Minuten, von den Amerikanern unbemerkt, evakuiert worden. Das einzige was man von den Japanern auf Kiska entdeckt, sind drei zurückgelassene Mini-U-Boote. Wenige Tage später verließ die USS LONG die Aleuten und fuhr nach Pearl Harbor. Das Kriegsschiff lief am 16. September in die dortige Marinebasis ein. In Pearl Harbor warteten schon mehrere Handelsschiffe auf ihre Eskorte. Noch im September verließ dieser Schiffskonvoi die Hawaiianischen Inseln und das Hochgeschwindigkeits-minensuchboot begleitete die Schiffe bis nach San Francisco. Das Kriegsschiff fuhr für eine Überholung am 27. September in die Mare Island Naval Shipyard. Diese Arbeiten waren am 30. Oktober abgeschlossen. Acht Tage später verließ die USS LONG die kalifornische Küste und fuhr nach Pearl Harbor. Dort begann das Kriegsschiff ab dem 15. November in den Hawaiianischen Gewässern zu patrouillieren. Dies dauerte bis zum 22. Januar 1944. An diesem Tag stach das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot erneut in See und beteiligte sich an der Eskorte eines Schiffskonvois, der Verstärkungen an Menschen und Material für die Kampfzonen transportierte, zur Insel Roi – Namur im Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Am 2. Februar traf der Schiffskonvoi ein. Noch am selben Tag verließ die USS LONG das Atoll und fuhr zum Cape Sudest, New Guinea. Gleich nachdem das Kriegsschiff dort am 27. Februar eingetroffen war, gliederte man es in die Task Force 76, die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 in San Rafael, Kalifornien – 4. Juli 1967 in Bethesda, Maryland ) während der Operation „Brewer“ befehligte. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS AMMEN ( DD-527 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS SMITH ( DD-378 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS THORN ( DD-647 ), USS NICHOLSON ( DD-442 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) USS REID ( DD-369 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS SWANSON ( DD-443 ) und USS WILKES ( DD-441 ), die Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS SANDS ( APD-13 ) mit 1.026 Soldaten des 5. Kavallerieregiments und deren technischer Ausrüstung und die beiden Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS LONG und USS HOVEY. Noch in der Nacht zum 28. Februar begann ein wichtiger taktischer Drill zur Vorbereitung auf den Angriff der Admiralitätsinseln vor diesem Cape. Gleich nach Abschluss der Übung fuhren die Schiffe zur Halbinsel Los Negros, Admiralitätsinseln weiter. Am 29. Februar landeten sie im Hayne Hafen auf Los Negros, Admiralitätsinseln die Soldaten des 5. Kavallerieregiments, welche einen Brückenkopf bildeten. Während der Landung dieser Truppen schießen die USS LONG, USS STOCKTON, USS BUSH und USS WELLES aus allen Rohren auf feindliche Ziele. Am 2. März gliederte man die USS LONG in die Task Undergroup 76.2.3 ein. In dieser TU befand sich außerdem das Hochgeschwindigkeits-minensuchboot USS HAMILTON ( DMS-18 ). Diese beiden Kriegsschiffe wurden bei der Räumung von Seeminen bis zum Seeadler Harbour vor Manus Island, Admiralitätsinseln eingesetzt. Damit konnten die feindlichen Verteidiger schneller aus ihren Stellungen vertrieben werden. Die großangelegte Landeoperation begann am 7. März. Für die Besatzung des Kriegsschiffes war keine Erholungsphase angedacht. Die USS LONG eskortierte von den Admiralitätsinseln über Cape Sudest, Guadalcanal, Ostsalomonen und Espiritu Santo, Neue Hebriden, einen Schiffskonvoi mit Verstärkungen bis in die Milne Bay. Hier warteten die Kriegsschiffe der Task Group 77.2, die zentrale Angriffsgruppe während der Operation „Reckless“. Die TG wurde von Rear Admiral William Morrow Fechteler befehligt. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS STOCKTON, USS WELLES, USS REID, USS STEVENSON, USS RADFORD ( DD-446 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS ROE ( DD-418 ), USS McKEE ( DD-575 ) und USS TAYLOR ( DD-466 ), die Schnellen Truppentransporter USS HUMPHREYS, USS SANDS, USS HERBERT ( APD-22 ) und USS CROSBY ( APD-17 ) sowie die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS LONG und USS HOGAN ( DMS-6 ). Diese sicherten die Transportschiffe der Soldaten der 24. Infanteriedivision, kommandiert von Major General Irving, bis in die Tanahmerah Bay, Hollandia, Humboldt Bay, New Guinea ab. Das war ein Angriffstruppentransporter, sieben Panzerlandungsschiffen und sechzehn Infanterielandungsbooten. Weiteres Kriegsmaterial lieferte ein Angriffsfrachtschiff und ein amphibisches Docklandungsschiff. Für die amphibische Landeoperation verließen die Schiffe der TG am 18. April ihre Basis und vier Tage später begann der Angriff. Die Landungen gelingen, da es sehr geringen japanischen Widerstand gibt. Die USS LONG führte einige Sondierungsfahrten vor der Landezone durch und beteiligte sich dann vor der Invasion an dem ultimativen Bombardement auf feindliche Ziele. Doch schon wenige Tage später verlässt das Kriegsschiff New Guinea und eskortierte einen Schiffskonvoi bis nach Guadalcanal. Im Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomenen legten die Schiffe Anfang Mai an. Hier bereitete man sich auf den Angriff auf die Inseln der Marianen vor. Dazu gliederte man das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot in die Task Group 52.13, der Minesweeping & Hydrographic Survey Group, die Commander R. S. Moore kommandierte. Innerhalb dieser TG gehörte das Kriegsschiff zur Unit Group 1. In dieser befanden sich außerdem die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS HAMILTON, USS HOPKINS und USS PERRY. Am 4. Juni verließen die Schiffe der TG 52.13 Port Purvis und fuhren zum Atoll Kwajalein. Von hier aus fuhren die Minensucher alleine weiter und erreichten am 13. Juni die Insel Saipan, Nördliche Marianen. Sofort begannen die Kriegsschiffe in der Invasionszone, auf der westlichen Seite der Insel, mit der Suche nach Seeminen und beseitigten diese. Am 15. Juni begann dann die Landeoperation. Die USS LONG beteiligte sich an der Sicherung der Landungsschiffe und diente dann noch bis zum 24. Juni als Radarüberwachungsschiff, um rechtzeitig vor einem feindlichen Luftangriff zu warnen. Am folgenden Tag verließ das Kriegsschiff die Gewässer der Nördlichen Marianen und eskortierte das Schlachtschiff USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) bis zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dort trafen die Schiffe am 28. Juni ein. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff verließ die USS LONG wieder die militärische Basis und fuhr zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Hier beteiligte sich das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot an der Bombardierung feindlicher Stellungen vor dem Tag der Invasion am 12. Juli. Jetzt setzte man das Kriegsschiff für Anti- U-Boot Patrouillen und zum Geleitschutz ein. Am 9. August verließ die USS LONG wieder die Gewässer und fuhr zum Atoll Eniwetok, wo das Kriegsschiff ab dem 11. August ankerte. Man füllte alle Bunker auf dem Hochgeschwindigkeitsminensuchboot auf, damit dieses noch am folgenden Tag nach Port Purvis fahren konnte. Dort gliederte man die USS LONG am 16. August in die Task Group 32.5 ein, der Palau Bombardement & Fire Support Group, die von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „Stalemate II“ befehligt wurde. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA, USS IDAHO ( BB-42 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ) und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), die Leichten Kreuzer USS HONOLULU ( CL-48 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ), USS DENVER ( CL-58 ) und USS COLUMBIA ( CL-56 ), die Zerstörer USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS ROSS ( DD-563 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS HUDSON ( DD-475 ) und USS HALFORD ( DD-480 ), die Schnellen Truppentransporter USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS RATHBURNE ( APD-25 ), USS CLEMSON ( APD-31 ), USS NOA ( APD-24 ) und USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ), die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS LONG, USS PERRY, USS SOUTHARD, USS HOVEY, die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE ( DM-20 ) und USS MONTGOMERY ( DM-17 ) und der Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ). Die Schiffe der TG 32.5 legten am 6. September in Port Purvis ab und fuhren zu den Palau Inseln. Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See.  Zwei Tage später beginnt das Bombardement auf die Insel Peleliu. Die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote sind währenddessen vor der Anlandungszone vor Peleliu und Angaur im Einsatz und räumen Seeminen. Die USS LONG fuhr an diesem 12. September noch in die Kossol Road und begann in der dortigen Passage bis zum 16. September mit der Suche nach Minen. Dann setzte man das Kriegsschiff für den Begleit- und Patrouillendienst ein. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot eskortierte bis zum 4. Oktober zwischen den Palau Inseln und dem Seeadler Harbour, Manus Island einen Schiffskonvoi. Hier im Hafen integrierte man die USS LONG in die Task Group 77.5, die Minesweeping Group. In dieser TG befanden sich außerdem noch die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS CHANDLER, USS HOVEY, USS HAMILTON, USS PALMER und USS HOWARD sowie die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE und USS BREESE. Hier im Seeadler Harbour bereiteten sich die Kriegsschiffe der 7. US Flotte auf die Invasion von der philippinischen Insel Leyte vor. Am 10. Oktober verließen die Kriegsschiffe der TG 77.5 Manus Island und fuhren am 17. Oktober in den Golf von Leyte ein. Als Vorreiter für die kommende Invasion begannen diese Kriegsschiffe mit der Räumung der Seeminen vor den Dinagat- und Hibuson Inseln sowie im Zufahrtskanal Dulag – Tacloban. Nachdem die USS LONG die Surigao Straße durchquert hatte, patrouillierte das Kriegsschiff im Golf von Leyte und setzte zum Schutz der Invasionsflotte Nebelschutzwände. Am 29. Oktober verließ das Hochgeschwindigkeits-minensuchboot die philippinischen Gewässer und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen einen Schiffskonvoi bis zum Seeadler Harbour. Hier trafen die Schiffe am 30. Oktober ein. Die USS LONG unterzog sich in den folgenden Wochen mehreren Reparaturen und die Mannschaft wurde während mehrere Übungen auf die kommenden Kämpfe vorbereitet. Am 23. Dezember legte das Kriegsschiff im Seeadler Harbour ab und fuhr zur San Pedro Bay, Leyte. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Group 77.6, die Minensuch- und Hydrographik Group während der Operation „Mike I“. In dieser befanden sich insgesamt 72 Schiffe. Unter anderem waren dabei, der Zerstörer USS BENNION ( DD-662 ), der Zerstörer und Minenleger USS BREESE, die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS LONG, USS DORSEY, USS HOVEY, USS CHANDLER, USS HOPKINS, USS SOUTHARD, USS PALMER, USS HAMILTON, USS HOGAN und USS HOWARD, der Schnelle Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), die australische Patrouillenfregatte HMAS GASCOYNE ( K354 ), das große Infanterielandungsfahrzeug USS LCI (G)-70, der Kleine Wasserflugzeugtender USS ORCA ( AVP-49 ) und der Hochseeflottenschlepper USS APACHE ( ATF-67 ). Am 2. Januar 1945 verließen diese Schiffe die San Pedro Bay, mit dem Ziel den Golf von Lingayen vor der philippinischen Insel Luzon. Zwei Tage später befanden sie sich westlich von Panay Island, zusammen mit den Kriegsschiffen der TG 77.2 und 77.9. Am 5. Januar fuhren die Schiffe der TG 77.6 durch die Mindoro Straße in die Südchinesische See ein und wurden sofort von japanischen Kamikazepiloten attackiert. Dabei wurde unter anderem das große Infanterielandungsfahrzeug USS LCI (G)-70, der Kleine Wasserflugzeugtender USS ORCA und der Hochseeflottenschlepper USS APACHE beschädigt. Auch am 6. Januar erfolgten Angriffe der Kamikazepiloten auf die Schiffe der TG, die den Golf von Lingayen erreicht hatten. Kurz nach Mittag sah man von der USS LONG aus, wie zwei japanische Mitsubishi A6M Zeros auf das Schiff zusteuerten. Lieutenant Stanley David Caplan, Kommandant des Kriegsschiffes, ließ das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot auf eine Geschwindigkeit von 25 Knoten bringen. Dann eröffneten die Kanoniere das Feuer auf die feindlichen Flugzeuge. Eines der beiden Angreifer konnte vernichtet werden, das zweite Flugzeug wurde aber von dessen Piloten erfolgreich zum Absturz gebracht. Es schlug in der Backbordseite unterhalb der Brücke ein, ungefähr einen Meter über der Wasseroberfläche. Durch die Mittschiff ausbrechenden Feuer und Explosionen verlor das Kriegsschiff an Geschwindigkeit. Auch die interne Kommunikation war gestört, so dass die Koordination der Brandbekämpfung nicht gegeben war. LT Caplan befürchtete nun eine Explosion im Munitionsmagazin im Bug des Schiffes. Die Mannschaftsmitglieder des Kriegsschiffes wurden von ihm angewiesen das Schiff zu verlassen. Durch mehrere Missverständnisse verließen diese Mannschaften das Kriegsschiff achtern und wurden von der Mannschaft des Schwesterschiffes USS HOVEY gerettet. Dieses war zu dem brennenden, aber noch seetüchtigen Schiff herangefahren, um zu helfen. Alle 149 Besatzungsmitglieder konnten Lebend aus dem Wasser geborgen werden. Die Brandbekämpfung wurde durch weitere feindliche Luftangriffe immer wieder unterbrochen. LT Caplan bereitete sich nun vor, am Nachmittag die Bergungsversuche von der USS APACHE aus zu leiten. Doch da griff ein japanisches Flugzeug erneut das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot an und schlug von oben in die Brücke ein. Die darauffolgende Explosion ließ den Kiel zerbrechen. Die USS LONG kenterte und versank am folgenden Morgen in den Fluten. Einige der auf der USS HOVEY geretteten Mannschaftsmitglieder verloren am nächsten Morgen ihr Leben oder wurden zum Teil schwer verwundet, als dieses Kriegsschiff torpediert und versenkt wurde. Den Namen USS LONG ( DMS-12 ) strich man am 23. Februar 1945 von der US Navy – Liste.


USS LONG ( DD-209 )
Commanding Officer

CDR Arthur Byron Cook       20. Oktober 1919 – 15. Februar 1920 (später VADM)
CDR Charles Morrison Austin    15. Februar 1920 – 10. August 1921
LT Woodbury Esborne Mac Kay    10. August 1921 – 24. September 1921
CDR Matthias Evans Manly    24. September 1921 – 30. Dezember 1922
Außerdienststellung    30. Dezember 1922 – 29. März 1930
LCDR William Joseph Butler         29. März 1930 – 3. Juni 1930
CDR John Martin Ashley    3. Juni 1930 – 16. Mai 1932
LCDR Ralph Howard Henkle    16. Mai 1932 – 5. Juni 1933
LCDR Frank Edmund Beatty Jr.    5. Juni 1933 – 23. März 1934 (später VADM)
LCDR Richard Waller Bates        23. März 1934 – 1. Juni 1935 (später RADM)
LCDR Earl Everett Stone    1. Juni 1935 – 7. Juni 1937 (später RADM)
LCDR John George Jones    7. Juni 1937 – 18. September 1939
LCDR William Schuetze Veeder    18. September 1939 – 28. Januar 1940 (später RADM)
LCDR Charles Frederick Horne Jr.    28. Januar 1940 – 17. Dezember 1942
LCDR Paul Frederick Heerbrandt        17. Dezember 1942 – 31. Oktober 1943
LCDR Rexford Vinal Wheeler, Jr.       31. Oktober 1943 – 10. September 1944
LT Stanley David Caplan   10. September 1944 – 6. Januar 1945


Am 14. Februar 1936 lag die USS LONG im Hafen von San Diego, Kalifornien

USS SOUTHARD ( DD-207 )

USS SOUTHARD ( DD-207 )

Biografie

Samuel Lewis Southard
* 9. Juni 1787 in Basking Ridge, Somerset County, New Jersey
† 26. Juni 1842 in Fredericksburg, Virginia
war ein US Staatsmann, Senator, Marineminister und Gouverneur von New Jersey

Samuel Lewis Southard war der Sohn von Henry Southard ( 7. Oktober 1747 in Hempstead, Nassau County, Long Island, New York – 22. Mai 1842 in Basking Ridge, New Jersey ), der ein Mitglied der Generalversammlung und des US Repräsentantenhaus von New Jersey war, und Sarah Lewis Southard ( 1756 – 6. Januar 1831 ) und der Bruder von Lott Southard ( 9. Februar 1776 – 17. September 1854 ), Isaac Southard ( 30. August 1783 in Basking Ridge, Somerset County, New Jersey – 18. September 1850 in Somerville, New Jersey ), der ein Kongressabgeordneter von New Jersey war, und Sarah Southard Doty ( 1794 – 2. Oktober 1847 ). Southard besuchte die klassische Schule der Brick Academy und machte 1804 seinen Abschluss an der Princeton University. Er stammte von Anthony Janszoon van Salee ( 1607 – 1676 ) ab, der einer der frühesten Siedler von New Amsterdam war. Nachdem Samuel Lewis Southard einige Zeit an der Brick Academy unterrichtete hatte, arbeitete er für mehrere Jahre als Tudor im Hause von John Taliaferro ( 1768 auf der Farm „Hagley“ in der Nähe von Fredericksburg, Virginia – 12. August 1852 auf der Farm „Hagley“ in der Nähe von Fredericksburg, Virginia ), der zusammen mit Henry Southard im Kongress saß. Während seines Aufenthaltes in Virginia, studierte Samuel Lewis Southard Rechtswissenschaften bei Francis Taliaferro Brooke ( 27. August 1763 im Spotsylvania County, Virginia – 3. März 1851 im Spotsylvania County, Virginia ) und Judge Williams, beide aus Fredericksburg. Nach dem Erhalt seiner Zulassung als Rechtsanwalt kehrte Southard nach New Jersey zurück, wo er 1814 von der New Jersey Legislature zum Gerichtsreporter ernannt wurde. Zu diesem Zeitpunkt gehörte er schon der Demokratisch – Republikanischen Partei an. Als Nachfolger von Mahlon Dickerson ( 17. April 1770 in Aalende Ridge, New Jersey – 5. Oktober 1853 in Succasunna, New Jersey ) wurde Southard in die New Jersey Generalversammlung gewählt. Zwischen 1815 bis 1820 gehörte Southard dem obersten Gerichtshof in New Jersey an. Nach dem Rücktritt des New Jersey Senators James Jefferson Wilson ( 1775 im Essex County, New Jersey – 28. Juli 1824 in Trenton, New Jersey ) am 8. Januar 1821, wurde Samuel Lewis Southard als dessen Nachfolger in den Senat der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt, er hatte dabei den Status eines Class – 1 – Senators im Kongress, das heißt, dass der Senatorsitz aller zwei Jahre vergeben wird, und nun dieses Amt ab dem 26. Januar 1821 bis zum 3. März 1823 für die Interessen seines Staates ausübte. In dieser Zeit war er ein Mitglied des Komitees, das den Missouri – Kompromiss ausgearbeitet hatte. Southard kandidierte nach Ablauf seiner Amtszeit nicht wieder. US Präsident James Monroe ( 28. April 1758 in Monroe Hall, Virginia, Britische Kolonie – 4. Juli 1831 in New York City ) wählte ihn im September 1823 für das Amt des Marineministers in seinem Kabinett. Southard übernahm am 1. September das Amt von Smith Thompson ( 17. Januar 1768 in Amenia, Dutchess County, New York – 18. Dezember 1843 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York ). Auch US Präsident John Quincy Adams ( 11. Juli 1767 in Braintree, Massachusetts Bay, Britische Kolonie – 23. Februar 1848 in Washington DC ) berief Southard als Marineminister in sein Kabinett. Dieses Amt übte er bis zum 4. März 1829. In dieser Zeit übernahm er aber auch vertretungsweise 1825 das Amt des Finanz- und 1828 das des Kriegsministers. Southard erwies sich als einer der effektivsten Marineminister gegenüber seiner vorangegangenen Kollegen. So beschaffte er Land für die ersten US Navy Krankenhäuser, begann mit dem Bau der ersten Trockendocks für die Reparatur der US Navy Kriegsschiffe, ließ Untersuchungen der US Küstengewässer vornehmen und die Erforschung des Pazifischen Ozeans. In seiner Amtszeit wuchs das Personal der US Navy um fünfzig Prozent an, genauso wie seine ausgaben für die Marine. Gleichzeitig wurde die Reichweite der US Navy Kriegsschiffe deutlich vergrößert, so dass sie jetzt in Gewässer gelangten die zuvor noch kein amerikanischer Navy Angehörige gesehen hatte. Als Reaktion auf Aktionen einflussreicher Offiziere, darunter befand sich auch David Porter ( 1. Februar 1780 in Boston, Massachusetts – 3. März 1843 in Konstantinopel, Osmanisches Reich ), verstärkte Southard die amerikanische Tradition der zivilen Kontrolle über das militärische Establishment. In diesen 1820er Jahren war Samuel Lewis Southard Mitglied der angesehenen Gesellschaft „Columbian Institute fort the Promotion of Arts and Sciences“, zu deren Mitgliedern auch die ehemaligen US Präsidenten Andrew Jackson ( 15. März 1767 in Waxhaw Settlement, zwischen North und South Carolina, Britische Kolonie – 8. Juni 1845 in Nashville, Tennessee ) und John Quincy Adams sowie prominente Männer der damaligen Zeit aus Militär, Staatsdienst, Medizin und anderen Berufen. Nachdem Southard am 4. März 1829 sein Amt als Marineminister niedergelegt hatte, übernahm er noch im selben Jahr das Amt des Generalstaatsanwalts in New Jersey. Dabei löste er Theodore Frelinghuysen ( 28. März 1787 in Franklin, Township, New Jersey – 12. April 1862 in New Brunswick, New Jersey ). Dieses Amt behielt er bis 1832. Inzwischen war Southard Mitglied der neuen Whig Party und trat als deren Kandidat bei der Wahl des Gouverneurs von New Jersey an. Er gewann die Wahl mit 40 zu 24 Stimmen und löste am 26. Oktober 1832 Peter Dumont Vroom ( 12. Dezember 1791 in Hillsborough Settlement, New Jersey – 18. November 1873 in Trenton, New Jersey ) ab. Doch schon am 27. Februar 1833 trat er von diesem Amt zurück, da man ihn in den US Senat gewählt hatte. In diesen wenigen Monaten als Gouverneur förderte Southard den Ausbau der Eisenbahn und der Wasserstraßen. Im Kongress löste er erneut Mahlon Dickerson als Senator ab. In dem folgenden Jahrzehnt war er ein Führer der Whig Party und eine wichtige Persönlichkeit von nationaler politischer Bedeutung. 1838 schaffte er die Wiederwahl in den Senat. Dort war er dann der Präsident des Senats und der Vorsitzende des Ausschusses für maritime Angelegenheiten. Vom 4. April 1841 bis zum 31. Mai 1842, nach dem Tod des US Präsidenten William Henry Harrison ( 9. Februar 1773 im Charles City County, Britische Kolonie – 4. April 1841 in Washington DC ), vorläufiger Vizepräsident, da John Tyler ( 29. März 1790 im Charles City County, Virginia – 18. Januar 1862 in Richmond, Virginia, Konföderierter Staat ), bis dahin Vizepräsident, zum ersten Male in der USA das Amt des Präsidenten übernehmen musste. Samuel Lewis Southard war allerdings nicht darauf aus den Titel eines Vizepräsidenten zu führen, war aber laut Verfassung der nächste Anwärter auf dieses Amt. Aus gesundheitlichen Gründen trat Southard dann am 31. Mai 1842 aus dem Senat aus und zog sich nach Fredericksburg, Virginia zurück. Dort starb er am 26. Juni 1842. Man begrub seinen Körper auf dem Washington Parish Burial Ground, dem Congressional Cemetery.
Samuel Lewis Southard hatte zwei Kinder, John Southard ( ? – 27. Dezember 1824 ) und Sarah Southard ( ? – 12. November 1825 ).


USS SOUTHARD ( DD-207 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS SOUTHARD ( DD-207 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren des ehemaligen Marineministers Samuel Lewis Southard benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechzehnte Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons,
Shipbuilding Division in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 18. August 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Francesca Lewis Steward taufte am 31. März 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Russell Willson ( 27. Dezember 1883 in Fredonia, Chautauqua County, New York – 6. Juni 1948 in Chevy Chase, Montgomery County, Maryland ) stellte am 24. September 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS SOUTHARD, zusammen mit dem Schwesterschiffen USS HOVEY ( DD-208 ) und USS CHANDLER ( DD-206 ), bis an die Küste Floridas und in die Karibik. Man beorderte die Zerstörer vorzeitig nach New York City und gliederte sie in das Zerstörergeschwader 3 innerhalb der Atlantikflotte. Hier stachen die Kriegsschiffe, zusammen mit dem Schwesterschiff USS LONG ( DD-209 ) und drei weiteren Zerstörern, wenige Tage später wieder in See und beteiligte sich an der Eskorte des britischen Schlachtkreuzers HMS RENOWN ( 1916 ). An Bord befand sich Edward, Prinz of Wales ( 23. Juni 1894 in der White Lodge in London – 28. Mai 1972 in Paris ). Anschließend nahmen sie ihre Ausbildungsfahrt vor der Küste von Florida wieder auf und verließen diese am 15. November. Die vier Zerstörer fuhren nach Philadelphia. Hier erfolgten in der Werft eine Überprüfung der Schiffshaut und einige Änderungen an den Aufbauten. Danach fuhren sie nach Newport, Rhode Island. Hier rüstete man die Kriegsschiffe für ihre erste Kreuzfahrt aus. Man machte am 19. Dezember die Leinen der Zerstörer los. An diesem Tag verließen die vier Kriegsschiffe Newport und fuhren an die französische Küste. Hier lag die USS SOUTHARD am 22. Februar 1920 zusammen mit den Schwesterschiffen USS HOVEY, USS CHANDLER, USS LONG ( DD-209 ) und USS BORIE ( DD-215 ) im Hafen von Brest, Frankreich. Die USS SOUTHARD wechselte später ins östliche Mittelmeer. Hier meldete es sich zum Dienst beim United States Naval Detachment an der Dalmatinischen Küste. Bis Ende des Jahres 1920 operierte der Zerstörer in der Adria. Anschließend verließ er diese Gewässer und fuhr nach Port Said an die ägyptische Küste. Von hier aus durchquerte das Kriegsschiff den Suezkanal und legte Zwischenstopps in arabischen Häfen im Roten Meer, in Indien, Ceylon und China ein, bis es am 16. Februar 1921 in dem amerikanischen Marinestützpunkt von Cavite, Manila Bay, Luzon, Philippinen einlief. Ab dem 21. Februar begann man in der dortigen Werft mit Reparaturarbeiten an der USS SOUTHARD, die bis in den März hinein andauerten. Nachdem der Zerstörer dann seinen Dienst wieder aufgenommen hatte, beteiligte er sich in den philippinischen Gewässern an mehreren Übungen und patrouillierte in den Sommermonaten vor der chinesischen Küste bei Chefoo. Am 27. August verließ das Kriegsschiff den Fernen Osten und fuhr an die US Westküste. Es legte am 2. Oktober im Hafen von San Francisco, Kalifornien an. Von dort verlegte man die USS SOUTHARD nach San Diego, Kalifornien, wo der Zerstörer am 7. Februar 1922 außer Dienst gestellt wurde. Lieutenant Commander Oliver Lee Downes ( 29.
August 1889 – 1961 ), Kommandant der USS SOUTHARD, stellte den Zerstörer, nach fast acht Jahren in Reserve, am 6. Januar 1930 wieder in den Dienst der US Navy. In den ersten Monaten des Jahres 1930 operierte das Kriegsschiff entlang der US Westküste. Anschließend wechselte die USS SOUTHARD in die pazifischen Gewässer des Panamakanals. Der Zerstörer verließ in den folgenden Jahren diese nur, um an Flottenmanövern der Pazifikflotte teilzunehmen. So auch im Frühjahr 1934. Man zog das Kriegsschiff für das Flottenmanöver Nummer 15 und die Kriegsschiffe der Pazifikflotte vor der Hawaiianischen Küste zusammen und es wurde die Eroberung eines Stützpunktes geprobt. Anschließend zog man die Kriegsschiffe an den Panamakanal auf der pazifischen Seite zusammen. Hier sollte die Verteidigung des Kanals geprobt werden. Am 23. April 1934 lagen im Hafenbereich vor Balboa die Zerstörer USS SOUTHARD, USS HOVEY, USS LONG ( DD-209 ), USS CHANDLER ( DD-206 ), USS ELLIOT( DD-146 ), USS LEA ( DD-118 ), USS GREER ( DD-145 ), USS YARNALL ( DD-143 ), USS TARBELL ( DD-142 ), USS LITCHFIELD ( DD-336 ), USS TRACY ( DD-214 ), USS SIMPSON ( DD-221 ), USS MACLEISH ( DD-220 ), USS McCORMICK ( DD-223 ), USS TRUXTUN ( DD-229 ), USS ROPER ( DD-147 ), USS HALE ( DD-133 ), USS DORSEY ( DD-117 ), USS RATHBURNE ( DD-113 ), USS TALBOT ( DD-114 ), USS WATERS ( DD-115 ), USS DENT ( DD-116 ), USS AARON WARD ( DD-132 ), USS BUCHANAN ( DD-131 ), USS CROWNINSHIELD ( DD-134 ), USS PREBLE ( DD-345 ), USS WILLIAM B. PRESTON ( DD-344 ), USS SANDS ( DD-243 ), USS LAWRENCE ( DD-250 ), USS FOX ( DD-234 ), USS BARNEY ( DD-149 ), USS FARENHOLT ( DD-332 ), USS PERRY ( DD-340 ), USS WASMUTH ( DD-338 ), USS TREVER ( DD-339 ), USS DAHLGREN ( DD-187 ), USS PRUITT ( DD-347 ), USS J. FRED TALBOTT ( DD-156 ) und USS DALLAS ( DD-199 ), die Schwere Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ), der Zerstörertender USS MELVILLE ( AD-2 ) und das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ). Nach dem Manöver auf der pazifischen Seite folgte auf der atlantischen Seite des Panamakanals ein weiteres Manöver. Diesmal sollte ein Angriff auf den Kanal geprobt werden. An diesem Manöver, das am 6. Mai begann, beteiligte sich auch das Luftschiff USS MACON ( ZRS-5 ). Nach Abschluss des Manövers, fuhren fast alle Kriegsschiffe aus der Pazifikflotte nach New York. Hier hatte US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ), als Oberbefehlshaber der US Flotte, für den 31. Mai 1934 zu einer Präsidenten Flottenschau geladen. Er selber befand sich dabei an Bord des Schweren Kreuzers USS INDIANAPOLIS, der vor Ambrose Light vor Anker lag. Anschließend ankerten die Schiffe vom 31. Mai bis zum 18. Juni in einer Linie im Hudson River von Midtown Manhattan bis nach Norden vor Yonkers. An der Flottenschau waren die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS TEXAS ( BB-35 ) und USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Flugzeugträger USS LANGLEY ( CV-1 ), USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS, USS CHICAGO, USS CHESTER ( CA-27 ), USS HOUSTON ( CA-30 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS NORTHAMPTON ( CA-26 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT, USS RALEIGH, USS CINCINNATI ( CL-6 ), USS CONCORD ( CL-10 ), USS MARBLEHEAD ( CL-12 ), USS MEMPHIS ( CL-13 ), USS MILWAUKEE ( CL-5 ) und USS OMAHA ( CL-4 ), die Zerstörer USS SOUTHARD, USS HOVEY, USS LONG, USS ELLIOT, USS TRACY, USS MACLEISH, USS McCORMICK, USS TRUXTUN, USS SIMPSON, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DORSEY, USS FOX, USS GREER, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LITCHFIELD, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS ROPER, USS SANDS, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS YARNALL, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS BAINBRIDGE ( DD-246 ), USS BARRY ( DD-248 ), USS UPSHUR ( DD-144 ), USS DECATUR ( DD-187 ), USS DENT ( DD-116 ), USS DICKERSON ( DD-157 ), USS FAIRFAX ( DD-93 ), USS CHILDS ( DD-241 ), USS HERBERT ( DD-160 ), USS HULBERT ( DD-342 ), USS HUMPHREYS ( DD-236 ), USS LEARY ( DD-158 ), USS HOPKINS ( DD-249 ), USS McFARLAND ( DD-237 ), USS NOA ( DD-343 ), USS OVERTON ( DD-239 ), USS SCHENCK ( DD-159 ), USS REUBEN JAMES ( DD-245 ), USS WILLIAMSON ( DD-244 ), USS GILMER ( DD-233 ), USS GOFF ( DD-247 ), USS STURTEVANT ( DD-240 ) und USS ZANE ( DD-337 ), die Zerstörer Tender USS MELVILLE und USS WHITNEY ( AD-4 ), die Flottenöltanker USS CUYAMA ( AO-3 ), USS NECHES ( AO-5 ) und USS SALINAS ( AO-19 ), die Reparaturschiffe USS MEDUSA und USS VESTAL ( AR-4 ), das Vielseitige Hilfsschiff USS BOGGS ( AG-19 ), die Frachtschiffe USS BRIDGE ( AF-1 ) und USS ARCTIC ( AF-7 ), das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ) und der U-Boot Tender USS ARGONNE ( AS-10 ) beteiligt. Von ausländischen Marinen war der französische Schulkreuzer JEANNE D´ARC anwesend. In der Brooklyn Navy Yard lag zur Notfallversorgung der Flottenöltanker USS BRAZOS ( AO-4 ) und das Unklassifizierte Schiff USS SEATTLE ( IX-39 ). Die folgenden Schiffe der US Küstenwache waren in New York stationiert und haben möglicherweise  Überwachungs-  oder andere Regelungen während der Flottenschau übernommen. Die Patrouillenboote USCGC ARGO ( WPC-100 ), USCGC AURORA ( WPC-103 ), USCGC CALYPSO ( WPC-104 ), USCGC DAPHNE ( WPC-106 ), USCGC GALATEA ( WPC-108 ), USCGC HERMES ( WPC-109 ), USCGC ICARUS ( WPC-110 ), USCGC PERSEUS ( WPC-114 ) und USCGC THETIS ( WPC-115 ), die Patrouillenboote USCGC CHAMPLAIN ( 1929 ), USCGC MANHATTAN ( CG-30 ), USCGC PATROL ( 1917 ), USCGC SEBAGO ( 1930 ), USCGC TAMPA ( 1921 ) und USCGC WISSAHICKON ( CG-12 ) und die Hafenschlepper USCGC CALUMET ( 1894 ), USCGC GUTHRIE ( 1895 ), USCGC HUDSON ( 1893 ), USCGC LEOPARD ( 1920 ), USCGC LIGHTNING, USCGC RARITAN ( 1905 ). Auf der Rückfahrt in den Pazifik besuchte die USS SOUTHARD mehrere Häfen entlang der US Ostküste und in der Karibik. Anschließend durchquerte das Kriegsschiff wieder den Panamakanal und legte in San Diego an. Bis 1935 gehörte der Zerstörer noch der rotierenden Reserve an und war in die Zerstörer Division 18 ( Des Div 18 ) integriert, wo es das Flaggschiff war. In dieser Des Div 18 befanden sich außerdem noch die USS HOVEY, USS CHANDLER und USS LONG. Für den Zerstörer folgte eine Zeit der Überholung in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Anschließend nahm das Kriegsschiff an Operationen entlang der US Westküste und Alaskas teil. Dabei besuchte es unter anderem auch Portland, Oregon. Hier nahm es vom 5. bis zum 10. August 1936 an dem Portland Rose Festival teil. Mit anwesend waren unter anderem die Zerstörer USS HOVEY, USS CHANDLER, USS LONG, USS GOFF, USS REUBEN JAMES, USS AYLWIN ( DD-355 ), das Lazarettschiff USS RELIEF und die Segelfregatte USS EAGLE. Es folgten zusätzliche Übungen und Flottenmanöver in der Panamakanalzone und in den Gewässern Hawaiis. US Präsident Franklin Delano Roosevelt setzte eine Flottenparade an, die vom 31. Mai bis zum 18. Juni 1938 in New York andauerte. Dazu wechselte die USS SOUTHARD, und andere Kriegsschiffe der Pazifikflotte, wieder in den Atlantik. An der Flottenparade beteiligten sich die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA, USS COLORADO, USS MARYLAND, USS MISSISSIPPI, USS NEW MEXIKO, USS NEW YORK, USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE, USS TEXAS und USS WEST VIRGINIA, die Flugzeugträger USS LANGLEY, USS LEXINGTON und USS SARATOGA, die Schweren Kreuzer USS CHESTER, USS CHICAGO, USS HOUSTON, USS INDIANAPOLIS, USS LOUISVILLE, USS NORTHAMPTON, USS PENSACOLA, USS PORTLAND und USS SALT LAKE CITY, die Leichten Kreuzer USS CINNCINATTI, USS CONCORD, USS DETROIT, USS MARBLEHEAD, USS MEMPHIS, USS MILWAUKEE, USS OMAHA und USS RALEIGH, die Zerstörer USS SOUTHARD, USS HOVEY, USS LONG, USS ELLIOT, USS McCORMICK, USS MACLEISH, USS BAINBRIDGE, USS BARRY, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DECATUR, USS DENT, USS FAIRFAX, USS FOX, USS GILMER, USS GOFF, USS GRIER, USS HERBERT, USS HULBERT, USS HUMPHREYS, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LEARY  USS LITCHFIELD, USS McFARLAND, USS NOA, USS OVERTON, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS REUBEN JAMES, USS ROPER, USS SANDS, USS SCHENCK, USS SIMPSON, USS STURTEVANT, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS TRUXTUN, USS UPSHUR, USS DORSEY, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS WILLIAMSON, USS HOPKINS, USS YARNALL, USS ZANE, USS CHILDS und USS DICKERSON, der Zerstörer und Minensucher USS TRACY ( DM-19 ), die Zerstörertender USS MELVILLE und USS WHITNEY, die Flottentanker USS CUYAMA, USS NECHES und USS SALINAS, die Werkstatt- und Reparaturschiffe USS VESTAL und USS MEDUSA, das Vielseitige Hilfsschiff  USS BOGGS, die Vorratsschiffe USS BRIDGE und USS ARCTIC, das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ), der U-Boote Tender USS ARGONNE ( AS-10 ). Von den Internationalen Marinen war der französische Panzerkreuzer JEANNE D ARC anwesend. Die USS SOUTHARD wechselte nach der Flottenparade wieder in den Pazifik und fuhr nach San Diego. Nach weiteren Übungen entlang der US Westküste, begann man mit den Vorbereitungen für den Umbau in ein Hochgeschwindigkeitsminensuchboot. Am 19. November 1940 klassifizierte man dann die USS SOUTHARD um und übergab ihr die Kennung DMS-10. Nach dem Abschluss der Umbauarbeiten begann man mit der intensiven Ausbildung der Mannschaft. Dann verließ das Kriegsschiff am 4. Februar 1941 San Diego und fuhr nach Pearl Harbor. Hier gliederte man das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot in die Mine Squadron 2 ein, in der sich USS CHANDLER ( DMS-9 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ) befanden. Diese Schiffe operierten im Verband in den Hawaiianischen Gewässern. Am 7. Dezember 1941, an dem Tag an dem die Japaner Pearl Harbor angriffen und somit die USA in den Zweiten Weltkrieg mit hineinzogen, befand sich USS SOUTHARD zusammen mit den Kriegsschiffen aus der Task Force 3, die Vizeadmiral Wilson Brown, Jr. ( 27. April 1882 in Philadelphia, Pennsylvania – 2. Januar 1957 in New Haven, Connecticut ) befehligte, vor dem Johnston Atoll, das sich rund 1.390 km südwestlich der Hawaiianischen Inseln befindet. Die Kriegsschiffe der TF 3 hatten bereits am 5. Dezember Pearl Harbor verlassen. In der TF 3 befand sich zu dieser Zeit der Flugzeugträger USS Lexington ( CV-2 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), USS CHICAGO ( CA-29 ), USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), USS ASTORIA ( CA-34 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Zerstörer USS MAHAN ( DD-364 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS CUSHING ( DD-376 ), USS PERKINS ( DD-377 ), USS SMITH ( DD-378 ) und USS PRESTON ( DD-379 ), die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS SOUTHARD, USS HOVEY, USS LONG, USS CHANDLER, USS ELLIOT ( DMS-4 ), USS LAMBERTON ( DMS-2 ), USS DORSEY ( DMS-1 ), USS BOGGS ( DMS-3 ), USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS ZANE ( DMS-14 ), USS WASMUTH ( DMS-15 ), USS TREVER ( DMS-16 ) und USS PERRY ( DMS-17 ), die Truppentransportschiffe USS HENDERSON ( AP-1 ), USS CHAUMONT ( AP-5 ), USS WILLIAM WARD BURROWS ( AP-6 ), USS HARRIS ( AP-8 ), USS ST MIHIEL ( AP-32 ), USS REPUBLIC ( AP-33 ) und USS U S GRANT ( AP-29 ), sowie das Transportschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Noch am selben Tag, nachdem die Japaner ihren Angriff auf Pearl Harbor beendet hatten, fuhren die Schiffe der TF 3 zur Hawaiianischen Marinebasis zurück und erreichten diese zwei Tage später. Die USS SOUTHARD patrouillierte nun bis zum 23. Januar 1942 in den Hawaiianischen Gewässern und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. An diesem 23. Januar stach das Kriegsschiff wieder in See und eskortierte einen Schiffskonvoi bis nach San Francisco, Kalifornien. Nachdem die Transportschiffe wieder beladen waren, kehrten diese unter der Begleitung des Hochgeschwindigkeitsminensuchbootes sofort wieder nach Pearl Harbor zurück. Die amerikanische Marinebasis wurde am 15. Februar erreicht. Die USS SOUTHARD setzte noch am selben Tag ihre Patrouillenfahrten in den Hawaiianischen Gewässern fort. Diese behielt das Kriegsschiff bis zum 20. Mai bei. An diesem Tag verließ das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot zusammen mit der USS HOVEY wieder Pearl Harbor und eskortierte einen Schiffskonvoi, bestehend aus zwanzig Handels-, Transport- und Versorgungsschiffe, bis nach San Francisco. Man bugsierte das Kriegsschiff am 31. Mai in ein Trockendock auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien und begann mit einer Überholung, die am 10. Juni abgeschlossen war. Es folgten mehrere Übungen entlang der kalifornischen Küste, um die neu an Bord gekommenen Mannschaftsmitglieder an ihren Stationen einzugliedern. Die USS SOUTHARD und die USS HOVEY verließen am 24. Juni die kalifornische Küste und fuhren wieder nach Pearl Harbor. Dort trafen die beiden Kriegsschiffe am 1. Juli ein. Hier blieben sie bis zum 10. Juli liegen und wurden auf den kommenden Einsatz vorbereitet. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot erhielt an diesem Tage den Befehl, den U-Boot Tender USS ARGONNE ( AS-10 ) zusammen mit dem Schwesterschiff USS HOVEY nach Canton Island, Phoenixinseln zu eskortieren. Die drei Schiffe erreichten am 16. Juli das Atoll und man begann umgehend mit der Entladung der mitgeführten Fracht und des Stückgutes. Am 17. Juli liefen die drei Schiffe wieder aus und fuhren über Amerikanisch Samoa nach Tongatapu, Tonga. Hier legten sie am 22. Juli an. An diesem Tag trennten sich die Wege der drei Schiffe. Die USS SOUTHARD blieb in Tongatabu vor Anker liegen und das Schwesterschiff und der U-Boot Tender fuhren noch am selben Tag nach Noumea, Neukaledonien weiter. Die USS SOUTHARD legte am 25. Juli in Tongatabu ab und fuhr nach Efate, Neue Hebriden. Man hatte das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot in die Task Force 62 eingegliedert, die Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Watchtower“ kommandierte. Hier wartete das Kriegsschiff auf die Schiffe der TF und begleitete diese. In der TF befanden sich die amerikanischen Schweren Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ), USS VINCENNES ( CA-44 ), USS QUINCY ( CA-39 ) und USS ASTORIA ( CA-34 ), die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ) und HMAS CANBERRA ( D-33 ), der amerikanische Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und der australische Leichte Kreuzer HMAS HOBART ( D-63 ), die amerikanischen Zerstörer USS JARVIS ( DD-393 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS BLUE ( DD-387 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS MONSSEN ( DD-436 ), USS HELM ( DD-388 ), USS SELFRIDGE ( DD-357 ), USS HENLEY ( DD-391 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS HULL ( DD-350 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ) und USS ELLET ( DD-398 ), die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS SOUTHARD, USS HOVEY, USS HOPKINS, USS TREVER und USS ZANE, der Zerstörer und Minenleger USS TRACY ( DM-19 ), die Schnellen Truppentransporter USS LITTLE ( APD-4 ), USS McKEAN ( APD-5 ), USS GREGORY ( APD-3 ) und USS CALHOUN ( APD-2 ), die Truppentransporter USS GEORGE F ELLIOT ( AP-13 ) und USS PRESIDENT HAYES ( AP-39 ), die Angriffstruppentransporter USS FULLER ( APA-7 ), USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), USS NEVILLE ( APA-9 ), USS HUNTER LIGGETT ( APA-14 ), USS HEYWOOD ( APA-6 ), USS ZELIN ( APA-3 ), USS McCAWLEY ( APA-4 ), USS BARNETT ( APA-5 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ), USS PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ) und USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), die Angriffsfrachtschiffe USS BELLATRIX ( AKA-3 ), USS FORMALHAUT ( AKA-5 ), USS ATHENA ( AKA-9 ), USS BETELGEUCE ( AKA-11 ) und USS LIBRA ( AKA-12 ) und das Frachtschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Die Truppentransportschiffe hatten insgesamt 20.000 Marines an Bord. Die Schiffe der TF 62 gehörten zu den insgesamt 84 Schiffen, die die Invasion von Guadalcanal, Salomonen durchführen sollten. Am 22. Juli hatten fast alle Schiffe der TF im Hafen von Wellington abgelegt und fuhren zuerst zu den Fidschi Inseln. Hier wurden vom 28. bis zum 30. Juli die Anlandungen auf Guadalcanal geprobt. Auf der Fahrt dann zu den Salomonen verschlechterte sich immer mehr das Wetter. Es begann zu regnen und schwerer Nebel strich über das Wasser. Japanische Suchflugzeuge konnten bei solch einem Wetter nicht aufsteigen. In der Morgendämmerung des 7. August erreichten die Schiffe der TF 62 ihr Einsatzgebiet. Um 6:50 Uhr begann die erste amphibische Landeoperation der Alliierten im Pazifik während des Zweiten Weltkrieges. Damit war die Kampagne des Inselhoppings geboren. Schon vor dieser Landeoperation waren durch die Trägerflugzeuge der Task Force 61 und die Flugzeuge der Task Force 63 mehrere Luftangriffe auf die japanischen Verteidiger geflogen worden. Auch die Kreuzer ließen zuvor ihre Granaten auf japanische Stellungen niedergehen. Die USS SOUTHARD nahm ab 8:00 Uhr mit ihren Schiffsgeschützen an der ersten Bombardierung gegen die japanischen Aggressoren und deren Stellungen auf Florida Island, Ostsalomonen teil und befand sich dabei östlich von Gavutu. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot begann noch am selben Tag mit der Suchaktion von Seeminen zwischen Gavutu, den südlich liegenden Bungana Inseln und dem Lengo Channel. Am Morgen des 8. August befand das Kriegsschiff noch in diesem Seegebiet, da begann eine japanische Torpedobomberstaffel mit ihrem Angriff. Ungefähr zwanzig Flugzeuge befanden sich in der Luft und warfen ihre mitgeführten Torpedos ab. Die Geschützmannschaften der USS SOUTHARD konnten mit ihren Flakgeschützen mindestens eines der japanischen Flugzeuge abschießen. Als der Brückenkopf der Alliierten auf Guadalcanal erfolgreich errichtet worden war, übernahm das Kriegsschiff die riskante Aufgabe, Schiffskonvois von Neukaledonien und den Neuen Hebriden bis zu Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island und Guadalcanal zu eskortieren. Bis in den März 1943 hinein pendelte das Hochgeschwindigkeits-minensuchboot zwischen Espiritu Santo, Efate, Noumea, Guadalcanal und Tulagi hin und her. In diesen Monaten gab es häufig feindliche Luftangriffe und japanische U-Boote durchstreiften diese Seewege. Die USS SOUTHARD setzte in den folgenden Tagen ihre vorgegebenen Operationen rund um Guadalcanal fort und verließ diese Gewässer dann am 13. September, um nach Noumea zu fahren. Hier warteten Versorgungsschiffe, die nach Guadalcanal eskortiert werden mussten. Von dort aus ging die Fahrt nach amerikanisch Samoa weiter, bevor das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot mit Soldaten einer Aufklärungsgruppe des US Marine Corps an Bord, zur Insel Ndeni, Santa Cruz Islands, Ostsalomonen fuhr. Von dort aus kehrte das Kriegsschiff nach Noumea zurück. Am 10. Oktober stach die USS SOUTHARD zusammen mit dem Schwesterschiff USS HOVEY von dort aus wieder in See. Die USS HOVEY hatte dabei zwei US Schnellboote im Schlepptau, die insgesamt 127 Fässer Flugbenzin geladen hatten. Beide Hochgeschwindigkeitsminensuchboote übernahmen außerdem auf der Fahrt nach Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen ab Espiritu Santo, Neue Hebriden, die Eskorte über die US Schnellboote USS PT-38, USS PT-46, USS PT-48 und USS PT-60. Diese vier US Schnellboote blieben mit der USS SOUTHARD rund 300 Seemeilen südlich von Tulagi zurück. Am Abend des 12. Oktober legte die USS HOVEY zusammen mit den beiden US Schnellbooten im Port Purvis an. In der Nacht zum 10. November ist die USS SOUTHARD mit einem Schiffskonvoi, der Nachschub für Guadalcanal transportiert, von Espiritu Santo aus unterwegs. Gegen 2:30 Uhr entdeckt man von der Brück aus rund fünf Seemeilen südlich von Kap Recherche, San Cristobal, Ostsalomonen ein aufgetauchtes japanisches U-Boot, das seine Batterien während der Überwasserfahrt aufladen wollte. LCDR John Gardner Tennent III ( 10. Dezember 1909 in Washington DC – 30. Januar 1944 an Bord des Zerstörers USS ANDERSON ( DD-411 ) während der Schlacht um das Atoll Kwajalein, Marshall Islands ) lässt eine Minute später das Feuer mit dem Hauptgeschütz auf das japanische U-Boot IJN I-15 eröffnen. Das U-Boot taucht und feuert zwei Torpedos ab. Doch beide verfehlen das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot. Um 2:42 Uhr erhält die USS SOUTHARD einen Sonarkontakt und es beginnt der erste von sechs Tiefenangriffen mit Wasserbomben. Diese Angriffe dauern mehrere Stunden, bis der Sonarkontakt wieder verloren geht. Das in der Nähe patrouillierende japanische U-Boot IJN I-17 nimmt die in 15 Seemeilen entfernten Explosionen wahr. Erst um 6:07 Uhr erlangt man auf der USS SOUTHARD wieder den Sonarkontakt und sofort werden wieder Wasserbomben über Bord geworfen. In den folgenden drei Stunden erfolgen fünf weitere Tiefenangriffe. Da gelangte viel Öl an die Wasseroberfläche. Das amerikanische Kriegsschiff begann sofort mit der Suche nach Anzeichen einer Versenkung des U-Bootes, aber es fanden sich keine. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot lief durch den Ölschlick, da zwangen um 10:03 Uhr mehrere Schäden IJN I-15 zum Auftauchen. Fast senkrecht tauchte das U-Boot in 2.000 Meter Entfernung auf, so dass der Turm und der davor befindliche Rumpf zu sehen war. Die USS SOUTHARD gab sofort eine Salve auf das feindliche Schiff ab und traf den Turm mehrmals. Da senkte sich der Bug von IJN I-15 um etwa 10 Grad und versank mit dem Heck zuerst in den Fluten. Alle 91 Besatzungsmitglieder fanden den Tod. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot verließ wenige Tage später das Seegebiet bei den Ostsalomonen und fuhr nach Australien. Nach einer Erholungsphase für die Besatzung in Brisbane und sechs Tage im Trockendock von Sydney für das Kriegsschiff, kehrte die USS SOUTHARD Anfang 1943 zum Patrouillen- und Konvoidienst nach Noumea zurück. Am 20. März verließ das Kriegsschiff Noumea und eskortierte ihr Schwesterschiff USS HOVEY, das den beschädigten Schnellen Truppentransporter USS STRINGHAM ( APD-6 ), und den Hochseeschlepper USS SONOMA ( AT-12 ), der den Zerstörer USS AULICK ( DD-569 ) im Schlepptau hatte, mit den Zwischenstationen bei den Fidschi Inseln, der amerikanischen Militärbasis Pago Pago, Amerikanisch Samoa und Pearl Harbor bis nach San Francisco. In diesen Hafen liefen die Schiffe am 19. April 1943 ein. Noch am selben Tag wechselte die USS SOUTHARD in die Mare Island Naval Shipyard, wo umgehend Überholungsarbeiten an dem Schiff begannen. Diese waren am 26. Mai abgeschlossen und es erfolgten einige Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot verließ am 8. Juni die kalifornische Küste und fuhr nach Pearl Harbor, wo es am 15. Juni anlegte. Hier blieb es für die folgenden neun Tage. Am 24. Juni stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr in Richtung des Südpazifiks. Die Dumbea Bay auf Noumea wurde vom 6. zum 7. Juli erreicht. Von hier aus nahm die USS SOUTHARD wieder ihren Patrouillen- und Konvoidienst wieder auf, um die fortgesetzte Salomonen Kampagne zu unterstützen. Die Kämpfe tobten nun schon auf den nördlichen Inseln der Salomonen. Während ihrer Pflichten aber lag das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot für Reparaturen und Bunkern von Treibstoff, Proviant und Munition am 20. Juli, vom 19. bis zum 30. August und vom 8. bis zum 16. September im Hafen von Espiritu Santo. Außerdem folgte am 4. Oktober Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen, vom 6. bis zum 24. Oktober Espiritu Santo und vom 28. bis zum 30. Oktober wieder Port Purvis. Hier vor der Halbinsel Tulagi gliederte man das Kriegsschiff in die Task Force 31, die Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 – 21. Februar 1946 ) während der Operation „Shoestring II“ befehligte. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS WALLER ( DD-466 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS CONWAY ( DD-507 ) und die USS EATON ( DD-510 ), den Hochgeschwindigkeitsminensuchbooten USS SOUTHARD, USS HOVEY, USS HOPKINS, USS TREVER und USS DORSEY, die Zerstörer und Minensucher USS GAMBLE ( DM-15 ), USS BREESE ( DM-18 ) und USS SICARD ( DM-21 ). Ein Teil der Zerstörer und Hochgeschwindigkeitsminensuchboote von der TF 31 operierte schon vor Cape Torokina in der Kaiserin Augusta Bay, Bougainville, Nördliche Salomonen, der andere Teil, unter ihnen die USS SOUTHARD, verließ am 30. Oktober Port Purvis und sicherte die Truppentransporter USS GEORGE CLYMER ( APA-27 ), USS HUNTER LIGGITT ( APA-14 ), USS FULLER ( APA-7 ), USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), USS PRESIDENT HAYES ( APA-20 ), PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ) und USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), welche die 3. Marine Division samt Ausrüstung transportierten und die amphibischen Angriffsfrachtschiffe USS LIBRA ( AKA-12 ), USS TITANIA ( AKA-13 ), USS ALHENA ( AKA-9 ) und USS ALCHIBA ( AKA-6 ) die weitere Ausrüstung und Truppen mit sich führten. Die USS SOUTHARD übernahm ab dem 30. Oktober vor Tetere Point, Guadalcanal einen Schiffskonvoi und erreichte das Cape Torokina am 1. November. Das Kriegsschiff beteiligte sich am Beschuss der Anlandungszone und begann dann mit Patrouillen- und Minensuchoperationen in der Kaiserin Augusta Bay. Das Kriegsschiff beteiligte sich anschließend vor Bougainville mit der Sicherung der Truppentransporter während der Landeoperation und patrouillierte zwischen den anderen östlichen Inseln der Salomonen. Hier war das Schiff auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 3. November kehrte das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot nach Port Purvis zurück und sicherte während der Fahrt einen Schiffskonvoi. Vier Tage später verließ das Kriegsschiff wieder die Halbinsel und fuhr nach Bougainville zurück. Hier sollte das Kriegsschiff nach feindlichen U-Booten in der Kaiserin Augusta Bay suchen und dann ab dem 13. November die Patrouillen- und Eskortierfahrten nach Guadalcanal wieder aufnehmen. Vom 15. zum 16. November lag die USS SOUTHARD in Port Purvis und am 21. November verließ das Kriegsschiff Guadalcanal und fuhr zur Halbinsel Tulagi. Hier bunkerte man Treibstoff und Proviant und das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot verließ mit einem Schiffskonvoi wieder den Hafen. Ziel war Noumea. Dafür musste der Lengo Channel, nördlich von Guadalcanal durchquert werden. Die Schiffe liefen am 26. November in die Dumbea Bay ein. Die USS SOUTHARD blieb bis zum 16. Dezember in den Gewässern von Neukaledonien und patrouillierte vor der Dumbea Bay. Am folgenden Tag verließ das Kriegsschiff Neukaledonien und eskortierte einen Schiffskonvoi bis nach Suva, Fidschi Inseln. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot erreichte am 19. Dezember wieder Noumea und fuhr noch am selben Tag nach Guadalcanal. Hier sollte das Kriegsschiff seine gewohnte Routine im Patrouillen- und Eskortierdienst von Versorgungsschiffen aufnehmen. Dann war die USS SOUTHARD von Florida Island aus auf dem Weg nach Espiritu Santo und eskortierte den Öltanker USS CACHE ( AO-67 ), als am 22. Januar 1944 ein japanische U-Boot einen Torpedo abfeuerte. Dieser Torpedo traf den Öltanker, der schwer beschädigt wurde, aber aus eigener Kraft bis nach Espiritu Santo fahren konnte. Ende Februar besuchte das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot Auckland, Neuseeland damit die Mannschaft etwas Ruhe bekam. Im März kehrte das Kriegsschiff zu den Salomonen zurück und patrouillierte erneut in den Gewässern von Guadalcanal und führte mehrere Übungen vor den Russell Islands durch. Während ihrer Patrouillen- und Eskortierfahrten kamen im April und Anfang Mai einige Inseln im Bismarck Archipel dazu. So musste die USS SOUTHARD Schiffskonvois bis in die Borgen Bay auf New Britain begleiten. Ab dem 10. Mai lag das Kriegsschiff wieder vor Espiritu Santo und blieb dort für sieben Tage. Am 17. Mai verließ das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot diese Insel und fuhr ostwärts. Auf dem Weg in die San Francisco Bay legte das Kriegsschiff am 19. Mai am Atoll Funafuti, Ellice Islands und vom 24. zum 25. Mai in Pearl Harbor an und bunkerte beide Male Treibstoff. San Francisco wurde am 31. Mai erreicht. Gleich am folgenden Tag bugsierte man die USS SOUTHARD in ein Trockendock der Mare Island Naval Shipyard und führte an dem Kriegsschiff eine Überholung durch. Diese war Anfang Juli abgeschlossen. Es folgten Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. Am 30. Juli stach das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot in See und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. Das Kriegsschiff eskortierte dabei die beiden Geleitflugzeugträger USS MARCUS BAY ( CVE-77 ) und USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ). Die drei Schiffe legten am 5. August in Pearl Harbor an. Hier bereitete man diese auf die Fahrt nach Port Purvis vor. Gleichzeitig lagen in der Marinebasis die Geleitflugzeugträger USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ), USS KADASHAN BAY ( CVE-76 ), USS PETROF BAY ( CVE-80 ), USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ). Man integrierte das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot in die Task Group 32.4. In dieser TG befanden sich die sechs Geleitflugzeugträger, die Geleitzerstörer USS KYNE ( DE-744 ), USS CROWLEY ( DE-303 ) und drei weitere, der Öltanker USS ATASCOSA ( AO-66 ) und das Docklandungsschiff USS WHITE MARSH ( LSD-8 ). Am 12. August legten die Schiffe der TG 32.4 in Pearl Harbor ab und fuhren nach Port Purvis. Dort traf der Schiffskonvoi zwölf Tage später ein. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot verließ schon am folgenden Tag die Halbinsel Tulagi und fuhr für Übungen zu Russell Island. Diese Übungen dauerten bis zum 4. September, an denen sich Kriegsschiffe aus der Task Force 32 zur Vorbereitung auf die Kämpfe um die Palau Inseln beteiligten. Hier gliederte man die USS SOUTHARD in die Task Group 32.5 ein, der Palau Bombardement & Fire Support Group, die von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „Stalemate II“ befehligt wurde. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS IDAHO ( BB-42 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ) und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), die Leichten Kreuzer USS HONOLULU ( CL-48 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ), USS DENVER ( CL-58 ) und USS COLUMBIA ( CL-56 ), die Zerstörer USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS ROSS ( DD-563 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS HUDSON ( DD-475 ) und USS HALFORD ( DD-480 ), die Schnellen Truppentransporter USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS RATHBURNE ( APD-25 ), USS CLEMSON ( APD-31 ), USS NOA ( APD-24 ) und USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ), die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS SOUTHARD, USS HOVEY, USS LONG und USS PERRY, die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE ( DM-20 ) und USS MONTGOMERY ( DM-17 ) und der Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ). Die Schiffe der TG 32.5 legten am 6. September in Port Purvis ab und fuhren zu den Palau Inseln. Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See.  Zwei Tage später beginnt das Bombardement auf die Insel Peleliu. Die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote sind währenddessen vor der Anlandungszone vor Peleliu und Angaur sowie in der Kossol Passage im Einsatz und räumen Seeminen. Unmittelbar nach Abschluss dieser Operation nahm das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot, im Gebiet der Transportschiffe vor der Insel Peleliu, die Suche nach feindlichen U-Booten auf. Die USS SOUTHARD patrouillierte bis zum 24. September zwischen den Palau Inseln. Am folgenden Tag verließ das Kriegsschiff die Inseln und eskortierte einen Schiffskonvoi bis zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier begann man das Bunker von Treibstoff, Proviant und Munition auf dem Hochgeschwindigkeitsminensuchboot. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff wieder Manus Island und nahm seine Patrouillenaufgaben vor den Palau Inseln wieder auf. Am 4. Oktober verließ die USS SOUTHARD wieder diese Gewässer und fuhr zum Seeadler Harbour zurück. Hier im Hafen integrierte man das Kriegsschiff in die Task Group 77.6, der Dinagat Attack Group, die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 in Portland, Oregon – 1. Mai 1983 ) während der Operation „King II“ unterstellt war. In dieser TG befanden sich die Schnellen Truppentransporter USS CROSBY ( APD-17 ), USS SANDS ( APD-13 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS WARD ( APD-16 ), USS SCHLEY ( APD-14 ) und zwei weitere. Im Seeadler Harbour bereiteten sich die Kriegsschiffe der 7. US Flotte auf die Invasion von der philippinischen Insel Leyte vor. Am 10. Oktober verließen die Schiffe der TG Manus Island und fuhren zu den Palau Inseln. Am 17. Oktober erreichten sie Dinagat Island, der philippinischen Insel, die südöstlich von Leyte liegt. An diesem Tag begann die Landeoperation. Das Hochgeschwindigkeits-minensuchboot räumte ab den folgenden Tagen Seeminen und patrouillierte in den Gewässern und beteiligte sich so an der am 20. Oktober beginnenden Invasion von Leyte. An diesem Tag befand sich das Kriegsschiff in der Surigao – Straße und suchte hier nach Minen. Bis zum 24. Oktober blieb die USS SOUTHARD in diesen Gewässern und wurde noch am selben Tag in die Task Group 77.4 versetzt, die Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) während der Operation „King II“ befehligte. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot blieb in der TG für zwei Tage und suchte indem Seegebiet vor Leyte nach Seeminen. An diesem 26. Oktober verließ das Kriegsschiff die philippinischen Inseln und fuhr zum Seeadler Harbour. Dort traf die USS SOUTHARD am 30. Oktober ein und blieb bis zum 22. Dezember. Das Kriegsschiff beteiligte sich an mehreren Übungen und wurde auf den kommenden Einsatz vorbereitet. Zwei Tage vor Weihnachten gliederte man das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot in die TG 77.6 ein, die Minensuch- und Hydrographik Group während der Operation „Mike I“. In dieser befanden sich insgesamt 72 Schiffe. Unter anderem waren dabei, der Zerstörer USS BENNION ( DD-662 ), der Zerstörer und Minenleger USS BREESE, die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS SOUTHARD, USS HOVEY, USS LONG, USS DORSEY, USS CHANDLER, USS HOPKINS, USS PALMER, USS HAMILTON, USS HOGAN und USS HOWARD, der Schnelle Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), die australische Patrouillenfregatte HMAS GASCOYNE ( K354 ), das große Infanterielandungsfahrzeug USS LCI (G)-70, der Kleine Wasserflugzeugtender USS ORCA ( AVP-49 ) und der Hochseeflottenschlepper USS APACHE ( ATF-67 ). An diesem 22. Dezember verließen die Schiffe der TG Manus Island und am 30. Dezember erreichten sie die San Pedro Bay, Leyte und es begann eine allgemeine Vorbereitungszeit. Am 2. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die San Pedro Bay, mit dem Ziel den Golf von Lingayen vor der philippinischen Insel Luzon. Die USS SOUTHARD begann am 6. Januar mit der Mineberäumung im Lingayen Golf. Am späten Nachmittag desselben Tages erfolgte ein japanischer Luftangriff. Ein Kamikazepilot versuchte sich auf das Kriegsschiff mit seinem Flugzeug zu stürzen und steuerte es von der Steuerbordseite her an. Die Geschützmannschaften des Hochgeschwindigkeits-minensuchbootes feuerten aus allen Rohren auf diesen einen Angreifer. Sie konnten das Flugzeug auch mehrmals treffen, so dass es kurz vor dem Kriegsschiff explodierte. Jedoch schlug der Motor des Flugzeuges auf dem Schiff auf und riss auf der Steuerbordseite ein fast zwei Meter großes Loch in den Rumpf. Die Mannschaft der USS SOUTHARD löste die Ausrüstung zur Vernichtung aufgespürter Seeminen und zog sich aus ihrem Einsatzgebiet zurück. Die Mannschaft begann mit den ersten Notreparaturen. Nach vierzehn Stunden konnte das Kriegsschiff seine gestellten Aufgaben wieder aufnehmen und vernichtete Seeminen. Für die Fahrt in die San Pedro Bay gliederte man das Kriegsschiff in die Task Undergroup 79.14.2 ein Commodore Clifford Greer Richardson ( 2. Januar 1892 in Attleboro, Bristol County, Massachusetts – 26. August 1987 in Virginia Beach, Virginia ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS LANG ( DD-399 ) und USS FOOTE ( DD-511 ), die Geleitzerstörer USS PEIFFER ( DE-588 ) und USS THOMAS F NICKEL ( DE-587 ), das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot USS SOUTHARD, der Schnelle Truppentransporter USS BLESSMAN ( APD-48 ), die australische Flussfregatte HMAS GASCOYNE ( K354 ), die Angriffstransportschiffe USS CAVALIER ( APA-37 ), USS DU PAGE ( APA-41 ) und fünfzehn weitere, ein Angriffsfrachtschiff, zwei Amphibische Docklandungsschiffe und zwei Liberty Frachtschiffe. Am 10. Januar waren diese Schiffe innerhalb der Lingayen Bay abgefahren und waren ständigen japanischen Luftangriffen ausgesetzt. In dem sicheren Hafen in der San Pedro Bay legten die Schiffe am 14. Januar an. An der USS SOUTHARD wurden bis zum 4. Februar weitere Notreparaturen durchgeführt. Das Kriegsschiff verließ an diesem Tag die philippinische Insel Leyte und fuhr ostwärts. Der erste Zwischenstopp wurde am 6. Februar vor dem Atoll Ulithi, Karolinen eingelegt. Am 8. Februar war dann die Insel Guam, Nördliche Marianen erreicht. Hier blieb das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot bis zum 13. Februar liegen und wartete auf den U-Boot Tender USS SPERRY ( AS-12 ). Am 13. Februar verließen beide Kriegsschiffe und fuhren zur Marinebasis Pearl Harbor. Diese wurde neun Tage später erreicht. Die USS SOUTHARD wurde hier in ein Trockendock der Pearl Harbor Naval Shipyard bugsiert, damit die abschließenden und umfangreichen Reparaturarbeiten begonnen werden konnten. Nach Abschluss dieser Arbeiten begann das Kriegsschiff mit mehreren Erprobungsfahrten in den Hawaiianischen Gewässern. Am 4. Mai verließ das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot die Marinebasis und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dort traf es am 12. Mai ein. Bis zum folgenden Tag bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. An diesem 13. Mai hob man die Anker wieder auf und das Kriegsschiff eskortierte die Angriffstransportschiffe USS CLINTON ( APA-144 ) und USS BUCKINGHAM ( APA-141 ) bis nach Guam. Dort legten sie sieben Tage später an. Die USS SOUTHARD verließ am folgenden Tag die Insel der Nördlichen Marianen und fuhr nach Saipan, Nördliche Marianen weiter. Das Ziel des Kriegsschiffes war aber Okinawa, Japan. Dort traf das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot wenige Tage später ein und begann sofort in der Buckner Bay mit der Suche und der Vernichtung von Seeminen. Das Kriegsschiff wäre hier beinahe wieder ein Opfer eines Kamikazepiloten geworden. Doch die Geschützmannschaften konnten 20 Seemeilen südöstlich von Kerama Retto das feindliche Flugzeug noch rechtzeitig abschießen, so dass es rund fünfzehn Meter vor dem Schiff auf dem Wasser aufschlug und zerschellte. Das Schiff selber erlitt nur geringe Schäden. In den folgenden drei Monaten vernichtete die USS SOUTHARD weiterhin Seeminen, eskortierte Versorgungstransporte und lieferte Post an alle Kriegsschiffe rund um Okinawa. Dazu integrierte man das Kriegsschiff für die Operation „Juneau“ in die Task Force 39 eingegliedert, die Rear Admiral Alexander Sharp, Jr. ( 13. August 1885 in Washington DC – 20. Juni 1975 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. Aufgabe dieser TF war die Beräumung der Seeminen im Seegebiet rund um Okinawa. In der TF 39 befanden sich die Zerstörer und Minenleger USS THOMAS E FRASER ( DM-24 ), USS SHANNON ( DM-25 ), USS HENRY A WILEY ( DM-29 ), USS ROBERT H SMITH ( DM-23 ) und drei weitere, die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS SOUTHARD, USS DORSEY, USS HAMBELTON ( DMS-20 ), USS JEFFERS ( DMS-27 ), USS ELLYSON ( DMS-19 ) und USS GHERARDI ( DMS-30 ), die Minensucher USS PREVAIL ( AM-107 ), USS SAGE ( AM-111 ), USS THREAT ( AM-124 ), USS VELOCITY ( AM-128 ), USS HAZARD ( AM-240 ), USS REBEL ( AM-284 ), USS GLADIATOR ( AM-319 ), USS TRIUMPH ( AM-323 ), USS SHELDRAKE ( AM-62 ) und 43 weitere, 49 Segelboote die als Minensucher eingesetzt wurde mit der Kennung YMS sowie sieben Netzlegerschiffe. Die Minenräumoperation begann ab dem 5. Juli in der Ostchinesischen See und war am 30. Juli abgeschlossen. Anschließend wechselten die Schiffe der TF 39 zu den japanischen Heimatinseln. Dort begannen sie ebenfalls mit der Beräumung von Seeminen. Die Feindseligkeiten wurden am 15. August beendet, nachdem die japanische Regierung einer bedingungslosen Kapitulation zugestimmt hatte. Damit endete auch im Pazifik der Zweite Weltkrieg. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot blieb in den japanischen Gewässern und beteiligte sich an der Vernichtung der von beiden Kriegsparteien ausgelegten Seeminen. Bis zum 15. September wurden diese Arbeiten ausgeführt. An diesem Tag sollte die USS SOUTHARD ihr Einsatzgebiet verlassen, um sich für Reparaturen und einer Überholung zurückzuziehen. Zwei Tage später geriet das Kriegsschiff in den Taifun Ida. Man warf den Anker aus, damit das Schiff diesen Taifun abreiten konnte. Doch ein treibendes U-Boot Schutznetz legte sich um die beiden Schrauben des Hochgeschwindigkeits-mienensuchbootes und blockierte diese. Der ausgelegte Anker riss und das antriebslose Kriegsschiff wurde auf ein Riff vor Tsuken Shima getrieben, wo es auf Grund lief. Am 18. September konnten sich dann Taucher ins Wasser wagen und versuchten die Schrauben von dem Schutznetz zu befreien, was nicht glückte. Der Taifun wütete bis zum 20. September und die USS SOUTHARD war bis dahin dem Sturm schutzlos ausgeliefert. Die Wellenberge ebbten aber nicht ab mit dem Ende des Taifuns. Das Kriegsschiff landete am 9. Oktober auf einem anderen Riff, das rund 1.000 Meter südwestlich von Tsuken Shima liegt, und wurde zerstört. Am folgenden Tag gingen bis auf Lieutenant John Ryan, Kommandant des Hochgeschwindigkeitsminensuchbootes, und eine Rumpfbesatzung, bestehend aus Freiwilligen, blieben an Bord, während alle anderen Mannschaftsmitglieder das Kriegsschiff verließen. Am 5. Dezember 1945 erklärte man das Kriegsschiff zum Totalverlust und stellte es außer Dienst. Den Namen USS SOUTHARD ( DMS-10 ) strich man am 8. Januar 1946 von der US Navy – Liste. Sechs Tage später begann man den Schiffsrumpf des Wracks zu zerstören.   


USS SOUTHARD ( DD-207 )
Commanding Officer

 CDR Russell Willson    24. September 1919 – 10. Mai 1920 (später VADM)
CDR Isaac Foote Dortch    10. Mai 1920 – 1921
LCDR George William Kenyon    1921 – 7. Februar 1922
Außerdienststellung     7. Februar 1922 – 6. Januar 1930
LCDR Oliver Lee Downes    6. Januar 1930 – 10. April 1931
LT Robert Todd Whitten    10. April 1931 – 16. April 1931 (XOIC)
CDR Oscar Charles Badger II       16. April 1931 – 23. Juni 1932 (später ADM)
LCDR William Isiah Causey Jr.    23. Juni 1932 – 31. Mai 1933
LCDR Wallis Gearing    31. Mai 1933 – 9. Februar 1935
LCDR William James Morcott    9. Februar 1935 – 19. Mai 1936
LCDR William Wohlsen Behrens        19. Mai 1936 – 12. Mai 1938 (später RADM)
CDR Robert Leon Boller    12. Mai 1938 – 21. Januar 1939
LCDR Alvin Duke Chandler    21. Januar 1939 – 18. Juli 1940 (später VADM)
LCDR Joe Brice Cochran    18. Juli 1940 – 26. September 1942
LCDR John Gardner Tennent III    26. September 1942 – 14. Mai 1943
LCDR Frederick Richard Matthews    14. Mai 1943 – 1. Juni 1944
LCDR John Edward Brennan    1. Juni 1944 – 1. September 1945
LT John Ryan    1. September 1945 – 13. November 1945
ENS Robert Samuel Coney    13. November 1945 – 5. Dezember 1945

USS HOVEY ( DD-208 )

USS HOVEY ( DD-208 )

Biografie

Charles Emerson Hovey
* 10. Januar 1885 in Portsmouth, New Hampshire
† 24. September 1911 in Lapurap, Provinz Basilan, Mindanao, Philippinen
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Philippinisch – Amerikanischen Krieges

Charles Emerson Hovey ist der Sohn von Reverend Henry Emerson Hovey ( 23. November 1844 in Lowell, Middlesex County, Massachusetts – 1909 in Portsmouth, New Hampshire ) und Sarah Louise Folsom Hovey ( 23. August 1842 – 29. Juni 1927 in Portsmouth, New Hampshire ). Er hatte noch zwei Schwestern, Katharine Emerson Hovey Seabury ( 28. Juli 1876 – 1. Februar 1971 ) und Louise Folsom Hovey Kautz ( 19. April 1879 in brooklyn, Kings County, New York – 13. Dezember 1967 ). Hovey absolvierte 1907 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. 1911 beförderte man ihn zum Ensign. Noch im selben Jahr verfasste er die erste Ausgabe des veröffentlichten “Watch Officer´s Manual“, das vom United States Naval Institute gedruckt und bis ins 21. Jahrhundert mehrfach revisioniert. In diesem Jahr versetzte man Hovey auch an Bord des Kanonenbootes USS PAMPANGA ( PG-39 ), das bei Cavite, Manila Bay, Luzon, Philippinen stationiert war. Am 24. September traf das Kanonenboot vor Semut auf der Insel Basilan ein. Ensign Hovey kommandierte an diesem Tag einen Landungstrupp, der Nachschub für das Army Camp Tabla, im Landesinnere bringen sollte. Auf diesem Weg wurde der Trupp in Lapurap von philippinischen Freischärlern angegriffen. Hovey wurde dabei durch einen gezielten Schuss tödlich verwundet und drei weitere Mannschaftsmitglieder zum Teil schwer verletzt worden.


USS HOVEY ( DD-208 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS HOVEY ( DD-208 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Ensign Charles Emerson Hovey benannt wurde.
Der Zerstörer ist das siebzehnte Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons,
Shipbuilding Division in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 18. August 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Louise Folsom Hovey Kautz ( 19. April 1879 in brooklyn, Kings County, New York – 13. Dezember 1967 ), Schwester von Ensign Charles Emerson Hovey und Ehefrau von Captain Austin Kautz ( 11. September 1873 in Newport, Canpbell County, Kentucky – 10. September 1927 in Berlin, Deutschland ), taufte am 26. April 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Stephen Booth McKinney ( 6. April 1885 – 11. Oktober 1953 ) stellte am 2. Oktober 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS HOVEY, zusammen mit den Schwesterschiffen USS SOUTHARD ( DD-207 ) und USS CHANDLER ( DD-206 ), bis an die Küste Floridas und in die Karibik. Man beorderte die Zerstörer vorzeitig nach New York City und gliederte sie in das Zerstörergeschwader 3 innerhalb der Atlantikflotte. Hier stachen die Kriegsschiffe, zusammen mit dem Schwesterschiff USS LONG ( DD-209 ) und drei weiteren Zerstörern, wenige Tage später wieder in See und beteiligten sich an der Eskorte des britischen Schlachtkreuzers HMS RENOWN ( 1916 ). An Bord befand sich Edward, Prinz of Wales ( 23. Juni 1894 in der White Lodge in London – 28. Mai 1972 in Paris ). Anschließend nahmen sie ihre Ausbildungsfahrt vor der Küste von Florida wieder auf und verließen diese am 15. November. Die vier Zerstörer fuhren nach Philadelphia. Hier erfolgten in der Werft eine Überprüfung der Schiffshaut und einige Änderungen an den Aufbauten. Danach fuhren sie nach Newport, Rhode Island. Hier rüstete man die Kriegsschiffe für ihre erste Kreuzfahrt aus. Man machte am 19. Dezember die Leinen der Zerstörer los. An diesem Tag verließen die vier Kriegsschiffe Newport und fuhren in Richtung der französischen Küste. Ponta Delgada, Azoren wurde als Zwischenstation zum bunkern von Kohle genutzt. Die USS HOVEY lag am 22. Februar 1920 zusammen mit den Schwesterschiffen USS CHANDLER, USS SOUTHARD, USS LONG und USS BORIE ( DD-215 ) im Hafen von Brest, Frankreich als Stationsschiff. Im April  verließ die USS HOVEY zusammen mit USS BORIE Brest und fuhr ins Mittelmeer, um sich dort bei dem United States Naval Detachment in den türkischen Gewässern zu melden. Allerdings setzte man die USS HOVEY als Stationsschiff vor der Küste von Dalmatien ein. Am 10. Juli verließ der Zerstörer diese Gewässer und fuhr nach Konstantinopel, Osmanisches Reich. An Bord befanden sich wichtige Papiere mit weiteren Befehlen und Depeschen für den US High Commissioner for Turkey, Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17.
April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ). Am 12. Juli lief das Kriegsschiff in Konstantinopel ein. Man setzte es nun im Schwarzen Meer als Stationsschiff vor den verschiedensten russischen Häfen ein. Die USS HOVEY verließ am 17. Dezember die türkische Küste am Bosporus und fuhr nach Port Said, Ägypten. Von dort aus durchquerte der Zerstörer den Suezkanal und fuhr bis nach Cavite, Manila Bay, Luzon, Philippinen weiter, wo er in die asiatische Flotte integriert wurde. Über ein Jahr diente das Kriegsschiff in der Flotte, nahm an mehreren Übungen teil und patrouillierte vor der chinesischen Küste. Am 2. Oktober 1922 verließ die USS HOVEY die philippinischen Gewässer und fuhr über Japan und der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii nach San Francisco, Kalifornien. Hier begann man eine Überholung des Kriegsschiffes. Anschließend wechselte es in die Marinebasis San Diego, Kalifornien, wo es am 1. Februar 1923 außer Dienst gestellt wurde. Im Zuge des Londoner Flottenvertrages, die USA durften Zerstörer bis zu einer Tonnage von 1.850 t in der Flotte behalten und eine Gesamttonnage aller Zerstörer durften nicht 150.000 Tonnen überschreiten, stellte man die kleinen Zerstörer der CLEMSON – Klasse wieder in den Dienst der US Navy und verschob den Neubau von Zerstörern. Daher erhielt die USS LONG eine zweite Chance. Commander Stuart Osmond Greig ( 20. Februar 1885 – 13. November 1949 ) stellte am 20. Februar 1930 den Zerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Das Kriegsschiff operierte in den folgenden Jahren entlang der US Westküste, in den Hawaiianischen Gewässern und vor Mittelamerika. Der Heimatstützpunkt war San Diego. Die USS HOVEY wurde in den folgenden Jahren hauptsächlich als Trainingsschiff für Reservisten herangezogen. Es kam aber immer wieder vor, dass während eines Flottenmanövers ein Teil der Pazifikflotte durch den Panamakanal in die Karibik wechselte. So befand sich während des Flottenmanövers Nummer 12 die USS HOVEY am 24. April 1931, zusammen mit dem Schwesterschiff USS LONG ( DD-209 ) und dem Schlachtschiff USS MARYLAND ( BB-46 ), im Panamakanal. Am 28. September 1932 lag die USS HOVEY im Hafen von San Francisco und beteiligte sich an den Feierlichkeiten während des Harbor Days, die vom 25. September bis zum 3. Oktober andauerten. Dann zog man im Frühjahr 1934 für das Flottenmanöver Nummer 15 die Kriegsschiffe der Pazifikflotte vor der Hawaiianischen Küste zusammen und es wurde die Eroberung eines Stützpunktes geprobt. Anschließend zog man die Kriegsschiffe an den Panamakanal auf der pazifischen Seite zusammen. Hier sollte die Verteidigung des Kanals geprobt werden. Am 23. April 1934 lagen im Hafenbereich vor Balboa die Zerstörer USS HOVEY, USS CHANDLER, USS LONG, USS ELLIOT( DD-146 ), USS LEA ( DD-118 ), USS GREER ( DD-145 ), USS YARNALL ( DD-143 ), USS TARBELL ( DD-142 ), USS LITCHFIELD ( DD-336 ), USS TRACY ( DD-214 ), USS SIMPSON ( DD-221 ), USS MACLEISH ( DD-220 ), USS McCORMICK ( DD-223 ), USS TRUXTUN ( DD-229 ), USS ROPER ( DD-147 ), USS HALE ( DD-133 ), USS DORSEY ( DD-117 ), USS RATHBURNE ( DD-113 ), USS TALBOT ( DD-114 ), USS WATERS ( DD-115 ), USS DENT ( DD-116 ), USS AARON WARD ( DD-132 ), USS BUCHANAN ( DD-131 ), USS CROWNINSHIELD ( DD-134 ), USS PREBLE ( DD-345 ), USS WILLIAM B. PRESTON ( DD-344 ), USS SANDS ( DD-243 ), USS LAWRENCE ( DD-250 ), USS FOX ( DD-234 ), USS BARNEY ( DD-149 ), USS SOUTHARD ( DD-207 ), USS FARENHOLT ( DD-332 ), USS PERRY ( DD-340 ), USS WASMUTH ( DD-338 ), USS TREVER ( DD-339 ), USS DAHLGREN ( DD-187 ), USS PRUITT ( DD-347 ), USS J. FRED TALBOTT ( DD-156 ) und USS DALLAS ( DD-199 ), die Schwere Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ), der Zerstörertender USS MELVILLE ( AD-2 ) und das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ). Nach dem Manöver auf der pazifischen Seite folgte auf der atlantischen Seite des Panamakanals ein weiteres Manöver. Diesmal sollte ein Angriff auf den Kanal geprobt werden. An diesem Manöver, das am 6. Mai begann, beteiligte sich auch das Luftschiff USS MACON ( ZRS-5 ). Nach Abschluss des Manövers, fuhren fast alle Kriegsschiffe aus der Pazifikflotte nach New York. Hier hatte US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ), als Oberbefehlshaber der US Flotte, für den 31. Mai 1934 zu einer Präsidenten Flottenschau geladen. Er selber befand sich dabei an Bord des Schweren Kreuzers USS INDIANAPOLIS, der vor Ambrose Light vor Anker lag. Anschließend ankerten die Schiffe vom 31. Mai bis zum 18. Juni in einer Linie im Hudson River von Midtown Manhattan bis nach Norden vor Yonkers. An der Flottenschau waren die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS TEXAS ( BB-35 ) und USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Flugzeugträger USS LANGLEY ( CV-1 ), USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS, USS CHICAGO, USS CHESTER ( CA-27 ), USS HOUSTON ( CA-30 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS NORTHAMPTON ( CA-26 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT, USS RALEIGH, USS CINCINNATI ( CL-6 ), USS CONCORD ( CL-10 ), USS MARBLEHEAD ( CL-12 ), USS MEMPHIS ( CL-13 ), USS MILWAUKEE ( CL-5 ) und USS OMAHA ( CL-4 ), die Zerstörer USS HOVEY, USS LONG, USS ELLIOT, USS TRACY, USS MACLEISH, USS McCORMICK, USS TRUXTUN, USS SIMPSON, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DORSEY, USS FOX, USS GREER, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LITCHFIELD, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS ROPER, USS SANDS, USS SOUTHARD, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS YARNALL, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS BAINBRIDGE ( DD-246 ), USS BARRY ( DD-248 ), USS UPSHUR ( DD-144 ), USS DECATUR ( DD-187 ), USS DENT ( DD-116 ), USS DICKERSON ( DD-157 ), USS FAIRFAX ( DD-93 ), USS CHILDS ( DD-241 ), USS HERBERT ( DD-160 ), USS HULBERT ( DD-342 ), USS HUMPHREYS ( DD-236 ), USS LEARY ( DD-158 ), USS HOPKINS ( DD-249 ), USS McFARLAND ( DD-237 ), USS NOA ( DD-343 ), USS OVERTON ( DD-239 ), USS SCHENCK ( DD-159 ), USS REUBEN JAMES ( DD-245 ), USS WILLIAMSON ( DD-244 ), USS GILMER ( DD-233 ), USS GOFF ( DD-247 ), USS STURTEVANT ( DD-240 ) und USS ZANE ( DD-337 ), die Zerstörer Tender USS MELVILLE und USS WHITNEY ( AD-4 ), die Flottenöltanker USS CUYAMA ( AO-3 ), USS NECHES ( AO-5 ) und USS SALINAS ( AO-19 ), die Reparaturschiffe USS MEDUSA und USS VESTAL ( AR-4 ), das Vielseitige Hilfsschiff USS BOGGS ( AG-19 ), die Frachtschiffe USS BRIDGE ( AF-1 ) und USS ARCTIC ( AF-7 ), das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ) und der U-Boot Tender USS ARGONNE ( AS-10 ) beteiligt. Von ausländischen Marinen war der französische Schulkreuzer JEANNE D´ARC anwesend. In der Brooklyn Navy Yard lag zur Notfallversorgung der Flottenöltanker USS BRAZOS ( AO-4 ) und das Unklassifizierte Schiff USS SEATTLE ( IX-39 ). Die folgenden Schiffe der US Küstenwache waren in New York stationiert und haben möglicherweise  Überwachungs-  oder andere Regelungen während der Flottenschau übernommen. Die Patrouillenboote USCGC ARGO ( WPC-100 ), USCGC AURORA ( WPC-103 ), USCGC CALYPSO ( WPC-104 ), USCGC DAPHNE ( WPC-106 ), USCGC GALATEA ( WPC-108 ), USCGC HERMES ( WPC-109 ), USCGC ICARUS ( WPC-110 ), USCGC PERSEUS ( WPC-114 ) und USCGC THETIS ( WPC-115 ), die Patrouillenboote USCGC CHAMPLAIN ( 1929 ), USCGC MANHATTAN ( CG-30 ), USCGC PATROL ( 1917 ), USCGC SEBAGO ( 1930 ), USCGC TAMPA ( 1921 ) und USCGC WISSAHICKON ( CG-12 ) und die Hafenschlepper USCGC CALUMET ( 1894 ), USCGC GUTHRIE ( 1895 ), USCGC HUDSON ( 1893 ), USCGC LEOPARD ( 1920 ), USCGC LIGHTNING, USCGC RARITAN ( 1905 ). Auf der Rückfahrt in den Pazifik besuchte die USS HOVEY mehrere Häfen entlang der US Ostküste und beteiligte sich an Flottenübungen vor den Küsten New Englands und Floridas. Ab September beteiligte sich der Zerstörer in der Karibik an einem weiteren Manöver Anschließend durchquerte das Kriegsschiff wieder den Panamakanal und erreichte am 9. November San Diego. Bis 1935 gehörte die USS HOVEY noch der rotierenden Reserve an und war in die Zerstörer Division 18 ( Des Div 18 ) integriert. In dieser Des Div 18 befanden sich außerdem noch die USS SOUTHARD, das Flaggschiff, USS CHANDLER und USS LONG. Für den Zerstörer folgte eine Zeit der Überholung in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Anschließend nahm das Kriegsschiff an Operationen entlang der US Westküste und Alaskas teil. Dabei besuchte es unter anderem auch Portland, Oregon und lag vor dem Taku Glacier, der östlich von Juneau, Alaska in den Boundary Ranges liegt. Es folgten zusätzliche Übungen und Flottenmanöver in der Panamakanalzone und in den Gewässern Hawaiis. Dort befand sich die USS HOVEY am 16. Mai 1937. Wenige Monate später befanden sich George Thomas Sullivan ( 14. Dezember 1914 in Waterloo, Black Hawk County, Iowa – 13. November 1942 an Bord des Leichten Kreuzers USS JUNEAU ( CL-52 ) während der Seeschlacht vor Guadalcanal ) und Francis Henry Sullivan ( 18. Februar 1916 in Waterloo, Black Hawk County, Iowa – 13. November 1942 an Bord des Leichten Kreuzers USS JUNEAU ( CL-52 ) während der Seeschlacht vor Guadalcanal ), die zwei ältesten Brüder der „Fünf Sullivan Brüder“, an Bord der USS HOVEY. Sie hatten sich am 5. November 1937 freiwillig zum Dienst in der US Navy verpflichtet. US Präsident Franklin Delano Roosevelt setzte eine Flottenparade an, die vom 31. Mai bis zum 18. Juni 1938 in New York andauerte. Dazu wechselte die USS HOVEY, und andere Kriegsschiffe der Pazifikflotte, wieder in den Atlantik. An der Flottenparade beteiligten sich die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA, USS COLORADO, USS MARYLAND, USS MISSISSIPPI, USS NEW MEXIKO, USS NEW YORK, USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE, USS TEXAS und USS WEST VIRGINIA, die Flugzeugträger USS LANGLEY, USS LEXINGTON und USS SARATOGA, die Schweren Kreuzer USS CHESTER, USS CHICAGO, USS HOUSTON, USS INDIANAPOLIS, USS LOUISVILLE, USS NORTHAMPTON, USS PENSACOLA, USS PORTLAND und USS SALT LAKE CITY, die Leichten Kreuzer USS CINNCINATTI, USS CONCORD, USS DETROIT, USS MARBLEHEAD, USS MEMPHIS, USS MILWAUKEE, USS OMAHA und USS RALEIGH, die Zerstörer USS HOVEY, USS LONG, USS ELLIOT, USS McCORMICK, USS MACLEISH, USS BAINBRIDGE, USS BARRY, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DECATUR, USS DENT, USS FAIRFAX, USS FOX, USS GILMER, USS GOFF, USS GRIER, USS HERBERT, USS HULBERT, USS HUMPHREYS, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LEARY  USS LITCHFIELD, USS McFARLAND, USS NOA, USS OVERTON, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS REUBEN JAMES, USS ROPER, USS SANDS, USS SCHENCK, USS SIMPSON, USS SOUTHARD, USS STURTEVANT, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS TRUXTUN, USS UPSHUR, USS DORSEY, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS WILLIAMSON, USS HOPKINS, USS YARNALL, USS ZANE, USS CHILDS und USS DICKERSON, der Zerstörer und Minensucher USS TRACY ( DM-19 ), die Zerstörertender USS MELVILLE und USS WHITNEY, die Flottentanker USS CUYAMA, USS NECHES und USS SALINAS, die Werkstatt- und Reparaturschiffe USS VESTAL und USS MEDUSA, das Vielseitige Hilfsschiff  USS BOGGS, die Vorratsschiffe USS BRIDGE und USS ARCTIC, das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ), der U-Boote Tender USS ARGONNE ( AS-10 ). Von den Internationalen Marinen war der französische Panzerkreuzer JEANNE D ARC anwesend. Die USS HOVEY wechselte nach der Flottenparade wieder in den Pazifik und fuhr nach San Diego. Nach weiteren Übungen entlang der US Westküste, begann man mit den Vorbereitungen für den Umbau in ein Hochgeschwindigkeitsminensuchboot. Am 19. November 1940 klassifizierte man dann die USS HOVEY um und übergab ihr die Kennung DMS-11. Nach dem Abschluss der Umbauarbeiten begann man mit der intensiven Ausbildung der Mannschaft. Dann verließ das Kriegsschiff am 4. Februar 1941 San Diego und fuhr nach Pearl Harbor. Hier gliederte man das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot in die Mine Squadron 2 ein, in der sich USS CHANDLER ( DMS-9 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ) und USS LONG ( DMS-12 ) befanden. Diese Schiffe operierten im Verband in den Hawaiianischen Gewässern. Am 7. Dezember 1941, an dem Tag an dem die Japaner Pearl Harbor angriffen und somit die USA in den Zweiten Weltkrieg mit hineinzogen, befand sich USS HOVEY zusammen mit den Kriegsschiffen aus der Task Force 3, die Vizeadmiral Wilson Brown, Jr. ( 27. April 1882 in Philadelphia, Pennsylvania – 2. Januar 1957 in New Haven, Connecticut ) befehligte, vor dem Johnston Atoll, das sich rund 1.390 km südwestlich der Hawaiianischen Inseln befindet. Die Kriegsschiffe der TF 3 hatten bereits am 5. Dezember Pearl Harbor verlassen. In der TF 3 befand sich zu dieser Zeit der Flugzeugträger USS Lexington ( CV-2 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), USS CHICAGO ( CA-29 ), USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), USS ASTORIA ( CA-34 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Zerstörer USS MAHAN ( DD-364 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS CUSHING ( DD-376 ), USS PERKINS ( DD-377 ), USS SMITH ( DD-378 ) und USS PRESTON ( DD-379 ), die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS HOVEY, USS LONG, USS CHANDLER, USS SOUTHARD, USS ELLIOT ( DMS-4 ), USS LAMBERTON ( DMS-2 ), USS DORSEY ( DMS-1 ), USS BOGGS ( DMS-3 ), USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS ZANE ( DMS-14 ), USS WASMUTH ( DMS-15 ), USS TREVER ( DMS-16 ) und USS PERRY ( DMS-17 ), die Truppentransportschiffe USS HENDERSON ( AP-1 ), USS CHAUMONT ( AP-5 ), USS WILLIAM WARD BURROWS ( AP-6 ), USS HARRIS ( AP-8 ), USS ST MIHIEL ( AP-32 ), USS REPUBLIC ( AP-33 ) und USS U S GRANT ( AP-29 ), sowie das Transportschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Noch am selben Tag, nachdem die Japaner ihren Angriff auf Pearl Harbor beendet hatten, fuhren die Schiffe der TF 3 zur Hawaiianischen Marinebasis zurück und erreichten diese zwei Tage später. Die USS HOVEY befand sich ab dem 7. Dezember zusammen mit der USS CHANDLER bei dem Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS und wirkten als U-Boot Abwehr. Der Kreuzer lag an diesem Tag rund 30 Seemeilen südlich von Oahu, Hawaii und dessen Geschützmannschaften führte Schießübungen durch. Die USS HOVEY begann sofort in den Hawaiianischen Gewässern mit ihren Anti –U-Boot Patrouillenfahrten und eskortierte in diesen Gewässern mehrere Versorgungsschiffe. Das Kriegsschiff behielt diese Aufgaben bis zum 20. Mai 1942 bei. An diesem Tag verließ das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot zusammen mit der USS SOUTHARD Pearl Harbor und eskortierte zwanzig Handels-, Transport- und Versorgungsschiffe bis nach San Francisco. Dort traf der Schiffskonvoi am 31. Mai ein. Man bugsierte das Kriegsschiff an diesem 31. Mai in ein Trockendock auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien und begann mit einer Überholung, die am 10. Juni abgeschlossen war. Es folgten mehrere Übungen entlang der kalifornischen Küste, um die neu an Bord gekommenen Mannschaftsmitglieder an ihren Stationen einzugliedern. Die USS HOVEY und die USS SOUTHARD verließen am 24. Juni die kalifornische Küste und fuhren wieder nach Pearl Harbor. Dort trafen die beiden Kriegsschiffe am 1. Juli ein. Hier blieben sie bis zum 10. Juli liegen und wurden auf den kommenden Einsatz vorbereitet. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot erhielt an diesem Tage den Befehl, den U-Boot Tender USS ARGONNE ( AS-10 ) zusammen mit dem Schwesterschiff USS SOUTHARD nach Canton Island, Phoenixinseln zu eskortieren. Die drei Schiffe erreichten am 16. Juli das Atoll und man begann umgehend mit der Entladung der mitgeführten Fracht und des Stückgutes. Am 17. Juli liefen die drei Schiffe wieder aus und fuhren über Amerikanisch Samoa nach Tongatapu, Tonga. Hier legten sie am 22. Juli an. Noch am selben Tag verließ die USS HOVEY zusammen mit der USS ARGONNE und fuhr über Suva, Fidschi Islands weiter bis nach Noumea, Neukaledonien. In den dortigen Hafen liefen sie am 27. Juli ein. Die USS HOVEY kehrte anschließend sofort wieder um und fuhr zu den Fidschi Inseln zurück, die die am 31. Juli erreichte. Man hatte das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot in die Task Force 62 eingegliedert, die Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Watchtower“ kommandierte. In der TF befanden sich die amerikanischen Schweren Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ), USS VINCENNES ( CA-44 ), USS QUINCY ( CA-39 ) und USS ASTORIA ( CA-34 ), die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ) und HMAS CANBERRA ( D-33 ), der amerikanische Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und der australische Leichte Kreuzer HMAS HOBART ( D-63 ), die amerikanischen Zerstörer USS JARVIS ( DD-393 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS BLUE ( DD-387 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS MONSSEN ( DD-436 ), USS HELM ( DD-388 ), USS SELFRIDGE ( DD-357 ), USS HENLEY ( DD-391 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS HULL ( DD-350 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ) und USS ELLET ( DD-398 ), die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS HOVEY, USS HOPKINS, USS TREVER, USS ZANE und USS SOUTHARD der Zerstörer und Minenleger USS TRACY ( DM-19 ), die Schnellen Truppentransporter USS LITTLE ( APD-4 ), USS McKEAN ( APD-5 ), USS GREGORY ( APD-3 ) und USS CALHOUN ( APD-2 ), die Truppentransporter USS GEORGE F ELLIOT ( AP-13 ) und USS PRESIDENT HAYES ( AP-39 ), die Angriffstruppentransporter USS FULLER ( APA-7 ), USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), USS NEVILLE ( APA-9 ), USS HUNTER LIGGETT ( APA-14 ), USS HEYWOOD ( APA-6 ), USS ZELIN ( APA-3 ), USS McCAWLEY ( APA-4 ), USS BARNETT ( APA-5 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ), USS PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ) und USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), die Angriffsfrachtschiffe USS BELLATRIX ( AKA-3 ), USS FORMALHAUT ( AKA-5 ), USS ATHENA ( AKA-9 ), USS BETELGEUCE ( AKA-11 ) und USS LIBRA ( AKA-12 ) und das Frachtschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Die Truppentransportschiffe hatten insgesamt 20.000 Marines an Bord. Die Schiffe der TF 62 gehörten zu den insgesamt 84 Schiffen, die die Invasion von Guadalcanal, Salomonen durchführen sollten. Am 22. Juli hatten fast alle Schiffe der TF im Hafen von Wellington abgelegt und fuhren zuerst zu den Fidschi Inseln. Hier wurden vom 28. bis zum 30. Juli die Anlandungen auf Guadalcanal geprobt. Auf der Fahrt dann zu den Salomonen verschlechterte sich immer mehr das Wetter. Es begann zu regnen und schwerer Nebel strich über das Wasser. Japanische Suchflugzeuge konnten bei solch einem Wetter nicht aufsteigen. In der Morgendämmerung des 7. August erreichten die Schiffe der TF 62 ihr Einsatzgebiet. Um 6:50 Uhr begann die erste amphibische Landeoperation der Alliierten im Pazifik während des Zweiten Weltkrieges. Damit war die Kampagne des Inselhoppings geboren. Schon vor dieser Landeoperation waren durch die Trägerflugzeuge der Task Force 61 und die Flugzeuge der Task Force 63 mehrere Luftangriffe auf die japanischen Verteidiger geflogen worden. Auch die Kreuzer ließen zuvor ihre Granaten auf japanische Stellungen niedergehen. Die USS HOVEY nahm an der hart umkämpften Kampagne gegen die japanischen Aggressoren auf Guadalcanal teil. Dabei übernahm das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot die unscheinbaren, aber lebensnotwendigen Aufgaben der Eskorte von Frachtschiffen und der Abwehr von feindlichen U-Booten. Kurz vor 8:00 Uhr nahm das Kriegsschiff seine vorgegebene Bombardierstation ein und beteiligte sich mit seinen Schiffsgeschützen östlich von Gavutu bei der Deckung der Landeoperation. Japanische Küstenbatterien erwiderten das Feuer und verrieten so ihre Stellungen. Durch gezieltes und schnelles Feuern der Granaten, konnten diese feindlichen Küstenbatterien durch die Geschützmannschaften der USS HOVEY und anderer Kriegsschiffe eliminiert und zum Schweigen gebracht werden. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot schloss sich seinen Schwesterschiffen an und begann mit der Suchaktion von Seeminen zwischen Gavutu und den Bungana Inseln. Am Morgen des 8. August fuhr das Kriegsschiff in den Lengo Channel ein. Hier begann ein Angriff einer japanischen Torpedobomberstaffel. Durch das zielgenau einsetzende Flugabwehrfeuer waren die feindlichen Piloten gezwungen ihre Torpedos vorzeitig, und damit in zu großer Reichweite, abzuwerfen, wodurch der Luftangriff nahezu wirkungslos wurde. Die USS HOVEY setzte in den folgenden Tagen ihre vorgegebenen Operationen rund um Guadalcanal fort und verließ diese Gewässer dann am 13. September, um nach Noumea zu fahren. Hier warteten Versorgungsschiffe, die nach Guadalcanal eskortiert werden mussten. Von dort aus ging die Fahrt nach amerikanisch Samoa weiter, bevor das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot mit Soldaten einer Aufklärungsgruppe des US Marine Corps an Bord, zur Insel Ndeni, Santa Cruz Islands, Ostsalomonen fuhr. Von dort aus kehrte das Kriegsschiff nach Noumea zurück. Am 10. Oktober stach die USS HOVEY zusammen mit dem Schwesterschiff USS SOUTHARD von dort aus wieder in See. Die USS HOVEY hatte dabei zwei US Schnellboote im Schlepptau, die insgesamt 127 Fässer Flugbenzin geladen hatten. Beide Hochgeschwindigkeitsminensuchboote übernahmen außerdem auf der Fahrt nach Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen ab Espiritu Santo, Neue Hebriden, die Eskorte über die US Schnellboote USS PT-38, USS PT-46, USS PT-48 und USS PT-60. Diese vier US Schnellboote blieben mit der USS SOUTHARD rund 300 Seemeilen südlich von Tulagi zurück. Am Abend des 12. Oktober legte die USS HOVEY zusammen mit den beiden US Schnellbooten im Port Purvis an. Ab dem 12. November begann das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot mit dem Pendelverkehr zwischen Espiritu Santo, Tulagi und Guadalcanal und eskortierte die jeweils dort benötigten Versorgungsschiffe. Die erste Konvoifahrt endete am 18. November in Port Purvis. Bis zum 20. März wurde so die Sicherung der Versorgung auf Guadalcanal sichergestellt. An diesem Tag im März verließ die USS HOVEY Noumea und fuhr Ostwärts. Das Kriegsschiff hatte den beschädigten Schnellen Truppentransporter USS STRINGHAM ( APD-6 ) im Schlepptau. Gleichzeitig war auch der Hochseeschlepper USS SONOMA ( AT-12 ), der den Zerstörer USS AULICK ( DD-569 ) im Schlepptau hatte, mit auf dem Weg an die kalifornische Küste. Die Eskorte für die vier Schiffe übernahm die USS SOUTHARD. Mit den Zwischenstationen bei den Fidschi Inseln, der amerikanischen Militärbasis Pago Pago, Amerikanisch Samoa und Pearl Harbor, erreichten die Kriegsschiffe am 19. April 1943 San Francisco. In der Mare Island Naval Shipyard begannen an der USS HOVEY umgehend Überholungsarbeiten, die ab dem 26. Mai abgeschlossen waren. Es erfolgten einige Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. Anfang Juli verließ das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot die Werft und eskortierte einen Schiffskonvoi bis nach Espiritu Santo. Die Insel der Neuen Hebriden wurde am 10. August erreicht. Von hier aus nahm das Kriegsschiff wieder seine Patrouillen- und Eskortieraufgaben wahr und begleitete Schiffskonvois bis nach Port Purvis und zurück. Zwischen den einzelnen Fahrten lag das Kriegsschiff vom 18. bis zum 28. August, vom 7. bis zum 16. September und vom 6. bis zum 7. Oktober im Hafen von Espiritu Santo. In Tulagi war die USS HOVEY am 26. Oktober und ab dem 28. Oktober festgemacht. Man bunkerte man frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Das Kriegsschiff integrierte man in die Task Force 31, die Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 – 21. Februar 1946 ) während der Operation „Shoestring II“ befehligte. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS WALLER ( DD-466 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS CONWAY ( DD-507 ) und die USS EATON ( DD-510 ), den Hochgeschwindigkeitsminensuchbooten USS HOVEY, USS HOPKINS, USS TREVER, USS SOUTHARD und USS DORSEY, die Zerstörer und Minensucher USS GAMBLE ( DM-15 ), USS BREESE ( DM-18 ) und USS SICARD ( DM-21 ). Ein Teil der Zerstörer und Hochgeschwindigkeitsminensuchboote von der TF 31 operierte schon vor Cape Torokina in der Kaiserin Augusta Bay, Bougainville, Nördliche Salomonen, der andere Teil, unter ihnen die USS HOVEY, verließ am 30. Oktober Port Purvis und sicherte die Truppentransporter USS GEORGE CLYMER ( APA-27 ), USS HUNTER LIGGITT ( APA-14 ), USS FULLER ( APA-7 ), USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), USS PRESIDENT HAYES ( APA-20 ), PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ) und USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), welche die 3. Marine Division samt Ausrüstung transportierten und die amphibischen Angriffsfrachtschiffe USS LIBRA ( AKA-12 ), USS TITANIA ( AKA-13 ), USS ALHENA ( AKA-9 ) und USS ALCHIBA ( AKA-6 ) die weitere Ausrüstung und Truppen mit sich führten. Die USS HOVEY erreichte das Cape Torokina am 1. November und  begann hier mit Patrouillen- und Minensuchoperationen. Das Kriegsschiff beteiligte sich am Beschuss der Anlandungszone und überwachte anschließend die Gewässer in der Kaiserin Augusta Bay zur Sicherung der Truppentransporter während der Landeoperation, patrouillierte zwischen den anderen östlichen Inseln der Salomonen und eskortierte bis nach Tulagi Schiffskonvois. Zur eigenen Versorgung lag das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot vom 15. zum 16. November und am 21. November in Port Purvis, sowie am 29. November und vom 1. bis zum 12. Dezember im Hafen von Espiritu Santo. Dann fuhr die USS HOVEY zum Cape Sudest, New Guinea. Gleich nachdem das Kriegsschiff dort am 27. Februar 1944 eingetroffen war, gliederte man es in die Task Force 76, die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 in San Rafael, Kalifornien – 4. Juli 1967 in Bethesda, Maryland ) während der Operation „Brewer“ befehligte. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS AMMEN ( DD-527 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS SMITH ( DD-378 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS THORN ( DD-647 ), USS NICHOLSON ( DD-442 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) USS REID ( DD-369 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS SWANSON ( DD-443 ) und USS WILKES ( DD-441 ), die Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS SANDS ( APD-13 ) mit 1.026 Soldaten des 5. Kavallerieregiments und deren technischer Ausrüstung und die beiden Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS HOVEY und USS LONG. Noch in der Nacht zum 28. Februar begann ein wichtiger taktischer Drill zur Vorbereitung auf den Angriff der Admiralitätsinseln vor diesem Cape. Gleich nach Abschluss der Übung fuhren die Schiffe zur Halbinsel Los Negros, Admiralitätsinseln weiter. Am 29. Februar landeten sie im Hayne Hafen auf Los Negros die Soldaten des 5. Kavallerieregiments, welche einen Brückenkopf bildeten. Die USS HOVEY suchte in der Anlandungszone nach Seeminen und sicherte anschließend die Schnellen Truppentransporter. Nach dem gelingen der Operation begann am 7. März der Angriff auf den Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Nach dem Ende der Kämpfe eskortierte das Hochgeschwindigkeits-minensuchboot die Schnellen Truppentransporter bis nach Port Purvis. Die USS HOVEY nahm für wenige Tage wieder ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln der Salomonen wieder auf. Am 5. April legte es dann in Tulagi wieder ab und eskortierte das Docklandungsschiff USS LINDENWALD ( LSD-6 ) bis zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Am 11. April erreichte das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot den Hafen von Espiritu Santo. Hier lag der Geleitflugzeugträger USS PETROF BAY ( CVE-80 ). Man bildete die Task Undergroup 34.9.3, worin sich der Geleitflugzeugträger und die USS HOVEY befanden. Am 20. April verließen sie Espiritu Santo und fuhren zum Seeadler Harbour, Manus Island, wo sie am 25. April anlegten. Von der USS PETROF BAY wurden acht mitgeführte Flugzeuge abgegeben. Anschließend legten die beiden Schiffe wieder ab und trafen am 29. April auf die Flugzeugträger aus der Task Force 58. An diese Träger wurden alle anderen Ersatzflugzeuge übergeben, die für den ersten Angriff auf das Atoll Truk, Karolinen benötigt wurden. Nach der Übergabe fuhren beide Schiffe zum Atoll Majuro. Hier blieb die USS PETROF BAY. Die USS HOVEY fuhr weiter. Nach einem Zwischenstopp in Pearl Harbor, erreichte das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot am 30. Mai San Diego. Am folgenden Tag wechselte es in die Mare Island Naval Shipyard, wo eine Überholung an dem Kriegsschiff erfolgte. Nach Abschluss der Arbeiten verließ das Kriegsschiff am 29. Juli wieder die kalifornische Küste und fuhr nach Pearl Harbor. Ziel des Hochgeschwindigkeitsminensuchboot war anschließend Port Purvis. Noch am selben Tag, an dem das Kriegsschiff dort eingetroffen war, begann man mit Anti – U- Boot Übungen. Am 27. August lag die USS HOVEY im Hafen auf der Halbinsel Tulagi. Hier gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 32.5 ein, der Palau Bombardement & Fire Support Group, die von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „Stalemate II“ befehligt wurde. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS IDAHO ( BB-42 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ) und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), die Leichten Kreuzer USS HONOLULU ( CL-48 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ), USS DENVER ( CL-58 ) und USS COLUMBIA ( CL-56 ), die Zerstörer USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS ROSS ( DD-563 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS HUDSON ( DD-475 ) und USS HALFORD ( DD-480 ), die Schnellen Truppentransporter USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS RATHBURNE ( APD-25 ), USS CLEMSON ( APD-31 ), USS NOA ( APD-24 ) und USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ), die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS HOVEY, USS LONG, USS PERRY, USS SOUTHARD, die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE ( DM-20 ) und USS MONTGOMERY ( DM-17 ) und der Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ). Die Schiffe der TG 32.5 legten am 6. September in Port Purvis ab und fuhren zu den Palau Inseln. Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See.  Zwei Tage später beginnt das Bombardement auf die Insel Peleliu. Die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote sind währenddessen vor der Anlandungszone vor Peleliu und Angaur sowie in der Kossol Passage im Einsatz und räumen Seeminen. Unmittelbar nach Abschluss dieser Operation nahm das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot, im Gebiet der Transportschiffe vor der Insel Peleliu, die Suche nach feindlichen U-Booten auf. Die USS HOVEY patrouillierte bis zum 4. Oktober zwischen den Palau Inseln. Dann fuhr das Kriegsschiff zum Seeadler Harbour. Hier im Hafen integrierte man die USS HOVEY in die Task Group 77.5, die Minesweeping Group, die Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) während der Operation „King II“ unterstellt war. In dieser TG befanden sich außerdem noch die Hochgeschwindigkeits-minensuchboote USS CHANDLER, USS LONG, USS HAMILTON, USS PALMER und USS HOWARD sowie die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE und USS BREESE. Hier im Seeadler Harbour bereiteten sich die Kriegsschiffe der 7. US Flotte auf die Invasion von der philippinischen Insel Leyte vor. Am 10. Oktober verließen die Kriegsschiffe der TG 77.5 Manus Island und fuhren am 17. Oktober in den Golf von Leyte ein. Als Vorreiter für die kommende Invasion begannen diese Kriegsschiffe mit der Räumung der Seeminen vor den Dinagat- und Hibuson Inseln sowie im Zufahrtskanal Dulag – Tacloban. Nachdem die USS HOVEY die Surigao Straße durchquert hatte, patrouillierte das Kriegsschiff im Golf von Leyte und setzte zum Schutz der Invasionsflotte Nebelschutzwände. Am 25. Oktober verließ das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot die philippinischen Gewässer und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen einen Schiffskonvoi bis zum Seeadler Harbour. Anfang November wurde der natürliche Hafen erreicht und das Kriegsschiff blieb hier bis zum 23. Dezember, damit an dem Hochgeschwindigkeits-minensuchboot mehrere Reparaturen vorgenommen und die Mannschaft während mehrere Übungen auf die kommenden Kämpfe vorbereitet werden konnte. An diesem 23. Dezember legte das Kriegsschiff zusammen mit der USS LONG im Seeadler Harbour ab und fuhr zur San Pedro Bay, Leyte. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Group 77.6, die Minensuch- und Hydrographik Group während der Operation „Mike I“. In dieser befanden sich insgesamt 72 Schiffe. Unter anderem waren dabei, der Zerstörer USS BENNION ( DD-662 ), der Zerstörer und Minenleger USS BREESE, die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS HOVEY, USS LONG, USS DORSEY, USS HOPKINS, USS CHANDLER, USS SOUTHARD, USS PALMER, USS HAMILTON, USS HOGAN und USS HOWARD, der Schnelle Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), die australische Patrouillenfregatte HMAS GASCOYNE ( K354 ), das große Infanterielandungsfahrzeug USS LCI (G)-70, der Kleine Wasserflugzeugtender USS ORCA ( AVP-49 ) und der Hochseeflottenschlepper USS APACHE ( ATF-67 ). Am 30. Dezember erreichten diese Schiffe die San Pedro Bay und es begann eine allgemeine Vorbereitungszeit. Am 2. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die San Pedro Bay, mit dem Ziel den Golf von Lingayen vor der philippinischen Insel Luzon. Auf dem Weg dorthin befanden sich ständig japanische Aufklärungsflugzeuge in der Luft. Es entwickelten sich aber keine Luftangriffe. Einen Tag später befanden sich die Schiffe westlich von Panay Island, zusammen mit den Kriegsschiffen der TG 77.2 und 77.9. Am 5. Januar fuhren die Schiffe der TG 77.6 durch die Mindoro Straße in die Südchinesische See ein und wurden sofort von japanischen Kamikazepiloten attackiert. Dabei wurde unter anderem das große Infanterielandungsfahrzeug USS LCI (G)-70, der Kleine Wasserflugzeugtender USS ORCA und der Hochseeflottenschlepper USS APACHE beschädigt. Auch am 6. Januar erfolgten Angriffe der Kamikazepiloten auf die Schiffe der TG, die den Golf von Lingayen erreicht hatten. Kurz nach Mittag steuerten zwei japanische Mitsubishi A6M Zeros auf die USS LONG zu. Der Kommandant des Hochgeschwindigkeitsminensuchbootes ließ es auf eine Geschwindigkeit von 25 Knoten bringen. Dann eröffneten die Kanoniere das Feuer auf die feindlichen Flugzeuge. Eines der beiden Angreifer konnte vernichtet werden, das zweite Flugzeug wurde aber von dessen Piloten erfolgreich zum Absturz gebracht. Es schlug in der Backbordseite unterhalb der Brücke ein, ungefähr einen Meter über der Wasseroberfläche. Durch die Mittschiff ausbrechenden Feuer und Explosionen verlor das Kriegsschiff an Geschwindigkeit. Auch die interne Kommunikation war gestört, so dass die Koordination der Brandbekämpfung nicht gegeben war. Lieutenant Stanley David Caplan, Kommandant des Kriegsschiffes befürchtete nun eine Explosion im Munitionsmagazin im Bug des Schiffes. Die Mannschaftsmitglieder des Kriegsschiffes wurden von ihm angewiesen das Schiff zu verlassen. Die Mannschaft der USS HOVEY begann mit der Rettungsaktion. Alle 149 Besatzungsmitglieder konnten Lebend aus dem Wasser geborgen werden. In dieser einen Stunde der Rettungsaktion, konnten die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes nicht auf die Angreifer feuern. Nachdem sich dann die Dunkelheit herabgesenkt hatte, verschwanden auch gleich die übrig gebliebenen Kamikazepiloten und kehrten zu ihrem Stützpunkt zurück. Um 4:25 Uhr des 7. Januar konnten auf dem Radarschirm des Hochgeschwindigkeitsminensuchbootes mehrere japanische Flugzeuge ausgemacht werden. Um 4:50 Uhr befand sich ein Kamikazepilot nur wenige Meter über dem Wasser und raste auf die Steuerbordseite der USS HOVEY zu. Ein anderes feindliches Flugzeug wurde von der USS CHANDLER in Brand geschossen. Dieses Flugzeug überquerte sehr tief die USS HOVEY und zerschellte auf dem Wasser. Da ließ eine Explosion das Kriegsschiff erzittern. Dieses Japanische Flugzeug hatte seinen mitgeführten Torpedo abgeworfen, welcher in den hinteren Maschinenraum eindrang und explodierte. Der Stromgenerator fiel sofort aus. Daher gab es keinen Strom für Pumpen und Kommunikation. Das Heck senkte sich immer tiefer ins Wasser, bis sich der Bug in einem Winkel von 40 Grad aus dem Wasser erhob. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot brach dadurch in der Mitte auseinander. Zwei Minuten später hatte der Bug schon 90 Grad erreicht und versank sehr schnell in den Fluten. Insgesamt 48 Besatzungsmitglieder der USS LONG und des Schnellen Truppentransporters USS BROOKS verloren während des Schiffsuntergangs ihr Leben. Die Überlebenden dieser beiden gesunkenen Kriegsschiffe und der USS HOVEY, insgesamt 229 Offiziere und Mannschaften wurden von der USS CHANDLER geborgen und später an das Schlachtschiff USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ) übergeben.   

Den Namen USS HOVEY ( DMS-11 ) strich man am 23. Februar 1945 von der US Navy – Liste.


USS HOVEY ( DD-208 )
Commanding Officer

 CDR Stephen Booth McKinney    2. Oktober 1919 – 18. März 1920
LCDR Joseph Mason Deem    18. März 1920 – 1. August 1920
LCDR Hugh Pope Le Clair    1. August 1920 – 17. Dezember 1922
LT Joseph Howard Chadwick    17. Dezember 1922 – 1. Februar 1923
Außerdienststellung    1. Februar 1923 – 20. Februar 1930
CDR Stuart Osmond Greig    20. Februar 1930 – 13. Juni 1931
LCDR Alfred Purl Haken Tawresey    13. Juni 1931 – 25. März 1933
CDR Elmer Lee Woodside    25. März 1933 – 1. Juni 1934
LCDR Elmer Ellsworth DuVall, Jr.    1. Juni 1934 – 8. Juni 1936 (später RADM)
LCDR Lionel Lewis Rowe    8. Juni 1936 – 21. April 1938
LCDR Thomas Buchanan Dugan    21. April 1938 – 18. April 1939
LCDR Rufus Edwards Rose    18. April 1939 – 15. Januar 1940 (später VADM)
LCDR John Edwards Florance    15. Januar 1940 – 16. Dezember 1941 (später RADM)
LCDR Wilton Stewart Heald    16. Dezember 1941 – 21. September 1942
LCDR Edwin Anderson McDonald    21. September 1942 – 24. Januar 1944
LCDR Asa Allan Clark, III    24. Januar 1944 – 22. Dezember 1944
LT Ben Node Cole    22. Dezember 1944 – 7. Januar 1945

USS CHANDLER ( DD-206 )

USS CHANDLER ( DD-206 )

Biografie

William Eaton Chandler
* 28. Dezember 1835 in Concord, Merrimack County, New Hampshire
† 30. November 1917 in Concord, Merrimack County, New Hampshire
war ein Anwalt, diente als Senator für New Hampshire und Marineminister

William Eaton Chandler wat der Sohn von Nathan S. Chandler ( 1800 in Concord, New Hampshire – 1862 in Concord, New Hampshire und Mary Ann Tucker Chandler ( 1801 – 1883 ). Er war der Bruder von John Kent Chandler ( 1831 in Boston, Massachusetts – ? ), der ein erfolgreicher Ostindienkaufmann war und George Henry Chandler ( 1839 in Concord, New Hampshire – ? ), der ein Anwalt war und während des amerikanischen Bürgerkrieges als Major diente. William Eaton Chandler besuchte die allgemeinen Schulen, die Thetford Academy und die Pembroke Academy, bevor er die Harvard Law School besuchte. Hier begann er einen romantischen Briefwechsel mit der zwölfjährigen Lucy Lambert Hale ( 1. Januar 1841 in Dover, Strafford County, New Hampshire – 15. Oktober 1915 ), der Tochter des New Hampshire Senators John Parker Hale 31. März 1806 in Rochester, Strafford County, New Hampshire – 19. November 1873 in Dover, Strafford County, New Hampshire ). William schloss 1854 sein Studium ab und im folgenden Jahr wurde er als Rechtsanwalt zugelassen. Er eröffnete in Concord seine Kanzlei. Am 29. Juni 1859 heiratete William in Concord Ann Caroline Gilmore ( 1836 in Boston, Massachusetts – 20. März 1871 in Washington DC ), die Tochter von Gouverneur Joseph Albree Gilmore ( 11. Juni 1811 in Weston, Windsor County, Vermont – 7. April 1867 in Concord, Merrimack County, New Hampshire ). Beide hatten sie drei Kinder, Joseph Gilmore Chandler ( 23. April 1860 in Concord, Merrimack County, New Hampshire – 14. April 1932 in Concord, Merrimack County, New Hampshire), William Dwight Chandler, Sr. ( 3. Februar 1863 in Concord, Merrimack County, New Hampshire – 5. November 1926 in Concord, Merrimack County, New Hampshire ) und Lloyd Horwitz Chandler ( 17. August 1869 in Washington DC – 17. Januar 1947 in Maryland ), der in der US Navy diente und dort den Rang eines Rear Admiral erreichte. Dessen Sohn, Theodore Edson Chandler ( 26. Dezember 1894 in Annapolis, Maryland – 7. Januar 1945 auf dem Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ) während eines Kamikazeangriffs ) erreichte ebenfalls den Rang eines Rear Admirals und dem zu Ehren der Zerstörer USS THEODORE E CHANDLER ( DD-717 ) und der Lenkwaffenzerstörer USS CHANDLER ( DDG-996 ) benannt worden ist. Im Jahr 1859 ernannte man William Eaton Chandler zum Reporter, um über die Beschlüsse des Obersten Gerichtshofs von New Hampshire zu berichten. Anschließend diente er von 1862 bis 1864 im Repräsentantenhaus von New Hampshire und war die beiden letzten Jahre deren Sprecher. Anfang 1865 wurde Chandler von US Präsident Abraham Lincoln ( 12. Februar 1809 in Sinking Spring Farm, Kentucky – 15. April 1865 in Washington DC ) zum Anwalt und Generalanwalt im US Navy Department. Dann ernannte man ihn zum Ersten stellvertretenden Finanzminister unter Hugh McCulloch ( 7. Dezember 1808 in Kennebunk, Maine – 24. Mai 1895 im Prince George´s County, Maryland ), bis er 1867 zurücktrat. William Eaton Chandler kehrte daraufhin nach New Hampshire zurück und wurde in den 1870er und 1880er Jahren Zeitungsverleger und Herausgeber. Um diese Entscheidung noch zu beschleunigen, verstarb am 20. März 1871 seine Frau Ann Caroline in Washington DC. 1874 nahm er seine Romanze mit Lucy Hale wieder auf, die Anfang 1865 heimlich mit John Wilkes Booth ( 10. Mai 1838 in Bel Air, Maryland – 26. April 1865 in Port Royal, Virginia ), dem Mörder von Präsident Abraham Lincoln, verlobt worden war. Noch im Jahr 1874 heiratete Chandler seine Jugendliebe Lucy Lambert Hale. Beide hatten sie einen Sohn, John Parker Hale Chandler, Sr. ( 22. März 1885 in Washington DC – 15. Dezember 1940 im Los Angeles County, Kalifornien ). Während der nun neubeginnenden politischen Laufbahn von William Eaton Chandler, wählte man ihn 1876 zum Mitglied des Staatskonvents und 1881 zum Mitglied des Repräsentantenhaus in New Hampshire. US Präsident Chester Alan Arthur ( 5. Oktober 1829 in Fairfield, Vermont – 18. November 1886 in New York City ) ernannte Chandler am 16. April 1882 zum Marineminister, nachdem der bis dahin amtierende Marineminister William Henry Hunt ( 12. Juni 1823 in Charleston, South Carolina – 27. Februar 1884 in Sankt Petersburg, Russisches Reich ) zum Außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten amerikanischen Botschafter im Russischen Reiches ernannt worden war. Im Jahre 1881 war Lieutenant Adolphus Washington Greely ( 27. März 1844 in Newpuryport, Massachusetts – 20. Oktober 1935 in Washington DC ), von der Fünften Kavallerie der USA, mit einer amerikanischen Expedition zur Lady Franklin Bay unterwegs. Dort sollten im Rahmen des Ersten Internationalen Polarjahres eine meteorologische Beobachtungsstation aufgebaut werden, um astronomische und magnetische Daten zu sammeln. Von der 25–köpfigen Expeditionsmannschaft erreichten die zwei Besatzungsmitglieder, Lieutenant James Booth Lockwood ( 9. Oktober 1852 in Annapolis, Maryland – 9. April 1884 vor Cape Sabine, einem Landepunkt auf Pim Island, im Smith Sound, Qikiqtaaluk Region, Nunavut, Kanada ) und Sergeant David Legge Brainard ( 21. Dezember 1856 in Norway, New York – 22. März 1946 ), einen neuen Rekord und erreichten den bis dahin nördlichsten Punkt, den ein Mensch jemals in der Arktis betreten hat. Außerdem sollte die Expedition auf der Suche nach Hinweisen auf die zwei Jahre zuvor in der Arktis verloren gegangene USS JEANNETTE sein. Die zum vereinbarten Versorgungspunkt auf Ellesmere Island entsandten Versorgungsschiffe für die Expeditionsteilnehmer trafen 1882 und 1883 nicht ein. Daher entschloss sich Marineminister William Eaton Chandler Ende 1883 eine Rettungsexpedition unter dem Kommando von Commander Winfield Scott Schley ( 9. Oktober 1839 in der Nähe von Frederick, Maryland – 2. Oktober 1911 in New York City ) zu entsenden. Insgesamt vier Schiffe, die Dampfsegelschiffe USS BEAR und USS THETIS sowie die britische Schaluppe HMS ALERT ( 1856 ) und der Walfänger LOCH GARRY aus Glasgow, Schottland trafen am 22. Juni 1884 auf das Lager der Lady Franklin Bay Expedition bei Cape Sabine, einem Landepunkt auf Pim Island, im Smith Sound, Qikiqtaaluk Region, Nunavut, Kanada auf die noch sieben Überlebenden. Der Rest der Mannschaft war dem Hunger, der Unterkühlung und dem Ertrinken erlegen gewesen, bis auf Privat Henry, der auf Befehl von Greely wegen mehrfachen Lebensmitteldiebstahls erschossen worden war. Die Überlebenden waren Privat Francis Long, Privat Maurice Connell, Privat Steward Henry Bierderbick, Sergeant Julius R. Frederick, Sergeant David Legge Brainard und Lieutenant Adolphus Washington Greely. Diese sieben Männer wurden wie Helden in Portsmouth, New Hampshire mit einer Parade empfangen, an der Tausende teilnahmen. Am 4. März 1885 endete die Amtszeit von Chandler als Marineminister. Er zog sich daraufhin nach Concord zurück, blieb aber der Bundespolitik treu. Als Republikaner wählte man ihn 1887 nun in den Senat der Vereinigten Staaten von Amerika, um durch den Tod von Austin Franklin Pike ( 16. oktober 1819 in Hebron, New Hampshire – 8. Oktober 1886 in Franklin, New Hampshire ) und dem Ausschieden dessen Stellvertreters Person Colby Cheney ( 25. Februar 1828 in Holderness, New Hampshire – 19. Juni 1901 in Dover, New Hampshire ) die freigewordene Amtsstelle so schnell wie möglich wieder zu besetzen. Chandler behielt während der Legislaturperiode dieses Amt vom 14. Juni 1887 bis zum 3. März 1889. Anschließend erfolgten neue Wahlen und Chandler konnte sich durchsetzen. Seine zweite Amtszeit im Senat begann am 4. März 1889. 1895 hatte er bei den nächsten Wahlen erneut Erfolg und so übte er im Senat das Amt bis zum 3. März 1901 weiterhin aus. Doch dann setzte sich bei den nächsten Senatswahlen Henry Eben Burnham ( 8. November 1844 in Dunbarton, New Hampshire – 8. Februar 1917 in Manchester, New Hampshire ) durch. In der Zeit, in der William Eaton Chandler im Senat saß, war er während des einundfünfzigsten und zweiundfünfzigsten Kongress der Vorsitzende des Einwanderungsausschusses. Es folgten während des vierundfünfzigsten Kongresses der Vorsitz über den Volkszählausschuss und während des fünfundfünfzigsten und sechsundfünfzigsten Kongresses der Vorsitz über den Ausschuss für Vorrechte und Wahlen. Im Jahr 1892 schlug Chandler ein einjähriges Einreiseverbot vor, um unerwünschte Einwanderer fernzuhalten. Dazu zählten Cholera – träger, Anarchisten, Nihilisten, Polygamisten, Mafia – Mitglieder, Analphabeten, Blinde oder verkrüppelte Personen, Personen ohne eigene Finanzmittel und noch viele weitere. Zu den Lösungen, die Chandler dazu vorschlug, um die Übel, die sich in den letzten Jahren durch die massive Zunahme von entarteten Einwanderern aus Italien, der Türkei, Ungarn, Polen und Russland bemerkbar gemacht haben, zu bekämpfen, gehörte die Hinzufügung einer pädagogischen Anforderung und einer Eigentumsqualifikation für alle Personen oder Familien, die in die Vereinigten Staaten von Amerika auswandern möchten. Die stärksten Gegner dieser Gesetzesvorlage waren die Dampfschifffahrtsunternehmen, die einen Großteil ihres Geschäfts verlieren würden. Eine stark zusammengestrichene Version der Chandler Immigration and Contract Labour Bill wurde am 3. März 1893 gesetzlich verankert. In dem Gesetz stand lediglich, dass von den Dampfschifffahrtsunternehmen, Listen ihrer Passagiere mit den vollständigen Informationen zu erstellen sind. Dieser geschlossene Kompromiss war höchstwahrscheinlich nur für die Dampfschifffahrtsunternehmen erstellt worden, damit diese die Einwanderungsreform zu diesem Zeitpunkt nicht völlig ablehnten. Unter US Präsident William McKinley, Jr. ( 29. Januar 1843 in Niles, Ohio – 14. September 1901 in Buffalo, New York ) wurde Chandler in die spanische Kommission für Vertragsansprüche berufen. Er war von Anfang an der Vorsitzende dieser Kommission und behielt diese Aufgabe bis 1907 bei, als ihre Arbeit fast abgeschlossen war. William Eaton Chandler legte 1907 alle seine öffentlichen Ämter nieder und nahm als Anwalt in Concord und Washington DC seine Tätigkeiten wieder auf. Er fungierte ab diesem Jahre als leitender Anwalt während des Next Friend´s Suit, einer gerichtlichen Anfechtung des Nachlasses von Mary Baker Eddy ( 16. Juli 1821 in Bow bei Concord, New Hampshire – 3. Dezember 1910 in Chestnut Hill bei Boston, Massachusetts ), der Führerin der Christlichen Wissenschaft. Der Prozess machte landesweite Schlagzeilen. Chandler starb am 30. November 1917 in Concord. Seine sterblichen Überreste wurden auf dem Blossom Hill Cemetery in Concord feierlich beigesetzt.


USS CHANDLER ( DD-206 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS CHANDLER ( DD-206 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Marineminister William Eaton Chandler benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunte Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Ship and Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 19.
August 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Agatha Buford Edson Chandler ( 7. Juni 1870 in New York – 7. Mai 1964 in Maryland ), Ehefrau von Rear Admiral Lloyd Horwitz Chandler ( 17. August 1869 in Washington DC – 17. Januar 1947 in Maryland ) und Schwiegertochter von Marineminister William Eaton Chandler, taufte am 19. März 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Francis Cogswell ( 19. August 1887 in Portsmouth, New Hampshire – 22. September 1939 in Bremerton, Washington ) stellte am 5. September 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS CHANDLER, zusammen mit den Schwesterschiffen USS SOUTHARD ( DD-207 ) und USS HOVEY ( DD-208 ), bis an die Küste Floridas und in die Karibik. Man beorderte die Zerstörer vorzeitig nach New York City und gliederte sie in das Zerstörergeschwader 3 innerhalb der Atlantikflotte. Hier stachen die Kriegsschiffe, zusammen mit dem Schwesterschiff USS LONG ( DD-209 ) und drei weiteren Zerstörern, wenige Tage später wieder in See und beteiligten sich an der Eskorte des britischen Schlachtkreuzers HMS RENOWN ( 1916 ). An Bord befand sich Edward, Prinz of Wales ( 23. Juni 1894 in der White Lodge in London – 28. Mai 1972 in Paris ). Anschließend nahmen die Zerstörer ihre Ausbildungsfahrt vor der Küste von Florida wieder auf und verließen diese am 15. November. Die vier Kriegsschiffe fuhren nach Philadelphia, wo eine Überprüfung der Schiffhaut erfolgte. Danach fuhren sie nach Newport, Rhode Island. Hier rüstete man die Kriegsschiffe für ihre erste Kreuzfahrt aus. Man machte am 19. Dezember die Leinen der Zerstörer los. An diesem Tag verließen die Kriegsschiffe Newport und fuhren an die französische Küste. Hier lag die USS CHANDLER am 22. Februar 1920 zusammen mit den Schwesterschiffen USS HOVEY, USS SOUTHARD, USS LONG und USS BORIE ( DD-215 ) im Hafen von Brest, Frankreich als Stationsschiff. Dann verließ die USS CHANDLER Brest und fuhr ins Mittelmeer, um sich dort bei dem United States Naval Detachment, unter dem Oberkommando des US High Commissioner for Turkey, Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17.
April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ), in den türkischen Gewässern zu melden. In diesen Monaten führte der Zerstörer unter anderem eine diplomatische Mission vor der Krim durch und unterstützte das amerikanische Rote Kreuz bei dessen Hilfsarbeit für russische Flüchtlinge. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs war der gesamte Nahe Osten durch die eingetretenen Veränderungen in Aufruhr. Am 16. Juni lag die USS CHANDLER im Hafen von Samsun, Türkei. An diesem Tag erreichte das Schwesterschiff USS WHIPPLE ( DD-217 ) diesen Hafen. Dann setzte man den Zerstörer als Stationsschiff vor der Küste von Venedig ein und übernahm bis zum Januar 1921 Hilfspflichten in der Adria. Noch im Januar verließ der Zerstörer die Küste von Venedig und fuhr südwärts nach Ägypten. Das Kriegsschiff durchquerte den Suezkanal und erreichte am 15. Februar die amerikanische Marinebasis Cavite, Manila Bay, Luzon, Philippinen. Die USS CHANDLER diente nun in der asiatischen Flotte und schützte die amerikanischen Interessen im Fernen Osten. Der Zerstörer verließ am 25. August 1922 die chinesische Küste bei Chefoo und fuhr ostwärts. Ziel war San Francisco, Kalifornien. Am 20. Oktober 1922 lag das Kriegsschiff in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien, wo es an diesem Tag außer Dienst gestellt und in die Reserve versetzt wurde. Commander May Burke de Mott ( 7. Januar 1886 – 30. Januar 1963 ) stellte am 30. März 1930 den unter seinem Kommando stehenden Zerstörer in den Dienst der US Navy. Die USS CHANDLER beteiligte sich schon ab dem folgenden Tag an Operationen entlang der US Westküste, vor den Hawaiianischen Inseln und dem Panamakanal. Im Frühjahr 1934 zog man den Zerstörer für das Flottenmanöver Nummer 15 und die Kriegsschiffe der Pazifikflotte vor der Hawaiianischen Küste zusammen und es wurde die Eroberung eines Stützpunktes geprobt. Anschließend wechselten die Kriegsschiffe an den Panamakanal auf der pazifischen Seite. Hier sollte die Verteidigung des Kanals geprobt werden. Am 23. April 1934 lagen im Hafenbereich vor Balboa die Zerstörer USS CHANDLER, USS SOUTHARD, USS HOVEY, USS LONG, USS ELLIOT( DD-146 ), USS LEA ( DD-118 ), USS GREER ( DD-145 ), USS YARNALL ( DD-143 ), USS TARBELL ( DD-142 ), USS LITCHFIELD ( DD-336 ), USS TRACY ( DD-214 ), USS SIMPSON ( DD-221 ), USS MACLEISH ( DD-220 ), USS McCORMICK ( DD-223 ), USS TRUXTUN ( DD-229 ), USS ROPER ( DD-147 ), USS HALE ( DD-133 ), USS DORSEY ( DD-117 ), USS RATHBURNE ( DD-113 ), USS TALBOT ( DD-114 ), USS WATERS ( DD-115 ), USS DENT ( DD-116 ), USS AARON WARD ( DD-132 ), USS BUCHANAN ( DD-131 ), USS CROWNINSHIELD ( DD-134 ), USS PREBLE ( DD-345 ), USS WILLIAM B. PRESTON ( DD-344 ), USS SANDS ( DD-243 ), USS LAWRENCE ( DD-250 ), USS FOX ( DD-234 ), USS BARNEY ( DD-149 ), USS FARENHOLT ( DD-332 ), USS PERRY ( DD-340 ), USS WASMUTH ( DD-338 ), USS TREVER ( DD-339 ), USS DAHLGREN ( DD-187 ), USS PRUITT ( DD-347 ), USS J. FRED TALBOTT ( DD-156 ) und USS DALLAS ( DD-199 ), die Schwere Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ), der Zerstörertender USS MELVILLE ( AD-2 ) und das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ). Nach dem Manöver auf der pazifischen Seite folgte auf der atlantischen Seite des Panamakanals ein weiteres Manöver. Diesmal sollte ein Angriff auf den Kanal geprobt werden. An diesem Manöver, das am 6. Mai begann, beteiligte sich auch das Luftschiff USS MACON ( ZRS-5 ). Nach Abschluss des Manövers, fuhren fast alle Kriegsschiffe aus der Pazifikflotte nach New York. Hier hatte US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ), als Oberbefehlshaber der US Flotte, für den 31. Mai 1934 zu einer Präsidenten Flottenschau geladen. Er selber befand sich dabei an Bord des Schweren Kreuzers USS INDIANAPOLIS, der vor Ambrose Light vor Anker lag. Anschließend ankerten die Schiffe vom 31. Mai bis zum 18. Juni in einer Linie im Hudson River von Midtown Manhattan bis nach Norden vor Yonkers. An der Flottenschau waren die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS TEXAS ( BB-35 ) und USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Flugzeugträger USS LANGLEY ( CV-1 ), USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS, USS CHICAGO, USS CHESTER ( CA-27 ), USS HOUSTON ( CA-30 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS NORTHAMPTON ( CA-26 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT, USS RALEIGH, USS CINCINNATI ( CL-6 ), USS CONCORD ( CL-10 ), USS MARBLEHEAD ( CL-12 ), USS MEMPHIS ( CL-13 ), USS MILWAUKEE ( CL-5 ) und USS OMAHA ( CL-4 ), die Zerstörer USS CHANDLER, USS SOUTHARD, USS HOVEY, USS LONG, USS ELLIOT, USS TRACY, USS MACLEISH, USS McCORMICK, USS TRUXTUN, USS SIMPSON, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DORSEY, USS FOX, USS GREER, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LITCHFIELD, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS ROPER, USS SANDS, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS YARNALL, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS BAINBRIDGE ( DD-246 ), USS BARRY ( DD-248 ), USS UPSHUR ( DD-144 ), USS DECATUR ( DD-187 ), USS DENT ( DD-116 ), USS DICKERSON ( DD-157 ), USS FAIRFAX ( DD-93 ), USS CHILDS ( DD-241 ), USS HERBERT ( DD-160 ), USS HULBERT ( DD-342 ), USS HUMPHREYS ( DD-236 ), USS LEARY ( DD-158 ), USS HOPKINS ( DD-249 ), USS McFARLAND ( DD-237 ), USS NOA ( DD-343 ), USS OVERTON ( DD-239 ), USS SCHENCK ( DD-159 ), USS REUBEN JAMES ( DD-245 ), USS WILLIAMSON ( DD-244 ), USS GILMER ( DD-233 ), USS GOFF ( DD-247 ), USS STURTEVANT ( DD-240 ) und USS ZANE ( DD-337 ), die Zerstörer Tender USS MELVILLE und USS WHITNEY ( AD-4 ), die Flottenöltanker USS CUYAMA ( AO-3 ), USS NECHES ( AO-5 ) und USS SALINAS ( AO-19 ), die Reparaturschiffe USS MEDUSA und USS VESTAL ( AR-4 ), das Vielseitige Hilfsschiff USS BOGGS ( AG-19 ), die Frachtschiffe USS BRIDGE ( AF-1 ) und USS ARCTIC ( AF-7 ), das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ) und der U-Boot Tender USS ARGONNE ( AS-10 ) beteiligt. Von ausländischen Marinen war der französische Schulkreuzer JEANNE D´ARC anwesend. In der Brooklyn Navy Yard lag zur Notfallversorgung der Flottenöltanker USS BRAZOS ( AO-4 ) und das Unklassifizierte Schiff USS SEATTLE ( IX-39 ). Die folgenden Schiffe der US Küstenwache waren in New York stationiert und haben möglicherweise  Überwachungs-  oder andere Regelungen während der Flottenschau übernommen. Die Patrouillenboote USCGC ARGO ( WPC-100 ), USCGC AURORA ( WPC-103 ), USCGC CALYPSO ( WPC-104 ), USCGC DAPHNE ( WPC-106 ), USCGC GALATEA ( WPC-108 ), USCGC HERMES ( WPC-109 ), USCGC ICARUS ( WPC-110 ), USCGC PERSEUS ( WPC-114 ) und USCGC THETIS ( WPC-115 ), die Patrouillenboote USCGC CHAMPLAIN ( 1929 ), USCGC MANHATTAN ( CG-30 ), USCGC PATROL ( 1917 ), USCGC SEBAGO ( 1930 ), USCGC TAMPA ( 1921 ) und USCGC WISSAHICKON ( CG-12 ) und die Hafenschlepper USCGC CALUMET ( 1894 ), USCGC GUTHRIE ( 1895 ), USCGC HUDSON ( 1893 ), USCGC LEOPARD ( 1920 ), USCGC LIGHTNING, USCGC RARITAN ( 1905 ). Auf der Rückfahrt in den Pazifik besuchte die USS CHANDLER mehrere Häfen entlang der US Ostküste und in der Karibik. Anschließend durchquerte das Kriegsschiff wieder den Panamakanal und legte in San Diego an. Bis 1935 gehörte der Zerstörer noch der rotierenden Reserve an und war in die Zerstörer Division 18 ( Des Div 18 ) integriert. In dieser Des Div 18 befanden sich außerdem noch die USS HOVEY, USS SOUTHARD und USS LONG. Für den Zerstörer folgte eine Zeit der Überholung in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Anschließend nahm das Kriegsschiff an Operationen entlang der US Westküste und Alaskas teil. Dabei besuchte es unter anderem auch Portland, Oregon. Hier nahm es vom 5. bis zum 10. August 1936 an dem Portland Rose Festival teil. Mit anwesend waren unter anderem die Zerstörer USS HOVEY, USS SOUTHARD, USS LONG, USS GOFF, USS REUBEN JAMES, USS AYLWIN ( DD-355 ), das Lazarettschiff USS RELIEF und die Segelfregatte USS EAGLE. Es folgten zusätzliche Übungen und Flottenmanöver in der Panamakanalzone und in den Gewässern Hawaiis. US Präsident Franklin Delano Roosevelt setzte eine Flottenparade an, die vom 31. Mai bis zum 18. Juni 1938 in New York andauerte. Dazu wechselte die USS CHANDLER, und andere Kriegsschiffe der Pazifikflotte, wieder in den Atlantik. An der Flottenparade beteiligten sich die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA, USS COLORADO, USS MARYLAND, USS MISSISSIPPI, USS NEW MEXIKO, USS NEW YORK, USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE, USS TEXAS und USS WEST VIRGINIA, die Flugzeugträger USS LANGLEY, USS LEXINGTON und USS SARATOGA, die Schweren Kreuzer USS CHESTER, USS CHICAGO, USS HOUSTON, USS INDIANAPOLIS, USS LOUISVILLE, USS NORTHAMPTON, USS PENSACOLA, USS PORTLAND und USS SALT LAKE CITY, die Leichten Kreuzer USS CINNCINATTI, USS CONCORD, USS DETROIT, USS MARBLEHEAD, USS MEMPHIS, USS MILWAUKEE, USS OMAHA und USS RALEIGH, die Zerstörer USS CHANDLER, USS SOUTHARD, USS HOVEY, USS LONG, USS ELLIOT, USS McCORMICK, USS MACLEISH, USS BAINBRIDGE, USS BARRY, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS DECATUR, USS DENT, USS FAIRFAX, USS FOX, USS GILMER, USS GOFF, USS GRIER, USS HERBERT, USS HULBERT, USS HUMPHREYS, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LEARY  USS LITCHFIELD, USS McFARLAND, USS NOA, USS OVERTON, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS REUBEN JAMES, USS ROPER, USS SANDS, USS SCHENCK, USS SIMPSON, USS STURTEVANT, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS TRUXTUN, USS UPSHUR, USS DORSEY, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS WILLIAMSON, USS HOPKINS, USS YARNALL, USS ZANE, USS CHILDS und USS DICKERSON, der Zerstörer und Minensucher USS TRACY ( DM-19 ), die Zerstörertender USS MELVILLE und USS WHITNEY, die Flottentanker USS CUYAMA, USS NECHES und USS SALINAS, die Werkstatt- und Reparaturschiffe USS VESTAL und USS MEDUSA, das Vielseitige Hilfsschiff  USS BOGGS, die Vorratsschiffe USS BRIDGE und USS ARCTIC, das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ), der U-Boote Tender USS ARGONNE ( AS-10 ). Von den Internationalen Marinen war der französische Panzerkreuzer JEANNE D ARC anwesend. Die USS CHANDLER wechselte nach der Flottenparade wieder in den Pazifik und fuhr nach San Diego. Im August 1940 verwendete man unter anderem den Zerstörer für eine Flugüberwachung. Der am 11. Juli 1940 neu ins Amt des Marineministers getretene William Franklin Knox ( 1. Januar 1874 in Boston, Massachusetts – 28. April 1944 in Washington DC ) reiste mit einem Flugzeug zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, um den von US Präsident Franklin Delano Roosevelt erstellten Plan zur Umrüstung der US Navy zu einer kampfstarken Streitmacht im Pazifik, umzusetzen und zu überwachen. Nach weiteren Übungen entlang der US Westküste, begann man ab Oktober 1940 in der Mare Island Naval Shipyard mit den Vorbereitungen für den Umbau des Kriegsschiffes in ein Hochgeschwindigkeitsminensuchboot. Am 19. November 1940 klassifizierte man dann die USS CHANDLER um und übergab ihr die Kennung DMS-9. Nach dem Abschluss der Umbauarbeiten begann man mit der intensiven Ausbildung der Mannschaft. Dann verließ das Kriegsschiff am 4. Februar 1941 San Diego und fuhr nach Pearl Harbor, wo es am 12. Februar anlegte. Hier gliederte man das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot in die Mine Squadron 2 ein, in der sich USS SOUTHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ) befanden. Diese Schiffe operierten zur Ausbildung im Verband und patrouillierten in den Hawaiianischen Gewässern. Am 7. Dezember 1941, an dem Tag an dem die Japaner Pearl Harbor angriffen und somit die USA in den Zweiten Weltkrieg mit hineinzogen, befand sich USS CHANDLER zusammen mit den Kriegsschiffen aus der Task Force 3, die Vizeadmiral Wilson Brown, Jr. ( 27. April 1882 in Philadelphia, Pennsylvania – 2. Januar 1957 in New Haven, Connecticut ) befehligte, vor dem Johnston Atoll, das sich rund 1.390 km südwestlich der Hawaiianischen Inseln befindet. Die Kriegsschiffe der TF 3 hatten bereits am 5. Dezember Pearl Harbor verlassen. In der TF 3 befand sich zu dieser Zeit der Flugzeugträger USS Lexington ( CV-2 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), USS CHICAGO ( CA-29 ), USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), USS ASTORIA ( CA-34 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Zerstörer USS MAHAN ( DD-364 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS CUSHING ( DD-376 ), USS PERKINS ( DD-377 ), USS SMITH ( DD-378 ) und USS PRESTON ( DD-379 ), die Hochgeschwindigkeits-minensuchboote USS CHANDLER, USS SOUTHARD, USS HOVEY, USS LONG, USS ELLIOT ( DMS-4 ), USS LAMBERTON ( DMS-2 ), USS DORSEY ( DMS-1 ), USS BOGGS ( DMS-3 ), USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS ZANE ( DMS-14 ), USS WASMUTH ( DMS-15 ), USS TREVER ( DMS-16 ) und USS PERRY ( DMS-17 ), die Truppentransportschiffe USS HENDERSON ( AP-1 ), USS CHAUMONT ( AP-5 ), USS WILLIAM WARD BURROWS ( AP-6 ), USS HARRIS ( AP-8 ), USS ST MIHIEL ( AP-32 ), USS REPUBLIC ( AP-33 ) und USS U S GRANT ( AP-29 ), sowie das Transportschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Noch am selben Tag, nachdem die Japaner ihren Angriff auf Pearl Harbor beendet hatten, fuhren die Schiffe der TF 3 zur Hawaiianischen Marinebasis zurück und erreichten diese zwei Tage später. Die USS CHANDLER begann sofort in den Hawaiianischen Gewässern mit ihren Anti –U-Boot Patrouillenfahrten und eskortierte von diesen Gewässern aus mehrere Versorgungsschiffe bis nach San Francisco und zurück, zu dem Palmyra Atoll, die nördlichste Insel der Line Islands, zu den Phoenix Islands und zu den Midway Islands. Das Kriegsschiff behielt diese Aufgaben bis Juni 1942 bei. Am 30. Juni verließ die USS CHANDLER zusammen mit der USS LONG ihre Heimatbasis Pearl Harbor und fuhr zu den Aleuten, wo sie in die Task Force 8 integriert wurden, welche Rear Admiral Robert Alfred Theobald ( 25. Januar 1884 in San Francisco, Kalifornien – 13. Mai 1957 in Boston, Massachusetts ) kommandierte. Für spezielle Eskortieraufgaben zog man unter anderem die Zerstörer USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS AYLWIN ( DD-355 ) und die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS LONG, USS CHANDLER und USS LAMBERTON heran. Ab dem 7. Juli begannen die Begleitoperationen, wo Versorgungsschiffe, wie den Öltanker USS KASKASKIA ( AO-27 ), eskortiert werden mussten, damit der Nachschub für die kämpfende Truppe immer aufrecht erhalten werden konnte. Am 27. Juli herrschte dichter Nebel vor der Aleuteninsel Kiska. Hier kollidierte die USS CHANDLER mit dem Hochgeschwindigkeitsminensuchboot USS LAMBERTON. Die USS CHANDLER musste danach sofort die Operation abbrechen und an die kalifornische Küste fahren. Vom 11. August bis zum 27. September dauerten die Reparaturarbeiten in der Mare Island Naval Shipyard an. Das Hochgeschwindigkeits-minensuchboot meldete sich am 5. Oktober in Dutch Harbour zum Einsatz für Patrouillen und Eskortierfahrten in den Aleuten zurück. Während des arktischen Winters patrouillierte das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot bis zur Aleuteninsel Adak und bewachte bis dorthin Versorgungskonvois, als amerikanische Truppen versuchten japanische Garnisonen von den westlichen Aleuteninseln zu vertreiben. Dann gliederte man das Kriegsschiff in die Task Forc B ein, der Alaskan Sector Escort Group. Diese kommandierte Rear Admiral John Walter Reeves, Jr. ( 25. April 1888 – 15. Juli 1967 in Pensacola, Florida ). In der TF B befand sich 1 Kanonenboot, 1 Minensucher und 3 Hochgeschwindigkeitsminensucher, dazu gehörten die USS CHANDLER, USS LONG und USS LAMBERTON. Am 12. Januar 1943 begann die Landeoperation im Constantine Harbor auf der Aleuteninsel Amchitka. Die USS CHANDLER patrouillierte vor dem Seegebiet und suchte nach feindlichen U-Booten und beteiligte sich an der Abwehr japanischer Luftangriffe. Dann versetzte man das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot am 3. Mai in die Task Force 51, die Rear Admiral Francis Warren Rockwells ( 2. Juli 1886 in South Woodstock, Connecticut – 2. Januar 1979 auf St. Simons Island, Glynn County, Georgia ) während der Operation „Landcrab“ befehligte. Innerhalb dieser TF gehörte das Kriegsschiff in die Minesweeper Group zusammen mit der USS LONG. Am 7. Mai befanden sich diese Kriegsschiffe vor der Aleuteninsel Attu und begannen in einem Seeminefeld eine Schneise für die folgende Invasion amerikanischer Truppen zu ziehen. Schwere Frühlingsstürme und dichter Nebel, über dem Beringmeer, erschwerten diese Arbeiten. Bis zum 11. Mai benötigten die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote, bis alle Minen beseitigt waren und die Landung begann an diesem Tag. Die USS CHANDLER übernahm nun Eskortier- und Patrouilleneinsätze für die Besatzung von Attu während des Sommers. Für den Angriff auf die Aleuteninsel Kiska versetzte man das Kriegsschiff am 10. August in die Task Force 16, die Rear Admiral Francis Warren Rockwells während der Operation „Cottage“ kommandierte. Hier gehörte das Kriegsschiff in die Hochgeschwindigkeitsminensuchbootgruppe. Neben der USS CHANLER waren auch die USS LONG und USS PERRY ( DMS-17 ) in dieser Group. Zwei Tage später befanden sich diese Minensucher vor der Insel und begannen mit der Beräumung von Seeminen. Die Invasion war für den 15. August festgesetzt worden. Insgesamt 20 Transportschiffe, 42 Landungsschiffe und Landungsboote sowie 20 Hilfsfahrzeuge transportierten 29.126 Soldaten der US Army und 5.300 kanadische Soldaten für die Eroberung der verlassenen Insel Kiska. An diesem Tag wurde ein erneutes Bombardement mit schweren Kalibern vor der Invasionsoperation durchgeführt. Doch die 5.183 Mann starke japanische Garnison von Kiska, war schon am 30. Juli innerhalb von 55 Minuten, von den Amerikanern unbemerkt, evakuiert worden. Das einzige was man von den Japanern auf Kiska entdeckt, sind drei zurückgelassene Mini-U-Boote. Die USS CHANDLER verließ im Oktober die Gewässer der Aleuten und fuhr nach San Francisco. In der Mare Island Naval Shipyard bereitete man das Kriegsschiff auf die kommenden Einsätze im südlichen Pazifik vor. Nachdem dann die Arbeiten abgeschlossen waren erfolgten Übungsfahrten. Am 26. Dezember stach das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot in See und fuhr nach Pearl Harbor. Dort machte man es am 1. Januar 1944 fest. Noch am selben Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Task Force 51 und beteiligte sich an der Operation „Flintlock“. In dieser TF befanden sich insgesamt sieben Schlachtschiffe, elf Geleitflugzeugträger, zwölf Schwere und Leichte Kreuzer fünfundsiebzig Zerstörer, mehrere Geleitzerstörer und Minensuchboote. Ziel dieser Kriegsschiffe waren die Marshall Islands. Die USS CHANDLER legte am 23. Januar in Pearl Harbor ab und fuhr zu dem Atoll Kwajalein. Dort begann das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot ab dem 31. Januar mit der Suche und der Vernichtung von Seeminen, damit die Landungstruppen anlanden konnten. Anschließend übernahm das Kriegsschiff Patrouillen- und Sicherungsaufgaben für die Landungsschiffe. Wenige Tage später verließ die USS CHANDLER das Atoll und fuhr zum Atoll Eniwetok weiter. Dort integrierte man das Kriegsschiff während der Operation „Catchpole“ in die Task Force 54. Ab dem 17. Februar räumte das Hochgeschwindigkeits-minensuchboot die Seeminen aus dem Bereich der Anlandungszone vor dem Atoll. Bis zum 6. März blieb das Kriegsschiff dann noch dort und beteiligte sich an der Sicherung der Landungsschiffe und begann Anti-U-Boot Patrouillen zu fahren in den Gewässern der Marshall Islands. Dann kehrte die USS CHANDLER nach Pearl Harbor zurück. Hier bereitete man das Kriegsschiff für die folgenden Kämpfe vor und bildete die Mannschaft für die Suche nach feindlichen U-Booten in den Hawaiianischen Gewässern weiter aus. Im Mai versetzte man dann das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot für die Operation „Forager“ in die Task Undergroup 52.13.2, der Minesweeping & Hydrographic Survey Group die Lieutenant Commander Harry LeRoy Thompson, Jr. ( 10. Oktober 1913 – 5. Oktober 1968 ), Kommandant der USS CHANDLER, kommandierte. In dieser TU befanden sich die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS CHANDLER, USS ZANE, USS PALMR ( DMS-5 ) und USS HOWARD ( DMS-7 ). Am 29. Mai verließen die ersten Schiffe der Task Force 52 Pearl Harbor. Darunter befanden sich auch die aus der Task Group 52.13. Ab dem 13. Juni wird die Insel Saipan, Nördliche Marianen erreicht und die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote beginnen sofort mit der Beräumung der Seeminen. Ab dem 15. Juni beginnen die Anlandungen und die Bildung eines Brückenkopfes durch die Alliierten. Die USS CHANDLER befand sich zu diesem Zeitpunkt schon auf ihrer Anti-U-Boot Patrouille zur Sicherung der Landungsschiffe. Ab dem 16. Juni nehmen 300 Seemeilen östlich der Marianen die japanischen U-Boote IJN I-185, IJN I-184, IJN I-5, IJN I-6 und IJN I-41 ihre Patrouillenposten ein und sind auf der Suche nach amerikanischen Schiffen. Am 22. Juni um 9:03 Uhr erhält die USS CHANDLER einen Sonarkontakt von einem feindlichen U-Boot. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot führte sofort einen Wasserbombenangriff durch. Der Kontakt geht aber bis 10:23 Uhr verloren. Da ist auch schon der Zerstörer USS NEWCOMB ( DD-586 ) aus der TG 52.12. zur Stelle und wirft ebenfalls Wasserbomben mit Tiefenladung ab. Doch auch hier zeigen die Explosionen keinen Erfolg. Um 11:44 machte die USS CHANDLER einen weiteren Wasserbombenangriff. Diesmal ist eine Tiefseeexplosion zu hören. Korkplatten, Holz, Dieselöl und menschliche Überreste werden an die Wasseroberfläche gespült. Alle 95 Offiziere und Mannschaftsmitglieder von IJN I-185 sind tot. Die USS CHANDLER blieb bis zum 20. Juli in den Gewässern rund um Saipan im Einsatz. Dann setzte man das Kriegsschiff ab dem 21. Juli vor der Insel Tinian zum vernichten von Seeminen ein, damit dort ab dem 24. Juli die Invasion begonnen werden konnte. Am 23. Juli lag das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot rund 16 Seemeilen Westsüdwest von Garapan, Saipan entfernt, der Hafen liegt auf der Westseite der Insel, da erhielt das Kriegsschiff mehrere Treffer. Fälschlicherweise hatte man auf anderen amerikanischen Kriegsschiffen die USS CHANDLER als feindliches Schiff identifiziert und das Feuer eröffnet. Zum Glück kam auf dem Kriegsschiff niemand zu Schaden dabei. Die gesamte Operation „Forager“ war am 9. August abgeschlossen. Das Hochgeschwindigkeits-minensuchboot blieb in den bis dahin hart umkämpften Gewässern der Nördlichen Marianen und führte dort die Anti-U-Boot Patrouillen weiter fort. Nur am 27. August lag das Kriegsschiff zum bunkern von Treibstoff, Proviant und Munition im Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Das Hochgeschwindigkeits-minensuchboot eskortierte dann einen Schiffskonvoi zu dem Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier im Hafen integrierte man die USS CHANDLER in die Task Group 77.5, die Minesweeping Group. In dieser TG befanden sich die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS CHANDLER, USS HOVEY, USS HAMILTON, USS LONG, USS PALMER und USS HOWARD sowie die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE ( DM-20 ) und USS BREESE ( DM-18 ). Hier im Seeadler Harbour bereiteten sich die Kriegsschiffe der 7. US Flotte auf die Invasion von der philippinischen Insel Leyte vor. Am 10. Oktober verließen die Kriegsschiffe der TG 77.5 Manus Island und fuhren am 17. Oktober in den Golf von Leyte ein. Als Vorreiter für die kommende Invasion begannen diese Kriegsschiffe noch am selben Tag mit der Räumung der Seeminen vor den Dinagat- und Hibuson Inseln sowie im Zufahrtskanal Dulag – Tacloban. Somit konnte recht zügig für die Hauptstreitmacht ein Weg für die angreifenden Amphibienschiffe geschaffen werden. Die USS CHANDLER suchte weiterhin nach Seeminen, patrouillierte in dem Seegebiet und beteiligte sich bei der Sicherung der Landungsschiffe am 25. Oktober nachdem die Schlacht um den Golf von Leyte gewonnen worden war. Am Abend des 25. Oktober, als die Landungsmannschaften ihren Brückenkopf immer weiter ausbauen konnten, verließ das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot die Insel Leyte und eskortierte einen Schiffskonvoi zum Seeadler Harbour. Das Kriegsschiff lief am 2. November den natürlichen Tiefseehafen. Hier blieb es für Reparaturen und zur Erholung der Besatzung bis zum 23. Dezember liegen. In dieser Zeit bereitete man die USS CHANDLER aber auch auf die kommenden Kämpfe vor. An diesem Tag legte das das Kriegsschiff im Seeadler Harbour ab und fuhr zur San Pedro Bay, Leyte. Hier integrierte man das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot in die Task Group 77.6, die Minensuch- und Hydrographik Group während der Operation „Mike I“. In dieser befanden sich insgesamt 72 Schiffe. Unter anderem waren dabei, der Zerstörer USS BENNION ( DD-662 ), der Zerstörer und Minenleger USS BREESE, die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS CHANDLER, USS LONG, USS DORSEY, USS HOVEY, USS HOPKINS, USS SOUTHARD, USS PALMER, USS HAMILTON, USS HOGAN und USS HOWARD, der Schnelle Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), die australische Patrouillenfregatte HMAS GASCOYNE ( K354 ), das große Infanterielandungsfahrzeug USS LCI (G)-70, der Kleine Wasserflugzeugtender USS ORCA ( AVP-49 ) und der Hochseeflottenschlepper USS APACHE ( ATF-67 ). Am 2. Januar 1945 verließen diese Schiffe die San Pedro Bay, mit dem Ziel den Golf von Lingayen vor der philippinischen Insel Luzon. Zwei Tage später befanden sie sich westlich von Panay Island, zusammen mit den Kriegsschiffen der TG 77.2 und 77.9. Sofort begannen die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote mit dem Aufspüren von Seeminen. Die Japaner wollten allerdings diese Aktionen unterbinden und schickten ab dem 5. Januar Kamikazepiloten. Ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben stürzten sich die Piloten auf die amerikanischen Kriegsschiffe. In der Nacht vom 6. zum 7. Januar griffen japanische Kamikazepiloten auch die USS CHANDLER und die USS HOVEY an und beschossen die beiden Kriegsschiffe. Die Geschützmannschaften konnten dabei eines der angreifenden Flugzeuge abschießen, aber erst nachdem dessen Pilot einen Torpedo ausgeklinkt hatte, der in der USS HOVEY einschlug. Das Kriegsschiff ging innerhalb von drei Minuten unter. Die Besatzung der USS CHANDLER nahm die 229 Offiziere und Besatzungsmitglieder des Schwesterschiffes an Bord. Zum Zeitpunkt ihres Untergangs befanden sich Überlebende von der USS LONG und USS BROOKS an Bord, die erst wenige stunden bei einem ähnlichen Luftangriff von ihren sinkenden Schiffen gerettet werden konnten. Die USS CHANDLER blieb bis zum 10. Januar im Golf von Lingayen und patrouillierte in den Gewässern. Ab dem 10. Januar verließ das Hochgeschwindigkeits-minensuchboot die Gewässer vor der Manila Bay und begann bis Mitte Februar Schiffskonvois zwischen dem Lingayen Golf und der San Pedro Bay, Leyte hin und her zu eskortieren. Ab dem 16. Februar beteiligte sich das Kriegsschiff vor Iwo Jima an der Beräumung von Seeminen. Bis zum 28. Februar blieb die USS CHANDLER dort im Einsatz, beteiligte sich an dem vorbereitendem Bombardement auf japanische Stellungen und patrouillierte anschließend zur Sicherung der Landungsschiffe in diesen Gewässern. Für eine Überholung kehrte das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot im April an die US Westküste zurück. In der Mare Island Naval Shipyard wurden die Arbeiten ausgeführt. Dabei lag das Kriegsschiff im Trockendock Nummer 2, zusammen mit den Geleitzerstörern USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ) und USS CANFIELD ( DE-262 ). Noch während der Arbeiten klassifizierte man die USS CHANDLER zu einem Vielseitigen Hilfsschiff um und gab ihm die Kennung AG-108. Nach der Trainingsfahrt begann das Vielseitige Hilfsschiff seine erste Kreuzfahrt. Im Schlepptau hatte es Zielschiffe, die für Zielübungen für neugebaute Kriegsschiffe eingestuft waren, während sie sich in der Erprobungs- und Ausbildungsphase befanden. Die USS CHANDLER führte diese wichtige Aufgabe in den Gewässern vor San Diego, aber auch in den Hawaiianischen Gewässern vor Pearl Harbor aus. Nachdem dann am 15. August der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet worden war, verließ das Vielseitige Hilfsschiff den Pazifik und fuhr nach Norfolk, Virginia. Dort legte es am 21. Oktober 1945 an. Schon am 21. November 1945 stellte man es außer Dienst und am 5. Dezember 1945 strich man den Namen USS CHANDLER ( AG-108 ) aus der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 18. November 1946 zum verschrotten.


USS CHANDLER ( DD-206 )
Commanding Officer

 LCDR Francis Cogswell    5. September 1919 – 10. Mai 1920
CDR Isaac Foote Dortsch     10. Mai 1920 – 20. Oktober 1922
Außerdienststellung    20. Oktober 1922 – 31. März 1930
CDR Max Burke de Mott    30. März 1930 – 10. April 1932
LCDR Robert Emmet Keating      10. April 1932 – 15. Juli 1932
LCDR Leon Buford Scott    15. Juli 1932 – 1. Juli 1933
LCDR John Ernest Reinburg Jr.    1. Juli 1933 – 1. Juni 1934
LCDR Dennis Leo Ryan    1. Juni 1934 – 1. Juli 1936
LCDR Carleton McGauly    1. Juli 1936 – 14. April 1938
LCDR William Stryker Campbell    14. April 1938 – 3. Juni 1939
LT Stirling Patterson Smith    3. Juni 1939 – 12. Juli 1939
LCDR Harold Herman Tiemroth      12. Juli 1939 – 20. März 1942 (später RADM)
CDR Jack Sidney Dorsey    20. März 1942 – 20. April 1943 (später RADM)
LCDR Harry LeRoy Thompson Jr.    20. April 1943 – 10. August 1944 (später RADM)
LT Frank Murray Murphy    10. August 1944 – 1. Juli 1945
LT Irwin Ungar    1. Juli 1945 – 12. November 1945