Archiv für den Monat: Januar 2020

USS KIMBERLY ( DD-80 )

USS KIMBERLY ( DD-80 )

Biografie

Lewis Ashfield Kimberly
* 22. April 1830 in Troy, New York
† 28. Januar 1902 in West Newton, Massachusetts
war ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges

Am 8. Dezember 1846 ernannte man Lewis Ashfield Kimberly zum Midshipman. Er diente an Bord der Schaluppe USS JAMESTOWN ( 1844 ) von 1847 bis 1850 die mit dem Afrika Geschwader operierte. Danach wechselte er an Bord der Dreimastsegelfregatte USS RARITAN ( 1843 ) auf der er von 1850 bis 1852 diente. Die Fregatte befand sich beim Pazifik Geschwader. Nach der bestandenen Prüfung am 8. Juni 1852 erhielt Kimberly den Rang eines Passed Midshipman zuerkannt. Er kehrte danach in die afrikanischen Gewässer zurück und diente von 1853 bis 1856 auf den Kriegskorvetten USS DECATUR ( 1839 ) und USS DALE ( 1839 ). Am 15. September 1855 beförderte man Kimberly zum Master und einen Tag später, den 16. September, zum Lieutenant. Für einige Monate diente Kimberly an der Boston Navy Yard um dann im Juli 1857 sich an Bord der Korvette USS GERMANTOWN ( 1846 ) zu begeben die zum East India Squadron gehörte. Dort blieb er bis April 1860 um dann an Bord der Dampfschaluppe USS RICHMOND ( 1860 ) zu wechseln. Dieses Schiff stellte Captain Duncan Nathaniel Ingraham ( 6. Dezember 1802 – 16. Oktober 1891 ) in den Dienst der US Navy und ließ am 13. Oktober 1860 in Norfolk, Virginia die Anker auf. Die Kreuzfahrt ging ins Mittelmeer. Im folgenden Jahr erreichte das Schiff die Nachricht von dem Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges mit der Aufforderung zur Rückkehr in die Vereinigten Staaten. Diese Depesche kam aus Washington. Eine weitere Depesche kam aus Charleston, South Carolina wo Ingraham direkt aufgefordert wurde sich mit dem Schiff und dessen Besatzung unverzüglich in Charleston einzufinden. Ingraham stellte daraufhin der Mannschaft frei zu welcher Navy sie wollten, allerdings erst wenn sie in New York angekommen waren. Am 3. Juli legte die Dampfschaluppe in New York an und mit Ingraham zogen nur wenige Besatzungsmitglieder unter freiem Geleit in Richtung Süden. Die gesamte Besatzung der USS RICHMOND wurde nun gewechselt und Kimberly versetzte man an Bord der Fregatte USS POTOMAC ( 1822 ). Dieses Schiff lag ebenfalls im Hafen von New York und wurde für den Einsatz im Golf von Mexiko vorbereitet. Am 10. September 1861 wurde der Anker gelichtet. Man unterstellte das Schiff dem Golfblockadegeschwader das von Flag Officer William Wister McKean ( 19. September 1800 – 22. April 1865 ) bis zum 20. Januar 1862 kommandiert wurde. Danach trennte man die Kommandos und Rear Admiral David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 – 14. August 1870 ) übernahm das Kommando über das Westgolfblockadegeschwader. Kimberly beförderte man am 16. Juli 1862 zum Lieutenant Commander. Er diente danach von 1863 bis 1864 auf der Dampfschaluppe USS HARTFORD ( 1858 ) als Executive Officer. An den Schlachten um Port Hudson, Grand Gulf und Vicksburg auf dem Mississippi River nahm er teil. Außerdem war Kimberly an der Schlacht von Mobile Bay beteiligt nach der er für seinen tapferen und effizienten Dienst gelobt worden war. Nach der Beendigung des Sezessionskrieges trat er dem am 15. April 1865 gegründeten Offiziersbund Military Order of the Loyal Legion of the United States bei. Ab Mai 1865 diente Kimberly an Bord der Dampffregatte USS COLORADO ( 1856 ) das das Flaggschiff des europäischen Geschwaders war. Am 25. Mai stellte man das Schiff nach einer längeren Reparatur in der New York Navy Yard wieder in den Dienst der US Navy. Die Leinen löste man am 11. Juni. In England machte das Schiff auf seiner Kreuzfahrt den ersten Zwischenstopp. Es folgten Hafenbesuche in Portugal, Spanien sowie im Mittelmeer und im Adriatischen Meer. Die Rückreise nach New York begann am 23. Juli 1867 von Cherbourg aus. Zum Commander hatte man derweil Kimberly man am 25. Juli 1866 ernannt. Am 7. September 1867 legte das Schiff in den USA wieder an. Dort im Hafen von New York erhielt Kimberly vom September 1867 bis Anfang 1870 das Kommando über ein Receiving Ship. Ab März 1870 erhielt Kimberly das Kommando über die Schraubenschaluppe USS BENICIA ( 1868 ) die zum asiatischen Geschwader gehörte. Mit dem Schiff nahm Commander Kimberly an der Koreaexpedition vom 16. Mai bis 11. Juni 1871 teil. Diese Expedition leitete Commodore John Rodgers ( 8. August 1812 – 5. Mai 1882 ). Während dieser Expedition befehligte Kimberly die Landstreitkräfte gegen die koreanischen Truppen. Im August 1872 legte die USS BENICIA in der Mare Island Naval Yard für Reparaturarbeiten an. Danach erhielt Kimberly das Kommando über den Monitor USS CANONIEUS ( 1863 ) welches er von 1873 bis 1874 ausübte und mit dem Schiff vor der Ostküste kreuzte. Man beförderte ihn am 3. Oktober 1874 zum Captain und übergab ihm ab 1875 das Kommando über die Korvette USS MONONGAHELA ( 1862 ) die zum Südatlantik Geschwader gehörte. Dieses Kommando behielt er für ein Jahr und wechselte dann an Bord der Schraubenschaluppe USS OMAHA die von 1877 bis 1878 im Pazifik kreuzte. Von 1880 bis 1883 diente Kimberly an der New York Navy Yard und war der Präsident der Prüfungskommission von 1883 bis 1885. In dieser Zeit, am 27. September 1884, ernannte man ihn zum Commodore. Den Posten des Kommandanten über die Boston Navy Yard erhielt er 1885. Zum Rear Admiral beförderte man Kimberly am 26. Januar 1887. Man versetzte ihn danach zum Pazifik Geschwader wo er den Chefposten erhielt. Mit drei Schiffen aus seinem Geschwader war er in Richtung Samoa unterwegs da es seit 1887 eine Konfrontation mit dem Deutschen Kaiserreich, und den USA über die Kontrolle der Inselgruppe gab. Großbritannien spielte dabei eine Vermittlerrolle. Neben dem Schraubendampfer USS TRENTON ( 1876 ) seinem Flaggschiff war die Korvette USS VANDALIA ( 1876 ) und das Kanonenboot USS NIPSIC ( 1863 ) beteiligt. Auf deutscher Seite waren die Kanonenboote SMS ADLER, SMS OLGA und SMS EBER in den Hafen von Apia eingelaufen und beide Parteien belauerten sich. Das britische Kriegsschiff HMS CALLIOPE überwachte die Situation. Am 10. März 1889 befand sich Kimberly an Bord der USS TRENTON die im Hafen von Apia, Samoa wie alle anderen Schiffe auch vor Anker lag. Sechs Tage später überraschte ein Zyklon die Schiffsbesatzungen. Kimberly schaffte es noch die USS TRENTON stranden zu lassen damit die Besatzung von Bord gehen konnte. Während des Sturmes verlor er nur einen Mann von dem Schraubendampfer. Seine drei Schiffe waren nach dem Zyklon nur noch Wracks. Insgesamt verlor er 62 Besatzungsmitglieder von den drei Schiffen. Die deutschen Kanonenboote waren nach dem Wirbelsturm ebenfalls nur noch Wracks, allerdings hatten sie 73 Tote zu beklagen. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten im Januar 1890 ernannte man Kimberly zum Präsidenten des Board of Inspction and Survey. Diesen Posten behielt er bis zu seiner Pensionierung am 2. April 1892. Er verstarb am 28. Januar 1902 in West Newton, Massachusetts.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Rear Admiral Lewis Ashfield Kimberly bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS KIMBERLY ( DD-80 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS KIMBERLY ( DD-521 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS KIMBERLY ( DD-80 )

Schiffsbiografie

Die USS KIMBERLY ( DD-80 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Rear Admiral Lewis Ashfield Kimberly benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Fore River Shipbuilding Company in Quincy, Massachusetts wurde am 21. Juni 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Elsie Stewart Kimberly ( 13. Januar 1882 – 21. August 1966 ), Tochter von Rear Admiral Lewis Ashfield Kimberly, taufte am 14. Dezember 1917 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Alfred Wilkinson Johnson ( 18. November 1876 in Philadelphia, Pennsylvania – 5. Dezember 1963 in Washington DC ) stellte am 26. April 1918 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ die USS KIMBERLY am 19. Mai 1918 den Hafen von Boston, Massachusetts und beteiligte sich an der Eskorte eines Schiffskonvois nach Großbritannien. Nachdem im Juni dieser Konvoi sein Ziel erreicht hatte, verbrachte der Zerstörer bis zum Ende des Ersten Weltkrieges mit weiteren Eskorten von Schiffen vor den britischen Inseln, die auf ihrem Weg zum europäischen Festland waren, um weitere Soldaten oder materiellen Kriegsnachschub zu bringen. Am 26. Dezember verließ das Kriegsschiff Queenstown, Irland und fuhr an die US Ostküste. Dort legte die USS KIMBERLY am 8. Januar 1919 im Hafen von Boston an. Von hier aus beteiligte sich der Zerstörer entlang der Ostküste an Übungen und Trainingseinsätzen.
Der Zerstörer legte im April in Norfolk, Virginia an. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf den Rettungsdienst vor, der den ersten transatlantischen Flug mit drei Wasserflugzeugen von Amerika nach Europa von der US Navy unterstützen sollte. Die USS KIMBERLY war einer von 56 Zerstörern die an dieser Unternehmung teilnahmen. Das Kriegsschiff wurde auf dem zweiten Streckenabschnitt zwischen Halifax, Nova Scotia, Kanada und Neufundland, Kanada, zusammen mit anderen Zerstörern auf einer Strecke von 736 km stationiert. Diese Zerstörer lagen wie auf einer Perlenschnur und dienten als Navigation für die Piloten. Am 30. April verließ die USS KIMBERLY Norfolk und fuhr nach Halifax, Nova Scotia, Kanada. In diesem Hafen legte der Zerstörer am 4. Mai an. Nachdem am 8. Mai die drei Flugboote vom Stützpunkt in Rockaway Beach, New York gestartet waren, nahm das Kriegsschiff seine vorgegebene Position ein. Auf Neufundland landeten bis zum 15. Mai die Curtiss Flugboote NC-1, NC-3 und NC-4.
Einer der Piloten des NC-1 Flugzeuges war der spätere Admiral Marc Andrew Mitcher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ) und von NC-3 der spätere Admiral John Henry Towers ( 30. Januar 1885 – 30. April 1955 ) und von NC-4 der spätere Rear Admiral Albert Cushing Read, Sr. ( 29. April 1887 in Lyme, New Hampshire – 10. Oktober 1967 in Coconut Grove, Florida ). Am Morgen des 16. Mai starteten alle drei Wasserflugzeuge für die nächste Etappe bis zu den Azoren. Im August 1919 unternahm die USS KIMBERLY eine Kreuzfahrt von Pembroke nach Queenstown und wurde dabei von dem britischen Kreuzer HMS PATROL ( 1904 ) begleitet. An Bord des Zerstörers befand sich der Unterstaatssekretär der US Navy Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Speings, Georgia ) und der Erste Lord der britischen Admiralität Sir Eric Campbell Geddes ( 26. September 1875 in Britisch Indien – 22. Juni 1937 ). Dann beteiligte sich die USS KIMBERLY von Newport, Rhode Island aus an mehreren Manövern und wurde dann in ein Trockendock der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts bugsiert. Hier sollten umfangreiche Reparaturen und eine Überholung absolviert werden. Am 18. April 1921 gliederte man den Zerstörer in die Destroyer Force ein, die in Newport lag. Von hier aus operierte das Kriegsschiff den gesamten Sommer über mit U-Booten und beteiligte sich an mehreren Übungen. Die dabei erlangten Informationen durch diese frühen Experimente, waren für die weiteren Techniken der Unterwasserkriegsführung von großem Wert. Den dann folgenden Winter über verbrachte die USS KIMBERLY im Hafen von Charleston, South Carolina. Dann traf der Zerstörer am 29. März 1922 im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania ein. Hier stellte man das Kriegsschiff am 30. Juni 1922 außer Dienst. Den Namen USS KIMBERLY ( DD-80 ) strich man am 25. Januar 1937 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 20. April 1939 an die Boston Iron & Metal Company in Baltimore, Maryland zum Verschrotten.     


USS KIMBERLY ( DD-80 )
Commanding Officer
 

LCDR Alfred Wilkinson Johnson   26. April 1918 – 15. August 1918 (später VADM)
LT Donald Taylor Hunter    15. August 1919 – 3. August 1920
LT Chester Leroy Nichols    3. August 1920 – 30. Juni 1922

USS KIMBERLY ( DD-521 )

USS KIMBERLY ( DD-521 )

Biografie

Lewis Ashfield Kimberly
* 22. April 1830 in Troy, New York
† 28. Januar 1902 in West Newton, Massachusetts
war ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges

Am 8. Dezember 1846 ernannte man Lewis Ashfield Kimberly zum Midshipman. Er diente an Bord der Schaluppe USS JAMESTOWN ( 1844 ) von 1847 bis 1850 die mit dem Afrika Geschwader operierte. Danach wechselte er an Bord der Dreimastsegelfregatte USS RARITAN ( 1843 ) auf der er von 1850 bis 1852 diente. Die Fregatte befand sich beim Pazifik Geschwader. Nach der bestandenen Prüfung am 8. Juni 1852 erhielt Kimberly den Rang eines Passed Midshipman zuerkannt. Er kehrte danach in die afrikanischen Gewässer zurück und diente von 1853 bis 1856 auf den Kriegskorvetten USS DECATUR ( 1839 ) und USS DALE ( 1839 ). Am 15. September 1855 beförderte man Kimberly zum Master und einen Tag später, den 16. September, zum Lieutenant. Für einige Monate diente Kimberly an der Boston Navy Yard um dann im Juli 1857 sich an Bord der Korvette USS GERMANTOWN ( 1846 ) zu begeben die zum East India Squadron gehörte. Dort blieb er bis April 1860 um dann an Bord der Dampfschaluppe USS RICHMOND ( 1860 ) zu wechseln. Dieses Schiff stellte Captain Duncan Nathaniel Ingraham ( 6. Dezember 1802 – 16. Oktober 1891 ) in den Dienst der US Navy und ließ am 13. Oktober 1860 in Norfolk, Virginia die Anker auf. Die Kreuzfahrt ging ins Mittelmeer. Im folgenden Jahr erreichte das Schiff die Nachricht von dem Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges mit der Aufforderung zur Rückkehr in die Vereinigten Staaten. Diese Depesche kam aus Washington. Eine weitere Depesche kam aus Charleston, South Carolina wo Ingraham direkt aufgefordert wurde sich mit dem Schiff und dessen Besatzung unverzüglich in Charleston einzufinden. Ingraham stellte daraufhin der Mannschaft frei zu welcher Navy sie wollten, allerdings erst wenn sie in New York angekommen waren. Am 3. Juli legte die Dampfschaluppe in New York an und mit Ingraham zogen nur wenige Besatzungsmitglieder unter freiem Geleit in Richtung Süden. Die gesamte Besatzung der USS RICHMOND wurde nun gewechselt und Kimberly versetzte man an Bord der Fregatte USS POTOMAC ( 1822 ). Dieses Schiff lag ebenfalls im Hafen von New York und wurde für den Einsatz im Golf von Mexiko vorbereitet. Am 10. September 1861 wurde der Anker gelichtet. Man unterstellte das Schiff dem Golfblockadegeschwader das von Flag Officer William Wister McKean ( 19. September 1800 – 22. April 1865 ) bis zum 20. Januar 1862 kommandiert wurde. Danach trennte man die Kommandos und Rear Admiral David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 – 14. August 1870 ) übernahm das Kommando über das Westgolfblockadegeschwader. Kimberly beförderte man am 16. Juli 1862 zum Lieutenant Commander. Er diente danach von 1863 bis 1864 auf der Dampfschaluppe USS HARTFORD ( 1858 ) als Executive Officer. An den Schlachten um Port Hudson, Grand Gulf und Vicksburg auf dem Mississippi River nahm er teil. Außerdem war Kimberly an der Schlacht von Mobile Bay beteiligt nach der er für seinen tapferen und effizienten Dienst gelobt worden war. Nach der Beendigung des Sezessionskrieges trat er dem am 15. April 1865 gegründeten Offiziersbund Military Order of the Loyal Legion of the United States bei. Ab Mai 1865 diente Kimberly an Bord der Dampffregatte USS COLORADO ( 1856 ) das das Flaggschiff des europäischen Geschwaders war. Am 25. Mai stellte man das Schiff nach einer längeren Reparatur in der New York Navy Yard wieder in den Dienst der US Navy. Die Leinen löste man am 11. Juni. In England machte das Schiff auf seiner Kreuzfahrt den ersten Zwischenstopp. Es folgten Hafenbesuche in Portugal, Spanien sowie im Mittelmeer und im Adriatischen Meer. Die Rückreise nach New York begann am 23. Juli 1867 von Cherbourg aus. Zum Commander hatte man derweil Kimberly man am 25. Juli 1866 ernannt. Am 7. September 1867 legte das Schiff in den USA wieder an. Dort im Hafen von New York erhielt Kimberly vom September 1867 bis Anfang 1870 das Kommando über ein Receiving Ship. Ab März 1870 erhielt Kimberly das Kommando über die Schraubenschaluppe USS BENICIA ( 1868 ) die zum asiatischen Geschwader gehörte. Mit dem Schiff nahm Commander Kimberly an der Koreaexpedition vom 16. Mai bis 11. Juni 1871 teil. Diese Expedition leitete Commodore John Rodgers ( 8. August 1812 – 5. Mai 1882 ). Während dieser Expedition befehligte Kimberly die Landstreitkräfte gegen die koreanischen Truppen. Im August 1872 legte die USS BENICIA in der Mare Island Naval Yard für Reparaturarbeiten an. Danach erhielt Kimberly das Kommando über den Monitor USS CANONIEUS ( 1863 ) welches er von 1873 bis 1874 ausübte und mit dem Schiff vor der Ostküste kreuzte. Man beförderte ihn am 3. Oktober 1874 zum Captain und übergab ihm ab 1875 das Kommando über die Korvette USS MONONGAHELA ( 1862 ) die zum Südatlantik Geschwader gehörte. Dieses Kommando behielt er für ein Jahr und wechselte dann an Bord der Schraubenschaluppe USS OMAHA die von 1877 bis 1878 im Pazifik kreuzte. Von 1880 bis 1883 diente Kimberly an der New York Navy Yard und war der Präsident der Prüfungskommission von 1883 bis 1885. In dieser Zeit, am 27. September 1884, ernannte man ihn zum Commodore. Den Posten des Kommandanten über die Boston Navy Yard erhielt er 1885. Zum Rear Admiral beförderte man Kimberly am 26. Januar 1887. Man versetzte ihn danach zum Pazifik Geschwader wo er den Chefposten erhielt. Mit drei Schiffen aus seinem Geschwader war er in Richtung Samoa unterwegs da es seit 1887 eine Konfrontation mit dem Deutschen Kaiserreich, und den USA über die Kontrolle der Inselgruppe gab. Großbritannien spielte dabei eine Vermittlerrolle. Neben dem Schraubendampfer USS TRENTON ( 1876 ) seinem Flaggschiff war die Korvette USS VANDALIA ( 1876 ) und das Kanonenboot USS NIPSIC ( 1863 ) beteiligt. Auf deutscher Seite waren die Kanonenboote SMS ADLER, SMS OLGA und SMS EBER in den Hafen von Apia eingelaufen und beide Parteien belauerten sich. Das britische Kriegsschiff HMS CALLIOPE überwachte die Situation. Am 10. März 1889 befand sich Kimberly an Bord der USS TRENTON die im Hafen von Apia, Samoa wie alle anderen Schiffe auch vor Anker lag. Sechs Tage später überraschte ein Zyklon die Schiffsbesatzungen. Kimberly schaffte es noch die USS TRENTON stranden zu lassen damit die Besatzung von Bord gehen konnte. Während des Sturmes verlor er nur einen Mann von dem Schraubendampfer. Seine drei Schiffe waren nach dem Zyklon nur noch Wracks. Insgesamt verlor er 62 Besatzungsmitglieder von den drei Schiffen. Die deutschen Kanonenboote waren nach dem Wirbelsturm ebenfalls nur noch Wracks, allerdings hatten sie 73 Tote zu beklagen. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten im Januar 1890 ernannte man Kimberly zum Präsidenten des Board of Inspction and Survey. Diesen Posten behielt er bis zu seiner Pensionierung am 2. April 1892. Er verstarb am 28. Januar 1902 in West Newton, Massachusetts.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Rear Admiral Lewis Ashfield Kimberly bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS KIMBERLY ( DD-80 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS KIMBERLY ( DD-521 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS KIMBERLY ( DD-521 )

Schiffsbiografie

Die USS KIMBERLY ( DD-521 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Rear Admiral Lewis Ashfield Kimberly benannt worden war.
Der Zerstörer ist das vierundvierzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Company in Staten Island, New York wurde am 27. Juli 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Elsie Stewart Kimberly ( 13. Januar 1882 – 21. August 1966 ), Tochter von Rear Admiral Lewis Ashfield Kimberly, taufte am 4. Februar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Harry Smith stellte am 22. Mai 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Für die Endausrüstung wechselte die USS KIMBERLY in die Norfolk Naval Shipyard in Portsmouth, Virginia. Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt wurde anschließend in der Chesapeake Bay durchgeführt. Nach einer Überprüfung des Schiffes und einigen kleineren Umänderungen stach der Zerstörer am 10. September 1943 in See und fuhr zum Panamakanal. Das Ziel des Kriegsschiffes war der Pazifik. Nach einem Zwischenstopp in der Marinebasis San Diego, Kalifornien erreichte die USS KIMBERLY die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier nahm der Zerstörer an mehreren Übungen teil. Am 23. November gliederte man das Kriegsschiff in die Task Force 52, die während der Operation „Galvanic“ von Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) befehligt wurde. Innerhalb dieser TF war der Zerstörer in die Task Undergroup 52.1.3 eingegliedert, der Transportsicherung für die Nachschubschiffe während der Kämpfe um die Atolle Makin Island und Tarawa, Gilbert and Ellice Islands. In der TU befanden sich die Zerstörer USS KIMBERLY, USS BURNS ( DD-588 ) und USS MUSTIN ( DD-413 ). Die USS KIMBERLY wechselte von Makin Island dann nach Tarawa und begann hier die Sicherung vor japanischen U-Booten für die Schlachtschiffe und Kreuzer, die mit ihren abgefeuerten Granaten die an Land kämpfenden Marines gegen den heftigen Widerstand feindlicher Soldaten unterstützten. Dieser Einsatz währte für den Zerstörer nur kurz. Man benötigte ihn dringend an anderer Stelle. Dadurch verließ das Kriegsschiff am 6. Dezember das Atoll Tarawa und fuhr in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Auf dem Weg dorthin übernahm die USS KIMBERLY die Sicherung von Transportschiffen. Am 29. Dezember machte man in Pearl Harbor fest. Hier bunkerte man auf dem Zerstörer frischen Treibstoff und Proviant. Nach Abschluss der Arbeiten verließ das Kriegsschiff noch am selben Tag die Marinebasis und fuhr an die kalifornische Küste. In der Mare Island Naval Shipyard bereitete man die USS KIMBERLY auf ihren Einsatz in den Gewässern der Aleuten vor. Gleich nach Abschluss der Umrüstarbeiten verließ der Zerstörer die Werft und fuhr nach Norden zu den Aleuten. Am 22. Januar 1944 traf er in Adak Island, Aleuten, Alaska ein und wurde in die Task Force 94 eingegliedert, die Rear Admiral Wilder DuPuy Baker ( 22. Juli 1890 in Topeka, Kansas – 10. November 1975 in Bay City, Michigan ) befehligte. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ) und die Zerstörer USS KIMBERLY, USS YOUNG ( DD-580 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ) und USS ISHERWOOD ( DD-520 ). Am 23. Januar verließen die Schiffe der TF 94 Adak und fuhren in Richtung Westen zu Attu Island, der letzten Aleuteninsel. Die Schiffe erreichten diese Insel am 25. Januar. Schon am folgenden Tag legten sie allerdings wieder ab und begannen bis zum 28. Januar mit Patrouillenfahrten in den Gewässern der Kurilen und waren auf der Suche nach japanischen Schiffen, um die Versorgung auf den dort besetzten Inseln zu verhindern. Anschließend kehrten die Schiffe der TF 94 nach Attu Island zurück. Am 1. Februar gliederte man die USS KIMBERLY in die Task Group 94.6. In dieser befand sich der Leichte Kreuzer USS RICHMOND und die Zerstörer USS KIMBERLY, USS PICKING, USS WICKES und USS YOUNG. Noch am selben Tag verließen diese Schiffe Attu und fuhren zu den Kurilen. Auf dem Weg dorthin wurden die Gewässer zwischen den Inseln nach japanischen Schiffen abgesucht. Am 4. Februar begannen die Kriegsschiffe mit einem Bombardement auf der nördlichsten Kurilen Insel Paramushiru und beschossen für mehrere Stunden feindliche Stellungen aus allen Rohren bei Suribachi Wan und Kurabi Saki wo Flugabwehrbatterien standen. Danach traten die amerikanischen Kriegsschiffe die Fahrt nach Attu an, wo sie am 5. Februar anlegten. Damit alle Bunker auf den Kriegsschiffen wieder aufgefüllt werden konnten mussten diese nach Adak fahren. Von hier aus erfolgten auch mehrere Patrouillenfahrten auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Die USS KIMBERLY verblieb dabei in der TG 94.6, die von Rear Admiral Wilder DuPuy Baker befehligt wurde. In der TG befand sich der Leichte Kreuzer USS RICHMOND und die Zerstörer der DesDiv 97 USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER, USS WICKES, USS YOUNG und USS SPROSTON ( DD-577 ), sowie die DesDiv 98 mit USS KIMBERLY, USS ISHERWOOD, USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ) und USS LUCE ( DD-522 ). Diese Schiffe verließen am 28. Februar Adak und fuhren nach Attu. Hier wurden zwei Tage später die Treibstoffbunker aller Kriegsschiffe nochmals aufgefüllt. Noch am selben Tag legten sie ab und fuhren nach Paramushiru. In den Gewässern wurde wieder patrouilliert und nach japanischen Schiffen gesucht. In der Nacht vom 3. zum 4. März begannen dann die Schiffe der TG mit einem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen bei Suribachi Wan und Kurabi Saki auf Paramushiru. Dieser Angriff kam für die japanischen Verteidiger völlig unerwartet. Die USS LUCE versenkte dabei das japanische Frachtschiff KOKAI MARU ( 2.000 BRT ). In der Nacht vom 4. zum 5. März gerieten die Schiffe der TG 94.6 vor den Kurilen in schweres Wetter und mussten abdrehen. Die USS RICHMOND, USS KIMBERLY, USS LUCE, USS ISHERWOOD, USS SPROSTON, USS WICKES, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER und USS YOUNG wurden dabei beschädigt. Am 5. März liefen die Schiffe der TG 94.6 im Hafen von Attu wieder ein. Hier blieben die Kriegsschiffe und man begann mit den notwendigen Reparaturen. Nach Abschluss dieser Arbeiten beteiligten sich diese Schiffe an Anti-U-Boot Patrouillen. Am 1. April verließ die USS KIMBERLY zusammen mit den Zerstörern USS PICKING, USS ISHERWOOD, USS WICKES und USS SPROSTON Attu und fuhren nach Sitkin Island, Aleuten. Hier begannen die Kriegsschiffe mit mehreren Schießübungen. Am 3. April erreichten die Schiffe wieder Attu. Die USS KIMBERLY nahm von hier aus wieder ihre Patrouillen- und Eskortierfahrten in den Gewässern der Aleuten auf. Ab Mitte Mai zog man die Kriegsschiffe für die Task Force 94 wieder zusammen. Rear Admiral Ernest Gregor Small ( 5. November 1888 in Waltham, Massachusetts – 27. Dezember 1944 in Brooklyn, New York ) befehligte diesmal diese TF. In diesem Verband befanden sich die Schweren Kreuzer USS CHESTER ( CA-27 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und die Zerstörer USS KIMBERLY, USS YOUNG, USS LUCE, USS ISHERWOOD, USS CHARLES J BADGER, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER, USS SPROSTON und USS WICKES. Am 24. Mai verließen diese Schiffe Attu und begannen am Morgen des 26. Mai ein Bombardement auf japanische Stellungen auf der Kurilen Insel Paramushiru. Anschließend wechselten die Schiffe zur Kurilen Insel Matsuwa aus der zentralen Inselgruppe und beschossen hier vorgegebene Positionen, wo sich japanische Stellungen befinden sollten. Die Schiffe der TF 94 kehrten kurz danach in die Kulak Bay von Attu Island zurück. Dort bereitete man sie auf den folgenden Einsatz in den Kurilen vor. Am 10. Juni verließen die Schiffe der TF 94 erneut die Kulak Bay und fuhren zu der Inselgruppe der zentralen Kurilen. Früh am Morgen des 13. Juni lagen diese Schiffe vor der Insel Matsuwa bereit und begannen ab 5:13 Uhr mit dem Bombardement japanischer Stellungen. Nach einer halben Stunde wurde der Beschuss abgebrochen und die Schiffe der TF verließen wieder die Gewässer der Kurilen Insel. Nach mehreren Patrouillenfahrten in den Gewässern zwischen den Aleuten und den Kurilen kehrten die Kriegsschiffe in ihre Operationsbasis zurück. Hier bunkerten die Schiffe der TF 94 frischen Brennstoff und man füllte die Munitionsvorräte auf. Am 24. Juni legten sie in der Kulak Bay ab und fuhren erneut zu den Kurilen. Doch diesmal lag man zwei Tage später vor der Insel Paramushiru. Die amerikanischen Schiffe lagen beim Eintreffen vor dieser Insel in einem dicken Nebel gehüllt. Dort beschossen sie feindliche Stellungen bei Suribachi Wan und Kurabi Saki. Die Sichtweite betrug unter zweihundert Meter. Trotzdem begann man mit dem Bombardement auf die japanischen Stellungen nach den Vorgaben der Zielkoordinaten. Noch am selben Tag verließen allerdings die amerikanischen Schiffe wieder Paramushiru und legten am 28. Juni in der Kulak Bay an. In dem nun folgenden Monat begann man auf der USS KIMBERLY mit mehreren Trainingsübungen für die nächste Fahrt zu den Kurilen. Dazu gliederte man den Zerstörer Ende Juli in die Task Force 94 ein. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS CONCORD ( CL-10 ) und USS TRENTON ( CL-11 ) und die Zerstörer USS KIMBERLY, USS YOUNG, USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING, USS WICKES, USS ROWE ( DD-564 ), USS SMALLEY ( DD-565 ), USS STODDARD ( DD-566 ) und USS WATTS ( DD-567 ). Am 1. August verließen diese Schiffe die Kulak Bay und fuhren zu den Kurilen. Am folgenden Tag befanden sie sich auf dem Weg zur Insel Matsuwa. Da griff ein zweimotoriger japanischer Bomber vom Typ Mitsubishi G4M den Schiffsverband an. Sofort schlug diesem Flugzeug ein Hagel von Luftabwehrgeschossen entgegen. Das war das einzige nennenswerte Ereignis auf dieser Patrouillentour, da vor der Kurileninsel sich schlechtes Wetter zusammenbraute und sich ständig feindliche Aufklärungsflugzeuge in der Luft befanden. Das Bombardement auf die Insel Matsua wurde daher abgesagt und die Schiffe kehrten nach Attu zurück. Die USS KIMBERLY legte am 4. August in der Massacre Bay, Attu an. Von hier aus beteiligte sich der Zerstörer wieder an weiteren Eskortier- und Patrouillenfahrten. Doch am 18. September verließ das Kriegsschiff die Aleuten und fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Hier bereitete man die USS KIMBERLY in der Mare Island Naval Shipyard auf ihren Einsatz im immer schneller ablaufenden Pazifikkrieg vor. Nach Abschluss der Arbeiten legte der Zerstörer sofort ab und fuhr über Pearl Harbor zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier bereitete man das Schiff und die Mannschaft bis zum 10. November auf die kommenden Aufgaben bei der Rückeroberung der Philippinen vor. An diesem 10. November verließ die USS KIMBERLY den Seeadler Harbour und beteiligte sich an der Eskorte eines Versorgungskonvois zum Leyte Golf, der Nachschubmaterial für die Wiederauffüllung der US Streitkräfte transportierte. Vom Leyte Golf aus fuhr dann einige Tage später ein Versorgungskonvoi los und hatte als Ziel die Mangarin Bay, Mindoro. An der Eskorte beteiligten sich unter anderem die USS KIMBERLY und die USS WILLIAM D PORTER. Am Abend des 21. Dezember griffen japanische Kamikazepiloten die amerikanischen Schiffe an. Während des zweistündigen Gefechts konnten die Geschützmannschaften der USS KIMBERLY eines der feindlichen Flugzeuge abschießen und waren am Abschuss von zwei weiteren mitbeteiligt. Nachdem der feindliche Luftangriff abgewehrt war, fuhren die Schiffe in die Mangarin Bay ein und brachten Mannschaften und Material zum Bau einer Landebahn und einer Patrouillenboot-Basis. Diese beiden Basen wurden unbedingt für die bevorstehende Invasion der philippinischen Insel Luzon benötigt. Die Zerstörer kehrten nach Leyte in die San Pedro Bay zurück, wo sie am 26. Dezember anlegten. Hier begannen bis zum 2. Januar 1945 gleich mehrere Übungen der Kriegsschiffe, die sich an der Eroberung der Insel Luzon beteiligen sollten. Die USS KIMBERLY versetzte man in die Task Group 77.2, der Fire Support und Bombardement Group während der Operation „Mike I“, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) kommandierte. Innerhalb dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und die beiden australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ) und HMAS SHROPSHIRE, der Leichte Kreuzer USS COLUMBIA ( CL-56 ), die Zerstörer USS KIMBERLY, USS SPROSTON, USS PICKING, USS CHARLES J BADGER, USS WILLIAM D PORTER, USS BENNION ( DD-662 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS IZARD ( DD-589 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS FRAZIER ( DD-607 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ) und die beiden australischen Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) und HMAS WARRAMUNGA ( I44 ), die Geleitzerstörer USS EICHENBERGER ( DE-202 ) und USS JAMES E CRAIG ( DE-201 ) und die Schnellen Truppentransporter USS SANDS ( APD-13 ), USS RATHBURNE ( APD-25 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ), USS CLEMSON ( APD-31 ), USS DICKERSON ( APD-21 ) und USS BLESSMAN ( APD-48 ). Am 3. Januar 1945 erreichten die Schiffe der TG 77.2 den Leyte Golf. Noch während der Durchquerung der Sulu Sea attackierten mehrere japanische Kamikazepiloten den Verband, konnten aber keinen Schaden anrichten. Am folgenden Tag befanden sich die Schiffe der TG westlich von Panay Island. Am 5. Januar erreichten sie das Südchinesische Meer durch die Mindoro Straße und lagen 70 Seemeilen Westnordwestlich der Subic Bay, Luzon. Ab diesem Punkt konnten Landgestützte japanische Flugzeuge den Schiffsverband angreifen. Schon am Morgen gab es daher einen ersten Luftangriff durch feindliche Flugzeuge, unter denen sich auch japanische Kamikazepiloten befanden. Doch die Luftabwehrkanoniere der USS KIMBERLY und die der anderen amerikanischen Schiffe brauchten zu diesem Zeitpunkt nicht in das Kampfgeschehen eingreifen, da die japanischen Maschinen von einer ständig in der Luft befindlichen amerikanischen Kampfluftpatrouille abgedrängt und vernichtet wurden. Erst gegen 16:50 Uhr schafften es einige wenige feindliche Maschinen durch diesen Sicherheitsschirm durchzubrechen und griffen unverzüglich den Schiffsverband an. Die Luftabwehrkanoniere der USS KIMBERLY konnten an diesem Tag zwei der angreifenden Flugzeuge abschießen. Allerdings erfuhr man auf dem Zerstörer noch in dieser aufkommenden Nacht, dass sich zwei Kamikazepiloten auf den Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE und ein Selbstmordpilot auf den Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY ( CVE-61 ) aus der Task Undergroup 77.4.2 stürzen konnten. Am folgenden Tag nahm der Angriff japanischer Kamikazepiloten noch weiter zu. Diese Selbstmordpiloten stürzten sich auf jedes alliierte Schiff. Die TG 77.2 erlitt große Verluste, mehrere Schiffe wurden schwer beschädigt. Gleichzeitig begannen sich die Kriegsschiffe auf ihre vorgegebenen Ziele von Santo Tomas und San Fabian einzuschießen. Die USS KIMBERLY sicherte die Schweren Einheiten vor Luft- und U-Boot-Angriffen. Außerdem beteiligte sich der Zerstörer ebenfalls an dem Beschuss japanischer Stellungen auf Luzon, die sich in Küstennähe befanden. Dazu kamen feindliche Eisenbahn- und Versorgungszentren. Am 27. Januar übernahm der Zerstörer die Sicherung über das Amphibische Kommandoschiff USS WASATCH ( AGC-9 ) aus der Task Group 77.1 und eskortierte es vom Lingayen Golf nach Mindoro, da die Amerikaner ihren Brückenkopf auf Luzon soweit gefestigt hatten. An Bord der USS WASATCH befand sich Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hanover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ), der Kommandeur der 7. US Flotte und der alliierten Marinestreitkräfte im Südwestpazifik. Am 29. Januar gegen 5:30 Uhr warfen beide Kriegsschiffe am Ziel ihren Anker. Die USS KIMBERLY kehrte wenige Stunden später in den Lingayen Golf zurück und begann in den dortigen Gewässern zu patrouillieren. Dan setzte man den Zerstörer als Radarvorpostenschiff ein, zur Früherkennung von feindlichen Luftangriffen und zur Ortung von feindlichen U-Booten. Für das Kriegsschiff gab es dann aber keine neuen Aufgaben und so fuhr es in die San Pedro Bay, Leyte. Hier bereitete man den Zerstörer für die Operation „Iceberg“ zur Einnahme von Okinawa vor. Ab dem 9. März beteiligte sich das Kriegsschiff zusammen mit anderen Zerstörern und Trägereinheiten durch angesetzte Manöver vor Cabugan Island beim Atoll Ulithi, Karolinen auf diese Invasion vor. Am 16. März kehrten alle Kriegsschiffe in die San Pedro Bay zurück. Anschließend gliederte man die USS KIMBERLY in die Task Group 51.1, die Western Island Attack Group, die Rear Admiral Ingolf Norman Kiland ( 26. März 1895 in Sioux Falls, Minnehana County, South Dakota – 10. Märt 1992 ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Zerstörer USS KIMBERLY, USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING, USS SPROSTON, USS WICKES, USS ISHERWOOD, USS LUCE, USS CHARLES J BADGER und USS O´BRIEN ( DD-725 ), die Geleitzerstörer USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ), USS ABERCROMBIE ( DE-343 ), USS OBERRENDER ( DE-344 ), USS RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ) und USS STERN ( DE-187 ), die Schnellen Truppentransporter USS SCRIBNER ( APD-122 ), USS KINZER ( APD-91 ) USS DICKERSON ( APD-21 ), USS DANIEL T GRIFFIN ( APD-38 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS HERBERT ( APD-22 ) welche zusammen mit den Angriffstruppentransportschiffen USS ST MARY´S ( APA-126 ) und USS MOUNTRAIL ( APA-213 ) sowie 12 Mittler Infanterielandungsfahrzeuge, 24 Große Infanterielandungsfahrzeuge und 12 Mittlere Landungsschiffe mit Raketen die Soldaten der 77. Infanteriedivision transportierten, 6 Angriffstransportschiffe und 28 Panzerlandungsschiffe sowie 8 Unterstützungsfahrzeuge. Am 21. März verließ der Schiffsverband der TG 51.1 die San Pedro Bay und erreichte vier Tage später die Ryukyu Inseln. Ab dem Morgen des 25. März wurden praktisch die Kerama Retto Inseln ohne großen Widerstand eingenommen. An diesem Tag befand sich die USS KIMBERLY auf seinem zugewiesenen Radarvorposten. In der Nacht zum 26. März griffen zwei japanische Bomber vom Typ Aichi D3A an. Die Geschützmannschaften des Zerstörers feuerten aus allen Rohren. Eines der beiden Flugzeuge explodierte noch in der Luft. Das zweite erhielt zahlreiche Treffer und zog eine lange dicke Qualmwolke aus Feuer und Rauch hinter sich her, doch der Pilot konnte seine Maschine noch steuern und stürzte Achtern auf das Geschütz. Vier Mitglieder der Kanone waren sofort tot und 57 wurden teilweise schwer verletzt. Die Mannschaft des Zerstörers begann unmittelbar nach dem Einschlag mit der Bergung der Verletzten und der Bekämpfung des Feuers, das sich sehr schnell auf die Munitionsmagazine auszubreiten drohte. Das Kriegsschiff konnte aus eigener Kraft nach Kerama Retto fahren, wo schon eine Basis für die Reparatur von Schiffen errichtet worden war. Ab dem 27. März nahm man dringend notwendig gewordene Reparaturen an der USS KIMBERLY vor. Am 1. April, an dem Tag begann die Invasion auf Okinawa, verließ der Zerstörer Kerama Retto und fuhr über das Atoll Ulithi, Karolinen und Pearl Harbor in die Mare Island Naval Shipyard. Dort traf das Kriegsschiff am 25. April ein. Man begann sofort mit den Arbeiten im Trockendock und nahm gleichzeitig noch eine Überholung und eine Modifizierung vor. Nach den daran anschließenden Erprobungsfahrten verließ die USS KIMBERLY wieder die Werft und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Dort legte der Zerstörer am 19. Juli an und beteiligte sich in den Hawaiianischen Gewässern an mehreren Übungen. Hier gliederte man die Task Undergroup 12.5.9 zusammen. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS KIMBERLY, USS YARNALL ( DD-541 ), USS HALSEY POWELL( DD-686 ) und USS FRANKS ( DD-554 ). Am 10. August 1945 legten diese Zerstörer in Pearl Harbor ab und erreichten sieben Tage später das Atoll Eniwetok. Auf der Fahrt zu diesem Atoll, erhielten die Kriegsschiffe am 15. August die Nachricht, dass der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet sei. Vor dem Atoll Eniwetok stellte man nun neue Task Groups zusammen. Die darin befindlichen Kriegsschiffe sollten die Okkupation Japans absichern. Dazu gründete man die Task Undergroup 30.3.9, die Captain G. E. Short während der Operation „Homeland Raids“ kommandierte. In der TU befanden sich die Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ) und USS ANTIETAM ( CV-36 ), der Leichte Flugzeugträger USS CABOT ( CVL-28 ) und die Zerstörer USS KIMBERLY, USS YARNALL, USS HALSEY POWELL, USS ALLEN M SUMNER, USS ROBERT K HUNTINGTON ( DD-781 ), USS MYLES C FOX ( DD-829 ) und USS O´BRIEN ( DD-725 ). Am 21. August verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok und fuhren zur japanischen Küste. Schon vier Tage später löste sich die TU auf. Die USS KIMBERLY fuhr am 4. September in die Bucht von Tokyo und übernahm die Eskorte über das berühmt gewordene Schlachtschiff USS MISSOURI ( BB-63 ). Zwei Tage später verließen die beiden Schiffe die Bucht und fuhren nach Guam, Nördliche Mariannen. Hier wurden im Zuge der Operation „Magic Carpet“ Soldaten für die Fahrt in heimische Gewässer an Bord genommen. Am 20. September erreichte man Pearl Harbor, das am 29. September wieder verlassen wurde. Beide Schiffe fuhren nach San Diego und durchquerten anschließend den Panamakanal. Sie fuhren nun entlang der US Ostküste und legten an jedem großen Hafen an. Am 18. Oktober wurde Philadelphia, Pennsylvania erreicht, wo sich beide Schiffe trennten und die USS MISSOURI nach New York weiterfuhr. Nach den Feierlichkeiten zum Navy Day am 27. Oktober, verließ die USS KIMBERLEY am 2. November Philadelphia und erreichte am folgenden Tag Charleston, South Carolina. Hier stellte man den Zerstörer am 5. Februar 1947 außer Dienst und versetzte ihn in die Reserveflotte.
Nach den ausgebrochenen Feindseligkeiten auf der koreanischen Halbinsel stellte man die USS KIMBERLY am 8. Februar 1951 wieder in den Dienst der US Navy. Commander Oscar Blair Parker übernahm das Kommando über den Zerstörer. Das Kriegsschiff begann in der Guantanamo Bay, Kuba mit Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. Danach fuhr es nach Norfolk für die Endausrüstung. Dort legte die USS KIMBERLY am 15. Mai ab und fuhr in den Pazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte der Zerstörer in San Diego, Pearl Harbor und Guam einen Zwischenstopp ein. Am 18. Juni legte das Kriegsschiff in Tokosuka, Japan an. Fünf Tage später legte es wieder ab und fuhr vor die Westküste Koreas. Hier beteiligte sich die USS KIMBERLY an Feuerunterstützungsoperationen. Der Zerstörer patrouillierte auch vor der Küste und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Außerdem setzte man das Kriegsschiff zur Sicherung von Flugzeugträgern ein, während deren Flugzeuge Angriffe auf feindliche Ziele an Land flogen. Mitte September verlegte man die USS KIMBERLY in die Straße von Formosa, um hier zu patrouillieren. Am 6. Oktober verließ der Zerstörer die fernöstlichen Gewässer und fuhr über Manila, Luzon, Philippinen; dem Suezkanal und dem Mittelmeer an die US Ostküste zurück. Am 12. Dezember legte die USS KIMBERLY in ihrem Heimathafen Norfolk an. Von hier aus absolvierte der Zerstörer mehrere Trainingseinheiten entlang der Atlantikküste und in der Karibik. Am 20. Juni 1953 wechselte das Kriegsschiff nach Charleston. Hier stellte man am 16. Januar 1954 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Zwölf Jahre später schleppte man im Juli 1966 das Kriegsschiff für eine Überholung in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Nach Abschluss dieser Arbeiten lieh man am 1. Juni 1967 den Zerstörer an die Marine von Taiwan aus. Hier erhielt das Kriegsschiff den Namen ROCS AN YANG ( DD-18 ). Den Namen USS KIMBERLY strich man am 25. Januar 1974 von der US Navy – Liste.
Im Rahmen einer Modernisierung Mitte der 1980er Jahre, durch das Wu – Jin – Project, erhielt das Kriegsschiff die Kennung DDG-918. Die Taiwanesische Marine stellte die ROCS AN YANG am 16. September 1999 außer Dienst und versenkte im Seegebiet südwestlich der kleinen Ryukyu Inseln am 14. Oktober 2003 das Schiff als Seeziel während einer Übung.  


USS KIMBERLY ( DD-521 )
Commanding Officer
 

CDR Harry Smith    22. Mai 1943 – 25. Oktober 1944′
CDR James Dickson Whitfield Jr.    25. Oktober 1944 – Januar 1946
LCDR Dale Calvin Reed    Januar 1946 – 1. Mai 1946
LCDR Thomas Hart Taylor        1. Mai 1946 – 1. August 1946
Außerdienststellung    5. Februar 1947 – 8. Februar 1951
CDR Oscar Blair Parker    8. Februar 1951 – 13. Dezember 1953
CDR Charles Whitacre Cushman    13. Dezember 1953 – 16. Januar 1954

USS SHUBRICK ( DD-268 )

USS SHUBRICK ( DD-268 )

Biografie

William Branford Shubrick
* 31. Oktober 1790 in „Belvedere“, Bull Island, South Carolina
† 27. Mai 1874 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Krieges von 1812, während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und in den ersten Monaten des amerikanischen Bürgerkrieges

Drei Brüder von William Branford Shubrick, John Templar Shubrick ( 1788 – 1815 ), Edward Rutledge Shubrick ( 1794 – 1844 ) und Irvine Shubrick ( 1798 – 1849 ) waren wie er Offiziere in der US Navy. William Branford Shubrick begann sein Harvard Studium noch bevor er 1806 zum Midshipman in der US Navy ernannt wurde. Seinen Dienst versah er auf der Korvette USS WASP ( 1807 ) die unter dem Kommando von Master Commander John Smith stand. Die erste Kreuzfahrt der Korvette führte Shubrick in das Mittelmeer wo man für ein halbes Jahr blieb. Dann kehrte die USS WASP an die Ostküste der Vereinigten Staaten zurück und man verlegte mit dem Schiff ab Juni 1808 eine Garnison von New York City nach Passamaquoddy. Im Winter von 1808 zu 1809 patrouillierte das Schiff vor der Casco Bay, Maine um dort das Jefferson Embargo gegen England und Frankreich durchzusetzen. Danach blieb es bis Mai 1809 in Portland, Maine. In Portland übergab Master Commander Smith das Kommando über die USS WASP an Captain James Lawrence ( 1. Oktober 1781 – 4. Juni 1813 ). Am 13. November 1809 versetzte man Midshipman James Fenimore Cooper ( 15. September 1789 – 14. September 1851 ) an Bord der Korvette. Cooper war ein Freund von Lawrence, da beide aus Burlington, New Jersey stammten. Midshipman Shubrick freundete sich auch sehr schnell mit dem Wortgewandten Cooper an und diese Freundschaft sollte ein Leben lang halten. Seinem Freund Shubrick widmete Cooper später die Bücher „Der Pilot“ und „The Red Rover“. Doch die beiden konnten nicht lange zusammen bleiben. Noch im selben Jahr versetzte man Shubrick auf die Brigg USS ARGUS ( 1803 ) die vor der Atlantikküste Amerikas das Jefferson Embargo durchsetzen sollte. Dort blieb er bis zum Ausbruch des Krieges von 1812. Dieser brach am 18. Juni 1812 gegen England offen aus. Man versetzte Shubrick auf die Brigg USS HORNET ( 1803 ) die Captain James Lawrence befehligte. Die USS HORNET segelte nach Südamerika wo am 9. Juli 1812 das britische Piratenschiff DOLPHIN aufgebracht wurde. Die Crew der USS HORNET musste aber das britische Schiff wieder freigeben wegen einer Übermacht an britischen Kriegsschiffen im Hafen von Salvador da Bahia, Brasilien. Die HORNET kehrte kurz nach Washington zurück. Dort ging Shubrick von Bord der Brigg und wechselte an Bord der Fregatte USS CONSTELLATION ( 1797 ) die in der Werft zur Reparatur lag. Die Fregatte kommandierte Captain Charles Stewart ( 28. Juli 1778 – 6. November 1869 ). Nach der Fertigstellung der Reparaturen legte die Fregatte ab und segelte nach Hamton Roads. Kurz nach ihrer Ankunft im Januar 1813 blockierten britische Schiffe die Hafenausfahrt. Captain Stewart ließ Vorbereitungen zur Verteidigung der Fregatte treffen. Anfang Juni übertrug er Shubrick das Kommando über eine Gruppe von 150 Matrosen und Marinesoldaten die Craney Island mit 580 Militärs und Milizen besetzten. Am 22. Juni 1813 kam es dort zur Schlacht. 1.300 britische Soldaten griffen die Insel an. 81 von ihnen blieben auf dem Schlachtfeld liegen. Auf der amerikanischen Seite gab es keine Verluste. Mit diesem Sieg wurde Norfolk und Portsmouth vor der Plünderung gerettet. Mit Captain Stewart wechselte Shubrick dann an Bord der Fregatte USS CONSTITUTION ( 1797 ). Am 20. Februar 1815 wurden die Segel der beiden britischen Kriegsschiffe HMS LEVANT ( 1813 ) und HMS CYANE ( 1806 ) bei Kap Finisterre gesichtet. Beide Schiffe gaben nach einer kurzen Gegenwehr auf und wurden von den Amerikanern aufgebracht. Für sein heldenhaftes Verhalten während dieses Kampfes, erhielt Shubrick später eine Congressional Medaille verliehen. Am 9. Juli 1829 übernahm Commander Shubrick das Kommando über die Schaluppe USS NATCHEZ ( 1827 ) die in der Karibik und entlang der Atlantikküste operierte. Das Schiff wurde dann am 24. August 1831 außer Dienst gestellt. Shubrick wechselte an Bord der Fregatte USS POTOMAC ( 1822 ) wo man die Gräueltaten erfuhr die der Besatzung des Handelsschiffes Friendship aus SALEM, Massachusetts in dem Hafen von Quallah Battoo nahe der Pedir Küste von Sumatra widerfahren war. Der Kapitän der USS POTOMAC, Captain John Downes ( 1786 – 11. August 1854 ), sollte diese rächen. Downes Instruktionen sahen vor, wenn es eine reguläre Regierung dort in Quallah Battoo gab sollte er mit dieser über die Bestrafung der Piratenbande verhandeln, wenn es allerdings dort keine Regierung gab waren ihm nicht die Hände gebunden jede „Bande von Gesetzlosen Piraten“ zu verfolgen und festzunehmen um diese Gräueltat zu rächen. Die USS POTOMAC verließ am 28. August 1831 New York mit dem Ziel Quallah Battoo. Über das Kap der Guten Hoffnung erreichte das Schiff den Indischen Ozean. An seinem Ziel kam es am 5. Februar 1832 an. Downes ging ohne zu verhandeln sofort in den Angriff über da seiner Meinung nach die Eingeborenen nur mit einem Messer an der Kehle verhandeln würden. So schickte er am 7. Februar Frühmorgens eine Abteilung Marines und drei Abteilungen Matrosen unter dem Kommando von Shubrick und Lieutenant Henry Kuhn Hoff ( 1809 – 25. Dezember 1878 ), insgesamt 282 Männer, an Land, mit dem Auftrag die vier Malaysischen Festungen entlang der Küste zu nehmen. Mit Hilfe der Schiffsgeschütze legte man die Festungen in Schutt und Asche und die Landtruppen erledigten den Rest. Nach fünf Stunden war das Massaker zu Ende. 150 Eingeborene samt ihrer Häuptlinge kämpften bis in den Tod. Zwei Tage später beschoss man das Dorf selber, welches dabei Feuer fing und abbrannte. Diese Aktion führte zu weiteren 300 Toten. Danach legte die Fregatte wieder ab und umsegelte das Kap Horn. Nach der Weltumrundung legte die Fregatte am 23. Mai 1834 wieder in Boston an. Danach versetzte man Shubrick an Bord der Schaluppe USS LEXINGTON ( 1825 ) deren Kommando er übernahm. Und von 1838 bis 1840 übertrug man Shubrick das Kommando über das Karibik Geschwader. Das Bureau of Provisions and Clothing leitete Shubrick von 1845 bis 1846. Am 25. April 1846, brach der Mexikanisch-Amerikanische Krieg aus. Shubrick, nun im Rang eines Commodore, forderte vom Marineminister seinen Dienst auf See ausführen zu dürfen. Er erhielt das Linienschiff USS INDEPENDENCE ( 1814 ) welches sein Flaggschiff des Pazifik Geschwaders war. Es traf am 22. Januar 1847 in der Monterey Bay ein und Shubrick begab sich an Bord. Er übernahm dieses Kommando von Commodore John Drake Sloat ( 6. Juli 1781 – 28. November 1867 ) der aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste. Doch Commodore James Biddle ( 18. Februar 1783 – 1. Oktober 1848 ) kam mit seinem East India Squadron eine Woche nach der Kommandoübergabe an Shubrick aus Japan und landete ebenfalls in Monterey. Er übernahm am 2. März das Oberkommando über beide Geschwader. Im April segelte Shubrik auf Befehl von Biddle mit seinem Geschwader entlang der mexikanischen Küste und blockierte die Häfen von Guaymas und Mazatlán. Anfang Juni beorderte Biddle ihn wieder an die kalifornische Küste und übergab ihm am 19. Juli das Kommando über das Pazifik Geschwader. Biddle selber kehrte mit seinem Geschwader an die Ostküste zurück. Unter Shubrick wurden die US Navy Operationen entlang der Pazifikküste während des Krieges erfolgreich beendet. Der Höhepunkt dieser Kämpfe war die Eroberung von Guaymas im Oktober und die Besetzung von Mazatlán im November 1847. Die Stadt San Blas fiel im Januar 1848 in die Hände der Amerikaner. Das Kommando über das Pazifik Geschwader übergab Shubrick 1848 an Commodore Thomas ap Catesby Jones ( 1790 – 1858 ). Commoodre Shubrick übernahm dafür im folgenden Frühjahr 1849 das Kommando über die Philadelphia Navy Yard. Ab dem 1. März 1852 übernahm er die Leitung des Bureau of Construction and Repair. Dies hatte er bis zum 30. Juni 1853. Flag Officer Shubrick war dann von 1854 bis 1858 der Vorsitzende des Lighthouse Board. Am 1. Februar 1855 war von Seiten Paraguays auf das Seitenrad Kanonenboot USS WATER WITCH ( 1851 ) geschossen worden bei dem der Steuermann des Schiffes tödlich getroffen wurde. In den anschließenden Jahren versuchten Diplomaten vergeblich diese Situation friedlich aus dem Weg zu räumen was allerdings fehl schlug. US Präsident James Buchanan, Jr. ( 23. April 1791 – 1. Juni 1868 ) ernannte daraufhin den ehemaligen Kongressabgeordneten von Missouri, James Butler Bowlin ( 16. Januar 1804 – 19. Juli 1874 ) zum amerikanischen Verhandlungsführer. Um Bowlins Glaubwürdigkeit und Kraft für seine Forderungen zu verleihen, wurden von der US Navy Schiffe angefordert. Diese hatte aber nur eine Handvoll Segelschiffe und das Brasilien Geschwader für diese Aufgabe bereitgestellt. Um den Bedürfnissen dieser Expedition aber zu genügen wurden von der US Navy sieben Handelsschiffe mit Dampfantrieb gechartert und umgerüstet. Bowlin begab sich an Bord der Fregatte USS SABINE ( 1855 ). Am 17. Oktober 1858 hob das Geschwader im Hafen von New York City den Anker und alle neunzehn Schiffe fuhren größtenteils unabhängig in Richtung Süden. Im Hafen von Montevideo, Uruguay begann dann das große Warten auf die Nachzügler. Erst am 29. Dezember erreichte der Dampfer USS MV CHAPIN ( 1856 ) den Hafen. Am folgenden Tag fuhr das Geschwader geschlossen in den Rio de la Plata stromaufwärts. Bis Rosario gelangte das Geschwader und dort trennten sich die USS WATER WITCH und der Dampfer USS FULTON ( 1837 ) die weiter Stromaufwärts fuhren bis Asunción. An Bord der beiden Schiffe waren Bowlin und Flag Officer Shubrick. Asunción erreichte man am 25. Januar 1859. Bowlin begab sich an Land und verhandelte zwei Wochen lang mit dem paraguayischen Präsidenten Carlos Antonio López Ynsfrán ( 4. November 1792 – 10. September 1862 ). Das Ergebnis dieser Kanonenbootpolitik war, dass Paraguay sich bei den Vereinigten Staaten für den Vorfall entschuldigte, die Familie des getöteten Steuermanns von der USS WATER WITCH entschädigte und obendrein noch einem Neuen und vorteilhaften Handelsvertrag für die USA unterzeichnete. Zwei Jahre später brach der amerikanische Bürgerkrieg aus. Flag Officer Shubrick trat im Dezember 1861 in den Ruhestand. Zum Rear Admiral im Ruhestand ernannte man ihn am 16. Juli 1862. William Branford Shubrick verstarb am 27. Mai 1874 in Washington DC.

Zu Ehren von Rear Admiral im Ruhestand William Branford Shubrick wurden bei der US Navy vier Schiffe benannt.
Das erste Schiff war das Seitenraddampfschiff USS SHUBRICK ( 1865 ) das am 23. August 1861 vom Navy Departement an die US Küstenwache übergeben wurde.
Das zweite Schiff war das Torpedoboot USS SHUBRICK ( TB-31 ) das 1901 in Coast Torpedoboot Nr. 15 umbenannt wurde.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS SHUBRICK ( DD-268 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS SHUBRICK ( DD-639 ) aus der GLEAVES – Klasse.


USS SHUBRICK ( DD-268 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS SHUBRICK ( DD-268 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral William Branford Shubrick benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das siebenundsiebzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in Squantum, Massachusetts wurde am 3. Juni 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Willing Clymer Bayard ( 20. Mai 1848 in Washington DC – 8. Januar 1933 in Washington DC ), Ehefrau des US Senators von Delaware Thomas Francis Bayard, Sr. ( 29. Oktober 1828 in Wilmington, New Castle County, Delaware – 28. September 1898 in Dedham, Norfolk County, Massachusetts ) und Enkelin von  Rear Admiral William Branford Shubrick, taufte am 31. Dezember 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf.
Lieutenant Commander Creed Haymond Boucher ( 3. März 1888 in Chico, Butte County, Kalifornien – 7. Januar 1964 in Palo Alto, Santa Clara County, Kalifornien ) stellte am 3. Juli 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS SHUBRICK in den Gewässern vor Newport, Rhode Island durchführte, wechselte der Zerstörer nach New York. Hier überprüfte man die Schiffshaut des Kriegsschiffes. Am 27. Oktober legte die USS SHUBRICK in New York wieder ab und stach in See. An Bord des Zerstörers befanden sich diplomatische Vertreter der US Amerikanischen Regierung und Geld. Ziel des Kriegsschiffes war Port-au-Prince, die Hauptstadt von Haiti. Das Land war seit 1915 von US Marines besetzt. Am 6. oder 7. Oktober 1919 hatte es eine Schlacht zwischen US Militär und Haitianische Regierungstruppen gegen eine angreifende Rebellengruppe gegeben. Das Kriegsschiff erreichte am 31. Oktober Port-au-Prince. Nachdem die diplomatischen Vertreter von Bord gegangen waren und auch das mitgeführte Geld entladen war, legte der Zerstörer umgehend wieder ab. Die USS SHUBRICK durchquerte den Panamakanal. Mehrere Tage lang blieb der Zerstörer dann auf der pazifischen Seite des Kanals liegen. Man musste die Kohlebunker füllen. Erst dann nahm das Kriegsschiff seine Fahrt entlang der amerikanischen Westküste auf. Am 27. November lief die USS SHUBRIK in den Hafen von San Diego, Kalifornien ein. Hier gliederte man den Zerstörer sofort in eine Reserve Zerstörer Division ein. Das Kriegsschiff nahm sehr selten an Übungen entlang der US Westküste teil. Das Kriegsschiff lag unter anderem am 8. April
1922 längsseits zusammen mit den Zerstörern USS YOUNG ( DD-312 ), USS JACOB JONES ( DD-130 ), USS HULL ( DD-330 ), USS THOMPSON ( DD-305 ), USS CORRY ( DD-334 ), USS KENNEDY ( DD-306 ), USS RENO ( DD-303 ), USS STODDERT ( DD-302 ), USS YARBOROUGH ( DD-314 ), USS SLOAT ( DD-316 ), USS LITCHFIELD ( DD-336 ) und USS SHUBRICK ( DD-268 ) an dem Öltanker USS CYAMA ( AO-3 ). Man stellte die USS SHUBRIK am 8. Juni 1922 außer Dienst und wurde in der San Diego Destroyer Base zusammen mit 64 weiteren Zerstörern und den Zerstörer Tendern USS PRAIRIE ( AD-5 ) und USS BUFFALO ( AD-8 ) festgemacht.
Am 18. Dezember 1939 stellte man die USS SHUBRIK wieder in den Dienst der US Navy, nachdem in Europa der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war. Das Kommando über den Zerstörer hatte Lieutenant Commander Louis Allen Bryan ( 17. Oktober 1908 in Lexington, Fayette County, Kentucky – 27. Februar 1966 ). Das Bordpostamt eröffnete am 14. Februar 1940. Auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien rüstete man das Kriegsschiff für den kommenden Einsatz vom 26. Februar bis zum 16. März um. Sechs Tage später stach die USS SHUBRIK in See und fuhr zum Panamakanal. Nach dessen Durchquerung operierte der Zerstörer bis zum 29. Juni in der Karibik. In dieser Zeit, vom 13. bis zum 22. Mai, gehörte das Kriegsschiff der neugebildeten West Golf Patrouille an. An Bord der USS SHUBRIK trainierten vom 2. Juli bis zum 30. August Marine Reservisten in Miami, Florida; Boston, Massachusetts und in New York. In der New Yorker Navy Yard und in der Werft in Norfolk, Virginia mussten anschließend an dem Zerstörer mehrere Reparaturen vorgenommen werden. Das Kriegsschiff legte am 6. November in Norfolk ab und fuhr nach Halifax, Nova Scotia, Kanada. Die USS SHUBRIK gehörte dabei zum
Zerstörer Geschwader 33, das Captain Schuyler F. Heim kommandierte. In diesem Geschwader befanden sich die Zerstörer USS SHUBRICK, USS SIGOURNEY ( DD-81 ), USS MEADE ( DD-274 ), USS SWASEY ( DD-273 ), USS CLAXTON ( DD-140 ), USS FAIRFAX ( DD-93 ), USS ROBINSON ( DD-88 ), USS RINGGOLD ( DD-89 ) und USS TILLMAN ( DD-135 ). Im Rahmen des Abkommens über den Austausch von amerikanischen Zerstörern gegen britische Marinebasen wurden am 26. November 1940 diese amerikanischen Zerstörer an die Royal Navy übergeben. Noch am selben Tag benannte man die USS SHUBRIK in HMS RIPLEY ( G79 ) um. Außerdem stellte man an diesem Tag das amerikanische Schiff aus dem Dienst der US Navy.  Eine Pflege- und Wartungsgruppe der Royal Canadian Navy übernahm den Zerstörer und begann sofort mit der ersten Überprüfung aller wichtigen Bauteile. Am 5. Dezember 1940 stellte die Royal Navy das Kriegsschiff in ihren Dienst und Lieutenant Commander John Andrew Agnew ( 26. September 1903 – 3. Mai 1977 ) übernahm das Kommando. Den Namen USS SHUBRIK ( DD-268 ) strich man am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
Die HMS RIPLEY erhielt, wie all die anderen übergebenen Kriegsschiffe aus dieser Klasse, einen gemeinsamen Namen für drei Städte in Großbritannien und sechs Städten in den USA. Der Name HMS RIPLEY war in der Royal Navy zuvor noch nicht verwendet worden.
Noch am 5. Dezember 1940 legte die HMS RIPLEY in Halifax ab und fuhr ostwärts. Der erste Zwischenstopp war Belfast, Irland und das Ziel lautete Plymouth, England. Am 20. Dezember wurde Belfast erreicht und am 27. Dezember Plymouth. Hier dockte man den Zerstörer in die HM Dockyard Devonport zur Überholung ein. Die Umrüstungen und Modifizierungen an dem Kriegsschiff dauern bis zum 13. Februar. So werden, um dem Royal Navy Einsatz für den Geleitschutz zu entsprechen, der Hauptmast entfernt und der Vormast verkürzt. Man entfernte die Torpedorohre und die ursprünglichen 3 – Zoll und 4 – Zoll Geschütze. Diese wurden gegen 12 Pfund HA – Geschütze ersetzt. So reduzierte man das Gewicht, damit am Heck zusätzliche Wasserbombenabroller und hinter dem letzten Schornstein die britischen Tiefenladungswerfer Hedgehogs installiert werden konnten. Ab dem 13. Februar begannen erste Fahrversuche der HMS RIPLEY, gleichzeitig gliederte man den Zerstörer in die 5. Escort Group ein. Doch während der Erprobungs- und Ausbildungsfahrten kam es zu Kollisionen mit dem Schwesterschiff HMS BURWELL ( H94 ), ehemals USS LAUB ( DD-263 ), und dem Trawler NOIRE DAME DE FRANCE. Erneut musste die HMS RIPLEY ins Trockendock von Devonport und sich mehreren Reparaturen unterziehen. Diese waren am 3. März abgeschlossen. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff die Werft und beteiligte sich an der Suche nach einem deutschen Blockadeläufer in dem südwestlichen Seegebiet der britischen Inseln. Doch dann löste man den Zerstörer von dieser Aufgabe ab und unterstellte ihn dem Western Approaches Command, welches von Admiral Sir Percy Lockhart Harnam Noble ( 16. Januar 1880 in Bengalen, Indien – 25. Juli 1955 in London ) befehligt wurde. Die erste Eskorte führte die HMS RIPLEY am 6. April durch. An diesem Tag verließen die Handelsschiffe des Konvois OB 308 ihren Hafen und fuhren nach Island. Erst am 11. April verließen die Kriegsschiffe der Sicherungsgruppe in den Western Approaches den Schiffskonvoi. Doch schon zwei Tage später beteiligt sich die HMS RIPLEY an der Eskorte des Konvois HX 118. Die Schiffe erreichen am 18. April ihren Zielhafen. In den folgenden Tagen nahm man in Londonderry, Nordirland einige kleinere Reparaturen an dem Zerstörer vor. Vom 10. bis zum 12. Mai beteiligte sich das Kriegsschiff dann an der nächsten Eskorte von einem Konvoi, der westwärts fuhr. Dann verließ der Schiffskonvoi HX 125 / mit insgesamt 67 Handelsschiffen, am 18. Mai Island An diesem Tag war auch die HMS RIPLEY an der Eskorte bis Irland beteiligt. Ab dem 18. Mai verließ das deutsche Schlachtschiff BISMARCK und der Schwere Kreuzer PRINZ EUGEN Gotenhafen und fuhren in die Nordsee ein. Um diesen beiden feindlichen Kriegsschiffen die Fahrt in den Atlantik zu verwehren, zog die Royal Navy ihre Heimatflotte in der Nordsee zusammen. Am 24. Mai kam es dann in der Dänemarkstraße zur Schlacht und der Schlachtkreuzer HMS HOOD ( 51 ) ging dabei verloren. Die deutschen Schweren Schiffe konnten anschließend in den Atlantik durchbrechen. Die HMS RIPLEY zog man aus dem Konvoidienst ab und musste sich in die Home Fleet eingliedern. Der Zerstörer wurde zusammen mit anderen Kriegsschiffen seiner Klasse zum Beschatten der BISMARCK herangezogen. Am 27. Mai wurde die BISMARCK versenkt. Die HMS RIPLEY sicherte bis zum 28. Mai die Western Approaches. Noch am selben Tag beteiligte sich der Zerstörer an der Sicherung des Konvois OB 327. Das Kriegsschiff verließ am folgenden Tag die Handelsschiffe. Aus Island kam dann schon am 3. Juni der Schiffskonvoi HX 128. Drei Tage später ist der Zielhafen erreicht. Zehn Tage später legten die Transportschiffe des Konvois OB 335 in ihrem Hafen ab. Die HMS RIPLEY eskortierte diese Schiffe zusammen mit anderen Zerstörern innerhalb der Western Approaches. Am 24. Juni verlässt das Kriegsschiff den Schiffskonvoi. Drei Tage später ist der Konvoi HX 133 von Island aus wieder in Richtung Großbritannien unterwegs. Auch hier beteiligte sich der Zerstörer an der Eskorte. Bis dahin wurden drei Transportschiffe durch deutsche U-Boote versenkt. Am 29. Juni verlässt die HMS RIPLEY den Konvoi. Ab dem 8. Juli begleitet der Zerstörer den Konvoi OB 341A bis zum 15. Juli und vom 23. bis zum 26. Juli die Schiffe des Konvois TC 012. Am 4. August verlässt das britische Schlachtschiff HMS PRINCE of WALES ( 53 ) Scapa Flow und fährt in Richtung Placentia Bay, Neufundland. An Bord befindet sich Premierminister Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 in Blenheim Palace, Oxfordshire – 24. Januar 1965 in London ), der sich mit dem amerikanischen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ) zu einer Unterredung treffen wollte. Das britische Schlachtschiff wurde von den Zerstörern HMS HARVESTER ( H19 ), HMS HAVELOCK ( H88 ) und HMS HESPERUS ( H57 ) eskortiert. Aber wegen schwerer See mussten sich diese drei Kriegsschiff ab 1:00 Uhr des 5. August von dem schnelleren Schlachtschiff trennen. Ab um 12:00 Uhr übernahmen die Zerstörer HMS RIPLEY, HMCS ASSINIBOINE ( I 18 ) und HMCS RESTIGOUCHE ( H 00 ) die Eskorte für das Schlachtschiff. Die HMS PRINCE of WALES verlässt am 12. August wieder die Placentia Bay und fährt in Richtung Hvalfjord, Island. Das britische Schlachtschiff wurde von den amerikanischen Zerstörern USS RHIND ( DD-404 ) und USS MAYRANT ( DD-402 ), die britischen Zerstörer HMS RIPLEY und HMS READING ( G71 ), ehemals USS BAILEY ( DD-269 ), und die kanadischen Zerstörer HMCS ASSINIBOINE und HMCS SAGUENAY ( D79 ) eskortiert. Am 14. August verlässt die HMS RIPLEY zusammen mit der HMS READING den Konvoi und übernimmt bis zum 24. August die Sicherung über den Schiffskonvoi ON 006 in den Western Approaches. Dann ab dem 27. August beteiligte sich der Zerstörer an der Sicherung des Militärkonvois TC 12B. Die Schiffe kommen am 1. September in Clyde, Schottland an. Jetzt sollte das Kriegsschiff an die schottische Küste für Überholungsarbeiten wechseln. Am 4. September läuft die HMS RIPLEY auf der Fahrt nach Middlesborough in Flamborough Head auf Grund. Da man strukturelle Schäden an dem Kriegsschiff fürchtete, schleppte man es am 8. September in die zivile Werft bei Grimsby. Nachdem dort die notwendig gewordenen Reparaturen abgeschlossen waren, konnte der Zerstörer ab dem 15. September aus eigener Kraft nach Middlesborough fahren. Hier begannen neben der Überholung auch umfangreiche Umrüstungen. So erhielt die HMS RIPLEY das Naval Radar vom Type 286M und im Dezember ein Air – Surface – Vessel – Radar. Die ersten Erprobungs- und Ausbildungsfahrten beginnen im Januar 1942. Bis zum 15. März müssen noch mehrere Nachrüstarbeiten unternommen werden. An diesem Tag verlässt der Zerstörer die Werft in Middlesborough und fährt nach Tobermory, Innere Hebriden. Sieben Tage später soll das Kriegsschiff an ihre unterbrochenen Konvoifahrten anschließen. So bei SC 86 und ON 107. Am 21. Juni legte die HMS RIPLEY zusammen mit den Zerstörern HMS GEORGETOWN ( I 40 ), ehemals USS MADDOX ( DD-168 ), HMS SALISBURY ( I 52 ), ehemals USS CLAXTON ( DD-140 ), HMS BEAGLE ( H30 ), HMS ST ALBANS ( I 15 ), ehemals USS THOMAS ( DD-182 ), HMS VIDETTE ( D48 ), HMS WOLVERINE ( D78 ), HMS BOADICEA ( H65 ) und HMS VANSITTART ( D64 ) in Clyde ab und eskortierte die Truppentransportschiffe des Konvois WS 20 durch die Western Approaches. Am 24. Juni trennte sich die HMS RIPLEY zusammen mit der HMS BOADICEA von dem Schiffskonvoi und übernahm bis Clyde die Sicherung über den Schiffskonvoi EIN 106, wo sie am 3. Juli anlegten. Vom 18. bis zum 22. Juli beteiligte sich das Kriegsschiff an der Eskorte des Konvois HX 198 und vom 2. Bis zum 10. August bei ONS 117. Ab hier gehörte die HMS RIPLEY zur britischen 7. Escort Group. Dazu gehörte unter anderem auch die Zerstörer HMS FIREDRAKE ( H79 ), HMS CHESTERFIELD ( I 28 ), ehemals USS WELBORN C WOOD ( DD-195 ) und die Korvetten HMS SUNFLOWER ( K41 ), HMS LOOSESTRIFE ( K105 ), HMS PINK ( K137 ) und HMS ALISMA ( K185 ). Diese Kriegsschiffe begleiteten den Konvoi ONS 117 bis nach Kanada. Am 19. August legten die Schiffe der 7. Escort Group in Halifax ab und begleiteten den Schiffskonvoi HA 004. Am 28. August wurde Clyde erreicht. Vom 2. bis zum 10. September folgte der Schiffskonvoi AH 003. Nach diesem Geleitzug blieb die HMS RIPLEY wieder in dem Gebiet der Western Approaches. Der erste von New York ausgelaufene Schiffskonvoi HX 208 hatte dort am 17. September den Hafen verlassen. Ab dem 20. September blieb der Zerstörer bei der Eskorte und führte diese bis zum 23. September durch. Vier Tage später folgte die Sicherung des Schiffskonvois ON 131. Das Kriegsschiff blieb bis zum 2. Oktober. Gleich am folgenden Tag beteiligte sich die HMS RIPLEY ab Halifax an der Sicherung über den Konvoi SC 103. Dieser erreichte sicher am 13. Oktober Liverpool. Der Zerstörer legte am folgenden Tag in Holyhead an, wo mehrere dringend notwendig gewordenen Reparaturen ausgeführt werden mussten. Der Schiffskonvoi ONS 142, bestehend aus 51 Transportschiffen, legte am 31. Oktober in Liverpool ab und wurde nördlich des Schiffskonvois HX 212 umgeleitet, wo deutsche U-Boote lauerten. Die HMS RIPLEY war bei der Sicherung dieses Geleitzuges nur am 2. November anwesend. Wegen permanenter Reparaturbedarf nahm man den Zerstörer aus dem Geleitdienst. Der Zerstörer fuhr nach Liverpool in eine kommerzielle Werft. Hier begann man neben den Reparaturarbeiten auch an der Modifikation des Kriegsschiffes zur Anpassung an die Royal Navy Bereitstellung für die Sicherung von Schiffskonvois. Dazu gehörte unter anderem das neuentwickelte Oberflächenradar vom Typ 271, das vom Typ 286M wurde durch den Typ 266P ersetzt. Ebenso wurden die von der letzten Modifizierung übrig gebliebenen Torpedoabschussrohre abgebaut und an deren Stelle eine Dreifachmodifizierung für Torpedos aus der Entwicklung der Royal Navy. Außerdem wurden 20 mm AA Kanonen von Oerlikon aufgebaut und die Antenne des HF – Peil Sender am Hauptmast montiert. Anfang Mai 1943 waren die Arbeiten sowie die Erprobungs- und Ausbildungsfahrten abgeschlossen. Noch während der Überholung wies man den Zerstörer dem Orkney and Shetland Kommando zu. Bis Mitte Juni werden noch Nachrüstversuche unternommen. Danach eskortierte die HMS RIPLEY das britische U-Boot HMS UPSTART ( P65 ) von Scapa Flow nach Lerwick. Am folgenden Tag verlässt das U-Boot wieder Lerwick und fuhr nach Holy Loch. Unterwegs traten einige schwerwiegenden Probleme mit den Generatoren auf, so dass der Zerstörer das U-Boot zurück in die Werft eskortieren musste. Die HMS RIPLEY setzte man danach wieder für die lokalen Eskortierfahrten in den Western Approaches und in der Nordsee ein. Am 25. Juli löste man den Zerstörer dort heraus, damit er seinen Dienst bei der Home Fleet durchführen konnte. So sollte das Kriegsschiff, zusammen mit Einheiten der Home Fleet, vor der norwegischen Küste mit der Operation „Governor“ eine Ablenkung schaffen, damit die deutschen Schiffe bei der alliierten Landung auf Sizilien während der Operation „Husky“ gebunden waren. Im August kehrte der Zerstörer zu seinen Eskortierfahrten von Küstenkonvois und Truppenkonvois zu den Färöern zurück und beteiligte sich bei diesen bis in den November hinein. Im Dezember versetzte man die HMS RIPLEY in den Reservestatus und nahm den Zerstörer aus dem operativen Dienst. Der Zerstörer erreichte am 4. Januar 1944 Newcastle upon Tyne. Hier begann man auf dem Kriegsschiff mit dem Rückbau der Waffen. Nach Abschluss der Arbeiten im Februar, nahm man den Zerstörer in die Reserveflotte auf. Bis in den Dezember hinein verblieb das Kriegsschiff in den Hafen. Zwischen Januar und Februar 1945 setzte man die HMS RIPLEY auf die Entsorgungsliste. Das ehemalige Kriegsschiff verkaufte man am 20. März 1945 an T. W. Young in Sunderland zum Verschrotten. Den Schiffskörper schleppte man am 14. April in die Abbruchwerft, die sich nur wenige Meilen von Tyne entfernt befindet.


USS SHUBRICK ( DD-268 )
Commanding Officer
 

LCDR Creed Haymond Boucher    3. Juli 1919 – 1920
LCDR Arthur Dewey Struble    1920 – April 1920
LT Leslie Kennedy Orr     5. Mai 1920 – 19. August 1921
ENS Thomas Smith Thorne     19. August 1921 – 8. Juni 1922
Außerdienststellung am 8. Juni 1922 – 18. Dezember 1939
LCDR Louis Allen Bryan     18. Dezember 1939 – 26. November 1940 (später RADM)

Kommandeure der Royal Navy

LCDR John Andrew Agnew    26. November 1940 – 10. November 1941
LT Christopher Robert Bax     10. November 1941 – 27. Januar 1942
LCDR George William Emil Castens     27. Januar 1942 – 23. April 1943
LT Louis George Toone    30. April 1943 – 16. Oktober 1943
LT William Frank Broughton     16. Oktober 1943 – 2. November 1943
LT Basil Churchill Hutchinson    2. November 1943 – 24. Februar 1944
LCDR William Fleming McAusland  (RNVR)   24. Februar 1944 – Mitte 1945

USS MORRIS ( DD-271 )

USS MORRIS ( DD-271 )

Biografie

Commodore Charles Morris
* 26. Juli 1784 in Woodstock, Connecticut
† 27. Januar 1856 in Washington D.C.
war ein United States Marine-Offizier und Verwalter, dessen Dienst sich in der ersten Hälfte
des 19. Jahrhunderts erstreckte

Morris diente im Quasi-Krieg gegen Frankreich, im Barbary Krieg und im Krieg von 1812 gegen Großbritannien. Er diente als Marinebeauftragter von 1823 bis 1827 und als Chef des Büros für Aufbau, Ausrüstung und Reparaturen von 1844 bis 1847. 1812 war Morris Exekutive Officer auf der
USS CONSTITUTION während ihres Kampfes gegen die englische Fregatte HMS Guerriere. Während dieses Kampfes wurde er schwer verwundet. 1814 kommandierte er die Fregatte USS ADAMS und brachte englische Handelsschiffe als Prisen auf. Im Penobscot River trieb ihn ein britisches Geschwader unter Captain Robert Barrie in die Enge, so dass er gezwungen war mit seinen Leuten die Kanonen vom Schiff an Land zu bringen. Die lokale Miliz half ihm dabei eine amphibische Anlandung der Briten bei Hampden zu verhindern. Aber die gedrillten Truppen der Briten waren nicht zu stoppen und so musste Morris mit seiner Mannschaft die USS ADAMS versenken und die Flucht nach Portland, Maine auf dem Landwege antreten.
Captain Charles Morris übernahm auf der Washington Navy Yard das Kommando über die sich im Bau befindliche USS BRANDYWINE ( 1825 ). Am 16. Juni 1825 taufte Sailing Master Marmaduke Dove das Schiff und Morris stellte es am 25. August 1825 in den Dienst der US Navy. Üblicherweise befanden sich nur acht bis zehn Kadetten auf einem Schiff, aber US Präsident Adams ließ insgesamt vierundzwanzig auf der USS BRANDYWINE zu. Ein jeder Kadett kam aus einem anderen Bundesstaat. Sie wurden ausgesucht als Nachkommen von Personen die sich während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges ausgezeichnet hatten. Unter ihnen befand sich der 19-jährige Matthew Fontaine Maury ( 14. Januar 1806 – 1. Februar 1873 ) der für Tennessee mit an Bord war. William Radford ( 9. September 1809 – 8. Januar 1890 ) hatte man für den Bundesstaat Missouri ausgewählt. Auf der Fregatte sollte Marquis de La Fayette nach Frankreich zurücksegeln. Ihm zu Ehren segelte das Schiff den Potomac River hinauf bis St. Maria, Maryland um dort seinen hohen Gast an Bord zu nehmen. Am 7. September wechselte La Fayette von dem Dampfschiff Mount Vernon auf die USS BRANDYWINE und einen Tag später befand sich die Fregatte auf dem offenen Meer. Nach drei Wochen auf stürmischer See, erreichte am 9. Oktober das amerikanische Kriegsschiff Le Havre, Frankreich. Der neue französische König Karl X. ( 9. Oktober 1757 – 6. November 1836 ), am 29. Mai 1825 in der Kathedrale von Reims gesalbt, entschied, dass Marquis de La Fayette mit Captain Morris an Land gehen durfte. Captain Morris bekleidete den Marquis nach Hause und besuchte sechs Monate lang französische Werften, studierte den französischen Schiffsbau und deren Kriegsschiffe. Danach legte das Schiff wieder ab und begab sich ins Mittelmeer wo es am 25. Februar 1826 ankam und sich im Mittelmeer Squadron unter dem Kommando von Commodore John Rodgers ( 11. Juli 1772 – 1. August 1838 ) eingliederte. William Radford und andere Midshipman wechselten dort an Bord der Fregatte USS CONSTITUTION ( 1797 ). Captain Morris segelte dann über England in die Vereinigten Staaten wieder zurück.
Im Jahre 1835, seine Tochter Louise ist durchgebrannt und heiratete William Wilson Corcoran.
Drei Schiffe bei der US Navy sind nach Commodore Morris benannt worden.

Das erste Schiff war, die USS COMMODORE MORRIS ( 1862 ) war eine Fähre der Unionsstaaten.
Das zweite und war der Zerstörer USS MORRIS ( DD-271 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS MORRIS ( DD-417 ) aus der SIMS – Klasse.


USS MORRIS ( DD-271 )

Schiffsbiografie

Die USS MORRIS ( DD-271 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Commodore Charles Morris benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achtzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Fore River Plant, Bethlehem Shipbuilding Corporation in Squantum, Massachusetts wurde am 20. Juni 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Julia Morris Addison Roosevelt ( 29. März 1888 in Massachusetts – 26. Juli 1937 in New York City ), Ehefrau des Bankiers George Emlen Roosevelt ( 13. Oktober 1887 in New York City – 4. September 1963 in Oyster Bay, Nassau County, New York ), erster Cousin von US Präsident Theodore Roosevelt, Jr., und Urenkelin von  Commodore Charles Morris, taufte am 12. April 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf.
Lieutenant Commander Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York – 10. November 1973 ) stellte am 21. Juli 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, sowie nach der anschließenden Endausrüstung, legte die USS MORRIS am 26. August 1919 in New York ab und fuhr in die europäischen Gewässer. Einen Monat später durchquerte der Zerstörer die Meerenge von Gibraltar und fuhr in das Mittelmeer ein. Ziel war Split, Kroatien. Dort integrierte man das Kriegsschiff in das Adriatic Detachment. Diese Kriegsschiffe sollten politische und diplomatische Aufgaben übernehmen und die entstehende Leere ausfüllen, nachdem der Zerfall des österreichisch – ungarischen Reiches nach dem Ende des Ersten Weltkrieges verursacht worden war. Die USS MORRIS verließ Ende April 1920 die Operationsbasis in der Adria und fuhr in Richtung US Ostküste. Am 21. Mai lief der Zerstörer in den Hafen von New York ein. Von dort aus operierte das Kriegsschiff entlang der Ostküste und in der Karibik. Danach durchquerte die USS MORRIS den Panamakanal und fuhr zur amerikanischen Marinebasis in San Diego, Kalifornien. Hier lief der Zerstörer am 7. September ein. Man integrierte das Kriegsschiff in die Zerstörer Division 31. In den folgenden neun Monaten beteiligte sich das Kriegsschiff an der Kanonendiplomatie und fuhr an den Küsten von instabilen Ländern wie Nicaragua und Mexiko entlang. Anfang des Jahres 1922 die USS MORRIS zusammen mit den Zerstörern der DesDiv 31 vor San Diego. In der DesDiv 31 befanden sich die USS MORRIS, USS BAILEY ( DD-269 ), USS THORNTON ( DD-270 ), USS TINGEY ( DD-272 ), USS SWASEY ( DD-273 ) und USS MEADE ( DD-274 ).
Am 15. Juni 1922 stellte man die USS MORRIS außer Dienst und versetzte den Zerstörer in die Reserveflotte. Den Namen USS MORRIS ( DD-271 ) strich man am 19. Mai 1936 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 29. September 1936 an die Schiavone Bonomo Corporation in New York City zum Verschrotten.    


USS MORRIS ( DD-271 )
Commanding Officer

LCDR Morton Lyndholm Deyo    21. Juli 1919 – 19. Juni 1920 (später RADM)
LCDR Raymond Foss Frellsen    19. Juni 1920 – 2. September 1920
LT James Earl Boak    2. September 1920 – 15. Juni 1922

USS SIGOURNEY ( DD-81 )

USS SIGOURNEY ( DD-81 )

Biografie

James Butler Sigourney
* um 1790 in Boston, Massachusetts
† 14. Juli 1813
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Krieges von 1812

Im Jahre 1809 ernannte man James Butler Sigourney zum Midshipman. Er diente an Bord der Kriegskorvette USS WASP ( 1807 ). Nachdem man ihn an Bord der Brigg USS NAUTILUS ( 1799 ) versetzt hatte, ernannte man Sigourney zum Segelmeister. Nach dem Ausbruch des Krieges von 1812 am 18. Juni 1812, erlangte die USS NAUTILUS eine zweifelhafte Berühmtheit. Die Brigg war das erste Kriegsschiff auf beiden Seiten, das zuerst erobert wurde. Am 16. Juli legte die USS NAUTILUS im Hafen von New York ab und vierundzwanzig Stunden später eroberten die britischen Fregatten HMS SHANNON ( 1806 ) und HMS AEOLUS ( 1801 ) nördlich von New Jersey die USS NAUTILUS. Der Kommandant der amerikanischen Brigg war zu diesem Zeitpunkt Lieutenant William Montgomery Crane ( 1776 – 18. März 1846 ). Ohne Blutvergießen ergaben sich die Amerikaner den weit aus besser bestückten britischen Schiffen. Nach einem Gefangenenaustausch versetzte man Sigourney an Bord des Schoners USS ASP ( 1812 ), der zum Geschwader gehörte, das unter dem Kommando von Commodore Isaac Chauncey ( 20. Februar 1779 – 27. Januar 1840 ) stand. Der Schoner hatte in dem Geschwader die Aufgabe die Chesapeake Bay zu verteidigen. Am 14. Juli 1812 wurde die USS ASP von drei britischen Lastkähnen angegriffen, der amerikanische Schoner konnte sich aber noch wegtreiben lassen. Kurz darauf erfolgte allerdings der zweite Angriff der Briten und dieser gelang. Man enterte die USS ASP und James Butler Sigourney wurde an Deck auf seinem Posten stehend getötet. Den britischen Überfall konnten die Amerikaner aber abschlagen.

Zwei Schiffe sind bei der US Navy zu Ehren von James Butler Sigourney benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS SIGOURNEY ( DD-81 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS SIGOURNEY ( DD-643 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS SIGOURNEY ( DD-81 )

Schiffsbiografie

Die USS SIGOURNEY ( DD-81 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Midshipman James Butler Sigourney benannt worden war.
Der Zerstörer ist das siebente Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Fore River Shipbuilding Company in Quincy, Massachusetts wurde am 25. August 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Granville W. Johnson taufte am 16. Dezember 1917 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Walter Newhall Vernou ( 10. Februar 1878 in Fort Larnard, Pawnee County, Kansas – 23. Mai 1955 ) stellte am 15. Mai 1918 in der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS SIGOURNEY verließ am 27. Mai Boston und eskortierte einen Truppentransporter nach Frankreich. Nach der Ankunft im Hafen von Brest unterstellte man den Zerstörer dem Commander Naval Forces. Für die restlichen Wochen des Ersten Weltkrieges eskortierte das Kriegsschiff mehrere Schiffskonvois die die Gefahrenzonen im Atlantik, die sich ungefähr 500 Seemeilen westlich von Brest erstreckte, wo deutsche U-Boote auf der Lauer lagen. Die USS SIGOURNEY war während dieser Konvoi Fahrten fast ausschließlich das Flaggschiff der Screen Commander. Während dieser Einsatzfahrten hatte der Zerstörer aber keinen einzigen Kontakt zu einem feindlichen U-Boot bestätigen können. Nach dem ausgehandelten Waffenstillstand, am 11. November 1918, zwischen den Alliierten und dem Deutschen Kaiserreich, übertrug man dem Kriegsschiff die verschiedensten Aufgaben in den europäischen Gewässern. Dazu gehörte auch Anfang Dezember der Dienst als Flaggschiff einer Gruppe von vier Zerstörern, die das amerikanische Passagierschiff SS GEORGE WASHINGTON auf dem mittleren Teil bei der Überquerung des Atlantiks nach Frankreich eskortierten. An Bord des Passagierschiffes befand sich US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ), der bei der Versailler Friedenskonferenz anwesend sein wollte, um sein vierzehn Punkte Plan nochmals vorzustellen und damit die Grundlagen für den Völkerbund im Nachkriegsfrieden zu schaffen. Die USS SIGOURNEY verließ am 26. Dezember Brest und erreichte am 8. Januar 1919 Boston. Nach einer Überholung in der Boston Naval Shipyard, die am 9. Februar abgeschlossen war, und einem Sommertraining in den Gewässern vor Newport, Rhode Island, verlegte man den Zerstörer in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier versetzte man das Kriegsschiff am 1. November in den Reservestatus. Dort lagen wenige Tage später auch die Schlachtschiffe USS WISCONSIN ( BB-9 ), USS ILLINOIS ( BB-7 ) und USS ALABAMA ( BB-8 ), der Geschützte Kreuzer USS PITTSBURGH und die Zerstörer USS SIGOURNEY, USS MAURY ( DD-100 ), USS CRAVEN ( DD-70 ) und USS STRINGHAM ( DD-83 ). Die USS SIGOURNEY stellte man in Philadelphia am 26. Juni 1922 außer Dienst.
Bis zum 23. August 1940 blieb der Zerstörer inaktiv, als er im Rahmen des Abkommens über den Austausch von amerikanischen Zerstörern gegen britische Marinebasen zur erneuten Indienststellung vorgesehen wurde. An diesem 23. August 1940 stellte Lieutenant Commander Harman Brown Bell, Jr. ( 7. März 1903 in Baltimore, Maryland –? ) den Zerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Noch am selben Tag gliederte man den Zerstörer in das Zerstörer Geschwader 33, das Captain Schuyler F. Heim kommandierte. In diesem Geschwader befanden sich die Zerstörer USS SIGOURNEY, USS MEADE ( DD-274 ), USS SHUBRICK ( DD-268 ), USS SWASEY ( DD-273 ), USS CLAXTON ( DD-140 ), USS FAIRFAX ( DD-93 ), USS ROBINSON ( DD-88 ), USS RINGGOLD ( DD-89 ) und USS TILLMAN ( DD-135 ). Die Kriegsschiffe fuhren nach Halifax, Nova Scotia, Kanada. Dort wurden sie am 26. November 1940 an die Royal Navy übergeben. Noch am selben Tag benannte man die USS SIGOURNEY in HMS NEWPORT ( G54 ) um. Außerdem stellte man an diesem Tag das amerikanische Schiff aus dem Dienst der US Navy.  Eine Pflege- und Wartungsgruppe der Royal Canadian Navy übernahm den Zerstörer und begann sofort mit der ersten Überprüfung aller wichtigen Bauteile. Am 5. Dezember 1940 stellte die Royal Navy das Kriegsschiff in ihren Dienst und Lieutenant Commander Allan Herbert Percy Noble ( 2. Mai 1908 – 17. November 1982 ) übernahm das Kommando. Den Namen USS SIGOURNEY ( DD-81 ) strich man am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
Noch am 5. Dezember 1940 legte die HMS NEWPORT in Halifax ab und fuhr ostwärts. Der erste Zwischenstopp war Belfast, Irland und das Ziel lautete Plymouth, England. Am 20. Dezember wurde Belfast erreicht. Hier sollten erste Umbauarbeiten erfolgen. Anfang Januar 1941 gab es Luftalarm über der Stadt. Deutsche Flugzeuge griffen den Hafen von Belfast an. Dabei erlitt die HMS NEWPORT einige Beschädigungen. Das Kriegsschiff erlitt dann auf der Fahrt nach Plymouth, in der Irischen See, einen Maschinendefekt. Sofort wurde der Zerstörer für erste Reparaturarbeiten nach Milford Haven, Wales umgeleitet. Nachdem das Kriegsschiff dann selbständig wieder fahren konnte, verlegte man es in die Handelsschiffwerft von Cardiff, Wales. Hier sollten die Arbeiten an der HMS NEWPORT abgeschlossen werden. Am 16. Januar trifft der Zerstörer in der HM Dockyard Devonport, in Plymouth ein. Sofort beginnt man mit einer Überholung an dem Kriegsschiff. Die Umrüstungen und Modifizierungen an dem Kriegsschiff dauern bis in den März hinein. Im März, noch während der Arbeiten, übergibt man den Zerstörer an die Royal Norwegian Navy. Das Kriegsschiff erhält den Namen HNORMS NEWPORT und wird in die 43 Escort Group versetzt, die im Hafen von Londonderry, Nordirland stationiert ist. Diese Group unterstand dem Western Approaches Command, welches von Admiral Sir Percy Lockhart Harnam Noble ( 16. Januar 1880 in Bengalen, Indien – 25. Juli 1955 in London ) befehligt wurde. In Londonderry trifft der Zerstörer Anfang April ein. Am 23. Oktober beginnt eine erneute Reparatur an dem Zerstörer. Diesmal in einer kommerziellen Werft in Liverpool. Anschließend integriert man das Kriegsschiff in die 7. Escort Group, die in Liverpool stationiert ist. Die Arbeiten können Ende November abgeschlossen werden und die HNORMS NEWPORT tritt der Eskortier Gruppe bei. Für die anstehenden Eskortier Fahrten wird noch eine Anti-U-Boot Übung abgehalten. An dieser ist das britische U-Boot HMS H 50, der britische Geleitzerstörer HMS ROCHESTER ( L50 ), der britische Trawler HMS NORTHERN SPRAY ( FY129 ) und der Zerstörer HNORMS NEWPORT. Am 3. Dezember legen 18 Handelsschiffe von dem Schiffskonvoi ON 43 in den britischen Häfen ab. Ziel ist New York. Die 7. Escort Group beginnt ihre Sicherung ab dem 5. Dezember und geleitet die Schiffe für zwei Tage sicher durch die Western Approaches. Am 13. Dezember musste der Konvoi DS 018 für drei Tage in den Northern Barrage abgesichert werden. Genauso der Schiffskonvoi SD 018 vom 20. bis zum 23. Dezember. Am 22. Dezember gesellten sich die Schiffe des Konvois TC 016 dazu. Am 20. Januar 1942 übernahmen in den Northern Barrage die Kriegsschiffe der 7. Escort Group den Konvoi ON 58. Doch schon am folgenden Tag drehten die Schiffe bei, da ihr Zielhafen Halifax von zahlreichen deutschen U-Booten belagert wurde und unzählige Handelsschiffe schon versenkt wurden. Der Schiffskonvoi HX 171, bestehend aus 42 Handelsschiffen, hatte am 22. Januar erfolgreich die nordamerikanischen Gewässer ohne Verluste verlassen können. Die Eskort Group übernahm ab dem 30. Januar in den Western Approaches für einen Tag die Sicherung. Am 19. Februar verlässt der Truppentransport Konvoi AT 12, bestehend aus 13 Transportschiffen und an Bord befindlichen 14.688 amerikanischen Soldaten, die Casco Bay, Maine. Bis zum Übergabepunkt MOMP vor Island wird dieser Konvoi von den amerikanischen Kriegsschiffen aus der Task Force 32 gesichert. In der TF befand sich das Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ), der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ) und die Zerstörer USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ), USS LANSDALE ( DD-426 ), USS RHIND ( DD-404 ), USS ROWAN ( DD-405 ), USS MAYRANT ( DD-402 ), USS ROE ( DD-418 ), USS TRIPPE ( DD-403 ), USS HILARY P JONES ( DD-427 ), USS LUDLOW ( DD-438 ) und USS INGRAHAM ( DD-444 ). Von Island aus fuhren mehrere Truppentransporter, an Bord befanden sich noch 9.646 amerikanische Soldaten ab dem 26. Februar bis nach Belfast weiter. Die restlichen amerikanischen Soldaten ersetzten die in Island stationierten Soldaten der 1. US Marines Brigade. Der Schiffskonvoi AT-12 wurde unter dem Geleitschutz der britischen Zerstörer HNORMS NEWPORT, HMS LEAMINGTON ( G19 ), ehemals USS TWIGGS ( DD-127 ), HMS KEPPEL ( D84 ) und HMS WATCHMAN ( D26 ) und Geleitzerstörer HMS BADSWORTH ( L03 ), HMS LAMERTON ( L88 ) bis Nordirland gestellt, wo sie am 2. März in Londonderry einliefen. Die HNORMS Newport war dann noch vom 11. bis zum 15. März an der Eskorte des Schiffskonvois DS 024 und vom 16. bis zum 19. Bei SD 024 beteiligt. Der Zerstörer kollidierte dann am 25. März mit dem britischen Zerstörer HMS BEVERLEY ( H64 ), ehemals USS BRANCH ( DD-197 ), und erlitt dabei einen sehr großen Schaden. Man musste das Kriegsschiff bis nach Liverpool ins Schlepptau nehmen. Hier stellte man den Zerstörer für die anstehenden Reparaturarbeiten außer Dienst. Am 13. April schleppte man das Kriegsschiff für weitere Reparaturarbeiten an die HM Dockyard Devonport. Die norwegische Besatzung verlässt im Juni das Schiff und es wurde wieder unter das Kommando der Royal Navy Gesamtverwaltung gestellt. Die Reparaturen in Devonport verlaufen schleppend. Man muss den Zerstörer im September an die kommerzielle Werft in Southampton, England übergeben. Hier erfolgte die komplette neue Verrohrung der Kesselanlage. Dann begannen Vermessungsarbeiten an dem Kriegsschiff. Dies war für die eventuellen Eskortier Fahrten dringend notwendig, um eine Funktionsfähigkeit zu bestimmen. Doch das Kriegsschiff war für den Geleitschutz nicht mehr geeignet und man nominierte es als Zielschiff für Flugzeugpiloten. Die nun weiterführenden Arbeiten dauern bis in den April hinein. Es mussten alle Geschütze und andere Waffenausrüstung entfernt werden. Ab dem 15. März 1943 übernimmt der Offizier in Reserve, Lieutenant Commander William Aulick Grinham, das Kommando über die HMS NEWPORT. Man stellt das Kriegsschiff wieder in den Dienst der Royal Navy. Nach dem Abschluss der Seeversuche versetzte man den ehemaligen Zerstörer zum Western Approaches Command, wo er seine neuen Aufgaben übernahm. In der Irish Sea Station kommt die HMS NEWPORT, als Zielschiff zur Ausbildung von Flugzeugbesatzungen bei Angriffen auf Schiffe mit Torpedos, zum Einsatz. Dies blieb so bis zum Februar 1944. Ab März verlegt man das ehemalige Kriegsschiff auf die Station in Rosyth, Schottland in der Nordsee. Hier war es ebenfalls als Zielschiff eingesetzt. Im Juni 1945, der Zweite Weltkrieg war seit dem 8. Mai in Europa beendet, stellte man die HMS NEWPORT außer Dienst und machte sie im Hafen von Rosyth fest. Ab dem 4. Juli versetzte man den ehemaligen Zerstörer in den Reservestatus und im August auf die Entsorgungsliste. Man verkaufte den Schiffskörper zum verschrotten an die M. Brechin Shipbreakers in Granton Harbour, einem Stadtteil im Norden von Edinburgh, Schottland. Am 18. Februar 1947 schleppte man das ehemalige Kriegsschiff in die Shipbreakers Yard in Granton zum Verschrotten.              


USS SIGOURNEY ( DD-81 )
Commanding Officer

CDR Walter Newhall Vernou    15. Mai 1918 – 29. August 1918 (später RADM)
CDR William Dillworth Puleston    29. August 1918 – 16. Oktober 1918
CDR William Ancrum    16. Oktober 1918 – 1. November 1919
LT Evan Greenwood Hanson    4. Juli 1921 – 26. Juni 1922
Außerdienststellung    26. Juni 1922 – 23. August 1940
LCDR Harman Brown Bell Jr.    23. August 2940 – 26. November 1940

 Kommandeure der Royal Navy

LCDR Allan Herbert Percy Noble      5. Dezember 1940 – März 1941

Im März 1941 übernimmt eine norwegische Mannschaft den Zerstörer und behält das Kommando bis zum Juni 1942

LT Kenneth Innes Hamilton    23. November 1942 – 15. März 1943
LCDR William Aulick Grinham  (RNVR)   15. März 1943 – 3. August 1944
LCDR Stanley Martin Booker  (RNVR)    3. August 1944 – Dezember 1944
LCDR Alexander Kenneth Mackelvie  (RNVR)    Dezember 1944 – 9. März 1945
LT Richard Phelps  (RNVR)    9. März 1945 – Mitte 1945

USS PHILIP ( DD-76 )

USS PHILIP ( DD-76 )

Biografie

John Woodward Philip
*26. August 1840 in Kinderhook, Columbia County, New York
† 30. Juni 1900 in New York
war ein Offizier in der United States Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges und dem Spanisch-Amerikanischen Krieg

Am 20. September 1856 nahm man Philip in der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland im Rang eines Midshipman auf. Sein Studium dort schloss er am 1. Juni 1961 ab. Während des amerikanischen Bürgerkrieges diente er bis September 1862 an Bord der Dreimast Segelfregatte USS SANTEE ( 1855 ), der Kriegskorvette USS MARION ( 1839 ) und auf dem Seitenradkanonenboot USS SONOMA ( 1862 ). Danach versetzte man ihn auf das Kanonenboot USS CHIPPEWA ( 1861 ) das im Südatlantikblockadegeschwader das Rear Admiral Samuel Francis Du Pont ( 27. September 1803 – 23. Juni 1865 ) kommandierte. Im Juli 1863 wurde Philip verwundet, nachdem mit der USS CHIPPEWA und den anderen Schiffen des Blockadegeschwaders weitere Operationen zur Eroberung von Charleston, South Carolina erfolgten. Nach seiner Genesung diente er als Exekutive Officer auf der Kriegskorvette USS WACHUSETT ( 1861 ) unter dem Kommando von Captain Robert Townsend ( 21. Oktober 1819 – 15. August 1866 ). Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg versetzte man das Schiff nach China für Patrouillenfahrten auf dem Jangtse. 42° Celsius im Schatten herrschten zu diesem Zeitpunkt auf dem Fluss. Einige Fälle von Hitzschlag ereigneten sich schon während der Fahrt unter der Besatzung. Am 15. August 1866 um 1:45 Uhr frühmorgens verstarb Captain Townsend an Hitzschlag. Philip übernahm das Kommando über die Kriegskorvette und segelte flussabwärts mit dem Ziel Shanghai. Damit wollte er die Gesundheit seiner Crew schützen. In Shanghai übermittelte man durch das dortige amerikanische Konsulat die eingetretene Situation nach Hause. Philip hielt in Shanghai eine Trauerrede für den verstorbenen Captain. Nachdem er in die Vereinigten Staaten zurück gekehrt war, befahl man ihn sich nach Philadelphia zu begeben. In der dortigen Werft William Cramp and Sons wurde der Panzerkreuzer USS NEW YORK ( ACR-2 ) gebaut. Philip war in der Werft anwesend, als Miss Helen Page das Schiff am 2. Dezember 1891 vor dem Stapellauf taufte. Philip stellte am 1. August 1893 den unter seinem Kommando stehende Panzerkreuzer in den Dienst der US Navy. Der Panzerkreuzer war dem Südatlantikgeschwader unterstellt. Den Hafen von New York verließ das Schiff am 27. Dezember 1893 mit dem Ziel Rio de Janeiro, Brasilien. Im Januar 1894 erreichte der Panzerkreuzer den Hafen von Taipu Beach und blieb den ganzen Monat dort liegen. Dann kehrte das Schiff zurück in Richtung Heimat. Dabei wurde Nicaragua und Inseln der Karibik besucht. Am 23. März legte der Panzerkreuzer wieder in New York an. Kurz darauf verlegte man das Schiff zum Nordatlantikgeschwader und am 5. August 1894 kehrte er wieder in seinen Heimathafen zurück. An diesem Tage übergab Captain John Woodward Philip das Kommando des Panzerkreuzers an Captain Robley Dungliston Evans. Am 18. Oktober 1897 übernahm Philip im Rang eines Captain das Kommando über das Schlachtschiff USS TEXAS ( 1892 ). Dieses Kommando behielt er bis zum 29. August 1898. Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges lag die USS TEXAS mit dem ungepanzerten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( C-11 ) vor der GuantanamoBay, Kuba und eroberten am 15. Juni 1898 die Spanische Festung Cayo del Toro. Schon am 3. Juli nahm das Schlachtschiff an der Schlacht um Santiago de Cuba teil, in der das spanische Karibik Geschwader, von Admiral Pascual Cervera y Topete ( 18. Februar 1839 – 3. April 1909 ) kommandiert, vollständig zerschlagen wurde. Für seine hervorragenden Leistungen während der Schlacht, hob man am 10. August 1898 innerhalb der Besoldungsgruppe für Philip die Besoldung um fünf Punkte hoch. Vom 3. September 1898 bis zum 28. Dezember 1989 übergab man Philip das Kommando über das 2. Geschwader der Nordatlantikflotte. Seinen Wimpel ließ Philip auf seinem Flaggschiff, dem Panzerkreuzer USS NEW YORK ( ACR-2 ) aufziehen. Doch schon am 14. Januar 1899 übertrug man Philip das Kommando über die New York Navy Yard und die Naval Station. Zum Rear Admiral beförderte man ihn am 3. März 1899. Während seiner Dienstpflicht auf der Werft, verstarb er am 30. Juni 1900 ganz plötzlich.

Zwei Schiffe wurden ihm zu Ehren in der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS PHILIP ( DD-76 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS PHILIP ( DD-498 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS PHILIP ( DD-76 )

Schiffsbiografie

Die USS PHILIP ( DD-76 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Rear Admiral John Woodward Philip benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweite Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Bath iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 1. September 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ethel Entwisle Philip ( 1900 – 16. September 1950 in Comus, Montgomery County, Maryland ), Ehefrau von Barrett Philip ( 1878 – 1852 ) und Schwiegertochter von Rear Admiral John Woodward Philip, taufte am 25. Juli 1918 den Zerstörer. Lieutenant Commander John Franklin Cox stellte am 24. August 1918 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nachdem die USS PHILIP in der Boston Navy Yard vollständig ausgerüstet war, meldete sich der Zerstörer beim Kommandeur des Geschwaders Two innerhalb der Cruiser Force, um den Schiffskonvoi HX-47 über den Atlantik zu eskortieren. Von Buncrana, Irland aus kehrte das Kriegsschiff an die US Ostküste zurück. Hier war die USS PHILIP vom 28. September bis zum 11. Oktober das Flaggschiff der U-Jagd – Gruppe und entlang der Küste von Cold Spring, Cape May, New Jersey stationiert. Der Zerstörer verließ am 27. Oktober wieder die amerikanischen Gewässer und beteiligte sich an der Eskorte des Schiffskonvois HX-54 nach Europa. Doch schon am 20. November legte das Kriegsschiff im Hafen von New York wieder an. Von hier aus beteiligte sich die USS PHILIP an mehreren Manövern in der Guantanamo Bay, Kuba und entlang der US Ostküste. Der Zerstörer legte im April in New York wieder an, wechselte aber wenige Tage später nach Norfolk, Virginia. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf den Rettungsdienst vor, der den ersten transatlantischen Flug mit drei Wasserflugzeugen von Amerika nach Europa von der US Navy unterstützt werden sollte. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Wasserflugzeug Division Nummer 1. Der Zerstörer verließ am 30. April Norfolk und fuhr nach Halifax, Nova Scotia, Kanada. In diesem Hafen legte er am 4. Mai an. Hier landeten bis zum 15. Mai die Curtiss Flugboote NC-1, NC-3 und NC-4. Die USS PHILIP hatte man für die Überwachung auf der Strecke von Neufundland bis zu den Azoren vorgesehen. Dafür verließ der Zerstörer am 11. Mai seine Ausgangsbasis und nahm seine zwanzigste und vorletzte Position auf dem ersten Teilstück von rund 1.900 km ein.
Einer der Piloten des NC-1 Flugzeuges war der spätere Admiral Marc Andrew Mitcher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ) und von NC-3 der spätere Admiral John Henry Towers ( 30. Januar 1885 – 30. April 1955 ). Am Morgen des 16. Mai starteten alle drei Wasserflugzeuge. Diese wie auf einer Perlenschnur postierten Zerstörer boten auf dem Atlantik eine visuelle Sichtmarke für die Piloten der Flugboote, indem sie bei Tageslicht Rauch aus ihren Schornsteinen aufsteigen ließen und bei Nacht Suchscheinwerfer anmachten oder Leuchtmunition abfeuerten. Das waren nacheinander USS GREER ( DD-145 ), USS AARON WARD ( DD-132 ), USS BUCHANAN ( DD-131 ), USS UPSHUR ( DD-144 ), USS BOGGS ( DD-136 ), USS WARD ( DD-139 ), USS PALMER ( DD-161 ), USS WALKER ( DD-163 ), USS THATCHER ( DD-162 ), USS CROSBY ( DD-164 ), USS KALK ( DD-170 ), USS MEREDITH ( DD-165 ), USS BUSH ( DD-166 ), USS COWELL ( DD-167 ), USS MADDOX ( DD-168 ), USS HOPEWELL ( DD-181 ), USS STOCKTON ( DD-73 ), USS CRAVEN ( DD-70 ), USS DENT ( DD-116 ), USS PHILIP und USS WATERS ( DD-115 ). Allerdings, nur die Piloten der NC-4 Maschine schafften den Überflug und konnten bei widrigen Witterungsverhältnissen auf den Azoren landen. Die beiden anderen Maschinen mussten vor dem Ziel notgewassert werden und ihr Weiterflug war nicht mehr möglich. Die USS PHILIP kehrte anschließend nach New York zurück. Dort beteiligte sich der Zerstörer zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen an einigen Armeeexperimenten vor Fort Hancock, New York. Dann erhielt das Kriegsschiff den Befehl, sich dem Geschwader 4 in der Destroyer Force innerhalb der Pazifikflotte anzuschließen. An der Durchquerung des Panamakanals am 24. Juli beteiligten sich neben der USS PHILIP die Zerstörer USS BUCHANAN, USS WATERS, USS BOGGS, USS WICKES ( DD-75 ), USS YARNALL ( DD-143 ), USS ELLIOT ( DD-146 ), USS DENT ( DD-116 ) und USS TARBELL ( DD-142 ). Die Zerstörer erreichten am 2. August die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Im folgenden Monat fuhr die USS PHILIP zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii und nahm an Divisionsmanövern, Flottenbewegungen und taktischen Übungen teil. Danach fuhr das Kriegsschiff entlang der US Westküste und der Küste Südamerikas und blieb auch für einige Zeit in der Panamakanalzone stationiert. Am 29. Mai 1922 stellte man den Zerstörer in San Diego außer Dienst.
Lieutenant Commander William Woodruff Meek ( 12. November 1892 – 5. Fezember 1967 ) stellte am 25. Februar 1930 die USS PHILIP wieder in den Dienst der US Navy. Es erfolgte eine Überholung in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Da befand sich der Zerstörer noch am 18. April 1930. Danach gliederte man den Zerstörer in die Reserve Force ein. Zusammen mit den Schiffen aus den Zerstörer Geschwadern und der Schlachtflotte wurden in den Gewässern vor San Diego Manöver und Schießübungen abgehalten. Am 3. November legte das Kriegsschiff im Hafen von Corinto, Nicaragua an. Es war auf dem Weg zum Panamakanal, um sich dem Trainings Geschwader anzuschließen. Die USS PHILIP erreichte am 6. Dezember die New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York. Zur Ausbildung der Naval Reserve Officers Training Corps ( NROTC ) – Klassen, legte der Zerstörer im Jahr 1931 des Öfteren in Staten Island, New York ab. Die Fahrten führten das Kriegsschiff entlang der Küste Neuenglands, zum Einsatzgebiet in den Gewässern bei den Bermudas und zur US Naval Operating Base Hampton Roads, Tangier Sound und nach Quantico, Virginia, bevor es wieder in New York anlegte. Am 22. Dezember stach die USS PHILIP von dort aus wieder in See, um sich dem Special Service Squadron anzuschließen, das zum Schutz der amerikanischen Interessen in der Nähe von Panama, Nicaragua und El Salvador operierte. Dazu durchquerte der Zerstörer den Panamakanal. Nachdem dann das Kriegsschiff von dieser Aufgabe entbunden worden war, fuhr es zur Mare Island Naval Shipyard. Von hier aus operierte der Zerstörer vom 9. Mai bis zum 30. Juli 1932 mit reduzierter Mannschaft innerhalb des Zerstörer Geschwaders 20 in der Rotationsreserve. Die USS PHILIPP operierte ab dem 18. August zusammen mit den Kriegsschiffen aus der Zerstörer Division 6, Geschwader 2 der Schlachtflotte von seinem Heimathafen San Diego aus. Der Zerstörer absolvierte intensive Divisionsschulungen, Taktik- und Torpedoübungen und arbeitete zeitweise mit den Kriegsschiffen aus der Aircraft Battle Force. Vom Dezember 1933 bis Juli 1934 war das Kriegsschiff erneut in einem reduzierten Mannschaftsstatus. Später diente die USS PHILIP nacheinander bei der U-Boot Division 12, der Cruiser Scouting Force und anderen Zerstörer Divisionen. Von Juli bis August 1934 besuchte der Zerstörer verschiedene Häfen Alaskas. Wie jedes Jahr, wurde auch 1935 ein Flottenmanöver durchgeführt. Dieses Flottenmanöver hatte die römische Zahl XVI und fand im Mai statt. Es wurde vor der Küste Alaskas und in den Hawaiianischen Gewässern in fünf verschiedenen Phasen durchgeführt, die als Aspekte einer echten Seekampagne der Zukunft angesehen werden konnten, wo die USA die strategische Offensive übernehmen würden. Nach den durchgeführten Übungen, befand sich die USS PHILIP am 29. Mai im Hafen von Honolulu, der Insel Oahu, Territorium Hawaii. Anschließend kehrte der Zerstörer nach San Diego zurück. Hier hatte die California Pacific International Exposition ab dem 29. Mai begonnen und dauerte bis zum 11. November. Ab Juli bereitete man das Kriegsschiff auf eine Flottenschau in San Diego vor, die US Präsident Franklin Delano Roosevelt am 2. Oktober anberaumt hatte. Der US Präsident befand sich dabei an Bord des Schweren Kreuzers USS HOUSTON ( CA-30 ). An der Flottenschau waren unter anderem folgende Kriegsschiffe beteiligt, der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS OKLAHOMA ( BB-37 ), der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS OMAHA ( CL-4 ), USS RICHMOND ( CL-9 ), USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS PHILIP, USS CROWNINSHIELD ( DD-134 ). Zu den weiteren zahlreichen Aufgaben der USS PHILIP gehörte die Teilnahme an Flottenmanövern, die zeitweise mit Geschwader- und Flottentaktiken zu tun hatten und mit der Sicherung von Flugzeugträgern. Man stellte den Zerstörer am 2. April 1937 in der Destroyer Base in San Diego außer Dienst. Doch schon am 30. September 1939, wegen des in Europa begonnenen Zweiten Weltkrieges, stellte Lieutenant Commander Edward Francis Crowe die USS PHILIP wieder in den Dienst der US Navy. Den Zerstörer gliederte man in die Division 64 des Atlantikgeschwaders, das in der Nähe von Key West, Florida während ihrer Neutralitätspatrouillen operierte. Das Kriegsschiff erreichte am 11. Dezember sein Einsatzgebiet. Mit Beginn des Jahres 1940 gehörte die USS PHILIP zum Antilles Detachment. Im Zuge dessen besuchte der Zerstörer Niederländisch – Indien, venezolanische Häfen sowie die Guantanamo Bay; St. Eustatius; Dry Tortugas; San Juan und Culebra Island, Puerto Rico und St. Thomas, Jungferninseln und fungierte als U-Boot Eskorte in der Panamakanalzone. Am 23. Juli 1940 verließ der Zerstörer Key West und fuhr nach New York. In der New York Naval Shipyard musste sich das Kriegsschiff einer Überholung unterziehen. Dort befand sich der Zerstörer noch am 4. Oktober. Am selben Tag legte die USS PHILIP ab und fuhr nach Newport, Rhode Island. Hier erfolgten mehrere Umrüstarbeiten, da d
er Zerstörer im Rahmen des Abkommens über den Austausch von amerikanischen Zerstörern gegen britische Marinebasen zur erneuten Indienststellung vorgesehen war. In Newport trafen die Zerstörer der DesDiv 64 wenige Tage später ein. Zu dieser DesDiv gehörten die Zerstörer USS PHILIP, USS WICKES ( DD-75 ), USS TWIGGS ( DD-127 ), USS EVANS ( DD-78 ), USS YARNALL ( DD-143 ), USS STOCKTON ( DD-73 ), USS RODGERS ( DD-254 ), USS McCALLA ( DD-253 ), USS CONWAY ( DD-70 ) und USS CONNER ( DD-72 ). Diese Kriegsschiffe legten Mitte Oktober in Newport wieder ab, durchquerten den Cape – Code – Kanal auf dem Weg nach Princeton, Massachusetts. Nach einem kleinen Zwischenstopp ging die Fahrt nach Halifax, Nova Scotia, Kanada weiter. Die amerikanischen Zerstörer legten dort am 16. Oktober an. Hier wurde die USS PHILIP am 23. Oktober außer Dienst gestellt. Noch am selben Tag wurde das Kriegsschiff an die Royal Navy übergeben und in HMS LANCASTER ( G05 ) umbenannt. Gleichzeitig übernahm Commander Peter Keith Wallace ( 11. April 1899 in Winkfield, Berkshire, England – Juni 1989 in Dorset, England ) das Kommando über den Zerstörer und dieser wurde an dem Tag noch in den Dienst der Royal Navy gestellt. Eine Pflege- und Wartungsgruppe der Royal Canadian Navy übernahm den Zerstörer und begann sofort mit der ersten Überprüfung aller wichtigen Bauteile. Der Name USS PHILIP ( DD-76 ) wurde am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste gestrichen.
Anfang November verlässt die HMS LANCASTER St. Johns, Neufundland und fährt nach Großbritannien. Nach einem Zwischenstopp in Londonderry, Nordirland, erreichte der Zerstörer am 26. November Portsmouth, England. Hier erfolgte eine Überholung des Schiffes und es wurde eine begrenzte Anzahl von Änderungen auf britische Richtlinien für die Eskorte von Schiffskonvois vorgenommen. Anschließend versetzte man das Kriegsschiff nach Kyle of Lochalsh, Schottland, wo die Schiffe der 1. Minenlegestaffel lagen. Die HMS LANCASTER sollte sich mit an der Sicherung der Minenleger während deren Minenlegearbeiten und bei der Sicherung von Schiffskonvois zwischen Island und den Western Approaches beteiligen. Am 11. Januar 1941 durchquerte der Zerstörer die Passage bei Scapa Flow nach dem Abschluss der Umrüstarbeiten. Die HMS LANCASTER gliederte man nun in die 17. Zerstörer Division ein. Am 19. Januar begann für den Zerstörer die erste Operation. In Northern Barrage, vor Cape Wrath, sollte der Minenleger HMS ADVENTURE ( M 23 ) und weitere Minenleger bei ihrer Arbeit von den Kriegsschiffen der 17. Zerstörer Division, während der Operation SN 15B, abgesichert werden. Am 5. Februar erfolgte die Operation SN 7A, ebenfalls in Northern Barrage und auch hier waren die Kriegsschiffe beteiligt. Doch am 6. Februar musste die HMS LANCASTER wegen Wetterschäden von ihren Aufgaben entbunden werden und nach Kyle of Lochalsh zurückfahren. Der Zerstörer ist schon am 19. Februar wieder im Einsatz. Hilfsminenleger begannen an diesem Tag während der Operation SN 7B und SN 68A mit dem verlegen von Seeminen in den Faeroes Gap in Northern Barrage. Für die Operation SN 69 am 19. März und am 26. März die Operation SN 4, mussten die Hilfsminenleger erneut in den Northern Barrage bei Minenlegearbeiten gesichert werden. Die Operation SN 8 folgte am 6. April und baute auf der SN 4 auf. Gleich daran anschließend stellte man die HMS LANCASTER für die Sicherung von Schiffskonvois frei, die von Island nach England und zurückfuhren. Am 9. Juni war der Zerstörer an einer Sicherung eines Schiffskonvois beteiligt. Danach erfolgten an dem Kriegsschiff weitere Veränderungen. So erfolgte in der Nachrüstungsstufe 2 der Einbau von Radar- und Nahbereichskanonen. Im Juli musste sich die HMS LANCASTER einer Überholung in der Humber Werft Earl´s Shipbuilding and Engineering Company Ltd. in Kingston upon Hull, Schottland unterziehen. Anschließend begannen Ausbildungsfahrten, damit die Besatzung an den neuen Techniken ausgebildet werden konnte. Am 28. August verließ der Zerstörer das Seegebiet im Osten Englands und fuhr nach Scapa Flow im Norden Schottlands. Hier sollten Anti-U-Boot Übungen erfolgen. Dazu stand das niederländische U-Boot HRMS O 10 zur Verfügung. Die HMS LANCASTER war am 19. September zusammen mit dem britischen Zerstörer HMS VIVACIOUS ( D36 ), am 20. September mit den britischen Zerstörern HMS BEDOUIN ( F67 ) und HMS LAMBERTON ( L88 ), und am 22. September zusammen mit dem britischen Zerstörer HMS ESCAPADE ( H17 ) und dem britischen Geleitzerstörer HMS BADSWORTH ( L03 ) an diesen Übungen beteiligt. Ab dem 27. September eskortierte die HMS LANCASTER mehrere Truppentransporter nach Clyde, Schottland, wo sich der Schiffskonvoi WS 12, bestehend aus 24 Truppentransportern, sammelte. Hauptziele waren britische Militärbasen von Südafrika bis Singapur. Am 1. Oktober legten die Truppentransporter dort ab. Gesichert wurden sie von mehreren britischen Kriegsschiffen. Die HMS LANCASTER eskortierte zusammen mit HMS NEWARK ( G08), ehemals USS RINGGOLD ( DD-88 ), und HMS BRADFORD ( H72 ), ehemals USS McLANAHAN ( DD-264 ) und HMS BRIGHTON ( I08 ), ehemals USS COWELL ( DD-167 ), sowie der Geleitzerstörer HMS BADSWORTH den Schiffskonvoi WS 12 ab dem 1. Oktober und fuhr südwärts. Die HMS LANCASTER und HMS NEWARK kehrten am 3. Oktober in die irische See nach Clyde zurück. Hier nahmen die Zerstörer wieder ihre unterbrochenen Aufgaben wieder auf. Die HMS LANCASTER gliederte man nun in die 17. Zerstörer Division ein und nahm an der Eskorte der 1. Minenlege Division, welche in Kyle of Lochalsh, Schottland stationiert war, teil. Der Zerstörer eskortierte daher am 13. Oktober den Hilfsminenleger HMS PORT QUEBEC ( M59 ) während der Operation SN 24B bei Minenlegearbeiten in Butt of Lewis, der schottischen Nordspitze der Äußeren Hebriden, der Northern Barrage. Am 28. November eskortierte das Kriegsschiff den Hilfsminenleger HMS MENESTHEUS ( M 93 ) während dessen Minenlegearbeiten im Nordwesten der Western Approaches. Diese Operation hatte den Namen SN 25B erhalten. Danach fuhr die HMS LANCASTER zu seinem Geschwader, das in Kyle of Lochalsh lag. Hier bereitete man den Zerstörer auf seinen Einsatz für die Eskorte des Schiffskonvois WS 14 vor, der ab Clyde die englischen Gewässer durch die Western Approaches verlassen sollte. An der Eskorte beteiligten sich ab dem 9. Dezember die Zerstörer HMS LANCASTER, HMS NEWARK, HMS BEVERLEY ( H64 ), ehemals USS BRANCH ( DD-197 ), HMS CROOME ( L62 ), HMS SHERWOOD ( I80 ), ehemals USS RODGERS ( DD-254 ), HMS WESTCOTT ( D47 ) und HMS WITHERINGTON ( D76 ) für den Truppentransporter HMS ULSTER QUEEN. Drei Tage später verließen diese Kriegsschiffe den Schiffskonvoi und nahmen ihre Geschwader Aufgaben wieder auf. Die USS LANCASTER zog man am 1. Januar 1942 für die Sicherung des Schiffskonvois SD 019 heran, dessen Transportschiffe drei Tage später ihre Zielhäfen erreichten. Anschließend kehrte der Zerstörer nach Kyle of Lochalsh zurück. Ab dem 2. Februar eskortierte die HMS LANCASTER den Minenleger HMS ADVENTURE ( M 23 ), die Hilfsminenleger HMS PORT QUEBEC, HMS MENESTHEUS, HMS SOUTHERN PRINCE und HMS AGAMEMNON zusammen mit den Zerstörern HMS NEWARK und HMS WELLS ( I 95 ), ehemals USS TILLMAN ( DD-135 ), zur Erweiterung und Verstärkung des Abschnitts der Ostküstensperre nördlich von Aberdeen während der Operation SN 17. Doch wegen der schlechten Witterungsverhältnisse müssen die Schiffe umkehren. Sieben Tage später befindet sich die HMS LANCASTER zusammen mit der HMS NEWARK und HMS ST MARYS ( I 12 ), ehemals USS DORAN ( DD-185 ) bei der Operation SN 56 und sichern die HMS AGAMEMNON und HMS MENESTHEUS während des Ausbringens einer Minensperre in der Dänemarkstraße. Sieben Tage später erfolgte die Operation SN 84 im Gebiet der Faeroer – Island Gap mit den Hilfsminenlegern HMS AGAMEMNON, HMS MENESTHEUS und HMS PORT QUEBEC. An der Sicherung der Hilfsminenleger war auch der britische Zerstörer HMS SOMALI ( F33 ) beteiligt. Im selben Einsatzgebiet, mit denselben Hilfsminenlegern, begann am 28. Februar die Operation SN 85. Zur Sicherung hatte man neben der HMS LANCASTER den neugebauten Geleitzerstörer HMS MIDDLETON ( L74 ) und die Zerstörer HMS WELLS und HMS SKATE ( D39 ) herangezogen. Durch dieses Seegebiet musste ab dem 1. März der Schiffskonvoi PQ 12, der nach Murmansk, Sowjetunion wollte. Die HMS LANCASTER beteiligte sich an der Sicherung bis dieser Schiffskonvoi das Gebiet der Northern Barrage verlassen hatte. Dann erfolgte am 15. März die Operation SN 81, die in demselben Einsatzgebiet stattfand wie in den beiden vorangegangenen. Auch hier waren dieselben Hilfsminenleger anwesend, die von der HMS LANCASTER, HMS WELLS, HMS ST MARYS und dem neugebaute Geleitzerstörer HMS LEDBURY ( L90 ) abgesichert wurden. Am 30. März erfolgte die Operation SN 87, die an die Operation 81 mit denselben Hilfsminenlegern anschloss. Gesichert wurden sie von der HMS LANCASTER, HMS WELLS und HMS CHARLESTOWN ( I21 ), ehemals USS ABBOT ( DD-184 ). Die HMS LANCASTER zog man dann für den Schiffskonvoi WS 18 heran, dessen Schiffe nach Aden, Jemen und Bombay, Indien fahren sollten. Am 15. April legten die zwanzig Truppentransporter in Clyde ab. Gesichert wurden die Schiffe während der Fahrt durch die Western Approaches von den Zerstörern HMS LANCASTER, HMS BADSWORTH, HMS ST MARYS, HMS GEORGETOWN ( I40 ), ehemals USS MADDOX ( DD-168 ) und der Geleitzerstörer HMS LAUDERDALE ( L95 ). Auf dem Weg zu ihren Zielhäfen mussten die Truppentransportschiffe eine Minensperre bei Cape Agulhas, Südafrika durchlaufen, die das deutsche Minenschiff DOGGERBANK am 16. und 17. April gelegt hatte. Dadurch sank die SOUDAN und die HECLA wurde beschädigt. Die HMS LANCASTER selber verließ am 19. April mit erreichen der Grenze des Western Approaches den Konvoi und fuhr in die Werft nach Newport, Isle of Wight, Südwales. Hier erfolgte an dem Zerstörer eine Überholung. Anschließend erfolgten mehrere Übungen zur Vorbereitung auf Konvoi Fahrten. Erst am 29. Juli kam das Kriegsschiff in den Northern Barrage wieder zum Einsatz und sicherte dort die Hilfsminenleger bei ihrer Arbeit. So befand sich die HMS LANCASTER zwei Tage später während der Operation SN 82 in Northern Barrage zwischen den Färöer Inseln und Island und sicherte die Hilfsminenleger HMS ADVENTURE, HMS MENESTHEUS, HMS AGAMEMNON, HMS PORT QUEEN und HMS SOUTHERN PRINCE zusammen mit den Zerstörern HMS NEWARK, HMS BRIGHTON und HMS CASTLETON sowie dem Minenleger HMS SCOTT ( J79 ) ab. Die HMS LANCASTER zog man am 6. August für die Eskorte des Schiffskonvois AT 019 heran, der dieses Gebiet durchfahren musste. Den Zerstörer nahm man nun wieder des Öfteren für die Sicherung von Konvois. So durchquerte der Konvoi DS 031 am 16. August das Einsatzgebiet der Hilfsminenleger. Die Operation SN 82 dauerte bis zum 19. August. Schon am 22. August musste dann der Konvoi SD 031 gesichert werden. Am 2. September fuhren die Hilfsminenleger wieder in die Dänemarkstraße. Sie wurden während ihres Minenauslegens von den Zerstörern HMS LANCASTER, HMS NEWARK, HMS BRIGHTON und HMS CHARLESTOWN während der Operation SN 89 abgesichert. An der Operation SN 65 A sind die Hilfsminenleger HMS ADVENTURE, HMS MENESTHEUS und HMS AGAMEMNON ab dem 15. September in den Gewässern der Färöer-Inseln in North Barrage beteiligt. Gesichert werden sie von der HMS LANCASTER, HMS NEWARK und HMS CHARLESTOWN und dem Geleitzerstörer HMS PUCKERIDGE ( L108 ). Die HMS LANCASTER muss aber am folgenden Tag das Einsatzgebiet wieder verlassen und beteiligte sich an der Sicherung des Schiffskonvois DS 033. Die Operation SN 65 A verzögerte sich aber, da man in dem Seegebiet feindliche U-Boote vermutete. Doch am 18. September sind die Arbeiten abgeschlossen, noch vor der geplanten alliierten Invasion von Nordafrika. Noch im September beteiligt sich die HMS LANCASTER an einer weiteren Sicherung eines Schiffskonvois. Im Oktober sind es zwei, DS 033 und SD 033. Ab dem 30. Oktober soll sich der Zerstörer wieder der Sicherung der Hilfsminenleger widmen. Die Operation SN 3F soll erneut vor den Faeroes Banks durchgeführt werden. Zur Sicherung der Hilfsminenlegern und dem Minenlegekreuzer HMS ADVENTURE werden die HMS LANCASTER, HMS BRIGHTON, HMS WELLS und HMS CASTLETON herangezogen. In den folgenden drei Monaten war die HMS LANCASTER nur noch für die Sicherung von Schiffskonvois zuständig. So beteiligte sich der Zerstörer vom 8. bis zum 17. November an der Eskorte des Schiffskonvois KX 006, vom 19. bis zum 21. November beim Konvoi TE 005, vom 21. bis zum 22. November bei MKS 002, vom 27. November bis zum 1. Dezember beim Konvoi MKF 003, vom 12. bis zum 16. Dezember beim Konvoi DS 035, vom 16. bis zum 22. Dezember beim Konvoi SD 035, vom 3. bis zum 13. Januar 1943 beim Konvoi KX 008 und vom 15. bis zum 17. Januar beim Konvoi MKS 005X. Nach der letzten Eskorte legte das Kriegsschiff in Londonderry, Nordirland an und musste sich einer umfassenden Überholung unterziehen, die sich bis zum 23. Mai hineinzog, da bei Tobermory. Isle of Mull, Schottland noch einige Versuche, Erprobungen und Veränderungen vorgenommen werden mussten. Anschließend fuhr die HMS LANCASTER wieder zu seinem Minenlegegeschwader. Dann erfolgte ab dem 26. Mai die Operation SN 123B. Die HMS MENESTHEUS, HMS AGAMEMNON und HMS PORT QUEBEC wurden während der Legearbeiten von den modifizierten Minen Mk – 1 in einem Versuchsfeld vor Isla of Lewis von der HMS LANCASTER, HMS NEWARK, HMS CASTLETON und HMS SCOTT gesichert. Die HMS SCOTT war dabei für die Navigationssicherheit zuständig. Genau dieselben Schiffe legten in dem Versuchsfeld ab dem 5. Juni während der Operation SN 123C weitere modifizierte Minen aus. Im Juli und August lag die HMS LANCASTER in Kyle of Lochalsh. Am 4. September begleitete der Zerstörer die Hilfsminenleger HMS AGAMEMNON, HMS MENESTHEUS und HMS PORT QUEBEC während der Operation SN 222B zu den letzten Minenverlegearbeiten in den Northern Barrage in den Faeroes – Island Gap. An der Sicherung waren außerdem die Zerstörer HMS NEWARK, HMS SARDONYX ( H26 ), HMS METEOR ( G73 ), HMS SCIMITAR ( H21 ) und der Minenleger HMS SCOTT beteiligt. Die HMS LANCASTER versetzte man nun an die englische Ostküste zur Konvoi Verteidigung. Am 25. Januar 1944 kam es zu einer Kollision zwischen dem Zerstörer und dem schwedischen Handelsschiff HEDERA. Am 27. September kam es zu einem Unfall. In der Nähe von Aberdeen, Schottland war der Zerstörer HMS ROCKINGHAM ( G58 ), ehemals USS SWASEY ( DD-273 ), als Zielschiff für Flugzeugbesatzungen im Einsatz. Während das britische Kriegsschiff im Einsatz war, fuhr es rund 30 Seemeilen südöstlich von Aberdeen auf der Position 56° 74‘ Nord, 01° 30‘ West auf eine Mine. Die HMS LANCASTER kam dem Schwesterschiff zu Hilfe, nahm die Überlebenden an Bord und das havarierte Schiff ins Schlepptau. Doch die HMS ROCKINGHAM sank wegen der schweren Schäden auf der Position 56° 29‘ Nord, 00° 57‘ West und musste aufgegeben werden. Die HMS LANCASTER beteiligte sich dann weiterhin an der Sicherung der Schiffskonvois entlang der englischen Ostküste. Im Februar 1945 will man den Zerstörer als Zielschiff für Kampfflugzeuge umrüsten, das Kriegsschiff setzt aber dann im März seinen Dienst in der Verteidigung der Schiffskonvois in der Nordsee weiterhin fort. Im Mai, nachdem der Zweite Weltkrieg in Europa beendet war, wird die Umrüstung ersatzlos gestrichen und der Zerstörer wird in die Reserve versetzt. Man setzte die HMS LANCASTER nun auf die entsorgungsliste. Das an die Hughes Bolcow bei Blyth zum verschrotten verkaufte ehemalige Kriegsschiff, erreichte am 20. Mai 1947 im Schlepptau die Werft und wurde abgebrochen.   


USS PHILIP ( DD-76 )
Commanding Officer

LCDR John Franklin Cox    24. August 1918 – 10. Juni 1919
LCDR Edmund Weyman Strother    10. Juni 1919 – 8. Juli 1919
LCDR Charles Hamilton Maddox    8. Juli 1919 – 4. November 1920
LCDR Edward Hollis Connor    4. November 1920 – 10. Februar 1921
LCDR Charles Hamilton Maddox    10. Februar 1921 – 29. Mai 1922
Außerdienststellung  29. Mai 1922 – 25. Februar 1930
LCDR William Woodruff Meek    25. Februar 1930 – 2. Mai 1931
LCDR Irving Reynolds Chabers        2. Mai 1931 – 20. Juli 1934
LCDR Harvey Edward Overesch         20. Juli 1934 – 1. Juli 1935 (später VADM)
LCDR Paul Sidney Slawson    1. Juli 1935 – 10. Juli 1936
LCDR John Giles Burrow    10. Juli 1936 – 5. März 1937
LTJG Francis Edmond Wilson    5. März 1937 – 2. April 1937
Außerdeinststellung    2. April 1937 – 30. September 1939
LCDR Edward Francis Crowe    30. September 1939 – 23. Oktober 1940

 Kommandanten der Royal Navy

CDR Peter Keith Wallace       23. Oktober 1940 – 17. Dezember 1940
CDR Noel Hughes Whatley        17. Dezember 1940 – 15. März 1943
LCDR John Richard Clarke  (RNVR)         15. März 1943 – 28. April 1944
LT John Duff Ritchie        28. April 1944 – Dezember 1944
LT John Rowlands Pritchard  (RNVR)         Dezember 1944 – Mai 1945
LT John Desmond Davey  (RNVR)         Mai 1945 – Mitte 1945

USS RINGGOLD ( DD-89 )

USS RINGGOLD ( DD-89 )

Biografie

Cadwalader Ringgold
* 20. August 1802 im Washington County, Maryland
† 29. April 1867 in New York
war ein Offizier in der US Navy und diente während der United States Exploring Expedition, leitete selber eine Expedition in den Nordwesten und kehrte aus dem Ruhestand zum Dienst während des amerikanischen Bürgerkrieges zurück

Cadwalader Ringgold wurde auf dem 18.000 Acre umfassenden Familienbesitz „Fountain Rock“ in Washington County, Maryland geboren. Seine Mutter war Maria Cadwalader ( 1776 – 1811 ). Ihr Vater John Cadwalader ( 10. Januar 1742 – 10. Februar 1786 ) war während dees amerikanischen Unabhängigkeitskrieges ein Kommandeur der Pennsylvania Truppen. Carwaladers Vater hieß Samuel Ringgold ( 15. Januar 1770 – 18. Oktober 1829 ), einem ehemaligen Brigadegeneral während des Krieges von 1812 wo er die Miliz von Maryland kommandierte und außerdem von 1810 bis 1821 im US Repräsentantenhaus saß und Maryland vertrat. Der junge Cadwalader hatte noch einen älteren Bruder der wie er eine Berühmtheit werden sollte. Samuel B. Ringgold ( 1796 – 11. Mai 1846 ) der ein Artillerieoffizier in der US Army war und „Der Vater der modernen Artillerie“ genannt wurde. Während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges kam er in der Schlacht von Palo Alto ums Leben. Cadwalader Ringgold war ansonsten das sechste Kind von insgesamt elf Kindern. Allerdings war er das jüngste Kind seiner Mutter. Sein Vater heiratete dann nach 1811 wieder und hatte mit Cadwaladers Stiefmutter noch zusammen fünf Kinder. Cadwalader Ringgold trat im Jahre 1819 in die US Navy ein. In den späten 1820er Jahren übergab man ihm das Kommando über den Schoner USS WEAZEL. Mit diesem Schiff kreuzte er in der Karibik und kämpfte dort gegen Piraten. Man ernannte ihn am 17. Mai 1828 zum Lieutenant und befahl ihn an Bord der Korvette USS VANDALIA ( 1828 ). Das Schiff kommandierte Commander John Gallagher. Am 16. Dezember legte die USS VANDALIA in Philadelphia ab und segelte an der südamerikanischen Ostküste entlang um sich dort mit dem Brasilien Geschwader zu vereinigen. Für die nächsten drei Jahre blieb das Schiff vor den Küsten von Brasilien und Argentinien da es auf dem Südamerikanischen Kontinent politische Unruhen gab. Am 18. Dezember 1831 lief die Korvette in Norfolk, Virginia wieder ein und wurde still gelegt. Man versetzte Ringgold auf die Fregatte USS JOHN ADAMS ( 1799 ) die zum Ablegen bereit war. Das Schiff hatte die Aufgabe im Mittelmeer sich mit dem dortigen Geschwader zu vereinigen. Die erste Aufgabe die die Crew auf der USS JOHN ADAMS zu erledigen hatte, war den amerikanischen Botschafter im Osmanischen Reich, Ex-Commodore David Porter ( 1. Februar 1780 – 3. März 1843 ), nach Konstantinopel zu bringen. Dabei hatte die USS JOHN ADAMS das seltene Privileg mit allen Waffen die Dardanellen zu durchfahren ohne auch nur eine Kanone abbauen zu müssen. Nach der erfolgreichen Erledigung dieser Aufgabe eskortierte das Schiff im Mittelmeer amerikanische Handelsschiffe und besuchte 1833 Liberia. Man wählte später Cadwalader Ringgold für die United States Expoloring Expedition aus. Diese Expedition leitete Lieutenant Charles Wilkes ( 3. April 1798 – 8. Februar 1877 ). Sie dauerte von 1838 bis 1842. Am 18. Mai 1838 billigte der Kongress diese Expedition und gab die benötigten Gelder dafür frei. An der United States Exploring Expedition, gemeinhin als Wilkes Expedition bekannt, waren Naturforscher, Botaniker, Mineralogen, Präparatoren, Künstler und ein Philologe beteiligt. In dem zusammengestellten Geschwader befanden sich die Korvetten ( USS VINCENNES ( 1826 ) und USS PEACOCK ( 1813 ), die Brigg USS PORPOISE ( 1836 ), das Versorgungsschiff USS RELIEF ( 1836 ) und die beiden Schoner USS SEA GULL ( 1838 ) und USS FLYING FISH ( 1838 ). Das Geschwader legte am 18. August 1838 in Hampton Roads ab. Es legte in Madeira und Rio de Janeiro an, besuchte Tierra del Fuego – Feuerland, Chile und Peru. Bei einem südamerikanischen Küstensturm ging die USS SEA GULL im Mai 1839 mit ihre Crew von fünfzehn Männern verloren. Das Geschwader besuchte dann das Tuamotu Archipel, Samoa und Sydney in New South Wales, Australien. Auf Befehl von Charles Wilkes übernahm Ringgold 1840 das Kommando über die USS PORPOISE. Von der Ostküste Australiens fuhr das amerikanische Geschwader im Dezember 1839 in den Antarktischen Ozean ein. Wilkes berichtete über die Entdeckung eines Antarktischen Kontinents der westlich von Balleny Islands gelegen war. Die Küste dieses Kontinents sichtete man am 25. Januar 1840. Von der Antarktis segelte die Expedition wieder Nordwärts und besuchte die Fidschi und Hawaii Inseln. Auf der Fidschi Insel Vendoni erfuhren die Expeditionsmitglieder von einem Häuptling, dass vor sieben Jahren schon einmal ein Schiff vor der Insel ankerte und die Fidschianer elf der Mannschaftsmitglieder der Crew töteten um sie zu essen. Am 24. Juli 1840 wurden auf der Fidshi Insel Malolo Island zwei beliebte Offiziere der Expedition beim Tauschhandel für Lebensmittel von den Eingeborenen getötet. Einer davon war der Neffe von Charles Wilkes, der Neffe und Midshipman Wilkes Henry, der andere war Lieutenant Underwood. Dafür wollte Charles Wilkes Rache. Die USS VINCENNES ließ Wilkes auf der Nordseite der Insel auf Grund laufen und trieb die Inselbewohner in Richtung Süden. Dort wartete Cadwalader Ringgold schon mit seinen Matrosen und es begann ein Blutbad. Etwa 87 Fidschianer wurden dabei getötet und zwei Dörfer zerstört. Nur Frauen und Kinder wurden verschont.Von Dezember 1840 bis März 1841 beschäftigte Wilkes Hunderte von hawaiianischen Träger und viele seiner Männer schleppten ein Pendel auf den Gipfel des Vulkans Mauna Loa um dort die Schwerkraft zu messen. Die Bedingungen auf dem Gipfel des Mauna Loa erinnerten Wilkes an die Antarktis. Viele seiner Männer litten an Schneeblindheit, Höhenkrankheit und Fußverletzungen durch das Tragen ihrer Schuhe. Im März 1841 segelte man wieder nach Norden und erreichte die Westküste von Nordamerika an der Straße von Juan de Fuca, der späteren internationalen Grenze zwischen Kanada und den USA. Im Sommer begann die Expedition an der kalifornischen Küste zu kreuzen. Wilkes befahl Lieutenant Cadwalader Ringgold mit sechzig Mann seines Schiffes am 19. August 1841 die San Francisco Bay zu erkundeten. Zwanzig Tage war die Mannschaft unterwegs und kam dabei bis Colusa. Nachdem das Gesamte Geschwaders wieder beieinander war, segelte es durch die Ellice Islands. Man besuchte dort noch 1841 Funafuti, Nukufetau und Vaitupu. Auf dem Heimweg segelte man in Richtung Westen um in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Auf diesem Weg besuchte die United States Exploring Expedition die Philippinen, das Sulu Archipel, Borneo, Singapur, Polynesien und umrundete das Kap der Guten Hoffnung. In New York lief das Geschwader am 10. Juni 1842 ein. LT Ringgold war mit seinem Schiff insgesamt drei Jahre und elf Monate unterwegs gewesen. Er legte in dieser Zeit mit seiner Mannschaft einen Weg von 95.000 Meilen zurück und verlor in dieser Zeit nur zwei Männer. Am 16. Juli 1849 ernannte man Ringgold zum Commander. Seine eigene kleine Expedition in der San Francisco Bay Region wurde jetzt mit einem male äußerst wichtig. Man hatte in der Gegend Gold entdeckt. Man entsandte Ringgold im August 1849 nach Kalifornien um eine See- und Landkarte der Region zu erstellen. Danach half er Navy Beamten einen günstigen Standort zu suchen wo eine Werft für die Pacific Station der Navy aufgebaut werden konnte. Bei Mare Island wurde man fündig und baute dort die Mare Island Navy Yard auf. Zusammen mit Commodore Matthew Perry Calbraith ( 10. April 1794 – 4. März 1858 ) und anderen hochrangigen Navy Offizieren, saß Ringgold im August 1852 in der Prüfungskommission vor der die Kadetten in der United States Naval Academy in Annapolis ihre Prüfungen ablegen mussten. In dieser Zeit legte sich Ringgold eine Büste von Henry Clay, Sr. ( 12. April 1777 – 29. Juni 1852 ) zu. Er bewunderte den Whig Politiker der Rechtsanwalt, Politiker und Redner war. Clay vertrat den Bundesstaat Kentucky im US Senat und im Repräsentantenhaus. Im Frühjahr 1853 wählte man Commander Cadwalader Ringgold aus die North Pacific Exploring and Survejing Expedition zu führen. Ringgold bestand darauf seine Brigantine USS PORPOISE dafür zu bekommen. Daneben gab es den Dampfschlepper USS JOHN HANCOCK ( 1850 ) den Lieutenant John Rodgers ( 8. August 1812 – 5. Mai 1882 ) kommandierte. Weitere drei Schiffe, darunter die USS VINCENNES, komplettierten das Geschwader. Am 11. Juni 1853 verließen die Schiffe Hampton Roads. Ihren Zwischenstopp legten sie bei Funchal, Madeira, Porto Prava und Simonstown, der False Bay ein. Am 12. Dezember erreichte die Expedition Batavia, Java und im März 1854 China. Fünf Monate widmete man der Vermessung von den großen Inseln vor der Küste Südostasiens. Ab dem 24. Mai 1854 wurde der Hafen von Hong Kong als Basis des Geschwaders betrieben. Den gesamten Sommer über wurden in der Nähe die Küsten, Flüsse und Inseln vermessen. Zu dieser Zeit herrschte eine Rebellion in China und Piraten trieben ihr Unwesen auf dem Meer. Während Rodgers mit der USS JOHN ADAMS den Canton River vermaß, kamen zwei bewaffnete Boote auf das amerikanische Schiff zu und wollten es entern. Rodgers ließ kurzerhand eine Breitseite auf diese Boote abfeuern und das Problem mit den Piraten auf dem Canton River hatte sich erledigt. Im Juli 1854 erkrankte Commander Cadwalader Ringgold an Malaria. Man erzählte sich hinter vorgehaltener Hand, dass er verrückt geworden sei und seltsam handelte. Commodore Perry kam höchst persönlich nach Hong Kong um sich der Sache anzunehmen. Er ließ eine Kommission bilden die dann entschied, dass Ringgold abzulösen sei. Cadwalader Ringgold schickte man daraufhin nach Hause und Perry übergab Lieutenant John Rodgers das Kommando über die Expedition. Dieser kehrte erst 1856 von der Expedition zurück. Ringgold indes verließ die USS PORPOIS und wechselte an Bord des Flaggschiffes von Commodore Perry, der Seitenradfregatte USS MISSISSIPPI ( 1841 ) mit der er wieder in die Vereinigten Staaten zurück kehrte. Die USS PORPOISE trennte sich später, am 21. September 1854, zwischen Formosa und China vom Geschwader und ward nie wieder gesehen. Wahrscheinlich ging das Schiff durch einen schweren Taifun unter. Zu Hause angekommen, berief Perry ein Gremium von Ärzten ein die Cadwalader Ringgold untersuchen sollten. Sie erklärten ihn für den aktiven Dienst Untauglich. Darum entließ man ihn am 13. September 1855 aus dem aktiven Dienst und setzte ihn auf die Reserveliste. Ringgold erholte sich nach wenigen Wochen und stellte bald darauf eine Petition an den Kongress damit er in den aktiven Dienst zurück kehren konnte. Doch dies blieb erfolglos. Cadwalader Ringgold appellierte daraufhin an ein Untersuchungsgericht das befand, dass er am 23. Januar 1858 wieder in den aktiven Dienst genommen werden müsse und rückwirkend vom 2. April 1856 an sein Sold erhalten müsse. In den folgenden Jahren arbeitete er in Washington DC die gesammelten Karten von der North Pacific Exploring and Survejing Expedition auf. Von diesen Karten wurden sogar einige noch während des Zweiten Weltkriegs verwendet. Nachdem am 25. April 1861 der amerikanische Bürgekrieg ausgebrochen war, kehrte Ringgold zur Flotte zurück und übernahm am 1. November 1861 das Kommando über die Fregatte USS SABINE ( 1855 ). In der Nacht vom 2. zum 3. November rettete er mit seiner Mannschaft 400 US Marines vor dem Ertrinken. Ihr Transportdampfschiff USS COUVERNEUR versank bei einem schweren Sturm in der Nähe von Port Royal, South Carolina in den Fluten. Im Februar 1862 war Ringgold mit der USS SABINE ein Teil einer Suchmannschaft nach dem Linienschiff USS VERMONT ( 1848 ). Dieses Schiff kommandierte seit dem 30. Januar 1862 Commander Augustus S. Baldwin ( gestorben am 1. Februar 1876 ) und gehörte zum Südatlantik Blockadegeschwader unter dem Oberkommando von Rear Admiral Samuel Francis Du Pont ( 27. September 1803 – 23. Juni 1865 ). Am 24. Februar verließ die USS VERMONT im Schlepptau mit dem Dampfer USS KENSINGTON den Hafen von Boston. Jedoch wurde durch einen Sturm das Schlepptau gekappt und das Ruder des Linienschiffes wurde zerstört. Das Schiff trieb fünfzig Stunden im Sturm auf offener See und wurde erst zwei Tage später gefunden. Für diese Rettungsaktion erhielt Captain Ringgold ein lob von der Naryland Legislative und dem US Kongress ausgesprochen. Außerdem verlieh ihm die Life Saving Benevolent Association eine Goldmedaille. Am 16. Juli 1862 beförderte man Cadwalader Ringgold zum Commodore. Er kommandierte immer noch die USS SABINE und erhielt den Befehl vor den Azoren, den Kapverdischen Inseln und der Küste von Brasilien zu kreuzen auf der Suche nach der konföderierten Korvette CSS ALABAMA. Diese Jagd nach dem Schiff machte Ringgold von November 1862 bis Februar 1863. Mitte 1863 erhielt er den nächsten Befehl. Er sollte in der Nähe der Bermudas und an der Küste Neuenglands kreuzen auf der Suche nach dem konföderierten Kreuzer CSS TACONY. Doch auch hier war die Suche erfolglos wie schon bei der CSS ALABAMA. Aus Altersgründen entließ man Cadwalader Ringgold am 20. August 1864 aus dem aktiven Dienst und versetzte ihn in den Ruhestand. Im Jahre 1866 ernannte man ihn zum Rear Admiral im Ruhestand. Er lebte in der East Eighteen Street in New York City. Dort verstarb er am 29. April 1867 an Apoplexie, einem Schlaganfall. Er hatte nie geheiratet. Man bahrte Cadwalader Ringgolds Leichnam auf und 400 Marines begleiteten den Leichenzug als Ehrenformation von Ringgolds Residenz aus bis zur Trinity Church. An diesem Trauerzug nahmen die Admirale David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 – 14. August 1870 ), Haywood Henry Bell ( 13. April 1808 – 11. Januar 1868 ) und Silas Horton Stringham ( 7. November 1798 – 7. Februar 1876 ) zusammen mit einer Reihe von Generälen teil. Die sterblichen Überreste von Cadwalader Ringgold wurden auf dem Green Mount Friedhof in Baltimore neben dessen Bruder Major Samuel Ringgold beerdigt.

Zwei Schiffe bei der US Navy wurden zu Ehren von Rear Admiral Cadwalader Ringgold benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS RINGGOLD ( DD-89 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS RINGGOLD ( DD-500 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS RINGGOLD ( DD-89 )

Schiffsbiografie 

Die USS RINGGOLD ( DD-89 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Rear Admiral Cadwalader Ringgold benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das fünfzehnte Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der
Union Iron Works in San Francisco, Kalifornien wurde am 20. Oktober 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. David W. Farquhar taufte am 14. April 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Louis Poisson Davis ( 8. Dezember 1883 in Wilmington, New Hanover County, North Carolina – 28. Februar 1978 in Washington DC ) stellte am 14. November 1918 in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Am 18. November 1918 verließ die USS RINGGOLD die Mare Island Naval Shipyard und fuhr südwärts. Ziel war der Atlantik, wo der Zerstörer in die Atlantikflotte integriert werden sollte. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Kriegsschiff am 5. Dezember im Hafen der amerikanischen Marinebasis in der Guantanamo Bay, Kuba an. Anschließend erreichte die USS RINGGOLD Hampton Roads, Virginia und am 27. Dezember den Hafen von New York. Anfang 1922 kreuzte der Zerstörer entlang der US Ostküste und legte in Newport, Rhode Island an. Das Kriegsschiff erreichte am 5. April die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania, wo es für die Zeit der Inaktivität vorbereitet wurde. Man stellte den Zerstörer am 17. Juni 1922 außer Dienst und versetzte ihn in die Reserveflotte.
Bis zum 23. August 1940 blieb der Zerstörer inaktiv, als er im Rahmen des Abkommens über den Austausch von amerikanischen Zerstörern gegen britische Marinebasen zur erneuten Indienststellung vorgesehen wurde. An diesem 23. August 1940 stellte Commander David Lester Nutter den Zerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Er überführte das Kriegsschiff nach Halifax, Neufundland, Kanada. Dort wurde es am 26. November 1940 an die Royal Navy übergeben und noch am selben Tag in HMS NEWARK ( G08 ) umbenannt. Gleichzeitig stellte die US Navy das Kriegsschiff an diesem Tag außer Dienst. Eine Pflege- und Wartungsgruppe der Royal Canadian Navy übernahm den Zerstörer und begann sofort mit der ersten Überprüfung aller wichtigen Bauteile. Am 5. Dezember 1940 stellte die Royal Navy das Kriegsschiff in ihren Dienst und Lieutenant Commander Richard Hugh White Atkins ( 5. November 1902 in Puttenham, Herfordshire – 23. Oktober 1978 in Portsmouth ) übernahm das Kommando. Der Name USS RINGGOLD ( DD-89 ) wurde am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste gestrichen.
Die britische Besatzung der HMS NEWARK legte noch am 5. Dezember 1940 in Halifax ab und begann in den folgenden Tagen mit mehreren Übungen. Dabei kollidierte der Zerstörer am 9. Dezember mit dem britischen Zerstörer HMS NEWMARKET, der ebenfalls von der US Navy an die Royal Navy übergeben worden und die USS ROBINSON ( DD-88 ) war. Die dadurch notwendig gewordenen Reparaturen verzögerten die Abfahrt in britische Gewässer. Erst am 4. Februar 1941 legte die USS NEWARK zusammen mit der HMS WELLS ( I95 ), ehemals USS TILLMAN ( DD-135 ), in Halifax ab. Auf der Fahrt, nur wenige Seemeilen entfernt, gerieten beide Kriegsschiffe in einen schweren Sturm. Dabei erlitt die HMS NEWARK einen Motorschaden. Man musste den Zerstörer erneut nach Halifax schleppen und einer Reparatur unterziehen. Diese war dann am 26. Februar abgeschlossen und das Kriegsschiff konnte in dem kanadischen Hafen ablegen. Der Zerstörer erreichte am 5. März Belfast, Nordirland und am 9. März legte er in Plymouth, England an. Hier lief der Zerstörer in die HM Dockyard Devonport ein. An dem Kriegsschiff soll eine Überholung und mehrere Änderungen zur Anpassung an den Royal Navy Einsatz vorgenommen werden. So werden die 3-Zoll und 4-Zoll Geschütze entfernt und durch eine 12-Pfund – Royal Navy – HA – Kanone ersetzt. Nach dem Entfernen der Torpedorohre werden britische Depth Charge Throwers installiert. Außerdem wurde so eine Wasserbombenablaufanlage und Hedgehogs aufgebaut. Am 10. April kommt es zu einer Kollision mit dem britischen Zerstörer HMS VOLUNTEER ( D71 ) währen örtlicher Übungen vor der Küste von Nordirland. Auf der HMS VOLUNTEER gibt es sechs Todesopfer zu beklagen und der Bug des britischen Kriegsschiffes ist stark beschädigt. Die HMS NEWARK gliederte man nun in die 17. Zerstörer Division ein und nahm an der Eskorte der 1. Minenlege Division, welche in Kyle of Lochalsh, Schottland stationiert ist, in der Irischen See und in den isländischen Gewässern teil. Der Zerstörer erlitt in der Nacht vom 4. zum 5. Mai einen leichten Bombentreffer bei einem feindlichen Luftangriff auf den Hafen von Belfast. Nach den Reparaturen nahm das Kriegsschiff ab dem 15. August seinen aktiven Dienst wieder in Kyle of Lochalsh wieder auf. Sieben Tage später übernahm das Kriegsschiff die Eskorte über die Hilfsminenleger HMS AGAMEMNON während der Operation SN 22B vor den Northern Barrage. Am 25. August eskortierte die HMS NEWARK zusammen mit dem Zerstörer HMS CHARLESTOWN ( I 21 ), ehemals USS ABBOT ( DD-184 ), die Hilfsminenleger HMS PORT QUEBEC ( M 59 ), HMS MENESTHEUS ( M 93 ) und HMS SOUTHERN PRINCE ( 10.917 BRT ) bei der Verlegung eines Minenfeldes während der Operation SN-70A bei Kyle of Lochalsh zwischen den Färöer Inseln und Island. Kurz nach Mitternacht, am 26. August, nach Abschluss der Verlegearbeiten, wurde von dem deutschen U-Boot U-652, Kommandant Oberleutnant zur See Georg Werner Fraatz ( 30. März 1917 in Hameln – 12. Februar 1942 im Nordatlantik au U-529 ), der Hilfsminenleger HMS SOUTHERN PRINCE torpediert und beschädigt. Die HMS NEWARK eskortierte den Hilfsminenleger nach Belfast. Der Zerstörer kehrte anschließend zu den Hilfsminenlegern zurück und sicherte nun die HMS PORT QUEBEC während der Operationen SN 23A und SN 23B in den Northern Barrage. 24 Truppentransporter, der Schiffskonvoi erhielt den Namen WS 12, verließen am 29. und 30. September ihre Häfen. Hauptziele waren britische Militärbasen von Südafrika bis Singapur. Am 1. Oktober versammelten sich die Transporter in der irischen See. Gesichert wurden sie von mehreren britischen Kriegsschiffen. Die HMS NEWARK eskortierte zusammen mit HMS LANCASTER ( G05), ehemals USS PHILIP ( DD-76 ), und HMS BRADFORD ( H72 ), ehemals USS McLANAHAN ( DD-264 ) und HMS BRIGHTON ( I08 ), ehemals USS COWELL ( DD-167 ) sowie der Geleitzerstörer HMS BADSWORTH ( L 03 ) den Schiffskonvoi WS 12 ab dem 1. Oktober südwärts. Die HMS NEWARK und HMS LANCASTER kehrten am 3. Oktober in die irische See nach Clyde zurück. Hier nahmen die Zerstörer wieder ihre unterbrochenen Aufgaben wieder auf. Die HMS NEWARK eskortierte am 22. Oktober wieder die HMS PORT QUEBEC während der Operation SN 24C bei Minenlegearbeiten vor Northern Barrage. Der Zerstörer sicherte während der Operation SN 83B zusammen mit den Zerstörern HMS CHARLESTOWN und HMS BRIGHTON die Hilfsminenleger HMS PORT QUEBEC und HMS MENESTHEUS im Minenverlegeeinsatz zwischen den Färöer Inseln und Island. Am 19. November eskortierte die HMS NEWARK die HMS MENESTHEUS während der Operation SN 25A vor Northern Barrage. Anschließend stellte man den Zerstörer für die Eskorte von einem Schiffskonvoi frei. Dazu nahm die HMS NEWARK am 25. November zusammen mit dem niederländischen U-Boot HRMS O 9 und dem ASW Trawler HMS LEYLAND ( GJ 103 ) vor Tobermory, Isle of Mull, Schottland an Anti-U-Boot Übungen teil. Von Clyde aus fuhr der Militärkonvoi WS 14 los. Die lokale Sicherung übernahmen die Zerstörer HMS NEWARK, HMS LANCASTER, HMS BEVERLEY ( H64 ), ehemals USS BRANCH ( DD-197 ), HMS CROOME ( L62 ), HMS SHERWOOD ( I80 ), ehemals USS RODGERS ( DD-254 ), HMS WESTCOTT ( D47 ) und HMS WITHERINGTON ( D76 ) für den Truppentransporter HMS ULSTER QUEEN. Die USS NEWARK verließ am 12. Dezember wieder den Schiffskonvoi und nahm wieder ihre Geschwader aufgaben wahr. Der Zerstörer eskortierte den Hilfsminenleger HMS AGAMEMNON ab dem 3. Januar 1942 während der Operation SN 26A wieder bei den Minenverlegearbeiten vor Butt of Lewis in den Northern Barrage. Ab dem 2. Februar eskortierte die HMS NEWARK den Minenleger HMS ADVENTURE ( M 23 ), die Hilfsminenleger HMS PORT QUEBEC, HMS MENESTHEUS, HMS SOUTHERN PRINCE und HMS AGAMEMNON zusammen mit den Zerstörern HMS LANCASTER und HMS WELLS ( I 95 ), ehemals USS TILLMAN ( DD-135 ) zur Erweiterung und Verstärkung des Abschnitts der Ostküstensperre nördlich von Aberdeen während der Operation SN 17. Doch wegen der schlechten Witterungsverhältnisse müssen die Schiffe umkehren. Sieben Tage später befindet sich die HMS NEWARK zusammen mit der HMS LANCASTER und HMS ST MARYS ( I 12 ), ehemals USS DORAN ( DD-185 ) bei der Operation SN 56 und sichern die HMS AGAMEMNON und HMS MENESTHEUS während des Ausbringens einer Minensperre in der Dänemarkstraße. Danach erfolgen erneute Überholungsarbeiten. Diese Arbeiten waren in den Royal Albert Docks in Liverpool ausgeführt. Für den Zerstörer folgen ab dem 15. Mai mehrere Versuche und Vorbereitungen für die neuen Geschwader – Aufgaben bei Kyle of Lochalsh. Die HMS NEWARK gliederte man wieder in die 17. Zerstörer Division. Dazu gehörten außerdem die Zerstörer HMS ST MARYS und HMS SALADIN ( H54 ), die eine Minenlegegruppe bei ihrer Operation SN 72 in der Dänemarkstraße absichern sollten. Zu der Minenlegegruppe gehörte der Kreuzer – Minenleger HMS ADVENTURE ( M 23 ), die Hilfsminenleger HMS SOUTHERN PRINCE, HMS AGAMEMNON ( M 10 ), HMS PORT QUEBEC ( M 59 ), HMS MENESTHEUS ( M 93 ) und HMS RATSEY sowie die notwendigen Versorgungsschiffe. Am 29. Mai 1942 stießen noch der Leichte Kreuzer HMS MANCHESTER ( 15 ) und der Geleitzerstörer HMS WILTON ( L 128 ) dazu, die in der Nähe von Scapa Flow mehrere Übungen absolviert hatten. Die HMS NEWARK setzte man ab dem 11. Juni für die Operation SN 3B ein. Die HMS ADVENTURE, HMS MENESTHEUS, HMS AGAMEMNON und HMS SOUTHERN PRINCE werden zusätzlich während der Operation von den Zerstörern HMS BRIGHTON, HMS WELLS und HMS CASTLETON ( I23 ), ehemals USS AARON WARD ( DD-132 ), sowie dem Minenleger HMS SCOTT ( J79 ) gesichert und führten eine Erschließung eines tiefen U-Boot Minenfeldes im Gebiet der Faroes Bank durch. Schon am 31. Juli befinden sich die HMS ADVENTURE, HMS MENESTHEUS, HMS AGAMEMNON, HMS PORT QUEEN und HMS SOUTHERN PRINCE für Minenlegearbeiten in Northern Barrage zwischen den Färöer Inseln und Island und werden während der Operation SN 82 von den Zerstörern HMS NEWARK, HMS BRIGHTON, HMS CASTLETON und HMS LANCASTER sowie der HMS SCOTT gesichert. Diese Operation dauerte bis zum 19. August. Für weitere Minenlegearbeiten in der Dänemarkstraße wird für die anschließende Operation SN 73 der Zerstörer HMS CHARLESTOWN zusätzlich noch herangeführt. Am 20. August wurde die HMS NEWARK und die HMS CASTLETON  von amerikanischen Flugzeugen, die gerade südöstlich von Island auf der Position 61° 25‘ Nord 14° 40‘ West das Torpedolose deutsche U-Boot U-464, Kommandant Kapitänleutnant Otto Harms ( 22. April 1909 in Stralsund – 25. Februar 1980 in Bremen ), versenkt hatten. Ein isländisches Schiff konnte 52 Überlebende von 54 Mannschaftsmitgliedern an Bord nehmen. Alle Überlebenden wurden auf die HMS CASTLETON überführt und in die Kriegsgefangenschaft nach England gebracht. Für die Operation SN 89, ebenfalls in der Dänemarkstraße, werden die Hilfsminenleger und Zerstörer, wie schon in der vorangegangenen Operation SN 73 verwendet. Dann, am 16. September, werden die Hilfsminenleger   von der HMS ADVENTURE, HMS MENESTHEUS und HMS AGAMEMNON während der Operation SN 65A in den Gewässern der Färöer Inseln in North Barrage von den Zerstörern HMS NEWARK und HMS CHARLESTOWN gesichert. Nach Abschluss der Arbeiten muss sich die HMS NEWARK einer weiteren Überholung unterziehen, um dem Royal Navy Service für Geleitdienste zu entsprechen. So wurde die Brückenkonstruktion durch ein verbessertes Design aufgewertet, das Oberflächenwarnradar vom Typ 271 und das kombinierte Warnradar vom Typ 291 eingebaut. Zusätzlich entfernte man die vorderen amerikanischen Torpedorohre und wurden durch eine Royal Navy Dreifachmontage von Torpedorohren ersetzt. Außerdem kam eine 20mm Oerlikon Kanone an Bord. Im Januar 1943 mussten noch einige Veränderungen für die Stabilität des Kriegsschiffes vorgenommen werden. Dann erhielt die HMS NEWARK neue Aufgaben. Am 2. und am 4. Februar 1943 befand sich der Zerstörer im Seegebiet von Firth of Clyde, Schottland. Hier diente das Kriegsschiff als Zielschiff für das britische U-Boot HMS TRUCULENT ( P 315 ). Nach Abschluss der angesetzten Übung fuhr das U-Boot zum Loch Goil, Schottland. Danach war der Zerstörer für die atlantische Konvoiverteidigung auf der Strecke zwischen Großbritannien und Gibraltar eingesetzt. Doch schon ab dem 21. März nahm das Kriegsschiff seine Aufgaben im Geschwaderdienst bei Kyle of Lochalsh wieder auf. So eskortierte die HMS NEWARK für die Operation SN 90A zusammen mit der HMS CHARLESTOWN die Hilfsminenleger HMS MENESTHEUS, HMS AGAMEMNON und HMS PORT QUEBEC während der Verlegung eines tiefen Minenfeldes in Northern Barrage vor Island. Den gesamten April blieb der Zerstörer dann im Hafen von Kyle of Lochalsh. Während der Operation SN 111A, im Osten von Island in den Northern Barrage, setzte man zur Sicherung der HMS AGAMEMNON und HMS PORT QUEBEC die HMS NEWARK, HMS CASTLETON, HMS ST MARYS und HMS SCOTT ein. Während dieser Operation gab es schlechte Wetterbedingungen, so dass man die Operation abbrechen musste. Dann erfolgte ab dem 26. Mai die Operation SN 123B. Die HMS MENESTHEUS, HMS AGAMEMNON und HMS PORT QUEBEC wurden während der Legearbeiten von den modifizierten Minen Mk – 1 in einem Versuchsfeld vor Isla of Lewis von der HMS NEWARK, HMS CASTLETON, HMS LANCASTER und HMS SCOTT gesichert. Die HMS SCOTT war dabei für die Navigationssicherheit zuständig. Genau dieselben Schiffe legten in dem Versuchsfeld während der Operation SN 123C weitere modifizierte Minen aus. Am Vormittag des 17. Juni war die HMS NEWARK zusammen mit dem britischen U-Boot HMS TRUANT ( N 68 ) und der indischen Schaluppe HMIS NARBADA ( U 40 ) an einer Anti-U-Boot Übung beteiligt. Für die HMS NEWARK erfolgten dann ab Juli Nachrüstungen in Cardiff, die bis in die ersten Tage des Septembers hineinreichten. Danach nahm der Zerstörer seine Geschwaderaufgaben bei Kyle of Lochalsh wieder auf. Schon am 4. September begann die Operation SN 222B. Die HMS MENESTHEUS, HMS AGAMEMNON und HMS PORT QUEBEC wurden nur von der HMS NEWARK, HMS LANCASTER, HMS SARDONYX ( H26 ), HMS METEOR ( G73 ), HMS SCIMITAR ( H21 ) und der HMS SCOTT während der Minenlegearbeiten südöstlich von Island abgesichert. Im Oktober wird das 1. Minenlegegeschwader aufgelöst und das Kriegsschiff in die Rosyth Eskort Force versetzt, die in der Nordsee und in den Gewässern nördlich der britischen Inseln in der U-Boot Abwehr operierte. Im Januar 1945 wurde der Zerstörer auf Befehl des Kommandanten der Northern Air Stations ein Flugzeugzielschiff.

Für die HMS NEWARK wurde am VJ – Day auf die entsorgungsliste gesetzt. Am 18. Juli 1947 verkaufte man den Schiffskörper zur Verschrottung an P & W MacLellan Ltd. Einige Wochen später schleppte man das ehemalige Kriegsschiff in die Breaker Yard in Bo’ness bei Edinburgh.      


USS RINGGOLD ( DD-89 )
Commanding Officer

CDR Louis Poisson Davis     11. November 1918 – 23. Mai 1919
LCDR George Maus Lowry    23. Mai 1919 – 13. Juli 1919 (XOIC, später RADM)
LCDR Julian Burton Timberlake Jr.    13. Juli 1919 – 10. April 1920
CDR Leo Sahm    10. April 1920 – 23. November 1921
CDR Arthur Wesley Sears    23. November 1921 – 17. Juli 1922
Außerdienststellung 3. August 1922 – 23. August 1940
CDR David Lester Nutter    23. August 1940 – 26. November 1940

 Kommandeure der Royal Navy

LCDR Richard Hugh White Atkins      5. Dezember 1940 – 1. Januar 1942
LCDR Tristram Anthony Pack-Beresford         1. Januar 1942 – 23. April 1942
LCDR David Franks Townsend       23. April 1942 – 31. August 1943
LCDR Gerald Cecil Gladstone  (RNVR)        31. August 1943 – 9. Juli 1944
LCDR Harold Thomas Stewart Clouston  (RNVR)      9. Juli 1944 – 28. Dezember 1944
LCDR Richrad Ashton Clarke  (RNVR)        28. Dezember 1944 – 31. Januar 1945
LCDR Harold Thomas Stewart Clouston  (RNVR)        31. Januar 1945 – Mitte 1945

USS ROBINSON ( DD-88 )

USS ROBINSON ( DD-88 )

Biografie

Isaiah Robinson
* wahrscheinlich in Philadelphia, Pennsylvania

war ein Offizier in der Continental Navy

Isaiah Robinson war ein Mitglied des Philadelphia Ship Masters Association und diente im Rang eines Lieutenant auf der Schaluppe USS HORNET ( 1775 ) mit Joshua Barney ( 6. Juli 1759 – 1. Dezember 1818 ) der den Rang eines Master Maats inne hatte. Robinson befehligte später die zehn Kanonen führende Kriegsschaluppe USS SACHEM ( 1776 ). Dieses Schiff war am 7. April 1776 noch die britische Schaluppe HMS EDWARDS. Nach einem einstündigen Kampf mit der Brigantine USS LEXINGTON ( 1776 ) ergab sich deren Kapitän. Die USS LEXINGTON begleitete ihre Prise nach Philadelphia wo das Navy Komitee des Continental Kongresses es am 2. Mai kaufte. Das Schiff erhielt den Namen USS SACHEM und der siebzehnjährige Joshua Barney überwachte die Ausstattung für die kommenden Kämpfe. Am 6. Juli 1776 erhielt Robinson eine Depesche die er mit der USS SACHEM zu Captain John Barry ( 25. März 1745 – 13. September 1803 ) bringen sollte. Barry patrouillierte mit der USS LEXINGTON vor der Mündung der Bucht des Delaware. Nach der Übergabe trennten sich wieder beide Schiffe und begannen ihre eigenen Kreuzfahrten. Vor den Virginia Caps kam es dann zu einem Kampf mit der britischen Brigantine THREE FRIENDS, einem Freibeuter. Zwei Stunden kämpften die Briten mit den Amerikanern auf der USS SACHEM. Nachdem Robinson mit seiner Mannschaft das britische Schiff geentert hatte, ergaben sich die Briten und gaben gezwungener Maßen ihren Kaperbrief heraus. Robinson ließ eine Notbesatzung auf der Prise und segelte mit beiden Schiffen nach Philadelphia. Dort ging er von Bord der Kriegsschaluppe und begab sich nach Chester, Pennsylvania um im dortigen Hafen die 14 Kanonen führende Brigg USS ANDREW DORIA ( 1775 ) von Captain Nicholas Biddle ( 10. September 1750 – 17. März 1778 ) zu übernehmen. Als eines der wichtigsten kleinen Schiffe innerhalb der Continental Navy legte Robinson mit diesem Schiff am 17. Oktober 1775 in Chester ab und fuhr über den Delaware River zur offenen See. Robinson hatte einen Geheimauftrag erhalten. Er sollte zur Westindischen Insel Sint Eustatius segeln wo er von den Niederländern Munition und Kriegsmaterial erhielt. Am 16. November erreichte die Brigg die Insel und Robinson ließ elf Salutschüsse abfeuern. Dafür erhielt er von Fort Oranje im gleichen Maße die Antwort. Die USS ANDREW DORIA war damit das erste amerikanische Kriegsschiff unter amerikanischer Flagge das solch einen Empfang in einem ausländischen Hafen erhielt. An Bord hatte Robinson auch eine Kopie der Unabhängigkeitserklärung die er den Niederländern aushändigte. Ende November waren sämtliche Waren auf dem Schiff verstaut und die USS ANDREW DORIA trat die Heimreise an. In der Nähe von Puerto Rico kam es mit der britischen Kriegsschaluppe HMS RACEHORSE ( 1757 ) zu einem zweistündigen Kampf in der die Briten unterlagen und ihr Schiff übergeben mussten. Im folgenden Jahr patrouillierte Robinson mit der USS ANDREW DORIA im Verband mit anderen Schiffen vor Cape May. Diese waren ausschließlich damit beschäftigt den Delaware River zu blockieren und Philadelphia zu beschützen. Eine britische Flotte unter Vizeadmiral Richard Howe, 1. Earl Howe ( 8. März 1726 – 5. August 1799 ) drang im September 1777 bis zum Flusslauf vor und eroberten am 16. November Fort Mifflin. Die noch verbliebenen Schiffe der Continental Navy suchten Schutz unter den Kanonen von Fort Mercer auf der Red Bank, New Jersey. Mit der Evajuierung von Fort Mercer am 20. November 1777 gab Robinson den Befehl sämtliche Schiffe zu verbrennen um eine Übernahme durch die Briten zu verhindern. Im Jahre 1779 erhielt Robinson das Kommando über das 12 Kanonen führende Freibeuterschiff POMONA welches in Philadelphia gebaut worden war. ;it diesem Schiff gelang es ihm mehrere britische Freibeuter aufzubringen. Mit der Übernahme dieses Schiffes verliert sich jegliche Spur von Captain Isaiah Robinson. Das einzige was von ihm noch vorhanden war, war sein am 12. August 1777 geschriebener „Letzte Wille“ der am 25. September 1781 in der Stadt Philadelphia unter notarieller Aufsicht geöffnet wurde.

Zu Ehren von Captain Isaiah Robinson wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS ROBINSON ( DD-88 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS ROBINSON ( DD-562 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS ROBINSON ( DD-88 )

Schiffsbiografie

Die USS ROBINSON ( DD-88 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Captain Isaiah Robinson benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierzehnte Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der
Union Iron Works in San Francisco, Kalifornien wurde am 31. Oktober 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Evelyn Tingey Selfridge, Enkelin von Rear Admiral Thomas Oliver Selfridge, Jr. ( 6. Februar 1836 in Charlestown, Suffolk County, Massachusetts – 4. Februar 1924 in Washington DC ), taufte am 28. März 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander George Wirt Simpson stellte am 19. Oktober 1918 in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Schon am 24. Oktober 1918 verließ die USS ROBINSON die San Francisco Bay und fuhr südwärts. Ziel war der Atlantik. Am 3. November durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und nahm Kurs über die Guantanamo Bay, Kuba nach Norfolk, Virginia. Das Kriegsschiff legte am 8. November in diesem Hafen an. Nach einer Überprüfung der Schiffshaut und einer Umrüstung für eine Atlantiküberquerung, fuhr die USS ROBINSON nach New York. Hier legte Anfang Dezember das Passagierschiff SS GEORGE WASHINGTON ( ID 3018 ) ab. An Bord befand sich US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ), der nach Frankreich zur Pariser Friedenskonferenz wollte. Vor der französischen Küste übernahmen andere amerikanische Kriegsschiffe die Eskorte für das Passagierschiff und die USS ROBINSON kehrte nach Norfolk zurück. Erst am 10. Januar 1919 stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zum Wintertraining in die Guantanamo Bay. Die daran anschließenden lokalen Manöver entlang der US Ostküste endeten am 14. April im Hafen von New York. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff wieder nach Norfolk. Hier bereitete man die USS ROBINSON auf den Rettungsdienst vor, der den ersten transatlantischen Flug mit drei Wasserflugzeugen von Amerika nach Europa von der US Navy unterstützen sollte. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Wasserflugzeug Division Nummer 1. Der Zerstörer verließ am 30. April Norfolk und fuhr nach Halifax, Nova Scotia, Kanada. In diesem Hafen legte er am 4. Mai an. Am Nachmittag des 8. Mai fuhr das Kriegsschiff in die Trepassey Bay, Neufundland. Hier überwachte die USS ROBINSON um 19:44 Uhr die Ankunft des ersten Seeflugzeugs der US Navy, das Curtiss Flugboot NC-3, das sich auf der ersten Etappe des Transatlantikfluges dem Hafen näherte. Zwei Tage später nahm der Zerstörer erneut eine Überwachungsstation in der Trepassey Bay ein, um den Flug von NC-1 zu sichern. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Halifax zurück. Erst am 14. Mai legte es in diesem Hafen wieder ab und begann seine Patrouillenfahrt als Flugzeugwächter, um dem letzten Curtiss Flugboot die Richtung zu weisen. Wegen Reparaturarbeiten in der Chatham Naval Air Station an der NC-4, verzögerte sich deren Start und das Wasserflugzeug erreichte erst am 15. Mai um 16:45 Uhr die Trepassey Bay.
Einer der Piloten des NC-1 Flugzeuges war der spätere Admiral Marc Andrew Mitcher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ) und von NC-3 der spätere Admiral John Henry Towers ( 30. Januar 1885 – 30. April 1955 ). Am Morgen des 16. Mai starteten alle drei Wasserflugzeuge. Entlang der Route zwischen Neufundland und den Azoren wurden auf dem Teilstück von rund 1.900 km einundzwanzig Zerstörer als Sicherungsposten postiert und boten auf dem Atlantik eine visuelle Sichtmarke für die Flugboote, indem sie bei Tageslicht Rauch aus ihren Schornsteinen aufsteigen ließen und bei Nacht Suchscheinwerfer anmachten oder Leuchtmunition abfeuerten. Das waren nacheinander USS GREER ( DD-145 ), USS AARON WARD ( DD-132 ), USS BUCHANAN ( DD-131 ), USS UPSHUR ( DD-144 ), USS BOGGS ( DD-136 ), USS WARD ( DD-139 ), USS PALMER ( DD-161 ), USS WALKER ( DD-163 ), USS THATCHER ( DD-162 ), USS CROSBY ( DD-164 ), USS KALK ( DD-170 ), USS MEREDITH ( DD-165 ), USS BUSH ( DD-166 ), USS COWELL ( DD-167 ), USS MADDOX ( DD-168 ), USS HOPEWELL ( DD-181 ), USS STOCKTON ( DD-73 ), USS CRAVEN ( DD-70 ), USS DENT ( DD-116 ), USS PHILIP ( DD-76 ) und USS WATERS ( DD-115 ). Nur die Piloten der NC-4 Maschine schafften den Überflug und konnten bei widrigen Witterungsverhältnissen auf den Azoren landen. Die beiden anderen Maschinen mussten vor dem Ziel notgewassert werden. Die USS ROBINSON nahm derweil am späten Nachmittag des 15. Mai ihre Fahrt auf dem Weg nach Ponta Delgada, Azoren auf, nachdem die NC-4 sicher in der Trepassey Bay gelandet war. Das erste Wasserboot passierte den Zerstörer eine Stunde vor Mitternacht vom 16. zum 17. Mai und die beiden anderen folgten innerhalb der nächsten zwanzig Minuten. Die NC-4 legte die Distanz in 15 Stunden und 13 Minuten zurück und setzte in Horta, dem Notstopp auf den Azoren auf. Dieses Wasserflugzeug war das einzige das den Weg durch dichten Nebel gefunden hatte. Die Piloten der NC-1 wasserten das Flugzeug rund 72 km vor Flores Island. Das griechische Frachtschiff SS IONIA rettete die Piloten aus dem Wasser und nahm das Wasserflugzeug ins Schlepptau. Doch dieses ging wegen der schweren See drei Tage später unter. NC-3 landete rund 56 km vor der Insel Fayal. Die USS ROBINSON beteiligte sich nun an der Suche nach den Insassen von dem Flugzeug, doch diese weigerten sich und erreichten schließlich aus eigener Kraft Ponta Delgada. Der Zerstörer ankerte am Nachmittag des 19. Mai in Horta auf der Insel Fayal und stach am nächsten Morgen wieder in See. Ziel war Ponta Delgada. Dort legte das Kriegsschiff am Nachmittag an. Am 20. Mai startete die NC-4 alleine die nächste Transatlantische Strecke bis nach Portugal. Doch wegen technischer Probleme musste das Wasserflugzeug nach 240 km umdrehen und nach Ponta Delgada zurückfliegen. Nach Abschluss der Reparaturen startete die NC-4 am 27. Mai. Auf dem Weg bis nach Lissabon waren diesmal dreizehn amerikanische Zerstörer positioniert und erleichterten den Piloten die Navigation. Die USS ROBINSON selber legte am 25. Mai schon ab und machte sich auf den Weg, um ihre vorgegebene Position, auf der Station Nummer Sieben, einzunehmen. Die NC-4 benötigte insgesamt neun Stunden und dreiundvierzig Minuten auf der Distanz von den Azoren bis in den Hafen von Lissabon. Von dort aus ging der Flug am 31. Mai bis nach Plymouth, England weiter. Auf der letzten Flugstrecke von Lissabon nach Ferrol, Spanien und dann von dort aus bis nach Plymouth wurden zehn amerikanische Zerstörer entlang der Flugroute stationiert. Die USS ROBINSON war aber nicht dabei. Der Zerstörer verließ am 28. Mai seine Position im Atlantik und fuhr nach Ponta Delgada. Erst am 2. Juni stach das Kriegsschiff von dort aus wieder in See und fuhr zusammen mit den anderen amerikanischen Kriegsschiffen an die US Ostküste. Die USS ROBINSON legte am 8. Juni in Newport, Virginia an. Man bugsierte den Zerstörer dort in der Norfolk Navy Yard in Norfolk in ein trockendock und begann mit einer Überholung. Anschließend führte das Kriegsschiff zur Überprüfung der Arbeiten lokale Operationen vor Newport durch. Dann verließ die USS ROBINSON das Seegebiet und fuhr nach New York, wo sie am 30. September anlegte. Am Nachmittag des 1. Oktober schloss sich das Kriegsschiff fünf weiteren Zerstörern an, die nach Sandy Hook vor Fire Island fuhren. Dort warteten sie auf das Passagierschiff SS GEORGE WASHINGTON und waren die Ehreneskorte für den belgischen König Albert I. ( 8. April 1875 in Brüssel – 17. Februar 1934 in Marche-les-Dames, Namur, Belgien ). Die USS ROBINSON legte am 6. Oktober wieder ab und fuhr für Übungen nach Key West und Pensacola, Florida. Der Zerstörer legte auf der Heimfahrt im Hafen von Beaufort, South Carolina einen Zwischenstopp ein und erreichte am 5. November wieder New York. Das Kriegsschiff stach am 22. November wieder in See und verließ den Hafen. Gemeinsam mit anderen amerikanischen Zerstörern leitete die USS ROBINSON den zweiten Abschnitt der Ehrenabteilung der britisch königlichen Eskorte von dem Leichten Kreuzer HMS CANSTANCE ( 1915 ) und dem Schlachtkreuzer HMS RENOWN ( 1916 ), auf dem sich der Prince of Wales, Edward Albert ( 23. Juni 1894 in White Lodge, Richmond, Surrey – 28. Mai 1972 in 4 Route du Champ d’Entrainement, Paris, Frankreich ), befand. Die amerikanischen Zerstörer verließen die königliche Eskorte vor den Nantuckets Shoals und legten am 25. November in New York wieder an. Nach einem Hafenbesuch in Savannah, Georgia und dringend notwendig gewordenen Reparaturen in der Portsmouth Navy Shipyard in Kittery, Maine, stach die USS ROBINSON am 14. Januar 1920 vom Bostoner Hafen aus in See. Ziel war die Guantanamo Bay, Kuba und die Gewässer vor dem Panamakanal, wo Flottenmanöver durchgeführt werden sollten. Erst am 1. Mai legte das Kriegsschiff wieder im Hafen von New York an. Doch wenige Tage später, am 25. Mai, wechselte die USS ROBINSON erneut in die Portsmouth Navy Shipyard. Hier lag der Zerstörer für ein Jahr und war nicht aktiv. Erst am 25. Mai 1921 legte das Kriegsschiff wieder ab und fuhr zur Newport News Shipbuilding and Dry Dock Company in Newport News, Virginia. Hier erhielt die USS ROBINSON eine Umrüstung. Anschließend bildete man die Mannschaft an den neuen Gerätschaften bis zum 10. Oktober aus. Dazu operierte der Zerstörer in den Virginia Capes. Am 10. Oktober verließ das Kriegsschiff diese Gewässer und fuhr wieder nach New York. Doch hier blieb der Zerstörer nicht lange und wechselte am 19. November nach Charleston, South Carolina. Nach einigen Monaten, in denen das Kriegsschiff in den Gewässern vor der Marinebasis operierte, wechselte es in die Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier stellte man die USS ROBINSON am 3. August 1922 außer Dienst.
Bis zum 23. August 1940 blieb der Zerstörer inaktiv, als er im Rahmen des Abkommens über den Austausch von amerikanischen Zerstörern gegen britische Marinebasen zur erneuten Indienststellung vorgesehen wurde. An diesem 23. August 1940 stellte Lieutenant Commander Thomas Burrows ( 17. Oktober 1904 in Brooklyn, New York – 29. Juni 1974 in Silver Spring, Montgomery County, Maryland ) den Zerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Er überführte das Kriegsschiff nach Halifax, Neufundland, Kanada. Dort wurde es am 26. November 1940 an die Royal Navy übergeben und noch am selben Tag in HMS NEWMARKET ( G47 ) umbenannt. Gleichzeitig stellte die US Navy das Kriegsschiff an diesem Tag außer Dienst. Eine Pflege- und Wartungsgruppe der Royal Canadian Navy übernahm den Zerstörer und begann sofort mit der ersten Überprüfung aller wichtigen Bauteile. Am 5. Dezember 1940 stellte die Royal Navy das Kriegsschiff in ihren Dienst und Lieutenant Commander Geoffrey Bransby O´Brien Harding ( 30. April 1899 – 31. Januar 1942 an Bord des Zerstörers HMS BELMONT ( H46 ) ) übernahm das Kommando. Der Name USS ROBINSON ( DD-88 ) wurde am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste gestrichen.
Die britische Besatzung der HMS NEWMARKET legte noch am 5. Dezember 1940 in Halifax ab und begann in den folgenden Tagen mit mehreren Übungen. Dabei kollidierte der Zerstörer mit dem britischen Zerstörer HMS NEWARK ( G08 ), der ebenfalls von der US Navy an die Royal Navy übergeben worden und die USS RINGGOLD ( DD-89 ) war. Nach den Reparaturen an der HMS NEWMARKET, legte am 15. Januar 1941 der Zerstörer in Halifax ab und fuhr nach Großbritannien. Das Kriegsschiff erreichte am 26. Januar Belfast, Nordirland und vier Tage später Plymouth, England. Noch am selben Tag begann in Devonport eine Umrüstung der HMS NEWMARKET auf britisches Niveau. Offensichtlich war aber die britische Werft zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage die erforderlichen Arbeiten fristgerecht zu bewältigen. Daher verließ der Zerstörer am 5. Februar Devonport und fuhr in die Werft von Kingston upon Hull an der Ostküste Englands. Die dort erfolgte Umrüstung war am 24. April abgeschlossen. Am 1. Mai beteiligte sich die HMS NEWMARKET an einer Anti-U-Boot Übung in den Lough Foyle vor Londonderry, Nordirland. Daran beteiligt war das niederländische U-Boot HRMS O 10 und die britische Korvette HMS CLARKIA ( K88 ). Anschließend unterstellte man den britischen Zerstörer dem Western Approaches Command, welches Admiral Sir Percy Lockhart Harnam Noble ( 16. Januar 1880 in Bengalen, Indien – 25. Juli 1955 in London ) befehligt wurde, wo er für die Eskorte von ankommenden Schiffskonvois, im unmittelbaren westlichen Teil des Atlantiks bei Irland, eingeteilt wurde. Am 2. Juni konnte sich die HMS NEWMARKET erfolgreich einem feindlichen Luftangriff in eben diesem Gebiet entziehen. Sieben Tage später befand sich der Zerstörer wieder vor Londonderry und beteiligte sich an Anti-U-Boot Übungen, die bis zum 10. Juni andauerten. Neben der HMS NEWMARKET war der britische Zerstörer HMS HIGHLANDER ( H44 ) und der norwegische Zerstörer HNoMS ST ALBANS ( I15 ), die ehemalige USS THOMAS ( DD-182 ), dort anwesend. Am Ende des Monats fuhr die HMS NEWMARKET in den Hafen von Sheerness und blieb dort bis Ende November hinein. Den Zerstörer rüstete man hier für den Konvoidienst um. In dieser Modifikation wurden drei der Geschütze und eines der dreifachen Torpedorohre entfernt. Dies sollte das Gewicht für die zusätzlichen installierten Wasserbomben und Hedgehogs reduzieren. Nach der Fertigstellung dieser Arbeiten gliederte man das Kriegsschiff in die 8. Eskortier Gruppe ein, die in Londonderry stationiert war. In den Gewässern des Lough Foyle beteiligte sich die USS NEWMARKET am 2. Dezember an Anti-U-Boot Übungen. Daran beteiligt war noch das britische U-Boot HMS H34 und die britische Korvette HMS CAMELIA ( K31 ). Am 5. Dezember erfolgte eine weitere Ant-U-Boot Übung. Daran waren neben der HMS NEWMARKET das britische U-Boot HMS H34 und der britische Zerstörer HMS WANDERER ( D74 ) beteiligt. In den Gewässern vor Londonderry kam es in der Nacht zum 6. Dezember zu einer Kollision zwischen der HMS NEWMARKET und dem norwegischen Tanker SS GRENAA. Die entstandenen Schäden an dem Zerstörer konnten schnell beseitigt werden. Dann setzte man das Kriegsschiff für den Schiffskonvoi HX 166, bestehend aus 33 Handelsschiffen, ein. Dieser war am 21. Dezember von Halifax aus losgefahren und wurde bis Island von den amerikanischen Zerstörern USS PLUNKETT ( DD-431 ), USS DECATUR ( DD-341 ), USS COLE ( DD-155 ), USS BADGER ( DD-126 ) und der USCGC CAMPBELL ( WPG-32 ) aus der US Geleitgruppe 4.1.4. Ohne Verluste wurden die Handelsschiffe am 30. Dezember vor Island der britischen Geleitgruppe EG 1 übergeben. In der Sicherungsgruppe befanden sich die britischen Zerstörer HMS SABRE ( H18 ) und HMS SCIMITAR ( H21 ) und die britischen Korvetten HMS SUNFLOWER ( K41 ) und HMS ALISMA ( K185 ). Die HMS NEWMARKET war in den Western Approaches unterwegs, um ab dort sich an der Sicherung des Schiffskonvois zu beteiligen. Doch am 3. Januar 1942 erlitt der Zerstörer Kesselprobleme und musste vorzeitig abdrehen. Das Kriegsschiff fuhr direkt nach Londonderry für die ersten Notreparaturarbeiten. Anschließend wechselte die HMS NEWMARKET nach Liverpool und musste sich hier bis Ende März einer Überholung unterziehen. Im April beteiligte sich der Zerstörer an der Eskorte des russischen Schiffskonvois PQ 14 von Island aus. Dieser Konvoi, bestehend aus 24 Transportschiffen, verließ am 8. April Reykjavik und wurde für vier Tage von den Western Local Escort Schiffen begleitet. Im Mai begann man mit der Überprüfung und Vermessung der Schiffshaut HMS NEWMARKET. Diese fiel vernichtend aus. Den Zerstörer konnte man nicht mehr auf Hoher See an vorderster Front für Schiffskonvois einsetzen. Das Kriegsschiff war nur noch zu Ausbildungszwecken für die Royal Navy und die Royal Air zu nutzen. So übernahm die HMS NEWMARKET die Aufgaben eines Luftzielschiffes. Von Mai bis Juli rüstete man den Zerstörer daher in Rosyth, Schottland dafür um. In den ersten Monaten danach befuhr das Kriegsschiff dafür die Gewässer im Firth of Forth in Schottland und unterstand dem Rosyth Command. Doch selbst jetzt hatte der Zerstörer stets Probleme. Daher begann man im Hafen von Leith bei Edinburgh zwischen Dezember und Februar 1943 mit weiteren Umrüstarbeiten. Später sollte in Rosyth weitere folgen. Ab Juli 1943 war aber die HMS NEWMARKET inaktiv und lag in Rosyth in einem Pflege- und Wartungsstatus. Ab dem Frühjahr 1944, bis nach dem Kriegsende in Europa, nahm der Zerstörer seinen Dienst als Zielschiff wieder auf. Die HMS NEWMARKET galt bis dahin als eines der erfolglosesten Kriegsschiffe seiner Klasse. Man entband am 1. Juli 1945 den Zerstörer von all seinen Aufgaben und versetzte ihn nach St. Elli´s Parish, Wales, wo er am 2. September 1945 anlegte. Hier verschrottete man den Schiffskörper in der Rees Shipbuilding Company.  


USS ROBINSON ( DD-88 )
Commanding Officer

CDR George Wirt Simpson    19. Oktober 1918 – 1. November 1918
LCDR Frank Carey McCord    1. November 1918 – ? (XOIC)
LT Francis Stevenson Gibson    6. Februar 1921 – 3. August 1922
Außerdienststellung   3. August 1922 – 23. August 1940
LCDR Thomas Burrows    23. August 1940 – 26. November 1940 (später RADM)

Kommandeure von der Royal Navy

LCDR Geoffrey Bransby O´Brien Harding    5. Dezember 1940 – 11. Juli 1941
LCDR Cyril William North    8. Oktober 1941 – Juni 1942
LCDR Rodney Charles Vesey Thompson    Juni 1942 – 4. Februar 1943
LT Eric Ian Pilditch    4. Februar 1943 – Mitte 1943
LT Christopher Godfrey de Lisle Bush    7. Juni 1944 – Ende 1945

USS ROBINSON ( DD-562 )

USS ROBINSON ( DD-562 )

Biografie

Isaiah Robinson
* wahrscheinlich in Philadelphia, Pennsylvania

war ein Offizier in der Continental Navy

Isaiah Robinson war ein Mitglied des Philadelphia Ship Masters Association und diente im Rang eines Lieutenant auf der Schaluppe USS HORNET ( 1775 ) mit Joshua Barney ( 6. Juli 1759 – 1. Dezember 1818 ) der den Rang eines Master Maats inne hatte. Robinson befehligte später die zehn Kanonen führende Kriegsschaluppe USS SACHEM ( 1776 ). Dieses Schiff war am 7. April 1776 noch die britische Schaluppe HMS EDWARDS. Nach einem einstündigen Kampf mit der Brigantine USS LEXINGTON ( 1776 ) ergab sich deren Kapitän. Die USS LEXINGTON begleitete ihre Prise nach Philadelphia wo das Navy Komitee des Continental Kongresses es am 2. Mai kaufte. Das Schiff erhielt den Namen USS SACHEM und der siebzehnjährige Joshua Barney überwachte die Ausstattung für die kommenden Kämpfe. Am 6. Juli 1776 erhielt Robinson eine Depesche die er mit der USS SACHEM zu Captain John Barry ( 25. März 1745 – 13. September 1803 ) bringen sollte. Barry patrouillierte mit der USS LEXINGTON vor der Mündung der Bucht des Delaware. Nach der Übergabe trennten sich wieder beide Schiffe und begannen ihre eigenen Kreuzfahrten. Vor den Virginia Caps kam es dann zu einem Kampf mit der britischen Brigantine THREE FRIENDS, einem Freibeuter. Zwei Stunden kämpften die Briten mit den Amerikanern auf der USS SACHEM. Nachdem Robinson mit seiner Mannschaft das britische Schiff geentert hatte, ergaben sich die Briten und gaben gezwungener Maßen ihren Kaperbrief heraus. Robinson ließ eine Notbesatzung auf der Prise und segelte mit beiden Schiffen nach Philadelphia. Dort ging er von Bord der Kriegsschaluppe und begab sich nach Chester, Pennsylvania um im dortigen Hafen die 14 Kanonen führende Brigg USS ANDREW DORIA ( 1775 ) von Captain Nicholas Biddle ( 10. September 1750 – 17. März 1778 ) zu übernehmen. Als eines der wichtigsten kleinen Schiffe innerhalb der Continental Navy legte Robinson mit diesem Schiff am 17. Oktober 1775 in Chester ab und fuhr über den Delaware River zur offenen See. Robinson hatte einen Geheimauftrag erhalten. Er sollte zur Westindischen Insel Sint Eustatius segeln wo er von den Niederländern Munition und Kriegsmaterial erhielt. Am 16. November erreichte die Brigg die Insel und Robinson ließ elf Salutschüsse abfeuern. Dafür erhielt er von Fort Oranje im gleichen Maße die Antwort. Die USS ANDREW DORIA war damit das erste amerikanische Kriegsschiff unter amerikanischer Flagge das solch einen Empfang in einem ausländischen Hafen erhielt. An Bord hatte Robinson auch eine Kopie der Unabhängigkeitserklärung die er den Niederländern aushändigte. Ende November waren sämtliche Waren auf dem Schiff verstaut und die USS ANDREW DORIA trat die Heimreise an. In der Nähe von Puerto Rico kam es mit der britischen Kriegsschaluppe HMS RACEHORSE ( 1757 ) zu einem zweistündigen Kampf in der die Briten unterlagen und ihr Schiff übergeben mussten. Im folgenden Jahr patrouillierte Robinson mit der USS ANDREW DORIA im Verband mit anderen Schiffen vor Cape May. Diese waren ausschließlich damit beschäftigt den Delaware River zu blockieren und Philadelphia zu beschützen. Eine britische Flotte unter Vizeadmiral Richard Howe, 1. Earl Howe ( 8. März 1726 – 5. August 1799 ) drang im September 1777 bis zum Flusslauf vor und eroberten am 16. November Fort Mifflin. Die noch verbliebenen Schiffe der Continental Navy suchten Schutz unter den Kanonen von Fort Mercer auf der Red Bank, New Jersey. Mit der Evajuierung von Fort Mercer am 20. November 1777 gab Robinson den Befehl sämtliche Schiffe zu verbrennen um eine Übernahme durch die Briten zu verhindern. Im Jahre 1779 erhielt Robinson das Kommando über das 12 Kanonen führende Freibeuterschiff POMONA welches in Philadelphia gebaut worden war. ;it diesem Schiff gelang es ihm mehrere britische Freibeuter aufzubringen. Mit der Übernahme dieses Schiffes verliert sich jegliche Spur von Captain Isaiah Robinson. Das einzige was von ihm noch vorhanden war, war sein am 12. August 1777 geschriebener „Letzte Wille“ der am 25. September 1781 in der Stadt Philadelphia unter notarieller Aufsicht geöffnet wurde.

Zu Ehren von Captain Isaiah Robinson wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS ROBINSON ( DD-88 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS ROBINSON ( DD-562 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS ROBINSON ( DD-562 )  

Schiffsbiografie 

Die USS ROBINSON ( DD-562 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain Isaiah Robinson benannt worden war.
Der Zerstörer ist das einhundertsechsundzwanzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Seattle – Tacoma Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington wurde am 12.
August 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Zelpha M Robertson Sayers ( 16. November 1890 in Grand Rapids, Kent County, Michigan – 14. November 1981 in Seattle, King County, Washington ), Ehefrau von Howard Marshall Sayers ( 5. April 1890 in Thayer, Oregon County, Missouri – 23. November 1969 in Seattle, King County, Washington ), taufte am 28. August 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Elonzo Bowden Grantham, Jr. ( 25. Januar 1907 in Rocky Mount, Nash County, North Carolina – 24. Januar 1985 in Charleston, South Carolina ) stellte am 31. Januar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt wurde von der USS ROBINSON in den Gewässern vor der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien durchgeführt. Anschließend kehrte der Zerstörer nach Seattle zurück und musste sich einer genauen Überprüfung unterziehen. Das Kriegsschiff legte am 12. April in der Marinebasis von Seattle ab und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier legte die USS ROBINSON am 21. April an. Bis zum 29. Mai beteiligte sich der Zerstörer an den Trainingseinheiten in den Hawaiianischen Gewässern. So integrierte man dafür das Kriegsschiff in die Task Group 19.1. In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS WASP ( CV-18 ) und die Zerstörer USS ROBINSON und USS YARNALL ( DD-541 ). Die Übungen begannen am 27. April. Hier wurden alle möglichen Manöver, die mit einem Flugzeugträger während eines Flugbetriebes ausgeführt werden müssen, geprobt. Am 29. Mai integrierte man die USS USS ROBINSON in die Task Group 52.17, die Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) kommandierte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.17.2 die Commander P. H. Fitzgerald befehligte. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS ROBINSON, USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ) und USS BAILEY ( DD-492 ). Nach einer kurzen Ruhepause legten die Schiffe der TG 52.17 am 31. Mai in Pearl Harbor ab und fuhren zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands, wo sie am 8. Juni ankamen. Man befüllte hier alle Treibstoffbunker der Schiffe und nahm eine letzte Inspektion vor. Dieses Atoll verließen die Schiffe der TG 52.17 zwei Tage später und erreichten am 13. Juni ihre vorgegebenen Positionen für die Operation „Forager“. Noch am selben Tag begannen die Schiffe mit dem Bombardement der japanischen Küstenbefestigungen auf Saipan, Nördliche Marianen, in dem Gebiet, wo die Landeoperation am 15. Juni stattfinden sollte. Am Morgen dieses Tages eröffnete die USS ROBINSON zusammen mit allen anderen Schiffen der TG das Bombardement gegen japanische Stellungen. Die erste Salve des Zerstörers löste eine große Explosion aus, gefolgt von einem riesigen Feuerball durch verbrennendes Öl. Dann brachten die Geschützmannschaften in ihrem vorgegebenen Bereich vier feindliche Batterien zum schweigen, die auf die amerikanischen Marines an den südlichsten Landungsstränden „Beach Yellow One“ geschossen hatten. Bei Einbruch der Dunkelheit übernahm die USS ROBINSON die Sicherung über das Schlachtschiff USS TENNESSEE ( BB-43 ) aus der TU 52.17.1 und kämpfte innerhalb von zwei Stunden gegen fünf japanische Flugzeuge. Der Zerstörer wechselte dann zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und den Zerstörern USS ALBERT W GRANT und USS SELFRIDGE ( DD-357 ) zur Nachbarinsel Tinian und bombardierte dort die gesamte Nacht über feindliche Stellungen. Das Hauptgeschütz auf der USS ROBINSON erzielte dabei einen direkten Treffer auf einer japanischen Verteidigungsanlage. Bei Tagesanbruch des 16. Juni nahm der Zerstörer die Feuerunterstützung der Marines an den südlichsten Invasionsstränden von Saipan wieder auf. Während des Vormittags brachten die Geschützmannschaften bis auf einige wenige hartnäckige Widerstandsnester eine feindliche Artilleriestellung zum schweigen. Außerdem konnten die abgefeuerten Granaten des Kriegsschiffes anrückende feindliche Panzer zurückzudrängen. Ab dem Mittag dieses Tages zog sich die USS ROBINSON von der Küste zurück und begann mit der Sicherung von Transportschiffen. Bei Einbruch der Dunkelheit wechselte der Zerstörer an den Küstenabschnitt „Beach Green One“. In dieser Nacht zum 17. Juni begannen feindliche Panzerdivisionen mit einem Gegenangriff. Die abgefeuerten Granaten von den Panzern erleuchteten das gesamte Areal, so dass von dem Kriegsschiff nur zwei Granaten abgefeuert werden mussten und der Angriff kam ins stocken. In den dann folgenden fünf Tagen blieb die USS ROBINSON in diesem Kampfabschnitt und übernahm die Sicherung der Transportschiffe. Am 26. Juni verließ der Zerstörer die Insel Saipan und eskortierte leere Transportschiffe bis zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Schon am 6. Juli erreichte das Kriegsschiff als Sicherungsschiff für einen Schiffskonvoi, der Nachschub lieferte, wieder Saipan. Noch am selben Tag wechselte der Zerstörer in das nordwestliche Seegebiet von Saipan und übernahm hier eine Anti-U-Boot Patrouillenstation. In der dann folgenden Nacht zog sich die USS ROBINSON an die westliche Küste der Insel zurück, damit zum einen keine feindlichen Nachschubkräfte Saipan erreichen konnten und zum anderen bombardierten die Geschützmannschaften japanische Streitkräfte östlich von Marpi Point. Am nächsten Tag verlagerte der Zerstörer sein Bombardement zum Hafen von Tanapag. Die Besatzung des Kriegsschiffes rettete 17 Marines das Leben, die nördlich des Hafens bis dahin auf einem Riff ausharren mussten. Diese Soldaten waren nach einem der größten Banzai – Angriffe, in dem sich freiwillige Selbstmordsoldaten als menschliches Schild bei diesen Angriffen in mehreren Wellen zur Verfügung stellten, von ihrer Einheit isoliert worden. Bis zum 20. Juli blieb die USS ROBINSON vor Saipan auf Anti-U-Boot Patrouille und dehnte die Fahrten bis in das Seegebiet nordwestlich der Insel Maniagassa. An diesem Tag verließ der Zerstörer Saipan und eskortierte den Schnellen Truppentransporter USS OVERTON ( APD-23 ) und elf Panzerlandungsschiffe bis zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Am folgenden Tag erreichten die Schiffe die später zur Militärbasis ausgebaute Insel. Eilig kehrte das Kriegsschiff nach Saipan zurück und beteiligte sich dort an der Vernichtung der letzten japanischen Widerstandsnester. Am Abend des 22. Juli zog man alle Schiffe der TG 52.17 wieder zusammen und führte diese gegen die Nachbarinsel Tinian. Hier bombardierte die USS ROBINSON Höhlen, die sich feindliche Kräfte zu Verteidigungsbasen ausgebaut hatten. Der Zerstörer feuerte vom 25. zum 26. Juli unentwegt Granaten auf japanische Stellungen an der Westküste der Insel. Dann erfolgte die Invasion. Auch hier beteiligte sich das Kriegsschiff an der Unterstützung der Marines. Man versetzte dann am 29. Juli die USS ROBINSON in die Asiga Bay, wo das Kriegsschiff die dort operierenden Minensuchboote sicherte. Zwei Tage später verließ der Zerstörer die Gewässer von Tinian und eskortierte das Verwundetentransportschiff USS TRYON ( APH-1 ) zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von dort aus fuhr da Kriegsschiff alleine nach Noumea, Neukaledonien, wo es am 9. August anlegte. Man nahm Reparaturen an dem Kriegsschiff vor und füllte alle Bunker auf. Am 18. August integrierte man die USS ROBINSON in die Task Undergroup 57.5.5 die Rear Admiral Walden Lee Ainsworth ( 10. November 1886 in Minneapolis, Minnesota – 7. August 1960 in Washington DC ) kommandierte. In dieser TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY ( CVE-68 ), die Leichten Kreuzer USS HONOLULU ( CL-48 ), USS CLEVELND ( CL-55 ) und USS DENVER ( CL-58 ) und die Zerstörer USS ROBINSON, USS ALBERT W GRANT, USS LEUTZE ( DD-481 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS ROSS ( DD-563 ) und USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ). Diese Schiffe der TU 57.5.5 kamen zum größten Teil vom Atoll Eniwetok, das sie am 18. August verlassen hatten, und fuhren zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In dem dortigen Hafen Port Purvis legten sie am 22. August an. Am 22. August verließ die USS ROBINSON Noumea und fuhr zuerst zur nördlicher gelegenen Insel Espiritu Santo, Neue Hebriden. Von dort aus ging die Fahrt nach Port Purvis weiter, wo der Zerstörer am 26. August anlegte und sich in die Zerstörer Division 112 ( DesDiv 112 ) einfügte, in der sich auch der Zerstörer USS BRYANT befand. Bis zum 29. August blieben die Kriegsschiffe in dem Hafen liegen, damit sich die Schiffsbesatzungen etwas ausruhen und sich auf die kommenden Aufgaben vorbereiten konnten. Man verlegte nun die USS ROBINSON in die Task Force 35. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS HONOLULU, USS DENVER, USS CLEVELAND und USS COLUMBIA ( CL-56 ) und die Zerstörer USS ROBINSON, USS LEUTZE, USS NEWCOMB, USS BENNION, USS BRYANT, USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT und USS ROSS. Am 1. September verließen diese Schiffe Port Purvis und begannen ein nächtliches Manöver, übten vor Guadalcanal mehrere Angriffsvarianten und kehrten erst am 3. September nach Tulagi zurück. Dort stellte man die 3. US Flotte für die Operation „Stalemate“ zusammen, die den Angriff auf die Palau Inseln führen sollte. Man integrierte die USS ROBINSON dafür in die Task Group 32.5, der Bombardement and Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS IDAHO ( BB-42 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ) und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), die Leichten Kreuzer USS HONOLULU, USS CLEVELAND, USS DENVER und USS COLUMBIA, die Zerstörer USS ROBINSON, USS LEUTZE, USS HEYWOOD L EDWARDS, USS BENNION, USS ROSS, USS ALBERT W GRANT, USS BRYANT, USS RICHARD P LEARY, USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS HUDSON ( DD-475 ) und USS HALFORD ( DD-480 ), die Schnellen Truppentransporter USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS RATHBURNE ( APD-25 ), USS CLEMSON ( APD-31 ), USS NOA ( APD-24 ) und USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ), die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS WASMUTH ( DMS-15 ), USS PERRY ( DMS-17 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ), die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE ( DM-20 ) und USS MONTGOMERY ( DM-17 ) und der Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ). Die Schiffe der TG 32.5 legten am 6. September in Port Purvis ab und fuhren zu den Palau Inseln. Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Zwei weitere Tage später beginnt das Bombardement auf die Insel Peleliu. Die USS ROBINSON beteiligte sich während der Schlacht vor den Inseln Peleliu an dem Bombardement auf feindliche Stellungen. So löschten die Geschützmannschaften auf dem Zerstörer mehrere japanische Maschinengewehrstellungen aus und vernichteten feindliche Scharfschützen, die sich in dem Geäst von Bäumen versteckt hielten. Außerdem beteiligte sich das Kriegsschiff an dem Beschuss von feindlichen Truppenkonzentrationen in der Nähe der Strände „White“ und „Orange“. Zu den verschiedensten nächtlichen Zeiten übernahm die USS ROBINSON auch die Sicherungsaufgaben für die Schweren kreuzer USS LOUISVILLE und USS PORTLAND sowie für die Schlachtschiffe USS IDAHO und USS MISSISSIPPI. Am Tag übernahm dann der Zerstörer die Sicherungsaufgaben über das Unterwasserzerstörungsteam, das für den Angriffstag Schneisen bis zu den Stränden für die Angriffsschiffe schlug. Die USS ROBINSON setzte man ab dem 15. September, dem Angriffstag auf den Palau Inseln, für Rufmissionen ein, und beschoss japanische Truppenkonzentrationen und Artillerie, damit schnellstmöglich die angelandeten Truppen ins Landesinnere strömen konnten. Am 22. September setzten sich zwei Gruppen feindlicher Panzer in Bewegung und wollten sich an der Vernichtung des alliierten Brückenkopfes beteiligen. Die Geschützmannschaften der USS ROBINSON begannen mit dem Beschuss der Panzer und der feindliche Angriff brach sehr schnell in sich zusammen. Dann setzte man den Zerstörer für den Beschuss weiterer japanischer Stellungen, Truppenkonzentrationen und Versorgungsdepots ein. In der Nacht vom 24. zum 25. September erblickte man von dem Zerstörer USS HEYWOOD L EDWARDS aus, dass sich mehrere feindliche Schuten in Richtung der Nordküste von Peleliu näherten und an Bord Truppen und Versorgungsgüter hatten. Man zog die USS ROBINSON zur Bekämpfung dieses Nachschubes heran und beide Zerstörer eröffneten das Feuer mit ihrer Hauptbatterie. Noch vor Tagesanbruch waren vierzehn dieser japanischen Schuten mit 650 Soldaten an Bord versenkt worden. Dann am folgenden Abend eskortierte die USS ROBINSON den Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE zur Kossol Road. Anschließend fuhr der Zerstörer zu dem Nordende der Insel Angaur und beschoss ab dem Abend des 26. September feindliche Stellungen. Am folgenden Abend praktizierte das Kriegsschiff dies ebenfalls vor der Insel Ngesebus und bombardierte ab dem Morgen des 28. September die südlichen Strände vor den Flugplätzen von Ngesebus. In der Nacht vom 28. zum 29. September verschossen die Geschützmannschaften der USS ROBINSON Leuchtgranaten vor dem nordwestlichen Punkt von Angaur zur Unterstützung der alliierten Truppen. Ab der Dämmerung des 29. September verließ das Kriegsschiff die Gewässer der Palau Inseln und fuhr zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln und legte am 1. Oktober in dem dortigen natürlichen Tiefseehafen an. Hier blieb der Zerstörer bis zum 12. Oktober. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff den Hafen und fuhr den Schiffen der Task Group 77.6, der Dinagat Attack Group, hinterher. Die USS ROBINSON gehörte dort in die Task Undergroup 77.6.2, die Rear Admiral Rear Admiral Robert Ward Hayler ( 7. Juni 1891 in Sandusky, Ohio – 17. November 1980 in Carmel, Kalifornien ) kommandierte. In der TU befanden sich die Leichten Kreuzer USS DENVER und USS COLUMBIA sowie die Zerstörer USS ROBINSON, USS ROSS, USS HUGHES ( DD-410 ) und ein weiterer. Ziel dieser Kriegsschiffe war die Insel Dinagat und die drei weiteren kleinen Inseln Calicoan, Suluan und Homonhon, die den Eingang zum Golf von Leyte beherrschten. Auf diesen Inseln vermutete man feindliches Suchradar. Um diese japanische Warnstation außer Gefecht zu setzen, traf die Angriffsgruppe am 17. Oktober dort ein und bei Tagesanbruch begann der Kampf. Die USS DENVER gab dabei um 8:00 Uhr den ersten Schuss auf philippinischen Boden ab und die Soldaten der Kompanie D der 6. Rangers landeten etwa zwanzig Minuten später auf Suluan Island. Das waren die ersten Amerikaner, die auf die Philippinen zurückgekehrt waren. Die USS ROBINSON begleitete eine Ranger – Einheit bis zur Insel Dinagat, wo diese ungehindert landen konnten. Anschließend deckte der Zerstörer bis zum Morgen des 19. Oktober Minensucher im Leyte Golf. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes beschossen dabei feindliche Stellungen in Küstennähe der Invasionsstrände. Die Invasion von der philippinischen Insel begann am Morgen des 20. Oktober. In der gesamten folgenden Nacht blieb das Kriegsschiff am Ostufer des zu bildenden Brückenkopfes und feuerte Leuchtmunition in den Himmel. Am 22. Oktober konnte die Mannschaft der USS ROBINSON einen abgeschossenen amerikanische Jagdpiloten lebend aus dem Wasser bergen und zwei Tage später bombardierte der Zerstörer feindliche Anlagen am des Catmon Hill auf Leyte. Noch an diesem 24. Oktober ab 17:10 Uhr wurde das Kriegsschiff in eine von drei Abwehrflotten integriert, da zum Entsatz der japanischen Truppen auf Leyte zwei japanische Kriegsschiffverbände von Süden her in Bewegung gesetzt wurden. Die USS ROBINSON gehörte dabei zur linken nördlichen Flanke, die bei der Insel Hibuson am Nordeingang der Surigao Straße sich sammelte und unter dem Kommando von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf standen. In dieser Abwehrflotte befanden sich die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE, USS PORTLAND und USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS COLUMBIA und USS DENVER und die Zerstörer USS ROBINSON, USS ALBERT W GRANT, USS HEYWOOD L EDWARDS, USS NEWCOMB, USS BENNION, USS LEUTZE, USS RICHARD P LEARY, USS HALFORD und USS BRYANT. Im Zentrum benutzten die Alliierten die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI, USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE, USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), welche von den Zerstörern USS CONY ( DD-508 ), USS THORN ( DD-647 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS AULICK ( DD-569 ) und USS CLAXTON ( DD-571 ) gesichert wurden. Diese Formation befehligte Rear Admiral George Lester Weyler ( 14. Mai 1886 – 6. August 1971 ) und fuhr in die Surigao Strait ein. Die rechte Flanke sicherte unter dem Kommando von Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) der australische Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS BOISE ( CL-47 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS McDERMUT ( DD-677 ) und USS McNAIR ( DD-679 ). Allen drei Schiffsverbänden wurden jeweils dreizehn PT-Boote hinzugefügt die die feindlichen Schiffe in der Nahdistanz attackieren sollten. In der Nacht vom 23. zum 24. Oktober trafen die beiden japanischen Schiffsverbände ein. Den einen befehligte Vizeadmiral Shoji Nishimura ( 30. November 1889 – 24. Oktober 1944 ). In diesem Verband befanden sich die Schlachtschiffe FUSO und YAMASHIRO, der Kreuzer MOGAMI und die Zerstörer MICHISHIO, ASAGUMO, YAMAGUMO und SHIGURE. Den zweiten Verband befehligte Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ). In diesem Verband befanden sich die Kreuzer NACHI, ASHIGARA und ABUKUMA und die Zerstörer AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUHI, WAKABA, HATSUSHIMO und HATSUHARU. Beide Verbände sollten sich in der Sulu See vereinigen. Der Schiffsverband von Vizeadmiral Nishimura wird bis auf den Zerstörer SHIGURE, welche unbeschädigt entkommen kann, während der Schlacht oder später durch Flugzeuge vollständig versenkt. Vizeadmiral Shima lässt seine Kampfgruppe augenblicklich während der Kampfhandlungen beidrehen und flüchten um wenigstens einige wenige Kriegsschiffe zu retten. Die Schlacht dauerte von 3:00 Uhr bis weit nach 4:00 Uhr des 25. Oktober. Die USS ROBINSON kehrte nach ihrem Torpedoangriff auf die japanischen Kriegsschiffe nach Hibuson Island zurück. Die Mannschaft des Zerstörers versuchte vergeblich die vielen japanischen Überlebenden von dieser Schlacht zu bergen. Die japanischen Matrosen und Offiziere weigerten sich vehement dagegen und ertranken lieber. Um 7:58 Uhr traf der Zerstörer dann mit anderen amerikanischen Kreuzern und Zerstörern zusammen und begann eine Jagd auf feindliche Kriegsschiffe, die sich vor der Ostküste von Samar sammeln wollten, um sich dort von der Schlacht erholen. Bis zum 29. Oktober patrouillierte die USS ROBINSON östlich von Leyte, um die Schifffahrt in und um die Nähe des Golfs von Leyte zu sichern. Der Zerstörer half dabei bei der Abwehr von japanischen Luftangriffen und eskortierte am 1. November den durch eine Bombe schwer beschädigten Zerstörer USS KILLEN bis in die San Pedro Bay, Leyte, damit dort notdürftige Reparaturen durchgeführt werden konnten. Ab dem 4. November integrierte man die USS ROBINSON als Radarvorpostenschiff in die Task Group 77.1. Hier waren nacheinander insgesamt neunzehn Zerstörer, um als Vorwarnposten alle anderen amerikanischen Kriegsschiffe gegen japanische Luftangriffe zu fungieren. In der TG befanden sich unter anderem die Leichten Kreuzer USS NASHVILLE und USS BOISE und die Zerstörer USS ROBINSON, USS CLAXTON, USS SIGOURNEY, USS HALFORD, USS BRYANT, USS ABNER READ ( DD-526 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS SMITH ( DD-378 ), USS JENKINS ( DD-447 ), sowie neun weitere Zerstörer und der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA ( I44 ). Diese Kriegsschiffe waren immer die ersten Angriffsziele der japanischen Kamikazepiloten und hatten hohe Verluste zu beklagen. Am 11. November versetzte man die USS ROBINSON in die Task Group 77.2. Zwei Tage benötigte der Zerstörer bis er die Bombardierungsgruppe erreicht hatte. Die Kriegsschiffe der TG sollten mit ihren Schiffsgeschützen die Landungstruppen auf Leyte unterstützen. Doch schon wenige Tage später verließ die USS ROBINSON schon wieder diese TG und fuhr zum Seeadler Harbour. Auf dem Weg dorthin traf das Kriegsschiff auf das Schwesterschiff USS BRYANT. Beide Zerstörer mussten sich am 16. November gegen ein angreifendes feindliches Flugzeug wehren und schossen es gemeinsam ab. Im Seeadler Harbour legten die Zerstörer am 21. November an und blieben bis zum 28. November. Hier lagen außerdem zur Erholung der Mannschaft die Zerstörer der TU 77.1.5. Am 28. November verließen diese Kriegsschiffe Manus Island. Die USS ROBINSON gehörte nun nicht mehr der Zerstörerdivision 112 ( DesDiv 112 ) in dem Zerstörergeschwader 56 ( DesRon 56 ) an. Der Zerstörer stand ab dem 1. Dezember den Zerstörern aus dem Zerstörergeschwader 22 zur Verfügung und legte an diesem Tag in der San Pedro Bay, Leyte an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und legte schon am folgenden Tag ab. Ziel war die Kossol Roads. Diese Passage bei den Palau Inseln wurde wenige Tage später erreicht. Dort gruppierte man die Schiffe der TF 77 um und vervollständigte deren Magazine und Bunker. Das Kriegsschiff versetzte man in die Task Undergroup 77.12.1, deren Aufgabe darin bestand, während der Landung auf der philippinischen Insel Mindoro die dort zur Luftunterstützung eingesetzten Flugzeugträger der Task Undergroup 77.12.7 zu schützen. Die TG 77.12 befehligte Rear Admiral Theodore D. Ruddock, Jr. ( 23. Dezember 1892 in Anderson, South Carolina – 11. August 1989 ). In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS WEST VIRGINIA, USS COLORADO und USS NEW MEXIKO, die Leichten Kreuzer USS DENVER, USS COLUMBIA und USS MONTPELIER und die Zerstörer USS ROBINSON, USS BENNION, USS RENSHAW ( DD-499 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS CONY ( DD-508 ), USS CONNER ( DD-582 ) und USS EATON ( DD-510 ). Die Schiffe der TG 77.12 verlassen am 10. Dezember Kossol Roads. Zwei Tage später befinden sie sich im Leyte Golf und fuhren in die Surigao Straße bei Mindoro ein. In der Nacht zum 13. Dezember befinden sie sich schon in der Mindanao See. Nach Sonnenaufgang gab es den ersten japanischen Luftangriff. Die Schiffe der TU 77.12.7 drehten gleich bei und fuhren in Richtung der Leyte Bay zurück. Die TU 77.12.1 blieben vor Ort und unterstützten die amphibischen Landungsschiffe der Task Group 78.3 in der Sulu See. Am Morgen des 15. Dezember begann der alliierte Angriff auf Mindoro. Gleichzeitig waren japanische Kamikazepiloten in der Luft und stürzten sich auf die amerikanischen Schiffe. Es entspann sich nun ein harter Kampf. Mehrere amerikanische Schiffe wurden dabei beschädigt. Gleich nach dem Entladen der amphibischen Schiffe, wurden diese in die San Pedro Bay, Leyte eskortiert. Die USS ROBINSON und die Schiffe der TU 77.12.1 blieben aber noch bis zum 17. Dezember vor Ort und unterstützten mit ihren Schiffsgeschützen die Alliierten in ihrem Brückenkopf. Dann fuhren auch sie nach Kossol Roads zurück, wo sie am 19. Dezember ankerten. Der Zerstörer verließ noch am selben Tag wieder die Palau Inseln und fuhr zum Seeadler Harbour. Dort traf das Kriegsschiff am 23. Dezember ein. Es wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen vorgenommen und die Bunker mit Munition, Treibstoff und Proviant gefüllt. Dann gliederte man die USS ROBINSON in die Task Force 79 A2, der Landing Group Able, die die australischen Soldaten der 37. Infanteriedivision transportierten. Diese Landing Group wurde von Rear Admiral Ingolf Norman Kiland ( 26. März 1895 in Sioux Falls, Minnehaha County, South Dakota – 10. März 1992 ) während der Operation „Mike I“ befehligt. In dieser TF befanden sich unter anderem der Zerstörer USS ROBINSON, der Geleitzerstörer USS GILLIGAN ( DE-508 ) und die australischen Infanterielandungsschiffe HMAS KANIMBLA ( C78 ), HMAS MANOORA und die HMAS WESTRALIA ( F95 ). Diese Schiffe sollten innerhalb der Lingayen Attack Force die ersten Landungen am Lingayen Golf in der Manila Bay, philippinische Insel Luzon. Dazu verließen diese Schiffe am 31. Dezember den Seeadler Harbor. Am Morgen des 9. Januar 1945 lagen sie in ihren Ausgangsstellungen. Die USS ROBINSON beschoss zu diesem Zeitpunkt im Nordwesten des Anlandungsgebietes feindliche Stellungen. Die Geschützmannschaften des Zerstörers schossen dann, als die erste Welle der amphibischen Angriffstruppen anlandeten, auf alle sich zeigenden Verteidigungsnester. In der folgenden Nacht blieb das Kriegsschiff in der Nähe der Landungsschiffe und sicherte diese gegen japanische Angriffe. In der morgendlichen Dämmerung des folgenden Tages gewahrte man ein sich näherndes Boot, das sich nicht identifizieren ließ. Sofort gab es Gefechtsalarm und man begann dieses Selbstbordschnellboot zu beschießen bis es vernichtet war. Die dann erfolgte Unterwasserexplosion setzte vorübergehend an der USS ROBINSON die Sonarausrüstung außer Betrieb. Ansonsten gab es am gesamten Zerstörer keinen weiteren Schaden. Bei Tagesanbruch begannen die Japaner mit ihren gefürchteten Luftangriffen durch ihre Selbstmordpiloten. Die Geschützmannschaften konnten während dieses Angriffs eines dieser Flugzeuge abschießen das dann wie eine Flammenkugel auf dem Wasser aufschlug und zerschellte. In der Abenddämmerung begann der nächste Luftangriff. Einer der Kamikazepiloten hatte sich einen Schnellen Truppentransporter als Ziel ausgesucht. Doch die Geschützmannschaften auf der USS ROBINSON konnten ihn mit ihrem Abwehrfeuer abdrängen, so dass das Flugzeug ins offene Meer stürzte. Der Zerstörer eskortierte nach dem Entladen der Infanteriesoldaten ab dem 12. Januar die Infanterielandungsschiffe wieder aus dem Lingayen Golf und erreichte am 15. Januar die San Pedro Bay, Leyte. Schon drei Tage später verließ das Kriegsschiff wieder die San Pedro Bay und eskortierte das Transportschiff USS COMET ( AP-166 ) in die Humboldt Bay, Hollandia, Neuguinea. Für diese Fahrt benötigten die beiden Schiffe sieben Tage. Noch am selben Tag der Ankunft begann man die Bunker der USS ROBINSON mit frischem Treibstoff aufzufüllen. Hier in der Humboldt Bay wartete das Vielseitige Hilfsschiff USS WRIGHT ( AG-79 ). Nach Abschluss aller Versorgungsarbeiten am Zerstörer, stachen die beiden Schiffe in See und fuhren zur San Pedro Bay. Diese erreichten sie am 3. Februar. Hier installierte man auf dem Kriegsschiff die neuen Fighter – Director – Funkgeräte. Diese Arbeiten dauerten einen Tag. Die USS ROBINSON verließ am Abend des 4. Februar zusammen mit den Geleitzerstörern USS GREENWOOD ( DE-679 ) und USS HARMON ( DE-678 ) die San Pedro Bay und eskortierte das amphibische Kommandoschiff USS BLUE RIDGE ( AGC-2 ) und drei Transportschiffe bis in den Lingayen Golf. Dieser wurde am 7. Februar erreicht. Hier begann der Zerstörer mit seinen Patrouillenfahrten und suchte nach feindlichen U-Booten. Doch schon am 23. Februar verließ das Kriegsschiff wieder den Lingayen Golf und eskortierte leere Truppentransporter bis in die San Pedro Bay, wo sie am 26. Februar anlegten. Am folgenden Tag stach die USS ROBINSON wieder in See und eskortierte zusammen mit dem Schwesterschiff USS BANCROFT ( DD-598 ) das amphibische Flaggschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ) von Leyte zur Mangarin Bay, Mindoro, Philippinen. An Bord des Flaggschiff befand sich Rear Admiral Forrest Beton Royal ( 10. Februar 1893 in New York City – 18. Juni 1945 auf der USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ) in der Nähe von Borneo ). Die Mangarin Bay wurde am 1. März erreicht. Noch am selben Tag versetzte man die USS ROBINSON in die Task Group 78.1, der Landing Force, die Rear Admiral Forrest Beton Royal kommandierte. Diese Landing Force transportierte die Soldaten der 41. Infanteriedivision, die an der Südspitze der Halbinsel Zamboanga Peninsula, einem westlichen Ausläufer der Insel Mindanao, angelandet werden sollten. In dieser TG 78.1 befanden sich die Zerstörer USS ROBINSON, USS BANCROFT, USS McCALLA ( DD-488 ), USS PHILIP ( DD-498 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS O´BANNON ( DD-450 ) und USS TAYLOR ( DD-468 ), der Geleitzerstörer USS RUDDEROW ( DE-224 ), die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ), USS KEPHART ( APD-61 ), USS COFER ( APD-62 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), das Amphibische Flaggschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ), die Panzerlandungsschiffe USS LST-591 und USS LST-626 und die Infanterie-Landungsfahrzeuge USS LCI-710 und USS LCI-779. Am 10. März begann am frühen Morgen der Angriff auf die Stadt Zamboanga während der Operation „Victor IV“ mit den Schiffen der Fire Support Group. Diese Schiffe bombardierten drei Tage lang feindliche Stellungen. Die USS ROBINSON patrouillierte zum Schutz der Landungsschiffe und der Landungstruppen vor Coldera Point. In der folgenden Nacht beschoss der Zerstörer zusammen mit der USS McCALLA feindliche Stellungen. Mehrere Widerstandsnester und Bunker im Innern der Insel konnten so noch vor dem Eintreffen der alliierten Truppen vernichtet werden. Am 16. März erreichte der erste Verstärkungskonvoi von Leyte aus kommend die Halbinsel Zamboanga. Die beiden Zerstörer befanden sich während der Landeoperation am Kulibato Point im Osten der Landungszone bei der Stadt Isabela auf Basilan Island und verursachten eine Ablenkung. Mit Hilfe von amerikanischen Flugzeugen beschossen die Zerstörer eine Kaianlage und das Gebiet in dem sich vermutlich feindliche unterirdische Gräben befanden. Am Abend des 18. März erhielt man auf der USS ROBINSON den Befehl, sofort im Gurmularang Flusstal auf Basilan Island auf eine japanische Truppenkonzentration von rund 150 Soldaten zu schießen. Damit unterstützte man von dem Kriegsschiff aus die Truppen der US Army und der philippinischen Guerilla. Vom 20. Bis zum 24. März ankerte der Zerstörer vor der Santa Cruz Bank. Anschließend begann die USS ROBINSON mit Patrouillenfahrten. Am 10. April gliederte man den Zerstörer in die Task Group 78.2, die Rear Admiral Albert Gallatin Noble ( 14. Dezember1895 in Preston, Texas – 22. Februar 1980 in Washington DC ) während der Operation „Victor V“ befehligte. In dieser TG, der Transportgruppe „Green“, befanden sich die Zerstörer USS ROBINSON, USS BRAINE ( DD-630 ), USS CHARLES AUSBURNE ( DD-570 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS FLUSSER ( DD-368 ) und USS CONYNGHAM ( DD-371 ) und die Geleitzerstörer USS JOBB ( DE-707 ) und USS ALBERT T HARRIS ( DE-447 ).  Diese Kriegsschiffe übernahmen die Sicherung über das amphibische Kommandoschiff USS WASATCH ( AGC-9 ) und die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ), USS KEPHART ( APD-61 ), USS LLOYD ( APD-63 ) und USS COFER ( APD-62 ), 51 Panzerlandungsschiffe, 13 Mittlere Landungsschiffe, 7 Panzerlandungsboote, 22 Infanterielandungsschiffe, 8 Liberty – Schiffe, 16 Support Infanterielandungsschiffe, 2 Patrouillenboote und 5 Minensuchyachten, welche die Soldaten des X. US Army Corps mit der 24. Infanteriedivision und der 31. Infanteriedivision transportierten. Am 14. April verließen diese Schiffe, zusammen mit der Transportgruppe „Red“ und weiteren Sicherungsschiffen die Mangarin Bay und fuhren an die östliche Küste der philippinischen Insel Mindanao. Unterwegs wurde am 15. April der Hafen Polloc Harbor angelaufen. Die Mannschaft der USS ROBINSON konnte am 16. April zwei Marineflieger aus dem Meer retten. Am folgenden Tag befanden sich die Schiffe vor dem Einsatzgebiet in der Moro Bay. Wie gewohnt wurde vor der Landung der amerikanischen Soldaten der Anlandungsstreifen mit den Schiffsgeschützen bombardiert. Doch das war hier überhaupt nicht notwendig. Durch die starke philippinische Guerilla in diesem Gebiet hatten sich die japanischen Verteidiger ins Landesinnere zurückgezogen. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten in den Gebieten von Malabang, Parang und Catobato verließen die Sicherungsschiffe zusammen mit den leeren Transportschiffen das Anlandungsgebiet und fuhren zur Mangarin Bay. Diese wurde am 24. April erreicht. Gleich am nächsten Tag fuhr die USS ROBINSON nach Polloc Harbour und eskortierte bis dahin einen Schiffskonvoi. Der Zerstörer verließ aber schon am 28. April wieder diesen Hafen und begleitete den Öltanker USS WINOOSKI ( AO-38 ) über die philippinische Insel Tawi Tawi, dem Sulu Archipel nach Muara Batagao, Insel Tarakan, Borneo. Am 2. Mai legten beide Schiffe an ihrem Ziel an. Das war der erste Tag nach dem ersten Angriff auf Tarakan. Die USS ROBINSON gliederte man in die Task Force 78 ein und der Zerstörer unterstützte mit seinen Schiffsgeschützen die Landungstruppen und bombardierte feindliche Stellungen nördlich des Flugplatzes sowie eine Kreuzung auf der der japanische Nachschub erfolgte. Am 8. Mai verließ das Kriegsschiff wieder die Insel Tarakan und eskortierte amphibische Angriffsschiffe nach Niederländisch – Ostindien. Zwei Tage später erreichten diese Schiffe die Insel Morotai, Nördliche Molukken. Die USS ROBINSON blieb hier in der amerikanischen Marinebasis liegen. Der Zerstörer verließ am 4. Juni wieder Morotai und gehörte wie der Zerstörer USS ALBERT W GRANT während der Operation „Oboe II“ zur Task Group 78.1. Die beiden Zerstörer unterstützten ab dem 10. Juni die Landungseinheiten in der Brunei Bay, im britischen Nordwesten auf der Insel Borneo. Aber auch hier waren die japanischen Verteidiger sehr schnell aus ihren Verteidigungsanlagen vertrieben worden, so dass die Anlandungen fast ungehindert ablaufen konnten. Die USS ROBINSON setzte man nun als Anti-U-Boot Schiff für die Leichten Kreuzer USS NASHVILLE und USS PHOENIX ein. Diese beiden Schiffe waren auf dem Weg nach Tawi Tawi. Anschließend fuhr der Zerstörer zur Insel Morotai. Man versetzte hier die USS ROBINSON in die Task Group78.2 die Rear Admiral Arthur Gallatin Noble ( 14. Dezember 1895 in Preston, Texas – 22. Februar 1980 in Washington DC ) befehligte und sollte an der Operation „Oboe VI“ teilnehmen. In dieser Angriffsgruppe befand sich das Kommandoschiff USS WASATCH ( AGC-9 ), die australischen Infanterielandungsschiffe HMAS MANOORA ( F48 ), HMAS WESTRALIA ( F95 ) und HMAS KANIMBLA ( C78 ), das Angriffsfrachtschiff USS TITANIA ( AKA-13 ), das Amphibische Docklandungsschiff USS CARTER HALL ( LSD-3 ), die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN, USS KEPHART, USS LLOYD, USS LIDDLE ( APD-60 ) und USS DIACHENKO ( APD-123 ), ein Infanterielandungskanonenboot, zweiundzwanzig Mittlere Landungsschiffe, fünfunddreißig Panzerlandungsschiffe, sechzehn Infanterielandungsfahrzeuge, neunzehn Panzerlandungsboote und fünf U-Boot-Jäger. 33.446 Soldaten der australischen 7. Infanteriedivision transportierten diese Schiffe. Gesichert wurden die Transportschiffe von den amerikanischen Zerstörern USS ROBINSON, USS SAUFLEY, USS CONYNGHAM, USS BAILEY, USS FRAZIER, USS PHILIP, USS DRAYTON, USS SMITH, USS FLUSSER und USS WALLER ( DD-466 ), den amerikanischen Geleitzerstörern USS CHAFFEE ( DE-230 ), USS LELAND E THOMAS ( DE-420 ), USS EDWIN A HOWARD ( DE-346 ), USS JESSE Rutherford ( DE-347 ) und USS KEY ( DE-348 ) und der australischen Fregatte HMAS GASCOYNE ( K354 ). Am 26. Juni verließen die Schiffe der TG 78.2 Morotai und am 1. Juli begann der Angriff von Balikpapan, Borneo. Die USS ROBINSON war bis zum15. Juli auf der Suche nach japanischen U-Booten und war nebenbei einer der Radarvorwarnposten. Dann fuhr der Zerstörer, er eskortierte mehrere Truppentransporter, zur Auffüllung aller Bunker zur Insel Morotai. Diese Arbeiten waren am 22. Juli abgeschlossen. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff zusammen mit der USS WALLER die Insel und eskortierte kleine Landungsschiffe bis in die San Pedro Bay. Dort legten sie am 25. Juli an. Die USS ROBINSON blieb hier bis zum 5. August liegen. An diesem Tag verließ der Zerstörer die Insel Leyte und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Für die Fahrt benötigte das Kriegsschiff zwei Tage. Ab dem 10. August übernahm die USS ROBINSON für drei Tage einen Radarvorwarnposten ein, der sich ungefähr 50 Seemeilen nördlich des Atolls befand. Dann kehrte der Zerstörer nach Ulithi zurück und verließ das Atoll am 16. August. Dabei eskortierte der Zerstörer das Transportschiff USS ADMIRAL W S BENSON ( AP-120 ) bis in die San Pedro Bay. Von dort aus fuhr das Kriegsschiff alleine bis in die Subic Bay, Luzon weiter, wo es am 21. August festgemacht wurde. Wenige Tage zuvor, am 15. August, war der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet worden. Am 3. September stach die USS ROBINSON von der Subic Bay aus wieder in See und beteiligte sich an der Yangtze River Patrol Force, welche unter dem Kommando von Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 in St. Louis, Missouri – 6. Juni 1956 in San Diego, Kalifornien ) stand. Dazu gehörte unter anderem der Leichte Kreuzer USS ST LOUIS. Doch noch auf dem Weg an die chinesische Küste verließ der Zerstörer die River Patrol Force und fuhr nach Okinawa. Das Kriegsschiff legte am 5. September in der Buckner Bay an. Hier übernahm Captain Campbell, mit der USS ROBINSON als Flaggschiff, das Kommando über die neugegründete Minesweeper Task Group 73.2. In der Nacht vom 5. Zum 6. September stach der Zerstörer wieder in See und eskortierte sechs Minensuchboote. Zwei Tage später erreichte die Einsatzgruppe in und um des Flussdeltas des Yangtze Rivers ihr Einsatzgebiet und begann mit den Minenräumaktionen. Diese Arbeiten dauerten bis in den Dezember hinein. Die USS ROBINSON verließ zusammen mit der USS WALLER am 12. Dezember ihren Ausgangshafen Shanghai und fuhr ostwärts. Der Zerstörer fuhr über Pearl Harbor bis an die US Westküste und lief am 30. Dezember in den Hafen von San Diego ein. Man integrierte das Kriegsschiff hier in die neugegründete Zerstörer Division 301 ( DesDiv 301 ), zu der die Zerstörer USS WALLER, USS PHILIP und USS RENSHAW gehörten. Schon am 12. Januar 1946 verließ die USS ROBINSON zusammen mit den drei anderen Zerstörern San Diego. Ziel war der Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten die Zerstörer am 26. Januar die Brooklyn Navy Yard, New York. Hier mussten sich die Kriegsschiffe einer umfassenden Überholung unterziehen. Am 4. März verließ die USS ROBINSON diese Werft und fuhr in die Charleston Navy Yard, Charleston, South Carolina. Hier erfolgte ab dem 7. Juni die Inaktivierungsüberholung. Man stellte den Zerstörer am 12. Juni 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des seit dem 25. Juni 1950 tobenden Koreakrieges stellte man die USS ROBINSON am 3. August 1951 in der Charleston Navy Shipyard wieder in den dienst der US Navy. Das Kommando über den Zerstörer führte Commander Henry Donald Davison ( 5. April 1916 in McGehee, Desha County, Arkansas – 19. Februar 1999 in Florida ). Nach der Indienststellung versetzte man das Kriegsschiff in die Reserve. Hier gehörte es zur Zerstörer Division 321 ( DesDiv 321 ) an und wurde am 9. September das Flaggschiff des Zerstörergeschwader 32. Nach mehreren Probefahrten in den Gewässern vor Charleston, legte die USS ROBINSON am 2. Dezember im Hafen von Norfolk, Virginia an. Von hier aus begannen die Erprobungs- und Ausbildungsfahrten in der Chesapeake Bay und vor den Virginia Capes. Der Zerstörer verließ am 10. Januar 1952 Norfolk und fuhr in die Karibik, wo Manöver abgehalten wurden. Am 6. März kehrte das Kriegsschiff vor die Virginia Capes zurück und eskortierte bis hierhin den Leichten Flugzeugträger USS SAIPAN ( CVL-48 ) und den Schweren Flugzeugträger USS MIDWAY ( CVB-41 ). Anschließend operierte die USS ROBINSON entlang der US Ostküste und in der Karibik. Am 29. Juni 1953 verließ der Zerstörer für sechs Monate erneut Norfolk. Sein Ziel war der westliche Pazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Kriegsschiff am 3. August im Hafen von Yokosuka, Japan an. Die USS ROBINSON operierte anschließend vor der koreanischen Küste und leistete gegenüber den Flugzeugträgern der Task Force 77 Sicherungsaufgaben. In dieser Zeit beteiligte sich das Kriegsschiff in den Gewässern vor Kobe, Japan an Anti-U-Boot Übungen, an der Eskorte des Geleitflugzeugträgers USS POINT CRUZ ( CVE-119 ) nach Inchon, Korea, patrouillierte vor der Ostküste Koreas und besuchte den südkoreanischen Hafen Pusan, den japanischen Hafen Aso Wan und Tsushima Island in der Koreastraße. Der Zerstörer umrundete dann die Welt. Nach der Durchquerung des Suezkanals und des Mittelmeeres legte das Kriegsschiff am 6. Februar 1954 in seinem Heimathafen Norfolk wieder an. Nach weiteren lokalen Operationen entlang der US Ostküste beteiligte sich die USS ROBINSON an einer Midshipman Übungskreuzfahrt. Dabei eskortierte der Zerstörer das Schlachtschiff USS MISSOURI ( BB-63 ) bis nach Vigo, Spanien, Le Havre, Frankreich und der Guantanamo Bay, Kuba. Am 3. August legten die Kriegsschiffe in Norfolk wieder an. Nach den nun folgenden lokalen Übungen entlang der US Ostküste und in der Karibik, entsandte man die ROBINSON zusammen mit den Kriegsschiffen der Zerstörergeschwader 8 und 32 wieder ins Mittelmeer. Dafür legte der Zerstörer am 5. November 1955 in Norfolk ab. Das Kriegsschiff besuchte im Mittelmeer unter anderem die Häfen von Rhodos, Griechenland und Beirut, Libanon. Danach fuhr der Zerstörer in die nordeuropäischen Gewässer. Dort wurden die Häfen von Greenwich, England; Antwerpen, Belgien; Bremerhaven, Deutschland und Edinburgh, England besucht. Nach einigen selbständigen Operationen in den Gewässern nördlich der Shetland Islands, traf die USS ROBINSON am 27. Januar 1956 in Derry, Nordirland ein. Von hier aus wurden zusammen mit britischen Kriegsschiffen Übungen in der U-Boot Abwehr und im Konvoi Dienst durchgeführt. Diese Aufgaben endeten am 13. Februar und der Zerstörer kehrte an die US Ostküste zurück. Hier legte das Kriegsschiff am 22. Februar in Norfolk an. Die USS ROBINSON beteiligte sich anschließend in den Virginia Capes an Anti-U-Boot Operationen und an der Küste vor Bloodsworth Island an der Bombardierung von vorgegebenen Zielen. Anfang Juni legte der Zerstörer im Hafen der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland an. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Norfolk zurück und ab dem 5. Juni begann eine Midshipman Kreuzfahrt in die europäischen Gewässer. Nach der Übung „Coppersmith“ mit Kriegsschiffen der Dänischen Marine, besuchte die USS ROBINSON bis zum 26. Juni den Hafen von Kopenhagen, Dänemark. Danach nahm der Zerstörer auf seiner Heimfahrt Kurs auf Chatham, England. Nachdem dann das Kriegsschiff wieder die US Ostküste erreicht hatte, fuhr es noch in die Guantanamo Bay, bevor die Midshipman in Annapolis sich wieder ausschiffen konnten. Der Zerstörer legte dann am 1. August in seinem Heimathafen an. Die USS ROBINSON verließ zusammen mit den Zerstörern des Zerstörergeschwader 32, dazu gehörte auch das Schwesterschiff USS ROSS ( DD-563 ), am 22. Oktober 1957 wieder Norfolk und fuhr über die Bermudas nach Gibraltar. Dort ankerten die Zerstörer ab dem 31. Oktober. Am folgenden Tag verließen beide Zerstörer Gibraltar und fuhren in den Persischen Golf. Auf dem Weg dorthin besuchten sie den Hafen von Piräus, Griechenland und trafen am 7. November im Hafen von Port Said, Ägypten ein. Nach der Durchquerung des Suezkanals legten beide Kriegsschiffe in Aden, Jemen und Massawa, Eritra an. Sie erreichten dann am 25. November den Hafen von Karatschi, Pakistan. Von hier aus nahmen beide Zerstörer an der Operation „Crescent“ mit Kriegsschiffen aus den Marinen der Türkei, Großbritannien, dem Iran und Pakistan teil. Am 11. Dezember stach die USS ROBINSON zusammen mit der USS ROSS von Karatschi aus wieder in See und verließ den Persischen Golf. Nach einem weiteren Hafenbesuch in Massawa durchquerten sie am 19. Dezember den Suezkanal und beteiligten sich an einem Manöver der 6. US Flotte im Mittelmeer. Die beiden Zerstörer verließen am 16. Februar 1958 Gibraltar und legten am 5. März in Norfolk wieder an. Für eine erneute Midshipman Kreuzfahrt legte die USS ROBINSON zusammen mit der USS ROSS am 9. Juni in ihrem Heimathafen ab und fuhr wieder in europäische Gewässer. Dabei wurden die Häfen von A Coruna, Spanien; Göteborg, Schweden und Hamburg, Deutschland besucht. Die Midshipman gingen zwischen dem 4. und 5. August wieder im Hafen von Annapolis von Bord. Nach einer siebenmonatigen Übergangsphase gliederte man die USS ROBINSON am 8. April 1959 in das Reserve Zerstörergeschwader 4 innerhalb der Destroyer Flotilla 4 der Atlantikflotte ein. Am 1. Juli fuhr der Zerstörer nach Charleston, seinem neuen Heimathafen. Von hier aus operierte das Kriegsschiff die nächsten fünf Jahre aus. So befand sich der Zerstörer am 29. Dezember 1961 auf einer Kreuzfahrt in den europäischen Gewässern und hatte an diesem Tag zusammen mit dem Flugzeugträger USS ESSEX ( CVS-9 ) Rotterdam, Niederlande für einen neuntägigen Aufenthalt erreicht. Im Mai 1962 gehörte die USS ROBINSON einer Such- und Rettungsflotte an, die die Raumkapsel von Mercury – Atlas 7 bergen sollte. Durch eine Fehlfunktion beim Wiedereintritt der Raumsonde in die Erdatmosphäre landete diese am 24. Mai 1962 nordöstlich von Virgin Island, 250 Seemeilen, rund 402 Kilometer, von ihrem vorausberechneten Zielgebiet entfernt, im Wasser. Eine halbe Stunde nach der Wasserung, erreichten die ersten Flugzeuge der USS INTREPID ( CV-11 ) die Raumsonde. Astronaut Malcolm Scott Carpenter ( 1. Mai 1925 – 10. Oktober 2013 ) wartete bereits in einem Rettungsfloß. Nach drei weiteren Stunden nahm ihn ein Hubschrauber an Bord und brachte ihn zum Flugzeugträger. Die FREGATTE mit Lenkwaffen USS FARRAGUT ( DLG-6 ) war das erste Schiff an der Landestelle von der Such- und Rettungsflotte. Sechs Stunden später erreichte diese Position das Bergungsschiff USS JOHN R PIERCE ( DD-753 ). Neben diesen drei Schiffen befanden sich noch die Zerstörer USS ROBINSON, USS ENGLISH ( DD-696 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS FRED T BERRY ( DD-858 ), USS HANK ( DD-702 ), USS HAROLD J ELLISON ( DD-864 ), USS MASSEY ( DD-778 ), USS MOALE ( DD-693 ) und USS SOLEY ( DD-707 ), die Minensucher USS STURDY ( MSO 494 ) und USS SWERVE ( MSO-495 ), der Flugzeugträger USS FORRESTAL ( CVA-59 ), die Fregatte mit Lenkwaffen USS DEWEY ( DLG-14 ), der Zerstörertender USS SHENANDOAH ( AD-26 ), der Öltanker USS ELOKOMIN ( AO-55 ), das Bergungsschiff USS HOIST ( ARS-40 ) und die amphibischen Docklandungsschiffe USS DONNER ( LSD-20 ) und USS SPIEGEL GROVE ( LSD-32 )
in dieser Flotte. Die drei Zerstörer USS REMEY ( DD-688 ), USS HUNT ( DD-674 ) und USS WREN ( DD-568 ) waren im Pazifik eingesetzt, falls die Raumkapsel dort landen sollte. Auch im Jahr 1963 war die USS ROBINSON an Kreuzfahrten in die Gewässer des Mittelmeeres und Europas beteiligt. So lag der Zerstörer am 6. Juli 1963 im Hafen von Ponta Delgada, Azoren. Das Kriegsschiff wechselte Anfang 1964 wieder nach Norfolk. Dort stellte man den Zerstörer am 1. April 1964 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Man strich den Namen USS ROBINSON ( DD-562 ) am 1. Dezember 1974 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen versenkte man am 13. April 1982 den Schiffskörper vor Puerto Rico als Zielschiff.


USS ROBINSON ( DD-562 )

Commanding Officer 

CDR Elonzo Bowden Grantham, Jr.      31. Januar 1944 – 19. März 1945 (später RADM)
CDR Ray Edward Malpass       19. März 1945 – 1. April 1946 (später RADM)
LT William Randolph Bennett        1. April 1946 – 12. Juni 1946
Außerdienststellung   12. Juni 1946 – 3. August 1951
CDR Henry Donald Davison          3. August 1951 – Oktober 1951
CDR Adelbert Ray Evers    Oktober 1951 – 30. August 1952
CDR John Moore Reade    30. August 1952 – 9. April 1953
CDR James Palmer Drake    9. April 1953 – 10. Dezember 1954
CDR Joseph Frank Zawacki Jr.    10. Dezember 1954 – 26. Januar 1957
CDR Alfred Francis Blair    26. Januar 1957 – 15. Juli 1958
CDR Charles Leo Nagle III    15. Juli 1958 – 22. April 1960
CDR Walter Perry Smiley    22. April 1960 – 18. November 1961
CDR William Murphy    18. November 1961 – 19. Juli 1962
CDR Charles Fletcher Allen    19. Juli 1962 – 5. Juni 1964