Archiv für den Monat: Dezember 2018

USS RILEY ( DE-579 )

USS RILEY ( DE-579 )

Biografie

Paul James Riley
* 12. April 1913 in Hot Springs, Garland County, Arkansas
† 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway
war ein Offizier und Pilot bei der US Navy

Paul James Riley war der Sohn von Jason Daniel Riley und Elizabeth Nealie Williams Riley ( 1884 – 1933 ), die am 19. April 1908 in Garland, Arkansas geheiratet hatten. Sie hatten mindestens vier Kinder, Mildred Laverne, Paul James, James Whitcomb ( 1. Oktober 1916 in Hot Springs, Garland County, Arkansas – 15. September 1994 in Houston, Harris County, Texas ), der bei der US Air Force während des Zweiten Weltkrieges diente, und Edith Sarah Riley. Die drei jungen Geschwister lernten an der Hot Springs High School. Paul James Riley trat am 12. Dezember 1931 in die Naval Reserve freiwillig ein. Einige Jahre später erhielt er eine Nominierung aus Arkansas für die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland und trat dort am 26. Juni 1933 ein. Vier Jahre später, am 3. Juni 1937, machte er dort seinen Abschluss und wurde zum Ensign in der US Navy befördert. Er begann ab Ende Juni 1937 seine obligatorische Dienstzeit auf see an Bord des Flugzeugträgers USS SARATOGA ( CV-3 ). Im Juni 1939 versetzte man ihn an die Naval Air Station in Pensacola, Florida, wo er mit dem Flugtraining begann. Er absolvierte seine Ausbildung am 22. Mai 1940 und wurde zum Marineflieger ernannt. Seine Beförderung zum Lieutenant ( jg ) erhielt Paul James am 3. Juni 1940. Noch im selben Monat verließ er die Air Naval Station in Pensacola und meldete sich im 11. Naval District in San Diego, Kalifornien vorübergehend zum Dienst. Am 22. Juli 1940 schiffte sich Lieutenant ( jg ) Paul James Riley in San Diego als Passagier auf dem Öltanker USS NEOSHO ( AO-23 ) ein. Dieser Tanker war auf dem weg zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dort lag der Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ). Am 28. Juli meldete sich Riley dort an Bord und wurde in das Torpedo Squadron Six ( VT-6 ) integriert. An Bord des Flugzeugträgers beförderte man ihn am 6. Januar 1942 zum Lieutenant. Die USS ENTERPRISE erlebte selber nicht den Angriff auf Pearl Harbor durch die japanischen Seestreitkräfte mit. Der Flugzeugträger war zu diesem Zeitpunkt mit den Kriegsschiffen aus der Task Force 8 zum Atoll Wake Island unterwegs, wohin die Flugzeugstaffel VMF-211 mit insgesamt 12 Grumman F4F-3 Flugzeugen transportiert werden mussten. Am Tag des Überfalls auf die Hawaiianische Insel Oahu durch die Japaner am 7. Dezember, befanden sich die Schiffe der TF 8 auf dem Heimweg und waren noch rund 200 Seemeilen von ihrem Heimatstützpunkt entfernt, den sie am 10. Dezember erreichten. Sofort lief der Flugzeugträger nach dem Beölen wieder aus und man begann im Norden der Hawaiianischen Gewässer mit der Suche nach feindlichen Schiffen. Am 9. Januar 1942 verließ die USS ENTERPRISE zusammen mit den Kriegsschiffen der TF 8 Pearl Harbor. Zwei Tage später sollten diese Schiffe nach Amerikanisch Samoa fahren und dort den anzutreffenden Feind anzugreifen. Doch bis in dieses Seegebiet waren die Japaner noch nicht vorgedrungen. So fuhr die USS ENTERPRISE ab dem 25. Januar nach Norden. Am 1. Februar befand sich der Flugzeugträger bei dem Marshall Islands Wotje, Maloelap und Kwajalein. Die Flugzeuge des Trägers stiegen auf und suchten nach feindlichen Zielen. An diesem Tag griffen die Flugzeuge der Staffel VT-6, in der sich Lieutenant Riley befand, Kwajalein und Wotje an. Dabei wurde der Frachter IJN BORDEAUX MARU, das Kanonenboot IJN TOYOTSU MARU und der Hilfsnetzleger IJN KASHIMA MARU versenkt. Außerdem beschädigen die Flugzeuge den Leichten Kreuzer IJN KATORI, das Flaggschiff der 6. Flotte; den Öltanker IJN TOA MARU; das U-Boot Depotschiff IJN YASAKUNI MARU; das U-Boot IJN I-23 und andere wichtige Schiffe. Lieutenant Riley verlieh man nach dieser erfolgreichen Aktion das Distinguished Flying Cross. Ungefähr vier Monate später, am Morgen des 4. Juni 1942, startete Paul James Riley zusammen mit seinem Kanonier ARM2 Edwin John Mushinski ( 26. oktober 1917 in Missouri – 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway ) und den Mitgliedern der Staffel VT-6 und der Air Group Six ihre 14 Torpedoflugzeuge von der USS ENTERPRISE. Ziel war die nahegelegene japanische Flotte. Auf halbem Weg erschienen die überlegenen japanischen Abfangjäger, doch die Staffel flog ihrem Ziel unbeirrt entgegen. Dadurch wurde ein Torpedoflugzeug nach dem anderen abgeschossen. Nur vier der vierzehn gestarteten Maschinen kehrten zur USS ENTERPRISE zurück. Unter denen die nicht zurückkehrten war auch Lieutenant Riley und Petty Officer Mushinski. Beide wurde in dem abschließenden Bericht vom 8. Juni 1942 als Personalverluste während der Schlacht um Midway ab dem 4. Juni als vermisst verbucht. Am 5. Juni 1943 erklärte man beide für tot. Lieutenant Paul James Riley erhielt posthum das Navy Cross, das Purple Heart und die Presidential Unit Citation verliehen.

Von den vierzehn gestarteten Torpedoflugzeugen von der USS ENTERPRISE kehrten nur vier Maschinen direkt zum Träger zurück. Der angeworbene Maschinistenpilot Albert Walter Winchell und sein Kanonier Aviation Radioman Third Class Douglas M. Cossitt mussten mit ihrer defekten Maschine eine Wasserlandung machen, noch bevor sie den Träger sahen. Beide überlebten 17 Tage auf hoher See in einem Gummifloß, bevor sie am 21. Juni 1942, etwa 360 Seemeilen nördlich von Midway von einer 24 PBY aus dem Patrouillengeschwader gefunden und gerettet wurden. Insgesamt überlebten 6 Crews von der VT-6 Staffel den morgendlichen Angriff.


USS RILEY ( DE-579 )

Schiffsbiografie

Die USS RILEY ( DE-579 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Paul James Riley benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfte Schiff aus der RUDDEROW – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard, Inc. in Hingham, Massachusetts wurde am 20. Oktober 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mildred Laverne Riley, Schwester von
Lieutenant Paul James Riley, taufte am 29. Dezember 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Donald H. Johnson (USNR) stellte am 13. März 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS RILEY bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Hier wurde die Endausrüstung durchgeführt. In den Gewässern vom Hampton Roads, Virginia diente der Geleitzerstörer bis zum 6. Juni als Ausbildungsschiff für angehende Mannschaften auf den neugebauten Geleitzerstörern. Am folgenden Tag fuhr die USS RILEY nach New York. Von hier aus eskortierte der Geleitzerstörer einen Schiffskonvoi bis nach Norfolk. Man versetzte dazu das Kriegsschiff in die Task Force 60. Vom 23. Juni bis zum 29. August 1944 eskortierte die USS RILEY zusammen mit den Schwesterschiffen USS McNULTY ( DE-581 ), USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 ), USS METIVIER ( DE-582 ), USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) und anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGS 46, bestehend aus 91 Schiffen unter denen sich der Armeetransporter USAT SANTA ROSA befand, von Norfolk aus bis nach Bizerte, Tunesien im Mittelmeer und nach dem Entladen den Konvoi GUS 46 nach Norfolk zurück. In der Nacht vom 12. zum 13. Juli lagen die Schiffe des Konvois UGS 46 auf Reede vor dem Hafen von Algier. Da griff ein deutsches Flugzeug diese Schiffe an. Die Geschützmannschaften der USS RILEY beteiligten sich an dem Abwehrfeuer auf dieses feindliche Flugzeug, trafen es aber nicht, so dass es entkommen konnte. Auch die Schiffe des Konvois erlitten keine Schäden. Bizerte wurde am 15. Juli erreicht. Ab dem 9. August ging der Schiffskonvoi GUS 46 auf die Heimfahrt. Gleich nach Ankunft in New York führte man auf dem Geleitzerstörer mehrere Sonartests in den Gewässern vor New London durch. Am 1. September übernahm die USS RILEY zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Eskorte über den Schiffskonvoi UGS 53. Dieser wurde ebenfalls bis nach Bizerte, Tunesien begleitet. Nach der Entladung der Frachtschiffe ging die Fahrt mit dem Konvoi GUS 53 zurück an die US Ostküste. Diese wurde am 17. Oktober im Hafen von New York City erreicht. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in den Pazifik vor und versetzte es in die Escort Division 67. In dieser Division befand sich noch die USS McNULTY, USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON und USS LESLIE L B KNOX. Am 3. November stachen die Geleitzerstörer der CortDiv 67 in See und fuhren zum Panamakanal. Cristobal, Panama wurde am 9. November erreicht und am folgenden Tag begann die Durchquerung des Isthmus. Auf der weiteren Fahrt wurde auf den Galapagos Islands, 13. November, und Bora Bora, Gesellschaftsinseln, 25. November, ein Zwischenstopp eingelegt. Danach folgte Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen am 7. Dezember. Die Kriegsschiffe erreichten am 11. Dezember Hollandia, Humboldt Bay, Neuguinea.
Die USS RILEY gliederte man hier in die Task Force 75 ein. Diese TF kommandierte Vizeadmiral James Laurence Kauffman ( 18. April 1887 in Miamisburg, Ohio – 21. Oktober 1963 im Bethesda Naval Hospital in Bethesda, Maryland ). Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zur freien Verfügung und sollte Schiffskonvois eskortieren. So verließ das Kriegsschiff am 19. Dezember zusammen mit der USS McNULTY, USS METIVIER und USS LESLIE L B KNOX Hollandia und eskortierte 34 Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Fünf Tage später war Leyte erreicht. Ein einzelnes japanisches Flugzeug griff am 25. Dezember den Schiffskonvoi an, konnte allerdings keine Schäden verursachen und entkommen. Schon am 27. Dezember verließ die USS RILEY zusammen mit der USS METIVIER und USS McNULTY wieder die San Pedro Bay und eskortierte zusammen mit drei anderen Kriegsschiffen neun Frachtschiffe nach Hollandia. In die Humboldt Bay fuhren sie am 2. Januar 1945 ein. In die Humboldt Bay fuhren sie am 2. Januar 1945 ein. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Group 78.9, die 2. Lingayen Supply Group. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) und zwei weitere und die Geleitzerstörer USS RILEY, USS McNULTY, USS METIVIER, LESLIE L B KNOX und USS GEORGE A. JOHNSON. Schon am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die Humboldt Bay und eskortierten 35 Fracht- und Versorgungsschiffe zum Lingayen Golf, philippinische Insel Luzon. Zwei Tage später durchquerten die Schiffe die Surigao Strait und erreichten am 9. Januar die San Pedro Bay. Nach dem bunkern von frischen Treibstoff verließen die Schiffe noch am selben Tag wieder die Insel Leyte und fuhren zur Lingayen Bay, Luzon, Philippinen. Kurz vor Erreichen des Ziels, am 12. Januar in Höhe der Manila Bay, griffen zwei japanische Kamikazepiloten den Konvoi an. Das erste feindliche Flugzeug stürzte sich gegen 12:53 Uhr auf das Frachtschiff SS OTIS SKINNER, Kapitän Master Geoffrey Blackett, und schlug in den Laderaum Nummer 2 ein. In diesem lagerten Benzinfässer die sich entzündeten. Der zweite Selbstmordpilot wurde rechtzeitig von einem anderen Schiff abgeschossen noch bevor er sich auf ein Schiff stürzen konnte. Wenige Stunden später, gegen 18:30 Uhr, erfolgte ein zweiter Luftangriff von sieben feindlichen Maschinen. Zwei der Angreifer wurden von den Geschützmannschaften der USS METIVIER abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug stürzte auf das Deck des Transportschiffes SS KYLE V JOHNSON. 129 von 506 Armeeangehörigen kamen dabei ums Leben. Fast alle Sicherungsschiffe suchten und bargen Überlebende aus dem Wasser. Der Schiffskonvoi erreichte am 13. Januar sein Ziel. In den folgenden zwei Tagen patrouillierte die USS RILEY vor den Ankerplätzen der Frachtschiffe und sicherte zusammen mit den anderen Kriegsschiffen den Invasionsstrand ab. Am 16. Januar verließen 35 Panzerlandungsschiffe und Infanterieboote die Lingayen Bay und fuhren nach Leyte. Eskortiert wurden diese durch die USS RILEY, USS METIVIER, USS McNULTY, USS GEORGE A. JOHNSON und zwei weiteren Geleitzerstörern, vier Zerstörer und dem Angriffsfrachtschiff USS ALGOL ( AKA-54 ) aus der Task Undergroup 78.11.7. Am 20. Januar wurde die San Pedro Bay ohne weitere Zwischenfälle erreicht. Bis zum 25. Januar füllte man alle Bunker auf der USS RILEY auf und führte kleinere Reparaturen durch. Außerdem patrouillierte das Kriegsschiff in der San Pedro Bay und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Den Geleitzerstörer gliederte man in diesen Tagen in die Task Group 78.3 ein, die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG ( DD-580 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS RILEY, USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ), die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und konnten ohne einen Schuss abzugeben ihren Brückenkopf erweitern. Grund dafür war ein philippinischer Leutnant aus der Guerillaarmee. Dieser war mit einem Fischerboot bis zur USS YOUNG gerudert und hatte Commander Donald Granville Dockum ( 14. Oktober 1913 – 27. November 1969 ), Kommandant des Zerstörers, darüber informiert, dass er mit seinen Leuten die Anlandungszone gesichert habe. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe wieder das Anlandungsgebiet und fuhren in die Subic Bay. Von dort aus kehrte die USS RILEY nach Leyte zurück. Von dieser Marinebasis aus führte der Geleitzerstörer bis zum 20. März mehrere Eskortierfahrten innerhalb der befreiten philippinischen Inseln durch. Anschließend fuhr das Kriegsschiff zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln und zu den Palau Islands. Am 5. April kehrte die USS RILEY in die San Pedro Bay zurück. Ab Juli begleitete der Geleitzerstörer einen Schiffskonvoi von den Philippinen nach Hollandia. Am 7. Juli verließ das Kriegsschiff die Humboldt Bay und eskortierte ihren ersten Schiffskonvoi zur japanischen Insel Okinawa. In die dortige Buckner Bay liefen die Schiffe am 23. Juli ein. Zwei Tage später stach die USS RILEY wieder in See und fuhr zu den Philippinen. Der Zweite Weltkrieg wurde am 15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Wenige Tage später eskortierte die USS RILEY wieder einen Schiffskonvoi bis zur Buckner Bay. Von hier aus begleitete der Geleitzerstörer zwei Schiffskonvoismit Besatzungstruppen an Bord bis nach Jinsen, Korea. Anschließend patrouillierte das Kriegsschiff vor der chinesischen Küste. Mitte Oktober verließ die USS RILEY diese Gewässer und fuhr in Richtung der US Westküste. Die Fahrt führte das Kriegsschiff über die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Am 5. November wurde die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien erreicht. Das Kriegsschiff bereitete man auf seine Inaktivität vor. Am 15. Januar 1947 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. 1957 verlegte man das ehemalige Kriegsschiff in das Anlegegebiet des Columbia River, wo ein anderer Teil der Pazifikreserveflotte lag. Am 10. Juli 1968 übergab man das Kriegsschiff an die Taiwanesische Marine. Diese taufte das Schiff auf den Namen ROCS TAI YUAN ( DE-27 ) und stellte es noch am selben Tag in ihren Dienst. Die US Navy strich am 25. Januar 1974 den Namen USS RILEY ( DE.579 ) von der US Navy – Liste.
In den späten 80er Jahren benutzte die Taiwanesische Marine das Kriegsschiff zur Fischereipatrouille. 1996 strich man das Schiff aus ihren Listen und verschrottete es.       


USS RILEY ( DE-579 )
Commanding Officer

 LCDR Donald H. Johnson  (USNR)       13. Märu 1944 –  April 1945
LT Richard A. Evans, Jr.  (USNR)       April 1945 –  ?
LT R. S. Chapin  (USNR)        ?  –  April 1946
LCDR J. E. Tuttle        April 1946 – 15. Januar 1947

 

USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 )

USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 )

Biografie

George Alfred Johnson
* 26. September 1922 in Fleetwood, Pennsylvania
† 9. August 1942 während der Invasion der Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen

George Alfred Johnson trat am 28. Januar 1942 freiwillig in das US Marine Corps ein. Er diente auf Parris Island, South Carolina und Quantico, Virginia. Im April 1942 versetzte man das First Marine Raider Battalion, in dem sich Private Johnson befand, auf den Kampfplatz im Pazifik. Am 7. August 1942 begann die Invasion auf der Halbinsel Tulagi, wo die US Navy für die Versorgung der Kampfflotte einen Stützpunkt benötigte. Zwei Tage später befand sich Privat Johnson mit seinem Trupp auf dem Weg ins Innere der Halbinsel. Da schlug ihnen, durch ein feindliches Scharfschützennest aus einer nahe gelegenen Höhle, Abwehrfeuer entgegen. Private Johnson meldete sich freiwillig um dieses Scharfschützennest zu vernichten. Er stürzte sich bis in die Nähe der Höhle und warf mehrere Handgranaten dort hinein, bis er selber durch einen gezielten Schuss getötet worden war. Durch seinen gezeigten Mut und der Vernichtung des Feindes der aus dem Hinterhalt agierte, konnte sein Trupp ohne weitere Verluste vorrücken. Dafür zeichnete man Privat George Alfred Johnson posthum mit dem Silver Star aus.


USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 )

Schiffsbiografie

 Die USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Private George Alfred Johnson benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunte Schiff aus der RUDDEROW – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard, Inc. in Hingham, Massachusetts wurde am 24. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Alfred R. Johnson, Mutter von
Private George Alfred Johnson, taufte am 12. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Alvin Robinson stellte am 15. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung begann für die USS GEORGE A JOHNSON die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Geleitzerrstörer bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Hier wurde die Endausrüstung durchgeführt. In den Gewässern der Chesapeake Bay wurde der Geleitzerstörer und dessen Mannschaft auf die bevorstehenden Konvoifahrten vorbereitet. Man versetzte dazu das Kriegsschiff in die Task Force 60. Vom 23. Juni bis zum 31. August 1944 eskortierte die USS GEORGE A JOHNSON zusammen mit den Schwesterschiffen USS McNULTY ( DE-581 ), USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 ), USS RILEY ( DE-579 ), USS METIVIER ( DE-582 ) und anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGS 46, bestehend aus 91 Schiffen unter denen sich der Armeetransporter USAT SANTA ROSA befand, von Norfolk aus bis nach Bizerte, Tunesien im Mittelmeer und nach dem Entladen den Konvoi GUS 46 nach Norfolk zurück. In der Nacht vom 12. zum 13. Juli lagen die Schiffe des Konvois UGS 46 auf Reede vor dem Hafen von Algier. Da griff ein deutsches Flugzeug diese Schiffe an. Die Geschützmannschaften der Geleitzerstörer feuerten auf dieses feindliche Flugzeug, trafen es aber nicht, so dass es entkommen konnte. Auch die Schiffe des Konvois erlitten keine Schäden. Bizerte wurde am 15. Juli erreicht. Am 2. September übernahm die USS GEORGE A JOHNSON zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Eskorte über einen Schiffskonvoi, der bis nach Palermo, Sizilien begleitet wurde. In den dortigen Hafen liefen sie am 23. September ein. Nach der Entladung der Frachtschiffe ging die Fahrt mit dem Konvoi zurück an die US Ostküste. Diese wurde am 17. Oktober im Hafen von New York City erreicht. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in den Pazifik vor und versetzte es in die Escort Division 67. In dieser Division befand sich noch die USS McNULTY, USS RILEY, USS METIVIER und USS LESLIE L B KNOX. Am 3. November stachen die Geleitzerstörer der CortDiv 67 in See und fuhren zum Panamakanal. Cristobal, Panama wurde am 9. November erreicht. Hier musste die USS GEORGE A JOHNSON die anderen Geleitzerstörer weiterfahren lassen, da mehrere schwerwiegende Reparaturen erfolgen mussten. Erst am 22. November begann die Durchquerung des Isthmus. Auf der weiteren Fahrt wurde auf den Galapagos Islands, Bora Bora, Gesellschaftsinseln und Amerikanisch Samoa ein Zwischenstopp eingelegt. Danach folgte Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Das Kriegsschiff erreichte am 24. Dezember Hollandia, Humboldt Bay, Neuguinea. Hier bereitete man den Geleitzerstörer auf seine Eskortierfahrten vor.
Gleichzeitig integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Group 78.9, die 2. Lingayen Supply Group. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) und zwei weitere und die Geleitzerstörer USS GEORGE A. JOHNSON, USS McNULTY, USS RILEY, USS METIVIER und USS LESLIE L B KNOX. Schon am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die Humboldt Bay und fuhren zur Insel Mois Woendi, Neuguinea, die östlich der Insel Biak liegt. Vor dieser Insel trafen die Geleitzerstörer am 4. Januar auf einen Schiffskonvoi, bestehend aus 35 Fracht- und Versorgungsschiffen, der zum Lingayen Golf, philippinische Insel Luzon begleitet werden musste. Zwei Tage später durchquerten die Schiffe die Surigao Strait und erreichten am 9. Januar die San Pedro Bay. Nach dem bunkern von frischen Treibstoff verließen die Schiffe noch am selben Tag wieder die Insel Leyte und fuhren zur Lingayen Bay, Luzon, Philippinen. Kurz vor Erreichen des Ziels, am 12. Januar in Höhe der Manila Bay, griffen zwei japanische Kamikazepiloten den Konvoi an. Das erste feindliche Flugzeug stürzte sich gegen 12:53 Uhr auf das Frachtschiff SS OTIS SKINNER, Kapitän Master Geoffrey Blackett, und schlug in den Laderaum Nummer 2 ein. Das Feuer tobte 36 Stunden lang, aber das Frachtschiff fuhr bis in die Lingayen Bay weiter. Der zweite Selbstmordpilot wurde rechtzeitig von einem anderen Schiff abgeschossen noch bevor er sich auf ein Schiff stürzen konnte. Wenige Stunden später, gegen 18:30 Uhr, erfolgte ein zweiter Luftangriff von sieben feindlichen Maschinen. Zwei der Angreifer wurden noch während des Anflugs abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug stürzte auf das Deck des Transportschiffes SS KYLE V JOHNSON. 129 von 506 Armeeangehörigen kamen dabei ums Leben. Die Kriegsschiffe halfen so gut es ging bei der Bergung der Überlebenden. Der Schiffskonvoi erreichte am 13. Januar sein Ziel. Hier wartete die USS GEORGE A JOHNSON und sicherte zusammen mit den anderen Kriegsschiffen bis zum Morgen des 16. Januar die Frachtschiffe ab. An diesem 16. Januar verließen 35 Panzerlandungsschiffe und Infanterieboote die Lingayen Bay und fuhren nach Leyte. Eskortiert wurden diese durch die USS GEORGE A. JOHNSON, USS McNULTY, USS RILEY, USS METIVIER und zwei weiteren Geleitzerstörern, vier Zerstörer und dem Angriffsfrachtschiff USS ALGOL ( AKA-54 ) aus der Task Undergroup 78.11.7. Am 20. Januar wurde die San Pedro Bay ohne weitere Zwischenfälle erreicht. Bis zum 25. Januar füllte man alle Bunker auf der USS GEORGE A JOHNSON auf. Außerdem patrouillierte das Kriegsschiff in der San Pedro Bay und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Den Geleitzerstörer gliederte man in diesen Tagen in die Task Group 78.3 ein, die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG ( DD-580 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS GEORGE A JOHNSON, USS METIVIER, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ) und USS RILEY, die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und konnten ohne einen Schuss abzugeben ihren Brückenkopf erweitern. Nach dieser Operation kehrte die USS GEORGE A JOHNSON in die San Pedro Bay zurück. Von hier aus übernahm der Geleitzerstörer bis zum 27. April die Eskorte von Schiffskonvois die zum Atoll Ulithi, Karolinen, zur Humboldt Bay oder zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln mussten. Danach blieb das Kriegsschiff im Hafen von Hollandia liegen und wartete auf weitere Befehle. Anfang August stach die USS GEORGE A JOHNSON wieder in See und eskortierte einen Schiffskonvoi zur japanischen Insel Okinawa. Hier wurde der Schiffskonvoi, als er die japanische Insel verlassen wollte, am 9. August von einem feindlichen Mini U-Boot angegriffen. Die Mannschaft des Geleitzerstörers machte das Schiff klar zum Gefecht. Das Mini U-Boot und dessen Pilot hatten keine Chance. Schon nach wenigen Minuten explodierte das kleine Gefährt und ging unter. Auf der Fahrt nach Leyte erlebte man auf dem Geleitzerstörer auch am 15. August das Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Dadurch steuerte man noch am selben Tag die Manila Bay, Luzon an. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 4. September liegen. An diesem Tag stach die USS GEORGE A JOHNSON wieder in See und eskortierte zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen das amphibische Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ) auf dem sich Admiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hannover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) befand. In diesem Schiffskonvoi befanden sich auch Truppentransportschiffe die Besatzungstruppen an Bord hatten. Die ersten Anlandungen erfolgten in Jinsen, Korea. Anschließend ging die Fahrt bis in den Yangtze Jiang weiter. Hier patrouillierte die USS GEORGE A JOHNSON vom 15. bis zum 19. September und war damit das erste amerikanische Kriegsschiff das seit 1941 hier wieder flussaufwärts fuhr. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen aus der 7. US Flotte nach Shanghai weiter. Diese Stadt wurde von Besatzungstruppen eingenommen und die Kriegsschiffe begannen mit der Yangtze Patrouille. Die USS GEORGE A JOHNSON verließ am 11. Oktober die chinesischen Gewässer und fuhr nach Okinawa. Der Geleitzerstörer verließ am 14. Oktober zusammen mit der USS McNULTY und USS LESLIE B KNOX die japanische Insel und fuhr über die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an die US Westküste. Am 5. November liefen alle drei Geleitzerstörer in die Marinebasis San Diego, Kalifornien ein. Hier bereitete man sie auf ihre Inaktivität vor. Man stellte den Geleitzerstörer am 31. Mai 1946 außer Dienst. Doch schon im August 1946 wies man das Kriegsschiff dem 12. Naval District in San Diego als Schulschiff zu. Das Ausbildungsschiff blieb bis zum 29. September 1950 in dieser Funktion und wurde dann erst in die Reserve versetzt. Bis Ende 1957 wurden an Bord der USS GEORGE A JOHNSON weitere Reservisten ausgebildet. Das Kriegsschiff führte auch gelegentliche Kreuzfahrten vor der kalifornischen Küste durch. Man stellte den Geleitzerstörer endgültig im September 1957 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte, die in der Mare Island Naval Shipyard in San Francisco, Kalifornien lag. Den Namen USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) strich man am 1. November 1965 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 19. September 1966 zum verschrotten. In der Nacht vom 12. zum 13. Oktober 1966 sollte der Schiffskörper für die Verschrottung nach San Diego geschleppt werden. Unterwegs löste sich allerdings das Schlepptau. Das ehemalige Kriegsschiff driftete unaufhaltbar bei Sharp Park Beach, Pacifica, Kalifornien auf Grund. Mehrere Versuche den Schiffskörper wieder flott zu bekommen blieben erfolglos. Daher verschrottete man den ehemaligen Geleitzerstörer innerhalb der folgenden sechs Monate vor Ort.   


USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 )
Commanding Officer

LCDR Alvin Robinson       15. April 1944 –  ?

 

 

USS LESLIE B KNOX ( DE-580 )

USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 )

Biografie

Leslie Lockhart Bruce Knox
* 7. November 1916 in Brisbane City, Queensland, Australien
† 7. Mai 1943 während der Schlacht im Korallenmeer
war ein Offizier und Pilot in der US Navy

Leslie Lockhart Bruce Knox trat am 28. April 1939 in New York als Seaman Second Class freiwillig in die US Navy ein. Man ernannte ihn am 20. September zum Aviation Cadet. Nach dem Flugtraining in Pensacola, Florida beförderte man ihn am 12. Juni 1940 zum Ensign und versetzte ihn zum Scouting Squadron 41 das in Norfolk stationiert war. Knox verlegte man am 15. März 1941 zum Fighting Squadron 42 ( VF-42 ) das auf dem Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-5 ) stationiert war. Am 7. Mai 1942 kam es zur Schlacht im Korallenmeer. Mehrere Patrouillenflugzeuge beider Seiten suchten die jeweilige gegnerische Flotte. Am frühen Abend, gegen 17:47 Uhr starteten die Abfangjäger der VF-42, da man per Radar in 29 Kilometern Entfernung anfliegende japanische Maschinen wahrnahm. Die amerikanischen Maschinen flogen in der Abfangformation. Immer wieder erschienen unterhalb von ihnen mehrere feindliche Flugzeuge die auf Gegenkurs waren, welche aber immer wieder schnell in den Wolkenformationen verschwanden. Ensign Knox und sein Flügelmann schwenkten daraufhin von ihrem Kurs ab und begannen sieben feindliche Bomber zu verfolgen. Während des nun beginnenden Luftkampfes konnte Knox eines der feindlichen Flugzeuge selber abschießen und half bei der Zerstörung der anderen sechs mit. Dabei zeigte er ungewöhnliche Fähigkeiten und die Hingabe an die Pflicht. Er übte seine Mission mit Entschiedenheit und Aggressivität gegen eine größere Anzahl von Gegnern unter völliger Missachtung seiner persönlichen Sicherheit aus. Er kehrte nicht an Bord der USS YORKTOWN zurück. Man beförderte ihn am 25. juni 1942 posthum zum Lieutenant ( jg) und verlieh ihm das Navy Cross.


USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 )

 Schiffsbiografie

 Die USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Leslie Lockhart Bruce Knox benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das sechste Schiff aus der RUDDEROW – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard, Inc. in Hingham, Massachusetts wurde am 7. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt.
Mrs. Louise Kennedy Knox, Witwe von Lieutenant ( jg ) Leslie Lockhart Bruce Knox, taufte am 8. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant James A. Moffett (USNR) stellte am 22. März 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte den Geleitzerrstörer bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Hier erfolgte die Endausrüstung. Hier trainierte die Mannschaft in der Chesapeake Bay das Fahren im Schiffskonvoi. Man versetzte dazu das Kriegsschiff in die Task Force 60. Vom 23. Juni bis zum 31. August 1944 eskortierte die USS LESLIE L B KNOX zusammen mit den Schwesterschiffen USS McNULTY ( DE-581 ), USS METIVIER ( DE-582 ), USS RILEY ( DE-579 ), USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) und anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGS 46, bestehend aus 91 Schiffen unter denen sich der Armeetransporter USAT SANTA ROSA befand, von Norfolk aus bis nach Bizerte, Tunesien im Mittelmeer und nach dem Entladen den Konvoi GUS 46 nach Norfolk zurück. In der Nacht vom 12. zum 13. Juli lagen die Schiffe des Konvois UGS 46 auf Reede vor dem Hafen von Algier. Da griff ein deutscher Bomber diese Schiffe an, traf aber nichts und muste wegen des starken Abwehrfeuers abdrehen. Bizerte wurde am 15. Juli erreicht. Am 1. September übernahm die USS LESLIE L B KNOX zusammen mit den anderen Kriegsschiffen der TF die Eskorte über den Schiffskonvoi UGS 53. Dieser wurde ebenfalls bis nach Bizerte, Tunesien begleitet. Nach der Entladung der Frachtschiffe ging die Fahrt mit dem Konvoi GUS 53 zurück an die US Ostküste. Diese wurde am 17. Oktober im Hafen von New York City erreicht. Hier musste der Geleitzerstörer sich einigen notwendig gewordenen Reparaturen unterziehen. Anschließend bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in den Pazifik vor und versetzte es dazu in die Escort Division 67. In dieser Division befand sich noch die USS McNULTY, USS RILEY, USS GEORGE A JOHNSON und USS METIVIER. Am 3. November stachen die Geleitzerstörer der CortDiv 67 in See und fuhren zum Panamakanal. Cristobal, Panama wurde am 9. November erreicht und am folgenden Tag begann die Durchquerung des Isthmus. Auf der weiteren Fahrt wurde auf den Galapagos Islands, 13. November, und Bora Bora, Gesellschaftsinseln, 25. November, ein Zwischenstopp eingelegt. Danach folgte Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen am 7. Dezember. Die Kriegsschiffe erreichten am 11. Dezember Hollandia, Humboldt Bay, Neuguinea.
Die USS LESLIE L B KNOX gliederte man hier in die Task Force 75 ein. Diese TF kommandierte Vizeadmiral James Laurence Kauffman ( 18. April 1887 in Miamisburg, Ohio – 21. Oktober 1963 im Bethesda Naval Hospital in Bethesda, Maryland ). Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zur freien Verfügung und sollte unter anderem Schiffskonvois eskortieren. So verließ das Kriegsschiff am 19. Dezember zusammen mit der USS McNULTY, USS RILEY und USS METIVIER Hollandia und eskortierte 34 Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Fünf Tage später war Leyte erreicht. Noch am selben Tag verließ die USS LESLIE L B KNOX wieder die San Pedro Bay und eskortierte leere Öltanker zu den Palau Islands. Sofort nach dem Erreichen der Kossol Roads fuhr der Geleitzerstörer nach Hollandia. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Group 78.9, die 2. Lingayen Supply Group. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) und zwei weitere und die Geleitzerstörer USS LESLIE L B KNOX, USS McNULTY, USS RILEY, USS METIVIER und USS GEORGE A. JOHNSON. Schon am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die Humboldt Bay und eskortierten 35 Fracht- und Versorgungsschiffe zum Lingayen Golf, philippinische Insel Luzon. Zwei Tage später durchquerten die Schiffe die Surigao Strait und erreichten am 9. Januar die San Pedro Bay. Nach dem bunkern von frischen Treibstoff verließen die Schiffe noch am selben Tag wieder die Insel Leyte und fuhren zur Lingayen Bay, Luzon, Philippinen. Kurz vor Erreichen des Ziels, am 12. Januar in Höhe der Manila Bay, griffen zwei japanische Kamikazepiloten den Konvoi an. Das erste feindliche Flugzeug stürzte sich gegen 12:53 Uhr auf das Frachtschiff SS OTIS SKINNER, Kapitän Master Geoffrey Blackett, und schlug in den Laderaum Nummer 2 ein. Das Feuer tobte 36 Stunden lang, aber das Frachtschiff fuhr bis in die Lingayen Bay weiter. Der zweite Selbstmordpilot wurde rechtzeitig von einem anderen Schiff abgeschossen noch bevor er sich auf ein Schiff stürzen konnte. Wenige Stunden später, gegen 18:30 Uhr, erfolgte ein zweiter Luftangriff von sieben feindlichen Maschinen. Zwei der Angreifer wurden noch während des Anflugs abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug stürzte auf das Deck des Transportschiffes SS KYLE V JOHNSON. 129 von 506 Armeeangehörigen kamen dabei ums Leben. Die Kriegsschiffe halfen so gut es ging bei der Bergung der Überlebenden. Der Schiffskonvoi erreichte am 13. Januar sein Ziel. Nach der erfolgreichen Landung im Lingayen Golf, setzte die USS LESLIE L B KNOX in den folgenden Monaten ihre Eskortier- und Anti-U-Boot Patrouillenfahrten und Postbeförderungen innerhalb der philippinischen Inseln fort. Am 5. August konnte die Besatzung des Geleitzerstörers die Überlebenden eines Bombenflugzeuges aus der Patrol Bombing Squadron 28 ( VPB-28 ) aus dem Wasser retten. Der Zweite Weltkrieg endete im Pazifik am 15. August 1945 durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Am 31. August gliederte man die US McNULTY  in die Task Group 70.3 ein. Darin befanden sich neben der USS LESLIE L B KNOX die USS METIVIER, USS McNULTY und zwei weitere Geleitzerstörer. Am 1. September verließen diese Kriegsschiffe die Subic Bay und fuhren nach Okinawa. In die dortige Buckner Bay liefen sie am 5. September ein. Von hier aus sollten mehrere Truppentransporter nach Jinsen und Incheon, Korea eskortiert werden, die Besatzungstruppen an Bord hatten. Anschließend kreuzte die LESLIE L B KNOX entlang der chinesischen Küste. Danach kehrte das Kriegsschiff nach Okinawa zurück. Der Geleitzerstörer verließ am 14. Oktober zusammen mit der USS McNULTY und USS GEORGE A JOHNSON die japanische Insel und fuhr über die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an die US Westküste. Am 5. November liefen alle drei Geleitzerstörer in die Marinebasis San Diego, Kalifornien ein. Hier bereitete man sie auf ihre Inaktivität vor. Man stellte den Geleitzerstörer am 15. Juni 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Am 1. Januar 1959 nahm man das Kriegsschiff ins Schlepptau und brachte es nach Stockton, Kalifornien. Den Namen USS LESLIE L B KNOX strich man am 15. Januar 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 13. Juni 1973 zum verschrotten.


USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 )
Commanding Officer

 LT James A. Moffett  (USNR)         22. März 1944 –  August 1945

LT J. M. Flowers  (USNR)        August 1945 –  ?

LT (jg) Henry M. Tribble  (USNR)      ?  – 15. Juni 1946

 

 

 

USS METIVIER ( DE-582 )

USS METIVIER ( DE-582 )

Biografie

Joseph Erene Henry Metivier
* 25. Februar 1920 in Plainfield, Connecticut
† 10. März 1943 auf dem deutschen Blockadebrecherfrachtschiff KARIN
war ein Seemann in der US Navy

Am 17. September 1940 trat Joseph Erene Henry Metivier in New Haven, Connecticut freiwillig in die US Navy als Seemann ein. Man versetzte ihn nach der Grundausbildung an Bord des Zerstörers USS EBERLE ( DD-430 ). Ab Januar 1943 führte der Zerstörer mehrere Patrouillenfahrten im Südatlantik gegen deutsche Blockadebrecher durch. Am 10. März 1943 befand sich das deutsche Frachtschiff KARIN ( 7.322 BRT ) in Südafrikanischen Gewässern. Man sichtete von dem Zerstörer und dem Leichten Kreuzer USS SAVANNAH ( CL-42 ) aus den deutschen Blockadebrecher KARIN und befahl das Schiff zu stoppen. Von der USS EBERLE teilte man vierzehn Besatzungsmitglieder als Enterkommando ein. Unter ihnen befand sich auch Coxwain Metivier. Während des Enterns durch dieses Kommando zündete die deutsche Besatzung mehrere Sprengladungen an ihrem Schiff. Coxwain Metivier und sechs weitere amerikanische Seeleute kamen dabei ums Leben. Die anderen sieben versuchten den Frachter KARIN und dessen Ladung zu retten bis weitere Explosionen das Schiff erschütterten und ausbrechendes Feuer diese Seeleute zwang ihre Bemühungen aufzugeben. Sie gingen unverzüglich von Bord und ließen das Schiff in den Fluten versinken. Zusammen mit 72 deutschen Gefangenen wurden sie von der USS EBERLE aus dem Wasser gerettet. Der Zerstörer kehrte kurz darauf mit den Gefangenen an die Ostküste zurück.
Coxwain Joseph Erene Henry Metivier wurde für seinen außergewöhnlichen Mut und seine Pflichterfüllung posthum mit dem Silver Star ausgezeichnet.


USS METIVIER ( DE-582 )

Schiffsbiografie

Die USS METIVIER ( DE-582 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Coxwain Joseph Erene Henry Metivier benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achte Schiff aus der RUDDEROW – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard, Inc. in Hingham, Massachusetts wurde am 24. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Joseph Metivier, Mutter von Coxwain Joseph Erene Henry Metivier, taufte am 12. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Francis Kernan, Jr. (USNR) stellte am 7. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung begann für die USS METIVIER die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Geleitzerrstörer bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Hier wurde die Endausrüstung durchgeführt. In den Gewässern vom Hampton Roads, Virginia diente der Geleitzerstörer bis zum 23. Juni als Schulschiff und wurde für die Konvoifahrt vorbereitet. Man versetzte dazu das Kriegsschiff in die Task Force 60. Vom 23. Juni bis zum 31. August 1944 eskortierte die USS METIVIER zusammen mit den Schwesterschiffen USS McNULTY ( DE-581 ), USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 ), USS RILEY ( DE-579 ), USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) und anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGS 46, bestehend aus 91 Schiffen unter denen sich der Armeetransporter USAT SANTA ROSA befand, von Norfolk aus bis nach Bizerte, Tunesien im Mittelmeer und nach dem Entladen den Konvoi GUS 46 nach Norfolk zurück. In der Nacht vom 12. zum 13. Juli lagen die Schiffe des Konvois UGS 46 auf Reede vor dem Hafen von Algier. Da griff ein deutsches Flugzeug diese Schiffe an. Die Geschützmannschaften der USS METIVIER feuerten auf dieses feindliche Flugzeug, trafen es aber nicht, so dass es entkommen konnte. Auch die Schiffe des Konvois erlitten keine Schäden. Bizerte wurde am 15. Juli erreicht. Am 1. September übernahm die USS METIVIER zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Eskorte über den Schiffskonvoi UGS 53. Dieser wurde ebenfalls bis nach Bizerte, Tunesien begleitet. Nach der Entladung der Frachtschiffe ging die Fahrt mit dem Konvoi GUS 53 zurück an die US Ostküste. Diese wurde am 17. Oktober im Hafen von New York City erreicht. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in den Pazifik vor und versetzte es in die Escort Division 67. In dieser Division befand sich noch die USS McNULTY, USS RILEY, USS GEORGE A JOHNSON und USS LESLIE L B KNOX. Am 3. November stachen die Geleitzerstörer der CortDiv 67 in See und fuhren zum Panamakanal. Cristobal, Panama wurde am 9. November erreicht und am folgenden Tag begann die Durchquerung des Isthmus. Auf der weiteren Fahrt wurde auf den Galapagos Islands, 13. November, und Bora Bora, Gesellschaftsinseln, 25. November, ein Zwischenstopp eingelegt. Danach folgte Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen am 7. Dezember. Die Kriegsschiffe erreichten am 11. Dezember Hollandia, Humboldt Bay, Neuguinea. Die USS METIVIER gliederte man hier in die Task Force 75 ein. Diese TF kommandierte Vizeadmiral James Laurence Kauffman ( 18. April 1887 in Miamisburg, Ohio – 21. Oktober 1963 im Bethesda Naval Hospital in Bethesda, Maryland ). Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zur freien Verfügung und sollte Schiffskonvois eskortieren. So verließ das Kriegsschiff am 19. Dezember zusammen mit der USS McNULTY, USS RILEY und USS LESLIE L B KNOX Hollandia und eskortierte 34 Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Dafür war die USS METIVIER in die Task Group 76.4 versetzt. Fünf Tage später war Leyte erreicht. Ein einzelnes japanisches Flugzeug griff am 25. Dezember den Schiffskonvoi an, konnte allerdings keine Schäden verursachen und entkommen. Schon am 27. Dezember verließ die USS METIVIER zusammen mit der USS McNULTY und USS RILEY wieder die San Pedro Bay und eskortierte zusammen mit drei anderen Kriegsschiffen neun Frachtschiffe nach Hollandia. In die Humboldt Bay fuhren sie am 2. Januar 1945 ein. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Group 78.9, die 2. Lingayen Supply Group. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) und zwei weitere und die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS McNULTY, USS RILEY, USS LESLIE L B KNOX und USS GEORGE A. JOHNSON. Schon am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die Humboldt Bay und eskortierten 35 Fracht- und Versorgungsschiffe zum Lingayen Golf, philippinische Insel Luzon. Zwei Tage später durchquerten die Schiffe die Surigao Strait und erreichten am 9. Januar die San Pedro Bay. Nach dem bunkern von frischen Treibstoff verließen die Schiffe noch am selben Tag wieder die Insel Leyte und fuhren zur Lingayen Bay, Luzon, Philippinen. Kurz vor Erreichen des Ziels, am 12. Januar in Höhe der Manila Bay, griffen zwei japanische Kamikazepiloten den Konvoi an. Das erste feindliche Flugzeug stürzte sich gegen 12:53 Uhr auf das Frachtschiff SS OTIS SKINNER, Kapitän Master Geoffrey Blackett, und schlug in den Laderaum Nummer 2 ein. In diesem lagerten Benzinfässer die sich entzündeten. Die USS METIVIER lief längsseits zu dem Frachtschiff und begann mit den Löscharbeiten. Das Feuer tobte 36 Stunden lang, aber das Frachtschiff fuhr bis in die Lingayen Bay weiter. Nur der bewaffnete Soldat Seaman First Class Donald C. Lambert wurde dabei verletzt. Der zweite Selbstmordpilot wurde rechtzeitig von einem anderen Schiff abgeschossen noch bevor er sich auf ein Schiff stürzen konnte. Wenige Stunden später, gegen 18:30 Uhr, erfolgte ein zweiter Luftangriff von sieben feindlichen Maschinen. Die USS METIVIER lief immer noch längsseits zu der SS OTIS SKINNER, da schossen die Geschützmannschaften des Geleitzerstörer zwei der Angreifer ab. Ein weiteres Flugzeug stürzte auf das Deck des Transportschiffes SS KYLE V JOHNSON. 129 von 506 Armeeangehörigen kamen dabei ums Leben. Die Mannschaft der USS METIVIER konnte sechs Soldaten von diesem Libertyschiff aus dem Wasser retten, die schwer verbrannt und die einzigen Überlebenden von dreißig waren, die sich im Warteraum Nummer 2 befanden als sich das feindliche Flugzeug von der Seite her in das Schiff stürzte und in Flammen aufging. Diese sechs Überlebenden wurden auf dem Geleitzerstörer medizinisch Erstversorgt und mit einem Panzerlandungsschiff, welches zu einem Hospitalschiff umgerüstet worden war, in die Lingayen Bay transportiert. Der Schiffskonvoi erreichte am 13. Januar sein Ziel. Hier wartete die USS METIVIER und sicherte zusammen mit den anderen Kriegsschiffen bis zum Morgen des 16. Januar die Frachtschiffe ab. An diesem 16. Januar verließen 35 Panzerlandungsschiffe und Infanterieboote die Lingayen Bay und fuhren nach Leyte. Eskortiert wurden diese durch die USS METIVIER, USS McNULTY, USS RILEY, USS GEORGE A. JOHNSON und zwei weiteren Geleitzerstörern, vier Zerstörer und dem Angriffsfrachtschiff USS ALGOL ( AKA-54 ) aus der Task Undergroup 78.11.7. Am 20. Januar wurde die San Pedro Bay ohne weitere Zwischenfälle erreicht. Bis zum 25. Januar füllte man alle Bunker auf der USS METIVIER auf. Außerdem patrouillierte das Kriegsschiff in der San Pedro Bay und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Den Geleitzerstörer gliederte man in diesen Tagen in die Task Group 78.3 ein, die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG ( DD-580 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ) und USS RILEY, die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und konnten ohne einen Schuss abzugeben ihren Brückenkopf erweitern. Grund dafür war ein philippinischer Leutnant aus der Guerillaarmee. Dieser war mit einem Fischerboot bis zur USS YOUNG gerudert und hatte Commander Donald Granville Dockum ( 14. Oktober 1913 – 27. November 1969 ), Kommandant des Zerstörers, darüber informiert, dass er mit seinen Leuten die Anlandungszone gesichert habe. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe wieder das Anlandungsgebiet und fuhren in die Subic Bay. Die USS METIVIER gliederte man nun in die Task Undergroup 78.3.20 ein. In der Nacht vom 29. zum 30. Januar verließ der Geleitzerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Subic Bay und eskortierte 17 Truppentransportschiffe bis in die San Pedro Bay. Diese wurde am 1. Februar erreicht. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 6. Februar. An diesem Tag verließ die USS METIVIER zusammen mit anderen Geleitzerstörern, die zur Task Undergroup 78.7.6 gehörten, Leyte und eskortierten 60 Panzerlandungsschiffe in Richtung der Insel Biak, Neuguinea. Hier gingen Army Angehörige an Bord der Panzerlandungsschiffe. Dann ging die Fahrt mit 13 Panzerlandungsschiffen zurück nach Leyte. In die San Pedro Bay fuhren sie am 20. Februar ein. Bis zum 26. Februar blieben die Schiffe hier liegen. Für die folgende Operation integrierte man sie in die Task Undergroup 76.6.10. Am Morgen des 27. Februar legten 12 Panzerlandungs- und ihre Begleitschiffe wieder ab und fuhren zur philippinischen Insel Mindoro. In die dortige Mangarin Bay liefen sie am 1. März ein. Die mitgeführten Soldaten verließen die Panzerlandungsschiffe und ersetzten die dort schon anwesenden amerikanischen Truppen. Die USS METIVIER versetzte man nun in die Task Group 75.7. Diese Kriegsschiffe operierten vor der Küste von Mindoro und in der Ostchinesischen See. Sie waren dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Nachdem sich die ehemaligen Kampftruppen auf die 12 Panzerlandungsschiffe eingeschifft hatten, verließen diese am25. März zusammen mit den Kriegsschiffen Mindoro und fuhren nach Leyte. Dort kamen sie am 28. März an. Die USS METIVIER blieb hier bis zum 4. April für Reparaturarbeiten und für das Auffüllen der Bunker liegen. Am Morgen des 5. April verließ ein Schiffskonvoi, bestehend aus Truppentransportschiffen unter denen sich der Angriffstruppentransporter USS DUTCHESS ( APA-98 ) befand, die San Pedro Bay. Eskortiert wurden diese Schiffe unter anderem von der USS METIVIER. Dieser Konvoi erreichte am 7. April die Manila Bay. Sofot begann das Ausschiffen der amerikanischen Soldaten. Drei Tage später waren neun Truppentransporter wieder auf dem Weg zur San Pedro Bay. Auf dieser Fahrt begleiteten der Geleitzerstörer und andere Kriegsschiffe den Konvoi. In der Nacht des 11. zum 12. April kam es vor der Küste von Leyte zu einer Kollision zwischen einem philippinischen Schiff und der USS METIVIER. Das einheimische Schiff kenterte daraufhin. Die amerikanische Besatzung konnte 37 Überlebende aus dem Wasser retten. Am Morgen des 12. April wurde die San Pedro Bay wieder erreicht. Der Geleitzerstörer hatte sich bei dieser Kollision sich ebenfalls mehrere Beschädigungen zugezogen. Daher musste er ab dem 13. April in ein schwimmendes Trockendock vor Manicani Island, Guian Roadstead, San Pedro Bay. Hier wurden bis zum 26. April die notwendigen Reparaturen ausgeführt. Schon am folgenden Tag verließ die USS METIVIER wieder die San Pedro Bay und eskortierte zusammen mit anderen Schiffen insgesamt 20 Panzerlandungsschiffe bis zur japanischen Insel Okinawa. Diese Insel wurde am 2. Mai erreicht. Am Vorabend erkannte man von dem Ausguck des Geleitzerstörers achtern eine Treibmine. Umgehend wurde diese beschossen und vernichtet. Ab dem 2. und am 3. Mai übernahm der Geleitzerstörer die Aufgaben einer Radarüberwachungsstation und suchte den Luftraum nach feindlichen Flugzeugen ab. Zusätzlich sollte auch per Sonar nach feindlichen U-Booten unter Wasser gesucht werden, aber dieses Gerät war nicht einsatzbereit. Am Abend des 3. Mai verließ das Kriegsschiff wieder die japanische Insel und eskortierte in den folgenden zwei Tagen das Schlachtschiff USS TENNESSEE bis zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Gleich danach drehte der Geleitzerstörer bei und fuhr zur San Pedro Bay. Diese wurde am 7. Mai erreicht. Gleich am folgenden Tag bugsierte man das Kriegsschiff in ein schwimmendes Trockendock vor Manicani Island. Hier begannen bis zum 11. Mai die Reparaturen am Sonar. Nach dem Ausdocken begann die USS METIVIER bis zum 15. Mai mit der Erprobung des Sonars in der San Pedro Bay und vor Tacloban, Leyte Golf. Am 16. Mai verließ der Geleitzerstörer wieder die Gewässer vor Tacloban und fuhr innerhalb der philippinischen Inseln Zamboanga auf Davao, 17. Mai, Panay Island, 18. Mai, Mindanao, 18. Mai, Manila und Subic Bay, Luzon an und überbrachte die Post für die stationierten amerikanischen Truppen. Am 21. Mai legte das Kriegsschiff wieder in der San Pedro Bay an. Zwei Tage später stach es wieder in See und begann für drei Tage in der San Bernadino Straße zu patrouillieren. Dabei war das Kriegsschiff auf der Suche nach japanischen U-Booten. Dann ab dem 26. Mai wechselte der Geleitzerstörer in die Gewässer vor der San Pedro Bay und begann dort bis zum 12. Juni mit seinen Patrouillen. An diesem 12. Juni verließ die USS METIVIER die philippinischen Gewässer und fuhr zu den Palau Inseln. Hier patrouillierte der Geleitzerstörer vom 13. bis zum 21. Juni vor den Kossol Roads. Das Schwesterschiff USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ) löste das Kriegsschiff am 21. Juni von dieser Patrouille ab und kehrte in die San Pedro Bay zurück. Hier wurden bis zum 12. Juli kleinere Reparaturen durchgeführt, die Bunker aufgefüllt und vor der Bucht patrouilliert. Von der Patrouillenstation löste die USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 ) an diesem Tag die USS METIVIER ab, denn der Geleitzerstörer verließ zusammen mit der USS EUGENE E ELMORE die San Pedro Bay und eskortierte fünf Schlepper bis in die Buckner Bay vor Okinawa, die sie am 21. Juli erreichten. Bis zur Abfahrt zu den Philippinen führte die USS METIVIER in der Hagushi Bay, Okinawa Anti-U-Boot Patrouillen durch. Zwei Tage später verließ das Kriegsschiff zusammen mit der USS EUGENE E ELMORE und der USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 ) wieder Okinawa und kehrte am 27. Juli in die San Pedro Bay zurück. Bis zum 31. Juli blieb die USS METIVIER nun in der Bucht vor Anker liegen und wartete auf weitere Befehle. Zusammen mit dem Schwesterschiff USS LOUGH ( DE-586 ) verließ der Geleitzerstörer die San Pedro Bay und eskortierte den Öltanker USS WINOOSKI ( AO-38 ) zu einer vorgegebenen Position, wo sie sich am 2. August mit einem kleinen Schiffskonvoi, bestehend aus Infanterielandungsschiffen und Infanterielandungsfahrzeugen, trafen und beölten. Gleichzeitig übernahmen die Geleitzerstörer das Kommando über den Konvoi und eskortierten ihn bis nach Okinawa. Die Insel wurde am 7. August erreicht. Gleich am folgenden Tag ging nach der Entladung die Fahrt zusammen mit den Landungsschiffen zur San Pedro Bay zurück. Am 9. August entdeckte man ein japanisches Mini-U-Boot und attackierte es bis es in den Fluten versank. Der Konvoierreichte am 12. August die Gewässer vor Leyte. Die USS METIVIER blieb bis zum 15. August vor Anker liegen. An diesem Tag erhielt man auf dem Geleitzerstörer die Nachricht von der bedingungslosen Kapitulation Japans wodurch der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet worden sei. Am folgenden tag verließ das Kriegsschiff die San Pedro Bay und fuhr nach Manila. In diesen Hafen lief es am 18. August ein. Hier wartete ein Schiffskonvoi, bestehend aus Truppentransportern, die am folgenden Tag ablegten und bis in den Lingayen Golf begleitet werden musste. Das Ziel war am 20. August erreicht und die USS METIVIER kehrte noch am selben Tag um und fuhr nach Manila zurück. Der Geleitzerstörer lief am 21. August in den Hafen ein. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff in die Subic Bay und patrouillierte dort bis zum 31. August. An diesem Tag gliederte man die USS METIVIER in die Task Group 70.3 ein. Die darin befindlichen Geleitzerstörer USS McNULTY, USS LESLIE L B KNOX und zwei weitere, fuhren von der Subic Bay aus nach Okinawa, wo sie am 5. September in die Buckner Bay einliefen. Von hier aus sollten mehrere Truppentransporter nach Jinsen und Incheon, Korea eskortiert werden, die Besatzungstruppen an Bord hatten. Ende Oktober verließ die USS METIVIER die Gewässer des Fernen Ostens und fuhr über die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an die US Westküste. Am 8. November lief der Geleitzerstörer in die Marinebasis San Diego, Kalifornien ein. Noch am selben Tag versetzte man das Kriegsschiff in die 16. Flotte, die Inaktive Reserveflotte, und bereitete es auf seinen weiteren weg vor. Am 1. Juni 1946 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in San Diego in die dort liegende Pazifikreserveflotte. Am 1. Januar 1959 nahm man das Kriegsschiff ins Schlepptau und brachte es nach Stockton, Kalifornien. Den Namen USS METIVIER ( DE-582 ) strich man am 30. Juni 1968 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper zum verschrotten.


USS METIVIER ( DE-582 )
Commanding Officer

LCDR Francis Kernan Jr.  (USNR)         7. April 1944 – 3. Juni 1944
LCDR Eugene Hugh Mahar  (USNR)         3. Juni 1944 – 1. Juni 1946

USS McNULTY ( DE-581 )

USS McNULTY ( DE-581 )

Biografie

John Thomas McNulty
* 23. April 1897 in Philadelphia, Pennsylvania
† 9. August 1942 während der Schlacht von Savo Island auf dem Schweren Kreuzer USS ASTORIA ( CA-34 )
war ein Offizier in der US Navy

John Thomas McNulty war der Sohn von Patrick J. McNulty ( Mai 1863 in Pennsylvania – ? ) und Sarah McNulty ( September 1860 in Pennsylvania – ? ). John Thomas hatte fünf Geschwister. Mary Thersea McNulty, Sarah V. McNulty und drei weitere. Er heiratete Helen Kathleen Pond ( 7. April 1903 in Ludlow, Northumberland County, New Brunswick, Kanada – ? ). Sie hatten vier Kinder. Doris Margreat McNulty und drei weitere. John Thomas McNulty trat am 14. August 1917 freiwillig während des Ersten Weltkrieges in die US Navy ein. Sein Vertrag lief am 7. August 1919 aus und er wurde entlassen. Am 15. Juli 1920 bis zum 10. Juli 1924 trat er nochmals für die Dauer von zwei Verträgen in die US Navy ein. Dann am 29. Juli 1924 ließ er sich erneut einberufen und erhielt eine dauerhafte Aufnahme. McNulty diente an Bord des Schweren Kreuzers USS ASTORIA ( CA-34 ). Wegen seiner guten Leistungen versetzte man ihn in den Rang eines Offiziers. Nach seinem Besuch der US Naval Academy in Annapolis, Maryland beförderte man ihn am 3. November 1941 zum Ensign und am 15. Juni 1942 zum Lieutenant (jg). In der Nacht vom 8. zum 9. August 1942 kam es zur Schlacht vor Savo Island, Salomonen. Der Schwere Kreuzer sollte zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Landung der amerikanischen Streitkräfte auf Guadalcanal vor japanischen Angriffen schützen. Ein japanischer Schiffsverband drang in dieses Sicherungsgebiet ein und begann sofort mit den Kampfhandlungen. Die USS ASTORIA erhielt während der Schlacht 65 Granateinschläge auf Geschütze und Mittschiffs bei den Maschinenräumen. Die Besatzung hatte insgesamt 247 Tote und Vermisste zu beklagen.


USS McNULTY ( DE-581 )

Schiffsbiografie

Die USS McNULTY ( DE-581 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) John Thomas McNulty benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebente Schiff aus der RUDDEROW – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard, Inc. in Hingham, Massachusetts wurde am 17. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Helen Kathleen McNulty, Witwe von Lieutenant ( jg ) John Thomas McNulty, taufte am 8. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander William G. Jennings (USNR) stellte am 31. März 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung begann für die USS McNULTY die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Geleitzerrstörer bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier trainierte die Mannschaft in der Chesapeake Bay das Fahren im Schiffskonvoi. Man versetzte dazu das Kriegsschiff in die Task Force 60. Vom 23. Juni bis zum 31. August 1944 eskortierte die USS McNULTY zusammen mit den Schwesterschiffen USS METIVIER ( DE-582 ), USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 ), USS RILEY ( DE-579 ), USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) und anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGS 46, bestehend aus 91 Schiffen unter denen sich der Armeetransporter USAT SANTA ROSA befand, von Norfolk aus bis nach Bizerte, Tunesien im Mittelmeer und nach dem Entladen den Konvoi GUS 46 nach Norfolk zurück. In der Nacht vom 12. zum 13. Juli lagen die Schiffe des Konvois UGS 46 auf Reede vor dem Hafen von Algier. Da griff ein deutsches Flugzeug diese Schiffe an. Die Geschützmannschaften der USS McNULTY feuerten auf diesen feindlichen Bomber und konnte ihn so verscheuchen ohne das dieser Schaden anrichten konnte. Bizerte wurde am 15. Juli erreicht. Am 1. September übernahm die USS METIVIER zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Eskorte über den Schiffskonvoi UGS 53. Dieser wurde ebenfalls bis nach Bizerte, Tunesien begleitet. Nach der Entladung der Frachtschiffe ging die Fahrt mit dem Konvoi GUS 53 zurück an die US Ostküste. Diese wurde am 17. Oktober im Hafen von New York City erreicht. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in den Pazifik vor und versetzte es in die Escort Division 67. In dieser Division befand sich außer der USS McNULTY noch die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS RILEY, USS GEORGE A JOHNSON und USS LESLIE L B KNOX. Am 3. November stachen die Geleitzerstörer der CortDiv 67 in See und fuhren zum Panamakanal. Cristobal, Panama wurde am 9. November erreicht und am folgenden Tag begann die Durchquerung des Isthmus. Auf der weiteren Fahrt wurde auf den Galapagos Islands, 13. November, und Bora Bora, Gesellschaftsinseln, 25. November, ein Zwischenstopp eingelegt. Danach folgte Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen am 7. Dezember. Die Kriegsschiffe erreichten am 11. Dezember Hollandia, Humboldt Bay, Neuguinea. Die USS McNULTY gliederte man hier in die Task Force 75 ein. Diese TF kommandierte Vizeadmiral James Laurence Kauffman ( 18. April 1887 in Miamisburg, Ohio – 21. Oktober 1963 im Bethesda Naval Hospital in Bethesda, Maryland ). Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zur freien Verfügung und sollte Schiffskonvois eskortieren. Für den Geleitzerstörer begann am 19. Dezember die erste Eskortierfahrt. So verließ das Kriegsschiff zusammen mit der USS METIVIER, USS RILEY und USS LESLIE L B KNOX Hollandia und eskortierte 34 Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Fünf Tage später war Leyte erreicht. Ein einzelnes japanisches Flugzeug griff am 25. Dezember den Schiffskonvoi an, konnte allerdings keine Schäden verursachen und entkommen. Schon am 27. Dezember verließ die USS McNULTY mit der USS METIVIER und USS RILEY wieder die San Pedro Bay und eskortierte zusammen mit drei anderen Kriegsschiffen neun Frachtschiffe nach Hollandia. In die Humboldt Bay fuhren sie am 2. Januar 1945 ein. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Group 78.9, die 2. Lingayen Supply Group. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) und zwei weitere und die Geleitzerstörer USS McNULTY, USS RILEY, USS METIVIER, USS LESLIE L B KNOX und USS GEORGE A. JOHNSON. Schon am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die Humboldt Bay und eskortierten 35 Fracht- und Versorgungsschiffe zum Lingayen Golf, philippinische Insel Luzon. Zwei Tage später durchquerten die Schiffe die Surigao Strait und erreichten am 9. Januar die San Pedro Bay. Nach dem bunkern von frischen Treibstoff verließen die Schiffe noch am selben Tag wieder die Insel Leyte und fuhren zur Lingayen Bay, Luzon, Philippinen. Kurz vor Erreichen des Ziels, am 12. Januar in Höhe der Manila Bay, griffen zwei japanische Kamikazepiloten den Konvoi an. Das erste feindliche Flugzeug stürzte sich gegen 12:53 Uhr auf das Frachtschiff SS OTIS SKINNER, Kapitän Master Geoffrey Blackett, und schlug in den Laderaum Nummer 2 ein. Das Feuer tobte 36 Stunden lang, aber das Frachtschiff fuhr bis in die Lingayen Bay weiter. Der zweite Selbstmordpilot wurde rechtzeitig von einem anderen Schiff abgeschossen noch bevor er sich auf ein Schiff stürzen konnte. Wenige Stunden später, gegen 18:30 Uhr, erfolgte ein zweiter Luftangriff von sieben feindlichen Maschinen. Zwei der Angreifer wurden noch während des Anflugs abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug stürzte auf das Deck des Transportschiffes SS KYLE V JOHNSON. 129 von 506 Armeeangehörigen kamen dabei ums Leben. Die Kriegsschiffe halfen so gut es ging bei der Bergung der Überlebenden. Der Schiffskonvoi erreichte am 13. Januar sein Ziel. Hier wartete die USS McNULTY und sicherte zusammen mit den anderen Kriegsschiffen bis zum Morgen des 16. Januar die Frachtschiffe ab. An diesem 16. Januar verließen 35 Panzerlandungsschiffe und Infanterieboote die Lingayen Bay und fuhren nach Leyte. Eskortiert wurden diese durch die USS McNULTY, USS METIVIER, USS RILEY, USS GEORGE A. JOHNSON und zwei weiteren Geleitzerstörern, vier Zerstörer und dem Angriffsfrachtschiff USS ALGOL ( AKA-54 ) aus der Task Undergroup 78.11.7. Am 20. Januar wurde die San Pedro Bay ohne weitere Zwischenfälle erreicht. Bis zum 25. Januar füllte man alle Bunker auf der USS McNULTY auf. Außerdem patrouillierte das Kriegsschiff in der San Pedro Bay und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Den Geleitzerstörer gliederte man in diesen Tagen in die Task Group 78.3 ein, die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG ( DD-580 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ) und USS RILEY, die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und konnten ohne einen Schuss abzugeben ihren Brückenkopf erweitern. Grund dafür war ein philippinischer Leutnant aus der Guerillaarmee. Dieser war mit einem Fischerboot bis zur USS YOUNG gerudert und hatte Commander Donald Granville Dockum ( 14. Oktober 1913 – 27. November 1969 ), Kommandant des Zerstörers, darüber informiert, dass er mit seinen Leuten die Anlandungszone gesichert habe. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe wieder das Anlandungsgebiet und fuhren in die Subic Bay. Die USS McNULTY patrouillierte am 29. Januar vor dem Anlandungsgebiet von Luzon, wo die San Narciso Attack Force bei San Antonio ihre Landungen durchführte, und sicherte die Landungsschiffe vor feindlichen Angriffen ab. Der Geleitzerstörer setzte anschließend seine Patrouillen- und Eskortierdienste innerhalb der philippinischen Inseln, bei den Admiralitätsinseln, den Molukken, Neuguinea und vor Okinawa bis zum Ende des Krieges fort. In dieser Zeit war das Kriegsschiff der operativen Kontrolle der philippinischen Seegrenze unterstellt. Der Zweite Weltkrieg endete im Pazifik am 15. August 1945 durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Am 31. August gliederte man die US McNULTY in die Task Group 70.3 ein. Darin befanden sich neben der USS McNULTY die USS METIVIER, USS LESLIE L B KNOX und zwei weitere Geleitzerstörer. Am 1. September verließen diese Kriegsschiffe die Subic Bay und fuhren nach Okinawa. In die dortige Buckner Bay liefen sie am 5. September ein. Von hier aus sollten mehrere Truppentransporter nach Jinsen und Incheon, Korea eskortiert werden, die Besatzungstruppen an Bord hatten. Die USS McNULTY selber eskortierte das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ) bis nach Korea. Anschließend kreuzte der Geleitzerstörer entlang der chinesischen Küste. Danach kehrte das Kriegsschiff nach Okinawa zurück. Die USS McNULTY verließ zusammen mit der USS LESLIE L B KNOX am 14. Oktober die japanische Insel und fuhr über die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an die US Westküste. Am 5. November liefen beide Geleitzerstörer in die Marinebasis San Diego, Kalifornien ein. Hier bereitete man sie auf ihre Inaktivität vor. Am 2. Juli 1946 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Ab 1969 beschloss man das Kriegsschiff als Zielschiff zur Erprobung einer Thermobaren Waffe umzurüsten. Den Namen USS McNULTY ( DE-581 ) strich man am 1. März 1972 von der US Navy – Liste. Vor der Kalifornischen Küste wurde am 16. November 1972 die Erprobung der Thermobaren Bombe durchgeführt. Diese zu erprobende Bombe bestand aus einem Kraftstoffbehälter mit zwei separaten Sprengvorrichtungen. Nachdem die Bombe abgeworfen wurde explodiert die erste Ladung in einer vorgegebenen Höhe und verteilt den Brennstoff in einer Wolke über das Zielobjekt. Diese Wolke vermischt sich blitzschnell mit Sauerstoff und strömt um jedes Objekt herum und in tiefere Strukturen hinein. Dann explodiert die zweite Sprengladung und zündet so die Brennstoffwolke, die eine massive Druckwelle erzeugt und alles Leben und Gebäude in deren Umkreis vollständig vernichtet. Die erste Explosion der Bombe explodierte über dem Heck des Zielschiffes. Nach der zweiten Explosion war das Heck der ehemaligen USS McNULTY nicht mehr vorhanden. Der nicht beeinträchtigte Teil des Schiffes sank wenige Minuten später.


USS McNULTY ( DE-581 )
Commanding Officer

LCDR William G. Jennings  (USNR)        31. März 1944 – 19. August 1944
LCDR Donald Albert Crafts  (USNR)        19. August 1944 – 9. November 1945
LT E. M. Sandberg         9. November 1945 – April 1946
LT (jg) C. Johnson  (USNR)        April 1946 – 2. Juli 1946

USS EUROPA ( AP-177 )

USS EUROPA ( AP-177 )

Biografie

Der Mond Europa ist der zweitinnerste Mond des Planeten Jupiter. Er bewegt sich in einer Entfernung von 670.900 Kilometern entgegen des Uhrzeigersinns um den großen Himmelsplaneten. Dazu benötigt er 3 Tage, 13 Stunden und 14,6 Minuten. Europa ist ein Eismond und hat einen Durchmesser von 3.121 Kilometern. Damit ist er der kleinste der vier großen Jupitermonde. Obwohl die Temperatur auf dem Mond maximal – 150° Celsius erreicht, lässt sich durch des äußeren Gravitationsfeldes und einem induzierten Magnetfeld mit Hilfe der Galileo Sonde der Nachweis erbringen, dass sich unter der mehrere Kilometer dicken Eishülle ein rund 100 Kilometer tiefer Ozean aus flüssigem Wasser befindet. Europa ist der sechstgrößte Mond in unserem Sonnensystem.


USS EUROPA ( AP-177 )

Schiffsbiografie

Das deutsche Passagierschiff SS EUROPA wurde 1927 mit einem Gesamtgewicht von rund 50.000 BRT vom Norddeutschen Lloyd bei der Werft Blohm & Voss in Hamburg bestellt und nach dem Jupitermond Europa benannt. Später kam das Schwesterschiff SS BREMEN hinzu. Beide Passagierdampfer waren die beiden fortschrittlichsten Hochgeschwindigkeits-Dampfturbinenschiffe mit vier Schrauben und sollten die transatlantische Seeroute zwischen New York und Europa befahren. Mit ihrem Taylorschen Bugwulst, den schon amerikanische Kriegsschiffe in dieser Zeit besaßen, und dem niedrigen stromlinienförmigen Profil waren sie am besten ausgestattet um das Blue Riband zu gewinnen. Die SS EUROPA hatte eine Reisegeschwindigkeit von 27,5 Knoten, was eine Atlantiküberquerungszeit von 5 Tagen ermöglichte. Dadurch konnte der Norddeutsche Lloyd regelmäßig mit zwei Schiffen die Strecke New York – Bremen befahren, so dass sie sich auf See kreuzten. Durch diese hohe Reisegeschwindigkeit konnte auf der Strecke ein weiteres Passagierschiff eingespart werden.
Noch im Jahr der Bestellung bei Blohm & Voss begann die Kiellegung der SS EUROPA. Der Schiffsrumpf entstand aus hochfestem Stahl, aus dem noch kein anderes deutsches Passagierschiff gebaut worden war, mit dem man bis zu 800 Tonnen Masse einsparen konnte. Die Taufe und der Stapellauf erfolgten am 15. August 1928. Im Frühjahr 1929 sollten die Erprobungsfahrten beginnen. Doch am Morgen des 26. März brach während der Ausrüstungsarbeiten im Dock ein Feuer aus. Den gesamten Tag über tobte dieses und konnte erst am Abend unter Kontrolle gebracht werden. Durch das Feuer wurden die Schiffsturbinen stark beschädigt und auch der Rest des Schiffes erlitt einen hohen Schaden. Nach langen Diskussionen zwischen dem Bauunternehmen und der Reederei wurde beschlossen, dass das Schiff repariert wird. Innerhalb von elf Monaten erfolgten diese Reparaturen, so dass am 22. Februar 1930 das Passagierschiff fertig gestellt war.    Die Brandursache konnte nie eindeutig identifiziert werden. Die SS EUROPA begann am 19. März 1930 mit der Jungfernfahrt nach New York beginnen. Das Passagierschiff erreichte nach 4 Tagen, 17 Stunden und 6 Minuten New York. Damit war es mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,91 Knoten unterwegs gewesen und übernahm das westliche Blue Riband von der SS BREMEN. Während dieser Reise wurden allerdings viele Passagiere durch den aus den Schornsteinen austretenden Ruß gestört, da die Schornsteintrichter sehr niedrig waren. Das Problem wurde sehr schnell behoben indem man die Trichter um über 4,5 Meter erhöhte. Die SS EUROPA hielt bis Juni 1933 das Blue Riband bis das Schwesterschiff es sich zurückeroberte.
Gleichzeitig neben dem Transport von Passagieren war die SS EUROPA sowie die SS BREMEN für die Deutsche Kriegsmarine Versuchsschiffe. Beide Passagierschiffe besaßen ein Katapult auf dem Oberdeck zwischen den Schornsteintrichtern. Mit diesem Katapult konnte ein kleines Wasserflugzeug in deutschen Hoheitsgewässern auf See gestartet werden. Der Pilot steuerte dieses bis zu dessen Landung in den Hafen von Blexen, gegenüber von Bremerhaven. Damit konnten die Piloten und die Techniker Erfahrungen sammeln, die sie später an Bord von deutschen Kriegsschiffen mit ihren Flugzeugen anwandten. Die Norddeutsche Lloyd ließ die Katapulte auf beiden Passagierschiffen nach einigen Jahren des Trainings wieder entfernen, da sie die Kosten dafür selber tragen mussten.
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 kam die Überfahrt nach New York zum erliegen. Innerhalb der Deutschen Kriegsmarine gab es 1941 Pläne die SS EUROPA als Truppentransportmittel bei der Operation Sea Lion, der beabsichtigten Invasion Großbritanniens, einzusetzen. Später gab es Überlegungen das Passagierschiff als Flugzeugträger umzurüsten. Doch keines der beiden Pläne konnte realisiert werden. Die SS EUROPA blieb in den folgenden Jahren inaktiv im Hafen von Bremen liegen. Mit der Eroberung von Bremen und Bremerhaven im April 1945 durch amerikanische Truppen wurde das Passagierschiff am 8. Mai im Kaiserhafen III in Bremerhaven als Prise ebenfalls gefangen genommen und der US Navy übergeben. Eine Prisencrew begab sich am 3. Juni an Bord des Schiffes und baute es als Truppentransportschiff um. Captain Benjamin Franklin Perry stellte am 25. August 1945 das Schiff als USS EUROPA ( AP-177 ) in den Dienst der US Navy. Das Schiff war das einzige seiner Klasse und das zweite bei der US Navy das nach dem Jupitermond Europa benannt worden ist. Am 11. September verließ das Truppentransportschiff Bremerhaven und fuhr an die englische Küste. Im Hafen von Southampton schifften sich 4.500 amerikanische Soldaten an Bord ein und sollten nach Hause gebracht werden. Das Schiff lief am 24. September im Hafen von New York City ein. Hier baute man das ehemalige Passagierschiff nochmals um, damit noch mehr Truppen befördert werden konnten. Erneut fuhr die USS EUROPA nach Southampton und brachte auf zwei weiteren Fahrten zwischen Europa und Amerika weitere US Soldaten nach Hause. Am 15. März 1946 verließ das Schiff wieder New York und fuhr über Kirkwall auf den Orkney Islands nach Bremerhaven. Hier legte das Truppentransportschiff am 24. März an. Die USS EUROPA litt während dieser Überfahrten und der hohen Anzahl an Menschen an Bord. Man hatte seit der Übernahme durch die US Navy damit begonnen die hochwertigen Beschläge des Schiffes zu entfernen und diese durch minderwertige Ersatzteile zu ersetzen, um Materialmangel nach den Kriegsanstrengungen auszugleichen. Außerdem entdeckte man an der Schiffshülle oberhalb der Wasserlinie mehrere verschlissene Bauteile. Daher stellte man am 2. Mai 1946 die USS EUROPA außer Dienst und strich am 5. Juni den Namen von der US Navy – Liste. Drei Tage später wurde es an die War Shipping Administration übergeben. Noch am selben Tag übergaben die Amerikaner den Franzosen das Schiff als erste deutsche Reparationszahlung. Es sollte der Ersatz für das französische Schiff SS NORMANDIE sein, das am 12. Dezember 1941 als amerikanische Prise im Hafen von New York aufgebracht, zu dem Truppentransportschiff USS LAFAYETTE ( AP-53 ) umgebaut und durch ein Feuer an Pier 88 kenterte. Die SS EUROPA wurde im Juli 1946 der französischen Reederei Compagnie General Transatlantique übergeben. Mit Hilfe von Schleppern brachte man das Passagierschiff von Bremerhaven nach Le Havre, Frankreich, wo es wieder zu einem Passagierschiff umgebaut werden sollte. Allerdings erwies sich diese Umrüstung als sehr schwierig. Am 8. Dezember raste ein Sturm von Land her durch den französischen Hafen. Dabei lösten sich die Haltetaue der SS EUROPA am Liegplatz. Das Schiff nahm durch den Sog der Ebbe Fahrt auf und kollidierte in der zweiten Stund des 9. Dezember in der Hafenausfahrt mit dem Wrack des ehemaligen Passagierschiffes SS PARIS und sank mit erheblichen Schäden am Schiffsrumpf. Dieses geschah wenige Stunden bevor das Passagierschiff als SS LIBERTE in den Dienst der Compagnie General Transatlantique gestellt werden konnte. Erst am 15. April 1947 konnte man mit den Bergungsarbeiten beginnen. Anschließend schleppte man das Schiff zur Schiffswerft von Chantiers de L’Atlantique in Sainte-Nazaire. Hier wurden die Umrüstarbeiten abgeschlossen. Über dem Passagierschiff hing wahrscheinlich ein Fluch, denn im Oktober 1949 brach an Bord wieder ein Feuer aus. Die SS LIBERTE erlitt dabei erhebliche Schäden. So war der Bereich der Passagierkabinen stark beschädigt. Erneut musste die Jungfernfahrt verschoben werden. Am 2. August 1950 waren die Brandschäden behoben und am 17. August 1950 stellte die CGT das Passagierschiff in ihren Dienst. Die Jungfernfahrt nach New York unter dem neuen Namen SS LIBERTE ab dem 19. März 1951. In den dann folgenden fünf Jahren schrammte das Passagierschiff zwei Mal an Katastrophen vorbei. Ansonsten waren die Überfahrten über den Atlantik ereignislos. Im Jahre 1961 löste die 66.000 Tonnen schwere SS FRANCE die SS LIBERTE ab. Man verkaufte daraufhin das ehemalige deutsche Schiff zur Verschrottung nach Italien. Am 30. Januar 1962 erreichte das ehemalige Passagierschiff den Hafen von La Spezia, wo es durch die Firma Terrestre Marittima S. p. A abgewrackt wurde.


USS EUROPA ( AP-177 )
Commanding Officer

CAPT Benjamin Franklin Perry         25. August 1945 – 9. Februar 1946
CAPT Adolph Wilhelm Madox          9. Februar 1946 – 2. Mai 1946

USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 )

USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 )

Biografie

Eugene Evans Elmore
* 30. Juni 1900 in Americus, Sumter County, Georgia
† 9. August 1942 auf dem Schweren Kreuzer USS QUINCY ( CA-39 ) in der Schlacht um Savo Island
war ein Offizier in der US Navy

Eugene Evans Elmore war der einzige Sohn von Eugene Everette Elmore ( 4. Februar 1873 im Coweta County, Georgia – 1. September 1949 in Georgia ) und Lillie Belle Evans Elmore ( 7. Juli 1876 – 9. Oktober 1970 in Georgia ). Er absolvierte 1922 die United States Naval Academy in Annapolis und diente danach auf einer Reihe von Schiffen sowie an Land. Er heiratete Marie Link ( 8. Dezember 1902 in Connecticut – 11. November 1993 in Sautee, White County, Georgia ) und hatte zwei Kinder. Eugene Evans “Gene” Elmore III. ( Juni 1925 – 5. November 1995 ) der ebenfalls während des Zweiten Weltkrieges in der US Navy und William K. Elmore ( 19. August 1930 in New Haven, Connecticut – 10. September 2017 in Tampa, Hillsborough County, Florida ), der während des Koreakrieges im Rang eines Lieutenant an Bord des Zerstörers USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ) als Geschützoffizier diente. Am 25. Oktober 1940 begab sich Eugene Evans Elmore an Bord des Schweren Kreuzers USS QUINCY ( CA-39 ), der zu diesem Zeitpunkt die erste von drei Kreuzfahrtübungen, die beiden folgenden dauerten bis zum 20. Dezember, absolviert hatte. Am 7. August 1942 begann die Guadalcanal Kampagne. Mit den Schwesterschiffen USS ASTORIA ( CA-34 ) und USS VINCENNES ( CA-44 ) sowie den Zerstörern USS HELM ( DD-388 ) und USS WILSON ( DD-408 ) hatte die USS QUINCY die Aufgabe den Durchgang zwischen Savo Island und Florida Island zu verteidigen damit amerikanische Landungstruppen auf Guadalcanal und anderen Inseln des Archipels ungestört landen konnten. LCDR Eugene Evans Elmore starb auf dem Schiff nachdem es durch mehrere Treffer von japanischen Schiffen um 2:38 Uhr sank.
Man verlieh ihm posthum das Purple Heart.


USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 )

Schiffsbiografie

Die USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Commander Eugene Evans Elmore benannt wurde.
Der Geleitzerstörer ist das achtzehnte Schiff aus der RUDDEROW – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Corporation in Quincy, Massachusetts wurde am 27. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Marie Link Elmore ( 8. Dezember 1902 in Connecticut – 11. November 1993 in Sautee, White County, Georgia ), Witwe von Lieutenant Commander Eugene Evans Elmore, Taufte am 23. Dezember 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander George Lissant Conkey ( 12. März 1913 in Los Angeles, Kalifornien – ? ) stellte am 4. Februar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS EUGENE E ELMORE bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia, wo die Endausrüstung für den ersten Kampfeinsatz erfolgte. Dazu gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 21.11 ein, eine U-Boot Jagd-Gruppe. Diese kommandierte Captain Francis Massie Hughes ( 27. Juni 1899 in Charlottesville, Virginia – 23. Dezember 1960 in Norfolk, Virginia ), der Kommandant des Geleitflugzeugträgers USS BLOCK ISLAND ( CVE-21 ). In der TG befanden sich neben dem Geleitflugzeugträger die Geleitzerstörer USS EUGENE E ELMORE, USS BARR ( DE-576 ), USS AHRENS ( DE-575 ), USS ROBERT I PAINE ( DE-578 ) und ein weiterer. Diese sechs Kriegsschiffe fuhren in das Seegebiet südlich der Azoren und waren auf der Suche nach deutschen U-Booten, die die Jagd auf Schiffskonvois nach Afrika unternahmen. Zur selben Zeit lief am 14. Mai das deutsche U-Boot U-549, Kommandant Kapitänleutnant Detlev Krankenhagen ( 3. Juli 1917 in Danzig – 29. Mai 1944 südwestlich von Madeira ), aus dem französischen Hafen von Lorient aus. Ziel war die brasilianische Küste. Das U-Boot und die TG 21.11 trafen sich am 28. Mai nordwestlich der kanarischen Inseln. Flugzeugbesatzungen von der USS BLOCK ISLAND waren auf ihren Patrouillenflug, da entdeckten sie in der Dämmerung das feindliche Schiff und begannen mit dem Angriff. Das deutsche Schiff erlitt keine Schäden. Am folgenden Morgen des 29. Mai entdeckte eine Avenger des Trägers erneut das U-Boot. Der daran anschließende Bombenangriff brachte keinen Erfolg. Die USS EUGENE E ELMORE, USS BARR, USS AHRENS und USS ROBERT I PAINE waren nun auf der Suche nach dem Feind, konnten ihn aber nicht orten. Am Abend desselben Tages konnte U-549 den fünften Geleitzerstörer irreführen. Kommandant Krankenhagen ließ drei T-3 Torpedos auf die USS BLOCK ISLAND abfeuern. Zwei trafen davon und beschädigten das Kriegsschiff so schwer, dass es später von den Geleitzerstörern versenkt werden musste. Der Ausguck auf der USS EUGENE E ELMORE konnte jetzt das Seerohr von dem getauchten U-549 entdecken. Sofort ging der Geleitzerstörer in den Angriff über. Mehrere Wasserbomben wurden abgeworfen. Die darauffolgenden Explosionen brachten keinen Erfolg. Kapitänleutnant Krankenhagen ließ nun eine Salve akustischer T-5 Torpedos auf die Geleitzerstörer abfeuern. Einer traf davon am Heck die USS BARR. Doch das schwer beschädigte Schiff sank nicht. Die USS AHRENS war in dieser Zeit voll auf damit beschäftigt die Überlebenden von der USS BLOCK ISLAND zu retten. Da erhielt man auf diesem Geleitzerstörer einen Sonarkontakt. Lieutenant Commander Morgan H. Harris (USNR), Kommandant des Geleitzerstörers, gab diese Information an die USS EUGENE E ELMORE weiter. Der Geleitzerstörer erhielt wenige Minuten später selber in dem Planquadrat südwestlich von Madeira den Sonarkontakt und man begann mit dem Hedgehog Angriff. Nach der dritten Salve hörte man auf dem Kriegsschiff auf der Position 31° 13’ Nord 23° 03’ West eine starke Unterwasserexplosion. Alle 57 Besatzungsmitglieder von U-549 kamen ums Leben. Die USS EUGENE E ELMORE fuhr nun nach diesem Sieg zur USS BARR und sicherte dieses schwer beschädigte Schiff die Nacht über. Ab dem folgenden Morgen wurden die Verwundeten und der Großteil der Besatzung des beschädigten Geleitzerstörers auf die USS EUGENE E ELMORE gebracht. Anschließend nahm der Geleitzerstörer das beschädigte Schiff ins Schlepptau und brachte es in Richtung Casablanca, Französisch Marokko. Am 2. Juni, noch vor erreichen des dortigen Hafens, erschien ein Schlepper und löste den Geleitzerstörer von seinem Abschleppdienst ab. Wenige Tage nach diesem Ereignis verließ das Kriegsschiff den nordafrikanischen Hafen und fuhr nach New York City. Die USS EUGENE E ELMORE lief am 13. Juni in diesen Hafen ein. In den folgenden viereinhalb Monaten beteiligte sich der Geleitzerstörer an der Eskorte von zwei Schiffskonvois in das Mittelmeer und zurück. Nach der Rückkehr aus dem Mittelmeer bereitete man das Kriegsschiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Dazu legte am 3. November die USS EUGENE E ELMORE in New York ab und fuhr zum Panamakanal. Dieser wurde am 10. November durchquert. Die Fahrt führte den Geleitzerstörer weiter über die Galapagos Islands, dem Eiland Amerikanisch Samoa, der Insel Espiritu Santo, Neue Hebriden bis nach Hollandia in der Humboldt Bay, Neuguinea. Das Kriegsschiff fuhr am 11. Dezember in diese Bucht ein. Hier schloss es sich der 7. US Flotte an. Bis zum 30. Dezember blieb die USS EUGENE E ELMORE vor Hollandia liegen. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer die Humboldt Bay und fuhr zur Insel Biak, Neuguinea. Hier wartete ein Schiffskonvoi. Die darin befindlichen Schiffe transportierten Verstärkungen und Vorräte. Ziel dieser Schiffe war der Golf von Lingayen, Luzon, Philippinen. In diese Bucht fuhr das Kriegsschiff am 12. Januar 1945 ein. Hier blieb der Geleitzerstörer zwei Tage lang liegen. In diesen beiden Tagen gab es mehrere Alarmsituationen wegen dem Angriff japanischer Flugzeuge auf die Versorgungsschiffe. Die Mannschaften der Fliegerabwehrkanonen vertrieben mit ihren Waffen diese feindlichen Flugzeuge. Am 14. Januar verließen die leeren Schiffe des Konvois und die USS EUGENE E ELMORE wieder die Lingayen Bay und fuhren zur San Pedro Bay, Leyte, Philippinen. Hier trafen sie am 16. Januar ein. Man bunkerte auf dem Geleitzerstörer frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Danach patrouillierte das Kriegsschiff in den dortigen Gewässern der Insel Leyte. Den Geleitzerstörer gliederte man in die Task Group 78.3, ein die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG ( DD-580 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS EUGENE E ELMORE, USS METIVIER ( DE-582 ), USS DAY ( DE-225 ), USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ), USS McNULTY ( DE-581 ) und USS RILEY ( DE- 579 ), die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und konnten ohne einen Schuss abzugeben ihren Brückenkopf erweitern. Grund dafür war ein philippinischer Leutnant aus der Guerillaarmee. Dieser war mit einem Fischerboot bis zur USS YOUNG gerudert und hatte Commander Donald Granville Dockum ( 14. Oktober 1913 – 27. November 1969 ), Kommandant des Zerstörers, darüber informiert, dass er mit seinen Leuten die Anlandungszone gesichert habe. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe wieder das Anlandungsgebiet und fuhren in die Subic Bay. Am 30. Januar landen dort amerikanische Soldaten der 38. Infanteriedivision auf Grand Island. Anfang Februar kehrte die USS EUGENE E ELMORE in die San Pedro Bay zurück. Von hier aus eskortierte der Geleitzerstörer Schiffskonvois bis zu Insel Biak, den Kossol Roads bei den Palau Inseln sowie zum Atoll Ulithi, Westliche Karolinen. Auf diesen Fahrten begleitete das Kriegsschiff Schiffskonvois zur Sicherung des Nachschubs für die auf den philippinischen Inseln anhaltenden Kämpfe gegen die feindlichen Truppen. Zusätzlich patrouillierte das Kriegsschiff in den jeweiligen Gewässern wenn die zu begleitenden Schiffskonvois noch nicht fertig zusammengestellt waren. Dies geschah unter anderem vom 21. bis zum 27. Juni in der Meerenge bei den Kossol Roads. Am 12. Juli verließ die USS EUGENE E ELMORE zusammen mit dem Schwesterschiff USS METIVIER ( DE-582 ) die San Pedro Bay und eskortierte fünf Schlepper bis in die Buckner Bay vor Okinawa, die sie am 21. Juli erreichten. Zwei Tage später verließ der Geleitzerstörer zusammen mit der USS METIVIER und der USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 ) wieder Okinawa und kehrte am 27. Juli in die San Pedro Bay zurück. Hier warteten weitere Versorgungsschiffe auf die Fahrt nach Okinawa. Am 29. Juli stachen die Schiffe des Konvois und die USS EUGENE E ELMORE in See und fuhren zu der japanischen Insel. Dort wurden sie entladen und kehrten zusammen mit dem Geleitzerstörer am 22. August in die San Pedro Bay zurück. Zwischenzeitlich, am 15. August, war der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet worden. In der San Pedro Bay nahm man einige Reparaturen an dem Kriegsschiff vor und füllte die Treibstoff- und Proviantbunker auf. Am 31. August verließ die USS EUGENE E ELMORE wieder die Bucht vor Leyte und fuhr nach Okinawa. Der Geleitzerstörer fuhr am 3. September in die Buckner Bay ein. Das Kriegsschiff unterstützte nun die amerikanischen Besatzungstruppen. Dazu eskortierte der Geleitzerstörer Anfang Oktober mehrere Truppentransportschiffe bis nach Jinsen, Korea. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Korea zurück. Die USS EUGENE E ELMORE nahm nun selber Kriegsveteranen an Bord und fuhr über die Marshall Islands und der Marinebasis Pearl Harbor zur kalifornischen Marinebasis San Diego. Der Geleitzerstörer lief am 5. November in den Hafen ein. Hier leerte man die Munitionsbunker und bereitete das Kriegsschiff auf seine Inaktivität vor. Am 31. Mai 1946 stellte man es außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ) strich man am 30. Juni 1968 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man im Juni 1969 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 )
Commanding Officer

LCDR George Lissant Conkey         4. Februar 1944 – 28. Oktober. 1944
LCDR Richard F. Creath  (USNR)       28. Oktober 1944 – Dezember 1945
LT John E. Warner  (USNR)        Dezember 1945 – 31. Mai 1946

USS JACCARD ( DE-355 )

USS JACCARD ( DE-355 )

Biografie

Richard Alonzo Jaccard
* 1. Juli 1918 in Troy, Missouri
† 15. September 1942 auf dem Flugzeugträger USS WASP ( CV-8 )
war ein Offizier in der US Navy

Richard Alonzo Jaccard war der Sohn von Clarence Leroy Jaccard ( 11. November 1889 – 26. Februar 1973 ) und Ruth Bright Jaccard ( 27. August 1892 in Olympia, Thurston County, Washington – 18. Februar 1972 in Manhattan, Riley County, Kansas ). Er hatte zwei Geschwister, Colonel Robert Bright Jaccard ( 24. Juli 1916 – 20. November 1965 ) und Jeanne Jaccard Parker ( 30. Januar 1923 – 8. Februar 2011 ). Die Familie zog kurz nach der Geburt von Richard nach Manhattan, Kansas. Hier ging er zur Schule. Am 29. oktober 1940 trat er freiwillig in die US Navy Reserve ein. Später absolvierte er eine Flugausbildung und wurde nach seinem Abschluss am 27. September 1941 zum Ensign befördert. Im April 1942 versetzte man ihn an Bord des Flugzeugträgers USS ENTERPRISE ( CV-6 ). Von diesem Träger aus beteiligte sich Ensign Jaccard an der Schlacht um Midway. Als sich die japanischen Flugzeugträger samt ihren Schiffseinheiten der Inselgruppe näherten, gehörte Jaccard zur Scouting Squadron 6 ( VS-6 ). Der Staffelführer war Lieutenant Clarence Wade McClusky, Jr. ( 1. Juni 1902 in Buffalo, New York – 27. Juni 1976 in Bethesda, Maryland ). Ensign Jaccard und Ensign Pittman waren die Flügelmänner von Lieutenant McClusky. Dieser steuerte zuerst auf den japanischen Flugzeugträger IJN AKAGI zu. In letzter Minute änderte aber McClusky seine Meinung und stürzte sich dann auf den feindlichen Träger IJN KAGA. Dabei kam es unter den angreifenden Piloten zu einiger Verwirrung. Nur Jaccard folgte McClusky. Doch Ensign Jaccard hatte dabei einige Probleme. Während des Angriffs auf den japanischen Flugzeugträger verwechselte Jaccard seinen Hebel zum Ausklinken der mitgeführten Bombe mit dem Flügelbremshebel. Das hieß, dass er nicht die Bremsklappen bewegte sondern das Fahrwerk ausfahren ließ. Dadurch verlangsamte sich das Flugzeug. Die Flugzeuge dieses Geschwaders richteten mit ihren Bomben einen verheerenden Schaden an. Beide Flugzeugträger waren anschließend nicht mehr einsatzbereit und mussten am Abend von den eigenen Zerstörern versenkt werden. Ensign Jaccard machte seinen Fehler auf dem japanischen Flugzeugträger IJN HIRYU wett. Seine abgeworfene Bombe ließ dieses feindliche Schiff erzittern und als Wrack auf dem Wasser treiben. Am folgenden Tag beteiligte sich Ensign Jaccard an der Bombardierung der japanischen Schweren Kreuzer IJN MIKUMA und IJN MOGAMI. Dabei traf seine Bombe die IJN MOGAMI mittschiffs bei den Torpedorohren. Man verlieh Jaccard nach dem großen Sieg das Navy Cross. Die USS ENTERPRISE verlegte man dann zur Unterstützung der Landeoperation nach Guadalcanal, Ostsalomonen. Hier wurde der amerikanische Flugzeugträger schwer beschädigt und musste zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Die Flugzeuge des Geschwaders VS-6 verlegte man auf den Flugzeugträger USS WASP ( CV-8 ). Am 15. September 1942 befand sich der Flugzeugträger mit seinen Begleitschiffen rund 150 Seemeilen südöstlich von San Cristobal Island, Salomonen, da lag das japanische U-Boot IJN I-19 in der Nähe und schoss sechs Torpedos ab. Drei davon trafen alleine die USS WASP. Ensign Jaccard befand sich während des Torpedoangriffs in den Mannschaftsräumen der Piloten und wurde sofort getötet.


USS JACCARD ( DE-355 )

Schiffsbiografie

Die USS JACCARD ( DE-355 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Richard Alonzo Jaccard benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das siebzehnte Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 25. Januar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ruth Bright Jaccard ( 27. August 1892 in Olympia, Thurston County, Washington – 18. Februar 1972 in Manhattan, Riley County, Kansas ), Mutter von Ensign Richard Alonzo Jaccard, taufte am 18. März 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles R. Hamilton (USNR) stellte am 26. Juli 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS JACCARD bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die Werft von Boston, Massachusetts. Hier installierte man neue elektronische Geräte wie das Radar und das Sonar. Am 29. September fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Dort gliederte man das Kriegsschiff in die CortDiv 82 ein. In dieser befand sich neben der USS GEORGE E DAVIS die Schwesterschiffe USS MACK ( DE-358 ), USS JACCARD ( DE-355 ), USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 ) und USS DOYLE C BARNES ( DE-353 ). Nachdem alle diese Geleitzerstörer in Norfolk waren, begannen sie mit mehreren Übungen. Darunter gehörte auch das Gefecht mit den Geschützen. Auf der USS JACCARD zeigte sich allerdings dabei ein erhebliches Problem. Man schaffte es nicht, die Geschütze zu kalibrieren. Der Geleitzerstörer musste mehrere Schiffe eines Konvois, die vor den Virginia Capes ankamen, bis zu den Hampton Roads eskortieren. Anschließend reparierte man die Geschütze auf dem Kriegsschiff. Außerdem begann man mit der Endausrüstung für den Wechsel in den Pazifik. Die Kriegsschiffe der CortDiv 82 stachen gemeinsam am 21. Oktober in See und fuhren zum Panamakanal. Dieser wurde am 31. Oktober durchquert. Die Fahrt der Geleitzerstörer ging über die Galapagos Islands und Bora Bora auf den Gesellschaftsinseln in Französisch Polynesien weiter. Die Kriegsschiffe fuhren am 12. November in die Lagune dieser Insel ein. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt über Espiritu Santo, Neue Hebriden bis nach Hollandia, Neuguinea weiter. In diese Bay fuhren die Schiffe am 28. November ein. Hier blieben die meisten Schiffe der CortDiv 82 bis zum 7. Dezember liegen. Für die Besatzung der USS JACCARD begann dann für mehrere Tage vor Hollandia das Anti-U-Boot Training. Anschließend eskortierte der Geleitzerstörer einen Schiffskonvoi, bestehend aus Versorgungsschiffen, zur San Pedro Bay, Leyte, Philippinen. Das Kriegsschiff und die Versorgungsfrachter fuhren am 21. Dezember in die Bucht von San Pedro ein. Einen Tag später gab es Luftalarm. Die Geschützmannschaften der USS JACCARD feuerten ihre Granaten auf die heranfliegenden japanischen Maschinen, konnten aber keines vernichten. Ab Januar 1945 begannen für den Geleitzerstörer elf Eskortierfahrten. Die zu begleitenden Schiffskonvois mit lebensnotwendigen Vorräten lagen entweder in der Humboldt Bay bei Hollandia oder im Seeadler Harbour, Manus Island, Admitalitätsinseln oder vor den Palau Islands und mussten alle nach Leyte, nachdem die alliierten Streitkräfte bei der Befreiung der Philippinen immer weiter vorstießen. Mitte März 1945 löste man die USS JACCARD von dieser Aufgabe ab und wurde ab dem 18. März in eine Anti-U-Boot Jagdgruppe versetzt. Die Kriegsschiffe dieser Gruppe operierten westlich der Philippinen. In den nun folgenden zwei Monaten begleitete die USS JACCARD unter anderem auch amerikanische U-Boote von der Subic Bay, Luzon, Philippinen in das Seegebiet westlich der Philippinen, von wo aus diese in ihr Einsatzgebiet fuhren. Der Geleitzerstörer begleitete dann die zurückkehrenden amerikanischen U-Boote wieder bis in die Subic Bay. Im Mai kehrte das Kriegsschiff in den Golf von Leyte zurück und führte für einen Monat von hier aus die Begleitung von Schiffskonvois wieder durch. Am 22. Juni kehrte die USS JACCARD in die amerikanische Marinebasis der Manila Bay zurück und führte von hier aus mehrere Eskortierfahrten von amerikanischen U-Booten durch. Diese Aufgabe behielt der Geleitzerstörer bis zur bedingungslosen Kapitulation Japans am 15. August bei. Ab dem 30. August begann das Kriegsschiff von Manila aus Versorgungsschiffe nach Okinawa zu eskortieren. Dazu fuhr der Geleitzerstörer hin und her. Ab Anfang 1946 setzte man die USS JACCARD als Eskortier- und Postschiff zwischen den Philippinen den Häfen von China und Korea ein. So sollten die dort stationierten amerikanischen Besatzungstruppen unterstützt werden und die Stabilität der Länder zu erhalten. Am 26. April 1946 verließ der Geleitzerstörer den Fernen Osten und fuhr an die US Westküste. Diese wurde am 17. Mai erreicht. Nach einer Zeit des Trainings entlang der Küste fuhr der Geleitzerstörer in die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington ein und wurde hier am 30. September 1946 außer Dienst gestellt. Noch am selben Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS JACCARD ( DE-355 ) strich man am 1. November 1967 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen setzte man den Schiffskörper als Seeziel ein. Am 4. Oktober 1968 versenkte man diesen während einer Übung.


USS JACCARD ( DE-355 )
Commanding Officer

LCDR Charles R. Hamilton  (USNR)         26. Juli 1944 – 24. August 1945
LCDR Edward L. Patton  (USNR)         24. August 1945 – 12. Dezember 1945
LCDR William Abraham Morgan        12. Dezember 1945 – 10. Juli 1946
LCDR John Dearborn Ainsworth        10. Juli 1946 – 30. September 1946

USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 )

USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 )

Biografie

Raymon William Herndon
* 1. November 1917 in Walterborto, Colleton County, South Carolina
† 14. September 1942 während der Schlacht um Guadalcanal, Salomonen
hielt den Rang eines Private First Class im US Marine Corps

Raymon William Herndon war das vierte und jüngste Kind von Lee Dennie Herndon ( 15. September 1881 – 28. Mai 1970 ) und Ella Padgett Herndon ( 3. Juli 1890 im Colleton County, South Carolina – 5. Februar 1966 in Walterboro, Colleton County, South Carolina ). Seine Geschwister waren Yarborough E. Herndon ( 18. Januar 1907 – 2. November 1983 ), Maude Herndon McManus ( 9. März 1909 in Ruffin, Colleton County, South Carolina – 7. September 2000 in Portsmouth, Virginia ) und Sergeant Riddick H. Herndon ( 10. Dezember 1910 – 31. Mai 1980 ) (USMC).
Raymon William Herndon meldete sich am 29. April 1942 in New River, North Carolina zum aktiven Dienst beim United State Marine Corps. Nach dem Abschluss seiner Grundausbildung verlegte man ihn zur Salomoneninsel Guadalcanal. Hier gehörte er zur 1. Marine Division. Private First Class Raymon William Herndon war in der Nacht vom 13. zum 14. September 1942 mit seiner Gruppe auf einer gefährlichen Aufklärungspatrouille am Südhang des Hügels Nummer 50 beim Henderson Field, Guadalcanal beteiligt. Diese Gruppe geriet in eine Angriffsaktion japanischer Truppen, die die Amerikaner versuchten einzukesseln. Dabei wurde PFC Herndon tödlich verwundet. Er verlangte mehrere Waffen um den Rückzug seiner Gruppe zu decken, damit diese über den Hügel zu den eigenen Truppen zurückkehren konnte.
Man verlieh Private First Class Raymon William Herndon für außergewöhnliches Heldentum und herausragenden Mut posthum das Navy Cross.


USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 )

Schiffsbiografie

Die USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Private First Class Raymon William Herndon benannt worden ist.
Der Schnelle Truppentransporter ist das dreiunddreißigste Schiff aus der CROSLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Company in Quincy, Massachusetts wurde am 12. Juni 1944 das Schiff als Geleitzerstörer USS RAYMON W HERNDON ( DE-688 ) aus der RUDDEROW – Klasse auf Kiel gelegt. Mrs. Ella Padgett Herndon ( 3. Juli 1890 im Colleton County, South Carolina – 5. Februar 1966 in Walterboro, Colleton County, South Carolina ), Mutter von PFC Raymon William Herndon, taufte am 15. Juli 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Am 17. Juli 1944 klassifizierte man die USS RAYMON W HERNDON in einen Schnellen Truppentransporter um und gab ihm die Kennung APD-121 ). Es erfolgten umgehend die notwendigen Umbauarbeiten. Lieutenant Commander Samuel Elijah Hale (USNR) stellte am 3. November 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS RAYMON W HERNDON verließ am 23. November 1944 den Ausrüstungskai im Hafen von Boston, Massachusetts und stach für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt in See. Der Schnelle Truppentransporter führte diese innerhalb von drei Wochen in den Gewässern vor der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas durch. Das Kriegsschiff legte anschließend am 13. Dezember im Hafen von Norfolk, Virginia an. Hier begann man das Schiff und die Besatzung auf die Fahrt in den Pazifik vorzubereiten. Am 1. Januar 1945 stach die USS RAYMON W HERNDON in See, verließ Hampton Roads, Virginia und fuhr zum Panamakanal. Dieser wurde am 7. Januar durchquert. Im Hafen von Balboa, Panama meldete sich LCDR Hale bei der Pazifikflotte zum Dienst und wartete auf weitere Befehle. Drei Tage später verließ das Kriegsschiff den Isthmus und fuhr zur kalifornischen Küste. In die dortige amerikanische Marinebasis San Diego lief es am 16. Januar ein. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Außerdem schiffte sich das Underwater Demolition Team 16 an Bord ein. Die RAYMON W HERNDON verließ am 25. Januar die kalifornische Küste und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier lief das Schiff sechs Tage später ein. Vor den Hawaiianischen Inseln begannen für das Underwater Demolition Team mehrere Wochen harten Trainings zur Vorbereitung auf den Landeangriff auf die japanische Insel Okinawa. Die weitere Fahrt des Schnellen Truppentransporters ging Anfang März mit den Zwischenstationen der Insel Majuro, Marshall Islands und dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands weiter. Die USS RAYMON W HERNDON erreichte am 26. März die Landungsstrände bei Hagushi Beach, Okinawa. Sofort begannen dort die Männer des Underwater Demolition Teams 16 mit der Räumung von Seeminen und anderen Landungshindernissen. Der Schnelle Truppentransporter selber sicherte diese Arbeiten mit seinen Schiffsgeschützen ab. Am 1. April begann die Landeoperation. Dafür zog sich das Kriegsschiff hinter die Landungsschiffe zurück und übernahm in dieser Phase den äußeren U-Boot-Schutzschirm. Dieser zog sich vollständig um das Transportgebiet am Hagushi Beach und bis zum Ankerplatz für Wasserflugzeuge und Logistikschiffe bei den Kerama Retto Inseln. Zusammen mit anderen Kriegsschiffen sicherte die USS RAYMON W HERNDON die Landungsschiffe vor dem Brückenkopf vor japanischen Flugzeugen ab. Später patrouillierte der Schnelle Truppentransporter vor den abseits gelegenen Radarvorwarnstationen und trug dabei die Hauptlast der unnachgiebig angreifenden japanischen Piloten. So konnten die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes am 6. April ein Kamikazeflugzeug abschießen und halfen bei der Vernichtung von zwei weiteren. Bis zum 19. Juni blieb die USS RAYMON W HERNDON auf ihre zugewiesene Posten vor Okinawa und sicherte die Kämpfe an Land ab. Zwei Tage später wurde Okinawa als gesichert erklärt. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik endete am 15. August 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation Japans. Schon am folgenden Tag befanden sich amerikanische Besatzungstruppen an Bord des Kriegsschiffes. Diese wurden an die Küste von China und in japanische Häfen transportiert. Anschließend begann die Heimfahrt an die US Westküste. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff in den Häfen von Pearl Harbor und San Diego, durchquerte die USS RAYMON W HERNDON wieder den Panamakanal und erreichte zur Inaktivierung Green Cove Springs, Florida. Man stellte den Schnellen Truppentransporter am 15. November 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Nach zwanzig Jahren der Inaktivität strich man am 1. September 1966 den Namen USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 ) von der US Navy – Liste. Im Rahmen des Militärhilfeprogramms verkaufte man im Oktober 1966 das Kriegsschiff an die Marine von Taiwan. Hier stellte man das Schiff unter dem namen ROCS HENG SHAN ( DE-39 ) in den Dienst. Wenige Monate später klassifizierte man das Kriegsschiff um und übergab ihm die Kennung PF-39. Im Jahre 1976 stellte man die ROCS HENG SHAN außer Dienst und verschrottete sie.


USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 )
Commanding Officer

LCDR Samuel Elijah Hale  (USNR)         3. November 1944 – März 1946
LT (jg) H. M. Sherwood Jr.  (USNR)        März 1946 – 1. September 1946
LT (jg) Marvin Earl Van Vleck  (USNR)         1. September 1946 – 15. November 1946

USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 )

USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 )

Biografie

Kenneth Martin Willett
* 9. April 1919 in Overland, Missouri
† 27. September 1942 auf See im Südatlantik
war ein Reserveoffizier

Kenneth Martin Willett trat am 9. juli 1940 als seemann in die Naval Reserve ein. Man versetzte ihn wegen seiner schnellen Auffassungsgabe an die Midshipman School der Naval Reserve. Nach Abschluss dieser Ausbildung beförderte man ihn zum Ensign und versetzte ihn an Bord des Schlachtschiffes USS CALIFORNIA ( BB-44 ). Hier diente er bis November 1941. Im Januar 1942 meldete sich Willett im 12. Naval District zum Einsatz im Armed Guard Center in San Francisco, Kalifornien. Hier ernannte man ihn am 15. Juni zum Lieutenant ( jg ) und zum Kommandeur der Naval Armed Guard, das waren Armeeangehörige auf Handelsschiffen, die die Sicherheit des Schiffes übernahmen, an Bord des Liberty Frachters SS STEPHEN HOPKINS. Dieses Schiff war erst nach Kapstadt, Südafrika und von dort aus nach Paramaribo, Niederländisch Guayana unterwegs. Am 27. September 1942 traf der Liberty Frachter auf zwei deutsche Schiffe. Das waren zum einen der schwer bewaffnete Hilfskreuzer STIER und das Blockadebrecherschiff TANNENFELS. Alle drei Schiffe lagen nur 3,2 km voneinander entfernt und konnten sich erst wahrnehmen nachdem sich der auf dem Wasser liegende Nebel verflüchtigt hatte. Der Hilfskreuzer ging sofort ohne Vorwarnung zum Angriff über. Lieutenant ( jg ) Kenneth Martin Willett besetzte die 4-Zoll Kanone und erwiderte das Feuer. Eine der ersten feindlichen Granaten schlug bei ihm ein und verwundete ihn schwer. Willett feuerte trotzdem Granate um Granate auf den Hilfskreuzer ab. Dieser war wie auch die SS STEPHEN HOPKINS bald darauf ein Wrack und wurde von der eigenen Besatzung, zwei Stunden nach dem Untergang des Liberty Frachters, versenkt. Eine der letzten von der STIER abgefeuerten Granate schlug unmittelbar in das Magazin der Kanone auf dem Liberty Frachter ein. Das Magazin explodierte und brachte die Kanone zum Schweigen. Lieutenant ( jg ) Kenneth Martin Willett weigerte sich vehement seinen Kampf für Schiff und Crew aufzugeben. Der Kapitän der SS STEPHEN HOPKINS, Master Paul Buck, gab kurz darauf den Befehl das brennende Schiff zu verlassen. Da half Willett noch, obwohl er schon sehr geschwächt war und leiden musste, Rettungsflöße zu Wasser zu lassen. Um 10:00 Uhr sank die SS STEPHEN HOPKINS. Da war er nicht mehr zu sehen.
Für seinen persönlichen Mut und seine Selbstaufopferung verlieh man Lieutenant ( jg ) posthum das Navy Cross.
Die Überlebenden der SS STEPHEN HOPKINS trieben einen Monat lang auf ihren Rettungsflößen, bevor sie die Küste von Brasilien erreichten.


USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 )

Schiffsbiografie

Die USS KENNET M WILLETT ( DE-354 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Kenneth Martin Willett benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das sechzehnte Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 10. Januar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. D. C. Willett, Mutter von Lieutenant ( jg ) Kenneth Martin Willett, taufte am 7. März 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander J. M. Stuart stellte am 19. Juli 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS KENNETH M WILLETT bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier befand sich das Kriegsschiff vom 1. bis zum 20. Oktober und diente als Trainingsschiff in die Chesapeake Bay. Noch am 20. oktober begann die Endausrüstung für den Wechsel in den Pazifik und man gliederte das Kriegsschiff in die CortDiv 82 ein. In dieser Division befand sich neben der USS KENNETH M WILLETT die Schwesterschiffe USS MACK ( DE-358 ), USS JACCARD ( DE-355 ), USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 ) und USS DOYLE C BARNES ( DE-353 ). Diese Schiffe stachen gemeinsam am 21. Oktober in See und fuhren zum Panamakanal. Dieser wurde am 31. Oktober durchquert. Die Fahrt der Geleitzerstörer ging über die Galapagos Islands, hier überquerte man am 31. Oktober den Äquator, und Bora Bora auf den Gesellschaftsinseln in Französisch Polynesien. Die Kriegsschiffe fuhren am 12. November in die Lagune dieser Insel ein. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt über Espiritu Santo, Neue Hebriden bis nach Hollandia, Neuguinea weiter. In diese Bay fuhren die Schiffe am 28. November ein. Hier blieben die meisten Schiffe der CortDiv 82 bis zum 7. Dezember liegen. Für die USS KENNETH M WILLETT war Hollandia in der Humboldt Bay, Neuguinea die Ausgangsbasis für sieben Konvoifahrten, die bis zum 25. Februar 1945 den Geleitzerstörer bis zum Leyte Golf, Philippinen hin und her führten. So befand sich das Kriegsschiff am 1. Januar 1945 in den Gewässern vor Hollandia und sicherte einen dorthin fahrenden Schiffskonvoi, da sah man von dem Geleitzerstörer aus wie ein feindliches Torpedoflugzeug ein amerikanisches Versorgungsschiff aus diesem Konvoi attackierte. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes beschossen das japanische Flugzeug bis der Pilot seinen Angriff abbrach und verschwand. Am 25. Februar erreichte die USS KENNETH M WILLETT mit einem Schiffskonvoi wieder den Leyte Golf. Man gliederte den Geleitzerstörer aus dem Eskortierdienst aus und wies ihm Patrouillenfahrten und den Anti-U-Boot Dienst zu. Das Kriegsschiff lag am 6. März in der Mindoro Bay. Vor den philippinischen Inseln Mindoro und Luzon führte das Kriegsschiff Hunter Killer Patrouillen durch. Der Geleitzerstörer kehrte am 4. Juni in den Leyte Golf zurück. Von hier aus eskortierte die USS KENNETH M WLLETT mehrere Versorgungsschiffe bis zum Atoll Ulithi, Westkarolinen und zurück. Nach zwei solchen Eskortierfahrten nahm der Geleitzerstörer ab dem 2. Juli wieder vor Mindoro seinen Patrouillendienst auf. Doch das Kriegsschiff dehnte seine Patrouillenfahrt weiter aus und erreichte am 10. Juli die San Pedro Bay, Leyte. Hier wartete ein Schiffskonvoi, bestehend aus Infanterielandungsfahrzeugen und Panzerlandungsschiffen. Bis zu dessen Abfahrt übernahm die USS KENNETH M WILLETT die Patrouillenstation vor der San Pedro Bay von der USS METIVIER ( DE-582 ). Der Schiffskonvoi verließ am 17. Juli die San Pedro Bay und fuhr nach Okinawa. Zwischendurch liefen die Schiffe sicherheitshalber in die Casiguran Bay, Luzon ein. Auf offener See tobte vom 30. zum 31. Juli ein Taifun, der den Schiffen und deren Besatzungen hätte gefährlich werden können. In die Buckner Bay von Okinawa liefen die Schiffe dann am 7. August ein. Die USS KENNETH M WILLETT verließ am nächsten Tag wieder Okinawa und fuhr in die San Pedro Bay zurück. Der Geleitzerstörer lief dort am 14. August ein. Am folgenden Tag war der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet. Das Kriegsschiff eskortierte nun in den folgenden sechzehn Wochen mehrere Schiffskonvois zwischen der San Pedro Bayund Manila, Luzon zum Atoll Ulithi, Tokyo und Shanghai, China. Vom 29. Dezember bis zum 29. Januar 1946 operierte die USS KENNETH M WILLETT von Guiuan Roadstead, Samar, Philippinen aus und war auf Wetterpatrouille. Grund dafür waren die sich ständig neubildenden Taifune in dem Seegebiet östlich des Leyte Golf, denen in den vergangenen Monaten schon mehrere amerikanische Schiffe samt Besatzung zum Opfer gefallen waren. Am 10. Februar verließ der Geleitzerstörer wieder dieses Seegebiet und fuhr nach Manila. In den dortigen Hafen lief das Kriegsschiff wenige Stunden später ein und verließ ihn am 15. Februar nach dem bunkern von Proviant und Treibstoff. Der Geleitzerstörer sollte vor der chinesischen Küste patrouillieren. Am 20. Februar lief das Kriegsschiff zusammen mit weiteren fünf Geleitzerstörern im Hafen von Tsingtao ein. Von hier aus begannen die Schiffe mit Patrouillenfahrten im Gelben Meer bis nach Shanghai. Die Geleitzerstörer sollten die Bemühungen der chinesischen Nationalisten unterstützen, damit diese den chinesischen Kommunisten die Kontrolle über das nordchinesische Festland entreißen konnten. Nach diesen gescheiterten Bemühungen operierte die USS KENNETH M WILLETT vom 1. bis zum 5. April nördlich des Gelben Meeres und beteiligte sich an Anti-U-Boot Übungen. Der Geleitzerstörer verließ am 15. April Tsingtao und fuhr ostwärts. Über die Insel Guam, Nördliche Marianen, dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands und der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor ging die Fahrt bis an die US Westküste. Das Kriegsschiff lief am 11. Mai in den Hafen von San Pedro, Kalifornien ein. Nach einer Überholung für die Zeit der Inaktivität, stellte man die USS KENNETH M WILLETT am 24. Oktober 1946 außer Dienst. Wenige Tage später schleppte man den Geleitzerstörer zur Marinebasis San Diego, Kalifornien und versetzte ihn am 10. November in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Auch die USS KENNETH M WILLETT stellte man auf die Verfügungsliste. Lieutenant Commander E. N. Weatherly stellte am 25. Mai 1951 den Geleitzerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Nach einer Erprobungs- und Ausbildungsfahrt ewntlang der kalifornischen Küste, verließ der Geleitzerstörer am 4. September San Diego. Nach der Durchquerung des Panamakanals fuhr das Kriegsschiff nach New Orleans, Louisiana. Hier traf die USS KENNETH M WILLETT am 18. September ein und wurde als Ausbildungsschiff für Navy Reservisten herangezogen. Der Geleitzerstörer gehörte nun zum 8. Naval District. Am 5. November verließ der Geleitzerstörer New Orleans und begab sich auf eine Naval Reserve Kreuzfahrt. Ziel war San Juan, Puerto Rico. Bis zum 16. Oktober 1958 unternahm der Geleitzerstörer 63 Kreuzfahrten. Von New Orleans aus fuhr das Kriegsschiff nach Südamerika, Kanada, entlang der US Ostküste und in die Karibik. In diesen Monaten leistete das Kriegsschiff lebenswichtige Dienste und stellte sicher, dass die Männer der Naval Reserve qualifiziert genug waren um kurzzeitig dienen zu können. Außerdem sollten sie jederzeit die Sicherheit der amerikanischen Nation auf hoher See schützen können. Am 16. Oktober 1958 lief die USS KENNETH M WILLETT von Havanna de Cuba kommend im Hafen von New Orleans ein. Damit war die letzte Trainingsreise der USS KENNETH M WILLETT beendet worden. Der Geleitzerstörer verließ am 30. November wieder diesen Hafen und fuhr nach Orange, Texas. Diesen erreichte das Kriegsschiff am folgenden Tag. Hier erhielt der Geleitzerstörer einen neuen Tarnanstrich. Die gesamte kriegstechnische Ausrüstung auf dem Schiff wurde verschlossen und mit einer Petschaft versehen. Das Kriegsschiff stellte man am 26. Februar 1959 außer Dienst du versetzte es in die Atlantikreserveflotte, die in Philadelphia, Pennsylvania lag. Den Namen USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 ) strich man am 1. Juli 1972 von der US Navy – Liste. Jetzt erst baute man alle kriegstechnischen Einrichtungen ab und bereitete den Schiffskörper als Zielschiff vor. Am 6. März 1974 versenkte man diesen während einer Übung vor der Küste von Puerto Rico.


USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 )
Commanding Officer

LCDR J. M. Stuart        19. Juli 1944 – ?
LCDR E. N. Weatherly         25. Mai 1951 – ?