USS YARBOROUGH ( DD-314 )

USS YARBOROUGH ( DD-314 )

Biografie

George Hampton Yarborough, Jr.
* 14. Oktober 1895 in Roxboro, Person County, North Carolina
† 27. Juni 1918 in Frankreich
War ein Offizier im US Marine Corps und erhielt das Navy Cross und das Distinguished Service Cross

George Hampton Yarborough, Jr. war der Sohn von George Hampton Yarborough ( 4. Juni 1860 – 14. Oktober 1923 ) und Dora Yancey Yarborough ( 3. Dezember 1865 in Allensville, Person County, North Carolina – 7. November 1942 im Marion County, South Carolina ). 1896 zog die Familie nach Mullins, South Carolina, wo sein Vater eine Anstellung als Aufkäufer in der American Tobacco Company erhalten hatte und später auch seine eigenen Warenlager besaß. George Hampton Yarborough war das dritte von sieben Kindern. Er schloss 1916 sein Studium an der Citadel, dem Militärischen College von South Carolina, ab. Am 7. April 1917, ein Tag nach der Kriegserklärung der USA an das Deutsche Kaiserreich, versetzte man ihn in das 4. Marine Corps der Reserve. Nach der ersten Grundausbildung in der Marine Barracks in Parris Island, South Carolina, meldete er sich am 4. Juni 1917 bei der Marine Barracks in Philadelphia, Pennsylvania zum Dienst in der 16. Kompanie des 5. Marine Regiments. Hier schiffte er sich zusammen mit den Soldaten des Regiments auf dem Panzerkreuzer USS SEATTLE ein und wurde nach New York gebracht. Hier wechselte er mit seinen Soldaten am 14. Juni 1917 an Bord des Transportschiffes USS HENDERSON. Dieses Schiff brachte die amerikanischen Soldaten nach Frankreich, wo es am 27. Juni im Hafen von St. Nazaire anlegte. Am 11. August 1917 beförderte man Yarborough zum First Lieutenant. Zusammen mit den Soldaten des 5. Regiments war er vom 8. Dezember bis zum 4. Januar 1918 in Cosne, Frankreich und in Gondrecourt, Frankreich zwischen dem 22. Februar bis zum 29. April eingesetzt. Am 23. Juni 1918 kam es zum Höhepunkt in der Schlacht von Belleau Wood. First Lieutenant Yarborough war mit an vorderster Front. Am folgenden Tag sollten seine Soldaten aus seinem Zug gegen ein geschickt platziertes feindliches Maschinengewehr vorgehen. Dieser Zug befand sich in der vordersten amerikanischen Linie. Der junge Offizier sprang von einem Granatenloch zum anderen und war für seine Soldaten ein wahres Vorbild für die Erfüllung des gestellten Auftrages. Doch dann wurde Yarborough von einer Maschinengewehrkugel getroffen und schwer verwundet und der Angriff brach zusammen. First Lieutenant Yarborough verweigerte jegliche medizinische Hilfe bis auch der letzte seiner verwundeten Männer aus dem Zug medizinisch versorgt waren. Dann am Abend des 26. Juni erlag er seinen schweren Verletzungen.
First Lieutenant George Hampton Yarborough erhielt posthum für seine gezeigte Tapferkeit das Distinguished Service Cross und das Navy Cross.


USS YARBOROUGH ( DD-314 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS YARBOROUGH ( DD-314 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von First Lieutenant George Hampton Yarborough, Jr. benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertdreiundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Union Iron Works in der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 27. Februar 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Kate Burch ( 2. Februar 1896 – 2. Januar 1994 ), die Verlobte von First Lieutenant George Hampton Yarborough, Jr., taufte den Zerstörer am 20. Juni 1919 noch vor dessen Stapellauf. Am 17. Juli 1920 erhielt das Kriegsschiff nach der umfassenden Reformation der US Navy die Kennung DD-314. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien stellte Lieutenant Commander Charles Emery Rosendahl ( 15. Mai 1892 in Chicago, Illinois – 17. Mai 1977 im Naval Hospital Philadelphia, Pennsylvania ) am 31. Dezember 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung rüstete man in der Mare Island Naval Shipyard die USS YARBOROUGH bis Ende Januar 1921 vollständig aus. Am 25. Januar stach der Zerstörer dann in See und fuhr nach Port Richmond, Kalifornien. Hier bunkerte man auf dem Kriegsschiff frischen Kraftstoff. Nach ersten Versuchen in der Bucht von San Francisco, dann in der Bucht vor Monterey und in der Bucht von San Pedro, wechselte die USS YARBOROUGH zur Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier machte man den neuen Zerstörer ab dem 2. Februar in einem Reservedock fest. In diesem Pier blieb das Kriegsschiff bis Mitte April liegen. Am 18. April legte die USS YARBOROUGH wieder ab und eskortierte den Schweren Kreuzer USS CHARLESTON ( CA-19 ) und den Leichten Kreuzer USS SALEM ( CL-3 ). An Bord der beiden Kreuzer befanden sich Soldaten des Marine Corps, welche von First Lieutenant J. K. Martensteen befehligt wurden. Um 6:15 Uhr verließen die Kriegsschiffe die Gewässer von San Diego und erreichten um 11:45 Uhr den Isthmus Cove vor der Insel Santa Catalina. Hier warf man Anker und die Marines begannen mit dem Übersetzen an Land. Dort bereiteten sie alles für das Einschiffen eines Passagiers vor.
Dieser Passagier war Captain Franck Taylor Evans ( 9. September 1875 in Genf, Schweiz – 7. März 1934 in East New York, Kings County, Brooklyn, New York ), der Stabschef des Kommandeurs der Destroyer Force in der Pazifikflotte und der Sohn von Admiral Robley Dunglison Evans ( 18. August 1846 in Floyd, Floyd County, Virginia – 3. Januar 1912 in Washington DC ). Nachdem Captain Evans an Bord der USS YARBOROUGH war, hob man die Anker wieder auf und die Fahrt ging weiter. Für den Zerstörer und dessen Kapitän gab es in den folgenden Minuten ein peinliches Ereignis. In Anwesenheit des hochrangigen Passagiers kollidierte der Zerstörer in der Hafeneinfahrt von San Pedro mit einer Boje. Glücklicherweise wurde nur ein Propellerblatt bei dieser Kollision geringfügig beschädigt. Gegen LCDR Charles Emery Rosendahl wurden keine Disziplinarmaßnahmen ergriffen. Die USS YARBOROUGH blieb bis zum 30. Juni neben dem Santa Fe Dock in San Diego längsseits liegen. An diesem Tag nahm man den Zerstörer ins Schlepptau und brachte ihn für Reparaturarbeiten in die Mare Island Naval Shipyard. Nach dem Verlassen des Trockendocks führte das Kriegsschiff vor der südkalifornischen Küste mehrere Versuche durch. In diesen Tagen herrschte schwere See, die selbst über das Vorschiff rollte. Dabei wurde am 11. Juli die Brücke der USS YARBOROUGH beschädigt. Daraufhin musste der Zerstörer in den Hafen von San Francisco einlaufen, wo man innerhalb von zwei Tagen die entstandenen Schäden behob. Anschließend fuhr das Kriegsschiff wieder nach San Diego. Doch schon Anfang August verließ das Kriegsschiff wieder seinen Heimathafen und lag zusammen mit den Schwesterschiffen USS SLOAT ( DD-316 ), USS LA VALLETTE ( DD-315 ), USS WOOD ( DD-317 ), USS SHIRK ( DD-318 ) und USS KIDDER ( DD-319 ) vom 13. bis 25. August im Trockendock Nummer 2 für eine Überholung. Danach wechselte es wieder nach San Diego und blieb bis Mitte Oktober am Pier liegen. Ende Oktober stach die USS YARBOROUGH zusammen mit dem Schwesterschiff USS WOOD wieder in See. Auf beiden Zerstörern wurde die Mannschaft durch die Mannschaftsmitglieder des am 22. Juni 1922 außer Dienst gestellten Zerstörers USS JACOB JONES ( DD-130 ) aufgefüllt. Beide Zerstörer führten vor der südkalifornischen Küste Schießübungen und andere Übungen durch. Die USS YARBOROUGH gehörte zu diesem Zeitpunkt zum operativen Segment der sogenannten rotierenden Reserve. Für den Rest des Jahres 1922 operierte der Zerstörer nun in den Gewässern vor San Diego und San Pedro sowie im pazifischen Nordwesten vor Port Angeles und Seattle. Dabei operierte das Kriegsschiff gelegentlich mit der Schlachtschiff Force und beteiligte sich am Drill der Mannschaft. Die dabei durchgeführten Übungen beinhalteten die Abschirmung der Schlachtschiffe vor U-Boot Angriffen, das Abfeuern von Torpedos, das Schießen mit den Geschützen, das Fahren in Formation und das Übernehmen von Gütern während der Fahrt. Mit dem Jahreswechsel zu 1923 änderten sich die üblichen Routine Einsätze entlang der Westküste. Noch im Januar beteiligte sich die USS YARBOROUGH an einem Manöver mit den Schiffen der Schlachtflotte in den Gewässern vor San Pedro. Gleich im Anschluss daran verließ der Zerstörer am 6. Februar die südkalifornische Küste der USA und fuhr in Richtung der Magdalena Bay, Baya California Sur, Mexiko. Das Kriegsschiff erreichte diese Bucht drei Tage später und ging an dem Zerstörertender USS MELVILLE ( AD-2 ) längsseits. Mit der USS YARBOROUGH waren die Zerstörer aus den Zerstörergeschwadern 11 und 12 festgemacht. Am 11. Februar legten die Zerstörer von dem Tender wieder ab und fuhren nach Panama. Hier sollte die erste große Flottenübung der US Navy durchgeführt werden. Man probte dabei den Kampf zur Verteidigung des Panamakanals. Die angreifende Flotte bestand aus Schlachtschiffen, die Flugzeugträger simulieren sollten. Von der USS OKLAHOMA ( BB-37 ) war ein Flugzeug per Katapult gestartet worden und repräsentierte eine Flugzeugträgerstaffel. Fast ohne Luftabwehr konnte dieses Flugzeug zehn Miniaturbomben abwerfen, die theoretisch den Gatun Staudamm zerstört hätten. Die USS YARBOROUGH selber gehörte während des Manövers zur Scouting Force. Der Zerstörer sicherte die Schweren Einheiten zusammen mit anderen Zerstörern in einer speziellen Abschirmanordnung vor feindlichen angriffen. Bis Ende März dauerte dieses Manöver an. Am 14. März war eine Pause anberaumt worden. An diesem Tag fuhr das Transportschiff USS HENDERSON ( AP-1 ) in das Manövergebiet. An Bord des Schiffes befand sich der Marineminister Edwin C. Denby ( 18. Februar 1870 in Evansville, Vanderburgh County, Indiana – 8. Februar 1929 in Detroit, Wayne County, Michigan ) und wollte die versammelten Kriegsschiffe und den Ausbildungsstand deren Mannschaften überprüfen. Am 31. März verließ die USS YARBOROUGH die Gewässer vor Panama und sicherte zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Fahrt der Schlachtschiffe in Richtung Norden. Am 11. April legte der Zerstörer in San Diego wieder an. Für den Rest des Jahres erfolgten von dem Kriegsschiff nach einem vorgegebenen Zeitplan wieder Routineeinsätze mit Operationen vor der Küste von San Diego, San Francisco und San Pedro. Anschließend folgten periodische Reparaturen in der Mare Island Naval Shipyard und danach eine Überholung im Trockendock in San Diego. Am 2. Januar 1924 befand sich die USS YARBOROUGH wieder auf hoher See und fuhr nach Panama. Hier sollten gleich mehrere Flottenmanöver durchgeführt werden. Das waren die Flottenübungen Nummer zwei, drei und vier. Während der Flottenübung Nummer zwei wurde ein Anmarsch einer feindlichen Schiffsflotte von Westen her kommend auf den Panamakanal simuliert. Die Flottenübung Nummer drei sollte sich auf die Verteidigung des Panamakanals von der Karibik aus konzentrieren. Eine auf den Azoren stationierte feindliche Flotte sollte den Kanal einnehmen. Während dieser Übung wurden zur Verteidigung amphibische Landtechniken und die Schnelligkeit des Transits der amerikanischen Verteidigungsflotte geprobt. In dieser Übung führte eine Spezialaktion der Angreifer zum Untergang des Schlachtschiffes USS NEW YORK ( BB-34 ) im Culebra Cut und somit zur Blockade des Kanals. In der Flottenübung Nummer vier wurde die Bewegung einer feindlichen Flotte von seiner Hauptbasis im westlichen Pazifik zu den japanischen Hauptinseln aus simuliert. Für diese Übung standen die Inseln und Häfen in der Karibik zur Verfügung. Die Rolle des Zerstörers während dieser Manöver war ähnlich wie die, die er schon während des Manövers im vorangegangenen Jahr gespielt hatte. Es gab allerdings eine Ausnahme. Während einer Phase dieser Übungen operierte die USS YARBOROUGH mit dem Flugzeugträger USS LANGLEY ( CV-1 ) zusammen und sollte diesen sichern. Man erlebte von dem Zerstörer aus einen Luftangriff der „feindlichen Luftflotte“ auf eben diesen Flugzeugträger. Das Kriegsschiff führte ansonsten auch die aufgaben aus, für die es vorgesehen war. Das beinhaltete Torpedoangriffe und Sicherungsmanöver sowohl auch mit und gegen die Schlachtschiffe. Die USS YARBOROUGH und ihre Schwesterschiffe nahmen bis Ende Februar an den intensiven Übungen teil. Zwischendurch besuchte der Zerstörer am 1. und am 11. März den Hafen von New Orleans, Louisiana. Nach weiteren Übungen vor Culebra Island, Puerto Rico machte sich die USS YARBOROUGH auf den weg zum Heimathafen im Pazifik. Dazu durchquerte der Zerstörer am 8. April den Panamakanal und legte am 22. April in San Diego an. Für den Rest des Jahres blieb das Kriegsschiff in den Gewässern von San Diego und beteiligte sich hier an einigen Übungen zur Ausbildung der Mannschaft. Anfang März 1925 gliederte man die USS YARBOROUGH in die Scouting Flotte ein, welche auch sofort mit dem Flottenmanöver Nummer fünf begann. Dazu lagen diese Kriegsschiffe vor der Küste von Guadelupe Island, Baja California und sollten eine Angriffsschlachtflotte abwehren. Nach einer Reihe von Übungen, darin waren Schutzsicherung, Ergreifen und Besetzen eines feindlichen Ankerplatzes, Betanken auf hoher See und das Abwehren von U-Boot Angriffen integriert, nahm die Flotte Kurs nach San Francisco. Die Kriegsschiffe verließen am 15. April wieder den dortigen Hafen und fuhren in Richtung Westen. Ziel waren die Inseln von Hawaii. Dort wurde die Flottenübungen Nummer fünf zur Abwehr einer feindlichen Angriffsflotte geprobt. Die USS YARBOROUGH gehörte in diesen Tagen zur Zerstörerdivision 34 innerhalb der Schlachtschiffdivision 5. Dazu gehörten die Zerstörer USS SLOAT und USS MERVIN. Diese Division fuhr über die Mamala Bay, Oahu und erreichte am 28. April Pearl Harbor. Später, als siech die Flotte auf die Gewässer von Lahaina Roads vor Maui konzentrierte, diente der Zerstörer kurz als Patrouillen- und Wachposten vor der Einfahrt zum Ankerplatz. Während der dann stattfindenden Manöver vor Lahaina, gehörte die USS YARBOROUGH und die Zerstörer der Zerstörerdivision 34 vom 19. bis zum 29. Mai zur Kreuzerdivision 1. Die Angriffsflotte bekam den Flugzeugträger USS LANGLEY zusammen mit zwei Wasserflugzeugtendern und weiteren Schiffen auf denen Flugzeuge stationiert waren. Die Verteidigungsflotte erhielt keine Möglichkeit die Hawaiianischen Inseln von See aus zu verteidigen. Die durch die USS LANGLEY und deren Trägerflugzeuge erzielten Erfolge während des Manövers, trugen maßgeblich dazu bei, dass die Fertigstellung der USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) forciert wurden. Nach dem Manöver legte der Zerstörer in Pearl Harbor an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant. Nach einem Besuch des Hafens Hilo, Hawaii, verließ das Kriegsschiff zusammen mit der Schlachtflotte am 1. Juli die Hawaiianischen Gewässer und begann eine Goodwill Kreuzfahrt im Südwestpazifik. Auf dieser Fahrt besuchte die USS YARBOROUGH vom 10. zum 11. Juli Pago Pago, Amerikanisch Samoa; vom 23. bis 30. Juli Melbourne, Australien; vom 11. bis zum 21. August Lyttelton und vom 22. bis zum 24. August Wellington, Neuseeland. Die Schiffe fuhren dann über Pago Pago wieder zurück an die US Westküste. Am 7. September erhielt der Zerstörer und die Schiffe des Zerstörergeschwaders 34 den Befehl nach dem abgestürzten Flugboot PN-9 Nummer 1 zu suchen, das auf dem Weg von der Westküste nach Hawaii war. In Abständen von 34 Kilometern begannen die Zerstörer wie auf einer Erkundungslinie drei Tage lang mit der Suche. Erst dann meldete man, dass das Flugboot in der Nähe von Oahu gefunden worden war. Die Crew hatte nach der Wasserung ein Segel gesetzt. So konnten sie sich aus eigener Kraft retten. Am 19. September erreichte die USS YARBOROUGH zusammen mit allen anderen Zerstörern der Division San Diego. Für den Rest des Jahres 1925 blieb der Zerstörer in den Gewässern des Heimathafens. Das Kriegsschiff verließ diese Basis am 1. Februar 1926 und nahm vom 15. Februar bis zum 8. März an der Flottenübung Nummer sechs vor der Westküste von Panama und Mittelamerika teil. Die USS YARBOROUGH fuhr anschließend in die Mare Island Naval Shipyard und unterzog sich hier vom 22. März bis zum 4. Mai einer intensiven Überholung. Danach besuchte der Zerstörer später Port Aberdeen, Port Angeles und die Puget Sound Naval Shipyard. Das Kriegsschiff kehrte dann nach San Diego zurück und operierte bis zum Jahresende in den dortigen Gewässern. Das Jahr 1927 wurde für die USS YARBOROUGH ein arbeitsreiches Jahr. Am 17. Februar stach der Zerstörer in See, durchquerte am 5. März den Panamakanal. Doch der Verlust des deutschen Dampfschiffes ALBATROSS erzwang eine Planänderung. Das Kriegsschiff durchquerte vier Tage später erneut den Panamakanal und machte sich zusammen mit den Zerstörern aus der Zerstörerdivision 34 auf den Weg zu den Galapagos Islands. Die Flachdecker bildeten eine Erkundungslinie und kämmten den Ozean nach Überlebenden der ALBATROS durch. Die USS YARBOROUGH blieb während dieser Erkundungslinie meist in Sichtweite ihrer Schwesterschiffe USS SLOAT und USS SHIRK. Doch man fand nichts. Die Suche wurde dann am 13. März abgebrochen. Die Zerstörer durchquerten erneut den Panamakanal und gliederten sich auf ihrem Posten in die Flotte ein. Noch im selben Monat begann das Flottenmanöver Nummer sieben, das bis zum 22. April andauerte. Hier sollte wiederholt die Verteidigung des Panamakanals geprobt werden. Der Höhepunkt der Übung war aber der erfolgreiche Luftangriff der Trägerflugzeuge von der USS LANGLEY aus, die zur Folge die Zerstörung des Kanals hatte. Anschließend fuhr die Flotte nach New York. In der Narragansett Bay, Rhode Island führten die Kriegsschiffe zusammen mit Einheiten der US Army eine Übung durch. Die USS YARBOROUGH fuhr danach am 29. Mai in die Hampton Roads, Virginia und wurde für eine Presidential Review vorbereitet. US Präsident John Calvin Coolidge, Jr. ( 4. Juli 1872 in Plymouth Notch, Vermont – 5. Januar 1933 in Northampton, Massachusetts ) hatte dazu die Flotte einberufen. Am 4. Juni erfolgte in der Hampton Roads die Vorbeifahrt vor der Präsidentenyacht USS MAYFLOWER. Mit anwesend waren unter anderem der Schwere Kreuzer USS SEATTLE ( CA-11 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS YARBOROUGH, USS SLOAT, USS LA VALLETTE, USS SHIRK, USS MELVIN ( DD-335 ), USS SOMERS ( DD-301 ) und USS COGHLAN ( DD-326 ) und der U-Boot Tender USS CAMDEN ( AS-6 ). Die USS YARBOROUGH fuhr noch am selben Tag von Hampton Roads aus bis nach Panama. Der Zerstörer legte am 9. Juni in Colon an. Doch wenige Tage später wechselte das Kriegsschiff zusammen mit dem Zerstörer USS ROBERT SMITH ( DD-324 ) und dem Kanonenboot USS DENVER ( PG-28 ) nach Puerto Cabezas, Nicaragua, da dort Unruhen unter der Bevölkerung ausgebrochen waren. Seit dem 2. Mai 1926 herrschte in diesem Land ein Bürgerkrieg. Die Mission der drei amerikanischen Kriegsschiffe war das Leben und das Eigentum von US Bürgern und anderen Ausländern in Nicaragua zu schützen und zur Aufrechterhaltung der Ordnung beizutragen. Doch die USS YARBOROUGH musste wenige Tage später nach Colon, durchquerte den Panamakanal und wurde in ein Trockendock in Balboa bugsiert. Hier mussten dringend notwendig gewordene Reparaturen vorgenommen werden. Am 9. Juli kehrte der Zerstörer vor Puerto Cabezas zurück. Im Hafen lag das Kanonenboot USS TULSA ( PG-22 ) und der Zerstörer USS SHIRK. Bis Anfang August blieb die USS YARBOROUGH dort. Auf dem Zerstörer waren Matrosen mit Marschbefehl an Land eingeteilt, um für jeden eventuell eintretenden Notfall gerüstet zu sein falls es zu Spannungen kommen sollte. Das Kriegsschiff stach am 5. August wieder in See und durchquerte zwei Tage später den Panamakanal. Am 23. August legte es in San Diego an. Für den Rest des Jahres 1927 beteiligte sich die USS YARBOROUGH an mehreren Übungen in den Gewässern vor San Diego und San Clemente Island. Im darauffolgenden Jahr, am 9. April, legte das Kriegsschiff in San Diego wieder ab und fuhr zusammen mit der in San Diego stationierten Schiffsflotte in Richtung Westen. Auf dem Weg in die Hawaiianischen Gewässer beteiligte sich der Zerstörer an der Flottenübung Nummer acht. Diese Übung umfasste eine Schiffskonvoi Suche und Anti-U-Boot Operationen. Am 28. April erreichte die USS YARBOROUGH Pearl Harbor. Wenige Tage später verließ der Zerstörer wieder diese amerikanische Marinebasis und fuhr an die kalifornische Küste zurück. Dort setzte das Kriegsschiff seinen regulären Einsatzplan in Taktik und Schießübungen vor Port angeles, San Diego und San Pedro fort. Der Zerstörer nahm 1929 an seinem letzten Manöver teil. Dazu fuhr das Kriegsschiff erneut nach Panama. Hier sollte ab dem 27. Januar die Flottenübung Nummer neun beginnen. Diesmal sollten die Auswirkungen eines feindlichen Angriffs auf den Kanal geprobt werden und die erforderlichen Operationen, um eine solche Eventualität durchzuführen. An diesem Manöver nahm nun zum ersten Mal der Flugzeugträger USS LEXINGTON teil. Jetzt sollte eine Schlachtflotte, ohne U-Boote und Flugzeugträger, gegen eine Kombination von Streitkräften aus mehreren Gattungen, so der Scouting Force mit der USS LEXINGTON, einer Control Force, dem Train Squadron 1 aus dem 15. Naval District sowie der örtliche US Army. Dieses ausgedachte Szenario untersuchte die Auswirkungen eines Angriffs auf den Panamakanal und die zur Ausführung eines solchen Falles gestarteten Gegenoperationen. Durch die an dem Manöver beteiligten Flugzeugträger konnte man die Vielseitigkeit der auf den Trägern stationierten schnellen Eingreifgruppe demonstrieren. Die USS YARBOROUGH hatte nach wie vor ihre Rolle in der Schlachtflotte und sicherte die Schlachtschiffe vor Angriffe durch U-Boote ab. Nach dem Manöver kehrte der Zerstörer nach San Diego zurück. In den folgenden Monaten operierte das Kriegsschiff in den Gewässern vor dem Heimathafen. Im Herbst machte man das Kriegsschiff in der Zerstörerbasis von San Diego fest und bereitete es auf seine Inaktivität vor. Gleichzeitig versetzte man Mannschaftsmitglieder auf die erneut in Dienst gestellten Zerstörer USS UPSHUR ( DD-144 ) und USS TARBELL ( DD-142 ). Am 29. Mai 1930 stellte man den Zerstörer außer Dienst. Den Namen USS YARBOROUGH ( DD-314 ) strich man am 3. November 1930 von der US Navy – Liste. Noch am 20. Dezember 1930 begann die Verschrottung. Den entstandenen Schrott verkaufte man am 25. Februar 1932 an Bethlehem Steel in Alameda, Kalifornien.     


USS YARBOROUGH ( DD-314 )
Commanding Officer
 

 LCDR Charles Emery Rosendahl    31. Dezember 1920 – ? (später VADM)
LCDR Francis Alfred Leopold Vossler    ? 1923 – ?
LCDR Newton Lord Nichols    14. August 1923 – ?
CDR George Sloan Bryan    20. Juni 1925 – ? (später RADM)
CDR Cary Walthall Magruder    21. August 1926 – 24. Juni 1928
LCDR Charles Kyle Osborne    24. Juni 1928 – 29. Mai 1930

USS EDSALL ( DD-219 )

USS EDSALL ( DD-219 )

Biografie

Norman Eckley Edsall
* 3. Juni 1873 in Trenton, Gibson County, Tennessee
† 1. April 1899 in Vailima, Tuamasaga, Samoa
war ein Seemann in der US Navy und diente während des Spanisch – Amerikanischen Krieges

Norman Eckley Edsall war der Sohn von Thomas Jefferson Reynolds und Sarah Virginia Eckley Reynolds. Norman hatte eine Schwester, Elizabeth Eleanor Reynolds Edsall Bracey ( 5. März 1876 in Trenton, Gibson County, Tennessee – 22. Juli 1948 in Sheridan, Montcalm County, Michigan ). Nach der Geburt von Elizabeth zog die Familie als Homesteader nach Hutchinson, Kansas. Dort verstarb Sarah an einer Komplikation nach der Gebrurt ihres dritten Kindes, Jeannie Eckley Reynolds. Jeanie wurde daraufhin von der Familie von Jesse Brainard adoptiert. Normans Vater wurde in dieser Zeit ebenfalls krank. Seine letzte Bestimmung aus Liebe zu seinen beiden anderen Kindern, bestimmte er, dass sie noch vor seinem Tode ebenfalls adoptiert werden sollten. Am 2. August 1879 wurden Norman und Elizabeth von John A. Edsall ( 24. Mai 1835 in New York City – 5. Dezember 1917 in Greenville, Montcalm County, Michigan ) und Alwilda E. Edsall ( Oktober 1855 – 6. Dezember 1942 im Montcalm County, Michigan ) adoptiert. Thomas Jefferson Reynolds verstarb am 7. August 1879. Die Edsalls zogen später nach Greenville, Michigan.
Norman Eckley Edsall trat am 27. Juni 1898 in die US Navy als Seemann ein. Man versetzte ihn an Bord des Geschützten Kreuzers USS PHILADELPHIA ( 1889 ). Am 1. April 1899 gehörte Edsall zu einer Landungsgruppe unter dem Kommando von Lieutenant Philip Van Horne Lansdale ( 15. Februar 1858 in Washington DC – 1. April 1899 in Vailima, Tuamasaga, Samoa ). Diese amerikanischen Seeleute sollten feindlich eingestellte Eingeborene unter der Führung von König Mataafa, in der Nähe von Vailele, Samoa unterdrücken. Doch diese eingeborene Streitmacht konnte die Amerikaner zurücktreiben. Lieutenant Lansdale wurde dabei schwer verwundet. Ensign John R. Monaghan ( 26. März 1873 in Chewelah, Washington – 1. April 1899 bei Vailima, Tuamasaga, Samoa ) trug seinen Kommandanten bis zur Erschöpfung. Seaman Edsall und ein weiterer Seemann verteidigten diese beiden, bis sie selber von den Eingeborenen getötet wurden.
Die sterblichen Überreste von Seaman Norman Eckley Edsall wurden auf Samoa beerdigt.


USS EDSALL ( DD-219 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS EDSALL ( DD-219 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seaman Norman Eckley Edsall benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achtundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der William Cramp and Sons Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 15.
September 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Elizabeth Eleanor Reynolds Edsall Bracey ( 5. März 1876 in Trenton, Gibson County, Tennessee – 22. Juli 1948 in Sheridan, Montcalm County, Michigan ), Schwester von Seaman Norman Eckley Edsall, taufte am 29. Juli 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Arthur Hopkins Rice, Jr. ( 18. Februar 1883 in Mississippi – 22. Oktober 1932 in Massachusetts ) stellte am 26. November 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS EDSALL stach am 6. Dezember 1920 in See und verließ Philadelphia. Das Ziel des Zerstörers war der Pazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Kriegsschiff am 11. Januar 1921 in der US Navy Marinebasis San Diego, Kalifornien an. Bis zum Dezember dieses Jahres blieb die USS EDSALL an der US Westküste und beteiligte sich an Gefechtsübungen und Schießübungen mit Teilen der Pazifikflotte. Der Zerstörer verließ Anfang Dezember wieder den Pazifik, durchquerte den Panamakanal und legte am 28. Dezember im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in das Mittelmeer vor. Am 26. Mai 1922 verließ die USS EDSALL Charleston. Einen Monat später, am 28. Juni, erreichte der Zerstörer Konstantinopel und wurde in das US Navy Detachment innerhalb der türkischen Gewässern eingegliedert. Das Kriegsschiff sollte amerikanische Interessen und die dort lebenden Amerikaner beschützen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam es in der Türkei zu Aufständen gegen die Besatzer aus Griechenland, Frankreich, Russland und Großbritannien. Die USS EDSALL setzte man in diesen Tagen zur Verstärkung der  internationalen Beziehungen ein. So beteiligte sich der Zerstörer am Transport von Lebensmitteln zur Verringerung von Hungersnöten in Osteuropa nach dem Krieg. Außerdem transportierte das Kriegsschiff  amerikanische Handelsvertreter, evakuierte Flüchtlinge und die Mannschaft baute für den Nahen Osten für eventuell eintretende Notfälle ein Kommunikationszentrum auf. Dann vertrieben die Türken die anatolischen Griechen aus Smyrna. Die USS EDSALL war bei der Evakuierung tausender Flüchtlinge eines von mehreren amerikanischen Kriegsschiffen, die diese Menschen bis zu den Stränden des griechischen Festlandes transportierten. Dieses Geschwader an amerikanischen Kriegsschiffen wurde von dem US High Commissioner for Turkey, Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17. April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ), befehligt. Die USS EDSALL transportierte zusammen mit dem Zerstörer USS LITCHFIELD ( DD-336 ) am 14. September 1922 insgesamt 607 griechische Flüchtlinge von Smyrna aus nach Saloniki. Zwei Tage später kehrte der Zerstörer nach Smyrna zurück und wurde zum Flaggschiff der Naval Force ernannt. Im Oktober brachte die USS EDSALL griechische Flüchtlinge von Smyrna nach Myteline auf der Insel Lesbos. Immer wieder besuchte der Zerstörer in seiner Zeit im Mittelmeer mehrere Häfen. So in der Türkei, in Bulgarien, Russland, Griechenland, Ägypten, Palästina, Syrien, Tunesien, Dalmatien und Italien. In den freien Tagen, die der Mannschaft des Kriegsschiffes zur Verfügung standen, wurden zusammen mit anderen Schwesterschiffen mehrere Übungen mit den Geschützen und Torpedos ausgeführt. Dann Anfang Juli 1924 verließ die USS EDSALL ihren Einsatzort im Mittelmeer und fuhr zur US Ostküste zurück. Dort machte man den Zerstörer am 26. Juli im Hafen von Boston, Massachusetts fest. In den folgenden Monaten beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren lokalen Operationen und musste sich einer umfangreichen Überholung unterziehen. Diese war die Vorbereitung auf die Fahrt in den Pazifik. Am 3. Januar 1925 stach die USS EDSALL zusammen mit der USS PARROTT ( DD-218 ) von Philadelphia aus in See und fuhr in die Karibik. In der Guantanamo Bay, Kuba fand ein Manöver statt. Das war die Vorbereitung auf das Flottenmanöver Nummer Fünf. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten die Zerstörer die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Das anstehende Flottenmanöver fand im März und April vor den Hawaiianischen Inseln statt. Während des simulierten Angriffs auf Hawaii war auch der erste Flugzeugträger der USA, die USS LANGLEY ( CV-1 ), beteiligt, was dazu bewog den Bau der beiden folgenden Träger, die USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) zu forcieren. Eine weitere Übung während des Flottenmanövers fand in der Nähe von Guadalupe Island, Baja California, Mexiko statt. Hier wurde das Betanken auf See und das Verteidigen einer leicht zu haltenden Position geübt. Nach dem Flottenmanöver fuhr die USS EDSALL zusammen mit der USS PARROTT weiter in Richtung nach Westen und wurde am 14. Juni im Hafen von Chefoo, China festgemacht. Doch schon am 22. Juni wechselten die Zerstörer zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen in den Hafen von Shanghai, China. Hier sollte der Zerstörer ein Fixpunkt der asiatischen Flotte entlang der chinesischen Küste, auf den Philippinen und in Japan sein. Hauptaufgabe des Kriegsschiffes war der Schutz amerikanischer Interessen im Fernen Osten. So war die USS EDSALL in diesen Gewässern während des Chinesischen Bürgerkrieges und des frühen Chinesisch – Japanischen Krieges. Die Manöver, an die sich der Zerstörer beteiligte, sowie eine gewisse Kampfpraxis und Diplomatie führten das Kriegsschiff am häufigsten in die Häfen von Shanghai, Chefoo, Hankow, Hongkong, Nanking, Kobe, Bangkok und Manila. Ende Oktober 1927 besuchte die USS EDSALL die siamesische Hauptstadt Bangkok. Drei der königlichen Prinzessinnen lud man dabei an Bord des Zerstörers zum Tee. Im Gegenzug erhielt Commander Jules James ( 15. Februar 1885 in Danville, Virginia – 12. März 1957 in Bethesda, Maryland ), der am 23. Oktober von Lieutenant Maxwell Boehn Saben das Kommando über das Kriegsschiff übernommen hatte, eine gravierte silberne Zigarettenschachtel von der königlichen Familie. Die USS EDSALL verblieb in den nächsten Jahren innerhalb der asiatischen Flotte und beteiligte sich an deren Manöver und Einsätzen. Am 7. Dezember 1941, an dem Tag, an dem die Japaner die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii überfallen und damit die USA in den Zweiten Weltkrieg gezogen haben, war der Zerstörer innerhalb der DesRon 29 in der DesDiv 57 integriert. In dieser DesDiv 57 befanden sich außerdem die Zerstörer USS ALDEN ( DD-211 ), USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ) und USS WHIPPLE ( DD-217 ). An diesem Tag befanden sich diese Kriegsschiffe südöstlich von Balikpapan bei den Ölhäfen der Insel Borneo. Hier waren sie kurzfristig stationiert. Doch schon am folgenden Tag machten sich diese Kriegsschiffe auf den weg nach Batavia, Niederländisch – Ostindien. Auf dieser Fahrt erfuhr man auf den Zerstörern von dem Beginn des Krieges. Umgehend wurde ein Kurswechsel befohlen. Das Ziel war nun Singapur. Hier sollten die Zerstörer die Sicherung der britischen Force Z vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen übernehmen. Diese Force Z sollte an diesem Tage die japanische Amphibische Landung auf Malaya im Golf von Thailand unterbinden. Auf der USS EDSALL schiffte sich daher von dem Leichten Kreuzer HMS MAURITIUS ( C-80 ) in Singapur ein britischer Verbindungsoffizier und vier Mannschaftsmitglieder ein. Das war am 10. Dezember. An diesem Tag wurde während der Schlacht das britische Schlachtschiff HMS PRINCE of WALES und der Schlachtkreuzer HMS REPULSE durch feindliche Flugzeuge versenkt. Die amerikanischen Zerstörer der DesDiv 57 wurden nun nur noch zur Suche von Überlebenden des britischen Schlachtschiffes und Schlachtkreuzers eingesetzt. Auf der Heimfahrt nach Singapur brachten die amerikanischen Kriegsschiffe den japanischen Fischtrawler IJN KOFUKU MARU, der später den Namen MV KRAIT in Australien erhielt, auf. Dieser japanische Trawler hatte vier kleinere Boote im Schlepptau. Kurz vor Singapur übergab man das feindliche Schiff an die australische Korvette HMAS GOULBURN ( J167 ). Am 15. Dezember versetzte man die USS EDSALL in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS EDSALL, USS ALDEN, USS JOHN D EDWARDS und USS WHIPPLE, aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS BARKER ( DD-213 ), USS BULMER ( DD-222 ), USS PARROTT ( DD-218 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und aus der DesDiv 59 die Zerstörer USS JOHN D FORD ( DD-228 ), USS PEARY ( DD-226 ), USS PILLSBURY ( DD-227 ) und USS POPE ( DD-225 ). Noch am selben Tag verließ die USS HOUSTON zusammen mit den Zerstörern USS EDSALL, USS ALDEN und USS WHIPPLE Singapur und fuhr über Balikpapan und Surabaya, Indonesien nach Darwin, Australien. Dort legten die Schiffe am 28. Dezember an. Auf dem Weg dorthin traf man auf den Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), der zusammen mit dem Kanonenboot USS NIAGARA ( PG-52 ), den Truppentransportern USS REPUBLIC ( AP-33 ) und USS CHAUMONT ( AP-5 ), den zwei US Army Transportschiffen USAT WILLARD A HOLBROOK und USAT MEIGS, den US Handelsschiffen SS ADMIRAL HALSTEAD und SS COASTER FARMER sowie dem niederländischen Handelsschiff BLOEMFONTEIN Nachschub zu den Philippinen beförderten, damit die dort kämpfenden amerikanischen Truppen unter Army General Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 in Little Rock, Arkansas – 5. April 1964 in Washington DC ) den Japanern Widerstand leisten konnten. Doch die Japaner waren bereits auf den Philippinen gelandet und überrannten die alliierten Stellungen. Daher übernahmen die Kriegsschiffe der TF 5 in Surabaya die Eskorte und brachten die Schiffe sicher durch die Torres – Straße zwischen Indonesien und Australien. Am 28. Dezember erreichte der Konvoi Port Darwin. Zur Sicherung alliierter Kriegsschiffe verlässt die USS HOUSTON zusammen mit der USS EDSALL und USS ALDEN wieder Port Darwin und fährt nach Balikpapan. Dort wird die Eskorte über den Öltransporter USS TRINITY ( AO-13 ) übernommen. Am 14. Januar werden die vier Schiffe in der Banda See, nördlich von Timor, von dem japanischen U-Boot IJN I-124, Kommandant Lieutenant Commander Kishigami Koichi, gesichtet. Die vier amerikanischen Schiffe fuhren zunächst in die Koepang Bay, Westtimor und dann in die Kebola Bay, Insel Amor, Niederländisch – Ostindien. IJN I-124 fuhr derweil in Richtung von Port Darwin. In dem Hafen befanden sich vierzig alliierte Kriegsschiffe. Das japanische U-Boot legt am 16. Januar in der Nähe des Hafens 27 Seeminen aus. Am folgenden Tag meldet man von der USS HOUSTON zwei feindliche U-Boote rund 180 Seemeilen nordwestlich von Darwin gesichtet zu haben. Es ist IJN I-124 und IJN I-123, Kommandant Lieutenant Commander Ueno Toshitake. Am 19. Januar meldet LCDR KISHIGAMI um 17:40 Uhr die Ankunft von drei alliierten Transportern und einem Zerstörer im Hafen von Darwin. Der gleiche Text wurde um 22:36 Uhr wiederholt, das letzte Lebenszeichen des U-Bootes. Am folgenden Morgen, um 5:26 Uhr, nähert sich die USS EDSALL zusammen mit der USS ALDEN, USS HOUSTON und der USS TRINITY von Westen her Darwin und haben noch eine Strecke von 40 Seemeilen bis zum schützenden Hafen. Da greift IJN I-123 den amerikanischen Öltanker an, der den drei abgefeuerten Torpedos ausweichen kann. Die USS ALDEN feuerte gleich daran anschließend eine Ladung Wasserbomben auf den gefundenen Sonarkontakt ab. Es wird dabei zwar kein Erfolg erzielt, aber dafür das feindliche U-Boot abgedrängt. Die vier amerikanischen Schiffe können Darwin ungehindert erreichen. Gleichzeitig werden die australischen Korvetten HMAS DELORAINE ( J232 ), HMAS LITHGOW ( J206 ) und HMAS KATOOMBA ( J204 ) entsandt, um die japanischen U-Boote zu vernichten. Die HMAS DELORAINE erreicht um 13:35 Uhr als erstes Schiff den Angriffsort. Lieutenant Commander Desmond A. Menlove, Kommandant der Korvette, kann mit Glück einem abgefeuerten Torpedo von der IJN I-124 nur knapp ausweichen. Der Torpedo verpasst nur um einen Meter hinter dem Heck das australische Kriegsschiff. Drei Minuten später stellt man auf der Korvette einen Sonarkontakt zu dem U-Boot her. Nach weiteren acht Minuten wird der erste Wasserbombenangriff gestartet. Öl- und Luftblasen steigen anschließend an die Wasseroberfläche auf. Um 13:48 Uhr wird der zweite Angriff der Korvette gestartet, da IJN I-124 seinerseits sich zu einem weiteren Torpedoangriff in Periskoptiefe vorbereitet. Die abgefeuerten Wasserbomben schlagen rund drei Meter neben dem Periskop auf dem Wasser auf und explodieren ohne weiteren Schaden anzurichten. Das japanische U-Boot beginnt mit dem Alarmtauchen. Noch in den selben Minuten erschein ein Wasserflugzeug von dem Wasserflugzeugtender USS LANGLEY ( AV-3 ) und wirft eine Bombe in dem Zielgebiet über dem feindlichen U-Boot ab. Weitere Öl- und Luftblasen steigen auf. IJN I-124 liegt nun in 25 Meter Tiefe. Die HMAS DELORAINE startet um 13:56 Uhr einen weiteren Wasserbombenangriff. Aber noch immer ist das feindliche U-Boot nicht vernichtet. Um 14:30 Uhr stellt die Korvette einen weiteren Sonarkontakt zum Feind her und greift das Ziel mit den letzten Wasserbomben an. Ohne Erfolg. Die HMAS DELORAINE wird um 17:10 Uhr von der HMAS LITHGOW, Kommandant CDR Alfred V. Knight, abgelöst. Bis 18:39 führt diese Korvette insgesamt sieben Wasserbombenangriffe durch, wobei alle 40 Wasserbomben verbraucht werden. Doch es werden nur aufsteigende Öl- und Luftblasen gesichtet. Ab 17:48 Uhr beteiligt sich nun auch die HMAS KATOOMBA an den Angriffen. Ohne Erfolg. Um 18:59 Uhr treffen die USS EDSALL und USS ALDEN auf dem Schauplatz ein. Auf der USS EDSALL erhält man einen Sonarkontakt an der Kante des Ölteppichs, der von IJN I-124 stammte. Sofort werden fünf Wasserbomben in das Zielgebiet abgefeuert. Es werden drei Unterwasserexplosionen verzeichnet. Die USS ALDEN greift nach 19:55 Uhr in das Geschehen ein. Um 00:30 Uhr des 21. Januars erreicht die HMAS DELORAINE wieder das Seegebiet in dem IJN I-124 vermutet wird. Drei weitere kurz aufeinanderfolgende Wasserbombenangriffe werden auf Grund eines Sonarkontaktes durchgeführt. Gegen 11:55 Uhr gesellt sich HMAS KATOOMBA dazu. Doch gegen Mittag wird wegen schlechten Wetters die weitere Suche abgebrochen. Am 26. Januar erscheint der amerikanische U-Boot Tender USS HOLLAND ( AS-3 ). 16 Taucher beginnen mit der Suche von IJN I-124. Sie finden das U-Boot mit aufgesprengter Luke, betreten es aber nicht. Alle 80 japanischen Mannschaftsmitglieder kamen ums Leben. Die USS EDSALL eskortierte nach der Versenkung von dem japanischen U-Boot weiterhin alliierte Schiffskonvois in den nordaustralischen Gewässern. Am 23. Januar befand sich der Zerstörer dabei im Flachwasser des Howard Kanals vor Darwin. Hier erhielt man auf dem Kriegsschiff einen Sonarkontakt von einem feindlichen U-Boot. Umgehend begann man auf der USS EDSALL mit einem Wasserbombenangriff. Einer dieser Stahlkanister explodierte nach dem Abwurf noch in der Luft und beschädigte das Heck des Zerstörers. Die anschließenden Reparaturen waren sehr schnell abgeschlossen. Schon am 3. Februar verließ die USS EDSALL zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen wieder Port Darwin und wechselte nach Tjilatjap, Java. Von hier aus sollten die Kriegsschiffe näher am Kampfgeschehen sein und leichter an Nachschub gelangen. Von hier aus operierte der Zerstörer als Patrouillenschiff vor Süd – Java. Am 23. Februar übernahm das Kriegsschiff zusammen mit dem veralteten Kanonenboot USS ASHVILLE ( PG-21 ) seinen Anti-U-Boot Patrouillendienst vor Tjilatjap. Drei Tage später stach die USS EDSALL von dieser Basis aus in See und fuhr zusammen mit der USS WHIPPLE zum Rendezvous mit dem umgebauten Wasserflugzeugtender USS LANGLEY. An Bord dieses Tenders befanden sich 32 Curtiss P-40 E Jagdflugzeuge samt Besatzungen. Diese sollten zur Verteidigung von Java eingesetzt werden. Doch schon am 27. Februar wurde die USS LANGLEY und die beiden Zerstörer von sechzehn Mitsubishi G4M Bomber des kaiserlich japanischen Navy Air Services Takao Kokutai. Diese Bomber wurden von Lieutenant Jiro Adachi angeführt und kamen von dem Flugplatz bei Den Pasar auf Bali, Indonesien. Diese Bomber wurden durch fünfzehn A6M Jagdflugzeuge eskortiert. Während des Angriffs auf die amerikanischen Schiffe wurde die USS LANGLEY so schwer beschädigt, das man sie aufgeben musste. Achtzehn Mannschaftsmitglieder fanden während des Kampfes den Tod. Die USS EDSALL nahm 177 und die USS WHIPPLE 308 Überlebende an Bord auf. Beide Zerstörer versenkten dann mit mehreren Torpedos den Wasserflugzeugtender. Schon am folgenden Tag trafen sich die beiden Kriegsschiffe mit dem Öltanker USS PECOS ( AO-6 ) vor der Flying Fish Cove auf den Weihnachtsinseln. Da befanden sie sich rund 400 Kilometer südwestlich von Tjilatjep. Weitere angreifende japanische Bomber zwangen allerdings die drei amerikanischen Schiffe sich weiter bis in den Indischen Ozean zurück zu ziehen. Es herrschte starker Wind und schwere See. In den frühen Morgenstunden des 1. März bunkerten beide Kriegsschiffe frischen Treibstoff und alle Mannschaftsmitglieder der USS LANGLEY wurden auf den Öltanker übergesetzt. Dies geschah von 4:30 Uhr bis 8:15 Uhr. Die USS WHIPPLE machte sich danach auf den Weg zu den Cocos Islands. Dort sollte der Zerstörer die Eskorte über den Öltanker SS BELITA übernehmen. Die USS PECOS wurde mit den Überlebenden der USS LANGLEY nach Australien geschickt. An Bord der USS EDSALL befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch 32 USAAF Mitglieder von der USS LANGLEY. Diese sollten umgehend nach Tjilatjap gebracht werden. Dort lag das Transportschiff MV SEA WITCH und hatte 27 P-40E Jäger an Bord. Die Air Force Mitarbeiter sollten auf Java diese Flugzeuge montieren und zu ihren jeweiligen Einsatzorten fliegen. Dieser Befehl für die USS EDSALL kam um 8:30 Uhr. Der Zerstörer fuhr daraufhin nach Nordosten in Richtung Java. Das war das letzte Mal, dass man eine Nachricht von dem Kriegsschiff erhalten hat.
Die USS PECOS wurde noch am selben Morgen von japanischen Patrouillenflugzeugen entdeckt. Mehrere feindliche Bomber stiegen daraufhin von ihren Trägern auf. Der Öltanker geriet in einen schweren Luftangriff. Der Funker des Schiffes setzte mehrere Notsignale ab, um eventuell in der Nähe befindliche alliierten Schiffe um Hilfe zu bitten. Die USS WHIPPLE war zu diesem Zeitpunkt 160 Kilometer schon entfernt. Die Hilferufe konnte man zwar noch wahrnehmen, war aber für eine Hilfsaktion schon zu weit weg um notwendige Hilfe zu leisten. Der Truppentransporter USS MOUNT VERNON ( AP-22 ) lag mehrere hundert Kilometer entfernt im Indischen Ozean. Auch dessen Funker konnte den Hilferuf auffangen. Gegen 15:48 Uhr sank die USS PECOS, nachdem vier Wellen feindlicher Flugzeuge ihre Angriffe durchgeführt hatten. Die letzte Welle stammte von dem japanischen Flugzeugträger IJN KAGA. Die USS WHIPPLE erreichte dann den Ort des Untergangs und konnte noch 232 Überlebende aus dem Wasser retten. Die anderen Überlebenden, die auf dem Wasser schwammen, wurden nicht geborgen, da man von zwei feindlichen U-Booten Sonarkontakte hergestellt hatte. Der Zerstörer verließ den Bereich eiligst.
Um 15:50 Uhr wurde ein einzelner „Leichter Kreuzer“ etwa 26 Kilometer hinter der japanischen Einsatzgruppe entdeckt. Das war die USS EDSALL. Der Zerstörer war nicht weiter als 38 bis 54 Kilometer von der USS PECOS entfernt bei ihrer zu letzt gemeldeten Position. Das Kriegsschiff versuchte wahrscheinlich auch zu dem angeschlagenen Öltanker zu gelangen. Um 16:03 Uhr sichtete man aber von dem japanischen Schweren Kreuzer IJN CHIKUMA aus das amerikanische Kriegsschiff. Innerhalb der folgenden fünf Minuten eröffnete der Kreuzer das Feuer mit seinen 203 mm Kanonen. Eine Viertelstunde später griffen die Schlachtschiffe IJN HIEI und IJN KIRISHIMA mit ihren Hauptbatterien, diese hatten 356 mm Kanonen, in das Geschehen ein. Dabei befanden sie sich rund 27 Kilometer von der USS EDSALL entfernt. Alle abgefeuerten Granaten verfehlten ihr Ziel. Die Maschinen der USS EDSALL leisteten während der Flucht Höchstleistungen. Um den Granaten auszuweichen mussten diese eine Geschwindigkeit von 26 Knoten innerhalb von wenigen Augenblicken erbringen, bzw. innerhalb von Sekunden durch Umkehrschub das Schiff zum vollständigen Stopp bringen. Außerdem waren radikale Wendemanöver und ununterbrochener Nebel von Nöten. Auch die Kanonen und Torpedos der USS EDSALL schwiegen in diesen Minuten nicht. Alle abgefeuerten Torpedos liefen nur ganz knapp an dem Schweren Kreuzer IJN CHIKUMA vorbei. Die abgefeuerten Granaten erreichten allerdings wegen der großen Entfernung nicht ihre Ziele. Der Funker des Zerstörers setzte einen Hilferuf ab. Dieser wurde von dem niederländischen Handelsschiff SIANTAR, es war da rund 160 Kilometer entfernt, empfangen. Die feindlichen Überwasserschiffe feuerten an diesem Nachmittag insgesamt 1.335 Granaten auf die USS EDSALL ab. Nur zwei davon trafen. Daraufhin wurden von den Trägern IJN KAGA, IJN HIRYU und IJN SORYU Bomber angefordert. In drei Wellen griffen die japanischen Piloten an und warfen ihre 250 kg Bomben ab. Die USS EDSALL war nach mehreren Treffern bewegungsunfähig. Ab 17:22 Uhr feuerten die japanischen Überwasserschiffe erneut auf den Zerstörer. Ein japanischer Kameramann, wahrscheinlich von dem Schweren Kreuzer IJN TONE aus, filmte etwa 90 Sekunden lang den Kampf bis zum Untergang der USS EDSALL. Um 17:31 Uhr rollte der amerikanische Zerstörer über die Backbordseite und lag für einige Sekunden mit dem Kiel nach oben auf dem Wasser. Inmitten von Dampf- und Rauchwolken sowie dem knirschen von Metall versank das Kriegsschiff in den Fluten. Mehrere der Überlebenden von der USS EDSALL wurden aus dem Wasser gerettet. Sie kamen allesamt auf den Schweren Kreuzer IJN CHIKUMA. Hier wurden sie eingekleidet, versorgt und verhört. Die anderen Überlebenden, die auf ihren Flößen oder Trümmern befanden, wurden ihrem Schicksal überlassen. Am 11. März 1942, zehn Tage später, erreichte der Kreuzer seinen Vormarschstützpunkt.
Am 21. September 1946 wurden mehrere Massengräber an einem abgelegenen Ort in Ostindien geöffnet. Über 1.000 Seemeilen von der Schlacht entfernt, in der die USS EDSALL versank. In zwei der geöffneten Gräber fand man Überreste von 34 enthaupteten Leichen. Sechs davon wurden als Angehörige Mannschaftsmitglieder der USS EDSALL identifiziert und fünf weitere von den US Air Force Mitarbeitern von der USS LANGLEY. Die sterblichen Überreste der Amerikanischen Mannschaftsmitglieder wurden zwischen Dezember 1949 und März 1950 auf US amerikanischen Friedhöfen bestattet.


USS EDSALL ( DD-219 )
Commanding Officer
 

CDR Arthur Hopkins Rice, Jr.    26. November 1920 – 14. Juni 1921
CDR Halsey Powell    14. Juni 1921 – 13. September 1921
LCDR Harry Robert Bougush    13. September 1921 – 19. November 1921
LCDR William Callender Irving Stiles    19. November 1921 – Mai 1923
LCDR Robert Todd Young    Mai 1923 – 14. Dezember 1924
LCDR Lemuel Earl Lindsay    14. Dezember 1924 – 3. September 1927
LT Maxwell Boehn Saben    3. September 1927 – 23. Oktober 1927 (XOIC)
CDR Jules James    23. Oktober 1927 – 13. August 1928 (später VADM)
LCDR Thomas Cross Singluff    13. August 1928 – 20. Juni 1930
LCDR Byron Scott Dague    20. Juni 1930 – 19. April 1932
LCDR Bruce Pepper Flood    19. April 1932 – 25. November 1932
LCDR Walker Cochran    25. November 1932 – 12. Juli 1933
LCDR Frederick Dodge Powers    12. Juli 1933 – 9. April 1935
LT Andrew Mack Parks    9. April 1935 – 15. Mai 1935 (XOIC)
LCDR Charles Adams Baker    15. Mai 1935 – 10. März 1937
LT William Schuetze Veeder    10. März 1937 – 15. April 1937 (XOIC)
LCDR Charles Adams Baker    15. April 1937 – 21. Februar 1938
CDR Frederick Sears Conner    21. Februar 1938 – 9. Mai 1939
LCDR Abel Charles Jules Sabalot    9. Mai 1939 – 24. Mai 1939
LCDR Edwin Mason Croch    24. Mai 1940 – 13. Oktober 1941
LCDR Joshua James Nix    13. Oktober 1941 – 1. März 1942

 

USS PILLSBURY ( DD-217 )

USS PILLSBURY ( DD-227 )

Biografie

John Elliott Pillsbury
* 15. Dezember 1848 in Lowell, Middlesex County, Massachusetts
† 30. Dezember 1919
war ein Rear Admiral in der US Navy

John Elliott Pillsbury war der älteste Sohn von John Gilman Pillsbury ( 2. November 1812 – 16. August 1858 in Chelsea, Suffolk County, Massachusetts ) und Elizabeth W. Smith ( 1813 – 13. Mai 1883 in Chelsea, Suffolk County, Massachusetts ), die am 26. ugust 1834 geheiratet hatten. John hatte drei Geschwister, Florence Jane Pillsbury Cranden ( 11. August 19848 in Lowell, Middlesex County, Massachusetts – ? ), Albert Smith Pillsbury ( 23. Februar 1851 in Lowell, Middlesex County, Massachusetts – ? ) und Lucretia Smith Pillsbury Remick ( 21. Mai 1856 in Chelsea, Massachusetts – ? ). John Elliott Pillsbury ernannte man 1862 in der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland zum Midshipman. Nach vier Jahren Studium versetzte man ihn an Bord eines Kriegsschiffes, damit er sich, wie das so üblich war, bewähren konnte. 1868 beförderte man ihn dann zum Ensign. Nachdem Pillsbury dann auf verschiedenen Schiffen gedient hatte und auch an Land mehrere Stationen durchlaufen war, übernahm er 1884 das Kommando über den Küstendampfer USS BLACK. Bis 1891 behielt er das Kommando und leistete in dieser Zeit mit seinem selbst erfundenen Forschungsinstrumenten, den Current Meter, hervorragende wissenschaftliche Arbeit bei der Erforschung des Golfstroms. Am 12. Januar 1897 übernahm Lieutenant Commander Pillsbury das Kommando über den Dynamit Kanonen Kreuzer USS VESUVIUS ( 1888 ). Im Frühjahr 1898 verschlechterten sich die amerikanischen Beziehungen zu Spanien. Die amerikanische Flotte sammelte sich in den Gewässern vor der Küste Floridas. Die USS VESUVIUS stach am 13. Mai in Newport, Rhode Island in See und eilte ebenfalls nach Florida und blieb vor Key West liegen. Erst am 28. Mai verließ das Schiff seinen Ankerplatz und fuhr in die kubanischen Gewässer. Hier sollte sich der Dynamit Kanonen Kreuzer an dem Blockadedienst beteiligen. Das Schiff operierte dabei in der Nähe von Morro Castle, Santiago de Cuba und bombardierte diese Festung in acht Etappen. So lief die USS VESUVIUS im Schutz der Dunkelheit heimlich in den Hafen von Santiago de Cuba und löste mindestens alle zehn an Bord befindlichen Dynamitgranaten aus. Den spanischen Verteidigern bereiteten diese zerstörerischen Granaten einige psychologische Sorgen, da man in der Nacht kein Geschützfeuer sehen konnte. Denn diese Granaten wurden per Druckluft verschossen. Zwischen den Tagen, in denen der Beschuss spanischer Anlagen eingestellt worden war, diente die USS VESUVIUS bis Juli als Versorgungsschiff zwischen Kuba und Florida. Nach dem Krieg übernahm Pillsbury wieder Aufgaben zur Erforschung des Atlantiks und der Karibik. 1905 diente er dann als Stabschef der Nordatlantikflotte und war von 1908 bis 1909 der Kommandant des Bureau of Navigation. Obwohl Rear Admiral John Elliott Pillsbury hervorragende Leistungen als Seemann und Kämpfer während kriegerischer Auseinandersetzungen gezeigt hatte, gilt er doch weltweit als führender Geograph und eine Autorität im Wissen über den Golfstrom. Viele Jahre war Pillsbury aktiv mit der National Geographic Society verbunden und zum Zeitpunkt seines Todes, am 30. Dezember 1919 der Präsident dieser Gesellschaft.
Seine serblichen Überreste wurden mit militärischen Ehren auf dem Arlington National Cemetery im Abschnitt 1 beigesetzt. Seine Frau Florence Greenwood Aitchinson Pillsbury ( 16. Mai 19847 – 21. Februar 1925 ) wurde mit bei ihm begraben.


USS PILLSBURY ( DD-227 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS PILLSBURY ( DD-227 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral John Elliott Pillsbury benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechsunddreißigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Werft von William Cramp and Sons in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 23. Oktober 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Helen Langdon Richardson ( 6. Juli 1905 in Boston, Massachusetts – 1991 ), Enkelin von Rear Admiral John Elliott Pillsbury, taufte am 3. August 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Hal Williams Barnes stellte am 15. Dezember 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS PILLSBURY blieb nach der Indienststellung in Philadelphia liegen und wurde dem Zerstörergeschwader Nummer 3 in der Zerstörerdivision 39 der Atlantikreserveflotte zugeordnet. Hier befand sich die USS PILLSBURY zusammen mit seinen Schwesterschiffen USS POPE ( DD-225 ) und USS PEARY ( DD-226 ). Mit Beginn des Jahres 1921 wechselte der Zerstörer nach Charleston, South Carolina. Das war für das Kriegsschiff die Basis im Winter. Nur in den Sommermonaten fuhr die USS PILLSBURY nach Newport, Rhode Island und  beteiligte sich an Übungseinheiten mit dem Torpedo und den Geschützen. Vom 12. Januar 1922 an beteiligte sich der Zerstörer zusammen mit Schlachtschiffen und anderen Zerstörern vor der Guantanamo Bay, Kuba an mehreren Manövern. Erst am 27. April legte das Kriegsschiff in Philadelphia wieder an. In der dortigen Werft unterzog man die USS PILLSBURY einer umfangreichen Überholung. Der Zerstörer legte am 12. Mai zusammen mit der USS POPE in der Werft wieder ab und begann seine Fahrt in den Pazifik. Dazu passierten die Kriegsschiffe am 3. Juli die Straße von Gibraltar und führten mehrere Hafenbesuche im Mittelmeer durch. Am 15. Juli lag die USS PILLSBURY und die USS POPE vor dem Suezkanal, konnte ihn aber erst am 25. Juli durchqueren. Das Ziel beider Zerstörer war die asiatische Flotte, die in Chefoo, China lag. Hier gliederte man sie in die Division 43 des Zerstörergeschwaders 15 ein. Die USS PILLSBURY sollte im Fernen Osten das Leben und die Interessen der Amerikaner während des Bürgerkrieges in China schützen. Dazu beteiligte sich der Zerstörer für viele Jahre auch bei der Yangtse River Patrouille. Dann kam es am 21. März 1927 zum Nanjing – Vorfall. Die Nationale Revolutionsarmee näherte sich sehr schnell der chinesischen Stadt und es begannen ab dem 21. März Plünderungen in den Stadtteilen der Ausländer. Zum Schutz der Amerikaner wurden fünf amerikanische Zerstörer in den Hafen beordert. Das waren neben der USS PILLSBURY die USS NOA ( DD-343 ), USS WILLIAM B PRESTON ( DD-344 ),USS JOHN D FORD ( DD-228 ) und USS SIMPSON ( DD-221 ). Die USS PILLSBURY übernahm dabei die Sicherung der gelandeten Soldaten des Marine Corps. Auch in den folgenden Jahren blieb der Zerstörer in der asiatischen Flotte. Diese Flotte sollte nun vermehrt wegen des aggressiven japanischen Auftretens im pazifischen Raum die Philippinen, der Inselstaat war noch eine Kolonie der USA, beschützen. Am 31. Juli 1940 übernahm Lieutenant Commander Harold Clay Pound ( 20. Dezember 1903 in Hutchinson, Reno County, Kansas – 1. März 1942 auf See ) von Lieutenant Commander Arthur Ainslie Ageton ( 25. Oktober 1900 in Fromberg, Montana – 23. April 1971 in Washington DC ) das Kommando über die USS PILLSBURY.
Rear Admiral Thomas Charles Hart ( 12. Juni 1877 in Davison, Michigan – 4. Juli 1971 in Sharon, Connecticut ) verließ am 27. November 1941 die asiatische Flotte, die jetzt in Manila stationiert war und in die Pazifikflotte integriert wurde. Diese kommandierte Admiral Husband Edward Kimmel ( 26. Februar 1882 in Henderson, Kentucky – 14. Mai 1968 in Groton, Connecticut ). Am 7. Dezember 1941, an dem Tag an dem die Japaner Pearl Harbor, Territorium Hawaii überfallen und die USA in den Zweiten Weltkrieg zogen, operierte die USS PILLSBURY in der Nähe von Borneo. Zusammen mit anderen amerikanischen, niederländischen und australischen Kriegsschiffen fuhr der Zerstörer von Balikpapan, Niederländisch – Ostindien aus Aufklärungs- und U-Boot Patrouillen. Doch schon wenige Tage später verlegte man den Zerstörer nach Surabaya, Java. Von dort aus beteiligte sich das Kriegsschiff den Vormarsch der Japaner zu stoppen oder wenigstens zu verlangsamen. Dazu versetzte man am 15. Dezember die USS PILLSBURY in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS EDSALL ( DD-219 ), USS ALDEN ( DD-211 ), USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ) und USS WHIPPLE ( DD-217 ), aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS BARKER ( DD-213 ), USS BULMER ( DD-222 ), USS PARROTT ( DD-218 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und aus der DesDiv 59 die Zerstörer USS PILLSBURY, USS POPE, USS JOHN D FORD ( DD-228 ) und USS PEARY ( DD-226 ). Ab Anfang Januar 1942 wechselten diese Schiffe ihre Basis in die Kupang Bay, Timor. Die USS PILLSBURY selber fuhr von dort aus bis Surabaya, Java und patrouillierte ab dem 4. Februar nachts zusammen mit den Kreuzern USS HOUSTON und USS MARBLEHEAD und den Zerstörern USS STEWART, USS HOHN D EDWARDS, USS BARKER, USS BULMER, USS PAUL JOHNS und USS WHIPPLE. Am 18. Februar begannen die Japaner mit der Landung auf Bali. Die Schiffe des Amercan – Britisch – Niederländisch – Australischen Verbandes versuchten weitere Landungen in diesem Gebiet zu unterbinden oder wenigstens zu stören. In der Nacht vom 19. zum 20. Februar kam es zur Schlacht um die Badoeng Straße. Die alliierten Schiffe hatten dabei den Nachteil, dass sie nicht als Verband agieren konnten, obwohl sie zahlenmäßig in der Überzahl waren. An den Kämpfen beteiligten sich die U-Boote USS SEAWOLF ( SS-197 ) und HMS TRUANT ( N68 ), die schon am Morgen des 18. Februar den japanischen Konvoi meldeten und angriffen. Doch ohne Erfolg mussten sie schleunigst das Weite suchen nachdem mehrere Wasserbombenangriffe auf sie geführt worden sind. Noch am Abend desselben Tages griffen 20 US Army Air Force Flugzeuge diesen feindlichen Konvoi an und konnten nur den Transporter SAGAMI MARU beschädigen. Der Invasionskonvoi zog sich daraufhin nach Norden zurück. Der Transporter SASAGO MARU wurde dabei von den Zerstörern IJN ASASHIO und IJN OSHIO und der beschädigte SAGAMI MARU von den Zerstörern IJN MICHISHIO und IJN ARASHIO eskortiert. Der Sicherungsverband mit dem Leichten Kreuzer IJN NAGARA und den Zerstörern IJN WAKABA, IJN HATSUSHIMU und IJN NENOHI waren bis dahin noch nicht in Aktion getreten, da sie zu weit weg waren. Die erste alliierte Gruppe, bestehend aus den niederländischen Leichten Kreuzern HNLMS DE RUYTER und HNLMS JAVA, dem niederländischen Zerstörer HNLMS PIET HEIN und den amerikanischen Zerstörern USS JOHN D FORD und USS POPE erreichte das Seegebiet. Um 22:00 Uhr entdeckten diese Kriegsschiffe die vier japanischen Zerstörer und die beiden Transporter. Nur fünfundzwanzig Minuten später eröffneten die alliierten Schiffe das Feuer. Die abgefeuerten Granaten der beiden niederländischen Kreuzer trafen kein Ziel und fuhren daher weiter nach Nordosten damit die Zerstörer mit ihren Torpedos agieren konnten. Doch noch bevor die drei Zerstörer in Reichweite waren traf ein Long – Lance Torpedo, abgefeuert von der IJN ARASHIO, die HNLMS PIET HEIN. Der Zerstörer ging sofort unter. Die Mannschaft hatte keine Chance sich zu retten. Es entspann sich daraufhin ein Gefecht zwischen den japanischen Zerstörern IJN OSHIO und IJN ARASHIO und den amerikanischen Zerstörern USS POPE und USS JOHN D FORD. Die Amerikaner mussten sich nach Südosten zurückziehen anstatt den Kreuzern zu folgen. Die beiden japanischen Zerstörer schossen dann in der Dunkelheit mehrere Minuten lang auf sich selber, da man sich mit feindlichen Schiffen verwechselte. Keine der abgefeuerten Granaten traf ihr Ziel. Erst drei Stunden später erreichte die zweite alliierte Gruppe das Seegebiet in der Badoeng Straße. Dabei war der niederländische Leichte Kreuzer HNLMS TROMP und die amerikanischen Zerstörer USS PILLSBURY, USS JOHN D EDWARDS, USS PARROTT und USS STEWART. Um 1:36 Uhr startete die USS PILLSBURY drei Torpedos auf den feindlichen Schiffskonvoi. Auch die USS STEWART und USS PARROTT feuerten Torpedos ab, aber trafen ebenfalls nichts. Jetzt feuerten die IJN OSHIO und IJN ASASHIO mit ihren Geschützen auf die neuen Angreifer. Das Feuer wurde von denen erwidert. Dabei wurde die HNLMS TROMP von elf 12,7 cm Granaten der IJN ASASHIO getroffen und schwer beschädigt. Erst jetzt fuhren die beiden Zerstörer IJN ARASHIO und IJN MICHISHIO zu dem Kampfplatz und erreichten diesen gegen 2:10 Uhr. Die IJN MICHISHIO wurde durch Granaten von der USS PILLSBURY, USS JOHN D FORD und HNLMS TROMP getroffen. Dabei fanden 13 Mannschaftsmitglieder den Tod und 83 wurden zum Teil schwer verletzt. Von der USS PILLSBURY wurden die Geschütze und Maschinengewehre auf den feindlichen Zerstörer abgefeuert. Das Ziel war Mittschiffs. Dort kamen auch die meisten japanischen Besatzungsmitglieder ums Leben. Mindestens drei Granaten trafen die IJN MICHISHIO direkt. Es brach dann Feuer auf dem Zerstörer aus und es konnte sich nicht mehr wehren. Die USS PILLSBURY selber musste dieses Gefecht vorzeitig abbrechen, da ein Suchscheinwerfer von der IJN ARASHIO auf sie gerichtet war und dadurch mehrere Granaten auf sie abgefeuert wurden. Der Zerstörer wandte sich sofort nach Steuerbord und legte eine Nebelwand um dem Scheinwerfer zu entkommen. Wenige Minuten später zogen sich beide Gruppen zurück. Die USS PILLSBURY und die USS PARROTT wurden nach Tjilatjap, Java geschickt. Hier sollten sie frische Munition an Bord nehmen und sich einer dringend notwendig gewordenen Überholung unterziehen. Einige Tage später wurde die USS PILLSBURY genauso wie der Zerstörer USS EDSALL ( DD-219 ) und das Kanonenboot USS ASHVILLE ( PG-21 ) versenkt. Es gibt darüber keine Berichte. Erst nach dem Krieg konnte man japanische Protokolle sichten. So wurde in das Seegebiet südlich von Java eine mächtige japanische Flotte entsandt, um die Flucht alliierter Schiffe aus diesem Gebiet zu verhindern. Die japanische Flotte bestand aus vier Schlachtschiffen, fünf Kreuzern, vier Flugzeugträgern und den Zerstörern aus der Zerstörerstaffel 4.
Die USS EDSALL ging am 1. März 1942 verloren. Nur wenige Mannschaftsmitglieder wurden von den Japanern aus dem Wasser gerettet. Fünf davon fand man hingerichtet in Indonesien in einem Massengrab.
Die USS ASHVILLE wurde am 3. März 1942 versenkt. Nur ein Mannschaftsmitglied wurde von den Japanern gerettet. Dieser verstarb am 18. März 1945 im japanischen Kriegsgefangenenlager Makassar.
Die USS PILLSBURY traf in der Nacht des 2. März 1942 auf die beiden japanischen Schweren Kreuzer IJN TAKAO und IJN ATAGO. Der Kampf war kurz. Um 21:02 sank der Zerstörer mit allen Besatzungsmitgliedern.
Alle drei Versenkungen fanden rund 200 Seemeilen östlich der Christmas Islands statt. Nach dem Untergang der drei amerikanischen Kriegsschiffe zog sich die japanische Flotte aus dem Seegebiet zurück.     


USS PILLSBURY ( DD-227 )
Commanding Officer
 

LT Hal Williams Barnes    15. Dezember 1920 – 9. Juli 1921
LCDR Charles Talley Blackburn    9. Juli 1921 – 28. Dezember 1921
LCDR Harold Vincent McKittrick    28. Dezember 1921 – 25. Juni 1924
LCDR Williams Carter Wickham    25. Juni 1924 – 9. Juli 1926
CDR Schuyler Franklin Heim    9. Juli 1926 – ?
LCDR Thomas Shore McCloy    16. Juni 1926 – 26. Mai 1929
LCDR Hubert Vance LaBombard    26. Mai 1929 – 8. Oktober 1930
LT Donald McKenzie Weld    8. Oktober 1930 – 9. Januar 1931 (XOIC)
LCDR Lee Cummins Carey    9. Januar 1931 – 26. Juli 1931
CDR Lucius Claude Dunn    26. Juli 1931 – 3. Juli 1933
CDR John Culbertson Thom    3. Juli 1933 – 21. Januar 1934
LCDR Roy Pfaff    21. Januar 1934 – 10. Februar 1936
LCDR Harold George Eberhart    10. Februar 1936 – 19. Juli 1936
LCDR Frank Ernest Vensel Jr.    19. Juli 1936 – 21. Juni 1937
LCDR Alva Joseph Spriggs    21. Juni 1937 – 18. April 1939
LCDR Arthur Ainslie Ageton    18. April 1939 – 31. Juli 1940 (später RADM)
LCDR Harold Clay Pound    31. Juli 1940 – 1. März 1942

USS PARROTT ( DD-218 )

USS PARROTT ( DD-218 )

Biografie

George Fountaine Parrott
* 23. Dezember 1887 in Falling Creek, Lenoir County, North Carolina
† 9. Oktober 1918 auf See
war ein US Navy Offizier und diente während des Ersten Weltkrieges

George Fountaine Parrott war das dritte von sieben Kindern von dem Farmer George Franklin Parrott ( 6. Juni 1858 im Lenoir County, North Carolina – 10. Dezember 1928 in Kinston, Lenoir County, North Carolina ) und dessen Frau Julia Filyaw Bizzell Parrott ( 21. Juni 1861 in Newton Grove, Sampson County, North Carolina – 6. Oktober 1942 in Kinston, Lenoir County, North Carolina ). Ein Cousin von ihn war Marion Arendell Parrott ( 23. August 1918 – 27. Oktober 2000 ), der während des Zweiten Weltkrieges als Fallschirmjäger bei der 101. Airborne Division der US Army gedient und am 6. Juni 1944 an der Schlacht um die Normandie beteiligt gewesen war. Der Großvater mütterlicherseits von George Fountaine Parrott, Fountain Birrell, hatte in der Kompanie G des 55. Infanterieregiments von North Carolina gedient. George besuchte in seinen jungen Jahren die Kinston Graded School, dann das Rhodes Military Institute und absolvierte schließlich das Oak Ridge Institute in North Carolina. George konnte an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland teilnehmen, nachdem er vom Kongressabgeordneten Claude Kitchin ( 24. März 1869 in Scotland Neck, North Carolina – 31. Mai 1923 in Wilson. North Carolina ) aus dem 2. Bezirk von North Carolina als Teilnehmer ernannt worden war. George Fountaine Parrott wurde am 3. Juli 1906 zum Midshipman ernannt und absolvierte 1911 die US Naval Academy. Im März 1912 beförderte man Parrott zum Ensign. Weitere Beförderungen erfolgten im März 1914 zum Lietenant ( jg ), im April 1917 zum Lieutenant ( sg ) und im August 1918 zum Lieutenant Commander. Während des Ersten Weltkrieges diente LCDR Parrott an Bord des Zerstörers USS SHAW ( DD-68 ), wo er der Executive Officer war. Am 9. Oktober 1918 kam es zu einem folgenschweren Ereignis. Die USS SHAW eskortierte den riesigen britischen Truppentransporter AQUITANIA durch den Ärmelkanal. Der Zerstörer lief einige Schiffslängen vor dem Transporter. Beide Schiffe hatten gerade während ihrer Zickzack –Fahrt die Richtung nach Steuerbord beendet und wollten wieder nach Backbord drehen. Da klemmte das Ruder an der USS SHAW. Die AQUITANIA steuerte ohne Fahrt zu verlieren direkt auf den Zerstörer zu. Der Truppentransporter rammte das Kriegsschiff rund siebenundzwanzig Meter hinter dem Bug mit voller Fahrt. Dort befand sich die Brücke. Diese wurde vollständig zerstört und ein Feuer brach aus. LCDR Parrott befand sich zu diesem Zeitpunkt auf der Brücke. Durch die Kollision wurden zwölf Besatzungsmitglieder getötet. Eine Notbesatzung, bestehend aus 21 Mannschaftsmitgliedern, konnte den Zerstörer aus eigener Kraft bis in den 60 km entfernt liegenden Hafen Portsmouth, England bringen.
Lieutenant Commander George Fountaine Parrott verlieh man posthum das Navy Cross und er wurde in der Ehrenliste des Ersten Weltkrieges und auf den Tafeln der Vermissten auf dem amerikanischen Friedhof und Gedenkstätte des Brookwood Cemetery in Brookwood, Surrey County, England aufgeführt.


USS PARROTT ( DD-218 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS PARROTT ( DD-218 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Commander George Fountain Parrott benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das siebenundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Werft von William Cramp and Sons Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 23.
Juli 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Julia B. Parrott ( 24. Mai 1891 in North Carolina – 16. März 1963 ), Schwester von LCDR George Fountain Parrott, taufte am 25. November 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Williams Carter Wickham ( 17. Juli 1887 – Juli 1985 ) stellte am 11. Mai 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt wurde die USS PARROTT der Zerstörer Division 38 zugeteilt, die zur Pazifikflotte gehörte. Am 7. August 1920 stach der Zerstörer in See und verließ den Hafen von Boston, Massachusetts. Das Kriegsschiff durchquerte den am 12. Juli durch US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) offiziell für den Schiffsverkehr eröffneten Panamakanal und erreichte am 7. Dezember die US Navy Marinebasis San Diego, Kalifornien. Die USS PARROTT operierte von hier aus in den Gewässern der kalifornischen Küste und entlang des amerikanischen Kontinents bis nach Valparaiso, Chile. Am 3. Dezember 1921 wurde der Zerstörer der Atlantikflotte zugeteilt und nach Philadelphia befohlen. Hier unterzog man das Kriegsschiff einer intensiven Überholung. Vom 26. bis zum 30. Mai 1922 eskortierte die USS PARROTT die Präsidentenyacht USS MAYFLOWER ( PY-1 ) von Hampton Roads, Virginia über die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland bis nach Washington DC. Von Washington DC aus wechselte der Zerstörer nach Newport, Rhode Island. Hier wurde das Kriegsschiff für den europäischen Dienst ausgerüstet. Am 12. Juni legte die USS PARROTT dort ab und fuhr zusammen mit den Schiffen der Zerstörer Division ins Mittelmeer. Ziel war Konstantinopel, wo sich der Kommandeur des US Naval Detachments aufhielt. Innerhalb der türkischen Gewässer sollte das Kriegsschiff die amerikanischen Hilfsorganisationen bei der Hilfe politischer Flüchtlinge und beim Schutz des Lebens und der Interessen der Amerikaner unterstützen. So kam es nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in der Türkei zu Aufständen gegen die Besatzer aus Griechenland, Frankreich, Russland und Großbritannien. Die USS PARROTT diente von Zeit zu Zeit als Kommunikations- und Stationsschiff im Schwarzen Meer, in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer. Dann vertrieben die Türken die anatolischen Griechen aus Smyrna. Der Zerstörer war bei der Evakuierung tausender Flüchtlinge eines von mehreren amerikanischen Kriegsschiffen, die diese Menschen bis zu den Stränden des griechischen Festlandes transportierten. Dieses Geschwader an amerikanischen Kriegsschiffen wurde von dem US High Commissioner for Turkey, Rear Admiral Mark Lambert Bristol ( 17. April 1868 in Glassboro, New Jersey – 13. Mai 1939 in Washington DC ), befehligt. In diesem Geschwader befanden sich unter anderem auch die Schwesterschiffe USS EDSALL ( DD-219 ) und USS LITCHFIELD ( DD-336 ). Vom 13. September an bis zum 25. Oktober beteiligte sich die USS PARROTT so an der Evakuierung tausender griechischer und armenischer Flüchtlinge. Am 9. September 1922 drangen in Smyrna türkische Truppen ein. Vier Tage später brach in den griechischen und armenischen Vierteln ein Großfeuer aus, dem zwischen 10.000 und geschätzte 100.000 Menschen zum Opfer fielen. Der Zerstörer eskortierte außerdem in diesen Tagen an der Evakuierung beteiligte Schiffe anderer Nationen, um Personen zu helfen die um Schutz gebeten hatten. Nachdem sich die Lage in der Türkei wieder beruhigt hatte, unternahm die USS PARROTT vom 6. Juli bis zum 24. August 1923 mehrere Hafenbesuche. So lief der Zerstörer Griechenland, die Türkei, Rumänien, Bulgarien und Russland an. Dort wurden Beamte der jeweiligen Staaten an Bord gebeten und unter der amerikanischen Flagge Verhandlungen geführt. Im darauffolgenden Jahr führte das Kriegsschiff ähnliche Besuche durch und lief die Häfen Bizerta und Tunis, Tunesien; Livorno und Genua, Italien; Patmos, Griechenland; Villefranche – sur – Mer, Frankreich und Cagliari, Sardinien an. Im Juli 1924 kehrte die USS PARROTT zusammen mit der USS EDSALL aus dem Mittelmeer nach New York zurück und wechselten dann nach Boston. Dort machte man sie am 26. Juli fest. In den folgenden Monaten musste sich der Zerstörer einer umfangreichen Überholung unterziehen und beteiligte sich anschließend an mehreren lokalen Operationen. Dann begannen die Vorbereitungen auf die Fahrt in den Pazifik. Am 3. Januar 1925 stach die USS PARROTT zusammen mit der USS EDSALL von Philadelphia aus in See und fuhr in die Karibik. In der Guantanamo Bay, Kuba fand ein Manöver statt. Das war die Vorbereitung auf das Flottenmanöver Nummer Fünf. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten die Zerstörer die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Das anstehende Flottenmanöver fand im März und April vor den Hawaiianischen Inseln statt. Während des simulierten Angriffs auf Hawaii war auch der erste Flugzeugträger der USA, die USS LANGLEY ( CV-1 ), beteiligt, was dazu bewog den Bau der beiden folgenden Träger, die USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) zu forcieren. Die USS PARROTT legte am 27. April in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an. Hier bereitete man das Schiff und die Mannschaft auf den kommenden Einsatz vor. Am 29. Mai verließ der Zerstörer zusammen mit der USS EDSALL wieder die Hawaiianischen Gewässer und fuhr über Midway Island nach Chefoo, China. In diesem Hafen legten die Kriegsschiffe am 14. Juni an. Doch schon am 22. Juni wechselten die Zerstörer zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen in den Hafen von Shanghai, China. Hier waren die politischen Gegebenheiten unklar. Deshalb sollte eine Anlandung amerikanischer Marines gesichert werden. Hauptaufgabe der Kriegsschiffe war der Schutz amerikanischer Interessen im Fernen Osten. Die USS PARROTT blieb bis zum 31. Juli in den Gewässern vor Shanghai. Der Zerstörer fuhr in den folgenden Wochen entlang der chinesischen Küste Patrouille und kehrte erst am 10. September nach Shanghai zurück. Von hier aus beteiligte sich das Kriegsschiff am Dienst in der Yangtze River Patrouille. Doch schon am 16. Oktober verließ die USS PARROTT diesen Einsatzort und fuhr zu den Philippinen. Dort wurde der Zerstörer in Manila, Luzon, Philippinen stationiert. Das Kriegsschiff beteiligte sich von dieser Basis aus ab dem 19. Oktober 1925 bis zum 15. März 1926 an mehreren Operationen. Die USS PARROTT eilte nun wieder an die chinesische Küste und wurde dort bis zum 14. Juni dem Commander South China Patrol in Shantou, Guangdong unterstellt. Zu dieser Zeit verursachte die Revolution in China, die ein Jahr später in einen Bürgerkrieg endete, eine intensive Aktivität der US Navy. Praktisch die gesamte asiatische Flotte befand sich in chinesischen Gewässern. Die USS PARROTT sowie alle anderen amerikanischen Kriegsschiffe hatte einen sehr strengen Zeitplan bekommen, um das Interesse der Amerikaner und anderer neutraler Nationen wieder zu fördern und zu beschützen. Am 25. Oktober 1927 löste man den Zerstörer von diesen Aufgaben ab. Das Kriegsschiff fuhr nach Süden über Hongkong, Bangkok und Saigon zur US Navy Marinebasis bei Manila. Der Zerstörer legte dort am 18. November an. Während des Jahres 1928 besuchte die USS PARROTT mehrere philippinische Häfen, die von amerikanischen Zivilschiffen oder Kriegsschiffen so gut wie nie angelaufen wurden. Bis 1934 blieb der Zerstörer in Manila stationiert und beteiligte sich an den Operationen und Patrouillen der asiatischen Flotte. Ab 1935 begann das Kriegsschiff vor Französisch – Indochina hydrographische Daten in und um Saigon zu sammeln. Im Jahr 1936 nahm die USS PARROTT ihre Neutralitätspatrouille vor der chinesischen Küste wieder auf und diente hier bis 1940 als Stationsschiff vor Amoy und Swatow. Vom 7. Juli bis zum 4. Oktober 1940 patrouillierte der Zerstörer in den chinesischen Gewässern vor Tsingtao und legte in anderen nordchinesischen Häfen an. Nach Manila kehrte das Kriegsschiff am 11. Oktober zurück. In der Cavite Navy Yard in Manila wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres 1941 auf der USS PARROTT Minenabwehr-, Radar- und Sonargeräte installiert. Danach trainierte der Zerstörer zusammen mit anderen Zerstörern und U-Booten damit die Mannschaft sich mit diesen Neuinstallationen vertraut machen konnte. Das Kriegsschiff übernahm ab dem 6. Oktober seine Aufgaben als Offshore Sicherungsposten am Eingang der Manila Bay und überwachte den Bereich über und unter Wasser. Die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor wurde am 7. Dezember 1941 von den Japanern überfallen. Damit zog man die USA in den Zweiten Weltkrieg mit hinein. Am 15. Dezember versetzte man die USS PARROTT in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS EDSALL, USS ALDEN ( DD-211 ), USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ) und USS WHIPPLE ( DD-217 ), aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS PARROTT, USS BARKER ( DD-213 ), USS BULMER ( DD-222 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und aus der DesDiv 59 die Zerstörer USS JOHN D FORD ( DD-228 ), USS PEARY ( DD-226 ), USS PILLSBURY ( DD-227 ) und USS POPE ( DD-225 ). Als die Japaner begannen die Philippinen an sich zu reißen, bewegte sich die asiatische Flotte nach Süden und operierte von der Basis in Surabaya, Java aus unter einem einheitlichen amerikanische – britisch – niederländisch – australischen Kommando ( ABDA ). Am 9. Januar 1942 gehörte die USS PARROTT zu einer Eskorte für das niederländische Handelsschiff BLOEMFONTEIN. Der Leichte Kreuzer USS BOISE und die Zerstörer USS PARROTT, USS POPE, USS STEWART, USS BULMER und USS BARKER fuhren von Darwin, Australien aus nach Surabaya. Das niederländische Handelsschiff war von Brisbane, Australien aus losgefahren, um alliierte Verstärkungen, die aus dem 2. Bataillon der 131. Feldartillerie,  diese gehörte zur Texas National Guard, und Nachschub bestand, nach Java zu bringen und gehörte vorher zum sogenannten PENSACOLA – Konvoi, der am 29. November 1941 in Pearl Harbor abgelegt hatte damit auf den Philippinen Verstärkungen und Nachschub geliefert werden konnte. Doch der japanische Vormarsch ging schneller wie vermutet und so versuchten die Alliierten die südlicher gelegenen Inseln zu verstärken um Australien zu sichern. Zu dem PENSACOLA – KONVOI gehörte der Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), der zusammen mit dem Kanonenboot USS NIAGARA ( PG-52 ), den Truppentransportern USS REPUBLIC ( AP-33 ) und USS CHAUMONT ( AP-5 ), den zwei US Army Transportschiffen USAT WILLARD A HOLBROOK und USAT MEIGS, den US Handelsschiffen SS ADMIRAL HALSTEAD und SS COASTER FARMER sowie dem niederländischen Handelsschiff BLOEMFONTEIN. An Bord der Schiffe befanden sich Truppen der amerikanischen Nationalgarde sowie US Army Air Force Truppen mit ihren in Kisten verpackten Flugzeugen. Die Japaner nahmen mit ihren Landungstruppen eine Insel nach der anderen im philippinischen Archipel ein. Am 20. Januar 1942 liefen die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS MARBLEHEAD sowie die Zerstörer USS PARROTT, USS POPE, USS JOHN D FORD und USS PAUL JONES von Surabaya aus in Richtung Balikpapan, Borneo, Niederländisch Ostindien. Das war von den Alliierten der Ölhafen, von wo sie ihren Treibstoff erhielten. In das Seegebiet vor der Bucht Balikpapan liefen in der Nacht vom 23. zum 24. Januar die vier Zerstörer ein. Im Hafen lagen 16 japanische Transporter und drei Torpedoboote vor Anker, die von einem Zerstörergeschwader gesichert wurden. Die vier amerikanischen Zerstörer feuerten aus sicherer Entfernung fast all ihre Torpedos auf die feindlichen Schiffe ab. Die japanischen Transporter TSURUGA MARU, SUMANOURA MARU und TACUKAMI MARU und das Versorgungsschiff KURETAKI MARU sanken. Das Torpedoboot P-37 erhielt einen Torpedotreffer durch die USS PARROTT und sank. Die Japaner waren über diesen Angriff verwirrt. Die japanischen Zerstörer suchten daraufhin die Bucht nach feindlichen U-Booten ab. Die kleine amerikanische Kampfgruppe zog sich unerkannt aus dem Kampfgebiet zurück und erreichte am 25. Januar Surabaya. Fünf Tage später stach die USS PARROTT mit anderen Zerstörern als Teil einer Eskorte wieder in See und sicherte zwei niederländische Schiffe bis zur Lombok – Straße, zwischen den indonesischen Inseln Bali und Lombok. Am 15. Februar wehrte sich der Zerstörer zusammen mit anderen alliierten Schiffen gegen drei japanische Luftangriffe, als die Schiffe versuchten eine japanische Landeoperation an der Küste Sumatras zu behindern. Vier Tage später erreichte die USS PARROTT wieder Surabaya. Hier wurde frischer Treibstoff und Munition gebunkert. Noch am selben Tag musste wieder abgelegt werden. Die japanischen Streitkräfte waren ab dem 18. Februar dabei auf Bali anzulanden. In der Nacht vom 19. zum 20. Februar kam es zur Schlacht um die Badoeng Straße. Die alliierten Schiffe hatten dabei den Nachteil, dass sie nicht als Verband agieren konnten, obwohl sie zahlenmäßig in der Überzahl waren. An den Kämpfen beteiligten sich die U-Boote USS SEAWOLF ( SS-197 ) und HMS TRUANT ( N68 ), die schon am Morgen des 18. Februar den japanischen Konvoi meldeten und angriffen. Doch ohne Erfolg mussten sie schleunigst das Weite suchen nachdem mehrere Wasserbombenangriffe auf sie geführt worden sind. Noch am Abend desselben Tages griffen 20 US Army Air Force Flugzeuge diesen feindlichen Konvoi an und konnten nur den Transporter SAGAMI MARU beschädigen. Der Invasionskonvoi zog sich daraufhin nach Norden zurück. Der Transporter SASAGO MARU wurde dabei von den Zerstörern IJN ASASHIO und IJN OSHIO und der beschädigte SAGAMI MARU von den Zerstörern IJN MICHISHIO und IJN ARASHIO eskortiert. Der Sicherungsverband mit dem Leichten Kreuzer IJN NAGARA und den Zerstörern IJN WAKABA, IJN HATSUSHIMU und IJN NENOHI waren bis dahin noch nicht in Aktion getreten, da sie zu weit weg waren. Die erste alliierte Gruppe, bestehend aus den niederländischen Leichten Kreuzern HNLMS DE RUYTER und HNLMS JAVA, dem niederländischen Zerstörer HNLMS PIET HEIN und den amerikanischen Zerstörern USS JOHN D FORD und USS POPE erreichte das Seegebiet. Um 22:00 Uhr entdeckten diese Kriegsschiffe die vier japanischen Zerstörer und die beiden Transporter. Nur fünfundzwanzig Minuten später eröffneten die alliierten Schiffe das Feuer. Die abgefeuerten Granaten der beiden niederländischen Kreuzer trafen kein Ziel und fuhren daher weiter nach Nordosten damit die Zerstörer mit ihren Torpedos agieren konnten. Doch noch bevor die drei Zerstörer in Reichweite waren traf ein Long – Lance Torpedo, abgefeuert von der IJN ARASHIO, die HNLMS PIET HEIN. Der Zerstörer ging sofort unter. Die Mannschaft hatte keine Chance sich zu retten. Es entspann sich daraufhin ein Gefecht zwischen den japanischen Zerstörern IJN OSHIO und IJN ARASHIO und den amerikanischen Zerstörern USS POPE und USS JOHN D FORD. Die Amerikaner mussten sich nach Südosten zurückziehen anstatt den Kreuzern zu folgen. Die beiden japanischen Zerstörer schossen dann in der Dunkelheit mehrere Minuten lang auf sich selber, da man sich mit feindlichen Schiffen verwechselte. Keine der abgefeuerten Granaten traf aber ihr Ziel. Erst drei Stunden später erreichte die zweite alliierte Gruppe das Seegebiet in der Badoeng Straße. Dabei war der niederländische Leichte Kreuzer HNLMS TROMP und die amerikanischen Zerstörer USS PARROTT, USS JOHN D EDWARDS, USS PILLSBURY und USS STEWART. Um 1:36 Uhr startete die USS PILLSBURY drei Torpedos auf den feindlichen Schiffskonvoi. Auch die USS PARROTT und USS STEWART feuerten Torpedos ab, aber trafen ebenfalls nichts. Jetzt feuerten die IJN OSHIO und IJN ASASHIO mit ihren Geschützen auf die neuen Angreifer. Das Feuer wurde von denen erwidert. Dabei wurde die HNLMS TROMP von elf 12,7 cm Granaten der IJN ASASHIO getroffen und schwer beschädigt. Erst jetzt fuhren die beiden Zerstörer IJN ARASHIO und IJN MICHISHIO zu dem Kampfplatz und erreichten diesen gegen 2:10 Uhr. Die IJN MICHISHIO wurde durch Granaten von der USS PILLSBURY, USS JOHN D FORD und HNLMS TROMP getroffen. Wenige Minuten später zogen sich beide Gruppen zurück. Die USS PARROTT und die USS PILLSBURY wurden nach Tjilatjap, Java geschickt. Hier sollten sie frische Munition an Bord nehmen und sich einer dringend notwendig gewordenen Überholung unterziehen. Die USS PARROTT war während der Absetzbewegung vor Bali auf Grund gelaufen. Der Zerstörer konnte sich aber aus eigener Kraft befreien. Nur wusste man nicht wie der Kiel aussah. Nach der Überholung erhielt der Zerstörer am 28. Februar die Aufgabe die MS SEA WITCH, das Handelsschiff hatte 27 P-40 Flugzeuge in Kisten verpackt an Bord, nach Tjilatjap zu eskortieren. Danach sollte das Kriegsschiff nach Fremantle, Australien fahren. Zur gleichen Zeit versuchten die Kriegsschiffe des ABDA – Verbandes verzweifelt die Invasion von Java durch die Japaner zu verhindern. Während der Schlacht wurde der Verband fast vollständig zerstört. Die USS PARROTT verließ wenige Tage später die australischen Gewässer und fuhr zur US Westküste. Ab Mai bis Anfang Juli wurden in der San Francisco Navy Yard Reparaturen an dem Zerstörer vorgenommen. Nach Abschluss der Arbeiten begann das Kriegsschiff mit acht Eskortierfahrten zwischen San Francisco und Pearl Harbor. Am 21. Mai 1943 verließ die USS PARROTT zum letzten Mal San Francisco. Diesmal war das Ziel New York. Der Zerstörer durchquerte am 30. Mai den Panamakanal und lief am 12. Juni in den Hafen von New York ein. Hier wurde das Kriegsschiff dem Transatlantischen Konvoidienst zugeteilt. Noch am selben Tag wird Treibstoff, Munition und Proviant gebunkert. Gleichzeitig versetzte man die USS PARROTT in die Task Group 61, deren Kriegsschiffe die zu eskortierenden Geleitzüge bis an die nordafrikanische Küste sicherten. In der TG 61 befinden sich die Zerstörer USS PARROTT, USS EBERLE ( DD-430 ), USS LIVERMORE ( DD-429 ), USS KEARNY ( DD-432 ), USS ERICSSON ( DD-440 ) und USS McCORMICK ( DD-223 ) sowie die Minensucher USS PREVAIL ( AM-107 ) und USS PILOT AM-104 ). Außerdem werden diese Schiffe von der Support Group 21.11 begleitet. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS SANTEE ( CVE-29 ) und die Zerstörer USS OVERTON ( DD-239 ), USS MacLEISH ( DD-220 ) und USS BAINBRIDGE ( DD-246 ). All diese Kriegsschiffe eskortierten den Geleitzug UGS 10, bestehend aus 70 Fracht- und Transportschiffen, ab dem 12. Juni von New York aus. Am 22. Juni überlaufen die Schiffe des Geleitzuges UGS 10 1.100 Seemeilen westnordwestlich der Kapverdischen Inseln das südlich ausmarschierende deutsche U-Boot U-572, Kommandant Oberleutnant zur See Heinz Kummetat ( 19. November 1918 – 3. August 1943 ). Gegen 20:46 Uhr desselben Tages tauchte das deutsche U-Boot auf und torpedierte den französischen Flottentanker LOT ( 4.220 BRT ). Der Tanker hatte 6.000 Tonnen Heizöl geladen und wurde auf der Steuerbordseite getroffen. Nach mehreren Explosionen sank das Schiff innerhalb von drei Minuten. Von der 136 Mann starken Besatzung können durch den amerikanischen Tanker USS MERRIMACK ( AO-37 ) 112 gerettet werden. Die anderen kamen in den Flammen oder im Wasser ums Leben. Die USS PARROTT und die TG 61 übernehmen an der nordafrikanischen Küste den Geleitzug GUS 9, bestehend aus 41 Transport- und Frachtschiffen, der an die Ostküste der USA zurück begleitet werden muss. Mit dabei ist wieder die Support Group 21.11. Am 14. Juli 1943 sichten Avenger und Wildcat Flugzeuge aus der VC-29 Staffel von der USS SANTEE das deutsche U-Boot U-160, Kommandant Oberleutnant zur See Gerd von Pommer-Esche ( 22. Januar 1918 – 14. Juli 1943 ), südlich der Azoren und versenken es. Keiner der U-Boot Besatzungsmitgliede überlebt den Angriff. Am folgenden Tag sichtete ein anderes Team aus dieser Staffel nordwestlich von Madeira das U-Boot U-509, Kommandant Korvettenkapitän Werner Witte ( 5. Januar 1915 – 15. Juli 1943 ), und torpedierte es. Auch hier überlebte kein U-Boot Besatzungsmitglied den Angriff. In diesem Operationsgebiet trennen sich die Schiffe der TF 61 von der Support Group 21.11 und eskortieren die Frachtschiffe von GUS 9 bis an die Ostküste der USA. Dort gruppierte man die Task Force um. So vereinigte man die TF 61 mit der TF 65. Die Schiffe dieser neugegründeten TF übernehmen die Eskorte des Geleitzuges UGS 14, bestehend aus 67 Fracht- und Transportschiffen, und legen am 3. August in New York ab. Die USS PARROTT versetzte man in die Task Group 21.15. . In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CROATAN ( CVE-25 ) und die Zerstörer USS PARROTT, USS PAUL JONS und USS BELKNAP ( DD-251 ). Auf dem Weg an die nordafrikanische Küste verstärkt die Task Group 21.15 am 12. August den Geleitschutz für den Schiffskonvoi UGS 14. Am 27. August  erreichte der Verband seinen Zielhafen. Die USS PARROTT blieb bis zum 15. Oktober in dieser TG. Dann versetzte man den Zerstörer in die Task Group 21.16. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS BLOCK ISLAND ( CVE-21 ) und die Zerstörer USS PARROTT, USS PAUL JONES, USS BULMER und USS BARKER. Auch diese U-Boot Abwehrgruppe operierte in den atlantischen Gewässern zur Sicherung der Schiffskonvois zwischen der US Ostküste und nordafrikanischen Küste. Am 28. Oktober stieß eine Avenger und eine Grumman im Mittelatlantik auf die beiden deutschen U-Boote U-220, Kommandant Oberleutnant zur See Bruno Barber ( 6. März 1904 in Deichhausen, Delmenhorst – 28. Oktober 1943 ) und auf U-256, Kommandant Oberleutnant zur See Wilhelm Brauel ( 17. September 1914 in Hamburg – September 2002 ). U-256 betankte in diesem Augenblick U-220 mit frischem Brennstoff. Sofort gingen die beiden amerikanischen Piloten mit ihren Maschinen, die auf der USS BLOCK ISLAND stationiert waren, zum Angriff über. Mit zwei Wasserbomben wurde U-220 versenkt. Alle 55 Mannschaftsmitglieder kommen dabei ums Leben. Während der Patrouillenfahrt von TG 21.16 geschah etwas Ungewöhnliches. Am 20. Dezember fuhr dicht hinter den Schiffen der TG und des in Richtung Westen fahrenden Schiffskonvois GUS 23 und des in Richtung Osten fahrenden Schiffskonvois UGS 27 der deutsche Blockadebrecher OSORNO. Dieses Schiff wurde nicht aufgespürt und konnte fast ungefährdet bis in die Gironde – Mündung einlaufen. Ende Februar 1944 versetzte man die USS PARROTT wieder zur Eskorte für einen Schiffskonvoi. UGS 35 sollte auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch – Marokko gesichert werden. Die Schiffe legten in Norfolk ab und erreichten am 26. März den marokkanischen Hafen. Der Zerstörer war am folgenden Tag an einem Bombardement auf feindliche Kräfte südlich von Cape Spartel, Spanisch – Marokko beteiligt. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Casablanca zurück und übernahm mit anderen Kriegsschiffen die Eskorte des Schiffskonvois GUS 34. Dieser Schiffskonvoi wurde bis nach Boston eskortiert, wo die Handelsschiffe am 15. April anlegten. Die USS PARROTT selber wurde hier in der Boston Naval Shipyard ins Trockendock bugsiert und musste sich einer Überholung unterziehen. Der Zerstörer verließ am 2. Mai die werft und sollte nach Norfolk fahren. An diesem Tag herrschte dichter Nebel vor dem Ziel. Das Kriegsschiff kollidierte dabei mit dem Frachter SS JOHN MORTON. Sofort herbeigeeilte Schlepper konnten die USS PARROTT erstmal nur auf den Strand bugsieren, da der Rumpf verzogen und schwer beschädigt war. Einige Tage später, als man alle entstandenen Lecks notdürftig abgedichtet hatte, schleppte man die USS PARROTT in die Norfolk Navy Yard zu Begutachtung. Das Resultat war niederschmetternd. Das Kriegsschiff war nicht mehr reparabel. Daher erfolgte am 16. Juni 1944 die Außerdienststellung des Zerstörers. Den Namen USS PARROTT ( DD-218 ) strich man am 18. Juli 1944 von der US Navy – Liste. Erst am 5. April 1947 verkaufte man den Schiffsrumpf an die Marine Salvage Company in Richmond, Virginia zum verschrotten.     


USS PARROTT ( DD-218 )
Commanding Officer
 

LCDR Williams Carter Wickham    11. Mai 1920 – 6. Juni 1920
LCDR Herndon Browning Kelly    6. Juni 1920 – 8. Januar 1921
LT George Karl Weber    8. Januar 1921 – 13. April 1921
CDR Byron McCandless    13. April 1921 – 27. November 1923
LCDR Robert Stockton Field    27. November 1923 – 9. Oktober 1924
LCDR Stewart Allan Manahan    9. Oktober 1924 – 6. Dezember 1926 (später COMO)
CDR William Hubbell Pashley   6. Dezember 1926 – 16. Juni 1928
LCDR John Walter Reeves Jr.    16. Juni 1928 – 16. Juni 1929 (später ADM)
LCDR Paul White Rutledge    16. Juni 1929 – 10. Juli 1931
LCDR Philip Wilson Warren    10. Juli 1931 – 21. Juni 1932
LCDR Otto Marquard Forster    21. Juni 1932 – 10. Dezember 1934
LCDR William Shannon Heath    10. Dezember 1934 – 28. Mai 1935
LCDR Lewis Richard McDowell    28. Mai 1935 – 27. März 1939 (später RADM)
LCDR Robert Emmet Melling    27. März 1937 – 28. März 1938
LCDR Wilkie Hill Brereton    28. März 1938 – 3. Dezember 1939
LCDR Edward Nelson Parker    3. Dezember 1939 – 12. Januar 1942 (später VADM)
LCDR John Nelson Hughes    12. Januar 1942 – 15. Februar 1944
LT Edward Falka Rye    15. Februar 1944 – 16. Juni 1944

USS POPE ( DD-225 )

USS POPE ( DD-225 )

Biografie

John Pope
* 17. Dezember 1798 in Sandwich, Massachsetts
† 14. Januar 1876 in Dorchester, Massachusetts
war ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges

John Pope meldete sich am 30. Mai 1816 in Maine zur US Navy und wurde dort zum Midshipman ernannt. Vor dem amerikanischen Bürgerkrieg diente er an Bord von vielen Kriegsschiffen, welche zu den Geschwadern im Mittelmeer, in der Karibik, vor Brasilien, entlang der Westküste von Afrika und vor Ostindien operierten. Vom 1. Juli bis zum 24. Oktober 1861 kommandierte Pope die hölzerne Dampfschaluppe USS RICHMOND ( 1860 ). Am 3. Juli lief die Kriegsschaluppe im Hafen von New York City ein und wurde wegen des begonnenen Sezessionskrieges ausgerüstet. Das Kriegsschiff stach am 31. Juli wieder in See und fuhr nach Kingston, Jamaika. Von hieraus sollte sich die USS RICHMOND an der Ergreifung des schwer fassbaren konföderierten Dampfkreuzers CSS SUMTER ( 1861 ), das von Commander Raphael Semmes ( 27. September 1809 im Charles County, Maryland – 30. August 1877 in Mobile, Alabama ) kommandiert wurde, sich beteiligte. Am 5. August verließ die USS RICHMOND Trinidad und operierte entlang der Südküste Kubas und um das Kap San Antonio. Doch Commander Semmes erreichte mit der USS SUMTER unbehelligt New Orleans. Am 22. August musste die USS RICHMOND ihre Kohlebunker in Kingston wieder auffüllen. Die hölzerne Dampfschaluppe stach am 25. August wieder in See und erreichte am 2. September Key West. Hier integrierte man das Kriegsschiff in das Golfblockadegeschwader. Nach einer Kreuzfahrt vor Fort Pickens, Santa Rosa Island, Pensacola, Florida, wurde die USS RICHMOND zum Head of the Passes, an der Mündung zum Mississippi befohlen. In dieser Mündung sollte das Kriegsschiff patrouillieren und die Blockade aufrechterhalten. Captain Pope erhielt dabei das Kommando über eine kleine Flotte, zu der auch die Kriegsschaluppen USS PREBLE ( 1839 ), USS VINCENNES ( 1826 ) und das Seitenrad Kanonenboot USS WATER WITCH ( 1851 ) gehörten. Am 12. Oktober griffen am frühen Morgen, noch in der Dunkelheit, der konföderierte Widder CSS MANASSAS ( 1861 ) und drei weitere Schiffe der konföderierten Moskitoflotte, unter dem Kommando von Commodore Hollins, die USS RICHMOND und die anderen Kriegsschiffe der US Navy, die sich in der Mississippi Mündung befanden, an. In der Schlacht am Head of the Passes sollte die Blockader der Nordstaaten gebrochen werden. Während des Überraschungsangriffes befand sich die USS RICHMOND noch längsseits zu dem Kohleschiff USS JOSEPH N TOONE und bunkerte Kohle. Die CSS MANASSAS rammte die hölzerne Dampfschaluppe und schlug auf der Backbordseite ein Leck. Der konföderierte Widder passierte anschließend achtern die föderierte Dampfschaluppe, um ein weiteres Leck zu schlagen. Doch die Artilleristen auf der USS RICHMOND feuerten von der Steuerbordseite eine gesamte Breitseite auf das feindliche Schiff ab. Die Moskitoflotte zog sich dann mit Beginn des Sonnenaufgangs zurück. John Pope übergab am 24. Oktober das Kommando über die USS RICHMOND auf eigenem Wunsch wegen einer Krankheit. Er wurde am 16. Juli 1862 zum Commodore befördert und anschließend in den Ruhestand versetzt. John Pope verstarb am 14. Januar 1876 in Dorchester, Massachusetts.


USS POPE ( DD-225 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS POPE ( DD-225 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore John Pope benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierunddreißigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Werft von William Cramp and Sons Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 9.
September 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Augusta Wyse Benson ( 7. Dezember 1854 – 15. Mai 1953 ), Ehefrau von Admiral William Shepherd Benson ( 25. September 1855 in Macon, Georgia – 20. Mai 1932 in Washington DC ), taufte am 23. März 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Richard Somers Galloway ( 1884 – 1938 ) stellte am 27. Oktober 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS POPE blieb nach der Indienststellung in Philadelphia liegen und wurde dem Zerstörergeschwader Nummer 3 in der Zerstörerdivision 39 der Atlantikreserveflotte zugeordnet. Hier befand sich der Zerstörer zusammen mit seinen Schwesterschiffen USS PILLSBURY ( DD-227 ) und USS PEARY ( DD-226 ). Mit Beginn des Jahres 1921 wechselte das Kriegsschiff nach Charleston, South Carolina. Das war für den Zerstörer die Basis im Winter. Nur in den Sommermonaten fuhr die USS POPE nach Newport, Rhode Island und  beteiligte sich an Übungseinheiten mit Torpedos und den Geschützen. Vom 12. Januar 1922 an beteiligte sich der Zerstörer zusammen mit Schlachtschiffen und anderen Zerstörern vor der Guantanamo Bay, Kuba an mehreren Manövern. Erst am 27. April legte das Kriegsschiff in Philadelphia wieder an. In der dortigen Werft unterzog man die USS PILLSBURY einer umfangreichen Überholung. Der Zerstörer legte am 12. Mai zusammen mit der USS PILLSBURY in der Werft wieder ab und begann seine Fahrt in den Pazifik. Dazu passierten die Kriegsschiffe am 3. Juli die Straße von Gibraltar und führten mehrere Hafenbesuche im Mittelmeer durch. Am 15. Juli lag die USS POPE und die USS PILLSBURY vor dem Suezkanal, konnte ihn aber erst am 25. Juli durchqueren. Das Ziel beider Zerstörer war die asiatische Flotte, die in Chefoo, China lag. Hier gliederte man sie in die Division 43 des Zerstörergeschwaders 15 ein. Die USS POPE sollte im Fernen Osten das Leben und die Interessen der Amerikaner während des Bürgerkrieges in China schützen. Der Zerstörer nahm noch in den folgenden Monaten an Flottenübungen vor Chefoo teil. Am 28. Oktober verließ das Kriegsschiff die chinesischen Gewässer und fuhr zu seiner Winterbasis in Cavite, Insel Luzon, Philippinen. Die USS POPE kehrte am 9. September 1923 nach Shanghai, China zurück und beteiligte sich zum ersten Mal bis zum 9. Oktober an der Yangtze River Patrouille. Diese wurden mit einigen Ausnahmen bis 1931 permanent durchgeführt. Zu diesen Ausnahmen gehörte 1924 ein Pflichtdienst vor der japanischen Küste im Zusammenhang mit dem „Round the World Flight“, im Jahre 1926 ein Besuch in Französisch – Indochina und 1929 ein Besuch in Japan. Von 1931 bis 1937 operierte die USS POPE im Sommer weiterhin vor der chinesischen Küste und im Winterhalbjahr auf den Philippinen mit Divisionsmanövern. Den Zerstörer gliederte man am 3. Februar 1933 in das 5. Geschwader der 15. Division. Das Kriegsschiff stattete 1935 und 1938 Französisch – Indochina zwei Besuche ab. Ebenfalls 1935 wurden Häfen in Japan und 1936 Häfen in Niederländisch – Ostindien angelaufen. Wegen der zunehmenden Spannungen an Chinas Nordgrenzen aufgrund der japanischen Invasion in der Mandschurei, nutzte man die USS POPE ab dem 19. September 1937 für die Evakuierung von Amerikanern in den Hafenstädten von Lao Yao und Tsingtao nach Shanghai. Vom 15. Juli bis zum 20. September 1938 kreuzte der Zerstörer in chinesischen Gewässern vor Qinhuangdao. Danach fuhr das Kriegschiff wieder nach Cavite. Am 5. Juni 1939 kehrte die USS POPE zur South Patrol Force zurück und beteiligte sich an der Evakuierung amerikanischer Konsulate und amerikanischer Staatsangehöriger. Der Zerstörer war dann vom 14. Juni bis zum 19. August vor Beidaihe, Provinz Hebei und Shantou, Provinz Guangdong stationiert. Vor diesen beiden Häfen beobachtete man von dem amerikanischen Kriegsschiff aus die japanische Marine auf ihrem Weg nach Shantou sowie die anschließende Bombardierung und Besetzung der Stadt. Die USS POPE blieb bis Anfang Oktober in den chinesischen Gewässern und fuhr dann nach Cavite in die Manila Bay. Dort legte der Zerstörer am 12. Oktober an und beteiligte sich an den Neutralitätspatrouillen vor und zwischen den Inseln der Philippinen. Das Kriegsschiff gliederte man am 6. Mai 1940 in die Zerstörer Division 59 innerhalb der asiatischen Flotte. In dieser Zerstörer Division befanden sich außerdem noch die Zerstörer USS PILLSBURY, USS PEARY und USS JOHN D FORD ( DD-228 ). Vom 11. Mai bis zum 24. Juni patrouillierte die USS POPE wieder in chinesischen Gewässern. Erst Ende Juni kehrte der Zerstörer aus Neutralitätsgründen nach Manila zurück. Dort blieb das Kriegsschiff bis zum 11. Dezember 1941, als es nach Balikpapan, Borneo, Niederländisch – Ostindien aufbrach. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die USA schon im Zweiten Weltkrieg. Die Japaner hatten vier Tage zuvor die US Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii angegriffen. Am 15. Dezember versetzte man die USS POPE in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS EDSALL ( DD-219 ), USS ALDEN ( DD-211 ), USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ) und USS WHIPPLE ( DD-217 ), aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS PARROTT ( DD-218 ), USS BARKER ( DD-213 ), USS BULMER ( DD-222 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 59. Als die Japaner begannen die Philippinen an sich zu reißen, bewegte sich die asiatische Flotte nach Süden und operierte von der Basis in Surabaya, Java aus unter einem einheitlichen amerikanische – britisch – niederländisch – australischen Kommando ( ABDA ). Am 9. Januar 1942 gehörte die USS POPE zu einer Eskorte für das niederländische Handelsschiff BLOEMFONTEIN. Der Leichte Kreuzer USS BOISE und die Zerstörer USS POPE, USS PARROTT, USS STEWART, USS BULMER und USS BARKER fuhren von Darwin, Australien aus nach Surabaya. Das niederländische Handelsschiff war von Brisbane, Australien aus losgefahren, um alliierte Verstärkungen, die aus dem 2. Bataillon der 131. Feldartillerie,  diese gehörte zur Texas National Guard, und Nachschub bestand, nach Java zu bringen und gehörte vorher zum sogenannten PENSACOLA – Konvoi, der am 29. November 1941 in Pearl Harbor abgelegt hatte damit auf den Philippinen Verstärkungen und Nachschub geliefert werden konnte. Doch der japanische Vormarsch ging schneller wie vermutet und so versuchten die Alliierten die südlicher gelegenen Inseln zu verstärken um Australien zu sichern. Zu dem PENSACOLA – KONVOI gehörte der Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), der zusammen mit dem Kanonenboot USS NIAGARA ( PG-52 ), den Truppentransportern USS REPUBLIC ( AP-33 ) und USS CHAUMONT ( AP-5 ), den zwei US Army Transportschiffen USAT WILLARD A HOLBROOK und USAT MEIGS, den US Handelsschiffen SS ADMIRAL HALSTEAD und SS COASTER FARMER sowie dem niederländischen Handelsschiff BLOEMFONTEIN. An Bord der Schiffe befanden sich Truppen der amerikanischen Nationalgarde sowie US Army Air Force Truppen mit ihren in Kisten verpackten Flugzeugen. Die Japaner nahmen mit ihren Landungstruppen eine Insel nach der anderen im philippinischen Archipel ein. Am 20. Januar 1942 liefen die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS MARBLEHEAD sowie die Zerstörer USS POPE, USS PARROTT, USS JOHN D FORD und USS PAUL JONES von Surabaya aus in Richtung Balikpapan, Borneo, Niederländisch Ostindien. Das war von den Alliierten der Ölhafen, von wo sie ihren Treibstoff erhielten. In das Seegebiet vor der Bucht Balikpapan liefen in der Nacht vom 23. zum 24. Januar die vier Zerstörer ein. Im Hafen lagen 16 japanische Transporter und drei Torpedoboote vor Anker, die von einem Zerstörergeschwader gesichert wurden. Die vier amerikanischen Zerstörer feuerten aus sicherer Entfernung fast all ihre Torpedos auf die feindlichen Schiffe ab. Die japanischen Transporter TSURUGA MARU, SUMANOURA MARU und TACUKAMI MARU, das Versorgungsschiff KURETAKI MARU und das Torpedoboot P-37 sanken. Die USS POPE und die USS PAUL JONES versenkten mit ihren Torpedos den Transporter TACUKAMI MARU. Die Japaner waren über diesen Angriff verwirrt. Die japanischen Zerstörer suchten daraufhin die Bucht nach feindlichen U-Booten ab. Die kleine amerikanische Kampfgruppe zog sich unerkannt aus dem Kampfgebiet zurück und erreichte am 25. Januar Surabaya. Fünf Tage später stach die USS POPE mit anderen Zerstörern als Teil einer Eskorte wieder in See und sicherte zwei niederländische Schiffe bis zur Lombok – Straße, zwischen den indonesischen Inseln Bali und Lombok. Am 15. Februar wehrte sich der Zerstörer zusammen mit anderen alliierten Schiffen gegen drei japanische Luftangriffe, als die Schiffe versuchten eine japanische Landeoperation an der Küste Sumatras zu behindern. Vier Tage später erreichte die USS POPE wieder Surabaya. Hier wurde frischer Treibstoff und Munition gebunkert. Noch am selben Tag musste wieder abgelegt werden. Die japanischen Streitkräfte waren ab dem 18. Februar dabei auf Bali anzulanden. In der Nacht vom 19. zum 20. Februar kam es zur Schlacht um die Badoeng Straße. Die alliierten Schiffe hatten dabei den Nachteil, dass sie nicht als Verband agieren konnten, obwohl sie zahlenmäßig in der Überzahl waren. An den Kämpfen beteiligten sich die U-Boote USS SEAWOLF ( SS-197 ) und HMS TRUANT ( N68 ), die schon am Morgen des 18. Februar den japanischen Konvoi meldeten und angriffen. Doch ohne Erfolg mussten sie schleunigst das Weite suchen nachdem mehrere Wasserbombenangriffe auf sie geführt worden sind. Noch am Abend desselben Tages griffen 20 US Army Air Force Flugzeuge diesen feindlichen Konvoi an und konnten nur den Transporter SAGAMI MARU beschädigen. Der Invasionskonvoi zog sich daraufhin nach Norden zurück. Der Transporter SASAGO MARU wurde dabei von den Zerstörern IJN ASASHIO und IJN OSHIO und der beschädigte SAGAMI MARU von den Zerstörern IJN MICHISHIO und IJN ARASHIO eskortiert. Der Sicherungsverband mit dem Leichten Kreuzer IJN NAGARA und den Zerstörern IJN WAKABA, IJN HATSUSHIMU und IJN NENOHI waren bis dahin noch nicht in Aktion getreten, da sie zu weit weg waren. Die erste alliierte Gruppe, bestehend aus den niederländischen Leichten Kreuzern HNLMS DE RUYTER und HNLMS JAVA, dem niederländischen Zerstörer HNLMS PIET HEIN und den amerikanischen Zerstörern USS POPE und USS JOHN D FORD erreichte das Seegebiet. Um 22:00 Uhr entdeckten diese Kriegsschiffe die vier japanischen Zerstörer und die beiden Transporter. Nur fünfundzwanzig Minuten später eröffneten die alliierten Schiffe das Feuer. Die abgefeuerten Granaten der beiden niederländischen Kreuzer trafen kein Ziel und fuhren daher weiter nach Nordosten damit die Zerstörer mit ihren Torpedos agieren konnten. Doch noch bevor die drei Zerstörer in Reichweite waren traf ein Long – Lance Torpedo, abgefeuert von der IJN ARASHIO, die HNLMS PIET HEIN. Der Zerstörer ging sofort unter. Die Mannschaft hatte keine Chance sich zu retten. Es entspann sich daraufhin ein Gefecht zwischen den japanischen Zerstörern IJN OSHIO und IJN ARASHIO und den amerikanischen Zerstörern USS POPE und USS JOHN D FORD. Die Amerikaner mussten sich nach Südosten zurückziehen anstatt den Kreuzern zu folgen. Die beiden japanischen Zerstörer schossen dann in der Dunkelheit mehrere Minuten lang auf sich selber, da man sich mit feindlichen Schiffen verwechselte. Keine der abgefeuerten Granaten traf aber ihr Ziel. Erst drei Stunden später erreichte die zweite alliierte Gruppe das Seegebiet in der Badoeng Straße. Die USS POPE zog sich nach Surabaya zurück. Hier nahm man einige Reparaturen vor. Am Morgen des 28. Februar legte der beschädigte britische Schwere Kreuzer HMS EXETER ( 68 ) in Begleitung des britischen Zerstörers HMS ENCOUNTER ( H10 ) in Surabaya an. Nach dem bunkern von Munition, Treibstoff und Proviant sollte die USS POPE diese beiden britischen Schiffe bis nach Colombo, Ceylon eskortieren. Noch am Abend des 28. Februar stachen die drei Kriegsschiff in See. Am Morgen des 1. März, gegen 8:00 Uhr, trafen sie auf eine kleine japanische Streitmacht in der Java – See zwischen Borneo und Java. Diese bestand aus den Schweren Kreuzern IJN NACHI, IJN HAGURO, IJN MYOKO und IJN ASHIGARA sowie den Zerstörern IJN AKEBONO, IJN INAZUMA, IJN YAMAKAZE und IJN KAWAKAZE. Die japanischen Kriegsschiffe waren in zwei Gruppen eingeteilt. Von den Schweren Kreuzern stiegen Flugzeuge auf und gegen 14:20 Uhr begannen sie mit dem Bombardement der alliierten Kriegsschiffe. Die HMS EXETER bekam neuerlich einen Volltreffer in den Heizraum. Dadurch war der britische Schwere Kreuzer nicht mehr Manövrierfähig und es gab keinen Strom. Jetzt begannen die japanischen Zerstörer mit ihren Torpedoangriffen. Der britische Schwere Kreuzer wurde auf der Steuerbordseite von zwei Torpedos getroffen und kenterte um 11:40 Uhr, ungefähr 78 Seemeilen Nordwestlich von Bawean Island. Jetzt richteten die Japaner ihr Augenmerk auf die beiden alliierten Zerstörer. Die USS POPE feuerte alle ihre Torpedos ab und verschoss 140 Granaten auf die feindlichen Schiffe. Zwar wurden dabei mehrere japanische Kriegsschiffe beschädigt, was aber auf die weitere Schlacht keine Auswirkungen hatte. Dann kam für die beiden Zerstörer ein Unwetter zu Hilfe. Doch dieses währte nicht lange. Sechs japanische Piloten fanden mit ihren Maschinen die fliehenden Schiffe. Die einzige an Bord befindliche Luftabwehrkanone auf der USS POPE streikte. Einer der Bomber konnte einen nahen Treffer zum Kriegsschiff erzielen. Die Explosion zerstörte die Welle auf Steuerbord des Zerstörers und im Heck begann durch ein Leck Wasser einzudringen. Die USS POPE wollte sechs weiteren Bomben ausweichen, was aber mit nur einer Welle nicht gelang. Während dieses Angriffs kam nur ein Besatzungsmitglied ums Leben.
Lieutenant Commander Welford Charles Blinn ( 12. Oktober 1902 in Spartam Ohio – 18. Februar 1990 in Riverside, Kalifornien ), Kommandant des Zerstörers, gab das Kommando zum Verlassen des Kriegsschiffes, nachdem immer mehr Wasser ins Schiff eindrang und die Lenzpumpen ihre Arbeit nicht mehr leisten konnten. Die Besatzungsmitglieder gingen in ihre Rettungsflöße und verließen die USS POPE die manövrierunfähig über Wasser lag. Da schlug eine Salve eines japanischen Kreuzers in den Zerstörer ein, die das amerikanische Kriegsschiff in der Mitte zerbrechen ließ und unmittelbar danach versank. Auch die HMS ENCOUNTER erlitt das gleiche Schicksal. Die Überlebenden der drei alliierten Kriegsschiffe befanden sich rund zwanzig Stunden in ihren Flößen oder mit Öl überzogenen Schwimmwesten im Wasser. Zahlreiche von ihnen waren durch Verbrennungen verwundet. Lieutenant Commander Shunsaku Kudo ( 7. Januar 1901 – 12. Januar 1979 ), Kommandant des japanischen  Zerstörers IJN IKAZUCHI, setzte sein Kriegsschiff einem Angriffsrisiko aus während seine Mannschaft und die Mannschaft des japanischen Zerstörers INAZUMA 442 Überlebende der USS POPE, HMS ENCOUNTER und HMS EXETER aus dem Wasser retteten. Insgesamt wurden nach der Schlacht über 800 alliierte Mannschaftsmitglieder von den Japanern aus dem Wasser gerettet. Von der USS POPE waren es alleine 151. Alle diese Geretteten gingen in Kriegsgefangenschaft, von denen 190 dort starben. Unter diesen Toten befanden sich 27 von der USS POPE.
Den Namen USS POPE ( DD-225 ) strich man am 8. Mai 1942 von der US Navy – Liste.
Das Wrack des Zerstörers wurde im Dezember 2008 durch das Tauchboot MV EMPRESS entdeckt und identifiziert. 


USS POPE ( DD-225 )
Commanding Officer
 

CDR Richard Somers Galloway    27. Oktober 1920 – 2. Februar 1921
LCDR James Bothwell Will    2. Februar 1921 – 24. Dezember 1921
CDR Henry George Stewart Wallace    24. Dezember 1921 – 22. Januar 1922
LT Benjamin Perlman    22. Januar 1922 – 30. September 1922
CDR Henry George Stewart Wallace    30. September 1922 – 13. Oktober 1923
LCDR Howard Melvin Lammers    13. Oktober 1923 – 1. Januar 1924
LCDR John Walter McClaran    1. Januar 1924 – 10. Dezember 1924
LCDR George Wirt Simpson    10. Dezember 1924 – 21. Januar 1925
LT Benjamin Perlman    21. Januar 1925 – 19. April 1925
CDR James Perdue Olding    19. April 1925 – 1. September 1925
CDR Harold Hofmann Ritter    1. September 1925 – 3. Juni 1926
LCDR Romuald Peter Paul Meclewski    3. Juni 1926 – 8. Juni 1928
CDR Stuart Southerlans Brown    8. Juni 1928 – 2. Februar 1929
LT Ernest Herman Von Heimberg    2. Februar 1929 – 25. März 1929 (später VADM)
LCDR Theodore Edson Chandler    25. März 26 1929 – 26. Oktober 1930 (später RADM)
LCDR George Platt Brewster    26. Oktober 1930 – 28. Januar 1931
CDR Walter Elliot Brown    28. Januar 1931 – 10. Juni 1932
LCDR Robert John Walker    10. Juni 1932 – 1. Juli 1934
LCDR Robert Ogden Glover    1. Juli 1934 – 10. März 1935 (später RADM)
LT Henry Howard Caldwell    10. März 1935 – 27. April 1935 (später RADM)
LCDR Nelson Nelles Gates    27. April 1935 – 18. Juli 1936
LCDR Alexander John Couble    18. Juli 1936 – 10. April 1937
LCDR Wade DeWeese    10. April 1937 – 5. August 1939
LCDR Clarence Lee Conner Atkeson Jr.    5. August 1939 – 20. Juli 1940 (später RADM)
LCDR Henry Theodore Wray    20. Juli 1940 – 23. Januar 1941
LT Richard Nott Antrim    23. Januar 1941 – 10. Februar 1941 (O-in-Ch Larer RADM)
LCDR Welford Charles Blinn    10. Februar 1941 – 1. März 1942

USS SLOAT ( DE-245 )

USS SLOAT ( DE-245 )

Biografie

John Drake Sloat
* 26. Juli 1781 in Sloats House, Sloatsburg, Rockland County, New York
† 26. November 1867 in New Brighton, Richmond County, New York
war ein Rear Admiral in der US Navy, der 1846 Kalifornien für die Vereinigten Staaten beanspruchte

John Drake Sloat hatte eine niederländische Abstammung. Sein Vater, Captain John Sloat ( 1754 in Sloatsburg, Rockland County, New York – 4. April 1781 in Sloatsburg, Rockland County, New York ), wurde zwei Monate vor seiner Geburt irrtümlich von einem seiner eigenen Wachposten, die er selber angeworben hatte, in der Tür von Sloat House erschossen. Auch seine Mutter starb schon wenige Jahre nach seiner Geburt, so dass John von seinen Großeltern mütterlicherseits erzogen wurde. Sloat ernannte man 1800 in der US Navy zum Midshipman. Er diente ab dem 10. Januar 1812 als Segelmeister während des Krieges von 1812 auf der amerikanischen Fregatte USS UNITED STATES ( 1797 ) unter Commodore Stephen Decatur ( 5. Januar 1779 in Sinepuxent, heute Berlin, Worcester County, Maryland – 22. März 1820 in Washington DC ). Am 25. Oktober 1812 traf die amerikanische Fregatte, mit 44 Kanonen und 864 Pfund Metall einer Breitseite, auf die britische Fregatte HMS MACEDONIAN ( 1810 ), 38 Kanonen und 528 Pfund Metall einer Breitseite. Die USS UNITED STATES wendete und zwang die HMS MACEDONIAN sie zu verfolgen. Doch schon nach wenigen Minuten wurden die Geschützklappen auf der amerikanischen Fregatte geöffnet und eine Breitseite von Steuerbord wurde auf die britische Fregatte abgefeuert. Auf diesem Schiff gingen alle drei Masten gleich zu Bruch und mehrere Einschusslöcher gab es unter der Wasserlinie. Comodore Decatur ließ die USS UNITED STATS außer Reichweite der britischen Kanonen bringen, damit man auf dem feindlichen Schiff über die weitere Vorgehensweise beraten konnte. Außerdem sollten die amerikanischen Kanoniertrupps genügend Zeit zum Nachladen ihrer Kanonen erhalten. Aus Mangel an weiteren Optionen ließ man auf der HMS MACEDONIAN die Flagge einziehen. John Drake Sloat wurde für sein gezeigtes auffälliges Engagement während des Kampfes am 24. Juli 1813 zum Lieutenant befördert. Er erhielt ab 1824 das Kommando über den Schoner USS GRAMPUS ( 1821 ). Am 5. März 1825 war Sloat mit dem Schoner ein Hauptakteur bei der Festnahme des aus Puerto Rico stammenden Piraten Roberto Cofresí y Ramírez de Arellano. Eine Allianz aus Spaniern, Dänen und Amerikanern hatte sich in der Karibik gebildet, um dort das Piratentum auszulöschen. Sloat wurde am 21. März 1826 zum Master Commander ernannt und diente auf dem Linienschiffen USS FRANKLIN ( 1815 ) und USS WASHINGTON ( 1814 ). Sloat stellte am 20. Dezember 1828 die neugebaute Schaluppe USS ST LOUIS ( 1828 ) in den Dienst der US Navy und übernahm das Kommando über das Kriegsschiff. Er überführte den Schoner in den Pazifik. Dazu umrundete das Kriegsschiff das Kap Horne. Am 20. Juni 1829 gliederte man den Schoner in das Pazifikgeschwader. Sloat beförderte man am 9. Februar 1837 zum Captain. In der Zeit von 1840 bis 1844 war er für die Portsmouth Navy Yard verantwortlich. 1844 erhielt er das Kommando über das Pazifikgeschwader, in dem sich fünf Kriegsschiffe befanden. 1845 stiegen die Spannungen zwischen den USA und Mexiko stetig an. Man beorderte Sloat in diesen Tagen nach Alta California. Hier sollte er landen und das Land für die USA einfordern, falls der fast unausweichliche Krieg ausbrechen sollte. Und dieser brach am 25. April 1846 aus. Sloat wurde über die ersten Kämpfe vor Mazatlan an der texanischen Grenze informiert, da eilten seine Kriegsschiffe auch schon nach Norden. Neben den Amerikanern hatten die Briten ebenfalls schon ein Auge auf dieses Land geworfen. Das Pazifikgeschwader nahm Kurs auf Monterey. Dort kam es am 7. Juli zu einem kurzen Gefecht und die Amerikaner gingen an Land. Hier wurde auf dem Zollhaus die amerikanische Flagge gehisst und eine Proklamation verkündet, dass ab diesem Tage Kalifornien zu den USA gehöre. Für ganze 22 Tage war John Drake Sloat der Militärgouverneur von Kalifornien. Am 23. Juli übergab er es an Commodore Robert Field Stockton ( 20. August 1795 in Princeton, New Jersey – 7. Oktober 1866 in Princeton, New Jersey ). Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes konnte Sloat nicht mehr zur See fahren. So übernahm er ab 1847 das Kommando über die Norfolk Navy Yard, das er bis 1851 behielt. Anschließend leitete er bis 1855 den Bau der Stevens Battery, einem Vorläufer der späteren Monitore, und war an der Planung der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien beteiligt. Am 27. September 1855 versetzte man ihn auf die Reservistenliste und am 21. Dezember 1861 trat er als Captain in den Ruhestand. Wenige Monate später, am 16. Juli 1862 ernannte man Sloat zum Commodore im Ruhestand und am 25. Juli 1866 zum pensionierten Rear Admiral. John Drake Sloat war ein Freimaurer und gehörte zur St. Nicholas Lodge Nummer 321 an in New York City an. Er starb am 26. November 1867 in New Brighton, New York und wurde auf dem Green – Wood – Cemetery in Brooklyn beigesetzt.
John Drake Sloat war mit Abbey Gordon ( 6. November 1785 in Norwich, New London County, Connecticut – 15. November 1878 im Richmond County, New York ) verheiratet.

Ihm zu Ehren wurden drei Schiffe benannt. Das erste Schiff war der Zerstörer USS SLOAT ( DD-316 ), das zweite der Geleitzerstörer USS SLOAT ( DE-245 ) und das aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Liberty Schiff SS JOHN DRAKE SLOAT.


USS SLOAT ( DE-245 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS SLOAT ( DE-245 ) war das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear admiral John Drake Sloat benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das zweiunddreißigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company, Inc., in Houston, Texas wurde am 21.
November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. J. B. Deason taufte am 21. Januar 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Edmund Ernest Garcia ( 25. März 1905 in San Juan, Puerto Rico – 2. November 1971 in Ozona, Florida ) stellte am 16. August 1943 in Galveston, Texas das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS SLOAT legte am 28. August in Galveston ab und fuhr nach New Orleans, Louisiana, wo sie am folgenden Tag anlegte. Hier wurden die Munitions- und Treibstoffbunker gefüllt. Nach Abschluss dieser Arbeiten stach der Geleitzerstörer am 5. September wieder in See und fuhr für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Hier blieb das Kriegsschiff für die Ausbildung der Mannschaft für fast vier Wochen. Von den Bermudas aus fuhr die USS SLOAT in die Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina. Hier überprüfte man die Schiffshaut und nahm noch einige Veränderungen vor. Diese Arbeiten dauerten vom 7. bis zum 17. Oktober. An diesem 17. Oktober verließ der Geleitzerstörer wieder den Hafen von Charleston und fuhr nach New York. Von hier aus eskortierte das Kriegsschiff ab dem 22. Oktober mehrere Handelsschiffe aus dem Schiffskonvoi UGS-22 nach Norfolk, Virginia. Von hier aus wechselte die USS SLOAT wieder nach Charleston. Zusammen mit dem Schwesterschiff  USS SNOWDEN ( DE-246 ) eskortierte der Geleitzerstörer das Frachtschiff USS ALMAACK ( AF-27 ) bis zum Panamakanal. Beide Geleitzerstörer fuhren anschließend nach New York, wo sie in der ersten Novemberwoche eintrafen. Das Kriegsschiff eskortierte zusammen mit USS SNOWDEN und der USS INCH ( DE-146 ) mehrere Handelsschiffe vom Schiffskonvoi UGS-23 und UGS-24 von New York nach Norfolk. Hier sammelten sich auch die Handelsschiffe beider Schiffskonvois,
die auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch Marokko gegen deutsche U-Boot Angriffe gesichert werden mussten. Dazu gliederte man die USS SLOAT in die CortDiv 7 ein. Am 13. November verließen die Handelsschiffe von UGS-24 Norfolk und wurden unter anderem von den Kriegsschiffen der CortDiv 7 aus der Task Force 63 eskortiert. In dieser CortDiv 7 befanden sich die Geleitzerstörer USS SLOAT, USS SNOWDEN, USS INCH, USS TOMICH ( DE-242 ), USS HUSE ( DE-145 ), USS FROST ( DE-144 ) und USS MOORE ( DE-240 ), welche ab dem 11. November dem Konvoi UGS-24 zugeteilt waren. Ohne Ereignisse erreichten die Schiffe am 2. Dezember Casablanca. Die Geleitzerstörer patrouillierten in den folgenden Tagen in den Gewässern vor dem Hafen. Fünf Tage später verließ der Konvoi GUS-26 Casablanca und die Kriegsschiffe der CortDiv 7 eskortierten diesen bis nach New York. In den dortigen Hafen liefen sie am 25. Dezember ein. Die USS SLOAT wechselte noch am selben Tag in die New York Navy Yard. Am 5. Januar 1944 verließ der Geleitzerstörer wieder die Werft und fuhr zum Block Island Sound, um vor Montauk Point, Long Island, ein Kanonen- und Anti-U-Boot Kampftraining zusammen mit den anderen Geleitzerstörern der CortDiv 7 am Montauk Point, Long Island zu absolvieren. Fünf Tage später fuhr die USS SLOAT zusammen mit der USS TOMICH nach Norfolk. Hier lag der Schiffskonvoi UGS-30, bestehend aus 70 Handelsschiffen, vor Anker und wartete auf die Eskorte. Die Eskorte bildeten die Geleitzerstörer USS SLOAT, USS SNOWDEN, USS INCH, USS HUSE, USS FROST und USS TOMICH aus der CortDiv 7 und die Geleitzerstörer USS RAMSDEN ( DE-382 ), USS MILLS ( DE-383 ), USS RHODES ( DE-384 ), USS SAVAGE ( DE-386 ), USS RICHEY ( DE-385 ) und USS SELLSTROM ( DE-255 ) aus der CortDiv 23. Alle diese Kriegsschiffe bildeten die Task Force 63. Am 14. Januar legte der Schiffskonvoi in Norfolk ab und fuhr über Casablanca bis nach Algier, Algerien. Die Geleitzerstörer USS SNOWDEN, USS INCH, USS HUSE und USS FROST blieben in Casablanca zurück. Die Geleitzerstörer USS SLOAT und USS TOMICH eskortierten den Konvoi noch bis Gibraltar. Dort blieben beide Kriegsschiffe zurück. Die Geleitzerstörer legten neben dem berühmten britischen Schlachtschiff HMS WARSPITE ( 03 ) an. Am 4. Februar verließen beide Geleitzerstörer die britische Basis Gibraltar und erreichten am folgenden Tag den Schiffskonvoi GUS 29. Am 8. Februar verließen die USS SLOAT und USS TOMICH den Schiffskonvoi bei den Azoren. Hier lagen die beiden Liberty Schiffe SS PHOENIS BANNING und SS ABRAHAM BALDWIN. Die beiden Geleitzerstörer eskortierten beide Handelsschiffe, bis diese den Schiffskonvoi GUS 29 erreicht hatten. Bis zum Abend des 17. Februar blieben beide Kriegsschiffe beim Konvoi. Am Morgen des folgenden Tages erhielten sie den Befehl aus dem Schiffskonvoi den Öltanker USS MATTAPONI ( AO-41 ) und das Handelsschiff SS SANGARA bis zu den Bermudas zu eskortieren. Gleich nach dem erreichen der amerikanischen Marinebasis fuhren die USS SLOAT und die USS TOMICH nach New York. Sie legten am 22. Februar in der New York Navy Yard an und unterzogen sich dringenden Reparaturen. Am 5. März machte sich die USS SLOAT auf den Weg zum Montauk Point, wo sich die Mannschaft einem Auffrischungstraining unterzog. Anschließend fuhr das Kriegsschiff zurück nach New York und eskortierte von dort aus mehrere Handelsschiffe bis nach Norfolk. Dort legte sie am 11. März an. Hier integrierte man die USS SLOAT in die Task Force 64, die Captain Harold S. Berdine ( USCG ) kommandierte, deren Kriegsschiffe den Schiffskonvoi UGS 36, bestehend aus 72 Handelsschiffen und 18 Panzerlandungsschiffen, eskortieren sollen. In der TF 64 befanden sich die amerikanischen Zerstörer USS DECATUR ( DD-341 ), USS WHIPPLE ( DD-217 ), USS ALDEN ( DD-211 ) und USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), den amerikanischen Geleitzerstörern USS SLOAT, USS TOMICH, USS MILLS, USS RAMSDEN, USS RHODES, USS SAVAGE, USS RICHEY und USS SELLSTROM, die 37. britische Escort Group mit dem Flakkreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), der niederländischen Fregatte HNMS JOHAN MAZRITS van NASSAU ( K251 ), den britischen Schaluppen HMS BLACK SWAN ( L57 ), HMS AMETHYST ( F116 ) und HMS DEPTFORD ( L53 ), die niederländische Schaluppe HNMS FRISO ( K00 ), die britische Korvette HMS CAMPION ( K108 ) und ein britischer Minensucher mit JIG Störsender für Lenkbomben. Die auf den Schiffskonvoi angesetzten deutschen U-Boote U-421, Kommandant Oberleutnant zur See Hans Kolbus ( 5. Oktober 1919 in Löhne, Westfalen –  ? ), und U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 –  ? ) kommen in der Nacht vom 30. zum 31. März nicht zum Schuss. Die USS TOMICH und die HMS BLACK SWAN drängen die U-Boote von dem Konvoi ab. Am 1. April, kurz vor der Morgendämmerung, entdeckt der Ausguck auf der USS TOMICH feindliche Flugzeuge, die von Backbord her sich dem Schiffskonvoi näherten. Da liegt der Schiffskonvoi und die Sicherungsschiffe rund 90 Kilometer westlich von Algier. 20 deutsche Torpedobomber griffen ab 4:05 Uhr an. Während des 20-minütigen Kampfes können zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen und zwei beschädigt werden. Aus dem Schiffskonvoi wird nur das US Liberty – Schiff SS JARED INGERSOLL ( 7.191 BRT ) beschädigt, auf Grund gesetzt und später geborgen. Außerdem wird bei diesem feindlichen Luftangriff das amerikanische Panzerlandungsschiff USS LST-526 leicht beschädigt. Alle anderen Schiffe können unbeschadet am 3. April Bizerte, Tunesien erreichen. Am 11. April verlässt der Schiffskonvoi GUS 36 wieder den tunesischen Hafen. Die Schiffe erreichten ohne Vorkommnisse am 2. Mai den Hafen von New York. Die USS SLOAT fuhr in die New York Navy Yard und unterzog sich erneut einigen Reparaturen. Nach Abschluss der Arbeiten fuhr der Geleitzerstörer zu einem Auffrischungstraining in die Casco Bay, Maine. Jetzt gliederte man die USS SLOAT in die Task Group 22.4, einer Hunter-Killer-Group. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS TRIPOLI ( CVE-64 ) und die Geleitzerstörer USS SLOAT, USS MOORE, USS KEITH ( DE-241 ) und USS J RICHARD WARD ( DE-243 ). Die USS SLOAT fügte sich ab dem 24. Mai in New York in diese TG ein. Diese Kriegsschiffe waren auf ihrer Patrouillenfahrt zwischen den Bermudas und Argentia, Neufundland, Kanada. Es wurden dabei keine feindlichen U-Boote gesichtet. Die fünf Kriegsschiffe erreichten am 12. Juni Argentia und blieben für das Auffüllen ihrer Bunker bis zum 15. Juni. An diesem Tag verließen die fünf Kriegsschiffe wieder Argentia und fuhren nach New York, wo sie drei Tage später anlegten. Die USS SLOAT blieb bis zum 7. August hier. An diesem Tag gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Group 23.9. Zusammen mit diesen Kriegsschiffen operierte die USS SLOAT anfangs in der Karibik. Ab September patrouillierten diese Schiffe vor Neufundland und legten am 9. Oktober in New York wieder an. Der Geleitzerstörer operierte dann bis zum 24. Januar 1945 entlang der US Ostküste. Dann gliederte man das Kriegsschiff in die TG 22.4 ein. In dieser TG befindet sich der Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ) und die Geleitzerstörer USS SLOAT, USS MOORE, USS TOMICH und USS J RICHARD WARD. Die Kriegsschiffe dieser TG operieren entlang der US Ostküste. Durch die amerikanische Anti-U-Boot Taktik sind die Gewässer vor der Amerikanischen Küste sicher vor feindlichen U-Booten. Doch ab Mitte März 1945 waren mehrere deutsche U-Boote gleichzeitig aus ihren geschützten Häfen vor Norwegen ausgelaufen und sollten im Nordatlantik den Kampf gegen alliierte Schiffskonvois erneut aufnehmen. Um dem entgegenzuwirken wurden vier Hunter Killer Groups gebildet. Die Kriegsschiffe der TG 22.2 operierten in den Gewässern des Nordatlantiks. Die Alliierten begannen zur Abwehr der deutschen U-Boote mit der Operation „Teardrop“. Gleichzeitig hatte man auf alliierter Seite die Vermutung, dass die Deutschen auf geschleppten Starterbehältern von den Azoren aus mit V-2 Raketen auf amerikanische Städte feuern könnten. Doch dazu kam es nicht mehr. Diese TG wurde Ende April von der TG 22.4 abgelöst. In der TG 22.4 befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORE und die Geleitzerstörer USS MOORE, USS SLOAT, USS TOMICH und USS J RICHARD WARD. Bis zum Ende des Krieges auf europäischem Boden am 8. Mai, konnte von den Kriegsschiffen der TG kein deutsches U-Boot gefunden und versenkt werden. Noch am selben Tag legte die USS SLOAT im Hafen von New York an und wechselte an die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts. Hier bereitete man den Geleitzerstörer auf seine Fahrt in den Pazifik vor, wo der Zweite Weltkrieg noch immer unvermindert tobte. Nach Abschluss der Umrüstarbeiten, so erhielt das Kriegsschiff zusätzliche Flugabwehrgeschütze, gliederte man die USS SLOAT wieder in die CortDiv 7 ein. Der Geleitzerstörer fuhr für mehrere Übungseinheiten bis in die Guantanamo Bay, Kuba. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 15. Juli und trainierte zusammen mit den anderen Geleitzerstörern aus der CortDiv 7. An diesem Tag verließ die USS SLOAT die Guantanamo Bay, durchquerte den Panamakanal und legte am 26. Juli in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien an. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, Munition und Proviant, legte der Geleitzerstörer fünf Tage später in San Diego wieder ab und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Das Kriegsschiff lief am 7. August in den dortigen Hafen ein. Auch hier blieb die USS SLOAT nicht lange. Der Geleitzerstörer stach am 11. August schon wieder in See und fuhr zur Insel Saipan, Nördliche Marianen. Auf dem Weg dorthin erhielt man auf dem Kriegsschiff am 15. August die Nachricht, dass durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg auch im Pazifik beendet worden sei. Am 20. August erreichte die USS SLOAT Saipan. Der Geleitzerstörer patrouillierte zwischen Saipan, Guam, Nördliche Marianen; dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands; dem Atoll Ulithi, Karolinen; der Bonin Insel Iwo Jima und bis nach Shanghai, China. Im April verließ das Kriegsschiff den Fernen Osten und fuhr nach San Pedro, Kalifornien, wo es am 1. Mai anlegte. Von dort aus fuhr die USS SLOAT zum Panamakanal, durchquerte diesen und legte am 20. Mai im Hafen von Charleston an. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Inaktivität vor. Am 12. September fuhr die USS SLOAT nach Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 6. August 1947 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS SLOAT ( DE-245 ) strich man am 2. Januar 1971 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 5. April 1972 den Schiffskörper an die Peck Equipment Company in Portsmouth, Virginia zum verschrotten.   


USS SLOAT ( DE-245 )
Commanding Officer
 

LCDR Edmund Ernest Garcia       16. August 1943 – 31. Januar 1944  (später RADM )
LCDR W. A. Cashman  (USNR)      31. Januar 1944 –  Mai 1945
LCDR G. B. Atterbury  (USNR)       Mai 1945 – Juni 1945
LT A. S. Lane  (USNR)       Juni 1945 –  Februar 1946
LT Henry Walter Ancell       Februar 1946 –

USS J RICHARD WARD ( DE-243 )

USS J RICHARD WARD ( DE-243 )

Biografie

James Richard Ward
* 10. September 1921 in Springfield, Clark County, Ohio
† 7. Dezember 1941 in Pearl Harbor, Territorium Hawaii, an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA ( BB-37 )
war ein Seaman First Class in der US Navy

James Richard Ward war der Sohn von Howard Joseph Ward und Nancy Ward. Er hatte eine Schwester, Marjorie Ward. James Richard Ward trat am 25. November 1940 freiwillig in Cincinnati, Ohio in die US Navy ein. Nach einer Grundausbildung versetzte man ihn an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA ( BB-37 ), wo er zu einer Geschützmannschaft gehörte. Am 7. Dezember 1941 überfielen die Japaner Pearl Harbor. Während des Angriffs wurden drei Torpedos auf die USS OKLAHOMA abgefeuert. Nach den Explosionen war bald klar, dass das Schlachtschiff bald kentern würde. Deshalb gab man den Befehl zum Verlassen des Schiffes. Die Elektrik war ausgefallen. Daher konnten sich die Mannschaftsmitglieder nur im Dunkeln vorantasten. Seaman First Class James Richard Ward blieb in seinem Geschützturm und leuchtete mit einer Stablampe seinen Kameraden den Fluchtweg ins Freie. Er selber schaffte diesen Weg nicht mehr und ging mit dem Schlachtschiff unter. Für sein gezeigtes Heldentum verlieh man ihm posthum die Medal of Honor.


USS J RICHARD WARD ( DE-243 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS J RICHARD WARD ( DE-243 ) war das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seaman First Class James Richard Ward benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das dreißigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company, Inc., in Houston, Texas wurde am 30.
September 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Marjorie Ward, Schwester von Seaman First Class James Richard Ward, taufte am 6. Januar 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant T. S. Dunstan stellte am 5. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS J RICHARD WARD bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Charleston, South Carolina, wo er am 1. September anlegte. In der dortigen Werft überprüfte man die Schiffshaut. Danach stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr nach Norfolk, Virginia. Hier gliederte man es in den Eskortierdienst ein. Am 15. September stachen die Handelsschiffe des Konvois UGS 18 in See. Die zur Sicherung in der TF befindlichen Kriegsschiffe waren die Küstenwachtkutter USCGC BIBB ( WPG-31 ) und USCGC INGHAM ( WPG-35 ), die Zerstörer USS WILKES ( DD-441 ), USS SWANSON ( DD-442 ) und USS ROE ( DD-418 ) sowie die Geleitzerstörer USS J RICHARD WARD, USS KEITH ( DE-241 ), USS MOORE ( DE-240 ) und USS CHASE ( DE-158 ). Ohne Ereignisse erreichten diese Schiffe am 2. Oktober Gibraltar. Hier wurde die Sicherung der Handelsschiffe durch britische Kriegsschiffe übernommen. Bis zum 10. Oktober operierten die amerikanischen Kriegsschiffe zwischen Casablanca, Französisch Marokko und Gibraltar. An diesem Tag übernahmen sie für die Rückfahrt an die US Ostküste den Schiffskonvoi GUS 17. In der TF 63 befanden sich nun zur Sicherung die Küstenwachtkutter USCGC BIBB und USCGC INGHAM, die Zerstörer USS WILKES, USS SWANSON, USS ROE, USS SCHENCK ( DD-159 ) und USS WARD ( DD-139 ) und den Geleitzerstörern USS J RICHARD WARD, USS KEITH und USS MOORE. Am 27. Oktober erreichten die Schiffe des Konvois New York. Die USS J RICHARD WARD beteiligt sich anschließend an noch zwei Konvoifahrten bis nach Gibraltar, um die Bemühungen der Alliierten im Mittelmeerraum tatkräftig zu unterstützen. Mit dem letzten Schiffskonvoi ereichte der Geleitzerstörer am 22. Februar 1944 New York. Man bugsierte das Kriegsschiff in die New York Navy Yard und nahm an der USS J RICHARD WARD einige Reparaturen vor. Danach wechselte der Geleitzerstörer in die Casco Bay, Maine. Hier begann für die Mannschaft des Kriegsschiffes ein Auffrischungstraining. Im Anschluss daran gliederte man die USS J RICHARD WARD in die Task Group 22.14. Zusammen mit den darin befindlichen Kriegsschiffen wurden mehrere Anti-U-Boot Trainingseinheiten absolviert. In der TG befindet sich der Geleitflugzeugträger USS TRIPOLI ( CVE-64 ) und die Geleitzerstörer USS J RICHARD WARD, USS KEITH, USS MOORE und ein weiterer. Diese Kriegsschiffe trainieren in der Bay für ihre kommende Aufgabe, deutsche U-Boote aufzuspüren und zu vernichten. Am 15. März stechen die Schiffe in See und begeben sich in ihr Einsatzgebiet westlich der Kapverdischen Inseln. Nur am 19. April kann U-543, Kommandant Kapitänleutnant Hans-Jürgen Hellriegel ( 16. Juni 1917 in Berlin-Wilmersdorf – 2. Juli 1944 im Mittelatlantik ), aufgespürt werden. Doch das deutsche U-Boot kann ohne Schaden entkommen. Wenige Tage später verlassen die Kriegsschiffe der TG 24.14 ihr Einsatzgebiet und erreichten am 27. April Norfolk. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Jetzt gliederte man im Mai den Geleitflugzeugträger und die Geleitzerstörer USS J RICHARD WARD USS MOORE und USS KEITH in die Task Group 22.4. Schon wenige Tage später verlassen diese vier Kriegsschiffe Norfolk und begannen ihre Patrouillenfahrt von den Bermudas aus. Am 24. Mai trat der Geleitzerstörer USS SLOAT ab New York der TG bei. Die Kriegsschiffe fuhren ihre Patrouille bis nach Argentia, Neufundland, Kanada weiter. Es wurden dabei keine feindlichen U-Boote gesichtet. Die fünf Kriegsschiffe erreichten am 12. Juni Argentia und blieben für das Auffüllen ihrer Bunker bis zum 15. Juni. An diesem Tag verließen sie wieder den Hafen und fuhren nach New York. Die USS J RICHARD WARD und die anderen Kriegsschiffe der TG legten am 18. Juni wieder in New York an. An dem Geleitzerstörer nahm man in der Werft Reparaturen vor. Nach Abschluss der Arbeiten wechselte das Kriegsschiff Ende Juni nach Norfolk. Hier diente es für einen Monat als Schulschiff zur Ausbildung neuer Besatzungen auf fast fertig gestellten Geleitzerstörern. Ende Juli gliederte man für eine Hunter Killer Group die USS J RICHARD WARD wieder in die Task Group 22.4. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ), ein Veteran aus der Zeit der großen Atlantikschlacht, und die Geleitzerstörer USS J RICHARD WARD, USS KEITH, USS MOORE und ein weiterer. Diese Gruppe operierte ab dem 8. August nun von der Karibik aus bis nach Neufundland. Am 30. August erhalten die Kriegsschiffe einen Kontakt zu einem feindlichen U-Boot. Von der USS KEITH werden zwei Hedgehog Angriffe auf das feindliche U-Boot durchgeführt. Doch ohne Ergebnis. In Argentia legten die Kriegsschiffe Ende August kurz an, um die Bunker aufzufüllen. Am 9. Oktober laufen die Kriegsschiffe der TG in den Hafen von New York ein. Nach einigen Reparaturarbeiten verlassen die Schiffe der TG 22.4 wieder die Werft und fuhren zu Trainingszwecken in die Casco Bay. Anschließend erreichten sie Anfang November Norfolk. In dieser TG befand sich jetzt der Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ) und die Geleitzerstörer USS J RICHARD WARD, USS MOORE, USS KEITH und USS TOMICH ( DE-242 ). Am 7. November stechen die fünf Kriegsschiffe von Norfolk aus in See und fahren zum amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Hier sollten die Schiffe der TG ein Gruppentraining als Hunter Killer Group absolvieren. Am 10. November erreichten die Kriegsschiffe ihr Einsatzgebiet und absolvierten bis Ende des Monats ihre intensiven Übungen. Danach verlassen die Schiffe die Bermudas und fuhren nach New York. In den Hafen liefen sie am 6. Dezember ein. Die USS TOMICH operierte zusammen mit den Schiffen der TG für den rest des Jahres 1944 und bis zum Frühjahr 1945 entlang der US Ostküste. Durch die amerikanische Anti-U-Boot Taktik sind die Gewässer vor der Amerikanischen Küste und die Seewege nach Europa wieder sicher vor feindlichen U-Booten. Von Oktober an bis Mitte Januar 1945 kann sich daher die USS J RICHARD WARD einer taktischen Mission widmen. Der Geleitzerstörer eskortiert einen Geleitflugzeugträger bis zur Guantanamo Bay, Kuba, wo die Kampfpiloten ihre Prüfungen und Qualifikationen absolvieren müssen. Hier war die USS J RICHARD WARD auch für die Seenotrettung eingeteilt. Mitte Januar kehrte der Geleitzerstörer nach Norfolk zurück. Hier gliederte man das Kriegsschiff wieder in eine Hunter Killer Group. Am 24. Januar stachen die Kriegsschiffe in See. Bei schwerem Wetter des Nordatlantiks fuhren sie ihre Patrouille und suchten nach feindlichen U-Booten. Erst am 28. März kehrten sie nach Norfolk zurück. Ab Mitte März 1945 waren mehrere deutsche U-Boote gleichzeitig aus ihren geschützten Häfen vor Norwegen ausgelaufen und sollten im Nordatlantik den Kampf gegen alliierte Schiffskonvois erneut aufnehmen. Um dem entgegenzuwirken wurden vier Hunter Killer Groups gebildet. Die Kriegsschiffe der TG 22.2 operierten in den Gewässern des Nordatlantiks. Die Alliierten begannen zur Abwehr der deutschen U-Boote mit der Operation „Teardrop“. Gleichzeitig hatte man auf alliierter Seite die Vermutung, dass die Deutschen auf geschleppten Starterbehältern von den Azoren aus mit V-2 Raketen auf amerikanische Städte feuern könnten. Doch dazu kam es nicht mehr. Diese TG wurde Ende April von der TG 22.4 abgelöst. In der TG 22.4 befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORE und die Geleitzerstörer USS J RICHARD WARD, USS MOORE, USS SLOAT ( DE-245 ) und USS TOMICH ( DE-242 ). Bis zum Ende des Krieges auf europäischem Boden am 8. Mai, konnte von den Kriegsschiffen der TG kein deutsches U-Boot gefunden und versenkt werden. Am 11. Mai legte die USS J RICHARD WARD im Hafen der Brooklyn Navy Yard an. Nach einer gründlichen Überholung wechselte der Geleitzerstörer an die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in den Pazifik vor, wo der Zweite Weltkrieg noch immer unvermindert tobte. So erhielt das Kriegsschiff unter anderem zusätzliche Flugabwehrgeschütze und ein neues und effektiveres Radar. Am 28. Juni verließ die USS J RICHARD WARD Boston und fuhr in die Karibik. In der Guantanamo Bay beteiligte sich der Geleitzerstörer an mehreren Trainingseinheiten. Anschließend durchquerte das Kriegsschiff den Panamakanal und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Dort erreichte die Mannschaft am 15. August die Nachricht, dass der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet sei. Auf der USS J RICHARD WARD wurden nun die Bunker mit Treibstoff und Proviant gefüllt. Der Geleitzerstörer legte am 25. August in San Diego ab und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Das Kriegsschiff lief am 1. September in den dortigen Hafen ein. Hier traf am 8. September der Geleitflugzeugträger USS TRIPOLI ein. Die USS J RICHARD WARD übernahm die Eskorte und die Seenotrettung für den Geleitflugzeugträger während die Trägerpiloten ihre Übungen abhielten. Der Geleitzerstörer verließ am 11. Oktober wieder Pearl Harbor und fuhr nach San Diego, wo das Kriegsschiff am 17. Oktober anlegte. Hier wurden die Bunker erneut gefüllt. Danach stach das Kriegsschiff wieder in See, durchquerte den Panamakanal und fuhr nach Norfolk. Hier bereitete man es auf seine Inaktivität vor. Die USS J RICHARD WARD wechselte am 13. Dezember nach Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 13. Juni 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. In den 1960er Jahren schleppte man das Kriegsschiff dann nach Oran, Texas. Den Namen USS J RICHARD WARD strich man am 2. Januar 1971 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 10. April 1972 zum verschrotten.   


USS J RICHARD WARD ( DE-243 )
Commanding Officer

LT T. S. Dunstan     5. Juli 1943 –  ?

USS TOMICH ( DE-242 )

USS TOMICH ( DE-242 )

Biografie

Peter Tomich ( geboren als Petar Herceg Tonić )
* 3. Juni 1893 in Ljubuski, Bosnien und Herzegowiena, Österreich – Ungarn
† 7. Dezember 1941 in Pearl Harbor, Territorium Hawaii auf dem Schlachtschiff USS UTAH ( AG-16 )
war ein Seemann in der US Navy und erhielt die Medal of Honor verliehen

Die Eltern von Peter Tomich wanderte mit Beginn des neuen Jahrhunderts in die USA aus. Er diente während des Ersten Weltkrieges in der US Army. 1919 wechselte er aber zur US Navy. Hier versetzte man ihn an Bord des neugebauten Zerstörers USS LITCHFIELD ( DD-336 ). Dann versetzte man ihn an Bord des Schlachtschiffes USS UTAH ( BB-31 ), das man am 1. April 1932 zu einem Hilfsschiff mit der Kennung ( AG-16 ) umklassifizierte. Das Schiff diente nun als Trainings- und Zielschiff. Peter Tomich war auf der USS UTAH der Chief Watertender. Das ehemalige Schlachtschiff wurde vor dem 7. Dezember 1941 in Pearl Harbor vor Ford Island festgemacht. Dann griffen die Japaner am 7. Dezember diese Marinebasis an und torpedierten unter anderem auch die USS UTAH. Peter Tomich war zu diesem Zeitpunkt im Dienst im Kesselraum. Als das ehemalige Schlachtschiff mit kentern begann, blieb er im Kesselraum und sicherte die angeheizten Kessel. Damit sorgte er, dass die anderen Männer aus den untersten Bereichen flüchten konnten. Er verlor dabei sein Leben.
Für seinen außerordentlichen Mut verlieh man ihm posthum die Medal of Honor.
Diese Auszeichnung war in der Senior Enlisted Academy der Navy, in der Tomich Hall, ausgestellt. Am 18. Mai 2006, vierundsechzig Jahre nachdem US Präsident Franklin Delano Roosevelt diese Auszeichnung an die Familie von Peter Tomich überreicht hatte, wurde sie mit dem amerikanischen Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CVN-65 ) nach Split, Kroatien gebracht und der Stadt überreicht.


USS TOMICH ( DE-242 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS TOMICH ( DE-242 ) war das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seaman Chief Watertender Peter Tomich benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunundzwanzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company, Inc., in Houston, Texas wurde am 15.
September 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. O. L. Hammonds taufte am 28. Dezember 1942 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Hadlai A. Hull (USNR) stellte am 27. Juli 1943 in Galveston, Texas das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS TOMICH legte am 12. August in Galveston ab und fuhr nach New Orleans, Louisiana, wo der Geleitzerstörer am folgenden Tag anlegte. Hier wurden die Munitions- und Treibstoffbunker gefüllt. Am 19. August stach das Kriegsschiff für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt in See. Die Fahrt führte die USS TOMICH bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Hier blieb der Geleitzerstörer für die Ausbildung der Mannschaft die folgenden vier Wochen. Am 23. September verließ das Kriegsschiff zusammen mit dem Schwesterschiff USS FARQUHAR ( DE-139 ) die Bermudas und eskortierte den Öltanker USS MERRIMACK ( AO-37 ) bis nach Norfolk, Virginia. Anschließend fuhr die USS TOMICH nach Charleston, South Carolina. In der Charleston Navy Yard überprüfte man die Schiffshaut und nahm noch einige Veränderungen vor. Am 9. Oktober verließ der Geleitzerstörer  Charleston und fuhr in die Karibik. Hier sollten die Geschütze kalibriert werden. Anschließend fuhr das Kriegsschiff zur Guantanamo Bay, Kuba, wo es am 12. Oktober ankam. Auch hier beteiligte sich die USS TOMICH an mehreren Übungen. Fünf Tage später traf sich der Geleitzerstörer mit dem Army-Transporter USAT GEORGE WASHINGTON und eskortierte diesen bis nach Kingston, Jamaika. Danach kehrte das Kriegsschiff an die kubanische Küste zurück. Bei der Rückkehr am 17. Oktober erhielt LCDR Hull den Befehl nach dem amerikanischen U-Boot USS DORADO ( SS-248 ) in der Karibik zu suchen. Das U-Boot hatte am 6. Oktober in New London, Connecticut abgelegt und sollte am 14. Oktober den Panamakanal durchqueren. Doch man hatte bis zum 17. Oktober noch keine Nachricht des U-Bootes erhalten. Bis zum 22. Oktober suchte die USS TOMICH ohne Erfolg nach USS DORADO. Vorausgegangen war, dass am 12. Oktober um 20:49 Uhr ein Patrouillenflugzeug ein U-Boot außerhalb eines Sperrgebiet für U-Boote sichtete. Dieses nicht zu identifizierbare U-Boot wurde von dem Flugzeug mit drei Mark – 47 Wasserbomben und einer Mark – 4 Bombe angegriffen. Zwei Stunden später sichtete man von dem Flugzeug aus ein zweites U-Boot. Der Funker von dem Flugzeug versuchte mit diesem Boot Erkennungssignale auszutauschen. Doch dieses zweite U-Boot schoss auf das Flugzeug und tauchte wenige Augenblicke später unter. Von USS DORADO wurde nichts mehr gefunden. Am 28. Oktober nahm USS TOMICH Kurs auf Norfolk und eskortierte das amerikanische U-Boot USS PIKE ( SS-173 ). Am 30. Oktober erreichten beide Schiffe ihr Ziel. Der Geleitzerstörer kehrte noch am selben Tag für weitere Übungen in die Guantanamo Bay zurück. Doch schon am 5. November legte das Kriegsschiff wieder im Hafen von Norfolk an.
Zusammen mit anderen Schwesterschiffen beteiligte sich die USS TOMICH an weiteren Trainingseinheiten. Hier sammelte sich auch der Schiffskonvoi UGS-24, der auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch Marokko gegen deutsche U-Boot Angriffe gesichert werden musste. Am 13. November verließen die Handelsschiffe Norfolk und wurden unter anderem von den Kriegsschiffen der CortDiv 7 aus der Task Force 63 eskortiert. In dieser CortDiv 7 befanden sich die Geleitzerstörer USS TOMICH, USS HUSE ( DE-145 ), USS SNOWDEN ( DE-246 ), USS SLOAT ( DE-245 ), USS INCH ( DE-146 ), USS FROST ( DE-144 ) und USS MOORE ( DE-240 ), welche ab dem 11. November dem Konvoi UGS-24 zugeteilt waren. Ohne Ereignisse erreichten die Schiffe am 2. Dezember Casablanca. Die Geleitzerstörer patrouillierten in den folgenden Tagen in den Gewässern vor dem Hafen. Fünf Tage später verließ der Konvoi GUS-26 Casablanca und die Kriegsschiffe der CortDiv 7 eskortierten sie bis nach New York. In den dortigen Hafen liefen sie am 25. Dezember ein. Die USS TOMICH lief noch am selben Tag in der New York Navy Yard ein und unterzog sich erneut mehreren Reparaturen. Am 5. Januar 1944 verließ der Geleitzerstörer die Werft und fuhr zum Block Island Sound, Rhode Island, um vor Montauk Point, Long Island, ein Kanonen- und Anti-U-Boot Kampftraining zu absolvieren. Fünf Tage später fuhr die USS TOMICH zusammen mit der USS SLOAT nach Norfolk. Hier lag der Schiffskonvoi UGS-30, bestehend aus 70 Handelsschiffen, vor Anker und wartete auf die Eskorte. Die Eskorte bildeten die Geleitzerstörer USS TOMICH, USS SNOWDEN, USS INCH, USS HUSE, USS FROST und USS SLOAT aus der CortDiv 7 und die Geleitzerstörer USS RAMSDEN ( DE-382 ), USS MILLS ( DE-383 ), USS RHODES ( DE-384 ), USS SAVAGE ( DE-386 ), USS RICHEY ( DE-385 ) und USS SELLSTROM ( DE-255 ) aus der CortDiv 23. Alle diese Kriegsschiffe bildeten die Task Force 63. Am 14. Januar legte der Schiffskonvoi in Norfolk ab und fuhr über Casablanca bis nach Algier, Algerien. Die Geleitzerstörer USS SNOWDEN, USS INCH, USS HUSE und USS FROST blieben in Casablanca zurück. Die Geleitzerstörer USS TOMICH und USS SLOAT eskortierten den Konvoi noch bis Gibraltar. Dort blieben beide Kriegsschiffe zurück. Die Geleitzerstörer legten neben dem berühmten britischen Schlachtschiff HMS WARSPITE ( 03 ) an. Am 4. Februar verließen beide Geleitzerstörer die britische Basis Gibraltar und erreichten am folgenden Tag den Schiffskonvoi GUS 29. Am 8. Februar verließ die USS TOMICH zusammen mit der USS SLOAT den Schiffskonvoi bei den Azoren. Hier lagen die beiden Liberty Schiffe SS PHOENIS BANNING und SS ABRAHAM BALDWIN. Die beiden Geleitzerstörer eskortierten die beiden Handelsschiffe, bis diese den Schiffskonvoi GUS 29 erreicht hatten. Bis zum Abend des 17. Februar blieben beide Kriegsschiffe beim Konvoi. Am Morgen des folgenden Tages erhielten sie den Befehl aus dem Schiffskonvoi den Öltanker USS MATTAPONI ( AO-41 ) und das Handelsschiff SS SANGARA bis zu den Bermudas zu eskortieren. Gleich nach dem erreichen der amerikanischen Marinebasis fuhren die USS TOMICH und die USS SLOAT nach New York. Sie legten am 22. Februar in der New York Navy Yard an und unterzogen sich einigen Reparaturen. Am 5. März machte sich die USS TOMICH auf den Weg nach Bayonne, New Jersey. Hier gingen die Mannschaftsmitglieder von Bord, deren Vertrag mit der US Navy ausgelaufen war. Gleichzeitig schifften sich neue Mannschaftsmitglieder auf dem Geleitzerstörer ein. Die USS TOMICH fuhr von Bayonne zum Montauk Point, wo sich die Mannschaft einem Auffrischungstraining unterzog. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk und legte dort am 11. März an. Hier integrierte man die USS TOMICH in die Task Force 64, die Captain Harold S. Berdine ( USCG ) kommandierte, deren Kriegsschiffe den Schiffskonvoi UGS 36, bestehend aus 72 Handelsschiffen und 18 Panzerlandungsschiffen, eskortieren sollen. In der TF 64 befanden sich die amerikanischen Zerstörer USS DECATUR ( DD-341 ), USS WHIPPLE ( DD-217 ), USS ALDEN ( DD-211 ) und USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), den amerikanischen Geleitzerstörern USS TOMICH, USS SLOAT, USS MILLS, USS RAMSDEN, USS RHODES, USS SAVAGE, USS RICHEY und USS SELLSTROM, die 37. britische Escort Group mit dem Flakkreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), der niederländischen Fregatte HNMS JOHAN MAZRITS van NASSAU ( K251 ), den britischen Schaluppen HMS BLACK SWAN ( L57 ), HMS AMETHYST ( F116 ) und HMS DEPTFORD ( L53 ), die niederländische Schaluppe HNMS FRISO ( K00 ), die britische Korvette HMS CAMPION ( K108 ) und ein britischer Minensucher mit JIG Störsender für Lenkbomben. Die auf den Schiffskonvoi angesetzten deutschen U-Boote U-421, Kommandant Oberleutnant zur See Hans Kolbus ( 5. Oktober 1919 in Löhne, Westfalen –  ? ), und U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 –  ? ) kommen in der Nacht vom 30. zum 31. März nicht zum Schuss. Die Abendwache auf der USS TOMICH machte in dieser Nacht einen Sonarkontakt aus und gab Alarm „Alle Mann auf Gefechtsstation“. Der Geleitzerstörer ließ 13 Hedgehog nach einem vorgegebenen Muster abfeuern. Die gesamte Nacht über blieben alle Mannschaftsmitglieder auf ihrer Gefechtsstation. Zusammen mit der britischen Schaluppe HMS BLACK SWAN wurde nach dem vermeintlichen U-Boot gesucht, aber nicht gefunden. Beide deutschen U-Boote wurden so unwissentlich abgedrängt und müssen ihren Angriff abbrechen. Am 1. April, kurz vor der Morgendämmerung, entdeckt der Ausguck auf der USS TOMICH feindliche Flugzeuge, die von Backbord her sich dem Schiffskonvoi näherten. Da liegt der Schiffskonvoi und die Sicherungsschiffe westlich von Algier. 20 deutsche Torpedobomber griffen an. Die USS TOMICH lief auf der Backbordseite des Konvois und ab 4:10 Uhr eröffneten die Flugabwehrmannschaften das Feuer auf die feindlichen Flugzeuge. Während des 20-minütigen Kampfes kam eine Ju-88 dem Geleitzerstörer sehr nahe, aber das massive Abwehrfeuer zwang den Piloten zum Abdrehen. Nur das US Liberty – Schiff SS JARED INGERSOLL ( 7.191 BRT ) wird beschädigt, auf Grund gesetzt und später geborgen. Außerdem wird bei diesem feindlichen Luftangriff das amerikanische Panzerlandungsschiff USS LST-526 leicht beschädigt. Alle anderen Schiffe können unbeschadet Bizerte, Tunesien erreichen. Am 11. April verlässt der Schiffskonvoi GUS 36 Bizerte. Zwei Tage später gab es ein Problem an der USS TOMICH. Im Schacht der Steuerbordwelle drang Wasser ein. Der Geleitzerstörer fuhr nach Oran, Algerien und unterzog sich hier einer Inspektion. Doch alles war im normalen Bereich. Am folgenden Tag erreichte das Kriegsschiff wieder den Schiffskonvoi und verließ mit ihm das Mittelmeer. Die Schiffe erreichten am 2. Mai den Hafen von New York. Die USS TOMICH bugsierte man in die New York Navy Yard und überprüfte nochmals den Wellenschacht auf der Steuerbordseite. Nach Abschluss der Arbeiten fuhr der Geleitzerstörer zu einem Auffrischungstraining in die Casco Bay, Maine. Am 20. Mai erreichte das Kriegsschiff dann Norfolk. Hier warteten die Handelsschiffe vom Konvoi UGS 43 ihre Eskorte, die aus den Schiffen der Task Force 64 bestand. Noch am selben Tag stachen die Schiffe des Konvois in See. Bis nach Bizerte sollte die USS TOMICH ein Teil der Eskorte sein. Doch kurz vor dem Ziel, bei Oran, kommandierte man den Geleitzerstörer von dem Schiffskonvoi ab. Das Kriegsschiff sollte den Hochseeschlepper USS CARIB ( AT-82 ) bis zu den Azoren eskortieren, der den Geleitzerstörer USS MENGES ( DE-320 ) im Schlepptau hatte. Die USS MENGES war am 3. Mai durch das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), mit einem G7 –Akustiktorpedo torpediert worden. Die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Nachdem diese drei Schiffe in den Hafen von Horta, Insel Faial, Azoren einliefen, drehte die USS TOMICH bei und kehrte nach Bizerte zurück. Von dort war der Schiffskonvoi GUS-43 abgefahren. Unterwegs gliederte sich der Geleitzerstörer wieder in die Eskorte ein. Ende Juli erreichten die Schiffe ohne weitere Ereignisse den Hafen von New York. Anfang Juli verließ die USS TOMICH die New York Navy Yard und fuhr zu Trainingsübungen wieder in die Casco Bay. Anschließend wechselte das Kriegsschiff nach Norfolk und legte dort am 1. August an. Von hier aus begleitete der Geleitzerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGS-50 bis nach Bizerte. Von dort aus kehrte das Kriegsschiff mit den Schiffen von GUS-50 nach New York zurück. Erneut überprüfte man in der New York Navy Yard den Geleitzerstörer und nahm mehrere Reparaturen vor. Gleich im Anschluss daran eskortierte die USS TOMICH einen Küstenkonvoi von New York aus bis nach Boston, Massachusetts. Gleich nach erreichen des Hafens fuhr der Geleitzerstörer wieder in die Casco Bay und begann bis Anfang Oktober mit seinen Trainingseinheiten. Am 10. Oktober lag die USS TOMICH vor Quonset Point, Rhode Island. Hier sollte das Kriegsschiff sich an speziellen Radar- und U-Boot Abwehrtests beteiligen und mit dem amerikanischen U-Boot USS BARRACUDA ( SS-163 ) und Landgestützten Flugzeugen von der Quonset Point Naval Air Station mehrere Übungen durchführen. Doch am 13. Oktober verließ das Kriegsschiff wieder Quonset Point und fuhr für weitere Trainingseinheiten in die Casco Bay, wo der Geleitzerstörer am folgenden Tag ankam. Nach diesen Übungen verließ die USS TOMICH wieder die Bay und erreichte am 4. November Norfolk. Hier gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Group 22.4. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ) und die Geleitzerstörer USS TOMICH, USS MOORE, USS KEITH ( DE-241 ) und USS J RICHARD WARD ( DE-243 ). Am 7. November stechen die fünf Kriegsschiffe von Norfolk aus in See und fahren zum amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Hier sollten die Schiffe der TG ein Gruppentraining als Hunter Killer Group absolvieren. Am 10. November erreichten die Kriegsschiffe ihr Einsatzgebiet und absolvierten bis Ende des Monats ihre intensiven Übungen. Danach verlassen die Schiffe die Bermudas und fuhren nach New York. In den Hafen liefen sie am 6. Dezember ein. Die USS TOMICH operierte zusammen mit den Schiffen der TG für den rest des Jahres 1944 und bis zum Frühjahr 1945 entlang der US Ostküste. Durch die amerikanische Anti-U-Boot Taktik sind die Gewässer vor der Amerikanischen Küste sicher vor feindlichen U-Booten. Doch ab Mitte März 1945 waren mehrere deutsche U-Boote gleichzeitig aus ihren geschützten Häfen vor Norwegen ausgelaufen und sollten im Nordatlantik den Kampf gegen alliierte Schiffskonvois erneut aufnehmen. Um dem entgegenzuwirken wurden vier Hunter Killer Groups gebildet. Die Kriegsschiffe der TG 22.2 operierten in den Gewässern des Nordatlantiks. Die Alliierten begannen zur Abwehr der deutschen U-Boote mit der Operation „Teardrop“. Gleichzeitig hatte man auf alliierter Seite die Vermutung, dass die Deutschen auf geschleppten Starterbehältern von den Azoren aus mit V-2 Raketen auf amerikanische Städte feuern könnten. Doch dazu kam es nicht mehr. Diese TG wurde Ende April von der TG 22.4 abgelöst. In der TG 22.4 befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORE und die Geleitzerstörer USS TOMICH, USS MOORE, USS SLOAT und USS J RICHARD WARD. Bis zum Ende des Krieges auf europäischem Boden am 8. Mai, konnte von den Kriegsschiffen der TG kein deutsches U-Boot gefunden und versenkt werden. Am 11. Mai erreichte die USS TOMICH New York. Hier begann man mit einer umfangreichen Überholung. Anschließend wechselte der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Hier bereitete man den Geleitzerstörer auf seine Fahrt in den Pazifik vor, wo der Zweite Weltkrieg noch immer unvermindert tobte. Nach Abschluss der Umrüstarbeiten, so erhielt das Kriegsschiff unter anderem zusätzliche Flugabwehrgeschütze, gliederte man die USS TOMICH wieder in die CortDiv 7 ein. Das Kriegsschiff fuhr in die Guantanamo Bay, Kuba und beteiligte sich dort bis zum 16. Juli an mehreren Übungen. Die Durchquerung des Panamakanals erfolgte am 18. Juli und am 26. Juli legte der Geleitzerstörer in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Schon am 31. Juli stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Die USS TOMICH lief am 7. August in den dortigen Hafen ein. In den Hawaiianischen Gewässern beteiligte sich der Geleitzerstörer an mehreren Übungen. In diesen Tagen wurden von den Amerikanern Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Damit zwang man das japanische Militär in die Knie und am 15. August wurde der Zweite Weltkrieg, durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet. Am 20. August verließ die USS TOMICH zusammen mit der USS MOORE Pearl Harbor und fuhr nach Westen. Neun Tage später erreichten beide Geleitzerstörer die Insel Saipan, Nördliche Marianen. Am 1. September fuhr die USS TOMICH zu den Bonin Inseln selbständig weiter. Hier löste der Geleitzerstörer fünf Tage später den Zerstörer USS HELM ( DD-388 ) von dessen Luft- See- Rettungsstation ab. Für fünf Tage blieb das Kriegsschiff in den vorgegebenen Planquadraten und machte sich dann auf den Weg nach Iwo Jima. Hier wurden die Bunker des Kriegsschiffes wieder gefüllt. Danach übernahm die USS TOMICH für den Rest des Jahres 1945 und die ersten Tage im Januar 1946 die Patrouille zwischen Iwo Jima und Saipan. Der Geleitzerstörer verließ dann die Gewässer und erreichte am 13. Januar Tsingtao. Bis zum 10. April verblieb das Kriegsschiff in den chinesischen Gewässern und patrouillierte zur Unterstützung der Alliierten dort. Am 10. April verließ die USS TOMICH Shanghai und fuhr nach Pearl Harbor. Der Geleitzerstörer lief am 21. April in die dortige Marinebasis ein. Anschließend fuhr das Kriegsschiff an die US Westküste, durchquerte den Panamakanal und erreichte im Mai den Hafen von Charleston, South Carolina. Hier bereitete man die USS TOMICH bis zum August für ihre Inaktivität vor. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Mayport, Florida, wo er am 4. September anlegte. Nach weiteren Inaktivitätsarbeiten schleppte man das Kriegsschiff nach Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 20. September 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS TOMICH ( DE-242 ) strich man am 1. November 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 18. Januar 1974 zum verschrotten.    


USS TOMICH ( DE-242 )
Commanding Officer
 

LCDR Hadlai A. Hull  (USNR)      27. Juli 1943 –  Dezember 1943
LCDR Charles B. Brown        Dezember 1943 – 12. Juni 1945
LT Reed Whitney       12. Juni 1945 – 20. September 1946

USS KEITH ( DE-241 )

USS KEITH ( DE-241 )

Biografie

Ellis Judson Keith
* 30. Juni 1919 in Houston, Texas
† 11. Juni 1942 während einer Mission über Kiska Harbour
war ein Seemann in der US Navy

Ellis Judson Keith trat am 2. Oktober 1941 freiwillig als Seaman Second Class in die US Navy ein. Man bildete ihn als Funker und Schütze für ein Patrouillenflugzeug aus, das sich auch an Luftbombardements gegen japanische Schiffe auf den Aleuten teilnahm. Seaman Second Class Keith wurde während einer Mission über Kiska Harbour am 11. Juni 1942 tödlich verwundet. Für seinen Mut und seine Courage verlieh man ihm posthum die Air Medal.


USS KEITH ( DE-241 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS KEITH ( DE-241 ) war das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seaman Ellis Judson Keith, Jr. benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtundzwanzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company, Inc., in Houston, Texas wurde am 4.
August 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte der Geleitzerstörer noch zu Ehren von Seaman Robert Raymond Scott benannt werden, doch am 8. Dezember änderte man die Namensgebung zu Gunsten von Seaman Ellis Judson Keith, Jr. Mrs. Ellis Judson Keith, Sr., Mutter von Seaman Ellis Judson Keith, Jr., taufte am 21. Dezember 1942 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Drayton Cochran (USNR) stellte am 19. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS KEITH bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, wo man in der dortigen Werft der Schiffshaut einige Überprüfungen unterzog. Danach gliederte man das Kriegsschiff in den Eskortierdienst.
Am 15. September stachen die Handelsschiffe des Konvois UGS 18 in See. Die zur Sicherung in der TF befindlichen Kriegsschiffe waren die Küstenwachtkutter USCGC BIBB ( WPG-31 ) und USCGC INGHAM ( WPG-35 ), die Zerstörer USS WILKES ( DD-441 ), USS SWANSON ( DD-442 ) und USS ROE ( DD-418 ) sowie die Geleitzerstörer USS KEITH, USS MOORE ( DE-240 ), USS CHASE ( DE-158 ) und USS J RICHARD WARD ( DE-243 ). Ohne Ereignisse erreichten diese Schiffe am 2. Oktober Gibraltar. Hier wurde die Sicherung der Handelsschiffe durch britische Kriegsschiffe übernommen. Bis zum 10. Oktober operierten die amerikanischen Kriegsschiffe zwischen Casablanca, Französisch Marokko und Gibraltar. An diesem Tag übernahmen sie für die Rückfahrt an die US Ostküste den Schiffskonvoi GUS 17. In der TF 63 befanden sich nun zur Sicherung die Küstenwachtkutter USCGC BIBB und USCGC INGHAM, die Zerstörer USS WILKES, USS SWANSON, USS ROE, USS SCHENCK ( DD-159 ) und USS WARD ( DD-139 ) und den Geleitzerstörern USS KEITH, USS J RICHARD WARD und USS MOORE. Am 27. Oktober erreichten die Schiffe des Konvois New York. Die USS KEITH beteiligt sich anschließend an noch zwei Konvoifahrten bis nach Gibraltar. Mit dem letzten Schiffskonvoi ereichte der Geleitzerstörer am 22. Februar 1944 New York. Man bugsierte das Kriegsschiff in die New York Navy Yard und nahm an der USS KEITH einige Reparaturen vor. Danach wechselte der Geleitzerstörer in die Casco Bay, Maine. Hier begann für die Mannschaft des Kriegsschiffes ein Auffrischungstraining. Im Anschluss daran gliederte man die USS KEITH in die Task Group 22.14. Zusammen mit den darin befindlichen Kriegsschiffen wurden mehrere Anti-U-Boot Trainingseinheiten absolviert. In der TG befindet sich der Geleitflugzeugträger USS TRIPOLI ( CVE-64 ) und die Geleitzerstörer USS KEITH, USS MOORE, USS J RICHARD WARD und ein weiterer. Diese Kriegsschiffe trainieren in der Bay für ihre kommende Aufgabe, deutsche U-Boote aufzuspüren und zu vernichten. Am 15. März stechen die Schiffe in See und begeben sich in ihr Einsatzgebiet westlich der Kapverdischen Inseln. Nur am 19. April kann U-543, Kommandant Kapitänleutnant Hans-Jürgen Hellriegel ( 16. Juni 1917 in Berlin-Wilmersdorf – 2. Juli 1944 im Mittelatlantik ), aufgespürt werden. Doch das deutsche U-Boot kann ohne Schaden entkommen. Wenige Tage später verlassen die Kriegsschiffe der TG 24.14 ihr Einsatzgebiet und erreichten am 27. April Norfolk. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Jetzt gliederte man im Mai den Geleitflugzeugträger und die Geleitzerstörer USS KEITH, USS MOORE und USS J RICHARD WARD in die Task Group 22.4. Schon wenige Tage später verlassen diese vier Kriegsschiffe Norfolk und begannen ihre Patrouillenfahrt von den Bermudas aus. Am 24. Mai trat der Geleitzerstörer USS SLOAT ab New York der TG bei. Die Kriegsschiffe fuhren ihre Patrouille bis nach Argentia, Neufundland, Kanada weiter. Es wurden dabei keine feindlichen U-Boote gesichtet. Die fünf Kriegsschiffe erreichten am 12. Juni Argentia und blieben für das Auffüllen ihrer Bunker bis zum 15. Juni. An diesem Tag verließen sie wieder den Hafen und fuhren nach New York. Die USS KEITH und die anderen Kriegsschiffe der TG legten am 18. Juni dort an. An dem Geleitzerstörer nahm man in der Werft Reparaturen vor. Nach Abschluss der Arbeiten führte das Kriegsschiff im Juli Trainingsübungen durch und eskortierte mehrere neu in Dienst gestellte Kriegsschiffe bis zu den Bermudas. Ende Juli gliederte man für eine Hunter Killer Group die USS KEITH wieder in die Task Group 22.4. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ) und die Geleitzerstörer USS KEITH, USS MOORE, USS J RICHARD WARD und ein weiterer. Diese Gruppe operierte ab dem 8. August nun von der Karibik aus bis nach Neufundland. Am 30. August erhalten die Kriegsschiffe einen Kontakt zu einem feindlichen U-Boot. Von der USS KEITH werden zwei Hedgehog Angriffe auf das feindliche U-Boot durchgeführt. Doch ohne Ergebnis. Am 9. Oktober laufen die Kriegsschiffe in den Hafen von New York ein. Nach einigen Reparaturarbeiten laufen die Schiffe der TG 22.4 wieder aus und fuhren zu Trainingszwecken in die Casco Bay. Anschließend erreichten sie Anfang November Norfolk. In dieser TG befand sich jetzt der Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ) und die Geleitzerstörer USS KEITH, USS MOORE, USS J RICHARD WARD und USS TOMICH ( DE-242 ). Am 7. November stechen die fünf Kriegsschiffe von Norfolk aus in See und fahren zum amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Hier sollten die Schiffe der TG ein Gruppentraining als Hunter Killer Group absolvieren. Am 10. November erreichten die Kriegsschiffe ihr Einsatzgebiet und absolvierten bis Ende des Monats ihre intensiven Übungen. Danach verlassen die Schiffe die Bermudas und fuhren nach New York. In den Hafen liefen sie am 6. Dezember ein. Die USS TOMICH operierte zusammen mit den Schiffen der TG für den rest des Jahres 1944 und bis zum Frühjahr 1945 entlang der US Ostküste. Durch die amerikanische Anti-U-Boot Taktik sind die Gewässer vor der Amerikanischen Küste sicher vor feindlichen U-Booten. Doch ab Mitte März 1945 waren mehrere deutsche U-Boote gleichzeitig aus ihren geschützten Häfen vor Norwegen ausgelaufen und sollten im Nordatlantik den Kampf gegen alliierte Schiffskonvois erneut aufnehmen. Um dem entgegenzuwirken wurden vier Hunter Killer Groups gebildet. Mit der Operation „Teardrop“ begannen die Alliierten zur Abwehr der deutschen U-Boote. Gleichzeitig hatte man auf alliierter Seite die Vermutung, dass die Deutschen auf geschleppten Starterbehältern von den Azoren aus mit V-2 Raketen auf amerikanische Städte feuern könnten. Doch dazu kam es nicht mehr. Die USS KEITH gliederte man in die Task Group 22.7 ein, die einen Suchstreifen von den Bermudas bis zu den Azoren abdecken sollte. In der TG befanden sich die Geleitzerstörer USS KEITH, USS PILLSBURY ( DE-227 ), USS OTTERSTETTER ( DE-244 ), USS POPE ( DE-225 ), USS FLAHERTY ( DE-135 ), USS CHATELAIN ( DE-149 ), USS FREDERICK C DAVIS ( DE-136 ), USS NEUNZER ( DE-150 ), USS HUBBARD ( DE-211 ), USS VARIAN ( DE-798 ), USS OTTER ( DE-210 ), USS HAYTER ( DE-212 ), USS JANSSEN ( DE-396 ) und USS COCKRILL ( DE-398 ). Am Abend des 23. April kann die USS KEITH einen Radarkontakt zu einem feindlichen U-Boot herstellen. Das U-Boot fährt an der Wasseroberfläche, um seine Batterien aufzuladen. Doch noch bevor es für den Ausguck des Geleitzerstörers sichtbar wird, ist es abgetaucht. In den folgenden Stunden der Suche erhält man auch keinen Sonarkontakt mehr. Am folgenden Tag sichtet ein Flugzeug des Geleitflugzeugträgers USS BOGUE ( CVE-9 ), aus der TG 22.3, nordwestlich der Azoren das deutsche U-Boot U-546, Kommandant Kapitänleutnant Paul Just ( 24. Dezember 1915 in Hamburg – 8. September 2000 ). Die Geleitzerstörer der TG 22.7 werden daraufhin herangeführt. Damit begann die Jagd. Jedoch sichtete man von dem U-Boot aus zuerst die herannahenden amerikanischen Geleitzerstörer. Sofort wurde ein T-5 „Zaunkönig“ Torpedo auf den vordersten Geleitzerstörer abgefeuert. Die USS FREDERICK C DAVIS wurde genau mittschiffs getroffen und brach wenige Minuten nach der erfolgten Explosion auseinander. Von den 209 Mannschaftsmitgliedern fanden 126 den Tod. Die USS HAYTER nahm die Überlebenden an Bord. Siebenunddreißig Minuten nach der Torpedierung der USS FREDERICK C DAVIS entdeckte die USS FLAHERTY U-546. Nun folgte eine zwölfstündige Verfolgungsfahrt, die die USS KEITH, USS PILLSBURY, USS JANSSEN, USS FLAHERTY, USS NEUNZER, USS VARIAN, USS CHATELAIN und USS HUBBARD durchführten. In diesen zwölf Stunden wurden ständig Hedgehog und Wasserbomben abgeworfen. Kapitänleutnant Paul Just war ein erfahrener U-Boot Kommandant. Er ließ ständig den Kurs wechseln und setzte zur Tarnung Bold Kanister aus. Doch am Abend des 24. April um 20:40 Uhr musste er nach zwei Hedgehog Salven von der USS FLAHERTY auftauchen. Die Batterien waren fast leer und die Luft im Innenraum des U-Bootes war kaum noch mit Sauerstoff angereichert. Kaum hatte das U-Boot die Wasseroberfläche durchbrochen, da eröffnete auch schon die Hauptbatterie der USS PILLSBURY das Feuer. Die anderen Geleitzerstörer beteiligten sich wenige Augenblicke später an dem Beschuss. Der Turm des U-Bootes war durch einen Treffer vollständig zerstört. Durch das ständige Artilleriefeuer musste die deutsche Besatzung nun durch das Dieselluk aussteigen. Zehn Minuten später erfolgte eine schwere Explosion im Innern des U-Bootes. Vermutlich waren die Batterien durch Überhitzung explodiert. Über den Bug versank U-546 sehr schnell in den Fluten und nahm 24 Besatzungsmitglieder mit in den Tod. 33 Mannschaftsmitglieder des U-Bootes, darunter befand sich auch Kapitänleutnant Paul Just, wurden von dem Geleitzerstörer USS VARIAN aus dem Wasser gerettet. Ganz in der Nähe kann U-805, Kommandant Korvettenkapitän Richard Bernardelli ( 22. November 1908 in Rüstringen – 21. Februar 1986 ), das Geschehen beobachten und mit Schleichfahrt entkommen. Kapitänleutnant Paul Just und seine überlebenden Mannschaftsmitglieder werden auf die USS BOGUE gebracht. Für ihn und sieben seiner Männer begann in Argentia ein Martyrium. Man behandelte diese acht nicht wie Kriegsgefangene sondern wie amerikanische Militärangehörige. Mit Strafexerzieren und ständigen Prügelattacken wollte man unbedingt aus ihnen Einzelheiten über einen angeblichen deutschen V-1 Raketenangriff herausbekommen. Doch die U-Boot Fahrer kannten keine solche deutsche Operation. Zusätzlich war der Mannschaft der USS VARIAN, durch ein überlebendes deutsches Mannschaftsmitglied, ein Tagebuch in die Hände gefallen. Darin wird nur von normalen Torpedos und nicht von den vermuteten Raketenwaffen berichtet. Nach dem Ende des Krieges schreibt Kapitänleutnant Paul Just freiwillig einen Bericht über die Einsätze von U-546. Die USS KEITH fuhr nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf europäischem Boden, am 8. Mai, in die Brooklyn Navy Yard. Hier unterzog man den Geleitzerstörer einer intensiven Überholung. Anschließend wechselte das Kriegsschiff in die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts. In dieser Navy Werft bereitete man die USS KEITH auf ihre Fahrt in den Pazifik vor, wo der Zweite Weltkrieg noch immer unvermindert tobte. Nach Abschluss der Umrüstarbeiten, so erhielt das Kriegsschiff zusätzliche Flugabwehrgeschütze, fuhr der Geleitzerstörer in die Karibik. Dort beteiligte sich das Kriegsschiff in der Guantanamo Bay an mehreren Übungen zur Vorbereitung auf die kommenden Luftabwehrschlachten. Am 1. Juli verließ die USS KEITH zusammen mit der USS MOORE die Karibik und fuhr zum Panamakanal. Dieser wurde am 5. Juli durchquert. Danach ging die Fahrt zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien weiter. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Am 29. Juli verließen beide Kriegsschiffe wieder diese Marinebasis und erreichten am 4. August die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier erlebte man auf den Geleitzerstörern auch zehn Tage später die Beendigung des Zweiten Weltkrieges durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Am 22. August verließ die USS KEITH Pearl Harbor und fuhr in Richtung Westen. Neun Tage später erreichte der Geleitzerstörer die Insel Saipan, Nördliche Marianen. Kurz nach ihrer Ankunft am 31. August wurde das Kriegsschiff auf eine Luft- und Seerettungsstation zwischen der Bonin Insel Iwo Jima und den japanischen Hauptinseln versetzt. Ende 1945 verließ die USS KEITH diese Station und fuhr zum chinesischen Festland. Am 30. Dezember 1945 erreichte der Geleitzerstörer Shanghai. Von hier aus begann das Kriegsschiff mit seinen Patrouillen und eskortierte Handelsschiffe. Dann Ende März 1946 verließ die USS KEITH wieder Shanghai und fuhr in Richtung Osten. Am 10. April erreichte der Geleitzerstörer Pearl Harbor. Man bunkerte hier frischen Treibstoff und Proviant. Dann ging die Fahrt nach San Diego weiter. Danach durchquerte das Kriegsschiff den Panamakanal und legte am 15. Mai im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier bereitete man das Schiff auf seine Inaktivität vor. Nach Abschluss der Arbeiten schleppte man die USS KEITH nach Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 20. September 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Ende der 1960er Jahre verlegte man das Kriegsschiff nach Oran, Texas in die dortige Atlantikreserveflotte. Den Namen USS KEITH ( DE-241 ) strich man am 1. November 1972 aus der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 18. Januar 1974 zum verschrotten.  


USS KEITH ( DE-241 )
Commanding Officer
 

LCDR Drayton Cochran  (USNR)       19. Juli 1943 – 12. Dezember 1943
LCDR Jack Louis Rinn  (USNR)        12. Dezember 1943 – 15. Dezember 1944
LT W. W. Patrick  (USNR)       15. Dezember 1944 – 5. Dezember 1945
LCDR Edward Corbett Hines, Jr.        5. Dezember 1945 – 20. September 1946

USS MOORE ( DE-240 )

USS MOORE ( DE-240 )

Biografie

Fred Kenneth Moore
* 17. Dezember 1921 in Campbell, Texas
† 7. Dezember 1941 an Bord des Schlachtschiffes USS ARIZONA ( BB-39 )

Fred Kenneth Moorte trat am 31. Juli 1940 freiwillig in die US Navy ein. Nach der Grundausbildung versetzte man ihn an Bord des Schlachtschiffes USS ARIZONA ( BB-39 ), das seinen Stützpunkt in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii hatte. Hier gehörte Moore zur Mannschaft des Flugabwehrgeschützes Nummer 1. Während des japanischen Angriffes am 7. Dezember 1941 auf Pearl Harbor, besetzte Seaman First Class Fred Kenneth Moore seine Station und beschoss zusammen mit seinen beiden Mannschaftsmitgliedern die Angreifer. Er wurde durch eine Bombe, die das Schlachtschiff traf, getötet. Man verlieh ihm posthum für hervorragende Dienste, außergewöhnlichem Mut und Hingabe für sein Land das Navy Cross.


USS MOORE ( DE-240 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS MOORE ( DE-240 ) war das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seaman First Class Fred Kenneth Moore benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebenundzwanzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company, Inc., in Houston, Texas wurde am 20.
Juli 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Frances Moore, Mutter von Seaman First Class Fred Kenneth Moore, taufte am 20. Dezember 1942 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Henry Peter Michiels stellte am 1. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS MOORE führte ihre Erprobungs- und Ausbildungsfahrt vor der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas durch. Anschließend fuhr der nach Norfolk, Virginia. Hier überprüfte man die Schiffshaut.
Am 10. September integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Force 63. Die darin befindlichen Kriegsschiffe sollten Schiffskonvois bis an die nordafrikanische Küste eskortieren. Dazu wurden vier Tage lang Übungen abgehalten. Am 15. September stachen die Handelsschiffe des Konvois UGS 18 in See. Die zur Sicherung in der TF befindlichen Kriegsschiffe waren die Küstenwachtkutter USCGC BIBB ( WPG-31 ) und USCGC INGHAM ( WPG-35 ), die Zerstörer USS WILKES ( DD-441 ), USS SWANSON ( DD-442 ) und USS ROE ( DD-418 ) sowie die Geleitzerstörer USS MOORE, USS KEITH ( DE-241 ), USS CHASE ( DE-158 ) und USS J RICHARD WARD ( DE-243 ). Ohne Ereignisse erreichten diese Schiffe am 2. Oktober Gibraltar. Hier wurde die Sicherung der Handelsschiffe durch britische Kriegsschiffe übernommen. Bis zum 10. Oktober operierten die amerikanischen Kriegsschiffe zwischen Casablanca, Französisch Marokko und Gibraltar. An diesem Tag übernahmen sie für die Rückfahrt an die US Ostküste den Schiffskonvoi GUS 17. In der TF 63 befanden sich nun zur Sicherung die Küstenwachtkutter USCGC BIBB und USCGC INGHAM, die Zerstörer USS WILKES, USS SWANSON, USS ROE, USS SCHENCK ( DD-159 ) und USS WARD ( DD-139 ) und den Geleitzerstörern USS MOORE und USS KEITH. Am 27. Oktober erreichten die Schiffe des Konvois New York. Hier bugsierte man den Geleitzerstörer für einige Reparaturarbeiten in die New York Navy Yard. Zusammen mit anderen Schwesterschiffen beteiligte sich die USS MOORE an weiteren Trainingseinheiten. Hier sammelte sich auch der Schiffskonvoi UGS-24, der auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch Marokko gegen deutsche U-Boot Angriffe gesichert werden musste. Am 13. November verließen die Handelsschiffe Norfolk und wurden unter anderem von den Kriegsschiffen der CortDiv 7 aus der Task Force 63 eskortiert. In dieser CortDiv 7 befanden sich die Geleitzerstörer USS MOORE, USS HUSE ( DE-145 ), USS SNOWDEN ( DE-246 ), USS SLOAT ( DE-245 ), USS INCH ( DE-146 ), USS FROST ( DE-144 ) und USS TOMICH ( DE-242 ), welche ab dem 11. November dem Konvoi UGS-24 zugeteilt waren. Ohne Ereignisse erreichten die Schiffe am 2. Dezember Casablanca. Die Geleitzerstörer patrouillierten in den folgenden Tagen in den Gewässern vor dem Hafen. Fünf Tage später verließ der Konvoi GUS-26 Casablanca und die Kriegsschiffe der CortDiv 7 eskortierten sie bis nach New York. In den dortigen Hafen liefen sie am 25. Dezember ein. Die USS MOORE lief noch am selben Tag in der New York Navy Yard ein und unterzog sich erneut mehreren Reparaturen. Am 13. Januar 1944 übernahm die USS MOORE von der USS DECKER ( DE-47 ) für einen Monat die Patrouillenfahrten vor der Küste von New England. Diese vierwöchige Operation stand unter dem Kommando des Com Fleet Air Wing, Quonset point, Rhode Island. Anfang März fuhr die USS MOORE von Norfolk aus in die Casco Bay, Maine. Hier gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Group 24.14 ein. In der TG befindet sich der Geleitflugzeugträger USS TRIPOLI ( CVE-64 ) und die Geleitzerstörer USS MOORE, USS KEITH, USS J RICHARD WARD und ein weiterer. Diese Kriegsschiffe trainieren in der Bay für ihre kommende Aufgabe, deutsche U-Boote aufzuspüren und zu vernichten. Am 15. März stechen die Schiffe in See und begeben sich in ihr Einsatzgebiet westlich der Kapverdischen Inseln. Nur am 19. April kann U-543, Kommandant Kapitänleutnant Hans-Jürgen Hellriegel ( 16. Juni 1917 in Berlin-Wilmersdorf – 2. Juli 1944 im Mittelatlantik ), aufgespürt werden. Das deutsche U-Boot kann aber entkommen. Wenige Tage später verlassen die Kriegsschiffe der TG 24.14 ihr Einsatzgebiet und erreichten am 27. April Norfolk. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Jetzt gliederte man im Mai den Geleitflugzeugträger und die Geleitzerstörer USS MOORE, USS KEITH und USS J RICHARD WARD in die Task Group 22.4. Schon wenige Tage später verlassen diese vier Kriegsschiffe Norfolk und begannen ihre Patrouillenfahrt von den Bermudas aus. Am 24. Mai trat der Geleitzerstörer USS SLOAT ab New York der TG bei. Die Kriegsschiffe fuhren ihre Patrouille bis nach Argentia, Neufundland, Kanada weiter. Es wurden dabei keine feindlichen U-Boote gesichtet. Die fünf Kriegsschiffe erreichten am 12. Juni Argentia und blieben für das Auffüllen ihrer Bunker bis zum 15. Juni. An diesem Tag verließen sie wieder den Hafen und fuhren nach New York. Dort liefen sie drei Tage später ein. Den Geleitzerstörer bugsierte man in der Werft in ein Trockendock und begann mit einer umfassenden Überholung. Nach Abschluss der Arbeiten führte das Kriegsschiff im Juli Trainingsübungen durch und eskortierte mehrere neu in Dienst gestellte Kriegsschiffe bis zu den Bermudas. Ende Juli gliederte man für eine Hunter Killer Group die USS MOORE wieder in die Task Group 22.4. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ) und die Geleitzerstörer USS MOORE, USS KEITH, USS J RICHARD WARD und ein weiterer. Diese Gruppe operierte ab dem 8. August nun von der Karibik aus bis nach Neufundland. Am 30. August erhalten die Kriegsschiffe einen Kontakt zu einem feindlichen U-Boot. Die USS KEITH führt daraufhin zwei Hedgehog Angriffe durch. Ohne Ergebnis. Am 9. Oktober laufen die Kriegsschiffe in den Hafen von New York ein. Nach einigen Reparaturarbeiten laufen die Schiffe der TG 22.4 wieder aus und fuhren zu Trainingszwecken in die Casco Bay. Anschließend erreichten sie Anfang November Norfolk. In dieser TG befand sich jetzt der Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ) und die Geleitzerstörer USS MOORE, USS KEITH, USS J RICHARD WARD und USS TOMICH ( DE-242 ). Am 7. November stechen die fünf Kriegsschiffe von Norfolk aus in See und fahren zum amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Hier sollten die Schiffe der TG ein Gruppentraining als Hunter Killer Group absolvieren. Am 10. November erreichten die Kriegsschiffe ihr Einsatzgebiet und absolvierten bis Ende des Monats ihre intensiven Übungen. Danach verlassen die Schiffe die Bermudas und fuhren nach New York. In den Hafen liefen sie am 6. Dezember ein. Die USS MOORE operierte zusammen mit den Schiffen der TG für den Rest des Jahres 1944 und bis zum Frühjahr 1945 entlang der US Ostküste. Durch die amerikanische Anti-U-Boot Taktik sind die Gewässer vor der Amerikanischen Küste sicher vor feindlichen U-Booten. Doch ab Mitte März 1945 waren mehrere deutsche U-Boote gleichzeitig aus ihren geschützten Häfen vor Norwegen ausgelaufen und sollten im Nordatlantik den Kampf gegen alliierte Schiffskonvois erneut aufnehmen. Um dem entgegenzuwirken wurden vier Hunter Killer Groups gebildet. Die Kriegsschiffe der TG 22.2 operierten in den Gewässern des Nordatlantiks. Die Alliierten begannen zur Abwehr der deutschen U-Boote mit der Operation „Teardrop“. Gleichzeitig hatte man auf alliierter Seite die Vermutung, dass die Deutschen auf geschleppten Starterbehältern von den Azoren aus mit V-2 Raketen auf amerikanische Städte feuern könnten. Doch dazu kam es nicht mehr. Diese TG wurde Ende April von der TG 22.4 abgelöst. In der TG 22.4 befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORE und die Geleitzerstörer USS MOORE, USS SLOAT, USS TOMICH und USS J RICHARD WARD. Bis zum Ende des Krieges auf europäischem Boden am 8. Mai, konnte von den Kriegsschiffen der TG kein deutsches U-Boot gefunden und versenkt werden. Noch am selben Tag legte die USS MOORE im Hafen von Tompkinsville, New York an und wechselte drei Tage später in die Brooklyn Navy Yard und nach einer Überholung an die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts. Hier bereitete man den Geleitzerstörer auf seine Fahrt in den Pazifik vor, wo der Zweite Weltkrieg noch immer unvermindert tobte. Nach Abschluss der Umrüstarbeiten, so erhielt das Kriegsschiff zusätzliche Flugabwehrgeschütze, gliederte man die USS MOORE wieder in die CortDiv 7 ein. Das Kriegsschiff fuhr in die Guantanamo Bay, Kuba und beteiligte sich an mehreren Übungen der CortDiv 7. Ab dem 24. Juni war der Geleitzerstörer das Flaggschiff dieser Division. Am 1. Juli verließ die USS MOORE zusammen mit der USS KEITH die Karibik und fuhr zum Panamakanal. Dieser wurde am 5. Juli durchquert. Danach ging die Fahrt zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien weiter. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Am 29. Juli verließen beide Kriegsschiffe wieder diese Marinebasis und erreichten am 4. August die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier erlebte man auf den Geleitzerstörern auch zehn Tage später die Beendigung des Zweiten Weltkrieges durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Am 20. August verließ die USS MOORE zusammen mit der USS TOMICH Pearl Harbor und fuhr in Richtung Westen. Neun Tage später erreichten beide Geleitzerstörer die Insel Saipan, Nördliche Marianen. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Force 94 zum Nachkriegsdienst. Die Schiffe der TG unterstanden dem Kommando Marianen. Die USS MOORE wurde innerhalb dieses Kommandos zu den Bonin Inseln verlegt. Am 3. September erreichte der Geleitzerstörer die Insel Iwo Jima. Wenige Tage später legte das Kriegsschiff dort wieder ab und beteiligte sich an den Rettungsaktionen von abgestürzten Piloten während der Fleet Air Wing 18. Bis Ende 1946 blieb der Geleitzerstörer in diesem Seegebiet. Erst dann machte er sich auf den weg in die Heimat. Im Januar 1947 erreichte er Norfolk und wurde dort für die Inaktivität vorbereitet. Anschließend wechselte die USS MOORE nach Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 30. Juni 1947 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Einige Jahre später verlegte man das Kriegsschiff in die Norfolk Reserve Group. Am 1. August 1973 strich man den Namen USS MOORE ( DE-240 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen versenkte man den Schiffskörper am 13. Juni 1975 vor der Küste von Virginia als Zielschiff während einer Schießübung.    


USS MOORE ( DE-240 )
Commanding Officer

 LCDR Henry Peter Michiels       1. Juli 1943 –  Dezember 1943
LCDR Roy Herbert Jones       Dezember 1943 –  ?