USS ABEL P UPSHUR ( DD-193 )

USS ABEL P UPSHUR ( DD-193 )

Biografie

Abel Parker Upshur
* 17. Juni 1790 im Northampton County, Virginia
† 28. Februar 1844 auf dem Dampfschiff USS PRINCETON auf dem Potomac River, Maryland
war Anwalt, Pflanzer, Sklavenhalter, Richter und Politiker an der Ostküste Virginias

Abel Parker Upshur war eines von zwölf Kindern von Anne Parker ( 25. August 1763 im Northampton County, Virginia – 18. Juni 1820 ) und Littleton Upshur ( 26. April 1758 im Accomack County, Virginia – 27. August 1811 im Accomack County, Virginia ). Er erhielt den Namen seines Urgroßvaters väterlicherseits, Abel Upshur ( 1702 im Accomack County, Virginia – 30. Oktober 1753 im Accomack County, Virginia ), der mit Rebecca Revell ( 1702 im Accomack County, Virginia – 25. Dezember 1749 im Accomack County, Virginia ) verheiratet war, und dem älteren Bruder seines Vaters, Abel Upshur ( um 1756 im Accomack County, Virginia – 25. März 1790 im Accomack County, Virginia ), der mit Elizabeth Gore ( 28. Dezember 1762 in Virginia – 15. Januar 1794 ) verheiratet war. Sein Großvater war Arthur Upshur ( 1726 im Accomack County, Virginia – 15. Januar 1784 ), der mit Leah Custis ( 1731 in Virginia – 24. April 1792 ) verheiratet war. Littleton Upshur besaß die Plantage Vaucluse, die in der Nähe von Bridgetown, Virginia lag. Abel Parker Upshur wurde mehrmals in beide Kammern der Generalversammlung von Virginia gewählt. Das begann mit seiner Wahl ins Abgeordnetenhaus von 1807. Außerdem diente er im Rang eines Captain in der US Army während des Krieges von 1812. Sein jüngerer Bruder George Parker Upshur ( 8. März 1799 im Northampton County, Virginia – 3. November 1852 auf der Kriegsschaluppe USS LEVANT ( 1837 ) im Hafen von La Spezia, Italien ) erreichte bei der US Navy den Rang eines Commander und befehligte zum Zeitpunkt seines Todes die USS LEVANT. Seine bekannten Schwestern waren Leah Custis Upshur ( 1799 im Northampton County, Virginia – 10. Januar 1840 im Northampton County, Vireginia ), die mit Peter Poythress Mayo ( 18. Juni 1797 im Powhatan County, Virginia – 9. Januar 1857 in Norfolk, Virginia ) verheiratet war, und Elizabeth Parker Upshur ( 11. März 1801 im Northampton County, Virginia – 15. September 1879 in Norfolk, Virginia ), die mit John E. Nottingham ( um 1797 im Northampton County, Virginia – ? ) verheiratet war. Der jüngste Bruder seines Großvaters Arthur, Caleb Upshur ( 1744 im Northampton County, Virginia – 17. Oktober 1778 ), war mit Anne Brown ( um 1744 im Northampton County, Virginia – ? ) verheiratet. Sie hatten einen Sohn, John Brown Upshur ( 1776 im Northampton County, Virginia – 1822 ), der mit Mary Stith ( 7. September 1786 im Northampton County, Virginia – ? ) verheiratet war. Sie hatten eine Tochter, Elizabeth Ann Brown Upshur ( 8. April 1805 im Northampton County, Virginia – 17. Januar 1874 ) und einen Sohn, Abel Brown Upshur ( 25. Oktober 1821 in Locustville, Accomack County, Virginia – 6. Februar 1895 in Washington DC ), der mit Columbia Wingfield Williams ( 11. Juli 1828 in Georgetown, Washington DC – 18. April 1886 ) verheiratet war. Eine Nichte von John Brown Upshur, Mary Jane Stith ( 1828 – 1891 ) heiratete nach dem Sezzesionskrieg den New Yorker Josiah R. Sturges und half bei der Organisation des Harlem Free Hospital. Außerdem veröffentlichte sie 1867 anonym bzw. unter dem Pseudonym „Fanny Fielding“ den historischen Roman „Confederate Notes“.
Abel Parker Upshur besuchte nach der Grundschule, hier lehrten geeignete Privatlehrer, die Princeton University und danach das Yale College. Man schloss ihn aus der Princeton University aus, da er an einem Studentenaufstand teilgenommen hatte. Abel beendete keine der beiden Institutionen und kehrte nach Richmond, Virginia zurück, wo er bei William Wirt ( 8. November 1772 in Bladensburg, Maryland – 18. Februar 1834 in Washington DC ) Jura studierte. Er heiratete am 26. Februar 1817 eine seiner Cousinen, Elizabeth Dennis aus dem Accomack County, Virginia, die Tochter von Littleton Dennis ( 21. Juli 1765 im Worcester County, Maryland – 1838 ) und Elizabeth Upshur ( Mai 1769 in Accomack, Virginia – 1807 ), welche die Tochter von John Upshur ( 17. September 1741 in Accomack, Virginia – 5. September 1799 in Accomack, Virginia ), dem Bruder von Arthur Upshur, und Ann Emerson ( 1745 im Somerset County, Maryland – 1775 ) war. Elizabeth Dennis Upshur verstarb aber am 28. November 1817 während der Geburt ihres gemeinsamen Kindes, das ebenfalls nicht überlebte. Abel Parker Upshur heiratete wenig später wieder eine Cousine. Es war Elizabeth Ann Brown Upshur ( 8. April 1805 im Northampton County, Virginia – 17. Januar 1874 ). Beide hatten sie eine Tochter, Susan Parker Brown Upshur ( 12. April 1826 in Vaucluse Shores, Northampton County, Virginia – 10. November 1858 in Washington DC ), die mit dem US Army Captain Thomas Lee Ringgold ( 29. Juni 1818 im Loudoun County, Virginia – 11. Mai 1854 in Washington DC ) verheiratet war.
Abel Parker Upshur wurde 1810 als Rechtsanwalt in Virginia zugelassen. Er ließ sich in Baltimore, Maryland nieder, kehrte aber nach dem Tod seines Vaters auf die Vaucluse – Plantage zurück, die er als ältester Sohn erbte. Er betrieb diese Plantage wie sein Vater mit Sklaven, baute nebenbei eine Anwaltskanzlei auf und begann sich aktiv in der Staatspolitik zu engagieren. Bei den Volkszählungen von 1790 bemaß man nach dem Besitz Abel Upshur, der Bruder von Littleton Upshur, und verlangte den Zehnten als Steuer. Abel besaß demzufolge 13 Sklaven, einen jungen Sklaven zwischen 12 und 16 Jahren, 15 Pferde und 4 Wagen. 1820 erfolgte die nächste Volkszählung wegen der Steuer. Da befanden sich auf der Vaucluse – Plantage 43 Sklaven. Bei der Volkszählung 1830 besaß der Richter Abel Parker Upshur 17 Sklaven und beschäftigte drei frei Schwarze. Zehn Jahre später befanden sich 21 Sklaven in seinem Besitz. Abel Parker Upshur wurde 1812 erstmals in das Abgeordnetenhaus von Virginia gewählt, während sein Vater bis dahin sowohl den Northampton und den benachbarten Accomack County im Senat von Virginia vertrat. Als der Krieg von 1812 endete, blieb Abel von 1816 bis 1823 in der Landeshauptstadt Richmond und fungierte als Anwalt des Commonwealth. Er kandidierte in dieser Zeit erfolglos für den US Kongress. Die Wähler vom Northampton County gaben Abel 1825 ihr Vertrauen als gesetzgebenden Delegierten und wählten ihn auch ein Jahr später auf diesen Posten. Abel Parker Upshur füllte aber die zweite Amtszeit nicht aus, da ihn die Delegierten 1826 zum Richter am Virginia General Court wählten. 1829 gewann er zusammen mit den drei Delegierten, Thomas Robinson Joynes ( 17. Oktober 1789 – 12. September 1858 ), Thomas M. Bayley und William Kennon Perrin ( 22. September 1784 in Gloucester, Virginia – 10. Dezember 1855 in Gloucester, Virginia ) die Countys Mathews, Middlesex, Accomack, Northampton und Gloucester, die im Verfassungskonvent des Staates Virginia diesen von 1829 bis 1830 vertraten. Während seiner politischen Karriere war Abel Parker Upshur ein Skalvenhalter sowie ein unerschütterlicher Konservativer und Verfechter der Rechte des Staates. Er vertrat geschickt andere Sklavenhalter aus Virginia und lehnte diesbezüglich demokratische Reformen auf der Virginia Convention von 1829 bis 1830 rundweg ab. 1832 begann in South Carolina eine Nichtigkeitskrise. Der neuorganisierte Gesetzgeber wählte Abel erneut zum Richter am Northampton Court. Auf dieser Position blieb er bis 1841, als er zum Marineminister ernannt wurde. Obwohl Abel in seiner Jugend ein Föderalist war, wurde er nach 1816 als Anwalt ein Demokrat. Nachdem US Präsident Andrew Jackson ( 15. März 1767 in Waxhaw Settlement zwischen North Carolina und South Carolina, Britisch Amerika – 8. Juni 1845 in Nashville, Tennessee ), selbst ein Sklavenhalter, sich geweigert hatte die Nichtigkeitserklärung von South Carolina zu akzeptieren, wechselte Abel erneut die Partei und wurde ein Whig. Nachdem John Tyler ( 29. März 1790 im Charles City County, Virginia – 18. Januar 1862 in Richmond, Virginia, Konföderierte Staaten ) 1841 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wurde, ernannte er Abel Parker Upshur am 11. Oktober 1841 zum 13. Marineminister. Abel übernahm das Amt von George Edmund Badger ( 17. April 1795 in New Bern, North Carolina – 11. Mai 1866 in Raleigh, North Carolina ). Die Zeit bei der US Navy war geprägt von einem starken Schwerpunkt. Es mussten unbedingt Reformen und Reorganisationen durchgeführt werden, die mit den Bemühungen den Dienst zu modernisieren einhergingen. Zu seinen Errungenschaften gehörte die Ersetzung des alten Board of Navy Commissioners durch das Bureau System, die Regulierung des Offizierskorps, die Aufstockung der Mittel für die US Navy, der Bau neuer Segel- und Dampfkriegsschiffe und die Einrichtung des United States Observatory und Hydrographic Office. Abel Parker Upshur war auch ein überzeugter Verfechter für die Ausweitung der Größe der US Navy. Er wollte dabei, dass die US Navy wenigstens halb so groß sein sollte wie die Royal Navy. Am 23. Juli 1843 übergab Abel das Amt des Marineministers an David Henshaw ( 2. April 1791 in Leicester, Massachusetts – 11. November 1852 in Leicester, Massachusetts ). US Präsident John Tyler ernannte Abel Parker Upshur an diesem 23. Juni zum 15. US Außenminister. Abel trat die Nachfolge von Daniel Webster ( 18. Januar 1782 in Salisbury, New Hampshire – 24. Oktober 1852 in Marshfield, Massachusetts ), der am 8. Mai 1843 zurückgetreten war. Interimsmäßig hatte es erst Hugh Swinton Legaré ( 2. Januar 1797 in Charleston, South Carolina – 20. Juni 1843 in Boston, Massachusetts ) bis 20. Juni und für drei Tage William S. Derrick ( 1802 – 15. Mai 1852 ). Die Hauptleistung von Abel Parker Upshur war die Befürwortung der Annexion der Republik Texas als Sklavenstaat. Der von Upshur eingesetzte Botschafter und der Botschafter der Republik Texas, Isaac Van Zandt ( 10. Juli 1813 im Franklin County, Tennessee – 11. Oktober 1847 in Houston, Texas ) arbeiteten bis zum Tod von ihm eng zusammen am Annexionsvertrag. Upshur war auch tief in die Verhandlungen im Grenzstreit um Oregon involviert. Er war dabei ein starker Befürworter der Einbeziehung der Oregon Countys in die Union. Upshur war schließlich bereit, sich auf den Kompromiss zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada zu einigen, das die Nordgrenze beider Staaten auf dem 49. Breitengrad liegen sollte. Die Verhandlungen fanden erst nach dem Tode von Upshur und am Ende der Amtszeit von John Tyler ihren Abschluss.
Am 28. Februar 1844 besuchte Abel Parker Upshur zusammen mit US Präsident John Tyler, die ehemalige First Lady Dolley Todd Madison ( 20. Mai 1768 im Guilford County, North Carolina, Britisch Amerika – 12. Juli 1849 in Washington DC ), Senator Thomas Hart Benton ( 14. März 1782 in Harts Mill, North Carolina – 10. April 1858 in Washington DC ) aus Misouri und rund 400 weitere Würdenträger das neue Dampfkriegsschiff USS PRINCETON ( 1843 ), das unter dem Kommando von Captain Robert Field Stockton ( 20. August 1795 in Princeton, New Jersey – 7. Oktober 1866 in Princeton, New Jersey ) stand. An Bord des Kriegsschiffes befanden sich zwei neuartige Kanonen, die in New York installiert worden waren, und die Namen „Peacemaker“ und „Oregon“ trugen. Die „Oregon“, ein Mündungslader mit glatter Bohrung aus Schmiedeeisen, wurde von Mersey Iron Works in Liverpool, England gebaut. Mit einer Ladung von 23 kg Schießpulver konnte ein Schuss von 102 Pfund und 300 mm Durchmesser abgefeuert werden. Das revolutionäre Design war, das glühende Eisenreifen um das Verschlussende der Waffe gelegt wurden, wodurch die Waffe vorgespannt war und somit der Verschluss der Ladung standhalten konnte. 1841 verschiffte man die Kanonen in die USA. „Peacemaker“ war ein Nachbau. Captain Stockton entwarf und überwachte den Bau der Kanone. Diese war ebenfalls ein 300 mm Mündungslader und wurde von Hogg and DeLamater aus New York City gebaut. Zwar verwandte man beim Bau eine ältere Schmiedetechnologie, wodurch eine größere Waffe mit beeindruckendem Aussehen hergestellt werden konnte, welche aber eine geringere Festigkeit besaß. Die USS PRINCETON legte an diesem 28. Februar 1844 im Hafen von Alexandria, Virginia ab und fuhr den Potomac River flussabwärts. Es sollte eine Demonstrationskreuzfahrt werden. Captain Stockton entschied sich auf dieser Fahrt die „Peacemaker“ abzufeuern, um seine Gäste zu beeindrucken. Drei Mal wurde die Kanonen flussabwärts geladen und abgefeuert, um George Washington zu ehren als man Mount Vernon passierte. Die meisten Gäste an Bord zogen sich nach diesen Schüssen unter Deck zurück und nahmen dort ihr Mittagessen und Erfrischungen ein. Marineminister Thomas Walker Gilmer ( 6. April 1802 im Albemarle County, Virginia – 28. Februar 1844 an Bord der USS PRINCETON auf dem Potomac River, Maryland ) forderte die noch auf Deck befindlichen Personen auf, sich einen letzten Schuss dieser neuen Waffe anzuschauen. Da befand sich die USS PRINCETON in der Nähe von Fort Washington, Maryland. Als Captain Stockton das Schussband zog, platzte die Waffe auseinander. Die linke Seite der Kanonen explodierte und glühend heiße Metallsplitter wurden in die schaulustige Menge geschleudert. Abel Parker Upshur und Thomas Walker Gilmer, der Chef des Bureau of Construction and Repair Captain Beverley Kennon ( 7. April 1793 im Meckelneburg County, Virginia – 28. Februar 1844 an Bord der USS PRINCETON auf dem Potomac River, Maryland ), der Anwalt Virgil Maxcy ( 5. Mai 1785 in Attleboro, Massachusetts – 28. Februar 1844 an Bord der USS PRINCETON auf dem Potomac River, Maryland ) aus Maryland der jahrzehntelange Erfahrungen als Staats- Bundesbeamter hatte, der New Yorker Anwalt und Politiker David Gardiner ( 29. Mai 1784 in East Hampton, New York – 28. Februar 1844 an Bord der USS PRINCETON auf dem Potomac River, Maryland ) und der Kammerdiener des US Präsidenten, ein schwarzer Sklave namens Armistead waren sofort tot. Weitere 16 bis 20 Personen wurden verletzt, darunter mehrere Mitglieder der Schiffsbesatzung, Senator Benton und Captain Stockton. US Präsident John Tyler befand sich während des Unglücks unter Deck und wurde nicht verletzt.
Abel Parker Upshur wurde auf dem Congressional Cemetery in Washington DC beigesetzt. Dreißig Jahre später exhumierte man seine sterblichen Überreste und setzte sie auf dem Oak Hill Cemetery bei.


USS ABEL P UPHUR ( DD-193 )

Schiffsbiografie

Die USS ABEL P UPSHUR ( DD-193 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Marineminister Abel Parker Upshur benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achte Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Newport News Shipbuilding & Dry Dock Company in Newport News, Virginia wurde am 20. August 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. George J. Benson, Ur- Ur- Nichte von Marineminister Abel Parker Upshur, taufte am 14. Februar 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Vincent Hubbard Godfrey stellte am 23. November 1920 in der Norfolk Navy Yard in Portsmouth, Virginia das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS ABEL P UPSHUR in der Chesapeake Bay durchführte, versetzte man den Zerstörer in die Zerstörer Division 37 ( Des Div 37 ) des Zerstörer Geschwaders Nummer 3 innerhalb der Atlantikflotte. Das Kriegsschiff operierte entlang der US Ostküste und beteiligte sich an Flottenübungen und Manövern. Man stellte am 7. August 1922 in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania die USS ABEL P UPSHUR außer Dienst und versetzte sie in die Atlantikreserveflotte.
Lieutenant Commander Mark Leslie Hersey, Jr. ( 8. Juli 1888 in Whipple, Yavapai County, Arizona – 3. Dezember 1974 in Newport, Rhode Island ) stellte am 28. Oktober 1927 die USS ABEL P UPSHUR als Ausbildungsschiff in Philadelphia in den Dienst der US Navy. Nach Abschluss der Umrüstarbeiten nahm der Zerstörer ab März 1928 seinen Dienst in der Washington Navy Yard in Washington DC auf. An Bord des Kriegsschiffes sollte Personal der Naval Reserve aus dem District of Columbia ausgebildet werden. Diese Aufgabe wurde bis zum 5. November 1930 durchgeführt. An diesem Tag musste der Zerstörer von der US Navy an die US Finanzbehörde übergeben werden. Das Kriegsschiff diente in den folgenden Jahren in der Organisation der US Küstenwache und sollte sich an der Verhinderung des Schmuggels von Alkohol in die Vereinigten Staaten beteiligen. Das Schiff hieß nun USCGC ABEL P UPSHUR ( CG-15 ). Im Gegenzug dazu wurde der Name des Kriegsschiffes für die nächsten vier Jahre innerhalb der US Navy kurzzeitig gestrichen.

Am 21. Mai übergab die US Küstenwache das Kriegsschiff wieder an die US Navy und der Zerstörer erhielt seinen Namen zurück. Die USS ABEL P UPSHUR kehrte wieder nach Philadelphia in die Atlantikreserveflotte zurück. Das Kriegsschiff blieb auch in den folgenden Jahren in Reserve, als sich die Krisen in Europa und im Fernen Osten vermehrten. Erst nachdem am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg auf europäischem Boden durch den Überfall Hitlerdeutschlands in Polen ausgebrochen war, erfolgte in den Vereinigten Staaten ein Umdenken. US Präsident Franklin Delano Roosevelt proklamierte als Reaktion auf den europäischen Konflikt die Neutralität der USA und wies die US Navy an, eine östliche Überwachung des Panamakanals einzurichten. Um die damit verbundenen Patrouillen durchführen zu können, ließ die US Navy aus den Reserveflotten 77 Zerstörer und Minenleger wieder in den Dienst stellen, um so die bereits vorhandenen Flotteneinheiten zu verstärken.
Die USS ABEL P UPSHUR wurde am 4. Dezember 1939 wieder in den Dienst der US Navy gestellt und Lieutenant Francis Marion Peters, Jr. übernahm das Kommando über den Zerstörer. Man rüstete das Kriegsschiff für seinen Einsatz in der Philadelphia Navy Yard aus und nahm an dem Zerstörer mehrere Änderungen vor. Nach den anschließenden Erprobungsfahrten operierte die USS ABEL P UPSHUR entlang der US Ostküste und versuchte sich während der Patrouillenfahrten an der Durchsetzung der amerikanischen Neutralität zu beteiligen. Im Februar 1940 fuhr der Zerstörer südwärts bis in die Guantanamo Bay. Das Kriegsschiff patrouillierte in den kubanischen Gewässern und verließ diese dann am 14. März, zusammen mit den Zerstörern aus der Zerstörer Division 67 ( DesDiv 67 ) und fuhr nach Norfolk, Virginia. In dieser DesDiv 67 befanden sich die Zerstörer USS HERNDON ( DD-198 ), das Flaggschiff, USS WELBORN C WOOD ( DD-195 ) und USS WELLES ( DD-257 ). Die Zerstörer erreichten am 17. März den Zielhafen. Die USS ABEL P UPSHUR stach am 6. April wieder in See und fuhr zusammen mit den drei Schwesterschiffen in die Karibik zurück. Vier Tage später wurde der Hafen von San Juan, Puerto Rico erreicht. Hier bunkerte man auf dem Zerstörer frischen Proviant und Treibstoff und stach noch am Abend desselben Tages wieder in See. Am folgenden Morgen sah man von dem Zerstörer aus das Zielobjekt. Zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS OMAHA ( CL-4 ) begannen die Zerstörer mit ihrer Neutralitätspatrouille und führten dabei bis zum 17. April mehrere Übungen durch. An diesem Tag legten sie im Hafen von San Juan an. Die USS ABEL P UPSHUR patrouillierte vom 19. bis zum 23. April in den Gewässern vor San Juan, bevor der Zerstörer sich an einem Flottenmanöver beteiligte. Das Kriegsschiff patrouillierte anschließend in den karibischen Gewässern und besuchte am 1. Mai den Hafen von Charlotte Amalie, St. Thomas, Jungferninseln. Der Zerstörer blieb für zwei Wochen im Hafen liegen und kehrte erst dann nach San Juan zurück. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 8. Juni, und fuhr dann wieder nach Kuba. Vor der kubanischen Küste beteiligte sich die USS ABEL P UPSHUR an mehreren Übungen. Von der Guantanamo Bay aus operierte der Zerstörer nun und patrouillierte zwischen der Insel und Florida. In diesen Tagen waren wieder Übungen zur Ausbildung der Mannschaft angesetzt. Das Kriegsschiff patrouillierte bis zum 27. Juli in der Guantanamo Bay, um an diesem Tag zum Panamakanal zu fahren. Hier ankerte der Zerstörer am folgenden Tag in der Limon Bay, Kanalzone und begann am Abend des 10. August zusammen mit seinen Schwesterschiffen aus der DesDiv 67 die Durchquerung des Panamakanals. Am Morgen des 12. August ankerte das Kriegsschiff in der Panama Bay. Noch am selben Tag beschossen die Geschützmannschaften der USS ABEL P UPSHUR und der anderen drei Zerstörer die vorgegebenen Ziele. In den folgenden Tagen begannen dann Übungen und Manöver mit den Booten der U-Boot Division 11. Nach deren Abschluss durchquerte die USS ABEL P UPSHUR, USS HERNDON, USS WELBORN C WOOD und USS WELLES erneut den Panamakanal und legten im Hafen von Coco Solo an. Die vier Zerstörer verließen am 22. August die atlantischen Gewässer vor dem Panamakanal und fuhren über die Guantanamo Bay nach Norfolk, Virginia. Hier legten sie am 28. August an. In Europa hatte sich derweil die Situation der Briten erheblich verschlechtert. Der verheerende deutsche Blitzkrieg hatte die Niederlande und Frankreich überrollt. Die britischen Zerstörer litten furchtbar während des unglücklichen norwegischen Feldzuges und der Evakuierung aus Dünkirchen. Darüber hinaus hatten deutsche U-Boote ihren hohen Tribut bei ihren Operationen gegen Schiffskonvois gefordert. Mit dem Kriegseintritt Italiens im Sommer 1940 standen die Briten vor einer weiteren langen Reihe von Kämpfen im Mittelmeerraum. Premierminister Winston Churchill bat daher US Präsident Franklin Delano Roosevelt um Unterstützung. Im Sommer 1940 wurde ein Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien ausgearbeitet. Als Gegenleistung für 50 überalterte amerikanische Zerstörer, die an die Royal Navy übergeben wurden, erhielten die USA für eine Dauer von 99 Jahren Pachtverträge für strategische Basisstandorte von Neufundland bis Britisch – Guayana. Zu den fünfzig Zerstörern gehörte auch die USS ABEL P UPSHUR und die anderen drei Zerstörer aus der DesDiv 67. In Norfolk füllte man die Bunker mit Dienstmunition auf. Anschließend fuhren die vier Zerstörer nach Newport, Rhode Island. Hier tauschte man die Torpedos auf den Kriegsschiffen aus. Anschließend wechselten sie in die Boston Naval Shipyard und mussten sich einer genauen Überprüfung unterziehen. Am 5. September legten sie hier wieder ab und wurden von dem neu in Dienst gestellten Zerstörer USS RUSSELL ( DD-414 ), während dessen Erprobungs- und Ausbildungsfahrt nach Norden zur Marinebasis Halifax, Nova Scotia begleitet. Die USS ABEL P UPSHUR, USS HERNDON, USS WELBORN C WOOD und USS WELLES legten am 6. September als erste von acht zu übergebende Zerstörer an. An Bord eines jeden Zerstörers begaben sich sofort die potenziell zukünftigen britischen und kanadischen Mannschaften, bestehend aus sechs Offizieren und 120 Mannschaftsmitglieder, zur Einarbeitung an Bord. Drei Tage später, am 9. September, stellte man die USS ABEL P UPSHUR außer Dienst und übergab den Zerstörer an die Royal Navy, die das Kriegsschiff noch am selben Tag in ihren Dienst stellte und den Namen HMS CLARE ( I14 ) verlieh. Das Kommando über den Zerstörer übernahm Lieutenant Commander Clive Gwinner ( 1908 – 1998 in Vancouver, British Columbia ), den man aus dem Ruhestand zurückholte. Den Namen USS ABEL P UPSHUR ( DD-193 ) strich man am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
Schon am 10. September legte die HMS CLARE in Halifax ab und fuhr über St. Johns, Neufundland und Belfast, Nordirland nach Plymouth, England. Der Zerstörer legte am 26. September in der Werft an. Hier gliederte man das Kriegsschiff in die 17. Zerstörerflottille im Western Approaches Command. In der Dockyard in Devonport begann man mit den Umbauten an der HMS CLARE, die der Zerstörer für den Royal Navy Einsatz bei den Eskortier Fahrten von Schiffskonvois benötigte. Wegen dem dringenden Bedarf an Sicherungsschiffen konnten aber nicht alle erforderlichen Arbeiten abgeschlossen werden. Am Abend des 1. Oktober verließ das Kriegsschiff die Werft und fuhr nach Liverpool, wo es am folgenden Tag anlegte. Sieben Tage später trat die HMS CLARE in die Flottille ein und erhielt die ersten Befehle für die Konvoi Eskorte in den Nordwestlichen Approaches. So beteiligt sich der Zerstörer vom 17. bis zum 20. Oktober an der Eskorte des Schiffskonvois OB 230. Schon ab dem 21. Oktober wird der Schiffskonvoi SL 050 übernommen, der von Freetown, Liberia aus gestartet war und bis zum 26. Oktober an die britische Küste gesichert. Von den britischen Inseln lief am 29. Oktober der Schiffskonvoi OG 045 aus, der bis nach Gibraltar eskortiert wurde. Dort wurde er am 2. November an andere Geleitschiffe übergeben. Die HMS CLARE patrouillierte in den folgenden Tagen vor dem Eingang ins Mittelmeer. Am 12. November übernahm der Zerstörer zusammen mit den anderen Scherungsschiffen den Konvoi OB 242 und begleitete diesen sicher bis zum 14. November vor den britischen Inseln. Sofort eilte die HMS CLARE in Richtung Island und übernahm am 15. November den Schiffskonvoi HG 046, der von Amerika kam. Am Abend des 16. November sah der Ausguck Rettungsboote auf dem Wasser. Der Zerstörer eilte dorthin und die Besatzung konnte 60 Personen aus dem Wasser retten. Wenige Stunden zuvor, um 20:15 Uhr, hatte das deutsche U-Boot U-137, Kommandant Kapitänleutnant Herbert Wohlfarth ( 5. Juni 1915 in Kanazawa, Japan – 13. August 1982 ), das britische Handelsschiff SS PLANTER ( 5.887 BRT ), das aus Suez zurückkehrenden Schiffskonvoi SLS 53 gehörte, rund 30 Seemeilen Nordnordwestlich von Bloody Foreland, Irland torpediert und versenkt. 13 Mannschaftsmitglieder des Handelsschiffes kamen dabei ums Leben. Kapitän Master Dennis Henry Bryant, 58 Mannschaftsmitglieder und ein Kanonier überlebten. Die HMS CLARE brachte diese nach Liverpool. Den Zerstörer nahm man am 17. November außer Dienst, da an dem Schiffskörper und an den Maschinen sowie Kesseln mehrere gravierende Mängel aufgetreten waren, und beließ ihn in Liverpool. Hier erfolgten die ersten Reparaturen. Anschließend wechselte der Zerstörer nach Portsmouth und wurde dort für die Abarbeitung weiterer Mängel in die HM Dockyard bugsiert. Erst am 18. Februar 1941 waren die Arbeiten abgeschlossen und das Kriegsschiff begann mit seiner Erprobungsfahrt. Auch am 20. Februar führte die HMS CLARE weitere Probefahrten durch. Dabei konnte die Mannschaft die Überlebenden des britischen Frachtschiffes SS RIGMOR ( 1.278 BRT ) aus dem Wasser retten, deren Schiff 1.500 t Kohle geladen hatte und von Newport nach Plymouth unterwegs war. Die SS RIGMOR war an diesem Tag südöstlich von Lizard Point auf der Position 49° 54‘ Nord und 04° 51‘ West durch deutsche Flugzeuge versenkt worden. Die Überlebenden wurden nach Liverpool gebracht. Über Nacht blieb der Zerstörer dort am Pier festgemacht. Am Morgen des 21. Februar wollte die HMS CLARE weitere Erprobungsfahrten unternehmen. Beim Auslaufen aus dem Hafen kollidierte der Zerstörer mit dem Frachtschiff SS PETRETOUM und zog sich erhebliche Schäden an der Schiffshaut und an den Maschinen zu. Sofort verlegte man das Kriegsschiff nach Devonport in die dortige Werft. Hier sollte der Zerstörer auf repariert werden. Aber die Schäden waren größer wie gedacht, so dass das Kriegsschiff nach Plymouth musste. Im März beginnen hier die Reparaturen. Im Zuge dessen wird das Schiff zu einem Geleitzerstörer umgebaut. So entfernte man drei 4-Zoll Kanonen und einen der Torpedo Rohrsätze. Den noch verblieben installierte man in die Mitte des Schiffes und konnte so nach beiden Seiten hin Torpedos abfeuern. Zusätzlich erhielt der Zerstörer dafür eine Abrollanlage für Wasserbomben. Außerdem entfernte man die beiden vorderen Kessel und baute in dem freien Raum zusätzliche Kraftstofftanks ein. Durch diese Modifikation konnte die HMS CLARE längere Strecken ohne Nachtanken fahren, dafür aber nur eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Knoten erreichen. Die Umrüstarbeiten waren im September abgeschlossen und man gliederte die HMS CLARE in die 41. Escort Group ein, die zur Verteidigung der westafrikanischen OS Konvois, welche bis nach Sierra Leone fuhren, und die Rückkehrenden SL Konvois eingesetzt wurde. Am 14. Oktober verließ der Zerstörer Plymouth und fuhr nach Liverpool. Hier lagen die anderen Geleitzerstörer der Escort Group. Diese waren die Schaluppen HMS IBIS ( U 99 ), HMS ABERDEEN ( U 97 ), HMS ENCHANTRESS ( L 56 ), HMS HARTLAND ( Y 00 ) und HMS WALNEY ( Y 04 ). Am 6. November beginnt vor Lough Foyle, dem Gewässer vor Londonderry, Nordirland eine Anti-U-Boot Übung. An der war das niederländische U-Boot HNMS O-9, der Geleitzerstörer HMS CLARE und die Schaluppen HMS IBIS, HMS HARTLAND und die Korvette HMS SUNFLOWER ( K41 ) beteiligt. Die Kriegsschiffe der Escort Group 41 übernahmen am 8. November von Londonderry aus die Sicherung über den Schiffskonvoi OS 011. Erst am 25. November verlassen die Kriegsschiffe den Konvoi und beginnen mit ihren Patrouillenfahrten in den Gewässern vor der Westküste Afrikas und wurden dann für die Rückfahrt vorbereitet. Am 2. Dezember übernahmen sie den Konvoi SL 094 und erreichten am 20. Dezember Londonderry. Im neuen Jahr 1942 übernahmen die Kriegsschiffe den Konvoi OS 016 am 11. Januar und sicherten die Handelsschiffe bis zum 20. Januar vor der Küste von Sierra Leone. Schon am 31. Januar ging die Fahrt, zusammen mit den Schiffen des Konvois SL 099, wieder nach Nordirland. In Londonderry legten sie am 16. Februar an. Im März ging die Fahrt mit einem Konvoi wieder nach Süden. Dort übernahmen die Kriegsschiffe der Escort Group 41 am 3. April den Konvoi SL 105 und begleiteten die Schiffe sicher bis zum 22. April an den Zielhafen. Die Weiteren Konvois OS 027 vom 3. Mai bis zum 19. Mai, SL 111 vom 24. Mai bis zum 16. Juni, SL 111F vom 8. bis zum 13. Juni. Im Juli müssen unbedingt mehrere Reparaturen vorgenommen werden und eine Abschussanlage für Hedgehogs, der gefürchteten Ahead Throwning Anti-U-Boot Waffe. Zur Ausbildung der Mannschaft daran wird am 13. August vor Lough Foyle mit dem britischen U-Boot HMS H 32 ( N 32 ) und dem Geleitzerstörer HMS COWDRAY ( L 52 ) und in der Nacht zum 20. August mit dem britischen U-Boot HMS H 32 und den Schaluppen HMS ABERDEEN, HMS HARTLAND, HMS WALNEY und HMS ENCHANTRESS Übungen abgehalten. Der Geleitzug OS 038 wird daran anschließend vom 20. August bis zum 5. September und SL 122 vom 14. September bis zum 5. Oktober eskortiert. Gleich nach der Ankunft in Londonderry muss sich die HMS CLARE einer Überholung unterziehen. Man bereitete den Geleitzerstörer für die geplanten alliierte Landungen in Nordafrika vor, wofür das Kriegsschiff während der Operation „Torch“ an der Sicherung der Nachschubkonvois beteiligt sein sollte. Die Kriegsschiffe der Escort Group eskortierten ab dem 26. Oktober von Londonderry den Konvoi KMF 001 bis nach Gibraltar, wo die Transportschiffe am 8. November an andere britische und kanadische Kriegsschiffe übergeben wurden. Am 17. November wurde der Konvoi MKF 002 übernommen und bis zum 21. November vor Londonderry begleitet. An diesem Tag konnte die Mannschaft der HMS CLARE 26 Besatzungsmitglieder, 5 Artilleristen und 7 Passagiere des panamaischen Frachtschiffes SS BUCHANA ( 5.614 BRT ) aus dem Wasser retten. Das Frachtschiff hatte Öl, 5.000 Postsäcke, Flugzeugteile und Landungsboote geladen und war als Einzelfahrer von New York aus nach Liverpool unterwegs. Die SS BUCHANAN wurde am 12. November von U-224. Kommandant Oberleutnant zur See Hans-Carl Kosbadt ( 15. Dezember 1917 in Warnemünde – 13. Januar 1943 auf U-224 im Mittelmeer ), torpediert und versenkt. Es gab unter den 73 Anwesenden keine Verluste auf dem Frachtschiff. Mehrere Mannschaftsmitglieder wurden von dem amerikanischen Frachtschiff SS LIGHTING und dem britischen Zerstörer HMS LEAMINGTON ( G19 ) ebenfalls am 21. November gerettet. Die HMS CLARE brachte die Überlebenden nach Londonderry. Die Kriegsschiffe der Escort Group 41 verließen am 27. November wieder Nordirland und eskortierten die Schiffe des Konvois KMF 004 und übergaben diese zwei Tage später an die nächsten Sicherungsschiffe. Sie sicherten den Konvoi MKF 004 vom 12. bis zum 18. Dezember, KMF 006 vom 26. Dezember bis zum 3. Januar 1943 und MKF 006 vom 6. bis zum 13. Januar. Für eine Anti-U-Boot Übung blieb die HMS CLARE am 21. Januar vor Lough Foyle. An der Übung nahm das britische U-Boot HMS H 34, der Zerstörer HMS CLARE, die Schaluppen HMS FISHGUARD ( Y 59 ) und HMS BANFF ( Y 43 ) und die Flussfregatte HMS TEST ( K239 ). Am folgenden Tag war in Lough Foyle während einer weiteren Übung das U-Boot HMS H 34, die Zerstörer HMS CLARE, HMS ROCKINGHAM ( G 58 ), HMS WATCHMAN ( D 26 ) und HMS VISCOUNT ( D 92 ) und die Korvetten HMS DALIA ( K 59 ) und HMS WALLFLOWER ( K 44 ). Gleich am 24. Januar übernahm die HMS CLARE zusammen mit den Kriegsschiffen aus der Escort Group 41 die Eskorte über den Schiffskonvoi KMF 008. Am 25. Januar werden die Transportschiffe vor Gibraltar übernommen. Die Kriegsschiffe der Western Local Escort Group eilen dem aus Halifax kommenden Schiffskonvoi HX 224, bestehend aus 58 Handelsschiffe, entgegen und beteiligen sich vom 22. zum 3. Februar an der Sicherung. Dann wird die HMS CLARE und die Schaluppen HMS IBIS, HMS ABERDEEN, HMS ENCHANTRESS, HMS HARTLAND und HMS WALNEY aus der Escort Group erneut für die Sicherung von Transportschiffen bis nach Gibraltar eingesetzt. So übernahmen sie am 2. März den Konvoi KMF 010A, den sie bis zum 3. März sicherten und vom 8. bis zum 14. März begleiteten sie den Konvoi MKF 010A, der aus sechs Transportschiffen bestand. In Lough Foyle standen ab dem 27. März wieder Anti-U-Boot Übungen an. So war das britische U-Boot HMS H 44, die Zerstörer HMS CLARE und HMS KEPPEL ( D 84 ), die Schaluppe HMS ERNE ( U 03 ) und die Korvette HMS BERGAMOT ( K 189 ) anwesend. Am folgenden Tag war es das U-Boot HMS H 44, der Zerstörer HMS CLARE, Schaluppe HMS ERNE, der kanadische Zerstörer HMCS ST LAURENT ( H 83 ), die kanadischen Korvetten HMCS SHEDIAC ( K 110 ), HMCS BATTLEFORD ( K 165 ) und HMCS KENOGAMI ( K 125 ). Vom 1. bis zum 9. April eskortierte die Escort Group 41 den Schiffskonvoi KMS 012G und vom 16. bis zum 23. April den Schiffskonvoi MKS 011. Für den 10. Mai ist dann wieder in Lough Foyle eine Anti-U-Boot Übung angesetzt. Daran war das britische U-Boot HMS UPSTART ( P 65 ), der Zerstörer HMS CLARE, die Korvetten HMS BERGAMOT und HMS BRYONY ( K 152 ) und die Flussfregatten HMS TEST, HMS TRENT ( K 243 ) und HMS TEVIOT ( K 222 ). Am 18. Mai erfolgte noch solch eine Anti-U-Boot Übung in Lough Foyle. Diesmal war die HMS CLARE alleine mit dem U-Boot HMS H 33. Von Londonderry aus eilten die Kriegsschiffe der Escort Group 41 nach Gibraltar. Dort übernahmen sie am 3. Juni den Schiffskonvoi XK 008 und erreichten sieben Tage später die britischen Inseln. Dann erfolgten drei Tage hintereinander wieder Anti-U-Boot Übungen. Am 19. Juni war das britische U-Boot HMS P 511, die Zerstörer HMS CLARE, HMS WINCHELSEA ( D 46 ) und HMS HIGHLANDER ( H 44 ), die Korvetten HMS PENNYWORTH ( K 111 ), HMS ASPHODEL ( K 56 ) und HMS CLOVER ( K 134 ) und die Schaluppe HMS FISHGUARD beteiligt. Am 20. Juni das U-Boot HMS P 511, die Zerstörer HMS CLARE, HMS HIGHLANDER und HMS WINCHELSEA, die Fregatte HMS BERRY ( K 312 ) und die Schaluppe HMS FISHGUARD und am 21. Juni war das britische U-Boot HMS H 32, der Zerstörer HMS CLARE, die Korvette HMS POPPY ( K 213 ), die Schaluppe HMS FISHGUARD und die Flussfregatte HMS TEST beteiligt. Am 25. Juni übernimmt die Escort Group 41 die Sicherung des Schiffskonvois KMS 019G und eskortiert die Schiffe bis zum 6. Juli vor die Küste von Sizilien. Dort beginnt ab dem 10. Juli die Operation „Husky“. Sofort eilen die Kriegsschiffe wieder zurück und übernahmen am 14. Juli vor den britischen Inseln den Schiffskonvoi KMS 019Y, den sie ebenfalls bis in die Gewässer von Sizilien eskortierten. Unterwegs übernahmen die Schiffe der Escort Group 41 ab dem 17. Juli auch die Sicherung über den Schiffskonvoi MKS 018 und beteiligten sich am 19. Juli an der Sicherung des amerikanischen Schiffskonvois UGS 011. Am 22. Juli wurde dann die Küste von Sizilien erreicht. Die HMS CLARE und die Kriegsschiffe der Escort Group 41 fahren noch am selben Tag nach Gibraltar zurück und beteiligen sich dort ab dem 25. Juli bei der Sicherung des amerikanischen Konvois GUS 10, bestehend aus 50 Handelsschiffen. Die britischen Schiffe verlassen zwei Tage später bei den Azoren den Konvoi. Sie fahren nach Argentinien. Dort warteten Truppentransporter aus dem Konvoi UT 001. Am 28. August legen die Schiffe ab und fuhren mit der Sicherung der Escort Group 41 nach Großbritannien. Dort legten sie am 4. September an. Die HMS CLARE fuhr sofort nach Cardiff, Wales und unterzog sich dort in einer kommerziellen Werft einer umfassenden Überholung. Im Januar 1944 sollte der Zerstörer mit der ersten Probefahrt beginnen. Aber durch einen ausgebrochenen Brand an Bord des Kriegsschiffes, verzögerte sich die Fertigstellung. Im Februar mussten die Brandschäden beseitigt und die daraus resultierende Reparaturen durchgeführt werden. Dann entschied man in der Royal Navy, dass die HMS CLARE als Air Target Ship ausgerüstet werden sollte. Dazu musste die gesamte Bewaffnung entfernt werde, da man auf dem Kriegsschiff die Waffenausrüstung nicht mehr benötigt. Ab Juli übernimmt die HMS CLARE ihre Station in der Irischen See. Hier ist das Schiff das Zielobjekt für die Ausbildung von Flugzeugbesatzungen, die die Angriffe auf fahrende Schiffe trainieren müssen. Allerdings können auch U-Boote den Zerstörer als Zielobjekt auswählen. So beginnt ab dem 13. August auf drei Tagen hintereinander drei Zielübungen. Am 13. August fährt die RMS CLARE in den Gewässern vor Clyde. Auf den Zerstörer feuerte das britische U-Boot HMS SAFARI ( P 211 ) mehrere Übungstorpedos ab. Am 14. und 15. August sind bei ähnlichen Übungen das U-Boot HMS SAFARI und HMS CLARE beteiligt. Bis zum Januar 1945 werden in der Irischen See weitere Übungseinsätze, in denen der Zerstörer das Ziel ist, angesetzt.  Gleich nach diesen Zielübungen wird die HMS CLARE in den Reservestatus versetzt. Im August wechselt das Kriegsschiff nach Greenock, Schottland. Hier wird es außer Dienst gestellt und am 25. August 1945 an die West of Scotland Shipbreakers zum Verschrotten verkauft. Am 18. Februar 1947 schleppte man den Schiffskörper in die Abwrackwerft in Troon, Ayrshire, wo die Verschrottung begann.


USS ABEL P UPSHUR ( DD-193 )
Commanding Officer

LT Vincent Hubbard Godfrey   23. November 1920 – ?
LT Charles Purcell Cecil    28. September 1921 – 7. August 1922 (später RADM)
Außerdienststellung bei der US Navy 7. August 1922
LCDR Mark Leslie Hersey Jr.    28. Oktober 1927 – 5. November 1930 (später Como)
Übergabe an die US Coast Guard  5. November 1930 – 21. Mai 1934
LCDR Lyndon Spencer (USCG)    5. November 1930 – Juni 1931 (später VADM)
CDR Frederick August Zeusler (USCG)    Juni 1931 – Januar 1933 (später RADM)
LCDR Joseph Greenspun (USCG)    Januar 1933 – Juni 1933 (später RADM)
LCDR Raymond J. Mauerman (USCG)    Juni 1933 – 21. Mai 1934 (später VADM)
Indienststellung bei der US Navy 4. Dezember 1939
LT Francis Marion Peters Jr.    4. Dezember 1939 – 31. Dezember 1939
LCDR John Cheshire Daniel    31. Dezember 1939 – 9. September 1940 (später VADM)

Unter britischem Kommando

LCDR Clive Gwinner ( RN )  9. September 1940 – Anfang 1941
LCDR Leopold Hewetson Landman ( RN )  21. August 1941 – 22. Dezember 1942
LCDR John Parker Stewart ( DSC )  22. Dezember 1942 – Juni 1943
LCDR Gilbert Shaw Grant ( RNR )  Juni 1943 – Ende 1943
LT Duncan MacDonald ( RNR )  9. Mai 1944 – Ende 1944
LT David Sigden Thorp ( RNVR )  Ende 1944 – 10. April 1945
LT James Allen Anderson ( RNVR )  10. April 1945 – 1. Mai 1945
LCDR Patrick Arthur Tritton ( RNVR )  1. Mai 1945 – Mitte 1945

USS WELLES ( DD-257 )

USS WELLES ( DD-257 )

Biografie

Gideon Welles
* 1. Juli 1802 in Glastonbury, Connecticut
† 11. Februar 1878 in Hartford, Connecticut
war ein amerikanischer Politiker und von 1861 bis 1869 Marineminister der Vereinigten Staaten von Amerika der in dieser Zeit eine schlagkräftige Marine der Nordstaaten aufbaute

Gideon Welles war der Sohn von Samuel Welles und Anne Hale. Sein Vater war Kaufmann und ein leidenschaftlicher Anhänger von Thomas Jefferson ( 13. April 1743 – 4. Juli 1826 ). Außerdem gehörte er zu der Konvention die die Verfassung für Connecticut im Jahre 1818 erarbeiten sollte damit die Kolonial Charta der Briten offiziell abgeschafft werden konnte. Gideon Welles gehörte einer Familie in Amerika an, die schon sieben Generationen auf diesem Kontinent hervorgebracht hatte. Der ursprünglich ausgewanderte Vorfahr hieß Thomas Welles ( 1590 – 14. Januar 1659 ) und kam aus Stourton, Wichford, Warwickshire, England. 1635 kam er in Amerika an und war der einzige Mann in Connecticut der alle vier Top-Ämter, Gouverneur, stellvertretender Gouverneur, Schatzmeister und Sekretär innegehabt hatte. Thomas Welles schrieb die Fundamental Orders of Connecticut, die erste Verfassung der Europäer auf amerikanischem Boden. Diese Verfassung wurde am 14. Januar 1639 vom Connecticut Kolonial Rat angenommen. Gideon Welles war außerdem der zweite Urenkel von Captain Samuel Welles und Ruth Rice Welles, der Tochter von Edmund Reis 1594 – 3. Mai 1663 ), dem Gründer von Malborough, Massachusetts. Gideon Welles besuchte die Episcopal Academy in Chechire, Connecticut wo er einen Abschluss für amerikanische Literatur und Wissenschaften erwarb. Außerdem besuchte er die Militärakademie in Norwich, Vermont. Nach den erfolgten Abschlüssen ließ er sich als Rechtsanwalt nieder was zu der damaligen Zeit gängige Praxis war. Doch reichte ihm dies nicht. So wechselte Gideon Welles zum Journalismus du gründete 1826 die Zeitung Hartford Mal. Gleichzeitig bewarb er sich erfolgreich als Demokrat für die Aufnahme in das Repräsentantenhaus von Connecticut. Dort vertrat er die Interessen der Bürger von 1827 bis 1835. Nach seinem Dienst in der Generalversammlung von Connecticut hatte Gideon Welles verschiedene Ämter inne. So war er 1835 Staatlicher Kontrolleur von Öffentlichen Rechnungen, Postmeister von Hartford von 1836 bis 1841 und Chef des Büros für Verpflegung und Kleidung für die Navy von 1846 bis 1849. Am 16. Juni 1835 heiratete Gideon Welles in Lewiston, Mifflin County, Pennsylvania Mary Jane Hale die am 18. Juni 1817 in Glastenbury geboren wurde und die Tochter von Elias White Hale und Jane Mullhallan war. Ihr Vater studierte einst 1794 am Yale College und vertrat in Mifflin und Centre Counties, Pennsylvania das Gesetz. Gideon und Mary Jane hatten sechs Kinder. Obwohl Welles pflichtbewusst James Knox Polk ( 2. November 1795 – 15. Juni 1849 ) bei dessen Präsidentschaftswahl 1844 unterstützte wurden seine Interessen in der Demokratischen Partei nicht erfüllt. Sein Gegenspieler in der eigenen Partei war Isaac Toucey ( 15. November 1792 – 30. Juli 1869 ) den er später im Marineministerium ablöste. Welles war ein Jackson Demokrat und arbeitet sehr eng mit Martin Van Buren ( 5. Dezember 1782 – 24. Juli 1862 ) und John Milton Niles ( 20. August 1787 – 31. Mai 1856 ) in der neugegründeten Free Soil Party zusammen die strickt gegen die Erweiterung der Sklaverei war. Die Anhänger dieser neuen Partei kamen fast ausschließlich von den Demokraten. Endgültig brach Welles mit den Demokraten nachdem 1854 die Republikanische Partei gegründet wurde. Er baute diese in Connecticut mit auf. Zu deren Unterstützung gründete er die Zeitschrift Hartford Evenning Press. 1856 stellte sich Welles zur Wahl um Gouverneur von Connecticut zu werden. Doch er erreichte nur 10,1 Prozent der Stimmen und war dritter aller Kandidaten. Gewonnen hatte William Thomas Minor ( 3. Oktober 1815 – 13. Oktober 1889 ) von der Know – Northing Party. Die Republikanischen Ideale von Abraham Lincoln ( 12. Februar 1809 – 15. April 1865 ) ließen Welles zu dessen Parteigänger werden und er unterstützte ihn auch zu dessen Präsidentschaftswahlkampf. Infolge dessen holte Lincoln ihn auch in sein Kabinett und übertrug ihm das Marineministerium. Welles fand das Ministerium in einem desolaten Zustand vor. Navy Offiziere aus den Südstaaten traten en masse aus der Marine aus und wechselten zu den Konföderierten. Seine erste große Aktion war, die Fregatte USS POWHATAN ( 1850 ) zu Fort Sumter zu schicken damit dieses den eventuellen Ansturm der Konföderierten Truppen gewachsen sein könnte. Doch Abraham Lincoln, der Außenminister William Henry Seward ( 16. Mai 1801 – 10. Oktober 1872 ) und der Kommandant der Dampffregatte Captain David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ) hatten schon den Befehl erteilt das dieses Schiff innerhalb eines Geschwaders in den Hafen von Charleston, South Carolina und zum Fort Sumter segeln sollte um dieses mit Proviant, Kriegsmaterial und Soldaten zu versorgen. Doch durch einen Sturm kamen die Schiffe nicht rechtzeitig an. Um keinen Krieg durch diese Aktion mit dem Schiff zu entfachen planten diese drei die Fahrt der USS POWHATAN und des Geschwaders unter strengster Geheimhaltung. Nach der Versorgung von Fort Sumter sollte die USS POWHATAN zu Fort Pickens bei Pensacola, Florida weiterfahren. Selbst Marineminister Welles erhielt keine Nachricht darüber. Nachdem dieser bemerkte, dass die Dampffregatte nicht zur Verfügung stand, ließ er das Handelsschiff USS BALTIC umrüsten und übertrug Gustav Wasa Fox (13. Juni 1821 – 29. Oktober 1883) das Kommando. Aber es war zu spät. Am 12. April 1861 griffen die Konföderierten Fort Sumter an und Major Robert Anderson ( 14. Juni 1805 – 26. Oktober 1871 ) musste am 14. April wegen der drückenden Übermacht der Angreifer das Fort übergeben. William Henry Seward sprach sich gegen eine Blockade der südlichen Häfen während einer Kabinettsdebatte in Washington aus. Welles hatte einen Plan vorgelegt, er nannte ihn Anakonda Plan, sämtliche Häfen der Konföderierten zu blockieren und dessen Schiffe sowie Blockadebrecher aufzubringen. Durch ein Machtwort von Abraham Lincoln wurde dieser Plan umgesetzt. Welles ließ in den Nordstaaten sämtliche Schiffe die Seetüchtig waren aufkaufen und zu Kanonenbooten umbauen. Außerdem bewilligte er Gelder um neue Schiffe und neue Schiffstypen wie die Monitore in den Werften bauen zu lassen. Diese Bemühungen von ihm um die US Navy wiederaufzubauen, zu vergrößern und schlagkräftiger ausstatten zu lassen erwies sich für die Blockade sehr wirksam. Am Anfang des amerikanischen Bürgerkrieges hatte die US Navy gerade mal 76 Schiffe mehr oder weniger tauglich und 7.600 Seeleute. Bis zum Ende des Krieges am 23. Juni 1865 besaß die Navy das Zehnfache an Schiffen und Personal. David Dixon Porter beklagte bei Welles, dass die Höhe des vorliegenden Geldes für die Mannschaften zu gering und nur für Friedenszeiten ausreichend sei. Außerdem fehle es für die Schiffe an genügend Kohle damit diese ohne große Verzögerungen im Einsatz bleiben könnten. Die aufgekauften Schiffe sich für einen Blockadedienst in seichten Gewässern nicht eignen und man Dampfer mit geringem Tiefgang benötigte nicht nur an der Ostküste, sondern auch auf dem Mississippi River. Welles fühlte sich trotz seiner Erfolge bei der Navy im Kabinett von Abraham Lincoln nicht wohl. Seine Anti-Englische Stimmung, da diese offen die Konföderierten unterstützten, ließ ihn des Öfteren mit Außenminister Seward zusammenstoßen. Außerdem war seine konservative Haltung für Finanzminister Salmon Portland Chase ( 13. Januar 1808 – 7. Mai 1873 ) und Kriegsminister Edwin Stanton McMasters ( 19. Dezember 1814 – 24. Dezember 1869 ) ein Dorn im Auge. Nachdem Abraham Lincoln ermordet worden war, setzte der neue US Präsident Andrew Johnson ( 29. Dezember 1808 – 31. Juli 1875 ) Gideon Welles in seinem Kabinett wieder als Marineminister ein. Welles verließ am 4. März 1869 das Kabinett und legte den Ministerposten nieder, nachdem Johnson seine Rekonstruktionspolitik wie vor dem Krieg offen darlegte. Allerdings blieb er loyal gegenüber Johnson nachdem gegen diesem ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wurde. Welles wechselte in diesem Zuge wieder zur Demokratischen Partei und kehrte nach Hartford zurück wo er wieder sich dem Journalismus widmete und seine Zeitung erscheinen ließ. Daneben begann er eine Biografie über Abraham Lincoln und William Henry Seward zu schreiben und veröffentlichte diese 1874. Mehrere Bücher schrieb er und ein dreibändiges Tagebuch über das Kabinett von Abraham Lincoln während seiner Zeit als Marineminister. Es beinhaltet den amerikanischen Bürgerkrieg und seine Amtszeit bis 1869. Die Tagebücher sind eine sehr wichtige Quelle für Historiker. Gegen Ende des Jahre 1877 begann sich der Gesundheitszustand von Welles zu verschlechtern. An einer Streptokokken Infektion der Kehle starb Gideon Welles am 12. Februar 1878. Sein Leichnam wurde auf dem Cedar Hill Friedhof in Hartford beigesetzt. Mary Jane starb am 28. Februar 1886. Man begrub sie neben ihrem Mann.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Gideon Welles bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS WELLES ( DD-257 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das zweite Schiff wr der Zerstörer USS WELES ( DD-628 ) aus der GLEAVES – Klasse.


USS WELLES ( DD-257 )

Schiffsbiografie

Die USS WELLES ( DD-257 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Marineminister Gideon Welles benannt worden ist.
Auf der Bethelehem Steel Corporation, Fore River Shipbuilding, in Quincy, Massachusetts wurde am 13. November 1918 der Kiel gelegt. Miss Alma Freeman Welles, eine Enkelin von Gideon Welles, taufte am 8. Mai 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander George N. Reeves, Jr. Stellte am 2. September 1919, in der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts, das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der letzten Probefahrt der USS WELLES entlang der US Ostküste, wurde der Zerstörer in das Zerstörer Geschwader Nummer 2 innerhalb der Zerstörer Force der Pazifikflotte versetzt. Der Sitz der Flotte war in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Auf dem Weg dorthin durchquerte das Kriegsschiff zusammen mit den Zerstörern USS SWASEY ( DD-273 ) und USS JACOB JONES ( DD-130 ) den Panamakanal. Von San Diego aus beteiligte sich die USS WELLES an mehreren Trainingseinheiten. Am 17. Juli 1920 erfolgte innerhalb der US Navy eine komplette Umstrukturierung innerhalb der Schiffsklassen und jedes Schiff erhielt seine dazugehörige Kennung. An diesem Tag bekam der Zerstörer die Kennung DD-257 zugesprochen. Am 15. Juni 1922 stellte man die USS WELLES in San Diego außer Dienst und versetzte den Zerstörer in die Pazifikreserveflotte. Das Kriegsschiff blieb auch in den 1930er Jahren in Reserve, als sich die Krisen in Europa und im Fernen Osten vermehrten. Erst nachdem am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg auf europäischem Boden durch den Überfall Hitlerdeutschlands in Polen ausgebrochen war, erfolgte in den Vereinigten Staaten ein Umdenken. US Präsident Franklin Delano Roosevelt proklamierte als Reaktion auf den europäischen Konflikt die Neutralität der USA und wies die US Navy an, eine östliche Überwachung des Panamakanals einzurichten. Um die damit verbundenen Patrouillen durchführen zu können, ließ die US Navy aus den Reserveflotten 77 Zerstörer und Minenleger wieder in den Dienst stellen, um so die bereits vorhandenen Flotteneinheiten zu verstärken. Die USS WELLES wurde am 6. November 1939 wieder in den Dienst der US Navy gestellt und Lieutenant Commander Clifton Garvin Grimes ( 28. Februar 1903 – 9. Juli 1960 ) übernahm das Kommando über den Zerstörer. Man rüstete das Kriegsschiff für seinen Einsatz in San Diego aus und es wechselte in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien, wo es ins Trockendock bugsiert wurde. Hier nahm man an dem Kriegsschiff mehrere Änderungen vor. Die Arbeiten begannen einige Tage vor Weihnachten und dauerten bis ins neue Jahr 1940. Nach den anschließenden Erprobungsfahrten erreichte die USS WELLES zusammen mit dem Zerstörer USS WILLIAMS ( DD-108 ) wieder die Marinebasis San Diego. Am 5. Februar stach der Zerstörer wieder in See und fuhr zum Panamakanal. Das Kriegsschiff durchquerte diesen am 16. Februar und hielt sich am folgenden Tag an der U-Boot Basis Coco Solo auf. Dort schifften sich sechs Mannschaften des US Navy Marine Corps für den Transport in die Guantanamo Bay, Kuba ein. Die USS WELLES erreichte am 25. Februar die kubanische Bucht. In den folgenden zwei Wochen patrouillierte der Zerstörer in der Guantanamo Bay und verließ diese dann am 14. März mit den Zerstörern aus der Zerstörer Division 67 ( DesDiv 67 ) nach Norfolk, Virginia. In dieser DesDiv 67 befanden sich die Zerstörer USS HERNDON ( DD-198 ), das Flaggschiff, USS WELBORN C WOOD ( DD-195 ) und USS ABEL P UPSHUR ( DD-193 ). Die Zerstörer erreichten am 17. März den Zielhafen. Hier schifften sich die mitgeführten Passagiere aus Die USS WELLES stach am 6. April wieder in See und fuhr in die Karibik zurück. Vier Tage später wurde der Hafen von San Juan, Puerto Rico erreicht. Hier bunkerte man auf dem Zerstörer frischen Proviant und Treibstoff und stach noch am Abend desselben Tages wieder in See. Am folgenden Morgen sah man von dem Zerstörer aus das Zielobjekt. Zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS OMAHA ( CL-4 ) begann der Zerstörer seine Neutralitätspatrouille und beide Kriegsschiffe führten dabei bis zum 17. April mehrere Übungen durch. An diesem Tag legten sie im Hafen von San Juan an. Die USS WELLES patrouillierte vom 19. bis zum 23. April in den Gewässern vor San Juan, bevor der Zerstörer sich an einem Flottenmanöver beteiligte. Ab dem 26. April unterzog sich das Kriegsschiff seiner jährlichen militärischen Inspektion. Die USS WELLES besuchte anschließend am 1. Mai den Hafen von Charlotte Amalie, St. Thomas, Jungferninseln. Der Zerstörer blieb für zwei Wochen im Hafen liegen und kehrte erst dann nach San Juan zurück. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 8. Juni, patrouillierte in den Gewässern und fuhr dann wieder nach Kuba. Vor der kubanischen Küste beteiligte sich die USS WELLES an mehreren Übungen. Von der Guantanamo Bay aus operierte der Zerstörer nun und patrouillierte zwischen der Insel und Florida. In diesen Tagen waren wieder Übungen zur Ausbildung der Mannschaft angesetzt. Am 20. Juni verließ das Kriegsschiff die Gewässer und fuhr nach Cay Lobos auf den Großen Bahamas. Hier warteten 56 Mannschaftsmitglieder und ein Offizier vom Zerstörer USS CROWNINSHIELD ( DD-134 ) auf ihren Transport, da dieses Kriegsschiff mit verringerter Besatzung in die Werft fahren sollte. Nachdem sie sich eingeschifft hatten, fuhr die USS WELLES zur Marinebasis Guantanamo. Hier lag der Zerstörer USS GEORGE E BADGER ( DD-196 ), auf dem die Passagiere ihren weiteren Dienst ausführen sollten. Die USS WELLES patrouillierte bis zum 27. Juli in der Guantanamo Bay, um an diesem Tag zum Panamakanal zu fahren. Hier ankerte der Zerstörer am folgenden Tag in der Limon Bay, Kanalzone und begann am Abend des 10. August zusammen mit seinen Schwesterschiffen aus der DesDiv 67 die Durchquerung des Panamakanals. Am Morgen des 12. August ankerte das Kriegsschiff in der Panama Bay. Noch am selben Tag beschossen die Geschützmannschaften der USS WELLES und der anderen drei Zerstörer vorgegebene Ziele. In den folgenden Tagen begannen dann Übungen und Manöver mit den Booten der U-Boot Division 11. Nach deren Abschluss durchquerte die USS WELLES, USS HERNDON, USS WELBORN C WOOD und USS ABEL P UPSHUR erneut den Panamakanal und legten im Hafen von Coco Solo an. Die vier Zerstörer verließen am 22. August die atlantischen Gewässer vor dem Panamakanal und fuhren über die Guantanamo Bay nach Norfolk, Virginia. Hier legten sie am 28. August an.
In Europa hatte sich derweil die Situation der Briten erheblich verschlechtert. Der verheerende deutsche Blitzkrieg hatte die Niederlande und Frankreich überrollt. Die britischen Zerstörer hatten während des unglücklichen norwegischen Feldzuges und der Evakuierung aus Dünkirchen furchtbar gelitten. Darüber hinaus hatten deutsche U-Boote ihren Tribut bei ihren Operationen gegen Schiffskonvois gefordert. Mit dem Kriegseintritt Italiens im Sommer 1940 standen die Briten vor einer weiteren langen Reihe von Kämpfen im Mittelmeerraum. Premierminister Winston Churchill bat US Präsident Franklin Delano Roosevelt um Unterstützung. Im Sommer 1940 wurde ein Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien ausgearbeitet. Als Gegenleistung für 50 überalterte amerikanische Zerstörer, die an die Royal Navy übergeben wurden, erhielten die USA für eine Dauer von 99 Jahren Pachtverträge für strategische Basisstandorte von Neufundland bis Britisch – Guayana. Dementsprechend wurden fünfzig Zerstörer für den Transfer auserwählt. Dazu gehörte auch die USS WELLES und die anderen drei Zerstörer aus der DesDiv 67. In Norfolk füllte man die Bunker mit Dienstmunition auf. Anschließend fuhren die vier Zerstörer nach Newport, Rhode Island. Hier tauschte man die Torpedos auf den Kriegsschiffen aus. Anschließend wechselten sie in die Boston Naval Shipyard und mussten sich einer genauen Überprüfung unterziehen. Am 5. September legten sie hier wieder ab und wurden von dem neu in Dienst gestellten Zerstörer USS RUSSELL ( DD-414 ), während dessen Erprobungs- und Ausbildungsfahrt nach Norden zur Marinebasis Halifax, Nova Scotia begleitet. Die USS WELLES, USS HERNDON, USS WELBORN C WOOD und USS ABEL P UPSHUR legten am 6. September als erste von acht zu übergebende Zerstörer an. An Bord eines jeden Zerstörers begaben sich sofort die potenziell zukünftigen britischen und kanadischen Mannschaften, bestehend aus sechs Offizieren und 120 Mannschaftsmitglieder, zur Einarbeitung an Bord. Drei Tage später, am 9. September, stellte man die USS WELLES außer Dienst und übergab den Zerstörer an die Royal Navy, die das Kriegsschiff am selben Tag in ihren Dienst stellte und den Namen HMS CAMERON ( I05 ) gab. Das Kommando über den Zerstörer übernahm Lieutenant Commander Peter Gordon Merriman ( 16. Dezember 1908 in Chertsey, Surrey, England – 1965 in Worcester, Worcestershire, England ). Den Namen USS WELLES ( DD-257 ) strich man am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.    

Anfangs hatte die HMS CAMERON Probleme mit einem Generator, was die Abfahrt des Zerstörers zu den britischen Inseln verzögerte. Ende Oktober waren die Reparaturen abgeschlossen und das Kriegsschiff konnte in See stechen. Am 13. November erreichte es, mit einem Zwischenstopp am 7. November den Hafen von Belfast, Nordirland, den Zielhafen von Plymouth, England. Drei Tage später wechselte die HMS CAMERON nach Portsmouth, wo die erste große Überholung des Kriegsschiffes erfolgen sollte. Ab dem 20. November lag der Zerstörer dafür im Dock Nummer 8 der Marinebasis. Neben der Generalüberholung sollten auch Änderungen an dem Kriegsschiff vorgenommen werden, damit es für die Sicherung von Schiffskonvois eingesetzt werden konnte. In den Änderungen war auch vorgesehen, da das Kriegsschiff nur eine begrenzte Kesselkapazität besaß, es als langsamen Geleitzerstörer umzurüsten. Am 15. November griffen deutsche Bomber Portsmouth an und bombardierten unter anderem auch die Werft. Eine der abgeworfenen Bomben traf die HMS CAMERON. Schwer beschädigt stand der Zerstörer in Flammen. Man konnte die ausgebrochenen Brände verhältnismäßig schnell löschen, aber das in den Schiffskörper eingedrungene Löschwasser ließ das Kriegsschiff nach Steuerbord kentern. Im Januar 1941 diskutierte man über den weiteren Verbleib des Schiffes und einigte sich dann für eine Begutachtung. Bis zum 23. Februar war der Zerstörer gehoben und die Überprüfung abgeschlossen. Das Ergebnis war niederschmetternd. Man musste die HMS CAMERON für den aktiven Dienst auf See als ungeeignet einstufen und als Totalverlust einordnen. Extra zur Besichtigung des Zerstörers waren Experten der US Navy angereist und unterwarfen das Schiff einer noch genaueren Prüfung, um Schadensbegrenzungsmaßnahmen für andere Rettungsversuche von Kriegsschiffen dieses Typs abzuleiten. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse waren dann bei den beiden Zerstörern USS CASSIN ( DD-372 ) und USS DOWNES ( DD-375 ) sehr hilfreich, nachdem diese am 7. Dezember 1941 während des Angriffes der Japaner auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii gesunken waren. Die britische Admiralität zog den Schiffskörper der HMS CAMERON für wichtige Schocktests am Schiffskörper heran. Diese wurden zwischen Juli 1942 und September 1943 durchgeführt. Dabei wurden größere Explosionen außerhalb und innerhalb gezündet, um die Auswirkungen auf die Struktur des Schiffsrumpfes und der Maschinen zu studieren. Den Zerstörer stellte man am 5. Oktober 1943 außer Dienst und ließ ihn im Hafen von Portsmouth vertäut liegen. Im November 1944 schleppte man den Schiffskörper nach Falmouth, wo es am 26. November ankam. Am 1. Dezember verkaufte man den Schiffskörper an die TW Ward in Falmouth zum Verschrotten und noch am selben Tag begannen die Abbrucharbeiten.         


USS WELLES ( DD-257 )
Commanding Officer

 LCDR George N. Reeves Jr.    2. September 1919 – 2. Juni 1921
LTJG Jesse Gilbert Mc Farland    2. Juni 1921 – 15. Juni 1922
Außerdienststellung    15. Juni 1922 – 6. November 1939
LCDR Clifton Garvin Grimes    6. November 1939 – 9. September 1940

Unter britischem Kommando

LCDR Peter Gordon Merriman   9. September 1940 – 1940

USS WELLES ( DD-628 )

USS WELLES ( DD-628 )

Biografie

Gideon Welles
* 1. Juli 1802 in Glastonbury, Connecticut
† 11. Februar 1878 in Hartford, Connecticut
war ein amerikanischer Politiker und von 1861 bis 1869 Marineminister der Vereinigten Staaten von Amerika der in dieser Zeit eine schlagkräftige Marine der Nordstaaten aufbaute

Gideon Welles war der Sohn von Samuel Welles und Anne Hale. Sein Vater war Kaufmann und ein leidenschaftlicher Anhänger von Thomas Jefferson ( 13. April 1743 – 4. Juli 1826 ). Außerdem gehörte er zu der Konvention die die Verfassung für Connecticut im Jahre 1818 erarbeiten sollte damit die Kolonial Charta der Briten offiziell abgeschafft werden konnte. Gideon Welles gehörte einer Familie in Amerika an, die schon sieben Generationen auf diesem Kontinent hervorgebracht hatte. Der ursprünglich ausgewanderte Vorfahr hieß Thomas Welles ( 1590 – 14. Januar 1659 ) und kam aus Stourton, Wichford, Warwickshire, England. 1635 kam er in Amerika an und war der einzige Mann in Connecticut der alle vier Top-Ämter, Gouverneur, stellvertretender Gouverneur, Schatzmeister und Sekretär inne gehabt hatte. Thomas Welles schrieb die Fundamental Orders of Connecticut, die erste Verfassung der Europäer auf amerikanischem Boden. Diese Verfassung wurde am 14. Januar 1639 vom Connecticut Kolonial Rat angenommen. Gideon Welles war außerdem der zweite Urenkel von Captain Samuel Welles und Ruth Rice Welles, der Tochter von Edmund Reis 1594 – 3. Mai 1663 ), dem Gründer von Malborough, Massachusetts. Gideon Welles besuchte die Episcopal Academy in Chechire, Connecticut wo er einen Abschluss für amerikanische Literatur und Wissenschaften erwarb. Außerdem besuchte er die Militärakademie in Norwich, Vermont. Nach den erfolgten Abschlüssen ließ er sich als Rechtsanwalt nieder was zu der damaligen Zeit gängige Praxis war. Doch reichte ihm dies nicht. So wechselte Gideon Welles zum Journalismus du gründete 1826 die Zeitung Hartford Mal. Gleichzeitig bewarb er sich erfolgreich als Demokrat für die Aufnahme in das Repräsentantenhaus von Connecticut. Dort vertrat er die Interessen der Bürger von 1827 bis 1835. Nach seinem Dienst in der Generalversammlung von Connecticut hatte Gideon Welles verschiedene Ämter inne. So war er 1835 Staatlicher Kontrolleur von Öffentlichen Rechnungen, Postmeister von Hartford von 1836 bis 1841 und Chef des Büros für Verpflegung und Kleidung für die Navy von 1846 bis 1849. Am 16. Juni 1835 heiratete Gideon Welles in Lewiston, Mifflin County, Pennsylvania Mary Jane Hale die am 18. Juni 1817 in Glastenbury geboren wurde und die Tochter von Elias White Hale und Jane Mullhallan war. Ihr Vater studierte einst 1794 am Yale College und vertrat in Mifflin und Centre Counties, Pennsylvania das Gesetz. Gideon und Mary Jane hatten sechs Kinder. Obwohl Welles pflichtbewusst James Knox Polk ( 2. November 1795 – 15. Juni 1849 ) bei dessen Präsidentschaftswahl 1844 unterstützte wurden seine Interessen in der Demokratischen Partei nicht erfüllt. Sein Gegenspieler in der eigenen Partei war Isaac Toucey ( 15. November 1792 – 30. Juli 1869 ) den er später im Marineministerium ablöste. Welles war ein Jackson Demokrat und arbeitet sehr eng mit Martin Van Buren ( 5. Dezember 1782 – 24. Juli 1862 ) und John Milton Niles ( 20. August 1787 – 31. Mai 1856 ) in der neugegründeten Free Soil Party zusammen die strickt gegen die Erweiterung der Sklaverei war. Die Anhänger dieser neuen Partei kamen fast ausschließlich von den Demokraten. Endgültig brach Welles mit den Demokraten nachdem 1854 die Republikanische Partei gegründet wurde. Er baute diese in Connecticut mit auf. Zu deren Unterstützung gründete er die Zeitschrift Hartford Evenning Press. 1856 stellte sich Welles zur Wahl um Gouverneur von Connecticut zu werden. Doch er erreichte nur 10,1 Prozent der Stimmen und war dritter aller Kandidaten. Gewonnen hatte William Thomas Minor ( 3. Oktober 1815 – 13. Oktober 1889 ) von der Know – Northing Party. Die Republikanischen Ideale von Abraham Lincoln ( 12. Februar 1809 – 15. April 1865 ) ließen Welles zu dessen Parteigänger werden und er unterstützte ihn auch zu dessen Präsidentschaftswahlkampf. Infolge dessen holte Lincoln ihn auch in sein Kabinett und übertrug ihm das Marineministerium. Welles fand das Ministerium in einem desolaten Zustand vor. Navy Offiziere aus den Südstaaten traten en masse aus der Marine aus und wechselten zu den Konföderierten. Seine erste große Aktion war, die Fregatte USS POWHATAN ( 1850 ) zu Fort Sumter zu schicken damit dieses den eventuellen Ansturm der Konföderierten Truppen gewachsen sein könnte. Doch Abraham Lincoln, der Außenminister William Henry Seward ( 16. Mai 1801 – 10. Oktober 1872 ) und der Kommandant der Dampffregatte Captain David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ) hatten schon den Befehl erteilt das dieses Schiff innerhalb eines Geschwaders in den Hafen von Charleston, South Carolina und zum Fort Sumter segeln sollte um dieses mit Proviant, Kriegsmaterial und Soldaten zu versorgen. Doch durch einen Sturm kamen die Schiffe nicht rechtzeitig an. Um keinen Krieg durch diese Aktion mit dem Schiff zu entfachen planten diese drei die Fahrt der USS POWHATAN und des Geschwaders unter strengster Geheimhaltung. Nach der Versorgung von Fort Sumter sollte die USS POWHATAN zu Fort Pickens bei Pensacola, Florida weiterfahren. Selbst Marineminister Welles erhielt keine Nachricht darüber. Nachdem dieser bemerkte, dass die Dampffregatte nicht zur Verfügung stand, ließ er das Handelsschiff USS BALTIC umrüsten und übertrug Gustav Wasa Fox (13. Juni 1821 – 29. Oktober 1883) das Kommando. Aber es war zu spät. Am 12. April 1861 griffen die Konföderierten Fort Sumter an und Major Robert Anderson ( 14. Juni 1805 – 26. Oktober 1871 ) musste am 14. April wegen der drückenden Übermacht der Angreifer das Fort übergeben. William Henry Seward sprach sich gegen eine Blockade der südlichen Häfen während einer Kabinettsdebatte in Washington aus. Welles hatte einen Plan vorgelegt, er nannte ihn Anakonda Plan, sämtliche Häfen der Konföderierten zu blockieren und dessen Schiffe sowie Blockadebrecher aufzubringen. Durch ein Machtwort von Abraham Lincoln wurde dieser Plan umgesetzt. Welles ließ in den Nordstaaten sämtliche Schiffe die Seetüchtig waren aufkaufen und zu Kanonenbooten umbauen. Außerdem bewilligte er Gelder um neue Schiffe und neue Schiffstypen wie die Monitore in den Werften bauen zu lassen. Diese Bemühungen von ihm um die US Navy wieder aufzubauen, zu vergrößern und schlagkräftiger ausstatten zu lassen erwies sich für die Blockade sehr wirksam. Am Anfang des amerikanischen Bürgerkrieges hatte die US Navy gerade mal 76 Schiffe mehr oder weniger tauglich und 7.600 Seeleute. Bis zum Ende des Krieges am 23. Juni 1865 besaß die Navy das Zehnfache an Schiffen und Personal. David Dixon Porter beklagte bei Welles, dass die Höhe des vorliegenden Geldes für die Mannschaften zu gering und nur für Friedenszeiten ausreichend sei. Außerdem fehle es für die Schiffe an genügend Kohle damit diese ohne große Verzögerungen im Einsatz bleiben könnten. Die aufgekauften Schiffe sich für einen Blockadedienst in seichten Gewässern nicht eignen und man Dampfer mit geringem Tiefgang benötigte nicht nur an der Ostküste sondern auch auf dem Mississippi River. Welles fühlte sich trotz seiner Erfolge bei der Navy im Kabinett von Abraham Lincoln nicht wohl. Seine Anti-Englische Stimmung, da diese offen die Konföderierten unterstützten, ließ ihn des Öfteren mit Außenminister Seward zusammen stoßen. Außerdem war seine konservative Haltung für Finanzminister Salmon Portland Chase ( 13. Januar 1808 – 7. Mai 1873 ) und Kriegsminister Edwin Stanton McMasters ( 19. Dezember 1814 – 24. Dezember 1869 ) ein Dorn im Auge. Nachdem Abraham Lincoln ermordet worden war, setzte der neue US Präsident Andrew Johnson ( 29. Dezember 1808 – 31. Juli 1875 ) Gideon Welles in seinem Kabinett wieder als Marineminister ein. Welles verließ am 4. März 1869 das Kabinett und legte den Ministerposten nieder, nachdem Johnson seine Rekonstruktionspolitik wie vor dem Krieg offen darlegte. Allerdings blieb er loyal gegenüber Johnson nachdem gegen diesem ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wurde. Welles wechselte in diesem Zuge wieder zur Demokratischen Partei und kehrte nach Hartford zurück wo er wieder sich dem Journalismus widmete und seine Zeitung erscheinen ließ. Daneben begann er eine Biografie über Abraham Lincoln und William Henry Seward zu schreiben und veröffentlichte diese 1874. Mehrere Bücher schrieb er und ein dreibändiges Tagebuch über das Kabinett von Abraham Lincoln während seiner Zeit als Marineminister. Es beinhaltet den amerikanischen Bürgerkrieg und seine Amtszeit bis 1869. Die Tagebücher sind eine sehr wichtige Quelle für Historiker. Gegen Ende des Jahre 1877 begann sich der Gesundheitszustand von Welles zu verschlechtern. An einer Streptokokken Infektion der Kehle starb Gideon Welles am 12. Februar 1878. Sein Leichnam wurde auf dem Cedar Hill Friedhof in Hartford beigesetzt. Mary Jane starb am 28. Februar 1886. Man begrub sie neben ihrem Mann.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Gideon Welles bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS WELLES ( DD-257 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das zweite Schiff wr der Zerstörer USS WELES ( DD-628 ) aus der GLEAVES – Klasse.


USS WELLES ( DD-628 )

Schiffsbiografie

Die USS WELLES ( DD-628 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy, das zu Ehren des ehemaligen Marineministers Gideon Welles benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweiundfünfzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Seattle – Tacoma Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington wurde am 27. September 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Suzanne Dudley Welles Brainard ( 13. Juli 1918 in Coventry, Tolland County, Connecticut – 8. Juni 1999 in Boynton Beach, Palm Beach County, Florida ), eine Nachkomme von Gideon Welles, taufte am 7. September 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Doyle Murray Coffee ( 27. September 1908 im Gordon County, Georgia – 5. Juli 1984 im Muscogee County, Georgia ) stellte am 16. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS WELLES entlang der US Westküste führte, kehrte das Kriegsschiff am 26. Oktober in den Puget Sound zurück und legte im Hafen von Seattle an. Hier begann man in der Werft mit der Überprüfung der Schiffshaut und nahm mehrere Änderungen vor. Am 15. November stach der Zerstörer wieder in See und beteiligte sich an der Eskorte von zwei Geleitflugzeugträgern bis zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Nach dem bunkern von Treibstoff, Munition und Proviant legte die USS WELLES in San Diego wieder ab und durchquerte am28. November den Panamakanal. Anschließend nahm der Zerstörer Kurs auf New York, wo er am 4. Dezember anlegte. Auf der Fahrt dorthin wurde in Norfolk, Virginia ein Zwischenstopp eingelegt. Hier gliederte man das Kriegsschiff in die Zerstörer Division 38 ( DesDiv 38 ) ein. In dieser befanden sich neben der USS WELLES die USS HOBBY( DD-610 ), USS KALK ( DD-611 ) und USS GILLESPIE ( DD-609 ). Die Zerstörer dieser Division begannen mit mehreren Übungen und bereiteten sich auf die kommende Fahrt und das Weihnachtsfest vor. Am 26. Dezember verließen die Zerstörer New York und fuhren nach Boston, Massachusetts. In der dortigen Boston Naval Shipyard wartete das Schlachtschiff USS NEW JERSEY ( BB-62 ). Am 28. Dezember verließen die Kriegsschiffe die Werft und fuhren nach Norfolk. Hier schloss sich das Schlachtschiff USS IOWA ( BB-63 ) der Task Unit an, die zum Panamakanal fuhr. Dieser wurde am 7. Januar 1944 durchquert und die Kriegsschiffe blieben über Nacht in der Marinebasis von Balboa zum Auftanken liegen. Am folgenden Tag ging die Fahrt nach Westen weiter. Die Task Unit fuhr bis nach Funafuti, Ellice Island. Dort trafen sie am 21. Januar ein. Die USS WELLES blieb für über eine Woche vor Anker liegen. Die Mannschaft bunkerte Treibstoff und Proviant. Am 30. Januar stach der Zerstörer wieder in See und fuhr zur Milne Bay, Neuguinea, auf der südöstlichen Landspitze der Insel. Hier traf das Kriegsschiff am 5. Februar ein und gliederte sich in die 7. US Flotte ein. Am 25. Februar verließ die USS WELLES zusammen mit den Zerstörern USS WILKES ( DD-441 ) und USS SWANSON ( DD-443 ) die Milne Bay und eskortierte einen Schiffskonvoi, bestehend aus Panzerlandungsschiffen, bis zum Cape Gloucester, die westliche Landspitze auf der zu Neuguinea gehörenden Insel New Britain. Auf den Panzerlandungsschiffen befanden sich Verstärkungen, die in die Borgen Bay, Cape Gloucester, Megin Island, Cape Cretin und auf die Tami Islands, alles Neuguinea, bringen sollten. Die Zerstörer erreichten dann am Morgen des 27. Februar die Oro Bay und lagen vor dem Cape Sudest, Neuguinea. Hier gliederte man die USS WELLES noch am selben Tag in die Task Task Group 76.1, die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 in San Rafael, Kalifornien – 4. Juli 1967in Bethesda, Maryland ) während der Operation „Brewer“ kommandierte. In der TG befanden sich die Zerstörer USS WELLES, USS SWANSON, USS WILKES, USS NICHOLSON, USS GILLESPIE ( DD-609 ) USS REID ( DD-369 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS STEVENSON ( DD-645 ) und USS THORN ( DD-647 ), die drei Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS SANDS ( APD-13 ) die 1.026 Soldaten des 5. Kavallerieregiments und deren technische Ausrüstung transportierten und die beiden Schnellen Minensucher USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ). Die Schiffe der TG 76.1 verließen am 27. Februar Cape Sudest und fuhren nach Los Negros Island, Admiralitätsinseln, Neuguinea. Die mitgeführten Soldaten gehörten zur 1. US Army Kavallerie Division, die im Hayne Hafen auf Los Negros einen Brückenkopf bilden sollte. In einer ersten Welle landeten am 29. Februar die Soldaten des 5. Kavallerieregiments.
Die amerikanischen Soldaten erhielten während der Anlandungen durch die Schiffe der Task Group 74.2 Feuerunterstützung. Auch die USS WELLES beteiligte sich an der Bombardierung feindlicher Ziele. Am Abend ziehen sich die Kriegsschiffe zurück. Der Zerstörer übernahm dabei die Suche nach japanischen U-Booten. In der Nacht zum 1. März feuern die beiden Zerstörer USS BUSH und USS STOCKTON auf japanische Truppen, die einen Gegenangriff starteten. Die USS STEVENSON, USS FLUSSER, USS DRAYTON, USS SMITH, USS WILKES, USS SWANSON, USS NICHOLSON und der australische Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) verlassen das Areal zusammen mit den drei Schnellen Truppentransportern und fahren zur Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen zurück. Am 2. März treffen weitere 1.000 amerikanische Soldaten auf sechs LST und sechs LSM ein, die von den amerikanischen Zerstörern USS AMMEN und USS MULLANY ( DD-528 ), dem australischen Zerstörer HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) und dem amerikanischen Zerstörer und Minensucher USS HAMILTON ( DMS-17 ) eskortiert wurden. Während der Landung dieser Truppen schießen die USS WELLES, USS STOCKTON, USS BUSH und der Schnelle Minensucher USS LONG aus allen Rohren auf feindliche Ziele. Dafür wurden diese Kriegsschiffe in die Task Undergroup 76.1.31 eingegliedert und sicherten die Panzerlandungsschiffe aus der TG 76.2 bis zum folgenden Tag. Während dieser Operation wurde die USS WELLES mit automatischen Waffen und mindestens einem feindlichen Geschütz beschossen. Der Zerstörer erlitt dabei keinen Schaden. Am 2. März um 22:03 Uhr verlassen die Schiffe der TU 76.1.31 und die der TG 76.2 Los Negros und fuhren zur Halbinsel Tulagi. Hier schifften sich weitere Soldaten der 1. US Army Kavallerie Division auf den Panzerlandungsschiffen ein. Sofort begann die Rückfahrt. Am 5. März trifft dann die dritte Welle von 1.410 Soldaten ein. Ab dem 7. März begannen die Kämpfe um den natürlichen Tiefseehafen Seeadler Harbour, Manus Island, Neuguinea. Am 9. März war der neueingerichtete amerikanische Flugplatz auf Los Negros gesichert und die Gegenwehr der Japaner auf dieser Insel gebrochen. Am 12. März traf ein weiterer Konvoi mit sechs Panzerlandungsschiffen ein, die von den Zerstörern HMAS WARRAMUNGA, USS FLUSSER, USS REID, USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) und USS HOBBY ( DD-610 ) gesichert wurden. Die USS WELLES patrouillierte in den Gewässern vor Manus Island und war zusammen mit anderen alliierten Zerstörern auf der Suche nach feindlichen Schiffen und U-Booten. Nach dem Abschluss der Kämpfe begann man mit dem Ausbau des Hafens um dort ein logistisches Drehkreuz für den Nachschub zu errichten. Für die Besatzungen der Kriegsschiffe der TF 76 war keine große Erholungsphase angedacht. Am 27. März zog sich die USS WELLES und viele andere Kriegsschiffe mit den Panzerlandungsschiffen zur amerikanischen Marinebasis Buna, Neuguinea zurück. Hier bereitete man sich auf die Operation zur Eroberung des restlichen Teils der Nordküste von Neuguinea vor. Dazu gründete man die Task Force 77. Man versetzte den Zerstörer in die Task Group 77.2, die zentrale Angriffsgruppe während der amphibischen Landungen in der Humboldt Bay. Das Kommando über die TG übernahm Rear Admiral William Morrow Fechteler. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS WELLES, USS STEVENSON, USS THORN, USS REID, USS STOCKTON, USS RADFORD ( DD-446 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS ROE ( DD-418 ), USS McKEE ( DD-575 ) und USS TAYLOR ( DD-466 ), die Schnellen Truppentransporter USS HUMPHREYS, USS SANDS, USS HERBERT ( APD-22 ) und USS CROSBY ( APD-17 ) sowie die Schnellen Minensucher USS LONG und USS HOGAN ( DMS-6 ). Diese sicherten die Transportschiffe der Soldaten der 24. Infanteriedivision, kommandiert von Major General Irving, bis in die Tanahmerah Bay, Hollandia ab. Das waren ein Angriffstruppentransporter, sieben Panzerlandungsschiffen und sechzehn Infanterielandungsbooten. Weiteres Kriegsmaterial lieferte ein Angriffsfrachtschiff und ein amphibisches Docklandungsschiff. Für die Operation „Reckless“ verließen die Schiffe der TG am 18. April ihre Basis und vier Tage später begann der Angriff. Die Landungen gelingen da es sehr geringen japanischen Widerstand gibt. Alle Ziele werden bis zum 28. April erreicht. Die USS WELLES kehrte nach den Kämpfen in den Seeadler Harbor, Manus Island zurück. Dort wurde alles Notwendige gebunkert und man begann mit Patrouillenfahrten westlich von Manus Island. Am 15. Mai versetzte man den Zerstörer in die Task Force 75 die von Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) während der Operation „Straightline“ befehligt wurde. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS BOISE ( CL-47 ), USS NASHVILLE ( CL-43 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ), die Zerstörer USS STEVENSON, USS WELLES, USS WILKES, USS ROE, USS BACHE, USS BALCH ( DD-363 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ), USS ABNER READ ( DD-526 ) und USS TRATHEN ( DD-530 ), die Geleitzerstörer USS WHITHURST ( DE-634 ), USS MANNING ( DE-199 ), USS NEUENDORF ( DE-200 ), USS JAMES E CRAIG ( DE-201 ) und USS EICHENBERGER ( DE-202 ) sowie der Schnelle Truppentransporter USS KILTY ( APD-15 ). Die Kriegsschiffe der TF 75 waren zur Sicherung der eigentlichen Invasionsschiffe vorgesehen. Sie eskortierten zwei Angriffstruppentransportschiffe, sieben Panzerlandungsschiffe, fünfzehn Infanterielandungsschiffe und zwei U-Boot Jäger. Diese Transportschiffe befördern 7.000 Soldaten des 163. RCT der 41. Infanteriedivision welches Brigadegeneral Doe kommandierte. Am 15. Mai verließen die Schiffe den Hafen von Manus Island und erreichten zwei Tage später das Seegebiet um Wakde Island. Dort landete die amphibische Gruppe bei Arara und am 18. Mai auf der Vorgelagerten Insel Wakde Island zur Einnahme des dortigen Flugplatzes. Bis zum 25. Mai blieb die USS WELLES zusammen mit den anderen Schiffen der TF 75 dort zur Unterstützung der Soldaten, bis die Insel Wakde fast vollständig eingenommen worden war. Gleich nachdem große Teile der Soldaten der 41 Infanteriedivision auf Wakde nicht mehr benötigt wurden, nahmen diese ihren Platz auf den Schnellen Truppentransportern USS KILTY, USS WARD, USS SCHLEY ( APD-14 ), USS HERBERT ( APD-22 ) und USS CROSBY ( APD-17 )  wieder ein. Zusammen mit den Sicherungsschiffen aus der Task Force 74 und 75 legten diese wieder ab und verließen die Humboldt Bay. Sie wechselten zur indonesischen Insel Biak, wo die Operation „Horliek“ beginnen sollte. Dazu unterstellte man die Schiffe der TF 75 und TF 74 der Task Force 77, welche Rear Admiral William Morrow Fechteler kommandierte. Die Amphibische VII. Landungsflotte, die die Soldaten der 41. Infanteriedivision transportierte, legte zur gleichen Zeit am 25. Mai in Hollandia ab. Das Ziel ist es die Truppen am 27. Mai an der Südküste von Biak zu landen. Die Sicherung und Feuerunterstützung dafür übernahmen wieder die Schiffe der TF 75 und TF 74. Rund 10.000 japanische Soldaten leisten heftigsten Widerstand. Zur Entlastung wurde auch ein japanischer Flottenverband mit 1.700 zusätzlichen Soldaten an Bord entsandt. Doch die amerikanische Luftaufklärung kann diesen Verband ausfindig machen und er kehrte am 3. Juni unverrichteter Dinge um. Am 4. Juni greifen japanische Flugzeuge die Schiffe der TF 75 und TF 74 an und beschädigen dabei die Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS NASHVILLE. Die amerikanische Luftaufklärung sichtet an diesem Tage eine weitere feindliche Flotte, die zur Unterstützung der Soldaten auf Biak ausgelaufen ist. Diesen japanischen Schiffen werden mehrere Kreuzer und Zerstörer entsandt. Die USS WELLES bleibt aber zur Sicherung vor Biak. Auch ein dritter Versuch Entsatztruppen nach Biak zu bringen endet für die japanische Marine in einem Desaster, da die amerikanische Operation gegen die Inseln der Marianen angelaufen war. In der Zeit der Landeoperation auf Biak, beteiligte sich die USS WELLES an der Feuerunterstützung der Landungstruppen. Außerdem vernichtete der Zerstörer mehrere japanische Lastkähne, vernichtete mindestens zwei feindliche Küstenbatterien, beschoss japanische Truppenansammlungen und half bis zum 2. Juni mehrere feindliche Luftangriffe erfolgreich abzuwehren. Ab dem 2. Juni beteiligte sich das Kriegsschiff an der Sicherung von logistischen Nachschubkonvois und eskortierte diese entlang der Küste von Neuguinea. Ende Juni beginnt man mit der Umgruppierung der einzelnen Task Force für die Operation „Tabletennis“ vor Biak. Die USS WELLES bleibt in der TF 75. In dieser TF, die Rear Admiral Berkey befehligte, befinden sich  jetzt die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS PHOENIX und die Zerstörer USS WELLES, USS STEVENSON, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS DALY, USS ABNER READ, USS AMMEN, USS REID, USS ROE, USS WILKES, USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS MORRIS ( DD-560 ), USS GRAYSON ( DD-435 ) und USS SWANSON ( DD-443 ). Die Schiffe dieser TF unterstützten zusammen mit der TF 74 die Schiffe der Task Force 77, der US VII. Amphibischen Force, die am 2. Juli 1944 7.100 Mann des 168. Infanterieregiments auf der Insel Noemfoor, Neuguinea landen sollte. Zur Vorbereitung dieser Anlandung beschossen sie japanische Stellungen. Schon nach zwei Tagen war die Insel eingenommen. Es folgen nun im Juli mehrere Patrouillenfahrten und die Beschießung von japanischen Stellungen bei Aitape. Ende Juli setzt die VII. Amphibische Landungsflotte der TF 77 zum Sprung auf die nächste Insel an. Zusammen mit den Kriegsschiffen der TF 75 und TF 74 werden von Wakde Island aus die Schnelle Truppentransporter USS KILTY, USS SCHLEY, USS WARD, USS HERBERT und USS CROSBY, sechzehn Infanterielandungsschiffe, drei Infanterielandungsboote, acht Panzerlandungsschiffe, vier U-Boot Jäger und ein Hochseeschlepper eskortiert die die Soldaten der 6. Infanteriedivision transportierten. Um eine bessere Sicherung der Landungstruppen zu erzielen, gruppierte man die Kriegsschiffe um. Die USS WELLES versetzte man vorübergehend in die Task Force 74, die von dem australischen Commodore Sir John Augustine Collins ( 7. Januar 1899 – 3. September 1989 ) während der Operation „Globetrotter“ kommandiert wurde. In der TF 74 befand sich der Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die Leichten Kreuzer USS BOISE, USS NASHVILLE ( CL-43 ) und HMAS ARIADNE und die Zerstörer , USS WELLES, USS MUSTIN, USS RUSSELL, USS WILKES, USS FLETCHER, USS BEALE, USS HUTCHINS und USS DALY eskortierten ab dem 27. Juli die fünf Schnellen Truppentransporter USS SCHLEY, USS KILTY, USS HERBERT, USS WARD und USS CROSBY. Die Landungstruppen landeten am 30. Juli östlich von Cape Sansapor auf den küstennahen Inseln Amsterdam und Middelburg. Da es keinen Widerstand durch japanische Einheiten gab, wechselte die USS WELLES wieder zur TF 75 und eskortierte zusammen mit der USS STEVENSON und zwei weiteren Zerstörern und zwei U-Boot Jägern mehrere Landungsfahrzeuge, die ein Bataillon zum westlicher gelegenen Cape Sansapor transportierten. Die Deckung dieser Operation übernahmen die Kriegsschiffe der Task Force 78 und die der TF 74. Vor der Landung auf Cape Sansapore erfolgte durch die Schiffe keine Küstenbeschießung. Alle Schiffe der TF 75 kehren nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Kampagne nach Manus Island zurück. Dort werden notwendig gewordene Reparaturen vorgenommen und den Besatzungen etwas Ruhepause gegönnt. Man begann aber schon nach wenigen Tagen die Schiffe neu zu strukturieren und neuen Einheiten zuzuordnen. Anfang August fuhr die USS WELLES nach Aitape, Neuguinea und eskortierte dabei mehrere Landungsschiffe. Der Zerstörer verließ am 23. August die Militärbasis und fuhr nach Port Purvis, Halbinsel Tulagi. Hier nahm man weitere dringend notwendig gewordene Reparaturen vor und begann mit der Ausbildung der Mannschaft für die kommenden Kämpfe. Man gliederte hier das Kriegsschiff in die Task Undergroup 32.7.2 ein, die Rear Admiral George Raymond Henderson ( 6. Juli 1893 – 29. November 1964 ) während der Operation „Stalemate II“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ), USS KALININ BAY ( CVE-68 ) und USS PETROF BAY ( CVE-80 ), die von den Zerstörern USS WELLES, USS HAGGARD ( DD-555 ), USS HAILEY ( DD-556 ) und USS JOHNSTON ( DD-557 ) gesichert wurden. Am 4. September verließen diese Schiffe Port Purvis. Ihr Ziel waren die Palau Inseln. Diese benötigte die amerikanische Luftwaffe als Basis für Flüge zum japanischen Kernland. Nach der Überquerung des Äquators, erreichten die Schiffe der TU am 12. September die Gewässer rund um die Inseln Peleliu und Angaur. Sofort begannen die Trägerflugzeuge aufzusteigen und bombardierten japanische Stellungen. Die Zerstörer indes sicherten die Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen ab. Am 15. September begann dann die Invasion auf Peleliu und zwei Tage später auf Angaur. Am 20. September verließen die Träger und die Zerstörer der TG 32.7 die Inseln und beendeten die Unterstützung für die gelandeten Marines. Dafür begannen die Trägerflugzeuge rund um die Inseln nach feindlichen Schiffen und U-Booten Ausschau zu halten, die sie dann auch bombardierten und versenkten. So waren dies am 25. September drei japanische Versorgungsschiffe und sechs Barken.  Endgültig verließen die Schiffe der TG am 30. September die Palau Inseln und fuhren zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. In dem dortigen Hafen legten die Träger und Zerstörer am 3. Oktober an. Hier bereitete man eine Invasionsflotte vor, die die philippinische Insel Leyte angreifen sollte. Dazu integrierte man die USS WELLES in die Task Group 77.2, die Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16.
Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation “King” kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS TENNESSEE ( BB-43 ), die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und der australische Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS DENVER ( CL-58 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS WELLES, USS HUTCHINS, USS BEALE, USS DALY, USS BACHE, USS KIDD ( DD-661 ), USS CONY ( DD-508 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS THORN ( DD-647 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS McDERMUT ( DD-677 ) und USS McNAIR ( DD-679 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA. Am 12. Oktober verlassen diese Schiffe der TG 77.2 Manus Island und fuhren nach Leyte. Sechs Tage später liefen sie in den Leyte Gulf ein und begannen ab der Nacht vom 18. zum 19. Oktober mit dem Bombardement japanischer Stellungen in und um von Tacloban in der San Pablo Bay, um die Operationen der Minensuch- und Underwater Demolition Teams vor der geplanten Invasion zu decken. Am frühen Morgen des 20. Oktober beginnen die Landungen der Soldaten der 7. Infanteriedivision und der 1. Kavalleriedivision auf Leyte. Die Schiffe der TG 77.2 sind nun entlang der Ostküste von Leyte unterwegs und bekämpfen den Feind an allen erreichbaren Stellen bis in den Süden von Abuyog. Außerdem verteidigten die Kriegsschiffe der TG die Invasionsflotte gegen die schweren japanischen Luftangriffe. Die Geschützmannschaften der USS WELLES konnten dabei eines der angreifenden Flugzeuge abschießen. Der Zerstörer begann dann mit allen anderen Schiffen der TG 77.2 mit seinen Patrouillenfahrten im Süden des Leyte Gulf zum Schutz der Anlandungsschiffe. Im Norden von Leyte lagen Geleitflugzeugverbände und bombardierten die japanische Hauptstreitmacht auf See. Zum Entsatz sollten zwei japanische Kriegsschiffverbände von Süden her nach Leyte vordringen. Zur Abwehr dieser feindlichen Schiffsverbände strukturierte man die TG 77.2 um und gliederte diese in drei Teile. Zur Abwehr dieser Verbände benutzten die Alliierten die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI, USS MARYLAND, USS WEST VIRGINIA, USS CALIFORNIA, USS PENNSYLVANIA und USS TENNESSEE welche von den Zerstörern USS WELLES, USS THORN, USS CONY, USS SIGOURNEY, USS AULICK und USS CLAXTON gesichert wurden. Diese Formation befehligte Rear Admiral George Lester Weyler ( 14. Mai 1886 – 6. August 1971 ) und fuhr in die Surigao Strait ein. Die linke Flanke davon sicherten unter dem Kommando von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE, USS PORTLAND und USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS COLUMBIA und USS DENVER und die Zerstörer USS HEYWOOD L EDWARDS, USS BENNION, USS LEUTZE, USS NEWCOMB, USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT, USS HALFORD, USS BRYANT. Die rechte Flanke sicherte unter dem Kommando von Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) der australische Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS HUTCHINS, USS DALY, USS BACHE, USS KILLEN, USS BEALE, USS REMEY, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS MERTZ, USS MONSSEN, USS McDERMUT und USS McNAIR. Allen drei Schiffsverbänden wurden jeweils dreizehn PT-Boote hinzugefügt die die feindlichen Schiffe in der Nahdistanz attackieren sollten. In der Nacht vom 23. zum 24. Oktober trafen die beiden japanischen Schiffsverbände ein. Den einen befehligte Vizeadmiral Shoji Nishimura ( 30. November 1889 – 24. Oktober 1944 ). In diesem Verband befanden sich die Schlachtschiffe FUSO und YAMASHIRO, der Kreuzer MOGAMI und die Zerstörer MICHISHIO, ASAGUMO, YAMAGUMO und SHIGURE. Den zweiten Verband befehligte Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ). In diesem Verband befanden sich die Kreuzer NACHI, ASHIGARA und ABUKUMA und die Zerstörer AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUHI, WAKABA, HATSUSHIMO und HATSUHARU. Beide Verbände sollten sich in der Sulu See vereinigen. Der Schiffsverband von Vizeadmiral Nishimura wird bis auf den Zerstörer SHIGURE vollständig versenkt. Die Schlacht dauerte bis weit nach 4:00 Uhr des 24. Oktober. Die USS WELLES sollte zusammen mit den anderen Zerstörern und den Torpedobooten aus der Zentrumsgruppe gegen die japanischen Schiffe einen Torpedoangriff führen. Doch noch rechtzeitig konnte man dieses Ansinnen abbrechen und die Schlachtschiffe schossen mit den Zerstörern aus allen Geschützrohren auf die feindlichen Schiffe. Am Abend des 25. Oktober erhielten die Schiffe der TG 77.2 den Befehl sich auf Homonhon Island, auf der Ostseite von Leyte zurück zu ziehen da man einen weiteren japanischen Schiffsverband erwartete der eventuell einen Torpedoangriff starten wollte. Doch dieser angekündigte japanische Verband zog sich am Nachmittag über die San Bernardino Straße zurück. Die USS WELLES begann bis zum 29. Oktober vor Tacloban im Leyte Golf zu patrouillieren. Dann verlegte der Zerstörer zusammen mit den Schlachtschiffen USS WEST VIRGINIA, USS TENNESSEE und USS MARYLAND, dem Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS und drei weiteren Kreuzern und den Zerstörern USS HUTCHINS, USS THORN und USS SIGOURNEY zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dort versetzte man das Schiff in die Task Undergroup 38.4.3, die Captain William Langford Fresemann kommandierte. Die TG 38.4, eine Flugzeugträgergruppe, befehligte Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 – 13. Februar 1972 ). In der TU 38.4.3 befanden sich, zur Sicherung der Flugzeugträger, dem Schlachtschiff und mehreren Kreuzern aus der TG 38.4, die Zerstörer USS WELLES, USS DYSON, USS THORN, USS ALLEN M SUMNER, USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS MAURY ( DD-401 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS McCALL ( DD-400 ), USS HELM ( DD-388 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ) und USS INGRAHAM ( DD-694 ). Bis zum 5. November befanden sich fast alle Schiffe der TG 38.4 vor dem Atoll. Noch am selben Tag hievten die Schiffe der Task Group vor Ulithi die Anker auf und erreichte am folgenden Tag die philippinische Insel Leyte. Doch wegen eines heraufziehenden Taifuns zogen sich die Schiffe der TG 38.4 am 7. November auf die Position 17° 30’Nord 138° 30’ Ost zurück. Zwei Tage später fuhren sie auf die Position 11° 00’Nord 127° 00’ Ost wo sie sich auf den Angriff vorbereiteten. Am 10. November fuhren die Schiffe der TG auf die Position 13° 13’ Nord 125° 30’ Ost. In der Nacht zum 11. November waren mehrere japanische Schiffe auf dem Radar sichtbar. Deshalb schlossen sich die Task Group 38.1, Task Group 38.3 und Task Group 38.4 zusammen und bombardierten während der Operation „T-3“ die Schiffe eines japanischen Versorgungskonvois. Alle vier Transportschiffe sowie die japanischen Zerstörer HAMANAMI, NAGANAMII, SHIMAKAZE und WACAZUKI wurden dabei versenkt. Die Flugzeuge der Träger griffen dann am Tag die japanischen Stellungen auf Leyte an. Am Abend fuhren die Schiffe der TG 38.4 zu ihrer vorgegebenen Position bei 13° 26’Nord 125° 04’ Ost, ungefähr 200 Seemeilen östlich der Bernadino Straße und die Zerstörer erhielten auf dem Weg dorthin von den größeren Schiffen Treibstoff übergeben. Am 12. November befand sich die TG zur Treibstoffaufnahme auf der Position 13°30’Nord 128° 30’ Ost. Am folgenden Tag begannen die Flugzeuge der Träger aus den Task Forces 38.1, 38,3 und 38.4 auf der Insel Luzon japanische Stellungen im Süden und im Zentrum der Insel zu bombardieren. Dabei wurden 6 Seemeilen Nordwestlich von Cavite, in der Manila Bay, der Leichte Kreuzer KISO, die Zerstörer HATSUHARU und OKINAMI und das Patrouillenboot CHA-116 versenkt. Im Hafen von Manila sanken nach dem amerikanischen Angriff die japanischen Versorgungsschiffe Eiwa Maru, Kinka Maru, Kakogawa Maru, Sekiho Maru, Teiyu Maru, Taitoku Maru, Hats Maru, Seiwa Maru, Shinkoku Maru und der Zerstörer USHIO wurde beschädigt. Bei Cavite sanken die japanischen Zerstörer AKEBONO und AKISHIMO, der Öltanker Ondo und das Küstenboot Daito Maru. Von derselben Position aus, 15° 30’Nord 123° 30’ Ost, wie am Vortag, griffen die Schiffe und Flugzeuge der TG 38.1 und TG 38.4 weiterhin Luzon an. Im Hafen von Manila sanken dabei das japanische Transportschiff Tatsura Maru, der Öltanker Horai Maru und die Versorgungsschiffe Hatsu Maru und Aoki Maru. 25 Seemeilen südlich von Corregidor versank das japanische Versorgungsschiff Yukishia Maru und in der Mindoro Straße wurde der japanische Schiffskonvoi „SIMA-04“ attackiert. Dabei sank der Öltanker Ayagiri Maru. Nach dem Abschluss der Operation fuhren die amerikanischen Schiffe beider Verbände auf die Position 15° 30’ Nord 127° 30’ Ost. Am 16. November kam der amerikanische Versorgungsverband der Task Group 30.8 und belieferte die Kriegsschiffe vom Treibstoff bis zur Post. Die Flugzeuge der Träger griffen unterdessen immer wieder japanische Stellungen auf Luzon und die um die Insel befindlichen japanischen Schiffe an. Am 20. November versetzte man die USS WELLES zusammen mit dem Schlachtschiff USS ALABAMA ( BB-60 ), dem Leichten Kreuzer USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS DYSON, USS McCALL und USS THORN zur Task Group 38.1 zur Sicherung der dortigen Flugzeugträger. Am folgenden Tag wurden die Schiffe der TG 38.1 und TG 38.2 durch die Tanker der Versorgungsgruppe TG 30.8 mit frischem Treibstoff versorgt. Die Gewässer vor Luzon verließen die Kriegsschiffe der TG 38.1 am 23. November und erreichten am folgenden Tag das Atoll Ulithi. Dort versetzte man die USS WELLES in die Sea Logistical Group 30.8 die Captain Jasper T. Accuf während der Operation „Love III“ befehligte. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS SHIPLEY BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS WELLES, USS THORN, USS THATCHER ( DD-514 ), USS KALK ( DD-611 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS HULL ( DD-360 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS DALE ( DD-353 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ), die Geleitzerstörer USS KYNE ( DE-744 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS STERN ( DE-187 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), den Tankern KENNEBAGO ( AO-81 ), USS NANTAHALA ( AO-60 ) USS MANATEE ( AO- 58 ) sowie neun weitere Tanker und das Hochseeschlepper USS JICARILLA ( ATF-104 ). Die Schiffe der TG 30.8 verließen das Atoll Ulithi und betankten in der Nacht zum 13. Dezember 1944 die Kriegsschiffe der Task Force 38 die sich auf den Angriff und die Landung auf Mindoro und Luzon vorbereiteten. Drei Tage lang dauerten die Gefechte dort gegen die japanischen Verteidiger. Danach zog Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ) die Schiffe der Task Force zurück in die Philippinsee, etwa 200 Seemeilen vor der Küste von Luzon, damit diese außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge erneut betankt werden konnten. Vor allem die Zerstörer hatten nur noch einen Treibstoffvorrat von bis zu 15 %. Am Morgen des 17. Dezember trafen die TF 38 und die TG 30.8 aufeinander. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber schon Windstärke 8 und der Taifun Cobra kündigte sich an der durch die Philippinsee zog. Einige Schiffe konnten erfolgreich betankt werden, aber man musste noch vor dem Mittag alle Aktionen einstellen. Es wurde an alle Schiffe Befehl gegeben sich aus dem Gefahrenbereich in Richtung Nordwest zu begeben, wo dann am folgenden Morgen die Betankung erneut gestartet werden sollte. Doch der Taifun Cobra zog genau in dieses Gebiet. Nun versuchten alle Schiffsbesatzungen am 18. Dezember ihre Schiffe durch den Taifun zu bringen. Nach dem Abflauen des Sturmes begann die USS WELLES zusammen mit anderen Schiffen nach Überlebenden der drei gesunkenen Zerstörer USS HULL, USS MONAGHAN und USS SPENCE ( DD-512 ) zu suchen. Am 21. Dezember erreichten die Schiffe der TG 30.8 wieder das Atoll Ulithi. Hier bereitete man sie für die Operation „Mike I“ vor. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SHIPLEY BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), die Zerstörer USS WELLES, USS THORN, USS FARRAGUT, USS DALE, USS THATCHER, USS KALK, USS HAILEY ( DD-556 ) und die USS STOCKHAM ( DD-683 ) welche vom 3. bis 7. Januar 1945 anwesend war, die Geleitzerstörer USS KYNE, USS WESSON, USS SWEARER, USS STERN, USS LYMAN, USS REYNOLDS, USS BANGUST, USS CROWLEY, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS WEAVER, USS HILBERT und USS GRADY ( DE-445 ), die Tanker USS KENNEBAGO, USS HOUSATONIC ( AO-35 ), USS TOMAHOWK ( AO-88 ), USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS CHICOPEE ( AO-34 ), USS GUADELUPE ( AO-32 ) und USS PATUXENT ( AO-44 ). Lange blieben die Schiffe der TG nicht vor dem Atoll. Noch in den letzten Tagen des Jahres 1944 verließen sie ihre Liegeplätze und fuhren nach Luzon wo die Kämpfe gegen die japanischen Verteidiger im vollen Gange waren. Am 2. Januar 1945 übergaben die Tanker ihren mitgeführten Treibstoff an die Schiffe der Task Group 38.1 und 38.2. Drei Tage später erfolgte eine erneute Betankung. Danach fuhren die Tanker mit ihren Begleitschiffen wieder nach Ulithi um neuen Kraftstoff aufzunehmen. Am 6. Januar begannen die Landungsoperationen auf Luzon und am 7. Januar verließen die Tanker wieder Ulithi und fuhren nach Leyte. Von dort aus ging die Fahrt bis ins Südchinesische Meer wo die Flugzeugträger der Task Force 38 Angriffe auf die japanische Schifffahrt führte. Die USS WELLES begleitete zusammen mit der USS THATCHER, USS THORN und fünf weiteren Zerstörern zwei Geleitflugzeugträger und sechs Tanker aus der Fast Refueling Group bis dorthin und ab dem 8. Januar betankte man die Schiffe der TF 38 rund 255 Seemeilen nordöstlich von Luzon. Am 13. Januar wurden nochmals die Schiffe der TF 38 betankt. Danach werden die geleerten Tanker von Geleitzerstörern bis nach Ulithi eskortiert. Das Südchinesische Meer verlassen die Schiffe der Fast Refueling Group am 20. Januar. Die Fahrt ging in Richtung Ulithi. Im Hafen von Ulithi legten die Schiffe der Fast Refueling Group am 27. Januar an. Hier versetzte man die USS WELLES in die Task Group 50.8, der Sea Logistic Support Group, einer Nachschubeinheit die die Schnellen Flugzeugträger und deren Sicherungsschiffe aus der 5. US Flotte während der Iwo Jima und Okinawa Operationen zu versorgen hatte. In dieser TG 50.8 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS ATTU ( CVE-102 ), USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ), USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS WELLES, USS THORN, USS STEVENSON, USS FARRAGUT, USS DALE, USS AYLWIN, USS KALK und USS GILLESPIE ( DD-609 ), die Geleitzerstörer USS KYNE, USS CROWLEY, USS WEAVER, USS LYMAN, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS HILBERT und USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), die Schnellen Truppentransporter USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS OVERTON ( APD-23 ), die Tanker USS PATUXENT, USS CIMARRON, USS MILLICOMA, USS SUAMICO ( AO-49 ), USS MERRIMACK ( AO-37 ), USS MONONGAHELA ( AO-42 ), USS TALLULAH ( AO-50 ), USS CAHABA ( AO-82 ), USS TALUGA ( AO-62 ) und USS SAUGATUCK ( AO-75 ), die Munitionstransportschiffe USS SHASTA ( AE-6 ) und USS WRANGELL ( AE-12 ) und der Hochseeschlepper USS UTE ( AT-76 ). Am 8. Februar 1945 verließen die Schiffe der TG 50.8 das Atoll Ulithi um für die Operation „Detachment“ den notwendigen Nachschub zu liefern. Die Schiffe der Task Force 58 wurden am 13. und 14. Februar betankt. Das Seegebiet um die Bonin Islands erreichte man am 16. Februar und am darauffolgenden Tag gab es einen feindlichen Luftangriff, der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Planmäßig wurden am 19. Februar die Flugzeugträger der Task Groups 58.1, 58.4 und 58.5 betankt und am folgenden Tag die der TG 58.2 und 58.3. Auf der USS WELLES erfuhr man am 21. Februar von dem Angriff zweier japanischer Kamikazepiloten auf den Geleitflugzeugträger USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) aus der Task Undergroup 52.2.2. Der Zerstörer fuhr sofort los, um der Besatzung des Geleitflugzeugträgers zu helfen. Doch nachdem das Kriegsschiff dort eintraf, war das getroffene Schiff schon gesunken und man begann mit Hilfe der USS THORN, einem weiteren Zerstörer, drei Geleitzerstörern, darunter war die USS EDMONDS ( DE-407 ), und dem Hochseeschlepper USS UTE die Überlebenden aus dem Wasser zu fischen. Von den 923 Besatzungsmitgliedern konnten 605 Offiziere und Mannschaften gerettet und den beiden Angriffstransportschiffen USS DICKENS ( APA-161 ) und USS HIGHLANDS ( APA-119 ) übergeben werden. Im Anschluss daran kehrte die USS WELLES zu ihrem Einsatzgebiet bei der TG 50.8 zurück. Dort gab es am 26. Februar U-Boot Alarm und zwei japanische U-Boote konnten westlich von Iwo Jima versenkt werden. Das Seegebiet von Iwo Jima verließen die Schiffe der TF 50.8 am 1. März und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Hier untergliederte man die Schiffe innerhalb der TG 50.8 in mehrere Untergruppen. Die USS WELLES blieb aber in der Übergeordneten Hauptgruppe. Die Task Group 50.8 befehligte Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 – 7. März 1966 ). In dieser Hauptgruppe befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS WELLES, USS THORN, USS STEVENSON, USS KALK, USS GILLESPIE, USS AYLWIN, USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS KYNE, USS LYMAN, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS CROWLEY, USS LAMONS, USS HILBERT, USS LAKE ( DE-301 ), USS BRACKETT ( DE-41 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS JACK MILLER ( DE-410 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS CONKLIN ( DE-439 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi, um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun, um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Ab dem 1. April führte die USS WELLES zusammen mit der USS THORN und weiteren Zerstörern insgesamt vier Eskortierfahrten von Tankern vor Kerama Retto durch, um die dort kämpfenden Feuerunterstützungsschiffe mit genügend Nachschub zu versorgen. Während der zweiten Eskortierfahrt beobachtete man von dem Zerstörer aus, zwei japanische Flugzeuge die den Tanker angreifen wollten. Beide Flugzeuge konnten durch die Flugabwehrbesatzungen vor dem Angriff abgeschossen werden und zerschellten auf dem Wasser. Bei der dritten Eskortierfahrt griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz sein konnte. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser, ohne Schaden anzurichten. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Die Task Group 50.8 integrierte man am 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS WINDHAM BAY, USS BOUGAINVILLE, USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS WELLES, USS THORN, USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS KALK, USS AYLWIN, USS DALE und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS LYMAN, USS STRAUS, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LA PRADE, USS HOWARD F CLARK, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, LAMONS, USS JACK MILLER, USS CORBESIER, USS CONKLIN, USS CROWLEY, USS LAKE, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Doch die Schiffe laufen alle in einen Taifun. Man hat auf der USS WELLES zu tun den Zerstörer ohne Schaden durch dieses Unwetter zu bringen. Vielen Schiffsbesatzungen der TG gelang es nicht ihre Schiffe ohne große Zerstörungen durch den Sturm zu bringen. Viele der Schiffe zogen sich dann bis zum 17. Juni in die San Pedro Bay, Leyte zurück, damit nach dem Taifun wieder Ordnung geschaffen werden konnte. Die USS WELLES nahm man hier aus dem Verband heraus. Die Besatzung des Zerstörers sollte sich erholen und die dringend notwendig gewordenen Reparaturen an dem Kriegsschiff vornehmen. Doch dann erhielt man auf dem Zerstörer den Befehl, an die US Westküste für eine Generalüberholung zu fahren. Am 21. Juni stach die USS WELLES in See. Zuerst legte das Kriegsschiff vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands einen Zwischenstopp ein. Der zweite erfolgte zum auffüllen der Treibstoffbunker in der Marinebasis Pearl Harbor. Am 16. Juli lief dann der Zerstörer in den Hafen von Bremerton, Washington ein. Man bugsierte das Kriegsschiff noch am selben Tag in ein Trockendock der Puget Sound Naval Shipyard. Die USS WELLES lag noch am 15. August im Trockendock. An diesem Tag endete der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Erst Ende September waren die Erprobungsfahrten des Zerstörers abgeschlossen, so dass er am 29. September Bremerton verließ. Das Ziel des Kriegsschiffes war New York. Die USS WELLES legte im Hafen von San Pedro, Kalifornien einen Zwischenstopp ein. Hier bunkerte man frischen Proviant und Treibstoff. Nachdem der Zerstörer wieder in See gestochen ist, durchquerte er am 14. Oktober den Panamakanal und erreichte am 20. Oktober den Hafen von New York. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf die Flottenparade am Navy Day, den 27. Oktober 1945, die durch US Präsident Harry S. Truman ( 8. Mai 1884 – 26. Dezember 1972 ) anberaumt worden war. Anwesend waren die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CV-42 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ) und USS CROATAN ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS NEW YORK ( BB-34 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), die Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ), USS COLUMBUS ( CA-74 ) und USS MACON ( CA-132 ), die Leichten Kreuzer USS HELENA ( CL-113 ) und USS BOISE ( CL-47 ), die Zerstörer USS WELLES, USS HOBBY, USS AULICK ( DD-569 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS CASE ( DD-370 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS GANSEVOORT ( DD-608 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS LEARY ( DD-879 ), USS PORTER ( DD-800 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SARSFIELD ( DD-837 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS STEINAKER ( DD-863 ), USS VOGELGESANG ( DD-862 ), USS YOUNG ( DD-580 ) und USS ZELLARS ( DD-777 ), die Geleitzerstörer USS BAKER ( DE-190 ), USS BORUM ( DE-790 ), USS BOSTWICK ( DE-103 ), USS BRONSTEIN ( DE-189 ), USS MALOY ( DE-791 ) und USS THOMAS ( DE-102 ), die Schnellen Truppentransportschiffe USS BEVERLY W REID ( APD-119 ), USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 ) und USS MYERS ( APD-105 ), die U-Boote USS BOWFIN ( SS-287 ), USS CREVALLE ( SS-291 ), USS CATLESS ( SS-478 ), USS FLOUNDER ( SS-251 ), USS GATO ( SS-212 ), USS RASHER ( SS-269 ), USS SNAPPER ( SS-185 ) und USS THREADFIN ( SS-410 ), die U-Boot Tender USS HOWARD W GILMORE ( AS-16 ) und USS ORION ( AS-18 ). Bis Anfang November blieb die USS WELLES noch im Hafen von New York liegen und wechselte dann nach Charleston, South Carolina. Hier stellte man den Zerstörer am 4. Februar 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Man benötigte das Kriegsschiff in all den turbulenten Jahren des immer härter werdenden Kalten Krieges. Daher strich man am 1. März 1968 den Namen USS WELLES ( DD-628 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 18. Juli 1969 an die Union Minerals and Alloy Company zum Verschrotten.


USS WELLES ( DD-628 )
Commanding Officer

LCDR Doyle Murray Coffee      16. August 1943 – 24. August 1944
CDR John Sim Slaughter     24. August 1944 – 2. Januar 1946

USS PICKING ( DD-685 )

USS PICKING ( DD-685 )

Biografie

Sherwood Picking
* 21. Februar 1890 in Baltimore, Maryland
† September 1 1941 bei einem Flugzeugabsturz über Schottland
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Ersten Weltkriegs

Sherwood Picking trat im Jahre 1911 in die United States Naval Academy in Annapolis ein. Während des Ersten Weltkriegs bewies er als U-Boot Kommandant Heldenmut. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen befehligte Picking die U-Boot Basis Coco Solo in der Panamakanalzone. Im Zuge seiner Pflichterfüllung starb Picking am 1. September 1941 bei einem Flugzeugabsturz über Schottland.


USS PICKING ( DD-685 )

Schiffsbiografie

Die USS PICKING ( DD-685 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Captain Sherwood Picking benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsiebenundfünfzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Company in Staten Island, New York wurde am 24. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Elizabeth Warner Picking ( 21. August 1899 in San Rafael, Marin County, Kalifornien – 20. Februar 1999 ), Witwe von Captain Sherwood Picking, taufte am 1. Juni 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Raymond Starr Lamb stellte am 21. September 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung lag die USS PICKING noch zur Fertigstellung und zur Endausrüstung in der New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York. Dort lag der Zerstörer noch am 4. Oktober 1943. Anschließend erfolgte die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die das Kriegsschiff bis vor die amerikanische Marinebasis bei den Bermudas geführt. Nach Abschluss der Übungen fuhr die USS PICKING in den Golf von Mexiko und begann Anfang Dezember mit der Durchquerung des Panamakanals. Von dort aus ging die Fahrt zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien weiter, wo die Bunker mit Treibstoff sowie das Proviant- und das Munitionsmagazin aufgefüllt wurden. Außerdem bereitete man das Kriegsschiff auf seinen Einsatz bei den Aleuten vor. Von San Diego aus stach der Zerstörer am 21. Dezember in See und fuhr zusammen mit der USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ) nach Norden. Beide Zerstörer erreichten am 28. Dezember Dutch Harbor auf Amaknak Island, Alaska. Hier integrierte man das Kriegsschiff in das Zerstörer Geschwader 49, wo es das Flaggschiff war. In dem Geschwader befanden sich ebenfalls die Schwesterschiffe USS WILLIAM D PORTER, USS WICKES ( DD-578 ), USS YOUNG ( DD-580 ) und USS SPROSTON ( DD-577 ). Gleichzeitig gliederte man die USS PICKING
in die Task Force 94 ein, die Rear Admiral Wilder DuPuy Baker ( 22. Juli 1890 in Topeka, Kansas – 10. November 1975 in Bay City, Michigan ) befehligte. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ) und die Zerstörer USS PICKING, USS WICKES, USS YOUNG, USS WILLIAM D PORTER, USS SPROSTON, USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS KIMBERLY ( DD-521 ) und USS CHARLES J BADGER ( DD-685 ), wenn alle Kriegsschiffe anwesend sind. So verlassen die Schiffe der TF 94 am 2. Januar 1944 Unalaska und fuhren zur Insel Adak. Dort treffen sie zwei Tage später ein. Von hier aus patrouillieren die Kriegsschiffe in den Gewässern rund um Adak Island. Am 17. Januar verlassen sie die Insel und fuhren zur Sand Bay, Great Sitkin Island, Aleuten. Die Insel liegt östlich von Adak und wird noch am selben Tag erreicht. Hier füllte man alle Bunker wieder auf und kehrte am folgenden Tag in die Kuluk Bay, Adak Island zurück. Für eine zweitägige Patrouillenfahrt wird Adak am 20. Januar verlassen. Am 22. Januar sind alle Kriegsschiffe der TF anwesend. Gleich am folgenden Tag verließen die Kriegsschiffe der TF 94 Adak und fuhren in Richtung Westen nach Attu Island, der letzten Aleuteninsel. Die Schiffe erreichten diese Insel am 25. Januar. Schon am folgenden Tag legten sie allerdings wieder ab und begannen bis zum 28. Januar mit Patrouillenfahrten in den Gewässern der Kurilen und waren auf der Suche nach japanischen Schiffen, um die Versorgung auf den dort besetzten Inseln zu verhindern. Die USS PICKING beteiligte sich am 4. Februar an einem Bombardement auf japanische Ziele in der Stadt Kurabazuki an der Südspitze der Insel Paramushiru, Kurilen. Das war das erste Zusammentreffen der amerikanischen Mannschaft mit den japanischen Feinden. Anschließend fuhren die amerikanischen Schiffe nach Attu Island zurück. Von hier aus beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Patrouillenfahrten und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Das Kriegsschiff versetzte man dann in der Task Group 94.6, die von Rear Admiral Wilder DuPuy Baker befehligt wurde. In der TG befand sich der Leichte Kreuzer USS RICHMOND und die Zerstörer der DesDiv 97 USS PICKING, USS WICKES, USS WILLIAM D PORTER, USS YOUNG und USS SPROSTON, sowie die DesDiv 98 mit USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY, USS CHARLES J BADGER und USS LUCE ( DD-522 ). Diese Schiffe verließen am 28. Februar Adak und fuhren nach Attu. Hier wurden zwei Tage später die Treibstoffbunker aller Kriegsschiffe nochmals aufgefüllt. Noch am selben Tag legten sie ab und fuhren nach Paramushiru. In den Gewässern wurde wieder patrouilliert und nach japanischen Schiffen gesucht. In der Nacht vom 3. zum 4. März begannen dann die Schiffe der TG mit einem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen bei Suribachi Wan und Kurabi Saki auf Paramushiru. Dieser Angriff kam für die japanischen Verteidiger völlig unerwartet. Die USS LUCE versenkte dabei das japanische Frachtschiff KOKAI MARU ( 2.000 BRT ). In der Nacht vom 4. zum 5. März gerieten die Schiffe der TG 94.6 vor den Kurilen in schweres Wetter und mussten abdrehen. Die USS RICHMOND, USS PICKING, USS WICKES, USS ISHERWOOD, USS LUCE, USS KIMBERLY, USS SPROSTON, USS WILLIAM D PORTER und USS YOUNG wurden dabei beschädigt. Am 5. März liefen die Schiffe der TG 94.6 im Hafen von Attu wieder ein. Hier blieben die Kriegsschiffe und man begann mit den notwendigen Reparaturen. Nach Abschluss dieser Arbeiten beteiligten sich diese Schiffe an Anti-U-Boot Patrouillen. Am 1. April verließ die USS PICKING zusammen mit den Zerstörern USS WICKES, USS KIMBERLY, USS ISHERWOOD und USS SPROSTON Attu und fuhren nach Great Sitkin Island. Hier begannen die Kriegsschiffe mit mehreren Schießübungen. Am 3. April erreichten die Schiffe wieder Attu. Die USS PICKING nahm von hier aus wieder ihre Patrouillen- und Begleitfahrten in den Gewässern der Aleuten auf. Ab Mitte Mai zog man die amerikanischen Kriegsschiffe für die Task Force 94 wieder zusammen. Rear Admiral Ernest Gregor Small ( 5. November 1888 in Waltham, Massachusetts – 27. Dezember 1944 in Brooklyn, New York ) befehligte diesmal diese TF. In diesem Verband befanden sich die Schweren Kreuzer USS CHESTER ( CA-27 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und die Zerstörer USS PICKING, USS WICKES, USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY, USS YOUNG, USS LUCE, USS CHARLES J BADGER, USS WILLIAM D PORTER und USS SPROSTON. Am 24. Mai verließen diese Schiffe Attu und begannen am Morgen des 26. Mai ein Bombardement auf japanische Stellungen auf der Kurilen Insel Paramushiru. Anschließend wechselten die Schiffe zur Kurilen Insel Matsuwa aus der zentralen Inselgruppe und beschossen hier vorgegebene Positionen, wo sich japanische Stellungen befinden sollten. Die Schiffe der TF 94 kehrten kurz danach in die Kulak Bay von Attu Island zurück. Dort bereitete man sie auf den folgenden Einsatz bei den Kurilen vor. Am 10. Juni verließen die Schiffe der TF 94 erneut Attu Island und fuhren zu der Inselgruppe der zentralen Kurilen. Früh am Morgen des 13. Juni lagen sie vor der Insel Matsuwa bereit und begannen ab 5:13 Uhr mit dem Bombardement japanischer Stellungen. Nach einer halben Stunde wurde der Beschuss abgebrochen und die Schiffe der TF verließen wieder die Gewässer der Kurilen Insel. Nach mehreren Patrouillenfahrten in den Gewässern zwischen den Aleuten und den Kurilen kehrten die Kriegsschiffe der TF 94 in ihre Operationsbasis zurück. Hier bunkerten sie frischen Brennstoff und man füllte die Munitionsvorräte auf. Am 24. Juni legten sie in der Kuluk Bay ab und fuhren erneut zu den Kurilen. Doch diesmal lag man zwei Tage später vor der Insel Paramushiru. Die amerikanischen Schiffe fanden beim Eintreffen vor dieser Insel einen dicken Nebel vor, in den sie gehüllt war. Die Sichtweite betrug unter zweihundert Meter. Trotzdem beschossen die amerikanischen Kriegsschiffe die feindlichen Stellungen bei Suribachi Wan und Kurabi Saki nach den Vorgaben der Zielkoordinaten. Noch am selben Tag verließen allerdings die amerikanischen Schiffe wieder Paramushiru und legten am 28. Juni in der Kuluk Bay an. In dem nun folgenden Monat begann man auf der USS PICKING mit mehreren Trainingsübungen für die nächste Fahrt zu den Kurilen. Dazu gliederte man den Zerstörer Ende Juli in die Task Force 94 ein. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS CONCORD ( CL-10 ) und USS TRENTON ( CL-11 ) und die Zerstörer USS PICKING, USS WICKES, USS KIMBERLY, USS YOUNG, USS WILLIAM D PORTER, USS ROWE ( DD-564 ), USS SMALLEY ( DD-565 ), USS STODDARD ( DD-566 ) und USS WATTS ( DD-567 ). Am 1. August verließen diese Schiffe die Kulak Bay und fuhren zu den Kurilen. Am folgenden Tag befanden sie sich auf dem Weg zur Insel Matsuwa, um dort feindliche Stellungen zu beschießen. Die USS PICKING war für die Operation als Radarvorwarnposten eingeteilt worden und sollte alle anderen Kriegsschiffe vor feindliche Luftangriffe warnen. Da erschien am Himmel ein zweimotoriger japanischer Bomber vom Typ Mitsubishi G4M. Die Geschützmannschaften des Zerstörers USS WICKES waren die Ersten, die auf dieses Flugzeug schossen. Gleich danach schlug diesem Flugzeug ein weiterer Hagel von Luftabwehrgeschossen von den Geschützen der USS PICKING entgegen. Der Bomber konnte zwar unbeschadet entkommen, schaffte es aber nicht seine mitgeführte Bombe ins Ziel zu bringen. Das war das einzige nennenswerte Ereignis auf dieser Patrouillentour, da vor der Kurileninsel sich schlechtes Wetter zusammenbraute und sich ständig feindliche Aufklärungsflugzeuge in der Luft befanden. Das Bombardement auf die Insel Matsua wurde daher abgesagt und die Schiffe kehrten nach Attu zurück. Die USS PICKING legte am 4. August in der Massacre Bay, Attu an. Der Einsatz des Zerstörers, in einem der schwierigsten Einsatzgebiete auf der Welt, endete wenige Tage später. Der Zerstörer verließ am 9. August Attu und fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Hier begann man neun Tage später mit einer Überholung und bereitete den Zerstörer auf seinen Einsatz im Pazifik vor. Das Kriegsschiff verließ am 25. August die Werft und legte sechs Tage später in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an. In den Hawaiianischen Gewässern beteiligte sich die USS PICKING an mehreren Übungen. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Force 79, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „KingII“ kommandierte. In dieser TF waren zur freien Verfügung die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ) und USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), die Zerstörer USS PICKING, USS LUCE, USS HALFORD ( DD-480 ), USS HALE ( DD-642 ), USS GANSEVOORT ( DD-608 ) und USS CHAUNCEY ( DD-667 ), das Angriffsfrachtschiff USS CAPRICORNUS ( AKA-57 ), das Angriffstransportschiff USS CAVALIER ( APA-37 ) und die Docklandungsschiffe USS ASHLAND ( LSD-1 ) und USS CASA GRANDE ( LSD-13 ). Am 15. September legten diese Schiffe in Pearl Harbor ab und fuhren zum Seeadler Harbour auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. Der natürliche Tiefseehafen wurde am 3. Oktober erreicht. Dort bereitete man die Schiffe auf die kommenden Kämpfe um Leyte, Philippinen vor. Am 11. Oktober legten die Schiffe der TF 79 im Seeadler Harbour ab. Während die Angriffsbemühungen der Alliierten ab dem 20. Oktober voll im Gange waren, befand sich die USS PICKING bei den auf Reede liegenden Panzerlandungsschiffen und sicherte diese vor japanischen Luftangriffen. Nach deren Entladung eskortierte der Zerstörer die Schiffe nach Hollandia, Neuguinea. Auf dem Rückweg nach Leyte, beschossen am 24. Oktober die Geschützmannschaften des Zerstörers ein japanisches Flugzeug. Am 25. Oktober 1944 gliederte man die USS PICKING in die Task Undegroup 77.4.3, der sogenannten „Taffy 3“, die nordöstlich von Samar in ihrem vorgegebenen Planquadrat patrouillieren sollte. Diese Task Undergroup wurde von Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Boston, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „King II“ befehligt. In der TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY ( CVE-68 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS ST LO ( CVE-63 ), USS WHITE PLAINS ( CVE-66 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ) und USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ), die Zerstörer USS PICKING, USS SPROSTON, USS HARADEN ( DD-585 ),  USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HOEL ( DD-533 ) und USS HALE ( DD-642 ) und die Geleitzerstörer USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ), USS DENNIS ( DE-405 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ) und USS RAYMOND ( DE-341 ). Die Northern Air Support Group „Taffy 2“ patrouillierte in zentraler Position vor dem Eingang zum Golf von Leyte und „Taffy 1“ deckte die südlichen Ansätze vom Golf. Bekannt war, dass eine größere japanische Flotteneinheit nach Leyte unterwegs sei. Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague war in der Annahme, dass die 3. US Flotte unter dem Kommando von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 16. August 1959 auf Fishers Island, New York ) im Norden von Samar operierte. Er war völlig überrascht, dass ein Aussichtsposten gegen 6:45 Uhr Flakfeuer im Norden meldete. Drei Minuten später befand sich die „Taffy 3“ im Kreuzfeuer einer japanischen Flotte die Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) befehligte. In dieser japanischen Flotte befanden sich 4 Schlachtschiffe, 6 Schwere Kreuzer, 2 Leichte Kreuzer und 11 Zerstörer. Um die kleine Einheit vor der völligen Vernichtung zu bewahren, ordnete Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague an in südliche Richtung zu fliehen. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague befahl umgehend, dass die Flugzeuge der Geleitträger sofort zu starten seien, um die feindliche Flotte anzugreifen da diese keine Träger mitführte. Die Geleitzerstörer begannen die großen japanischen Schiffe zu attackieren. Es konnten drei Kreuzer versenkt werden. Um 9:11 Uhr beorderte Vizeadmiral Takeo Kurita seine Einheiten aus dem Kampfgeschehen zurück und ließ das Gefecht abbrechen, da eine andere japanische Flotte in der Surigao Straße vollständig vernichtet worden war. Wenige Stunden später erreichten japanische Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen die Schiffe der Task Group 77.4 und stürzten sich darauf. Es wurden mehrere Träger bei diesem Angriff beschädigt und die USS ST LO versenkt. Auch hier verteidigten die Geschützmannschaften die Schweren Schiffe heldenhaft vor den japanischen Angreifern. Die Geschützmannschaften der USS PICKING konnten an diesem Tag mit Unterstützung der USS HALE und USS SPROSTON ihr erstes feindliches Flugzeug abschießen. Die Kriegsschiffe der TU fuhren unterdessen weiter nach Süden. Die USS PICKING verließ am 26. Oktober die Task Undergroup und eskortierte das amphibische Kommandoschiff USS MOUNT OLYMPUS ( AGC-8 ) und das beschädigte Frachtschiff USS AURIGA ( AK-98 ) über die Insel Peleliu, Palau Islands nach Manus Island und von dort aus nach Hollandia. Der Zerstörer kehrte anschließend nach Manus Island zurück und beteiligte sich an der Eskorte, dazu gehörte auch die USS SPROSTON, von alliierten Schiffskonvois bis nach Leyte, die Verstärkungen an Menschen und Material brachten, und zurück. Der erste Schiffskonvoi lief am 20. November in die San Pedro Bay ein. An diesem Tag gab es einen feindlichen Luftangriff. Die Geschützmannschaften der USS PICKING konnten dabei ein japanisches Flugzeug abschießen. Am 27. Dezember legte der Zerstörer nach mehreren Begleitfahrten wieder im Seeadler Harbour an. Das Kriegsschiff versetzte man an diesem Tag in die Task Group 77.2, der Fire Support und Bombardement Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf während der Operation „Mike I“ kommandierte. Innerhalb dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und die beiden australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ) und HMAS SHROPSHIRE, der Leichte Kreuzer USS COLUMBIA ( CL-56 ), die Zerstörer USS PICKING, USS SPROSTON, USS KIMBERLY, USS CHARLES J BADGER, USS WILLIAM D PORTER, USS BENNION ( DD-662 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS IZARD ( DD-589 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS FRAZIER ( DD-607 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ) und die beiden australischen Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) und HMAS WARRAMUNGA ( I44 ), die Geleitzerstörer USS EICHENBERGER ( DE-202 ) und USS JAMES E CRAIG ( DE-201 ) und die Schnellen Truppentransporter USS SANDS ( APD-13 ), USS RATHBURNE ( APD-25 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ), USS CLEMSON ( APD-31 ), USS DICKERSON ( APD-21 ) und USS BLESSMAN ( APD-48 ). In der San Pedro Bay begannen bis zum 2. Januar 1945 gleich mehrere Übungen der Kriegsschiffe, die sich an der Eroberung der Insel Luzon beteiligen sollten. Am 3. Januar 1945 erreichten die Schiffe der TG 77.2 den Leyte Golf. Noch während der Durchquerung der Sulu Sea attackierten mehrere japanische Kamikazepiloten den Verband, konnten aber keinen Schaden anrichten. Am folgenden Tag befanden sich die Schiffe der TG westlich von Panay Island. Am 5. Januar erreichten sie das Südchinesische Meer durch die Mindoro Straße und lagen 70 Seemeilen Westnordwestlich der Subic Bay, Luzon. Ab diesem Punkt konnten Landgestützte japanische Flugzeuge den Schiffsverband angreifen. Schon am Morgen gab es daher einen ersten Luftangriff durch feindliche Flugzeuge, unter denen sich auch japanische Kamikazepiloten befanden. Doch die Luftabwehrkanoniere der USS PICKING und die der anderen amerikanischen Schiffe brauchten zu diesem Zeitpunkt nicht in das Kampfgeschehen eingreifen, da die japanischen Maschinen von einer ständig in der Luft befindlichen amerikanischen Kampfluftpatrouille abgedrängt und vernichtet wurden. Erst gegen 16:50 Uhr schafften es einige wenige feindliche Maschinen durch diesen Sicherheitsschirm durchzubrechen und griffen unverzüglich den Schiffsverband an. Am folgenden Tag nahm der Angriff japanischer Kamikazepiloten noch weiter zu. Diese Selbstmordpiloten stürzten sich auf jedes alliierte Schiff. Die TG 77.2 erlitt große Verluste, mehrere Schiffe wurden schwer beschädigt. Gleichzeitig begannen sich die Kriegsschiffe auf ihre vorgegebenen Ziele von Santo Tomas und San Fabian einzuschießen. Die USS PICKING und die anderen Zerstörer patrouillierte nun im Lingayen Golf, im Zentrum der Insel Luzon, und sicherten die Kriegsschiffe vor Angriffen feindlicher U-Boote und Flugzeuge. Am 8. Januar griffen erneut Kamikazepiloten die amerikanischen Schiffe an. Während dieses Angriffes konnten die Geschützmannschaften des Zerstörers ein weiteres feindliches Flugzeug abschießen. Die Hauptlandung der alliierten Soldaten erfolgte ab dem 9. Januar 1945 im Lingayen Golf. Fast unangefochten konnten die Soldaten an Land gehen und ihren Brückenkopf ausbauen. Dabei stießen sie auf fast keinen Widerstand. Erst als sie außer Reichweite der Schiffsgeschütze sich befanden, begannen die japanischen Verteidiger mit ihren Gegenangriffen. Nachdem die Transportschiffe entladen waren, beteiligte sich die USS PICKING noch am selben Tag an der Eskorte der Schiffe bis in die San Pedro Bay. Diese wurde am 14. Januar erreicht. Der Zerstörer patrouillierte in diesen Gewässern der philippinischen Insel Leyte bis zum 25. Januar durch. An diesem Tage vervollständigte man die Munitionsvorräte und Brennstofftanks auf dem Zerstörer und gliederte am folgenden Tag ihn in die Task Group 78.3 ein die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS PICKING, USS WICKES, USS SPROSTON, USS YOUNG, USS LUCE, USS CHARLES J BADGER und USS NICHOLAS ( DD-449 ), die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ) und ein weiterer, die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision in der Nähe von San Felipe an Land. Die angelandeten Soldaten stießen auf keinen Widerstand und forderten in den beiden folgenden Tagen kein Bombardement an. Nach dem Entladen der Transportschiffe eskortierten die Zerstörer diese wieder bis zum Leyte Golf. Von hier aus begleiteten die Kriegsschiffe weitere lebenswichtige Schiffskonvois bis in die Mangarin Bay im Lingayen Golf. Für die Landung der alliierten Soldaten auf Corregidor, versetzte man die USS PICKING zur Unterstützung in die Task Group 78.3 die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) befehligte. In dieser TG befand sich der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND, die Zerstörer USS PICKING, USS WICKES, USS YOUNG, USS CONWAY ( DD-507 ), USS EATON ( DD-510 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS CONVERSE ( DD-509 ), USS FRAZIER ( DD-607 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS RADFORD ( DD-446 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS O´BANNON ( DD-450 ) und USS TAYLOR ( DD-468 ), die Schnellen Truppentransporter USS KILTY, USS CROSBY, USS SCHLEY und USS MANLEY ( APD-1 ). Diese Kriegsschiffe legten am 13. Februar in Leyte ab und eskortierten 62 Landungsschiffe, die 5.300 Soldaten des 151. RCT und des 34. RCT der 38. Infanteriedivision transportierten. Am 15. Februar begann der Angriff auf Mariveles Harbor, Bataan und am folgenden Tag auf der Insel Corregidor. Danach werden noch einige Sicherungsaufgaben von der USS PICKING übernommen, bevor der Zerstörer in die San Pedro Bay zurückkehrt. Man versetzte das Kriegsschiff in die Task Group 51.1, der Western Islands Attack Group, die Rear Admiral Ingolf Norman Kiland ( 26. März 1895 – 10. März 1992 ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In dieser TG befanden sich zwei Kreuzer, die Zerstörer USS PICKING, USS CHARLES J BADGER, USS LUCE, USS WILLIAM D PORTER, USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY und USS O´BRIEN ( DD-725 ), die Geleitzerstörer USS STERN ( DE-187 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS ABERCROMBIE ( DE-343 ) und USS OBERRENDER ( DE-344 ), die Schnellen Truppentransporter USS DICKERSON ( APD-21 ), USS KINZER ( APD-91 ), USS DANIEL T GRIFFIN ( APD-38 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS HERBERT ( APD-22 ), die Angriffstransportschiffe USS ST MARY´s ( APA-126 ) und USS MOUNTRAIL ( APA-213 ), zwölf Mittlere Infanterielandungsfahrzeuge, vierundzwanzig Große Infanterielandungsfahrzeuge und zwölf Mittlere Landungsschiffe. Am 24. März verließen alle diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den Kerama Retto Inseln, die unbedingt für den reibungslosen Nachschub sowie der Reparatur von defekten Kriegsschiffen benötigt wurden. Die Kriegsschiffe erreichten diese am 26. März, was die Japaner völlig überraschte. An diesem Tag begannen auch die Landungen auf den Inseln, die aber nicht allzu stark von feindlichen Kräften besetzt waren. Ab dem 1. April begann die gewaltige Landeoperation auf Okinawa. Von diesem Tag an versuchten sich die japanischen Piloten mit ihren Flugzeugen ohne Kompromisse auf amerikanische Schiffe zu stürzen. Dem entgegen zu wirken gliederte man die USS PICKING in die Task Force 54, der Gunfire & Covering Force, ein, die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) während der Operation “Iceberg” befehligte. Innerhalb dieser TF gehörte der Zerstörer zu den nicht fest zugeordneten Schiffseinheiten und stand zur freien Verfügung. Ähnlich wie dem Zerstörer erging es dem Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), den Schweren Kreuzern USS LOUISVILLE und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), den Leichten Kreuzern USS VINCENNES ( CL-64 ), USS VICKSBURG ( CL-86 ) und USS MOBILE ( CL-63 ), den Zerstörern USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER, USS ANTHONY ( DD-516 ), USS ENGLISH ( DD-696 ) und USS COMPTON ( DD-705 ), dem Minensucher USS DEFENSE ( AM-317 ) und den Geleitzerstörern USS WESSON ( DE-184 ) und USS FOREMAN ( DE-633 ). Die USS PICKING erhielt auch hier Aufgaben zur Unterstützung der anlandenden Truppen, der U-Boot- und Luftabwehr für die größeren Kriegsschiffe innerhalb der TF 54 und zur Sicherung der Minenräumer während der Operation. Gleich mit dem ersten Tag der Invasion, hatten die Kanoniere des Zerstörers alle Hände voll zu tun. Sie bombardierten japanische Stellungen, die den Landungstruppen auf Okinawa heftiges Abwehrfeuer entgegenschickten. Am 6. April begannen sich die japanischen Piloten in dem Kampf zu beteiligen. Diese Kamikazepiloten versuchten mit ihren Flugzeugen sich auf eines der amerikanischen Kriegsschiffe zu stürzen. An diesem Tag konnten die Geschützmannschaften der USS PICKING zwei und am 9. April ein weiteres Flugzeug abschießen. Zwei Tage zuvor war das Schwesterschiff USS LONGSHAW ( DD-559 ) aus der Task Undergroup 54.1.1 durch das Flugzeug eines Kamikazepiloten leicht beschädigt worden. Beide Zerstörer fuhren am 17. April zu den Kerama Retto Inseln. Auf der Fahrt dorthin konnte die Mannschaft der USS PICKING einen abgestürzten amerikanischen Marineflieger aus dem Wasser retten. Man füllte alle Bunker auf dem Zerstörer wieder auf und er fuhr wieder in sein Aufgabengebiet. Am 18. Mai erhielt Lieutenant Commander Benedict Joseph Semmes, Jr. ( 8. April 1913 in Mewmphis, Tennessee – 4. Juni 1994 in Virginia Beach, Virginia ) den Befehl, südlich von Naha, Okinawa, einem japanischen Feldflugplatz, zu fahren. Hier lag vier Seemeilen westsüdwestlich von Naha die gestrandete USS LONGSHAW, die einen Volltreffer auf der Brücke erhalten hatte. In der Zwischenzeit war das Schwesterschiff USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ) erschienen und beschoss die japanische Küstenbatterie, um die Bergung der USS LONGSHAW zu unterstützen. Das schwer beschädigte Kriegsschiff musste aber aufgegeben werden. 95 verwundete Besatzungsmitglieder und 113 weitere Überlebende wechselten auf ein Infanterielandungsfahrzeug, das von der USS HEYWOOD L EDWARDS gesichert wurde. Im Innern des Zerstörers wütete mittlerweile ein Feuer und Munition explodierte. Am späten Nachmittag erreichte die USS PICKING den Schauplatz und versenkte das amerikanische Schiff mit seinen Schiffsgeschützen und Torpedos. An diesem 18. Mai kehrte die USS PICKING an die Küste ihres Einsatzgebietes zurück und beteiligte sich wieder bei dem Beschuss von japanischen Küstenstellungen auf Okinawa. Bis zum 28. Mai patrouillierte der Zerstörer so an der Küste von der Insel. An diesem Tag gliederte man die Schiffe der Task Force 54 in die der Task Force 34 vor Okinawa ein. In der TF 34 befanden sich die Schlachtschiffe USS NEW YORK, USS CALIFORNIA, USS TENNESSEE, USS WEST VIRGINIA, USS NEVADA ( BB-36 ) und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ) die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA, USS LOUISVILLE und USS SAN FRANCISCO, der Leichte Kreuzer USS VINCENNES ( CL-64 ), die Zerstörer USS PICKING, USS TWIGGS ( DD-591 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS CALLAGHAN ( DD-792 ), USS IRWIN ( DD-794 ), USS PRESTON ( DD-795 ) und USS ROOKS ( DD-804 ) und der Schnelle Truppentransporter USS WEBER ( APD-75 ). Im Juni zeichnete sich das Ende der Kämpfe um Okinawa ab. Man zog die USS PICKING am 7. Juni von ihren Feuerunterstützungsaufgaben ab und versetzte den Zerstörer auf eine Radarvorwarnstation, um rechtzeitig vor japanische Flugzeuge die anderen amerikanischen Kriegsschiffe zu warnen. So lag der Zerstörer vom 8. bis zum 12. Juni auf der Station südöstlich vor Kume Shima. Die Insel liegt westlich von Okinawa und den Kerama Retto Inseln. Ab dem 16. Juni nahm das Kriegsschiff dann seinen Radarposten nordöstlich von Ie Shima ein, einer Insel unmittelbar im Westen von Okinawa. Diesen Radarvorwarnposten behielt die USS PICKING bis zum 20. Juni. Drei Tage später verlässt der Zerstörer die Gewässer vor Okinawa und eskortierte einen Schiffskonvoi bis zur Insel Saipan, Nördliche Marianen. Diese wurde am 25. Juni erreicht. Erst am 29. Juni stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Die USS PICKING lief am 7. Juli in diese ein. Sofort begann man mit dem bunkern von Treibstoff. Am folgenden Tag legte der Zerstörer wieder ab und fuhr nach San Francisco. Man bugsierte am 14. Juli das Kriegsschiff in der Mare Island Naval Shipyard, Vallejo, Kalifornien in ein Trockendock und unterzog es einer umfassenden Überholung. In dieser Zeit endete am 15. August 1945 der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Die Überholung dauerte bis zum 7. September. Anschließend wechselte der Zerstörer nach San Diego. Hier stellte man das Kriegsschiff am 20. Dezember 1945 außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte.
Nach den ausgebrochenen Feindseligkeiten auf der koreanischen Halbinsel, am 25. Juni 1950, stellte man die USS PICKING am 26. Januar 1951 wieder in den Dienst der US Navy. Commander Alfred Carter Edwards übernahm das Kommando über den Zerstörer. In den Gewässern vor San Diego erfolgten die ersten Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. Anschließend verließ der Zerstörer die kalifornische Küste und fuhr zum Panamakanal. Dieser wurde durchquert und das Kriegsschiff fuhr zu seinem neuen Heimathafen. Von Newport, Rhode Island aus wurden weitere Übungs- und Ausbildungsfahrten absolviert. Dann im Anfang April 1953 stach die USS PICKING in See. Ziel war der Ferne Osten. Nach der erneuten Durchquerung des Panamakanals und den Zwischenstopps in San Diego und Pearl Harbor, legte der Zerstörer am 4. Mai im Hafen von Yokosuka, Japan an. Von dieser Ausgangsbasis aus operierte das Kriegsschiff an der koreanischen Küste und gliederte sich während der Bombardierungen feindlicher Küstenziele in die Task Force 77, der 7. US Flotte, und in der Task Force 95, der mit UN Mandat versehenen Flotte, ein. Die Mannschaft der USS PICKING konnte einem abgestürzten Marineflieger aus dem Wasser retten, während der Zerstörer zur Sicherung eines Flugzeugträgers der 7. US Flotte eingeteilt war. Der Koreakrieg endete am 27. Juli mit einem Waffenstillstand zwischen Nord- und Südkorea. Kurz darauf verließ die USS PICKING die koreanischen Gewässer und fuhr in den japanischen Hafen Sasebo. Hier lag das Kriegsschiff zusammen mit den Zerstörern USS PRESTON und USS IRWIN aus dem Zerstörergeschwader 24. Nach wenigen Tagen der Ruhe trat das Kriegsschiff ab dem 5. August zusammen mit den beiden Zerstörern die Heimreise an. Diese Fahrt führte sie durch den Indischen Ozean, den Persischen Golf, das Rote Meer, den Suezkanal und das Mittelmeer. Nach der Ankunft an der US Ostküste liefen die drei Zerstörer am 2. Oktober in die Boston Navy Yard ein. Hier unterzog man sie einer erneuten Überholung. Nach mehreren Operationen und Übungen entlang der US Ostküste im Jahre 1954, stach die USS PICKING am 5. Januar 1955 wieder in See und fuhr in die europäischen Gewässer und ins Mittelmeer zur 6. US Flotte. Auf dieser Kreuzfahrt befand sich der Zerstörer unter anderem in Derry, Nordirland. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff an einer Übung, auf der britische Handelsschiffe in einem Konvoi eskortiert werden mussten. Anschließend fuhr der Zerstörer ins Mittelmeer. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Übungen der 6. US Flotte und besuchte mehrere Häfen. Am 26. Mai legte die USS PICKING wieder in ihrem Heimathafen Newport an. Noch im selben Jahr bereitete man den Zerstörer wieder für einen Einsatz im Pazifik vor. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Kriegsschiff am 15. April 1956 im Hafen von Long Beach, Kalifornien an. Man unterzog den Zerstörer einer Überholung und bereitete ihn für den Einsatz im Fernen Osten vor. Am 5. Juni verließ die USS PICKING die kalifornischen Gewässer und gliederte sich in die 7. US Flotte ein. Der Zerstörer beteiligte sich in dieser Zeit auch bei einer Patrouillenfahrt zwischen Taiwan und China. Das Kriegsschiff erreichte am 18. November wieder Long Beach. In den folgenden Monaten beteiligte sich die USS PICKING an Übungen entlang der US Westküste. Am 13. August 1957 verließ der Zerstörer Long Beach und begann eine weitere Kreuzfahrt in den Fernen Osten. Von dort kehrte das Kriegsschiff am 24. Januar 1958 zurück. Sofort begannen nach einer Überholung die Vorbereitungen auf die nächste Fahrt für den Westpazifik Einsatz. Dieser dauerte vom 8. Oktober 1958 bis zum 27. März 1959. In dieser Zeit beteiligte sich die USS PICKING an Operationen einer U-Boot-Jäger Gruppe unter der Leitung des Flugzeugträgers USS YOTKTOWN ( CVS-10 ). Während dieser Einsatzzeit brachte der Zerstörer Notvorräte in die vom Feuer zerstörte japanische Stadt Koniya, Präfektur Kagoshima. Im Herbst 1959 beteiligte sich die USS PICKING an U-Boot Abwehrübungen zusammen mit Kriegsschiffen der kanadischen Royla Navy vor der US Westküste und der kanadischen Küste. Von Januar bis Juni 1960 und von August 1961 bis Februar 1962 führte der Zerstörer zwei weitere Westpazifik Kreuzfahrten durch. Auf dieser zweiten Kreuzfahrt sollte der Zerstörer unter anderem den Flugzeugträger USS TICONDEROGA ( CVA-14 ) sichern. In der Nacht zum 15. Oktober 1961 war ein Nachttraining angesetzt. Die USS PICKING befand sich auf voller Fahrt auf der Steuerbordseite des Flugzeugträgers, dessen Kapitän einen Richtungswechsel nach Steuerbord befahl und alle anderen Schiffe darüber auch in Kenntnis setzte. Der Zerstörer erlitt wenige Sekunden später einen totalen Stromausfall, so dass er einen vorübergehenden Verlust der Lenkkontrolle zu verzeichnen hatte. Das Kriegsschiff prallte mit dem Bug in das Heck des Flugzeugträgers. Auf beiden Schiffen kam kein Mannschaftsmitglied zu Schaden und die USS TICONDEROGA wies kaum Schäden auf. Dafür war der gesamte Bug der USS PICKING nach Backbord verbogen. Der beschädigte Zerstörer konnte aus eigener Kraft bis in die Subic Naval Bay, Manila, Philippinen fahren, wo die notwendigen Reparaturen vorgenommen werden konnten. Während der Kubakrise im Oktober 1962 beteiligte sich die USS PICKING an der Sicherung des Flugzeugträgers USS RANGER ( CVA-61 ) entlang der US Westküste. Der Träger führte intensive Schulungen zur Vorbereitung auf Operationen in Südostasien für das Mannschafts- und Flugpersonal durch. Im November wechselte der Zerstörer an die Ostküste. Hier beteiligte sich der Zerstörer das gesamte Jahr 1963 bei mehreren Operationen und Ausbildungsübungen. Mit Beginn des Jahres 1964 wechselte das Kriegsschiff wieder in den Pazifik und fuhr wieder in den Fernen Osten. Die USS PICKING gliederte sich am 13. März in die 7. US Flotte ein und führte als Reaktion auf den Vorfall im Golf von Tonkin einen Sicherungsdienst vor der vietnamesischen Küste durch. Erst am 2. Oktober kehrte der Zerstörer nach Long Beach zurück. Nach einer umfassenden Überholung und mehreren Ausbildungsfahrten, verließ das Kriegsschiff am 10. Juli 1965 wieder seinen Heimathafen und fuhr in den Westpazifik. Nach einer Patrouillenfahrt vor Taiwan erreichte die USS PICKING am 11. September die Dixie Station vor dem Mekong Delta im Südchinesischen Meer und sicherte vor der Küste Vietnams Flugzeugträger. Außerdem lag der Zerstörer im September und im November vor der südvietnamesischen Küste und beteiligte sich an der Bombardierung feindlicher Stellungen. Noch im November verließ das Kriegsschiff sein Einsatzgebiet und fuhr an die US Westküste zurück. Im Heimathafen Long Beach legte es am 16. Dezember an. In dem Jahr 1966 folgten für die Mannschaft des Zerstörers mehrere Schulungen und das Kriegsschiff nahm an Übungen vor der kalifornischen Küste teil. Am 27. Dezember verließ die USS PICKING erneut den Heimathafen und fuhr wieder in den Westpazifik. Vor der nord- und südvietnamesischen Küste bombardierte der Zerstörer feindliche Militär-, See- und Logistikeinrichtungen. Dabei wurden mehrere Versorgungsboote vor Nordvietnam zerstört und versenkt. Nach dem Einsatz kehrte das Kriegsschiff an die US Westküste zurück und beteiligte sich an den letzten Monaten des Jahres 1967 bei der Anti-U-Boot Ausbildung und an der Bekämpfung von Seezielen. Im Februar 1968 fuhr die USS PICKING zum letzten Mal in den Westpazifik. Am 25. April erreichte der Zerstörer die Yankee Station im Golf von Tonkin und beteiligte sich an der Eskorte von Flugzeugträger, deren Flugzeuge Ziele in Nord- und Südvietnam anflogen. Von dort aus beteiligte sich zwischendurch das Kriegsschiff an dem Beschuss von feindlichen Zielen entlang der vietnamesischen Küste. Der letzte Einsatz im Westpazifik endete am 17. August mit dem Anlegen in Long Beach. Für die USS PICKING folgte bis ins Jahr 1969 der Dienst in der Pazifikflotte. Dabei beteiligte sich der Zerstörer an Übungen und der Seezielbekämpfung entlang der US Westküste. Das Kriegsschiff stellte man am 4. Dezember 1969 in Long Beach außer Dienst und versetzte es am 1. Juni 1970 in der Mare Island Naval Shipyard in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS PICKING ( DD-685 ) strich man am 1. März 1975 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen in der Mare Island Naval Shipyard und der Herrichtung als Seeziel im Juni 1976, wurde der Schiffskörper am 27. Februar 1997 vor der südkalifornischen Küste während einer Seezielübung versenkt.      


USS PICKING ( DD-685 )
Commanding Oficer
 

 CDR Raymond Starr Lamb    21. September 1943 – 12. August 1944 (später RADM)
LCDR Benedict Joseph Semmes, Jr.     12. August 1944 – August 1945 (später VADM)
CDR Charles Thomas Mauro, Jr.       August 1945 – 20. Dezember 1945
Außerdienststellung    20. Dezember 1945 – 26. Januar 1951
CDR Alfred Carter Edwards        26. Januar 1951 – Oktober 1952
CDR George Rodney Warren Jr.    Oktober 1952 – 1955
CDR Michael Phalen Smith     1955 – 1957
CDR Alan Dougall    ? 1957 – 1958
CDR John Joseph Reidy Jr.     1958 – 26. August 1960
CDR James Moody Mason    26. August 1960 – August 1962
CDR Ernest Clyde Connelley Jr.    August 1962 – Juni 1964
CDR Raymond Francis Keough     1965 – 1967
CDR John H. McAlroy    ? 1967 – 22. Oktober 1969
CDR Jack Herbert Mosman   22. Oktober 1969 – 4. Dezember 1969

USS CHARLES J BADGER ( DD-657 )

USS CHARLES J BADGER ( DD-657 )

Biografie

Charles Johnston Badger
* 6. August 1853 in Rockville, Maryland
† 7. September 1932
war ein Offizier in der US Navy und diente im Spanisch Amerikanischen Krieg und im Ersten Weltkrieg

Charles Johnston Badger ist der Sohn von Commodore Oscar Charles Badger ( 12. August 1823 – 20. Juni 1899 ) und Margaret M Johnston Badger ( 1830 – 4. Mai 1908 ) sowie der Cousin von Marineminister George Edmund Badger ( 17. April 1795 – 11. Mai 1866 ). Im Jahre 1873 beendete Badger sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Am 4. Oktober 1882 heiratete er Sophia Jane Champlin Badger ( 1. Dezember 1860 – 10. Juni 1923 ). Badger diente während des Spanisch Amerikanischen Krieges an Bord des Geschützten Kreuzers USS CINCINNATI ( C-7 ). Den Geschützten Kreuzer USS NEWARK ( C-1 ) kommandierte Captain Badger von 1904 bis zum 9. November 1906. Und den Kreuzer USS CHICAGO ( 1885 ) anschließend bis 1907. Badger wechselte wieder an Land und war von 1907 bis 1909 der Superintendent der US Naval Academy. Anschließend übernahm er von 1909 bis 1911 das Kommando über das Schlachtschiff USS KANSAS ( BB-21 ). Den Höhepunkt seiner Karriere erlebte er im Rang eines Rear Admirals zu dem er 1911 ernannt worden war. Man übertrug ihm da das Kommando über die 2. Division der Atlantikflotte und von Januar 1913 bis September 1914 erhielt er das Kommando über die Atlantikflotte. Die Distinguished Services Medal verlieh man Badger für seine Verdienste als Verwaltungsrats Vorsitzender der US Navy während des Ersten Weltkriegs. Im Jahre 1921 trat Badger aus dem aktiven Dienst zurück. Am 7. September 1932 verstarb er. Er wurde auf dem Arlington Nationalfriedhof im Abschnitt 2 begraben wo alle Familienmitglieder der Familie Badger ruhen. In diesem Abschnitt liegt auch der Sohn von Charles Johnston Badger, Voll Admiral Oscar Charles Badger II ( 26. Juni 1890 – 30. November 1958 ).

Charles Johnston Badger und Sophia Jane Champlin Badger hatten zwei Kinder.
Elizabeth Champlin Badger Bryan ( 28. September 1883 in Boston, Massachusetts – 1. Mai 1966 in Meriden, New Haven County, Connecticut ) war mit Rear Admiral Henry Francis Bryan ( 3. Mai 1865 in Cincinnati, Hamilton County, Ohio – 19. März 1944 in Meriden, Connecticut ) verheiratet. Er war der 17. Gouverneur von amerikanischen Samoa vom 17. März 1925 – 9. September 1927.
Admiral Oscar Charles Badger II ( 26. Juni 1890 – 30. November 1958 ) war mit Isabelle Austen Badger ( 19. September 1895 – 14. Dezember 1980 ) verheiratet.


USS CHARLES J BADGER ( DD-657 )

Schiffsbiografie

 

Die USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Charles Johnston Badger benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertachtundzwanzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Company in Staten Island, New York wurde am 24. September 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Isabelle Austen Badger ( 19. September 1895 – 14. Dezember 1980 ), Ehefrau von Rear Admiral Oscar Charles Badger II ( 26. Juni 1890 – 30. November 1958 ), Sohn von Rear Admiral Charles Johnston Badger, taufte am 3. April 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander William Goodwin Cooper ( 22. Juli 1903 – 3. März 1971 ) stellte am 23. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Zerstörer bis zu der amerikanischen Marinestation bei den Bermudas führte, rüstete man im Hafen von New York das Schiff für seinen kommenden Einsatz im Pazifik aus. Nach der Durchquerung des Panamakanals fuhr der Zerstörer nach San Francisco, Kalifornien. Dort legte das Schiff am 30. November an. Doch schon am folgenden Tag stach die USS CHARLES J BADGER wieder in See und fuhr nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dort erhielt Commander William Goodwin Cooper den Befehl mit dem Zerstörer nach Adak Island, Alaska zu fahren und sich dort in die Task Force 94 einzugliedern. Am 10. Dezember legte der Zerstörer in Pearl Harbor ab und erreichte sieben Tage später Adak. Die Task Force 94 kommandierte die Rear Admiral Wilder DuPuy Baker ( 22. Juli 1890 – 10. November 1975 ). In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ) und die Zerstörer USS CHARLES J BADGER, USS LUCE ( DD-522 ), USS CUMMINGS ( DD-365 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS YOUNG ( DD-580 ), USS KIMBERLY ( DD-521 ) und USS ISHERWOOD ( DD-520 ). In diesen nördlichen Gewässern sollte die USS CHARLES J BADGER Patrouille fahren und Anti-U-Boot Pflichten vor Attu, Alaska übernehmen. Diese Pflichten wurden ab dem 1. März 1944 unterbrochen. Von der Massacre Bay, Attu aus fuhr die USS LUCE zusammen mit den Schiffen der Task Group 94.6 nach Paramuschir in den nördlichen Kurilen. Diese TG 94.6 befehligte Rear Admiral Wilder DuPuy Baker. In der TG befand sich der Leichte Kreuzer USS RICHMOND und die Zerstörer USS CHARLES J BADGER, USS LUCE, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER, USS SPROSTON, USS WICKES,USS YOUNG,USS KIMBERLY und USS ISHERWOOD. In der Nacht vom 3. zum 4. März beteiligte sich die USS CHARLES J BADGER an dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen bei Suribachi Wan und Kurabi Saki auf Paramushiru. Dieser Angriff kam für die japanischen Verteidiger völlig unerwartet. In der Nacht vom 4. zum 5. März gerieten die Schiffe der TG 94.6 vor den Kurilen in schweres Wetter und mussten abdrehen. Die USS RICHMOND, USS LUCE, USS KIMBERLY, USS ISHERWOOD, USS SPROSTON, USS WICKES, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER und USS YOUNG wurden dabei beschädigt. Am 5. März liefen die Schiffe der TG 94.6 im Hafen von Attu wieder ein. Die USS CHARLES J BADGER begann von hier aus wieder mit ihren Patrouillenfahrten in den nördlichen Gewässern. Ende Mai zog man die Kriegsschiffe für die Task Force 94 wieder zusammen. Rear Admiral Ernest Gregor Small ( 5. November 1888 – 27. Dezember 1944 ) befehligte diesmal diese TF. In diesem Verband befanden sich die Schweren Kreuzer USS CHESTER ( CA-27 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und die Zerstörer USS CHARLES J BADGER, USS LUCE, USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER, USS SPROSTON, USS WICKES und USS YOUNG. Am 24. Mai verließen diese Schiffe Attu und begannen am Morgen des 26. Mai ein Bombardement auf japanische Stellungen auf Paramushiru aus der nördlichen Inselgruppe und anschließend Matsua aus der zentralen Inselgruppe. Die Schiffe der TF 94 kehrten kurz danach in die Kulak Bay, Attu zurück. Dort bereitete man sie auf den folgenden Einsatz in den Kurilen vor. Am 10. Juni verließen sie wieder Attu und fuhren zu der Inselgruppe der zentralen Kurilen. Hier bombardierten sie ab dem 13. Juni wieder japanische Stellungen auf Matsua und anderen Inseln dieser Gruppe. Erst am 24. Juni legten sie wieder in der Kulak Bay an. Hier füllte man die Munitionsvorräte und die Brennstofftanks. Zwei Tage später legten die Schiffe der TF wieder ab und fuhren zu der Kurilen Insel Paramushiru. Dort beschossen sie feindliche Stellungen. Schon am 28. Juni kehrten die Schiffe der TF in die Kulak Bay zurück. Von hier aus übernahm die USS CHARLES J BADGER wieder ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln der Aleuten. Anfang August legte der Zerstörer in Attu an und wurde für die Fahrt nach Pearl Harbor vorbereitet. Am 8. August stach die USS CHARLES J BADGER in See und fuhr über San Francisco, Kalifornien zu der Hawaiianischen Inselgruppe. Hier bereitete man den Zerstörer auf die kommenden Einsätze vor. Das Schiff eskortierte Versorgungsschiffe von Pearl Harbor zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. Hier versetzte man das Schiff in die Task Force 77 die Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 – 17. November 1972 ) während der Operation „King II“ befehligte. Innerhalb dieser TF befanden sich die Zerstörer USS CHARLES J BADGER, USS ISHERWOOD, USS LANG ( DD-399 ), USS DALY ( DD-519 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS McDONOUGH ( DD-351 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS ERBEN ( DD-631 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) und waren zur freien Verfügung innerhalb der TF 77. Am 14. Oktober legten die Schiffe der TF 77 im Seeadler Harbor ab. Die USS CHARLES J BADGER eskortierte dabei mehrere Angriffstransportschiffe bis nach Leyte. Während die Angriffsbemühungen der Alliierten ab dem 20. Oktober voll im Gange waren, befand sich die USS CHARLES J BADGER in Dulag, Leyte auf Reede, bei den dort liegenden Landungsschiffen und sicherte diese vor japanischen Luftangriffen. Nach dem Entladen der Landungsschiffe, eskortierte der Zerstörer diese zu der Schouten Insel Noemfoor Island, Neuguinea. Im Seeadler Harbor legten die Schiffe dann am 1. November an. Von hier aus wechselte die USS WICKES Neuguinea. Hier integrierte man den Zerstörer zusammen mit den Zerstörern USS WICKES und USS LUCE in die Task Group 79.15. Die drei Kriegsschiffe eskortierten ab dem 4. November Truppentransporter und Frachtschiffe als Nachschub nach Leyte, die auf der Insel beladen worden waren. Der Schiffskonvoi traf am 18. November ein. Die Truppentransporter und Frachtschiffe wurden sofort entladen. Gleich danach verließen die Schiffe der TG 79.15 die philippinische Insel und fuhren nach Manus Island. Hier trafen sie am 25. November ein. Drei Tage später verließ die USS CHARLES J BADGER wieder den Seeadler Harbour und fuhr nach Torokina, Bougainville, Salomonen. Auf dem Weg dorthin eskortierte das Kriegsschiff zusammen mit der USS WICKES und USS LUCE Truppentransportschiffe der Transport Division 38. Die Zerstörer beteiligten sich an der Eskorte dieser Transportschiffe zuerst nach Finschhafen. Die Schiffe liefen am 29. November in diesen Hafen ein. Hier mussten sich noch weitere Truppen an Bord der Truppentransporter einschiffen. Dann ging die Fahrt weiter und man legte am 1. Dezember im Hafen von Torokina, Kaiserin Augusta Bay an. Die USS CHARLES J BADGER und die beiden anderen Zerstörer blieben bis zum 15. Dezember in den Gewässern vor der Kaiserin Augusta Bay und patrouillierten dort. Am nächsten Tag begann die Fahrt nach Manus Island. Auf dem Weg dorthin beteiligten sich alle drei Kriegsschiffe im Huon Golf, Neuguinea an einer amphibische Landungsübung, die zur Vorbereitung auf die Landungen im Lingayen Golf galt. Am 21. Dezember legte der Schiffsverband im Seeadler Harbour an. Hier verbrachten die Schiffsbesatzungen das Weihnachtsfest und füllten alle Bunker auf den Kriegsschiffen nach den logistischen Anforderungen auf. Man integrierte die USS CHARLES J BADGER in die Task Force 77. Der Zerstörer sollte sich an der Sicherung der Gewässer vor der philippinischen Insel Luzon beteiligen und auf Anti-U-Boot Patrouille gehen. Am 27. Dezember verließ das Kriegsschiff, zusammen mit anderen Task Groups, den Seeadler Harbour und begann mit seiner Operation. Dazu durchquerte das Schiff den Golf von Leyte, die Surigao Straße, die Mindoro See und die Sulu See bis zum Lingayen Golf. Während der Fahrt wurden die Kriegsschiffe fast ununterbrochen am Tag und in der Nacht von Kamikazepiloten angegriffen. Aber selbst diese verzweifelten Versuche, die bevorstehende Invasion abzuwenden, konnten die riesige Angriffsflotte aber nicht aufhalten. Ab dem 9. Januar 1945 begann die Landeoperation. Die USS CHARLES J BADGER rief man am 11. Januar zur Unterstützung des schwer angeschlagenen Geleitflugzeugträgers USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), der am 8. Januar von einer Kamikazemaschine und einer Bombe getroffen worden war und die Maschineningenieure verzweifelt versuchten wieder Dampf in die Kessel zu bekommen. Dann konnte das Kriegsschiff wenigstens mit 8 Knoten aus eigener Kraft den Kampfplatz verlassen. Ständig waren Flugzeuge des Trägers in der Luft und sicherten das Kriegsschiff. Nicht ganz 450 Seemeilen lagen vor dem Geleitflugzeugträger bis in die San Pedro Bay auf Leyte. An diesem 11. Januar startete auch LT (jg) James A. Jones (USNR) aus der VC-91 Staffel mit seiner Wildcat ( BuNo 73623 ) zur Luftsicherung. Der Pilot hatte seine Einsatzhöhe noch nicht erreicht, das begann das Flugzeug auch schon zu trudeln. Er bekam es nicht unter Kontrolle und musste es verlassen. Die Mannschaft der USS CHARLES J BADGER rettete den Piloten aus dem Wasser. Die USS KITKUN BAY erreichte zusammen mit dem Zerstörer am 15. Januar die San Pedro Bay. Hier nahm man erste Reparaturen an dem Kriegsschiff vor. In den Gewässern der philippinischen Insel Leyte patrouillierte die USS CHARLES J BADGER dann bis zum 25. Januar. An diesem Tage vervollständigte man die Bunker mit Munition und Treibstoff auf dem Zerstörer und gliederte ihn in die Task Group 78.3 ein die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 in Portland, Oregon – 1. Mai 1983 Chevy Chase, Montgomery County, Maryland ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS CHARLES J BADGER, USS YOUNG, USS LUCE, USS SPROSTON, USS WICKES, USS PICKING und USS NICHOLAS ( DD-449 ), die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ) und ein weiterer, die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und hatten nur geringen Widerstand zu brechen und forderten daher in den beiden folgenden Tagen kein Bombardement an. Am 30. Januar erfolgte eine weitere Landeoperation, diesmal auf Grande Island in der Subic Bay, durch die Soldaten der 38. Infanteriedivision. Die USS CHARLES J BADGER stand für den Beschuss des Küstengebietes in Bereitschaft wurde aber nicht benötigt. Daher verließ der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS WICKES und USS LUCE das Einsatzgebiet und eskortierte ab dem 2. Februar mehrere Nachschubkonvois zwischen der San Pedro Bay und der Subic Bay und zurück. Die beiden Schweren Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) werden von den drei Zerstörern zwischen dem 2. und dem 5. März bis zu dem Atoll Ulithi, Karolinen eskortiert. Nach der Rückkehr der Zerstörer in die philippinischen Gewässer, nahmen sie ihre Eskortierpflichten wieder auf. Man versetzte dann die USS CHARLES J BADGER in die Task Group 51.1, der Western Islands Attack Group, die Rear Admiral Ingolf Norman Kiland ( 26. März 1895 – 10. März 1992 ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In dieser TG befanden sich zwei Kreuzer, die Zerstörer USS CHARLES J BADGER, USS LUCE, USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING, USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY und USS O´BRIEN ( DD-725 ), die Geleitzerstörer USS STERN ( DE-187 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS ABERCROMBIE ( DE-343 ) und USS OBERRENDER ( DE-344 ), die Schnellen Truppentransporter USS DICKERSON ( APD-21 ), USS KINZER ( APD-91 ), USS DANIEL T GRIFFIN ( APD-38 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS HERBERT ( APD-22 ), die Angriffstransportschiffe USS ST MARY´s ( APA-126 ) und USS MOUNTRAIL ( APA-213 ), zwölf Mittlere Infanterielandungsfahrzeuge, vierundzwanzig Große Infanterielandungsfahrzeuge und zwölf Mittlere Landungsschiffe. Am 24. März verließen alle diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den Kerama Retto Inseln, die unbedingt für den reibungslosen Nachschub sowie der Reparatur von defekten Kriegsschiffen benötigt wurden. Die Kriegsschiffe erreichten diese am 26. März, was die Japaner völlig überraschte. An diesem Tag begannen auch die Landungen auf den Inseln, die aber nicht all zu stark von feindlichen Kräften besetzt waren. Ab dem 1. April begann die gewaltige Landeoperation auf Okinawa. Von diesem Tag an versuchten sich die japanischen Piloten mit ihren Flugzeugen ohne Kompromisse auf amerikanische Schiffe zu stürzen. Die Geschützmannschaften der USS CHARLES J BADGER konnten während eines solchen Luftangriffs ein Kamikazeflugzeug vor dem Erreichen des Ziels abschießen. Sobald die Landungen auf Okinawa begannen, nahm der Zerstörer seine vorgegebene Position an der Südflanke der Landungsschiffe ein. Am 7. April gliederte man die USS CHARLES J BADGER in eine Kampfgruppe ein, die der letzten verbliebenen japanischen Seestreitmacht entgegenfahren sollte. Die Japaner hatten dabei noch das Schlachtschiff IJN YAMATO, das nur noch Brennstoff für die Fahrt nach Okinawa besaß, der Leichte Kreuzer IJN YAHAGI und die Zerstörer IJN ISOKAZE, IJN HAMAKAZE, IJN YUKIKAZE, IJN ASASHIMO, IJN HATSUSHIMO, IJN KASUMI, IJN FUYUZUKI und IJN SUZUZUKI. Die Fahrt dieser Schiffe sollte sie nach Okinawa führen. Doch schon unterwegs wurde die japanische Flotte von insgesamt 386 amerikanischen Trägerflugzeugen in mehreren Wellen und über zwei Stunden lang angegriffen. Die IJN YAMATO erhielt insgesamt 13 Torpedotreffer sowie 8 schwere Bombentreffer und zahlreiche Nahtreffer. Das Schlachtschiff sank um 14:23 Uhr Ortszeit und wurde durch die Explosion der eigenen Munition in den Magazinen der vorderen Hauptgeschützen in zwei Teile zerrissen. Insgesamt 2.498 Besatzungsmitglieder des Schlachtschiffes fanden den Tod. Nur 269 japanische Seeleute konnten gerettet werden. Mit dem Schlachtschiff ging dann auch der Leichte Kreuzer und vier Zerstörer unter. Die amerikanischen Kriegsschiffe brauchten in diesen ungleichen Kampf nicht eingreifen. Die USS CHARLES J BADGER fuhr nun entlang der Westküste Okinawas nach Süden und sollte ihre Feuerunterstützung für die Landungstruppen wieder aufnehmen. Am frühen Morgen des 9. April, der Zerstörer lag ungefähr sechs Seemeilen nordwestlich von Naha City, Okinawa auf ihrer Feuerstation, da raste ein Shinjo Boot, vollgepackt mit Sprengstoff, auf das Kriegsschiff zu. Die Explosion erschütterte den Zerstörer in seinen Grundfesten. Ein großes Stück der Schiffshaut wurde aufgesprengt. Die Motoren fielen aus durch das eindringende Wasser. Ein Schlepper nahm das beschädigte Schiff ins Schlepptau und brachte es zu den Kerama Retto Inseln. Hier erfolgten erste Reparaturen. Nachdem das Kriegsschiff wieder fahrtüchtig war, kehrte es nach Okinawa zurück. Hier hatte es am 20. Mai einen Kontakt mit einem Einmann-Selbstmord – U-Boot, das noch rechtzeitig vernichtet werden konnte. Die USS CHARLES J BADGER fuhr für einige Untersuchungen nach der Explosion des Mini U-Bootes wieder zu den Kerama Retto Inseln. Hier entschied man, dass der Zerstörer für weitere Reparaturen an die US Westküste fahren sollte, nachdem am 30. Juni offiziell die Kämpfe um Okinawa für beendet erklärt worden waren. Der Zerstörer fuhr über die Atolle Ulithi und Eniwetok, Marshall Islands nach Pearl Harbor und von dort aus nach Bremerton, Washington. Hier traf das Kriegsschiff am 1. August ein. Während der Reparaturen wurde der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans am 15. August beendet. Nach Abschluss der Arbeiten wechselte die USS CHARLES J BADGER zur Vorbereitung auf die Inaktivität nach Long Beach, Kalifornien. Hier stellte man den Zerstörer am 21. Mai 1946 außer Dienst.
Nach den ausgebrochenen Feindseligkeiten auf der koreanischen Halbinsel, am 25. Juni 1950, stellte man die USS CHARLES J BADGER am 10. September 1951 wieder in den Dienst der US Navy. Commander Hugh Marston Robinson ( 31. Januar 1916 in Springfield, Hampden County, Massachusetts – 13. Juli 2013 in Pennsylvania ) übernahm das Kommando über den Zerstörer. Die erste Ausbildung der Besatzung wurde in den Gewässern vor San Diego durchgeführt. Anschließend fuhr das Kriegsschiff zum Panamakanal, durchquerte diesen und legte im Februar 1952 im neuen Heimathafen Newport, Rhode Island an. Von dieser Basis aus operierte die USS CHARLES J BADGER entlang der US Ostküste und in der Karibik. Außerdem bildete man an Bord des Zerstörers Mannschaften für andere Zerstörer aus. Die erste Atlantiküberquerung des Kriegsschiffes erfolgte vom 9. Juni bis zum 23. Juli 1953. Die USS CHARLES J BADGER eskortierte dabei zwei Flugzeugträger zusammen mit einem weiteren Zerstörer bis nach Portsmouth, England. Am 7. Dezember begann der Zerstörer mit seiner ersten Weltumrundung. An diesem Tag stach das Kriegsschiff von Newport aus in See und fuhr in den Golf von Mexiko. Erneut durchquerte die USS CHARLES J BADGER den Panamakanal und fuhr für Patrouillenfahrten zur koreanischen Halbinsel. Anschließend operierte der Zerstörer in der Formosastraße. Das Kriegsschiff eskortierte Truppentransporter, auf denen sich chinesische Nationalisten befanden, die sich in Inchon eingeschifft hatten und unbedingt nach Formosa wollten. Diese waren bis dahin in Kriegsgefangenschaft der kommunistischen Chinesen. Das Kriegsschiff nahm am 22. Mai 1954 an Schulungsmaßnahmen in japanischen Gewässern teil, um danach die Weltumfahrung zusammen mit den Schwesterschiffen USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS HEERMANN ( DD-532 ) und USS STOCKHAM ( DD-683 ) fortzuführen. Auf dem Weg an die US Ostküste wurden die Häfen von Hongkong, Singapur, Colombo, Aden, der Durchquerung des Suezkanals, Port Said, Neapel, Villefranche-sur-Mar und Lissabon besucht. Am 17. Juli legte das Kriegsschiff in Newport wieder an. Die USS CHARLES J BADGER absolvierte noch zwei Kreuzfahrten zur 6. US Flotte ins Mittelmeer. Das war von Anfang bis Mitte 1956 und von Ende 1956 bis Anfang 1957. Während dieser beiden Kreuzfahrten patrouillierte der Zerstörer vor dem Suezkanal, wegen dem es zu internationalen Spannungen zwischen Ägypten und Frankreich, Großbritannien und Israel kam. Das Kriegsschiff wechselte noch im selben Jahr nach Boston, Massachusetts. Hier stellte man es am 20. Dezember 1957 außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ) strich man am 1. Februar 1974 von der US Navy – Liste. Am 10. Mai 1974 verkaufte man den Zerstörer an die chilenische Marine. Diese benötigte es zur Ersatzteilgewinnung für andere Zerstörer dieser Klasse.


USS CHARLES J BADGER ( DD-657 )
Commanding Oficer
 

CDR William Goodwin Cooper    23. Juli 1943 – 18. April 1944 (später VADM)
LCDR John Henderson Cotten     18. April 1944 – 26. August 1945
LT John Dandridge Henley Kane Jr.    26. August 1945 – 22. September 1945
LCDR David Lombard Harris      22. September 1945 – 10. Mai 1946
Außerdienststellung   10. Mai 1946 – 10. September 1951
CDR Hugh Marston Robinson    10. September 1951 – ?
CDR John Corbett Borden    Oktober 1951 – Januar 1953
CDR Audley Hill McCain    1956 – 20. Dezember 1957

USS WICKES ( DD-75 )

USS WICKES ( DD-75 )

Biografie

Lambert Wickes
* 1735 in Kent County, Maryland
† 1. Oktober 1777 bei den Grand Banks, Neufundland
war ein Captain in der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

Das Haus seiner Familie stand auf Eastern Neck Island. Vor der amerikanischen Revolution war Lambert Wickes Kapitän auf den Handelsschiffen NEPTUN und CERES. Am 28. März 1776 kaufte der Continental Congress eine sechzehn Kanonen führende Brigg und benannte sie in USS REPRISAL ( 1776 ). Im Mai des gleichen Jahres übertrug man Wickes das Kommando über diese Brigg und schickte ihn später in die Schlacht gegen die britische Fregatte HMS ROEBUCK die im Delaware River kreuzte. Lambert Wickes wurde dabei auf der Dienstalters – Liste der Continantal Navy auf Rang 11 geführt. Am 10. Juni 1776 trat der Ausschuss der geheimen Korrespondenz des Kongresses zusammen und übertrug Wickes nach Absprache mit dem Navy Ausschuss den Auftrag mit der USS REPRISAL nach Martinique zu segeln um dort Munition für die Armeen George Washington zu kaufen und gleichzeitig den Passagier William Bingham ( 8. April 1752 – 6. Februar 1804 ) nach Martinique zu bringen der ein Agent der amerikanischen Kolonien war. In der zweiten Junihälfte ließ Wickes die Leinen lösen im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania um über den Delaware River den Atlantischen Ozean zu erreichen. Doch noch bevor die US REPRISAL am 29. Juni den Ozean erreicht hatte, erspähte man im dichten Nebel die amerikanische Brigg USS NANCY ( 1775 ) die Captain Hugh Montgomery kommandierte und aus St. Croix und St. Thomas zurückkehrte. Das Schiff hatte 386 Fässer mit Schießpulver für die amerikanische Armee geladen. Am Horizont erblickte Wickes die Wimpel der britischen Kriegsschaluppen HMS KINGFISHER ( 1770 ) und der Fregatte HMS ORPHEUS ( 1773 ) die der amerikanischen Brigg nachjagten. Captain Montgomery ließ sein Schiff in Ufernähe auf Grund auflaufen um das kostbare Schießpulver von seiner Crew ausladen zu lassen. Captain Wickes ließ sein Schiff bei der Brigg beidrehen um mit seiner Mannschaft bei der Entladung zu helfen. In diesem Augenblick erschien die amerikanische Brigantine USS LEXINGTON ( 1776 ) die unter dem Kommando von Captain John Barry ( 25. März 1745 – 13. September 1803 ) stand. Er übernahm umgehend das Kommando über die Entladung der USS NANCY. Barry ließ von seiner Mannschaft ebenfalls Boote zu Wasser lassen die sie besetzen, um zum einen bei der Bergung des Schießpulvers zu helfen und zum anderen die Briten abzulenken da diese einen größeren Tiefgang hatten und sich nicht in Ufernähe trauten jedoch mit ihren Kanonen auf die USS NANCY schossen. Nachdem am späten Morgen des 29. Juni 286 Fässer Schießpulvers von der USS NANCY geborgen worden waren, ließ Captain Barry an die restlichen Fässer auf der Brigg eine Lunte legen. Diese bestand aus dem Großsegel in dem fünfzig Pfund Schießpulver eingewickelt waren. Der Crew der USS NANCY befahl er die Segel zu setzen, das Schiff zu wenden und in Richtung der britischen Schiffe segeln zu lassen. Bis auf einen Matrosen kehrte die Crew der USS NANCY an Land zurück um die Fässer zu bewachen. Alle anderen Mannschaften begaben sich wieder an Bord ihrer Schiffe und sollten sich in Sicherheit bringen. Dabei wurde der Bruder von Captain Wickes, Third Lieutenant Richard Wickes ( gestorben 29. Juni 1776 ), von einer britischen Kanonenkugel getötet. Der letzte Matrose auf der USS NANCY enterte den Mast auf der Brigg auf und entfernte dort die amerikanische Flagge. Für die Briten war das das Zeichen, das die Amerikaner kapitulieren würden. Sie hatten keine Ahnung was auf der Brigg vor sich gegangen war. Die schon angezündete Lunte brannte vom Deck aus bis in den Lagerraum wo die restlichen Pulverfässer standen. Mit einem Langboot wollten sechs britische Seeleute die USS NANCY entern nachdem sich das amerikanische Schiff inmitten der britischen Schiffe befand. In diesem Augenblick erreichte das Feuer der Lunte das Schießpulver. Der Explosionspilz war in einer Entfernung von vielen Meilen noch zu sehen. Die britischen Seeleute auf dem Langboot wurden durch die Druckwelle hinweggefegt und starben noch bevor sie begriffen was geschehen war. Auf den britischen Schiffen wurden mehrere Seeleute durch umherfliegende Trümmer getötet oder über Bord geschleudert. Captain Wickes verließ mit der USS REPRISAL am 3. Juli endgültig die Delaware Capes um seinen Auftrag auszuführen. Er kreuzte im Juli vor den Westindischen Inseln und brachte mehrere Prisen auf. Vor der Insel Martinique kam es dann am 27. Juli zu einer unvorhergesehenen Begegnung mit der Kriegsschaluppe HMS SHARK ( 1776 ) wobei beide Schiffe mehrere Breitseiten aufeinander abfeuerten. Captain Wickes schaffte es sich mit seinem Schiff von der HMS SHARK zu lösen und flüchtete ohne nennenswerten Schaden in den Hafen von Martinique. Am 13. September kehrte er wieder nach Philadelphia zurück. Im folgenden Monat, am 24. Oktober 1776, kamen Benjamin Franklin ( 17. Januar 1706 – 17. April 1790 ) sowie sein sechzehnjähriger Enkel William Temple Franklin ( 1762 – 25. Mai 1823 ) an Bord der USS REPRISAL als Passagiere. Benjamin Franklin war zum amerikanischen Botschafter in Frankreich ernannt worden. Sein Enkel war sein persönlicher Sekretär. Auf der Reise nach Europa konnte Captain Wickes zwei britische Briggs aufbringen und erreichte am 29. November Nantes, Frankreich wo seine beiden Passagiere von Bord gingen. Im Januar 1777 ließ Wickes die Segel von der USS REPRISAL setzen, um eine Kreuzfahrt im Golf von Biscaya und in der Mündung des Ärmelkanals auf der Jagd nach britischen Schiffen durchzuführen. Schon am 5. Februar stieß man dabei auf ein britisches Paketboot das Depeschen zwischen Großbritannien und dem verbündeten Portugal transportierte. Nach einem harten 40-minütigem Kampf ergaben sich die Briten. Auf der Seite der Amerikaner wurden zwei Offiziere schwer verletzt und ein Matrose getötet. In den weiteren Wochen dieser Kreuzfahrt gegen die britische Schifffahrt, brachte Captain Wickes noch weitere fünf Prisen auf die er im Hafen von Port Louis, Mauritius zurückließ. Von Mauritius segelte er mit der USS REPRISAL in den Hafen von Lorient, Frankreich wo er aber von den französischen Hafenbehörden und der französischen Regierung auf Druck Großbritanniens angewiesen wurde den Hafen innerhalb von vierundzwanzig Stunden zu verlassen. Captain Wickes behauptete jedoch, dass sein Schiff unterhalb der Wasserlinie ein Leck habe was unbedingt repariert werden musste. Dadurch konnte er Zeit gewinnen und die Absichten der französischen Regierung mehrfach durchkreuzen. Im April 1777 erreichten die amerikanischen Brigantinen USS LEXINGTON und USS DOLPHIN ( 1777 ) die Küste Frankreichs. Dort vereinten sie sich mit der USS REPRISAL zu einem Geschwader das unter dem Kommando von Captain Wickes stand. Am 28. Mai wurden die Segel gesetzt und das Geschwader segelte von St. Auzeau aus zur Irischen See. Dort kreuzten die drei amerikanischen Schiffe von Juni bis August. In dieser Zeit nahmen sie innerhalb von fünf Tagen fünfzehn britische Schiffe gefangen. Captain Wickes verließ am 14. September mit der USS REPRISAL Frankreich wo er die USS DOLPHIN wegen Reparaturarbeiten zurücklassen musste. Sein Ziel war Philadelphia. Am 1. Oktober 1777 erreichte die Brigg die Grand Banks bei Neufundland. Dort lief das Schiff auf ein Riff auf und versank augenblicklich in den eisigen Fluten. Von den 129 Besatzungsmitgliedern konnte sich nur der Koch retten.

Zu Ehren von Captain Lambert Wickes wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS WICKES ( DD-75 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS WICKES ( DD-578 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS WICKES ( DD-75 )

Schiffsbiografie

Die USS WICKES ( DD-75 ) war das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Captain Lambert Wickes benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das erste Schiff der WICKES – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 26. Juni 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Ann Elizabeth Young Wickes, Tochter von Dr. Walter Wickes, einem Nachkommen von Captain Lambert Wickes, taufte am 25. Juni 1918 den Zerstörer. Lieutenant Commander John Sherman Barleon ( 12. August 1883 in McArthur, Vinton County, Ohio – 19. August 1966 ) stellte am 31. Juli 1918 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach einer verkürzten Erprobungs- und Ausbildungsfahrt legte die USS WICKES am 5. August im Hafen von Boston, Massachusetts ab und fuhr nach New York City. Dort legte der Zerstörer drei Tage später an. Noch am selben Tag stach das Kriegsschiff aber wieder in See und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen einen Schiffskonvoi, bestehend aus Handelsschiffen zur Versorgung Großbritanniens, bis zu den britischen Inseln. Die USS WICKES trennte sich aber am 19. August von dem Konvoi und lief in den Hafen von Queenstown, Irland ein. Am folgenden Tag stach der Zerstörer wieder in See und fuhr zu den Azoren. Im Hafen von Ponta Delgada warteten Passagiere und Post auf die Weiterbeförderung nach New York. Das Kriegsschiff eskortierte dann entlang der US Ostküste Schiffskonvois. Am 7. Oktober legte der Zerstörer in New York ab und sollte nach Nova Scotia, Neufundland, Kanada fahren. Von dort aus sollte ein Schiffskonvoi eskortiert werden. Aber auf der Fahrt nach Norden erkrankte die Besatzung des Kriegsschiffes an der Influenza. Gleich nach der Ankunft der USS WICKES in Halifax, wurden 30 Besatzungsmitglieder, einschließlich der Kommandant des Schiffes, ins Krankenhaus an Land gebracht. Bald ließ der Ausbruch der Grippe auf dem Zerstörer nach und es zeigte kein weiteres Besatzungsmitglied die bekannten Symptome. Die genesenen Besatzungsmitglieder kehrten auf das Kriegsschiff zurück und der normale Dienst konnte wieder aufgenommen werden. Aber das Pech verfolgte den Zerstörer weiter. Am 23. Oktober stach das Kriegsschiff um 17:48 Uhr in See und verließ New York. Die USS WICKES sollte zusammen mit dem Panzerkreuzer USS PUEBLO ( ACR-7 ) einen Schiffkonvoi zu den britischen Inseln eskortieren, der schon ausgelaufen war. Um 21:04 Uhr befand sich ein unbekanntes Schiff auf Kollisionskurs zu dem Zerstörer. Das Kriegsschiff änderte umgehend den Kurs und Licht wurde eingeschaltet. Aber das entgegenkommende Schiff blieb auf Kollisionskurs. Da befahl LCDR Barleon die USS WICKES mit voller Geschwindigkeit nach achtern zu drehen. Um 21:10 Uhr, sechs Minuten nach der ersten Sichtung des nicht identifizierten Schiffes, prallte der Bug dieses Schiffes gegen die Backbordseite den Zerstörer und verursachte großen Schaden. Es gab keine personellen Verluste und das in den Zerstörer eindringende Wasser konnte durch ein Schott aufgehalten werden. Das nicht identifizierte Schiff fuhr unbeirrt weiter und verschwand in der Nacht. Um 21:12 Uhr stoppte man auf der USS WICKES die Motoren und begann mit der Sichtung des Schadens. Anschließend machte man sich auf den Weg in die New York Naval Shipyard, wo der Zerstörer am 24. Oktober um 4:53 Uhr einlief. Während das Kriegsschiff repariert wurde, erfolgte am 11. November 1918 die Unterzeichnung des Waffenstillstandes und der Erste Weltkrieg war beendet. US Präsident Thomas Woodrow Wilson begab sich an Bord des Truppentransportschiffes USS GEORGE WASHINGTON ( ID- 3018 ). Das Schiff legte am 4. Dezember in New York ab und fuhr nach Brest, Frankreich. Wilson wollte zu den Pariser Friedensverhandlungen. Die USS WICKES gehörte so wie das Schlachtschiff USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und neun weitere Zerstörer zu den Begleitschiffen. In den französischen Gewässern stießen am 13. Dezember noch neun weitere Schlachtschiffe und achtzehn Zerstörer dazu. Wenige Tage nach der Ankunft in Brest, verließ die USS WICKES die französischen Gewässer und fuhr in die nordeuropäischen Gewässer. Dabei wurde ein Besuch in den Häfen von Hamburg, Stettin und Harwich, England durchgeführt. Während dieser Kreuzfahrt kollidierte der Zerstörer am 3. März 1919 im Hafen von Hamburg mit dem deutschen Handelsschiff LJUNSE ELF. Nach den Reparaturen fuhr das Kriegsschiff wieder nach Brest und legte dort im Juni an. US Präsident Wilson verließ am 8. Juli auf der USS GEORGE WASHINGTON die europäischen Gewässer. Die USS WICKES gehörte zur Eskorte, die den Truppentransporter sicher bis nach New York brachte. Gleich nach der Rückkehr an die amerikanische Küste integrierte man den Zerstörer in das
Geschwader 4 der Destroyer Force und sollte sich der Pazifikflotte anzuschließen. Am 24. Juli erfolgte die Durchquerung des Panamakanals. Daran beteiligten sich die Schwesterschiffe USS PHILIP ( DD-76 ), USS BUCHANAN ( DD-131 ), USS WATERS ( DD-115 ), USS BOGGS ( DD-136 ), USS YARNALL ( DD-143 ), USS ELLIOT ( DD-146 ), USS DENT ( DD-116 ) und USS TARBELL ( DD-142 ). Die Zerstörer erreichten am 2. August die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Von hier aus fuhr die USS WICKES in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien und unterzog sich einer umfassenden Überholung. Am 19. September übernahm LCDR William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, Union County, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, Suffolk County, New York ) das Kommando über den Zerstörer. Als Flaggschiff der Zerstörer Division 10 operierte das Kriegsschiff 1922 vor der US Westküste und führte die üblichen Ziel- und Schießübungen durch. Als eine Welle von Sparmaßnahmen in Friedenszeiten über die USA hereinbrachen und eine weit verbreitete antimilitärische Stimmung nach dem Ersten Weltkrieg aufkam, stellte man die USS WICKES am 15. Mai 1922 in der Marinebasis San Diego außer Dienst.
Am 26. April 1930 stellte man die USS WICKES wieder in den Dienst der US Navy und Commander Henry Thomas Markland übernahm das Kommando. Man versetzte den Zerstörer in den Atlantik und der Heimathafen des Kriegsschiffes wurde New York. Das Kriegsschiff operierte vor der US Ostküste und unternahm Trainingskreuzfahrten der Naval Reserve aus dem 3. Naval District, New York. Vom 3. bis zum 18. Februar 1931 besuchte der Zerstörer Tampa, Florida zur Florida State Fair and Gasparilla Pirate Festival. Anschließend fuhr die USS WICKES nach Mobile, Alabama und nahm dort am Mardi Gras Festival teil. Im November besuchte der vielbeschäftigte Zerstörer Bridgeport, Connecticut und nahm dort am 11. November am Armistice Day teil. Im April 1932 meldete sich das Kriegsschiff bei dem Rotation Reserve Geschwader 20 und wechselte dazu in den Pazifik. Von 1933 bis 1937 operierte der Zerstörer von San Diego aus. Am 6. April 1937 stellte man erneut die USS WICKES außer Dienst und versetzte den Zerstörer in die Reserve. Dort blieb das Kriegsschiff wegen der zunehmenden Spannungen in Europa und dem Fernen Osten aber nicht. Am 1. September 1939 brach mit dem Überfall Hitlerdeutschlands auf Polen der Zweite Weltkrieg aus. US Präsident Franklin Delano Roosevelt wies die US Navy umgehend an, entlang der US Atlantikküste mit ihren Neutralitätspatrouillen zu beginnen. Dazu gehörten der Panamakanal, die Guantanamo Bay und der Golf von Mexiko. Um diese Seestrecke einer vernünftigen Patrouille zu unterwerfen wurden 77 Zerstörer und Minenleger reaktiviert. Dazu gehörte auch die USS WICKES. Den Zerstörer stellte man am 30. September 1939 wieder in den Dienst der US Navy und Lieutenant Commander Charles Joseph Stuart übernimmt das Kommando. Ab Oktober erfolgte auf dem Zerstörer die Ausrüstung, während er in der Zerstörerbasis längsseits neben dem Zerstörer Tender USS WHITNEY ( AD-4 ) lag. Anfang November wechselte das Kriegsschiff in ein Trockendock in der Mare Island Naval Shipyard, um den Schiffskörper einer Überprüfung zu unterziehen. Am 21. November kehrte die USS WICKES nach San Diego zurück. Dort blieb das Kriegsschiff für sechs Tage zum bunkern von Proviant, Munition und Treibstoff. Am 27. November stach der Zerstörer zusammen mit den Kriegsschiffen der Zerstörer Division 64 ( DesDiv 64 ) in See und fuhr nach Panama. Unterwegs erfolgte eine Betankungsübung mit dem Öltanker USS NECHES ( AO-5 ). Die Zerstörer Division erreichte am 6. Dezember den Hafen von Balboa, Panama. Nach der Durchquerung des Panamakanals am folgenden Tag, ging die Fahrt weiter durch den Golf von Mexiko. Die Zerstörer erreichten am 11. Dezember die Naval Operating Base in Key West, Florida. Von hier aus begannen die Kriegsschiffe mit ihrer Neutralitätspatrouille. Die USS WICKES und ihre Schwesterschiffe patrouillierten abwechselnd im Yucatan Kanal zwischen der Ostküste Kubas und der Halbinsel Yucatan sowie auf der Passage zwischen Florida und der Westküste Kubas. Diese amerikanischen Schiffe überwachten Handelsschiffe und Kriegsschiffe der Royal Navy und der Commonwealth Navy auf der Suche nach deutschen Frachtern oder Passagierschiffen, die bei Kriegsausbruch in oder in der Nähe von amerikanischen Küstengewässern gefangen gehalten worden waren. Bei ihrer ersten Patrouille entdeckte die USS WICKES am 14. Dezember um 10:58 Uhr einen Kreuzer. Möglicherweise war dies der australische Kreuzer HMAS PERTH ( D29 ). Der Zerstörer beschattete das australische Schiff und änderte Kurs und Geschwindigkeit, um sich den Bewegungen des anderen Schiffes anzupassen. Dies ging so bis weit nach Einbruch der Dunkelheit. Die USS WICKES lag kurz vor Weihnachten vor Port Everglades, Florida vor Anker. Von dem Zerstörer aus bemerkte man, dass der britische Zerstörer HMS HEREWARD ( H93 ) zwischen dem 23. und dem 25. Dezember rund zehn Seemeilen vor der Küste von Florida fleißig patrouillierte. Der amerikanische Zerstörer kehrte am 30. Dezember nach Key West zurück. Sofort begann man mit dem bunkern von Treibstoff und Proviant. Schon am 2. Januar 1940 stach das Kriegsschiff wieder in See und begann für eine Woche vor der Halbinsel Yucatan zu patrouillieren. Am 9. Januar lag das Kriegsschiff wieder im Hafen von Key West. Die USS WICKES wechselte wenige Tage später in die Guantanamo Bay und trainierte dort vom 24. bis zum 26. Januar zusammen mit größeren Einheiten des Atlantikgeschwaders. An diesem 26. Januar fuhren alle Zerstörer der DesDiv 64 nach Puerto Cabello, Venezuela. Dort liefen die Zerstörer am folgenden Tag ein und blieben für drei Tage. Nachdem die USS WICKES und die anderen Zerstörer der DesDiv 64 am 30. Januar wieder abgelegt hatten, besuchten sie St. Thomas auf den Jungferninseln. Am 6. Februar legten die Zerstörer im Hafen von St. Eustatius, Niederländisch – Westindien an, wo die Zerstörer der DesDiv 65 lagen. Am folgenden Tag trafen sich die Schiffe der beiden Divisionen mit dem Schweren Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ) und den Zerstörern der DesDiv 82. Zusammen mit den Zerstörern der DesDiv 61 und 83 sowie dem Schweren Kreuzer USS VINCENNES ( CA-44 ) bildeten diese Kriegsschiffe das „Antilles Detachment“ des Atlantikgeschwaders. Nach der Übung in der Formationsfahrt sowie anderen Übungen erreichte die USS WICKES am 9. Februar die Guantanamo Bay. Von dort aus wechselte der Zerstörer an die Naval Operation Base in Key West und legte dort am 14. Februar an. Ab Ende Februar patrouillierte das Kriegsschiff in der Florida Straße und besuchte im Verlauf ihrer Operationen die Try Tortugas, einer kleinen Inselgruppe westlich von Key West. Ende März befand sich die USS WICKES dann auf der Yucatan Patrouille, um dann am 8. April wieder nach Key West zurückzukehren. Hier manövrierte das Kriegsschiff längsseits zu dem Zerstörer USS TWIGGS ( DD-127 ) am Tank Pier. Die beiden Kriegsschiffe berührten sich bei diesem Manöver am Heck und der Propellerschutz der USS TWIGGS brach ab, welcher dann ein kleines Loch über der Wasserlinie in die USS WICKES bohrte. Der Schaden war gering und der Zerstörer konnte wenige Stunden später wieder in See stechen, um vor der Küste von Key West sich an Nahkampfübungen zu beteiligen. Mitte April begann für das Kriegsschiff ein weiterer Patrouilleneinsatz vor der Halbinsel Yucatan. Ab Ende April bis Mitte Juni besuchte die USS WICKES San Juan, Puerto Rico und St. Thomas auf den Jungferninseln. Der Zerstörer verließ diesen Hafen am Nachmittag des 1. Juli, um sich als Sicherungsschiff den Schlachtschiffen USS TEXAS ( BB-35 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ) und USS NEW YORK ( BB-34 ) in der Karibik anzuschließen. In der Nacht führte man von dem Zerstörer aus simulierte Torpedoangriffe auf diese Schlachtschiffe durch. Der Zerstörer operierte dann für den Rest des Monats von San Juan aus. In Europa hatte sich derweil die Situation der Briten erheblich verschlechtert. Der verheerende deutsche Blitzkrieg hatte die Niederlande und Frankreich überrollt. Die britischen Zerstörer hatten während des unglücklichen norwegischen Feldzuges und der Evakuierung aus Dünkirchen furchtbar gelitten. Darüber hinaus hatten deutsche U-Boote ihren Tribut bei ihren Operationen gegen Schiffskonvois gefordert. Mit dem Kriegseintritt Italiens im Sommer 1940 standen die Briten vor einer weiteren langen Reihe von Kämpfen im Mittelmeerraum. Premierminister Winston Churchill bat US Präsident Franklin Delano Roosevelt um Unterstützung. Im Sommer 1940 wurde ein Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien ausgearbeitet. Als Gegenleistung für 50 überalterte amerikanische Zerstörer, die an die Royal Navy übergeben wurden, erhielten die USA für eine Dauer von 99 Jahren Pachtverträge für strategische Basisstandorte von Neufundland bis Britisch – Guayana. Dementsprechend wurden fünfzig Zerstörer für den Transfer auserwählt. Dazu gehörte auch die USS WICKES. Nach ihrer letzten Karibikpatrouille kehrte der Zerstörer nach Key West zurück. Am 27. Juli verlegte das Kriegsschiff nach Galveston, Texas. Hier wurde es auf der Todd´s Drydock Company einer Überholung unterzogen. Diese dauerte bis in den August hinein. Nach mehreren Probefahrten legte die USS WICKES am 22. September in Galveston ab und fuhr in Begleitung des Zerstörers USS EVANS ( DD-78 ) über Key West bis in die Norfolk Navy Yard in Portsmouth, Virginia. In den Hafen liefen beide Schiffe am 26. September ein. Die USS WICKES verließ am 9. Oktober zusammen mit den Zerstörern aus der DesDiv 64 Hampton Roads und fuhr zur Naval Torpedo Station in Newport, Rhode Island. Die Kriegsschiffe blieben dort nur kurz und durchquerten dann den Cape – Code – Kanal auf dem Weg nach Princeton, Massachusetts. Nach einem kleinen Zwischenstopp ging die Fahrt nach Halifax, Nova Scotia, Kanada weiter. Die amerikanischen Zerstörer USS WICKES, USS TWIGGS, USS EVANS, USS YARNALL ( DD-143 ), USS STOCKTON ( DD-73 ), USS RODGERS ( DD-254 ), USS PHILIP ( DD-76 ), USS McCALLA ( DD-253 ), USS CONWAY ( DD-70 ) und USS CONNER ( DD-72 ) legten dort am 16. Oktober an. Als Teil der fünften Gruppe von Zerstörern, die die Royal Navy und Canada Navy von der US Navy übergeben bekamen, besuchte am 19. Oktober der Premierminister von Kanada William Lyon Mackenzie King ( 17. Dezember 1874 – 22. Juli 1950 ) und der amerikanische Rear Admiral Ferdinand Louis Reichmuth ( 11. April 1881 – 16. August 1978 ), der Commander der Zerstörer im Atlantikgeschwader, besuchten die USS WICKES. An Bord befanden sich die Mannschaften der US Navy und der Royal Navy. Am 23. Oktober stellte man den Zerstörer außer Dienst und übergab ihn noch am selben Tag an die Royal Navy, die das Schiff in HMS MONTGOMERY ( G95 ) umtaufte. Das Kommando über den Zerstörer übernahm Commander Henry Freston Nash ( 21. Januar 1886 in Victoria, Britisch Columbia, Kanada – 19. Februar 1972 in Meanporth, Falmouth, Cornwall ), der extra dafür aus dem Ruhestand zurückgeholt worden war. Die US Navy strich am 8. Januar 1941 den Namen USS WICKES ( DD-75 ) von ihrer Liste.
Die HMS MONTGOMERY wurde weiter ausgerüstet auf das Niveau der Royal Navy und legte am 1. November 1940 in Halifax ab. Ziel waren die britischen Inseln. Auf dem Weg dorthin wurde der Zerstörer von dem Schwesterschiff HMS LEAMINGTON ( G19 ) und den ehemaligen CLEMSON – Klasse Zerstörer HMS SHERWOOD ( I80 ) und HMS STANLEY ( I73 ) sowie die ehemaligen Zerstörer aus der CALDWELL – Klasse HMS LEWES ( G68 ) und HMS LEEDS ( G27 ) begleitet. Diese Kriegsschiffe trafen am 5. November auf einzelne Handelsschiffe aus dem Schiffskonvoi HX 84, der nur von dem bewaffneten Handelskreuzer HMS JERVIS BAY ( F40 ) und den beiden Zerstörern HMCS COLUMBIA ( I49 ) und HMCS ST FRANCIS ( I93 ) eskortiert wurde. Dieser Schiffskonvoi, bestehend aus 37 Handelsschiffen, war wenige Stunden zuvor von dem deutschen Schweren Kreuzer ADMIRAL SCHEER rund 755 Seemeilen südsüdwestlich von Reykjavik um 17:15 Uhr angegriffen worden. Der bewaffnete Handelskreuzer HMS JERVIS BAY schob sich zwischen die Handelsschiffe und dem Schweren Kreuzer damit der Schiffskonvoi Zeit erhielt um sich zu zerstreuen. Doch die Besatzung war völlig überfordert. Schon nach zwanzig Minuten des Kampfes, sank der Handelskreuzer und nahm 190 Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe. Danach begann die ADMIRAL SCHEER mit der Jagd auf die Handelsschiffe. Zuerst fiel das Frachtschiff SS MAIDAN ( 7.908 BRT ) mit allen Besatzungsmitgliedern zum Opfer. Der Tanker SS SAN DEMETRIO ( 8.073 BRT ) wurde in Brand geschossen, sank aber nicht. Als nächstes folgten die Trawler SS TREWELLARD ( 5.201 BRT ) und SS KENBANE HEAD ( 5.225 BRT ) und die beiden Frachter SS BEAVERFORD ( 10.042 BRT ) und SS FRESNO CITY ( 4.955 BRT ) die versenkt wurden. Nachdem die Zerstörer rund um die HMS MONTGOMERY in der Nähe des Schauplatzes erreichten, floh die ADMIRAL SCHEER. Trotz der intensiven Suche konnte man das feindliche Schiff nicht finden. Dann nahm man die Suche nach Überlebende auf und die Begleitung des Schiffskonvois. Am 11. November traf die HMS MONTGOMERY in Belfast, Nordirland ein. Eine Woche später wechselte der Zerstörer nach Plymouth, England und wurde am 25. November in die HM Dockyard in Devenport, für Nachrüstungen und Modifikationen für den Einsatz als Geleitschutz für Konvois, bugsiert. So wurde der Hauptmast entfernt, der Vormast verkleinert, die Torpedorohre und das mittlere US – Geschütz entfernt. Installiert wurde die Befestigung der britischen Abwurfanlage zur Bekämpfung von U-Booten und auch die Schiffhaut wurde mit einer neuen Tarnfarbe versehen. Im Dezember schloss man die Arbeiten ab und man wies das Kriegsschiff dem Kommando Western Approaches zu, doch aufgrund von Mängeln während der Nachrüstarbeiten verzögerte sich die Fertigstellung. Erst am 24. Dezember erreichte die HMS MONTGOMERY Scapa Flow. Der Heimathafen war Liverpool, wo die 7. Escort Group stationiert war. Hier begann man an dem Zerstörer weitere Arbeiten ausgeführt. Am 12. Januar 1941 trat das Kriegsschiff dann der Gruppe bei, zum Einsatz zur Verteidigung der Atlantikkonvois. In dieser Gruppe befanden sich die Zerstörer HMS WESTCOTT ( D47 ) und HMS CAMPBELTOWN ( I42 ), ehemals USS BUCHANAN, und die Schaluppe HMS ROCHESTER ( L50 ). So beteiligte sich die HMS MONTGOMERY ab dem 18. Januar an der Sicherung des Schiffskonvois OB 275 zwischen dem Seegebiet von Island und den britischen Inseln. Am 22. Januar konnten die Sicherungsschiffe den Konvoi wieder verlassen. Die Zerstörer und die Schaluppe übernahmen dann vom 1. bis zum 5. Februar die Sicherung über den Konvoi OB 281 bis nach Reykjavik. Dort übernahmen die Kriegsschiffe am 6. Februar die Handelsschiffe des Konvois HX 105 und geleitete diese bis nach Londonderry, Nordirland. Der Hafen war am 9. Februar erreicht worden. Dann übernahm man dort am 20. Februar den Schiffskonvoi OB 287. Schon am Vortag hatte eine Focke Wulf FW 200 den Schiffkonvoi gesichtet und den britischen Tanker SS GRACIA ( 5.42 BRT ) und das Frachtschiff SS HOUSATONIC ( 5.559 BRT ) versenkt. Am Morgen des 20. Februar finden zwei FW 200 den Konvoi erneut und beschädigen den britischen Tanker SS D. L. HARPER ( 12.223 BRT ) sowie die britischen Frachter SS ROSENBORG ( 1.997 BRT ) und SS ST ROSARIO ( 4.312 BRT ). Die auf Lauer liegenden deutschen und italienischen U-Boote kommen wegen einer ungenauen Positionsmeldung nicht heran. Eine FW 200 findet am 21. Februar den Konvoi OB 288 und kann den britischen Tanker SS SCOTTISH STANDARD ( 6.999 BRT ) beschädigen. Die HMS MONTGOMERY befindet sich in der Nähe und kann 39 Überlebende aus dem Wasser retten. Am folgenden Tag wird das Frachtschiff durch das deutsche U-Boot U-96, Kommandant Kapitänleutnant Heinrich Lehmann-Willenbrock ( 11. Dezember 1911 in Bremen – 18. April 1986 in Bremen ), versenkt. Erfolglos versuchen die HMS HURRICANE ( H06 ) und die Korvette HMS PERIWINKLE ( K55 ) das U-Boot zu versenken. Das italienische U-Boot RSMG LORENZO MARCELLO wird von der HMS MONTGOMERY südlich von Island auf der ungefähren Position 59° 00‘ Nord, 17° 00‘ West versenkt. Alle 58 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Die Überlebenden des britischen Tankers SS SCOTISH STANDARD werden nach Reykjavik gebracht. Hier übernahm die HMS MONTGOMERY, zusammen mit den anderen Kriegsschiffen ihrer Gruppe, am 24. Februar den Schiffskonvoi HX 108 und brachten ihn sicher bis in die britischen Gewässer von Liverpool. Hier übernahmen die Zerstörer und die eine Korvette am 5. März den Schiffskonvoi OB 294 und eskortieren diesen bis zum 9. März sicher bis nach Island. Schon am folgenden Tag wird der Schiffskonvoi SL 066 übernommen, der von Sierra Leona kam, und am 14. März Liverpool erreichte. Hier wurden die Schiffe des Konvois OB 299 am 19. März übernommen und bis in die Gewässer von Island eskortiert. In diese fuhr man am 24. März ein. Die Handelsschiffe mussten selbständig bis Island weiterfahren, da am 24. März die Gruppe um die HMS MONTGOMERY den äußerst wichtigen Schiffskonvoi HX 114, den zusätzlich das britische Schlachtschiff HMS RODNEY ( 29 ) sicherte, bis nach Liverpool begleitete. Nach einigen Übungen vor Londonderry, Nordirland fuhren die Schiffe wieder nach Island und übernahmen am 10. April die Schiffe von dem Konvoi HX 117, den sie bis zum Ziel am 15. April sicherten. Anschließend fuhr die HMS MONTGOMERY nach Barrow, Laneashire. Hier unterzog sich der Zerstörer einer umfassenden Überholung und mehreren Reparaturen. Außerdem installierte man das neue Radar System 271 für eine bessere Warnung vor U-Booten. Die beiden amerikanischen vorderen Torpedorohre wurden demontiert und durch eine britische Dreifachtorpedoabschussanlage ersetzt. Dann baute man noch an jeder Seite eine 20 mm Oerlikon Kanone anstelle des US 4 – Zoll Geschützes auf unter der Berücksichtigung des zulässigen Tiefgangs. Diese Arbeiten dauerten mit den notwendigen Erprobungs- und Ausbildungsfahrten bis in den September hinein. Zusätzlich integrierte man den Zerstörer in die 4. Escort Group, welche in Greenock, Schottland stationiert war. In dieser befanden sich die Zerstörer HMS MONTGOMERY, HMS BEAGLE ( H30 ), HMS ROXBOROUGH ( I07 ), ehemals USS FOOTE ( DD-169 ), die Korvetten HMS HEATHER ( K69 ), HMS NARCISSUS ( K74 ), HMS ORCHIS ( K76 ), HMS SNOWDROP ( K67 ) und die französischen Korvetten FFL COMMANDANT DÉTROYAT ( K183 ) und FFL LOBÉLIA ( K05 ). Die Kriegsschiffe der 4. Escort Group verlassen Anfang September ihren Heimathafen und fuhren Nach Island. Hier übernahmen sie die Sicherung über den Schiffskonvoi HX 148 bis Londonderry, wo sie am 14. September anlegten. Die HMS MONTGOMERY Blieb die nächsten Tage dort. Am 19. September beteiligte sich der Zerstörer zusammen mit dem britischen U-Boot HMS H50, dem britischen ASW Trawler HMS ST ELSTAN ( GJ 240 ) und der Korvette HMS ANEMONE ( K48 ) an mehreren Übungen vor Lough Foyle bei Londonderry. Schon am 22. September übernahmen die Kriegsschiffe der 4. Escort Group den Schiffskonvoi ON 019 und begleiteten ihn bis zum 27. September in den isländischen Gewässern. Hier übernahmen sie am 1. Oktober den Schiffskonvoi HX 151, bestehend aus 44 Handelsschiffen, und geleiten diesen bis zum 6. Oktober, wo er dann aufgelöst wird. Die HMS MONTGOMERY muss am folgenden Tag in die Handelswerft von Clyde, Schottland fahren. Hier müssen eine Überholung und wichtige Reparaturen in die Werft ausgeführt werden. Im November nominiert man das Kriegsschiff für den Einsatz in der Western Local Escort Force, die in Halifax mit Schiffen der Royal Canadian Navy aufgefüllt ist. Am 25. November sind die Nachrüstungen an dem Kriegsschiff abgeschlossen und für den Dienst in den arktischen Gewässern von Halifax vorbereitet. Anschließend gliederte sich die HMS MONTGOMERY für ihre letzte Eskorte unter der Royal Navy wieder in die 4. Escort Group ein. Die Kriegsschiffe übernahmen am 6. Dezember den Schiffskonvoi SC 056 und begleiteten diesen von Island bis nach Londonderry, wo sie am 8. Dezember anlegten. Man traf hier die Vorbereitungen für die Fahrt nach Halifax und der Übergabe an die Royal Canadian Navy. Die HMCS MONTGOMERY verließ am 8. Januar 1942 Londonderry und beteiligte sich an der Eskorte des Schiffskonvois CT 009, bestehend aus kanadischen Truppentransportern, über Island nach Halifax. Am 14. Januar verließ der Zerstörer den Konvoi, der am folgenden Tag sein Ziel erreichte, und operierte in den kanadischen Gewässern. Dabei war das Kriegsschiff auf der Suche nach Überlebende des unter panamaischer Flagge fahrende Handelsschiff SS FRIAR ROCK ( 5.427 BRT ), dieses gehörte zum Konvoi SC 64, welches rund 95 Seemeilen südwestlich von Cape Race, Neufundland durch U-130, Kommandant Korvettenkapitän Ernst Kals ( 2. August 1905 in Glauchau, Sachsen – 8. November 1979 in Emden ) versenkt worden war. 31 Besatzungsmitglieder des Handelsschiffes kamen dabei ums Leben. Die HMCS MONTGOMERY konnte in der Nacht vom 16. zum 17. Januar sechs Besatzungsmitglieder aus dem Nordatlantik retten und bei St. John, Neufundland an Land bringen. Von dort aus fuhr das Kriegsschiff nach Halifax und unterzog sich einer intensiven Überholung. Nach Abschluss der Arbeiten war die HMCS MONTGOMERY ein Teil der Eskorte für den kanadischen Truppentransport NA 003. Am 11. Februar wurde dieser in Halifax übernommen und am 19. Februar im Hafen von Clyde übergeben. Der Zerstörer blieb für einige Tage in Clyde und legte erst am 3. März zusammen mit dem Schiffskonvoi ON 072, bestehend aus 17 Handelsschiffen, in dem schottischen Hafen ab und begleitete die Schiffe zuerst bis nach Island, wo sie am 16. März ankamen und von dort aus erreichte man dann zwei Tage später die Position vor Halifax, wo der Konvoi aufgelöst wurde. Am 24. März verließen 25 Handelsschiffe, aus dem Konvoi SC 076, Halifax. Die HMCS MONTGOMERY übergab am 28. März vor Island den Konvoi an die nächsten Sicherungsschiffe. Der Zerstörer blieb in den isländischen Gewässern und begann in den folgenden Tagen mit Anti-U-Boot Patrouillen. Doch schon am 1. April erreichte der Schiffskonvoi ON 078, bestehend aus 27 Handelsschiffen, von den britischen Inseln kommend, Island. Das Kriegsschiff eskortierte die Frachter bis nach Halifax, wo sie am 9. April anlegten. Nach dem bunkern von Treibstoff und Proviant begann der Zerstörer vor der kanadischen Küste zu patrouillieren. Am 20. April legte das Kriegsschiff in Halifax ab und eskortierte den Schiffskonvoi HX 186 bis nach Reykjavik, wo die Schiffe am 23. April anlegten. Drei Tage später wurde der Schiffskonvoi ON 086, bestehend aus 45 Handels- und Frachtschiffe, übernommen und bis in die kanadischen Gewässer geleitet. Nach einigen dringend notwendig gewordenen Reparaturen übernahm die HMCS MONTGOMERY am 14. Mai den Schiffskonvoi SC 084, bestehend aus 45 Handels- und Frachtschiffen, und eskortierte diesen bis nach Island, wo er am 17. Mai übergeben wurde. Erst am 22. Mai erschien der Schiffskonvoi ON 094 bestehend aus 30 Handelsschiffen. Die Fahrt bis nach Halifax dauerte bis zum 25. Mai, aber die HMCS MONTGOMERY musste noch bis zum folgenden Morgen bei Nachzüglern bleiben und diese vor den Angriffen deutscher U-Boote beschützen. Der Zerstörer fuhr nun nach Boston, Massachusetts und beteiligte sich ab dem 29. Mai an der Sicherung des Schiffskonvois BX 021 bis Halifax. Dort legten die Schiffe am 31. Mai an. Erst ab dem 7. Juni musste der Schiffskonvoi XB 024 nach Boston sicher geleitet werden, wo sie am 9. Juni anlegten. Schon am folgenden Tag lief der Zerstörer mit den Schiffen des Konvois BX 024 aus und erreichte am 12. Juni Halifax. Die HMCS MONTGOMERY kehrte daraufhin nach Boston zurück und übernahm dort am 17. Juni die Eskorte über den Konvoi BX 025. Die Schiffe erreichten am 20. Juni die kanadischen Gewässer von Neufundland. Erst am 28. Juni konnte der Zerstörer wieder auslaufen und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen den Konvoi XB 027. Man erreichte am 30. Juni Boston. Umgehend begann man mit der Verladung des dringend notwendig gewordenen Kriegsmaterials. Schon am 2. Juli legte der Schiffskonvoi BX 027 in Boston ab und fuhr zwei Tage später in den Hafen von Halifax ein. Hier stand schon der Konvoi XB 028 bereit und lief am folgenden Tag aus. Unter anderem sicherte die HMCS MONTGOMERY diesen Schiffskonvoi bis nach Boston, wo die Handelsschiffe am 7. Juli anlegten. Gleich nach dem Abschluss der Verladung legten die Schiffe des Konvois BX 028 wieder ab und fuhren, gesichert durch das Kriegsschiff, nach Halifax. Hier beteiligte sich der Zerstörer am 12. Juli an der Sicherung des Konvois XB 029. Die Schiffe legten am 14. Juli in Boston an. Am nächsten Tag lief das Kriegsschiff mit dem Konvoi BX 029 wieder aus und erreichte am 17. Juli Halifax. So fuhr die HMCS MONTGOMERY bis Anfang September zwischen Boston und Halifax hin und her. Dabei wurden von Halifax nach Boston, vom 26. bis 28. Juli der Konvoi XB 031, vom 2. bis 4. August XB 032, vom 9. bis 11. August XB 033, vom 23. bis 25. August XB 035, vom 30. August bis 1. September XB 036 und vom 6. bis 8. September XB 037 sowie zwischen Boston und Halifax vom 30. Juli bis 1. August BX 031, vom 5. bis 7. August BX 032, vom 14. bis 16. August BX 033, vom 2. bis 4. September BX 036 und vom 9. bis 11. September BX 037, Schiffskonvois eskortiert. Mit diesem letzten Konvoi wird auch diese Route eingestellt und den Zerstörer gliederte man wieder in den atlantischen Geleitdienst ein. Der erste Schiffskonvoi, der von der HMCS MONTGOMERY nun eskortiert werden soll, ist ON 127, bestehend aus 32 Handelsschiffen, die von der Eskortier Gruppe C 4, bestehend aus den kanadischen Zerstörern HMCS ST CROIX ( I81 ), ehemals USS McCOOK ( DD-252 ), HMCS OTTAWA ( H60 ) und den Korvetten HMCS AMHERST ( K148 ), HMCS ARVIDA ( K113 ), HMCS SHERBROOKE ( K152 ) und die britische Korvette HMS CELANDINE ( K75 ), begleitet wurden. Doch über diesem Schiffskonvoi lag kein guter Stern. Auf den Sicherungsschiffen fielen die Radargeräte aus. Diese waren somit fast blind und man konnte nur den Ausguck mit mehr Männern verstärken, um nach feindlichen U-Booten zu suchen. Ab dem 9. September hielt U-584, Kommandant Kapitänleutnant Joachim Deecke ( 29. Juni 1912 in Lübeck – 31. Oktober 1943 auf U-584 im Nordatlantik ), Fühlung zu dem Schiffskonvoi, der ab diesem Tag von Island aus in Richtung der kanadischen Gewässer fuhr. Doch die Fühlung reist in der Nacht ab und kann erst am Nachmittag des folgenden Tages wiedergewonnen werden. Um 16:31 Uhr geht U-96, Kommandant Oberleutnant zur See Hans-Jürgen Hellriegel ( 16. Juni 1917 in Berlin – Wilmersdorf – 2. Juli 1944 südwestlich von Teneriffa auf U-543 ) zu einem Unterwasserangriff über und es werden vier Torpedos auf vier Schiffe abgefeuert. Das belgische Frachtschiff SS ELISABETH VAN BELGIE ( 4.241 BRT ) und der norwegische Tanker SS SVEVE ( 6.313 BRT ) werden versenkt. Der britische Tanker SS F. J. WOLFE ( 12.190 BRT ) wird beschädigt und kann später aus eigener Kraft Neufundland erreichen. Das U-Boot kann am folgenden Abend das portugiesische Segelschiff DELAES ( 415 BRT ) mit Artillerie versenken. In der Nacht zum 11. September greifen den Schiffskonvoi die U-Boote des Wolfsrudels „Vorwärts“ nacheinander an. So torpediert U-659, Kommandant Kapitänleutnant Hans Stock ( 2. August 1915 in Lahr, Baden – 4. Mai 1943 auf U-659 westlich Kap Ortegal, Spanien ) den britischen Tanker SS EMPIRE OIL ( 8.029 BRT ). Das Schiff wird schwer beschädigt, sinkt aber nicht. U-659 wird daraufhin durch eine Korvette angegriffen und muss beschädigt das Einsatzgebiet verlassen. U-584 versenkt wenige Stunden später den Tanker. Außerdem konnte das deutsche U-Boot den norwegischen Frachter SS HINDANGER ( 4.884 BRT ) so schwer beschädigen, das dieser nur noch von der HMCS AMHERST versenkt werden konnte. U-404, Kommandant Kapitänleutnant Otto von Bülow ( 16. Oktober 1911 in Wilhelmshaven – 5. Januar 2006 in Hamburg ), kommandierte in der Bundesmarine von 1959 bis 1962 den Zerstörer Z 6, torpedierte den norwegischen Tanker SS MARIT II ( 7.417 BRT ), dieser wurde getroffen, sank aber nicht. Der Tanker konnte aus eigener Kraft sein Ziel erreichen. Ebenso erging es dem norwegischen Tankschiff SS DAGHILD ( 9.272 BRT ). U-608, Kommandant Oberleutnant zur See Rolf Struckmeier ( 27. Juli 1916 in Obernkirchen, Schaumburg – ? ), torpedierte am 12. September gegen 3:00 Uhr den britischen Frachter SS HEKTORIA ( 13.797 BRT ) und gegen 5:00 Uhr den britischen Frachter SS EMPIRE MOONBEAM ( 6.894 BRT ). Beide Schiffe waren Nachzügler und sanken. U-218, Kommandant Kapitänleutnant Richard Becker, ( 21. Februar 1911 in Altona – 28. Juni 2000 Hamburg ) torpedierte den norwegischen Tanker SS FJORDAAS ( 7.361 BRT ). Das Schiff wird getroffen, kann aber aus eigener Kraft nach Clyde zurückkehren. Am 13. September kann U-594, Kommandant Oberleutnant zur See Friedrich Mumm ( 15. Januar 1915 in Pahlen, Nord-Dithmarschen – 4. Juni 1943 auf U-594 westlich von Gibraltar ), kann den Nachzügler SS STONE STREET ( 6.074 BRT ), der unter panamaischer Flagge fuhr, versenken. Ab dem 14. September erreichen Kriegsschiffe der Western Local Escort Force zur Sicherung des Schiffskonvois ON 127 ein. Mehrere U-Boote werden abgedrängt, doch U-91, Kommandant Kapitänleutnant Heinz Walkerling ( 19. Mai 1915 in Kiel – 16. September 2001 in Mühlheim ) kann den kanadischen Zerstörer HMCS OTTAWA versenken. Die HMCS MONTGOMERY erreichte am 18. September die Nachzügler des Geleitzuges ON 127 und eskortierte diese bis nach St. Johns, Neufundland, wo sie am 20. September einliefen. Schon am 24. September lief der Zerstörer erneut aus und übernahm zusammen mit den Kriegsschiffen der Escort Group B 4 bis zum 27. September die Sicherung des Konvois HX 209, bestehend aus 31 Frachtschiffen. Wegen Sturm, starkem Regen und Hagelböen kommen die auf der Lauer liegenden deutschen U-Boote nicht heran. Erst ab dem 3. Oktober erhalten sie Fühlung. Die HMCS MONTGOMERY kehrte am 27. September nach Halifax zurück und beteiligte sich ab dem 4. Oktober an der Sicherung von HX 210. Der Zerstörer verlässt am 7. Oktober bei Island den Schiffskonvoi und übernimmt hier ab dem 10. Oktober ON 134. Bis zum 14. Oktober behielt das Kriegsschiff die Sicherung. Anschließend übernahm es ab dem 28. Oktober ON 138 und sicherte die Frachtschiffe bis zum 31. Oktober auf ihrer Fahrt. Ab dem 2. November folgte der Schiffskonvoi ON 140. Dieser Schiffskonvoi war im Visier deutscher U-Boote, wurde aber nicht angegriffen da man lieber ostgehende Konvois angreifen wollte. Die HMCS MONTGOMERY erreichte am 7. November mit allen Frachtschiffen Halifax. Von dort lief am 11. November der Schiffskonvoi HX 215 aus. Der Zerstörer verlässt am 14. November diesen und übernimmt am 20. November SC 110 und verlässt ihn vier Tage später. Das Kriegsschiff übernimmt dann am 2. Dezember HX 217, bestehend aus 33 Frachtschiffen und gesichert durch die Escort Group B 6 mit dem britischen Zerstörer HMS FAME ( H78 ), dem polnischen Zerstörer ORP BURZA, der britischen Korvette HMS VERVAIN ( K190 ), den norwegischen Korvetten HNoMS POTENTILLA ( K214 ), HNoMS ROSE ( K102 ) und HNoMS EGLANTINE ( K197 ) und dem mit HF/DF ausgerüsteten Rettungsschiff PERTH. Die HMCS MONTGOMERY schießt am dem 6. Dezember Leuchtgranaten ab und kann so mehrere deutsche U-Boote ablenken. Der Zerstörer verlässt ihn am 7. Dezember den Schiffskonvoi, der am 8. Dezember durch U-524, Kommandant Kapitänleutnant Walter Freiherr von Steinacker ( 25. März 1917 in Berlin – 22. März 1943 auf U-524 südlich von Madeira ) den britischen Tanker SS EMPIRE SPENSER ( 8.194 BRT ) versenken kann. Die HMCS MONTGOMERY beteiligte sich ab dem 13. Dezember an der Sicherung des westwärts laufenden Schiffskonvoi ON 151 und verließ diesen am 18. Dezember wieder. Der Zerstörer verließ nun sein Einsatzgebiet und fuhr nach Charleston, South Carolina. Hier unterzog sich das Kriegsschiff dringend notwendig gewordenen Reparaturen und einer Überholung. Anfang Februar 1943 kehrte die HMCS MONTGOMERY zu ihrer Western Local Escort Group zurück. Sofort begibt sich der Zerstörer auf Station und beteiligt sich ab dem 10. Februar an der Eskorte des Schiffskonvois SC 119, der von der EG B1 gesichert wurde. Dieser Schiffskonvoi weicht nach Norden bis an die Eiszone aus und umgeht so die deutschen U-Boote, die unter dem Operationsnamen „Ritter“, auf der Lauer liegen. Am 14. Februar verlässt die HMCS MONTGOMERY den Konvoi und eilt dem Schiffskonvoi SC 120 entgegen, der von den Kriegsschiffen der EG B7 Group gesichert wurde. Der Schiffskonvoi fuhr über Island aus nach Westen an die kanadische Küste. Auch mit diesen Schiffen wird ab dem 21. Februar eine nördlichere Route benutzt, um die deutschen U-Boote zu umgehen. Der Zerstörer verlässt am 24. Februar den Konvoi. Weiter südlich war es zu einer Schlacht gekommen. Die deutschen U-Boote der Gruppe „Ritter“ trafen auf den Schiffskonvoi ON 166, der einen südlichen Kurs eingeschlagen hatte, um diese auf der Lauer liegenden U-Boote zu umgehen. In dem Schiffskonvoi befanden sich 40 Frachtschiffe und 9 Nachzügler, die von der Sicherungsgruppe A 3 eskortiert wurden. Die Schlacht begann schon ab dem 20. Februar und dauerte fünf Tage. U-628, Kommandant Oberleutnant zur See Heinrich Hasenschar ( 27. September 1916 in Höringhausen, Sauerland – 3. Juli 1943 auf U-628 nordwestlich von Kap Ortegal, Neufundland ), hatte bis zum 25. Februar schon drei Abschüsse zu verzeichnen. An diesem Tag sichtete um 8:17 Uhr Hasenschar erneut die Schiffe des Konvois, diese befanden sich rund 340 Seemeilen vor Cape Race, Neufundland, und lässt einen Fächer von vier Torpedos abfeuern. Das U-Boot musste anschließend sofort abtauchen, da Sicherungsschiffe die Position lokalisiert hatten. Mindestens einer der Torpedos traf den britischen Frachter SS MANCHESTER MERCHANT ( 7.264 BRT ). Dieses Schiff sank schon nach neunzig Sekunden nach dem Treffer. Eines der Kriegsschiffe, das auf das deutsche U-Boot zueilte war die HMCS MONTGOMERY. Zusammen mit der kanadischen Korvette HMCS ROSTHERN ( K69 ), das Schiff gehörte zur Sicherungsgruppe, konnten der Kapitän, 26 Besatzungsmitglieder und 4 Artilleristen aus dem Wasser gerettet werden. Durch den Torpedoangriff starben von der SS MANCHESTER MERCHANT 30 Besatzungsmitglieder und 6 Artilleristen. Die HMCS MONTGOMERY und die kanadische Korvette brachten die Überlebenden an Land bei St. John´s. Der kanadische Zerstörer wurde ab dem 9. März dem Schiffskonvoi ON 169, gesichert durch die Kriegsschiffe der Eskortier Gruppe B 4, zugeteilt. Schwere See machte den Schiffen zu schaffen und mehrere Frachter wurden von dem Geleitzug getrennt. Am 11. März sichtete U-621, Kommandant Oberleutnant zur See Max Kruschka ( 7. Mai 1919 in Schleswig – 12. April 1948 auf dem Fischerkutter „SENATOR PREDOHL“ ), den britischen Frachter SS BARON KINNAIRD ( 3.355 BRT ) und torpediert den Nachzügler. Erst nach mehreren Fehlschüssen wird das Schiff getroffen, sinkt aber nicht, obwohl auf beiden Seiten sich große Löcher befanden. Auch durch den Beschuss mit der Kanone von dem U-Boot kann das Frachtschiff nicht versenkt werden. U-621 muss abdrehen. Die SS BARON KINNAIRD sinkt erst am 12. März um 10:54 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt gibt es schon keine Überlebenden mehr an Bord des Frachtschiffes. Alle 36 Besatzungsmitglieder und 6 Artilleristen sind tot. Die anderen Schiffe des Konvois wurden in diesen Tagen von deutschen U-Booten gesichtet, kamen aber nicht mehr heran um anzugreifen. Die HMCS MONTGOMERY verlässt am 12. März den Schiffskonvoi und beteiligte sich vom 29. März bis zum 2. April an der Sicherung von SC 124. Die Frachtschiffe können ungehindert den deutschen U-Booten aus den Gruppen „Seeteufel“ und „Seewolf“ ausweichen. Noch am 2. April übernimmt der kanadische Zerstörer den Schiffskonvoi ON 175, gesichert von der Escort Group A 3, und kann diesen bis zum 8. April sicher an die auf Lauer liegenden deutschen U-Boote vorbeibringen. Am 13. April stößt die HMCS MONTGOMERY zu dem Schiffskonvoi ON 176, bestehend aus 46 Frachtschiffen, gesichert durch EG B4. Dieser Konvoi war am Vortag von deutschen U-Booten der Gruppe „Adler“ angegriffen worden. Dabei wurde durch U-188, Kommandant Kapitänleutnant Siegfried Lüdden ( 20. Mai 1916 in Neubrandenburg – 13. Januar 1945 in Kiel ), der britische Zerstörer HMS BEVERLEY ( H64 ), ehemals USS BRANCH ( DD-197 ), und durch U-404, Kommandant Kapitänleutnant Otto von Bülow, der britische Frachter SS LANCASTRIAN PRINCE ( 1.914 BRT ) versenkt. Es gab keine Überlebenden. Die HMCS MONTGOMERY eskortierte den Schiffskonvoi bis zum 17. April. Dann erfolgte vom 16. bis zum 22. Mai die Eskorte für den Konvoi ON 182, vom 32. Mai bis zum 6. Juni der Konvoi HX 242, vom 10. bis zum 13. Juni der Konvoi ON 187, vom 8. bis zum 14. Juli der Konvoi HX 247, vom 18. bis zum 21. Juli der Konvoi ON 192, vom 25. bis zum 26. Juli der Konvoi HX 249 und vom 4. bis zum 7. August der Konvoi ON 194. Alle diese Schiffskonvois können ungehindert den Nordatlantik überqueren, da zu diesem Zeitpunkt keine deutschen U-Boote in diesem Gebiet operieren. Ebenso unbehelligt kann der kanadische Zerstörer vom 14. bis zum 20. August den Schiffskonvoi HX 252, vom 22. bis zum 25. August den Schiffskonvoi ON 197, vom 6. bis zum 7. September den Konvoi SC 141, vom 7. Bis zum 9. September den Konvoi ON 199 südlich um Island herumführen. Vom 16. bis zum 22. September beteiligte sich die HMCS MONTGOMERY an der Sicherung des Schiffskonvois HX 257. Die Schiffe schaffen es unbemerkt an den sich positionierenden deutschen U-Booten vorbei zu schleichen. Genauso ergeht es dem Schiffskonvoi ON 202, gesichert durch EG C 2, der an der Gruppe „Leuthen“, eine Gruppe von 21 deutschen U-Booten, ungesehen vorbeikommt. Die HMCS MONTGOMERY beteiligte sich vom 25. bis zum 28. September an der Sicherung des Schiffskonvois. Der kanadische Zerstörer übernahm dann im Gebiet südlich von Island die Sicherung des Schiffskonvois SC 144 vom 11. bis zum 15. Oktober, gesichert von der Escort Group B 1 und ab dem 22. Oktober die Eskorte über den Schiffskonvoi ONS 20, bestehend aus 52 Transportschiffen, die von der 4. Support Escort Group und ab dem 18. Oktober zusätzlich von der Escort Group B 7 als Unterstützung gesichert wurden, und blieb bis zum 26. Oktober. Dieser Konvoi war ab dem 16. Oktober das Ziel der deutschen U-Boot Gruppe „Schlieffen“. Allerdings ist noch eine Luftsicherung durch Liberator Flugzeuge über dem Konvoi. Diese Sicherung kann erfolgreich den Angriff der U-Boote zusammen mit den Kriegsschiffen der Escort Group B 7 abwehren und dabei mehrere versenken. Die HMCS MONTGOMERY wird nun wieder nach Halifax beordert und übernimmt von hier ab die Sicherung des Schiffskonvois XB 080. Die Schiffe verlassen am 26. Oktober Halifax. Zwei Tage später kann der kanadische Zerstörer den Konvoi beruhigen, dessen Schiffe am 29. Oktober wohlbehalten ihr Ziel in Boston erreichten. Der Zerstörer fuhr nach Halifax zurück. Hier stellte man den Geleitzug SC 146 zusammen. Am 6. November legte der Konvoi, gesichert von der Escort Group B 3, und die HMCS MONTGOMERY ab. Der Zerstörer verließ am 9. November die Transportschiffe und fuhr wieder nach Island. Von hier aus beteiligte sich das Kriegsschiff vom 17. bis zum 22. November an der Sicherung des Schiffskonvois ONS 022, der wohlbehalten Halifax erreichte. Noch am selben Tag verließ die HMCS MONTGOMERY Halifax und eskortierte die Schiffe aus dem Konvoi XB 084 bis nach Boston. Dort liefen sie am 23. November im Hafen ein. Der kanadische Zerstörer kehrte anschließend nach Halifax zurück und übernahm am 2. Dezember den Schiffskonvoi SC 148. Die Transportschiffe legten an diesem Tag ab. Der Zerstörer verließ den Konvoi am 6. Dezember. Für ihn war das die letzte Eskorte von Schiffskonvois. Die HMCS MONTGOMERY kehrte nach Halifax zurück. Hier lag der Frachter SS SPRUCE LAKE von der Bowater Lloyd Company, der zu den britischen Inseln begleitet werden musste. Auf dem Weg dorthin wurde der Zerstörer nach Horta auf den Azoren umgeleitet. Hier warteten die Überlebenden des Zerstörers HMS HURRICAN ( H06 ). Der britische Zerstörer war an der Sicherung des kombinierten Konvois OS 62 und KMS 36 beteiligt. Am 24. Dezember wurde das Kriegsschiff nordöstlich der Azoren durch einen akustischen Torpedo, der von U-415, Kommandant Kapitänleutnant Kurt Neide ( 8. Juli 1916 in Kiel – 22. September 1980 ), abgefeuert worden war, schwer beschädigt. Drei Mannschaftsmitglieder kamen dabei ums Leben. Nachdem die Überlebenden an Bord der HMCS MONTGOMERY waren, ging die Fahrt zu den britischen Inseln weiter. Drei Tage später wurde das Ziel erreicht und die Mannschaft des britischen Zerstörers ausgeschifft. Der kanadische Zerstörer fuhr entlang der britischen Inseln weiter, unterzog sich bei Clyde einer Überholung und legte an der englischen Ostküste im Tyne River an. Hier integrierte man das Kriegsschiff ab dem 23. Februar 1944 in den Reservestatus. Dann stellte man noch im selben Jahr den Zerstörer außer Dienst und strich ihn von der Royal Navy Liste. Am 21. März 1945 verkaufte man den Schiffskörper an Clayton & Davie zum Verschrotten. Ab dem 10. April befand sich dann das Schiff im Schlepptau und wurde zur Breaker Yard in Dunston am Tyne gebracht.    


USS WICKES ( DD-75 )
Commanding Officer
 

LCDR John Sherman Barleon     31. Juli 1918 – 19. September 1919
LCDR William Frederick Halsey, Jr.     19. September 1919 – 15. November 1920 (später FADM)
LCDR Robert Emmett Rogers    15. November 1920 – 10. Oktober 1921
LT Osborne Bennett Hardison    10. Oktober 1921 – 15. Mai 1922 (später VADM)
Außerdienststellung     15. Mai 1922 – 26. April 1930
CDR Henry Thomas Markland    26. April 1930 – 19. Juni 1931
LCDR Henry Poynter Burnett        19. Juni 1931 – 1. Juni 1933
LCDR Ralph Underhill Hyde      1. Juni 1933 – 24. Juni 1936
LCDR Donald Rex Tallman        24. Juni 1936 – 6. April 1937
Außerdienststellung   6. April 1937 – 30. September 1939
LCDR Charles Joseph Stuart    30. September 1939 – 23. Oktober 1940

Unter britischem Kommando

CDR Henry Freston Nash   23. Oktober 1940 – 28. Februar 1941
LCDR William Lavallin Puxley    28. Februar 1941 – 23. Januar 1943
LT Kenneth Innes Hamilton   23. Januar 1943 – Anfang 1944
LT Robert Harrison   Anfang 1944 – 16. Mai 1944
LT John Harry Fowler   16. Mai 1944 – Ende 1944


Am 3. Oktober 1938 lag die USS WICKES in der Marinebasis San Diego, Kalifornien

USS WILEY ( DD-597 )

USS WILEY ( DD-597 )

Biografie

William Wiley

war ein Seemann in der US Navy und diente während des Ersten Barbary Krieges

William Wiley trat am 2. April 1803 in die US Navy ein und wurde an Bord des Schoners USS ENTERPRISE ( 1799 ) versetzt der zum Mittelmeergeschwader gehörte. Schon in dem ersten Dienstjahr beförderte man ihn zuerst zum Bootsmann und danach zum Bootsmannsmaat. Noch bevor die gewagte Aktion von Lieutenant Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 – 22. März 1820 ) begann ernannte man Wiley zum Quartiermeister. Am 16. Februar 1804 nahm er an der Eroberung der amerikanischen Fregatte USS PHILADELPHIA ( 1799 ) im Hafen von Tripolis neben mehreren anderen Freiwilligen teil. Diese Wagemutigen Männer enterten von der Ketsch USS INTREPID aus auf die Fregatte und machten die Piratenbesatzung nur mit Schwertern und Tomahawks nieder. Dann zündeten sie das Schiff an und hielten mit ihren Musketen die Piraten fern die zum löschen der Fregatte übersetzen wollten. Bald danach versetzte man Wiley an Bord der Brigg USS SCOURGE ( 1804 ). Ab dieser Zeit endet die weitere Dokumentation seines Lebens.


USS WILEY ( DD-597 )

Schiffsbiografie

Die USS WILEY ( DD-597 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Seaman William Wiley benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertvierzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington wurde am 10. August 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Charlotte M. Wiley ( 8. Mai 1902 – 12. Mai 1975 ), Ehefrau von Vizeadmiral Herbert Victor Wiley a.D. ( 16. Mai 1891 in Wheeling, Livingston County, Missouri – 28. April 1954 in Pasadena, Los Angeles County, Kalifornien ), taufte am 25. September 1944 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Benjamin Rprince Field III ( 22. Juni 1908 – 1. Februar 1999 ) stellte am 22. Februar 1945 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Bis Ende April 1945 führte die USS WILEY in den Gewässern vor der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien seine Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durch. Anschließend kehrte der Zerstörer nach Bremerton zurück und musste sich in der Puget Sound Naval Shipyard einer genauesten Überprüfung unterziehen. Am 19. Mai verließ das Kriegsschiff Port Angeles, Washington und fuhr zu der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Die USS WILEY lief am 26. Mai in den dortigen Hafen ein. In den Gewässern vor der Hawaiianischen Insel Oahu trainierte der Zerstörer die folgenden drei Wochen. Erst am 13. Juni verließ der Zerstörer die Gewässer und eskortierte auf dem Weg zu den Philippinen den Geleitflugzeugträger USS CAPE GLOCESTER ( CVE-109 ). Beide Schiffe erreichten einen Monat später, am 13. Juli, die San Pedro Bay, Leyte, Philippinen. Noch am selben Tag ging die Fahrt zur philippinischen Insel Luzon weiter. Beide Kriegsschiffe erreichten am 15. Juli die Subic Bay. Hier blieb die USS WILEY und operierte in den philippinischen Gewässern bis zum Ende der ersten Augustwoche. Am 9. August stach der Zerstörer wieder in See und beteiligte sich an der Eskorte einer kleinen Gruppe von Tankern bis nach Okinawa. Dort erlebte das Kriegsschiff am 15. August das Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Von Okinawa aus fuhr die USS WILEY vor die chinesische Küste. Hier schloss sich der Zerstörer an den Operationen der nordchinesischen Truppen an. Es war ein unerbittlicher Kampf um die Vorherrschaft zwischen den kommunistischen und nationalistischen Truppen in den strategisch wichtigen nördlichen Provinzen entbrannt, die einst von den Japanern besetzt gehalten worden waren. In den folgenden drei Monaten führten diese Friedenssicherungen den Zerstörer nach Dairen, Port Arthur, Chefoo, Tsingtao und Chinwangtao. Das Kriegsschiff zerstörte schwimmende japanische Seeminen mit ihren Kanonen und beteiligte sich an der Sicherung der amerikanischen Kreuzer aus der Kreuzer Division 6. Am 8. September sicherte die USS WILEY sowie die Kreuzer eine anlandende amerikanische Friedenstruppe bei Jinsen, Korea. Man löste den Zerstörer wenige Tage später von der Sicherung der Kreuzer ab und gliederte das Kriegsschiff am 12. Oktober in eine Task Force in der sich schnelle Truppentransporter für eine Operation im Golf von Pohai befanden. In der zweiten Oktoberhälfte diente die USS WILEY als Sicherungsschiff für die Flugzeugträger USS ANTIETAM ( CV-36 ) und USS BOXER ( CV-21 ) und als Rettungsschiff für abgestürzte Piloten, während diese routinemäßige Flugoperationen über dem Gelben Meer durchführten. Man zog den Zerstörer am 18. November von dort ab und er fuhr in die nordöstlichen Gewässer Chinas. Hier im Hafen von Taku lag der Schwere Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) vor Anker. Vier Tage später verließ die USS WILEY wieder den Hafen und fuhr nach Jinsen. Hier nahm der Zerstörer Passagiere und Post an Bord und fuhr über Shanghai und Tsingtao nach Taku. In jedem Hafen gingen Passagiere von Bord und der Zerstörer erreichte am 30. November wieder Jinsen. Bis in den Dezember hinein blieb das Kriegsschiff im Fernen Osten und fuhr dann über Guam, Nördliche Marianen und dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands nach Pearl Harbor. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt an die US Westküste weiter. Am 3. Januar 1946 legte die USS WILEY im Hafen von San Francisco, Kalifornien an. Hier erhielt der Zerstörer am 11. März seinen Inaktivierungsbefehl. Das Kriegsschiff wechselte dafür nach San Diego. Hier stellte man den Zerstörer am 15. Mai 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. In dieser blieb das Schiff, während die US Navy sich an vielen Kriegen auf dem Erdball beteiligte. Den Namen USS WILEY ( DD-597 ) strich man am 1. Mai 1968 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 2. April 1970 an die National Metal and Steel Corporation in Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien zum Verschrotten.    


USS WILEY ( DD-597 )
Commanding Officer
 

CDR Benjamin Prince Field III    22. Februar 1945 – 9. August 1946

 

USS WICKES ( DD-578 )

USS WICKES ( DD-578 )

Biografie

Lambert Wickes
* 1735 in Kent County, Maryland
† 1. Oktober 1777 bei den Grand Banks, Neufundland
war ein Captain in der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

Das Haus seiner Familie stand auf Eastern Neck Island. Vor der amerikanischen Revolution war Lambert Wickes Kapitän auf den Handelsschiffen NEPTUN und CERES. Am 28. März 1776 kaufte der Continental Congress eine sechzehn Kanonen führende Brigg und benannte sie in USS REPRISAL ( 1776 ). Im Mai des gleichen Jahres übertrug man Wickes das Kommando über diese Brigg und schickte ihn später in die Schlacht gegen die britische Fregatte HMS ROEBUCK die im Delaware River kreuzte. Lambert Wickes wurde dabei auf der Dienstalters – Liste der Continantal Navy auf Rang 11 geführt. Am 10. Juni 1776 trat der Ausschuss der geheimen Korrespondenz des Kongresses zusammen und übertrug Wickes nach Absprache mit dem Navy Ausschuss den Auftrag mit der USS REPRISAL nach Martinique zu segeln um dort Munition für die Armeen George Washington zu kaufen und gleichzeitig den Passagier William Bingham ( 8. April 1752 – 6. Februar 1804 ) nach Martinique zu bringen der ein Agent der amerikanischen Kolonien war. In der zweiten Junihälfte ließ Wickes die Leinen lösen im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania um über den Delaware River den Atlantischen Ozean zu erreichen. Doch noch bevor die US REPRISAL am 29. Juni den Ozean erreicht hatte, erspähte man im dichten Nebel die amerikanische Brigg USS NANCY ( 1775 ) die Captain Hugh Montgomery kommandierte und aus St. Croix und St. Thomas zurückkehrte. Das Schiff hatte 386 Fässer mit Schießpulver für die amerikanische Armee geladen. Am Horizont erblickte Wickes die Wimpel der britischen Kriegsschaluppen HMS KINGFISHER ( 1770 ) und der Fregatte HMS ORPHEUS ( 1773 ) die der amerikanischen Brigg nachjagten. Captain Montgomery ließ sein Schiff in Ufernähe auf Grund auflaufen um das kostbare Schießpulver von seiner Crew ausladen zu lassen. Captain Wickes ließ sein Schiff bei der Brigg beidrehen um mit seiner Mannschaft bei der Entladung zu helfen. In diesem Augenblick erschien die amerikanische Brigantine USS LEXINGTON ( 1776 ) die unter dem Kommando von Captain John Barry ( 25. März 1745 – 13. September 1803 ) stand. Er übernahm umgehend das Kommando über die Entladung der USS NANCY. Barry ließ von seiner Mannschaft ebenfalls Boote zu Wasser lassen die sie besetzen, um zum einen bei der Bergung des Schießpulvers zu helfen und zum anderen die Briten abzulenken da diese einen größeren Tiefgang hatten und sich nicht in Ufernähe trauten jedoch mit ihren Kanonen auf die USS NANCY schossen. Nachdem am späten Morgen des 29. Juni 286 Fässer Schießpulvers von der USS NANCY geborgen worden waren, ließ Captain Barry an die restlichen Fässer auf der Brigg eine Lunte legen. Diese bestand aus dem Großsegel in dem fünfzig Pfund Schießpulver eingewickelt waren. Der Crew der USS NANCY befahl er die Segel zu setzen, das Schiff zu wenden und in Richtung der britischen Schiffe segeln zu lassen. Bis auf einen Matrosen kehrte die Crew der USS NANCY an Land zurück um die Fässer zu bewachen. Alle anderen Mannschaften begaben sich wieder an Bord ihrer Schiffe und sollten sich in Sicherheit bringen. Dabei wurde der Bruder von Captain Wickes, Third Lieutenant Richard Wickes ( gestorben 29. Juni 1776 ), von einer britischen Kanonenkugel getötet. Der letzte Matrose auf der USS NANCY enterte den Mast auf der Brigg auf und entfernte dort die amerikanische Flagge. Für die Briten war das das Zeichen, das die Amerikaner kapitulieren würden. Sie hatten keine Ahnung was auf der Brigg vor sich gegangen war. Die schon angezündete Lunte brannte vom Deck aus bis in den Lagerraum wo die restlichen Pulverfässer standen. Mit einem Langboot wollten sechs britische Seeleute die USS NANCY entern nachdem sich das amerikanische Schiff inmitten der britischen Schiffe befand. In diesem Augenblick erreichte das Feuer der Lunte das Schießpulver. Der Explosionspilz war in einer Entfernung von vielen Meilen noch zu sehen. Die britischen Seeleute auf dem Langboot wurden durch die Druckwelle hinweg gefegt und starben noch bevor sie begriffen was geschehen war. Auf den britischen Schiffen wurden mehrere Seeleute durch umher fliegende Trümmer getötet oder über Bord geschleudert. Captain Wickes verließ mit der USS REPRISAL am 3. Juli endgültig die Delaware Capes um seinen Auftrag auszuführen. Er kreuzte im Juli vor den Westindischen Inseln und brachte mehrere Prisen auf. Vor der Insel Martinique kam es dann am 27. Juli zu einer unvorhergesehenen Begegnung mit der Kriegsschaluppe HMS SHARK ( 1776 ) wobei beide Schiffe mehrere Breitseiten aufeinander abfeuerten. Captain Wickes schaffte es sich mit seinem Schiff von der HMS SHARK zu lösen und flüchtete ohne nennenswerten Schaden in den Hafen von Martinique. Am 13. September kehrte er wieder nach Philadelphia zurück. Im folgenden Monat, am 24. Oktober 1776, kamen Benjamin Franklin ( 17. Januar 1706 – 17. April 1790 ) sowie sein sechzehnjähriger Enkel William Temple Franklin ( 1762 – 25. Mai 1823 ) an Bord der USS REPRISAL als Passagiere. Benjamin Franklin war zum amerikanischen Botschafter in Frankreich ernannt worden. Sein Enkel war sein persönlicher Sekretär. Auf der Reise nach Europa konnte Captain Wickes zwei britische Briggs aufbringen und erreichte am 29. November Nantes, Frankreich wo seine beiden Passagiere von Bord gingen. Im Januar 1777 ließ Wickes die Segel von der USS REPRISAL setzen, um eine Kreuzfahrt im Golf von Biscaya und in der Mündung des Ärmelkanals auf der Jagd nach britischen Schiffen durchzuführen. Schon am 5. Februar stieß man dabei auf ein britisches Paketboot das Depeschen zwischen Großbritannien und dem verbündeten Portugal transportierte. Nach einem harten 40-minütigem Kampf ergaben sich die Briten. Auf der Seite der Amerikaner wurden zwei Offiziere schwer verletzt und ein Matrose getötet. In den weiteren Wochen dieser Kreuzfahrt gegen die britische Schifffahrt, brachte Captain Wickes noch weitere fünf Prisen auf die er im Hafen von Port Louis, Mauritius zurück ließ. Von Mauritius segelte er mit der USS REPRISAL in den Hafen von Lorient, Frankreich wo er aber von den französischen Hafenbehörden und der französischen Regierung auf Druck Großbritanniens angewiesen wurde den Hafen innerhalb von vierundzwanzig Stunden zu verlassen. Captain Wickes behauptete jedoch das sein Schiff unterhalb der Wasserlinie ein Leck habe was unbedingt repariert werden musste. Dadurch konnte er Zeit gewinnen und die Absichten der französischen Regierung mehrfach durchkreuzen. Im April 1777 erreichten die amerikanischen Brigantinen USS LEXINGTON und USS DOLPHIN ( 1777 ) die Küste Frankreichs. Dort vereinten sie sich mit der USS REPRISAL zu einem Geschwader das unter dem Kommando von Captain Wickes stand. Am 28. Mai wurden die Segel gesetzt und das Geschwader segelte von St. Auzeau aus zur Irischen See. Dort kreuzten die drei amerikanischen Schiffe von Juni bis August. In dieser Zeit nahmen sie innerhalb von fünf Tagen fünfzehn britische Schiffe gefangen. Captain Wickes verließ am 14. September mit der USS REPRISAL Frankreich wo er die USS DOLPHIN wegen Reparaturarbeiten zurück lassen musste. Sein Ziel war Philadelphia. Am 1. Oktober 1777 erreichte die Brigg die Grand Banks bei Neufundland. Dort lief das Schiff auf ein Riff auf und versank augenblicklich in den eisigen Fluten. Von den 129 Besatzungsmitgliedern konnte sich nur der Koch retten.

Zu Ehren von Captain Lambert Wickes wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS WICKES ( DD-75 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS WICKES ( DD-578 ) aus der FLETCHER – klasse.


USS WICKES ( DD-578 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS WICKES ( DD-578 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Captain Lambert Wickes benannt worden war.
Der Zerstörer ist das fünfundneunzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 15. April 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Catherine Young Wickes ( 22. OPktober 1922 in Baltimore City, Maryland – 1. Februar 2001 in Baltimore City, Maryland ), eine Ur-, Ur-Großnichte von Captain Lambert Wickes, taufte am 13. September 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander William Young Allen ( 29. Februar 1908 in San Antonio, Texas – 5. November 1973 , Jr. stellte am 16. Juni 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in New Orleans, Louisiana in den Dienst der US Navy.
Die USS WICKES stach am 13. Juli 1943 in See und fuhr von New Orleans aus in kubanische Gewässer. Drei Tage später wurde die Guantanamo Bay, Kuba erreicht. Hier wurde die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durchgeführt. Erst am 11. August verließ der Zerstörer die karibische Insel und fuhr nach Charleston, South Carolina. In der dortigen Werft unterzog man der Schiffshaut eine genaueste Überprüfung und nahm noch mehrere Änderungen an den Aufbauten vor. Das Kriegsschiff begann dann sich an mehreren Übungen zu beteiligen, die den Zerstörer von Trinidad, Britisch-Westindien bis in die Casco Bay, Maine; Norfolk, Virginia und an die Naval Station Argentia, Neufundland vom 1. September bis zum 6. November führten. An den Tagen, an denen keine Übungen angesetzt worden waren, lag die USS WICKES für Reparaturarbeiten in den Navy Yards von Norfolk und Boston, Massachusetts. Der Zerstörer legte am 6. November in der Boston Naval Shipyard ab und eskortierte zusammen mit dem Schwesterschiff USS BELL ( DD-587 ) den Leichten Flugzeugträger USS CABOT ( CVL-28 ) bis zum Panamakanal. Die drei Kriegsschiffe durchquerten diesen am 15. November und fuhren zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien weiter. In dieser Basis legten sie am 22. November an. Auf der USS WICKES bunkerte man noch am selben Tag frischen Treibstoff, Munition und Proviant und legte wieder ab. Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, wo der Zerstörer am 27. November anlegte. In den folgenden Tagen beteiligte sich das Kriegsschiff in den Hawaiianischen Gewässern an U-Boot- und Flugabwehrübungen. Diese Trainingseinheiten wurden immer wieder unterbrochen. Das Kriegsschiff fuhr den amerikanischen Schiffen entgegen, die von den Kämpfen um die Gilbert Inseln zurückkehrten, und übernahm die Sicherung vor feindlichen U-Booten. Die USS WICKES verließ am 10. Dezember, zusammen mit den Schwesterschiffen USS ISHERWOOD ( DD-520 ) und USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), die Hawaiianischen Gewässer und nahm Kurs auf die Aleuten.
Am 17. Dezember erreichten die drei Schiffe den Hafen Dutch Harbor auf der Aleuten Insel Unalaska. Hier gliederte man die USS WICKES in die Task Force 94 ein, die Rear Admiral Wilder DuPuy Baker ( 22. Juli 1890 in Topeka, Kansas – 10. November 1975 in Bay City, Michigan ) befehligte. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ) und die Zerstörer USS WICKES, USS CHARLES J BADGER, USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY ( DD-521 ), USS YOUNG ( DD-580 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ) und USS PICKING ( DD-685 ), wenn alle Kriegsschiffe anwesend sind. In den folgenden Monaten operierte die USS WICKES zwischen den Inseln der Aleuten. Für den kommandierenden Offizier LCDR William Young Allen und der Schiffsbesatzung schienen die ausgeführten Aufgaben als Ereignislos. Die größten Schlachten mussten sie gegen die Elemente und die trostlose Monotonie schlagen. So verlassen die Schiffe der TF 94 am 2. Januar 1944 Unalaska und fuhren zur Insel Adak. Dort treffen sie zwei Tage später ein. Von hier aus patrouillieren die Kriegsschiffe in den Gewässern rund um Adak Island. Am 17. Januar verlassen sie die Insel und fuhren zur Sand Bay, Great Sitkin Island, Aleuten. Die Insel liegt östlich von Adak und wird noch am selben Tag erreicht. Hier füllte man alle Bunker wieder auf und kehrte am folgenden Tag in die Kuluk Bay, Adak Island zurück. Für eine zweitägige Patrouillenfahrt wird Adak am 20. Januar verlassen. Am 22. Januar sind alle Kriegsschiffe der TF anwesend. Gleich am folgenden Tag verließen die Kriegsschiffe der TF 94 Adak und fuhren in Richtung Westen nach Attu Island, der letzten Aleuteninsel. Die Schiffe erreichten diese Insel am 25. Januar. Schon am folgenden Tag legten sie allerdings wieder ab und begannen bis zum 28. Januar mit Patrouillenfahrten in den Gewässern der Kurilen und waren auf der Suche nach japanischen Schiffen, um die Versorgung auf den dort besetzten Inseln zu verhindern. Die USS WICKES beteiligte sich am 4. Februar an einem Bombardement auf japanische Ziele in der Stadt Kurabazuki an der Südspitze der Insel Paramushiru, Kurilen. Das war das erste Zusammentreffen der amerikanischen Mannschaft mit dem Feind. Anschließend fuhren die amerikanischen Schiffe nach Attu Island zurück. Von hier aus beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Patrouillenfahrten und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Das Kriegsschiff versetzte man dann in der Task Group 94.6, die von Rear Admiral Wilder DuPuy Baker befehligt wurde. In der TG befand sich der Leichte Kreuzer USS RICHMOND und die Zerstörer der DesDiv 97 USS WICKES, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER, USS YOUNG und USS SPROSTON ( DD-577 ), sowie die DesDiv 98 mit USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY, USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ) und USS LUCE ( DD-522 ). Diese Schiffe verließen am 28. Februar Adak und fuhren nach Attu. Hier wurden zwei Tage später die Treibstoffbunker aller Kriegsschiffe nochmals aufgefüllt. Noch am selben Tag legten sie ab und fuhren nach Paramushiru. In den Gewässern wurde wieder patrouilliert und nach japanischen Schiffen gesucht. In der Nacht vom 3. zum 4. März begannen dann die Schiffe der TG mit einem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen bei Suribachi Wan und Kurabi Saki auf Paramushiru. Dieser Angriff kam für die japanischen Verteidiger völlig unerwartet. Die USS LUCE versenkte dabei das japanische Frachtschiff KOKAI MARU ( 2.000 BRT ). In der Nacht vom 4. zum 5. März gerieten die Schiffe der TG 94.6 vor den Kurilen in schweres Wetter und mussten abdrehen. Die USS RICHMOND, USS WICKES, USS ISHERWOOD, USS LUCE, USS KIMBERLY, USS SPROSTON, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER und USS YOUNG wurden dabei beschädigt. Am 5. März liefen die Schiffe der TG 94.6 im Hafen von Attu wieder ein. Hier blieben die Kriegsschiffe und man begann mit den notwendigen Reparaturen. Nach Abschluss dieser Arbeiten beteiligten sich diese Schiffe an Anti-U-Boot Patrouillen. Am 1. April verließ die USS WICKES zusammen mit den Zerstörern USS PICKING, USS KIMBERLY, USS ISHERWOOD und USS SPROSTON Attu und fuhren nach Great Sitkin Island. Hier begannen die Kriegsschiffe mit mehreren Schießübungen. Am 3. April erreichten die Schiffe wieder Attu. Die USS WICKES nahm von hier aus wieder ihre Patrouillen- und Begleitfahrten in den Gewässern der Aleuten auf. Ab Mitte Mai zog man die amerikanischen Kriegsschiffe für die Task Force 94 wieder zusammen. Rear Admiral Ernest Gregor Small ( 5. November 1888 in Waltham, Massachusetts – 27. Dezember 1944 in Brooklyn, New York ) befehligte diesmal diese TF. In diesem Verband befanden sich die Schweren Kreuzer USS CHESTER ( CA-27 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und die Zerstörer USS WICKES, USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY, USS YOUNG, USS LUCE, USS CHARLES J BADGER, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER und USS SPROSTON. Am 24. Mai verließen diese Schiffe Attu und begannen am Morgen des 26. Mai ein Bombardement auf japanische Stellungen auf der Kurilen Insel Paramushiru. Anschließend wechselten die Schiffe zur Kurilen Insel Matsuwa aus der zentralen Inselgruppe und beschossen hier vorgegebene Positionen, wo sich japanische Stellungen befinden sollten. Die Schiffe der TF 94 kehrten kurz danach in die Kulak Bay von Attu Island zurück. Dort bereitete man sie auf den folgenden Einsatz bei den Kurilen vor. Am 10. Juni verließen die Schiffe der TF 94 erneut Attu Island und fuhren zu der Inselgruppe der zentralen Kurilen. Früh am Morgen des 13. Juni lagen sie vor der Insel Matsuwa bereit und begannen ab 5:13 Uhr mit dem Bombardement japanischer Stellungen. Nach einer halben Stunde wurde der Beschuss abgebrochen und die Schiffe der TF verließen wieder die Gewässer der Kurilen Insel. Nach mehreren Patrouillenfahrten in den Gewässern zwischen den Aleuten und den Kurilen kehrten die Kriegsschiffe der TF 94 in ihre Operationsbasis zurück. Hier bunkerten sie frischen Brennstoff und man füllte die Munitionsvorräte auf. Am 24. Juni legten sie in der Kuluk Bay ab und fuhren erneut zu den Kurilen. Doch diesmal lag man zwei Tage später vor der Insel Paramushiru. Die amerikanischen Schiffe fanden beim Eintreffen vor dieser Insel einen dicken Nebel vor, in den sie gehüllt war. Die Sichtweite betrug unter zweihundert Meter. Trotzdem beschossen die amerikanischen Kriegsschiffe die feindlichen Stellungen bei Suribachi Wan und Kurabi Saki nach den Vorgaben der Zielkoordinaten. Noch am selben Tag verließen allerdings die amerikanischen Schiffe wieder Paramushiru und legten am 28. Juni in der Kuluk Bay an. In dem nun folgenden Monat begann man auf der USS WICKES mit mehreren Trainingsübungen für die nächste Fahrt zu den Kurilen. Dazu gliederte man den Zerstörer Ende Juli in die Task Force 94 ein. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS CONCORD ( CL-10 ) und USS TRENTON ( CL-11 ) und die Zerstörer USS WICKES, USS KIMBERLY, USS YOUNG, USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING, USS ROWE ( DD-564 ), USS SMALLEY ( DD-565 ), USS STODDARD ( DD-566 ) und USS WATTS ( DD-567 ). Am 1. August verließen diese Schiffe die Kulak Bay und fuhren zu den Kurilen. Am folgenden Tag befanden sie sich auf dem Weg zur Insel Matsuwa, um dort feindliche Stellungen zu beschießen. Die USS WICKES war für die Operation als Radarvorwarnposten eingeteilt worden und sollte alle anderen Kriegsschiffe vor feindliche Luftangriffe warnen. Da erschien am Himmel ein zweimotoriger japanischer Bomber vom Typ Mitsubishi G4M. Die Geschützmannschaften des Zerstörers waren die Ersten, die auf dieses Flugzeug schossen. Gleich danach schlug diesem Flugzeug ein weiterer Hagel von Luftabwehrgeschossen entgegen. Der Bomber konnte zwar unbeschadet entkommen, schaffte es aber nicht seine mitgeführte Bombe ins Ziel zu bringen. Das war das einzige nennenswerte Ereignis auf dieser Patrouillentour, da vor der Kurileninsel sich schlechtes Wetter zusammenbraute und sich ständig feindliche Aufklärungsflugzeuge in der Luft befanden. Das Bombardement auf die Insel Matsua wurde daher abgesagt und die Schiffe kehrten nach Attu zurück. Die USS WICKES legte am 4. August in der Massacre Bay, Attu an. Der Einsatz des Zerstörers, in einem der schwierigsten Einsatzgebiete auf der Welt, endete am 7. August. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff Adak und fuhr zusammen mit der USS WILLIAM D PORTER und der USS YOUNG nach San Francisco, Kalifornien. Die Zerstörer fuhren am 16. August in den dortigen Hafen ein und wurde am Pier 36 festgemacht. Wenige Stunden später wechselte die USS WICKES in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien und unterzog sich dort einer Überholung. Dabei wurden kleinere Reparaturen an den Aufbauten und Einrichtungen durch die Arbeiter der Matson Navigation Company, unter der Aufsicht des stellvertretenden Industriemanagers von der Werft, ausgeführt. Zusätzlich zu den Arbeiten erhielt die USS WICKES das neue Tarnmuster Nummer 32, das Beobachter hinsichtlich des Kurses und der Geschwindigkeit des Schiffes verwirren sollte. Die Arbeiten waren am 29. August abgeschlossen. An diesem Tag legte die USS WICKES in der Mare Island Naval Shipyard ab und fuhr nach Pearl Harbor, wo der Zerstörer am 4. September anlegte. In den folgenden Tagen beteiligte sich der Zerstörer an der Unterstützung von Landungsübungen auf den Lahaina Roads auf Maui. Damit sollte sich das Kriegsschiff auf seinen kommenden Einsatz vorbereiten. In den Tagen, an denen die USS WICKES nicht auf Hoher See war, lag der Zerstörer längsseits zu dem Zerstörer Tender USS YOSEMITE ( AD-19 ). Hier erhielt das Kriegsschiff zusätzliche Radarausrüstung installiert, um sich auf die geplante Rolle als U-Jagdschiff vorzubereiten. Am 15. September legte die USS WICKES in Pearl Harbor wieder ab und gehörte der Task Group 33.2 an. In dieser TG befand sich außerdem noch das Amphibische Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ). Ziel der beiden Schiffe war die Insel Yap in den Karolinen. Nach zehn Tagen Fahrt, erreichte man am 25. September das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. In den beiden folgenden Tagen werden die Treibstoff- und Proviantbunker aufgefüllt. Die USS WICKES und USS ROCKY MOUNT nahmen am 28. September ihre Fahrt wieder auf und erreichten am 3. Oktober Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Unterwegs dorthin überquerte die USS WICKES zum ersten Mal den Äquator. Veränderte Anforderungen führten jedoch zur Annullierung der Invasion der Insel Yap. Somit blieb der Zerstörer in dem natürlichen Tiefseehafen und wurde der 7. US Flotte zugeteilt. Diese Flotte war für den Angriff auf die philippinische Insel Leyte vorgesehen. An der USS WICKES führte man in den folgenden Tagen allgemeine Instandhaltungsarbeiten durch und die Mannschaft absolvierte eine Ausbildung zur Bekämpfung von feindlichen U-Booten. Man integrierte den Zerstörer für die Operation „King II“ in die Task Group 79.4, der Transport Attack Group „Baker“. In dieser TG befand sich außerdem das Schwesterschiff USS TWIGGS ( DD-591 ). Diesen natürlichen Hafen verließen die Schiffe der Task Group 79.4 am 14. Oktober und eskortierten zusammen mit den Schiffen der TG 79.2 und TG 79.3 die Geleitflugzeugträger aus der Task Undergroup 77.4.1 bis nach Leyte. Die vorgegebenen Positionen im Golf von Leyte erreichten die Schiffe planmäßig am 20. Oktober. Auf dem Weg dorthin sicherten die Zerstörer die Träger vor feindliche Luftangriffe. Die USS WICKES übernahm in der Mitte des Golfs ihre zugewiesene Radarvorwarnstation und ihre Aufgaben als Radar- und Jagdüberwachungsschiff. Während des Nachmittags am 20. Oktober konnten die Geschützmannschaften des Zerstörers eine Mitsubishi A6M abschießen. In den folgenden vier Tagen blieb der Zerstörer auf seiner Station, als die Invasion von Leyte, der erste Schritt zur Befreiung der Philippinen, begonnen hatte. Von dem Kriegsschiff wurden sehr häufig japanische Flugzeuge, besonders in dem Gebiet in dem sich die Landungstransporter sammelten, gemeldet. Keines dieser Flugzeuge kam aber in die Reichweite der Geschütze des Zerstörers. Sogar am 22. Oktober stellte man auf der USS WICKES einen guten Schallkontakt her. Umgehend wurde ein Muster an Wasserbomben abgeworfen, das aber kein positives Ergebnis brachte. Der Zerstörer erlebte dann in der Nacht vom 24. zum 25. Oktober aus einem weit entfernten Standpunkt die Schlacht an der Surigao Straße. Das Engagement der Amerikaner muss auch aus dieser Ferne aufregend gewesen sein. Man stellte am Abend des 25. Oktober zwölf Panzerlandungsschiffe in der Task Undergroup 79.14.9 zusammen, die nach Manus eskortiert werden mussten. Diese Eskorte übernahm die USS WICKES zusammen mit der USS TWIGGS. Am Morgen des 26. Oktober verließen die Schiffe dieser TU Leyte und fuhren zuerst zu der Insel Mios Woendi wo ein amerikanischer Marinestützpunkt war und wurden dort betankt. Danach ging die Fahrt nach Manus weiter. Im Seeadler Harbor legten die Schiffe dann am 1. November an. Von hier aus wechselte die USS WICKES zu der Schouten Insel Noemfoor Island, Neuguinea. Hier integrierte man den Zerstörer zusammen mit den Zerstörern USS CHARLES J BADGER und USS LUCE in die Task Group 79.15. Die Kriegsschiffe eskortierten ab dem 4. November Truppentransporter und Frachtschiffe als Nachschub nach Leyte, die auf der Insel beladen worden waren. Der Schiffskonvoi traf am 18. November ein. Die Truppentransporter und Frachtschiffe wurden sofort entladen. Gleich danach verließen die Schiffe der TG 79.15 die philippinische Insel und fuhren nach Manus Island. Hier trafen sie am 25. November ein. Drei Tage später verließ die USS WICKES wieder den Seeadler Harbour und fuhr nach Torokina, Bougainville, Salomonen. Auf dem Weg dorthin eskortierte das Kriegsschiff zusammen mit der USS CHARLES J BADGER und USS LUCE Truppentransportschiffe der Transport Division 38. Die Zerstörer beteiligten sich an der Eskorte dieser Transportschiffe zuerst nach Finschhafen. Die Schiffe liefen am 29. November in diesen Hafen ein. Hier mussten sich noch weitere Truppen an Bord der Truppentransporter einschiffen. Dann ging die Fahrt weiter und man legte am 1. Dezember im Hafen von Torokina, Kaiserin Augusta Bay an. Die USS WICKES und die beiden anderen Zerstörer blieben bis zum 15. Dezember in den Gewässern vor der Kaiserin Augusta Bay und patrouillierten dort. Am nächsten Tag begann die Fahrt nach Manus Island. Auf dem Weg dorthin beteiligten sich alle drei Kriegsschiffe im Huon Golf an einer amphibische Landungsübung, die zur Vorbereitung auf die Landungen im Lingayen Golf galt. Am 21. Dezember legte der Schiffsverband im Seeadler Harbour an. Hier verbrachten die Schiffsbesatzungen das Weihnachtsfest und füllten alle Bunker auf den Kriegsschiffen nach den logistischen Anforderungen auf. Für die Operation „Mike I“ versetzte man die USS WICKES in die Task Undergroup 79.11.3, wo der Zerstörer einen Radarvorwarnposten einnahm. Innerhalb dieser Gruppe sollten die Tractor Groups „Able and Baker“ gesichert werden. Dies war ein neuartiges Fighter Director Team das im Seeadler Harbour übernommen worden war. Am 27. Dezember legten die Schiffe der TG 79.11 wieder ab und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Dazu durchquerten sie den Golf von Leyte, der Surigao Straße, der Mindoro See und der Sulu See zum Lingayen Golf. Während der Fahrt wurden die Kriegsschiffe der TG fast ununterbrochen am Tag und in der Nacht von Kamikazepiloten angegriffen. Aber selbst diese verzweifelten Versuche, die bevorstehende Invasion abzuwenden, konnten die riesige Angriffsflotte aber nicht aufhalten. Die Mannschaft der USS WICKES erwies sich als außerordentlich geschickt in der Leitung von amerikanischen Jagdflugzeugen. Immer wenn sich eine neue japanische Flugzeugangriffswelle näherte, waren bereits Abfangjäger in der Luft und stürzten sich auf den Feind. Am Morgen des 8. Januar konnten so vier Nakajima Ki44 Kampfflugzeuge in den Gewässern vor Luzon abgeschossen werden. Die Geschützmannschaften des Zerstörers schossen selber auf dieser Fahrt nicht auf eines der Flugzeuge. Erst am 9. Januar im Golf von Lingayen, als zwei feindliche Kamikazekämpfer das Kriegsschiff angriffen, erst dann schossen sie, konnten die beiden aber nur vertreiben. Am Abend desselben Tages verließ die USS WICKES mit ihren Schützlingen die Küste von Luzon, nachdem diese entladen waren, und sicherte diese. Am Morgen des 10. Januar, etwa eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang, kam ein japanisches Flugzeug ganz dicht über dem Wasser auf den Zerstörer zugeflogen und ließ eine Bombe fallen, die in der Nähe der Steuerbordseite des Kriegsschiffes explodierte. Fünfzehn Mannschaftsmitglieder an Deck wurden durch die umherfliegenden Bombensplitter verwundet und das Schiff erhielt mehrere kleine Löcher. Dies geschah rund 60 Seemeilen Westsüdwest vor Cape Bolinao. Dieser Kontakt mit dem Feind und der leichte Schaden, den der Angreifer angerichtet hatte, konnten den Zerstörer nicht aus dem Bereich der philippinischen Inseln vertreiben. Die USS WICKES sicherte auf der Fahrt in den Golf von Leyte die entladenen Landungsschiffe und begann ab dem 13. Januar im Golf mit U-Boot Patrouillen. Das Kriegsschiff führte diese bis zum 25. Januar durch. An diesem Tage vervollständigte man die Munitionsvorräte und Brennstofftanks auf dem Zerstörer und gliederte am folgenden Tag ihn in die Task Group 78.3 ein die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS WICKES, USS SPROSTON, USS YOUNG, USS LUCE, USS PICKING, USS CHARLES J BADGER und USS NICHOLAS ( DD-449 ), die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ) und ein weiterer, die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision in der Nähe von San Felipe an Land. Die angelandeten Soldaten stießen auf keinen Widerstand und forderten in den beiden folgenden Tagen kein Bombardement an. Am 30. Januar erfolgte eine weitere Landeoperation, diesmal auf Grande Island in der Subic Bay, und die USS WICKES stand für den Beschuss des Küstengebietes in Bereitschaft. Nach dem Entladen der Transportschiffe eskortierten die Zerstörer auf diese wieder bis zum Leyte Golf. Die USS WICKES blieb in den beiden folgenden Wochen in der Subic Bay und operierte in den dortigen Gewässern. In dieser Zeit führte das Kriegsschiff einen Begleitdienst durch und sicherte einen Schiffskonvoi aus Landungsbooten bis nach Mindoro und zurück. In der Zwischenzeit wurden Vorbereitungen für die Angriffe auf Bataan und Corregidor getroffen. Diese beiden Inseln waren der Schauplatz der demütigenden Katastrophe für die Vereinigten Staaten und ihrer philippinischen Verbündeten drei Jahre zuvor. Für die Landung der alliierten Soldaten auf Corregidor wurde die USS WICKES zur Unterstützung in die Task Group 78.3, die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) befehligte, versetzt. In dieser TG befand sich der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND, die Zerstörer USS WICKES, USS PICKING, USS YOUNG, USS NICHOLAS, USS CONWAY ( DD-507 ), USS EATON ( DD-510 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS CONVERSE ( DD-509 ), USS FRAZIER ( DD-607 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS RADFORD ( DD-446 ), USS O´BANNON ( DD-450 ) und USS TAYLOR ( DD-468 ), die Schnellen Truppentransporter USS KILTY, USS CROSBY, USS SCHLEY und USS MANLEY ( APD-1 ). Diese Kriegsschiffe legten am 13. Februar in Leyte ab und eskortierten 62 Landungsschiffe, die 5.300 Soldaten des 151. RCT und des 34. RCT der 38. Infanteriedivision transportierten.  Da befand sich die USS WICKES zusammen mit dem Schwesterschiff USS YOUNG an diesem Tag schon vor Ort und begannen die Suche nach Seeminen vor den Landungsgebieten. Am 15. Februar begann der Angriff auf Mariveles Harbor, Bataan und am folgenden Tag auf der Insel Corregidor. Bei Sonnenuntergang unterstützten die beiden Zerstörer die leicht gepanzerten Minensucher. Die Schiffe zogen sich mit dem Beginn der Nacht aus diesem Seegebiet zurück und erreichten am nächsten Morgen wieder ihr Einsatzgebiet. Als die Schiffe in das Seegebiet zwischen Corregidor und den Carabao Inseln bei ihrer Minensuche vordrangen, begannen japanische Küstenbatterien, die auf den Inseln und auf Caballo stationiert waren, Granaten auf die Minensuchschiffe und deren Sicherungsschiffe abzufeuern. Die beiden Zerstörer begannen mit einem gezielten Gegenbombardement, um die feindlichen Küstenbatterien auszuschalten. An dem Feuergefecht nahmen immer mehr Zerstörer und Kreuzer teil. Aber die Waffen der USS WICKES hatten im Vorfeld schon durch gezieltes Feuer die feindlichen Stellungen genau und effektiv vernichtet. Dies trug zum erfolgreichen Schutz der Minensuchboote bei. Diese konnten für den Rest des Tages ihre Arbeit ungestört weiterführen. Allerdings war die USS WICKES, als auch die USS YOUNG, gerade noch so mehreren Volltreffern entkommen. Die japanischen Granaten waren nicht weit von den beiden Zerstörern auf dem Wasser aufgeschlagen. Am Morgen des 15. Februar beschoss die USS WICKES kurz vor Landung amerikanischer Soldaten japanische Stellungen im Mariveles Harbour, Mariveles Bay, Luzon. Der Zerstörer stand dann bereit, um die anlandenden Truppen zu unterstützen. Als sich aber keine Gegenwehr abzeichnete, begann das Kriegsschiff in der Bay mit der Suche nach feindlichen U-Booten. Während des gesamten Tages bombardierten die Kreuzer und Zerstörer der 7. US Flotte, unterstützt von Flugzeugen, japanische Stellungen auf Corregidor. Zwischen 4:00 Uhr und dem beginnenden Tageslicht am 16. Februar, fuhr die USS WICKES zusammen mit der USS YOUNG und der USS PICKING, um „Selbstmordboote“ abzufangen die in den Mariveles Harbour eingedrungen sein sollen. Mit dem Tageslicht erkannte man von den Zerstörern aus viele treibende Minen, aber keine „Selbstmordboote“. Die Geschützmannschaften der USS WICKES zerstörten eine der gesichteten Mine und wollten gerade eine weitere unter Beschuss nehmen, als die zu sichernden Minensuchboote eintrafen und den Zerstörer von dieser Aufgabe befreiten. Die USS WICKES führte dann eine weitere Bombardierung einer Küstenregion durch. Diesmal waren es Strände auf Corregidor. Über diesen Strand sollten Fallschirmjäger abspringen und landeten auf der Spitze der Insel, als Teil eines facettenreichen Angriffs, der darauf abzielte, die dort stationierten japanischen Einheiten zu vernichten. Als die Landung begann, feuerten feindliche Kanonen aus Höhlen der felsigen Insel. Die USS WICKES antwortete umgehend mit ihren Granaten und feuerte diese auf die gegnerischen Stellungen auf Corregidor und den Caballo Inseln. Für den Rest des Tages versuchte man von dem Zerstörer aus, den Gegner auf Caballo in der Deckung zu halten. Am späten Nachmittag des 16. Februar wurde die USS WICKES sowie die USS YOUNG und USS PICKING von ihrer Pflicht befreit. Die Zerstörer fuhren in die San Pedro Bay, Leyte. Hier machten sie zu einem Zerstörer Tender längsseits und unterzogen sich mehreren Reparaturen. Diese waren mit dem bunkern von Munition, Proviant und Treibstoff am 2. März abgeschlossen. An diesem Tag stach die USS WICKES, zusammen mit den Schwesterschiffen USS LUCE und USS CHARLES J BADGER, wieder in See eskortierte die beiden Schweren Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) zum Atoll Ulithi, Karolinen. Von dort kehrten die drei Zerstörer nach Leyte    zurück und liefen am 10. März in der San Pedro Bay ein. Noch am selben Tag nahm die USS WICKES an den beginnenden Landeübungen im Leyte Golf, mit den Einheiten die der Zerstörer sichern sollte, teil, die für die nächste Operation, zur Eroberung der japanischen Insel Okinawa, festgelegt worden waren. Außerdem gehörten Übungen zum Löschen von brennenden Schiffen und die ASW-Patrouillen im Bereich der Transportschiffe. Die anderen Kriegsschiffe der Task Force 51 probten die Landung auf dem Atoll Ulithi und kehrten am 19. März zur San Pedro Bay zurück. Die USS WICKES gliederte man in die Task Group 51.7, der Tractor Group „George“. Nachdem die Bunker auf dem Zerstörer mit Munition, Proviant und Treibstoff aufgefüllt waren und sich eine zusätzliche Ausrüstung für ein neues Fighter – Director – Team an Bord befand, verließ das Kriegsschiff am 19. März die San Pedro Bay. Am 26. März erreichte der Zerstörer die Kerama Retto Inseln, die unbedingt für den reibungslosen Nachschub sowie der Reparatur von defekten Kriegsschiffen benötigt wurden, und sollte auf der Insel Yakabi Shima mit dem Bombardement feindlicher Ziele in der Küstenregion die Landungseinheiten unterstützten. Aber es gab auf der Insel keine Verteidiger. Dadurch konnte die USS WICKES früher wie geplant ihre Radarüberwachungsstation einnehmen, die der Zerstörer bis zum 4. April behielt. Dann erhielt das Kriegsschiff die unterschiedlichsten Aufgaben vor Okinawa gestellt. So war es auf weiteren Radar- und Kampüberwachungsstationen eingesetzt. Die Leitstelle für die Kampfüberwachung kommandierte Lieutenant ( jg ) James R. Baumgartner (USNR). Durch diese Leitstelle, die die eingesetzten Kampfpiloten an den Feind heranführte, konnten am 6. April, von 42 angreifenden feindlichen Flugzeugen, acht abgeschossen und vier weitere schwer beschädigt werden. Dann, am 22. April, übernahm die USS WICKES den Radarüberwachungsstation Nummer 14, diese lag etwa 70 Seemeilen nordwestlich von Okinawa, und führte US Navy Kampfpiloten vom Yontan Flugfeld zu einem großen Überfall auf einen japanischen Flugplatz im Norden der Insel. Die amerikanischen Piloten konnten sechsundzwanzig feindliche Maschinen am Boden zerstören, zwei aufsteigende Flugzeuge abschießen und vier weitere beschädigen. Das war bis dahin der größte Erfolg, um eventuelle Kamikazeflugzeuge noch vor dem Abheben auszuschalten. Von dem Zerstörer setzte am 4. Mai das Fighter – Director – Team auf den Zerstörer USS GAINARD ( DD-706 ) über. Die USS WICKES erhielt nun die Aufgabe einen Flugabwehrschirm für die Transportschiffe vor dem Strand von Hagushi im Nordwesten der Insel aufzubauen und gleichzeitig diese Schiffe vor feindlichen U-Booten zu schützen. Das Kriegsschiff überwachte auch die Betankungsvorgänge dieser Transportschiffe. Anschließend fuhr die USS WICKES zu den Kerama Retto Inseln und musste hier sich einer Phase der dringend notwendig gewordenen Instandhaltung ihrer Kessel unterziehen. In den 51 Tagen, in denen der Zerstörer im Kampfeinsatz vor Okinawa war, beteiligte sich das Kriegsschiff an vierzehn Luftabwehrkämpfen. Vier Mal war der Zerstörer das begehrte Objekt von Kamikazepiloten. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes konnten fünf feindliche Flugzeuge abschießen. Zwei der abgestürzten Kamikazeflugzeuge schlugen sehr nah am Schiff auf dem Wasser auf, so dass durch die verursachte Explosion der Flugzeuge mehrere Splitter auf das Heck des Zerstörers fielen. Doch diese verursachten keinen Schaden. Ein anderer Kamikazepilot versuchte die USS WICKES zu torpedieren, aber der Sprengkörper verfehlte sein Ziel. Möglicherweise hat der Zerstörer auch das Krankenhausschiff USS RELIEF ( AH-1 ) vor größerem Schaden bewahrt. Ein Kamikazepilot hatte sich dieses Schiff als Zielobjekt ausgesucht, aber die Geschützmannschaften konnten das feindliche Flugzeug noch rechtzeitig abschießen. Bis zum 10. April patrouillierte die USS WICKES allein und ohne Unterstützung auf ihrer Radarvorwarnstation. Ab dem folgenden Tag befand sich immer ein Landungsboot oder ein anderer Zerstörer in der Nähe des Kriegsschiffes. Andere zufällige Ereignisse, die während des Einsatzes vor der hart umkämpften Insel Okinawa auftraten, war die Rettung von fünf Mannschaftsmitgliedern von dem Schnellen Truppentransporter USS DICKERSON ( APD-21 ), die sich auf ein Floß retten konnten; einem abgestürzten amerikanischen Kampfpiloten, der seine Basis auf dem Flugzeugträger USS BENNINGTON ( CV-20 ) hatte; und eine Treibmine konnte mit Schüssen zur Explosion gebracht werden. Bemerkenswerterweise erlitt der Zerstörer im Gegensatz zu seinen Schwesterschiffen, die durch die selbstmörderischen Kamikazepiloten schwere Schäden und Verluste an Mannschaftsmitgliedern zu beklagen hatten, nur drei leicht Verletzte Mannschaftsmitglieder aufweisen konnte. Diese drei erlitten ihre Verletzungen durch ein Flugzeug, das das Schiff gestriffen hatte. Die USS WICKES verließ am 15. Mai die Gewässer vor Okinawa und fuhr zum Atoll Ulithi, während die Kämpfe auf der Insel weitergingen. Der Zerstörer eskortierte dabei einen Schiffskonvoi, bestehend aus Landungs- und Versorgungsschiffen, zum Atoll. Der Schiffskonvoi erreichte am 21. Mai Ulithi. Hier ging der Zerstörer längsseits zu dem Zerstörer Tender USS PRAIRIE ( AD-15 ). Innerhalb der nächsten zehn Tage wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt. Außerdem sollte die Mannschaft des Kriegsschiffes eine Pause erhalten nach den vielen Tagen der Anspannung vor Okinawa. Nach Abschluss der Arbeiten bunkerte man frischen Proviant, Munition und Treibstoff. Am 7. Juni stach das Kriegsschiff wieder in See und eskortierte einen langsamen Schiffskonvoi. Das Ziel war Okinawa, welches am 13. Juni erreicht wurde. Der Zerstörer nahm ein Fighter – Director – Team an Bord und verließ gleich nach der Ankunft den Schiffskonvoi. Das Kriegsschiff begab sich in Begleitung von drei anderen Zerstörern auf die vorgegebene Radarvorpostenstation. Jetzt fanden die meisten feindlichen Luftangriffe nur noch in der Nacht statt. Auf der Radarvorpostenstation blieb die USS WICKES nur für zehn Tage. Am 23. Juni übernahm das Kriegsschiff, zusammen mit den Schwesterschiffen USS PICKING und USS HALL ( DD-583 ), als Eskorte einen langsam fahrenden Schiffskonvoi und begleitete diesen bis nach Saipan, Nördliche Marianen. Der Schiffskonvoi erreichte am 29. Juni die Insel. Noch am selben Tag verließen die drei Zerstörer die Insel und fuhren in Richtung Pearl Harbor. In die amerikanische Marinebasis liefen sie am 7. Juli ein. Hier bunkerte man frischen Treibstoff. Am folgenden Tag verließ die USS WICKES zusammen mit den Zerstörern USS PICKING, USS SPROSTON, USS HALL und dem Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) Pearl Harbor und fuhr nach San Francisco. Alle Schiffe erreichten am Morgen des 14. Juli die Mare Island Naval Shipyard und gingen zum Marinemunitionsdepot längsseits. Hier entlud man auf alle fünf Kriegsschiffen die Munition. Nach Abschluss der Arbeiten fuhr die USS WICKES nach Hunters Point und machte dort bei Sonnenuntergang am Pier fest. Siebenundvierzig Tage Überholung lagen nun vor dem Kriegsschiff. Zwei Tage nach der Ankunft der Kriegsschiffe wurde die DesRon 49 aufgelöst und die USS WICKES gliederte man in die DesRon 58. Während der Überholungsarbeiten endete am 15. August der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die Bedingungslose Kapitulation Japans. Die Überholung des Zerstörers war am 31. August abgeschlossen. Aber mit dem Ende des Krieges wurde sehr schnell klar, dass man mit den massiven Schiffsbauprogrammen, die während der Feindseligkeiten durchgeführt worden waren, ein Überschuss an Kriegsschiffen für den erwarteten Nachkriegsbedarf vorhanden war. Neben der Stilllegung und Verschrottung vieler älterer Flotteneinheiten, wurden auch einige der neueren Kriegsschiffe außer Dienst gestellt und in die Reserve versetzt. Die USS WICKES führte nach der Überholung ab Anfang September den Herbst und den Winter über Auffrischungsübungen entlang der kalifornischen Küste durch. Doch die Karriere des Kriegsschiffes währte nur kurz und es blieb nicht von dem Schicksal anderer Schiffe verschont. Der Zerstörer wurde am 20. Dezember 1945 außer Dienst gestellt. Man fand für das Kriegsschiff auch mit dem Beginn des Koreakrieges keine Verwendung, so wie man viele andere Schwesterschiffe wieder reaktivierte. So blieb das Kriegsschiff über Jahrzehnte in Reserve. Man strich am 1. November 1972 den Namen USS WICKES ( DD-578 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen und dem Umbau zum Seeziel, wurde der ehemalige Zerstörer am 8. April 1974 für Kampfmitteltests versenkt.     


USS WICKES ( DD-578 )
Commanding Officer
 

LCDR William Young Allen Jr.    16. Juni 1943 – 25. Juli 1944  (später RADM)
CDR James Barton Cresp        25. Juli 1944 – 20. Dezember 1945

 

USS SPROSTON ( DD-173 )

USS SPROSTON ( DD-173 )

Biografie

John Glendy Sproston
* 14. August 1828 in Maryland
† 8. Juni 1862 im St. Johns River, Florida
war ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges

John Glendy Sproston war der älteste Sohn von George Saxon Sproston, einem US Navy Arzt, und Jane Glendy, der Tochter des Reverend John Glendy der ein ehemaliger Kaplan des Senats der Vereinigten Staaten war. Der junge Sproston absolvierte im Jahre 1846 die United States Naval Academy. Anschließend versetzte man ihn zum Pazifik Geschwader das während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieg an der kalifornischen Küste Mexikos operierte. Im Jahre 1854 war Sproston an der Expedition nach Japan beteiligt die von Commodore Matthew Calbraith Perry ( 10. April 1794 – 4. März 1858 ) geleitet wurde. Nach dem Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges kommandierte Sproston die Dampffregatte USS POWHATAN ( 1850 ) für kurze Zeit. Danach setzte man ihn als Exekutive Officer auf dem Kanoneboot USS SENECA ( 1861 ) ein. Während der Schlacht um Port Royal, South Carolina die vom 3. bis zum 7. November 1861 dauerte, richtete und feuerte Lieutenant Sproston persönlich viele der 11-Zoll Geschütze auf dem Kanonenboot ab. Die Geschützcrew auf dem Schiff war noch nicht vollständig im Gebrauch der Geschütze ausgebildet. Am 8. Juni 1862 kam Lieutenant Sproston bei der Verfolgung und Vernichtung eines konföderierten Piraten auf dem St. Johns River, Florida ums Leben. John Glendy Sproston begrub man neben seinem Vater auf dem Green Mount Friedhof in Baltimore, Maryland.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Lieutenant John Glendy Sproston bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS SPROSTON ( DD-173 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS SPROSTON ( DD-577 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS SPROSTON ( DD-173 )

Schiffsbiografie

Die USS SPROSTON ( DD-173 ) war das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Lieutenant John Glendy Sproston benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunundneunzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Union Iron Works in San Francisco, Kalifornien wurde am 20. April 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. George J. Dennis taufte am 10. August 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Allan Gustavus Olson ( 8. Januar 1885 in Chicago, Cook County, Illinois – 1. September 1976 in Chula Vista, San Diego County, Kalifornien ) stellte am 12. Juli 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS SPROSTON verließ nach der Endausrüstung die kalifornische Küste und führte die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt zu der amerikanischen Marinebasis auf Oahu, Pearl Harbor, Territorium Hawaii durch. Anschließend kehrte das Kriegsschiff an die US Westküste zurück und fuhr in seinen neuen Heimathafen San Diego, Kalifornien. Hier gliederte man im Herbst die USS SPROSTON in die Pazifikflotte ein.
Im Dezember lag der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS HOGAN ( DD-178 ), USS O´BANNON ( DD-177 ) und USS RENSHAW ( DD-176 ), die der Zerstörer Division 22 angehörten, sowie die aus der CLEMSON – Klasse stammende USS CHAUNCEY ( DD-296 ), welcher noch das einzige aktive Mitglied der Zerstörer Division 32 war. Doch schon im neuen Jahr 1920 standen der USS SPROSTON einige Veränderungen bevor. So rüstete man den Zerstörer zu einem Leichten Minenleger um und klassifizierte ihn am 17. Juli 1920 um. Das Kriegsschiff erhielt an diesem Tag die Kennung ( DM-13 ). Die USS SPROSTON wechselte nun vollends nach Pearl Harbor und beteiligte sich dort an den Ausbildungsübungen. Von der Marinebasis aus operierte der Leichte Minenleger bis 1922. Am 15. August 1922 stellte man das Kriegsschiff in Pearl Harbor außer Dienst und versetzte es in die Reserveflotte. Am 1. Dezember 1936 strich man den Namen USS SPROSTON ( DM-13 ) von der US Navy – Liste und versenkte den Schiffskörper am 20. Juli 1937 als Seeziel vor der kalifornischen Küste.    


USS SPROSTON ( DD-173 )
Commanding Officer

LCDR Allan Gustavus Olson    11. Juli 1919 – 21. August 1919
CDR Daniel Aloysius McElduff    21. August 1919 – 30. Juli 1920
LCDR Charles Clifton Moses    30. Juli 1920 – 24. Juni 1921
LCDR Earl Harrison Quinlan    24. Juni 1921 – 14. Oktober 1921
CDR Reuben Lindsey Walker    14. Oktober 1921 – 5. August 1922

USS SPROSTON ( DD-577 )

USS SPROSTON ( DD-577 )

Biografie

John Glendy Sproston
* 14. August 1828 in Maryland
† 8. Juni 1862 im St. Johns River, Florida
war ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges

John Glendy Sproston war der älteste Sohn von George Saxon Sproston, einem US Navy Arzt, und Jane Glendy, der Tochter des Reverend John Glendy der ein ehemaliger Kaplan des Senats der Vereinigten Staaten war. Der junge Sproston absolvierte im Jahre 1846 die United States Naval Academy. Anschließend versetzte man ihn zum Pazifik Geschwader das während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieg an der kalifornischen Küste Mexikos operierte. Im Jahre 1854 war Sproston an der Expedition nach Japan beteiligt die von Commodore Matthew Calbraith Perry ( 10. April 1794 – 4. März 1858 ) geleitet wurde. Nach dem Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges kommandierte Sproston die Dampffregatte USS POWHATAN ( 1850 ) für kurze Zeit. Danach setzte man ihn als Exekutive Officer auf dem Kanoneboot USS SENECA ( 1861 ) ein. Während der Schlacht um Port Royal, South Carolina die vom 3. bis zum 7. November 1861 dauerte, richtete und feuerte Lieutenant Sproston persönlich viele der 11-Zoll Geschütze auf dem Kanonenboot ab. Die Geschützcrew auf dem Schiff war noch nicht vollständig im Gebrauch der Geschütze ausgebildet. Am 8. Juni 1862 kam Lieutenant Sproston bei der Verfolgung und Vernichtung eines konföderierten Piraten auf dem St. Johns River, Florida ums Leben. John Glendy Sproston begrub man neben seinem Vater auf dem Green Mount Friedhof in Baltimore, Maryland.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Lieutenant John Glendy Sproston bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS SPROSTON ( DD-173 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS SPROSTON ( DD-577 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS SPROSTON ( DD-577 )

Schiffsbiografie

Die USS SPROSTON ( DD-577 ) war das zweite Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Lieutenant John Glendy Sproston benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierundneunzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 1. April 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Aline G. Darst taufte am 31. August 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Fred Russell Stickney, Jr. stellte am 19. Mai 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt wurde von der USS SPROSTON in der Guantanamo Bay, Kuba durchgeführt. Anschließend fuhr der Zerstörer nach Norfolk, Virginia, wo er für seine Fahrt in den Pazifik vorbereitet wurde. Nachdem das Kriegsschiff wieder in See gestochen war, durchquerte es am 4. November den Panamakanal. Von dort aus ging die Fahrt zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii weiter, mit der Zwischenstation San Francisco, Kalifornien. Die USS SPROSTON legte am 15. November in Pearl Harbor an. Hier blieb der Zerstörer für elf Tage liegen und wurde auf den Einsatz bei den Aleuten vorbereutet. Am 26. November legte das Kriegsschiff wieder ab und fuhr nach Norden. Es erreichte am 1. Dezember die Kuluk Bay vor der Aleuten Inseln Adak. Hier gliederte man die USS SPROSTON in die DesRon 49, die in der Task Force 94 eingegliedert war. Die TF kommandierte Rear Admiral Wilder DuPuy Baker ( 22. Juli 1890 in Topeka, Kansas – 10. November 1975 in Bay City, Michigan ). In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ) und die Zerstörer USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS KIMBERLY ( DD-521 ), USS YOUNG ( DD-580 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS WICKES ( DD-578 ) und USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), diese Schiffe lagen aber noch vor der Aleuten Insel Unalaska, welche sie am 2. Januar 1944 verließen und nach Adak hinüberwechselten. Bis alle Kriegsschiffe der TF anwesend waren, verbrachte die USS SPROSTON die Zeit mit Patrouillenfahrten, Mannschafts- und Schießübungen. Dann patrouillieren die Kriegsschiffe von Adak aus in den Gewässern rund um die Insel. Am 17. Januar verlassen sie den Stützpunkt und fuhren zur Sand Bay, Great Sitkin Island, Aleuten. Die Insel liegt östlich von Adak und wird noch am selben Tag erreicht. Hier füllte man alle Bunker wieder auf und kehrte am folgenden Tag in die Kuluk Bay zurück. Für eine zweitägige Patrouillenfahrt wird Adak am 20. Januar verlassen. Am 22. Januar sind alle Kriegsschiffe der TF anwesend. Gleich am folgenden Tag verließen die Kriegsschiffe der TF 94 Adak und fuhren in Richtung Westen nach Attu Island, der letzten Aleuteninsel. Die Schiffe erreichten diese Insel am 25. Januar. Schon am folgenden Tag legten sie allerdings wieder ab und begannen bis zum 28. Januar mit Patrouillenfahrten in den Gewässern der Kurilen und waren auf der Suche nach japanischen Schiffen, um die Versorgung auf den dort besetzten Inseln zu verhindern. Anschließend fuhren die amerikanischen Schiffe nach Attu Island zurück. Von hier aus beteiligte sich die USS SPROSTON an mehrere Patrouillenfahrten und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 1. Februar verließ die USS SPROSTON zusammen mit der USS PICKING, beide Kriegsschiffe bildeten die Task Undergroup 94.6.3, die Massacre Bay, Attu Island und fuhren zur Kurilen Insel Paramushiru. In dem Gebiet Kurabu Saki, beschossen beide Zerstörer feindliche Ziele bei Musashi Wan. Anschließend kehrten sie nach Adak zurück. Den Zerstörer versetzte man dann in der Task Group 94.6, die von Rear Admiral Wilder DuPuy Baker befehligt wurde. In der TG befand sich der Leichte Kreuzer USS RICHMOND und die Zerstörer der DesDiv 97 USS SPROSTON, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER, USS WICKES und USS YOUNG, sowie die DesDiv 98 mit USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY, USS CHARLES J BADGER und USS LUCE ( DD-522 ). Diese Schiffe verließen am 28. Februar Adak und fuhren nach Attu. Hier wurden zwei Tage später die Treibstoffbunker aller Kriegsschiffe nochmals aufgefüllt. Noch am selben Tag legten sie ab und fuhren nach Paramushiru. In den Gewässern wurde wieder patrouilliert und nach japanischen Schiffen gesucht. In der Nacht vom 3. zum 4. März begannen dann die Schiffe der TG mit einem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen bei Suribachi Wan und Kurabi Saki auf Paramushiru. Dieser Angriff kam für die japanischen Verteidiger völlig unerwartet. Die USS LUCE versenkte dabei das japanische Frachtschiff KOKAI MARU ( 2.000 BRT ). In der Nacht vom 4. zum 5. März gerieten die Schiffe der TG 94.6 vor den Kurilen in schweres Wetter und mussten dadurch das Ochotskische Meer verlassen. Durch die extrem schwere See und schlechter Sicht wurden die Kriegsschiffe USS RICHMOND, USS SPROSTON, USS ISHERWOOD, USS LUCE, USS KIMBERLY, USS WICKES, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER und USS YOUNG beschädigt. Am 5. März liefen die Schiffe der TG 94.6 im Hafen von Attu wieder ein. Hier blieben die Kriegsschiffe und man begann mit den notwendigen Reparaturen. Nach Abschluss dieser Arbeiten beteiligten sich diese Schiffe an Anti-U-Boot Patrouillen. Am 1. April verließ die USS SPROSTON
zusammen mit den Zerstörern USS PICKING, USS KIMBERLY, USS WICKES und USS ISHERWOOD die Massacre Bay und fuhren nach Great Sitkin Island. Hier begannen die Kriegsschiffe mit mehreren Schießübungen. Am 3. April erreichten die Schiffe wieder Attu. Die USS SPROSTON nahm von hier aus wieder ihre Patrouillen-, Anti-U-Boot- und Begleitfahrten in den Gewässern der Aleuten auf. Ab Mitte Mai zog man die amerikanischen Kriegsschiffe für die Task Force 94 wieder zusammen. Rear Admiral Ernest Gregor Small ( 5. November 1888 in Waltham, Massachusetts – 27. Dezember 1944 in Brooklyn, New York ) befehligte diesmal diese TF. In diesem Verband befanden sich die Schweren Kreuzer USS CHESTER ( CA-27 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und die Zerstörer USS SPROSTON, USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY, USS YOUNG, USS LUCE, USS CHARLES J BADGER, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER und USS WICKES. Am 24. Mai verließen diese Schiffe Attu und begannen am Morgen des 26. Mai ein Bombardement auf japanische Stellungen auf der Kurilen Insel Paramushiru. Anschließend wechselten die Schiffe zur Kurilen Insel Matsuwa aus der zentralen Inselgruppe und beschossen hier vorgegebene Positionen, wo sich japanische Stellungen befinden sollten. Die Schiffe der TF 94 kehrten kurz danach in die Kulak Bay von Attu Island zurück. Dort bereitete man sie auf den folgenden Einsatz bei den Kurilen vor. Am 10. Juni verließen die Schiffe der TF 94 erneut Attu Island und fuhren zu der Inselgruppe der zentralen Kurilen. Früh am Morgen des 13. Juni lagen die amerikanischen Kriegsschiffe vor der Insel Matsuwa bereit und begannen ab 5:13 Uhr mit dem Bombardement japanischer Stellungen. Nach einer halben Stunde wurde der Beschuss abgebrochen und die Schiffe der TF verließen wieder die Gewässer der Kurilen Insel. Nach mehreren Patrouillenfahrten in den Gewässern zwischen den Aleuten und den Kurilen kehrten die Kriegsschiffe der TF 94 in ihre Operationsbasis zurück. Hier bunkerten sie frischen Brennstoff und man füllte die Munitionsvorräte auf. Am 24. Juni legten sie in der Kuluk Bay ab und fuhren erneut zu den Kurilen. Diesmal lag man zwei Tage später vor der Insel Paramushiru. Die amerikanischen Schiffe lagen beim Eintreffen vor dieser Insel in einem dicken Nebel gehüllt. Sie beschossen die feindlichen Stellungen bei Suribachi Wan und den Flugplatz Kurabi Saki am südlichen Ende der Insel. Die Sichtweite betrug unter zweihundert Meter. Trotzdem begann man mit dem Bombardement auf die japanischen Stellungen nach den Vorgaben der Zielkoordinaten. Noch am selben Tag verließen allerdings die amerikanischen Schiffe wieder Paramushiru und legten am 28. Juni in der Kuluk Bay an. In dem nun folgenden Monat begann die USS SPROSTON mit dem Patrouillen- und Anti-U-Boot Fahrten zwischen den westlich gelegenen Inseln der Aleuten. Am 8. August verließ der Zerstörer die Sweeper Cove in der Kuluk Bay und ließ die Gewässer von Adak hinter sich. Das Kriegsschiff fuhr nach San Francisco, wo es 14. August anlegte. Noch am selben Tag bugsierte man den Zerstörer in ein Trockendock in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien und nahm eine vierzehntägige Überholung vor. Gleich nach Abschluss der Arbeiten verließ die USS SPROSTON die Werft und fuhr nach Pearl Harbor. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Übungen, die zur Vorbereitung auf die Rückeroberung der Philippinen galten. Der Zerstörer verließ am 18. September Pearl Harbor und fuhr mit einem Zwischenstopp vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands zum natürlichen Tiefseehafen Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Man gliederte das Kriegsschiff in die Task Group 79.11, einer neugebildeten Task Force, die der Befehlsgewalt von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1971 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „King II“ unterstand und aus Teilen der TG 77.2 bestand. Innerhalb dieser TG befand sich die USS SPROSTON in der Task Undergroup 79.11.2. Alle Schiffe der TG 79.11 legten am 11. Oktober im Seeadler Harbour ab. Es wurden mehrere Panzerlandungsboote und Infanterielandungsfahrzeuge bis zu den Inseln Dinagat, Suluan und Hibuson im Golf von Leyte, Philippinen eskortierten. Die USS SPROSTON selber war während der Fahrt auf Anti U-Boot Patrouille. Am Morgen des 17. Oktober erreichten die Landungsschiffe ihre Einsatzgebiete und begannen sofort mit den Anlandungen auf Dinagat Island und Hibuson Island. Beide Inseln waren von den Japanern nicht besetzt worden und konnten ohne Verluste eingenommen werden. Nur auf der kleinen Insel Suluan befand sich eine kleine japanische Einheit mit einer Radarstation. Diese Radarstation wurde zu allererst zerstört und nach wenigen Stunden waren auch die japanischen Verteidiger aufgerieben. Am 25. Oktober 1944 gliederte man die USS SPROSTON in die Task Undegroup 77.4.3, der sogenannten „Taffy 3“, die nordöstlich von Samar in ihrem vorgegebenen Planquadrat patrouilliere sollte. Diese Task Undergroup wurde von Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Boston, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „King II“ befehligt. In der TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY ( CVE-68 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS ST LO ( CVE-63 ), USS WHITE PLAINS ( CVE-66 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ) und USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ), die Zerstörer USS SPROSTON, USS HARADEN ( DD-585 ),  USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS HALE ( DD-642 ) und USS PICKING ( DD-685 ) und die Geleitzerstörer USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ), USS DENNIS ( DE-405 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ) und USS RAYMOND ( DE-341 ). Die Northern Air Support Group „Taffy 2“ patrouillierte in zentraler Position vor dem Eingang zum Golf von Leyte und „Taffy 1“ deckte die südlichen Ansätze vom Golf. Bekannt war, dass eine größere japanische Flotteneinheit nach Leyte unterwegs sei. Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague war in der Annahme, dass die 3. US Flotte unter dem Kommando von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 16. August 1959 auf Fishers Island, New York ) im Norden von Samar operierte. Er war völlig überrascht, dass ein Aussichtsposten gegen 6:45 Uhr Flakfeuer im Norden meldete. Drei Minuten später befand sich die „Taffy 3“ im Kreuzfeuer einer japanischen Flotte die Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) befehligte. In dieser japanischen Flotte befanden sich 4 Schlachtschiffe, 6 Schwere Kreuzer, 2 Leichte Kreuzer und 11 Zerstörer. Um die kleine Einheit vor der völligen Vernichtung zu bewahren, ordnete Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague an in südliche Richtung zu fliehen. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague befahl umgehend, dass die Flugzeuge der Geleitträger sofort zu starten seien, um die feindliche Flotte anzugreifen da diese keine Träger mitführte. Die Geleitzerstörer begannen die großen japanischen Schiffe zu attackieren. Es konnten drei Kreuzer versenkt werden. Um 9:11 Uhr beorderte Vizeadmiral Takeo Kurita seine Einheiten aus dem Kampfgeschehen zurück und ließ das Gefecht abbrechen, da eine andere japanische Flotte in der Surigao Straße vollständig vernichtet worden war. Wenige Stunden später erreichten japanische Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen die Schiffe der Task Group 77.4 und stürzten sich darauf. Es wurden mehrere Träger bei diesem Angriff beschädigt und die USS ST LO versenkt. Auch hier verteidigten die Geschützmannschaften die Schweren Schiffe heldenhaft vor den japanischen Angreifern. Die Geschützmannschaften der USS SPROSTON konnten an diesem Tag mit Unterstützung der USS HALE und USS PICKING ihr erstes feindliches Flugzeug abschießen. Die Kriegsschiffe der TU fuhren unterdessen weiter nach Süden und erreichten am 29. Oktober Mimos Woendi vor der Insel Biak, Schouten Islands. Gleich am folgenden Tag ging die Fahrt zum Seeadler Harbour weiter. Am 31. Oktober wird der natürliche Tiefseehafen erreicht. Die USS SPROSTON kehrte dann in das Kampfgebiet zurück und übernahm vor Leyte in der San Pedro Bay erneut ihre eigentliche Aufgabe und begann mit der Suche nach japanischen U-Booten. Am 18. November konnten die Geschützmannschaften der USS SPROSTON dort zwei feindliche Flugzeuge abschießen, die zu einer fünfköpfigen Angriffsgruppe gehörten. Der Zerstörer beteiligte sich dann an der Eskorte von Schiffskonvois zwischen dem Seeadler Harbour und der San Pedro Bay. Das Kriegsschiff versetzte man dann am 30. Dezember in die Task Group 77.2, der Fire Support und Bombardement Group während der Operation „Mike I“, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) kommandierte. Innerhalb dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und die beiden australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ) und HMAS SHROPSHIRE, der Leichte Kreuzer USS COLUMBIA ( CL-56 ), die Zerstörer USS SPROSTON, USS KIMBERLY, USS PICKING, USS CHARLES J BADGER, USS WILLIAM D PORTER, USS BENNION ( DD-662 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS IZARD ( DD-589 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS FRAZIER ( DD-607 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ) und die beiden australischen Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) und HMAS WARRAMUNGA ( I44 ), die Geleitzerstörer USS EICHENBERGER ( DE-202 ) und USS JAMES E CRAIG ( DE-201 ) und die Schnellen Truppentransporter USS SANDS ( APD-13 ), USS RATHBURNE ( APD-25 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ), USS CLEMSON ( APD-31 ), USS DICKERSON ( APD-21 ) und USS BLESSMAN ( APD-48 ). In der San Pedro Bay begannen bis zum 2. Januar 1945 gleich mehrere Übungen der Kriegsschiffe, die sich an der Eroberung der Insel Luzon beteiligen sollten. Am 3. Januar 1945 erreichten die Schiffe der TG 77.2 den Leyte Golf. Noch während der Durchquerung der Sulu Sea attackierten mehrere japanische Kamikazepiloten den Verband, konnten aber keinen Schaden anrichten. Am folgenden Tag befanden sich die Schiffe der TG westlich von Panay Island. Am 5. Januar erreichten sie das Südchinesische Meer durch die Mindoro Straße und lagen 70 Seemeilen Westnordwestlich der Subic Bay, Luzon. Ab diesem Punkt konnten Landgestützte japanische Flugzeuge den Schiffsverband angreifen. Schon am Morgen gab es daher einen ersten Luftangriff durch feindliche Flugzeuge, unter denen sich auch japanische Kamikazepiloten befanden. Doch die Luftabwehrkanoniere der USS SPROSTON und die der anderen amerikanischen Schiffe brauchten zu diesem Zeitpunkt nicht in das Kampfgeschehen eingreifen, da die japanischen Maschinen von einer ständig in der Luft befindlichen amerikanischen Kampfluftpatrouille abgedrängt und vernichtet wurden. Erst gegen 16:50 Uhr schafften es einige wenige feindliche Maschinen durch diesen Sicherheitsschirm durchzubrechen und griffen unverzüglich den Schiffsverband an. Am folgenden Tag nahm der Angriff japanischer Kamikazepiloten noch weiter zu. Diese Selbstmordpiloten stürzten sich auf jedes alliierte Schiff. Die TG 77.2 erlitt große Verluste, mehrere Schiffe wurden schwer beschädigt. Gleichzeitig begannen sich die Kriegsschiffe auf ihre vorgegebenen Ziele von Santo Tomas und San Fabian einzuschießen. Die USS SPROSTON patrouillierte nun im Lingayen Golf, im Zentrum der Insel Luzon, und sicherte die Kriegsschiffe vor Angriffen feindlicher U-Boote und Flugzeuge. Am 8. Januar griffen erneut Kamikazepiloten die amerikanischen Schiffe an. Während dieses Angriffes konnten die Geschützmannschaften des Zerstörers ein weiteres feindliches Flugzeug abschießen. Die Hauptlandung der alliierten Soldaten erfolgte ab dem 9. Januar 1945 im Lingayen Golf. Fast unangefochten konnten die Soldaten an Land gehen und ihren Brückenkopf bilden. Dabei stießen sie auf fast keinen Widerstand. Erst als sie außer Reichweite der Schiffsgeschütze sich befanden, begannen die japanischen Verteidiger mit ihren Gegenangriffen. Gleich nach dem ausschiffen der amerikanischen Soldaten, hievte man die Anker bei den auf Reede liegenden Truppentransportern auf und die USS SPROSTON eskortierte zusammen mit weiteren Kriegsschiffen diese Truppentransporter zur San Pedro Bay. In dem dortigen Hafen legten sie am 16. Januar an. In diesen Gewässern der philippinischen Insel Leyte patrouillierte der Zerstörer bis zum 25. Januar. An diesem Tage vervollständigte man die Munitionsvorräte und Brennstofftanks auf dem Zerstörer und gliederte am folgenden Tag ihn in die Task Group 78.3 ein die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS SPROSTON, USS YOUNG, USS LUCE, USS PICKING, USS CHARLES J BADGER, USS WICKES und USS NICHOLAS ( DD-449 ), die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ), und ein weiterer, die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land. Die USS SPROSTON war an diesem 29. Januar das erste US Navy Kriegsschiff, das nach drei Jahren der japanischen Besetzung in diese Bucht eingelaufen war. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe wieder das Anlandungsgebiet und fuhren in die Subic Bay. Hier gliederte man den Zerstörer wieder in die Task Group 77.2 ein. Das Kriegsschiff patrouillierte bis zum 18. Februar in den westlichen Gewässern von Luzon. An diesem Tag verließ die USS SPROSTON die philippinische Insel und eskortierte einen Schiffskonvoi bis zur Insel Guam, Nördliche Marianen, wo der Schiffsverband am 25. Februar einlief. Der Zerstörer lag für eine Woche, vom 25. Februar bis zum 1. März, im Hafen von Apra. Am 1. März legte das Kriegsschiff in diesem Hafen wieder ab und fuhr zur Milne Bay, Neuguinea. Von dort aus sicherte die USS SPROSTON einen Schiffsverband bis nach Leyte, wo sie am 13. März in der San Pedro Bay einlief. Hier blieb der Zerstörer bis zum 21. März. An diesem Tag stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zu den Kerama Retto Inseln. Diese wurden drei Tage später erreicht. Hier begann die USS SPROSTON mit ihren Patrouillenfahrten und war zur Sicherung der dort anwesenden amerikanischen Kriegsschiffe auf der Suche nach japanischen U-Booten. Am 26. März übernahm der Zerstörer für die folgenden zwei Tage vor der Küste von Kerama Retto von dem Schwesterschiff USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ) die Aufgaben zur Sicherung mehrerer Underwater Demoltion Teams und Minensuchschiffe im Anlandungsbereich vor Luftangriffen. Gleich am ersten Tag konnten die Geschützmannschaften einen feindlichen Kamikazepiloten samt dessen Flugzeug noch rechtzeitig abschießen, bevor dieser sich auf eines der Kriegsschiffe stürzen konnte. Dann, am 2. April, lag die USS SPROSTON vor der Westküste von Okinawa, die Invasion auf der Insel hatte am 1. April begonnen, und bombardierte in der Bucht von Makiminato Saki japanische Stellungen. Dabei wurden zwei Bunker und ein Lager zerstört. Zwei Tage später hätte ein Bomberpilot auf dem Zerstörer fast einen Volltreffer gelandet. Das Kriegsschiff befand sich zu diesem Zeitpunkt rund 12 Seemeilen Westnordwest von Zampa Misaki. Aber seine abgeworfene Bombe detonierte rund 50 Meter vom Schiff entfernt auf der Backbordseite im Wasser. Allerdings wurde durch die Druckwelle die Sonarausrüstung und die Automatik des Hauptgeschützes Mk 1A beschädigt. Es gab keine Verletzten oder Tote zu beklagen. Die Sonarausrüstung konnte sehr schnell wieder repariert werden. Aber das Geschütz konnte nur noch manuell eingerichtet und abgefeuert werden. Dies war ein großer Nachteil während eines Bombardements und bei der Verteidigung bei Luftangriffen. Daher fuhr die USS SPROSTON nach Guam. Hier konnten innerhalb von vierzehn Tagen die Schäden an der Hauptbatterie behoben werden. Der Zerstörer fuhr anschließend wieder nach Okinawa und nahm seine unterbrochenen Patrouillenfahrten und küstennahe Bombardements wieder auf. Am 12. Mai feuerte das Kriegsschiff vor Hagushi Beach 16 Granaten auf ein feindliches Flugzeug, das in Flammen aufging und abstürzte. Zwei Tage später konnte die USS SPROSTON zusammen mit dem Schwesterschiff USS WADSWOTH ( DD-516 ) innerhalb von einer Stunde zwei japanische Flugzeuge abschießen. Mit dem Schwesterschiff USS BRADFORD ( DD-545 ) konnte am 29. Mai ein weiteres feindliches Flugzeug vom Himmel geholt werden. Am 6. Juni war die USS SPROSTON zur Eskorte für den Geleitflugzeugträger USS GILBERT ISLAND ( CVE-107 ) eingeteilt. Auf dem Zerstörer konnte man auf der Notruffrequenz die Position mitanhören, wo ein amerikanischer Pilot, dessen Flugzeug abgeschossen worden war, und fuhr zur Rettung des Piloten in das Zielgebiet. Am 28. Juni verließ das Kriegsschiff die Gewässer vor Okinawa und sollte an die US Westküste fahren, wo es sich einer Überholung unterziehen musste. Das erste Ziel auf der Fahrt war Saipan, Nördliche Marianen. Als der Zerstörer von dort aus zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands weiterfahren wollte, signalisierte das Hauptversorgungsschiff USS ANTARES ( AKS-3 ), das alleine von Saipan nach Pearl Harbor unterwegs war, rund 400 Seemeilen von Truk entfernt, dass es unter einem U-Boot Angriff stand und Hilfe benötige. Der Ausguck auf dem Hauptversorgungsschiff sichtete um 13:29 Uhr ein Periskop auf der Steuerbordseite. Die USS ANTARES ging auf den Kurs hart Steuerbord und ein Torpedo lief achtern an dem Schiff vorbei. Dann erblickte man einen Kaiten, ein bemannter Selbstmordtorpedo, gesteuert von LT (jg) Ikebuchi Nobuo, und die Geschützmannschaften des Hauptversorgungsschiffes eröffneten um 13:31 Uhr das Feuer und versenkten den Kaiten. Um 13:44 Uhr erscheint ein weiteres Periskop. Diesmal ist es das der U-Bootes IJN I-36. Die Geschützmannschaften der USS ANTARES eröffnen wieder das Feuer und man gab einen Funkspruch ab. Die USS SPROSTON eilte zu Hilfe und erhielt aus einer Entfernung von 1.000 Metern einen guten Sonarkontakt. Dann sah man in einer Entfernung von 500 Metern ein Periskop, das in Richtung des Hafens sich vorwärtsbewegte. Natürlich versuchte der Zerstörer das feindliche U-Boot zu rammen, was aber nicht gelang. Der Zerstörer begann nun mit dem Abwurf von Wasserbomben, welche nach einem Muster erfolgte. Man konnte anschließend einen Ölteppich entdecken. Aber das U-Boot war nicht vernichtet. So wurden sechs weitere Angriffe mit Wasserbomben durchgeführt, bis die Bomben aufgebraucht waren. Das Ergebnis war negativ. Jedoch hatte das feindliche U-Boot Schaden genommen. Der vordere Torpedoraum erhielt ein Leck und konnte nicht mehr benutzt werden. Dann entdeckte der Ausguck auf der USS SPROSTON eine Torpedospur, die sich aus 60° von der Backbordseite her dem Kriegsschiff näherte. Commander Robert J. Esslinger, Kommandant des Zerstörers, ließ hart Backbord beidrehen und der Torpedo lief an dem Kriegsschiff vorbei. Das japanische U-Boot IJN I-36, Kommandant LCDR SUGAMASA, hatte zwei weitere Kaiten in einer Tiefe von etwas über 60 Metern gestartet, um dadurch entkommen zu können. Der erste Kaiten wurde von Ensign Kuge Minoru und der zweite von FPO1C Yanagiya Hidemasa gesteuert. Die Hauptbatterie der USS SPROSTON beginnt sofort auf beide Kaiten das Feuer zu eröffnen und versenkt sie. Durch die sekundäre Explosion wird das Ruders des U-Bootes leicht beschädigt, aber es kann unentdeckt entkommen. Mit der hereinbrechenden Nacht treffen die Mittleren Landungsschiffe USS LSM-196 und USS LSM-197 sowie das Infanterielandungsfahrzeug USS LCI-555 ein und beginnen das Seegebiet mit ihrem Radar nach dem feindlichen U-Boot abzusuchen. Am nächsten Morgen stießen die Geleitzerstörer USS PARKS ( DE-165 ), USS LEVY ( DE-162 ) und USS ROBERTS ( DE-749 ) dazu. Nach einer gründlichen Suche erhielten alle Kriegsschiffe den Befehl ihre vorherigen Aufgaben wieder nachzugehen. Die USS SPROSTON nahm ihre Fahrt nach Osten wieder auf und erreichte am 8. Juli Pearl Harbor. Nach dem Bunkern von frischem Treibstoff legte der Zerstörer wieder ab und fuhr zusammen mit den Schwesterschiffen USS WICKES, USS PICKING, USS HALL und dem Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) nach San Francisco. Alle Schiffe erreichten am Morgen des 14. Juli die Mare Island Naval Shipyard und gingen zum Marinemunitionsdepot längsseits. Hier entlud man auf alle fünf Kriegsschiffen die Munition. Noch am selben Tag bugsierte man die USS SPROSTON in der Mare Island Naval Shipyard in ein Trockendock und begann mit den Überholungsarbeiten. In dieser Zeit, am 15. August 1945, wurde der Zweite Weltkrieg duch die bedingungslose Kapitulation Japans im pazifischen Raum beendet. Die Überholung an dem Zerstörer wurde nun auch zur Vorbereitung auf die Inaktivierung benutzt. Mitte Dezember fuhr das Kriegsschiff nach San Diego, wo es am 18. Januar 1946 außer Dienst gestellt wurde. 

Nach den ausgebrochenen Feindseligkeiten auf der koreanischen Halbinsel, am 25. Juni 1950, stellte man die USS SPOROSTON als Anti-U-Boot Zerstörer mit der Kennung DDE-577 am 15. September 1950 wieder in den Dienst der US Navy. Diese Umklassifizierung war am 26. März 1949 erfolgt. Commander William Taylor Alford ( 27. Dezember 1915 in South Wellfleet, Barnstable County, Massachusetts – April 1973 ) übernahm das Kommando über den Zerstörer. Die erste Ausbildung der Besatzung wurde zusammen mit den Kriegsschiffen der Fleet Training Group in den Gewässern vor San Diego durchgeführt. Anfang 1951 stach der Zerstörer in See und fuhr zum Atoll Eniwetok. Auf drei der Inseln in diesem Atoll sollten Atombombentests durchgeführt werden, die zur Vorbereitung der Produktion von Wasserstoffbomben galten. So wurden während der Operation Greenhouse am 7. April auf der Insel Runit mit dem Codenamen „Dog“ eine Mark 6 Atombombe um 17:33:58 Uhr gezündet, die eine Sprengkraft von 81 kt, am 20. April auf der Insel Enjebi mit dem Codenamen „Easy“ eine Mark 5 Atombombe um 17:27 Uhr gezündet, die eine Sprengkraft von 47 kt, am 8. Mai auf der Insel Ebiriru mit dem Codenamen „George“ ein „Cylinder“ um 20:30 Uhr gezündet, die eine Sprengkraft von 225 kt und am 24. Mai auf der Insel Enjebi mit dem Codenamen „Item“ einen „Booster“ um 17:16:59 Uhr gezündet, mit einer Sprengkraft von 45,5 kt hatte. Nach dem Ende des Testes musste die USS SPROSTON endkontaminiert werden. Nach Abschluss der Arbeiten, diese waren im Juli abgeschlossen, verließ der Zerstörer das Atoll Eniwetok und fuhr zu seinem neuen Heimathafen Pearl Harbor. Von hier aus unternahm das Kriegsschiff Routineeinsätze zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen aus der Pazifikflotte. So führte man Flotten-, Typ- und Einzelübungen durch. Anfang 1952 bugsierte man die USS SPROSTON in die Werft auf der Hawaiianischen Insel Oahu und nahm eine umfangreiche Überholung durch. Nachdem der Zerstörer wieder genügend Wasser unter dem Kiel besaß, begann man mit dem Auffrischungstraining und ab dem 2. Juni die Fahrt in den Fernen Osten. Am 15. Juni wurde das Kriegsschiff in die Task Force 77, der 7. US Flotte, eingegliedert, deren Kriegsschiffe vor der koreanischen Ostküste in der Region Hungnam-Simpo operierten. In den folgenden sechs Monaten nahm die USS SPROSTON an der Taiwan Patrouille teil, wenn sie nicht der TF 77 zugeteilt war. Der Zerstörer legte am 5. Dezember im Hafen von Pearl Harbor wieder an und nahm als Mitglied der DesRon 25 am regulären Einsatzplan teil. Im folgenden Jahrzehnt beteiligte sich das Kriegsschiff an neun Kreuzfahrten in den Fernen Osten und operierte dort zusammen mit den Kriegsschiffen der 7. US Flotte. Den größten Teil dieser Einsätze nahmen die Taiwan Patrouillenfahrten in Anspruch. Die USS SPROSTON nahm in dieser Zeit aber auch an Amphibien- und anderen Übungen teil. 1958 und 1961 zeichnete man den Zerstörer mit dem Battle Efficiency E aus. Dann im Jahre 1961 sollte eine allumfassende Generalüberholung auf der Pearl Harbor Naval Shipyard an dem Kriegsschiff durchgeführt werden, deren Kosten auf rund 750.000 Dollar veranschlagt worden war. Doch aufgrund der Halbmobilisierung der amerikanischen Streitkräfte, während der Krise in Europa durch den Bau der Berliner Mauer, wurde der Austausch von technischen Anlagen gestrichen und nur noch ein Budget von 400.000 Dollar bereitgestellt. Die Mannschaft ließ sich aber von dieser Situation nicht abschrecken und wechselte alle vier Dampfkessel. Mit der Unterstützung der Werft wurden alle größeren Reparaturen an den elektrischen Generatoren und an den Verdampfern durchgeführt, die frisches Wasser für das Schiff produzierten. Am 30. Juni 1962 reklassifizierte man die USS SPROSTON und der Zerstörer erhielt wieder die Kennung DD-577. Im Oktober 1962 begann dann die Kubakrise. Das Kriegsschiff verlegte man in die Meerenge von Tsushima. Dort sollte es patrouillieren und jeden Versuch sowjetischer U-Boote, die vom Japanischen Meer in den Pazifik gelangen wollten, zu vereiteln. Das einzige U-Boot, das man in diesen Wochen sichtete, war die USS QUEENFISH ( SS-393 ). Dann im Dezember, die Krise war diplomatisch beendet worden, gehörte die USS SPROSTON auf der Rückfahrt zu den Hawaiianischen Inseln der Einsatzgruppe um den Flugzeugträger USS HORNET ( CVS-12 ) an, die ihren Einsatz während der Kubakrise im Nordpazifik hatte. Einige Tage vor der geplanten Ankunft im Heimathafen, geriet diese Einsatzgruppe in einen heftigen Sturm, der mit Windgeschwindigkeiten von über 60 Knoten unterwegs war. Zusätzlich bauten sich durch den Wind hochaufragende Wellen auf. Der angerichtete Schaden an den Schiffen war so groß, dass die gesamte Gruppe zu den Midway-Inseln fahren musste. Hier konnten wenigstens dir dringend notwendig gewordenen Schäden repariert werden. Danach fuhr die Einsatzgruppe auf dem geradesten Weg nach Pearl Harbor, um wenigstens zu Weihnachten zu Hause zu sein. Doch in den Gewässern des Nordpazifiks ist dies in den Wintermonaten nicht ratsam, da wie der erst überstandene Sturm zusammen mit den hohen Wellen gepaart, die Norm sind. So legten die Kriegsschiffe später im Heimathafen an. Sie wären eher am Ziel angelangt, hätten sie die längere Route der südlichen Loxodrome gewählt. In den Jahren 1963 und 1964 führte die USS SPROSTON die normalen Aufgaben durch. So beteiligte sich der Zerstörer Ende Dezember 1964 bis Januar 1965 an mehreren Übungen in Hawaiianischen Gewässern. Mit dabei war unter anderem der Angriffsflugzeugträger USS CORAL SEA ( CVA-43 ). Im März 19656 begann für das Kriegsschiff auf der Pearl Harbor Naval Shipyard eine fünfmonatige Generalüberholung. Anschließend wurden umfassende Auffrischungsschulungen durchgeführt, um die Mannschaft auf den Einsatz im westlichen Pazifik vorzubereiten. Am 27. Dezember 1965 legte die USS SPROSTON in Pearl Harbor ab. Der Zerstörer gehörte zur RANGER – Einsatzgruppe. Zu dieser gehörte der Angriffsflugzeugträger USS RANGER ( CVA-61 ), der Fregatte mit Lenkwaffen USS ENGLAND ( DLG-22 ) und dem Zerstörer USS CARPENTER ( DD-825 ). Diese Schiffe fuhren über die Subic Bay, Luzon, Philippinen zur vietnamesischen Küste. Diese Kriegsschiffe erreichten am 6. Januar 1966 die Dixie Station vor der Küste Südvietnams und blieben dort bis zum 13. Januar. Die USS SPROSTON wurde mit Rettungs- und U-Boot abwehraufgaben beauftragt. Der Zerstörer erhielt am 18. Januar den Befehl, in die Phuoc Hui Bay zu fahren, um die dort im Einsatz befindlichen Marines mit den Schiffsgeschützen zu unterstützen. Während der Nacht bombardierte das Kriegsschiff Basislager und Aufmarschgebiete des Viet Cong. Am folgenden Tag kehrte die USS SPROSTON zur Carrier Task Group zurück, die derweil zur Yankee Station im Golf von Tonkin weitergefahren war. Der Zerstörer verließ vom 5. bis zum 11. Februar erneut die Einsatzgruppe und sollte zwei russische Trawler überwachen und notfalls blockieren. In diesen Tagen beobachtete man die GIDROFON aus der OKEAN – Klasse. Man nahm auf amerikanischer Seite an, dass die GIDROFON elektronische und taktische Informationen sammelte. Die USS SPROSTON dann wieder der Einsatzgruppe an und am 22. Februar kehrten die Kriegsschiffe in die Subic Bay zurück. Hier bunkerte man Treibstoff, Munition und Proviant. Danach legten die Schiffe wieder ab und fuhr in den Golf von Tonkin bei der Yankee Station. Den Zerstörer setzte man erneut für ein Bombardement ein. So erreichte das Kriegsschiff am 1. März die vietnamesische Küste, in dem Gebiet operierte das II. Korps. Bis zum 20. März verblieb die USS SPROSTON in den Gewässern. Der Zerstörer feuerte für die 1. Kavalleriedivision und südvietnamesischen Marines 40 Granaten auf das feindliche Gebiet ab. Der ereignisreichste Tag in dieser Zeit, war der 9. März. An diesem Tag unterstützte das Kriegsschiff mit seinen Waffen südvietnamesische Marines in der Nähe von Tam Quan. Nur durch die USS SPROSTON konnte ein dreistündiger Angriff des Viet Cong abgewehrt werden. Am 21. März verlässt die Einsatzgruppe um die USS RANGER die vietnamesischen Gewässer und fuhr nach Yokosuka, Japan. Hier füllte man wieder alle Bunker auf und legte am 5. April ab. Diesmal war das Einsatzgebiet bei der Dixie Station. Die USS SPROSTON blieb während der Patrouillenfahrt von der DIXIE Station zur Yankee Station bei der USS RANGER. Der Zerstörer verließ am 4. Mai die Einsatzgruppe und fuhr besuchte die Häfen von Hongkong, Manila und Yokosuka, bevor er zur Instandhaltung und Installation eines Bergungskrans nach Pearl Harbor zurückkehrte. Das Kriegsschiff war für die Teilnahme an der Bergung einer Apollo Raumkapsel ausgewählt worden. Nach den Umrüstarbeiten fuhr die USS SPROSTON zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands und lag hier auf Station. Am 25. August 1966 startete die unbemannte Apollo Raumkapsel AS-202 um 17:15 Uhr von Cape Canaveral, Florida aus. Es war ein Testflug wegen der neugebauten Saturn IB Rakete. Die Raumkapsel landete um 18:48 UTC im Pazifik in der Nähe von Wake Island, wobei der Zielpunkt um 370 km verfehlt wurde. Ein Flugzeug der Bergungsmannschaften erreichte den Landepunkt 36 Minuten später. In den nächsten drei Stunden wurde die Raumkapsel durch einen Schwimmkragen gesichert, was mehrere Versuche benötigte, um diesen aufzublasen. Der Flugzeugträger USS HORNET, auf dem die Raumkapsel geladen werden sollte, brauchte acht Stunden, um die Landestelle zu erreichen. Die Landekapsel war inzwischen auf die Position 16°4’N 168°39’O abgetrieben. An der Bergungsaktion im Pazifik waren außerdem der Zerstörer USS O´BANNON ( DD-450 ) und der Lenkwaffenzerstörer USS BENJAMIN STODDERT ( DDG-22 ) beteiligt. Für den Fall, dass die Raumkapsel im Atlantik gewassert wäre, standen hier zur Bergung die Zerstörer USS JAMES C OWENS ( DD-776 ) und USS ROBERT A OWENS ( DD-827 ), die Öltanker USS SALAMONIE ( AO-26 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ) und das Bergungsschiff USS OPPORTUNE ( ARS-41 ) bereit. Die gesamte Flugbahn überwachten die Bahnvermessungsschiffe USNS COASTAL SENTRY ( T-AGM-15 ), USNS ROSE KNOT ( T-AGM-14 ) und USNS WHEELING ( T-AGM-8 ). Die USS SPROSTON kehrte am 2. September nach Pearl Harbor zurück. Dort nahm man Reparaturarbeiten an dem Zerstörer vor. Nach Abschluss der Arbeiten musste das Kriegsschiff für den Rest des Jahres an Typschulungen teilnehmen. Im Januar und Februar 1967 führte die USS SPROSTON in den Hawaiianischen Gewässern locale Operationen durch, um ihren Einsatz in Fernst vorzubereiten. Am 6. März stach der Zerstörer in See und fuhr nach Yokosuka. Einen Monat später befand sich das Kriegsschiff wieder bei der Yankee Station. Der Zerstörer nahm an der Operation Sea lion teil und unterstützte bis zum 14. Mai mit seinen Schiffsgeschützen die Landstreitkräfte. Anschließend wechselte das Kriegsschiff für zweieinhalb Monate als Eskortier- und Flugzeugrettungsschiff an die Seite des Angriffsflugzeugträgers USS HANCOCK ( CVA-19 ). Während dieses Einsatzes führte die USS SPROSTON mehrmals Trawlerüberwachungsaufgaben vor der Yankee Station durch, als die sowjetischen Schiffe AGI DEFLEKTOR, AGI BAROGRAF und AGI GIDROFON in das Seegebiet einliefen. Die USS SPROSTON verließ zusammen mit der USS CARPENTER am 4. August die vietnamesischen Gewässer und fuhr nach Sydney, Australien. Hier nahmen die beiden amerikanischen Zerstörer an einer gemeinsamen ASW-Übung mit Einheiten der Royal Navy und neuseeländischen Marine vor der Neuseeländischen Küste teil. Nachdem die USS SPROSTON seit dem Auslaufen aus dem Hafen von Pearl Harbor fast 40.000 Seemeilen zurückgelegt hatte, kehrte der Zerstörer am 11. September in seinen Heimathafen zurück. Hier unterszog sich das Kriegsschiff allgemeinen Reparaturen und führte anschließend mehrere locale Operationen in den Hawaiianischen Gewässern durch. Im Dezember legte der Zerstörer in Pearl Harbor ab und fuhr nach Guam. Hier sollte sich die USS SPROSTON einer umfassenden Überholung unterziehen. Diese waren Mitte März abgeschlossen. Mitte März stach der Zerstörer in See und fuhr wieder nach Pearl Harbor. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 29. Juli liegen. An diesem Tag legte die USS SPROSTON ab und fuhr an die US Westküste. Ziel war die amerikanische Marinebasis San Diego. Hier begannen die Inaktivierungsarbeiten. Ende August verließ das Kriegsschiff wieder San Diego und fuhr nach Pearl Harbor. Man stellte den Zerstörer am 30. September 1968 außer Dienst. Man strich am 1. Oktober 1968 den Namen USS SPROSTON ( DD-577 ) von de US Navy – Liste. Am 15. Dezember 1971 verkaufte man den Schiffkörper an die Chou´s Iron & Steel Company in Taipeh, Taiwan zum verschrotten.     


USS SPROSTON ( DD-577 )
Commanding Officer
 

CDR Fred Russell Sickney, Jr.     19. Mai 1943 – 14. Oktober 1943
CDR Michael Joseph Liosey         14. Oktober 1943 – 6. Februar 1945
CDR Robert J. Esslinger         6. Februar 1945 – 2. November 1945
LT Robert Duane Karl    2. November 1945 – 18. Januar 1946
Außerdienststellung 18. Januar 1946 – 15. September 1950
CDR William Taylor Alford         15. September 1950 – 17. März 1952
CDR Gayle Cecil Foltz    17. März 1952 – 16. Juni 1953
CDR Richard Shaw Harlan    16. Juni 1953 – 25. Juli 1955
CDR Patrick Henry McGann    25. Juli 1955 – 6. Juli 1957
CDR Robert Hilton Lemmon         6. Juli 1957 – 9. September 1959
CDR John T. Lyons    9. September 1959 – 14. Dezember 1961
CDR John Daniel Tompkins    14. Dezember 1961 – 25. Mai 1963
CDR Robert Douglas Hill    25. Mai 1963 – 31. Dezember 1964
CDR Raymond Lee Hoffman    31. Dezember 1964 – 9. September 1966
CDR Harold Scudder    9. September 1966 – 26. Juli 1968
CDR John Anthony Maxwell    26. Juli 1968 – 30. September 1968