USS LAMSON ( DD-18 )

USS LAMSON ( DD-18 )

Biografie

Roswell Hawks Lamson
* 30. März 1838 in Burlington, Iowa
† 14. August 1903 in Portland, Oregon
war ein Offizier der United States Navy während des amerikanischen Bürgerkriegs

1847 begleitete Lamson seine Familie als diese auf dem Oregon Trail nach Westen auswanderte. Er war der erste Amerikaner aus dem Oregon Territorium der am 20. September 1858 an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland zugelassen wurde. Vier Jahre später machte er dort seinen Abschluss und trat seinen aktiven Dienst während des amerikanischen Bürgerkrieges an. Lieutenant Lamson bekam das Kommando über das Kanonenboot USS MOUNT WASHINGTON ( 1846 ) zugesprochen das die Navy am 21.April 1861 beschlagnahmt hatte. Dieses Schiff hieß noch bis zum 4. November 1861 MOUNT VERNON. Die US Navy ließ es wegen der Verwechslungsgefahr in USS MOUNT WASHINGTON umtaufen, da es schon den Schraubendampfer USS MOUNT VERNON ( 1859 ) gab den die US Navy am 12. September 1861 erworben hatte. Major General John James Peck ( 4. Januar 1821 – 21. April 1878 ) bekam im September 1862 das Kommando über alle Truppen der Union in Virginia südlich des James River übertragen. Anfang 1863 zeichnete sich ab, dass die Konföderierten Truppen unter Lieutenant General James Longstreet ( 8. Januar 1821 – 2. Januar 1904 ) eine Kampagne gegen die Stadt Suffolk starteten. Bei der US Navy wusste man sofort, dass wenn diese Stadt und ihre Umgebung um den Nansemond River an die Konföderierten verloren geht, sind die Marinewerften von Portsmouth und Norfolk bedroht. Rear Admiral Samuel Philips Lee
( 13. Februar 1812 – 7. Juni 1897 ) war der Befehlshaber des Nordatlantik Blockadegeschwaders und übertrug umgehend das Kommando über die Obere Nansemond Flotte an Lieutenant Roswell Hawks Lamson. In dieser Flotte waren die Dampfer USS STEPPING STONES ( 1861 ), USS ALERT, USS MOUNT WASHINGTON, USS ZOUAVE ( 1861 ) sowie der Seitenraddampfer USS COEUR de LION ( 1861 ) und die Briggs SMITH und WEST END. Die untere Nansemond Flotte bekam Lieutenant William Barker Cushing ( 4. November 1842 – 17. Dezember 1874 ) übertragen. Der Nansemond River, ein 31,9 km langer Nebenfluss des James River in Virginia, beginnt am Lake Meade, nördlich von Suffolk. Am 11. April 1863 überquerten die Konföderierten Kräfte von Lieutenant General Longstreet den Fluss und bauten bei Hills Point das ehemalige konföderierte Fort Huger wieder als Batterie aus. Eine zweite Küstenbatterie, am Norfleet House, errichteten sie an einer Flussbiegung südlich von Suffolk. Am 14. April sichteten die Matrosen von der USS MOUNT WASHINGTON diese Küstenbatterien und meldeten es Lamson. Dieser ließ mit seinen Schiffen das Feuer eröffnen. Die USS MOUNT WASHINGTON erhielt bei diesem Feuergefecht so viele Treffer, das die USS STEPPING STONES das schwer beschädigte Kanonenboot erst während der einsetzenden Flut aus der Gefahrenzone abschleppen konnte. Lieutenant Lamson wechselte auf die USS STEPPING STONES das nun sein Flaggschiff war. Die Unionstruppen unter Captain George Washington Getty ( 2. Oktober 1819 – 1. Oktober 1901 ) schafften am nächsten Tag nach einer dreistündigen Kanonade diese Küstenbatterie zum schweigen zu bringen. Damit war für alle Beteiligten der Union klar, dass man nur mit Schiffen keine Küstenlinie gegen den Feind halten konnte. Lamson und Cushing informierte man über die Eroberung von Norfleet House. Daraufhin ließen Lamson und Cushing ihre Schiffe noch in der Nacht zum 17. April die konföderierten Batterien bei Hill´s Point angreifen. Doch das war nicht von Erfolg gekrönt. Die Schiffe mussten sich wieder zurückziehen. Captain Hazard Stevens ( 9. Juni 1842 – 11. Oktober 1918 ), der Sohn des verstorbenen Generals Isaak Ingalls Stevens ( 25. März 1818 – 1. September 1862 ), gehörte zur Einheit unter Captain Getty und machte den Vorschlag das Fort mit beginnendem Tageslicht anzugreifen um dem Feind keine Chance zur Gegenwehr zu lassen. Am Morgen des 19. April eröffneten die Schiffe von Lamson und Cushing sowie die Einheiten von Getty das Feuer auf das Fort. Captain Getty ließ 270 Freiwillige an Bord der USS STEPPING STONES gehen. Lieutenant Lamson befahl seinen Matrosen eine Leinwand auf dem Schiff so zu befestigen das sich die Infanteristen dahinter verstecken konnten. Captain Getty führte diese Soldaten selber an. Lamson ließ das Schiff flussabwärts an Hill´s Point vorbei fahren. Man wollte damit versuchen das Fort zu umgehen und von der Flanke aus die Konföderierten Stellungen einzunehmen. Dreihundert Meter vor der geplanten Anlegestelle entfernte man die Leinwand. Dreißig Meter vor der Anlegestelle stieß die USS STEPPING STONES auf ein unsichtbares Hindernis im Fluss und hing fest. Die Infanteristen waren den Blicken vom Ufer her voll ausgesetzt und wollten wegen der unbekannten Wassertiefe nicht selbständig bis zum Ufer laufen. Zu ihrem Glück waren um diese Zeit die Konföderierten noch in ihrer Deckung wegen des Bombardements der anderen Schiffe und von Getty´s Einheiten. Captain Stevens stürzte sich als erster ins Wasser und watete an Land. Ihm folgten nun alle anderen Soldaten, die Gewehren über den Köpfen haltend damit sie nicht nass wurden. Inzwischen manövrierte Lieutenant Lamson das Schiff ruhig an die Küste wo die restlichen Infanteristen die Haubitzen entluden. Getty´s Trupp von 100 Soldaten erreichte mit aufgepflanztem Bajonett das Fort ohne einen Schuss abgeben zu müssen. Nach nur zehn Minuten nach dem Anlanden der Infanterie der Union ergaben sich die 130 Konföderierten und wurden gefangen genommen. Bis zum 21. April hielten die Truppen der Union dieses Fort. Danach begaben sie sich an Bord der USS STEPPING STONES und Lieutenant Lamson fuhr sie und Captain Getty zurück in ihre Ausgangsstellen. Die Konföderierten übernahmen wieder kampflos das Fort, hatten aber keine Artillerie mehr. Die Geschütze waren entweder auf das Schiff verladen oder zerstört worden. Am 4. Mai verließen die Konföderierten die Stellungen um nach Fredericksburg, Virginia zu eilen. Die Obere Nansemond Flotte unter dem Kommando von Lieutenant Lamson blieb für kurze Zeit danach noch zur Sicherung im Nansemond River um dann wieder in das Nordatlantik Blockadegeschwader integriert zu werden. Am 5. November 1863 brachten der Seitenraddampfer USS KEYSTONE STATE ( 1853 ) und die USS NANSEMOND ( 1862 ) vor Wilmington, North Carolina den konföderierten Blockadebrecher MARGERET AND JESSIE auf. Die aufgebrachte Prise wurde von dem New Yorker Prisengericht an die US Navy verkauft und in der New York Navy Yard neu ausgerüstet. In dieser Umbau- und Ausrüstungszeit bekam Lieutenant Lamson das Kommando über diese Schiff übertragen. Den Namen änderte man in USS GETTYSBURG ( 1858 ) und Lamson stellte es am 2. Mai 1864 in den Dienst der US Navy. Dieses Schiff gliederte man in das Nordatlantik Blockadegeschwader ein. Am 7. Mai verließ es New York und erreichte am 14. Mai Beauford, North Carolina. Von dort aus nahm Lamson mit dem Schiff seine Position am Eingang zum Cape Fear River ein. Damit sollte Wilmington blockiert werden. In den nächsten sieben Monaten jagte das Schiff potenzielle konföderierte Blockadebrecher und brachte diese als Prisen auf. Am 8. Oktober musste Lamson unfreiwillig Blockadebrechern helfen. Bei einer Sturmbö kenterte der konföderierte Schoner HOME. Sechs Überlebende konnten gerettet werden. Der neue Kommandant des Nordatlantik Blockadegeschwaders Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ) hatte seinen Posten am 12. Oktober 1864 von Rear Admiral Samuel Philips Lee übergeben bekommen. Er plante mit seinen Schiffen und den Truppen von Major General Benjamin Franklin Butler ( 5. November 1818 – 11. Januar 1893 ) die Eroberung von Fort Fisher um den Zugang zu Wilmington zu erzwingen. Die USS GETTYSBURG wartete auf den Rest des Blockadegeschwaders. Am 24. Dezember 1864 begann die erste Schlacht um Fort Fisher. Zwei Tage dauerte diese. Der Dampfer USS LOUISIANA ( 1861 ) war als schwimmende Bombe vor das Fort geschleppt worden, aber durch die Explosion nahm das Fort keinen Schaden. Alle vorhandenen Schiffe des Geschwaders begannen nun mit einem mörderischen Bombardement. Von der USS GETTYSBURG ließ man Boote zu Wasser und Lieutenant Lamson ließ Truppen an den nahen Strand bringen. Doch Major General Butler ließ das Landungsunternehmen abbrechen nachdem er erfuhr, dass das Fort bis dahin keinen Schaden genommen hätte. Rear Admiral Porter zog daraufhin sein Geschwader nach Hampton Roads zurück und ließ es auf einen neuen Angriff vorbereiten. Dieser begann am 13. Januar 1865. Die USS GETTYSBURG war von Anfang an in eine Reserverolle versetzt worden. Einen Tag nach dem ersten Bombardement ließ Lamson wieder Boote zu Wasser und er und eine Abteilung Matrosen setzten auf Land über. Bis zu den ersten Wällen schafft sie es vorzudringen, dann saßen sie fest. Die Nacht zum 15. Januar mussten sie in einem Graben verbringen bis die Verteidiger durch die anrückende Armee unter dem Kommando von Major General Alfred Howe Terry ( 10. November 1827 – 16. Dezember 1890 ) abgelenkt wurden. Erst dann konnten sie sich in die eigenen Reihen zurückziehen und bei der Eroberung von Fort Fisher mithelfen. Bis zum Ende des amerikanischen Bürgerkrieges führte die USS GETTYSBURG unter dem Kommando von Lieutenant Lamson noch Blockadepflichten vor Wilmington durch und von April bis Juni 1865 beförderte das Schiff zwischen Boston, Massachusetts und Norfolk, Virginia Fracht und Passagiere. Am 23. Juni legte man für Reparaturarbeiten das Schiff in der New York Navy Yard still. Lieutenant Lamson erhielt bei der US Navy kein neues Kommando über ein Schiff und so trat er 1866 aus der US Navy aus und kehrte nach Oregon zurück, wo man ihn als Angestellten beim US-Zoll einstellte. 1895 verabschiedete man ihn im Range eines Lieutenant entgültig von der US Navy und versetzte ihn in den Ruhestand. Am 14. August 1903 starb er in Portland.

Zu Ehren von Lieutenant Roswell Hawks Lamson wurden drei Zerstörer bei der US Navy benannt.
Der erste Zerstörer war der USS LAMSON ( DD-18 ) aus der SMITH – Klasse.
Der zweite Zerstörer war der USS LAMSON ( DD-328 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Der dritte Zerstörer war die USS LAMSON ( DD-367 ) aus der MAHAN – Klasse.


USS LAMSON ( DD-18 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS LAMSON ( DD-18 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren des Seehelden Lieutenant Roswell Hawkes Lamson benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweite Schiff aus der SMITH – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Shipbuilding Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 18.
März 1908 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Magdalene Stein Grove ( 12. Oktober 1854 im York County, Pennsylvania – 12. Dezember 1937 im York County, Pennsylvania ), war die Frau von Henry S. Grove ( 25. Juli 1853 in Windsor, York County, Pennsylvania – 28. April 1935 im York County, Pennsylvania ), taufte am 16. Juni 1909 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander John McClane Luby ( 9. Mai 1874 in Corpus Christi, Nueces County, Texas – 3. Januar 1955 in Corpus Christi, Nueces County, Texas ) stellte am 10. Februar 1910 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt gliederte man die USS LAMSON in das Atlantikgeschwader ein. Zusammen mit diesen Schiffen operierte der Zerstörer von 1910 bis 1916 entlang der US Ostküste und in der Karibik. Das Kriegsschiff nahm an Torpedo- und Flottenmanövern sowie an Küstenpatrouillen teil. Am 7. Mai 1916 stach die USS LAMSON in Key West, Florida in See und erreichte zwei Tage später die Dominikanische Republik. Dort sollte der Zerstörer die US Marines unterstützen, die US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) entsandt hatte, welche an diesem Tag mit ihrer Landung begannen. Am Anfang, dem 15. Mai, waren es 632 Marines unter dem Kommando von Admiral William Banks Caterton ( 30. Juni 1855 in Spring hills, Tennessee – 12. Dezember 1941 in Newport, Rhode Island ), dann folgten ab dem 1. Juni weitere. Im Osten der karibischen Insel waren Aufstände ausgebrochen, die nie vollständig niedergeschlagen werden konnten. In der Weltöffentlichkeit wurde der gegen die Staaten in der Karibik begonnene Feldzug als Bananenkrieg wahrgenommen. Mitte Juni kehrte die USS LAMSON nach Key West zurück. Doch schon am 28. Juni legte der Zerstörer wieder ab und fuhr in den Golf von Mexiko. Das Kriegsschiff erreichte wenige Tage später Vera Cruz, Mexiko. Die politische Lage in dem Land hatte sich noch immer nicht beruhigt. Doch schon am 11. Juli erreichte die USS LAMSON wieder Key West. Von hier aus begann der Zerstörer mit seinen Neutralitätspatrouillen entlang der US Ostküste bis tief in den Golf von Mexiko hinein. In Europa tobte derweil der Erste Weltkrieg. Am 6. April 1917 erklärten die USA dem Deutschen Kaiserreich den Krieg. Die USS LAMSON blieb in den ersten beiden Monaten noch an der amerikanischen Küste bevor sie auf die Fahrt über den Atlantik vorbereitet wurde. Der Zerstörer legte am 26. Juli 1917 im Hafen von Ponta Delgada, Azoren an. Diese Inselgruppe war ein strategisch wichtiger Stützpunkt für die US Navy, da man hier für die Überfahrt zwischen den USA und der Küste von Frankreich zum bunkern von Kohle einen Zwischenstopp einlegen konnte. In den nun folgenden drei Monaten beteiligte sich das Kriegsschiff am Eskortier- und Patrouillendienst. Die USS LAMSON stach am 6. Oktober wieder in See und fuhr nach Brest, Frankreich. Von hier aus sollte der Zerstörer seinen Eskortier- und Patrouillendienst wieder aufnehmen. Vor der französischen Küste unterstützte das Kriegsschiff am 28. Oktober ein finnisches Handelsschiff das von einem deutschen U-Boot Torpediert worden war. Der Zerstörer nahm die Überlebenden an Bord. In den Monaten, in denen der Erste Weltkrieg auf europäischem Boden noch tobte, half die USS LAMSON zusammen mit den alliierten Kräften die Bedrohung für Handelsschiffe auf hoher See durch deutsche U-Boote immer mehr zu neutralisieren. Der Zerstörer erledigte seine routinemäßigen Patrouillenaufgaben bis zum Ende der Feindseligkeiten. Am 11. Dezember fuhr die USS LAMSON zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN ( DD-14 ), USS STEWART ( DD-13 ), USS WORDEN ( DD-16 ), USS PRESTON ( DD-19 ) USS WHIPPLE ( DD-15 ) und USS FLUSSER ( DD-20 ) einem Schiffskonvoi entgegen. Dieser Konvoi war am 4. Dezember 1918 von New York aus in See gestochen. An Bord des Truppentransporters SS GEORGE WASHINGTON befand sich neben den amerikanischen Vertretern, die zur Pariser Friedenskonferenz wollten, auch der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ). Am 13. Dezember erreichte die SS GEORGE WASHINGTON die Gewässer vor dem französischen Hafen Brest. In diesen Hafen liefen neben der USS LAMSON, USS WHIPPLE, USS TRUXTUN, USS STEWART, USS WORDEN, USS PRESTON und USS FLUSSER  auch der Zerstörer USS CUMMINGS ( DD-44 ), zehn Schlachtschiffe und zwanzig weitere Zerstörer ein. Damit war eine eindrucksvolle Demonstration der amerikanischen Seestärke geschaffen. Am 18. Dezember 1918 verlässt die USS LAMSON die französische Küste und fuhr zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN, USS STEWART, USS PRESTON, USS WHIPPLE, USS FLUSSER und USS WORDEN zuerst nach Ponta Delgada, Azoren, danach zu den Bermudas und erreichte am 31. Dezember 1918 den Hafen von Charleston, South Carolina. Danach ging die Fahrt weiter und am 3. Januar 1919 lief der Zerstörer in den Delaware River. Noch am selben Tag legte die USS LAMSON in der Philadelphia Navy Yard an. Dort lagen an den Reserve Kais mehrere Zerstörer. So die USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS TRUXTUN, USS PAUL JONES, USS PERRY, USS STEWART, USS WORDEN, USS HULL, USS HOPKINS, USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Doch im März 1919 verlegte man den Zerstörer wieder nach Charleston. Hier erfolgte für den Zerstörer am 15. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS LAMSON ( DD-18 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 21. November 1919 an die T. A. Scott Company in New London, Connecticut für 18.000 Dollar zum verschrotten.


USS LAMSON ( DD-18 )
Commanding Officer
 

LCDR John McClane Luby    10. Februar 1910 – 23. März 1911
LT Herbert Fairfax Leary    23. März 1911 – 10. Februar 1913 (später VADM)
LCDR Harry Adrian McClure    10. Februar 1913 – 7. Juni 1913 (später COMO)
LTJG Henry Rupert Keller    16. September 1913 – 16. Oktober 1916
LT Francis John Comerford    16. Oktober 1916 – 30. April 1917
LCDR William Reynolds Purnell    30. April 1917 – 14. Juni 1918 (später RADM)
LCDR Donald Bradford Beary    14. Juni 1918 – 10. August 1918 (später VADM)
LCDR Clifford Evans Van Hook    10. August 1918 – 7. Februar 1919
LT John Kelvey Richards, Jr.    7. Februar 1919 – 15. Juli 1919

USS MACDONOUGH ( DD-9 )

USS MACDONOUGH ( DD-9 )

Biografie

Thomas Macdonough Jr.
* 21. Dezember 1783 im New Castle County (Delaware)
† 10. November 1825 auf See bei Gibraltar
war ein US-amerikanischer Marineoffizier, der vor allem durch seine Rolle im ersten Barbary Krieg und
als Befehlshaber der amerikanischen Seestreitkräfte im Krieg von 1812 bis 1814 mit Großbritannien Bekanntheit erreichte durch den Sieg bei der Schlacht von Lake Champlain.

Thomas McDonough, Jr. war das sechste Kind von zehn Geschwistern und der Sohn von Major Thomas McDonough Senior. Die Familie lebte auf einem Bauernhof der als „The Trap“ im County New Castle, Delaware bezeichnet wurde. Thomas McDonough erhielt für die damalige Zeit eine angemessene Ausbildung, allerdings ist es nicht überliefert ob er eine Schule besucht oder von einem Familienmitglied oder Tutor unterrichtet wurde. McDonough Senior war ein Mann des katholischen Glaubens und erzog nach diesen Regeln seine Kinder. Durch diese Erziehung basierte eine Reihe von standhaften Grundsätzen im persönlichen als auch im militärischen Leben von McDonough Junior. Als sein Bruder James, er hatte auf der USS CONSTELLATION ( 1797 ) gedient, 1799 von einer Seeschlacht mit einem französischen Kriegsschiff im Quasi-Krieg nach Middletown zurückkam, er hatte dabei ein Bein verloren, heuerte McDonough bei der US Navy an. Aus unbekannten Gründen hatte man in den Personallisten die Schreibweise des Nachnamens McDonough in MacDonough geändert. Man nahm ihn als Midshipman auf. Im Alter von sechzehn Jahren, am 27. Mai 1800, beförderte man ihn zum Ensign und kommandierte ihn an Bord der Korvette USS GANGES ( 1794 ) die mit 24 Kanonen bestückt war. Das Kommando über dieses Schiff führte Captain John Mullowny. Dieser hatte am 25. Mai den Befehl erhalten nach Havanna zu segeln. Zwei Tage später begann der Törn von Philadelphia, Pennsylvania aus. Vor der Küste von Kuba eroberte die Mannschaft der USS GANGES am 19. Juli den französischen Schoner PRUDENT, am 20. Juli eroberte sie die amerikanische Brigantine DISPATCH, die von französischen Piraten als Prise aufgebracht war, zurück und einen weiteren Tag später den amerikanischen Schoner PHOEBE der 135 afrikanische Sklaven für den amerikanischen Sklavenmarkt geladen hatte. Auch an dem kurzen Gefecht mit den französischen Freibeutern auf der LA FORTUNE et LOUIS war Thomas MacDonough am 28. Juli beteiligt. Bis September 1800 war die USS GANGES unterwegs auf Patrouillenfahrt in der Karibik. Danach kehrte sie nach Philadelphia zurück, im Schlepptau die Schoner PHOEBE und PRUDENT. Zum Fort Mifflin bei Philadelphia brachte man beide Prisen. Auf der dortigen Quarantänestation pflegte man die 135 ausgemergelten und kranken Afrikaner wieder gesund und gab ihnen den Nachnamen Ganges. In Pennsylvania zerstreute man sie danach lokal bei allen Betrieben die neue Arbeitskräfte suchten. Die Afrikaner waren nun ein Teil der freien Bürger. Am 31. Januar 1801 löste man wieder die Leinen in Philadelphia und die USS GANGES begleitete einen Konvoi nach Havanna. Unterwegs wurde das Schiff während eines Sturmes so schwer beschädigt, so dass es in den französischen Hafen von Basseterre, Saint Christophe einlaufen musste. Hier untersuchte am 2. März Commodore John Barry ( 25. März 1745 – 13. September 1803 ) das Schiff und fand es „ungeeignet für die See“. Unfähig die Fahrt weiterzuführen, blieb die USS GANGES in Guadeloupe Station bis in den Mai hinein. Diese Reparaturphase der USS GANGES erlebte auf diesem Schiff die zukünftige Seehelden James Lawrence ( 1. Oktober 1781 – 4. Juni 1813 ) und Jacob Nicholas Jones ( März 1768 – 3. August 1850 ) unter dem Kommando von John Barry auf der Fregatte USS UNITED STATES ( 1797 ). Ende Mai traf die USS GANGES dann auf einen Konvoi in Richtung Norden, den sie bis Philadelphia begleitete wo die Schiffe Anfang Juni eintrafen. Am 10. Juni 1801 schlossen Frankreich und die Vereinigten Staaten von Amerika Frieden. Thomas MacDonough begab sich dann von Bord der USS GANGES und bestieg am 20. Oktober 1801 die Bordplanken der 38 Kanonen Fregatte USS CONSTELLATION die unter dem Befehl von Captain Alexander Murray ( 12. Juli 1755 – 6. Oktober 1821 ) stand. Murray segelte mit seiner Mannschaft ins Mittelmeer. Während seiner Tätigkeit an Bord des Schiffes erhielt MacDonough eine gründliche Ausbildung in der Führung einer Seemannschaft, in Navigation, den nautischen Wissen-schaften und dem Geschützwissen. Die USS CONSTELLATION lief nicht ohne Grund in das Mittelmeer ein. Der Pascha von Tripolis, Yusuf Karamanli ( 1766 – 1838 ), hatte den USA am 10. Mai 1801 den Krieg erklärt, nicht durch irgendwelche formelle Schriftstücke, sondern in der üblichen Art und Weise der Barbaren mit der Senkung einer Fahne vor dem US-Konsulat. US Präsident Thomas Jefferson ( 13. April 1743 – 4. Juli 1826 ) hatte sich offen geweigert den Tribut von 225.000 $ zu leisten. Die Verbündeten von Tripolis, Algier und Tunis, folgten allerdings nicht dieser Kriegserklärung. Mit der USS CONSTELLATION waren noch die schweren Fregatten USS CHESAPEAKE ( 1799 ), USS CONSTITUTION ( 1797 ) und USS PRESIDENT ( 1800 ), das Flaggschiff von Commodore Richard Dale ( 6. November 1756 – 26. Februar 1826), der Fregatte USS PHILADELPHIA ( 1799 ) und dem Schoner USS ENTERPRISE ( 1799 ) in der amerikanischen Flotte die in das Mittelmeer einliefen und im Ersten Barbary Krieg kämpften. Bis April 1802 befehligte Commodore Dale die Flotte und diese eskortierte amerikanische Handelsschiffe durch das Mittelmeer. Dann liefen die USS CONSTELLATION und die USS PHILADELPHIA zurück in die Vereinigten Staaten um sich einer Generalüberholung zu unterziehen. Die zurückgebliebenen Schiffe setzten eine Seeblockade vor Tripolis durch und jedes Schiff das für den Pascha von Tripolis unterwegs war wurde als Prise aufgebracht. Später folgten in das Mittelmeer noch die Brigg USS ARGUS ( 1803 ) und die USS SYREN ( 1803 ). Der amerikanische Marineminister Robert Smith ( 3. November 1757 – 26. November 1842 ) wählte Thomas MacDonough aus, von der USS CONSTELLATION auf die 38 Kanonen Fregatte USS PHILADELPHIA im Mai 1803 zu wechseln. Diese Fregatte stand zu diesem Zeitpunkt unter dem Kommando von Captain William Bainbridge ( 7. Mai 1774 – 27. Juli 1833 ). Am 28. Juli verließ das Schiff die USA und langte am 24. August in Gibraltar an. Dort wurde zwei Tage später die amerikanische Brigg CELIA von dem marokkanischen Kriegsschiff MIRBOKA, 24 Kanonen und 100 Mann Besatzung an Bord, zurückerobert. Beide Schiffe brachte die USS PHILADELPHIA nach Gibraltar. Dann befolgte Bainbridge den Befehl vom Befehlshaber der amerikanischen Flotte, Commodore Edward Preble ( 15. August 1761 – 25. August 1807 ) sich unverzüglich dieser anzuschließen. Am 31. Oktober 1803 kreuzte die USS PHILADELPHIA vor dem Hafen von Tripolis und lief dabei auf ein unbekanntes Riff auf. Alle Bemühungen das Schiff wieder flott zu bekommen scheiterten. So mussten sich alle Offiziere und Mannschaften des Schiffes den Soldaten des Paschas von Tripolis ergeben. Nur Thomas MacDonough war nicht an Bord der USS PHILADELPHIA. Ihn hatte man noch am frühen Morgen des 31. Oktober in Syrakus auf die 12 Kanonen Schaluppe USS ENTERPRISE unter dem Kommando von Lieutenant Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 – 22. März 1820 ) versetzt. Die Tripolitaner verankerten die USS PHILADELPHIA im Hafen und drehten sie so in den Wind das sie als Geschützbatterie gegen jeden Angreifer eingesetzt werden konnte. So mussten die Amerikaner eine Entscheidung gegen das Schiff treffen. Ein aufgebrachtes tripolitanisches Segelschiff taufte man in USS INTREPID um und Commodore Edward Preble übergab das Kommando an Lieutenant Stephen Decatur, Jr. Mit an Bord waren sein Bruder James Decatur, Thomas MacDonough und 80 weitere Freiwillige Matrosen. In Begleitung der amerikanischen Brigg USS SYREN lief die USS INTREPID in Richtung Tripolis. Dort kamen beide Schiffe am 2. Februar an. Die USS INTREPID lief in den Hafen ein und die USS SYREN wartete in einiger Entfernung davor. Fünf Tage später lief die USS INTREPID aus dem Hafen wieder aus und gesellte sich zu der Brigg. Mit den gesammelten Informationen wurde ein Schlachtplan mit Commodore Edward Preble entwickelt. In der Nacht zum 16. Februar 1804 war es dann soweit. Die USS INTREPID lief in den Hafen von Tripolis wieder ein und die USS SYREN begleitete das Schiff bis zum Hafen wo Boote ausgebracht wurden um im Notfall die flüchtenden zu übernehmen. Die tripolitanischen Wachen an Bord der USS PHILADELPHIA konnten getäuscht werden und so enterten die amerikanischen Offiziere und Matrosen die amerikanische Fregatte. Im Stillen dezimierte man die Wache und zwang den Rest über Bord zu springen. Trotz aller Bemühungen bekam man das Schiff nicht flott. Thomas MacDonough stieg mit einigen Matrosen in die unteren Decks und entzündete dort brennbare Materialien und verteilte Schießpulver an mehreren Stellen. Da er erst vor kurzem an Bord dieses Schiffes gedient hatte, kannte er es vom Bug bis zum Heck. Decatur hatte den Befehl ausgegeben solange auf der USS PHILADELPHIA zu bleiben bis man sicher sein konnte das das Schiff nicht mehr zu retten war, erst dann verließen alle amerikanischen Angreifer die Fregatte. Mit der USS INTREPID legten sie ab und setzten die Segel als das Feuer das Geschützdeck erreicht hatte. Die Fässer mit Schießpulver explodierten und rissen die Fregatte in Stücke. In Syrakus kam das Schiff am 18. Februar an. Für seine Heldentat beförderte man MacDonough zum Lieutenant und versetzte ihn an Bord der Brigg USS SYREN. Mit dem Schoner USS NAUTILUS ( 1799 ) segelte die USS SYREN nach Tripolis um dort eine gewisse Seeblockade zu errichten. Bald nach der Ankunft beider Schiffe vor Tripolis, nahm man ein Pollacca Segelschiff, ein im Mittelmeer im 16. und 17. Jahrhundert gebräuchliches italienisches Segelschiff mittlerer Größe, mit dem Nmaen MADONA CATAPOLANCA gefangen und schickte es mit einer Prisenbesatzung nach Malta. Am 21. März eroberte man die bewaffnete Brigg TRANSFER des Paschas von Tripolis. Lieutenant Charles Stewart ( 28. Juli 1778 – 6. November 1869 ), Kommandant der USS SYREN, taufte die TRANSFER in USS SCOURGE um. Dieses Schiff ordnete man in das Blockadegeschwader ein. Die nachfolgenden Schlachten um Tripolis, die Commodore Preble führen ließen erreichten nicht ihre Wirkung. Erst nach der Schlacht von Derne ( 27. April – 13. Mai 1805 ) zwangen die Amerikaner den Pascha von Tripolis zu Friedensverhandlungen. Lieutenant Thomas MacDonough beförderte man zum First Lieutenant und er blieb bis August 1806 an Bord der USS SYREN die nach ihrer Heimkehr in die Vereinigten Staaten in die Washington Navy Yard zur Überholung einlief. Die neuen Befehle für MacDonough lauteten, Captain Isaak Hull ( 9. März 1773 – 13. Februar 1843 ) in der Werft von Middletown, Connecticut beim Bau von neuen Kriegsschaluppen zu unterstützen. Dort überwachte er den Bau der USS WASP ( 1807 ). 1807 stellte er das 18-Kanonen tragende Schiff in den Dienst der US Navy und übernahm als Kommandant die Befehlsgewalt. Seine Aufgabe mit diesem Schiff war, das amerikanische Embargogesetz von 1807 das durch den Kongress am 22. Dezember 1807 verabschiedet worden war, gegen Großbritannien. Da Großbritannien permanent amerikanische Handelsschiffe trotz der US-Neutralität während der Napoleonischen Kriege aufgebracht, beschlagnahmt und amerikanische Seeleute zu tausenden in die Royal Navy gepresst wurden, sollte mit der USS WASP und anderen Schiffen eine Atlantikblockade errichtet werden. Bis zum 1. März 1809 war das Embargogesetz in Kraft, welches aber nur für die amerikanischen Händler von Nachteil war. Nach dem 1. März verließ MacDonough die USS WASP und man unterstellte ihn Captain Smith auf der Fregatte USS ESSEX ( 1799 ). Noch im selben Jahr kehrte er nach Middletown zurück wo er die Arbeiten an Kriegsschaluppen überwachte. Dort lernte er Miss Lucy Ann Shaler kennen. Mit der Aufhebung der Embargo-Bestimmungen gegen Großbritannien und Frankreich wurden die Schiffe der US Navy in ihre Heimathäfen zurückbeordert und still gelegt. Sämtliche Neubauten stellte man ein und schickte ein Fünftel aller Navy Offiziere im Juni 1810 in den Urlaub für den halben Lohn. Macdonough nahm diese Beurlaubung an und fuhr für zwei Jahre als Kapitän eines britischen Handelsschiffes nach Indien. Als der Krieg gegen Großbritannien am 18. Juni 1812 ausbrach waren die amerikanischen Seestreitkräfte verhältnismäßig klein, so dass die Briten große Fortschritte auf den Großen Seen und auf den Wasserstraßen nördlich von New York zu verzeichnen hatten. Jedoch durch die Kommandeure Oliver Hazard Perry ( 23. August 1785 – 23. August 1819 ) am Lake Erie, Isaak Chauncey ( 20. Februar 1779 – 27. Januar 1840 ) auf dem Lake Ontario und Thomas MacDonough am Lake Champlain waren für den amerikanischen maritimen Erfolg während dieses Krieges verantwortlich. Als First Lieutenant kehrte MacDonough im Juni 1812 in den aktiven Dienst zurück. Die Befehlsgewalt über die Fregatte USS CONSTELLATION hatte Captain Charles Stewart. Dieses Schiff lag zur Reparatur und zur Ausrüstung in Washington D.C. und war noch Monate davon entfern in See stechen zu können. MacDonough beantragte daher eine aktivere Aufgabe zu bekommen. Er erhielt den Befehl sich nach Portland, Maine zu begeben wo ein Geschwader von Kanonenbooten die Stadt samt Hafen verteidigte. Sein Aufenthalt dort war sehr kurz. Der US Marineminister Paul Hamilton ( 16. Oktober 1762 – 30. Juni 1816 ) beförderte MacDonough zum Naval Lieutenant ( Kapitänleutnant ) und erließ den Befehl, das sich dieser unverzüglich nach Burlington, Vermont zu begeben habe um die Stadt am Lake Champlain gegen die Briten mit den bereitgestellten Schaluppen USS GROWLER ( 1812 ) und USS EAGLE ( 1812 ) zu verteidigen. Als die Vorbereitungen im Oktober 1812 abgeschlossen waren kehrte MacDonough mit der Erlaubnis des Marineministers nach Middletown zurück wo er am 12. Dezember 1812 Lucy Anne Shaler heiratete. In der Christ Church in Middletown traute Bischof Abraham Jarvis die Beiden. Danach kehrte Thomas MacDonough nach Burlington zurück. Am 2. Juni 1813 schickte er Lieutenant Sidney Smith mit der USS GROWLER und Segelmeister Loomis mit der USS EAGLE auf Erkundungsfahrt in die Nähe des Richelieu River an der kanadischen Grenze. Der ungeduldige Lieutenant Smith handelte entgegen seiner Befehle und segelte in britische Gewässer wo er auf ein britisches Geschwader stieß und nach vier Stunden Kampf sich ergeben musste. Beide Schiffe gingen für die US Navy verloren und die Briten hatten jetzt die uneingeschränkte Kontrolle über den Lake Champlain. Am 24. Juli 1813 beförderte man MacDonough in den Rang eines Master Kommandanten. In einem Gefecht von etwa zehn Minuten am 2. August 1813 beschossen die Briten Burlington. Die britische Kanonade wurde allerdings von den Amerikanern nicht erwidert. Um den strategisch wichtigen See wieder unter die Kontrolle der Amerikaner zu bringen, ließ MacDonough am 7. März 1814 die Korvette USS SARATOGA in der Werft Otter Creek in Vergennes, Vermont auf Kiel legen. Schon am 11. April war die Taufe. 746 Tonnen schwer, 44 Meter lang, 11,13 Meter breit und einen Tiefgang von 3,81 Metern hatte das Schiff. 212 Offiziere und Mannschaften befanden sich Bord. Acht lange 24-Pfüner-, sechs 42-Pfünder- und zwölf 32-Pfünder-Kanonen waren aufgestellt. MacDonough stellte selber die Korvette in den Dienst der US Navy und übernahm die Befehlsgewalt. Am 12. Mai 1814 kam noch der umgebaute Schoner USS TICONDEROGA ( 1814 ), auf dem 17 Kanonen aufgestellt wurden, dazu. Diesen kommandierte Lieutenant Stephen Cassin ( 16. Februar 1783 – 29. August 1857 ). Bis in den Mai bedeckte eigentlich Eis den Lake Champlain, aber im Jahr 1814 begann es schon Anfang April zu schmelzen und MacDonough befürchtete das das britische Geschwader die günstige Gelegenheit nutzen könnte um die beiden im Bau befindlichen amerikanischen Schiffe zu zerstören. Eine schwer bewaffnete Brigg und fünf große Kanonenboote waren von Isle Aux Noix aus auch schon auf dem Weg. Der britische Befehlshaber Daniel Pring ( zirka 1788 – 29. November 1846 ) musste sich aber wegen widriger Winde gedulden und kam erst nach dem 14. Mai nach Vergennes am Otter Creek. Gelernt hatte Thomas MacDonough von dem Beschuss auf Burlington. Er ließ an der Mündung des Otter Creek Kanonen von der USS SARATOGA entladen und dort als Küstenbatterie aufstellen. Eine Stunde währte der Kampf, dann ließ Pring beidrehen und das britische Geschwader kehrte nach Isle Aux Noix zurück. Dort blieb er bis zum Herbst und ließ die 37-Kanonen fassende Fregatte HMS CONFIANCE ( 1814 ) bauen. Für das Geschwader von Thomas MacDonough war nun der Weg nach Plattsburgh, New York frei. Er ließ dort den See ausloten und vermessen um dann die Schiffe auf günstigen Positionen vor der Hafeneinfahrt zu verankern. Ende August zog Sir George Prevest, 1. Baronet ( 19. Mai 1767 – 5. Januar 1816 ) 10.000 britische Soldaten vor Montreal zusammen. Er benötigte unbedingt das britische Geschwader bei Plattsburgh für den Nachschub. Der amerikanische General Alexander Macomb ( 3. April 1782 – 25. Juni 1841 ) hatte nur 2.000 Mann regulärer Einheiten sowie Milizen aus Vermont und New York. Genauso schlecht sah es auf dem Wasser aus. Master Kommandant Thomas MacDonough hatte noch nie eine Seeschlacht erlebt bis auf die Versenkung der USS PHILADELPHIA, aber er wusste das durch ihn und seinem Geschwader womöglich ein wichtige Kriegsentscheidende Rolle zukam. Am 3. September übertraten die Briten die kanadische Grenze und marschierten in Richtung Plattsburgh. Ein britisches Geschwader unter dem Kommando von Captain George Downie segelte nach Süden um sich zum Kampf mit dem amerikanischen Geschwader zu stellen wo es am 11. September eintraf. Sofort ließ Downie die Flotte von MacDonough angreifen. Durch das britische Flaggschiff HMS CONFIANCE erreichten die Briten sehr früh die Oberhand. Genau in dieser Phase traf eine amerikanische Kanonenkugel eine britische Kanone hinter der George Downie stand. Diese Kanone wurde aus ihrer Verankerung gerissen und zerquetschte ihn an der gegenüberliegenden Bordwand. Durch die Anker-Kabel-Taktik konnte MacDonough die USS SARATOGA ohne Segel ständig eine volle Breitseite auf die HMS CONFIANCE abfeuern. Auf diesem britischen Schiff, das hastig gebaut und schlecht ausgerüstet war und eine unerfahrenen Besatzung hatte, dauerte es nicht sehr lange bis die Mannschaft kapitulierte. Die britische Brigg HMS LINNET mit 16 Kanonen unter dem Kommando von Daniel Pring war das noch letzte kämpfende Schiff. Er hatte die selbe Anker-Kabel-Taktik wie MacDonough angewendet und großen Schaden an den amerikanischen Schiffen verursacht. Als sein Schiff nur noch allein kämpfte richteten die amerikanischen Schiffe ihre Kanonen auf sein Schiff aus und zerschossen es ohne Gnade. Erst als es kurz vor dem untergehen war, ergab sich Pring mit seiner Mannschaft und legte sein Leben in die Hände von Master Kommandant Thomas MacDonough. Dieser ließ alle gefangenen und verwundeten Seeleute an Land schaffen und medizinisch versorgen. Dadurch das für die Armee von George Prevest der Nachschubweg über den Lake Champlain abgeschnitten war, sah er sich nicht in der Lage weiter auf amerikanischen Boden vorzudringen und kehrte nach Kanada zurück. MacDonough beförderte man für seine Heldentat zum Captain und verlieh ihm die Congressional Gold Medal. Tausend Hektar Land schenkte ihm das Bundesland New York und Vermont legte einhundert Hektar obendrauf. Damit war Thomas MacDonough ein reicher Mann. Am 1. Juli 1815 übernahm er das Kommando über die Portsmouth Navy Yard von Commodore Isaak Hull. Für drei Jahre behielt er dieses. Danach begab er sich in die Boston Navy Yard wo er am 22. April 1818 die Fregatte USS GUERRIERE ( 1814 ) nach einer Überholung wieder in den Dienst der US Navy stellte. Bis zum Ablegen am 24. Juli ließ er das Schiff komplett ausstatten. Der amerikanische Gesandte für Russland begab sich und seine Familie an Bord und MacDonough ließ ablegen. Die Fahrt führte über Gibraltar, Cowes, einer Stadt auf Isle og Wight, Kopenhagen, Dänemark nach Kronstadt bei Sankt Petersburg wo sie am 17. September ankamen. Danach fuhr Thomas MacDonough noch im selben Jahr zurück in die Vereinigten Staaten. Im April 1818 hatte er sich eine Tuberkulose zugezogen, versuchte aber seinen Dienst wie gewohnt weiter zu führen. In der New York Navy Yard lag das begonnene Linienschiff USS OHIO ( 1820 ) das er bis 1823 als dessen Kapitän kommandierte aber nie aktiven Dienst damit auf See ausübte. Nachdem MacDonough mehrere Anträge auf Versetzung in den aktiven Dienst geschrieben hatte, übergab man ihm das Kommando über die Fregatte USS CONSTITUTION 1824. Mit diesem Schiff segelte er bis zum Mittelmeer wo er am 14. Oktober 1825 umkehren musste weil sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechterte. MacDonough übergab das Kommando über das Schiff an Lieutenant Elie Augustus Frederick La Valette ( 3. Mai 1790 – 18. November 1862 ). Er wechselte an Bord der USS EDWIN um nach New York zurück zu kehren, aber am 10. November 1825 starb er an Bord des Schiffes als dieses gerade Gibraltar passiert hatte. Seine sterblichen Überreste brachte man in die Vereinigten Staaten zurück wo er auf dem Friedhof von Middletown, Connecticut neben seiner Frau Lucy Anne, die wenige Monate vorher gestorben war, begraben wurde.

Bei der US Navy wurden vier Schiffe und ein Liberty Frachter nach Commodore Thomas MacDonough benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS MACDONOUGH ( DD-9 ) aus der BAINBRIDGE – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS MACDONOUGH ( DD-331 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS MACDONOUGH ( DD-351 ) aus der FARRAGUT – Klasse.
Das vierte Schiff war der Lenkwaffenzerstörer USS MACDONOUGH ( DDG-39 ) aus der FARRAGUT – Klasse.
Und den Liberty Frachter mit dem Namen SS THOMAS MACDONOUGH legte man am 21. Oktober 1941 auf Kiel. Den Stapellauf führte man am 28. Januar 1942 durch. Die Maritime Commission verleih diesem Frachter die Hull Nummer 179. 1967 verschrottete man das Schiff.


USS MACDONOUGH ( DD-9 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS MACDONOUGH ( DD-9 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Thomas Macdonough benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunte Schiff aus der BAINBRIDGE – Klasse.
Auf der Fore River Ship & Engine Company in Weymouth, Massachusetts wurde am 10.
April 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Lucy Shaler Macdonough ( 8. Dezember 1865 in Middletown, Middlesex County, Connecticut –  ? ), Tochter von Captain Charles Shaler Macdonough ( 28. Juni 1818 in Middletown, Middlesex County, Connecticut – 1. Dezember 1871 in Montclair, essex County, Connecticut ) und Enkelin von Commodore Thomas Macdonough, Jr., taufte am 24. Dezember 1900 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Charles Sumner Bookwalter ( 1873 – 28. April 1948 ) stellte am 5. September 1903 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Während der Erprobungsfahrten der USS MACDONOGH stellte sich heraus, dass der Zerstörer seine Entwurfsgeschwindigkeit von 30 Knoten nicht erreichen wird. Zusammen mit dem Schwesterschiff USS LAWRENCE ( DD-8 ) das ebenfalls in der Fore River Ship & Engine Company gebaut worden war, stellte sich heraus das die USS MACDONOUGH nicht gut in der See lag. Auf beiden Zerstörern wurden die zwei 3 Zoll Geschütze durch Sechspfünder Kanonen ersetzt. Damit waren sieben solcher Kanonen an Bord eines jeden Kriegsschiffes. Nach Abschluss der Ausbildungs- und Erprobungsfahrten verbrachte das Kriegsschiff für sieben Monate als Ausbildungsschiff für Midshipman an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Am 31. April 1904 gliederte man die USS MACDONOUGH in das Küstengeschwader der Nordatlantikflotte. Der Zerstörer operierte in den nun folgenden drei Jahren entlang der US Ostküste und in der Karibik. Das Kriegsschiff verlegte man am 16. Mai 1907 in die Reserve Torpedo Flotte, die in Norfolk, Virginia lag, und diente dort bis Ende des Jahres. Am 2. November 1907 stellte man die USS MACDONOUGH außer Dienst. Lieutenant Willis Gemmill Mitchell ( 30.
September 1877 in Warren, Pennsylvania – 3. Februar 1960 in Hudson Fall, Washington County, New York ) stellte am 21. November 1908 den Zerstörer, der unter seinem Kommando stand, wieder in den Dienst der US Navy. Das Kriegsschiff war das Flaggschiff der 3. Torpedo Flottille. Es fuhr wenige Tage später von Norfolk aus nach Pensacola, Florida. Hier nahm die USS MACDONOUGH an Operationen vor der Küste Floridas teil und blieb bis zum folgenden Frühjahr. Erst dann kehrte der Zerstörer an die US Ostküste zurück. Im Sommer 1909 operierte das Kriegsschiff zusammen mit den Schiffen des Atlantik Torpedo Geschwaders vor der Küste Neuenglands. Anschließend fuhr die USS MACDONOUGH in den Golf von Mexiko zurück und fuhr in den Mississippi River ein. Ziel war St Louis, Missouri. Hier wurde die 100 Jahrfeier der Stadt abgehalten. Der Zerstörer war extra dafür an einer Kreuzfahrt auf dem Mississippi beteiligt. So lag das Kriegsschiff am 26. September 1909 zusammen mit den Torpedobooten USS WILKES ( TB-35 ), USS THORNTON ( TB-33 ) und USS TINGEY ( TB-34 ) ij Hafen von Cairo, Illinois. Erst im Dezember kehrte die USS MACDONOUGH von dieser Kreuzfahrt an die US Ostküste zurück und legte am 16. Dezember im Hafen von Charleston, South Carolina an. Man versetzte den Zerstörer in die Reserve, wo er bis zum 14. Oktober 1912 blieb. Allerdings nahm das Kriegsschiff im Sommer 1910 an den jährlichen Übungen teil und kehrte anschließend nach Charleston zurück. Bis auf zwei Kreuzfahrten nach New York in diesem Jahr verblieb das Kriegsschiff nun in dem Hafen. Lieutenant Charles Adams Blakely ( 1. Oktober 1879 in Williamsburg, Whitley County, Kentucky – 12. September 1950 in San Diego, Kalifornien ) stellte am 14. Oktober 1912 das unter seinem Kommando stehende Schiff wieder in den Dienst der US Navy. Er überführte es nach Boston zur Massachusetts Naval Militia. In Boston selber stellte man die USS MACDONOUGH am 1. Dezember 1912 außer Dienst. Lieutenant Charles Adams Blakely übernahm fünf Tage später in Philadelphia das Kommando über den Zerstörer US WORDEN ( DD-16 ). Die USS MACDONOUGH selber blieb bis zum 23. März 1914 und wurde an diesem Tag unter das Kommando von Ensign George Martin Cook gestellt. Das Kriegsschiff war das zweite Schiff, das im Juli 1914 in den neugebauten Cape Code Kanal, der nur begrenzt geöffnet war, einfuhr. Man versetzte den Zerstörer in die Reserve Torpedo Division in Newport, Rhode Island zur Unterstützung bei der Ausbildung von U-Boot Mannschaften. Dort in Newport lag ebenfalls die USS WORDEN. Ab dem 29. Januar 1915 wurde die USS MACDONOUGH von der Reserve Torpedo Flotte abgetrennt und der U-Boot Flotte innerhalb der Atlantikflotte zugeteilt. In den folgenden zwei Jahren operierte der Zerstörer zusammen mit U-Booten. Die Übungen und Manöver wurden zwischen Pensacola und Newport durchgeführt. Im Anschluss daran begann das Kriegsschiff ab dem 27. März 1917 eine Rekrutierungsfahrt entlang des Mississippi River. In dieser Zeit, am 6. April 1917, erklärten die USA dem Deutschen Kaiserreich den Krieg und beteiligten sich nun offiziell am Ersten Weltkrieg. Mitte Juni verließ die USS MACDONOUGH New Orleans und fuhr nach Charleston, wo sie sich der Destroyer Force in der Atlantikflotte anschloss. Bis zum 16. Januar 1918 patrouillierte der Zerstörer vor der US Ostküste. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff den Hafen von Philadelphia, Pennsylvania und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Brest, Frankreich. Dort traf es am 20. Februar ein. Die USS MACDONOUGH blieb bis zum 20. Mai 1919 vor der Küste von Frankreich und leistete Eskortier- und Patrouillendienste. An diesem Tag verließ der Zerstörer die französische Küste und fuhr in Richtung Westen an die US Ostküste. Am 24. Juni legte das Kriegsschiff an den Reserve Kais im Hafen der Philadelphia Navy Yard an. Hier stellte man den Zerstörer endgültig am 3. September 1919 außer Dienst. Den Namen USS MACDONOUGH ( DD-9 ) strich man am 7. November 1919 von der US Navy – Liste. Am 10. März 1920 verkaufte man den Schiffskörper an die Joseph G. Hitner Company in Philadelphia zum verschrotten.     


USS MACDONOUGH ( DD-9 )
Commanding Officer
 

LT Charles Sumner Bookwalter    6. September 1903 – 2. Juli 1904
LT Roland Irvin Cutin    2. Juli 1904 – 8. August 1905
LT Albert Henry MacCarthy    8. August 1905 – 20. Oktober 1905
LT Kenneth Marratt Bennett    20. Oktober 1905 – 14. September 1906
LT Julius Frederick Hellweg    14. September 1906 – 16. Mai 1907 (später RADM)
LT Louis Clark Richardson    16. Mai 1907 – 2. November 1907
Außerdienststellung     2. November 1907 – 21. November 1908
LT Willis Gemmill Mitchell    21. November 1908 – 16. Dezember 1909
In Reservestatus    16. Dezember 1909 – 14. Oktober 1912
LT Charles Adams Blakely    14. Oktober 1912 – 1. Dezember 1912 (später VADM)
Außerdienststellung     1. Dezember 1912 – 23. März 1914
ENS George Martin Cook    23. März 1914 – 1915
LT Lemuel Musetter Stevens    1915 – 29. Dezember 1915
LTJG John Harrison Semmes Dessez    29. Dezember 1915 – 1. Februar 1916
LCDR Robert Messinger Hinckley    1. Februar 1916 – 7. August 1918
LCDR William Dwight Chandler, Jr.   7. August 1918 – 6. Dezember 1918
LT Rawson James Valentine    6. Dezember 1918 – 3. September 1919

USS WORDEN ( DD-16 )

USS WORDEN ( DD-16 )

Biografie

John Lorimer Worden
* 12. März 1818 Sparta, Mount Pleasant Township Westchester County, New York
† 19. Oktober 1897 in Washington D.C.
war ein US- Konteradmiral, diente im amerikanischen Bürgerkrieg. Er befahl die USS MONITOR gegen das Konföderierten Schiff CSS VIRGINIA ( hatte ursprünglich den Namen USS MERRIMACK ) in der ersten Schlacht mit gepanzerten Schiffen 1862.

John Lorimer Worden ist der Sohn von Ananias Worden, Sr. ( 26. august 1790 in Mount Pleasant, Westchester County, New York – 1. Dezember 1861 im Kent County, Michigan ) und Harriet Graham Worden ( 25. Juli 1793 in Tarrytown, Westchester County, New York – 28. September 1883 in Michigan ). Er ist von elf das dritte Kind. Seine Geschwister waren Martha Ann Eliza Worden Kipp ( 2. Juli 1814 in Tarrytown, Westchester County, New York – 22. Dezember 1848 in Mount Pleasant, Westchester County, New York, die 1841 Moses J. Kipp ( 11. Oktober 1810 – 17. Januar 1890 ) heiratete, der nach ihrem Tod ihre Schwester Clara G. Worden heiratete; Jane Louisa Worden ( 14. Mai 1816 in Mount Pleasant, Westchester County, New York – 29. August 1894 in Rockford, Kent County, Michigan ); Lieutenant Colonel Frederick William Worden ( 20. März 1820 in Mount Pleasant, Westchester County, New York – 22. August 1898 im Kent County, Michigan ); Ananias Worden, Jr. ( 24. Februar 1822 – 12. Juli 1890 in Cannon Township, Kent County, Michigan ); Eugene Buchernois Worden ( 24. August 1823 – 11. Juni 1862 ); Clara G Worden Kipp ( 26. Februar 1824 in New York – 28. September 1909 im Kent County, Michigan ); Charles A. Worden ( 12. März 1826 – 15. Oktober 1854 ); Isaac Gilbert Worden ( 26. April 1828 in Mount Pleasant, Westchester County, New York – 2. Dezember 1902 in Detroit, Michigan ); Lucy Harriet Worden ( 8. oktober 1836 in Mount Pleasant, Westchester County, New York – 6. Januar 1893 im Kent County, Michigan ) und William Pinter Worden ( 17. April 1839 in Mount Pleasant, Westchester County, New York – 5. Oktober 1863 in New Albany, Union County, Mississippi ).
John Lorimer Worden wuchs in Swartwoutville, Dutchess County, New York auf. Man ernannte ihn am 10. Januar 1834 zum Midshipman in der US Navy. Seine ersten drei Jahre diente er auf der Kriegsschaluppe USS ERIE, die zum brasilianischen Geschwader gehörte. Danach befahl man ihn an Bord der Schaluppe USS CYANE. Für sieben Monate war er danach an der Naval School in Philadelphia, Pennsylvania zu lernen. Im Juli 1840 kehrte er auf das Meer zurück im Pacific Squadron. Zwischen 1844 und 1846 war Worden am Naval Observatory in Washington D.C. stationiert. Während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges kreuzte er mit der USS SOUTHAMPTON vor der Westküste und brachte dort Schiffe auf. 1850 kehrte er für weitere zwei Jahre Dienstzeit zum Naval Observatory zurück. Während der anschließenden 9 Jahre nahm er seine Dienstpflichten auf Reisen in die Karibik und ins Mittelmeer wahr. Anfang April 1861 hielt sich Worden im Fort Pickens, einer Festung auf der Insel Santa Rosa, Pensacila, Florida auf als eine Depesche aus Washington kam. Während der Rückreise nach Norden verhaftete man ihn in der Nähe von Montgomery, Alabama und hielt ihn sieben Monate gefangen bis er ausgetauscht wurde. Obwohl Lieutenant Worden auf Grund der Gefangenschaft noch krank war nahm er den Befehl zur Überwachung des Baus der USS MONITOR in Greenpoint, Brooklyn, Long Island an. Er stellte am 25. Februar 1862 dieses Panzerschiff in den Dienst der US Navy. Zwei Tage später fuhr er mit ihr nach Hampton Roads, aber das Ruder reagierte nicht korrekt und so fuhr er für Reparaturen nach New York zurück. Am 06. März waren die Arbeiten abgeschlossen und die Fahrt ging wieder nach Süden allerdings im Schlepptau der SETH LOW. Am Nachmittag des 08. März 1862 traf Worden mit der USS MONITOR vor dem Cape Henry, Virginia ein und musste zusehen wie das gepanzerte Kriegsschiff der Konföderierten, die CSS VIRGINIA, die Blockadeflotte der Nordstaaten zerschlug. Die USS CUMBERLAND war gesunken, die USS CONGRESS und die USS MINNESOTA waren schwer beschädigt. Worden konnte nicht mehr eingreifen, da es schon spät am Abend war. Bei Tagesanbruch des 9. März griff die CSS VIRGINIA aus Sewell´s Point kommend die USS MINNESOTA an um sie endgültig zu versenken. Im Schatten der Dampf Fregatte lauerte die USS MONITOR und stellte sich zum Kampf. Vier Stunden dauerte die Schlacht zwischen den dampfgetriebenen und gepanzerten Schiffen. Dieses Treffen endete Unentschieden. Worden erhielt bei diesem Gefecht Gesichtsverletzungen, so dass er das Kommando an seinen Exekutive Offizier, Lieutenant Samuel Dana Greene ( 11. Februar 1839 – 11. Dezember 1884 ), abgab. Dieser war über diese Situation sehr überrascht, schaffte aber die Pattsituation gegen die Konföderierten Kräfte. Schon am nächsten Tag, den 10. März, übergab er das Kommando über das Panzerschiff an Ensign Thomas Oliver Selfridge, Jr. ( 6. Februar 1836 in Charlestown, Suffolk County, Massachusetts – 4. Februar 1924 in Washington DC ) weiter und ging von Bord. Nach der Schlacht zog Worden an Land um von seinen Wunden zu genesen. Während dieser Zeit erhielt er die Auszeichnung einer dankbaren Nation, dem offiziellen Dank des Kongresses der Vereinigten Staaten und die Beförderung zum Commander. Ende 1862 übernahm er das Kommando über das Schlachtschiff USS MONTAUK und stellte es am 14. Dezember 1862 in den Dienst der US Navy. Am Ende des Monats Dezember stieß er zur Blockade von Unionsschiffen vor Port Royal, South Carolina. Am 27. Januar 1863 führte er sein Schiff vor das Fort McAllister um jenes zu beschießen. Einen Monat später beförderte man ihn zum Captain und Worden fuhr mit dem Schlachtschiff in den Ogeechee River wo sich ein Freibeuterschiff der Konföderierten befand, es war die ehemalige CSS NASHVILLE, ein Passagier-Raddampfer. Dieses Schiff versenkte er mit fünf gut platzierten Schüssen. Seine letzte Aktion mit der USS MONTAUK war, als er sich am Angriff auf Charleston, South Carolina beteiligte. Nicht lange nach dem Angriff auf Charleston versetzte man Captain Worden nach New York wo er die Aufsicht über den Bau von neuen Schlachtschiffen übertragen bekam. Dieser Auftrag dauerte bis Ende der 1860-er Jahre. 1869 begann Commodore Worden für fünf Jahre an der United States Naval Academy zu lehren. Zum Konteradmiral beförderte man ihn 1872. In den späten 1870-er Jahren befahl er eine Europäische Squadron, besuchte Häfen in Nordeuropa und führte Patrouillen im östlichen Mittelmeer während des russisch-türkischen Krieges von 1877-1878. Am 23. Dezember 1886 trat Worden in den Ruhestand und der Kongress bewilligte ihm eine Pension bis zum Lebensende. Der Rear Admiral residierte in Washington D.C. als er an einer Lungenentzündung am 19. Oktober 1897 verstarb. Die Bestattung erfolgte in der St. John´s Episcopal Church in Washington und auf dem Pawling Friedhof in New York begrub man ihn.
John Lorimer Worden war mit Olivia Akin Toffey ( 1820 in New York – 1. April 1903 in New Jersey ) verheiratet, der Tante von Daniel Toffey dem Captains Clerk auf der USS MONITOR, und hatte mit ihr vier Kinder wobei drei Kinder ihn überlebten. Sein ältester Sohn, John Lorimer Worden, Jr. ( 3. August 1845 in Washington DC – 4. Mai 1873 in Sacketts Harbor, Livingston County, New York ) diente als Volonteere Captain in der US-Army während des Bürgerkrieges und diente später als Second Lieutenant in der regulären Armee bis zu seinem Tod. Er heiratete am 13. April 1871 in der St. Peter’s Episcopal Church in Albany, New York Anna Marie Edson ( 17. Dezember 1847 in Albany, New York – 5. Februar 1872 in Albany, New York ). Nach dem Tod seiner Frau und seines Kindes am 5. Februar 1872 beging Lieutenant John Lorimer Worden, Jr. am 4. Mai 1873 in der Madison Barracks Selbstmord. Der zweite Sohn, Daniel Toffey Worden ( 27. April 1847 in Manhattan, New York – 9. Juli 1914 in Bar Harbor, Hancock County, Maine ) war an der Wall Street Börsenmakler. Er heiratete 1868 in Brookly, New York Anna Augusta Wilmot ( 14. August 1848 in Kanada – 27. Juni 1887 in Manhattan, New York ) und am 7. Januar 1892 Emelie Burton Neilson ( 14. Dezember 1857 in Pennsylvania – 1. Mai 1931 in Manhattan, New York ) mit der er die gemeinsame Tochter Florence Worden ( 29. Oktober 1892 in Manhattan, New York – 13. Dezember 1898 in Mahattan, New York hatte. Dann lebten noch seine Töchter Grace Worden ( 16. Juni 1852 in Washington DC – 25. Juni 1905 in Clifton Springs, Ontario County, New York ) und Olivia Steele Worden Hammond ( 19. November 1856 in Brooklyn, New York – 30. August 1933 in New York City ). Wordens Witwe und alle seine Kinder außer Daniel wurden bei ihm in Pawling, New York beigesetzt.
Zu Ehren von Rear Admiral John Lorimer Worden wurden bei der US Navy vier Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS WORDEN ( DD-16 ) aus der TRUXTUN – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS WORDEN ( DD-288 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS WORDEN ( DD-352 ) aus der FARRAGUT – Klasse.
Das vierte Schiff war der Lenkwaffenkreuzer USS WORDEN aus der LEAHY – Klasse.


USS WORDEN ( DD-16 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS WORDEN ( DD-16 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Admiral John Lorimer Worden benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dritte Schiff aus der TRUXTUN – Klasse.
Auf der Maryland Steel Company in Sparrows point, Maryland wurde am 13.
November 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Emelie Burton Neilson Worden ( 14. Dezember 1857 in Pennsylvania – 1. Mai 1931 in Manhattan, New York ), Ehefrau von Daniel Toffey Worden ( 27. April 1847 in Manhattan, New York – 9. Juli 1914 in Bar Harbor, Hancock County, Maine ) und Schwiegertochter von Admiral John Lorimer Worden, taufte am 15. August 1901 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Benjamin Bernard McCormick stellte am 17. März 1903 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach einer Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS WORDEN erfolgte eine Überprüfung der Schiffshaut und der Antriebsaggregate. Die endgültige Abnahmeprüfung am Zerstörer war für den 18. Juli 1903 festgelegt. Anschließend konnte das Kriegsschiff seinen Dienst in der 2. Torpedo – Flottille, mit Heimathafen Norfolk, Virginia, antreten. Dazu gehörte auch die USS MACDONOUGH ( DD-9 ). Das Flaggschiff der Flottille war die USS TRUXTUN ( DD-14 ). Über vier Jahre lang blieb die USS WORDEN in der 2. Torpedo – Flottille und beteiligte sich an Operationen der Atlantikflotte entlang der US Ostküste von Maine aus bis in die Karibik und in den Golf von Mexiko. Jährlich beteiligte sich das Kriegsschiff an den angesetzten Flottenmanövern in den warmen Gewässern der Karibik. Am 18. November 1907 stellte man den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in der Norfolk Navy Yard in die Reserve. Als Einheit der Reserve Torpedo Flottille lag die USS WORDEN zuerst in Norfolk und dann in Charleston, South Carolina.
Lieutenant Louis Clark Richardson ( 28. Oktober 1873 im Anderson County, South Carolina – 26. März 1937 im Anderson county, South Carolina ), de rim Rang eines Captain verstarb, stellte am 16. Mai 1909 den unter seinem Kommando stehenden Zerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Abgesehen von einer sechsmonatigen Pause von Mai bis November 1909, gehörte die USS WORDEN mit zur Hudson – Fulton Feier vom 25. September bis zum 9. Oktober 1909 im Hafen von New York City. Ansonsten blieb der Zerstörer bis zum 10. Februar 1912 inaktiv und lag in Charleston in Reserve. An diesem Tag verlegte man das Kriegsschiff nach Philadelphia, Pennsylvania zur Ausbildung an die Pennsylvania Naval Militia. Die USS WORDEN war dorthin bis zum 6. Dezember ausgeliehen und stationiert. An diesem Tag übernahm Lieutenant Charles Adams Blakely ( 1. Oktober 1879 in Williamsburg, Whitley County, Kentucky – 12. September 1950 in San Diego, Kalifornien ) wieder das Kommando über den Zerstörer. Erneut lag das Kriegsschiff in der Reserve Torpedo Flottille in Charleston. Ab dem 1. Januar 1914 versetzte man die USS WORDEN zur Reserve Torpedo Division in Annapolis, Maryland und noch im selben Jahr in die Reserve Torpedo Division in Newport, Rhode Island zur Unterstützung bei der Ausbildung von U-Boot Mannschaften. Dort in Newport lag ebenfalls die USS MACDONOUGH. Erst im März 1917 wechselte die USS WORDEN nach New York City im Rahmen einer Rekrutierungsmaßnahme, da die Wahrscheinlichkeit eines Eintritts der USA in den Ersten Weltkrieg immer größer wurde. Am 6. April 1917 erklärten die Vereinigten Staaten von Amerika dem Deutschen Kaiserreich den Krieg. Ab Juni gehörte der Zerstörer zur Division B innerhalb der Destroyer Force und patrouillierte bis zum ende des Jahres vor dem Hafen von New York. Am 31. Dezember 1917 lief das Kriegsschiff in den Hafen der Philadelphia Navy Yard ein und sollte hier für die Überquerung des Atlantiks ausgerüstet werden. Am 15. Januar 1918 legte die USS WORDEN zusammen mit der USS MACDONOUGH, USS PAUL JONES ( DD-10 ), USS HOPKINS ( DD-6 ) und USS STEWART ( DD-13 ) in Philadelphia ab und stach in See. Die Fahrt führte die Zerstörer über die Bermudas nach Ponta Delgada, Azoren. Dort legten die Kriegsschiffe am 29. Januar an. Die USS WORDEN und die USS STEWART lagen bis zum 4. Februar in diesem Hafen. Nachdem die beiden Zerstörer dann wieder in See gestochen waren, legten sie am 9. Februar im Hafen von Brest, Frankreich an. Ab dem 17. Februar begannen beide Kriegsschiffe mit dem Eskortierdienst von Schiffskonvois von diesem Hafen aus und begannen zusätzlich mit der Suche nach feindlichen U-Booten. In den nun folgenden neun Monaten hielt die USS WORDEN einen anstrengenden Zeitplan ein. Unentwegt eskortierte das Kriegsschiff entlang der französischen Küste Schiffskonvois. Am 11. Dezember 1918 fuhr die USS WORDEN zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN, USS WHIPPLE, USS STEWART, USS PRESTON ( DD-19 ), USS LAMSON ( DD-18 ) und USS FLUSSER ( DD-20 ) einem Schiffskonvoi entgegen. Dieser Konvoi war am 4. Dezember 1918 von New York aus in See gestochen. An Bord des Truppentransporters SS GEORGE WASHINGTON befand sich neben den amerikanischen Vertretern die zur Pariser Friedenskonferenz wollten, auch der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ). Am 13. Dezember erreichte die SS GEORGE WASHINGTON die Gewässer vor dem französischen Hafen Brest. In diesen Hafen liefen neben der USS WORDEN, USS TRUXTUN, USS WHIPPLE, USS STEWART, USS LAMSON, USS PRESTON und USS FLUSSER  auch der Zerstörer USS CUMMINGS ( DD-44 ), zehn Schlachtschiffe und zwanzig weitere Zerstörer ein. Damit war eine eindrucksvolle Demonstration der amerikanischen Seestärke geschaffen. Am 18. Dezember stach die USS WORDEN wieder in See und verlässt die französische Küste. Der Zerstörer fuhr zusammen mit der USS STEWART, USS FLUSSER, USS TRUXTUN, USS LAMSON, USS PRESTON und USS WHIPPLE zuerst nach Ponta Delgada, Azoren, danach zu den Bermudas und erreichte am 3. Januar 1919 den Delaware River. Noch am selben Tag legte die USS WORDEN in der Philadelphia Navy Yard an. Dort lagen an den Reserve Kais mehrere Zerstörer. So die USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS TRUXTUN, USS PAUL JONES, USS PERRY, USS STEWART, USS LAMSON, USS HULL, USS HOPKINS, USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Dann erfolgte für den Zerstörer am 13. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS WORDEN ( DD-16 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 3. Januar 1920 an die Joseph G. Hitner Company in Philadelphia. Das ehemalige Kriegsschiff wurde 1921 zu einem Handelsschiff umgebaut und transportierte unter niederländischer Flagge Bananen. Am 1. Mai 1942 befand sich die MS WORDEN ( 555 BRT ) vor der Ostküste Floridas und lag vor dem beschädigten britischen Handelsschiff MS LA PAZ ( 6.548 BRT ) das durch einen Torpedotreffer zu sinken begann. Da schlug auch in der MS WORDEN ein Torpedo ein, das vom deutschen U-Boot U-109, Kommandant Kapitänleutnant Heinrich Bleichrodt ( 21. Oktober 1909 in Berga, Thüringen – 9. Januar 1977 in München ), abgefeuert worden war. Die MS WORDEN brach in der Mitte auseinander und versank sehr schnell in den Fluten.


USS WORDEN ( DD-16 )
Commanding Officer
 

LT Benjamin Bernard McCormick    17. März 1903 – 5. Oktober 1905
LT Victor Stuart Houston    5. Oktober 1905 – 16. Mai 1907
LT Louis Clark Richardson    16. Mai 1907 – 18. November 1907
Außerdienststellung    18. November 1907 – 16. Mai 1909
LT Louis Clark Richardson    16. Mai 1909 – 24. September 1909
ENS Ralph Roderick Stewart    24. September 1909 – 22. Januar 1910
LCDR Frederick Newton Freeman    22. Januar 1910 – 12. Januar 1912
ENS William Robert Munroe    12. Januar 1912 – 10. Februar 1912 (später VADM)
Verliehen an die Pennsylvania State Militia 10. Februar 1912 – Rückgabe 6. Dezember 1912
LT Charles Adams Blakely    6. Dezember 1912 – 26. September 1913 (später VADM)
LT William Denny Brereton Jr.    26. September 1913 – 10. März 1914
LT Aquilla Gibbs Diberll    10. März 1914 – 25. Juli 1914
ENS Joseph McEvers Bayard Smith    25. Juli 1914 – ?
LCDR Oscar Charles Badger II.    10. August  1918 – 19. Oktober 1918 (später ADM)
LT Oscar William Erickson    19. Oktober 1918 – 13. Juli 1919

USS TRUXTUN ( DD-14 )

USS TRUXTUN ( DD-14 )

Biografie

Thomas Truxtun
* 17. Februar 1755 in Queens City, Nassau County, Long Island, New York
† 5. Mai 1822 in Philadelphia, Pennsylvania
war ein US-amerikanischer Marineoffizier und diente während des Unabhängigkeitskrieges und des Quasi Krieges

Thomas Truxtun wurde in Queens City, in der Nähe von Hemstead, Long Island, New York als einziger Sohn des englischen Anwalts Thomas Truxton ( ? – 1765 ) und Sarah Axtill Truxton ( etwa 1730 – 1761 ) geboren. Er hatte noch zwei ältere Schwestern, Sarah Cornelia Frances Truxton und Elizabeth Truxton. Nachdem der Vater 1765 verstarb, brachten Verwandte den jungen Truxtun nach Long Island, wo er von John Troup, einem guten freund seines Vaters erzogen wurde. Da Thomas Truxtun formal keine Chance auf eine Ausbildung hatte, begann er im Alter von zwölf Jahren die seemännische Karriere. Er heuerte auf dem britischen Handelsschiff PITT an. Damit verstieß er gegen den frühen Wunsch seines Vaters eine politische Karriere anzustreben. Zu dieser frühen Zeit segelte er mit Kapitän Joseph Holmes und James Chambers. Mit 16 Jahren bot man ihm den Dienst als Midshipman an Bord der HMS PRUDENT in der Royal Navy an, was er ablehnte. Im Alter von 20 Jahren heiratete Thomas Truxtun die sechzehnjährige Mary Fundran de Von Dreuil ( 27. Oktober 1759 in Perth Amboy, Middlesex County, New Jersey – 9. September 1823 in Philadelphia, Pennsylvania ). Beide hatten sie elf Kinder. Sarah Truxtun Benbridge ( 24. Oktober 1778 in Pittsburgh, Allegheny County, Pennsylvania – 2. Mai 1865 in Cincinnati, Hamilton County, Ohio ), Mary Truxtun ( 31. Dezember 1780 in Philadelphia, Pennsylvania – 22. Mai 1793 in Philadelphia, Pennsylvania ), Thomas Truxtun, III ( 9. Dezember 1782 in Philadelphia, Pennsylvania – 8. Februar 1802 ), Elizabeth Truxtun Talbot ( 9. Dezember 1782 in Philadelphia, Pennsylvania – 17. Oktober 1855 in Pontiac, Oakland County, Michigan ), Jane Truxtun ( 4. Januar 1785 in Philadelphia, Pennsylvania – 24. Januar 1785 in Philadelphia, Pennsylvania ), Evelina Truxtun Hammond ( 20. Mai 1786 in Philadelphia, Pennsylvania – 3. August 1838 in Philadelphia, Pennsylvania ), Anna Maria Truxtun Henderson ( 16. März 1792 in Virginia – 19. Oktober 1857 in Staunton, Augusta County, Virginia ), Mary Truxtun Swift ( 3. Juni 1794 in Philadelphia, Pennsylvania – 25. April 1877 in Philadelphia, Pennsylvania ), Emily Truxtun Beale ( 30. September 1798 – 21. Mai 1885 ), Cornelia Truxtun Nancrede ( 28. März 1803 in Perth Amboy, Middlesex County, New Jersey – 30. November 1848 in Philadelphia, Pennsylvania ) und Gertrude Parker Truxtun Houston ( 26. März 1804 in Philadelphia, Pennsylvania – 30. August 1870 in Englewood, Bergen county, New Jersey ). Thomas Truxtun erhielt nun mit zwanzig Jahren in Philadelphia, auf Grund seines Könnens, ab 1775 die Führung seines eigenen Schiffes, der ANDREW CALDWELL. Die britische Kolonie in Amerika strebte eine Lösung vom Mutterland England an. Damit begann der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Thomas Truxtun war daran als Privateer beteiligt und diente auf mehreren Schiffen. So war er als Lieutenant an Bord der CONGRESS. 1776 war er an der Aufbringung von vielen Prisen vor der Küste Kubas beteiligt. 1777 fuhr er auf der INDEPENDENCE und segelte mit ihr bis zu den Azoren. Dort brachte er drei Prisen auf. Nach seiner Rückkehr segelte Truxtun mit der MARS bis in den Ärmelkanal. Danach kommandierte er die INDEPENDENCE ein weiteres Mal und danach die COMMERCE und die ST. JAMES. Die Schiffe von Truxtun transportierten militärische Güter zu den Kolonien. Auf einer Reise transportierte die ST. JAMES Schießpulver und militärische Güter nach Philadelphia. Gekrönt wurde diese Reise mit einem Dinner bei George Washington. Auf einer weiteren Reise brachte Truxtun mit der ST. JAMES den amerikanischen Konsul nach Frankreich. Nach dem Krieg kehrte Thomas Truxtun zur Handelsmarine zurück, wo er zwölf Jahre lang blieb. Im Jahre 1786 befehligte er die in Philadelphia stationierte CANTON. Das war eines der ersten amerikanischen Schiffe das mit China Handel betrieb. Als am 4. Juni 1798 die United States Navy gegründet wurde, war Truxtun einer der ersten sechs Kapitäne, die von US Präsident George Washington ihre Offizierspatente erhielten. Thomas Truxtun bekam das Kommando über die neue Fregatte USS CONSTELLATION ( 1797 ). Den Bau dieses Schiffes beaufsichtigte er zusammen mit Silas Talbot ( 11. Januar 1751 in Digthon, Massachusetts – 30. Juni 1813 in New York City ) in der Marine Werft von Colonel David Stodder am Harris Creek in Baltimores Fell´s Point. Truxtun und Talbot waren bis dahin gute Freunde. Der Sohn von Silas Talbot, Theodore Foster Talbot ( 27. Juni 1779 in Providence, Providence County, Rhode Island – 6. Dezember 1836 in Leicester, Livingston County, New York ) heiratete 1803 Elezabeth Truxtun, die Tochter von Thomas Truxtun. Allerdings kam es dann während der Vergabe um das Kommando über die USS CONSTELLATION zum Streit zwischen Silas Talbot, Richard Dale ( 6. November 1756 in Portsmouth, Norfolk County, Virginia – 26. Februar 1826 in Philadelphia, Pennsylvania ) und Thomas Truxtun. US Präsident George Washington sprach daher ein Machtwort und legte fest wer wegen seiner bisherigen Verdienste am Prädestinierten sei das Kommando über die Fregatte zu führen. Mit diesem Kriegsschiff trat Truxtun in den Quasi Krieg gegen Frankreich ein. Dieser Krieg kam nur zustande, da die Vereinigten Staaten von Amerika sich weigerten ihre verbleibenden Schulden nach der Französischen Revolution an Frankreich zu zahlen, welche sie dem gestürzten Regime noch schuldeten. Die Empörung der Franzosen darüber war derart hoch, so dass sie Angriffe auf amerikanische Handelsschiffe führten, um damit die Schulden einzutreiben. Wegen der nun ständigen französischen Angriffe auf amerikanische Handelsschiffe wurde Thomas Truxtun mit einem Geschwader in die Karibik entsandt. Die Fregatte, begleitet von zahlreichen kleineren Schiffen, operierte in den westindischen Gewässern zwischen St. Christopher und Puerto Rico. Mit an Bord auf der USS CONSTELLATION befand sich der junge und später berühmte John Rodgers ( 11. Juli 1772 in Havre de Grace, Maryland – 1. August 1838 in Philadelphia, Pennsylvania ), der der Acting First Lieutenant war. Am 9. Februar 1799 erlangte Truxtun einen seiner zwei berühmtesten Siege. Mit seinem Flaggschiff USS CONSTELLATION segelte er unabhängig von den anderen Schiffen des Geschwaders. Da traf er auf die französische Fregatte L’INSURGENTE, einem größeren und stärker bewaffneten Schiff, das von Captain Barreau befehligt wurde. Es entspann sich nun eine stundenlange Jagd. Erst dann konnte Truxtun den Feind zu einem Kampf zwingen. Dieses dauerte genau eine stunde und vierzehn Minuten. Erst nachdem die L’INSURGENTE fast ein Wrack war ließ Captain Barreau die Fahnen senken. Die Verluste auf französischer Seite waren hoch, 29 Mann der Besatzung tot und 44 zum Teil schwer verwundet. Auf amerikanischer Seite gab es nur einen Toten und zwei Verwundete. Das war der erste große Kampf eines amerikanischen Kriegsschiffes seit dem Unabhängigkeitskrieg. Die USS CONSTELLATION nahm das französische Schiff nun ins Schlepptau und brachte es nach St. Christopher. Dort wurde es repariert und in die United States Navy eingegliedert als USS INSURGENTE. Ihr erster Kommandant war Captain Alexander Murray ( 12. Juli 1755 in Chestertown, Maryland – 6. Oktober 1821 in Philadelphia, Pennsylvania ). Ein Jahr später, am 31. Januar 1800, sichtete Thomas Truxtun die französische 50-Kanonen-Fregatte La Vengeance, welche eine Breitseite von 559 Pfund hatte. Im Vergleich dazu hatte die USS CONSTELLATION nur eine Breitseite von 372 Pfund. Das amerikanische Schiff war am 30. Januar von Saint Kitts aus in See gestochen und traf am folgenden Tag auf die französische Fregatte unter dem Kommando von Captain de Vaisseau Francois Pitot. An Bord der Fregatte befanden sich Passagiere und Spezialgut. Das Schiff war auf dem Weg nach Frankreich und wollte die USS CONSTELLATION überholen. Den gesamten Tag über belauerten sich beide Schiffe bis es zum Kampf kam. Die Schlacht dauerte mehrere Stunden. Im Verlauf dieses Gefechts schaffte es die französische Fregatte zu fliehen. Die Takelage von dem amerikanischen Schiff war zu stark beschädigt und somit konnte es nicht mehr folgen. Thomas Truxtun kehrte entmutigt nach Jamaika zurück, wo das Schiff und die Takelage repariert werden konnte. 36 Stunden nach diesem Gefecht traf die USS CONSTELLATION auf den Schoner USS ENTERPRISE ( 1799 ) unter dem Kommando von Lieutenant Commander John Shaw ( 1773 in Mountmellick, County Laois, Irland – 17 September 1823 in Philadelphia, Pennsylvania ). Thomas Truxtun schickte die USS ENTERPRISE mit wichtigen Informationen nach Philadelphia. Nach einer Reparatur der USS CONSTELLATION in Jamaica, kehrte Truxtun mit der USS CONSTELLATION im März nach Philadelphia zurück. Hier wartete schon die letzte von sechs genehmigten Fregatten. Die USS PRESIDENT ( 1800 ), das schnellste Segelschiff, das am 10. April 1800 seinen Stapellauf erlebte. Thomas Truxtun erhielt das Kommando und am 5. August 1800 stach die USS PRESIDENT das erste Mal in See. Die Fahrt führte die Fregatte nach Guadeloupe in der Karibik, um dort Captain Stephen Decatur ( 5. Januar 1779 in Sinepuxent, Maryland – 22. März 1820 in Washington DC ) im Kampf gegen die Franzosen zu entlasten. Thomas Truxtun führte mit der USS PRESIDENT Routinepatrouillen während der letzten Tage des Quasi Krieges durch und eroberte mehrere amerikanische Handelsschiffe zurück. Ansonsten gab es keine größeren kämpfe mehr gegen französische Kriegsschiffe. Im März 1801 kehrte er mit der Fregatte nach Philadelphia zurück, nachdem am 3. Februar 1801 ein Friedensvertrag mit Frankreich ratifiziert worden war. Die von Thomas Truxtun errungenen Siege auf See machten ihn zum Helden. Als er am 29. März 1801 in Philadelphia anlegte, verlieh man ihm die Goldmedaille des Kongresses als ausdruck nationaler Wertschätzung für herausragende Leistungen. Er war damit der achte Empfänger dieser hohen Auszeichnung. Doch auch ein Konflikt innerhalb der sechs führenden Marineoffiziere schwelte da schon. Diese sechs amerikanischen Offiziere stritten sich über ihre eigenen Ränge. Heftig aneinander gerieten dabei Thomas Truxtun und Richard Dale ( 6. November 1756 in Portsmouth, Norfolk County, Virginia – 26. Februar 1826 in Philadelphia, Pennsylvania ). Truxtun war für wenige Monate der Präsident der US Navy und zog sich wegen dieses Streits aus der Marine zurück. Zunächst wohnte er in Perth Amboy, New Jersey und später in Philadelphia. Nachdem dann der Erste Barbary Krieg 1801 voll entbrannte, bot man ihm ein Kommando an. Doch Truxtun lehnte ab. Er wollte seinen wohlverdienten Ruhestand und bei seiner Familie sein. Außerdem konnte er jetzt sein tiefes Verständnis für die Kunst der Himmelsnavigation ausleben und aufzeichnen. Er war einer der wenigen Männer seiner Zeit, die solch ein tiefes Wissen darüber besaßen. Daher entwarf er das ursprüngliche Signalhandbuch für die Marine, schrieb den Vorgänger der heute geltenden Navy – Bestimmungen und ein Buch über Seetaktiken. Thomas Truxtun führte eine erfolglose Kampagne, um einen Sitz im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten zu erhalten. Von 1816 bis 1819 übernahm Truxtun das Amt des Sheriffs im Philadelphia County. Er starb am 5. Mai 1822 in Philadelphia und ist auf dem Christ Church Burial Ground begraben.


USS TRUXTUN ( DD-14 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS TRUXTUN ( DD-14 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu ehren von Commodore Thomas Truxtun benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das erste Schiff bei der TRUXTUN – Klasse.
Auf der Maryland Steel Comoany in Sparrows point, Maryland wurde am 13. November 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Isabelle Truxtun ( 11. November 1879 – 28. Dezember 1976 ), spätere Frau von Admiral Frank Hardeman Brumby ( 11.
September 1874 – 19. Juli 1950 in Athens, Cleke County, Georgia ), Tochter von Commodore William Talbot Truxtun ( 11. März 1824 in Philadelphia, Pennsylvania – 26. Februar 1887 in Norfolk, Virginia ), taufte am 15. August 1901 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Archibald Hilliard Davis ( 22. September 1866 in North Carolina – 18. September 1934 in Washington DC ), er erreichte den Rang eines Commander, stellte am 11. September 1902 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Ausbildungsfahrt gliederte man die USS TRUXTUN in die 2. Torpedo – Flottille. Lieutenant Davis war der Befehlshaber dieser Einheit. In dieser befand sich auch die USS WORDEN ( DD-16 ). Bis zum 14. Januar 1903 wurden mehrere Erprobungsfahrten durchgeführt, bei denen mehrere Versuche in den Gewässern vor Norfolk, Virginia mit Whitehead Mark 1 Torpedos und Geschützen erfolgten. Die endgültige Einsatzzulassung des neugebauten Schiffstyps für die US Navy erfolgte am 24. April 1903. Im August desselben Jahres nahm der Zerstörer an Manövern vor der Frenchman Bay in Maine teil. Zwischen dem 2. und 4. September 1906 beteiligte sich das Kriegsschiff an einer Flottenschau, die US Präsident Theodore Roosevelt, Jr.
( 27. Oktober 1858 in New York City – 6. Januar 1919 in der Oyster Bay, New York ) in der Oyster Bay, New York angesetzt hatte. An dieser Flottenschau nahm unter anderem der Monitor USS FLORIDA ( BM-9 ), der Hilfskreuzer USS YANKEE ( 1892 ) und der Zerstörer USS TRUXTUN. In diesen drei Tagen war an der Küste vor Portland, Maine auch eine gemeinsame Übung zwischen der US Army und der US Navy, an der der Zerstörer ebenfalls teilnahm. Am 26. September 1906 wurde die 2. Torpedo – Flottille zum Küstengeschwader innerhalb der Nordatlantikflotte umbenannt. Die USS TRUXTUN beteiligte sich mit den Schiffen dieses Geschwaders am Zieltraining mit Torpedos vor der Küste von Massachusetts. Anschließend fuhr der Zerstörer in die Norfolk Navy Yard für Reparaturarbeiten. Im folgenden Jahr 1907 begann das Kriegsschiff an Operationen entlang der US Ostküste und in der Karibik zu beteiligen. Die USS TRUXTUN lag im Herbst 1907 zwischen den einzelnen angesetzten Übungen in der Norfolk Navy Yard zusammen mit den Zerstörern USS HULL ( DD-7 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS HOPKINS ( DD-6 ), USS WHIPPLE ( DD-15 ) und USS STEWART ( DD-13 ). Schon am 2. Dezember 1907 verließ die USS TRUXTUN zusammen mit den Zerstörern USS HULL, USS HOPKINS, USS LAWRENCE, USS STEWART und USS WHIPPLE in Norfolk ihr Pier und fuhr nach Hampton Roads, Virginia. Diese Zerstörer bildeten einen Teil der Sicherungsschiffe für die Great White Fleet, in der sich 16 Schlachtschiffe befanden, auf deren ersten Etappe ihrer Weltumfahrung. Am 16. Dezember ging die „Good Will“ Fahrt los. An diesem Tag nahm US Präsident Theodore Roosevelt, Jr. die Flottenschau ab. Der erste Zwischenstopp wurde vom 23. bis 29. Dezember in Port of Spain, Trinidad eingelegt. In den Hafen von Rio de Janeiro, Brasilien liefen die Kriegsschiffe am 12. Januar 1908 ein und blieben dort bis zum 21. Januar. Danach begannen die Schiffe das Kap Hoorn zu umrunden. Ein Hafenbesuch vom 1. bis zum 7. Februar stand in Punta Arenas, Chile an und vom 20. bis 29. Februar in Callao, Peru. In der Magdalena Bay, Mexiko begannen die Schlachtschiffe und die Zerstörer vom 12. März bis zum 11. April mit einem Zielschießen. Am 6. Mai 1908 erreichte die Great White Fleet San Francisco, Kalifornien. Zwei Tage später erfolgte eine Flottenüberprüfung an der die Schlachtschiffe und die Zerstörer teilnahmen. Die sechs Zerstörer blieben an der US Westküste und wurden in San Diego, Kalifornien stationiert. Sie wurden der Pacific Torpedo Fleet zugeteilt, einer Organisation die nicht der Pazifikflotte administrativ angehörte. Die USS TRUXTUN musste sich dann Mitte 1908 einigen Reparaturen in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien unterziehen. Danach kehrte der Zerstörer nach San Diego zurück. Am 24. August 1908 verließ das Kriegsschiff zusammen mit der USS STEWART, USS WHIPPLE, USS PREBLE ( DD-12 ) und USS PERRY ( DD-11 ) den Hafen und fuhr zu den Hawaiianischen Inseln. Dort wurden mehrere Flottenübungen abgehalten, an denen unter anderen auch die Panzerkreuzer USS VIRGINIA ( ACR-5 ) und USS MARYLAND ( ACR-8 ) beteiligt waren. Nach Abschluss der Übungen ging die Fahrt über Samoa und der Magdalena Bay, Baja California an die US Westküste zurück. Am 1. Dezember legten die Kriegsschiffe im Hafen von San Diego, der Operationsbasis, an. Im Jahr 1910 wurde eine Übung vor der Küste von Alaska abgehalten. Anschließend erfolgte ein Hafenbesuch in Vancouver, Britisch Columbia, Kanada. Mit dabei waren neben der USS TRUXTUN die Zerstörer USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS PAUL JONES und USS STEWART. Die USS TRUXTUN selber besuchte außerdem noch den Häfen von Seattle, Washington und in Alaska die Häfen von Sitka, Seward, Skagway und Juneau. Im folgenden Jahr blieb der Zerstörer mit der pazifischen Torpedoflotte aktiv und unternahm von San Diego aus mehrere Kreuzfahrten. Am 25. März 1912 gründete Rear Admiral Alfred Reynolds ( 7. September 1853 in Hampton City, Virginia – 9. September 1936 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) die Pazifik Reserveflotte. Diese Organisation wurde auf die Reaktion wegen des staken Arbeitskräftemangels hin gegründet und war mit der heutigen Reserveflotte nicht vergleichbar. Am 1. Juni 1912 versetzte man die USS TRUXTUN in diese Reserveflotte. Der Zerstörer blieb aber weitestgehend aktiv und stach regelmäßig in See, um die Maschinen zu überprüfen und damit die Mannschaft auf ihrem Ausbildungsstand blieb. Der Reservestatus war allerdings nur von kurzer Dauer. Man stellte das Kriegsschiff am 12. Oktober  1912 wieder in den Dienst der US Navy. Gleich darauf bugsierte man für umfangreiche Überholungsarbeiten die USS TRUXTUN auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo in das Trockendock Nummer 2, wo ebenfalls die Zerstörer USS PREBLE, USS PAUL JONES, USS STEWART und USS WHIPPLE noch am 26. Dezember 1912 lagen. Nach dem ausdocken folgten für die USS TRUXTUN Torpedo- und Schießübungen sowie Minensuchoperationen. Der Zerstörer fuhr zusammen mit der USS WHIPPLE und anderen amerikanischen Kriegsschiffen nach Mazatlan, Mexiko, nachdem dort Anfang 1914 Unruhen unter der Bevölkerung ausgebrochen waren. Die beiden Kriegsschiffe sollten die amerikanischen Interessen während der dortigen politischen Erschütterungen schützen. Daher überwachten beide Zerstörer am 26. April 1914 das mexikanische Kanonenboot MORALES. Auch im Sommer des Jahres 1916 waren beide Zerstörer vor der mexikanischen Westküste und patrouillierten dort während der mexikanischen Revolution und Bürgerkrieges zum Schutze amerikanischer Interessen. Das US Navy Department entschied am 24. Februar 1916, dass die Zerstörer Nummer 1 bis 16 wegen ihrer desolaten Verarbeitung nicht mehr für den Dienst innerhalb der Flotte eingesetzt werden können. Diese Zerstörer wurden fortan als Küstentorpedoschiffe eingestuft. Jedoch hinderte dies die USS TRUXTUN nicht, eine aktive Karriere am tobenden Krieg in Europa zu beginnen. Zuvor allerdings gehörte der Zerstörer bis Juli 1916 der Reservedivision der Coast Torpedo Force an. Anschließend führte das Kriegsschiff sporadische Kreuzfahrten entlang der kalifornischen Küste durch, damit die Mannschaft ihre Gefechtsbereitschaft halten konnte. In dieser Zeit hatte man allerdings ein Problem in Bezug der aktiven Offiziere und der vorhandenen aktiven Kriegsschiffe, die für einen eventuellen Kriegseintritt der USA in den Ersten Weltkrieg zur Verfügung hatte. Lieutenant ( Junior Grade ) James Grady Ware ( 20. August 1888 im Todd County, Kentucky – 6. November 1954 ) war diesbezüglich ein solcher spezieller Fall. Er übernahm am 16. September 1916 das Kommando über den Zerstörer USS HOPKINS ( DD-6 ), das er bis zum 10. April 1917 behielt. Gleichzeitig übernahm er am 11. November 1916 das Kommando über die USS TRUXTUN. Mit diesem Zerstörer durchquerte er am 18. Februar 1917 den Panamakanal und begann auf der atlantischen Seite vor Colon zu patrouillieren. Noch am selben Tag übergab er das Kommando über die USS TRUXTUN an Lieutenant ( Junior Grade ) Harvey Shadle Haislip ( 12. Juli 1889 in Fredericksburg, Rockbridge County, Virginia – 3. September 1978 in Santa Clara, Kalifornien ), dem nach ihm ranghöchsten Offizier an Bord, und wechselte bis zum 20. März 1917 an Bord der USS HOPKINS. An diesem Tag übernahm Ware wieder das Kommando über die USS TRUXTUN. LTJG Haislip blieb an Bord. Am 6. April traten die USA durch die Kriegserklärung an das Deutsche Kaiserreich in den Ersten Weltkrieg ein. An diesem Tag verließ die USS TRUXTUN ihr Einsatzgebiet vor dem Panamakanal und den Gewässern vor Colon und fuhr gezielt nach Süden zu den kolumbianischen Gewässern. Im Hafen von Puerto Colombia, Kolumbien lag das deutsche Passagierschiff SS PRINZ AUGUST WILHELM. Dieses war am 1. August 1914, mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs, in Santa Martha, Kolumbien interniert und später nach Puerto Colombia geschleppt worden. Von See aus wurden von der USS TRUXTUN bis zum 14. April sämtlichen Aktivitäten rund um das Passagierschiff beobachtet. An diesem 14. April wurde der Zerstörer von der USS STEWART abgelöst. Die SS PRINZ AUGUST WILHELM wurde am 22. April 1918 auf Anordnung der Deutschen Botschaft von der Besatzung in Brand gesetzt und sank vier Tage später. Die Feinde Deutschlands sollten das Schiff nicht in die Hände bekommen. Die USS TRUXTUN kehrte indes am 14. April nach Colon zurück. Fast drei Monate lang patrouillierte der Zerstörer nun auf der pazifischen Seite des Panamakanals und befuhr die Küstengewässer zwischen Kolumbien und Panama. Außerdem fungierte das Kriegsschiff in regelmäßigen abständen als U-Boot Tender. Am 4. Juli 1917 durchquerte die USS TRUXTUN den Panamakanal. Am folgenden Tag verließ der Zerstörer zusammen mit der USS WHIPPLE, USS STEWART und USS PREBLE die Gewässer und fuhr nach Norden. Am 13. Juli wurde Hampton Roads, Virginia erreicht. Bis Ende August patrouillierte die USS TRUXTUN in der Chesepeake Bay, Virginia und führte mehrere Übungen vor der Küste durch. Der Zerstörer besuchte in diesen Tagen die Häfen von New York und Philadelphia und eskortierte das Schlachtschiff USS TEXAS ( BB-35 ) entlang der US Ostküste. Dann legte die USS TRUXTUN in der Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania an und wurde auf die Fahrt über den Atlantik vorbereitet. Am 31. August stach der Zerstörer in See und fuhr in das sogenannte Atlantikkriegsgebiet. Durch dieses Gebiet mussten die Versorgungsschiffe, die nach Europa unterwegs waren. Hier lauerten auch deutsche U-Boote auf ihre Beute. Nach einem kurzen Zwischenstopp auf den Bermudas fuhr das Kriegsschiff zu den Azoren weiter. Dort machte man es am 16. September im Hafen von Ponta Delgada fest. Von hier aus operierte die USS TRUXTUN die nächsten drei Monate als Eskorte und sicherte die Transportschiffe von und zu den strategisch wichtigen Inseln. Zusammen mit der USS WHIPPLE eilte man dem einzeln fahrenden Transporter SS CAPRONI entgegen, der wegen mehrere Sichtungen von U-Booten um Hilfe bat, und übernahm am 30. September die Eskorte bis zu den Azoren. Dort legten die drei Schiffe am 3. Oktober in Ponta Delgada an. Mitte Oktober fuhr die USS TRUXTUN wegen einer Patrouillenfahrt bis nach Funchal, Madeira und zurück. Am Ende des Monats Oktober beteiligte sich der Zerstörer an der Suche Überlebender von einem Transportschiff das von einem deutschen U-Boot torpediert und versenkt worden war. Am 6. Dezember verließ das Kriegsschiff die Azoren und fuhr über Gibraltar nach Frankreich. Die USS TRUXTUN lief am 15. Dezember in den Hafen von Brest ein. Von diesem Hafen aus eskortierte der Zerstörer Schiffskonvois zu ihren Zielhäfen und führte während der letzten Tage des Ersten Weltkrieges Patrouillen gegen deutsche U-Boote durch. Am 17. April 1918 kam es dann zu einem folgenschweren Vorfall. In der Bucht von Quiberon lag das mit Sprengstoff beladene Transportschiff SS FLORENCE H. ( 3.819 BRT ). Gegen 23:00 Uhr lodern an Bord des Schiffes Flammen. Innerhalb weniger Minuten steht der Bug in einem gewaltigen Feuermeer. Die in ihren Kojen liegenden Seeleute versuchen verzweifelt ins Freie zu gelangen, da der Rauch und die Flammen schon in die Gänge eindringen. Vierzig Minuten lang gibt es im innern des Schiffes Explosionen. Dann beginnt es zu sinken. Der immer noch unter Volldampf stehende Kessel wird vom Wasser erreicht und explodiert. Diese Explosion zerreißt das Schiff. Ein Schauer von Metalltrümmern wurde in alle Richtungen geschleudert. Die USS TRUXTUN ereichte zusammen mit der USS STEWART und USS WHIPPLE die Unfallstelle. Von den 77 Besatzungsmitgliedern können 32 Männer gerettet werden. Davon sind 14 schwer verbrannt. Keiner der Offiziere überlebte das Inferno. Fünf Tage später werden die Überlebenden an Bord des Transportschiffes USS AMERICA ( 1905 ) übergeben und kommen am 1. Mai zurück in die Vereinigten Staaten. Lieutenant Ware und Lieutenant ( Junior Grade ) Haislip erhielten für ihren unerschütterlichen Mut, Überlebende des Munitionstransportschiffes zu retten, die Distinguished Service Medal verliehen. Am 18. Mai 1918 eskortierte die USS TRUXTUN einen Schiffskonvoi in Richtung der französischen Küste. Gegen 9:00 Uhr bemerkte man auf dem Zerstörer eine Störung unter Wasser und machte das Kriegsschiff klar zum Gefecht. Es wurden mehrere Wasserbomben abgeworfen nach einem vorgegebenen Muster. Außerdem feuerten die Geschützmannschaften mehrere Granaten auf das unter Wasser fahrende Schiff. Von den abgeworfenen Wasserbomben funktionierten nur wenige, die den Sprengstoff zur Explosion brachten. Das deutsche U-Boot, vermutlich war es SM UC-56, Kommandant Kapitänleutnant der Reserve Wilhelm Kiesewetter ( 28. Oktober 1878 in Leipzig –  ? ), konnte mit einigen Beschädigungen fliehen. Das U-Boot musste am 24. Mai in den spanischen Hafen Santander wegen mechanischen Problemen einlaufen und wurde hier interniert. Die USS TRUXTUN verließ gegen 9:30 Uhr den Schauplatz des Kampfes und eilete dem zu eskortierenden Schiffskonvoi hinterher. Der Zerstörer erledigte seine routinemäßigen Patrouillenaufgaben bis zum Ende der Feindseligkeiten. Am 11. Dezember fuhr die USS TRUXTUN zusammen mit den Zerstörern USS WHIPPLE, USS STEWART, USS WORDEN, USS PRESTON ( DD-19 ), USS LAMSON ( DD-18 ) und USS FLUSSER ( DD-20 ) einem Schiffskonvoi entgegen. Dieser Konvoi war am 4. Dezember 1918 von New York aus in See gestochen. An Bord des Truppentransporters SS GEORGE WASHINGTON befand sich neben den amerikanischen Vertretern, die zur Pariser Friedenskonferenz wollten, auch der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ). Am 13. Dezember erreichte die SS GEORGE WASHINGTON die Gewässer vor dem französischen Hafen Brest. In diesen Hafen liefen neben der USS TRUXTUN, USS WHIPPLE, USS STEWART, USS WORDEN, USS LAMSON, USS PRESTON und USS FLUSSER  auch der Zerstörer USS CUMMINGS ( DD-44 ), zehn Schlachtschiffe und zwanzig weitere Zerstörer ein. Damit war eine eindrucksvolle Demonstration der amerikanischen Seestärke geschaffen. Am 18. Dezember 1918 verlässt die USS TRUXTUN die französische Küste und fuhr zusammen mit den Zerstörern USS WHIPPLE, USS STEWART, USS PRESTON, USS LAMSON, USS FLUSSER ( DD-20 ) und USS WORDEN ( DD-16 ) zuerst nach Ponta Delgada, Azoren, danach zu den Bermudas und erreichte am 3. Januar 1919 den Delaware River. Noch am selben Tag legte die USS TRUXTUN in der Philadelphia Navy Yard an. Dort lagen an den Reserve Kais mehrere Zerstörer. So die USS TRUXTUN, USS PREBLE, USS WHIPPLE, USS PAUL JONES, USS PERRY, USS STEWART, USS WORDEN, USS LAMSON, USS HULL, USS HOPKINS, USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Dann erfolgte für den Zerstörer am 18. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS TRUXTUN ( DD-14 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 3. Januar 1920 an die Joseph G. Hitner Company in Philadelphia. Das ehemalige Kriegsschiff wurde 1921 zu einem Handelsschiff umgebaut und transportierte Bananen. Am 5. September 1938 brach an Bord des Schiffes im Hafen von Aux Cayes, Haiti Feuer aus. Nach den erfolgreichen Löscharbeiten wurde es wieder aufgebaut und erst 1956 verschrottete man das Schiff.    


USS TRUXTUN ( DD-14 )
Commanding Officer
 

 LT Archibald Hilliard Davis    11. September 1902 – 18. Juli 1903
LT Henry Kennedy Benham    18. Juli 1903 – 16. April 1904
LT Walter Selwyn Crosley    16. April 1904 – 30. März 1905
LCDR Clark Daniel Stearns     30. März 1905 – 7. Juli 1906
ENS John Vincent Babcock    7. Juli 1906 – 4. Juli 1907
LT Louis Clark Richardson    4. Juli 1907 – 18. November 1907
LT Charles Sylvanus Kerrick    18. November 1907 – 1. März 1909
ENS Randolph Perry Scudder    1. März 1909 – 27. Januar 1912
ENS Sydney Moses Kraus    27. Januar 1912 – 8. Juni 1912
LT Charles Adams Blakely    8. Juni 1912 – 20. Juli 1912
LT John Enoch Pond    20. Juli 1912 – 5. Oktober 1912
LTJG Thomas Alexander Symington    5. Oktober 1912 – 16. August 1913
LT Eugene Edward Wilson    16. August 1913 – 30. September 1913
LT Robert Frank Gross    30. September 1913 – 27. Dezember 1913
LT Edwin Guthrie    27. Dezember 1913 – 18. September 1914
LTJG Robert Grimes Coman    18. September 1914 – 6. Mai 1915
LT Gillette    6. Mai 1915 – 5. September 1915
LT Daniel Judson Callaghan    5. September 1915 – 11. November 1916 (später RADM)
LTJG James Grady Ware    11. November 1916 – 18. Februar 1917
LTJG Harvey Shadle Haislip    18. Februar 1917 – 20. März 1917
LT James Grady Ware    20. März 1917 – 30. April 1919
LT James Dawson Brown    30. April 1919 – 18. Juli 1919

USS FLUSSER ( DD-20 )

USS FLUSSER ( DD-20 )

Biografie

Charles Williamson Flusser
* 27. September 1832 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland
† 19. April 1864 auf der USS MIAMI bei einer Granatenexplosion bei Plymouth, Washington County, North Carolina
war ein Offizier in der United States Navy während des amerikanischen Bürgerkriegs

Charles Williamson Flusser war der Sohn von Charles Thomas Flusser ( 1798 in Prag, Böhmen – 1858 in Louisville, Jefferson County, Kentucky ) und Juliana Waters Flusser ( 1805 – 1875 ). Der Vater von Charles Thomas war Wilhelm Flusser in Prag der Handelsfürst schlechthin und seine Mutter Pauline Mayfield war die Tochter der Geldverleiher des Königs. Beide heirateten1797 in Calais. Charles Thomas wanderte 1816 über Genua nach Amerika aus und landete in Baltimore.1821 wechselte er nach Annapolis und heiratete 1827 Juliana Waters.
Charles Williamson Flusser war das achte von neun Kinder. Dabei waren zwei Zwillingsgeburten.
1847 trat er in die United States Naval Academy ein und schloss diese 1853 erfolgreich ab. Man beförderte Flusser am 15. September 1855 zum Master und am folgenden Tag zum Lieutenant. Er diente in diesen Tagen im südamerikanischen Geschwader. Anfang 1861 berief man Lieutenant Flusser in die United States Naval Academy in Annapolis. Hier sollte er den Umzug nach Fort Adams in Newport, Rhode Island überwachen. Ende 1861 diente er im Blockadedienst vor der Küste von Georgia, bevor er während des amerikanischen Bürgerkrieges das Kommando über das Kanonenboot USS COMMODORE PERRY ( 1858 ) übertragen bekam. Dieses Kanonenboot nahm an der Burnside Expedition gegen Häfen des konföderierten Staates North Carolina teil. Mit der USS COMMODORE PERRY war Flusser hauptsächlich am 10. Februar 1862 am Erfolg in der Schlacht um Elizabeth City, North Carolina beteiligt. Flusser wurde im Juli 1862 zum Lieutenant Commander befördert und übernahm das Kommando über alle Kanonenboote der Union im Albemarle Sound. Im Oktober 1862 erfolgte die Expedition gegen Franklin, Virginia, wobei sein Schiff nur knapp der Eroberung durch konföderierte Truppen entkam. LCDR Flusser befand sich in den ersten Monaten des Jahres 1864 an Bord des Seitenraddampfers USS MIAMI ( 1861 ) und patrouillierte an der Küste von North Carolina. Lieutenant Commander Flusser kämpfte an der Seite seiner Schiffsbesatzung auf der USS MIAMI als es zu einem Kampf am 19. April 1864 gegen das konföderierte Panzerschiff CSS ALBEMARLE kam. Während dieses Kampfes feuerte er selbst eine Granate mit 10 Sekunden Zeitzünder auf das konföderierte Panzerschiff ab. Doch diese Granate prallte an der Panzerung des Panzerschiffes ab und landete wieder auf dem Deck der USS MIAMI, vor den Füßen von Flusser, wo sie explodierte und ihn tötete.

Vier Schiffe wurden bei der US Navy zu Ehren von Charles Williamson Flusser benannt.
Das erste Schiff war der Schoner USS FLUSSER ( 1864 ).
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS FLUSSER ( DD-20 ) aus der SMITH – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS FLUSSER ( DD-289 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS FLUSSER ( DD-368 ) aus der MAHAN – Klasse.


USS FLUSSER ( DD-20 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS FLUSSER ( DD-20 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Commander Charles Williamson Flusser benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierte Schiff aus der SMITH – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Company in Bath, Maine wurde am 3. August 1908 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Genevieve Virden, Großnichte von LCDR Charles Williamson Flusser, taufte am 20. Juli 1909 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander James Proctor Morton ( 8. Februar 1874 in Rockford, Blount County, Tennessee – 12. November 1928 ) stellte am 28. Oktober 1909 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Wenige Tage nach der Indienststellung stach die USS FLUSSER von Bath aus in See und fuhr entlang der US Ostküste südwärts. Auf dieser Fahrt wurden die Ausbildung der Mannschaft und gleichzeitig eine Erprobung des Schiffes durchgeführt. Am 17. Dezember 1909 legte der Zerstörer im Hafen von Charleston, South Carolina an, seinem Heimathafen. Von hier aus nahm das Kriegsschiff an den regulären Einsätzen und Operationen der Atlantik Torpedo Flotte teil. So beteiligte die USS FLUSSER an Übungen in der Karibik und vor der Küste Neuenglands. Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs auf europäischem Boden stellten sich die USA vollständig hinter die Länder der Entente und öffneten ihre Häfen für deren Schiffe und internierten im Gegenzug zivile Schiffe des Deutschen Kaiserreichs. Ab August 1916 versetzte man die USS FLUSSER in den Hafen von New York. Von hier aus begann der Zerstörer mit seinen Neutralitätspatrouillen bis in den Long Island Sound. Grund dafür waren deutsche U-Boote die auf dem Atlantik Jagd auf Handelsschiffe der Entente durchführten. Ende 1916 musste das Kriegsschiff nach New Orleans, Louisiana. Hier waren dringend erforderliche Reparaturen auszuführen. Anfang 1917 kehrte die USS FLUSSER zu ihren Neutralitätspatrouillen vor New York zurück und blieb dort bis zum 30. Juli. Mittlerweile hatten die USA am 6. April 1917 dem Deutschen Kaiserreich den Krieg erklärt und begannen nun offen mit der Versorgung der Entente Mächte mit Kriegsmaterial und anderen Hilfsgütern. Am 30. Juli verließ der Zerstörer die US Ostküste und beteiligte sich an der Eskorte von Handelsschiffen bis nach Ponta Delgada, Azoren. Von hier aus patrouillierte das Kriegsschiff die folgenden zwei Monate und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Mitte Oktober verließ die USS FLUSSER wieder die Azoren und fuhr nach Brest, Frankreich. Der Zerstörer lief am 22. Oktober in den Hafen ein und beteiligte sich bis zum 9. Dezember 1918 an Patrouillen- und Eskortierfahrten entlang der französischen Küste bis in den Ärmelkanal hinein. Am 11. Dezember 1918 verließ die USS FLUSSER Brest und fuhr zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN ( DD-14 ), USS WHIPPLE ( DD-15 ), USS STEWART ( DD-13 ), USS WORDEN ( DD-16 ), USS LAMSON ( DD-18 ) und USS PRESTON ( DD-19 ) einem Schiffskonvoi entgegen. Dieser Konvoi war am 4. Dezember 1918 von New York aus in See gestochen. An Bord des Truppentransporters SS GEORGE WASHINGTON befand sich neben den amerikanischen Vertretern die zur Pariser Friedenskonferenz wollten, auch der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ). Am 13. Dezember erreichte die SS GEORGE WASHINGTON die Gewässer vor dem französischen Hafen Brest. In diesen Hafen liefen neben der USS FLUSSER, USS TRUXTUN, USS WHIPPLE, USS STEWART, USS PRESTON, USS LAMSON und USS  WORDEN auch der Zerstörer USS CUMMINGS ( DD-44 ), zehn Schlachtschiffe und zwanzig weitere Zerstörer ein. Damit war eine eindrucksvolle Demonstration der amerikanischen Seestärke geschaffen. Am 18. Dezember stach die USS FLUSSER wieder in See und verlässt die französische Küste. Der Zerstörer fuhr zusammen mit der USS STEWART, USS WORDEN, USS TRUXTUN, USS PRESTON, USS LAMSON und USS WHIPPLE zuerst nach Ponta Delgada, Azoren, danach zu den Bermudas, wo jedes Mal die Kohlebunker aufgefüllt wurden, und erreichte am 31. Dezember 1918 den Hafen von Charleston. Später wechselte der Zerstörer in die Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania und wurde an den Reserve Kais festgemacht. Dort lagen schon mehrere Zerstörer. So die USS WHIPPLE, USS TRUXTUN, USS STEWART, USS LAMSON, USS PREBLE ( DD-12 ), USS PAUL JONES ( DD-10 ), USS PERRY ( DD-11 ), USS HULL ( DD-7 ), USS HOPKINS ( DD-6 ), USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Dann erfolgte für den Zerstörer am 14. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS FLUSSER ( DD-20 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 21. November 1919 zum verschrotten.


USS FLUSSER ( DD-20 )
Commanding Officer
 

LCDR James Proctor Morton    28. Oktober 1909 – 12. Oktober 1911
LT William Henry Allen    12. Oktober 1911 – 20. August 1912 (später RADM)
LT William Frederick Halsey, Jr.    20. August 1912 – 5. September 1913 (später FADM)
LCDR William Ancrum    5. September 1913 – August 1916
LT Ralph Gordon Walling    August 1916 – 4. Dezember 1917
LCDR Francis Arthur LaRoche    4. Dezember 1917 – 15. Mai 1918
LCDR Edward Gladstone Haas    15. Mai 1918 – 10. Juli 1918
LCDR Harry George Black    10. Juli 1918 – 18. September 1918
LCDR Francis Arthur LaRoche    18. September 1918 – 3. März 1919
LT Alexander Dean Douglas    3. März 1919 – 30. April 1919
LCDR Benjamin Perlman    30. April 1919 – 14. Juli 1919

USS WHIPPLE ( DD-15 )

USS WHIPPLE ( DD-15 )

Biografie

Abraham Whipple
* 26. September 1733 in Providence, Rhode Island, britische Kolonie
† 27. Mai 1819 in Marietta, Washington County, Ohio
war ein Offizier in der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und später der Gründer von Marietta, Ohio

Abraham Whipple war der Sohn von Noah Whipple, Jr. Er heiratete am 2. August 1761 Sarah Hopkins ( 1739 – 14. Oktober 1818 ). Deren Eltern waren Captain John Hopkins ( 1713 – 1. Februar 1744 oder 1745 ) und Catherine Turpin Hopkins ( 1719 – 1749 ). Abraham und Sarah hatten drei Kinder, John, Cathrine Whipple Sproat ( 25. Januar 1762 in East Providence, Providence County, Rhode Island – 15. Juli 1835 in Detroit, Wayne County, Michigan ), die von der Conitental Army Colonel Ebenezer Sproat ( 9. Februar 1752 in Middleboroughm Plymouth County, Massachusetts – 7. Januar 1805 in Marietta, Washington County, Ohio ) heiratete und mindestens ein gemeinsames Kind hatten, und Mary.
Als die amerikanischen Kolonisten anfingen, sich der von ihnen als unfair empfundenen Unterdrückung durch die britische Krone zu widersetzen, wurden sogenannte trotzige Taten immer häufiger. Ende Januar 1772 segelte Leutnant William Dudingston mit dem britischen Zollschoner HMS GASPEE in die Narragansett Bay von Rhode Island, um die Zollabfertigung und die obligatorische Kontrolle der Ladung auf den Handelsschiffen zu erzwingen. Dudingston legte Anfang Februar in Newport, Rhode Island an und traf sich dort mit Gouverneur Joseph Wanton, Sr. ( 15. August 1705 in Newport, Rhode Island, britische Kolonie – 19. Juli 1780 ). Beide tauschten sich über die zu kontrollierenden Steuervorschriften auf den Schiffen und Booten der Kolonisten aus. Wanton, Sr. appellierte dabei an die Vernuft von Lieutenant Dudington, Repressalien gegen die Kolonisten zu vermeiden. Kurz nachdem Dudingston begonnen hatte mit dem Zollschoner HMS GASPEE in der Narragansett Bay zu patrouillieren, wurde am 17. Februar die Schaluppe FORTUNE zum beidrehen aufgefordert und inspiziert. Auf der Schaluppe wurden 12 Fässer mit nicht deklariertem Rum beschlagnahmt. Die FORTUNE und der Rum wurden nach Boston geschickt, da Dudingston glaubte, dass die Kolonisten ihr Eigentum zurückfordern würden wenn dieses in Rhode Island bleibe. In den folgenden Monaten verschärfte der Lieutenant sogar noch die Repressalien gegen die Kolonisten. Selbst auf ein Schreiben von Wanton, Sr. an den britischen Admiral John Montagu ( 1719 in Lackham, Wiltshire – 1795 in Fareham, Hampshire ), dem Vorgesetzten von Dudingston, mit der Bitte die Kolonisten nicht zu verärgern, wurde höhnisch beantwortet. Dudingston verstieß nun offen gegen die Charta der Kolonie, indem er ohne Vorlage seiner Provision handelte und selbst Kolonisten an Land ausplünderte. Am 8. Juni 1772 traf aus New York kommend die Schaluppe HANNAH in Newport ein. Der Kapitän meldete sich wie üblich beim Zollamt und fuhr am folgenden Tag den Fluss hinauf. Dudingston nahm mit der HMS GASPEE die Verfolgung auf und wollte in seiner üblichen Weise die Schaluppe nochmals inspizieren und wenn nötig auch ohne Fund diese konfiszieren. Doch bei Namquit, in der Nähe von Pawtuxet, lief der britische Zollschoner auf Grund. Die HANNAH konnte fliehen. Dudingston hoffte nun auf die Flut damit er sein Schiff wieder flott bekam. Doch in der hereinbrechenden Nacht begannen sich fünfzig Kolonisten um Captain Abraham Whipple im Haus von James Sabin zu sammeln. John Brown I. ( 27. Januar 1736 in Providence, Rhode Island, Britische Kolonie – 20. September 1803 in Providence, Rhode Island ), amerikanischer Kaufmann, Sklavenhändler und Staatsmann, stellte den aufgebrachten Kolonisten acht Langboote mit je fünf Ruderer zur Verfügung. Kurz nach 22:00 Uhr legten die Männer unter dem Kommando von Captain Abraham Whipple ab und fuhren in Richtung der HMS GASPEE. Erst nach Mitternacht wurde das britische Zollschiff erreicht. Die britische Nachtwache grüßte die Ankommenden freundlich, erhielt aber keine Antwort. Lieutenant Dudingston wurde schnell gerufen, um weitere Befehle zu erhalten. Auch dieser rief den Ankommenden einen fröhlichen Gruß entgegen, erhielt aber ebenso keine Antwort. Nur Captain Whipple ließ sich herab und warf dem Briten mehrere Schimpfwörter entgegen. Daraufhin wurden von beiden Seiten die mitgeführten Pistolen und Musketen abgefeuert. Lieutenant Dudingston erhielt eine Kugel in die Leiste, abgefeuert von Joseph Bucklin. In dem Moment wie der Lieutenant zusammenbrach, enterten auch schon die Kolonisten den britischen Schoner und übernahmen das Kommando. Die britische Mannschaft wurde gefesselt und von Bord gebracht, während Dudingston von Dr. John Mawney ärztlich versorgt wurde, der allerdings etwas später an seiner Schussverletzung starb. Das war das erste britische Blutvergießen im heraufziehenden amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Ein Meilenstein der zeigte, dass sich die Kolonisten nicht alles von den Schergen der britischen Majestät gefallen ließen. Nachdem dann Lieutenant Dudingston dann ebenfalls von Bord der HMS GASPEE gebracht worden war, zündete Abraham Whipple und John Brown I. den Zollschoner an. Alle Kolonisten kehrten unversehrt nach Providence zurück. Am folgenden Tag erhielt Captain Whipple einen Brief von Captain James Wallace ( 1731 in Loddon, Norfolk, England – 6. März 1803 ), Kommandant des 20 Kanonen führenden Postschiffes HMS ROSE. In dem Schreiben stand, dass Abraham Whipple am 10. Juni 1772 das Schiff seiner Majestät, die HMS GASPEE, verbrannt habe. Dafür werde er hängen. Abraham Whipple schrieb dem Captain zurück: „Sir, hängen Sie immer schon einen Mann, während sie diesen noch einfangen müssen“. Die Briten forderten von Gouverneur Joseph Wanton, Sr. die Festnahme und den Prozess gegen all jene Personen die an der Vernichtung der HMS GASPEE und an der Ermordung von Lieutenant Dudingston beteiligt waren. Weder der Gouverneur von Rhode Island von seine Stellvertreter hatten einen Grund dieser Forderung nachzugehen.
Drei Jahre später erhoben sich dann die Kolonisten und der amerikanische Bürgerkrieg begann. Die Generalversammlung von Rhode Island übergab Commodore Abraham Whipple zwei Schiffe zur Verteidigung des Handels der Kolonie. Das war die Schaluppe KATY, die John Brown zur Verfügung stellte und die kleinere Schaluppe USS WASHINGTON. Am 15. Juni 1775, dem Tag an dem Seekapitän Abraham Whipple seine Ernennung zum Commodore erhielt, führte er seine Männer im Kampf um die Eroberung des Tenders der HMS ROSE. Whipple selber kreuzte in dieser Zeit mit den beiden kleinen Kriegsschiffen in der Narragansett Bay zur Sicherung der Handelsschiffe der Kolonisten. Mit dem Einzug des Winters segelte er in Richtung Süden bis zu den Bermudas, um Schießpulver zu beschaffen. Auf dem Rückweg transportierte Whipple auch Rekruten der Continental Army bis nach Philadelphia. Hier übernahmen Agenten des Kontinentalkongresses die USS KATY. Um dem Postschiff Paroli bieten zu können, wurde auf der Werft von John Brown diese Schaluppe in die Kriegsschaluppe USS PROVIDENCE ( 1775 ) umgebaut. Das Kommando über dieses Kriegsschiff erhielt am 3. Dezember 1775 First Lieutenant John Paul Jones ( 6. Juli 1747 in Arbigland, Kirkcudbrightshire, Schottland – 18. Juli 1792 in Paris, Frankreich ). Doch dieser erhielt schon zwei Tage später von der Continental Navy die Order sich an Bord der 24 Kanonen führenden Fregatte USS ALFRED zu melden. Am 22. Dezember ernannte man Abraham Whipple zum Captain der Continental Navy. Er erhielt das Kommando über das 24 Kanonen führende Schiff USS COLUMBUS, welches im November von Willing, Morris & Co. gekauft und umgerüstet worden war. Vom 17. Februar bis zum 8. April 1776 befehligte Whipple die USS COLUMBUS. In dieser Zeit nahm er zusammen mit den anderen fünf Schiffen des Geschwaders von Commodore Esek Hopkins ( 26. April 1718 in Scituate, Kolonie Rhode Island and Providence Plantations – 26. Februar 1802 in Providence, Rhode Island ) an der Expedition nach New Providence auf den Bahamas teil. Hier wurde die erste amphibische Marineoperation zwischen der Continental Navy und dem Marine Corps durchgeführt. Man beschlagnahmte in der britischen Besatzung in Nassau alle wichtigen militärischen Vorräte. Auf der Rückfahrt eroberte das amerikanische Geschwader am 4. April den britischen Schoner HAWK und am folgenden Tag die Brigg BOLTON. Am 6. April kam zu der Begegnung zwischen dem Geschwader und dem britischen Postschiff HMS GLASGOW das zwanzig Kanonen führte und auf seiner Jungfernfahrt war. Der Kampf tobte drei Stunden lang. Die HMS GLASGOW konnte entkommen, nur das mitgeführte Hilfsschiff konnte von den Kolonisten erobert werden. Aus Mangel an geeigneten Kapitänen beließ man Whipple das Kommando über die USS COLUMBUS. Mit diesem Schiff konnte er noch im selben Jahr vor der Küste New Englands fünf britische Handelsschiffe aufbringen. 1777 kreuzte er mit dem Schiff zur Sicherung vor der amerikanischen Küste. Am 27. März 1778 musste die Columbus vor einem britischen Geschwader fliehen und fuhr auf Point Judith, Rhode Island zu. Abraham Whipple ließ die USS COLUMBUS auf Grund fahren. Die gesamte Takelage und die Segel wurden von der Mannschaft geborgen und an Land gebracht. Von hier aus mussten sie unverrichteter Dinge zusehen wie ihr Schiff von den Briten in Brand geschossen wurde. Captain Whipple erhielt nun das Kommando über 28 Kanonen führende Fregatte USS PROVIDENCE ( 1776 ). Dieses Kriegsschiff war im Mai 1776 zu Wasser gelassen worden, konnte aber wegen einer britischen Blockade im Providence River nicht auslaufen. Whipple übernahm nun mit seinen Männern die Fregatte und ließ sie zum auslaufen startklar machen. Am 30. April 1778 startete er den Versuch mit der USS PROVIDENCE sich aus der Blockade zu befreien. Auf dieser riskanten Fahrt kam es auch zu Gefechten mit den Briten. So konnte die HMS LARK durch eine abgefeuerte Breitseite schwer beschädigt werden. Ein anderes britischen Kriegsschiff wurde auf der Flucht überholt. Dann war die PROVIDENCE frei und konnte unbehelligt nach Frankreich fahren. Whipple erreichte Paimboeuf. Abraham Whipple erwarb in Frankreich Waffen und militärisches Zubehör für Schiffe der Continental Navy, die sich noch im Bau befanden, und fuhren anschließend nach Brest, Frankreich. Hier lag schon die 24 Kanonen führende Fregatte USS BOSTON, die unter dem Kommando von Samuel Tucker ( 1. November 1747 in Marblehead, Massachusetts – 10. März 1833 in Bremen, Maine ) den amerikanischen Konsul John Adams ( 30. Oktober 1735 in Braintree, Massachusetts Bay, britische Kolonie – 4. Juli 1826 in Quincy, Massachusetts ) nach Frankreich gebracht hatte. Die beiden Schiffe verließen am 22. August Frankreich und fuhren nach Hause an die amerikanische Küste. Unterwegs brachten sie drei britische Prisen auf. Die USS PROVIDENCE erreichte am 15. Oktober Portsmouth, New Hampshire. Nach seiner Rückkehr wurde die Fregatte nach Boston, Massachusetts verlegt und Captain Whippel erhielt das Kommando über das kleine Geschwader, das aus der USS PROVIDENCE, der Schaluppe USS RANGER ( 1777 ) und der Fregatte USS QUEEN of FRANCE ( 1777 ). Hier in Boston sollten die Mannschaften auf den drei Schiffen mit Freiwilligen aufgefüllt werden. Am 18. Juni 1779 legte das kleine Geschwader in Boston ab und begannen eine Kreuzfahrt in Richtung Osten. In den frühen Morgenstunden Mitte Juli, befand sich das Geschwader von Commodore Abraham Whipple in dichtem Nebel vor der Küste der Newfoundland Banks. Hier begegnete man einem britischen Schiffskonvoi, bestehend aus rund 150 Segelschiffen, die nach Jamaika unterwegs waren. Whipple ließ alle Waffen auf den drei amerikanischen Schiffen verstecken und den britischen Union Jack aufziehen. So verkleidet fuhren sie den gesamten Tag mit dem Konvoi mit. Kein Kapitän der britischen Schiffe löste Alarm aus. Dann in der beginnenden Nacht schnitten die drei Kriegsschiffe den letzten elf britischen Handelsschiffen den Weg ab und nahmen diese als Prisen ohne Kampf. Acht dieser feindlichen Schiffe besaßen eine Kriegsbeute im Wert von über einer Million Dollar. Damit war das Unternehmen eine der reichsten Eroberungen während des gesamten amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Abraham Whipple kreuzte dann noch vor den Bermudas, konnte aber keine weiteren Prisen aufbringen und fuhr nach Charleston, South Carolina. Doch am 23. Dezember 1779 bedrohten britische Truppen Charleston, das zu dieser Zeit einer der wichtigsten Häfen der Continental Navy war. Whipple ließ daraufhin alle Kanonen von den drei Schiffen an Land bringen, um die Landbatterien zu stärken und den erwarteten britischen angriff abzuwehren. Nach einer harten viermonatigen Belagerung zwang der überwältigende Druck der britischen Truppen am 12. Mai 1780 die amerikanischen Streitkräfte zur Kapitulation. Commodore Abraham Whipple blieb ein Gefangener der Briten bis er nach Chester, Pennsylvania gebracht und dort Ende 1781 entlassen wurde. Nach der Unterzeichnung eines Vorfriedens zwischen der jungen Nation und Großbritannien am 30. November 1782 nahm Whipple in der Nähe von Cranston, Rhode Island seine Farmertätigkeit wieder auf. Für den Rest seines Lebens blieb er auch ein Farmer. Nur zwei Mal ging er als Handelsmeister wieder zur See. Zuerst auf der GENERAL WASHINGTON und dann auf der ST. CLAIR. Mit der Gründung der Ohio Company of Associates im Jahre 1788 und der anfänglichen Abwanderung nach Westen in dieses Gebiet, wurde Abraham Whipple und seine Familie zu Pionieren an der amerikanischen Grenze und gehörten zu den Gründern der Stadt Marietta, Ohio. Schon vorher erhielt Whipple zusammen mit seinen 50 bis 60 Schiffskameraden ein Stück Land in Vermont von der Continental Navy geschenkt. Darüber erhielten sie sogar eine Urkunde ausgestellt. Den Ort nannten sie Charleston. Dort siedelte 1803 Abner Allen aus Barton, Vermont als erster Siedler sich an.
Abraham Whipple erhielt eine Pension vom Kongress zur Anerkennung seiner Verdienste um die Erlangung der amerikanischen Unabhängigkeit. Er starb am 27. Mai 1819 in Marietta und wurde auf dem dortigen Mound Cemetery beigesetzt.


USS WHIPPLE ( DD-15 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS WHIPPLE ( DD-15 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Abraham Whipple benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweite Schiff aus der TRUXTUN – Klasse.
Auf der Maryland Steel Company in Sparrows Point, Maryland wurde am 13.
November 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Elsie Pope taufte am 15. August 1901 den Zerstörer. Lieutenant Jehu Valentine Chase ( 10. Januar 1869 in Patterson, St. Mary Parish, Louisiana – 24. Mai 1937 in Coronado, San Diego County, Kalifornien ) stellte am 17. Februar 1903 das unter seinem commando stehende Schiff in den dienst der US Navy.
Nach der Ausbildungsfahrt für die Mannschaft, die die USS WHIPPLE in der Chesapeake Bay durchführte, versetzte man den Zerstörer in die 2. Torpedoflotte innerhalb der Atlantikflotte. Der Heimathafen des Kriegsschiffes war da Norfolk, Virginia. Die USS WHIPPLE diente regelmäßig als Flaggschiff in der Flottille und operierte entlang der US Ostküste und in der Karibik. Am 5. September 1905 machte man den Zerstörer für die nächsten Monate in Norfolk neben dem Kasernenschiff USS ATLANTA ( 1884 ) fest und versetzte ihn in die Reserve. Erst am 16. Juli 1906 kehrte das Kriegsschiff in den aktiven Dienst zurück. Die USS WHIPPLE operierte in den folgenden Monaten wieder entlang der US Ostküste und dann vor dem Jahreswechsel in der Karibik. Am 14. Januar 1907 ereignete sich an der Nordostküste und unter Kingston, der Hauptstadt von Jamaika, ein Erdbeben der Stärke 6,5. Drei Tage später erreichten die amerikanischen Schlachtschiffe USS MISSOURI ( BB-11 ) und USS INDIANA ( BB-1 ) sowie der Zerstörer USS WHIPPLE die Insel und brachten Hilfsgüter, Rettungs- und medizinisches Personal. Danach begann bis Anfang November für den Zerstörer und dessen Mannschaft wieder der normale Alltag mit taktischen Übungen und Routinetrainingseinheiten. Das Kriegsschiff lag im Herbst zwischen den einzelnen Übungen in der Norfolk Navy Yard zusammen mit den Zerstörern USS HULL ( DD-7 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS HOPKINS ( DD-6 ) und USS TRUXTUN ( DD-14 ). Schon am 2. Dezember 1907 verließ die USS WHIPPLE zusammen mit den Zerstörern USS HULL, USS HOPKINS, USS LAWRENCE, USS TRUXTUN und USS STEWART ( DD-13 ) in Norfolk ihr Pier und fuhr nach Hampton Roads, Virginia. Diese Zerstörer bildeten einen Teil der Sicherungsschiffe für die Great White Fleet, in der sich 16 Schlachtschiffe befanden, auf deren ersten Etappe ihrer Weltumfahrung. Am 16. Dezember ging die „Good Will“ Fahrt los. Der erste Zwischenstopp wurde vom 23. bis 29. Dezember in Port of Spain, Trinidad eingelegt. In den Hafen von Rio de Janeiro, Brasilien liefen die Kriegsschiffe am 12. Januar 1908 ein und blieben dort bis zum 21. Januar. Danach begannen die Schiffe das Kap Hoorn zu umrunden. Ein Hafenbesuch vom 1. bis zum 7. Februar stand in Punta Arenas, Chile an und vom 20. bis 29. Februar in Callao, Peru. In der Magdalena Bay, Mexiko begannen die Schlachtschiffe und die Zerstörer vom 12. März bis zum 11. April mit einem Zielschießen. Am 6. Mai 1908 erreichte die Great White Fleet San Francisco, Kalifornien. Zwei Tage später erfolgte eine Flottenüberprüfung an der die Schlachtschiffe und die Zerstörer teilnahmen. Die sechs Zerstörer blieben an der US Westküste und wurden in San Diego, Kalifornien stationiert. Am 24. August 1908 verließ die USS WHIPPLE zusammen mit der USS STEWART, USS TRUXTUN, USS PREBLE ( DD-12 ) und USS PERRY ( DD-11 ) den Hafen und fuhr zu den Hawaiianischen Inseln. Dort wurden mehrere Flottenübungen abgehalten, an denen unter anderen auch die Panzerkreuzer USS VIRGINIA ( ACR-5 ) und USS MARYLAND ( ACR-8 ) beteiligt waren. Nach Abschluss der Übungen ging die Fahrt über Samoa und der Magdalena Bay, Baja California an die US Westküste zurück. Am 1. Dezember legten die Kriegsschiffe im Hafen von San Diego an. Das war nun der Heimathafen der sogenannten „Big Five“ Zerstörer USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS STEWART, USS PERRY und USS HULL. Zu der Ersten Division gehörte unter anderem auch der Zerstörer USS PAUL JONES ( DD-10 ). Im Jahr 1910 wurde eine Übung vor der Küste von Alaska abgehalten. Anschließend erfolgte ein Hafenbesuch in Vancouver, Britisch Columbia, Kanada. Mit dabei waren neben der USS WHIPPLE die Zerstörer USS STEWART, USS PREBLE, USS PAUL JONES und USS TRUXTUN. Im Jahr 1912 bugsierte man für umfangreiche Überholungsarbeiten die USS WHIPPLE auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien in das Trockendock Nummer 2, wo ebenfalls die Zerstörer USS PREBLE, USS PAUL JONES, USS TRUXTUN und USS STEWART noch am 26. Dezember 1912 lagen. Nach dem ausdocken folgten für die USS WHIPPLE Torpedo- und Schießübungen sowie Minensuchoperationen. Der Zerstörer fuhr zusammen mit der USS TRUXTUN und anderen amerikanischen Kriegsschiffen nach Mazatlan, Mexiko, nachdem dort Anfang 1914 Unruhen unter der Bevölkerung ausgebrochen waren. Die beiden Kriegsschiffe sollten die amerikanischen Interessen während der dortigen politischen Erschütterungen schützen. Daher überwachten beide Zerstörer am 26. April 1914 das mexikanische Kanonenboot MORALES. Auch im Sommer des Jahres 1916 waren beide Zerstörer vor der mexikanischen Westküste und patrouillierten dort während der mexikanischen Revolution und Bürgerkrieges zum Schutze amerikanischer Interessen. Die USS WHIPPLE erhielt dafür in den beiden Jahren die Mexican Service Medal verliehen. Am 6. April 1917 traten die USA in den Ersten Weltkrieg ein und unterstützten Großbritannien, Frankreich und Italien auf Seiten der Alliierten. Die USS WHIPPLE verließ wenige Tage später San Diego und fuhr zum Panamakanal. Der Zerstörer durchquerte diesen und blieb bis zum 5. Juli auf der atlantischen Seite des Kanals und bewachte ihn. An diesem 5. Juli verließ das Kriegsschiff den Panamakanal und fuhr nach Philadelphia. In der dortigen Philadelphia Navy Yard wurde die USS WHIPPLE für den Dienst auf der anderen Seite des Atlantiks umgerüstet. Am 28. August stach der Zerstörer in See und fuhr in das sogenannte Atlantikkriegsgebiet. Durch dieses Gebiet mussten die Versorgungsschiffe, die nach Europa unterwegs waren. Hier lauerten auch deutsche U-Boote auf ihre Beute. Im September verließ das Kriegsschiff wieder dieses Gebiet und fuhr zu den Azoren. Dort machte man es am 17. September fest. Von hier aus operierte die USS WHIPPLE die nächsten drei Monate als Eskorte und sicherte die Transportschiffe von und zu den strategisch wichtigen Inseln. Dann erhielt Lieutenant Commander Robert Morris Doyle, Jr., Kommandant der USS WHIPPLE, den Befehl sich im Hafen von Brest, Frankreich zu melden. Bis zum Frühjahr 1918 wurden von hier aus U-Boot Patrouillen und Geleitschutzaufgaben durchgeführt. Am 17. April 1918 kam es dann zu einem folgenschweren Vorfall. In der Bucht von Quiberon lag das mit Sprengstoff beladene Transportschiff SS FLORENCE H. ( 3.819 BRT ). Gegen 23:00 Uhr lodern an Bord des Schiffes Flammen. Innerhalb weniger Minuten steht der Bug in einem gewaltigen Feuermeer. Die in ihren Kojen liegenden Seeleute versuchen verzweifelt ins Freie zu gelangen, da der Rauch und die Flammen schon in die Gänge eindringen. Vierzig Minuten lang gibt es im innern des Schiffes Explosionen. Dann beginnt es zu sinken. Der immer noch unter Volldampf stehende Kessel wird vom Wasser erreicht und explodiert. Diese Explosion zerreißt das Schiff. Ein Schauer von Metalltrümmern wurde in alle Richtungen geschleudert. Die USS WHIPPLE ereichte zusammen mit der USS STEWART und USS TRUXTUN die Unfallstelle. Von den 77 Besatzungsmitgliedern können 32 Männer gerettet werden. Davon sind 14 schwer verbrannt. Keiner der Offiziere überlebte das Inferno. Fünf Tage später werden die Überlebenden an Bord des Transportschiffes USS AMERICA ( 1905 ) übergeben und kommen am 1. Mai zurück in die Vereinigten Staaten. Die USS WHIPPLE erledigte ihre routinemäßigen Patrouillenaufgaben während des Krieges bis zum Ende der Feindseligkeiten. Am 11. Dezember fuhr die USS WHIPPLE zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN, USS STEWART, USS WORDEN, USS PRESTON ( DD-19 ), USS LAMSON ( DD-18 ) und USS FLUSSER ( DD-20 ) einem Schiffskonvoi entgegen. Dieser Konvoi war am 4. Dezember 1918 von New York aus in See gestochen. An Bord des Truppentransporters SS GEORGE WASHINGTON befand sich neben den amerikanischen Vertretern, die zur Pariser Friedenskonferenz wollten, auch der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ). Am 13. Dezember erreichte die SS GEORGE WASHINGTON die Gewässer vor dem französischen Hafen Brest. In diesen Hafen liefen neben der USS WHIPPLE, USS TRUXTUN, USS STEWART, USS WORDEN, USS PRESTON, USS LAMSON und USS FLUSSER  auch der Zerstörer USS CUMMINGS ( DD-44 ), zehn Schlachtschiffe und zwanzig weitere Zerstörer ein. Damit war eine eindrucksvolle Demonstration der amerikanischen Seestärke geschaffen. Am 18. Dezember 1918 verlässt die USS WHIPPLE die französische Küste und fuhr zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN, USS STEWART, USS FLUSSER, USS PRESTON, USS LAMSON und USS WORDEN zuerst nach Ponta Delgada, Azoren, danach zu den Bermudas und erreichte am 3. Januar 1919 den Delaware River. Noch am selben Tag legte die USS WHIPPLE in der Philadelphia Navy Yard an. Dort lagen an den Reserve Kais mehrere Zerstörer.
So die USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS TRUXTUN, USS PAUL JONES, USS PERRY, USS STEWART, USS WORDEN, USS HULL, USS LAMSON, USS HOPKINS, USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Dann erfolgte für den Zerstörer am 7. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS WHIPPLE ( DD-15 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 3. Januar 1920 an Joseph G. Hitner in Philadelphia zum verschrotten. Doch das ehemalige Kriegsschiff wurde zu einem Handelsschiff umgebaut und transportierte Bananen. Erst 1956 verschrottete man das Schiff.    


USS WHIPPLE ( DD-15 )
Commanding Officer
 

LT Jehu Valentine Chase    17. Februar 1903 – 3. Juni 1905 (später RADM)
LT Irvin Van Gorder Gillis    3. Juni 1905 – 11. Juli 1906
LT Thomas Drayton Parker    11. Juli 1906 – 8. August 1906
LT Frank Hardeman Brumby    8. August 1906 – 25. August 1906 (später ADM)
LT Edward Churchill Woods    25. August 1906 – 11. August 1907
LT Hutchinson Ingham Cone    11. August 1907 – 5. November 1907 (später RADM)
LT John Gaylord Church    5. November 1907 – ?
LT Rufus Fairchild Zogbaum Jr.    7. Oktober 1911 – 17. Dezember 1911
ENS Charles Lewis Best    17. Dezember 1911 – 24. Februar 1912
LT Ross Sherman Culp    24. Februar 1912 – 20. Juni  1912
LT Martin Kellog Metcalf    20. Juni 1912 – ?
LT Harry Jefferson Abbett    25. August 1915 – 15. September 1915
LTJG Frank Davis Pryor    15. September 1915 – 14. August 1917
LCDR Robert Morris Doyle Jr.    14. August 1917 – 20. Juli 1918
Master Chief William Burr Harrison    20. Juli 1918 – 7. Juli 1919

USS STEWART ( DD-13 )

USS STEWART ( DD-13 )

Biografie

Charles Stewart
* 28. Juli 1778 in Philadelphia, Pennsylvania
† 6. November 1869 in Bordentown, Burlington County, New Jersey
war ein Offizier in der United States Navy, der eine reihe von Schiffen der US Navy befehligte, darunter auch die USS CONSTITUTION
Er diente während des Quasi Krieges, den beiden Barbary Kriegen im Mittelmeer und dem Krieg von 1812.

Charles Stewart war der Sohn von Charles Stewart ( 28. Juli 1725 in Belfast, Irland – 1780 in Philadelphia, Pennsylvania ) und Sarah Harding Ford Stewart ( 1745 – ? ), die schottisch – irische Einwanderer aus Belfast waren. Er wurde am 28. Juli 1778 geboren, einen Monat nachdem die Briten sich aus Philadelphia zurückgezogen hatten. Sein Vater starb 1780 und hinterließ seiner Witwe minimale finanzielle Mittel, um die vier Kinder, darunter befand sich auch Sarah Stewart McCauley ( 10. Oktober 1772 in Philadelphia, Pennsylvania – 20. August 1819 in Philadelphia, Pennsylvania ) und Charles, zu unterstützen. Seine Mutter heiratete dann später Thomas Britton, einen ehemaligen Diener von George Washington. Charles Stewart besuchte die von Dr. Abercrombies geleitete Episcopal Academy in Philadelphia, wo er Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 in Sinepuxent, Worcester County, Maryland – 22. März 1820 in Washington DC ) und Richard Somers ( 15. September 1778 in Great Egg Harbor, Atlantic County, New Jersey – 4. September 1804 an Bord der USS INTREPID vor Tripolis ) kennen lernte. Im Alter von dreizehn Jahren ging Charles als Schiffsjunge zur See und diente sich mit den Jahren nach oben, bis er der Master auf einem Handelsschiff war. Während des beginnenden Quasi Krieges mit Frankreich, meldete sich der neunzehnjährige Charles Stewart am 9. März 1798 freiwillig bei der US Navy und war einer der ersten Offiziere bei der Wiedergeburt der amerikanischen Marine. Man ernannte ihn zum 4. Lieutenant und versetzte ihn an Bord der Fregatte USS UNITED STATES die Captain John Barry ( 25. März 1745 in Tacumshane, County Wexford, Irland – 13. September 1803 in Philadelphia, Pennsylvania ) kommandierte. An Bord befand sich auch Lieutenant Stephen Decatur. Die USS UNITED STATES sollte eine Kreuzfahrt in die Karibik durchführen, um französische Freibeuter, die die amerikanischen Handelswege unsicher machten, zu vernichten. Charles Stewart war auf der Fregatte für die Ausstattung und Rekrutierung der Besatzung des Schiffes verantwortlich. Am 16. Juli 1800 übertrug man Lieutenant Stewart das Kommando über den Schoner USS EXPERIMENT ( 1799 ). In Philadelphia rüstete man den Schoner um, der dann den Delaware River wieder verließ um in die Karibik zurück zukehren. Hier führte Charles Stewart mit dem Schiff erfolgreiche Patrouillen gegen die Franzosen durch. Er eroberte zwei bewaffnete Piratenschiffe, auf einem davon sich ein hochrangiger Armeeoffizier befand. Außerdem konnten mehrere amerikanische Handelsschiffe, die von den Franzosen als Prisen gefangen genommen worden waren, wieder zurückerobert werden. Dann musste Stewart die Insel Dominica anlaufen, um seine Wasservorräte aufzufüllen. Dort lag auch ein britisches Kriegsschiff. Auf diesem befand sich ein amerikanischer Matrose der in die Royal Navy gepresst worden war. Lieutenant Charles Stewart verhandelte mit dem britischen Kapitän bis der Matrose freigelassen wurde. Im Januar 1801 konnte die Mannschaft der USS EXPERIMENT noch rechtzeitig viele Menschenleben retten. Der spanische Schoner ELIZA war vor der Insel Saona, Santo Domingo in Seenot geraten und drohte an den Riffen zu zerschellen. 65 Spanier, hauptsächlich Frauen und Kinder, konnten gerettet werden. Dafür sandte der Gouverneur von Santo Domingo, Generalleutnant Joaquin Antonio Garcia y Moreno ( 5. Februar 1732 – 22. August 1811 in La Coruna ), ein Dankesschreiben an US Präsident Thomas Jefferson. Anfang Februar 1801 kehrte die USS EXPERIMENT nach Norfolk zurück. Lieutenant Stewart ging von Bord und übernahm das Kommando über die dreimastige schwere Fregatte USS CHESAPEAKE ( 1799 ) die 38 Kanonen an Bord hatte. Diese lag in Norfolk und sollte für eine Fahrt in das Mittelmeer ausgerüstet werden. Anfang 1802 wechselte er an Bord der Fregatte CONSTELLATION ( 1797 ). Diese Fregatte gehörte zu dem Mittelmeergeschwader das Commodore Richard Valentine Morris ( 8. März 1768 in Morrisania, Provinz New York, britische Kolonie – 13. Mai 1815 in New York City ) kommandierte. Doch noch bevor die USS CONSTELLATION die amerikanische Ostküste verließ, ging Stewart wieder von Bord. Er begab sich nach Philadelphia, wo der Bau der Brigg USS SYREN ( 1803 ) auf der Werft von Nathaniel Hutton begonnen hatte. Der Stapellauf erfolgte am 6. August 1803 und am 27. August 1803 stellte man das Kriegsschiff in den Dienst der US Navy. Das Kommando über die Brigg erhielt Lieutenant Charles Stewart. Noch am selben Tag legte die USS SYREN in Philadelphia ab und fuhr in Richtung Mittelmeer. Am 1. Oktober wurde Gibraltar erreicht und vierzehn Tage später lag die Brigg im Hafen von Livorno. An Bord befanden sich Geschenke und Geld für den Bey von Algier, Mustapha VI. ben Ibrahim. Von Livorno aus ging die Fahrt nach Algier weiter. Von dort segelte die USS SYREN nach Syrakus, Sizilien, wo sie Anfang 1804 anlegte. Mittlerweile hatte Commodore Edward Preble ( 15. August 1761 in Falmouth, Cumberland County, Maine – 25. August 1807 in Portland, Cumberland County, Maine ) das Kommando über das Mittelmeergeschwader übernommen. Preble ernannte Stewart zu seinem Stellvertreter und übertrug ihm die Aufgabe die amerikanische Fregatte USS PHILADELPHIA ( 1799 ), die von den Piraten aus Tripolis gefangen genommen worden war, zu verbrennen. Um dies zu erreichen, verließ die USS SYREN zusammen mit dem erst kürzlich eroberten Schiff, das man USS INTREPID taufte und von Lieutenant Stephen Decatur, Jr. kommandiert wurde, am 3. Februar 1804 Syrakus. Vier Tage später lagen beide Schiffe vor Tripolis. Bevor sie aber ihren Angriff starten konnten, wurden sie von einem heftigen Sturm vertrieben und kehrten erst am 16. Februar in die Gewässer vor Tripolis zurück. Noch am selben Tag fuhren beide Schiffe in den tripolitanischen Hafen ein und enterten die nichtfahrtüchtige Fregatte. Diese ging wenige Minuten später in Flammen auf. Am Morgen des 19. Februar erreichte die USS SYREN zusammen mit der USS INTREPID wieder Syrakus. Schon am 9. März verließ die Brigg zusammen mit dem Schoner USS NAUTILUS ( 1799 ) wieder den zizilianischen Hafen und segelten nach Tripolis. Dort trafen sie am 21. März ein und eroberten noch am selben Tag die Brigg TRANSFER, die den Blockadering der amerikanischen Kriegsschiffe durchbrechen wollte. Dieses Schiff gehörte einst einem französischen Freibeuter und wurde in Bordeaux gebaut. 1797 eroberten Schiffe der Royal Navy die QUATRE FRERES. Es wurde in den Dienst der Royal Navy genommen und auf den Namen HMS TRANSFER umbenannt. Es wechselte später ins Mittelmeer, wo es in Malta von Gaetano Andrea Schembri, Konsul von Tripolis, erworben wurde. Commodore Preble ließ die brigg in USS SCOURGE umbenennen. Das Schiff beteiligte sich an der Blockade vor tripolis. Am 22. März eroberte Lieutenant Charles Stewart mit seiner USS SYREN ein tripolitanisches Segelschiff namens MADONA CATAPOLCANA. Dieses wurde nach Malta entsandt. Die weiteren Operationen des amerikanischen Mittelmeergeschwaders vor Tripolis bis in den September 1804 hinein, zwangen dann den Pascha am 10. Juni 1805 auf die amerikanischen Forderungen einzugehen. Nach dem Ende des Ersten Barbarenkrieges nahm Lieutenant Charles Stewart auf der USS SYREN an einer Machtdemonstration vor dem Hafen von Tunis teil. Hier befanden sich alle im Mittelmeer operierenden amerikanischen Kriegsschiffe. Stewart kehrte wenige Wochen später nach Philadelphia zurück. Man beförderte ihn hier am 22. April 1806 zum Captain. Da aber für ihn kein Kommando über ein Schiff vorhanden war, erbat er sich Urlaub von der US Navy, der bis Ende 1811 andauerte, und ging zur Handelsflotte. Am 18. Juni 1812 erklärten die USA Großbritannien den Krieg. Captain Charles Stewart erhielt das Kommando über die Brigg USS ARGUS ( 1803 ). Mit dem Schiff operierte er vor der US Ostküste. Während einer Kreuzfahrt vom 8. Oktober bis zum 3. Januar 1813 konnten sechs wertvolle Prisen aufgebracht werden. In dieser Zeit konnte die Brigg während einer dreitägigen Verfolgungsjagd einem ganzen Geschwader britischer Kriegsschiffe entkommen. Die Krönung dabei war, dass Steward während der Verfolgungsjagd noch genügend Zeit hatte, um ein britisches Handelsschiff als Prise aufzubringen. Captain Stewart übernahm dann im Januar 1813 das Kommando über die Fregatte USS CONSTELLATION, die vor Hapmton Roads, Virginia lag. Diese Fregatte wurde dort von einem britischen Geschwader von Linienschiffen effektiv blockiert. Gleichzeitig lagen dort britische Truppen und warteten auf ihren Angriffsbefehl. Stewart ließ Segel setzen und fuhr in den Hafen von Norfolk als die Flut hereinbrach, damit die beiden dort liegenden Forts das amerikanische Schiff sicherten. Ein paar Tage später erschienen die britischen Schiffe und beschossen das, das auf Craney Island gebaut worden war. Captain Stewart bereitete alles zur Verteidigung vor. So lag die USS CONSTELLATION in der Mitte des Hafenkanals vor Anker, flankiert von mehreren Kanonenbooten. Mehrere Bordnetze wurden in halbfertigem Pech gekocht bis diese hart wie Stahldraht wurden. Diese wurde zusammengeknüpft und über den Yardarm aufgehängt. Wenn Angreifer mit Booten angreifen sollten, um die Fregatte zu entern, brauchte man nur die Haltetaue der Bordnetze kappen und der Ballast, bestehend aus Eisenplatten, zog diese Boote samt Besatzung unter Wasser. An Bord der USS CONSTELLATION waren alle Kanonen mit Kartätschen geladen, um eventuell angreifende Boote oder Schiffe unterhalb der Wasserlinie zu zerstören. Zweimal versuchten rund 2.000 Mann britischer Truppen in der Nacht einen Angriff, um die Verteidiger auf der amerikanischen Fregatte zu überraschen. Doch jedes Mal wurden sie von den Sicherungsposten und Wachbooten rechtzeitig entdeckt und beobachtet. Die Briten wagten nie den direkten Angriff. Captain Charles Stewart versetzte man nun an Bord der Schaluppe USS HORNET ( 1805 ), die zu einem Geschwader, bestehend aus den Fregatten USS UNITED STATES ( 1797 ) und USS MACEDONIAN, unter dem Kommando von Commodore Stephen Decatur am 24. Mai 1813 den Hafen von New York verließen. Diese drei amerikanischen Schiffe mussten aber vor einem größeren britischen Geschwader fliehen und fuhren in den Hafen von New London, Connecticut, wo sie blockiert wurden. Stewart entband man daher kurzerhand vom Kommando über die USS HORNET und befahl ihn nach Boston, Massachusetts. Hier lag die Fregatte USS CONSTITUTION, die nach ihrem Einsatz gegen die britische Fregatte HMS JAVA ( 1812 ), repariert werden musste. Er übernahm am 18. Juli 1813 das Kommando. Wegen einer Blockade britischer Schiffe musste die USS CONSTITUTION nach den Reparaturen zunächst untätig liegen bleiben. Doch dann Anfang 1814 konnte die amerikanische Fregatte den Blockadering durchbrechen. Am 14. Februar kam es zu einem Gefecht zwischen der USS CONSTITUTION und dem 16 Kanonen führenden britischen Schoner HMS PICTOU, der das bewaffnete Frachtschiff LOVELY ANN von den Bermudas nach Surinam eskortieren sollte. Mit einem gezielten Schuss durch die Segel des Schoners wurde dieser gestoppt und gekapert. Die Mannschaft der USS CONSTITUTION hatte schon wenige Stunden zuvor die LOVELY ANN als Prise genommen. Captain Charles Stewart ließ die HMS PICTOU evakuieren und dann versenken. Am 18. Dezember 1814 gelang es Stewart erneut die USS CONSTELLATION durch die britische Blockade vor Boston zu bringen. Die Fregatte war zu diesem Zeitpunkt das einzige amerikanische Kriegsschiff das noch gegen die Briten operieren konnte. Unterdessen zeichnete sich ein Friedensschluss zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten ab. Am 24. Dezember 1814 wurde in Gent von den USA und Großbritannien ein Friedensvertrag unterzeichnet, allerdings stand die Ratifizierung des Vertrages durch den US-Kongress noch aus. Noch im Dezember brachte die USS CONSTELLATION das britische Handelsschiff LORD NELSON auf und nahm es als Prise. Am 8. Februar befand sich die amerikanische Fregatte dann in der Nähe der Kanaren, da erhielt Captain Stewart die Nachricht über den bevorstehenden Friedensschluss. Dieser trat am 17. Februar 1815 ein. Einen Tag zuvor wurde von der Mannschaft der USS CONSTELLATION das britische Handelsschiff SUSANNA gekapert. Drei Tage später befand sich die amerikanische Fregatte etwa 180 Seemeilen ostnordöstlich von Madeira, als zwei Schiffe gesichtet wurden. Es handelte sich um die britischen Kriegsschiffe HMS CYANE und HMS LEVANT, welche als Nachhut für zwei britische Konvois fungierten. Beide britischen Schiffe hatten zwar zusammen mehr Kanonen an Bord gegenüber der USS CONSTELLATION, dafür aber nicht deren Reichweite und Durchschlagskraft. Captain Stewart nahm das Gefecht an und feuerte aus sicherer Entfernung eine Breitseite. Beide britischen Fregatten beantworteten den angriff mit mehreren Breitseiten. Das geschickte manövrieren von Captain Stewart verhinderte, dass die britischen Schiffe ihre theoretische Überlegenheit ausnutzen konnten. Mit den nächsten beiden Breitseiten von der USS CONSTITUTION gelang es die HMS CYANE zur Kapitulation zu zwingen und die HMS LEVANT schwer zu beschädigen. Stewart schickte eine Prisenmannschaft auf die HMS CYANE und nahm den Kampf gegen die HMS LEVANT wieder auf. Trotz hoffnungsloser Unterlegenheit stellte sich der britische Kapitän dem Kampf. Durch zwei weitere Breitseiten von der amerikanischen schweren Fregatte wurde aber auch die HMS LEVANT zur Aufgabe gezwungen. Beide erbeuteten Fregatten wurden mit Hilfe der britischen Besatzungen wieder seetüchtig gemacht. Auf der Heimfahrt allerdings trafen die drei Schiffe bei den Kapverdischen Inseln auf ein weitaus überlegenes britisches Geschwader. Es bestand aus den Fregatten HMS ACASTA ( 1797 ) mit 40 Kanonen, HMS LEANDER ( 1813 ) mit 50 Kanonen und HMS NEWCASTLE ( 1813 ) mit 50 Kanonen. Das Kommando über das britische Geschwader führte Sir George Ralph Collier, 1. Baronet ( 4. Juni 1772 in London – 24. März 1824 in London ). Die HMS LEANDER und HMS NEWCASTLE waren jeweils der USS CONSTITUTION artilleristisch ebenbürtig, da sie von den Briten eigens als Antwort auf die großen amerikanischen Fregatten gebaut worden waren. Durch das unkoordinierte Verhalten der drei britischen Kriegsschiffe konnte die USS CONSTITUTION und die USS CYANE entkommen. Nur die USS LEVANTE wurde von den Briten zurückerobert. Am 10. April 1815 erreichte die USS CYANE Boston und am 15. Mai die US CONSTITUTION. Captain Charles Stewart wurde nach seiner Rückkehr als Nationalheld gefeiert. Trotzdem das am 17. Februar von der britischen und amerikanischen Seite der Friedensvertrag ratifiziert worden war, waren sich die Kommandeure der drei Schiffe dieses Ereignisses nicht bewusst. Der „Daly National Intelligancer“, eine Zeitung in Washington DC, schlug vor, die USS CONSTITUTION als Nationales Erbe zu erhalten. Stewart erhielt am 22. Februar 1816 vom Kongress eine Goldmedaille verliehen. Im selben Jahr ernannte man ihn zum Ehrenmitglied der Pennsylvania Society of the Cincinnati. Währenddessen hatte der US Kongress auf Ersuchen von US Präsident am 2. März 1815 Algier den Krieg erklärt, da die dortigen Piraten erneut amerikanische Handelsschiffe überfielen und ausraubten. Captain Charles Stewart blieb 1815 in Boston. Hier heiratete er Delia Tudor ( 1787 in Boston, Suffolk County, Massachusetts – 1861 ). Beide hatten eine Tochter, Delia Tudor Stewart Parnell ( 1816 in Boston, Suffolk County, Massachusetts – 27. März 1898 in Rathdrum, County Wicklow, Irland ). Am 1. Februar 1818 übernahm Stewart, hierfür zum Commodore ernannt, das Kommando über das Mittelmeergeschwader von Commodore Isaac Chauncey ( 20. Februar 1772 in Black Rock, Provinz Connecticut, britische Kolonie – 20. Januar 1840 in Washington DC ). Mit diesem Geschwader wurden die amerikanischen Handelsschiffe vor feindliche Übergriffe gesichert. 1820 übergab Stewart das Kommando an Commodore William Bainbridge ( 1. Mai 1774 in Princeton, Provinz New Jersey, britische Kolonie – 27. Juli 1833 in Philadelphia, Pennsylvania ). Stewart erhielt im selben Jahr das Kommando über das Geschwader im Pazifik. Sein Flaggschiff war das 90 Kanonen führende Linienschiff USS FRANKLIN ( 1815 ). Am 11. Oktober 1821 stach das Linienschiff in See und sollte US Handelsschiffe eskortieren. An Bord des Kriegsschiffes befand sich Delia Tudor Stewart und ihre Tochter. Für südamerikanische Patrioten, die um ihre Unabhängigkeit kämpften, war das Verhalten von Commodore Stewart in peruanischen Gewässern umstritten. Er beanspruchte für sein Geschwader und den amerikanischen Handelsschiffen Neutrale Rechte und fuhr durch die Schiffsblockade der Patrioten, um mit spanischen Royalisten Handel zu treiben. Auf seinem Flaggschiff USS FRANKLIN befand sich außerdem ein spanischer Spion. Stewart behauptete später, dass er davon nichts gewusst hebe. Seine Frau hat den Spanier an Bord gebracht. Für diese und andere Aktionen unterwarf die US-Navy Commodore Stewart bei seiner Rückkehr 1824 in die Vereinigten Staaten einem öffentlich bekannt gewordenen Kriegsgericht. Delia Tudor Stewart weigerte sich vehement zur Verteidigung ihres Mannes während dieses Gerichtsprozesses auszusagen. Beide ließen sich wenige Wochen später scheiden. Commodore Charles Stewart wurde als „Nicht schuldig“ freigesprochen. Von 1830 bis 1832 gehörte Stewart dem Board of Naval Commissioners an. Dabei trug er ebenfalls den Höflichkeitsrang eines Commodore. Im Jahre 1836 kommandierte Captain Stewart ein Schiff in der Karibik, das den immer stärker zunehmenden Sklavenhandel unterbinden sollte. In diesem Jahr konnte ein portugiesisches Schiff vor der Küste von Havanna, Kuba aufbringen. Doch noch bevor die amerikanischen Seeleute dieses Sklavenschiff unter ihre Kontrolle bringen konnten, stürzte sich dessen Kapitän in die Fluten und schwamm an Land. Unter Deck des erbeuteten Schiffes befanden sich noch 250 Negerkinder die überlebt hatten. Viele waren während der Überfahrt von Afrika bis in die Karibik aus Wassermangel gestorben und über Bord geworfen worden. Empört über die Bedingungen und den Gesundheitszustand der Kinder informierte Captain Stewart den britischen Kommissar Kennedy in Havanna über die schlimme Situation. In den späteren Jahren seiner Karriere befehligte Captain Stewart von 1838 bis 1841, 1846 und erneut von 1853 bis 1861 die Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Nach dem Tod von Captain James Barron ( 15. September 1768 in Hampton, Kolonie Virginia, britische Kolonie – 21. April 1851 in Norfolk, Virginia ) wurde Captain Charles Stewart der ranghöchste US Navy Offizier. Mit dem Gesetzentwurf vom 2. März 1859 ernannte der Kongress ihn am 22. April 1859 zum Senior Flag Officer. Dieser Rang wurde extra für Stewart in Anerkennung seines ausgezeichneten und verdienstvollen Dienstes geschaffen. Man versetzte ihn am 21. Dezember 1861 in den Ruhestand, nachdem er 63 Jahre in der US Navy gedient hatte. Zum Zeitpunkt der Pensionierung war Charles Stewart 83 Jahre, 4 Monate und 24 Tage alt. Damit war er der älteste aktive Offizier in der Geschichte der US Navy. Man ernannte ihn am 16. Juli 1862 zum Rear Admiral. Kurz vor seinem Tod wurde Charles Stewart zum Companion des Pennsylvania Commandery of the Military Order of the Loyal Legion of the United States gewählt. Das ist eine militärische Gesellschaft von Offizieren, die innerhalb der Truppen der Unionsstaaten während des amerikanischen Bürgerkrieges gedient hatten. Ihm verlieh man das Abzeichen der Gesellschaft mit der Nummer 1119. Rear Admiral Charles Stewart starb am 6. November 1869 in Bordentown, New Jersey im Alter von 91 Jahren. Man begrub seine sterblichen Überreste unter einem Obelisken auf dem Woodlands Cemetery in Philadelphia.
Mehrere Neffen von Charles Stewart dienten in der US Navy, darunter Commodore Charles Stewart McCauley ( 3. Februar 1793 in Philadelphia, Pennsylvania -21. Mai 1869 in Washington DC ), der Sohn seiner Schwester Sarah. Der Enkel Charles Stewart Parnell ( 27. Juni 1846 – 6. Oktober 1891 in Hove, Brighton and Hove Unitary Authority, East Sussex, England ), Sohn seiner Tochter Delia Tudor Stewart Parnell, war ein bekannter politischer Führer Irlands, der bis zu seinem Tode im Jahre 1891 für die irische Heimherrschaft kämpfte. Charles Stewart heiratete beim zweiten Mal 1833 Margaretta W. Smith. Ihre gemeinsame Tochter Julia Smith Stewart Laguerenne ( 1. Juli 1834 in Maryland – 10. April 1910 in Philadelphia, Pennsylvania ) heiratete am 3. Oktober 1855 in Mt. Holly, New Jersey Henry Laguerenne ( 25. Oktober 1832 in Philadelphia, Pennsylvania – 30. März 1862 in Philadelphia, Pennsylvania ). Dieser war ein Wein- und Spirituosenimporteur in Philadelphia.


USS STEWART ( DD-13 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS STEWART ( DD-13 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Charles Stewart benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreizehnte Schiff aus der BAINBRIDGE – Klasse.
Auf der Gas Engine and Power Company in Morris Heights, New York wurde am 24.
Januar 1900 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Paul Lee Cocke, eine Enkelin von Rear Admiral Charles Stewart, taufte am 10. Mai 1902 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Andre Morton Proctor stellte am 17. Dezember 1902 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den dienst der US Navy.
Nach der Erprobungsfahrt diente die USS STEWART für wenige Wochen im Hafen der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Anschließend schloss sich der Zerstörer dem Küstengeschwader der Nordatlantikflotte an. Man versetzte das Kriegsschiff 1906 in die Atlantik Reserveflotte, die in der Norfolk Navy Yard, Virginia lag. Mit in dieser Reserveflotte lagen unter anderem die Zerstörer USS HOPKINS ( DD-6 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS HULL ( DD-7 ), das Torpedoboot USS TALBOT ( TB-15 ) und das U-Boot USS MOCCASSION ( SS-5 ). Anfang 1907 gliederte man die Zerstörer wieder in die Atlantikflotte ein. Der Heimathafen blieb Norfolk. Die USS STEWART lag im Herbst 1907 zwischen den einzelnen angesetzten Übungen in der Norfolk Navy Yard zusammen mit den Zerstörern USS HULL, USS LAWRENCE, USS HOPKINS, USS WHIPPLE ( DD-15 ) und USS TRUXTUN ( DD-14 ). Schon am 2. Dezember 1907 verließ die USS STEWART zusammen mit den Zerstörern USS HULL, USS HOPKINS, USS LAWRENCE, USS TRUXTUN und USS WHIPPLE in Norfolk ihr Pier und fuhr nach Hampton Roads, Virginia. Diese Zerstörer bildeten einen Teil der Sicherungsschiffe für die Great White Fleet, in der sich 16 Schlachtschiffe befanden, auf deren ersten Etappe ihrer Weltumfahrung. Am 16. Dezember ging die „Good Will“ Fahrt los. Der erste Zwischenstopp wurde vom 23. bis 29. Dezember in Port of Spain, Trinidad eingelegt. In den Hafen von Rio de Janeiro, Brasilien liefen die Kriegsschiffe am 12. Januar 1908 ein und blieben dort bis zum 21. Januar. Danach begannen die Schiffe das Kap Hoorn zu umrunden. Ein Hafenbesuch vom 1. bis zum 7. Februar stand in Punta Arenas, Chile an und vom 20. bis 29. Februar in Callao, Peru. In der Magdalena Bay, Mexiko begannen die Schlachtschiffe und die Zerstörer vom 12. März bis zum 11. April mit einem Zielschießen. Am 6. Mai 1908 erreichte die Great White Fleet San Francisco, Kalifornien. Zwei Tage später erfolgte eine Flottenüberprüfung an der die Schlachtschiffe und die Zerstörer teilnahmen. Die sechs Zerstörer blieben an der US Westküste und wurden in San Diego, Kalifornien stationiert. Am 24. August 1908 verließ die USS STEWART zusammen mit der USS WHIPPLE, USS TRUXTUN, USS PREBLE ( DD-12 ) und USS PERRY ( DD-11 ) den Hafen und fuhr zu den Hawaiianischen Inseln. Dort wurden mehrere Flottenübungen abgehalten, an denen unter anderen auch die Panzerkreuzer USS VIRGINIA ( ACR-5 ) und USS MARYLAND ( ACR-8 ) beteiligt waren. Nach Abschluss der Übungen ging die Fahrt über Samoa und der Magdalena Bay, Baja California an die US Westküste zurück. Am 1. Dezember legten die Kriegsschiffe im Hafen von San Diego an. Das war nun der Heimathafen der sogenannten „Big Five“ Zerstörer USS STEWART, USS PREBLE, USS WHIPPLE, USS PERRY und USS HULL. Zu der Ersten Division gehörte unter anderem auch der Zerstörer USS PAUL JONES ( DD-10 ). Im Jahr 1910 wurde eine Übung vor der Küste von Alaska abgehalten. Anschließend erfolgte ein Hafenbesuch in Vancouver, Britisch Columbia, Kanada. Mit dabei waren neben der USS STEWART die Zerstörer USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS PAUL JONES und USS TRUXTUN. Im Jahr 1912 bugsierte man für umfangreiche Überholungsarbeiten die USS STEWART auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien in das Trockendock Nummer 2, wo ebenfalls die Zerstörer USS PREBLE, USS PAUL JONES, USS TRUXTUN und USS WHIPPLE noch am 26. Dezember 1912 lagen. Nach dem ausdocken folgten für die USS STEWART Torpedo- und Schießübungen sowie Minensuchoperationen. Im Sommer 1915 beteiligte sich der Zerstörer USS STEWART an einer neuerlichen Kreuzfahrt nach Seward, Alaska zusammen mit den Schwesterschiffen USS PAUL JONES, USS PERRY und USS PREBLE, um logistische Informationen zu sammeln. Am 26. Dezember 1915 lag die USS STEWART zusammen mit der USS PREBLE und USS PAUL JONES vor Guaymas, Mexiko und sicherte dort die amerikanischen Interessen während des mexikanischen Bürgerkrieges. Gleichzeitig nahmen alle drei Zerstörer an mehreren Schieß- und Torpedoübungen teil. Ansonsten operierte der Zerstörer auch im folgenden Jahr entlang der US Westküste und besuchte dortige Häfen. Das US Navy Department entschied am 24. Februar 1916, dass die Zerstörer Nummer 1 bis 16 wegen ihrer desolaten Verarbeitung nicht mehr für den Dienst innerhalb der Flotte eingesetzt werden können. Diese Zerstörer wurden fortan als Küstentorpedoschiffe eingestuft. Jedoch hinderte dies die USS STEWART nicht, eine aktive Karriere am tobenden Krieg in Europa zu beginnen. Am 6. April 1917 traten die USA in den Ersten Weltkrieg ein. Der Zerstörer patrouillierte in diesen Tagen vor dem Panamakanal auf der atlantischen Seite und entlang der kolumbianischen Küste. Am 11. Mai durchquerte das Kriegsschiff den Kanal und bewachte ab diesem Tag die pazifische Seite des Panamakanals. Diesen Kanal durchquerte die USS STEWART erneut am 5. Juli. Diesmal führte den Zerstörer die Fahrt bis in die Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Das Kriegsschiff traf am 22. Juli in der Werft ein und wurde bis zum 11. August für seinen Einsatz im Atlantik ausgerüstet. Die USS STEWART legte an diesem 11. August ab und fuhr entlang der US Ostküste südwärts. Ziel waren die Bermudas. Zwei Tage später traf das Kriegsschiff dort ein und beteiligte sich bei der Eskorte von mehreren Schlachtschiffen aus der Atlantikflotte bis nach New York. Die USS STEWART war mit den Sicherungsschiffen USS PREBLE, USS TRUXTUN, USS PAUL JONES, USS HULL, USS HENLEY ( DD-39 ), USS DUNCAN ( DD-46 ), USS McDONOUGH ( DD-9 ) und USS HOPKINS ( DD-6 ) bis nach New York unterwegs. Für den Zerstörer ging die Fahrt bis nach Philadelphia weiter. Hier mussten dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt werden, die bis zum 10. Oktober andauerten. Die USS STEWART übernahm am 11. Oktober ihren Patrouillenstützpunkt im York River. Der Zerstörer kontrollierte die Abfertigung amerikanischer Handelsschiffe und übernahm den Begleitdienst. Bis auf eine Ausbildungsunterbrechung bestand diese Pflicht bis zum 31. Dezember 1917. An diesem Tag lief das Kriegsschiff erneut in den Hafen der Philadelphia Navy Yard ein und sollte hier für die Überquerung des Atlantiks ausgerüstet werden. Am 15. Januar 1918 legte die USS STEWART zusammen mit der, USS PAUL JONES, USS HOPKINS, USS MACDONOUGH und USS WORDEN ( DD-16 ) in Philadelphia ab und stach in See. Die Fahrt führte die Zerstörer über die Bermudas zu den Azoren. Die USS PAUL JONES musste nach dem Verlassen der Bermudas wegen einem Leck umkehren. Die USS STEWART und die USS WORDEN legten vom 29. Januar bis zum 4. Februar im Hafen von Ponta Delgada, Azoren an. Nachdem die beiden Zerstörer dann wieder in See gestochen waren, legten sie am 9. Februar im Hafen von Brest, Frankreich an. Ab dem 17. Februar begannen beide Kriegsschiffe mit dem Eskortierdienst von Schiffskonvois von diesem Hafen aus. Am 17. April 1918 fuhr die USS STEWART mit einem Schiffskonvoi in der Bucht von Quiberon an und warf den Anker. Hier kam es dann zu einem folgenschweren Vorfall. Das mit Sprengstoff beladene Transportschiff SS FLORENCE H. ( 3.819 BRT ) war eines der Schiffe aus dem Konvoi. Gegen 23:00 Uhr lodern an Bord des Schiffes Flammen. Innerhalb weniger Minuten steht der Bug in einem gewaltigen Feuermeer. Die in ihren Kojen liegenden Seeleute versuchen verzweifelt ins Freie zu gelangen, da der Rauch und die Flammen schon in die Gänge eindringen. Vierzig Minuten lang gibt es im innern des Schiffes Explosionen. Dann beginnt es zu sinken. Der immer noch unter Volldampf stehende Kessel wird vom Wasser erreicht und explodiert. Diese Explosion zerreißt das Schiff. Ein Schauer von Metalltrümmern wurde in alle Richtungen geschleudert. Die USS STEWART ereichte zusammen mit der USS WHIPPLE und USS TRUXTUN die Unfallstelle. Von den 77 Besatzungsmitgliedern können 32 Männer gerettet werden. Davon sind 14 schwer verbrannt. Keiner der Offiziere überlebte das Inferno. Fünf Tage später werden die Überlebenden an Bord des Transportschiffes USS AMERICA ( 1905 ) übergeben und kommen am 1. Mai zurück in die Vereinigten Staaten. Mannschaftsmitglieder der USS STEWART, wie der Quartiermeister Frank Monroe Upton ( 29. April 1896 in Loveland, Larimer County, Colorado – 25. Juni 1962 ), sprangen ins Wasser und retteten neun erschöpfte Überlebende das Leben. Der US Marineminister Josephus Daniels ( 18.
Mai 1862 in Washington, North Carolina, Konföderation – 15. Januar 1948 in Raleigh, North Carolina ) zeichnete Quartiermeister Upton und andere an der Rettung beteiligte Mannschaftsmitglieder mit der Medal of Honor aus. Sechs Tage nach diesem Vorfall sichtete man von der USS STEWART zwei amerikanische Wasserflugzeuge die Bomben abwarfen. Man vermutete ein feindliches U-Boot in diesem Seegebiet. Umgehend eilte der Zerstörer zu der Stelle. Von einem der Wasserflugzeuge wurde die Position des deutschen U-Bootes angegeben. Von der USS STEWART sah man zuerst nur das Kielwasser, dann das Periskop und schließlich die dunkle Form des Rumpfes unter Wasser von dem U-Boot. Noch im letzten Moment konnte der amerikanische Zerstörer beidrehen, da eine französische Korvette versuchte das U-Boot zu rammen. Der Rammversuch schlug aber fehl und so wurden zwei Wasserbombenangriffe geführt. Große Mengen an Öl trieb4n anschließend an der Wasseroberfläche. Für die französische Korvette war damit das U-Boot versenkt. Aber SM U-108, Kommandant Korvettenkapitän Martin Nitzsche ( 8. November 1883 – 25. August 1944 ), überlebte diesen Angriff. Am 28. April wurde das U-Boot durch den amerikanischen Zerstörer USS PORTER ( DD-59 ) schwer beschädigt, konnte aber noch am 15. Juli 1918 den britischen Dampfer BARUNGA ( 7.484 BRT ) versenken und ergab sich am 11. November 1918 bei Harwich, England. Die USS STEWART derweil kollidierte am 26. April 1918 bei dichtem Nebel mit einem nichtidentifizierten Dampfer in der Nähe von Brest. Dieser Schaden wurde als nicht gravierend beschrieben. Nur wenig Wasser drang durch ein Leck ins Innere des Kriegsschiffes, da es sich im Bug befand und man alle Schotten rechtzeitig schließen konnte. Die Rahmen und Stahlplatten am Bug mussten allerdings komplett erneuert werden. Die Reparaturen erfolgten in einem Trockendock in Brest und die letzten Arbeiten wurden von Mannschaftsmitgliedern des Reparaturschiffes USS PROMETHEUS ( AR-3 ) bis zum 28. Mai durchgeführt. Am 4. August erhielt man auf der USS STEWART erneut einen Hinweis von einem offensichtlichen feindlichen U-Boot. Umgehend begann der Zerstörer mit dem Angriff, jedoch konnte man danach keine eindeutigen Beweise für einen Erfolg finden. Die USS STEWART erledigte ihre routinemäßigen Patrouillenaufgaben in den letzten Tagen des Krieges bis am 11. November 1918 durch einen Waffenstillstand alle die Feindseligkeiten eingestellt wurden. Der Zerstörer stellte den Eskortierdienst ein und wurde am 26. November für Reparaturen in ein Trockendock in Brest bugsiert. Das Kriegsschiff konnte dieses am 9. Dezember verlassen. Zwei Tage später fuhr die USS STEWART zusammen mit den Zerstörern USS TRUXTUN, USS WHIPPLE, USS WORDEN, USS PRESTON ( DD-19 ), USS LAMSON ( DD-18 ) und USS FLUSSER ( DD-20 ) einem Schiffskonvoi entgegen. Dieser Konvoi war am 4. Dezember 1918 von New York aus in See gestochen. An Bord des Truppentransporters SS GEORGE WASHINGTON befand sich neben den amerikanischen Vertretern die zur Pariser Friedenskonferenz wollten, auch der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ). Am 13. Dezember erreichte die SS GEORGE WASHINGTON die Gewässer vor dem französischen Hafen Brest. In diesen Hafen liefen neben der USS STEWART, USS TRUXTUN, USS WHIPPLE, USS WORDEN, USS PRESTON, USS LAMSON und USS FLUSSER  auch der Zerstörer USS CUMMINGS ( DD-44 ), zehn Schlachtschiffe und zwanzig weitere Zerstörer ein. Damit war eine eindrucksvolle Demonstration der amerikanischen Seestärke geschaffen. Am 18. Dezember stach die USS STEWART wieder in See und verlässt die französische Küste. Der Zerstörer fuhr zusammen mit der USS WORDEN, USS FLUSSER, USS TRUXTUN, USS PRESTON, LAMSON und USS WHIPPLE zuerst nach Ponta Delgada, Azoren, danach zu den Bermudas und erreichte am 3. Januar 1919 den Delaware River. Noch am selben Tag legte die USS STEWART in der Philadelphia Navy Yard an. Dort lagen an den Reserve Kais mehrere Zerstörer. So die USS WHIPPLE, USS PREBLE, USS TRUXTUN, USS PAUL JONES, USS PERRY, USS WORDEN, USS LAMSON, USS HULL, USS HOPKINS, USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Dann erfolgte für den Zerstörer am 9. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS STEWART ( DD-13 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 3. Januar 1920 an die Joseph G. Hitner Company in Philadelphia zum verschrotten.


USS STEWART ( DD-13 )
Commanding Officer
 

LT Andre Morton Proctor   17. Dezember 1902 – 8. April 1903
LT Frederick August Traut    8. April 1903 – 17. Oktober 1904
LT David Foote Sellers    17. Oktober 1904 – 25. Juli 1905
LT Roscoe Carlyle Bulmer    25. Juli 1905 – 25. Mai 1906
LT Thomas Drayton Parker    25. Mai 1906 – 30. Juni 1906
LT Irvin Van Gorder Gillis    30. Juni 1906 – 11. Mai 1907
LT Julius Frederick Hellweg    11. Mai 1907 – 28. Mai 1908 (später RADM)
LT Charles Earl Smith    28. Mai 1908 – 10. Juni 1909
LT William Tupper Lightle    10. Juni 1909 – 8. Juli 1911
LTJG William Flewellen Newton    8. Juli 1911 – 15. Juni 1912
LTJG Henry Gilbert Shoherd    15. Juni 1912 – 20. Juli 1912
LT John Enoch Pond    20. Juli 1912 – 8. November 1913
LT Charles Lewis Best    8. November 1913 – 17. Januar 1914
LT Claude Sexton Gillette    17. Januar 1914 – 6. Mai 1915
ENS Herbert Whitwell Underwood    6. Mai 1915 – 12. Juli 1915
LT Willis Winter Bradley, Jr.    12. Juli 1915 – 28. Februar 1916
LT Bernard Oviait Wills    28. Februar 1916 – 25. Juli 1916
LT Harry Jefferson Abett    25. Juli 1916 – 6. April 1917
LT Eugene Thompson Oates    6. April 1917 – 3. Januar 1918
LT Thomas Baxter    3. Januar 1918 – 9. Juli 1919

USS PAUL JONES ( DD-230 )

USS PAUL JONES ( DD-230 )

Biografie

John Paul Jones
* 6. Juli 1747 in Arbigland, Kirkcudbrightshire, Schottland
† 18. Juli 1792 in Paris, Frankreich
war der erste Kommandeur der Navy der Vereinigten Staaten während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

Unter den politischen Eliten Amerikas hatte er viele freunde, aber ebenso viele Feinde die ihn der Piraterie bezichtigten. Sein Vorgehen in britischen Gewässern während der amerikanischen Revolution verschafften ihm einen internationalen Ruf, der bis heute anhält. Man bezeichnet ihn auch als den „Vater der US Navy“, damit können sich auch Commodore John Barry ( 25. März 1745 in Tacumshane, Grafschaft Wexford, Irland – 13. September 1803 in Philadelphia, Pennsylvania ) und John Adams ( 30. Oktober 1735 in Braintree, Massachusetts, britische Kolonie – 4. Juli 1826 in Quincy, Massachusetts ) schmücken.
John Paul, er fügte später den Namen Jones hinzu, um sich vor den Strafverfolgungsbehörden zu verstecken, wurde auf dem Anwesen von Arbigland in der Nähe von Kirkbean im Stewartry of Kirkcudbright an der Südwestküste Schottlands geboren. Sein Vater John Paul, Sr. war Gärtner beim Parlamentsabgeordneten Robert Craik in Arbigland und seine Mutter Jean McDuff ( 1708 – 1767 ) war ebenfalls schottischer Herkunft. Seine Eltern heirateten am 29. November 1733 in New Abbey, Kirkcudbright. John Paul begann seine Schifffahrtskarriere im Alter von 13 Jahren, als er aus Whitehaven in der nördlichen englischen Grafschaft Cumberland als Shipmaster’s Apprentice, Kapitänslehrling, an Bord des Schiffes FRIEDENSHIP von dem Kaufmann namens Younger in Whitehaven ging. Das Schiff lief unter Captain Benson aus. Pauls älterer Bruder William Paul hatte geheiratet und sich in Fredericksburg, Virginia niedergelassen. Virginia war das Ziel vieler Reisen des jüngeren Jones. Mehrere Jahre lang segelte Paul an Bord einer Reihe von Handels- und Sklavenschiffen, darunter 1764 auf der KING GEORGE als Third Mate und 1766 auf der TWO FRIENDS als First Mate. 1768 gab er seine prestigeträchtige Position auf der profitablen TWO FRIENDS auf, während er in Jamaika von Bord ging. Er fand seinen eigenen Weg zurück nach Schottland und erhielt schließlich eine andere Position. John Pauls Karriere wurde auf seiner nächsten Reise an Bord der Brigg JOHN, die 1768 vom Hafen aus fuhr, schnell und unerwartet vorangetrieben, als sowohl der Kapitän als auch ein Ranglistenmitglied plötzlich an Gelbfieber starben. Paul schaffte es, das Schiff zurück in einen sicheren Hafen zu bringen, und als Belohnung für dieses Kunststück wurde er von den dankbaren schottischen Eignern zum Kapitän des Schiffes und seiner Besatzung ernannt, was ihm 10 Prozent der Fracht einbrachte. Er führte zwei Reisen nach Westindien, bevor er auf Schwierigkeiten stieß. Während seiner zweiten Reise im Jahr 1770 ließ John Paul einen seiner Besatzungsmitglieder auspeitschen, was zu dem Vorwurf führte, dass seine Disziplin unnötig grausam sei. Diese Ansprüche wurden zunächst abgewiesen. Aber sein guter Ruf war zerstört, als der Seemann einige Wochen später starb. John Paul wurde wegen seiner Beteiligung am Tod des Mannes verhaftet und in Kirkcudbright Tolbooth inhaftiert, später jedoch gegen Kaution freigelassen. Der negative Effekt dieser Episode auf seinen Ruf ist unbestreitbar, obwohl der Tod des Mannes später mit Gelbfieber in Verbindung gebracht wurde. Der Mann, der an seinen Verletzungen starb, war kein gewöhnlicher Seemann, sondern ein Abenteurer aus einer sehr einflussreichen schottischen Familie. Als John Paul Schottland verließ, kommandierte er ein in London registriertes Schiff namens BETSY, einem West Indiaman, der 22 Kanonen besaß und etwa 18 Monate lang in Tobago kommerzielle Spekulationen betrieb. Dies endete jedoch, als er ein meuterndes Besatzungsmitglied namens Blackton in einem Streit um die Löhne mit einem Schwert tötete. Jahre später, in einem Brief an Benjamin Franklin, in dem der Vorfall beschrieben wurde, behauptete John Paul, dass der Mord zur Selbstverteidigung begangen wurde, aber nicht gewillt war. In Schottland sollte er nun vor ein Admiralsgericht gestellt zu werden, wo die Familie seines ersten Opfers einen starken Einfluss besaß. Er fühlte sich daher gezwungen, nach Fredericksburg, Virginia, zu fliehen und sein Vermögen zurückzulassen. John Paul suchte auch die Angelegenheiten seines Bruders zu regeln, der dort gestorben war, ohne eine unmittelbare Familie gehabt zu haben. Ungefähr zu dieser Zeit übernahm John Paul den Nachnamen von Jones, zusätzlich zu seinem ursprünglichen Nachnamen. Dieser stammte vermutlich von Willie Jones ( 25. Mai 1741 im Surry County, Virginia – 18. Juni 1801 in Ralegh, North Carolina ), einem amerikanischen Farmer und Staatsmann aus dem Halifax County, North Carolina, den John Paul zu Ehren annahm. Ab dieser Zeit wurde Amerika das Land seiner Wahl, wie er sich später gegenüber Baron Joan Derk, Baron van der Capellen tot den Pol ( 2. November 1741 in Tiel, Holland – 6. Juni 1784 in Holland ), ein niederländischer Adliger, ausdrückte. Es dauerte nicht lange, bis sich John Paul Jones der amerikanischen Marine anschloss, um gegen Großbritannien zu kämpfen. Die Quellen aus dieser Zeit in Jones Leben, insbesondere mit den Besonderheiten seiner Familiensituation, was es schwierig macht, historisch gesehen seine genauen Motive für die Auswanderung nach Amerika zu bestimmen. Es ist nicht bekannt, ob sich seine Pläne nicht wie erwartet für eine Farm entwickelten oder ob er von einem revolutionären Geist inspiriert wurde. John Paul Jones reiste nach Philadelphia, Pennsylvania, kurz nachdem er sich in Nordamerika niedergelassen hatte, um seine Dienste um 1775 der neu gegründeten Continental Navy, dem Vorläufer der United States Navy, anzubieten. Während dieser Zeit wurden die Navy und die Marines formell gegründet. Geeignete Schiffsoffiziere und Kapitäne waren in diesen Tagen sehr gefragt. Jones Potenzial wäre wahrscheinlich unerkannt geblieben, wenn Richard Henry Lee ( 20. Januar 1732 im Westmoreland County, Virginia – 19. Juni 1794 im Westmoreland county, Virginia ), der von seinen Fähigkeiten wusste, nicht zugestimmt hätte. Mit Hilfe einflussreicher Mitglieder des Kontinentalkongresses wurde Jones am 7. Dezember 1775 zum First Lieutenant der neu umgebauten 24-Kanonen- Fregatte ALFRED in der Continental Navy ernannt. Jones segelte im Februar 1776 auf dem Delaware River an Bord der Fregatte, die sich auf ihrer Jungfernfahrt befand. Auf dieser Fahrt hatte John Paul Jones die Ehre, die erste US – Flagge – die Grand Union Flag – am Mast eines Navy Kriegsschiffes zu hissen. Die amerikanischen Flotte sollte an der Küste südwärts entlang fahren und wurde von Commodore Esek Hopkins ( 26. April 1718 in Scituate, Kolonie Rhode Island and Providence Plantation – 26. Februar 1802 in Providence, Rhode Island ) angewiesen zu den Bahamas zu segeln, wo Nassau wegen der militärischen Versorgung überfallen wurde. Die Flotte hatte auf ihrer Rückreise eine erfolglose Begegnung mit einem britischen Paketschiff. Jones wurde dann das Kommando über die Schaluppe USS PROVIDENCE ( 1775 ) zugewiesen. Der Kongress hatte wenige Wochen zuvor den Bau von dreizehn Fregatten für die amerikanische Navy angeordnet, von denen eine Jones kommandieren sollte. Als Gegenleistung für dieses prestigeträchtige Kommando nahm Jones seinen Auftrag an Bord der kleineren USS PROVIDENCE entgegen. Im Sommer 1776 leistete Jones als Kommandeur der Schaluppe verschiedene Dienste für die Continental Navy und den Kongress. Diese Dienstleistungen umfassten den Transport von Truppen, den Transport von Vorräten und die Begleitung von Schiffskonvois. Während dieser Zeit war Jones in der Lage, eine spanische Brigg zu unterstützen, die von der 28 Kanonenführende Fregatte HMS CERBERUS ( 1758 ) verfolgt und mit Kanonenkugeln beschossen wurde. Dieses spanische Schiff wurde dann vom Kongress gekauft und von Kommandant Captain Hoysted Hacker ( 24. Dezember 1745 in Providence, Rhode Island – 19. Juli 1814 in Manhattan, New York ) mit dem Namen USS HAMPDEN ( 1776 ) in Dienst gestellt. John Paul Jones fuhr mit der USS PROVIDENCE während einer sechswöchigen Reise vor die Küste von Nova Scotia. Am 22. September 1776 wurde Canso angegriffen. In dem Hafen wurden sofort fünfzehn Schiffe zerstört oder beschädigt sowie viel Eigentum an Land. Noch während des Kampfes rekrutierte Jones Männer, die durch die Besetzung seiner eroberten Prisen freigewordenen Stellen zu besetzen hatten. Außerdem wurde ein britischer Fischereischoner verbrannt, ein zweiter wurde versenkt und eine Schaluppe erbeutet, die er als Tender verwendete. Jones plünderte daraufhin die Gemeinden Petit-de Grat und Arichat auf der Isle Madame, Nova Scotia. In den Häfen lagen neun britische Handelsschiffe. Alle 300 Besatzungsmitglieder kapitulierten bei seinem bloßen Erscheinen. Am Abend des 25. September trieb ein Sturm drei der Prisen an Land, wo sie zerschellten. Die noch intakten Prisen waren die Handelsschiffe ALEXANDER, KINGSTON PACKET, SUCCESS und DEFENSE. Jones zerstörte John Robins Fischerei, als sie das gesamte Unternehmen plündert und zerstört hatten. Das Geschäft von John Robin endete hier an dieser Stelle und er kehrte erst nach dem Krieg zurück. John Paul Jones segelte auf seiner Schaluppe dann nach Boston, nur um zwei Monate später nach Canso zurückzukehren. Dies geschah auf Befehl von Commodore Hopkins. Am 22. November lief John Paul Jones an Bord der USS ALFRED in den Hafen von Canso ein. Mehrere Beiboote legten von der Fregatte ab und die Besatzungsmitglieder gingen an Land. Jones überfiel mit seinen Leuten die Gemeinde. Die Mannschaft verbrannte ein Transportschiff das mit Proviant für Kanada beladen war. Gegenüber befand sich ein Lagerhaus voller Walöl das Feuer fing. Mehrere Mannschaftsmitglieder nahmen einen kleinen Schoner mit. Jones Bilanz diesmal waren 6 seetüchtige Prisen, 1 verbrannte und 1 beschlagnahmte. Mit dem größten Teil der an Land befindlichen Mannschaft begab sich Kapitän Jones am 1. Dezember in das heutige Sydney in Nova Scotia, wo 300 inhaftierte Amerikaner in den britischen Kohleminen schuften mussten. Die Winterbedingungen verhinderten die Freilassung der Gefangenen, aber die Mission führte zur Eroberung der MELLISH, einem Schiff mit einer lebenswichtigen Versorgung mit Winterkleidung für den britischen General John Burgoynes ( 24. Februar 1722in Sutton, Bedfordshire, England – 4. August 1792 in Mayfair, London, England ) und dessen Truppen in Kanada. Trotz seiner Erfolge auf See erreichten Jones Meinungsverschiedenheiten mit den Vorgesetzten bei seiner Ankunft in Boston am 16. Dezember 1776 ein neues Niveau. Während er im Hafen war, fing er an, sich mit Commodore Hopkins zu streiten, da Jones glaubte, dass Hopkins seinen Aufstieg behinderte, indem er seine Kampagnenpläne zerredete. Infolge dieser und anderer Enttäuschungen übernahm Jones am 14. Juni 1777, am selben Tag an dem die neue Flagge von Stars and Stripes eingeführt wurde, das Kommando über die neu gebaute Schaluppe USS RANGER ( 1777 ). Nach den notwendigen Vorbereitungen segelte Jones am 1. November 1777 nach Frankreich, mit dem Befehl, die amerikanische Sache zu unterstützen. Dafür hatte Jones frei Handlungsfähigkeit. Er übermittelte den drei amerikanischen Kommissare in Paris, Frankreich, Benjamin Franklin ( 17. Januar 1706 in Boston, Massachusetts Bay, englische Kolonie – 17. April 1790 in Philadelphia, Pennsylvania ), Silas Deane ( 4. Januar 1738 in Groton, Connecticut, britische Kolonie – 23. September 1789 auf einem Schiff in der Nähe von Kent, Großbritannien ) und der Diplomat Arthur Lee ( 20. Dezember 1740 im Westmoreland County, Virginia – 12. Dezember 1792 in Urbanna, Middlesex County, Virginia ), die Kapitulation von General John Burgoyne. Auf dem Weg über den Atlantik wurden zwei britische Prisen aufgebracht und mit nach Frankreich gebracht. Am 2. Dezember lief die USS RANGER in den Hafen von Nantes, Frankreich ein und die beiden britischen Handelsschiffe wurden hier samt Ladung verkauft. Jones übermittelte Franklin die Nachricht von Sieg in Saratoga. Alle drei amerikanischen Kommissare hörten auf die strategischen Empfehlungen von Jones. Im Gegenzug versprachen sie ihm das Kommando über die Fregatte L’INDIEN, ein neues Schiff, das in Amsterdam für Amerika gebaut wurde. Doch noch vor der Ankunft von Jones an der französischen Küste hatten die drei amerikanischen Kommissare finanzielle Schwierigkeiten und die immer noch neutrale niederländische Regierung stand unter dem Druck Großbritanniens. Die Regierung sah sich dann gezwungen, die neue Fregatte an Ludwig XVI. ( 23. August 1754 im Palast von Versailles, Frankreich – 21. Januar 1793 auf dem Place de la Revolution in Paris ), dem König von Frankreich zu verkaufen. John Paul Jones wurde erneut ohne Befehl zurückgelassen, eine unangenehme Erinnerung an seine Stagnation in Boston von Ende 1776 bis Anfang 1777. Es wird vermutet, dass Jones während dieser Zeit seine enge Freundschaft mit Benjamin Franklin entwickelte, den er sehr bewunderte. Am 6. Februar 1778 unterzeichnete Frankreich den Vertrag über ein Bündnis mit Amerika, in dem die Unabhängigkeit der neuen amerikanischen Republik offiziell anerkannt wurde. Acht Tage später war Captain Jones Schaluppe USS RANGER das erste amerikanische US Navy Schiff, das offiziell von den Franzosen begrüßt wurde. Das Flaggschiff von Kapitän Toussaint – Guillaume Picquet de la Motte ( 1. November 1720 in Rennes – 10. Juni 1791 in Brest ) feuerte in der Quiberon Bay einen Salutschuss mit neun Kanonen ab. Jones schrieb über die Veranstaltung: „Ich nahm sein Angebot umso mehr an, als es eine Anerkennung unserer Unabhängigkeit und unserer Nation war.“ Am 10. April 1778 verließ Jones mit der USS RANGER Brest und segelte an die Westküste Großbritanniens. Jones hatte einige frühe Erfolge gegen die britische Handelsschifffahrt in der Irischen See. So eroberte er vier Tage später zwischen den Scilly Inseln und Cape Clear eine Prise. Er überredete seine Besatzung am 17. April 1778, an einem Angriff auf Whitehaven teilzunehmen, der Stadt, in der seine Schifffahrtskarriere begonnen hatte. Auf dem Weg dorthin wurde am 20. April 1778 eine weitere Prise erobert. Von den gefangengenommenen britischen Seeleuten, erfuhr Jones, dass die Schaluppe HMS DRAKE der Royal Navy vor Carrickfergus, Irland vor Anker lag. Mit einer Prisenbesatzung wurde das eroberte Handelsschiff zum Verkauf nach Frankreich entsandt. Am 23. April begann der Überfall auf Whitehaven. Jones führte den Angriff mit zwei Booten von je fünfzehn Männern kurz nach Mitternacht am 23. April 1778 selber an, in der Hoffnung, alle im Hafen ankernden Schiffe von Whitehaven, die zwischen 200 und 400 Holzschiffe zählten und aus einer vollen Handelsflotte und vielen Kohletransportern bestand, in Brand zu setzen und zu versenken. Er hoffte auch die Stadtbevölkerung zu terrorisieren, indem seine Besatzungsmitglieder weitere Feuer anzündeten. Zufällig wurde die Fahrt an die Küste durch den immer noch wechselnden Wind und eine starke Ebbe gebremst. Sie konnten die großen Abwehrkanonen der Stadt erfolgreich unbrauchbar machen, um zu verhindern, dass diese abgefeuert wurden. Aber das Anzünden von Feuer, damit man die Holzschiffe in Brand setzen konnte, erwies sich als schwierig, da die Laternen in beiden Booten kein Öl mehr besaßen. Um dem abzuhelfen, wurde ein Teil der Mannschaft entlang des Kais geschickt, um ein öffentliches Haus zu überfallen. Aber die Versuchung, auf ein schnelles Getränk zu verzichten, führte zu einer weiteren Verzögerung. Als die amerikanischen Seeleute zurückkehrten und die Brandanschläge begannen, brach bereits die Morgendämmerung an. Daher konzentrierten sich die Bemühungen auf das Kohleschiff THOMPSON in der Hoffnung, dass die Flammen sich auf benachbarte Schiffe ausbreiten würden, die alle wegen der Ebbe auf Grund lagen. In der Dämmerung konnte sich jedoch eines der Besatzungsmitglieder der THOMPSON davonschleichen und alarmierte die Bewohner auf der nahegelegenen Hafenstraße. Es wurde Feueralarm gegeben und sofort kam eine große Anzahl von Menschen zum Kai gerannt. Die Amerikaner waren dadurch zum Rückzug gezwungen und die bereits aus den Deckluken schlagenden Flammen konnten mit Hilfe der beiden aus der Stadt heranrasenden Feuerwehrkutschen gelöscht werden. Die Hoffnungen der Stadtbewohner, die Boote der Amerikaner mit Kanonenfeuer zu versenken, wurden durch die umsichtige Vorbereitung der Angreifer zunichte gemacht. Anschließend segelte die USS RANGER von Whitehaven durch den Solway Firth nach St. Mary’s Isle in Schottland. Hier plante Jones die Gefangennahme des Dunbar Hamilton Douglas, 4. Earl of Selkirk ( 1. Dezember 1722 – 24. Juni 1799 ). Mit der Geisel sollten amerikanische Kriegsgefangene freigepresst werden. Da der Earl jedoch in seinem Castle, das in der Nähe von Kirkcudbright liegt, nicht anwesend war, schlug der Plan fehl. Die Frau des Earl führte allerdings die Verhandlungen. So soll die resolute Frau dem Butler aufgetragen haben einen Sack zur Hälfte mit Kohle zu füllen und das Familiensilber oben auflegen, um die Amerikaner damit abzuspeisen. Jones schrieb in seinem Bericht, dass er direkt zu seinem Schiff zurückkehren wollte, um an anderer Stelle britische Handelsschiffe aufzubringen. Später berichtete er aber über die schlechten Führungsqualitäten seiner höheren Offiziere, nachdem er solche Angelegenheiten in seinem offiziellen Bericht taktvoll vermieden hatte. Das Ziel, das sie hegten, war nicht Ehrvoll. In Anbetracht der Moral der Besatzung in diesen Tagen, regten sie diese zum Ungehorsam auf. Die Crew wollte plündern und alles was sie nicht tragen konnten verbrennen. Aber Jones erstickte den Versuch einer Meuterei im Keim. Letztendlich erlaubte er der Besatzung, ein mit dem Familienemblem geschmücktes Silbertablettset zu ergreifen, um ihre Wünsche zu stillen, aber sonst nichts. John Paul Jones kaufte den Teller selbst, als er später in Frankreich zum Verkauf angeboten wurde, und gab ihn nach dem Krieg an den Earl of Selkirk zurück. Die Angriffe auf St. Mary’s Isle und Whitehaven führten zu keinen Prisen oder Gewinnen, die unter normalen Umständen an die Besatzung weitergegeben wurden, obwohl ihre Auswirkungen auf die britische Moral und die Verteilung der Verteidigungsressourcen erheblich waren. Während der gesamten Mission tat die Besatzung so, als befände sie sich an Bord eines Freibeuters und nicht auf einem Kriegsschiff. Die dann aufkommenden Winde zwangen die Amerikaner ihr Ansinnen abzubrechen und mit der USS RANGER nach Irland zu segeln. Die Schaluppe durchquerte den Nordkanal. Laut dem Tagebuch des amerikanischen Chirurgen auf der USS RANGER, war Jones erste Absicht die britische Schaluppe HMS DRAKE am helllichten Tag anzugreifen, die immer noch vor Carrickfergus ankerte. Aber seine Seeleute waren dazu nicht bereit dies zu tun und wurden dabei von Lieutenant Thomas Simpson, dem Stellvertreter von Jones, tatkräftig unterstützt. Das war ein weiterer Vorfall auf der amerikanischen Schaluppe, der aus dem offiziellen Bericht gestrichen wurde. Daher sollte der Angriff kurz nach Mitternacht stattfinden. Aber der Maate, der dafür verantwortlich war, den Anker fallen zu lassen, um die USS RANGER direkt neben der vierzehn Kanonen besitzende britischen Schaluppe anzuhalten, hatte das Timing im Dunkeln falsch eingeschätzt, sodass Jones das Tau seines Ankers kappen musste damit die Schaluppe nicht ins Hintertreffen geriet. Die britische Schaluppe legte sich aber selber nur langsam in den Wind und kämpfte gegen die Flut an. Nur wenige Stunden später ergriffen die Amerikaner die Besatzung eines britischen Aufklärungsbootes. Von den Seeleuten erfuhr man, dass sich an Bord der HMS DRAKE Dutzende Soldaten eingeschifft hätten. Diese sollten während des bevorstehenden Kampfes die USS RANGER entern. Am späten Nachmittag des 24. April begann der Kampf. Dieser dauerte eine Stunde. Beide Schiffe hatten annähernd die gleiche Feuerkraft. Während des Artillerieduells wurde der britische Kapitän getötet. Daraufhin strich man auf der HMS DRAKE die Flagge. Insgesamt drei Amerikaner und fünf Briten starben während des Gefechts. Innerhalb von wenigen Stunden wurden die dringendsten Reparaturen an beiden Schiffen vorgenommen. Wer von der britischen Besatzung nicht zu den Amerikanern freiwillig wechselte wurde gefangen genommen und unter Deck der USS RANGER verfrachtet. Lieutenant Simpson erhielt das Kommando über die Prisenmannschaft auf der britischen Schaluppe. Beide Schiffe begannen nun ihre Fahrt nach Brest. Doch John Paul Jones trennte sich mit der USS RANGER von der HMS DRAKE, um eine weitere Prise zu verfolgen. Diese Aktion führte zu einer weiteren Verstimmung zwischen den beiden Offizieren. Doch beide Kriegsschiffe legten gleichzeitig am 8. Mai im Hafen von Brest an. Allerdings beantragte Jones ein Kriegsgericht für Simpson und hielt diesen an Bord der britischen Schaluppe gefangen. Teilweise durch den Einfluss von John Adams ( 30. Oktober 1735 in Braintree, Massachusetts Bay, britische Kolonie – 4. Juli 1826 in Quincy, Massachusetts ), der noch als Kommissar in Frankreich tätig war, wurde Simpson von Jones Vorwurf freigesprochen. Adams impliziert in seinen Memoiren, dass die überwiegende Mehrheit der Beweise Simpsons Behauptungen unterstützte. Adams schien zu glauben, dass Jones darauf hoffte, den Ruhm der Mission zu monopolisieren, insbesondere durch Festnahme von Simpson an Bord, während er die Gefangennahme mit zahlreichen wichtigen europäischen Würdenträgern feierte. Trotz der Fülle von Perspektiven, einschließlich der des Kommandanten, ist es schwierig, wenn nicht unmöglich, genau zu sagen, was passiert ist. Es ist jedoch klar, dass sich die Besatzung von ihrem Kommandanten entfremdet gefühlt hat, der möglicherweise von seinem Stolz motiviert war. Jones glaubte, seine Absichten seien ehrbar, und sein Handeln sei für die Revolution von strategischer Bedeutung. Ungeachtet jeglicher Kontroversen um die Mission war die Gefangennahme der HMS DRAKE durch die Besatzung der USS RANGER einer der wenigen bedeutenden militärischen Siege der Continental Navy während der Revolution. Der Sieg der amerikanischen Schaluppe wurde zu einem wichtigen Symbol des amerikanischen Geistes und diente als Inspiration für die dauerhafte Gründung von der United States Navy nach der Revolution. Am 4. Februar 1779 übernahm Kapitän John Paul Jones das Kommando über die 42-Kanonen führende USS BONHOMME RICHARD ( 1766 ), ein ehemaliges Handelsschiff das für die French East India Company gebaut worden war. Dieses Schiff hieß erstmals DUC de DURAS und wurde von dem französischen Schiffsmagnaten Jacques-Donatien Le Ray de Chaumont ( 1. September 1726 in Nantes – 22. Februar 1803 ) zu einem Kriegsschiff umgebaut. Nach der Fertigstellung schenkte man es dem jungen Amerika. Am 19. Juni 1779 legte die USS BONHOMME RICHARD in Begleitung der Fregatten USS ALLIANCE ( 1778 ) mit 36 Kanonen, USS PALLAS ( 1778 ) mit 32 Kanonen, USS VENGEANCE mit 12 Kanonen und die beiden Freibeuterschiffe MONSIEUR und GRANVILLE in L’Orient ab und eskortierten ab Groix Roads, in der Nähe von L’Orient mehrere Truppentransporter und Handelsschiffe im Konvoi nach Bordeaux und anderen französischen Häfen. Während eines Sturms in dieser Nacht, stieß die USS ALLIANCE mit dem Flaggschiff von John Paul Jones zusammen und beschädigte die Takelage beider Schiffe. Trotzdem konnte jedes Schiff aus eigener Kraft weiterfahren und die Staffel beendete ihre Mission erfolgreich, bevor sie nach L’Orient zurückkehrte, wo die beiden beschädigten Kriegsschiffe repariert wurden. Am 14. August, als sich eine riesige französische und spanische Invasionsflotte England näherte, lenkte Jones an der Spitze seines Geschwaders, bestehend aus der USS BONHOMME RICHARD, die USS ALLIANCE, die USS PALLAS und die USS VENGEANCE nach Irland und Le Cerf, ebenfalls in Begleitung der beiden Freibeuter MONSIEUR und GRANVILLE. Doch als sich das Geschwader nur ein paar Tage von Groix entfernt war, trennte sich die MONSIEUR aufgrund einer Meinungsverschiedenheit zwischen dem Kapitän des Freibeuterschiffes und Captain John Paul Jones. Mehrere Kriegsschiffe der Royal Navy wurden nach Irland geschickt, um Jones zu verfolgen, doch bei dieser Gelegenheit fuhr er direkt im Norden Schottlands in die Nordsee. Die Hauptprobleme von Jones, wie auf seiner vorherigen Reise, resultierten aus der Ungehorsamkeit einiger Mannschaftsmitglieder, insbesondere von Pierre Landais, dem Kapitän der USS ALLIANCE. Am 23. September 1779 traf das amerikanische Geschwader auf einen großen Handelskonvoi vor der Küste von Flamborough Head in East Yorkshire. Die 50-Kanonen-Fregatte HMS SERAPIS ( 1779 ) und das 22-Kanonen führende Mietschiff HMS COUNTESS of SCARBOROUGH stellten sich zwischen dem britischen Konvoi und dem Geschwader von Jones, damit die Handelsschiffe die Flucht ergreifen konnten. Kurz nach 19 Uhr begann die Schlacht von Flamborough Head. Die HMS SERAPIS feuerte eine Breitseite auf die USS BONHOMME RICHARD. Bald darauf schoss die USS ALLIANCE aus beträchtlicher Entfernung auf die HMS COUNTESS of SCARBOROUGH. Schnell erkannte Jones, dass er diesen Kampf mit seinen großen Kanonen nicht gewinnen konnte. Er war daher bemüht mit der USS BONHOMME RICHARD an die HMS SERAPIS heranzukommen, um diese zu entern. Dabei soll er möglicherweise sein berühmtes Apokryphes Zitat ausgesprochen haben: „Ich habe noch nicht angefangen zu kämpfen!“ Als Antwort auf die Aufforderung, sich in dieser Phase der Schlacht zu ergeben, gelang ihm schließlich nach etwa einer Stunde so dicht an die britische Fregatte heranzukommen wie Jones es benötigte. Seine Deckgeschütze begannen ihr Feuer auszuspeien und seine mitgeführten Marines befanden sich bereits in der Takelage und schossen auf dem britischen Deck alles nieder. Die USS ALLIANCE segelte in diesen Minuten an den beiden Schiffen vorbei und feuerte eine Breitseite ab. Die Kanonenkugeln richteten auf der USS BONHOMME RICHARD mindestens genauso viel Schaden zu wie auf der HMS SERAPIS. In der Zwischenzeit hatte die HMS COUNTESS of SCARBOROUGH zusammen mit der USS PALLAS in den Wind gedreht. Jetzt begann zwischen diesen beiden Schiffen die Schlacht. Als sich die USS ALLIANCE sich den beiden Kriegsschiffen näherte, ergab sich das schwer beschädigte britische Schiff ungefähr eine Stunde nach dem Beginn der Schlacht. In der Zwischenzeit brannte die USS BONHOMME RICHARD und ging unter. Dabei schien es, dass die Flagge des amerikanischen Kriegsschiffes weggeschossen worden zu sein. Als einer der amerikanischen Offiziere, der anscheinend glaubte, sein Kapitän sei tot, eine Kapitulation ausrief, fragte der britische Kommandant ernsthaft, ob sie sich geschlagen geben. John Paul Jones erinnerte sich später daran, etwas gesagt zu haben wie: „Ich bin entschlossen, dich zum Aufgeben zu bringen“, aber die Worte, die angeblich von Besatzungsmitgliedern gehört und einige Tage später in Zeitungen berichtet wurden, lauteten eher: „Ich kann sinken, aber ich werde verdammt sein, wenn ich mich ergebe“. Ein Versuch der Briten die USS BONHOMME RICHARD zu entern wurde immer wieder vereitelt. Dann geschah etwas Unvorhergesehenes. Auf der HMS SERAPIS explodierte unter dem Schießdeck eine Sprenggranate und eine große Menge Schießpulver auf der britischen Fregatte. Die USS ALLIANCE kehrte nun wieder in den Hauptkampf zurück und feuerte zwei Breitseiten ab. Wiederum richteten die einschlagenden Kanonenkugeln mindestens genau so viel Schaden an der USS BONHOMME RICHARD an wie auf der HMS SERAPIS. Diese Taktik funktionierte so gut, dass Captain Pearson, Kommandant von der britischen Fregatte, die Übergabe akzeptierte, da er nicht in der Lage war, sein Schiff von der amerikanischen Schaluppe freizubekommen und sich von deren großen Geschützen fernzuhalten. Die Schlacht konnte er nicht mehr zu seinen Gunsten wenden, also ergab er sich. Der größte Teil der Besatzung von der USS BONHOMME RICHARD nun wechselte sofort zu anderen Schiffen. Nach anderthalb Tagen hektischer Reparaturen wurde entschieden, dass das Schiff nicht mehr gerettet werden konnte, so dass es sinken durfte, und Jones übernahm das Kommando über die USS SERAPIS für die Reise in das neutrale, aber mit Amerika sympathisierende Holland. Im folgenden Jahr ehrte ihn Ludwig XVI., König von Frankreich, mit dem Titel „Chevalier“. Jones nahm die Ehre an und wünschte, dass der Titel nach seinen Vorgaben verwendet werde. Der Kontinentalkongress beschloss 1787 eine Goldmedaille zum Gedenken an seine „Tapferkeit und brillanten Dienste“ prägen zu lassen. Diese sollte an „Chevalier John Paul Jones“ überreicht werden. Außerdem erhielt er auch von Ludwig XVI. einen Orden vom „l’Institution du Mérite Militaire“ und ein Schwert. Im Gegensatz dazu wurde Jones zu dieser Zeit in Großbritannien normalerweise als Pirat bezeichnet. Am 26. Juni 1782 ernannte man John Paul Jones zum Kommandeur des 74-Kanonenführenden Linienschiffes USS AMERICA ( 1782 ). Jones erreichte am 31. August Portsmouth, New Hampshire und begann sich unermüdlich in seine Aufgabe zu werfen damit das Linienschiff fertig gebaut wurde. Noch bevor die Arbeiten jedoch abgeschlossen waren, beschloss der Kongress am 3. September 1782, die USS AMERICA König Ludwig XVI. zu übergeben, um das Linienschiff MAGNIFIQUE zu ersetzen, das am 11. August 1782 beim Versuch, in den Hafen von Boston, Massachusetts einzulaufen an der felsigen Küste von Lovells Island auf Grund gelaufen und zerstört worden war. Das amerikanische Linienschiff sollte damit die Wertschätzung der neuen Nation für den Dienst und die Opfer Frankreichs für die Sache der amerikanischen Patrioten symbolisieren. Trotz seiner Enttäuschung über den Verlust seiner Chance, das bisher größte in Amerika gebaute Kriegsschiff zu befehligen, blieb Jones in Portsmouth und bemühte sich, das neue Schiff fertig zu stellen. Das Haus, in dem er in dieser Zeit wohnte, ist heute als John Paul Jones House bekannt und ist ein nationales historisches Wahrzeichen. Die Arbeiten von Jones trugen am 5. November 1782 Früchte, als die USS AMERICA, zum Teil mit einer Reihe von Seilen festvertäut, die aber darauf ausgelegt waren nacheinander zu brechen, um die Beschleunigung des Schiffes zu überprüfen. Die Seile sollten verhindern, das das Schiff am gegenüberliegenden Ufer des Flusses nicht auf Grund lief und sank. Nachdem die Takelage des Schiffes fertig und es dann vollständig ausgerüstet worden war, legte es am 24. Juni 1783 in Portsmouth ab und stach in See. Das Kommando führte Le Chevalier de Macarty Martinge. Die MAGNIFIQUE erreichte am 16. Juli den Hafen von Brest. Als Ausgleich erhielt Jones noch im selben Jahr, aufgrund seiner früheren Aktivitäten, die Lizenz in europäischen Gewässern Prisen aufzubringen. Doch auch das währte nicht mehr lange, so dass John Paul Jones keine Aussicht auf eine aktive Beschäftigung in der US Navy besaß. Daher trat er am 23. April 1787 in den Dienst von Katharina II. ( geboren als Prinzessin Sophie von Anhalt-Zerbst 2. Mai 1729 in Stettin, Pommern, Preußen – 17. November 1796 im Winterpalast Sankt Petersburg, Russisches Reich ), Zarin von Russland ein. Sie setzte ein großes Vertrauen in John Paul Jones und sagte: „Er wird es schaffen Konstantinopel für uns zu erobern“. Jones wurde der französische Name Pavel de Zhones verliehen. Jones bekannte sich jedoch dazu, den Zustand eines amerikanischen Bürgers und Offiziers zu wahren. Als Konteradmiral an Bord des 24-Kanonen führenden Flaggschiffs WLADIMIR, beteiligte er sich an der Seekampagne im Dnjepr – Bug – Liman Delta, einem Arm des Schwarzen Meeres, in dem die Flüsse Bug und Dnjepr münden. Zusammen mit der Dnjepr Flottille, die unter dem Kommando von Prinz Karl Heinrich von Nassau – Siegen ( 5. Januar 1743 – 10. April 1808 ) kämpfte Jones gegen die Türken. Jones, der unter Nassau-Siegen diente, verjagte die osmanischen Streitkräfte aus der Region. Aber die eifersüchtigen Intrigen von Nassau-Siegen, der diesen Sieg als den seinen ausgab und das ganze auch noch bis zum Äußersten übertrieb, brachte Jones um seine verdiente Anerkennung. Allerdings besaß Jones die eigene Unfähigkeit für den Blick auf die imperiale Politik im Russischen Reich. Wegen des Streits zwischen Nassau – Siegen und Jones wurde der russische Befehlshaber Fürst Grigory Aleksandrowitsch Potemkin – Tauricheski ( 11. Oktober 1739 in Chuzhovo, Russisches Reich – 16. Oktober 1791 in Jassy, Fürstentum Moldau ) zur Schlichtung angerufen. Doch Potemkin wandte sich gegen Jones. Man berief den Amerikaner nach Sankt Petersburg zurück, mit dem vorgetäuschten Zweck auf ein Kommando in der Nordsee versetzt zu werden. Ein weiterer Faktor gegen Jones könnte der Groll mehrerer ehemaliger britischer Marineoffiziere gewesen sein, die ebenfalls in russischer Beschäftigung waren und ihn als Piraten betrachteten und sich weigerten mit ihm zu sprechen. Jones war damit gezwungen untätig zu bleiben. Doch ihm nicht wohl gesonnene Offiziere planten gegen ihn ein Komplott und dies sogar auf böswilliger Weise. Sie griffen seinen privaten Charakter mit Vorwürfen von sexuellem Fehlverhaltens an. Im April 1789 wurde Jones verhaftet und beschuldigt, ein 12-jähriges Mädchen namens Katerina Goltzwart vergewaltigt zu haben. Louis Philippe, Comte de Segur ( 10. Dezember 1753 in Paris – 27. August 1830 in Paris ), der französische Bevollmächtigte am russischen Hof, und auch Jones letzter Freund in der Hauptstadt, führte seine eigenen persönlichen Ermittlungen in dieser Angelegenheit durch und konnte Potemkin davon überzeugen, dass das Mädchen nicht vergewaltigt worden war und dass Jones nur von Prinz von Nassau – Siegen wegen dessen eigenen Eifersüchteleien angeklagt worden war. John Paul Jones gab gegenüber Staatsanwälten zu, dass er mit dem Mädchen gegen eine kleine Barzahlung herumgetollt habe, allerdings nie ihre Jungfräulichkeit nahm. In diesen Tagen des für Jones ungewohnten Müßiggangs konnte er seine Erzählung über die Kampagne des Liman verfassen. Am 8. Juni 1788 verlieh man Jones den Orden der heiligen Anna, doch schon im folgenden Monat trat er als verbitterter Mann aus den russischen Diensten aus. Im Jahr 1789 kam Jones nach Warschau, Polen, wo er sich mit Andrzej Tadeusz Bonawentura Kościuszko ( 4. Februar 1746 auf dem Gut Mereczowszczyzna in der Woiwodschaft Brest – Litowsk im Großherzogtum Litauen – 15. Oktober 1817 in Solothurn, Schweiz ) anfreundete, der ein weiteren Veteranen des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges war. Kościuszko riet ihm, den Dienst im autokratischen Russland zu verlassen und einer anderen Macht zu dienen, was auf Schweden hindeutet. Trotz Kościuszkos Rückendeckung entschieden sich die Schweden, obwohl sie etwas interessiert waren, am Ende, Jones nicht anzuwerben. Im Mai 1790 kam Jones in Paris an. Er behielt seine Position als russischer Konteradmiral bei, mit einer entsprechenden Rente, die es ihm ermöglichte, bis zu seinem Tod zwei Jahre später im Ruhestand zu bleiben, obwohl er eine Reihe von Versuchen unternahm, wieder in den Dienst der russischen Marine einzutreten. Zu diesem Zeitpunkt waren seine Memoiren in Edinburgh veröffentlicht worden. Inspiriert von diesen schrieben James Fenimore Cooper ( 15. September 1789 in Burlington, New Jersey – 14. September 1851 in Cooperstown, New York ) und Alexandre Dumas ( geboren als Dumas Davy de la Pailleterie am 24. Juli 1802 in Villers – Cotterets, Aisne, Erste Französische Republik – 5. Dezember 1870 in Puys, Seine – Maritime, Republik Frankreich ) später ihre eigenen Abenteuerromane in Bezug auf Jones. Selbst in dem Buch „Israel Potter – Seine fünfzig Jahre im Exil“ von Hermann Melville ( 1. August 1819 in New York City – 28. september 1891 in New York City ) tritt die Person John Paul Jones in Erscheinung. Im Juni 1792 ernannte man Jones zum US- Konsul, um mit dem Dey of Algier über die Freilassung amerikanischer Gefangener zu verhandeln. Doch noch bevor John Paul Jones seinen Termin wahrnehmen konnte, wurde er am 18. Juli 1792 mit dem Gesicht nach unten auf seinem Bett in seiner Pariser Wohnung im dritten Stock, Rue de Tournon 19, tot aufgefunden. Da hatte er wenige Tage zuvor seinen 45. Geburtstag gefeiert. Die Todesursache war tubulointerstitielle Nephritis, eine Entzündung des als Interstitium bezeichneten Nierenbereichs. Nach Jones Tod spendete der Franzose Pierrot Francois Simmoneau über 460 Franken, um die Leiche zu mumifizieren. Diese wurde in Alkohol aufbewahrt und in einem Blei-Sarg beigesetzt, falls die Vereinigten Staaten beschließen sollten, seine sterblichen Überreste zu fordern. So könnten diese leichter identifiziert werden. Eine kleine Prozession von Dienern, Freunden und treuen Familienangehörigen liefen die vier Meilen zum Saint Louis Cemetery in Paris, der der französischen Königsfamilie gehörte, um ihn zu beerdigen. Vier Jahre später verkaufte die französische Revolutionsregierung das Grundstück und der Friedhof wurde vergessen. Der US-Botschafter in Frankreich, General Horace Porter ( 15. April 1837 in Huntingdon, Pennsylvania – 29. Mai 1921 in Manhattan, New York ), wusste worauf er bei seiner Suche nach dem Leichnam von John Paul Jones achten musste. Mit Hilfe einer alten Karte von Paris identifizierte Porters Team, zu dem auch der Anthropologe Joseph Louis Capitan ( 19. April 1854 – 1. September 1929 in Paris ) gehörte, die Stelle des ehemaligen St. Louis-Friedhofs für nichtfranzösische Protestanten. Mit Sonden wurde dort nach Bleisärgen gesucht. Dabei wurden schließlich fünf Särge exhumiert. Der dritte Leichnam, der am 7. April 1905 ausgegraben worden war, wurde später durch eine sorgfältige Obduktion durch die Anthropologen Capitan und Georges Papillault ( 1863 – 1934 ) als die von Jones identifiziert. Das Gesicht wurde später mit einer Büste von Jean Antoine Houdon ( 25. März 1741 in Versaille – 15. Juli 1828 in Paris ) verglichen. Insgesamt sechs Jahre lang hatte Porter nach der Leiche gesucht hatte, um sie anhand fehlerhafter Kopien von Jones‘ Bestattungsunterlagen aufzuspüren. Der Panzerkreuzer USS BROOKLYN ( ACR-3 ) legte als Flaggschiff des Rear Admirals Charles Dwight Sigsbee ( 16. Januar 1845 in Albany, New York – 13. Juli 1923 in New York City ) am 7. Juni 1905 im Hafen von New York ab, begleitet von drei weiteren Großkampfschiffen der US Navy, und fuhr nach Cherbourg, Frankreich, wo die sterblichen Überreste von Captain John Paul Jones an Bord gebracht wurden. Als sich die kleine Flotte der amerikanischen Ostküste näherte, schlossen sich sieben Schlachtschiffe der Prozession an. Mit einer entsprechenden Zeremonie wurde der Sarg am 23. Juli an Land gebracht und in einer Krypta unter der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland aufgebahrt. Am 24. April 1906 verlegte man den Sarg von John Paul Jones innerhalb der Academy in die extra dafür hergerichtete Dahlgren Hall. Hier hielt US Präsident Theodore Roosevelt. Jr. ( 27. Oktober 1858 in New York City – 6. Januar 1919 in Oyster Bay, New York ) eine Festrede, in der er John Paul Jones würdigte und ihn als Vorbild für die Offiziere der US Navy hochhielt. Nach Abschluss des Festaktes bahrte man den Sarg in der Bancroft Hall auf. Am 26. Januar 1913 wurde der Sarg mit den Überresten des Captain in einen prächtigen Sarkophag aus Bronze und Marmor in der Kapelle der Marineakademie in Annapolis beigesetzt.


USS PAUL JONES ( DD-230 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS PAUL JONES ( DD-230 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain John Paul Jones benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neununddreißigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Werft von William Cramp and Sons in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 23. Dezember 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Ethel Bagley ( 28.
Oktober 1875 in North Carolina – 25. Oktober 1939 in Raleigh, Wake County, North Carolina ), sie war die Schwester von Ensign Worth Bagley ( 6. April 1874 in Raleigh, Wake County, North Carolina – 11. Mai 1898 während des Spanisch – Amerikanischen Krieges vor Cardenas, Kuba ) und Admiral David Worth Bagley ( 8. Januar 1883 in Raleigh, Wake County, North Carolina – 24. Mai 1960 in San Diego, Kalifornien ), denen zu Ehren fünf Schiffe bei der US Navy benannt worden waren, taufte am 30. September 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Thaddeus Austin Thomson, Jr. ( 16. Dezember 1887 in Austin, Travis County, Texas – 31. Juli 1974 in Caracas, Capital District, Venezuela ) stellte am 19. April 1921 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt gliederte man die USS PAUL JONES in die atlantikflotte ein. Dort beteiligte sich der Zerstörer entlang der US Ostküste an Manövern sowie Trainings- und Küsteoperationen. 1923 versetzte man das Kriegsschiff in den Pazifik. Dazu durchquerte das Kriegsschiff den Panamakanal und fuhr in den Fernen Osten, wo sich die Asiatische Flotte befand. Hier beteiligte sich die USS PAUL JONES an der Durchsetzung der amerikanischen Interessen. Der Zerstörer nahm deshalb auch an der Yangtze River Patrol teil und erhielt während der Sommermonate noch andere Patrouillenaufgaben entlang der chinesischen Küste. In den Wintermonaten fuhr das Kriegsschiff nach Cavite in der Manila Bay, Luzon, Philippinen. 1941 wurde die USS PAUL JONES zum Flaggschiff des Zerstörergeschwaders 29 innerhalb der asiatischen Flotte ernannt. Am 8. Dezember 1941 erhielt man auf dem Zerstörer in Tarakan, Borneo, Niederländisch – Ostindien die Nachricht von dem am Vortag erfolgten japanischen Überfall auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Umgehend wurde das Kriegsschiff Alarmbereit versetzt. Am 15. Dezember versetzte man die USS PAUL JONES in die Task Force 5, die Rear Admiral William Alexander Glassford ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser befand sich der Schwere Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ), die Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer aus der DesDiv 57 USS EDSALL ( DD-219 ), USS ALDEN ( DD-211 ), USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ) und USS WHIPPLE ( DD-217 ), aus der DesDiv 58 die Zerstörer USS PARROTT ( DD-218 ), USS BARKER ( DD-213 ), USS BULMER ( DD-222 ) und USS STEWART ( DD-224 ) und aus der DesDiv 59 die Zerstörer USS JOHN D FORD ( DD-228 ), USS PEARY ( DD-226 ), USS PILLSBURY ( DD-227 ) und USS POPE ( DD-225 ). Zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD und den Zerstörern USS STEWART, USS BARKER und USS PARROTT fuhr die USS PAUL JONES durch die Makassar – Straße und patrouillierte für die restlichen Tage des Jahres in der Nähe der Lombok – Straße und des Hafens von Surabaya, Java. Die erste Kriegsanweisung die der Zerstörer in diesen Tagen erhielt, bestand darin sich an die niederländischen Marineeinheiten zu wenden und um Anweisungen für die Suche nach einem feindlichen U-Boot zu erhalten. Dieses U-Boot soll das niederländische Handelsschiff LANGKOEMS versenkt haben. Die Mannschaft des Kriegsschiffes sollte sich auf der Insel Bawean umhören und nach weiteren Überlebenden suchen. Die USS PAUL JONES erhielt keinen Kontakt zu einem feindlichen U-Boot. Aber man konnte Überlebende von  dem niederländischen Handelsschiff LANGKOEMS aus dem Wasser retten. Am 9. Januar 1942, nachdem ein anderes japanisches U-Boot ein weiteres niederländisches Handelsschiff versenkt worden war, rettet die Mannschaft des Zerstörers insgesamt 101 Überlebende von deren Rettungsbooten. Zwei Tage später, am 11. Januar um 4:15 Uhr wird das US Army Transportschiff USAT LIBERTY, 6.211 BRT, von dem japanischen U-Boot IJN I-166, Kommandant Lieutenant Commander Yoshitome Zennosuke, zehn Meilen südwestlich der Lombok Straße torpediert. Das Transportschiff war von Tanjong Priok, Batavia unterwegs und hatte Kautschuk in ihren Laderäumen und an Deck Sprengstoffkisten von den Philippinen geladen. Nach der Explosion des Torpedos lag die USAT LIBERTY bewegungslos im Wasser. Am Morgen des 12. Januar entdeckte man von der USS PAUL JONES aus den Frachter. Zusammen mit dem niederländischen Zerstörer HNMLS VAN GHENT näherte sich das Kriegsschiff dem verlassenen Schiff. Der amerikanische Zerstörer nahm die USAT LIBERTY ins Schlepptau und wollte sie bis nach Singaraya im Norden von Bali schleppen. Doch das Transportschiff nahm immer mehr Wasser auf und sank immer tiefer. Daher beschloss man es vor Tulamben, Nordöstlich von Bali auf Grund zu setzen. Zwei Tage später kenterte das Transportschiff vollends.
Die USS PAUL JONES fuhr dann ostwärts zur alliierten Marinebasis in der Kupang Bay, Timor. Dort legte der Zerstörer an. Man bunkerte frischen Treibstoff und Munition sowie Proviant. Hier lagen schon mehrere alliierte Kriegsschiffe und warteten auf den Befehl zum Gegenschlag. Am 20. Januar verließen die beiden Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD und USS BOISE, gesichert von den Zerstörern USS PAUL JONES, USS POPE, USS PARROTT und USS JOHN D FORD, die Kupang Bay. Ziel war Balikpapan. Am folgenden Tag musste die USS BOISE wegen einiger Beschädigungen die Angriffsgruppe verlassen. Balikpapan war von den Alliierten der Ölhafen, von wo sie ihren Treibstoff erhielten. In das Seegebiet vor der Bucht von Balikpapan liefen in der Nacht vom 23. zum 24. Januar die vier Zerstörer ein. Im Hafen lagen 16 japanische Transporter und drei Torpedoboote vor Anker, die von einem Zerstörergeschwader gesichert wurden. Die vier amerikanischen Zerstörer feuerten aus sicherer Entfernung fast all ihre Torpedos auf die feindlichen Schiffe ab. Die japanischen Transporter TSURUGA MARU, SUMANOURA MARU und TACUKAMI MARU, das Versorgungsschiff KURETAKI MARU und das Torpedoboot P-37 sanken. Die TACUKAMI MARU ging auf das Konto von der USS PAUL JONES und der USS POPE und die KURETAKI MARU wurde von Torpedos der USS PAUL JONES versenkt. Die Japaner waren über diesen Angriff verwirrt. Die japanischen Zerstörer suchten daraufhin die Bucht bis zur Makassar Straße nach feindlichen U-Booten ab. Die kleine amerikanische Kampfgruppe zog sich unerkannt aus dem Kampfgebiet zurück und erreichte am 25. Januar Surabaya. Die japanische Zangenoffensive gegen Niederländisch – Ostindien wurde trotz einiger Erfolge der Alliierten weiter fortgesetzt. Am 5. Februar fuhr die USS PAUL JONES nach Sumbawa Island, Niederländisch Ostindien. Hier sollte der Zerstörer die Eskorte über das niederländische Frachtschiff TIDORE übernehmen und bis nach Timor begleiten. Beide Schiffe wurden wenige Seemeilen von Sumbawa Island entfernt von drei Staffeln japanischer Bombereinheiten angegriffen. Der Zerstörer konnte über zwanzig abgeworfenen Bomben erfolgreich ausweichen, aber das Handelsschiff hatte nicht so viel Glück. Es lief während der Verfolgungsjagd auf Grund auf und wurde ein Totalverlust. Fünfzehn Besatzungsmitglieder von dem niederländischen Schiff konnten sich in ein Rettungsboot flüchten. Besatzungsmitglieder der USS PAUL JONES bargen noch fünf Männer die auf dem Frachter geblieben waren und sechs weitere die es bis zum rettenden Strand geschafft hatten. Der Zerstörer fuhr anschließend nach Java weiter. Hier lagen die letzten noch zur Verfügung stehenden Kriegsschiffe der Amerikanisch – Britisch- Niederländisch – Australischen Force ( ABDA-Force ). Die Alliierten waren in einer sehr kritischen Situation. Durch Treibstoff-, Munitions- und Torpedoknappheit und durch die Versenkung mehrerer Schiffe sowie der Ausfall durch Kampfschaden und Reparaturbedarf war nur noch eine Rumpfgruppe vorhanden. Nur vier amerikanische Zerstörer waren noch voll Einsatzbereit. Am 25. Februar verließ die USS PAUL JONES erneut Surabaya zusammen mit den Kriegsschiffen der ABDA-Force und begab sich auf die Suche nach einer großen feindlichen Amphibischen Kampfgruppe in der Java See. Doch schon am folgenden Tag mussten die fünf britischen Kriegsschiffe umkehren und fuhren nach Surabaya. Am 27. Februar fuhren die anderen alliierten Kriegsschiffe ebenfalls zu ihrer Basis zurück. Dabei mussten sie ein eigenes Minenfeld durchqueren. Vor der Nordküste von Java stellten sie sich den Angreifern. Mit dabei war der amerikanische Schwere Kreuzer USS HOUSTON, der britische Schwere Kreuzer HMS EXETER ( 68 ), die niederländischen Leichten Kreuzer HNLMS DE RUYTER und HNLMS JAVA sowie der australische Leichte Kreuzer HMAS PERTH ( D29 ), die britischen Zerstörer HMS ELECTRA ( H27 ), HMS ENCOUNTER ( H10 ), HMS JUPITER ( F85 ), die niederländischen Zerstörer HNLMS KORTENAER ( 1927 ) und HNLMS WITTE de WITH ( 1928 ) sowie die amerikanischen Zerstörer USS PAUL JONES, USS JOHN D EDWARDS, USS ALDEN und USS JOHN D FORD. Die ABDA Force wurde von Rear Admiral Karel Willem Frederik Marie Doorman ( 23. April 1889 in Utrecht, Niederlande – 28. Februar 1942 auf der HNLMS DE RUYTER in der Schlacht in der Java See ) kommandiert. Auf japanischer Seite wurde eine Einsatzgruppe zum Schutz von Truppentransportern von Konteradmiral Takeo Takagi ( 25. Januar 1892 in Iwaki, Fukushima – 8. Juli 1944 in der Schlacht um Saipan, Nördliche Marianen ). In dieser Einsatzgruppe befanden sich die Schweren Kreuzer IJN NACHI und IJN HAGURO, die Leichten Kreuzer IJN NAKA und IJN JINTSU sowie die Zerstörer IJN YUDACHI, IJN SAMIDARE, IJN MURASAME, IJN HARUSAME, IJN MINEGUMO, IJN ASAGUMO, IJN YUKUKAZE, IJN TOKITSUKAZE, IJN AMATSUKAZE, IJN HATSUKAZE, IJN YAMAKAZE, IJN KAWAKAZE, IJN SAZANAMI und IJN USHIO. Die Schlacht ging gegen 16:16 Uhr in ihre entscheidende Phase und dauerte sieben Stunden. Die Granaten und Torpedos der alliierten erreichten am Anfang der Schlacht nie ihr Ziel. Dafür erhielt die HMS EXETER einen Volltreffer in den Kesselraum und zog sich zusammen mit dem Zerstörer HNLMS WITTE de WITH nach Surabaya zurück. Die Japaner starteten anschließend zwei Torpedosalven von insgesamt 92 Torpedos. Nur eines davon traf den niederländischen Zerstörer HNLMS KORTENAER, der in der Mitte auseinanderbrach und sofort sank. Von den 153 Besatzungsmitgliedern konnten 113 von dem britischen Zerstörer HMS ENCOUNTER aus dem Wasser gerettet werden. Der britische Zerstörer HMS ELECTRA verwickelte sich in ein Artillerieduell mit japanischen leichten Kreuzer IJN JINTSU und dem japanischen Zerstörer IJN ASAGUMO. Der britische Zerstörer erzielte mehrere Treffer auf beiden feindlichen Schiffen, musste aber auch mehrere Treffer in den Aufbauten einstecken. Nachdem dann keine Munition mehr in den Geschütztürmen vorhanden war, wurde das Verlassen des sinkenden Schiffes befohlen. Am nächsten Morgen konnten noch 54 Überlebende durch das amerikanische U-Boot USS S-38 ( SS-143 ) aus dem Wasser gerettet werden. Gegen 18:00 Uhr brach die Alliierte Flotte den Kampf ab und floh, bedeckt von den vier amerikanischen Zerstörern. Diese legten einen Rauchschutz und hielten die japanischen Kriegsschiffe mit Torpedos auf Abstand. Doch die Entfernung war noch zu groß, so dass keiner davon traf. Die anderen Kriegsschiffe unter dem Kommando von Rear Admiral Doorman fuhren nach Süden in Richtung der Küste von Java, dann nach Westen und anschließend wieder nach Norden als die Nacht hereinbrach. Die USS PAUL JONES selber hatte um 18:21 Uhr all ihre Torpedos verschossen. Außerdem war nur noch sehr wenig Brennstoff in den Bunkern. Bei den anderen drei amerikanischen Zerstörern sah es nicht besser aus. Daher zogen sie sich ebenfalls zurück. Um 21:25 Uhr lief der britische Zerstörer HMS JUPITER auf eine Seemine auf, die der niederländische Minenleger HNLMS GOUDEN LEEUW am Morgen verlegt hatte. Der Zerstörer sank sofort. Die HMS ENCOUNTER wurde beauftragt Überlebende an Bord zu nehmen. Gegen 23:00 Uhr trafen die noch übrig gebliebenen Kriegsschiffe der Alliierten auf die japanische Einsatzgruppe. Alle Schiffe begannen umgehend aus großer Entfernung mit einem Artillerieduell in der Dunkelheit. Da traf die beiden niederländischen Leichten Kreuzer HNMLS DE RUYTER und HNMLS JAVA eine verheerende Torpedosalve. Beide Schiffe wurden buchstäblich zerrissen und gingen unter. Nur 111 Besatzungsmitglieder beider Schiffe konnten gerettet werden. Aus Mangel an Treibstoff und Munition verließen die alliierten Schiffe das Schlachtfeld und fuhren nach Surabaya. Die USS PAUL JONES erreichte zusammen mit der USS JOHN D EDWARDS, USS ALDEN und USS JOHN D FORD schon vorher Surabaya. Dort bunkerte man Treibstoff. Nach Einbruch der Dunkelheit des 28. Februars verließen die vier Zerstörer die Marinebasis und fuhren nach Australien. Sie konnten unentdeckt die Straße von Bali durchqueren. Doch mit dem einsetzenden Morgengrauen konnten die vier Zerstörer gerade noch so einer feindlichen Umzingelung vor der Südostküste von Java entkommen. Japanische Zerstörer patrouillierten dort mit hoher Geschwindigkeit und stießen dabei starken Rauch aus. Aus Torpedo- und Munitionsmangel zogen sich die vier amerikanischen Zerstörer zurück und fuhren entlang der Nordküste von Java nach Westen. Das Ziel war nun Fremantle an der Westküste Australiens. Die USS PAUL JONES und die USS JOHN D FORD übernahmen auf dieser Fahrt die Sicherung über die USS BLACK HAWK. In Fremantle legten sie am 4. März an. Hier begann man an der USS PAUL JONES mit Reparaturen. Danach fuhr der Zerstörer nach Melbourne, wo weitere folgten. Das Kriegsschiff stach am 12. Mai wieder in See und fuhr an die US Westküste. Dort legte die USS PAUL JONES am 29. Juni in San Francisco, Kalifornien an. Noch am selben Tag bugsierte man den Zerstörer in ein Trockendock und begann mit einer Überholung. Nach Abschluss der Arbeiten und einer anschließenden Erprobungsfahrt eskortierte das Kriegsschiff Schiffskonvois zwischen San Francisco und Pearl Harbor sowie umgekehrt. Diese Eskortierfahrten dauerten bis Ende März 1943. Erneut ging die USS PAUL JONES in ein Trockendock und wurde dort auf die Fahrt in den Atlantik vorbereitet. Danach legte der Zerstörer auf seiner Fahrt einen Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien ein. Am 6. Mai erreichte das Kriegsschiff den Panamakanal und durchquerte diesen noch am selben Tag. Von der Kanalzone aus ging die Fahrt durch den Golf von Mexiko, die Karibik und entlang der US Ostküste. Dabei wurden mehrere Häfen besucht. Am 28. Mai erreichte die USS PAUL JONES den Hafen von New York. Noch am selben Tag legte dort ein Schiffskonvoi ab, der zum nordafrikanischen Hafen Casablanca, Französisch Marokko fuhr. Das Kriegsschiff gliederte sich in die Eskorte ein und sicherte die Handelsschiffe vor Angriffen deutscher U-Boote. Bis in den April 1944 eskortierte die USS PAUL JONES mehrere Konvois über den Atlantik. Danach verlegte man den Zerstörer in die Chesapeake Bay, Virginia. Hier wurde das Kriegsschiff zeitweilig für das Training zur U-Boot Abwehr eingesetzt. Mittlerweile war der Angriff der Alliierten entlang der Küste vor der Normandie am 6. Juni erfolgreich abgeschlossen. Die USS PAUL JONES setzte man nun für die Eskorte von Handelsschiffen nach Großbritannien ein. Doch der Zerstörer war nun schon in die Jahre gekommen und konnte mit der neuen Technik nicht mehr mithalten. Deshalb beorderte man das Kriegsschiff nach Balboa in die Panamakanalzone. Hier fungierte die USS PAUL JONES ab dem 9. November als Ausbildungsschiff für neu in Dienst gestellte U-Boote und deren Besatzungen. Diese Ausbildungen dauerten bis zum 6. April 1945. An diesem Tag verließ der Zerstörer die Kanalzone und fuhr nach New York. Hier gliederte man das Kriegsschiff in eine Arbeitsgruppe die aus Zerstörern und Öltankern bestand. Man stationierte diese Tanker als Schiffsterminaltanker mitten im Atlantik auf der Route zwischen Horta, Azoren und Casablanca damit Schiffskonvois die in Ost- und Westrichtung fuhren frischen Brennstoff übernehmen konnten. Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa durch die Kapitulation Deutschlands. Die USS PAUL JONES verließ mit den Schiffen der Arbeitsgruppe wenige Tage später ihre Position im Atlantik und fuhr nach Norfolk, Virginia. Hier legte das Kriegsschiff am 11. Juni an und wurde dem neugebauten Flugzeugträger USS LAKE CHAMPLAIN ( CV-39 ) als Sicherungsschiff zugeteilt. In dieser Funktion diente der Zerstörer bis zum 4. August. In dieser Zeit, am 30. Juni 1945 klassifizierte man das Kriegsschiff um. Es erhielt die Kennung AG-120 für ein Vielseitiges Hilfsschiff. Am 4. August verließ die USS PAUL JONES ihr Einsatzgebiet und fuhr in die Guantanamo Bay, Kuba. Hier entlud man sämtliche Munition, Torpedos und Wasserbomben von dem Zerstörer. Danach stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr nach Norfolk. Hier bereitete man es für seine Inaktivierung vor. Im Oktober unterstellte man das Kriegsschiff zu Verwaltungszwecken dem Kommandanten des 5. Naval District. Man stellte das Vielseitige Hilfsschiff am 5. November 1945 außer Dienst. Den Namen USS PAUL JONES ( AG-120 ) strich man am 28. November 1945 von der US Navy – Liste. Nach dem abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 5. Oktober 1947 an die Northern Metal Company in Norfolk, Virginia zum verschrotten. Die Abbrucharbeiten begannen im April 1948.


USS PAUL JONES ( DD-230 )
Commanding Officer
 

CDR Thaddeus Austin Thomson Jr.    19. April 1921 – 1. Januar 1922
LCDR Walter Atlee Edwards    1. Januar 1922 – 14. September 1922
LT Jerauld B. Wright    14. September 1922 – 10. Oktober 1922 (später ADM)
LCDR Howard Adams Flanigan    10. Oktober 1922 – 14. Juli 1924
LCDR Comfort Benedict Platt    14. Juli 1924 – 20. Juni 1925
LCDR Walter Arthur Riedel    20. Juni 1925 – 12. September 1927
CDR Walden Lee Ainsworth    12. September 1927 – 25. April 1928 (später VADM)
LCDR George Wilson Davidson Dashiell    25. April 1929 – 15. Juni 1929
LCDR Hamilton Vose Bryan    15. Juni 1929 – 15. Januar 1931
LCDR Albert Ernest Schrader, Jr.    15. Januar 1931 – 1. April 1932
LCDR James Fife Jr.    1. April 1932 – 8. Mai 1932 (später VADM)
LT Emmet Peter Forrestel    8. Mai 1932 – 10. Juni 1932 (XOIC, später VADM)
LCDR Francis Stuart Low    10. Juni 1932 – 10. März 1934 (später ADM)
LCDR Thomas Browning Inglis    10. März 1934 – 27. April 1935 (später RADM)
LCDR Stuart Augustine Maher    27. April 1935 – 11. Januar 1937
LT George Dunham Lyon    11. Januar 1937 – 27. Januar 1938 (XOIC)
LCDR Charles Olan Glisson    27. Januar 1938 – 10. Januar 1939
LCDR Arthur Delancy Aryault    10. Januar 1939 – 3. September 1939
LCDR Elmer Frank Helmkamp    3. September 1939 – 28. Juni 1940
LCDR William George Lalor    28. Juni 1940 – 20. Dezember 1940
LCDR Rupert Meyrick Zimmerli    20. Dezember 1940 – 15. September 1941
LCDR John Joseph Hourihan    15. September 1941 – 10. Januar 1942 (später RADM)
LCDR Charles Richard Herms    10. Januar 1942 – 6. November 1943
LCDR George Paul Unmacht    6. November 1943 – 4. Oktober 1944
CDR Howard Martin Payne    4. Oktober 1944 – 5. November 1945

USS PREBLE ( DD-12 )

USS PREBLE ( DD-12 )

Biografie

Edward Preble
* 15. August 1761 in Falmouth, Cumberland County, Maine
† 25. August 1807 in Portland, Cumberland County, Maine
war ein US Navy Offizier, der während des 1. Barbary Krieges mit großer Auszeichnung diente, amerikanische Angriffe auf die Stadt Tripolis leitete und das Offizierskorps bildete, das später die US Navy während des Krieges von 1812 in der USA führte

Edward Preble war der Sohn von Brigadegeneral Jedediah Preble, Sr. ( 1. März 1707 in York Village, York County, Maine – 11. März 1784 in Falmouth, Cumberland County, Maine ) und dessen zweiten Frau Mehitable Roberts Bangs Preble ( 1728 in Harwich, Barnstable County, Massachusetts – 20. August 1805 in Falmouth, Cumberland County, Maine ). Edward hatte sechs Geschwister. Martha Preble Oxnard ( 18. November 1754 in Falmouth, Cumberland County, Maine – 16. Oktober 1824 ), Enenezer Preble ( 15. August 1757 in Falmouth, Cumberland County, Maine – April 1817 ), Joshua Preble ( 28. november 1759 in Falmouth, Cumberland County, Maine – 4. November 1803 ), Captain enoch Preble ( 2. Juli 1763 in Falmouth, Cumberland County, Maine – 28. September 1842 ), Statira Preble Codman ( 3. Januar 1767 in Falmouth, Cumberland County, Maine – 15. August 1796 in Portland, Cumberland County, Maine ) und Henry Preble ( 24. Januar 1770 in Falmouth, Cumberland County, Maine – Dezember 1825 in Pittsburgh, Allegheny County, Pennsylvania ). Edward Preble erhielt seine frühe Ausbildung in Falmouth und besuchte später die Dummer School in Byfield, Massachusetts. Mit dem Beginn des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 1775 wurde das Geburtshaus von Preble durch den britischen Royal Navy Kommandanten Henry Mowat ( 1734 in Schottland – 14. April 1798 auf hoher See vor der Chesapeake Bay ) abgebrannt. Es heißt, dass diese Aktion Preble gezwungen habe, sich der Navy anzuschließen. Dies trug wahrscheinlich auch zu seinem schrecklichen Temperament im späteren Leben bei. Im Jahr 1779 wurde Preble in die Massachusetts State Navy berufen und Offizier auf dem 26 Kanonen Schiff PROTECTOR. Dieses Schiff wurde 1781 von den briten gefangen genommen und die gesamte Mannschaft in die Gefangenschaft geführt. Alle diejenigen amerikaner die nicht zur Royal Navy wechselten wurden auf das berüchtigte britische Gefängnisschiff HMS JERSEY ( 1736 ) gebracht. Preble ging gleich nach seiner Freilassung, dabei wurden von beiden Seiten Offiziere ausgetauscht, an Bord der amerikanischen Schaluppe WINTHROP von der Massachusetts Navy. Vor Castine, Maine lag eine britische Brigg die Preble aufbringen sollte. Unter vollen Segeln sollte die windschnittige amerikanische Schaluppe auf die feindliche Brigg so schnell zufahren, dass man dort auf die kommende Aktion nicht vorbereitet war. Mit vierzehn Mannschaftsmitgliedern bereitete sich Preble zum Entern der britischen Brigg vor. Alle auf dem feindlichen Schiff schauten der schnell WINTHROP hinterher. Edward Preble ließ seine Männer auf der Brigg ausschwärmen. Unter Deck lag noch ein Großteil der britischen Mannschaft in ihren Hängematten. Mit zwei Pistolen in den Händen erklärte Preble das Schiff zu seiner Prise und alle Briten zu seinen Gefangenen. Jeglicher Widerstand sei zwecklos. Als an Land die Briten bemerkten, dass vor ihren Augen eines ihrer Schiffe gekapert worden war, begannen sie auf die Brigg zu schießen. Die WINTHROP feuerte als Antwort eine Breitseite ab und beide Schiffe flohen. Nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges wechselte Preble an Bord von Handelsschiffen. Im April 1798 endete dort die Karriere von ihm. Die US Navy ernannte ihn zum Lieutenant und übertrug ihm im Januar 1799 das Kommando über die vierzehn Kanonen führende Segelschoner USS PICKERING ( 1798 ). Mit diesem Schiff fuhr Preble in die Karibik, um den amerikanischen Handel während des beginnenden Quasi Krieges mit Frankreich zu schützen. Die USS PICKERING gehörte dabei zum Geschwader unter dem Kommando von Commodore John Barry ( 25. März 1745 in Tacumshane, County Wexford, Irland – 13. September 1803 in Philadelphia, Pennsylvania ). Im Juni 1799 übergab Lieutenant Preble das Kommando über die USS PICKERING an Master Commander Benjamin Hillar. Preble selber wurde zum Captain befördert und übernahm am 17. Dezember 1799 das Kommando über die 32 Kanonen führende Fregatte USS ESSEX ( 1799 ). Die Fregatte legte am 6. Januar 1800 in Newport, Rhode Island ab und stach in See. Ziel war der Pazifik. Hier sollte ein Schiffskonvoi, der von Batavia, Niederländisch Ostindien kam, bis in den Atlantik eskortiert werden. Das Kriegsschiff segelte zusammen mit der schweren Fregatte USS CONGRESS ( 1799 ), die auf ihrer Jungfernfahrt war, entlang der amerikanischen Atlantikküste in Richtung des Kap der Guten Hoffnung. Die USS CONGRESS erlitt sechs Tage später bei einem schwerem Sturm Mast- und Takelagebruch. Nur mit einem Notsegel ausgerüstet musste die schwere Fregatte zur Gosport Navy Yard in Norfolk, Virginia zurück fahren. Die USS ESSEX fuhr alleine weiter, überquerte als erstes US Kriegsschiff den Äquator und umrundete im März das Kap der Guten Hoffnung im Süden Afrikas. Im August 1800 erreichte die Fregatte wieder das Kap und sicherte die Handelsschiffe auf ihrer Fahrt bis nach New York. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe im November ein. Captain Preble ging von Bord und kündigte bei US Marineminister Benjamin Stoddert ( 1751 im Charles County, Province of Maryland – 18. Dezember 1813 in Bladensburg, Prince George’s County, Maryland ) an, er wolle aus gesundheitlichen Gründen aus der US Navy ausscheiden. Um so einen erfahrenen und fähigen Offizier nicht zu verlieren, entschloss sich Benjamin Stoddert, Captain Preble auf unbestimmte Zeit dies zu gewähren. Gleichzeitig wurde eine gute Kommandostelle für ihn gesucht. Edward Preble heiratete am 17. März 1801 die neun Jahre jüngere Mary Deering ( 14. Februar 1770 in Portland, Cumberland County, Maine – 26. Mai 1851 in Portland, Cumberland County, Maine ). Sie war die Tochter von Nathaniel Deering ( 17. Januar 1739 in Kittery, York County, Maine, britische Kolonie – 1. Januar 1795 in Falmouth, Cumberland County, Maine ) und Dorcas Milk Deering ( 1741 in Falmouth, Cumberland County, Maine, britische Kolonie – 1. Januar 1826 in Falmouth, Cumberland County, Maine ). Mary hatte mindestens einen Bruder, James Deering ( 23. August 1766 in Falmouth, Cumberland County, Maine, britische Kolonie – 1. Januar 1850 in Falmouth, Cumberland County, Maine ). Edward und Mary hatten einen Sohn, Edward Deering Preble ( 22. Februar 1806 in Portland, Cumberland County, Maine – 12. Februar 1846 in Portland, Cumberland County, Maine ). In den nun folgenden Monaten nach dem ausscheiden von Preble waren die Vereinigten Staaten mit dem Stadtstaat Tripolis in Seekriege verwickelt, deren Korsaren die amerikanischen Kaufleute im Mittelmeer plünderten. Die US Navy hatte Schiffsgeschwader unter den Kommandeuren Commodore Richard Dale ( 6. November 1756 in Portsmouth, Norfolk County, Virginia britische Kolonie – 26. Februar 1826 in Philadelphia, Pennsylvania ) und Commodore Richard Valentine Morris ( 8. März 1768 in Morrisana, Provinz New York, britische Kolonie – 13. Mai 1815 in New York City ) entsandt, um die amerikanischen Interessen in der Region zu schützen. Während Commodore Dale eine effektive Blockade von Tripolis durchführte, langweilte die endlose Routine seine Offiziere. So lange wie die Kriegsschiffe seines Geschwaders die Gewässer vor Tripolis kontrollierten wurden amerikanische Handelsschiffe von den Korsaren nicht angetastet. Doch dann musste das Geschwader qwegen Mangel an Vorräten und einer grassierenden Krankheit unter den Besatzungen seiner Schiffe zur Basis nach Virginia zurückkehren. Nach seiner Rückkehr an die US Ostküste verließ Dale die US Navy wegen eines Beförderungsstreits. Die Amtszeit von Richard Valentine Morris war dagegen ein völliges Fiasko, da Morris weder ein effektiver noch ein sehr kluger Befehlshaber war. Morris verbrachte die meiste Zeit mit Geselligkeit in Gibraltar und Malta. Doch der Höhepunkt war, dass er von Bey of Tunis als Geisel gefangen genommen wurde. Der Bey war der Meinung, dass der amerikanische Commodore ihm kein angemessenes Abschiedsgeschenk überreicht hätte. Das Lösegeld für Commodore Morris wurde von den amerikanischen und dänischen Konsuln aufgebracht. Als Morris schließlich mit seiner schweren Fregatte USS CHESAPEAKE ( 1799 ) in Tripolis ankam, versuchte er als Diplomat aufzutreten und den Frieden einzuklagen. Die bis dahin starke Verhandlungsposition der Amerikaner wurde dadurch destabilisiert. Commodore Morris wurde nach Norfolk zurückbeordert. US Präsident Thomas Jefferson ( 13. April 1743 in Shadwell, Kolonie Virginia, britisch Amerika, 4. Juli 1826 in Charlottesville, Virginia ) enthob Commodore Morris seines Kommandos. Nur mit Mühe konnte man Jefferson zurückhalten, sonst hätte dieser Morris vors Kriegsgericht gebracht. Nachdem Commodore Richard Valentine Morris nach Hause geschickt worden war, brauchte Präsident Jefferson einen neuen Offizier, der das Mittelmeergeschwader befehligte. Unter Umgehung mehrerer hoher US Navy Offiziere wurde Captain Edward Preble gebeten, nach Boston zu reisen, um dort die schwere Fregatte USS CONSTITUTION ( 1797 ) für den Einsatz im Mittelmeer vorzubereiten. Preble nahm das Kommando an und begann ab dem 13. Mai 1803 mit der Überwachung der Umbauarbeiten. Man ernannte ihn daraufhin zum Commodore und übergab ihm die USS CONSTITUTION als Flaggschiff. Das Mittelmeergeschwader legte am 14. August 1803 ab. Am 10. September näherte sich die schwere Fregatte Cadiz, Gibraltar in einer schwarzen, mondlosen Nacht. Plötzlich tauchte die dunkle Silhouette eines Kriegsschiffs dicht an Bord der USS CONSTITUTION aus der Dunkelheit auf. Commodore Edward Preble befahl sofort, die schwere Fregatte zu räumen. Preble rief das fremde Kriegsschiff an und erhielt dafür einen Gruß. Er identifizierte sein Schiff als die US-amerikanische Fregattenverfassung, erhielt jedoch eine ausweichende Antwort vom anderen Schiff. Preble antwortete: „Ich werde Sie jetzt zum letzten Mal begrüßen. Wenn eine richtige Antwort nicht zurückgegeben wird, werde ich einen Schuss auf Sie abfeuern.“ Der Fremde Kapitän erwiderte: „Wenn Sie mir eine Chance geben, gebe ich Ihnen eine Breitseite.“ Preble forderte das andere Schiff auf, sich auszuweisen, und der Fremde antwortete: „Dies ist das Schiff seiner britischen Majestät HMS DONEGAL ( 1798 ), 84 Kanonen, Kommandant Sir Richard Strachan ( 27. Oktober 1760 in Devon, England – 3. Februar 1828 im Bryanston Square, London ), ein englischer Kommodore.“ Dann befahl jener Preble: „Schicken Sie Ihr Boot an Bord.“ Preble hatte jetzt keine Geduld mehr und rief aus: „Dies ist die USS CONSTITUTION der Vereinigten Staaten, 44 Kanonen, Edward Preble, ein amerikanischer Kommodore, der verdammt sein wird, bevor er sein Boot an Bord eines Schiffes schickt.“ Und dann zu seinen Waffenteams: „Zündet eure Lunten, Jungs!“ Bevor der Vorfall jedoch weiter eskalierte, traf ein Boot von dem anderen Schiff ein und ein britischer Leutnant entschuldigte sich bei Preble. Das Schiff war in der Tat nicht die HMS DONAGAL, sondern HMS MAIDSTONE ( 1795 ), eine Fregatte mit 32 Kanonen. Die USS CONSTITUTION war so leise längsseits neben die britische Fregatte gefahren, dass die Kanoniere der HMS MAIDSTONE nicht bereit waren, um mit einem Kugelhagel zu antworten, während die Kanonen der amerikanischen Fregatte jederzeit abgefeuert werden konnten. Das hob die Stimmung auf der USS CONSTITUTION und fachte eine starke Loyalität zwischen Preble und den unter seinem Kommando dienenden Offizieren an, als er gezeigt hatte, dass er bereit war, sich einem mutmaßlichen Linienschiff zu widersetzen. Die Offiziere, die während ihrer Karriere unter Preble dienten, wurden nach seinem Tod einflussreiche Kommandeure und trugen voller stolz den inoffiziellen Titel „Prebles Jungs“. Voller murren bemerkte Preble, dass der US Marineminister Robert Smith ( 3. November 1757 in Lancaster, Kolonie Pennsylvania, britische Kolonie – 26. November 1842 in Baltimore, Maryland ) ihm nur eine Schar von Schülern gegeben habe. Der anwesende älteste Offizier in seinem Geschwader zählte 30 Jahre und jüngste gerade einmal 15 Jahre. Nach der Unterzeichnung eines Friedensvertrages mit Marokko, errichtete Preble eine Blockade vor Tripolis. Lieutenant Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 in Sinepuxent, Maryland – 22. März 1820 in Washington DC ), Lieutenant William Bainbridge ( 7. Mai 1774 in Princeton, Provinz New Jersey, britische Kolonie – 27. Juli 1833 in Piladelphia, Pennsylvania ), Lieutenant Charles Stewart ( 28. Juli 1778 in Philadelphia, Pennsylvania – 6. November 1869 in Bordentown, New Jersey ), Captain Isaac Hull ( 9. März 1773 in Derby, Connecticut, britische Kolonie – 13. Februar 1843 in Philadelphia, Pennsylvania ), Lieutenant Thomas Macdonough ( 30. Dezember 1783 in The Trap, New Castle County, Delaware – 10. November 1825 auf See an Bord der USS EDWIN in der Nähe von Gibraltar ), Lieutenant James Lawrence ( 1. Oktober 1781 in Burlington, New Jersey – 4. Juni 1813 auf See auf dem weg nach Halifax, nova Scotia, Kanada ) und David Porter ( 1. Februar 1780 in Boston, Massachusetts – 3. März 1843 in konstantinopel, Osmanisches Reich ) dienten unter dem Kommando von Preble vor Tripolis. Commander Edward Preble befehligte die Verbrennung der Fregatte USS PHILADELPHIA, die am 31. Oktober 1803 in die Hände der Korsaren von Tripolis gefallen war. Lieutenant Stephen Decatur, Jr. leitete zusammen mit seinem Bruder James Decatur ( 1782 in Maryland – 5. August 1804 vor Tripolis an Bord eines Kanonenbootes ) am 16. Februar 1804 die Operation. Damit sollte verhindert werden, dass die von den Korsaren gefangen genommene Fregatte wieder seetüchtig gemacht werden konnte. Hätte Tripolis die Nutzung der USS PHILADELPHIA erlangt, wäre die gesamte Blockade durch das amerikanische Mittelmeergeschwader und dessen Erfolge umsonst gewesen. Im Laufe seiner Karriere half Edward Preble viele der Regeln und Vorschriften der modernen US Navy festzulegen. Er wurde als strenger Zuchtmeister beschrieben und verlangte auf den Schiffen unter seinem Kommando eine hohe Disziplin. Er diktierte auch, dass seine Schiffe unter Segeln einsatzbereit gehalten werden sollten, worauf viele US Navy Offiziere zu dieser Zeit nicht bestanden. Die Blockade des Mittelmeergeschwaders von Preble zeigte sehr schnell seine Wirkung. Die entschlossene Anti-Verhandlungshaltung der US Regierung brachte den gewünschten Druck für die Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens. Bis dahin hatten viele Mittelmeerstaaten, darunter auch Tripolis, hatten amerikanische Handelsschiffe geplündert, die Seeleute zu Sklaven gemacht und hohe Lösegelder erpresst, sowie Tribute verlangt. Bis dahin hatten die USA auch die verlangten Gelder bezahlt, damit die Piratenangriffe verhindert werden konnten. Doch der verlangte Tribut stieg nach jeder erfolgreichen Zahlung, ebenso wie die Brutalität der Angriffe auf die Handelsschiffe. Im September 1804 bat Commodore um seine Entlassung von seinem Kommando wegen einer langjährigen Krankheit. Im Februar 1805 kehrte er an die US Ostküste zurück und nahm in Portland, Maine eine vergleichsweise leichte Aufgabe im Schiffsbau wahr. Durch einen Kongressbeschluss im folgenden Monat verlieh man Commodore Edward Preble eine Goldmedaille für seine gezeigte Tapferkeit und das gute Benehmen seiner Person und seines Geschwaders vor Tripolis. US Präsident Thomas Jefferson bot ihm im Jahre 1806 das Kommando im Marineministerium an, aber Preble lehnte wegen seines schlechten Gesundheitszustandes dankend ab. Commodore Edward Preble starb am 25. August 1807 in Portland an einer Magen – Darm – Krankheit. Er wurde auf dem Eastern Cemetery in Portland, Maine beigesetzt.


USS PREBLE ( DD-12 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS PREBLE ( DD-12 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Edwrad Preble ernannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zwölfte Schiff aus der BAINBRIDGE – Klasse.
Auf der Union Iron Works in San Francisco, Kalifornien wurde am 21. April 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Ethel Preble taufte am 2. März 1901 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Theodore Cornell Fenton stellte am 14. Dezember 1903 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS PREBLE wurde der Pazifikflotte zugeteilt und operierte in den folgenden Jahren zusammen mit den Zerstörern der 4. und 2. Torpedoflottille entlang der US Westküste vom Bundesstaat Washington bis zum Panamakanal. Nach mehreren Übungen, an denen die USS PREBLE teilgenommen hatte, wechselte das Kriegsschiff nach San Francisco, wo es für eine mehrtätige Übung vorbereitet wurde. Am 24. August 1908 verließ der Zerstörer zusammen mit der USS STEWART ( DD-13 ),  USS WHIPPLE ( DD-15 ),
USS TRUXTUN ( DD-14 ) und USS PERRY ( DD-11 ) den Hafen und fuhren zu den Hawaiianischen Inseln. Dort wurden mehrere Flottenübungen abgehalten, an denen unter anderen auch die Panzerkreuzer USS VIRGINIA ( ACR-5 ) und USS MARYLAND ( ACR-8 ) beteiligt waren. Nach Abschluss der Übungen ging die Fahrt über Samoa und der Magdalena Bay, Baja California an die US Westküste zurück. Am 1. Dezember legten die Kriegsschiffe im Hafen von San Diego an. Das war nun der Heimathafen der sogenannten „Big Five“ Zerstörer USS PREBLE, USS STEWART, USS WHIPPLE, USS PERRY und USS HULL ( DD-7 ). Zu der Ersten Division gehörte unter anderem auch der Zerstörer USS PAUL JONES. Nach seiner Rückkehr nahm das Kriegsschiff den Betrieb entlang der Westküste wieder auf und setzte ihn bis zum 4. Februar 1909 fort, als an diesem Tag in die Mare Island Naval Shipyard, in Vallejo, Kalifornien zur Inaktivierung. Vom 23. Februar bis 17. September 1909 lag die USS PREBLE in Reserve. Anschließend gliederte man den Zerstörer in die Pazifische Torpedoflotte ein. Im Jahr 1910 wurde eine Übung vor der Küste von Alaska abgehalten. Anschließend erfolgte ein Hafenbesuch in Vancouver, Britisch Columbia, Kanada. Mit dabei waren neben der USS PREBLE die Schwesterschiffe USS STEWART, USS WHIPPLE, USS PAUL JONES ( DD-10 ) und USS TRUXTUN ( DD-14 ). Für umfangreiche Überholungsarbeiten bugsierte man die Kriegsschiffe USS PREBLE, USS PERRY und USS HOPKINS ( DD-6 ), das Torpedoboot USS FARRAGUT ( TB-11 ) sowie den Geschützten Kreuzer USS CLEVELAND ( C-9 ) mit Hilfe des Schleppers USS UNADILLA ( YA-4 ) in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo in das Trockendock Nummer 2, wo sie noch am14. Dezember 1911 lagen. Auch im folgenden Jahr bugsierte man für umfangreiche Überholungsarbeiten die USS PREBLE auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo in das Trockendock Nummer 2, wo die USS PREBLE, USS PAUL JONES, USS WHIPPLE, USS TRUXTUN und USS STEWART noch am 26. Dezember 1912 lagen. Nach dem ausdocken folgten für die USS PREBLE Torpedo- und Schießübungen sowie Minensuchoperationen. Man versetzte das Kriegsschiff am 19. Juni 1913 erneut in die Reserve. Bis zum 23. April 1914 blieb das Kriegsschiff auf der Mare Island, danach nahm es seinen normalen Dienstbetrieb mit der Torpedo-Flottille wieder auf. Im Juni 1914 lag die USS PPEBLE im Golf von Kalifornien und beobachtete zusammen mit dem Zerstörer USS PERRY, dem Panzerkreuzer USS CALIFORNIA ( ACR-6 ) und dem Geschützten Kreuzer USS NEW ORLEANS während des Mexikanischen Bürgerkrieges die dritte und vierte Schlacht von Topolobampo. Im Sommer 1915 beteiligte sich der Zerstörer USS PREBLE an einer neuerlichen Kreuzfahrt nach Seward, Alaska zusammen mit den Schwesterschiffen USS PAUL JONES, USS PERRY und USS STEWART, um logistische Informationen zu sammeln. Dann erfolgte für den Zerstörer ein weiterer Reservestatus vom 25. Oktober 1916 bis zum 3. April 1917. Am 6. April 1917 traten die USA in den Ersten Weltkrieg ein. Die USS PREBLE legte am 30. April in San Diego ab und fuhr zum Panamakanal. Nach dessen Durchquerung legte der Zerstörer am 13. Juli in seinem neuen Heimathafen Norfolk, Virginia an. Das Kriegsschiff beteiligte sich bis zum Ende des Ersten Weltkrieges an der Sicherung von Schiffskonvois entlang der US Ostküste. Nach dem Waffenstillstand fuhr der Zerstörer ab dem 29. Januar 1919 entlang der US Ostküste nordwärts bis nach New York. Hier begann für das Kriegsschiff die Inaktivierung. Anschließend wechselte es nach Philadelphia, Pennsylvania in die Philadelphia Navy Yard. Dort lagen an den Reserve Kais mehrere Zerstörer. So die USS PREBLE, USS PAUL JONES, USS PERRY, USS STEWART, USS WHIPPLE, USS WORDEN ( DD-16 ), USS HULL ( DD-7 ), USS HOPKINS ( DD-6 ), USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS TRUXTUN ( DD-14 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Dann erfolgte für den Zerstörer am 11. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS PREBLE ( DD-12 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 3. Januar 1920 für 10.877 Dollar an Joseph G. Hitner in Philadelphia zum verschrotten.   


USS PREBLE ( DD-12 )
Commanding Officer
 

LT Theodore Cornell Fenton    14. Dezember 1903 – 9. Juli 1904
LCDR Robert Files Lopez    9. Juli 1904 – 24. Mai 1906
LT Frederick Newton Freeman    24. Mai 1906 – 9. Dezember 1908
LT Charles Edgar Brillhart    9. Dezember 1908 – 15. Dezember 1909
ENS Charles Armijo Woodruff    15. Dezember 1909 – 31. Dezember 1909
LT Ernest Arthur Swanson    31. Dezember 1909 – 23. Juli 1910
LTJG Ross Sherman Culp    23. Juli 1910 – 9. Februar 1912
LTJG Charles Felton Pousland    9. Februar 1912 – 20. Juli 1913
LT John Enoch Pond    20. Juli 1913 – 23. März 1914
LTJG Jacob Henry Klein Jr.    23. März 1914 – 23. Juli 1915
LTJG Vance Duncan Chapline    23. Juli 1915 – 3. Mai 1916
LT Harry Adrian McClure    3. Mai 1916 – 25. August 1916 (später COMO)
LTJG Harry Jefferson Abbett    25. August 1916 – 18. August 1918
LT Albert Roscoe Mack    18. August 1918 – 1. Juni 1919
LT Ralph Martin    1. Juni 1919 – 11. Juli 1919

USS PERRY ( DD-11 )

USS PERRY ( DD-11 )

Biografie

Oliver Hazard Perry
* 23. August 1785 in South Kingstown, Rhode Island
† 23. August 1819 auf See bei Port of Spain, Trinidad
war ein amerikanischer Marineoffizier und diente während des Krieges von 1812 gegen Großbritannien

Oliver Hazard Perry wurde als ältestes von acht Kindern des amerikanischen Marineoffiziers Captain Christopher Raymond Perry ( 4. Dezember 1761 – 1. Juni 1818 ) und seiner Frau Sarah Alexander Perry ( um 1768 – 4. Dezember 1830 ) geboren. Unter den jüngeren Geschwistern waren unter anderem der spätere Captain Raymond Henry Jones Perry ( 11. Januar 1789 – 12. März 1826 ), Sarah Wallace Perry ( 28. April 1791 – Januar 1851 ), Matthew Calbraith Perry ( 10. April 1794 – 4. März 1858 ), der durch die erzwungene Öffnung Japans 1853/1854 bekannt wurde, Anna Maria Perry ( 10. November 1797 – 7. Dezember 1856 ) – Frau des Commanders George Washington Rodgers, Sr. ( 1787 – 21. Mai 1832 ), Jane Tweedy Perry ( 15. Dezember 1799 – 1. Januar 1875 ) – Frau des US Congress Abgeordneten William Butler, Jr. ( 1. Februar 1790 – 25. September 1850 ), James Alexander Perry ( 26. Juni 1801 – 9. März 1822 ) und David J. Perry.
Seine Namen erhielt Oliver Hazard Perry nach seinem Großvater mütterlicherseits und einem auf See verstorbenen Onkel. Seine Familie lebte in Tower Hill, Rhode Island. Jeden Tag konnte der Junge Perry auf Segelschiffe im Hafen schauen. Seine Mutter lehrte ihm und seinen Geschwistern das lesen und schreiben und besuchte mit ihnen die Trinity Episcopal Church in Newport, Rhode Island regelmäßig. Der dortige Reverend William Smith taufte Oliver Hazard Perry im Alter von neun Jahren. Rektor der Kirche, Theodore Dehon ( 8. Dezember 1776 – 6. August 1817 ) leitete diese von Januar 1798 bis 1810 und übte einen signifikanten Einfluss auf den jungen Perry aus den man dort erzog.
Bis zum Alter von zwölf Jahren begleitete Oliver Hazard Perry seinen Vater auf die Reisen in die Karibik. Im Alter von 13 Jahren entschloss sich der willensstarke und temperamentvolle Junge für den Eintritt in die US Navy. Am 7. April 1799 trat er seinen Dienst im Rang eines Midshipman auf der von seinem Vater kommandierten Fregatte USS GENERAL GREEN ( 1799 ) an. Ihre erste Fahrt führte sie nach Kuba wo das Kriegsschiff US Handelsschiffe empfing und von Havanna aus bis zu den Vereinigten Staaten eskortierte. Während der nächsten sieben Jahre war er am unerklärten Krieg, dem Quasi Krieg mit Frankreich und an dem ersten Barbareskenkrieg mit den nordafrikanischen Piraten beteiligt. In dieser Zeit diente er an Bord der Fregatten USS ADAMS ( 1799 ), USS CONSTELLATION ( 1797 ), USS ESSEX ( 1799 ) und der USS CONSTITUTION. Seinen ersten Kampf erlebte der junge Perry am 9. Februar 1800 während des Quasi Krieges vor der Küste der französischen Kolonie Santo Domingo. Auf der Insel war der offene Kampf gegen die französischen Kolonialherren ausgebrochen. Während des Barbareskenkrieges beförderte man Anfang 1805 Oliver Hazard Perry zum Lieutenant und übertrug ihm das Kommando über den Schoner USS NAUTILUS ( 1799 ). Vom 27. April bis zum 13. Mai 1805 nahm er an der Bombardierung und der Einnahme der Hafenstadt Derne teil. Diese Operation leitete General William Eaton ( 23. Februar 1764 – 1. Juni 1811 ) und First Lieutenant Presley Neville O´Bannon ( 1776 – 12. September 1850 ) von Land aus und eroberten die Stadt mit Marinesoldaten und griechischen Söldnern. In der Stadt befand sich der regierende Pascha von Tripolis Yusuf ibn Ali Karamanli ( 1766 – 1838 ). Dieser musste sich am 13. Mai ergeben und unterzeichnete am 10. Juni 1805 einen Vertrag zur Beendigung des Krieges. Lieutenant Oliver Hazard Perry war unterdessen am 17. Mai von Derne aus wieder in See gestochen mit dem Ziel Malta. General Eaton hatte ihm Depeschen mitgegeben und sollte die Verletzten auf Malta zur Ruhe kommen lassen. Am Ende des Monats kehrte Perry mit der USS NAUTILUS nach Derne zurück und blieb bis zum 10. Juni, der Unterzeichnung des Friedensvertrages. Mit dem Schiff kehrte Perry danach wieder nach Malta zurück und wechselte auf eine amerikanische Fregatte um dort seinen Dienst dort zu versehen bis dieses Schiff in der Heimat anlangte. Dort übertrug man ihm von 1806 bis 1807 die Aufsicht über die wenig geschätzte Aufgabe in den Werften von Rhode Island und Connecticut eine Flottille von Kanonenbooten bauen zu lassen. Anfang des Jahres 1809 übernahm Lieutenant Perry das Kommando über den Schoner USS REVENGE ( 1806 ) und löste damit Lieutenant Jacob Nicolas Jones ( März 1768 – 3. August 1850 ) ab. Zunächst gehörte das Schiff zum Geschwader unter Commodore John Rodgers ( 11. Juli 1772 – 1. August 1838 ), welches an der Ostküste von Florida bis New England kreuzte und den am 1. März 1809 erlassene Intercourse Act durchzusetzen. In diesem Gesetz hieß es, dass jeglicher Handel mit englischen oder französischen Handelsleuten zu untersagen sei, es sei denn der Handel wurde in den Häfen der beiden Länder vollzogen. Die Absicht hinter diesem Gesetz war es die Wirtschaft der beiden Länder empfindlich zu treffen. Allerdings traf es die amerikanische Wirtschaft bedeutend mehr. Anfang des Jahres 1810 verlegte man den Schoner nach Charleston, South Carolina. Auf dem Weg dorthin geriet das Schiff in einen heftigen Sturm und wurde beschädigt. Hinzu kamen gesundheitliche Probleme bei Lieutenant Perry der das ungesunde Sommerklima in den Südstaaten nicht vertrug. Im April 1810 legte dann der Schoner in der Washington Navy Yard für Reparaturen an. Im folgenden Juli erreichte dann das Schiff Charleston, der neue Heimathafen des Schiffes. Kurz darauf entsandte man die USS REVENGE nach Amelia Island, Florida in spanische Hoheitsgewässer wo das amerikanische Schiff DIANA Handel trieb und damit gegen das Embargogesetz verstieß. Unter den Augen von zwei britischen Kriegsschiffen enterte Lieutenant Oliver Hazard Perry mit einer Prisenmannschaft das amerikanische Handelsschiff, beschlagnahmte es und segelte davon. In dem darauffolgenden Winter operierte Lieutenant Perry mit der USS REVENGE in den Küstengewässern und in der Nähe der Häfen von Newport, Rhode Island, New London, Connecticut und in der Gardiners Bay vor Long Island, New York. Am 9. Januar 1811 lief der Schoner auf ein Riff vor Watch Hill, Rhode Island, beim Versuch diese gefährlichen Gewässer mit einem Lotsen im dichten Nebel zu durchqueren, auf. Die Ladung des Schiffes wurde umgehend auf andere Schiffe umgeladen damit es leichter werde. Mit einem Kabel wurde es von den anderen Schiffen von dem Riff weggezogen. Das Kabel riss aber und die USS REVENGE trieb wieder auf das Riff zu und sank. Bei dem anschließenden Kriegsgerichtsverfahren wurde Lieutenant Oliver Hazard Perry von jeglicher Schuld freigesprochen und für sein umsichtiges Verhalten der Mannschaft gegenüber, während des Unterganges des Schiffes, belobigt. Die volle Verantwortung über das Schiffsunglück musste der Lotse tragen. Nach dem Kriegsgerichtsverfahren schied Lieutenant Perry zunächst erst einmal aus dem aktiven Dienst bei der US Navy aus. Er heiratete am 5. Mai 1811 in Newport die zwanzigjährige Elizabeth Champlin Mason ( 12. Februar 1791 – 11. Februar 1858 ), Tochter von Dr. Benjamin Mason, die er im Jahre 1807 bei einem Tanz kennen gelernt hatte. Reverend Samuel Towle vollführte die Trauung. Die beiden Jungvermählten genossen eine ausgedehnte Hochzeitsreise quer durch New England. Insgesamt fünf Kinder hatte das Paar. Der älteste Sohn war Christopher Grant Champlin Perry ( 2. April 1812 – 1857 ) – er diente als Kommandeur der Artillerie Company in Newport von 1848 an bis zu seinem Tod – , danach folgten Oliver Hazard Perry II ( 1813 – 1814 ), Oliver Hazard Perry, Jr. ( 23. Februar 1815 – 20. August 1878 ) – dieser war mit Elizabeth Ann Randolph ( 1816 – 1847 ) und nach deren Tod mit Mary Ann Moseley verheiratet, ging 1829 zur US Navy und erreichte den Rang eines Lieutenant, verließ resignierend 1849 die Navy -, Christopher Raymond Perry ( 29. Juni 1818 – 1848 ) war Absolvent der US Military Academy in West Point im Jahre 1842, diente während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges und kämpfte am 8. Mai 1846 in der Schlacht von Resaca-de-la-Alto und am 9. Mai 1846 in der Schlacht de-la Palma, verstarb im aktiven Dienst im Rang eines First Lieutenant – und Elizabeth Mason Perry ( 15. September 1819 – 1842 ) die am 2. März 1841 Reverend Francis Vinton, Rektor der Trinity Episcopal Church in Newport, heiratete. Im Mai 1812 berief man Perry in den aktiven Dienst in der US Navy und beförderte ihn zum Master Commander. Mit Ausbruch der Kampfhandlungen des Krieges von 1812 am 18. Juni 1812, sahen sich die Amerikaner einer großen britischen Marine in den Großen Seen, mit Ausnahme des Lake Huron, gegenüber die diese kontrollierten. Die amerikanischen Seestreitkräfte dort waren sehr klein und auch nicht ausgebildet für größere Kampfhandlungen. Perry erhielt gleich wenige Tage nach Kriegsausbruch das Kommando über eine Flottille von 12 Kanonenbooten die in Newport und New London vor Anker lagen. Er erkannte sofort, dass der Krieg zur See auf den Großen Seen geführt werden musste. Vergeblich versuchte er ein Kommando auf hoher See oder auf den Großen Seen zu bekommen. Im Februar 1813 erhielt er aber eine Depesche in dem er sich unverzüglich bei Commodore Isaac Chauncey ( 20. Februar 1779 – 27. Januar 1840 ) in Sackets Harbor am Ontariosee zu melden habe. Commodore Chauncey übertrug Perry die im Aufbau befindliche Flottille im Eriesee. Diese wurde in einem natürlichen Hafen mit einem hohen Eichenbestand in der Presque Isle Bay in Erie, Pennsylvania von Segelmeister Daniel Dobbins ( 5. Januar 1776 – 29. Februar 1856 ) gebaut. Dieser hatte dazu die nötigen Befehle von Marineminister Paul Hamilton ( 16. Oktober 1762 – 30. Juni 1816 ) erhalten. Perry selber war bis zur Fertigstellung dieser Flottille der Chefmarineoffizier. Mit großer Tatkraft wurde eine schlagkräftige Flotte aufgebaut und das Wettrüsten gegen den durch Nachschub, Waffen, Ausrüstungsgegenstände und ausgebildete Seeleute ins Hintertreffen geratene britische Commander Robert Heriot Barclay ( 18. September 1786 – 8. Mai 1837 ) gewonnen. In derselben Zeit wie die Amerikaner die beiden Briggs USS NIAGARA und USS LAWRENCE, beide mit 20 Kanonen bestückt, bauten, schafften die Briten nur die Brigg HMS DETROIT, ebenfalls mit 20 Kanonen bestückt. Ein weiterer Nachteil für Barclay war die amerikanische Artillerie. Diese hatten wesentlich bessere großkalibrige Geschütze. Aufgrund zunehmender Nachschubprobleme der Briten war Barclay gezwungen Perry zu einer Schlacht auf offener See herauszufordern. Die Briten hatten für diese Schlacht gerade einmal sechs Schiffe. Das waren die Briggs HMS DETROIT, welches auch das Flaggschiff war, der HMS QUEEN CHARLOTTE und der HMS HUNTER, die Schoner HMS LADY PREVOST und HMS CHIPPEWAY und die Schaluppe HMS LITTLE BELT. Die Amerikaner konnten elf Schiffe in die Schlacht führen. Das waren die Briggs USS LAWRENCE, welche auch das Flaggschiff war, die USS NIAGARA und USS CALEDONIA, die Schoner USS ARIEL, USS SCORPION, USS SOMERS, USS PORCUPINE, CHESAPEAKE und USS TIGRESS sowie die Schaluppe USS TRIPPE. Artilleristisch war die Überlegenheit der Amerikaner noch größer. Die britischen Schiffe hatten teilweise nur leichte bis unzureichende Geschütze an Bord. Während eine Breitseite der Amerikaner zusammen rund 896 Pfund wog kamen die Briten lediglich auf 459 Pfund. Bei Tagesanbruch am 10. September 1813 sichteten die Mannschaften auf den in der Put in Bay, Ohio vor Anker liegenden amerikanischen Schiffe die Briten. Diese bildeten eine Gefechtslinie. Die Amerikaner unter Perry griffen die Briten in einer unregelmäßigen Linie an und näherten sich in einem spitzen Winkel. Auf amerikanischer Seite trugen bei dem sich entwickelnden Gefecht die USS LAWRENCE, die USS SCORPION, die USS ARIEL, die USS CHESAPEAKE und die USS CALEDONIA sowie auf der britischen Seite die HMS DETROIT, die HMS QUEEN CHARLOTTE und die HMS CHIPPEWAY die Hauptlast. In einem erbitterten Gefecht gelang es den Briten die USS LAWRENCE außer Gefecht zu setzen und zum Wrack zu schießen. Dabei erlitten sie jedoch selber erhebliche Schäden an ihren Schiffen, insbesondere an der HMS DETROIT und der HMS QUEEN CHARLOTTE. Commander Barclay wurde gleich zu Anfang des Gefechts schwer verwundet und unter Deck gebracht. Nachdem er erfuhr, dass das Flaggschiff von Perry nur noch ein Wrack war, ließ er ein kleines Boot zu Perry rudern um ihn aufzufordern die Flagge zu streichen. Perry rief daraufhin zum Kapitän der USS LAWRENCE Captain James Lawrence ( 1. Oktober 1781 – 4. Juni 1813 ) „Geben Sie nicht das Schiff“. Perry, Captain Lawrence, der Kaplan des Schiffes, der Zahlmeister und die anderen noch in der Lage befindlichen Crewmitglieder zündeten eine letzte Breitseite. Danach ließ sich Perry von seinem Flaggschiff durch schweres Geschützfeuer zur rund eine halbe Meile entfernte USS NIAGARA rudern die bis dahin noch nicht voll in das Gefecht eingegriffen hatte. Er übernahm von Captain Jesse Duncan Elliot ( 14. Juli 1782 – 10. Dezember 1845 ) das Kommando über die Brigg und führte das bis dahin fast unbeschädigte Schiff sowie die drei bis dahin noch nicht am Kampf teilgenommenen Schiffe zum Durchbruch durch die britischen Linien. Diese setzten sich erbittert zur Wehr, waren aber durch das vorangegangene Gefecht schon so stark beschädigt und teilweise manövrierunfähig. Nach einem vierstündigen Gefecht, gegen 15: 00 Uhr strich man auf der HMS DETROIT die Flagge. Fast alle britischen Schiffe waren nur noch Wracks. Lediglich die HMS LITTLE BELT und die HMS CHIPPEWAY waren noch in der Lage einen Fluchtversuch zu starten. Beide Schiffe wurden aber von der USS TRIPPE und der USS SCORPION eingeholt und ergaben sich. Obwohl Perry den Kampf an Bord der USS NIAGARA gewonnen hatte, begab er sich wieder an Bord der zurückeroberten USS LAWRENCE und erbat sich dort die britische Kapitulation. Nach der Schlacht waren auf amerikanischer Seite 27 Tote und 96 Verwundete zu beklagen. Den Hauptteil davon trug die USS LAWRENCE. Von den 103 Besatzungsmitgliedern waren 83 tot oder verwundet. Auf Seiten der Briten gab es 41 Tote und 94 Verwundete. Perry sandte an General William Henry Harrison ( 9. Februar 1773 – 4. April 1841 ) die Nachricht des Sieges wie folgt: „Werter Herr General. Wir haben den Feind getroffen und der Sieg ist unser. Zwei Schiffe, zwei Briggs einen Schoner und eine Schaluppe. Ihr mit der größten Rücksicht und Wertschätzung, O. H. Perry“. Dies war das erste Mal, dass ein gesamtes britisches Marinegeschwader sich den Amerikanern ergeben hatte, alle Schiffe gefangen genommen und nach Presque Isle gebracht wurde. Perry und Elliott wurden als Nationalhelden gefeiert. Dieser Sieg hatte eine unverhältnismäßige Bedeutung. General Harrison konnte nun mit Hilfe der Schiffe von Perry am 5. Oktober 1813 die Schlacht am Thames River gewinnen. Damit war der Eriesee frei von Rotröcken und die Invasion von Kanada greifbar. Im Vorfeld war Perry an neun weiteren Schlachten beteiligt. So unter anderem in der Schlacht von Fort George, Ontario und im Kampf um die Zerstörung der britischen Munition bei dem alten Fort Erie. Nach dem Ende der Kampfhandlungen am Eriesee kam man dem Wunsch von Perry nach und versetzte ihn wieder nach Neuengland. Dort beförderte man ihn am 6. Januar 1814 zum Captain, zeichnete ihn mit der Congressional Gold Medal und dem Dank des Kongresses ausund übertrug ihm das Kommando über eine Kanonenbootflottille in Newport. Im Juli 1814 übertrug man Perry das Kommando über die in der Werft von Flannigan & Parsons in Baltimore im Bau befindliche 44 Kanonen führende Fregatte USS JAVA ( 1815 ). Während der britischen Invasion der Chesapeake Bay nahm Perry im Sommer 1814 an den vergeblichen Bemühungen zur Verteidigung von Washington und an der erfolgreichen Verteidigung von Baltimore teil. Der Krieg war durch den Friedensvertrag von Gent im Dezember 1814 beendet, da befand sich die Fregatte noch immer im Bau. Erst am 5. August 1815 verließ Perry mit der USS JAVA Baltimore und segelte nach Hampton Roads und New York um sich dort eine Ersatztakelage zuzulegen. Von dort aus segelte er nach Newport um seine Crew aufzufüllen. Am 22. Januar 1816 verließ die USS JAVA Newport und stach in See mit dem Ziel Mittelmeer wo die Fregatte im Zweiten Barbareskenkrieg dienen sollte. In offener See geriet das Schiff in einen heftigen Sturm. Dabei brach ein Mast auf dem zehn Matrosen sich befanden um die Segel einzuholen. Fünf von ihnen wurden sofort getötet. Im April erreichte die Fregatte Algier wo Perry an Land ging und den Dey von Algier überredete den im Sommer des vergangenen Jahres ausgehandelten und unterzeichneten Vertrag zu respektieren. Nach einer Demonstration der Stärke im Verband mit der USS CONSTELLATION, USS ONTARIO und USS ERIE zeigte Perry die Entschlossenheit der Vereinigten Staaten. Es folgte eine Kreuzfahrt im Mittelmeer mit den Besuchen der Häfen von Syrakus, Messina, Palermo, Tunis, Gibraltar und Neapel. In Neapel ereignete sich dann ein Zwischenfall während das Schiff vor Anker lag. Es kam zu einem Streit zwischen Perry und John Heath, dem Kommandanten der Marineinfanterie an Bord der USS JAVA. Im Verlauf dieses Streits ohrfeigte Perry den Marineinfanterist. In einem darauffolgenden Kriegsgerichtsverfahren wurden beide für schuldig gesprochen, erhielten aber nur einen milden Tadel. Danach hievte man den Anker der USS JAVA wieder auf und man segelte in Richtung Heimat. Anfang 1817 legte die Fregatte in Boston an. Am 19. Oktober 1817 forderte John Heath Perry zu einem Pistolenduell in Weehawken, New Jersey heraus, wo schon Aaron Burr ( 6. Februar 1756 – 14. September 1836 ) Alexander Hamilton ( 11. Januar 1755 – 12. Juli 1804 ) bei einem Duell erschoss. Heath hatte bei seinem Duell den ersten Schuss, verfehlte aber Perry. Dieser verweigerte daraufhin sein Recht auf Heath die Pistole abzufeuern. Beide blieben unverletzt. Nach der Rückkehr von Oliver Hazard Perry aus dem Mittelmeerraum flammte der Streit zwischen ihm und Captain Jesse Duncan Elliot wieder neu auf. Nach einem Austausch beleidigender Briefe auf beiden Seiten, riss Elliot der Geduldsfaden und forderte Perry zum Duell. Doch Perry lehnte dies rundweg ab. Stattdessen entschied er sich eine formelle Anklage vor einem Kriegsgericht gegen Elliott einzureichen. Darin warf Perry Elliot schwere Pflichtverletzungen während der Schlacht auf dem Eriesee vor. Die US Regierung, allen voran der Marineminister Smith Thompson ( 17. Januar 1768 – 18. Dezember 1843 ) und der US Präsident James Monroe ( 28. April 1758 – 4. Juli 1831 ), hatte kein Interesse an einem Gerichtsverfahren durch welches die beiden Hochdekorierten Seehelden öffentlichen Schaden nehmen könnten. Um den ungestümen Perry zu beruhigen beförderte man ihn in den Rang eines Commodore und Präsident Monroe übertrug ihm eine diplomatische Mission nach Venezuela in Südamerika. Im Austausch dafür sollte die Anklage gegen Elliott fallen gelassen werden. Ein offizielles Ende dieses Streits wurde damit gefunden, obwohl noch ein Vierteljahrhundert lang über diesen diskutiert wurde. Im Juni 1819 segelte Perry an Bord der Fregatte USS JOHN ADAMS bis zur Mündung des Orinoko wo er an Bord des Schoners USS NONSUCH wechselte. Mit diesem Schiff das keinen großen Tiefgang hatte, reiste er Stromaufwärts bis nach Angostura, der damaligen Hauptstadt Venezuelas, wo er am 27. Juli 1819 ankam. Mit Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar y Palacios Ponte y Blanco, bekannt als Simon Bolivar ( 24. Juli 1783 – 17. Dezember 1830 ), beriet Perry über die Zerschlagung der Piraterie in der Karibik. Zweieinhalb Wochen blieb Perry in Angostura. Durch Mückenstiche erkrankte er sowie zwanzig weitere Besatzungsmitglieder an Gelbfieber. Am 15. August legte die USS NONSUCH in Angostura ab. Da fühlte sich Perry noch gesund. Doch schon zwei Tage später fiel er durch Fieber in ein Delirium. Sein Zustand verschlechterte sich zusehends. Die Mannschaft versuchte so schnell wie möglich nach Port of Spain, Trinidad zu gelangen wo ihm geholfen werden konnte. Doch an seinem 34. Geburtstag, den 23. August 1819, hatte Perry auf offener See den Kampf mit der Krankheit verloren. Man begrub ihn mit allen militärischen Ehren auf Port of Spain und damit auf britischem Boden. 1826 exhumierte man seine sterblichen Überreste und überführte sie in die Vereinigten Staaten von Amerika. Auf dem alten Common Burial Ground Friedhof in Newport setzte man diese dann bei. Doch später bettete man seine sterblichen Überreste neben denen seines Bruders Matthew Calbraith Perry auf dem Inselfriedhof in Newport.
Sechs Schiffe sind bei der US Navy und ein Schiff bei der US Army zu Ehren von Commodore Oliver Hazard Perry benannt worden.

Das erste Schiff bei der US Navy war die Brigg USS PERRY ( 1843 ).
Das zweite Schiff war die bewaffnete Seitenradfähre USS COMMODORE PERRY ( 1859 ).
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS PERRY ( DD-11 ) aus der BAINBRIDGE – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS PERRY ( DD-340 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das fünfte Schiff war der Zerstörer USS PERRY ( DD-844 ) aus der GEARING – Klasse.
Das sechste Schiff war die Lenkwaffenfregatte USS OLIVER HAZARD PERRY ( FFG-7 ) aus der gleichnamigen Klasse.
Das eine Schiff das bei der US Army zu Ehren von Commodore Oliver Hazard Perry benannt worden ist, war das Libertyschiff USAT OLIVER HAZARD PERRY ( 2725 ) mit der Baunummer 278. Es wurde am 15. September 1941 auf Kiel gelegt und am 18. Februar 1942 in den Dienst gestellt. 1971 verschrottete man es.


USS PERRY ( DD-11 ) 

Schiffsbiografie

 Die USS PERRY ( DD-11 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Oliver Hazard Perry benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das elfte Schiff aus der BAINBRIDGE – Klasse.
Auf der Union Iron Works in San Francisco, Kalifornien wurde am 19. April 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Maude O’Connor taufte am 27. Oktober 1900 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Theodore Cornell Fenton stellte am 4. September 1902 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS PERRY wurde der Pazifischen Torpedoflotte zugeteilt. Der Heimathafen des Zerstörers war in den ersten Jahren Mare Island in Vallejo, Kalifornien. Das Kriegsschiff beteiligte sich jedes Jahr an mehreren Übungen die in den Gewässern vor Alaska, entlang der US Westküste und der Westküste von Mexiko durchgeführt wurden. Der wahrscheinliche Karrierehöhepunkt der USS PERRY war während des aufgetretenen Erdbebens am 18. April 1906 in San Francisco, Kalifornien. Neben dem Erdbeben wurde die Stadt auch durch die ausgebrochenen Brände verwüstet. Vier Tage lang traten noch Nachbeben auf. Dabei wurde das Kriegsschiff selbst im Wasser wie eine Nussschale hin und hergeworfen. Die gesamte Mannschaft versuchte den Bewohnern der Stadt so gut es ging zu helfen. So wurden die Feuerwehrleute der USS PERRY abgestellt, die bei der Bekämpfung der entstandenen Brände beteiligt waren. Andere Mannschaftsmitglieder patrouillierten in ihren vorgegebenen Stadtbezirken in denen Geschäfte, Lagerhäuser und Wohnungen von Plünderern heimgesucht werden könnten. Das medizinische Personal des Zerstörers beteiligte sich an der Erstversorgung von Männern, Frauen und Kindern. Für die USS PERRY erfolgte dann am 1. November 1906 die Außerdienststellung, die bis zum 11. Juli 1907 währte. Im Jahre 1908 fuhr der Zerstörer nach San Diego, Kalifornien. Hier begrüßte man im Mai die im Pazifik neu eingetroffenen Zerstörer USS STEWART ( DD-13 ), und USS WHIPPLE ( DD-15 ). Nach mehreren gemeinsamen Übungen wechselten die Kriegsschiffe nach San Francisco, wo sie für eine mehrtätige Übung vorbereitet wurden. Am 24. August verließ die USS PERRY zusammen mit der USS STEWART, USS WHIPPLE, USS TRUXTUN ( DD-14 ) und USS PREBLE ( DD-12 ) den Hafen und fuhren zu den Hawaiianischen Inseln. Dort wurden mehrere Flottenübungen abgehalten, an denen unter anderen auch die Panzerkreuzer USS VIRGINIA ( ACR-5 ) und USS MARYLAND ( ACR-8 ) beteiligt waren. Nach Abschluss der Übungen ging die Fahrt über Samoa und der Magdalena Bay, Baja California an die US Westküste zurück. Am 1. Dezember legten die Kriegsschiffe im Hafen von San Diego an. Das war nun der Heimathafen der sogenannten „Big Five“ Zerstörer USS PERRY, USS STEWART, USS WHIPPLE, USS HULL ( DD-7 ) und USS PREBLE ( DD-12 ). Zu der Ersten Division gehörte unter anderem auch der Zerstörer USS PAUL JONES. Für umfangreiche Überholungsarbeiten bugsierte man die Kriegsschiffe USS PERRY, USS PREBL und USS HOPKINS ( DD-6 ), das Torpedoboot USS FARRAGUT ( TB-11 ) sowie den Geschützten Kreuzer USS CLEVELAND ( C-9 ) mit Hilfe des Schleppers USS UNADILLA ( YA-4 ) in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo in das Trockendock Nummer 2, wo sie noch am14. Dezember 1911 lagen. Im Juni 1914 lag die USS PERRY im Golf von Kalifornien und beobachtete zusammen mit dem Zerstörer USS PREBLE, dem Panzerkreuzer USS CALIFORNIA ( ACR-6 ) und dem Geschützten Kreuzer USS NEW ORLEANS während des Mexikanischen Bürgerkrieges die dritte und vierte Schlacht von Topolobampo. Im Sommer 1915 beteiligte sich die USS PERRY an einer Kreuzfahrt nach Seward, Alaska zusammen mit den Schwesterschiffen USS PAUL JONES, USS PREBLE und USS STEWART, um logistische Informationen zu sammeln. Ansonsten operierte der Zerstörer auch im folgenden Jahr entlang der US Westküste und besuchte dortige Häfen. Am 6. April 1917 traten die USA in den Ersten Weltkrieg ein. Die USS PERRY patrouillierte in diesen Tagen vor der kalifornischen Küste bis nach Panama. Ab dem 28. Juli durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und bewachte diesen auf der atlantischen Seite. Erst am 30. Mai 1918 verließ das Kriegsschiff diesen Posten und fuhr nach Key West, Florida. Vor den Florida Keys patrouillierte nun die USS PERRY und sicherte diese gegen feindliche U-Boote. Nach dem Waffenstillstand fuhr der Zerstörer ab dem 29. Januar 1919 entlang der US Ostküste nordwärts bis zur Delaware Bay. Hier begann für das Kriegsschiff die Inaktivierung. Anschließend wechselte es nach Philadelphia, Pennsylvania
in die Philadelphia Navy Yard. Dort lagen an den Reserve Kais mehrere Zerstörer. So am 13. Juni die USS PERRY, USS STEWART, USS WHIPPLE, USS PAUL JONES, USS PREBLE, USS WORDEN ( DD-16 ), USS HULL ( DD-7 ), USS HOPKINS ( DD-6 ), USS DECATUR ( DD-5 ), USS LAWRENCE ( DD-8 ), USS DALE ( DD-4 ), USS TRUXTUN ( DD-14 ), USS BAINBRIDGE ( DD-1 ) und USS BARRY ( DD-2 ). Dann erfolgte für den Zerstörer am 2. Juli 1919 die Außerdienststellung. Schon am 15. September 1919 strich man den Namen USS PERRY ( DD-11 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 3. Januar 1920 für 10.855 Dollar an Joseph G. Hitner in Philadelphia zum verschrotten.   


USS PERRY ( DD-11 )
Commanding Officer
 

LT Theodore Cornell Fenton    4. September 1902 – 25. Juni 1904
LCDR Frank Herman Schofield    25. Juni 1904 – 1. November 1905 (später RADM)
LT Frederick Newton Freeman    1. November 1905 – 24. Mai 1906
LCDR Robert Files Lopez    24. Mai 1906 – 1. November 1906
Außerdienststellung    1. November 1906 – 11. Juli 1907
LT Edgar Brown Larimer    11. Juli 1907 – 13. Oktober 1909 (später RADM)
LT Frank McCommon    13. Oktober 1909 – 26. Mai 1910
LT Earl Roop Shipp    26. Mai 1910 – 26. Dezember 1910
ENS Thomas Alexander Symington    26. Dezember 1910 – 5. Oktober 1912
LT John Enoch Pond    5. Oktober 1912 – 19. Juni 1913
LTJG Abner Moyer Steckel    19. Juni 1913 – 11. September 1915
LTJG Harry Adrian McClure    11. September 1915 – 3. April 1916 (später COMO)
LTJG James Harvey Taylor    3. April 1916 – 5. Juli 1918
LT John Joseph Mahoney    5. Juli 1918 – 2. Juli 1919