Archiv der Kategorie: Geleitzerstörer

USS HUSE ( DE-145 )

USS HUSE ( DE-145 )

Biografie

Harry McLaren Pinckney Huse
* 8. Dezember 1858 an der US Militärakademie in West Point, New York
† 14. Mai 1942 im Bethesda Naval Hospital, Maryland
war ein Vizeadmiral bei der US Navy und ein empfänger der höchsten militärischen Auszeichnung Amerikas, der Medal of Honor, für seine Handlungen während der US Intervention in Veracruz, Mexiko

Der Vater von Harry Huse hieß Caleb Huse ( 11. Februar 1831 in Newburyport, Essex County, Massachusetts – 12. März 1905 in Highland Falls, Orange County, New York ) und dieser war ein Offizier der US Army der an der West Point Akademie als Ausbilder stationiert. Die Mutter von Harry Huse hieß Harriet Pinckney Huse ( 8. Oktober 1830 in Phelps, Ontario County, New York – 12. Mai 1911 in Highland Falls, Orange County, New York ). Harry Huse hatte vierzehn Geschwister. Er wurde im September 1874 in die US Naval Academy aufgenommen und bestand diese im Juni 1878. In den folgenden Jahren hatte er auf See seinen Dienst zu versehen wie auch an Land, ebenso an der Naval Academy, wo er mehrere Semester unterrichtete. Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges bekleidete er den Rang eines Lieutenant und war auf dem Kanonenboot USS GLOUCESTER ( 1891 ) der Exekutive Officer. Er nahm in diesem Kriege an der Schlacht von Santiago de Cuba am 3. Juli 1898 teil und führte am 25. Juli im Hafen von Guanica, Puerto Rico eine Einheit von 28 Matrosen und Marines des Schiffes an Land. Die USS GLOUCESTER war das erste Schiff von einer amerikanischen Invasionsflotte unter dem Befehl von General Nelson Appleton Miles ( 8. August 1839 – 15. Mai 1925 ) die dort einen Brückenkopf anlegte. Dort am Strand vor Guanica wehte eine spanische Flagge die die Matrosen durch eine amerikanische Flagge ersetzten und danach ein Maschinengewehrnest erbauten das mit Stacheldraht gesichert wurde. Puertoricanische Miliz griff daraufhin die Matrosen am Strand an und wurden mit Hilfe der Geschütze von der USS GLOUCESTER zurück gewiesen. Nach diesem Gefecht landeten die amerikanischen Truppen und besetzten die Insel. Nach dem Ende dieses Krieges beförderte man Huse zum LCDR und übertrug ihm 1901 das Kommando über das Kanonenboot USS VILLALOBOS ( PG-42 ) das auf den Philippinen stationiert war. Bis zum 20. November 1902 wo das Schiff in Cavite außer Dienst gestellt wurde, behielt er das Kommando. Von den Philippinen wechselte er an die Naval Academy wo er für fünf Jahre Ausbilderim Fach Mathematik war. 1907 erhielt er den Rang eines Commanders verliehen und m,an übertrug ihm das Kommando über den Monitor USS NEVADA ( BM-8 ). Am 23. Oktober 1908 übernahm Huse dann das Versorgungsschiff USS CELTIC ( AF-2 ) das er an diesem Tage nach einer Ruhephase wegen Reparaturarbeiten wieder in den Dienst der US Navy stellte. Er übergab im Januar 1909 das Kommando an LCDR George Franklin Cooper ( 1869 – 1928 ). Huse beförderte man noch im selben Jahr 1909 zum Captain und übertrug ihm das Kommando über die Philadelphia Navy Yard. 1911 war er Kommandant des Schlachtschiffes USS VERMONT ( BB-20 ) und 1914 hatte er den Posten des Stabschefs unter Rear Admiral Frank Freitag Fletcher ( 23. November 1855 – 28. November 1928 ) inne, der von der Atlantikflotte eine Schlachtschiff Division kommandierte. Unter diesem Kommando war Huse an der Schlacht um Veracruz, Mexiko während des Tampico Vorfalls beteiligt. Danach besuchte Huse das Naval War College und absolvierte es 1915. Mitte 1916 beförderte man Huse zum Rear Admiral während er noch am War College studierte. Während des Ersten Weltkriegs hatte er mehrere Positionen im Marineministerium inne. 1919 übernahm er den Befehl über die Atlantiktrainingsflotte. Von Ende 1919 bis Anfang 1921 war Huse Senior Mitglied der US Navy Vertreter in der Internationalen Alliierten Marine Waffenstillstands Kommission und der Kontrollkommission der Internationalen Alliierten Marinen. Mit dem temporären Rang eines Vizeadmirals, in den er am 25. Juni 1920 befördert worden war, übernahm Huse außerdem das Kommando über die US Naval Forces in europäischen Gewässern. Nach der Rückkehr in die Vereinigten Staaten übertrug man ihm am 5. Februar 1921 das Kommando über den Dritten Naval District mit dem Hauptsitz New York City und integrierte ihn vom 26. Juli 1921 bis zum 3. Dezember 1922 als Mitglied in den Verwaltungsrat der US Navy. Im Dezember 1922 beendete Rear Admiral Huse seinen aktiven Dienst bei der US Navy und ging in den Ruhestand. Später beförderte man ihn noch den Rang eines Vizeadmirals. Huse ließ sich für den Rest seines Lebens in Washington D. C. nieder. Er half beim schreiben eines genealogischen Buches als Co-Autor über „Die Nachkommen von Abel Huse von Newbury ( 1602 – 1690 ) mit das im Jahre 1935 veröffentlicht wurde. Harry Huse starb im Bethesda Naval Hospital am 14. Mai 1942. Seine Frau Mary Sheward Whitelock Huse ( 15. September 1886 – 17. Oktober 1949 ) ist mit ihm auf dem Arlington Nationalfriedhof begraben.


USS HUSE ( DE-145 )

Schiffsbiografie 

Die USS HUSE ( DE-145 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Vizeadmiral Harry McLaren Pinckney Huse benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebzehnte Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 11.
Januar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Jean Stockton Huse Humrichouse ( 1887 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland – 19. September 1954 in Pennsylvania ), Tochter von Vizeadmiral Harry McLaren Pinckney Huse, taufte am 23. März 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander William A. Sessions (USNR) stellte am 30. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS HUSE bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Nach den dort absolvierten Übungen kehrte der Geleitzerstörer am 25. Oktober nach Charleston zurück. Hier begann man mit der Kontrolle der Schiffshaut. Nach Abschluss dieser Arbeiten fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Hier beteiligte sich die USS HUSE zusammen mit anderen Schwesterschiffen an weiteren Trainingseinheiten. Hier sammelte sich auch der Schiffskonvoi UGS-24, der auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch Marokko gegen deutsche U-Boot Angriffe gesichert werden musste. Am 13. November verließen die Handelsschiffe Norfolk und wurden unter anderem von den Kriegsschiffen der CortDiv 7 aus der Task Force 63 eskortiert. In dieser CortDiv 7 befanden sich die Geleitzerstörer USS HUSE, USS SNOWDEN ( DE-246 ), USS SLOAT ( DE-245 ), USS INCH ( DE-146 ), USS FROST ( DE-144 ), USS MOORE ( DE-240 ) und USS TOMICH ( DE-242 ), welche ab dem 11. November dem Konvoi UGS-24 zugeteilt waren. Ohne Ereignisse erreichten die Schiffe am 2. Dezember Casablanca. Die Geleitzerstörer patrouillierten in den Gewässern vor dem Hafen. Fünf Tage später verließ der Konvoi GUS-26 Casablanca und die Kriegsschiffe der CortDiv 7 eskortierten sie bis nach New York. In den dortigen Hafen liefen sie am 25. Dezember ein. Die USS HUSE lief noch am selben Tag in der New York Navy Yard ein und unterzog sich mehreren Reparaturen. Am 5. Januar 1944 verließ der Geleitzerstörer wieder die Werft und fuhr zum Block Island Sound, wo er zusammen mit den anderen Geleitzerstörern der CortDiv 7 am Montauk Point, Long Island für die nächste Aufgabe trainierte. Fünf Tage später verließen die Kriegsschiffe die Gewässer vor Rhode Island und fuhren nach Norfolk. Hier warteten die Handelsschiffe vom Konvoi UGS-30 auf ihre Eskorte. Die Schiffe der CortDiv 7, in ihr waren jetzt USS HUSE, USS INCH, USS FROST, USS SLOAT, USS TOMICH und USS SNOWDEN, verließen zusammen mit den Kriegsschiffen aus der Task Force 63 und den Handelsschiffen am 10. Januar Norfolk und fuhren nach Casablanca. Von diesem Hafen aus wechselte die USS HUSE für ein paar Tage nach Gibraltar und beteiligte sich zusammen mit Kriegsschiffen der Royal Navy an der Suche nach deutschen U-Booten vor der Meerenge. Am 25. Februar trat der Geleitzerstörer aber die Heimfahrt wieder an. Das Kriegsschiff erreichte am 8. März den Hafen von New York. Für die USS HUSE folgten in der New York Navy Yard erneut einige Reparaturen. Dann fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk. Hier versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 21.15. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CROATAN ( CVE-25 ) und die Geleitzerstörer USS HUSE, USS INCH, USS FROST, USS SNOWDEN und USS BARBER ( DE-161 ). Diese Schiffe begannen in der Chesapeake Bay, Virginia sich auf ihren neuen Einsatz, der Jagd nach deutschen U-Booten, vorzubereiten. Am 24. März verließen sie Norfolk und fuhren in Richtung der Azoren. In den Gewässern des Mittelatlantiks, wo die Schiffskonvois nach Nordafrika durchmussten, begannen sie mit der Suche. Schon am 7. April werden die amerikanischen Kriegsschiffe fündig. Östlich von New York erhält die USS HUSE zusammen mit dem amerikanischen Zerstörer USS CHAMPLIN ( DD-601 ), der Zerstörer gehörte zur Zerstörerdivision 32 zusammen mit den Schwesterschiffen USS BOYLE ( DD-600 ), USS NIELDS ( DD-616 ) und USS ORDRONAUX ( DD-617 ), einen Sonarkontakt vom deutschen U-Boot U-856, Kommandant Oberleutnant zur See Friedrich Wittenberg ( 28. Oktober 1918 in Wildeshaisen –  ? ). Die USS HUSE und die USS CHAMPLIN werfen nach einem Muster mehrere Wasserbomben ab. U-856 wird dabei beschädigt und muss auftauchen. Die Geschützmannschaften der USS HUSE eröffnen sofort das Feuer auf den Feind. Die Treffer sind unterhalb der Wasserlinie. Nur achtundzwanzig Mannschaftsmitglieder des U-Bootes können ihr Leben retten und aus dem U-Boot gelangen. Die restlichen siebenundzwanzig Mannschaftsmitglieder gehen mit U-856 unter. Die Kriegsschiffe der TG 21.15 verlassen nach diesem Erfolg die Gewässer östlich von New York und fuhren zu den Bermudas. Hier sollten mehrere Übungen abgehalten werden. Am 12. April verlässt die Task Group die Bermudas und fährt in ihr Einsatzgebiet. Vom 19. zum 20. April wird die Anti-U-Boot Gruppe auf U-66, Kommandant Kapitänleutnant Gerhard Seehausen ( 29. Juli 1917 in Borstel, Kreis Nienburg – 6. Mai 1944 im Mittelatlantik ), angesetzt. Man hatte von dem U-Boot einen Funkspruch aufgefangen, wo es um die Bitte um Versorgung ging. Sofort wurde das U-Boot per HF/HD eingepeilt und die Jagd begann. Bei den Kapverdischen Inseln, dem vorgegebenen Versorgungsplatz, erhielt die USS FROST in der Nacht vom 25. zum 26. April einen Sonarkontakt. Es war das deutsche U-Boot U-488, Kommandant Oberleutnant zur See Bruno Studt ( 6. April 1918 in Barmstedt, Holstein – 26. April 1944 Mittelatlantik ). Die USS INCH näherte sich im Morgengrauen dem Schwesterschiff und begann sofort mit zwei Hedgehog – Angriffen, die aber erfolglos blieben. Allerdings bildete sich ein Ölteppich auf der Wasseroberfläche. Die Geleitzerstörer USS SNOWDEN, USS FROST und USS BARBER suchten derweil mit ihrem Sonar weiterhin nach dem feindlichen U-Boot und wurden fündig. Alle drei warfen insgesamt zwei Mal 39 Wasserbomben über Bord. Es folgten zwei gewaltige Unterwasserexplosionen. Auf der Position 17° 54’ Nord 38° 05’ West wurde U-488 versenkt. Alle 64 Besatzungsmitglieder fanden den Tod. Die Kriegsschiffe von TG 21.15 verließen am 5. Mai ihr Operationsgebiet und fuhren nach Norfolk. Die USS HUSE wechselte von dort aus in die Brooklyn Navy Yard, New York und musste sich vom 11. Mai bis zum 3. Juni einigen Reparaturen unterziehen. Außerdem mussten Wasserbomben und andere Munition an Bord der Schiffe gebracht werden. Am 3. Juni verließ der Geleitzerstörer die werft und fuhr nach Norfolk zu den Schiffen der TG. Am 4. Juni stachen sie wieder in See und fuhren in die Gewässer bei den Azoren. Diesmal gehörte die USS HUSE zur Tak Group 22.5. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CROATAN und die Geleitzerstörer USS HUSE, USS INCH, USS SNOWDEN, USS FROST, USS BARBER und USS SWASEY ( DE-248 ). Diese Kriegsschiffe lösen eine andere Hunter – Killer – Group in den Gewässern ab. Am Abend des 10. Juni nimmt die USS HUSE zusammen mit USS FROST und USS INCH einen HF / HD Kontakt auf und beginnt mit der Suche nach dem feindlichen U-Boot. Mit Beginn der Abenddämmerung des 11. Juni wird es entdeckt. Die USS HUSE und die USS FROST beginnen mit dem Abwerfen von Wasserbomben, so dass das deutsche U-Boot, ein Versorgungstanker auf seiner ersten Feindfahrt, U-490, Kommandant Oberleutnant zur See der Reserve Wilhelm Gerlach ( 15. August 1905 in Eisenach – 29. August 1984 ), auftauchen muss. Die USS INCH beginnt es mit seinen starken Scheinwerfern zu beleuchten. Da wird von dem U-Boot das SOS Signal empfangen. Anfangs war man auf den amerikanischen Geleitzerstörern uneins was dies sein sollte und man es als Ablenkungstrick entlarvte. Da eröffneten die Geschützmannschaften der USS HUSE und der USS FROST das Feuer auf U-490. Wenige Augenblicke später ergab sich die gesamte Besatzung von 60 Mann, nachdem mehrere Granaten den Druckkörper durchdrungen haben. Kaum hatte das letzte deutsche Mannschaftsmitglied sich auf ein Rettungsfloss gerettet, da ging das U-Boot, dessen Lenzventile von der eigenen Besatzung geöffnet worden waren, unter. Alle 60 Marinemitglieder wurden von der USS FROST aus dem Wasser gerettet. Die Kriegsschiffe der TG 22.5 verließen wenige Tage später die Gewässer und erreichten am 26. Juni Casablanca. Hier blieben sie für vier Tage, damit frischer Kraftstoff gebunkert werden konnte. Am 30. Juni hievten die Schiffe die Anker wieder auf und stachen in See. Die Trägerflugzeuge der USS CROATAN waren wieder ständig in der Luft und suchten nach getauchten feindlichen U-Booten. Da konnte am Abend des 1. Juli eines so entdeckt werden. Die USS INCH und USS FROST werden zur Bekämpfung herangeführt. Die USS INCH kann am Morgen des 2. Juli mit seinem Sonar U-154, Kommandant Oberleutnant zur See Gerth Gemeiner ( 2. Oktober 1918 in Dresden – 3. Juli 1944 im Mittelatlantik ), erfassen und vernichten. Nach weiteren erfolglosen Patrouillen auf dem stark befahrenen Seeweg zwischen der US Ostküste und der Nordafrikanischen Küste, erreichten die Schiffe der TG 22.5 am 22. Juli den Hafen von New York. Noch am selben Tag bugsierte man die Geleitzerstörer in ein Trockendock der New York Navy Yard und begann mit den Überholungsarbeiten. Anschließend fuhren die Kriegsschiffe in die Casco Bay, Maine und begannen mit ihrem Auffrischungstraining. Nach dessen Abschluss fuhren sie nach Norfolk. Hier bildete man erneut die Task Group 22.5 mit denselben Kriegsschiffen. Am 21. August verließen sie Norfolk und fuhren zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Hier trainierten sie gemeinschaftlich und fuhren anschließend in Richtung der Azoren, um wieder Jagd auf deutsche U-Boote zu beginnen. Doch am 9. September, da befanden sie sich schon östlich der Bermudas, erhielten die Schiffe eine Hurrikanwarnung. Sechs Tage später war der Sturm abgeflaut und die Kriegsschiffe der TG begannen mit ihren Patrouillenfahrten in ihrem Einsatzgebiet. Die USS HUSE blieb in den folgenden Tagen der Nähe der USS CROARAN. Der Geleitzerstörer musste dabei drei Mal abgestürzten Piloten zu Hilfe eilen. Doch dann waren die Folgen des Hurrikans an dem Kriegsschiff deutlich zu spüren. Die USS HUSE musste für dringende Reparaturarbeiten in die New York Navy Yard in Brooklyn fahren. Dort bugsierte man den Geleitzerstörer am 2. Oktober in ein Trockendock. Nach Abschluss der Arbeiten begann die Mannschaft auf dem Kriegsschiff in der Chesapeake Bay, Virginia mit einem Auffrischungstraining. Mittlerweile erreichten die anderen Kriegsschiffe der TG 22.5 am 20. Oktober die New York Navy Yard und unterzogen sich dort einer Überholung. Anschließend trafen sie nach und nach in der Chesapeake Bay ein. Am 14. November stach die USS HUSE zusammen mit allen anderen Kriegsschiffen der TG 22.5 wieder in See und fuhr für ein Auffrischungstraining zu der Marinebasis bei den Bermudas. Sechs Wochen später legten sie in Norfolk wieder an. Am 26. Dezember verließen sie erneut den Hafen und fuhren bis in die Guantanamo Bay, Kuba. Hier trainierten die Kriegsschiffe der TG, nur für wenige Stunden und erreichten am 30. Dezember wieder Norfolk. Am Neujahrstag verließ die USS HUSE und die anderen Kriegsschiffe der TG wieder den Hafen und fuhr nach Baltimore, Maryland. Dort sollten sich die Besatzungen vom 2. bis zum 5. Januar 1945 von den letzten Einsätzen erholen. Doch schon am 10. Januar lagen die Kriegsschiffe wieder bei den Bermuda Inseln und patrouillierten dort. Doch es gab keine Ereignisse, so dass sie am 4. Februar wieder in den Hafen von New York einliefen. Diesmal dauerten die Überholungsarbeiten an den Geleitzerstörern länger. Anschließend gab es erneut ein Auffrischungstraining in der Chesapeake Bay. Mitte März waren mehrere deutsche U-Boote gleichzeitig ausgelaufen und sollten im Nordatlantik den Kampf gegen alliierte Schiffskonvois aufnehmen. Die Hunter Killer Group stach am 25. März wieder in See und fuhr in die Gewässer des Nordatlantiks. Die Alliierten begannen zur Abwehr der deutschen U-Boote mit der Operation „Teardrop“. Gleichzeitig hat man auf alliierter Seite die Vermutung, dass die Deutschen auf geschleppten Starterbehältern von den Azoren aus mit V-2 Raketen auf amerikanische Städte feuern könnten. Doch dazu kam es nicht mehr. Zur Abwehr der U-Boote wurden zwei Task Groups ausgesandt. Zum einen die TG 22.2 und zum anderen die TG 22.5. In der TG 22.5 befand sich der Geleitflugzeugträger USS CROATAN und die Geleitzerstörer USS HUSE, USS INCH, USS FROST, USS SWASEY, USS STANTON ( DE-247 ), USS CARTER ( DE-112 ), USS NEAL A SCOTT ( DE-769 ), USS MUIR ( DE-770 ) und USS SUTTON ( DE-771 ). In den folgenden Tagen wurden nach dem erreichen des vorgegebenen Zielgebiets durch die Kriegsschiffe der TG 22.5 mehrere Sonarkontakte empfangen. Trotz schlechtem Wetters und hoher See werden von den Geleitzerstörern zwei deutsche U-Boote geortet. Die USS FROST und die USS STANTON orten in der Nacht zum 15. April U-1235, Kommandant Kapitänleutnant Franz Barsch ( 30. November 1911 in Berlin – 15. April 1945 im Nordatlantik ). Das U-Boot konnte wegen des hohen Wellengangs nicht mit dem Schnorchel fahren und dabei die Batterien aufladen. Daher musste es mit einem Alarmtauchvorgang vor den Angreifern verschwinden, was aber nicht half. Schon nach dem ersten Hedgehog Angriff wurde es von den beiden Geleitzerstörern versenkt. Es starben alle 57 Besatzungsmitglieder. Beide Kriegsschiffe zerstörten in der Nacht zum 16. April auch U-880, Kommandant Kapitänleutnant Gerhard Schötzau ( 16. April 1917 in Fylitz, Kreis Neidenburg – 16. April 1945 im Nordatlantik ). Alle 49 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. U-805, Kommandant Korvettenkapitän Richard Bernardelli ( 22. November 1908 in Rüstringen – 21. Februar 1986 ) wird von einem Flugzeug gejagt, kann aber entkommen und läuft am 16. Mai im Hafen von Portsmouth, New Hampshire ein. Die USS CARTER und USS NEAL A SCOTT orten am 22. April U-518, Kommandant Oberleutnant zur See Hans-Werner Offermann ( 2. Juli 1921 in Offingen an der Donau – 22. April 1945 im Nordatlantik ) und versenken es. Alle 56 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Die Kriegsschiffe legten vom 25. bis zum 28. April im Hafen von Argentia, Neufundland, Kanada an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant. Anschließend verließen sie wieder die amerikanische Ostküste und setzten ihre Patrouillenfahrt fort. Die Kriegsschiffe der TG 22.5 werden im Mai von denen der TG 22.3 in diesem Seegebiet abgelöst. Zu diesem Zeitpunkt ist der Zweite Weltkrieg, durch die Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945, auf europäischem Boden beendet. Am 14. Mai erreichte die USS HUSE zusammen mit den anderen Schiffen der TG New York. Hier bugsierte man den Geleitzerstörer für einige Reparaturen wieder in ein Trockendock in der Werft. Gleichzeitig bereitete man das Kriegsschiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Dort sollte sich der Geleitzerstörer an dem Kampf gegen Japan beteiligen. Am 29. Mai verließ die USS HUSE zusammen mit mehreren anderen Geleitzerstörern die New York Navy Yard und fuhr nach Charleston. Hier wurden im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 1. Juli mehrere Vorbereitungen für die Fahrt in den Pazifik getroffen. So wurden die Flugabwehrbatterien auf dem Kriegsschiff verdoppelt. Am 1. Juli stach die USS HUSE wieder in See und fuhr in die Guatanamo Bay. Hier beteiligte sich der Geleitzerstörer an mehreren Anti-U-Boot Übungen. Danach sollte das Kriegsschiff in den Pazifik wechseln. Dazu durchquerte der Geleitzerstörer den Panamakanal und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien, wo er am 7. August anlegte. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff legte der Geleitzerstörer einige Tage später in San Diego wieder ab und trat die Fahrt zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an. Auf dem Weg dorthin erhielt man auf dem Kriegsschiff, am 15. August, von der bedingungslosen Kapitulation Japans. Damit war der Zweite Weltkrieg auch im Pazifik beendet. Die USS HUSE beteiligte sich in den Hawaiianischen Gewässern an mehreren Übungen. Danach schifften sich Kriegsveteranen auf dem Schiff ein. Der Geleitzerstörer verließ Anfang September wieder Pearl Harbor und fuhr nach San Diego. Nach der anschließenden Panamakanaldurchquerung erreichte das Kriegsschiff am 28. September Norfolk. Hier bereitete man den Geleitzerstörer auf seine Inaktivität vor. Nach den Arbeiten schleppte man die USS HUSE nach Green Cove Springs, Florida, wo es am 19. Januar 1946 eintraf. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 27. März 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 begonnenen Koreakrieges nahm man die USS HUSE wieder aus der Reserveflotte, um die von der US Navy zunehmenden Bedürfnisse an einsatzfähigen Kriegsschiffen zu decken. Nach einer gründlichen Überholung rüstete man den Geleitzerstörer auf den neuesten Stand der Technik aus. Lieutenant Commander Frederick Wilhelm Ziegler war der erste Kommandant des Kriegsschiffes, nachdem es am 3. August 1951 in den Dienst der US Navy gestellt wurde. Gleichzeitig integrierte man das Kriegsschiff in die Atlantic Fleet Destroyer Force, mit Heimathafen Newport. Anschließend erfolgte die obligatorische Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS HUSE bis in die Karibik führte. Am 15. Januar 1952 legte der Geleitzerstörer im Hafen von Key West, Florida an. Hier fungierte das Kriegsschiff als Sonartrainingsschiff. Im Mai fuhr die USS HUSE entlang der US Ostküste nach Norden, um in den eiskalten Gewässern von Labrador, Neufundland, Kanada an einer Operation teilzunehmen. Der Geleitzerstörer beteiligte sich danach regelmäßig an Schulungen in Newport, Rhode Island, in der Karibik und vor Key West. Dieses Anti-U-Boot Training wurde bis Juli 1955 durchgeführt. Im August fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk. Von hier aus begann eine NROTC Midshipman Trainingsreise bis nach Nordeuropa. Am 3. September legte die USS HUSE in Newport wieder an. Von diesem Stützpunkt aus beteiligte sich der Geleitzerstörer in den atlantischen Gewässern wieder an Anti-U-Boot Trainingsoperationen. Diese wurden bis Anfang 1957 durchgeführt. Ab da bereitete man das Kriegsschiff auf seine speziellen Aufgaben vor und versetzte es in die Task Force, die auf der Florida Missile Test Range stationiert war. Später wurde diese Test Range 1958 in Atlantic Missile Range umbenannt. Von dieser Air Force Base aus wurden die zwei amerikanischen Raketentests und Raketenstarts durchgeführt, die von Cape Canaveral und von dem späteren Kennedy Space Center, Florida aus überwacht wurden. Im Mai 1957 wurde ein solcher Raketenstart, einer Vanguard – Satelliten – Testrakete, durchgeführt. Um diesen beobachten zu können lag die USS HUSE vor der Küste von Puerto Rico. Außerdem sollten die Reste der Rakete aus dem Wasser gesammelt werden. Nach weiteren taktischen Übungen vor Key West, fuhr die USS HUSE im September zu wichtigen NATO-Übungen, die in nordeuropäischen Gewässern abgehalten wurden. Erst am 21. Oktober legte der Geleitzerstörer wieder in Newport an. In den Jahren 1958 und 1959 blieb das Kriegsschiff in den Gewässern von Key West und widmete sich dem Sonartraining. Unterbrochen wurden diese Übungen nur durch kurze Kreuzfahrten in die Karibik und den regelmäßigen Überholungsarbeiten. Man setzte ab März 1960 die USS HUSE für das Naval Reserve Trainingsprogramm ein. Dafür gehörte der Geleitzerstörer der Reserve Destroyer Squadron 4 an und der Heimathafen war New York im 3. Naval District. In den dann folgenden drei Monaten unternahmen Reservisten aus New York und Norfolk Kreuzfahrten. Ende Juni versetzte man das Kriegsschiff in den 8. Naval District. Am 6. Juli 1960 legte der Geleitzerstörer dann in seinem neuen Heimathafen, New Orleans, Louisiana an. Von hier aus beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Kreuzfahrten innerhalb der Karibik. Dann ab Mitte 1962 begann man mit den Vorbereitungen auf die Inaktivität des Schiffes. Am 31. Juli 1962 schloss das Bordpostamt. Doch schon ab dem 10. Juli 1962 begann die UdSSR unter dem Decknamen „Operation Anadyr“ auf Kuba heimlich mit der Stationierung von Militär und Mittelstreckenraketen. Das was eine Reaktion auf die Stationierung amerikanischer Atomraketen in der Türkei. Am 5. und 29. August 1962 aufgenommene Fotos von dem US Spionageflugzeug U-2 entdeckte man in der Provinz Pinar del Rio Startvorrichtungen für sowjetische Luftabwehrraketen. Am 8. September 1962 legte das sowjetische Frachtschiff OMSK mit einer Ladung von SS-4 Mittelstreckenraketen im Hafen von Havanna an, man brachte die Ladung allerdings nicht an Land. Man legte daher die Vorbereitungen der USS HUSE zur Außerdienststellung auf Eis. Der Geleitzerstörer fuhr, zur Verstärkung der amerikanischen Seeblockade gegen Kuba, in die Gewässer westlich von Florida. Nachdem dann die auf Kuba stationierten sowjetischen Atomraketen wieder abgebaut und in die Sowjetunion abtransportiert worden waren, Kehrte auch die USS HUSE nach New Orleans zurück. Doch an eine Außerdienststellung war jetzt noch nicht zu denken. Von Anfang 1963 bis Mitte 1965 operierte der Geleitzerstörer im Golf von Mexiko und in der Karibik und beteiligte sich an mehreren Übungen. Am 30. Juni 1965 stellte man das Kriegsschiff in Norfolk außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS HUSE ( DE-145 ) strich man am 1. August 1973 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper für 55.916, 00 Dollar an die Aardvark International Corporation in Chester, Pennsylvania zum verschrotten.  


USS HUSE ( DE-145 )
Commanding Officer
 

LCDR William A. Sessions  (USNR)        30. August 1943 – 28. Dezember 1943
LCDR Robert Hume Wanless  (USNR)       28. Dezember 1943 – 2. Juni 1944
LCDR James Hervey Batcheller, Jr.      2. Juni 1944 – 16. November 1945
LT (jg) James A. Johnson  (USNR)       16. November 1945 – 27. März 1946

Außerdienststellung 27. März 1946 – 3. August 1951

LCDR Frederick Wilhelm Ziegler       3. August 1951 – 22. September 1953
CDR Richard Street White III        22. September 1953 –  Juli 1955
CDR Harry Zellner Miller     Juli 1955 –
LCDR Lawrence Albert Kempf.)       1957 –
LCDR William Booth Murray, Jr.       1959 –
LCDR Bert M. Atkinson       27. November 1959 –
CDR George F. Koury       15. Juli 1961 –
LCDR Fred Floyd Ames, Jr.         1963 – 30. Juni 1965

 

 

USS INCH ( DE-146 )

USS INCH ( DE-146 )

Biografie

Richard Inch
* 29. Juni 1843 in Washington DC
† 21. April 1911 in Washington DC
war ein Rear Admiral in der US Navy und diente während des Amerikanischen Bürgerkrieges, des Spanisch-Amerikanischen Krieg und Philippinisch-Amerikanischen Krieg

Richard Inch beförderte man am 13. September 1863 zum Third Assistant Engineer. Während des Amerikanischen Bürgerkrieges diente er an Bord der Kriegsschaluppe USS LANCASTER ( 1858 ) und auch auf anderen Kriegsschiffen. Während seiner langen Karriere diente Inch als Special Assistant im weißen Haus, als Inspektor für Kohle und als Offizier auf vielen Schiffen der US Navy. Richard Inch befand sich während des Spanisch-Amerikanischen Krieges an der Mare Island Naval Shipyard, Kalifornien und wurde im März 1899 an die Naval Station in Cavite, Philippinen versetzt. Inch wurde während der folgenden turbulenten Zeiten auf den Philippinen mit mehreren Auszeichnungen ausgezeichnet. Später rückte er für seine Leistungen um drei Gehaltsklassen weiter. Er trat 1905 im Rang eines Rear admiral in den ruhestand und starb am 21. April 19911 in Washington DC.
Richard Inch war mit Elly Purcell ( ? – 1. Juni 1875 ) verheiratet.
Rear admiral Richard Inch war ein Companion of the Pennsylvania Commandery of the Military Order of the Loyal Legion of the United States.


USS INCH ( DE-146 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS INCH ( DE-146 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Richard Inch benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtzehnte Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 19.
Januar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Philip L. Inch, Schwiegertochter von Rear Admiral Richard Inch, taufte am 4. April 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles William Frey (USNR) stellte am 8. September 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS INCH bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Diese dauerte bis Mitte Oktober. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die Werft von Norfolk, Virginia. Hier wurde die Schiffshaut kontrolliert und einige Änderungsarbeiten vorgenommen. Danach fuhr das Kriegsschiff nach New York und eskortierte von dort aus, zusammen mit den Schwesterschiffen USS SNOWDEN ( DE-246 ) und USS SLOAT ( DE-245 ), mehrere Handelsschiffe bis nach Norfolk. Dort sammelte sich der Konvoi UGS-24, der auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch Marokko gegen deutsche U-Boot Angriffe gesichert werden musste. Am 13. November verließen die Handelsschiffe Norfolk und wurden unter anderem von den Kriegsschiffen der CortDiv 7 aus der Task Force 63 eskortiert. In dieser CortDiv 7 befanden sich die Geleitzerstörer USS INCH, USS SNOWDEN, USS SLOAT, USS HUSE ( DE-145 ), USS FROST ( DE-144 ), USS MOORE ( DE-240 ) und USS TOMICH ( DE-242 ), welche ab dem 11. November dem Konvoi UGS-24 zugeteilt waren. Ohne Ereignisse erreichten die Schiffe am 2. Dezember Casablanca. Die Geleitzerstörer patrouillierten in den Gewässern vor dem Hafen. Fünf Tage später verließ der Konvoi GUS-26 Casablanca und die Kriegsschiffe der CortDiv 7 eskortierten sie bis nach New York. In den dortigen Hafen liefen sie am 25. Dezember ein. Die USS INCH lief noch am selben Tag in der New York Navy Yard und unterzog sich mehreren Reparaturen. Am 5. Januar 1944 verließ der Geleitzerstörer wieder die Werft und fuhr zum Block Island Sound, wo er zusammen mit den anderen Geleitzerstörern der CortDiv 7 am Montauk Point, Long Island für die nächste Aufgabe trainierte. Fünf Tage später verließen die Kriegsschiffe die Gewässer vor Rhode Island und fuhren nach Norfolk. Hier warteten die Handelsschiffe vom Konvoi UGS-30 auf ihre Eskorte. Die Schiffe der CortDiv 7, in ihr waren jetzt USS INCH, USS HUSE, USS FROST, USS SLOAT, USS TOMICH und USS SNOWDEN, verließen zusammen mit den Kriegsschiffen aus der Task Force 63 und den Handelsschiffen am 10. Januar Norfolk und fuhren nach Casablanca. Am 22. Februar erreichten die Geleitzerstörer mit den Schiffen vom Konvoi GUS-29 den Hafen von New York. Die USS INCH unterzog sich in der New York Navy Yard erneut einigen Reparaturen. Dann fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk. Hier versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 21.15. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CROATAN ( CVE-25 ) und die Geleitzerstörer USS INCH, USS HUSE, USS FROST, USS SNOWDEN und USS BARBER ( DE-161 ). Diese Schiffe begannen in der Chesapeake Bay, Virginia sich auf ihren neuen Einsatz, der Jagd nach deutschen U-Booten, vorzubereiten. Am 24. März verließen sie Norfolk und fuhren zu den Azoren. In den Gewässern des Mittelatlantiks, wo die Schiffskonvois nach Nordafrika durchmussten, begannen sie mit der Suche. Vom 19. zum 20. April wird die Anti-U-Boot Gruppe auf U-66, Kommandant Kapitänleutnant Gerhard Seehausen ( 29. Juli 1917 in Borstel, Kreis Nienburg – 6. Mai 1944 im Mittelatlantik ), angesetzt. Man hatte von dem U-Boot einen Funkspruch aufgefangen, wo es um die Bitte um Versorgung ging. Sofort wurde das U-Boot per HF/HD eingepeilt und die Jagd begann. Bei den Kapverdischen Inseln, dem vorgegebenen Versorgungsplatz, erhielt die USS FROST in der Nacht vom 25. zum 26. April einen Sonarkontakt. Es war das deutsche U-Boot U-488, Kommandant Oberleutnant zur See Bruno Studt ( 6. April 1918 in Barmstedt, Holstein – 26. April 1944 Mittelatlantik ). Die USS INCH näherte sich im Morgengrauen dem Schwesterschiff und begann sofort mit zwei Hedgehog – Angriffen, die aber erfolglos blieben. Allerdings bildete sich ein Ölteppich auf der Wasseroberfläche. Die Geleitzerstörer USS SNOWDEN, USS FROST und USS BARBER suchten derweil mit ihrem Sonar weiterhin nach dem feindlichen U-Boot und wurden fündig. Alle drei warfen insgesamt zwei Mal 39 Wasserbomben über Bord. Es folgten zwei gewaltige Unterwasserexplosionen. Auf der Position 17° 54’ Nord 38° 05’ West wurde U-488 versenkt. Alle 64 Besatzungsmitglieder fanden den Tod. Die Kriegsschiffe von TG 21.15 verließen am 5. Mai ihr Operationsgebiet und fuhren nach Norfolk. Hier mussten Wasserbomben und andere Munition an Bord der Schiffe gebracht werden. Zusätzlich begann man an den Kriegsschiffen mit mehreren Reparaturen. Am 4. Juni stachen sie wieder in See und fuhren in die Gewässer bei den Azoren. Diesmal gehörte die USS INCH zur Tak Group 22.5. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CROATAN und die Geleitzerstörer USS INCH, USS SNOWDEN, USS FROST, USS HUSE, USS BARBER und USS SWASEY ( DE-248 ). Diese Kriegsschiffe lösen eine andere Hunter – Killer – Group in den Gewässern ab. Am Abend des 10. Juni nimmt die USS INCH zusammen mit USS FROST und USS HUSE einen HF / HD Kontakt auf und beginnt mit der Suche nach dem feindlichen U-Boot. Mit Beginn der Abenddämmerung des 11. Juni wird es entdeckt. Die USS FROST und die USS HUSE beginnen mit dem Abwerfen von Wasserbomben, so dass das deutsche U-Boot, ein Versorgungstanker auf seiner ersten Feindfahrt, U-490, Kommandant Oberleutnant zur See der Reserve Wilhelm Gerlach ( 15. August 1905 in Eisenach – 29. August 1984 ), auftauchen muss. Die USS INCH beginnt es mit seinen starken Scheinwerfern zu beleuchten. Da wird von dem U-Boot das SOS Signal empfangen. Anfangs war man auf den amerikanischen Geleitzerstörern uneins was dies sein sollte und man es als Ablenkungstrick entlarvte. Da eröffnete die USS FROST und die USS HUSE das Feuer auf U-490. Da ergab sich die gesamte Besatzung von 60 Mann, nachdem mehrere Granaten den Druckkörper durchdrungen haben. Kaum hatte das letzte deutsche Mannschaftsmitglied sich auf ein Rettungsfloss gerettet, da ging das U-Boot, dessen Lenzventile von der eigenen Besatzung geöffnet worden waren, unter. Alle 60 Marinemitglieder wurden von der USS FROST aus dem Wasser gerettet. Die Kriegsschiffe der TG 22.5 erreichten am 26. Juni Casablanca. Hier blieben sie für vier Tage, damit frischer Kraftstoff gebunkert werden konnte. Am 30. Juni hievten die Schiffe die Anker wieder auf und stachen in See. Die Trägerflugzeuge der USS CROATAN waren wieder ständig in der Luft und suchten nach getauchten feindlichen U-Booten. Da konnte am Abend des 1. Juli eines so entdeckt werden. Die USS INCH und USS FROST werden zur Bekämpfung herangeführt. Die USS INCH kann am Morgen des 2. Juli mit seinem Sonar U-154, Kommandant Oberleutnant zur See Gerth Gemeiner ( 2. Oktober 1918 in Dresden – 3. Juli 1944 im Mittelatlantik ), erfassen. Bei dem nun folgenden ersten Angriffsversuch des Geleitzerstörers, konnte er selber nur mit Mühe zwei akustischen Torpedos vom Typ „Zaunkönig“, die von U-154 abgefeuert worden waren, ausweichen. Danach ging der Sonarkontakt verloren. Erst am Morgen des 3. Juli erfassen die USS INCH und die USS FROST nordwestlich von Madeira das U-Boot wieder. Sofort werden von der USS INCH Wasserbomben in dieses Zielgebiet abgefeuert. Nach der zweiten Ladung gab es eine gewaltige Unterwasserdetonation. Wenig später trieben Öl, Wrackteile, Leichenteile und zerfetzte Uniformen an der Wasseroberfläche. Alle 57 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Von der USS SNOWDEN wurde ein Beiboot zu Wasser gelassen. Die darin befindlichen Besatzungsmitglieder des Geleitzerstörers sammelten viele Papiere mit deutscher Schrift, deutsche Zigaretten und Leichenteile ein. Nach mehreren erfolglosen Patrouillen auf dem stark befahrenen Seeweg zwischen der US Ostküste und der Nordafrikanischen Küste, erreichten die Schiffe der TG 22.5 am 22. Juli den Hafen von New York. Noch am selben Tag bugsierte man die Geleitzerstörer in ein Trockendock der New York Navy Yard und begann mit den Überholungsarbeiten. Anschließend fuhren die Kriegsschiffe in die Casco Bay, Maine und begannen mit ihrem Auffrischungstraining. Nach dessen Abschluss fuhren sie nach Norfolk. Hier bildete man erneut die Task Group 22.5 mit denselben Kriegsschiffen. Am 21. August verließen sie Norfolk und fuhren zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Hier trainierten sie gemeinschaftlich und fuhren anschließend in Richtung der Azoren, um wieder die Jagd auf deutsche U-Boote zu beginnen. Doch am 9. September, da befanden sie sich schon östlich der Bermudas, erhielten die Schiffe eine Hurrikanwarnung. Sechs Tage später war der Sturm abgeflaut und die Kriegsschiffe der TG begannen mit ihren Patrouillenfahrten in ihrem Einsatzgebiet. 20. Oktober erreichten sie wieder New York und durchliefen in der New York Navy Yard eine Phase von Reparaturen. Am 11. November kehrte die USS INCH nach Norfolk zurück. Drei Tage später stach der Geleitzerstörer zusammen mit allen anderen Kriegsschiffen der TG 22.5 wieder in See und fuhr für ein Auffrischungstraining zu der Marinebasis bei den Bermudas. Sechs Wochen später legten sie in Norfolk wieder an. Am 26. Dezember verließen sie erneut den Hafen und fuhren bis in die Guantanamo Bay, Kuba. Hier trainierten die Kriegsschiffe der TG, nur für wenige Stunden und erreichten am 30. Dezember wieder Norfolk. Am Neujahrstag verließ die USS INCH zusammen mit den anderen Kriegsschiffen der TG wieder den Hafen und fuhr nach Baltimore, Maryland. Dort sollten sich die Besatzungen vom 2. bis zum 5. Januar 1945 von den letzten Einsätzen erholen. Doch schon am 10. Januar lagen die Kriegsschiffe wieder bei den Bermuda Inseln und patrouillierten dort. Doch es gab keine Ereignisse, so dass sie am 4. Februar wieder in den Hafen von New York einliefen. Diesmal dauerten die Überholungsarbeiten an den Geleitzerstörern länger. Anschließend gab es ein Auffrischungstraining in der Chesapeake Bay, Virginia. Mitte März waren mehrere deutsche U-Boote gleichzeitig ausgelaufen und sollten im Nordatlantik im Kampf gegen alliierte Schiffskonvois operieren. Die Hunter Killer Group stach am 25. März wieder in See und fuhr in die Gewässer des Nordatlantiks. Die Alliierten beginnen zur Abwehr mit der Operation „Teardrop“. Gleichzeitig hat man auf alliierter Seite die Vermutung, dass die Deutschen auf geschleppten Starterbehältern von den Azoren aus mit V-2 Raketen auf amerikanische Städte feuern könnten. Doch dazu kam es nicht mehr. Zur Abwehr der U-Boote wurden zwei Task Groups ausgesandt. Zum einen die TG 22.2 und zum anderen die TG 22.5. In der TG 22.5 befand sich der Geleitflugzeugträger USS CROATAN und die Geleitzerstörer USS INCH, USS FROST, USS HUSE, USS SWASEY, USS STANTON ( DE-247 ), USS CARTER ( DE-112 ), USS NEAL A SCOTT ( DE-769 ), USS MUIR ( DE-770 ) und USS SUTTON ( DE-771 ). In den folgenden Tagen wurden nach dem erreichen des vorgegebenen Zielgebiets durch die Kriegsschiffe der TG 22.5 mehrere Sonarkontakte empfangen. Trotz schlechtem Wetters und hoher See werden von den Geleitzerstörern zwei deutsche U-Boote geortet. Die USS FROST und die USS STANTON orten in der Nacht zum 15. April U-1235, Kommandant Kapitänleutnant Franz Barsch ( 30. November 1911 in Berlin – 15. April 1945 im Nordatlantik ). Das U-Boot konnte wegen des hohen Wellengangs nicht mit dem Schnorchel fahren und dabei die Batterien aufladen. Daher musste es mit einem Alarmtauchvorgang vor den Angreifern verschwinden, was aber nicht half. Schon nach dem ersten Hedgehog Angriff wurde es von den beiden Geleitzerstörern versenkt. Es starben alle 57 Besatzungsmitglieder. Beide Kriegsschiffe zerstörten in der Nacht zum 16. April auch U-880, Kommandant Kapitänleutnant Gerhard Schötzau ( 16. April 1917 in Fylitz, Kreis Neidenburg – 16. April 1945 im Nordatlantik ). Alle 49 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. U-805, Kommandant Korvettenkapitän Richard Bernardelli ( 22. November 1908 in Rüstringen – 21. Februar 1986 ) wird von einem Flugzeug gejagt, kann aber entkommen und läuft am 16. Mai im Hafen von Portsmouth, New Hampshire ein. Die USS CARTER und USS NEAL A SCOTT orten am 22. April U-518, Kommandant Oberleutnant zur See Hans-Werner Offermann ( 2. Juli 1921 in Offingen an der Donau – 22. April 1945 im Nordatlantik ) und versenken es. Alle 56 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Die Kriegsschiffe legten vom 25. bis zum 28. April im Hafen von Argentia, Neufundland, Kanada an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant. Anschließend verließen sie wieder die amerikanische Ostküste und setzten ihre Patrouillenfahrt fort. Die Kriegsschiffe der TG 22.5 werden im Mai von denen der TG 22.3 in diesem Seegebiet abgelöst. Zu diesem Zeitpunkt ist der Zweite Weltkrieg, durch die Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945, auf europäischem Boden beendet. Am 14. Mai erreichte die USS INCH zusammen mit den anderen Schiffen der TG New York. Hier bugsierte man den Geleitzerstörer für einige Reparaturen wieder in ein Trockendock in der Werft. Am 29. Mai verließ der Geleitzerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen wieder New York und fuhr nach Charleston. Hier wurden im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 1. Juli mehrere Vorbereitungen für die Fahrt in den Pazifik getroffen. So wurden die Flugabwehrbatterien auf dem Kriegsschiff verdoppelt. Am 1. Juli stach die USS INCH wieder in See und fuhr in die Guatanamo Bay. Hier beteiligte sich der Geleitzerstörer an mehreren Anti-U-Boot Übungen. Danach sollte das Kriegsschiff in den Pazifik wechseln. Dazu durchquerte der Geleitzerstörer am 23. Juli den Panamakanal und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii weiter. Das Kriegsschiff lief am 12. August in den dortigen Hafen ein. Die USS INCH blieb in den Hawaiianischen Gewässern und beteiligte sich an den geplanten Übungen für die Invasion von Japan. Doch am 15. August war der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Nach Abschluss der Übungen verließ der Geleitzerstörer am 5. September wieder Pearl Harbor, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 28. September Norfolk. Hier begann man mit den Inaktivierungsarbeiten. Danach schleppte man das Kriegsschiff nach Green Cove Springs, Florida, wo es am 27. Februar 1946 ankam. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 17. Mai 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Man strich am 1. Oktober 1972 den Namen USS INCH ( DE-146 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 26. Februar 1974 den Schiffskörper an Southern Scrap Materials Company in New Orleans, Louisiana zum verschrotten. Die Verschrottung begann am 24. März 1974.      


USS INCH ( DE-146 )
Commanding Officer
 

LCDR Charles William Frey  (USNR)      8. September 1943 – 16. Mai 1944
LCDR David A. Tufts  (USNR)       16. Mai 1944 – 26. Oktober 1945
LT Leonard Irving Levine  (USNR)      26. Oktober 1945 – 4. Januar 1946
LT (jg) Clyde D. Reese  (USNR)      3. April 1946 – 17. Mai 1946

 

 

USS GARFIELD THOMAS ( DE-193 )

USS GARFIELD THOMAS ( DE-193 )

Biografie

William Garfield Thomas, Jr.
* 13. September 1916 in Watsontown, Pennsylvania
† 12. Oktober 1942 auf dem Leichten Kreuzer USS BOISE ( CL-47 )
war ein Offizier der US Naval Reserve

William Garfield Thomas, Jr. wuchs in Colver, Pennsylvania auf und schloss sein Studium an der Penn State University 1938 mit einem Abschluss in Journalismus ab. Als Student war er der Trainer der Fußballmannschaft. Nach seinem Abschluss arbeitete Thomas, Jr. für die Ebensburg Coal Company und anschließend für die Atlantic Refining Company. Am 14. Juni 1940 meldete er sich freiwillig bei der US Naval Reserve in Philadelphia, Pennsylvania. Man ernannte ihn am 10. August 1940 zum Midshipman und versetzte ihn an Bord des Schlachtschiffes USS WYOMING ( BB-32 ), das als Reserve der US Navy im Atlantik diente. Das Schlachtschiff fuhr für eine dreimonatige intensive Ausbildung der Midshipman in kubanische Gewässer. Das war gleichzeitig ein Offizierslehrgang. William Garfield Thomas, Jr. gehörte dabei zu den ersten Freiwilligen, die in Friedenszeiten außerhalb von der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland diese Ausbildung absolvierten. Am 14. November 1940 beförderte man Thomas Jr. zum Ensign. Ende des Jahres 1940 versetzte man ihn an Bord des Leichten Kreuzers USS BOISE ( CL-47 ), der mit dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg im Pazifik operierte. Thomas, Jr. diente auf dem Leichten Kreuzer im Turm Nr. 1. Am 15. Juni 1942 beförderte man ihn zum Lieutenant ( jg ) und übergab ihm das Kommando über diesen Turm. In der Nacht vom 11. zum 12. Oktober 1942 kam es zwischen den amerikanischen Kriegsschiffen der Task Group 64.2 und einer japanischen Kreuzerflotte an der Nordwestspitze von Cape Esperance, Guadalcanal, Ostsalomonen zum Kampf. Die Geschützmannschaften des Leichten Kreuzers waren an der Versenkung von einem japanischen Zerstörer und einem Kreuzer beteiligt. Doch die USS BOISE erhielt unter anderem auch zwei Treffer von den 20,3 cm Geschützen des Schweren japanischen Kreuzers IJN KINUGASA in die beiden vorderen Geschütztürme. Die erste Granate schlug dabei auf die Rüstung von Turm 1 auf und prallte ab, aber die zweite Granate schlug im großen Magazin zwischen Turm 1 und Turm 2 ein. Die dort lagernde Munition detonierte und riss 107 Seeleute in den Tod. Lieutenant (jg ) William Garfield Thomas, Jr. war schwer verwundet worden. Trotz seiner Schmerzen blieb er auf Station von Turm 1 und befahl seinen Männern, die die Explosion überlebt hatten, den Turm augenblicklich zu verlassen. Erst nachdem der letzte Matrose seine Station im Turm verlassen hatte, folgte Lieutenant ( jg ) Thomas, Jr. Doch für ihn kam anschließend jede Hilfe zu spät. Seine sterblichen Überreste wurden der See übergeben.
Lieutenant William Garfield Thomas, Jr. war der erste gemeldete Held aus dem Staate Pennsylvania. Für seinen Mut und seine Tapferkeit verlieh man ihm posthum das Navy Cross und das Purple Heart.


USS GARFIELD THOMAS ( DE-193 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS GARFIELD THOMAS ( DE-193 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) William Garfield Thomas, Jr. benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebenundvierzigste Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Port Newark, New Jersey wurde am 23.
September 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. LT Betty K. Thomas, Army Nurse Corps, Schwester von Lieutenant ( jg ) William Garfield Thomas, Jr., taufte am 12. Dezember 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Richard G. Werner (USNR) stellte am 24. Januar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS GARFIELD THOMAS bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die New York Navy Yard, wo er am 11. März anlegte. Hier wurde der Schiffskörper überprüft und einige notwendig gewordene Änderungen vorgenommen. Schon am 19. März verließ das Kriegsschiff wieder die Werft und wurde in die Task Group 27.4 integriert. Die darin befindlichen Kriegsschiffe eskortierten einen Schiffskonvoi bis nach Bizerte, Tunesien. Sie legten dort am 31. März an. Wenige Stunden später verließen die Kriegsschiffe wieder den Hafen und fuhren nach New York zurück. Dort liefen sie am 13. April in den Hafen ein und wurden festgemacht. In der New York Navy Yard begann man Reparaturen an dem Geleitzerstörer vorzunehmen. Danach fuhr das Kriegsschiff in die Casco, Bay, Maine. Hier erfolgte ein Auffrischungstraining für die Mannschaft des Kriegsschiffes. Am 1. Mai verließ die USS GARFIELD THOMAS die Werft und fuhr nach Norfolk, Virginia. Hier gliederte man den Geleitzerstörer in die Cort Div 55 ein. In der Geleitzerstörerdivision befanden sich neben der USS GARFIELD THOMAS noch die Geleitzerstörer USS EISNER ( DE-192 ), USS THORNHILL ( DE-195 ), USS WINGFIELD ( DE-194 ), USS RINEHART ( DE-196 ) und USS ROCHE ( DE-197 ). Alle diese Schiffe bereitete man für ihren ersten gemeinsamen Einsatz vor. Diese Kriegsschiffe sollten die 108 Handelsschiffe des Konvois UGS-42 bis nach Bizerte eskortieren. Am 13. Mai legten alle Schiffe des Konvois in Hampton Roads, Virginia ab. Die Fahrt bis ins westliche Mittelmeer war ereignislos, aber in der Nacht vom 30. zum 31. Mai griffen 41 Ju 88 der 2. Flieger Division, die in Südfrankreich stationiert waren, die Schiffe des Konvois UGS-42 an. Unter Einsatz von Beleuchtungsflugzeugen versenken diese deutschen Bomber den britischen Frachter NORDEFINGE ( 2.873 BRT ) mit Lufttorpedos. Die Luftabwehrbesatzungen auf den Schiffen des Konvois und Beaufighter – Nachtjäger des RAF Geschwaders 108 können insgesamt fünf Ju 88 abschießen. Am 1. Juni trafen dann die Schiffe des Konvois in Bizerte ein. Von hier aus werden die Handelsschiffe von zumeist britischen Kriegsschiffen zu ihren eigentlichen Zielhäfen eskortiert. Die Kriegsschiffe der CortDiv 55 legten wenige Tage später in Bizerte wieder ab und eskortierten einen anderen Schiffskonvoi bis nach New York. Hier legten sie am 29. Juni wieder an. Die USS GARFIELD THOMAS legte am 10. Juli zusammen mit den anderen fünf Geleitzerstörern der CortDiv 55 in New York wieder ab und fuhr in die Casco Bay, Maine. Hier unterzogen sich die Mannschaften einem Auffrischungstraining. Anschließend wechselten die Kriegsschiffe nach Norfolk. Dort warteten die Handelsschiffe des Konvois UGS-49. Am 24. Juli stachen alle Schiffe in See und fuhren nach Bizerte. Den tunesischen Hafen erreichten sie ohne Zwischenfälle. Anschließend übernahmen die sechs Geleitzerstörer einen in Bizerte abgehenden Schiffskonvoi und eskortierten die Handelsschiffe bis nach New York. Hier legten sie am 7. September an. Die Kriegsschiffe unterzogen sich in der New York Navy Yard einigen Reparaturen. Danach wechselten sie in die Casco Bay und übten Kampfpraktiken für die kommenden Eskortierfahrten. Diese sollten die Schiffe bis in Häfen von England und Frankreich führen, damit die Versorgungslinien der vorrückenden alliierten Streitkräfte genügend Nachschub erhielten. So begann am 14. Oktober die erste Konvoifahrt von New York aus. Der Zielhafen hieß Liverpool. Am 9. November endete in New York diese erste Fahrt. Die zweite begann am 2. Dezember im Hafen von Boston, Massachusetts. Der englische Zielhafen war Plymouth. Am 31. Dezember erreichten die Schiffe wieder New York. Die dritte Begleitfahrt begann am 18. Januar 1945 in New York und der Zielhafen war erneut Liverpool. Diese dritte Fahrt endete am 14. Februar in New York. Die vierte Fahrt begann am 8. März wieder in Boston. Die Zielhäfen waren diesmal in Le Havre, Frankreich und Southampton, England. Am 4. April legten die Schiffe in New York wieder ab. Die fünfte und letzte Eskortierfahrt begann am 24. April in Boston. Der Schiffskonvoi fuhr nach Gourock, Schottland und legte am 19. Mai in New York wieder an. Da war der Zweite Weltkrieg auf europäischem Boden, durch die Kapitulation Deutschlands, seit dem 8. Mai beendet. Damit hatten die Geleitzerstörer USS GARFIELD THOMAS, USS EISNER, USS THORNHILL, USS WINGFIELD, USS RINEHART und USS ROCHE die Ehre, den ersten Friedenskonvoi von England bis an die US Ostküste zu eskortieren. Die USS EISNER unterzog man nun in der New York Navy Yard einer umgangreichen Überholung und bereitete das Kriegsschiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Am 9. Juni legten alle sechs Geleitzerstörer der Cort Div 55 in New York ab und fuhren in die Guantanamo Bay, Kuba. Hier begann für die Geleitzerstörer ein Auffrischungstraining. Anschließend ging die Fahrt zum Panamakanal weiter. Dieser wurde am 1. Juli durchquert. Danach fuhren die sechs Geleitzerstörer zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Auch Passagiere schifften sich an Bord der Kriegsschiffe ein. Nach Abschluss der Arbeiten legten die Kriegsschiffe in San Diego wieder ab und stachen in See. Ziel war nun die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Hafen dieser Basis liefen die Schiffe am 20. Juli ein. Nach einem ausgiebigen Training in den Hawaiianischen Gewässern, legte die USS GARFIELD THOMAS, zusammen mit allen anderen noch in Pearl Harbor verbliebenen Geleitzerstörern der CortDiv 55, am 8. August in der Marinebasis ab und stach in See. Die Kriegsschiffe eskortierte den Truppentransporter SS EMPRESS of AUSTRALIA zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands, wo sie am 16. August anlegten. Während dieser Fahrt erfuhr man am 15. August, dass durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet worden war. Die USS GARFIELD THOMAS operierte nun in den Gewässern der Marshall Islands und in denen der Karolinen. Der Geleitzerstörer eskortierte dabei Schiffskonvois und patrouillierte bis zum 8. Dezember. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff das Atoll Eniwetok und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Acht Tage später erreichte die USS GARFIELD THOMAS die hawaiianische Insel Oahu. Der Geleitzerstörer wurde zwischen den hawaiianischen Inseln für etwas über einen Monat als Wetterstationsschiff eingesetzt. Am 9. Februar 1946 verließ das Kriegsschiff Pearl Harbor und fuhr in Richtung der kalifornischen Küste. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff und von Proviant, stach die USS GARFIELD THOMAS wieder in See und fuhr zum Panamakanal. Nach dessen Durchquerung erreichte der Geleitzerstörer am 1. März wieder den Hafen von New York. Nach einer verkürzten Überholung verließ das Kriegsschiff wieder die New York Navy Yard und fuhr nach Süden. Es lief in den Hafen von Green Cove Springs, Florida ein. Dort blieb es bis zu seiner Außerdienststellung, am 27. März 1947, liegen du wurde in die Atlantikreserveflotte versetzt. Im Rahmen des Militärischen Hilfsprogramms übergab man am 15. Januar 1951 den Geleitzerstörer in der Boston Naval Shipyard an die griechische Marine. Hier erhielt das Kriegsschiff den Namen HNS PANTHIR ( D-67 ). Den Namen USS GARFIELD THOMAS ( DE-193 ) strich man am 26. März 1951 von der US Navy – Liste.
Am 18. August 1979 lag die HNS PANTHIR zusammen mit dem Zerstörer HNS IERAX ( D-31 ), ex USS EBERT ( DE-768 ), den Hafen von Barcelona, Spanien. Die HNS PANTHIR wurde von der griechischen Marine im Jahre 1992 außer Dienst gestellt. 1998 lag der ehemalige Zerstörer in der Souda Bay auf Kreta.


USS GARFIELD THOMAS ( DE-193 )
Commanding Officer
 

LCDR Richard G. Werner  (USNR)         24. Januar 1944 – 1. April 1945
LT Edwin D. Duryea, Jr.  (USNR)         1. April 1945 – 24. Juli 1945
LCDR Joseph Ross Filling, Jr.  (USNR)        24. Juli 1945 – 23. November 1945
LT Walter D. McCord, Jr.       23. November 1945 – 2. April 1946
LT (jg) Raymond R. Scheffler        2. April 1946 – 17. Juni 1946
LCDR Thomas Clay        17. Juni 1946 – 30. September 1946
LT Raymond R. Scheffler         30. September 1946 – 1. November 1946
LT (jg) Charles Cole Smith        1. Februar 1947 – 17. März 1947

 

 

 

USS THORNHILL ( DE-195 )

USS THORNHILL ( DE-195 )

Biografie

Leonard Wilson Thornhill
* 17. August 1915 in Lamison, Alabama
† 8. Mai 1942 über der See
war ein Offizier in der US Navy

Leonard Wilson Thornhill trat am 19. Juni 1934 in die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ein und absolvierte dort sein vierjähriges Studium. Dieses schloss er am 2. Juni 1938 ab und wurde zum Ensign befördert. Anschließend versetzte man ihn an Bord des Schlachtschiffes USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und danach an Bord des Zerstörers USS J FRED TALBOT ( DD-156 ). Bis Juli 1940 diente Ensign Thornhill auf See. Danach versetzte man ihn nach Pensacola, Florida. Hier sollte er Flugtraining nehmen. Die Flügel eines Marinefliegers erhielt er am 23. Januar 1941 verliehen. Wenige Tage später meldete sich Thornhill auf der Naval Air Station in Opa-Locka, Florida zum Dienst. Danach verlegte man ihn in die amerikanische Marinebasis bei San Diego, Kalifornien. Hier diente er an Land. Am 13. August 1941 integrierte man Thornhill in das Torpedo Squadron 2 ( VT 2 ), das an Bord des Flugzeugträgers USS LEXINGTON ( CV-2 ) stationiert war. Man gliederte den Flugzeugträger Anfang Dezember 1941 in die Task Force 12 ein. Die darin befindlichen Kriegsschiffe verließen am 5. Dezember die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii und fuhren zu den Midways Islands. Die USS LEXINGTON sollte dorthin 18 Sturzkampfbomber vom Typ Vough SB2U Vindicatoren aus der VMSB-241 Geschwader und das dazugehörige Personal transportieren. Zwei Tage später griffen die Japaner Pearl Harbor an. Damit wurden die USA in den Zweiten Weltkrieg mit hineingezogen. Am 13. Dezember lief der Flugzeugträger in Pearl Harbor ein. Schon am folgenden Tag verließ das Schiff zusammen mit den Kriegsschiffen der Task Force 11 die amerikanische Marinebasis und fuhr zum Jaluit Atoll, Marshall Islands. Die Trägerflugzeuge waren dabei ständig in der Luft und suchten bis zum Wake Island nach einem möglichem Feind die See ab. Am 27. Dezember erreichten die Kriegsschiffe wieder Pearl Harbor. Gleich in den ersten Tagen des Januar 1942 verließ die USS LEXINGTON wieder die Basis und begann zwischen dem Johnston Atoll, dem Palmyra Atoll und der Hawaiianischen Insel Oahu zu patrouillieren. Im Februar und März begannen die amerikanischen Kriegsschiffe mit ihren offensiven Patrouillenfahrten bis zur Coral Sea. Dabei wurden am 8. und 10. März durch die Trägerflugzeuge der USS LEXINGTON feindliche Stellungen auf Lae und Salamaua an der Nordöstlichen Küste von Neuguinea bombardiert. Am 26. märz lief der Flugzeugträger wieder in Pearl Harbor ein und wurde innerhalb von zwei Wochen überholt. Am 16. April verließ der Träger zusammen mit den Kriegsschiffen der TF 11 wieder diese Marinebasis und fuhr erneut in die Coral Sea. Ab dem 5. Mai begann die Schlacht in diesen Gewässern. Lieutenant ( jg ) Thornbill stieg hier am Vormittag des 7. Mai mit einem Torpedobomber vom Typ TBD-1 auf. Insgesamt 12 TBD-1 aus der Staffel VT-2 waren gestartet und suchten die japanische Flotte, die sich vor dem ehemaligen australischen Marinestützpunkt Port Moresby, Neuguinea versammelten. In dieser Flotte befanden sich auch Flugzeugträger. Diese mussten aufgespürt und vernichtet werden. Um 11:35 Uhr trafen die Flugzeuge des Geschwaders VT-2 auf den japanischen Träger IJN SHOHO. Sofort begannen die zwölf Torpedobomber mit einem gut koordinierten Angriff. Sie wurden dabei duch die Bombenflugzeuge der Bombing Squadron VB-2 ) unterstützt. Während Lieutenant ( jg ) Thornhill und seine Kameraden den Träger direkt angriffen, spaltete sich das VB-2 Geschwader in zwei Gruppen auf und griff von beiden Seiten achtern den Träger an. Alle zwölf Torpedobomber konnten ihre Torpedos ins Ziel bringen und kehrten ohne Verluste zur USS LEXINGTON zurück. Neun Torpedos schlugen direkt in den japanischen Träger ein. Einer davon war von Thornhill abgeworfen worden. Die IJN SHOHO ging um 11:35 Uhr unter, vier Minuten nach dem Befehl das Schiff zu verlassen. Der japanische Flugzeugträger war das erste feindliche Schiff dieser Art, das in diesem Krieg versenkt wurde. Am 8. Mai folgte die zweite Phase der Schlacht in der Coral Sea. Um 9:10 Uhr stieg Lieutenant ( jg ) Thornhill zusammen mit seinen Kameraden aus dem VT-2 Geschwader wieder auf. Die Flugzeuge machten sich auf die suche nach den beiden verbliebenen feindlichen Flugzeugträgern IJN SHOKAKU und IJN ZUKAKU. Beide Träger befanden sich nicht an ihrem vorher erkundeten Standort. Daher begann das Geschwader mit einer sogenannten „Box – Suche“. Kurz nach 11:00 Uhr fand man so das erste Zielobjekt, die IJN SHOKAKU. Um 11:42 Uhr begannen die Torpedobomber mit dem Angriff. Der japanische Flugzeugträger versuchte noch zu entkommen und leitete ein Wendemanöver über Steuerbord ein. In dieser Rechtskurve konnte der Träger nur langsam fahren. Der Angriff der Flugzeuge des VT-2 Geschwaders endete schon nach acht Minuten und alle Torpedobomber flogen zurück zur USS LEXINGTON. Angeblich wollten die Piloten fünf Treffer gesehen haben, aber erst die Sturzkampfbomber konnten Treffer erzielen und den Träger schwer beschädigen. Während des Rückfluges des VT-2 Geschwaders erlitten die Flugzeuge Treibstoffmangel infolge der langwierigen Suche nach dem Feind. Alle Piloten reduzierten die Leistung ihrer Motoren, um am wirtschaftlichsten zu fliegen. Lieutenant ( jg ) Leonard Wilson Thornhill schaffte es aber nicht mit seinem Flugzeug bis zur USS LEXINGTON. Seine TBD-1 hatte noch einen Weg von zwanzig Seemeilen vor sich, da ging der Treibstoff aus. Thornhill musste seine Maschine Notwassern. Obwohl ein Zerstörer unterwegs war um ihn und seine Crew aus dem Wasser zu retten, wurde keiner der Flugzeugbesatzung jemals wieder gesehen. Für seine heroische Leistung, unter Missachtung seiner eigenen persönlichen Sicherheit während der Vernichtung des japanischen Flugzeugträgers IJN SHOHO, verlieh man Lieutenant ( jg ) Leonard Wilson Thornhill posthum das Navy Cross.


USS THORNHILL ( DE-195 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS THORNHILL ( DE-195 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant (jg) Leonard Wilson Thornhill benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunundvierzigste Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Compan
y in Port Newark, New Jersey wurde am 7. Oktober 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. J. E. Thornhill, Mutter von Lieutenant (jg) Leonard Wilson Thornhill, taufte am 30. Dezember 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander John B. Shumway (USNR) stellte am 1. Februar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die US THORNHILL bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führen sollte, legte der Geleitzerstörer am 18. Februar vom Endausrüstungskai ab und stach in See. Genau einen Monat blieb das Kriegsschiff in den Gewässern vor den Bermudas. Danach kehrte die USS THORNHILL nach New York zurück. Hier lief der Geleitzerstörer in die New York Navy Yard ein. Man bugsierte das Kriegsschiff in ein Trockendock und begann mit der Überprüfung der Schiffshaut. Zusätzlich wurden einige Änderungen vorgenommen. Gleich nachdem der Geleitzerstörer die Werft wieder verlassen hatte, fuhr er in die Casco Bay, Maine und beteiligte sich an einem Auffrischungstraining. Am 1. April wechselte das Kriegsschiff in die Destroyer Escort School in Norfolk, Virginia und wurde hier zusammen mit dem Schwesterschiff USS WINGFIELD ( DE-194 ) für eine Woche als Schulschiff, für angehende Besatzungen eines Geleitzerstörers, eingesetzt. Ab dem 8. April begann die USS THORNHILL ihren ersten Einsatz. Der Geleitzerstörer eskortierte zusammen mit der USS WINGFIELD einen Schiffskonvoi entlang der US Ostküste von Norfolk aus bis zum Hafen von New York City. Anschließend fuhren beide Geleitzerstörer nach Norfolk zurück. Am 16. April stachen beide Geleitzerstörer wieder in See. Ihre Aufgabe war es, südlich von Cape Hatteras, North Carolina sich an einer U-Boot Jagd zu beteiligen. Danach fuhren sie in den Great Sound, Bermudas und nahmen an weiteren Anti-U-Boot Übungen teil. Beide Geleitzerstörer kehrten am 1. Mai nach Norfolk zurück. Hier gliederte man die USS THORNHILL in die CortDiv 55 ein. In dieser Geleitzerstörerdivision befanden sich außerdem die Geleitzerstörer USS WINGFIELD, USS EISNER ( DE-192 ), USS GARFIELD THOMAS ( DE-193 ), USS RINEHART ( DE-196 ) und USS ROCHE ( DE-197 ). Noch am selben Tag verließen diese Schiffe Norfolk und fuhren nach New York. Hier warteten einige Handelsschiffe, die Nachschub für Nordafrika, Sizilien oder Italien an Bord hatten. Am 9. Mai erreichten die Kriegsschiffe ihren Zielhafen und eskortierten die dort wartenden Handelsschiffe bis nach Norfolk. Hier warteten die restlichen Handelsschiffe des Konvois UGS-42. Insgesamt 108 Handelsschiffe und die Geleitzerstörer der CortDiv 55 legten am 13. Mai in Hampton Roads, Virginia ab und stachen in See. Ziel war der Hafen von Bizerte, Tunesien. Die Fahrt bis ins westliche Mittelmeer war ereignislos, aber in der Nacht vom 30. zum 31. Mai griffen 41 Ju 88 der 2. Flieger Division, die in Südfrankreich stationiert waren, die Schiffe des Konvois UGS-42 an. Unter Einsatz von Beleuchtungsflugzeugen versenken diese deutschen Bomber den britischen Frachter NORDEFINGE ( 2.873 BRT ) mit Lufttorpedos. Die Luftabwehrbesatzungen auf den Schiffen des Konvois und Beaufighter – Nachtjäger des RAF Geschwaders 108 können insgesamt fünf Ju 88 abschießen. Am 1. Juni trafen dann die Schiffe des Konvois in Bizerte ein. Von hier aus werden die Handelsschiffe zu ihren eigentlichen Zielhäfen eskortiert. Die Kriegsschiffe der CortDiv 55 legten wenige Tage später in Bizerte wieder ab und eskortierten einen anderen Schiffskonvoi bis nach New York. Hier legten sie am 29. Juni wieder an. Die USS THORNHILL legte am 10. Juli zusammen mit den anderen fünf Geleitzerstörern der CortDiv 55 in New York wieder ab und fuhr in die Casco Bay, Maine. Hier unterzogen sich die Mannschaften einem Auffrischungstraining. Anschließend wechselten die Kriegsschiffe nach Norfolk. Dort warteten die Handelsschiffe des Konvois UGS-49. Am 24. Juli stachen alle Schiffe in See und fuhren nach Bizerte. Den tunesischen Hafen erreichten sie ohne Zwischenfälle. Anschließend übernahmen die sechs Geleitzerstörer einen in Bizerte abgehenden Schiffskonvoi und eskortierten die Handelsschiffe bis nach New York. Hier legten sie am 7. September an. Die Kriegsschiffe unterzogen sich in der New York Navy Yard einigen Reparaturen. Danach wechselten sie in die Casco Bay und übten Kampfpraktiken für die kommenden Eskortierfahrten. Diese sollten die Schiffe bis in Häfen von England und Frankreich führen, damit die Versorgungslinien der vorrückenden alliierten Streitkräfte genügend Nachschub erhielten. So begann am 14. Oktober die erste Konvoifahrt von New York aus. Der Zielhafen hieß Liverpool. Am 9. November endete in New York diese erste Fahrt. Die zweite begann am 2. Dezember im Hafen von Boston, Massachusetts. Der englische Zielhafen war Plymouth. Am 31. Dezember erreichten die Schiffe wieder New York. Die dritte Begleitfahrt begann am 18. Januar 1945 in New York und der Zielhafen war erneut Liverpool. Diese dritte Fahrt endete am 14. Februar in New York. Die vierte Fahrt begann am 8. März wieder in Boston. Die Zielhäfen waren diesmal in Le Havre, Frankreich und Southampton, England. Am 4. April legten die Schiffe in New York wieder ab. Die fünfte und letzte Eskortierfahrt begann am 24. April in Boston. Der Schiffskonvoi fuhr nach Gourock, Schottland und legte am 19. Mai in New York wieder an. Da war der Zweite Weltkrieg auf europäischem Boden, durch die Kapitulation Deutschlands, seit dem 8. Mai beendet. Damit hatten die Geleitzerstörer USS THORNHILL, USS WINGFIELD, USS GARFIELD THOMAS, USS EISNER, USS RINEHART und USS ROCHE die Ehre, den ersten Friedenskonvoi von England bis an die US Ostküste zu eskortieren. Trotz des Vorhandenseins der deutschen U-Boote, die in den letzten Kriegstagen sehr aggressiv gegen alle auf dem Atlantik fahrenden Schiffe vorgingen, wurde kein Handelsschiff von einem der feindlichen U-Boote angegriffen und beschädigt. Den Geleitzerstörer unterzog man nun in der New York Navy Yard einer umgangreichen Überholung und bereitete das Kriegsschiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Am 9. Juni legten alle sechs Geleitzerstörer der CortDiv 55 in New York ab und fuhren in die Guantanamo Bay, Kuba. Hier begann für die Geleitzerstörer ein Auffrischungstraining. Anschließend ging die Fahrt zum Panamakanal weiter. Dieser wurde am 1. Juli durchquert. Danach fuhren die sechs Geleitzerstörer zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Auch Passagiere schifften sich an Bord der Kriegsschiffe ein. Nach Abschluss der Arbeiten legten die Kriegsschiffe in San Diego wieder ab und stachen in See. Ziel war nun die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Hafen dieser Basis liefen die Schiffe am 20. Juli ein. Hier unterzog man in den folgenden fünf Tagen die USS THOTNHILL einer kleinen Überholung. Der Geleitzerstörer verließ danach die Marinebasis und operierte in den Hawaiianischen Gewässern. Das Kriegsschiff war dabei für die Ausbildung von US Navy Offizieren unterwegs. So waren Übungen mit den Geschützen und Anti-U-Boot Übungen angesetzt. Am 8. August stach die USS WINGFIELD, zusammen mit allen anderen noch in Pearl Harbor verbliebenen Geleitzerstörern der CortDiv 55, in See und eskortierte den Truppentransporter SS EMPRESS of AUSTRALIA zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Während dieser Fahrt erfuhr man am 15. August, dass durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet worden war. Die USS THORNHILL blieb in den folgenden Monaten in den Gewässern der Marshall Islands. Am 7. Dezember verließ der Geleitzerstörer zusammen mit der USS WINGFIELD das Einsatzgebiet und fuhr nach Hawaii. Beide Kriegsschiffe legten am 13. Dezember in der Marinebasis Pearl Harbor an. Die USS THORNHILL diente hier bis Ende Januar 1946 als Wetterpatrouillenschiff in den Hawaiianischen Gewässern. Am 2. Februar stach der Geleitzerstörer zusammen mit der USS RINEHART wieder in See und fuhr nach San Diego. Das Kriegsschiff lief am 8. Februar in die dortige Marinebasis ein. Man begann hier mit dem bunkern von frischem Treibstoff und Proviant. Nachdem Mitte Februar vorbei war, machte man von der USS THORNHILL die Leinen am Kai los und der Geleitzerstörer fuhr wieder in den Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichte das Kriegsschiff am 7. März den Hafen der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts. In der darauffolgenden Woche verließ der Geleitzerstörer wieder Boston und fuhr zu Green Cove Springs, Florida. Hier begann für den Geleitzerstörer die Zeit der Inaktivität. Am 17. Juni 1946 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Durch das Mutual Defense Assistance Program übergab man das Kriegsschiff am 10. Januar 1951 an die italienische Marine. Diese benannte den Geleitzerstörer noch am selben Tag in IST ALDEBARAN ( F-590 ) um. Den Namen US THORNHILL ( DE-195 ) strich man am 26. März 1951 von der US Navy – Liste.  

In der italienischen Marine wurde die IST ALDEBARAN erst 1976 außer Dienst gestellt und verschrottet.


USS THORNHILL ( DE-195 )
Commanding Officer

 LCDR John B. Shumway  (USNR)      1. Februar 1944 – 3. Januar 1945
LCDR Edwin Thornwell McKeithen, Jr.  (USNR)      3. Januar 1945 – 16. November 1945
LT Alvin W. Evans  (USNR)       16. November 1945 – 28. November 1945
LCDR Richard Allen Brockhouse  (USNR)      28. November 1945 – 28. März 1946
LCDR Thomas C. Clay  (USNR)      28. März 1946 – 15. Juni 1946

 

 

 

 

 

 

 

USS WINGFIELD ( DE-194 )

USS WINGFIELD ( DE-194 )

Biografie

John Davis Wingfield
* 4. November 1916 in Richmond, Virginia
† 8. Mai 1942 während der Schlacht in der Coral Sea
war ein US Navy Pilot

Am 15. November 1940 meldete sich John Davis Wingfield freiwillig in Washington DC zur US Naval Reserve. Man versetzte ihn am 5. Februar 1941 als Aviation Cadet zur Flugausbildung. Nach dem Flugtraining in den Basen von Jacksonville und Miami, Florida ernannte man ihn am 20. August 1941 zum Marineflieger. In den Rang eines Ensign der US Naval Reserve beförderte man ihn am 5. September 1941. Nach einer weiteren Ausbildungsphase in der Advanced Carrier Training Group der Pazifikflotte, meldete sich Ensign Wingfield am 28. Dezember 1941 zum Scouting Squadron Two. Dieses Geschwader mit den Dauntless Douglas Dive Bomber (SBD ) war auf dem Flugzeugträger USS LEXINGTON ( CV-2 ) stationiert. Wingfield wurde posthum mit der American Defense Service Medal und dem Navy Cross ausgezeichnet.
Für außergewöhnliches Heldentum und tapferer Missachtung der eigenen persönlichen Sicherheit hat er als Pilot des Führungsflugzeuges am 8. Mai 1942 in der Coral Sea nach dem japanischen Feind gesucht. Ensign Wingfield verfolgte sein Ziel weiter, nachdem er einen ersten Bombenangriff auf den japanischen Flugzeugträger IJN SHAOKAKU geflogen hatte. Aber die Bombe konnte dabei nicht ausgelöst werden. Ohne Schutz oder Unterstützung anderer Piloten begann Ensign Wingfield einen zweiten Angriff, um seine Mission abzuschließen. Er ist nie von diesem Flug zurückgekehrt.


USS WINGFIELD ( DE-194 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS WINGFIELD ( DE-194 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign John Davis Wingfield benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtundvierzigste Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Port Newark, New Jersey wurde am 7.
Oktober 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. E. E. Wingfield, Mutter von Ensign John Davis Wingfield, taufte am 30. Dezember 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Howard E. Purdy (USNR) stellte am 28. Januar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS WINGFIELD bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Daran schlossen sich in der New York Navy Yard eine Überprüfung der Schiffshaut und einige Umbauarbeiten an. Gleich nachdem der Geleitzerstörer die Werft wieder verlassen hatte, fuhr er bis in die Casco Bay, Maine und beteiligte sich an einem Auffrischungstraining. Am 1. April wechselte das Kriegsschiff in die Destroyer Escort School in Norfolk, Virginia und wurde hier zusammen mit dem Schwesterschiff USS THORNHILL ( DE-195 ) für eine Woche als Schulschiff, für angehende Besatzungen eines Geleitzerstörers, eingesetzt. Ab dem 8. April begann die USS WINGFIELD ihren ersten Einsatz. Der Geleitzerstörer eskortierte zusammen mit der USS THORNHILL einen Schiffskonvoi entlang der US Ostküste von Norfolk aus bis zum Hafen von New York City. Anschließend fuhren beide Geleitzerstörer nach Norfolk zurück. Am 16. April stachen beide Geleitzerstörer wieder in See. Ihre Aufgabe war es, südlich von Cape Hatteras, North Carolina sich an einer U-Boot Jagd zu beteiligen. Danach fuhren sie in den Great Sound, Bermudas und nahmen an weiteren Anti-U-Boot Übungen teil. Beide Geleitzerstörer kehrten am 1. Mai nach Norfolk zurück. Hier ernannte man die USS WINGFIELD zum Flaggschiff der CortDiv 55. In dieser Geleitzerstörerdivision befanden sich außerdem die Geleitzerstörer USS THORNHILL, USS EISNER ( DE-192 ), USS GARFIELD THOMAS ( DE-193 ), USS RINEHART ( DE-196 ) und USS ROCHE ( DE-197 ). Noch am selben Tag verließen diese Schiffe Norfolk und fuhren nach New York. Hier warteten einige Handelsschiffe, die Nachschub für Nordafrika, Sizilien oder Italien an Bord hatten. Am 9. Mai erreichten die Kriegsschiffe ihren Zielhafen und eskortierten die dort wartenden Handelsschiffe bis nach Norfolk. Hier warteten die restlichen Handelsschiffe des Konvois UGS-42. Insgesamt 108 Handelsschiffe und die Geleitzerstörer der CortDiv 55 legten am 13. Mai in Hampton Roads, Virginia ab und stachen in See. Ziel war der Hafen von Bizerte, Tunesien. Die Fahrt bis ins westliche Mittelmeer war ereignislos, aber in der Nacht vom 30. zum 31. Mai griffen 41 Ju 88 der 2. Flieger Division, die in Südfrankreich stationiert waren, die Schiffe des Konvois UGS-42 an. Unter Einsatz von Beleuchtungsflugzeugen versenken diese deutschen Bomber den britischen Frachter NORDEFINGE ( 2.873 BRT ) mit Lufttorpedos. Die Luftabwehrbesatzungen auf den Schiffen des Konvois und Beaufighter – Nachtjäger des RAF Geschwaders 108 können insgesamt fünf Ju 88 abschießen. Am 1. Juni trafen dann die Schiffe des Konvois in Bizerte ein. Von hier aus werden die Handelsschiffe zu ihren eigentlichen Zielhäfen eskortiert. Die Kriegsschiffe der CortDiv 55 legten wenige Tage später in Bizerte wieder ab und eskortierten einen anderen Schiffskonvoi bis nach New York. Hier legten sie am 29. Juni wieder an.  Die USS WINGFIELD legte am 10. Juli zusammen mit den anderen fünf Geleitzerstörern der CortDiv 55 in New York wieder ab und fuhr in die Casco Bay, Maine. Hier unterzogen sich die Mannschaften einem Auffrischungstraining. Anschließend wechselten die Kriegsschiffe nach Norfolk. Dort warteten die Handelsschiffe des Konvois UGS-49. Am 24. Juli stachen alle Schiffe in See und fuhren nach Bizerte. Den tunesischen Hafen erreichten sie ohne Zwischenfälle. Anschließend übernahmen die sechs Geleitzerstörer einen in Bizerte abgehenden Schiffskonvoi und eskortierten die Handelsschiffe bis nach New York. Hier legten sie am 7. September an. Die Kriegsschiffe unterzogen sich in der New York Navy Yard einigen Reparaturen. Danach wechselten sie in die Casco Bay und übten Kampfpraktiken für die kommenden Eskortierfahrten. Diese sollten die Schiffe bis in Häfen von England und Frankreich führen, damit die Versorgungslinien der vorrückenden alliierten Streitkräfte genügend Nachschub erhielten. So begann am 14. Oktober die erste Konvoifahrt von New York aus. Der Zielhafen hieß Liverpool. Am 9. November endete in New York diese erste Fahrt. Die zweite begann am 2. Dezember im Hafen von Boston, Massachusetts. Der englische Zielhafen war Plymouth. Am 31. Dezember erreichten die Schiffe wieder New York. Die dritte Begleitfahrt begann am 18. Januar 1945 in New York und der Zielhafen war erneut Liverpool. Diese dritte Fahrt endete am 14. Februar in New York. Die vierte Fahrt begann am 8. März wieder in Boston. Die Zielhäfen waren diesmal in Le Havre, Frankreich und Southampton, England. Am 4. April legten die Schiffe in New York wieder ab. Die fünfte und letzte Eskortierfahrt begann am 24. April in Boston. Der Schiffskonvoi fuhr nach Gourock, Schottland und legte am 19. Mai in New York wieder an. Da war der Zweite Weltkrieg auf europäischem Boden, durch die Kapitulation Deutschlands, seit dem 8. Mai beendet. Damit hatten die Geleitzerstörer USS WINGFIELD, USS GARFIELD THOMAS, USS THORNHILL, USS EISNER, USS RINEHART und USS ROCHE die Ehre, den ersten Friedenskonvoi von England bis an die US Ostküste zu eskortieren. Trotz des Vorhandenseins der deutschen U-Boote, die in den letzten Kriegstagen sehr aggressiv gegen alle auf dem Atlantik fahrenden Schiffe vorgingen, wurde kein Handelsschiff von einem der feindlichen U-Boote angegriffen und beschädigt. Die USS WINGFIELD leistete während ihres Dienstes im Nordatlantik weit über 100 Einsätze mit medizinischen Gütern für die Handelsschiffe der Konvois. Den Geleitzerstörer unterzog man nun in der New York Navy Yard einer umgangreichen Überholung und bereitete das Kriegsschiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Am 9. Juni legten alle sechs Geleitzerstörer der CortDiv 55 in New York ab und fuhren in die Guantanamo Bay, Kuba. Hier begann für die Geleitzerstörer ein Auffrischungstraining. Anschließend ging die Fahrt zum Panamakanal weiter. Dieser wurde am 1. Juli durchquert. Danach fuhren die sechs Geleitzerstörer zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Auch Passagiere schifften sich an Bord der Kriegsschiffe ein. Nach Abschluss der Arbeiten legten die Kriegsschiffe in San Diego wieder ab und stachen in See. Ziel war nun die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Hafen dieser Basis liefen die Schiffe am 20. Juli ein. Hier unterzog man in den folgenden fünf Tagen die USS WINGFIELD einer Überholung. Der Geleitzerstörer verließ danach die Marinebasis und operierte in den Hawaiianischen Gewässern. Das Kriegsschiff war dabei für die Ausbildung von US Navy Offizieren unterwegs. So waren Übungen mit den Geschützen und Anti-U-Boot Übungen angesetzt. Am 8. August stach die USS WINGFIELD, zusammen mit allen anderen noch in Pearl Harbor verbliebenen Geleitzerstörern der CortDiv 55, in See und eskortierte den Truppentransporter SS EMPRESS of AUSTRALIA zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Während dieser Fahrt erfuhr man am 15. August, dass durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet worden war. Am folgenden Tag fuhren die Schiffe in die Lagune des Atolls ein. Die USS WINGFIELD setzte man hier zur Suche eines Rettungsflosses ein, das ein Pilot während seines Fluges gesichtet haben wollte. Doch der Geleitzerstörer suchte in den vorgegebenen Planquadraten vom 24. bis zum 29. August vergeblich nach diesem Rettungsfloss. Am 4. September bekundeten über Funk die japanischen Besatzer auf den Inseln Wotje und Maloelap, Marshall Islands ihre Bereitschaft sich zu ergeben. Die USS WINGFIELD fuhr zusammen mit dem Geleitzerstörer US BARON ( DE-166 ) zum Jaluit Atoll. Die mitgeführten US Marines besetzten das Atoll und übernahmen die dortige japanische Garnison. Beide Geleitzerstörer fuhren anschließend zum Atoll Maloelap. Auch hier übernahmen die mitgeführten US Marines die ehemalige feindliche Garnison. Die USS WINGFIELD war am 6. September das erste amerikanische Kriegsschiff das sich während und nach dem Krieg dem Atoll Maloelap näherte. An Bord des Geleitzerstörers unterzeichnete Rear Admiral Shochi Tamada die Übergabeurkunde. Die Übergabeurkunde der japanischen Garnison auf Wotje wurde an Bord der USS BARON von Rear Admiral Nobukazu Yoshimi unterzeichnet. Die USS WINGFIELD fuhr vom Atoll Maloelap zum Atoll Toroa Anchorage, Marshall Islands weiter. Hier traten die amerikanischen Besatzungsmitglieder in weißer Galauniform an. Innerhalb von fünfundzwanzig Minuten unterzeichnete Admiral Tamada, Lieutenant Inabi und Lieutenant Aoki von der Kaiserlich Japanischen Marine die Übergabevereinbarung. Am 10. September fand an Land von Toroa Anchorage eine kurze und einfache Fahnenzeremonie statt. Captain H. B. Grow (USNR) las in Anwesenheit der japanischen Garnisonstruppen und einer Landungstruppe der USS WINGFIELD die Übergabevereinbarung vor. Kopien davon wurden in japanischer Sprache an die Garnisonstruppen verteilt. Nachdem die japanische Flagge abgenommen und die amerikanische Flagge über dem Atoll wehte, wurden von der USS WINGFIELD 21 Salutschüsse abgegeben. In den nun folgenden sechs Tagen überwachte die Besatzung des Geleitzerstörers die Einhaltung der Kapitulationsbedingungen durch die japanischen Soldaten. Am 16. September verließ das Kriegsschiff seinen Ankerplatz vor dem Atoll und wechselte zum Atoll Engenben. Vor dem Atoll Toroa Anchorage begannen amerikanische Minenräumboote nach Seeminen zu suchen. In der Zwischenzeit wurden immer mehr japanische Waffen an Bord der USS WINGFIELD gebracht. Der Geleitzerstörer verließ am 26. September das Atoll Engenben. An Bord des Kriegsschiffes befanden sich 56 erkrankte Japaner. Am folgenden Tag wurde Toroa Anchorage und der Enijin Channel frei von Seeminen erklärt. Die USS WINGFIELD kehrte hierauf wieder zu dem Atoll zurück. Die Besatzung überwachte die japanischen Garnisonstruppen, bis ein Evakuierungsschiff eintraf. Dieses nahm die 163 gefangenen japanischen Armeeangehörigen an Bord und brachte diese nach Japan. Der Geleitzerstörer verließ am 2. November das Atoll und fuhr zuerst zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Hier wurden medizinische Geräte ausgeladen. Anschließend fuhr das Kriegsschiff zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands weiter. Hier schifften sich amerikanische Navy Soldaten ein, die an die US Westküste transportiert wurden. Am 7. Dezember stach die USS WINGFIELD vom Atoll aus in See und fuhr über Pearl Harbor nach San Diego. Nach dem ausschiffen der Veteranen fuhr das Kriegsschiff zum Panamakanal und durchquerte diesen. Ende Januar erreichte der Geleitzerstörer das Earle Naval Ammunition Depot in Leonardo, New Jersey. Hier übergab man an einen Schlepper und einen Lastkahn alle an Bord befindlichen Waffen und Munition. Am 25. Januar 1946 legte das Kriegsschiff im Hafen der Boston Naval Shipyard an. Hier erfolgten dringend notwendig gewordene Reparaturen im Trockendock. Die USS WINGFIELD verließ am 17. Februar den Hafen von Boston. Drei Tage später traf der Geleitzerstörer in Green Cove Springs, Florida zur Inaktivierung ein. Man stellte das Kriegsschiff am 15. Juni 1946 außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Am 26. August 1947 versetzte man das Kriegsschiff und bereitete es für den Verkauf an andere Marinen vor. Im Rahmen des Military Defense Assistance Program übergab man den Geleitzerstörer am 15. September 1950 an die französische Marine. Diese benannte das Kriegsschiff in SAKALAVE ( F-720 ) um. Der Name USS WINGFIELD ( DE-194 9 wurde am 20. oktober 1950 von der US Navy – Liste gestrichen.

Die SAKALAVE war ab dem 29. Oktober 1956 an der Eroberung des Suezkanals beteiligt, der durch die ägyptische Regierung am 26. Juli 1956 verstaatlicht worden war. An dem Angriff auf das souveräne Land beteiligten sich französische, britische und israelische Streitkräfte. Am 7. November wurden auf Druck der USA und der Sowjetunion ein Waffenstillstand durchgesetzt.

Bis 1960 diente die SAKALAVE in der französischen Marine. Danach wurde diese außer Dienst gestellt und verschrottet.          


USS WINGFIELD ( DE-194 )
Commanding Officer
 

LCDR Howard E. Purdy  (USNR)      28. Januar 1944 – 4. Oktober 1944
LCDR Robert C. Jeorg III  (USNR)       4. Oktober 1944 – 1. Oktober 1945
LT Francis W. Wineinger  (USNR)      1. Oktober 1945 – 1. Januar 1946
LT Harry B. Dowley  (USNR)       1. Januar 1946 – 1. April 1946
Nicht näher identifizierter Kommandant       1. April 1946 – 15. Juni 1946

 

 

 

USS RINEHART ( DE-196 )

USS RINEHART ( DE-196 )

Biografie

Clark Franklin Rinehart
* 30. Mai 1910 in Ridgeway, Missouri
† 8. Mai 1942 nach der Schlacht in der Coral Sea
war ein Marineflieger in der US Naval Reserve

Clark Franklin Rinehart trat am 30. April 1937 freiwillig in die US Naval Reserve ein. Man ernannte ihn am 22. Juli 1937 zum Aviation Cadet. Zum Marineflieger erklärte man ihn am 8. Juni 1938. Zum Ensign der US Naval Reserve ernannte man ihn am 1. August 1938. In die US Navy im Rang eines Ensign nahm man ihn am 1. Juni 1939 auf. Zum Lieutenant ( jg ) beförderte man Rinehart am 1. November 1941. Man stationierte ihn auf der Naval Air Station in Pensacola, Florida. Hier integrierte man ihn in das Bombengeschwader VB-2, das an Bord des Flugzeugträgers USS LEXINGTON ( CV-2 ) stationiert war. Während des Zweiten Weltkrieges verlegte man Lieutenant ( jg ) Rinehart in das Fighting Squadron 2, das ebenfalls an Bord der USS LEXINGTON war. Er erhielt das Distinguished Flying Cross für außergewöhnliche Leistungen im Luftkampf als Pilot eines Kampfflugzeuges zugesprochen. Er war am 7. und 8. Mai 1942 im Einsatz während der Schlacht in der Coral Sea. Lieutenant ( jg ) Clark Franklin Rinehart kam am 8. Mai von seinem Angriff auf japanische Flugzeugträger nicht zur USS LEXINGTON zurück.


USS RINEHART ( DE-196 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS RINEHART ( DE-196 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Clark Franklin Rinehart benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfzigste Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Port Newark, New Jersey wurde am 21.
Oktober 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Dorothy Ruth Rinehart, Witwe von Lieutenant ( jg ) Clark Franklin Rinehart, taufte am 9. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Partee W. Crouch stellte am 12. Februar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS RINEHART bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die New York Navy Yard. Hier überprüfte man im Trockendock die Schiffshaut und nahm einige Veränderungen am Schiff selber vor. Gleich nachdem das Kriegsschiff die Werft wieder verlassen hatte, fuhr es in die Casco Bay, Maine und beteiligte sich an einem Auffrischungstraining. Nach diesen wichtigen Übungen wechselte der Geleitzerstörer in die Destroyer Escort School in Norfolk, Virginia und wurde hier als Schulschiff, für angehende Besatzungen eines Geleitzerstörers, eingesetzt. Die USS RINEHART kehrte am 1. Mai nach Norfolk zurück. Hier gliederte man den Geleitzerstörer in die CortDiv 55 ein. In dieser Geleitzerstörerdivision befanden sich außerdem die Geleitzerstörer USS WINGFIELD ( DE-194 ), USS EISNER ( DE-192 ), USS GARFIELD THOMAS ( DE-193 ), USS THORNHILL ( DE-195 ) und USS ROCHE ( DE-197 ). Noch am selben Tag verließen diese Schiffe Norfolk und fuhren nach New York. Hier warteten einige Handelsschiffe, die Nachschub für Nordafrika, Sizilien oder Italien an Bord hatten. Am 9. Mai erreichten die Kriegsschiffe ihren Zielhafen und eskortierten die dort wartenden Handelsschiffe bis nach Norfolk. Hier warteten die restlichen Handelsschiffe des Konvois UGS-42. Insgesamt 108 Handelsschiffe und die Geleitzerstörer der CortDiv 55 legten am 13. Mai in Hampton Roads, Virginia ab und stachen in See. Ziel war der Hafen von Bizerte, Tunesien. Die Fahrt bis ins westliche Mittelmeer war ereignislos, aber in der Nacht vom 30. zum 31. Mai griffen 41 Ju 88 der 2. Flieger Division, die in Südfrankreich stationiert waren, die Schiffe des Konvois UGS-42 an. Unter Einsatz von Beleuchtungsflugzeugen versenken diese deutschen Bomber den britischen Frachter NORDEFINGE ( 2.873 BRT ) mit Lufttorpedos. Die Luftabwehrbesatzungen auf den Schiffen des Konvois und Beaufighter – Nachtjäger des RAF Geschwaders 108 können insgesamt fünf Ju 88 abschießen. Am 1. Juni trafen dann die Schiffe des Konvois in Bizerte ein. Von hier aus werden die Handelsschiffe zu ihren eigentlichen Zielhäfen eskortiert. Die Kriegsschiffe der CortDiv 55 legten wenige Tage später in Bizerte wieder ab und eskortierten einen anderen Schiffskonvoi bis nach New York. Hier legten sie am 29. Juni wieder an. Die USS RINEHART legte am 10. Juli zusammen mit den anderen fünf Geleitzerstörern der CortDiv 55 in New York wieder ab und fuhr in die Casco Bay, Maine. Hier unterzogen sich die Mannschaften einem Auffrischungstraining. Anschließend wechselten die Kriegsschiffe nach Norfolk. Dort warteten die Handelsschiffe des Konvois UGS-49. Am 24. Juli stachen alle Schiffe in See und fuhren nach Bizerte. Den tunesischen Hafen erreichten sie ohne Zwischenfälle. Anschließend übernahmen die sechs Geleitzerstörer einen in Bizerte abgehenden Schiffskonvoi und eskortierten die Handelsschiffe bis nach New York. Hier legten sie am 7. September an. Die Kriegsschiffe unterzogen sich in der New York Navy Yard einigen Reparaturen. Danach wechselten sie in die Casco Bay und übten Kampfpraktiken für die kommenden Eskortierfahrten. Diese sollten die Schiffe bis in Häfen von England und Frankreich führen, damit die Versorgungslinien der vorrückenden alliierten Streitkräfte genügend Nachschub erhielten. So begann am 14. Oktober die erste Konvoifahrt von New York aus. Der Zielhafen hieß Liverpool. Am 9. November endete in New York diese erste Fahrt. Die zweite begann am 2. Dezember im Hafen von Boston, Massachusetts. Der englische Zielhafen war Plymouth. Am 31. Dezember erreichten die Schiffe wieder New York. Die dritte Begleitfahrt begann am 18. Januar 1945 in New York und der Zielhafen war erneut Liverpool. Diese dritte Fahrt endete am 14. Februar in New York. Die vierte Fahrt begann am 8. März wieder in Boston. Die Zielhäfen waren diesmal in Le Havre, Frankreich und Southampton, England. Am 4. April legten die Schiffe in New York wieder ab. Die fünfte und letzte Eskortierfahrt begann am 24. April in Boston. Der Schiffskonvoi fuhr nach Gourock, Schottland und legte am 19. Mai in New York wieder an. Am 1. Mai, da war der Schiffskonvoi noch auf dem Weg nach Schottland, ging ein Besatzungsmitglied von dem Handelstanker SS SEA DON über Bord. Die USS RINEHART begann umgehend mit der Suchaktion des Verunfallten. Die Besatzung des Geleitzerstörers konnte den Matrosen aus dem Wasser retten. Der Zweite Weltkrieg war auf europäischem Boden am 8. Mai durch die Kapitulation Deutschlands beendet worden. Da lagen die Kriegsschiffe der CortDiv 55 noch im Hafen von Gourock. Die Geleitzerstörer USS RINEHART, USS THORNHILL, USS WINGFIELD, USS GARFIELD THOMAS, USS EISNER und USS ROCHE hatten damit die Ehre, den ersten Friedenskonvoi von England bis an die US Ostküste zu eskortieren. Trotz des Vorhandenseins der deutschen U-Boote, die in den letzten Kriegstagen sehr aggressiv gegen alle auf dem Atlantik fahrenden Schiffe vorgingen, wurde kein Handelsschiff während der Überfahrten von einem der feindlichen U-Boote angegriffen und beschädigt. Gleich nach der Ankunft in New York, unterzog man den Geleitzerstörer erneut in der New York Navy Yard einer umgangreichen Überholung und bereitete dabei das Kriegsschiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Am 9. Juni legten alle sechs Geleitzerstörer der CortDiv 55 in New York ab und fuhren in die Guantanamo Bay, Kuba. Hier begann für die Geleitzerstörer ein Auffrischungstraining. Anschließend ging die Fahrt zum Panamakanal weiter. Dieser wurde am 1. Juli durchquert. Danach fuhren die sechs Geleitzerstörer zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Auch Passagiere schifften sich an Bord der Kriegsschiffe ein. Nach Abschluss der Arbeiten legten die Kriegsschiffe in San Diego wieder ab und stachen in See. Ziel war nun die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Hafen dieser Basis liefen die Schiffe am 20. Juli ein. Nach einem ausgiebigen Training in den Hawaiianischen Gewässern, legte die USS RINEHART, zusammen mit allen anderen noch in Pearl Harbor verbliebenen Geleitzerstörern der CortDiv 55, am 8. August in der Marinebasis ab und stach in See. Die Kriegsschiffe eskortierte den Truppentransporter SS EMPRESS of AUSTRALIA zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands, wo sie am 16. August anlegten. Während dieser Fahrt erfuhr man am 15. August, dass durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet worden war. Die USS RINEHART blieb in den folgenden Monaten in den Gewässern der Marshall Islands. Dort patrouillierte der Geleitzerstörer zwischen den Schifffahrtswegen der Schiffskonvois. Am 12. September hatte sich das Personenlandungsfahrzeug USS LCVP-3832 bei stark auffrischenden Winden von seiner Verankerung gelöst und trieb vom Atoll Eniwetok weg. Der Geleitzerstörer verfolgte das Steuerlose Schiff, nahm es ins Schlepptau und brachte es zum Atoll zurück. Die USS RINEHART verließ am 26. September Eniwetok und fuhr nach Wake Island. Diese Insel wurde am folgenden Tag erreicht und der Geleitzerstörer übernahm die Position des Funk- und Stationsschiffes. Am 4. Oktober löste man das Kriegsschiff von diesen Aufgaben ab. Es fuhr über das Bikini Atoll zum Atoll Eniwetok. Dort lagen mittlerweile drei Minensucher aus der YMS- Klasse. Die USS RINEHART übernahm die Eskorte über die drei Minensucher. Auf der Fahrt in ihr Einsatzgebiet, besuchten die Schiffe vom 19. bis zum 21. Oktober das Bikini Atoll. Hier wurden die Gewässer nach Seeminen abgesucht. Am 24. Oktober lagen die Schiffe aber schon wieder vor Wake Island. Hier diente der Geleitzerstörer als Funkstation und zur Überwachung der Hafeneinfahrt. Das Kriegsschiff geriet am 28. und 29. Oktober in schweres Wetter vor der Insel. Auf einem Korallenriff war schon das Handelsschiff SS PIERRE VICTORY aufgelaufen, dessen Ankerketten gerissen waren. Durch geschicktes manövrieren konnte die USS RINEHART dem Handelsschiff helfen und es in sicheres Wasser schleppen. Dort konnten beide Schiffe den Sturm überstehen. Der Geleitzerstörer verließ am 1. Dezember Wake Island und fuhr zum Atoll Eniwetok. Dort schifften sich US Navy Passagiere auf dem Geleitzerstörer ein. Diese sollten nach Pearl Harbor gebracht werden. Am 15. Dezember legte das Kriegsschiff in der dortigen Marinebasis an. Man verwendete die USS RINEHART in den Hawaiianischen Gewässern nun als Wetterstationsschiff. Dann, am 2. Februar 1946, verließ der Geleitzerstörer zusammen mit der USS THORNHILL die Inselgruppe und fuhr in Richtung Osten weiter. Die USS RINEHART erreichte die US Marinebasis von San Pedro, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant. Danach fuhr das Kriegsschiff zum Panamakanal. Dieser wurde am 1. März durchquert. Der Geleitzerstörer legte am 7. März in der Boston Navy Yard an. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf die Inaktivität vor. Es legte am 13. April in der Bostoner Werft ab und fuhr zusammen mit der USS THORNHILL nach Green Cove Springs, Florida. Beide Kriegsschiffe liefen am 16.
April in den dortigen Hafen ein. Am 17. Juli 1946 stellte man die USS RINEHART außer Dienst und versetzte sie in die Atlantikreserveflotte. Durch das Mutual Defense Assistance Program übergab man das Kriegsschiff am 1. Juni 1950 an die niederländische Marine. Hier erhielt der Geleitzerstörer den Namen HNLMS DE BITTER ( F-807 ). Noch am selben Tag stellte man das Kriegsschiff in den Dienst der niederländischen Marine. Den Namen USS RINEHART strich man am 26. September 1950 von der US Navy – Liste.

Die HNLMS DE BITTER wurde innerhalb der Royal Netherlands Navy im Dezember 1967 außer Dienst gestellt und im Februar 1968 zum verschrotten verkauft.        


USS RINEHART ( DE-196 )
Commanding Offizer

LCDR Partee W. Crouch       12. Februar 1944 – 18. April 1945
LCDR Aubrey Delos Engle      18. April 1945 – 28. September 1945
LCDR Wayne Woodrow Hayes  (USNR)      28. September 1945 – 4. Juni 1946
LT (jg) Cooper Grayson Curtice  (USNR)       4. Juni 1946 – 17. Juli 1946

 

 

 

USS EISNER ( DE-192 )

USS EISNER ( DE-192 )

Biografie

Jacques Rodney Eisner
* 25. Juli 1918 in Red Bank, New Jersey
† 13. November 1942 an Bord des Schweren Kreuzers USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) während der Schlacht um Guadalcanal, Ostsalomonen
war ein Offizier in der US Navy

Jacques Rodney Eisner trat am 7. Oktober 1940 freiwillig in die US Naval Reserve ein. Man ernannte ihn dort am 6. März 1941 zum Midshipman in Reserve. Ein Jahr später beförderte man ihn zum Lieutenant ( jg ). Eisner diente an Bord des Schweren Kreuzers USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ). Er befand sich auf der Navigationsbrücke während der Schlacht um Guadalcanal, als ein Geschoss des japanischen Schlachtschiffes IJN HIEI einschlug und fast alle Offiziere tötete oder schwer verwundete. Auch Lieutenant Jacques Rodney Eisner fand dabei den Tod.


USS EISNER ( DE-192 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS EISNER ( DE-192 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Jacques Rodney Eisner benannt worden ist.
Das erste Schiff war der Geleitzerstörer USS EISNER ( DE-269 ). Die Namensgebung von der US Navy erfolgte am 23. Februar 1943. Am 7. April 1943 wurde das Schiff auf Kiel gelegt und am 19. Mai erfolgte der Stapellauf. Am 14. Juni 1943 hob man die Namensgebung auf und vergab den Namen an den Geleitzerstörer mit der Kennung DE-28. Diese Namensgebung wurde am 14. Juli erneut storniert und an den Geleitzerstörer mit der Kennung DE-192 übergeben, denn man hatte die USS EISNER ( DE-269 ) am 8. Juli an die Royal Navy übertragen. Am 3. September erfolgte die Taufe und Indienststellung für die Royal Navy, wo der Geleitzerstörer den Namen HMS DOMETT ( K-473 ) erhielt.
Der Geleitzerstörer ist das sechsundvierzigste Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Co
mpany in Port Newark, New Jersey wurde am 23. September 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Margaret Dammann Eisner ( 17. September 1916 in New York – 31. Juli 1996 in New Jersey ), Schwägerin von Lieutenant ( jg ) Jacques Rodney Eisner und Frau von Lester Eisner, Jr. ( 27. November 1913 in Red Bank, New Jersey – 17. Juni 1987 in New York ), taufte am 12. Dezember 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Donald McVickar (USNR) stellte am 1. Januar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS EISNER bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die New York Navy Yard. Hier wurde der Schiffskörper überprüft und einige notwendig gewordenen Änderungen vorgenommen. Am 15. Februar ernannte man das Kriegsschiff zum Flaggschiff der CortDiv 55. Allerdings war die USS EISNER zu diesem Zeitpunkt noch das einzige Schiff dieser Division, da noch nicht alle anderen Schiffe fertig gebaut worden waren. Erst am 1. Mai übergab der Geleitzerstörer die Flagge des Kommandeurs der CortDiv 55 an die USS WINGFIELD ( DE-194 ). Die USS EISNER selber übernahm im Februar einen Schiffskonvoi und eskortierte diesen von Norfolk, Virginia bis in den Hafen von Galveston, Texas. Gleich nach dem Entladen der Handelsschiffe begleitete der Geleitzerstörer die Handelsschiffe nach Norfolk zurück. Hier gliederte man das Kriegsschiff in die Task Force 63 ein. Die Kriegsschiffe dieser Task Force setzte man für transatlantische Eskortierdienste ein. Die USS EISNER beteiligte sich zusammen mit den Schiffen der TF an einer Kreuzfahrt entlang der amerikanischen Küste bis nach Recife, Brasilien. Der Geleitzerstörer kehrte am 1. Mai nach Norfolk zurück. Hier trafen sich alle Schiffe der Cort Div 55 für ihren ersten gemeinsamen Einsatz. In der Cort Div 55 befanden sich neben der USS EISNER noch die Geleitzerstörer USS GARFIELD THOMAS ( DE-193 ), USS THORNHILL ( DE-195 ), USS WINGFIELD ( DE-194 ), USS RINEHART ( DE-196 ) und USS ROCHE ( DE-197 ). Diese Kriegsschiffe sollten die 108 Handelsschiffe des Konvois UGS-42 bis nach Bizerte, Tunesien eskortieren. Am 13. Mai legten alle Schiffe des Konvois in Hampton Roads, Virginia ab. Die Fahrt bis ins westliche Mittelmeer war ereignislos, aber in der Nacht vom 30. zum 31. Mai griffen 41 Ju 88 der 2. Flieger Division, die in Südfrankreich stationiert waren, die Schiffe des Konvois UGS-42 an. Unter Einsatz von Beleuchtungsflugzeugen versenken diese deutschen Bomber den britischen Frachter NORDEFINGE ( 2.873 BRT ) mit Lufttorpedos. Die Luftabwehrbesatzungen auf den Schiffen des Konvois und Beaufighter – Nachtjäger des RAF Geschwaders 108 können insgesamt fünf Ju 88 abschießen. Am 1. Juni trafen dann die Schiffe des Konvois in Bizerte ein. Von hier aus werden die Handelsschiffe zu ihren eigentlichen Zielhäfen eskortiert. Die Kriegsschiffe der CortDiv 55 legten wenige Tage später in Bizerte wieder ab und eskortierten einen anderen Schiffskonvoi bis nach New York. Hier legten sie am 29. Juni wieder an. Die USS EISNER legte am 10. Juli zusammen mit den anderen fünf Geleitzerstörern der CortDiv 55 in New York wieder ab und fuhr in die Casco Bay, Maine. Hier unterzogen sich die Mannschaften einem Auffrischungstraining. Anschließend wechselten die Kriegsschiffe nach Norfolk. Dort warteten die Handelsschiffe des Konvois UGS-49. Am 24. Juli stachen alle Schiffe in See und fuhren nach Bizerte. Den tunesischen Hafen erreichten sie ohne Zwischenfälle. Anschließend übernahmen die sechs Geleitzerstörer einen in Bizerte abgehenden Schiffskonvoi und eskortierten die Handelsschiffe bis nach New York. Hier legten sie am 7. September an. Die Kriegsschiffe unterzogen sich in der New York Navy Yard einigen Reparaturen. Danach wechselten sie in die Casco Bay und übten Kampfpraktiken für die kommenden Eskortierfahrten. Diese sollten die Schiffe bis in Häfen von England und Frankreich führen, damit die Versorgungslinien der vorrückenden alliierten Streitkräfte genügend Nachschub erhielten. So begann am 14. Oktober die erste Konvoifahrt von New York aus. Der Zielhafen hieß Liverpool. Am 9. November endete in New York diese erste Fahrt. Die zweite begann am 2. Dezember im Hafen von Boston, Massachusetts. Der englische Zielhafen war Plymouth. Am 31. Dezember erreichten die Schiffe wieder New York. Die dritte Begleitfahrt begann am 18. Januar 1945 in New York und der Zielhafen war erneut Liverpool. Diese dritte Fahrt endete am 14. Februar in New York. Die vierte Fahrt begann am 8. März wieder in Boston. Die Zielhäfen waren diesmal in Le Havre, Frankreich und Southampton, England. Am 4. April legten die Schiffe in New York wieder ab. Die fünfte und letzte Eskortierfahrt begann am 24. April in Boston. Der Schiffskonvoi fuhr nach Gourock, Schottland und legte am 19. Mai in New York wieder an. Da war der Zweite Weltkrieg auf europäischem Boden, durch die Kapitulation Deutschlands, seit dem 8. Mai beendet. Damit hatten die Geleitzerstörer USS EISNER, USS GARFIELD THOMAS, USS THORNHILL, USS WINGFIELD, USS RINEHART und USS ROCHE die Ehre, den ersten Friedenskonvoi von England bis an die US Ostküste zu eskortieren. Die USS EISNER unterzog man nun in der New York Navy Yard einer umgangreichen Überholung und bereitete das Kriegsschiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Am 9. Juni legten alle sechs Geleitzerstörer der Cort Div 55 in New York ab und fuhren in die Guantanamo Bay, Kuba. Hier begann für die Geleitzerstörer ein Auffrischungstraining. Anschließend ging die Fahrt zum Panamakanal weiter. Dieser wurde am 1. Juli durchquert. Danach fuhren die sechs Geleitzerstörer zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Auch Passagiere schifften sich an Bord der Kriegsschiffe ein. Nach Abschluss der Arbeiten legten die Kriegsschiffe in San Diego wieder ab und stachen in See. Ziel war nun die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Hafen dieser Basis liefen die Schiffe am 20. Juli ein. Hier beteiligte sich die USS EISNER in den nächsten fünf Tagen an mehreren Übungen. Gleich danach verließ der Geleitzerstörer Pearl Harbor und eskortierte einen Schiffskonvoi bis zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von hier aus begleitete das Kriegsschiff mehrere Versorgungsschiffe zwischen dem Atoll Eniwetok und dem Atoll Ulithi, Karolinen. Auf diesen Fahrten erhielt man an Bord des Geleitzerstörers die Nachricht, dass am 15. August der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet wurde. Dann begleitet die USS EISNER das Angriffsfrachtschiff USS ACHERNAR ( AKA-53 ) bis zum Atoll Wake Island. Dieses Atoll übernahmen Streitkräften der US Navy Anfang September von den Japanern und nahmen es für die USA wieder in ihren Besitz. Die USS EISNER selber kehrte zu ihren Aufgaben vor dem Atoll Eniwetok zurück und setzte ihren Dienst dort bis zum 15. Dezember fort. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer ie Marshall Islands und fuhr an die US Westküste. Nach der Durchquerung des Panamakanals fuhr das Kriegsschiff nach Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 5. Juli 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Am 1. März 1951 wurde das Kriegsschiff im Rahmen des Mutual Defense Assistance Program an die niederländische Marine abgegeben. Hier erhielt das Schiff den Namen HNLMS DE ZEEUW ( F-810 ). Der Name USS EISNER ( DE-192 ) wurde am 7. März 1951 von der US Navy – Liste gestrichen.

Die niederländische Marine übergab am 15. Dezember 1967 die HNLMS DE ZEEUW ( F-810 ) an die US Navy zurück. Im Februar 1968 verkaufte man den Schiffskörper zum verschrotten.     


USS EISNER ( DE-192 )
Commanding Officer

 LCDR Donald McVickar  (USNR)       1. Januar 1944 – 1. Oktober 1944
LCDR Douglas H. Lay  (USNR)      1. Oktober 1944 – 2. Mai 1946
LT (jg) James M. Considine  (USNR)      2. Mai 1946 – 5. Juli 1946

 

 

 

 

USS ROCHE ( DE-197 )

USS ROCHE ( DE-197 )

Biografie

David John Roche
* 2. Dezember 1918 in Hibbing, Minnesota
† 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway
war ein US Navy Pilot

David John Roche trat am 13. November 1939 freiwillig als Seaman Second Class in die US Naval Reserve ein. Man ernannte ihn am 15. Februar 1940 zum Aviation Cadet und später nach seiner bestandenen Prüfung zum Marineflieger. Den Rang eines Ensign in der US Naval Reserve erhielt er am 14. Oktober 1940, was am 21. Oktober zur Wirkung kam. Nach einer Ausbildung auf der Naval Air Station in Pensacola, Florida, wurde er in das Torpedogeschwader ( VT-3 ) eingegliedert. Dort trat er ab dem 1. Dezember 1941 seinen Dienst an. Ensign David John Roche nahm an der Schlacht um Midway teil. Er flog zusammen mit seinen Kameraden aus dem Geschwader einen Angriff gegen die japanischen Flugzeugträger. Angesichts der massiven japanischen Flugabwehr und der überwältigenden feindlichen Abfangjäger wurde er mit seinem Flugzeug abgeschossen. Man meldete ihn offiziell als vermisst, da er nicht zu seinem Flugzeugträger zurückkehrte. Man verließ Ensign David John Roche posthum das Navy Cross.


USS ROCHE ( DE-197 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS ROCHE ( DE-197 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign David John Roche benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das einundfünfzigste Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Port Newark, New Jersey wurde am 21.
Oktober 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Carrie M. Roche taufte am 9. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Robert E. Parker (USNR) stellte am 21. Februar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS ROCHE bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die New York Navy Yard. Hier überprüfte man ab dem 12. April im Trockendock die Schiffshaut und nahm einige Veränderungen am Schiff selber vor. Gleich nachdem das Kriegsschiff am 21. April die Werft wieder verlassen hatte, wechselte der Geleitzerstörer in die Destroyer Escort School in Norfolk, Virginia und wurde hier als Schulschiff, für angehende Besatzungen eines Geleitzerstörers, eingesetzt. Die USS ROCHE wechselte nach Hampton Roads, Virginia. Hier gliederte man den Geleitzerstörer in die CortDiv 55 ein. In dieser Geleitzerstörerdivision befanden sich außerdem die Geleitzerstörer USS WINGFIELD ( DE-194 ), USS EISNER ( DE-192 ), USS GARFIELD THOMAS ( DE-193 ), USS THORNHILL ( DE-195 ) und USS RINEHART ( DE-196 ). Noch am selben Tag verließen diese Schiffe Norfolk und fuhren nach New York. Hier warteten einige Handelsschiffe, die Nachschub für Nordafrika, Sizilien oder Italien an Bord hatten. Am 9. Mai erreichten die Kriegsschiffe ihren Zielhafen und eskortierten die dort wartenden Handelsschiffe bis nach Norfolk. Hier warteten die restlichen Handelsschiffe des Konvois UGS-42. Insgesamt 108 Handelsschiffe und die Geleitzerstörer der CortDiv 55 legten am 13. Mai in Hampton Roads, Virginia ab und stachen in See. Ziel war der Hafen von Bizerte, Tunesien. Die Fahrt bis ins westliche Mittelmeer war ereignislos, aber in der Nacht vom 30. zum 31. Mai griffen 41 Ju 88 der 2. Flieger Division, die in Südfrankreich stationiert waren, die Schiffe des Konvois UGS-42 an. Unter Einsatz von Beleuchtungsflugzeugen versenken diese deutschen Bomber den britischen Frachter NORDEFINGE ( 2.873 BRT ) mit Lufttorpedos. Die Luftabwehrbesatzungen auf den Schiffen des Konvois und Beaufighter – Nachtjäger des RAF Geschwaders 108 können insgesamt fünf Ju 88 abschießen. Am 1. Juni trafen dann die Schiffe des Konvois in Bizerte ein. Von hier aus werden die Handelsschiffe zu ihren eigentlichen Zielhäfen eskortiert. Die Kriegsschiffe der CortDiv 55 legten wenige Tage später in Bizerte wieder ab und eskortierten einen anderen Schiffskonvoi bis nach New York. Hier legten sie am 29. Juni wieder an. Die USS ROCHE legte am 10. Juli zusammen mit den anderen fünf Geleitzerstörern der CortDiv 55 in New York wieder ab und fuhr in die Casco Bay, Maine. Hier unterzogen sich die Mannschaften einem Auffrischungstraining. Anschließend wechselten die Kriegsschiffe nach Norfolk. Dort warteten die Handelsschiffe des Konvois UGS-49. Am 24. Juli stachen alle Schiffe in See und fuhren nach Bizerte. Den tunesischen Hafen erreichten sie ohne Zwischenfälle. Anschließend übernahmen die sechs Geleitzerstörer einen in Bizerte abgehenden Schiffskonvoi und eskortierten die Handelsschiffe bis nach New York. Hier legte die USS ROCHE am 9. September an. Grund für die zweitägige Verspätung, gegenüber den anderen Schiffen des Konvois, war ein Liberty Schiff. Der Geleitzerstörer nahm es ab Gibraltar ins Schlepptau. Nur mit viel Glück entkamen die beiden amerikanischen Schiffe einem auf Beute lauerndes deutsches U-Boot. Die Kriegsschiffe unterzogen sich in der New York Navy Yard einigen Reparaturen. Danach wechselten sie in die Casco Bay und übten Kampfpraktiken für die kommenden Eskortierfahrten. Diese sollten die Schiffe bis in Häfen von England und Frankreich führen, damit die Versorgungslinien der vorrückenden alliierten Streitkräfte genügend Nachschub erhielten. So begann am 14. Oktober die erste Konvoifahrt von New York aus. Der Zielhafen hieß Liverpool. Am 9. November endete in New York diese erste Fahrt. Die zweite begann am 2. Dezember im Hafen von Boston, Massachusetts. Der englische Zielhafen war Plymouth. Am 31. Dezember erreichten die Schiffe wieder New York. Die dritte Begleitfahrt begann am 18. Januar 1945 in New York und der Zielhafen war erneut Liverpool. Diese dritte Fahrt endete am 14. Februar in New York. Die vierte Fahrt begann am 8. März wieder in Boston. Am 13. März befanden sich die Kriegsschiffe und die Handelsschiffe auf dem Weg von Le Havre, Frankreich nach Southampton, England. Da erhielt die USS ROCHE den Befehl nach elf Überlebenden zu suchen. Grund für die Rettungsaktion war die Kollision zwischen dem US Army Transportschiff USAT J W McANDREWS und dem französischen Flugzeugträger Bearn. Am 4. April legten die Schiffe in New York wieder ab. Die fünfte und letzte Eskortierfahrt begann am 24. April in Boston. Der Schiffskonvoi fuhr nach Gourock, Schottland und legte am 19. Mai in New York wieder an. Der Zweite Weltkrieg war auf europäischem Boden am 8. Mai durch die Kapitulation Deutschlands beendet worden. Da lagen die Kriegsschiffe der CortDiv 55 noch im Hafen von Gourock. Die Geleitzerstörer USS ROCHE, USS RINEHART, USS THORNHILL, USS WINGFIELD, USS GARFIELD THOMAS und USS EISNER hatten damit die Ehre, den ersten Friedenskonvoi von England bis an die US Ostküste zu eskortieren. Trotz des Vorhandenseins der deutschen U-Boote, die in den letzten Kriegstagen sehr aggressiv gegen alle auf dem Atlantik fahrenden Schiffe vorgingen, wurde kein Handelsschiff während der Überfahrten von einem der feindlichen U-Boote angegriffen und beschädigt. Gleich nach der Ankunft in New York, unterzog man den Geleitzerstörer erneut in der New York Navy Yard einer umgangreichen Überholung und bereitete dabei die USS ROCHE auf die Fahrt in den Pazifik vor. Am 9. Juni legten alle sechs Geleitzerstörer der CortDiv 55 in New York ab und fuhren in die Guantanamo Bay, Kuba. Hier begann für die Kriegsschiffe ein Auffrischungstraining. Anschließend ging die Fahrt zum Panamakanal weiter. Dieser wurde am 1. Juli durchquert. Danach fuhren die sechs Geleitzerstörer zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Auch Passagiere schifften sich an Bord der Kriegsschiffe ein. Nach Abschluss der Arbeiten legten die Kriegsschiffe in San Diego wieder ab und stachen in See. Ziel war nun die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Hafen dieser Basis liefen die Schiffe am 20. Juli ein. Nach einem ausgiebigen Training in den Hawaiianischen Gewässern, legte die USS ROCHE, zusammen mit allen anderen noch in Pearl Harbor verbliebenen Geleitzerstörern der CortDiv 55, am 8. August in der Marinebasis ab und stach in See. Die Kriegsschiffe eskortierte den Truppentransporter SS EMPRESS of AUSTRALIA zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands, wo sie am 16. August anlegten. Während dieser Fahrt erfuhr man am 15. August, dass durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet worden war. Schon zwei Tage später verließ die USS ROCHE das Atoll und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Von hier aus übernahm der Geleitzerstörer die Eskorte über die beiden Infanterielandungsschiffe USS LCI-520 und USS LCI-761, die an Bord Besatzungstruppen hatten. Die Fahrt führte die Schiffe nun wieder zum Atoll Eniwetok und von dort aus zu Wake Island. Nachdem die amerikanischen Besatzungstruppen die japanische Garnison eingenommen hatten, verließ die USS ROCHE Wake Island und fuhr nach Eniwetok. Von dem Atoll aus operierte der Geleitzerstörer auf den dortigen stark befahrenen Seewegen und suchte nach japanischen U-Booten, die vielleicht vom Ende des Krieges noch nichts erfahren hatten. Am 22. September verließ die USS ROCHE wieder das Atoll Eniwetok und eskortierte den Truppentransporter USS FLORENCE NIGHTINGLE ( AP-70 ) bis in die Tokyo Bay. Nur wenige Minuten, nachdem die Sonne am Horizont erschienen war, erschütterte am 29. September eine gewaltige Explosion das Kriegsschiff vom Heck bis zum Bug. Wenige Sekunden später erfolgte auch schon die zweite Explosion. Die gesamte Besatzung hatte unverzüglich ihre Kampfstationen besetzt. Dann hatte sich herausgestellt, dass die USS ROCHE auf eine schwimmende Seemine aufgelaufen war. An dem Geleitzerstörer war das Heck und das Ruder nur noch eine verdrehte Masse aus Stahl. Aufgrund des schnellen Handels des Schadensbegrunzungsteams konnten alle wasserdichten Luken geschlossen werden. Damit blieb das antriebslose Schiff über Wasser. Dann begann das Schadensbegrenzungsteam mit ersten Notreparaturen. Durch die beiden Explosionen wurden drei Besatzungsmitglieder der USS ROCHE getötet und viele verletzt. Zehn Schwerverletzte wurden auf den Truppentransporter verlegt. Da erschien auch schon der Zerstörer USS PARKER ( DD-604 ). Das Kriegsschiff wollte das havarierte Schiff ins Schlepptau nehmen. Doch bis es dazu kam, erschien das Bergungshochseeschlepper USS ATR-35. Dieser nahm die USS ROCHE ins Schlepptau. Noch am selben Tag erreichten alle vier amerikanischen Schiffe ihre Ankerplätze in der Tokyo Bay. Der Geleitzerstörer lag dabei längsseits an dem Gefechtsreparaturschiff USS TELAMON ( ARB-8 ). Sofort begannen die Reparaturen. Doch am 18. Oktober entschied ein Inspektions- und Untersuchungsausschuss, dass die Reparaturen an der USS ROCHE nicht mehr wirtschaftlich seien. Man empfahl das Kriegsschiff zur Ersatzteilgewinnung zu verwenden. Am 11. März 1946 versenkte man den Schiffskörper des Geleitzerstörers vor dem ehemaligen japanischen Marinestützpunkt Yokosuka. Den Namen USS ROCHE strich man am 5. Juni 1946 aus der US Navy – Liste.    


USS ROCHE ( DE-197 )
Commanding Officer
 

LCDR Robert E. Parker  (USNR)      21. Februar 1944 – 6. Januar 1945
LCDR William S. Laidley  (USNR)      6. Januar 1945 – 16. November 1945
LT (jg) John E. Jay      16. November 1945 – 10. März 1946

 

 

 

USS COFFMAN ( DE-191 )

USS COFFMAN ( DE-191 )

Biografie

DeWitt Clinton Coffman
* 28. November 1854 in Mount Jackson, Virginia
† 27. Juni 1932 in Jamestown, Rhode Island
War ein Vizeadmiral in der US Navy und diente während des Spanisch – Amerikanischen Krieg und während des Ersten Weltkrieges

DeWitt Clinton Coffman war eines von drei Kindern von Dr. Samuel Augustus Coffman ( 9. März 1824 im Shenandoah County, Virginia – 8. Februar 1885 im Rockingham County, Virginia ) und Catherine Ann Bear Coffman ( 1825 – 1855 ). Seine Geschwister waren Erasmus Coffman ( 1849 – 1902 ) und Mary Rush Coffman Liggitt ( 4. September 1855 – 10. August 1940 ) Die Tochter von Mary, Frances Baer Liggitt ( 27. Januar 1880 – 19. Dezember 1961 ), taufte am 28. November 1943 den nach Vizeadmiral DeWitt Clinton Coffman benannten Geleitzerstörer. Coffman schloss 1876 sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ab. Anschließend versetzte man ihn an Bord des Schraubendampfers USS PENSACOLA ( 1859 ), das Flaggschiff der Nordpazifik Flotte. 1879 ernannte man Coffman zum Ensign und er diente ab diesem Jahr bis 1881 auf mehreren Schiffen, die im Mittelmeerraum operierten. 1884 heiratete DeWitt Clinton Coffman die dreiunddreißigjährige Eulalie Agnes Boush ( 1851 – 1932 ). Sie haben zusammen einen Sohn, Richard Boush Coffman. 1885 beförderte man DeWitt Clinton Coffman zum Lieutenant ( jg ) und er diente an der Südostküste Alaskas auf dem Küstenvermessungsschiff USC & GS CARLILE P PATTERSON. Nach weiteren Einsatzorten diente Coffman erneut auf dem Schraubendampfer USS PENSACOLA, dem Kanonenboot USS ADAMS ( 1874 ) und dem Geschützten Kreuzer USS BOSTON ( 1884 ). Auf diesem Kriegsschiff nahm er ab dem 11. August 1892 an der Übernahme der Hawaii Islands für die Vereinigten Staaten teil. Während des Spanisch – Amerikanischen Krieges diente Coffman an Bord des Monitors USS TERROR ( BM-4 ). Um 1900 war er dann der Kommandant der Midshipman an der US Naval Academy in Annapolis. 1909 beförderte man Coffman zum Captain und 1912 war er der Kommandant der Boston Navy Shipyard in Boston, Massachusetts. 1914 ernannte man ihn zum Rear Admiral. Am 6. April 1917 trat die USA in den Ersten Weltkrieg ein. DeWitt Clinton Coffman beförderte man gleich in den ersten Wochen zum Vizeadmiral, ohne Planstelle, und war damit einer von dreien innerhalb der US Navy. Im Spätsommer und Herbst 1917 verwaltete und betrieb er die US Atlantikflotte während der zeitweiligen Abwesenheit des Oberkommandierenden. Für seine Bemühungen in dieser Zeit, erhielt Coffman die Navy Distinguished Service Medal verliehen. Er erhielt 1918 das Kommando über die Battleship Force Two, innerhalb der Atlantikflotte. Am 28. November 1918 trat er im Rang eines vollständigen Rear Admirals in den Ruhestand und erhielt ab dem 21. Juni 1930 seine Rentenpension für den Rang eines Vizeadmirals.


USS COFFMAN ( DE-191 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS COFFMAN ( DE-191 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Vizeadmiral DeWitt Clinton Coffman benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfundvierzigste Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Port Newark, New Jersey wurde am 9.
September 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Frances Baer Liggitt ( 27. Januar 1880 – 19. Dezember 1961 ), Nichte von Vizeadmiral DeWitt Clinton Coffman, taufte am 28. November 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander William H. Putnam (USNR) stellte am 27. Dezember 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS COFFMAN bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend wurde in der New York Navy Yard eine Kontrolle der äußeren Schiffshaut und dringend notwendig gewordene Umbauarbeiten durchgeführt. Dann versetzte man den Geleitzerstörer als Eskorte für einen Schiffskonvoi nach Bizerte, Tunesien ein. Die Fahrt dauerte vom 12. April bis zum 3. Mai. Nach der Rückkehr aus dem Mittelmeer legte das Kriegsschiff in der New York Navy Yard an und man begann mit einigen Reparaturen. Die USS COFFMAN versetzte man anschließend nach New London, Connecticut. Hier war der Geleitzerstörer vom 10. Juni bis zum 10. Juli ein Zielschiff für die Ausbildung von U-Boot Besatzungen. An diesem 10. Juli gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 21.10 ein. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CARD ( CVE-11 ) und die Geleitzerstörer USS COFFMAN, USS BRONSTEIN ( DE-189 ), USS BREEMAN ( DE-104 ), USS BOSTWICK ( DE-103 ) und USS BAKER ( DE-190 ). Der Geleitflugzeugträger und die fünf Geleitzerstörer fuhren in die Karibik. Dort sollten die Kriegsschiffe auf U-Boot Patrouille gehen. Am 16. Juli entdeckte ein Flugzeug einen Radarkontakt rund 60 Seemeilen nordwestlich der TG. Sofort begann die USS BRONSTEIN und die USS BOSTWICK mit hoher Fahrt in das Zielgebiet zu gelangen und die Suche nach dem U-Boot aufzunehmen. Am frühen Abend erlitt die USS CARD allerdings einen kompletten Antriebsausfall und lag für sechs Stunden wie tot im Wasser. Dadurch konnte der Geleitflugzeugträger auch das ausgesandte Flugzeug nicht aufnehmen. Die USS BRONSTEIN unterbrach daher ihre Suche nach dem vermeintlichen Feind und leitete das Flugzeug sicher bis nach Puerto Rico. Anschließend nahm der Geleitzerstörer in der Nacht die fruchtlose Suche nach dem vermeintlichen U-Boot wieder auf. Am 18. Juli sammelten sich dann die Kriegsschiffe der TG 21.10 im Hafen von San Juan, Puerto Rico. Nach dem Auftanken nahmen die drei Geleitzerstörer USS COFFMAN, USS BREEMAN und USS BOSTWICK die Suche wieder auf. Die USS BRONSTEIN und die USS BAKER lösten am 24. Juli zwei davon ab. Doch das U-Boot war nicht auffindbar. Daher wechselte die Hunter Killer Group zu den Azoren und setzte bis zum 17. August nordöstlich der Inselgruppe ihre Suche fort. Es wurde aber kein feindliches U-Boot per Radar oder Sonar aufgespürt. Ende August liefen die Kriegsschiffe in die New York Navy Yard ein und unterzogen sich einigen Reparaturen. Nach dem Werftaufenthalt durchlief die USS COFFMAN ein Auffrischungstraining in der Casco Bay, Maine. Danach lief der Geleitzerstörer nach Norfolk und traf sich dort mit der USS CARD und den anderen Geleitzerstörern. Der Geleitflugzeugträger gehörte mittlerweile zur Task Group 22.2. In dieser TG befanden sich noch die Geleitzerstörer USS BREEMAN, USS BRONSTEIN, USS BAKER, USS BOSTWICK und USS THOMAS ( DE-102 ). Am 18. September verließen diese Schiffe Norfolk und fuhren zu den Bermudas. Hier wurden vor der amerikanischen Marinebasis koordinierte Luft-, See- und Anti-U-Boot Trainingseinheiten durchgeführt. Danach setzte man die Kriegsschiffe der TG zur Suche von einem gemeldeten feindlichen U-Boot ein. Aber die Suche nördlich der Azoren blieb erfolglos. Von den Azoren fuhren die Schiffe dann nach Casablanca. Hier bunkerte man vom 25. zum 26. Oktober frischen Treibstoff und Proviant. Danach ging die Fahrt nach New York. Aber auch hier verweilten die Kriegsschiffe nur sehr kurz, denn am 13. November lagen sie schon wieder bei den Bermudas und absolvierten ihre Trainingseinheiten. Die Weihnachtsfeiertage verbrachten die Besatzungen auf den Antillen. Rechtzeitig zum Jahreswechsel legten sie dann in New York wieder an und konnten sich an den Feierlichkeiten beteiligen. In den Januarwochen und den beiden ersten Februarwochen begannen für die Besatzung der USS COFFMAN weitere Trainingseinheiten. So überwachte der Geleitzerstörer in der Casco Bay die Qualifikation der Piloten, welche an Bord des Geleitflugzeugträgers die Starts und Landungen übten. Nebenbei war der Geleitzerstörer auch zur Rettung von Piloten aus dem Wasser zuständig, falls einer davon mit seiner Maschine Wassern musste. Dann wurden Konvoifahrten entlang der Küste geübt und die Jagd von U-Booten. Am 11. Februar verließ die USS COFFMAN die Casco Bay und reihte sich in die Task Group 22.4 ein, die von dem Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ) angeführt wurde. In dieser TG befand sich unter anderem noch die USS BOSTWICK und USS BRONSTEIN. Am 16. Februar verschmolz diese TG mit der TG 22.3 zur Task Group 22.4. Diese bestand jetzt aus den Geleitflugzeugträgern USS CORE und USS BOGUE ( CVE-9 ) und den Geleitzerstörern USS COFFMAN, USS BRONSTEIN, USS BOSTWICK, USS THOMAS, USS BAKER, USS BREEMAN und sechs weitere. Die Fahrt der Kriegsschiffe sollte sie südlich von Island bringen. Hier begannen sie sich in eine sogenannte Pfadfinderlinie, von einer Länge von 90 Seemeilen, auseinanderzuziehen und nach einem deutschen Wetter-U-Boot zu suchen, das sich ganz in der Nähe befinden sollte. Das U-Boot wurde allerdings nicht gefunden, jedoch mussten die Kriegsschiffe einen Sturm und hohe Wellen aushalten. Die Schiffe der TG 22.4 fuhren daraufhin am 23. Februar in den Hafen von Hvalfjördur, Island ein und wollten hier das abflauen des Sturmes abwarten. In den folgenden zwei Tagen wurden an den Kriegsschiffen Reparaturen vorgenommen. Doch erst am letzten Tag des Februars konnten die Kriegsschiffe den sicheren Hafen wieder verlassen und stachen erneut in See. Sie waren auf der Suche nach mehreren deutschen U-Booten, die den Berichten zufolge Richtung Westen unterwegs waren und im Moment auf die Flemish Cap zusteuerten. Obwohl sich das Wetter gebessert hatte, waren die Wellen immer noch sehr hoch. Die Decks wurden ständig überspült und die Mannschaften hatten keinen trockenen Stoff mehr auf dem Leib. Dankbar waren sie, dass die Schiffe der TG am 14. März abgelöst wurden. Die USS COFFMAN lief am 17. März im Hafen von New York ein. Hier wurden in der New York Navy Yard angefallene Reparaturen von der Reise ausgeführt, die insgesamt fünf Tage beanspruchten. Danach kehrte der Geleitzerstörer zur USS CARD zurück und übernahm bei mehreren Übungen in der Casco Bay die Sicherung und Führung der Trägerflugzeuge. Am 14. April kehrte die USS COFFMAN zum Patrouillendienst zurück. Alle Kriegsschiffe der Division hatten am 18. April den Befehl erhalten vor dem Eingang der Cheseapeake Bay nach einem feindlichen U-Boot zu suchen. In dem Seegebiet, etwa 145 Seemeilen nordöstlich von Cape Henry, war der alleinfahrende amerikanische Dampftanker SS SWIFTSCOUT, Kommandant Master Peter Katsaris, ( 8.300 BRT ) versenkt worden. Es gab dabei einen Toten und siebenundvierzig Überlebende. Wahrscheinlich hatte U-857 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Rudolf Pemauer ( 8. Mai 1919 in Stuttgart – April 1945 im Nordatlantik ) diese Torpedierung vorgenommen. Die Kriegsschiffe der Division spalteten sich daher in eine nördliche und südliche Gruppe, um die Seewege zu erkunden. Die USS COFFMAN gehörte zusammen mit der USS THOMAS und USS BOSTWICK und der Patrouillenfregatte USS NATCHEZ ( PF-2 ) zur nördlichen Gruppe. Am 29. April entdeckte man von der USS NATCHEZ aus den Schnorchel von einem U-Boot. Umgehend begann man mit dem Abwerfen von Wasserbomben. Die drei Geleitzerstörer fuhren sofort in das Zielgebiet und begannen mit den Hedgehog Angriffen. Sie ließen erst davon ab, bis eine gewaltige Unterwasserexplosion zu hören war, Trümmerteile auftauchten und sich ein großer Ölteppich bildete. Allerdings weiß man bis heute nicht genau welches U-Boot dies gewesen war. Die USS NATCHEZ könnte U-857 bei ihrem ersten Angriff mit Wasserbomben versenkt haben, da befand sich das U-Boot tiefer wie das dann versenkte U-879, Kommandant Kapitänleutnant Erwin Manchen ( 18. Juni 1918 in Königsberg – 30. April 1945 in der Cheseapeake Bay ). Alle 52 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Nach wenigen Tagen der weiteren Suche fuhren die Kriegsschiffe nach New York. Hier erhielt man an Bord die Nachricht vom Ende des Zweiten Weltkrieges auf europäischem Boden durch die Kapitulation Deutschlands. Am 9. Mai kehrte die USS COFFMAN zu ihren Aufgaben zur Sicherung von Geleitflugzeugträgern zurück. So fuhr der Geleitzerstörer erst nach New London, Connecticut und später nach Quonset, Rhode Island. Hier übernahm das Kriegsschiff die Sicherung von Geleitflugzeugträgern und der Überwachung des Luftraumes. Der Geleitzerstörer sicherte zusammen mit anderen Geleitzerstörern die Träger USS CARD, USS MISSION BAY ( CVE-59 ) und USS CROATAN ( CVE-25 ) ab. Außerdem gehörte er in New London zu einer Gruppe von Geleitzerstörern, die als Zielschiffe für U-Boot Besatzungen fungierten. Dann fuhr das Kriegsschiff nach Süden und lief für die Arbeiten der Inaktivierung am 15. November in Green Cove Springs, Florida ein. Hier stellte man am 30. April 1946 den Geleitzerstörer außer Dienst. Mit dem Beginn des Korakrieges 1950 strich man das Kriegsschiff von der Verkaufsliste an ausländische Marinen und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS COFFMAN ( DE-191 ) strich man am 1. Juli 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 17. August 1973 zum verschrotten. 


USS COFFMAN ( DE-191 )
Commanding Officer

 CDR William H. Putnam  (USNR)      27. Dezember 1943 – 31. März 1944
CDR Walter deForest Day  (USNR)       31 März 1944 – 22. Januar 1945
LCDR Joseph Clement Crocker  (USNR)      22. Januar 1945 – 28. November 1945
LT (jg) William Alford Roper  (USNR)        28. November 1945 – 15. Januar 1946
LT (jg) Robert Louis Robins  (USNR)        15. Januar 1946 – 30. April 1946

 

USS BAKER ( DE-190 )

USS BAKER ( DE-190 )

Biografie

John Drayton Baker
* 31. Mai 1915 in Plainfield, New Jersey
† 7. Mai 1942 während der Schlacht in der Coral Sea
war ein Offizier und Pilot in der US Navy

John Drayton Baker trat am 21. Januar 1941 freiwillig in Brooklyn, New York als Seaman Second Class in die US Naval Reserve ein. Nach einem Flugunterricht in Miami und Jacksonville, Florida ernannte man ihn am 26. August 1941 zum US Navy Piloten. Gleichzeitig beförderte man ihn zum Ensign der Reserve. Nach zwei Monaten in der Advanced Carrier Training Group wechselte Ensign Baker am 8. Dezember 1941 zum Fighting Squadron 42 ( VF-42 ), das auf dem Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-5 ) stationiert war. Acht Tage später legte der Träger in Norfolk, Virginia ab, durchquerte den Panamakanal und reihte sich in das Pazifikgeschwader ein. Am Morgen des 7. Mai 1942, während der ersten stunden der Schlacht in der Coral Sea, flog Ensign Baker seine Grumman F4F-3 Wildcat. Die Flugzeuge der VF-42 gaben Geleitschutz für die Flugzeuge das Torpedo Squadron 5 ( VT-5 ), das den japanischen Flugzeugträger IJN SHOHO angreifen sollte. Baker konnte während dieses Angriffs drei feindliche Flugzeuge abschießen und war somit daran beteiligt, dass die Flugzeuge der VT-5 vollzählig und nach einem erfolgreichen Angriff auf die USS YORKTOWN zurückkehren konnten. Am späten Nachmittag des selben Tages versuchten japanische Flugzeuge von den Flugzeugträgern IJN ZUIKAKU und IJN SHOKAKU einen Angriff auf die amerikanischen Kriegsschiffe der Task Force 17. Ensign Baker war mit den Piloten der Staffel VF-42 in der Luft, um diesen Angriff abzuwehren. Während der beginnenden Luftkämpfe nahm das Tageslicht immer mehr ab und die Nacht begann. Damit mussten die japanischen Piloten ihren angriff abbrechen und zu ihren trägern zurück fliegen. In der nun sich immer mehr durchsetzenden Dunkelheit sahen die Luftabwehrschützen am Himmel kreisende Flugzeuge und hielten diese für den Feind. Sie eröffneten das Feuer. Die Piloten der VF-42 zerstreuten sich sofort, um einen Abschuss zu vermeiden. Ensign Bakers Zielsuchgerät zum nächtlichen Auffinden der USS YORKTOWN funktionierte in diesem Augenblick nicht mehr. Desorientiert suchte der junge Pilot verzweifelt sein Heimatschiff. Trotz aller Bemühungen vom Träger konnte man Ensign Baker auch nicht per Funk zum Schiff zurücklotsen. Er wurde nie wieder gesehen.
Ensign John Drayton baker verlieh man posthum das Navy Cross für seine Abschüsse während der Schlacht in der Coral Sea.


USS BAKER ( DE-190 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS BRONSTEIN ( DE-189 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign John Drayton Baker benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das vierundvierzigste Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Port Newark, New Jersey wurde am 9.
September 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Margaret Baker, Mutter von Ensign John Drayton Baker, taufte am 28. November 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Luke B. Lockwood (USNR) stellte am 23. Dezember 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nachdem der neue Geleitzerstörer in der Werft ausgerüstet war und die daran anschließenden Prüfungen und Untersuchungen im Long Island Sound abgeschlossen waren, erfolgte eine letzte Überprüfung des Schiffsrumpfes. Am 9. Januar 1944 verließ die USS BAKER die New York Navy Yard und begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Dazu fuhr das Kriegsschiff zur amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Hier absolvierte der Geleitzerstörer auch mehrere Trainingseinheiten im Kampf gegen feindliche U-Boote. Am 4. Februar legte die USS BAKER im Hafen von New York wieder an. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine erste Eskortierfahrt vor. In der Nacht vom 11. zum 12. Februar wechselte der Geleitzerstörer von New York nach Hampton Roads, Virginia. Noch am 12. Februar verließ dann der Schiffskonvoi den schützenden Hafen und fuhr nach Casablanca, Französisch Marokko. Die Fahrt dorthin und zurück war ereignislos. Am 3. März erreichten die Schiffe Casablanca und am 24. März New York. Die USS BAKER unterzog sich hier einiger dringend notwendig gewordener Reparaturen, die eine Woche in Anspruch nahmen. Anschließend wechselte der Geleitzerstörer in die Casco Bay, Maine und begann ein Auffrischungstraining. Dabei wurde der Anti-U-Boot Kampf geübt. Man versetzte das Kriegsschiff nun zur CortDiv 48, dessen Schiffe sich in Hampton Roads sammelten. Dazu gehörten die Geleitzerstörer USS BRONSTEIN ( DE-189 ), USS BREEMAN ( DE-104 ), USS THOMAS ( DE-102 ) und USS BOSTWICK ( DE-103 ). Der Schiffskonvoi hatte die Kennung UGS-39. Die Fahrt ins Mittelmeer war ebenfalls ereignislos und die Schiffe erreichten am 4. Mai Bizerte, Tunesien. Die USS BAKER eskortierte auch den abgehenden Schiffskonvoi, der am 11. Mai ablegte. Drei Tage später griff das deutsche U-Boot U-616, Kommandant Oberleutnant zur See Siegfried Koitschka ( 6. August 1917 in Siebitz, Kreis Bautzen – 17. Mai 2002 in Lohra, Hessen ), das amerikanische Handelsschiff SS G S WALDEN ( 10.627 BRT ) und das britische Handelsschiffe SS EMPIRE FIDLER ( 7.127 BRT ) mit Torpedos an. Beide erlitten nur leichte Beschädigungen. Beide Schiffe konnten selbständig in einen Hafen, der von den Alliierten kontrolliert wurde, fahren. Die USS BRONSTEIN hinderte das feindliche U-Boot dabei auf eines der beiden Handelsschiffe den Fangschuss anzusetzen bis mehrere amerikanische Zerstörer aus der DesDiv 19 sich des U-Bootes annahmen und es zur Strecke brachten. Die USS BRONSTEIN eilte dem Schiffskonvoi hinterher. Ohne weitere Ereignisse legten die Handelsschiffe am 29. Mai im Hafen von New York an. Man nahm in der New York Navy Yard einige Reparaturen an der USS BAKER vor und füllte die Bunker wieder auf. Am 10. Juni fuhr das Kriegsschiff zur Casco Bay, Maine. Hier sollte sich der Geleitzerstörer einem Auffrischungstraining unterziehen. Im Anschluss daran wechselte das Kriegsschiff nach Norfolk und schloss sich dort einer Hunter Killer Groupe an. In der Task Group 21.10 befand sich der Geleitflugzeugträger USS CARD ( CVE-11 ) und die Geleitzerstörer USS BAKER, USS BRONSTEIN, USS BREEMAN, USS THOMAS und USS BOSTWICK. Das Einsatzgebiet der TG war in den Gewässern vor Neufundland, Kanada. In diesen Gewässern sollte sich ein deutsches U-Boot aufhalten. Am Nachmittag des 5. Juli stieß U-233, Kommandant Kapitänleutnant Hans Steen ( 28. September 1907 in Kiel – 5. Juli 1944 im Nordatlantik vor Neufundland ) vor Halifax, Neufundland auf die beiden amerikanischen Geleitzerstörer USS BAKER und USS THOMAS. Das U-Boot sollte hier 66 Seeminen auslegen. Ein schwerer Bomber vom Typ Handley Page Halifax aus dem Geschwader VC-12 der USS CARD hatte das U-Boot östlich von Sable Island gesichtet und die beiden Geleitzerstörer herangeführt. U-233 tauchte sofort ab, wurde aber von der USS BAKER ab 19:07 Uhr mit Wasserbomben attackiert. Die dadurch erfolgten Explosionen lösten an Bord des U-Bootes einen Torpedo aus seiner Verankerung, der die Klappe zur hinteren Torpedozelle zerstörte. Das U-Boot wurde am Heck geflutet. Um nicht weiter abzusacken, musste das U-Boot auftauchen. Die USS BAKER befand sich rund 10.000 Meter entfernt von dem Punkt wo es die Wasseroberfläche durchbrach. Der Zerstörer griff sofort an und schoss mit seinen Geschützen auf den Feind, da war er noch rund 1.200 Meter entfernt. Auf dem Geleitzerstörer war wegen der Unterwasserexplosionen das Sound Equipment beschädigt worden, das später drei Taucher reparieren mussten. Präzise feuerten auch die Maschinengewehrschützen auf das feindliche Schiff. Auch zwei Torpedos wurden auf das U-Boot abgefeuert, aber diese konnten nicht zur Explosion gelangen, da diese beim Aufschlag noch nicht scharf waren. Kurze Zeit später fuhr die USS BAKER an dem U-Boot vorbei und eine volle Breitseite wurde auf die Mitte des U-Bootes abgefeuert. Die USS THOMAS lag rund 8.000 Meter entfernt, als U-233 auftauchte. Das vordere Geschütz wurde abgefeuert und 29 Granaten schlugen in der Nähe von dem U-Boot ein. Flammen schossen aus dem Turm. Aber als die beiden Geleitzerstörer nur noch rund 6.300 Meter entfernt waren, verzog sich der Rauch und U-233 versuchte mit hoher Fahrt den Durchbruch zu einer zwei Seemeilen entfernten Nebelbank. Dort wollte Kapitänleutnant Steen das Boot verbergen. Die USS THOMAS erhielt von Captain Rufus Calhous Young, Jr. ( 13. August 1900 in Lawrence, Kansas –  ? ), Kommandant der USS CARD und der TG, den Befehl, das U-Boot zu rammen. Sofort ging der Geleitzerstörer auf Rammkurs. Wenige Meter hinter dem Turm schlug das Kriegsschiff von der Steuerbordseite her ein. Der Bug des U-Bootes hob sich um 19:47 Uhr weit aus dem Wasser und versank dann sehr schnell in den Fluten. Der Geleitzerstörer wurde bei dem Rammstoß am Bug beschädigt und die vorderen Abteilungen liefen voll Wasser. Die Schotts hielten aber dicht und das Kriegsschiff blieb schwimmfähig. Die Mannschaften der USS BAKER und der USS THOMAS konnten 30 der 61 Mann Besatzung des U-Bootes aus dem Wasser retten. Kapitänleutnant Hans Steen erlag noch am selben Tag seinen schweren Verletzungen. Er wurde mit militärischen Ehren auf hoher See bestattet. Die Kriegsschiffe der TG 21.10 verließen ihr Einsatzgebiet und fuhren nach Boston, Massachusetts, wo sie am 7. Juli anlegten. Hier sollten die Gefangenen angelandet und die USS THOMAS zur Reparatur in die Werft eingedockt werden. Die USS CARD und die vier Geleitzerstörer verließen schon am 10. Juli wieder Boston und fuhren in die Karibik. . Zu dieser TG stieß am selben Tag der Geleitzerstörer USS COFFMAN ( DE-191 ). In der Karibik sollten die Kriegsschiffe auf U-Boot Patrouille gehen. Am 16. Juli entdeckte ein Flugzeug einen Radarkontakt rund 60 Seemeilen nordwestlich der TG. Sofort begann die USS BRONSTEIN und die USS BOSTWICK mit hoher Fahrt in das Zielgebiet zu gelangen und die Suche nach dem U-Boot aufzunehmen. Am frühen Abend erlitt die USS CARD allerdings einen kompletten Antriebsausfall und lag für sechs Stunden wie tot im Wasser. Dadurch konnte der Geleitflugzeugträger auch das ausgesandte Flugzeug nicht aufnehmen. Die USS BRONSTEIN unterbrach daher ihre Suche nach dem vermeintlichen Feind und leitete das Flugzeug sicher bis nach Puerto Rico. Anschließend nahm der Geleitzerstörer in der Nacht die fruchtlose Suche nach dem vermeintlichen U-Boot wieder auf. Am 18. Juli sammelten sich dann die Kriegsschiffe der TG 21.10 im Hafen von San Juan, Puerto Rico. Nach dem Auftanken nahmen die drei Geleitzerstörer USS COFFMAN, USS BREEMAN und USS BOSTWICK die Suche wieder auf. Die USS BAKER und die USS BRONSTEIN lösten am 24. Juli zwei davon ab. Doch das U-Boot war nicht auffindbar. Daher wechselte die Hunter Killer Group zu den Azoren und setzte bis zum 17. August nordöstlich der Inselgruppe ihre Suche fort. Es wurde aber kein feindliches U-Boot per Radar oder Sonar aufgespürt. Am 25. August liefen die Kriegsschiffe in die New York Navy Yard ein und unterzogen sich erneuten Reparaturen. Nach dem Werftaufenthalt durchlief die USS BAKER ab dem 7. September ein wiederholtes Auffrischungstraining in der Casco Bay. Danach lief der Geleitzerstörer nach Norfolk. In der Passage zu den Virginia Capes trafen die Schiffe der CortDiv 48 auf einen tropischen Hurrikan. Zum Glück erlitt keines der Schiffe einen nennenswerten Schaden an Bord. Hier trafen sich die Geleitzerstörer mit der USS CARD. Der Geleitflugzeugträger gehörte mittlerweile zur Task Group 22.2. In dieser TG befanden sich alle Geleitzerstörer der CortDiv 48, USS BAKER, USS BOSTWICK, USS THOMAS, USS BREEMAN, USS COFFMAN und USS BRONSTEIN. Am 18. September verließen diese Schiffe Norfolk und fuhren zu den Bermudas. Hier wurden vor der amerikanischen Marinebasis koordinierte Luft-, See- und Anti-U-Boot Trainingseinheiten durchgeführt. Danach setzte man die Kriegsschiffe der TG zur Suche von einem gemeldeten feindlichen U-Boot ein. Aber die Suche nördlich der Azoren blieb erfolglos. Von den Azoren fuhren die Schiffe dann nach Casablanca. Hier bunkerte man vom 25. zum 26. Oktober frischen Treibstoff und Proviant. Danach ging die Fahrt nach New York, wo man am 5. November anlegte. Aber auch hier verweilten die Kriegsschiffe nur sehr kurz, denn am 13. November lagen sie schon wieder bei den Bermudas und absolvierten ihre Trainingseinheiten. Diese dauerten über einen Monat und waren in Erwartung einer aggressiven deutschen U-Boot Offensive angesetzt worden. Die Weihnachtsfeiertage verbrachten die Besatzungen auf den Antillen. Rechtzeitig zum Jahreswechsel legten sie dann in New York wieder an und konnten sich an den Feierlichkeiten beteiligen. Ab dem 4. bis zum 21. Januar 1945 begannen für die Besatzung der USS BAKER erneute Trainingseinheiten. So sicherte der Geleitzerstörer den Geleitflugzeugträger USS PRINCE WILLIAM ( CVE-31 ) in den Gewässern vor Newport, Rhode Island ab. Auf dem Träger mussten die Piloten die Qualifikation erreichen, um von solch einem Kriegsschiff starten und landen zu können. Außerdem wurden Konvoifahrten entlang der Küste geübt und die Jagd von U-Booten. Am 22. Januar kehrte die USS BAKER in die New York Navy Yard zurück. Hier blieb das Kriegsschiff für die restlichen Tage des Januars und die ersten Tage des Februars. Dann eilte es in die Brakwaters des Delaware und eskortierte den Geleitflugzeugträger USS CARD nach New York. Von dort aus fuhr der Geleitzerstörer wieder nach Süden und wurde in Norfolk festgemacht. Hier integrierte man ihn in die Task Group 22.3 ein, die von dem Geleitflugzeugträger USS BOGUE angeführt wurde. In dieser TG befanden sich unter anderem noch die Geleitzerstörer USS BREEMAN und USS THOMAS. Am 8. Februar verließen diese Schiffe Hampton Roads und trainierte in der Casco Bay. Am 16. Februar verschmolz diese TG mit der TG 22.4 zur Task Group 22.4, einer Hunter Killer Group. Diese bestand jetzt aus den Geleitflugzeugträgern USS BOGUE und USS CORE ( CVE-13 ) und den Geleitzerstörern USS BREEMAN, USS BOSTWICK, USS BRONSTEIN, USS THOMAS, USS BAKER, USS COFFMAN und sechs weitere. Die Fahrt der Kriegsschiffe sollte sie südlich von Island bringen. Hier begannen sie sich in eine sogenannte Pfadfinderlinie, von einer Länge von 90 Seemeilen, auseinanderzuziehen und nach einem deutschen Wetter-U-Boot zu suchen, das sich ganz in der Nähe befinden sollte. Das U-Boot wurde allerdings nicht gefunden, jedoch mussten die Kriegsschiffe einen Sturm und hohe Wellen aushalten. Heftige Schnee- und Regenstürme peitschten über die Decks der Schiffe. Die Schiffe der TG 22.4 fuhren daraufhin am 23. Februar in den Hafen von Hvalfjördur, Island ein und wollten hier das abflauen des Sturmes abwarten. Es wehten Winde von über 115 Knoten. Die USS BAKER erlitt dabei schwere, aber keine kritischen Schäden an Deck und unter Deck. In den folgenden zwei Tagen wurden an den Kriegsschiffen Reparaturen vorgenommen. Doch erst am letzten Tag des Februars konnten die Kriegsschiffe den sicheren Hafen wieder verlassen und stachen erneut in See. Sie waren auf der Suche nach mehreren deutschen U-Booten, die den Berichten zufolge Richtung Westen unterwegs waren und im Moment auf die Flemish Cap zusteuerten. Obwohl sich das Wetter gebessert hatte, waren die Wellen immer noch sehr hoch. Die Decks wurden ständig überspült und die Mannschaften hatten keinen trockenen Stoff mehr auf dem Leib. Dankbar waren sie, dass die Schiffe der TG am 14. März abgelöst wurden. Die USS BREEMAN lief am 17. März im Hafen von New York ein. Hier wurden in der New York Navy Yard angefallene Reparaturen von der Reise ausgeführt, die insgesamt fünf Tage beanspruchten. Anschließend fuhr die USS BAKER nach New London, Connecticut und beteiligte sich an der Ausbildung von U-Boot Mannschaften. Am 14. April kehrte die USS BAKER zum Patrouillendienst zurück. Alle Kriegsschiffe der Division hatten am 18. April den Befehl erhalten vor dem Eingang der Cheseapeake Bay nach einem feindlichen U-Boot zu suchen. In dem Seegebiet, etwa 145 Seemeilen nordöstlich von Cape Henry, war der alleinfahrende amerikanische Dampftanker SS SWIFTSCOUT, Kommandant Master Peter Katsaris, ( 8.300 BRT ) versenkt worden. Es gab dabei einen Toten und siebenundvierzig Überlebende. Wahrscheinlich hatte U-857 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Rudolf Pemauer ( 8. Mai 1919 in Stuttgart – April 1945 im Nordatlantik ) diese Torpedierung vorgenommen. Die Kriegsschiffe der Division spalteten sich daher in eine nördliche und eine südliche Gruppe auf, um die Seewege zu erkunden. Die USS BAKER suchte zusammen mit der USS BREEMAN und USS BRONSTEIN die südlichen Kanäle nach dem vermeintlichen U-Boot ab, fanden aber nichts. Die Gruppe, die den nördlichen Kanal durchsuchte, griff in der Nacht vom 29. zum 30. April ein U-Boot an und versenkte es. Wahrscheinlich war dies U-857. Nach wenigen Tagen der weiteren Suche fuhren die Kriegsschiffe nach New York. Hier erhielt man an Bord die Nachricht vom Ende des Zweiten Weltkrieges auf europäischem Boden durch die Kapitulation Deutschlands. Am 9. Mai kehrte die USS BAKER, wie alle anderen Geleitzerstörer der CortDiv 48, zu ihren Aufgaben zur Sicherung von Geleitflugzeugträgern zurück. So fuhr das Kriegsschiff erst nach New London und später nach Quonset, Rhode Island. Hier übernahm das Kriegsschiff die Sicherung von Geleitflugzeugträgern und der Überwachung des Luftraumes. Der Geleitzerstörer sicherte zusammen mit anderen Geleitzerstörern die Träger USS CARD, USS MISSION BAY ( CVE-59 ) und USS CROATAN ( CVE-25 ) ab. Auf den Trägern trainierten die Piloten und qualifizierten sich für den Einsatz auf diesen Kriegsschiffen. Eine geplante Überholung in der New York Navy Yard ließ die USS BBAKER diese Aufgabe wieder beenden. Die Überholung dauerte vom 24. September bis zum 15. Oktober. Am 23. Oktober begannen sich dann mehrere Kriegsschiffe im Hafen von New York zu versammeln und an der am 27. Oktober, dem Navy Day, von US Präsident Harry S. Truman ( 8. Mai 1884 – 26. Dezember 1972 ) anberaumten Flottenparade teilzunehmen. Anwesend waren die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CV-42 ), der Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ) und der Geleitflugzeugträger USS CROATAN ( CVE-25 ), die Schlachtschiffe USS NEW YORK ( BB-34 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), die Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ), USS COLUMBUS ( CA-74 ) und USS MACON ( CA-132 ), die Leichten Kreuzer USS HELENA ( CL-113 ) und USS BOISE ( CL-47 ), die Zerstörer USS AULICK ( DD-569 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS CASE ( DD-370 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS GANSEVOORT ( DD-608 ), USS USS HARRISON ( DD-573 ),USS HOBBY ( DD-610 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS LEARY ( DD-879 ), USS PORTER ( DD-800 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SARSFIELD ( DD-837 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS STEINAKER ( DD-863 ), USS VOGELGESANG ( DD-862 ), USS YOUNG ( DD-580 ) und USS ZELLARS ( DD-777 ), die Geleitzerstörer USS BAKER, USS BOSTWICK, USS BRONSTEIN, USS THOMAS, USS BORUM ( DE-790 ) und USS MALOY ( DE-791 ), die Schnellen Truppentransportschiffe USS BEVERLY W REID ( APD-119 ), USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 ) und USS MYERS ( APD-105 ), die U-Boote USS BOWFIN ( SS-287 ), USS CREVALLE ( SS-291 ), USS CATLESS ( SS-478 ), USS FLOUNDER ( SS-251 ), USS GATO ( SS-212 ), USS RASHER ( SS-269 ), USS SNAPPER ( SS-185 ) und USS THREADFIN ( SS-410 ), die U-Boot Tender USS HOWARD W GILMORE ( AS-16 ) und USS ORION ( AS-18 ). Gleich am 28. Oktober fuhr die USS BAKER für Reparaturarbeiten in die New York Navy Yard. Am 31. Oktober verließ der Geleitzerstörer die Werft und fuhr zum Quonset Point. Hier sollte das Kriegsschiff seine Sicherungsaufgaben gegenüber den Geleitflugzeugträgern wieder aufnehmen. Doch wenige Tage später erhielt die USS BAKER neue Befehle. Der Geleitzerstörer sollte nach New London fahren. Dort lag das deutsche U-Boot U-977, Kommandant Oberleutnant zur See Heinz Schäfer ( 28. April 1921 in Berlin – 15. Januar 1979 in Berlin ). Dieses U-Boot war am 10. Mai 1945 von der norwegischen Küste aus losgefahren, hatte 32 Mann Besatzung an Bord und erreichte am 17. August den argentinischen Hafen Mar del Plata. Hier wurde es interniert und an die USA übergeben. Die USS BAKER nahm in New London das U-Boot ins Schlepptau. Dieses ehemalige feindliche Schiff sollte der Öffentlichkeit gezeigt werden, um das Interesse an der Victory Loan Spendenaktion zu wecken. Dau legten beide Kriegsschiffe in den Häfen von Albany, Pooghkeepsie und Newburgh, New York, in Wilmington und Lewes, Delaware, in Richmond, Virginia und in Washington DC. So konnten viele Menschen ein deutsches U-Boot und einen amerikanischen Geleitzerstörer bestaunen. Am 8. Dezember 1945 endete in Washington DC diese Werbetour. Anschließend fuhr die USS BAKER nach Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 4. März 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Durch das Mutual Defense Aid Program gab man das Kriegsschiff am 29. März 1952 an die französische Marine ab. Dort gab man dem Schiff den Namen MALGACHE ( F-724 ). Den Namen USS BAKER ( DE-190 ) strich man am 18. April 1952 von der US Navy – Liste.

Die MALGACHE diente unter der Tricolor bis zum 1. Januar 1969. An diesem Tag stellte man das Kriegsschiff in der französischen Marine außer Dienst. Im Jahre 1970 wurde es als Zielschiff von den Kriegsschiffen der 6. US Flotte im Mittelmeer versenkt.     


USS BAKER ( DE-190 )
Commanding Officer

 LCDR Luke B. Lockwood  (USNR)      23. Dezember 1943 – 14. Juni 1944
LCDR Norman Cutten Hoffman  (USNR)      14. Juni 1944 – 9. August 1945
LCDR Charles Garrison Meyer, Jr.  (USNR)      9. August 1945 – 16. November 1945
LCDR Hollis Clifton Rawls, Jr.  (USNR)      16. November 1945 – 7. Februar 1946
LT (jg) Howard Dilworth Edwards  (USNR)      7. Februar 1946 – 4. März 1946