USS CHARLES J BADGER ( DD-657 )

USS CHARLES J BADGER ( DD-657 )

Biografie

Charles Johnston Badger
* 6. August 1853 in Rockville, Maryland
† 7. September 1932
war ein Offizier in der US Navy und diente im Spanisch Amerikanischen Krieg und im Ersten Weltkrieg

Charles Johnston Badger ist der Sohn von Commodore Oscar Charles Badger ( 12. August 1823 – 20. Juni 1899 ) und Margaret M Johnston Badger ( 1830 – 4. Mai 1908 ) sowie der Cousin von Marineminister George Edmund Badger ( 17. April 1795 – 11. Mai 1866 ). Im Jahre 1873 beendete Badger sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Am 4. Oktober 1882 heiratete er Sophia Jane Champlin Badger ( 1. Dezember 1860 – 10. Juni 1923 ). Badger diente während des Spanisch Amerikanischen Krieges an Bord des Geschützten Kreuzers USS CINCINNATI ( C-7 ). Den Geschützten Kreuzer USS NEWARK ( C-1 ) kommandierte Captain Badger von 1904 bis zum 9. November 1906. Und den Kreuzer USS CHICAGO ( 1885 ) anschließend bis 1907. Badger wechselte wieder an Land und war von 1907 bis 1909 der Superintendent der US Naval Academy. Anschließend übernahm er von 1909 bis 1911 das Kommando über das Schlachtschiff USS KANSAS ( BB-21 ). Den Höhepunkt seiner Karriere erlebte er im Rang eines Rear Admirals zu dem er 1911 ernannt worden war. Man übertrug ihm da das Kommando über die 2. Division der Atlantikflotte und von Januar 1913 bis September 1914 erhielt er das Kommando über die Atlantikflotte. Die Distinguished Services Medal verlieh man Badger für seine Verdienste als Verwaltungsrats Vorsitzender der US Navy während des Ersten Weltkriegs. Im Jahre 1921 trat Badger aus dem aktiven Dienst zurück. Am 7. September 1932 verstarb er. Er wurde auf dem Arlington Nationalfriedhof im Abschnitt 2 begraben wo alle Familienmitglieder der Familie Badger ruhen. In diesem Abschnitt liegt auch der Sohn von Charles Johnston Badger, Voll Admiral Oscar Charles Badger II ( 26. Juni 1890 – 30. November 1958 ).

Charles Johnston Badger und Sophia Jane Champlin Badger hatten zwei Kinder.
Elizabeth Champlin Badger Bryan ( 28. September 1883 in Boston, Massachusetts – 1. Mai 1966 in Meriden, New Haven County, Connecticut ) war mit Rear Admiral Henry Francis Bryan ( 3. Mai 1865 in Cincinnati, Hamilton County, Ohio – 19. März 1944 in Meriden, Connecticut ) verheiratet. Er war der 17. Gouverneur von amerikanischen Samoa vom 17. März 1925 – 9. September 1927.
Admiral Oscar Charles Badger II ( 26. Juni 1890 – 30. November 1958 ) war mit Isabelle Austen Badger ( 19. September 1895 – 14. Dezember 1980 ) verheiratet.


USS CHARLES J BADGER ( DD-657 )

Schiffsbiografie

 

Die USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Charles Johnston Badger benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertachtundzwanzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Company in Staten Island, New York wurde am 24. September 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Isabelle Austen Badger ( 19. September 1895 – 14. Dezember 1980 ), Ehefrau von Rear Admiral Oscar Charles Badger II ( 26. Juni 1890 – 30. November 1958 ), Sohn von Rear Admiral Charles Johnston Badger, taufte am 3. April 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander William Goodwin Cooper ( 22. Juli 1903 – 3. März 1971 ) stellte am 23. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Zerstörer bis zu der amerikanischen Marinestation bei den Bermudas führte, rüstete man im Hafen von New York das Schiff für seinen kommenden Einsatz im Pazifik aus. Nach der Durchquerung des Panamakanals fuhr der Zerstörer nach San Francisco, Kalifornien. Dort legte das Schiff am 30. November an. Doch schon am folgenden Tag stach die USS CHARLES J BADGER wieder in See und fuhr nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dort erhielt Commander William Goodwin Cooper den Befehl mit dem Zerstörer nach Adak Island, Alaska zu fahren und sich dort in die Task Force 94 einzugliedern. Am 10. Dezember legte der Zerstörer in Pearl Harbor ab und erreichte sieben Tage später Adak. Die Task Force 94 kommandierte die Rear Admiral Wilder DuPuy Baker ( 22. Juli 1890 – 10. November 1975 ). In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ) und die Zerstörer USS CHARLES J BADGER, USS LUCE ( DD-522 ), USS CUMMINGS ( DD-365 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS YOUNG ( DD-580 ), USS KIMBERLY ( DD-521 ) und USS ISHERWOOD ( DD-520 ). In diesen nördlichen Gewässern sollte die USS CHARLES J BADGER Patrouille fahren und Anti-U-Boot Pflichten vor Attu, Alaska übernehmen. Diese Pflichten wurden ab dem 1. März 1944 unterbrochen. Von der Massacre Bay, Attu aus fuhr die USS LUCE zusammen mit den Schiffen der Task Group 94.6 nach Paramuschir in den nördlichen Kurilen. Diese TG 94.6 befehligte Rear Admiral Wilder DuPuy Baker. In der TG befand sich der Leichte Kreuzer USS RICHMOND und die Zerstörer USS CHARLES J BADGER, USS LUCE, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER, USS SPROSTON, USS WICKES,USS YOUNG,USS KIMBERLY und USS ISHERWOOD. In der Nacht vom 3. zum 4. März beteiligte sich die USS CHARLES J BADGER an dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen bei Suribachi Wan und Kurabi Saki auf Paramushiru. Dieser Angriff kam für die japanischen Verteidiger völlig unerwartet. In der Nacht vom 4. zum 5. März gerieten die Schiffe der TG 94.6 vor den Kurilen in schweres Wetter und mussten abdrehen. Die USS RICHMOND, USS LUCE, USS KIMBERLY, USS ISHERWOOD, USS SPROSTON, USS WICKES, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER und USS YOUNG wurden dabei beschädigt. Am 5. März liefen die Schiffe der TG 94.6 im Hafen von Attu wieder ein. Die USS CHARLES J BADGER begann von hier aus wieder mit ihren Patrouillenfahrten in den nördlichen Gewässern. Ende Mai zog man die Kriegsschiffe für die Task Force 94 wieder zusammen. Rear Admiral Ernest Gregor Small ( 5. November 1888 – 27. Dezember 1944 ) befehligte diesmal diese TF. In diesem Verband befanden sich die Schweren Kreuzer USS CHESTER ( CA-27 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und die Zerstörer USS CHARLES J BADGER, USS LUCE, USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER, USS SPROSTON, USS WICKES und USS YOUNG. Am 24. Mai verließen diese Schiffe Attu und begannen am Morgen des 26. Mai ein Bombardement auf japanische Stellungen auf Paramushiru aus der nördlichen Inselgruppe und anschließend Matsua aus der zentralen Inselgruppe. Die Schiffe der TF 94 kehrten kurz danach in die Kulak Bay, Attu zurück. Dort bereitete man sie auf den folgenden Einsatz in den Kurilen vor. Am 10. Juni verließen sie wieder Attu und fuhren zu der Inselgruppe der zentralen Kurilen. Hier bombardierten sie ab dem 13. Juni wieder japanische Stellungen auf Matsua und anderen Inseln dieser Gruppe. Erst am 24. Juni legten sie wieder in der Kulak Bay an. Hier füllte man die Munitionsvorräte und die Brennstofftanks. Zwei Tage später legten die Schiffe der TF wieder ab und fuhren zu der Kurilen Insel Paramushiru. Dort beschossen sie feindliche Stellungen. Schon am 28. Juni kehrten die Schiffe der TF in die Kulak Bay zurück. Von hier aus übernahm die USS CHARLES J BADGER wieder ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln der Aleuten. Anfang August legte der Zerstörer in Attu an und wurde für die Fahrt nach Pearl Harbor vorbereitet. Am 8. August stach die USS CHARLES J BADGER in See und fuhr über San Francisco, Kalifornien zu der Hawaiianischen Inselgruppe. Hier bereitete man den Zerstörer auf die kommenden Einsätze vor. Das Schiff eskortierte Versorgungsschiffe von Pearl Harbor zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. Hier versetzte man das Schiff in die Task Force 77 die Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 – 17. November 1972 ) während der Operation „King II“ befehligte. Innerhalb dieser TF befanden sich die Zerstörer USS CHARLES J BADGER, USS ISHERWOOD, USS LANG ( DD-399 ), USS DALY ( DD-519 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS McDONOUGH ( DD-351 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS ERBEN ( DD-631 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) und waren zur freien Verfügung innerhalb der TF 77. Am 14. Oktober legten die Schiffe der TF 77 im Seeadler Harbor ab. Die USS CHARLES J BADGER eskortierte dabei mehrere Angriffstransportschiffe bis nach Leyte. Während die Angriffsbemühungen der Alliierten ab dem 20. Oktober voll im Gange waren, befand sich die USS CHARLES J BADGER in Dulag, Leyte auf Reede, bei den dort liegenden Landungsschiffen und sicherte diese vor japanischen Luftangriffen. Nach dem Entladen der Landungsschiffe, eskortierte der Zerstörer diese zu der Schouten Insel Noemfoor Island, Neuguinea. Im Seeadler Harbor legten die Schiffe dann am 1. November an. Von hier aus wechselte die USS WICKES Neuguinea. Hier integrierte man den Zerstörer zusammen mit den Zerstörern USS WICKES und USS LUCE in die Task Group 79.15. Die drei Kriegsschiffe eskortierten ab dem 4. November Truppentransporter und Frachtschiffe als Nachschub nach Leyte, die auf der Insel beladen worden waren. Der Schiffskonvoi traf am 18. November ein. Die Truppentransporter und Frachtschiffe wurden sofort entladen. Gleich danach verließen die Schiffe der TG 79.15 die philippinische Insel und fuhren nach Manus Island. Hier trafen sie am 25. November ein. Drei Tage später verließ die USS CHARLES J BADGER wieder den Seeadler Harbour und fuhr nach Torokina, Bougainville, Salomonen. Auf dem Weg dorthin eskortierte das Kriegsschiff zusammen mit der USS WICKES und USS LUCE Truppentransportschiffe der Transport Division 38. Die Zerstörer beteiligten sich an der Eskorte dieser Transportschiffe zuerst nach Finschhafen. Die Schiffe liefen am 29. November in diesen Hafen ein. Hier mussten sich noch weitere Truppen an Bord der Truppentransporter einschiffen. Dann ging die Fahrt weiter und man legte am 1. Dezember im Hafen von Torokina, Kaiserin Augusta Bay an. Die USS CHARLES J BADGER und die beiden anderen Zerstörer blieben bis zum 15. Dezember in den Gewässern vor der Kaiserin Augusta Bay und patrouillierten dort. Am nächsten Tag begann die Fahrt nach Manus Island. Auf dem Weg dorthin beteiligten sich alle drei Kriegsschiffe im Huon Golf, Neuguinea an einer amphibische Landungsübung, die zur Vorbereitung auf die Landungen im Lingayen Golf galt. Am 21. Dezember legte der Schiffsverband im Seeadler Harbour an. Hier verbrachten die Schiffsbesatzungen das Weihnachtsfest und füllten alle Bunker auf den Kriegsschiffen nach den logistischen Anforderungen auf. Man integrierte die USS CHARLES J BADGER in die Task Force 77. Der Zerstörer sollte sich an der Sicherung der Gewässer vor der philippinischen Insel Luzon beteiligen und auf Anti-U-Boot Patrouille gehen. Am 27. Dezember verließ das Kriegsschiff, zusammen mit anderen Task Groups, den Seeadler Harbour und begann mit seiner Operation. Dazu durchquerte das Schiff den Golf von Leyte, die Surigao Straße, die Mindoro See und die Sulu See bis zum Lingayen Golf. Während der Fahrt wurden die Kriegsschiffe fast ununterbrochen am Tag und in der Nacht von Kamikazepiloten angegriffen. Aber selbst diese verzweifelten Versuche, die bevorstehende Invasion abzuwenden, konnten die riesige Angriffsflotte aber nicht aufhalten. Ab dem 9. Januar 1945 begann die Landeoperation. Die USS CHARLES J BADGER rief man am 11. Januar zur Unterstützung des schwer angeschlagenen Geleitflugzeugträgers USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), der am 8. Januar von einer Kamikazemaschine und einer Bombe getroffen worden war und die Maschineningenieure verzweifelt versuchten wieder Dampf in die Kessel zu bekommen. Dann konnte das Kriegsschiff wenigstens mit 8 Knoten aus eigener Kraft den Kampfplatz verlassen. Ständig waren Flugzeuge des Trägers in der Luft und sicherten das Kriegsschiff. Nicht ganz 450 Seemeilen lagen vor dem Geleitflugzeugträger bis in die San Pedro Bay auf Leyte. An diesem 11. Januar startete auch LT (jg) James A. Jones (USNR) aus der VC-91 Staffel mit seiner Wildcat ( BuNo 73623 ) zur Luftsicherung. Der Pilot hatte seine Einsatzhöhe noch nicht erreicht, das begann das Flugzeug auch schon zu trudeln. Er bekam es nicht unter Kontrolle und musste es verlassen. Die Mannschaft der USS CHARLES J BADGER rettete den Piloten aus dem Wasser. Die USS KITKUN BAY erreichte zusammen mit dem Zerstörer am 15. Januar die San Pedro Bay. Hier nahm man erste Reparaturen an dem Kriegsschiff vor. In den Gewässern der philippinischen Insel Leyte patrouillierte die USS CHARLES J BADGER dann bis zum 25. Januar. An diesem Tage vervollständigte man die Bunker mit Munition und Treibstoff auf dem Zerstörer und gliederte ihn in die Task Group 78.3 ein die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 in Portland, Oregon – 1. Mai 1983 Chevy Chase, Montgomery County, Maryland ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS CHARLES J BADGER, USS YOUNG, USS LUCE, USS SPROSTON, USS WICKES, USS PICKING und USS NICHOLAS ( DD-449 ), die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ) und ein weiterer, die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und hatten nur geringen Widerstand zu brechen und forderten daher in den beiden folgenden Tagen kein Bombardement an. Am 30. Januar erfolgte eine weitere Landeoperation, diesmal auf Grande Island in der Subic Bay, durch die Soldaten der 38. Infanteriedivision. Die USS CHARLES J BADGER stand für den Beschuss des Küstengebietes in Bereitschaft wurde aber nicht benötigt. Daher verließ der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS WICKES und USS LUCE das Einsatzgebiet und eskortierte ab dem 2. Februar mehrere Nachschubkonvois zwischen der San Pedro Bay und der Subic Bay und zurück. Die beiden Schweren Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) werden von den drei Zerstörern zwischen dem 2. und dem 5. März bis zu dem Atoll Ulithi, Karolinen eskortiert. Nach der Rückkehr der Zerstörer in die philippinischen Gewässer, nahmen sie ihre Eskortierpflichten wieder auf. Man versetzte dann die USS CHARLES J BADGER in die Task Group 51.1, der Western Islands Attack Group, die Rear Admiral Ingolf Norman Kiland ( 26. März 1895 – 10. März 1992 ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In dieser TG befanden sich zwei Kreuzer, die Zerstörer USS CHARLES J BADGER, USS LUCE, USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING, USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY und USS O´BRIEN ( DD-725 ), die Geleitzerstörer USS STERN ( DE-187 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS ABERCROMBIE ( DE-343 ) und USS OBERRENDER ( DE-344 ), die Schnellen Truppentransporter USS DICKERSON ( APD-21 ), USS KINZER ( APD-91 ), USS DANIEL T GRIFFIN ( APD-38 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS HERBERT ( APD-22 ), die Angriffstransportschiffe USS ST MARY´s ( APA-126 ) und USS MOUNTRAIL ( APA-213 ), zwölf Mittlere Infanterielandungsfahrzeuge, vierundzwanzig Große Infanterielandungsfahrzeuge und zwölf Mittlere Landungsschiffe. Am 24. März verließen alle diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den Kerama Retto Inseln, die unbedingt für den reibungslosen Nachschub sowie der Reparatur von defekten Kriegsschiffen benötigt wurden. Die Kriegsschiffe erreichten diese am 26. März, was die Japaner völlig überraschte. An diesem Tag begannen auch die Landungen auf den Inseln, die aber nicht all zu stark von feindlichen Kräften besetzt waren. Ab dem 1. April begann die gewaltige Landeoperation auf Okinawa. Von diesem Tag an versuchten sich die japanischen Piloten mit ihren Flugzeugen ohne Kompromisse auf amerikanische Schiffe zu stürzen. Die Geschützmannschaften der USS CHARLES J BADGER konnten während eines solchen Luftangriffs ein Kamikazeflugzeug vor dem Erreichen des Ziels abschießen. Sobald die Landungen auf Okinawa begannen, nahm der Zerstörer seine vorgegebene Position an der Südflanke der Landungsschiffe ein. Am 7. April gliederte man die USS CHARLES J BADGER in eine Kampfgruppe ein, die der letzten verbliebenen japanischen Seestreitmacht entgegenfahren sollte. Die Japaner hatten dabei noch das Schlachtschiff IJN YAMATO, das nur noch Brennstoff für die Fahrt nach Okinawa besaß, der Leichte Kreuzer IJN YAHAGI und die Zerstörer IJN ISOKAZE, IJN HAMAKAZE, IJN YUKIKAZE, IJN ASASHIMO, IJN HATSUSHIMO, IJN KASUMI, IJN FUYUZUKI und IJN SUZUZUKI. Die Fahrt dieser Schiffe sollte sie nach Okinawa führen. Doch schon unterwegs wurde die japanische Flotte von insgesamt 386 amerikanischen Trägerflugzeugen in mehreren Wellen und über zwei Stunden lang angegriffen. Die IJN YAMATO erhielt insgesamt 13 Torpedotreffer sowie 8 schwere Bombentreffer und zahlreiche Nahtreffer. Das Schlachtschiff sank um 14:23 Uhr Ortszeit und wurde durch die Explosion der eigenen Munition in den Magazinen der vorderen Hauptgeschützen in zwei Teile zerrissen. Insgesamt 2.498 Besatzungsmitglieder des Schlachtschiffes fanden den Tod. Nur 269 japanische Seeleute konnten gerettet werden. Mit dem Schlachtschiff ging dann auch der Leichte Kreuzer und vier Zerstörer unter. Die amerikanischen Kriegsschiffe brauchten in diesen ungleichen Kampf nicht eingreifen. Die USS CHARLES J BADGER fuhr nun entlang der Westküste Okinawas nach Süden und sollte ihre Feuerunterstützung für die Landungstruppen wieder aufnehmen. Am frühen Morgen des 9. April, der Zerstörer lag ungefähr sechs Seemeilen nordwestlich von Naha City, Okinawa auf ihrer Feuerstation, da raste ein Shinjo Boot, vollgepackt mit Sprengstoff, auf das Kriegsschiff zu. Die Explosion erschütterte den Zerstörer in seinen Grundfesten. Ein großes Stück der Schiffshaut wurde aufgesprengt. Die Motoren fielen aus durch das eindringende Wasser. Ein Schlepper nahm das beschädigte Schiff ins Schlepptau und brachte es zu den Kerama Retto Inseln. Hier erfolgten erste Reparaturen. Nachdem das Kriegsschiff wieder fahrtüchtig war, kehrte es nach Okinawa zurück. Hier hatte es am 20. Mai einen Kontakt mit einem Einmann-Selbstmord – U-Boot, das noch rechtzeitig vernichtet werden konnte. Die USS CHARLES J BADGER fuhr für einige Untersuchungen nach der Explosion des Mini U-Bootes wieder zu den Kerama Retto Inseln. Hier entschied man, dass der Zerstörer für weitere Reparaturen an die US Westküste fahren sollte, nachdem am 30. Juni offiziell die Kämpfe um Okinawa für beendet erklärt worden waren. Der Zerstörer fuhr über die Atolle Ulithi und Eniwetok, Marshall Islands nach Pearl Harbor und von dort aus nach Bremerton, Washington. Hier traf das Kriegsschiff am 1. August ein. Während der Reparaturen wurde der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans am 15. August beendet. Nach Abschluss der Arbeiten wechselte die USS CHARLES J BADGER zur Vorbereitung auf die Inaktivität nach Long Beach, Kalifornien. Hier stellte man den Zerstörer am 21. Mai 1946 außer Dienst.
Nach den ausgebrochenen Feindseligkeiten auf der koreanischen Halbinsel, am 25. Juni 1950, stellte man die USS CHARLES J BADGER am 10. September 1951 wieder in den Dienst der US Navy. Commander Hugh Marston Robinson ( 31. Januar 1916 in Springfield, Hampden County, Massachusetts – 13. Juli 2013 in Pennsylvania ) übernahm das Kommando über den Zerstörer. Die erste Ausbildung der Besatzung wurde in den Gewässern vor San Diego durchgeführt. Anschließend fuhr das Kriegsschiff zum Panamakanal, durchquerte diesen und legte im Februar 1952 im neuen Heimathafen Newport, Rhode Island an. Von dieser Basis aus operierte die USS CHARLES J BADGER entlang der US Ostküste und in der Karibik. Außerdem bildete man an Bord des Zerstörers Mannschaften für andere Zerstörer aus. Die erste Atlantiküberquerung des Kriegsschiffes erfolgte vom 9. Juni bis zum 23. Juli 1953. Die USS CHARLES J BADGER eskortierte dabei zwei Flugzeugträger zusammen mit einem weiteren Zerstörer bis nach Portsmouth, England. Am 7. Dezember begann der Zerstörer mit seiner ersten Weltumrundung. An diesem Tag stach das Kriegsschiff von Newport aus in See und fuhr in den Golf von Mexiko. Erneut durchquerte die USS CHARLES J BADGER den Panamakanal und fuhr für Patrouillenfahrten zur koreanischen Halbinsel. Anschließend operierte der Zerstörer in der Formosastraße. Das Kriegsschiff eskortierte Truppentransporter, auf denen sich chinesische Nationalisten befanden, die sich in Inchon eingeschifft hatten und unbedingt nach Formosa wollten. Diese waren bis dahin in Kriegsgefangenschaft der kommunistischen Chinesen. Das Kriegsschiff nahm am 22. Mai 1954 an Schulungsmaßnahmen in japanischen Gewässern teil, um danach die Weltumfahrung zusammen mit den Schwesterschiffen USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS HEERMANN ( DD-532 ) und USS STOCKHAM ( DD-683 ) fortzuführen. Auf dem Weg an die US Ostküste wurden die Häfen von Hongkong, Singapur, Colombo, Aden, der Durchquerung des Suezkanals, Port Said, Neapel, Villefranche-sur-Mar und Lissabon besucht. Am 17. Juli legte das Kriegsschiff in Newport wieder an. Die USS CHARLES J BADGER absolvierte noch zwei Kreuzfahrten zur 6. US Flotte ins Mittelmeer. Das war von Anfang bis Mitte 1956 und von Ende 1956 bis Anfang 1957. Während dieser beiden Kreuzfahrten patrouillierte der Zerstörer vor dem Suezkanal, wegen dem es zu internationalen Spannungen zwischen Ägypten und Frankreich, Großbritannien und Israel kam. Das Kriegsschiff wechselte noch im selben Jahr nach Boston, Massachusetts. Hier stellte man es am 20. Dezember 1957 außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ) strich man am 1. Februar 1974 von der US Navy – Liste. Am 10. Mai 1974 verkaufte man den Zerstörer an die chilenische Marine. Diese benötigte es zur Ersatzteilgewinnung für andere Zerstörer dieser Klasse.


USS CHARLES J BADGER ( DD-657 )
Commanding Oficer
 

CDR William Goodwin Cooper    23. Juli 1943 – 18. April 1944 (später VADM)
LCDR John Henderson Cotten     18. April 1944 – 26. August 1945
LT John Dandridge Henley Kane Jr.    26. August 1945 – 22. September 1945
LCDR David Lombard Harris      22. September 1945 – 10. Mai 1946
Außerdienststellung   10. Mai 1946 – 10. September 1951
CDR Hugh Marston Robinson    10. September 1951 – ?
CDR John Corbett Borden    Oktober 1951 – Januar 1953
CDR Audley Hill McCain    1956 – 20. Dezember 1957

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