Archiv für den Monat: Juli 2018

USS KIDD ( DD-661 )

USS KIDD ( DD-661 )

Biografie

Isaac Campbell Kidd
* 26. März 1884 in Cleveland, Ohio
† 7. Dezember 1941 an Bord des Schlachtschiffes USS ARIZONA ( BB-39 ) in Pearl Harbor
war der erste gefallene US amerikanische Admiral im Zweiten Weltkrieg

Im Jahre 1902 trat Kidd in die United Stats Naval Academy in Annapolis ein. Das Studium schloss er im Februar 1906 ab. Man versetzte ihn 1907 an Bord des Schlachtschiffes USS NEW JERSEY ( BB-16 ) wo er 1908 zum Ensign ernannt wurde. Auf dem Schlachtschiff nahm er bis 1909 an der Weltumrundung mit der Großen Weißen Flotte teil. Es folgte der Dienst an Bord des Schlachtschiffes USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ) und an Bord des Panzerkreuzers USS PENNSYLVANI ( ACR-4 ). Danach versetzte man Kidd zur Pazifikflotte wo er der Flaggenbeauftragte des Oberbefehlshabers der Flotte, Rear Admiral Cameron McRae Winslow ( 29. Juli 1854 – 2. Januar 1932 ), auf dessen Flaggschiff war. Von 1916 bis 1917 versetzte man Kidd an die Militärakademie wo er dozierte. Während des Ersten Weltkriegs stationierte man Kidd an Bord des Schlachtschiffes USS NEW MEXIKO ( BB-40 ). Nachdem der Krieg zu Ende war, kehrte er zur Militärakademie zurück und versah dort seinen Dienst. Von 1925 bis 1926 war Kidd der Exekutive Offizier auf dem Schlachtschiff USS UTAH ( BB-31 ) und wechselte dann auf das Frachtschiff USS VEGA ( AK-17 ). Man ernannte ihn dann 1927 zum Hafenkommandanten von Christobal, Panama Kanalzone wo er bis 1930 blieb. Nach der Rückkehr in die Vereinigten Staaten beförderte man Kidd zum Captain und ernannte ihn zum Stabschef des Kommandanten der Base Force, US Flotte. Bis 1932 blieb er dort. Dann wechselte Kidd an das Bureau of Navigation in Washington DC für drei Jahre. Von 1935 bis 1936 übernahm er das Zerstörer Geschwader 1 innerhalb der Scouting Force. Nach einer weiteren Dienstzeit an der Marineakademie war Kidd von September 1938 bis November 1940 Kommandant des Schlachtschiffes USS ARIZONA. Im November 1940 ernannte man ihn zum Rear Admiral und wurde der Stabschef des Befehlshabers der Schlachtflotte sowie der Befehlshaber der 1. Schlachtschiff Division. Diese bestand aus den Schlachtschiffen USS NEVADA ( BB-36 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-39 ) und der USS ARIZONA. Zu Beginn des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941, befand sich Rear Admiral Kidd an Bord seines Flaggschiffes der USS ARIZONA. Bei seiner Kenntnisnahme über den Angriff eilte er sofort auf die Brücke um von dort aus seine Aufgaben als Vorgesetzter wahr zu nehmen. Bevor er jedoch irgendwelche Maßnahmen anordnen konnte, fand er um 8.10 Uhr zusammen mit dem Großteil der Besatzung bei der Explosion der vorderen Munitionskammer und einem direkten Bombentreffer der Brücke den Tod. Den einzigen Überrest von Rear Admiral Kidd fand man nach dem Angriff auf seiner Gefechtsstation. Der Siegelring den er 1906 als Absolvent von der Militärakademie erhalten hatte, war mit den Trümmern der Brücke verschmolzen. Für seinen außerordentlichen Heldenmut und seine herausragende Furchtlosigkeit verlieh ihm der Kongress posthum die Medal of Honor.
Rear Admiral Isaac Campbell Kidd war der Vater von Isaac Campbell Kidd, Jr. ( 14. august 1919 – 27. Juni 1999 ). Dieser war der Kommandeur der US Atlantikflotte

Drei Schiffe wurden zu Ehren von Rear Admiral Isaac Campbell Kidd bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS KIDD ( DD-661 ) aus der FLETCHER – Klasse.
Das zweite Schiff war der Lenkwaffenzerstörer USS KIDD ( DDG-993 ) aus der KIDD – Klasse.
Das dritte Schiff war der Lenkwaffenzerstörer USS KIDD ( DDG-100 ) aus der ARLEIGH BURKE – Klasse.


USS KIDD ( DD-661 )

Schiffsbiografie

Die USS KIDD ( DD-661 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Isaac Campbell Kidd benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertzweiunddreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in kearny, New Jersey wurde am 16. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Inez Nellie Gilmore Kidd ( 3. November 1888 – 11. Mai 1978 ), Witwe von Rear Admiral Isaac Campbell Kidd, taufte am 28. Februar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Allan Barkhurst Roby, Sr. ( 9. Dezember 1907 – 24. Dezember 1997 ) stellte am 23. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS KIDD bis in die Casco Bay, Maine und dauerte bis zum 1. Juni. Am 3. Juni eskortierte der Zerstörer zusammen mit der USS ABBOT ( DD-629 ) das Schlachtschiff USS IOWA ( BB-61 ) zu Versuchen und Übungen bis in die Casco Bay und sicherte das schwere Schiff dabei ab. Bis zum 6. Juni dauerten diese Übungen. Der Zerstörer übernahm auch danach noch weitere Eskorten großer Kampfschiffe, die ihrerseits im Atlantik und in der Karibik ihre Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durchführen mussten. Dann im August lief der Zerstörer in den Hafen von Norfolk, Virginia ein. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Am 20. August legte die USS KIDD in Norfolk ab und eskortierte die beiden Schlachtschiffe USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ). Diese Kriegsschiffe durchquerten am 25. August den Panamakanal. Bei dem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien trennten sich die Wege der Kriegschiffe. Die USS KIDD fuhr weiter nach San Francisco, Kalifornien und erreichte am 17. September die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Bis zum 29. September blieb die USS KIDD in den Hawaiianischen Gewässern und beteiligte sich an mehreren Übungen zur Vorbereitung auf die Eroberung der Gilbert Islands während der Operation „Galvanic“. Bei solch einer Übung Ende September kam es auch zu simulierten Torpedoangriffen auf das Schlachtschiff USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ). Dabei erlitt der Zerstörer einige Beschädigungen. Nun gliederte man die USS KIDD in die Task Force 14 ein, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 25. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation zur Bombardierung japanischer Truppen und Stellungen auf dem Atoll Wake Island, Nördliche Marianen befehligte. Dieses Atoll befindet sich 12 Meilen nördlich der Marshall Inseln. In der TF 14 waren die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS LEXINGTON ( CV-16 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), USS COWPENS ( CVL-25 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), USS MOBILE ( CL-63 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ), sowie die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD ( DD-660 ), USS DASHIELL ( DD-659 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS HULL ( DD-350 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS CONNER ( DD-582 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 29. September verließen diese Schiffe Pearl Harbor und erreichten am 5. Oktober das Atoll Wake Island. An diesem 5. und am 6. Oktober bombardierten die Schiffe und die Trägerflugzeuge die Insel. Nach dem Bombardement am 6. Oktober verließen sie wieder die Gewässer rund um die Insel und wurden zwei Tage später auf offener See von Tankern erwartet. Man füllte die Treibstofftanks und am 11. Oktober legten die Schiffe in Pearl Harbor wieder an. Man versetzte nun die USS KIDD in die Task Group 50.3, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands, befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ) und USS WILSON ( DD-708 ) und die Zerstörer USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALE ( DD-642 ), McKEE ( DD-575 ) und USS MURRAY ( DD-576 ) kamen erst ab dem 15. November in Espiritu Santo, New Hebrides dazu. Am 21. Oktober verließen alle Schiffe der Task Force 50 Pearl Harbor und fuhren in Richtung der Ostsalomonen. Die Kriegsschiffe der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo. Am 8. November laufen die Schiffe der TG 50.3 und TG 50.4 in Espiritu Santo wieder aus. Das erste Ziel beider Task Group war der japanische Stützpunkt in Rabaul, Neuguinea. Den erreichten sie am Morgen des 11. November und begannen japanische Stellungen und Schiffe im Hafen von Rabaul und Flugplätze auf dem Festland zu beschießen. Dabei wurde der Schwere Kreuzer IJN ABANO beschädigt, der japanische Zerstörer IJN NAGANAMI teilweise ausgeschaltet und der erst am 27. Juli 1943 in Dienst gestellte Zerstörer IJN SUZUNAMI versenkt. Die USS KIDD selber befand sich während des Bombardements auf die japanischen Stellungen hinter der Formation der amerikanischen Kriegsschiffe und deckte diese von dort. Da erhielt Commander Allan Barkhurst Roby, Sr. den Befehl eine Flugzeugbesatzung der USS ESSEX aus dem Wasser zu retten. Umgehend ließ der Kommandant des Zerstörers das Kriegsschiff in Richtung der angegebenen Koordinaten fahren. Zu diesem Zeitpunkt, es war gegen Mittag, stieg die erste japanische Flugstaffel auf und begann den Angriff auf die amerikanischen Schiffe. Eine Gruppe feindlicher Flugzeuge stürzten sich auf die USS KIDD, die Mannschaft des Zerstörers hatte gerade mit der Rettung der amerikanischen Piloten begonnen und musste erst einmal diese hinten anstellen. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes schossen drei der angreifenden japanischen Maschinen ab. Commander Allan Barkhurst Roby, Sr. gab präzise Kommandos um den entgegenkommenden Torpedos und Bomben auszuweichen. Dafür erhielt er den Silver Star verliehen. Die Rettung der amerikanischen Piloten war anschließend schnell abgeschlossen. Alle amerikanischen Kriegsschiffe verließen noch während des Luftangriffs den Kampfplatz ohne auch nur ein weiteres der feindlichen Flugzeuge abzuschießen. Wichtig war, dass keines der Schiffe durch eine Unachtsamkeit an den kommenden Kämpfen nicht teilnehmen konnte. Vor Rabaul trennen sich die Schiffe der TG 50.3 und der TG 50.4 nach der Beendigung des Bombardements. Die der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo, wo sie am 14. November anlegten. Jetzt gliederten sich die vier noch fehlenden Zerstörer ein. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Bunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Dort wurden die Schiffe, wie schon bei den anderen Verbänden, die Treibstoffbunker gefüllt. Am folgenden Tag vereinigten sich die Schiffsverbände der TF 52, TF 53 und TF 50 zwischen Baker und Nanomea, Ellice Islands. Von hier aus marschieren die Verbände zusammen zu ihren Einsatzorten. Die Schiffe der TG 50.3 beginnen am 19. November mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf Tarawa. Am folgenden Tag landen die ersten Marines und nehmen das Atoll Tarawa ein. Zur Unterstützung der Landungseinheiten vor Betio, wechseln die Schiffe der TG 50.3 dorthin und führen ihr Bombardement gegen japanische Stellungen weiter. Die USS KIDD bot dabei zusammen mit den anderen Zerstörern den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den sich nähernden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag des 24. November 15 japanische Sturzkampfbomber die auf die schweren Schiffe zusteuerten. Die USS KIDD warnte die Schiffe der TG vor dem Luftangriff und die Geschützmannschaften des Zerstörers schossen zwei der Aichi D3A Sturzkampfbomber ab. Am 28. November zog man die USS KIDD aus der TG 50.3 ab und integrierte den Zerstörer in die TG 50.1, die Rear Admiral Pownall ( 4. Oktober 1887 in Atglen, Chester County – 19. Juli 1975 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Galvanic“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN und USS LEXINGTON, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Schweren Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN und USS OAKLAND und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS NICHOLAS ( DD-449 ). Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.1 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.2 und TG 50.3 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Auf Amerikanischer Seite wurde die USS LEXINGTON durch ein Torpedo und die USS TAYLOR durch Granaten der USS OAKLAND beschädigt. Am 6. Dezember ziehen sich die Schiffe der TG 50.1 von Kwajalein zurück und erreichen drei Tage später den Hafen von Pearl Harbor. Hier blieb die USS KIDD bis zum 11. Januar 1944 und beteiligte sich an mehreren Übungen innerhalb der Hawaiianischen Gewässer zur Vorbereitung auf die Kämpfe um die Marshall Islands. Außerdem konnte sich die Mannschaft etwas erholen und Reparaturen ausführen. Dazu stellte man am 6. Januar 1944 die Task Force 53 zusammen, die Rear Admiral Richard Lansing Connolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in der Jamaica Bay, New York City ) während der Operation „Flintlock“ und „Catchpole“ befehligte. Innerhalb der TF stand die USS KIDD frei zur Verfügung. Doch dann versetzte man den Zerstörer in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ). Zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Am 2. Februar laufen die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) samt ihrer Eskorte aus der Task Force 58 als erste Kriegsschiffe in die Lagune ein. Am 4. Februar gliederte man die USS KIDD wieder in die Task Group 53 ein und wurde zur Sicherung der Landungsflotte abgestellt. Zusammen mit den Zerstörern USS HOPEWELL ( DD-681 ), USS HULL DD-350 ), USS MacDONOUGH ( DD-331 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ) und USS REMEY ( DD-688 ) eskortierte die USS KIDD die Zerstörer und Minensucher USS PALMER ( DMS-5 ) und USS STANSBURY ( DMS-8 ), die beiden amphibischen Docklandungsschiffe USS EPPING FORREST ( LSD-4 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ), 12 Truppentransporter, 3 Angriffsfrachtschiffe und 15 Panzerlandungsschiffe, welche die Soldaten und der Ausrüstung der 4. Marine Division, Kommandeur Generalmajor Oliver Prince Smith ( 26. Oktober 1893 – 25. Dezember 1977 ), transportierten, bis zum Atoll Funafuti, Ellice Islands. Dieses Atoll erreichten die Schiffe vier Tage später. Danach ging die Fahrt am 15. Februar zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands weiter. Der Angriff auf dieses Atoll begann zwei Tage später. Die USS KIDD patrouillierte dann bis zum 26. Februar vor dem Atoll und übernahm die Luftsicherung. An diesem Tag verließ der Zerstörer das Atoll und fuhr zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff nach Emirau Island, Bismarck Archipel, Neuguinea und patrouillierte bis zum 14. April in den dortigen Gewässern. Hauptaufgabe des Zerstörers war eine Landebahn zu bewachen. Man gliederte nun die USS KIDD in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY, USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS HALE( DD-642 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Diese Schiffe fuhren nicht geschlossen in die Humboldt Bay, Neuguinea, um sich dort an der Eroberung von Hollandia zu beteiligen. Mehrere der Kriegsschiffe hatten die unterschiedlichsten Aufgaben erhalten. Sie trafen sich aber alle in der Milne Bay, Neuguinea. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April zusammen mit Truppentransportern die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea weiter. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen an Land besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS KIDD sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia wieder und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS KIDD, USS BULLARD und USS CHAUNCEY verließen den Seeadler Harbour wenige Tage später und eskortierten mehrere Truppentransporter bis nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Man versetzte hier die USS KIDD in die Task Group 52.11. die Rear Admiral H. B. Sallada während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.11.2, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR, USS SANGAMON ( CVE-26 ) und USS SUWANNEE ( CVE-27 ) ab dem 20. Juni, der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS BLACK und USS WADSWORTH ( DD-516 ). Vor Espiritu Santo sammelten sich die Kriegsschiffe. Nach mehreren Übungen und dem auffüllen aller Bunker, verließen die Kriegsschiffe am 8. Juni die Insel und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie am Abend des 14. Juni. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dieser Insel. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS KIDD sicherte dabei, zusammen mit den anderen Zerstörern, die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Für die weiteren Kämpfe um die Marianen gliederte man die USS KIDD ab dem 21. Juni in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) während der Operation „Forager“ bis zum 27. Juli befehligt wurde. Innerhalb der TG gehörte die USS KIDD zur Task Undergroup 53.7.1, die Rear Admiral Felix Budwell Stump kommandierte. Innerhalb der TU befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD und USS CHAUNCEY. Diese Schiffe verließen am 25. Juni die Marianen und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurden auf allen Schiffen alle Bunker und auf den Flugzeugträgern zusätzlich die Flugzeugstaffeln aufgefüllt. Dann ging die Fahrt zurück nach Saipan. Am Abend des 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7.1 die Gewässer um Saipan und fuhren erneut zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Außerdem füllte man die Munitions-, Proviant- und Treibstoffbunker auf. Am 9. Juli lagen die Kriegsschiffe der TU in den Gewässern von Guam und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement feindlicher Stellungen. Um noch effektiver die japanischen Stellungen im Bereich des kommenden Landungsgebietes zu vernichten, versetzte man die USS KIDD in die Task Group 53.18, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 in St. Louis, Missouri – 6. Juni 1956 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer zur TU 53.18.2. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS BLACK und USS ANTHONY ( DD-515 ). Ab dem 12. Juli wurde auf Guam durch die Trägerflugzeuge der TG alles bombardiert was sich bewegte. Dies hielt man bis zum 16. Juli aufrecht. Anschließend zog man die Kriegsschiffe der TU 53.18.2 aus dem Kampgeschehen heraus. Sie fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier löste man die TU auf. Die USS KIDD, sowie die anderen Kriegsschiffe, kehrte, bis auf die USS CORAL SEA, nach Guam zurück und reihte sich in die TG 53.7 wieder ein. Bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier beteiligte sich die USS KIDD in den folgenden Tagen an mehreren Trainingsübungen. Den Zerstörer setzte man zu keiner weiteren Kampfhandlung in den nächsten Tagen ein. Das Kriegsschiff verließ dann das Atoll und fuhr nach Pearl Harbor. Hier bugsierte man am 26. August die USS KIDD in ein Trockendock der Pearl Harbor Naval Shipyard und begann mit einer Überholung. Schon am 15. September verließ der Zerstörer die Reparaturwerft und fuhr zum Atoll Eniwetok. Dieser Fahrt nutzte man als Erprobungs- und Ausbildungsfahrt und das Kriegsschiff erreichte am 26. September das Atoll. Hier blieb die USS KIDD nur für wenige Stunden damit die Bunker wieder aufgefüllt werden konnten. Anschließend verließ der Zerstörer wieder die Gewässer und fuhr zum Seeadler Harbour , wo das Kriegsschiff am 3. Oktober anlegte. Hier bereitete man eine Invasionsflotte vor, die die philippinischen Inseln angreifen sollte. Dazu integrierte man die USS KIDD in die Task Group 77.2, die Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS TENNESSEE ( BB-43 ), die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und der australische Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS DENVER ( CL-58 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS CONY ( DD-508 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS THORN ( DD-647 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS BRYANT ( DD-665 ) USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ). USS BACHE ( DD-470 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS McDERMUT ( DD-677 ) und USS McNAIR ( DD-679 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA. Am 12. Oktober verlassen diese Schiffe der TG 77.2 Manus Island und fuhren nach Leyte. Sechs Tage später liefen sie in den Leyte Gulf ein und begannen am 19. Oktober mit dem Bombardement japanischer Stellungen in und um von Tacloban in der San Pablo Bay. Am frühen Morgen des 20. Oktober beginnen die Landungen der Soldaten der 7. Infanteriedivision und der 1. Kavalleriedivision auf Leyte. Die Schiffe der TG 77.2 sind nun entlang der Ostküste von Leyte unterwegs und bekämpfen den Feind an allen erreichbaren Stellen bis in den Süden von Abuyog. Die USS KIDD begann dann mit allen anderen Schiffen der TG 77.2 mit ihren Patrouillenfahrten im Süden des Leyte Gulf zum Schutz der Anlandungsschiffe. Im Norden von Leyte lagen Geleitflugzeugverbände und bombardierten die japanische Hauptstreitmacht auf See. Zum Entsatz sollten zwei japanische Kriegsschiffverbände von Süden her nach Leyte vordringen. Zur Abwehr dieser feindlichen Schiffsverbände strukturierte man die TG 77.2 um und gliederte diese in drei Teile. Die USS KIDD allerdings blieb bei den Landungsschiffen und patrouillierte weiterhin vor Tacloban. Nachdem dann die japanischen Schiffsverbände fast vollständig vernichtet worden waren, kehrten die amerikanischen Schiffe der TG 77.2 in den Leyte Golf zurück und übernahmen wieder ihre Aufgaben. Die meisten Kriegsschiffe der TG verließen dann ihr Einsatzgebiet und fuhren zum Seeadler Harbour damit sich die Besatzungen von den Strapazen der letzten Tage etwas erholen konnten. Die USS KIDD selber blieb bis zum 14. November im Leyte Golf. Erst an diesem Tag verließ der Zerstörer sein Einsatzgebiet und fuhr zur Humboldt Bay, die er fünf Tage später erreichte. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 9. Dezember. An diesem Tag verließ die USS KIDD die Gewässer von Neuguinea und fuhr an die kalifornische Küste. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien bugsierte man am 25. Dezember den Zerstörer in ein Trockendock und setzte die in Pearl Harbor begonnene Überholung fort. Die umfangreiche Überholung war am 18. Februar abgeschlossen und der Zerstörer fuhr zusammen mit den Schwesterschiffen USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS BULLARD, USS HALE und USS BLACK wieder in den Westpazifik. Ziel war das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS BLACK, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanischer Gewässer. Zwei Tage später lagen sie rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten zum ersten Mal frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum 17. März. Noch am Nachmittag dieses zweiten Tages, nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen jene rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Nachdem das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Da lagen die Kriegsschiffe 125 Seemeilen südlich von dem Einsatzgebiet der Trägerflugzeuge. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der beginnenden Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS KIDD auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen. Insgesamt drei feindliche Luftangriffe verzeichnete man an diesem Tag. Die Geschützmannschaften der USS KIDD, wie alle anderen Mannschaften der USS BLACK, USS BULLARD und USS CHAUNCEY auch, eröffneten das Feuer auf diese Selbstmordpiloten. Mehrere japanische Flugzeuge wurden noch rechtzeitig abgeschossen, aber einige wenige schafften es trotzdem bis zu einem amerikanischen Schiff und stürzten sich darauf. Auf die USS KIDD selber stürzte sich während dieses Kampfes am Nachmittag ein einzeln fliegendes japanisches Flugzeug. Dieser Kamikazepilot schlug Mittschiffs ein. Er riss insgesamt 38 Besatzungsmitglieder mit in den Tod und 55 wurden zum Teil schwer verwundet. Unter den getöteten Besatzungsmitgliedern befand sich auch CDR Harry Grimshaw Moore, Kommandeur des Zerstörers. Die USS KIDD blieb aber schwimmfähig und eilte den anderen drei Zerstörern hinterher. Auf dieser Fahrt versuchten nun weitere Kamikazepiloten sich auf das angeschlagene Schiff zu stürzen, aber die Geschützmannschaften des Zerstörers konnten weitere Angreifer vernichten. Die USS KIDD verließ nach dem letzten abgewiesenen Luftangriff an diesem Tag die Gewässer von Okinawa und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier nahm man vom 20. April bis zum 2. Mai eine Notreparatur durch die Mannschaft des Zerstörertenders USS HAMUL ( AD-20 ) durch. Am 2. Mai verließ die USS KIDD aus eigener Kraft wieder das Atoll und fuhr über Pearl Harbor an die US Westküste. Hier erreichte der Zerstörer am 25. Mai die Hunter’s Point Naval Shipyard in San Francisco, Kalifornien und wurde in ein Trockendock bugsiert. Die Reparatur- und Überholungsarbeiten waren am 1. August abgeschlossen. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff die US Westküste und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. In diese Basis fuhr die USS KIDD sechs Tage später ein. Für den Zerstörer und dessen Besatzung begann nun eine Zeit der Ausbildung die für eine Dauer von einem Monat angesetzt war. In dieser Zeit kapitulierte Japan am 15. August bedingungslos und der Zweite Weltkrieg war auch im Pazifik nun beendet. Die USS KIDD verließ Mitte September Pearl Harbor und erreichte am 24. September die amerikanische Marinebasis San Diego. Hier bereitete man den Zerstörer auf seine Zeit der Inaktivität vor. Das Kriegsschiff stellte man dann am 10. Dezember 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS KIDD aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Robert Emmett Jeffery stellte am 28. März 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der Indienststellung erfolgte in den Gewässern vor San Diego die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Am 18. Juni verließ dann der Zerstörer die US Westküste und fuhr in den Westpazifik. Im japanischen Hafen von Yokosuka legte das Kriegsschiff am 15. Juli an. Hier integrierte man die USS KIDD in die Task Force 77. Der Zerstörer sollte bis zum 21. September vor der koreanischen Westküste patrouillieren. Anschließend fuhr der Zerstörer an die koreanische Ostküste. Vom 21. Oktober bis zum 22. Januar 1952 bombardierte das Kriegsschiff feindliche Versorgungswege von Wando Island im Süden Koreas. Nach diesem Bombardement fuhr die USS KIDD zusammen mit den Zerstörern der Zerstörerdivision 152 nach San Diego, Hier treffen sie am 6. Februar ein. Der Zerstörer beteiligte sich in den folgenden Monaten an mehreren Übungen entlang der kalifornischen Küste und wurde auf den neuerlichen Einsatz im Westpazifik vorbereitet. Am 8. September verließ der Zerstörer San Diego und trat in der Nähe von Kojo, Nordkorea einer Anti-U-Boot bei. Im November begann das Kriegsschiff wieder mit einem Bombardement auf nordkoreanische Zeile. Kurz danach begannen Waffenstillstandsgespräche. Während der Verhandlungen patrouillierte die USS KIDD weiterhin vor der koreanischen Küste. Erst am 3. März 1953 verließ der Zerstörer die koreanischen Gewässer und verließ den Fernen Osten. Die Rückfahrt an die US Westküste führte das Kriegsschiff nach Midway und Pearl Harbor. In die Marinebasis San Diego lief die USS KIDD am 20. März ein und wurde für eine Überholung in ein Trockendock bugsiert. Nach Abschluss dieser Überholung fuhr der Zerstörer am 20. April nach Long Beach, Kalifornien. In diesem Hafen kollidierte der Zertörer am folgenden Tag mit dem schwedischen Frachter HAINAN. Jetzt musste das Kriegsschiff erneut in ein Trockendock und die Reparaturarbeiten dauerten bis zum 11. Mai. Von Ende 1953 bis Ende 1959 wechselte die USS KIDD jedes Jahr mit einer Kreuzfahrt in den Westpazifik. Hier und entlang der US Westküste beteiligte sich der Zerstörer an Operationen zur Verbesserung der Einsatzfähigkeit. In den Jahren im Westpazifik wurden unzählige Hafenbesuche in Japan, Okinawa, Hongkong und auf den Philippinen durchgeführt. Das Kriegsschiff besuchte während solch einer Kreuzfahrt am 29. März 1958 auch Sydney, Australien und patrouillierte einige Tage später in der Taiwanstraße. Am 5. Januar 1960 verließ die USS KIDD wieder San Diego. Diesmal durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und legte am 25. Januar im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania an. Von hier aus unternahm das Kriegsschiff Trainingsfahrten für Navy Reservisten und legte an den verschiedensten US Ostküstenhäfen an. Während der Berliner Krise im August 1961 versetzte man den Zerstörer zu den Flottenführungskräften. Doch kaum war diese Krise überwunden patrouillierte das Kriegsschiff im Dezember 1961 vor der Küste der Dominikanischen Republik. Diese Patrouille nannte man später die „Show of Force“. Die amerikanischen Navy Schiffe, die während dieser Krise in der Karibik zum Einsatz kamen, versuchten ein wenig Sicherheit innerhalb der unruhigen Karibik zu bieten. Die USS KIDD verließ dann die Region und legte am 5. Februar 1962 in Norfolk, Virginia an. Hier integrierte man den Zerstörer in die Task Force Alfa, welche für die Anti-U-Boot Kriegsführung ausgerüstet war. Der Naval Destroyer School in Newport, Rhode Island teilte man die USS KIDD zu. Nach einer Kreuzfahrt in die Karibik nahm der Zerstörer ab dem 1. Juli wieder das Naval Reserve Training auf. Man stellte am 19. Juni 1964 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die in der Philadelphia Naval Shipyard liegenden Atlantikreserveflotte. Den Namen USS KIDD ( DD-661 ) strich man am 1. Dezember 1974.
Die US Navy stellte drei Zerstörer aus der FLETCHER – Klasse als Gedenkstätten innerhalb der USA zur Verfügung. Ausgewählt waren da schon die USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), liegt in buffalo, New York, und USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ), liegt in Boston, Massachusetts. Der Kongressabgeordnete von Louisiana William Henson Moore III. ( 4. Oktober 1939 – ) wählte da die USS KIDD aus, um als Denkmal für die Louisiana Veteranen des Zweiten Weltkrieges zu dienen. Man nahm die USS KIDD Anfang Mai 1982 ins Schlepptau und überführte den Zerstörer von Philadelphia nach Baton Rouge, Louisiana. Am 23. Mai 1982 erreichten die Schlepper zusammen mit dem Zerstörer das Marinemuseum und das ehemalige Kriegsschiff wurde an das Louisiana Naval War Memorial übergeben. Man konnte nun der Öffentlichkeit dieses Museumsschiff zeigen. Die USS KIDD wurde nie modernisiert und ist der einzige Zerstörer seiner Klasse, der sein Aussehen aus dem Zweiten Weltkrieg beibehalten hat. Im laufe der Jahre versetzte man den Zerstörer in seine Konfiguration und Bewaffnung in den August von 1945 zurück. Höhepunkt für viele Schiffsenthusiasten war der 3. Juli 1997 auf der USS KIDD. An diesem Tag lud man die Torpedorohre mit Torpedos nach. Der besondere Liegeplatz des Zerstörers im Mississippi ist so ausgelegt, dass das Kriegsschiff die jährlich schwankende Flusstiefe von bis zu 40 Fuß bewältigen kann. So schwimmt die USS KIDD in der ersten Hälfte des Jahres im Fluss und in der zweiten Hälfte ragt sie aus dem Wasser.
In einem Museumshafen bei Palaio Faliro, Griechenland liegt der Zerstörer HNS VELOS ( D-16 ), die ehemalige USS CHARRETTE ( DD-581 ).


USS KIDD ( DD-661 )
Commanding Officer

CDR Allan Barkhurst Roby Sr.        23. April 1943 – 28. August 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Harry Grimshaw Moore          28. August 1944 – 11. April 1945 (in Aktion getötet)
LT Burdick Heinkel Brittin        11. April 1945 – 12. April 1945 (Übernahme)
LT Robert Mannion Kenney         12. April 1945 – 29. April 1945 (Übernahme)
CDR Fred Marshall Bush Jr.         29. April 1945 – 10. Dezember 1946
Außerdienststellung         10. Dezember 1946 – 28. März 1951
CDR Robert Emmett Jeffery         28. März 1951 – 28. Februar 1952
CDR Charles Arthur Bellis         28. Februar 1952 – 15. April 1953
CDR Lyttleton Brockenbrough Ensey         15. April 1953 – 2. Juli 1955 (erreichter Rang VADM)
CDR Daniel Edward Bergin          2. Juli 1955 – 17. Dezember 1956 (erreichter Rang RADM)
CDR William Eells Betzer         17. Dezember 1956 – 5. August 1958
CDR Robert John Baxter          5. August 1958 – 12. April 1960
CDR David Thomas Hafner        12. April 1960 – 7. August 1961
CDR Robert Harry Cook          7. August 1961 – 30. Oktober 1961
CDR Raymond V. Moser Jr.       30. Oktober 1961 – 31. Juli 1962
CDR Robert J. Winton          31. Juli 1962 – 30. September 1963
CDR Robert Edgar Adams         30. September 1963 – 15. April 1964
LCDR Porter Eugene May        15. April 1964 – 19. Juni 1964

USS CHAUNCEY ( DD-667 )

USS CHAUNCEY ( DD-667 )

Biografie

Isaac Chauncey
* 20. Februar 1779 in Black Rock, Connecticut
† 27. Januar 1840 in Washington
war Offizier in der United States Navy

Chaubcey ernannte man am 17. September 1798 zum Lieutenant. Er kämpfte mit Umsicht in der Karibik gegen die Piraten und während des Quasi-Krieges gegen Frankreich. Er war im ersten Barbary Krieg im Mittelmeer dabei und befehligte von 1804 bis 1805 die Fregatte USS JOHN ADAMS. Danach folgte die Kriegsschaluppe USS HORNET von 1805 bis 1806. Im Krieg gegen die Briten von 1812 befehligte er die Seestreitkräfte auf dem Lake Ontario und führte mit ihnen und der Zusammenarbeit mit der Armee amphibische Operationen durch und hielt damit die kleine britische Flotte unter Sir James Lucas Yeo von amerikanischen Boden fern. Mit dem Linienschiff USS WASHINGTON als Flaggschiff befehligte Chauncey die Mittelmeer Squadron von 1815 bis 1820. Nach seinem Einsatz im Mittelmeer ernannte man ihn zum Kommandanten der New York Naval Shipyard. Seine letzten Dienste für die US Navy waren vier Jahre als Präsident des Verwaltungsrates der Navy Commissioners.
Chauncey starb am 27. Januar 1840 in Washington

Zu Ehren von Commodore Chauncey benannte man drei Zerstörer.
Der Erste Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-3 ).
Der Zweite Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-296 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Der Dritte Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-667 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS CHAUNCEY ( DD-667 )

Schiffsbiografie

Die USS CHAUNCEY ( DD-667 ) ist das dtrite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Issac Chauncey benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertachtunddreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 14. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. R. K. Anderson taufte am 28. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Merle Van Metre ( 3. Februar 1903 in Alexandria, Indiana – 27. Mai 1968 ) stellte am 31. Mai 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS CHAUNCEY in den Neuenglischen Gewässern durch. Nach dem Abschluss der daran anschließenden Begutachtung des Schiffskörpers, fuhr der Zerstörer in den Hafen von New York. Hier rüstete man das Kriegsschiff für die Fahrt in den Pazifik aus. Am 28. August stach die USS CHAUNCEY in See. Nach der Durchquerung des Panamakanals Anfang September, erreichte der Zerstörer die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Man bunkerte hier frischen Treibstoff und Proviant. Am 13. September verließ das Kriegsschiff den Hafen und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den dortigen Hafen lief die USS CHAUNCEY am 19. September ein. In den nun folgenden zehn Tagen beteiligte man sich an mehreren Übungen und weiteren Ausbildungen der Besatzung. In diesen Tagen gliederte man den Zerstörer in die Task Force 14 ein, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 25. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation zur Bombardierung japanischer Truppen und Stellungen auf dem Atoll Wake Island, Nördliche Marianen befehligte. Dieses Atoll befindet sich 12 Meilen nördlich der Marshall Inseln. In der TF 14 waren die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS LEXINGTON ( CV-16 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), USS COWPENS ( CVL-25 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), USS MOBILE ( CL-63 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ), sowie die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD ( DD-660 ), USS DASHIELL ( DD-659 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS HULL ( DD-350 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CONNER ( DD-582 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 29. September verließen diese Schiffe Pearl Harbor und erreichten am 5. Oktober das Atoll Wake Island. An diesem 5. und am 6. Oktober bombardierten die Schiffe und die Trägerflugzeuge die Insel. Nach dem Bombardement am 6. Oktober verließen sie wieder die Gewässer rund um die Insel. In diesen beiden Tagen konnte die Besatzung der USS CHAUNCEY drei amerikanische Piloten aus dem Wasser bergen, deren Flugzeuge abgeschossen worden waren. Am 8. Oktober wurden die Schiffe der TF 14 auf offener See von Tankern erwartet. Man füllte die Treibstofftanks und am 11. Oktober legten die Schiffe in Pearl Harbor wieder an. Man versetzte nun die USS CHAUNCEY in die Task Group 50.3, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands, befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ) und USS WILSON ( DD-708 ) und die Zerstörer USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALE ( DD-642 ), McKEE ( DD-575 ) und USS MURRAY ( DD-576 ) kamen erst ab dem 15. November in Espiritu Santo, New Hebrides dazu. Am 21. Oktober verließen alle Schiffe der Task Force 50 Pearl Harbor und fuhren in Richtung der Ostsalomonen. Die Kriegsschiffe der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo. Am 8. November laufen die Schiffe der TG 50.3 und TG 50.4 in Espiritu Santo wieder aus. Das erste Ziel beider Task Group war der japanische Stützpunkt in Rabaul, Neuguinea. Die dort stationierten japanischen Flugzeuge sollten gebunden werden während der Landeoperation auf Bougainville. Das Einsatzgebiet vor Rabaul erreichten die amerikanischen Schiffe am 11. November und begannen japanische Stellungen und Schiffe im Hafen von Rabaul und Flugplätze im Landesinneren zu beschießen. Dabei wurde der Schwere Kreuzer IJN ABANO beschädigt, der japanische Zerstörer IJN NAGANAMI teilweise ausgeschaltet und der erst am 27. Juli 1943 in Dienst gestellte Zerstörer IJN SUZUNAMI versenkt. Gegen Mittag stieg die erste japanische Flugstaffel auf und begann den Angriff auf die amerikanischen Schiffe. Sie sollten Rache nehmen für den von den japanischen Militär unerwarteten Angriff auf ihre Basis. 46 Minuten lang dauerte der japanische Angriff. Die Geschützmannschaften der USS CHAUNCEY feuerten unablässig auf die angreifenden japanischen Maschinen und konnten so zusammen mit den Mannschaften der anderen Zerstörer diese auf Distanz halten. Die Flugzeugträger der TG 50.3 verließen zusammen mit ihren Sicherungsschiffen umgehend den Kampfplatz. Wichtig war, dass keines der Schiffe durch eine Unachtsamkeit an den kommenden Kämpfen nicht teilnehmen konnte. Dann trennten sich die Schiffe der TG 50.3 und der TG 50.4 nach der Beendigung des Bombardements. Die der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo, wo sie am 14. November anlegten. Jetzt gliederten sich die vier noch fehlenden Zerstörer ein. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Bunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Dort wurden die Schiffe, wie schon bei den anderen Verbänden, die Treibstoffbunker gefüllt. Am folgenden Tag vereinigten sich die Schiffsverbände der TF 52, TF 53 und TF 50 zwischen Baker und Nanomea, Ellice Islands. Von hier aus marschieren die Verbände zusammen zu ihren Einsatzorten. Die Schiffe der TG 50.3 beginnen am 19. November mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf Tarawa. Am folgenden Tag landen die ersten Marines und nehmen das Atoll Tarawa ein. Zur Unterstützung der Landungseinheiten vor Betio, wechseln die Schiffe der TG 50.3 dorthin und führen ihr Bombardement gegen japanische Stellungen weiter. Die USS CHAUNCEY bot dabei wie gewohnt zusammen mit den anderen Zerstörern den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den sich nähernden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag 13 japanische Torpedobomber. Am 28. November zog man die USS BULLARD aus der TG 50.3 ab und integrierte den Zerstörer in die TG 50.1, die Rear Admiral Pownall ( 4. Oktober 1887 in Atglen, Chester County, Pennsylvania – 19. Juli 1975 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Galvanic“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN und USS LEXINGTON, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Schweren Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN und USS OAKLAND und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS NICHOLAS ( DD-449 ). Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.1 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.2 und TG 50.3 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Auf Amerikanischer Seite wurde die USS LEXINGTON durch ein Torpedo und die USS TAYLOR durch Granaten der USS OAKLAND beschädigt. Bis Anfang Dezember werden nun von den Flugzeugträgern Kampfluftpatrouillen gestartet, die Jagd auf feindliche U-Boot machten und den an Land kämpfenden Marines Luftunterstützung boten. So geschah dies unter anderem am 4. Dezember mit einem Luftangriff auf japanische Stellungen auf Kwajalein und Wotje. Noch am selben Tag starteten die Japaner einen weiteren Luftangriff, der aber keine Verluste auf amerikanischer Seite einbrachte. Auch hier konnten die Geschützmannschaften der Zerstörer die feindlichen Angreifer auf Distanz halten. Am 6. Dezember ziehen sich die Schiffe der TG 50.1 von Kwajalein zurück und erreichen drei Tage später den Hafen von Pearl Harbor. Für die Mannschaft der USS CHAUNCEY gibt es aber keine Ruhe. Schon wenige Tage nach der Ankunft verlässt die USS CHAUNCEY wieder Pearl Harbor und fuhr nach Funafuti, Ellis Island. Hier wartete ein Wasserflugzeugtender und ein weiterer Zerstörer auf seine Ankunft. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff verließen diese drei Kriegsschiffe Funafuti und fuhren nach Tarawa. Hier begann die US CHAUNCEY für wenige Tage mit der Patrouille in diesen Gewässern. Anschließend fuhr der Zerstörer zurück nach Funafuti und von dort aus nach Pearl Harbor. Hier begann die Mannschaft das Kriegsschiff auf die nächste Operation zur Eroberung des Majuro Atolls vorzubereiten. Dazu stellte man am 6. Januar 1944 die Task Force 58 zusammen, die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) während der Operation „Flintlock“ und „Catchpole“ befehligte. Innerhalb der TF stand die USS CHAUNCEY genauso wie die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS CANBERRY ( CA-70 ), die Leichten Kreuzer USS BILOXI ( CL-80 ), USS SANTA FE ( CL-60 ) und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS LANG ( DD-399 ), USS STACK ( DD-406 ), USS DEWEY ( DD-349 ) und USS CUMMINGS ( DD-365 ) frei zur Verfügung. Doch dann versetzte man die USS CHAUNCEY in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ). Zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Am 2. Februar laufen die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) samt ihrer Eskorte aus der Task Force 58 als erste Kriegsschiffe in die Lagune ein. Die USS CHAUNCEY versetzte man nun wieder in die TF 58 und stand dort erneut zur freien Verfügung. Am 13. Februar lief der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen der TF in Majuro aus und begann mit der Luft- und Unterwasserüberwachung zum Schutz der im Kampf befindlichen Kriegsschiffe. Am 1. März erreichten die Schiffe der TF 58 wieder das Atoll und wurden auf die Kämpfe um die Palau Inseln vorbereitet. Die USS CHAUNCEY blieb in der Task Force 58, der Schnellen Flugzeugträger Task Force die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher befehligte, und sollte sich an der Operation „Desecrate I“ beteiligen. Die Schiffe der TF 58 legten am 22. März vom Atoll Majuro ab und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS CHAUNCEY wurde keiner Task Group direkt unterstellt, sondern sollte den Schutz der Flugzeugträger innerhalb der TF verstärken und befand sich daher zur Sicherung der Trägereinheiten auf Patrouillen- und Aufklärungsfahrt zwischen den Atollen von Kwajalein und Majuro. Am 28. März erreichten die Schiffe der TF 58 die Palau Inseln. Noch am selben Tag begann der Angriff auf die Inseln. Es waren keine Landungstruppen während dieses Bombardements anwesend. Die Hauptaufgabe der Task Force war es, die japanische Basis so sehr zu schwächen das sie nicht in der Lage wäre in die Kämpfe um Neuguinea einzugreifen. Eine Vielzahl von japanischen Kriegs- und Hilfsschiffen wurden in der dreitägigen Schlacht versenkt. So der Truppentransporter T-31, vier U-Boot-Jäger, einunddreißig Hilfskriegs- und Handelsschiffe ( zusammen 129.807 BRT ). Darunter die Flottentanker AKEBONO MARU, AMATSU MARU, IRO und SATA. Außerhalb der Häfen von Palau sinken das Torpedoboot WAKATAKE und das Werkstattschiff AKASHI. Danach zogen sich die amerikanischen Einheiten zurück und griffen auf dem Weg nach Majuro am 1. April das Atoll Woleai an. Am 6. April 1944 erreichten die Schiffe der TF 58 wieder ihre Ausgangsstellung in Majuro. Ab Anfang April gliederte nun die USS CHAUNCEY in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY, USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS HALE( DD-642 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Diese Schiffe fuhren nicht geschlossen in die Humboldt Bay, Neuguinea, um sich dort an der Eroberung von Hollandia zu beteiligen. Mehrere der Kriegsschiffe, so auch die USS CHAUNCEY, der Zerstörer selber blieb bis Mitte April in den Gewässern von der eben erst besetzten Insel Emirau und patrouillierte dort, hatten die unterschiedlichsten Aufgaben erhalten. Sie trafen sich aber alle in der Milne Bay, Neuguinea. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April zusammen mit den Truppentransportern die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea weiter. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS CHAUNCEY sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia wieder und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS CHAUNCEY, USS KIDD und USS BULLARD verließen den Seeadler Harbour wenige Tage später und eskortierten mehrere Truppentransporter bis nach Espiritu Santo. Man versetzte hier die USS CHAUNCEY in die Task Group 52.11. die Rear Admiral H. B. Sallada während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.11.2, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und USS SANGAMON ( CVE-26 ) und USS SUWANNEE ( CVE-27 ) ab dem 20. Juni, der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS BLACK, USS KIDD und USS WADSWORTH ( DD-516 ). Vor Espiritu Santo sammelten sich die Kriegsschiffe. Nach mehreren Übungen und dem auffüllen aller Bunker, verließen die Kriegsschiffe am 8. Juni die Insel und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie am Abend des 14. Juni. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dieser Insel. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS CHAUNCEY sicherte dabei, zusammen mit den anderen Zerstörern, die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Für die weiteren Kämpfe um die Marianen gliederte man die USS CHAUNCEY ab dem 21. Juni in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) während der Operation „Forager“ bis zum 27. Juli befehligt wurde. Innerhalb der TG gehörte die USS CHAUNCEY zur Task Undergroup 53.7.1, die Rear Admiral Felix Budwell Stump kommandierte. Innerhalb der TU befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS KIDD und USS BULLARD. Diese Schiffe verließen am 25. Juni die Marianen und fuhren zum Geleit von Transportschiffen zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurden auf allen Schiffen alle Bunker und auf den Flugzeugträgern zusätzlich die Flugzeugstaffeln aufgefüllt. Dann ging die Fahrt zurück nach Saipan. Am Abend des 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7.1 die Gewässer um Saipan und fuhren erneut zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Außerdem füllte man die Munitions-, Proviant- und Treibstoffbunker auf. Am 9. Juli lagen die Kriegsschiffe der TU in den Gewässern von Guam und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement feindlicher Stellungen. Um noch effektiver die japanischen Stellungen im Bereich des kommenden Landungsgebietes zu vernichten, versetzte man die USS CHAUNCEY in die Task Group 53.18, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 in St. Louis, Missouri – 6. juni 1956 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer zur TU 53.18.2. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS BLACK und USS ANTHONY ( DD-515 ). Ab dem 12. Juli wurde auf Guam durch die Trägerflugzeuge der TG alles bombardiert was sich bewegte. Dies hielt man bis zum 16. Juli aufrecht. Anschließend zog man die Kriegsschiffe der TU 53.18.2 aus dem Kampgeschehen heraus. Sie fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier löste man die TU auf. Die USS CHAUNCEY, sowie die anderen Kriegsschiffe, kehrte, bis auf die USS CORAL SEA, nach Guam zurück und reihte sich in die TG 53.7 wieder ein. Bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Die USS CHAUNCEY blieb zur Sicherung der Landungstruppen, die am 21. Juli mit der Landeoperation auf Guam begonnen hatten, und verließ erst am 10. August die Gewässer um die Insel und eskortierte zum Atoll Eniwetok mehrere unbeladene Transportschiffe. Vier Tage später erreichte der Zerstörer das Atoll. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und noch am selben Tag stach das Kriegsschiff wieder in See. Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Innerhalb dieser Basis bugsierte man die USS CHAUNCEY am 22. August in ein Trockendock und begann mit einer Überholung und mehreren Reparaturarbeiten. Diese dauerten bis in den September hinein. Anschließend beteiligte sich das Kriegsschiff in den Hawaiianischen Gewässern an mehreren Übungen, die die Angriffs- und Unterstützungsoperationen für die Rückeroberung der philippinischen Insel Leyte beinhalteten. Diese Übungen dauerten bis zum 15. September. An diesem Tag verließ die USS CHAUNCEY zusammen mit der USS HALE wieder Pearl Harbor und eskortierte mehrere Truppentransporter bis zum Seeadler Harbour, Manus Island. In diesem natürlichen Hafen blieb der Zerstörer bis zum 11. Oktober liegen damit sich die Mannschaft des Zerstörers sich auf die kommenden Kämpfe um die Inseln der Philippinen vorbereiten konnte. Dazu integrierte man die USS CHAUNCEY in die Task Force 79 und stand dort zur freien Verfügung. Diese TF befehligte Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „King II“. In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS HALE, USS HALFORD ( DD-480 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS PICKING ( DD-685 ) und USS GANSEVOORT ( DD-608 ), das Angriffsfrachtschiff USS CAPRICORNUS ( AKA-57 ), das Angriffstransportschiff USS CAVALIER ( APA-37 ) und die Docklandungsschiffe USS ASHLAND ( LSD-1 ) und USS CASA GRANDE ( LSD-13 ). Am 14. Oktober verließen diese Schiffe zusammen mit denen der Southern Attack Force den Seeadler Harbour und fuhren zu den philippinischen Inseln. Am 18. Oktober kam der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ) hinzu. An Bord dieses Kriegsschiffes befand sich General Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 in Little Rock, Arkansas – 5. April 1964 in Washington DC ), der Oberbefehlshaber der US Army im Südwestpazifik. Am Morgen des 20. Oktober begann der Angriff auf Dulag im Leyte Golf. Hier gingen die amerikanischen Sturmtruppen an Land. Die USS CHAUNCY unterstützte sie in den folgenden Tagen dabei mit ihren Schiffsgeschützen die Sturmtruppen und feuerte auf japanische Stellungen, die sich in Küstennähe befanden. In der folgenden Nacht umkreiste der Zerstörer wachsam die Transportschiffe, die gefährlich nahe ans Ufer, zum beschleunigten Entladen, kamen. Das erste Ziel der Landungstruppen war dann der nahegelegene japanische Flugplatz. Am 22. Oktober, zwei Tage vor der ersten entscheidenden Schlacht im Leyte Golf, verließ die USS CHAUNCEY zusammen mit entladenen Transportschiffen die philippinischen Gewässer und eskortierte jene bis zum Seeadler Harbour, Manus Island. Hier legten die Schiffe Ende Oktober an. Im November machte die USS CHAUNCEY noch zwei Eskortierfahrten. Der Zerstörer begleitete dabei Transportschiffe vom Seeadler Harbour zu den Palau Islands und dem Leyte Golf. Gleich im Anschluss daran verließ das Kriegsschiff die Gewässer des Fernen Ostens und fuhr nach San Diego. Hier begann ab Dezember eine umfangreiche Überholung. Die daran anschließende Ausbildung der Besatzung dauerte bis zum 18. Februar 1945. An diesem Tag verließ die USS CHAUNCEY und fuhr nach San Francisco. Der Zerstörer verließ zusammen mit der USS ERBEN, USS BULLARD, USS KIDD, USS HALE und USS BLACK ( DD-666 ) am 19. Februar die kalifornische Küste. Sechs Tage später erreichten die Kriegsschiffe die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Hier begannen ab dem 25. Februar umfangreiche Übungen. Diese dauerten bis zum 4. März. Ab diesem Tag eskortierten die fünf Zerstörer den Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ) zuerst zum Atoll Eniwetok, wo sie am 9. März ankamen. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, Proviant und Munition verließen diese Schiffe am folgenden Tag wieder das Atoll und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen weiter. Dieses erreichten sie am 13. März. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS BLACK, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanischer Gewässer. Zwei Tage später lagen sie rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten zum ersten Mal frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum 17. März. Noch am Nachmittag dieses zweiten Tages, nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Am 19. März kam es zu einem massiven Vergeltungsschlag aus der Luft durch japanische Kamikazepiloten. Dabei wurde der Flugzeugträger USS FRANKLIN ( CV-13 ) aus der TG 58.2 schwer beschädigt. Mehrere Kriegsschiffe der TG zogen sich daraufhin aus dem Kampfgeschehen zurück um den Flugzeugträger zum Atoll Ulithi sicher zu eskortieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG 58.3 zu attackieren. Da lagen jene rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Alle Geschützmannschaften der Zerstörer neben der USS CHAUNCEY hatten dabei alle Hände voll zu tun um diese Selbstmordpiloten abzuwehren. Nachdem dann das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Man hatte am Vorabend des 24. März die Task Group 59.7 gebildet, die Vizeadmiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 im Natlee Owen County, Kentucky – 25. August 1956 auf dem Schlachtschiff USS WYOMING ( BB-32 ), in der Casco Bay, vor Portland, Maine ) kommandierte. In der TG befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS WISCONSIN ( BB-32 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS und der Zerstörer USS CHAUNCEY. Diese Schiffe lagen am 24. März südöstlich von Okinawa und bombardierten einen Tag lang wichtige Hafen- und Befestigungsanlagen im Bereich der am 1. April beginnenden Landung der Alliierten. Außerdem sollten während des Bombardements die Schiffe der TG 52.3 bei ihrer Minensuchoperation gedeckt werden. Nebenbei versenkten die Schlachtschiffe die japanischen Transportschiffe TOSAN MARU und MAIKO MARU Nr. 10. Die USS CHAUNCEY selber überwachte den Luftraum um vor angreifenden japanischen Flugzeugen rechtzeitig zu warnen. Diese amerikanischen Schiffe verließen am Abend ihren Einsatzort und fuhren denen der TG 58.3 hinterher und integrierten sich wieder. Am 25. März befanden sich die Schiffe der TG rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa und übernahmen erneut frischen Treibstoff. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Da lagen die Kriegsschiffe 125 Seemeilen südlich von dem Einsatzgebiet der Trägerflugzeuge. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der beginnenden Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS CHAUNCEY auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen. Die Geschützmannschaften der USS CHAUNCEY eröffneten, wie alle anderen Mannschaften der Zerstörer auch, das Feuer auf diese Selbstmordpiloten. Mehrere japanische Flugzeuge wurden noch rechtzeitig abgeschossen, aber einige wenige schafften es trotzdem bis zu einem amerikanischen Schiff und stürzten sich darauf. Am 14. April lagen die Schiffe der TG 58.3 wieder rund 300 Seemeilen östlich von Okinawa und wurden betankt. Gleich nach dem Abschluss dieser Arbeiten fuhren die Kriegsschiffe zusammen mit denen der TG 58.1 und TG 58.2 nach Norden. Ziel waren wieder militärische Einrichtungen auf Kjushu, auf die die Trägerflugzeuge ihre Bomben abwarfen. Bis zum 17. April blieben die Schiffe der TG 58.3 in der Nähe von Kjushu, dann wandten sie sich wieder in Richtung Okinawa. Da am 16. April die Schiffe der TG 58.2 schwere Verluste durch Kamikazepiloten zu verbuchen hatten, zog man diese aus dem Kampfgeschehen heraus. Sie sollten zum Atoll Ulithi fahren damit sich dort die Besatzungen etwas erholen konnten. Nur die Zerstörer THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS OWEN, USS MILLER, USS TINGEY, USS TWINING, USS HUNT, USS MARSHALL und USS LEWIS HANCOCK verblieben in diem Gebiet und wechselten zur TG 58.3. Innerhalb dieser TG befanden sich alle Zerstörer nun in der TU 58.3.4 die Captain John Philip Womble, Jr. ( 13. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) kommandierte. Alle Kriegsschiffe der TG lagen am 18. April rund 325 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Hier wurden sie betankt und nahmen frische Munition an Bord. Ab dem 19. April begannen die Trägerflugzeuge der TG mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa, was fast täglich stattfand. Die Luftangriffe wurden nur eingestellt, wenn die Kriegsschiffe der TG Treibstoff übergeben bekamen. Da zogen sie sich wieder auf eine Position zurück die die Kamikazepiloten nicht ohne weiteres erreichen konnten. Die USS CHAUNCEY selber übernahm in den vergangenen und folgenden Tagen vor Kjushu und Okinawa die Luftsicherung für die Flugzeugträger. Die Geschützmannschaften feuerten mit großem Erfolg auf die angreifenden Kamikazepiloten. Außerdem nahmen sie immer wieder in der Küstennähe feindliche Landziele ins Visier. Ab dem 15. Mai lagen die Schiffe der TG 58.3 rund zweihundert Seemeilen östlich von Okinawa und wurden bis zum folgenden Tag durch die Öltanker der TG 50.8 mit frischem Treibstoff versorgt. Von dieser Position aus begannen die Trägerflugzeuge auch mit dem weiteren Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa. Erst am 20. Mai näherte man sich auf 80 Seemeilen bis zu der Insel um die Distanz in den folgenden Tagen wieder zu vergrößern. Bis zum 28. Mai hielt das Bombardement der Trägerflugzeuge auf Okinawa an. An diesem Tag versetzte man die USS CHAUNCEY zur Task Group 38.3. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS ESSEX, das Schlachtschiff USS WASHINGTON, die Leichten Kreuzer USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS OAKLAND und USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BLACK, USS THE SULLIVANS, USS OWEN, USS MILLER, USS STEPHEN POTTER, USS TINGEY, USS ENGLISH, USS AULT, USS WALLACE L LIND, USS WALDRON und USS WALKER. Gleich am folgenden Tag zog man die Schiffe dieser Task Group aus dem Kampfgeschehen vor Okinawa. Ziel war die philippinische Insel Leyte. Hier legte man am 1. Juni in der San Pedro Bay an. Hier begannen Reparaturarbeiten an den Einrichtungen der USS CHAUNCEY. Außerdem konnte sich die Mannschaft des Zerstörers von den Kämpfen erholen. Dann legten ab dem 13. Juni die anderen Kriegsschiffe der Task Force an. Nun wurden wieder Übungen abgehalten. Man stellte dann die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS CHAUNCEY versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS BLACK, USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS HALE, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. Die wenigen japanischen Flugzeuge, die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten, wurden von der USS CHAUNCEY und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Die USS CHAUNCEY sicherte in diesen Tagen die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Auch in den folgenden Tagen blieb die USS CHAUNCEY als Sicherungsschiff bei dem Flugzeugträger USS WASP ( CV-18 ). Die Trägerflugzeuge hatten nun nach dem Ende des Krieges die Aufgabe gestellt bekommen, über den noch vorhandenen und intakten japanischen Flugplätzen und Schiffen zu patrouillieren. Außerdem sollten die Piloten auf ihren Patrouillenflügen Kriegsgefangenenlager lokalisieren damit die dort immer noch internierten alliierten Soldaten versorgt werden konnten. Am 25. August geriet die USS WASP und die USS CHAUNCEY in einen Taifun. Dabei befanden sich die beiden Kriegsschiffe rund 200 Seemeilen südöstlich von Honshu entfernt. Beide Schiffe erlitten während des Taifuns erhebliche Schäden. Nach den daran anschließenden Reparaturarbeiten an der USS CHAUNCEY, blieb der Zerstörer noch bis zum 11. November auf Patrouillenfahrt im Fernen Osten. An diesem Tag lag das Kriegsschiff im Hafen von Tsingtao, China und begann die Heimfahrt an die US Westküste. Nachdem die USS CHAUNCEY dann in San Diego angelegt hatte, bereitete man den Zerstörer auch schon auf seine Inaktivität vor. Am 19. Dezember 1945 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS CHAUNCEY aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander James Wallace Daniel, Jr. stellte am 18. Juli 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach dem Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ die USS CHAUNCEY zusammen mit der USS BLACK am 1. November die amerikanische Marinebasis San Diego und fuhr in Richtung Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten beide Zerstörer Norfolk, Virginia, ihren neuen Heimathafen. Von hier aus operierte das Kriegsschiff entlang der US Ostküste und in der Karibik und beteiligte sich dabei bis zum 10. Januar 1953 an mehreren Ausbildungseinsätzen. An diesem 10. Januar legte die USS CHAUNCEY zusammen mit dem Schwesterschiff USS BLACK in Norfolk ab und beide Zerstörer begannen ihre Weltreise. Das erste Ziel war dabei der Ferne Osten. Dazu durchquerte das Kriegsschiff vom 14. zum 15. Januar den Panamakanal. Die Marinebasis San Diego wurde am 22. Januar erreicht. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt am nächsten Morgen gleich weiter. In die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor lief die USS CHAUNCEY am 29. Januar ein und blieb hier bis zum 3. Februar. An diesem Tag verließ der Zerstörer wieder die Marinebasis und fuhr nach Sasebo, Japan und legte dort am 12. Februar an. Auf der Fahrt dorthin überquerte das Kriegsschiff am 5. Februar den 180. Meridian. Schon am 15. Februar lag die USS CHAUNCEY vor der nordkoreanischen Stadt Wonsan und begann die in Küstennähe befindlichen feindlichen Stellungen und Versorgungswege zu bombardieren. Dieses Bombardement dauerte bis zum 13. März und der Zerstörer verließ die nordkoreanischen Küstengewässer. Zwei Tage später lag das Kriegsschiff wieder in dem japanischen Hafen Sasebo. Hier blieb die USS CHAUNCEY für notwendig gewordene Reparaturarbeiten bis zum 26. März liegen. Vom 26. März bis zum 18. April gehörte der Zerstörer zur Task Force 77 und übernahm die Sicherung über die dort befindlichen Flugzeugträger. An diesem 18. April legte der Zerstörer im Hafen von Yokosuka an und blieb über Nacht zum Auffüllen aller Bunker. Nach Abschluss der Arbeiten legte die USS CHAUNCEY noch am 19. April wieder ab und beteiligte sich bis zum 29. April an mehreren Anti-U-Boot Übungen. Noch am selben Tag erreichte der Zerstörer Okinawa und fuhr am Nachmittag des folgenden Tages wieder nach Yokosuka. In diesem Hafen blieb der Zerstörer bis zum 14. Mai. Gleich am folgenden Tag gehörte das Kriegsschiff wieder zur Task Force 77 und verblieb dort bis zum 22. Mai. Schon ab dem Abend des 23. Mai lag das Kriegsschiff in den koreanischen Gewässern von Inchon und fuhr am nächsten Tag nach Wonsan. Diese Gewässer erreichte die USS CHAUNCEY am 27. Mai und fuhr zur Sicherung der Flugzeugträger in der TF 77 noch am selben Tag weiter. Die USS CHAUNCEY erreihte am 29. Mai erneut die Kriegsschiffe der TF 77 und blieb nur diesen Tag dort. So lag der Zerstörer am 30. Mai in den koreanischen Gewässern von Wonsan und am 31. Mai in den koreanischen Gewässern von Hungam. Am 1. Juni operierte das Kriegsschiff wieder mit den Schiffen der TF 77 und am 2. Juni lag es in den Gewässern von Pusan. Noch am selben Tag verließ die USS CHAUNCEY die koreanischen Gewässer und fuhr nach Sasebo ein. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 7. Juni liegen und wartete auf die USS BLACK. Beide Kriegsschiffe begann nun die Heimfahrt. Vom 10. bis zum 12. Juni lagen sie im Hafen von Hongkong und am 15. Juni überquerten die Zerstörer auf der Länge von 106° den Äquator. Dann legte die USS CHAUNCEY und die USS BLACK vom 16. bis zum 18. Juni in Singapor, Malaysia, vom 22. bis zum 26. Juni in Colombo, Ceylon, vom 2. bis zum 4. Juli im Hafen von Aden, Jemen an. Vom 7. zum 8. Juli erfolgte die Durchquerung des Suezkanals. Vom10. bis zum 13. Juli lagen beide Zerstörer im Hafen von Athen, Griechenland, vom 15. bis zum 19. Juli in Neapel, Italien, vom 20. bis zum 24. Juli im Hafen von Cannes, Frankreich, am 26. Juli in Gibraltar und am 6. August legten beide Kriegsschiffe in Norfolk wieder an. Jetzt nahm die USS CHAUNCEY an Operationen entlang der US Ostküste und in der Karibik bis zum 14. Mai 1954 teil. An diesem Tag stellte man den Zerstörer erneut außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Erst am 1. Oktober 1972 strich man den Namen USS CHAUNCEY ( DD-667 ) von der US Navy – Liste. Nach dem abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 2. Januar 1974 für 134.377,60 Dollar an die Southern Scrap in New Orleans, Louisiana zum verschrotten.


USS CHAUNCEY ( DD-667 )
Commanding Officer

LCDR Merle Van Metre           31. Mai 1943 – 1. November 1943 (erreichter Rang RADM)
LCDR Lester Cameron Conwell           1. November 1943 – 2. März 1945
LCDR Preston Bennett Haines Jr.          2. März 1945 – 19. Dezember 1945
Außerdienststellung         19. Dezember 1945 – 17. Juli 1951
CDR James Wallace Daniel Jr.          17. Juli 1951 – 1. August 1953
CDR George Woodruff Forbes Jr.           1. August 1953 – 14. Mai 1954

USS BLACK ( DD-666 )

USS BLACK ( DD-666 )

Biografie

Hugh David Black
* 29. Juni 1903 in Oradell, New Jersey
† 28. Februar 1942 auf dem Zerstörer USS JACOB JONES ( DD-130 )
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Zweiten Weltkriegs

Im Jahre 1922 trat Hugh David Schwarz in die United States Naval Academy in Annapolis ein. Sein Studium absolvierte er im Jahre 1926 und diente an Bord des Leichten Kreuzers USS RICHMOND ( CL-9 ) bis 1928. Dieses Schiff kreuzte hauptsächlich im Fernen Osten. In den folgenden Jahren diente er an Bord des Schlachtschiffes USS NEW YORK ( BB-34 ), dem Kanonenboot USS ASHVILLE ( PG-21 ), auf den Zerstörern USS PARROTT ( DD-218 ), USS RIZAL ( DD-174 ) und USS MONTGOMERY ( DD-121 ). Danach versetzte man Lieutenant ( JG ) Black zur Naval Training Station in San Francisco, Kalifornien. Von 1933 bis 1934 diente er an Bord des Zerstörers USS UPSHUR ( DD-144 ). Am 2. Januar 1935 erhielt Lieutenant Black das Kommando über das Minensuchboot USS LARK ( AM-21 ). Dieses Kommando behielt er bis zum 15. Januar 1938. Nach der Übergabe des Kommandos an Lieutenant John Orla Jenkins, ging Black seiner Dienstpflicht im Bureau of Navigation in Washington DC nach. Mitte 1938 wechselte er an die Harvard Universität und studierte dort für zwei Jahre. Nach diesem Studium versetzte man ihn an Bord des neugebauten Zerstörers USS BENSON ( DD-421 ) wo er der Exekutive Offizier war. Commander Clifford Ashton Fines stellte das unter seinem Kommando stehende Schiff am 25. Juli 1940 in den Dienst der US Navy. Auf dem Zerstörer befand sich Black bis Anfang 1941. Am 14. April 1941 übernahm Lieutenant Commander Black das Kommando über den Zerstörer USS JACOB JONES ( DD-130 ). Am Morgen des 27. Februar 1942 lief die USS JACOB JONES aus dem Hafen von New York aus. Das Schiff sollte Patrouille fahren entlang der Küste bis nach New Jersey und den Bereich zwischen Barnegat Light und Fathom Five Bank abdecken. Kurz nach dem Ablegen erhielt Black den Befehl sich mehr auf Cape May und den Delaware Capes zu konzentrieren. Gegen 15:30 Uhr entdeckte man das brennende Wrack des Tankers R P RESOR das am Vortag östlich von Barbegat Light torpediert worden war. Black umrundete mit der USS JACOB JONES für zwei Stunden das Wrack um nach Überlebenden zu suchen. Ab 20:00 Uhr herrschte Funkstille. Beim ersten Licht der Morgendämmerung am 28. Februar entdeckte das deutsche U-Boot U-578 den ahnungslosen Zerstörer. Drei Torpedos wurden als Fächer umgehend abgefeuert. Alle drei schlugen in der Backbordseite ein. Bis auf 30 Überlebende starben alle übrigen der 113-köpfige Besatzung. Unter ihnen auch Lieutenant Commander Black. Die Überlebenden retteten sich auf ein Rettungsfloß. Durch die explodierenden Wasserbomben kamen weitere Besatzungsmitglieder ums Leben. Das Patrouillenboot USS EAGLE ( PE-56 ) konnte nur noch 12 Überlebende retten von der Besatzung.


USS BLACK ( DD-666 )

Schiffsbiografie

Die USS BLACK ( DD-666 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Commander Hugh David Black benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsiebenunddreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 14. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Hugh David Black, Witwe von Lieutenant Commander Hugh David Black, taufte am 28. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Jack Maginnis stellte am 21. Mai 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS BLACK bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas führte, rüstete man den Zerstörer im Hafen von Norfolk, Virginia vollständig aus. In den dann folgenden Wochen schloss man die Begutachtung des Schiffskörpers ab und das Kriegsschiff eskortierte größere Einheiten während deren Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. New York. Hier rüstete man das Kriegsschiff für die Fahrt in den Pazifik aus. Am 25. Oktober verließ die USS BLACK die US Ostküste, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 8. November die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man über Nacht frischen Treibstoff, Proviant, Post für andere Schiffe und Munition. Am Morgen des folgenden Tages stach der Zerstörer in See und fuhr zu der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diese Basis lief das Kriegsschiff am 15. November ein. Hier blieb die USS BLACK nur wenige Tage. Man füllte die Treibstoffbunker, beteiligte sich an Übungen zur Kalibrierung der Geschütze und verließ anschließend wieder Pearl Harbor. Ziel war die Gilbertinsel Tarawa. Der Zerstörer erreichte Anfang Dezember dieses Atoll und begann in den Gewässern vor der Laguneneinfahrt bis zum 22. Januar 1944 zu patrouillieren. In dieser Zeit verließ das Kriegsschiff aber auch seinen Posten und eskortierte Transportschiffe zu südlichen Inseln der Marshall Islands und am 15. Januar rettete die Schiffsbesatzung, 50 Seemeilen südlich vom Korallenatoll Jaluit, Ralik Archipel, Marshall Islands, 22 Überlebende von zwei abgeschossenen Patrouillenflugzeugen aus dem Wasser. Am 22. Januar verlässt die USS BLACK wieder das Atoll Tarawa und fuhr in Richtung Pearl Harbor. Auf dem weg dorthin versetzte man den Zerstörer in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS USS CHAUNCEY ( DD-667 ), BULLARD ( DD-660 ) und USS KIDD ( DD-661 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ), zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar hatten diese Schiffe die Marinebasis Pearl Harbor verlassen, zusammen mit denen der TG 51.1, und fuhren zu den Marshall Islands. Unterwegs traf die USS BLACK am 29. Januar auf die Schiffe der TG 51.2 und übernahm ihre gestellten Aufgaben zur Sicherung der Geleitflugzeugträger. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Am 2. Februar laufen die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) samt ihrer Eskorte aus der Task Force 58 als erste Kriegsschiffe in die Lagune ein. Die USS BLACK versetzte man nun in die TF 58 und stand dort zur freien Verfügung. Am 13. Februar lief der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen der TF in Majuro aus und begann mit der Luft- und Unterwasserüberwachung zum Schutz der im Kampf befindlichen Kriegsschiffe. Am 1. März erreichten die Schiffe der TF 58 wieder das Atoll und wurden auf die Kämpfe um die Palau Inseln vorbereitet. Die USS BLACK blieb in der Task Force 58, der Schnellen Flugzeugträger Task Force, die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) befehligte, und sollte sich an der Operation „Desecrate I“ beteiligen. Die Schiffe der TF 58 legten am 22. März vom Atoll Majuro ab und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS BLACK wurde keiner Task Group direkt unterstellt, sondern sollte den Schutz der Flugzeugträger innerhalb der TF verstärken und befand sich daher zur Sicherung der Trägereinheiten auf Patrouillen- und Aufklärungsfahrt zwischen den Atollen von Kwajalein und Majuro. Am 28. März erreichten die Schiffe der TF 58 die Palau Inseln. Noch am selben Tag begann der Angriff auf die Inseln. Es waren keine Landungstruppen während dieses Bombardements anwesend. Die Hauptaufgabe der Task Force war es, die japanische Basis so sehr zu schwächen das sie nicht in der Lage wäre in die Kämpfe um Neuguinea einzugreifen. Eine Vielzahl von japanischen Kriegs- und Hilfsschiffen wurden in der dreitägigen Schlacht versenkt. So der Truppentransporter T-31, vier U-Boot-Jäger, einunddreißig Hilfskriegs- und Handelsschiffe ( zusammen 129.807 BRT ), darunter die Flottentanker AKEBONO MARU, AMATSU MARU, IRO und SATA. Außerhalb der Häfen von Palau sinken das Torpedoboot WAKATAKE und das Werkstattschiff AKASHI. Danach zogen sich die amerikanischen Einheiten zurück und griffen auf dem Weg nach Majuro am 1. April das Atoll Woleai an. Am 6. April 1944 erreichten die Schiffe der TF 58 wieder ihre Ausgangsstellung in Majuro. Ab Anfang April gliederte nun die USS BLACK in die Task Group 78.1 ein, die Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Toccoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANEE ( CVE-27 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ) und USS SANTEE ( CVE-29 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS LANSDOWNE ( DD-486 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS MUSTIN ( DD-413 ) und USS ELLET ( DD-398 ). Diese Schiffe zog man vor der Insel Manus, Admiralitätsinseln, Papua Neuguinea zusammen, wo sich die Schiffe der Task Force 77 ebenfalls trafen um die Operation „Persecution“ durchzuführen. Gemeinsam wurde die Stadt Aitape und Umgebung sowie die Tanahmera Bay, die Humboldt Bay und die Halbinsel Hollandia, Neuguinea am 22. April 1944 angegriffen. Zwei Tage später mussten die Schiffe der TG 78.1 wieder zum Seeadler Harbour, Manus Island zurück. Dort füllte man sämtliche Magazine und Bunker mit allem Notwendigen für die kommenden Tage auf. Am 27. April lagen die Schiffe wieder vor Hollandia und begannen mit dem Bombardement auf feindliche Küstenbefestigungen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.1 wieder die Halbinsel und kehrten nach Espiritu Santo zurück, wo sie zwei Tage später anlegten. Man versetzte hier die USS BLACK in die Task Group 52.11. die Rear Admiral H. B. Sallada während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.11.2, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE, ab dem 20. Juni, und USS CORREGIDOR ( CVE-58 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CV-43 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS BLACK und USS WADSWORTH ( DD-516 ). Vor Espiritu Santo sammelten sich die Kriegsschiffe. Nach mehreren Übungen und dem auffüllen aller Bunker, verließen die Kriegsschiffe am 8. Juni die Insel und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie am Abend des 14. Juni. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dieser Insel. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS BLACK sicherte dabei, zusammen mit den anderen Zerstörern, die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Für die weiteren Kämpfe um die Marianen gliederte man die Task Group 52.11 ab dem 21. Juni um und bildete die Task Group 53.7. Doch die USS BLACK blieb zusammen mit der USS WADSWORTH zur Sicherung der Geleitflugzeugträger USS SANGAMON und USS SUWANEE innerhalb der TG 52.11. Die Trägerflugzeuge bombardierten weiterhin feindliche Stellungen. Am 26. Juni griffen in der Abenddämmerung wieder japanische Piloten mit ihren Maschinen die Kriegsschiffe der TG an. Die Geschützmannschaften der USS BLACK hatten alle Hände voll zu tun um die feindlichen Flugzeuge abzuwehren. Am 4. Juli verließen dann die vier Kriegsschiffe die Gewässer um Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Außerdem füllte man die Munitions-, Proviant- und Treibstoffbunker auf und die Schiffe der TU 53.7.1 gliederten sich in die TU 52.11.2 wieder ein. Am 9. Juli lagen die Kriegsschiffe der TU in den Gewässern von Guam und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement feindlicher Stellungen. Um noch effektiver die japanischen Stellungen im Bereich des kommenden Landungsgebietes zu vernichten, versetzte man die USS BLACK in die Task Group 53.18, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 in St. Louis, Missouri – 6. Juni 1956 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer zur TU 53.18.2. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS BLACK, USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY und USS ANTHONY ( DD-515 ). Ab dem 12. Juli wurde auf Guam durch die Trägerflugzeuge der TG alles bombardiert was sich bewegte. Dies hielt man bis zum 16. Juli aufrecht. Anschließend zog man die Kriegsschiffe der TU 53.18.2 aus dem Kampgeschehen heraus. Sie fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier löste man die TU auf. Die USS BLACK gliederte man in die Task Force 53 ein die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in der Jamaica Bay, New York ) kommandierte. Innerhalb dieser TF gehörte der Zerstörer zur Task Undergroup 53.2.1. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS BLACK, USS ANTHONY, USS WADSWORTH, USS FRANKS ( DD-554 ), USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS PRESTON ( DD-795 ) und USS WEDDERBURN ( DD-684 ). Diese Schiffe sollten während der Operation „Forager“ die südliche Angriffsgruppe der Task Group 53.2, befehligt durch Rear Admiral Lawrence Fairfax Reifsneider ( 26. November 1887 in Westminster, Carroll County, Maryland – 14. Mai 1956 in San Diego, Kalifornien ), vor Guam sichern. Am 17. Juli verließen die Schiffe der Task Group 53.2 das Atoll Eniwetok. Bei Agrat landeten am 21. Juli 12 APA, 3 AKA, 1 LSD und 14 LST die Soldaten der 1. Marine Brigade, Teile der 77. Infanterie Division und deren Kampfmittel. Mit ihren Schiffsgeschützen unterstützte die USS BLACK die Angriffsbemühungen der Sturmtruppen und beschoss japanische Küstenbefestigungen. Am 10. August erklärte man Guam für sicher und die meisten Kriegsschiffe wurden wieder abgezogen und fuhren in ihre Bereitstellungsbasen. Die USS BLACK blieb aber noch in den Gewässern der Nördlichen Marianen und patrouillierte rund um Guam. Erst Ende August verließ der Zerstörer die Gewässer von Guam und und fuhr zum Seeadler Harbour, Manus Island. Hier bereitete man die Mannschaft und die USS BLACK auf den Angriff auf die Philippinen während der Operation „King II“ vor. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Force 77, die Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hanover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) befehligte. Innerhalb dieser TF befanden sich die Zerstörer USS BLACK, USS ERBEN ( DD-631 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS LANG ( DD-399 ), USS DALY ( DD-519 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS McDONOUGH ( DD-351 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) und standen zur freien Verfügung innerhalb der TF 77. Diese Zerstörer sollten Truppentransport- und Versorgungsschiffe für die Landung auf der philippinischen Insel eskortieren. Dazu legten die Zerstörer am 14. Oktober im Seeadler Harbour ab. Am 20. Oktober erreichte dieser Schiffskonvoi die Landungszone vor Leyte. Die USS BLACK patrouillierte nun sofort bis zum 24. Oktober zum Schutz der Landungsschiffe und übernahm zusammen mit anderen Zerstörern die Luftüberwachung und das Flugabwehrfeuer gegen anfliegende japanische Maschinen. Dann, als die Seeschlacht um den Leyte tobte, verließ die USS BLACK am 24. Oktober die Insel Leyte und fuhr zur Humboldt Bay, Neuguinea. Hier warteten Panzerlandungsschiffe, die Verstärkungen der Landungseinheiten auf Leyte geladen hatten. Außerdem sollten diese Schiffe vor eventuellen Angriffen der Japaner geschützt werden. Wenige Tage nach der Ankunft des Zerstörers, verließ er auch schon wieder die Humboldt Bay und eskortierte die Panzerlandungsschiffe nach Leyte. Die Landungsstelle in der San Pedro Bay erreichten sie am 17. November. Noch am selben Tag verließ die USS BLACK die philippinischen Gewässer und fuhr über den Seeadler Harbour und dem Atoll Majuro nach Pearl Harbor. Von dieser Marinebasis aus fuhr der Zerstörer an die US Westküste, die er im Dezember erreichte, und wurde in ein Trockendock in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien für eine umfangreiche Überholung bugsiert. Die umfangreiche Überholung war am 18. Februar abgeschlossen und die USS BLACK Zerstörer fuhr zusammen mit der USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS KIDD, USS HALE und USS BULLARD wieder in den Westpazifik. Ziel war das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanischer Gewässer. Zwei Tage später lagen sie rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten zum ersten Mal frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum 17. März. Noch am Nachmittag dieses zweiten Tages nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen jene rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Nachdem das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Da lagen die Kriegsschiffe 125 Seemeilen südlich von dem Einsatzgebiet der Trägerflugzeuge. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der beginnenden Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS BULLARD auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen. Die Geschützmannschaften der USS BLACK, wie alle anderen Mannschaften der Zerstörer auch, das Feuer auf diese Selbstmordpiloten. Mehrere japanische Flugzeuge wurden noch rechtzeitig abgeschossen, aber einige wenige schafften es trotzdem bis zu einem amerikanischen Schiff und stürzten sich darauf. Die USS BLACK selber erhielt einen Bombentreffer während dieses Kampfes. Der entstandene Schaden war gering und der Zerstörer blieb schwimmfähig. Allerdings erlitten mehrere Besatzungsmitglieder durch die Explosion oder während der anschließenden Löscharbeiten Verletzungen. Das Kriegsschiff brauchte vorerst nicht zur Reparatur zu den Kerama Retto Inseln fahren und versah seinen Dienst weiter. Am 14. April lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 300 Seemeilen östlich von Okinawa und wurden betankt. Gleich nach dem Abschluss dieser Arbeiten fuhren die Kriegsschiffe zusammen mit denen der TG 58.1 und TG 58.2 nach Norden. Ziel waren wieder militärische Einrichtungen auf Kjushu, auf die die Trägerflugzeuge ihre Bomben abwarfen. Bis zum 17. April blieben die Schiffe der TG 58.3 in der Nähe von Kjushu, dann wandten sie sich wieder in Richtung Okinawa. Da am 16. April die Schiffe der TG 58.2 schwere Verluste durch Kamikazepiloten zu verbuchen hatten, zog man diese aus dem Kampfgeschehen heraus. Sie sollten zum Atoll Ulithi fahren damit sich dort die Besatzungen etwas erholen konnten. Nur die Zerstörer THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS OWEN, USS MILLER, USS TINGEY, USS TWINING, USS HUNT, USS MARSHALL und USS LEWIS HANCOCK verblieben in diem Gebiet und wechselten zur TG 58.3. Innerhalb dieser TG befanden sich alle Zerstörer nun in der TU 58.3.4 die Captain John Philip Womble, Jr. ( 13. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) kommandierte. Alle Kriegsschiffe der TG lagen am 18. April rund 325 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Hier wurden sie betankt und nahmen frische Munition an Bord. Ab dem 19. April begannen die Trägerflugzeuge der TG mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa, was fast täglich stattfand. Die Luftangriffe wurden nur eingestellt, wenn die Kriegsschiffe der TG Treibstoff übergeben bekamen. Da zogen sie sich wieder auf eine Position zurück die die Kamikazepiloten nicht ohne weiteres erreichen konnten. Die USS BLACK selber übernahm wie in den vergangenen nun auch in den folgenden Tagen vor Kjushu und Okinawa die Luftsicherung für die Flugzeugträger. Die Geschützmannschaften feuerten mit großem Erfolg auf die angreifenden Kamikazepiloten. Außerdem nahmen sie immer wieder in der Küstennähe feindliche Landziele ins Visier. Ab dem 15. Mai lagen die Schiffe der TG 58.3 rund zweihundert Seemeilen östlich von Okinawa und wurden bis zum folgenden Tag durch die Öltanker der TG 50.8 mit frischem Treibstoff versorgt. Von dieser Position aus begannen die Trägerflugzeuge auch mit dem weiteren Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa. Erst am 20. Mai näherte man sich auf 80 Seemeilen bis zu der Insel um die Distanz in den folgenden Tagen wieder zu vergrößern. Bis zum 28. Mai hielt das Bombardement der Trägerflugzeuge auf Okinawa an. An diesem Tag versetzte man die USS BLACK zur Task Group 38.3. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS ESSEX, das Schlachtschiff USS WASHINGTON, die Leichten Kreuzer USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS OAKLAND und USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS CHAUNCEY, USS THE SULLIVANS, USS OWEN, USS MILLER, USS STEPHEN POTTER, USS TINGEY, USS ENGLISH, USS AULT, USS WALLACE L LIND, USS WALDRON und USS WALKER. Gleich am folgenden Tag zog man die Schiffe dieser Task Group aus dem Kampfgeschehen vor Okinawa. Ziel war die philippinische Insel Leyte. Hier legte man am 1. Juni in der San Pedro Bay an. Es begannen sofort Reparaturarbeiten an den Einrichtungen der USS BLACK. Außerdem konnte sich die Mannschaft des Zerstörers von den Kämpfen erholen. Dann legten ab dem 13. Juni die anderen Kriegsschiffe der Task Force an. Nun wurden wieder Übungen abgehalten. Man stellte dann die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS BLACK versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August die USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS BLACK, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS HALE, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. Die wenigen japanischen Flugzeuge, die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten, wurden von der USS BLACK und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. . Die USS BLACK sicherte in diesen Tagen die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Bis zum 1. September blieb die USS BLACK in den Gewässern von Okinawa und nahm Besatzungsaufgaben wahr. Ab diesem Tag versetzte man den Zerstörer in die Task Force 72. In dieser TF befanden sich die Flugzeugträger USS HORNET und USS YOTKTOWN aus der Flugzeugträger Division 5 ( CarDiv 5 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS BURNS ( DD-588 ), USS BELL ( DD-587 ) und USS STEVENS ( DD-479 ). Diese Kriegsschiffe verließen am 1. September die Gewässer von Okinawa und fuhren ins Gelbe Meer, um die in Inchon, Korea und in Tsintao, China angelandeten Invasionstruppen zu unterstützen. Mit gezielten Schüssen konnten die Schiffsbesatzungen der Zerstörer 28 Seeminen unschädlich machen. Danach patrouillierte die USS BLACK zusammen mit den anderen Kriegsschiffen im Gelben Meer und besuchte Häfen in Korea und China. So in Shanghai, Tsingtao und Jinsen. Am 10. November verließ die USS BLACK Tsingtao und fuhr in Richtung der US Westküste. Hier stellte man am 5. August 1946 den Zerstörer in dem Hafen von Long Beach, Kalifornien auße Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS BLACK aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander John Reginald Beardall, Jr. ( 8. April 1919 – 1. November 1993 ) stellte am 18. Juli 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach dem Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ die USS BLACK zusammen mit der USS CHAUNCEY am 1. November die amerikanische Marinebasis San Diego und fuhr in Richtung Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten beide Zerstörer Norfolk, Virginia, ihren neuen Heimathafen. Von hier aus operierte das Kriegsschiff entlang der US Ostküste und in der Karibik und beteiligte sich dabei bis zum 10. Januar 1953 an mehreren Ausbildungseinsätzen. An diesem 10. Januar legte die USS CHAUNCEY zusammen mit dem Schwesterschiff USS BLACK in Norfolk ab und beide Zerstörer begannen ihre Weltreise. Das erste Ziel war dabei der Ferne Osten. Dazu durchquerten die Kriegsschiffe vom 14. zum 15. Januar den Panamakanal. Die Marinebasis San Diego wurde am 22. Januar erreicht. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt am nächsten Morgen gleich weiter. In die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor lief die USS BLACK und die USS CHAUNCEY am 29. Januar ein und blieben hier bis zum 3. Februar. An diesem Tag verließen beide Zerstörer wieder die Marinebasis und fuhren nach Sasebo, Japan und legten dort am 12. Februar an. Hier trennten sich erst einmal die Wege der Zerstörer. Die USS BLACK lag mehrere Tage im Hafen von Sasebo und fuhr dann in die koreanischen Gewässer. Ab dem 4. März begann das Kriegsschiff vor der koreanischen Küste zu patrouillieren und ab dem 6. März begann der Zerstörer mit dem Bombardement von Nachschubwegen der Nordkoreaner. Bis zum 4. Juni setzte so die USS BLACK ihre Operationen in den koreanischen Gewässern fort. An diesem Tag verließ der Zerstörer das Gelbe Meer und fuhr nach Sasebo. Hier lag schon die USS CHAUNCEY. Beide Zerstörer liefen am 7. Juni wieder aus und begannen die Heimfahrt. Vom 10. bis zum 12. Juni lagen sie im Hafen von Hongkong und am 15. Juni überquerten die Zerstörer auf der Länge von 106° den Äquator. Dann legte die USS BLACK und die USS CHAUNCEY vom 16. bis zum 18. Juni in Singapor, Malaysia, vom 22. bis zum 26. Juni in Colombo, Ceylon, vom 2. bis zum 4. Juli im Hafen von Aden, Jemen an. Vom 7. zum 8. Juli erfolgte die Durchquerung des Suezkanals. Vom10. bis zum 13. Juli lagen beide Zerstörer im Hafen von Athen, Griechenland, vom 15. bis zum 19. Juli in Neapel, Italien, vom 20. bis zum 24. Juli im Hafen von Cannes, Frankreich, am 26. Juli in Gibraltar und am 6. August legten beide Kriegsschiffe in Norfolk wieder an. Bis zum Januar 1955beteiligte sich die US BLACK entlang der US Ostküste und in der Karibik an Trainingsübungen, Flottenoperationen und der Sicherungsdienst von Flugzeugträgern. Im Januar 1955 versetzte man den Zerstörer in die Pazifikflotte. Dazu durchquerte das Kriegsschiff erneut den Panamakanal und legte am 26. Januar im Hafen von Long Beach an. In den nun folgenden anderthalb Jahrzehnten fuhr die USS BLACK regelmäßig in den Westpazifik und beteiligte sich an Operationen der 7. US Flotte. Der Zerstörer diente dort als Flugzeugeskorte, nahm an Anti-U-Boot – Kriegsübungen teil, patrouillierte in der Taiwanstraße und besuchte Häfen im gesamten Fernen Osten. Dann ab dem 11. März 1965 beteiligte sich die USS BLACK an der Operation Market Time und damit vier Jahre lang am Vietnamkrieg. Zu den Aufgaben des Zerstörers gehörten während dieser Zeit die Küstenpatrouillen entlang der 1.000 km langen südvietnamesischen Küste, die Luft- und Unterwassersicherung für die amerikanischen Flugzeugträger, Bombardement von Versorgungslinien der feindlichen Truppen, Feuerunterstützung der eigenen Truppen an Land und die Blockade für Versorgungsschiffe für Nordvietnam. Im Juli 1969 endete für die USS BLACK die letzte Einsatzfahrt vor der vietnamesischen Küste und der Zerstörer kehrte in seinen Heimathafen zurück. Hier stellte man am 21. September 1969 den Zerstörer außer Dienst. Den Namen USS BLACK ( DD-666 ) strich man am 26. September 1969 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 17. Februar 1971 den Schiffskörper an die Chou’s Iron & Steel in Kaohsiung, Taiwan für 101.595 Dollar zum verschrotten.


USS BLACK ( DD-666 )
Commanding Officer

LCDR Jack Maginnis        21. Mai 1943 – 18. März 1944
CDR Edward Reuben King Jr.         18. März 1944 – 22. Oktober 1945 (erreichter Rang RADM)
LCDR Eugene Howard Simpson         22. Oktober 1945 – 5. August 1946
Außerdienststellung         5. August 1946 – 18. Juli 1951
CDR John Reginald Beardall Jr.        18. Juli 1951 – 3. Januar 1952
CDR Sigmund Albert Bobczynski           3. Januar 1952 – 3. Juli 1954
CDR Richard Arthur Sexton        3. Juli 1954 – 3. Januar 1955
CDR William Oliver Hill         3. Januar 1955 – 8. Juni 1956
CDR Alan Robert Bruggemann          8. Juni 1956 – 30. Mai 1958
CDR Arthur Hutchison Murray Jr.         30. Mai 1958 – 24. Juni 1960
CDR Charles Eugene Stastny           24. Juni 1960 – 24. Januar 1962
CDR Robert Earl Bondy Jr.         24. Januar 1962 – 14. Dezember 1963
CDR James Patrick McMahon           14. Dezember 1963 – 17. Juli 1965
CDR Brooks Walker Setzer Jr.          17. Juli 1965 – 19. August 1966
CDR Kenneth Clay Reynolds          19. August 1966 – 1. Juni 1968
CDR Bert Myatt Jr.        1. Juni 1968 – 21. September 1969

USS DEMPSEY ( DE-26 )

USS DEMPSEY ( DE-26 )

Biografie

Richard John Dempsey
* 8. Februar 1919 in New York City
† 9. August 1942 an Bord des Schweren Kreuzers USS VINCENNES ( CA-44 ) während der Schlacht von Savo Island

Seine Eltern zogen nach Carmel, Kalifornien, da war Richard noch ein Kind. Im Juni 1940 legte er erfolgreich seine Prüfungen an der Fordham University ab. Am 19. November 1940 meldete er sich freiwillig zur US Naval Reserve und erhielt noch am selben Tag den Rang eines Ensign verliehen. Dempsey versetzte man am 29. November an Bord des Schweren Kreuzers USS VINCENNES ( CA-44 ). An Bord dieses Kriegsschiffes nahm er an der Schlacht um Midway Island teil. Am 15. Juni 1942 beförderte man ihn zum Lieutenant (jg). Dampsey wurde am 9. August 1942 während der Schlacht vor Savo Island getötet.


USS DEMPSEY ( DE-26 )

Schiffsbiografie

Die USS DEMPSEY ( DE-26 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant (jg) Richard John Dempsey benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das einundzwanzigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien wurde am 1. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-26 tragen. Mrs. G. E. Quillan, Ehefrau von Lieutenant G. E. Quillan, Ship Superintendent of New Construction, taufte am 19. Februar 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Doch am 14. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und das Kriegsschiff erhielt den Namen USS DEMPSEY und die Kennung DE-26, da am 22. April 1943 Mrs. J. A. Dempsey, Mutter von Lieutenant (jg) Richard John Dempsey, den Geleitzerstörer USS DEMPSEY ( DE-267 ) vor dessen Stapellauf getauft hatte, aber das Kriegsschiff kurz darauf wegen des Land and Lease Abkommens an Großbritannien abgegeben wurde und dort den Namen HMS COOK ( K471 ) erhielt. Lieutenant Commander Harry Allan Barnard, Jr. ( ? – 4. Juni 1983 ) stellte am 24. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung wechselte die USS DEMPSEY nach San Diego. Hier rüstete man den Geleitzerstörer vollends aus und begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Gleich nachdem diese erfolgreich abgeschlossen war kehrte das Kriegsschiff nach San Francisco zurück. Diesen Hafen verließ die USS DEMPSEY am 23. September wieder und eskortierte mehrere Schiffe bis zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In dem folgenden Monat pendelte der Geleitzerstörer zwischen San Francisco und Pearl Harbor. Für die letzte Eskortierfahrt verließ das Kriegsschiff am 17. Oktober San Francisco und erreichte am 25. Oktober Pearl Harbor. Hier wartete schon der Wasserflugzeugtender USS TANGIER ( AV-8 ) auf seine Eskorte. Am 27. Oktober legte die USS DEMPSEY in Pearl Harbor wieder ab und begleitete den Wasserflugzeugtender zur Insel Espiritu Santo, Neue Hebriden. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 6. November ein. Man bunkerte auf dem Geleitzerstörer sofort frischen Treibstoff und legte am selben Tag wieder ab. Ziel war die Insel Viti Levu, Fidshi Islands, die am 8. November erreicht wurde. Von hier aus ging ein Schiffskonvoi zwei Tage später nach Australien ab. Unter diesen Schiffen befand sich auch der Truppentransporter SS CAPE SAN JUAN ( USAT 1441 ). Am Morgen des 11. November, gegen 5:30 Uhr torpedierte das japanische U-Boot IJN I-21, Kommandant Hiroshu Inada, den Truppentransporter mit einem Torpedo. Dieser schlug am Ende des Laderaums Nummer 2 ein und das Schiff bekam innerhalb von 15 Minuten eine Schlagseite nach Steuerbord. Die Mannschaft und die amerikanischen Soldaten, insgesamt 1.464 Menschen, verließen nun das sinkende Schiff und versuchten sich auf Flößen und Rettungsbooten aus der Gefahrenzone zu bringen. In der Nacht zum 12. November kam schon der Zerstörer US McCALLA ( DD-488 ) zu Hilfe und rettete insgesamt 868 Überlebende. Die USS DEMPSEY erschien am Morgen des 13. November auf dem Schauplatz und die Besatzung konnte noch 45 Überlebende bergen, genauso wie die Mannschaft des Liberty-Schiffes SS EDWIN T. MEREDITH. Insgesamt 117 Männer der SS CAPE SAN JUAN fanden aber trotzdem durch ausgebrochenes Feuer auf dem Truppentransporter, durch Ertrinken und Hai Attacken den Tod. Der Geleitzerstörer fuhr nach der Beendigung der Suchaktion von Überlebenden des Truppentransporters nach Suva, Fidshi Islands und ließ sie dort von Bord gehen. Hier in diesem Hafen stellte man die Schiffe für die Task Group 16.10 zusammen. Die USS DEMPSEY versetzte man dabei in die Task Undergroup 16.10.1. In dieser TU befanden sich neben dem Geleitzerstörer die Öltanker USS CIMARRON ( AO-22), USS PLATTE ( AO-24 ) und USS GUADALUPE ( AO-32 ). Diese Schiffe verließen am 16. November die Fidshi Insel Viti Levu und fuhren in Richtung der Gilbert Inseln, wo die Kriegsschiffe der 5. US Flotte mit frischem Treibstoff versorgt werden sollte. Am 27. November verließen die Schiffe der TU 16.10.1 wieder ihre Positionen vor den Gilbert Inseln und fuhren nach Pearl Harbor. Hier trafen sie am 2. Dezember ein. Die Mannschaft der USS DEMPSEY begann hier mit Reparaturen an dem Geleitzerstörer und beteiligten sich an mehreren Übungen innerhalb der Hawaiianischen Gewässer, die zur Vorbereitung auf die Invasion der Marshall Islands durchgeführt wurden. Dabei geschah am 3. Januar 1944 ein Unfall beim praktischen Betanken. Nach Abschluss der Übungen versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) während der Operation „Flintlock“ kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ), die Zerstörer USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS DEMPSEY und USS BRACKETT ( DE-41 ), sowie zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Die Japaner hatten dieses Atoll schon im November 1942 verlassen, da es für sie ohne Interesse war. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Für die US Navy war dieses Atoll das beste Sprungbrett um sicher zu den folgenden Inseln zu gelangen. Dank der Bemühungen der United States Coast and Geodetic Survey gab es ab dem 2. Februar eine großangelegte Verankerungsstelle. Die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) sind die ersten Kriegsschiffe die diese nutzten. Am 3. Februar verlässt die USS DEMPSEY wieder das Atoll Majuro und eskortierte den Geleitflugzeugträger WHITE PLAINS ( CVE-66 ) bis zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Der Geleitflugzeugträger brachte, für die im Kampf befindlichen amerikanischen Kriegsschiffe, dringend benötigte Versorgungsgüter. Am 7. Februar kam es dann in der Lagune von Kwajalein zu einer Kollision zwischen der USS WHITE PLAINS und dem Zerstörer USS CALDWELL ( DD-605 ) während eines Versorgungsübergabemanövers. Die Beschädigungen an beiden Kriegsschiffen waren noch in einem vertretbaren Rahmen, so dass sie ihren Aufgaben weiterhin nachgehen konnten. Die USS DEMPSEY patrouillierte nun vom 11. bis zum 15. Februar in den Gewässern rund um das Atoll und überwachte den Luftraum um rechtzeitig die amerikanischen Kriegsschiffe vor einem feindlichen Luftangriff zu warnen. Am 15. Februar verließ der Geleitzerstörer die Insel Roy Namur, Kwajalein Atoll und fuhr nach Pearl Harbor. Hier traf das Kriegsschiff am 24. Februar ein. Für die Besatzung des Geleitzerstörers gab es aber keine Ruhepause. Schon am folgenden Tag, nachdem das Kriegsschiff frischen Treibstoff gebunkert hatte, verließ die USS DEMPSEY die Marshall Islands und fuhr Noumea, Neukaledonien. Auf der Zwischenstation in Samoa musste das Kriegsschiff am 2. März erneut frischen Treibstoff bunkern. Die Marinebasis von Noumea erreichte der Geleitzerstörer am 8. März. In den Gewässern der Insel patrouillierte das Kriegsschiff nun bis zum 14. März. An diesem Tag verließ die USS DEMPSEY Noumea und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Guadalcanal. Den hier ausgebauten ehemaligen Brückenkopf erreichten die Schiffe am 17. März. Nach dem Abschluss der Entladearbeiten fuhren sie nach Port Purvis, Tulagi Bay, Florida Island, Ostsalomonen, wo der Geleitzerstörer und die Versorgungsschiffe am 18. März anlegten. Nun begann für die USS DEMPSEY eine Zeit der Patrouillenfahrten innerhalb der Salomonen und darüber hinaus. So fuhr das Kriegsschiff gleich am folgenden Tag zu seiner ersten Patrouille. Diese führte den Geleitzerstörer bis zu den Treasury Islands, Nordsalomonen, die er am 26. März erreichte. Von hier aus fuhr das Kriegsschiff gleich weiter und wechselte zu den Russell Islands. Auf dieser Insel warteten die Soldaten des 58. Naval Construction Bataillon. Am 28. März verließ die USS DEMPSEY wieder die Insel und eskortierte mehrere Schiffe auf denen sich Seabees des 1th Echelon vom 58. Naval Construction Bataillon befanden. Diese sollten zur Insel Emirau, Admiralitätsinseln, Neuguinea gebracht werden. Gleich nach der Ankunft und nachdem sich die Seabees samt ihr Material ausgeschifft hatten, kehrte der Geleitzerstörer um und fuhren zu den Russell Islands zurück. Dort warteten die Soldaten des 2th Echelon vom 58. Naval Construction Bataillon schon an Bord ihrer Schiffe. Am 3. April legte der Schiffskonvoi ab und erreichte einen Tag später Emirau Island. Hier bauten die Seabees einen Flugplatz. Die USS DEMPSEY begann nun in den Gewässern der Salomonen zu patrouillieren. Dabei konnten am 6. April Crewmitglieder eines abgestürzten B-25 Bombers und am 7. April 2 Crewmitglieder eines Grumman TBF Avenger Torpedobombers aus dem Wasser gerettet werden. Der Geleitzerstörer lag dann am 14. April vor Emirau Island. Anschließend patrouillierte das Kriegsschiff in den Gewässern der Ostsalomonen. Damit sich die Schiffsbesatzung etwas erholen und dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt werden konnten, lag die USS DEMPSEY vom 8. Mai bis zum 6. Juni vor Espiritu Santo. An diesem 6. Juni verließ der Geleitzerstörer die Insel und erreichte zwei Tage später Russell Island. Hier wurde frischer Treibstoff gebunkert. Nach Abschluss der Arbeiten verließ das Kriegsschiff wieder die Insel. Seine Patrouillenfahrt führte das Kriegsschiff nach Bougainville, Nordsalomonen. Den dortigen Stützpunkt erreichte das Kriegsschiff am 18. Juni. Drei Tage später lag die USS DEMPSEY im Hafen von Green Island und am 5. Juli wieder vor Emirau Island. Von hier aus ging die Patrouillenfahrt wieder zurück nach Port Purvis, Tulagi. In diese Bay lief das Kriegsschiff am 24. Juli ein. Nach weiteren Patrouillen lag die USS DEMPSEY vom 24. bis zum 29. August im Hafen von Port Purvis. Zusammen mit den Kriegsschiffen der CortDiv 26 verließ der Geleitzerstörer am 22. September die Tulagi Bay und erreichte fünf Tage später den natürlichen Hafen Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 2. Oktober liegen. An diesem Tag verließ die USS DEMPSEY wieder den Hafen und eskortierte Truppentransporter zum Atoll Ulithi, Karolinen. Auf dem Weg dorthin fuhren die Schiffe am 6. Oktober zu den Palau Inseln , um dann am 7. Oktober das Atoll zu erreichen. Ab diesem Tag gehörte die USS DEMPSEY zur Task Force 32 und begann bis zum 15. November vor der Hafeneinfahrt zu patrouillieren. In dieser Zeit war der Geleitzerstörer vom 11. bis zum 23. Oktober das Hafenkontrollschiff in der Kossol Passage. Dann am 28. Oktober eskortierte der Geleitzerstörer das Panzerlandungsboot USS LCT-406. Da kam es zu einem Gefecht mit einem japanischen Patrouillenboot. Die USS DEMPSEY versenkte das feindliche Schiff mit einem Torpedo und die Besatzung konnte noch einen Gefangenen aus dem Wasser bergen. Der Geleitzerstörer blieb in den Gewässern der Palau Inseln und patrouillierte dort weiter. Daher konnte die Mannschaft des Kriegsschiffes am 9. November einen amerikanischen Piloten aus dem Wasser bergen. Fünf Tage später verließ die USS DEMPSEY ihr Einsatzgebiet und fuhr zum Atoll Ulithi. Das Kriegsschiff erreichte dieses am 17. November. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Force 94, die Vizeadmiral John Howard Hoover ( 15. Mai 1887 in Seville, Ohio – 2. Dezember 1970 in Washington DC ) kommandierte. Hauptauftrag des Kriegsschiffes war es, Schiffskonvois zwischen dem Atoll Ulithi, Guam, dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands und der philippinischen Insel Leyte zu eskortieren. Am 20. November begannen diese Eskortierfahrten. So lag die USS DEMPSEY am 12. Dezember vor dem Atoll Eniwetok und vom 19. bis zum 28. Dezember vor Guam. Am 31. Dezember lief die USS DEMPSEY aus Apra Harbor, Guam eiligst aus. Grund dafür war der Motorminensucher USS YMS-267. Dieses Schiff befand sich südlich der Insel und suchte nach Seeminen. An diesem Tag nahm der Minensucher im Motorraum Wasser auf und drohte zu sinken. Wegen des eingedrungenen Wasser mussten die Motoren abgestellt werden. Dadurch fiel die gesamte Elektrizität aus und die Lenzpumpen konnten auch nicht aktiviert werden. Der Funker gab ein Notsignal ab und die USS DEMPSEY eilte zu Hilfe. Der Geleitzerstörer ging längsseits. Umgehend warf man Elektrokabel zu dem havarierten Schiff und lieferte Strom damit die Lenzpumpen arbeiten konnten. Danach kam ein Bergungsschlepper und nahm die USS YMS-267 ins Schlepptau bis zum Apra Harbor. Die USS DEMPSEY selber verließ in den folgenden Tagen Guam und lag vom 11. bis zum 14. Januar in der San Pedro Bay von Leyte. An diesem 14. Januar verließ der Geleitzerstörer wieder die San Pedro Bay und eskortierte einen Schiffskonvoi zum Atoll Ulithi, wo sie am 17. Januar ankamen. Dann verließ das Kriegsschiff wieder das Atoll und lag am 24. Januar vor Guam. Hier integrierte man die USS DEMPSEY in die Task Force 96. Hauptaufgabe dieser hier in der TF anwesenden Schiffe waren der Eskortierdienst und der Luft- und Seerettungsdienst zwischen den Atollen Eniwetok, Ulithi und Kwajalein. Am 15. April verlegte man die Hauptbasis für den Geleitzerstörer nach Eniwetok. Von hier aus führte das Kriegsschiff seinen Patrouillen- und Eskortierdienst zwischen den Atollen aus. So hatte die USS DEMPSEY am 22. April den U-Boot Jäger USS SC-1273 im Schlepptau und brachte diesen für Reparaturarbeiten nach Eniwetok. Am 5. Juli verließ der Geleitzerstörer sein Einsatzgebiet und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. Hier legte das Kriegsschiff am 11. Juli an. Man bunkerte an Bord frischen Treibstoff und Proviant. Am nächsten Tag verließ die USS DEMPSEY wieder den Hafen und fuhr nach San Francisco. Der Geleitzerstörer lief am 18. Juli in die Mare Island Naval Shipyard ein und wurde in ein Trockendock bugsiert. Die nun beginnenden Überholungsarbeiten dauerten bis in den November hinein. In dieser Zeit, am 15. August, war durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet worden. Nach Abschluss der Überholung stellte man am 23. November 1945 den Geleitzerstörer außer Dienst. Den Namen USS DEMPSEY ( DE-26 ) strich man am 28. November 1945 von der US Navy – Liste. Nach dem abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 18. April 1947 an die National Metal & Steel Corporation auf Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien zum verschrotten. Man schleppte am 16. Juni 1947 den Schiffskörper aus dem Hafenbereich der US Navy bis zum Verschrottungskai.


USS DEMPSEY ( DE-26 )
Commanding Officer

LCDR Harry Allan Barnard, Jr.      24. Juli 1943 – 13. Dezember 1943
LCDR Joseph (Stormy) Alban Weber, Jr. (USNR)        13. Dezember 1943 – 11. Februar 1945
(später RADM bei USNR)
LCDR William C. Harris, Jr. (USNR)           11. Februar 1945 – 23. November 1945

USS BRACKETT ( DE-41 )

USS BRACKETT ( DE-41 )

Biografie

Bruce Godfrey Brackett
* 16. Oktober 1915 in Seattle, Washington
† offiziell am 23. Januar 1943 für Tot erklärt

Bruce Godfrey Brackett trat 1936 freiwillig ins Naval Reserve Officers Training Corps ein und diente anfangs an Bord der Schlachtschiffe USS NEW YOTK ( BB-34 ) und USS COLORADO ( BB-45 ) und dem Zerstörer USS HOPKINS ( DD-249 ). Man versetzte ihn am 5. September 1939 nach Pensacola, Florida an die dortige Pilotenausbildungsstätte, wo er zum Piloten ausgebildet wurde. Den Rang eines Ensign verlieh man ihm am 15. April 1940 nach der erfolgreichen Abschlussprüfung. Anschließend versetzte man Brackett an Bord des Leichten Kreuzers USS HONOLULU ( CL-48 ) und integrierte ihn in das Cruiser Scouting Squadron 9 ( VCS-9 ). Der Leichte Kreuzer operierte von der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii aus. Am 7. Dezember 1941, dem Tag an dem die Japaner diese Marinebasis massiv mit Flugzeugen angriffen, lag die USS HONOLULU in Pearl Harbor vor Anker. Das Kriegsschiff erlitt während der feindlichen Luftangriffe nur geringe Schäden. Daher übernahm der Leichte Kreuzer Eskortierpflichten zwischen der US Westküste, Australien und den Inseln von Samoa. Im Juni 1942 beförderte man Brackett zum Lieutenant ( jg ). Den folgenden Sommer verbrachte er weiterhin an Bord der USS HONOLULU, welche nun zwischen den Inseln der Aleuten operierte. Man beförderte Brackett schon am 1. Oktober 1942 zum Lieutenant und versetzte den Leichten Kreuzer zur Task Force 67. Während der am 30. November tobenden Schlacht bei Tassafaronga, Guadalcanal, Ostsalomonen gehörte Brackett mit seinem PBY Wasserflugzeug zu den Luftaufklärern. Vom 16. Dezember 1942 bis zum 14. Januar 1943 flog er gefährliche Missionen um den japanischen „Tokyo Express“, die sogenannten Versorgungsschiffe die die an Land befindlichen japanischen Einheiten mit Nachschub an Mensch und Material in den Nächten versorgen sollten, zu suchen. Auf seinen Missionsflügen zeichnete sich Brackett durch Tapferkeit aus, wenn er mit schwerem japanischem Flugabwehrfeuer konfrontiert wurde. Ohne Rücksicht auf seine persönliche Sicherheit leuchteten er und seine Mannschaftsmitglieder feindliche Ziele aus, damit amerikanische PT-Boot Staffeln zum Angriff übergehen konnten und eben diese feindlichen Versorgungsschiffe vernichten konnten. Während der stürmischen Nacht vom 14. zum 15. Januar 1943 wurde seine PBY Catalina über Savo Island abgeschossen, während Brackett mehrere amerikanische PT-Boote an einen japanischen Schiffskonvoi, bestehend aus neun Zerstörern, heranführte und mit seinen Suchscheinwerfern unterstützte, damit der Nachschub für die Japaner auf Guadalcanal unterbunden werden konnte. Lieutenant Brackett fand man in den folgenden Tagen weder Tod noch lebendig. Deshalb erklärte man ihn am 23. Januar für tot und verlieh ihm posthum für seinen Heroismus den Silver Star.


USS BRACKETT ( DE-41 )

Schiffsbiografie

Die USS BRACKETT ( DE-41 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Bruce Godfrey Brackett benannt wurde.
Der Geleitzerstörer ist das sechsunddreißigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Puget Sound Navy Yard in Bremerton, Washington wurde am 12. Januar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-41 tragen. Doch am 16. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und er erhielt die Kennung DE-41. Mrs. George G. Brackett, Mutter von Lieutenant Bruce Godfrey Brackett, taufte am 1. August 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander John Henry Roskilly, Jr. ( 1912 in Massachusetts – ? ) ( USNR ) stellte am 18. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Gewässern vor Bremerton verließ die USS BRACKETT und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier meldete sich das Kriegsschiff am 12. November beim Operational Training Command. Der Geleitzerstörer begann hier mit der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Nach Abschluss der daran anschließenden Begutachtung des Schiffskörpers und der notwendig gewordenen Reparaturen verließ die USS BRACKETT am 15. Dezember San Diego und wechselte Nach San Francisco, Kalifornien. Hier warteten mehrere Versorgungsschiffe. Am 21. Dezember verließ der Schiffskonvoi die kalifornische Küste und erreichte sechs Tage später die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Umgehend beteiligte sich die USS BRACKETT an mehreren Übungen innerhalb der Hawaiianischen Gewässer, die zur Vorbereitung auf die Invasion der Marshall Islands durchgeführt wurden. Dazu versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT und USS DEMSPEY ( DE-26 ), sowie zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Die Japaner hatten dieses Atoll schon im November 1942 verlassen, da es für sie ohne Interesse war. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Für die US Navy war dieses Atoll das beste Sprungbrett um sicher zu den folgenden Inseln zu gelangen. Dank der Bemühungen der United States Coast and Geodetic Survey gab es ab dem 2. Februar eine großangelegte Verankerungsstelle. Die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) sind die ersten Kriegsschiffe die diese nutzten. Die USS BRACKETT eskortierte ab dem 4. Februar mehrere Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte in den sicheren Hafen des Atolls. Bis zum 9. Mai setzte der Geleitzerstörer nun seinen Eskortierdienst für Versorgungsschiffe zwischen den Marshall und den Gilbert Insel fort. Ab dem 9. Mai fuhr das Kriegsschiff wieder nach Pearl Harbor. Dort musste in einem Trockendock unbedingt die Steuerbordwelle und der dazugehörige Schacht repariert werden. Die Arbeiten dazu waren am 15. Juni abgeschlossen. Nach mehreren Testfahrten verließ die USS BRACKETT am 19. Juni die Marinebasis und eskortierte Versorgungsschiffe zu den Inseln der Marianen. Die Insel Saipan erreichte der Geleitzerstörer, da tobte noch der erbitterte Kampf um dieses Eiland. Von Saipan aus nahm das Kriegsschiff seinen Konvoidienst auf und eskortierte Versorgungsschiffe, damit der lebensnotwendige Nachschub, wie Treibstoff, Munition und Nahrung, bis zu den hart umkämpften Basen herangeführt werden konnte. Vom 28. zum 29. Juli befand sich die USS BRACKETT auf dem Weg vom Atoll Eniwetok, Marshall Islands nach Saipan. Da erhielt man auf dem Geleitzerstörer einen Unterwasserkontakt. Umgehend ließ Lieutenant Commander Alfred C. Reed, Jr., Kommandant des Geleitzerstörers, mehrere Wasserbomben über Bord werfen. Nach deren Explosion konnte man aber nicht mit Sicherheit sagen, ob man ein feindliches U-Boot vernichtet hatte. Die nach dem Krieg geöffneten japanischen Aufzeichnungen deuteten daraufhin, dass in diesem Seegebiet zu dieser Zeit sich kein U-Boot aufgehalten hatte. Für die USS BRACKETT kam ab Ende 1944 der natürliche Tiefseehafen Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln zu ihrer regelmäßigen Patrouillen- und Eskortierfahrt hinzu. Das erste Mal erreichte der Geleitzerstörer Ende Oktober diesen Hafen und verließ ihn Anfang November wieder. In diesen Tagen hatte das Kriegsschiff samt seiner Besatzung nur gelegentliche Einsätze die gefährlich waren. Zu diesen Einsätzen gehörten schwimmende Treibminen die versenkt werden mussten. Doch ab dem 4. Dezember änderte sich dies schlagartig. Früher wurden die Marshall Inseln Wotje, Jaluit, Milli und Maloelap mit den zu eskortierenden Versorgungsschiffen umfahren. Doch mit der Zeit war diese große Umfahrung ein dringend benötigter Zeitfaktor. Daher wurden die auf diesen Inseln befindlichen japanische Einheiten ständig bombardiert. Doch um Erfolge aufweisen zu können, wurden von den Marshall Inseln Scouts eingesetzt, die die Koordinaten durchgaben wo sich feindliche Stellungen befanden. So feuerte die USS BRACKETT unter anderem am 5. Januar 1945 auf eine feindliche Geschützstellung auf dem Atoll Taroa, Marshall Islands. Diese japanische Geschützbatterie samt Bedienungspersonal war danach nicht mehr einsatzfähig. Am 7. Februar löste man den Geleitzerstörer aus dem Eskortier- und Patrouillendienst heraus und das Kriegsschiff fuhr nach Pearl Harbor. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt und der Schiffsbesatzung eine Ruhepause gegönnt. Die USS BRACKETT verließ am 8. März die amerikanische Marinebasis und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier waren die Vorbereitungen auf den Angriff auf Okinawa voll im Gange. Dieses Atoll war dazu die am nächsten gelegene Operationsbasis. Hier wurden die 40 Öltanker, Munitions- und Versorgungsschiffe stationiert, die den dringend benötigten Treibstoff, frische und gefrorene Vorräte sowie Munition zu den Rykyu Inseln brachten, damit die Kriegsschiffe der 5. und 3. US Flotte ständig den dringend benötigten Nachschub erhielten. Zur Sicherung all dieser Schiffe versetzte man auch die USS BRACKETT in die Task Group 50.8, welche Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS THORN ( DD-647 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS BRACKETT, USS KYNE ( DE-744 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS JACK MILLER ( DE-410 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS CONKLIN ( DE-439 ), die Tanker USS TALUGA ( AO-62 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS TALLULAH ( AO-50 ), USS PATUXENT ( AO-44 ), USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE ( AT-76 ). Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Während der dritten Eskortierfahrt griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker, der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz war. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser ohne Schaden anzurichten. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Bis zum 28. Mai blieb die USS BRACKETT in dieser TG und sicherte die Nachschubschiffe vor feindliche Angriffe ab. An diesem 28. Mai verließ der Geleitzerstörer die TG vor Okinawa und eskortierte mehrere Versorgungsschiffe zum Atoll Ulithi. Dieses Atoll verließ das Kriegsschiff gleich nach der Ankunft und eskortierte mehrere Schiffe bis nach Guam, Marianen. Hier erhielt die USS BRACKETT den Befehl an die US Westküste zusammen mit mehreren Versorgungsschiffen zurück zukehren. Guam verließen die Schiffe am 27. Juni und erreichten wenige Tage später Pearl Harbor. Die Schiffe verließen diese Marinebasis am 8. Juli und erreichten sechs Tage später San Francisco. Hier bugsierte man die USS BRACKETT in ein Trockendock der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien und begann mit einer umfangreichen Überholung. Während der Arbeiten akzeptierte Japan am 15. August die bedingungslose Kapitulation. Damit war der Zweite Weltkrieg im Pazifik zu Ende. Die Reparaturarbeiten an der USS BRACKETT wurden nun eingestellt und man begann alle kriegstechnischen Einrichtungen auf dem Geleitzerstörer abzubauen. Am 23. November 1945 stellte man dann das Kriegsschiff außer Dienst und am 5. Dezember 1945 strich man den Namen USS BRACKETT ( DE-41 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 22. Mai 1947 an die National Metal and Steel Corporation auf Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien zum verschrotten.


USS BRACKETT ( DE-41 )
Commanding Officer

LCDR John Henry Roskilly, Jr.  (USNR)        8. Oktober 1943 – 13. Juni 1944
LCDR Alfred C. Reed, Jr.  (USNR)         13. Juni 1944 – 23. November 1945