USS LESLIE B KNOX ( DE-580 )

USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 )

Biografie

Leslie Lockhart Bruce Knox
* 7. November 1916 in Brisbane City, Queensland, Australien
† 7. Mai 1943 während der Schlacht im Korallenmeer
war ein Offizier und Pilot in der US Navy

Leslie Lockhart Bruce Knox trat am 28. April 1939 in New York als Seaman Second Class freiwillig in die US Navy ein. Man ernannte ihn am 20. September zum Aviation Cadet. Nach dem Flugtraining in Pensacola, Florida beförderte man ihn am 12. Juni 1940 zum Ensign und versetzte ihn zum Scouting Squadron 41 das in Norfolk stationiert war. Knox verlegte man am 15. März 1941 zum Fighting Squadron 42 ( VF-42 ) das auf dem Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-5 ) stationiert war. Am 7. Mai 1942 kam es zur Schlacht im Korallenmeer. Mehrere Patrouillenflugzeuge beider Seiten suchten die jeweilige gegnerische Flotte. Am frühen Abend, gegen 17:47 Uhr starteten die Abfangjäger der VF-42, da man per Radar in 29 Kilometern Entfernung anfliegende japanische Maschinen wahrnahm. Die amerikanischen Maschinen flogen in der Abfangformation. Immer wieder erschienen unterhalb von ihnen mehrere feindliche Flugzeuge die auf Gegenkurs waren, welche aber immer wieder schnell in den Wolkenformationen verschwanden. Ensign Knox und sein Flügelmann schwenkten daraufhin von ihrem Kurs ab und begannen sieben feindliche Bomber zu verfolgen. Während des nun beginnenden Luftkampfes konnte Knox eines der feindlichen Flugzeuge selber abschießen und half bei der Zerstörung der anderen sechs mit. Dabei zeigte er ungewöhnliche Fähigkeiten und die Hingabe an die Pflicht. Er übte seine Mission mit Entschiedenheit und Aggressivität gegen eine größere Anzahl von Gegnern unter völliger Missachtung seiner persönlichen Sicherheit aus. Er kehrte nicht an Bord der USS YORKTOWN zurück. Man beförderte ihn am 25. juni 1942 posthum zum Lieutenant ( jg) und verlieh ihm das Navy Cross.


USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 )

 Schiffsbiografie

 Die USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Leslie Lockhart Bruce Knox benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das sechste Schiff aus der RUDDEROW – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard, Inc. in Hingham, Massachusetts wurde am 7. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt.
Mrs. Louise Kennedy Knox, Witwe von Lieutenant ( jg ) Leslie Lockhart Bruce Knox, taufte am 8. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant James A. Moffett (USNR) stellte am 22. März 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte den Geleitzerrstörer bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Hier erfolgte die Endausrüstung. Hier trainierte die Mannschaft in der Chesapeake Bay das Fahren im Schiffskonvoi. Man versetzte dazu das Kriegsschiff in die Task Force 60. Vom 23. Juni bis zum 31. August 1944 eskortierte die USS LESLIE L B KNOX zusammen mit den Schwesterschiffen USS McNULTY ( DE-581 ), USS METIVIER ( DE-582 ), USS RILEY ( DE-579 ), USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) und anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGS 46, bestehend aus 91 Schiffen unter denen sich der Armeetransporter USAT SANTA ROSA befand, von Norfolk aus bis nach Bizerte, Tunesien im Mittelmeer und nach dem Entladen den Konvoi GUS 46 nach Norfolk zurück. In der Nacht vom 12. zum 13. Juli lagen die Schiffe des Konvois UGS 46 auf Reede vor dem Hafen von Algier. Da griff ein deutscher Bomber diese Schiffe an, traf aber nichts und muste wegen des starken Abwehrfeuers abdrehen. Bizerte wurde am 15. Juli erreicht. Am 1. September übernahm die USS LESLIE L B KNOX zusammen mit den anderen Kriegsschiffen der TF die Eskorte über den Schiffskonvoi UGS 53. Dieser wurde ebenfalls bis nach Bizerte, Tunesien begleitet. Nach der Entladung der Frachtschiffe ging die Fahrt mit dem Konvoi GUS 53 zurück an die US Ostküste. Diese wurde am 17. Oktober im Hafen von New York City erreicht. Hier musste der Geleitzerstörer sich einigen notwendig gewordenen Reparaturen unterziehen. Anschließend bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in den Pazifik vor und versetzte es dazu in die Escort Division 67. In dieser Division befand sich noch die USS McNULTY, USS RILEY, USS GEORGE A JOHNSON und USS METIVIER. Am 3. November stachen die Geleitzerstörer der CortDiv 67 in See und fuhren zum Panamakanal. Cristobal, Panama wurde am 9. November erreicht und am folgenden Tag begann die Durchquerung des Isthmus. Auf der weiteren Fahrt wurde auf den Galapagos Islands, 13. November, und Bora Bora, Gesellschaftsinseln, 25. November, ein Zwischenstopp eingelegt. Danach folgte Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen am 7. Dezember. Die Kriegsschiffe erreichten am 11. Dezember Hollandia, Humboldt Bay, Neuguinea.
Die USS LESLIE L B KNOX gliederte man hier in die Task Force 75 ein. Diese TF kommandierte Vizeadmiral James Laurence Kauffman ( 18. April 1887 in Miamisburg, Ohio – 21. Oktober 1963 im Bethesda Naval Hospital in Bethesda, Maryland ). Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zur freien Verfügung und sollte unter anderem Schiffskonvois eskortieren. So verließ das Kriegsschiff am 19. Dezember zusammen mit der USS McNULTY, USS RILEY und USS METIVIER Hollandia und eskortierte 34 Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Fünf Tage später war Leyte erreicht. Noch am selben Tag verließ die USS LESLIE L B KNOX wieder die San Pedro Bay und eskortierte leere Öltanker zu den Palau Islands. Sofort nach dem Erreichen der Kossol Roads fuhr der Geleitzerstörer nach Hollandia. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Group 78.9, die 2. Lingayen Supply Group. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) und zwei weitere und die Geleitzerstörer USS LESLIE L B KNOX, USS McNULTY, USS RILEY, USS METIVIER und USS GEORGE A. JOHNSON. Schon am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die Humboldt Bay und eskortierten 35 Fracht- und Versorgungsschiffe zum Lingayen Golf, philippinische Insel Luzon. Zwei Tage später durchquerten die Schiffe die Surigao Strait und erreichten am 9. Januar die San Pedro Bay. Nach dem bunkern von frischen Treibstoff verließen die Schiffe noch am selben Tag wieder die Insel Leyte und fuhren zur Lingayen Bay, Luzon, Philippinen. Kurz vor Erreichen des Ziels, am 12. Januar in Höhe der Manila Bay, griffen zwei japanische Kamikazepiloten den Konvoi an. Das erste feindliche Flugzeug stürzte sich gegen 12:53 Uhr auf das Frachtschiff SS OTIS SKINNER, Kapitän Master Geoffrey Blackett, und schlug in den Laderaum Nummer 2 ein. Das Feuer tobte 36 Stunden lang, aber das Frachtschiff fuhr bis in die Lingayen Bay weiter. Der zweite Selbstmordpilot wurde rechtzeitig von einem anderen Schiff abgeschossen noch bevor er sich auf ein Schiff stürzen konnte. Wenige Stunden später, gegen 18:30 Uhr, erfolgte ein zweiter Luftangriff von sieben feindlichen Maschinen. Zwei der Angreifer wurden noch während des Anflugs abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug stürzte auf das Deck des Transportschiffes SS KYLE V JOHNSON. 129 von 506 Armeeangehörigen kamen dabei ums Leben. Die Kriegsschiffe halfen so gut es ging bei der Bergung der Überlebenden. Der Schiffskonvoi erreichte am 13. Januar sein Ziel. Nach der erfolgreichen Landung im Lingayen Golf, setzte die USS LESLIE L B KNOX in den folgenden Monaten ihre Eskortier- und Anti-U-Boot Patrouillenfahrten und Postbeförderungen innerhalb der philippinischen Inseln fort. Am 5. August konnte die Besatzung des Geleitzerstörers die Überlebenden eines Bombenflugzeuges aus der Patrol Bombing Squadron 28 ( VPB-28 ) aus dem Wasser retten. Der Zweite Weltkrieg endete im Pazifik am 15. August 1945 durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Am 31. August gliederte man die US McNULTY  in die Task Group 70.3 ein. Darin befanden sich neben der USS LESLIE L B KNOX die USS METIVIER, USS McNULTY und zwei weitere Geleitzerstörer. Am 1. September verließen diese Kriegsschiffe die Subic Bay und fuhren nach Okinawa. In die dortige Buckner Bay liefen sie am 5. September ein. Von hier aus sollten mehrere Truppentransporter nach Jinsen und Incheon, Korea eskortiert werden, die Besatzungstruppen an Bord hatten. Anschließend kreuzte die LESLIE L B KNOX entlang der chinesischen Küste. Danach kehrte das Kriegsschiff nach Okinawa zurück. Der Geleitzerstörer verließ am 14. Oktober zusammen mit der USS McNULTY und USS GEORGE A JOHNSON die japanische Insel und fuhr über die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an die US Westküste. Am 5. November liefen alle drei Geleitzerstörer in die Marinebasis San Diego, Kalifornien ein. Hier bereitete man sie auf ihre Inaktivität vor. Man stellte den Geleitzerstörer am 15. Juni 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Am 1. Januar 1959 nahm man das Kriegsschiff ins Schlepptau und brachte es nach Stockton, Kalifornien. Den Namen USS LESLIE L B KNOX strich man am 15. Januar 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 13. Juni 1973 zum verschrotten.


USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 )
Commanding Officer

 LT James A. Moffett  (USNR)         22. März 1944 –  August 1945

LT J. M. Flowers  (USNR)        August 1945 –  ?

LT (jg) Henry M. Tribble  (USNR)      ?  – 15. Juni 1946

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.