USS MEADE ( DD-274 )

USS MEADE ( DD-274 )

Biografie

Die USS MEADE ( DD-602) ist bei der US Navy zu Ehren der Brüder Richard Worsam Meade III.
und Robert Leamy Meade benannt worden.

Richard Worsam Meade III
* 9. Oktober 1837 in New York City
† 4. Mai 1897 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges

Richard Worsam Meade III. war der Sohn von Captain Richard Worsam Meade II. ( 1807 – 16. April 1870 ). Seine Großeltern waren Richard Worsam Meade, Sr. ( 1778 – 1828 ) und Margaret Coats Butler Meade ( 1782 – 1852 ). Diese Hatten elf Kinder. Der älteste Sohn war Richard Worsam Meade II. und ein jüngerer Bruder von ihm der später berühmte General im amerikanischen Bürgerkrieg George Gordon Meade ( 31. Dezember 1815 – 6. November 1872 ). Der junge Meade trat am 2. Oktober 1850 in die US Navy ein. Seine Dienstzeit begann von 1851 bis 1854 auf der Dampffregatte USS SAN JACINTO ( 1850 ) die im Mittelmeer operierte. Von 1854 bis 1855 befand er sich an Bord der Segelfregatte USS COLUMBIA ( 1836 ) die dem Home Squadron angehörte. Danach besuchte Meade die United States Naval Academy in Annapolis. Am 20. Juni 1856 bestand er seine Prüfung und wurde zum Midshipman ernannt. Von 1856 bis 1857 diente er an Bord der Dampffregatte USS MERRIMACK ( 1855 ). Dann wechselte er auf die Fregatte USS CUMBERLAND ( 1842 ) und später auf die Korvette USS DALE ( 1839 ) die beide von 1857 bis 1859 vor der afrikanischen Küste operierten. Am 23. Januar 1858 beförderte man Meade zum Lieutenant. Von 1859 bis 1861 befand er sich an Bord der Korvette USS SARANAC ( 1848 ) und der Korvette USS CYANE ( 1837 ) die beide zum Pazifik Geschwader gehörten. Mitte 1861 kehrte Meade an die Ostküste zurück und musste für ein paar Monate ins Krankenhaus. Er hatte sich eine tropische Krankheit zugezogen. Nach seiner Genesung meldete er sich wieder freiwillig zum Dienst. Im Januar 1862 versetzte man Meade auf die Dampfschaluppe USS DACOTAH ( 1859 ) wo er den Posten des Exekutive Officers inne hatte. Die gleiche Funktion übte er auf dem neuen Kanonenboot USS CONEMAUGH ( 1862 ) aus. Am 16. Juli 1862 beförderte man Meade zum Lieutenant Commander. Ende September erhielt Meade sein erstes Kommando. Man übergab ihm das Kanonenboot USS LOUISVILLE ( 1861 ) das zur Mississippi Squadron gehörte. Nachdem die USS LOUISVILLE das Transportschiff Meteor begleitet hatte damit am 21. Oktober 1862 Truppen an Bledsoe und Hamblen in Tennessee anlanden konnten, kehrte das Kanonenboot nach Helena, Arkansas zurück um sich mit seinem Squadron das unter dem Kommando von Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ) zu vereinigen. In diesem Squadron befanden sich die Kanoneboote USS BARON DE KALB ( 1861 ), USS LEXINGTON ( 1861 ), USS GLIDE ( 1862 ) und das Heckrad Kasematten Kanonenboot USS CINCINNATI ( 1861 ) sowie die Dampfschiffe USS SIGNAL ( 1862 ), USS NEW ERA ( 1862 ), USS ROMEO ( 1862 ) und USS RATTLER ( 1862 ). Noch im selben Monat begann eine Expedition bis zum White River zur Unterstützung der US Armee unter dem Kommando von General William Tecumseh Sherman ( 8. Februar 1820 – 14. Februar 1891 ). Dabei eroberte LCDR Meade am 1. November 1862 den konföderierten Dampfer CSS EVANSVILLE in der Nähe der Insel Nummer 36. Nachdem sich in New York City unter der Arbeiterschaft Unruhen breitmachten, versetzte man Meade dorthin. Diese Unruhen mündeten vom 13. bis zum 16. Juli 1863 zu offenen Kämpfen innerhalb der Stadt. Um die örtliche Polizei von New York zu verstärken, entsandte der Kriegsminister Edwin Stanton McMasters ( 19. Dezember 1814 – 24. Dezember 1869 ) 4.000 Soldaten dorthin. Während dieser so genannten New York Draft Riots wurde 120 Menschen getötet und 2.000 verwundet. Danach übertrug man Meade das Kommando über das Kanoneboot USS MARBLEHEAD ( 1861 ) das er bis 1864 ausübte. Er wechselte dann an Bord des Kanonebootes USS CHOCURA ( 1861 ) das sich im Golf con Mexiko im Westgolfblockadegeschwader befand und unter den Kommandos von Commodore James Shedden Palmer ( 13. Oktober 1810 – 7. Dezember 1867 ) bis zum 22. Februar 1865 und unter Acting Admiral Henry Knox Thatcher ( 26. Mai 1806 – 5. April 1880 ) bis zum Ende des Krieges stand. Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg war Meade einer der prominentesten reformistisch und technologisch gesinnten Offiziere innerhalb der Navy. Er lehrte von 1865 bis 1868 an der United Stats Naval Academy in Annapolis. Nach dem Ausscheiden aus dem Lehramt 1868 beförderte man ihn zum Commander. Meade erhielt das Kommando über die Seitenradkorvette USS SAGINAW ( 1859 ) mit der er an der Küste von Alaska patrouillierte. Am 26. März 1871 übertrug man Meade das Kommando über die Schraubenschaluppe USS NARRAGANSETT ( 1859 ). Seine Aufgabe bestand darin diplomatische Beziehungen und Informationen über Südseeinseln zu beschaffen. In San Francisco, Kalifornien legte Meade am 17. September mit dem Schiff an und verließ den Hafen wieder im Dezember. Seine Kreuzfahrt führte ihn über die Marshall, Gilbert und Samoa Inseln bis nach Australien. In Sydney legte er am 2. April 1873 an. Nach seiner Rückkehr diente Meade an Land. So in Washington DC und New York. In dieser Zeit beförderte man ihn zum Captain. 1879 übertrug man ihm das Kommando über die Schraubenschaluppe USS VANDALIA ( 1876 ) die im Nordatlantikgeschwader Aufklärungspatrouillen und Konvoipflichten an der Ostküste der USA durchführen musste. Ab 1882 befand sich Meade wieder an Land und erhielt das Kommando über das neugebaute Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ) das er am 8. Dezember 1885 in den Dienst der US Navy stellte. Das Schiff gehörte zur Nordatlantik Station und patrouillierte bis Februar 1886 entlang der Ostküste. Danach umrundete Meade mit dem Schiff Südamerika und übergab es dem Pazifik Geschwader. Von 1887 bis 1890 war Meade der Kommandeur der Washington Navy Yard. Zwei Jahre später beförderte man ihn zum Comodore. Für sein letztes Kommando das er übertragen bekam, beförderte man ihn zum Rear Admiral und übertrug ihm das Kommando über das Nordatlantikgeschwader von 1894 bis Mai 1895. Danach trat er in seinen Ruhestand. Seine Frau Rebecca Paulding war die Tochter des Rear Admiral Hiram Paulding ( 11. Dezember 1797 – 20. Oktober 1878 ). Rear Admiral Richard Worsam Meade III. starb am 4 Mai 1897 nach einer Komplikation während einer Blinddarmoperation. Er wurde auf dem Arlington Nationalfriedhof begraben.

Robert Leamy Meade
* 25. Dezember 1842 in Washington DC
† Februar 11, 1910 in Lexington, Massachusetts
war ein Offizier im United Stats Marine Corps und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges, des Spanisch-Amerikanischen Krieges und während der Boxer Rebellion

Robert Leamy Meade war der Sohn von Captain Richard Worsam Meade II. der in der US Navy diente und der Bruder von Richard Worsam Meade III. Am 14. Juni 1862 trat er als Second Lieutenand in das Marine Corps ein. Man versetzte ihn, nachdem sich in New York City unter der Arbeiterschaft Unruhen breitmachten, dorthin. Diese Unruhen mündeten vom 13. bis zum 16. Juli 1863 zu offenen Kämpfen innerhalb der Stadt. Um die örtliche Polizei von New York zu verstärken, entsandte der Kriegsminister Edwin Stanton McMasters ( 19. Dezember 1814 – 24. Dezember 1869 ) 4.000 Soldaten. Während dieser so genannten New York Draft Riots wurde 120 Menschen getötet und 2.000 verwundet. Am 8. September 1863 unternahm Meade einen gewagten Bootsangriff auf das Fort Sumter. Insgesamt waren es 25 Boote mit 400 Marines. Doch dieser Angriff war von vornherein ein Fiasko durch schlechte Aufklärung, Planung und Kommunikation unter den Vorgesetzten. Meade erreichte mit seinem Boot die vorgegeben Landzunge um einen Sturmangriff auf das Fort zu starten, aber sein Boot war eines von wenigen die es bis hierhin geschafft hatten. Unverrichteter Dinge musste er sich mit seinen Leuten wieder zurückziehen. Für seine tapferen Verdienste während dieses Angriffes wurde Meade geehrt. Während der Schlacht von Santiago de Cuba im Spanisch-Amerikanischen Krieg, war Meade auf dem Panzerkreuzer USS NEW YORK ( ACR-2 ) stationiert. Er hatte die spanischen Gefangenen zu bewachen. Unter diesen war auch der Kapitän des Kreuzers INFANTIN MARIA TERESA, Victor Maria Concas y Palau ( 1845 – 1916 ). In Portsmouth beschwerten sich die Gefangenen über Meade der den verwundeten spanischen Seeleuten keine oder unzureichende medizinische Versorgung erlaubte. Während der Fahrt wären mehrere Seeleute deshalb gestorben. Auch zeigte er einen Mangel an Respekt den spanischen Offizieren gegenüber. Für seine weitere Karriere tat dies kein Abbruch. Am 3. März 1899 beförderte man ihn zum Colonel und versetzte ihn nach China. Dort nahm er an der Schlacht von Tientsin vom 13. bis 14. Juli 1900 während des Boxeraufstandes in Nordchina teil. Noch am Morgen des 13. Juli vor dem Angriff auf die Festung Tientsin beförderte man Meade zum Brigadegeneral. Für die Acht-Nationen Alliance war dies die blutigste Schlacht während des Boxeraufstandes. 250 Soldaten der alliierten Armeen wurden getötet und etwa 500 verletzt. Die Japaner verloren 320 Tote und Verwundete, die Russen und die Deutschen je 140 Tote bzw. Verwundete, die Amerikaner 25 getötete und 98 verwundete, die britische, 17 getötete und 87 verwundete und die Franzosen 13 getötete und 50 Verwundete. Chinesischen Opfer, Soldaten sowie auch Zivilisten, sind unbekannt. Es werden aber eine Vielzahl sein, da in der Festung Tientsin sich alleine 12.000 chinesische Soldaten aufgehalten haben. Robert Leamy Meade zog sich am 29. Juni 1906 in seinen Ruhestand zurück. Er starb am 11. Februar 1910 in Lexington.

Zwei Schiffe sind zu Ehren der Brüder Richard Worsam Meade III. und Robert Leamy Meade
bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS MEADE ( DD-274 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS MEADE ( DD-602 ) aus der BENSON – Klasse.


USS MEADE ( DD-274 )

Schiffsbiografie

Die USS MEADE ( DD-274) ist bei der US Navy das erste Schiff das zu Ehren der Brüder Richard Worsam Meade III. und Robert Leamy Meade benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreiundachtzigste Schiff aus der CLEMSON Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in Squantum, Massachusetts wurde am 23. September 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Annie Paulding Meade ( 6. April 1866 – 10. August 1951 ), Tochter von Rear Admiral Richard Worsam Meade III, taufte am 24. Mai 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Benjamin Franklin Tilley, Jr. ( 1886 – 1966 ) stellte am 8. September 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung wechselte die USS MEADE in den Hafen von Boston, Massachusetts und erhielt dort die Endausrüstung. Anschließend begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt des Zerstörers entlang der US Ostküste. Nach der dann erfolgten Sichtprüfung des Schiffskörpers versetzte man das Kriegsschiff in die Pazifikflotte. Der Heimathafen war dort die amerikanische Marinebasis vor San Diego, Kalifornien. Später folgte der Hafen von San Francisco, Kalifornien. Die USS MEADE nahm in den dann folgenden zwei Jahren an Flotten- und Geschwadermanövern teil. In dieser Zeit wechselte der Zerstörer in mehrere Geschwader. So befand sich das Kriegsschiff Anfang 1922 im Zerstörergeschwader 31. In diesem waren neben der USS MEADE die Zerstörer USS BAILEY ( DD-269 ), USS THORNTON ( DD-270 ), USS TINGEY ( DD-272 ), USS MORRIS ( DD-271 ) und USS SWASEY ( DD-273 ). Am 25. Mai 1922 stellte man die USS MEADE außer Dienst und versetzte den Zerstörer in die Pazifikreserveflotte, die in der Zerstörerbasis vor Sn Diego lag.
Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieges reaktivierte man die USS MEADE. Lieutenant Commander Carter Alston Printup stellte am 18. Dezember 1939 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach dem Abschluss der Endausrüstung wechselte der Zerstörer wieder in den Atlantik und diente im Zerstörergeschwader 9. Diese Kriegsschiffe patrouillierten entlang der US Ostküste und waren auf der Suche nach deutschen Schiffen und U-Booten. In Übereinstimmung mit den ausgehandelten Paragraphen des Zerstörer – für – Basen – Abkommens vom September 1940, war die USS MEADE einer der fünfzig Zerstörer der nach Großbritannien verlegt werden sollte. Am 26. November 1940 stellte man das Kriegsschiff von Seiten der US Navy außer Dienst und übergab es den Briten. Den Namen USS MEADE ( DD-274 ) strich man am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
In der Royal Navy nannte man den Zerstörer in HMS RAMSEY ( G60 ) um. Commander Sir Peter Garnett Agnew ( 9. Juli 1900 – 26. August 1990 ) war der erste englische Kommandant des Zerstörers.
Gleich nach der Indienststellung verließ das Kriegsschiff die US Ostküste und fuhr nach England. Dort legte es am 5. Dezember im Hafen von Plymouth an. Am 17. Dezember bugsierte man die HMS RAMSEY in die HM Dockyard in Devenport. Hier erfolgte eine Überholung und eine Modifikation für den Eskortierbegleitdienst. Dies war am 29. Januar 1941 abgeschlossen. Gleichzeitig integrierte man den Zerstörer in die 5. Escort Group die in Liverpool stationiert war. Am 2. Februar versuchte man an dem Kriegsschiff weitere Modifikationen durchzuführen um so den Betriebseinsatz vorzubereiten. Nach Abschluss dieser Arbeiten setzte man die HMS RAMSEY für Eskortierfahrten entlang der nordwestlichen Küste Englands ein. Der erste Schiffskonvoi den der Zerstörer eskortierte, hatte die Kennung OB 287 erhalten. Dieser Konvoi startete am 16. Februar und erreichte fünf Tage später den Zielhafen. Der zweite Konvoi, den das Kriegsschiff begleiten sollte, der die Kennung OG 055 erhalten hatte, sollte bis nach Gibraltar geführt werden und verließ am 7. März den schützenden Hafen von Liverpool. Doch schon zwei Tage später hatte die HMS RAMSEY einen Maschinenschaden und musste zur Reparatur in ein Dock im Liverpooler Hafen zurückkehren. Der Schiffskonvoi erreichte am 20. März den Zielhafen. Den Zerstörer modifizierte man während der Reparaturarbeiten gleich mit um. So erhielt er das neue RAF-Radar vom Typ 286M. Nach Abschluss der Arbeiten und der Ausbildung an den neuen Geräten, setzte man das Kriegsschiff zum Schutz des lokalen Schiffskonvois OB 308 ein. Diese Schiffe verließen am 6. April ihren Hafen und erreichten sieben Tage später den Zielhafen. Der Zerstörer hatte aber schon zwei Tage vorher den Konvoi verlassen. Während dieser Eskortierfahrt konnte die Mannschaft der HMS RAMSEY weitere Erkenntnisse mit dem neuen Radar erlangen. Daher entsendete man das Kriegsschiff dem Schiffskonvoi HX 118 entgegen, der von Halifax, Kanada aus am 31. März losgefahren war. Die HMS RAMSEY traf am 13. April auf diesen Schiffskonvoi, der aus 33 Handelsschiffen bestand, und eskortierte diesen bis nach Liverpool. Den schützenden Hafen erreichten die Schiffe am 18. April. Da in der Nähe des Konvois keine deutschen U-Boote waren, verließ der Zerstörer auch schon am 14. April wieder den Konvoi HX 118 und fuhr dem Schiffskonvoi HX 122 entgegen. Dieser Konvoi, bestehend aus 27 Handelsschiffen, hatte am 20. April in Halifax abgelegt und musste durch ein Gebiet in dem sich ständig feindliche U-Boote aufhielten. Am 4. Mai traf die HMS RAMSEY auf diesen Schiffskonvoi und eskortierte ihn bis zum 8. Mai, vor den Hafen von Liverpool. Schon vier Tage später übernahm der Zerstörer die Eskorte über den lokalen Schiffskonvoi OB 322. Dieser erreichte am 20. Mai seinen Zielhafen. Die HMS RAMSEY war aber schon zwei Tage vorher mit voller Fahrt wieder auf dem Weg nach Westen. In Halifax hatte der Schiffskonvoi HX 125A, bestehend aus 40 Handelsschiffen, am 6. Mai abgelegt. Der Zerstörer eilte diesen Schiffen entgegen und erreichte sie am Abend des 18. Mai. Ohne Verluste konnten die Handelsschiffe am 22. Mai Liverpool erreichen. Mehrere Handelsschiffe verließen am 28. Mai den Hafen von Liverpool und die HMS RAMSEY eskortierte diese bis zu ihrem Zielhafen, den sie am 1. Juni erreichten. Den Zerstörer integrierte man am 3. Juni zum Schutz des Militärkonvois WS9 A, der auf dem Clyde River vor Glasgow lag und nach Aden fahren sollte damit die Verstärkung und Versorgung der dort auf der Arabischen Halbinsel stationierten britischen Soldaten gewährleistet werden konnte. Diesen Konvoi eskortierte neben der HMS RAMSEY der Kreuzer HMS CAIRO ( D87 ), die britischen Zerstörer HMS COSSACK ( F03 ), HMS MAORI ( F24 ), HMS RICHMOND ( G88 ), HMS SIKH ( F82 ), HMS VANQUISHER ( D54 ), HMS WINCHELSEA ( D46 ) und HMS ZULU ( F18 ), die kanadischen Zerstörer HMCS OTTAWA ( H60 ), HMCS RESTIGOUCHE ( H00 ) und der britische Armed Merchant Cruiser HMS AUSONIA zur Sicherung in britischen nordwestlichen Gewässern. Der Schiffskonvoi, bestehend aus 15 Truppen- und Versorgungsschiffen, verließ am 3. Juni die britischen Gewässer und fuhr nach Süden. Die HMS RAMSEY verblieb dort bis zum 7. Juni und verließ dann die Schiffe mit dem Ziel den Schiffskonvoi HX 132, bestehend aus 34 Handelsschiffen, zu erreichen. Dieser Schiffskonvoi hatte am 10. Juni in Halifax abgelegt. Die HMS RAMSEY erreichte den Konvoi am 16. Juni und eskortierte diesen bis zum 23. Juni, wo der Zerstörer ihn wieder verließ. Der Schiffskonvoi erreichte unbeschadet am 28. Juni Liverpool. Gleichzeitig hatte am 10. Juni der Schiffskonvoi SC 034 im Hafen von Sydney, Nova Scotia, Kanada, bestehend aus 34 Handelsschiffen, abgelegt. Die Schiffe dieses Konvois überquerten nicht weit von denen des HX 132 den Atlantik. Der Zerstörer traf am selben Tag auch auf diesen Konvoi, der nach Glasgow fuhr, verließ ihn aber schon am 22. Juni. Die Handelsschiffe von SC 034 legten am 29. Juni im Clyde River an. Nachdem die HMS RAMSEY am 23. Juni die Schiffe der HX 132 verlassen hatte, eilte der Zerstörer am dem Schiffskonvoi OB 339 entgegen und erreichte die Schiffe am 2. Juli. Doch schon am folgenden Tag verließ das Kriegsschiff den Konvoi. Es mussten an dem Kriegsschiff dringend notwendig gewordene Reparaturen vorgenommen werden. Anschließend eilte die HMS RAMSEY wieder nach Westen. In Halifax hatte am 22. Juli der Konvoi HX 140, bestehend aus 70 Handelsschiffen, abgelegt. Drei Tage später traf der Zerstörer auf die Schiffe und eskortierte diese bis vor Liverpool, wo die Schiffe am 6. August anlegen. Die HMS RAMSEY war da aber schon auf voller Fahrt zu dem Schiffskonvoi AN 004. Diesen erreichte der Zerstörer am 11. August und eskortierte ihn bis zum 18. August in den Zielhafen. Der Schiffskonvoi SC 041, bestehend aus 64 Handelsschiffen, legte am 24. August in Sydney ab. Die HMS RAMSEY erreichte diese Schiffe am 2. September und eskortierte sie in Richtung Liverpool, wo sie am 11. September anlegten. Der Zerstörer verließ allerdings schon am 6. September wieder den Konvoi und eilte dem Konvoi EIN 012 entgegen. Diesen Schiffskonvoi erreichte das Kriegsschiff am 10. September und eskortierte ihn bis zum 14. September in den Zielhafen. Ausruhen konnte sich die Besatzung der HMS RAMSEY weiterhin nicht, da schon der Schiffskonvoi SC 047, bestehend aus 63 Handelsschiffen, am 29. September in Sydney abgelegt hatte. Am 4. Oktober erreichte die HMS RAMSEY den Schiffskonvoi und eskortierte ihn zusammen mit den Kriegsschiffen der TG 4.1.14, bestehend aus dem britischen Zerstörern HMS RICHMOND und SHERWOOD ( I80 ) und die kanadischen Korvetten HMCS HMS CHICOUTIMI ( K156 ), HMCS CHAMBLY, HMCS MATAPEDIA ( K112 ) und HMCS NEPANEE ( K118 ), den in Richtung Liverpool, wo die Schiffe am 20. Oktober anlegten. Der Zerstörer selber verließ am 12. Oktober schon wieder den Schiffskonvoi. Die Kriegsschiffe der TG 4.1.14 erwarteten den Schiffskonvoi ONS 25, bestehend aus 29 Handelsschiffen, der nach Amerika begleitet werden sollte. Am 17. Oktober trafen die Schiffe aufeinander und erreichten am 24. Oktober New York. Die HMS RAMSEY wechselte nach Boston in die dortige Werft. Hier erfolgte eine umfangreiche Überholung des Schiffskörpers. Außerdem erhielt der Zerstörer die Radaranlage vom Typ 271. Damit konnte man die Wasseroberfläche zentimetergenau überwachen. Die Arbeiten und die Erprobung dauerten bis Ende Januar 1942. Die HMS RAMSEY verlegte anschließend nach Halifax. Dort stellte man gerade den Schiffskonvoi SC 071, bestehend aus 23 Handelsschiffen, zusammen. Am 22. Februar verließen die Schiffe die kanadische Küste. Bei Island verließ am 28. Februar dann der Zerstörer den Schiffskonvoi und wartete auf den von England kommenden Schiffskonvoi EIN 068, den das Kriegsschiff am 3. März übernahm und nach Halifax eskortierte, wo sie am 9. März eintrafen. Der Schiffskonvoi SC 071 erreichte ohne Verluste am 10. März Liverpool. Die HMS RAMSEY übernahm zusammen mit anderen Kriegsschiffen in Halifax die Eskorte über 27 Handelsschiffe des Konvois SC 075. Die Schiffe verließen am 18. März die kanadische Küste. Bis Island eskortierte der Zerstörer den Konvoi und verließ ihn am 24. März. Das Kriegsschiff hatte hier schon massive Probleme mit seiner Antriebsanlage und fuhr nach Halifax zurück. Ab dem 5. April begann man hier mit den Reparaturarbeiten. Anschließend wechselte der Zerstörer nach Charleston, South Carolina, wo die Arbeiten im Juni abgeschlossen werden konnten. Die HMS RAMSEY fuhr danach wieder nach Halifax und übernahm dort zusammen mit anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi TAW 001. Dieser bestand aus Truppentransportern und brachte die ersten amerikanischen Soldaten nach England. Am 2. Juli verließen die Schiffe den amerikanischen Kontinent und erreichten acht Tage später die englische Küste. Hier musste sich die HMS RAMSEY erneut einigen Reparaturen an der Antriebsanlage unterziehen. Doch schon nach wenigen Tagen verließ der Zerstörer die englische Küste und fuhr über Island nach Halifax. Dort übernahm das Kriegsschiff am 27. Juli die Eskorte über den Schiffskonvoi HX 200, bestehend aus 34 Handelsschiffen. Die weiteren Kriegsschiffe, die unter der Bezeichnung B 6 zusammengefasst waren, waren die britischen Zerstörer HMS FAME ( H78 ) und HMS VISCOUNT ( D92 ), die britische Korvetten HMS KINGCUP ( K33 ) und HMS VERVAIN ( K190 ) und die norwegischen Korvetten HNoMS POTENTILLA ( K214 ), HNoMS ACANTHUS ( K01 ), HNoMS EGLANTINE ( K197 ) und HNoMS ROSE ( K102 ). Am 27. Juli verließ der Konvoi Halifax. Die Kriegsschiffe eskortierten die Handelsschiffe bis kurz vor Liverpool und drehten am 6. August ab. Am folgenden Tag erreichten die Handelsschiffe ihren Zielhafen. Die HMS RAMSEY musste nach dieser Fahrt erneut in die Werft von Liverpool und unterzog sich einer weiteren Reparatur an der Antriebsanlage. Doch die Arbeiten gingen nur schleppend voran. Man überführte im September den Zerstörer in die Werft von Belfast, Irland. Hier sollten die Reparaturen abgeschlossen werden. Anschließend kam das Kriegsschiff Anfang Oktober in die Clyde Werft bei Glasgow, wo die Abschlussarbeiten erfolgen sollten. Noch während dieser Arbeiten integrierte man die HMS RAMSEY wieder in die 6. British Escort Group. Von Liverpool aus sollte der Schiffskonvoi SL 125 nach Amerika fahren. Am 16. Oktober übernahmen die Kriegsschiffe der B6 die Eskorte und brachten die Schiffe sicher bis zum Übergabepunkt bei Island, wo sie am 3. November eintrafen. Die HMS REMEY selber stieß erst am 22. Oktober zu der Eskorte nach Abschluss der Arbeiten. Doch nach dieser Fahrt traten weitere reparaturbedingte Ausfälle auf. So zog man den Zerstörer aus dem Begleitdienst und entsandte das Kriegsschiff zu der kommerziellen Werft von Grimsby an der Ostküste Englands. Ab Mitte Dezember war die HMS RAMSEY wieder einsatzbereit. Zusammen mit den Schiffen der B6 Group eskortierte man einen Schiffskonvoi nach Amerika. Von dort aus übernahmen die Kriegsschiffe in New York die Eskorte über den Schiffskonvoi SC 116, bestehend aus 48 Handelsschiffen. Am 4. Januar 1943 legte der Konvoi ab und erreichte am 29. Januar Liverpool. Die HMS RAMSEY hatte hier schon wieder Probleme mit der Antriebsanlage. Man nahm den Zerstörer kurzerhand aus dem Begleitdienst und begann mit einer vorgezogenen Überholung sowie Umrüstarbeiten in Glasgow. Im Juni begannen die ersten Erprobungsfahrten, die das Kriegsschiff durch die Passage von Tobermory, Schottland im Sound of Mull führte und bis zum Juli andauerten. Doch schon im August zog man die HMS RAMSEY aus dem aktiven Eskortierdienst zurück, da man mit der gezeigten Leistung der Antriebsanlage nicht zufrieden war. Daraufhin verwendete man den Zerstörer als Zielschiff für Angriffsübungen der Flugzeugpiloten und rüstete das Kriegsschiff um. Danach gab es an Bord des Kriegsschiffes keine Hauptbewaffnung mehr. Das einzige noch an Bord befindliche Verteidigungsmittel waren Wasserbomben. Im Oktober wechselte die HMS RAMSEY in die Irish Sea. Hier erfolgte für angehende Zerstörerbesatzungen eine Ausbildung bei Torpedoangriffen auf Handelsschiffe. Diese dauerte bis zum Dezember. Mit dem Beginn des Jahres 1944 verwendete man die HMS RAMSEY erneut als Zielschiff für Flugzeugpiloten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, am 8. Mai 1945, versetzte man den Zerstörer am 30. Juni in die Reserve. Dazu verlegte man das Kriegsschiff Anfang Juli von Rosyth, Schottland bei Edinburgh, einige Meilen weiter westlich nach Grangemouth, Schottland, Hier war ab August das Kriegsschiff eingemottet. Bis Anfang 1947 blieb die HMS RAMSEY hier. Am 18. Februar 1947 verkaufte die Royal Navy den Schiffskörper an die B & C MacLellan in Bo´ness ( BISCO ) verkauft. Im Juli erreichte das Schiff im Schlepptau die Breaker´s Werft bei Edinburgh und man begann mit der Verschrottung.


USS MEADE ( DD-274 )
Commanding Officer

LCDR Benjamin Franklin Tilley Jr.        8. September 1919 – 10. Mai 1920
CDR Ellis Lando       10. Mai 1920 – 2. November 1921
LT Edward Paul Sauer       2. November 1921 – 25. Mai 1922
Außerdienststellung         25. Mai 1922 – 18. Dezember 1939
LCDR Carter Alston Printup         18. Dezember 1939 – 26. November 1940

Commanding Officer of the HMS RAMSEY

CDR Sir Peter Garnett Agnew ( RN )         26. November 1940 – 4. März 1941
LCDR Richard Been Stannard ( RNR )          4. März 1941 – 16. November 1942
LCDR Reginald Cyril Stevens Wolley ( RNR )          16. November 1942 – 28. Dezember 1942
LCDR Wilfred Lambert ( RNVR )        28. Dezember 1942 – 12. Juni 1943
LCDR George David Davies ( RNR )        12. Juni 1943 – Juni 1944
LT Ralph Alexander St. Clair Sproul-Bolton ( RN )        Juni 1944 – März 1945
LCDR John Edmund Barris ( RNVR )        März 1945 – 30. Juni 1945

 

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