USS COLAHAN ( DD-658 )

USS COLAHAN ( DD-658 )

Biografie

Charles Ellwood Colahan
* 25. Oktober 1849 in Philadlphia, Pennsylvania
† 11 März 1904 in Lambertville, New Jersey
war ein Offizier in der US Navy im 19. Jahrhundert

Charles Ellwood Colahan war der dritte Sohn von sieben Kindern von John Barron Colahan ( 18. Mai 1815 – 24. März 1892 ) und Maria Dorothea Zell Colahan ( 12. April 1822 – 8. Juli 1899 ). Am 4. Juni 1869 schloss Charles Ellwood Colahan sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ab. In seiner aktiven Laufbahn kommandierte Commander Colahan das Schlachtschiff USS INDIANA ( BB-1 ). Von 1900 bis 1904 war Colahan der Kommandant der Kadetten an der Marineakademie. Im Dezember 1903 übernahm er das Kommando über den Geschützten Kreuzer USS CLEVELAND ( C-19 ) von Commander William Henry Hudson Southerland ( 10. Juli 1852 – 30. Januar 1933 ). Mit dem Schiff wurden Ausbildungsfahrten mit den Kadetten durchgeführt. Bis kurz vor seinem Tode 1904 hielt er dieses Kommando. Colahan heiratete am 19. April 1876 Arabella Hensley Colahan ( 16. November 1865 – 1. Juni 1951 ) und hatte mit ihr ein Kind, Harriet C. Colahan. Am 11. März 1904 verstarb er in Lambertville. Man begrub seinen Leichnam auf dem Friedhof der Marineakademie.


USS COLAHAN ( DD-658 )

Schiffsbiografie

Die USS COLAHAN ( DD-658 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commander Charles Ellwood Colahan benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertneunundzwanzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Company in Staten Island, New York wurde am 24. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary „Polly“ Colahan Hinkamp ( 1923 in New York – 1985 in Newport County, Rhode Island ), Enkelin von Commander Charles Ellwood Colahan, taufte am 3. Mai 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Donald Taylor Wilber stellte am 23. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS COLAHAN bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend erfolgte eine Überprüfung des Schiffskörpers und danach die kurze Fahrt nach Norfolk, Virginia zur Endausrüstung. Ende November verließ dann die USS COLAHAN diesen Hafen und stach in See. Ziel war der Pazifik. Am 1. Dezember durchquerte der Zerstörer den Panamakanal, legte zum bunkern von frischem Treibstoff kurz in San Diego, Kalifornien an, und erreichte am 11. Dezember die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Gewässern dieser Inseln begannen nun umfangreiche Übungen und Trainingsfahrten, die bis zum 19. Januar 1944 dauerten. In den Hawaiianischen Gewässern verblieb der Zerstörer und beteiligte sich an mehreren Übungen zur Feuerunterstützung für die Invasion der Marshall Islands. Man bereitete hier den Zerstörer und dessen Besatzung auf neue Aufgaben vor. Das Schiff gliederte man in die Task Force 52 ein, die Southern Attack Force, die Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Flintlock“ befehligte. Innerhalb dieser TF befand sich die USS COLAHAN in der Task Group 52.8, der Fire Support Group, die Rear Admiral Robert Carlisle Giffen ( 29. Juni 1886 in West Chester, Pennsylvania – 10. Dezember 1962 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. Diese Task Group wurde wiederum in mehrere Task Undergroups aufgeteilt. Hier befand sich die USS MURRAY in der TU 52.8.3 die Rear Admiral Robert Melville Griffin ( 23. Mai 1890 – 30. Januar 1976 ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), der Schwere Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS COLAHAN, USS MURRAY ( DD-576 ) und USS HARRISON ( DD-573 ). Am 22. Januar legten die Schiffe der TG 52.8 in Pearl Harbor ab. Ziel war das Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Auf dem Weg dorthin musste man unweigerlich an dem Atoll Maloelap vorbei fahren. Dies ist das östlichste Atoll der Marshall Islands. Auf diesem 9.8 km² großem Atoll bombardierten die Schiffe der TG 52.8 am 29. Januar feindliche Stellungen. Zwei Tage später befanden sie sich vor Kwajalein und begannen hier mit dem Bombardement. Die Schlachtschiffe beschossen dabei die Küstennahen Stellungen der Japaner während die Zerstörer diese sicherten und kleinere feindliche Schiffe versenkten. Die USS COLAHAN hatte während dieses Bombardements die Sicherung über das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI übertragen bekommen. Ein kleiner japanischer Tanker, dessen Kapitän mit dem Schiff aus der Lagune zu entkommen versuchte, wurde versenkt. Noch am selben Tag landeten amerikanische Truppen auf dem Atoll Kwajalein. Bis zum 1. März blieb die USS COLAHAN in den Gewässern des Atolls. An diesem Tag wurde der Schiffsrumpf des Zerstörers durch eine Kollision mit einem Korallenriff, nördlich der Insel Enubuj, Atoll Kwajalein, beschädigt. Das Kriegsschiff verließ sofort die Schiffe der Task Group und fuhr nach Pearl Harbor zurück. Hier bugsierte man die USS COLAHAN in ein Trockendock und behob die Schäden. Anschließend erfolgten für die Schiffsbesatzung wieder Übungsfahrten in den hawaiianischen Gewässern. Diese dauerten bis zum 31. Mai. Anschließend verließ der Zerstörer Pearl Harbor und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Group 53.1 ein, die Guam Northern Attack Group, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in Jamaika Bay, New York City, New York ) während der Operation „Forager“ kommandierte. Am 8. Juli verließen die Schiffe der TG 53.1 das Atoll Eniwetok und erreichten vier Tage später die Gewässer rund um Guam, Marianen. Die Schiffe hatten bis hierher mehrere Transportschiffe eskortiert und sicherten diese nun gegen japanische Luft- und Unterwasserangriffe. Außerdem überwachten die Zerstörer die Arbeiten der Minensucher und der Underwater Demolition Teams an den Stränden. Am 21. Juli begann um 7:00 Uhr die Landeoperation im Westen der Insel, bei der Halbinsel Orote. Doch noch bevor die Landeoperation begann, versetzte man mehrere Zerstörer aus der TG 53.5 in die TG 53.1. In der TG befanden sich nun die Zerstörer USS COLAHAN, USS HARRISON, USS MURRAY, USS SIGSBEE ( DD-502 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS McKEE ( DD-575 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS STEVENS ( DD-479 ), USS DASHIELL ( DD-659 ) und USS STEMBEL ( DD-644 ), der Zerstörer und Minensucher USS PERRY ( DMS-17 ) und zwei weitere, zwei Minenleger, elf amphibische Transportschiffe, ein Lazarettschiff und sechzehn Panzerlandungsschiffe. Diese Schiffe sollten die Landungsfahrzeuge der 77. Infanteriedivision bis zur Hauptstadt Agana im Norden von Orote eskortieren und die Landung unterstützen. Diese Truppen kommandierte Generalmajor Allen Hal Turnage ( 3. Januar 1891 – 22. Oktober 1971 ). Exakt um 8:28 Uhr landeten die Infanteriesoldaten in der Nähe der Hauptstadt. Die Zerstörer gaben während dieser Landeoperation präzise Schüsse auf die feindlichen Küstenbefestigungen ab. Die Kämpfe an Land dauerten bis zum 10. August. An diesem 10. August verließ USS COLAHAN die Gewässer von Guam und fuhr zum Atoll Eniwetok zurück und eskortierte dabei die Transportschiffe. Das Atoll erreichte der Zerstörer und all die anderen Schiffe fünf Tage später und blieb bis zum 28. August hier liegen. Die Mannschaft des Zerstörers begann sofort mit dem Vervollständigen der Ausrüstung und dem bunkern von Munition und Treibstoff. Den Zerstörer versetzte man zusammen mit anderen Kriegsschiffen am 26. August in die Task Force 38 deren Befehlsgewalt Vizeadmiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) inne hatte. Die USS COLAHAN integrierte man dabei in die Task Group 38.2 die Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mickinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) während der Operation „King II“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS CABOT ( CVL-28 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS NEW JERSEY ( BB-62 ), die Leichten Kreuzer USS VINCENNES ( CL-64 ), USS MIAMI ( CL-89 ), USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS COLAHAN USS CUSHING ( DD-797 ), USS YARNALL ( DD-541 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS MILLER ( DD-535 ), USS TINGEY ( DD-539 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS HUNT ( DD-674 ), USS LEWIS HANCOCK ( DD-675 ), USS HICKOX ( DD-673 ), USS BENHAM ( DD-796 ) und USS WEDDERBURN ( DD-684 ). Am 29. August verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS COLAHAN übernahm zusammen mit den anderen Zerstörern den direkten Schutz der Flugzeugträger. Auf dem Weg dorthin wurden sie am 2. September durch die Öltanker aus der Task Group 30.8 auf hoher See betankt. Mit dem Bombardement auf die Inseln begannen die Schiffe am 6. September das bis zum Morgen des 8. Septembers anhielt. Danach zogen sich die Schiffe von ihren Positionen zurück und wurden durch die Öltanker USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CIMARRON ( AO-22 ) aus der TG 30.8 auf der Fahrt zur Philippinischen Insel Mindanao auf hoher See betankt. Schon am 9. September hatten die Schiffe der TG 38.2 die Gewässer dieser Insel erreicht und begannen mit dem Bombardement der japanischen Flugplätze, Schiffe und Befestigungen. Dabei wurde vor Basilian Island der Truppentransporter KUNIJAMA MARU und vor Surigao, Mindanao Island die Truppentransporter KURENAI MARU und MIHARA MARU sowie das Frachtschiff TAYU MARU versenkt. Am folgenden Tag bombardierten die Trägerflugzeuge die Flugplätze auf Mindanao und Davos und versenkten das Frachtschiff UNJO MARU Nummer 7. Für den 11. September war ein allgemeines Betanken durch die Öltanker der TG 30.8 vorgesehen. Am 12. September erhielten die Schiffe der TG 38.2, TG 38.1 und TG 38.3 neue Befehle während der Operation „King II“. Die Schiffe setzten zum Angriff auf die Inseln Cebu und Negro in der Visyas Inselgruppe der Philippinen an. Vor Cebu City wurde dabei das japanische Patrouillenboot KISO MARU, die U-Boot Jäger MOGAMI MARU und KYO MARU Nummer 12, der Netzleger KOREI MARU, der Minenleger CHOUN MARU Nummer 18, die Küstenwachboote BANSHU MARU Nummer 97 und FUKUJU MARU Nummer 4, die Truppentransporter BUGEN MARU und NICHIEI MARU, die Frachtschiffe KEIAN MARU, GENKAI MARU, TOYO MARU, SHINTAI MARU Nummer 2, SHINTAI MARU Nummer 5 und SHINTAI MARU Nummer 8 und der Öltanker AYAZONO MARU versenkt. Vor Danao, Cebu Island wurde das japanische Bergungsschiff MIHO MARU, vor Vila Hermosa, Cebu Island das Truppentransportschiff SHIRAMINE MARU, 22 Seemeilen vor Masbate Island das Truppentransportschiff OAKITA MARU und 30 Seemeilen Nordöstlich von Cebu City das Truppentransportschiff RAKUTO MARU versenkt und weitere Schiffe beschädigt. Ab 18:00 Uhr kreisten über dem amerikanischen Schiffsverband mehrere japanische Beobachtungsflugzeuge, griffen aber in das Geschehen nicht ein. Auch am 13. September hielt das Bombardement auf Cebu Island und Negros Island weiterhin an. Am darauffolgenden Tag unternahmen die Schiffe der TG 38.2 und TG 38.3 einen Angriff auf feindliche Stellungen auf Panay Island und Negros Island. Am 16. September erreichte der Öltanker USS KASKASKIA ( AO-27 ) unter Begleitschutz der beiden Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ) und USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) die Position auf hoher See auf der sich die Schiffe der TG 38.2 befanden. Alle Kriegsschiffe wurden aufgetankt um sich anschließend den neuen Aufgaben zu stellen. So verließen sie die Visyas Inselgruppe und lagen am folgenden Tag vor der Palau Insel Peleliu. An diesem 17. September unterstützten die Schiffe der TG 38.2, die auf Peleliu am 15. September gelandeten Marines, und beschossen japanische Stellungen. Doch noch am selben Tag verließen die amerikanischen Schiffe wieder die Palau Inseln und fuhren in Richtung der philippinischen Insel Luzon. Der 19. September wurde zum allgemeinen Auftanken und zur Übernahme von Munition genutzt, so dass am 20. September 1944 sich die TF 38 auf die weiteren Kämpfe vor Luzon, der Hauptinsel der Philippinen vorbereiten konnte. Am darauffolgenden Tag begann der Kampf. In der Bucht von Manila wurde der japanische Zerstörer SACUKI, die Tanker OKIKAWA MARU, KYOKUTO MARU, SUNOSAKI MARU, HORAI MARU und NIYO MARU sowie die Transportschiffe NORWAY MARU, YOZAN MARU, CHINA MARU, TSUKUBUSAN MARU, HIOKI MARU, RISSHUN MARU und RIZAN MARU versenkt. Weitere japanische Kriegs- und Transportschiffe wurden in der Subic Bay und im Norden von Luzon versenkt. Die Trägerflugzeuge bombardierten die japanischen Flugplätze Nichols Field und Clark Field in der Manila Bay. Die Bombardements gegen japanische Stellungen wurden durch die Kräfte der TG 38.2 bis zum 24. September durchgeführt. Während der Kämpfe vor Luzon konnte die Mannschaft der USS COLAHAN mehrere abgestürzte amerikanische Piloten aus dem Wasser retten. Danach zogen sich die Schiffe zurück und erreichten am 28. September den Garapan Harbor auf Saipan. Hier führte die USS COLAHAN bis zum 30. September in den Gewässern der Marianen Insel Anti-U-Boot Patrouillen durch. Den Garapan Harbor verließen die Schiffe am folgenden Tag und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses erreichten sie am 2. Oktober. Die nachfolgenden Operationen wurden auf Grund eines heraufziehenden Sturmes verschoben, der die Schiffe der TG überrascht hatte. Die USS COLAHAN trieb frei im Wind und konnte die Wellen gut abreiten, gegenüber anderen die Beschädigungen erlitten oder kollidierten. Nachdem der Sturm am 4. Oktober nachgelassen hatte, sammelten sich die Schiffe wieder vor dem Atoll. Anschließend bunkerte man frischen Treibstoff. Um 16:15 Uhr des 6. Oktober verließen die Schiffe der TG 38.2 wieder das Atoll. Ziel war Okinawa. Die USS COLAHAN erhielt während der Operation diesmal die Aufgabe die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen zu beschützen und notfalls abgestürzte amerikanische Piloten aus dem Wasser zu retten. Am 10. Oktober begann der Beschuss auf alle japanischen Schiffe die sich in den Gewässern um Okinawa und den Kerama Retto Inseln befanden. In der Dämmerung griffen fünfzehn japanische Flugzeuge die Schiffe der TG an. Die Geschützmannschaften der USS COLAHAN feuerten auf diese und konnten mehrere beschädigen. Am Abend des 10. Oktober verließen die Schiffe der Task Force 38 aber wieder Okinawa und wandten sich nach Luzon und Formosa. Die Schiffe der TG 38.2 bombardierten ab dem 12. Oktober den Norden von Formosa. Die Aufgabe bestand darin sämtliche Kriegs- Versorgungs- und Truppentransportschiffe und die Landgestützten Flugzeuge zu vernichten. So wurden dort die Flugplätze bei Shinihi und Macujama beschossen. Am Abend des 12. Oktober, alle amerikanischen Flugzeuge waren auf dem Heimflug zu ihren Trägern, entdeckte man auf dem Radar der USS THE SULLIVANS mehrere japanische Flugzeuge die von Norden her kamen und informierte die Schiffe der Task Group. Zwischen 50 und 60 japanische Flugzeuge attackierten in den folgenden sechs Stunden die Schiffe der Task Force. Die Geschützmannschaften der USS COLAHAN schossen auf mehrere feindliche Flugzeuge und konnten dabei mindestens zwei Abschüsse verbuchen. Ab 21:05 Uhr begann sich die zweite Welle japanischer Flugzeuge dem Schiffsverband zu nähern. Dieser Angriff dauerte bis 2:35 des 13. Oktobers. Die Japaner setzten in diesen Stunden mehrere „Windows“ ab um das amerikanische Radar zu stören, ließen „Christbäume“ aufleuchten die die Nacht in ein gespenstisches Licht tauchten. Die amerikanischen Schiffe selber erzeugten eine Nebelwand um sich darin vor den angreifenden Flugzeugen zu verstecken und die Piloten zu verwirren. Unterdessen führten alle Schiffe der TF eine simultane Drehbewegung in einer Geschwindigkeit zwischen 22 und 25 Knoten aus währenddessen die Geschützmannschaften weiterhin auf die Angreifer schossen. Ab dem Morgen dieses 13. Oktobers starteten von den amerikanischen Trägern erneut die Flugzeuge und bombardierten Flugplätze auf Formosa. Am Abend erschienen wieder japanische Bomber und griffen die Schiffe an. Da traf ein Lufttorpedo den Schweren Kreuzer USS CANBERRA unter der Kiellinie und ein anderer den Leichten Kreuzer USS HOUSTON. Die Explosion auf der USS CANBERRA tötete dreiundzwanzig Besatzungsmitglieder und verwüstete die technischen Räume an der Außenbordwand. Die USS WICHITA nahm das havarierte Schiff ins Schlepptau um es zum Hochseeschlepper USS MUNSEE ( ATF-107 ) zu bringen. Der Schwere Kreuzer USS BOSTON nahm indes die USS HOUSTON ins Schlepptau und zog das Schiff bis zum Hochseebergungsschiff USS PAWNEE ( ATF-74 ). Durch die Treffer auf den beiden Schiffen mussten am 14. Oktober mehrere Umgruppierungen vorgenommen werden. So gründete man die Task Undergroup 30.3.1, der „Crippled Division I“. Die USS COLAHAN blieb aber in der TG 38.2. Auch am Abend dieses Tages griffen wieder japanische Piloten die Schiffe der TG an. Die USS COLAHAN hatte aber auch hier Glück und konnte unbeschädigt dieses Inferno überstehen. Am 15. Oktober erfolgte die Betankung der Schiffe der TG durch den Öltanker USS ESCAMBIA ( AO-80 ). Die TG 38.2 hatte nun die Aufgabe in den Gewässern zwischen Luzon, Formosa und Okinawa japanische Schiffe aufzubringen und zu versenken. Dazu fuhren sie noch am selben Tag nach Okinawa. Am Morgen des 16. Oktober wurde östlich von Okinawa ein japanischer Verband gesichtet der angegriffen wurde. Dieser Verband, bestehend aus den Schweren Kreuzern ASHIGARA und NACI, dem Leichten Kreuzer ABUKUMA und den Zerstörern AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUI und HACUHARU, wurde von Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ) kommandiert und hatte die Aufgabe über Coron Island, Philippinen nach Leyte und Luzon zu fahren und die in japanischem Besitz befindlichen philippinischen Inseln zu sichern. An diesem 16. Oktober gab es zwar ein schweres Gefecht zwischen den beiden Verbänden, aber keines der Schiffe wurde ernsthaft getroffen oder beschädigt, so dass beide Schiffsverbände ihren weiteren Aufgaben nachgehen konnten. Die Schiffe der TG 38.2 verließen wieder die Gewässer von Okinawa und fuhren nach Luzon. Im Norden der Insel beschossen sie am 18. Oktober japanische Stellungen und die Häfen bei Aparri und Lasaga. Dabei wurden mehrere Schiffe versenkt. Am darauffolgenden Tag betankte die USS NEOSHO ( AO-48 ) die Schiffe der TG 38.2. Diese verließen anschließend Luzon und fuhren nach Cebu Island, Negros Island und Panay Island und beschossen ab dem 20. Oktober japanische Stellungen. Diese Bombardements wurden auch am folgenden Tag aufrecht erhalten. Dabei konnten bei Masbate Island mehrere japanische Schiffe versenkt werden. Am 23. Oktober befanden sich die Schiffe nordöstlich von Samar. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße betankte die USS SAUGATUCK ( AO-75 ) die Schiffe der TG 38.2. Man hatte erfahren, dass die Japaner mit frischen Soldaten die Eingeschlossenen auf Leyte in der Ormoc Bay zu Hilfe eilen sollten und stellte daher alle amerikanischen Schiffe der Task Force 38 um. Auch hier beließ man die USS COLAHAN in der TG 38.2. Es war Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) klar, dass diese zu erwartenden drei japanischen Flotten die letzte große Anstrengung der Japaner sein konnte um wenigstens die Amerikaner von den Philippinen fern zu halten, indem man deren Flotten versuchte zu vernichten. Die japanische Entsatzflotte unter dem Befehl von Rear Admiral Naomasa Sakonju ( 6. Juni 1890 – 21. Januar 1948 ) und die Central Force, die Sicherungsflotte unter dem Befehl von Vizeadmiral Jisaburo Ozawa ( 2. Oktober 1896 – 9. November 1966 ), wurden durch die Trägerflugzeuge der Task Force 38 ab dem Morgen des 24. Oktober in der Schlacht im Golf von Leyte angegriffen. Sofort begannen die Trägerflugzeuge der TF diese Schiffe zu attackieren. Es entspann sich die Schlacht in der Sibuyan See. Trägerflugzeuge der TG 38.3 konnten das japanische Schlachtschiff MUSASHI versenken. Weitere japanische Schiffe wurden durch Flugzeuge der TG 38.2 und TG 38.4 beschädigt. In der Nacht fuhren die amerikanischen Schiffe der TF 38 nach Norden. Am folgenden Tag begann die Schlacht vor Cap Engano. Hier trafen die Schiffe der TF 38 auf die der japanischen Central Force. In dieser befanden sich die Flugzeugträger ZUIKAKU, ZUHIO, CIJODA und CITOSE, die Schlachtschiffe HUJIGA und ISE, die Leichten Kreuzer OJODO, TAMA und ISUZU und die Zerstörer WAKAZUKI, KUWA, SUGI, MAKI, KIRI, SHIMOCUKI, FUJUCUKI, HACUZUKI und AKIZUKI. Die amerikanischen Trägerflugzeuge konnten während der Schlacht die vier japanischen Flugzeugträger versenken und weitere Schiffe beschädigen, so dass sich die japanische Flotte zurückziehen musste. Die Zerstörer AKIZUKI und TAMA werden dabei durch amerikanische U-Boote versenkt. Die Seeschlacht um Leyte dauerte bis zum 26. Oktober. Danach war die japanische Flotte nicht mehr eine geschlossene Kampfeinheit. Die Schiffe der TG 38.2 und TG 38.1 verfolgten die japanischen Kriegsschiffe, die sich auf dem Rückzug nach Brunei befanden. Dabei konnte der Leichte Kreuzer NOSHIRO südlich von Mindoro durch amerikanische Torpedobomber versenkt werden. Der Zerstörer HAYASHIMO lief 40 Seemeilen südöstlich von Mindoro auf Grund und musste später aufgegeben werden. Der Schwere Kreuzer KUMANO und der Zerstörer OKINAMI wurden auf der Fahrt zur Manila Bay in der Sibuyan See während eines amerikanischen Luftangriffs beschädigt. Am 27. Oktober begannen Manöver zum betanken der Schiffe der TG 38.2, die sich über den gesamten Tag hinzogen. Am folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge mit einem Bombardement gegen japanische Stellungen, Schiffe und Flugplätze in der Manila Bay. Dieses Bombardement behielten die amerikanischen Flugzeuge bis zum 29. Oktober bei. Zwei Tage später begannen erneute Betankungsmanöver für die Schiffe der TG 38.2 durch Tanker der Task Group 30.8. Erst am 3. November um 11:55 Uhr wurde die Task Group 38.2 wieder zu seiner vollen Stärke aufgefüllt. Das Kommando über die TG hatte Rear Admiral Gerald Francis Bogan auch während der zweiten Phase der Operation „King II“. Innerhalb der TG befand sich die USS COLAHAN in der Task Undergroup 38.2.3, die Captain John Philip Womble, Jr. ( 15. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS HANCOCK und USS INTREPID, die Leichten Flugzeugträger USS CABOT und USS INDEPENDENCE, die Schlachtschiffe USS IOWA und USS NEW JERSEY, den Leichten Kreuzern USS BILOXI, USS MIAMI und USS VINCENNES und den Zerstörern USS COLAHAN, USS CUSHING, USS YARNALL, USS TWINING, USS OWEN, USS TINGEY, USS THE SULLIVANS, USS MILLER, USS HICKOX, USS HUNT, USS LEWIS HANCOCK, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS UHLMANN und USS HALSEY POWELL. Ab dem 20. November verlegte man die USS BOYD ( DD-544 ), USS BROWN ( DD-546 ) und USS COWELL ( DD-547 ) zur TG 38.2. Ziel der Schiffe war Luzon. Ab dem 4. November begannen die Angriffe auf japanische Befestigungen und dauerten bis zum 7. November. An diesem Tag betankte man die Kriegsschiffe und danach verließen sie die Gewässer und fuhren zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie zwei Tage später. Man füllte auf den Schiffen die Munitionsmagazine auf und nahm kleine Reparaturen vor. Am 14. November verließen sie dann wieder das Atoll und fuhren zu den Schiffen der Task Group 38.3, die sich östlich der zentralen Philippinen aufhielten, und lösten diese dort ab. Die Bombardements auf den Süden von Luzon flammten wieder auf. Anschließend versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 38.1. Diese TG befehligte Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 15. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation „Love III“. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX, USS YORKTOWN, USS WASP und USS TICONDEROGA ( CV-14 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY und USS SAN JACINTO, das Schlachtschiff USS ALABAMA, die Schweren Kreuzer USS BOSTON ( CA-69 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), der Leichte Kreuzer USS SANTA FE und die Zerstörer USS COLAHAN,USS UHLMANN, USS TWINING, USS YARNALL, USS STOCKHAM, USS WEDDERBURN, USS CUSHING, USS BENHAM und USS HALSEY POWELL. Am 10. Dezember verließen die Schiffe dieser TG das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Diese erreichten sie am 13. Dezember. Während die Trägerflugzeuge ihre Angriffe auf japanische Stellungen auf der Insel flogen und damit die Landeoperation der Alliierten auf Mindoro direkt unterstützten, wurden die Schiffe von Tankern der Task Group 30.8 betankt. Die Bombardements durch die Trägerflugzeuge und die Schweren Schiffe dauerten bis zum Morgen des 16. Dezembers an. An diesem Tage befehligte Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ), Kommandant der 3. US Flotte in der sich auch die TF 38 befand, ein allgemeines Betanken der Schiffe des Verbandes. Die Treibstoffübergabe sollte außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge vonstatten gehen. Und so fuhren die Schiffe der TF 38 von Luzon aus rund 300 Seemeilen nach Osten. Dort sollte sich die Task Group 30.8, die Sea Logistical Group, unter dem Kommando von Captain Jasper T. Acuff, die aus zwölf Flottentankern, drei Schleppern, fünf Zerstörern, zehn Geleitzerstörern und fünf Geleitflugzeugträgern bestand, aufhalten. Doch die Wetterbedingungen verschlechterte sich zusehends. Die Treibstofftanks der meisten Zerstörer aus der TF 38 waren nur noch mit rund 15% Treibstoff gefüllt. Die erste Meldung für einen heraufziehenden Sturm erreichte den Wetterdienst der US Navy am 14. Dezember nachdem ein Pilot etwa 60 Seemeilen südöstlich von Samar eine Tropische Störung meldete. Commander G. F. Kosco, der zuständige meteorologische Offizier der 3. US Flotte, vermutete am 17. Dezember diesen heraufziehenden Sturm etwa 450 Seemeilen weiter östlich des Verbandes. Nachdem an diesem Tag der Kampfverband und der Logistikverband aufeinandertrafen begann man sofort mit der Treibstoffübergabe. Trotz unruhiger See und Windstärke 8 konnte die USS COLAHAN erfolgreich Treibstoff übernehmen. Doch gegen 13:30 Uhr musste die Betankung wegen der rauen See unterbrochen werden. Da fegte der Wind schon mit 26 Knoten über das Wasser. Ab jetzt scheiterten weitere Versuche anderer Schiffe mit frischem Treibstoff zu betanken, da die Treibstoffschläuche rissen und die Schiffe in der rauer werdenden See zu kollidieren drohten. Kurz nach Mittag wurden alle Betankungsversuche abgebrochen und die Schiffe sollten sich weiter nordwestlich wieder sammeln damit am nächsten Morgen die Betankung fortgeführt werden konnte. In der Nacht zum 18. Dezember behielt die 3. US Flotte ihren Nordwestkurs bei. Dabei gab es keine Anzeichen das die Flotte direkt in den Taifun „Cobra“ fuhr. Erst in den Morgenstunden mehrten sich diese. Das Barometer fiel und der Wind steigerte sich auf 30 Knoten. Gegen 10:00 Uhr lag die Windgeschwindigkeit bei 43 Knoten und das Barometer fiel rasant ab. Auf der USS COLAHAN verzeichnete man dann sogar eine Windgeschwindigkeit von 69 Knoten. Da befand sich das Zentrum des Taifuns nur dreißig Seemeilen entfernt. Der Zerstörer rollte auf den Wellen und erhielt bis zu 58 Grad Schlagseite. Am Nachmittag legte sich der Sturm und gegen 20:00 Uhr hatte er nur noch eine Geschwindigkeit von 25 Knoten. Während des Sturmes verlor die US Navy mehrere Schiffe. So sanken die Zerstörer USS SPENCE ( DD-512 ), USS HULL ( DD-350 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ) und beschädigt wurden die Zerstörer USS HICKOX, USS DYSON, USS BENHAM und USS BUCHANAN ( DD-484 ), der Leichte Kreuzer USS MIAMI und die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS CABOT, USS SAN JACINTO ( CVL-30 ) und USS COWPENS ( CVL-25 ). Für die USS COLAHAN war es Überlebenswichtig gewesen während des Sturmes gefüllte Treibstoffbunker zu haben. Die Formation der TG 38.1 sammelte sich wieder bis zum Morgen des 20. Dezember und die Trägerflugzeuge nahmen ihr Bombardement gegen feindliche Stellungen auf Luzon wieder auf. Die USS COLAHAN kehrte derweil in das Sturmgebiet zurück und suchte nach Überlebenden. Am Morgen des 21. Dezember fuhren die Schiffe der Task Force 38 in Richtung ihres Stützpunktes auf dem Atoll Ulithi, wo die Schäden durch den Sturm behoben und die Besatzungen sich erholen konnten. Unterwegs wurden sie durch die Tanker der TG 30.8 betankt und erreichten Ulithi am 24. Dezember 1944. Die USS COLAHAN schloss sich den Schiffen der TG an und erreichte mit diesen zusammen das Atoll. Man beließ die USS COLAHAN in der Task Group 38.1 die jetzt Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operation „Mike I“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX, USS YORKTOWN und USS WASP, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), die Schweren Kreuzer USS BOSTON, USS SAN FRANCISCO und USS BALTIMORE ( CA-68 ), die Leichten Kreuzer USS SANTA FE und USS FLINT ( CL-97 ) welcher nur vom 11. bis zum 12. Januar 1945 anwesend war, und die Zerstörer USS COLAHAN, USS UHLMANN, USS TWINING, USS YARNALL, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS CUSHING, USS HALSEY POWELL, USS BENHAM, USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS MANSFIELD ( DD-728 ), USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), USS COLLETT ( DD-730 ), USS MADDOX ( DD-731 ), USS BLUE ( DD-744 ), USS BRUSH ( DD-745 ), USS TAUSSIG ( DD-746 ) und USS SAMUEL N MOORE ( DD-747 ). Am 30. Dezember verließen die Schiffe der TG 38.1 zusammen mit denen der TG 38.2 das Atoll Ulithi und fuhren zur Insel Formosa um die japanische Einmischung während der Landeoperation auf Luzon zu unterbinden. Am 2. Januar 1945 betankte man die Schiffe durch die Tanker der TG 30.8. Die Bombardements auf Formosa begannen am 3. Januar. Dabei wurden die Flugplätze und Häfen der Insel angegriffen und zerstört. Zwei Tage später verließen die Schiffe der TG wieder Formosa und fuhren in Richtung Luzon. Auf dem Weg dorthin wurden mehrere japanische Schiffe auf Hoher See durch amerikanische Trägerflugzeuge angegriffen und versenkt oder beschädigt. Ab dem 6. Januar begann der Angriff auf japanische Stellungen auf Luzon und in den Gewässern zum Südchinesischen Meer auf japanische Schiffe. Mit der Operation „Gratitude“ begann am 12. Januar die Säuberung der Gewässer in Französisch Indochina von japanischen Schiffen und der Beschuss japanischer Küstenbefestigungen. Die Schiffe der TG 38.1 nahmen ab diesem Tag zusammen mit denen der TG 38.2 ihren Kampf vor Saigon und in der Cam Ranh Bay, Vietnam auf. Doch schon zwei Tage später befanden sie sich schon wieder vor der Insel Formosa. Die Trägerflugzeuge starteten in den folgenden Tagen von den Trägern aus und griffen Ziele auf Formosa, Hongkong, Canton, Hainan, Luzon, Okinawa und weitere Rjukju Inseln an und versenkten feindliche Schiffe. Die USS COLAHAN sicherte während dieser Tage die Flugzeugträger ab. In der Dämmerung des 20. Januar wurden die amerikanischen Schiffe durch feindliche Flugzeuge angegriffen. Die Geschützmannschaften der USS COLAHAN begann sofort, wie auch die anderen auf all den anderen Zerstörer auch, mit dem Abwehrfeuer und kein japanischer Pilot kehrte zu seinem Stützpunkt zurück. Erst am 25. Januar verließen die Schiffe beider Task Group ihre Positionen und fuhren zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie am folgenden Tag. Die Schiffbesatzung der USS COLAHAN musste mehrere Trainings- und Übungseinheiten an den Waffensystemen und bei der Suche von feindlichen U-Booten durchführen und bunkerten anschließend frischen Treibstoff sowie Munition und Nahrungsmittel. Anfang Februar gliederte man den Zerstörer in die Task Group 58.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Detachment & Jamboree“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS HANCOCK, USS LEXINGTON ( CV-16 ) und ab dem 21. Februar die USS ENTERPRISE ( CV-6 ), der Leichte Flugzeugträger USS SAN JACINTO, die Schlachtschiffe USS WISCONSIN ( BB-64 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), der Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ), die Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO, USS BOSTON, USS BALTIMORE und USS PITTSBURGH ( CA-72 ), der Leichte Kreuzer USS FLINT und die Zerstörer USS COLAHAN, USS UHLMANN, USS TWINING, USS OWEN, USS STEPHEN POTTER, USS THE SULLIVANS, USS MILLER, USS TINGEY, USS HUNT, USS MARSHALL, USS LEWIS HANCOCK, USS HICKOX, USS YARNALL, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS CUSHING, USS HALSEY POWELL, USS LONGSHOW ( DD-559 ), USS REMEY ( DD-688 ) und USS MONSSEN ( DD-798 ). Den Oberbefehl über die Task Force 58 besaß Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Pebble Beach, Kalifornien ). Am 10. Februar verließen die Schiffe der TG 58.2 das Atoll Ulithi, mit dem Ziel das japanische Kernland. Dort wollte man das dortige industrielle Herz des Feindes treffen. Die USS COLAHAN versetzte man allerdings schon am 11. Februar in die Task Group 58.8, eine Scouting Gruppe. Die darin befindlichen Zerstörer USS COLAHAN, USS UHLMANN, USS CUSHING, USS HALSEY POWELL und USS BENHAM sollten vor den Schiffen der Task Force 58 vorausfahren und nach feindlichen Schiffen sowie Flugzeugen Ausschau halten um den Überraschungseffekt ausnützen zu können. Schon am Nachmittag des folgenden Tages reihten sich diese Schiffe aber wieder in die die TG 58.2 ein und sicherten die Flugzeugträger. Dieselbe Prozedur der Scouting Gruppe, mit denselben fünf Zerstörern erfolgte ab dem 15. Februar in der Nähe des japanischen Kernlandes. Diese Zerstörer eilten voraus und hielten erneut Ausschau. Erst am 17. Februar reihten sie sich wieder in die TG ein. Ab dem 16. Februar begann der Luftangriff auf Tokyo, der zwei Tage andauerte. Die Piloten der Trägerflugzeuge behaupteten nach dem zweiten Angriffstag und 138 geflogenen Einsätzen auf das japanische Kernland, dass während der Luftangriffe drei Radarvorpostenschiffe, ein Geleitflugzeugträger und siebenhundert Flugzeuge vernichtet worden sein sollen. Anschließend verließen die Schiffe der Task Force 58 die japanische Hauptinsel und wandten sich nach Iwo Jima. Auf dieser japanischen Bonin Insel begann am 19. Februar die Landeoperation. Die Trägerflugzeuge unterstützten an diesem Tag die anlandenden Marines und warfen ihre Bomben auf die gegnerischen Stellungen. Die USS COLAHAN selber sicherte dabei, wie alle anderen Zerstörer auch, die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen, indem der Zerstörer die Aufgaben eines Radarvorpostenschiffes übernahm. Dadurch konnte man viele der japanischen Flugzeuge, die die amerikanischen Träger angreifen wollten, schon im Vorfeld erfolgreich vernichten. Am 24. Februar reihte man die USS COLAHAN wieder mit den Zerstörern USS HALSEY POWELL, USS CUSHING und USS BENHAM in die TG 58.8 ein. Diese vier Zerstörer fuhren erneut den Schiffen der TG 58.2 voraus und sicherten diese vor feindliche Luftangriffe. Die USS COLAHAN blieb mit den drei Zerstörern bis zum 26. Februar in dieser TG vereint. An diesem Tag erfasste ein Sturm auf hoher See vor Iwo Jima die Schiffe der TG 58.2. Ein jeder Schiffsführer hatte zu kämpfen um sein ihm anvertrautes Schiff so gut wie möglich durch den Sturm zu bringen. Zum Glück sank keines, aber es wurden mehrere beschädigt. Neben der USS COLAHAN erlitten die Zerstörer USS HALSEY POWELL, USS STEPHEN POTTER und USS BENHAM und der Schwere Kreuzer USS SAN FRANCISCO aus der TG 58.2 und die Zerstörer USS JOHN W WEEKS und USS PRESTON ( DD-795 ) aus der TG 58.3 schwere Beschädigungen an Deck. Daher versetzte man die USS COLAHAN am 27. Februar in die Task Group 58.4 die Rear Admiral Arthur William Radford während der Operationen „Detachment“ und „Jamboree“ befehligte. In der TG befanden sich außerdem noch die Flugzeugträger USS YORKTOWN und USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS CABOT und USS LANGLEY, die Schlachtschiffe USS WASHINGTON, USS NORTH CAROLINA und USS MISSOURI, ab diesem Tage auch der Schwere Kreuzer USS SAN FRANCISCO, die Leichten Kreuzer USS SAN DIEGO, USS SANTA FE und USS BILOXI und die Zerstörer USS COLAHAN, USS BENHAM, USS STEPHEN POTTER, USS HALSEY POWELL, USS TRATHEN, USS HAILEY, USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS MOALE ( DD-693 ) und USS INGRAHAM ( DD-694 ). Noch am selben Tag verließen diese Schiffe ihre Positionen vor Iwo Jima und fuhren zum Atoll Ulithi zurück, wo sie am 1. März 1945 anlegten. Die USS COLAHAN lag wieder längsseits zu einem Zerstörertender und die Reparaturarbeiten an dem Zerstörer begannen sofort. Hier bereitete man die Schiffe auch auf die kommende Invasion auf Okinawa, der letzten großen amphibischen Operation während des Krieges, vor. Dazu blieb die USS COLAHAN in der Task Group 58.4 die wiederum Rear Admiral Arthur William Radford während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE, USS YORKTOWN und USS INTREPID ( CV-11 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY, USS MISSOURI und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM ( CB-2 ) und USS ALASKA ( CB-1 ), die Leichten Kreuzer USS FLINT, USS SAN DIEGO und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS COLAHAN, USS BENHAM, USS HAILEY, USS HAGGARD, USS FRANKS, USS TRATHEN, USS HEERMANN, USS McCORD, USS HAZELWOOD, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS CUSHING, USS UHLMANN, USS TWINING, USS REMEY, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Mit dieser geplanten Invasion auf Okinawa begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. Dazu verließen die Schiffe am 14. März das Atoll Ulithi. Zwei Tage später befanden sie sich auf ihren Positionen und ab dem 18. März flogen die Trägerflugzeuge zwei Tage lang Angriffe auf Flugplätze von Kyushu, Kure und Kobe, auf militärische Ziele auf Honshu und Shikoku. Der erste japanische Luftalarm in diesen Tagen begann am 17. März. Die USS COLAHAN hatte ihre Radarvorpostenstation eingenommen, da gab es auch schon einen ersten Radarkontakt mit feindlichen „Snoopers“. Die Geschützmannschaften feuerten auf diese Flugzeuge damit sie abdrehten und der Zerstörer verließ anschließend ebenfalls seine Position. Am folgenden Morgen konnte eine Mitsubishi A6M die neue Position des Kriegsschiffes ausfindig machen. Das Katz und Maus Spiel hielt zwei Tage. In den frühen Morgenstunden des 20. März kam es zu einem erneuten Luftangriff auf die US Navy Schiffe. Noch vor der Morgendämmerung begann der Kampf. Viele der angreifenden japanischen Flugzeuge wurden während der Schlacht abgeschossen. Doch da durchbrach ein japanischer Bomber den Sperrgürtel der amerikanischen Jagdflugzeuge und warf zwei Panzerbrechende Bomben auf die USS FRANKLIN ab. Beide durchschlugen das Flugdeck und explodierten im Innern des Flugzeugträgers. Dabei kamen 724 Mannschaftsmitglieder und Personal ums Leben und 264 wurden zum Teil schwer verwundet. Durch das Löschwasser erhielt der Träger schnell eine dreizehn Grad Schlagseite nach Steuerbord. Erst durch den Leichten Kreuzer USS SANTA FE konnte notdürftig Elektrizität eingespeist werden. Die USS COLAHAN blieb während der Rettungsaktion des Flugzeugträgers auf ihrem Posten als Radarvorpostenschiff. Das betanken der Schiffe der TG musste an diesem Tage abgebrochen werden, als sich am Nachmittag eine japanische Flugzeugformation näherte. Die Geschützmannschaften der USS COLAHAN feuerten den gesamten Nachmittag aus allen Rohren auf feindliche Flugzeuge und konnten dabei einige vom Himmel holen. Die japanischen Luftangriffe wurden auch am 21. März fortgesetzt. Die USS COLAHAN beteiligte sich an der Sicherung der Schweren Schiffe während des Bombardements auf feindliche Stellungen, Befestigungen und Schiffe bei Okinawa. Dabei erzielten die Trägerflugzeuge große Schäden zur Vorbereitung auf die Invasion der Insel. Am 23. März erhielt man auf dem Zerstörer vor Okinawa einen Sonarkontakt von einem feindlichen U-Boot. Umgehend begann man mit der Eingrenzung des Zielgebietes, doch dann riss der Kontakt ab. Durch die vermehrten Aktivitäten der amerikanischen Schiffe, erhöhte sich allerdings auch der Bedarf an Treibstoffen für die Zerstörer, so dass diese schon wieder am 25. März betankt werden mussten. Dabei befanden sich die Schiffe rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa. Am 27. März kam es zu einem massiven japanischen Luftangriff auf die Schiffe der TG 58.4 und TG 58.1, der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Am 1. April begann dann die Invasion auf Okinawa. Mit dieser geplanten Invasion auf der Insel begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. In den ersten Tagen dieser Invasion hielten sich die japanischen Luftangriffe in Grenzen. Aber am 6. April flogen diese einen massiven Luftangriff auf die amerikanischen Schiffe um die angelaufene Landeoperation zum Stehen zu bringen. Über zwei Stunden dauerte dieser Angriff. Die Geschützmannschaften der Zerstörergruppe, in der sich die USS COLAHAN befand, konnten dabei fünf japanische Kamikazepiloten und deren Maschinen rechtzeitig abschießen. Gegenüber anderen Zerstörern, die auf ihren Radarvorposten waren und angegriffen wurden, war die USS COLAHAN keinem direkten Luftangriff ausgesetzt. Die Schiffe der Task Group 58.2, welche wegen der Reparaturen mehrerer Schiffe zum Atoll Ulithi im März zurück ziehen mussten, war neu zusammengestellt worden und verließen am 5. April das Atoll. Der Hauptgrund dafür war das Auslaufen einer japanischen Entsatzflotte um das Superschlachtschiff YAMATO. Diese feindliche Flotte war durch ein amerikanisches U-Boot schon kurz nach dem Verlassen von der japanischen Heimatbasis Tokuyama gemeldet worden. In dieser Flotte befanden sich neben der YAMATO noch der Leichte Kreuzer YAHAGI und die Zerstörer ISOKAZE, HAMAKAZE, YUKUKAZE, ASASHIMO, HATSUSHIMO, KASUMI, FUYUTSUKI und SUZUTSUKI. Das Superschlachtschiff sollte die Wende im Kampf um Okinawa bringen, ansonsten sollte es wie das gesamte japanische Kaiserreich untergehen. Deshalb hatte man an Bord des Schiffes auch nur die Bunker mit Brennstoff gefüllt um nach Okinawa zu gelangen. Um nun diese japanische Flotte abzufangen, strukturierte man am 7. April die Task Group 58.4 auch wegen der ständig steigenden Kamikazeangriffe um. Die USS COLAHAN blieb aber während dieser Schlacht auf ihrer Radarvorpostenstation rund 25 Seemeilen nördlich der TF 58. Es verging nun fast kein Tag an dem kein japanischer Kamikazeangriff gestartet wurde. Durch die dann immer hektischer werdenden Abwehrreaktionen der Flugabwehrkanoniere, wurden auch Schiffe der Task Group mit beschossen und getroffen. Unzählige Beschädigungen auf fast allen Schiffen wurden in diesen Tagen gezählt. So gab es am 17. April um 9:44 Uhr einen japanischen Luftangriff, den vier Kamikazepiloten mit ihren Zeros durchführten. Die amerikanischen Zerstörer lagen an diesem Tag rund 290 Seemeilen südöstlich der Nakagusuku Bay. Eines dieser Flugzeuge stürzte sich direkt auf die USS COLAHAN, ließ eine Bombe fallen, welche allerdings nicht traf, und zog wieder nach oben, um sich wenige Sekunden später auf die USS BENHAM zu stürzen. Mehrere Zerstörer feuerten gleichzeitig auf dieses Kamikazeflugzeug. Dabei erhielt die USS BENHAM unzählige Treffer an Bord und ein Mannschaftsmitglied fand den Tod und vierzehn verwundet worden. Auch in den folgenden Tagen sicherte die USS COLAHAN auf ihrem Radarvorposten zusammen mit ihren Schwesterschiffen die Aktionen der amerikanischen Flugzeugträger ab. Am 29. April gab es erneut feindlichen Luftalarm. Diesmal stürzten sich gleich drei Kamikazepiloten auf die USS HAZELWOOD. Zwei davon konnte noch ausgewichen werden, aber die dritte Maschine kam von achtern aus den Wolken und schlug vor der Brücke ein. Zehn Offiziere und siebenundsechzig Mannschaftsmitglieder fanden sofort den Tod und sechsunddreißig wurden später als Vermisst gemeldet. Die USS COLAHAN eilte dem Schwesterschiff zu Hilfe und übernahm 140 Verletzte, die zu einem Hospitalschiff gebracht wurden. Um den Schiffsbesatzungen etwas Ruhe zu gönnen, verließen die Schiffe der TG 58.4 am 11. und 12. Mai die Gewässer vor Okinawa und fuhren zum Atoll Ulithi. Dort wurden am 14. Mai die Anker gelegt. Anschließend gliederte man die USS COLAHAN während der weiteren Operation „Iceberg“ in die Task Force 38 ein. Dort übernahm das Kriegsschiff spezielle Aufgaben als Radarvorpostenschiff. Ab dem 2. Juni erfolgten erneute amerikanische Luftangriffe gegen feindliche Ziele auf Kyushu, Nansei Shoto und andere japanischen Ziele. Am Abend des 10. Juni verließen die Schiffe der TF diese Gewässer und fuhren zur San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Drei Tage später erreichte die USS COLAHAN diese Insel. Die USS COLAHAN gliederte man nun in der TG 38.4 ein, welche Rear Admiral Arthur William Radford während der Operation „Home Islands Raid“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN, USS SHANGRI-LA, USS BON HOMME RICHARD ( CV-31 ) und ab dem 20. August die USS ESSEX, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS IOWA, USS WISCONSIN und das Flaggschiff USS MISSOURI auf dem sich auch Admiral William Frederick Halsey, Jr. befand, die Schweren Kreuzer USS QUINCY, USS BOSTON, USS ST PAUL ( CA-73 ) und USS CHICAGO ( CA-29 ), der Leichte Kreuzer USS SAN JUAN und die Zerstörer USS COLAHAN, USS CUSHING, USS UHLMANN, USS WEDDERBURN, USS TWINING, USS STOCKHAM, USS BENHAM, USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS ROWE ( DD-564 ), USS STODDARD ( DD-566 ), USS SMALLEY ( DD-565 ) und USS WREN ( DD-568 ). Ab dem 1. Juli begannen diese Schiffe ein intensives Training in den folgenden sieben Tagen um die Abstimmung unter den Schiffen zu gewährleisten. Das waren die Vorbereitungen für den lang ersehnten Angriff auf die japanischen Hauptinseln. Drei Tage später lagen die Schiffe vor der Tokyo Bay und die Trägerflugzeuge begannen ihr Bombardement gegen feindliche Ziele rund um die japanische Hauptstadt. Nach weiteren vier Tagen begann der Angriff im Norden von Honshu und auf Hokkaido. Sämtliche japanischen Schiffe wurden dort sofort attackiert und versenkt oder beschädigt, so dass diese nicht mehr in den Kampf eingreifen konnten. Am 24. Juli bildete man die Task Group 35.3 die Rear Admiral James Cary Jones ( 2. März 1892 in Huntsville, Madison County, Alabama – 12. Januar 1977 ) befehligte. Diese Task Group bestand nur einen Tag und war auf der Suche nach feindlichen Schiffen in den Gewässern zwischen Kure und Kobe. In der TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ) und die Zerstörer USS COLAHAN, USS UHLMANN, USS WEDDERBURN, USS TWINING, USS STOCKHAM und USS CUSHING. Diese Schiffe fuhren am 24. Juli in ihr Einsatzgebiet im Süden von Honshu. Hier begannen die Schiffe die Wasserflugzeugbasis Kushimoto und den japanischen Flugplatz bei Shino-Misaki zu bombardieren. Dieses hielten sie bis zum Mittag des folgenden Tages. Am Nachmittag kehrten dann die Schiffe der TG 35.3 zu den Schiffen der TG 38.4 zurück. Hier übernahm die USS COLAHAN wieder die Sicherung der Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Die amerikanischen Trägerflugzeuge flogen derweil ihre Einsätze bis Anfang August gegen Kure, Kobe und dem nördlichen Honshu. Nur noch vereinzelte japanische Kamikazepiloten stiegen mit ihren Flugzeugen in die Luft auf um sich auf die amerikanischen Schiffe zu stürzen. Nur die wenigsten davon konnten ihr Ziel auch erreichen, wurden aber zum großen Teil von den Geschützmannschaften der Schiffe vorher schon abgeschossen. Am 15. August um 6:05 Uhr stiegen erneut amerikanische Trägerflugzeuge auf. Das Ziel war diesmal Tokyo. Zwei Stunden später wurde durch Radio San Francisco das Ende des Zweiten Weltkrieges im pazifischen Raum verkündet. Die Japaner akzeptierten eine bedingungslose Kapitulation. Man beorderte umgehend die Piloten zur Umkehr. Nun begannen die Vorbereitungen zur Okkupation Japans. Am 27. August fuhr die USS COLAHAN in die Sagami Bay bei Yokosuka und sollte hier die Übergabe der japanischen Marinebasis, notfalls mit Waffengewalt, und gleichzeitig zusammen mit der USS CUSHING die Hafeneinfahrt überwachen. Danach eskortierte der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen das Schlachtschiff USS MISSOURI in die Tokyo Bay. Die COLAHAN blieb den gesamten 2. September in der Bay und sicherte die Zeremonie zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde ab. Erst am folgenden Tag verließ der Zerstörer diese Bucht und begann mit seinen Patrouillenfahrten vor der japanischen Küste. Am 8. Oktober lief das japanische Frachtschiff KIRI MARU Nr. 9 vor der Vulkaninsel Miyake Jima, diese liegt rund 180 km südlich von Tokyo, auf Grund und war nicht mehr reparabel. Die USS COLAHAN war das am nächst gelegene Schiff und eilte zu Hilfe. Man nahm die japanische Besatzung an Bord des Zerstörers auf und brachte diese zum Hafen vor Okubo auf der Vulkaninsel Miyake Jima. Nach dem Ausschiffen der japanischen Besatzung, setzte der Zerstörer seine Patrouillenfahrt fort. Ende Oktober legte das Kriegsschiff dann im Hafen von Tokyo an und verließ die japanischen Gewässer am 31. Oktober. Ziel war San Diego, Kalifornien. Hier stellte man die USS COLAHAN am 14. Juni 1946 außer Dienst und versetzte den Zerstörer noch am selben Tag in die Reserve. Dazu blieb das Kriegsschiff im 12. Naval District, mit Sitz in San Diego, und hatte die Aufgabe übertragen bekommen, sich an der Ausbildung von Navy Reservisten zu beteiligen. Dazu erhielt der Zerstörer vom 4. Januar bis zum 12. März 1947 in der Mare Island, Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien eine Überholung. Während der dann folgenden Ausbildungskreuzfahrten befand sich die USS COLAHAN unter anderem am 25. Juni 1948 im Hafen von Vancouver, British Columbia, Kanada.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man am 16. Dezember 1950 die USS COLAHAN für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Am 20. März 1951 stellte Commander Gale Seaver Felton ( 9. November 1918 in New York – 7. März 2004 in Las Vegas, Clark County, Nevada ) das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt vor der kalifornischen Küste dauerte bis zum 20. August. An diesem Tag legte das Kriegsschiff im Hafen von San Francisco ab und begann seine erste Kreuzfahrt in den Fernen Osten. Ziel war die 7. US Flotte, die vor den koreanischen Gewässern lag. Außerdem nutzte man zur Auffüllung der Magazine und Bunker und für Reparaturen den Hafen von Yokosuka, Japan. Neben der Unterstützung von Bodentruppen und Bombardements auch Ufernahe Gebiete, beteiligte sich die USS COLAHAN vor Okinawa bei einer Anti-U-Boot-Übung. Am 10. März 1952 legte der Zerstörer wieder im Hafen von San Diego an. Doch schon am 1. November 1952 begann die zweite Kreuzfahrt mit dem Ziel Korea. Während dieser zweiten Einsatzfahrt, bombardierte man mit den Schiffsgeschützen erneut die verschiedensten Ufernahen Ziele Koreas. Während dieser Zweiten Kreuzfahrt im Fernen Osten, beteiligte sich das Kriegsschiff aber auch an Patrouillenfahrten in der Taiwan Straße und an Übungseinheiten vor Okinawa. Erst am 1. Juni 1953 legte die USS COLAHAN in San Diego wieder an. Kurz darauf wurde in Korea ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet und der Krieg damit vorerst beendet. In den folgenden Jahren bis 1957 unternahm der Zerstörer zusammen mit den Schiffen der 7. US Flotte Patrouillenfahrten im Fernen Osten zur Sicherung der Vormachtstellung der USA in diesem Gebiet. Ab 1958 blieb das Kriegsschiff an der US Westküste und war ein Teil der Ausbildung für US Navy Reservisten. Hier beteiligte sich der Zerstörer an die dafür angesetzten Operationen entlang der Westküste. Im August 1961 gliederte man die US Navy Reservisten in die aktive Flotte ein, nachdem am 13. August die Berliner Mauer errichtet wurde. Das war ein Teil der Antwort des US Präsidenten John Fitzgerald Kennedy ( 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts – 22. November 1963 in Dallas, Texas ) auf die sich in Deutschland verschärfenden Krise. Nach mehreren Trainingsmonaten verließ die USS COLAHAN am 2. Februar 1962 ihren Heimathafen und fuhr in den Westpazifik. Hier eskortierte der Zerstörer den Helikopterträger USS PRINCETON ( LPH-5 ) nach Südvietnam. An Bord dieses Trägers befanden sich Helikopter und amerikanische Militärberater, die zur Unterstützung der Südvietnamesischen Armee in der Provinz Soc Trang an Land gehen sollten. Die USS COLAHAN kehrte am 17. Juli 1962 nach San Diego zurück und übernahm erneut die Ausbildung von Reservisten.
Am 1. August 1966 stellte man den Zerstörer außer Dienst und strich den Namen USS COLAHAN ( DD-658 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Anlagen und Einrichtungen, versenkte man am 18. Dezember 1966 den Schiffskörper vor der kalifornischen Küste.


USS COLAHAN ( DD-658 )
Commanding Oficer

CDR Donald Taylor Wilber        23. August 1943 – 30. Januar 1945
CDR Martin Adam Shellabarger         30. Januar 1945 – 30. Juni 1945
CDR Frank Dolan Whalen        30. Juni 1945 – 14. Juni 1946
Außerdienststellung         14. Juni 1946 – 15. Dezember 1950
CDR Gale Seaver Felton       20. März 1951 – 19. März 1952
CDR William Kerr Brooks       19. März 1952 – 29. Juli 1954
CDR Henry Joseph Brantingham        29. Juli 1954 – März 1956
CDR C. L. Keedy Jr.         März 1956 – Januar 1958
CDR John Gross         Januar 1958 – 1959
CDR Raymond Albert Hubbard          1960 – 1. Juli 1961
CDR Reynold Masters          1. Juli 1961 – August 1962
CDR Adrian DeWitt Wagner         August 1962 – Oktober 1964
CDR Rex Gygax         Oktober 1964 – 1. August 1966

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