USS FULLER ( DD-297 )

USS FULLER ( DD-297 )

Biografie

Edward Canfield Fuller
4. September 1893 in Hamilton, Virginia
12. Juni 1918 während der Schlacht im Belleau Wood
war ein Offizier im United States Marine Corps

Edward Canfielf Fuller war der Sohn von Generalmajor Ben Hebard Fuller ( 27. Februar 1870 – 8. Juni 1937 ) und Kathrine Heaton Offley Fuller ( 23. April 1871 – 21. Mai 1958 ). Er schloss die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland in der Klasse von 1916 ab. Man versetzte ihn zum Marine Corps. Nach dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg kam Fuller nach Frankreich. Dort wurde Captain Fuller am 12. Juni 1918 während der Schlacht von Belleau Wood getötet. Furchtlos soll er Artilleriefeuer auf sich gezogen haben damit sich seine untergebenen Männer in eine sichere Position begeben konnten. Man verlieh ihm posthum das Distinguished Service Cross.


USS FULLER ( DD-297 )

Schiffsbiografie

Die USS FULLER ( DD-297 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain Edward Canfield Fuller benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsechste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 4. Juli 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Gladys Sullivan taufte am 5. Dezember 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Robert Emmitt Rogers stellte am 28. Februar 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt die die USS FULLER bis zu den Inseln von Hawaii führte, erreichte der Zerstörer am 28. April 1920 seinen Heimathafen San Diego, Kalifornien. Von hier aus begann auf dem Schiff der Zeitplan für die Ausbildung der Besatzung. Der Zerstörer fuhr dazu entlang der US Westküste von Kalifornien bis Oregon. Im Februar und März 1923 beteiligte sich die USS FULLER an einem Flottenmanöver der Kampfflotte. Dieses Manöver wurde im Raum der Panamakanalzone abgehalten. Es wurden dabei experimentelle Torpedos auf Zielschiffe abgeschossen und Schießübungen mit den Flak- und Geschütztürmen durchgeführt. Im Anschluss daran kehrte der Zerstörer nach San Diego zurück. Im Juli 1923 fuhr die USS FULLER im Verband des XI. Zerstörergeschwaders nach Norden für weitere Manöver und einer Überholung in der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington.
Am 7. September 1923 erhielt das in der San Francisco Bay vor Anker liegende XI. Zerstörergeschwader den Befehl nach San Diego zu fahren. In diesem Geschwader befanden sich vierzehn Zerstörer. Das Führungsschiff war die USS DELPHY ( DD-261 ) auf dem sich der Kommandant des Geschwaders Captain Edward Howe Watson ( 28. Februar 1874 – 7. Januar 1942 ) befand. Zu dem Geschwader gehörten noch die Zerstörer USS FULLER, USS S P LEE ( DD-310 ), USS YOUNG ( DD-312 ), USS WOODBURY ( DD-309 ), USS NICHOLAS ( DD-311 ), USS FARRAGUT ( DD-300 ), USS PERCIVAL ( DD-298 ), USS SOMERS ( DD-301 ), USS CHAUNCEY ( DD-296 ), USS KENNEDY ( DD-306 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-307 ), USS STODDERT ( DD-302 ) und USS THOMPSON ( DD-305 ). Am Morgen des 8. September gegen 7:00 Uhr hievten die Zerstörer die Anker auf. Die See war spiegelglatt und ruhig. Um 8:30 Uhr ging das Geschwader auf den Generalkurs von 160° und die Marschfahrt wurde auf 20 Knoten erhöht. Gegen 11:30 Ugr erfolgte die letzte terrestrische Ortsbestimmung. Nach drei weiteren Stunden änderten die Schiffe des Geschwaders den Kurs auf 150° und ab 16:30 Uhr in Kiellinie wegen des sich verschlechternden Wetters. Gegen 18:00 Uhr erreichten die Schiffe den Nordeingang des Santa Barbara Channel. Da man nun keine Landsicht mehr hatte wegen der schlechten meteorologischen Bedingungen, bediente sich Captain Watson der Funkpeilstelle auf Point Arguello. Diese meldete sich dreizehn Minuten nach der Anfrage und gaben den Kurs von 320° an. In den folgenden dreißig Minuten wurden dann weitere Peilungen an die USS DELPHY übermittelt. Nach diesen werten fuhr das Geschwader direkt auf den Point Arguello zu. Captain Watson hätte den Fehler bereits da bemerken müssen, schenkte aber den Angaben der Funkpeilstelle keine weitere Beachtung und gab den Kurs von 150° und die Geschwindigkeit von 20 Knoten an die anderen Schiffe des Geschwaders weiter. Um 20:00 Uhr wurden die errechneten Koordinaten an die anderen Schiffe weitergegeben die immer noch in Kiellinie folgten. Die Navigationsoffiziere errechneten allerdings einen vollkommen anderen Standort der viel zu gefährlich nahe an der Küste sich befand. Doch die Kommandanten hatten nicht den Mut diese Daten dem Geschwaderchef zu übermitteln. Nach der Peilung der Funkpeilstelle um 20:39 Uhr und 20:58 Uhr befand sich das Geschwader nördlich von Point Arguello anstatt wie von Captain Watson angenommen südlich davon. Ohne eine Ankündigung änderte die USS DELPHY um 21:00 Uhr den Kurs auf 95° und verschwand im Nebel. Das Kursänderungssignal mit dem neuen Kurs wurde den in Kiellinie folgenden Zerstörern nachträglich übermittelt. Fünf Minuten nach der Kursänderung lief die USS DELPHY mit 20 Knoten auf die Felsen der kalifornischen Küste auf. Geistesgegenwärtig konnte man auf dem Zerstörer noch das Signalhorn aktivieren um die anderen Schiffe zu warnen. Doch für die USS FULLER, USS S P LEE, USS WOODBURY, USS NICHOLAS und USS YOUNG kam es zu spät die selber ohne die Fahrt verringert zu haben auf Grund liefen. Wie folgt liefen die Zerstörern nach ihrer taktischen Nummer hinter dem Führungsschiff. Die USS S P LEE folgte der USS DELPHY. Man drehte nach Backbord und lief auf Grund. Die USS YOUNG leitete keine Drehung ein und riss sich den Rumpf unterhalb der Wasserlinie an einem Felsen auf. Das schnell eindringende Wasser ließ den Zerstörer nach Steuerbord kentern und zwanzig Seeleute fanden den Tod. Die USS WOODBURY wich nach Steuerbord aus und lief dabei auf einen vorgelagerten Felsen auf. Die USS NICHOLAS drehte nach Backbord und lief ebenfalls auf Felsen auf. Die USS FARRAGUT lief zwar auf Grund, konnte sich aber selber befreien und wurde gerettet. Die USS FULLER lief neben der USS WOODBURY auf den Felsen auf. Die USS PERCIVAL konnte ausweichen und blieb unbeschädigt. Die USS SOMERS wurde nur leicht an einem Felsen beschädigt. Die USS CHAUNCEY konnte rechtzeitig stoppen und man versuchte dann Seeleute von der USS YOUNG zu retten. Dabei lief der Zerstörer selber auf Grund und ging verloren. Die USS KENNEDY, USS PAUL HAMILTON, USS STODDERT und USS THOMPSON konnten rechtzeitig ausweichen und blieben unbeschädigt.
Die USS FULLER wurde an diesem Abend von seiner Besatzung aufgegeben. Der Zerstörer brach später in zwei Teile und sank. Man stellte am 26. Oktober das Schiff außer Dienst und strich am 20. November 1923 den Namen USS FULLER ( DD-297 ) von der US Navy – Liste.
Am 29. Oktober 1925 verkaufte man das Wrack an Robert H. Smith in Oakland, Kalifornien für 147,86 Dollar.


USS FULLER ( DD-297 )
Commanding Officer

LCDR Robert Emmitt Rogers           28. Februar 1920 – 4. Mai 1920
LCDR James Denis Moore         4. Mai 1920 – 15. Oktober 1920
LT Frank Pugh Thomas           15. Oktober 1920 – 3. August 1922 (erreichter Rang RADM)
LCDR Walter Dudley Seed Jr.          3. August 1922 – 26. Oktober 1923

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