USS GWIN ( DD-433 )

USS GWIN ( DD-433 )

Biografie

William Gwin
* 6. Dezember 1832 in Columbus, Indiana
† 3. Januar 1863 an Bord eines Lazarettschiffes auf dem Mississippi River
war ein Offizier in der United States Navy der während des amerikanischen Bürgerkrieges diente und getötet wurde

Am 7. April 1847 ernannte man Gwin zum Midshipman. An Bord der Fregatte USS BRANDYWINE ( 1825 ) die zum Brasilien Geschwader gehörte, diente er bis 1850. In den folgenden fünf Jahren befand er sich an Bord der Kriegsschaluppe USS GERMANTOWN ( 1846 ), die das Flaggschiff des Afrika Geschwaders war, dem Dampfer USS PRINCETON ( 1851 ) und der Brigg USS BAINBRIDGE ( 1852 ). Auf der Brigg beförderte man ihn im September 1855 zum Lieutenant. Von Ende 1857 bis zum Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges am 12. April 1861 diente Gwin an Bord der Korvetten USS SARANAC ( 1848 ) und der USS VANDALIA ( 1828 ) die im Pazifik operierten und der Seitenraddampffregatte USS SUSQUEHANNA ( 1850 ) die im Mittelmeer eingesetzt war. Mitte des Jahres 1861 kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück. Man versetzte ihn an Bord des neugebauten Dampfschiffes USS CAMBRIDGE ( 1860 ) das in Boston am 29. August 1861 von Commander W. A. Parker in den Dienst der US Navy gestellt wurde. Noch im selben Jahr wechselte er an Bord der Brigg USS PERRY ( 1843 ). Dann versetzte man Gwin zum Missisippi Geschwader das unter dem Kommando von Flag Ofizier Andrew Hull Foote ( 12. September 1806 – 26. Juni 1863 ) stand. Dort erhielt er ein Kommando über ein Holzkanonenboot und war damit an der Eroberung von Fort Henry auf dem Tennessee River beteiligt. Mit seinem Schiff fuhr Gwin den Tennessee River nach der Schlacht weiter Stromabwärts bis weit in den Bundesstaat Alabama hinein. Mit dieser Aktion brach der Zusammenhalt der konföderierten Linien bis weit hinter ihm in Kentucky zusammen. Für diese Aktion beförderte man ihn zum Lieutenant Commander. Mit den Kanonenbooten USS TYLER ( 1857 ) und USS LEXINGTON ( 1861 ) war Gwin auf dem Tennessee River weiter nach Süden unterwegs und gab Feuerunterstützung für die Unionstruppen während der Schlacht um Shiloh am 6. April 1862. Mit den Schiffen konnte er eine Katastrophe für die Unionstruppen von General Ulysses S. Grant ( 27. April 1822 – 23. Juli 1885 ) verhindern. Am folgenden Tag flohen die konföderierten Truppen nach massiven Angriffen der Unionstruppen. Im Oktober 1862 erhielt Gwin das Kommando über das Kanoneboot USS BENTON ( 1861 ) mit dem er auf dem Yazoo River operieren sollte. Am 26. Dezember 1862 begannen dort die Unionstruppen unter dem Kommando von General William Tecumseh Sherman ( 8. Februar 1820 – 14. Februar 1891 ) von Nordosten auf Vicksburg vorzurücken. Gwin war mit seinem Schiff für General Sherman abgestellt um dessen Truppen bei der Überquerung des Flusses und bei Kampfhandlungen gegen konföderierte Truppen zu helfen. Am 27. Dezember wurde Gwin bei der Schlacht um Haines Bluff schwer verwundet. Man verlegte ihn auf ein Lazarettschiff das sich auf dem Mississippi nach Norden bewegte. Auf diesem Schiff starb Lieutenant Commander Gwin am 3. Januar 1863 an seinen Verletzungen.

Zu Ehren von LCDR William Gwin wurden bei der US Navy vier Schiffe benannt.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS GWIN ( TB-16 ) aus der gleichnamigen Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS GWIN ( DD-71 ) aus der CALDWELL – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS GWIN ( DD-433 ) aus der GLEAVES – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer und Minenleger USS GWIN ( DM-33 ) aus der ROBERT H SMITH – Klasse dessen Bau als Zerstörer mit der Kennung DD-772 aus der ALLEN M SUMNER – Klasse begonnen wurde


USS GWIN ( DD-433 )

Schiffsbiografie

Die USS GWIN ( DD-433 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Commander William Gwin benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das siebente Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts wurde am 1. Juni 1939 der Kiel des s40002Schiffes gelegt. Miss Jesse T. Lippincott, Cousine zweiten Grades von Lieutenant Commander William Gwin, taufte am 25. Mai 1940 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander John Martin Higgins ( 15. August 1899 – 7. Dezember 1973 ) stellte am 15. Januar 1941 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt mit anschließenden Änderungen in der Boston Navy Yard waren am 20. April 1941 abgeschlossen. Zuvor war am 7. April 1941 ein amerikanischer Marinestützpunkt auf den Inseln der Bermudas in Dienst gestellt worden. Einen Tag später lief der amerikanische Kriegsschiffsverband der Task Group 7.3, kommandiert von Rear Admiral Cook, ein. Diese TG soll als „Central Atlantic Neutrality Patrol“ im Westatlantik operieren und bestand aus den Flugzeugträger USS RANGER ( CV-4 ). Den Schweren Kreuzern USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) und USS WICHITA ( CA-45 ) und den Zerstörern USS KEARNY ( DD-432 ) und USS LIVERMORE ( DD-429 ). Am 15. April erhält die TG 7.3 Verstärkung. Neben der USS GWIN legen in diesem Marinestützpunkt die beiden Schweren Kreuzer USS QUINCY ( CA-39 ) und USS VINCENNES ( CA-44 ) sowie die Zerstörer USS SAMPSON ( DD-394 ), USS GRAYSON ( DD-435 ), USS EBERLE ( DD-430 ), USS MEREDITH ( DD-434 ), USS MONSSEN ( DD-436 ) und USS ERICSSON ( DD-440 ) und der neue Flugzeugträger USS WASP ( CV-7 ) an. Für die USS GWIN begann am 31. Mai die erste Neutralitätspatrouille. Zusammen mit dem Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-5 ), dem Schweren Kreuzer USS VINCENNES und dem Zerstörer USS SAMPSON aus der Task Group 2.5 legte der Zerstörer an diesem Tage in dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas ab. Die Neutralitätspatrouille führte die Schiffe bis zu den Kanarischen Inseln. Am 12. Juni endete diese Patrouille in Hampton Roads, Virginia. Von dort aus kehrte die USS GWIN nach wenigen Tagen wieder zu den Bermudas zurück. Dort gliederte man den Zerstörer in die Task Group 2.7. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ) und USS SAVANNAH ( CL-42 ) und der Zerstörer USS MEREDITH. Am 16. Juli legten die Schiffe der TG 2.7 in dem Marinestützpunkt ab und führten eine Neutralitätspatrouille in der Karibik durch. Diese endete am 25. Juli wieder in dem Stützpunkt.
Am 23. August, erhalten die Briten durch Funk- und Luftaufklärung die Information, dass ein deutscher Hilfskreuzer und ein Blockadebrecher sich südöstlich der Bermudas treffen wollten. Umgehend werden mehrere britische und kanadische Hilfskreuzer von Halifax, Nova Scotia aus in Marsch gesetzt um diese beiden feindlichen Schiffe aufzubringen. Der kanadische Hilfskreuzer HMCS PRINCE DAVID ( F89 ) meldete am 27. August ein unbekanntes Kriegsschiff, möglicherweise aus der ADMIRAL HIPPER – Klasse. Nach dieser Meldung beginnt eine großangelegte Suche nach einem Phantom. Wenige Minuten nach der Meldung legte das britische Schlachtschiff HMS RODNEY ( 29 ) bei den Bermudas ab. Diesem Schiff folgte die amerikanische Task Group TG 2.6, bestehend aus dem Flugzeugträger USS WASP, dem Leichten Kreuzer USS SAVANNAH und den Zerstörern USS GWIN, USS MONSSEN und USS MEREDITH. Am folgenden Morgen melden Trägerflugzeuge der USS WASP mehrere Handelsschiffe und ein Kriegsschiff, möglicherweise aus der HIPPER – Klasse. Nun werden in das Operationsgebiet weitere britische Kriegsschiffe verlegt. In der Nacht zum 29. August laufen von den Bermudas die Schiffe der TG 2.7, bestehend aus dem Flugzeuggeleitträger USS LONG ISLAND ( CVE-1 ), dem Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ) und den Zerstörern USS LIVERMORE und KEARNY, sowie die frisch versorgten Schiffe der TG 2.5, bestehend aus der USS YORKTOWN, USS BROOKLYN, USS EBERLE, USS GRAYSON und USS ROE, aus um die Fühlung zu dem verdächtigen Kreuzer zu halten. Handelsschiffe die die alliierten Versorgungsgebiete anlaufen werden kurzerhand westlich der Antillen und der Bermudas um das Einsatzgebiet umgeleitet. Von Trinidad aus decken die amerikanischen Kriegsschiffe der Task Group 3, bestehend aus den Leichten Kreuzern USS MEMPHIS ( CL-13 ), USS MILWAUKEE ( CL-5 ) und USS OMAHA ( CL-4 ) sowie den Zerstörern USS SOMERS ( DD-381 ), USS WARRINGTON ( DD-383 ), USS DAVIS ( DD-395 ) und USS JOUETT ( DD-396 ), die Ausgänge zur Karibik und zur Nordostküste von Brasilien und Guinea. Am 30. August meldet der amerikanische Küstenwachkutter USCGC ALEXANDER HAMILTON ( WPG-34 ) einen Kreuzer der HIPPER – Klasse zwischen den Bermudas und Neufundland gesichtet zu haben. Um Zusammenstöße mit dem feindlichen Schiff zu vermeiden, werden die britischen Geleitzüge HX 147, ON 9 und SC 41 sowie die amerikanischen Task Undergroups TU 1.1.7 und TU 1.1.4 gewarnt. Die amerikanischen Kriegsschiffe der TU 1.1.2, bestehend aus dem Schlachtschiff USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), dem Schweren Kreuzer USS QUINCY und den Zerstörern USS SIMS ( DD-409 ), USS HUGHES ( DD-410 ) und USS RUSSELL ( DD-414 ), sollen die Dänemarkstraße zwischen Grönland und Island abriegeln. Trotz allen Aufwandes wird aber der verdächtige Kreuzer aus der HIPPER – Klasse nicht gefunden. In Absprache mit Zerstörern anderer DESRON wurden Neutralitätspatrouillen in den Nordatlantischen Gewässern zwischen der Naval Station Argentia, Neufundland und Hvalfjord, Island durchgeführt um britische Schiffskonvois zur Versorgung Großbritanniens besser zu schützen. So läuft ein Schiffsverband am 23. September 1941 vom Naval Station Argentia aus und erreichte am 28. September Hvalfjord. In diesem Verband befanden sich neben der USS GWIN das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), der Flugzeugträger USS WASP, der Schwere Kreuzer USS WICHITA und die Zerstörer USS GRAYSON, USS MEREDITH und USS MONSSEN und dem Werkstattschiff US VULCAN ( AR-5 ). Dort in Island verstärkt der Verband die „White Patrol“ in der Grönland Straße. Diese Patrouille bestand aus dem Verband um das Schlachtschiff USS NEW MEXIKO, den Schweren Kreuzern USS VINCENNES und USS QUINCY und den Zerstörern USS MOFFET ( DD-362 ), USS McDOUGAL ( DD-358 ), USS SIMS ( DD-409 ), USS HUGHES ( DD-410 ) und USS RUSELL ( DD-414 ). Wegen schlechter Wetterbedingungen erhält der Flugzeugträger USS WASP, der Schwere Kreuzer USS VINCENNES und die Zerstörer USS GWIN, USS GRAYSON, USS MEREDITH und US MONSSEN am 6. Oktober den Marschbefehl zurück nach Argentia, wo sie am 11. Oktober anlegten. Danach patrouillierte die USS GWIN vor Neufundland bis ins Jahr 1942. Nach dem Jahreswechsel versetzte man den Zerstörer nach New York, wo vier Truppentransportschiffe mit der Konvoibezeichnung AT 10 warteten. Diese Schiffe sollten 3.900 Soldaten der 34. US Division transportieren. Die Sicherung übernahmen die Schiffe der US Task Force 15. In dieser befanden sich neben der USS GWIN der Flugzeugträger USS WASP, er blieb nur für wenige Tage in dieser TF, das Schlachtschiff USS TEXAS ( BB-35 ), dem Schweren Kreuzer USS QUINCY und den Zerstörern USS EBERLE, USS MONSSEN, USS LIVERMORE, USS MEREDITH, USS GRAYSON, USS ROE, USS ROWAN, USS MAYRANT ( DD-402 ), USS STACK ( DD-406 ), USS TRIPPE ( DD-403 ), USS RHIND ( DD-404 ) und USS WAINWRIGHT ( DD-419 ). Am 15. Januar 1942 legte dieser erste amerikanische Truppentransportkonvoi in New York ab. Bis Island eskortierten die amerikanischen Kriegsschiffe die vier Truppentransporter. Dort übernahmen ihn britische Zerstörer. Dieser Verband erreichte am 27. Januar Nordirland. Die Schiffe der TF 15 kehrten am 31. Januar 1942 mit anderen Truppentransportern an die Ostküste der USA zurück. Am 9. Februar legten sie in New York an. Die USS GWIN fuhr gleich darauf in die Boston Navy Yard weiter und unterzog sich einer Überholung. Danach versetzte man den Zerstörer in die Task Force 18 die in den Pazifik wechseln sollte um dort den Doolittle Raid durchzuführen. Captain Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ) befehligte die Schiffe der TF. Diese lagen in der Norfolk Navy Yard, wo die USS GWIN am 18. Februar ebenfalls anlegte. In Norfolk stattete man neben der USS GWIN, der USS GRAYSON, USS MONSSEN und USS MEREDITH auch das Schlachtschiff USS WASHINGTON ( BB-56 ) mit Radar aus. Mit dem Flugzeugträger USS HORNET ( CV-8 ), dieser lag ebenfalls zur Umrüstung in Norfolk, legten die Zerstörer am 4. März in Norfolk ab. Noch am selben Tag stießen vor den Virginia Capes zu den vier Zerstörern und dem Träger der Schwere Kreuzer USS VINCENNES, der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), die Zerstörer USS ELLYSON ( DD-435 ),USS DICKERSON ( DD-157 ), USS STANSBURY ( DD-180 ) und USS STURTEVANT ( DD-240 ) sowie der Schnelle Truppentransporter USS MANLEY ( APD-1 ) und der Öltanker USS CIMMARRON ( AO-22 ). Die TF war auf geheimer Mission. Vor dem Panamakanal trennten sich am 12. März die Schiffe der TF 18. Nur die USS HORNET, USS VINCENNES, USS NASHVILLE, USS GWIN, USS MONSSEN, USS GRAYSON, USS MEREDITH und USS CIMMARRON durchquerten den Kanal in Richtung Pazifik. Hier gliederte man die Schiffe in die Task Force 16 ein und bildeten darin die Task Group 16.2. Diese Task Force kommandierte Vizeadmiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 30. August 1959 ). Am 21. März legten die Schiffe der TG in San Diego, Kalifornien und am 1. April 1942 in San Francisco, Kalifornien an. Von der Naval Air Station in Alameda, Kalifornien standen 16 B-25 Bomber zur Verladung auf die USS HORNET bereit. Zu diesen Flugzeugen kamen 70 US Army Air Corps Offiziere und Mannschaftsdienstgrade unter dem Kommando von Lieutenant Colonel James Harold Doolittle ( 14. Dezember 1896 – 27. September 1993 ) mit an Bord. Am folgenden Tag legte der Verband wieder ab und fuhr nach Pearl Harbor. Dort kam der Verband am 8. April an. Ab hier begleiteten die beiden Öltanker USS SABINE ( AO-24 ) und USS CIMARRON ( AO-22 ) die Schiffe der TG 16.2. Noch am selben Tag gingen die Anker wieder auf und die Schiffe der TF 16 fuhren in Richtung Japan. Die Operation „Doolittle Raid“ begann. Zur Unterstützung fügte sich am 13. April die Task Group 16.1 in den Verband ein. In dieser TG befanden sich der Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ), die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS NORTHAMPTON ( CA-26 ) sowie die Zerstörer USS BALCH ( DD-363 ), USS ELLET ( DD-398 ) und USS FANNING ( DD-385 ). Bis zum 17. April blieben die Schiffe zusammen. Auf der erreichten Position betankten die beiden Öltanker alle Schiffe beider Task Groups und kehrten dann mit den Zerstörern um. Am folgenden Morgen um 07:38 Uhr sichtete das japanische Patrouillenboot NITTO MARU, bei einer Entfernung von rund 650 Seemeilen bis zum japanischen Festland, die verbliebenen Schiffe der TF. Die USS NASHVILLE versenkte das 70 Tonnen schwere Schiff durch ihre Artillerie und auf der USS HORNET machten sich die Flugzeugpiloten von 16 B 25 Bombern für ihren Einsatz fertig. Lieutenant Colonel James Harold Doolittle war der Befehlshaber und gleichzeitig der Führungspilot für den Gegenschlag auf das japanische Festland. Um 8:20 Uhr hob er als erster von dem Flugzeugträger ab und eine Stunde später startete das letzte Flugzeug. Nun wendeten auch die letzten Schiffe der TF und vereinigten sich mit den Zerstörern die auf sie gewartet hatten. Die USS GWIN legte am 25. April mit all den anderen Schiffen beider TG im Hafen von Pearl Harbor wieder an. Der Zerstörer und die Schiffe der TG 16.1 und TG 16.2 erhielten zwei Tage später den Befehl, sich mit den Schiffen der Task Force 17, die von Rear Admiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 – 25. April 1973 ) befehligt wurde, in der Coral Sea zu vereinigen. Dazu legten die Schiff beider TG am 30. April in Pearl Harbor ab und überquerten vier Tage später den Äquator. An diesem Tag begann aber schon die Schlacht im Korallenmeer, südlich der Salomonen, und zog sich über vier Tage hin. An diesem 8. Mai lag die USS GWIN mit den Schiffen der Task Force 16 rund 450 Seemeilen östlich von der Salomonen Insel Tulagi entfernt und konnte nicht mehr eingreifen. Die Schiffe der TF 16 fuhren nun noch weiter nach Süden und begannen ab dem 12. Mai östlich von Neukaledonien ihre Patrouillenfahrten und schlossen sich am folgenden Tag den Schiffen der Task Force 11 an. Am 16. Mai erhielten die Schiffe der TF 16 neue Befehle und so fuhren sie zu den Inseln Nauru und Banaba. Damit war den Japanern nach der Schlacht im Korallenmeer der direkte Weg nach Osten versperrt. Diese beiden Inseln liegen rund 1.000 Seemeilen südlich der Marshall Inseln. Den Hafen von Pearl Harbor erreichte die TF 16 am 26. Mai. Im US Hauptquartier war man der Annahme, dass die Japaner nun die Inselgruppe rund um Midway angreifen würden. Die USS GWIN zog man aus der TF 16 heraus und der Zerstörer erreichte drei Tage eher Pearl Harbor. Dort schifften sich amerikanische Marines zur Verstärkung von Midway ein. Noch am selben Tag verließ der Zerstörer den Hafen, fuhr nach Midway und legte am 1. Juni in Pearl Harbor wieder an. Eine Verschnaufpause gab es aber nicht. Man strukturierte unter dem Kommando von Rear Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 – 13. Dezember 1969 ) die Task Force 16 um. Die USS GWIN versetzt man in die Task Force 17 die Rear Admiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 – 25. April 1973 ) befehligte, da die Schiffe der Task Force 16 mit den Flugzeugträgern USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS HORNET ( CV-8 ) schon zu ihr Einsatzgebiet unterwegs waren. In der TF 17 befanden sich der Flugzeugträger USS YORKTOWN, die Schweren Kreuzer USS ASTORIA ( CA-34 ) und USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS GWIN, USS HUGHES ( DD-410 ), USS HAMMANN ( DD-412 ), USS RUSSELL ( DD-414 ) und USS MORRIS ( DD-417 ). Die Schiffe der TF 17 legten am 30. Mai in Pearl Harbor ab und vereinigten sich am 2. Juni mit denen der TF 16. Die USS GWIN eilte hinterher.
Die Schlacht begann am 4. Juni 1942 durch die auf Midway stationierten Flugzeugen, welche gegen den japanischen Trägerverband flogen. Alle anfliegenden amerikanischen Flugzeuge konnten keinen Bomben- oder Torpedotreffer landen. Insgesamt siebzehn Maschinen kehren nicht mehr zurück. Mittlerweile hat die japanische Luftaufklärung Teile der amerikanischen Trägergruppen ausgemacht und funken die Nachricht an Admiral Nagumo. Wegen unklarer Meldungen der japanischen Aufklärer, der amerikanische Luftangriff und der Anbordnahme der Flugzeuge der 1. Angriffswelle muss Admiral Nagumo das Absetzen der 2. Angriffswelle immer wieder verschieben. 156 amerikanische Flugzeuge greifen am ersten Tag den japanischen Verband an. Dabei wird offensichtlich, dass diese Angriffe von vornherein schlecht koordiniert waren und den japanischen Stukas und der Flak zum Opfer fallen. Doch dann trifft die Torpedostaffel der USS YORKTOWN ein. Innerhalb von fünf Minuten erhalten die japanischen Träger AKAGI, KAGA und SORYU Volltreffer. Auf den Schiffen explodieren Flugzeuge und Munition. Von dem vierten japanischen Träger, der HIRYU, starteten Mittags und Nachmittags zwei Sturzkampfbomber und Torpedoflugzeuge in zwei Wellen. Die Zerstörer USS GWIN, USS HUGHES, USS HAMMANN, USS RUSSELL und USS MORRIS verteidigten dabei die USS YORKTOWN. Die USS HUGHES konnte zwei japanische Torpedoflugzeuge selber abschießen und unterstützte den Abschuss von zwei weiteren. Doch drei Bomben- und zwei Torpedotreffer erhält die USS YORKTOWN. Die Mannschaft der USS HUGHES übernahm die Nachtwache zum 5. Mai damit sich kein feindliches U-Boot oder Flugzeug sich den angeschlagenen Träger anschleichen konnte. Doch mehrere Bomben trafen den Flugzeugträger am 5. Mai, so dass er nicht mehr Einsatzbereit war. Die Mannschaft des Trägers musste nach einem heroischen Kampf ihr Schiff verlassen und wurde auf die Zerstörer aufgeteilt. Captain Elliot Buckmaster ( 19. Oktober 1889 – 10. Oktober 1976 ), Kapitän des Flugzeugträgers, erarbeitete mit den Kapitänen der Zerstörer am 6. Juni einen Aktionsplan um doch noch die USS YORKTOWN zu bergen. In der Nähe dieses Schauplatzes lauerte das japanische U-Boot I-168 und wartete auf eine günstige Schussposition. Durch den überall umher schwimmenden Schutt und die Trümmer des vorangegangenen Kampfes konnten die amerikanischen Zerstörer dieses U-Boot nicht orten. Dieses schoss vier Torpedos ab. Durch einen Torpedotreffer sank die USS HAMMANN und durch zwei Torpedotreffer die USS YORKTOWN. Sofort beginnen die amerikanischen Zerstöre Jagd auf das japanische U-Boot zu machen, aber dieses kann entkommen. Die USS YORKTOWN und USS HAMMANN waren die einzigen Schiffsverluste auf amerikanischer Seite während der Schlacht. Die Japaner verloren in dieser Schlacht vier Flugzeugträger und einen Schweren Kreuzer. Die Insel Midway war ab nun eine wichtige Basis für die US Navy. Die USS GWIN übernahm insgesamt 102 Überlebende von den beiden versenkten amerikanischen Schiffen auf. Zusammen mit den anderen Zerstörer der TF 17, die ebenfalls Überlebende der beiden versenkten Schiffe übernommen hatten, kehrte die USS GWIN nach Pearl Harbor zurück. Dort trafen sie am 10. Juni ein. Bis zum 15. Juli blieb der Zerstörer dort im Hafen liegen. Man bereitete hier das Schiff auf seinen kommenden Einsatz vor. Die USS GWIN versetzte man in die Task Force 16. In dieser befanden sich der Flugzeugträger USS ENTERPRISE, das Schlachtschiff USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND, der Leichte Kreuzer USS ATLANTA ( CL-51 ) und die Zerstörer USS GWIN, USS GRAYSON, USS BENHAM ( DD-397 ), USS MAURY ( DD-401 ) und USS BALCH ( DD-363 ). Die Schiffe der TF 16 erreichten am 26. Juli die Fiji Inseln und vereinigten sich dort mit den Kriegsschiffen der TF 11 du TF 18. Hier bildeten sie die Task Force 61 die Vizeadmiral Fletcher kommandierte. In dieser TF befanden sich nun die Flugzeugträger USS ENTERPRISE, USS WASP und USS SARATOGA ( CV-3 ), das Schlachtschiff USS NORTH CAROLINA, die Schweren Kreuzer USS PORTLAND, USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), der Leichte Kreuzer USS ATLANTA und die Zerstörer USS GWIN, USS GRAYSON, USS BALCH, USS MAURY, USS BENHAM, USS MORRIS, USS LANG ( DD-399 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS AARON WARD ( DD-483 ), USS STACK ( DD-406 ), USS LAFFEY ( DD-459 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS PHELPS ( DD-360 ), USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS WORDEN ( DD-352 ), USS MACDONOUGH ( DD-351 ) und USS DALE ( DD-353 ). Die Operation „Watchtower“, der Landung auf Guadalcanal, Salomonen begann am 7. August 1942 mit der Landung amerikanischer Marines bei Lunga Point. Die Kriegsschiffe bombardierten im Vorfeld japanische Stellungen, Truppenkonzentrationen und Versorgungsdepots. In den folgenden Wochen und Monaten eskortierte die USS GWIN mehrere Schiffskonvois zur Versorgung und Verstärkung der Truppen auf Guadalcanal. Am 12. Oktober befand sich der Zerstörer in einem Verband mit Kreuzern und den Zerstörern USS NICHOLAS und USS STERETT die einen Schiffskonvoi eskortierten. In der Nacht zum 13. Oktober landen etwa 3.000 amerikanische Soldaten bei Lunga Point. Die USS GWIN, USS NICHOLAS und USS STERETT fahren in den Nordwesten von Guadalcanal und beschießen dort die von den Japanern erst am Vortag abgeladenen Artilleriestellungen. 24 japanische Torpedobomber und 15 Bomber greifen daraufhin die drei Zerstörer an. Doch der Angriff bleibt erfolglos. Im Anschluss daran werden die entladenen amerikanischen Transportschiffe wieder in ruhige Gewässer eskortiert. Die USS GWIN patrouillierte danach mit dem Kreuzer- und Zerstörerverband zwischen den Inseln der Ostsalomonen um japanische Schiffe zur Verstärkung und Versorgung der Truppe auf deren Basen auf Guadalcanal abzufangen.
Am 14. Oktober werden die USS MEREDITH und die USS VIREO ( AM-52 ), jedes Schiff zog einen Lastkahn zusätzlich, von einer japanischen Flugzeugstaffel südlich von San Cristobal angegriffen. Die USS MEREDITH beginnt durch die Treffer von vierzehn Bomben und sieben Torpedos zu sinken. Die USS GWIN und USS GRAYSON erreichen drei Tage später die Stelle in der die Überlebenden im Wasser treiben und retten diese. Der Schlepper USS SEMINOLE ( AT-65 ) nahm den Minensucher ins Schlepptau und gemeinsam brachten die drei Schiffe das dringend benötigte Flugbenzin nach Guadalcanal. Danach eskortieren vom 21. bis zum 23. Oktober die USS GWIN und USS GRAYSON die USS VIREO nach Espiritu Santo.
Zur Verstärkung der alliierten Verbände auf Guadalcanal setzte man kurzfristig die Task Force 65 ein, welche von Rear Admiral Daniel Judge Callaghan ( 26. Juli 1890 – 13. November 1942 ) kommandiert wurde. Innerhalb dieser TF versetzte man die USS GWIN in die TG 65.3 welche Rear Admiral Scott kommandierte. In dieser TG befanden sich der Leichte Kreuzer USS ATLANTA und die Zerstöre USS GWIN, USS FLETCHER, USS BENHAM, USS STERETT, USS AARON WARD ( DD-483 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS McCALLA ( DD-488 ) und USS WALKE ( DD-416 ). Am 3. November befanden sich alle Schiffe der TF 65 vor Guadalcanal und begannen am folgenden Tag mit der Bombardierung feindlicher Küstenbatterien bei Kokumbona und Koli Point. Danach führte man am 5. November die Truppentransportschiffe USS HUNTER LIGGETT ( AP-27 ), USS BARNETT ( AP-11 ) und USS PRESIDENT HAYES ( AP-39 ) an diese Position auf Guadalcanal heran die die Einheiten der 2. Marineinfanteriedivision ab 12:30 Uhr anlandeten. Am folgenden Tag, gegen 2:15 Uhr, erschienen japanische Kräfte die das Anlanden unterbinden wollten, wurden aber durch das Erscheinen der Task Group 65.4 abgewiesen und vernichtet. Um 4:00 Uhr war die planmäßige Entladung der Transportschiffe abgeschlossen. Zusammen mit den Schiffen der TG 65.4 legten die Truppentransportschiffe ab und fuhren nach Espiritu Santo zurück. Diesen folgten am 7. November alle anderen Task Groups der TF 65 und legten am 8. November selber in Espiritu Santo an. Dort strukturierte man die Task Forces um und verlegte einen Teil der Schiffe der TG 65.3 in die TG 67.2, die die Sicherung weiterer Truppentransportschiffe aus der TG 67.1 absichern sollten. Die USS GWIN versetzte man in die TG 67.4. Diese befehligte Rear Admiral Daniel Judge Callaghan selber. Diese TG sollte nach Lunga Point auf Guadalcanal fahren und auf dem Weg dorthin die Sicherung der TG 67.1 übernehmen die wieder Truppentransportschiffe eskortierte. In dieser TG 67.4 befanden sich die Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS PORTLAND ( CA-33 ), die Leichten Kreuzer USS HELENA und USS JUNEAU ( CL-52 ) sowie die Zerstörer USS GWIN, USS STERETT, USS LAFFEY ( DD-459 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS CUSHING ( DD-376 ), USS PRESTON ( DD-379 ) und USS SHAW ( DD-373 ). Am 10. November verließ die USS GWIN zusammen mit der USS PRESTON die TG 67.4 und fuhr in Richtung Noumea, Neukaledonien. Dort gliederten sich beide Zerstörer in die Task Force 64 ein die Rear Admiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 – 25. August 1945 ) kommandierte. In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-58 ) und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und die Zerstörer USS GWIN, USS PRESTON, USS BENHAM und USS WALKE ( DD-416 ). Am 11. November trafen die beiden Task Group TG 67.1 und TG 67.4 aufeinander und am folgenden Tag erreichten diese amerikanischen Kriegsschiffe Lunga Point. Während der Entladung der Truppentransportschiffe gerieten diese dort in einen schweren japanischen Luftangriff. Dieser konnte aber abgewehrt werden ohne das ein Schiff der TG 67.4 beschädigt worden wäre. In der Nacht zum 13. November hatten die Schiffe der TG 67.4 einen Radarkontakt mit dem Feind. In der japanischen Flotte die Vizeadmiral Hiroaki Abe ( 15. März 1889 – 6. Februar 1949 ) kommandierte befanden sich zwei Schlachtschiffe, ein Leichter Kreuzer und vierzehn Zerstörer. Und es kam zur Schlacht. Die Kriegsschiffe der TF 64 hatten die Aufgabe bei Guadalcanal feindliche Schiffe abzufangen und zu vernichten. In der Nacht vom 14. zum 15. November versuchen Schiffe der 2. Japanischen Flotte zum dritten Mal den amerikanischen Flugplatz Henderson Field durch Bombardement mit ihren Schiffsgeschützen auszuschalten. Man wusste auf amerikanischer Seite, dass die Japaner drei Flotten entsandt hatten. Daher suchten die Schiffe der TF 64 nach der dritten Flotte. Die Schiffe der TF lagen am Abend des 14. November ungefähr 50 Seemeilen westlich von Guadalcanal. Unter Vermeidung jeglichen Funkverkehrs und ständiger Beobachtung der Radargeräte, fuhren die Schiffe weiter nordwärts bis Savo Island und patrouillierten dort. Sie liefen gerade in den „Iron Bottom Sound“ bei Savo Island ein, da treffen sie auf diese gesuchte Flotte die Vizeadmiral Nobutake Kondo ( 25. September 1886 – 19. Februar 1953 ) kommandierte, welche den Flugplatz bombardieren sollte. In dieser Flotte waren das Schlachtschiff KIRISHIMA, welches auch das Flaggschiff war, die Schweren Kreuzer ATAGO und TAKAO zur Sicherung sowie die erste Sicherungsgruppe mit dem Leichten Kreuzer NAGARA und den Zerstörern TERUZUKI, HATSUYUKI, SHIRAYUKI, ASAGUMO und SAMIDARE und die zweite japanische Sicherungsgruppe mit dem Kreuzer SENDAI und den Zerstörern URANAMI, SHIKINAMI und AYANAMI. Kurz nach Mitternacht, gegen 00:06 Uhr am 15. November, wurde auf dem Radar der USS WASHINGTON drei Schiffe bei Savo Island angezeigt. Zehn Minuten später eröffnete das Schlachtschiff mit seinen 16-Zoll Geschützen das Feuer und versenkte die KIRISHIMA. Später folgte dem Schlachtschiff der Zerstörer AYANAMI. Innerhalb weniger Sekunden später begannen die Geschütze auf der USS SOUTH DAKOTA ebenfalls mit ihrer Kanonade. Die Geschütze der USS WALKE eröffneten gegen 00:26 Uhr das Feuer, wahrscheinlich auf den Leichten Kreuzer NAGARA. Kurz darauf wurde die USS WALKE und die USS PRESTON versenkt und die USS SOUTH DAKOTA schwer beschädigt. Die USS BENHAM erhielt gegen 00:38 Uhr von Steuerbord einen Torpedotreffer in den Bug der daraufhin bis zum ersten Geschütz abbrach. Der Zerstörer blieb zwar noch flott, konnte sich aber nur sehr langsam in Richtung Guadalcanal fortbewegen. Die USS GWIN duellierte sich mit dem Leichten Kreuzer NAGARA und die beiden Zerstörer AYANAMI und URANAMI. Dabei erhielt der amerikanische Zerstörer einen Treffer im Maschinenraum und einen zweiten oberhalb der Brücke. Außerdem schwirrte eine große Anzahl an Torpedos an dem Zerstörer vorbei. Die Schlacht dauerte nicht lange. Die japanischen Schiffe drehten bei und kehrten um. Die USS GWIN eskortierte nun die USS WASHINGTON, USS SOUTH DAKOTA und die USS BENHAM in Richtung Noumea. Commander John Barrett Taylor, Kommandant der USS BENHAM, befahl um 16:37 Uhr das Verlassen des Schiffes. Die USS GWIN übernahm die Überlebenden des Zerstörers und versenkte mit ihren Schiffsgeschützen um 19:38 Uhr das torpedierte Schiff. Am 17. November erreichten die beiden Schlachtschiffe ihr Ziel, und die USS GWIN legte drei Tage später an. Hier gingen die Besatzungsmitglieder der USS BENHAM von Bord und der Zerstörer legte am folgenden Tag wieder ab. Das Schiff fuhr nach Pearl Harbor wo die ersten Reparaturen durchgeführt wurden. Von dort aus fuhr der Zerstörer an die US Amerikanische Westküste und legte in der Mare Island Naval Shipyard in Mare Island, Kalifornien am 19. Dezember 1942 an. Die Reparaturarbeiten dauerten bis in den März hinein. Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt und der Komplettausrüstung, legte die USS GWIN am 7.April an der kalifornischen Küste ab und fuhr wieder in den südwestlichen Pazifik. Das Ziel war die Insel Efate, New Hebrides. Dorthin eskortierte der Zerstörer einen Truppentransporter. Am 26. April legte die USS GWIN in Port Vila, Efate an und blieb dort für eine Nacht vor Anker liegen. Von hier aus begann der Zerstörer bis in den Juni hinein zwischen Efate und Tulagi zu pendeln und patrouillierte in diesem Gebiet. Vom 24. zum 25. Juni war die USS GWIN mit der USS PATTERSON ( DD-392 ) mit drei weiteren Zerstörern von Guadalcanal aus unterwegs um vor der Ostsalomoneninsel New Georgia einen japanischen Versorgungskonvoi abzufangen. Für die Operation „Toenails“, der Landung auf New Georgia, versetzte man die USS GWIN in die Task Untergroup 31.2.2 in der sich auch die Zerstörer USS RADFORD ( DD-446 ) und USS WADWORTH ( DD-460 ) befanden. Die Schiffe der Task Force 31, die TF befehligte Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 – 12. Februar 1961 ), erreichten am 29. Juni ihre Ausgangsstellungen. Die USS GWIN mit den beiden Zerstörern der TU 31.2.2 sollte die Schnellen Truppentransporter absichern, welche die Invasionstruppen an der Nordküste von Rendova Island anlandenden sollten. Durch den fünf Meilen langen Blanche Channel war diese Insel von Munda, New Georgia getrennt. Der Angriff begann am Morgen des 30. Juni. Die japanischen Küstenbatterien bei Munda eröffneten unmittelbar nach der Landung der ersten Welle der Truppen auf Rendova Island das Feuer auf die drei im Blanche Channel patrouillierenden Zerstörer. Gleich mit der ersten Salve wurde die USS GWIN getroffen. Die Granate explodierte auf dem Hauptdeck achtern, tötete dort drei und verletzte sieben Besatzungsmitglieder. Lieutenant Commander John Benjamin Fellows, Jr. ( 16. Februar 1910 – ? ) ließ die Motoren stoppen und begann mit dem Beschuss der sechs feindlichen Küstenbatterien. Zusammen mit den beiden anderen Zerstörern waren diese schnell zum Schweigen gebracht worden. Die Gwin begann dann eine schwere Nebelwand auszulegen um die Entladung der Schnellen Truppentransporter zu schützen. Dann griffen mehrere japanische Flugzeuge die Invasionstruppen an. Die Geschützmannschaften der USS GWIN schossen drei davon ab. Rendova Island war kurz darauf in amerikanischer Hand. Hier hatten die amerikanischen Schnellboote eine gute Basis um japanische Versorgungsschiffe anzugreifen und auch einen Flugplatz um aus der Luft die Angriffe auf die Inseln der Salomonen zu unterstützen. Die USS GWIN kehrte nach Guadalcanal zurück und eskortierte von dort aus mehrere Schiffe nach Rendova Island. Am 6. Juli 1943 kam es zur Schlacht von Kula Gulf. Dort wurde der Leichte Kreuzer USS HELENA durch drei Torpedos versenkt. Die beiden Zerstörer USS NICHOLAS und USS RADFORD müssen drei Anläufe nehmen um insgesamt 275 Besatzungsmitglieder des Kreuzers zu retten, da sie immer wieder durch feindliche Luftangriffe sich zurück ziehen müssen. Beide Zerstörer können aber noch drei Whaleboats und drei Rettungsinseln auswerfen bevor sie vollends abdrehen müssen. Captain Charles Purcell Cecil ( 4. September 1893 – 31. Juli 1944 ), Kommandant der USS HELENA, organisiert diese kleine Flotte. Jedes Whaleboat zog eine Rettungsinsel. Insgesamt retten sich so 88 Besatzungsmitglieder auf eine kleine Insel die etwa sieben Meilen von Rice Anchorage entfernt lag. Am Morgen des 7. Juli werden diese 88 Männer durch die USS GWIN und USS WOODWORTH gerettet. Diese Besatzungsmitglieder transportierten die beiden Zerstörer nach Tulagi. Dort blieb die US GWIN vom 10. zum Morgen des 11. Juli vor Anker liegen damit die Besatzungsmitglieder der USS HELENA von Bord gehen konnten. Dort versetzte man den Zerstörer in die Task Group 36.9, die Rear Admiral Aaron Stanton Merrill ( 26. März 1890 – 28. Februar 1961 ) kommandierte. In dieser TG 36.9 befanden sich die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER ( CL-57 ), USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ) und USS DENVER ( CL-58 ) und die Zerstörer USS GWIN, USS FARENHOLT, USS BUCHANAN, USS RALPH TALBOT, ( DD-433 ), USS MAURY ( DD-401 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS PHILIP ( DD-498 ), USS RENSHAW ( DD-499 ) und USS SAUFLEY ( DD-465 ). Um 15:00 Uhr am 11. Juli 1943 verließ dieser Verband Tulagi und fuhr zum Hafen Munda auf der Insel New Georgia. Dort bombardierten die Schiffe am 12. Juli von 3:00 Uhr bis 3:40 Uhr feindliche Stellungen. Die USS GWIN, USS FARENHOLT, USS BUCHANAN, USS RALPH TALBOT und USS MAURY verließen danach Munda und sollten nach Tulagi zurückkehren. Die anderen Schiffe der TG sollten weiterhin die Marines bei Munda mit ihren Schiffsgeschützen unterstützten. Man versetzte sie in die Task Group 36.1, die Rear Admiral Walden Lee Ainsworth ( 10. November 1886 – 7. August 1960 ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS HONOLULU ( CL-48 ), USS ST LOUIS ( CL-49 ) und der neuseeländische Leichte Kreuzer HMNZS LEANDER sowie die Zerstörer USS GWIN, USS BUCHANAN, USS WOODWORTH, USS RALPH TALBOT, USS MAURY, USS RADFORD, USS O´BANNON ( DD-450 ), USS JENKINS ( DD-447 ) und USS TAYLOR ( DD-468 ). Diese Schiffe sollten das Anlanden von einem japanischen Truppentransportverband auf der Insel Kolombangara unterbinden. Dieser feindliche Verband bestand aus den Zerstörern SATSUKI, MIKATSUKI, YUNAGI und MATSUKAZE die 1.200 japanische Soldaten transportierten. Gedeckt wurden diese Zerstörer durch den Kreuzer JINTSU und der Zerstörer YIKIKAZE, HAMAKAZE, KIYONAMI und YUGURE, welche von Vizeadmiral Shunji Isaki ( 5. Februar 1892 – 13. Juli 1943 ) kommandiert wurden. Am 13. Juli um 1:00 Uhr begann die Schlacht. Trotz Radar auf Seiten der US Kriegsschiffe, wurden diese durch den japanischen Verband optisch zuerst gesichtet. Der Kreuzer JINTSU konnte sofort mehrere Torpedos abschießen, wurde aber durch die amerikanischen Kreuzer um 1:45 Uhr versenkt. Diese benötigten dafür 2.630 Granaten. Fast die gesamte Mannschaft und Vizeadmiral Isaki kamen dabei ums Leben. Der erste Abschuss von Torpedos durch die japanischen Zerstörer ging ins Leere. Mit neu nachgeladenen Torpedos konnten achtzehn Minuten später die Leichten Kreuzer USS ST LOUIS und USS HONOLULU schwer beschädigt werden. Die USS GWIN manövrierte um die Geschütze optimal einsetzen zu können. Dabei erhielt der Zerstörer einen Torpedotreffer in den Maschinenraum mittschiffs. Zwei Offiziere und neunundfünfzig Mannschaftsmitglieder fanden durch die Explosion den Tod. Trotz aller Bemühungen der Schiffsbesatzung sank der Zerstörer. Die USS RALPH TALBOT ging längsseits und übernahm die Mannschaft an Bord. Danach versenkte der Zerstörer mit Torpedos das sinkende Schiff.


USS GWIN ( DD-433 )
Commanding Officer

CDR John Martin Higgins          15. Januar 1941 – 24. Oktober 1942 (erreichter Rang RADM)
LCDR John Benjamin Fellows Jr.          24. Oktober 1942 – 13. Juli 1943 (erreichter Rang RADM)

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