USS LUDLOW ( DD-438 )

USS LUDLOW ( DD-438 )

Biografie

Augustus C. Ludlow
* 1. Januar 1792 in Newburgh, New York
† 13. Juni 1813 in Halifax, Nova Scotia
war ein Offizier in der United States Navy während des Krieges von 1812

Augustus C. Ludlow wurde am 2. April 1804 Seekadett und am 3. Juni 1810 Lieutenant. Kurz nach dem die USS CHESAPEAKE den Hafen von Boston, Massachusetts hinter sich gelassen hatte und ins offene Meer fuhr am 1. Juni 1813 begegnete
ihr die HMS SHANNON. Es entbrannte ein erbitterter Kampf wobei der Kommandant der USS CHESAPEAKE Captain James Lawrence tödlich verwundet wurde. Die HMS SHANNON legte sich längsseits und die Briten enterten über. Lieutenant Ludlow führte seine Männer gegen die Briten, aber auch er wurde schwer verwundet. Die Briten nahmen das Schiff in Besitz und führten es nach Halifax, Nova Scotia um es dort zu reparieren und in ihrer Flotte zu integrieren. Lieutenant Ludlow starb in Halifax. Er und Captain James Lawrence wurden nach New York überführt und zusammen auf dem Friedhof der Trinity Church begraben.


USS LUDLOW ( DD-438 )

Schiffsbiografie

Die USS LUDLOW ( DD-438 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Augustus C. Ludlow benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zwölfte Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
s40002Auf der Bath Iron Works Corporation wurde am 18. Dezember 1939 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Frances Nicholson Chrystie ( 1905 – 27. November 1986 ), Tochter von Thomas Ludlow Chrystie ( 1872 – 1954 ) und Sally Hooper Morrow Chrystie ( 1872 – 1927 ) und Nachkomme von Lieutenant Augustus C. Ludlow, taufte s40003am 11. November 1940 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Claude Henry Bennett, Jr. ( 6. September 1902 – 15. Mai 1961 ) stellte am 5. März 1941 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Am 27. März 1941 eröffnete auf dem Zerstörer das Bordpostamt.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS LUDLOW entlang der US amerikanischen Ostküste bis zu den Bermudas. Danach untersuchte man in der Boston Navy Yard den Schiffskörper und rüstete den Zerstörer komplett aus. Man verlegt Anfang Oktober 1941 die USS LUDLOW an die Naval Station in Argentia, Neufundland, wo der Zerstörer auf seinen ersten Einsatz wartet. Dieser Einsatz kommt schneller wie erwartet. Am 25. Oktober wurde am Übergabepunkt bei Island der Geleitzug ON 28, bestehend aus 40 Fracht- und Transportschiffen, an die Kriegsschiffe der Task Undergroup 4.1.6 übergeben. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS SAMPSON ( DD-394 ), USS LEA ( DD-118 ), US BERNADOU ( DD-153 ), USS DUPONT ( DD-152 ) und USS MacLeish ( DD-220 ) und der Begleittanker USS SALINAS ( AO-19 ). Am 27. Oktober sichtete das deutsche U-Boot U-74, Kommandant Kapitänleutnant Eitel-Friedrich Kentrat ( 11. September 1906 – 9. Januar 1974 ), den Konvoi ON 28 und führt die Gruppe „Reißwolf“ heran. Vom 28. bis zum 30. Oktober halten die U-Boote U-106, U-73, U-74, U-77, U-502, U-568 und U-571 Fühlung zum Konvoi und müssen dann wegen Brennstoffmangels abdrehen. Außer U-106, Kommandant Kapitänleutnant Hermann Rasch ( 26. August 1914 – 10. Juni 1974 ), kommt kein anderes U-Boot zum Schuss. U-106 kann am 30. Oktober etwa 610 Seemeilen östlich von Neufundland zwei Torpedos auf die USS SALINAS abfeuern. Der Öltanker wurde dabei beschädigt, konnte aber aus eigener Kraft bis nach Argentia weiterfahren. Die fünf Zerstörer können immer wieder die deutschen U-Boote abdrängen. Um den Konvoi ohne weitere Verluste nach Argentia zu bekommen entsendet man den Küstenwachkutter USCGC CAMPBELL ( WPG-32 ), den Hochseeschlepper USS CHEROKEE ( AT-66 ), die Zerstörer USS LEARY ( DD-158 ), USS BABBITT ( DD-128 ) und USS SCHENCK ( DD-159 ) die den Konvoi ON 26 gerade in Argentia abgeliefert hatten und die Zerstörer USS LUDLOW und USS BUCK ( DD-420 ). Diese Kriegsschiffe eskortieren nun den Konvoi und die angesetzten deutschen U-Boote aus der Gruppe „Mordbrenner“ kommen nicht mehr an den Konvoi heran und drehen am 1. November ab. Der Geleitzug ON 28 erreichte am 3. November die Naval Station in Argentia. Noch am selben Tag waren 40 Transportschiffe aus dem Konvoi HX 158 zum Auslaufen bereit. Die Eskorte bildeten die Zerstörer der TU 4.1.8, mit USS LUDLOW, USS BUCK, USS SWANSON ( DD-443 ), USS GREER ( DD-145 ) und USS McCORMICK ( DD-223 ). Zur Verstärkung dieses Konvois entsandte man umgehend die USS WILKES und die USS WOOLSEY ( DD-437 ) dem Geleitzug hinterher, damit die Transportschiffe besser gegen die feindlichen deutschen U-Boote aus der Gruppe „Raubritter“, diese operierten südöstlich von Grönland, geschützt werden konnten. Den Übergabepunkt bei Island, wo die Transportschiffe an englische Kriegsschiffe übergeben wurden, erreichte der Geleitzug am 13. November. Die USS WILKES und die USS WOOLSEY kehrten danach gleich nach Argentia zurück. Die USS LUDLOW übernahm mit den anderen Zerstörern aus der Task Undergroup 4.1.8 am 20. November den Geleitzug ON 37, bestehend aus 43 Fracht- und Transportschiffen, am Übergabepunkt WESTOMP und eskortierte diese ohne Verluste nach Argentia. Dort trafen die Schiffe am 30. November ein.
Die USS LUDLOW gliederte man aus der Task Undergroup 4.1.8 aus. In New York bereitete man den Zerstörer für seine neuen Konvoiaufgaben vor. Dort lagen ebenfalls acht Truppentransportschiffe aus dem Konvoi BT 200, die bis zum Panamakanal eskortiert werden mussten. Diese sollten frische Soldaten in den Pazifik befördern. Neben der USS LUDLOW bildete der Schwere Kreuzer USS VINCENNES ( CA-44 ) und die Zerstörer USS HILARY P JONES ( DD-427 ), USS LANSDALE ( DD-426 ), USS INGRAHAM ( DD-444 ) und USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ) mit den Zerstörer und Minensucher USS HOWARD ( DMS-7 ), USS HAMILTON ( DMS-18 ), USS PALMER ( DMS-5 ) die Eskorte. Am 21. Januar legen diese Schiffe in New York ab. Zwei Tage später gliedert sich der Konvoi BC 100, bestehend aus den Schnellen Truppentransportern USS COLHOUN ( APD-2 ), USS GREGORY ( APD-3 ), USS LITTLE ( APD-4 ), USS MANLEY ( APD-1 ), USS McKEAN ( APD-5 ), und USS STRINGHAM ( APD-6 ), aus Charleston, South Carolina in dem Konvoi BT 200 ein. Am 31. Januar war der Panamakanal erreicht. Die USS LUDLOW kehrte danach wieder um und fuhr nach New York zurück. Dort wurde gerade der Truppenkonvoi AT 12, bestehend aus 13 Schiffen die 14.688 Soldaten transportierten, zusammengestellt. Dieser Konvoi sollte von den Schiffen der Task Force 32 eskortiert werden. In dieser TF 32 befanden sich neben der USS LUDLOW das Schlachtschiff USS NEW YORK, der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ) und die Zerstörer USS CHARLES F HUGHES, USS LANSDALE, USS INGRAHAM, USS HILARY P JONES, USS RHIND ( DD-404 ), USS ROWAN ( DD-405 ), USS MAYRANT ( DD-402 ), USS ROE ( DD-418 ) und USS TRIPPE ( DD-403 ). Von der Casco Bay aus begann die Eskorte bis nach Island. Dort übernahmen britische Zerstörer den Begleitschutz von mehreren Schiffen die 9.646 Soldaten bis nach Belfast, Irland transportierten. Die restlichen amerikanischen Soldaten ersetzten die in Island stationierten 1. US Marines Brigade. Der Geleitschutz für diesen Truppentransport AT 12 begann am 19. Februar. Der Austausch der amerikanischen Soldaten auf Island war am 14. März abgeschlossen und die Schiffe der TF 32 legten in Reykjavik ab. Am 25. März erreicht der Konvoi New York.
Man benötigt die USS LUDLOW dann wieder für die Eskorte von Fracht- und Transportschiffe im Nordatlantik. Zusammen mit 30 Transportschiffen aus dem Konvoi HX 184 legte der Zerstörer am 8. April 1942 in Argentia ab und begleitete diese bis zum Übergabepunkt. Dort übernahm die USS LUDLOW Anfang Mai den Geleitzug ON 91, bestehend aus 31 Fracht- und Transportschiffen und eskortierte sie in Richtung Neufundland. Am 15. Mai löste man den Konvoi bei der Position 42° 18’ Nord 69° 15’ West auf, da es keine Anzeichen von feindlichen U-Booten gab.
Bis zum Juni begann die USS LUDLOW vor der US Ostküste zu patrouillieren. Den Zerstörer verlegte man am 6. Juni nach New York, wo sechs Truppentransporter für den Geleitzug AT 17 zusammengestellt wurden. Für das Geleit dieses Konvois liegen neben der USS LUDLOW die USS BRISTOL, USS BUCK, USS SWANSON, USS EBERLE ( DD-430 ), USS EDISON ( DD-439 ), USS ERRICSON ( DD-440 ), NICHOLSON ( DD-442 ), USS WOOLSEY ( DD-437 ) und die USS WILKES ( DD-441 ) bereit. Sie sind ein Teil der Eskorte. Am 1. Juli legten die Schiffe in New York ab und fuhren an der amerikanischen Ostküste entlang nach Norden bis Little Placentia Harbor, Neufundland. Von dort aus fuhr der Konvoi über den Atlantik und legte bei Firth of Clyde, Schottland an. Die USS WILKES verließ vorzeitig den Konvoi und erreichte am 12. Juli wieder New York. Die anderen Zerstörer kehrten mit den Truppentransportern des Konvois TA 17 nach New York zurück nachdem sich in Schottland die amerikanischen Truppen ausgeschifft hatten.

Im Oktober führte das Schiff weitere Übungen durch und beteiligte sich an einigen Manövern und amphibischen Operationen zur Vorbereitung auf die kommende Invasion an der marokkanischen Küste. Diese Übungen und Manöver endeten am 24. Oktober und die USS WILKES legte im Hafen von Norfolk an. Man gliederte dort den Zerstörer in die Task Group 34.9 ein. In dieser TG befanden sich zur Feuerunterstützung der Landungskräfte der Schwere Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ) und der Leichte Kreuzer USS BROOKLYN ( CL-40 ). Diese wurden neben der USS WILKES noch von den Zerstörern USS SWANSON, USS LUDLOW ( DD-438 ) und USS MURPHY ( DD-603 ) gesichert. Außerdem befanden sich in der TG 34.9 15 Truppentransportschiffe die von den Zerstörern USS BRISTOL ( DD-453 ), USS WOOLSEY, USS EDISON ( DD-439 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS DOYLE ( DD-494 ) und USS ROWAN ( DD-405 ) sowie 6 Minensuchbooten und den beiden U-Booten USS GUNNEL ( SS-253 ) und USS HERRING ( SS-233 ) eskortiert wurden.
Gleich nach der Zusammenstellung der Task Group, legten die Schiffe noch am selben Tag in Norfolk ab und fuhren quer über den Atlantik zur marokkanischen Küste. Am 7. November erreichten diese ihre Ausgangsposition und ankerten sieben Seemeilen vor Casablanca. Dort gruppierte man die einzelnen Untergruppen des Verbandes für den Angriff am folgenden Tag um. Auf den Schiffen begannen die Vorbereitungen für die Landungen. Dreitausendfünfhundert amerikanische Truppen sollten während der Dämmerung an Land gehen. Ihr Vorteil dabei war, dass am frühen Morgen sich noch Nebel über dem Wasser hielt. So wurde die gesamte Größe der Invasionstruppe verdeckt. Mit dem Beginn der Schlacht am 8. November um die französischen Territorien unter der mit Deutschland kollaborierenden Vichy Regierung, unterstützte die USS LUDLOW mit ihren Schiffsgeschützen die Invasionstruppen. Ihre Aufgabe bestand darin zusammen mit der USS MURPHY die französische Küstenbatterie Sheriki bei Point Blondin auszuschalten. Der Motorenlärm der Landungsboote drang bis zu den Franzosen vor. Zwar konnte man von den beiden Aufklärungsschiffen aus die von den Franzosen eingeschalteten Suchscheinwerfer zerstören, mussten sich dann aber wieder aus dem Bereich der Küstenbatterie von Blondine Point zurückziehen. Die Folge davon war, dass viele Landungsboote es nicht bis zum Strand schafften sondern schon vorher auf Klippen aufliefen. Sie waren in diesen Minuten bis zur Anlandung dem Abwehrfeuer ausgeliefert. Zur Unterstützung der Landungsboote wurden neben der USS WILKES noch die USS LUDLOW, die USS MURPHY und die USS SWANSON herangezogen. Die Abwehrkräfte der französischen Vichy Regierung bildeten anfangs sehr starken Widerstand nach Beginn der Schlacht ab 7:00 Uhr. Diese Küstenbatterie bei Point Blondine eröffnete um 7:25 Uhr das Feuer. Beide Zerstörer erhielten mehrere Treffer und wurden beschädigt. Erst mit Hilfe des Schweren Kreuzers USS AUGUSTA und dem Zerstörer USS WILKES gelang es die Küstenbatterie Sheriki und bei Fedhala außer Gefecht zu setzen. Die Mannschaft der USS LUDLOW unterstützte danach noch weiterhin im Anlandegebiet die Invasionstruppen mit ihren Schiffsgeschützen an diesem Tage. Danach musste man sich um die Schadensbegrenzung kümmern und der Zerstörer wurde aus dem weiteren Kampfgeschehen gezogen. Mehrere Zerstörer erhielten nach der Beendigung der Kampfhandlungen, am 13. November, die Aufgabe die auf Reede liegenden Fracht- und Transportschiffe vor deutschen U-Boot Angriffen zu sichern. Doch denen gelang es mehrere Schiffe zu torpedieren und zu versenken, so dass die Entladung der Schiffe schneller vorangetrieben werden musste und die ersten Entleerten Fracht- und Transportschiffe zwei Tage später die Anker hievten und von mehreren Kriegsschiffen in Richtung amerikanische Ostküste eskortiert wurden. Die USS LUDLOW verließ mit den Schiffen der TG 34.9 am 17. November die nordafrikanische Küste. In der TG befanden sich außerdem der Leichte Kreuzer USS BROOKLYN, der Geleitflugzeugträger USS CHENANGO ( CVE-28 ) und die Zerstörer, USS SWANSON, USS WOOLSEY, USS EDISON, USS BRISTOL, USS WILKES, USS TILLMAN, USS FORREST, USS COLE ( DD-155 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS QUICK ( DD-490 ), USS MACOMB ( DD-458 ), USS KEARNY ( DD-432 ) und USS PARKER ( DD-604 ). Diese Kriegsschiffe eskortierten zehn Transportschiffe, drei Frachtschiffe, drei Minenleger und zwei Tanker aus dem Konvoi GUF 1 von Casablanca aus nach Hampton Roads. Der Konvoi erreichte am 28. November seinen Zielhafen. In New York unterzog sich die USS LUDLOW einer Reparatur und Überholung und wurde dann für die kommende Aufgabe vorbereitet. Vor der Küste von Maine unterzog sich die Mannschaft einer Ausbildung für die Aufgaben gewappnet zu sein.
Am 14. Januar 1943 legte der Zerstörer mit den Schiffen der Task Force 34 und des Geleitzuges UGF 4 in New York ab. Achtzehn Truppentransportschiffe, gesichert von dem Schlachtschiff USS TEXAS ( BB-35 ) und den Zerstörern USS LUDLOW, USS WILKES, USS SWANSON, USS WOOLSEY, USS EDISON, USS BRISTOL, USS BUTLER ( DD-636 ), USS BUCK ( DD-420 ) und USS ROE ( DD-418 ), erreichten am 25. Januar Gibraltar und wurden dort von den britischen Zerstörern HMS BRILLIANT ( H84 ) und HMS ANTELOPE ( H36 ) und dem britischen Minensuchboot HMS FELIXSTOWE ( J126 ) sowie den kanadischen Korvetten HMCS BADDECK ( K147 ), HMCS SUMMERSIDE ( K141 ), HMCS LUNENBURG ( K151 ) und HMCS PORT ARTHUR ( K233 ) übernommen. Dieser Konvoi erreichte zwei Tage später den Hafen von Oran, Algerien. Von Gibraltar aus fuhr die USS BUTLER nach Casablanca, Marokko und von dort aus nach Dakar, Französisch – Westafrika. Dort lagen die französischen Kreuzer FFS MONTCALM und FFS RICHELIEU vor Anker. Die USS BUTLER eskortierte beide Schiffe bis nach Gibraltar, wo die Schiffe der TF 34 ankerten. Am 1. Februar brachte eine britische und kanadische Sicherungsgruppe den Geleitzug GUF 4, bestehend aus 30 Schiffen, zur Übergabeposition und die Kriegsschiffe der TF 34 eskortierten den Konvoi bis nach New York zurück.
Man bereitete die Schiffe der TF 34 in New York für die gleich darauffolgende Konvoifahrt vor. Diese begann am 5. März 1943. Zweiundzwanzig Truppentransportschiffe mit der Geleitzugbezeichnung UGF 6 wurden wieder von der Chesapeake Bay aus bis nach Gibraltar eskortiert, wo sie am 18. März von britischen und kanadischen Zerstörern übernommen wurden. Sofort nach der Übergabe eilten das Schlachtschiff und die Zerstörer der TF 34 dem langsamen Geleitzug UGS 6 entgegen der von den Zerstörern USS ROWAN, USS RHIND ( DD-404 ), USS WAINWRIGHT ( DD-419 ), USS TRIPPE ( DD-403 ), USS CHAMPLIN ( DD-601 ), USS MAYRANT ( DD-402 ) und USS HOBBY ( DD-610 ) eskortiert wurde. Von den 45 langsamen Frachtschiffen wurden vier vom 13. bis zum 17. März durch deutsche U-Boote versenkt. Zwei Tage lang begleiteten die Schiffe der TF 34 den Geleitzug bis nach Casablanca und fuhren dann zum Übergabepunkt vor Gibraltar zurück. Dort übernahm das Schlachtschiff USS TEXAS und die neun Zerstörer am 25. März den Geleitzug GUF 6 entgegen, der aus 15 Schiffen bestand. Ohne Verluste wurde der Geleitzug bis nach New York eskortiert. Anschließend eskortierte die USS LUDLOW zusammen mit der USS BRISTOL im April 1943 einen Konvoi bis zum Panamakanal, der in den Pazifik wechseln musste. Danach kehrten die Zerstörer nach New York zurück, wo der Geleitzug UGS 8A zusammengestellt wurde. Dieser Geleitzug bestand aus 80 langsamen Fracht- und Transportschiffen und wurde durch die Schiffe der Task Force 66 gesichert. In dieser TF befanden sich die beiden Küstenwachkutter USCGC BIBB ( WPG-31 ) und USCGC INGHAM ( WPG-35 ), den Zerstörern USS DOYLE, USS BABBITT ( DD-128 ), USS GREER ( DD-145 ) und USS UPSHUR ( DD-144 ) und die Minensucher USS PIONEER ( AM-105 ), USS PORTENT ( AM-106 ) und USS THREAT ( AM-124 ). Unterstützung erfuhren die Schiffe der UGS 8A und deren Begleitschiffe durch die Task Group 21.3. In dieser befanden sich neben der USS LUDLOW der Geleitflugzeugträger USS CARD ( CVE-11 ) und den Zerstörern USS BRISTOL und USS WOOLSEY. Am 14. Mai stach der Konvoi in See. In dem Seegebiet das die Schiffe in Richtung Mittelmeer und nordafrikanische Küste durchquerten befand sich zu diesem Zeitpunkt kein deutsches U-Boot. Diese waren aber auf dem Weg dorthin. Am 31. Mai trennten sich 22 Fracht- und Transportschiffe vom Konvoi und wurden von der USS CARD, USS LUDLOW, USS BRISTOL und USS WOOLSEY bis nach Casablanca eskortiert. Die Sicherung der restlichen 58 Fracht- und Transportschiffe übernahmen vor Gibraltar die britischen Zerstörer HMS BROCKLESBY ( L42 ) und HMS QUANTOCK ( L58 ), der amerikanische Zerstörer USS BERNADOU ( DD-153 ), die britische Korvette HMS PENTSTEMEN ( K61 ) und vier A/S Trawler. Im Hafen von Casablanca warteten unter anderem 12 Panzerlandungsschiffe auf die Verlegung ins Mittelmeer. Die USS CARD kehrte an die amerikanische Ostküste zurück und die drei Zerstörer USS LUDLOW, USS BRISTOL und USS WOOLSEY legten am 9. Juni in Casablanca ab und eskortierten diese LST’s nach Oran, Algerien. Die anderen Schiffe des Konvois UGS 8A erreichten ohne Verluste bis zum 8. Juni ihre Bestimmungshäfen an der nordafrikanischen Küste und die Kriegsschiffe der TF 66 kehrten ebenso wie die USS CARD an die amerikanische Ostküste zurück.
Vor der nordafrikanischen Küste begann die USS LUDLOW Patrouillenaufgaben zu übernehmen. Für die Operation „Husky“ versetzte man den Zerstörer in die Task Force 86 die von Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 – 1. März 1962 ), er befand sich auf dem Wasserflugzeugtender USS BISCAYNE ( AVP-11 ), kommandiert wurde. Die Sicherungsschiffe für die Transportschiffe aus den Konvois TJF.1, TJM.1 und TJS.1 waren neben der USS LUDLOW die Leichten Kreuzer USS BROOKLYN und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS BUCK, USS EDISON, USS WILKES, USS SWANSON, USS ROE, USS BRISTOL, USS WOOLSEY und USS NICHOLSON. Die Transportschiffe sollten die von Generalmajor Lucian King Truscott, Jr. ( 9. Januar 1895 – 12. September 1965 ) kommandierte 3. US Infanteriedivision und Teile der 2. US Panzerdivision, insgesamt 27.650 Mann, an beiden Flanken von Licata, Sizilien anlanden. Am 5. Juli legten alle an der Operation „Husky“ beteiligten Schiffe in ihren Ausgangshäfen ab und erreichten am Vorabend des 10. Juli ihre Ausgangsstellungen. Am Morgen des 10 Juli begann der Angriff. Die USS LUDLOW gab den Invasionstruppen mit ihren Schiffsgeschützen in den Angriffspunkten bei Licata und Porsa Empedocle Feuerunterstützung. Täglich erfolgten feindliche Luftangriffe auf die vor der Küste liegenden Schiffe und auf die Invasionstruppen. Nach der Stabilisierung des Brückenkopfes bei Licata beginnt die USS LUDLOW mit Patrouillen- und Eskortierfahrten zwischen Sizilien und der nordafrikanischen Küste. Dabei konnten die Flakgeschützmannschaften am 11. August ein feindliches Flugzeug abschießen. Die Kämpfe um Sizilien endeten am 17. August. Man versetzte die USS LUDLOW danach in die Task Force 81, in welcher sich die Kriegsschiffe auf die Invasion auf dem italienischen Festland bei Salerno vorbereiteten. Diese Southern Attack Force kommandierte Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 – 6. März 1978 ). Sie bestand aus dem Angriffstransportschiff USS SAMUEL CHASE ( APA-26 ), welches auch das Kommandoschiff war, 18 Transportschiffen, 3 Panzerlandungsschiffen, 27 LST, 32 LCI, 6 LCT, 4 LCS, 8 Patrouillenbooten, 4 U-Boot-Jäger, 9 Hilfsminensucher, 12 Minensucher sowie 32 kleineren Schiffen. Der Verband landete das VI. US Korps, welches Generalmajor Ernest Joseph Dawley ( 17. Februar 1886 – 10. Dezember 1973 ) befehligte, und die 36. Infanterie Division welche Generalmajor Edwin Anderson Walker ( 10. November 1909 – 31. Oktober 1993 ) befehligte und die 45. Infanterie Division die Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) kommandierte. Zur Sicherung der Southern Attack Force waren neben der USS LUDLOW die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ), USS SAVANNAH ( CL-42 ) und USS BROOKLYN, der britische Monitor HMS ABERCROMBIE ( 109 ), das niederländische K-Boot FLORES und die amerikanischen Zerstörer USS WAINWRIGHT, USS TRIPPE, USS RHIND, USS ROWAN, USS PLUNKETT, USS NIBLACK, USS GLEAVES, USS MAYO, USS WOOLSEY, USS BRISTOL, USS BENSON, USS EDISON, USS COLE, USS KNIGHT ( DD-633 ), USS DALLAS ( DD-199 ) und USS BERNADOU ( DD-153 ). Im Morgengrauen des 9. September beginnt die Invasion. Die alliierten Streitkräfte stoßen dabei auf heftigen Widerstand durch deutsche Truppen. Die USS LUDLOW führte in einem Abschnitt der ersten Angriffswelle die Landungsschiffe durch ein schon bekanntes Minenfeld. Dabei griffen feindliche Flugzeuge kontinuierlich die anlandenden Schiffe an und zerstörten mehrere davon. Auch hier begann nun die USS LUDLOW sowie alle anderen Kreuzer und Zerstörer mit ihren Schiffsgeschützen die Anlandenden Truppen zu unterstützen, doch die anfänglich festgelegten Ziele zur Stabilisierung des Brückenkopfes wurden nicht erreicht. Erst nachdem die 8. britische Armee aus Kalabrien den Brückenkopf erreichte, beruhigte sich die Lage etwas. Man übertrug der USS LUDLOW nun Eskortierpflichten zwischen Neapel und Oran. Am 16. Dezember 1943 begleitete die USS LUDLOW zusammen mit den Zerstörern USS NIBLACK, USS EDISON, USS WOOLSEY und USS TRIPPE den Konvoi GUS 24. Der Geleitzug war erst wenige Seemeilen von Oran, Algerien entfernt, da griff das deutsche U-Boot U-73, Kommandant Oberleutnant zur See Horst Deckert ( 11. Oktober 1918 – 12. April 1988 ), um 16:16 Uhr das amerikanische Frachtschiff JOHN S COPLEY ( 7.176 BRT ) mit Torpedos an und beschädigte es dabei. Umgehend begannen die Zerstörer Jagd auf das U-Boot zu machen. Durch Wasserbomben von der USS WOOLSEY und der USS TRIPPE wurde das U-Boot zum auftauchen gezwungen und dann mit Bordwaffen beschossen bis es sank. Von der 50-köpfigen deutschen Crew überlebten 34 Besatzungsmitglieder. 11 von denen nahm die USS EDISON und 23 die USS WOOLSEY an Bord.
Bis zum Beginn der Operation „Shingle“, der Invasion bei Anzio, war die USS LUDLOW mit der Eskorte von weiteren Handelsschiffen und Truppentransporten zwischen der nordafrikanischen, der sizilianischen und der italienischen Küste sowie mit Anti-U-Boot und der Luftaufklärung beschäftigt. Die USS LUDLOW blieb im Verband der Task Force 81 die nun Rear Admiral Frank Jacob Lowry ( 15. Februar 1888 – 26. März 1955 ), sein Flaggschiff war der Wasserflugzeugtender USS BISCAYNE ( AVP-11 ), befehligte. Für die Landung bei Anzio, südlich von Rom, nahm man das bewährte VI. US Corps, Kommandant Generalmajor John Porter Lucas ( 14. Januar 1890 – 24. Dezember 1949 ), in Neapel an Bord mehrer Truppentransporter. Am 21. Januar 1944 legte der Verband in der Bucht von Neapel ab. Im Verband befanden sich neben den Kriegsschiffen 5 LSI, 51 LST, 4 LCG, 60 LCI, 32 LCT, 2 LCTR, 23 Minenräumboote und Patrouillenboote sowie zehn andere Schiffe und dem als Ansteuerungsposten dienende britischen U-Boot HMS UPROAR ( P31 ). Am folgenden Morgen des folgenden Tages lagen die amphibischen Schiffe in ihren Ausgangsstellungen. Die USS LUDLOW war unter anderen zur Unterstützung und Sicherung der 3. US Infanterie Division, Kommandant Lucian King Truscott, Jr. ( 9. Januar 1895 – 12. September 1965 ), abgestellt worden. Zur Unterstützung dieser Division waren noch die Leichten Kreuzer USS BROOKLYN und HMS PENELOPE ( 97 ), die amerikanischen Zerstörer USS PLUNKETT, USS NIBLACK, USS WOOLSEY, USS MAYO, USS TRIPPE, USS EDISON und USS GLEAVES, der britische Zerstörer HMS CROOME ( L62 ), den griechischen Geleitzerstörern THERMISTOKLIS und KRITI, den amerikanischen Geleitzerstörern USS HERBERT C JONES ( DE-137 ) und USS FREDERICK C DAVIS ( DE-136 ), den niederländischen Kanonenbooten FLORES und ZOEMBA, das britische Flakschiff HMS PALOMARES und 23 amerikanische Minensucher anwesend. Am Abend des 22. Januar waren durch die Unterstützung der Kriegschiffe insgesamt 36.034 alliierte Soldaten und 3.069 Fahrzeuge an Land gebracht worden. Die USS LUDLOW übernahm nach der erfolgreichen Landung und der Bildung eines Brückenkopfes zuerst die Luftabwehr und dann mit einem anderen Zerstörer zusammen die Feuerunterstützung für die Landungstruppen. Zunächst trafen die Alliierten auf wenig Widerstand, aber im Laufe des Tages begannen die deutschen Truppen mit einem massiven Gegenangriff. Schwere Luftangriffe auf die Schiffsflotte und die Invasionstruppen markierten die folgenden Tage. Die Geschützbesatzungen der USS LUDLOW konnten dabei zwei feindliche Bomber, einen Jäger und drei Anti-Schiff Flugbomben Henschel Hs 293 abschießen. Am 8. Februar 1944 fiel eine weitere dieser Flugbomben auf den Zerstörer, schlug auf der Brücke ein und durchbrach die Decken bis zum Torpedodeck. Zum Glück war dies ein Blindgänger. Chief Gunner Mate James Drexel Johnson ( 8. Mai 1913 – 28. Juni 1969 ) schaffte es im Alleingang diese Bombe zu bergen und über Bord zu werfen. Dafür erhielt er den Silver Star verliehen.
Danach kehrte die USS EDISON zusammen mit der USS LUDLOW an die Ostküste der USA zurück, wo sich die Schiffe einer umfangreichen Reparatur und Überholung unterziehen mussten. Gleich darauf erfolgten Übungen entlang der Ostküste. Zusammen mit den Kriegsschiffen der Task Group 27.4, in dieser befand sich auch die USS ELLYSON, USS EDISON und die USS BENSON, verließ die USS LUDLOW am 20. April die Ostküste der USA und fuhr in das Mittelmeer zurück wo der Zerstörer am 1. Mai im Hafen von Oran anlegte. Von dort aus begann die US LUDLOW U-Boot Patrouillen durchzuführen. Durch einen in Algier, Algerien abgelieferten Konvoi erhielt man die Nachricht, dass sich ein feindliches U-Boot vor der nordafrikanischen Küste aufhalte. Man entsandte neben der USS LUDLOW die Zerstörer USS BENSON, USS MADISON, USS NIBLACK, und USS WOOLSEY zur Jagd auf dieses Schiff. Zusammen mit britischen Flugzeugen verfolgte man U-960, Kommandant Oberleutnant zur See Günther Heinrich ( 20. Januar 1920 – ? ). Durch Wasserbomben von USS NIBLACK und USS LUDLOW sowie durch Torpedos von zwei britischen Flugzeugen konnte U-960 in der Nacht zum 19. Mai versenkt werden.
Bis zur Invasion an der südfranzösischen Küste bei Cannes eskortierte die USS LUDLOW wieder mehrere Geleitzüge zwischen der nordafrikanischen und der italienischen Küste und führte U-Boot Patrouillen durch. Für die bevorstehende Operation „Dragoon“, der alliierten Invasion von Südfrankreich die Vizeadmiral Henry Kent Hewitt ( 11. Februar 1887 – 15. September 1972 ) leitete, wurde die USS LUDLOW in die Task Force 87 versetzt die Rear Admiral Spencer Stehen Lewis ( 8. Januar 1888 – 26. Juni 1952 ) befehligte. Sein Kommandoschiff war das Angriffstransportschiff USS BAYFIELD ( APA-33 ). Die Schiffe der TF verbrachten die ersten Tage im August 1944 vor der sizilianischen Küste bei Palermo mit amphibischen Übungen und bereiteten sich so bis zum 13. August auf die bevorstehende Invasion vor. Unter dem Codenamen „Camel“ liefen die Schiffe der TF 87 am Abend des 14. August in Palermo aus. Ihr Ziel war die Bucht Rade d’Agay im Departement Var an der französischen Cote d’Azur. Im Verband befanden sich 2 APA, 3 AP, 3 AKA, 1 LSI, 1 LSD, 1 LSF, 10 LST, 32 LCI, 46 LCT, 21 LCS, 2 LCG, 4 LCF, 7 LCC, 10 LCM, 32 LCVP, 6 ML, 11 PC, 17 SC, 16 AM, 12 YMS sowie 10 Schlepper und Bergungsschiffe die die Soldaten der 36. US Division transportierten, welche Generalmajor John Ernest Dahlquist ( 12. März 1896 – 30. Juli 1975 ) befehligte. Zur Absicherung der Transportschiffe und zur Feuerunterstützung begleitete sie das amerikanische Schlachtschiff USS ARKANSAS ( BB-33 ), der amerikanische Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ), die amerikanischen Leichten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) und USS BROOKLYN, der britische Leichte Kreuzer HMS ARGONAUT ( 61 ) und die französischen Leichten Kreuzer DUGUAY TROUIN und EMILE BERTIN die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) befehligte. Diese wurden wiederum von den Zerstörern USS LUDLOW, USS WOOLSEY, USS McLANAHAN ( DD-615 ), USS ORDRONAUX ( DD-617 ), USS PARKER ( DD-604 ), USS CHAMPLIN ( DD-601 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS NIELDS ( DD-616 ), USS MacKENZIE ( DD-614 ) und USS KENDRICK ( DD-612 ) abgesichert. Am 15. August 1944 begann die Invasion in der Nähe von St. Raphael. Zwei Tage lang blieb die USS LUDLOW zur Unterstützung der Invasionstruppen vor der französischen Küste. Dabei wurden deutsche Uferbefestigungen beschossen und Luftangriffe abgewehrt. Man versetzte dann die USS LUDLOW vom 25. bis zum 30. August zur Absicherung des Schweren Kreuzers USS AUGUSTA ( CA-31 ), der bis zur Überwindung des letzten Widerstandes bei Marselle eingesetzt war. Danach begann die USS LUDLOW Küstenbeschießungen in der Umgebung von Monaco. Dort hatte der Zerstörer auch mit Treibminen, deutschen Sprengbooten und deutschen Schnellbooten zu kämpfen. Am 5. September verhinderte die USS LUDLOW zusammen mit dem französischen Zerstörer FFS LE MALIN vor der Küste von San Remo einen deutschen Angriff mit fünf Kleinst-U-Booten des Typs „Neger“. Durch einen Wasserbombenangriff konnten drei dieser Mini-U-Boote vernichtet werden. Vier Piloten der Mini-U-Boote konnten gefangen genommen werden. Einer konnte entkommen. Bis zum 23. Januar 1945 patrouillierte die USS LUDLOW vor der französisch-italienischen Küste. Der Zerstörer leistete weiterhin Feuerunterstützung für alliierte Einheiten in Küstennähe und eskortierte mehrere Konvois. Dann verließ der Zerstörer das Mittelmeer und leistete an der westafrikanischen Küste für knapp einen Monat Patrouillendienst. Die USS LUDLOW fuhr danach zurück an die US Ostküste und legte am 28. Februar im Hafen von Boston an. Dort unterzog man das Schiff einer Überholung. Im April fuhr der Zerstörer nach England und eskortierte von dort aus einen Konvoi von Panzerlandungsschiffen an die amerikanische Ostküste. Man bereitete nun die USS LUDLOW zum Dienst im Pazifik vor. Im Juni legte der Zerstörer wieder ab und durchquerte am 27. Juni 1945 den Panamakanal. Über die Zwischenstation von San Francisco erreichte das Schiff am 17. Juli den Hafen von Pearl Harbor. Dort begann für das Schiff und dessen Besatzung eine intensive Ausbildung im Verband mit schnellen Flugzeugträgern. Am 15. August erfolgte die bedingungslose Kapitulation Japans und dem Zerstörer wurden neue Aufgaben zugeteilt. So eskortierte die USS LUDLOW ab dem 7. September von Pearl Harbor aus mehrere Transportschiffe mit Besatzungstruppen zu den japanischen Hauptinseln. So legte der Zerstörer unter anderem am 27. September im Hafen von Wakayama, Japan an. Bis zum 3. November fuhr das Schiff in den Gewässern des Fernen Ostens und wendete sich dann in Richtung der Aleuten. Dort beteiligte sich der Zerstörer an der Operation „Magic Carpet“, der Rückführung amerikanischer Soldaten zum amerikanischen Festland.
Anfang 1946 kehrte die USS LUDLOW an die amerikanische US Ostküste zurück und legte in der Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina an. Dort stellte man den Zerstörer am 20. Mai 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Reserveflotte. Man nutzte das Schiff in den nachfolgenden Jahren für Reservisten Ausbildungen. Am 6. Juni 1950 erfolgte die Indienststellung für die Reserve und am 21. November 1950 erfolgte die Rückführung in den aktiven Dienst. Die erneute Außerdienststellung erfolgte dann schon am 22. Januar 1951 und man übergab den Zerstörer noch am selben Tag an die königlich griechische Marine, wo das Schiff den Namen HHMS DOXA ( D-20 ) erhielt und in den Dienst der griechischen Marine gestellt wurde. Den Namen USS LUDLOW ( DD-438 ) strich man am 24. Januar 1951 von der US Navy – Liste.
Bis 1972 diente der Zerstörer für Griechenland, dann wurde er außer Dienst gestellt und verschrottet.


USS LUDLOW ( DD-438 )
Commanding Officer

LCDR Claude Henry Bennett Jr.       5. März 1941 – 19. September 1942
CDR Liles Walker Creighton         19. September 1942 – 8. Februar 1944
LT Phillip Cutler        8. Februar 1944 – 25. Februar 1944
CDR William Roy Barnes        25. Februar 1944 – 28. Februar 1945
CDR Stanley Maitland Barnes         28. Februar 1945 – 26. Februar 1946
LT Melvin Wilbur Brown         26. Februar 1946 – 20. Mai 1946
Außerdienststellung          20. Mai 1946 – 6. Juni 1950
LCDR Milton Abraham Zimmerman         6. Juni 1950 – 22. Januar 1951

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