USS EBERLE ( DD-430 )

USS EBERLE ( DD-430 )

Biografie

Edward Walter Eberle
* 17. August 1864 in Denton, Texas, USA
† 6. Juli 1929 in Washington, D.C.
war ein US-amerikanischer Admiral und der 3. Chief of Naval Operations

Edward Eberle, US-Amerikaner in erster Generation, erlebte während seiner Laufbahn als Offizier die Umgestaltung der US-Marine von einer kleinen, vornehmlich segelgetriebenen, Flotte aus der Zeit des Bürgerkriegs zu einer modernen und professionellen Marine mit und gestaltete diesen Aufbau maßgeblich mit. Er befasste sich besonders mit der Schiffsartillerie und verfasste das erste moderne Ausbildungshandbuch darüber. Darüber hinaus beförderte er die Schiffskommunikation über Funk, den Einsatz von Nebelwänden während des Gefechts, der zum Standard für die gesamte Marine wurde, und erkannte als einer der Ersten die Bedeutung von Flugzeugen zur Erkundung und Ausschaltung von
U-Booten.

Edward Walter Eberle war das vierte von sechs Kindern. Sein Vater, Johann Joseph Eberle ( März 1828 – 20. September 1877 ), ein Schweizer Auswanderer der 1846 in die Staaten kam und Offizier der Konföderierten war, stammte ursprünglich aus Walenstadt im Sarganserland in der Schweiz. Die Mutter von Edward, Mary A. Stemmler Eberle ( 15. September 1835 – 30. Juni 1886 ), stammt aus Georgia. Er wurde in Denton, Texas geboren, wuchs aber in Fort Smith, Arkansas, auf, wohin seine Familie 1865 umgezogen war. Edward erhielt dank der guten Verbindungen seines Vaters zu einem Kongressabgeordneten am 28. September 1881 eine Einberufung zur US-Marineakademie in Annapolis, Maryland, und graduierte dort 1885. In den folgenden zwei Jahren diente Eberle auf den Kriegsschiffen USS SHANANDOAH ( 1862 ) und USS MOHICAN ( 1883 ). Zum Midshipman ernannte man Eberle am 1. Juli 1887 und versetzte ihn an Bord des Doppelschnecken – Dampfers USFC ALBATROSS ( 1882 ), das ein Fischerforschungsschiff war. Kommandant des Schiffes war Captain Zera Luther Tanner ( 5. Dezember 1835 – 16. Dezember 1906 ). Mit dem Schiff sollten die damals noch unbekannten Fischgründe in der Beringstraße und in der Magellanstraße erforscht werden. Außerdem benutzte man den Dampfer für Seevermessung und Kartografierung. Zwei Jahre später heiratete Edward Walter Eberle in Washington DC Sarah „Tazie“ Hamilton Eberle, geb. Harrison ( 6. Mai 1865 – 26. August 1934 ). In der Marinewerft in Washington betrieb Eberle Studien über Bordwaffen. Er zeigte dabei sein besonderes Talent für die Bordbewaffnung und die Schiffsartillerie. Midshipman Eberle wurde dann auf die Schraubenschaluppe USS LANCASTER ( 1858 ) versetzt und befuhr damit den Atlantischen und Indischen Ozean. Nach weiteren anderthalb Jahren versetzte man ihn in die fernöstlichen Gewässer, wo er sich auf der Kriegsschaluppe USS MARION ( 1839 ) einschiffte. Nach fünf Jahren Dienst in asiatischen Gewässern kehrte er 1894 in die Vereinigten Staaten zurück. Dort wurde er für zwei Jahre Ausbilder an der Marineakademie in Annapolis. Am 12. Juli 1896 beförderte man Eberle zum Lieutenant. Eine Woche nach der Patentverleihung reiste er nach San Francisco, Kalifornien und musterte dort auf dem neuen Schlachtschiff USS OREGON ( BB-3 ) an. Dieses Schlachtschiff gehörte zu den zwei neuen Einheiten bei der US Navy das an Bord die modernen drehbaren Geschütztürme besaß. Lieutenant Eberle erhielt das Kommando über den vorderen Geschützturm, den Gun Turret Number One. Die USS OREGON kreuzte entlang der amerikanischen Pazifikküste, da erhielt man die Depesche das der amerikanische Kongress Spanien den Krieg erklärt habe. Am 3. Juli 1898 kommt es zur Seeschlacht bei Santiago de Cuba. Die amerikanische Flotte wurde von Admiral William Thomas Sampson ( 9. Februar 1840 – 6. Mai 1902 ) und die spanische Flotte von Admiral Pascual Cervera ( 18. Februar 1839 – 3. April 1909 ) befehligt. Lieutenant Eberle tat sich in dieser Schlacht besonders hervor. Zunächst versuchte die spanische Flotte, obwohl nur bedingt gefechtsbereit ab 9:00 Uhr aus dem Hafen von Santiago auszubrechen. Dabei fährt die CRISTOBAL COLON an vierter Stelle. Nach zwei Stunden der Schlacht war der Panzerkreuzer nur noch das einzige intakte Schiff der Spanier. Von den amerikanischen Panzerkreuzern USS BROOKLYN ( ACR-3 ) und USS NEW YORK ( ACR-2 ) sowie der USS OREGON verfolgt, fuhr die CRISTOBAL COLON ( 1896 ) mit einer Geschwindigkeit von 18 Knoten Westwärts. Dabei wurden 30 Tonnen hochwertiger Kohle aus Cardiff verfeuert. Gegen 12:30 Uhr war dieser Vorrat verbraucht und man musste minderwertigere Kohle verfeuern mit der das Schiff auf eine Geschwindigkeit von 14 Knoten kam. Dies ermöglichte den Verfolgern aufzuholen und den Panzerkreuzer unter Beschuss zu nehmen. Bis 13:00 Uhr erhielt das spanische Schiff mindestens sechs Treffer von den beiden amerikanischen Panzerkreuzern. Die dadurch entstandenen Schäden waren eher gering einzuschätzen und beeinträchtigten nicht die Seetüchtigkeit. Dann näherte sich die USS OREGON gegen 13:00 Uhr. Lieutenant Eberle konnte mit dem vorderen drehbaren Geschützturm zwei Granaten auf das spanische Schiff gezielt abschießen. Diese schlugen dicht neben dem Schiff ein. Capitán de Navio Don Emilio Diaz-Moreu ( 1846 – 1913 ) ließ sein Schiff stoppen, da er erkannte das kein Entkommen mehr möglich war und er seine Besatzung nicht sinnlos bei einem aussichtslosen Kampf opfern wollte. Er ließ den Panzerkreuzer in Ufernähe auf Grund laufen und die Flagge streichen. Hochrangige Marineoffiziere wurden auf den jungen Lieutenant auf der USS OREGON aufmerksam. Man versetzte ihn fünf Monate später als Adjutanten von Rear Admiral Albert Smith Barker ( 31. März 1845 – 30. Januar 1916 ), Kommandeur der asiatischen Flotte, an Bord des Geschützten Kreuzers USS BALTIMORE ( C-3 ). Doch noch im selben Jahr kehrte Eberle nach Annapolis zurück, wo er zum Adjutanten des Inspekteurs der Marineschule ernannt wurde. Neben seinen üblichen Pflichten, befasste sich Eberle mit dem Studium über Bewaffnung von Kriegsschiffen. Darüber verfasste er mehrere Handbücher, die die Ausbildung an Kanonen und Torpedos innerhalb der US Navy dokumentieren. Von der Marineschule aus versetzte man Lieutenant Eberle an Bord des Schlachtschiffes USS INDIANA ( BB-1 ). Dort diente er für ein Jahr. Wieder an Land, wurde er zum Stellvertreter des Kommandeurs der US Navy Werft in New York ernannt. Nach sechs Monaten allerdings musste Eberle dort seine Sachen wieder packen und kehrte als Adjutant für Admiral Barker, dieser war von Juli 1903 bis März 1905 der Kommandeur der Atlantikflotte, an Bord des Flaggschiffes der Atlantikflotte zurück. Die zwei Jahre blieb Eberle im Stab des Admirals und war in dieser Zeit an der Installation der ersten drahtlosen Funkstation auf einem Kriegschiff maßgeblich beteiligt und begleitete dabei den Rang eines Flag Lieutenant. Man beförderte Eberle danach zum Lieutenant Commander. Der technisch sehr interessierte Eberle erkannte in diesem Experiment die entscheidende Bedeutung der drahtlosen Übermittlung von Nachrichten. Damit fand die Verständigung untereinander eine gewisse Erleichterung während der Flottenoperationen. Um fremden Mithörern den Zugang für diese Verständigung zu erschweren, ersann Eberle zusätzlich einen Geheimcode. Trotzdem baute Eberle in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts weiter seine Kenntnisse auf dem Gebiet der Schiffsartillerie aus und wurde einer der führenden Experten in den USA. Während der 14-monatigen Reise der Großen Weißen Flotte um die Welt war Eberle 1. Offizier des Schlachtschiffes USS LOUISIANA ( BB-19 ) von 1907–1908. Danach ernannte man ihn zum Kommandanten der Marineausbildungsstation in San Francisco. Zusätzlich erhielt er das Kommando über das Ausbildungsschiff USS PENSACOLA ( 1859 ), einem Segelschiff, übertragen, welches ebenfalls in San Francisco vor Anker lag. Außerdem beförderte man Eberle am 15. Dezember 1908 zum Commander. Bis zum Januar 1910 blieb er in San Francisco, wo er den Einsatz von Nebelwänden für militärische Operationen entwickelte. Diese Taktik spielte während des Ersten Weltkrieges beim Einsatz der Zerstörer eine sehr wichtige Rolle. Danach übertrug man ihm ab dem 21. Januar 1910 das Kommando über den Kreuzer USS MILWAUKEE ( C-21 ), welches Eberle bis zur Außerdienststellung am 3. Mai 1910 inne hatte. Noch am selben Tag wechselte er auf das Kanonenboot USS WHEELING ( PG-14 ), er war der erste Kommandant nach der wieder Indienststellung, und kommandierte das Schiff bis 1912. Von 1911 bis 1913 hatte er das Kommando über die neuaufgestellte Atlantik-Torpedo-Flottille. Sein Flaggschiff war das Kanonenboot USS PETREL ( PG-2 ). Am 1. Juli 1912 ernannte man Eberle zum Captain. Im Jahre 1913 besuchte er einen Kurs am Naval War College in Newport, Rhode Island zur Vorbereitung seiner weiteren militärischen Laufbahn. Anschließend übernahm Eberle für wenige Tage die Aufsicht in einem Teil der US Navy Geschützfabrik in Washington DC als Überbrückung. Für ihn suchte man ein neues Kommando über ein Kriegsschiff das seines Ranges gerecht wurde. Dieses fand man in dem Panzerkreuzer USS WASHINGTON ( ACR-11 ) der in der Portsmouth Navy Yard in Portsmouth, New Hampshire lag. Captain Eberle stellte am 23. April 1914 den Panzerkreuzer wieder in den Dienst der US Navy und behielt das Kommando bis Ende des Jahres. Danach wechselte er wieder in die Geschützfabrik. Am 1. September 1915 übertrug man ihm das Kommando über die US Naval Academy als Superintendent. Dieses Kommando übernahm er am 20. September von Rear Admiral William Freeland Fullam ( 20. Oktober 1855 – 23. September 1926 ) und übergab es am 12. Februar 1919 an Captain Archibald Henderson Scales ( 14. April 1868 – 16. Februar 1952 ). Ende 1918 zum temporären Rear Admiral ernannt, kurz bevor er die Marineakademie verließ, erhielt Eberle von Januar 1919 bis Anfang Juni 1921 das Kommando über die 5. und danach die 7. Schlachtschiff-Division der Atlantikflotte. Am 30. Juni 1921 langte Eberle in Manila, Philippinen ein und übernahm nach dem Rücktritt von Admiral Hugh Rodman ( 6. Januar 1859 – 7. Juni 1940 ), am 5. Juli 1921, das Kommando über die Pazifikflotte im temporären Rang eines Admirals. Dieses Kommando hatte er bis zum 30. Juni 1923 inne. Er übergab die Befehlsgewalt über die Pazifikflotte an Admiral Samuel Shelburne Robison ( 10. Mai 1867 – 20. November 1952 ). Am 21. Juli 1923 ernannte ihn der Marineminister Curtis Dwight Wilbur ( 10. Mai 1867 – 8. September 1954 ), Eberles Jahrgangskamerad auf der Marineakademie, zum dritten Chief of Naval Operations ( CNO ). Vom 21. Juli 1923 bis zum 14. November 1927 führte er dieses Amt aus. Diese vier Jahre in dieser Stellung waren geprägt vom Bemühen, den Umfang der Marine – trotz der durch den Washingtoner Flottenvertrag vom 6. Februar 1922 gesetzten Begrenzungen, der Sparpläne der Regierung und der politischen Angriffe auf die Marinefliegerei – aufrechtzuerhalten. Es gelang Eberle, Budgets zur Modernisierung der Schlachtschiffe, zum Aufbau einer Flotte aus acht schweren Kreuzern und zur Fertigstellung der Flugzeugträger USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) zu bekommen. Am 14. November 1927 löste ihn Admiral Charles Frederick Hughes ( 14. Oktober 1866 – 28. Mai 1934 ) ab. Nach der vierjährigen Amtszeit als CNO war Eberle bis zu seinem Ruhestand am 9.August 1928 Vorsitzender des Exekutivkomitees des General Board of the Navy. Er starb am 6. Juli 1929 im Marinekrankenhaus in Washington, D.C., und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Zu Ehren von Admiral Edward Walter Eberle wurde bei der US Navy der Zerstörer USS EBERLE ( DD-430 ) aus der GLEAVES – Klasse und das Transportschiff USS ADMIRAL E.W. EBERLE ( AP-123 ) benannt.


USS EBERLE ( DD-430 )

Schiffsbiografie

Die USS EBERLE ( DD-430 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Admiral Edward Walter Eberle benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierte Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
s40001Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 12. April 1939 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Mildred Randolph Eberle ( 25. Juli 1920 – ? ), Tochter von Lieutenant Commander Edward Randolph Eberle ( 30. September 1890 – 18. Januar 1935 ) und Enkelin von Admiral Edward Walter Eberle, taufte am 14. September 1940 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Edward Randolph Gardner, Jr. stellte am 4. Dezember 1940 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Das Bordpostamt auf dem Zerstörer eröffnete am 8. Januar 1941.
Nach der Endausrüstung der USS EBERLE begann für das Schiff und dessen Besatzung am 20. Januar die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt und endete am 21. März 1941. In dieser Zeit besuchte das Schiff folgende Häfen – 20. Januar Boston, Massachusetts; 27. Januar Newport, Rhode Island; 31. Januar Yorktown, Virginia; 1. Februar Norfolk, Virginia; 16. Februar Guantanamo Bay, Kuba; 24. Februar Miami, Florida; 3. März Charleston, South Carolina; 21. März Boston. Man unterzog den Zerstörer nach der Erprobungsfahrt einer genauesten Überprüfung und vervollständigte danach die Ausrüstung. Damit war die USS EBERLE einsatzbereit.
Am 7. April 1941 war ein amerikanischer Marinestützpunkt auf den Inseln der Bermudas in Dienst gestellt worden. Einen Tag später lief der amerikanische Kriegsschiffsverband der Task Group 7.3, kommandiert von Rear Admiral Cook, ein. Diese TG soll als „Central Atlantic Neutrality Patrol“ im Westatlantik operieren und bestand aus den Flugzeugträger USS RANGER ( CV-4 ). Den Schweren Kreuzern USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) und USS WICHITA ( CA-45 ) und den Zerstörern USS KEARNY ( DD-432 ) und USS LIVERMORE ( DD-429 ). Am 15. April erhält die TG 7.3 Verstärkung. Neben der USS EBERLE legen in diesem Marinestützpunkt die beiden Schweren Kreuzer USS QUINCY ( CA-39 ) und USS VINCENNES ( CA-44 ) sowie die Zerstörer USS SAMPSON ( DD-394 ), USS GWIN ( DD-433 ), USS GRAYSON ( DD-435 ), USS MEREDITH ( DD-434 ), USS MONSSEN ( DD-436 ) und USS ERICSSON ( DD-440 ) und der neue Flugzeugträger USS WASP ( CV-7 ) an.
Zusammen mit der USS RANGER, dem Schweren Kreuzer USS VINCENNES und dem Zerstörer USS SAMPSON führt die USS EBERLE vom 9. bis zum 23. Mai die erste Neutralitätspatrouille von diesem Marinestützpunkt rund um die Bermudas und entlang der US Ostküste durch. Nach der Auffrischung der Vorräte auf der USS EBERLE, legte der Zerstörer am 29. Mai mit den Schiffen der TG 3 wieder ab. In dieser Task Group befinden sich der Flugzeugträger USS RANGER, der Schwere Kreuzer USS TUSCALOOSA und der Zerstörer USS McDOUGAL ( DD-358 ). Die Neutralitätspatrouille führt die Kriegsschiffe von den Bermudas bis nach Hampton Roads, Virginia. Dort legt der Verband am 8. Juni an. Die Schiffe der Task Group 2.5, bestehend aus dem Flugzeugträger USS YOTKTOWN, dem Schweren Kreuzer USS VINCENNES und den Zerstörern USS SAMPSON und USS GWIN, legen am 31. Mai von den Bermudas ab und führen ebenfalls ihre Neutralitätspatrouille bis Hampton Roads durch. Hier in Norfolk gliedert man die Task Group um. Man versetzt in die Task Group 2.5 neben der USS YORKTOWN den Leichten Kreuzer USS BROOKLYN ( CL-40 ) und die Zerstörer USS EBERLE, USS GRAYSON und USS ROE ( DD-418 ). In dieser Zusammenstellung legt der Verband am 1. August 1941 in Hampton Roads ab und führt seine Neutralitätspatrouille bis zu den Bermudas durch. Dort legten die Schiffe am 10. August an. Eine längere Ruhephase war den Besatzungsmitgliedern der Kriegsschiffe nicht vergönnt. Schon am 15. August legten die fünf Schiffe wieder ab und führten bis zum 27. August rund um die Bermudas ihre Patrouille durch.
In dieser Zeit, am 23. August, erhalten die Briten durch Funk- und Luftaufklärung die Information, dass ein deutscher Hilfskreuzer und ein Blockadebrecher sich südöstlich der Bermudas treffen wollten. Umgehend werden mehrere britische und kanadische Hilfskreuzer von Halifax, Nova Scotia aus in Marsch gesetzt um diese beiden feindlichen Schiffe aufzubringen. Der kanadische Hilfskreuzer HMCS PRINCE DAVID ( F89 ) meldete am 27. August ein unbekanntes Kriegsschiff, möglicherweise aus der ADMIRAL HIPPER – Klasse. Nach dieser Meldung beginnt eine großangelegte Suche nach einem Phantom. Wenige Minuten nach der Meldung legte das britische Schlachtschiff HMS RODNEY ( 29 ) bei den Bermudas ab. Diesem Schiff folgte die amerikanische Task Group TG 2.6, bestehend aus dem Flugzeugträger USS WASP, dem Leichten Kreuzer USS SAVANNAH ( CL-42 ) und den Zerstörern USS GWIN, USS MONSSEN und US MEREDITH. Am folgenden Morgen melden Trägerflugzeuge der USS WASP mehrere Handelsschiffe und ein Kriegsschiff, möglicherweise aus der HIPPER – Klasse. Nun werden in das Operationsgebiet weitere britische Kriegsschiffe verlegt. In der Nacht zum 29. August laufen von den Bermudas die Schiffe der TG 2.7, bestehend aus dem Flugzeuggeleitträger USS LONF ISLAND ( CVE-1 ), dem Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ) und den Zerstörern USS LIVERMORE und KEARNY, sowie die frisch versorgten Schiffe der TG 2.5, bestehend aus der USS YORKTOWN, USS BROOKLYN, USS EBERLE, USS GRAYSON und USS ROE, aus um die Fühlung zu dem verdächtigen Kreuzer zu halten. Handelsschiffe die die alliierten Versorgungsgebiete anlaufen werden kurzerhand westlich der Antillen und der Bermudas um das Einsatzgebiet umgeleitet. Von Trinidad aus decken die amerikanischen Kriegsschiffe der Task Group 3, bestehend aus den Leichten Kreuzern USS MEMPHIS ( CL-13 ), USS MILWAUKEE ( CL-5 ) und USS OMAHA ( CL-4 ) sowie den Zerstörern USS SOMERS ( DD-381 ), USS WARRINGTON ( DD-383 ), USS DAVIS ( DD-395 ) und USS JOUETT ( DD-396 ), die Ausgänge zur Karibik und zur Nordostküste von Brasilien und Guinea. Am 30. August meldet der amerikanische Küstenwachkutter USCGC ALEXANDER HAMILTON ( WPG-34 ) einen Kreuzer der HIPPER – Klasse zwischen den Bermudas und Neufundland gesichtet zu haben. Um Zusammenstöße mit dem feindlichen Schiff zu vermeiden, werden die britischen Geleitzüge HX 147, ON 9 und SC 41 sowie die amerikanischen Task Undergroups TU 1.1.7 und TU 1.1.4 gewarnt. Die amerikanischen Kriegsschiffe der TU 1.1.2, bestehend aus dem Schlachtschiff USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), dem Schweren Kreuzer USS QUINCY und den Zerstörern USS SIMS ( DD-409 ), USS HUGHES ( DD-410 ) und USS RUSSELL ( DD-414 ), sollen die Dänemarkstraße zwischen Grönland und Island abriegeln. Trotz allen Aufwandes wird aber der verdächtige Kreuzer aus der HIPPER – Klasse nicht gefunden.
Man begann im September 1941 eine Reorganisation der nordatlantischen Geleitzugführung. Dafür wurde ein Marinestützpunkt in Argentia, Neufundland eingerichtet. Von dort aus sollten die Versorgungsschiffe der HX und ON Konvois für die britischen Inseln ablegen. Die amerikanischen Kriegsschiffe pendelten dabei zwischen Hvalfjord, Island und Argentia. Der erste Geleitzug mit amerikanischer Deckung hatte die Bezeichnung HX 150 und bestand aus 44 Fracht- und Transportschiffen. Die Task Undergroup 4.1.1 bildete dabei die Eskorte und bestand aus den Zerstörern USS EBERLE, USS ERICSSON, USS UPSHUR ( DD-144 ), USS ELLIS ( DD-154 ) und USS DALLAS ( DD-199 ). Befehligt wurde diese TU von Captain Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) und den gesamten Geleitzug kommandierte der britische Rear Admiral Sir Errol Manners ( 1883 – 1953 ). In Argentia legte am 16. September der Geleitzug ab und am 25. September wurden die Fracht- und Transportschiffe bei Island an britische Kriegsschiffe übergeben, die diese bis zu den britischen Inseln eskortierten. Die amerikanischen Kriegsschiffe blieben südlich von Island und patrouillierten in dem Gebiet. Am 7. Oktober 1941 erreichte der Geleitzug ON 22, bestehend aus 48 Frachtschiffen, das Gebiet von Island und die Schiffe der TU 4.1.1 übernahmen den Konvoi. Um zu verhindern, dass ein deutscher Vorpostenstreifen durch deutsche U-Boote südöstlich von Grönland aufgebaut werden kann, wird der Konvoi ON 22 leicht südwärts umgeleitet. Ohne Verluste erreichen die Schiffe des Geleitzuges am 17. Oktober die kanadische Küste und wird dort aufgelöst. In Argentia stellte man dann den Geleitzug HX 157, bestehend aus 41 Fracht- und Transportschiffen, zusammen den die Zerstörer der TU 4.1.1 bis nach Island eskortieren. Am 28. Oktober legte der Konvoi dafür in Argentia ab und erreichte am 7. November den Übergabepunkt an die britischen Kriegsschiffe. Nach mehreren Tagen des Wartens erschien am 15. November der Konvoi ON 35, bestehend aus 29 zivilen Schiffen. Die fünf Zerstörer eskortierten den Geleitzug ohne Verluste bis nach Argentia, wo sie am 27. November anlegten.
Die USS EBERLE kehrte nun an die US Ostküste zurück. Dort übernahm der Zerstörer wieder Patrouillenaufgaben und die Schiffsbesatzung musste einige Übungen absolvieren. Nach dem Jahreswechsel versetzte man die USS EBERLE nach New York, wo vier Truppentransportschiffe mit der Konvoibezeichnung AT 10 warteten. Diese Schiffe sollten 3.900 Soldaten der 34. US Division transportieren. Die Sicherung übernahmen die Schiffe der US Task Force 15. In diese befanden sich neben der USS EBERLE der Flugzeugträger USS WASP, er blieb nur für wenige Tage in dieser TF, Das Schlachtschiff USS TEXAS ( BB-35 ), dem Schweren Kreuzer USS QUINCY und den Zerstörern USS GRAYSON, USS GWIN, USS LIVERMORE, USS MEREDITH, USS MONSSEN, USS ROE, USS ROWAN, USS MAYRANT ( DD-402 ), USS STACK ( DD-406 ), USS TRIPPE ( DD-403 ), USS RHIND ( DD-404 ) und USS WAINWRIGHT ( DD-419 ). Am 15. Januar 1942 legte dieser erste amerikanische Truppentransportkonvoi in New York ab und erreichte am 27. Januar Nordirland.
Man versetzte die USS EBERLE dann in die Task Force 38 in der sich das Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ) , der Leichte Kreuzer USS BROOKLYN ( CL-40 ), der britische Geleitflugzeugträger HMS AVENGER ( D14 ) und die Zerstörer USS BUCK ( DD-420 ), USS NICHOLSON ( DD-442 ), USS HILARY P JONES ( DD-427 ), USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ), USS INGRAHAM ( DD-444 ), USS MAYRANT ( DD-402 ), USS RHIND ( DD-404 ), USS ROWAN ( DD-405 ), USS TRIPPE ( DD-403 ), USS SWANSON ( DD-443 ), USS EDISON ( DD-439 ) und USS ERICSSON ( DD-440 ) befanden. Diese Schiffe lagen im Hafen von New York und übernahmen den kombinierten Truppentransport Konvoi AT 15, der aus 13 Truppentransportschiffen bestand. Sie legten am 30. April ab. Zuerst fuhr dieser Konvoi nach Argentia wo sich 4 britische Truppentransportschiffe aus dem Konvoi NA 8, von Halifax kommend, am 1. Mai 1942 anschlossen. Die Fahrt führte diesen Geleitzug bis nach Londonderry, Irland, wo sie am 12. Mai anlegten. Die USS MAYRANT, USS RHIND und USS ROWAN verließen die TF 38 und schlossen sich der TF 99 an die in Scapa Flow stationiert war. Dafür lösten sie dort die US MADISON ( DD-425 ) und die USS PLUNKETT ( DD-431 ) ab, die mit den Kriegsschiffen der TF 38 und den Truppentransportschiffen an die Ostküste der USA zurück kehrten. Die USS EBERLE verlegte man am 6. Juni wieder nach New York, wo der Truppentransport AT 17 zusammengestellt wurde. Für das Geleit dieses Konvois liegen neben der USS EBERLE die USS BUCK, USS NICHOLSON, USS SWANSON, USS EDISON, USS ERICSSON, USS LUDLOW ( DD-438 ), USS WOOLSEY ( DD-437 ), USS BRISTOL ( DD-453 ) und die USS WILKES ( DD-441 ) bereit. Sie sind ein Teil der Eskorte. Am 1. Juli legten die Schiffe in New York ab und fuhren an der amerikanischen Ostküste entlang nach Norden bis Little Placentia Harbor, Neufundland. Von dort aus fuhr der Konvoi über den Atlantik und legte bei Firth of Clyde, Schottland an. Die USS WILKES verließ vorzeitig den Konvoi und erreichte am 12. Juli wieder New York. Die anderen Zerstörer kehrten mit den Truppentransportern des Konvois TA 17 nach New York zurück nachdem sich in Schottland die amerikanischen Truppen ausgeschifft hatten. Auf dem Weg an die Ostküste der USA unterstützte die USS SWANSON am 3. August die Kriegsschiffe des Geleitzuges ON 115 und verjagte mit ihnen zusammen deutsche U-Boote nach dem diese drei Frachtschiffe torpediert und versenkt hatten. Die USS SWANSON folgte anschließend den Schiffen des Geleitzuges TA 17 und legte dann am folgenden Tag mit den anderen Zerstörern und den Truppentransportern in New York an. Im dortigen Hafen warteten die Schiffe des Truppentransportes AT 18 um nach Greenock, Schottland eskortiert zu werden. Die Eskorte bildeten unter anderen dabei das Schlachtschiff USS ARKANSA ( BB-33 ), der Leichte Kreuzer USS BROOKLYN sowie die Zerstörer USS EBERLE, USS SWANSON, USS ERICSSON, USS NICHOLSON, USS MADISON, USS CHARLES F HUGHES, USS NIBLACK ( DD-424 ), USS LANSDALE ( DD-426 ) und USS MAYO ( DD-422 ). Am 6. August 1942 legten im Hafen von New York zwölf Truppentransportschiffe des Konvois AT 18 ab. Die Fahrt führte die Schiffe über Halifax, Nova Scotia nach Lisahally, Nordirland und Greenock, wo sie am 18. August anlegten. Nach dem Entladen des Transportgutes und dem Ausschiffen der Soldaten legten diese zwölf Truppentransportschiffe, nun mit der Bezeichnung TA 18, am 27. August mit den Kriegsschiffen wieder ab. Der Geleitzug erreichte am 5. September New York.

Die USS EBERLE kehrte am 18. August nach erreichen von Greenock und der Auffüllung von Versorgungsgütern gleich wieder um und fuhr an die Ostküste der USA zurück. Diese erreichte der Zerstörer am 23. August und legte im Hafen von Norfolk an. Auch hier ergänzte man in aller Eile alle wichtigen Versorgungsgüter. Zwei Tage später übernahm das Schiff die Eskorte von zwei Tankern die nach Galveston, Texas und Cristobal, Panamakanal begleitet werden mussten. Von dort aus fuhr die USS EBERLE nach Trinidad und begleitete ab da einen Konvoi bis zum brasilianischen Hafen Belem. Gleich nach der Übergabe der Geleitschiffe kehrte der Zerstörer um und legte am 8. Oktober 1942 in Norfolk wieder an. Dort bereitete man das Schiff für die kommende Operation vor, der ersten transatlantischen Überfahrt an die nordafrikanische Küste wo die Operation „Torch“ der Alliierten beginnen sollte. Dazu verlegte man den Zerstörer in die Task Force 34 die Rear Admiral Henry Kent Hewitt ( 11. Februar 1887 – 15. September 1972 ) befehligte. Innerhalb dieser TF gliederte man das Schiff in die Task Group 34.8, der nördlichen Kampfgruppe, ein. In dieser befanden sich das Schlachtschiff USS TEXAS ( BB-35 ) und der Leichte Kreuzer USS SAVANNAH ( CL-42 ) die zur Feuerunterstützung dieser Kampfgruppe dienten. Acht Transportschiffe dieser TG wurden von den Zerstörern USS PARKER, USS ROE, USS LIVERMORE, USS KEARNY und USS ERICSSON gesichert. Außerdem befanden sich noch die beiden Geleitträger USS SANGAMON ( CVE-26 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) in dieser Task Group die von den Zerstörern USS EBERLE, USS DALLAS, USS HAMBLETON ( DD-455 ) und USS MACOMB ( DD-458 ) gesichert wurden. Zusätzlich begleiteten die Kriegsschiffe der Öltanker USS KENNEBEC ( AO-36 ), die Minensucher USS RAVEN ( AM-55 ) und USS OSPREY ( AM-56 ), der Flugzeugtender USS BARNEGAT ( AVP-10 ) und das U-Boot USS SHAD ( SS-235 ). Am 28. Oktober verließ der Verband die amerikanische Küste und erreichte am 7. November 1942 seine Einsatzgebiete vor Mehedya und dem Port Lyautey. Am Morgen des folgenden Tages begann der Angriff der Invasionsflotte. Die Task Group 34.8 begann mit der Operation „Goalpost“. Die alliierten Landungstruppen waren dabei hinsichtlich ihrer Position unsicher und verzögerten damit die Landung der zweiten Welle. Die französischen Verteidiger hatten damit Zeit gewonnen und konnten ihren Widerstand organisieren. Nur durch Artilleriebeschuss und der Unterstützung aus der Luft von den Geleitträgern konnten sich die alliierten Truppen bis zu ihren Zielen vorkämpfen und die Verteidiger gefangen nehmen. Am Morgen des 15. November verließ die TG 34.8 die nordafrikanische Küste von Marokko und fuhr nach Hampton Roads zurück. Neben der USS EBERLE befanden sich das Schlachtschiff USS TEXAS, der Leichte Kreuzer USS SAVANNAH, der Geleitflugzeugträger USS SANGAMON und die Zerstörer USS ROE, USS ERICSSON, USS LIVERMORE und USS DALLAS in dieser TG. Zusätzlich versetzte man in die TG die USS CORRY ( DD-463 ) und die USS HOBSON ( DD-464 ). All diese Kriegsschiffe eskortierten vier Truppentransportschiffe und einen Tanker von Gibraltar nach Norfolk, wo sie am 26. November anlegten.
Die USS EBERLE bereitete man dann auf den nächsten Einsatz vor. Zusammen mit dem Geleitflugzeugträger USS SANTEE ( CVE-29 ), dem Leichten Kreuzer USS SAVANNAH und weiteren Zerstörern, führte die USS EBERLE ab Januar 1943 mehrere Patrouillenfahrten im Südatlantik gegen deutsche Blockadebrecher durch. Am 10. März 1943 befand sich das deutsche Frachtschiff KARIN ( 7.322 BRT ) in Südafrikanischen Gewässern. Dieses Schiff lief bis zum 10. September 1941 unter norwegischer Flagge, hieß SILVAPLANA ( 4.790 BRT ) und wurde durch den deutschen Hilfskreuzer ATLANTIS zwischen Neuseeland und den Gesellschaftsinseln als Prise aufgebracht und nach Bordeaux entsandt, wo er am 19. November 1941 eintraf und man das Schiff umbaute. Von Bordeaux kommend war die KARIN im Januar in Singapur eingetroffen und stach am 4. Februar wieder in See für die Rückreise. An diesem 10. März sichtete man von der USS SAVANNAH und der USS EBERLE aus den deutschen Blockadebrecher KARIN und befahl das Schiff zu stoppen. Von der USS EBERLE teilte man vierzehn Besatzungsmitglieder als Enterkommando ein. Während des Enterns durch dieses Kommando zündete die deutsche Besatzung mehrere Sprengladungen an ihrem Schiff. Sieben amerikanische Seeleute kamen dabei ums Leben. Die anderen sieben versuchten den Frachter KARIN zu retten bis weitere Explosionen das Schiff erschütterten und ausbrechendes Feuer diese Seeleute zwang ihre Bemühungen aufzugeben. Sie gingen von Bord und ließen das Schiff in den Fluten versinken. Zusammen mit 72 deutschen Gefangenen wurden sie von der USS EBERLE aus dem Wasser gerettet. Der Zerstörer kehrte kurz darauf mit den Gefangenen an die Ostküste zurück. In New York wurden diese ausgeschifft und der Zerstörer fuhr in die Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina. Dort musste sich das Schiff bis zum 13. April 1943 einer Überholung unterziehen.
Man versetzt die USS EBERLE in die Task Group 61, deren Kriegsschiffe die zu eskortierenden Geleitzüge bis an die nordafrikanische Küste begleiteten. In der TG 61 befinden sich noch die Zerstörer USS LIVERMORE, USS KEARNY, USS ERICSSON, USS McCORMICK ( DD-223 ) und USS PARROTT ( DD-218 ), sowie die Minensucher USS PREVAIL ( AM-107 ) und USS PILOT AM-104 ). Außerdem werden diese Schiffe von der Support Group 21.11 begleitet. In dieser befanden sich der Geleitflugzeugträger USS SANTEE und die Zerstörer USS OVERTON ( DD-239 ), USS MacLEISH ( DD-220 ) und USS BAINBRIDGE ( DD-246 ). All diese Kriegsschiffe eskortierten den Geleitzug UGS 10, bestehend aus 70 Fracht- und Transportschiffen, ab Anfang Juni von New York aus. Am 22. Juni überlaufen die Schiffe des Geleitzuges UGS 10 1.100 Seemeilen westnordwestlich der Kapverdischen Inseln das südlich ausmarschierende deutsche U-Boot U-572, Kommandant Oberleutnant zur See Heinz Kummetat ( 19. November 1918 – 3. August 1943 ). Gegen 20:46 Uhr desselben Tages tauchte das deutsche U-Boot auf und torpedierte den französischen Flottentanker LOT ( 4.220 BRT ). Der Tanker hatte 6.000 Tonnen Heizöl geladen und wurde auf der Steuerbordseite getroffen. Nach mehreren Explosionen sank das Schiff innerhalb von drei Minuten. Von der 136 Mann starken Besatzung können durch den amerikanischen Tanker USS MERRIMACK ( AO-37 ) 112 gerettet werden. Die anderen kamen in den Flammen oder im Wasser ums Leben. Die USS EBERLE und die TG 61 übernehmen an der nordafrikanischen Küste den Geleitzug GUS 9, bestehend aus 41 Transport- und Frachtschiffen, der an die Ostküste der USA zurück begleitet werden muss. Mit dabei ist wieder die Support Group 21.11. Am 14. Juli 1943 sichten Avenger und Wildcat Flugzeuge aus der VC-29 Staffel von der USS SANTEE das deutsche U-Boot U-160, Kommandant Oberleutnant zur See Gerd von Pommer-Esche ( 22. Januar 1918 – 14. Juli 1943 ), südlich der Azoren und versenken es. Keiner der U-Boot Besatzungsmitgliede überlebt den Angriff. Am folgenden Tag sichtete ein anderes Team aus dieser Staffel nordwestlich von Madeira das U-Boot U-509, Kommandant Korvettenkapitän Werner Witte ( 5. Januar 1915 – 15. Juli 1943 ), und torpedierte es. Auch hier überlebte kein U-Boot Besatzungsmitglied den Angriff. In diesem Operationsgebiet trennen sich die Schiffe der TF 61 von der Support Group 21.11 und eskortieren die Frachtschiffe von GUS 9 bis an die Ostküste der USA. Dort gruppierte man einige Task Force um. So vereinigte man die TG 61 mit der TG 65. In dieser befanden sich nun neben der USS EBERLE, USS LIVERMORE, USS KEARNY und USS ERICSSON noch die Zerstörer USS TARBELL, USS UPSHUR und USS MAYO ( DD-422 ). Auch die beiden Minensucher USS PILOT und USS PREVAIL. Die Schiffe dieser TG übernehmen die Eskorte des Geleitzuges UGS 14, bestehend aus 67 Fracht- und Transportschiffen, und legen am 3. August in New York ab. Auf dem Weg an die nordafrikanische Küste verstärkt die Task Group 21.15 am 12. August den Geleitschutz. In dieser TG 21.15 befanden sich der Geleitflugzeugträger USS CROATAN ( CVE-25 ) und die Zerstörer USS PARROTT, USS PAUL JONS ( DD-230 ) und USS BELKNAP ( DD-251 ). Am 27. August 1943 erreichte der Verband seinen Zielhafen.
Insgesamt fünf Konvois eskortierte die USS EBERLE bis zum 31. Januar 1944 zwischen Nordamerika und der nordafrikanischen Küste.
Dann blieb die USS EBERLE im Mittelmeer stationiert und beteiligte sich ab dem 22. Februar 1944 an amphibischen Übungen vor Oran, Algerien. Dort legte der Zerstörer dann ab und erreichte am 11. März den Hafen von Neapel. Von diesem Stützpunkt aus fuhr die USS EBERLE bis in den Mai hinein Patrouillen entlang der italienischen Küste und beschoss dabei feindliche Ziele in Küstennähe. Am 20. April 1944 versenkte der Zerstörer auf solch einer Patrouille ein deutsches Schnellboot und beschädigte drei weitere so schwer, so dass diese von ihren Kommandanten auf Grund gesetzt werden mussten. Neben den Patrouillenfahrten wurden nun auch wieder Eskortierfahrten im Mittelmeer durch den Zerstörer abgesichert. Für die Invasion an der französischen Riviera, verlegte man die USS EBERLE am 13. August 1944 in die Task Force 84 die von Rear Admiral Frank Jacob Lowry ( 15. Februar 1888 – 26. März 1955 ) befehligt wurde. Rear Admiral Lowry kommandierte die Task Force von dem Küstenwachkutter USCGC DUANE ( WPG-33 ) aus. In dieser TF befanden sich zur Feuerunterstützung außerdem noch das britische Schlachtschiff HMS RAMILLIES ( 07 ), die britischen Kreuzer HMS ORION ( 85 ), HMS AURORA( 12 ), HMS AJAX ( 22 ) und HMS BLACK PRINCE ( 81 ), der amerikanische Schwere Kreuzer USS QUINCY ( CA-71 ), der französische Kreuzer FFS Gloire und die amerikanischen Zerstörer USS LIVERMORE, USS KEARNY und USS ERICSSON sowie die britischen Zerstörer HMS Tepsichore ( R33 ) und HMS TERMAGANT ( R89 ), welche von dem britischen Rear Admiral John Maurice Mansfield ( 22. Dezember 1893 – 4. Februar 1949 ) kommandiert wurden. Diese Kriegsschiffe sicherten die Transportschiffe der 3. US Division, die von Major General John Wilson O´Daniel ( 15. Februar 1894 – 27. März 1975 ) befehligte, von Malta aus bis in die Bucht von Cavalaire, südlich von St. Tropez. Diese waren 1 LCI, 1 FDS, 2 APA, 2 AP, 3 AKA, 31 LST, 45 LCI, 10 LCT, 20 LCM, 2 LCG, 2 LCF, 13 LCS, 2 LCC, 27 AM, 10 YMS, 10 PC, 12 SC sowie 11 Schlepper und Bergungsschiffe. Nach dem die Invasion am 15. August begann, lagen das Schlachtschiff, die Kreuzer und Zerstörer vor der französischen Küste und beschossen mit ihren Schiffsgeschützen feindliche Stellungen. Durch ihre Feuerunterstützung konnte ohne große Verluste ein Brückenkopf sehr schnell gebildet werden. Am 21. August entsandte man die USS EBERLE zur Insel Ile de Porquerolles, der größten Insel aus der Inselgruppe von Hyeres welche in der Nähe von Toulon liegen, und beschoss dort feindliche Stellungen bis man die Weiße Flagge hisste. Ein Landungstrupp des Zerstörers nahm gleich nach der Anlandung 58 deutsche Kriegsgefangene fest, deren Boote durch den Beschuss der USS EBERLE zerstört worden waren. Zusätzlich konnten 140 armenische Kriegsgefangene befreit werden. Am folgenden Tag, der Landungstrupp war gerade dabei die Insel wieder zu verlassen, ergaben sich weitere vierzehn deutsche Soldaten. Die USS EBERLE patrouilliert nun vor der französischen Rivieraküste. Dabei werden feindliche Stellungen vom 7. bis zum 11. Oktober 1944 durch den französischen Kreuzer FFS EMILE BERTIN, den französischen Zerstörer FFS LE FORTUNÉ und die amerikanischen Zerstörer USS EBERLE, USS GLEAVES ( DD-423 ) und USS JOUETT ( DD-396 ). In dieser Zeit, am 8. Oktober, beschoss die USS EBERLE unterstützt von einem Flugzeug des Leichten Kreuzers USS BROOKLYN den Hafen von Maurizio. Der Zerstörer wechselte dann nach San Remo und beschoss dort am 21. Oktober feindliche Ziele. Zwei Tage später löste die USS WOOLSEY das Schwesterschiff ab. Die USS EBERLE fuhr nun direkt an die US Ostküste und legte am 6. November 1944 im Hafen von New York an. Von dort aus eskortiert der Zerstörer im Zeitraum bis April 1945 zwei Konvois nach Oran und zurück. Anschließend muss sich das Schiff in der New York Navy Yard einer Überholung unterziehen. Für ihren Einsatz im Pazifik legte die USS EBERLE am 8. Juni 1945 in New York ab und errichte am 20. Juli den Hafen von Pearl Harbor. Dort lag der neue Flugzeugträger USS ANTIETAM ( CV-36 ). Diesen Träger begleitete der Zerstörer auf allen Trainingsfahrten rund um die hawaiianischen Inseln. Mittlerweile war auch im pazifischen Raum durch die bedingungslose Kapitulation Japans am 15. August der Zweite Weltkrieg beendet. Am 1. November 1945 entband man die USS EBERLE von der Eskorte mit der USS ANTIETAM. Das Schiff verließ Pearl Harbor und fuhr in die Gewässer von Alaska. Von dort aus ging die Fahrt nach Petropawlowsk auf der sowjetischen Kamtschatka Halbinsel weiter. In dem dortigen Hafen blieb die USS EBERLE vom 1. Bis zum 5. Dezember liegen. Anschließen fuhr der Zerstörer nach Pearl Harbour zurück. Das Schiff traf am 15. Dezember 1945 ein. Schon am 6. Januar 1946 verließ das Schiff wieder Pearl Harbor und fuhr an die Ostküste der USA zurück. Im Hafen von Charleston legte die USS EBERLE am 8. Februar an. Man stellte den Zerstörer am 3. Juni 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Reserveflotte. In das Naval Reserve Trainingsprogramm das im 3. Naval District stattfinden sollte, versetzte man das Schiff am 12. August 1946 und schleppte es im September nach New York. Dort stellte man am 13. Januar 1947 den Zerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Das Schiff transportierte daraufhin Marinereservisten nach Kanada, in die Karibik und zu den Bermudas. In dieser Zeit, am 19. Mai 1950, verlegte man die USS EBERLE wieder in den Reserveflottendienst und am 21. November wieder in den regulären Dienst. Der Zerstörer fuhr am 21. Januar 1951 in den Hafen von Boston, Massachusetts ein und wurde dort am 22. Januar außer Dienst gestellt. Im Rahmen des Mutual Defense Assistance Program überstellte man den Zerstörer an Griechenland. Noch am selben Tag wurde der Zerstörer in den Dienst der griechischen Marine gestellt. Das Schiff erhielt den Namen HHMS NIKI. Den Namen USS EBERLE strich man am 24. Januar 1951 von der US Navy – Liste. Bis ins Jahr 1972 diente der Zerstörer dort und wurde in diesem Jahr außer Dienst gestellt und verschrottet.


USS EBERLE ( DD-430 )
Commanding Officer

LCDR Edward Randolph Gardner Jr.        4. Dezember 1940 – 15. Mai 1942
LT Robert Stephens Ford         15. Mai 1942 – 30. Mai 1942 (Acting) (erreichter Rang RADM)
LCDR Karl Frederick Poehlmann        30. Mai 1942 – 21. März 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Clare Brown Smiley         21. März 1944 – 17. November 1944
LCDR Harry Curtis Transue          17. November 1944 – 5. Oktober 1945
LCDR Robert William Savage            5. Oktober 1945 – 3. Juni 1946


 

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