USS HAMBLETON ( DD-455 )

USS HAMBLETON ( DD-455 )

Biografie

Samuel Hambleton
* 1777 in Talbot County, Maryland
† 17. Januar 1851 in Talbot County
war ein Offizier der United States Navy, der mit Auszeichnung während des Krieges von 1812 gedient hat

Am 6. Dezember 1806 trat Samuel Hambleton als Zahlmeister in die US Navy ein. Während des Krieges 1812 gegen Großbritannien diente er aktiv auf der Brigg USS LAWRENCE ( 1813 ) die an der Schlacht auf dem Lake Erie beteiligt war. Captain Oliver Hazard Perry ( 23. August 1785 – 23. August 1819 ) nutzte dieses Schiff als sein Flaggschiff. Als am Morgen des 10. September 1813 eine britische Flotte von sechs Schiffen unter dem Kommando von Robert Heriot Barclay ( 18. September 1786 – 8. Mai 1837 ) gesichtet wurde, ließ Captain Perry seine Flotte von neun Schiffen bei leichtem Wind in Kampflinie beidrehen und auf die britischen Schiffe eine Breitseite nach der anderen abfeuern. Alle sechs Schiffe der Briten wurden während der Schlacht entweder geentert oder ergaben sich aus freien Stücken nach einer Verfolgungsjagd. Captain Perry lobte Samuel Hambleton für sein persönliches tapferes Benehmen und der umsichtigen Führung der ihm anvertrauten Seeleute während der Schlacht bis ihn eine Gewehrkugel schwer verletzte. Bis 1832 diente Hambleton als Zahlmeister aktiv auf der Fregatte USS JAVA ( 1815 ) und auf dem 74 Kanonen führenden Linienschiff USS COLUMBUS ( 1819 ) die im Mittelmeer operierten. Später folgten die Fregatte USS JOHN ADAMS ( 1799 ) und die Kriegsschaluppe USS ERIE ( 1813 ) die in der Karibik operierten. Von 1832 bis 1843 beurlaubte man Samuel Hambleton. Für eine wichtige Aufgabe reaktivierte man ihn damit er von 1843 bis 1845 an der Philadelphia Navy Yard als Zahlmeister seinen Dienst für die US Navy ausüben konnte. Nach 1845 zog er sich nach Talbot County wieder zurück wo er am 17. Januar 1851 starb.


USS HAMBLETON ( DD-455 )

Schiffsbiografie

Die USS HAMBLETON ( DD-455 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Zahlmeister Samuel Hambleton benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einundzwanzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
s40001Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 16. Dezember 1940 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ann Elizabeth Hambleton Martin ( 28. März 1874 – 22. Juni 1962 ), Urgroßnichte von Zahlmeister Samuel Hambleton, taufte am 26. September 1941 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Forrest Close stellte am 22. Dezember 1941 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Komplettausrüstung in der Norfolk Navy Yard, legte die USS HAMBLETON zusammen mit der USS EMMONS am 31. Januar 1942 zur Erprobungs- und Ausbildungsfahrt dort ab. Es erfolgte eine Fahrt die zu Kriegszeiten einzigartig war. Beide Schiffe durchquerten den Panamakanal und legten in dem Hafen von Callao, Peru an. Peruanische Beamte schifften sich an Bord ein und der Zerstörer brachte sie in den chilenischen Hafen Valparaiso. Nach dem chilenischen Hafen folgten die Häfen von Guayaquil, Ecuador; Cartagena, Kolumbien und Balboa, Panamakanalzone. Nach einer Überprüfung des Schiffskörpers in der Boston Navy Yard, patrouillierte die USS HAMBLETON ab Anfang März 1942 nördlich von Kuba in der Karibik. Dort war der Zerstörer auf der Jagd nach feindlichen U-Booten. Am 19. März konnte das Kriegsschiff sechs Überlebende retten, deren honduranisches Frachtschiff SS CEIBA ( 1.698 BRT ) Bananen geladen hatte. Dieses Frachtschiff war von U-124, Kommandant Korvettenkapitän Johann Mohr ( 12. Juni 1916 – 2. April 1943 ), zwei Tage vorher torpediert und versenkt worden. Von den fünfzig Menschen die sich an Bord befanden, überlebten nur diese sechs den Angriff. Unter den Toten befanden sich auch Frauen und Kinder einiger Besatzungsmitglieder. Die USS HAMBLETON patrouillierte dann entlang der Ostküste und erhielt in der Casco Bay ein intensives Training. Den Zerstörer versetzte man dann am 14. April in die Task Force 36, in der sich der Flugzeugträger USS RANGER ( CV-4 ), der Schwere Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ) und die Zerstörer USS EMMONS, USS ELLYSON ( DD-454 ), USS MACOMB ( DD-458 ) und USS RODMAN ( DD-456 ) befanden. Im Hafen von Newport, Rhode Island legten die Schiffe der TF am 22. April ab. Die USS RANGER hatte eine Ladung Flugzeuge geladen. Im Hafen von Accra, im westafrikanischen Land Ghana, legte der Verband am 10. Mai an und 68 Piloten starteten ihre Curtiss P-40 Jäger. Diese waren für den Einsatz auf dem Kriegsschauplatz in Nordafrika vorgesehen. Kurz vor den Westindischen Inseln gerieten die Schiffe der TF in schweren Regen dessen Folge schlechte Sichtverhältnisse waren. Dabei kollidierten die USS HAMBLETON und die USS ELLYSON am 17. Mai. Die USS ELLYSON hatte keine nennenswerten Schäden davongetragen, aber die USS HAMBLETON musste für eine Notreparatur in den Hafen von San Juan, Puerto Rico einlaufen. Die eigentlichen Reparaturen erfolgten dann in der Charleston Navy Yard. Die anderen Schiffe der TF 36 kehrten am 28. Mai an die Ostküste der USA zurück. Ein neuer Befehl ließ die USS HAMBLETON nach den Reparaturarbeiten den Hafen von Boston ansteuern, wo Truppentransportschiffe warteten um nach Halifax, Nova Scotia eskortiert zu werden. Am 5. Juli legte die USS HAMBLETON mit dem Schwere Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) und die Zerstörer USS HAMBLETON, USS MACOMB und USS RODMAN und eben diesen Truppentransportschiffen und Frachtschiffen in Halifax wieder ab und geleitete sie nach Island, wo sie am 11. Juli von britischen Eskortiereinheiten erwartet wurden. Man versetzte die USS HAMBLETON und die anderen Kriegsschiffe die den Truppentransport eskortierten in die US Task Force 99, die in die britische Home Fleet integriert war. Sie erreichten am 16. Juli Scapa Flow, Orkney Islands, Schottland. Dort absolvierten die Mannschaftsmitglieder der amerikanischen und der britischen Schiffe eine Ausbildung um die Taktiken aufeinander abzustimmen. Vom 26. bis zum 31. Juli begleitete die USS HAMBLETON zusammen mit der USS EMMONS das britische Schlachtschiff HMS DUKE of YORK ( 17 ) nach Island und zurück. Die HAMBLETON erhielt dann die Aufgabe mit der USS MACOMB zwischen der schottischen und der isländischen Küste zu patrouillieren. Am 30. August lagen beide Zerstörer im Hafen von Greenock, Schottland und warteten auf die USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) USS RODMAN und USS EMMONS. Diese Kriegsschiffe hatten zusammen mit britischen Zerstörern mehrere Frachtschiffe bis zur Halbinsel Kola eskortiert. Noch am selben Tag legte der amerikanische Verband in Greenock wieder ab und fuhr in Richtung amerikanische Ostküste. Auf der Heimfahrt wurden keine feindlichen U-Boote gesichtet. Am 9. September legte der Verband im Hafen von New York an, wo er zur weiteren Verfügbarkeit bis zum 25. September blieb. Für die kommende Invasion an der nordafrikanischen Küste bildete man die Schiffsbesatzungen mehrerer amerikanischer Kriegsschiffe in der Casco, der Chesapeake Bay und bei den Inseln der Bermudas aus. Die HAMBLETON verließ daher am 16. Oktober die Gewässer der Bermudas und fuhr nach Hampton Roads, Virginia wo man das Schiff in die Task Group 34.8 eingliederte. Diese Task Group war die nördliche Angriffsgruppe während der Operation „Torch“. Die Task Force 34 befehligte Rear Admiral Henry Kent Hewitt ( 11. Februar 1887 – 15. September 1972 ). In die Task Group 34.8 befanden sich das Schlachtschiff USS TEXAS ( BB-35 ) und der Leichte Kreuzer USS SAVANNAH ( CL-42 ) die zur Feuerunterstützung dieser Kampfgruppe dienten. Acht Transportschiffe dieser TG wurden von den Zerstörern USS PARKER, USS ROE ( DD-418 ), USS LIVERMORE ( DD-429 ), USS KEARNY ( DD-432 ) und USS ERICSSON ( DD-440 ) gesichert. Außerdem befanden sich noch die beiden Geleitträger USS SANGAMON ( CVE-26 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) in dieser Task Group die von den Zerstörern USS HAMBLETON, USS MACOMB, USS DALLAS ( DD-199 ) und USS EBERLE ( DD-430 ), dem Öltanker USS KENNEBEC ( AO-36 ), den Minensuchern USS RAVEN ( AM-55 ) und USS OSPREY ( AM-56 ), dem Flugzeugtender USS BARNEGAT ( AVP-10 ) und dem U-Boot USS SHAD ( SS-235 ) begleitet wurden. Am 28. Oktober verließen die Verbände der Task Force die amerikanische Küste und erreichten am 7. November 1942 ihre Einsatzgebiete. Für die TG 34.8 waren das Mehedya und Port Lyautey. Am Morgen des folgenden Tages begann der Angriff der Invasionsflotte. Die Task Group 34.8 begann mit der Operation „Goalpost“. Die alliierten Landungstruppen waren dabei hinsichtlich ihrer Position unsicher und verzögerten damit die Landung der zweiten Welle. Die französischen Verteidiger hatten damit Zeit gewonnen und konnten ihren Widerstand organisieren. Nur durch Artilleriebeschuss und der Unterstützung aus der Luft von den Geleitträgern konnten sich die alliierten Truppen bis zu ihren Zielen vorkämpfen und die Verteidiger gefangen nehmen. Die USS HAMBLETON hatte neben der Sicherung der USS SANGAMON mit anderen Zerstörern die Aufgabe übertragen bekommen, die auf Reede vor Fedhala liegenden Fracht- und Truppentransportschiffe vor U-Boot Angriffen zu sichern. Am 11. November 1942 schlich sich U-173, Kommandant Oberleutnant zur See Hans-Adolf Schweichel ( 26. Mai 1915 – 16. November 1942 ), in die Nähe der auf Reede liegenden Schiffe. Kommandant Schweichel ließ zwischen 19:48 Uhr und 19:56 Uhr drei Torpedos auf die verankerten Schiffe abfeuern. Man nahm auf dem U-Boot drei Detonationen wahr. Visuelle Beobachtungen konnten nicht wahrgenommen werden, da das U-Boot sich schon im Tauchvorgang befand. Ein jeder der Torpedos hatte getroffen. Der erste Torpedo traf den Truppentransporter USS JOSEPH HEWES ( AP-50 ). Verzweifelt versuchte man zwar das Schiff noch bis zum Strand fahren zu können, aber das Vorschiff nahm viel zu schnell Wasser auf und die Propeller schauten aus dem Wasser. Captain Robert McLanahan Smith, Jr. ( 1896 – 11. November 1942 ) gab dann den Befehl zum verlassen des Schiffes. Er und über 100 Besatzungsmitglieder und Soldaten verloren ihr Leben während das Schiff in den Fluten versank. Der zweite Torpedo traf den Öltanker USS WINOOSKI ( AO-38 ). Durch Ballastverschiebung konnte der Tanker seine Manövrierbarkeit behalten und fuhr selbständig am 23. November nach Gibraltar für eine dreimonatige Reparatur. Der dritte Torpedo traf mittschiffs die USS HAMBLETON selber. Schon nach sehr kurzer Zeit kränkte der Zerstörer 12° nach Steuerbord, sank aber nicht. Nach der völligen Eroberung von Casablanca, schleppte man das Schiff in den dortigen Hafen um wenigstens einige Notreparaturen vornehmen zu können. Das heißt, Seabees schnitten den Zerstörer in zwei Hälften und entfernten den etwas über 12 Meter langen beschädigten Rumpf. Danach fügten sie die beiden Schiffshälften wieder zusammen. Am 28. Juni 1943 erreichte die USS HAMBLETON in Begleitung eines Schleppers die Werft in Boston wo sich der Zerstörer einer dauerhaften Reparatur unterzog.
Für die USS HAMBLETON begann dann im Frühjahr 1944 die zweite Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Diese führte das Schiff entlang der Ostküste der USA bis in die Karibik. Nach einer Überprüfung des Schiffsrumpfes auf der Boston Navy Yard und der Komplettausrüstung sowie der Auffüllung der Magazine und Treibstofftanks, legte die USS HAMBLETON am 19. April ab und fuhr nach New York, wo sich die Zerstörer der DESDIV 21 versammelten. In dieser Zerstörerdivision befanden sich neben der USS HAMBLETON die USS ELLYSON, USS MACOMB, USS EMMONS, USS RODMAN, USS GLEAVES ( DD-423 ), USS NIELDS ( DD-616 ) und USS HILARY P JONES ( DD-427 ). Am 21. April legten die Zerstörer ab und am 2. Mai erreichten diese Schiffe den Hafen von Oran und begannen entlang der nordafrikanischen Küste Eskortier- und Patrouillenaufgaben wahrzunehmen. Vor Kap Tenes, Algerien wurde am 14. Mai durch U-616, Kommandant Oberleutnant zur See Siegfried Koitschka ( 6. August 1917 – 17. Mai 2002 ), aus dem Geleitzug GUS 39 der britische Tanker G. S. WALDEN ( 10.627 BRT ) und das britische Frachtschiff FORT FIEDLER ( 7.127 BRT ) torpediert. Beide Schiffe erlitten nur Beschädigungen und konnten ihre Fahrt weiter fortführen. In Oran alarmierte man daraufhin zwei US Zerstörer Gruppen die die Jagd auf U-616 aufnehmen sollten. In der ersten Gruppe befanden sich neben der USS HAMBLETON, die USS ELLYSON, USS EMMONS, USS RODMAN und USS HILARY P JONES. In der zweiten Gruppe befanden sich die USS NIELDS, USS GLEAVES und die USS MACOMB. In der Nacht vom 14. zum 15. Mai beginnt die USS ELLYSON mit einem ersten Wasserbombenangriff, aber die Fühlung zum U-Boot reißt danach ab. Erst in der Nacht des 16. zum 17. Mai ortete eine Wellington „K“ des RAF Geschwaders 36 das aufgetauchte U-Boot und führt die Zerstörer heran. Diese versenken es am folgenden Morgen. Am 18. Mai verließ die USS HAMBLETON sowie eine Anzahl der amerikanischen Zerstörer wieder das Mittelmeer und fuhren nach Plymouth, Großbritannien, wo der Zerstörer am 22. Mai anlegte. Dort wurden die letzten Vorbereitungen für die Invasion in der Normandie getroffen. Man versetzte dabei die USS HAMBLETON in die CTU 126.2.1. Aufgabe dieser CTU war vor Beginn der Operation „Overlord“ Übungen von Uferbombardierungen durchzuführen. Diese begannen am 24. Mai und dauerten nur einen Tag. Danach bereitete sich die Schiffsbesatzung der USS HAMBLETON auf ihre zugeteilten Aufgaben vor. Man verschob dann den Angriffstermin wegen des stürmischen Wetters auf den 6. Juni 1944. Zur Sicherung der ersten nachfolgenden Landungswelle am Angriffsstreifen von „Omaha Beach“ stellte man für die „Western Naval Task Force“, die Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligte, im Westen die Force B zusammen, die der britische Commodore Edgar kommandierte. In dieser Force befanden sich neben der USS HAMBLETON die amerikanischen Zerstörer USS ELLYSON und USS RODMAN, die britischen Zerstörer HMS BOADICEA ( H65 ), HMS VOLUNTEER ( D71 ) und HMS VIMY ( D33 ), die britischen Geleitzerstörer HMS BRISSENDEN ( L79 ) und HMS WENSLEYDALE ( L86 ) sowie die britischen Korvetten HMS AZALEA ( K25 ) und HMS BLUEBELL ( K80 ) und die kanadische Korvette HMCS KITCHENER ( K225 ). Die USS HAMBLETON bewachte die Anlandungsboote. In den frühen Morgenstunden des 9. Juni nahm man auf dem Radar des Zerstörers fünf unbekannte und schnell näher kommende Punkte wahr. Deutsche Schnellboote wollten zu den auf Reede liegenden Fracht und Truppentransportschiffe vordringen. In einem vierstündigen Feuergefecht konnte die Besatzung des Zerstörers eines dieser Schnellboote versenken und eines schwer beschädigen. Die anderen drei zogen sich daraufhin, ohne ihr Ziel erreicht zu haben, zurück. Bis zum 16. Juni unterstützte die USS HAMBLETON mit ihren Schiffsgeschützen die Angriffsbemühungen der alliierten Truppen vor dem Anlandepunkt von „Omaha Beach“. Für die Auffrischung der Munitions- und Heizölreserven lief die USS HAMBLETON dann nach Portland, England ein. Dort konnte sich die Besatzung etwas erholen. In und um die französische Stadt Cherbourg an der Atlantikküste, tobte seit dem 14. Juni ein erbitterter Kampf um jeden Meter. Zur Verteidigung des Atlantikhafens war von den Deutschen ein Festungswerk west- und ostwärts der Stadt errichtet worden. Dieses konnte weder vom Land noch von der Luft aus zerstört werden. Daher verlegte man zwei Angriffsgruppen der US Navy vor die Stadt. Innerhalb der Gruppe I, die von Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) kommandiert wurde, befanden sich das Schlachtschiff USS NEVADA, die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA und USS QUINCY ( CA- 71 ), die britischen Kreuzer HMS GLASGOW ( C21 ) und HMS ENTERPRISE ( D52 ) und die Zerstörer USS HAMBLETON, USS EMMONS, USS RODMAN, USS MURPHY, USS ELLYSON und USS GHERARDI ( DD-637 ). Diese Gruppe lag vor der westlichen Bunkeranlage bei Querqueville. Innerhalb der Gruppe II, die von Rear Admiral Daniel Edward Barbey ( 23. Dezember 1889 – 11. März 1969 ) befehligt wurde, befanden sich die Schlachtschiffe USS TEXAS, USS ARKANSAS ( BB-33 ) und die Zerstörer US BARTON ( DD-722 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS PLUNKETT und USS HOBSON. Diese Gruppe von Schiffen lag vor den östlichen Bunkeranlagen die den Namen „Hamburg“ erhalten hatten. Nachdem die Gruppe I ihre Positionen eingenommen und die zu beschießenden Anlagen anvisiert hatten, wurde der Befehl zum Feuern erteilt. Bis dahin war es noch ein schöner und ruhiger Tag. Dann brach die Hölle los. Auf alles in den befestigten Anlagen wurde geschossen. Ob Panzer, Bunker oder Geschützstellung. Die Deutschen Geschützmannschaften ließen sich aber nicht so leicht unterkriegen. Ihre Granaten trafen fast immer ins Schwarze. Cherbourg, eine Schlüsselstellung für den Gesamterfolg der Invasion in der Normandie fiel zwei Tage später.
Nach einer kurzen Erholungspause verließ die USS HAMBLETON am 4. Juli den Hafen von Belfast, Irland. zusammen mit den Zerstörern der DESRON 10 verließ das Schiff die englische Atlantikküste und fuhr nach Mers-el-Kebir, Algerien, wo sie am 10. Juli anlegten. Die Zerstörer hatten von Portland aus einen Transportkonvoi eskortiert. In den von den alliierten Streitkräften besetzten Mittelmeerhäfen bereitete man nun die Invasion der südfranzösischen Küste vor. Die USS HAMBLETON geleitete von der nordafrikanischen Küste aus mehrere Transportschiffe bis zum sizilianischen Hafen von Palermo und legte am 15. Juli im Hafen von Neapel, Italien an. Von dort aus begann der Zerstörer seine Patrouillenfahrten. Zur Vorbereitung auf die Invasion an der südfranzösischen Küste, fuhr das Schiff bis nach Taranto, Italien wo die Torpedos entladen wurden. Für die Invasion versetzte man die HAMBLETON in die Task Force 85 deren Codename „Delta“ hieß und von Rear Admiral Bertram Joseph Rodgers ( 19. März 1894 – 30. November 1983 ) befehligt wurde. In dieser TF befanden sich außerdem noch das Flaggschiff der TF, der Wasserflugzeugtender USS BISCAYNE ( AVP-11 ), die Schlachtschiffe USS TEXAS ( BB-35 ) und USS NEVADA ( BB-36 ), der amerikanische Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA und die französischen Kreuzer FFS MONTCALM und FFS GEORGES LEYGUES, die französischen Großzerstörer FFS LE FANTASQUE, FFS LE TERRIBLE und FFS LE MALIN sowie die amerikanischen Zerstörer USS FORREST ( DD-461 ), USS RODMAN, USS ELLYSON, USS FITCH, USS EMMONS, USS MACOMB und USS HOBSON. Diese Schiffe bildeten die Feuerunterstützung für die Landungsschiffe und wurden von Rear Admiral Carleton Fanton Bryant ( 29. November 1892 – 11. April 1987 ) kommandiert. 6 Truppentransportschiffe ( AP ), 2 amphibische Angriffsfrachtschiffe ( AKA ), 1 Infanterielandungsschiff ( LSI ), 23 Panzerlandungsschiffe ( LST ), 34 Infanterielandungsfahrzeuge ( LCI ), 52 Panzerlandungsboote ( LCT ), 9 mechanisierte Landungsfahrzeuge ( LCM ), 5 Kontrolllandungsfahrtzeuge ( LCC ), 52 Fahrzeug oder Personenlandungsfahrzeuge ( LCVP ), 1 Patrouillenboot ( PC ), 5 U-Boot Jäger Boote ( SC ), 8 Minensuchschiffe, 1 LSP, 1 LSG, 2 LCG, 2 LCF, 12 LCS, 2 LCM ( R ), 1 FT, 10 Schlepper und Bergungsschiffe transportierten die Soldaten der 45. Infanterie Division die Generalmajor Eagle kommandierte. Die Invasion begann bei Tagesanbruch am 15. August 1944 in der Bucht bei St. Raphael. Im Anschluss an die Minensucher, begannen alle Kriegsschiffe mit einem Bombardement gegen jegliche feindliche Ziele in Küstennähe. Die Treffsicherheit war dabei sehr hoch und die Landungstruppen empfing kaum noch eine Gegenwehr.
Die USS HAMBLETON führte dann ihre Patrouillenfahrten vor der französischen Küste weiter fort um die Landungen von Verstärkungen der Alliierten weiter zu decken. Diese Unterstützung dauerte bis weit in den Oktober hinein. Zusammen mit den Zerstörern USS ELLYSON, USS RODMAN, USS EMMONS, USS MACOMB, USS FORREST, USS FITCH, USS HOBSON, USS GHERHARDI, USS BUTLER ( DD-636 ), USS JEFFERS ( DD-621 ) und USS HARDING ( DD-625 ) verließ die USS HAMBLETON am 25. Oktober das Mittelmeer. Das Ziel all dieser Kriegsschiffe war die Ostküste der USA. Die USS HAMBLETON legte am 8. November in der Boston Navy Yard an. Dort rüstete man den Zerstörer in ein Hochgeschwindigkeitsminensuchboot um. Dazu erhielt das Schiff am 15. November das Klassifikationssymbol DMS und die Kennnummer 20. Nach der Beendigung aller Arbeiten und der Ausbildung der Schiffsbesatzung mit ihrem Schiff in der Chesapeake Bay, legte die USS HAMBLETON am 3. Januar 1945 im Hafen von Norfolk ab. Das Ziel des Schiffes war der Pazifik. Der Zerstörer und Minensucher gehörte zum Minensuchgeschwaders 20 in dem sich unter anderen auch die USS EMMONS, USS RODMAN, USS ELLYSON, USS MACOMB, USS FORREST, USS FITCH, USS HOBSON, USS GHERHARDI, USS BUTLER, USS JEFFERS und USS HARDING befanden. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten die Schiffe noch im Januar die kalifornische Küste. Dort wurden wie auch später in hawaiianischen Gewässern mehrere Minensuch- und Schießübungen durchgeführt. Anfang März legte die USS HAMBLETON und die Schiffe der Mine Squadron 20 in Perl Harbor ab und fuhren in Richtung Westen. Diese Schiffe gehörten zur Task Group 52.2 die Rear Admiral Alexander Sharp, Jr. ( 1885 – 1975 ) kommandierte. Erstes Ziel war das Atoll Ulithi wo die Schiffe der Task Force 52 warteten. Ziel dieser TF war die Küste von Okinawa. Diese erreichten die Schiffe am 24. März und begannen sofort vor den Stränden von Kerama Retto mit der Minensuche. Am 1. April begann die Invasion von Okinawa. Die USS HAMBLETON übernahm wie alle anderen Minensuchschiffe des Geschwaders neben der Minensuche auch die Luftüberwachung für die Schlachtschiffe und Kreuzer in der Task Force. In den folgenden Wochen musste dafür die TG 52.2 einen hohen Tribut bezahlen. Von den zwölf Zerstörer und Minensuchern blieben nur drei Schiffe unbeschädigt. Die USS HAMBLETON war eines davon. Zwar wurde der Zerstörer am 3. April durch einen Kamikaze leicht beschädigt, was aber nicht relevant war. Der japanische Pilot traf nicht das Schiff, sondern schlug auf dem Wasser auf. Nachdem Okinawa gesichert war, versetzte man die USS HAMBLETON in die Task Force 39. Rear Admiral Sharp kommandierte diese. Aufgabe der TF bestand darin in der Ostchinesische See die amerikanischen und japanischen Seeminen zu beräumen. Ab Mitte Juli begannen neben der USS HAMBLETON die Zerstörer und Minensucher USS ELLYSON, USS GHERARDI, USS JEFFERS, USS SOUTHARD ( DMS-10 ) und USS DORSEY ( DMS-1 ) mit der Beräumung. Nach einem Monat war von der Fläche von 7.200 ² Seemeilen über 600 von Minen befreit. Am 15. August erhielten dann die Schiffsbesatzungen die Mitteilung, dass Japan bedingungslos kapituliert hat. Am 27. August endete diese Mission für die USS HAMBLETON und wechselte mit der USS FITCH, USS JEFFERS, USS ELLYSON, USS MACOMB, USS GHERARDI und USS HOPKINS ( DMS-13 ) zur Task Group 31.2. Die Zerstörer und Minensucher trafen am folgenden Tag in der Tokyo Bay ein und begannen sofort mit dem aufzuspüren und vernichten von Minen. Die USS HAMBLETON selber konnte in den folgenden Monaten in der Tokyo Bay sowie in den dort angrenzenden Meerengen und Kanälen insgesamt 184 Minen vernichten. In dieser Zeit rasten vier Taifune über dieses Gebiet hinweg. Am 20. November verließ die USS HAMBLETON ihr Einsatzgebiet und fuhr in Richtung Ostküste. Über Eniwetok, Pearl Harbor, San Diego und dem Panamakanal erreichte Ende Dezember 1945 das Schiff Norfolk.
Der neue Heimathafen der USS HAMBLETON wurde Charleston, South Carolina. Das Schiff wurde dort für den aufkommenden Kalten Krieg bereitgehalten. Während der folgenden zehn Jahre beteiligte sich der Zerstörer und Minensucher an taktischen Flottenübungen in der Karibik und entlang der Ostküste der USA. In den Jahren 1949, 1952 und 1954 operierte das Schiff zusammen mit de 6. US Flotte im Mittelmeer. In diesen drei Jahren wurden hauptsächlich die Häfen von Nordafrika und des turbulenten Nahen Ostens angelaufen.
Nach der Rückkehr von seiner dritten Mittelmeerkreuzfahrt, stellte man am 6. Juli 1954 das Schiff in Charleston außer Dienst. Am 15. Januar 1955 Reklassifizierte man die USS HAMBLETON und übergab ihm wieder die Kennung DD-455. Noch am selben Tag versetzte man das Schiff in die Atlantikreserveflotte. Aus der US Navy – Liste strich man am 1. Juni 1971 den Namen des Schiffes und am 22. November 1972 verkaufte man den Schiffskörper für die Verschrottung.


USS HAMBLETON ( DD-455 )
Commanding Officer

CDR Forrest Close           22.Dezember 1941 – 27. Dezember 1942
LCDR James Bernhardt Hogle           27. Dezember 1942 – ?
am 15. November 1944 als DMS-19 umklassifiziert
LCDR Arthur Henry Berndtson             Februar 1946 – August 1946
LCDR William Adlai Robie           ? 1952 – ?
LCDR George W. Kingston           Juli 1954 – ?


 

s40002

 

Mrs. Ann Elizabeth Hambleton Martin ( 28. März 1874 – 22. Juni 1962 ), Urgroßnichte von Zahlmeister Samuel Hambleton, taufte am 26. September 1941 den Zerstörer vor dessen Stapellauf.

 

 

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