USS MEREDITH ( DD-434 )

USS MEREDITH ( DD-434 )

Biografie

Jonathan Meredith
* um 1772 in Bucks County, Pennsylvania
† 7. August 1805 in Tripoli
war ein Angehöriger der United States Marine während des ersten Barbary Krieges

Jonathan Meredith meldete sich am 6. Juni 1803 freiwillig zum Marine Corps. Noch im gleichen Jahr, am 1. August, beförderte man ihn zum Sergeanten. Mit seiner Einheit begab er sich in Baltimore, Maryland an Bord des Schoners USS VIXEN ( 1803 ) der dort am 25. Juni 1803 seinen Stapellauf hatte. Der Kommandant des Schiffes war Lieutenant John Smith. Auf dem Schiff diente ebenfalls der am 24. Mai 1803 vom Navy Departement angeforderte Acting Lieutenant John Trippe ( 1785 – 9. Juli 1810 ). Am 3. August 1803 legte die USS VIXEN in Baltimore ab und erreichte am 14. September vor Gibraltar das amerikanische Geschwader unter dem Kommando von Commodore Edward Preble ( 15. August 1761 – 25. August 1807 ). Zusammen mit der amerikanischen Fregatte USS PHILADELPHIA ( 1799 ) sollte die USS VIXEN im Oktober 1803 eine Hafenblockade vor Tripolis etablieren. Doch der Kommandant des Schoners verließ die Blockade um zwei Piratenschiffe zu suchen. Nach der Rückkehr zur USS PHILADELPHIA sah man, dass die amerikanische Fregatte von den Piraten am 31. Oktober erfolgreich geentert worden war. Die USS VIXEN musste abdrehen und diese Botschaft zu Commodore Preble bringen. Am 16. Februar 1804 erfolgte die Vergeltungsaktion der Amerikaner. Durch Lieutenant Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 – 22. März 1820 ) wurde die amerikanische Fregatte zurückerobert und vernichtet. Commodore Preble verließ dann mit seinem Geschwader Gibraltar und lief am 3. August 1804 in den Hafen von Tripolis ein. Mit allen Kanonen die auf seinen Schiffen waren wollte er die Stadt bombardieren. Im Hafen lag aber noch ein Piratenschiff, das dem amerikanischen Geschwader gefährlich werden konnte. Lieutenant Trippe erhielt den Auftrag mit zehn Marines das Piratenschiff zu entern. Unter den Marines befand sich auch Sergeant Meredith. Sie ruderten im Schutz der Dunkelheit mit dem Kanonenboot Nr. 6 zu dem Piratenschiff und enterten es. Die elf amerikanischen Soldaten waren zahlenmäßig den Piraten unterlegen. Es kam zu einem Handgemenge zwischen beiden Parteien. Lieutenant Trippe wurde dabei schwer verwundet. Sergeant Meredith rettete ihn vor dem tödlichen Hieb eines Piraten in dem er ihm sein Bajonett mit voller Wucht ins Herz stieß. Die Amerikaner eroberten das Piratenschiff und zündeten es an. Auf diesen Augenblick hatte Commodore Preble gewartet und ließ nun seine Kanonen sprechen. Nach dem Bombardement verließ das amerikanische Geschwader wieder den Hafen und kehrte in der Nacht zum 7. August zurück für einen weiteren Beschuss. An diesem Tage war Sergeant Meredith auf dem Kanonenboot Nr. 3 stationiert. Auch in dieser Nacht lag wieder ein Piratenschiff im Hafen von Tripolis. Mit dem Kanonenboot sollte die Mannschaft wie vier Tage zuvor mit dem Kanonenboot Nr. 6 das Piratenschiff entern und vernichten. Doch die Piraten waren in dieser Nacht auf der Hut. Sie entdeckten das Boot rechtzeitig und begannen es mit ihren Kanonen zu beschießen. Dabei trafen sie ein mitgeführtes Pulverfass auf dem Kanonenboot das explodierte. Sergeant Meredith wurde dabei getötet.

Vier Schiffe wurden bei der US Navy zu Ehren von Sergeant Jonathan Meredith benannt.
Der Erste Zerstörer war die USS MEREDITH ( DD-165 ) aus der WICKES – Klasse.
Der zweite Zerstörer war die USS MEREDITH ( DD-434 ) aus der GLEAVES – Klasse. 
Der dritte Zerstörer war die USS MEREDITH ( DD-726 aus der ALLEN M SUMNER – Klasse.
Der vierte Zerstörer war die USS MEREDITH ( DD-890 ) aus der GEARING – Klasse.


 

USS MEREDITH ( DD-434 )

Schiffsbiografie

Die USS MEREDITH ( DD-434 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Sergeanten Jonathan Meredith benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achte Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
s40001Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 1. Juni 1939 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ethel Dixon Meredith aus Rosedal Road in Princeton, New Jersey, die Ur- Urgroßnichte des Sergeanten Jonathan Meredith, taufte am 24. April 1940 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander William Kavanaugh Mendenhall, Jr. stellte am 1. März 1941 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. s40004Das Bordpostamt des Schiffes öffnete am 7. April 1941.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt in den kubanischen Gewässern, legte die USS MEREDITH am 8. Juni 1941 wieder in der Boston Navy Yard an. Nach eingehenden Überprüfungen des Schiffsrumpfes versetzte man den Zerstörer am 6. Juli in die Zerstörer Division 22 ( DESDIV 22 ). In dieser Zerstörer Division befanden sich die Zerstörer USS GRAYSON ( DD-435 ), USS MONSSEN ( DD-436 ) und USS GWIN ( DD-433 ). Von Boston aus begab sich die USS MEREDITH mit den Schiffen des Verbandes auf Patrouillenfahrt und beteiligte sich an Übungen mit Flugbetrieb entlang der Südküste der USA bis zum 20. September. Man verlegte den Zerstörer zwischen dem 28. September 1941 und dem 31. Januar 1942 nach Hvalfjörður, Island wo die Schiffe in der Dänemarkstraße zwischen Island und Grönland patrouillierten. In dieser Zeit, am 17. Oktober 1941, rettete die Mannschaft der USS MEREDITH einigen Überlebenden des torpedierten britischen Dampfers Empire Wave das Leben. Nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 und der Kriegserklärung Hitlerdeutschlands an Amerika, führte der Zerstörer und der Verband weitere U-Boot Patrouillen in der Dänemarkstraße durch. Am 31. Januar 1942 eskortierte die USS MEREDITH mit den anderen drei Zerstörern einen Konvoi von Island nach Boston. Von dort aus begab sie sich in die Norfolk Navy Yard wo sie am 18. Februar anlegten. Dort stattete man neben der USS MEREDITH, der USS GRAYSON, USS GWIN und USS MONSSEN auch das Schlachtschiff USS WASHINGTON ( BB-56 ) mit Radar aus. Mit dem Flugzeugträger USS HORNET ( CV-8 ), dieser lag ebenfalls zur Umrüstung in Norfolk, legten die Zerstörer am 4. März in Norfolk ab. Noch am selben Tag stießen vor den Virginia Capes zu den vier Zerstörern und dem Träger der Schwere Kreuzer USS VINCENNES ( CA-44 ), der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ) und der Öltanker USS CIMARRON ( AO-22 ). Diese Schiffe gehörten zur Task Force 18 ( TF 18 ). Diese Task Force befehligte Captain Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ). Die TF war auf geheimer Mission. Sie durchfuhr den Panamakanal, legte am 21. März in San Diego, Kalifornien und am 1. April 1942 in San Francisco, Kalifornien an. Von der Naval Air Station in Alameda, Kalifornien standen 16 B-25 Bomber zur Verladung auf die USS HORNET bereit. Zu diesen Flugzeugen kamen 70 US Army Air Corps Offiziere und Mannschaftsdienstgrade unter dem Kommando von Lieutenant Colonel James Harold Doolittle ( 14. Dezember 1896 – 27. September 1993 ) mit an Bord. Am folgenden Tag legte der Verband wieder ab und fuhr nach Pearl Harbor. Dort kam der Verband am 8. April an. Gleich am selben Tag gingen die Anker wieder auf und die TF 18 fuhr in Richtung Japan. Die Operation „Doolittle Raid“ begann. Zur Unterstützung fügte sich am 13. April die Task Force 16 in den Verband. Bis zum 17. April blieben die Schiffe zusammen. Dann drehten die Zerstörer, Kreuzer und Öltanker ab und die USS HORNET war für einen Tag auf sich allein gestellt bis die B-25 Bomber mit ihrer schweren Bombenlast abgehoben waren die sie über Tokyo abladen wollten. Die USS MEREDITH legte mit den anderen Schiffen des Verbandes am 25. April wieder in Pearl Harbor an.
Zwischen dem 13. Mai und dem 21. Juni 1942 eskortierte die USS MEREDITH Öltanker nach Neukaledonien, Patrouillierte in der Bulari Passage und begleitete den Wasserflugzeugtender USS TANGER ( AV-8 ) nach Pearl Harbor. Nach einigen Artillerieschießübungen und taktischen Übungen legte der Zerstörer am 15. August in Pearl Harbor wieder ab und fuhr nach Samoa. Im Hafen von Pago Pago legte das Schiff am 30. August an. Von dort aus eskortierte die USS MEREDITH einen Transportverband der Task Force 2 mit Verstärkung zu den einzelnen Salomon Inseln. Hauptsächlich war es aber Verstärkung mit allen notwendigen Kriegsgerät auf Guadalcanal. Die Schlacht um diese Insel hatte am 7. August begonnen. Ab dem 20. September 1942 patrouillierte der Zerstörer zwischen den Inseln der New Hebriden. Am 12. Oktober erhielt Commander Harry Enson Hubbard ( 18. März 1903 – 16. Oktober 1942 ), Kommandant der USS MEREDITH, in Espiritu Santo den Befehl, wieder einen Konvoi nach Guadalcanal zu eskortieren. In diesem Konvoi waren das Angriffsfrachtschiff USS ALCHIBA ( AKA-6 ), das Frachtschiff USS BELLATRIX ( AK-20 ), das Kanonenboot USS JAMESTOWN ( PG-55 ), der Zerstörer USS NICHOLAS ( DD-449 ) und das Minensuchboot USS VIREO ( AM-52 ). Jedes Schiff hatte zusätzlich noch einen Transportkahn im Schlepptau auf dem entweder Flugbenzin oder 500 Pfund Bomben transportiert werden sollten. Zwei Tage später, alle Schiffe befanden sich bereits auf Hoher See, konnte man mit dem Radar auf der USS MEREDITH einen feindlichen Flugzeugverband ausmachen der auf den Schiffsverband zuhielt. Umgehend verließ die USS MEREDITH und die USS VIREO den Schiffsverband und kehrten um. Beide Schiffskapitäne versuchten einen anderen Weg zu nehmen um doch noch den dringend benötigten Nachschub nach Guadalcanal zu bringen. Am Morgen des folgenden Tages erblickte ein japanisches Patrouillenflugzeug beide Schiffe. Damit man schnellst möglichst sich aus diesem Gebiet entfernen konnte, nahm die USS MEREDITH alle 68 Besatzungsmitglieder der USS VIREO an Bord. Während der Vorbereitungen um den Schleppkahn des Minensuchers zu versenken damit dieser nicht in die Hände der Japaner fiel, griffen 38 Bomber von dem japanischen Flugzeugträger ZUIKAKU an. In den ersten drei Minuten des Kampfes fiel eine Bombe direkt unter die Brücke des Zerstörers und explodierte. Die gesamte Kommunikation, Lenksteuerung und die Geschützleittechnik wurden dabei zerstört. Eine zweite Bombe schlug im Bug eine Breitseite und ein Torpedo explodierte in dem Bereich wo sich im Schiffsinnern die Munitionslager befanden. Während dieser Explosion riss das Schott zum Heizölbunker und es entfesselte sich ein wahres Inferno. Die Besatzung der USS MEREDITH kämpfte um das Überleben. Drei japanische Flugzeuge wurden zwar abgeschossen, aber dafür trafen schätzungsweise vierzehn Bomben und sieben Torpedos den Zerstörer. Zehn Minuten nach Kampfbeginn sank das Schiff. Von der Besatzung hatten bis dahin nur acht Offiziere und 73 Mannschaftsdienstgrade den Angriff überlebt. In den drei folgenden Tagen wurden auch diese durch Haiattacken dezimiert. Sechs Mannschaftsmitglieder der USS MEREDITH hatten es geschafft die USS VIREO schwimmend zu erreichen. Sie wurden am 19. Oktober von einem PBY Wasserflugzeug gerettet.
Die restlichen Überlebenden der USS MEREDITH und der USS VIREO wurden von den Zerstörern USS GRAYSON ( DD-435 ) und USS GWIN ( DD-433 ) geborgen. Der Schlepper USS SEMINOLE ( AT-65 ) nahm den Minensucher ins Schlepptau. Gemeinsam brachten die drei Schiffe das dringend benötigte Flugbenzin nach Guadalcanal.


USS MEREDITH ( DD-434 )
Commanding Officer

LCDR William Kavanaugh Mendenhall Jr.       1. März 1941 – 2. März 1942 (erreichter Rang RADM)
LCDR Harry Ensor Hubbard        2. März 1942 – 15. Oktober 1942

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