USS SAVAGE ( DE-386 )

USS SAVAGE ( DE-386 )

Biografie

Walter Samuel Savage, Jr.
* 26. April 1919 in New Orleans, Orleans Parish, Louisiana
† 7. Dezember 1941 auf der USS ARIZONA ( BB-39 ) während des japanischen Luftangriffs auf Pearl Harbor, Territorium Hawaii
war ein Offizier in der US Navy

Walter Samuel Savage, Jr. war der älteste Sohn von Walter Samuel Savage, Sr. ( 13. April 1893 – 24. März 1957 ) und Theria Savage ( 3. August 1889 – 28. März 1951 ). Er hatte eine Schwester, Mary Savage Hart ( 22. März 1921 – 13. Mai 2016 in Louisiana ). Am 10. Juni 1941 ernannte man Savage, Jr. zum Ensign in der US Naval Reserve. Nach seiner Unterweisung an der Navy Supply Corps School an der Harvard University meldete sich Ensign Savage an Bord des Schlachtschiffes USS ARIZONA ( BB-39 ) für den Dienst als Assistant Paymaster. Während des japanischen Luftangriffs auf die Marinebasis von Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 kamen zusammen mit Ensign Savage weitere 46 Offiziere und 1.057 Mannschaftsmitglieder der USS ARIZONA ums Leben.


USS SAVAGE ( DE-386 )

Schiffsbiografie

Die USS RHODES ( DE-384 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Walter Samuel Savage, Jr. benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Hoston, Texas wurde am 30.
April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Theria Savage ( 3. August 1889 – 28. März 1951 ), Mutter von Ensign Walter Samuel Savage, Jr., taufte am 15. Juli 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Oscar C. Rohnke (  ? – 10. November 1996 ) ( USCG ) stellte am 25. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ die USS SAVAGE am 18. November die Werft in Texas und fuhr zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Hier begann die Mannschaft des Geleitzerstörers ab dem 25. November mit einem strengen Trainingsprogramm. Dazu gehörten Schießübungen, Anti-U-Boot Taktiken, Manövrieren und viele weitere Aufgaben. Am 23. Dezember verließ das Kriegsschiff wieder die Marinebasis und fuhr in die Werft von Charleston, South Carolina. Hier musste sich das Schiff einer umfassenden Kontrolle und den daraus resultierenden Reparaturen unterziehen. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier versetzte man das Kriegsschiff in die CortDiv 23 in der sich die Schwesterschiffe USS RAMSDEN ( DE-382 ), USS MILLS ( DE-383 ), USS RICHEY ( DE-385 ), USS RHODES ( DE-384 ) und USS SELLSTROM ( DE-255 ) befanden. In den Gewässern der Chesapeake Bay trainierten diese Schiffe für die Konvoifahrt. Danach fuhren sie nach New York City. Hier lagen mehrere Frachtschiffe, die hauptsächlich lebenswichtiges Kriegsmaterial für die Alliierten im nordafrikanischen Raum mitführten, die für einen Schiffskonvoi nach Norfolk eskortiert werden sollten. Am 2. Januar 1944 trafen die Schiffe dort wieder ein. Bis zum 13. Januar 1944 war die USS SAVAGE ein Schulschiff. An Bord des Kriegsschiffes trainierten mehrere Mannschaften, die für andere Geleitzerstörer und Fregatten vorgesehen waren. Ab dem 13. Januar begann man auf der USS SAVAGE mit den Vorbereitungen auf die erste Eskortierfahrt. Dazu integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Force 63. Der Schiffskonvois UGS 30, bestehend aus 70 Handelsschiffen, verließ am 14. Januar Norfolk und fuhr über Casablanca, Marokko bis nach Algier, Algerien. Mit dabei waren die Geleitzerstörer der CortDiv 23 und die Geleitzerstörer USS TOMICH ( DE- 242 ) und USS SLOAT ( DE-245 ) aus der CortDiv 7, die die schwer beladenen Schiffe im Atlantik sicher bis nach Gibraltar an den feindlichen U-Booten vorbeiführten. Dort vor der Einfahrt in das Mittelmeer warteten schon britische Sicherungsschiffe und lösten die amerikanischen Kriegsschiffe auf der Fahrt zu den Zielhäfen ab. Am 1. Februar befindet sich der Schiffskonvoi, jetzt sind nur noch 55 Handelsschiffe darin, nördlich von Tenes, da griffen gegen 19:00 Uhr vierzig deutsche Torpedoflugzeuge den Verband an. Durch den Luftangriff wird der amerikanische Frachter SS RICHMOND P HOBSON ( 7.176 BRT ), Kapitän George Henry Snyder,  beschädigt, kann aber seine Fahrt nach Kalkutta, Indien fortsetzen und erreicht für die Reparaturarbeiten am 10. Februar Port Said, Ägypten. Durch den Torpedoangriff wurde keiner der Crew oder der Sicherungssoldaten auf dem Liberty – Schiff verletzt.  In demselben Schiffskonvoi befand sich auch das Liberty Schiff SS EDWARD BATES ( 7.891 BRT ), Kapitän Leo H. Lucksichl, das nach Neapel, Italien fahren sollte. Während des Luftangriffs wird das Schiff schwer beschädigt. Acht Offiziere, 38 Mannschaftsmitglieder, 38 Sicherungssoldaten und 7 Passagiere verlassen das Schiff in Rettungsbooten und werden von einem britischen Zerstörer aufgenommen. Sie erreichten am 2. Februar wohlbehalten Algier. Die SS EDWARD BATES sollte ins Schlepptau genommen werden, doch am 2. Februar gegen 8:00 Uhr gibt es an Bord eine heftige Explosion und das Liberty Schiff sinkt. Durch die intensive Abwehr der alliierten Kriegsschiffe können die deutschen Torpedoflugzeuge keine weiteren Erfolge verzeichnen. Die USS SAVAGE übernahm bei Gibraltar zusammen mit den anderen amerikanischen Kriegsschiffen wenige Tage später wieder die geleerten Handelsschiffe. Die Geleitzerstörer eskortieren die Schiffe des Konvois GUS 30 bis an die US Ostküste, die sie am 23. Februar erreichten. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine zweite Fahrt ins Mittelmeer vor. Dazu integrierte man die USS SAVAGE in die Task Force 64, die Captain Harold S. Berdine ( USCG ) kommandierte, deren Kriegsschiffe den Schiffskonvoi UGS 36, bestehend aus 72 Handelsschiffen und 18 Panzerlandungsschiffen, eskortieren sollten. In der TF 64 befanden sich die amerikanischen Zerstörer USS DECATUR ( DD-341 ), USS WHIPPLE ( DD-217 ), USS ALDEN ( DD-211 ) und USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), die amerikanischen Geleitzerstörer USS SAVAGE, USS RICHEY, USS RHODES, USS MILLS, USS RAMSDEN, USS SELLSTROM, USS TOMICH und USS SLOAT, die 37. britische Escort Group mit dem Flakkreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), der niederländischen Fregatte HNMS JOHAN MAZRITS van NASSAU ( K251 ), den britischen Schaluppen HMS BLACK SWAN ( L57 ), HMS AMETHYST ( F116 ) und HMS DEPTFORD ( L53 ), die niederländische Schaluppe HNMS FRISO ( K00 ), die britische Korvette HMS CAMPION ( K108 ) und ein britischer Minensucher mit JIG Störsender für Lenkbomben. Am 1. April kurz vor der Morgendämmerung, zwischen 4:05 Uhr und 4:20 Uhr, liegt der Schiffskonvoi und die Sicherungsschiffe westlich von Algier. Da werden die Schiffe von 20 deutschen Torpedobombern angegriffen. Nur das US Liberty – Schiff SS JARED INGERSOLL ( 7.191 BRT ) wird beschädigt, auf Grund gesetzt und später geborgen. Außerdem wird bei diesem feindlichen Luftangriff das amerikanische Panzerlandungsschiff USS LST-526 leicht beschädigt. Am 11. April verlässt der Schiffskonvoi GUS 36 wieder das Mittelmeer und erreichte am 2. Mai den Hafen von New York. Von hier aus wechselte der Geleitzerstörer in die Casco Bay, Maine. Nach einem Auffrischungstraining begleitete das Kriegsschiff zusammen mit den Geleitzerstörern der CortDiv 23 und weiteren Kriegsschiffen die Handelsschiffe des Schiffskonvois UGS-43 bis nach Bizerte. Vor Gibraltar warteten schon mehrere britische Kriegsschiffe und beteiligten sich an der Eskorte der Handelsschiffe. Am 12. Juni laufen sie in den Hafen von Bizerte ein, den sie am 20. Juni wieder verlassen. Am 9. Juli erreichte der Schiffsverband ohne Verluste den Hafen von New York City.
Bis zum 8. Mai 1945, dem Tag an dem der Zweite Weltkrieg in Europa und im Atlantik beendet wurde, beteiligte sich die USS SAVAGE an sieben weiteren Eskortierfahrten ins Mittelmeer, nach Belfast und Londonderry, Nordirland, nach Großbritannien und nach Frankreich. Am 8. Mai machte man den Geleitzerstörer in der Brooklyn Navy Yard in New York fest und man begann mit einer Überholung. Das Kriegsschiff verließ am 30. Mai New York City und fuhr nach Norfolk. Hier trafen sich die Geleitzerstörer der CortDiv 23. Nach dem Abschluss der Vorbereitungen auf die Fahrt in den Pazifik, dazu gehörte ein intensives Training vor der karibischen Insel Puerto Rico, verlassen die Geleitzerstörer am 11. Juni Norfolk und durchquerten am 18. Juni den Panamakanal. Die Fahrt ging von dort aus weiter über San Diego, Kalifornien nach Adak, Aleuten, Alaska. Die fünf Geleitzerstörer liefen am 8. Juli in den dortigen Hafen ein. Hier meldete man sich beim Commander der Alaskan Sea Frontier zum Einsatz als Begleit-, Luft- und Rettungsschiff. Die USS SAVAGE eskortierte ab dem 23. Juli von der Colt Bay, Alaska aus einen Schiffskonvoi in russische Gewässer und kehrte dann alleine in die Gewässer Alaskas zurück. In den weiteren Tagen begleitete der Geleitzerstörer Öltanker die die Schiffe der Task Force 92, die feindliche Stellungen auf den russischen Kurilen beschossen und dort patrouillierten, beölen sollten. Am 15. August erfuhr man auf der USS SAVAGE von dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Ab dem 15. August sammelten sich die Schiffe der Task Force 44 vor Adak. Der Geleitzerstörer musste ab dem 25. August aber nochmals einen Schiffskonvoi in russische Gewässer begleiten und kehrte umgehend alleine wieder nach Adak zurück. Jetzt integrierte man das Kriegsschiff in die TF 44. Diese TF befehligte Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Marshalltown, Iowa – 23. April 1973 in Bethesda, Maryland ). In der Task Force befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS HALFORD ( DD-480 ) und USS IZARD ( DD-589 ) und die Geleitzerstörer USS SAVAGE, USS RICHEY, USS RHODES, USS MILLS, USS SELLSTROM und USS RAMSDEN. Am 31. August legten die Schiffe im Hafen von Adak ab und nahmen Kurs auf Ominato, Japan. Die Schiffe der TF erreichten am 8. September Honshu und zwei Tage später den japanischen Marinestützpunkt Ominato. Die USS SAVAGE kehrte am 25. September zu den Aleuten zurück. Zwei Tage später verließ der Geleitzerstörer wieder den schützenden Hafen von Attu und fuhr nach Petropawlowsk, Sowjetunion. Am Morgen des 2. Oktober erreichte das Kriegsschiff den dortigen Hafen. An Bord des Schiffes befanden sich dringend notwendige Vorräte und Post für die Mannschaft des Schnellen Truppentransporters USS HARRY L CORL ( APD-108 ), die in Petropawlowsk – Kamtschatki beim Bau einer Wetterstation halfen. Die USS SAVAGE fuhr anschließend nach Attu zurück. Von hier aus führte der Geleitzerstörer bis zum 14. November die Aufgaben einer Wetterstation für die Flugzeuge in diesem Raum durch. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff zusammen mit der USS RHODES und USS SELLSTROM Adak und fuhr zur japanischen Insel Okinawa. Am 25. November liefen alle drei Kriegsschiffe in die Buckner Bay ein und schlossen sich der 7. US Flotte an. Im Dezember verließ die USS SAVAGE zusammen mit den beiden Schwesterschiffen wieder Okinawa und fuhr an die chinesische Küste. Hier patrouillierten die Geleitzerstörer vor Tsingtao, wo sie bis zum 11. Februar 1946 blieben. In dieser Zeit versuchte die US Navy mit ihren Schiffen in den chinesischen Bürgerkrieg zu Gunsten von General Chiang Kai shek ( 31. Oktober 1887 in Xihou, Provinz Zhejiang – 5. April 1975 in Taipeh, Taiwan ) und der Kuomintang zu beeinflussen. An diesem 11. Februar verließ die USS SAVAGE zusammen mit der USS MILLS, USS RHODES, SELLSTROM, USS RAMSDEN und USS RICHEY den Fernen Osten und fuhr in Richtung der US Westküste. Nach einem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii durchquerte der Geleitzerstörer den Panamakanal und erreichte am 19. März den Hafen von Charleston, South Carolina. Hier begann man ab dem 25. März mit der Inaktivierung des Schiffes. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff am 25. April nach Green Cove Springs, Florida, wo man es am 13. Juni außer Dienst stellte und in die Atlantikreserveflotte versetzte.
Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg waren fast alle Frühwarnsysteme vor den Küsten der USA demontiert worden. Wegen der Situation, dass der Kalte Krieg zwischen den beiden politischen Blöcken auf der Erde ab 1949 immer heftiger anschwoll, nicht zuletzt durch den Besitz der Atombombe in der Sowjetunion mit der Fähigkeit diese auch über den Luftweg zu transportieren, und dadurch immer bizarrere Formen annahm, nahm auch die Paranoia im amerikanischen Militärstaat immer mehr zu. Die führenden Militärs der USA waren deswegen der Ansicht, sich vor der früheren verbündeten Sowjetunion zu schützen. Zu diesem Zweck benötigte man mehrere Geleitzerstörer die für das nordamerikanische kontinentale Luftverteidigungssystem als Radarvorpostenschiffe eingesetzt werden konnten, um Überraschungsangriffe durch die Sowjetunion abzuwehren. Auf dieser sogenannten DEW – Linie, das Distanz – Frühwarnsystem, besaß 22 Stationen die den Luftraum über eine Strecke von rund 5.993 Kilometern überwachten. Die auf diesen Stationen positionierten Radarbestückten Geleitzerstörer konnten mit dem Stand der damaligen Technik den Weg der sowjetischen Bomber zum nordamerikanischen Kontinent bestimmen. Diese DEW – Linie wurde von den führenden Militärs der USA als Bollwerk gegen den Bolschewismus gepriesen. Daher baute man ab dem 24. Juli 1954 in der Norfolk Naval Shipyard in Portsmouth, Virginia auf der USS SAVAGE mehrere zusätzliche elektronische Radargeräte und vergrößerte den Umfang der Aufbauten. Für dieses Vorhaben nahm man die USS SAVAGE aus der Atlantikreserveflotte und unterzog den Schiffskörper einer genauen Überprüfung. Gleichzeitig klassifizierte man das Kriegsschiff am 3. September 1954 als Radarbestückter Geleitzerstörer und gab ihm die Kennung DER-386. Die Umbauarbeiten dazu wurden auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts durchgeführt. Nach Abschluss der Arbeiten und der ersten Erprobungsfahrt durch die leitenden Mitarbeiter der Werft, stellte man am 18. Februar 1955 den Geleitzerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Zu dieser Zeremonie waren als Ehrengäste Walter Samuel Savage, Sr., der Vater von Ensign Walter Samuel Savage, Jr., und Captain Oscar C. Rohnke ( USCG ), der erste Kommandant des Schiffes, anwesend. Das Kommando über das Kriegsschiff übernahm Lieutenant Commander Raymond E. Davis. Im Juli versetzte man die USS SAVAGE zur Pazifikflotte. Dort integrierte man den Radarbestückten Geleitzerstörer in die Escort Squadron 5, die in Seattle, Washington stationiert war. Am 6. August lief das Kriegsschiff in seinen neuen Heimathafen ein. Bis zum Dezember 1958 diente die USS SAVAGE in dem North american Continental Air Defense System und überwachte den Luftraum zwischen der Sowjetunion und dem nordamerikanischen Kontinent. Am 29. Dezember 1958 löste man das Kriegsschiff von seinen Aufgaben ab und versetzte es zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. Vom 12. Januar 1959 bis März 1960 war der Radarbestückte Geleitzerstörer ein Teil der Mittelpazifischen Barriere und überwachte von hier aus den Luftraum um frühzeitig vor sowjetischen Bombern zu warnen. Nachdem sich die amerikanische Raketentechnik immer mehr verbesserte benötigte man die USS SAVAGE nicht mehr für die eine spezifische Aufgabe. Bis Mai 1965 wurde das Kriegsschiff als Navigationshelfer für amerikanische Flugzeuge und auch als Such- und Rettungsschiff eingesetzt. Am 17. Mai 1965 verließ das Kriegsschiff Pearl Harbor und fuhr nach Südvietnam. Hier sollte der Radarbestückte Geleitzerstörer an der Operation „Market Time“ teilnehmen. Das Kriegsschiff bewachte die nördlichen Gewässer Südvietnams und sollte den nordvietnamesischen Nachschub für den in Südvietnam kämpfenden Vietkong unterbinden. Außerdem unterstützte die USS SAVAGE mit ihren Schiffsgeschützen die Landungsstreitkräfte, die zur Unterbindung des Nachschubs auf nordvietnamesisches Gebiet vorstießen. Im Oktober ruhte sich die Mannschaft des Radarbestückten Geleitzerstörers für fünf Tage im Hafen von Hongkong aus. Von Oktober 1965 bis Oktober 1968 unternahm die USS SAVAGE in den vietnamesischen Gewässern an fünf weiteren Einsätzen während der Operation „Market Time“ teil. Das hieß, dass das Kriegsschiff zwischen 50 und 100 Metern vor der Küste operierte und alle Dschunken und Fischereiboote nach Waffen für den Vietkong untersuchte. Außerdem beschoss der Radarbestückte Geleitzerstörer mit seinen beiden 76 mm Kanonen vom 1. bis zum 15. Januar 1966, vom 12. Juni bis zum 16. September 1966, vom 24. August bis zum 8. September 1967, vom 16. September bis zum 12. Oktober 1967 und vom 2. bis zum 18. Dezember 1968 die nordvietnamesische Küste. Zwischendurch im Juni, September und Dezember 1967 sowie im Juli und Oktober 1968 patrouillierte die USS SAVAGE in der Taiwanstraße. Während seines Einsatzes diente das Kriegsschiff bei den „Market Time“ Patrouillen auch als Mutterschiff für 5 bis 6 US Navy Patrouillenboote. Außerdem waren fast alle Offiziere und Mannschaftsmitglieder für zwei Besatzungen auf einem Swift Boat eingeteilt, um bei Tag und bei Nacht im Mekong Delta und im Mekong selber den Transport von Waffen für den Vietcong zu unterbinden. Am 1. Februar 1969 traf die USS SAVAGE von ihrer letzten Feindfahrt in Pearl Harbor ein. In der Werft der Marinebasis musste unbedingt eine Überholung und mehrere Reparaturen ausgeführt werden. Das Kriegsschiff verließ am 7. Juli 1969 die Hawaiianischen Gewässer und fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien begann man dann mit der Deaktivierung. Den Radarbestückten Geleitzerstörer stellte man am 17. oktober 1969 außer Dienst und versetzte ihn in die inaktive Pazifikreserveflotte.
Den Namen USS SAVAGE ( DER-386 ) strich man am 1. Juni 1975 von der US Navy – Liste. Nach der Vorbereitung als Zielschiff versenkte man den Schiffskörper am 25. Oktober 1982 vor der kalifornischen Küste während einer Zielübung.    


USS SAVAGE ( DE-386 )
Commanding Officer

LCDR Oscar C. Rohnke  (USCG)     25. Oktober 1943 –  11. Mai 1944   (später RADM)
LCDR Randolph Ridgely III  (USCG)        11. Mai 1944 – 23. Dezember1944
LCDR James A. Norton  (USCG) 2         23. Dezember 1944 – 11. September 1945
LCDR Lewis W. Tibbits Jr.  (USCG)          11. September 1945 – 17. September 1945
LT John M. Waters Jr.  (USCG)         17. September 1945 – 13. Juni 1946
Außerdienststellung vom 13. Juni 1946 – 18. Februar 1955
LCDR Raymond E. Davis       18. Februar 1955 – 23. November 1956
LCDR Bobby C. Brigotti         23. November 1956 – 4. August 1958
LCDR Floyd Dennis Richards         4. August 1958 – 10. Dezember 1959
LCDR Robert Charles Peniston       10. Dezember 1959 – 17. Juni 1961
LCDR John Donald Stensrud           17. Juni 1961 – 12. Juni 1963
LCDR Gerald R. Bradford          12. Juni 1963 – 1 September 1965
LCDR John Emery Roe Jr.           1. September 1965 – 12. Januar 1967
CDR Daniel Theodore Holly, Jr.       12. Januar 1967 – 17. September 1968
CDR Joseph Stanislaus Buggy Jr.         17. September 1968 – 17. Oktober 1969

 

 

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