USS GREGORY ( APD-3 )

USS GREGORY ( APD-3 )

Biografie

Francis Hoyt Gregory
* 9. Oktober 1789 in Norwalk, Connecticut
† 4. Oktober 1866 in Brooklyn, New York
war ein Offizier in der United States Navy während des Krieges von 1812 und im amerikanischen Bürgerkrieg

Francis Hoyt Gregory war der Sohn von Moses Gregory ( 13. Februar 1766 – 28. Februar 1845 )und Ester Hoyt ( 9. November 1769 – 28. März 1851 ) und der dritte Urenkel von John Gregory ( 1612 in Nottinghamshire, England – 15. August 1689 in Norwalk, Kolonie Connecticut ). Dieser kam als John Griggorie nach Amerika und war der erste Siedler der Norwalk gründete.
Francis Hoyt Gregory erhielt eine allgemeine Schulausbildung und diente ab 1807 in der noch jungen amerikanischen Handelsmarine. Hier sah er in einem typischen Vorfall, der von den Briten provoziert worden war, wie sich so langsam die amerikanische wie auch die britische Seite auf den Krieg von 1812 vorbereiteten. Das Handelsschiff auf dem Gregory diente, wurde von den Briten aufgebracht und dessen Besatzung gefangen genommen. Das schrie im Innern von Gregory nach Rache. Er konnte aus der Gefangenschaft entkommen und meldete sich bei der US Navy. US Präsident Thomas Jefferson ( 13. April 1743 in Shadwell, Kolonie Virginia – 4. Juli 1826 in Charlottesville, Virginia ) persönlich ernannte ihn am 16. Januar 1809 zum Midshipman. Man versetzte Gregory an Bord des Schoners USS REVENGE ( 1806 ) den Lieutenant Oliver Hazard Perry ( 23. August 1785 in South Kingstown, Rhode Island – 23. August 1819 vor Trinidad ) kommandierte. Doch schon im März 1809 versetzte man Gregory in das Golfgeschwader, das in New Orleans, Louisiana lag. Von der USS REVENGE aus wechselte Midshipman Gregory im Februar 1810 an Bord des Bomben Ketch USS VESUVIUS ( 1806 ), den Lieutenant Benjamin F. Read befehligte. In diesem Monat wurde in der Mündung des Mississippi das französische Piratenschiff DUC de MONTEBELLO erobert, ein Schoner den die spanische Regierung aus den kubanischen Gewässern vertrieben hatte. Dieses Piratenschiff wurde nach New Orleans, Louisiana geschickt. Dort wurde die Besatzung wegen Piratentums verurteilt und das Schiff verkauft. Noch im selben Monat kommandierte Midshipman Francis Hoyt Gregory mehrere Ruderboote von der USS VESUVIUS mit denen der französische Piratenschoner DIOMEDE und das Sklavenschiff ALEXANDRIA aufgebracht werden konnten. Das Sklavenschiff war mit einer vollen Ladung Sklaven an Bord unterwegs und man hatte die Flaggen der Briten gehisst. Im Jahre 1811 ging Gregory von Bord der USS VESUVIUS und übernahm das Kommando über das Gun Boat 162 und bekam den Rang eines Masters zugesprochen. Mit diesem Boot war er an drei bemerkenswerten Handlungen beteiligt. Am 7. August traf man vor Pensacola, Florida auf den französischen Piratenschoner LA FRANCHISE. Dieses Schiff wurde umgehend angegriffen und schwer beschädigt. Allerdings konnte es trotzdem entkommen. Drei Tage später traf dieses Gun Boat 162 vor Mobile, Louisiana auf den Piratenschoner SANTA MARIA. Dieses Schiff wurde geentert und gefangen genommen. Und dann kam der 11. September. An diesem Tag traf Midshipman Gregory und seine Mannschaft zwischen Brassa und Barataria, Louisiana auf das französische Piratenschiffe LA DIVINA und die Piratenschoner LA SOPHIE und LE VENGEANCE. Alle diese drei feindlichen Schiffe wurden gefangen genommen, obwohl sie ein bedeutend größeres Waffenarsenal besaßen. Am 28. Juni 1812 beförderte man Gregory zum Lieutenant und diente am Lake Ontario unter Commodore Isaak Chauncey ( 20. Februar 1772 in Black Rock, Kolonie Connecticut – 20. Januar 1840 in Washington DC ). Hier nahm er an Angriffen auf Toronto, Kingston un d Fort George teil. Im August 1814 nahmen die Briten Gregory gefangen. Man verweigerte ihm das Recht sich ab nun von jedweden Kampfhandlungen gegen die Briten fernzuhalten. Man brachte ihn nach England und hielt ihn dort achtzehn Monate gefangen. Die Feindseligkeiten waren aber schon im Juli 1815 beendet worden. Nach seiner Freilassung versetzte man Lieutenant Gregory zum Mittelmeergeschwader. Hier war er bis 1821 vor der nordafrikanischen Küste tätig und bekämpfte die dortigen algerischen Piraten. Noch im selben Jahr kehrte er an die US Ostküste zurück un d begab sich an die Washington Navy Yard in Washington DC, wo der Schoner USS GRAMPUS ( 1821 ) seiner Vollendung zuging. Hier übernahm er das Kommando über das Schiff und im August 1821 stellte er es in den Dienst der US Navy. Dieser Schoner war ein Teil des Westindischen Geschwaders und sollte in den karibischen Gewässern gegen die dort vorherrschenden Piraten vorgehen. Zusammen mit den Schonern USS ENTERPRISE ( 1799 ), USS PORPOISE ( 1820 ) und USS SHARK ( 1821 ) und den Brigs USS HORNET ( 1805 ) und USS SPARK ( 1813 ) sollten die in der Karibik fahrenden Handelsschiffe als Konvois zusammengefasst werden um so die Piratentätigkeit einzuschränken. Am 16. August 1822 kam es zu einem Kampf mit einer Brig, die die spanischen Farben auf ihrem Top führte. Lieutenant Gregory vermutete aber, dass dies ein Piratenschiff sei. Deshalb forderte er den Kommandanten des Schiffes auf sich zu ergeben. Wenige Sekunden später wurden von dem unbekannten Schiff mehrere Kanonen und Langbüchsen abgefeuert. Gregory ließ daraufhin seine Kanonen antworten und innerhalb von dreieinhalb Minuten war das Schiff ein schwimmendes Wrack. Die Mannschaft der Brig ergab sich und man fand nun heraus, dass das Schiff PALMYRA hieß und der Kommandant ein von Puerto Rico stammender Pirat war. In der Karibik konnte Lieutenant Gregory das berüchtigte Piratenschiff PANCHITA und noch mehrere andere Piratenschiffe zerstören. Wenige Wochen später ging Gregory von Bord der USS GRAMPUS und begab sich erneut in die Washington Navy Yard. Hier wurde seit dem 20. September 1821 die Fregatte USS BRANDYWINE ( 1825 ) gebaut auf der der französische General Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de Lafayette ( 6. September 1757 in Chavaniac, Frankreich – 20. Mai 1834 in Paris, Frankreich ) nach Hause gebracht werden sollte. Noch weit vor der Taufe der Fregatte, wurde eine 64 Kanonen Fregatte auf der selben Werft fertiggestellt die für Griechenland bestimmt war. Diese Fregatte brachte Gregory 1824 als Geschenk an die revolutionäre Regierung in ihr Bestimmungsland, damit dieses sich gegen Angriffe des Osmanischen Reiches erwehren konnte. Gleich nach der Übergabe kehrte Gregory an die US Ostküste zurück und diente bis 1828 auf der New York Navy Yard. Danach wechselte er an die Pazifikküste und übernahm dort 1831 das Kommando über das Kriegsschiff USS FALMOUTH ( 1827 ). Mit diesem Schiff führte er in den folgenden drei Jahren, zusammen mit den Schiffen des Pazifikgeschwaders mehrere Kreuzfahrten durch. Anschließend übernahm Gregory für ein Jahr das Kommando über dieses Geschwader. Im Jahre 1838 beförderte man ihn zum Captain. Jetzt übernahm Gregory das Kommando über das 74 Kanonen führende Linienschiff USS NORGH CAROLINA ( 1820 ). Mit dem Schiff wurden die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Mexiko und der bedeutende amerikanische Handel im östlichen Pazifik bis März 1839 beschützt. Wegen der Größe des Linienschiffes, war das Kriegsschiff nicht sehr flexibel gegenüber kleineren Schiffen. Daher kehrte die USS NORTH CAROLINA im Juni in die New York Navy Yard zurück und diente hier als Receiving Ship. Captain Gregory übergab das Kommando über das Linienschiff. In der New York Navy Yard übernahm er später das Kommando über die neugebaute dreimastige Segelfregatte USS RARITAN ( 1843 ). Am 20. Februar 1844 verließ dieses Schiff den Hafen und segelte in den Südatlantik. Hier ernannte Commodore Daniel Turner ( 1794 – 4. Februar 1850 in Philadelphia, Pennsylvania ), Kommandeur des Südatlantikgeschwaders, die USS RARITAN zu seinem Flaggschiff. Erst im November 1845 kehrte Gregory mit der Fregatte in die Vereinigten Staaten zurück und legte im Hafen von Pensacola, Florida an. Hier integrierte man die Fregatte in das Heimatgeschwader. Dieses blockierte die Ostküste von Mexiko und unterstützte die US Army während des mexikanisch – amerikanischen Krieg. In diesem Geschwader war die USS RARITAN das Flaggschiff von Commodore David Conner ( 1792 in Harrisburg, Pennsylvania – 20. März 1856 in Philadelphia, Pennsylvania ). Anfang Mai 1846 unterstützte die USS RARITAN die Fregatte USS POTOMAC ( 1822 ) bei der Landung von 500 Soldaten in Port Isabel, Texas um den dortigen Militärstützpunkt zu verstärken. Diese Truppen waren für General Zachary Taylor ( 24. November 1784 in Barboursville, Virginia – 9. Juli 1850 in Washington DC ) bestimmt. Es kam am 8. Mai zur Schlacht von Palo Alto, die die amerikanischen Truppen gewannen. Nach dem Mexikanisch – amerikanischen Krieg wechselte Gregory nach Boston, Massachusetts. Dort ging er an Bord der Kriegsschaluppe USS PORTSMOUTH ( 1843 ). Er hatte das Kommando über das afrikanische Geschwader übernommen, welches entlang der afrikanischen Westküste kreuzte und die USS PORTSMOUTH war sein Flaggschiff. Am 29. August 1848 legte die Kriegsschaluppe in Boston ab und segelte nach Osten zur afrikanischen Küste. Bis zum 1. Februar 1849 patrouillierte das Schiff zusammen mit Schiffen der Royal Navy um den Sklavenhandel zu unterdrücken um dann von September 1849 bis Mai 1851 erneut vor dieser Küste zu kreuzen. Am 26. Juni 1851 legte die USS PORTSMOUTH wieder im Hafen von Boston an und Gregory ging von Bord. Das Kommando über die Boston Navy Yard übernahm er ab Mai 1852 und behielt dieses bis Februar 1856. Nach fast fünfzig Jahren auf See, zog sich Francis Hoyt Gregory in den Ruhestand zurück. Als ab dem 12. April 1861 der Sezessionskrieg zwischen den Nord- und den Südstaaten der USA begann, kehrte er zur US Navy zurück und erhielt den Rang eines Commodore. In den vier Jahren des Bürgerkrieges bestand seine Hauptaufgabe darin in den privaten Werften den Bau und die Montage von Seeschiffen zu überwachen. Darunter befanden sich auch mit Eisen verkleidete Schiffe. Am 16. Juli 1862 beförderte man ihn zum Rear Admiral. Nach dem Ende des Krieges zog er sich wieder in seinen Ruhestand in Brookly, New York zurück. Hier verstarb er am 4. Oktober 1866 und wurde in New Haven, Connecticut begraben.

Francis Hoyt Gregory war mit Elizabeth Shaw ( 23. Juli 1801 – 9. Dezember 1873 in New Haven, Connecticut ), Tochter von Commodore John Shaw ( 1773 in Mountmellick, County Laois, Irland – 17. September 1823 in Philadelphia, Pennsylvania ), verheiratet. Beide hatten eine Tochter, Virginia Gregory ( 28. August 1823 in New Haven, Connecticut – 30. November 1898 ). Diese heiratete Charles Roberts Ingersoll ( 16. September 1821 in New Haven, Connecticut – 25. Januar 1903 in New Haven, Connecticut ), ein US amerikanischer Politiker der Demokraten und von 1873 bis 1877 Gouverneur von Connecticut. Das Paar hatte sechs Kinder.


USS GREGORY ( APD-3 )

Schiffsbiografie

Die USS GREGORY ( DD-82 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Francis Hoyt Gregory benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achte Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Forward Shipbuilding Company in Quincy, Massachusetts wurde am 25. August 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. George S. Trevor, Urenkelin von Rear Admiral Francis Hoyt Gregory, taufte am 27. Januar 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Arthur Philip Fairfield ( 29. Oktober 1877 in Saco, York County, Maine – 14. Dezember 1946 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) stellte am 1. Juni 1918 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Schon am 25. Juni 1918 legte die USS GREGORY im Hafen von New York ab und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Brest, Frankreich. Während des letzten Sommers im Ersten Weltkrieg begleitete der Zerstörer mehrere Handelsschiffe auf ihren Fahrten zwischen französischen und britischen Häfen die von den Alliierten besetzt waren. Als der Krieg sich dem Ende näherte, wurde die USS GREGORY am 2. November 1918 dem Patrouillengeschwader in Gibraltar zugeteilt. Neben den Patrouillen im Atlantik und im Mittelmeer beförderte der Zerstörer auch Passagiere. Außerdem übernahm das Kriegsschiff Lieferungen an die Adriaküste und unterstützte die Überwachung und Einhaltung des österreichischen Waffenstillstandes gegenüber Italien. Nach sechs Monaten mit dieser Pflicht, wechselte der Flachdeckzerstörer zu den Seestreitkräften die an den Entlastungsmissionen seit dem 28. April 1919 im westlichen Mittelmeer teilnahmen. Innerhalb dieser Streitkräfte befand sich auch das Schlachtschiff USS ARIZONA (BB-39 ). Zusammen mit diesem Kriegsschiff brachte die USS GREGORY Militärgüter und Passagiere nach Smyrna, Konstantinopel und Batum. Auf der Rückfahrt nach Gibraltar befand sich der amerikanische Konsul aus Tiflis, Russland und einige britische Offiziere an Bord des Zerstörers. In Gibraltar gingen diese von Bord und der Zerstörer fuhr weiter bis an die US Ostküste. Im Hafen von New York legte das Kriegsschiff am 13. Juni 1919 an. In den folgenden Monaten lag die USS GREGORY in Tompkinsville, New York, in der Brooklyn Navy Yard in Brooklyn, New York und in der Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Am 4. Januar 1921 legte dann der Zerstörer im Hafen von Charleston, South Carolina an. Von hier aus beteiligte sich das Kriegsschiff für ein Jahr an lokalen Trainingsoperationen, die am 12. April 1922 endeten. Die USS GREGORY verließ wieder Charleston und fuhr in die Philadelphia Navy Yard zurück. Hier stellte man den Zerstörer am 7. Juli 1922 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Als der Zweite Weltkrieg in Europa ausbrach und die Vereinigten Staaten mit hereingezogen werden könnten, wählte man die USS GREGORY und drei weitere Schwesterschiffe aus der Reserveflotte aus und begann diese zu Schnellen Truppentransportern umzuwandeln. Man befreite die Zerstörer praktisch von jeglicher Bewaffnung um Platz für Boote zu schaffen und modifizierte sie so um, dass Truppen so nah wie irgend möglich an die Küste angelandet werden konnten. Die USS GREGORY
klassifizierte man am 2. August 1940 zu einem Schnellen Truppentransporter mit der Kennung APD-3 um. Nach dem Abschluss aller Arbeiten stellte Lieutenant Commander William Drane Brown ( 21. Oktober 1902 in Punta Gorda, Florida – 11. Januar 1991 im Gainesville Florida Medical Center Hospital ) am 4. November 1940 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Anschließend daran gliederte man die USS GREGORY zusammen mit den Schwesterschiffen USS COLHOUN ( APD-2 ), USS McKEAN ( APD-5 ) und USS LITTLE ( APD-4 ) in die Transport Division 12 ( TRANSDIV 12 ) ein. Zu Erprobungs- und Ausbildungsfahrten für die Besatzung des Schiffes und zur Beteiligung an Manövern der US Atlantikflotte, war die USS GREGORY im Februar 1941 in der Karibik unterwegs. Gleich danach durchquerte das Schiff den Panamakanal und legte am 9. März im Hafen von San Diego, Kalifornien an. Hier beteiligte sich der Schnelle Truppentransporter an amphibischen Übungen. Gleich danach kehrte die USS GREGORY im Spätsommer an die US Ostküste zurück. Nach weiteren Ausbildungsfahrten, legte das Schiff am 1. Dezember im Trockendock der Norfolk Navy Yard an um sich einer Überholung zu unterziehen. Sechs Tage später griffen japanische Flugzeugstaffeln die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an und die USA befand sich mitten im Zweiten Weltkrieg. Nachdem der Schnelle Truppentransporter das Trockendock wieder verlassen konnte, versetzte man ihn nach Charleston, South Carolina. Dort gliederte man die USS GREGORY zusammen mit den Schnellen Truppentransportern USS COLHOUN, USS LITTLE , USS McKEAN, USS MANLEY ( APD-1 )  und USS STRINGHAM ( APD-6 ) in den Konvoi BC 100. Aus New York kommend eskortierte der Schwere Kreuzer USS VINCENNES ( CA-44 ) und die Zerstörer USS HILARY P JONES ( DD-427 ), USS LANSDALE ( DD-426 ), USS INGRAHAM ( DD-444 ), USS LUDLOW ( DD-438 ) und USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ) mit den Zerstörer und Minensuchern USS HOWARD ( DMS-7 ), USS HAMILTON ( DMS-18 ) und USS PALMER ( DMS-5 ) ab dem 21. Januar 1942 acht Truppentransportschiffe aus dem Konvoi BT 200. Vor Charleston gliederten sich zwei Tage später die Schnellen Truppentransporter in diesen Konvoi mit ein und eskortierten ihn bis zum Panamakanal, den sie am 31. Januar erreichten. Hier übernahmen die sechs Schnellen Truppentransporter zusammen mit dem Schweren Kreuzer USS VINCENNES die Eskorte über die acht Truppentransportschiffe aus dem Konvoi BT 200 und geleiteten diese bis nach San Diego, Kalifornien. Dort legte der Konvoi am 14. Februar an. Sofort begann man mit weiteren Übungen an denen sich die USS GREGORY beteiligte. Nach dem Abschluss dieser Übungen im April, beteiligte sich das Schiff noch im selben Monat an Trainingseinheiten bei amphibischen Landungsübungen. Gleich mit dem Beginn des Monats Mai legten die Schnellen Truppentransporter ab und fuhren nach Pearl Harbor. Auch dort unterzogen sich die Schiffe und die Mannschaften mehrer Übungen. Mitte Mai fuhr die USS GREGORY nach San Diego und musste sich dort bis zum 7. Juni einer intensiven Überholung unterziehen. Nach der Rückkehr im Hafen von Pearl Harbor, am 14. Juni bereitete man die Schiffe für ihren ersten Kriegseinsatz vor. Dafür legten sie am 7. Juli 1942 ab und fuhren nach Noumea, Neukaledonien um sich an der beginnenden Salomon Kampagne zu beteiligen. In Noumea, Neukaledonien legten die Schiffe am 21. Juli wieder an. Die USS GREGORY verlegte man nun in die Task Force 62 deren Schiffe am 22. Juli in Wellington, Neuseeland ablegten. Die TF befehligte Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Watchtower“. In der TF befanden sich die amerikanischen Schweren Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ), USS VINCENNES ( CA-44 ), USS QUINCY ( CA-39 ) und USS ASTORIA ( CA-34 ), die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS CANBERRA ( D-33 ), der amerikanische Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und der australische Leichte Kreuzer HMAS HOBART ( D-63 ), die amerikanischen Zerstörer USS JARVIS ( DD-393 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS BLUE ( DD-387 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS MONSSEN ( DD-436 ), USS HELM ( DD-388 ), USS SELFRIDGE ( DD-357 ), USS HENLEY ( DD-391 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS HULL ( DD-350 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ) und USS ELLET ( DD-398 ), die Zerstörer und Minensucher USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS ZANE ( DMS-14 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ) und USS HOVEY ( DMS-11 ), der Zerstörer und Minenleger USS TRACY ( DM-19 ), die Schnellen Truppentransporter USS GREGORY, USS LITTLE, USS McKEAN und USS CALHOUN, die Truppentransporter USS GEORGE F ELLIOT ( AP-13 ) und USS PRESIDENT HAYES ( AP-39 ), die Angriffstruppentransporter USS FULLER ( APA-7 ), USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), USS NEVILLE ( APA-9 ), USS HUNTER LIGGETT ( APA-14 ), USS HEYWOOD ( APA-6 ), USS ZELIN ( APA-3 ), USS McCAWLEY ( APA-4 ), USS BARNETT ( APA-5 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ), USS PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ) und USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), die Angriffsfrachtschiffe USS BELLATRIX ( AKA-3 ), USS FORMALHAUT ( AKA-5 ), USS ATHENA ( AKA-9 ), USS BETELGEUCE ( AKA-11 ) und USS LIBRA ( AKA-12 ) und das Frachtschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Die Truppentransportschiffe hatten insgesamt 20.000 Marines an Bord. Die Schiffe der TF 62 gehörten zu den insgesamt 84 Schiffen die die Invasion von Guadalcanal, Salomonen durchführen sollten. Zuerst fuhren alle diese Schiffe zu den Fidschi Inseln. Hier wurden vom 28. bis zum 30. Juli die Anlandungen auf Guadalcanal geprobt. Auf der Fahrt dann zu den Salomonen verschlechterte sich immer mehr das Wetter. Es begann zu regnen und schwerer Nebel strich über das Wasser. Japanische Suchflugzeuge konnten bei solch einem Wetter nicht aufsteigen. In der Morgendämmerung des 7. August erreichten die Schiffe der TF 62 ihr Einsatzgebiet. Um 6:50 Uhr begann die erste amphibische Landeoperation der Alliierten im Pazifik während des Zweiten Weltkrieges. Da waren schon durch die Trägerflugzeuge der Task Force 61 und die Flugzeuge der Task Force 63 mehrere Luftangriffe auf die japanischen Verteidiger geflogen worden. Auch die Kreuzer ließen zuvor ihre Granaten auf japanische Stellungen niedergehen. Nachdem die Marines die USS GREGORY und deren Schwesterschiffe verlassen hatten, blieben diese Schiffe im Bereich des Brückenkopfes und übernahmen weitere Aufgaben. Die andern Kriegsschiffe der TF 62 fuhren noch während der Kämpfe bis nach Savo Island weiter um die Landung von Norden her gegen die Japaner abgesichert werden konnte. Hier kam es am 9. August zu einer für die Amerikaner verheerenden Schlacht in der sie vier Kreuzer verloren und fast alle andern Schiffe zum Teil schwer beschädigt wurden. Damit war der Nachschub für die amerikanischen Truppen auf Guadalcanal schwer gestört. Die vier Schnellen Truppentransporter waren nun aufgefordert diesen Mangel zu beheben. Sie transportierten frische Soldaten nach Guadalcanal, patrouillierten davor und beschützten die Versorgungsschiffe die Nachschub an Munition und anderer militärischer Güter aus Espiritu Santo, New Hebrides heranschafften. Am 30. August wurde durch japanische Flugzeuge die USS CALHOUN versenkt. Die drei übrig gebliebenen Schnellen Truppentransporter unterstützten aber weiterhin die Marines. So patrouillierten sie weiterhin in den Gewässern des Iron Bottom Sound zwischen Guadalcanal und Florida Island. Am 4. September verließ die USS GREGORY zusammen mit der USS LITTLE die Strände von Guadalcanal und transportierten Truppen der Eliteeinheit Mariens-Raiders sowie Waffen und Munition nach Savo Island wegen eines unbegründeten Gerüchtes, dass dort japanische Soldaten gelandet seien. Nach der Überprüfung der Falschmeldung transportierten beide Schiffe die Marines zurück nach Lunga Point, Guadalcanal. Der Himmel in der Nacht vom 4. zum 5. September war stark bewölkt und damit ungewöhnlich dunkel. Divisionskommandeur Commander Hugh William Hadley ( 17. Februar 1901 – 5. September 1942 ), Kommandeur der Transport Division 12, beschloss wegen der dunklen Nacht mit den Schiffen nicht vor Lunga Point die Nacht abzuwarten und die Patrouillen wieder aufzunehmen sondern nach Tulagi Harbor zu fahren, da keine sichtbaren Landmarken ausgemacht werden konnten. Gegen 1:00 Uhr Frühmorgens am 5. September 1942 beobachtete man auf der USS LITTLE blinkende Waffen im Osten und man glaubte das es ein feindliches U-Boot wäre. Augenblicke später flog eine amerikanische PBY Catalina über Savo Island und ließ durch fünf Fackeln die Nacht erhellen. Auf den APD´s sah man nicht sehr viel da man selber durch das Licht der Fackeln wie auf einem Präsentierteller saß. Da tauchten plötzlich die japanischen Zerstörer YUDACHI, HATSUYUKI und MURAKUMO auf, die Truppen und Nachschub für Guadalcanal geliefert hatten. Umgehend begannen die Japaner mit dem Beschuss der zwei amerikanischen Schnellen Truppentransporter. Die USS GREGORY erwiderte sofort das Feuer, nahm aber mehrere direkte Treffer und lag dann schon drei Minuten später hilflos im Wasser. Zwei Kessel waren geplatzt und das Deck des Zerstörers stand in Flammen. Der Kommandant des Schnellen Truppentransporters, Lieutenant Commander Harry Frederick Bauer ( 17. Juli 1904 – 5. September 1942 ), der selbst ernsthaft verwundet worden war, gab den Befehl zum Verlassen des Schiffes. Zwei Mannschaftsmitglieder wollten den verletzten LCDR Bauer von der USS GREGORY bringen, doch dieser befahl das sich diese beiden einem anderen vor Schmerzen schreienden Kameraden zuwenden sollten. LCDR Bauer ging mit dem Schiff zwanzig Minuten später unter und erhielt posthum den Silver Star verliehen. Insgesamt verloren 11 Mannschaftsmitglieder ihr Leben von der USS GREGORY.
Nachdem die Crew des Schnellen Truppentransporters sich im Wasser befand, begannen die japanischen Schiffe nicht auf die beiden hilflos daliegenden amerikanischen Schiffe zu schießen, sondern auf deren im Wasser befindenden Mannschaften. Sechs Mannschaftsmitglieder der USS GREGORY schwammen die gesamte Nacht durch bis nach Guadalcanal.
Den Namen USS GREGORY ( APD-3 ) ex ( DD-82 ) strich man am 2. Oktober 1942 von der US Navy – Liste.


USS GREGORY ( APD-3 )
Commanding Officer

CDR Arthur Philip Fairfield         1. Juni 1918 – 10. Oktober 1918 (erreichter Rang VADM)
LCDR Charles William McNair        10. Oktober 1918 – 5. Dezember 1918
CDR Owen Bartlett        5. Dezember 1918 – 10. Januar 1919
LCDR Abel Trood Bidwell       10. Januar 1919 – 2. April 1921 (erreichter Rang RADM)
LT Robert Wing McReynolds Jr.        2. April 1921 – 7. Juli 1922
Außerdienststellung         7. Juli 1922 – 4. November 1940
LCDR William Drane Brown       4. November 1940 – 13. Dezember 1941 (erreichter Rang VADM)
LCDR Harry Frederick Bauer         13. Dezember 1941 – 5. September 1942
LT Heinrich Heine Jr.         5. September 1942 – 5. September 1942

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