USS METCALF ( DD-595 )

USS METCALF ( DD-595 )

Biografie

James Metcalf

war ein Matrose in der US Navy und diente im Ersten Barbary Krieg

Am 16. Mai 1803 kam Seemann James Metcalf in Malta auf den Schoner USS ENTERPRISE ( 1799 ). Zum Bootsmanns Maat beförderte man ihn am 19. September 1804. Am folgenden Tag wechselte er an Bord der Brigg USS SIREN ( 1803 ). Außerdem diente er noch an Bord der Fregatten USS ESSEX ( 1799 ) und USS CONSTITUTION ( 1797 ). Zu den 84 handverlesenen Freiwilligen gehörte Metcalf die mit Lieutenant Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 – 22. März 1820 ) im Hafen von Tripolis die von den dortigen Piraten gefangen gehaltene amerikanische Fregatte USS PHILADELPHIA ( 1799 ) zerstören wollten.


USS METCALF ( DD-595 )

Schiffsbiografie

Die USS METCALF ( DD-595 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Bootsmannsmaat James Metcalf benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertzwölfte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington wurde am 10. August 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Katharine Scott Armstrong Pound ( 25. März 1911 – 22. Mai 1961 ), Witwe von Lieutenant Commander Harold Clay Pound ( 20. Dezember 1903 – 1. März 1942 ), taufte am 25. September 1944 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander David Louis Martineau ( 4. Dezember 1910 – 1. November 1994 ) stellte am 18. November 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt entlang der US Westküste bis nach San Diego, Kalifornien, stach am 19. Februar 1945 der Zerstörer in Bremerton in See und fuhr über Pearl Harbor, Territorium Hawaii zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses Atoll erreichte das Schiff am 16. März. Dort blieb es für fünf Tage liegen und wurde für den ersten Einsatz vorbereitet. Man versetzte die USS METCALF in die Task Undergroup 52.1.3 die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 – 2. Oktober 1945 ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SUWANNEE ( CVE-27 ), USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS SANTEE ( CVE-29 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), die Zerstörer USS METCALF, USS DREXLER ( DD-741 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS MASSEY ( DD-778 ) und USS HELM ( DD-388 ) sowie die Geleitzerstörer USS EDMONDS ( DE-406 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS TISDALE ( DE-33 ), USS EISELE ( DE-34 ), USS TILLS ( DE-748 ), USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) und USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ). Am 21. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Drei Tage später befanden sie sich südlich der Kerama Retto Inseln. Sofort begannen die Flugzeuge der Träger mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf den Inseln. Am folgenden Tag erreichten alle anderen Schiffe der Task Force ihre Ausgangspositionen und am 26. März begann die Landeoperation auf den Kerama Retto Inseln. Gleich nach der Stabilisierung des Brückenkopfes wechselten die Piloten ihre Angriffsziele auf Okinawa. Dort begann die USS METCALF mit ihren Patrouillenfahrten zur Sicherung der Träger vor Luft- und Unterwasserangriffen. Am 1. April begann auf Okinawa die Landeoperation. Fast jeden Tag gab es Luftalarm und japanische Kamikazepiloten versuchten sich auf die amerikanischen Schiffe zu stürzen. Um eine noch größere Sicherheit den Trägern zu gewährleisten setzte man die USS METCALF auch als Radarvorpostenschiff ein. In der Zeit bis zum 20. April rettete die Besatzung des Zerstörers mindestens sechs Piloten und Besatzungsmitgliedern von abgestürzten Trägerflugzeugen aus dem Wasser und beteiligte sich an dem Bombardement auf japanische Stellungen auf anderen Inseln in den Gewässern von Okinawa. Am 20. April verließ der Zerstörer die TU 52.1.3 und fuhr über Guam, südliche Marianen in die San Pedro Bay, Leyte, Philippinen. Den dortigen Hafen erreichte das Schiff am 30. April. Hier wechselte die USS METCALF zur 7. US Flotte und eskortierte von Mai bis Anfang Juni innerhalb der philippinischen Inseln mehrere Konvois. Diese bestanden aus Schweren Einheiten und Versorgungsschiffen die bei der Invasion von Borneo benötigt wurden. Man versetzte die USS METCALF nun in die Task Force 74 die Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) während der Operation „Oboe II“ befehligte. In dieser TF befand sich der australische Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ), USS MONTPELIER ( CL-57 ) und USS DENVER ( CL-58 ), der australische Leichte Kreuzer HMAS HOBART ( D63 ), der australische Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ), die amerikanischen Zerstörer USS METCALF, USS HART ( DD-594 ), USS CONWAY ( DD-507 ) und USS EATON ( DD-510 ) und der Schnelle Truppentransporter USS DIACHENKO ( APD-123 ). Ziel der Schiffe war die Brunei Bay, Borneo. Dort soll für die Landungstruppen die gegnerische Abwehr vernichtet werden. Am 7. Juni verlassen die Schiffe die Subic Bay, Luzon und beginnen am folgenden Tag mit dem Bombardement japanischer Stellungen. Erst am 10. Juni beenden die Schiffe dieses Bombardement nach dem die Landeoperation begann. Die Schiffe der TF 74 patrouillieren in der Brunei Bay und legen nur zum Auffüllen der Magazine und Treibstoffbunker im Hafen von Tawi Tawi an. Japanische Soldaten befanden sich noch bei Lutong, Borneo und leisteten heftigsten Widerstand. Vom 19. bis zum 21. Juni beteiligte sich dort die USS METCALF und die anderen Schiffe der TF an dem Bombardement feindlicher Stellungen mit einem Granatenhagel. Schnell waren auch hier dann die japanischen Soldaten niedergerungen. Der Zerstörer verließ am 22. Juni die Gewässer von Lutong und fuhr von der Westküste nach Tawi Tawi, Philippinen. Dort füllte man die Munitionsmagazine und die Treibstoffbunker auf. Anschließend fuhr die USS METCALF an die Ostküste von Borneo und beteiligte sich ab dem 27. Juni am Bombardement der japanischen Küstenbefestigungen bei Balikpapan. Hier begannen am 1. Juli die Anlandungen der australischen Soldaten, welche einen Brückenkopf bildeten. Am 3. Juli verließ die USS METCALF die Gewässer um Borneo und fuhr über Tawi Tawi in die Subic Bay, Luzon. Von hier aus eskortierte der Zerstörer Schiffskonvois zwischen Okinawa und den Philippinen. Am 16. August begleitete die USS METCALF die Schiffe des Konvois 10K-204. Da erhielt die Besatzung die Nachricht, dass seit mehreren Stunden der Zweite Weltkrieg im pazifischen Raum durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet sei. Der Zerstörer blieb bis zum 4. September vor Okinawa liegen und fuhr anschließend zusammen mit der USS HART, USS SHIELDS ( DD-596 ) und USS CONNER ( DD-582 ) aus der Task Undergroup 78.1.15 mit Besatzungstruppen nach Korea. Am 8. September erreichten die Schiffe Jinsen und standen bereit falls die Besatzungstruppen Feuerunterstützung bei ihrer Landung benötigen würden. Vier Tage später wechselte die USS METCALF an die chinesische Küste um den dortigen Besatzungstruppen in Dairen, Ching-wang-tao, Taku, Chefoo, Shanghai und Hongkong wenn nötig zu helfen. Zu Beginn des Jahres 1946 verließ der Zerstörer den Fernen Osten und fuhr an die US Westküste. Am 16. März 1946 legte das Schiff im Hafen von San Diego an. Noch im selben Monat stellte man den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Man verlegte ab dem 1. Juli 1951 diese Reserveflotte nach Long Beach, Kalifornien und in den 1960-ern nach Stockton, Kalifornien.
Am 2. Januar 1971 strich man den Namen USS METCALF ( DD-595 ) von der US Navy – Liste und nach dem Abbau sämtlicher kriegswichtiger Einrichtungen verkaufte man am 6. Juni 1972 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS METCALF ( DD-595 )
Commanding Officer

CDR David Louis Martineau           18. November 1944 – 5. August 1945 (erreichter Rang RADM)
CDR Clyde James Van Arsdall Jr.          5. August 1945 – 5. Februar 1946 (erreichter Rang RADM)
LCDR Hugh Blanchard Vickery           5. Februar 1946 – 10. Juli 1946
LT Rex Harbert        10. Juli 1946 – 1. August 1946

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