USS LUCE ( DD-522 )

USS LUCE ( DD-522 )

Biografie

Stephen Bleecker Luce
* 25. März 1827 in Albany, New York
† 28. Juli 1917 in Newport, Rhode Island
war ein US Navy Offizier und der Gründer des Naval War College und deren erster Präsident

Stephen Bleecker Luce war der Sohn von Vinal Luce ( 22. Oktober 1782 in Tisbury, Massachusetts – 15. Oktober 1856 in Washington DC ) und Charlotte Bleeker Luce ( 15. Februar 1789 in New York – 5. Dezember 1858 in Washington DC ). Stephen war das jüngste Kind.
Stephen Bleecker Luce trat mit vierzehn Jahren, am 19. Oktober 1841, im Rang eines Midshipman in die US Navy ein. Man unterrichtete ihn an der Naval Academy in Philadelphia, Pennsylvania. Dann wechselte er 1845 an die neu eröffnete United Statds Naval Academy in Annapolis, Maryland. Dort legte er seine Prüfung am 10. August 1847 ab und erhielt den Tang eines PassedMidshipman. Bis 1848 studierte er an der Akademie. Luce heiratete im Jahre 1854 Elizabeth Henley ( 27. August 1828 – 24. Dezember 1921 ). Sie war die Großnichte von Martha Dandridge Custis Washington ( 2. Juni 1731 – 22. Mai 1802 ), der First Lady neben US Präsident George Washington ( 22. Februar 1732 – 14. Dezember 1799 ). Zum Lieutenant beförderte man Luce am 15. September 1855. Während des amerikanischen Bürgerkrieges versetzte man Luce im Januar 1862 an die US Naval Academy in Newport, Rhode Island wo er bis zum Oktober 1863 lehrte und der Leiter der Abteilung für Seemannschaften war. Außerdem schrieb er an der Akademie eines seiner ersten Lehrbücher über die Seemannschaften welches dort auch zum Einsatz kam. In dieser Zeit, im Jahre 1862, ernannte man Luce zum Lieutenant Commander. Nach der Zeit an der Akademie versetzte man Luce wieder auf See. Er kommandierte den Monitor USS NAUNTUCKET ( 1862 ), das Seitenrad Kanonenboot USS SONOMA ( 1862 ), die Kriegskorvette USS CANADAIGUA ( 1862 ). Das Kommando über das Seitenrad Kanonenboot USS PONTIAC ( 1863 ) übernahm Luce am 1. September 1864 von Lieutenant Commander John Henry Russell ( 4. Juli 1827 – 1. April 1897 ). Nach dem Bürgerkrieg beförderte man Luce im Jahre 1866 zum Commander. Er organisierte Lehrausbildungen für angehende Seeleute und Unteroffiziere in der Navy um sie für die Pflichten in der Flotte vorzubereiten. Im Dezember 1872 ernannte man ihn zum Captain und diente bis 1875 an der Boston Navy Yard. Von November 1875 bis August 1877 kommandierte Luce die Kriegskorvette USS HARTFORD ( 1858 ). Von August bis Dezember 1877 war er für alle Schulschiffe in der US Navy verantwortlich. Von Januar 1878 bis Februar 1881 kommandierte Luce dann das Schulschiff USS MINNESOTA ( 1855 ) selber. Zum Commodore ernannte man Stephen Bleecker Luce im Jahre 1881 und übergab ihm von April 1881 bis Juni 1884 das Oberkommando über das US Navy Trainings Geschwader welches in Newport ankerte. Während dieses Kommandos über das Trainings Geschwader erließ Luce ein formelles Ausbildungsprogramm für den Dienst von Seeleuten in der US Navy. Sein Plan war dabei junge Männer wie sie zum Trainings Geschwader kamen, in der Regel zwischen 10 und 15 Jahren, sollten innerhalb der dreijährigen Ausbildung eine akademische Ausbildung erhalten und unterschiedliche Fähigkeiten innerhalb der Seemannschaft erlernen. Zuvor kamen die jungen Rekruten ohne vorherige Kenntnisse und Erfahrungen zur Navy und wurden auf den Schiffen von Seeleuten ausgebildet. Von Juli bis September 1884 erhielt Luce das Kommando über das Nordatlantik Geschwader. Sein Flaggschiff war die Fregatte USS TENNESSEE ( 1865 ). Am 6. Oktober 1884 gründete Luce das Naval War College . Bis Mai 1886 war er der erste Präsident der Akademie. Diese College war anfangs in dem alten Gebäude des Newport Assyl für die Armen untergebracht worden. Danach wechselte man in das neugebaute Haus auf CoastersHarbor Island in der Narragansett Bay. Unter den ersten vier Dozenten waren Tasker Howard Bliss ( 31. Dezember 1853 – 9. November 1930 ), ein zukünftiger Stabschef in der US Army, James Russell Soley ( 1. Oktober 1850 – 11. September 1911 ), das erste zivile Mitglied der Fakultät und spätere stellvertretende Marineminister, und Captain Alfred Thayer Mahan ( 278. September 1840 – 1. Dezember 1914 ) der bald bekannt wurde für sein strategisches Denken und großen Einfluss auf Kommandeure unterschiedlichster Marinen weltweit. Am 5. Oktober 1885 ernannte man Luce zum Rear Admiral. Zwei Jahre später, von Juni 1886 bis Februar 1889, erhielt Luce wiederholt das Kommando über das Nordatlantik Geschwader. Sein Flaggschiff war diesmal die Dampfschaluppe USS RICHMOND ( 1860 ). Das war seine letzte Aufgabe vor dem obligatorischen Ruhestand. In diesen versetzte man Luce am 25. März 1889. Für Stephen Bleecker Luce war dies aber nicht das Ende seiner aktiven Laufbahn. Er zeigte immer noch Interesse an der Verbesserung der Effizienz innerhalb der Ausbildung in der US Navy. Deshalb kehrte er an das Naval War College zurück und diente ab dem Jahre 1901 für fast ein Jahrzehnt als Mitglied der Fakultät. Schließlich zog sich Luce im Alter von 83 Jahren im November 1910 endgültig in den Ruhestand zurück. Stephen Bleecker Luce verstarb am 28. Juli 1917. Man begrub seinen Leichnam auf dem Kirchhof von St. Marien Episcopal Church in Portsmouth, Rhode Island.

Stephen Bleecker Luce und Elizabeth Henley Luce hatten drei Kinder. Der Banker John Dandridge Henley Luce ( 1. Oktober 1855 in Washington DC – 11. Januar 1921 in Fall River, Massachusetts ), Caroline Walter Luce Macomb ( 25. Juli 1857 – 10. Februar 1933 ) und Charlotte Bleecker Luce Noyes ( 16. Juni 1859 – 28. Oktober 1946 ).

Drei Schiffe wurden zu Ehren von Rear Admiral Stephen Bleecker Luce bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS LUCE ( DD-99 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS LUCE ( DD-522 ) aus der FLETCHER – Klasse.
Das dritte Schiff war der Lenkwaffenzerstörer USS LUCE ( DDG- 38 ) aus der FARRAGUT – Klasse.


USS LUCE ( DD-522 )

Schiffsbiografie

Die USS LUCE ( DD-522 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Stephen Bleecker Luce benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das fünfundvierzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Company in Staten Island, New York wurde am 24. August 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Stephen B. Luce, Jr., Ehefrau des Enkels Von Rear Admiral Stephen Bleecker Luce, taufte am 6. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Donald Cord Varian ( 7. März 1902 – 18. September 1969 ) stellte am 21. Juni 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt kehrte die USS LUCE in den Hafen von New York zurück und wurde dort einer eingehenden Untersuchung an der Schiffshaut unterzogen. Außerdem rüstete man den Zerstörer für seine Fahrt in den Pazifik aus. Am 5. September legte das Schiff in New York ab und legte einen Stopp bei der Insel Trinidad ein. Mitte Oktober durchquerte die USS LUCE den Panamakanal, legte kurz in San Diego, Kalifornien an und erreichte am 28. Oktober den Hafen von Bremerton, Washington. Am 1. November legte der Zerstörer dort wieder ab und eskortierte den Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ), der sich in der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton einer Überholung unterzogen hatte, bis nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Beide Schiffe legten dort fünf Tage später an. Hier begannen für die Geschütz- und Flugabwehrkanoniere bis zum 24. November mehrere Übungen. Commander Donald Cord Varian erhielt den Befehl mit dem Zerstörer nach Adak Island, Alaska zu fahren und sich dort in die Task Force 94 einzugliedern. Diese Task Force 94 kommandierte die Rear Admiral Wilder DuPuy Baker ( 22. Juli 1890 – 10. November 1975 ). In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ) und die Zerstörer USS LUCE, USS CUMMINGS ( DD-365 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS YOUNG ( DD-580 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS KIMBERLY ( DD-521 ) und USS ISHERWOOD ( DD-520 ). Am 24. November legte USS LUCE in Pearl Harbor ab und erreichte am 30. November Adak Island. In diesen nördlichen Gewässern sollte die USS LUCE Patrouille fahren und Anti-U-Boot Pflichten vor Attu, Alaska übernehmen. Diese Pflichten wurden ab dem 1. März 1944 unterbrochen. Von der Massacre Bay, Attu aus fuhr die USS LUCE zusammen mit den Schiffen der Task Group 94.6 nach Paramuschir in den nördlichen Kurilen. Diese TG 94.6 befehligte Rear Admiral Wilder DuPuy Baker. In der TG befand sich der Leichte Kreuzer USS RICHMOND und die Zerstörer USS LUCE, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER, USS SPROSTON, USS WICKES,USS YOUNG,USS KIMBERLY, USS ISHERWOOD und USS CHARLES J BADGER. In der Nacht vom 3. zum 4. März beteiligte sich die USS LUCE an dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen bei Suribachi Wan und Kurabi Saki auf Paramushir. Dieser Angriff kam für die japanischen Verteidiger völlig unerwartet. Die USS LUCE versenkte dabei das japanische Frachtschiff KOKAI MARU ( 2.000 BRT ). In der Nacht vom 4. zum 5. März gerieten die Schiffe der TG 94.6 vor den Kurilen in schweres Wetter und mussten abdrehen. Die USS RICHMOND, USS LUCE, USS KIMBERLY, USS ISHERWOOD, USS SPROSTON, USS WICKES, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER und USS YOUNG wurden dabei beschädigt. Am 5. März liefen die Schiffe der TG 94.6 im Hafen von Attu wieder ein. Die USS LUCE begann von hier aus wieder mit ihren Patrouillenfahrten in den nördlichen Gewässern. Ende Mai zog man die Kriegsschiffe für die Task Force 94 wieder zusammen. Rear Admiral Ernest Gregor Small ( 5. November 1888 – 27. Dezember 1944 ) befehligte diesmal diese TF. In diesem Verband befanden sich die Schweren Kreuzer USS CHESTER ( CA-27 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und die Zerstörer USS LUCE, USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY, USS CHARLES J BADGER, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER, USS SPROSTON, USS WICKES und USS YOUNG. Am 24. Mai verließen diese Schiffe Attu und begannen am Morgen des 26. Mai ein Bombardement auf japanische Stellungen auf Paramushiru aus der nördlichen Inselgruppe und anschließend Matsua aus der zentralen Inselgruppe. Die Schiffe der TF 94 kehrten kurz danach in die Kulak Bay, Attu zurück. Dort bereitete man sie auf den folgenden Einsatz in den Kurilen vor. Am 10. Juni verließen sie wieder Attu und fuhren zu der Inselgruppe der zentralen Kurilen. Hier bombardierten sie ab dem 13. Juni wieder japanische Stellungen auf Matsua und anderen Inseln dieser Gruppe. Erst am 24. Juni legten sie wieder in der Kulak Bay an. Hier füllte man die Munitionsvorräte und die Brennstofftanks. Zwei Tage später legten die Schiffe der TF wieder ab und fuhren zu der Kurilen Insel Paramushiru. Dort beschossen sie feindliche Stellungen. Schon am 28. Juni kehrten die Schiffe der TF in die Kulak Bay zurück. Von hier aus übernahm die USS LUCE wieder ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln der Aleuten. Anfang August legte der Zerstörer in Attu wieder an und wurde für die Fahrt nach Pearl Harbor vorbereitet. Am 8. August stach die USS LUCE zusammen mit den Schweren Kreuzern USS PENSACOLA und CHESTER sowie dem Zerstörer SPROSTON in See und fuhr über San Francisco, Kalifornien zu der Hawaiianischen Inselgruppe. Im Hafen von Pearl Harbor legte die USS LUCE am 31. August an. Hier gliederte man die USS LUCE in die Task Force 79 für die Operation „KingII“ ein, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) kommandierte. In dieser TF waren zur freien Verfügung die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ) und USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), die Zerstörer USS LUCE, USS PICKING, USS HALFORD ( DD-480 ), USS HALE ( DD-642 ), USS GANSEVOORT ( DD-608 ) und USS CHAUNCEY ( DD-667 ), das Angriffsfrachtschiff USS CAPRICORNUS ( AKA-57 ), das Angriffstransportschiff USS CAVALIER ( APA-37 ) und die Docklandungsschiffe USS ASHLAND ( LSD-1 ) und USS CASA GRANDE ( LSD-13 ). Am 15. September legten diese Schiffe in Pearl Harbor ab und fuhren zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. Dort bereitete man die Schiffe auf die kommenden Kämpfe um Leyte, Philippinen vor. Am 11. Oktober legten die Schiffe der TF 79 im Seeadler Harbor ab. Während die Angriffsbemühungen der Alliierten ab dem 20. Oktober voll im Gange waren, befand sich die USS LUCE bei den auf Reede liegenden Panzerlandungsschiffen und sicherte diese vor japanischen Luftangriffen. Nach dem Entladen der Landungsschiffe, wurden diese zurück zum Seeadler Harbor eskortiert, Von dort aus begann die USS LUCE ab dem 1. November mit Patrouillen- und Anti-U-Boot Fahrten bis zu den Inseln von Neuguinea. Außerdem bot der Zerstörer zwischen den Inseln Geleitdienste an. Ab dem 12. Dezember unterstützte der Zerstörer die Landungen im Huongolf, Neuguinea. Diese Operation dauerte bis zum 27. Dezember. Noch am selben Tag versetzte man die USS LUCE in die Task Force 78 die Vizeadmiral Daniel Edward Barbey ( 23. Dezember 1889 – 11. März 1969 ) während der Operation „Mike I“ befehligte. In der TF 78 waren zur freien Verfügung die Zerstörer USS LUCE, USS LANG ( DD-399 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS DYSON ( DD-572 ), USS COGHLAN ( DD-606 ) und USS DASHIELL ( DD-659 ), die Geleitzerstörer USS LOVELACE ( DE-198 ), USS HODGES ( DE-231 ) und USS CHARLES J KIMMEL ( DE-584 ), der Minensucher USS SAUNTER ( AM-295 ) und der Tanker USS TOMAHAWK ( AO-88 ). Die Schiffe dieser TF sollten in der Schlacht um die philippinische Insel Luzon unterstützend wirken. Am 9. Januar erreichten sie die Positionen in ihrem Einsatzgebiet. Die USS LUCE beschützte die auf Reede liegenden Truppentransporter, Panzerlandungsschiffe und Infanterielandungsschiffe der TF 78 im Golf von Lingayen und wehrte feindliche Angreifer ab. So gelang es den Flugabwehrkanonieren am 11. Januar ein japanisches Flugzeug abzuschießen. Gleich nachdem diese Kamikazepiloten abgewehrt worden waren, hievte man die Anker auf und die USS LUCE fuhr zusammen mit neununddreißig weiteren Schiffen zur San Pedro Bay, Leyte. In dem dortigen Hafen legten sie am 16. Januar an. In diesen Gewässern der philippinischen Insel Leyte patrouillierte die USS LUCE bis zum 25. Januar. An diesem Tage vervollständigte man die Munitionsvorräte und Brennstofftanks auf dem Zerstörer und gliederte ihn in die Task Group 78.3 ein die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS LUCE, USS SPROSTON, USS YOUNG, USS CHARLES J BADGER, USS WICKES und USS NICHOLAS ( DD-449 ), die Geleitzerstörer USS DAY ( DE-225 ), USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) und USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ) und der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ). Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und hatten nur geringen Widerstand zu brechen. Am 30. Januar landen Soldaten der 38. Infanteriedivision auf Grand Island in der Subic Bay. Noch am selben Tag verließ die USS LUCE Luzon und fuhr nach Mindoro. Ab dem 2. Februar bis zum 24. März eskortierte der Zerstörer mehrere Nachschubkonvois zwischen der San Pedro Bay und Subic Bay und zurück. In dieser Zeit eskortierte die USS LUCE zusammen mit den Zerstörern USS WICKES und USS CHARLES J BADGER die beiden Schweren Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) bis zu dem Atoll Ulithi, Karolinen. Nach der Rückkehr in die philippinischen Gewässer, nahm der Zerstörer seine Eskortierpflichten wieder auf. Man versetzte dann die USS LUCE in die Task Group 51.1, der Western Islands Attack Group, die Rear Admiral Ingolf Norman Kiland ( 26. März 1895 – 10. März 1992 ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In dieser TG befanden sich zwei Kreuzer, die Zerstörer USS LUCE, USS WILLIAM D PORTER, USS CHARLES J BADGER, USS PICKING, USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY und USS O´BRIEN ( DD-725 ), die Geleitzerstörer USS STERN ( DE-187 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS ABERCROMBIE ( DE-343 ) und USS OBERRENDER ( DE-344 ), die Schnellen Truppentransporter USS DICKERSON ( APD-21 ), USS KINZER ( APD-91 ), USS DANIEL T GRIFFIN ( APD-38 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS HERBERT ( APD-22 ), die Angriffstransportschiffe USS ST MARY´s ( APA-126 ) und USS MOUNTRAIL ( APA-213 ), zwölf Mittlere Infanterielandungsfahrzeuge, vierundzwanzig Große Infanterielandungsfahrzeuge und zwölf Mittlere Landungsschiffe. Am 24. März verließen alle diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren nach Kelse Shima zur Unterstützung der Landeoperation von Okinawa. Am 1. April löste man die USS LUCE aus der Task Group 51.1 heraus. Der Zerstörer übernahm vor den Kerama Retto Inseln einen Radarvorposten. Zwei japanische Kamikazepiloten konnten mit ihren Maschinen am 4. April gegen 7:40 Uhr den amerikanischen Jagdschutz durchbrechen und stürzten sich von Backbord auf die USS LUCE. Die erste feindliche Maschine konnten die Flugabwehrkanoniere noch abschießen. Jedoch stürzten die Trümmer in Höhe des vorderen Schornsteins auf das Schiff, genauso wie die eingeklinkte Bombe. Durch die Explosion kam es zu einem Stromausfall. Dadurch konnten die Geschütze nicht rechtzeitig auf den zweiten Angreifer ausgerichtet werden um diesen bekämpfen zu können. Das japanische Flugzeug schlug auf der Backbordseite in Höhe des hinteren Maschinenraums ein. Dadurch kam es zum Ausfall der Backbordmaschine, zu Wassereinbrüchen und dem Versagen des Ruders. Um 8:14 Uhr hatte die USS LUCE bereits starke Schlagseite nach Steuerbord und über das Heck zu sinken. Commander Jacob Wilson Waterhouse ( 3. August 1906 – 17. Dezember 1980 ), Kommandant des Zerstörers, gab den Befehl aus das Schiff umgehend zu verlassen. Wenige Augenblicke später rutschte das Schiff unter die Wasseroberfläche. Mehrere heftige Explosionen erschütterten rings um das Wasser und rissen Überlebende in den Tod. Von den 312 Besatzungsmitgliedern verloren insgesamt 149 ihr Leben.


USS LUCE ( DD-522 )
Commanding Officer

CDR Donald Cord Varian         21. Juni 1943 – 22. November 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR Hinton Allen Owens           22. November 1943 – 1. Februar 1945
CDR Jacob Wilson Waterhouse           1. Februar 1945 – 4. Mai 1945

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