USS KNIGHT ( DD-633 )

USS KNIGHT ( DD-633 )

Biografie

Austin Melvin Knight
* 16. Dezember 1854 in Ware, Massachusetts
† 26. Februar 1927 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy

Austin Melvin Knight war der Sohn von dem Veteran aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, Charles Sanford Knight und seiner Mutter Cordelia Cutter Knight. Am 30. Juni 1869 trat der junge Knight in die United States Naval Academy im Rang eines Midshipman ein und schloss sein Studium dort am 31. Mai 1873 ab und erhielt den Rang eines Passed Midshipman verliehen. Schon ein Jahr später, am 16. Juli 1874 beförderte man ihn zum Ensign. In den nächsten zwei Jahrzehnten diente Knight an Bord der verschiedensten Schiffe als auch an Land, unter anderem auch an der Naval Academy. So diente er auf der Korvette USS TUSCARORA ( 1861 ), der Korvette USS CONSTELLATION ( 1854 ), dem Geschützten Kreuzer USS CHICAGO ( 1885 ), der Korvette USS MONONGAHELA ( 1862 ) und der Korvette USS LANCASTER ( 1858 ). In dieser Zeit wurde er am 27. Oktober 1879 zum Master, am 3. März 1883 zum Lieutenant ( JG ) und am 19. Dezember 1885 zum Lieutenant. Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges diente Knight als Navigator an Bord des neuen Monitor USS PURITAN ( BM-1 ) der an der Blockade von Kuba und an der Einnahme von Puerto Rico im Jahre 1898 beteiligt war. Kurz nach dem Krieg, am 3. März 1899, beförderte man ihn zum Lieutenant Commander. Nach dem Besuch des Naval War College in Newport, Rhode Island im Jahre 1901, übertrug man Knight das Kommando über die bewaffnete Yacht USS YANKTON die von 1901 bis 1903 vor der kubanischen Küste kreuzte. In dieser Zeit, am 16. Juni 1902, ernannte man Knight zum Commander. In Philadelphia übernahm Knight am 12. November 1903 das Kommando über das Kanonenboot USS CASTINE ( PG-6 ) und stellte es in den Dienst der US Navy nachdem es seit dem 8. Oktober 1901 dort außer Dienst gelegen hatte. Das Kanonenboot diente im Südatlantik und Knight übergab 1904 schon wieder das Kommando. In den folgenden drei Jahren übernahm er den Vorsitz über das Naval Ordnance Board wo gerade mit dem Army-Navy Board zusammen an rauchlosem Pulver experimentiert wurde. Im Jahre 1907 ernannte man Knight zum Captain und erhielt das Kommando über den Panzerkreuzer USS WASHINGTON ( ACR-11 ) der im Pazifik operierte. Im Jahre 1909 übernahm Knight wieder das Naval Ordnance Board. Im März 1910 überlegte sich eine Gruppe von hochrangigen Navy Offizieren, dass die Monitore USS PURITAN, USS MIANTONOMOH ( BM-5 ), USS TERROR ( BM-4 ) und USS AMPHRITITE ( BM-2 ) außerhalb der Reichweite der Kanonen von Fort Zachary Taylor bei Key West an strategisch günstigen Standorten auf einer Rammbock und Steinschüttung versenkt werden sollten damit diese selber als künstliche Inseln und Forts ausgebaut werden könnten. Der Grundgedanke dabei war, dass nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 und dem Bau des Panamakanals Key West eine militärische Bedeutung durch seine geographische Lage erlangt habe. Captain Knight erhielt im November 1910 den Auftrag den Monitor USS PURITAN durch eine gezielte Explosion mit 400 Pfund Sprenggelatine zu versenken. Das Schiff wurde zwar nach der Zündung der Sprenggelatine zerstört, blieb aber für 22 Stunden noch Schwimmfähig. Um den Monitor auf die geplante Position im Schlamm abzusenken musste man ein Abrissunternehmen heranschaffen was zusätzliche Kosten verursachte die nicht geplant waren. Ein Untersuchungsausschuss vom Kongress wurde zusammen gestellt und machte Knight für diese Situation verantwortlich. Man suspendierte ihn vom Dienst mit der Begründung der groben Fahrlässigkeit und Ineffizienz in der Pflichterfüllung. Captain Knight verhaftete man daraufhin. Seine Frau konnte diesem Physischen Druck nicht aushalten und verstarb noch während er sich in Haft befand. Ein Kriegsgericht wurde in der Norfolk Navy Yard einberufen in dem sieben Admirale den Vorsitz hatten. Diese drohten ihm seine geplante Beförderung zum Rear Admiral komplett zu streichen. Knight und viele seiner Kameraden in der Navy erkannten, dass er zum Sündenbock für eine verfehlte Politik und Klüngelwirtschaft herhalten sollte. Viele seiner Kameraden machten ihn zum Sympathieträger. Die sieben Admirale des Kriegsgerichtes entschieden nach allen vernommenen Zeugen und nach Aktenlage, dass Knight wegen dieses Vorfalls nicht schuldig sein konnte und sprachen ihn frei. Marineminister George von Lengerke Meyer ( 24. Juni 1858 – 9. März 1918 ) missbilligte dieses Urteil und verwies diese Angelegenheit zurück an das Kriegsgericht. Dieses neu einberufene Gericht kam zu keinem anderen Ergebnis und bekräftigte den Freispruch von Knight. Er musste nun vom Marineminister wieder in den aktiven Dienst genommen werden. Außerdem musste ihm der Rang des Rear Admiral den er am 29. Januar 1911 erhalten sollte, im Mai nachträglich zuerkannt werden. Man übertrug ihm dann das Kommando über die Narrangansett Bay Naval Station. Von 1912 bis 1913 übernahm Knight den Oberbefehl über die Atlantik Reserveflotte, der unterbrochen wurde um einer dringlichen Pflicht nachzukommen. Im östlichen Mittelmeerraum war der Erste Balkankrieg seit dem 8. Oktober 1912 ausgebrochen. Man sandte am 12. November 1912 die Panzerkreuzer USS TENNESSEE ( ACR-10 ) von Philadelphia und USS MONTANA ( ACR-13 ) von Portsmouth aus unter dem Oberbefehl von Rear Admiral Knight an die Mittelmeerküste des Osmanischen Reiches um die dortigen amerikanischen Bürger zu schützen. Am 23. Mai 1913 erreichte die USS TENNESSEE wieder Hampton Roads und die USS MONTANA erreichte Anfang Juni 1913 wieder die amerikanische Ostküste. Und Knight übernahm wieder das Oberkommando über die Atlantik Reserveflotte. Doch schon am 15. Dezember 1913 übernahm er von Captain William Ledyard Rodgers ( 4. Februar 1860 – 7. Mai 1944 ) das Präsidentschaftsamt über das Naval War College. An Rear Admiral William Sowden Sims ( 15. Oktober 1858 – 25. September 1936 ) übergab Knight am 16. Februar 1917 das Amt. Knight vertrat in dieser Zeit den Stanpunkt den auch der Chemiker und Sprengstoffexperte Hudson Maxim ( 3. Februar 1853 – 6. Mai 1927 ) vertrat. „Amerika ist Wehrlos wenn es zu einem Krieg kommen sollte“. Damit war Knight aber nicht alleine. Rear Admiral Sims und Rear Admiral Allen Bradley Fiske ( 13. Juni 1854 – 6. April 1942 ) vertraten einen Reformkurs innerhalb der US Navy und plädierten zum Aufrüsten. Außerdem waren alle drei der Ansicht, dass es einen starken Navy Generalstab geben müsse der unter der Leitung eines Chief of Naval Operations arbeitet und gleichzeitig die zusammen gefassten Befugnisse erlangt über alle Navy Bureaus und alle Marinetruppen der Navy. US Präsident Thomas Woodrow Wilson und der US Marineminister Josephus Daniels ( 18. Mai 1862 – 15. Januar 1948 ) waren strikt gegen diese Idee. Daniels wies außerdem an Knight zu rügen nachdem er öffentlich vor Generälen und Admirale in New York City eine Rede gehalten hatte. Doch Daniels konnte sich nicht durchsetzen. Am 22. Mai 1917 beförderte man Knight zum temporären Admiral und übergab ihm das Kommando über die Asiatische Flotte. Sein Flaggschiff war der Panzerkreuzer USS BROOKLYN ( ACR-3 ). Knight leitete später die Marineoperationen um amerikanische Truppen nach Wladiwostok zu bringen damit diese im russischen Bürgerkrieg kämpfen konnten. Angeführt wurden diese Truppen von Generalmajor William Sidney Graves ( 27. März 1865 – 27. Februar 1940 ). Die Truppenstärke betrug 7.950 Offiziere und Mannschaften die sich aus dem 27. und 31. US Army Infanterieregiment sowie zahlreicher Freiwilliger aus dem 12., dem 13. und dem 62 US Army Infanterieregiment zusammen setzten. Zwischen dem 15. und dem 21. August 1918 landeten die ersten 3.000 amerikanischen Truppen in Wladiwostok. Bis zum 4. September war die Landeoperation beendet. Neben der Leitung der Marineoperation übernahm Knight den Vorsitz des Zehn-Nationen-Rates der zur Aufrechterhaltung der Ordnung im russischen Fernen Osten gebildet worden war. Am 7. Dezember 1918 übergab Knight allerdings sämtliche Befehlsgewalten und kehrte zu seinem ständigen Rang eines Rear Admiral zurück. Vom russischen Fernen Osten kehrte er zurück in die Vereinigten Staaten und trat am 16. Dezember 1918 in seinen Ruhestand. In den aktiven Dienst holte man ihn am 13. März 1919 wieder zurück damit er als Seniormitglied im Vorstand zur Bewilligung von Auszeichnungen dienen sollte. Bis zum Waffenstillstand im Ersten Weltkrieg wurden innerhalb der US Navy keine Auszeichnungen vorgenommen. Marineminister Daniels legte Rear Admiral Knight, dem Kommandanten der Prüfungskommission, eine Empfehlungsliste zur Überprüfung vor worauf Genannte standen die die Medal of Honor, die Distinguished Service Medal und oder das Navy Cross verliehen bekommen sollte. Neben Knight waren noch acht weitere Navy Offiziere im Ruhstand in diesen Vorstand berufen worden. Harsche Kritik musste sich dieser Vorstand gefallen lassen, da die meisten der Vorstandsmitglieder schon vor dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg aus dem aktiven Dienst ausgeschieden waren und damit keine Kenntnisse besaßen über die Verhältnisse in der Kriegszone. Rear Admiral Austin Melvin Knight war vom 17. März bis zum 31. Oktober 1919 der Vorsitzende der Prüfungskommission. Am 31. Oktober löste Daniels völlig unerwartet diese auf und legte eine eigene Liste von Auszuzeichnenden vor. Daniels Liste erregte Empörung für seine Willkür. So erhielten alle Kommandanten deren Schiffe vom Feind versenkt worden waren eine Verdienstmedaille. Alle Kommandanten die feindliche Schiffe versenkten gingen dagegen leer aus. Viele Offiziere weigerten sich ihre Auszeichnung in Empfang zu nehmen. So unter anderen Rear Admiral William Sims. Marineminister Daniels berief daraufhin hastig die Prüfungskommission unter dem Vorsitz von Knight wieder ein. Doch die von dieser Kommission vorgelegten Empfehlungen über die Medaillenvergabe wurden nach einer endgültigen Entscheidung des Marineministers zu einem weiteren Fiasko. Am 30. Juni 1920 legte Knight zum zweiten Male seinen aktiven Dienst bei der US Navy nieder. Von 1926 bis zu seinem Tode war er Präsident des Naval Historical Foundation. Knight verstarb am 26. Februar 1927 in Washington DC. Sein Leichnam wurde auf dem Naval Academy Friedhof begraben. Für seine Leistungen innerhalb der US Navy wurde ihm am 17. November 1930 posthum der Rang eines Admiral im Ruhestand mit Datum des 26. Februar 1927 verliehen.
1901 schrieb Austin Melvin Knight das Buch „Die Moderne Seemannschaft“, einem Leitfaden für die Schiffsführung und der Schiffssicherheit. Das Buch war für alle Matrosen, für alle Hobby Bootsfahrer sowie für alle professionelle Seeleute gleichermaßen eine „Bibel“.

Austin Melvin Knight heiratete am 29. April 1886 Elizabeth Harwood Welsh. Sie hatten drei Kinder, Dorothy, Richard und Kathrine. Kathrine heiratete Forrest Beton Royal ( 10. Februar 1893 – 18. Juni 1945 ), dem späteren Amphibischen Kommandeur und Rear Admiral im Zweiten Weltkrieg.


USS KNIGHT ( DD-633 )

Schiffsbiografie

Die USS KNIGHT ( DD-633 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Austin Melvin Knight benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierundfünfzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 18. März 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Elizabeth Harwood Royal, Tochter von Rear Admiral Forrest Betton Royal ( 10. Februar 1893 – 18. Juni 1945 ) und Enkelin von Rear Admiral Austin Melvin Knight, taufte am 27. September 1941 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Richard B. Levin stellte am 23. Juni 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt erreichte die USS KNIGHT am 6. Oktober die Norfolk Navy Yard wo das Schiff vollständig ausgerüstet und für die erste Fahrt über den Atlantik an die Französisch – Marokkanischen Küste vorbereitet wurde. Man gliederte das Schiff in die Fire Support Group in der Task Group 34.10 ein. Diese Task Group war die südliche Angriffsgruppe während der Operation „Torch“. Während dieser Operation sollte die Task Group 34.10 den Angriff auf Safi, Französisch – Marokko, das von französischen Verbänden der Vichy Regierung gehaltenen wurde, erobern. In dieser Task Group 34.10, die Rear Admiral Lyal Ament Davidson ( 12. Dezember 1886 – 29. Dezember 1950 ) befehligte, befanden sich das Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ), der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ) und die Zerstörer USS KNIGHT, USS BEATTY ( DD-640 ) und USS MERVINE ( DD-489 ) in der Fire Support Group. Die Truppentransportschiffe USS HARRIS ( AP-8 ), USS CALVERT ( AP-65 ), USS DOROTHEA L DIX ( AP-67, USS LYON ( AP-71 ) und USS JAMES O´HARA ( AP-49 ) sowie der Frachter USS TITANIA ( AK-55 ) innerhalb der TF bildeten einen Teil des Schiffskonvois UFG 1 und wurden von den Zerstörern USS QUICK ( DD-490 ), USS COWIE ( DD-632 ), USS DORAN ( DD-634 ), USS COLE ( DD-155 ) und USS BERNADOU ( DD-153 ) begleitet. Außerdem gehörten zu dieser TG noch der Minenleger USS MONADNOCK ( ACM-9 ), die Schnellen Minensucher USS HOWARD ( DMS-7 ) und USS HAMILTON ( DMS-18 ), die Tanker USS HOUSATONIK ( AO-35 ) und USS MERRIMACK ( AO-37 ), das U-Boot USS BARB ( SS-220 ), der Hochseeschlepper USS CHEROKEE ( AT-66 ) und der Geleitträger USS SANTEE ( CVE-29 ) in dieser TF, der von den Zerstörern USS RODMAN ( DD-456 ) und USS EMMONS ( DD-457 ) eskortiert wurde. Am 23. Oktober verließen die Schiffe der Invasionsflotte Norfolk und gegen Mitternacht des 7. November erreichten die Schiffe der TG 34.10 ihre Ausgangspositionen vor der nordafrikanischen Küste und begannen mit den Vorbereitungen für die Landungen am folgenden Morgen. Die USS KNIGHT beteiligte sich gleich danach um die Überwachung des Areals das die Transportschiffe während des Angriffs benutzen werden um feindliche U-Boote aufzuspüren. Am 8. November begann der Angriff. Um 04:15 Uhr erreichte der Zerstörer, zusammen mit all den anderen Feuerunterstützungsschiffen ihrer Task Group, sein Einsatzgebiet. Die verabredeten Codewörter „Play Ball“ zum Beginn des Angriffs fielen 04:30 Uhr. Um 04:31 Uhr kam der Befehl zur Eröffnung des Feuers auf feindliche Stellungen im Bereich von „Red Beach“ nördlich von Safi. Für zehn Minuten wurde aus allen Geschützrohren des Zerstörers geschossen. Danach stellte man das Feuer ein und erwartete weitere Anweisungen zur Feuerunterstützung der Sturmtruppen. Danach übernahm das Schiff Patrouillenaufgaben in den folgenden fünf Tagen. Am 11. November wurden aus dem Konvoi UGF-1, welcher vor Fedala auf Reede lag, durch das deutsche U-Boot U-173, unter dem Kommando von Fregattenkapitän Heinz-Ehler Beuke ( 12.01.1904 – ? ), das amerikanische Truppentransportschiff USS JOSEPH HEWES ( AP-50 ) versenkt, es gab dabei 100 Tote und 258 Überlebende, und der Öltanker USS WINOOSKI ( AO-38 ) sowie der Zerstörer USS HAMBLETON ( DD-455 ) beschädigt. Um die wichtigen Truppentransportschiffe aus diesem gefährlichen Bereich zu bekommen, entschied man sich so schnell wie möglich diese an die US Ostküste zurück zu führen. Die Schiffe der Task Group 34.10 hievten am 13. November die Anker auf. In der TG befanden sich der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA und die Zerstörer USS MERVINE, USS COWIE, USS KNIGHT, USS BEATTY, USS BERNADOU und USS DORAN. Fünf Truppentransportschiffe, zwei Frachtschiffe und der Minenleger USS MONADNOCK aus dem Konvoi GUF 1 wurden von Safi aus nach New York eskortiert. Dort legten die Schiffe am 24. November an. Gleich im Anschluss begann die USS KNIGHT ihre erste von drei Eskortierfahrten nach Casablanca und Fedhala, Französisch – Marokko. Dieser erste Schiffskonvoi bestand aus zwanzig Frachtschiffen und lief unter der Bezeichnung UGF 3. Die Schiffe legten am 12. Dezember 1942 in New York ab. Eskortiert wurden diese von dem Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ), dem Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ) und den Zerstörern USS KNIGHT, USS BEATTY, USS MERVINE, USS COWIE, USS DORAN, USS QUICK, USS EARLE ( DD-634 ) und USS PARKER ( DD-604 ) aus der Task Force 35. sowie einem Tanker. Am 24. Dezember legten die Schiffe des Konvois UGF 3 in Casablanca an. Nach dem Entladen der Frachtschiffe legte der Schiffskonvoi GUF 3, bestehend aus zweiundzwanzig Schiffen, und den Kriegsschiffen der TF 35 am 1. Januar im Hafen von Casablanca wieder ab und fuhren an die US Amerikanische Ostküste zurück ohne von deutschen U-Boote belästigt zu werden. Im Hafen von New York legten alle am 12. Januar 1943 wieder an. Danach erfolgten bis zum 28. April noch weitere zwei Eskortierfahrten nach Casablanca.
Bis zum 29. Mai unterzog sich der Zerstörer einer Überholung und danach bereitete man ihn ab dem 29. Mai in Norfolk auf den kommenden Einsatz im Mittelmeer vor.
Die USS KNIGHT erreichte am 8. Juni 1943 das Areal von Hampton Roads, wo der Verband für den Schiffskonvoi UGF 9 zusammengestellt wurde. Dazu verlegte man den Zerstörer in die Task Force 65 die von Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligt wurde. Zur Vorbereitung der Operation „Husky“, der Landung auf Sizilien, legte der Schiffskonvoi UGF 9, bestehend aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen, am 11. Juni in Hampton Roads ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision die unter dem Befehl von Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) stand. Ziel des Verbandes war der Hafen von Mers-el-Kebir, Algerien, der vor den Toren von Algier liegt. In diesem Verband befanden sich neben der USS KNIGHT die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA, USS BOISE ( CL-47 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS EARLE, USS BEATTY, USS COWIE, USS QUICK, USS MERVINE, USS DORAN, USS DAVISON ( DD-618 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS GLENNON ( DD-620 ), USS JEFFERS ( DD-621 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS BUTLER ( DD-636 ), USS GHERARDI ( DD-637 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ) und USS HERNDON ( DD-638 ). Am 25. Juni 1943 erreichten die Schiffe der TF 65 ihren Zielhafen. Bis zum 5. Juli führte die USS KNIGHT vor der algerischen Küste U-Boot Patrouillenfahrten durch, gefolgt von Eskortierpflichten und Schulungen. Am selben Tag bildete der Zerstörer mit den anderen Kriegsschiffen der Task Force 85, die wieder Rear Admiral Kirk befehligte und sich an Bord des Amphibischen Flaggschiffes USS ANCON ( AGC-4 ) befand, die Eskorte von Teilen der US Konvois NCF-1, TJF 1, TJM 1 und dem britischen Konvoi KMF-18 zu übernehmen. An der Sicherung der Transportschiffe beteiligten sich neben der USS KNIGHT außerdem der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA, der britische Monitor HMS ABERCROMBIE ( F109 ) und die Zerstörer USS DAVISON, USS COWIE, USS DORAN, USS EARLE, USS MERVINE, USS QUICK, USS TILLMAN, USS PARKER ( DD-604 ), USS LAUB ( DD-613 ), USS MacKENZIE ( DD-614 ), USS KENDRICK ( DD-612 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS CHAMPLIN ( DD-601 ) und USS NIELDS ( DD-616 ). An Bord der US Transportschiffe befanden sich 25.800 Soldaten der 45. US Infanterie Division. Schon zwei Tage nach dem Ablegen von Mers-el-Kebir vereinigte sich die Task Force 85 mit der Task Force 81 die von Bizerte, Tunesien kam. Am 9. Juli lag die alliierte Invasionsflotte vor Sizilien. Die TF 85 lag vor Scoglitti, Sizilien im Sektor „Cent“ und die der TF 81 vor Gela. Die feindliche Luftaufklärung sichtete am 9. Juli um 16:30 Uhr die anrückende Flotte. Doch wegen eines heraufziehenden Unwetters glaubte man im faschistischen Hauptquartier auf Sizilien nicht an einen Angriff. Doch am folgenden Tag um 2:45 Uhr begann der Angriff der US Amerikanischen Einheiten. Hier unterstützte der Zerstörer am folgenden Morgen mit seinen Schiffsgeschützen die anlandenden alliierten Truppen. Den Oberbefehl über die amphibische Operation zur Einnahme von Sizilien hatte General Dwight David Eisenhower ( 14. Oktober 1890 – 28. März 1969 ). Vom 10. bis zum 13. Juli kreuzte die USS KNIGHT vor Scoglitti und der Camerina Ebene entlang und unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die Sturmtruppen der 7. US Armee. Man schaltete dabei feindliche Küstenbatterien aus, wehrte feindliche Luftangriffe ab und schützte die Transportschiffe vor den Angriffen feindlicher U-Boote. Am 13. Juli verließ die USS KNIGHT die sizilianische Küste und legte am 16. Juli im Hafen von Oran, Algerien an. Der Zerstörer patrouillierte nun entlang der algerischen und tunesischen Küste, übernahm Eskortierfahrten und kehrte am 31. Juli an die sizilianische Küste zurück. Dort reihte sich die USS KNIGHT in einen Kampfverband ein der unter anderen die 7. US Armee, kommandiert von General George Smith Patton, Jr. ( 11. November 1885 – 21. Dezember 1945 ), bei Palermo unterstützen sollte und den Abzug der deutschen Truppen über die Straße von Messina zum kalabrischen Festland, wo die 8. britische Armee, kommandiert von General Bernard Law Montgomery, 1. Viscount Montgomery of Alamein ( 17. November 1887 – 24. März 1976 ) stand, weitgehend unterbinden sollte. In diesem Kampfverband befanden sich neben der USS KNIGHT die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA und USS BOISE sowie die USS COWIE, USS SHUBRICK und ein weiterer amerikanischer Zerstörer. So gaben die amerikanischen Kriegsschiffe bis zum folgenden Tag Feuerunterstützung gegen deutsche Stellungen bei Capo Milazzo. Die USS KNIGHT blieb bis zum 22. August vor der Küste von Palermo und half dabei mehrere nächtliche Bombenangriffe feindlicher Flugzeuge abzuwehren und beschoss entlang der nördlichen Küste Siziliens bis zum Cape dÓrlando feindliche Stellungen. Nur einmal verließ der Zerstörer die sizilianische Küste. Das Schiff eskortierte am 11. August den beschädigten Zerstörer USS SHUBRICK, welcher am 4. August einen Bombentreffer erhalten hatte und von dem Hochseeschlepper USS NAUSET ( AT-89 ) abgeschleppt wurde, nach Malta. Auf dem Weg dorthin rettete man zwei Matrosen die über Bord des Bergungsschiffes USS BRANT ( ARS-32 ) gegangen waren. Am Vortag um 01:00 Uhr ließ Lieutenant Commander Ronald Joseph Woodaman ( 1. September 1907 – 13. Februar 1969 ), Kommandant der USS BENSON ( DD-421 ) irrtümlich auf das Bergungsschiff mit zwei Granaten schießen da es unzureichende Erkennungssignale zeigte. Dabei wurde das Bergungsschiff schwer beschädigt und vier Tote und zwanzig Verletzte waren zu beklagen. Nach dem 22. August eskortierte die USS KNIGHT einen Schiffskonvoi von Bizerte nach Palermo. Diese Transportschiffe brachten neues Kriegsmaterial für die bevorstehende Invasion auf italienischem Boden.
Man versetzte die USS KNIGHT danach in die Task Force 81, in welcher sich die Kriegsschiffe auf die Invasion auf dem italienischen Festland bei Salerno vorbereiteten. Diese Southern Attack Force kommandierte Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 – 6. März 1978 ). Sie bestand aus dem Angriffstransportschiff USS SAMUEL CHASE ( APA-26 ), welches auch das Kommandoschiff war, 18 Transportschiffen, 3 Panzerlandungsschiffen, 27 LST, 32 LCI, 6 LCT, 4 LCS, 8 Patrouillenbooten, 4 U-Boot-Jäger, 9 Hilfsminensucher, 12 Minensucher sowie 32 kleineren Schiffen. Der Verband landete das VI. US Korps, welches Generalmajor Ernest Joseph Dawley ( 17. Februar 1886 – 10. Dezember 1973 ) befehligte, und die 36. Infanterie Division welche Generalmajor Edwin Anderson Walker ( 10. November 1909 – 31. Oktober 1993 ) befehligte und die 45. Infanterie Division die Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) kommandierte. Zur Sicherung der TF 81 waren neben der USS KNIGHT die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA, USS SAVANNAH ( CL-42 ) und USS BROOKLYN ( CL-40 ), der britische Monitor HMS ABERCROMBIE ( 109 ), das niederländische K-Boot FLORES und die amerikanischen Zerstörer USS BENSON. USS BERNADOU, USS COLE, USS WAINWRIGHT ( DD-419 ), USS TRIPPE ( DD-403 ), USS RHIND ( DD-404 ), USS ROWAN ( DD-405 ), USS PLUNKETT ( DD-431 ), USS NIBLACK ( DD-424 ), USS GLEAVES ( DD-423 ), USS MAYO ( DD-422 ), USS WOOLSEY ( DD-437 ), USS LUDLOW ( DD-438 ), USS BRISTOL ( DD-453 ), USS EDISON ( DD-439 ) und USS DALLAS ( DD-199 ) eingesetzt. Die USS KNIGHT stieß am 8. September mit noch anderen amerikanischen Kriegsschiffen bis zur Pontinischen Insel Ventotene vor und unterstützte die Erfassung deutscher und italienischer Truppen. 87 deutsche Kriegsgefangene kommen an Bord des Zerstörers. Im Morgengrauen des 9. September beginnt die Invasion bei Salerno, südlich von Neapel. Die alliierten Streitkräfte stoßen dabei auf heftigen Widerstand durch deutsche Truppen und feindliche Flugzeuge griffen kontinuierlich die anlandenden Schiffe an. Die USS KNIGHT erhielt am 11. September die Aufgabe den Leichten Kreuzer USS SAVANNAH nach Malta zu eskortieren. Der Leuchte Kreuzer erhielt am Morgen des 11. September einen Treffer durch eine Anti-Schiff-Gleitbombe, welche durch das Dach des Geschützturms in das innere des Schiffes eingedrungen war und in der darunterliegenden Munitionskammer explodierte. Das schwer angeschlagene Schiffe schleppten die beiden Hochseeschlepper USS HOPI ( AT-71 ) und USS MORENO ( AT-87 ) ab. Nach der Übergabe in das Trockendock bei Malte, kehrte die USS KNIGHT an die italienische Küste zurück. Dort beteiligte sich der Zerstörer an der Eroberung der Insel Capri am 13. September. In den dann folgenden zwei Wochen patrouillierte das Schiff vor der italienischen Küste und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten und deutschen Versorgungskonvois. Außerdem bewachte der Zerstörer im Golf von Salerno mehrere Transportschiffe um sie vor Luftangriffen zu schützen. Am 27. September kam Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 – 1. März 1962 ) an Bord des Zerstörers. Die USS KNIGHT fuhr nach Bizerte, wo sie am folgenden Tag anlegte und nach zwei weiteren Tagen begann das Schiff die Fahrt über Oran an die US Amerikanische Ostküste. Am 9. Oktober 1943 legte der Zerstörer im Hafen von New York an. Dort unterzog man das Schiff einer Überholung.
Vom 22. Oktober 1943 bis zum 1. Mai 1944 eskortierte die USS KNIGHT zusammen mit der USS EARLE und USS DORAN zwischen Boston, New York und mehreren britischen Häfen fünf Konvoifahrten durch. In dieser Zeit wurden die Vorbereitungen mit dem Transport von Soldaten fast aller Waffengattungen sowie Kriegsmaterial und Kriegsgerät auf die Invasion in der Normandie getroffen. Nach der Rückkehr an die US Amerikanische Ostküste, bereitete man die USS KNIGHT für die nächste Fahrt ins Mittelmeer vor. Zusammen mit der USS DORAN legte der Zerstörer am 17. Mai in Norfolk wieder ab und eskortierte einen Schiffskonvoi über Oran nach Neapel. In Oran legte die USS KNIGHT am 28. Mai an und begann von dort aus für die zehn folgenden Wochen mit Eskortierfahrten zwischen Nordafrika und Italien. Zwischendurch lief der Zerstörer auf seinen U-Boot Patrouillen und Begleitmissionen bis nach Gibraltar. Dann begann die Rückfahrt an die Ostküste der USA. Zusammen mit der USS DORAN eskortierte die USS KNIGHT einen Schiffskonvoi und legte am 22. August im Hafen von New York wieder an. Hier bereitete man den Zerstörer auf seine zwei nächsten Konvoifahrten nach Liverpool, England vor. Die erste Konvoifahrt begann am 20. September. Nach der Rückkehr im Hafen von New York nach der zweiten Eskortierfahrt nach England, wurde der Zerstörer für seine nächsten Fahrten ins Mittelmeer ausgerüstet. Drei Konvoifahrten führte die USS KNIGHT zwischen dem 28. Dezember 1944 und dem 2. Juni 1945 von Norfolk nach Oran durch. Am 3. Juni lag der Zerstörer in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania und wurde dort zu einem Zerstörer und Minensucher umgerüstet. Am 23. Juni erhielt das Schiff seine neue Kennung DMS-40 verliehen. Am 25. Juli begann für die Besatzung des Zerstörer und Minensuchers vor Norfolk das intensive Training der Minensuche. Das Schiff verließ am 12. August 1945 Norfolk. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte die USS KNIGHT in den Häfen von San Diego, Kalifornien und Pearl Harbor, Territorium Hawaii an. Das Ziel Okinawa erreichte das Schiff am 28. September. Hier gliedete man die USS KNIGHT in das Minengeschwader 21 ein. Zusammen mit den Schiffen dieses Geschwaders legte der Zerstörer und Minensucher am 16. Oktober in Okinawa ab und begann nach drei Tagen Fahrt im Ostchinesischen Meer bis zum 16. November Seeminen zu beräumen. Danach verlagerte die USS KNIGHT ihre Operationen vor die japanischen Hauptinseln und beräumte dort Seeminen bis zum 24. Februar 1946. An diesem Tage legte der Zerstörer und Minensucher im Hafen von Kobe, Japan ab und fuhr an die US Amerikanische Westküste. Im Hafen von San Francisco, Kalifornien legte das Schiff am 5. April an. Zwischen dem 27. bis zum 30. November 1946 fuhr die USS KNIGHT in ihren neuen Heimathafen in der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Dort stellte man den Zerstörer und Minensucher am 19. März 1947 außer Dienst und versetzte das Schiff in die Pazifikreserveflotte. Man übergab dem Schiff am 15. Juli 1955 wieder seine alte Kennung DD-633 und verlegte es in die Pazifikreserveflotte in Stockton, Kalifornien. Dort strich man den Namen USS KNIGHT ( DD-633 ) am 1. Dezember 1966 aus der US Navy – Liste. Nach der Vorbereitung zum Zielschiff, versenkte man den Zerstörer am 27. Oktober 1967 während eines Manövers in der Nähe von San Diego.


USS KNIGHT ( DD-633 )
Commanding Officer

LCDR Richard B. Levin           23. Juni 1942 – 3. Mai 1943
LCDR Joel Clarence Ford Jr.          3. Mai 1943 – 2. September 1944
CDR John Baker Ferriter            2. September 1944 – 30. November 1945

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