USS WELLES ( DD-628 )

USS WELLES ( DD-628 )

Biografie

Gideon Welles
* 1. Juli 1802 in Glastonbury, Connecticut
† 11. Februar 1878 in Hartford, Connecticut
war ein amerikanischer Politiker und von 1861 bis 1869 Marineminister der Vereinigten Staaten von Amerika der in dieser Zeit eine schlagkräftige Marine der Nordstaaten aufbaute

Gideon Welles war der Sohn von Samuel Welles und Anne Hale. Sein Vater war Kaufmann und ein leidenschaftlicher Anhänger von Thomas Jefferson ( 13. April 1743 – 4. Juli 1826 ). Außerdem gehörte er zu der Konvention die die Verfassung für Connecticut im Jahre 1818 erarbeiten sollte damit die Kolonial Charta der Briten offiziell abgeschafft werden konnte. Gideon Welles gehörte einer Familie in Amerika an, die schon sieben Generationen auf diesem Kontinent hervorgebracht hatte. Der ursprünglich ausgewanderte Vorfahr hieß Thomas Welles ( 1590 – 14. Januar 1659 ) und kam aus Stourton, Wichford, Warwickshire, England. 1635 kam er in Amerika an und war der einzige Mann in Connecticut der alle vier Top-Ämter, Gouverneur, stellvertretender Gouverneur, Schatzmeister und Sekretär inne gehabt hatte. Thomas Welles schrieb die Fundamental Orders of Connecticut, die erste Verfassung der Europäer auf amerikanischem Boden. Diese Verfassung wurde am 14. Januar 1639 vom Connecticut Kolonial Rat angenommen. Gideon Welles war außerdem der zweite Urenkel von Captain Samuel Welles und Ruth Rice Welles, der Tochter von Edmund Reis 1594 – 3. Mai 1663 ), dem Gründer von Malborough, Massachusetts. Gideon Welles besuchte die Episcopal Academy in Chechire, Connecticut wo er einen Abschluss für amerikanische Literatur und Wissenschaften erwarb. Außerdem besuchte er die Militärakademie in Norwich, Vermont. Nach den erfolgten Abschlüssen ließ er sich als Rechtsanwalt nieder was zu der damaligen Zeit gängige Praxis war. Doch reichte ihm dies nicht. So wechselte Gideon Welles zum Journalismus du gründete 1826 die Zeitung Hartford Mal. Gleichzeitig bewarb er sich erfolgreich als Demokrat für die Aufnahme in das Repräsentantenhaus von Connecticut. Dort vertrat er die Interessen der Bürger von 1827 bis 1835. Nach seinem Dienst in der Generalversammlung von Connecticut hatte Gideon Welles verschiedene Ämter inne. So war er 1835 Staatlicher Kontrolleur von Öffentlichen Rechnungen, Postmeister von Hartford von 1836 bis 1841 und Chef des Büros für Verpflegung und Kleidung für die Navy von 1846 bis 1849. Am 16. Juni 1835 heiratete Gideon Welles in Lewiston, Mifflin County, Pennsylvania Mary Jane Hale die am 18. Juni 1817 in Glastenbury geboren wurde und die Tochter von Elias White Hale und Jane Mullhallan war. Ihr Vater studierte einst 1794 am Yale College und vertrat in Mifflin und Centre Counties, Pennsylvania das Gesetz. Gideon und Mary Jane hatten sechs Kinder. Obwohl Welles pflichtbewusst James Knox Polk ( 2. November 1795 – 15. Juni 1849 ) bei dessen Präsidentschaftswahl 1844 unterstützte wurden seine Interessen in der Demokratischen Partei nicht erfüllt. Sein Gegenspieler in der eigenen Partei war Isaac Toucey ( 15. November 1792 – 30. Juli 1869 ) den er später im Marineministerium ablöste. Welles war ein Jackson Demokrat und arbeitet sehr eng mit Martin Van Buren ( 5. Dezember 1782 – 24. Juli 1862 ) und John Milton Niles ( 20. August 1787 – 31. Mai 1856 ) in der neugegründeten Free Soil Party zusammen die strickt gegen die Erweiterung der Sklaverei war. Die Anhänger dieser neuen Partei kamen fast ausschließlich von den Demokraten. Endgültig brach Welles mit den Demokraten nachdem 1854 die Republikanische Partei gegründet wurde. Er baute diese in Connecticut mit auf. Zu deren Unterstützung gründete er die Zeitschrift Hartford Evenning Press. 1856 stellte sich Welles zur Wahl um Gouverneur von Connecticut zu werden. Doch er erreichte nur 10,1 Prozent der Stimmen und war dritter aller Kandidaten. Gewonnen hatte William Thomas Minor ( 3. Oktober 1815 – 13. Oktober 1889 ) von der Know – Northing Party. Die Republikanischen Ideale von Abraham Lincoln ( 12. Februar 1809 – 15. April 1865 ) ließen Welles zu dessen Parteigänger werden und er unterstützte ihn auch zu dessen Präsidentschaftswahlkampf. Infolge dessen holte Lincoln ihn auch in sein Kabinett und übertrug ihm das Marineministerium. Welles fand das Ministerium in einem desolaten Zustand vor. Navy Offiziere aus den Südstaaten traten en masse aus der Marine aus und wechselten zu den Konföderierten. Seine erste große Aktion war, die Fregatte USS POWHATAN ( 1850 ) zu Fort Sumter zu schicken damit dieses den eventuellen Ansturm der Konföderierten Truppen gewachsen sein könnte. Doch Abraham Lincoln, der Außenminister William Henry Seward ( 16. Mai 1801 – 10. Oktober 1872 ) und der Kommandant der Dampffregatte Captain David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ) hatten schon den Befehl erteilt das dieses Schiff innerhalb eines Geschwaders in den Hafen von Charleston, South Carolina und zum Fort Sumter segeln sollte um dieses mit Proviant, Kriegsmaterial und Soldaten zu versorgen. Doch durch einen Sturm kamen die Schiffe nicht rechtzeitig an. Um keinen Krieg durch diese Aktion mit dem Schiff zu entfachen planten diese drei die Fahrt der USS POWHATAN und des Geschwaders unter strengster Geheimhaltung. Nach der Versorgung von Fort Sumter sollte die USS POWHATAN zu Fort Pickens bei Pensacola, Florida weiterfahren. Selbst Marineminister Welles erhielt keine Nachricht darüber. Nachdem dieser bemerkte, dass die Dampffregatte nicht zur Verfügung stand, ließ er das Handelsschiff USS BALTIC umrüsten und übertrug Gustav Wasa Fox (13. Juni 1821 – 29. Oktober 1883) das Kommando. Aber es war zu spät. Am 12. April 1861 griffen die Konföderierten Fort Sumter an und Major Robert Anderson ( 14. Juni 1805 – 26. Oktober 1871 ) musste am 14. April wegen der drückenden Übermacht der Angreifer das Fort übergeben. William Henry Seward sprach sich gegen eine Blockade der südlichen Häfen während einer Kabinettsdebatte in Washington aus. Welles hatte einen Plan vorgelegt, er nannte ihn Anakonda Plan, sämtliche Häfen der Konföderierten zu blockieren und dessen Schiffe sowie Blockadebrecher aufzubringen. Durch ein Machtwort von Abraham Lincoln wurde dieser Plan umgesetzt. Welles ließ in den Nordstaaten sämtliche Schiffe die Seetüchtig waren aufkaufen und zu Kanonenbooten umbauen. Außerdem bewilligte er Gelder um neue Schiffe und neue Schiffstypen wie die Monitore in den Werften bauen zu lassen. Diese Bemühungen von ihm um die US Navy wieder aufzubauen, zu vergrößern und schlagkräftiger ausstatten zu lassen erwies sich für die Blockade sehr wirksam. Am Anfang des amerikanischen Bürgerkrieges hatte die US Navy gerade mal 76 Schiffe mehr oder weniger tauglich und 7.600 Seeleute. Bis zum Ende des Krieges am 23. Juni 1865 besaß die Navy das Zehnfache an Schiffen und Personal. David Dixon Porter beklagte bei Welles, dass die Höhe des vorliegenden Geldes für die Mannschaften zu gering und nur für Friedenszeiten ausreichend sei. Außerdem fehle es für die Schiffe an genügend Kohle damit diese ohne große Verzögerungen im Einsatz bleiben könnten. Die aufgekauften Schiffe sich für einen Blockadedienst in seichten Gewässern nicht eignen und man Dampfer mit geringem Tiefgang benötigte nicht nur an der Ostküste sondern auch auf dem Mississippi River. Welles fühlte sich trotz seiner Erfolge bei der Navy im Kabinett von Abraham Lincoln nicht wohl. Seine Anti-Englische Stimmung, da diese offen die Konföderierten unterstützten, ließ ihn des Öfteren mit Außenminister Seward zusammen stoßen. Außerdem war seine konservative Haltung für Finanzminister Salmon Portland Chase ( 13. Januar 1808 – 7. Mai 1873 ) und Kriegsminister Edwin Stanton McMasters ( 19. Dezember 1814 – 24. Dezember 1869 ) ein Dorn im Auge. Nachdem Abraham Lincoln ermordet worden war, setzte der neue US Präsident Andrew Johnson ( 29. Dezember 1808 – 31. Juli 1875 ) Gideon Welles in seinem Kabinett wieder als Marineminister ein. Welles verließ am 4. März 1869 das Kabinett und legte den Ministerposten nieder, nachdem Johnson seine Rekonstruktionspolitik wie vor dem Krieg offen darlegte. Allerdings blieb er loyal gegenüber Johnson nachdem gegen diesem ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wurde. Welles wechselte in diesem Zuge wieder zur Demokratischen Partei und kehrte nach Hartford zurück wo er wieder sich dem Journalismus widmete und seine Zeitung erscheinen ließ. Daneben begann er eine Biografie über Abraham Lincoln und William Henry Seward zu schreiben und veröffentlichte diese 1874. Mehrere Bücher schrieb er und ein dreibändiges Tagebuch über das Kabinett von Abraham Lincoln während seiner Zeit als Marineminister. Es beinhaltet den amerikanischen Bürgerkrieg und seine Amtszeit bis 1869. Die Tagebücher sind eine sehr wichtige Quelle für Historiker. Gegen Ende des Jahre 1877 begann sich der Gesundheitszustand von Welles zu verschlechtern. An einer Streptokokken Infektion der Kehle starb Gideon Welles am 12. Februar 1878. Sein Leichnam wurde auf dem Cedar Hill Friedhof in Hartford beigesetzt. Mary Jane starb am 28. Februar 1886. Man begrub sie neben ihrem Mann.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Gideon Welles bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS WELLES ( DD-257 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das zweite Schiff wr der Zerstörer USS WELES ( DD-628 ) aus der GLEAVES – Klasse.


USS WELLES ( DD-628 )

Schiffsbiografie

Die USS WELLES ( DD-628 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy, das zu Ehren des ehemaligen Marineministers Gideon Welles benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweiundfünfzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Seattle – Tacoma Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington wurde am 27. September 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Suzanne Dudley Welles Brainard ( 13. Juli 1918 in Coventry, Tolland County, Connecticut – 8. Juni 1999 in Boynton Beach, Palm Beach County, Florida ), eine Nachkomme von Gideon Welles, taufte am 7. September 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Doyle Murray Coffee ( 27. September 1908 im Gordon County, Georgia – 5. Juli 1984 im Muscogee County, Georgia ) stellte am 16. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS WELLES entlang der US Westküste führte, kehrte das Kriegsschiff am 26. Oktober in den Puget Sound zurück und legte im Hafen von Seattle an. Hier begann man in der Werft mit der Überprüfung der Schiffshaut und nahm mehrere Änderungen vor. Am 15. November stach der Zerstörer wieder in See und beteiligte sich an der Eskorte von zwei Geleitflugzeugträgern bis zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Nach dem bunkern von Treibstoff, Munition und Proviant legte die USS WELLES in San Diego wieder ab und durchquerte am28. November den Panamakanal. Anschließend nahm der Zerstörer Kurs auf New York, wo er am 4. Dezember anlegte. Auf der Fahrt dorthin wurde in Norfolk, Virginia ein Zwischenstopp eingelegt. Hier gliederte man das Kriegsschiff in die Zerstörer Division 38 ( DesDiv 38 ) ein. In dieser befanden sich neben der USS WELLES die USS HOBBY( DD-610 ), USS KALK ( DD-611 ) und USS GILLESPIE ( DD-609 ). Die Zerstörer dieser Division begannen mit mehreren Übungen und bereiteten sich auf die kommende Fahrt und das Weihnachtsfest vor. Am 26. Dezember verließen die Zerstörer New York und fuhren nach Boston, Massachusetts. In der dortigen Boston Naval Shipyard wartete das Schlachtschiff USS NEW JERSEY ( BB-62 ). Am 28. Dezember verließen die Kriegsschiffe die Werft und fuhren nach Norfolk. Hier schloss sich das Schlachtschiff USS IOWA ( BB-63 ) der Task Unit an, die zum Panamakanal fuhr. Dieser wurde am 7. Januar 1944 durchquert und die Kriegsschiffe blieben über Nacht in der Marinebasis von Balboa zum Auftanken liegen. Am folgenden Tag ging die Fahrt nach Westen weiter. Die Task Unit fuhr bis nach Funafuti, Ellice Island. Dort trafen sie am 21. Januar ein. Die USS WELLES blieb für über eine Woche vor Anker liegen. Die Mannschaft bunkerte Treibstoff und Proviant. Am 30. Januar stach der Zerstörer wieder in See und fuhr zur Milne Bay, Neuguinea, auf der südöstlichen Landspitze der Insel. Hier traf das Kriegsschiff am 5. Februar ein und gliederte sich in die 7. US Flotte ein. Am 25. Februar verließ die USS WELLES zusammen mit den Zerstörern USS WILKES ( DD-441 ) und USS SWANSON ( DD-443 ) die Milne Bay und eskortierte einen Schiffskonvoi, bestehend aus Panzerlandungsschiffen, bis zum Cape Gloucester, die westliche Landspitze auf der zu Neuguinea gehörenden Insel New Britain. Auf den Panzerlandungsschiffen befanden sich Verstärkungen, die in die Borgen Bay, Cape Gloucester, Megin Island, Cape Cretin und auf die Tami Islands, alles Neuguinea, bringen sollten. Die Zerstörer erreichten dann am Morgen des 27. Februar die Oro Bay und lagen vor dem Cape Sudest, Neuguinea. Hier gliederte man die USS WELLES noch am selben Tag in die Task Task Group 76.1, die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 in San Rafael, Kalifornien – 4. Juli 1967in Bethesda, Maryland ) während der Operation „Brewer“ kommandierte. In der TG befanden sich die Zerstörer USS WELLES, USS SWANSON, USS WILKES, USS NICHOLSON, USS GILLESPIE ( DD-609 ) USS REID ( DD-369 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS STEVENSON ( DD-645 ) und USS THORN ( DD-647 ), die drei Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS SANDS ( APD-13 ) die 1.026 Soldaten des 5. Kavallerieregiments und deren technische Ausrüstung transportierten und die beiden Schnellen Minensucher USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ). Die Schiffe der TG 76.1 verließen am 27. Februar Cape Sudest und fuhren nach Los Negros Island, Admiralitätsinseln, Neuguinea. Die mitgeführten Soldaten gehörten zur 1. US Army Kavallerie Division, die im Hayne Hafen auf Los Negros einen Brückenkopf bilden sollte. In einer ersten Welle landeten am 29. Februar die Soldaten des 5. Kavallerieregiments.
Die amerikanischen Soldaten erhielten während der Anlandungen durch die Schiffe der Task Group 74.2 Feuerunterstützung. Auch die USS WELLES beteiligte sich an der Bombardierung feindlicher Ziele. Am Abend ziehen sich die Kriegsschiffe zurück. Der Zerstörer übernahm dabei die Suche nach japanischen U-Booten. In der Nacht zum 1. März feuern die beiden Zerstörer USS BUSH und USS STOCKTON auf japanische Truppen, die einen Gegenangriff starteten. Die USS STEVENSON, USS FLUSSER, USS DRAYTON, USS SMITH, USS WILKES, USS SWANSON, USS NICHOLSON und der australische Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) verlassen das Areal zusammen mit den drei Schnellen Truppentransportern und fahren zur Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen zurück. Am 2. März treffen weitere 1.000 amerikanische Soldaten auf sechs LST und sechs LSM ein, die von den amerikanischen Zerstörern USS AMMEN und USS MULLANY ( DD-528 ), dem australischen Zerstörer HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) und dem amerikanischen Zerstörer und Minensucher USS HAMILTON ( DMS-17 ) eskortiert wurden. Während der Landung dieser Truppen schießen die USS WELLES, USS STOCKTON, USS BUSH und der Schnelle Minensucher USS LONG aus allen Rohren auf feindliche Ziele. Dafür wurden diese Kriegsschiffe in die Task Undergroup 76.1.31 eingegliedert und sicherten die Panzerlandungsschiffe aus der TG 76.2 bis zum folgenden Tag. Während dieser Operation wurde die USS WELLES mit automatischen Waffen und mindestens einem feindlichen Geschütz beschossen. Der Zerstörer erlitt dabei keinen Schaden. Am 2. März um 22:03 Uhr verlassen die Schiffe der TU 76.1.31 und die der TG 76.2 Los Negros und fuhren zur Halbinsel Tulagi. Hier schifften sich weitere Soldaten der 1. US Army Kavallerie Division auf den Panzerlandungsschiffen ein. Sofort begann die Rückfahrt. Am 5. März trifft dann die dritte Welle von 1.410 Soldaten ein. Ab dem 7. März begannen die Kämpfe um den natürlichen Tiefseehafen Seeadler Harbour, Manus Island, Neuguinea. Am 9. März war der neueingerichtete amerikanische Flugplatz auf Los Negros gesichert und die Gegenwehr der Japaner auf dieser Insel gebrochen. Am 12. März traf ein weiterer Konvoi mit sechs Panzerlandungsschiffen ein, die von den Zerstörern HMAS WARRAMUNGA, USS FLUSSER, USS REID, USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) und USS HOBBY ( DD-610 ) gesichert wurden. Die USS WELLES patrouillierte in den Gewässern vor Manus Island und war zusammen mit anderen alliierten Zerstörern auf der Suche nach feindlichen Schiffen und U-Booten. Nach dem Abschluss der Kämpfe begann man mit dem Ausbau des Hafens um dort ein logistisches Drehkreuz für den Nachschub zu errichten. Für die Besatzungen der Kriegsschiffe der TF 76 war keine große Erholungsphase angedacht. Am 27. März zog sich die USS WELLES und viele andere Kriegsschiffe mit den Panzerlandungsschiffen zur amerikanischen Marinebasis Buna, Neuguinea zurück. Hier bereitete man sich auf die Operation zur Eroberung des restlichen Teils der Nordküste von Neuguinea vor. Dazu gründete man die Task Force 77. Man versetzte den Zerstörer in die Task Group 77.2, die zentrale Angriffsgruppe während der amphibischen Landungen in der Humboldt Bay. Das Kommando über die TG übernahm Rear Admiral William Morrow Fechteler. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS WELLES, USS STEVENSON, USS THORN, USS REID, USS STOCKTON, USS RADFORD ( DD-446 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS ROE ( DD-418 ), USS McKEE ( DD-575 ) und USS TAYLOR ( DD-466 ), die Schnellen Truppentransporter USS HUMPHREYS, USS SANDS, USS HERBERT ( APD-22 ) und USS CROSBY ( APD-17 ) sowie die Schnellen Minensucher USS LONG und USS HOGAN ( DMS-6 ). Diese sicherten die Transportschiffe der Soldaten der 24. Infanteriedivision, kommandiert von Major General Irving, bis in die Tanahmerah Bay, Hollandia ab. Das waren ein Angriffstruppentransporter, sieben Panzerlandungsschiffen und sechzehn Infanterielandungsbooten. Weiteres Kriegsmaterial lieferte ein Angriffsfrachtschiff und ein amphibisches Docklandungsschiff. Für die Operation „Reckless“ verließen die Schiffe der TG am 18. April ihre Basis und vier Tage später begann der Angriff. Die Landungen gelingen da es sehr geringen japanischen Widerstand gibt. Alle Ziele werden bis zum 28. April erreicht. Die USS WELLES kehrte nach den Kämpfen in den Seeadler Harbor, Manus Island zurück. Dort wurde alles Notwendige gebunkert und man begann mit Patrouillenfahrten westlich von Manus Island. Am 15. Mai versetzte man den Zerstörer in die Task Force 75 die von Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) während der Operation „Straightline“ befehligt wurde. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS BOISE ( CL-47 ), USS NASHVILLE ( CL-43 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ), die Zerstörer USS STEVENSON, USS WELLES, USS WILKES, USS ROE, USS BACHE, USS BALCH ( DD-363 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ), USS ABNER READ ( DD-526 ) und USS TRATHEN ( DD-530 ), die Geleitzerstörer USS WHITHURST ( DE-634 ), USS MANNING ( DE-199 ), USS NEUENDORF ( DE-200 ), USS JAMES E CRAIG ( DE-201 ) und USS EICHENBERGER ( DE-202 ) sowie der Schnelle Truppentransporter USS KILTY ( APD-15 ). Die Kriegsschiffe der TF 75 waren zur Sicherung der eigentlichen Invasionsschiffe vorgesehen. Sie eskortierten zwei Angriffstruppentransportschiffe, sieben Panzerlandungsschiffe, fünfzehn Infanterielandungsschiffe und zwei U-Boot Jäger. Diese Transportschiffe befördern 7.000 Soldaten des 163. RCT der 41. Infanteriedivision welches Brigadegeneral Doe kommandierte. Am 15. Mai verließen die Schiffe den Hafen von Manus Island und erreichten zwei Tage später das Seegebiet um Wakde Island. Dort landete die amphibische Gruppe bei Arara und am 18. Mai auf der Vorgelagerten Insel Wakde Island zur Einnahme des dortigen Flugplatzes. Bis zum 25. Mai blieb die USS WELLES zusammen mit den anderen Schiffen der TF 75 dort zur Unterstützung der Soldaten, bis die Insel Wakde fast vollständig eingenommen worden war. Gleich nachdem große Teile der Soldaten der 41 Infanteriedivision auf Wakde nicht mehr benötigt wurden, nahmen diese ihren Platz auf den Schnellen Truppentransportern USS KILTY, USS WARD, USS SCHLEY ( APD-14 ), USS HERBERT ( APD-22 ) und USS CROSBY ( APD-17 )  wieder ein. Zusammen mit den Sicherungsschiffen aus der Task Force 74 und 75 legten diese wieder ab und verließen die Humboldt Bay. Sie wechselten zur indonesischen Insel Biak, wo die Operation „Horliek“ beginnen sollte. Dazu unterstellte man die Schiffe der TF 75 und TF 74 der Task Force 77, welche Rear Admiral William Morrow Fechteler kommandierte. Die Amphibische VII. Landungsflotte, die die Soldaten der 41. Infanteriedivision transportierte, legte zur gleichen Zeit am 25. Mai in Hollandia ab. Das Ziel ist es die Truppen am 27. Mai an der Südküste von Biak zu landen. Die Sicherung und Feuerunterstützung dafür übernahmen wieder die Schiffe der TF 75 und TF 74. Rund 10.000 japanische Soldaten leisten heftigsten Widerstand. Zur Entlastung wurde auch ein japanischer Flottenverband mit 1.700 zusätzlichen Soldaten an Bord entsandt. Doch die amerikanische Luftaufklärung kann diesen Verband ausfindig machen und er kehrte am 3. Juni unverrichteter Dinge um. Am 4. Juni greifen japanische Flugzeuge die Schiffe der TF 75 und TF 74 an und beschädigen dabei die Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS NASHVILLE. Die amerikanische Luftaufklärung sichtet an diesem Tage eine weitere feindliche Flotte, die zur Unterstützung der Soldaten auf Biak ausgelaufen ist. Diesen japanischen Schiffen werden mehrere Kreuzer und Zerstörer entsandt. Die USS WELLES bleibt aber zur Sicherung vor Biak. Auch ein dritter Versuch Entsatztruppen nach Biak zu bringen endet für die japanische Marine in einem Desaster, da die amerikanische Operation gegen die Inseln der Marianen angelaufen war. In der Zeit der Landeoperation auf Biak, beteiligte sich die USS WELLES an der Feuerunterstützung der Landungstruppen. Außerdem vernichtete der Zerstörer mehrere japanische Lastkähne, vernichtete mindestens zwei feindliche Küstenbatterien, beschoss japanische Truppenansammlungen und half bis zum 2. Juni mehrere feindliche Luftangriffe erfolgreich abzuwehren. Ab dem 2. Juni beteiligte sich das Kriegsschiff an der Sicherung von logistischen Nachschubkonvois und eskortierte diese entlang der Küste von Neuguinea. Ende Juni beginnt man mit der Umgruppierung der einzelnen Task Force für die Operation „Tabletennis“ vor Biak. Die USS WELLES bleibt in der TF 75. In dieser TF, die Rear Admiral Berkey befehligte, befinden sich  jetzt die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS PHOENIX und die Zerstörer USS WELLES, USS STEVENSON, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS DALY, USS ABNER READ, USS AMMEN, USS REID, USS ROE, USS WILKES, USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS MORRIS ( DD-560 ), USS GRAYSON ( DD-435 ) und USS SWANSON ( DD-443 ). Die Schiffe dieser TF unterstützten zusammen mit der TF 74 die Schiffe der Task Force 77, der US VII. Amphibischen Force, die am 2. Juli 1944 7.100 Mann des 168. Infanterieregiments auf der Insel Noemfoor, Neuguinea landen sollte. Zur Vorbereitung dieser Anlandung beschossen sie japanische Stellungen. Schon nach zwei Tagen war die Insel eingenommen. Es folgen nun im Juli mehrere Patrouillenfahrten und die Beschießung von japanischen Stellungen bei Aitape. Ende Juli setzt die VII. Amphibische Landungsflotte der TF 77 zum Sprung auf die nächste Insel an. Zusammen mit den Kriegsschiffen der TF 75 und TF 74 werden von Wakde Island aus die Schnelle Truppentransporter USS KILTY, USS SCHLEY, USS WARD, USS HERBERT und USS CROSBY, sechzehn Infanterielandungsschiffe, drei Infanterielandungsboote, acht Panzerlandungsschiffe, vier U-Boot Jäger und ein Hochseeschlepper eskortiert die die Soldaten der 6. Infanteriedivision transportierten. Um eine bessere Sicherung der Landungstruppen zu erzielen, gruppierte man die Kriegsschiffe um. Die USS WELLES versetzte man vorübergehend in die Task Force 74, die von dem australischen Commodore Sir John Augustine Collins ( 7. Januar 1899 – 3. September 1989 ) während der Operation „Globetrotter“ kommandiert wurde. In der TF 74 befand sich der Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die Leichten Kreuzer USS BOISE, USS NASHVILLE ( CL-43 ) und HMAS ARIADNE und die Zerstörer , USS WELLES, USS MUSTIN, USS RUSSELL, USS WILKES, USS FLETCHER, USS BEALE, USS HUTCHINS und USS DALY eskortierten ab dem 27. Juli die fünf Schnellen Truppentransporter USS SCHLEY, USS KILTY, USS HERBERT, USS WARD und USS CROSBY. Die Landungstruppen landeten am 30. Juli östlich von Cape Sansapor auf den küstennahen Inseln Amsterdam und Middelburg. Da es keinen Widerstand durch japanische Einheiten gab, wechselte die USS WELLES wieder zur TF 75 und eskortierte zusammen mit der USS STEVENSON und zwei weiteren Zerstörern und zwei U-Boot Jägern mehrere Landungsfahrzeuge, die ein Bataillon zum westlicher gelegenen Cape Sansapor transportierten. Die Deckung dieser Operation übernahmen die Kriegsschiffe der Task Force 78 und die der TF 74. Vor der Landung auf Cape Sansapore erfolgte durch die Schiffe keine Küstenbeschießung. Alle Schiffe der TF 75 kehren nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Kampagne nach Manus Island zurück. Dort werden notwendig gewordene Reparaturen vorgenommen und den Besatzungen etwas Ruhepause gegönnt. Man begann aber schon nach wenigen Tagen die Schiffe neu zu strukturieren und neuen Einheiten zuzuordnen. Anfang August fuhr die USS WELLES nach Aitape, Neuguinea und eskortierte dabei mehrere Landungsschiffe. Der Zerstörer verließ am 23. August die Militärbasis und fuhr nach Port Purvis, Halbinsel Tulagi. Hier nahm man weitere dringend notwendig gewordene Reparaturen vor und begann mit der Ausbildung der Mannschaft für die kommenden Kämpfe. Man gliederte hier das Kriegsschiff in die Task Undergroup 32.7.2 ein, die Rear Admiral George Raymond Henderson ( 6. Juli 1893 – 29. November 1964 ) während der Operation „Stalemate II“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ), USS KALININ BAY ( CVE-68 ) und USS PETROF BAY ( CVE-80 ), die von den Zerstörern USS WELLES, USS HAGGARD ( DD-555 ), USS HAILEY ( DD-556 ) und USS JOHNSTON ( DD-557 ) gesichert wurden. Am 4. September verließen diese Schiffe Port Purvis. Ihr Ziel waren die Palau Inseln. Diese benötigte die amerikanische Luftwaffe als Basis für Flüge zum japanischen Kernland. Nach der Überquerung des Äquators, erreichten die Schiffe der TU am 12. September die Gewässer rund um die Inseln Peleliu und Angaur. Sofort begannen die Trägerflugzeuge aufzusteigen und bombardierten japanische Stellungen. Die Zerstörer indes sicherten die Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen ab. Am 15. September begann dann die Invasion auf Peleliu und zwei Tage später auf Angaur. Am 20. September verließen die Träger und die Zerstörer der TG 32.7 die Inseln und beendeten die Unterstützung für die gelandeten Marines. Dafür begannen die Trägerflugzeuge rund um die Inseln nach feindlichen Schiffen und U-Booten Ausschau zu halten, die sie dann auch bombardierten und versenkten. So waren dies am 25. September drei japanische Versorgungsschiffe und sechs Barken.  Endgültig verließen die Schiffe der TG am 30. September die Palau Inseln und fuhren zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. In dem dortigen Hafen legten die Träger und Zerstörer am 3. Oktober an. Hier bereitete man eine Invasionsflotte vor, die die philippinische Insel Leyte angreifen sollte. Dazu integrierte man die USS WELLES in die Task Group 77.2, die Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16.
Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation “King” kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS TENNESSEE ( BB-43 ), die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und der australische Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS DENVER ( CL-58 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS WELLES, USS HUTCHINS, USS BEALE, USS DALY, USS BACHE, USS KIDD ( DD-661 ), USS CONY ( DD-508 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS THORN ( DD-647 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS McDERMUT ( DD-677 ) und USS McNAIR ( DD-679 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA. Am 12. Oktober verlassen diese Schiffe der TG 77.2 Manus Island und fuhren nach Leyte. Sechs Tage später liefen sie in den Leyte Gulf ein und begannen ab der Nacht vom 18. zum 19. Oktober mit dem Bombardement japanischer Stellungen in und um von Tacloban in der San Pablo Bay, um die Operationen der Minensuch- und Underwater Demolition Teams vor der geplanten Invasion zu decken. Am frühen Morgen des 20. Oktober beginnen die Landungen der Soldaten der 7. Infanteriedivision und der 1. Kavalleriedivision auf Leyte. Die Schiffe der TG 77.2 sind nun entlang der Ostküste von Leyte unterwegs und bekämpfen den Feind an allen erreichbaren Stellen bis in den Süden von Abuyog. Außerdem verteidigten die Kriegsschiffe der TG die Invasionsflotte gegen die schweren japanischen Luftangriffe. Die Geschützmannschaften der USS WELLES konnten dabei eines der angreifenden Flugzeuge abschießen. Der Zerstörer begann dann mit allen anderen Schiffen der TG 77.2 mit seinen Patrouillenfahrten im Süden des Leyte Gulf zum Schutz der Anlandungsschiffe. Im Norden von Leyte lagen Geleitflugzeugverbände und bombardierten die japanische Hauptstreitmacht auf See. Zum Entsatz sollten zwei japanische Kriegsschiffverbände von Süden her nach Leyte vordringen. Zur Abwehr dieser feindlichen Schiffsverbände strukturierte man die TG 77.2 um und gliederte diese in drei Teile. Zur Abwehr dieser Verbände benutzten die Alliierten die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI, USS MARYLAND, USS WEST VIRGINIA, USS CALIFORNIA, USS PENNSYLVANIA und USS TENNESSEE welche von den Zerstörern USS WELLES, USS THORN, USS CONY, USS SIGOURNEY, USS AULICK und USS CLAXTON gesichert wurden. Diese Formation befehligte Rear Admiral George Lester Weyler ( 14. Mai 1886 – 6. August 1971 ) und fuhr in die Surigao Strait ein. Die linke Flanke davon sicherten unter dem Kommando von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE, USS PORTLAND und USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS COLUMBIA und USS DENVER und die Zerstörer USS HEYWOOD L EDWARDS, USS BENNION, USS LEUTZE, USS NEWCOMB, USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT, USS HALFORD, USS BRYANT. Die rechte Flanke sicherte unter dem Kommando von Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) der australische Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS HUTCHINS, USS DALY, USS BACHE, USS KILLEN, USS BEALE, USS REMEY, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS MERTZ, USS MONSSEN, USS McDERMUT und USS McNAIR. Allen drei Schiffsverbänden wurden jeweils dreizehn PT-Boote hinzugefügt die die feindlichen Schiffe in der Nahdistanz attackieren sollten. In der Nacht vom 23. zum 24. Oktober trafen die beiden japanischen Schiffsverbände ein. Den einen befehligte Vizeadmiral Shoji Nishimura ( 30. November 1889 – 24. Oktober 1944 ). In diesem Verband befanden sich die Schlachtschiffe FUSO und YAMASHIRO, der Kreuzer MOGAMI und die Zerstörer MICHISHIO, ASAGUMO, YAMAGUMO und SHIGURE. Den zweiten Verband befehligte Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ). In diesem Verband befanden sich die Kreuzer NACHI, ASHIGARA und ABUKUMA und die Zerstörer AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUHI, WAKABA, HATSUSHIMO und HATSUHARU. Beide Verbände sollten sich in der Sulu See vereinigen. Der Schiffsverband von Vizeadmiral Nishimura wird bis auf den Zerstörer SHIGURE vollständig versenkt. Die Schlacht dauerte bis weit nach 4:00 Uhr des 24. Oktober. Die USS WELLES sollte zusammen mit den anderen Zerstörern und den Torpedobooten aus der Zentrumsgruppe gegen die japanischen Schiffe einen Torpedoangriff führen. Doch noch rechtzeitig konnte man dieses Ansinnen abbrechen und die Schlachtschiffe schossen mit den Zerstörern aus allen Geschützrohren auf die feindlichen Schiffe. Am Abend des 25. Oktober erhielten die Schiffe der TG 77.2 den Befehl sich auf Homonhon Island, auf der Ostseite von Leyte zurück zu ziehen da man einen weiteren japanischen Schiffsverband erwartete der eventuell einen Torpedoangriff starten wollte. Doch dieser angekündigte japanische Verband zog sich am Nachmittag über die San Bernardino Straße zurück. Die USS WELLES begann bis zum 29. Oktober vor Tacloban im Leyte Golf zu patrouillieren. Dann verlegte der Zerstörer zusammen mit den Schlachtschiffen USS WEST VIRGINIA, USS TENNESSEE und USS MARYLAND, dem Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS und drei weiteren Kreuzern und den Zerstörern USS HUTCHINS, USS THORN und USS SIGOURNEY zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dort versetzte man das Schiff in die Task Undergroup 38.4.3, die Captain William Langford Fresemann kommandierte. Die TG 38.4, eine Flugzeugträgergruppe, befehligte Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 – 13. Februar 1972 ). In der TU 38.4.3 befanden sich, zur Sicherung der Flugzeugträger, dem Schlachtschiff und mehreren Kreuzern aus der TG 38.4, die Zerstörer USS WELLES, USS DYSON, USS THORN, USS ALLEN M SUMNER, USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS MAURY ( DD-401 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS McCALL ( DD-400 ), USS HELM ( DD-388 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ) und USS INGRAHAM ( DD-694 ). Bis zum 5. November befanden sich fast alle Schiffe der TG 38.4 vor dem Atoll. Noch am selben Tag hievten die Schiffe der Task Group vor Ulithi die Anker auf und erreichte am folgenden Tag die philippinische Insel Leyte. Doch wegen eines heraufziehenden Taifuns zogen sich die Schiffe der TG 38.4 am 7. November auf die Position 17° 30’Nord 138° 30’ Ost zurück. Zwei Tage später fuhren sie auf die Position 11° 00’Nord 127° 00’ Ost wo sie sich auf den Angriff vorbereiteten. Am 10. November fuhren die Schiffe der TG auf die Position 13° 13’ Nord 125° 30’ Ost. In der Nacht zum 11. November waren mehrere japanische Schiffe auf dem Radar sichtbar. Deshalb schlossen sich die Task Group 38.1, Task Group 38.3 und Task Group 38.4 zusammen und bombardierten während der Operation „T-3“ die Schiffe eines japanischen Versorgungskonvois. Alle vier Transportschiffe sowie die japanischen Zerstörer HAMANAMI, NAGANAMII, SHIMAKAZE und WACAZUKI wurden dabei versenkt. Die Flugzeuge der Träger griffen dann am Tag die japanischen Stellungen auf Leyte an. Am Abend fuhren die Schiffe der TG 38.4 zu ihrer vorgegebenen Position bei 13° 26’Nord 125° 04’ Ost, ungefähr 200 Seemeilen östlich der Bernadino Straße und die Zerstörer erhielten auf dem Weg dorthin von den größeren Schiffen Treibstoff übergeben. Am 12. November befand sich die TG zur Treibstoffaufnahme auf der Position 13°30’Nord 128° 30’ Ost. Am folgenden Tag begannen die Flugzeuge der Träger aus den Task Forces 38.1, 38,3 und 38.4 auf der Insel Luzon japanische Stellungen im Süden und im Zentrum der Insel zu bombardieren. Dabei wurden 6 Seemeilen Nordwestlich von Cavite, in der Manila Bay, der Leichte Kreuzer KISO, die Zerstörer HATSUHARU und OKINAMI und das Patrouillenboot CHA-116 versenkt. Im Hafen von Manila sanken nach dem amerikanischen Angriff die japanischen Versorgungsschiffe Eiwa Maru, Kinka Maru, Kakogawa Maru, Sekiho Maru, Teiyu Maru, Taitoku Maru, Hats Maru, Seiwa Maru, Shinkoku Maru und der Zerstörer USHIO wurde beschädigt. Bei Cavite sanken die japanischen Zerstörer AKEBONO und AKISHIMO, der Öltanker Ondo und das Küstenboot Daito Maru. Von derselben Position aus, 15° 30’Nord 123° 30’ Ost, wie am Vortag, griffen die Schiffe und Flugzeuge der TG 38.1 und TG 38.4 weiterhin Luzon an. Im Hafen von Manila sanken dabei das japanische Transportschiff Tatsura Maru, der Öltanker Horai Maru und die Versorgungsschiffe Hatsu Maru und Aoki Maru. 25 Seemeilen südlich von Corregidor versank das japanische Versorgungsschiff Yukishia Maru und in der Mindoro Straße wurde der japanische Schiffskonvoi „SIMA-04“ attackiert. Dabei sank der Öltanker Ayagiri Maru. Nach dem Abschluss der Operation fuhren die amerikanischen Schiffe beider Verbände auf die Position 15° 30’ Nord 127° 30’ Ost. Am 16. November kam der amerikanische Versorgungsverband der Task Group 30.8 und belieferte die Kriegsschiffe vom Treibstoff bis zur Post. Die Flugzeuge der Träger griffen unterdessen immer wieder japanische Stellungen auf Luzon und die um die Insel befindlichen japanischen Schiffe an. Am 20. November versetzte man die USS WELLES zusammen mit dem Schlachtschiff USS ALABAMA ( BB-60 ), dem Leichten Kreuzer USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS DYSON, USS McCALL und USS THORN zur Task Group 38.1 zur Sicherung der dortigen Flugzeugträger. Am folgenden Tag wurden die Schiffe der TG 38.1 und TG 38.2 durch die Tanker der Versorgungsgruppe TG 30.8 mit frischem Treibstoff versorgt. Die Gewässer vor Luzon verließen die Kriegsschiffe der TG 38.1 am 23. November und erreichten am folgenden Tag das Atoll Ulithi. Dort versetzte man die USS WELLES in die Sea Logistical Group 30.8 die Captain Jasper T. Accuf während der Operation „Love III“ befehligte. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS SHIPLEY BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS WELLES, USS THORN, USS THATCHER ( DD-514 ), USS KALK ( DD-611 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS HULL ( DD-360 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS DALE ( DD-353 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ), die Geleitzerstörer USS KYNE ( DE-744 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS STERN ( DE-187 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), den Tankern KENNEBAGO ( AO-81 ), USS NANTAHALA ( AO-60 ) USS MANATEE ( AO- 58 ) sowie neun weitere Tanker und das Hochseeschlepper USS JICARILLA ( ATF-104 ). Die Schiffe der TG 30.8 verließen das Atoll Ulithi und betankten in der Nacht zum 13. Dezember 1944 die Kriegsschiffe der Task Force 38 die sich auf den Angriff und die Landung auf Mindoro und Luzon vorbereiteten. Drei Tage lang dauerten die Gefechte dort gegen die japanischen Verteidiger. Danach zog Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ) die Schiffe der Task Force zurück in die Philippinsee, etwa 200 Seemeilen vor der Küste von Luzon, damit diese außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge erneut betankt werden konnten. Vor allem die Zerstörer hatten nur noch einen Treibstoffvorrat von bis zu 15 %. Am Morgen des 17. Dezember trafen die TF 38 und die TG 30.8 aufeinander. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber schon Windstärke 8 und der Taifun Cobra kündigte sich an der durch die Philippinsee zog. Einige Schiffe konnten erfolgreich betankt werden, aber man musste noch vor dem Mittag alle Aktionen einstellen. Es wurde an alle Schiffe Befehl gegeben sich aus dem Gefahrenbereich in Richtung Nordwest zu begeben, wo dann am folgenden Morgen die Betankung erneut gestartet werden sollte. Doch der Taifun Cobra zog genau in dieses Gebiet. Nun versuchten alle Schiffsbesatzungen am 18. Dezember ihre Schiffe durch den Taifun zu bringen. Nach dem Abflauen des Sturmes begann die USS WELLES zusammen mit anderen Schiffen nach Überlebenden der drei gesunkenen Zerstörer USS HULL, USS MONAGHAN und USS SPENCE ( DD-512 ) zu suchen. Am 21. Dezember erreichten die Schiffe der TG 30.8 wieder das Atoll Ulithi. Hier bereitete man sie für die Operation „Mike I“ vor. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SHIPLEY BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), die Zerstörer USS WELLES, USS THORN, USS FARRAGUT, USS DALE, USS THATCHER, USS KALK, USS HAILEY ( DD-556 ) und die USS STOCKHAM ( DD-683 ) welche vom 3. bis 7. Januar 1945 anwesend war, die Geleitzerstörer USS KYNE, USS WESSON, USS SWEARER, USS STERN, USS LYMAN, USS REYNOLDS, USS BANGUST, USS CROWLEY, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS WEAVER, USS HILBERT und USS GRADY ( DE-445 ), die Tanker USS KENNEBAGO, USS HOUSATONIC ( AO-35 ), USS TOMAHOWK ( AO-88 ), USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS CHICOPEE ( AO-34 ), USS GUADELUPE ( AO-32 ) und USS PATUXENT ( AO-44 ). Lange blieben die Schiffe der TG nicht vor dem Atoll. Noch in den letzten Tagen des Jahres 1944 verließen sie ihre Liegeplätze und fuhren nach Luzon wo die Kämpfe gegen die japanischen Verteidiger im vollen Gange waren. Am 2. Januar 1945 übergaben die Tanker ihren mitgeführten Treibstoff an die Schiffe der Task Group 38.1 und 38.2. Drei Tage später erfolgte eine erneute Betankung. Danach fuhren die Tanker mit ihren Begleitschiffen wieder nach Ulithi um neuen Kraftstoff aufzunehmen. Am 6. Januar begannen die Landungsoperationen auf Luzon und am 7. Januar verließen die Tanker wieder Ulithi und fuhren nach Leyte. Von dort aus ging die Fahrt bis ins Südchinesische Meer wo die Flugzeugträger der Task Force 38 Angriffe auf die japanische Schifffahrt führte. Die USS WELLES begleitete zusammen mit der USS THATCHER, USS THORN und fünf weiteren Zerstörern zwei Geleitflugzeugträger und sechs Tanker aus der Fast Refueling Group bis dorthin und ab dem 8. Januar betankte man die Schiffe der TF 38 rund 255 Seemeilen nordöstlich von Luzon. Am 13. Januar wurden nochmals die Schiffe der TF 38 betankt. Danach werden die geleerten Tanker von Geleitzerstörern bis nach Ulithi eskortiert. Das Südchinesische Meer verlassen die Schiffe der Fast Refueling Group am 20. Januar. Die Fahrt ging in Richtung Ulithi. Im Hafen von Ulithi legten die Schiffe der Fast Refueling Group am 27. Januar an. Hier versetzte man die USS WELLES in die Task Group 50.8, der Sea Logistic Support Group, einer Nachschubeinheit die die Schnellen Flugzeugträger und deren Sicherungsschiffe aus der 5. US Flotte während der Iwo Jima und Okinawa Operationen zu versorgen hatte. In dieser TG 50.8 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS ATTU ( CVE-102 ), USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ), USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS WELLES, USS THORN, USS STEVENSON, USS FARRAGUT, USS DALE, USS AYLWIN, USS KALK und USS GILLESPIE ( DD-609 ), die Geleitzerstörer USS KYNE, USS CROWLEY, USS WEAVER, USS LYMAN, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS HILBERT und USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), die Schnellen Truppentransporter USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS OVERTON ( APD-23 ), die Tanker USS PATUXENT, USS CIMARRON, USS MILLICOMA, USS SUAMICO ( AO-49 ), USS MERRIMACK ( AO-37 ), USS MONONGAHELA ( AO-42 ), USS TALLULAH ( AO-50 ), USS CAHABA ( AO-82 ), USS TALUGA ( AO-62 ) und USS SAUGATUCK ( AO-75 ), die Munitionstransportschiffe USS SHASTA ( AE-6 ) und USS WRANGELL ( AE-12 ) und der Hochseeschlepper USS UTE ( AT-76 ). Am 8. Februar 1945 verließen die Schiffe der TG 50.8 das Atoll Ulithi um für die Operation „Detachment“ den notwendigen Nachschub zu liefern. Die Schiffe der Task Force 58 wurden am 13. und 14. Februar betankt. Das Seegebiet um die Bonin Islands erreichte man am 16. Februar und am darauffolgenden Tag gab es einen feindlichen Luftangriff, der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Planmäßig wurden am 19. Februar die Flugzeugträger der Task Groups 58.1, 58.4 und 58.5 betankt und am folgenden Tag die der TG 58.2 und 58.3. Auf der USS WELLES erfuhr man am 21. Februar von dem Angriff zweier japanischer Kamikazepiloten auf den Geleitflugzeugträger USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) aus der Task Undergroup 52.2.2. Der Zerstörer fuhr sofort los, um der Besatzung des Geleitflugzeugträgers zu helfen. Doch nachdem das Kriegsschiff dort eintraf, war das getroffene Schiff schon gesunken und man begann mit Hilfe der USS THORN, einem weiteren Zerstörer, drei Geleitzerstörern, darunter war die USS EDMONDS ( DE-407 ), und dem Hochseeschlepper USS UTE die Überlebenden aus dem Wasser zu fischen. Von den 923 Besatzungsmitgliedern konnten 605 Offiziere und Mannschaften gerettet und den beiden Angriffstransportschiffen USS DICKENS ( APA-161 ) und USS HIGHLANDS ( APA-119 ) übergeben werden. Im Anschluss daran kehrte die USS WELLES zu ihrem Einsatzgebiet bei der TG 50.8 zurück. Dort gab es am 26. Februar U-Boot Alarm und zwei japanische U-Boote konnten westlich von Iwo Jima versenkt werden. Das Seegebiet von Iwo Jima verließen die Schiffe der TF 50.8 am 1. März und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Hier untergliederte man die Schiffe innerhalb der TG 50.8 in mehrere Untergruppen. Die USS WELLES blieb aber in der Übergeordneten Hauptgruppe. Die Task Group 50.8 befehligte Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 – 7. März 1966 ). In dieser Hauptgruppe befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS WELLES, USS THORN, USS STEVENSON, USS KALK, USS GILLESPIE, USS AYLWIN, USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS KYNE, USS LYMAN, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS CROWLEY, USS LAMONS, USS HILBERT, USS LAKE ( DE-301 ), USS BRACKETT ( DE-41 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS JACK MILLER ( DE-410 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS CONKLIN ( DE-439 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi, um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun, um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Ab dem 1. April führte die USS WELLES zusammen mit der USS THORN und weiteren Zerstörern insgesamt vier Eskortierfahrten von Tankern vor Kerama Retto durch, um die dort kämpfenden Feuerunterstützungsschiffe mit genügend Nachschub zu versorgen. Während der zweiten Eskortierfahrt beobachtete man von dem Zerstörer aus, zwei japanische Flugzeuge die den Tanker angreifen wollten. Beide Flugzeuge konnten durch die Flugabwehrbesatzungen vor dem Angriff abgeschossen werden und zerschellten auf dem Wasser. Bei der dritten Eskortierfahrt griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz sein konnte. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser, ohne Schaden anzurichten. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Die Task Group 50.8 integrierte man am 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS WINDHAM BAY, USS BOUGAINVILLE, USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS WELLES, USS THORN, USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS KALK, USS AYLWIN, USS DALE und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS LYMAN, USS STRAUS, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LA PRADE, USS HOWARD F CLARK, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, LAMONS, USS JACK MILLER, USS CORBESIER, USS CONKLIN, USS CROWLEY, USS LAKE, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Doch die Schiffe laufen alle in einen Taifun. Man hat auf der USS WELLES zu tun den Zerstörer ohne Schaden durch dieses Unwetter zu bringen. Vielen Schiffsbesatzungen der TG gelang es nicht ihre Schiffe ohne große Zerstörungen durch den Sturm zu bringen. Viele der Schiffe zogen sich dann bis zum 17. Juni in die San Pedro Bay, Leyte zurück, damit nach dem Taifun wieder Ordnung geschaffen werden konnte. Die USS WELLES nahm man hier aus dem Verband heraus. Die Besatzung des Zerstörers sollte sich erholen und die dringend notwendig gewordenen Reparaturen an dem Kriegsschiff vornehmen. Doch dann erhielt man auf dem Zerstörer den Befehl, an die US Westküste für eine Generalüberholung zu fahren. Am 21. Juni stach die USS WELLES in See. Zuerst legte das Kriegsschiff vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands einen Zwischenstopp ein. Der zweite erfolgte zum auffüllen der Treibstoffbunker in der Marinebasis Pearl Harbor. Am 16. Juli lief dann der Zerstörer in den Hafen von Bremerton, Washington ein. Man bugsierte das Kriegsschiff noch am selben Tag in ein Trockendock der Puget Sound Naval Shipyard. Die USS WELLES lag noch am 15. August im Trockendock. An diesem Tag endete der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Erst Ende September waren die Erprobungsfahrten des Zerstörers abgeschlossen, so dass er am 29. September Bremerton verließ. Das Ziel des Kriegsschiffes war New York. Die USS WELLES legte im Hafen von San Pedro, Kalifornien einen Zwischenstopp ein. Hier bunkerte man frischen Proviant und Treibstoff. Nachdem der Zerstörer wieder in See gestochen ist, durchquerte er am 14. Oktober den Panamakanal und erreichte am 20. Oktober den Hafen von New York. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf die Flottenparade am Navy Day, den 27. Oktober 1945, die durch US Präsident Harry S. Truman ( 8. Mai 1884 – 26. Dezember 1972 ) anberaumt worden war. Anwesend waren die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CV-42 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ) und USS CROATAN ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS NEW YORK ( BB-34 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), die Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ), USS COLUMBUS ( CA-74 ) und USS MACON ( CA-132 ), die Leichten Kreuzer USS HELENA ( CL-113 ) und USS BOISE ( CL-47 ), die Zerstörer USS WELLES, USS HOBBY, USS AULICK ( DD-569 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS CASE ( DD-370 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS GANSEVOORT ( DD-608 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS LEARY ( DD-879 ), USS PORTER ( DD-800 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SARSFIELD ( DD-837 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS STEINAKER ( DD-863 ), USS VOGELGESANG ( DD-862 ), USS YOUNG ( DD-580 ) und USS ZELLARS ( DD-777 ), die Geleitzerstörer USS BAKER ( DE-190 ), USS BORUM ( DE-790 ), USS BOSTWICK ( DE-103 ), USS BRONSTEIN ( DE-189 ), USS MALOY ( DE-791 ) und USS THOMAS ( DE-102 ), die Schnellen Truppentransportschiffe USS BEVERLY W REID ( APD-119 ), USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 ) und USS MYERS ( APD-105 ), die U-Boote USS BOWFIN ( SS-287 ), USS CREVALLE ( SS-291 ), USS CATLESS ( SS-478 ), USS FLOUNDER ( SS-251 ), USS GATO ( SS-212 ), USS RASHER ( SS-269 ), USS SNAPPER ( SS-185 ) und USS THREADFIN ( SS-410 ), die U-Boot Tender USS HOWARD W GILMORE ( AS-16 ) und USS ORION ( AS-18 ). Bis Anfang November blieb die USS WELLES noch im Hafen von New York liegen und wechselte dann nach Charleston, South Carolina. Hier stellte man den Zerstörer am 4. Februar 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Man benötigte das Kriegsschiff in all den turbulenten Jahren des immer härter werdenden Kalten Krieges. Daher strich man am 1. März 1968 den Namen USS WELLES ( DD-628 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 18. Juli 1969 an die Union Minerals and Alloy Company zum Verschrotten.


USS WELLES ( DD-628 )
Commanding Officer

LCDR Doyle Murray Coffee      16. August 1943 – 24. August 1944
CDR John Sim Slaughter     24. August 1944 – 2. Januar 1946

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