USS ROBINSON ( DD-88 )

USS ROBINSON ( DD-88 )

Biografie

Isaiah Robinson
* wahrscheinlich in Philadelphia, Pennsylvania

war ein Offizier in der Continental Navy

Isaiah Robinson war ein Mitglied des Philadelphia Ship Masters Association und diente im Rang eines Lieutenant auf der Schaluppe USS HORNET ( 1775 ) mit Joshua Barney ( 6. Juli 1759 – 1. Dezember 1818 ) der den Rang eines Master Maats inne hatte. Robinson befehligte später die zehn Kanonen führende Kriegsschaluppe USS SACHEM ( 1776 ). Dieses Schiff war am 7. April 1776 noch die britische Schaluppe HMS EDWARDS. Nach einem einstündigen Kampf mit der Brigantine USS LEXINGTON ( 1776 ) ergab sich deren Kapitän. Die USS LEXINGTON begleitete ihre Prise nach Philadelphia wo das Navy Komitee des Continental Kongresses es am 2. Mai kaufte. Das Schiff erhielt den Namen USS SACHEM und der siebzehnjährige Joshua Barney überwachte die Ausstattung für die kommenden Kämpfe. Am 6. Juli 1776 erhielt Robinson eine Depesche die er mit der USS SACHEM zu Captain John Barry ( 25. März 1745 – 13. September 1803 ) bringen sollte. Barry patrouillierte mit der USS LEXINGTON vor der Mündung der Bucht des Delaware. Nach der Übergabe trennten sich wieder beide Schiffe und begannen ihre eigenen Kreuzfahrten. Vor den Virginia Caps kam es dann zu einem Kampf mit der britischen Brigantine THREE FRIENDS, einem Freibeuter. Zwei Stunden kämpften die Briten mit den Amerikanern auf der USS SACHEM. Nachdem Robinson mit seiner Mannschaft das britische Schiff geentert hatte, ergaben sich die Briten und gaben gezwungener Maßen ihren Kaperbrief heraus. Robinson ließ eine Notbesatzung auf der Prise und segelte mit beiden Schiffen nach Philadelphia. Dort ging er von Bord der Kriegsschaluppe und begab sich nach Chester, Pennsylvania um im dortigen Hafen die 14 Kanonen führende Brigg USS ANDREW DORIA ( 1775 ) von Captain Nicholas Biddle ( 10. September 1750 – 17. März 1778 ) zu übernehmen. Als eines der wichtigsten kleinen Schiffe innerhalb der Continental Navy legte Robinson mit diesem Schiff am 17. Oktober 1775 in Chester ab und fuhr über den Delaware River zur offenen See. Robinson hatte einen Geheimauftrag erhalten. Er sollte zur Westindischen Insel Sint Eustatius segeln wo er von den Niederländern Munition und Kriegsmaterial erhielt. Am 16. November erreichte die Brigg die Insel und Robinson ließ elf Salutschüsse abfeuern. Dafür erhielt er von Fort Oranje im gleichen Maße die Antwort. Die USS ANDREW DORIA war damit das erste amerikanische Kriegsschiff unter amerikanischer Flagge das solch einen Empfang in einem ausländischen Hafen erhielt. An Bord hatte Robinson auch eine Kopie der Unabhängigkeitserklärung die er den Niederländern aushändigte. Ende November waren sämtliche Waren auf dem Schiff verstaut und die USS ANDREW DORIA trat die Heimreise an. In der Nähe von Puerto Rico kam es mit der britischen Kriegsschaluppe HMS RACEHORSE ( 1757 ) zu einem zweistündigen Kampf in der die Briten unterlagen und ihr Schiff übergeben mussten. Im folgenden Jahr patrouillierte Robinson mit der USS ANDREW DORIA im Verband mit anderen Schiffen vor Cape May. Diese waren ausschließlich damit beschäftigt den Delaware River zu blockieren und Philadelphia zu beschützen. Eine britische Flotte unter Vizeadmiral Richard Howe, 1. Earl Howe ( 8. März 1726 – 5. August 1799 ) drang im September 1777 bis zum Flusslauf vor und eroberten am 16. November Fort Mifflin. Die noch verbliebenen Schiffe der Continental Navy suchten Schutz unter den Kanonen von Fort Mercer auf der Red Bank, New Jersey. Mit der Evajuierung von Fort Mercer am 20. November 1777 gab Robinson den Befehl sämtliche Schiffe zu verbrennen um eine Übernahme durch die Briten zu verhindern. Im Jahre 1779 erhielt Robinson das Kommando über das 12 Kanonen führende Freibeuterschiff POMONA welches in Philadelphia gebaut worden war. ;it diesem Schiff gelang es ihm mehrere britische Freibeuter aufzubringen. Mit der Übernahme dieses Schiffes verliert sich jegliche Spur von Captain Isaiah Robinson. Das einzige was von ihm noch vorhanden war, war sein am 12. August 1777 geschriebener „Letzte Wille“ der am 25. September 1781 in der Stadt Philadelphia unter notarieller Aufsicht geöffnet wurde.

Zu Ehren von Captain Isaiah Robinson wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS ROBINSON ( DD-88 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS ROBINSON ( DD-562 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS ROBINSON ( DD-88 )

Schiffsbiografie

Die USS ROBINSON ( DD-88 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Captain Isaiah Robinson benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierzehnte Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der
Union Iron Works in San Francisco, Kalifornien wurde am 31. Oktober 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Evelyn Tingey Selfridge, Enkelin von Rear Admiral Thomas Oliver Selfridge, Jr. ( 6. Februar 1836 in Charlestown, Suffolk County, Massachusetts – 4. Februar 1924 in Washington DC ), taufte am 28. März 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander George Wirt Simpson stellte am 19. Oktober 1918 in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Schon am 24. Oktober 1918 verließ die USS ROBINSON die San Francisco Bay und fuhr südwärts. Ziel war der Atlantik. Am 3. November durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und nahm Kurs über die Guantanamo Bay, Kuba nach Norfolk, Virginia. Das Kriegsschiff legte am 8. November in diesem Hafen an. Nach einer Überprüfung der Schiffshaut und einer Umrüstung für eine Atlantiküberquerung, fuhr die USS ROBINSON nach New York. Hier legte Anfang Dezember das Passagierschiff SS GEORGE WASHINGTON ( ID 3018 ) ab. An Bord befand sich US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ), der nach Frankreich zur Pariser Friedenskonferenz wollte. Vor der französischen Küste übernahmen andere amerikanische Kriegsschiffe die Eskorte für das Passagierschiff und die USS ROBINSON kehrte nach Norfolk zurück. Erst am 10. Januar 1919 stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zum Wintertraining in die Guantanamo Bay. Die daran anschließenden lokalen Manöver entlang der US Ostküste endeten am 14. April im Hafen von New York. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff wieder nach Norfolk. Hier bereitete man die USS ROBINSON auf den Rettungsdienst vor, der den ersten transatlantischen Flug mit drei Wasserflugzeugen von Amerika nach Europa von der US Navy unterstützen sollte. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Wasserflugzeug Division Nummer 1. Der Zerstörer verließ am 30. April Norfolk und fuhr nach Halifax, Nova Scotia, Kanada. In diesem Hafen legte er am 4. Mai an. Am Nachmittag des 8. Mai fuhr das Kriegsschiff in die Trepassey Bay, Neufundland. Hier überwachte die USS ROBINSON um 19:44 Uhr die Ankunft des ersten Seeflugzeugs der US Navy, das Curtiss Flugboot NC-3, das sich auf der ersten Etappe des Transatlantikfluges dem Hafen näherte. Zwei Tage später nahm der Zerstörer erneut eine Überwachungsstation in der Trepassey Bay ein, um den Flug von NC-1 zu sichern. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Halifax zurück. Erst am 14. Mai legte es in diesem Hafen wieder ab und begann seine Patrouillenfahrt als Flugzeugwächter, um dem letzten Curtiss Flugboot die Richtung zu weisen. Wegen Reparaturarbeiten in der Chatham Naval Air Station an der NC-4, verzögerte sich deren Start und das Wasserflugzeug erreichte erst am 15. Mai um 16:45 Uhr die Trepassey Bay.
Einer der Piloten des NC-1 Flugzeuges war der spätere Admiral Marc Andrew Mitcher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ) und von NC-3 der spätere Admiral John Henry Towers ( 30. Januar 1885 – 30. April 1955 ). Am Morgen des 16. Mai starteten alle drei Wasserflugzeuge. Entlang der Route zwischen Neufundland und den Azoren wurden auf dem Teilstück von rund 1.900 km einundzwanzig Zerstörer als Sicherungsposten postiert und boten auf dem Atlantik eine visuelle Sichtmarke für die Flugboote, indem sie bei Tageslicht Rauch aus ihren Schornsteinen aufsteigen ließen und bei Nacht Suchscheinwerfer anmachten oder Leuchtmunition abfeuerten. Das waren nacheinander USS GREER ( DD-145 ), USS AARON WARD ( DD-132 ), USS BUCHANAN ( DD-131 ), USS UPSHUR ( DD-144 ), USS BOGGS ( DD-136 ), USS WARD ( DD-139 ), USS PALMER ( DD-161 ), USS WALKER ( DD-163 ), USS THATCHER ( DD-162 ), USS CROSBY ( DD-164 ), USS KALK ( DD-170 ), USS MEREDITH ( DD-165 ), USS BUSH ( DD-166 ), USS COWELL ( DD-167 ), USS MADDOX ( DD-168 ), USS HOPEWELL ( DD-181 ), USS STOCKTON ( DD-73 ), USS CRAVEN ( DD-70 ), USS DENT ( DD-116 ), USS PHILIP ( DD-76 ) und USS WATERS ( DD-115 ). Nur die Piloten der NC-4 Maschine schafften den Überflug und konnten bei widrigen Witterungsverhältnissen auf den Azoren landen. Die beiden anderen Maschinen mussten vor dem Ziel notgewassert werden. Die USS ROBINSON nahm derweil am späten Nachmittag des 15. Mai ihre Fahrt auf dem Weg nach Ponta Delgada, Azoren auf, nachdem die NC-4 sicher in der Trepassey Bay gelandet war. Das erste Wasserboot passierte den Zerstörer eine Stunde vor Mitternacht vom 16. zum 17. Mai und die beiden anderen folgten innerhalb der nächsten zwanzig Minuten. Die NC-4 legte die Distanz in 15 Stunden und 13 Minuten zurück und setzte in Horta, dem Notstopp auf den Azoren auf. Dieses Wasserflugzeug war das einzige das den Weg durch dichten Nebel gefunden hatte. Die Piloten der NC-1 wasserten das Flugzeug rund 72 km vor Flores Island. Das griechische Frachtschiff SS IONIA rettete die Piloten aus dem Wasser und nahm das Wasserflugzeug ins Schlepptau. Doch dieses ging wegen der schweren See drei Tage später unter. NC-3 landete rund 56 km vor der Insel Fayal. Die USS ROBINSON beteiligte sich nun an der Suche nach den Insassen von dem Flugzeug, doch diese weigerten sich und erreichten schließlich aus eigener Kraft Ponta Delgada. Der Zerstörer ankerte am Nachmittag des 19. Mai in Horta auf der Insel Fayal und stach am nächsten Morgen wieder in See. Ziel war Ponta Delgada. Dort legte das Kriegsschiff am Nachmittag an. Am 20. Mai startete die NC-4 alleine die nächste Transatlantische Strecke bis nach Portugal. Doch wegen technischer Probleme musste das Wasserflugzeug nach 240 km umdrehen und nach Ponta Delgada zurückfliegen. Nach Abschluss der Reparaturen startete die NC-4 am 27. Mai. Auf dem Weg bis nach Lissabon waren diesmal dreizehn amerikanische Zerstörer positioniert und erleichterten den Piloten die Navigation. Die USS ROBINSON selber legte am 25. Mai schon ab und machte sich auf den Weg, um ihre vorgegebene Position, auf der Station Nummer Sieben, einzunehmen. Die NC-4 benötigte insgesamt neun Stunden und dreiundvierzig Minuten auf der Distanz von den Azoren bis in den Hafen von Lissabon. Von dort aus ging der Flug am 31. Mai bis nach Plymouth, England weiter. Auf der letzten Flugstrecke von Lissabon nach Ferrol, Spanien und dann von dort aus bis nach Plymouth wurden zehn amerikanische Zerstörer entlang der Flugroute stationiert. Die USS ROBINSON war aber nicht dabei. Der Zerstörer verließ am 28. Mai seine Position im Atlantik und fuhr nach Ponta Delgada. Erst am 2. Juni stach das Kriegsschiff von dort aus wieder in See und fuhr zusammen mit den anderen amerikanischen Kriegsschiffen an die US Ostküste. Die USS ROBINSON legte am 8. Juni in Newport, Virginia an. Man bugsierte den Zerstörer dort in der Norfolk Navy Yard in Norfolk in ein trockendock und begann mit einer Überholung. Anschließend führte das Kriegsschiff zur Überprüfung der Arbeiten lokale Operationen vor Newport durch. Dann verließ die USS ROBINSON das Seegebiet und fuhr nach New York, wo sie am 30. September anlegte. Am Nachmittag des 1. Oktober schloss sich das Kriegsschiff fünf weiteren Zerstörern an, die nach Sandy Hook vor Fire Island fuhren. Dort warteten sie auf das Passagierschiff SS GEORGE WASHINGTON und waren die Ehreneskorte für den belgischen König Albert I. ( 8. April 1875 in Brüssel – 17. Februar 1934 in Marche-les-Dames, Namur, Belgien ). Die USS ROBINSON legte am 6. Oktober wieder ab und fuhr für Übungen nach Key West und Pensacola, Florida. Der Zerstörer legte auf der Heimfahrt im Hafen von Beaufort, South Carolina einen Zwischenstopp ein und erreichte am 5. November wieder New York. Das Kriegsschiff stach am 22. November wieder in See und verließ den Hafen. Gemeinsam mit anderen amerikanischen Zerstörern leitete die USS ROBINSON den zweiten Abschnitt der Ehrenabteilung der britisch königlichen Eskorte von dem Leichten Kreuzer HMS CANSTANCE ( 1915 ) und dem Schlachtkreuzer HMS RENOWN ( 1916 ), auf dem sich der Prince of Wales, Edward Albert ( 23. Juni 1894 in White Lodge, Richmond, Surrey – 28. Mai 1972 in 4 Route du Champ d’Entrainement, Paris, Frankreich ), befand. Die amerikanischen Zerstörer verließen die königliche Eskorte vor den Nantuckets Shoals und legten am 25. November in New York wieder an. Nach einem Hafenbesuch in Savannah, Georgia und dringend notwendig gewordenen Reparaturen in der Portsmouth Navy Shipyard in Kittery, Maine, stach die USS ROBINSON am 14. Januar 1920 vom Bostoner Hafen aus in See. Ziel war die Guantanamo Bay, Kuba und die Gewässer vor dem Panamakanal, wo Flottenmanöver durchgeführt werden sollten. Erst am 1. Mai legte das Kriegsschiff wieder im Hafen von New York an. Doch wenige Tage später, am 25. Mai, wechselte die USS ROBINSON erneut in die Portsmouth Navy Shipyard. Hier lag der Zerstörer für ein Jahr und war nicht aktiv. Erst am 25. Mai 1921 legte das Kriegsschiff wieder ab und fuhr zur Newport News Shipbuilding and Dry Dock Company in Newport News, Virginia. Hier erhielt die USS ROBINSON eine Umrüstung. Anschließend bildete man die Mannschaft an den neuen Gerätschaften bis zum 10. Oktober aus. Dazu operierte der Zerstörer in den Virginia Capes. Am 10. Oktober verließ das Kriegsschiff diese Gewässer und fuhr wieder nach New York. Doch hier blieb der Zerstörer nicht lange und wechselte am 19. November nach Charleston, South Carolina. Nach einigen Monaten, in denen das Kriegsschiff in den Gewässern vor der Marinebasis operierte, wechselte es in die Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier stellte man die USS ROBINSON am 3. August 1922 außer Dienst.
Bis zum 23. August 1940 blieb der Zerstörer inaktiv, als er im Rahmen des Abkommens über den Austausch von amerikanischen Zerstörern gegen britische Marinebasen zur erneuten Indienststellung vorgesehen wurde. An diesem 23. August 1940 stellte Lieutenant Commander Thomas Burrows ( 17. Oktober 1904 in Brooklyn, New York – 29. Juni 1974 in Silver Spring, Montgomery County, Maryland ) den Zerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Er überführte das Kriegsschiff nach Halifax, Neufundland, Kanada. Dort wurde es am 26. November 1940 an die Royal Navy übergeben und noch am selben Tag in HMS NEWMARKET ( G47 ) umbenannt. Gleichzeitig stellte die US Navy das Kriegsschiff an diesem Tag außer Dienst. Eine Pflege- und Wartungsgruppe der Royal Canadian Navy übernahm den Zerstörer und begann sofort mit der ersten Überprüfung aller wichtigen Bauteile. Am 5. Dezember 1940 stellte die Royal Navy das Kriegsschiff in ihren Dienst und Lieutenant Commander Geoffrey Bransby O´Brien Harding ( 30. April 1899 – 31. Januar 1942 an Bord des Zerstörers HMS BELMONT ( H46 ) ) übernahm das Kommando. Der Name USS ROBINSON ( DD-88 ) wurde am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste gestrichen.
Die britische Besatzung der HMS NEWMARKET legte noch am 5. Dezember 1940 in Halifax ab und begann in den folgenden Tagen mit mehreren Übungen. Dabei kollidierte der Zerstörer mit dem britischen Zerstörer HMS NEWARK ( G08 ), der ebenfalls von der US Navy an die Royal Navy übergeben worden und die USS RINGGOLD ( DD-89 ) war. Nach den Reparaturen an der HMS NEWMARKET, legte am 15. Januar 1941 der Zerstörer in Halifax ab und fuhr nach Großbritannien. Das Kriegsschiff erreichte am 26. Januar Belfast, Nordirland und vier Tage später Plymouth, England. Noch am selben Tag begann in Devonport eine Umrüstung der HMS NEWMARKET auf britisches Niveau. Offensichtlich war aber die britische Werft zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage die erforderlichen Arbeiten fristgerecht zu bewältigen. Daher verließ der Zerstörer am 5. Februar Devonport und fuhr in die Werft von Kingston upon Hull an der Ostküste Englands. Die dort erfolgte Umrüstung war am 24. April abgeschlossen. Am 1. Mai beteiligte sich die HMS NEWMARKET an einer Anti-U-Boot Übung in den Lough Foyle vor Londonderry, Nordirland. Daran beteiligt war das niederländische U-Boot HRMS O 10 und die britische Korvette HMS CLARKIA ( K88 ). Anschließend unterstellte man den britischen Zerstörer dem Western Approaches Command, welches Admiral Sir Percy Lockhart Harnam Noble ( 16. Januar 1880 in Bengalen, Indien – 25. Juli 1955 in London ) befehligt wurde, wo er für die Eskorte von ankommenden Schiffskonvois, im unmittelbaren westlichen Teil des Atlantiks bei Irland, eingeteilt wurde. Am 2. Juni konnte sich die HMS NEWMARKET erfolgreich einem feindlichen Luftangriff in eben diesem Gebiet entziehen. Sieben Tage später befand sich der Zerstörer wieder vor Londonderry und beteiligte sich an Anti-U-Boot Übungen, die bis zum 10. Juni andauerten. Neben der HMS NEWMARKET war der britische Zerstörer HMS HIGHLANDER ( H44 ) und der norwegische Zerstörer HNoMS ST ALBANS ( I15 ), die ehemalige USS THOMAS ( DD-182 ), dort anwesend. Am Ende des Monats fuhr die HMS NEWMARKET in den Hafen von Sheerness und blieb dort bis Ende November hinein. Den Zerstörer rüstete man hier für den Konvoidienst um. In dieser Modifikation wurden drei der Geschütze und eines der dreifachen Torpedorohre entfernt. Dies sollte das Gewicht für die zusätzlichen installierten Wasserbomben und Hedgehogs reduzieren. Nach der Fertigstellung dieser Arbeiten gliederte man das Kriegsschiff in die 8. Eskortier Gruppe ein, die in Londonderry stationiert war. In den Gewässern des Lough Foyle beteiligte sich die USS NEWMARKET am 2. Dezember an Anti-U-Boot Übungen. Daran beteiligt war noch das britische U-Boot HMS H34 und die britische Korvette HMS CAMELIA ( K31 ). Am 5. Dezember erfolgte eine weitere Ant-U-Boot Übung. Daran waren neben der HMS NEWMARKET das britische U-Boot HMS H34 und der britische Zerstörer HMS WANDERER ( D74 ) beteiligt. In den Gewässern vor Londonderry kam es in der Nacht zum 6. Dezember zu einer Kollision zwischen der HMS NEWMARKET und dem norwegischen Tanker SS GRENAA. Die entstandenen Schäden an dem Zerstörer konnten schnell beseitigt werden. Dann setzte man das Kriegsschiff für den Schiffskonvoi HX 166, bestehend aus 33 Handelsschiffen, ein. Dieser war am 21. Dezember von Halifax aus losgefahren und wurde bis Island von den amerikanischen Zerstörern USS PLUNKETT ( DD-431 ), USS DECATUR ( DD-341 ), USS COLE ( DD-155 ), USS BADGER ( DD-126 ) und der USCGC CAMPBELL ( WPG-32 ) aus der US Geleitgruppe 4.1.4. Ohne Verluste wurden die Handelsschiffe am 30. Dezember vor Island der britischen Geleitgruppe EG 1 übergeben. In der Sicherungsgruppe befanden sich die britischen Zerstörer HMS SABRE ( H18 ) und HMS SCIMITAR ( H21 ) und die britischen Korvetten HMS SUNFLOWER ( K41 ) und HMS ALISMA ( K185 ). Die HMS NEWMARKET war in den Western Approaches unterwegs, um ab dort sich an der Sicherung des Schiffskonvois zu beteiligen. Doch am 3. Januar 1942 erlitt der Zerstörer Kesselprobleme und musste vorzeitig abdrehen. Das Kriegsschiff fuhr direkt nach Londonderry für die ersten Notreparaturarbeiten. Anschließend wechselte die HMS NEWMARKET nach Liverpool und musste sich hier bis Ende März einer Überholung unterziehen. Im April beteiligte sich der Zerstörer an der Eskorte des russischen Schiffskonvois PQ 14 von Island aus. Dieser Konvoi, bestehend aus 24 Transportschiffen, verließ am 8. April Reykjavik und wurde für vier Tage von den Western Local Escort Schiffen begleitet. Im Mai begann man mit der Überprüfung und Vermessung der Schiffshaut HMS NEWMARKET. Diese fiel vernichtend aus. Den Zerstörer konnte man nicht mehr auf Hoher See an vorderster Front für Schiffskonvois einsetzen. Das Kriegsschiff war nur noch zu Ausbildungszwecken für die Royal Navy und die Royal Air zu nutzen. So übernahm die HMS NEWMARKET die Aufgaben eines Luftzielschiffes. Von Mai bis Juli rüstete man den Zerstörer daher in Rosyth, Schottland dafür um. In den ersten Monaten danach befuhr das Kriegsschiff dafür die Gewässer im Firth of Forth in Schottland und unterstand dem Rosyth Command. Doch selbst jetzt hatte der Zerstörer stets Probleme. Daher begann man im Hafen von Leith bei Edinburgh zwischen Dezember und Februar 1943 mit weiteren Umrüstarbeiten. Später sollte in Rosyth weitere folgen. Ab Juli 1943 war aber die HMS NEWMARKET inaktiv und lag in Rosyth in einem Pflege- und Wartungsstatus. Ab dem Frühjahr 1944, bis nach dem Kriegsende in Europa, nahm der Zerstörer seinen Dienst als Zielschiff wieder auf. Die HMS NEWMARKET galt bis dahin als eines der erfolglosesten Kriegsschiffe seiner Klasse. Man entband am 1. Juli 1945 den Zerstörer von all seinen Aufgaben und versetzte ihn nach St. Elli´s Parish, Wales, wo er am 2. September 1945 anlegte. Hier verschrottete man den Schiffskörper in der Rees Shipbuilding Company.  


USS ROBINSON ( DD-88 )
Commanding Officer

CDR George Wirt Simpson    19. Oktober 1918 – 1. November 1918
LCDR Frank Carey McCord    1. November 1918 – ? (XOIC)
LT Francis Stevenson Gibson    6. Februar 1921 – 3. August 1922
Außerdienststellung   3. August 1922 – 23. August 1940
LCDR Thomas Burrows    23. August 1940 – 26. November 1940 (später RADM)

Kommandeure von der Royal Navy

LCDR Geoffrey Bransby O´Brien Harding    5. Dezember 1940 – 11. Juli 1941
LCDR Cyril William North    8. Oktober 1941 – Juni 1942
LCDR Rodney Charles Vesey Thompson    Juni 1942 – 4. Februar 1943
LT Eric Ian Pilditch    4. Februar 1943 – Mitte 1943
LT Christopher Godfrey de Lisle Bush    7. Juni 1944 – Ende 1945

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