USS DORSEY ( DD-117 )

USS DORSEY ( DD-117 )

Biografie

John Dorsey
* um 1783 in Maryland
† 7. August 1804 auf dem Kanonenboot Nr. 9 vor Tripolis, Libyen
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Ersten Barbary Krieges

John Dorsey ernannte man am 28. April 1801 zum Midshipman. Während des Ersten Barbary Krieges im Mittelmeer, befand sich Dorsey an Bord des Kanonenbootes Nummer 9. Am 7. August 1804 sollte ein militärischer Schlag von See aus gegen Tripolis geführt werden. Doch das Kanonenboot erhielt während der Fahrt in den Hafen von einer der Festungsbatterien einen Volltreffer. Das an Bord befindliche Schießpulver geriet in Brand und explodierte. Die gesamte Mannschaft des Kanonenbootes wurde dabei getötet.


USS DORSEY ( DD-117 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS DORSEY ( DD-117 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, da zu Ehren von Midshipman John Dorsey benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreiundvierzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons,
Shipbuilding Division in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 18. September 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. A. Means, eine entfernte Verwandte von Midshipman John Dorsey, taufte am 9. April 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander George Franklin Neal ( 2. Mai 1879 in Rhea Springs, Tennessee – 9. Oktober 1955 im Riverside County, Kalifornien ) stellte am 16. September 1918 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach nur einer Erprobungsfahrt rüstete man die USS DORSEY für ihre erste Atlantiküberquerung aus. Am 20. September 1918 legte der Zerstörer im Hafen von Philadelphia ab und beteiligte sich an der Eskorte eines Schiffskonvois, bestehend aus Handelsschiffen, die nach Londonderry, Irland begleitet werden mussten. Am 19. Oktober kehrte das Kriegsschiff an die US Ostküste zurück und fuhr in den Hafen von New York ein. Zwischen dem 28. Oktober und dem 20. November begleitete die USS DORSEY einen Schiffskonvoi bis zu den Azoren und operierte in den dortigen Gewässern. Nach der Rückkehr in New York beteiligte sich der Zerstörer bis zum 13. Januar 1919 an mehreren Operationen direkt vor den Gewässern der Stadt. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff die US Ostküste und fuhr für Zielübungen und Flottenmanövern in die kubanischen Gewässer. Am 2. März kehrte die USS DORSEY nach New York zurück. Drei Tage später verließ der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen den Hafen und fuhr dem Passagierschiff SS GEORGE WASHINGTON entgegen, auf dem sich US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) auf seiner Rückkehr von der Pariser Friedenskonferenz befand. Die Kriegsschiffe eskortierten das Passagierschiff bis in den Hafen hinein. Am 21. März verließ die USS DORSEY dann erneut New York und fuhr in die Guantanamo Bay, Kuba, um sich hier zusammen mit den Schiffen der Atlantikflotte an Manövern zu beteiligen. Doch schon am 9. April verließ der Zerstörer wieder die Guantanamo Bay und fuhr ins Mittelmeer. Dort legte das Kriegsschiff am 26. April im Hafen von Valletta, Malta an. Hier befand sich der Kommandeur der Adriastaffel. Die USS DORSEY brachte dem britischen Kommandeur, Commodore Sir William Archibald Howard Kelly ( 6. September 1873 – 14. September 1952 ), eine Depesche, damit jener den Waffenstillstandsvertrag mit Österreich einhalten konnte. Bis zum 9. Juli verblieb der Zerstörer im Mittelmeer, kehrte an die US Ostküste zurück, wo er am 21. Juli im Hafen von New York anlegte. Das Kriegsschiff legte zusammen mit den Zerstörern aus seiner Zerstörer Division am 17. September in New York wieder ab und fuhr in Richtung US Westküste. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten die Kriegsschiffe am 12. Oktober die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Von dieser Basis aus beteiligte sich die USS DORSEY in den folgenden Monaten an Flottenmanövern innerhalb der Panamakanalzone und operierte mit Wasserflugzeugen vor Valparaiso, Chile. Am 25. Juni 1921 stach der Zerstörer von San Diego aus in See und fuhr Westwärts, um sich der asiatischen Flotte anzuschließen. Das Kriegsschiff erreichte am 24. August den Hafen von Cavite, Manila Bay, Luzon, Philippinen und diente in der experimentellen U-Boot Praxis sowie in der Fernkampf- und Torpedo – Praxis. Am 3. Juni 1922 verließ die USS DORSEY die Manila Bay und fuhr über Shanghai und Chefoo, China nach Nagasaki, Japan. Von hier aus fuhr der Zerstörer zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii und anschließend nach San Francisco, Kalifornien. Das Kriegsschiff lief am 2. Oktober in diesen Hafen ein. Nach einer umfangreichen Überholung wechselte der Zerstörer nach San Diego und wurde hier am 9. März 1923 außer Dienst gestellt.
Lieutenant Commander Francis Warren Rockwell ( 2. Juli 1886 in South Woodstock, Connecticut – 2. Januar 1979 auf St. Simons Island, Glynn County, Goergia ) stellte am 1. März 1930 das unter seinem Kommando stehende Schiff wieder in den Dienst der US Navy. Die USS DORSEY operierte in den folgenden Jahren entlang der US Westküste, in der Panamakanalzone, in den Gewässern der Hawaiianischen Inseln, diente als Eskorte für Flugzeugträger und nahm an taktischen Manövern teil, lag aber immer wieder dazwischen im Heimathafen San Diego, wie auch am 1. Januar 1933. So auch im Frühjahr 1934, wo das Flottenmanöver Nummer 15 die Kriegsschiffe der Pazifikflotte vor der Hawaiianischen Küste zusammenführte. Es wurde die Eroberung dieses Stützpunktes geprobt. Anschließend zog man die Kriegsschiffe an den Panamakanal auf der pazifischen Seite zusammen. Hier sollte die Verteidigung des Kanals geprobt werden. Am 23. April 1934 lagen im Hafenbereich vor Balboa die Zerstörer USS DORSEY, USS McCORMICK ( DD-223 ), USS MACLEISH ( DD-220 ), USS SIMPSON ( DD-221 ), USS TRUXTUN ( DD-229 ), USS TRACY ( DD-214 ), USS ELLIOT ( DD-146 ), USS ROPER ( DD-147 ), USS HALE ( DD-133 ), USS LEA ( DD-118 ), USS RATHBURNE ( DD-113 ), USS TALBOT ( DD-114 ), USS WATERS ( DD-115 ), USS DENT ( DD-116 ), USS AARON WARD ( DD-132 ), USS BUCHANAN ( DD-131 ), USS CROWNINSHIELD ( DD-134 ), USS PREBLE ( DD-345 ), USS WILLIAM B. PRESTON ( DD-344 ), USS YARNALL ( DD-143 ), USS SANDS ( DD-243 ), USS LAWRENCE ( DD-250 ), USS FOX ( DD-234 ), USS GREER ( DD-145 ), USS BARNEY ( DD-149 ), USS TARBELL ( DD-142 ), USS SOUTHARD ( DD-207 ), USS CHANDLER ( DD-206 ), USS FARENHOLT ( DD-332 ), USS PERRY ( DD-340 ), USS WASMUTH ( DD-338 ), USS TREVER ( DD-339 ), USS HOVEY ( DD-208 ), USS LONG ( DD-209 ), USS LITCHFIELD ( DD-336 ), USS DAHLGREN ( DD-187 ), USS PRUITT ( DD-347 ), USS J. FRED TALBOTT ( DD-156 ) und USS DALLAS ( DD-199 ), die Schwere Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ), der Zerstörertender USS MELVILLE ( AD-2 ) und das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ). Nach dem Manöver auf der pazifischen Seite folgte auf der atlantischen Seite des Panamakanals ein weiteres Manöver. Diesmal sollte ein Angriff auf den Kanal geprobt werden. Die Kriegsschiffe fuhren in diesem Monat noch nach New York. Hier hatte US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ), als Oberbefehlshaber der US Flotte, für den 31. Mai 1934 zu einer Präsidenten Flottenschau geladen. Er selber befand sich dabei an Bord des Schweren Kreuzers USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), der vor Ambrose Light vor Anker lag. Anschließend ankerten die Schiffe vom 31. Mai bis zum 18. Juni in einer Linie im Hudson River von Midtown Manhattan bis nach Norden vor Yonkers. An der Flottenschau waren die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS TEXAS ( BB-35 ) und USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Flugzeugträger USS LANGLEY ( CV-1 ), USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS, USS CHICAGO ( CA-29 ), USS CHESTER ( CA-27 ), USS HOUSTON ( CA-30 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS NORTHAMPTON ( CA-26 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), die Leichten Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), USS RALEIGH ( CL-7 ), USS CINCINNATI ( CL-6 ), USS CONCORD ( CL-10 ), USS MARBLEHEAD ( CL-12 ), USS MEMPHIS ( CL-13 ), USS MILWAUKEE ( CL-5 ) und USS OMAHA ( CL-4 ), die Zerstörer USS DORSEY, USS McCORMICK, USS MACLEISH, USS TRUXTUN, USS TRACY, USS SIMPSON, USS CHANDLER, USS DAHLGREN, USS DALLAS, USS ELLIOT, USS FOX, USS GREER, USS HOVEY, USS LAWRENCE, USS LEA, USS LITCHFIELD, USS LONG, USS PERRY, USS PREBLE, USS RATHBURNE, USS ROPER, USS SANDS, USS SOUTHARD, USS TALBOT, USS TARBELL, USS TREVER, USS YARNALL, USS WASMUTH, USS WATERS, USS WILLIAM B PRESTON, USS BAINBRIDGE ( DD-246 ), USS BARRY ( DD-248 ), USS UPSHUR ( DD-144 ), USS DECATUR ( DD-187 ), USS DENT ( DD-116 ), USS DICKERSON ( DD-157 ), USS FAIRFAX ( DD-93 ), USS CHILDS ( DD-241 ), USS HERBERT ( DD-160 ), USS HULBERT ( DD-342 ), USS HUMPHREYS ( DD-236 ), USS LEARY ( DD-158 ), USS HOPKINS ( DD-249 ), USS McFARLAND ( DD-237 ), USS NOA ( DD-343 ), USS OVERTON ( DD-239 ), USS SCHENCK ( DD-159 ), USS REUBEN JAMES ( DD-245 ), USS WILLIAMSON ( DD-244 ), USS GILMER ( DD-233 ), USS GOFF ( DD-247 ), USS STURTEVANT ( DD-240 ) und USS ZANE ( DD-337 ), die Zerstörer Tender USS MELVILLE und USS WHITNEY ( AD-4 ), die Flottenöltanker USS CUYAMA ( AO-3 ), USS NECHES ( AO-5 ) und USS SALINAS ( AO-19 ), die Reparaturschiffe USS MEDUSA und USS VESTAL ( AR-4 ), das Vielseitige Hilfsschiff USS BOGGS ( AG-19 ), die Frachtschiffe USS BRIDGE ( AF-1 ) und USS ARCTIC ( AF-7 ), das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ) und der U-Boot Tender USS ARGONNE ( AS-10 ) beteiligt. Von ausländischen Marinen war der französische Schulkreuzer JEANNE D´ARC anwesend. In der Brooklyn Navy Yard lag zur Notfallversorgung der Flottenöltanker USS BRAZOS ( AO-4 ) und das Unklassifizierte Schiff USS SEATTLE ( IX-39 ). Die folgenden Schiffe der US Küstenwache waren in New York stationiert und haben möglicherweise  Überwachungs-  oder andere Regelungen während der Flottenschau übernommen. Die Patrouillenboote USCGC ARGO ( WPC-100 ), USCGC AURORA ( WPC-103 ), USCGC CALYPSO ( WPC-104 ), USCGC DAPHNE ( WPC-106 ), USCGC GALATEA ( WPC-108 ), USCGC HERMES ( WPC-109 ), USCGC ICARUS ( WPC-110 ), USCGC PERSEUS ( WPC-114 ) und USCGC THETIS ( WPC-115 ), die Patrouillenboote USCGC CHAMPLAIN ( 1929 ), USCGC MANHATTAN ( CG-30 ), USCGC PATROL ( 1917 ), USCGC SEBAGO ( 1930 ), USCGC TAMPA ( 1921 ) und USCGC WISSAHICKON ( CG-12 ) und die Hafenschlepper USCGC CALUMET ( 1894 ), USCGC GUTHRIE ( 1895 ), USCGC HUDSON ( 1893 ), USCGC LEOPARD ( 1920 ), USCGC LIGHTNING, USCGC RARITAN ( 1905 ). Die USS DORSEY wechselte nach der Flottenschau, zusammen mit den Kriegsschiffen der Zerstörer Division, wieder in den Pazifik. Hier fuhr der Zerstörer gleich wieder zu seiner Heimatbasis San Diego. Das Kriegsschiff versetzte man dann vom 10. bis zum 29. Juni 1935 in Reserve. Die USS DORSEY fuhr anschließend in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Hier begann ein Umbau an dem Zerstörer, damit dieser seinen neuen Aufgaben gerecht werden konnte. Das Kriegsschiff wurde nun als Hochgeschwindigkeits – Schleppschiff eingesetzt. Die USS DORSEY operierte nun immer noch in den Gewässern vor San Diego und lieferte Hochgeschwindigkeits – Zielschleppdienste für andere Kriegsschiffe, deren Mannschaften entlang der US Westküste, in der Panamakanalzone und zwischen dem 29. Dezember 1938 und dem 25. April 1939 in der Karibik ausgebildet wurden. Ab dem 1. Juli 1940 war für die USS DORSEY Pearl Harbor der Heimathafen. Hier lief das Kriegsschiff am 6. November in die Pearl Harbor navy Yard ein und wurde zu einem Hochgeschwindigkeitsminensuchboot umgebaut. Das Schiff erhielt am 19. November die neue Kennung DMS-1 und war damit das Führungsschiff dieser Klasse. Es erfolgten nun Übungen mit den Kriegsschiffen aus der Mine Division 6 entlang der US Westküste und vor den Hawaiianischen Inseln. In dieser MineDiv 6 befanden sich außerdem noch die USS LAMBERTON ( DMS-2 ), USS ELLIOT ( DMS-4 ) und USS BOGGS ( DMS-3 ). Am 7. Dezember 1941, an dem Tag an dem die Japaner Pearl Harbor angriffen und somit die USA in den Zweiten Weltkrieg mit hineinzogen, befand sich USS DORSEY zusammen mit den Kriegsschiffen aus der Task Force 3, die Vizeadmiral Wilson Brown, Jr. ( 27. April 1882 in Philadelphia, Pennsylvania – 2. Januar 1957 in New Haven, Connecticut ) befehligte, vor dem Johnston Atoll, das sich rund 1.390 km südwestlich der Hawaiianischen Inseln befindet. In der TF 3 befand sich zu diesem Zeitpunkt der Flugzeugträger USS Lexington ( CV-2 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), USS CHICAGO ( CA-29 ), USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), USS ASTORIA ( CA-34 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Zerstörer USS MAHAN ( DD-364 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS CUSHING ( DD-376 ), USS PERKINS ( DD-377 ), USS SMITH ( DD-378 ) und USS PRESTON ( DD-379 ), die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS DORSEY, USS ELLIOT, USS LAMBERTON, USS BOGGS, USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS ZANE ( DMS-14 ), USS WASMUTH ( DMS-15 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS PERRY ( DMS-17 ), USS CHANDLER ( DMS-9 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ), die Truppentransportschiffe USS HENDERSON ( AP-1 ), USS CHAUMONT ( AP-5 ), USS WILLIAM WARD BURROWS ( AP-6 ), USS HARRIS ( AP-8 ), USS ST MIHIEL ( AP-32 ), USS REPUBLIC ( AP-33 ) und USS U S GRANT ( AP-29 ), sowie das Transportschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Noch am selben Tag, nachdem die Japaner ihren Angriff auf Pearl Harbor beendet hatten, fuhren die Schiffe der TF 3 zur Hawaiianischen Marinebasis zurück und erreichten diese zwei Tage später. Die USS DORSEY wurde sofort in den Hawaiianischen Gewässern für Patrouillenfahrten, dem örtlichen Eskortier- und Ausbildungsdienst eingesetzt. Diese Aufgaben beendete das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot Ende Dezember 1942 und fuhr nach San Francisco, wo es sich einer umfassenden Überholung unterziehen musste. Diese begann am 1. Januar 1943 und war am 11. Februar abgeschlossen. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Pearl Harbor zurück und nahm seine vorherigen Aufgaben wieder wahr. Die USS DORSEY führte die Patrouillen-, Eskortier- und Ausbildungsdienste bis zum 24. September durch. Man rüstete jetzt das Kriegsschiff in der Marinebasis für die kommende Fahrt aus. Anfang Oktober stach das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot in See und beteiligte sich an der Eskorte eines Schiffskonvois bis zur Insel Efate, Neue Hebriden und Noumea, Neukaledonien. Gleich nach der Ankunft vor der Insel Noumea fuhr die USS DORSEY zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen weiter und legte dort am 28. Oktober an. Man bunkerte frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Das Kriegsschiff integrierte man in die Task Force 31, die Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 – 21. Februar 1946 ) während der Operation „Shoestring II“ befehligte. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS WALLER ( DD-466 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS CONWAY ( DD-507 ) und die USS EATON ( DD-510 ), den Hochgeschwindigkeitsminensuchbooten USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS DORSEY ( DMS-1 ), die Zerstörer und Minensucher USS GAMBLE ( DM-15 ), USS BREESE ( DM-18 ) und USS SICARD ( DM-21 ). Ein Teil der Zerstörer und Hochgeschwindigkeitsminensuchbooten von der TF 31 operierte schon vor Cape Torokina, Bougainville, Nördliche Salomonen, der andere Teil verließ am 30. Oktober Port Purvis und sicherte die Truppentransporter USS GEORGE CLYMER ( APA-27 ), USS HUNTER LIGGITT ( APA-14 ), USS FULLER ( APA-7 ), USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), USS PRESIDENT HAYES ( APA-20 ), PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ) und USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), welche die 3. Marine Division samt Ausrüstung transportierten und die amphibischen Angriffsfrachtschiffe USS LIBRA ( AKA-12 ), USS TITANIA ( AKA-13 ), USS ALHENA ( AKA-9 ) und USS ALCHIBA ( AKA-6 ) die weitere Ausrüstung und Truppen mit sich führten. An der USS DORSEY machte man am Morgen des 29. Oktober die Leinen los und das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot fuhr selbständig zur Sicherung zum Cape Torokina in der Kaiserin Augusta Bay. Das Kriegsschiff erreichte diese am 1. November, zusammen mit allen anderen Schiffen der TF 31. Hier begann das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot mit Patrouillen- und Minensuchoperationen und überwachte die Gewässer in der Kaiserin Augusta Bay zur Sicherung der Truppentransporter während der Landeoperation. Am Morgen des 6. November verließ die USS DORSEY wieder die Insel Bougainville und fuhr mit hoher Geschwindigkeit nach Port Purvis. Dort warteten weitere Truppentransporter auf ihr Geleit. Die Halbinsel wurde ein Tag später erreicht, frischer Treibstoff gebunkert und sofort ging die Fahrt zum Cape Torokina zurück. Dieses erreichten die Schiffe am 8. November. Zwei Tage später fuhr das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot erneut nach Port Purvis und kehrte mit weiteren Verstärkungen und Versorgungsschiffen am 13. November in der Kaiserin Augusta Bay zurück. Schon am 14. November verließ das Kriegsschiff wieder die Insel Bougainville und fuhr nach Port Purvis, wo es am folgenden Tag anlegte. Hier blieb es bis zum 18. November liegen. Ab dem 18. November nahm die USS DORSEY ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln der Ostsalomonen auf und suchte nach eventuellen feindlichen U-Booten. Ab dem 20. November begann das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot mit der Eskorte eines Schiffskonvois bis nach Noumea. Dort wartete bereits ein anderer Konvoi, der nach Port Purvis geleitet werden sollte. Dieser erreichte am 29. November die Halbinsel Tulagi. Noch am selben Tag nahm das Kriegsschiff seine Eskortierfahrten zwischen Port Purvis, dem Atoll Kwajalein, Marshall Islands, Manus Island, Admiralitätsinseln und der Insel New Georgia, Salomonen. Am 12. Mai 1944 erreichte dann die USS DORSEY das Atoll Majuro, Marshall Islands. Hier übernahm das Kriegsschiff alte Zielschiffe, damit Mannschaften anderer Kriegsschiffe mit ihren Kanonen auf Ziele schießen konnten die mit hoher Geschwindigkeit unterwegs waren. Ab dem 20. Juni patrouillierte das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot zwischen den Atollen Kwajalein und Eniwetok, Marshall Islands und sicherte die dort befindlichen Versorgungsschiffe vor eventuellen Angriffen japanischer U-Boote. Für einige dringend notwendig gewordene Reparaturen lag das Kriegsschiff am 24. Juni vor dem Atoll Eniwetok vor Anker. Ab dem 9. Juli eskortierte die USS DORSEY den Geleitflugzeugträger USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ), der Flugzeuge zum Atoll Majuro gebracht hatte, ab dem Atoll Kwajalein nach Pearl Harbor und von dort aus bis nach San Diego. Hier begann im August für das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot eine umfangreiche Überholung. Diese war Ende September abgeschlossen und das Kriegsschiff fuhr sofort zur Marinebasis Pearl Harbor. Es erreichte diese am 1. Oktober. Hier übernahm das Kriegsschiff wieder Abschleppdienste mit Zielschiffen und beteiligte sich an neuen experimentellen Minensuchversuchen. Am 9. November verließ das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot die Marinebasis und fuhr nach Port Purvis, der neuen Heimatbasis. Ab dem 1. bis zum 23. Dezember beteiligte das Kriegsschiff an Minensuchoperationen vor der Insel Manus, Admiralitätsinseln. Ab dem 23. Dezember fuhr die USS DORSEY zur San Pedro Bay, Insel Leyte, Philippinen. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Group 77.6, die Minensuch- und Hydrographik Group während der Operation „Mike I“. In dieser befanden sich insgesamt 72 Schiffe. Unter anderem waren dabei, der Zerstörer USS BENNION ( DD-662 ), der Zerstörer und Minenleger USS BREESE ( DM-18 ), die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS DORSEY, USS HOVEY, USS HOPKINS, USS SOUTHARD, USS CHANDLER, USS LONG ( DMS-12 ), USS PALMER ( DMS-5 ), USS HAMILTON ( DMS-18 ), USS HOGAN ( DMS-6 ) und USS HOWARD ( DMS-7 ), der Schnelle Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), die australische Patrouillenfregatte HMAS GASCOYNE ( K354 ), das große Infanterielandungsfahrzeug USS LCI (G)-70, der Kleine Wasserflugzeugtender USS ORCA ( AVP-49 ) und der Hochseeflottenschlepper USS APACHE ( ATF-67 ). Am 2. Januar 1945 verließen diese Schiffe die San Pedro Bay mit dem Ziel den Golf von Lingayen vor der philippinischen Insel Luzon. Zwei Tage später befanden sie sich westlich von Panay Island, zusammen mit den Kriegsschiffen der TG 77.2 und 77.9. Am 5. Januar fuhren die Schiffe der TG 77.6 durch die Mindoro Straße in die Südchinesische See ein und wurden sofort von japanischen Kamikazepiloten attackiert. Dabei wurde unter anderem das große Infanterielandungsfahrzeug USS LCI (G)-70, der Kleine Wasserflugzeugtender USS ORCA und der Hochseeflottenschlepper USS APACHE beschädigt. Die Mannschaft der USS DORSEY rettete nach dem Luftangriff aus dem Infanterielandungsfahrzeug USS LCI (G)-70 fünf Überlebende. Auch am 6. Januar erfolgten Angriffe der Kamikazepiloten auf die Schiffe der TG, die den Golf von Lingayen erreicht hatten. Dabei wurde die USS LONG versenkt sowie die USS SOUTHARD und USS BROOKS beschädigt. Am folgenden Tag erschienen die nächsten Selbstmordpiloten mit ihren Flugzeugen und stürzten sich auf die Schiffe der Alliierten. Dabei wurden auch die USS PALMER und USS HOVEY versenkt. Die USS DORSEY führte ihre Mineräumoperationen in ihrem vorgegeben Seegebiet aus und verließ Anfang Februar die hart umkämpften Gebiete vor der philippinischen Insel. Das Kriegsschiff fuhr sofort zur Bonin Insel Iwo Jima. Hier kam das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot am 16. Februar an und begann im Gebiet der Landeoperation mit den Minenräumarbeiten. Die Schlacht um die Insel begann drei Tage später. In der Nacht vom 18. zum 19. Februar gab es einen japanischen Kamikazeangriff aus der Luft. Eines der Flugzeuge traf den Zerstörer und Minenleger USS GAMBLE ( DM-15 ) so schwer, dass die USS DORSEY das havarierte Schiff am 19. Februar aus dem Gefahrenbereich bis zur Insel Saipan, Nördliche Marianen schleppen musste, wo erste Reparaturen ausgeführt werden konnten. Dort trafen beide Schiffe am 24. Februar ein. Die USS DORSEY kehrte noch am selben Tag wieder nach Iwo Jima zurück und übernahm dort im Landegebiet bis zum 1. März die Sicherung der Landungsschiffe. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff Iwo Jima und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen, um sich für die Invasion von Okinawa vorzubereiten. Dazu integrierte man das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot während der Operation „Iceberg“ in die Task Force 52. Am 16. März verließ die USS DORSEY, zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus der TG 52.2, das Atoll und fuhr zu den Kerama Retto Inseln. Ab dem 25. März begannen diese Schiffe mit den Minenräumarbeiten vor den Inseln und vor Okinawa. Um dies zu unterbinden stiegen nun jeden Tag Kamikazepiloten auf und attackierten die amerikanischen Schiffe. In der Nacht vom 26. zum 27. März befand sich die USS DORSEY rund 9 Seemeilen nordnordwestlich der Kerama Retto Inseln, als sich ein Kamikaze auf das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot stürzte. Das Flugzeug konnte keinen großen Schaden anrichten, so dass das Kriegsschiff seinen Dienst weiter fortführen konnte. Allerdings kostete dieser Angriff drei Besatzungsmitgliedern das Leben und zwei weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Bis zum 4. April blieb die USS DORSEY vor Okinawa im Einsatz und patrouillierte vor den Landungsschiffen. An diesem 4. April verließ das Kriegsschiff dann aber doch die Gewässer vor der japanischen Insel und fuhr nach Pearl Harbor. Hier sollten in der Pearl Harbor Navy Yard die Reparaturen an den Kampfschäden beginnen. Diese Arbeiten waren Mitte Juni abgeschlossen und das Kriegsschiff fuhr nach Okinawa zurück. Es lief am 1. Juli in die Buckner Bay ein und wurde sofort für die Operation „Juneau“ in die Task Force 39 eingegliedert, die Rear Admiral Alexander Sharp, Jr. ( 13. August 1885 in Washington DC – 20. Juni 1975 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. Aufgabe dieser TF war die Beräumung der Seeminen im Seegebiet rund um Okinawa. In der TF 39 befanden sich die Zerstörer und Minenleger USS THOMAS E FRASER ( DM-24 ), USS SHANNON ( DM-25 ), USS HENRY A WILEY ( DM-29 ), USS ROBERT H SMITH ( DM-23 ) und drei weitere, die Hochgeschwindigkeitsminensuchboote USS DORSEY, USS SOUTHARD, USS HAMBELTON ( DMS-20 ), USS JEFFERS ( DMS-27 ), USS ELLYSON ( DMS-19 ) und USS GHERARDI ( DMS-30 ), die Minensucher USS PREVAIL ( AM-107 ), USS SAGE ( AM-111 ), USS THREAT ( AM-124 ), USS VELOCITY ( AM-128 ), USS HAZARD ( AM-240 ), USS REBEL ( AM-284 ), USS GLADIATOR ( AM-319 ), USS TRIUMPH ( AM-323 ), USS SHELDRAKE ( AM-62 ) und 43 weitere, 49 Segelboote die als Minensucher eingesetzt wurde mit der Kennung YMS sowie sieben Netzlegerschiffe. Die Minenräumoperation begann ab dem 5. Juli in der Ostchinesischen See und war am 30. Juli abgeschlossen. Anschließend wechselte die USS DORSEY zu den japanischen Heimatinseln. Dort begann das Kriegsschiff ebenfalls mit der Beräumung von Seeminen. Am 15. August 1945 endete der Zweite Weltkrieg im Pazifik nach der bedingungslosen Kapitulation Japans. Das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot blieb in den japanischen Gewässern und beteiligte sich an der Vernichtung der von beiden Kriegsparteien ausgelegten Seeminen. Am 14. September wechselte die USS DORSEY zu Minensuchaktionen in den Van – Diemen – Gulf im Norden Australiens. Dort blieb das Kriegsschiff für fünf Tage und suchte auch hier nach Seeminen. Auf der Rückfahrt nach Okinawa, am 9. Oktober, geriet das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot kurz vor der japanischen Insel in den schweren Taifun mit Namen „Louise“. Die hohen Wellen schleuderten das Kriegsschiff an Land, wo es liegen blieb. Alle eventuell geplanten Versuche, um das Schiff wieder ins Wasser zu bekommen, wurden wegen der Kosten verworfen. Man stellte am 8. Dezember 1945 das Hochgeschwindigkeitsminensuchboot außer Dienst und strich am 3. Januar 1946 den Namen USS DORSEY ( DMS-1 ) von der US Navy – Liste. Den gestrandeten Schiffskörper begann man ab dem 11. Januar 1946 abzuwracken.      


USS DORSEY ( DD-117 )
Commanding Officer

 CDR George Franklin Neal   16. September 1918 – 20. Mai 1919 (später RADM)
LCDR John Richard Peterson    20. Mai 1919 – 26. August 1920
LCDR John Calvin Jennings    26. August 1920 – 16. Januar 1921
LCDR Raymond Foss Frellson    16. Januar 1921 – 30. November 1922
LT Homer Louis Grosskopf    30. November 1922 – 21. Februar 1923 (später RADM)
LTJG Emmett Peter Forrestel    21. Februar 1923 – 8. März 1923 (später VADM)
Außerdienststellung   8. März 1923 – 1. März 1930
LCDR Francis Warren Rockwell      1. März 1930 – 30. Mai 1931  (später VADM)
LCDR Ellis Mark Zacharias, Sr.   30. Mai 1931 – 3. Juni 1933 (später RADM)
LCDR Myron Wells Hutchinson Jr.    3. Juni 1933 – 1. Januar 1934
LT Benton Weaver Decker    1. Januar 1934 – 10. Juni 1935
LCDR William Fishback Loventhal    10. Juni 1935 – 30. Juni 1937
LCDR Howard Raymond Healy    30. Juni 1937 – 25. Mai 1939
LCDR Howard Lyman Collins    25. Mai 1939 – 15. Juni 1940 (später RADM)
LCDR Ranald MacNicol MacKinnon    15. Juni 1940 – 21. März 1942
LCDR Wayne Rowe Loud    21. März 1942 – 20. August 1943 (später RADM)
LCDR Archibald Egerton Teall    20. August 1943 – 16. Juli 1944
LT John Michael Hayes    16. Juli 1944 – 23. Juni 1945
LT Gorman Gerard Powell Jr.    23. Juni 1945 – 9. Oktober 1945

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