USS YARBOROUGH ( DD-314 )

USS YARBOROUGH ( DD-314 )

Biografie

George Hampton Yarborough, Jr.
* 14. Oktober 1895 in Roxboro, Person County, North Carolina
† 27. Juni 1918 in Frankreich
War ein Offizier im US Marine Corps und erhielt das Navy Cross und das Distinguished Service Cross

George Hampton Yarborough, Jr. war der Sohn von George Hampton Yarborough ( 4. Juni 1860 – 14. Oktober 1923 ) und Dora Yancey Yarborough ( 3. Dezember 1865 in Allensville, Person County, North Carolina – 7. November 1942 im Marion County, South Carolina ). 1896 zog die Familie nach Mullins, South Carolina, wo sein Vater eine Anstellung als Aufkäufer in der American Tobacco Company erhalten hatte und später auch seine eigenen Warenlager besaß. George Hampton Yarborough war das dritte von sieben Kindern. Er schloss 1916 sein Studium an der Citadel, dem Militärischen College von South Carolina, ab. Am 7. April 1917, ein Tag nach der Kriegserklärung der USA an das Deutsche Kaiserreich, versetzte man ihn in das 4. Marine Corps der Reserve. Nach der ersten Grundausbildung in der Marine Barracks in Parris Island, South Carolina, meldete er sich am 4. Juni 1917 bei der Marine Barracks in Philadelphia, Pennsylvania zum Dienst in der 16. Kompanie des 5. Marine Regiments. Hier schiffte er sich zusammen mit den Soldaten des Regiments auf dem Panzerkreuzer USS SEATTLE ein und wurde nach New York gebracht. Hier wechselte er mit seinen Soldaten am 14. Juni 1917 an Bord des Transportschiffes USS HENDERSON. Dieses Schiff brachte die amerikanischen Soldaten nach Frankreich, wo es am 27. Juni im Hafen von St. Nazaire anlegte. Am 11. August 1917 beförderte man Yarborough zum First Lieutenant. Zusammen mit den Soldaten des 5. Regiments war er vom 8. Dezember bis zum 4. Januar 1918 in Cosne, Frankreich und in Gondrecourt, Frankreich zwischen dem 22. Februar bis zum 29. April eingesetzt. Am 23. Juni 1918 kam es zum Höhepunkt in der Schlacht von Belleau Wood. First Lieutenant Yarborough war mit an vorderster Front. Am folgenden Tag sollten seine Soldaten aus seinem Zug gegen ein geschickt platziertes feindliches Maschinengewehr vorgehen. Dieser Zug befand sich in der vordersten amerikanischen Linie. Der junge Offizier sprang von einem Granatenloch zum anderen und war für seine Soldaten ein wahres Vorbild für die Erfüllung des gestellten Auftrages. Doch dann wurde Yarborough von einer Maschinengewehrkugel getroffen und schwer verwundet und der Angriff brach zusammen. First Lieutenant Yarborough verweigerte jegliche medizinische Hilfe bis auch der letzte seiner verwundeten Männer aus dem Zug medizinisch versorgt waren. Dann am Abend des 26. Juni erlag er seinen schweren Verletzungen.
First Lieutenant George Hampton Yarborough erhielt posthum für seine gezeigte Tapferkeit das Distinguished Service Cross und das Navy Cross.


USS YARBOROUGH ( DD-314 ) 

Schiffsbiografie 

Die USS YARBOROUGH ( DD-314 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von First Lieutenant George Hampton Yarborough, Jr. benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertdreiundzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Union Iron Works in der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 27. Februar 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Kate Burch ( 2. Februar 1896 – 2. Januar 1994 ), die Verlobte von First Lieutenant George Hampton Yarborough, Jr., taufte den Zerstörer am 20. Juni 1919 noch vor dessen Stapellauf. Am 17. Juli 1920 erhielt das Kriegsschiff nach der umfassenden Reformation der US Navy die Kennung DD-314. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien stellte Lieutenant Commander Charles Emery Rosendahl ( 15. Mai 1892 in Chicago, Illinois – 17. Mai 1977 im Naval Hospital Philadelphia, Pennsylvania ) am 31. Dezember 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung rüstete man in der Mare Island Naval Shipyard die USS YARBOROUGH bis Ende Januar 1921 vollständig aus. Am 25. Januar stach der Zerstörer dann in See und fuhr nach Port Richmond, Kalifornien. Hier bunkerte man auf dem Kriegsschiff frischen Kraftstoff. Nach ersten Versuchen in der Bucht von San Francisco, dann in der Bucht vor Monterey und in der Bucht von San Pedro, wechselte die USS YARBOROUGH zur Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier machte man den neuen Zerstörer ab dem 2. Februar in einem Reservedock fest. In diesem Pier blieb das Kriegsschiff bis Mitte April liegen. Am 18. April legte die USS YARBOROUGH wieder ab und eskortierte den Schweren Kreuzer USS CHARLESTON ( CA-19 ) und den Leichten Kreuzer USS SALEM ( CL-3 ). An Bord der beiden Kreuzer befanden sich Soldaten des Marine Corps, welche von First Lieutenant J. K. Martensteen befehligt wurden. Um 6:15 Uhr verließen die Kriegsschiffe die Gewässer von San Diego und erreichten um 11:45 Uhr den Isthmus Cove vor der Insel Santa Catalina. Hier warf man Anker und die Marines begannen mit dem Übersetzen an Land. Dort bereiteten sie alles für das Einschiffen eines Passagiers vor.
Dieser Passagier war Captain Franck Taylor Evans ( 9. September 1875 in Genf, Schweiz – 7. März 1934 in East New York, Kings County, Brooklyn, New York ), der Stabschef des Kommandeurs der Destroyer Force in der Pazifikflotte und der Sohn von Admiral Robley Dunglison Evans ( 18. August 1846 in Floyd, Floyd County, Virginia – 3. Januar 1912 in Washington DC ). Nachdem Captain Evans an Bord der USS YARBOROUGH war, hob man die Anker wieder auf und die Fahrt ging weiter. Für den Zerstörer und dessen Kapitän gab es in den folgenden Minuten ein peinliches Ereignis. In Anwesenheit des hochrangigen Passagiers kollidierte der Zerstörer in der Hafeneinfahrt von San Pedro mit einer Boje. Glücklicherweise wurde nur ein Propellerblatt bei dieser Kollision geringfügig beschädigt. Gegen LCDR Charles Emery Rosendahl wurden keine Disziplinarmaßnahmen ergriffen. Die USS YARBOROUGH blieb bis zum 30. Juni neben dem Santa Fe Dock in San Diego längsseits liegen. An diesem Tag nahm man den Zerstörer ins Schlepptau und brachte ihn für Reparaturarbeiten in die Mare Island Naval Shipyard. Nach dem Verlassen des Trockendocks führte das Kriegsschiff vor der südkalifornischen Küste mehrere Versuche durch. In diesen Tagen herrschte schwere See, die selbst über das Vorschiff rollte. Dabei wurde am 11. Juli die Brücke der USS YARBOROUGH beschädigt. Daraufhin musste der Zerstörer in den Hafen von San Francisco einlaufen, wo man innerhalb von zwei Tagen die entstandenen Schäden behob. Anschließend fuhr das Kriegsschiff wieder nach San Diego. Doch schon Anfang August verließ das Kriegsschiff wieder seinen Heimathafen und lag zusammen mit den Schwesterschiffen USS SLOAT ( DD-316 ), USS LA VALLETTE ( DD-315 ), USS WOOD ( DD-317 ), USS SHIRK ( DD-318 ) und USS KIDDER ( DD-319 ) vom 13. bis 25. August im Trockendock Nummer 2 für eine Überholung. Danach wechselte es wieder nach San Diego und blieb bis Mitte Oktober am Pier liegen. Ende Oktober stach die USS YARBOROUGH zusammen mit dem Schwesterschiff USS WOOD wieder in See. Auf beiden Zerstörern wurde die Mannschaft durch die Mannschaftsmitglieder des am 22. Juni 1922 außer Dienst gestellten Zerstörers USS JACOB JONES ( DD-130 ) aufgefüllt. Beide Zerstörer führten vor der südkalifornischen Küste Schießübungen und andere Übungen durch. Die USS YARBOROUGH gehörte zu diesem Zeitpunkt zum operativen Segment der sogenannten rotierenden Reserve. Für den Rest des Jahres 1922 operierte der Zerstörer nun in den Gewässern vor San Diego und San Pedro sowie im pazifischen Nordwesten vor Port Angeles und Seattle. Dabei operierte das Kriegsschiff gelegentlich mit der Schlachtschiff Force und beteiligte sich am Drill der Mannschaft. Die dabei durchgeführten Übungen beinhalteten die Abschirmung der Schlachtschiffe vor U-Boot Angriffen, das Abfeuern von Torpedos, das Schießen mit den Geschützen, das Fahren in Formation und das Übernehmen von Gütern während der Fahrt. Mit dem Jahreswechsel zu 1923 änderten sich die üblichen Routine Einsätze entlang der Westküste. Noch im Januar beteiligte sich die USS YARBOROUGH an einem Manöver mit den Schiffen der Schlachtflotte in den Gewässern vor San Pedro. Gleich im Anschluss daran verließ der Zerstörer am 6. Februar die südkalifornische Küste der USA und fuhr in Richtung der Magdalena Bay, Baya California Sur, Mexiko. Das Kriegsschiff erreichte diese Bucht drei Tage später und ging an dem Zerstörertender USS MELVILLE ( AD-2 ) längsseits. Mit der USS YARBOROUGH waren die Zerstörer aus den Zerstörergeschwadern 11 und 12 festgemacht. Am 11. Februar legten die Zerstörer von dem Tender wieder ab und fuhren nach Panama. Hier sollte die erste große Flottenübung der US Navy durchgeführt werden. Man probte dabei den Kampf zur Verteidigung des Panamakanals. Die angreifende Flotte bestand aus Schlachtschiffen, die Flugzeugträger simulieren sollten. Von der USS OKLAHOMA ( BB-37 ) war ein Flugzeug per Katapult gestartet worden und repräsentierte eine Flugzeugträgerstaffel. Fast ohne Luftabwehr konnte dieses Flugzeug zehn Miniaturbomben abwerfen, die theoretisch den Gatun Staudamm zerstört hätten. Die USS YARBOROUGH selber gehörte während des Manövers zur Scouting Force. Der Zerstörer sicherte die Schweren Einheiten zusammen mit anderen Zerstörern in einer speziellen Abschirmanordnung vor feindlichen angriffen. Bis Ende März dauerte dieses Manöver an. Am 14. März war eine Pause anberaumt worden. An diesem Tag fuhr das Transportschiff USS HENDERSON ( AP-1 ) in das Manövergebiet. An Bord des Schiffes befand sich der Marineminister Edwin C. Denby ( 18. Februar 1870 in Evansville, Vanderburgh County, Indiana – 8. Februar 1929 in Detroit, Wayne County, Michigan ) und wollte die versammelten Kriegsschiffe und den Ausbildungsstand deren Mannschaften überprüfen. Am 31. März verließ die USS YARBOROUGH die Gewässer vor Panama und sicherte zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Fahrt der Schlachtschiffe in Richtung Norden. Am 11. April legte der Zerstörer in San Diego wieder an. Für den Rest des Jahres erfolgten von dem Kriegsschiff nach einem vorgegebenen Zeitplan wieder Routineeinsätze mit Operationen vor der Küste von San Diego, San Francisco und San Pedro. Anschließend folgten periodische Reparaturen in der Mare Island Naval Shipyard und danach eine Überholung im Trockendock in San Diego. Am 2. Januar 1924 befand sich die USS YARBOROUGH wieder auf hoher See und fuhr nach Panama. Hier sollten gleich mehrere Flottenmanöver durchgeführt werden. Das waren die Flottenübungen Nummer zwei, drei und vier. Während der Flottenübung Nummer zwei wurde ein Anmarsch einer feindlichen Schiffsflotte von Westen her kommend auf den Panamakanal simuliert. Die Flottenübung Nummer drei sollte sich auf die Verteidigung des Panamakanals von der Karibik aus konzentrieren. Eine auf den Azoren stationierte feindliche Flotte sollte den Kanal einnehmen. Während dieser Übung wurden zur Verteidigung amphibische Landtechniken und die Schnelligkeit des Transits der amerikanischen Verteidigungsflotte geprobt. In dieser Übung führte eine Spezialaktion der Angreifer zum Untergang des Schlachtschiffes USS NEW YORK ( BB-34 ) im Culebra Cut und somit zur Blockade des Kanals. In der Flottenübung Nummer vier wurde die Bewegung einer feindlichen Flotte von seiner Hauptbasis im westlichen Pazifik zu den japanischen Hauptinseln aus simuliert. Für diese Übung standen die Inseln und Häfen in der Karibik zur Verfügung. Die Rolle des Zerstörers während dieser Manöver war ähnlich wie die, die er schon während des Manövers im vorangegangenen Jahr gespielt hatte. Es gab allerdings eine Ausnahme. Während einer Phase dieser Übungen operierte die USS YARBOROUGH mit dem Flugzeugträger USS LANGLEY ( CV-1 ) zusammen und sollte diesen sichern. Man erlebte von dem Zerstörer aus einen Luftangriff der „feindlichen Luftflotte“ auf eben diesen Flugzeugträger. Das Kriegsschiff führte ansonsten auch die aufgaben aus, für die es vorgesehen war. Das beinhaltete Torpedoangriffe und Sicherungsmanöver sowohl auch mit und gegen die Schlachtschiffe. Die USS YARBOROUGH und ihre Schwesterschiffe nahmen bis Ende Februar an den intensiven Übungen teil. Zwischendurch besuchte der Zerstörer am 1. und am 11. März den Hafen von New Orleans, Louisiana. Nach weiteren Übungen vor Culebra Island, Puerto Rico machte sich die USS YARBOROUGH auf den weg zum Heimathafen im Pazifik. Dazu durchquerte der Zerstörer am 8. April den Panamakanal und legte am 22. April in San Diego an. Für den Rest des Jahres blieb das Kriegsschiff in den Gewässern von San Diego und beteiligte sich hier an einigen Übungen zur Ausbildung der Mannschaft. Anfang März 1925 gliederte man die USS YARBOROUGH in die Scouting Flotte ein, welche auch sofort mit dem Flottenmanöver Nummer fünf begann. Dazu lagen diese Kriegsschiffe vor der Küste von Guadelupe Island, Baja California und sollten eine Angriffsschlachtflotte abwehren. Nach einer Reihe von Übungen, darin waren Schutzsicherung, Ergreifen und Besetzen eines feindlichen Ankerplatzes, Betanken auf hoher See und das Abwehren von U-Boot Angriffen integriert, nahm die Flotte Kurs nach San Francisco. Die Kriegsschiffe verließen am 15. April wieder den dortigen Hafen und fuhren in Richtung Westen. Ziel waren die Inseln von Hawaii. Dort wurde die Flottenübungen Nummer fünf zur Abwehr einer feindlichen Angriffsflotte geprobt. Die USS YARBOROUGH gehörte in diesen Tagen zur Zerstörerdivision 34 innerhalb der Schlachtschiffdivision 5. Dazu gehörten die Zerstörer USS SLOAT und USS MERVIN. Diese Division fuhr über die Mamala Bay, Oahu und erreichte am 28. April Pearl Harbor. Später, als siech die Flotte auf die Gewässer von Lahaina Roads vor Maui konzentrierte, diente der Zerstörer kurz als Patrouillen- und Wachposten vor der Einfahrt zum Ankerplatz. Während der dann stattfindenden Manöver vor Lahaina, gehörte die USS YARBOROUGH und die Zerstörer der Zerstörerdivision 34 vom 19. bis zum 29. Mai zur Kreuzerdivision 1. Die Angriffsflotte bekam den Flugzeugträger USS LANGLEY zusammen mit zwei Wasserflugzeugtendern und weiteren Schiffen auf denen Flugzeuge stationiert waren. Die Verteidigungsflotte erhielt keine Möglichkeit die Hawaiianischen Inseln von See aus zu verteidigen. Die durch die USS LANGLEY und deren Trägerflugzeuge erzielten Erfolge während des Manövers, trugen maßgeblich dazu bei, dass die Fertigstellung der USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) forciert wurden. Nach dem Manöver legte der Zerstörer in Pearl Harbor an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant. Nach einem Besuch des Hafens Hilo, Hawaii, verließ das Kriegsschiff zusammen mit der Schlachtflotte am 1. Juli die Hawaiianischen Gewässer und begann eine Goodwill Kreuzfahrt im Südwestpazifik. Auf dieser Fahrt besuchte die USS YARBOROUGH vom 10. zum 11. Juli Pago Pago, Amerikanisch Samoa; vom 23. bis 30. Juli Melbourne, Australien; vom 11. bis zum 21. August Lyttelton und vom 22. bis zum 24. August Wellington, Neuseeland. Die Schiffe fuhren dann über Pago Pago wieder zurück an die US Westküste. Am 7. September erhielt der Zerstörer und die Schiffe des Zerstörergeschwaders 34 den Befehl nach dem abgestürzten Flugboot PN-9 Nummer 1 zu suchen, das auf dem Weg von der Westküste nach Hawaii war. In Abständen von 34 Kilometern begannen die Zerstörer wie auf einer Erkundungslinie drei Tage lang mit der Suche. Erst dann meldete man, dass das Flugboot in der Nähe von Oahu gefunden worden war. Die Crew hatte nach der Wasserung ein Segel gesetzt. So konnten sie sich aus eigener Kraft retten. Am 19. September erreichte die USS YARBOROUGH zusammen mit allen anderen Zerstörern der Division San Diego. Für den Rest des Jahres 1925 blieb der Zerstörer in den Gewässern des Heimathafens. Das Kriegsschiff verließ diese Basis am 1. Februar 1926 und nahm vom 15. Februar bis zum 8. März an der Flottenübung Nummer sechs vor der Westküste von Panama und Mittelamerika teil. Die USS YARBOROUGH fuhr anschließend in die Mare Island Naval Shipyard und unterzog sich hier vom 22. März bis zum 4. Mai einer intensiven Überholung. Danach besuchte der Zerstörer später Port Aberdeen, Port Angeles und die Puget Sound Naval Shipyard. Das Kriegsschiff kehrte dann nach San Diego zurück und operierte bis zum Jahresende in den dortigen Gewässern. Das Jahr 1927 wurde für die USS YARBOROUGH ein arbeitsreiches Jahr. Am 17. Februar stach der Zerstörer in See, durchquerte am 5. März den Panamakanal. Doch der Verlust des deutschen Dampfschiffes ALBATROSS erzwang eine Planänderung. Das Kriegsschiff durchquerte vier Tage später erneut den Panamakanal und machte sich zusammen mit den Zerstörern aus der Zerstörerdivision 34 auf den Weg zu den Galapagos Islands. Die Flachdecker bildeten eine Erkundungslinie und kämmten den Ozean nach Überlebenden der ALBATROS durch. Die USS YARBOROUGH blieb während dieser Erkundungslinie meist in Sichtweite ihrer Schwesterschiffe USS SLOAT und USS SHIRK. Doch man fand nichts. Die Suche wurde dann am 13. März abgebrochen. Die Zerstörer durchquerten erneut den Panamakanal und gliederten sich auf ihrem Posten in die Flotte ein. Noch im selben Monat begann das Flottenmanöver Nummer sieben, das bis zum 22. April andauerte. Hier sollte wiederholt die Verteidigung des Panamakanals geprobt werden. Der Höhepunkt der Übung war aber der erfolgreiche Luftangriff der Trägerflugzeuge von der USS LANGLEY aus, die zur Folge die Zerstörung des Kanals hatte. Anschließend fuhr die Flotte nach New York. In der Narragansett Bay, Rhode Island führten die Kriegsschiffe zusammen mit Einheiten der US Army eine Übung durch. Die USS YARBOROUGH fuhr danach am 29. Mai in die Hampton Roads, Virginia und wurde für eine Presidential Review vorbereitet. US Präsident John Calvin Coolidge, Jr. ( 4. Juli 1872 in Plymouth Notch, Vermont – 5. Januar 1933 in Northampton, Massachusetts ) hatte dazu die Flotte einberufen. Am 4. Juni erfolgte in der Hampton Roads die Vorbeifahrt vor der Präsidentenyacht USS MAYFLOWER. Mit anwesend waren unter anderem der Schwere Kreuzer USS SEATTLE ( CA-11 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS YARBOROUGH, USS SLOAT, USS LA VALLETTE, USS SHIRK, USS MELVIN ( DD-335 ), USS SOMERS ( DD-301 ) und USS COGHLAN ( DD-326 ) und der U-Boot Tender USS CAMDEN ( AS-6 ). Die USS YARBOROUGH fuhr noch am selben Tag von Hampton Roads aus bis nach Panama. Der Zerstörer legte am 9. Juni in Colon an. Doch wenige Tage später wechselte das Kriegsschiff zusammen mit dem Zerstörer USS ROBERT SMITH ( DD-324 ) und dem Kanonenboot USS DENVER ( PG-28 ) nach Puerto Cabezas, Nicaragua, da dort Unruhen unter der Bevölkerung ausgebrochen waren. Seit dem 2. Mai 1926 herrschte in diesem Land ein Bürgerkrieg. Die Mission der drei amerikanischen Kriegsschiffe war das Leben und das Eigentum von US Bürgern und anderen Ausländern in Nicaragua zu schützen und zur Aufrechterhaltung der Ordnung beizutragen. Doch die USS YARBOROUGH musste wenige Tage später nach Colon, durchquerte den Panamakanal und wurde in ein Trockendock in Balboa bugsiert. Hier mussten dringend notwendig gewordene Reparaturen vorgenommen werden. Am 9. Juli kehrte der Zerstörer vor Puerto Cabezas zurück. Im Hafen lag das Kanonenboot USS TULSA ( PG-22 ) und der Zerstörer USS SHIRK. Bis Anfang August blieb die USS YARBOROUGH dort. Auf dem Zerstörer waren Matrosen mit Marschbefehl an Land eingeteilt, um für jeden eventuell eintretenden Notfall gerüstet zu sein falls es zu Spannungen kommen sollte. Das Kriegsschiff stach am 5. August wieder in See und durchquerte zwei Tage später den Panamakanal. Am 23. August legte es in San Diego an. Für den Rest des Jahres 1927 beteiligte sich die USS YARBOROUGH an mehreren Übungen in den Gewässern vor San Diego und San Clemente Island. Im darauffolgenden Jahr, am 9. April, legte das Kriegsschiff in San Diego wieder ab und fuhr zusammen mit der in San Diego stationierten Schiffsflotte in Richtung Westen. Auf dem Weg in die Hawaiianischen Gewässer beteiligte sich der Zerstörer an der Flottenübung Nummer acht. Diese Übung umfasste eine Schiffskonvoi Suche und Anti-U-Boot Operationen. Am 28. April erreichte die USS YARBOROUGH Pearl Harbor. Wenige Tage später verließ der Zerstörer wieder diese amerikanische Marinebasis und fuhr an die kalifornische Küste zurück. Dort setzte das Kriegsschiff seinen regulären Einsatzplan in Taktik und Schießübungen vor Port angeles, San Diego und San Pedro fort. Der Zerstörer nahm 1929 an seinem letzten Manöver teil. Dazu fuhr das Kriegsschiff erneut nach Panama. Hier sollte ab dem 27. Januar die Flottenübung Nummer neun beginnen. Diesmal sollten die Auswirkungen eines feindlichen Angriffs auf den Kanal geprobt werden und die erforderlichen Operationen, um eine solche Eventualität durchzuführen. An diesem Manöver nahm nun zum ersten Mal der Flugzeugträger USS LEXINGTON teil. Jetzt sollte eine Schlachtflotte, ohne U-Boote und Flugzeugträger, gegen eine Kombination von Streitkräften aus mehreren Gattungen, so der Scouting Force mit der USS LEXINGTON, einer Control Force, dem Train Squadron 1 aus dem 15. Naval District sowie der örtliche US Army. Dieses ausgedachte Szenario untersuchte die Auswirkungen eines Angriffs auf den Panamakanal und die zur Ausführung eines solchen Falles gestarteten Gegenoperationen. Durch die an dem Manöver beteiligten Flugzeugträger konnte man die Vielseitigkeit der auf den Trägern stationierten schnellen Eingreifgruppe demonstrieren. Die USS YARBOROUGH hatte nach wie vor ihre Rolle in der Schlachtflotte und sicherte die Schlachtschiffe vor Angriffe durch U-Boote ab. Nach dem Manöver kehrte der Zerstörer nach San Diego zurück. In den folgenden Monaten operierte das Kriegsschiff in den Gewässern vor dem Heimathafen. Im Herbst machte man das Kriegsschiff in der Zerstörerbasis von San Diego fest und bereitete es auf seine Inaktivität vor. Gleichzeitig versetzte man Mannschaftsmitglieder auf die erneut in Dienst gestellten Zerstörer USS UPSHUR ( DD-144 ) und USS TARBELL ( DD-142 ). Am 29. Mai 1930 stellte man den Zerstörer außer Dienst. Den Namen USS YARBOROUGH ( DD-314 ) strich man am 3. November 1930 von der US Navy – Liste. Noch am 20. Dezember 1930 begann die Verschrottung. Den entstandenen Schrott verkaufte man am 25. Februar 1932 an Bethlehem Steel in Alameda, Kalifornien.     


USS YARBOROUGH ( DD-314 )
Commanding Officer
 

 LCDR Charles Emery Rosendahl    31. Dezember 1920 – ? (später VADM)
LCDR Francis Alfred Leopold Vossler    ? 1923 – ?
LCDR Newton Lord Nichols    14. August 1923 – ?
CDR George Sloan Bryan    20. Juni 1925 – ? (später RADM)
CDR Cary Walthall Magruder    21. August 1926 – 24. Juni 1928
LCDR Charles Kyle Osborne    24. Juni 1928 – 29. Mai 1930

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