USS WYMAN ( DE-38 )

USS WYMAN ( DE-38 )

Biografie

Eldon P. Wyman
* 11. Januar 1917 in Portland, Oregon
† 7. Dezember 1941 auf der USS OKLAHOMA ( BB-37 ) in Pearl Harbor, Hawaii

Eldon P. Wyman besuchte von 1936 bis 1940 die Universität von Oregon. Am 22. August 1940 meldete er sich zur Naval Reserve als Auszubildender Matrose. Nach der Grundausbildung versetzte man ihn an Bord des Schweren Kreuzers USS TUSCALOOSA ( CA-37 ). Hier erhielt er am 17. März 1941 die Ernennung zum Seekadetten in der Naval Reserve. Umgehend begab sich Wyman von Bord des Schweren Kreuzers und begab sich an die Naval Reserve Midshipman School an der Northwestern University in Chicago, Illinois. Zum Ensign ernannte man ihn dort am 12. Juni. Am 19. Juli versetzte man ihn an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA ( BB-37 ). Der Heimathafen dieses Schiffes war Pearl Harbor, Hawaii. Von dort aus operierte das Schlachtschiff in der Battleship Division 1 aus in den hawaiianischen Gewässern und an der Westküste der USA nachdem die politischen Spannungen im Pazifik und im Fernen Osten immer größer wurden. Bis Anfang Dezember 1941 war Ensign Wyman der jüngste Bewachungsoffizier in der Schiffsabteilung für die Feuerkontrolle. Am „Tag der Schande“, dem 7. Dezember 1941, war die USS OKLAHOMA längsseits mit dem Schlachtschiff USS MARYLAND ( BB-46 ) vertäut. Vier Lufttorpedos warfen japanische Piloten während des Überfalls auf Pearl Harbor mit dem Ziel der USS OKLAHOMA ab. Alle vier Torpedos trafen und explodierten. Das Schiff kränkte innerhalb von wenigen Minuten und drehte sich mit dem Kiel nach oben. Für diejenigen Besatzungsmitglieder die sich im Inneren des Schiffes befanden kam jede Hilfe auf Rettung zu spät. Unter denen die dort gefangen waren und ertranken war Ensign Eldon P. Wyman.


USS WYMAN ( DE-38 )

Schiffsbiografie

Die USS WYMAN ( DE-38 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Eldon P. Wyman benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das dreiunddreißigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington wurde am 7. September 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-38 tragen. Mrs. Joe L. April taufte am 3. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Doch schon am 16. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und das Kriegsschiff erhielt den Namen USS WYMAN und die Kennung DE-38. Lieutenant Commander Robert Witcher Copeland ( 9. September 1910 in Tacoma, Washington – 25. August 1973 in Tacoma, Washington ) stellte am 1. September 1943 in der Puget sound Naval Shipyard das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt im Puget Sound verließ die USS WYMAN am 7. November die Werft und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dort traf der Geleitzerstörer am 14. November ein. Für die Besatzung des Geleitzerstörers begannen nun mehrere Übungen sowie das kalibrieren der Geschütze. Ab dem 1. Dezember begannen dann bis zum Frühjahr mehrere Anti-U-Boot Übungen in den Hawaiianischen Gewässern. Dann lag die USS WYMAN vom 9. bis zum 16. Juni 1944 im Hafen von Pearl Harbor und wurde auf die kommenden Aufgaben vorbereitet. Die Marinebasis verließ der Geleitzerstörer am 22. Juni und fuhr zu dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dieses Atoll erreichte die USS WYMAN am 3. Juli. Von hier aus sollte das Kriegsschiff auf den amerikanischen Konvoirouten zwischen Eniwetok und Saipan, nördliche Marianen an Operationen gegen feindliche U-Boote eingesetzt werden. Dazu gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Group 12.2 ein, der Hunter Killer Group, die Captain William Vincent Saunders während der Opertion „Forager“ kommandierte. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ) und die Geleitzerstörer USS WYMAN, USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS LAKE ( DE-301 ) und USS DONALDSON ( DE-44 ). Die USS HOGGATT BAY war das Flaggschiff der TG. Am 5. Juli begannen die Schiffe der TG mit ihrer Patrouillenfahrt und waren auf der Suche nach japanischen U-Booten. Da befanden sie sich östlich von Guam, Nördliche Marianen bei der Insel Nof Truk. Am Morgen des 9. Juli verließ die USS WYMAN ihre Formation und begann einen U-Boot Kontakt zu untersuchen der von See her kam. Der Geleitzerstörer begann mit der USS LAKE sofort eine Jagd auf dieses feindliche U-Boot. Die USS WYMAN warf nach einem vorgegeben Muster eine Salve von Wasserbomben über Bord. Doch danach gab es keine Beweise, dass der Geleitzerstörer entweder das japanische –Boote beschädigt oder versenkt hatte. Am 11. Juli erschien der Hochseetanker USS GUADALUPE ( AO-32 ) und beölte die Kriegsschiffe. Vom 12. bis zum 18. Juli blieben die fünf Kriegsschiffe in ihren vorgegebenen Planquadraten und suchten weiterhin nach feindliche U-Boote. Um 00:24 Uhr des 19. Juli, da befand sich die USS WYMAN rund 360 Seemeilen östlich von Guam, erhielt der Geleitflugzeugträger einen Oberflächenradarkontakt. Den untersuchte man nun. Captain Saunders entsandte dazu die USS WYMAN und USS REYNOLDS. Je näher die USS WYMAN dem Kontaktgeber kam, umso deutlicher wurde das Signal. Doch gegen 00:45 Uhr war der Radarkontakt verschwunden. Damit war klar, dass man auf ein feindliches U-Boot gestoßen war. Sofort wechselte man auf der USS WYMAN auf das Sonar. Man nahm auf dem Geleitzerstörer ein starkes metallisches Echo auf. Lieutenant Commander Edwin Peter Parker, Kommandant des Kriegsschiffes, befahl nun um 00:51 Uhr umgehend eine Salve Mark 10 Hedgehog, von 24 Stück, auf das Ziel abzufeuern. Das Ergebnis war negativ. Sofort lud man die Hedgehog nach und stellte für einen zweiten Angriff eine größere Reichweite ein. Da schloss die USS REYNOLDS auf und beide Geleitzerstörer begannen nach dem japanischen U-Boot zu suchen. Um 01:25 Uhr wird die zweite Salve abgefeuert. Die USS WYMAN wird von fünf kleinen Explosionen durchgeschüttelt. Fünf Minuten später erfolgte eine schwere Detonation. LCDR Parker ließ die USS WYMAN nach Steuerbord fahren und überquerte die Explosionsstelle. Man versucht nun vergeblich einen Sonarkontakt herzustellen. Das zurückkehrende Echolot zeigt an, dass der Kontakt zerstört worden sei. Das japanische U-Boot war IJN I-5, Kommandant Lieutenant Commander Doi Takeshige, und ist bei den Koordinaten 13° 01’ Nord , 151° 58’ Ost mit allen 130 Mannschaftsmitgliedern versenkt worden. Die USS WYMAN blieb nun noch auf dem Schauplatz. Ein Motor-Walboot wurde zu Wasser gelassen damit man aus dem Wasser Ölproben und eventuell aufgetauchte Trümmer einsammeln konnte. Insgesamt wurden zwei Fünf-Gallonen-Ölfässer und einen kleinen Benzinkanister von dem sich ausbreitenden Ölteppich entnommen, sowie ein Stück Teakholz geborgen. Während dieser Minuten griffen zwei Trägerflugzeuge der USS HOGGATT BAY das Motor-Walboot an, da sie der Meinung waren das es sich hierbei um ein feindliches U-Boot handelte. LCDR Parker brach hier zum Schutz seiner Leute die Funkstille und erklärte Captain William Vincent Saunders, Kommandant des Geleitflugzeugträgers, dass wenn nicht augenblicklich die beiden Flugzeuge abdrehen seine Geschützmannschaften das Feuer eröffnen. Es gab zum Glück auf dem Motor-Walboot keine Toten zu beklagen. Die verletzten Besatzungsmitglieder wurden auf der USS HOGGATT BAY in ärztliche Behandlung gegeben. Das Öl des gesunkenen U-Bootes breitete sich bis zum nächsten Tag in großen Mengen aus. Nach dem Ende des Krieges konnte das versenkte U-Boot in den japanischen Aufzeichnungen identifiziert werden. Die USS WYMAN schloss sich den Kriegsschiffen der TG 12.2 wieder an und erreichte am 22. Juli das Atoll Eniwetok. Hier füllte man alle Bunker wieder auf. Vier Tage später verlassen diese Kriegsschiffe wieder das Atoll und beginnen die nächste Patrouillenfahrt. Um 17:33 Uhr des 28. Juli sah man von der USS HOGGATT BAY und von der USS WYMAN gleichzeitig das japanische U-Boot IJN Ro-48, das an der Oberfläche fuhr. Die USS WYMAN und die USS REYNOLDS stürmten auf das feindliche U-Boot zu. Da begann es auch schon zu tauchen und wollte fliehen. Um 18:05 Uhr erhielt man auf der USS WYMAN einen Sonarkontakt von dem flüchtenden Boot. Acht Minuten später gab LCDR Parker den Befehl zum Abschuss einer Salve von Hedgehog. Mit einer tödlichen Genauigkeit schlugen die Granaten in das Ziel ein. Die Tonoperatoren auf dem Geleitzerstörer hörten das Geräusch von mehreren schweren Unterwasserexplosionen. Um 18:19 Uhr folgte eine zweite Salve Hedgehog auf genau dieselben Zielkoordinaten. Weitere schwere Unterwasserexplosionen folgten. Nun schoss die USS REYNOLDS ebenfalls eine Salve von Hedgehog ab. Alle 76 Besatzungsmitglieder von IJN Ro-48 starben. Nach der Detonation der zweiten Salve von USS WYMAN kamen große Mengen an Trümmern und Öl an die Wasseroberfläche. Am 3. August verließen die Kriegsschiffe der TG 12.2 wieder die Gewässer vor Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort löste man dann die TG auf. Nun integrierte man die USS WYMAN in die Task Group 57.3. Aufgabe des Geleitzerstörers war nun, mehrere Schiffskonvois, bestehend aus Versorgungsschiffen, zwischen den Marshall Islands und den Inseln der Nördlichen Marianen zu eskortieren. Diesen Eskortierdienst führte der Geleitzerstörer bis zum 31. August durch. An diesem Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Task Undergroup 30.8.10. Diese TU gehörte zur Fleet Oiler and Transport Carrier Group und sollte die Kriegsschiffe der 3. US Flotte an vorderster Front mit dem allernotwendigsten versorgen. Die USS WYMAN übernahm dabei die Sicherung mehrerer Flottentanker, die während der Operation „Stalmate II“ den Kriegsschiffen der TF 38 und TF 34 frischen Treibstoff übergeben sollten. Diese Aktion zog sich bis in den Oktober hinein, bis zur Operation „King II“. Erst am 20. Oktober entband man die USS WYMAN von ihren Aufgaben und das Kriegsschiff übernahm wieder Eskortieraufgaben für Versorgungsschiffe zwischen den Marshall Islands und den Nördlichen Marianen. Im Februar 1945 beteiligte sich der Geleitzerstörer an Anti-U-Boot Operationen, die die Invasion der strategisch wichtigen Insel Iwo Jima unterstützten. Mitte März 1945 wechselte die USS WYMAN zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 50.8., die At Sea Logistic Support Group (ServRon6), die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Innerhalb der TG gehörte der Geleitzerstörer zur Task Undergroup 50.8.4. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ATTU ( CVE-102 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ) und USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ) und die Geleitzerstörer USS WYMAN, USS GREINER, USS SANDERS und USS LOVERING ( DE-39 ). Alle Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Geleitzerstörer der TU hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Außerdem konnte die Besatzung des Geleitzerstörers drei schwimmende japanische Seeminen durch Gewehrschüsse zur Explosion bringen. Die Task Group 50.8 wurde dann am 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte, umgewandelt. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. Die USS WYMAN sowie die anderen drei Geleitzerstörer wechselten nicht in die Task Group 30.8 sondern begannen in den Gewässern zwischen den Kerama Retto Inseln und Okinawa zu patrouillieren. Am 10. Juni verließ der Geleitzerstörer die Gewässer um Okinawa und fuhr über Guam zum Atoll Eniwetok. Nach einem Zwischenstopp in der Marinebasis Pearl Harbor legte das Kriegsschiff am 15. Juli im Hafen von San Francisco, Kalifornien an. Hier bugsierte man die USS WYMAN in ein Trockendock und begann mit einer umfangreichen Überholung, welche 42 Tage dauern sollte. Doch in dieser Zeit, am 15. August 1945, akzeptierte Japan die bedingungslose Kapitulation. Damit war der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet. Man änderte die Überholung nun in eine Inaktivität. Alle vorab schon genehmigten Umbauarbeiten, es sollten große Deckgeschütze zur Bombardierung des japanischen Hinterlandes installiert werden, wurden fallen gelassen. Alle Arbeiten wurden nun eingestellt, bis auf die Arbeiten die das Schiff in einen sicheren und bewohnbaren Zustand versetzten. Man stellte am 17. Dezember 1945 den Geleitzerstörer außer Dienst und den Namen USS WYMAN ( DE-38 ) strich man am 8. Januar 1946 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 16. April 1947 den Schiffskörper an die National Metal & Steel Company auf Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien zum verschrotten. Diese Verschrottung war am 14. März 1948 abgeschlossen.


USS WYMAN ( DE-38 )
Commanding Officer

LCDR Robert Witcher Copeland            1. September 1943 – 1. Februar 1944
LCDR Edwin Peter Parker          1. Februar 1944 – 1. Juni 1945
LT Dudley Talbot        1. Juni 1945 – 1. Oktober 1945
LT Robert Edward Jose         1. Oktober 1945 – 17. Dezember 1945

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