USS SANDERS ( DE-40 )

USS SANDERS ( DE-40 )

Biografie

Ensign Eugene Thomas Sanders
* 15 März 1899 in Hubbard, Marion County, Oregon
† 7. Dezember 1941 auf dem Schlachtschiff USS ARIZONA ( BB-39 ) im Hafen von Pearl Harbor, Territorium Hawaii

Eugene Thomas Sanders war der Sohn von William Eugene Sanders und Jessie M. Hinkle Sanders ( 29. November 1877 in Oregon – ? ). Er trat am 16. Juni 1917 in die US Navy ein und wurde am 13. Februar 1919 entlassen. Nach nur einigen Monaten im Zivilleben trat Sanders am 18. September 1919 in die US Navy ein. Er diente unter anderem vom 4. Dezember 1932 bis zum 1. Juni 1934 an Bord des Minensuchers USS BRANT ( AM-24 ), vom 30. August 1934 bis zum 28. Januar 1936 auf dem Minensucher USS FINCH ( AM-9 ), vom 29. Januar 1936 bis zum 3. April 1937 auf der Navy Station in Olongapo, Luzon, Philippinen und vom 6. April 1937 bis zum 10. März 1938 an Bord des U-Boot Tenders USS CANOPUS ( AS-9 ). Am 7. Mai 1940 meldete sich Chief Boatswain Sanders an Bord des Schlachtschiffes USS ARIZONA ( BB-39 ). Man beförderte ihn am 3. November 1941 zum Ensign. Während des japanischen Luftangriffs auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii am 7. Dezember 1941, befand sich Ensign Sanders an Bord des Schlachtschiffes.


USS SANDERS ( DE-40 )

Schiffsbiografie

Die USS GREINER ( DE-37 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Eugene Thomas Sanders benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfunddreißigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington wurde am 7. September 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-40 tragen. Doch am 14. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und das Kriegsschiff erhielt am 16. Juni 1943 den Namen USS SANDERS und die Kennung DE-40. Die Taufe und der Stapellauf erfolgten am 18. Juni 1943. Lieutenant Commander Arthur N. Daniels ( USNR ) stellte am 1. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt wurde in den Gewässern vor San Francisco, Kalifornien durchgeführt. Anschließend folgten mehrere Übungen. Im Dezember verließ die USS SANDERS die US Westküste und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Diese erreichte er Anfang Januar 1944. Wenige Tage nach der Ankunft stach das Kriegsschiff wieder in See und patrouillierte bis zum Juli 1944 zwischen der Gilbert Insel Tarawa und den Marshall Islands. Hauptaufgabe des Geleitzerstörers war die Eskorte von Schiffskonvois in diesen Gewässern damit die Versorgung der kämpfenden Truppen gewährleistet werden konnte. In dieser Zeit, am 1. April, versetzte man die USS SANDERS in die Task Undergroup 57.10.9. In dieser TU befand sich noch das Panzerlandungsschiff USS LST-127 und die beiden Landungsboote USS LCI (G) 346 und USS LCI (G) 449. Auf dem Panzerlandungsschiff und den beiden Landungsbooten befinden sich Soldaten, die am 1. April auf dem Atoll Ailuk und am 2. April auf dem Atoll Mejit, beides Marshall Islands angelandet werden. Dann lag die USS SANDERS zusammen mit dem Geleitzerstörer USS GREINER ( DE-37 ) und einem Zerstörer am 29. Mai vor der Insel Kusai, Karolinen und beschoss die dortigen japanischen Küstenbefestigungen. Bis zum 2. Juni klärten die drei Kriegsschiffe die Höhe der feindlichen Verteidiger auf. Anschließend nahm die USS SANDERS ihre Patrouillenfahrten wieder auf. Am 24. Juni lag es vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Im Juli verließ die USS GREINER die Gilbert und Marshall Islands und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Hier unterzog man den Geleitzerstörer einer ersten Überholung. Anschließend kehrte das Kriegsschiff wieder zu seinen aufgaben zurück und eskortierte zwischen August und Oktober mehrere Schiffskonvois bis zu den Nördlichen Marianen. Von November 1944 bis Anfang März 1945 patrouillierte und eskortierte das Kriegsschiff wieder zwischen den Gilbert und den Marshall Islands. Mitte März wechselte die USS SANDERS zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 50.8., die At Sea Logistic Support Group (ServRon6), die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Innerhalb der TG gehörte der Geleitzerstörer zur Task Undergroup 50.8.4. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ATTU ( CVE-102 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ) und USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ) und die Geleitzerstörer USS SANDERS, USS GREINER, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS WYMAN ( DE-38 ). Alle Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Geleitzerstörer der TU hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Die Task Group 50.8 wurde dann am 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte, umgewandelt. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. Die USS SANDERS sowie die anderen drei Geleitzerstörer wechselten nicht in die Task Group 30.8 sondern begannen in den Gewässern zwischen den Kerama Retto Inseln und Okinawa zu patrouillieren. Der Geleitzerstörer verließ Ende Juni diese Gewässer. Die Fahrt ging über Pearl Harbor bis in die Bucht von San Francisco. Die dortige Werft in San Pedro, Kalifornien erreichte der Geleitzerstörer am 15. Juli. Noch am selben Tag wurde das Kriegsschiff in ein Trockendock bugsiert und man begann mit einer umfangreichen Überholung. Dann erfuhr man am 15. August, dass die Japaner die bedingungslose Kapitulation akzeptierten. Damit war der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet. Die Reparaturarbeiten an der USS SANDERS wurden am 18. Juli vorzeitig eingestellt. Am 6. September nahm man den Geleitzerstörer ins Schlepptau und brachte ihn in die Treasure Island Naval Station in San Francisco und stellte das Kriegsschiff am 31. Oktober 1945 außer Dienst. Den Namen USS SANDERS ( DE-40 ) strich man am 8. Januar 1946 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 8. Mai 1947 an die National Metal & Steel Corporation auf Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien zum verschrotten.


USS SANDERS ( DE-40 )
Commanding Officer

LCDR Arthur N. Daniels (USNR)           1. Oktober 1943 – 29. März 1944
LCDR George N. Lindsay Jr. (USNR)           29. März 1944 – 5. April 1944
LCDR Arthur N. Daniels (USNR)          5. April 1944 – 7. April 1944
LCDR George N. Lindsay, Jr. (USNR)          7. April 1944 – 8. September 1945
LCDR Everett A. Rhoades (USNR)          8. September 1945 – 23. Oktober 1944
LT(jg) Henry E. Perry, Jr. (USNR)          23 Oktober 1944 – 31. Oktober 1945

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