USS YOUNG ( DD-580 )

USS YOUNG ( DD-580 )

Biografie

Lucien Young
* 31. März 1852 in Lexington, Kentucky
† 2. Oktober 1912 in New York
war ein Admiral in der US Navy und diente während des Spanisch – Amerikanischen Krieges

Lucien Young ernannte man am 21. Juni 1869 zum Midshipman und trat in die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ein. Er sammelte am Anfang seiner Karriere seine ersten praktischen Erfahrungen auf der Schaluppe USS DALE ( 1839 ), der Fregatte USS SAVANNAH ( 1842 ) und der Korvette USS CONSTELLATION ( 1854 ). Am 31. Mai 1873 schloss er dann sein Studium in Annapolis ab. Man versetzte ihn gleich im Anschluss nach Alaska und von dort aus nach Lissabon, Portugal wo er sich an Bord der Schaluppe USS HARTFORD ( 1858 ) einschiffte. Zum Ensign ernannte man ihn am 16. Juli 1874 und wechselte am 10. Dezember 1875 an Bord der Seitenradfregatte USS POWHATAN ( 1850 ) welche zur North Atlantic Station gehörte. Im Anschluss daran wechselte Young auf das Kanonenboot USS HURON ( 1875 ). Für eine wissenschaftliche Kreuzfahrt bis an die kubanische Küste, legte das Kanonenboot am 23. November 1877 in Hampton Roads, Virginia ab. Bei schwerem Wetter lief das Schiff am folgenden Tag gegen 1:00 Uhr bei Nags Head, North Carolina auf Grund. Eine gewisse Zeit konnte die Mannschaft das Schiff noch vor der völligen Zerstörung bewahren, konnte es aber nicht mehr freibekommen. Dadurch das das Wetter sich noch weiter verschlechterte, brach die USS HURON ohne Vorwarnung auseinander. Nur sechsunddreißig Besatzungsmitglieder, unter ihnen Lucien Young, konnten sich retten. Achtundneunzig Offiziere und Mannschaftsmitglieder fanden den Tod. Von denen konnten dann bei ruhiger See nur noch dreiundachtzig geborgen und begraben werden. Nachdem die USS HURON auf Grund gelaufen und nicht mehr freikam, wurde Ensign Lucien Young und der Matrose Antonio Williams an Land geschickt um Hilfe zu holen. Beide kämpften sich durch die hohe Brandung und erreichten völlig erschöpft den Strand. Dort harrte eine scheinbar teilnahmslose Gruppe von Zuschauern aus um das Spektakel zu verfolgen. Von diesen Menschen war keine große Hilfe zu erwarten. Lucien Young schickte daher einen Reiter im gestreckten Galopp zu einem sieben Meilen entfernten Stützpunkt um Hilfe zu holen. Er selber machte sich Barfuß und mit Schürfwunden und Prellungen übersät zu einem vier Meilen entfernten Depot auf. Dieses war aber unbemannt. Young brach es auf und suchte verzweifelt nach einer Leinenwurfkanone mit der man ein Tau zu dem havarierten Schiff schießen konnte damit die Besatzung sich an Land rettete. Zusammen mit dem Sheriff Williams aus dem Ort brachte Young diese Kanone an den Strand der am nächsten zu dem Wrack sich befand. Als die beiden dort ankamen hatten bereits vierunddreißig Überlebende hatten das rettende Ufer erreicht, während das Wrack schon in den Fluten zerschellt war.
Nach diesem Erlebnis versetzte man Ensign Young an Bord der Schaluppe USS PORTSMOUTH ( 1843 ). Dieses legte am 17. März 1878 in Le Havre, Frankreich an. Zu dieser Zeit befand sich die Weltausstellung in Paris die Young zusAMMEN MIT ANDEREN Offizieren des Schiffes besuchen durfte. Gleich nachdem die Schaluppe in Le Havre wieder abgelegt hatte, gliederte sie sich in ein Trainigsgeschwader ein. Am 5. April 1880 ging Ensign Lucien Young von Bord der Schaluppe. Er blieb für die folgenden Monate an Land und erhielt Aufgaben im Bureau of Equipment and Recruiting. In dieser Zeit war Master Lucien Young auch Berater des Marineministers William Henry Hunt ( 12. Juni 1823 in Charleston, South Carolina – 27. Februar 1884 in Sankt Petersburg, Russland ). Young anschließend dann an Bord des Monitor USS MONTAUK ( 1862 ) und des Schulschiffes USS MINNESOTA ( 1855 ). Gleich danach übernahm er den Dienst als Executive Officer an Bord des Klippers USS ONWARD ( 1852 ) und gleich daran anschließend den selben Posten auf der Schaluppe USS SHENANDOAH ( 1862 ). Dieses Schiff kreuzte bis zum 6. April 1885 vor den Küsten von Peru, Chile und Ecuador um amerikanische Interessen zu schützen. Man entsandte die Schaluppe sofort nach Panama nachdem dort sich eine Krise am Isthmus anbahnte. Insgesamt acht amerikanische Schiffe und 2.648 Matrosen und Marinesoldaten unter dem Kommando von Rear Admiral James Edward Jouett ( 7. Februar 1826 – 30. September 1902 ) landeten in Aspinwall und besetzten diese Stadt um den freien Durchgang der Züge zwischen dem Atlantik und dem Pazifik wieder herzustellen. An dieser Landung nahm Lucien Young ebenfalls teil. Nach dem Dienst auf der USS SHENANDOAH folgten an Land der Dienst auf der Naval Torpedo Station in Newport, Rhode Island; am Naval War College in Newport, im Bureau of Navigation, Washington und im Bureau of Naval War Records. Dort erfolgte die Sammlung aller monumentalen Dokumente, offizielle und inoffizielle, der US Navy, der Föderierten Marine und der Konföderierten Marine während des amerikanischen Bürgerkrieges.
Nach dem Dienst an Land begab sich Lucien Young an Bord des ungeschützten Kreuzers USS DETROIT ( C-10 ), des geschützten Kreuzers USS BOSTON ( 1884 ), des Kanonenbootes USS YORKTOWN ( PG-1 ) und des Kanonenbootes USS ALERT. Lieutenant Lucien Young stellte am 13. Mai 1898 die unter seinem Kommando stehende USS HIST ( 1895 ) in New York in den Dienst der US Navy. Zu diesem Zeitpunkt tobte schon der Spanisch-Amerikanische Krieg in der Karibik und im Pazifik. Die USS HIST fuhr nun entlang der US Amerikanischen Ostküste und wurde im Hafen von Charleston für den nachfolgenden Kampf vorbereitet. Am 25. Juni erreichte das Schiff die Guantanamo Bay. Von hier aus wechselte es zum Hefen von Santiago de Cuba. Dort sollte ab dem 29. Juni ein Teil der spanischen Flotte blockiert werden. Am folgenden Morgen, neben der USS HIST beteiligten sich unter anderem noch das Kanonenboot USS HORNET ( 1898 ) und das Küstenwachtboot USS WOMPATUCK ( YT-27 ) an der Blockade, versuchte der spanische Schoner NICKERSON die Blockade zu durchbrechen. Der Kampf war schnell beendet und die USS WOMPATUCK nahm die Prise ins Schlepptau um sie in die Manzanillo Bay zu bringen. Auf dem Weg dorthin begegnete den drei amerikanischen Schiffen ein spanisches Kanonenboot das man sofort versenkte. Allerdings wurden die amerikanischen Kriegsschiffe von Land aus bei Niguero auch noch beschossen. Fast unbeschadet erreichten sie die Manzanillo Bay, da gewahrte man ein feindliches Torpedoboot, vier Kanoneboote, vier Pontons und eine spanische Küstenbatterie sowie eine größere Ansammlung spanischer Truppen. Ohne Vorwarnung feuerte die Spanier vierzig Minuten lang mit ihren Geschützen auf die drei amerikanischen Schiffe. Nach einer weiteren Stunde hatte sich erst der Pulverdampf verzogen. Die USS HORNET war manövrierunfähig, wurde aber von der USS WOMPATUCK ins Schlepptau genommen und in Sicherheit gebracht. Die USS HIST wurde elf Mal getroffen, aber es gab keine Toten oder Verletzten. Für die Spanier war diese Schlacht schlimmer. Eines ihrer Kanonenboote war gesunken, ein Ponton ging verloren, auf einer Schaluppe wurde unter den dortigen spanischen Truppen schwere Verluste zugefügt und schwere Schäden entstanden an der Artillerie der Küstenbatterie und des Torpedobootes. Die USS HIST kehrte zwei Mal während des Krieges in die Manzanillo Bay zurück. Einmal am 15. Juli und am 12. August. Während der ersten Rückkehr gab es erneut eine Schlacht in der insgesamt zehn spanische Schiffe versenkt und viele schwer beschädigt wurden. Für diese Aktion erhielt die USS HIST von dem kubanischen General S. H. Rios, Kommandeur der kubanischen Truppen die gegen die spanische Herrschaft rebellierten, eine Belobigung. Das zweite aufeinandertreffen beider Marinen war für die USS HIST nicht weniger erfolgreich. Noch vor dieser Rückkehr beteiligte sich die USS HIST am 3. Juli an der Blockade vor dem Hafen von Santiago de Cuba. Die spanischen Schiffe wollten an diesem Tage die Blockade durchbrechen und es kam zur Schlacht. In dieser wurde der spanische Panzerkreuzer VIZCAYA durch die amerikanischen Kriegsschiffe in Brand gesetzt. Unter konstantem feindlichen Feuer rettete dann die Besatzung der USS HIST 142 spanischen Besatzungsmitgliedern der VIZCAYA das Leben. Acht Tage nach dieser Schlacht fuhr die USS HIST zusammen mit der USS WOMPATUCK nach Media Luna und den Quizaro Islands. Besatzungsmitglieder der USS HIST schnitten hier das Haupttelegraphenkabel zwischen den beiden Punkten kurzerhand durch um die Informationen der spanischen Einheiten untereinander zu unterbinden. Genau das selbe machten die Besatzungsmiglieder des amerikanischen Schiffes am 21. Juli zwischen Punza Carapacho und Cayo Obispo. Wenn dann die USS HIST sich nicht im Kampf befand, patrouillierte das Schiff vor derkubanischen Küste zwischen Santiago de Cuba und Guantanamo. Am 12. August endete der Spanisch – Amerikanische Krieg. Lieutenant Lucien Young fuhr gleich anschließen mit der USS HIST nach Norden und legte mit dem Kriegsschiff am 22. Januar 1899 im Hafen von Key West, Florida an. Dort stellte Young das Schiff am 2. Februar 1899 außer Dienst und ging von Bord. In Key West beförderte man ihn am 3. März zum Lieutenant Commander und versetzte ihn des selben Jahres nach Kuba. Hier trat er am 22. August sein Posten als Hafenkommandanten von Havanna an. Im Frühjahr 1900 ernannte man Lucien zum Kommandanten der Marinestation in Havanna. Im Anschluss an seinen Pflichtdienst auf Kuba, ernannte man Lucien zum Kommandanten des Neunten Naval Districts. Dessen Sitz befand sich in der Lake Trainings Station in Lake Bluff, Illinois. Diese Kommando behielt er bis Anfang 1904. Im März 1904 übernahm er das Kommando über das Kanonenboot USS BENNINGTON ( PG-4 ) von Captain Kossuth Niles ( 14. Juni 1849 – 6. Dezember 1913 ). Bis zum Frühjahr 1905 unternahm Young mit dem Kanonenboot Wach- und Patrouillenfahrten entlang des US Amerikanischen Westküste und bis Juli des selben Jahres eine Besuchsreise zu den Hawaiianischen Inseln. Von dort aus fuhr er mit dem Schiff nach San Diego, Kalifornien. Dort lag das Kanonenboot am Morgen des 21. Juli 1905 vor Anker und wurde zum Auslaufen vorbereitet. Lucien Young befand sich zu diesem Zeitpunkt mit dem Schiffsarzt F. E. Peck in einem Boot das die beiden Offiziere zu dem Kriegsschiff bringen sollte. Um 10:28 Uhr erschütterte das Kanonenboot eine schwere Explosion. Young trieb die Ruderer zur Eile an um das Kommando über das Schiff wieder so schnell wie möglich zu übernehmen. Noch nicht einmal richtig an Deck, befahl er schon das Schließen sämtlicher Schotts. Auf dem Kanonenboot war der vordere Kessel an der Steuerbordseite explodiert. Dabei wurde die Vorderseite des Kessels aus seinen Verankerungen gesprengt und nach achtern geschleudert. Dabei wurde die dahinterliegende Schottwand durchschlagen und der hintere Steuerbordkessel getroffen der seinerseits nun explodierte. Durch die verheerenden Detonationen wurde ein Teil des Oberdecks abgesprengt und Trümmerteile und Besatzungsmitglieder ins Wasser geschleudert wurden. Fast alle Besatzungsmitglieder in den Kesselräumen wurden getötet und Heißdampf drang in die darüber liegende Mannschaftsquartiere und in die Kombüse. Zahlreiche Besatzungsmitglieder erlitten dabei Verbrühungen. Ferner waren mehrere Löscher im Rumpf auf der Steuerbordseite unterhalb der Wasserlinie. Schnell einflutendes Wasser löschte zwar augenblicklich sämtliche Brände, so dass auch der angrenzende Munitionsraum des 15,2 cm Geschützes auf der Steuerbordseite davon verschont blieb. Aber die USS BENNINGTON bekam zunehmend Schlagseite. Um ein Sinken des Kanonenbootes zu verhindern, nahm der Schlepper SANTA FE das havarierte Schiff ins Schlepptau und zog ihn auf eine nahe Sandbank. Dort wurde die USS BENNINGTON auf Grund gesetzt. Während des Unfalls auf dem Kanonenboot kamen über sechzig Besatzungsmitglieder ums Leben. Lucien Young wurde wegen dieses Unfalls vors Kriegsgericht gestellt und für Schuldig befunden. Man tadelte ihn für Schlaffheit im Dienst. Später rügte US Marineminister Charles Joseph Bonaparte ( 9. Juni 1851 – 28. Juni 1921 ) verbal Lucien Young, da er angeblich Lieutenant Commander Bartlett einen Lügner und des Meineides bezichtigte weil dieser gegen ihn während des Prozesses ausgesagt habe. Charles Joseph Bonaparte bezeichnete dies als grob beleidigend gegenüber eines Offizieres und verlangte dafür eine öffentliche Entschuldigung. Nach mehreren Tagen des Überdenkens folgte Lucien Young dieser Aufforderung. Commander Lucien Young versetzte man wenige Tage später an die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Seinen Dienst versah er an dieser Marinewerft als am 18. April 1906 ein verheerendes Erdbeben San Francisco zerstörte. Mit ganzer Kraft setzte er sich dafür ein, dass dorthin Schiffe und frei zur Verfügung stehende Männer der US Navy entsandt werden um bei der Beseitigung der Erdbebenschäden und der Feuerbekämpfung sich beteiligten. Zum Ende seiner Dienstzeit auf dieser Werft, beförderte man ihn zum Captain. Ende 1909 ernannte man ihn zum Kommandanten der Naval Station in Pensacola, Florida und zum Kommandanten des 8. Naval Districts mit Sitz in New Orleans, Louisiana. Im Jahre 1910 ernannte man Lucien Young dann zum Rear Admiral. Seinen Befehlsbereich erweiterte man, indem man ihm noch das Kommando über den 7. Naval Distict Jacksonville, Florida übertrug, dessen Sitz sich in Key West befand. In der Personalakte von Lucien Young war ein Vermerk über Antisemitismus eingetragen worden. Dieser Vermerk bezog sich auf eine nicht bezahlte Schneiderrechnung über sieben Dollar. Der Schneidermeister Frank Copper aus Vallejo hatte nach mehreren Jahren der Zahlungsverweigerung an den Marineminister geschrieben und beklagte sich über diese Ignorranz. Lucien Young wurde nun vom Marineminister aufgefordert sich wegen dieses Schreibens zu offenbaren. In einer schriftlichen Antwort schrieb Lucien Young, dass er erst einmal Nachforschungen angestellt werden mussten um herauszufinden wer überhaupt dieser Copper sei. Dieser hatte ein Hutgeschäft und dieses sei durch verdächtige Umstände abgebrannt. Außerdem habe dieser Schneider seinen hebräischen Freunden dieses Anschreiben an den Marineminister zur Schau gestellt, welches eine ausgezeichnete Werbung für diesen selber und eine Demütigung für ihn gewesen sei.
Rear Admiral Lucien Young starb am 2. Oktober 1912 in New York City.


USS YOUNG ( DD-580 )

Schiffsbiografie

Die USS YOUNG ( DD-580 ) ist das erste Schiff bei der US Navy der zu Ehren von Rear Admiral Lucien Young benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das siebenundneunzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 7. Mai 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. J. M. Schelling taufte am 15. Oktober 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander George Bernard Madden ( 28. Februar 1909 – 24. März 1982 ) stellte am 31. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte den Zerstörer in den Golf von Mexiko und in die Karibik zur Guantanamo Bay, Kuba. Anschließend fuhr die USS YOUNG in die Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina. Dort nahm man einige Reparatur- und Umbauarbeiten vor. Am 18. Oktober überprüfte man auf dem Zerstörer während der unterschiedlichsten Manöver die Wirksamkeit der Umbauarbeiten in den Gewässern vor der Werft aus. Daran schloss sich eine umfangreiche Ausbildung für die Besatzung an und man rüstete das Kriegsschiff für die kommende Fahrt aus. Nach deren Abschluss wechselte das Kriegsschiff in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Zusammen mit den Zerstörern USS HALL ( DD-583 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS MACOMB ( DD-458 ), USS EMMONS ( DD-457 ), USS RODMAN ( DD-456 ) und USS ELLYSON ( DD-454 ) eskortierte die USS YOUNG das neugebaute Schlachtschiff USS IOWA ( BB-61 ) auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch – Marokko. Mitte November verließen diese Schiffe die US Ostküste. Für diese Fahrt schifften sich US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ), Außenminister Cordell Hull ( 2. Oktober 1871 – 23. Juli 1955 ), der Chief of Naval Operations Admiral Ernest Joseph King ( 23. November 1878 – 25. Juni 1956 ) und weitere hochrangige Militärs auf der USS IOWA ein. Diese wollten an der Kairo Konferenz vom 22. bis zum 26. November mit dem britischen Premierminister Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 – 24. Januar 1965 ) und dem chinesischen General Chiang Kai-shek ( 31. Oktober 1887 – 5. April 1975 ) teilnehmen. Danach flogen sie in den Iran um mit dem sowjetischen Generalsekretär Josef Wissarionowitsch Stalin ( 18. Dezember 1878 – 5. März 1953 ) an der Teheran Konferenz vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 teilnehmen zu können. Während der Teheran Konferenz sollte über die kommende Nachkriegsregelungen gesprochen werden. In der Mitte dieser Kreuzfahrt erhielt Lieutenant Commander George Bernard Madden den Befehl diesen Verband zu verlassen und sich mit dem Zerstörer ohne Zeitverzug in den Pazifik zu begeben. Somit kehrte die USS YOUNG um und durchquerte am 24. November den Panamakanal. Nach einem Zwischenstopp in San Diego, Kalifornien zum auffüllen der Treibstoffbunker, erreichte die USS YOUNG in den ersten Tagen des Dezember den Hafen von Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Hawaiianischen Gewässern bleibt der Zerstörer für einen Monat und beteiligte sich an mehreren Übungen. Anfang Januar 1944 verließ das Kriegsschiff den Hafen um nach Norden zu fahren. Mitte Januar erreichte die USS YOUNG Adak Island, Aleuten, Alaska und wurde in die Task Force 94 eingegliedert die Rear Admiral Wilder DuPuy Baker ( 22. Juli 1890 – 10. November 1975 ) befehligte. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ) und die Zerstörer USS YOUNG, USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING ( DD-685 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS KIMBERLY ( DD-521 ) und USS ISHERWOOD ( DD-520 ). Am 17. Januar verließen diese Schiffe den schützenden Hafen von Adak in der Kuluk Bay und fuhren in Richtung Osten bis zur Sand Bay auf Great Sitkin Island für eine Übung. Noch am selben Tag kehrten sie nach Adak zurück. Doch schon am 20. Januar liefen die Schiffe der TF 94 für eine erneute Übung aus der Kuluk Bay aus und legten am folgenden Tag wieder an. Drei Tage später verließen die Schiffe erneut Adak und fuhren in Richtung Westen zu Attu Island, der letzten Aleuteninsel. Diese Insel errichten die Schiffe am 25. Januar. Schon am folgenden Tag legten sie allerdings wieder ab und begannen bis zum 28. Januar mit Patrouillenfahrten in den Gewässern der Kurilen auf der Suche nach japanischen Schiffen, um die Versorgung auf den dort besetzten Inseln zu verhindern. Anschließend kehrten die Schiffe der TF 94 nach Attu zurück. Hier gliederte man die USS YOUNG in die Task Group 94.6 ein. In dieser TG befand sich der Leichte Kreuzer USS RICHMOND und die Zerstörer USS YOUNG, USS WICKES und USS PICKING. Am 1. Februar verließen diese Schiffe Attu Island und fuhren zur Kurileninsel Paramushiru. Diese Insel erreichten sie nach einer weiteren Patrouillenfahrt am 4. Februar und begannen noch am selben Tag mit dem Bombardement japanischer Stellungen. Dieser Beschuss dauerte mehrere Stunden. Doch dann verließen die Schiffe der TG wieder die Kurileninsel und fuhren auf dem direkten Weg zur Insel Attu. Diese Insel erreichten sie am 5. Februar. Doch noch am selben Tag liefen die USS YOUNG, USS PICKING und USS WICKES aus dem Hafen wieder aus und begannen eine Suche nach einem abgestürzten Amerikanischen Flugzeug und dessen Piloten auf der Fahrt nach Adak Island. In der Kuluk Bay legten die drei Zerstörer am 6. Februar und nach weiteren Suchaktionen einen Tag später an. Für weitere Aktionen gegen Kurileninseln beließ man die USS YOUNG in der TG 94.6 die Rear Admiral Wilder DuPuy Baker kommandierte. In dieser TG befand sich der Leichte Kreuzer USS RICHMOND und die Zerstörer USS YOUNG, USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING, USS WICKES, USS CHARLES J BADGER, USS KIMBERLY, USS ISHERWOOD, USS SPROSTON ( DD-577 ) und USS LUCE ( DD-522 ). Am 28. Februar verließen diese Schiffe die Kuluk Bay und erreichten am 1. März Attu Island. Hier bunkerten die Schiffe am selben Tag frischen Treibstoff und verließen anschließend wieder die Insel. Am 3. März begannen sie mit ihrer Patrouillenfahrt vor der Kurileninsel Paramushiru. In der Nacht vom 3. zum 4. März beteiligte sich die USS YOUNG an dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen bei Suribachi Wan und Kurabi Saki auf Paramushiru. Dieser Angriff kam für die japanischen Verteidiger völlig unerwartet. Dabei versenkte die USS LUCE das japanische Frachtschiff KOKAI MARU ( 2.000 BRT ). In der Nacht vom 4. zum 5. März gerieten die Schiffe der TG 94.6 vor den Kurilen in schweres Wetter und mussten abdrehen. Die USS RICHMOND, USS YOUNG, USS LUCE, USS KIMBERLY, USS ISHERWOOD, USS SPROSTON, USS WICKES, USS PICKING und USS WILLIAM D PORTER wurden dabei beschädigt. Am 5. März lief ein Teil der Schiffe der TG 94.6 im Hafen von Attu wieder ein. Nur die Zerstörer der Zerstörerdivision 97 mit der USS YOUNG, USS WILLIAM D PORTER, USS SPROSTON und USS WICKES verließen erst am 5. März die Kurilen und erreichten zwei Tage später die Insel Attu. Hier nahm man an den beschädigten Schiffen erste Reparaturen vor. Doch schon am 10. März verließen die Zerstörer der DESDIV 97 erneut Attu und begannen in diesen Gewässern zwischen den Aleuten und den Kurilen mit ihren Anti-U-Boot Patrouillenfahrten. Am 14. März liefen diese Zerstörer nur zum Auftanken in den Hafen von Attu ein und am 17. März beendeten die Kriegsschiffe ihre Patrouille. Die USS YOUNG begann von hier aus wieder mit ihren Patrouillen- und Eskortierfahrten in den Gewässern der Aleuten. Ab Mitte Mai zog man die Kriegsschiffe für die Task Force 94 wieder zusammen. Rear Admiral Ernest Gregor Small ( 5. November 1888 – 27. Dezember 1944 ) befehligte diesmal diese TF. In diesem Verband befanden sich die Schweren Kreuzer USS CHESTER ( CA-27 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und die Zerstörer USS YOUNG, USS LUCE, USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY, USS CHARLES J BADGER, USS PICKING, USS WILLIAM D PORTER, USS SPROSTON und USS WICKES. Am 24. Mai verließen diese Schiffe Attu und begannen am Morgen des 26. Mai ein Bombardement auf japanische Stellungen auf der Kurileninsel Paramushiru aus der nördlichen Inselgruppe. Anschließend wechselten die Schiffe zur Kurileninsel Matsua aus der zentralen Inselgruppe. Die Schiffe der TF 94 kehrten kurz danach in die Kulak Bay von Attu Island zurück. Dort bereitete man sie auf den folgenden Einsatz in den Kurilen vor. Am 10. Juni verließen die Schiffe der TF 94 erneut die Kulak Bay auf Attu und fuhren zu der Inselgruppe der zentralen Kurilen. Früh am Morgen des 13. Mai lagen diese Schiffe vor der Insel bereit und begannen ab 5:13 Uhr mit dem Bombardement japanischer Stellungen. Nach einer halben Stunde wurde der Beschuss abgebrochen und die Schiffe der TF verließen wieder die Gewässer der Kurileninsel. Nach mehreren Patrouillenfahrten in den Gewässern zwischen den Aleuten und den Kurilen kehrten die Kriegsschiffe in ihre Operationsbasis zurück. Hier bunkerten die Schiffe der TF 94 frischen Brennstoff und man füllte die Munitionsvorräte auf. Am 24. Juni legten sie in der Kulak Bay ab und fuhren erneut zu den Kurileninseln. Doch diesmal lag man zwei Tage später vor der Insel Paramushiru. Die amerikanischen Schiffe lagen beim Eintreffen vor dieser Insel in einem dicken Nebel gehüllt. Dort beschossen sie feindliche Stellungen. Die Sichtweite betrug unter zweihundert Meter. Trotzdem begann man mit dem Bombardement auf japanische Stellungen nach den Vorgaben der Zielkoordinaten. Noch am selben Tag kehrten allerdings die amerikanischen Schiffe wieder um und hievten am 28. Juni in der Kulak Bay ihre Anker über Bord. In dem nun folgenden Monat begann man auf der USS YOUNG mit mehreren Trainingsübungen für die dritte Fahrt zu den Kurilen. Dazu gliederte man den Zerstörer Ende Juli in die Task Group 94 ein. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS CONCORD ( CL-10 ) und USS TRENTON ( CL-11 ) und die Zerstörer USS YOUNG, USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING, USS WICKES, USS KIMBERLY, USS ROWE ( DD-564 ), USS SMALLEY ( DD-565 ), USS STODDARD ( DD-566 ) und USS WATTS ( DD-567 ). Am 1. August verließen diese Schiffe die Kulak Bay und fuhren zu den Kurilen. Am folgenden Tag befanden sie sich auf dem Weg zur Insel Matsua. Da griff ein zweimotoriger japanischer Bomber vom Typ Mitsubishi G4M den Schiffsverband an. Sofort schlug diesem Flugzeug ein Hagel von Luftabwehrgeschossen entgegen. Das war das einzige nennenswerte Ereignis auf dieser Patrouillentour, da vor der Kurileninsel sich schlechtes Wetter zusammenbraute und sich ständig feindliche Aufklärungsflugzeuge in der Luft befanden. Das Bombardement auf die Insel Matsua wurde daher abgesagt und die Schiffe kehrten nach Attu zurück. Die USS YOUNG ließ am 4. August ihren Anker in der Massacre Bay, Attu fallen. Am 7. August verließ das Kriegsschiff zusammen mit den Zerstörern USS WICKES und USS WILLIAM D PORTER die Aleuteninsel Attu. Alle drei Kriegsschiffe fuhren nach San Francisco, Kalifornien und legten in der Mare Island Naval Shipyard, Vallejo, Kalifornien an. In der Werft unterzogen sie sich einigen Reparaturen und einer Überholung zur Vorbereitung auf den Westpazifik. Am 16. August erreichte die USS YOUNG die Werft. Die Reparaturen und die Überholung an diesem Schiff begannen aber erst in den ersten Tagen des Septembers. Die Arbeiten waren am 6. Oktober mit einer Probefahrt abgeschlossen. Noch am selben Tag verließ der Zerstörer die Werft und fuhr über Pearl Harbor zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. In dem dortigen Hafen lief das Kriegsschiff Ende Oktober ein. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff in den folgenden Tagen an mehreren Übungen zur Abstimmung zwischen den Schiffen eines Versorgungskonvois und die sie beschützenden Kriegsschiffen. So lag die USS YOUNG am 10. November im Seeadler Harbor. Da explodierte am Morgen dieses Tages das Munitionsschiff USS MOUNT HOOD ( AE-11 ). Neun Landungsboote und eine Schute lagen längsseits zu diesem Munitionsschiff und man war gerade dabei die mitgeführte Munition von dem Transportschiff auf die kleineren Boote umzuladen. Durch Unachtsamkeit kam es zu dieser Explosion durch die noch geladenen 3.800 Tonnen Munition. Im Unkreis von 2.000 Metern wurden alle darin befindlichen Schiffe beschädigt. So auch die USS YOUNG. Allerdings waren die Beschädigungen auf dem Zerstörer nicht relevant, so dass das Schiff am 12. November wie geplant mit dem Schiffskonvoi zur Versorgung der alliierten Truppen auf Leyte, Philippinen ablegten. Die San Pedro Bay vor der Insel Leyte erreichte dieser Schiffskonvoi am 18. November. Hier gerieten sie in einen japanischen Luftangriff. Zum Schutz der Versorgungsschiffe bauten die Kriegsschiffe ihre Verteidigungspositionen aus und beschossen die japanischen Flugzeuge. Drei dieser feindlichen Flugzeuge konnten während des Kampfes abgeschossen werden. Man versetzte die USS YOUNG zur Sicherung zum 1. Versorgungskonvoi der Task Force 77. Die Panzerlandungsschiffe und Truppentransportschiffe sollten während der Operation „Love III“ zur philippinischen Insel Mindoro Infanteriesoldaten transportieren und die weitere Versorgung gewährleisten. Zur Sicherung dieser Transportschiffe befanden sich neben der USS YOUNG die Zerstörer USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS CONVERSE ( DD-509 ), USS CHARLES AUSBURNE ( DD-570 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS BRYANT ( DD-665 ) und fünf weitere Zerstörer in dem Versorgungskonvoi. Am 19. Dezember legten die Schiffe in der San Pablo Bay ab und befanden sich zwei Tage später östlich von Panay Island in der Visayan See. Da griffen am frühen Morgen des 21. Dezembers japanische Kamikazepiloten den Konvoi an. Erst gegen 17:18 Uhr begann es zu dämmern und fünf feindliche Flugzeuge schafften es die amerikanische Luftkampfpatrouille zu durchbrechen Die Panzerlandungsschiffe LST 460 und LST 749 sowie die SS JUAN de FUCA werden dabei getroffen und beschädigt. Die beiden Panzerlandungsschiffe müssen aufgegeben werden und wenige Tage später auch das Transportschiff. Deren Besatzungen und die meisten mitgeführten Soldaten werden durch die Zerstörer USS CONVERSE, USS CHARLES AUSBURNE und USS FOOTE gerettet. Am 24. Dezember 1944 erreichten die Schiffe des 1. Versorgungskonvoi Mindoro. Nach der Entladung der Schiffe legten diese sofort wieder ab und fuhren nach Leyte zurück. Auf dieser Eskortierfahrt nach Mindoro und zurück konnten die Luftabwehrkanoniere der USS YOUNG insgesamt fünf feindliche Flugzeuge abschießen und zwei beschädigen die dann von anderen Zerstörern abgeschossen wurden. In der San Pedro Bay warteten schon weitere Soldaten die sich auf die Truppentransportschiffe einschifften. Man gliederte die USS YOUNG in die Task Force 78 ein die Vizeadmiral Daniel Edward Barbey ( 23. Dezember 1889 – 11. März 1969 ) während der Operation „Mike I“ befehligte. Innerhalb dieser TF erhielt der Zerstörer die Aufgabe die Angriffstruppentransportschiffe USS FREMONT ( APA-44 ), USS PIERCE ( APA-50 ) und USS JAMES O´HARA ( APA-90 ), welche die Soldaten der Infanteriedivision 6 an Bord hatten, aus der Landing Group Baker, die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 – 4. Juli 1967 ) kommandierte, zu eskortieren. Am 30. Dezember verließen die Schiffe der TF 78 die San Pedro Bay und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Die Hauptlandung der amerikanischen Soldaten erfolgte ab dem 9. Januar 1945 im Lingayen Golf. Fast unangefochten konnten die Soldaten an Land gehen und stießen auf fast keinen Widerstand. Erst als sie außer Reichweite der Schiffsgeschütze sich befanden, begannen die japanischen Verteidiger mit ihren Gegenangriffen. Gleich nach dem ausschiffen der amerikanischen Soldaten, hievte man die Anker bei den auf Reede liegenden Truppentransportern auf und die USS YOUNG eskortierte zusammen mit weiteren Kriegsschiffen diese Truppentransporter zur San Pedro Bay. In dem dortigen Hafen legten sie am 16. Januar an. In diesen Gewässern der philippinischen Insel Leyte patrouillierte die USS YOUNG bis zum 25. Januar. An diesem Tage vervollständigte man die Munitionsvorräte und Brennstofftanks auf dem Zerstörer und gliederte ihn in die Task Group 78.3 ein die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG, USS LUCE, USS SPROSTON, USS CHARLES J BADGER, USS WICKES, USS NICHOLAS ( DD-449 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ), und ein weiterer, die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und konnten ohne einen Schuss abzugeben anlanden. Grund dafür war ein philippinischer Leutnant aus der Guerillaarmee. Dieser war mit einem Fischerboot bis zur USS YOUNG gerudert und hatte Commander Donald Granville Dockum ( 14. Oktober 1913 – 27. November 1969 ), Kommandant des Zerstörers, darüber informiert, dass er mit seinen Leuten die Anlandungszone gesichert habe. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe wieder das Anlandungsgebiet und fuhren in die Subic Bay. Am 30. Januar landen dort amerikanische Soldaten der 38. Infanteriedivision auf Grand Island. Man übertrug der USS YOUNG zusammen mit anderen Zerstörern die Eskorte von weiteren Versorgungsschiffen, die den Nachschub bis nach Luzon transportieren mussten. Nach dem Entladen der Transportschiffe eskortierten die Zerstörer diese wieder bis zum Leyte Golf. Von hier aus begleiteten die Kriegsschiffe weitere lebenswichtige Schiffskonvois bis in die Mangarin Bay im Lingayen Golf. Für die Landung der alliierten Soldaten auf Bataan und Corregidor, versetzte man die USS YOUNG zur Unterstützung in die Task Group 78.3 die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während dieser Operation befehligte. In dieser TG befand sich der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ), die Zerstörer USS YOUNG, USS PICKING, USS WICKES, USS EATON ( DD-510 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS CONVERSE ( DD-509 ), USS FRAZIER ( DD-607 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS RADFORD ( DD-446 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS O´BANNON ( DD-450 ) und USS TAYLOR ( DD-468 ), die Schnellen Truppentransporter USS KILTY ( APD-15 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS SCHLEY ( APD-14 ) und USS MANLEY ( APD-1 ). Diese Kriegsschiffe legten am 13. Februar in Leyte ab und eskortierten 62 Landungsschiffe die 5.300 Soldaten des 151. RCT und des 34. RCT der 38. Infanteriedivision transportierten. Die USS YOUNG eilte am folgenden Tag der USS NICHOLAS zu Hilfe die zwei japanische Mini-U-Boote aufgespürt hatte. Beide bemannten U-Boote wurden vernichtet. Am 15. Februar begann der Angriff auf Mariveles Harbor, Bataan und am folgenden Tag auf Corregidor. Dort vor Corregidor wurde die Basis der Selbstmord U-Boote zerstört. Nachdem die ersten Landungsboote sich von den Truppentransportschiffen gelöst hatten, eröffnete eine japanische Küstenbatterie auf Caballo Island ihr Feuer auf diese Schiffe. Umgehend eilte die USS YOUNG in dieses Gebiet und bombardierte mit ihren Schiffsgeschützen die Insel bis sich keine Gegenwehr mehr zeigte. Von dort aus beorderte man den Zerstörer wieder zur Anlandungszone. Hier musste das Kriegsschiff sich einen Weg im verminten Wasser suchen um die Landung der amerikanischen Soldaten während deren Anlandung unterstützen zu können damit die Inselfestung so schnell wie möglich eingenommen werden konnte. Von Corregidor aus kehrte die USS YOUNG nach dem Abschluss der Kämpfe Ende Februar in die Subic Bay zurück. Von dieser Operationsbasis aus unternahm der Zerstörer Patrouillenfahrten und war auf der Suche nach feindlichen Schiffen. Diese Patrouillenfahrten führte der Zerstörer bis Anfang April durch. Dann wechselte die USS YOUNG in die Mangarin Bay, Mindoro. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Group 78.2 ein die Rear Admiral Albert Gallatin Noble ( 14. Dezember1895 – 22. Februar 1980 ) während der Operation „Victor V“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG, USS BRAINE, USS CLAXTON ( DD-571 ), USS DYSON ( DD-572 ) und USS ROBINSON ( DD-562 ). Diese Kriegsschiffe übernahmen dort die Eskorte über das amphibische Kommandoschiff USS WASATCH ( AGC-9 ) und die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN, USS KEPHART ( APD-61 ) und USS COFER ( APD-62 ), welche die Soldaten des X. Army Corps transportierten. Am 11. April verließen diese Schiffe die Mangarin Bay und fuhren an die östliche Küste der philippinischen Insel Mindanao. Unterwegs wurde am 15. April der Hafen Polloc Harbor angelaufen und am 17. April befanden sich die Schiffe vor dem Einsatzgebiet in der Moro Bay. Wie gewohnt wurde vor der Landung der amerikanischen Soldaten der Anlandungsstreifen mit den Schiffsgeschützen bombardiert. Doch das war hier überhaupt nicht notwendig. Durch die starke philippinische Guerilla in diesem Gebiet hatten sich die japanischen Verteidiger ins Landesinnere zurück gezogen. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe das Anlandungsgebiet und fuhren zur Mangarin Bay. Diese erreichten sie am 24. April. Die USS YOUNG nahm von hier aus wieder ihre Patrouillenoperationen bis zum 20. Mai auf. Nach dem bunkern von frischen Treibstoff verließ der Zerstörer die Philippinen. Die Fahrt führte das Schiff über die amerikanischen Marinebasen Atoll Eniwetok, Marshall Islands und Pearl Harbor bis an die amerikanische Westküste. Am 12. Juni erreichte die USS YOUNG die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Die Überholungsarbeiten und Erprobungsfahrten dauerten bis zum 29. Juli. Anfang August war die USS YOUNG wieder Einsatzbereit und stach in See. Ziel war der Hafen von Pearl Harbor. Noch bevor der Zerstörer aber diesen Hafen erreicht hatte, war Commander Donald Granville Dockum in Kenntnis gesetzt worden das der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation der Japaner am 15. August beendet war. Anstatt den bisher vorgegebenen Befehlen, die den Zerstörer wieder in den Westpazifik beriefen, verblieb die USS YOUNG in den Hawaiianischen Gewässern und führte dort mehrere Übungen zusammen mit dem Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ) durch. Am 25. September verließen beide Schiffe zusammen mit den verschiedensten Einheiten der 3. US Flotte Pearl Harbor und stachen in See. Ziel war die Ostküste der USA. Nach den Zwischenstopps in San Diego, Kalifornien, der Durchquerung des Panamakanals und dem Halt im Hafen von Boston, wechselte die USS YOUNG nach New York. Hier fanden am 27. Oktober 1945 die Feierlichkeiten für den Navy Day mit einer Flottenschau statt die US Präsident Harry S. Truman ( 8. Mai 1884 – 26. Dezember 1972 ) anlässlich des Sieges anberaumt hatte. An dieser Parade nahmen unter anderem die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CV-42 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ) und USS CROATAN ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS NEW YORK ( BB-34 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), die Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ), USS COLUMBUS ( CA-74 ) und USS MACON ( CA-132 ), die Leichten Kreuzer USS HELENA ( CL-113 ) und USS BOISE ( CL-47 ), die Zerstörer USS AULICK ( DD-569 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS CASE ( DD-370 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS GANSEVOORT ( DD-608 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS LEARY ( DD-879 ), USS PORTER ( DD-800 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SARSFIELD ( DD-837 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS STEINAKER ( DD-863 ), USS VOGELGESANG ( DD-862 ), USS YOUNG ( DD-580 ) und USS ZELLARS ( DD-777 ), die Geleitzerstörer USS BAKER ( DE-190 ), USS BORUM ( DE-790 ), USS BOSTWICK ( DE-103 ), USS BRONSTEIN ( DE-189 ), USS MALOY ( DE-791 ) und USS THOMAS ( DE-102 ), die Schnellen Truppentransportschiffe USS BEVERLY W REID ( APD-119 ), USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 ) und USS MYERS ( APD-105 ), die U-Boote USS BOWFIN ( SS-287 ), USS CREVALLE ( SS-291 ), USS CATLESS ( SS-478 ), USS FLOUNDER ( SS-251 ), USS GATO ( SS-212 ), USS RASHER ( SS-269 ), USS SNAPPER ( SS-185 ) und USS THREADFIN ( SS-410 ), die U-Boot Tender USS HOWARD W GILMORE ( AS-16 ) und USS ORION ( AS-18 ) teil. Bis zum 1. November blieb die USS YOUNG noch im Hafen von New York und wechselte dann in den Hafen von Charleston.
Hier stellte man am 31. März 1946 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS YOUNG ( DD-580 ) strich man am 1. Mai 1968 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen wurde der Schiffskörper am 16. April 1970 vor der Küste Virginias während einer Übung versenkt.


USS YOUNG ( DD-580 )
Commanding Officer

LCDR George Bernard Madden         31. Juli 1943 – 26. August 1944
CDR Donald Granville Dockum           26. August 1944 – 15. November 1945
LCDR Carl Elliott Olson         15. November 1945 – 31. März 1946

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