USS BRISTOL ( DD-453 )

USS BRISTOL ( DD-453 )

Biografie

Mark Lambert Bristol
* 17. April 1868 in Glassboro, New Jersey
† 13. Mai 1939
war Rear Admiral in der US Navy

Mark Lambert Bristol absolvierte 1887 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges diente er an Bord des Schlachtschiffes USS TEXAS ( 1892 ) wo er in einer Kanonencrew integriert war. Er nahm in dieser Stellung an den Schlachten um die Guantanamo Bay und um Santiago de Cuba teil. Nach dem Krieg entwickelte er sich zu einem Spezialisten für Minen und Torpedos im Bureau of Ordnance. Von 1901 bis 1903 war er Berater des Oberbefehlshabers der Nordatlantikflotte. Von 1908 bis 1911 kommandierte er die Naval Torpedo Station in Newport, Rhode Island. Dort teste er die von LCDR Cleland Davis ( 13. November 1869 – 20. Oktober 1948 ) erfundenen Davis Torpedos die selbst durch ein Stahlnetz stießen um ihr Ziel zu erreichen. Anschließend versetzte man ihn zur asiatischen Flotte wo er mehrere Schiffe kommandierte. Man beförderte ihn danach zum Captain und übertrug ihm die Aufgabe sich mit der Entwicklung der Luftfahrt in der US Navy zu beschäftigen. Zu allererst gründete Bristol in Pensacola, Florida eine Aviation Station um eine Luftflotte in den Kampf der Schiffsflotte zu integrieren. Allerdings konnte er zu diesem Zeitpunkt die gestellten Pläne nicht verwirklichen. Dafür konnte Bristol aber die Grundlagen für den politischen Rahmen legen. Er übernahm am 18. Juni 1914 da Kommando über den Panzerkreuzer USS NORTH CAROLINA ( ACR-12 ) der zur Überholung in die Werft von Boston gekommen war und ließ am Heck ein Katapult aufbauen wovon Flugzeuge aufsteigen könnten. Nach dem Abschluss der Arbeiten fuhr das Schiff nach Pansacola wo die ersten Marineflieger ausgebildet wurden. Der Panzerkreuzer war am 5. November das erste Schiff, von dem während der Fahrt ein Flugzeug mittels Katapult aufgestiegen war. Dieser Pilot hieß Captain Henry Criskey Mustin ( 6. Februar 1874 – 23. August 1923 ). Im Jahre 1917 musste Bristol auf das Naval War College zum Studium. Er übernahm dabach wieder das Kommando über den Panzerkreuzer. Captain erhielt Bristol am 2. März 1918 das Kommando über das Schlachtschiff USS OKLAHOMA ( BB-37 ) übertragen. Am 13. August 1918 versetzte man das Schlachtschiff, das bis dahin als Schulschiff fungierte, zur Battleshipn Division Six die von Rear Admiral Thomas Slidell Rodgers ( 18. August 1858 – 28. Februar 1931 ) kommandiert wurde. Bristol hatte den Auftrag mit dem Schlachtschiff nach Berehaven Harbor, Irland zu fahren um die dort durchfahrenden alliierten Konvois zu schützen. In dieser Division waren noch das Schlachtschiff USS NEVADA ( BB-36 ), die Zerstörer USS BALCH ( DD-50 ), USS CONYNGHAM ( DD-58 ), USS DOWNES ( DD-45 ), USS KIMBERLY ( DD-80 ) und USS ALLEN ( DD-66 ) sowie der Torpedo-Boot-Zerstörer USS SAMPSON ( DD-63 ). Dort angekommen, musste die Division 18 Tage vor Anker liegen und auf das Schlachtschiff USS UTAH ( BB-31 ) warten. Erst nachdem Captain Bristol das Kommando über die USS OKLAHOMA am 14. Oktober 1918 an Captain Charles Butler McVay II. ( 9. September 1868 – 28. oktober 1949 ) übergeben hatte, kam das Schlachtschiff nach 80 Tagen in europäischen Gewässern zum Einsatz. Nach der Übergabe kehrte Bristol in die Vereinigten Staaten zurück, wo er zum Rear Admiral befördert wurde. Nach der Beendigung des Ersten Weltkriegs versetzte man ihn in die Türkei wo er von 1919 bis 1927 der Hochkommissar für die USA war. 1920 half er bei der Gründung des American Hospitals in Nisantasi, Istanbul sowie die dazugehörige Krankenpflegeschule die bis auf den heutigen Tag seinen Namen trägt. In1927 kehrte er wieder in die Heimat zurück. Man übertrug Bristol dort das Kommando über die Asiatische Flotte. Dieses Kommando übernahm er am 9. September 1927 von Rear Admiral Clarence Stewart Williams ( 7. Oktober 1863 – 24. Oktober 1951 ). Er gab es am 9. September 1929 an Rear Admiral Charles Butler McVay II weiter. Von 1930 bis 1932 gehörte Rear Admiral Marl Lambert Bristol zum Verwaltungsrat der United States Navy als dessen Vorsitzender. Bristol starb am 13. Mai 1939.

Zwei Schiffe bei der US Navy wurden zu Ehren von Rear Admiral Mark Lambert Bristol benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS BRISTOL ( DD-453 ) aus der GLEAVES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS BRISTOL ( DD-857 ) aus der ALLEN M SUMNER – Klasse.


USS BRISTOL ( DD-453 )

Schiffsbiografie

Die USS BRISTOL ( DD-453 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Mark Lambert Bristol benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunzehnte Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
s40001Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 20. Dezember 1940 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Nannie Tayloe Ls40003anghorne Clayton ( 9. August 1874 – 28. Juni 1962 ), Witwe von Major Powell Clayton, Jr. ( 30. Juli 1871 – 27. Dezember 1916 ) und Schwiegertochter des Ex-Senators für Arkansas Powell Clayton ( 7. August 1833 – 25. August 1914 ), taufte am 25. Juli 1941 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Chester Clark Wood ( 5. Juli 1903 – 24. Juli 1965 ) stellte am 22. Oktober 1941 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Noch am selben Tag eröffnete auf dem Zerstörer das Bordpostamt.
Nachdem die Endausrüstung abgeschlossen war, begann für die USS BRISTOL und dessen Besatzung die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Diese führte den Zerstörer bis zu den Bermudas und zurück, sowie in die Chesapeak Bay zur Erprobung der Geschütze. Für den ersten richtigen Kampfeinsatz der USS BRISTOL, versetzt man den Zerstörer in die Mid-Ocean Escort Force 5 ( MoEF 5 ). In diesem Verband befanden sich neben der USS BRISTOL der amerikanische Zerstörer USS BUCK ( DD-420 ) und die britischen Korvetten HMS KINGCUP ( K33 ), HMS LOOSESTRIFE ( K105 ), HMS DIANELLA ( K07 ) und die französische Korvette FFS ROSELYS. Diese Kriegsschiffe eskortierten den Schiffsgeleitzug HX 179 von der Naval Station Argentia, Neufundland aus bis nach Londonderry, Nordirland. In diesem Geleitzug befanden sich insgesamt 21 Fracht- und Transportschiffe. Am 13. März 1942 legten die Schiffe in Argentia ab und erreichten am 22. März ohne Verluste in Londonderry an. Dort warteten die Schiffe des MoEF 5 Verbandes bis zum 30. März und legten dann mit dem Geleitzug ON 81 in Londonderry wieder ab. Ohne den Verlust eines Schiffes legten die Schiffe am 9. April in Argentia an. Bis zum Juni begann die USS BRISTOL vor der US Ostküste zu patrouillieren. Den Zerstörer verlegte man am 6. Juni nach New York, wo sechs Truppentransporter für den Geleitzug AT 17 zusammengestellt wurden. Für das Geleit dieses Konvois liegen neben der USS BRISTOL die USS BUCK, USS SWANSON ( 443 ), USS EBERLE ( DD-430 ), USS EDISON ( DD-439 ), USS ERRICSON ( DD-440 ), NICHOLSON ( DD-442 ), USS LUDLOW ( DD-438 ), USS WOOLSEY ( DD-437 ) und die USS WILKES ( DD-441 ) bereit. Sie sind ein Teil der Eskorte. Am 1. Juli legten die Schiffe in New York ab und fuhren an der amerikanischen Ostküste entlang nach Norden bis Little Placentia Harbor, Neufundland. Von dort aus fuhr der Konvoi über den Atlantik und legte bei Firth of Clyde, Schottland an. Die USS WILKES verließ vorzeitig den Konvoi und erreichte am 12. Juli wieder New York. Die anderen Zerstörer kehrten mit den Truppentransportern des Konvois TA 17 nach New York zurück nachdem sich in Schottland die amerikanischen Truppen ausgeschifft hatten.
Die USS BRISTOL unterzog sich nun einer Überholung und an den restlichen Tagen im September verbrachte der Zerstörer in der Casco Bay, Maine, wo mit der Schiffsbesatzung mehrere Übungen durchgeführt wurden. Am 30. September verließ der Zerstörer die Bay und fuhr mit anderen Zerstörern und mehreren Zwischenstopps sowie weiteren Übungen nach Hampton Roads, Virginia. In dem dortigen Hafen legte das Schiff am 2. Oktober an. Im Oktober führte das Schiff weitere Übungen durch und beteiligte sich an einigen Manövern und amphibischen Operationen zur Vorbereitung auf die kommende Invasion an der marokkanischen Küste. Diese Übungen und Manöver endeten am 24. Oktober und die USS BRISTOL legte im Hafen von Norfolk an. Man gliederte dort den Zerstörer in die Task Group 34.9, der zentralen Angriffsgruppe, ein. In dieser TG 34.9 befanden sich 15 Truppentransportschiffe die von den Zerstörern USS BRISTOL, USS EDISON, USS WOOLSEY ( DD- 427 ), USS ROWAN ( DD-405 ), USS TILLMAN ( DD-641 ) und USS DOYLE ( DD-494 ) sowie 6 Minensuchbooten und den beiden U-Booten USS GUNNEL ( SS-253 ) und USS HERRING ( SS-233 ) eskortiert wurden. Zusätzlich integrierte man in diesen Verband noch den Flugzeugträger USS RANGER ( CV-4 ), den Geleitflugzeugträger USS SUWANSEE ( CVE-27 ), die Zerstörer USS ELLYSON ( DD-454 ), USS FORREST ( DD-461 ), USS FITCH ( DD-462 ), USS CORRY ( DD-463 ) und USS HOBSON ( DD-464 ) sowie einen Tanker. Außerdem befanden sich in dieser TG zur Feuerunterstützung der Landungskräfte der Schwere Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ) und der Leichte Kreuzer USS BROOKLYN ( CL-40 ). Diese wurden von den Zerstörern USS SWANSON, USS WILKES, USS LUDLOW ( DD-438 ) und USS MURPHY ( DD-603 ) gesichert. Alle diese Kriegsschiffe eskortierten dabei den Geleitzug UGF 1, bestehend aus 112 Transport- und 3 Frachtschiffen. Noch am selben Tag, den 24. Oktober, legte der Verband in Norfolk ab und erreichte am 7. November seine Ausgangsstellung vor Casablanka, Marokko. Dort gruppierte man die einzelnen Untergruppen des Verbandes für den Angriff am folgenden Tag um. Auf den Schiffen begannen die Vorbereitungen für die Landungen. Mit dem Beginn der Schlacht um die französischen Territorien unter der mit Deutschland kollaborierenden Vichy Regierung, unterstützte die USS BRISTOL mit ihren Schiffsgeschützen die Invasionstruppen und nahm dann Aufgaben der Luft- und U-Boot Überwachung vor Fedala wahr.
Da die auf Reede liegenden leeren und vollen Fracht- und Transportschiffe sehr gute Zielscheiben für deutsche U-Boote abgaben, entschied man umgehend mit der Rückführung dieser Schiffe an die Ostküste der USA. Am 17. November legten daher die Kriegsschiffe der TG 34.9 zusammen mit zehn Transportschiffen, drei Frachtschiffen, drei Minenlegern und zwei Tankern aus dem Konvoi GUF 1 von Casablanca aus nach Hampton Roads ab. Die Schiffe der TG waren der Leichte Kreuzer USS BROOKLYN, der Geleitflugzeugträger USS CHENANGO ( CVE-28 ) und die Zerstörer USS BRISTOL, USS EDISON, USS WOOLSEY, USS WILKES, USS SWANSON, USS TILLMAN, USS FORREST ( DD-461 ), USS QUICK ( DD-490 ), USS COLE ( DD-155 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS LUDLOW ( DD-438 ), USS MACOMB ( DD-458 ), USS KEARNY ( DD-432 ) und USS PARKER ( DD-604 ). Der Konvoi erreichte am 28. November seinen Zielhafen.
Den Monat Dezember 1942 verbrachte die USS BRISTOL mit Eskortier- und Patrouillenaufgaben in den Gewässern rund um New York und in der Casco Bay.
Am 14. Januar 1943 legte der Zerstörer mit den Schiffen der Task Force 34 und des Geleitzuges UGF 4 in New York ab. Achtzehn Truppentransportschiffe, gesichert von dem Schlachtschiff USS TEXAS ( BB-35 ) und den Zerstörern USS BRISTOL, USS BUTLER, USS BUCK, USS WILKES, USS SWANSON, USS LUDLOW, USS EDISON, USS WOOLSEY und USS ROE ( DD-418 ) erreichten am 25. Januar Gibraltar und wurden dort von den britischen Zerstörern HMS BRILLIANT ( H84 ) und HMS ANTELOPE ( H36 ) und dem britischen Minensuchboot HMS FELIXSTOWE ( J126 ) sowie den kanadischen Korvetten HMCS BADDECK ( K147 ), HMCS SUMMERSIDE ( K141 ), HMCS LUNENBURG ( K151 ) und HMCS PORT ARTHUR ( K233 ) übernommen. Dieser Konvoi erreichte zwei Tage später den Hafen von Oran, Algerien. Am 1. Februar brachte eine britische und kanadische Sicherungsgruppe den Geleitzug GUF 4, bestehend aus 30 Schiffen, zur Übergabeposition und die Kriegsschiffe der TF 34 eskortierten den Konvoi bis nach New York zurück, wo sie am 24. Februar anlegten.
Man bereitete die Schiffe der TF 34 in New York für die gleich darauffolgende Konvoifahrt vor. Diese begann am 5. März 1943. Zweiundzwanzig Truppentransportschiffe mit der Geleitzugbezeichnung UGF 6 wurden wieder von der Chesapeake Bay aus bis nach Gibraltar eskortiert, wo sie am 18. März von britischen und kanadischen Zerstörern übernommen wurden. Sofort nach der Übergabe eilten das Schlachtschiff und die Zerstörer der TF 34 dem langsamen Geleitzug UGS 6 entgegen der von den Zerstörern USS ROWAN, USS RHIND ( DD-404 ), USS WAINWRIGHT ( DD-419 ), USS TRIPPE ( DD-403 ), USS CHAMPLIN ( DD-601 ), USS MAYRANT ( DD-402 ) und USS HOBBY ( DD-610 ) eskortiert wurde. Von den 45 langsamen Frachtschiffen wurden vier vom 13. bis zum 17. März durch deutsche U-Boote versenkt. Zwei Tage lang begleiteten die Schiffe der TF 34 den Geleitzug bis nach Casablanca und fuhren dann zum Übergabepunkt vor Gibraltar zurück. Dort übernahm das Schlachtschiff USS TEXAS und die neun Zerstörer am 25. März den Geleitzug GUF 6 entgegen, der aus 15 Schiffen bestand. Ohne Verluste wurde der Geleitzug bis nach New York eskortiert. Anschließend eskortierte die USS BRISTOL im April 1943 einen Konvoi bis zum Panamakanal, der in den Pazifik wechseln musste. Danach kehrte der Zerstörer nach New York zurück, wo der Geleitzug UGS 8A zusammengestellt wurde. Dieser Geleitzug bestand aus 80 langsamen Fracht- und Transportschiffen und wurde durch die Schiffe der Task Force 66 gesichert. In dieser TF befanden sich die beiden Küstenwachkutter USCGC BIBB ( WPG-31 ) und USCGC INGHAM ( WPG-35 ), den Zerstörern USS BABBITT ( DD-128 ), USS GREER ( DD-145 ), USS UPSHUR ( DD-144 ) und USS DOYLE ( DD-494 ) und die Minensucher USS PIONEER ( AM-105 ), USS PORTENT ( AM-106 ) und USS THREAT ( AM-124 ). Unterstützung erfuhren die Schiffe der UGS 8A und deren Begleitschiffe durch die Task Group 21.3. In dieser befanden sich neben der USS BRISTOL der Geleitflugzeugträger USS CARD ( CVE-11 ) und den Zerstörern USS LUDLOW und USS WOOLSEY. Am 14. Mai stach der Konvoi in See. In dem Seegebiet das die Schiffe in Richtung Mittelmeer und nordafrikanische Küste durchquerten befand sich zu diesem Zeitpunkt kein deutsches U-Boot. Diese waren aber auf dem Weg dorthin. Am 31. Mai trennten sich 22 Fracht- und Transportschiffe vom Konvoi und wurden von der USS CARD, USS BRISTOL, USS LUDLOW und USS WOOLSEY bis nach Casablanca eskortiert. Die Sicherung der restlichen 58 Fracht- und Transportschiffe übernahmen vor Gibraltar die britischen Zerstörer HMS BROCKLESBY ( L42 ) und HMS QUANTOCK ( L58 ), der amerikanische Zerstörer USS BERNADOU ( DD-153 ), die britische Korvette HMS PENTSTEMEN ( K61 ) und vier A/S Trawler. Im Hafen von Casablanca warteten unter anderem 12 Panzerlandungsschiffe auf die Verlegung ins Mittelmeer. Die drei Zerstörer USS BRISTOL, USS LUDLOW und USS WOOLSEY legten am 9. Juni in Casablanca ab und eskortierten diese LST’s nach Oran, Algerien. Die anderen Schiffe des Konvois UGS 8A erreichten ohne Verluste bis zum 8. Juni ihre Bestimmungshäfen und die Kriegsschiffe der TF 66 kehrten ebenso wie die USS CARD an die amerikanische Ostküste zurück. Vor der nordafrikanischen Küste begann die USS BRISTOL Patrouillenaufgaben zu übernehmen. Für die Operation „Husky“ versetzte man den Zerstörer in die Task Force 86 die von Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 – 1. März 1962 ), er befand sich auf dem Wasserflugzeugtender USS BISCAYNE ( AVP-11 ), kommandiert wurde. Die Sicherungsschiffe für die Transportschiffe aus den Konvois TJF.1, TJM.1 und TJS.1 waren neben der USS BRISTOL die Leichten Kreuzer USS BROOKLYN und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS BUCK, USS EDISON, USS WILKES, USS SWANSON, USS ROE, USS LUDLOW, USS WOOLSEY und USS NICHOLSON. Die Transportschiffe sollten die von Generalmajor Lucian King Truscott, Jr. ( 9. Januar 1895 – 12. September 1965 ) kommandierte 3. US Infanteriedivision und Teile der 2. US Panzerdivision, insgesamt 27.650 Mann, an beiden Flanken von Licata, Sizilien anlanden. Am 5. Juli legten alle an der Operation „Husky“ beteiligten Schiffe in ihren Ausgangshäfen ab und erreichten am Vorabend des 10. Juli ihre Ausgangsstellungen. Am Morgen des 10 Juli begann der Angriff. Nach der Stabilisierung des Brückenkopfes bei Licata beginnt die USS BRISTOL mit Patrouillen- und Eskortierfahrten zwischen Sizilien und der nordafrikanischen Küste und die Kämpfe um Sizilien endeten am 17. August. Man versetzte die USS BRISTOL danach in die Task Force 81, in welcher sich die Kriegsschiffe auf die Invasion auf dem italienischen Festland bei Salerno vorbereiteten. Diese Southern Attack Force kommandierte Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 – 6. März 1978 ). Sie bestand aus dem Angriffstransportschiff USS SAMUEL CHASE ( APA-26 ), welches auch das Kommandoschiff war, 18 Transportschiffen, 3 Panzerlandungsschiffen, 27 LST, 32 LCI, 6 LCT, 4 LCS, 8 Patrouillenbooten, 4 U-Boot-Jäger, 9 Hilfsminensucher, 12 Minensucher sowie 32 kleineren Schiffen. Der Verband landete das VI. US Korps, welches Generalmajor Ernest Joseph Dawley ( 17. Februar 1886 – 10. Dezember 1973 ) befehligte, und die 36. Infanterie Division welche Generalmajor Edwin Anderson Walker ( 10. November 1909 – 31. Oktober 1993 ) befehligte und die 45. Infanterie Division die Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) kommandierte. Zur Sicherung der TF 81 waren neben der USS BRISTOL die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ), USS SAVANNAH ( CL-42 ) und USS BROOKLYN ( CL-40 ), der britische Monitor HMS ABERCROMBIE ( 109 ), das niederländische K-Boot FLORES und die amerikanischen Zerstörer USS WAINWRIGHT, USS TRIPPE, USS RHIND, USS ROWAN, USS PLUNKETT, USS NIBLACK, USS GLEAVES, USS MAYO, USS WOOLSEY, USS LUDLOW, USS BENSON, USS EDISON ( DD-439 ). USS KNIGHT ( DD-633 ), USS DALLAS ( DD-199 ), USS BERNADOU ( DD-153 ), USS COLE ( DD- 155 ). Im Morgengrauen des 9. September beginnt die Invasion. Die alliierten Streitkräfte stoßen dabei auf heftigen Widerstand durch deutsche Truppen und feindliche Flugzeuge griffen kontinuierlich die anlandenden Schiffe an. Die gelandeten amerikanischen Truppen erreichten trotz starker Feuerunterstützung der Kreuzer und Zerstörer ihre anfänglich festgelegten Ziele nicht. In der Nacht vom 10. zum 11. September eskortierte die USS BRISTOL zusammen mit der USS ROWAN ( DD-405 ) und anderen Zerstörern einen Schiffskonvoi aus entladenen Fracht- und Transportschiffen in Richtung Oran. In diese Nacht griffen drei deutsche Schnellboote aus der 7. Schnellbootflottille unter der Führung von Korvettenkapitän Herbert Max Schultz, Chef der 1. Schnellbootflottille, diesen Konvoi an. Mit einem Torpedo dieser Boote wurde die USS ROWAN versenkt. Der Zerstörer brach auseinander und sank innerhalb weniger Sekunden. 202 der 273 Offiziere und Mannschaften wurden dabei mit in den Tod gerissen. 70 Überlebende Mannschaftsmitglieder rettete die Besatzung der USS BRISTOL aus dem Wasser.
Auch im folgenden Monat eskortierte die USS BRISTOL wieder einen kleinen Schiffskonvoi in Richtung Oran. Am 13. Oktober 1943 um 4:17 Uhr feuerte das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Kapitänleutnant Waldemar Mehl ( 7. September 1914 – 29. März 1996 ), 70 Seemeilen west-nordwestlich von Oran, einen Torpedo auf die USS BRISTOL ab. Der Torpedo traf den vorderen Maschinenraum. Durch die Wucht der Explosion brach der Zerstörer in der Mitte auseinander. Commander John Albert Glick ( 30. August 1903 – 16. August 2002 ) befahl das sofortige Verlassen des Schiffes. Acht Minuten nach dem Einschlag des Torpedos versank das Heck im Wasser und nach weiteren vier Minuten der Bug. 52 Besatzungsmitglieder, fünf Offiziere und 47 Mannschaftsmitglieder, kamen während dieses Angriffes ums Leben und 218 Besatzungsmitglieder wurden von der USS WAINWRIGHT ( DD- 419 ) und USS TRIPPE ( DD-403 ) aus dem Wasser gerettet.


USS BRISTOL ( DD-453 )
Commanding Officer

LCDR Chester Clark Wood      22. Oktober 1941 – 22. September 1942 (erreichter Rang VADM)
CDR John Albert Glick      22. September 1942 – 13. Oktober 1943 ( erreichter Rang RADM )


 

s40002

Mrs. Nannie Tayloe Langhorne Clayton ( 9. August 1874 – 28. Juni 1962 )  taufte am 25. Juli 1941 den Zerstörer vor dessen Stapellauf.

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