USS NICHOLSON ( DD-442 )

USS NICHOLSON ( DD-442 )

Biografie

Alle Schiffe mit dem Namen USS NICHOLSON sind nach einer prominenten Familie, die amerikanische Marinegeschichte mitgeschrieben hat, benannt. So sind es die Brüder James Nicholson,
John Nicholson und Samuel Nicholson, der den Bau der USS CONSTITUTION beaufsichtigte und als erster Kapitän das Schiff führte, die Offiziere in der Continental Navy während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges waren, dann deren Neffe William Carmichael Nicholson dieser war ein Offizier in der United States Navy während des Krieges von 1812 und des Bürgerkrieges und deren Großneffe bzw. Enkel Rear Admiral James Augustus William Nicholson, dieser war ein Offizier in der United States Navy während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges und dem amerikanischen Bürgerkrieg.

James Nicholson
* 1737 in Chestertown, Maryland
† 2 September 1804 in New York City
war ein Offizier der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

James Nicholson war der Sohn von Joseph und Hannah Scott Nicholson. Er war 1762 mit der britischen Royal Navy bei einem Angriff auf Havanna beteiligt. Am 10. Oktober 1776 ernannte man ihn zum Captain in der Continental Navy. Er bekam die Befehlsgewalt über die Fregatte USS VIRGINIA ( 1776 ) um mit ihr und seinen Männern Baltimore, Maryland zu verlassen, an der britischen Seeblockade vorbeizufahren und George Washington bei seinem Sieg in der Schlacht von Trenton zu verhelfen. Als Senior Captain hatte Nicholson in der Continental Navy politischen Einfluss, dennoch war seine Karriere unbedeutend weil er nie einen Sieg auf See erringen konnte und Prisen aufbrachte. Viele Seeleute verließen deshalb das Schiff. Mehrere Versuche startete Nicholson um mit der USS VIRGINIA an der britischen Blockade vorbei zu kommen, erlitt aber jedes Mal einen Rückschlag. Bei dem fünften Versuch sich an dem britischen Blockade Geschwader vorbeizuschleichen und in die Mündung der Chesapeake Bay einzulaufen war alles andere als ein Geniestreich. Sein Schiff lief auf Grund und als die Briten sich zum Kampf rüsteten flüchtete er in einem Boot ans Ufer und seine Mannschaft wurde gefangen genommen. Am nächsten Tag näherte er sich seinem Schiff mit einer weißen Fahne und bat um seine persönlichen Effekten. Nicholson musste nach diesem Vorfall einen Bericht an den Kongress über seine „Flucht“ abgeben. Er berief sich darin auf einen Zeugen der in einem britischen Gefängnis gefangen war. Schließlich bekam er das Kommando über die USS TRUMBULL ( 1776 ). Am 28. August 1781 passierte was passieren musste. Die britische Fregatte HMS IRIS, dieses Schiff war einmal die USS HANCOCK
( 1776 ) das am 8. Juli 1777 von den Briten erobert und umbenannt wurde, nahm das 28 Kanonen Schiff USS TRUMBULL als Prise gefangen. Nicholson hatte keine Chance. Seine Mannschaft verweigerte den Kampf.
James Nicholson hatte einen Sohn und fünf Töchter, von denen eine Albert Gallatin ( 1761 – 1849 ) heiratete.

Er starb in seinem Haus in New York City .

John Nicholson
* 1756 in Chestertown, Maryland
† 1844 in Maryland
war ein Offizier in der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

John Nicholson war der Sohn von Joseph und Hannah Scott Nicholson und der Bruder von James. John diente in der Continental Navy als Lieutenant im Oktober 1776 und im darauf folgenden Monat beförderte man ihn zum Captain und gab ihm die Schaluppe USS HORNET ( 1775 ) unter seinen Befehl. Nach dem Krieg war er viele Jahre in öffentlichen Ämtern in Maryland aktiv wo er im Sommer 1844 starb.

Samuel Nicholson
* 22. Juli 1758 in Chestertown, Maryland
† 28. Dezember 1811 in Charlestown, Massachusetts
war ein Offizier der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und später in der United States Navy

Samuel Nicholson war der Sohn von Joseph und Hannah Scott Nicholson und der jüngere Bruder von James und John. Als Lieutenant diente er auf der USS BONHOMME RICHARD ( 1765 ) unter John Paul Jones. Samuel Nicholson bekleidete den Rang eines Captains in der Continental Navy als er das Kommando über die Fregatte USS DEAN ( 1778 ) erhielt. Am 14. Januar 1779 ließ er die Leinen lösen und die Segel setzen und segelte mit der Fregatte USS ALLIANCE ( 1778 ) zu einer Kreuzfahrt in die Karibik. Am 17. April kehrten sie nach Boston, Masschusetts mit einer Prise zurück. Am 29. Juli begleitete Nicholson mit der USS DEAN und der Fregatte USS BOSTON sowie zwei Schiffen der Virginia Navy einen Konvoi von Handelsschiffen auf das Meer. Als diese auf dem meer in Sicherheit waren begannen die Kriegsschiffe eine fünf wöchige Kreuzfahrt und eroberten dabei acht Prisen. Darunter waren vier Freibeuterschiffe, ein Transportschiff und die britische Korvette HMS THORN. Die amerikanischen Fregatten kamen am 6. September in Boston an und hatten unter anderem 250 Gefangene. Das war eine der bedeutendsten Reisen der Continental Navy. Nach dieser Aktion bekam Nicholson die USS DOLPHIN unter seine Befehlsgewalt. Als die amerikanische Revolution gesiegt hatte gab es nur noch wenige Schiffe die der jungen amerikanischen Navy unterstanden. Man löste kurzerhand die Marine auf und verkaufte die Kriegsschiffe oder wandelte sie in Handelsschiffe um. Es gab Strömungen im Kongress die meinten das nun nach dem Sieg über die Briten keine Marine mehr zum Schutz des amerikanischen Handels benötigt würde. Doch die wiederholten Drohungen aus Frankreich und den Barbaresken Staaten in Nordafrika rechtfertigten die Überlegungen energische Maßnahmen zu ergreifen um die amerikanischen Handelsinteressen zu schützen. Daher erließ der Kongress ein Gesetz am 27. März 1794 wo der bau von sechs Fregatten genehmigt wurde. Unter diesen Fregatten war auch die USS CONSTITUTION ( 1797 ). Das Schiff wurde von Joshua Humphreys entworfen und auf der Edmund Hartt Werft in Boston, Massachusetts unter der Leitung von George Claghorn gebaut. Captain Samuel Nicholson wollte selber das Schiff am 20. September 1797 in den Dienst der US Navy stellen, aber das Gewicht des Schiffes war so hoch das es erst einen Monat später, am 21. Oktober zu Wasser gelassen und durch Captain James Sever getauft wurde. Er war der erste Kommandant der Boston Navy Yard, die ab 1800 gegründet wurde und betreute ihren Aufbau. Er blieb im aktiven Dienst in der US Navy für den Rest seines Lebens.
Samuel Nicholson starb in Charlestown, Massachusetts, und ist in der Krypta der Old North Church in Boston, Massachusetts begraben.

William Carmichael Nicholson
* ca. 1790 in Maryland
† 25. Juli 1872 im Philadelphia Naval Asylum, Philadelphia, Pennsylvania
war ein Offizier in der United States Navy während des Krieges von 1812 und dem Bürgerkrieg

William Nicholson war der Sohn des Navy Offiziers John Nicholson. Er trat als Kadett 1812 in die US Navy ein und diente auf der Fregatte USS PRESIDENT ( 1800 ) unter Stephen Decatur während des Krieges von 1812 gegen Großbritannien. 1855 ernannte man Nicholson zum Captain und ab Mai 1861 kommandierte er die Dampf Fregatte USS ROANOKE. Im Juli 1862 trat er in seinen Ruhestand und erhielt den Rang eines Commodore. Im Philadelphia Naval Asylum starb er im Alter von etwa achtzig Jahren.

Rear Admiral James William Augustus Nicholson
* 10. März 1821 in Dedham, Massachusetts
† 28. Oktober 1887 in New York, New York
war ein Offizier in der United States Navy während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges und im Amerikanischen Bürgerkrieg.

Er war der Sohn von Nathaniel Nicholson und der Enkel von Samuel Nicholson. Im Februar 1838 war er als Midshipman in die US Navy eingetreten. Als Lieutenant diente er auf der Kriegsschaluppe
USS VANDALIA ( 1828 ) die ab dem 14. Februar 1853 ausgerüstet wurde und mit Commodore Matthew C. Perry und der Ostindien Squadron Japan in die Gegenwart holte als sie in die Tokyo Bay am
13. Februar 1854 einfuhr. Nicholson war am 30. September 1856 mit der USS VANDALIA wieder in der Portsmouth Navy Yard wo sie außer Dienst gestellt wurde. Während des Bürgerkrieges diente Nicholson auf den Schraubendampfern USS POCAHONTAS ( 1852 ) und USS PENSACOLA ( 1859 ) und befehligte den Dampfer USS ISAAC SMITH, den Dampfer USS SHAMROCK ( 1863 ). In der New York Navy Yard stellte er den neuen Monitor USS MANHATTEN am 6. Juni 1864 in den Dienst der US Navy. Unter dem Oberbefehl von Konteradmiral David G. Farragut formierte sich die West Gulf Blockade Squadron am
5. August 1864 zur Schlacht von Mobile Bay. Am 23. August war die letzte Hochburg der Konföderierten beseitigt und Nicholson fuhr mit der USS MANHATTEN im November nach New Orleans, Louisiana und später in die Mündung des Red River und blieb dort bis Mai 1865. Nicholson war da aber schon wieder auf dem Weg in die New York Navy Yard wo er am 23. Mai 1965 das Kanonenboot USS MOHONGO in den Dienst der US Navy stellte. Das Kanonenboot unterstellte man dem Pacific Squadron und so ließ Nicholson die Keinen am 29. Mai 1865 in Brooklyn lösen und die USS MOHONGO fuhr über St. Thomas, Barbados, Natal Rio de Janeiro und Montevideo in die Magellanstraße am 9. Oktober bei schwerem Sturm ein und erreichte Valparaiso, Chile am 29. Oktober. Dort blieb man bis zum 27. April 1866 zur Reparatur der Sturmschäden. Von da an war das Schiff für den Schutz der amerikanischen Interessen einsatzfähig. Im August 1873 beförderte man Nicholson zum Commodore. Er befehligte die New York Navy Yard von 1876 bis 1880. Im Oktober 1881 nahm er die Ernennung zum Konteradmiral entgegen und kommandierte die Europäische Aquadron vom 16. September 1881 bis zum Februar 1883. Als die Briten Alexandria, Ägypten 1882 bombardierten rette Nicholson die Aufzeichnungen des amerikanischen Konsulats und brachte amerikanische und andere Flüchtlinge an Bord seines Flaggschiffes, der Kriegsschaluppe USS LANCASTER ( 1858 ). Auszeichnung vom Navy Department und Auszeichnungen der Dankbarkeit von europäischen Regierungen folgten. Am 10. März 1883 trat Nicholson in seinen wohlverdienten Ruhestand und starb in seinem Haus in New York am 28. Oktober 1887.

Vier Schiffe bei der US Navy sind nach der Familie Nicholson benannt worden.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS NICHOLSON ( TB-29 ) aus der BLAKELY – Klasse. 
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS NICHOLSON ( DD-52 ) aus der O´BRIEN – Klasse. 
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS NICHOLSON ( DD-442 ) aus der GLEAVES – Klasse. 
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS NICHOLSON ( DD-982 ) aus der SPRUANCE – Klasse.


USS NICHOLSON ( DD-442 )

Schiffsbiografie

Die USS NICHOLSON ( DD-442 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren der Brüder James Nicholson, John Nicholson und Samuel Nicholson, deren Neffe William Carmichael Nicholson und deren Großneffe bzw. Enkel Rear Admiral James Augustus William Nicholson benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechzehnte Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
 Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 1. November 1939 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. S. A. Bathriek, Urenkelin von Samuel Nicholson, taufte am 31. Mai 1940 den Zs40004erstörer vor dessen Stapellauf. Commander John Stuart Keating stellte am 3. Juni 1941 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Das Bordpostamt eröffnete auf der USS NICHOLSON am 20. Juni 1941.
Nach der Endausrüstung des Zerstörers begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die das Schiff entlang der Ostküste der USA bis zu den Inseln der Bermudas führte. Wieder zurück in Boston, überprüfte man den Schiffskörper des Zerstörers. Nach der Reorganisation der Konvois und Geleitzuggruppen versetzte man die USS NICHOLSON in die Task Undergroup 4.1.5. In dieser befanden sich neben der USS NICHOLSON die Zerstörer USS MAYO ( DD-422 ), USS LEARY ( DD-158 ), USS SCHENCK ( DD-159 ) und USS BABBITT ( DD-128 ). Die erste Geleitfahrt für die Zerstörer in dieser Zusammensetzung begann am 15. November 1941. 62 Transport- und Frachtschiffe aus dem Geleitzug HX 160 wurden von Argentia, Neufundland, Kanada aus bis zum Übergabepunkt an britische Kriegsschiffe bei Island ohne Verluste eskortiert. Diese Übergabe erfolgte am 24. November. Am 2. Dezember erschien der Konvoi ON 41, bestehend aus 37 Fracht- und Transportschiffen, am Übergabepunkt. Ohne Verluste erreichten die Schiffe am 11. Dezember die Ostküste Amerikas, just an dem Tag an dem Hitlerdeutschland und Italien den USA den Krieg erklärten nachdem das Kaiserreich Japan am 7. Dezember Pearl Harbor, Territorium Hawaii angegriffen hatte. Die Zerstörer der TU 4.1.5 übernahmen in Argentia am 29. Dezember 1941 den Geleitzug HX 167, bestehend aus 41 Frachtschiffen, und eskortierten ihn ohne Verluste zum Übergabepunkt bei Island, den sie am 7. Januar 1942 erreichten. Für die Fahrt an die Ostküste Amerikas übernahmen die amerikanischen Kriegsschiffe am 15. Januar 1942 den Geleitzug ON 55, bestehend aus 28 Frachtschiffen. Auf dem Weg zum Übergabepunkt hatte ein Tag vorher das deutsche U-Boot U-43 das britische Frachtschiff EMPIRE SURF ( 6641 BRT ) und das panamesische Frachtschiff CHEPO ( 5.707 BRT ) versenkt. Bis vor die Küste Neufundlands war der Geleitzug fast unbehelligt gekommen und zerstreute sich dort am 24. Januar aufgrund stürmischen Wetters das seit mehreren Tagen anhielt. An diesem Tag griff das deutsche U-Boot U-333, Kommandant Kapitänleutnant Peter-Erich Cremer ( 25. März 1911 – 5. Juli 1992 ), das norwegische Frachtschiff RINGSTAD ( 4.765 BRT ) um 15:25 Uhr an. Ein Torpedo traf auf der Steuerbordseite das Vorschiff des Frachters. Da befand sich das Schiff rund 85 Seemeilen südöstlich von Cape Race. Die gesamte Besatzung konnte rechtzeitig drei Rettungsboote zu Wasser lassen bevor der Frachter nach zwanzig Minuten in den Wellen des Atlantiks versank. Der deutsche Kapitän des U-Bootes bot der norwegischen Besatzung Wasser und Nahrung an, zeigte ihnen das am nächstgelegene Land und wünschte ihnen viel Glück. Durch das stürmische Wetter wurden die drei Rettungsboote getrennt. Zwei Rettungsboote mit 27 Besatzungsmitgliedern und drei Passagieren wurden nie wieder gesehen. Nur das Boot in dem sich der Kapitän des Frachters, Master Jacob K. Knudstad, und 12 Besatzungsmitglieder befanden wurde nach fünf Tagen von einem Flugzeug gesichtet welches den Zerstörer USS SWANSON ( DD-443 ) heranführte.
Die Zerstörer innerhalb der TU 4.1.5 wurden Anfang Februar ausgetauscht und anderswohin versetzt. Nur die USS NICHOLSON blieb darin. Es kamen hinzu die Zerstörer USS EDISON ( DD-439 ), USS Mac LEISH ( DD-220 ) und USS BERNADOU ( DD-154 ). Die Kriegsschiffe übernahmen am 9. Februar den Geleitzug HX 174, bestehend aus 27 Frachtschiffen, und eskortierten diese bis zum 16. Februar ohne Verluste an den Übergabepunkt. Noch bevor die Rückfahrt nach Argentia begann verließ die USS Mac LEISH den Verband und die USS LEA ( DD-118 ) und die kanadische Korvette HMCS ALGOMA ( K127 ) kamen hinzu. Am 21. Februar 1942 übernahmen die Zerstörer den Konvoi ON 67, bestehend aus 37 Frachtschiffen. Schon kurz nach dem Übergabepunkt erfasste noch am selben Tag das deutsche U-Boot U-155, Kommandant Kapitänleutnant Adolf Cornelius Piening ( 16. September 1910 – 15. Mai 1984 ), den Konvoi rund 600 Seemeilen östlich von Cape Race, Neufundland entfernt. Am folgenden Morgen schlug U-155 südlich von Cape Farewell, Grönland zu. Gegen 7:03 Uhr drei feuerte das U-Boot drei Torpedos ab. Das britische Tankmotorschiff ADELLEN ( 7.984 BRT ) und der norwegische Frachter SAMA ( 1.799 BRT ) wurden getroffen und sanken in kürzester Zeit. Von den 48 Besatzungsmitgliedern auf der ADELLEN überlebten nur 12, diese wurden von der kanadischen Korvette, und auf der SAMA 20, diese nahm die USS NICHOLSON an Bord, den Angriff. Dem Geleitzug folgten nun die deutschen U-Boote U-69, U-587. U-558, U-94, U-588 und U-158. Am Morgen des 24. Februar feuerte U-558, Kommandant Kapitänleutnant Günther Krech ( 21. September 1914 – 3. Juni 2000 ), nach einem Fehlschuss auf die USS EDISON, drei weitere Torpedos ab. Drei Detonationen wurden auf dem U-Boot wahr genommen. Der britische Tanker INVERARDER ( 5.578 BRT ) und das norwegische Tankmotorschiff EIDANGER ( 9.432 BRT ) sanken. Alle Besatzungsmitglieder konnten sich retten. Der dritte Torpedo traf das britische Tankmotorschiff ANDARA ( 8.009 BRT ), welches aber nur beschädigt wurde. U-587, Kommandant Kapitänleutnant Ulrich Borcherdt ( 13. September 1909 – 27. März 1942 ) versenkte die ANDARA im laufe des Vormittags. Gegen 4:25 Uhr hatte U-158, Kommandant Kapitänleutnant Erwin Rostin ( 8. Oktober 1907 – 30. Juni 1942 ) Kontakt zum Geleitzug. Um 8:55 Uhr feuerte das U-Boot zwei Torpedos auf das britische Tankschiff EMPIRE CELT ( 8.032 BRT ), allerdings konnte der Untergang des Schiffes nicht bestätigt werden. Um 9:50 Uhr feuerte das U-Boot drei weitere Torpedos im Intervall von einer Minute auf den Konvoi ab und es wurden wieder drei Detonationen gehört. Der erste Torpedo traf die schon gestoppte ANDARA, der zweite Torpedo traf die ebenfalls schon gestoppte EMPIRE CELT und der dritte Torpedo traf die ebenfalls schon beschädigte EIDANGER. Von den 53 Besatzungsmitgliedern auf der EMPIRE CELT konnten durch den ASW Trowler HMS ST. ZENO ( FY 280 ) 47 Überlebende gerettet werden. Um 10:35 Uhr feuert U-158 einen weiteren Torpedo ab. Diesmal triff es das britische Tankmotorschiff DILOMA ( 8.146 BRT ) und beschädigt es. Das Schiff konnte aber aus eigener Kraft am 1. März in den schützenden Hafen von Halifax, Nova Scotia einlaufen. Admiral Karl Dönitz ( 16. September 1891 – 24. Dezember 1980 ) befahl am 25. Februar die Angriffe auf den Geleitzug ON 67 einzustellen. U-158 hatte aber am 1. März nochmals die Chance auf einen Angriff auf diesen Konvoi. Das norwegische Motortankschiff FINNANGER ( 9.551 BRT ) war ein Nachzügler. Es gab keine Überlebende. Während dieser Schlacht um die Frachtschiffe, hatten die amerikanischen Zerstörer keine Chance den sieben Frachtschiffen zur Seite zu stehen.
In Halifax am 1. März angekommen, erholte sich die Besatzung der USS NICHOLSON erst einmal von dem Kampf. Zusammen mit der USS SWANSON übernahm der Zerstörer dann am 14. März 1942 zwei Truppentransportschiffe die 5.000 britische und kanadische Soldaten an Bord hatten und eskortierte diese bis nach Island. Dort übernahmen am 19. März britische Zerstörer das Geleit bis nach England. Die beiden amerikanischen Zerstörer erhielten einige Tage später die beiden Truppentransportschiffe bis nach Island wieder zugeführt. Auf denen befanden sich im Austausch ebenfalls rund 5.000 britische und kanadische Soldaten. Die vier Schiffe erreichten am 6. April den schützenden Hafen von Halifax. Man versetzte die USS NICHOLSON dann in die Task Force 38 in der sich das Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ) , der Leichte Kreuzer USS BROOKLYN ( CL-40 ), der britische Geleitflugzeugträger HMS AVENGER ( D14 ) und die Zerstörer USS BUCK, USS SWANSON, USS HILARY P JONES ( DD-427 ), USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ), USS INGRAHAM ( DD-444 ), USS MAYRANT ( DD-402 ), USS RHIND ( DD-404 ), USS ROWAN ( DD-405 ), USS TRIPPE ( DD-403 ), USS EBERLE ( DD-430 ), USS EDISON ( DD-439 ) und USS ERICSSON ( DD-440 ). Diese Schiffe lagen im Hafen von New York und übernahmen den kombinierten Truppentransport Konvoi AT 15 der aus 13 Truppentransportschiffen bestand. Sie legten am 30. April ab. Zuerst fuhr dieser Konvoi nach Argentia wo sich 4 britische Truppentransportschiffe aus dem Konvoi NA 8, von Halifax kommend, am 1. Mai 1942 anschlossen. Die Fahrt führte diesen Geleitzug bis nach Londonderry, Irland, wo sie am 12. Mai anlegten. Die USS MAYRANT, USS RHIND und USS ROWAN verließen die TF 38 und schlossen sich der TF 99 an die in Scapa Flow stationiert war. Dafür lösten sie dort die US MADISON ( DD-425 ) und die USS PLUNKETT ( DD-431 ) ab, die mit den Kriegsschiffen der TF 38 und den Truppentransportschiffen an die Ostküste der USA zurück kehrten. Die USS NICHOLSON verlegte man am 6. Juni nach New York, wo der Truppentransport AT 17 zusammengestellt wurde. Für das Geleit dieses Konvois liegen neben der USS NICHOLSON die USS BUCK, USS SWANSON, USS EBERLE, USS EDISON, USS ERRICSON, USS BRISTOL ( DD-453 ), USS LUDLOW ( DD-438 ), USS WOOLSEY ( DD-437 ) und die USS WILKES ( DD-441 ) bereit. Sie sind ein Teil der Eskorte. Am 1. Juli legten die Schiffe in New York ab und fuhren an der amerikanischen Ostküste entlang nach Norden bis Little Placentia Harbor, Neufundland. Von dort aus fuhr der Konvoi über den Atlantik und legte bei Firth of Clyde, Schottland an. Die USS WILKES verließ vorzeitig den Konvoi und erreichte am 12. Juli wieder New York. Die anderen Zerstörer kehrten mit den Truppentransportern des Konvois TA 17 nach New York zurück nachdem sich in Schottland die amerikanischen Truppen ausgeschifft hatten. Auf dem Weg an die Ostküste der USA unterstützte die USS NICHOLSON am 3. August die Kriegsschiffe des Geleitzuges ON 115 und verjagte mit ihnen zusammen deutsche U-Boote nach dem diese drei Frachtschiffe torpediert und versenkt hatten. Die USS NICHOLSON folgte danach den Schiffen des TA 17 und legte am folgenden Tag mit den anderen Zerstörern und den Truppentransportern in New York an. Im dortigen Hafen warteten die Schiffe des Truppentransportes AT 18 um nach Greenock, Schottland eskortiert zu werden. Die Eskorte bildeten unter anderen dabei das Schlachtschiff USS ARKANSA ( BB-33 ), der Leichte Kreuzer USS BROOKLYN sowie die Zerstörer USS NICHOLSON, USS EBERLE, USS ERRICSON, USS SWANSON, USS MADISON, USS CHARLES F HUGHES, USS NIBLACK ( DD-424 ), USS LANSDALE ( DD-426 ) und USS MAYO ( DD-422 ). Am 6. August 1942 legten im Hafen von New York zwölf Truppentransportschiffe des Konvois AT 18 ab. Die Fahrt führte die Schiffe über Halifax, Nova Scotia nach Lisahally, Nordirland und Greenock, wo sie am 18. August anlegten. Nach dem Entladen des Transportgutes und dem Ausschiffen der Soldaten legten diese zwölf Truppentransportschiffe, nun mit der Bezeichnung TA 18, am 27. August mit den Kriegsschiffen wieder ab. Der Geleitzug erreichte am 5. September wieder New York. Auf der Rückfahrt an die Ostküste gab es am 3. September einen Zwischenfall. Auf dem Truppentransporter USS WAKEFIELD ( AP-21 ) brach ein Feuer aus. Die USS CHARLES F HUGHES, USS NIBLACK, USS MADISON, USS MAYO und USS BROOKLYN übernahmen insgesamt 1.500 Soldaten von Bord des Transporters. Das Havarierte Schiff wurde dann nach Halifax zur Reparatur geschleppt.
Die USS NICHOLSON unterzog sich nun einer Überholung und verbrachte an den restlichen Tagen im September in der Casco Bay, Maine Dort musste die Schiffsbesatzung mehrere Übungen durchführen. Am 30. September verließ der Zerstörer die Bay und fuhr mit mehreren Zwischenstopps und weiteren Übungen nach Hampton Roads, Virginia. In dem dortigen Hafen legte das Schiff am 2. Oktober an. Im Oktober führte das Schiff weitere Übungen durch und beteiligte sich an einigen Manövern und amphibischen Operationen zur Vorbereitung auf die kommende Invasion an der marokkanischen Küste. Diese Übungen und Manöver endeten am 24. Oktober, doch für die USS NICHOLSON schon vorher Schluss. Ein Schaden an der Kesselanlage verhinderte die Teilnahme an der ersten Landung an der marokkanischen Küste. Der Angriff auf Casablanca, Marokko begann am 8. November und vier Tage später erreichte der Zerstörer die marokkanischen Gewässer. Man setzte das Schiff zur Jagd auf feindliche U-Boote, für Patrouillenfahrten rund um die auf Reede liegenden Frachtschiffe und zur Festigung des amerikanischen Brückenkopfes ein. Am 18. November erreichte der Geleitzug UGF 2 Casablanca, der von den Schiffen der Task Force 38 eskortiert worden war. Die USS NICHOLSON unterstützte die Kriegsschiffe und reihte sich dann in die Eskorte des Geleitzuges GUS 2, bestehend aus 43 Handelsschiffen, ein. Am 22. Dezember 1942 verließ der Konvoi Casablanca. Zum Schutz der Frachtschiffe waren noch die USS CHARLES F HUGHES, USS MADISON, USS LANSDALE, USS HILARY P JONES und die USS DAVISON ( DD-618 ) anwesend. Ihr Ziel New York, erreichten die Schiffe am 10. Januar 1943 ohne Verluste obwohl eine U-Boot Gruppe angesetzt worden war.
Die USS NICHOLSON blieb nun an der amerikanischen Ostküste und führte dort Patrouillen- und Eskortierfahrten in den kommenden Monaten durch. Außerdem hielt man den Zerstörer für spezielle Einsätze bereit. Dann liefen die Vorbereitungen für die Operation „Husky“. Dazu verlegte man den Zerstörer in die Task Force 65 die von Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligt wurde. Zur Vorbereitung der Operation „Husky“, der Landung auf Sizilien, legte der Schiffskonvoi UGF 9 bestehend aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen und dem Schiffskonvoi UGF 9A bestehend aus 11 Transportschiffen und 14 Kriegsschiffen am 11. Juni in New York ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision. Die USS NICHOLSON gehörte dabei zur Task Group 65.5 die die Transportschiffe der UGF 9A begleiteten. In dieser waren zur Absicherung der elf Transportschiffe außerdem noch der Leichte Kreuzer USS BROOKLYN und die Zerstörer USS BUCK, USS EDISON, USS WILKES, USS SWANSON, USS ROE, USS BOYLE, USS PARKER ( DD- 604 ), USS LAUB ( DD-613 ), USS KENDRICK ( DD-612 ), USS MacKENZIE ( DD-614 ), USS McLANAHAN ( DD-615 ) und USS NIELDS ( DD-616 ). Am 26. Juni erreichten die beiden Schiffskonvois den Hafen von Oran. Hier übernahm die USS NICHOLSON wieder Patrouillenaufgaben. Für die Operation „Husky“ versetzte man den Zerstörer in die Task Force 86 die von Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 – 1. März 1962 ), er befand sich auf dem Wasserflugzeugtender USS BISCAYNE ( AVP-11 ), kommandiert wurde. Die Sicherungsschiffe für die Transportschiffe aus den Konvois TJF.1, TJM.1 und TJS.1 waren neben der USS NICHOLSON die Leichten Kreuzer USS BROOKLYN und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS BUCK, USS EDISON, USS WILKES, USS SWANSON, USS ROE, USS LUDLOW, USS WOOLSEY und USS BRISTOL. Die Transportschiffe sollten die von Generalmajor Lucian King Truscott, Jr. ( 9. Januar 1895 – 12. September 1965 ) kommandierte 3. US Infanteriedivision und Teile der 2. US Panzerdivision, insgesamt 27.650 Mann, an beiden Flanken von Licata, Sizilien anlanden. Nach der Eroberung von Sizilien erhält die Besatzung der USS NICHOLSON die Aufgabe mit ihrem Kriegsschiff die Versorgungsschiffe der Alliierten von der nordafrikanischen Küste bis nach Sizilien und später bis nach Salerno zu eskortieren und vor Angriffen von deutschen U-Booten und Überwasserkriegsschiffen zu beschützen. Diese Eskortierfahrten dauern bis zum Ende des Jahres 1943.
Zu Weihnachten legte die USS NICHOLSON im Hafen von New York an. Dort bereitete man den Zerstörer für seine Aufgaben im Pazifik vor. Zusammen mit den Zerstörern USS WILKES, USS SWANSON und USS MARSHALL ( DD-676 ) legte die USS NICHOLSON am 7. Januar 1944 in New York ab und erreichten fünf Tage später den Panamakanal, den sie noch am selben Tag durchquerten. Die USS NICHOLSON, USS WILKES und die USS SWANSON legten danach im Hafen von Balboa, Panama an. Die Schiffsbesatzungen der drei Zerstörer konnten sich eine Woche lang erholen. Der Zerstörer USS MARSHALL fuhr nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii weiter. In Balboa lag der Truppentransporter SS MORMACDOVE den die drei Zerstörer über die Galapagos Inseln, Bora Bora und Noumea, Neukaledonien bis in die Milne Bay, Neuguinea eskortierten. Die Milne Bay erreichten die Schiffe am 20. Februar 1944. Fünf Tage später verließ die USS NICHOLSON, USS WILKES und die USS SWANSON wieder die Bucht und fuhren nach Cape Gloucester, New Britain, Neuguinea. Auf dem Weg dorthin übernahmen die Zerstörer die Eskorte für einen LST Konvoi der Verstärkungen in die Borgen Bay, Cape Gloucester, Megin Island, Cape Cretin und auf die Tami Islands, alles Neuguinea, bringen sollten. Alle drei Zerstörer erreichten dann am 1. März 1944 die Oro Bay, Neuguinea. Zwei Tage später trafen die Zerstörer USS GILLESPIE ( DD-609 ) USS REID ( DD-369 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS STEVENSON ( DD-645 ) und USS THORN ( DD-647 ) und die drei Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS SANDS ( APD-13 ) mit Soldaten und deren technischer Ausrüstung ein. Die USS NICHOLSON, USS WILKES und die USS SWANSON ordnete man in die Task Force 76 ein. Die Schiffe der TF nach Los Negros Island, Admiralitätsinseln, Neuguinea und wurden von Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 – 4. Juli 1967 ) . Die mitgeführten Soldaten waren die Verstärkung für die 1. US Army Kavallerie Division die auf Los Negros einen Brückenkopf seit dem 29. Februar 1944 hielt. Am 4. März trafen die Schiffe im Hayne Harbor, Los Negros Island ein und landeten alle Truppen mit ihrer Ausrüstung bis auf einen Zwischenfall. So bombardierten die Zerstörer am 6. März Lemondrol Creek, südlich von Momote eine japanische Flugzeuglandebahn und Ziele am westlichen Ende von Hayne Harbor und Seeadler Harbor. Dort in Seeadler Harbor befand sich eine japanische Küstenbatterie. Diese feuerte auf die amerikanischen Kriegsschiffe und traf die USS NICHOLSON mit einer Granate. Diese schlug im Munitionsvorbereitungsraum der zweiten Kanone ein und explodierte. Drei Besatzungsmitglieder waren sofort tot und vier weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Mit genau gezielten Schüssen durch die anderen Geschützbesatzungen wurde die feindliche Küstenbatterie sofort vernichtet. Bis zum 7. März blieb die USS NICHOLSON vor der Insel liegen zur Feuerunterstützung für die Invasionstruppen. Außerdem nahm der Zerstörer evakuierte Todesopfer aus dem Kampfgebiet an Bord auf. Am 7. März wechselte die USS WILKES zu der Admiralitätsinsel Manus Island, wo der Zerstörer im Seeadler Harbor die Angriffsversuche der anlandenden Alliierten Truppen bis zum 19. März unterstützte. Nach einer zweitägigen Patrouillenfahrt rund um Cape Sudest, Admiralitätsinseln, fuhr die USS NICHOLSON wieder in den Seeadler Harbor ein. Von dort kehrte das Kriegsschiff am 24. März nach Cape Sudest zurück und blieb dort zur Verfügung bis zum 9. April vor Anker liegen. An diesem Tage fuhr die USS NICHOLSON nach Los Negros Island zurück und übernahm mit anderen Zerstörern zusammen die Eskorte über einen Konvoi der in die LanFemak Bay, Neuguinea begleitet werden musste. Zwei Tage später traf der Konvoi in der Bay ein. Noch am selben Tag fuhr der Zerstörer in die Oro Bay zurück und hielt sich dort zur weiteren Verfügung bereit. Der Zerstörer erhielt dann den Auftrag mit zum Cape Cretin zu fahren. Dort kam am 17. April Lieutenant General Walter Krueger ( 26. Januar 1881 – 20. August 1967 ), Kommandant der 6. US Armee, mit seinem Stab an Bord der bereitstehenden Zerstörer. Die USS NICHOLSON transportierte diese Offiziere zur Inselgruppe Wakde – Sarmi, Neuguinea in der Humboldt Bay. Von dort aus beobachtete man die Landungen der alliierten Invasionstruppen. Am dritten Tag versetzte man den Zerstörer in die DESDIV 26 die in der Task Group 77.1 integriert war. Diese TG, die Western Attack Group, befahl Rear Admiral Daniel Edward Barbey ( 23. Dezember 1889 – 11. März 1969 ) und war eine amphibische Landungseinheit zur Einnahme in der Tanahmera Bay den Bereich um Aitape während der Operation Reckless eingeteilt. In dieser TG befanden sich neben der USS WARD ( APD-16 ) noch zwei Schnelle Truppentransporter die die Soldaten der 163. RCT der 41. Infanteriedivision, kommandiert von Brigadegeneral Doe, transportierten; sieben gepanzerten Landungsschiffen; sechzehn Infanterielandungsfahrzeugen ( LCI ); einem Landungsboot Mutterschiff ( LSD ) und einem Angriffsfrachtschiff. Diese Schiffe wurden neben der USS NICHOLSON durch die Zerstörer USS SWANSON, USS WILKES, USS HOBBY ( DD-610 ), USS GRAYSON ( DD-435 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) und USS KALK ( DD-611 ) eskortiert und gesichert. Die USS NICHOLSON übernahm während der Kämpfe bis kurz vor Mitte Mai mehrere Patrouillen- und Konvoifahrten sowie die Luft- und Sonarüberwachung. Rear Admiral William Morrow Fechteler übernahm dann die Task Force 77 während der Operation “Horliek“. Gleich nachdem große Teile der Soldaten der 41 Infanteriedivision, kommandiert von Major General Horace H. Fuller ( 10. August 1886 – 18. September 1966 ), auf der indonesischen Insel Wakde nicht mehr benötigt wurden, nahmen diese ihren Platz auf den Schnellen Truppentransportern USS KILTY, USS WARD, USS SCHLEY ( APD-14 ), USS HERBERT ( APD-22 ) und USS CROSBY ( APD-17 ) wieder ein und gliederten sich zusammen mit den Zerstörern aus der TF 74 und 75 in der TF 77 ein. In dieser TF 77 befanden sich neben der USS NICHOLSON dann die Zerstörer USS WILKES, USS SWANSON, USS GRAYSON, USS ROE, USS DALY, USS GILLESPIE, USS BALCH, USS BEALE, USS KALK, USS HUTCHINS( DD-476 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS REID ( DD-369 ), USS SAMPSON ( DD-394 ), USS WARRINGTON ( DD-383 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS HUGHES ( DD-410 ) und USS MUSTIN ( DD-413 ). Am 25. Mai verließen die Schiffe die Humboldt Bay und fuhren zur indonesischen Insel Biak. Dort begann am 27. Mai der Angriff. Auch hier wurde unter anderen die USS NICHOLSON zur Sicherung der Invasionstruppen herangezogen und übernahm die Sonarüberwachung zur Früherkennung von feindlichen U-Booten im Operationsgebiet. Die Operation „Horliek“ war am 2. Juni mit der Einnahme von Biak Island abgeschlossen. Die USS NICHOLSON war am 5. Juni dann ein Teil einer Eskorte für neun LSRs, drei LCIs, vier LCTs die durch die gefährlichen Gewässer rund um die Schouten Islands begleitet werden mussten. Dort angekommen blieb der Zerstörer zur Bewachung weiter vor Ort.
Man versetzte die USS NICHOLSON am 14. August 1944 in die Task Force 74 die von dem australischen Commodore Sir John Augustine Collins ( 7. Januar 1899 – 3. September 1989 ) kommandiert wurde. In dieser TF befanden sich der Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die Leichten Kreuzer USS BOISE, USS NASHVILLE ( CL-43 ) und HMAS ARIADNE und die Zerstörer USS MUSTIN, USS RUSSELL, USS WILKES, USS SWANSON, USS FLETCHER, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS DALY, USS WELLES, die ab dem 27. Juli die fünf Schnellen Truppentransporter USS SCHLEY, USS KILTY, USS HERBERT, USS WARD und USS CROSBY und die Landungsschiffe der Task Force 77 nach Cape Sansapor eskortierten, wo die Operation „Globetrotter“ am 30. Juli 1944 begann. Am Abend des 19. August erhielt Commander William Winfred Vanous ( 1904 – 14. Mai 1961 ), Kommandant der USS NICHOLSON, den Befehl sich mit dem Zerstörer zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands zu begeben. Zusammen mit den Zerstörern USS SWANSON und USS WILKES aus der DESDIV 26 verließ die USS NICHOLSON am folgenden Tag die Gewässer von Neuguinea und fuhr nach Eniwetok, wo sie am 27. August anlegten. Am folgenden Tag wechselten die Zerstörer in die Task Force 38, die von Vizeadmiral Marc Andrew Mitcher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ) befehligt wurde. Speziell befanden sie sich dort in der Task Undergroup 38.4.3 die als Luft- und Sonarüberwachung eingesetzt werden sollten für die Flugzeugträger der TG 38.4. Schon am 29. August legten die Schiffe der TG 38.4 von Eniwetok ab und fuhren zu den Ogasawara Inseln Iwo Jima und Chijijima. Von den Flugzeugträgern stiegen die Kampfflugzeuge auf und begannen ab dem 31. August japanische Stellungen auf den beiden Inseln zu bombardieren. Am 4. September fuhren die Einheiten der TG 38.4 nach Saipan zum Auftanken und zur Aufnahme neuer Munitionsvorräte und Befehle. Schon am folgenden Tag verließen die Schiffe der TG Saipan und fuhren in das Seegebiet der Palau Inseln. Dort begannen ab dem 7. September die Angriffe auf japanische Stellungen. Bis zum 15. September wurden so die feindlichen Stellungen ständig bombardiert, dass am folgenden Tag mit der amphibischen Landung amerikanischer Marines auf der Insel Peleliu begonnen werden konnte. Zwei Tage lang blieben die Schiffe der TG 38.4 noch vor Ort zur Unterstützung der Landungstruppen. Am 18. September verließen sie die Inseln von Palau und fuhren zur Insel Manus, Admiralitätsinseln, Neuguinea, wo sie am 21. September ankerten. Dort sollten sich die Mannschaften der Schiffe etwas von den Kämpfen erholen und die Munitionsvorräte ergänzen. Doch schon am 24. September legten die Schiffe vor Manus wieder ab. Sie hatten den Befehl erhalten zu den Palau Inseln zurück zu kehren. Auf dem Weg dorthin legten sie am folgenden Tag im Hafen von Seeadler Harbor, Neuguinea einen Zwischenstopp ein und blieben dort wegen neueingegangener Befehle vor Anker liegen. Zwei Tage später wurden die Schiffe durch mehrere Tanker mit frischem Treibstoff versorgt und fuhren zu den Palau Inseln weiter. Die Flugzeugträger wurden für die kommenden Kämpfe um Formosa benötigt. Am 14. Oktober griffen die Trägerflugzeuge der TG 38.4 die östlichen japanischen Stellungen und Flugplätze in der Provinz Taroko an. Um nicht von japanischen Flugzeugen angegriffen werden zu können die von Luzon aus gestartet waren, verlegte man die TG 38.4 noch am selben Tag vor die dortige Küste und man bombardierte alle japanischen Flugplätze im Distrikt Appari und weitete diese Angriffe am folgenden Tag auf ganz Luzon aus. Am 16. Oktober betankte man die Schiffe der TG 38.4. Die Flugzeuge der Träger griffen am nächsten Tag japanische Stellungen um die Stadt Legazpi und den japanischen Flugplatz Clark Field, der rund 80 km nordwestlich von Manila lag. Zusammen mit den Schiffen der TG 38.1 wurde dann am 18. und 19. Oktober das Gebiet rund um Manila bombardiert und am 20. Oktober fuhren beide Task Groups zur philippinischen Insel Leyte wo sie die alliierten Invasionstruppen unterstützten. Drei Tage später wechselten die Schiffe der TG 38.4 zur philippinischen Insel Samar und lag dort 60 Seemeilen südlich davon. Am folgenden Tag begann der Angriff von der Luft aus auf japanische Stellungen und Schiffe. Ab dem nächsten Tag fungierte die USS WILKES als Kommunikationsverbindung zwischen den einzelnen Task Groups der Task Force 38, da am 25. Oktober sich die Schlacht im Cape Engano gegen eine japanische Flotte entwickelte. Am 26. Oktober löste man die USS NICHOLSON, USS WILKES und die USS SWANSON aus der Task Undergroup 38.4.3 heraus und beorderte sie zum Ulithi Atoll.
Dort sollten sich die Schiffe einiger Reparaturen unterziehen und Ergänzungen an Bord nehmen. Hier trennten sich die drei Zerstörer. Die USS SWANSON verlegte man nach Saipan. Die USS NICHOLSON verließ zusammen mir der USS WILKES danach das Ulithi Atoll und fuhr nach Guam, wo die Zerstörer am 3. November ankamen und am nächsten Tag wieder ablegten. Das nächste Ziel der Schiffe war Manus. Dort sollten sich die Zerstörer zur weiteren Verfügung halten. Doch die neuen Befehle sahen vor, dass diese den Konvoi GE-29 von Guam zum Atoll Eniwetok eskortieren sollten. Dazu legten beide Schiffe gleich wieder ab und erreichten am 26. November Eniwetok. Hier blieben die Zerstörer bis zum 1. Dezember und fuhren dann nach Pearl Harbor weiter, wo sie am 8. Dezember anlegten. Der Aufenthalt der USS NICHOLSON und der USS WILKES waren hier nur sehr kurz und beide Zerstörer fuhren weiter in die Puget Sound Navy Yard, wo sie am 15. Dezember anlegten. Zwei Tage später befanden sie sich in der Todd Pacific Shipbuilding Company in Seattle, Washington, wo sie sich einer gründlichen Überholung unterziehen mussten. Diese dauerte bei der USS NICHOLAS und der USS WILKES bis zum 28. Januar 1945. Gleich nach dem Verlassen der Werft eskortierten beide Zerstörer den Flugzeugträger USS FRANKLIN ( CV-13 ) von Seattle nach San Francisco, wo sie drei Tage später ankamen. Am 3. Februar 1945 legten alle drei Schiffe dort wieder ab und erreichten am 13. Februar den Hafen von Pearl Harbor. Dort beteiligten sich beide Zerstörer mit dem neu in Dienst gestellten Träger USS SHANGRI LA ( CV-38 ) an Übungen und Manövern, die bis zum 9. März 1945 dauerten. Danach übernahmen die USS NICHOLSON und die USS WILKES den Begleitschutz für das Schlachtschiff USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), das sie bis zum 19. März nach Ulithi im Eniwetok Atoll begleiteten. Dort legten sie drei Tage später wieder ab und eskortierten das Frachtschiff USS DE GRASE ( AK-223 ) bis zum 26. März nach Guam zum Hafen Apra Harbor. Auf dem Weg dorthin wurden von der USS WILKES vier Überlebende eines Martin PBM Bombenflugbootes aus dem Wasser gerettet, deren Treibstoff vollständig aufgebraucht war. Die USS WILKES selber musste dort ins Trockendock, da ihr Unterwasserschallgerät defekt war. Die USS NICHOLSON begleitete zusammen mit der USS WILKES dann vom 1. bis zu 27. April mehrere Schiffe zwischen Guam und Saipan. Vom 27. April übernahmen sie vor Saipan sechs weitere Schiffe und eskortierten sie bis zum 1. Mai nach Okinawa. Dort vor Okinawa übernahm die USS NICHOLSON die Luftüberwachung. Am 3. Mai griffen um 18:13 Uhr zwischen 18 bis 24 japanische Kamikazepiloten die amerikanische Kriegsflotte an. Der Zerstörer USS LITTLE ( DD-803 ) und der Minensucher USS AARON WARD ( DM-34 ) griffen feindliche Stellungen in Küstennähe an. Auf die USS LITTLE stürzte sich erst ein Kamikazepilot und dann innerhalb von vier Minuten weitere drei. Der Zerstörer sank vollends um 19:55 Uhr. Von der 200-köpfigen Mannschaft fanden 62 den Tod und 27 wurden Verletzt. Die USS NICHOLSON nahm die Überlebenden an Bord. Am folgenden Tag griffen wieder Kamikazepiloten an und stürzten sich nun auf den Zerstörer USS MORRISON ( DD-560 ). Auch hier konnten sich vier Selbstmordpiloten das Flakfeuer durchbrechen und mit ihren Flugzeugen das Schiff schwer beschädigen. Nach zwei Explosionen im Schiffsinnern sank es fast augenblicklich, so dass von den 273 Besatzungsmitgliedern gerade einmal 121 schafften den Zerstörer lebend zu verlassen. Auch hier nahm die USS NICHOLAS die Überlebenden an Bord. Nach der Übergabe von Okinawa in der Hagushi Bucht begann die US NICHOLAS unabhängig von der USS WILKES mit Patrouillenfahrten und mit der Luftüberwachung rund um die Insel. Man versetzte die USS NICHOLAS zur Task Force 38, die Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. ( 9. August 1884 – 6. September 1945 ) befehligte. Die Schiffe dieser TF operierten ab dem 1. Juli 1945 gegen die japanischen Hauptinseln. Die USS NICHOLAS übernahm dabei die Luftüberwachung vor Honshu bis zum Kriegsende. Danach operierte der Zerstörer ab dem 29. August von der Sagami Bay bis zur Tokyo Bay. Bis zum 15. September blieb der Zerstörer dort. Dann fuhr er in Richtung Ostküste der USA. Nach dem Zwischenstopp bei Pearl Harbor, erreichte das Schiff am 6. November San Diego, Kalifornien, durchquerte den Panamakanal und legte am 23. November in der Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina an. Man versetzte die USS NICHOLSON dort gleich in die Reserveflotte und stellte das Schiff am 26. Februar 1946 außer Dienst. Am 30. November 1948 wies man dem 3. Naval District, Hauptsitz in New York, den Zerstörer als Naval Reserve Schulschiff zu. Dabei lag das Schiff in der Brooklyn Navy Yard. Dort diente es als Kulisse für das Film Musical „On the Town“ wo Frank Sinatra, Gene Kelly, Vera Ellen, Ann Miller und Betty Garret die Hauptrollen spielten. Der Zerstörer wurde in diesem Film am Anfang und am Ende ohne Kennung gezeigt.
Am 17. Juli 1950 stellte man die USS NICHOLSON wieder in den Dienst der US Navy und versetzte das Schiff in seinen Ursprungszustand zurück. Man stellte danach den Zerstörer am 15. Januar 1951 außer Dienst und übergab ihn am selben Tag an die italienische Marine die ihn auch gleich in ihren Dienst stellte und in AVIERE ( D554 ) umbenannte. Am 22. Januar 1951 strich man den Namen USS NICHOLSON ( DD-442 ) von der US Navy – Liste.
s40005Innerhalb der italienischen Marine war ab 1970 der Zerstörer dann ein Kriegsschiff auf dem mehrere Experimente durchgeführt wurden. 1975 versenkte man den Zerstörer als Zielschiff während einer Übung. ( Dieser Beleg ist am 9. Mai 1951 in Brooklyn, New York auf der Naval Base abgestempelt worden. Außerdem wird hier angezeigt, dass die USS NICHOLSON an die Italienische Marine abgegeben worden ist und den Namen ARTIGLIERE erhalten haben soll. Doch das ist nicht ganz richtig. Die USS NICHOLSON hat in der Italienischen Marine den Namen AVIERE ( D554 ) erhalten. Den Namen ARTIGLIERE ( D553 ) erhielt der Zerstörer USS WOODWORTH ( DD-460 ) aus der BENSON – Klasse. )

 


USS NICHOLSON ( DD-442 )
Commanding Officer

CDR John Stuart Keating            3. Juni 1941 – 1. Januar 1943
CDR Lewis Merrill Markham Jr.           1. Januar 1943 – 14. Oktober 1943
CDR William Winfred Vanous          14. Oktober 1943 – 23. September 1944
CDR Warfield Clay Bennett Jr.          23. September 1944 – 26. Februar 1946

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