USS HOBSON ( DD-464 )

USS HOBSON ( DD-464 )

Biografie

Richmond Pearson Hobson
* 17. August 1870 in Magnolia Grove in Greensboro, Alabama
† 16. März 1937in New York City
war ein US Navy Rear Admiral der im Spanisch-Amerikanischen Krieg diente und Jahre später dafür eine Ehrenmedaille erhielt und von 1907 bis 1915 als US Vertreter in Alabama diente

Richmond Pearson Hobson beendete im Jahre 1889 sein Studim an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Er wurde von seinen Kameraden geächtet da er ein Abstinenzler in Sachen Tabak und Alkohol war. Allerdings interessierte ihn dies nicht. Er schloss sein Studium als Klassenbester ab und erhielt den höchsten Rang eines Midshipman verliehen, den Kadett-Bataillonskommandeur. Nach dem Abschluss wechselte Hobson nach Chicago wo er sich einer Zusatzausbildung unterzog. Er wurde 1891 zum Assistenten des Marinekonstrukteurs ernannt. Danach diente er an verschiedenen Marinewerften und deren Einrichtungen. Außerdem war er für eine kurze Zeit Ausbilder an der US Navy Academy. Nachdem die USA Spanien am 25. April 1898 den Krieg erklärt hatten, befand sich ein amerikanisches Geschwader unter dem Kommando von Rear Amiral William Thomas Simpson ( 9. Februar 1840 – 6. Mai 1902 ) schon seit dem 21. April vor Kuba und baute dort vor dem Hafen von Santiago de Cuba eine Blockade auf. In den Hafenhatte sich das spanische Geschwader unter dem Kommando von Admiral Pascual Cervera y Topete ( 18. Februar 1839 – 3. April 1909 ) zurück gezogen. Am 1. Juni 1898 übernahm Lieutenant Hobson das Kommando über den Dampfer USS MERRIMAC ( 1894 ). Er und sieben weitere amerikanischen Seeleute hatten die Aufgabe von Rear Admiral Simpson gestellt bekommen diesen Dampfer in der Hafeneinfahrt zu versenken. In der Nacht vom 2. zum 3. Juni begann das Unternehmen. Auf dem Dampfer waren neben Hobson der Steuermann Claus Clausen Kristian Randolph ( 9. Dezember 1869 – 23. Dezember 1858 ), der Bootsführer Osborn Warren Deignan ( 24. Februar 1873 – 16. April 1916 ), der Steuermann John Edward Murphy ( 3. Mai 1869 – 9. April 1941 ), der Oberbootsmann Daniel Montague ( 22. Oktober 1866 – 4. Februar 1912 ), der Kanonier erster Klasse Goerge Charrette ( 6. Juni 1867 – 7. Februar 1938 ), der Maschinist erster Klasse George Frederick Phillips ( 8. März 1862 – 4. Juni 1904 ) und der Heizer Francis Kelly ( 5. Juli 1860 – 19. Mai 1938 ). Unter schwerem spanischem Geschützfeuer versuchten diese Acht das Schiff an die vorgesehene flachste Stelle in der Hafeneinfahrt zu manövrieren. Da traf eine Granate das Lenkgetriebe für das Steuerruder. Die Spanier beendeten daraufhin ihr Bombardement und Admiral Cervera fuhr persönlich mit sechs Ruderern in einem Boot zu den Amerikanern um diese gefangen zu nehmen. Danach beschossen der Geschützte Kreuzer VIZCAYA ( 1891 ), der Ungeschützte Kreuzer REINA MERCEDES ( 1887 ) und der Zerstörer PLUTON ( 1897 ) außerhalb der Hafeneinfahrt den amerikanischen Dampfer mit Kanonen und Torpedos und versenkten ihn. In den USA war Hobson mittlerweile ein Held in der amerikanischen Presse. Sein Porträt erschien in Hunderten Zeitungen mit der immer weiter ausgefeilten Geschichte über seine Tapferkeit sich Freiwillig für diese Selbstmordmission zu melden. Am 6. Juli 1898, drei Tage nach der Schlacht von Santiago de Cuba, wurden die Acht aus der Spanischen Kriegsgefangenschaft während eines Gefangenenaustausches freigelassen. Hobson kehrte umgehend in die USA zurück. Dort wurde er mit Einladungen zu allen möglichen Treffen überschwemmt. Doch nachdem er mit dem US Präsidenten William McKinley ( 29. Januar 1843 – 14. September 1901 ) zu Abend gegessen hatte, bestieg er am darauffolgenden Morgen einen Zug nach San Francisco, Kalifornien. Menschenmassen begrüßten ihn an jeder Station wo der Zug anhalten musste. Hauptsächlich junge Frauen bewunderten ihn, da aus ihm ein Sex-Symbol des viktorianischen Zeitalters gemacht worden war. Jung, Ledig und Gutaussehend, so wurde er von den populären Journalisten in allen Zeitungen gerühmt. Außerdem galt er an der Wende des Jahrhunderts als der am meisten geküsste Mann in Amerika. Von San Francisco ging die Reise von Hobson weiter zu den Philippinen, wo er hoffte nochmals in den Krieg eingreifen zu können. Doch am 12. August 1898 war dieser beendet mit einer vernichtenden Niederlage für die Spanier in der Karibik und im Pazifik. Hobson erhielt dann seine Besoldungsgruppe um zehn Punkte angehoben. In Cavite und bei verschiedenen anderen Navy Häfen half er dann die dort in den Häfen gesunkenen spanischen Schiffe wieder zu heben und zu reparieren. In seiner freien Zeit verfasste er dann ein Buch über die Ereignisse rund um den Untergang des Dampfschiffes USS MERRIMAC. Im Jahre 1903 trat er aus dem aktiven Dienst zurück, blieb aber ein überzeugter Anhänger der US Navy. 1905 heiratete er Grizelda Houston Hull in Tuxedo Park, New York. Sie war die Cousine des US Army Generals Joseph Wheeler ( 10. September 1836 – 25. Januar 1906 ). Auf dieser Hochzeit war Hobsons Freund und Erfinder Nikola Tesla ( 10. Juli 1856 – 7. Januar 1943 ) der Trauzeuge. Hobson ließ sich in seiner Heimatstadt in Alabama auf die Kandidatenliste der Demokraten für die Vertreter des Bundesstaates im US Kongress in Washington DC aufstellen. Von 1907 bis 1915 vertrat er dort seinen Bundesstaat. Im Kongress war er ein überzeugter Verfechter für die Expansion der US Flotte. 1914 wollte er sich erneut zur Wiederwahl als Kongressabgeordneter aufstellten lassen, doch man verweigerte ihm dies. Er war der einzige Kongressabgeordnete aus dem Süden der USA der für den Gesetzentwurf zum Frauenwahlrecht am 12. Januar 1915 im Repräsentantenhaus stimmen würde. Nach dem Verlassen des Kongresses 1915 wurde Hobson in der Sache des Verbotes von Drogen und Alkohol sehr aktiv. Ihm gab man in der Presse den Spitznamen „Vater der amerikanischen Prohibition“. In diesem Thema war er ein rührseliger Autor. Er schrieb mehrere Bücher und sprach in Radioprogrammen über dieses Thema. Hobson gründete die International Narcotic Education Association und war damit ein Lobbyist für seine ehemaligen Kollegen im Kongress die durch diese massive Kampagne ein leichtes Spiel hatten das Anti-Drogen-Gesetz durch den 18. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika ab 1919 einzuführen. In den 1920er und 1930er Jahren war Hobson das Bestbezahlteste Sprachrohr in der Anti-Saloon-Liga. Im Jahre 1934 erhielt Richmond Pearson Hobson nach einem besonderen Akt des Kongresses der USA und dem Willen des US Präsidenten Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ), vom 29. April 1933, den Rang eines Rear Admirals und außerdem nachträglich für seine Spektakuläre Aktion im Spanisch-Amerikanischen Krieg die Medal of Honor verliehen. Hobson verstarb am 16. März 1937 in New York City und wurde auf dem Nationalfriedhof in Arlington, Virginia beerdigt.
Der Sohn von Richmond Pearson Hobson und Grizelda Houston Hull, Richmond P. „Rich“ Hobson, Jr. ( 1907 – 1966 ) wurde in Kanada ein Viezüchter. Er schrieb mehrere populäre Memoiren von seiner Zeit dort. Hobson´s Neffe James Hobson „Jimmy“ Morrison, Sr. ( 8. Dezember 1908 – 20. Juli 2000 ) war von 1943 bis 1967 ein demokratischer Kongressabgeordnete aus Baton Rouge in Louisiana.


USS HOBSON ( DD-464 )

Schiffsbiografie

Die USS HOBSON ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Richmond Pearson Hobson benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achtundzwanzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina wurde am 14. November 1940 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Grizelda Houston Hobson ( 22. August 1878 – 14. November 1966 ), Witwe von Rear Admiral Richmond Pearson Hobson, taufte am 8. September 1941 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Robert Norton McFarlane ( 1. Juni 1906 – 14. Oktober 1985 ) stellte am 22. Januar 1942 da unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach umfangreichen Erprobungs- und Ausbildungsfahrten in der Casco Bay, Maine und der danach folgenden Überprüfung des Schiffskörpers, versetzte man die USS HOBSON zum Schutz des Flugzeugträgers USS RANGER ( CV-4 ). Dazu fuhr der Zerstörer nach Newport, Rhode Island, wo der Träger und seine Eskorte schon vor Anker lag. Dort nahm der Träger neue Flugzeuge an Bord, die er nach Accra, Ghana an der westafrikanischen Küste transportieren sollte. Neben der USS HOBSON eskortierten den Träger die Zerstörer USS FITCH ( DD-462 ), USS CORRY ( DD-463 ), USS ELLYSON ( DD-454 ) und USS FORREST ( DD-461 ) während dieser Überfahrt. Am 1. Juli legte der Verband ab und erreichte am 19. Juli den nordwestafrikanischen Hafen. 72 Piloten starteten ihre Curtiss P-40 Jäger. Diese waren diesmal für den Nahen Osten, Indien und Burma bestimmt. Der Schiffsverband erreichte am 5. August den Hafen von Hampton Roads, Virginia. Bis zum 3. Oktober erfolgten nun zwischen Newport und Norfolk, Virginia mehrere Übungen. Danach versetzte man den Zerstörer zu den Inseln der Bermudas wo das Schiff seiner Eskortierpflicht nachkommen sollte. Dies führten der Zerstörer und die Schiffsmannschaft bis zum 21. Oktober durch. An diesem Tage erreichte der Zerstörer wiederholt die Inseln der Bermudas. Man versetzte den Zerstörer in die Task Force 34 die Rear Admiral Henry Kent Hewitt ( 11. Februar 1887 – 15. September 1972 ) kommandierte. Die Schiffe dieser TF waren für die Operation „Torch“ zur Eroberung Nordafrikas zusammen gestellt worden. Dort sollte für die kommende Operation geübt werden. Man versetzte die USS HOBSON in die Trägergruppe 34.2 in der sich der Flugzeugträger USS RANGER und der Geleitflugzeugträger USS SUWANEE ( CVE-27 ) befanden. Zum Schutz dieser beiden Träger waren der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ) und die Zerstörer USS ELLYSON, den Zerstörer versetzte man erst am 7. November zu dieser TG, die USS FITCH, USS CORRY und USS FORREST. Begleitet wurden diese Kampfgruppe von dem Tanker USS WINOOSKI ( AO-38 ). Am 23. Oktober verließen die Schiffe der TG 34.2 ihre Ausgangsstellungen und fuhren zur marokkanischen Küste. Auf dem Weg dorthin wurden keine feindlichen U-Boote gesichtet. Am 7. November erreichte der Verband seine vorgegebene Position und bereitete sich auf den kommenden Morgen vor. Die Flugzeuge beider Träger wurden während der Landung zur Luftsicherung verwendet. Am Morgen des 8. November begann der Angriff der amerikanischen Invasionstruppen und am folgenden Tag war Fedala in alliierter Hand. Die USS HOBSON blieb bis zum Morgen des 12. November zusammen mit der Kampfgruppe um den Flugzeugträger USS RANGER vor Fedala sofern die unverzichtbare Unterstützung von See aus benötigt wurde gegen feindliche Küstenbatterien. Am 10. November half die USS HOBART bei der Bekämpfung des französischen Schlachtschiffes Jean Bart, das mehrere Bombentreffer durch Flugzeuge der USS RANGER erhielt. Am 12. November verließ die Kampfgruppe um die USS RANGER das Kampfgebiet rund um Casablanca ohne den Zerstörer und fuhr nach Hampton Roads zurück, wo sie am 24. November anlegte. Die USS HOBSON versetzte man in die TG 34.8 in der sich das Schlachtschiff USS TEXAS ( BB-35 ), der Leichte Kreuzer USS SAVANNAH ( CL-42 ), der Geleitflugzeugträger USS SANGAMON ( CVE-26 ) und die Zerstörer USS ROE ( DD-418 ), USS ERICSSON ( DD-440 ), USS LIVERMORE ( DD-429 ), USS EBERLE ( DD-430 ), USS DALLAS ( DD-199 ) und USS CORRY ( DD-463 ) befanden. Diese Kriegsschiffe eskortierten vier Truppentransportschiffe und einen Tanker von Gibraltar nach Norfolk. Am 15. November war der Konvoi in See gestochen und legte elf Tage später an. Ab dem 27. November beteiligte sich die USS HOBSON an Übungen in der Casco Bay. Im Dezember eskortierte der Zerstörer einen Konvoi bis zum Panamakanal, bis das Schiff Anfang Januar 1943 nach Norfolk beordert wurde. Zusammen mit den Zerstörern USS FORREST, USS CORRY, USS ELLYSON und USS FITCH sollte die USS HOBSON den Flugzeugträger USS RANGER wieder bis nach Accra eskortieren. Diesmal begleitete allerdings die Kampfgruppe der Schwere Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ). In Newport lud man wieder Flugzeuge auf die USS RANGER. Am 8. Januar 1943 legten die Schiffe an der amerikanische Ostküste ab und fuhren an die westafrikanische Goldküste. Die Ladung Curtiss P-40 Jäger starteten am 19. Januar 1943. Sie waren für den Nahen Osten, Indien und Burma bestimmt. Der Kampfverband legte am 30. Januar wieder in Hampton Roads an. Dort wurden die Schiffe mit allem notwendigen versorgt und wechselten wieder nach Newport. Für den erneuten Flugzeugtransport legten die Schiffe am 14. Februar ab. Das Ziel war wieder Accra. Am 24. Februar werden 72 Curtiss P-40 Jäger gestartet und verlegen nach Nordafrika. Der Kampfverband kehrte mit der USS RANGER am 6. März nach Hampton Roads zurück. Am 2. März sichtete man von der Brücke der USS HOBSON aus mehrere Rettungsboote. Der Kommandeur des Zerstörers, Lieutenant Commander Kenneth Loveland, ließ das Schiff zu den Rettungsbooten fahren und die Schiffbrüchigen an Bord nehmen. Nach eingehender Untersuchung waren es Besatzungsmitglieder des britischen Frachtschiffes ST. MARGARET ( 4.312 BRT ), Kapitän Master Daniel Sydney Davies, das 6.000 Tonnen Stückgut und Kohle geladen und zum Geleitzug ON 165 gehört hatte. Dieses Schiff war am 27. Januar 1943 mitten im Atlantik auf der Position 27° 38’N , 43° 23’W von dem deutschen U-Boot, Kommandant Kapitänleutnant Friedrich Markworth ( 14. Februar 1915 – 13. Januar 1994 ), torpediert und versenkt worden. 34 Besatzungsmitglieder des Frachtschiffes, 5 Royal Navy Angehörige und 7 Passagiere konnten gerettet und am 5. März auf den Bermudas ausgeschifft werden. Die Offiziere des Frachtschiffes hatte die U-Boot Besatzung in die Gefangenschaft mitgeführt.
Die USS HOBSON patrouillierte nun wieder entlang der Ostküste der USA und wurde Ende April 1943 in die Kampfgruppe um den Flugzeugträger USS RANGER versetzt, die ihre Basis in der Naval Station Argentia, Neufundland hatte. In diesem Verband befand sich auch die USS FORREST. Von dieser Basis aus führte der Verband Luftunterstützung für Konvois und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten auf diesen Routen. Der Verband patrouillierte bis zum 24. Juli in diesem Bereich. und kehrte dann in die Boston Navy Yard zurück. Die USS HOBSON blieb nicht so lange in diesem Verband. Zusammen mit anderen Zerstörern erhielt das Schiff die Aufgabe in Richtung England zu fahren um die von dort kommende RMS QUEEN MARY nach Quebec zu eskortieren. Auf diesem Schiff befand sich der britische Premierminister Sir Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 – 24. Januar 1965 ). Dieser traf sich während einer hoch geheimen Militärkonferenz, abgehalten vom 17. bis zum 24. August 1943 in Quebec City, mit dem amerikanischen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ) und dem kanadischen Premierminister William Lyon Mackenzie King ( 17. Dezember 1874 – 22. Juli 1950 ). Die USS HOBSON legte am 27. Juli 1943 im Hafen von Boston an.
In Boston lag noch der Verband um die USS RANGER zu dem die USS HOBSON nun wieder versetzt wurde. Es erfolgte eine Auffrischung der Besatzung und eine Vorbereitung auf die Überfahrt nach Scapa Flow, Orkney Islands, Schottland. Am 11. August 1943 verließ dieser amerikanische Schiffsverband den Hafen von Halifax, Nova Scotia. Zu diesem Verband gehörte neben der USS HOBSON auch die USS FORREST, USS FITCH, die USS CORRY, der Flugzeugträger USS RANGER, der Schwere Kreuzer USS TUSCALOOSA und weitere Zerstörer. Nach der Ankunft in Greenock integrierte man die amerikanischen Schiffe in die britische Home Fleet. Die Home Fleet kommandierte Admiral Bruce Austin Fraser, First Baron Fraser of North Cape ( 5. Februar 1888 – 12. Februar 1981 ). Neben den amerikanischen Schiffen befanden sich zu diesem Zeitpunkt die britischen Schlachtschiffe HMS DUKE of YORK ( 17 ) und HMS ANSON ( 79 ), drei britische Kreuzer und mehrere Zerstörer in dieser Flotte. Am 21. September inspizierten in der Thurso Bay der amerikanische Marineminister William Franklin Knox ( 1. Januar 1874 – 28. April 1944 ) und der amerikanische Admiral Harold R. Stark ( 12. November 1880 – 20. August 1972 ) den amerikanischen Schiffsverband. Am 2. Oktober startete die Operation „Leader“ mit dem Ablegen der Home Fleet. Das Ziel war der nordnorwegische Hafen von Bodö. Dort befanden sich mehrere deutsche Frachtschiffe, Tanker und kleinere Truppentransporter. Die USS HOBSON, USS FORREST, USS FITCH und die USS CORRY sicherten dabei die USS RANGER. Völlig unentdeckt erreichte der alliierte Verband vor der Morgendämmerung am 4. Oktober seine vorgegebene Position bei Vestfjorden. Um 6:18 Uhr starteten von der USS RANGER in der ersten Angriffsgruppe zwanzig SBD DAUNTLESS Sturzkampfbomber und acht Wildcats und in der zweiten Angriffsgruppe zehn Grumman TBF Avenger Torpedobomber und sechs Wildcats. Die Flugzeuge versenken die deutschen Frachter LA PLATA ( 8.056 BRT ), RABAT ( 2.719 BRT ) und die norwegischen Frachter SKRAMSTAD ( 4.300 BRT ) und VAAGAN ( 687 BRT ). Sechs weitere Schiffe wie die IBIS, CAP GUIR, KERKPLEIN und TOPEKA werden zum Teil schwer beschädigt, so dass die meisten davon auf Grund gesetzt werden mussten oder zum Totalverlust wurden. Am Nachmittag des 4. Oktober näherten sich drei deutsche Flugzeuge dem alliierten Verband. Zwei davon wurden von der amerikanischen Luftpatrouille abgeschossen und verjagten das dritte feindliche Flugzeug. Gleich darauf kehrte der Verband nach Scapa Flow zurück und erreichte nach zwei Tagen den schützenden Hafen. Die USS HOBSON patrouillierte nun zusammen mit den Schiffen aus dem britischen Second Battle Squadron in nordwestlichen Gewässern von Island und überwacht die Geleitzüge die in Richtung Murmansk, Sowjetunion fuhren. Dabei eskortierte der Zerstörer den britischen Flugzeugträger HMS FORMIDABLE ( 67 ). Nach der zweiten Patrouillenfahrt verlassen die amerikanischen Zerstörer USS HOBSON, USS FORREST, USS FITCH, USS CORRY und die USS RANGER diese britische Home Fleet und legten am 26. November im Hafen von Hvalfjord, Island an. Von dort aus traten die Schiffe ihre Heimreise an. Die Leinen der USS HOBSON machte man am 3. Dezember 1943 im Hafen von Boston fest.
In den ersten beiden Monaten des Jahres 1944 trainierte die USS HOBSON in der Chesapeake Bay mit dem Geleitflugzeugträger USS BOGUE ( CVE-9 ) und patrouillierte entlang der Ostküste der USA bis zu den Bermudas. Zusammen mit der USS BOGUE und den Geleitzerstörern USS HAVERFIELD ( DE-393 ), USS JANSSEN ( DE-396 ), USS WILLIS ( DE-395 ) und USS SWENNING ( DE-394 ) gehörte die USS HOBSON zur Task Group 21.11 die Captain Dunn kommandierte. Am 26. Februar 1944 legte der U-Boot Jagdverband im Hafen von Norfolk ab. Ziel des Verbandes war der Mittelatlantik. Zwei Wochen patrouillierte der Verband dort ohne auch nur ein U-Boot zu sichten. Dann entdeckte man am Nachmittag des 13. März 1944 vom Zerstörers aus einen Ölteppich und erhält einen Sonarkontakt. Daraufhin beginnt die Jagd auf U-575, Kommandant Oberleutnant zur See Wolfgang Böhmer ( 9. August 1920 – 27. Februar 2006 ), nördlich der Azoren. Zusammen mit der kanadischen Fregatte HMCS PRINCE RUPERT ( K324 ) aus der Escort Group C3, der USS HOBSON und britischen Flugzeugen wird das U-Boot durch Wasserbomben und Raketenangriff schwer beschädigt zum Auftauchen gezwungen. Achtzehn U-Boot Besatzungsmitglieder kommen während des Kampfes ums Leben und siebenunddreißig können gefangen genommen werden. Danach wird das U-Boot durch Schüsse aus den Schiffsgeschützen der USS HOBSON und anderer Schiffe versenkt. Nach weiteren Sonarkontakten weiter östlich der Azoren, die aber keinen Erfolg bescheren, kehrt die USS HOBSON am 2. April nach Boston zurück.
Seit einiger Zeit begannen die Alliierten in England eine Armee für eine eventuelle Invasion in Frankreich aufzubauen. Zusammen mit einer großen Menge an Kriegs- und Transportschiffen, legte die USS HOBSON am 21. April 1944 in Boston ab und half bei der Eskorte nach England. Der Zerstörer patrouillierte dann vor der Küste Nordirlands und wechselte später nach Plymouth, England, wo er am 21. Mai festmachte. Dort wurden die letzten Vorbereitungen für die Invasion getroffen.
Am 4. Juni versetzte man die USS HOBSON zu ihrer Force. Innerhalb der Western Naval Task Force, die Kommandant Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligte, in die Force „A“ im Anlandungsbereich von „Utah Beach“. Diese Force befehligte Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) und in ihr befanden sich neben der USS HOBSON das amerikanische Schlachtschiff US NEVADA ( BB-36 ), der britische Monitor HMS EREBUS, die amerikanischen Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA und USS QUINCY ( CA-71 ), die britischen Kreuzer HMS BLACK PRINCE ( 81 ), HMS HAWKINS ( D86 ) und HMS ENTERPRISE ( D52 ), das niederländische Kanonenboot HNLMS SOEMBA, die amerikanischen Zerstörer USS FITCH, USS FORREST und USS CORRY aus der DESDIV 20 und USS BUTLER ( DD-636 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ), USS HERNDON ( DD-638 ) und USS GHERARDI ( DD-637 ) aus der DESDIV 34 und die amerikanischen Geleitzerstörer USS BATES ( DE-68 ) und USS RICH ( DE-695 ).Wegen des schlechten Wetters verschob man den Angriffstermin vom 5. Juni um einen Tag nach hinten. Der Beginn des Angriffs der Invasionstruppen auf „Utah Beach“ war auf 06:30 Uhr festgelegt worden. Am Morgen der Invasion folgte die USS HOBSON am Anfang den Minensuchern, die mehrere Kanäle in die bis zu zwei Kilometer tiefen Minenfelder vor der Küste, schlagen sollten. Die USS HOBSON erhielt dabei die Aufgabe von Rear Admiral Don Pardee Moon ( 18. April 1894 – 5. August 1944 ), die deutschen Küstenbatterien noch vor Beginn der Invasion mit ihren Schiffsgeschützen zum Schweigen zu bringen. Die USS CORRY erhielt in den ersten Minuten des Angriffs einen Volltreffer mittschiffs unter der Wasserlinie, so dass die Mannschaft das Schiff aufgeben musste. Neben den effektiven Schüssen der USS HOBSON mussten während des Kampfes die in 12° Grad kaltem Wasser ausharrenden Mannschaftsmitglieder der USS CORRY geborgen werden. Zusammen mit der USS BUTLER, der USS FITCH und dem Patrouillenboot PT-199 konnten dies erfolgen. Von den 16 Offizieren und 260 Mannschaftsmitgliedern des Zerstörers fanden 24 Besatzungsmitglieder den Tod und 60 wurden zum Teil schwer verletzt. Nach einer leistungsstarken Feuerunterstützung für die anlandenden alliierten Soldaten, fuhr die USS HOBSON am Nachmittag nach Plymouth um dort die Mannschaftsmitglieder der USS CORRY auszuschiffen. Am 8. Juni war der Zerstörer wieder vor Ort des Kampfgeschehens und übernahm die Luftüberwachung für die Transport- und Frachtschiffe im Anlandungsbereich von „Utah Beach“. Vom 9. bis zum 11. Juni versuchte man auf dem Schiff, für die zu eskortierenden Schiffe im Kanal, per Funkfrequenzen die abgeworfenen deutschen Segelflugbomben Hs 293 von ihren Zielen abzulenken. Da man an der französischen Küste unbedingt für die Alliierten einen Hafen benötigte, verlegte man die USS HOBSON in eine neue Angriffsgruppe.

In und um die französische Stadt Cherbourg an der Atlantikküste, tobte seit dem 14. Juni ein erbitterter Kampf um jeden Meter. Zur Verteidigung des Atlantikhafens war von den Deutschen ein Festungswerk west- und ostwärts der Stadt errichtet worden. Dieses konnte weder vom Land noch von der Luft aus zerstört werden. Daher verlegte man zwei Angriffsgruppen der US Navy vor die Stadt. Innerhalb der Gruppe I, die von Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) kommandiert wurde, befanden sich das Schlachtschiff USS NEVADA, die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA und USS QUINCY ( CA- 71 ), die britischen Kreuzer HMS GLASGOW ( C21 ) und HMS ENTERPRISE ( D52 ) und die Zerstörer USS ELLYSON ( DD-454 ), USS EMMONS ( DD-457 ), USS RODMAN ( DD-456 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS HAMBLETON ( DD-455 ) und USS GHERARDI ( DD-637 ). Diese Gruppe lag vor der westlichen Bunkeranlage bei Querqueville. Innerhalb der Gruppe II, die von Rear Admiral Daniel Edward Barbey ( 23. Dezember 1889 – 11. März 1969 ) befehligt wurde, befanden sich die Schlachtschiffe USS TEXAS ( BB-35 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ) und die Zerstörer US BARTON ( DD-722 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS PLUNKETT ( DD-431 ) und USS HOBSON. Diese Gruppe von Schiffen lag vor den östlichen Bunkeranlagen die den Namen „Hamburg“ erhalten hatten. Nachdem die Gruppe I am 25. Juni ihre Positionen eingenommen und die zu beschießenden Anlagen anvisiert hatten, wurde der Befehl zum Feuern erteilt. Bis dahin war es noch ein schöner und ruhiger Tag. Dann brach die Hölle los. Auf alles in den befestigten Anlagen wurde geschossen. Ob Panzer, Bunker oder Geschützstellungen. Die Deutschen Geschützmannschaften ließen sich aber nicht so leicht unterkriegen. Ihre Granaten trafen fast immer ins Schwarze. Cherbourg, eine Schlüsselstellung für den Gesamterfolg der Invasion in der Normandie, fiel zwei Tage später.
Nach einer kurzen Erholungspause verließ die USS HOBSON zusammen mit den Zerstörern der DESRON 10 die englische Atlantikküste und fuhr nach Mers-el-Kebir, Algerien, wo sie am 10. Juli anlegten. Die Zerstörer hatten von Portland aus einen Truppentransportkonvoi eskortiert. In den von den alliierten Streitkräften besetzten Mittelmeerhäfen bereitete man nun die Invasion der südfranzösischen Küste vor. Die USS HOBSON geleitete von der nordafrikanischen Küste aus mehrere Transportschiffe bis zum sizilianischen Hafen von Palermo. Von dort aus begann der Zerstörer seine Patrouillenfahrten. Zur Vorbereitung auf die Invasion an der südfranzösischen Küste, fuhr das Schiff bis nach Taranto, Italien wo die Torpedos entladen wurden. Für die Invasion versetzte man die USS HOBSON in die Task Force 85 deren Codename „Delta“ hieß und von Rear Admiral Bertram Joseph Rodgers ( 19. März 1894 – 30. November 1983 ) befehligt wurde. In dieser TF befanden sich außerdem noch das Flaggschiff der TF, der Wasserflugzeugtender USS BISCAYNE ( AVP-11 ), die Schlachtschiffe USS TEXAS ( BB-35 ) und USS NEVADA ( BB-36 ), der amerikanische Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA und die französischen Kreuzer FFS MONTCALM und FFS GEORGES LEYGUES, die französischen Großzerstörer FFS LE FANTASQUE, FFS LE TERRIBLE und FFS LE MALIN sowie die amerikanischen Zerstörer USS FORREST, USS RODMAN, USS ELLYSON, USS FITCH, USS HAMBLETON, USS MACOMB und USS EMMONS. Diese Schiffe bildeten die Feuerunterstützung für die Landungsschiffe und wurden von Rear Admiral Carleton Fanton Bryant ( 29. November 1892 – 11. April 1987 ) kommandiert. 6 Truppentransportschiffe ( AP ), 2 amphibische Angriffsfrachtschiffe ( AKA ), 1 Infanterielandungsschiff ( LSI ), 23 Panzerlandungsschiffe ( LST ), 34 Infanterielandungsfahrzeuge ( LCI ), 52 Panzerlandungsboote ( LCT ), 9 mechanisierte Landungsfahrzeuge ( LCM ), 5 Kontrolllandungsfahrtzeuge ( LCC ), 52 Fahrzeug oder Personenlandungsfahrzeuge ( LCVP ), 1 Patrouillenboot ( PC ), 5 U-Boot Jäger Boote ( SC ), 8 Minensuchschiffe, 1 LSP, 1 LSG, 2 LCG, 2 LCF, 12 LCS, 2 LCM ( R ), 1 FT, 10 Schlepper und Bergungsschiffe transportierten die Soldaten der 45. Infanterie Division die Generalmajor Eagle kommandierte. Die Invasion begann bei Tagesanbruch am 15. August 1944 in der Bucht bei St. Raphael. Im Anschluss an die Minensucher, begannen alle Kriegsschiffe mit einem Bombardement gegen jegliche feindliche Ziele in Küstennähe. Die Treffsicherheit war dabei sehr hoch und die Landungstruppen empfing kaum noch eine Gegenwehr. Bis zum Abend des folgenden Tages blieb die USS HOBSON im französischen Invasionsgebiet und kehrte das für Eskortierpflichten am 17. August 1944 nach Palermo zurück.
Die USS HOBSON führte ihre Patrouillenfahrten vor der französischen Küste weiter fort um die Landungen von Verstärkungen der Alliierten zu decken. Diese Unterstützung dauerte bis weit in den Oktober hinein. Zusammen mit den Zerstörern USS HAMBLETON, USS RODMAN, USS ELLYSON, USS MACOMB, USS FORREST, USS FITCH, USS EMMONS, USS GHERHARDI, USS BUTLER ( DD-636 ), USS JEFFERS ( DD-621 ) und USS HARDING ( DD-625 ) verließ die USS HOBSON Ende Oktober das Mittelmeer. Das Ziel all dieser Kriegsschiffe war die Ostküste der USA. Die Fahrt der USS HOBSON führte das Schiff quer über den Atlantik, an den Inseln der Bermudas vorbei nach Norfolk und von dort aus zurück in die Charleston Navy Yard. Dort legte am 10. November der Zerstörer an. Man rüstete den Zerstörer in ein Hochgeschwindigkeitsminensuchboot um. Dazu erhielt das Schiff am 15. November das Klassifikationssymbol DMS und die Kennnummer 26. Nach der Beendigung aller Arbeiten im Laufe des Monats Dezembers, erfolgte ein Erprobungs- und Ausbildungstraining der Schiffsbesatzung mit ihrem Schiff in der Chesapeake Bay. Nach deren Abschluss legte die USS HOBSON am 3. Januar 1945 im Hafen von Norfolk ab. Das Ziel des Schiffes war der Pazifik. Der Zerstörer und Minensucher gehörte zum Minensuchgeschwaders 20 in dem sich unter anderen auch die USS HAMBLETON, USS RODMAN, USS ELLYSON, USS MACOMB, USS FORREST, USS FITCH, USS HOBSON, USS GHERHARDI, USS BUTLER, USS JEFFERS und USS HARDING befanden. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten die Schiffe noch im Januar die kalifornische Küste. Dort wurden wie auch später in hawaiianischen Gewässern mehrere Minensuch- und Schießübungen durchgeführt. Anfang März legte die USS HOBSON und die Schiffe der Mine Squadron 20 in Perl Harbor ab und fuhren in Richtung Westen. Diese Schiffe gehörten zur Task Group 52.2 die Rear Admiral Alexander Sharp, Jr. ( 1885 – 1975 ) kommandierte. Erstes Ziel war das Atoll Ulithi wo die Schiffe der Task Force 52 warteten. Ziel dieser TF war die Küste von Okinawa. Diese erreichten die Schiffe am 24. März und begannen sofort vor den Stränden von Kerama Retto mit der Minensuche. Am 1. April begann die Invasion von Okinawa. Die USS HOBSON übernahm wie alle anderen Minensuchschiffe des Geschwaders neben der Minensuche auch die Luftüberwachung für die Schlachtschiffe und Kreuzer in der Task Force. In den folgenden Wochen musste dafür die TG 52.2 einen hohen Tribut bezahlen. Von den zwölf Zerstörer und Minensuchern blieben nur drei Schiffe unbeschädigt.
Am 13. April übertrug man der USS HOBSON die Position eines Radarüberwachungsschiffes, welche der Zerstörer USS MANNERT L ABELE ( DD-733 ) bis dahin inne hatte und am Vortag durch einen Kamikazepiloten versenkt worden war. Bis zum 16. April behielt der Zerstörer seine Position und überwachte per Radar den Luftraum und säuberte ein japanisches Minenfeld. Um 9:00 Uhr des 16. April kamen wieder japanische Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen angeflogen. Einen dieser Angreifer konnten die Flakgeschützbesatzungen des Zerstörers vernichten, aber eine andere Maschine stürzte sich auf den Zerstörer USS PRINGLE ( DD-477 ), was zu einer heftigen Explosion führte und das Schiff schon nach wenigen Minuten in de Fluten versank. Kurz nach diesem Intermezzo stürzte sich ein andere japanische Maschine auf die Steuerbordseite der USS HOBSON. Das Flugzeug konnte noch kurz vor dem Aufschlagen auf dem Zerstörer abgeschossen werden, aber die mitgeführte Bombe schlug auf dem Hauptdeck des Zerstörers auf und explodierte dort. Es entstand sofort ein gewaltiger Brand auf dem Schiff, welcher aber schnell gelöscht werden konnte. Trotzdem entstand auf dem Zerstörer erheblicher Schaden. Die Mannschaft der USS HOBSON kämpfte aber mit der ihr noch zur Verfügung stehenden Abwehrmitteln unbeirrt gegen die japanischen Angreifer weiter. Während dieses Kampfes wurden über einhundert Überlebende der USS PRINGLE aus dem Wasser gerettet. Nach dem Angriff fuhr die USS HOBSON zuerst nach Kamera Retto, Okinawa, wo erste Reparaturen ausgeführt werden konnten. Von dort aus fuhr das Schiff nach Ulithi, wo der Zerstörer am 29. April anlegte. Nach einer Erholungspause legte das Schiff am 16. Mai 1945 im Hafen von Pearl Harbor an. Die Fahrt führte dann die USS HOBSON weiter nach San Diego, durch den Panamakanal und erreichte dann am 16. Juni die Norfolk Naval Shipyard wo weitere Reparaturen erfolgten. Der Zerstörer lag noch in der Werft, wo das kaiserliche Japan am 15. August die bedingungslose Kapitulation aussprach.
Nach dem Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt beteiligte sich die USS HOBSON im Februar 1946 an Minenräumoperationen vor Yorktown, Virginia. Den Rest des Jahres verbrachte das Schiff mit Ausbildung und Bereitschaftsübungen in der Karibik und vor Norfolk. Bis 1950 beteiligte sich der Zerstörer du Minensucher bei amphibischen Minenräumoperationen vor der Ostküste der USA und in der Karibik. Ende 1948 beteiligte sich die USS HOBSON vor Argentia und Halifax an den Minenräumoperationen kanadischer Schiffe.
Mit Ausbruch des Koreakrieges am 25. Juni 1950, wurde der Zeitplan zur Ausbildung der Mannschaft der USS HOBSON intensiviert. Dazu nahm der Zerstörer und Minensucher an amphibischen Übungen vor der Küste von North Carolina und Puerto Rico teil. Außerdem übte man im Jahre 1951 Übungen im Verband mit Flugzeugträgern. Am 26. April 1952 erfolgte wiederholt solch eine Übung, wo die Schiffe auf dem Weg nach Gibraltar waren. Neben der USS HOBSON sollte auch die USS RODMAN für den Flugzeugträger USS WASP ( CV-18 ) während seines Nachtflugbetriebes die Sicherung übernehmen. Rund 600 Seemeilen westlich der Azoren machte es sich für die USS WASP erforderlich in den Wind beizudrehen um die zur Landung ankommenden Flugzeuge aufzunehmen. Dieses Kommando wurde beiden Begleitschiffen mitgeteilt. Für den Kapitän der USS HOBSON gab es daher zwei Möglichkeiten. Entweder er ließ sein Schiff langsamer fahren damit der Träger kreuzen konnte, oder aber er ließ sein Schiff schneller fahren und kreuzte vor dem Träger. Der Kommandant der USS HOBSON, Lieutenant Commander William James Tierney, und der der 1. Deckoffizier Lieutenant William Hoefer diskutierten über ihre weitere Vorgehensweise. LCDR Tierney war noch nie in einem Verband mit einem Träger gefahren und wusste daher nicht, dass eine angegebene Richtungsänderung des Trägers auch sofort umgesetzt wird. Beide Schiffe fuhren zu diesem Zeitpunkt exakt 24 Knoten und die USS HOBSON fuhr 3.000 Meter vor der Steuerbordseite des Trägers. LCDR Tierney entschloss sich nun vor dem Träger zu kreuzen. LT William Hoefer verließ daraufhin wutentbrannt die Brücke und niemand hörte mehr die direkten Nachrichten der USS WASP. Deren Kapitän hatte eine Kursänderung von zehn Grad befohlen. Die USS HOBSON war damit auf Kollisionskurs. Die meisten Besatzungsmitglieder der USS HOBSON befanden sich zu diesem Zeitpunkt in ihren Kojen. LT William Hoefer rief auf dem Deck der Mannschaft zu, „Bereiten sie sich auf eine Kollision vor!, Bereiten sie sich auf eine Kollision vor!“ Die USS WASP schnitt den Zerstörer und Minensucher Mittschiffs in zwei Teile. Von den 16 Offizieren und 260 Mannschaftsmitgliedern fanden insgesamt 176 Besatzungsmitglieder den Tod. 11 von 13 auf der Brücke befindlichen Personen überlebten die Kollision. 48 Mitglieder der USS HOBSON konnten von der USS RODMAN und 52 von der USS WASP gerettet werden. LCDR Tierney war entweder durch die Kollision über Bord gegangen oder aber er ist bewusst ins Wasser gesprungen und ertrunken, denn er konnte nicht schwimmen und hatte auch keine Schwimmweste um.


USS HOBSON ( DD-464 )
Commanding Officer

LCDR Robert Norton McFarlane            22. Januar 1942 – 15. Juni 1942
CDR Kenneth Loveland          15. Juni 1942 – 22. November 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Joseph Ignatius Manning           22. November 1944 – 22. Februar 1946
CDR Harry Samuel Graves            22. Februar 1946 – 1947
LCDR James Pagaud Coleman           1947 – Juli 1948
CDR Philo Wood           Juli 1948 – Juli 1950
LCDR Joseph Harry Floyd           Februar 1951 – März 1952
LCDR William James Tierney          März 1952 – 26. April 1952

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