USS BUTLER ( DD-636 )

USS BUTLER ( DD-636 )

Biografie

Smedley Darlington Butler
* 30. Juli 1881 in West Chester, Pennsylvania
† 21. Juni 1940 in Philadelphia
war Generalmajor im United States Marine Corps und bekam zwei Medal of Honor verliehen
Er war dafür bekannt, dass er nach seiner 34-jährigen Karriere im Marine Corps, massive Kritik an den US Kriegen übte. Außerdem sollte es einen angeblichen Plan gegeben haben die US Regierung von Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ) durch einen Militärputsch zu stürzen. Durch einen Marsch der Veteranen sollte die Regierung gestürzt werden und Butler sollte diese führen damit ein Diktator, ähnlich wie in anderen faschistischen Regimen zu dieser Zeit, erhoben werden konnte. Jedoch kam es nie soweit und seine Aussagen vor einem Sonderausschuss wurden nicht für voll genommen und die Medien taten ein Übriges und verspotteten ihn.

Smedley Darlington Butler war der älteste von drei Brüdern aus einer Quäkerfamilie. Sein Vater war der US Vertreter aus Pennsylvania im US Repräsentantenhaus Thomas Stalker Butler ( 4. November 1855 – 26. Mai 1928 ), Rechtsanwalt und Richter. Seine Mutter Maud Butler, geborene Darlington war die Tochter des republikanischen Kongressabgeordneten Smedley Darlington ( 24. Dezember 1827 – 24. Juni 1899 ). Im Jahre 1898 herrschte vor dem Ausbruch des Spanisch-Amerikanischen Krieges in den amerikanischen Medien eine wahre Hysterie gegen alles was Spanisch war. Und der Krieg barch am 23. April offen aus. Auch den jungen Smedley Darlington Butler erreichte dieses Kriegsfieber. Er log über sein Alter und konnte mit knapp 17 Jahren direkt von der Schule in das United States Marine Corps eintreten. Dort erhielt er wegen seiner Bildung du seiner Familie den Rang eines Second Lieutenants verliehen. Seine Ausbildung begann in Washington DC in den Marine Barracks die an der Ecke 8. und 1. Straße lag. Anfang Juni 1898 versetzte man Butler nach Guantánamo Bay, Kuba wo er die Schlacht vom 6. bis zum 10. Juni um dieses Gelände miterlebte, aber seine Einheit als Reserve an den Kämpfen nicht teilnahm. Auch an der folgenden Invasion Kubas durch die US Marines war er mit beteiligt. Am 12. August 1898 endete dieser Krieg mit einem Totalverlust für Spanien. Nach der Beendigung verlegte man Butler an Bord des Panzerkreuzers USS NEW YORK ( ACR-2 ) wo er für vier Monate blieb. Im Februar 1899 lief seine Dienstzeit aus und Butler kehrte wieder nach Hause zurück. Im April des gleichen Jahres kam die Anfrage ob er im Rang eines First Lieutenants in das Marine Corps wieder eintreten möchte. Er nahm das Angebot an. Man versetzte ihn nach Cavite, Manila, Philippinen in die Garnison. Dort begann er wegen anhaltender Langeweile sich dem Alkohol hinzugeben. Wegen Trunkenheit entband man ihn vorübergehend für einige Tage von seinem Posten und legte ihm Hausarrest nahe damit er sich auf seine Dienstpflichten zurück besinnen konnte. Im Oktober 1899 erhielt er dann seinen ersten Kampfeinsatz und führt 300 Marines um die Stadt Noveleta von philippinischen Rebellen zu säubern. Nachdem er den Angriff befohlen hatte, wurde neben ihm sein First Sergeant verwundet. Nur für kurze Zeit geriet Butler in Panik und wollte schon den Angriff abbrechen. Er errang aber schnell seine Fassung wieder und führte seine Marines persönlich in die Verfolgung der flüchtenden Rebellen. Gegen Mittag war die Stadt in der Hand der Marines, Während der Kämpfe kam ein Marine ums Leben und zehn weitere wurden verwundet. Weitere 50 Marines erlitten allerdings wegen der feuchten tropischen Hitze einen Kollaps. Nach der Aufregung des Kampfes trat im Garnisonsdienst ganz schnell wieder die alltägliche Routine ein. In dieser Zeit hat sich Butler eine Tätowierung die am Hals begann und bis zu seiner Taille reichte stechen lassen. Es war ein Adler, ein Globus und ein Anker, dem offiziellen Emblem und Insignien des US Marine Corps. In Cavite befand sich auch Major Littleton Waller Tazewell Waller ( 26. September 1856 – 13. Juli 1926 ) der für Butler ein Freund war und beide eine lebenslange Freundschaft verband. Dieser Major Waller erhielt das Kommando über eine Kompanie und einen Marschbefehl nach Guam. Er durfte sich fünf Offiziere auswählen die er mit dorthin nehmen wollte. Einer dieser fünf war Butler. Doch bevor die Fahrt nach Guam angetreten werden konnte, änderte man diesen Auftrag und schickte die Einheit nach China um den dortigen Boxeraufstand zu beenden. An Bord des Hospitalschiffes USS SOLACE ( AH-2 ) erreichte man China. Am 13. Juli 1900 begann die Schlacht um Tientsin. An dieser waren Briten, Deutsche, Russen, Amerikaner, Australier, Franzosen und Japaner gegen chinesische Truppen beteiligt. Während der Schlacht sah Lieutenant Butler wie ein amerikanischer Marine Offizier vor ihm bei einem Angriff verwundet wurde und stürzte. Ohne an sein eigenes Leben zu denken stieg er aus seinen Graben und eilte unter feindlichem Beschuss zu dem Verwundeten um ihn zu bergen. Dabei traf ihn eine Kugel in den Oberschenkel. Ein weiterer Marine wollte ihm helfen, wurde aber dabei erschossen. Unter großer Kraftanstrengung konnte Butler den Offizier bergen und wurde mit ihm in zum Feldchirurgen gebracht. Während dieser Schlacht, die bis zum 14. Juli dauerte und mit der kompletten Vernichtung der chinesischen Armee endete, fanden 25 Amerikanische Marines den Tod und 98 wurden verwundet. Für seine Heldentat wurde Butler zur Verleihung der Medal of Honor von seinem Kommandierenden Offizier Major Waller vorgeschlagen. Da aber die Unteroffiziersränge, dazu gehörte auch Butler mit seinem Rang als Lieutenant, keine Medal of Honor verliehen bekommen dürfen, erhielt Smedley Darlington Butler den Rang eines Captain by Brevet, was so viel wie der höchste Unteroffiziersrang innerhalb der Marines war jedoch diese Gehaltsklasse nicht bekam. In den folgenden Tagen erholte sich Butler von seiner Verwundung und wurde zur Gaselee Expedition eingesetzt wo es zur Schlacht von San Tan mende kam. Das war zwei Wochen vor seinem 19. Geburtstag. Während dieser Expedition an der auch alle Ausländischen Besatzungsmächte beteiligt waren, sah Butler einige Gräueltaten von beiden Seiten gegenüber dem Feind. So fand er die Überreste von zwei japanischen Soldaten die man bei lebendigem Leibe an eine Tür genagelt sowie ihre Augen ausgestochen und die Zungen abgeschnitten hatte. In der Schlacht traf Butler eine Kugel in die Brust. Sie drang in seinem Tätowierten Globus an der Stelle wo Mittelamerika lag ein. Wegen seiner zweiten Verwundung und seiner gezeigten Heldentat, erhielt Butler die Brevet-Medaille im Jahre 1921 verliehen die extra für das Marine Corps geschaffen worden war. Nur Zwanzig Marines haben diese Auszeichnung erhalten. Butler versetzte man zu seiner Genesung wieder in die Vereinigten Staaten. Nach der Genesung nahm er an einer Reihe von Okkupationen, Polizeiaktionen und Interventionen der USA in Mittelamerika und der Karibik teil. Dort ging es hauptsächlich um den Schutz der amerikanischen Handelsinteressen in dieser Region, insbesondere aber der United Fruit Company. Diese Firma hatte einen erheblichen finanziellen Einsatz in der Produktion von Bananen, Tabak, Zuckerrohr und anderen Produkten in der gesamten Karibik, Zentralamerika und den nördlichen Teilen von Südamerika getätigt. Zum anderen wurden die politischen Interessen der USA über die Kontrolle des entstehenden Panamakanals und den umliegenden Regionen durchgesetzt. Diese Interventionen begannen mit dem Spanisch-Amerikanischen Krieg im Jahre 1898 und endeten erst im Jahre 1934 mit der Politik der guten Nachbarschaft durch US Präsidenr Franklin Delano Roosevelt mit dem Abzug der amerikanischen Truppen aus Haiti. Im Jahre 1903 stationierte man Butler auf der Insel Culebra die zu Puerto Rico gehört. Durch Gerüchte über einen Aufstand in Honduras, verlegte man eine Einheit Marines dorthin um das US Konsulat zu verteidigen. Diese brachte man auf dem Schiff USS PANTHER ( 1889 ) in das 1.500 Meilen entfernte Honduras. Mehrere Hundert Marines landeten mit Butler in der Hafenstadt Puerto Cortés. In einem Brief nach Hause schrieb Butler, dass alle nach der Landung bereit seien auf alles und jeden zu schießen die den Frieden gebrochen hätten. Doch in der Hafenstadt war alles ruhig. Die Marines gingen wieder an Bord der USS PANTHER und das Schiff kreuzte an der Küste von Honduras entlang auf der Suche der Rebellen. In mehreren Städten landete man, fanden aber keine. In Trujillo, im Departement Colón hörte man allerdings mehrere Schüsse und sofort entspann sich eine Schlacht die 55. Stunden lang dauerte zwischen den Rebellen und honduranischen Regierungstruppen. Beim Anblick der amerikanischen Marines ebbten die Kämpfe ab und Butler führte eine Abteilung Marines zum US Konsulat. Dort fand er den amerikanischen Konsul in eine amerikanische Flagge gehüllt unter den Deckenbalken. Sobald die Marines mit dem Konsul das Gelände verließen und sich wieder an Bord der USS PANTHER begaben, begannen die Kämpfe zwischen den Rebellen und den Regierungstruppen von neuem wobei die Rebellen diesen Kampf für sich entscheiden konnten und die Kontrolle über die Regierung des Landes übernahmen. Während dieser Rettungsaktion des amerikanischen Konsuls erhielt Butler seinen ersten Spitznamen „Old Gimlet Eye“. Durch seine fieberhaft blutunterlaufenen Augen die ihm einen durchdringenden kriegerischen Blick verliehen, erhielt er diesen Namen. Er litt in dieser Zeit sehr an tropischem Fieber. Um sich davon zu erholen kehrte Butler nach Philadelphia zurück. Dort heiratete er am 30. Juni 1905 Ethel Conway Peters aus Philadelphia in Bay Head, New Jersey. Sein Trauzeuge war Lieutenant Colonel Waller. Das Paar hatte drei Kinder, Ethel Peters Butler, sie heiratete später John Wehle; Smedley Darlington Butler, Jr. und Richard Thomas Butler. Zwei Jahre blieb er bei seiner Frau, dann versetzte man ihn auf die Philippinen. Dort erhielt er den Auftrag Nachschub für einen isolierten Außenposten an der Subic Bay zu bringen dem die Rationen ausgegangen waren. Im Jahre 1908 erlitt er einen Nervenzusammenbruch und wurde für neun Monate krank geschrieben die er zu Hause bei seiner Familie verbrachte. Seine Frau wollte sehr gerne, dass er in ihrer Nähe bliebe und so fuhr er in ein Kohlebergwerk in West Virginia ein und verdiente dort auch sehr gut. Allerdings nutzte er die erste Gelegenheit um sich zum aktiven Dienst beim Marine Corps wieder zu melden. Man verlegte Butler und ein Bataillon Marines 1909 nach Nicaragua um dort die US Politik durchzusetzen. Die Stadt Granada belagerten Rebellen. Butler erhielt im Dezember 1909 das Kommando über das 3. Bataillon im 1. Marineregiment des First Marine Regiments das die Landenge von Panama kontrollierte. Am 11. August 1912 musste Butler dieses Kommando vorübergehend abgeben und übernahm das Kommando über ein Expeditionsbataillon das zu einer 900 Mann starken Landungstruppe unter dem Oberkommando von Colonel Joseph Henry Pendleton ( 2. Juni 1860 – 4. Februar 1942 ) gehörte. Major Butler fungierte als dessen Stellvertreter. Mit konservativen Einheiten sollte gegen die Rebellen um deren liberalen Anführer General Benjamin Francisco Zeledón Rodriguez ( 4. Oktober 1879 – 4. Oktober 1912 ) vorgegangen werden. Während der Schlacht um Coyotepe Hill am 3. und 4. Oktober besiegte man die Rebellen und brach damit den Widerstand der Liberalen Partei gegen die US Intervention. Bis November 1912 blieb Butler in Nicaragua. Dann kehrte er nach Panama ins Camp Elliott zurück und übernahm dort wieder seine Truppe. Mittlerweile konnte er seine Familie nach Panama holen und lebte mit ihnen bis Januar 1914 dort. Butler musste sie wieder nach Hause schicken da er einen geheimen Auftrag in Mexiko erhalten hatte. Man wollte eine revolutionäre Bewegung in Mexiko überwachen und benötigte ihn dafür. Am 1. März 1914 landete Butler mit US Navy Lieutenant Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 – 25. April 1973, dem späteren Admiral, in der Nähe von Jalapa im Bundesstaat Veracruz. Sie liefen bis zu dieser Stadt und wieder zurück. Fletcher wollte so erfahren ob man Butler für einen Einheimischen hielt auch wegen seiner Aussprache. Sie merkten sich außerdem wichtige Details auf diesem Weg für eine künftige Expedition die Butler auszuführen hat. Butler sollte zu Fuß in das Land bis Mexiko Stadt suchen und auf diesem Wege alle militärischen Gebäude und Anlagen aufzuzeichnen die für einen detaillierten Invasionsplan vonnöten waren. Es war eine Spionagemission und Butler war so sehr begeistert, dass er sofort los gelaufen wäre. Fletcher kehrte nach Washington DC zurück und stellte den erarbeiteten Plan den Kommandeuren vor die ihn akzeptierten und Butler „Grünes Licht“ gaben. Er begab sich umgehend nach Jalapa und reiste nach Mexiko Stadt wo er das US Konsulat aufsuchte die ihm einen Pass auf den Namen Johnson ausstellten und als Beruf Bahnbeamten eintrugen. Mit dem Haupteisenbahninspektor durchkämmten sie die Stadt auf der Suche nach einem „Verlorenen Mitarbeiter“ und erlangten dadurch zu den verschiedensten Bereichen der Stadt. So konnte Butler ungehindert die Zahlengröße der mexikanischen Armee, deren Bewaffnung und ihre Einsatzbereitschaft ausspionieren. Er aktualisierte Karten und überprüfte das Eisenbahnnetz für die bevorstehende US Invasion. Am 7. März 1914 kehrte er nach Veracruz zurück mit all den Informationen die er gesammelt hatte und präsentierte sie seinen Kommandeuren. Doch der Invasionsplan sollte in die Schublade verbannt werden, da der neue mexikanische Präsident José Victoriano Huerta Marquez ( 22. Dezember 1850 – 13. Januar 1916 ) hieß. Doch durch ein Missverständnis am 9. April 1914 ereignete sich die Tampico Affäre und der Invasionsplan war wieder aktuell. Nachdem man entdeckte, dass Mexiko eine Waffenlieferung erhalten hatte, erließ US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 – 3. Februar 1924 ) den Befehl diese Waffen aufzuspüren und zu konfiszieren. Am 21. April landeten amerikanische Marinesoldaten, unter ihnen Butler, und amerikanische Seeleute in Veracruz um die Waffen abzufangen. Es kam dabei in den folgenden Tagen zu Straßenkämpfen wo mexikanische Scharfschützen die Einheiten die Butler befahl unter erhebliches Feuer nahmen. Von Haus zu Haus stürmten die amerikanischen Marines und brachen so den mexikanischen Widerstand. Am 26. April landeten weitere 5.800 Marinesoldaten und Seeleute und sicherten die Stadt für die folgenden sechs Monate. Bis zum Ende des Konflikts gab e auf amerikanischer Seite 17 Tote und 63 Verwundete. Auf Seiten der Mexikaner verloren 126 Armeeangehörige ihr Leben und 195 wurden verwundet. US Präsident Wilson beschloss nach diesem Blutvergießen die Pläne einer vollständigen Invasion von Mexiko auf Eis zu legen du nur die Stadt Veracruz für die Aufrecherhaltung der Ordnung und Sicherheit als Faustpfand zu behalten. Für seinen gezeigten Mut und Geschick zur Führung seiner ihm anvertrauten Einheit während der Eroberung von Veracruz erhielt Butler die Medal of Honor verliehen. Neben ihm erhielten diese Auszeichnung ein Angehöriger der US Army, acht von den Marines und sechsundvierzig von der US Navy. Nachdem am 27. Juli 1915 bekannt geworden war, dass im Gefängnis von Port-au-Prince 167 politische Gefangene, darunter der ehemalige Präsident Emmanual Oreste Zamor ( 1861 – 27. Juli 1915 ), hingerichtet wurden und den wohlhabenden Mulatten angehörten. Der amtierende Präsident Jean Guillaume Sam Vilbrun ( 4. März 1859 – 28. Juli 1915 ) flüchtete am folgenden Tag in das französische Konsulat. Doch aus diesem Gebäude holte ihn der aufgebrachte Mob heraus und riss ihn in Stücke. Als Reaktion darauf schickte US Präsident Wilson das chlachtschiff USS CONNECTICUT ( BB-18 ) nach Haiti. An Bord befand sich Major Butler mit einer Gruppe von 44 Marines. Nach der Landung patrouillierten die Amerikaner durch Port-au-Prince. Am 24. Oktober 1915 geriet diese Gruppe in einen Hinterhalt der Rebellen nachdem sie sich dem Fort Dipitie näherten. Während der kommenden Nacht umringten die Rebellen die zahlenmäßig unterlegenen Soldaten und warteten den Morgen ab. Butler ließ seine Männer in drei unterschiedlichen Richtungen aus dieser Umklammerung ausbrechen. Die erschrockenen Haitianer flohen in Windeseile ohne auch nur einen Schuss auf ihre Gegner abgegeben zu haben. Anfang November erhielt diese Gruppe Verstärkung und erreichte einen Stand von 700 Marinesoldaten und Seeleuten. Diese geballte Einheit marschierte in die Berge und eroberte dort das gesamte Gebiet und säuberte es von Rebellen. In Le Trou wurde kurzfristig eine Basis eingerichtet. Diese griffen rund 100 Rebellen an, wurden aber blutig verjagt. Bis auf die von den Franzosen erbaute Festung Fort Riviere in den Bergen von Montagne Noire eroberte die Einheit unter der Führung von Butler die Insel. Mit 100 Marines und Matrosen von der USS CONNECTICUT griff er am 17. November 1915 diese letzte Festung der Rebellen an. Sie umzingelten diese damit niemand fliehen konnte und schlossen den Kreis immer enger. Von der südlichen Seite drang Butler mit der 15. Kompanie vor und fand eine Öffnung in der Mauer. Mit den Marines kroch er dort hindurch und es begann ein Handgemenge mit den Rebellen auf Leben und Tod. Der gesamte Kampf dauerte nur zwanzig Minuten. Nur ein Marine wurde durch einen geworfenen Stein verletzt und verlor zwei Zähne. Alle 51 Haitianischen Rebellen wurden getötet. Für diese Aktion erhielt Butler seine zweite Medal of Honor. Major Butler übertrug man dann das Kommando über die haitianische Polizei. Unter seiner Aufsicht wurde die soziale Ordnung wieder hergestellt und lebenswichtige Projekte erfolgreich abgeschlossen. Nachdem die USA in den Ersten Weltkrieg eingetreten waren, meldete sich Butler vergeblich um einen Kampfbefehl an die Westfront in Frankreich zu bekommen. Er machte mehrere Anfragen und sandte sogar an seinen Freund Wendell Cushing Neville ( 12. Mai 1870 – 8. Juli 1930 ) mehrere Briefe damit dieser sich für ihn einsetzen könnte. Doch die Vorgesetzten blieben bei ihrer Meinung, dass Butler in der Führung von Einheiten Mutig und Brillant sei, jedoch als „unzuverlässig“ für solch ein Kampfgebiet einzustufen ist. Im Oktober 1918 beförderte man Butler zum Brigadegeneral, da war er gerade mal 37 Jahre alt. In diesem Rang durfte er nach Europa. Er erhielt das Kommando über das Camp Pontanezen in Brest, Frankreich wo sich die amerikanischen Truppen ausschifften und für das amerikanische Expeditionskorps aufgestellt wurden. Das Lager war von unvorstellbaren unhygienischen Bedingungen geplagt, Überfüllt und Unorganisiert. US Kriegsminister Newton Diehl Baker, Jr. ( 3. Dezember 1871 – 25. Dezember 1937 ) schickte die Schriftstellerin Mary Roberts Rinehart ( 12. August 1876 – 22. September 1958 ) in das Camp zur Stippvisite. Sie beschrieb später wie Butler die Abwasserprobleme in den Griff bekommen hatte. Das Problem des Schlammes überall löste er mit Lattenrosten die auf allen Wegen und auch in den Zelten gelegt wurden. General John Joseph Pershing ( 13. September 1860 – 15. Juli 1948 ) genehmigte dies für die Einheiten. Dies brachte Butler den Spitznamen „Old Duckboard“ ein. Für seinen vorbildlichen Service erhielt er von der US Army die Distinguished Service Medal und von der Navy die Distinguished Service Medal. Außerdem verlieh ihm das französische Oberkommando den Order of the Black Star. Nach dem Ersten Weltkrieg ernannte man Butler zum kommandierenden General der Marine Kaserne im Marine Corps Base Quantico, Virginia. Dieses Trainingslager verwandelte er in einen Marine Posten. Während einer Übung 1921 in West Virginia wurde er von einem dortigen Farmer hingewiesen, dass in der Nähe der Arm von dem konföderierten General Thomas Jonothan „Stonwell“ Jackson ( 21. Januar 1824 – 10. Mai 1963 ) begraben worden war. Daraufhin ließ Butler einen Trupp Marines mit Spaten und Schaufeln antreten um den Ort umgraben zu lassen auf der Suche dieses Armes. Man fand diesen in einer Holzkiste. Der Arm wurde umgebettet und an der Fundstelle ein Granitdenkmal errichtet. Von 1927 bis 1929 wurde Butler zum Kommandeur eines Marine-Expeditionskorps in China berufen. Dort konnte er geschickt durch seinen Einfluss auf verschiedene Generäle und chinesischen Kriegsherren den Schutz der US Interessen durchsetzen. 1929 kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück wo er zum Generalmajor befördert wurde. Er war mit 48 Jahren der jüngste Generalmajor im Marine Corps aller Zeiten. Butler kehrte wieder in das Marine Camp in Quantico zurück wo er es zum „Schauplatz“ des Corps ausbauen ließ. Er gewann nationale Aufmerksamkeit indem er vorneweg mit tausenden seiner Männer auf langen Feldmärschen nach Gettyburg marschierte und dort vor einer großen Masse von Zuschauern die Ereignisreiche Schlacht aus dem amerikanischen Bürgerkrieg nachstellen ließ. Im Jahre 1924 drängte Butlers Vater und der amtierende Bürgermeister von Philadelphia W. Free Kendrick ( 1873 – 20. März 1953 ) ihn dazu die Marines zu verlassen und in Philadelphia die Führung der Polizei und der Feuerwehr zu übernehmen Die notorisch korrupte Stadtregierung und Smedley Darlington Butler lehnten jedoch ab. Der Bürgermeister Kendrick wussten keinen weiteren Ausweg und wandte sich an den US Präsidenten John Calvin Coolidge, Jr. 4. Juli 1872 – 5. Januar 1933 ). Calvin Coolidge kontaktierte Butler und ermächtigte ihn mit der notwendigen Erlaubnis das Marine Corps zu verlassen. So war Butler von Januar 1924 bis Dezember 1925 der oberste Polizeichef von Philadelphia. Er begann seinen neuen Job indem er alle 4.000 Polizisten aus der Stadt in die Metropolitan Opera Schichtweise einlud um sich selber vorzustellen und sich zu informieren was unbedingt geändert werden müsste. Er ersetzte mehrere korrupte Polizisten und schaltete ganze Einheiten ein um in der Stadt nacheinander die Schutzgelderpressung und den Wucher zu bekämpfen. Innerhalb von 48 Stunden organisierte Butler die Schließung von mehr als 900 Mondscheinkneipen wo illegal alkoholische Getränke verkauft wurden. Diese Kneipen wurden mit einem Vorhängeschloss gesichert oder gleich total zerstört. Neben diesen Kneipen versuchte er auch die illegalen Aktivitäten des Alkoholschmuggels, der Prostitution, des Glückspiels und der Korruption bei der Polizei den Kampf anzusagen. Er versuchte auch mit Razzien gegen die Lieblingstreffpunkte der sozialen Elite vorzugehen. Obwohl er wirksam die Verbrechen in der Stadt und bei der Polizei bekämpfen konnte, blieb er doch ein umstrittener Führer. Er etablierte Grundsätze und Richtlinien der Verwaltung in Philadelphia und entwickelte eine Polizeiuniform die der des Marine Corps ähnelte. Weiterhin ließ Butler in der gesamten Stadt Checkpoints im Stile des Militärs aufbauen und mit gepanzerten Polizeiautos und abgesägten Schrotflinten die Banditen jagen. Die öffentliche Presse berichtete über die guten und die schlechten Aspekte des persönlichen Krieges Butlers gegen das Verbrechen. Man lobte zwar die neue Uniform der Polizisten da sie nun besser erkennbar waren und lobte die neuen Programme zur Senkung der Kriminalität. Aber man reflektierte die Bevölkerung auch mit der negativen Meinung über ihren neuen Direktor für öffentliche Sicherheit und Öffentlichkeit. Viele Menschen hatten das Gefühl das Butler eine zu aggressive Taktik eingeschlagen hatte und ärgerten sich über die eingeschränkten Bürgerrechte. So musste ein jeder an den Checkpoints sich ausweisen und gegebenenfalls einer Leibesvisitation unterziehen lassen. Manche fanden dies wie in einer Militärdiktatur und Butler war der dazugehörige Diktator. Der Bundesbeauftragte für die Prohibition, Major R. A. Haynes, besuchte sechs Monate nach der Ernennung von Butler zum Polizeichef die Stadt. Er sah große Fortschritte und würdigte die Erfolge von Butler. Schließlich musste Bürgermeister Kendrick seinen Polizeichef wegen dessen Führungsstil und seiner direkten Aktionen im Dezember 1924 entlassen. Butler kontaktierte daraufhin General John Archer Lejeune ( 10. Januar 1867 – 20. November 1942 ) damit dieser die Vorbereitungen für seine Rückkehr in das Marine Corps treffen könne. Nachdem die Nachricht in Philadelphia sich in Windeseile verbreitete, sammelten sich rund 4.000 Menschen vor der Hochschule für Musik und demonstrierten für Butler. Sie zwangen damit Bürgermeister Kendrick mit dem US Präsidenten zu verhandeln damit Butler für ein weiteres Jahr in Philadelphia bleiben konnte. In seinem zweiten Amtsjahr konzentrierte sich Butler darauf die ausstehenden Haftbefehle und erhobene Verbote durchzusetzen. Am 1. Januar 1926 kehrte Butler endgültig zum Marine Corps zurück, da der US Präsident den Antrag für eine zweite Verlängerung der Dienststundung für Butler ablehnte. Butler erhielt den Befehl sich in San Diego, Kalifornien zu melden. Mit seiner Familie und mit all ihrem Hab und Gut reiste er dort hin. Am 8. Juli 1930 verstarb sein langjähriger Freund Kommandant des Marine Corps Senior Generalmajor Wendell Cushing Neville. Damit wäre eigentlich der Weg frei gewesen nach alter Tradition in dem Marine Corps, dass der nächstfolgende Kommandeur des Marine Corps der Dienstälteste Generalmajor werden muss. Doch bei Butler machte man da eine Ausnahme. Man ernannte ihn nicht dazu obwohl es ihm hätte zustehen müssen. Viel Unterstützung erfuhr er innerhalb und außerhalb des Marine Corps. General John Archer Lejeune, der ehemalige Marineminister Josephus Daniels ( 18. Mai 1862 – 15. Januar 1948 ), die Marine Corps Generäle Ben Hebard Fuller ( 27. Februar 1870 – 8. Juni 1937 ) und John Henry Russell, Jr. ( 14. November 1872 – 6. März 1947 ) traten für ihn ein. Mehr als 2.500 Briefe kamen auf dem Schreibtisch von Marineminister Charles Francis Adams III. ( 2. August 1866 – 10. Juni 1954 ), doch es nützte nichts. Butler musste er kennen, dass seit sein einflussreicher Vater am 26. Mai 1928 verstorben war, seinen Schutz vor den zivilen Vorgesetzten verloren hatte. Außerdem fiel ihm sein undiplomatischer Kommentar über den italienischen Diktator Benito Amilcare Andrea Mussolini ( 29. Juli 1883 – 28. April 1945 ) vor die Füße. US Präsident Herbert Clark Hoover ( 10. August 1874 – 20. Oktober 1964 ) erhielt daraufhin eine Protestnote der Italiener. Er sah sich und der Marineminister gezwungen Butler vor ein Kriegsgericht zu stellen und ihn als den ersten General seit dem amerikanischen Bürgerkrieg unter Arrest zu stellen. Butler entschuldigte sich bei Marineminister Adams und das Kriegsgericht wurde mit einer Rüge aufgehoben. Den Posten des Senior Generalmajors erhielt dann General Ben Hebard Fuller. Auf eigenen Wunsch schied Smedley Darlington Butler am 1. Oktober 1931 aus dem aktiven Dienst beim Marine Corps aus. Vor seinem Ausscheiden begann sich Butler schon mit der Zeit nach dem Marine Corps zu beschäftigen. Im Mai 1931 nahm er an einer Kommission teil die der Gouverneur von Oregon Julius L. Meier ( 31. Dezember 1874 – 14. Juli 1937 ) initiiert hatte. Diese Kommission legte den Grundstein für die Oregon State Police. Butler begann Vorträge bei Veranstaltungen und Konferenzen nach seinem Ausscheiden aus dem Marine Corps zu halten. Einen großteil seiner Einnahmen davon spendete er der Arbeitslosenhilfe in Philadelphia. Er bereiste so den Westen der USA und hielt 60 Reden bevor er rechtzeitig zur Hochzeit seiner Tochter mit dem Marinepiloten Lietenant John Wehle zurück kehrte. Zu dieser Hochzeit war es einzige Mal das er seine Uniform der US Marines wieder getragen hat. Butler verbündete sich im März 1932 mit Pennsylvanias Gouverneur Gifford Pinchot ( 11. August 1865 – 4. Oktober 1946 ) um bei den republikanischen Vorwahlen in Pennsylvania für den US Senat zu kandidieren. Doch sie wurden von Senator James John Davis ( 27. Oktober 1873 – 22. November 1947 besiegt. Während dieser Kampagne für den US Senat sprach sich Butler für den Veteranen-Bonus aus. Das heißt, die Service Zertifikate die nach dem Ersten Weltkrieg durch das World War Adjusted Compensation Act von 1924 an die Soldaten ausgegeben worden waren sollten nun schleunigst wegen der Großen Depression ausgezahlt werden. Es wurde nach dem Krieg jedem Soldaten versprochen den Nennwert des Zertifikates plus Zinseszins zu erhalten. Jedoch wusste auch jeder, dass diese Zertifikate ab dem Ausgabedatum nur zwanzig Jahre gültig waren. Deshalb zogen im Juni 1932 rund 43.000 Demonstranten, 17.000 davon waren Veteranen aus dem Ersten Weltkrieg, mit ihren Familien nach Washington DC um ihre berechtigten Forderungen zu erhalten. Diese als „Bonus-Armee“ bekannte Protestform marschierte vor das Kongressgebäude und begann dort zu campieren. Doch der Kongress vertagte all seine Sitzungen aus Angst vor den Veteranen. US Generalstaatsanwalt William DeWitt Mitchell ( 9. September 1874 – 24. August 1955 ) schickte lieber die Polizei dorthin damit diese die Demonstration auflöst. Dabei wurden am 28. Juli 1932 die beiden Bonus Demonstranten und Kriegsveteranen William Hushka ( 1895 – 28. Juli 1932 ) und Eric Carlson ( 1894 – 28. Juli 1932 ) erschossen worden. General Smedley Darlington Butler, einer der beliebtesten Militärs zu dieser Zeit, war unter den Demonstranten. Er besuchte ihr Lager und machte ihnen Mut. Die Polizei nahm mehrere Personen fest, musste sich aber wieder zurückziehen ohne etwas erreicht zu haben. Die friedliche Demonstration schlug durch den Polizeieinsatz in Wut und Randaliererei um. Am folgenden Morgen um 4:45 Uhr griff das 12. Infanterieregiment aus Fort Howard, Maryland, das 3. Kavallerieregiment und sechs Kampfpanzer die von Major George Smith Patton, Jr. ( 11. November 1885 – 21. Dezember 1945 ) befehligt wurden, an. Das Oberkommando über diese Streitmacht hatte General Douglas MacArthur ( 26. Januar 1880 – 5. April 1964 ). Das Lager der Bonus Armee wurde niedergewalzt und in alle Winde verstreut. 55. Veteranen wurden dabei verletzt und 135 festgenommen. Fassungslos mussten Passanten mit ansehen wie die Kriegsveteranen durch die Straßen von Washington gehetzt wurden. Nach diesem Vorfall sagte sich Butler von US Präsident Hoover los und unterstützte den Demokraten Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ). Dieser gewann die Präsidentschaftswahl haushoch da selbst er den Veteranen-Bonus verlangte. Im Mai 1933 wurde eine zweite Demonstration mit der Hilfe von Butler organisiert. Roosevelt ließ in Virginia einen Platz herrichten wo sich die Demonstranten niederlassen konnten, drei Mal täglich Mahlzeiten ausgegeben wurden und mit Verwaltungsbeamte und dem Vertrauten des Präsidenten Louis McHenry Howe ( 14. Januar 1871 – 18. April 1936 ) verhandelt werden konnte. Doch die Fronten waren so verhärtet, dass es zu keiner Einigung und dem Ende der Demonstration kam. Roosevelt schickte daraufhin seine Frau Anna Eleanor Roosevelt ( 11. Oktober 1884 – 7. November 1962 ) dorthin. Sie Frühstückte mit den Veteranen und hörte ihnen interessiert zu. Nach diesem Zusammentreffen verließen die meisten Demonstranten das Camp. Am 27. Januar 1936 wurde das Adjusted Compensation Payment Act verabschiedet und zwei Milliarden Dollar bereitgestellt. Butler weiter im gesamten Land unterwegs und hielt seine Reden vor pazifistischen Gruppen. Außerdem war er dafür bekannt gegen Kriegsgewinnler und US Kriegstreiber zu philosophieren und dabei den Faschismus in den Vereinigten Staaten zu betrachten. Von 1935 bis 1937 diente er als Sprecher der American League gegen Krieg und Faschismus. Am 20. November 1934 wurde Butler vor den Sonderausschuss für unamerikanische Aktivitäten vor einen Kongress Ausschuss geladen. Dort bezeugte er, dass wohlhabende Geschäftsleute einen Staatsstreich zum Sturz von Präsident Roosevelt und dessen Regierung planten und wollten dabei eine faschistische Veteranenorganisation verwenden der er als Führer kommandieren sollte. Der Anführer dieser Organisation war Gerald C. McGuire der versuchte 500.000 Mann zu rekrutieren für einen Marsch nach Washington DC. In diesem Ausschuss nannte Butler auch Namen mehrerer prominenter Unternehmer und erfahrene Führer als Hintermänner. Dabei nannte er auch General Hugh Samuel Johnson ( 5. August 1881 – 15. April 1942 ) der nach dem gelungenen Staatsstreich als Diktator eingesetzt werden sollte. Die Mitglieder des Sonderausschusses kamen vier Tage später nach eingehender Beratung zu der Meinung, dass die Aussage von Butler zwar in einigen Punkten echt sei, aber für die Öffentlichkeit im vollen Umfang keineswegs zugänglich gemacht werden sollte. Außerdem kannte Butler manche Namen nur durch Hören – Sagen die an diesem Staatsstreich involviert sein sollten und damit verlief sich das ganze im „Sande“. Anfang Juni 1940 wurde Butler in das Naval Hospital in Philadelphia eingewiesen wegen ständiger Schmerzen im Unterleib. Man diagnostizierte bei ihm Krebs in einem unheilbaren Zustand im Bereich des Magen-Darm-Traktes. Am 21. Juni 1940 verstarb er. Man überführte den Leichnam in Butlers Haus in Newton Square wo er aufgebahrt wurde. Viele Freunde und Wegbegleiter aus der Politik, der Polizei von Philadelphia und Offiziere des Marine Corps sowie seiner Familie konnten sich dort von ihm verabschieden. Er wurde dann in der Nähe von West Chester, Pennsylvania auf dem Oaklands Friedhof beerdigt.


USS BUTLER ( DD-636 )

Schiffsbiografie

Die USS BUTLER ( DD-636 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren des Marine Corps Generalmajors Smedley Darlington Butler benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das siebenundfünfzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
s40001Auf der Philadelphia Naval Shipyard wurde am 16. September 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ethel Peters Butler Wehle ( 2. November 1906 – 18. Juni 1976 ), Ehefrau von Marine Corps Colonel John Williams Wehle, Jr. ( 2. Oktober 1904 – 4. Juni 1960 ) und Tochter von Marine Corps Generalmajor Smedley Darlington Butler, taufte am 12. Februar 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander M. D. Matthews stellte am 15. August 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt beginnt die USS BUTLER ihre Eskortierpflichten entlang der Ostküste der USA bis in den Golf von Mexiko zu übernehmen. Am 14. Januar 1943 legte der Zerstörer mit den Schiffen der Task Force 34 und des Geleitzuges UGF 4 in New York ab. Achtzehn Truppentransportschiffe, gesichert von dem Schlachtschiff USS TEXAS ( BB-35 ) und den Zerstörern USS BUTLER, USS BUCK ( DD-420 ), USS WILKES ( DD-441 ), USS SWANSON ( DD-443 ), USS LUDLOW ( DD-438 ), USS ROE ( DD-418 ), USS WOOLSEY ( DD-437 ), USS EDISON ( DD-439 ) und USS BRISTOL ( DD-453 ), erreichten am 25. Januar Gibraltar und wurden dort von den britischen Zerstörern HMS BRILLIANT ( H84 ) und HMS ANTELOPE ( H36 ) und dem britischen Minensuchboot HMS FELIXSTOWE ( J126 ) sowie den kanadischen Korvetten HMCS BADDECK ( K147 ), HMCS SUMMERSIDE ( K141 ), HMCS LUNENBURG ( K151 ) und HMCS PORT ARTHUR ( K233 ) übernommen. Dieser Konvoi erreichte zwei Tage später den Hafen von Oran, Algerien. Von Gibraltar aus fuhr die USS BUTLER nach Casablanca, Marokko und von dort aus nach Dakar, Französisch – Westafrika. Dort lagen die französischen Kreuzer FFS MONTCALM und FFS RICHELIEU vor Anker. Die USS BUTLER eskortierte beide Schiffe bis nach Gibraltar, wo die Schiffe der TF 34 ankerten. Am 1. Februar brachte eine britische und kanadische Sicherungsgruppe den Geleitzug GUF 4, bestehend aus 30 Schiffen, zur Übergabeposition und die Kriegsschiffe der TF 34 eskortierten den Konvoi bis nach New York zurück. In der New York Naval Shipyard musste sich die USS BUTLER einer Generalüberholung unterziehen und begann danach wieder entlang der Ostküste mit ihrer Eskortierpflicht. Nach einigen Trainingsübungen erreichte die USS BUTLER am 8. Juni 1943 das Areal von Hampton Roads, Virginia. Dort integrierte man den Zerstörer in die TF 85 die den Schiffskonvoi UGF 9 nach Oran eskortieren sollte. Die Task Force 85 befehligte Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ). Zur Vorbereitung der Operation „Husky“, der Landung auf Sizilien, legte der Schiffskonvoi UGF 9, bestehend aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen, am 11. Juni in Hampton Roads ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision die unter dem Befehl von Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) stand. In diesem Verband befanden sich neben der USS BUTLER die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41, USS BOISE ( CL-47 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS MERVINE ( DD-489 ), USS BEATTY ( DD-640 ), USS COWIE ( DD-632 ), USS KNIGHT ( DD-633 ), USS DORAN ( DD-634 ), USS DAVISON ( DD-618 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS EARLE ( DD-635 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS GLENNON ( DD-620 ), USS JEFFERS ( DD-621 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS QUICK ( DD-636 ), USS GHERARDI ( DD-637 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ) und USS HERNDON ( DD-638 ). Am 25. Juni 1943 erreichten die Schiffe der TF 85 ihren Zielhafen. Bis zum 5. Juli führte die USS BUTLER vor der algerischen Küste U-Boot Patrouillenfahrten durch, gefolgt von Eskortierpflichten und Schulungen. Danach wechselte der Zerstörer nach Bizerte, Tunesien. Dort gliederte man die USS BUTLER in die TF 81 ein, die Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 – 6. März 1978 ) befehligte. Das Kommandoschiff war das amphibische Truppentransportschiff USS SAMUEL CHASE ( APA-26 ). Für die Invasion auf Sizilien, Codename der Operation „Husky“, eskortierten neben der USS BUTLER die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS SAVANNAH ( CL-42 ) und den Zerstörern USS JEFFERS, USS GHERARDI, USS HERNDON, USS MADDOX, USS GLENNON, USS MURPHY, USS McLANAHAN ( DD-615 ), USS NELSON, USS COLE ( DD-155 ), USS SHUBRICK, USS DALLAS ( DD-199 ) und USS BERNADOU ( DD-153 ) die Konvois NCF 1, TJF 1 und TJM 1 nach Gela, Sizilien. 19.250 Soldaten der 1. US Infanteriedivision wurden durch die Transportschiffe befördert. Am 7. Juli legten die Schiffe der TF 81 in Bizerte ab und erreichten am Abend des 9. Juli ihre Ausgangsposition vor der sizilianischen Insel. Im Morgengrauen begann die Invasion. Die USS BUTLER übernahm dabei zuerst die Luftraumüberwachung und die Sicherung vor U-Boot Überfällen. Am folgenden Tag mussten neben der USS BUTLER die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS SAVANNAH sowie die Zerstörer USS SHUBRICK, USS JEFFERS, USS GLENNON, USS BEATTY, USS TILLMAN, USS COWIE und USS LAUB ( DD-613 ) einen Gegenangriff deutscher Panzer bei Gela mit ihren Schiffsgeschützen zum Stehen bringen. Bis zum 12. August patrouillierte die USS BUTLER vor der sizilianischen Küste und fuhr dann zurück nach New York, wo der Zerstörer am 22. August 1943 anlegte. Der Zerstörer wurde nun nochmals überholt und begann danach wieder mit Eskortierpflichten entlang der Ostküste. Zusammen mit einer großen Menge an Kriegs- und Transportschiffen, legte die USS BUTLER am 21. April 1944 in Boston ab und half bei der Eskorte nach Belfast, Nordirland wo der Zerstörer am 5. Mai 1944 anlegte. Das Schiff patrouillierte dann vor der Küste Nordirlands und wechselte später nach Plymouth, England, wo es am 21. Mai festmachte. Dort wurden die letzten Vorbereitungen für die Invasion getroffen. Am 4. Juni versetzte man die USS BUTLER zu ihrer Force. Innerhalb der Western Naval Task Force, die Kommandant Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligte, in die Force „A“ im Anlandungsbereich von „Utah Beach“. Diese Force befehligte Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) und in ihr befanden sich neben der USS BUTLER das amerikanische Schlachtschiff US NEVADA ( BB-36 ), der britische Monitor HMS EREBUS, die amerikanischen Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA und USS QUINCY ( CA-71 ), die britischen Kreuzer HMS BLACK PRINCE ( 81 ), HMS HAWKINS ( D86 ) und HMS ENTERPRISE ( D52 ), das niederländische Kanonenboot HNLMS SOEMBA, die amerikanischen Zerstörer USS FITCH ( DD-462 ), USS FORREST ( DD-461 ) und USS CORRY ( DD-463 ) aus der DESDIV 20 und USS BUTLER, USS SHUBRICK, USS HERNDON und USS GHERARDI aus der DESDIV 34 und die amerikanischen Geleitzerstörer USS BATES ( DE-68 ) und USS RICH ( DE-695 ).Wegen des schlechten Wetters verschob man den Angriffstermin vom 5. Juni um einen Tag nach hinten. Der Beginn des Angriffs der Invasionstruppen auf „Utah Beach“ war auf 06:30 Uhr festgelegt worden. Am Morgen der Invasion folgte die USS BUTLER am Anfang den Minensuchern, die mehrere Kanäle in die bis zu zwei Kilometer tiefen Minenfelder vor der Küste, schlagen sollten. Die USS BUTLER erhielt dabei die Aufgabe von Rear Admiral Don Pardee Moon ( 18. April 1894 – 5. August 1944 ), die deutschen Küstenbatterien noch vor Beginn der Invasion mit ihren Schiffsgeschützen zum Schweigen zu bringen. Die USS CORRY erhielt in den ersten Minuten des Angriffs einen Volltreffer mittschiffs unter der Wasserlinie, so dass die Mannschaft das Schiff aufgeben musste. Neben den effektiven Schüssen der USS BUTLER mussten während des Kampfes die in 12° Grad kaltem Wasser ausharrenden Mannschaftsmitglieder der USS CORRY geborgen werden. Zusammen mit der USS HOBSON, der USS FITCH und dem Patrouillenboot PT-199 konnten dies erfolgen. Von den 16 Offizieren und 260 Mannschaftsmitgliedern des Zerstörers fanden 24 Besatzungsmitglieder den Tod und 60 wurden zum Teil schwer verletzt. Bis zum 15. Juli blieb die USS BUTLER vor der normannischen Küste und unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die anlanden alliierten Truppen vor feindlichen Luftüberfällen.
Man verlegte dann den Zerstörer wieder ins Mittelmeer, wo er innerhalb der Task Force 88 zur Luftsicherung für die Operation „Dragoon“ diente. Die TF 88 kommandierte der britische Rear Admiral Sir Thomas Hope Trounbridge ( 1. Februar 1895 – 29. September 1949 ). Innerhalb dieser TF gehörte der Zerstörer zur Task Group 88.2, die Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 – 25. März 1965 ) befehligte. In dieser TG befanden sich neben der USS BUTLER die amerikanischen Flugzeuggeleitträger USS TULAGI ( CVE-72 ) und USS KASAAN BAY ( CVE-69 ), die britischen Flugzeugträger HMS HUNTER ( D80 ) und HMS STALKER ( D91 ), die britischen Kreuzer HMS COLOMBO ( D89 ) und HMS CALEDON ( D53 ) und den amerikanischen Zerstörern USS GHERARDI, USS HERNDON, USS MURPHY, USS JEFFERS und USS SHUBRICK. Die Invasion der südfranzösischen Küste begann bei Tagesanbruch am 15. August 1944 in der Bucht bei St. Raphael. Nach wenigen Tages der Invasion, beorderte man die USS BUTLER zur Überholung nach New York. Von dort aus eskortierte der Zerstörer einen Geleitzug mit Nachschub bis nach Marseille an der südfranzösischen Küste. Für den Zerstörer standen nun Patrouillenfahrten entlang der französischen Küste an der Tagesordnung. Zusammen mit den Zerstörern USS HAMBLETON ( DD-455 ), USS RODMAN ( DD-456 ), USS ELLYSON ( DD-454 ), USS MACOMB ( DD-458 ), USS EMMONS ( DD-457 ), USS FORREST, USS FITCH, USS GHERHARDI, USS HOBSON, USS JEFFERS und USS HARDING ( DD-625 ) verließ die USS BUTLER am 27. Oktober das Mittelmeer. Das Ziel all dieser Kriegsschiffe war die Ostküste der USA. Die Fahrt der USS BUTLER führte das Schiff quer über den Atlantik, an den Inseln der Bermudas vorbei nach Norfolk und von dort aus zurück in die New York Naval Shipyard. Dort legte am 10. November der Zerstörer an. Man rüstete das Schiff in ein Hochgeschwindigkeitsminensuchboot um. Dazu erhielt es am 15. November das Klassifikationssymbol DMS und die Kennnummer 29. Nach der Beendigung aller Arbeiten am 21. Dezembers, erfolgte ein Erprobungs- und Ausbildungstraining der Schiffsbesatzung mit ihrem Schiff in der Chesapeake Bay. Nach deren Abschluss legte die USS BUTLER am 3. Januar 1945 im Hafen von Norfolk ab. Das Ziel des Schiffes war der Pazifik. Der Zerstörer und Minensucher gehörte zum Minensuchgeschwaders 20 in dem sich unter anderen auch die USS HAMBLETON, USS RODMAN, USS ELLYSON, USS MACOMB, USS FORREST, USS FITCH, USS HOBSON, USS GHERHARDI, USS BUTLER, USS JEFFERS und USS HARDING befanden. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten die Schiffe noch im Januar die kalifornische Küste. Dort wurden wie auch später in hawaiianischen Gewässern mehrere Minensuch- und Schießübungen durchgeführt. Anfang März legte die USS BUTLER und die Schiffe der Mine Squadron 20 in Perl Harbor ab und fuhren in Richtung Westen. Diese Schiffe gehörten zur Task Group 52.2 die Rear Admiral Alexander Sharp, Jr. ( 1885 – 1975 ) kommandierte. Erstes Ziel war das Atoll Ulithi wo die Schiffe der Task Force 52 warteten. Ziel dieser TF war die Küste von Okinawa. Die USS BUTLER übernahm wie alle anderen Minensuchschiffe des Geschwaders neben der Minensuche auch die Luftüberwachung für die Schlachtschiffe und Kreuzer in der Task Force. In den folgenden Wochen musste dafür die TG 52.2 einen hohen Tribut bezahlen. Von den zwölf Zerstörer und Minensuchern blieben nur drei Schiffe unbeschädigt.
Am 25. Mai 1945 griffen japanische Kamikazepiloten wieder die Radarschiffe rund um Okinawa an. Dabei wurde von der USS BUTLER ein japanisches Flugzeug abgeschossen. Dieses Flugzeug stürzte ins Meer und die mitgeführte Bombe explodierte unterhalb des Kiel von dem Zerstörer und Minensuchers. Neun Besatzungsmitglieder im Maschinenraum des Schiffes wurden dabei getötet. Die Dampfkessel fielen aus. Damit gab es auf dem Schiff keine elektrische Energie mehr und es war manövrierunfähig. Über das Schlachtschiff USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ) wurde die Stromversorgung auf der USS BUTLER wieder organisiert bis die Kessel ihre Leistung erreichten. In dieser Zeit musste das Schiff weiter ums Überleben kämpfen, da sich zwei weitere japanische Kamikazepiloten näherten. Beide Flugzeuge konnten rechtzeitig abgeschossen werden. Am folgenden Tag fuhr die USS BUTLER nach Kerama Retto, wo amerikanische Reparaturschiffe temporäre Reparaturen vornahmen. Von dort aus fuhr der Zerstörer und Minensucher in Richtung Ostküste der USA, wo er am 26. August in der Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina festmachte. Nach eingehender Überprüfung des Rumpfes wurde dieser nach der Bombenexplosion aus Kostengründen als nicht reparable eingeschätzt. Deshalb stellte man am 8. November 1945 die USS BUTLER außer Dienst und strich den Namen des Schiffes am 28. November 1945 von der US Navy – Liste. Nach der Demontage aller wieder verwendbaren Teile, verkaufte man den Schiffskörper am 10. Januar 1948 zur Verschrottung.


USS BUTLER ( DD-636 )
Commanding Officer

LCDR M. D. Matthews           15. August 1942 – 17. September 1944
CDR R. M. Hinckley Jr.           17. September 1944 – 8. November 1945

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