USS FORREST ( DD-461 )

USS FORREST ( DD-461 )

Biografie

Dulany Forrest
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† 1. Oktober 1825 auf dem Schoner USS DECOY ( 1822 ) in der Karibik
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Krieges von 1812

Am 22. Mai 1809 trat Dulany Forrest in die United States Navy ein und wurde zum Midshipman ernannt. Er diente auf den Fregatten USS PRESIDENT ( 1800 ) und USS ESSEX ( 1799 ). Nach dem Beginn des Krieges von 1812 gegen England, war Forrest an der Lake Erie Station stationiert. Er diente dort auf der Brigg USS LAWRENCE ( 1813 ), dem Flaggschiff von Commodore Oliver Hazard Perry ( 23. August 1785 – 23. August 1819 ). Während der Schlacht am Lake Erie am 10. September 1813, wurde Acting Lieutenant Forrest schwer verwundet. Für sein tapferes Verhalten während der Schlacht erhielt er von Commodore Perry ein Lob ausgesprochen. Nachdem er seine Verwundung auskuriert hatte, diente Forrest auf den Fregatten USS JAVA ( 1815 ) und USS JOHN ADAMS ( 1799 ). Später erhielt er das Kommando über die Schoner USS PORPOISE ( 1820 ) und USS BEAGLE ( 1822 ) zugesprochen mit denen er in der Karibik Jagd auf Piraten machte. Anfang 1825 erhielt er das Kommando über den Schoner USS DECOY das als Versorgungsschiff für das Karibik Geschwader diente. Am 1. Oktober 1825 überfielen Piraten das Schiff. Lieutenant Forrest wurde dabei getötet.


USS FORREST ( DD-461 )

Schiffsbiografie

Die US FORREST ( DD-461 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Dulany Forrest benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das fünfundzwanzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts wurde am 6. Januar 1941 der Kiel des Schiffes gelegt.s40002 Miss Eileen F. Thomson, eine Urgroßnichte von Lieutenant Dulany Forrest, taufte am 14. Juni 1941 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Merle Van Metre stellte am 13. Januar 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Noch am selben Tag eröffnete das Bordpostamt auf dem Zerstörer.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt fuhr die USS FORREST nach Boston zurück, wo der Zerstörer nochmals überprüft wurde und die Endausrüstung erfolgte. Anfang Juni legte die USS FORREST in Boston ab und fuhr zur Naval Station Argentia, Neufundland. Dort operierte seit dem 23. April eine Task Force um den Ausbruch des deutschen Schlachtschiffes TIRPITZ nach Argentia zu verhindern. Die USS FORREST ist zum Schutz des Flugzeugträgers USS RANGER ( CV-4 ) abgestellt worden, der zur selben Zeit in den nördlichen Gewässern eintrifft. Am 22. Juni eskortiert der Zerstörer den Flugzeugträger nach Newport, Rhode Island. Dort nimmt der Träger neue Flugzeuge an Bord, die er nach Accra, Ghana an der westafrikanischen Küste transportieren soll. Neben der USS FORREST eskortierten den Träger die Zerstörer USS HOBSON ( DD-464 ), USS CORRY ( DD-463 ), USS ELLYSON ( DD-454 ) und USS FITCH ( DD-462 ) während dieser Überfahrt. Am 1. Juli legte der Verband ab und erreichte am 19. Juli den nordwestafrikanischen Hafen. 72 Piloten starteten ihre Curtiss P-40 Jäger. Diese waren diesmal für den Nahen Osten, Indien und Burma bestimmt. Der Schiffsverband erreichte am 5. August den Hafen von Hampton Roads, Virginia. Die USS FORREST patrouillierte danach entlang der Ostküste der USA und beteiligte sich an Übungen zur U-Boot Abwehr. Dies führten der Zerstörer und die Schiffsmannschaft bis zum 21. Oktober durch. An diesem Tage erreichte der Zerstörer die Inseln der Bermudas. Man versetzte den Zerstörer in die Task Force 34 die Rear Admiral Henry Kent Hewitt ( 11. Februar 1887 – 15. September 1972 ) kommandierte. Die Schiffe dieser TF waren für die Operation „Torch“ zur Eroberung Nordafrikas zusammen gestellt worden.
Dort sollte für die kommende Operation geübt werden. Man versetzte die USS FORREST in die Trägergruppe 34.2 in der sich der Flugzeugträger USS RANGER und der Geleitflugzeugträger USS SUWANEE ( CVE-27 ) befanden. Zum Schutz dieser beiden Träger waren der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ) und die Zerstörer USS ELLYSON, den Zerstörer versetzte man erst am 7. November zu dieser TG, die USS FITCH, USS CORRY und USS HOBSON. Begleitet wurde diese Kampfgruppe von dem Tanker USS WINOOSKI ( AO-38 ). Am 23. Oktober verließen die Schiffe der TG 34.2 ihre Ausgangsstellungen und fuhren zur marokkanischen Küste. Auf dem Weg dorthin wurden keine feindlichen U-Boote gesichtet. Am 7. November erreichte der Verband seine vorgegebene Position und bereitete sich auf den kommenden Morgen vor. Die Flugzeuge beider Träger wurden während der Landung zur Luftsicherung verwendet. Am Morgen des 8. November begann der Angriff der amerikanischen Invasionstruppen und am folgenden Tag war Fedala in alliierter Hand. Die USS FORREST blieb bis zum Morgen des 12. November zusammen mit der Kampfgruppe um den Flugzeugträger USS RANGER vor Fedala. An diesem Tag verließ die Kampfgruppe ohne den Zerstörer die nordafrikanische Küste von Marokko und fuhr nach Hampton Roads zurück, wo sie am 24. November anlegte. Die USS FORREST versetzte man in die Task Force 34.9 und übernahm nun bis zum Morgen des 18. November U-Boot Patrouillen rund um die vor Fedala auf Reede liegenden Fracht- und Truppentransportschiffe. Der an die Ostküste der USA zurückkehrende Konvoi GUF 1 wird in drei Gruppen geteilt. Die dritte Gruppe von 10 Truppentransport- und 3 Frachtschiffen, 3 Minenlegern und 2 Tankern legen am Morgen des 18. November vor Fedala ab. Den Geleitzug eskortierten die Kriegsschiffe der TG 34.9. Dort befanden sich neben der USS FORREST der Leichte Kreuzer USS BROOKLYN ( CL-40 ), der Geleitflugzeugträger USS CHENANGO ( CVE-28 ) und die Zerstörer USS BOYLE ( DD-600 ), USS WOOLSEY ( DD-437 ), USS LUDLOW ( DD-438 ), USS EDISON ( DD-439 ), USS BRISTOL ( DD-453 ), USS WILKES ( DD-441 ), USS SWANSON ( DD-443 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS MACOMB ( DD-458 ), USS QUICK ( DD-490 ), US COLE ( DD-155 ), USS KEARNY ( DD-432 ) und USS PARKER ( DD-604 ). Am 28. November 1942 erreichte dieser Konvoi Hampton Roads. Kurz zuvor erhielt die USS FORREST die Aufgabe unverzüglich zu den Inseln der Bermudas zu fahren und von dort aus den Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ) nach Norfolk zu begleiten. Zwei Tage später erreichten beide Schiffe den sicheren Hafen. Die USS FORREST begann wieder entlang der Ostküste mit ihren Patrouillenfahrten bis sie Anfang Januar 1943 nach Norfolk beordert wurde. Zusammen mit den Zerstörern USS HOBSON ( DD-464 ), USS CORRY ( DD-463 ), USS ELLYSON ( DD-454 ) und USS FITCH ( DD-462 ) sollte die USS FORREST den Flugzeugträger USS RANGER wieder bis nach Accra eskortieren. Diesmal begleitete allerdings die Kampfgruppe der Schwere Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ). In Newport lud man wieder Flugzeuge auf die USS RANGER. Am 8. Januar 1943 legten die Schiffe an der amerikanische Ostküste ab und fuhren an die westafrikanische Goldküste. Die Ladung Curtiss P-40 Jäger starteten am 19. Januar 1943. Sie waren für den Nahen Osten, Indien und Burma bestimmt. Der Kampfverband legte am 30. Januar wieder in Hampton Roads an. Dort wurden die Schiffe mit allem notwendigen versorgt und wechselten wieder nach Newport. Für den erneuten Flugzeugtransport legten die Schiffe am 14. Februar ab. Das Ziel war wieder Accra. Am 24. Februar werden 72 Curtiss P-40 Jäger gestartet und verlegen nach Nordafrika. Der Kampfverband kehrte mit der USS RANGER am 6. März nach Hampton Roads zurück. Die USS FORREST übernahm nun wieder Patrouillenfahrten entlang der Ostküste bis in den Golf von Mexiko. Nach einer Ausbildung in der Casco Bay, Maine schloss sich die USS FORREST der Gruppe um den Flugzeugträger USS RANGER wieder an, der seine Patrouillenfahrten vom 17. Mai bis zum 24. Juli vor Argentia, Neufundland durchführte. Danach kehrte dieser Verband zur Auffrischung nach Boston zurück und bereitete sich auf die Überfahrt nach Scapa Flow, Orkney Islands, Schottland vor. Am 11. August 1943 verließ dieser amerikanische Schiffsverband den Hafen von Halifax, Nova Scotia. Zu diesem Verband gehörte neben der USS FORREST auch die USS FITCH, die USS CORRY, die USS HOBSON, der Flugzeugträger USS RANGER, der Schwere Kreuzer USS TUSCALOOSA und weitere Zerstörer. Nach der Ankunft in Greenock integrierte man die amerikanischen Schiffe in die britische Home Fleet. Die Home Fleet kommandierte Admiral Bruce Austin Fraser, First Baron Fraser of North Cape ( 5. Februar 1888 – 12. Februar 1981 ). Neben den amerikanischen Schiffen befanden sich zu diesem Zeitpunkt die britischen Schlachtschiffe HMS DUKE of YORK ( 17 ) und HMS ANSON ( 79 ), drei britische Kreuzer und mehrere Zerstörer in dieser Flotte. Am 21. September inspizierten in der Thurso Bay der amerikanische Marineminister William Franklin Knox ( 1. Januar 1874 – 28. April 1944 ) und der amerikanische Admiral Harold R. Stark ( 12. November 1880 – 20. August 1972 ) inspizierten die Einsatzbereitschaft ihrer Kriegsschiffe. Am 2. Oktober startete die Operation „Leader“ mit dem Ablegen der Home Fleet. Das Ziel war der nordnorwegische Hafen von Bodö. Dort befanden sich mehrere deutsche Frachtschiffe, Tanker und kleinere Truppentransporter. Die USS FORREST, die USS FITCH und die USS CORRY sicherten dabei die USS RANGER. Völlig unentdeckt erreichte der alliierte Verband vor der Morgendämmerung am 4. Oktober seine vorgegebene Position bei Vestfjorden. Um 6:18 Uhr starteten von der USS RANGER in der ersten Angriffsgruppe zwanzig SBD DAUNTLESS Sturzkampfbomber und acht Wildcats und in der zweiten Angriffsgruppe zehn Grumman TBF Avenger Torpedobomber und sechs Wildcats. Die Flugzeuge versenken die deutschen Frachter LA PLATA ( 8.056 BRT ), RABAT ( 2.719 BRT ) und die norwegischen Frachter SKRAMSTAD ( 4.300 BRT ) und VAAGAN ( 687 BRT ). Sechs weitere Schiffe wie die IBIS, CAP GUIR, KERKPLEIN und TOPEKA werden zum Teil schwer beschädigt, so dass die meisten davon auf Grund gesetzt werden mussten oder zum Totalverlust wurden. Am Nachmittag des 4. Oktober näherten sich drei deutsche Flugzeuge dem alliierten Verband. Zwei davon wurden von der amerikanischen Luftpatrouille abgeschossen und verjagten das dritte feindliche Flugzeug. Gleich darauf kehrte der Verband nach Scapa Flow zurück und erreichte nach zwei Tagen den schützenden Hafen. Die USS CORRY patrouillierte nun zusammen mit den Schiffen aus dem britischen Second Battle Squadron in nordwestlichen Gewässern von Island und überwacht die Geleitzüge die in Richtung Murmansk, Sowjetunion fahren. Nach der zweiten Patrouillenfahrt verlässt die USS FORREST, die USS CORRY und die USS RANGER diese britische Home Fleet und legten am 26. November im Hafen von Hvalfjord, Island an. Von dort aus traten die Schiffe ihre Heimreise an. Die Leinen der USS FORREST machte man am 3. Dezember 1943 im Hafen von Boston fest. Dort musste sich der Zerstörer einer kurzen Überholung unterziehen. Im Januar und im Februar 1944 verbrachte das Schiff und die Besatzung mit der Ausbildung von Mannschaften, die für neue Zerstörer bestimmt waren. Danach legte die USS FORREST am 14. Februar 1944 in Norfolk ab und eskortierte den neu in Dienst gestellten Flugzeugträger USS HORNET ( CV-12 ) auf seiner Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die das Schiff bis zu den Bermudas führte. Vom 7. März bis zum 12. April war die USS FORREST in der Anti – U-Boot Task Group 21.12 integriert, die im Atlantik mit dem Flugzeuggeleitträger USS GUADALCANAL ( CVE-60 ) operierte. Diese TG befehligte Captain Daniel Vincent Gallery ( 10. Juli 1901 – 16. Januar 1977 ). Außerdem waren in dieser TG noch die Geleitzerstörer USS POPE ( DE-134 ), USS PILLSBURY ( DE-133 ), USS CHATELAIN ( DE-149 ) und USS FLAHERTY ( DE-135 ). Den Schiffen dieser TG fielen südwestlich der Azoren am 9. April  U-515, Kommandant Kapitänleutnant Werner Henke ( 13. Mai 1909 – 15. Juni 1944 ), und am 10. April U-68, Kommandant Oberleutnant zur See Albert Lauzemis ( 12. März 1918 – 10. April 1944 ) zum Opfer. Man löste die TG am 12. April in diesem Seegebiet ab und sie kehrte nach Norfolk zurück. Die USS FORREST legte am 20. April in Norfolk wieder ab und fuhr nach Londonderry, Nordirland. Von dort aus übernahm der Zerstörer Eskortierpflichten rund um die britischen Inseln. Das Schiff brachte so die notwendigen Soldaten und Nachschubschiffe in ihre Konzentrationsräume für die Normandieinvasion. Am 4. Juni versetzte man die USS FORREST zu ihrer Force. Innerhalb der Western Naval Task Force, Kommandant Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ), in die Force „A“ im Anlandungsbereich von „Utah“. Diese Force befehligte Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) und in ihr befanden sich neben der USS FORREST das amerikanische Schlachtschiff US NEVADA ( BB-36 ), der britische Monitor HMS EREBUS, die amerikanischen Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA und USS QUINCY ( CA-71 ), die britischen Kreuzer HMS BLACK PRINCE ( 81 ), HMS HAWKINS ( D86 ) und HMS ENTERPRISE ( D52 ), das niederländische Kanonenboot HNLMS SOEMBA, die amerikanischen Zerstörer USS HOBSON, USS FITCH, USS CORRY aus der DESDIV 20 und USS BUTLER ( DD-636 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ), USS HERNDON ( DD-638 ) und USS GHERARDI ( DD-637 ) aus der DESDIV 34 und die amerikanischen Geleitzerstörer USS BATES ( DE-68 ) und USS RICH ( DE-695 ).Wegen des schlechten Wetters verschob man den Angriffstermin vom 5. Juni um einen Tag nach hinten. Der Beginn des Angriffs der Invasionstruppen auf „Utah Beach“ war auf 06:30 Uhr festgelegt worden. Die USS FORREST hatte für diesen Tag unter anderem die Aufgabe über den Ärmelkanal mehrere Transportschiffe bis in die Beie de la Seine zu eskortieren und vor feindlichen Angriffen zu beschützen. Am 12., 16. und 17. Juni bombardierte der Zerstörer mit seinen Schiffsgeschützen feindliche Landziele und unterstützte so die alliierten Truppen auf dem Weg ins Landesinnere. Am 18. Juni beteiligte sich der Zerstörer an der Eskorte von mehreren Schlachtschiffen nach Plymouth, England. Schon drei Tage später befand sich das Schiff wieder vor der normannischen Küste und patrouillierte vor der Halbinsel Cotentin. In diesem Bereich deckte der Zerstörer mehrere Minenräumoperationen und beschoss am 22. Juni deutsche Küstenbatterien. Nach zwei Tagen war diese Operation abgeschlossen und die USS FORREST kehrte nach Isla of Portland, England zurück. Dort erholte sich vier Tage lang die Schiffsbesatzung von den Kriegseinsätzen. Am 29. Juni legte der Zerstörer zusammen mit den Zerstörern der DESRRON 10 wieder ab. Die Fahrt führte die Schiffe über Belfast nach Oran, Algerien und wenige Tage später nach Palermo, Sizilien. Von dort aus begann der Zerstörer seine Patrouillenfahrten. Zur Vorbereitung auf die Invasion an der südfranzösischen Küste, fuhr das Schiff bis nach Taranto, Italien wo die Torpedos entladen wurden.
Für die Invasion versetzte man die USS FORREST in die Task Force 85 deren Codename „Delta“ hieß und von Rear Admiral Bertram Joseph Rodgers ( 19. März 1894 – 30. November 1983 ) befehligt wurde. In dieser TF befanden sich außerdem noch das Flaggschiff der TF, der Wasserflugzeugtender USS BISCAYNE ( AVP-11 ), die Schlachtschiffe USS TEXAS ( BB-35 ) und USS NEVADA ( BB-36 ), der amerikanische Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA und die französischen Kreuzer FFS MONTCALM und FFS GEORGES LEYGUES, die französischen Großzerstörer FFS LE FANTASQUE, FFS LE TERRIBLE und FFS LE MALIN sowie die amerikanischen Zerstörer USS ELLYSON, USS RODMAN, USS EMMONS, USS FITCH, USS HAMBLETON, USS MACOMB und USS HOBSON. Diese Schiffe bildeten die Feuerunterstützung für die Landungsschiffe und wurden von Rear Admiral Carleton Fanton Bryant ( 29. November 1892 – 11. April 1987 ) kommandiert. 6 Truppentransportschiffe ( AP ), 2 amphibische Angriffsfrachtschiffe ( AKA ), 1 Infanterielandungsschiff ( LSI ), 23 Panzerlandungsschiffe ( LST ), 34 Infanterielandungsfahrzeuge ( LCI ), 52 Panzerlandungsboote ( LCT ), 9 mechanisierte Landungsfahrzeuge ( LCM ), 5 Kontrolllandungsfahrtzeuge ( LCC ), 52 Fahrzeug oder Personenlandungsfahrzeuge ( LCVP ), 1 Patrouillenboot ( PC ), 5 U-Boot Jäger Boote ( SC ), 8 Minensuchschiffe, 1 LSP, 1 LSG, 2 LCG, 2 LCF, 12 LCS, 2 LCM ( R ), 1 FT, 10 Schlepper und Bergungsschiffe transportierten die Soldaten der 45. Infanterie Division die Generalmajor Eagle kommandierte. Die Invasion begann bei Tagesanbruch am 15. August 1944 in der Bucht bei St. Raphael. Im Anschluss an die Minensucher, begannen alle Kriegsschiffe mit einem Bombardement gegen jegliche feindliche Ziele in Küstennähe. Die Treffsicherheit war dabei sehr hoch und die Landungstruppen empfing kaum noch eine Gegenwehr. In den folgenden zwei Monaten patrouillierte die USS FORREST an der französischen Küste bis nach St. Tropez, eskortierte Schiffskonvois von Palermo; Neapel, Italien; Ajaccio, Korsika und Oran bis an die südfranzösische Küste. Diese Unterstützung dauerte bis weit in den Oktober hinein. Zusammen mit den Zerstörern USS HAMBLETON, USS RODMAN, USS EMMONS, USS MACOMB, USS ELLYSON, USS FITCH, USS HOBSON, USS GHERHARDI, USS BUTLER ( DD-636 ), USS JEFFERS ( DD-621 ) und USS HARDING ( DD-625 ) verließ die USS FORREST Ende Oktober das Mittelmeer. Das Ziel all dieser Kriegsschiffe war die Ostküste der USA. Die USS FORREST legte am 8. November in der Boston Navy Yard an. Dort rüstete man den Zerstörer in ein Hochgeschwindigkeitsminensuchboot um. Dazu erhielt das Schiff am 15. November das Klassifikationssymbol DMS und die Kennnummer 24. Nach der Beendigung aller Arbeiten und der Ausbildung der Schiffsbesatzung mit ihrem Schiff in der Chesapeake Bay, legte die USS FORREST am 3. Januar 1945 im Hafen von Norfolk ab. Das Ziel des Schiffes war der Pazifik. Der Zerstörer und Minensucher gehörte zum Minensuchgeschwaders 20 in dem sich unter anderen auch die USS HAMBLETON, USS RODMAN, USS EMMONS, USS MACOMB, USS ELLYSON, USS FITCH, USS HOBSON, USS GHERHARDI, USS BUTLER, USS JEFFERS und USS HARDING befanden. Die USS ELLYSON war das Flaggschiff dieses Minensuchgeschwaders 20. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten die Schiffe am 17. Januar 1945 den Hafen von San Diego an der kalifornischen Küste. Dort wurden wie auch später in hawaiianischen Gewässern mehrere Minensuch- und Schießübungen durchgeführt. Am 9. März legte die USS FORREST und die Schiffe der Mine Squadron 20 in Perl Harbor ab und fuhren in Richtung Westen. Diese Schiffe gehörten nun zur Task Group 52.2 die Rear Admiral Alexander Sharp, Jr. ( 1885 – 1975 ) kommandierte. Erstes Ziel war das Atoll Ulithi wo die Schiffe der Task Force 52 warteten. Ziel dieser TF war die Küste von Okinawa. Diese erreichten die Schiffe am 24. März und begannen sofort vor den Stränden von Kerama Retto mit der Minensuche. Am 1. April begann die Invasion von Okinawa. Die USS FORREST begann, wie alle anderen Schiffe ihres Geschwaders, neben der Minensuche ab jetzt auch die Luftüberwachung für die Schlachtschiffe und Kreuzer in der Task Force zu übernehmen. In den folgenden Wochen musste dafür die TG 52.2 einen hohen Tribut bezahlen. Von den zwölf Zerstörer und Minensuchern blieben nur drei Schiffe unbeschädigt. Den ersten schweren Kamikazeangriff am 6. April, wo zwischen 3:30 Uhr und 9:30 Uhr die Schiffe des Minensuchgeschwaders 20 vier Mal von japanischen Kamikazeflugzeugen angegriffen wurden, überstand die USS FORREST unbeschadet. Die USS EMMONS musste am folgenden Tag aufgegeben werden und viele der anderen Schiffe des Geschwaders waren zum Teil beschädigt. Aber am 27. Mai traf es auch die USS FORREST. Drei feindliche Flugzeuge wurden an diesem Tag von dem Schiff aus gesichtet. Unverzüglich wurden die Flakgeschütze besetzt und die drei Flugzeuge anvisiert. Nachdem diese mit ihrem Angriff begannen, feuerten die Flakgeschützbesatzungen ihre Geschosse auf die Flugzeuge. Zwei von denen wurden dabei so schwer getroffen, dass sie ins Meer stürzten. Das dritte Flugzeug aber schaffte es aber bis in die Nähe und der Pilot stürzte sich mit seinem Fluggerät auf das Schiff. An der Steuerbordseite in Höhe der Wasserlinie schlug das Flugzeug ein. Fünf Besatzungsmitglieder waren auf der Stelle tot und dreizehn wurden zum Teil schwer verletzt. Nach den sofort eingeleiteten Feuerlöschmaßnahmen erfolgte eine Schadenskontrolle. Die USS FORREST war schwer angeschlagen. Das Schiff konnte zwar aus eigener Kraft sich fortbewegen, aber zu Kampfhandlungen war es nicht mehr zu verwenden. Der Zerstörer und Minensucher lief den Hafen von Kerama Retto an wo die ersten Reparaturen erfolgten. Die USS FORREST konnte am 25. Juni 1945 Okinawa verlassen und fuhr in Richtung Ostküste der USA. Im Hafen von Boston legte das Schiff am 6. August an. Man untersuchte den Schiffskörper und beriet über die weitere Vorgehensweise. Am Ende entschied man, dass die Reparaturkosten bei weitem den Nutzen der Reparatur überstiegen, zumal am 15. August der Zweite Weltkrieg auch im pazifischen Raum durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet war.
Daher stellte man am 30. November 1945 den Zerstörer und Minensucher außer Dienst und strich den Namen des Schiffes am 19. Dezember 1945 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher noch verwendbaren Teile wurde am 20. November 1946 der Schiffskörper zur Verschrottung verkauft.


USS FORREST ( DD-461 )
Commanding Officer

LCDR Merle Van Metre           13. Januar 1942 – 12. März 1943 (erreichter Rang RADM)
LCDR Kenneth Pearle Letts           12. März 1943 – 11. November 1944
LCDR Sanford Elza Woodard           11. November 1944 – 17. November 1945
LCDR Bernard Albert Hernan           17. November 1945 – 30. November 1945

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