USS BENHAM ( DD-397 )

USS BENHAM ( DD-397 )

Biografie

Andrew Ellicot Kennedy Benham
* 10. April 1832 in Staten Island, New York
† 11. August 1905 in See Mahopac, New York
war ein amerikanischer Admiral

Benham wurde am 24. November 1847 zum Midshipman ernannt und diente bis 1848 an Bord der Korvette USS PLYMOUTH ( 1844 ) die zum East Indien Squadron gehörte. 1849 und 1850 diente er auf der Brigg USS DOLPHIN ( 1836 ). Er war dabei als in dieser Zeit Piraten auf einer chinesischen Dschunke in der Nähe von Macau, China aufgebracht wurde. Bei dieser Aktion erlitt er eine Verwundung am rechten Oberschenkel. Danach diente er auf der Korvette USS SARANAC ( 1848 ). 1852 kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück und drückte bis Anfang 1853 die Schulbank an der United States Naval Academy. Am 10. Juni 1853 verließ er die Academy im Range eines Ensign. Von Mitte 1853 bis Anfang 1857 diente er auf der Kriegsschaluppe USS ST. MARY ( 1844 ) die im Pacific Squadron integriert war. Für seine guten Leistungen auf diesem Schiff, beförderte man ihn am 16. September 1855 zum Lieutenant. Ab Ende 1857 bekam er die Aufgabe im US Coast Survey. Dort blieb er bis Anfang 1858. Noch im selben Jahr 1858 begab er sich an Bord des ehemaligen Handelsschiffes das vom US Marineministerium 1853 gekauft und in Philadelphia, Pennsylvania zu einem Kanonenboot umgebaut wurde. Seinen Namen USS WESTERN PORT ( 1853 ) behielt es. Im Herbst 1853 übernahm Commander Thomas T. Hunt das Kommando über dieses Schiff. Mit diesem und achtzehn weiteren Schiffen sollte durch eine Marine Expedition die Flag Offizier William Branford Shubrick (31. Oktober 1790 – 27. Mai 1874) gegen Paraguay leitete eine Entschuldigung und Entschädigung der paraguayischen Regierung erzwungen werden. Vorgefallen war, dass am 1. Februar 1855 das Seitenrad Kanonenboot USS WATER WITCH ( 1851 ) bei Vermessungsarbeiten auf dem Rio de la Plata von dem paraguayischen Fort Itapiru beschossen wurde. Dabei kam der Steuermann Samuel Chaney ums Leben. Der Kongressabgeordnete James Butler Bowlin ( 16. Januar 1804 – 19. Juli 1874 ) führte die Verhandlungen mit dem paraguayischen Präsidenten Carlos Antonio López Ynsfrán ( 4. November 1792 – 10. September 1862 ). Als Ergebnis der Expedition, erweiterte Paraguay eine Entschuldigung an die Vereinigten Staaten von Amerika, entschädigte die Familie des Steuermanns und gewährte den Behörden der USA einen neuen und vorteilhaften Handelsvertrag. Lieutenant Benham wechselte im April 1860 auf das Kanonenboot USS CRUSADER ( 1858 ) das im Home Squadron diente. Dieses Squadron unterstand Flag Offizier Garrett Jesse Pendergrast ( 5. Dezember 1802 – 7. November 1862 ) und hatte die Aufgabe den Sklavenhandel aus der Karibik zu unterbinden. Aufsehen erregte die USS CRUSADER als am 23. Mai 1860 das Sklavenschiff Bogota mit 450 Afrikanern an Bord gestellt und geentert wurde. Der Besatzung des Kanonenbootes gelang dies nochmals am 23. Juli als sie die W. R. Kibby und am 14. August 1860 die Joven Antonio aufbrachten. Nachdem am 12. April 1861 der amerikanische Bürgerkrieg ausgebrochen war, wechselte Benham auf den Holzseitenraddampfer USS BIENVILLE ( 1861 ) der zum South Atlantic Squadron gehörte. Dieses Schiff war an der Eroberung von Port Royal und Beaufort, South Carolina vom 3. bis zum 7. November 1861 beteiligt. Für seine Leistungen während dieser Schlacht wurde Benham am 16. Juli 1862 zum Lieutenant Commander befördert. Nachdem er einen kurzen Dienst im Jahre 1863 in Sacramento, Kalifornien versehen hatte, übertrug man ihm das Kommando über das Kanonenboot USS PENOBSCOT ( 1861 ). Dieses Schiff gehörte zur West Gulf Blockade Squadron und sollte an der Küste von Texas patrouillieren. Bis zum Ende des Bürgerkrieges hatte LCDR Benham das Kommando über dieses Schiff. Als am 9. Mai 1865 der amerikanische Bürgerkrieg beendet war, kehrte Benham mit der USS PENOBSCOT an die amerikanische Ostküste zurück wo das Schiff am 31. Juli 1865 in New York City außer Dienst gestellt wurde. Von 1866 bis 1870 diente Benham an der New York Navy Yard mit einer kurzen Pause als er 1867 das Kommando über die Seitenraddampffregatte USS SUSQUEHANNA ( 1850 ) erhielt. Dieses Schiff war das Flaggschiff im North Atlantic Squadron. Am 14. Januar 1868 machte die USS SUSQUEHANNA in der New York Navy Yard wieder fest und man stellte sie außer Dienst. Von 1870 bis 1871 war Benham Leuchtturm Inspektor. Bis 1874 als er zum zweiten Male den Posten eines Leuchtturm Inspektors erhielt, führte er das Kommando über den am 22. Januar 1872 wieder in den Dienst gestellten Monitor USS CANONICUS ( 1863 ) um in den Küstengewässern des Atlantik und des Golf von Mexiko zu kreuzen. Diesen Monitor gab er Anfang November wieder ab und übernahm in der Philadelphia Navy Yard am 9. November 1872 den wieder in den Dienst gestellten Monitor USS SAUGUS ( 1863 ) dessen Basis Key West, Florida war und dessen Aufgabe es war an der Küste bis Port Royal zu patrouillieren. Bis 1878 war dann Benham wieder Leuchtturm Inspektor. Am 19. November 1878 stellte Benham die hölzerne Dampfschaluppe USS RICHMOND ( 1860 ) wieder in den Dienst der US Navy. Dieses Schiff war das Flaggschiff für die Asiatic Squadron. Am 11. Januar 1879 ließ Benham in Norfolk ablegen. Der Weg in die asiatischen Gewässer führte das Schiff durch das Mittelmeer und den Suez-Kanal. Den Hafen von Yokohama, Japan erreichte das Schiff am 4. Juli 1879 wo die Flagge des Flottenkommandanten Rear Admiral Thomas Harmon Patterson ( 10. Mai 1820 – 9. April 1889 ) aufgezogen wurde. Die USS RICHMOND lief die wichtigsten Häfen von China, Japan und den Philippinen an. Am 11. September 1880 legte das Schiff in Panama an. Dort übergab Rear Admiral Patterson das Flottenkommando an Rear Admiral John Mellen Brady Clitz ( 1. Dezember 1821 –
9. Oktober 1897 ) sowie die gesamte Crew der USS RICHMOND wurde ausgetauscht. Benham begab sich an die Portsmouth Navy Yard von 1881 bis 1885. Danach war er für ein Jahr wieder Leuchtturm Inspektor. Für eine kurze Zeit im Jahre 1888 war er auf League Island im Delaware River, der Einfahrt zur Philadelphia Naval Shipyard stationiert. Ab 1889 wurde Benham zum Kommandanten der Mare Island Navy Yard berufen und im Februar 1890 zum Rear Admiral befördert. Bis Juni 1891 war er dort im Amt. Ein Jahr lang wartete er danach auf weitere Befehle und übernahm im Juni 1892 das Kommando über das Brasilien Squadron. Seine Tochter, Miss Edith Wallace Benham, hatte am 26. Oktober 1889 den neuen geschützten Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( C-5 ) getauft, auf dem er selber seine Flagge aufziehen ließ, als dieses Schiff zu seinem Flaggschiff in der North Atlantic Squadron am 31. Mai 1893 benannt wurde. In dieser Squadron waren außerdem noch die geschützten Kreuzer USS DETROIT ( C-10 ) und die USS NEWARK ( C-1 ). Im Herbst erfolgte eine Kreuzfahrt vor der Küste von New England und im November fuhr die USS SA FRANCISCO nach Süden und erreichte im Dezember Rio de Janeiro. Dort kreuzten die drei amerikanischen Kreuzer vor den brasilianischen Häfen als eine Marine Revolte durch die Admiräle Custodio de Mello und Saldana da Gama ausgebrochen war. Mit dieser Aktion versuchte Benham die amerikanischen Interessen und amerikanische Bürger vor Übergriffen der Konfliktparteien zu schützen. Nach sechs Monaten kehrten die amerikanischen Schiffe zurück. Rear Admiral Benham zog sich am 10. April 1894 von der US Navy zurück und trat in seinen Ruhestand. Am 11. August 1905 starb er in See Mahopac, New York.

Drei Schiffe sind zu Ehren von Rear Admiral Andrew Ellicot Kennedy Benham bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS BENHAM ( DD-49 ) aus der AYLWIN – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS BENHAM ( DD-397 ) aus der BENHAM – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS BENHAM ( DD-796 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS BENHAM ( DD-397 )

Schiffsbiografie

Die USS BENHAM ( DD-397 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Andrew Ellicot Kennedy Benham benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das erste Schiff aus der BENHAM – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding & Dry Dock Corporation in Kearny, New Jersey wurde am 1. September 1936 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. A. I. Dorr, Großnichte von Rear Admiral Andrew Ellicot Kennedy Benham, taufte am 16. April 1938 den Zerstörer vor dessen s40003Stapellauf. Lieutenant Commander Thomas Francis Darden, Jr. ( 8. September 1900 – 17. Juni 1961 ) stellte am 2. Februar 1939 in der New York Navy Yard in Brooklyn, New York das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Noch am selben Tag eröffnete das Bordpostamt.
s40004 In der New York Navy Yard rüstete man zum Teil den Zerstörer für die kommende Erprobungs- und Ausbildungsfahrt aus. Am 10. April legte das Schiff dort ab und fuhr nach Norfolk, Virginia wo man für die geplante Testfahrt Wasserbomben und anderes Gerät auf die USS BENHAM lud. Vor Beginn der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt legte der Zerstörer am 13. April im Hafen von Washington DC an. Mehrere Beamte aus den unterschiedlichsten Büros des Marineministeriums kamen an Bord des Schiffes um es zu inspizieren bevor es eine Woche später wieder nach New York fahren sollte um an den Feierlichkeiten der Weltausstellung von 1939 teilzunehmen. Dadurch, dass sich die politische Situation in Europa immer mehr zuspitzte, strich man die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt nach Europa und setzte sie bis in die Karibik an. Dafür legte am 17. Mai die USS BENHAM im Hafen von New York ab. Die Stationen des Schiffes waren dabei die Guantanamo Bay, am 30. Mai der Hafen von Corpus Christi, Texas und am 6. Juni 1939 lief der Zerstörer im Hafen von New Orleans, Louisiana ein. Zehn Tage blieb dort das Schiff. Dann kehrte es in die New York Navy Yard zu den üblichen Reparaturen und Rumpfkontrollen nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Die Endabnahme erfolgte am 11. August. Man versetzte die USS BENHAM in die US Atlantikflotte. In seinen Heimathafen Newport, Rhode Island lief das Schiff am 1. September ein und gehörte zur Zerstörerdivision 18 ( DESDIV 18 ). Der Zerstörer lief zusammen mit der USS DAVIS ( DD-395 ) am 5. September für Neutralitätspatrouillen vor der südöstlichen Küste von Neufundland aus. Am 14. Oktober 1939 lief die USS BENHAM in die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts ein, wo sie sich einen neuen Steuerbordpropeller abholte. Außerdem begannen dort erweiterte Vorbereitungen für eine Kreuzfahrt im Golf von Mexiko. Erst am13. November konnte der Zerstörer die Boston Navy Yard wieder verlassen und fuhr nach Süden. Vom 18. November bis zum 9. Dezember 1939 lag das Schiff im Hafen von Galveston, Texas. Bis zum 7. Februar 1940 führte der Zerstörer nun fünf Neutralitätspatrouillen, die meisten davon im westlichen Golf, durch und besuchte unter anderen den mexikanischen Hafen Veracruz. Mit dabei waren während der Neutralitätspatrouillen die USS DAVIS und die USS LANG ( DD-399 ). Mit dem neuen Jahr versetzte man den Zerstörer in den Pazifik. Dazu legte das Schiff am 26. Februar in Galveston ab, durchquerte am 29. Februar den Panamakanal und erreichte am 11. März San Diego, Kalifornien. Die USS BENHAM legte dort am 2. April wieder ab und fuhr nach Pearl Harbor wo sie am 10. April anlegte. Nur für wenige Stunden konnte der Zerstörer an dem Manöver Flottenproblem XXI teilnehmen das für die folgenden Jahre das letzte erst einmal gewesen war. In die Werft von Pearl Harbor lief das Schiff am 14. April ein wo es sich mehreren Änderungen und Ergänzungen für die bessere Kampfkraft unterzog. So installierten die Werftarbeiter eine verbesserte Sonarausrüstung, einen Splitterschutz für beide Lafetten. Außerdem installierte man rund um den Rumpf des Schiffes ein Kabel zur Entmagnetisierung. Um eine ausdrucksstarke Flotte für die Abschreckung gegen den aggressiven japanischen Kurs repräsentieren zu können, bestimmte US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ) das ein Großteil der Pazifikflotte sich in Pearl Harbor aufhalten sollte. So auch die USS BENHAM. Den Zerstörer verlegte man am 5. Mai in die DESDIV 12. Am 7. Mai legte er in Pearl Harbor wieder ab und begann mit den anderen Zerstörern seiner Division ein umfangreiches Trainingsprogramm. So integrierte man in das Intensivtraining für Kriegsoperationen die Flagschütze, die anderen Schiffsgeschütze, U-Boot-Übungen, Staffelungen während einer Seeschlacht, taktische Torpedoausbildung und Betankung auf Hoher See. Nebenbei fuhr der Zerstörer vor dem Hafen von Honolulu Patrouille. Wegen der begrenzten Reparatureinrichtungen in Pearl Harbor, mussten die Schiffe der Pazifikflotte in periodischen Abständen an die kalifornische Küste zurück kehren. Die USS BENHAM fuhr daher ebenfalls nach San Diego und lag bis Ende Oktober in einer Werft in San Pedro. Erst am 6. Dezember 1940 lief das Schiff in Pearl Harbor wieder ein und nahm an dem normalen Trainingsprogramm bis Ende 1941 dran teil. In dieser Zeit lag der Zerstörer am 4. März in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien zu einer Überholung. Man gliederte den Zerstörer im November 1941 in die Task Force 8 ein die von Vizeadmiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ) befehligt wurde. In dieser TF 8 befanden sich der Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ), die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), USS NORTHAMPTON ( CA-26 ) und USS CHESTER ( CA-27 ) sowie das Flaggschiff der DESRON 6 der Zerstörer USS BALCH ( DD-363 ), die Zerstörer aus der DESDIV 11 die USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS CRAVEN ( DD-382 ), USS McCALL ( DD-400 ) und die USS MAURY ( DD-401 ) und die Zerstörer aus der DESDIV 12 USS BENHAM, USS DUNLAP ( DD-384 ), USS FANNING ( DD-385 ) und USS ELLET ( DD-398 ). Die Schiffe der TF 8 sollten die USS ENTERPRISE begleiten die mehrere Flugzeuge nach Wake Island, zwischen Hawaii und den Nördlichen Marianen gelegen, sowie zu dem Midway Atoll liefern. Am 28. November legten die Schiffe in Pearl Harbor ab und erreichten am 4. Dezember Wake Island wo 12 Grumman F4F Wildcat entladen wurden. Der Schiffsverband legte nach der Beendigung der Entladung wieder ab und fuhr zurück in Richtung Hawaii. Am Tag des japanischen Überfalls auf Pearl Harbor befand sich dieser rund 200 Seemeilen von der hawaiianischen Hauptinsel Oahu entfernt. Drei Tage später liefen die Schiffe der TF 8 im Hafen von Pearl Harbor ein. Man versetzte die USS BENHAM zur Task Force 11 in der sich der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schweren Kreuzer USS ASTORIA ( CA-34 ) und USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), der Zerstörer USS ELLET und die Zerstörer aus der DESRON 4, die USS SELFRIDGE ( DD-357 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS HENLEY ( DD-391 ) und USS PATTERSON ( DD-392 ) befanden. Hauptaufgabe dieser Schiffe bestand darin rund um die hawaiianischen Inseln zu patrouillieren. Dazu legten sie am 31. Dezember 1941 in Pearl Harbor ab. Sieben Tage später war der Öltanker USS NECHES ( AO-5 ) bei den Schiffen der TF 11 und betankte sie. Am 11. Januar sichteten Flugzeuge der USS SARATOGA das japanische U-Boot I-6 ungefähr 500 Seemeilen südwestlich von Oahu auf der Position 19° 00’N 165° 00’W. Diese Flugzeuge griffen sofort dieses U-Boot an und warfen ihre Torpedos ab. Nach der erfolgten Explosion ging das U-Boot unter und stieg nicht wieder an die Wasseroberfläche. Nachdem die Flugzeuge dann auf ihren Träger zurück gekehrt waren, wendeten die Schiffe der TF 11 und fuhren zurück nach Pearl Harbor wo sie am 13. Januar anlegten. Die USS BENHAM blieb nach dieser Operation zur weiteren Verfügung für Vizeadmiral William Frederick Halsey, Jr. in Pearl Harbor liegen. Man bereitete in der US Navy einen Flugzeugangriff auf Japan vor. Dafür versetzte man den Zerstörer in die Task Group 16.1. In dieser TG befanden sich die USS ENTERPRISE, die USS SALT LAKE CITY, die USS NORTHAMPTON, die USS BALCH, die USS ELLET und die USS FANNING. Für die kommende Operation übten diese Schiffe der TG in hawaiianischen Gewässern. Am 13. April legten sie endgültig ab und vereinigten sich am 13. April 1942 mit den Schiffen der Task Group 16.2, die von San Francisco her kamen, bei den Midway Islands. In dieser TG 16.2 befanden sich der Flugzeugträger USS HORNET ( CV-8 ), der Schwere Kreuzer USS VINCENNES ( CA-44 ), der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), die Zerstörer USS GWIN ( DD-433 ), USS MEREDITH ( DD-434 ), US MONSSEN ( DD-436 ) und USS GRAYSON ( DD-435 ) sowie die Öltanker USS SABINE ( AO-25 ) und USS CIMARRON ( AO-22 ). Vier Tage später erreichten die beiden Task Groups eine Position wo die Öltanker alle Schiffe der Task Force nochmals betankten und dann mit den Zerstörern umkehrten. Am folgenden Morgen um 07:38 Uhr sichtete das japanische Patrouillenboot Nitto Maru, bei einer Entfernung von rund 650 Seemeilen bis zum japanischen Festland, die verbliebenen Schiffe der TF. Die USS NASHVILLE versenkte das 70 Tonnen schwere Schiff durch ihre Artillerie und auf der USS HORNET machten sich die Flugzeugpiloten von 16 B 25 Bombern für ihren Einsatz fertig. Lieutenant Colonel James Harold Doolittle ( 14. Dezember 1896 – 27. September 1993 ) war der Befehlshaber und gleichzeitig der Führungspilot für den Gegenschlag auf das japanische Festland. Um 8:20 Uhr hob er als erster von dem Flugzeugträger ab und eine Stunde später startete das letzte Flugzeug. Nun wendeten auch die letzten Schiffe der TF und vereinigten sich mit den Zerstörern. Die USS BENHAM legte am 25. April mit all den anderen Schiffen im Hafen von Pearl Harbor wieder an. Der Zerstörer und die Schiffe der TG 16.1 und TG 16.2 erhielten zwei Tage später den Befehl, sich mit den Schiffen der Task Force 17, die von Rear Admiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 – 25. April 1973 ) befehligt wurde, in der Coral Sea zu vereinigen. Dazu legten die Schiff beider TG am 30. April in Pearl Harbor ab und überquerten vier Tage später den Äquator. An diesem Tag begann aber schon die Schlacht im Korallenmeer, südlich der Salomonen, und zog sich über vier Tage. An diesem 8. Mai lag die USS BENHAM mit den Schiffen der Task Force 16 rund 450 Seemeilen östlich von der Salomonen Insel Tulagi entfernt und konnte nicht mehr eingreifen. Die Schiffe der TF 16 fuhren nun noch weiter nach Süden und begannen ab dem 12. Mai östlich von Neukaledonien ihre Patrouillenfahrten und schlossen sich am folgenden Tag den Schiffen der Task Force 11 an. Am 16. Mai erhielt die TG 16 neue Befehle und so fuhren sie zu den Inseln Nauru und Banaba. Damit war den Japanern nach der Schlacht im Korallenmeer der direkte Weg nach Osten versperrt. Diese beiden Inseln liegen rund 1.000 Seemeilen südlich der Marshall Inseln. Den Hafen von Pearl Harbor erreichte die TF am 26. Mai. Eine lange Verschnaufpause gab es aber nicht. Man strukturierte unter dem Kommando von Rear Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 – 13. Dezember 1969 ) die Task Force 16 um. Die USS BENHAM sowie alle anderen Zerstörer versetzte man in die Task Group 16.4 zur Absicherung der USS HORNET und USS ENTERPRISE. Die TG 16.4 befehligte Captain Alexander R. Early. In dieser befanden sich die DESRON 1 mit den Zerstörern USS PHELPS ( DD-360 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ), USS WORDEN ( DD-352 ) und USS AYLWIN ( DD-355 ) und die DESRON 6 mit den Zerstörern USS BENHAM, USS BALCH, USS MAURY, USS ELLET und USS CONYNGHAM ( DD-371 ). In der TG 16.2 befanden sich unter dem Kommando von Rear Admiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 – 17. November 1972 ) die Schweren Kreuzer USS VINCENNES, USS NORTHAMPTON, USS MINNEAPOLIS, USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und der Leichte Kreuzer USS ATLANTA ( CL-51 ). In der TG 16.5 befanden sich die beiden Flugzeugträger ,  deren Aktionen Captain George Dominic Murray ( 6. Juli 1889 – 18. Juni 1956 ) befehligte. Außerdem gab es noch eine Oiler Group in der die Tanker USS CIMARRON und USS PLATTE ( AO-24 ) von den Zerstörern USS MONSSEN und USS DEWEY ( DD-349 ) beschützt wurden. Am 28. Mai legten die Schiffe der TF 16 in Pearl Harbor ab und fuhren in ihr Einsatzgebiet. Am 2. Juni erreichten sie es und lagen 350 Seemeilen nordöstlich von Midway. Am selben Tag erreichten auch die Schiffe der TF 17 diesen Schauplatz der bevorstehenden Seeschlacht. Diese begann am übernächsten Tag und dauerte insgesamt drei Tage. Am 6. Juni verloren die Amerikaner den Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-5 ) und den Zerstörer USS HAMMANN ( DD-412 ). 720 Besatzungsmitglieder von der USS YORKTOWN und 112 Besatzungsmitglieder der USS HAMMANN wurden von den Zerstörern USS BENHAM und USS BALCH gerettet. Die Schiffe der TF 16 kehrten am 13. Juni in den Hafen von Pearl Harbor zurück. Dort übernahm Rear Admiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 – 25. April 1973 ) das Kommando über die TF 16. In dieser befanden sich nun die USS ENTERPRISE, die USS CHESTER, USS ATLANTA, der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und neben der USS BENHAM auch die Zerstörer der DESRON 6. Diese Schiffe legten um den 15. Juli 1942 in Pearl Harbor ab mit dem Ziel der Salomonen Inseln. Sie erreichten am 24. Juli dazu ihre Ausgangsbasis auf der Insel Tonga. Dort gliederte man das Schlachtschiff USS NORTH CAROLINA ( BB- 55 ) und die Zerstörer USS GWIN, USS MONSSEN und USS GRAYSON ( DD-435 ) ein und verlegte die USS CHESTER in eine andere Task Force. Zwei Tage nach ihrem Eintreffen verließen die Schiffe der TF 16 wieder Tonga und fuhren nordwärts zu den Fidschi Inseln. Von dort aus beteiligten sich die Schiff ab dem 7. August indirekt an den ersten amphibischen Landungen auf der Salomonen Inseln Guadalcanal und Tulagi. Ab dem 16. August übernahm wieder Rear Admiral Kinkaid das Kommando über die TF 16. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Schiffe rund 300 Seemeilen südöstlich von Guadalcanal. Am 22. August attackierten die Zerstörer das japanische U-Boot I-121 südöstlich der südlichsten Salomonen Insel San Cristobal welches aber sich davonschleichen konnte. Am folgenden Tag operierten die Schiffe der TF 16 zusammen mit den Schiffen der TF 11, die Rear Admiral Fletcher befehligte, nördlich der Salomonen Insel Malaita die östlich von Guadalcanal liegt. Rear Admiral Fletcher übernahm das Oberkommando über die beiden Task Force. Am 24. August kam es dort zu einer Seeschlacht. Die Zerstörer und das Schlachtschiff konnten die beiden Flugzeugträger USS ENTERPRISE und USS SARATOGA verteidigen, aber der erstgenannte erhielt trotzdem drei Bombentreffer und wurde schwer beschädigt. Dadurch zogen sich beide Task Force in südöstlicher Richtung zurück und kreuzten am 27. August östlich von San Cristobal nach Süden. Die Schiffe der TF 16 lösten sich und begleiteten die angeschlagene USS ENTERPRISE nach Tonga wo sie am 31. ankamen. Von dort aus konnten die Schiffe ungehindert den direkten Weg nach Pearl Harbor einschlagen und legten am 10. September in dem dortigen Hafen an. Die Mannschaft der USS BENHAM hatte sich aber nicht ausruhen können. Unterwegs entsandte man den Zerstörer zu dem in den Pazifik eingefahrenen Schlachtschiff USS WASHINGTON ( BB-56 ) das der Zerstörer bis nach Tongatapu begleiten sollte. Unterwegs, am 24. September stießen noch der Leichte Kreuzer USS ATLANTA und der Zerstörer USS WALKE ( DD-416 ) dazu. Man versetzte die vier Schiffe in die Task Force 17. Sie erreichten am 26. September die Insel Tongatapu. Hier konnte die Besatzung der USS BENHAM sich etwas erholen von den letzten Wochen. Die vier Kriegsschiffe liefen am 7. Oktober wieder aus und fuhren auf Hohe See. Dort trafen sie sich am 11. Oktober mit einem Schiffskonvoi den sie drei Tage lang Westwärts in Richtung Guadalcanal begleiteten. Nachdem sie den Schiffskonvoi an die nächsten Begleitschiffe übergeben hatten, fuhren sie zu der Insel Espiritu Santo die zu den New Hebrides gehörte. Dort legten sie am 15. Oktober anlegten. Die USS BENHAM versetzte man gleich in die Task Force 64 die von Rear Admiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 – 25. August 1945 ) befehligt wurde. In dieser TF befanden sich das Schlachtschiff USS WASHINGTON, die Schweren Kreuzer USS CHESTER und USS SAN FRANCISCO ( CA- ), die Leichten Kreuzer USS ATLANTA und USS HELENA ( CL-50 ), der Zerstörer USS FLETCHER ( DD-445 ) und die Zerstörer aus der DESRON 12 die USS AARON WARD ( DD-483 ), USS LANSDOWNE ( DD-486 ), USS LARDNER ( DD-487 ) und USS McCALLA ( DD-488 ). Noch am selben Tag legten die Schiffe der TF 64 wieder ab und fuhren auf Hohe See. Sie führten Patrouillenfahrten bis nach San Cristobal durch und führten die unterschiedlichsten Befehle während der Salomonen Kampagne aus. Fünf Tage später konnte das japanische U-Boot I-176 etwa 120 Seemeilen südöstlich der Insel San Cristobal einen erfolgreichen Angriff auf den Schweren Kreuzer USS CHESTER starten. Das amerikanische Schiff wurde schwer beschädigt und das U-Boot konnte entkommen. Die Schiffe der TF 64 kehrten um und begleiteten den Schweren Kreuzer bis nach Espiritu Santo wo sie am folgenden Tag anlegten. Dort bunkerten die Schiffe frischen Kraftstoff und legten wieder ab. Sie erreichten am 26. Oktober die Salomoneninsel San Cristobal. Das Schlachtschiff USS WASHINGTON wurde am folgenden Tag durch das japanische U-Boot I-15 angegriffen, erlitt aber keine nennenswerten Schäden. Außer den Zerstörern USS BENHAM, USS AARON WARD, USS FLETCHER und USS LARDNER und dem Leichten Kreuzer USS ATLANTA, drehten nun die restlichen Schiffe der TF 64 wieder bei und fuhren nach Espiritu Santo zurück. Dort legten sie am 29. Oktober an. Die fünf zurück gebliebenen Schiffe vereinte man in der Task Force 64.2 die Rear Admiral Norman Scott ( 10. August 1889 – 13. November 1942 ) befehligte. Sie blieben in ihrem Einsatzgebiet und übernahmen am 28. Oktober die Eskorte über das Transportschiff USS ZEILIN ( AP-9 ) und die Frachtschiffe USS LIBRA ( AK-53 ) und USS BETELGEUSE ( AK-28 ) aus der Task Group 62.4. Am 30. Oktober erreichten alle Schiffe Lunga Point, östlich von dem Flughafen Henderson Field auf Guadalcanal. Während das Transport- und die Frachtschiffe entladen wurden, bombardierten die Kriegsschiffe japanische Stellungen im Küstenbereich. Nach der Entladung legten alle Schiffe wieder ab und fuhren in Richtung Espiritu Santo. Unterwegs erhielten die Kriegsschiffe per Funk die Miteilung, dass sie nun in die Task Force 65 und dort in die Task Group 65.3 verlegt worden waren. Diese Task Force befehligte Rear Admiral Daniel Judson Callaghan ( 26. Juli 1890 – 13. November 1942 ) und sie bestand aus Kriegsschiffen und Transportschiffen die den Nachschub an Kriegsmaterial und Landungstruppen nach Guadalcanal transportierten. Am folgenden Tag vereinigten sich die Schiffe auf Hoher See. In die TG 65.3 kamen noch die Zerstörer USS WALKE, USS McCALLA, USS GWIN und USS STERETT ( DD-407 ). Das Ziel dieser Flotte auf Guadalcanal war die Aola Bay wo die mitgeführten Landungstruppen und das Kriegsmaterial an Land gebracht werden sollten. Mit ihren Schiffsgeschützen sicherten die Kriegsschiffe diese Aktion vor feindlichen Luftangriffen. In der Nacht des 3. November erreichte die Flotte ihren vorgegebenen Einsatzraum. Am folgenden Morgen begannen die japanischen Küstenbatterien bei Kolumbona und Koli Point die amerikanischen Schiffe der TF zu attackieren währenddessen die Marines an Land gingen. Die Schiffe der TG 65.3 antworteten mit ihren Schiffsgeschützen. Gegen 2:15 Uhr am 6. November zogen sich die Japaner zurück und verließen ihre Stellungen um ins Landesinnere zu gelangen. Um 4:00 Uhr desselben Tages waren alle Transportschiffe entladen und die Flotte legte wieder ab mit dem Ziel Espiritu Santo. Dort legten sie am 8. November an. Für die USS BENHAM, USS WALKE und USS GWIN war keine Ruhepause vorgesehen. Gleich nach der Übergabe der Transportschiffe fuhren die drei Zerstörer nach Noumea, Neukaledonien. Man integrierte sie in die Task Force 64, die Rear Admiral Lee, Jr. kommandierte, und waren der Begleitschutz für die Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ). Die Aufgabe dieser TF bestand darin feindliche Schiffe nicht bis zum Henderson Field auf Guadalcanal gelangen zu lassen. Man wusste auf amerikanischer Seite, dass die Japaner drei Flotten entsandt hatten. Die Schiffe der TF 64 legten am 11. November bei Noumea ab und fuhren nordwärts nach Guadalcanal. Zwei Tage später gliederte sich der Zerstörer USS PRESTON ( DD-379 ) in die TF 64 ein. Die Schiffe der TF lagen am Abend des 14. November ungefähr 50 Seemeilen westlich von Guadalcanal. Unter Vermeidung jeglichen Funkverkehrs und ständiger Beobachtung der Radargeräte, fuhren die Schiffe weiter nordwärts bis Savo Island und patrouillierten dort. Kurz nach Mitternacht, gegen 00:06 Uhr am 15. November, wurde auf dem Radar der USS WASHINGTON drei Schiffe bei Savo Island angezeigt. Zehn Minuten später eröffnete das Schlachtschiff mit seinen 16-Zoll Geschützen das Feuer. Innerhalb weniger Sekunden später begannen die Geschütze auf der USS SOUTH DAKOTA ebenfalls mit ihrer Kanonade. Die Geschütze der USS WALKE eröffneten gegen 00:26 Uhr das Feuer, wahrscheinlich auf den Leichten Kreuzer NAGARA auf dem sich Rear Admiral Kondō Nobutake ( 25. September 1886 – 19. Februar 1953 ) befand, der Befehlshabende Offizier dieser japanischen Flotte. Kurz darauf wurde die USS WALKE und die USS PRESTON versenkt und die USS SOUTH DAKOTA schwer beschädigt. Die USS BENHAM erhielt gegen 00:38 Uhr von Steuerbord einen Torpedotreffer in den Bug der daraufhin bis zum ersten Geschütz abbrach. Der Zerstörer blieb zwar noch flott, konnte sich aber nur sehr langsam in Richtung Guadalcanal fortbewegen. Commander John Barrett Taylor, Kommandant der USS BENHAM, befahl um 16:37 Uhr das Verlassen des Schiffes. Die USS GWIN nahm die Überlebenden des Zerstörers auf und versenkte mit ihren Schiffsgeschützen um 19:38 Uhr das torpedierte Schiff. Keiner der Besatzungsmitglieder der USS BENHAM kam während dieser Seeschlacht ums Leben.


USS BENHAM ( DD-397 )
Commanding Officer

LCDR Thomas Francis Darden Jr.         2. Februar 1939 – 10. März 1941
LCDR Joseph Muse Worthington          10. März 1941 – 27. April 1942 (erreichter Rang RADM)
CDR John Barrett Taylor        27. April 1942 – 15. November 1942


 

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30. Mai 1939 Corpus Christi, Texas während der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt

 

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6. Juni 1939 New Orleans, Louisiana während der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt

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