USS WILLIAM M HOBBY ( APD-95 )

USS WILLIAM M HOBBY ( APD-95 )

Biografie

William Matthews Hobby
* 27. Juli 1899 in Sylvania, Georgia
† 13. November 1942 auf der USS JUNEAU ( CL-52 ) in der Nähe von Guadalcanal
war ein US Navy Offizier und diente während des Zweiten Weltkrieges

Man ernannte William Matthews Hobby am 20. Juni 1919 im 1. Congressional District og Georgia zum Midshipman. Gleich darauf wurde er in der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland aufgenommen. Sein Studium schloss er dort im Jahre 1923 ab. Seinen ersten Dienst auf See versah Hobby an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA ( BB-37 ). Dort diente er von Juni 1923 bis April 1925. Nachdem er dann von Bord gegangen war, durchlief Hobby für eine kurze Zeit auf der Pensacola Naval Air Station in Pensacola, Florida den Unterrichtsalltag zur Ausbildung zum Flugzeugpiloten. Schon am 21. November 1925 begab er sich an Bord des Zerstörers USS KIDDER ( DD-319 ). Auf dem Schiff diente Hobby bis Ende des Jahres 1927. In dieser Zeit war der Zerstörer vom 13. bis zum 27. Juni 1927 an Operationen vor der Küste Nicaraguas beteiligt. Dafür verlieh man Hobby nach dem 8. November 1929 die „Zweite Nicaraguanische Kampagnen“ Medaille.
Von dem Zerstörer wechselte er vom Dezember 1927 bis Juni 1928 an die Submarine Base in New London, Connecticut. Nach dem Abschluss dieser Ausbildung reiste Hobby von der Ostküste der USA zur Westküste wo sich die Asiatische Flotte befand. Am 10. August 1928 ging er an Bord des U-Boot-Tenders USS CANOPUS ( AS-9 ) welcher das Flaggschiff der asiatischen U-Boot Flotte war. Zehn Tage später begab sich Hobby an Bord des U-Bootes USS S-37 ( SS-142 ). Bis zum April 1931 befand sich William Matthews Hobby noch an Bord der U-Boote USS S-41 ( SS-146 ) und USS S-30 ( SS-135 ) die ebenfalls zur asiatischen Flotte gehörten. Nachdem er wieder an die Ostküste zurück gekehrt war, übernahm Hobby an der United States Naval Academy von Mai 1931 bis Juni 1933 ein Lehrfach. Gleich nach Beginn der Semesterferien begab sich Hobby an die Portsmouth Naval Shipyard in Kittery, Maine wo er an den Ausrüstungsarbeiten des U-Bootes USS CACHALOT ( SS-170 ) beteiligt war und zur Mannschaft gehörte die das Schiff unter dem Kommando von Lieutenant Commander Merrill Comstock am 1. Dezember 1933 in den Dienst der US Navy stellte. Bis zum Sommer 1938 diente Hobby noch an Bord des Schlachtschiffes USS TENNESSEE ( BB-43 ) und auf dem Artillerieschulschiff USS WYOMING ( AG-17 ). Von dort aus wechselte Hobby an die Federal Shipbuilding & Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wo er unter anderen am 4. Februar 1939 die Taufe des Zerstörers USS ANDERSON ( DD-411 ) durch Mrs. Mertie Loraine Anderon, der Witwe von Rear Admiral Edwin Alexander Anderson, Jr., miterlebte. Das Schiff bugsierte er dann am 18. Mai in die New York Navy Yard wo er am folgenden Tag das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy stellte. Bis zum 22. März 1941 kommandierte LCDR Hobby den Zerstörer. Dann wechselte er am 26. März an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA wo er die Funktion eines Schadensbegrenzungsoffiziers übernahm und zum ersten Offizier ernannt wurde. Am 7. Dezember 1941 befand sich Hobby an Bord des Schlachtschiffes während die Japaner den Hafen von Pearl Harbor bombardierten. Das Schlachtschiff erhielt mehrere Treffer und ging gleich in den ersten Minuten des Angriffs unter. Hobby versetzte man in den 12. Naval District dessen Hauptsitz sich auf Mare Island in Vallejo, Kalifornien befand. Dort blieb Hobby aber nicht lange, denn er wechselte schon am 3. Januar 1942 an Bord des Schlachtschiffes USS WASHINGTON ( BB-46 ). Dort war er der Navigator. Am 2. November 1942 ging Commander William Matthews Hobby auf dem Leichten Kreuzer USS JUNEAU ( CL-52 ) den Executive Officer Commander Walter E. Moore ab. Das Schiff gehörte zu diesem Zeitpunkt schon zur Task Force 67 und lag in Espiritu Santo, New Hebriden. Zusammen mit den Schiffen der Task Group 67.4 die Rear Admiral Daniel Judson Callaghan ( 26. Juli 1890 – 13. November 1942 ) befehligte, legte die USS JUNEAU am 10. November ab und fuhr nach Guadalcanal, Salomonen. Dorthin eskortierte das Schiff einen Versorgungskonvoi. Zwei Tage später begann das Entladen. Am Abend erhielten die Schiffe der TG 67.4 den Befehl nach Norden zu fahren und eine japanische Flotte südlich von Savo Island abzufangen. In der Nacht zum 13. November wurden gegen 01:25 Uhr die japanischen Schiffe per Radar ausgemacht. Keine zwanzig Minuten später kam es zur Seeschlacht. Auf beiden Seiten wurde das konfuse Gefecht aus Nahdistanz geführt und dauerte rund vierzig Minuten. Die meisten amerikanischen Schiffe der TG wurden dabei entweder stark beschädigt oder versenkt. Die USS JUNEAU erhielt auf der Steuerbordseite einen Torpedotreffer der den Rückzug aus dem Gefecht erforderlich machte um das Leck so schnell wie möglich zu schließen. Vor dem Mittag des 13. November trafen der beschädigte Leichte Kreuzer USS HELENA ( CL-50 9 und der schwer beschädigte Schwere Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) aus der TG 67.4 mit der USS JUNEAU zusammen und fuhren in Richtung Espiritu Santo. Gegen 11:00 Uhr erblickte man auf dem japanischen U-Boot I-26 die drei beschädigten Schiffe. Das U-Boot feuerte zwei Torpedos auf den Schweren Kreuzer ab. Dieser konnte aber noch 13 Knoten Fahrt halten und die beiden Torpedos verpassten das Schiff. Einer der beiden erreichte kein Ziel, aber der zweite traf die USS JUNEAU fast an derselben Stelle an der schon am Vorabend während der Schlacht ein Torpedo eingeschlagen war. Diesmal raste der Torpedo aber bis in das Munitionsmagazin des Leichten Kreuzers und explodierte. Eine gewaltige Explosion riss den Kreuzer in zwei Teile die innerhalb von 20 Sekunden im Meer versanken. Commander William Matthews Hobby war einer der Besatzungsmitglieder die sich noch nicht einmal bis ins Wasser retten konnten. Von der gesamten Schiffsbesatzung des Kreuzers konnten am 20. November nur noch zehn Überlebende gerettet werden. Unter den Toten waren auch die fünf Sullivan Brüder.


USS WILLIAM M HOBBY ( APD-95 )

Schiffsbiografie

Die USS WILLIAM M HOBBY ( APD-95 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commander William Matthews Hobby, Jr. benannt worden ist.
Der Schnelle Truppentransporter ist das neunte Schiff aus der CROSLEY – Klasse.
Auf der Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina wurde am 15. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt war geplant das Schiff zu einem Geleitzerstörer zu bauen der das dreizehnte Schiff der RUDDEEROW – Klasse war. Man hatte die Kennung DE-236 dem Schiff gegeben. Der Stapellauf des Geleitzerstörers erfolgte am 2. Februar 1944. Das Schiff wurde vorher nicht getauft, aber schon zu einem Schnellen Truppentransporter umgebaut. Die formelle Kennung APD-95 und Eingliederung in die CROSLEY – Klasse erhielt das Schiff am 17. Juni. Am 17. Juli 1944 taufte Miss Catherine Hobby, Schwester von Commander William Matthews Hobby, den Schnellen Truppentransporter. Lieutenant Commander Frank Martin Christiansen stellte am 4. April 1945 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt die das Schiff bis in die Guantanamo Bay, Kuba führte, legte das Schiff im Hafen von Norfolk, Virginia an. Vom 16. bis zum 21. Mai 1945 nahm der Schnelle Truppentransporter an einer amphibischen Ausbildungsfahrt teil. Dazu gehörte auch bei Bloodsworth Island in der Chesapeake Bay ein Bombardement auf Küstennahe Stellungen mit den Schiffsgeschützen zur Unterstützung der Landungstruppen. Im Anschluss überprüfte man in der Norfolk Navy Yard in Portsmouth, Virginia den Rumpf. Die Geschützmannschaften erhielten daran nochmals die Gelegenheit zum Üben mit ihren Kanonen in der Chesapeake Bay. Gleich danach fuhr der Schnelle Truppentransporter nach Hampton Roads, Virginia wo er 3. Juni anlegte. Dort wartete bereits der Schnelle Truppentransporter USS AMESBURY ( APD-46 ). Beide Schiffe legten noch am selben Tag wieder ab nachdem die Ausrüstung vervollständigt worden war und fuhren zum Panamakanal. In Cristóbal auf der Atlantikseite des Kanals legten die beiden Schiffe am 8. Juni an und begannen dann mit der Durchfahrt. Zwei Tage später langten sie in Balboa auf der Pazifikseite des Kanals an. Danach fuhren die beiden Schnellen Truppentransporter an der kalifornischen Küste entlang und erreichten am 17. Juni 1945 den Hafen von San Diego, Kalifornien. Für die Überfahrt nach Pearl Harbor auf Hawaii begleitete sie der Geleitzerstörer USS O’REILLY ( DE-330 ). Alle drei Schiffe legten am 20. Juni ab und fuhren sieben Tage später in den Hafen von Pearl Harbor ein. In der Ma’alaea Bay, Mauri trainierte im Juli die USS WILLIAM M HOBBY und Underwater Demolition Teams. Gleich darauf kamen das Underwater Demolition Team 29 an Bord das der Schnelle Truppentransporter an die Westküste der USA brachte. Dafür verließ das Schiff am 2. August die Hawaii Inseln und wollte am 9. August im Hafen von Oceanside, Kalifornien anlegen. Dort befand sich südlich ein Marine Corps Base Camp. Aber der neue Befehl lautete unverzüglich nach San Pedro, Kalifornien zu fahren. Nachdem dort alle erhaltenen Aufgaben abgearbeitet waren, kehrte der Schnelle Truppentransporter nach Oceanside zurück wo das Underwater Demolition Team 29 am 13. August von Bord ging. Zwei Tage danach war es Gewissheit, der Krieg war im pazifischen Raum beendet nachdem Japan die bedingungslose Kapitulation angeboten hatte. Am darauffolgenden Tag legte die USS WILLIAM M HOBBY ab und fuhr nach Pearl Harbor wo das Schiff am 22. August anlegte. Doch dort bunkerte das Schiff nur frischen Treibstoff und legte zwei Tage später wieder ab. Die USS WILLIAM M HOBBY fuhr zum Eniwetok Atoll das zu den Marshall Inseln gehörte. In dieses Atoll fuhr das Schiff am 1. September 1945 ein. Dort warteten schon die Schnellen Truppentransporter USS IRA JEFFREY ( APD-44 ) und USS BLESSMAN ( APD-48 ). Alle drei Schiffe legten gleich wieder ab und fuhren zu den Philippinen. Am 5. September ankerten sie bereits in der Bucht von Manila. Von dort aus begannen sie eine Kreuzfahrt zwischen den philippinischen Inseln. So besuchte das Schiff die Subic Bay, Zamboanga, Mindanao, Bugo, die Macajalar Bay und die San Pedro Bay. Die Kreuzfahrt führte dann den Schnellen Truppentransporter über Okinawa nach Japan. Am 28. September erreichten sie den Hafen von Wakayama, Japan wo das Underwater Demolition Team 5 an Bord kam. Mit diesem Team sollte der Schnelle Truppentransporter nach Hiro Wan, Honshu fahren wo Strände und Uferanlagen nach Minen untersucht werden sollten. Die USS WILLIAM M HOBBY fuhr am 1. Oktober 1945 in das Binnenmeer zwischen den japanischen Inseln Kyushu, Honshu und Shikoku zusammen mit dem Zerstörer und Minenleger USS TRACY ( DM-19 ) ein. Gleich an diesem Morgen sah man Steuerbord eine japanische Marinemine schwimmen. Mit 40 Millimeter Granaten sowie 20 Millimeter Munition und Gewehrfeuer wurde diese Mine zerstört. Dann begann vom 2. Oktober bis zum 10. Oktober das Underwater Demolition Team seine Arbeit und bereitete für die Landung der amerikanischen Besatzungstruppen in Kure, Präfektur Hiroshima alles vor. Am 11. Oktober verließ der Schnelle Truppentransporter Hiro Wan und fuhr zur Insel Shikoku. Am Abend desselben Tages legte das Schiff im Hafen von Mitsuhama an. Dort kamen 15 US Army Offiziere, 18 Mannschaftsdienstgrade und zwei japanische Offiziere an Bord. Mit diesen Passagieren fuhr die USS WILLIAM M HOBBY zurück nach Hiro Wan. Dort kam das Underwater Demolition Team ebenfalls an Bord. Am 14. Oktober legte das Schiff wieder ab und fuhr zurück in Richtung Heimat. Diese Heimreise führte es über Guam, Eniwetok, Pearl Harbor, San Diego und den Panamakanal. Im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania legte am 9. Dezember der Schnelle Truppentransporter an und das Team und die Passagiere gingen von Bord. Anschließend legte die USS WILLIAM M HOBBY ab und fuhr über Norfolk nach Green Cove Springs, Florida wo der Schnelle Truppentransporter am 6. Januar 1946 ankam und am 6. April 1946 außer Dienst gestellt und der Atlantikreserveflotte übergeben wurde. Das Schiff wurde am 1. Mai 1967 von der US Navy – Liste gestrichen und am 23. Juli 1967 an Südkorea übergeben. Dort wurde es als Kanonenboot in die südkoreanische Marine eingegliedert und erhielt den Namen ROKS Chr Ju ( PG-87 ). Im Jahre 1972 gliederte man das Kanonenboot zu einem Schnellen Truppentransporter um und änderte die Kennung in APD-87. 1989 stellte man das Schiff dort außer Dienst und verschrottete es noch im gleichen Jahr.


USS WILLIAM M HOBBY ( APD-95 )
Commanding Officer

LCDR Frank Martin Christiansen         4. April 1945 – 6. April 1946

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