USS MADDOX ( DD-731 )

USS MADDOX ( DD-731 )

Biografie

William A. T. Maddox
* 1814 im Charles County, Maryland
† 1. Januar 1889 in Washington D.C.
war ein Offizier in der United States Marine Corps

Maddox befahl eine Miliz im Krieg gegen die Creek und die Seminolen im Jahr 1836 und man ernannte ihn zum Secound Lieutenant im Marine Corps am 14. Oktober 1837. Im mexikanisch-amerikanischen Krieg bekam er den Dienstgrad Captain verliehen für „Galant und verdienstvolles Verhalten“ als Militärkommandant des Middle District of California im mexikanischen Aufstand in Monterey und während der Schlacht von Santa Clara, Kalifornien am 3. Januar 1847. Captain Maddox trat 1880 in den Ruhestand und starb in Washington, DC.


USS MADDOX ( DD-731 )

Schiffsbiografie

Die USS MADDOX ( DD-731 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von United States Marine Corps Captain William A. T. Maddox benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achtundzwanzigste Schiff aus der ALLEN M SUMNER – Klasse.
s40002Auf der Bath Iron Works Corporation wurde am 28. Oktober 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Ellen Venita Browning Wilhoit ( 19. November 1919 – 27. April 1988 ), Urenkelin von Captain William A. T. Maddox, taufte am 19. März 1944 das Schiff vor dessen Stapellauf. Commander James Sturgis Willis stellte am 2. Juni 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach den Erprobungs- und Ausbildungsfahrten entlang der Ostküste der USA sowie nach mehreren U-Boot-Übungen, verließ die USS MADDOX am 27. August den Hafen von Boston und fuhr nach Norfolk. Dort wurde die Endausrüstung für den Kampfeinsatz fertig gestellt. Anfang September 1944 legte der Zerstörer dort ab, durchfuhr den Panamakanal, legte kurzzeitig in einem kalifornischen Hafen an, erreichte Pearl Harbor und am 21. Oktober ankerte das Schiff vor dem Ulithi Atoll. Dort versetzte man den Zerstörer in die Task Group 38.1 die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 – 15. Dezember 1961 ) befehligte. Die dortigen neunundzwanzig Zerstörer hatten die Aufgabe die in dieser TG befindlichen Flugzeugträger und Kreuzer vor U-Boot- und Flugzeugangriffen zu schützen. Die USS MADDOX gehörte innerhalb der Task Undergroup 38.1.3 zur DESRON 61. Innerhalb der DESDIV 121 befanden sich neben der USS MADDOX die Zerstörer USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ) USS MANSFIELD ( DD-728 ) und USS COLLETT ( DD-730 ). Am 2. November verließen die Schiffe der Task Group 38.1 und 38.3 ihren Ankerplatz vor Ulithi. Ihr Auftrag war es zu den philippinischen Inseln zu fahren und erreichten Polillo Island am 4. November. Von dort aus operierten die Flugzeugträger während der Operation „King II“. Deren Flugzeuge griffen die japanischen Stellungen auf den Inseln Luzon, Minoro, in der Manila Bay und im Lingayen Golf an. Außerdem unterstützten sie die amphibischen Landeoperationen auf Mindoro und Luzon. In dem folgenden Monat unterstützte die USS MADDOX mit der TG 38.1 die Schlacht um Leyte und im Lingayen Gulf. So begleiteten japanische Zerstörer während der Operation „TA-3“ mehrere Truppentransporter von Manila aus nach Leyte. Durch die TG 38.1, 38.3 und 38.4 sowie Landgestützte Flugzeuge wurde dieser Konvois gestoppt und zum Teil vernichtet. Die drei TG patrouillierten in der Camote Sea und in der Ormoc Bay wo sich die beiden Flotten zum ersten Mal am 11. November 1944 trafen. Von den japanischen Zerstörern die auch Truppen transportierten wurden die HAMANAMI, NAGANAMII, SHIMAKAZE II und die WAKACUKI versenkt. Zwei Tage später fuhren die drei Task Forces an die Zentral- und Südküste von Luzon und Cavite. In der Manila Bay wurden vier japanische Schiffe, im Hafen von Manila wurden elf Transportschiffe und vor Cavite insgesamt sechs japanische Schiffe versenkt. Einen Tag später verließ die TG 38.3 den Verband. Die TG 38.1 blieb vor Luzon und unterstützte dort die Angriffsbemühungen der Alliierten. So wurden vor Manila sechs weitere japanische Versorgungsschiffe versenkt. Vor der Küste von Luzon in Richtung Süden nach Corregidor folgte ein weiteres Transportschiff und in der Mondoro Straße attackierten die beiden Task Groups einen japanischen Konvoi aus dem zwei Versorgungsschiffe und vier Patrouillenboote versenkt wurden. Am 25. November war die Operation offiziell als beendet und erfolgreich erklärt worden und die Schiffe der TG fuhren zurück nach Ulithi. Dort versetzte man die Zerstörer der DESRON 61 zur Task Group 38.3 die von Rear Admiral Forrest Percival Sherman ( 30. Oktober 1896 – 22. Juli 1951 ) kommandiert wurde. Diese TG sollte die alliierten Landeeinheiten auf Mindoro und Luzon unterstützen und sämtliche japanischen Versuche Nachschub auf diesen Inseln zu landen unterbinden. Diese Operation wurde als „LOVE III“ bezeichnet. Den Hafen von Ulithi verließ die USS MADDOX am 10. Dezember 1944 im Verband der Task Force 38. Die Insel Luzon sollte wieder angegriffen werden. Am 13. Dezember begannen schwere Luftangriffe und Artilleriebeschuss auf die japanischen Stellungen auf Mindoro und Luzon. Auf Mindoro landeten am 15. Dezember amerikanische Truppen. Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ), Kommandant der 3. US Flotte in der sich auch die TF 38 befand, befehligte ab dem 16. Dezember ein allgemeines Betanken der Schiffe des Verbandes. Die Treibstoffübergabe sollte außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge vonstatten gehen. Und so fuhr die TF 38 von Luzon aus rund 300 Seemeilen nach Osten. Dort sollte sich die Task Group 30.8, die Sea Logistical Group, unter dem Kommando von Captain Jasper T. Acuff, die aus zwölf Flottentankern, drei Schleppern, fünf Zerstörer, zehn Geleitzerstörer und fünf Geleitflugzeugträger bestand, aufhalten. In der Task Force befanden sich insgesamt sieben Flugzeugträger, sechs Leichte Flugzeugträger, acht Schlachtschiffe, vier Schwere und elf Leichte Kreuzer sowie fünfzig Zerstörer. Die Treibstofftanks der meisten Zerstörer waren nur noch mit rund 15% Treibstoff gefüllt. Die erste Meldung für einen heraufziehenden Sturm erreichte den Wetterdienst der US Navy am 14. Dezember nachdem ein Pilot etwa 60 Seemeilen südöstlich von Samar eine Tropische Störung meldete. Commander G. F. Kosco, der zuständige meteorologische Offizier der 3. US Flotte, vermutete am 17. Dezember diesen heraufziehenden Sturm etwa 450 Seemeilen weiter östlich des Verbandes. Nachdem an diesem Tag der Kampfverband und der Logistikverband aufeinandertrafen begann man sofort mit der Treibstoffübergabe. Trotz unruhiger See und Windstärke 8 konnten einige Schiffe erfolgreich Treibstoff übernehmen. Doch dann scheiterten weitere Versuche da die Treibstoffschläuche rissen und die Schiffe in der rauer werdenden See zu kollidieren drohten. Kurz nach Mittag wurden alle Betankungsversuche abgebrochen und die Schiffe sollten sich weiter nordwestlich wieder sammeln damit am nächsten Morgen die Betankung fortgeführt werden sollte. In der Nacht zum 18. Dezember behielt die 3. US Flotte ihren Nordwestkurs bei. Dabei gab es keine Anzeichen das die Flotte direkt in den Sturm fuhr. Erst in den Morgenstunden mehrten sich diese. Das Barometer fiel und der Wind steigerte sich auf 30 Knoten. Gegen 10:00 Uhr lag die Windgeschwindigkeit bei 43 Knoten und das Barometer fiel rasant ab. Während des Sturmes verlor die US Navy mehrere Schiffe die entweder sanken oder beschädigt wurden. Am Morgen des 21. Dezember fuhren die Schiffe der 3. US Flotte zu ihrem Stützpunkt nach Ulithi wo die Schäden durch den Sturm behoben und die Besatzungen sich erholen konnten. Unterwegs wurden sie betankt und erreichten Ulithi am 24. Dezember 1944. Man verlegte die USS MADDOX und die Zerstörer der DESRON 61 wieder in die Task Group 38.1 wo sie die Luft- und Unterwasserüberwachung für die Flugzeugträger wieder übernahmen. Diese TG befehligte jetzt Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 – 17. August 1973 ). Unter dem Codenamen „Mike I“ sollte Formosa angegriffen werden. Am 30. Dezember 1944 verließen die Schiffe der Task Force 38 ihren Ankerplatz vor dem Atoll Ulithi und fuhren in ihre Ausgangsstellungen. Am 3. Januar 1945 lagen die Schiffe vor Formosa und sofort wurden die militärischen Einrichtungen der Japaner angegriffen. Die USS MADDOX und all die anderen Zerstörer hatten alle Hände voll zu tun mit der neuen Taktik der japanischen Flugzeugpiloten. Diese stürzten sich mit ihren Maschinen auf die amerikanischen Schiffe um diese so zu versenken oder schwer zu beschädigen. Gleich am ersten Tag des Angriffs konnten mehrere japanische Flugzeuge abgeschossen und japanische Schiffe versenkt werden. Dann wandte man sich wieder dem Norden von Luzon zu und bombardierte dort japanische Stellungen und vernichtete sämtliche japanischen Schiffe die über die Formosa Straße mit Nachschub Luzon erreichen wollten. Am 11. Januar verlegte man die Zerstörer der DESRON 61 sowie die Schweren Kreuzer USS BOSTON ( CA-69 ) und USS BALTIMORE ( CA-68 ) zur Task Group 38.2 die für einen Tag den Angriff auf Indochina unterstützen sollten. Dabei wurden Luft- und Marinestützpunkte rund um Saigon angegriffen. Mehrere japanische Schiffe wurden versenkt oder schwer beschädigt, Flugzeuge die in den Kampf um Formosa eingegriffen hatte wurden zerstört und die Start- und Landebahnen unbrauchbar zerbombt. In den folgenden zwei Tagen konnten sich die Schiffsbesatzungen etwas erholen während ihre Schiffe durch die Task Group 30.8, die Sea Logistical Group, frischen Treibstoff und Lebensmittel erhielten. Am 15. und 16. Januar flammte dann der Kampf mit dem Angriff auf Formosa, Kongkong, Canton und Hainan wieder neu auf. Dabei wurden wieder unzählige japanische Schiffe versenkt und Kamikazepiloten abgeschossen. Danach erfolgte auf beiden Seiten eine Erholungsphase von vier Tagen. Am 21. Januar schlugen die amerikanischen Piloten sowie die Schiffe der 3. US Flotte wieder zu. Angegriffen wurden japanische Stellungen auf Formosa, Pescadores, Luzon, Shakishima, Gunto, Okinawa und weitere Inseln der Rjukjus Inselgruppe. An diesem Tage schaffte es ein japanischer Kamikazepilot und erreichte mit seiner Maschine die USS MADDOX die vor Formosa operierte. Der Zerstörer wurde dabei beschädigt und musste aus der Formation ausscheren und für Reparaturen nach Ulithi fahren. Am 14. März waren diese abgeschlossen und die USS MADDOX konnte wieder zur kämpfenden Truppe der DESRON 61 zurück kehren. Diese gehörte nun der Task Group 58.1 an die von Rear Admiral Joseph James Clark ( 12. November 1893 – 13. Juli 1971 ) befehligt wurde. Noch am selben Tag legten die Schiffe der 5. US Flotte ab und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 18. März lagen die Schiffe Östlich von Kyushu und begannen japanische Stellungen auf Kyushu, Honshu und Shikoku anzugreifen. Am folgenden Tag wurden zusätzlich die Luftwaffenstützpunkte von Kyushu, Kure und Kobe angegriffen. Vier Tage später wendeten sich die Schiffe der Task Groups ab und fuhren nach Okinawa wo sie die dortigen japanischen Stellungen beschossen. Die Schiffe der TG 58.1 wechselten zwischen Kyushu und Okinawa um sämtlichen Nachschub zu unterbinden. Der amphibische Angriff der alliierten Truppen auf Okinawa begann am1. April 1945. In den folgenden Wochen unterstützte die USS MADDOX die amerikanischen Truppen auf Okinawa indem der Zerstörer japanische Stellungen in Küstennähe mit seinen Schiffsgeschützen bombardierte und die Luftüberwachung für die Träger und Kreuzer weiter durchführte. Bis zum 28. Mai blieb die USS MADDOX bei der 5. US Flotte, dann wechselte der Zerstörer wieder zur Task Force 38 der 3. US Flotte. Die Schiffe griffen wieder Kyushu und Okinawa an. Am 4. Juni 1945 gerieten diese Schiffe der TF 38 südlich von Okinawa in einen Typhoon. Dabei erlitt unter anderen auch die USS MADDOX Beschädigungen. Erst nachdem der Widerstand der Japaner auf Okinawa niedergerungen war durch weitere Bombardierungen der japanischen Stellungen in Küstennähe auf Kyushu und Shikoku, fuhr der Zerstörer am 13. Juni zusammen mit den Schiffen der Task Group in den Hafen der San Pedro Bay auf Leyte. Dort wurden die notwendigen Reparaturen durchgeführt und die Schiffsbesatzung konnte sich etwas erholen. Die Befehlsgewalt über die TG 38.1 übernahm nun Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 – 17. September 1972 ). Die Schiffe der TG verließen am 1. Juli wieder den schützenden Hafen in der San Pedro Bay und fuhren in Richtung des japanischen Kernlandes. So griffen die Trägergestützten Flugzeuge die japanischen Flugplätze auf Honshu und Hokkaido an um eventuelle Kamikaze abzuhalten mit ihren Maschinen aufzusteigen. Außerdem wurden durch die amerikanischen Flugzeuge japanische Städte und Dörfer angegriffen. Vom 10. Juli an bombardierte auch die USS MADDOX mit ihren Schiffsgeschützen japanische Uferbefestigungen und in den Häfen liegende Schiffe. Am 21. Juli 1945 um 05:43 Uhr lösten sich die Zerstörer der DESRON 61 aus ihrem Verband und fuhren in die Sagami Bay vor Tokyo ein um japanische Minenleger an ihrer Arbeit zu hindern. In der folgenden Nacht vom 22. zum 23. Juli entdeckte man per Radar um 23:05 Uhr, dass sich vier feindliche Schiffe den Zerstörern näherten. Jeder der neun Zerstörer feuerte zwischen 23:51 und 23:54 Uhr zwei Torpedos auf die Zielschiffe ab. Um 00:04 wurden zwei Explosionen gehört. Die beiden japanischen Frachtschiffe HAKUTETSU MARU und ENBUN MARU sanken. Noch am selben Tag, den 23. Juli, kehrten die Zerstörer um 17:29 Uhr zu ihrer Task Group zurück. Bis zur Einstellungen der Kampfhandlungen am 15. August wurden weitere japanische Schiffe versenkt und japanische Stellungen beschossen. Nach der Bedingungslosen Kapitulation blieb die USS MADDOX noch bis zum 20. September in der Bucht von Tokyo und nahm Soldaten an Bord die sie in die Vereinigten Staaten transportierte. Im Hafen von San Francisco legte de Zerstörer am 5. Oktober an wo die Soldaten auch von Bord gingen. Danach fuhr das Schiff nach San Diego wo es am 14. Oktober anlegte. Dort blieb es bis zum 1. Februar 1946 liegen. Der Zerstörer legte an diesem Tage wieder ab und fuhr zurück in den Fernen Osten um die amerikanischen Marinebesatzungstruppen in Shanghai, Tsingtao und Taku in China und in Pusan und Jinsen in Korea zu unterstützen. Erst am 24. März 1947 kehrte die USS MADDOX nach San Diego zurück. Dort blieb der Zerstörer in den folgenden drei Jahren und führte nur Trainingsfahrten entlang der Westküste durch. Während dieser Trainingsfahrten diente er als Schulschiff für U-Boot-Jagd und für Übungsschiepen mit den Schiffsgeschützen. Außerdem nahm das Schiff an Manövern mit der Flotte teil.
Am 1. Mai 1950 legte die USS MADDOX in San Diego ab und fuhr wieder in den Fernen Osten. Im Hafen von Hongkong legte de Zerstörer am 26. Juni an. Einen Tag nach dem Beginn der Feindseligkeiten zwischen Nord- und Südkorea. Am folgenden Tag legte das Schiff in Hongkong wieder ab und bildete für den amerikanischen Flugzeugträger USS VALLEY FORCE ( CV-45 ) und dem leichten britischen Flugzeugträger HMS TRIUMPF ( R16 ) die U-Boot-Überwachung. Bis Anfang August blieben diese drei Schiffe vor der koreanischen Küste. Dann am 4. August verließen sie ihre Position und fuhren nach Formosa, wohin sich Chiang Kai-shek ( 31. Oktober 1887 – 5. April 1975 ) mit seinen chinesischen Nationalisten geflüchtet hatten, und waren dort die erste Patrol Force um eine chinesische Invasion zu verhindern. Schon am 7. September kehrte die USS MADDOX an die Küsten Koreas zurück und begann mit der Bombardierung von nordkoreanischen Küstenstellung sowie einer Blockade für Schiffe anderer Nationen die eventuell militärischen Nachschub für die Nordkoreaner liefern könnten. Am 15. September begann der Zerstörer in seinem Verband ein Ablenkungsmanöver gegen Samchok damit die koordinierten amerikanischen Anlandungen bei Inchon in Ruhe durchgeführt werden konnten. Bis Anfang Januar 1951 blieb die USS MADDOX noch vor der koreanischen Küste im Einsatz. Dann fuhr sie zurück in die Heimat. Am 31. Januar legte der Zerstörer im Hafen von San Diego an. Dort blieb das Schiff wieder als Schulschiff im Einsatz und unterzog sich einer Überholung. Am 1. Dezember 1951 legte der Zerstörer wieder ab und fuhr in die koreanischen Gewässer zurück. Ab Februar 1952 übernahm das Schiff wieder für die amerikanischen Flugzeugträger die U-Boot-Überwachung vor der Ostküste Koreas und unterstützte mit Uferbombardierungen die UN-Landstreitkräfte. Den gesamten März und Anfang April patrouillierte der Zerstörer mit der Taiwan Patrol Force und fuhr dann wieder an die Küste Koreas. Vom 16. April bis zum 17. Mai nahm die USS MADDOX an der Belagerung von Wonsan teil wobei das Schiff wieder Überwachungsaufgaben gegenüber den schnellen Trägern übernahm.
Am 26. Juni machte der Zerstörer wieder in San Diego fest wo er sich für einen Monat einer Überprüfung unterzog. Dann legte das Schiff wieder ab und fuhr zu seinem neuen Heimathafen in Long Beach, Kalifornien. Nach lokalen Operationen und einer erneuten Überholung, legte der Zerstörer am 2. Februar 1953 wieder ab und fuhr zurück in die koreanischen Gewässer. Wie schon während des Zweiten Einsatzes übernahm die USS MADDOX wieder die Überwachung für die Träger die entlang der Ostküste stationiert waren und nahm an der Bombardierung von küstennahen nordkoreanischen Stellungen teil. Diesmal waren diese aber nördlicher von Hungnam. Danach folgte wieder für zwei Wochen die Taiwan Patrol Force. Der dritte Einsatz für den Zerstörer vor der koreanischen Küste endete am 12. August. Am 30. August legte das Schiff im Hafen von San Diego an. Bis zum 4. Mai 1954 bleib das Schiff an der Westküste. Dann nahm es seinen Dienst bei der 7. US Flotte wieder auf. Während der Einsatzzeit, die bis zum 5. Dezember dauerte, nahm es an Anti-U-Boot-Kriegsführungen, mit Angriffsflugzeugträgern vor Kyushu, Korea und der philippinischen Insel Luzon sowie mit der Taiwn Patrol Force teil.
Vom 14. Juni 1955 bis zum 2. März 1962 beteiligte sich die USS MADDOX an sechs zusätzlichen Fahrten in den Fernen Osten. Diese Kreuzfahrten enthielten kombinierte Verteidigungsübungen mit den Schiffen anderer Marinen aus dem Bündnis der SEATO. Außerdem wurden Ausbildungsmaßnahmen mit den südkoreanischen, taiwanesischen und japanischen Selbstverteidigungsstreitkräften durchgeführt. Nachdem der Zerstörer im März 1962 wieder an der Westküste der USA sich aufhielt, blieb er dort für die kommenden zwei Jahre und nahm nur an lokalen Operationen teil. Am 13. März 1964 legte das Schiff in Long Beach ab und beteiligte sich an einer Operation der 7. US Flotte. Unter Volldampf fuhren die Schnellen Flugzeugträgergruppen in das Japanische Meer und von dort aus in das Ostchinesische Meer. Südlich des 18. Breitengrades begannen dann diese Trägergruppen mit ihren Patrouillenfahrten vor der Küste Südvietnams.
Der USS MADDOX fiel dabei ab dem 28. Juli 1964 ein Teil der Operation „DESOTO“, einer geheimen elektronischen Kriegsführungs- Unterstützungsmaßnahme, zu die von Daniel Ellsberg ( * 7. April 1931 ) geleitet wurde. Das heißt, der Zerstörer sollte im Golf von Tonkin Aufklärungsdaten über nordvietnamesische Radaranlagen und Militäreinrichtungen im Zielgebiet für die südvietnamesische Marineoperation sammeln. Außerdem sollte die Präsenz eines US Kriegsschiffes dire nordvietnamesische Küstenwache zu einer Reaktion provozieren die von der National Security Agency ( NSA ) aufgezeichnet und anschließend durch das US-Verteidigungsministerium ausgewertet werden konnten. Commander Herbert Leakin Ogier, Jr. hatte dazu Befehl sich mit dem Schiff nicht mehr als 8 Seemeilen der nordkoreanischen Küste und vier Seemeilen der Insel Hon Nieu zu nähern. Der Zerstörer erreichte am 31. Juli seine Position. Am Nachmittag des 2. August näherten sich südvietnamesische Schnellboote von ihrer Rückkehr von Hon Me und Hon Ngu dem Zerstörer bis auf sieben Kilometer Entfernung. Die nordvietnamesische Abwehr hatte dabei den Eindruck, dass die USS MADDOX den Südvietnamesen Feuerschutz vor deren etwaigen Verfolgern böte. Am Abend des selben Tages erreichte der Zerstörer die Insel Hon Me wo noch die Folgen des südvietnamesischen Angriffes beseitigt wurden. Die an Bord befindlichen Abhörexperten der NSA wollten anhand ihrer Abhördaten entschlüsselt haben, dass die Nordvietnamesen ihre Marine in Alarmbereitschaft versetzt hätten um den Zerstörer anzugreifen. Am Nachmittag des 2. August funkte die USS MADDOX, sie war bereits in Gefechtsbereitschaft versetzt worden, dass sie sich 28 Seemeilen von der nordvietnamesischen Küste befinde und von drei nordvietnamesischen Schnellbooten angegriffen werde. Der Zerstörer eröffnete mit seinen fünf Zoll Geschützen das Feuer und zwang die Schnellboote in einer Distanz von fünf Seemeilen zu bleiben. Diese feuerten Torpedos ab denen die USS MADDOX aber ausweichen konnte. Die Torpedos konnten sich nur bis auf eine Entfernung von knapp 100 Metern dem Zerstörer nähern, dann gingen sie unter. Ein P-4 Schnellboot erhielt einen Volltreffer durch eine fünf Zoll Granate. Das Boot konnte dadurch keine Torpedos mehr abfeuern. Die USS MADDOX fuhr nun auf das offene Meer hinaus und forderte Luftunterstützung an. Vier F-8 Crusader Jets stiegen von dem Flugzeugträger USS TICONDEROGA ( CVA-10 ) auf und griffen die nordvietnamesischen Schnellboote an. Nach diesem Angriff behaupteten die Amerikaner ein Schnellboot manövrierunfähig und die beiden anderen beschädigt zu haben. Die Nordvietnamesen behaupteten danach auf der USS MADDOX einen Torpedotreffer gesichtet und ein amerikanisches Flugzeug abgeschossen zu haben. Nachdem sich die USS MADDOX wieder in südvietnamesischen Gewässer befand, kam ihr die USS TURNER JOY ( DD-951 ) zu Hilfe. Die Nachricht von diesem Zwischenfall traf umgehend in Washington ein. US Präsident Lyndon Baines Johnson ( 27. August 1908 – 22. Januar 1973 ) lehnte eine militärische Vergeltung ab und reagierte lediglich mit einer Protestnote an die Demokratische Republik Vietnam. Die südvietnamesischen und amerikanischen Militärs wollten dies aber nicht auf sich beruhen lassen. So ließen sie am 3. August erstmals durch südvietnamesische Schnellboote Ziele auf dem nordvietnamesischen Festland angreifen. Die USS MADDOX und die USS TURNER JOY erhielten den Befehl wieder vor die nordvietnamesische Küste zu fahren um „Flagge zuzeigen“ nach dem ersten Zwischenfall. Sie sollten aber nicht näher als 11 Seemeilen an die Küste fahren. Am frühen Morgen des 4. August war auf dem Meer schlechte Sicht und schwerer Seegang. Beide Zerstörer fingen Radar, Sonar und Funksignale auf, nach denen zu urteilen beide amerikanischen Schiffe wieder von Schiffen der nordvietnamesischen Marine angegriffen werden sollten. Für vier volle Stunden feuerten beide Zerstörer auf Radarziel und die Beobachter berichteten visuellen Kontakt mit mindestens zwei Torpedobooten gehabt zu haben. Gegen 16:00 Uhr war ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug in der Luft und suchte in dem Zielgebiet in dem die beiden Zerstörer angeblich zwei Schnellboote versenkt hätten. Nur gab es dort weder Trümmer noch tote Besatzungsmitglieder der Nordvietnamesen oder andere Beweise eines Angriffs zu sehen. In Washington unterdessen verhandelte US Präsident Johnson mit seinem US Verteidigungsminister Robert Strange McNamara ( 9. Juni 1916 – 6. Juli 2009 ) über das weitere politische Vorgehen. Wenige Stunden später gab US Präsident Johnson den Befehl zu Vergeltungsschlägen mit Luftangriffen auf nordvietnamesischen Hafenanlagen und Flugabwehrstellungen. Später, im Jahre 2001, stellte sich durch eine Untersuchung heraus, dass NSA Mitarbeiter den Bericht über den zweiten Angriff gefälscht hätten um eigene zuvor gemachte Fehler zu vertuschen. Bis zum 23. August 1964 beteiligte sich die USS MADDOX noch an der Operation „DESOTO“. Commander Herbert Leakin Ogier, Jr. wurde am 25. August durch Commander A. C. Lassiter Jr. ( 21. Oktober 1925 – 28. Juli 2007 ) vom Kommando über den Zerstörer abgelöst und der Zerstörer fuhr zurück an die Westküste der USA. Nach der Ankunft in Long Beach blieb die USS MADDOX bis Mitte Januar 1965 im Hafen liegen und man unterzog das Schiff einer Überholung. Die Schiffsbesatzung erhielt bis auf eine kleine Besatzung Urlaub. Ab Januar 1965 nahm der Zerstörer an Übungen entlang der Westküste wieder teil und Reparaturen wurde durchgeführt. Dies waren die Vorbereitungen auf den nächsten Einsatz im Westpazifik. Am 10. Juli legte das Schiff in Long Beach ab und befand sich Anfang August bei den Schnellen Flugzeugträgern im Golf von Tonkin. In den folgenden vier Monaten wechselte die USS MADDOX ihre Pflichten gegenüber den Trägern mit dem Geschützfeuer als Unterstützungsmission vor der Küste Südvietnams auf Ziele der Nordvietnamesen. Ende November war das Depmoyment wieder beendet und der Zerstörer fuhr zurück zu seinem Heimathafen. In Long Beachlegte er am 16. Dezember an. Nach einer erneuten Zeit der Pflege des Schiffes und lokalen Übungen vor der kalifornischen Küste, übernahm der Zerstörer im Sommer 1966 eine Ausbildungsfahrt für US Navy Kadetten. Diese Fahrt führte das Schiff bis nach Pearl Harbor. Am 20. November legte der Zerstörer in Long Beach wieder ab für seinen nächsten Einsatz vor der vietnamesischen Küste. Auf der Fahrt dorthin legte das Schiff in Pearl Harbor, Midway, Guam und Taiwan an. Nach einem erfolgreichen Einsatz, der hauptsächlich davon geprägt war Küstenstellungen der nordvietnamesischen Armee zu bombardieren, fuhr die USS MADDOX nach Singapur und überquerte danach am 8. Februar 1967 den Äquator. Nach einem Aufenthalt in der Subic Bay, Philippinen fuhr der Zerstörer wieder nach Hause. Dazu besuchte er einige Häfen in Australien und Neuseeland. Von Pearl Harbor fuhr dann das Schiff direkt an die kalifornische Küste zurück. In Long Beach legte die USS MADDOX dann am 7. Juni 1967 an. Von dort aus beteiligte sich das Schiff wieder an lokalen Operationen und fuhr dann am 13. Oktober in die Long Beach Naval Shipyard zur Überholung. Diese dauerte bis zum Februar 1968. Nach einigen Ausbildungsfahrten legte der Zerstörer am 5. Juli wieder ab und fuhr in den Westpazifik. Erst im Dezember 1968 kehrte der Zerstörer in seinen Heimathafen zurück wo er sich einer erneuten Überholung und Instandhaltung unterziehen musste. Im Jahre 1969 stellte man das Schiff außer Dienst und überstellte es der Naval Reserve Force. Am 2. Juli strich man den Namen des Zerstörers von der US Navy – Liste und am 6. Juli 1972 übergab man das Schiff der taiwanesischen Marine. Dort benannte man den Zerstörer in ROCS Po Yang ( DD-10 ) um. Erst 1985 wurde es dort außer Dienst gestellt und verschrottet.


USS MADDOX ( DD-731 )
Commanding Officer

CDR James Sturgis Willis         2. Juni 1944 – 27. Januar 1945
CDR Selby Krauss Santmyers         27. Januar 1945 – 28. März 1947
CDR Richard Drury Harwood         28. März 1947 – 7. Mai 1948
CDR Douglas G. Anstett         7. Mai 1948 – 11. Juli 1948
CDR Carleton Edgar Mott         11. Juli 1948 – 22. Juli 1949
CDR Preston Bennett Haines Jr.       22. Juli 1949 – 22. Oktober 1951
CDR Hugh Allen Hanna         22. Oktober 1951 – 16. Dezember 1953
CDR Edwin H. Keifer           16. Dezember 1953 – 1. Oktober 1955
CDR William E. Norrington         1. Oktober 1955 – 21. Oktober 1957
CDR James Mumford Ashley Jr.         21. Oktober 1957 – 7. Januar 1960
CDR James Abner Payne        7. Januar 1960 – 1. Juli 1961
CDR Dixon Lademan         1. Juli 1961 – 23. November 1962
CDR Herbert Leakin Ogier Jr.        23. November 1962 – 25. August 1964
CDR A. C. Lassiter Jr.        25. August 1964 – 11. September 1965
CDR Thomas Howard Mc Glaughlin         11. September 1965 – 29. September 1967
CDR John Geis Shaw         29. September 1967 – 23. Mai 1969
CDR Daniel Thomas Bridge          23. Mai 1969 – 15. September 1970
CDR Homer Omans Mains Jr.           15. September 1970 – 16. Juni 1972
LCDR Richard J. Ference           16. Juni 1972 – 2. Juli 1972

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