USS CAPPS ( DD-550 )

USS CAPPS ( DD-550 )

Biografie

Washington Lee Capps
* 31. Januar 1864 in Portsmouth, Virginia
† 31. Mai 1935 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Spanisch-Amerikanischen Krieg und dem Ersten Weltkrieg

Im Jahre 1884 schloss Lee Washington Capps sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis ab un d erhielt den Rang eines Midshipman verliehen. Man versetzte ihn an Bord der Schraubenfregatte USS TENNESSEE ( 1865 ) auf der er die ersten zwei Jahre Dienst auf See ausübte wo man sich üblicherweise entscheiden konnte ob man die Offizierslaufbahn einschlagen möchte. Nachdem Capps im Jahre 1886 zum Ensign befördert wurde, reiste er nach Schottland wo er an der Universität von Glasgow ein Studium der Marinearchitektur begann. Zwei Jahre später kehrte Capps in die Vereinigten Staaten zurück wo man ihn zum Assistenten des Naval Contractors ernannte. Nur für wenige Tage versah er deshalb seinen Dienst im Marineministerium um dann an die Werft von William Cramp and Sons in Philadelphia, Pennsylvania zu wechseln wo er bessere Einblicke in seinem Fachgebiet erhielt. Doch schon im Jahre 1889 versetzte man Capps an die New York Navy Yard von wo er 1892 in das Bureau of Construction and Repair wechselte. Drei Jahre später versetzte man Capps an die Union Iron Works in San Francisco wo er dem leitenden Konstrukteur unterstellt wurde. In San Francisco betreute er persönlich den Bau der Schlachtschiffe USS OREGON ( BB-3 ) und USS WISCONSIN ( BB-9 ) sowie dem Torpedoboot USS FARRAGUT ( TB-11 ) und den Kanonenbooten USS MARIETTA ( PG-15 ) und USS WHEELING ( PG-14 ). Nachdem sich im Jahre 1898 die Ereignisse mit Spanien immer weiter zuspitzten, verlegte man Capps zum asiatischen Geschwader das von Commodore George Dewey ( 26. Dezember 1837 – 16. Januar 1917 ) kommandierte. Er befand sich mit auf dem Flaggschiff des Commodore als die Schlacht in der Manila Bay gegen die spanische Flotte tobte. Nach der Einnahme von Manila, Philippinen und dem Ende des Krieges wurden unter der Aufsicht von Capps drei der versenkten spanischen Kriegsschiffe gehoben und wieder repariert. Kurz darauf kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück und verbrachte zwei Jahre im Bureau of Inspection Survey. Danach kehrte Capps wieder an die New York Navy Yard zurück wo er der Leiter der Bau- und Reparaturabteilung war. Im Jahre 1903 ernannte man Capps zum Konstrukteur der US Navy sowie zum Chef aller Büros der Bau- und Reparaturabteilungen in allen Werften der USA. Dafür erhielt er den Rang eines Rear Admiral verliehen. Diese Position behielt er bis 1910 und übergab sie an Rear Admiral David Watson Taylor ( 4. März 1864 – 28. Juli 1940 ). Während seiner Dienstzeit als Chefkonstrukteur der US Navy ließ Capps zahlreiche neue Ideen im Kriegsschiff Design testen und verabschieden. Zu seinen bemerkenswertesten Innovationen war die Entscheidung, die Hauptbatterien auf den Schlachtschiffen auf der gedachten Mittellinie zu montieren wodurch eine komplette Breitseite mit einem Maximum an Feuerkraft verschossen werden kann. Außerdem war Capps einer der führenden Kräfte die die Verbesserung der US Navy und die Einführung neuer Sicherheitsmaßnahmen auf See durchsetzten. Damit wollte man der Wiederholung einer Katastrophe wie den Untergang der RMS TITANIC am 14. April 1912 entgegen wirken. Daneben wurden amerikanische und internationale Gremien zu solch einem Zwecke eingerichtet. Im Ersten Weltkrieg war Admiral Capps ein hochrangiges Mitglied des Navy Compensation Board die die Kosten des erweiterten Schiffsakquisitionsprogramms beaufsichtigten. Nebenbei diente Capps auch als General Manager für die United States Shipping Board Merchant Corporation. Seine schlechte Gesundheit zwang Capps allerdings dazu für einige Zeit sich diesen Aufgaben fern zu halten. Nach dem Krieg kehrte Capps in all seine Positionen zurück, wurde der Senior des Naval War Claims Board und diente noch in weiteren Gremien und Ausschüssen. Man versetzte Rear Admiral Capps am 31. Januar 1928 in den Ruhestand, jedoch blieb er bis zu dem Tage seines Todes am 31. Mai 1935 im aktiven Dienst. Man begrub seinen Leichnam auf dem Arlington Nationalfriedhof.

Zu Ehren von Rear Admiral Washington Lee Capps wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS CAPPS ( DD-550 ) aus der FLETCHER – Klasse.
Das zweite Schiff war das Transportschiff USS ADMIRAL W E CAPPS ( AP-121 ) aus der ADMIRAL W S BENSON – Klasse.


USS CAPPS ( DD-550 )

Schiffsbiografie

Die USS CAPPS ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Washington Lee Capps benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das siebenundsechzigste Schiff der FLETCHER – Klasse.
Auf der Gulf Shipbuilding Corporation in Chickasaw, Alabama wurde am 12. Juni 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. C. G. Stokes taufte am 31. Mai 1942 das Schiff vor dem Stapellauf. Lieutenant Commander Bruce Edward Scofield Trippensee stellte am 23. Juni 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Man versetzte den Zerstörer zur Atlantikflotte.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt legte der Zerstörer im Hafen von New York an. Dort erhielt das Schiff neue Instruktionen. Zusammen mit einem Konvoi legte der Zerstörer in New York am 7. September ab. Die USS CAPPS und die Schiffe des Konvois erreichten den Hafen von Scapa Flow, Schottland am 17. September wo sie in die britische Home Fleet eingegliedert wurden. In der gemischten Angriffsflotte von amerikanischen und alliierten Schiffen befand sich auch der Flugzeugträger USS RANGER ( CV-4 ), der Schwere Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ), die Zerstörer USS CAPPS, USS CORRY und 10 weitere amerikanische und britische Zerstörer, die britischen Schlachtschiffe HMS DUKE of YORK ( 17 ) und HMS ANSON ( 79 ) und der Schwere britische Kreuzer HMS BELFAST( C35 ). Nach einem kurzen Manöver legte die Flotte am 3. Oktober in Scapa Flow ab und es begann die Operation Leader. Die Schiffe überquerten dafür den Polarkreis und griffen den norwegischen Hafen Bodø an, wo man deutsche Frachtschiffe mit Kohle und Eisenerz belud. Die dort an den Piers liegenden Schiffe und die Hafenanlagen wurden zerstört. Alle Schiffe dieser Flotte erreichten danach unversehrt den Hafen von Scapa Flow obwohl sie von deutschen Flugzeugen angegriffen wurden. Nach einer kurzen Ruhepause legte die USS CAPPS und drei andere Zerstörer am 7. Oktober wieder ab und fuhren nach Gibraltar. Dort warteten zwei britische Kriegsschiffe und zwei Flugzeugträger. Die Zerstörer eskortierten diese vier Schiffe nach Scapa Flow womit sich die Home Fleet weiter vergrößerte. Diese gesamte Flotte legte am 29. Oktober wieder ab und eskortierte einen Schiffskonvoi in den sowjetischen Hafen Murmansk. Gleich nach der Übergabe der Frachtschiffe begann die Home Fleet bis zum 8. November eine Jagd auf die deutschen Großkampfschiffe TIRPITZ und SCHARNHORST die sich in Nordskandinavien aufhalten sollten.
Die USS CAPPS verließ am 22. November 1943 den Hafen von Scapa Flow und fuhr nach Boston, Massachusetts wo der Zerstörer am 4. Dezember anlegte. Nachdem man die Ausrüstungsarbeiten für den Zerstörer abgeschlossen hatte, legte das Schiff wieder ab und fuhr in Richtung Süden. Zwanzig Tage nach seiner Ankunft in Boston, legte die USS CAPPS in New Orleans, Louisiana an. Dort wartete ein Truppenkonvoi der nach Pearl Harbor begleitet werden musste. Bis hierhin hatte ihn der Zerstörer USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) begleitet und blieb auch dabei. Anfang Januar 1944 legten die Schiffe in New Orleans ab, durchquerten den Panamakanal und erreichten am 20. Januar den Hafen von Pearl Harbor. Dort war man gerade dabei einen Konvoi zusammen zu stellen der zu dem Atoll Funafuti begleitet werden musste. Dort löste sich der Zerstörer von dem Konvoi und führte Patrouillenfahrten vor den Gilbert Inseln Tarawa und Makin und bei den Marshall Islands vor dem Kwajalein Atoll durch. Im Februar bekam aber die USS CAPPS Probleme mit ihrem Dampfkessel. Das Schiff kehrte in die San Francisco Naval Shipyard zurück wo dieser Kessel bis zum April repariert wurde. Der Zerstörer erreichte am 23. April das Korallenatoll von Majuro. Dort erhielt das Schiff die Aufgabe U-Boot und Fliegerabwehrpatrouillen bis zum Mai 1944 in diesem Gebiet zu fahren. In diesem Monat übergab man der USS CAPPS einen Konvoi der nach Pearl Harbor begleitet werden sollte. Nachdem der Zerstörer Anfang Juni das Korallenatoll Eniwetok erreicht hatte, versetzte man das Schiff zur Task Force 50 zur Unterstützung der Invasion der Marianen. Die Operation lief unter dem Codenamen „Forager“. Am 14. Juni erreichte der Zerstörer die Schiffe der TF 50 und am folgenden Tag begann die Schlacht um Saipan. Die USS CAPPS und die USS DAVID W TAYLOR hatten dabei die Aufgabe übernommen den Luftraum zu überwachen und U-Boot-Patrouillen zu fahren damit die anderen Schiffe der Task Force sich auf den Angriff konzentrieren konnten. Beide Schiffe patrouillierten vor den Inseln Saipan, Tinian und später Guam. Die Schlacht um Saipan endete am 9. Juli. Die TF 50 blieb aber in ihrem Einsatzgebiet dort und unterstützte nun auch die Schiffe de 5. US Flotte bei den Angriffen auf die anderen Inseln. So begann die Schlacht um Tinian, die wenige Meilen südlich von Saipan liegt, am 24. Juli und endete am 1. August. Die Schlacht um Guam begann am 21. Juli und endete am 10. August. Die USS CAPPS blieb noch in ihrem Einsatzgebiet, da war die Schlacht um Guam schon beendet. Der Zerstörer fuhr dann nach Eniwetok zurück wo er am 15. August anlegte. Kurz darauf versetzte man das Schiff zur 3. US Flotte wo es in die Task Group 30.8 integrierte. In dieser Task Group befanden sich Öltanker und Geleitflugzeugträger die bewacht werden mussten. Kommandiert wurde diese TG von Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ). Die Geleitflugzeugträger der Task Group waren USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Flottenöltanker waren USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ). Begleitet wurden diese Schiffe von den Geleitzerstörern USS KYNE ( DE-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WYMAN ( DE-38 ), USS WEAVER ( DE-741 ) und USS LAMONS ( DE-743 ). Zur Absicherung all dieser Schiffe waren neben der USS CAPPS und der USS DAVID W TAYLOR die Zerstörer USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS HALL ( DD-583 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ) anwesend. Am 26. August 1944 verließen die Zerstörer Eniwetok und begleitete die Flottenöltanker nach Manus. Diese Insel gehört zu den Admiralitätsinseln von Papua Neuguinea und die Schiffe erreichten sie am 31. August. Die Operation „Stalemate II“ begann am 6. September zur Eroberung der Palau Inseln Peleliu und Angaur. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte zu betanken. Am 3. Oktober war diese Operation beendet und es schloss sich sofort die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Dafür pendelten die Öltanker der Task Group ab dem 4. Oktober von Manus aus zu den einzelnen Task Groups der Task Force 38 um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen mit dabei. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa durch geführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3 die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Am 16. November wurden die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.4 betankt. Am 18. November folgten weitere Schiffe vor dem Angriff auf die Manila Bay sowie dem Angriff auf den zentralen und südlichen Bereich von Luzon. Genau das gleiche geschah am 21. November wieder für die Schiffe der TG 38.1 und der TG 38.2. Die USS CAPPS und die USS DAVID W TAYLOR wechselten am 22. November zur Task Force 38 und übernahmen dort in der Manila Bay die Luftraumüberwachung für eine Flugzeugträgergruppe. Diese musste sich am 25. November während des Angriffes auf Manila mehreren Kamikazeluftangriffen erwehren. Noch am selben Tag wurden die japanischen Streitkräfte besiegt und die Operation „King II“ beendet. Die USS CAPPS blieb in der Task Force 38. Am 27. November wurde die Insel Ulithi erreicht wo sich die Mannschaften etwas erholen konnten. Die Operation „Love III“ begann am 10. Dezember. Während dieser Operation sollte wieder die philippinische Insel Luzon angegriffen werden. USS CAPPS verließ mit den anderen Schiffen der Task Force an diesem Tage Ulithi. Der Zerstörer war für die Luftraumüberwachung eingeteilt worden. Drei Tage später begannen schwere Luftangriffe und Artilleriebeschuss auf die japanischen Stellungen auf Mindoro und Luzon. Gleichzeitig musste aber die TG 38.1 von den Öltankern der TG 30.8 betankt werden. Auf Mindoro landeten am 15. Dezember amerikanische Truppen. Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ), Kommandant der 3. US Flotte, befehligte ab dem 16. Dezember ein allgemeines Betanken der Schiffe des Verbandes. Die Treibstoffübergabe sollte außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge vonstatten gehen. Und so fuhr die TF 38 von Luzon aus rund 300 Seemeilen nach Osten. Dort sollten sich die Schiffe der Task Group 30.8 aufhalten. In der Task Force befanden sich insgesamt sieben Flugzeugträger, sechs Leichte Flugzeugträger, acht Schlachtschiffe, vier Schwere und elf Leichte Kreuzer sowie fünfzig Zerstörer. Die Treibstofftanks der meisten Zerstörer waren nur noch mit rund 15% Treibstoff gefüllt. Die erste Meldung für einen heraufziehenden Sturm erreichte den Wetterdienst der US Navy am 14. Dezember nachdem ein Pilot etwa 60 Seemeilen südöstlich von Samar eine Tropische Störung meldete. Commander G. F. Kosco, der zuständige meteorologische Offizier der 3. US Flotte, vermutete am 17. Dezember diesen heraufziehenden Sturm etwa 450 Seemeilen weiter östlich des Verbandes. Nachdem an diesem Tag der Kampfverband und der Logistikverband aufeinandertrafen begann man sofort mit der Treibstoffübergabe. Trotz unruhiger See und Windstärke 8 konnten einige Schiffe erfolgreich Treibstoff übernehmen. Doch dann scheiterten weitere Versuche da die Treibstoffschläuche rissen und die Schiffe in der rauer werdenden See zu kollidieren drohten. Kurz nach Mittag wurden alle Betankungsversuche abgebrochen und die Schiffe sollten sich weiter nordwestlich wieder sammeln damit am nächsten Morgen die Betankung fortgeführt werden sollte. In der Nacht zum 18. Dezember behielt die 3. US Flotte ihren Nordwestkurs bei. Dabei gab es keine Anzeichen das die Flotte direkt in den Sturm fuhr. Erst in den Morgenstunden mehrten sich diese. Das Barometer fiel und der Wind steigerte sich auf 30 Knoten. Gegen 10:00 Uhr lag die Windgeschwindigkeit bei 43 Knoten und das Barometer fiel rasant ab. Kurz nach 11:00 Uhr sank die USS SPENCE und die USS HULL. Eine halbe Stunde später die USS MONAGHAN. Insgesamt wurden neun weitere Schiffe schwer und neunzehn Schiffe zum Teil leicht beschädigt. Am Morgen des 21. Dezember fuhren die Schiffe der Task Force 38 zu ihrem Stützpunkt nach Ulithi zurück wo die Schäden durch den Sturm behoben und die Besatzungen sich erholen konnten. Unterwegs wurden sie betankt und erreichten Ulithi am 24. Dezember 1944. Die USS CAPPS erlitt durch den Taifun Cobra keinen Schaden. Man übertrug dem Zerstörer die Aufgabe für den folgenden Monat zwischen Saipan, Guam, Eniwetok und Ulithi den Luftraum zu überwachen, vor feindlichen U-Booten zu warnen und Konvois in diesem Gebiet zu eskortieren. Am 1. Februar 1945 fuhr das Schiff nach Ulithi wo die Schiffsbesatzung in den folgenden vierzehn Tagen mit Underwater demolition teams ( UDT´s ) für die Invasion von Iwo Jima trainierten. Die USS CAPPS legte am 14. Februar in Ulithi ab und erreichte zwei Tage später Iwo Jima. Dort begann der Zerstörer ein intensives Bombardement auf alle in Ufernähr befindlichen japanischen Stellungen. Während dessen landeten die UDT´s Teams an und begannen mit ihren Arbeiten zur Beräumung von Minenfeldern, Stacheldraht- und Panzersperren. Außerdem bereiteten diese Teams den Strand zur Anlandung der amphibischen Schiffe vor. Drei Wochen dauerten diese Arbeiten. In diese Zeit feuerte die USS CAPPS über 2.600 Granaten auf Höhlen und Berghänge der hartnäckig verteidigten Insel. Fast jede Nacht mussten die Flakgeschützmannschaften ihre Arbeit verrichten um Luft- und Bombenangriffe auf das Schiff abzuwehren. Außerdem mussten die anderen Besatzungsmitglieder in jeder Nacht für die am Strand arbeitenden UDT´s Teams ein konstantes Beleuchtungsfeuer halten damit auch jeder eventuelle Überraschungsangriff von Land aus vereitelt werden konnte. Am Morgen des 1. März gegen 2:45 Uhr unterstützte die USS CAPPS den Zerstörer USS TERRY ( DD-513 ), der zur Task Force 54 gehörte, bei einer Suche nach einem japanischen U-Boot in ihrem Bereich. Dabei konnte sich in niedriger Flughöhe ein feindliches Flugzeug unbemerkt von Steuerbord aus anschleichen. Ungefähr 1000 Meter vor der USS TERRY ließ dessen Pilot ein Torpedo ins Wasser und entkam. Durch die hohe Geschwindigkeit des Zerstörers verpasste der Torpedo das Schiff um 50 Meter. Gegen 7:20 Uhr umrundeten beide Zerstörer Kitano Point im Norden von Iwo Jima um auf ihre Position zurück zu kehren. In diesem Moment begann eine feindliche Küstenbatterie auf beide Schiffe zu feuern. Die USS TERRY erhielt dabei einen Volltreffer auf dem Steuerbordhauptdeck. Dadurch fielen der Steuerbordmotor, die Lenksteuerung und die Telefonanlage aus. Die USS CAPPS schleppte das havarierte Schiff in einen Sicherheitsbereich im Süden der Insel wo man sofort mit der Notreparatur begann. Die USS CAPPS kehrte auf ihre Position zum Feuerschutz für die UDT´s zurück. Schon nach wenigen Tagen waren die Arbeiten beendet und die USS CAPPS fuhr nach Ulithi zurück. Dort versetzte man den Zerstörer in die Task Force 54. Innerhalb dieser Task Force war das Schiff mit der Task Undergroup 54.1.2, in der sich acht Geleitflugzeugträger befanden, für die Invasion von Okinawa vorgesehen. Dafür begann am 11. März vor Ulithi ein Trainingsmanöver das zehn Tage später abgeschlossen war. Die TU 52.1.2 begleitete noch am selben Tag die Schlachtschiffe aus der Task Group 54.1 in Richtung Okinawa. Das Zielgebiet erreichten beide TG am nächsten Tag. Am 25. März begann die Invasion auf die Kerama Retto Inseln die rund 20 Seemeilen südwestlich von Okinawa lagen. Schon zwei Tage später lagen die Schiffe vor Okinawa und begannen dort ihren Angriff. Bis zum 28. Mai blieb die USS CAPPS dort, bewachte die Geleitflugzeugträger, fuhr durch vermiete Gewässer südlich der Ryukyu Inseln, rettete abgeschossene Piloten und wehrte Kamikaze Angriffe ab. Obwohl am 3. April in der Nähe der USS CAPPS ein Kamikazeflugzeug explodierte, erlitt das Schiff keinen Schaden und konnte seinen gestellten Aufgaben bis zum Schluss nachkommen. Am 28. Mai versetzte man den Zerstörer wieder zur 3. US Flotte wo er zur Task Group 32.1 gehörte. Dort übernahm das Schiff wieder die Aufgaben der Luftüberwachung und der U-Boot Aufklärung vor Okinawa. Bis Ende Juni blieb die US CAPPS dort. Dann wurde das Schiff zur Überholung an die kalifornische Küste entsandt. In der Werft von San Pedro legte der Zerstörer am 9. Juli 1945 an. Bis in den September zogen sich die Arbeiten an dem Schiff. Man verlegte es nach Long Beach, Kalifornien wo es am 15. Januar 1947 außer Dienst gestellt wurde und man es in die Reserveflotte versetzte.
Am 15. Mai 1957 übergab man den Zerstörer durch das Military Assistance Program an Spanien wo er den Namen SPS LEPANTO ( D21 ) erhielt. Die US Navy strich am 1. Oktober 1972 den Namen USS CAPPS ( DD-550 ) von der US Navy – Liste. Die spanische Marine stellte am 31. Dezember 1985 den Zerstörer außer Dienst und ließ ihn verschrotten.


USS CAPPS ( DD-550 )
Commanding Officer

LCDR Bruce Edward Scofield Trippensee      23. Juni 1943 – Oktober 1944
CDR James M. Wood       Oktober 1944 – 6. November 1945
LT J. W. Robertson        6. November 1945 – Januar 1946
LCDR Joseph Henry Laliberte        Januar 1946 – Juni 1946

Commanding Officers under Spanish Command
Dank an Fabio Peña aus dem spanischen Marineministerium, Gabinete del AJEMA
CdF Jose L. Rodriguez Rodriguez de Torres   15. Mai 1957 – 18. Juli 1959 (erreichter Rang VADM)
CdF Guillermo Carrero Carre      18. Juli 1959 – 28. September 1960
CdF Pedro Aznar Ardois      28. September 1960 – 28. August 1962
CdF Saturnino Suanzes de La Hidalga    28. August 1962 – 21. März 1964 (erreichter Rang ADM)
CdF Carlos Campos Arias      21. März 1964 – 5. Juni 1965
CdF Evaristo Diaz Rodriguez      5. Juni 1965 – 25. Oktober 1967
CdF Jose Manuel Sevilla Gonzalez        25. Oktober 1967 – 5. Oktober 1968
CdF Jose Reinoso Martinez      5. Oktober 1968 – 8. Mai 1970
CdF Jacinto Maria Garau Cabrer      8. Mai 1970 – 25. Juni 1971 (erreichter Rang RADM)
CdF Tomas Gomez Arroyo       25. Juni 1971 – 8. August 1972 (erreichter Rang VADM)
CdF Carlos Lamas Montes       8. August 1972 – 14. Januar 1974
CdF Jose Vallarino Seris-Granier       14. Januar 1974 – 14. Juli 1975
CdF Mariano Herranz Perruca        14. Juli 1975 – 25. Juni 1977
CdF Enrique Sepulveda Arvez        25. Juni 1977 – 19. Dezember 1978
CdF Antonio Lopez-Ceron Fernandez de Alarcon 19. Dezember 1978 – 19. Dezember 1979
(erreichter Rang RADM)
CdF Jaime de Inclan Giraldo     19. Dezember 1979 – 20. Dezember 1980 (erreichter Rang ADM)
CdF Alfonso Moreno Aznar        20. Dezember 1980 – 21. Dezember 1981
CdF Manuel Cerdido Ferrer         21. Dezember 1981 – 7. Juli 1983
CdF Emilio Laencina Macabich     7. Juli 1983 – 14. Dezember 1984 (erreichter Rang VADM)
CdF Carlos Sanchez de Toca Acebal 14. Dezember 1984 – 31. Dezember 1985 (erreichter VADM)

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