USS HAROLD J ELLISON ( DD-864 )

USS HAROLD J ELLISON ( DD-864 )

Biografie

Harold John Ellison
* 17. Januar 1917 in Buffalo, New York
† 4. Juni 1942 im Pazifik während der Schlacht um Midway
war ein Marineflieger und Mitglied des Torpedo Squadron 8, die komplett von den Japanern während der Schlacht um Midway abgeschossen wurden

Ellison ernannte man zum Ensign am 20. Oktober 1941 nach seiner bestandenen Flugausbildung. Bald darauf meldete er sich an Bord des Flugzeugträgers USS HORNET ( CV-8 ) bei Squadron 8. In der entscheidenden Schlacht um Midway am 4. Juni 1942 war Ellison mit einem Douglas TBD-1 Devastator Torpedobomber auf Erkundungsflug um mit seinen Kameraden einen Torpedoangriff auf japanische Schiffe zu fliegen. Sie hatten keine Abfangjäger dabei und sie wussten, dass nicht genügend Treibstoff in ihren Tanks war um zur USS HORNET zurück zu kehren. Kein Torpedo fand sein Ziel und alle Geschwader Flugzeuge wurden bei diesem ersten Angriff von den Japanern abgeschossen. Die Torpedo Squadron 3, Torpedo Squadron 6 und die Torpedo Squadron 8 existierten nach diesem Angriff nicht mehr. Durch diesen Angriff lockte die Staffeln der Amerikaner die japanischen Stukas von ihren Flugzeugträgern weg und die nächsten Wellen von US Navy Sturzkampfbombern konnten die japanischen Flugzeugträger angreifen und vernichteten. Durch die Heldentat von Ensign Ellison konnte die Schlacht um Midway von den Amerikanern gewonnen werden.

Ensign Ellison wurde am 5. Juni 1942 als „Tot“ erklärt.
Er erhielt posthum das Navy Cross für seine Tapferkeit bei Midway.

Zwei Schiffe sollten den Namen zu Ehren von Ensign Harold John Ellison bei der US Navy tragen.
Das erste Schiff war der Geleitzerstörer USS HAROLD J ELLISON ( DE-545 ) aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Das zweite Schiff der Zerstörer USS HAROLD J. ELLISON ( DD-864 ) aus der GEARING – Klasse.


USS HAROLD J. ELLISON ( DD-864 )

Schiffsbiografie

Die USS HAROLD J ELLISON ( DD-864 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Harold John Ellison den Namen tragen sollte, aber das einzige das nach ihm benannt worden ist.
Der Zerstörer war das zweiundsiebzigste Schiff aus der GEARING – Klasse.
s40002Auf der Bethlehem Steel Corporation in Staten Island, New York legte man am 3. Oktober 1944 den Kiel des Schiffes. Mrs. Audrey Ellison, Witwe von Ensign Harold John Ellison, taufte den Zerstörer am 14. März 1945 vor dem Stapellauf. Commander Jerry Curtis South stellte das unter seinem Kommando stehende Schiff am 23. Juni 1945 in den Dienst der US Navy.
Obwohl die USS HAROLD J ELLISON für die Pazifische Flotte vorgesehen war und sich am Endkampf gegen Japan zu beteiligen sollte, vollendete man die umfassenden Erprobungs- und Ausbildungsfahrten in Ruhe. Am 15. August 1945 war der Zerstörer Einsatzbereit. Der Heimathafen des Schiffes war Norfolk, Virginia. In den folgenden zwei Jahren nahm der Zerstörer an U-Boot Abwehrübungen im Atlantik und in der Karibik teil. Außerdem nahmen auf dem Schiff in den Jahren 1946 und 1947 über 300 Navy Reservisten an Kreuzfahrten teil. In diesen beiden Jahren wurden die Häfen von Trinidad; Kingston, Jamaika; New York; in der Casco Bay, Maine; Guantanamo Bay, Kuba; Hamilton, Bermuda; New Orleans, Louisiana; Charleston, South Carolina; Washington DC und noch weitere angelaufen. Die USS HAROLD J ELLISON legte am 10. November 1947 in Norfolk ab um ab diesem Zeitpunkt regelmäßige Kreuzfahrten im Mittelmeer durchzuführen. Auf dem Weg quer über den Atlantik geriet der Zerstörer am folgenden Tag in einen Sturm. Mit 70 Knoten tobte der Wind. Das Deck und die Aufbauten des Schiffes wurden ständig überspült. Alles an Deck und unter Deck musste festgezurrt werden. Neun Tage lang tobte der Sturm. Mit der Einfahrt in das Mittelmeer bei Gibraltar war die See mit einem Male ganz ruhig. Der Zerstörer schloss sich für die folgenden vier Monate der 6. US Flotte an und führte mehrere Operationen durch um die Interessen der USA in diesem Teil der Welt zu sichern. Dafür besuchte die USS HAROLD J ELLISON unter anderen den marokkanischen Hafen Tanger, die italienischen Häfen Taranto und Neapel, die griechischen Häfen von Athen, Korfu, Leros und Saloniki den Hafen von Malta und den Libyschen Hafen Tripolis. Im März 1948 legte der Zerstörer wieder in seinem Heimathafen an. Dem Schiff übertrug man wieder Aufgaben der Ausbildung von Navy Reservisten. s40004Dabei gehörte dabei es dem Zerstörergeschwader 4 in der Zerstörer Division 42 an. Dann musste die Mannschaft der USS HAROLD J ELLISON selber zeigen was sie konnte. Vor Bloodsworth Island, einer Insel in der Chesapeake Bay, südlich von Dorchester County, Maryland, mussten Schießübungen auf Ziele in Ufernähe durchgeführt werden. Die Mannschaft schloss mit einem „Sehr Gut“ ab. Nach einer Überholung in der Boston Navy Yard fuhr der Zerstörer für eine sechswöchige Ausbildungszeit in die Guantanamo Bay, Kuba. Danach war das Schiff für seinen nächsten Einsatz an die Küste Europas bereit. Zusammen mit dem Schwesterschiff USS GYATT ( DD-712 ) gliederte man die USS HAROLD J ELLISON in den nordeuropäischen militärischen Großverband der US Navy im europäischen Raum ein. Das Kommando über diesen Verband führte Admiral Richard Lansing Connolly ( 26. April 1892 – 1. März 1962 ). Der Titel dieses Kommandos lautete Commander-in-Chief US Naval Forces Eastern Atlantik and Mediterranean ( CINCNELM ). Nachdem noch keine fünf Monate verstrichen waren, hatten beide Zerstörer über 25.000 Meilen zurück gelegt um die Entschlossenheit der Amerikaner den Europäern zu zeigen. Dabei wurden die Häfen von England, Schottland, Irland, Frankreich, Dänemark, Niederlande, Portugal und der Bundesrepublik Deutschland angelaufen. Ein kurzer Aufenthalt musste in Casablanca gemacht werden, da man vergeblich versucht hatte die Piloten eines abgestürzten B-29 Bombers zu bergen.
Der Chief of Naval Operations, Admiral Louis Emil Denfeld ( 13. April 1891 – 28. März 1972 ), verlieh am 1. Juli 1949 dem Schiff den Battle Efficiency Award.
Im Spätsommer und Herbst 1949 wurden wieder Reservisten Ausbildungen durchgeführt. Diesmal waren es Anti-Submarine Übungen. Anfang Dezember beteiligte sich der Zerstörer unter winterlichen Bedingungen mit den Schiffen der 2. US Flotte an einem dreiwöchigen Manöver in der Arktis. Am 6. Januar 1950 befand sich die USS HAROLD J ELLISON wieder in wärmeren Gefilden und begann seine nächste Mittelmeerkreuzfahrt. Dabei besuchte der Zerstörer unter anderen die Häfen von Beirut, Triest und Istanbul. In seinem Heimathafen legte das Schiff am 2. Juni wieder an und begab sich gleich danach in die Portsmouth Naval Shipyard wo es sich einer drei Monate dauernden regulären Überholung unterziehen musste. Nach dem Abschluss dieser Arbeiten fuhr der Zerstörer für Auffrischungskurse wieder in die Guantanamo Bay. Diese dauerten fünf Wochen. Am 10. Januar 1951 legte die USS HAROLD J ELLISON in Norfolk wieder ab für ihre vierte Kreuzfahrt im Mittelmeer und in europäischen Gewässern. Nach zwei Monaten im Mittelmeer begleitete den Zerstörer das Schwesterschiff USS PERRY ( DD-844 ) auf der Kreuzfahrt zu den Häfen von England, Schottland und der Bundesrepublik Deutschland. Geschuldet wegen eines möglichen militärischen Konfliktes in Europa, musste die Mannschaft des Zerstörers in ständiger Alarmbereitschaft sein. Am 17. April forderte die Royal Navy die Hilfe der USS HAROLD J ELLISON und der USS PERRY sowie weiterer Schiffe der NATO an. Ihr U-Boot HMS AFFREY ( P-421 ) hatte am Vortage gegen 16:00 Uhr von seiner Heimatbasis abgelegt. Es sollte eine Kriegsimulierende Übung durchgeführt werden. An Bord des U-Bootes befanden sich nur 50 der 61 Besatzungsmitglieder. Zusätzlich befanden sich aber zur Ausbildung mehrere Offiziere an Bord. Etwa 21:00 Uhr meldete sich der Kommandant des U-Bootes mit seiner Position, dem Kurs und der Geschwindigkeit und meldete die Vorbereitungen zum Tauchen. Um 8:00 Uhr des 17. April erfolgte kein weiterer Bericht. Die Suche nach dem vermissten britischen U-Boot dauerte mehrere Tage und Nächte und blieb Erfolglos. Durch Zufall fand die britische Fregatte HMS Loch Insh ( K433 ) am 14. Juni durch einen Sonarkontakt das in 86 Meter Tiefe liegende U-Boot im Ärmelkanal bei Hurds Deep, nordwestlich von Channel Island.
Die USS HAROLD J ELLISON war schon am 17. Mai 1951 nach Norfolk zurück gekehrt von wo aus das Schiff wieder eine Ausbildung von Reservisten und Kadetten startete. Im Juli lag der Zerstörer wieder in Norfolk. Diesmal aber am Convoy Escort Pier und wurde dort wieder einer Wartung und Instandhaltung unterzogen. Für eine dreiwöchige Midshipman Kreuzfahrt legte das Schiff im August ab. Es besuchte dabei die Häfen von New York; Colon, Panamakanalzone und die Guantanamo Bay. Im September und Oktober nahm der Zerstörer für fünf Wochen an dem Manöver LANTFLEX, einer amphibischen Operation, teil. Die USS HAROLD J ELLISON lag dann im November im Hafen von Vieques, Puerto Rico. Im Dezember machte man das Schiff an einem Tender längsseits fest für Reparaturarbeiten. Im Januar 1952 verlegte man das Schiff in die Task Group 87.1. Der Zerstörer überquerte den Atlantik bis zu den Azoren und wendete sich dann nach Norden wo er am 28. Januar im Hafen von Londonberry, Irland festmachte. Nach dem es von dort aus wieder in See stach, legte es in den englischen Häfen Bristol und Liverpool an. Es folgte dann am 14. Februar der Hafen von Amsterdam. Auf der nordeuropäischen Kreuzfahrt besuchte das Schiff dann noch Kopenhagen, Bremerhaven, Oslo und Brest. Am 14. März fuhr der Zerstörer in Richtung Mittelmeer wo er sich wieder in die 6. US Flotte einreihen sollte. In den letzten Tagen des März passierte das Schiff Gibraltar und besuchte auf seiner Kreuzfahrt Kreta, Istanbul, Athen und Rhodos. Die USS HAROLD J ELLISON kehrte am 24. Mai, nach einer äußerst rauen Überfahrt durch fünf aufeinander folgende Stürme, nach Norfolk zurück. Bis November blieb dann das Schiff in der Werft und erfolgten danach wieder Auffrischungskurse in der Guantanamo Bay. Zu den Weihnachtsfeiertagen machte der Zerstörer wieder in seinem Heimathafen fest um danach vom 6. bis zum 26. Januar 1953 wieder in die kubanischen Gewässer zurück zu kehren. Nach dem Abschluss dieser Übungen legte die USS HAROLD J ELLISON am 28. Januar in Norfolk an. In der Portsmouth Naval Shipyard legte der Zerstörer für Reparaturen am 9. März an. Dort bereitete man das Schiff auch für die kommende Kreuzfahrt nach Europa und in das Mittelmeer vor. Diese Kreuzfahrt begann dann am 24. April. Den ersten Hafen den das Schiff auf dieser Fahrt anlief, war Oran in Algerien. Es folgten der Hafen von Cagliari, Italien, vor dem Hafen von Cannes im Golfe Juan kreuzte das Schiff, legte in den italienischen Häfen Triest, Ancona und Bari an, stattete der griechischen Hauptstadt Athen und der griechischen Hafenstadt Kavala einen Besuch ab, legte im Hafen von Istanbul an und vor der Ausfahrt aus dem Mittelmeer in Gibraltar. Über zwei Monate dauerte diese Kreuzfahrt. Dann fuhr die USS HAROLD J ELLISON nach Nordeuropa. Es legte dort in den Häfen von England, Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland, den Niederlande, Dänemark, Norwegen, Schottland und Irland an. Die letzte Anlaufstelle in europäischen Gewässern während dieser Kreuzfahrt war Plymouth. Hier übergab Commander Thomas Richard Ingham ( 30. Oktober 1914 – 13. Januar 1997 ) am 9. Oktober 1953 das Kommando über den Zerstörer an Commander Julian Thompson Burke, Jr. ( 24. April 1918 – 8. August 2011 ). Noch am selben Tag legte das Schiff ab und fuhr nach Hause. In Norfolk angekommen musste sich das Schiff wieder für zwei Monate am Convoy Escort Pier einer Wartung und Instandhaltung unterziehen. Gleich danach legte der Zerstörer wieder ab und fuhr in die Karibik. Dort beteiligte sich das Schiff an dem Manöver SPRINGBOARD. Nach sechs Wochen harter Arbeit, die mit ein paar Tagen Entspannung in den Häfen von Havanna, Kuba; San Juan, Puerto Rico; St. Thomas, Virgin Islands und Kingston, Jamaika erfolgte, fuhr die USS HAROLD J ELLISON in Richtung Heimathafen. Unterwegs nahm der Zerstörer an dem Amerikanisch – Kanadischen Marinemanöver „NEW BROOM“ teil. In Norfolk legte dann der Zerstörer am 20. Februar 1954 an und wurde bis zum 4. Mai für seine erneute Kreuzfahrt in das Mittelmeer vorbereitet. Diesmal lief das Schiff zuerst Gibraltar an. Danach folgten Genua, Barcelona und Neapel. Anfang Juli war die USS HAROLD J ELLISON wieder in Norfolk. Das Schiff beteiligte sich in den folgenden drei Monaten an Flottenmanövern die entlang der Atlantikküste der Vereinigten Staaten durchgeführt wurden. Gleich im Anschluss musste das Schiff in die Norfolk Naval Shipyard zur Überholung. Ende Januar 1955 legte der Zerstörer wieder ab und fuhr in die Karibik. Die Guantanamo Bay erreichte das Schiff am 3. Februar und es begannen in den folgenden sechs Wochen Auffrischungskurse und Tests mit der Besatzung und der Ausrüstung des Zerstörers. In dieser Zeit wurden zur Erholung die Häfen von Kingston und Santiago de Cuba angelaufen. Im März kehrte die USS HAROLD J ELLISON nach Norfolk zurück und der Zerstörer nahm mit den restlichen Schiffen der Division an Anti-U-Boot-, Luftverteidigungs- und Konvoi Eskorten Übungen dran teil in der das Schiff seine Vielseitigkeit und Kapazitäten demonstrierte. Während der Vorbereitungen für eine weitere Mittelmeerkreuzfahrt, übernahm am 6. Juli Lieutenant Commander Maurice Edwin Wall das Kommando über den Zerstörer. Im Mittelmeer wurden dann wieder mehrere Häfen angelaufen. Danach erfolgten wie jedes Jahr Taktische Übungen und Auffrischungskurse in der Guantanamo Bay, Manöver entlang der Ostküste und in europäischen Gewässern. Mit dem Jahr 1956 traten die Spannungen zwischen Israel, Großbritannien und Frankreich auf der einen Seite und Ägypten, die USA und Sowjetunion auf der anderen Seite offen zu Tage. Diese entluden sich in der Suez Krise. Vom 29. Oktober bis zum 7. November 1956 tobten auf der Sinaihalbinsel und in der Suezkanal Zone die Kämpfe bis UNO Truppen dort einmarschierten. Die USS HAROLD J ELLISON wurde Anfang 1957 in das Krisengebiet entsandt um mit den Schiffen der 6. US Flotte zur Stabilisierung im östlichen Mittelmeer beizutragen. Im folgenden Sommer, am 15. Juli 1958, begannen sich pro-westliche und pro-arabische Kräfte im Libanon zu bekämpfen. Der libanesische Präsident Camille Chamoun Nimr ( 3. April 1900 – 7. August 1987 ) bat die USA um militärische Hilfe zur Beilegung dieses Konfliktes. US Präsident Dwight David Eisenhower ( 14. Oktober 1890 – 28. März 1969 ) setzte umgehend die Schiffe der 6. US Flotte in Marsch. Insgesamt 70 Schiffe mit 40.000 Besatzungsmitgliedern unterstützten die Landungskräfte von 14.000 Mann. Diese besetzten den Beiruter International Airport, den Hafen und einige Teile der Stadt. Sie mischten sich aber nicht in die offenen Kämpfe ein. Kommandiert wurde diese Operation „Blue Bat“ von Admiral James Lemuel Holloway, Jr. ( 20. Juni 1898 – 11. Januar 1984 ) dessen Flaggschiff das amphibische Flaggschiff USS TACONIC ( AGC-17 9 war. Die USS HAROLD J ELLISON befand sich von Juli bis September 1958 vor Beirut und schirmte den Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-60 ) und den Schweren Kreuzer USS DES MOINES ( CA-134 ) ab. Am 25. Oktober 1958 zogen sich die amerikanischen Einheiten nach der Beendigung der Kämpfe zurück. Nach einem kurzen Aufenthalt in Norfolk, fuhr die USS HAROLD J ELLISON wieder in europäische Gewässer wo der Zerstörer innerhalb der Atlantikflotte zum Zerstörergeschwader 36 das zur Task Group ALFA gehörte. Bei Anti-U-Boot-Manövern begleitete der Zerstörer mit seinen Schwesterschiffen USS BASILONE ( DD-824 ), USS DAMATO ( DD-871 ), USS ROBERT L WILSON ( DD-847 ), USS HOLDER ( DD-819 ) und USS NEW ( DD-818 ) den Flugzeugträger USS VALLEY FORGE ( CVS-45 ). In den folgenden drei Jahren beteiligte sich die USS HAROLD J ELLISON an wechselnden Operationen entlang der Ostküste und in der Karibik mit der 2. US Flotte und mit der 6. US Flotte im Mittelmeer. Mitte 1961 befand sich das Schiff wieder bei der 6. US Flotte. Doch diesmal musste der Zerstörer im Juli in den Persischen Golf fahren um dort die Entwicklung der Kuwait Krise zu beobachten. Kuwait hatte sich am 19. Juni 1961 zum von Irak unabhängigen Emirat erklärt. Durch ein Militärabkommen mit Großbritannien und der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht konnte Kuwait die Einverleibenden Absichten vom Irak entgegenwirken.
Im Mai 1962 gehörte die USS HAROLD J ELLISON einer Such- und Rettungsflotte an, die die Raumkapsel von Mercury – Atlas 7 bergen sollte. Durch eine Fehlfunktion beim Wiedereintritt der Raumsonde in die Erdatmosphäre landete diese am 24. Mai 1962 nordöstlich von Virgin Island, 250 Seemeilen, rund 402 Kilometer, von ihrem vorausberechneten Zielgebiet, im Wasser. Eine halbe Stunde nach der Wasserung, erreichten die ersten Flugzeuge der USS INTREPID ( CV-11 ) die Raumsonde. Astronaut Malcolm Scott Carpenter ( 1. Mai 1925 – 10. Oktober 2013 ) wartete bereits in einem Rettungsfloß. Nach drei weiteren Stunden nahm ihn ein Hubschrauber an Bord und brachte ihn zum Flugzeugträger. Die FREGATTE mit Lenkwaffen USS FARRAGUT ( DLG-6 ) war das erste Schiff an der Landestelle von der Such- und Rettungsflotte. Sechs Stunden später erreichte diese Position das Bergungsschiff USS JOHN R PIERCE ( DD-753 ). Neben diesen drei Schiffen und der USS HAROLD J ELLISON befanden sich noch die Zerstörer USS BARTON ( DD-722 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS FRED T BERRY ( DD-858 ), USS HANK ( DD-702 ), USS HUNT ( DD-674 ) , USS MASSEY ( DD-778 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS SOLEY ( DD-707 ) und USS WREN ( DD-568 ), die Minensucher USS STURDY ( MSO 494 ) und USS SWERVE ( MSO-495 ), der Flugzeugträger USS FORRESTAL ( CVA-59 ), die Fregatte mit Lenkwaffen USS DEWEY ( DLG-14 ), der Zerstörertender USS SHENANDOAH ( AD-26 ), der Öltanker USS ELOKOMIN ( AO-55 ), das Bergungsschiff USS HOIST ( ARS-40 ) und die amphibischen Docklandungsschiffe USS DONNER ( LSD-20 ) und USS SPIEGEL GROVE ( LSD-32 ) in dieser Flotte. Gleich nach der Beendigung dieser Operation fuhr die USS HAROLD J ELLISON in die New York Naval Shipyard wo sich das Schiff einem Fleet Rehabilitation and Modernization 1 ( FRAM – 1 ) – Umbau unterzog. Während der Überholung des Schiffes wurde an Bord die neueste und fortgeschrittenste Elektronik jener Zeit für die Anti-U-Boot-Waffen und Kriegsführung installiert. Diese Arbeiten waren im Januar 1963 abgeschlossen. Man versetzte den Zerstörer in das Zerstörergeschwader 32 der Task Group ALFA. Dort trug das Schiff in den kommenden beiden Jahren wesentlich zur Entwicklung und Bewertung über die Taktik der Anti-U-Boot Kriegsführung bei.
s40005Am 23. März 1965 war die USS HAROLD J. ELLISON an der Bergungsaktion der Raumkapsel von Gemini 3 beteiligt. Die Raumkapsel wasserte etwa 84 km von der berechneten Stelle entfernt im Atlantik mit den Koordinaten 22°26’N/70°51’W. Das war nördlich der Turks und Caicos Islands. Die Gemini 3 war die erste Bemannte Mission während des Gemini Programms. In der Raumkapsel flogen Virgil Ivan Grissom ( 3. April 1926 – 27. Januar 1967 ) und John Watts Young ( * 24. September 1930 ). Der Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ) war das Führungsschiff der Suchflotte. Gleichzeitig war der träger auch das Bergungsschiff der Raumkapsel. In der Suchflotte gab es noch folgende Schiffe. Die Zerstörer USS AULT ( DD-698 ), USS BIGELOW ( DD-942 ), USS CONY ( DD-508 ), USS DOUGLAS H. FOX ( DD-779 ), USS HARWOOD ( DD-861 ), USS JOHN PAUL JONES ( DD-932 ), USS MULLINNIX ( DD-944 ), USS RICH ( DD-820 ), USS ROBERT L. WILSON ( DD-847 ), USS ROBERT OWENS ( DD-827 ) und SARSFIELD ( DD-837 ), die Minensucher USS STURDY ( MSO-494 ) und USS SWERVE ( MSO-495 ), die US Coast Guard Schiffe USCGC VIGILANT ( WMEC-617 ) und USCGC DILIGENCE ( WMEC-616 ), der Schwere Lenkwaffenkreuzer USS BOSTON ( CAG-1 ), der Öltanker USS KANKAKEE ( AO-39 ) und der Hochsee-Flottenschlepper USS NIPMUC ( ATF-157 ). Nach der Beendigung dieser Suchoperation fuhr die USS HAROLD J ELLISON wieder nach Norfolk zurück wo das Schiff ab August 1965 für seinen nächsten Einsatz vorbereitet wurde. Diesmal war das Ziel aber der Pazifik. Man verlegte das Schiff zum Zerstörergeschwader 24. Im September 1965 legte der Zerstörer in Norfolk ab und gliederte sich am folgenden Tag bei Newport, Rhode Island in das Zerstörergeschwader ein. Die Fahrt führte dieses Geschwader, es war das erste dieser Art das gemeinschaftlich die Ozeane wechselte, durch den Panamakanal und von dort aus nach San Diego, Kalifornien. Die USS HAROLD J ELLISON kam zwanzig Jahre nach ihrem vorgesehenen Termin für den Pazifik Dienst, am 11. November 1965 in der Yankee Station die im Golf von Tonkin lag, an. Ab Anfang 1966 beteiligte sich der Zerstörer an den Navy Operationen die unter dem Codenamen „Sea Dragon“ liefen. Das Schiff patrouillierte vor der Küste Vietnams, feuerte rund 1.000 Granaten auf Ziele des Vietcongs oder unterstützte mit den Schiffsgeschützen die eigenen Landsleute an Land. s40007Am 8. April 1966 lief der Zerstörer in seinem Heimathafen wieder ein. Es folgten nun wieder die üblichen Routinekreuzfahrten. Im Jahre 1967 versetzte man die USS HAROLD J ELLISON wieder zur Atlantikflotte. Das Schiff fuhr an der brasilianischen Küste entlang, überquerte den Äquator und fuhr an die Westküste Afrikas. Dort legte der Zerstörer zuerst im Hafen der Hauptstadt Mauretaniens, Nouakchott, an. Danach umrundete das Schiff das Kap der Guten Hoffnung und fuhr an der Ostküste Afrikas in Richtung Nahen Osten. Auf diesem Weg besuchte der Zerstörer einen Hafen in Mosambik und den Hafen in Mombasa, Kenia sowie den Hafen in Karachi, Pakistan. Auch in dem eritreischen Hafen Massaua, der Hauptstadt der Region Semienawi Kavih Bahri, legte der Zerstörer an. Dort wurde das Schiff von dem äthiopischen Kaiser Haile Selassie I. ( 23. Juli 1892 – 27. August 1975 ) besucht. Nach der Durchfahrt des Suezkanals befand sich die US HAROLD J ELLISON wieder im Mittelmeer und fuhr zurück in ihren Heimathafen Norfolk. Dort feierte das Schiff am 23. Juni 1970 seinen fünfundzwanzigsten Jahrestag der Indienststellung.
Im März 1971 kehrte der Zerstörer von seinem letzen Einsatz im Nahen Osten an die Ostküste der USA zurück. s40008Die USS HAROLD J ELLISON versetzte man im Juli 1971 zum Zerstörergeschwader 36 das zur Naval Reserve Force gehörte. Die Hauptaufgabe dieser Einheit bestand darin die Ausbildung von Navy Reservisten aus allen Regionen der USA durch zu führen. So legte der Zerstörer am 6. März 1972 im s40009Hafen von New York an. Dort bereiteten sich die Reservisten auf die Kreuzfahrt in die Guantanamo Bay vor. Bis zum Juni lag der Zerstörer dort vor Anker. Am 6. Juli 1972 schloss man das Bordpostamt des Zerstörers. Im August stattete die USS HAROLD J ELLISON dann im Winter Harbor, Maine dem alljährlichen Lobster Festival einen Besuch ab. Von dort aus führte die Kreuzfahrt über den Atlantik nach Europa. Auch wenn auf dem Zerstörer nur eine Kernbesatzung von Reservisten aufgefüllt worden ist, so bemerkte man den Unterschied nicht zu anderen Schiffen der US Navy die ausschließlich Navy Angehörige an Bord hatten. Im Dezember 1972 folgte eine gründliche INSURV Inspektion an, der sich für das Schiff eine sechsmonatige Überholung im neuen Heimathafen Portsmouth, Virginia anschloss. Gleich nach dem Ausdocken absolvierte die USS HAROLD J ELLISON einen Musterlehrgang in der Karibik. Dort wurden mit der Unterstützung der Schiffsgeschütze einige Manöver und Übungen durchgeführt. Zwischen diesen Übungen fanden die Besatzungsmitglieder in den Häfen von Port-au-Prince, San Juan und auf den Bermudas Ruhe und Entspannung. Das Jahr 1974 brachte den Zerstörer wieder ins Rampenlicht der Weltöffentlichkeit. Zusammen mit zwei weiteren Schiffen begleitete die USS HAROLD J ELLISON von Norfolk aus den Flugzeugträger US INDEPENDENCE ( CVA-62 ) ins Mittelmeer. Dazu legten die vier Schiffe am 19. Juli 1974 ab. Während der Mittelmeerkreuzfahrt gehörte der Zerstörer wieder der 6. US Flotte an und unternahm zahlreiche Hafenbesuche. Noch im selben Jahr kehrte das Schiff nach Norfolk zurück und wurde dort am 30. November dem Zerstörergeschwader 30 unterstellt. Mit der Versetzung musste der Zerstörer nach Philadelphia, Pennsylvania, dem neuen Heimathafen, wechseln. Damit waren die Einsätze in Übersee beendet und nur noch Reservetrainings Missionen angesagt. Trotzdem hatte die USS HAROLD J ELLISON immer einen vollen Terminkalender. Tausende Meilen pro Jahr kreuzte der Zerstörer entlang der Ostküste. Zu den nun anstehenden Aufgaben vertrat das Schiff die US Navy bei lokalen Festivals und beschattete sowjetische Kriegsschiffe in der Karibik.
Das Schiff blieb voll funktionsfähig und war immer noch in der Lage eine Geschwindigkeit von 33 Knoten zu erreichen.
s40010Am 1. Oktober 1983 stellte man in Philadelphia die USS HAROLD J ELLISON bei der US Navy außer Dienst und strich den Namen des Schiffes noch am selben Tag von der Navy – Liste. Man verkaufte den Zerstörer am gleichen Tag an Pakistan. Dort erhielt das Schiff den Namen PNS Shah Jahan ( D-164 ). Nachdem man dort den Zerstörer in Pakistan 1994 außer Dienst gestellt hatte, wurde er als Ersatzteilspender für Schwesterschiffe ausgeschlachtete und noch im selben Jahr als Seeziel versenkt.


USS HAROLD J. ELLISON ( DD-864 )
Commanding Officer

CDR Jerry Curtis South      23. Juni 1945 – August 1946
CDR Thomas Pinckney Lowndes         August 1946 – Oktober 1947
CDR Harmon Vedder Briner         Oktober 1947 – August 1948
CDR John L. Maloney         August 1948 – Dezember 1950
CDR Harvey R. Nylund          Dezember 1950 – Januar 1952
CDR Raymond John Koshliek         Januar 1952 – Dezember 1952
CDR Thomas Richard Ingham           Dezember 1952 – 9. Oktober 1953
CDR Julian Thompson Burke Jr.          9. Oktober 1953 – 6. Juli 1955 (erreichter Rang RADM)
CDR Maurice Edwin Wall           6. Juli 1955 – 5. Juli 1957
CDR Marshall Francis Flynn        5. Juli 1957 – 30. Juli 1959
CDR Thomas Edward Bass III          30. Juli 1959 – Februar 1961 (erreichter Rang RADM)
CDR Hilmon E. Walters Jr.         Februar 1961 – Februar 1962
CDR Richard A. Zyvoloski           Februar 1962 – Februar 1964
CDR Samuel D. Seay          Februar 1964 – Dezember 1964
CDR Joseph P. Werle Jr.         Dezember 1964 – September 1966
CAPT Michael Francis Durkin         September 1966 – Mai 1968
CDR Irvine Keith Heyward IV          Mai 1968 – 12. Dezember 1969
CDR Ralph Oliver Davis          12. Dezember 1969 – 25. März 1971
CDR James Edward Young           25. März 1971 – März 1972
CDR Billy J. White          März 1972 – 9. Juni 1973
CDR William Kennedy Myers Jr.         9. Juni 1973 – 23. Mai 1975
CDR James Borden Eller          23. Mai 1975 – 31. März 1977
CDR Wayne Carl Synstad           31. März 1977 – 27. Juni 1980
CAPT James C. Toland          27. Juni 1980 – 17. September 1982
CDR George W. Yeend Jr.        17. September 1982 – 1. Oktober 1983


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