USS BAILEY ( DD-492 )

USS BAILEY ( DD-492 )

Biografie

Theodorus Bailey
* 12. April 1805 in Chateaugay, New York im äußersten Nordosten von Franklin County nahe der Grenze zu Quebec
† 14. Februar 1877 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Amerikanischen Bürgerkrieges

Theodorus Bailey erhielt seine frühe Ausbildung in Plattsburgh. Im Alter von zwölf Jahren meldete er sich Anfang 1818 bei der US Navy. Man ernannte Bailey zum Midshipman. Seinen ersten Dienst auf See versah er zwischen 1819 und 1821 auf der Fregatte USS CYANE ( 1806 ). In dieser Zeit kreuzte die Fregatte vor der afrikanischen Westküste zum Schutz der liberianischen Kolonie ehemaliger Sklaven die erst kurz zuvor von den Vereinigten Staaten hergestellt worden war. Auf der Rückfahrt an die amerikanische Küste wurden in der Karibik Piratenschiffe gejagt. Gleich nach der Ankunft im Hafen von New York City, versetzte man Bailey auf das dort liegende Linienschiff USS FRANKLIN ( 1815 ). Dieses Schiff war bis 1824 das Flaggschiff der Pacific Station. Danach wechselte Midshipman Bailey auf den Schoner USS SHARK ( 1821 ) auf dem er bis 1826 blieb und zum Schutz vor Piraten in der Karibik kreuzte. Gleich nach dem Jahrswechsel zum Jahre 1827 wechselte Bailey auf ein Wohnschiff der US Navy das im Hafen von New York lag und versah dort seine Pflichten. Am 3. März 1827 ernannte man ihn zum Lieutenant. Anschließend versetzte man ihn zuerst auf die in der Norfolk Naval Shipyard neugebauten Schaluppe USS NATCHEZ ( 1827 ). Das Schiff verließ am 26. Juli 1827 unter dem Kommando von Commander George Budd Hampton Roads, Virginia, Die Aufgabe des Schiffes war die Wiederauflebung der Piraterie in der Karibik zu unterbinden. Nach einem Ausbruch von Gelbfieber unter der Mannschaft musste das Schiff am 24. November 1828 nach New York City zurück kehren. Das Kommando über die Schaluppe übernahm nun Commander William Branford Shubrick ( 31. Oktober 1790 – 27. Mai 1874 ). Am 9. Juli 1829 verließ das Schiff wieder New York und lief die Karibik an. Dort patrouillierte die Schaluppe von den Inseln bis zum Anfang der Atlantikküste von Nord- und Südamerika. In der Norfolk Navy Yard machte man die USS NANTCHEZ am 24. August 1831 fest und stellte sie außer Dienst. Man versetzte nun Lieutenant Bailey auf den Schoner USS GRAMPUS ( 1821 ). Zwei Jahre später, im Juni 1833, begab er sich an Bord der Korvette USS VINCENNES ( 1826 ). Mit diesem Schiff wurde eine dreijährige Kreuzfahrt rund um die Welt durchgeführt auf de Suche nach Schiffbrüchigen und gestrandeten amerikanischen Seeleuten. Fast auf den Tag genau erreichte im Juni 1836 die USS VINCENNES wieder die Ostküste. Im Hafen von New York legte die Korvette an und Bailey ging von Bord. Man hatte ihn an Bord des Linienschiffes USS OHIO ( 1820 ) versetzt. Lieutenant Theodorus Bailey an Bord des Schiffes bis man es 1838 in der New York Navy Yard für seine kommenden Kreuzfahrten umbaute. Er blieb gleich dort in der Werft an Land für die kommenden zwei Jahre. Man versetzte ihn danach an Bord der Fregatte USS CONSTELLATION ( 1797 ) wo er bis 1844 blieb. In dieser Zeit war das Schiff auf einer Kreuzfahrt mit dem Ostindischen Geschwader. Zum zweiten Male nahm Bailey an einer Weltumsegelung teil. Nach der Rückkehr ging er von Bord und verbrachte bis 1846 in New York mit der Rekrutierung von neuen Seeleuten für die US Navy zu. Kurz nachdem am 25. April 1846 der Amerikanisch-Mexikanischen Krieg offen ausgebrochen war, erhielt Bailey sein erstes Kommando. Es war die Schaluppe USS LEXINGTON ( 1825 ). In New York ließ er das Schiff mit weiteren Kanonen ausstatten und ließ danach Segel setzen. Die Fahrt des Schiffes ging in Richtung Süden entlang der amerikanischen Ostküste. Bailey umsegelte das Kap Horn und erreichte an der amerikanischen Pazifikküste zuerst La Paz, Chile. Gegen Ende des Jahres 1846 erreichte er die Kalifornische Küste. Während des Konfliktes transportierte Bailey mit der USS LEXINGTON amerikanische Truppen und übernahm das Kommando über die Blockade vor dem Hafen San Blas, Nayarit in Niederkalifornien. Am 12. Januar 1847 landete Bailey mit seinem Schiff dort und eroberte mehrere feindliche Kanonen. Der Amerikanisch-Mexikanische Krieg endete am 2. Februar 1848 und Bailey blieb mit der USS LEXINGTON an der Westküste zum Schutz Kaliforniens. Im Oktober des gleichen Jahres ging er von Bord des Schiffes und bat um Beurlaubung vom Dienst. Ihn hatte der Goldrausch erfasst. Fünf Jahre erhielt er kein neues Kommando zugesprochen. Allerdings beförderte man ihn am 6. März 1849 zum Commander. Schließlich übertrug man ihm 1853 das Kommando über die Korvette ST. MARIEN ( 1844 ). Das Schiff lag zur Überholung in der Philadelphia Navy Yard. Nach dem Abschluss segelte Bailey mit dem Schiff wieder in den Pazifik und kreuzte im östlichen und südlichen Pazifik. Am 15. Dezember 1855 legte die USS ST. MARIEN im Hafen von Panama City an. Dort ernannte man Bailey zum Captain. Ein Jahr später, am 16. Dezember 1856 an der gleichen Stelle, übernahm Commander Charles Henry Davis ( 16. Januar 1807 – 18. Februar 1877 ) das Kommando über die Korvette. Captain Bailey verbrachte die vier kommenden Jahre bis zum Amerikanischen Bürgerkrieg an Land wobei er gegenüber der US Navy keine besonderen Pflichten hatte und auch kein Kommando führte. Mit dem Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkrieges am 12. April 1961 bemühte sich Bailey bei der US Navy um ein Kommando. Dies erhielt er. Es war die Dampffregatte USS COLORADO ( 1856 ) die in der Boston Navy Yard lag. Bailey stellte er das Schiff am 3. Juni wieder in den Dienst der US Navy und benötigte zwei Wochen um das Schiff wieder Seetüchtig zu machen und es für den bevorstehenden Kampf zu rüsten. Am 18. Juni legte die Dampffregatte ab. Am 9. Juli errechte das Schiff Key West und Fort Pickens auf Santa Rosa Island am 15. Juli. Am folgenden Tag wurde das Schiff zum Flaggschiff von Commodore William Mervine ( 14. März 1791 – 15. September 1868 ) ernannt der das Golfblockadegeschwader seit dem 6. Mai 1861 befehligte. Bailey patrouillierte mit der USS COLORADO in den Gewässern von Florida Panhandle, dem nordwestlichen Teil dieses Konföderierten Bundesstaates bis Mitte November. In dieser Zeit wurde durch Lieutenant J. H. Russell der Schoner JUDA aufgebracht der zu einem Piratenschiff ausgerüstet worden war. Mit einer geladenen Kanone ließ er auf die Geschützbatterie der Pensacola Navy Yard schießen. Ein Geschütz wurde dabei getroffen und die Bedienung getötet. Danach begann Bailey vor dem Mississippi Delta eine Blockadestation aufzubauen. Obwohl er technisch noch das Kommando über die Dampffregatte bis Anfang Mai 1862 führte, zog man ihn dennoch zum Ausführen anderer Aufgaben heran. Seit dem 20. Januar war das Golfblockadegeschwader in das Ost- und das Westblockadegeschwader geteilt worden. Das Westblockadegeschwader befehligte Commodore David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 – 14. August 1870 ). Farragut beorderte Bailey zu sich und übergab ihm eine Kanonenboot Division. In dieser Division befanden sich die Kanonenboote USS CAYUGA ( 1861 ), USS KATAHDIN ( 1861 ), USS KINEO ( 1861 ) und USS WASSIHICKON ( 1861 ) sowie der Schraubendampfer USS PENSACOLA ( 1859 ), die Seitenradfregatte USS MISSISSIPPI ( 1841 ), die Korvette USS ONEIDA ( 1861 ) und der Dampfer USS VARUNA ( 1861 ). Die Schlacht um New Orleans begann am 18. April 1862 vor Fort Jackson und Fort St. Philip auf dem Mississippi River. Am 24. April konnten die Schiffe der Union an den beiden Forts vorbeifahren und erreichten am folgenden Nachmittag New Orleans. Commodore Farragut verlangte die Übergabe der Stadt, aber der Bürgermeister und die Stadtverwaltung wollten diese unangenehme Pflicht dem konföderierten General Mansfield Lovell ( 20. Oktober 1822 – 1. Juni 1884 ) übertragen. Doch dieser hatte seine Truppen schon aus der Stadt evakuiert und konnte und wollte nicht eingreifen. Nach drei Tagen ergebnisloser Verhandlungen schickte Commodore Farragut Captain Bailey mit einer Abteilung Seeleuten und Marinesoldaten. Diese Abteilung lief zum Custom House, riss die konföderierte Flagge herab und setzte die Unionsflagge. Damit war die Stadt offiziell wieder der Union zugehörig. Am 1. Mai 1862 übergab Captain Bailey offiziell das Kommando über die USS COLORADO ab und kehrte mit Depeschen in den Norden zurück. Dort beförderte man ihn am 16. Juli 1862 zum Commodore und übergab ihm den Sommer über das Kommando über die Navy Station in Sackets Harbor, Jefferson County, New York. Im November 1862 übertrug man dann Bailey das Kommando über das Östliche Golfblockadegeschwader. Am 9. Dezember 1862 löste er Commodore James Lawrence Lardner ( 20. November 1802 – 12. April 1881 ) ab. Bis zum 6. August 1864 behielt Bailey dieses Kommando. Durch einen Anfall von Gelbfieber musste er es an Captain Theodore Phinney Greene ( 4. Juli 1809 – 30. August 1887 ) abgeben. Nach seiner Genesung übertrug man Bailey das Kommando über die Portsmouth Naval Yard. In dieser Zeit beförderte man ihn am 25. Juli 1866 zum Rear Admiral. Obwohl er sich am 10. Oktober 1866 in seinen wohlverdienten Ruhestand zurück ziehen konnte, blieb Bailey bis zum Sommer 1867 weiterhin der Kommandant der Marinewerft.
Rear Admiral Theodorus Bailey war ein Mitglied der New Yorker Komturei der Military Order of the Loyal Legion of the United States.
Er verstarb am 10. Februar 1877 in Washington DC.

Drei Schiffe sind zu Ehren von Rear Admiral Theodorus Bailey bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS BAILEY ( TB-21 ).
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS BAILEY ( DD-269 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das dritte Schiff war die USS BAILEY ( DD-492 ) aus der BENHAM – Klasse.


USS BAILEY ( DD-492 )

Schiffsbiografie

Die USS BAILEY ( DD-492 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Theodorus Bailey benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zehnte Schiff in der BENHAM – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in Staten Island, New York wurde am 29. Januar 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Maria de Peyster Charles, Enkelin von Rear Admiral Theodorus Bailey, taufte am 19. Dezember 1941 das Schiff vor dem Stapellauf. Lieutenant Commander Franklin D. Karns, Jr. stellte am 11. Mai 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Die Erprobungsfahrt dauerte vom 21. bis zum 24. Mai und wurde im Long Island Sound durchgeführt. Gleich danach fuhr das Schiff nach New Port, Rhode Island wo man es mit Torpedos ausgerüstete. Schon am 28. Mai befand sich die USS BAILEY wieder im Hafen der Brooklyn Navy Yard. Vier Tage blieb der Zerstörer dort liegen. Am 2. Juni legte das Schiff zur Ausbildungsfahrt ab. Diese führte das Schiff über den Long Island Sound, Newport, Rhode Island und dem Cape Code Kanal zur Casco Bay, Maine wo es am folgenden Tag anlegte. Die Ausbildung endete am 6. Juni und der Zerstörer sollte in seinen Heimathafen zurück fahren. Am Cow Island Ledge lief das Schiff auf Grund. Nach einer Vorprüfung stellte es sich heraus, dass das Schiff dadurch erhebliche Schäden davongetragen hatte. Die Steuerbordwelle und Schraube war unwirksam. Man schleppte den Zerstörer am 9. Juni zuerst in die Charleston Navy Yard und von dort aus ins Trockendock in Boston. Dort stellte man fest, dass die Steuerbordwelle verbogen, die Steuerbordschraube verdreht und angeschlagen und die Halterung der Steuerbordwelle am Rumpf abgerissen war. Am 4. Juli musste LCDR Franklin D. Karns, Jr. von Bord und das Kommando über den Zerstörer übernahm LCDR John Conner Atkeson. Bis zum 19. Juli wurde alle Schäden durch die Grundberührung repariert und das Schiff konnte für die weitere Ausbildung zur Casco Bay zurück kehren. Die Ausbildung dauerte bis zum 10. August. In der Nacht vom 3. zum 4. August suchte die USS BAILEY mit anderen Zerstörern erfolglos ein feindliches U-Boot in der Nähe von Martinicus Rock, Maine. Mit amerikanischen U-Booten wurde dann vom 11. bis zum 14. August in New London, Connecticut geübt. Nach einer weiteren Rumpfüberprüfung in der Brooklyn Navy Yard vom 15. August bis zum 3. September, erteilte man die Verfügbarkeit des Zerstörers. Der Zerstörer wurde von Commander Ralph S. Riggs ( 1895 – 1981 ) zu seinem Flaggschiff vom Zerstörergeschwader 14 ausersehen und bezog mit seinem Personal am 18. August die für ihn vorgesehenen Räumlichkeiten. Am 3. September legte die USS BAILEY ab und erreichte am 7. September Cristobal am Panamakanal. Am folgenden Tag durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und legte für zwei Tage in Balboa an. Danach ging die Fahrt nach San Diego weiter wo das Schiff am 16. September anlegte. Nach wenigen Tagen der Ruhe legte das Schiff wieder ab und erreichte am 22. September 1942 den Hafen von San Francisco, Kalifornien und am 28. September in den Aleuten den Hafen von Dutch Harbor, Kodiak, Alaska. Dort kommandierte zu Übungszwecke für die kommenden Angriffs- und Landeoperationen auf Amchitka Rear Admiral Robert Alfred Theobald ( 25. Januar 1884 – 13. Mai 1957 ) innerhalb der Task Force 8 die Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ) und die Zerstörer USS BAILEY, USS BANCROFT ( DD-598 ), USS CALDWELL ( DD-605 ) und USS COGLHAN ( DD-606 ). Vor dem Beginn des Angriffs erhielt diese Task Group die Nummerierung 8.6 und Rear Admiral Charles Horatio McMorris ( 31. August 1890 – 11. Februar 1954 ) kommandierte sie. Am 12. Januar 1943 startete die Landung auf der Aleuteninsel Amchitka. Dazu landeten die amerikanischen Einheiten in Constantine Harbor. Zusätzlich zu den Schiffen dieser Gruppe wurden noch der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ) und der Zerstörer USS WORDEN ( DD-352 ) hinzugefügt. Dieser Zerstörer lief an diesem Tage auf Grund und musste verlassen werden. Die USS BANCROFT erreichte erst am folgenden Tag diese Insel und unterstützte die Schiffe der Task Group 8.6. Nach der Rückkehr in Dutch Harbor wurde die TG 8.6 verteilt. Die USS BAILEY verlegte man zur TG 16.6 die ebenfalls Rear Admiral McMorris befehligte. In dieser TG befanden sich noch der Schwere Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), der Leichte Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ). Die USS BAILEY war das Flaggschiff für die DesRon 14 die Captain R. S. Riggs befehligte. In dieser DesRon 14 befanden sich noch die Zerstörer USS COGHLAN, USS DALE ( DD-353 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ). Am 22. März verließ diese TG den schützenden Hafen von Dutch Harbor. Drei Tage später musste die USS BAILEY und die USS COGHLAN von der USS SALT LAKE CITY betankt werden und kehrten danach auf ihre ihnen zugewiesenen Ausgangsstellungen zurück. Am folgenden Tag begann die Schlacht bei den Komandorski Inseln. Zu diesem Zeitpunkt war LCDR John Conner Atkeson, Sr. ( 11. September 1905 – 17. Januar 1989 ) der Befehlshaber der USS BAILEY. Die Schiffe der TG 16.6 stießen auf eine japanische Flotte die von Vizeadmiral Boshiro Hosogaya ( 24. Juni 1888 – 8. Februar 1964 ) kommandiert wurde und die Insel Attu verstärken sollte. In dieser Flotte befanden sich die Schweren Kreuzer MAYA und NACHI, die Leichten Kreuzer TAMA und ABUKUMA sowie zwei Zerstörer. Vier Stunden lang tobte die Schlacht. Die NACHI startete vier Typ 93 „Long Lance“ Torpedos welche aber kein amerikanisches Schiff trafen. Dafür erzielte de USS BAILEY mehrere Treffer auf diesem Schweren Kreuzer in deren Folge vierzehn japanische Besatzungsmitglieder getötet wurden. Aber auch die USS BAILEY kam nicht ohne Treffer davon. Das Schiff musste drei direkte Treffer von 8 Zoll Granaten hinnehmen. Dabei wurden auf dem Zerstörer fünf Männer getötet, sechs zum Teil schwer verwundet und dem Schiff großer Schaden zugefügt. Aber diese japanische Flotte drehte bei und fuhr in ihre Ausgangsstellungen zurück. Der Zerstörer Bailey und dessen Mannschaft wurden nach diesem errungenen Sieg mit dem Navy Unit Commendation ausgezeichnet. Der Zerstörer kehrte aus eigener Kraft nach Dutch Harbor zurück wo er am 28. März anlegte und provisorische Reparaturen vorgenommen werden konnten. Danach legte das Schiff am 2. April wieder ab und erreichte am 8. April 1943 die Mare Island Navy Yard wo die Reparaturen komplett ausgeführt werden konnten. Ende September waren diese Reparaturen abgeschlossen und am 16. Oktober 1943 legte der Zerstörer im Hafen von Pearl Habor an. Man verlegte die USS BAILEY zur 5. US Flotte wo das Schiff in die Task Undergroup 53.4.1 eingegliedert wurde. Diese TG waren Feuerunterstützungs- Radarposten- und Patrouillenschiffe. Kommandiert wurde diese TG 53.4 von Rear Admiral Howard Fithian Kingman ( 5. Mai 1890 – 4. Juli 1968 ). In der TU 53.4.1 befanden sich neben der USS BAILEY das Schlachtschiff USS TENNESSEE ( BB-43 ) und der Zerstörer USS FRAZIER ( DD-607 ). Am 21. Oktober 1943 verließ die TG 53.4 Pearl Harbor. Damit begann für die Südliche Angriffsgruppe die Operation „GALVANIC“, einem Angriff auf die Gilbert Inseln. Das erste Ziel dieser Task Group war aber Wellington, Neuseeland. Man übernahm von hier aus die Eskorte von mehreren Truppentransportschiffen und eskortierten diese bis zum Havannah Harbor, Efate, New Hebrides. Am 7. November befanden sich die Schiffe der TG 53.4, vor dieser Insel und begannen den Angriff auf die Gilbert Insel Tarawa zu üben. Am 13. Juli verließen die Feuerunterstützungsgruppen den Havannah Harbor von Efate und fuhren Nordwärts. Mit dem Bombardement auf japanische Stellungen auf Tarawa begannen sie ab dem 19. November. Am darauffolgenden Tag begann die Landeoperation auf dieser Insel. Die TG 53.4 wechselte während die Landeoperation auf Tarawa zur nördlichen Insel Makin und begann dort mit ihrem Bombardement. Bis zum 7. Dezember blieb die TG im Bereich der Gilbert Inseln und unterstützte die Landeoperationen auf den Inseln. Dann kehrte die TG, außer die USS BAILEY, nach Pearl Harbor zurück. Der Zerstörer eskortierte das Schlachtschiff USS MARYLAND ( BB-43 ) aus der TU 53.4.2. Beide Schiffe unterstützten mit ihren Schiffsgeschützen die Landeoperation auf die Inselgruppe von Apamama. Einen Tag nach der Ankunft der TG 53.4 erreichten beide Schiffe ebenfalls Pearl Harbor. In Pearl Harbor gruppierte man die 5. US Flotte um und die USS BAILEY versetzte man in die TG 52.8 wo sie zur Task Undergroup 52.8.2 gehörte und eine Feuerunterstützungsgruppe war. Diese TU befehligte Rear Admiral Robert Carlisle Giffen ( 29. Juni 1886 – 10. Dezember 1962 ). In der TU befanden sich neben der USS BAILEY die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS IDAHO ( BB-42 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und die Zerstörer USS FRAZIER, USS HALL ( DD-583 ) und USS MEADE ( DD-602 ). Die gesamte Task Force 52 gehörte zur südlichen Angriffsgruppe auf die Marshall Inseln. Die Operation lief unter dem Namen „FLINTLOCK“. Am 22. Januar 1944 verließ die TF 52 den Hafen von Pearl Harbor und die TG 52.8 erreichte am 29. Januar das Atoll Maloelap. Gleich nach der Ankunft vor diesem Atoll begannen auch die Schiffe der TG die japanischen Stellungen auf diesem Atoll zu bombardieren. Am 31. Januar wendeten sie sich zur Insel Makin die sich schon seit dem 23. November 1943 in amerikanischer Hand befand und zu einem Versorgungsstützpunkt für die US Navy ausgebaut worden war. Von dort kehrte die TG am 7. Februar zu den Marshall Inseln zurück. Vor dem Majuro Atoll löste sich die TG 52.8 am 11. Februar nach dessen Einnahme auf. Die USS BAILEY kehrte nach Pearl Habor zurück. Man versetzte die USS BAILEY dort in die TG 52.17, wiederum einer Feuerunterstützungsgruppe, die von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) befehligt wurde und die nördliche Angriffsgruppe bei den Marshall Inseln war. Die Operation lief unter dem Namen „FOAGER“. Der Zerstörer gehörte in dieser TG zur TU 52.17.2 die Commander P. H. Fitzgerald kommandierte. In dieser TU befanden sich noch die Zerstörer USS ROBINSON ( DD-562 ) und die USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ). Zusammen mit den Schiffen der TG 52.11 verließen die Schiffe der TG 52.17 am 31. Mai 1944 den Hafen von Pearl Harbor. Am 8. Juni erreichte die TG 52.17 die Insel Kwajalein. Zwei Tage später verließen die Schiffe der TG diese Insel wieder und wendeten sich Saipan zu. Drei Tage später begannen diese ihr Bombardement auf die japanischen Stellungen der Insel. Bis zum 28. Juni 1944 blieb die TG 52.17 vor Saipan und unterstützte die Landeoperation. An diesem Tage zogen sich die Schiffe der TG 52.10, 52.17 und 52.4 nach Eniwetok zurück. Am 24. Juli befanden sich die Schiffe der TG 52.17 vor der Insel Tinian und begannen mit ihren Schiffsgeschützen die Landeoperation der 4. Marine Infanterie Regiment zu unterstützen. Schon vier Tages später befanden sich die Schiffe der TG 52.17 mit den Schiffen der TG 52.10 vor der Insel Guam und begannen dort ihr Bombardement. Am 2. August lösten sich die Schiffe der TG 52.17.1 aus dieser Angriffsgruppe heraus und verließen das Kampfgebiet. Sieben Tage später folgten die restlichen Schiffe der TG 52.17 nach Eniwetok. Dort versetzte man viele Schiffe der 5. US Flotte in die 3. US Flotte. So auch die USS BAILEY. Der Zerstörer fiel unter das Kommando von Rear Admiral Fort. Unter diesem Kommando befanden sich noch die Zerstörer USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS STOCKTON ( DD-646 ) und USS FRANKS ( DD-554 ) und waren zur Feuerunterstützung- Eskortier- und Patrouillenfahrten vorgesehen. Die Task Force 32 war die westliche Angriffsgruppe und sollte unter dem Codenamen „STALEMATE II.“ den Angriff und die Landung von Peleliu und Angaur führen. Die USS BAILEY lag vom 23. bis zum 29. August im Hafen von Port Purvis, Tulagi. Am 29. August begannen die Bombardements auf Cape Esperance und am 12. September die Angriffe von See aus auf Peleliu. Drei Tage später begann die Landeoperation auf der Insel Peleliu und nach zwei weiteren Tagen auf der Insel Angaur. Die USS BAILEY patrouillierte am 1. Oktober 1944 vor den Palau Inseln. Da geriet das Schiff in schweren Beschuss. Der Schaden war umfangreich und neun Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 16 zum Teil schwer verletzt. Nach einer Notreparatur fuhr der Zerstörer zur Mare Island Navy Yard wo er am 25. Oktober anlegte. Die Reparaturen zogen sich bis Anfang Dezember 1944 hin. Am 24. Dezember legte die USS BAILEY im Hafen von Pearl Harbor wieder an. Das Schiff versetzte man zur 7. US Flotte. Von Pearl Harbor aus fuhr der Zerstörer zur Subic Bay auf der philippinischen Insel Luzon. Dort integrierte man das Schiff in die Feuerunterstützungsgruppe ( FSG ) der Task Group 78.1. Diese Feuerunterstützungsgruppe befehligte Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ). In dieser Gruppe befanden sich zwei Leichte Kreuzer und neben der USS ABBOT ( DD-629 ) noch vier weitere Zerstörer. Diese FSG verließ am 4. März die Subic Bay und fuhr nach Zamboanga an der Südspitze der philippinischen Insel Mindanao. Vier Tage später begann die FSG mit ihrem Bombardement dort und nach weiteren zwei Tagen begann die Landeoperation unter dem Codenamen „VICTOR IV.“. Am 11. März patrouillierte die FSG vor Basilan Island, südlich von Zamboanga und am folgenden Tag kehrte sie zur Subic Bay zurück. Dort langte am 16. März ein Konvoi aus Leyte mit Verstärkung an. Gleich am nächsten Tag legte die FSG dort an. Die USS BAILEY nahm am 1. Mai 1945 an der Operation „OBOE I.“ dran teil. Dort landete man auf der Philippinischen Insel Tarakan. An der Landeoperation in der Macajalar Bay am 10. Mai war die USS BAILEY ebenfalls beteiligt. Am 10. Juni erfolgte die Landeoperation „OBOE II.“ in der Brunei Bay, Borneo. Daran war der Zerstörer ebenfalls beteiligt. Von August bis November 1945 war die USS BAILEY an der Ausbildung von Navy Angehörigen in den fernöstlichen Gewässern unterwegs. Auf der Rückfahrt an die Ostküste der USA machte der Zerstörer unter anderen in Pearl Harbor Halt, durchquerte den Panamakanal und errichte am 11. Dezember 1945 den Hafen von Boston, Massachusetts. In Charleston, South Carolina stellte man das Schiff am 2. Mai 1946 außer Dienst und versetzte es in die Reserveflotte. Aus der Navy – Liste strich man das Schiff am 1. Juni 1968 und versenkte es am 4. November 1969 während eines Zielschießens vor der Küste Floridas.


USS BAILEY ( DD-492 )
Commanding Officer

LCDR Franklin D. Karns Jr.          11. Mai 1942 – 4. Juli 1942
LCDR John Conner Atkeson          4. Juli 1942 – 3. Juni 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR Malcolm Townsend Munger          3. Juni 1943 – 5. Dezember 1944
CDR Arthur Ferdinand Johnson           5. Dezember 1944 – ?

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