USS LEEDSTOWN ( AP-73 )

USS LEEDSTOWN ( AP-73 )

Schiffsbiografie

Die USS LEEDSTOWN ( AP-73 ) war das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren der Stadt Leedstown im Westmoreland County, Virginia benannt worden ist.
Der Truppentransporter ist das einzige Schiff aus dieser Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding & Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde der Bau des Passagier- und Frachtschiffes mit dem Namen SS SANTA LUCIA ausgeführt. Dort erfolgte auch der Stapellauf und Taufe sowie die Übergabe an die Grace Line. Das Schiff war eines von vieren. Die SS SANTA ELENA, SS SANTA PAULA und SS SANTA ROSA, die ebenfalls als Truppentransporter im Zweiten Weltkrieg dienten, gehörten zum USAT. Am 4. April 1933 beginnt in New York City die Jungfernfahrt der SS SANTA LUCIA. Das Passagier- und Frachtschiff fuhr die Strecke zwischen New York – Havanna – Kalifornien. Die auf der Fahrtroute angrenzenden Häfen der Länder Mexiko, Guatemala, El Salvador, Panama und Kolumbien wurden dabei mitangelaufen.
Nachdem am 11. Dezember 1941 Deutschland und Italien den USA den Krieg erklärt hatten, begann man in den Vereinigten Staaten Passagierschiffe für Truppentransporte umzurüsten. Die SS SANTA LUCIA wurde am 6. August 1942 von der US Navy akquiriert. Sofort fuhr das Passagierschiff in die New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York City. Dort begann der Umbau zu einem Truppen- und Landungsboottransporter. Gleichzeitig erfolgte auch die Umbenennung. Das Schiff erhielt den Namen USS LEEDSTOWN ( AP-73 ). Die Erprobungsfahrt danach erfolgte ab dem 12. September in den Gewässern des New Yorker Hafens. Schon zu diesem Zeitpunkt befanden sich mehrere Mechanisierte Landungsfahrzeuge ( LCM ), Landungsfahrzeuge ohne Personentransport ( LCVP ) und Mannschafts-, Landungs- und Kanonenboote mit Landeklappe ( LCPR ). Am 24. September 1942 stellte Lieutenant Commander Duncan Cook ( 1888 – ? ), der zuvor im zivilen Leben das Schiff als Kapitän befehligte, das Transportschiff in den Dienst der US Navy.
Wenige Tage nach der Indienststellung überquert die USS LEEDSTOWN zusammen mit anderen Transportern und den Sicherungsschiffen den Atlantik und erreicht dann Belfast, Nordirland. Hier bereiteten sich britische und amerikanische Truppen auf die Operation „Torch“ vor, die Invasion der französischen Gebiete Nordafrikas. Die USS LEEDSTOWN gehörte dabei zur Eastern Task Force, die der britische Rear Admiral Harold Martin Burrogh ( 4. Juli 1889 – 22. Oktober 1977 ) kommandierte. Am Abend des 8. Novembers, kurz nachdem sich die Truppen ausgeschifft und ihre Ladung von dem Transportschiff an Land östlich von Algier gebracht hatten, griff ein deutsches Bombenflugzeug vom Typ Ju 88 aus der III. / KG 26 die USS LEEDSTOWN an. Ein von dem Flugzeug abgeworfener Torpedo traf das Heck des Transportschiffes. Nach der Explosion war es bewegungsunfähig, das Lenkgetriebe war zerstört und die Nachlaufsektion überschwemmt. Wegen der immer noch anstehenden Hektik beim Entladen der weiteren sechzehn Transportschiffe, musste man die Bergung der havarierten Schiffes hinten anstellen. Am folgenden Morgen gab es erneut einen feindlichen Luftangriff. Drei von den deutschen Flugzeugen abgeworfenen Bomben verfehlten nur ganz knapp die USS LEEDSTOWN. Wegen der alliierten Operation im Mittelmeer waren fast alle deutschen U-Boote aus dem italienischen Hafen von La Spezia am 7. November ausgelaufen. Am Morgen des 9. Novembers erreichte U-331, Kommandant Kapitänleutnant Hans Diedrich Freiherr von Tiensenhausen ( 22. Februar 1913 in Riga, ehemaliges Gouvernement Kurland, Russisches Kaiserreich – 17. August 2000 in Vancouver, Kanada ), die algerische Küste in einer Bucht östlich von Kap Matifou in Periskoptiefe. Hier erblickte man die USS LEEDSTOWN die von einem Zerstörer gesichert wurde. Aus einer Entfernung von 800 Metern wurde von dem U-Boot vier Torpedos abgefeuert. Gleich danach tauchte es wieder auf Periskoptiefe. Drei Detonationen waren wenige Sekunden später zu vernehmen. Gleich nach dieser Erkenntnis zog sich U-331 unter Wasser zurück, wurde aber am 17. November 1942 selber von den Alliierten aufgebracht. Die USS LEEDSTOWN wurde von zwei Torpedos am Bug getroffen. Das Transportschiff kränkte nach Steuerbord und musste aufgegeben werden. Zwei Stunden später versank es in den Fluten. Von den an Bord befindlichen 500 Mann Soldaten und Mannschaftsmitgliedern kamen bei dem Torpedoangriff acht ums Leben.


USS LEEDSTOWN ( AP-73 )
Commanding Officer

 LCDR Duncan Cook      24. September 1942 – 9. November 1942

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