USS LA PRADE ( DE-409 )

USS LA PRADE ( DE-409 )

Biografie

Robert Maitland La Prade
* 4. August 1916 in Kenedy, Texas
† 23. Januar 1943 während der Guadalcanal Kampagne

Robert Maitland La Prade war der Sohn von J. T. La Prade und Lillian B. La Prade.
Nach seinem Schulabschluss schrieb er sich freiwillig in die US Army ein. Nachdem er dort dann entlassen worden war, schrieb er sich am 16. April 1940 im US Marine Corps ein. Er schloss am 1. Juni 1942 seinen Bachelor of Arts am Rice Institut ab. Er wurde anschließend auf Guadalcanal, Ostsalomonen versetzt. Man beförderte ihn am 1. Januar 1943 zum First Lieutenant. Am 20. Januar führte La Prade eine Kampfpatrouille um ein gegnerisches Maschinengewehrnest zu vernichten. Auf dieser Patrouille wurde er zwei Mal hinter den feindlichen Linien verwundet. Trotz seiner Beharrlichkeit brachte man ihn zurück hinter die eigenen Linien, wo er unter unveränderter Missachtung seiner eigenen abebbenden Kraft die Richtung und die Formation seiner Truppe weiter gab, bis er das Bewusstsein verlor.
First Lieutenant Robert Maitland La Prade wurde für außerordentlichen Heldenmut mit dem Navy Cross ausgezeichnet.


USS LA PRADE ( DE-409 )

Schiffsbiografie

Die USS LA PRADE ( DE-409 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von First Lieutenant Robert Maitland La Prade benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das zweiundvierzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Houston, Texas wurde am 18. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Lillian B. La Prade, Mutter von First Lieutenant Robert Maitland La Prade, taufte am 31. Dezember 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander C. M. Fellows stellte am 20. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS LA PRADE bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die Werft von Norfolk, Virginia. Hier überprüfte man die Schiffshaut und rüstete danach das Kriegsschiff für die Fahrt in den Pazifik aus. Am 27. Juni stach die USS LA PRADE in See und durchquerte am 3. Juli den Panamakanal. Von dort aus ging die Fahrt zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien weiter. Hier beölte man den Geleitzerstörer und bunkerte Munition und Proviant. Am 18. Juli verließ das Kriegsschiff diese Basis und fuhr zu den Hawaiianischen Inseln. Die USS LA PRADE lief am 25. Juli in die dortige amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii ein. Hier beteiligte sich der Geleitzerstörer bis zum 8. September an mehreren Anti-U-Boot Übungen, an Patrouillen- und Eskortierfahrten. Das Kriegsschiff verließ an diesem 8. September die Marinebasis und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Das Atoll wurde sechs Tage später erreicht. Sofort wurde die USS LA PRADE für Patrouillen- und Eskortierfahrten und zur Suche nach feindlichen U-Booten zwischen dem Atoll Eniwetok, den Palau Inseln und dem Atoll Ulithi, Karolinen. Dies dauerte bis zum 9. Oktober. Ab diesem Tag kehrte der Geleitzerstörer in den Gewässern rund um das Atoll Eniwetok zurück und eskortierte und patrouillierte bis in den November hinein zur Sicherung der sich sammelnden Flotte. Die gesicherten Palau Inseln wurden nun als logistische Basis für die Invasion der philippinischen Inseln genutzt. Nachdem die ersten Landeanstrengungen auf der philippinischen Insel Leyte abgeschlossen waren, begann die USS LA PRADE mit der Eskorte von Schiffskonvois zwischen Leyte, dem Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln und dem Atoll Ulithi. Diese Aktion dauerte bis in den März 1945. Zwischendurch erhielt der Geleitzerstörer mehrere Aufgaben. So musste er ab dem 12. November die Sicherung des am 12. Oktober torpedierten Schweren Kreuzers USS CANBERRA ( CA-70 ) auf der Fahrt zum Seeadler Habour übernehmen. Dieser Schwere Kreuzer lag im Schlepptau des zum Hochseeschleppers USS MUNSEE ( ATF-107 ). Doch noch am selben Tag musste das Kriegsschiff die Eskorte wieder übergeben und sollte einem amerikanischen Wasserflugzeug zu Hilfe eilen das durch einen Luftkampf schwer beschädigt worden war. Schnell wurde dieses Flugzeug geortet und die Position weitergegeben damit der Kleine Wasserflugzeugtender ( USS ONSLOW ( AVP-48 ) die Bergung beginnen konnte. Im Januar 1945 befand sich die USS LA PRADE in der Nähe der Palau Inseln. Am westlichen Eingang zum Hafen der Kossol Roads gab es feindlichen U-Boot Alarm. Ein japanisches U-Boot hatte mehrere Kaiten, bemannte Torpedos, freigelassen. Die Piloten dieser Zwerg-U-Boote sollten selbständig handeln und amerikanische Schiffe angreifen. Der Geleitzerstörer wurde von dem Kleinen Wasserflugzeugtender USS CASCO ( AVP-12 ) zur Vernichtung solch eines Kaiten herangeführt. Die USS LA PRADE setzte bis zum März seinen alltäglichen Patrouillen- und Eskortierdienst fort. Am 13. März integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Undergroup 94.6.2, die Ulithi Patrol and Escort Group. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS LA PRADE, USS CORBESIER ( DE-438 ), USS CONKLIN ( DE-439 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS WITTER ( DE-636 ) und USS SANDERS ( DE-40 ). Am 13. März verließen diese Kriegsschiffe das Atoll Ulithi und begannen in den Gewässern rund um das Atoll zu patrouillieren, da hier die 5. US Flotte für den Angriff auf die japanische Insel Okinawa zusammengezogen wurde. Am 23. März integrierte man die USS LA PRADE in die Task Group 50.8, die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In der Hauptlogistikgruppe der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS THORN ( DD-647 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS LA PRADE, USS CORBESIER, USS STRAUS, USS CONKLIN, USS McCOY REYNOLDS, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS CROWLEY, USS LAMONS, USS HILBERT, USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS JACK MILLER ( DE-410 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Bei einer Eskortierfahrt, nach dem 6. April, griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker, der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz war. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser ohne Schaden anzurichten. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Am 14. Mai sichtete man in der Nähe der Schiffe der TG 50.8, bei Minami Ogari Shima mehrere bemannte japanische Torpedos. Diese sogenannten Kaiten wurden aber alle vernichtet noch bevor die Piloten ihre todbringende Waffe ins Ziel steuern konnten. Die Task Group 50.8 integrierte man ab dem 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS WINDHAM BAY, USS BOUGAINVILLE, USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS THORN, USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS KALK, USS AYLWIN, USS DALE und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS LA PRADE, USS CORBESIER, USS STRAUS, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS HOWARD F CLARK, USS DONALDSON, LAMONS, USS JACK MILLER, USS CONKLIN, USS CROWLEY, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Dieses Operationsgebiet sollte am 7. Juni erreicht werden. Doch die Schiffe laufen alle in einen Taifun. Vielen Schiffsbesatzungen der TG gelang es nicht ihre Schiffe ohne große Zerstörungen durch den Sturm zu bringen. Die USS LA PRADE übernahm nun den Transport von Passagieren, von Post und Fracht zwischen den einzelnen Schiffen der TF. Der Geleitzerstörer überwachte bis zum 26. Juni den Luftraum und sichte nach feindlichen U-Booten bis Okinawa für sicher erklärt wurde. Ab diesem Tag übernahm das Kriegsschiff wieder Eskortier- und Patrouillendienst in den Gewässern von Okinawa. Am 15. August war der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet worden. Die USS LA PRADE blieb bis zum 23. September in den Gewässern von Okinawa und wechselte an diesem Tag in den japanischen Hafen Sasebo zur Unterstützung der amerikanischen Besatzungstruppen. Am 10. Oktober kehrte der Geleitzerstörer in die Buckner Bay, Okinawa zurück. Vier Tage später stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr ostwärts. Der Geleitzerstörer fuhr über das Atoll Eniwetok und der Marinebasis Pearl Harbor an die kalifornische Küste. In dem Hafen der Marinebasis von San Diego machte man am 5. November das Kriegsschiff fest. Am 11. Mai 1946 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. Den namen USS LA PRADE ( DE-409 ) strich man am 15. Januar 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 15. Januar 1973 zum verschrotten.


USS LA PRADE ( DE-409 )
Commanding Officer

LCDR C. M. Fellows        20. April 1944 – ?

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