USS ULVERT M MOORE ( DE-442 )

USS ULVERT M MOORE ( DE-442 )

Biografie

Ulvert Matthew Moore
* 26. August 1917 in Williamson, West Virginia
† 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway Island

Ulvert Matthew Moore war der Sohn von Lloyd Elmer Moore und Effie May Vines Moore, die am 1. September 1913 in Staunton, Virginia geheiratet hatten. Er hatte einen bruder, Ralph Norwood Moore. Ulvert schloss 1936 sein abitur ab und besuchte zwei Jahre lang das Bluefield College in Bluefield, West Virginia. Auf diesem College war er ein Mitglied von Eta Tau Beta, dem Varsity Club, im Tennis Team und war ein Cheer Leader. Im Herbst 1938 wechselte Ulvert an die Universität von west Virginia in Morgentown, wo er ein Mitglied der Kappa Alpha Bruderschaft war. Im Mai 1940 schloss er sein Studium ab. Wenige Monate später, am 16. September 1940 meldete er sich auf der Naval Reserve Air Base in Washington DC als Seaman Second Clas und schrieb sich in das US Naval Reserve Flugprogramm ( V-5 ) ein. Unter Anleitung absolvierte er am 15. November 1940 sein Eliminierungsflugtraining. Anschließend versetzte man ihn in den inaktiven Dienst und schickte ihn nach Hause, wo er weitere Befehle abwarten sollte. Seaman Second Clas Moore meldete sich bei der Naval Air Station in Jacksonville, Florida und wurde dort am 14.Januar 1941 zum Aviation Cadet ernannt. Nach der Flugausbildung in Jacksonville und Miami, Florida erhielt er sein Navy Pilotenabzeichen.
Man beförderte ihn am 6. Juni 1941 zum Ensign. Ab diesem Tag erhielt er dann eine fortgeschrittene Trägerausbildung in Norfolk, Virginia. Nach Abschluss der Ausbildung versetzte man Moore in das Torpedo Squadron Eight ( VT-8 ), welches auf dem Flugzeugträger USS HORNET ( CV-8 ) stationiert war. Nach monatelangem Shakedown-Training vor der US-Ostküste und in der Karibik durchquerte die USS HORNET mit Begleitschiffen am 11. März 1942 den Panamakanal und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Hier starteten die Douglas TBD-1 Devastator von dem Flugzeugträger auf und landeten auf dem Air Station. Die USS HORNET fuhr anschließend weiter zur Naval Air Station Alameda, Kalifornien. Hier wurden 16 B-25 Bomber verladen, die unter dem Kommando von Lieutenant Colonel Jimmie Doolittle den ersten Angriff auf das japanische Festland fliegen sollten. Die Piloten und ihre Funker der Torpedo Squadron Eight hoben wenige Tage später mit ihren Maschinen von der Air Station in San Diego ab und flogen zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Auch Ensign Moore flog zusammen mit seinem Funker und Kanonier ARM3 William Franklin Sawhill ( 8. Juli 1919 in Mansfield, Richland County, Ohio – 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway ). Das Geschwader führte Lieutenant Commander John Charles Waldron ( 21. August 1900 in Fort Pierre, Stanley County, South Dakota – 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway ). Nachdem von der USS HORNET die B-25 Bomber abgehoben waren und in Richtung japanisches Festland flogen, fuhr der Flugzeugträger zur Marinebasis Pearl Harbor um beölt zu werden. Das Geschwader der Douglas TBD-1 Devastator wechselte jetzt wieder an Bord des Trägers. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ die USS HORNET wieder die Hawaiianischen Gewässer und eilte in Richtung Korallenmeer, um die dortigen amerikanischen Träger USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS YORKTOWN ( CV-5 ) in der bevorstehenden Schlacht zu unterstützen. Aber die USS HORNET kam zu spät und kehrte um. Der Träger lief am 26. Mai wieder in Pearl Harbor ein. Zwei Tage später verließ der Flugzeugträger zusammen mit der USS ENTERPRISE ( CV-6 ) wieder die Marinebasis und fuhr zu den Midway Inseln. Da man durch die abgefangenen japanischen Funksprüche in der Annahme war, dass die nächste große Schlacht dort geschlagen werden würde. Früh am Morgen des 4. Juni 1942 starteten von der USS HORNET die gesamte Luftgruppe von 59 Flugzeugen, um die japanischen Träger anzugreifen. Torpedo Squadron Eight (VT-8) fand die feindlichen Träger und ohne Kämpferschutz begannen sie den Angriff auf die IJN AKAGI. Alle 15 Flugzeuge von VT- Eight brachten ihren Angriff durch einen Ansturm von japanischen Abfangjägern und Flugabwehrfeuer. Ein Torpedoflugzeug nach dem anderen ging in Flammen auf und stürzte ins Meer. Von den 30 Besatzungsmitgliedern fanden 29 den Tod. Auch Ensign Ulvert Matthew Moore und sein Funker und Kanonier ARM3 William Franklin Sawhill kehrten nicht zurück. Nach dem Action Report von der USS HORNET vom 13. Juni 1942 wurden nach der Schlacht die beiden als „Während des Einsatzes vermisst“ aufgelistet. Am 5. Juni 1943 wurden sie offiziell für Tot erklärt. In diesem Bericht schlug Captain Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ), Kommandant der USS HORNET, jedes Mitglied von Torpedo Squadron Eight, das am 4. Juni 1942 an der Schlacht teilgenommen hatte, für die Ehrenmedaille des Kongresses vor. Ensign Ulvert Matthew Moore erhielt posthum das Navy Cross, das Purple Heart und die Presidential Unit Citation verliehen.


USS ULVERT M MOORE ( DE-442 )

Schiffsbiografie

Die USS ULVERT M MOORE ( DE-442 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Ulvert Matthew Moore benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das zweiundsechzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Newark, New Jersey wurde am 2. Dezember 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Effie May Vines Moore, Mutter von Ensign Ulvert Matthew Moore, taufte am 7. März 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Franklin Delano Roosevelt, Jr. ( 17. August 1914 auf Campobello Island, Charlotte County, New Brunswick, Kanada – 17. August 1988 in Poughkeepsie, Dutchess County, New York ), Sohn von US Präsident Franklin Delano Roosvelt, stellte am 18. Juli 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS ULVERT M MOORE bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte, begann in der New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York eine Kontrolle der Schiffshaut und die Endausrüstung. Am 18. September stach der Geleitzerstörer von der Werft aus in See und eskortierte den Geleitflugzeugträger USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) bis in den Hafen von Norfolk, Virginia. Am 5. Oktober stach die USS ULVERT M MOORE zusammen mit dem Schwesterschiff USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ) in See und eskortierten die Öltanker USS TALUGA ( AO-62 ) und USS ACUILLA ( AO-56 ) nach Aruba, Niederländisch – Westindien. Von dort aus fuhren beide Geleitzerstörer zum Panamakanal, den sie am 11. Oktober durchquerten. Für die Kriegsschiffe ging die Fahrt zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien weiter, wo sie am 22. Oktober anlegten. Hier beölte man die Geleitzerstörer und bunkerte Munition und Proviant. Am Morgen des 23. Oktober verließen beide Kriegsschiffe diese Marinebasis und fuhren zum Hafen von San Pedro, Kalifornien. Hier wartete das Schlachtschiff USS COLORADO ( BB-45 ) auf seine Eskorte. Am 24. Oktober verließen die drei Kriegsschiffe die kalifornische Küste und fuhren zu den Hawaiianischen Inseln. In die dortige amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii liefen sie am 30. Oktober ein. Ab diesem Tag integrierte man die USS ULVERT M MOORE in die Task Group 12.3, eine Hunter Killer Group. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und die Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE, USS KENDALL C CAMPBELL, USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ) und USS SNYDER ( DE-745 ). Grund für die Erstellung dieser Group war das japanische U-Boot IJN I-12, Kommandant Commander Kudo Kaneo. Dieses hatte auf der Position 31° 55’ Nord, 139° 45’ West am Abend des 29. Oktober um 21:05 Uhr in einer untergetauchten Position das Liberty Schiff SS JOHN A JOHNSON ( 7.176 BRT ) torpediert. Das amerikanische Versorgungsschiff war auf dem Weg von San Francisco, Kalifornien nach Pearl Harbor und hatte 6.900 Tonnen Lebensmittel, 140 Tonnen Sprengstoff und eine Deckladung LKWs geladen. Das Versorgungsschiff erhielt einen Torpedotreffer auf der Steuerbordseite. Die massive Explosion lässt das Schiff in Höhe der Brücke auseinanderbrechen. Zehn Besatzungsmitglieder kommen dabei ums Leben. Die restlichen Mannschaftsmitglieder retten sich in die Rettungsboote. Eines davon wird von dem japanischen U-Boot gerammt und die anderen mit Maschinengewehren und Pistolen beschossen. Sechs weitere Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. 24 Stunden nach dem Angriff werden die Überlebenden von dem Patrouillenboot USS ARGUS ( PY-14 ) gerettet und nach San Francisco gebracht. Die Kriegsschiffe der TG 12.3 machen nun Jagd auf das feindliche U-Boot um es zu zerstören. Ständig sind Piloten aus der Staffel VC-83 der USS CORREGIDOR mit ihren Grumman TBM-1C „Avengers“ in der Luft und suchen. Am 2. November wird ein unbekanntes U-Boot entdeckt und angegriffen. Zwei Tage später erfolgt ein zweiter Angriff auf ein ebenfalls unbekanntes U-Boot das auch zwischen den Hawaiianischen und den Kalifornischen Gewässern operierte. Die Geleitzerstörer suchten an beiden Tagen nach den nichtidentifizierten U-Booten, fanden aber nichts. Am 19. November kehrten die Kriegsschiffe nach Pearl Harbor zurück. Die USS ULVERT M MOORE ging längsseits zu dem Zerstörertender USS YOSEMITE ( AD-19 ). Bis zum 23. November wurden an dem Zerstörer Reparaturen vorgenommen. Gleichzeitig versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 12.4. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI ( CVE-72 ) und die Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE, USS KENDALL C CAMPBELL, USS SNYDER, USS WILLIAM SEIVERLING und USS GOSS ( DE-444 ), der erst im Dezember zu dieser Gruppe stieß. Am 24. November verließen diese Kriegsschiffe die Hawaiianischen Gewässer und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Auf dem Weg dorthin begannen die Kriegsschiffe mit Anti-U-Boot Patrouillen auf den Versorgungswegen und erreichten am 2. Dezember das Atoll Eniwetok, Marshall Islands und am 7. Dezember das Atoll Ulithi. Von diesem Atoll aus begann nun der Geleitflugträger und die Geleitzerstörer mit ihrer Anti-U-Boot Patrouillenfahrt zwischen dem Atoll Eniwetok, dem Atoll Ulithi und der Insel Saipan, Nördliche Marianen. Bis zum 28. Dezember hielten diese Schiffe diese Fahrten bei. An diesem Tag kehrten sie zum Atoll Ulithi zurück. Hier integrierte man die USS ULVERT M MOORE in die Task Undergroup 77.5, einer Hunter Killer Group, die von Captain J. C. Cronin kommandiert wurde. In der TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI und die Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE, USS KENDALL C CAMPBELL, USS WILLIAM SEIVERLING, USS GOSS und USS STAFFORD ( DE-411 ). Am 28. Dezember verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zur Kossol Roads bei den Palau Inseln. Diese Hunter Killer Group sollte auf der Fahrt zwischen den philippinischen Inseln für die Kriegsschiffe der TG 77.4 und der TG 77.2 der Radarvorposten sein. Die Schiffe der TG 77.5 fuhr zuerst nach Leyte, Philippinen, von dort aus durch die Surigao Straße, wandte sich nach Westen und fuhr entlang der Nordküste von Mindanao, bevor sie nach Norden abbog um die Küsten von Negros, Panay und Mindoro zu umrunden. Ziel war die philippinische Insel Luzon. Zwei Mal am Vormittag des 4. Januar musste die USS ULVERT M MOORE zu dem Öltanker USS SUAMICO ( AO-49 ). Der Geleitzerstörer wurde beim ersten Mal beölt und beim zweiten Mal übernahm er Post. Am Nachmittag desselben Tages wurde diese Post mit hoher Geschwindigkeit zu den einzelnen Schiffen gebracht. Während die USS ULVERT M MOORE noch längsseits zu dem Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) fuhr, bemerkte der Ausguck auf dem Geleitzerstörer das ein japanisches Flugzeug von hinten in den Luftraum der Geleitflugzeugträger eindrang. Dieser Kamikazepilot stürzte sich um 17:14 Uhr auf den Geleitflugzeugträger USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ). Der Geleitzerstörer war da nur 910 Meter entfernt. Dieses feindliche Flugzeug schlug von der Steuerbordseite her kommend auf dem Geleitflugzeugträger ein. Zwei mitgeführte Bomben brachten das große Schiff nach ihren Explosionen zum erzittern. Weitere schwere Explosionen folgten, die dem Schiff den Rest gaben. Es war verloren. Die USS ULVERT M MOORE eilte sofort zu dem verunglückten Kriegsschiff zu Hilfe. Auf dem Weg dorthin wurden vier Besatzungsmitglieder des Geleitflugzeugträgers aus dem Wasser gerettet. Einer davon verstarb noch während der Rettungsaktion. Alle drei geretteten hatten schwere Verbrennungen und standen unter Schock. Die USS OMMANEY BAY musste um 18:45 Uhr von dem Zerstörer USS BURNS ( DD-588 ) mit einem Torpedo versenkt werden. Um 0:39 Uhr des 5. Januar ging die USS ULVERT M MOORE längsseits zu dem Geleitflugzeugträger USS TULAGI und blieb dort bis 2:05 Uhr Noch drei weitere Male musste der Geleitzerstörer zu dem Führungsschiff der TG. Zwei Mal wegen feindlicher Flugzeuge und ein Mal wegen eines Unterwasserkontaktes, der sich aber als freundlich herausstellte. Am Nachmittag gegen 16:55 Uhr befanden sich die Schiffe in der Mindoro Straße. Da gab man auf den Schiffen der TG Luftalarm. Acht japanische Flugzeuge näherten sich der TG. Umgehend begannen die Geschützmannschaften auf die Kamikazepiloten zu schießen. Vier davon wichen aus und suchten sich ein anderes Ziel. Drei der noch anfliegenden Maschinen konnten rechtzeitig abgeschossen werden, eines der japanischen Flugzeuge hatten die Geschützmannschaften der USS ULVERT M MOORE abgeschossen, aber eines der Flugzeuge schlug in die USS STAFFORD ein und in unmittelbarer Nähe krachte ein Kamikazepilot mit seiner Maschine in den australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA. Die USS ULVERT M MOORE ging an der Backbordseite der USS STAFFORD längsseits. Der Kamikazepilot war von der Steuerbordseite her achtern zwischen dem Maschinenraum und dem Feuerraum eingeschlagen. Das Schiff schien verloren. Die USS ULVERT M MOORE übernahm 54 Mannschaftsmitglieder und 3 Offiziere, während auf der Steuerbordseite der Zerstörer USS HALLIGAN ( DD-584 ) längsseits lag und ebenfalls Überlebende an Bord nahm. Der Geleitzerstörer und der Zerstörer warteten nun gemeinsam auf den Flottenschlepper USS QUAPAW ( AT-110 ) der die USS STAFFORD ins Schlepptau nehmen sollte. Früh am Morgen des 6. Januar näherte sich ein japanischer Sturzkampfbomber den vier Schiffen und wurde abgeschossen. An diesem Tag, um 18:49 Uhr löste der Zerstörer USS RALPF TALBOT ( DD-390 ) die USS HALLIGAN ab. In den ersten stunden des 7. Januar näherte sich wieder ein japanisches Flugzeug den vier amerikanischen Schiffen. Die Geschützmannschaften der USS ULVERT M MOORE schossen es ab. Kurz nach dieser Episode übernahm die USS RALPF TALBOT die geretteten Crewmitglieder der USS STAFFORD von der USS ULVERT M MOORE. Der Geleitzerstörer verließ kurz danach die Formation und eilte den Schiffen der TG 77.5 hinterher. An diesem 7. Januar erreichten die Kriegsschiffe der TG 77.5 den Lingayen Golf und beginnen mit der Suche nach feindlichen U-Booten. Damit unterstützten sie die Angriffsflotte. Auf der Fahrt erhielt man auf der USS ULVERT M MOORE den Befehl den Zerstörer USS LA VALLETTE ( DD-448 ) bei der Suche eines U-Bootes, welches von einem Flugzeug aus entdeckt worden war da dies sich auf der Wasseroberfläche befand, behilflich zu sein. Zu der Gruppe stieß nun noch die USS GOSS und der Zerstörer USS JENKINS ( DD-447 ). Am 30. Januar um 15:57 Uhr erhält die USS LA VALLETTE einen Kontakt und lässt Wasserbomben abwerfen. Ohne Ergebnis. Bald danach ist der Kontakt auch weg. Die Gruppe von Kriegsschiffen sucht die gesamte Nacht über, mit negativem Ergebnis. Am 31. Januar 1945 um 16:07 Uhr verlässt die USS ULVERT M MOORE diese Formation und fährt näher an die Kriegsschiffe der TG 77.4. Unterwegs erhält der Geleitzerstörer eine Funknachricht von dem Leichten Kreuzer USS BOISE ( CL-47 ), wo von einem aufgetauchten U-Boot berichtet wird. 125 Meilen Südwestlich von Manila operiert der Leichte Kreuzer USS BOISE zusammen mit den Zerstörer USS JENKINS, USS BELL ( DD-587 ) und USS O´BANNON ( DD-450 ) um japanische Transporte nach Luzon abzufangen. Gegen 19:55 Uhr nimmt der Leichte Kreuzer USS BOISE ( CL-47 ) einen Oberflächen Radarkontakt auf. Die USS BELL, erkennt auf dem SG-Radar einen Kontakt bei 9250 Metern Entfernung. Die USS BELL und die USS O´BANNON untersuchen diesen Kontakt. Durch ihr Sonar erkennen sie diesen Kontakt als japanisches U-Boot und werfen Wasserbomben. Der Kontakt verliert sich. Um 20:37 Uhr eilte die USS ULVERT M MOORE zu Hilfe. Die USS BELL hat mittlerweile den Kontakt wieder aufgenommen und schießt wieder Wasserbomben über Bord. Es dauert nicht lange und ein Ölteppich bildet sich auf der Wasseroberfläche. Um 21:22 Uhr erreicht auch die USS JENKINS die USS BELL, übernimmt deren Aufgabe und jagt weiter das U-Boot. Die USS ULVERT M MOORE erhält um 22:10 Uhr einen Kontakt und feuert vier Minuten später ein Muster von 24 Mark 10 Hedgehogs ab. Um 22:27 folgt ein zweites Muster an 24 Hedgehogs. Drei Explosionen waren unter Wasser zu hören, die sich mit knirschenden Geräuschen vermischten. Um 23:02 wurde eine weitere Ladung Hedgehogs über dem sich langsam bildenden Ölteppich abgefeuert. 12 Sekunden später folgt ein scharfer Ton, gefolgt von deutlichen Blasen- und Zischgeräuschen. Eine große Luftblase platzt an der Wasseroberfläche. Gegen 00:15 Uhr schießt man den letzten Hedgehog ab. Einige Tage später ist es Gewissheit, dass es das japanische U-Boot RO-115 war. Dieses sollte japanische Piloten von Luzon evakuieren, hörte aber auf keinen Funkspruch mehr. Am 5. Februar kehrten die Schiffe der TG 77.5 zum Atoll Ulithi zurück. Hier gliederte man die USS KENDALL C CAMPBELL in die Task Undergroup 50.7.3 ein, die Captain J. C. Cronin kommandierte. In dieser TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI und die Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE, USS KENDALL C CAMPBELL, USS WILLIAM SEIVERLING und USS GOSS. An den Schiffen werden einige Reparaturen vorgenommen. Am 19. Februar verlassen diese Kriegsschiffe das Atoll und fahren zur Bonine Insel Iwo Jima, wo an diesem Tag die Anlandungsoperation begann. In den Gewässern rund um die Inselgruppe beginnen die Schiffe der TU mit der Suche nach japanischen U-Booten. Bis zum 11. März bleiben sie und kehren erst an diesem Tag zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf die Operation „Iceberg“ zur Eroberung Okinawas vor, der größten amphibischen Operation im pazifischen Raum während des Krieges. Dazu versetzte man die USS ULVERT M MOORE in die Task Group 52.1.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS TULAGI, USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS PETROF BAY ( CVE-80 ), USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ) und USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ), die Zerstörer USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS BRADFORD ( DD-545 ) und USS BOYD ( DD-544 ) sowie die Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE,USS KENDALL C CAMPBELL, USS WILLIAM SEIVERLING, USS GOSS, USS FLEMING ( DE-32 ) und USS SEDERSTROM ( DE-31 ). Ab dem 11. März begannen für die Schiffe der TU mehrere Trainingsmanöver die bis zum 21. März andauerten. Während dieser Trainingsmanöver eskortierten die Schiffe der TU die Schlachtschiffe, Kreuzer und deren Sicherungsschiffe aus der Task Group 54.1. Die Schiffe der TU 52.1.2 verließen am 21. März das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung Okinawa. Dabei übernahmen die Trägerflugzeuge die Luftsicherung. Das Zielgebiet erreichten die Schiffe der TU 52.1.2 am folgenden Tag. Sofort wurden die japanischen Stellungen auf den Kerama Retto Inseln bombardiert. Am 25. März begann die Invasion der Inseln, die rund 20 Seemeilen südwestlich von Okinawa liegen. Schon am 26. März verlagerten die Schiffe der Task Group 52.1 ihre Positionen vor Okinawa und begannen dort ihr Bombardement gegen feindliche Küstenbefestigungen. Dieser Beschuss dauerte bis zum 31. März. Am 1. April begann die amphibische Landeoperation auf Okinawa und die Trägerflugzeuge der Task Group 52.1 unterstützten die Sturmtruppen. Noch stieß man auf geringen Widerstand. Doch schon drei Tage später befanden sich japanische Kamikazepiloten in der Luft und stürzten sich auf die Geleitflugzeugträger der Task Undergroup. Dabei befanden sich diese ungefähr 110 Seemeilen Östlich der Nakagusuku Bay, Okinawa. Diesen Angriff konnten die Zerstörer und Geleitzerstörer erfolgreich abwehren. Nur der USS WAKE ISLAND wurde erheblicher Schaden zugefügt. Am 12. April ereilte die USS ULVERT M MOORE die Todesnachricht von US Präsident Franklin Delano Roosevelt. Für LCDR Roosevelt, Jr. war das der schrecklichste Kampftag vor Okinawa. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TU vor Sakishima Gunto. Man bombardierte dort japanische Stellungen. Drei Tage später befanden sich die Schiffe wieder in den Gewässern rund um Okinawa und beteiligten sich erneut an den Kämpfen um die wichtige japanische Insel. Es wurden nun nicht nur japanische Stellungen beschossen, sondern auch in den Gewässern vor Okinawa patrouilliert, auf der Suche nach feindlichen Schiffen. So konnten Trägerflugzeuge der USS TULAGI rund 220 Seemeilen Südöstlich von Okinawa das japanische U-Boot I-44 versenken. Allerdings gab es fast jeden Tag feindliche Luftangriffe. Die Selbstmordpiloten konnten mit ihren Maschinen nur schwer gestoppt und abgeschossen werden. Unter den Schiffen der TU gab es einige Verluste zu beklagen. Die USS ULVERT M MOORE blieb bis zum 28. Mai in der Task Undergroup 52.1.2. Der Geleitzerstörer beteiligte sich an der Sicherung der Geleitflugzeugträger, rettete abgeschossene Piloten, übernahm die Luftraumüberwachung und beteiligte sich an der Abwehr von Kamikazeangriffen. An diesem 28. Mai gliederte man die Task Force 52 um und integrierte deren Schiffe in die Task Force 32. Die USS ULVERT M MOORE blieb aber nicht in dem Kampfgebiet und eskortierte einen Schiffskonvoi zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Das Kriegsschiff lief am 6. Juni in den dortigen Hafen Apra Harbour ein. Noch am selben Tag verließ der Geleitzerstörer wieder diese Insel und fuhr zum Atoll Ulithi weiter. Hier unterzog sich das Kriegsschiff mehreren Reparaturen und einer umfangreichen Überholung. Die USS ULVERT M MOORE verließ am 19. Juli wieder das Atoll und fuhr nach Guam. Hier wartete der Geleitflugzeugträger USS SALAMAUA ( CVE-96 ), der nach seinen am 5. Juni erlittenen Beschädigungen während eines Taifuns hier zur Reparatur lag. Der Geleitzerstörer erreichte am 23. Juli Guam. Beide Kriegsschiffe begannen ab dem folgenden Tag mit ihrer Anti-U-Boot Patrouille auf den Schifffahrtswegen zwischen den Nördlichen Marianen und Okinawa. Am 28. Juli reihte sich der Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING in die Kampfgruppe ein. Ab dem 30. Juli wurden die Patrouillenfahrten auf die Schifffahrtswege zwischen der philippinischen Insel Leyte und Okinawa verlegt. Am 6. August warfen die amerikanischen Luftstreitkräfte eine Atombombe über Hiroshima ab und wiederholten dies am 9. August über Nagasaki. Grund dafür war der schnellere Zusammenbruch des japanischen Widerstandes. Zu diesem Zeitpunkt der beiden Abwürfe und der daraus am 15. August resultierenden bedingungslosen Kapitulation, operierte die USS ULVERT M MOORE, die USS WILLIAM SEIVERLING und die USS SALAMAUA östlich von der Insel Formosa im Südchinesischen Meer. Alle drei Kriegsschiffe verließen an diesem 15. August ihr Operationsgebiet und fuhren in die San Pedro Bay, Leyte. Hier legten sie wenige Tage später an. Am 25. August legten sie gemeinsam wieder ab und eskortierten einen Schiffskonvoi bis in die Tokyo Bay, wo sie am 2. September eintrafen und an der historischen Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde, die auf dem Schlachtschiff USS MISSOURI ( BB-63 ) stattfand, teilnahmen. Die USS ULVERT M MOORE begann nun in japanischen Gewässern mit U-Boot und Minenpatrouillen und der Begleitung von amerikanischen Besatzungstruppen vor der japanischen Küste. Anschließend wechselte der Geleitzerstörer in philippinische Gewässer und war dort auf der Suche nach Seeminen, die mit gezielten Schüssen vernichtet wurden. Anfang November verließ das Kriegsschiff die Philippinen und fuhr über das Atoll Eniwetok und der Marinebasis Pearl Harbor an die US Westküste. Am 22. November legte die USS ULVERT M MOORE in der Marinebasis San Diego an. Hier bereitete man das Schiff auf seine Inaktivität vor. Am 24. Mai 1946 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS ULVERT M MOORE aus der Pazifikreserveflotte und begann den Geleitzerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Man stellte den Geleitzerstörer am 27. Januar 1951 in den Dienst der US Navy und versetzte ihn in die CortRon 9. Zu dem Geleitzerstörergeschwader gehörte auch die USS WILLIAM SEIVERLING. Nach dem Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die das Kriegsschiff in den Gewässern vor San Diego durchführte, verließ die USS ULVERT M MOORE am 19. April die kalifornische Küste und fuhr in den Fernen Osten. Der Geleitzerstörer erreichte am 17. Mai Sasebo, Japan. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Force 72. Diese Schiffe sollten Patrouillen vor der Insel Formosa durchführen, um mögliche Einfälle der kommunistischen Chinesen gegen die Nationalistischen Chinesen abzuwehren. Am 10. Juni befreite man die USS ULVERT M MOORE von dieser Pflichtaufgabe und verlegte sie nach Okinawa. Der Geleitzerstörer legte in der dortigen Buckner Bay zwei Tage später an. Von hier aus beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Anti-U-Boot Übungen. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer zu den japanischen Hauptinseln. Am 16. Juni legte das Kriegsschiff im Hafen von Yokosuka an. Neun Tage später stach die USS ULVERT M MOORE wieder in See und fuhr in Richtung koreanische Westküste. Hier sollte der Geleitzerstörer die Eskorte über den britischen Flugzeugträger HMS GLORY ( R62 ) übernehmen, der sich im Patrouilleneinsatz befand. Im August lag die USS ULVERT M MOORE vor der Küste von Wonsan und beteiligte sich an dem Bombardement auf feindliche Ziele und an der verhängten Seeblockade. Außerdem führte das Kriegsschiff eine Minensuchoperation durch. Dabei wurden die daran beteiligten Schiffe von kommunistischen Landbatterien unter Beschuss genommen. Die Schiffsgeschütze der USS ULVERT M MOORE deckten den Rückzug der leichter gebauten Minensuchboote. Der Geleitzerstörer beteiligte sich dann an mehreren Patrouillen bis nach Songjin und Chongjin, Korea, wo er sich an Küstenbombardierungen beteiligte. Am 25. August kehrte das Kriegsschiff nach Sasebo zurück und musste sich hier einigen Reparaturen unterziehen. Im folgenden Monat setzte die USS ULVERT M MOORE ihre Operationen vor der koreanischen Küste fort. Der Geleitzerstörer beteiligte sich an Küstenbombardements und an Call – Fire – Missionen zur Unterstützung der Bodentruppen der Vereinten Nationen in Wonsan, Songjin und Chongjin an der Ostküste Koreas. Das Kriegsschiff verließ Ende September die koreanischen Gewässer und fuhr nach Okinawa. Auf dem Weg dorthin wurden mehrere Anti-U-Boot Übungen durchgeführt. Doch Taifun Ruth, der vom 8. bis zum 15. Oktober andauerte, verhinderte den erfolgreichen Abschluss dieser Übungen und zwang die Schiffe der CortDiv 9 nach Korea zurück. Am 14. Oktober erreichte die USS ULVERT M MOORE wieder die koreanische Küste und begann bei Hungnam mit ihrer Blockadepatrouille und beobachtete den feindlichen Nachschubverkehr an Land. Früh am Morgen des 17. Oktober beschossen kommunistische Küstenbatterien das Kriegsschiff. Eine Granate davon drang in den Maschinenraum ein und tötete einen der dortigen Crew. Außerdem wurden ein Offizier und ein weiteres Mannschaftsmitglied durch herumfliegende Splitter verletzt. Das sofort aktivierte Schadensbegrenzungsteam reagierte schnell und konnte den Schaden zügig beheben. Die USS ULVERT M MOORE konnte dadurch auf ihrem Posten bleiben, beteiligte sich an der Küstenbombardierung, diente bei der U-Boot Patrouille und suchte nach feindlichen Dschunken, die Kriegsmaterial transportierten, oder Minen und zerstörte beides. Am 26. Oktober verließ der Geleitzerstörer die koreanischen Gewässer und fuhr über Japan an die US Westküste. Das Kriegsschiff lief am 26. November in die Marinebasis San Diego ein. Von dort aus wechselte die USS ULVERT M MOORE in die San Francisco Naval Shipyard in San Francisco, Kalifornien und erhielt hier in der Werft eine umfassende Generalüberholung. Nach Abschluss dieser Arbeiten begann für den Geleitzerstörer ein Anti-U-Boot und Luftverteidigungstraining vor der kalifornischen Küste. Damit begann für das Kriegsschiff der zweite Einsatz vor der koreanischen Küste. Dieser begann am 18. Oktober 1952 mit dem Ablegen in San Diego. Die USS ULVERT M MOORE nahm während dieses Einsatzes an Operationen teil, die den kommunistischen Küstenschienenverkehr und die feindlichen Logistikbewegungen unterbrechen sollten. Diese Aufgaben nahm der Geleitzerstörer bis zum 19. Dezember wahr. Danach beteiligte sich das Kriegsschiff vom 27. Dezember bis zum 9. Januar 1953 vor der Küste von Okinawa an mehreren Hunter Killer Übungen. Am 31. März setzte man unter anderem die USS ULVERT M MOORE innerhalb der Task Group 95.3 zur bedingungslosen Durchsetzung japanischer und südkoreanischer Fischereirechte in nordkoreanischen Gewässern ein. Wenige Tage später verließ der Geleitzerstörer den Fernen Osten und fuhr an die kalifornische Küste zurück. In der Marinebasis San Diego machte man am 6. Juni das Kriegsschiff fest. Nach der Durchführung lokaler Operationen, einschließlich der U-Boot-Abwehr, der Luftverteidigung und dem Typentraining, verließ die USS ULVERT M MOORE am 20. Mai 1954 erneut die kalifornische Küste und fuhr in den Fernen Osten. Der erste Anlaufhafen war Yokosuka. Während dieses Einsatzes bestand für den Geleitzerstörer hauptsächlich die Aufgabe Flottentanker und Munitionsschiffe zu eskortieren. Außerdem nahm das Kriegsschiff an einer amphibischen Landungsübung, einer Hunter Killer Trainingsübung und einer U-Boot Übung mit Schiffen aus der kolumbianischen, der britischen und niederländischen Marine teil. Während dieses Einsatzes musste der Geleitzerstörer drei Taifune überstehen. Der erste hieß „Grace“, da lag das Kriegsschiff im Hafen von Sasebo. Der zweite, „June“, war während eines Einsatzes mit einer Taifun-Evasion Task Force in der Bucht von Tokyo und der dritte, „Lorna“, während die USS ULVERT M MOORE auf See vor der Südostküste Japans operierte. Nach Abschluss dieser Einsatzkreuzfahrt fuhr der Geleitzerstörer über Midway Island und der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor nach San Diego. Auf dieser Heimfahrt geriet das Kriegsschiff in einen Sturm, der zehn Tage lang anhielt. Die sturmgepeitschten Wellen erschütterten die USS ULVERT M MOORE in ihren Grundfesten und brachten den Geleitzerstörer ins Rollen. Nach mehreren lokalen Operationen führte der Geleitzerstörer 1955 ebenfalls eine Kreuzfahrt in den Fernen Osten durch. Am 28. November 1955 legte das Kriegsschiff in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien an und es begann eine Überholung. Dazu wurde die USS ULVERT M MOORE am 15. Dezember ins Dock bugsiert. Gleichzeitig waren dort zur Überholung die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS WISEMAN ( DE-667 ) und USS LEWIS ( DE-535 ). Am 18. Januar 1956 dockte man diese Schiffe wieder aus. Die Überholung der USS ULVERT M MOORE und der USS WILLIAM SEIVERLING war am 11. Februar abgeschlossen. In den beiden Jahren 1956 und 1957 fuhr die USS ULVERT M MOORE erneut zu Einsätzen in den Fernen Osten. Ab Anfang 1958 zog man den Geleitzerstörer zur Operation Skyhook mit heran. Hier wurden Skyhook Ballons von der United States Navy Office of naval Research für die atmosphärische Forschung verwendet, um konstante meteorologische Beobachtungen in sehr großen Höhen durchführen zu können. Die USS ULVERT M MOORE wechselte dann nach Astoria, Oregon. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 10. Oktober 1958 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Den namen USS ULVERT M MOORE ( DE-442 ) strich man am 1. Dezember 1965 von der US Navy – Liste. Man bereitete den ehemaligen Geleitzerstörer als Zielschiff vor. Am 13. Juli 1966 lag das Schiff vor Nicholas Isle, Kalifornien verankert. Flugzeuge von dem Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVA-43 ) attackierten an diesem Tag das Zielschiff. Es wurde zusammen mit dem Geschützfeuer des Trägers versenkt.


USS ULVERT M MOORE ( DE-442 )
Commanding Officer

LCDR Franklin D. Roosevelt, Jr.  (USNR)          18. Juli 1944 – ?

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