USS FIEBERLING ( DE-640 )

USS FIEBERLING ( DE-640 )

Biografie

Langdon Kellogg Fieberling
* 3. Januar 1910 in Oakland, Alameda County, Kalifornien
† 5. Juni 1942 während der Schlacht um Midway

Langdon Kellogg Fieberling war der älteste Sohn von Charles August Fieberling ( 25. Februar 1883 in Oakland, Alamedy County, Kalifornien – 16. Mai 1959 im Alameda County, Kalifornien ) und Mary Louise Kellogg Fieberling ( 4. August 1881 in Oakland, Alameda County, Kalifornien – 26. Dezember 1974 im Alameda County, Kalifornien ). Beide hatten sie am 4. Juli 1908 in San Jose, Kalifornien geheiratet. Langdon schloss 1928 die High School ab. Ihm faszinierte das Meer. Daher heuerte er am 9. Januar 1929 als gewöhnlicher Seemann auf dem Dampfer SS ABSAROKA in San Francisco, Kalifornien an. Nachdem das Schiff den Panamakanal durchquert und im Hafen von San Juan, Puerto Rico einen Zwischenstopp eingelegt hatte, lief es am 12. Februar 1929 im Hafen von New York ein. Noch im selben Jahr heuerte er wieder ab und schrieb sich in der Universität von Kalifornien ein. Hier schloss er sich der Bruderschaft Phi Delta Theta an. Am Ende der Sommerpause seines ersten Studienjahres heuerte Langdon am 26. Juli 1930 erneut als gewöhnlicher Seemann auf dem Dampfer SS ABSAROKA in San Francisco an. Erneut fuhr das Schiff, das Holz geladen hatte, die Route nach New York, wo es am 25. August 1930 anlegte. Danach kehrte er an die Universität zurück und schloss diese 1933 ab. Am 7. Oktober 1935 trat er in die US Naval Reserve ein. Nach der Grundausbildung versetzte man ihn zur Ausbildung zum Piloten. Man ernannte ihn dafür am 27. Juni 1936 zum Aviation Cadet. Fieberling absolvierte sein Flugtraining und wurde am 1. März 1937 zum Ensign und am 1. März 1940 zum Lieutenant ( jg) befördert. Ab dem 1. April 1940 war Fieberling auf der US Naval Air Station in Pensacola, Florida stationiert. Hier half er ab dem 26. Juli 1941 mit dem Aufbau des Torpedo Squadron 8. Am 2. Januar 1942 ernannte man Langdon Kellogg Fieberling zum Lieutenant. Er hatte sich am 21. Mai 1942 auf dem Truppentransporter USS CHAUMONT ( AP-5 ) zusammen mit sechs Piloten seiner Staffel eingeschifft. Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier lag der Flugzeugträger USS HORNET ( CV-8 ) ab dem 26. Mai. Dieses Kriegsschiff verließ zwei Tage später die Marinebasis und fuhr zusammen mit anderen Kriegsschiffen zu den Midway Inseln, wo es zur nächsten Schlacht gegen die Japaner kommen sollte. Einen Tag nachdem der Flugzeugträger Pearl Harbor verlassen hatte, traf die USS CHAUMONT dort ein. Jetzt wurden schnell sechs nagelneue TBF-1 Torpedobomber zum Abflug vorbereitet. Am 1. Juni hoben die Flugzeuge ab und überwandten eine Distanz von 1200 Meilen über den offenen Ozean. Nach acht Stunden Flugzeit landeten die Flugzeuge auf der Naval Air Station auf Midway. Hier berichtete Lieutenant Fieberling dem Commander der Base Air Defense über die anrückende Streitmacht der Japaner. Am frühen Morgen am 4. Juni 1942 starteten die Torpedobomber von Midway. Nach anderthalb Stunden Flugzeit wurden die feindlichen Schiffe gesichtet. Sofort gingen die amerikanischen Flugzeuge zum Angriff über. Aber japanische Jagdflugzeuge und Flakabwehrgeschosse vernichteten innerhalb der ersten Minuten fünf der sechs angreifenden Maschinen. Nur Ensign Albert Earnest und Radioman Thirt Clas Harry Ferrier kehrten auf die USS HORNET zurück.
Noch am selben Tag hoben die fünfzehn anderen Torpedobomber der VT-8 von der USS HORNET ab. Keines der Flugzeuge kehrte von seinem Einsatz zurück.
Für seinen Heldenmut verlieh man Lieutenant Langdon Kellogg Fieberling postum das Navy Cross, das Purple Heart und die Presidential Unit Citation.


USS FIEBERLING ( DE-640 )

Schiffsbiografie

Die USS FIEBERLING ( DE-640 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Langdon Kellogg Fieberling benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfundsiebzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 19. März 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Louise Kellogg Fieberling ( 4. August 1881 in Oakland, Alameda County, Kalifornien – 26. Dezember 1974 im Alameda County, Kalifornien ), Mutter von Lieutenant Langdon Kellogg Fieberling, taufte am 2. April 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Edward Earl Lull stellte am 11. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt vor der Küste von San Diego, Kalifornien lag die USS FIEBERLING am 14. Mai im Hafen der Marinebasis San Diego und wurde für eine Übung vorbereitet. Diese fand in den Gewässern vor San Diego zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ) und dem Geleitzerstörer USS KYNE ( DE-744 ) vom 17. bis zum 19. Mai statt. Danach folgte eine Übung in der Nacht vom 22. zum 23. Mai für die USS FIEBERLING zusammen mit der USS DENVER. Danach lag der Geleitzerstörer vom 24. bis zum 26. Mai und vom 30. Mai bis zum 1. Juni in der Marinebasis. Dazwischen war das Kriegsschiff an einer weiteren Übung beteiligt. Am 1. Juni wechselte die USS FIEBERLING wieder nach San Francisco und unterzog sich hier einer Überprüfung sowie einigen Umbauarbeiten. Am 21. Juni 1944 legte die USS FIEBERLING im Hafen von San Francisco ab und fuhr zusammen mit dem Zerstörer USS WEDDERBURN ( DD-684 ) zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diese Marinebasis liefen die beiden Schiffe am 27. Juni ein. Gleich Anfang Juli begann sich die USS FIEBERLING an mehreren Übungen in den Hawaiianischen Gewässern zu beteiligen. Diese wurden bis zum 3. September durch drei Eskortierfahrten zwischen der Marinebasis Pearl Harbor und dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands unterbrochen. Am 8. September verließ der Geleitzerstörer dann die hawaiianische Insel und eskortierte wieder einen Schiffskonvoi zum Atoll Eniwetok. Von hier aus ging die Fahrt über den Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Das Kriegsschiff legte am 27. September im Port Purvis an. Dieser Hafen war für die USS FIEBERLING bis zum 15. Dezember die Operationsbasis. Von hier aus begleitete der Geleitzerstörer Luft-, See- und Rettungsschiffe. Anschließend wechselte der Geleitzerstörer zum Atoll Funafuti, Gilbert and Ellice Islands und war hier bis zum 17. Februar 1945 als Stationsschiff eingesetzt. An diesem Tag fuhr die USS FIEBERLING nach Guadalcanal, Ostsalomonen und beteiligte sich zur Vorbereitung auf den Angriff auf Okinawa, an mehreren amphibischen Landemanövern zusammen mit den Schiffen der 5. US Flotte. Dann versetzte man am 15. März die USS FIEBERLING in die Task Group 53.6 die Captain J. H. Wellings befehligte. Die Schiffe dieser TG waren zur Sicherung der Transportschiffe von der Task Group 53.2 während der Operation „Iceberg“ abgestellt worden. In der TG befanden sich die Zerstörer USS PRINGLE ( DD-477 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS MASSEY ( DD-778 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS LANG ( DD-399 ) und USS STACK ( DD-406 ), die Geleitzerstörer USS FIEBERLING, USS GENDREAU ( DE-639 ), USS WILLIAM C CODE ( DE-641 ), USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) und USS BEBAS ( DE-10 ), die Schnellen Truppentransporter USS CHARLES LAWRENCE ( APD-37 ) und USS ROPER ( APD-20 ), zwei U-Boot-Jäger-Geleitboote und ein U-Boot-Jäger. Am 15. März verließen die Schiffe der TG 53.6 den Hafen von Tulagi und fuhren nach Okinawa. In die Gewässer dieser Insel drangen die amerikanischen Kriegsschiffe am 31. März ein. Der Angriff auf diese letzte japanische Insel vor den Hauptinseln erfolgte ab dem 1. April 1945. Gleich ab dem ersten Tag sahen sich die amerikanischen Schiffe vermehrt japanischen Kamikazepiloten gegenüber die sich auf sie stürzten. Die USS FIEBERLING wurde an diesem 1. April zur Bedeckung der Landungsschiffe eingesetzt und führte Anti-U-Boot Patrouille vor der Insel durch. Am 5. April gab es U-Boot Alarm auf dem Geleitzerstörer. Ein Kaiten, ein japanisches bemanntes Torpedo, war in den Operationsraum der amerikanischen Schiffe eingerungen. Doch noch bevor der japanische Pilot des Zweg-U-Bootes sich ein lohnendes Ziel ausgesucht hatte, war der Geleitzerstörer schon in der Nähe und vernichtete es. Am folgenden Tag begann der massivste feindliche Luftangriff auf die amerikanischen Kriegsschiffe. Die USS FIEBERLING selber lag an diesem Tag rund 15 Seemeilen nordsöstlich von Ie Shima. Ein Kamikazepilot, der mit seiner Maschine den Geleitzerstörer angriff, konnte zwar abgeschossen werden, allerdings war dies unmittelbar in der Nähe des Schiffes. Die umherfliegenden Trümmerteile des japanischen Flugzeugs verursachten erhebliche Schäden an den aufbauten des Kriegsschiffes. An diesem 6. April hatte sich auch ein Kamikazepilot auf den Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) gestürzt und erheblichen Schaden verursacht. Das Kriegsschiff blieb Einsatztauglich und verweilte auf seiner Radarvorpostenstation. Doch die USS HOWORTH sollte dann doch das Einsatzgebiet verlassen und sich für die Reparaturarbeiten an die US Westküste begeben. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Undergroup 51.29.11. In dieser TU befand sich neben dem Zerstörer der Geleitzerstörer USS FIEBERLING und der Schnelle Truppentransporter USS BARR ( APD-39 ). Am 10. April verließen diese drei Schiffe und die der Task Undergroup 51.29.12 die Gewässer von Okinawa und eskortierten mehrere entleerte Landungsschiffe in Richtung Saipan. Auf dem Weg dorthin trifft man auf das japanische U-Boot IJN I-44. Sofort beginnt die USS FIEBERLING zusammen mit der USS HOWORTH mit der Jagd und wirft mehrere Hedgehogs über Bord. Die dadurch erzeugten Unterwasserexplosionen beschädigen das feindliche U-Boot, aber es kann entkommen. Am 19. April erreichen die Schiffe Saipan. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff und Munition verlässt der Geleitzerstörer wieder die Insel und fährt nach Okinawa zurück. Das Kriegsschiff erreicht am 29. April die Gewässer der Insel. Hier übernimmt die USS FIEBERLING bis zum 28. Juni mehrere Patrouillenfahrten und Radarvorpostenwarnstationen. In dieser Zeit, am 20. Mai, entdeckt man erneut einen bemannten Torpedo. Dieses Zwerg – U-Boot wird vernichtet. Ab dem 28. Juni operiert der Geleitzerstörer zwischen den Inseln Okinawa, Saipan und Guam, Westkarolinen. Dabei ist das Kriegsschiff auf der Suche nach feindlichen Schiffen oder amerikanischen Piloten deren Flugzeuge abgestürzt waren. Diese Patrouillenfahrten endeten für die USS FIEBERLING am 22. Oktober. An diesem Tag eskortierte der Geleitzerstörer mehrere Truppentransporter, die Besatzungstruppen an Bord hatten, von Saipan aus zu japanischen Häfen. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in Richtung der US Westküste. Am 22. November legte das Kriegsschiff im Hafen von Portland, Oregon an und unterzog sich einer intensiven Überholung. Nach Abschluss dieser Arbeiten wechselte die USS FIEBERLING zur Marinebasis San Diego. Hier erfolgten mehrere Auffrischungsübungen. Am 15. März 1946 stach der Geleitzerstörer in See und fuhr an die chinesische Küste. Hier operierte das Kriegsschiff und sollte zur Beruhigung der des erneut ausgebrochenen chinesischen Bürgerkrieges beitragen. Doch mehr wie einen Beobachtungsstatus hatte das Schiff nie. Das Kriegsschiff legte am 13. August wieder in der Marinebasis San Diego an und begann sich an Operationen entlang der US Westküste und in Hawaiianischen Gewässern zu beteiligen. Anschließend testete man auf dem Geleitzerstörer experimentelle Ausrüstungen.
In San Diego stellte man dann am 13. März 1948 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS FIEBERLING ( DE-640 ) strich man am 1. März 1972 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 20. November 1972 zum verschrotten.


USS FIEBERLING ( DE-640 )
Commanding Officer

LCDR Edward Earl Lull         11. April 1944 – ?
LCDR William L. Vaughen         November 1945 – 16. September 1946
LCDR Joseph Clark Spitler          1947 – 13. März 1948

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