USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 )

USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 )

Biografie

Lawrence Coburn Taylor
* 12. Mai 1920 in Santa Ana, Orange County, Kalifornien
† 24. August 1942 während der Schlacht um die Ostsalomonen bei Guadalcanal
war ein Pilot des United States Marine Corps

Lawrence Coburn Taylor trat am 14. Januar 1941 in die Marine Corps Reserve ein. Man ernannte ihn am 24. März 1942 zum Second Lieutenant und diente nach Abschluss der Flugausbildung als Pilot im Pazifik. Am 24. August 1942 kam es zur Schlacht um die Inseln der Ostsalomonen. Die Japaner wollten Entsatztruppen nach Guadalcanal bringen und hatten dafür eine große Anzahl an Kriegsschiffen zusammengezogen. Das Marine Fighter Squadron, in dem sich auch Second Lieutenant Taylor befand, erhielt seinen Auftrag zum Aufsteigen, um eben diese feindlichen Kriegsschiffe anzugreifen. Bei Taylor streikte aber der Motor kurz vor dem Start. Umgehend begann er eilig eine Reparatur und flog dann ebenfalls los. Durch seine hervorragenden Flugkünste und seinem unerschrockenen Mut unter den ungünstigsten Bedingungen, ermöglichten es ihm einen feindlichen Bomber abzuschießen. Der Motor seines Flugzeugs selber streikte danach und zerbarst. Das Flugzeug stürzte ab und ließ Second Lieutenant Lwarence Coburn Taylor keine Chance zum Aussteigen.
Für seinen gezeigten Mut verlieh man ihm posthum den Silver Star.


USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 )

Schiffsbiografie

Die USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Second Lieutenant Lawrence Coburn Taylor ( USMC ) benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtundvierzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Houston, Texas wurde am 20. Dezember 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Lawrence H. Taylor, Mutter von Second Lieutenant Lawrence Coburn Taylor, taufte am 29. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander R. Cullinan, Jr. stellte am 13. Mai 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Geleitzerstörer bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte, legte das Kriegsschiff im Hafen der New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York an. Hier erfolgte die Überprüfung der Schiffshaut, notwendig gewordener Umbau- und Reparaturarbeiten sowie die Endausrüstung. Am 6. August 1944 stach die USS LAWRENCE C TAYLOR in See und fuhr nach Süden zum Panamakanal. Fünf Tage später erfolgte die Durchquerung. Nach einem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien, hier legte das Kriegsschiff nach dem bunkern von Proviant, Munition und Treibstoff am 23. August wieder ab, erreichte der Geleitzerstörer sechs Tage später die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier integrierte man die USS LAWRENCE C TAYLOR in eine Gruppe von Geleitzerstörern, die rund um die Hawaiianischen Inseln mehrere Anti-U-Boot Killer Training absolvierten. Dazu reihte man den Geleitzerstörer in die CortDiv 72 ein und ernannte es zum Flaggschiff. Für die Mannschaft des Kriegsschiffes liefen bis zum 16. Oktober diese Anti-U-Boot Übungen. In dieser Zeit gliederte man die USS LAWRENCE C TAYLOR in die Task Group 30.7, der Hunter Killer Group, ein. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO ( CVE-57 ) und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS MELVIN R. NAWMAN ( DE-416 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS TABBERER ( DE-418 ), USS BEBAS ( DE-10 ) und USS ROBERT F KELLER ( DE-419 ). Diese Schiffe verließen am 16. Oktober die Marinebasis Pearl Harbor. Sie fuhren in Richtung Westen und waren dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 23. Oktober erreichten sie das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier blieben die Schiffe für vier Tage liegen und begannen mit dem bunkern von Treibstoff und Proviant. Am 27. Oktober stachen sie wieder in See und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. In die dortige Lagune fuhren die Schiffe am 1. November ein. Das Atoll verließen sie am 4. November wieder und am folgenden Tag trifft man auf den Leichten Kreuzer USS RENO ( CL-96 ), aus der TG 38.3, der von dem Hochseeflottenschlepper USS ZUNI ( ATF-95 ) ins Schlepptau genommen worden war. Auf der Backbordseite des Leichten Kreuzers waren zwei Torpedos, abgefeuert vom japanischen U-Boot IJN I-41, Kommandant LCDR Kondo, eingedrungen. Aber nur ein Torpedo war explodiert. Die Schiffe der TG 30.7 erhielten nun die Aufgabe nach dem U-Boot zu suchen. Am 8. November erreichten die Schiffe der TG die Position der Schiffe aus der Task Group 30.8, welche für den Nachschub für die Kriegsschiffe der TF 38 zu sorgen hatte. Ständig waren nun Flugzeuge der USS ANZIO in der Luft und suchten das Wasser nach dem U-Boot ab. Am Morgen vom 16. zum 17. November werden alle Besatzungsmitglieder auf der USS LAWRENCE C TAYLOR an ihre Kampfpositionen befohlen. Da befanden sich die Schiffe rund 250 Seemeilen östlich der philippinischen Insel Samar. Man hatte das japanische U-Boot IJN I-26, mit einer Tonnage von 51.500 Tonnen, per Sonar in dem Seegebiet 12° 44’ Nord, 130° 42’ Ost aufgespürt. Umgehend begann man mit einem Hedgehog Angriff. Dieser Angriff führte sofort zum Erfolg. Nach einer gewaltigen Unterwasserexplosion trieben Trümmerteile und Öl an der Wasseroberfläche. Alle 105 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen bei dem Angriff ums Leben. Eines der Flugzeuge, ein Torpedobomber TBM-1C „Avenger“, Kommandant LCDR Charles H. Holts, aus der Staffel VC-82 von der USS ANZIO hatte in der Nacht zum 18. November um 3:30 Uhr einen Radarkontakt von einem feindlichen U-Boot empfangen. Wegen des starken Regens ist die Sicht sehr gering. Deshalb lässt LCDR Holts mehrere Leuchtfackeln abwerfen. Daraufhin geht der Kontakt verloren. Er kontaktiert LT ( jg ) William J. Wilson, der mit seiner „Avenger“ gerade von dem Geleitflugzeugträger abgehoben hatte, da er seinen Torpedo nicht ausklinken kann und nennt diesem die Koordinaten der letzten Sichtung des japanischen U-Bootes. LT Wilson patrouilliert daraufhin über dem Seegebiet. Tatsächlich erscheint das japanische U-Boot wieder. Er lässt einen Schwimmer und Sonoboys ausklinken und beginnt mit der Verfolgung des feindlichen Schiffes. Dann wird ein MK 24 „Fido“ Torpedo abgeworfen, der sein Ziel wegen der Schraubengeräusche selber sucht. Doch der Torpedo ist ein Blindgänger. Um 4:17 Uhr trifft die USS LAWRENCE C TAYLOR zusammen mit der USS MELVIN R NAWMAN in dem Seegebiet ein und beginnen per Sonar mit der Suche nach dem U-Boot. Um 6:05 Uhr werden von der USS LAWRENCE C TAYLOR zwei Hedgehog Angriffe auf das feindliche Schiff geführt. Um 6:16 Uhr folgte die USS MELVIN R NAWMAN mit einem Hedgehog Angriff, der aber auch keinen Erfolg zeigte. Dann führte man von der USS LAWRENCE C TAYLOR einen dritten Hedgehog Angriff durch. Drei kleine Unterwasserexplosionen hallten anschließend durch das Wasser, gefolgt von einer schweren Unterwasserexplosion. Wenige Minuten später trieben große Mengen Dieselöl, Deckplanken, Kork und andere Trümmer an der Wasseroberfläche. Man hatte IJN I-41, mit 111 Mannschaftsmitglieder an Bord, in dem selben Seegebiet wie die IJN I-26 versenkt. Wenige Tage später fuhren die Schiffe der TG 30.7 zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man die Kriegsschiffe auf ihren nächsten Einsatz vor. Dazu versetzte man die USS LAWRENCE C TAYLOR wieder in die ASW Task Group 30.7, die Captain G. C. Montgomery während der Operation „Love III“ kommandierte. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS MELVIN R NAWMAN, USS OLIVER MITCHELL, USS TABBERER und USS ROBERT F KELLER. Am 9. Dezember verließen diese Schiffe das Atoll und fuhren zur Sicherung der Kriegsschiffe aus der Task Force 38 in Richtung der philippinischen Insel Mindoro. Dort sollten sie wieder die Suche nach feindlichen U-Booten aufnehmen. Am 17. Dezember liefen die Schiffe der TG 30.7 in das Operationsgebiet der Task Group 30.8 ein, wo die Betankung der Kriegsschiffe der Task Force 38 erfolgen sollte, und begannen umgehend mit ihrer Suche. Dieses Operationsgebiet der TG 30.8 lag in der Philippinsee, etwa 200 Seemeilen vor der Küste von Luzon, damit die Schiffe der TF außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge Betankt werden konnten. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber schon Windstärke 8 und der Taifun Cobra kündigte sich an, der durch die Philippinsee zog. Einige Schiffe konnten erfolgreich betankt werden, aber man musste noch vor dem Mittag alle Aktionen einstellen. Es wurde von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ), der Kommandeur der 3. US Flotte, an alle Schiffe Befehl gegeben sich aus dem Gefahrenbereich in Richtung Nordwest zu begeben, wo dann am folgenden Morgen die Betankung erneut gestartet werden sollte. Doch der Taifun Cobra zog genau in dieses Gebiet. Nun versuchten alle Schiffsbesatzungen am 18. Dezember ihre Schiffe durch den Taifun zu bringen. Nach dem Abflauen des Sturmes begannen mehrere Schiffe nach den Überlebenden der drei gesunkenen Zerstörer USS HULL, USS MONAGHAN und USS SPENCE ( DD-512 ) zu suchen. Innerhalb der TG 30.7 erlitten USS MELVIN R NAWMAN und USS TABBERER nennenswerte Schäden durch den Taifun. Beide Kriegsschiffe hatten ihren Mast verloren. Alle Schiffe der TG 30.7 fuhren zum Atoll Ulithi. Sie erreichten es am 21. Dezember. Lange blieben die Schiffe der TG nicht vor dem Atoll liegen und man nahm an den Schiffen nur die notwendigsten Reparaturen vor. Die USS LAWRENCE C TAYLOR beließ man in der Task Group 30.7, die Capitain G. C. Montgomery befehligte. In der TG befand sich wieder der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS OLIVER MITCHELL und USS ROBERT F KELLER. Am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Dort waren die Kämpfe gegen die japanischen Verteidiger im vollen Gange. In dem Operationsgebiet der Task Force übernahmen die Schiffe der TG 30.7 wieder die Suche nach japanischen U-Booten. Das Südchinesische Meer verlassen die Schiffe der Task Group am 21. Januar. Die Fahrt ging in Richtung Ulithi. Die Kriegsschiffe erreichten am 27. Januar den Hafen von dem Atoll. Hier versetzte man die USS LAWRENCE C TAYLOR in die Task Undergroup 50.7.1, der Antisubmarine Group, die Captain G. C. Montgomery während der Operation „Detachment“ befehligte. In der TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS OLIVER MITCHELL, USS ROBERT F KELLER und USS MELVIN R NAWMAN. Am 2. Februar verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von diesem Atoll aus stachen sie am 10. Februar wieder in See und fuhren zu der Insel Saipan, Nördliche Marianen, die sie noch am selben Tag erreichten. Vor Saipan wurden am 12. Februar die Anker gehievt. Die Schiffe der TU fuhren nun zur Bonin Insel Iwo Jima. Diese Insel wurde für die B-29 Bomber benötigt, von wo man im direkten Flug die japanischen Hauptinseln erreichen konnte. Hier schirmte die USS LAWRENCE C TAYLOR den Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen ab, währenddessen die Trägerflugzeuge selber auf der Suche feindlicher U-Boote waren und sich außerdem an dem Bombardement feindlicher Stellungen auf der Vulkaninsel beteiligten. Dann begann am 19. Februar die Anlandung der amerikanischen Soldaten auf die Insel Iwo Jima. Der Geleitzerstörer übernahm nun Patrouillen- und Sicherungsaufgaben. Zwei Tage später schlugen zwei Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen auf der Steuerbordseite des Geleitflugzeugträgers USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) aus der Task Undergroup 52.2.2 ein. Sofort näherte sich die USS LAWRENCE C TAYLOR dem attackiertem Schiff zusammen mit dem Geleitzerstörer USS ROBERT F KELLER und USS EDMONDS ( DE-406 ) und drei Zerstörer. Man kann den Geleitflugzeugträger nicht mehr retten. Deshalb beginnt man trotz schwerer See und anhaltenden Luftangriffen mit der Suche nach den Überlebenden. Die gesamte Nacht über wird diese Rettungsaktion per Suchscheinwerfer geführt. Man kann von den 923 Besatzungsmitgliedern insgesamt 605 Offiziere und Mannschaften lebend retten, die man zu den Angriffstruppentransportern USS DICKENS ( APA-161 ) und USS HIGHLANDS ( APA-119 ) bringt. Hinter der vor Iwo Jima ankernden 5. US Flotte beginnen sich einige Tage später japanische U-Boote in Position zu bringen. Sie sollen einen Kaitenangriff mit bemannten Torpedos beginnen. Am 25. Februar meldet der Zerstörer USS BENNION ( DD-662 ) aus der TF 54, dass man auf dem Sonar ein Signal von feindlichen U-Booten aufgefangen hätte. Umgehend werden von der USS ANZIO Torpedobomber vom Typ Grumman TBM-1C „Avenger“ gestartet und gehen auf die Suche nach dem U-Boot. Am morgen des 26. Februar entlässt IJN I-368, Kommandant LCDR Mitsuteru Irizawas, drei der fünf mitgeführten Kaiten mit den Piloten LT (jg) Junji Kawasaki, Ensign Toshio Ishida und Ensign Susumi Namba. Um 3:04 Uhr wird IJN I-368 35 Seemeilen westlich von Iwo Jima durch den Torpedobomberpiloten LT (jg) F. M. Fay auf Radar aufgenommen. Das U-Boot lag auf dem Wasser. Um 3:38 Uhr taucht dann IJN I-368 schnell ab. Ein Mark 24 „Fido“ Torpedo erreicht trotzdem das japanische U-Boot und versenkt es mit allen 86 Besatzungsmitgliedern. Am selben Tag, um 2:20 Uhr, entdeckte der Torpedobomberpilot LT (jg) W. J. Wilson aus der selben Staffel das japanische U-Boot IJN RO-43, Kommandant LT Tsukigata Masaki, rund 50 Seemeilen Westnordwestlich von Iwo Jima und warf einen Mark 24 „Fido“ akustischen Zieltorpedo ab. Mit allen 79 Besatzungsmitgliedern wurde es versenkt. Die Kriegsschiffe der TU 50.7.1 verließen am 7. März das Seegebiet vor Iwo Jima und fuhren in die San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Hier nahm man an der USS LAWRENCE C TAYLOR erneut einige Reparaturen vor und ließ die Besatzung sich etwas ausruhen. Doch dann versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 52.1, der Support Carrier Group, die von Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 in Palmyra, New Jersey – 25. März 1965 in New York City ) kommandiert wurde. Innerhalb dieser TG befand sich der Geleitzerstörer in der Task Undergroup 52.1.1, die Rear Admiral Clifton Albert Frederick Spargue ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ) bis zum 7. April kommandierte. In dieser befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ANZIO, USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS LUNGA POINT ( CVE-94 ), USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Zerstörer USS WILKES ( DD-441 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS HART ( DD-594 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS LOWRY ( DD-770 ) und USS WOODWORTH ( DD-460 ) und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS OLIVER MITCHELL, USS MELVIN R NAWMAN, USS ROBERT F KELLER, USS TABBERER, USS RICHARD M ROWELL ( DE-403 ), USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), USS DENNIS ( DE-405 ) und USS O´FLAHERTY ( DE-340 ). Ziel dieses Verbandes während der Operation „Iceberg“ war Okinawa. Am 21. März verlassen die Geleitzerstörer und die USS ANZIO die San Pedro Bay und fahren nach Norden um sich mit den anderen Kriegsschiffen der TU zu vereinigen. Aufgabe des Geleitflugzeugträgers und der Geleitzerstörer war wieder die Suche nach feindlichen U-Booten und deren Vernichtung. Am 24. März befanden sich die Schiffe der TG 52.1 südlich der Kerama Retto Inseln. Am folgenden Tag mussten sich die Kriegsschiffe der TU 52.1.1 einem massiven feindlichen Luftangriff erwehren. Dann begannen ab dem 26. März die Kämpfe um die Kerama Retto Inseln und ab dem 1. April um Okinawa. Am 2. April gab es erneut einen feindlichen Luftangriff auf die Schiffe der TU. Dann verlagerten die japanischen Piloten ihre Angriffe auf Zerstörer, die als Radarvorpostenschiffe eingesetzt wurden, und auf die anderen an dem Angriff auf Okinawa beteiligten Kriegsschiffe. Bis Anfang Juni blieb die USS LAWRENCE C TAYLOR auf ihrem Posten und suchte nach feindlichen U-Booten im Rücken der Angriffsflotte. Dann verließ der Geleitzerstörer die Gewässer und fuhr zur San Pedro Bay. In diese lief das Kriegsschiff wenige Tage später ein und blieb bis zum 6. Juli vor Anker liegen. Man versetzte den Geleitzerstörer nun in die Task Group 30.7, der Antisubmarine Warfare Group. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS ROBERT F KELLER und USS TABBERER. Am 6. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Erneut waren diese Schiffe auf der Suche nach japanischen U-Booten. In der Nacht vom 15. zum 16. Juli befanden sie sich rund 550 Seemeilen östlich von Yokosuka. In einer Grumman TBM-3E „Avenger“ aus der Staffel VC-13 erhält um 7:47 Uhr der Radarkontaktmann LT ( jg ) William McLanes einen Kontakt zu einem feindlichen U-Boot, das sich an der Wasseroberfläche befindet. LT ( jg ) McLane eröffnet daraufhin sofort mit seinem Maschinengewehr das Feuer und lässt zwei 5-Zoll Raketen starten. Das U-Boot taucht und hinterlässt eine Ölspur an der Wasseroberfläche. McLane klinkt nun Sonoboys und einen akustischen Zieltorpedo Mark 24 „Fido“ aus. Aber nichts passiert. Bis zum Mittag entlasten zwei weitere „Avengers“ das Flugzeug von McLane. Das zweite über dem Seegebiet kreisende Flugzeug warf weitere Sonoboys und einen akustischen Zieltorpedo auf das untergetauchte U-Boot ab. Nichts passierte. Daraufhin führte der Kommandant der Avenger, LCDR J. R. Greys, die USS LAWRENCE C TAYLOR in dieses Seegebiet. Schwerölschlick kennzeichnet die Position des japanischen Schiffes. Um 11:40 Uhr werden von dem Geleitzerstörer vierundzwanzig 7,2 Zoll Mark 10 Hedgehog Projektile abgefeuert. Diese lassen das U-Boot IJN I-13 auf der Position 34° 28’ Nord, 150° 55’ Ost bersten und alle Besatzungsmitglieder mit in den Tod nehmen. Die USS LAWRENCE C TAYLOR setzte in den folgenden Tagen ihre Suche nach japanischen U-Booten in den japanischen Gewässern fort. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die Schiffe der TG 30.7 kehrten daraufhin nach Okinawa zurück. Am 5. September verließ der Geleitzerstörer wieder die Insel und beteiligte sich an der Eskorte von Truppentransportern, die Soldaten zur Besetzung von Korea und der chinesischen Küste an Bord hatten, damit die Nachkriegsunruhen in diesem Land gemildert werden konnten. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Okinawa zurück. Am 26. Dezember verließ die USS LAWRENCE C TAYLOR wieder die Insel und beteiligte sich an der Operation „Margic Carpet“. Der Geleitzerstörer transportierte Kriegsveteranen in die Vereinigten Staaten zurück. Das Kriegsschiff legte am 15. Januar 1946 im Hafen von San Francisco, Kalifornien an und wechselte dann nach San Diego. In der dortigen Marinebasis wurde der Geleitzerstörer am 23. April außer Dienst gestellt und in die Pazifikreserveflotte versetzt. Später schleppte man das Kriegsschiff in die Mare Island Naval Shipyard, wo es in der Mare Island Reserve Group bis 1970 lag. Am 1. Dezember 1972 strich man den Namen USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 12. September 1973 zum verschrotten.


USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 )
Commanding Officer

LCDR R. Cullinan, Jr.      13. Mai 1944 – ?

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