USS MITCHELL ( DE-43 )

USS MITCHELL ( DE-43 )

Biografie

Albert Edward Mitchell
* 25. Dezember 1914 in Seattle, Washington
† 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway als Vermisst und dann für tot erklärt

Albert Edward Mitchell besuchte nach der High School in Seattle die Universität von Washington. Er meldete sich anschließend freiwillig zur US Navy und wurde dort in den Rang eines Seaman Second Class versetzt. Ab dem 20. Dezember 1940 begann er in Seattle und Corpus Christi, Texas mit dem Flugtraining. Man ernannte ihn am 30. September 1941 zum Marineflieger und beförderte ihn zum Ensign. Nach Ausbruch des Krieges am 7. Dezember 1941 durch den Angriff der Japaner auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, versetzte man ihn in das Patrouillengeschwader 42, welches auf einem Flugzeugträger stationiert war. Vor der Schlacht um Midway war auch Ensign Albert Edward Mitchell mit seiner PBY Catalina in der Luft und suchte nach den feindlichen Flugzeugträgern. Sein Flugzeug wurde gleich am ersten Tag der Schlacht abgeschossen und er getötet.


USS MITCHELL ( DE-43 )

Schiffsbiografie

Die USS DONALDSON ( DE-44 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Albert Edward Mitchell benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtunddreißigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington wurde am 12. Januar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-43 tragen. Doch am 14. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und das Kriegsschiff erhielt am 15. Juni 1943 die Kennung DE-44 und am 23. Juni den Namen USS MITCHELL. Mrs. Albert Edward Mitchell, Witwe von Ensign Albert Edward Mitchell, taufte am 1. August 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Martin Herman Erdahl stellte am 17. November 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS MITCHELL in den Gewässern vor der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien durch. Anschließend überprüfte man im Trockendock den Schiffskörper und nahm mehrere Veränderungen vor. Am 2. Februar 1944 stch der Geleitzerstörer in See und eskortierte acht Liberty Handelsschiffe bis zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den dortigen Hafen laufen die Schiffe am 10. Februar ein. Innerhalb der nächsten vier Monate beteiligte sich die USS MITCHELL in den Hawaiianischen Gewässern an mehreren Übungen amerikanischer U-Boote. Diese Übungseinheiten waren sowohl für den Geleitzerstörer wie auch für die U-Boote eine wertvolle Trainingshilfe. Danach gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Force 16 ein. Innerhalb dieser TF gehörte das Kriegsschiff anfangs zur Task Group 16.6. Am 3. Juni verließ die USS MITCHELL die Marinebasis Pearl Harbor und fuhr mit hohem Tempo zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Innerhalb von drei Tagen erreichte das Kriegsschiff das Atoll. Hier gliederte man die USS MITCHELL in die Task Group 50.17, in der sich Öltanker zur Versorgung der Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte während der Angriffsaktion gegen die Inseln der Nördlichen Marianen befanden. In dieser Fueling & Aircraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS HALL ( DD-583 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), die Geleitzerstörer USS MITCHELL, USS LAMONS ( DE-743 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS WEAVER ( DE-741 ) und USS HILBERT ( DE-742 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Die USS MITCHELL bunkerte frischen Treibstoff. Am 6. Juni stachen die Geleitzerstörer der TG in See und eskortierten die Öltanker in Richtung der Nördlichen Marianen, mit einem Zwischenstopp vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Zum selben Zeitpunkt hatten auch die Kriegsschiffe der Task Force 58 das Atoll Majuro verlassen. Drei Tage später erfolgte schon die Beölung der Schiffe der TF. Ab diesem Tag blieben die Geleitzerstörer und Öltanker bei dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands zurück und warteten auf die anderen Kriegsschiffe der TG 50.17. Am 5. Juni hatten die Geleitflugzeugträger und die Zerstörer der TG 50.17 Pearl Harbor verlassen und fuhren über das Atoll Majuro und der anderen westlicher gelegenen Atolle der Marshall Islands in Richtung der Nördlichen Marianen. Ihnen voraus der Geleitflugzeugträger USS COPAHEE und der Zerstörer USS EVANS. Diese beiden Schiffe erreichten am 10. Juni das Atoll Eniwetok. Diesen beiden Kriegsschiffen schlossen sich zwei Geleitzerstörer und Öltanker an um die Kriegsschiffe der TG 58.1 am 12. Juni zu betanken. Zwei Tage später erreichten alle anderen Schiffe der TG 50.17 die Gewässer vor Saipan und es begann eine Beölung aller Schiffe der TF 58. Diese war am 16. Juni abgeschlossen. Hierbei beschützte die USS MITCHELL in den dann folgenden Wochen diese Aktionen und überwachte den Luftraum und suchte nach möglichen feindlichen U-Booten. Damit die Besatzung sich von den Strapazen etwas erholen und an dem Schiff dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt werden konnten, blieb es vom 9. bis zum 17. August vor dem Atoll Eniwetok liegen. Anschließend kehrte der Geleitzerstörer auf seine Position zurück. Die Operation zur Eroberung der Nördlichen Marianen dauerten bis zum 26. August. An diesem Tag gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 30.8 ein, der Flottenöltanker und Transportflugzeugträger Gruppe, die Captain Jasper T. Acuff während der Operation „Stalemate II“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS MITCHELL, USS LAMONS, USS WEAVER, USS WESSON, USS WATERMAN, USS PARKS, USS SWEARER, USS KYNE ( DD-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ) und USS WYMAN ( DE-38 ) und ein weiterer und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Die meisten Schiffe der TG befanden sich zu diesem Zeitpunkt vor dem Atoll Eniwetok, verließen es am 26. August und fuhren zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier legten die Schiffe am 31. August an und am 1. September wieder ab. Die Fahrt ging zu den Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln. Während der nun beginnenden Invasion der Westkarolinen, übernahm die USS MITCHELL erneut die Sicherung der Geleitflugzeugträger auf seinem Posten und übernahm die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen japanischen U-Boot Angriffen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken und die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger sicherten in der Luft die Übergabeoperationen ab. Der Geleitzerstörer wurde aber auch zur Eskorte für die Öltanker benutzt. So übernahm am 22. September die USS MITCHELL zusammen mit der USS WESSON den Begleitdienst für den Öltanker USS GUADALUPE ( AO-32 ). Die drei Schiffe legten an diesem Tag im Seeadler Harbour ab und erreichten am 29. September ihr Einsatzgebiet bei den Palau Inseln. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Seabees der US Navy bereiteten die Inseln der Nördlichen Marianen für den bald beginnenden Angriff auf die philippinische Insel Leyte vor. Diese Inseln wurde als Aufenthaltsorte für US Navy Schiffe und Flugzeuge benötigt. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Doch die USS MITCHELL benötigte man anderswo. Der Geleitzerstörer übernahm nun Patrouillenaufgaben und überwachte die laufenden Nachschuboperationen in dem Seegebiet zwischen den Atollen Kwajalein und Eniwetok, dem Seeadler Harbour und dem Atoll Ulithi. Außerdem überwachte das Kriegsschiff die Hafeneinfahrten vor den Atollen und suchte nach schwimmenden feindlichen Minen die zerstört werden mussten. Auf einer dieser Patrouillenfahrten kollidierte die USS MITCHELL am 3. Dezember mit einem Wal. Dabei wurde die Sonarausrüstung stark beschädigt und zwang den Geleitzerstörer zum Atoll Ulithi zu fahren. Hier bugsierte man das Kriegsschiff in das schwimmende Trockendock USS ARD-15 und begann mit den Reparaturen und einer gleichzeitigen Überholung. Diese Arbeiten waren Ende Januar 1945 abgeschlossen. Danach begannen mehrere Übungsfahrten in den Gewässern vor dem Atoll. Ab dem 21. Februar war die USS MITCHELL wieder voll einsatzfähig und fuhr in Richtung der Bonin Insel Iwo Jima, wo die Operation „Detachment“ lief. In den Gewässern südöstlich der Bonin Insel übernahm der Geleitzerstörer wieder die aufgaben zur Luft- und Unterwasserüberwachung. Das Seegebiet von Iwo Jima verließen die Schiffe der TG 50.8, der Sea Logistic Support Group, am 1. März, nachdem diese Insel sicher war und zukünftig als Basis für B-29 Bomber – Angriffe gegen die japanischen Hauptinseln benutzt werden konnte, und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Die USS MITCHELL blieb aber bei den Bonin Inseln und Patrouillierte davor. Mit der Eroberung von Iwo Jima war die letzte verbliebene Barriere, vor den eigentlichen japanischen Hauptinsel, gefallen. Die Schiffe der Task Group 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann, durch die amerikanischen Kriegsschiffe der Task Force 58, der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Auch hier stellte die USS MITCHELL ihren Eskortier- und Patrouillendienst zur Verfügung, ohne zur TG zuzugehören. Die Schiffe der Task Group 50.8 laufen ab dem 5. Juni in einen Taifun. Man hat auf der USS MITCHELL zu tun den Geleitzerstörer ohne Schaden durch dieses Unwetter zu bringen. Vielen Schiffsbesatzungen der TG gelang es aber nicht ihre Schiffe ohne große Zerstörungen durch den Sturm zu bringen. Viele der Schiffe zogen sich dann bis zum 17. Juni in die San Pedro Bay, Leyte zurück damit nach dem Taifun wieder Ordnung geschaffen werden und man sich auf den Angriff auf die japanischen Hauptinseln vorbereiten konnte. Hier reihte man den Geleitzerstörer in die TG 30.8 ein. In der 3. US Flotten Logistical Group TG 30.8 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS MITCHELL, USS LAMONS, USS WEAVER, USS WATERMAN, USS REYNOLDS, USS KYNE, USS LAKE, USS LYMAN, USS CROWLEY, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG sollten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu unterstützten. Das Auslaufen der Schiffe der TG 30.8 war für den 28. Juni vorgesehen. Doch wenige Tage vorher erreichten die Schiffe der Task Undergroup 78.4.1 die San Pedro Bay. Man versetzte die USS MITCHELL in diese Task Undergroup, die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 in Buffalo, New York – 2. Oktober 1945 über Japan ) während der Operation „Oboe VI“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SUWANNEE ( CVE-27 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS GILBERT ISLAND ( CVE-107 ), der Zerstörer USS DALE ( DD-353 ) und die Geleitzerstörer USS MITCHELL, USS LAMONS, USS KYNE, USS DONALDSON und USS CLOUES ( DE-265 ). Ab dem 19. Juni bereiteten sich die Schiffe der TU 78.4.1 in den Gewässern der San Pedro Bay auf die Landung bei Balikpapan, Borneo vor. Am 26. Juni verlassen diese Schiffe Leyte und fuhren nach Balikpapan. Die Gewässer vor der Insel Borneo erreichten die Kriegsschiffe am 30. Juni und begannen mit der Versorgung der Angriffsflotte. Die Landung der Sturmtruppen begann am 1. Juli und am 3. Juli verließen die Schiffe der TU 78.4.1 wieder die Gewässer von Balikpapan und fuhren nach Leyte zurück, wo sie am 6. Juli in die San Pedro Bay einfuhren. Hier löste man die Task Undergroup auf. Sofort gliederte man die USS MITCHELL wieder in die Task Group 30.8. Die USS MITCHELL, USS LAMONS, USS KYNE und USS DONALDSON eilten den Schiffen der TG hinterher und übernahmen ihre übertragenen Aufgaben. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 versorgt vor Honshu. Die USS LAMONS operierte zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern der TG im Umkreis von 200 Seemeilen vor der japanischen Küste und sicherte dabei die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die USS MITCHELL blieb aber mit den Schiffen der TG 30.8 weiterhin vor Honshu und sicherte die Invasionsflotte bis zum 31. August ab. Zusammen mit anderen Kriegsschiffen lief der Geleitzerstörer auch in die Tokyo Bay ein und war am 2. September bei der Zeremonie zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde anwesend. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff die Tokyo Bay und eskortierte den Geleitflugzeugträger USS THETIS BAY ( CVE-90 ) und den Öltanker USS ESCALANTE ( AO-70 ) zum Atoll Ulithi. Unterwegs übernahm der Öltanker USS PLATTE ( AO-24 ) frischen Treibstoff von der USS ESCALANTE. Drei Tage später erreichten die Schiffe das Atoll. Hier blieb die USS MITCHELL bis zum 18. September liegen und begann die Heimfahrt. Diese führte den Geleitzerstörer über das Atoll Eniwetok und die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Am 8. Oktober lief das Kriegsschiff im Hafen von San Francisco, Kalifornien ein. Erst am 6. November verließ der Zerstörer den Hafen wieder und fuhr zur Kaisers Victory Yard in Richmond, Kalifornien. Dort stellte man das Kriegsschiff am 29. Dezember 1945 außer Dienst und strich am selben Tag den Namen USS MITCHELL ( DE-43 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 11. Dezember 1946 an die Puget Sound Navigation Company in Seattle, Washington zum verschrotten.


USS MITCHELL ( DE-43 )
Commanding Officer

LCDR Martin Herman Erdahl  (USNR)      17. November 1943 – 13. Mai 1944
LCDR James Kenneth Carpenter  (USNR)       13. Mai 1944 – 29. Dezember 1945

 

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